Nachruf

Hier ist der Nachruf, die "Ode an meine Eltern" - und noch einiges mehr zu christlichen Dingen. Tiere sind auch Thema auf dieser Unterseite.

Danke, Herr Jesus, für das positive Erbe, das Du mir durch meine Eltern zugedacht hast! Danke, Herr Jesus, für das mir geschenkte göttliche Erbe! Wenn ich könnte, würde ich auch jetzt noch meine Eltern ehren. Meine beiden Eltern sind aber aktuell schon im Himmel. Hier und hier schreibe ich ebenfalls über sie, meine gläubigen Eltern, die mich dem Herrn Jesus geweiht hatten, als ich - einjährig - lebensgefährlich krank war!

Meine Eltern Hellmuth und Elisabeth Siegmund-Schultze haben von 1950 bis 1989 in Hannover und danach bis zu ihrem Tod in Leer gelebt. Sie haben 1955 geheiratet, und aus jener Ehe gingen zwei Kinder hervor. Eines davon bin ich. Mein Vater hatte Kinderlähmung und musste daher im Rollstuhl sitzen. Danke, Gott, dass sie mit ganzem Herzen an Jesus geglaubt haben und dass sie sich bis zum Lebensende meines Vaters treu blieben.


Das Wagnis eines Umzugs

Es geht um meine Eltern und um das Wagnis eines späten, nicht gerade alltäglichen Umzugs: Meine Eltern zogen 1989 nach Leer (Ostfriesland), nach Leer-Loga. Um der biblischen Lehre von Hans-Peter Grabe willen, um Jesu willen und um der dortigen Ortsgemeinde willen verließen meine Eltern die gewohnte Heimat, obwohl sie schon ungefähr 60 Jahre alt waren und obwohl mein Vater an den Rolstuhl gefesselt war.

Um die Geschichte genauer zu erzählen, schreibe ich hier mehr: Meine Mutter Elisabeth hatte von ca. 1980 an den Wunsch, mit ihrem Ehemann von Hannover nach Leer (Ostfriesland) umzuziehen, für immer und um Jesu willen, wie gesagt. Meine Mutter war ein bisschen schneller - und sie war die erste, die solche Ambitionen hatte, für immer umzuziehen. Sie dominierte ihren Mann aber nicht, noch manipulierte sie ihn, was ich moralisch gut finde. Sie konnte warten, wie ich im Folgenden detaillierter beschreibe.

Um Jesu willen?

Besonders meine Mutter war offen für das Reden Gottes und wollte die Fülle dessen haben, was Er, der Herr Jesus, für sie und ihren Mann hatte. Jener tiefe Wunsch ist ein biblischer: dass man nämlich durstig ist nach mehr vom Heiligen Geist (Jes. 44, 3). Es ist ein Sehnen, welches mein Vater und ich auch ganz ähnlich hatten wie meine Mutter.

Neue Zukunft?

Ich ging am 18. 5. 1976 in die Bibelschule "Glaubenszentrum". Meine Eltern kamen im Sommer 1976 auch dorthin und lernten so Hans-Peter Grabe kennen. Sie machten Urlaube, die in der Folgezeit vorwiegend jeweils in der Sommersaison möglich wurden. Mein Vater saß im Rollstuhl und fuhr meist trotzdem zum Urlaub mit, nach Ostfriesland. Seit 1983 wollte meine Mutter auch um Jesu willen weg von Hannover, nach Leer vielleicht. Es gab zwei Gründe, warum meine Eltern aus Hannover wegziehen wollten: Der Nachbar hatte eine laute Krähe erworben. Diese machte meiner Mutter mit ihrem Lärm sehr zu schaffen; und es war dort geistlich wie eine Wüste geworden. In Leer verbrachte sie einige Zeit und wollte herausfinden, welchen Plan Gott für sie beide hatte und ob Leer eine neue Zukunft für immer sein würde.

