Linkliste bzw. suchbar m. Strg-f: (Baustelle) Gen1, Nehe1, Nehe5, gegenisebel usw.
Suchbar: daslebenspendendewort: siehe auch Eph. 6, 17; Vergissnichtwaserdirgutsgetan; davidbrachtealleswieder; vieleletztewerdenerstesein; wertvollbist; Alcoholism; Gutemoralerhaschen; Rhema;
Zusage; Trost; tröstetpsalm119. gegenisebel; vollertotengebeine; Verschwörung (Jes. 8, 10 bis 17); Feinesgewissen, Enthaltenvonspeisen (2. Tim. 4, ); Endzeittypisch; bytheanointing (Jes.10, 27);
Vatervatervater; Theologiedesaugeausreißens; Erweckung; Erweckungsverse; Freivomreligiösengeist; committed; verbindlich; churchhopping; Rhema; Ablenkung; lieblichliebevoll; Befreiungheilung;
Unbußfertigkeit; Eidformel; Kimmung; Bergpredigt; Tugend; Aktivismus, tief-heilendes und psychischkranken; Gemeindebauen: Mt. 16, 18; Ceasing; Zungen, Geheimsprache;
derteufelhatkeinegewaltübermich.
Es gibt in dieser Datei die Stelle 2. Mose 21, V. 6: committed, als Ergebnis der Predigt von Schmerold: committed.
Zeit 2024 mit Thomas - Es gibt in dieser Datei, hellbraun, für manche Menschen langweilige Aufzählungen: Namenslisten, Listen von Flüssen (1.M 2, 10); Geschlechtsregister; 1.M5, 10 und 11; 1.M
11, 1 bis 29?; 3.M33, 11ff, 4.Mxx, 1. Chr. 1 bis 8; Esra 2, 3ff; Nehemia 3, 1 bis 32 (erweiterte Namensliste); Mat. 1, 2 bis 16 und Luk. 3, 23 bis 38 (Jesu).
Die Elberfelder Bibel (AT) beginnt hier.
1.1 Erstes Buch Mose (Genesis).
1.1.1 Kapitel 1
Die Schöpfung: Sechstagewerk.
\1. Mose 1\
Gen1/1Gen Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
Gen1/2Gen Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
Gen1/3Gen Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Gen1/4Gen Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. Gen1/5Gen Und Gott nannte das Licht
Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag (der Tag hat 24 Stunden: Ken Ham sagt: „24 Stunden.“).
Gen1/6Gen Und Gott sprach: Es werde eine Wölbung mitten in den Wassern, und es sei eine Scheidung zwischen den Wassern und den Wassern! Gen1/7Gen Und Gott machte die Wölbung und schied die
Wasser, die unterhalb der Wölbung von den Wassern, die oberhalb der Wölbung waren. Und es geschah so. Gen1/8Gen Und Gott nannte die Wölbung Himmel. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein
zweiter Tag.
Gen1/9Gen Und Gott sprach: Es sollen sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar! Und es geschah so. Gen1/10Gen Und Gott nannte das Trockene
Erde, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war. Gen1/11Gen Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringt, Fruchtbäume, die
auf der Erde Früchte tragen nach ihrer Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. Gen1/12Gen Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art (Gott schuf
Blumen, Gräser usw. nach ihrer Art.), und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art (Bäume nach ihrer Art: Gott schuf „Arten“. Da ist die Evolutionstheorie falsch, fehl am
Platz.). Und Gott sah, dass es gut war. Gen1/13Gen Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein dritter Tag (24 Stunden).
Gen1/14Gen Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und [zur Bestimmung von] Zeiten und Tagen
und Jahren; Gen1/15Gen und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten! Und es geschah so. Gen1/16Gen Und Gott machte die beiden großen Lichter: das
größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht und die Sterne. Gen1/17Gen Und Gott setzte sie an die Wölbung des Himmels, über die Erde zu leuchten
Gen1/18Gen und zu herrschen über den Tag und über die Nacht und zwischen dem Licht und der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Gen1/19Gen Und es wurde Abend, und es wurde
Morgen: ein vierter Tag.
Gen1/20Gen Und Gott sprach: Es sollen die Wasser vom Gewimmel lebender Wesen wimmeln, und Vögel sollen über der Erde fliegen unter der Wölbung des Himmels! Gen1/21Gen Und Gott schuf die großen
Seeungeheuer und alle sich regenden lebenden Wesen, von denen die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und alle geflügelten Vögel nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Gen1/22Gen Und Gott
segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt das Wasser in den Meeren, und die Vögel sollen sich vermehren auf der Erde! Gen1/23Gen Und es wurde Abend, und es wurde Morgen:
ein fünfter Tag.
Gen1/24Gen Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art: Vieh und kriechende Tiere und [wilde] Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so. Gen1/25Gen Und Gott machte
die [wilden] Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.
Gen1/26Gen Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die
ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! Gen1/27Gen Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
Gen1/28Gen Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie [euch] untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über
die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen! Gen1/29Gen Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Kraut gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist,
und jeden Baum, an dem samentragende Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen; Gen1/30Gen aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in
dem eine lebende Seele ist, [habe ich] alles grüne Kraut zur Speise [gegeben]. Gen1/31Gen Und es geschah so. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde
Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.
1.1.2 Kapitel 2
Die Schöpfung: Ruhetag.
\2\
Gen2/1Gen So wurden der Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet. Gen2/2Gen Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem
Werk, das er gemacht hatte. Gen2/3Gen Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte. Gen2/4Gen Dies
ist die Entstehungsgeschichte der Himmel und der Erde, als sie geschaffen wurden.
Adam im Garten Eden.
An dem Tag, als Gott, der HERR, Erde und Himmel machte, Gen2/5Gen - noch war all das Gesträuch des Feldes nicht auf der Erde, [und] noch war all das Kraut des Feldes nicht gesprosst, denn Gott,
der HERR, hatte es [noch] nicht auf die Erde regnen lassen, und [noch] gab es keinen Menschen, den Erdboden zu bebauen; Gen2/6Gen ein Dunst aber stieg von der Erde auf und bewässerte die ganze
Oberfläche des Erdbodens, Gen2/7Gen - da bildete Gott, der HERR, den Menschen, [aus] Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende
Seele.
Gen2/8Gen Und Gott, der HERR, pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte. Gen2/9Gen Und Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume
wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (In der schönen Schöpfung Gottes, wo das
Reich Gottes ist, wo aber auch das Reich satans ist, also auf der Erde, da gibt es nur schwarz oder weiß; Lüge vs. Wahrheit; die Wahrheit wird dich frei machen; Ablehnung vs. Annahme und Liebe;
Verdammnis vs. Keine Verdammnis Röm8_1; Unbußfertigkeit vs. Buße und Vergebung; Vergebungsverweigerung oder Nicht-Vergeben-Können vs. Vergeben oder Vergebungsbereitschaft; Armut vs. Reichtum;
Krankheit und Schmerzen vs. Heilung und Schmerzfreiheit; Fluch vs. Segen; Tod vs. Leben; Gebundenheit oder Unfreiheit vs. Freiheit). Gen2/10Gen Und ein Strom geht von Eden aus, den Garten zu
bewässern; und von dort aus teilt er sich und wird zu vier Armen. Gen2/11Gen Der Name des ersten ist Pischon; der fließt um das ganze Land Hawila, wo das Gold ist; Gen2/12Gen und das Gold dieses
Landes ist gut; dort [gibt es] Bedolach-Harz und den Schoham-Stein. Gen2/13Gen Und der Name des zweiten Flusses ist Gihon; der fließt um das ganze Land Kusch. Gen2/14Gen Und der Name des dritten
Flusses ist Hiddekel; der fließt gegenüber von Assur. Und der vierte Fluss, das ist der Euphrat. Gen2/15Gen Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen
und ihn zu bewahren. Gen2/16Gen Und Gott, der HERR, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; Gen2/17Gen aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon
darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!
Erschaffung Evas.
Gen2/18Gen Und Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Gen2/19Gen Und Gott, der HERR, bildete aus dem Erdboden
alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und genauso wie der Mensch sie, die lebenden Wesen, nennen würde, [so]
sollte ihr Name sein. Gen2/20Gen Und der Mensch (war sehr schöpferisch und) gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber für Adam fand er keine Hilfe, ihm
entsprechend.
Gen2/21Gen Da ließ Gott, der HERR, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so dass er einschlief. Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch; Gen2/22Gen und
Gott, der HERR, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen. Gen2/23Gen Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein
und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Gen2/24Gen Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie
werden zu einem Fleisch werden. Gen2/25Gen Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht (Gib mir die Furcht des Herrn.).
Der Sündenfall und dessen Folgen.
\3\
Gen3/1Gen Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr
nicht essen? Gen3/2Gen Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; Gen3/3Gen aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens [steht], hat Gott
gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt! Gen3/4Gen Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Gen3/5Gen Sondern Gott weiß,
dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses. Gen3/6Gen Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine
Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. Gen3/7Gen Da wurden ihrer beider
Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.
Gen3/8Gen Und sie hörten die Stimme Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten
zwischen den Bäumen des Gartens. Gen3/9Gen Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Gen3/10Gen Da sagte er: Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich,
weil ich nackt bin, und ich versteckte mich. Gen3/11Gen Und er sprach: Wer hat dir erzählt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht
davon essen? Gen3/12Gen Da sagte der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich aß. Gen3/13Gen Und Gott, der HERR, sprach zur Frau: Was hast du da
getan! Und die Frau sagte: Die Schlange hat mich getäuscht, da aß ich. Gen3/14Gen Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und
unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens! Gen3/15Gen Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau,
zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. Gen3/16Gen Zu der Frau sprach er: Ich werde sehr vermehren die Mühsal deiner
Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen! Gen3/17Gen Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme
deiner Frau gehört und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten habe: Du sollst davon nicht essen! - so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: mit Mühsal sollst du davon essen
alle Tage deines Lebens; Gen3/18Gen und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, und du wirst das Kraut des Feldes essen! Gen3/19Gen Im Schweiße deines Angesichts wirst du [dein] Brot
essen, bis du zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren!
Gen3/20Gen Und der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva, denn sie wurde die Mutter aller Lebenden.
Gen3/21Gen Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell und bekleidete sie.
Gen3/22Gen Und Gott, der HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses. Und nun, dass er nicht etwa seine Hand ausstrecke und auch [noch] von dem
Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe! Gen3/23Gen Und Gott, der HERR, schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, den Erdboden zu bebauen, von dem er genommen war. Gen3/24Gen Und er trieb den
Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
Kain und Abel.
\4\
Gen4/1Gen Und der Mensch erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar Kain; und sie sagte: Ich habe einen Mann hervorgebracht mit dem HERRN. Gen4/2Gen Und sie gebar noch einmal,
[und zwar] seinen Bruder, den Abel. Und Abel wurde ein Schafhirt, und Kain wurde ein Ackerbauer. Gen4/3Gen Und es geschah nach einiger Zeit, da brachte Kain von den Früchten des Ackerbodens dem
HERRN eine Opfergabe. Gen4/4Gen Und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe; Gen4/5Gen aber auf Kain und
auf seine Opfergabe blickte er nicht. Da wurde Kain sehr zornig, und sein Gesicht senkte sich. Gen4/6Gen Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht
gesenkt? Gen4/7Gen Ist es nicht [so], wenn du recht tust, erhebt es sich? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über
sie herrschen.
Gen4/8Gen Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel. Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn. Gen4/9Gen Und der HERR sprach zu Kain:
Wo ist dein Bruder Abel? Und er sagte: Ich weiß nicht. Bin ich meines Bruders Hüter? Gen4/10Gen Und er sprach: Was hast du getan! Horch! Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden her.
Gen4/11Gen Und nun, verflucht seist du von dem Ackerboden hinweg, der seinen Mund aufgerissen hat, das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen! Gen4/12Gen Wenn du den Ackerboden bebaust,
soll er dir nicht länger seine Kraft geben; unstet und flüchtig sollst du sein auf der Erde! Gen4/13Gen Da sagte Kain zu dem HERRN: Zu groß ist meine Strafe, als dass ich sie tragen könnte.
Gen4/14Gen Siehe, du hast mich heute von der Fläche des Ackerbodens vertrieben, und vor deinem Angesicht muss ich mich verbergen und werde unstet und flüchtig sein auf der Erde; und es wird
geschehen: jeder, der mich findet, wird mich erschlagen. Gen4/15Gen Der HERR aber sprach zu ihm: Nicht so, jeder, der Kain erschlägt - siebenfach soll er gerächt werden! Und der HERR machte an
Kain ein Zeichen, damit ihn nicht jeder erschlüge, der ihn fände. Gen4/16Gen So ging Kain weg vom Angesicht des HERRN und wohnte im Land Nod, östlich von Eden.
Nachkommenschaft Kains - Sets Geburt und Nachkomme.
Gen4/17Gen Und Kain erkannte seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Henoch. Und er wurde der Erbauer einer Stadt und benannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Henoch. Gen4/18Gen Dem
Henoch aber wurde Irad geboren; und Irad zeugte Mehujael, und Mehujael zeugte Metuschael, und Metuschael zeugte Lamech. Gen4/19Gen Lamech aber nahm sich zwei Frauen; der Name der einen war Ada
und der Name der andern Zilla. Gen4/20Gen Und Ada gebar Jabal; dieser wurde der Vater derer, die in Zelten und unter Herden wohnen. Gen4/21Gen Und der Name seines Bruders war Jubal; dieser wurde
der Vater all derer, die mit der Zither und der Flöte umgehen. Gen4/22Gen Und Zilla, auch sie gebar, [und zwar] den Tubal-Kain, den Vater all derer, die Kupfer und Eisen schmieden. Und die
Schwester Tubal-Kains war Naama.
Gen4/23Gen Und Lamech sprach zu seinen Frauen:
Ada und Zilla, hört meine Stimme! Frauen Lamechs, horcht auf meine Rede!
Fürwahr, einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Knaben für meine Strieme.
Gen4/24Gen Wenn Kain siebenfach gerächt wird, so Lamech siebenundsiebzigfach.
Gen4/25Gen Und Adam erkannte noch einmal seine Frau, und sie gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Set: Denn Gott hat mir einen anderen Nachkommen gesetzt an Stelle Abels, weil Kain ihn
erschlagen hat. Gen4/26Gen Und dem Set, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er gab ihm den Namen Enosch. Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.
Stammbaum von Adam bis Noah.
V. 3-32: 1Chr 1,1-4; Lk 3,36-38.
\5\
Gen5/1Gen Dies ist das Buch der Geschlechterfolge Adams. An dem Tag, als Gott Adam schuf, machte er ihn Gott ähnlich. Gen5/2Gen Als Mann und Frau schuf er sie, und er segnete sie und gab ihnen
den Namen Mensch, an dem Tag, als sie geschaffen wurden. - Gen5/3Gen Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte [einen Sohn] ihm ähnlich, nach seinem Bild, und gab ihm den Namen Set. Gen5/4Gen Und die
Tage Adams, nachdem er Set gezeugt hatte, betrugen 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter. Gen5/5Gen Und alle Tage Adams, die er lebte, betrugen 930 Jahre, dann starb er. - Gen5/6Gen Und Set
lebte 105 Jahre und zeugte Enosch. Gen5/7Gen Und Set lebte, nachdem er Enosch gezeugt hatte, 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Gen5/8Gen Und alle Tage Sets betrugen 912 Jahre, dann starb
er. - Gen5/9Gen Und Enosch lebte 90 Jahre und zeugte Kenan. Gen5/10Gen Und Enosch lebte, nachdem er Kenan gezeugt hatte, 815 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Gen5/11Gen Und alle Tage von
Enosch betrugen 905 Jahre, dann starb er. - Gen5/12Gen Und Kenan lebte 70 Jahre und zeugte Mahalalel. Gen5/13Gen Und Kenan lebte, nachdem er Mahalalel gezeugt hatte, 840 Jahre und zeugte Söhne
und Töchter. Gen5/14Gen Und alle Tage Kenans betrugen 910 Jahre, dann starb er. - Gen5/15Gen Und Mahalalel lebte 65 Jahre und zeugte Jered. Gen5/16Gen Und Mahalalel lebte, nachdem er Jered
gezeugt hatte, 830 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Gen5/17Gen Und alle Tage Mahalalels betrugen 895 Jahre, dann starb er. - Gen5/18Gen Und Jered lebte 162 Jahre und zeugte Henoch. Gen5/19Gen
Und Jered lebte, nachdem er Henoch gezeugt hatte, 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Gen5/20Gen Und alle Tage Jereds betrugen 962 Jahre, dann starb er. - Gen5/21Gen Und Henoch lebte 65 Jahre
und zeugte Metuschelach. Gen5/22Gen Und Henoch wandelte mit Gott, nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Gen5/23Gen Und alle Tage Henochs betrugen 365
Jahre. Gen5/24Gen Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da, denn Gott nahm ihn hinweg. - Gen5/25Gen Und Metuschelach lebte 187 Jahre und zeugte Lamech. Gen5/26Gen Und Metuschelach
lebte, nachdem er Lamech gezeugt hatte, 782 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Gen5/27Gen Und alle Tage Metuschelachs betrugen 969 Jahre, dann starb er. - Gen5/28Gen Und Lamech lebte 182 Jahre
und zeugte einen Sohn. Gen5/29Gen Und er gab ihm den Namen Noah, indem er sagte: Dieser wird uns trösten über unserer Arbeit und über der Mühsal unserer Hände von dem Erdboden, den der HERR
verflucht hat. Gen5/30Gen Und Lamech lebte, nachdem er Noah gezeugt hatte, 595 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Gen5/31Gen Und alle Tage Lamechs betrugen 777 Jahre, dann starb er. - Gen5/32Gen
Und Noah war 500 Jahre alt; und Noah zeugte Sem, Ham und Jafet.
Die Verderbtheit der Menschen.
\6\
Gen6/1Gen Und es geschah, als die Menschen begannen, sich zu vermehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden, Gen6/2Gen da sahen die Söhne Gottes die Töchter der
Menschen, wie schön sie waren, und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten. Gen6/3Gen Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen bleiben, da er ja auch
Fleisch ist. eine Tage sollen 120 Jahre betragen. Gen6/4Gen In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch danach, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie
ihnen [Kinder] gebaren. Das sind die Helden, die in der Vorzeit waren, die berühmten Männer.
Gen6/5Gen Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Gen6/6Gen Und es reute den HERRN, dass er den
Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein. Gen6/7Gen Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens
auslöschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. Gen6/8Gen Noah aber fand Gunst in den Augen
des HERRN.
Ankündigung der Sintflut - Bau der Arche.
Gen6/9Gen Dies ist die Geschlechterfolge Noahs: Noah war ein gerechter Mann, untadelig war er unter seinen Zeitgenossen; Noah lebte mit Gott. Gen6/10Gen Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und
Jafet. Gen6/11Gen Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat. Gen6/12Gen Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg
verdorben auf Erden.
Gen6/13Gen Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist durch sie erfüllt von Gewalttat; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. Gen6/14Gen
Mache dir eine Arche aus Goferholz; mit Zellen sollst du die Arche machen und sie von innen und von außen mit Pech verpichen! Gen6/15Gen Und so sollst du sie machen: Dreihundert Ellen [sei] die
Länge der Arche, fünfzig Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe. Gen6/16Gen Ein Dach sollst du der Arche machen, und zwar nach der Elle sollst du sie [von unten nach] oben fertigstellen;
und die Tür der Arche sollst du in ihrer Seite anbringen; mit einem unteren, einem zweiten und dritten [Stockwerk] sollst du sie machen! Gen6/17Gen Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über
die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel, in dem Lebensodem ist, zu vernichten; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen. Gen6/18Gen Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du
sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir. Gen6/19Gen Und von allem Lebendigen, von allem Fleisch, sollst du [je] zwei von allen in die
Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten; ein Männliches und ein Weibliches sollen sie sein! Gen6/20Gen Von den Vögeln nach ihrer Art und von dem Vieh nach seiner Art, von allen
kriechenden Tieren des Erdbodens nach ihrer Art: [je] zwei von allen sollen zu dir hineingehen, um am Leben zu bleiben! Gen6/21Gen Und du, nimm dir von aller Speise, die man isst, und sammle sie
bei dir, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene! Gen6/22Gen Und Noah tat es; nach allem, was Gott ihm geboten hatte, so tat er.
Noah und seine Familie gehen in die Arche.
\7\
Gen7/1Gen Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in dieser Generation. 1Mose7/21Mose Von allem reinen Vieh sollst du
je sieben zu dir nehmen, ein Männchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein ist, [je] zwei, ein Männchen und sein Weibchen; 1Mose7/31Mose auch von den Vögeln des Himmels je sieben,
ein Männliches und ein Weibliches: um Nachwuchs am Leben zu erhalten auf der Fläche der ganzen Erde! 1Mose7/41Mose Denn noch sieben Tage, dann lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und
vierzig Nächte lang und lösche von der Fläche des Erdbodens alles Bestehende aus, das ich gemacht habe. - 1Mose7/51Mose Und Noah tat nach allem, was der HERR ihm geboten hatte.
1Mose7/61Mose Und Noah war 600 Jahre alt, als die Flut kam, Wasser über die Erde. 1Mose7/71Mose Und Noah und seine Söhne und seine Frau und die Frauen seiner Söhne mit ihm gingen vor den Wassern
der Flut in die Arche. 1Mose7/81Mose Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein ist, und von den Vögeln und von allem, was auf dem Erdboden kriecht, 1Mose7/91Mose kamen je zwei zu Noah
in die Arche, ein Männliches und ein Weibliches, wie Gott dem Noah geboten hatte.
Überschwemmung der Erde.
1Mose7/101Mose Und es geschah nach sieben Tagen, da kamen die Wasser der Flut über die Erde. 1Mose7/111Mose Im 600. Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem
Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich. 1Mose7/121Mose Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte lang. 1Mose7/131Mose An
eben diesem Tag gingen Noah und Sem und Ham und Jafet, die Söhne Noahs, und die Frau Noahs und die drei Frauen seiner Söhne mit ihnen in die Arche, 1Mose7/141Mose sie und alle Tiere nach ihrer
Art und alles Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen, nach ihrer Art und alle Vögel nach ihrer Art, jeder Vogel jeglichen Gefieders. 1Mose7/151Mose Und sie
gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei von allem Fleisch, in dem Lebensodem war. 1Mose7/161Mose Und die, die hineingingen, waren [je] ein Männliches und ein Weibliches von allem Fleisch,
wie Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.
1Mose7/171Mose Und die Flut kam vierzig Tage lang über die Erde. Und die Wasser wuchsen und hoben die Arche empor, so dass sie sich über die Erde erhob. 1Mose7/181Mose Und die Wasser schwollen an
und wuchsen gewaltig auf der Erde; und die Arche fuhr auf der Fläche der Wasser. 1Mose7/191Mose Und die Wasser schwollen sehr, sehr an auf der Erde, so dass alle hohen Berge, die unter dem ganzen
Himmel sind, bedeckt wurden. 1Mose7/201Mose Fünfzehn Ellen darüber hinaus schwollen die Wasser an; so wurden die Berge bedeckt. 1Mose7/211Mose Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde
regte, [alles] an Vögeln und an Vieh und an Tieren und an allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen; 1Mose7/221Mose alles starb, in dessen Nase ein Hauch von Lebensodem war,
von allem, was auf dem trockenen Land [lebte]. 1Mose7/231Mose So löschte er alles Bestehende aus, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren
und bis zu den Vögeln des Himmels; und sie wurden von der Erde ausgelöscht. Nur Noah blieb übrig und das, was mit ihm in der Arche war. 1Mose7/241Mose Und die Wasser schwollen an auf der Erde 150
Tage lang.
Versiegen des Wassers.
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1Mose8/11Mose Und Gott gedachte des Noah und aller Tiere und alles Viehs, das mit ihm in der Arche war; und Gott ließ einen Wind über die Erde fahren, da sanken die Wasser. 1Mose8/21Mose Und es
schlossen sich die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und der Regen vom Himmel her wurde zurückgehalten. 1Mose8/31Mose Und die Wasser verliefen sich von der Erde, allmählich
zurückgehend; und die Wasser nahmen ab nach Verlauf von 150 Tagen. 1Mose8/41Mose Und im siebten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, ließ sich die Arche auf dem Gebirge Ararat nieder.
1Mose8/51Mose Und die Wasser nahmen immer weiter ab bis zum zehnten Monat; im zehnten [Monat], am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar.
1Mose8/61Mose Und es geschah am Ende von vierzig Tagen, da öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ den Raben hinaus; 1Mose8/71Mose und der flog aus, hin und her, bis
das Wasser von der Erde vertrocknet war. 1Mose8/81Mose Und er ließ die Taube von sich hinaus, um zu sehen, ob die Wasser weniger geworden seien auf der Fläche des Erdbodens; 1Mose8/91Mose aber
die Taube fand keinen Ruheplatz für ihren Fuß und kehrte zu ihm in die Arche zurück; denn [noch] war Wasser auf der Fläche der ganzen Erde; da streckte er seine Hand aus, nahm sie und holte sie
zu sich in die Arche. 1Mose8/101Mose Und er wartete noch sieben weitere Tage, dann ließ er die Taube noch einmal aus der Arche; 1Mose8/111Mose und die Taube kam um die Abendzeit zu ihm [zurück],
und siehe, ein frisches Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Da erkannte Noah, dass die Wasser auf der Erde weniger geworden waren. 1Mose8/121Mose Und er wartete noch weitere sieben Tage und ließ
die Taube hinaus; da kehrte sie nicht mehr wieder zu ihm zurück.
1Mose8/131Mose Und es geschah im 601. Jahr, im ersten [Monat], am ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde weggetrocknet. Und Noah entfernte das Dach von der Arche und sah: und siehe,
die Fläche des Erdbodens war trocken. 1Mose8/141Mose Im zweiten Monat, am 27. Tag des Monats, war die Erde trocken.
Noahs Opfer - Gottes Verheißung.
1Mose8/151Mose Und Gott redete zu Noah und sprach: 1Mose8/161Mose Geh aus der Arche heraus, du und deine Frau und deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir! 1Mose8/171Mose Alle Tiere, die
bei dir sind, von allem Fleisch, an Vögeln und an Vieh und an allen kriechenden Tieren, die auf der Erde kriechen, lasse mit dir hinausgehen, dass sie wimmeln auf Erden und fruchtbar seien und
sich mehren auf Erden! 1Mose8/181Mose Da ging Noah hinaus, [er] und seine Söhne und seine Frau und die Frauen seiner Söhne mit ihm. 1Mose8/191Mose Alle Tiere, alle kriechenden Tiere und alle
Vögel, alles was kriecht auf der Erde nach ihren Arten, gingen aus der Arche.
1Mose8/201Mose Und Noah baute dem HERRN einen Altar; und er nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 1Mose8/211Mose Und der HERR roch den
wohlgefälligen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Nicht noch einmal will ich den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von
seiner Jugend an; und nicht noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe. 1Mose8/221Mose Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und
Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Gottes Bund mit Noah.
\9\
1Mose9/11Mose Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und füllt die Erde! 1Mose9/21Mose Und Furcht und Schrecken vor euch sei auf allen
Tieren der Erde und auf allen Vögeln des Himmels! Mit allem, was sich auf dem Erdboden regt, mit allen Fischen des Meeres sind sie in eure Hände gegeben. 1Mose9/31Mose Alles, was sich regt, was
da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. 1Mose9/41Mose Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen! 1Mose9/51Mose Jedoch euer eigenes
Blut werde ich einfordern; von jedem Tiere werde ich es einfordern, und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, [nämlich] seines Bruders, werde ich die Seele des Menschen einfordern.
1Mose9/61Mose Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht. 1Mose9/71Mose Ihr nun, seid fruchtbar, und
vermehrt euch, wimmelt auf der Erde, und vermehrt euch auf ihr!
$9/8$ Und Gott sprach zu Noah und zu seinen Söhnen mit ihm: 1Mose9/91Mose Und ich, siehe, ich richte meinen Bund mit euch auf und mit euren Nachkommen nach euch 1Mose9/101Mose und mit jedem
lebenden Wesen, das bei euch ist, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren der Erde bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, von allen Tieren der Erde. 1Mose9/111Mose Ich richte meinen
Bund mit euch auf, dass nie mehr alles Fleisch ausgerottet werden soll durch die Wasser der Flut, und nie mehr soll es eine Flut geben, die Erde zu vernichten. 1Mose9/121Mose Und Gott sprach:
Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und jedem lebenden Wesen, das bei euch ist, auf ewige Generationen hin: 1Mose9/131Mose Meinen Bogen setze ich in die Wolken,
und er sei das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde. 1Mose9/141Mose Und es wird geschehen, wenn ich Wolken über die Erde aufwölke, und der Bogen in den Wolken erscheint, 1Mose9/151Mose
dann werde ich an meinen Bund denken, der zwischen mir und euch und jedem lebenden Wesen unter allem Fleisch [besteht]; und nie mehr sollen die Wasser zu einer Flut werden, alles Fleisch zu
vernichten. 1Mose9/161Mose Wenn der Bogen in den Wolken steht, werde ich ihn ansehen, um an den ewigen Bund zu denken zwischen Gott und jedem lebenden Wesen unter allem Fleisch, das auf Erden
ist. 1Mose9/171Mose Und Gott sprach zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch, das auf Erden ist.
Noah und seine Söhne.
1Mose9/181Mose Und die Söhne Noahs, die aus der Arche gingen, waren Sem und Ham und Jafet. Und Ham, das ist der Vater Kanaans. 1Mose9/191Mose Diese drei sind die Söhne Noahs, und von ihnen ist
die ganze Erde bevölkert worden. 1Mose9/201Mose Und Noah, ein Landmann, begann auch, Weinberge zu pflanzen. 1Mose9/211Mose Und er trank von dem Wein und wurde betrunken und lag entblößt im Innern
seines Zeltes. 1Mose9/221Mose Und Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und berichtete es seinen beiden Brüdern draußen. 1Mose9/231Mose Da nahmen Sem und Jafet das Obergewand und
legten es beide auf ihre Schultern und gingen [damit] rückwärts und bedeckten so die Blöße ihres Vaters; ihre Gesichter aber [hielten sie] so rückwärts [gewandt], dass sie die Blöße ihres Vaters
nicht sahen. 1Mose9/241Mose Und Noah erwachte von seinem Wein[-Rausch] und erkannte, was sein jüngster Sohn ihm angetan hatte. 1Mose9/251Mose Und er sprach:
Verflucht sei Kanaan! ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern!
1Mose9/261Mose Und er sprach:
Gepriesen sei der HERR, der Gott Sems; und Kanaan sei sein Knecht!
1Mose9/271Mose Weiten Raum schaffe Gott dem Jafet, und er wohne in den Zelten Sems; und Kanaan sei sein Knecht!
1Mose9/281Mose Und Noah lebte nach der Flut [noch] 350 Jahre; 1Mose9/291Mose und alle Tage Noahs betrugen 950 Jahre, dann starb er.
Noahs Fluch und Segen über seine Nachkommen.
V. 1-5: 1Chr 1,4-7
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1Mose10/11Mose Und dies ist die Geschlechterfolge der Söhne Noahs: Sem, Ham und Jafet - ihnen wurden Söhne geboren nach der Flut.
1Mose10/21Mose Die Söhne Jafets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und Meschech und Tiras. 1Mose10/31Mose Und die Söhne Gomers: Aschkenas und Rifat und Togarma. 1Mose10/41Mose Und die
Söhne Jawans: Elischa und Tarsis, die Kittäer und die Rodaniter. 1Mose10/51Mose Von diesen verzweigten sich die Inseln der Nationen. [Das sind die Söhne Jafets] in ihren Ländern, je nach ihrer
Sprache, nach ihren Sippen, in ihren Nationen.
V. 6-18: 1Chr 1,8-16.
1Mose10/61Mose Und die Söhne Hams: Kusch und Mizrajim und Put und Kanaan. 1Mose10/71Mose Und die Söhne Kuschs: Seba und Hawila und Sabta und Ragma und Sabtecha. Und die Söhne Ragmas: Saba und
Dedan. 1Mose10/81Mose Und Kusch zeugte Nimrod; der war der erste Gewaltige auf der Erde. 1Mose10/91Mose Er war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN; darum sagt man: Wie Nimrod, ein gewaltiger Jäger
vor dem HERRN! 1Mose10/101Mose Und der Anfang seines Königreiches war Babel und Erech und Akkad und Kalne im Land Schinar. 1Mose10/111Mose Von diesem Land zog er aus nach Assur und baute Ninive
und Rehobot-Ir und Kelach 1Mose10/121Mose und Resen zwischen Ninive und Kelach: das ist die große Stadt. - 1Mose10/131Mose Und Mizrajim zeugte die Luditer und die Anamiter und die Lehabiter und
die Naftuhiter 1Mose10/141Mose und die Patrusiter und die Kasluhiter, von denen die Philister ausgegangen sind, und die Kaftoriter. - 1Mose10/151Mose Und Kanaan zeugte Sidon, seinen
Erstgeborenen, und Het 1Mose10/161Mose und den Jebusiter und den Amoriter und den Girgaschiter 1Mose10/171Mose und den Hewiter und den Arkiter und den Siniter 1Mose10/181Mose und den Arwaditer
und den Zemariter und den Hamatiter. Später haben sich die Sippen der Kanaaniter zerstreut. 1Mose10/191Mose Und das Gebiet der Kanaaniter erstreckte sich von Sidon nach Gerar hin, bis nach Gaza,
nach Sodom und Gomorra und Adma und Zebojim hin, bis nach Lescha. - 1Mose10/2011Mose Das sind die Söhne Hams nach ihren Sippen, nach ihren Sprachen, in ihren Ländern, in ihren
Nationen.
V. 21-25: Kap. 11,10-16; V. 21-29: 1Chr 1,17-23.
1Mose10/211Mose Und dem Sem, dem Vater aller Söhne Ebers, dem älteren Bruder Jafets, auch ihm wurden [Söhne] geboren. 1Mose10/221Mose Die Söhne Sems: Elam und Assur und Arpachschad und Lud und
Aram. 1Mose10/231Mose Und die Söhne Arams: Uz und Hul und Geter und Masch. 1Mose10/241Mose Und Arpachschad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Eber. 1Mose10/251Mose Und dem Eber wurden zwei
Söhne geboren: der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt; und der Name seines Bruders war Joktan. 1Mose10/261Mose Und Joktan zeugte Almodad und Schelef und
Hazarmawet und Jerach 1Mose10/271Mose und Hadoram und Usal und Dikla 1Mose10/281Mose und Obal und Abimael und Saba 1Mose10/291Mose und Ofir und Hawila und Jobab; diese alle waren Söhne Joktans.
1Mose10/301Mose Und ihre Wohnsitze sind von Mescha bis nach Sefar hin, [bis an] das Gebirge des Ostens. - 1Mose10/311Mose Das sind die Söhne Sems nach ihren Sippen, nach ihren Sprachen, in ihren
Ländern, nach ihren Nationen.
1Mose10/321Mose Das sind die Sippen der Söhne Noahs nach ihrer Geschlechterfolge, in ihren Nationen; und von diesen aus haben sich nach der Flut die Nationen auf der Erde verzweigt.
Der Turmbau zu Babel.
\11\
1Mose11/11Mose Und die ganze Erde hatte ein und dieselbe Sprache und ein und dieselben Wörter. 1Mose11/21Mose Und es geschah, als sie von Osten aufbrachen, da fanden sie eine Ebene im Land
Schinar und ließen sich dort nieder. 1Mose11/31Mose Und sie sagten einer zum anderen: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen und hart brennen! Und der Ziegel diente ihnen als Stein, und der Asphalt
diente ihnen als Mörtel. 1Mose11/41Mose Und sie sprachen: Wohlan, wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, und seine Spitze bis an den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit
wir uns nicht über die ganze Fläche der Erde zerstreuen! 1Mose11/51Mose Und der HERR fuhr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. 1Mose11/61Mose Und der HERR
sprach: Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie zu tun ersinnen. 1Mose11/71Mose
Wohlan, lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht [mehr] verstehen! 1Mose11/81Mose Und der HERR zerstreute sie von dort über die ganze Erde;
und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. 1Mose11/91Mose Darum gab man ihr den Namen Babel; denn dort verwirrte der HERR die Sprache der ganzen Erde, und von dort zerstreute sie der HERR über die
ganze Erde.
Stammbaum von Sem bis Abraham. (Reg.: 11, 10 bis Ende)
V. 10-16: Kap. 10,21-25; V. 10-26: 1Chr 1,17-27; Lk 3,34-36
1Mose11/101Mose Das ist die Geschlechterfolge Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arpachschad, zwei Jahre nach der Flut. 1Mose11/111Mose Und Sem lebte, nachdem er Arpachschad gezeugt hatte,
500 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. - 1Mose11/121Mose Und Arpachschad lebte 35 Jahre und zeugte Schelach. 1Mose11/131Mose Und Arpachschad lebte, nachdem er Schelach gezeugt hatte, 403 Jahre
und zeugte Söhne und Töchter. - 1Mose11/141Mose Und Schelach lebte 30 Jahre und zeugte Eber. 1Mose11/151Mose Und Schelach lebte, nachdem er Eber gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte Söhne und
Töchter. - 1Mose11/161Mose Und Eber lebte 34 Jahre und zeugte Peleg. 1Mose11/171Mose Und Eber lebte, nachdem er Peleg gezeugt hatte, 430 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. - 1Mose11/181Mose Und
Peleg lebte 30 Jahre und zeugte Regu. 1Mose11/191Mose Und Peleg lebte, nachdem er Regu gezeugt hatte, 209 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. - 1Mose11/201Mose Und Regu lebte 32 Jahre und zeugte
Serug. 1Mose11/211Mose Und Regu lebte, nachdem er Serug gezeugt hatte, 207 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. - 1Mose11/221Mose Und Serug lebte 30 Jahre und zeugte Nahor. 1Mose11/231Mose Und
Serug lebte, nachdem er Nahor gezeugt hatte, 200 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. - 1Mose11/241Mose Und Nahor lebte 29 Jahre und zeugte Terach. 1Mose11/251Mose Und Nahor lebte, nachdem er
Terach gezeugt hatte, 119 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. - 1Mose11/261Mose Und Terach lebte 70 Jahre und zeugte Abram, Nahor und Haran.
1Mose11/271Mose Und das ist die Geschlechterfolge Terachs: Terach zeugte Abram, Nahor und Haran; und Haran zeugte Lot. 1Mose11/281Mose Haran aber starb zu Lebzeiten seines Vaters Terach im Land
seiner Verwandtschaft, in Ur[, der Stadt] der Chaldäer. 1Mose11/291Mose Und Abram und Nahor nahmen sich Frauen; der Name von Abrams Frau war Sarai, und der Name von Nahors Frau war Milka, [die]
Tochter Harans, des Vaters der Milka und des Vaters der Jiska. 1Mose11/301Mose Sarai aber war unfruchtbar, sie hatte kein Kind. 1Mose11/311Mose Und Terach nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn
Harans, seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schwiegertochter, die Frau seines Sohnes Abram; und sie zogen miteinander aus Ur[, der Stadt] der Chaldäer, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie
kamen nach Haran und wohnten dort. 1Mose11/321Mose Und die Tage Terachs betrugen 205 Jahre, und Terach starb in Haran.
Abrams Berufung und Auszug aus Ur nach Kanaan.
\12\
1Mose12/11Mose Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! 1Mose12/21Mose Und ich will
dich zu einer großen Nation machen und will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! 1Mose12/31Mose Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir
flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
1Mose12/41Mose Und Abram ging hin, wie der HERR zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Abram aber war 75 Jahre alt, als er aus Haran zog. 1Mose12/51Mose Und Abram nahm seine Frau Sarai und
Lot, den Sohn seines Bruders, und all ihre Habe, die sie erworben, und die Leute, die sie in Haran gewonnen hatten, und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen in das Land
Kanaan. 1Mose12/61Mose Und Abram durchzog das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Terebinthe More. Damals waren die Kanaaniter im Land. 1Mose12/71Mose Und der HERR erschien dem Abram und
sprach: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben. Und er baute dort dem HERRN, der ihm erschienen war, einen Altar. 1Mose12/81Mose Und er brach von dort auf zu dem Gebirge östlich von Bethel
und schlug sein Zelt auf, Bethel im Westen und Ai im Osten; und er baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an. 1Mose12/91Mose Dann brach Abram auf und zog immer weiter nach
Süden.
Abram in Ägypten.
1Mose12/101Mose Es entstand aber eine Hungersnot im Land; da zog Abram nach Ägypten hinab, um dort als Fremder zu leben, denn die Hungersnot lag schwer auf dem Land. 1Mose12/111Mose Und es
geschah, als er nahe daran war, nach Ägypten hineinzukommen, sagte er zu seiner Frau Sarai: Siehe doch, ich weiß, dass du eine Frau von schönem Aussehen bist; 1Mose12/121Mose und es wird
geschehen, wenn die Ägypter dich sehen, werden sie sagen: Sie ist seine Frau. Dann werden sie mich erschlagen und dich leben lassen. 1Mose12/131Mose Sage doch, du seist meine Schwester, damit es
mir gut geht um deinetwillen und meine Seele deinetwegen am Leben bleibt!
1Mose12/141Mose Und es geschah, als Abram nach Ägypten kam, da sahen die Ägypter, dass die Frau sehr schön war. 1Mose12/151Mose Und die Hofbeamten des Pharao sahen sie und rühmten sie vor dem
Pharao; und die Frau wurde in das Haus des Pharao geholt. 1Mose12/161Mose Und er tat Abram Gutes um ihretwillen; und er bekam Schafe und Rinder und Esel, Knechte und Mägde, Eselinnen und Kamele.
1Mose12/171Mose Der HERR aber schlug den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Sarais willen, der Frau Abrams. 1Mose12/181Mose Da ließ der Pharao Abram rufen und sagte: Was hast du mir da
angetan! Warum hast du mir nicht mitgeteilt, dass sie deine Frau ist? 1Mose12/191Mose Warum hast du gesagt: Sie ist meine Schwester, so dass ich sie mir zur Frau nahm? Und nun siehe, da ist deine
Frau, nimm sie und geh! 1Mose12/201Mose Und der Pharao entbot seinetwegen Männer, die geleiteten ihn und seine Frau und alles, was er hatte.
Abrams Trennung von Lot.