Hier in Loga

Da geschah es in dem bekannten Logaer Evenburg-Park, dass Gott zu meiner Mutter sprach: "Hier in Loga wirst du deine Ruhe finden." - Zum Verständnis zwei Dinge: Loga ist ein Stadtteil von der Kleinstadt Leer.  In Joh. 10, 27 steht, dass Jesu "Schafe" auch Seine "Stimme" hören. Gott hat einen Sinn für das Schöne und möchte so zu uns - leise in unsere Gedanken hinein - sprechen, im Alltag, in der Natur, durch Bibelverse oder durch ein Stück Predigt. Das sind nur Beispiele, wie Gott spricht.

Evenburg im Logaer Schlosspark
Evenburg im Logaer Schlosspark

Ohne Schwierigkeiten Mittelmäßigkeit

Es heißt: Ohne Gegenwind wird der Baum nicht fest und nicht widerstandsfähig. Ohne Gegenwind erreicht man keinen guten Charakter, keine Festigkeit. Ohne Schwierigkeiten Mittelmäßigkeit. - Meine Mutter sprach mit ihrem Mann über das prophetische Wort und ihren intuitiven Umzugs-Wunsch. Es ergaben sich dann aber noch folgende Schwierigkeiten:

Kommunikation und Beratung

Obwohl meine Mutter behauptete, von Gott gehört zu haben, redete sie mit ihrem Ehemann darüber und ging das Risiko ein, dass er ihren Wunsch nicht so oder nicht so schnell teilen würde. Kommunikation und Beratung waren nun wichtig Sprüche 20, 18: Pläne kommen durch Beratung zustande.

Schiebenderweise

Beides, der Verstand und die gute Intuition, sind relevant. Jesu Schafe hören Seine Stimme. Es kommt aber auch der gesunde Menschenverstand zum Zuge: Trotz der Tatsache, dass für sie schon alles feststand, stellte mein Vater vier wohl erfüllbare Bedingungen, von denen ich leider nur noch eine weiß: Er wollte innerhalb einer gewissen Höchstzeit (ca. eine Viertelstunde) zu Fuß - schiebenderweise -  in den Sonntagsgottesdienst gelangen können, falls es mit dem Auto mal unmöglich war.

Später wurde Vati tatsächlich im Rollstuhl die 1,2 Kilometer zur Kirche geschoben; zu Fuß brauchte man 12 Minuten für eine Strecke.

Umzug für immer?

Ein bisschen habe ich es schon erwähnt: Das war nur eine von vier Bedingungen, die mein Vater aufgeschrieben und seiner Frau gesagt hatte. Er beantwortete so die Behauptung meiner Mutter, sie hätte von Gott gehört. Mein Vater wollte es auf diese Weise von Gott Selbst wissen, ob ein Umzug für immer wirklich von Ihm ist und ob er, Vati, die Autorität hat. Diese "Bedingungen" waren sein Vlies (Rich. 6, 36 - 40).

Spannung aushalten

Meine Mutter hat die Geduld aufgebracht und jene Spannung ausgehalten. Sie behandelte ihren Mann respektvoll (Epheser 5). - Alle vier Bedingungen wurden ihm erfüllt!

Ich nehme an, das ganze Vorhaben "Haus in Ostfriesland" wäre nicht zustande gekommen, wenn diese Dinge nicht erbracht worden wären.

Eine spannende Phase begann erst noch: Meine Mutter suchte anfangs ein Haus, das schon da war. Aber dann wurde einige Wochen lang ein Bauunternehmer und ein nicht zu großes Baugrundstück in Leer gesucht. Es wäre ein erheblicher Extra-Aufwand gewesen, wäre mein Vater immer nach Leer gefahren worden So aber konnte er "nur" beten. Meine Mutter wurde fündig, im schönen Loga! Es war durch den Verkauf des alten Grundstücks in Hannover genügend Geld vorhanden, um das neue etwa 450 m2 große Grundstück zu erwerben! Die Verheißung wurde so präzise wahr und das Ganze nahm Gestalt an.

Gottes Segen

Mit der Baufirma wurde ein relativ kleines Haus als Neubau gewählt. Woran man den Segen Gottes einmal mehr sehen kann, ist die Tatsache, dass vor Baubeginn eine Kleinigkeit entdeckt worden war, was so nicht hätte gebaut werden dürfen: Meine Eltern mussten noch eine Stelle im Grundriss korrigieren, weil eine kleine bauliche Änderung nötig wurde, damit sich mein Vater mit seinem Rollstuhl im Haus bewegen konnte, ohne "anzu-ecken".