\13\
1Mose13/11Mose Und Abram zog aus Ägypten herauf, er und seine Frau und alles, was er hatte, und Lot mit ihm, nach dem Süden. 1Mose13/21Mose Und Abram war sehr reich an Vieh, an Silber und an
Gold. 1Mose13/31Mose Und er ging auf seinen Tagemärschen vom Süden bis nach Bethel, bis zu der Stätte, wo im Anfang sein Zelt gewesen war, zwischen Bethel und Ai, 1Mose13/41Mose zu der Stätte des
Altars, den er vorher dort gemacht hatte. Und Abram rief dort den Namen des HERRN an. 1Mose13/51Mose Und auch Lot, der mit Abram zog, hatte Schafe und Rinder und Zelte. 1Mose13/61Mose Und das
Land ertrug es nicht, dass sie zusammenwohnten; denn ihre Habe war groß, und sie konnten nicht zusammen wohnen. 1Mose13/71Mose So gab es Streit zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten
von Lots Vieh. Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Land. 1Mose13/81Mose Da sprach Abram zu Lot: Laß doch keinen Streit sein zwischen mir und dir und zwischen meinen Hirten und
deinen Hirten; wir sind doch Brüder! 1Mose13/91Mose Ist nicht das ganze Land vor dir? Trenne dich doch von mir! Willst du nach links, dann gehe ich nach rechts, und willst du nach rechts, dann
gehe ich nach links. 1Mose13/101Mose Da erhob Lot seine Augen und sah die ganze Ebene des Jordan, dass sie ganz bewässert war - bevor der HERR Sodom und Gomorra zerstört hatte - wie der Garten
des HERRN, wie das Land Ägypten, bis nach Zoar hin. 1Mose13/111Mose Da wählte sich Lot die ganze Ebene des Jordan, und Lot brach auf nach Osten; so trennten sie sich voneinander. 1Mose13/121Mose
Abram wohnte im Land Kanaan, und Lot wohnte in den Städten der Ebene [des Jordan] und schlug [seine] Zelte auf bis nach Sodom. 1Mose13/131Mose Die Leute von Sodom aber waren sehr böse und sündig
vor dem HERRN.
1Mose13/141Mose Und der HERR sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: Hebe doch deine Augen auf, und schaue von dem Ort, wo du bist, nach Norden und nach Süden, nach Osten und
nach Westen! 1Mose13/151Mose Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinen Nachkommen für ewig. 1Mose13/161Mose Und ich will deine Nachkommen machen wie den Staub der Erde,
so dass, wenn jemand den Staub der Erde zählen kann, auch deine Nachkommen gezählt werden. 1Mose13/171Mose Mache dich auf, und durchwandere das Land seiner Länge nach und seiner Breite nach! Denn
dir will ich es geben. 1Mose13/181Mose Und Abram schlug [seine] Zelte auf und ging hin und ließ sich nieder unter den Terebinthen von Mamre, die bei Hebron sind; und er baute dort dem HERRN einen
Altar.
Abrams Einsatz zur Rettung Lots.
\14\
1Mose14/11Mose Und es geschah in den Tagen Amrafels, des Königs von Schinar, Arjochs, des Königs von Ellasar, Kedor-Laomers, des Königs von Elam, und Tidals, des Königs von Gojim, 1Mose14/21Mose
dass sie Krieg führten mit Bera, dem König von Sodom, und mit Birscha, dem König von Gomorra, Schinab, dem König von Adma, und Schemeber, dem König von Zebojim, und mit dem König von Bela, das
ist Zoar. 1Mose14/31Mose Alle diese verbündeten sich [und kamen] in das Tal Siddim, das ist das Salzmeer. 1Mose14/41Mose Zwölf Jahre hatten sie Kedor-Laomer gedient, im dreizehnten Jahr aber
empörten sie sich. 1Mose14/51Mose Und im vierzehnten Jahr kamen Kedor-Laomer und die Könige, die mit ihm waren, und schlugen die Refaiter bei Aschterot-Karnajim und die Susiter bei Ham und die
Emiter in der Ebene von Kirjatajim 1Mose14/61Mose und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis El-Paran, das an der Wüste liegt. 1Mose14/71Mose Dann wandten sie sich und kamen nach En-Mischpat, das
ist Kadesch; und sie schlugen das ganze Gebiet der Amalekiter und auch die Amoriter, die zu Hazezon-Tamar wohnten. 1Mose14/81Mose Und es zogen aus der König von Sodom und der König von Gomorra
und der König von Adma und der König von Zebojim und der König von Bela, das ist Zoar; und sie ordneten sich zur Schlacht gegen sie im Tal Siddim: 1Mose14/91Mose gegen Kedor-Laomer, den König von
Elam, und Tidal, den König von Gojim, und Amrafel, den König von Schinar, und Arjoch, den König von Ellasar, vier Könige gegen die fünf. 1Mose14/101Mose Im Tal Siddim aber war Asphaltgrube neben
Asphaltgrube; und die Könige von Sodom und Gomorra flohen und fielen dort hinein, die übrigen aber flohen ins Gebirge. 1Mose14/111Mose Da nahmen sie alle Habe von Sodom und Gomorra und all ihre
Nahrungsmittel und zogen davon. 1Mose14/121Mose Und sie nahmen Lot mit, den Sohn von Abrams Bruder, und seine Habe und zogen davon; denn er wohnte in Sodom.
1Mose14/131Mose Und es kam ein Entkommener und berichtete es Abram, dem Hebräer; er wohnte aber unter den Terebinthen Mamres, des Amoriters, des Bruders von Eschkol und des Bruders von Aner; die
waren Abrams Bundesgenossen. 1Mose14/141Mose Und als Abram hörte, dass sein Bruder gefangen weggeführt war, ließ er seine bewährten [Männer], seine Hausgeborenen, ausrücken, 318 [Mann], und jagte
[ihnen] nach bis nach Dan. 1Mose14/151Mose Und nachts teilte er sich [und fiel] über sie her, er und seine Knechte, und schlug sie und jagte ihnen nach bis nach Hoba, das links von Damaskus
[liegt]. 1Mose14/161Mose Und er brachte die ganze Habe zurück; und auch Lot, seinen Neffen, und dessen Habe brachte er zurück und auch die Frauen und das Volk.
1Mose14/171Mose Und als er zurückkehrte, nachdem er Kedor-Laomer und die Könige, die mit ihm gewesen, geschlagen hatte, zog der König von Sodom aus, ihm entgegen, in das Tal Schawe, das ist das
Königstal. 1Mose14/181Mose Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten. 1Mose14/191Mose Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei
Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat! 1Mose14/201Mose Und gesegnet sei Gott, der Höchste, der deine Bedränger in deine Hand ausgeliefert hat! - Und Abram gab ihm den
Zehnten von allem. 1Mose14/211Mose Und der König von Sodom sagte zu Abram: Gib mir die Seelen, die Habe aber nimm für dich! 1Mose14/221Mose Da sagte Abram zum König von Sodom: Ich hebe meine Hand
auf zu dem HERRN, [zu] Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat: 1Mose14/231Mose Wenn [ich] vom Faden bis zum Schuhriemen, ja, wenn ich irgend etwas nehme von dem, was dein ist . .
.! Damit du [später] nicht sagst: Ich habe Abram reich gemacht. 1Mose14/241Mose Nichts für mich! Nur was die Knechte verzehrt haben, und der Anteil der Männer, die mit mir gezogen sind: Aner,
Eschkol und Mamre, die sollen ihren Anteil nehmen!
Gottes Bund mit Abram.
\15\
1Mose15/11Mose Nach diesen Dingen geschah das Wort des HERRN zu Abram in einem Gesicht so: Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, [ich werde] deinen Lohn sehr groß [machen].
1Mose15/21Mose Da sagte Abram: Herr, HERR, was willst du mir geben? Ich gehe ja doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses, das wird Elieser von Damaskus. 1Mose15/31Mose Und Abram sagte: Siehe,
mir hast du keinen Nachkommen gegeben, und siehe, der Sohn meines Hauses wird mich beerben. 1Mose15/41Mose Und siehe, das Wort des HERRN [geschah] zu ihm: Nicht dieser wird dich beerben, sondern
der aus deinem Leibe hervorgeht, der wird dich beerben. 1Mose15/51Mose Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch auf zum Himmel, und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er
sprach zu ihm: So [zahlreich] wird deine Nachkommenschaft sein! 1Mose15/61Mose Und er glaubte dem HERRN; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. 1Mose15/71Mose Und er sprach zu ihm: Ich bin
der HERR, der ich dich herausgeführt habe aus Ur[, der Stadt] der Chaldäer, um dir dieses Land zu geben, es in Besitz zu nehmen. 1Mose15/81Mose Und er sagte: Herr, HERR, woran soll ich erkennen,
dass ich es in Besitz nehmen werde? 1Mose15/91Mose Da sprach er zu ihm: Bring mir eine dreijährige Jungkuh, eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine junge
Taube. 1Mose15/101Mose Und er brachte ihm alle diese. Und er zerteilte sie in der Mitte und legte je einen Teil dem anderen gegenüber. Die Vögel aber zerteilte er nicht. 1Mose15/111Mose Da
stießen die Raubvögel auf die toten Tiere herab; aber Abram verscheuchte sie. 1Mose15/121Mose Und es geschah, als die Sonne am Untergehen war, da fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe,
Schrecken, dichte Finsternis überfiel ihn. 1Mose15/131Mose Und er sprach zu Abram: Ganz gewiß sollst du wissen, dass deine Nachkommenschaft Fremdling sein wird in einem Land, das ihnen nicht
gehört; und sie werden ihnen dienen, und man wird sie unterdrücken vierhundert Jahre lang. 1Mose15/141Mose Aber ich werde die Nation auch richten, der sie dienen; und danach werden sie ausziehen
mit großer Habe. 1Mose15/151Mose Du aber, du wirst in Frieden zu deinen Vätern eingehen, wirst in gutem Alter begraben werden. 1Mose15/161Mose Und in der vierten Generation werden sie hierher
zurückkehren; denn [das Maß der] Schuld des Amoriters ist bis jetzt [noch] nicht voll. 1Mose15/171Mose Und es geschah, als die Sonne untergegangen und Finsternis eingetreten war, siehe da, ein
rauchender Ofen und eine Feuerfackel, die zwischen diesen Stücken hindurchfuhr. 1Mose15/181Mose An jenem Tag schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen habe ich dieses
Land gegeben, vom Strom Ägyptens an bis zum großen Strom, dem Euphratstrom: 1Mose15/191Mose die Keniter und die Kenasiter und die Kadmoniter 1Mose15/201Mose und die Hetiter und die Perisiter und
die Refaiter 1Mose15/211Mose und die Amoriter und die Kanaaniter und die Girgaschiter und die Jebusiter.
Hagar und Ismael.
\16\
1Mose16/11Mose Und Sarai, Abrams Frau, gebar ihm keine [Kinder]. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, deren Name war Hagar. 1Mose16/21Mose Und Sarai sagte zu Abram: Siehe doch, der HERR hat mich
verschlossen, dass ich nicht gebäre. Geh doch zu meiner Magd ein! Vielleicht werde ich aus ihr erbaut werden. Und Abram hörte auf Sarais Stimme. 1Mose16/31Mose Da nahm Sarai, Abrams Frau, ihre
Magd, die Ägypterin Hagar, nachdem Abram zehn Jahre im Land Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, ihrem Mann, ihm zur Frau. 1Mose16/41Mose Und er ging zu Hagar ein, und sie wurde schwanger.
Als sie aber sah, dass sie schwanger war, da wurde ihre Herrin gering in ihren Augen. 1Mose16/51Mose Und Sarai sagte zu Abram: Das Unrecht an mir [liegt] auf dir! Ich selbst habe meine Magd in
deinen Schoß gegeben; und [nun,] da sie sieht, dass sie schwanger ist, bin ich gering in ihren Augen. Der HERR richte zwischen mir und dir! 1Mose16/61Mose Und Abram sagte zu Sarai: Siehe, deine
Magd ist in deiner Hand. Mache mit ihr, was gut ist in deinen Augen! Als Sarai sie aber demütigte, da floh sie vor ihr.
1Mose16/71Mose Und der Engel des HERRN fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur. 1Mose16/81Mose Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und
wohin gehst du? Und sie sagte: Vor Sarai, meiner Herrin, bin ich auf der Flucht. 1Mose16/91Mose Da sprach der Engel des HERRN zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück, und demütige dich unter ihre
Hände! 1Mose16/101Mose Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommen so sehr mehren, dass man sie nicht zählen kann vor Menge. 1Mose16/111Mose Und der Engel des HERRN sprach
[weiter] zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Ismael geben, denn der HERR hat auf dein Elend gehört. 1Mose16/121Mose Und er, er wird ein Mensch
[wie] ein Wildesel sein; seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, und allen seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht. 1Mose16/131Mose Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr
geredet hatte: Du bist ein Gott, der mich sieht! Denn sie sagte: Habe ich nicht auch hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat? 1Mose16/141Mose Darum nennt man den Brunnen:
Beer-Lachai-Roi; siehe, er ist zwischen Kadesch und Bered.
1Mose16/151Mose Und Hagar gebar dem Abram einen Sohn; und Abram gab seinem Sohn, den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael. 1Mose16/161Mose Und Abram war 86 Jahre alt, als Hagar dem Abram Ismael
gebar.
Namensänderung - Beschneidung - Verheißung.
\17\
1Mose17/11Mose Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Lebe vor meinem Angesicht, und sei untadelig! 1Mose17/21Mose Und ich
will meinen Bund zwischen mir und dir setzen und will dich sehr, sehr mehren. 1Mose17/31Mose Da fiel Abram auf sein Gesicht, und Gott redete mit ihm und sprach: 1Mose17/41Mose Ich, siehe, [das
ist] mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge von Nationen werden. 1Mose17/51Mose Und nicht mehr soll dein Name Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein! Denn zum Vater einer
Menge von Nationen habe ich dich gemacht. 1Mose17/61Mose Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige werden aus dir hervorgehen.
1Mose17/71Mose Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch [alle] ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen
Nachkommen nach dir. 1Mose17/81Mose Und ich werde dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz, und ich werde ihnen Gott
sein. 1Mose17/91Mose Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und deine Nachkommen nach dir, durch ihre Generationen! 1Mose17/101Mose Dies ist mein Bund, den ihr
halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: alles, was männlich ist, soll bei euch beschnitten werden; 1Mose17/111Mose und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut
beschnitten werden! Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 1Mose17/121Mose Im Alter von acht Tagen soll alles, was männlich ist, bei euch beschnitten werden, durch eure
Generationen, der im Haus geborene und der von irgendeinem Fremden für Geld gekaufte [Sklave], der nicht von deiner Nachkommenschaft ist; 1Mose17/131Mose beschnitten werden muss, der in deinem
Haus geborene und der für dein Geld gekaufte [Sklave]! Und mein Bund an eurem Fleisch soll ein ewiger Bund sein. 1Mose17/141Mose Ein unbeschnittener Männlicher aber, der am Fleisch seiner Vorhaut
nicht beschnitten ist, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk; meinen Bund hat er ungültig gemacht!
1Mose17/151Mose Und Gott sprach zu Abraham: Deine Frau Sarai sollst du nicht [mehr] Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein! 1Mose17/161Mose Und ich werde sie segnen, und auch von ihr gebe
ich dir einen Sohn; und ich werde sie segnen, und sie wird zu Nationen werden; Könige von Völkern sollen von ihr kommen. 1Mose17/171Mose Da fiel Abraham auf sein Gesicht und lachte und sprach in
seinem Herzen: Sollte einem Hundertjährigen [ein Kind] geboren werden, und sollte Sara, eine Neunzigjährige, etwa gebären? 1Mose17/181Mose Und Abraham sagte zu Gott: Möchte doch Ismael vor dir
leben! 1Mose17/191Mose Und Gott sprach: Nein, [sondern] Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären. Und du sollst ihm den Namen Isaak geben! Und ich werde meinen Bund mit ihm aufrichten zu
einem ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm. 1Mose17/201Mose Aber [auch] für Ismael habe ich dich erhört: Siehe, ich werde ihn segnen und werde ihn fruchtbar machen und ihn sehr, sehr mehren.
Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einer großen Nation machen. 1Mose17/211Mose Aber meinen Bund werde ich mit Isaak aufrichten, den Sara dir im nächsten Jahr um diese Zeit gebären
wird. - 1Mose17/221Mose Und er hörte auf, mit ihm zu reden; und Gott fuhr auf von Abraham.
1Mose17/231Mose Und Abraham nahm seinen Sohn Ismael und alle in seinem Haus geborenen und alle mit seinem Geld gekauften [Sklaven], alles, was unter den Leuten des Hauses Abraham männlich war,
und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut an eben diesem Tag, wie Gott zu ihm geredet hatte. 1Mose17/241Mose Abraham war 99 Jahre alt, als er am Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde.
1Mose17/251Mose Und sein Sohn Ismael war dreizehn Jahre alt, als er am Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde. 1Mose17/261Mose So wurden an eben diesem Tag Abraham und sein Sohn Ismael
beschnitten 1Mose17/271Mose und alle Männer seines Hauses, der im Haus geborene und der von einem Fremden für Geld gekaufte [Sklave] wurden mit ihm beschnitten.
Gottes Besuch bei Abraham.
\18\
1Mose18/11Mose Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. 1Mose18/21Mose Und er hob seine Augen auf und sah: und siehe,
drei Männer standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde 1Mose18/31Mose und sagte: Herr, wenn ich denn Gunst gefunden habe in
deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! 1Mose18/41Mose Man hole doch ein wenig Wasser, dann wascht eure Füße, und ruht euch aus unter dem Baum! 1Mose18/51Mose Ich will indessen
einen Bissen Brot holen, dass ihr euer Herz stärkt; danach mögt ihr weitergehen; wozu wäret ihr sonst bei eurem Knecht vorbeigekommen? Und sie sprachen: Tu so, wie du geredet hast! 1Mose18/61Mose
Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Nimm schnell drei Maß Mehl, Weizengrieß, knete und mache Kuchen! 1Mose18/71Mose Und Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und
gab es dem Knecht; und der beeilte sich, es zuzubereiten. 1Mose18/81Mose Und er holte Rahm und Milch und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter
dem Baum, und sie aßen.
1Mose18/91Mose Und sie sagten zu ihm: Wo ist deine Frau Sara? Und er sagte: Dort im Zelt. 1Mose18/101Mose Da sprach er: Wahrlich, übers Jahr um diese Zeit komme ich wieder zu dir, siehe, dann hat
Sara, deine Frau, einen Sohn. Und Sara horchte am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war. 1Mose18/111Mose Abraham und Sara aber waren alt, hochbetagt; es erging Sara nicht mehr nach der Frauen
Weise. 1Mose18/121Mose Und Seran lachte in ihrem Innern und sagte: Nachdem ich alt geworden bin, sollte ich [noch] Liebeslust haben? Und [auch] mein Herr ist ja alt! 1Mose18/131Mose Da sprach der
HERR zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht und gesagt: Sollte ich wirklich noch gebären, da ich doch alt bin? 1Mose18/141Mose Sollte für den HERRN eine Sache zu wunderbar sein? Zur bestimmten
Zeit komme ich wieder zu dir, übers Jahr um diese Zeit, dann hat Sara einen Sohn. 1Mose18/151Mose Doch Sara leugnete und sagte: Ich habe nicht gelacht! Denn sie fürchtete sich. Er aber sprach:
Nein, du hast doch gelacht!
Abrahams Bitte für Sodom.
1Mose18/161Mose Und die Männer erhoben sich von dort und blickten auf die Fläche von Sodom hinab; und Abraham ging mit ihnen, sie zu begleiten. 1Mose18/171Mose Der HERR aber sprach [bei sich]:
Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will? 1Mose18/181Mose Abraham soll doch zu einer großen und mächtigen Nation werden, und in ihm sollen gesegnet werden alle Nationen der Erde!
1Mose18/191Mose Denn ich habe ihn erkannt, damit er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm befehle, dass sie den Weg des HERRN bewahren, Gerechtigkeit und Recht zu üben, damit der HERR auf
Abraham kommen lasse, was er über ihn geredet hat. 1Mose18/201Mose Und der HERR sprach: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, wahrlich, es ist groß, und ihre Sünde, wahrlich, sie ist sehr
schwer. 1Mose18/211Mose Ich will doch hinabgehen und sehen, ob sie ganz nach ihrem Geschrei, das vor mich gekommen ist, getan haben; und wenn nicht, so will ich es wissen.
1Mose18/221Mose Und die Männer wandten sich von dort und gingen nach Sodom; Abraham aber blieb noch vor dem HERRN stehen. 1Mose18/231Mose Und Abraham trat hinzu und sagte: Willst du wirklich den
Gerechten mit dem Ungerechten wegraffen? 1Mose18/241Mose Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte innerhalb der Stadt. Willst du sie denn wegraffen und dem Ort nicht vergeben um der fünfzig Gerechten
willen, die darin sind? 1Mose18/251Mose Fern sei es von dir, so etwas zu tun, den Gerechten mit dem Ungerechten zu töten, so dass der Ungerechte wäre wie der Gerechte; fern sei es von dir! Sollte
der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben? 1Mose18/261Mose Da sprach der HERR: Wenn ich in Sodom fünfzig Gerechte in der Stadt finde, so will ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben.
1Mose18/271Mose Und Abraham antwortete und sagte: Siehe doch, ich habe mich erdreistet, zu dem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin. 1Mose18/281Mose Vielleicht fehlen an den fünfzig
Gerechten [nur] fünf. Willst du wegen der fünf die ganze Stadt vernichten? Da sprach er: Ich will [sie] nicht vernichten, wenn ich dort 45 finde. 1Mose18/291Mose Und er fuhr fort, weiter zu ihm
zu reden, und sagte: Vielleicht werden dort vierzig gefunden. Und er sprach: Ich will es nicht tun um der Vierzig willen. 1Mose18/301Mose Und er sagte: Der Herr möge doch nicht zürnen, dass ich
[noch einmal] rede! Vielleicht werden dort dreißig gefunden. Und er sprach: 1Mose18/311Mose Ich will es nicht tun, wenn ich dort dreißig finde. Da sagte er: Siehe doch, ich habe mich erdreistet,
zu dem Herrn zu reden; vielleicht werden dort zwanzig gefunden. Und er sprach: Ich will nicht vernichten um der Zwanzig willen. 1Mose18/321Mose Da sagte er: Der Herr möge doch nicht zürnen, ich
will nur [noch] dieses Mal reden. Vielleicht werden dort zehn gefunden. Und er sprach: Ich will nicht vernichten um der Zehn willen. 1Mose18/331Mose Und der HERR ging weg, als er mit Abraham
ausgeredet hatte; und Abraham kehrte zurück an seinen Ort.
Das Gericht über Sodom und Gomorra - Rettung Lots.
\19\
1Mose19/11Mose Und die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom, als Lot [gerade] im Tor von Sodom saß. Und als Lot sie sah, stand er auf, [ging] ihnen entgegen und verneigte sich mit dem Gesicht
zur Erde; 1Mose19/21Mose und er sprach: Ach siehe, meine Herren! Kehrt doch ein in das Haus eures Knechtes, und übernachtet, und wascht eure Füße; morgen früh mögt ihr [dann] eures Weges ziehen!
Aber sie sagten: Nein, sondern wir wollen auf dem Platz übernachten. 1Mose19/31Mose Als er jedoch sehr in sie drang, kehrten sie bei ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl,
backte ungesäuertes Brot, und sie aßen. 1Mose19/41Mose Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von Sodom, das Haus, vom Knaben bis zum Greis, das
ganze Volk von allen Enden [der Stadt]. 1Mose19/51Mose Und sie riefen nach Lot und sagten zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, dass wir sie
erkennen! 1Mose19/61Mose Da trat Lot zu ihnen hinaus an den Eingang und schloss die Tür hinter sich zu; 1Mose19/71Mose und er sagte: Tut doch nichts Böses, meine Brüder! 1Mose19/81Mose Seht doch,
ich habe zwei Töchter, die keinen Mann erkannt haben; die will ich zu euch herausbringen. Tut ihnen, wie es gut ist in euren Augen! Nur diesen Männern tut nichts, da sie nun einmal unter den
Schatten meines Daches gekommen sind! 1Mose19/91Mose Aber sie sagten: Zurück da! Und sie sagten: Da ist einer allein gekommen, sich als Fremder [hier] aufzuhalten, und will sich [schon] als
Richter aufspielen! Nun, wir wollen dir Schlimmeres antun als jenen. Und sie drangen hart ein auf den Mann, auf Lot, und machten sich daran, die Tür aufzubrechen. 1Mose19/101Mose Da streckten die
Männer ihre Hand aus und brachten Lot zu sich herein ins Haus; und die Tür verschlossen sie. 1Mose19/111Mose Die Männer aber, die am Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit Blindheit, vom
kleinsten bis zum größten, so dass sie sich vergeblich mühten, den Eingang zu finden.
1Mose19/121Mose Und die Männer sagten zu Lot: Hast du hier noch jemanden? Einen Schwiegersohn, und deine Söhne und deine Töchter oder einen, der sonst [noch] in der Stadt zu dir gehört? Führe
[sie] hinaus aus diesem Ort! 1Mose19/131Mose Denn wir werden diesen Ort vernichten, weil das Geschrei über sie groß geworden ist vor dem HERRN; und der HERR hat uns gesandt, die Stadt zu
vernichten. 1Mose19/141Mose Da ging Lot hinaus und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter nehmen sollten, und sagte: Macht euch auf, geht aus diesem Ort! Denn der HERR wird die Stadt
vernichten. Aber er war in den Augen seiner Schwiegersöhne wie einer, der Scherz treibt. 1Mose19/151Mose Und sobald die Morgenröte aufging, drängten die Engel Lot zur Eile und sagten: Mache dich
auf, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die hier sind, damit du nicht weggerafft wirst durch die Schuld der Stadt! 1Mose19/161Mose Als er aber zögerte, ergriffen die Männer seine Hand und
die Hand seiner Frau und die Hand seiner beiden Töchter, weil der HERR ihn verschonen wollte, und führten ihn hinaus und ließen ihn außerhalb der Stadt. 1Mose19/171Mose Und es geschah, als sie
sie ins Freie hinausgeführt hatten, da sprach er: Rette dich, [es geht] um dein Leben! Sieh nicht hinter dich, und bleib nicht stehen in der ganzen Ebene [des Jordan]; rette dich auf das Gebirge,
damit du nicht weggerafft wirst! 1Mose19/181Mose Da sagte Lot zu ihnen: Ach, nein, Herr! 1Mose19/191Mose Siehe doch, dein Knecht hat Gunst gefunden in deinen Augen, und du hast deine Gnade, die
du an mir erwiesen hast, groß gemacht, meine Seele am Leben zu erhalten. Aber ich kann mich nicht auf das Gebirge retten, es könnte das Unheil mich ereilen, dass ich sterbe. 1Mose19/201Mose Siehe
doch, diese Stadt da ist nahe, dahin zu fliehen, sie ist ja [nur] klein; ich könnte mich doch dahin retten - ist sie nicht klein? -, damit meine Seele am Leben bleibt. 1Mose19/211Mose Da sprach
er zu ihm: Siehe, auch darin habe ich Rücksicht auf dich genommen, dass ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast. 1Mose19/221Mose Schnell, rette dich dorthin! Denn ich kann nichts
tun, bis du dorthin gekommen bist. Daher nennt man die Stadt Zoar.
1Mose19/231Mose Die Sonne ging über der Erde auf, als Lot nach Zoar kam. 1Mose19/241Mose Da ließ der HERR auf Sodom und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN aus dem Himmel
1Mose19/251Mose und kehrte diese Städte um und die ganze Ebene [des Jordan] und alle Bewohner der Städte und das Gewächs des Erdbodens. 1Mose19/261Mose Aber seine Frau sah sich hinter ihm um; da
wurde sie zu einer Salzsäule.
1Mose19/271Mose Und Abraham machte sich früh am Morgen auf an den Ort, wo er vor dem HERRN gestanden hatte. 1Mose19/281Mose Und er blickte hinab auf die Fläche von Sodom und Gomorra und auf die
ganze Fläche des Landes [in] der Ebene [des Jordan], und er sah: und siehe, Rauch stieg vom Land auf, wie der Rauch eines Schmelzofens.
1Mose19/291Mose Und es geschah, als Gott die Städte der Ebene [des Jordan] vernichtete, da dachte Gott an Abraham und geleitete Lot mitten aus der Umkehrung, als er die Städte umkehrte, in denen
Lot gewohnt hatte.
Lot und seine Töchter.
1Mose19/301Mose Lot aber zog von Zoar hinauf und wohnte im Gebirge, [er] und seine beiden Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich in Zoar zu wohnen. Und er wohnte in einer Höhle, er und seine
beiden Töchter. 1Mose19/311Mose Und die Erstgeborene sprach zu der Jüngeren: Unser Vater ist alt, und es gibt keinen Mann im Land, der zu uns eingehen könnte nach der Weise aller Welt.
1Mose19/321Mose Komm, lasse uns unserem Vater Wein zu trinken geben und bei ihm liegen, damit wir von unserem Vater Nachkommenschaft am Leben erhalten! 1Mose19/331Mose Und sie gaben ihrem Vater
in jener Nacht Wein zu trinken, und die Erstgeborene ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; er aber merkte weder [etwas] von ihrem Niederlegen noch von ihrem Aufstehen. 1Mose19/341Mose Und es
geschah am Morgen, da sprach die Erstgeborene zu der Jüngeren: Siehe, ich habe mich gestern abend zu meinem Vater gelegt. Laß uns ihm auch diese Nacht Wein zu trinken geben, dann geh hinein,
liege bei ihm, damit wir von unserem Vater Nachkommenschaft am Leben erhalten! 1Mose19/351Mose Da gaben sie auch in dieser Nacht ihrem Vater Wein zu trinken, und die Jüngere stand auf und lag bei
ihm; und er merkte weder [etwas] von ihrem Niederlegen noch von ihrem Aufstehen. 1Mose19/361Mose Und die beiden Töchter Lots wurden von ihrem Vater schwanger. 1Mose19/371Mose Und die Erstgeborene
gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Moab; der ist der Vater der Moabiter bis auf diesen Tag. 1Mose19/381Mose Und die Jüngere, auch sie gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen
Ben-Ammi. Der ist der Vater der Söhne Ammon bis auf diesen Tag.
Abraham und Sara bei Abimelech.
\20\
1Mose20/11Mose Und Abraham brach von dort auf ins Land des Südens und wohnte zwischen Kadesch und Schur. Als er sich in Gerar als Fremder aufhielt, 1Mose20/21Mose sagte Abraham von seiner Frau
Sara: Sie ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der König von Gerar, hin und ließ Sara holen. 1Mose20/31Mose Und Gott kam zu Abimelech im Traum der Nacht und sprach zu ihm: Siehe, du bist des
Todes wegen der Frau, die du genommen hast; denn sie ist eine verheiratete Frau. 1Mose20/41Mose Abimelech aber hatte sich ihr nicht genaht; und er sprach: Herr, willst du denn eine gerechte
Nation erschlagen? 1Mose20/51Mose Hat er nicht selbst zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und sie, auch sie selbst hat gesagt: Er ist mein Bruder. In Lauterkeit meines Herzens und in Unschuld
meiner Hände habe ich das getan. 1Mose20/61Mose Da sprach Gott im Traum zu ihm: Auch ich weiß, dass du in Lauterkeit deines Herzens dies getan hast, und so habe ich selbst dich auch davon
abgehalten, gegen mich zu sündigen; darum habe ich dir nicht gestattet, sie zu berühren. 1Mose20/71Mose Und nun, gib die Frau des Mannes zurück! Denn er ist ein Prophet und wird für dich bitten,
dass du am Leben bleibst! Wenn du sie aber nicht zurückgibst, so wisse, dass du sterben musst, du und alles, was [zu] dir gehört. 1Mose20/81Mose Und Abimelech stand früh am Morgen auf und rief
alle seine Knechte und redete alle diese Worte vor ihren Ohren; da fürchteten sich die Männer sehr. 1Mose20/91Mose Und Abimelech rief Abraham und sagte zu ihm: Was hast du uns angetan! Und was
habe ich an dir gesündigt, dass du über mich und über mein Königreich eine [so] große Sünde gebracht hast? Dinge, die nicht getan werden dürfen, hast du mir angetan. 1Mose20/101Mose Und Abimelech
sagte zu Abraham: Was hast du [damit] beabsichtigt, dass du dies getan hast? 1Mose20/111Mose Und Abraham sprach: Weil ich [mir] sagte: Gewiß gibt es keine Gottesfurcht an diesem Ort, und sie
werden mich erschlagen um meiner Frau willen. 1Mose20/121Mose Und sie ist auch wirklich meine Schwester; die Tochter meines Vaters ist sie, nur nicht die Tochter meiner Mutter; so ist sie meine
Frau geworden. 1Mose20/131Mose Und es geschah, als Gott mich aus meines Vaters Haus [ziehen und] umherirren ließ, da sagte ich zu ihr: Das sei deine Gefälligkeit, die du mir erweisen mögest: An
jedem Ort, wohin wir kommen, sage von mir: Er ist mein Bruder! 1Mose20/141Mose Da nahm Abimelech Schafe und Rinder und Knechte und Mägde und gab sie dem Abraham; und [auch] Sara, seine Frau, gab
er ihm zurück. 1Mose20/151Mose Und Abimelech sagte: Siehe, mein Land [liegt] vor dir; wohne, wo es gut ist in deinen Augen! 1Mose20/161Mose Und zu Sara sagte er: Siehe, ich habe deinem Bruder
tausend Silber[-Schekel] gegeben; siehe, das sei zu deinen Gunsten eine Augendecke für alle, die bei dir sind, und du bist in allem gerechtfertigt. 1Mose20/171Mose Und Abraham betete zu Gott; und
Gott heilte Abimelech und seine Frau und seine Mägde, so dass sie [wieder Kinder] gebaren. 1Mose20/181Mose Denn der HERR hatte jeden Mutterleib dem Haus Abimelech vollständig verschlossen um
Saras willen, der Frau Abrahams.
Die Geburt Isaaks.
\21\
1Mose21/11Mose Und der HERR suchte Sara heim, wie er gesagt hatte, und der HERR tat an Sara, wie er geredet hatte. 1Mose21/21Mose Und Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in
seinem Alter, zu der bestimmten Zeit, die Gott ihm gesagt hatte. 1Mose21/31Mose Und Abraham gab seinem Sohn, der ihm geboren worden war, den Sara ihm geboren hatte, den Namen Isaak.
1Mose21/41Mose Und Abraham beschnitt seinen Sohn Isaak, als er acht Tage alt war, wie Gott ihm geboten hatte. 1Mose21/51Mose Abraham aber war hundert Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren
wurde. 1Mose21/61Mose Und Sara sagte: Gott hat mir ein Lachen bereitet; jeder, der es hört, wird mir zulachen. 1Mose21/71Mose Und sie sagte: Wer hätte [je] dem Abraham verkündet: Sara stillt
einen Sohn!Denn ich habe [ihm] in seinem Alter einen Sohn geboren.
Ausweisung Hagars mit Ismael.
1Mose21/81Mose Und das Kind wuchs und wurde entwöhnt; und an dem Tag, als Isaak entwöhnt wurde, bereitete Abraham ein großes Mahl. 1Mose21/91Mose Und Sara sah den Sohn der Ägypterin Hagar, den
diese dem Abraham geboren hatte, scherzen. 1Mose21/101Mose Da sagte sie zu Abraham: Vertreibe diese Magd und ihren Sohn, denn der Sohn dieser Magd soll nicht mit meinem Sohn Erbe werden, mit
Isaak! 1Mose21/111Mose Und dieses Wort war sehr übel in Abrahams Augen um seines Sohnes willen. 1Mose21/121Mose Aber Gott sprach zu Abraham: Laß es nicht übel sein in deinen Augen wegen des
Jungen und wegen deiner Magd; in allem, was Sara zu dir sagt, höre auf ihre Stimme! Denn nach Isaak soll dir [die] Nachkommenschaft genannt werden. 1Mose21/131Mose Doch auch den Sohn der Magd
werde ich zu einer Nation machen, weil er dein Nachkomme ist.
1Mose21/141Mose Und Abraham machte sich früh am Morgen auf, und er nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar, legte es auf ihre Schulter und [gab ihr] das Kind und schickte sie
fort. Da ging sie hin und irrte in der Wüste von Beerscheba umher. 1Mose21/151Mose Als aber das Wasser im Schlauch zu Ende war, warf sie das Kind unter einen der Sträucher; 1Mose21/161Mose und
sie ging und setzte sich gegenüber hin, einen Bogenschuß weit entfernt, denn sie sagte [sich]: Ich kann das Sterben des Kindes nicht ansehen. So setzte sie sich gegenüber hin, erhob ihre Stimme
und weinte. 1Mose21/171Mose Gott aber hörte die Stimme des Jungen. Da rief der Engel Gottes der Hagar vom Himmel zu und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht! Denn Gott hat auf
die Stimme des Jungen gehört, dort wo er ist. 1Mose21/181Mose Steh auf, nimm den Jungen, und fasse ihn mit deiner Hand! Denn ich will ihn zu einer großen Nation machen. 1Mose21/191Mose Und Gott
öffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen; da ging sie hin und füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Jungen zu trinken. 1Mose21/201Mose Gott aber war mit dem Jungen, und er wurde
groß und wohnte in der Wüste; und er wurde ein Bogenschütze. 1Mose21/211Mose Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Land Ägypten.
Abrahams Vertrag mit Abimelech.
1Mose21/221Mose Und es geschah zu dieser Zeit, da sagten Abimelech und Pichol, sein Heeroberster, zu Abraham: Gott ist mit dir in allem, was du tust. 1Mose21/231Mose So schwöre mir nun hier bei
Gott, dass du weder an mir noch an meinem Sproß noch an meinen Nachkommen betrügerisch handeln wirst! Nach der Gnade, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir tun und an dem Land, in dem du
dich als Fremder aufhältst. 1Mose21/241Mose Da sprach Abraham: Ich will schwören. 1Mose21/251Mose Abraham aber stellte Abimelech zur Rede wegen eines Wasserbrunnens, den Abimelechs Knechte [mit
Gewalt] weggenommen hatten. 1Mose21/261Mose Da sagte Abimelech: Ich weiß nicht, wer das getan hat; weder hast du es mir berichtet, noch habe ich [davon] gehört, außer heute. 1Mose21/271Mose Da
nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech, und die beiden schlossen einen Bund. 1Mose21/281Mose Und Abraham stellte sieben Schaflämmer der Herde beiseite. 1Mose21/291Mose Da sagte
Abimelech zu Abraham: Was sollen diese sieben Schaflämmer, die du beiseite gestellt hast? 1Mose21/301Mose Und er sagte: Die sieben Schaflämmer sollst du von meiner Hand annehmen, damit mir [das]
zum Zeugnis sei, dass ich diesen Brunnen gegraben habe. 1Mose21/311Mose Daher nennt man diesen Ort Beerscheba, weil sie beide dort geschworen hatten. 1Mose21/321Mose So schlossen sie einen Bund
in Beerscheba. Dann machten Abimelech und sein Heeroberster Pichol sich auf und kehrten in das Land der Philister zurück. 1Mose21/331Mose Und Abraham pflanzte eine Tamariske in Beerscheba und
rief dort den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an. 1Mose21/341Mose Und Abraham hielt sich [noch] lange Zeit als Fremder im Land der Philister auf.
Abrahams Opfergang nach Morija, um Isaak zu opfern
\22\
1Mose22/11Mose Und es geschah nach diesen Dingen, da prüfte Gott den Abraham. Und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 1Mose22/21Mose Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen
einzigen, den du liebhast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde! 1Mose22/31Mose Da machte sich Abraham
früh am Morgen auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak. Er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und ging an den Ort, den Gott ihm
genannt hatte. 1Mose22/41Mose Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne. 1Mose22/51Mose Da sagte Abraham zu seinen Knechten: Bleibt ihr mit dem Esel hier! Ich aber und
der Junge wollen dorthin gehen und anbeten und zu euch zurückkehren. 1Mose22/61Mose Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak, und in seine Hand nahm er das
Feuer und das Messer. Und sie gingen beide miteinander. 1Mose22/71Mose Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham und sagte: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sagte: Siehe,
das Feuer und das Holz! Wo aber ist das Schaf zum Brandopfer? 1Mose22/81Mose Da sagte Abraham: Gott wird sich das Schaf zum Brandopfer ersehen, mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander.
1Mose22/91Mose Und sie kamen an den Ort, den Gott ihm genannt hatte. Und Abraham baute dort den Altar und schichtete das Holz auf. Dann band er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben
auf das Holz. 1Mose22/101Mose Und Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. (gegenisebel: Das ist Lehre von Hajo Klösel, mit
meinen Worten: Ein bisschen streng und orthodox vielleicht: Geh in die Gemeinde, verlass die Versammlung nicht. Und noch mehr: Wenn du nicht deine Vision hinten anstellen kannst, wie willst du
Gott wirklich gehorchen und fürchten? Also stelle deine Vision hinter die Vision der Gemeinde und des Dienstes – zum Beispiel des Musikdienstes - zurück. Und diene der Ortsgemeinde, der Gemeinde,
hier Aschendorf und Papenburg, und dann auch Leer, vielleicht. Bittere Wurzeln sind wie Gift. Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.) 1Mose22/111Mose Da rief ihm der Engel des
HERRN vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 1Mose22/121Mose Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Jungen, und tu ihm nichts! Denn nun habe ich
erkannt, dass du Gott fürchtest, da du deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast. 1Mose22/131Mose Und Abraham erhob seine Augen und sah, und siehe, da war ein Widder hinten im
Gestrüpp an seinen Hörnern festgehalten. Da ging Abraham hin, nahm den Widder und opferte ihn anstelle seines Sohnes als Brandopfer. 1Mose22/141Mose Und Abraham gab diesem Ort den Namen 'der HERR
wird ersehen', von dem man heute [noch] sagt: Auf dem Berg des HERRN wird ersehen. 1Mose22/151Mose Und der Engel des HERRN rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel her zu 1Mose22/161Mose und
sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht der HERR, deshalb, weil du das getan und deinen Sohn, deinen einzigen, [mir] nicht vorenthalten hast, 1Mose22/171Mose darum werde ich dich reichlich
segnen und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde in Besitz
nehmen. 1Mose22/181Mose Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde dafür, dass du meiner Stimme gehorcht hast. 1Mose22/191Mose Dann kehrte Abraham zu seinen Knechten zurück,
und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba; und Abraham ließ sich in Beerseba nieder.
Nachkommen Nahors.