Meine Eltern "bauten" das Haus in Leer-Loga, vielleicht ein Jahr lang. Mein Onkel half liebevoll bei der Durchführung. Dann wurde das Haus fertig; und sie zogen im Oktober 1989 um.

Auch ich zog ungefähr Anfang November 1989 nach Leer um, weil ich in Essen (Ruhr) arbeitslos war. Im Fernsehen konnte ich gerade den Mauerfall verfolgen. - Meine Mutter legte später geschickt den Garten in dem Grundstück von ungefähr 450 m2 an - nun in Leer, im schönen Ostfriesland. Bäume wie der besonders auffällige Tulpenbaum mussten natürlich am Anfang noch wachsen; später saßen wir unter diesem schönen Baum zusammen und genossen den Sommer.


Gott liebt dich extrem stark

Hier habe ich nun ein sehr gutes Video von Johannes Hartl über "Agape-Liebe" oder über das Vaterherz Gottes dazwischen geschoben. Bei Min. 23 ist ein sehr schönes Sprechspiel, das du mit deinen Kindern spielen kannst. Johannes nennt es: "Wie lieb hab ich dich" Man spricht im Wechsel: "Ich lieb dich von da bis da. Ich lieb dich von hier unten, von der Erde,  bis zum Himmel. Ich lieb dich vom Marianengraben bis zu den Sternen oben. Ich hab dich zuerst geliebt, eher, als du mich geliebt hast, weil ich dein Vater bin und du mein Sohn. Das übertrifft alles." (sinngemäß zitiert)


Um Jesus zu bezeugen

Meine Mutter sagte im Zeitraum zwischen 2004 und 2017 einigen alten Menschen im Altenheim, dass der Herr Jesus ihr Hirte werden möchte: So hatte sie auch wieder ein offenes Ohr für den Heiligen Geist: Er, der große Gott, ermutigte sie einige Male, in ein Pflegezimmer zu bettlägerigen Menschen zu gehen, die dem Tode nahe waren, aber dennoch nicht sterben konnten. Meine Mutter erzählte mir, dass solch eine Zeit des Dahinsiechens auch einmal ganze acht Jahre betrug! Der Heilige Geist sagte ihr, dass sie dann zu dem jeweiligen Menschen wie zu einem Kind sprechen sollte. Und so haben sich alte Menschen, die noch ungläubig waren, zu Jesus bekehrt und sind ihre Sünden losgeworden, weil Jesus auch für sie am Kreuz starb! Das Thema ist immer noch: Um Jesu willen.


Danke, Gott | Ode

 Sehr dankbar bin ich,
dass meine Eltern Gott liebten, sich liebten, treu, und uns liebten -
und uns viele Dinge beibrachten.
Ski, Violine, Reiten in Misburg, Schlittschuhlaufen; Gymnasium, das Autofahren.
dass sie mich immer ermutigten: -
Gymnasium und später das Autofahren.
Darum ehre ich meine Eltern, -
weil es in Gottes Wort so steht.
Die Eltern nahmen teil am schulischen Trubel.
Wenn es um Hausaufgaben von der Schule ging, -
hatten Vati und Mutti viel Geduld.
Mein Vater
Er ist ein geduldiger Mensch.
Einmal kam mein Vati von der Kur -
Dann kehrt die väterliche Ordnung zurück.
Man konnte so schön auf seinem Schoß sitzen, -
oder im Fußkasten. -
"Töff-töff", wie wir dieses Fahrzeug liebevoll nannten. -
Vatis Tätigkeit an diesem Töff-töff musste sein, -
sie hatte mit regelmäßiger Wartung zu tun; -
Zündkerzen reinigen zum Beispiel -
oder den Bowdenzug einstellen.
Vatis Bücher. Er las auch.
Sein Garten, -
ja, Vati beschnitt Rosen und konnte Rasenkanten schneiden.
Vati goss die Blumen im Haus.
Er konnte mit uns Tischtennis spielen und brachte mir einen Trick bei!
Vati segnet mich mit seinen Händen und betet für mich.
Vati zog zum Spaß Grimassen, -
so dass es uns zum Lachen brachte!
Er scherzte mit seiner Schwäche und tat so, -
als sei er noch labiler, als er sowieso schon war, -
denn wenn seine Tochter den Ellenbogen vom Tisch schubste, -
dann kippte er extra künstlich um; -
so viel Humor hatte mein Vater!
Anfangs musste er zu Hause auf einer Schreibmaschine schreiben.
Er war Lohnbuchhalter.
Mein Vater fragte mich oft Vokabeln ab. Für die Schule.
Wenn die Hausaufgaben unerträglich schienen, -
half Vati mir. -
Einmal diktierte er mir in einer Deutsch-Hausaufgabe eine Geschichte so, -
dass der Trivialliteratur-Aufsatz ein bisschen zu perfekt klang!
Vati und Mutti halfen mir, auf die vielleicht "beste" Bibelschule zu gehen.

Meine Mutter
Sie zeigt uns immer ihre Liebe!
Wenn "Masern" im Bett liegen -
wenn aufgeschlagene Knie angelaufen kommen -
zeigt Mutti uns eine extra Portion Liebe!
Durch gute Worte und durch Küsse und Umarmungen -
zeigt sie uns Liebe.
Mutti war eine wundersam begabte Gartenarchitektin,

so dass die Gärten sehr schön angelegt waren:

der schöne Garten in Hannover -
und der in Leer.
Ja, fast perfekte Gärten hatten wir nicht von ungefähr: -
Auch war Mutti eine Versorgungs-Künstlerin.
Wir aßen den Kohlrabi roh, Äpfel -
Königinpastete am Feiertag -
Marmelade in Weckgläsern -
selbstgebackenes Brot aus Korn.
Aus der Küche kamen immer appetitliche Düfte.
Zu Weihnachten gibt es Plätzchen, -
alltags auch mal Spiegelei - und samstags Brunch oder Pellkartoffeln mit Quark.
Kaiserschmarrn.
Wir sangen, weil Mutti es vormachte!
Familie und Schwester
In Wahrheit habe ich meiner Schwester zu verdanken,
dass ich in die erste Bibelstunde gehen wollte, in Hannover!
Und so viel mehr habe ich dir zu verdanken, Schwesterherz.
Wir gingen zum Zoo:
Der große Löwe, der vermutlich immer wieder -
auf Vatis Rollstuhl aufmerksam wurde, fast magisch!
Wir waren gerne im Grünen, -
wir fuhren oft in den Lönspark in Hannover.
Wir fahren in die Lüneburger Heide.
Mutti fährt das Auto -
wenn wir mal wegfahren, alle zusammen.
"Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!"
Wir spielten Gesellschaftsspiele, -
Fang-den-Hut war ein beliebtes Spiel.
Zu Silvester halbe Walnuss-Schalen -
und die Schüssel halbvoll mit Wasser zum Löschen -
In den Walnuss-Hälften waren kleine brennende Kerzen. Hilfe.
Besuch aus dem Annastift -
oder Blinde aus dem Blindenheim.
Ja, Besuch auch aus Äthiopien hatten wir!
Der Hauskreis bei Klü.
Angelika S. betete: "Herr, ich danke Dir, dass Du uns ganz heilst."
Als wir noch Kinder waren, -
hängte Mutti die Wäsche im Garten auf.
Die Zeit mit der kleinen Dackelhündin "Ila" war eine tolle Bereicherung!
Sie war eine quicklebendige Hündin. 


Tausch am Kreuz

Jesus hat am Kreuz folgenden Tausch "vollbracht":

Ich empfange das Gute, weil Jesus das Schlechte am Kreuz wegtrug: - Mir sind die Sünden vergeben, weil Er, Jesus, alle Sünden der Welt wegtrug. Am Kreuz ist dies geschehen! Ich bin geheilt, weil Er alle Krankheiten und Schmerzen wegtrug. Ich bin frei von Strafe und habe Frieden, weil Jesus die Strafe trug. Ich habe Segnungen, alle geistlichen Segnungen nämlich, ja den Segen Abrahams, weil Jesus den ganzen Fluch trug. Ich bin reich, weil Er die Armut ans Kreuz bekam. Ich bin lebendig, weil Er den Tod trug. - Jesus trug unsere Ablehnung, unsere Verachtung, damit wir Seine göttliche Annahme und Liebe beim Vater haben! Wir sind von Gott hundert-prozentig gewollt.