1Mose22/201Mose Und es geschah nach diesen Dingen, da wurde dem Abraham berichtet: Siehe, Milka, auch sie hat deinem Bruder Nahor Söhne geboren: 1Mose22/211Mose Uz, seinen Erstgeborenen, und
dessen Bruder Bus und Kemuel, den Vater Arams, 1Mose22/221Mose und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaf und Betuel. 1Mose22/231Mose Betuel aber zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor,
Abrahams Bruder. 1Mose22/241Mose Und seine Nebenfrau, namens Rehuma, auch sie gebar [,nämlich] Tebach und Gaham und Tahasch und Maacha.
Saras Tod und Begräbnis.
\23\
1Mose23/11Mose Und die Lebenszeit Saras betrug 127 Jahre; [das waren] die Lebensjahre Saras. 1Mose23/21Mose Und Sara starb zu Kirjat-Arba, das ist Hebron, im Land Kanaan. Und Abraham ging hin, um
über Sara zu klagen und sie zu beweinen. 1Mose23/31Mose Dann stand Abraham auf [und ging] weg von seiner Toten und redete zu den Söhnen Het: 1Mose23/41Mose Ein Fremder und Beisasse bin ich bei
euch. Gebt mir ein Erbbegräbnis bei euch, dass ich meine Tote von meinem Angesicht hinweg[bringe und] begrabe! 1Mose23/51Mose Da antworteten die Söhne Het dem Abraham und sagten zu ihm:
1Mose23/61Mose Höre uns an, mein Herr! Du bist ein Fürst Gottes unter uns, begrabe deine Tote in dem auserlesensten unserer Gräber! Keiner von uns wird dir sein Grab verweigern, deine Tote zu
begraben. 1Mose23/71Mose Da erhob sich Abraham und verneigte sich vor dem Volk des Landes, vor den Söhnen Het. 1Mose23/81Mose Und er redete zu ihnen und sagte: Wenn es euer Wille ist, dass ich
meine Tote begrabe von meinem Angesicht hinweg, so hört mich an, und legt Fürsprache für mich ein bei Efron, dem Sohn Zohars, 1Mose23/91Mose dass er mir die Höhle Machpela gebe, die ihm gehört,
die am Ende seines Feldes [liegt]; zum vollen Kaufpreis gebe er sie mir zu einem Erbbegräbnis in eurer Mitte! 1Mose23/101Mose Efron aber saß mitten unter den Söhnen Het. Und Efron, der Hetiter,
antwortete dem Abraham vor den Ohren der Söhne Het, vor allen, die ins Tor seiner Stadt gekommen waren, und sagte: 1Mose23/111Mose Nein, mein Herr, höre mir zu! Das Feld schenke ich dir; und die
Höhle, die darauf ist, dir schenke ich sie; vor den Augen der Kinder meines Volkes schenke ich sie dir. Begrabe deine Tote! 1Mose23/121Mose Da verneigte sich Abraham vor dem Volk des Landes;
1Mose23/131Mose und er redete zu Efron vor den Ohren des Volkes des Landes und sagte: Ach, wenn du doch auf mich hören wolltest! Ich gebe [dir] den Kaufpreis des Feldes. Nimm ihn von mir an, dass
ich meine Tote dort begraben kann! 1Mose23/141Mose Da antwortete Efron dem Abraham und sagte zu ihm: 1Mose23/151Mose Mein Herr, höre mich an! Ein Land von vierhundert Schekel Silber, was ist das
zwischen mir und dir? So begrabe deine Tote! 1Mose23/161Mose Und Abraham hörte auf Efron; und Abraham wog dem Efron das Geld dar, von dem er vor den Ohren der Söhne Het geredet hatte, vierhundert
Schekel Silber, wie es beim Händler gängig ist. 1Mose23/171Mose So fiel das Feld Efrons, das bei Machpela gegenüber von Mamre [liegt], das Feld und die Höhle, die darauf war, und alle Bäume auf
dem Feld innerhalb seiner ganzen Grenze ringsum 1Mose23/181Mose als Besitz an Abraham vor den Augen der Söhne Het, vor allen, die ins Tor seiner Stadt gekommen waren. 1Mose23/191Mose Und danach
begrub Abraham seine Frau Sara in der Höhle des Feldes von Machpela, gegenüber von Mamre, das ist Hebron, im Land Kanaan. 1Mose23/201Mose So fiel das Feld und die Höhle, die darauf war, von den
Söhnen Het an Abraham als Erbbegräbnis.
Werbung um Rebekka als Frau für Isaak.
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1Mose24/11Mose Und Abraham war alt, hochbetagt, und der HERR hatte Abraham in allem gesegnet. 1Mose24/21Mose Da sagte Abraham zu seinem Knecht, dem Ältesten seines Hauses, der alles verwaltete,
was er hatte: Lege doch deine Hand unter meine Hüfte! 1Mose24/31Mose Ich will dich schwören lassen bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, dass du meinem Sohn nicht eine Frau
von den Töchtern der Kanaaniter nimmst, in deren Mitte ich wohne. 1Mose24/41Mose Sondern du sollst in mein Land und zu meiner Verwandtschaft gehen und [dort] eine Frau für meinen Sohn, für Isaak,
nehmen! 1Mose24/51Mose Der Knecht aber sagte zu ihm: Vielleicht wird die Frau mir nicht in dieses Land folgen wollen. Soll ich dann deinen Sohn in das Land zurückbringen, aus dem du ausgezogen
bist? 1Mose24/61Mose Da sagte Abraham zu ihm: Hüte dich wohl, meinen Sohn dorthin zurückzubringen! 1Mose24/71Mose Der HERR, der Gott des Himmels, der mich aus dem Haus meines Vaters und aus dem
Land meiner Verwandtschaft genommen und der zu mir geredet und der mir dies geschworen hat: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben, der wird seinen Engel vor dir hersenden, dass du eine
Frau für meinen Sohn von dort holen kannst. 1Mose24/81Mose Wenn aber die Frau dir nicht folgen will, so bist du frei von diesem Schwur. Nur sollst du meinen Sohn nicht dorthin zurückbringen!
1Mose24/91Mose Und der Knecht legte seine Hand unter die Hüfte Abrahams, seines Herrn, und schwor ihm [in Hinsicht] auf dieses Wort.
1Mose24/101Mose Dann nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und [nahm] allerlei Gut seines Herrn mit sich. Und er machte sich auf und zog nach Aram-Naharaim, zu der
Stadt Nahors. 1Mose24/111Mose Und er ließ die Kamele niederknieen draußen vor der Stadt am Wasserbrunnen um die Abendzeit, zur Zeit, da die Schöpferinnen herauskommen. 1Mose24/121Mose Und er
sagte: HERR, Gott meines Herrn Abraham, lasse es mir doch heute begegnen, und erweise Gnade an meinem Herrn Abraham! 1Mose24/131Mose Siehe, ich stehe an der Wasserquelle, und die Töchter der
Leute der Stadt kommen heraus, um Wasser zu schöpfen. 1Mose24/141Mose Möge es nun geschehen: Das Mädchen, zu dem ich sagen werde: `Neige doch deinen Krug, dass ich trinke!' und das [dann] sagt:
`Trinke! Und auch deine Kamele will ich tränken', das [soll es sein, das] du für deinen Knecht Isaak bestimmt hast! Und daran werde ich erkennen, dass du an meinem Herrn Gnade erwiesen hast.
1Mose24/151Mose Und es geschah - er hatte noch nicht ausgeredet - und siehe, da kam Rebekka heraus, die dem Betuel geboren war, dem Sohn der Milka, der Frau Nahors, des Bruders Abrahams; [sie
trug] ihren Krug auf ihrer Schulter. 1Mose24/161Mose Und das Mädchen war sehr schön von Aussehen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Sie stieg zur Quelle hinab, füllte ihren Krug und
stieg [wieder] herauf. 1Mose24/171Mose Da lief ihr der Knecht entgegen und sagte: Laß mich doch ein wenig Wasser aus deinem Krug schlürfen! 1Mose24/181Mose Und sie sagte: Trinke, mein Herr! Und
eilends ließ sie ihren Krug auf ihre Hand herunter und gab ihm zu trinken. 1Mose24/191Mose Und als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sagte sie: Auch für deine Kamele will ich schöpfen, bis
sie genug getrunken haben. 1Mose24/201Mose Und sie eilte und goß ihren Krug aus in die Tränkrinne, lief noch einmal zum Brunnen, um zu schöpfen, und schöpfte so für alle seine Kamele.
1Mose24/211Mose Der Mann aber sah ihr zu, schweigend, um zu erkennen, ob der HERR seine Reise würde gelingen lassen oder nicht. 1Mose24/221Mose Und es geschah, als die Kamele genug getrunken
hatten, da nahm der Mann einen goldenen Ring, ein halber Schekel sein Gewicht, und zwei Spangen für ihre Handgelenke, zehn [Schekel] Gold ihr Gewicht; 1Mose24/231Mose und er sagte: Wessen Tochter
bist du? Sage es mir doch! Gibt es im Haus deines Vaters Platz für uns zu übernachten? 1Mose24/241Mose Da sagte sie zu ihm: Ich bin die Tochter Betuels, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor
geboren hat. 1Mose24/251Mose Und sie sagte [weiter] zu ihm: Sowohl Stroh als auch Futter ist bei uns in Menge, auch Platz zum Übernachten. 1Mose24/261Mose Da verneigte sich der Mann und warf sich
nieder vor dem HERRN 1Mose24/271Mose und sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Gnade und Treue gegenüber meinem Herrn nicht hat aufhören lassen! Mich hat der
HERR den Weg zum Haus der Brüder meines Herrn geführt.
1Mose24/281Mose Das Mädchen aber lief und berichtete diese Dinge dem Haus ihrer Mutter. 1Mose24/291Mose Nun hatte Rebekka einen Bruder, der hieß Laban. Und Laban lief zu dem Mann hinaus an die
Quelle. 1Mose24/301Mose Und es geschah, als er den Ring sah und die Spangen an den Handgelenken seiner Schwester und als er die Worte seiner Schwester Rebekka hörte, die sagte: `So hat der Mann
zu mir geredet', da kam er zu dem Mann; und siehe, er stand [noch] bei den Kamelen an der Quelle. 1Mose24/311Mose Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN! Warum stehst du draußen?
Habe ich doch schon das Haus aufgeräumt, und [auch] für die Kamele ist Platz da. 1Mose24/321Mose Da kam der Mann ins Haus; und man sattelte die Kamele ab und gab den Kamelen Stroh und Futter,
[ihm] aber Wasser, um seine Füße zu waschen und die Füße der Männer, die bei ihm waren. 1Mose24/331Mose Dann wurde ihm zu essen vorgesetzt. Er aber sagte: Ich will nicht essen, bis ich meine
Worte geredet habe. Und er sagte: Rede! 1Mose24/341Mose Da sagte er: Ich bin Abrahams Knecht. 1Mose24/351Mose Der HERR hat meinen Herrn sehr gesegnet, so dass er groß geworden ist. Er hat ihm
Schafe und Rinder gegeben, Silber und Gold, dazu Knechte und Mägde, Kamele und Esel. 1Mose24/361Mose Und Sara, die Frau meines Herrn, hat meinem Herrn einen Sohn geboren, nachdem sie schon alt
geworden war; dem hat er alles, was er hat, übergeben. 1Mose24/371Mose Mein Herr aber hat mich schwören lassen und gesagt: Du sollst für meinen Sohn nicht eine Frau von den Töchtern der
Kanaaniter nehmen, in deren Land ich wohne; 1Mose24/381Mose sondern zu dem Haus meines Vaters und zu meiner Sippe sollst du gehen und [dort] für meinen Sohn eine Frau nehmen! 1Mose24/391Mose Und
ich sagte zu meinem Herrn: Vielleicht will die Frau mir nicht folgen. 1Mose24/401Mose Da sagte er zu mir: Der HERR, vor dessen Angesicht ich gelebt habe, wird seinen Engel mit dir senden und wird
deine Reise gelingen lassen, dass du für meinen Sohn eine Frau aus meiner Sippe und aus dem Haus meines Vaters nimmst. 1Mose24/411Mose Dann bist du frei von dem Schwur: Wenn du zu meiner Sippe
kommst und wenn sie sie dir nicht geben, dann bist du entlastet von dem Schwur. 1Mose24/421Mose So kam ich heute zu der Quelle und sprach: HERR, Gott meines Herrn Abraham, wenn du doch Gelingen
geben wolltest zu meinem Weg, auf dem ich gehe! 1Mose24/431Mose Siehe, ich stehe bei der Wasserquelle. Möge es nun geschehen, dass das Mädchen, das herauskommt, um zu schöpfen, und zu dem ich
sage: `Gib mir doch ein wenig Wasser aus deinem Krug zu trinken!' 1Mose24/441Mose und das [dann] zu mir sagt: `Trinke du, und auch für deine Kamele will ich schöpfen', [dass dies] die Frau sei,
die der HERR für den Sohn meines Herrn bestimmt hat! 1Mose24/451Mose Ich hatte in meinem Herzen noch nicht ausgeredet, siehe, da kam Rebekka heraus mit ihrem Krug auf ihrer Schulter; und sie
stieg zur Quelle hinab und schöpfte. Da sagte ich zu ihr: Gib mir doch zu trinken! 1Mose24/461Mose Und eilends ließ sie ihren Krug von ihrer Schulter herunter und sagte: Trinke, und auch deine
Kamele will ich tränken. Da trank ich, und sie tränkte auch die Kamele. 1Mose24/471Mose Und ich fragte sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Und sie sagte: Die Tochter Betuels, des Sohnes
Nahors, den Milka ihm geboren hat. Und ich legte den Ring an ihre Nase und die Spangen an ihre Handgelenke. 1Mose24/481Mose Dann verneigte ich mich und warf mich vor dem HERRN nieder und dankte
dem HERRN, dem Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg geführt hatte, die Tochter des Bruders meines Herrn für seinen Sohn zu nehmen. 1Mose24/491Mose Und nun, wenn ihr Gnade und Treue
an meinem Herrn erweisen wollt, so teilt es mir mit; und wenn nicht, so teilt es mir [auch] mit! Und ich werde mich zur Rechten oder zur Linken wenden.
1Mose24/501Mose Da antworteten Laban und Betuel und sagten: Vom HERRN ist die Sache ausgegangen; wir können dir nichts sagen, weder Böses noch Gutes. 1Mose24/511Mose Siehe, Rebekka ist vor dir:
Nimm sie und geh hin, dass sie die Frau des Sohnes deines Herrn werde, wie der HERR geredet hat! 1Mose24/521Mose Und es geschah, als Abrahams Knecht ihre Worte hörte, da warf er sich zur Erde
nieder vor dem HERRN. 1Mose24/531Mose Und der Knecht holte silbernes Geschmeide und goldenes Geschmeide und Kleider hervor und gab sie der Rebekka; und Kostbarkeiten gab er ihrem Bruder und ihrer
Mutter. 1Mose24/541Mose Dann aßen und tranken sie, er und die Männer, die bei ihm waren, und übernachteten. Aber am Morgen standen sie auf, und er sagte: Entlaßt mich zu meinem Herrn!
1Mose24/551Mose Da sagten ihr Bruder und ihre Mutter: Laß das Mädchen [noch einige] Tage oder zehn bei uns bleiben, danach magst du gehen. 1Mose24/561Mose Er aber sagte zu ihnen: Haltet mich
nicht auf, da der HERR meine Reise hat gelingen lassen; entlaßt mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe! 1Mose24/571Mose Da sagten sie: Lasst uns das Mädchen rufen und ihren Mund befragen.
1Mose24/581Mose Und sie riefen Rebekka und sagten zu ihr: Willst du mit diesem Mann gehen? Sie sagte: Ich will gehen. 1Mose24/591Mose So entließen sie ihre Schwester Rebekka mit ihrer Amme und
den Knecht Abrahams und seine Männer. 1Mose24/601Mose Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du, unsere Schwester, werde zu tausendmal Zehntausenden, und deine Nachkommen mögen das Tor
ihrer Hasser in Besitz nehmen!
1Mose24/611Mose Und Rebekka machte sich mit ihren Mädchen auf, und sie bestiegen die Kamele und folgten dem Mann. Und der Knecht nahm Rebekka und zog hin. 1Mose24/621Mose Isaak aber war von einem
Gang zum Brunnen Lachai-Roi gekommen; er wohnte nämlich im Land des Südens. 1Mose24/631Mose Und Isaak aber war hinausgegangen, um auf dem Feld zu sinnen beim Anbruch des Abends. Und er erhob
seine Augen und sah, und siehe, Kamele kamen. 1Mose24/641Mose Und [auch] Rebekka erhob ihre Augen und sah Isaak. Da glitt sie vom Kamel 1Mose24/651Mose und sagte zu dem Knecht: Wer ist dieser
Mann, der uns da auf dem Feld entgegenkommt? Und der Knecht sagte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich. 1Mose24/661Mose Der Knecht aber erzählte Isaak all die Dinge,
die er ausgerichtet hatte. 1Mose24/671Mose Dann führte Isaak sie in das Zelt seiner Mutter Sara; und er nahm Rebekka, und sie wurde seine Frau, und er gewann sie lieb. Und Isaak tröstete sich
nach [dem Tod] seiner Mutter.
Abrahams neue Ehe, Tod und Begräbnis.
V. 1-4: 1Chr 1,32.33.
\25\
1Mose25/11Mose Und Abraham nahm wieder eine Frau, die hieß Ketura. 1Mose25/21Mose Und sie gebar ihm Simran und Jokschan, Medan und Midian, Jischbak und Schuach. 1Mose25/31Mose Jokschan aber
zeugte Saba und Dedan; und die Söhne Dedans waren die Aschuriter und Letuschiter und Leummiter. 1Mose25/41Mose Und die Söhne Midians: Efa und Efer, Henoch, Abida und Eldaa. Diese alle sind Söhne
der Ketura. - 1Mose25/51Mose Und Abraham gab dem Isaak alles, was er hatte. 1Mose25/61Mose Und den Söhnen der Nebenfrauen, die Abraham hatte, gab Abraham Geschenke; und er schickte sie, während
er noch lebte, von seinem Sohn Isaak weg, nach Osten in das Land des Ostens. - 1Mose25/71Mose Und dies sind die Tage der Lebensjahre Abrahams, die er lebte: 175 Jahre. 1Mose25/81Mose Und Abraham
verschied und starb in gutem Alter, alt und [der Tage] satt, und wurde versammelt zu seinen Völkern. 1Mose25/91Mose Und seine Söhne Isaak und Ismael begruben ihn in der Höhle Machpela, auf dem
Feld des Hetiters Efron, des Sohnes Zohars, das gegenüber Mamre [liegt], 1Mose25/101Mose [auf] dem Feld, das Abraham von den Söhnen Het gekauft hatte; dort wurden Abraham und seine Frau Sara
begraben. 1Mose25/111Mose Und es geschah nach dem Tode Abrahams, da segnete Gott Isaak, seinen Sohn; und Isaak wohnte bei dem Brunnen Lachai-Roi.
Nachkommen Ismaels.
V. 12-16: 1Chr 1,29-31
1Mose25/121Mose Das ist die Geschlechterfolge Ismaels, des Sohnes Abrahams, den die Ägypterin Hagar, die Magd Saras, dem Abraham geboren hat; 1Mose25/131Mose und dies sind die Namen der Söhne
Ismaels mit ihren Namen, nach ihrer Geschlechterfolge: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajot, dann Kedar und Adbeel und Mibsam 1Mose25/141Mose und Mischma und Duma und Massa, 1Mose25/151Mose Hadad
und Tema, Jetur, Nafisch und Kedma. 1Mose25/161Mose Das sind die Söhne Ismaels, und das sind ihre Namen in ihren Gehöften und in ihren Zeltlagern; zwölf Fürsten nach ihren Völkerschaften.
1Mose25/171Mose Und dies sind die Lebensjahre Ismaels: 137 Jahre; und er verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Völkern. 1Mose25/181Mose Und sie wohnten von Hawila an bis nach Schur,
das vor Ägypten liegt, nach Assur hin. So setzte er sich allen seinen Brüdern vors Gesicht.
Nachkommen Isaaks: Esau und Jakob.
1Mose25/191Mose Das ist die Geschlechterfolge Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak. 1Mose25/201Mose Und Isaak war vierzig Jahre alt, als er sich Rebekka zur Frau nahm, die Tochter
des Aramäers Betuel aus Paddan-Aram, die Schwester des Aramäers Laban. 1Mose25/211Mose Und Isaak bat den HERRN für seine Frau, denn sie war unfruchtbar; da ließ der HERR sich von ihm erbitten,
und Rebekka, seine Frau, wurde schwanger. 1Mose25/221Mose Und die Kinder stießen sich in ihrem Leib. Da sagte sie: Wenn es so steht, warum [trifft] mich dies? Und sie ging hin, den HERRN zu
befragen. 1Mose25/231Mose Der HERR aber sprach zu ihr:
Zwei Nationen sind in deinem Leib, und zwei Volksstämme scheiden sich aus deinem Innern; und ein Volksstamm wird stärker sein als der andere, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.
1Mose25/241Mose Und als ihre Tage erfüllt waren, dass sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leib. 1Mose25/251Mose Und der erste kam heraus, rötlich, ganz [und gar] wie ein
haariger Mantel; und man gab ihm den Namen Esau. 1Mose25/261Mose Und danach kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse Esaus. Da gab man ihm den Namen Jakob. Und Isaak war sechzig
Jahre alt, als sie geboren wurden.