Kurz

  1. Sünde, Schuld, Scham - Gerechtigkeit, Vergebung.
  2. Strafe - Frieden.
  3. Krankheit, Schmerz - Heilung
  4. Fluch - Segen (Abrahams)
  5. Armut - Reichtum (im bibl. Sinn)
  6. Ablehnung - Annahme
  7. Tod - Leben

 

Länger

  1. Sünde, Schuld, Scham - Gerechtigkeit, Vergebung.
  2. Strafe - Frieden.
  3. Krankheit, Schmerz - Heilung, Gesundsein, Gesundheit.
  4. Fluch - Segen (Abrahams). Negativ: Flüche, auch "christliche" Flüche
  5. Armut - Reichtum.
  6. Ablehnung - Annahme.
  7. Minderwertigkeit - Wert (wertvoll)
  8. Tod - Leben. Ich werde leben und die Werke des Herrn verkünden
  9. Angst, Hass - Liebe
  10. Unsicherheit, Ungewissheit - Glaube, Vertrauen, Gewissheit
  11. Gesetz - Gnade

Zu "Annahme" fällt mir sofort ein: Liebe, Annahme und Vergebung.

Vaterwunder

Jeder Mensch hat Vaterwunden und Mutterwunden. Das ist leider unvermeidbar, weil Eltern Sünder sind.

All fear is gone: Renounce fear, rejection, unforgiveness, grief, sorrow, bitterness, pride, judging and the Jezebel spirit many times! Zu deutsch: Widersage den ungöttlichen Dingen, auch der Einsamkeit oder der Unabhängigkeit, und zwar etwa hunderttausendmal: Im Video ab 52:00 einige Minuten.

Ich ergänze: Be strong and courageous! You're the head and not the tail. Sag hunderttausend-mal: "O Herr, Deine Sanftheit löst all meine Bitterkeit! Ich bin von Gott gewollt, angenommen, wertvoll und geliebt; ein Juwel. Der Herr ist Liebe und neigt sich mir in Liebe zu. Der Vater wird mich beschützen, denn Er hat ein Herz für mich."


In Pagels Garten
In Pagels Garten

Tierische Geschichten

Unsere Haustiere

Apropos Tiere: Ich liebe Pferde und mag das Reiten. - Unsere Mutter musste zwangsläufig sehr aktiv und selbstlos sein; und sie hatte zum Ausgleich Freude an Tieren: Sie schaffte 1973 einen Dackel an, ein Ereignis und eine Zeitperiode, an die ich mich sehr gerne erinnere. - Aber von vorn: Zunächst hatten wir ca. 1967 eine Schildkröte. Zwischendurch fütterten wir auch Igel über den Winter. 1970 hatten wir Goldhamster, wie anderswo auf dieser Website beschrieben. Auch hatten wir zwei Hunde, einen Zwergdackel (Ila; Langhaar) und einen schlaftablettenartigen schwarzen Mischling Johnny. Irgendwann später hatte Mutti auch einen Kater, den sie "Pinkus" nannte. Komische Gelegenheiten gab es, wenn Pinkus spielen wollte, auf Johnnys Rücken sprang und der daraufhin langsam und leise bellte. - Da fällt mir der lustige Name "Krabbel" für einen weiteren Kater ein. Jener Krabbel war der Kater von Thomas, war mir ganz lieb, lebt aber heute leider nicht mehr. Es war ein Trost für Thomas, eine Predigt zu finden, in der es hieß, dass Tiere in den Himmel kommen, weil sie Wesen sind und nach dem hebräischen Urtext Seele haben. - Johnny-Link.

Kater "Krabbel"
Kater "Krabbel"

Goldhamster: Schwimmen fällt ins Mauseloch

Meine Schwester und ich hatten je ein kleines Goldhamster-Weibchen. Wir hatten selten so süße, nachtaktive Tiere. Diese flauschigen Tierchen gehörten genau genommen zur Art der syrischen Goldhamster (Mesocricetus auratus).