1Mose25/271Mose Und die Jungen wuchsen heran. Esau wurde ein jagdkundiger Mann, ein Mann des [freien] Feldes; Jakob aber war ein gesitteter Mann, der bei den Zelten blieb. 1Mose25/281Mose Und
Isaak hatte Esau lieb, denn Wildbret war nach seinem Mund; Rebekka aber hatte Jakob lieb.
Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht.
1Mose25/291Mose Einst kochte Jakob ein Gericht. Da kam Esau vom Feld, und er war erschöpft. 1Mose25/301Mose Und Esau sagte zu Jakob: Laß mich doch schnell essen von dem Roten, dem Roten da, denn
ich bin erschöpft! Darum gab man ihm den Namen Edom. 1Mose25/311Mose Da sagte Jakob: Verkaufe mir heute dein Erstgeburtsrecht! 1Mose25/321Mose Esau sagte: Siehe, ich gehe [ja doch] dem Sterben
entgegen. Was soll mir da das Erstgeburtsrecht? 1Mose25/331Mose Jakob aber sagte: Schwöre mir heute! Da schwor er ihm und verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob. 1Mose25/341Mose Und Jakob gab
Esau Brot und ein Gericht Linsen; und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht.
Isaak und Abimelech.
\26\
1Mose26/11Mose Und es entstand eine Hungersnot im Lande, nach der vorigen Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war. Da ging Isaak zu Abimelech, dem König der Philister, nach Gerar.
1Mose26/21Mose Und der HERR erschien ihm und sprach: Zieh nicht hinab nach Ägypten; bleibe in dem Land, das ich dir sage! 1Mose26/31Mose Halte dich als Fremder auf in diesem Land! Und ich werde
mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinen Nachkommen werde ich alle diese Länder geben, und ich werde den Schwur aufrecht erhalten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe.
1Mose26/41Mose Und ich werde deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und deinen Nachkommen alle diese Länder geben; und mit deinen Nachkommen werden sich segnen alle Nationen
der Erde 1Mose26/51Mose dafür, dass Abraham meiner Stimme gehorcht und meine Vorschriften gehalten hat, meine Gebote, meine Ordnungen und meine Gesetze. 1Mose26/61Mose So blieb Isaak in
Gerar.
1Mose26/71Mose Als nun die Männer des Ortes sich nach seiner Frau erkundigten, da sagte er: Sie ist meine Schwester. Denn er fürchtete sich zu sagen: meine Frau. [Er dachte nämlich:] Die Männer
des Ortes könnten mich sonst wegen Rebekka erschlagen; denn sie ist schön von Aussehen. 1Mose26/81Mose Und es geschah, als er längere Zeit dort war, da blickte Abimelech, der König der Philister,
durchs Fenster herab und er sah, und siehe, Isaak koste mit Rebekka, seiner Frau. 1Mose26/91Mose Da rief Abimelech den Isaak und sagte: Siehe, sie ist ja deine Frau! Wie konntest du sagen: Sie
ist meine Schwester? Da sagte Isaak zu ihm: Weil ich [mir] sagte: Ich könnte sonst ihretwegen sterben. 1Mose26/101Mose Und Abimelech sprach: Was hast du uns da angetan! Wie leicht hätte einer aus
dem Volk bei deiner Frau liegen können, und du hättest Schuld über uns gebracht. 1Mose26/111Mose Und Abimelech befahl allem Volk: Wer diesen Mann und seine Frau antastet, muss getötet
werden.
1Mose26/121Mose Und Isaak säte in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der HERR. 1Mose26/131Mose Und der Mann wurde reich und wurde immer reicher, bis er sehr
reich war. 1Mose26/141Mose Und er hatte Schafherden und Rinderherden und viel Gesinde. Da beneideten ihn die Philister. 1Mose26/151Mose Und alle Brunnen, die die Knechte seines Vaters in den
Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten, die verstopften die Philister und füllten sie mit Erde. 1Mose26/161Mose Und Abimelech sagte zu Isaak: Zieh weg von uns, denn du bist uns viel zu
mächtig geworden! 1Mose26/171Mose Da zog Isaak von dort [weg] und schlug sein Lager im Tal Gerar auf und blieb dort.
1Mose26/181Mose Und Isaak grub die Wasserbrunnen wieder auf, die sie in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben und die die Philister nach Abrahams Tod verstopft hatten; und er gab ihnen
[dieselben] Namen wie die Namen, die ihnen sein Vater gegeben hatte. 1Mose26/191Mose Und die Knechte Isaaks gruben im Tal und fanden dort einen Brunnen mit lebendigem Wasser. 1Mose26/201Mose Da
stritten sich die Hirten von Gerar mit den Hirten Isaaks und sagten: Uns gehört das Wasser! Da gab er dem Brunnen den Namen Esek, weil sie mit ihm gezankt hatten. 1Mose26/211Mose Dann gruben sie
einen anderen Brunnen, aber auch um den stritten sie sich. Da gab er ihm den Namen Sitna. 1Mose26/221Mose Und er brach von dort auf und grub [noch] einen anderen Brunnen, und um den stritten sie
sich nicht. Da gab er ihm den Namen Rechobot und sagte: Denn jetzt hat der HERR uns weiten Raum geschafft, und wir werden fruchtbar sein im Land. 1Mose26/231Mose Dann zog er von dort hinauf nach
Beerscheba. 1Mose26/241Mose Und der HERR erschien ihm in jener Nacht und sprach: Ich bin der Gott deines Vaters Abraham. Fürchte dich nicht! Denn ich bin mit dir, und ich werde dich segnen und
deine Nachkommen vermehren um meines Knechtes Abraham willen. 1Mose26/251Mose Und der baute dort einen Altar und rief den Namen des HERRN an und schlug dort sein Zelt auf. Und die Knechte Isaaks
gruben dort einen Brunnen.
1Mose26/261Mose Und Abimelech kam zu ihm aus Gerar mit seinem Freund Ahusat und seinem Heerobersten Pichol. 1Mose26/271Mose Da sagte Isaak zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch haßt
und mich von euch weggeschickt habt? 1Mose26/281Mose Sie aber sagten: Wir haben deutlich gesehen, dass der HERR mit dir ist; und wir haben [uns] gesagt: Es soll ein Schwur zwischen uns sein,
zwischen uns und dir; wir wollen einen Bund mit dir schließen, 1Mose26/291Mose dass du uns nichts Böses antust, so wie wir dich nicht angetastet haben und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich
haben in Frieden ziehen lassen. Du bist nun einmal ein Gesegneter des HERRN. 1Mose26/301Mose Da machte er ihnen ein Mahl, und sie aßen und tranken. 1Mose26/311Mose Und sie standen früh am Morgen
auf und schworen einer dem andern. Dann entließ Isaak sie, und sie gingen in Frieden von ihm fort. - 1Mose26/321Mose Und es geschah an jenem Tag, da kamen Isaaks Knechte und berichteten ihm von
dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sagten zu ihm: Wir haben Wasser gefunden. 1Mose26/331Mose Da nannte er ihn Sibea; daher [lautet] der Name der Stadt Beerscheba bis auf diesen
Tag.
Esaus erste Heirat.
1Mose26/341Mose Und Esau war vierzig Jahre alt, da nahm er Jehudit, die Tochter des Hetiters Beeri, zur Frau und Basemat, die Tochter des Hetiters Elon. 1Mose26/351Mose Und sie waren ein
Herzeleid für Isaak und Rebekka.
Jakobs Betrug - Isaaks Segen.
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1Mose27/11Mose Und es geschah, als Isaak alt geworden und seine Augen trübe waren, so dass er nicht mehr sehen konnte, da rief er seinen älteren Sohn Esau und sagte zu ihm: Mein Sohn! Und er
sagte zu ihm: Hier bin ich! 1Mose27/21Mose Und er sagte: Siehe doch, ich bin alt geworden, ich kenne nicht den Tag meines Todes. 1Mose27/31Mose Und nun nimm doch dein [Jagd-]Gerät, deinen Köcher
und deinen Bogen, und gehe hinaus aufs Feld und erjage mir ein Wildbret; 1Mose27/41Mose und bereite mir einen Leckerbissen, wie ich ihn liebe, und bring ihn mir her, dass ich esse, damit meine
Seele dich segnet, bevor ich sterbe! 1Mose27/51Mose Rebekka aber hatte gehört, wie Isaak zu seinem Sohn Esau redete. Und Esau ging aufs Feld, um ein Wildbret zu erjagen, um es [heim]zubringen.
1Mose27/61Mose Da sagte Rebekka zu ihrem Sohn Jakob: Siehe, ich habe deinen Vater zu deinem Bruder Esau so reden hören: 1Mose27/71Mose Bring mir ein Wildbret und bereite mir einen Leckerbissen,
dass ich esse und dass ich dich vor dem HERRN segne, bevor ich sterbe! 1Mose27/81Mose Und nun, mein Sohn, höre auf meine Stimme in dem, was ich dir auftrage! 1Mose27/91Mose Geh doch zur Herde,
und hole mir von dort zwei gute Ziegenböckchen! Und ich will sie zu einem Leckerbissen für deinen Vater zubereiten, wie er es liebt. 1Mose27/101Mose Dann sollst du es deinem Vater bringen, dass
er isst, damit er dich vor seinem Tod segnet. 1Mose27/111Mose Da sagte Jakob zu Rebekka, seiner Mutter: Siehe, mein Bruder Esau ist ein behaarter Mann, und ich bin ein glatter Mann.
1Mose27/121Mose Vielleicht betastet mich mein Vater; dann wäre ich in seinen Augen wie einer, der Spott [mit ihm] treibt, und würde Fluch auf mich bringen und nicht Segen. 1Mose27/131Mose Seine
Mutter aber sagte zu ihm: Dein Fluch [komme] auf mich, mein Sohn! Höre nur auf meine Stimme, und geh, hole mir!
1Mose27/141Mose Und er ging und holte und brachte [sie] seiner Mutter. Und seine Mutter bereitete einen Leckerbissen, wie sein Vater es gern hatte. 1Mose27/151Mose Dann nahm Rebekka die guten
Kleider ihres älteren Sohnes Esau, die bei ihr im Haus waren, und zog sie ihrem jüngeren Sohn Jakob an. 1Mose27/161Mose Die Felle der Ziegenböckchen aber zog sie über seine Hände und über die
Glätte seines Halses, 1Mose27/171Mose und sie gab den Leckerbissen und das Brot, das sie bereitet hatte, in die Hand ihres Sohnes Jakob.
1Mose27/181Mose So ging er zu seinem Vater hinein und sagte: Mein Vater! Und er sagte: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn? 1Mose27/191Mose Da sagte Jakob zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein
Erstgeborener; ich habe getan, wie du zu mir geredet hast. Richte dich doch auf, setze dich, und iß von meinem Wildbret, damit deine Seele mich segnet! 1Mose27/201Mose Isaak aber sagte zu seinem
Sohn: Wie hast du es denn so schnell gefunden, mein Sohn? Er sagte: Weil der HERR, dein Gott, es mir begegnen ließ. 1Mose27/211Mose Da sagte Isaak zu Jakob: Tritt doch heran, dass ich dich
betaste, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht! 1Mose27/221Mose Und Jakob trat zu seinem Vater Isaak heran; und er betastete ihn und sagte: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber
die Hände sind Esaus Hände. 1Mose27/231Mose Und er erkannte ihn nicht, weil seine Hände behaart waren wie die Hände seines Bruders Esau. Da segnete er ihn. 1Mose27/241Mose Und er sagte: Bist du
wirklich mein Sohn Esau? Er aber sagte: Ich bin's. 1Mose27/251Mose Da sagte er: Reiche es mir her! Ich will von dem Wildbret meines Sohnes essen, damit meine Seele dich segnet. Und er reichte es
ihm hin, so dass er aß. Auch brachte er ihm Wein, und er trank. 1Mose27/261Mose Dann sagte sein Vater Isaak zu ihm: Tritt doch heran und küß mich, mein Sohn! Da trat er heran und küßte ihn.
1Mose27/271Mose Und als er den Geruch seiner Kleider roch, da segnete er ihn und sprach:
Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch eines Feldes, das der HERR gesegnet hat.
1Mose27/281Mose So gebe dir Gott vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und von Korn und Most die Fülle!
1Mose27/291Mose Völker sollen dir dienen und Völkerschaften sich vor dir niederbeugen! Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich niederbeugen die Söhne deiner Mutter! Die dir fluchen,
seien verflucht, und die dich segnen, seien gesegnet!
1Mose27/301Mose Und es geschah, sobald Isaak geendet hatte, Jakob zu segnen, ja, es geschah, als Jakob gerade eben von seinem Vater Isaak hinausgegangen war, da kam sein Bruder Esau von seiner
Jagd. 1Mose27/311Mose Und auch er bereitete einen Leckerbissen, brachte ihn zu seinem Vater und sagte zu seinem Vater: Mein Vater richte sich auf und esse von dem Wildbret seines Sohnes, damit
deine Seele mich segne! 1Mose27/321Mose Da sagte sein Vater Isaak zu ihm: Wer bist du? Er sagte: Ich bin dein erstgeborener Sohn Esau. 1Mose27/331Mose Da erschrak Isaak mit großem Schrecken über
alle Maßen und sagte: Wer war denn der, der ein Wildbret erjagt und mir gebracht hat, dass ich von allem gegessen habe, bevor du kamst, und ich ihn gesegnet habe? Er wird auch gesegnet bleiben.
1Mose27/341Mose Als Esau die Worte seines Vaters hörte, da schrie er mit lautem und erbittertem Geschrei über alle Maßen und sagte zu seinem Vater: Segne mich, auch mich, mein Vater!
1Mose27/351Mose Er aber sagte: Dein Bruder ist mit Betrug gekommen und hat deinen Segen weggenommen. 1Mose27/361Mose Da sagte er: Heißt er darum Jakob, weil er mich nun [schon] zweimal betrogen
hat? Mein Erstgeburtsrecht hat er genommen, und siehe, jetzt hat er [auch] meinen Segen genommen! Und er sagte: Hast du mir keinen Segen aufbehalten? 1Mose27/371Mose Da antwortete Isaak und sagte
zu Esau: Siehe, ich habe ihn zum Herrn über dich gesetzt und alle seine Brüder ihm zu Knechten gegeben, und mit Korn und Most habe ich ihn versehen, und nun, was kann ich [da noch] für dich tun,
mein Sohn? 1Mose27/381Mose Da sagte Esau zu seinem Vater: Hast du [nur diesen] einen Segen, mein Vater? Segne mich, auch mich, mein Vater! Und Esau erhob seine Stimme und weinte. 1Mose27/391Mose
Da antwortete sein Vater Isaak und sagte zu ihm:
Siehe, fern vom Fett der Erde wird dein Wohnsitz sein und fern vom Tau des Himmels oben.
1Mose27/401Mose Von deinem Schwert wirst du leben, und deinem Bruder wirst du dienen. Doch wird es geschehen, wenn du dich losmachst, wirst du sein Joch von deinem Hals wegreißen.
Esaus Rachegedanken.
1Mose27/411Mose Und Esau war dem Jakob Feind wegen des Segens, mit dem sein Vater ihn gesegnet hatte; und Esau sagte in seinem Herzen: Es nahen die Tage der Trauer um meinen Vater, dann werde ich
meinen Bruder Jakob erschlagen. 1Mose27/421Mose Als nun der Rebekka die Worte ihres älteren Sohnes Esau berichtet wurden, da sandte sie hin, rief ihren jüngeren Sohn Jakob und sagte zu ihm:
Siehe, dein Bruder Esau will an dir Rache nehmen [und] dich erschlagen. 1Mose27/431Mose Und nun, mein Sohn, höre auf meine Stimme, und mache dich auf, flieh zu meinem Bruder Laban, nach Haran;
1Mose27/441Mose und bleib einige Tage bei ihm, bis der Grimm deines Bruders sich wendet, 1Mose27/451Mose bis der Zorn deines Bruders sich von dir abwendet und er vergißt, was du ihm angetan hast!
Dann will ich hinsenden und dich von dort holen lassen. Warum sollte ich euch beide an einem Tag verlieren?
1Mose27/461Mose Und Rebekka sagte zu Isaak: Ich bin des Lebens überdrüssig wegen der Töchter Hets. Wenn Jakob [auch] eine Frau wie diese nimmt, von den Töchtern Hets, von den Töchtern des Landes,
was sollte mir [dann noch] das Leben?
Jakobs Flucht nach Haran.
\28\
1Mose28/11Mose Da rief Isaak den Jakob und segnete ihn. Und er befahl ihm und sagte zu ihm: Nimm dir nicht eine Frau von den Töchtern Kanaans! 1Mose28/21Mose Mache dich auf, geh nach Paddan-Aram
zum Haus Betuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir von dort eine Frau von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter! 1Mose28/31Mose Gott, der Allmächtige, segne dich und mache dich
fruchtbar und vermehre dich, dass du zu einer Schar von Völkern werdest; 1Mose28/41Mose und er gebe dir den Segen Abrahams, dir und deiner Nachkommenschaft mit dir, damit du das Land deiner
Fremdlingschaft, das Gott dem Abraham gegeben hat, in Besitz nehmest! 1Mose28/51Mose So entließ Isaak den Jakob, und er ging nach Paddan-Aram zu Laban, dem Sohn des Aramäers Betuel, dem Bruder
Rebekkas, der Mutter Jakobs und Esaus.
Esaus andere Frau.
1Mose28/61Mose Und als Esau sah, dass Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach Paddan-Aram entlassen hatte, sich von dort eine Frau zu nehmen, indem er ihn segnete und ihm gebot: Nimm ja nicht eine
Frau von den Töchtern Kanaans! 1Mose28/71Mose und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Paddan-Aram ging, 1Mose28/81Mose da sah Esau, dass die Töchter Kanaans übel waren in
den Augen seines Vaters Isaak, 1Mose28/91Mose und Esau ging zu Ismael und nahm sich Mahalat zur Frau, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajots, zu seinen [anderen] Frauen
hinzu.
Jakobs Traum und Gelübde.
1Mose28/101Mose Und Jakob zog aus von Beerscheba und ging nach Haran. 1Mose28/111Mose Und er gelangte an eine Stätte und übernachtete dort; denn die Sonne war [schon] untergegangen. Und er nahm
[einen] von den Steinen der Stätte und legte ihn an sein Kopfende und legte sich nieder an jener Stätte. 1Mose28/121Mose Und er träumte: und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, und ihre
Spitze berührte den Himmel; und siehe, Engel Gottes stiegen darauf auf und nieder. 1Mose28/131Mose Und siehe, der HERR stand über ihr und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham
und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du liegst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft. 1Mose28/141Mose Und deine Nachkommenschaft soll wie der Staub der Erde werden, und du wirst
dich ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden hin; und in dir und in deiner Nachkommenschaft sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. 1Mose28/151Mose Und
siehe, ich bin mit dir, und ich will dich behüten überall, wohin du gehst, und dich in dieses Land zurückbringen; denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich getan, was ich zu dir geredet habe.
1Mose28/161Mose Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich habe es nicht erkannt! 1Mose28/171Mose Und er fürchtete sich und sagte: Wie
furchtbar ist diese Stätte! Dies ist nichts anderes als das Haus Gottes, und dies die Pforte des Himmels. 1Mose28/181Mose Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er an sein
Kopfende gelegt hatte, und stellte ihn auf als Gedenkstein und goß Öl auf seine Spitze. 1Mose28/191Mose Und er gab dieser Stätte den Namen Bethel. Im Anfang jedoch war Lus der Name der Stadt.
1Mose28/201Mose Und Jakob legte ein Gelübde ab und sagte: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf diesem Weg, den ich gehe, und mir Brot zu essen und Kleidung anzuziehen gibt 1Mose28/211Mose
und ich in Frieden zurückkehre zum Haus meines Vaters, dann soll der HERR mein Gott sein. 1Mose28/221Mose Und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes werden;
und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir treu verzehnten.
Jakobs Ankunft und Dienst bei Laban.
\29\
1Mose29/11Mose Und Jakob machte sich auf und ging in das Land der Söhne des Ostens. 1Mose29/21Mose Und er sah, und siehe, [da war] ein Brunnen auf dem Feld; und siehe, drei Schafherden lagerten
dort an ihm, denn aus diesem Brunnen tränkte man die Herden; und der Stein auf der Öffnung des Brunnens war groß. 1Mose29/31Mose Und waren alle Herden dort versammelt, dann wälzte man den Stein
von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe; dann brachte man den Stein wieder auf die Öffnung des Brunnens an seine Stelle. 1Mose29/41Mose Und Jakob sagte zu ihnen: Meine Brüder, woher
seid ihr? Und Sie sagten: Wir sind von Haran. 1Mose29/51Mose Da sagte er zu ihnen: Kennt ihr Laban, den Sohn Nahors? Sie sagten: Wir kennen ihn. 1Mose29/61Mose Und er sagte zu ihnen: Geht es ihm
gut? sie sagten: [Es geht ihm] gut; doch siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen. 1Mose29/71Mose Da sagte er: Siehe, es ist noch hoch am Tag, es ist nicht Zeit, das Vieh zu sammeln.
Tränkt die Schafe, und geht hin, weidet [sie]! 1Mose29/81Mose Sie aber sagten: Wir können nicht, bis alle Herden sich versammelt haben; dann wälzt man den Stein von der Öffnung des Brunnens und
wir tränken die Schafe.
1Mose29/91Mose Noch redete er mit ihnen, da kam Rahel mit den Schafen, die ihrem Vater gehörten; denn sie war eine Hirtin. 1Mose29/101Mose Und es geschah, als Jakob die Rahel sah, die Tochter
Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da trat Jakob hinzu und wälzte den Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des
Bruders seiner Mutter. 1Mose29/111Mose Und Jakob küßte Rahel und erhob seine Stimme und weinte. 1Mose29/121Mose Und Jakob berichtete Rahel, dass er ein Neffe ihres Vaters und dass er der Sohn
Rebekkas sei. Da lief sie und berichtete es ihrem Vater. 1Mose29/131Mose Und es geschah, als Laban die Nachricht von Jakob, dem Sohn seiner Schwester, hörte, da lief er ihm entgegen und umarmte
ihn und küßte ihn und führte ihn in sein Haus. Und er erzählte dem Laban alle diese Dinge. 1Mose29/141Mose Und Laban sagte zu ihm: Fürwahr, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und er blieb bei
ihm einen Monat lang.
1Mose29/151Mose Und Laban sagte zu Jakob: Solltest du, weil du mein Neffe bist, mir umsonst dienen? Sag mir, was soll dein Lohn sein? 1Mose29/161Mose Laban aber hatte zwei Töchter; der Name der
älteren war Lea und der Name der jüngeren Rahel. 1Mose29/171Mose Leas Augen waren matt; Rahel aber war schön von Gestalt und schön von Aussehen. 1Mose29/181Mose Und Jakob liebte Rahel; so sagte
er: Ich will dir sieben Jahre für deine jüngere Tochter Rahel dienen. 1Mose29/191Mose Da sagte Laban: Besser, ich gebe sie dir, als dass ich sie einem andern Mann gebe. Bleibe bei mir!
1Mose29/201Mose So diente Jakob für Rahel sieben Jahre; und sie waren in seinen Augen wie einige [wenige] Tage, weil er sie liebte.
Jakobs Heirat.
1Mose29/211Mose Und Jakob sagte zu Laban: Gib [mir nun] meine Frau! Denn meine Tage sind erfüllt, dass ich zu ihr eingehe. 1Mose29/221Mose Da versammelte Laban alle Männer des Ortes und
veranstaltete ein Mahl. 1Mose29/231Mose Und es geschah am Abend, da nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr ein. 1Mose29/241Mose Und Laban gab ihr, seiner Tochter
Lea, seine Magd Silpa als Magd. 1Mose29/251Mose Und es geschah am Morgen, siehe, da war es Lea. Da sagte er zu Laban: Was hast du mir da angetan? Habe ich nicht für Rahel bei dir gedient? Warum
hast du mich betrogen? 1Mose29/261Mose Laban aber sagte: Das tut man an unserm Ort nicht, die Jüngere vor der Erstgeborenen zu geben. 1Mose29/271Mose Vollende die [Hochzeits-]Woche [mit] dieser!
Dann wollen wir dir auch jene geben, für den Dienst, den du bei mir noch weitere sieben Jahre dienen sollst. 1Mose29/281Mose Und Jakob tat so und vollendete die [Hochzeits-]Woche [mit] dieser.
Dann gab er ihm seine Tochter Rahel zur Frau. 1Mose29/291Mose Und Laban gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha als ihre Magd. 1Mose29/301Mose Da ging er auch zu Rahel ein. Und er liebte auch
Rahel, mehr als Lea. Und er diente bei ihm noch weitere sieben Jahre.
Jakobs Kinder.
1Mose29/311Mose Und als der HERR sah, dass Lea zurückgesetzt war, da öffnete er ihren Mutterleib; Rahel aber war unfruchtbar. 1Mose29/321Mose Und Lea wurde schwanger und gebar einen Sohn, und sie
gab ihm den Namen Ruben, denn sie sagte: Ja, der HERR hat mein Elend angesehen. Denn jetzt wird mein Mann mich lieben. 1Mose29/331Mose Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn; und sie
sagte: Ja, der HERR hat gehört, dass ich zurückgesetzt bin, so hat er mir auch den gegeben. Und sie gab ihm den Namen Simeon. 1Mose29/341Mose Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn;
da sagte sie: Diesmal endlich wird sich mein Mann an mich anschließen, denn ich habe ihm drei Söhne geboren. Darum gab man ihm den Namen Levi. 1Mose29/351Mose Dann wurde sie noch einmal schwanger
und gebar einen Sohn; und sie sagte: Diesmal will ich den HERRN preisen! Darum gab sie ihm den Namen Juda. Und sie hörte auf zu gebären.
\30\
1Mose30/11Mose Und als Rahel sah, dass sie dem Jakob nicht gebar, da war Rahel auf ihre Schwester eifersüchtig und sagte zu Jakob: Gib mir Kinder! Und wenn nicht, dann sterbe ich. 1Mose30/21Mose
Da entbrannte Jakobs Zorn gegen Rahel, und er sagte: Bin ich an Gottes Stelle, der dir Leibesfrucht vorenthalten hat? 1Mose30/31Mose Sie sagte: Siehe, [da ist] meine Magd Bilha. Geh zu ihr ein,
dass sie auf meinen Knien gebäre und auch ich aus ihr erbaut werde! 1Mose30/41Mose Und sie gab ihm ihre Magd Bilha zur Frau; und Jakob ging zu ihr ein. 1Mose30/51Mose Da wurde Bilha schwanger und
gebar Jakob einen Sohn. 1Mose30/61Mose Rahel aber sagte: Gott hat mir Recht verschafft und auch auf meine Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben. Darum gab sie ihm den Namen Dan. 1Mose30/71Mose
Und Rahels Magd Bilha wurde noch einmal schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn. 1Mose30/81Mose Da sprach Rahel: Kämpfe Gottes habe ich mit meiner Schwester gekämpft, habe auch gesiegt.
Und sie gab ihm den Namen Naftali.
1Mose30/91Mose Und als Lea sah, dass sie aufhörte zu gebären, da nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zur Frau. 1Mose30/101Mose Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen Sohn.
1Mose30/111Mose Da sagte Lea: Zum Glück! Und sie gab ihm den Namen Gad. 1Mose30/121Mose Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen zweiten Sohn. 1Mose30/131Mose Da sprach Lea: Zu meiner
Glückseligkeit! Denn glückselig preisen mich die Töchter. Und sie gab ihm den Namen Asser.
1Mose30/141Mose Und Ruben ging aus in den Tagen der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Feld; und er brachte sie seiner Mutter Lea. Da sagte Rahel zu Lea: Gib mir doch von den Dudaim deines
Sohnes! 1Mose30/151Mose Sie aber sagte zu ihr: Ist es dir zu wenig, meinen Mann zu nehmen, dass du auch die Dudaim meines Sohnes nehmen willst? Da sagte Rahel: So mag er denn diese Nacht bei dir
liegen [als Entgelt] für die Dudaim deines Sohnes. 1Mose30/161Mose Und als Jakob am Abend vom Feld kam, da ging Lea hinaus, ihm entgegen, und sagte: Zu mir sollst du eingehen, denn gekauft habe
ich dich, gekauft mit den Dudaim meines Sohnes. Da lag er in dieser Nacht bei ihr.
1Mose30/171Mose Und Gott hörte auf Lea, so dass sie schwanger wurde und dem Jakob einen fünften Sohn gebar. 1Mose30/181Mose Da sagte Lea: Gott hat [mir] meinen Lohn gegeben dafür, dass ich meinem
Mann meine Magd gegeben habe. Und sie gab ihm den Namen Issaschar. 1Mose30/191Mose Und Lea wurde noch einmal schwanger und gebar dem Jakob einen sechsten Sohn. 1Mose30/201Mose Da sagte Lea: Mir
hat Gott ein schönes Geschenk geschenkt; diesmal wird mein Mann mich erheben, denn ich habe ihm sechs Söhne geboren. Und sie gab ihm den Namen Sebulon. 1Mose30/211Mose Und danach gebar sie eine
Tochter und gab ihr den Namen Dina.
1Mose30/221Mose Und Gott dachte an Rahel, und Gott hörte auf sie und öffnete ihren Mutterleib. 1Mose30/231Mose Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte sie: Gott hat meine Schmach
weggenommen. 1Mose30/241Mose Und sie gab ihm den Namen Joseph und sagte: Der HERR füge mir einen anderen Sohn hinzu!
Jakobs listiger Vermögenserwerb.
1Mose30/251Mose Und es geschah, als Rahel den Joseph geboren hatte, da sagte Jakob zu Laban: Entlaß mich, dass ich an meinen Ort und in mein Land ziehe! 1Mose30/261Mose Gib mir meine Frauen und
meine Kinder, für die ich dir gedient habe, damit ich [weg] ziehe! Du selbst kennst ja meinen Dienst, mit dem ich dir gedient habe. 1Mose30/271Mose Laban aber sagte zu ihm: Wenn ich doch Gunst
gefunden habe in deinen Augen - ich habe durch Wahrsagung erfahren, dass der HERR mich um deinetwillen gesegnet hat. 1Mose30/281Mose Und er sagte: Bestimme mir deinen Lohn, so will ich ihn [dir]
geben! 1Mose30/291Mose Da sagte er zu ihm: Du weißt ja selbst, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Vieh bei mir geworden ist. 1Mose30/301Mose Denn wenig war, was du vor mir hattest, und
es hat sich zu einer Menge ausgebreitet, und der HERR hat dich gesegnet auf jedem meiner Tritte. Nun aber, wann soll ich auch für mein Haus schaffen? 1Mose30/311Mose Da sagte er: Was soll ich dir
geben? Und Jakob sagte: Du sollst mir gar nichts geben; wenn du mir diese [eine] Sache zugestehst, dann will ich wieder deine Schafe weiden [und] hüten. 1Mose30/321Mose Ich will heute durch deine
ganze Herde gehen und daraus aussondern jedes gesprenkelte und gefleckte Tier und jedes dunkelfarbige Tier unter den Schafen und das Gefleckte und Gesprenkelte unter den Ziegen: Das sei mein
Lohn! 1Mose30/331Mose Und meine Gerechtigkeit soll an einem künftigen Tag für mich zeugen, wenn du herkommst wegen meines Lohnes vor dir: Alles, was nicht gesprenkelt und gefleckt ist unter den
Ziegen und dunkelfarbig unter den Schafen, das gelte als gestohlen bei mir. 1Mose30/341Mose Da sagte Laban: Siehe, es geschehe nach deinem Wort! 1Mose30/351Mose So sonderte er an jenem Tag die
gestreiften und gefleckten Böcke aus und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alles, woran [etwas] Weißes war, und alles Dunkelfarbige unter den Schafen, und gab sie in die Hand seiner
Söhne. 1Mose30/361Mose Und er legte einen Weg von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob; und Jakob weidete die übrige Herde Labans.
1Mose30/371Mose Und Jakob nahm sich frische Stäbe von Storaxbaum, Mandelbaum und Platane und schälte an ihnen weiße Streifen heraus, indem er das Weiße, das an den Stäben war, bloßlegte.
1Mose30/381Mose Und er legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, in die Wassertränken, wohin die Tiere zum Trinken kamen, vor die Tiere hin; und sie waren brünstig, wenn sie zum
Trinken kamen. 1Mose30/391Mose So waren die Tiere vor den Stäben brünstig, und die Tiere warfen gestreifte, gesprenkelte und gefleckte [Lämmer]. 1Mose30/401Mose Und Jakob sonderte die Lämmer aus,
und er richtete das Gesicht der Tiere auf das Gestreifte und alles Dunkelfarbige unter den Tieren Labans; und so legte er eigene Herden an für sich besonders und tat sie nicht zu den Tieren
Labans. 1Mose30/411Mose Und es geschah, sooft die kräftigen Tiere brünstig waren, legte Jakob die Stäbe vor die Augen der Tiere in die Tränkrinnen, damit sie bei den Stäben brünstig würden;
1Mose30/421Mose wenn aber die Tiere schwächlich waren, legte er sie nicht hin. So wurden die schwächlichen dem Laban [zuteil] und die kräftigen dem Jakob. 1Mose30/431Mose Und der Mann breitete
sich mehr [und] mehr aus, und er bekam viele Tiere, Mägde und Knechte, Kamele und Esel.
Jakobs Flucht aus Haran - Übereinkunft mit Laban.
\31\
1Mose31/11Mose Und er hörte die Reden der Söhne Labans, die sagten: Jakob hat alles an sich genommen, was unserem Vater gehörte; und von dem, was unserem Vater gehört, hat er sich all diesen
Reichtum verschafft. 1Mose31/21Mose Und Jakob sah das Gesicht Labans, und siehe, es war ihm gegenüber nicht wie früher.
1Mose31/31Mose Und der HERR sprach zu Jakob: Kehre zurück in das Land deiner Väter und zu deiner Verwandtschaft! Ich werde mit dir sein. 1Mose31/41Mose Da sandte Jakob hin und rief Rahel und Lea
aufs Feld zu seinen Tieren. 1Mose31/51Mose Und er sagte zu ihnen: Ich sehe das Gesicht eures Vaters, dass es zu mir nicht wie früher ist; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen.
1Mose31/61Mose Ihr selbst wißt ja, dass ich mit all meiner Kraft eurem Vater gedient habe. 1Mose31/71Mose Und euer Vater hat mich betrogen und hat meinen Lohn zehnmal verändert; aber Gott hat ihm
nicht gestattet, mir Böses zu tun. 1Mose31/81Mose Wenn er so sagte: Die Gesprenkelten sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Tiere Gesprenkelte; und wenn er so sagte: Die Gestreiften sollen
dein Lohn sei, dann gebaren alle Tiere Gestreifte. 1Mose31/91Mose Und Gott hat eurem Vater das Vieh entzogen und mir gegeben. 1Mose31/101Mose Und es geschah zur Brunstzeit der Tiere, da hob ich
meine Augen und sah im Traum: und siehe, die Böcke, die die Tiere besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und scheckig. 1Mose31/111Mose Und der Engel Gottes sprach im Traum zu mir: Jakob! Und
ich sagte: Hier bin ich! 1Mose31/121Mose Und er sprach: Hebe doch deine Augen auf und sieh: alle Böcke, die die Tiere bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und scheckig; denn ich habe alles
gesehen, was Laban dir antut. 1Mose31/131Mose Ich bin der Gott von Bethel, wo du einen Gedenkstein gesalbt, wo du mir ein Gelübde abgelegt hast. Mache dich jetzt auf, zieh aus diesem Land und
kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft! 1Mose31/141Mose Da antworteten Rahel und Lea und sagten zu ihm: Haben wir noch einen Anteil und ein Erbe im Haus unseres Vaters? 1Mose31/151Mose
Haben wir ihm nicht als Fremde gegolten? Denn er hat uns verkauft und hat sogar unseren [Kauf]-Preis völlig verzehrt. 1Mose31/161Mose Denn aller Reichtum, den Gott unserem Vater entzogen hat, uns
gehört er und unseren Kindern. So tu nun alles, was Gott zu dir gesagt hat! 1Mose31/171Mose Da machte Jakob sich auf und hob seine Kinder und seine Frauen auf die Kamele 1Mose31/181Mose und trieb
all sein Vieh weg und all seine Habe, die er erworben, das Vieh seines Eigentums, das er in Paddan-Aram erworben hatte, um zu seinem Vater Isaak in das Land Kanaan zu kommen. 1Mose31/191Mose
Laban aber war gegangen, um seine Schafe zu scheren; da stahl Rahel den Teraphim, der ihrem Vater gehörte. 1Mose31/201Mose Und Jakob täuschte Laban, den Aramäer, weil er ihm nicht mitteilte, dass
er fliehen wollte. 1Mose31/211Mose Und er floh, er und alles, was er hatte; und er machte sich auf und setzte über den Strom und richtete sein Gesicht auf das Gebirge Gilead.
1Mose31/221Mose Am dritten Tag aber wurde dem Laban berichtet, dass Jakob geflohen sei. 1Mose31/231Mose Da nahm er seine Brüder mit sich und jagte ihm sieben Tagereisen weit nach und holte ihn
auf dem Gebirge Gilead ein. 1Mose31/241Mose Gott aber kam zu Laban, dem Aramäer, in einem Traum der Nacht und sprach zu ihm: Hüte dich [davor], dass du mit Jakob Gutes oder Böses redest!
1Mose31/251Mose Und Laban erreichte Jakob, als Jakob sein Zelt auf dem Gebirge aufgeschlagen hatte; und [auch] Laban schlug es mit seinen Brüdern auf dem Gebirge Gilead auf. 1Mose31/261Mose Und
Laban sagte zu Jakob: Was hast du getan, dass du mich getäuscht und meine Töchter wie Kriegsgefangene weggeführt hast? 1Mose31/271Mose Warum bist du heimlich geflohen und hast mich getäuscht und
hast es mir nicht mitgeteilt? Ich hätte dich ja begleitet mit Freude und mit Gesängen, mit Tamburin und Zither! 1Mose31/281Mose Und du hast mich nicht [einmal] meine Söhne und meine Töchter
küssen lassen! Nun, du hast töricht gehandelt. 1Mose31/291Mose Es stünde in der Macht meiner Hand, übel mit euch zu verfahren. Aber der Gott eures Vaters hat gestern nacht zu mir geredet und
gesagt: Hüte dich, mit Jakob Gutes oder Böses zu reden! 1Mose31/301Mose Nun denn - du bist nun einmal weggegangen, weil du dich so sehr nach dem Haus deines Vaters sehntest. Warum [aber] hast du
meinen Gott gestohlen? 1Mose31/311Mose Da antwortete Jakob und sagte zu Laban: Ja, ich fürchtete mich; denn ich sagte [mir], du würdest deine Töchter von mir reißen. 1Mose31/321Mose [Doch] bei
wem du deinen Gott findest, der soll nicht am Leben bleiben. Untersuche [hier] vor unseren Brüdern, was bei mir ist, und nimm es dir! Jakob aber wußte nicht, dass Rahel ihn gestohlen hatte.
1Mose31/331Mose Da ging Laban in das Zelt Jakobs und in das Zelt Leas und in das Zelt der beiden Mägde und fand nichts; und er kam aus Leas Zelt und ging in das Zelt Rahels. 1Mose31/341Mose Rahel
aber hatte den Teraphim genommen und ihn in den Kamelsattel gelegt und sich darauf gesetzt. Und Laban tastete das ganze Zelt ab und fand nichts. 1Mose31/351Mose Da sagte sie zu ihrem Vater: Mein
Herr, zürne nicht, dass ich nicht vor dir aufstehen kann; denn es [geht] mir nach der Weise der Frauen. Und er durchsuchte [alles] und fand den Teraphim nicht. 1Mose31/361Mose Da wurde Jakob
zornig und stritt mit Laban. Und Jakob antwortete und sprach zu Laban: Was ist mein Verbrechen, was meine Sünde, dass du so hitzig hinter mir her bist? 1Mose31/371Mose Da du all meine Sachen
durchtastet hast, was hast du gefunden von allen Sachen deines Hauses? Lege es hierher vor meine Brüder und deine Brüder, sie sollen zwischen uns beiden entscheiden! 1Mose31/381Mose Zwanzig Jahre
bin ich nun bei dir gewesen; deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner Herde habe ich nicht gegessen. 1Mose31/391Mose Das Zerrissene habe ich nicht zu dir
gebracht, ich habe es ersetzen müssen; von meiner Hand hast du es gefordert, mochte es gestohlen sein bei Tag, mochte es gestohlen sein bei Nacht. 1Mose31/401Mose [So] erging es mir: Am Tag
verzehrte mich die Hitze und der Frost in der Nacht, und mein Schlaf floh von meinen Augen. 1Mose31/411Mose Zwanzig Jahre bin ich nun in deinem Haus gewesen; vierzehn Jahre habe ich dir für deine
beiden Töchter gedient und sechs Jahre für deine Herde, und du hast meinen Lohn zehnmal verändert. 1Mose31/421Mose Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams, und der Schrecken Isaaks
für mich gewesen wäre, gewiß, du hättest mich jetzt mit leeren Händen entlassen. Mein Elend und die Arbeit meiner Hände hat Gott angesehen und hat gestern nacht entschieden. 1Mose31/431Mose Da
antwortete Laban und sagte zu Jakob: Die Töchter sind meine Töchter, und die Söhne sind meine Söhne, und die Tiere sind meine Tiere, und alles, was du [hier] siehst, mir gehört es! Aber meinen
Töchtern [gegenüber], was könnte ich ihnen heute tun, oder ihren Söhnen, die sie geboren haben? 1Mose31/441Mose Und nun komm, lasse uns einen Bund schließen, ich und du, der sei zum Zeugnis
zwischen mir und dir!