In den Sommerferien waren wir einmal als ganze Familie an einem Bauernhof, nahe bei Brakel. Der schöne Hof hatte den Namen "Modexerhof". Wir hatten dort eine Ferienwohnung. Die Hamster hatten wir mitgenommen.

Syrischer Goldhamster 1972
Syrischer Goldhamster 1972

Eines sonnigen Tages dachten wir, wir könnten die beiden Hamster auf dem Rasen laufen lassen, wieder "einsammeln" und dann noch ins Freibad gehen. Auf alle Fälle hatten wir die Ställe mitsamt den Hamstern auf der "Weide" aufgestellt, damit sie grasen konnten.
Ganz genau genommen: Wir entfernten die Unterteile der Ställe und benutzten nur die Oberteile, die Gitter, damit die Tiere Gras zu fressen bekamen. Das Abmontieren war nicht schwierig.

Hamsterkäfig
Hamsterkäfig

Wir wollten ja eigentlich schwimmen gehen. Doch das Goldhamstermädchen "Claudia" war plötzlich verschwunden! Wir mussten sie überall suchen und machten uns bald große Sorgen!

Erst nach zwei Stunden vergeblichen Wartens kam sie wieder zum Vorschein – mit einer Bisswunde! Es muss ein Tier live und in Farbe gewesen sein, mit dem sie sich ein Gefecht geliefert hatte. Wir sahen erst jetzt das Loch im Rasen! Claudia war in jenes Loch gekrochen, wohl neugierig zu sehen, was sich dort unten verbarg. Das sah aus wie ein normales Mauseloch.

So fiel unser Freibadbesuch nicht ins Wasser, sondern ins Mauseloch. Dabei war es ein schöner, sonniger Tag! Zum Glück ist Claudia am Ende wohlbehalten wieder aufgetaucht.

Im Wohnzimmer

Derselbe Goldhamster mit Namen Claudia lief öfters im Wohnzimmer herum. Sie war einmal unter dem Sofa verschwunden. Ich (d. h.: Anne) wollte Claudia mit leckerem Futter anlocken, aber auch das half nichts und blieb ohne Erfolg. Sie wollte in ihrem Versteck bleiben.
Ich musste sie mit dem Besenstiel vielleicht zwingen. Da entdeckte ich plötzlich, dass Claudia etwas Dickes in ihren Backentaschen hatte! Ich forschte in ihren Backentaschen, und siehe da: Claudia hatte ihre Hamsterbacken voll mit Wolle gestopft! Die Arme hatte offensichtlich ihre liebe Not damit. Was denkt sich so ein Goldhamster-Mädchen wohl dabei?

Anderes

Ich mag Hunde, die weitgehend wohlerzogen sind; Pferde, Stuten oder Wallache, die lieb sind; theoretisch aber auch Elefanten, Rochen und Delfine. Im TV fand ich "Daktari", "Flipper", "Unser Charly" und "Hallo Robbie" sehr schön. "Da kommt Kalle" war auch gut.


Eltern und Mitarbeit

Mein Vater kannte sich sehr gut mit einheimischen Vögeln und deren Vogelstimmen aus. Er war zu mir so lieb, dass er mir den Gesang solcher Vögel beibringen wollte, ja, teilweise beibrachte. Und auch konnte er mir prima einige Sternbilder am Himmel wie den großen Wagen, das Dreieck oder die "Cassiopeia" zeigen.

Meine Mutter war zu mir so lieb, dass sie mir viele Dinge beibringen wollte, auch wegen der Kinderlähmung meines Vaters das Fußballspielen, was ihr aber nicht gut gelang.

Zur Mitarbeit im Haushalt ist zu sagen: Ein wenig Arbeit war eigentlich immer. Uns Kindern hat nicht geschadet, dass wir immer wieder anpacken mussten.

Meine Mutter brachte mir viel Handwerkliches bei. Ich weiß noch, dass ich als Jugendlicher Wände anstrich, Löcher bohrte und Dübel in die Wand setzte.

Ich durfte Regale bauen. Ich konnte mit der Bohrmaschine umgehen, wie angedeutet, und das nicht schlecht.

Wir durften alte Farbe von Türen und Türzargen abbeizen. Wir strichen diese auch wieder an.