1Mose31/51Mose Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn als Gedenkstein auf. 1Mose31/461Mose Und Jakob sagte zu seinen Brüdern: Sammelt Steine! Da nahmen sie Steine und machten [daraus] einen
Haufen und aßen dort auf dem Haufen. 1Mose31/471Mose Und Laban nannte ihn Jegar-Sahaduta, und Jakob nannte ihn Gal-Ed. 1Mose31/481Mose Und Laban sagte: Dieser Haufen sei heute Zeuge zwischen mir
und dir! Darum gab man ihm den Namen Gal-Ed 1Mose31/491Mose und Mizpa, weil er sagte: Der HERR halte Wache zwischen mir und dir, wenn wir uns nicht mehr sehen! 1Mose31/501Mose Wenn du meine
Töchter unterdrücken und wenn du [noch andere] Frauen zu meinen Töchtern hinzunehmen solltest, - kein Mensch ist bei uns, siehe, Gott ist Zeuge zwischen mir und dir. 1Mose31/511Mose Und Laban
sagte zu Jakob: Siehe, dieser Haufen, und siehe, der Gedenkstein, den ich errichtet habe zwischen mir und dir, 1Mose31/521Mose dieser Haufen sei Zeuge und der Gedenkstein ein Zeugnis, dass ich
nicht über diesen Haufen zu dir hinausgehe und dass du über diesen Haufen und diesen Gedenkstein nicht zu mir hinausgehst zum Bösen. 1Mose31/531Mose Der Gott Abrahams und der Gott Nahors soll
zwischen uns richten, der Gott ihres Vaters! Da schwor Jakob bei dem Schrecken seines Vaters Isaak. 1Mose31/541Mose Und Jakob opferte ein Schlachtopfer auf dem Berg und lud seine Brüder ein zu
essen; und sie aßen und übernachteten auf dem Berg.
\32\
1Mose32/11Mose Und Laban stand früh am Morgen auf, küßte seine Söhne und seine Töchter und segnete sie; und Laban ging und kehrte an seinen Ort zurück.
Jakobs Begegnung mit Engeln.
1Mose32/21Mose Und Jakob zog seiner Wege. Da begegneten ihm Engel Gottes. 1Mose32/31Mose Und Jakob sagte, als er sie sah: Das ist das Heerlager Gottes. Und er gab dieser Stätte den Namen
Mahanajim.
Jakobs Furcht vor Esau.
1Mose32/41Mose Und Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau in das Land Seir, das Gebiet Edom. 1Mose32/51Mose Und er befahl ihnen: So sollt ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sagen: So
spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban habe ich mich als Fremder aufgehalten und bin bis jetzt geblieben; 1Mose32/61Mose und ich habe Rinder und Esel, Schafe und Knechte und Mägde; und ich sende
[Boten], es meinem Herrn mitzuteilen, um Gunst zu finden in deinen Augen. 1Mose32/71Mose Und die Boten kehrten zu Jakob zurück und sagten: Wir sind zu deinem Bruder, zu Esau, gekommen, und er
zieht dir auch [schon] entgegen und vierhundert Mann mit ihm. 1Mose32/81Mose Da fürchtete sich Jakob sehr, und ihm wurde angst; und er teilte das Volk, das bei ihm war, die Schafe, die Rinder und
die Kamele in zwei Lager. 1Mose32/91Mose Er sagte [sich] nämlich: Wenn Esau über das eine Lager kommt und es schlägt, dann wird das übriggebliebene Lager entkommen können.
Jakobs Gebet und Vorbereitungen zur Begegnung mit Esau.
1Mose32/101Mose Und Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du zu mir geredet hast: `Kehre zurück in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, und ich will
dir Gutes tun!' 1Mose32/111Mose Ich bin zu gering für alle Gnadenerweise und all die Treue, die du deinem Knecht erwiesen hast; denn mit meinem Stab bin ich über diesen Jordan gegangen, und nun
bin ich zu zwei Lagern geworden. 1Mose32/121Mose Rette mich doch vor der Hand meines Bruders, vor der Hand Esaus - denn ich fürchte ihn -, dass er nicht etwa komme und mich schlage, die Mutter
samt den Kindern! 1Mose32/131Mose Du hast doch selbst gesagt: Gutes, ja Gutes will ich dir tun und deine Nachkommenschaft [zahlreich] machen wie den Sand des Meeres vor Menge, den man vor Menge
nicht zählen kann.
1Mose32/141Mose Und er übernachtete dort in jener Nacht; und er nahm von dem, was in seine Hand gekommen war, ein Geschenk für seinen Bruder Esau: 1Mose32/151Mose Zweihundert Ziegen und zwanzig
Böcke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder, 1Mose32/161Mose dreißig säugende Kamele mit ihren Fohlen, vierzig Kühe und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Eselhengste. 1Mose32/171Mose
Und er gab sie in die Hand seiner Knechte, Herde [für] Herde besonders, und sagte zu seinen Knechten: Zieht vor mir her, und lasst einen Abstand zwischen Herde und Herde! 1Mose32/181Mose Und er
befahl dem ersten und sagte: Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt: `Wem gehörst du an, und wohin gehst du, und wem gehören diese da vor dir?' 1Mose32/191Mose dann sollst du sagen:
`Deinem Knecht Jakob; es ist ein Geschenk, gesandt an meinen Herrn, an Esau; und siehe, er selbst ist hinter uns. 1Mose32/201Mose Und auch dem zweiten, auch dem dritten, auch allen, die hinter
den Herden hergingen, befahl er: Nach diesem Wort sollt ihr zu Esau reden, wenn ihr ihn trefft, 1Mose32/211Mose und sollt sagen: `Siehe, dein Knecht Jakob ist selbst hinter uns.' Denn er sagte
[sich]: Ich will ihn versöhnen durch das Geschenk, das vor mir hergeht, danach erst will ich sein Gesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen. 1Mose32/221Mose So zog das Geschenk vor ihm her,
er aber übernachtete in jener Nacht im Lager.
Jakobs Ringen mit Gott - Neuer Name.
1Mose32/231Mose Und er stand in jener Nacht auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde und seine elf Söhne und zog über die Furt des Jabbok; 1Mose32/241Mose und er nahm sie und führte sie
über den Fluss und führte hinüber, was er hatte. 1Mose32/251Mose Und Jakob blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte heraufkam. 1Mose32/261Mose Und als er sah, dass er ihn
nicht überwältigen konnte, berührte er sein Hüftgelenk; und das Hüftgelenk Jakobs wurde verrenkt, während er mit ihm rang. 1Mose32/271Mose Da sagte er: Laß mich los, denn die Morgenröte ist
aufgegangen! Er aber sagte: Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du hast mich [vorher] gesegnet. 1Mose32/281Mose Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Er sagte: Jakob. 1Mose32/291Mose Da
sprach er: Nicht mehr Jakob soll dein Name heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast überwältigt. 1Mose32/301Mose Und Jakob fragte und sagte: Teile [mir]
doch deinen Namen mit! Er aber sagte: Warum fragst du denn nach meinem Namen? Und er segnete ihn dort. 1Mose32/311Mose Und Jakob gab der Stätte den Namen Pnuel: denn ich habe Gott von Angesicht
zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden! 1Mose32/321Mose Und die Sonne ging ihm auf, als er an Pnuel vorüberkam; und er hinkte an seiner Hüfte. 1Mose32/331Mose Darum essen die
Söhne Israel bis zum heutigen Tag nicht den Hüftmuskel, der über dem Hüftgelenk ist, weil er das Hüftgelenk Jakobs, den Hüftmuskel, berührt hat.
Jakobs Versöhnung mit Esau.
\33\
1Mose33/11Mose Und Jakob erhob seine Augen und sah: und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Da verteilte er die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde; 1Mose33/21Mose und
er stellte die Mägde und ihre Kinder vornan und Lea und ihre Kinder dahinter und Rahel und Joseph zuletzt. 1Mose33/31Mose Er selbst aber ging vor ihnen her und warf sich siebenmal zur Erde
nieder, bis er nahe an seinen Bruder herangekommen war. 1Mose33/41Mose Esau aber lief ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte ihn; und sie weinten. 1Mose33/51Mose Und er
erhob seine Augen und sah die Frauen und die Kinder und sagte: Wer sind diese [bei] dir? Er sagte: Die Kinder, die Gott deinem Knecht aus Gnaden geschenkt hat. 1Mose33/61Mose Da traten die Mägde
heran, sie und ihre Kinder, und verneigten sich. 1Mose33/71Mose Und auch Lea trat heran und ihre Kinder, und sie verneigten sich. Und danach traten Joseph und Rahel heran und verneigten sich.
1Mose33/81Mose Und er sagte: Was willst du mit diesem ganzen Lager, dem ich begegnet bin? Er sagte: Um Gunst zu finden in den Augen meines Herrn. 1Mose33/91Mose Da sagte Esau: Ich habe genug,
mein Bruder; es sei dein, was du hast. 1Mose33/101Mose Jakob aber sagte: Nicht doch; wenn ich überhaupt Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann nimm mein Geschenk aus meiner Hand! Denn ich habe
ja doch dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht Gottes sieht, und du hast Gefallen an mir gehabt. 1Mose33/111Mose Nimm doch mein Geschenk, das dir überbracht worden ist! Denn Gott hat es
mir aus Gnaden geschenkt, und ich habe alles. Und als er in ihn drang, da nahm er es. 1Mose33/121Mose Und Esau sagte: Laß uns aufbrechen und weiterziehen, und ich will vor dir herziehen.
1Mose33/131Mose Er aber sagte zu ihm: Mein Herr weiß, dass die Kinder zart sind und dass säugende Schafe und Kühe bei mir sind; wenn man sie nur einen Tag zu schnell triebe, so würde die ganze
Herde sterben. 1Mose33/141Mose Mein Herr ziehe doch vor seinem Knecht hin! Ich aber, ich will einherziehen nach meiner Gemächlichkeit, nach dem Schritt des Viehs, das vor mir ist, und nach dem
Schritt der Kinder, bis ich zu meinem Herrn nach Seir komme. 1Mose33/151Mose Da sagte Esau: Ich will doch von dem Volk, das bei mir ist, [einige] bei dir zurücklassen. Er aber sagte: Wozu das?
Möchte ich [nur] Gunst finden in den Augen meines Herrn! 1Mose33/161Mose So kehrte Esau an diesem Tag auf seinem Weg nach Seir zurück.
Jakob in Sichem.
1Mose33/171Mose Und Jakob brach auf nach Sukkot und baute sich ein Haus, und seinem Vieh machte er Hütten; darum gab er dem Ort den Namen Sukkot. 1Mose33/181Mose Und Jakob kam wohlbehalten zur
Stadt Sichem, die im Land Kanaan ist, als er aus Paddan-Aram kam, und lagerte vor der Stadt. 1Mose33/191Mose Und er kaufte das Stück Feld, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte, von der Hand der
Söhne Hamors, des Vaters Sichems, für hundert Kesita. 1Mose33/201Mose Und er richtete dort einen Altar auf und nannte ihn: Gott, der Gott Israels.
Dina und Sichem - Betrug und Rache durch Jakobs Söhne.
\34\
1Mose34/11Mose Und Dina, die Tochter Leas, die sie dem Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen. 1Mose34/21Mose Da sah Sichem sie, der Sohn des Hewiters Hamor, des Fürsten
des Landes; und er nahm sie und legte sich zu ihr und tat ihr Gewalt an. 1Mose34/31Mose Und seine Seele hing an Dina, der Tochter Jakobs, und er liebte das Mädchen und redete zum Herzen des
Mädchens. 1Mose34/41Mose Und Sichem sagte zu seinem Vater Hamor: Nimm mir dieses Mädchen zur Frau! 1Mose34/51Mose Und Jakob hatte gehört, dass er seine Tochter Dina entehrt hatte, seine Söhne
aber waren mit seinem Vieh auf dem Feld; so schwieg Jakob, bis sie kamen. 1Mose34/61Mose Und Hamor, der Vater Sichems, kam heraus zu Jakob, um mit ihm zu reden. 1Mose34/71Mose Und die Söhne
Jakobs kamen vom Feld. Als sie [aber davon] hörten, fühlten sich die Männer gekränkt und wurden sehr zornig, weil er eine Schandtat in Israel verübt hatte, bei der Tochter Jakobs zu liegen. Denn
so [etwas] hätte nicht geschehen dürfen. 1Mose34/81Mose Und Hamor redete mit ihnen und sagte: Mein Sohn Sichem - seine Seele hängt an eurer Tochter. Gebt sie ihm doch zur Frau, 1Mose34/91Mose und
verschwägert euch mit uns: gebt uns eure Töchter, und nehmt euch unsere Töchter; 1Mose34/101Mose und bleibt bei uns wohnen, und das Land soll [offen] vor euch liegen! Bleibt, verkehrt darin, und
macht euch darin ansässig! 1Mose34/111Mose Und Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brüdern: Lasst mich Gunst finden in euren Augen! Was ihr mir sagt, will ich geben. 1Mose34/1211Mose Legt
mir sehr viel auf als Heiratsgeld und als Geschenk, ich will es geben, so wie ihr [es] mir sagt; nur gebt mir das Mädchen zur Frau! 1Mose34/1321Mose Da antworteten die Söhne Jakobs dem Sichem und
seinem Vater Hamor mit Hinterlist und redeten, weil er ihre Schwester Dina entehrt hatte; 1Mose34/1431Mose und sie sagten zu ihnen: Wir können das nicht tun, unsere Schwester einem
unbeschnittenen Mann geben, denn das wäre eine Schande für uns. 1Mose34/1541Mose Nur unter der [Bedingung] wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr werdet wie wir, indem sich alles Männliche bei
euch beschneiden läßt; 1Mose34/1651Mose dann wollen wir euch unsere Töchter geben und uns eure Töchter nehmen, und wir wollen bei euch wohnen bleiben und zu einem Volk werden. 1Mose34/1761Mose
Wenn ihr aber nicht auf uns hört, euch beschneiden zu lassen, dann nehmen wir unsere Tochter und ziehen weg.
1Mose34/181Mose Und ihre Worte waren gut in den Augen Hamors und in den Augen Sichems, des Sohnes Hamors. 1Mose34/191Mose Und der junge Mann zögerte nicht, dies zu tun, denn er hatte Gefallen an
der Tochter Jakobs. Und er genoß mehr Ansehen als alle im Haus seines Vaters. 1Mose34/201Mose Und Hamor und sein Sohn Sichem kamen in das Tor ihrer Stadt, und sie redeten zu den Männern ihrer
Stadt und sagten: 1Mose34/211Mose Diese Männer sind friedlich gegen uns [gesinnt], so mögen sie im Land wohnen bleiben und darin verkehren; und das Land, siehe, nach beiden Seiten ausgedehnt
[liegt es] vor ihnen. Wir wollen uns ihre Töchter als Frauen nehmen und ihnen unsere Töchter geben. 1Mose34/221Mose Nur unter der [Bedingung] wollen die Männer uns zu Willen sein, bei uns zu
wohnen [und] ein Volk [mit uns] zu werden, dass sich bei uns alles Männliche beschneiden läßt, so wie sie beschnitten sind. 1Mose34/231Mose Ihre Herden und ihr Besitz und all ihr Vieh, werden die
nicht uns gehören? Nur lasst uns ihnen zu Willen sein, und sie werden bei uns wohnen. 1Mose34/241Mose Da hörten auf Hamor und auf seinen Sohn Sichem alle, die zum Tor seiner Stadt [ein- und]
ausgingen. So ließ sich alles Männliche beschneiden, alle die zum Tor seiner Stadt [ein- und] ausgingen.
1Mose34/251Mose Und es geschah am dritten Tag, als sie in Schmerzen waren, da nahmen die beiden Söhne Jakobs, Simeon und Levi, die Brüder Dinas, jeder sein Schwert und kamen ungehindert gegen die
Stadt und erschlugen alles Männliche. 1Mose34/261Mose Auch Hamor und seinen Sohn Sichem erschlugen sie mit der Schärfe des Schwertes und nahmen Dina aus dem Haus Sichems und gingen davon.
1Mose34/271Mose Die Söhne Jakobs kamen über die Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt hatten. 1Mose34/281Mose Ihre Schafe und ihre Rinder und ihre Esel und
[alles], was in der Stadt und was auf dem Feld war, nahmen sie; 1Mose34/291Mose und all ihr Vermögen und alle ihre Kinder und ihre Frauen führten sie weg und plünderten auch alles, was in den
Häusern war. 1Mose34/301Mose Da sagte Jakob zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglück gebracht, indem ihr mich stinkend macht bei den Bewohnern des Landes, bei den Kanaanitern und bei den
Perisitern. Ich aber bin ein geringes Häuflein. Wenn sie sich gegen mich versammeln, werden sie mich schlagen, und ich werde vernichtet, ich und mein Haus. 1Mose34/311Mose Sie aber sagten: Durfte
er unsere Schwester wie eine Hure behandeln?
Jakob in Bethel.
\35\
1Mose35/11Mose Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, zieh hinauf nach Bethel und wohne dort, und mache dort einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau
flohest! 1Mose35/21Mose Da sagte Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: Schafft die fremden Götter weg, die in eurer Mitte sind, reinigt euch, und wechselt eure Kleider!
1Mose35/31Mose Dann wollen wir uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, dort werde ich dem Gott einen Altar machen, der mir am Tag meiner Not geantwortet hat und der mit mir gewesen ist auf
dem Weg, den ich gegangen bin. 1Mose35/41Mose Und sie gaben Jakob alle fremden Götter, die in ihrer Hand waren, und die Ringe, die an ihren Ohren [hingen], und Jakob vergrub sie unter der
Terebinthe, die bei Sichem ist. 1Mose35/51Mose Und sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, so dass sie den Söhnen Jakobs nicht
nachjagten.
1Mose35/61Mose So kam Jakob nach Lus, das im Land Kanaan [liegt], das ist Bethel, er und alles Volk, das bei ihm war. 1Mose35/71Mose Und er baute dort einen Altar und nannte den Ort El-Bethel;
denn dort hatte Gott sich ihm geoffenbart, als er vor seinem Bruder floh. 1Mose35/81Mose Und Debora, die Amme Rebekkas, starb, und sie wurde unterhalb von Bethel begraben unter der Eiche; und er
gab ihr den Namen Allon Bachut.
1Mose35/91Mose Und Gott erschien dem Jakob noch einmal, als er aus Paddan-Aram kam, und segnete ihn. 1Mose35/101Mose Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob. Dein Name soll nicht mehr Jakob
heißen, sondern Israel soll dein Name sein! So gab er ihm den Namen Israel. 1Mose35/111Mose Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und
eine Schar von Nationen soll aus dir entstehen, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen! 1Mose35/121Mose Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und
deinen Nachkommen nach dir will ich das Land geben. 1Mose35/131Mose Und Gott fuhr von ihm auf an dem Ort, an dem er mit ihn geredet hatte. 1Mose35/141Mose Und Jakob richtete einen Gedenkstein auf
an dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal aus Stein, und spendete darauf ein Trankopfer und goß Öl darauf. 1Mose35/151Mose Und Jakob gab dem Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, den
Namen Bethel.
Rahels Tod bei der Geburt Benjamins.
1Mose35/161Mose Und sie brachen von Bethel auf. Und es war noch eine Strecke Landes, um nach Efrata zu kommen, da gebar Rahel; und sie hatte es schwer mit ihrem Gebären. 1Mose35/171Mose Und es
geschah, als sie es schwer hatte mit ihrem Gebären, da sagte die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch der wird dir ein Sohn! 1Mose35/181Mose Und es geschah, als ihre Seele ausging - denn
sie musste sterben -, da gab sie ihm den Namen Ben-Oni; sein Vater aber nannte ihn Ben-Jamin. 1Mose35/191Mose Und Rahel starb und wurde begraben am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem.
1Mose35/201Mose Und Jakob richtete über ihrem Grab einen Gedenkstein auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.
Jakobs Söhne.
1Mose35/211Mose Und Israel brach auf und schlug sein Zelt auf jenseits von Migdal-Eder. 1Mose35/221Mose Und es geschah, als Israel in jenem Land wohnte, ging Ruben hin und lag bei Bilha, der
Nebenfrau seines Vaters. Und Israel hörte es.
V. 23-26: Kap. 46,8-24; 49,3-27; 2Mo 2,1-5; 4Mo 1,5-15.20-42; 2,3-29; 7,12-78; 10,14-27; 13,4-15; 26,5-57; 34,19-28; 5Mo 27,12-14; 33,6-24; Jos 13-19; Ri 5,14-18; 1Chr 2,1.2; 4-7; 12,25-38;
27,16-22; Hes 48,31-34; Offb 7,4-8.
Die Söhne Jakobs waren zwölf: 1Mose35/231Mose Die Söhne Leas: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, und Simeon, Levi, Juda, Issaschar und Sebulon. 1Mose35/241Mose Die Söhne Rahels: Joseph und Benjamin.
1Mose35/251Mose Die Söhne Bilhas, der Magd Rahels: Dan und Naftali. 1Mose35/261Mose Und die Söhne Silpas, der Magd Leas: Gad und Asser. Das sind die Söhne Jakobs, die ihm in Paddan-Aram geboren
wurden.
Isaaks Tod.
1Mose35/271Mose Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak nach Mamre, nach Kirjat-Arba, das ist Hebron, wo Abraham und Isaak sich als Fremde aufgehalten hatten. 1Mose35/281Mose Und die Tage Isaaks
waren 180 Jahre. 1Mose35/291Mose Und Isaak verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Völkern, alt und der Tage satt. Und seine Söhne Esau und Jakob begruben ihn.
Esaus Nachkommen.
\36\
1Mose36/11Mose Und dies ist die Geschlechterfolge Esaus, das ist Edom. 1Mose36/21Mose Esau hatte sich seine Frauen von den Töchtern Kanaans genommen: Ada, die Tochter des Hetiters Elon, und
Oholibama, die Tochter Anas, der Tochter Zibons, des Horiters, 1Mose36/31Mose und Basemat, die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajots.
V. 4-14: 1Chr 1,35-37.
1Mose36/41Mose Und Ada gebar dem Esau Elifas, und Basemat gebar Reguel. 1Mose36/51Mose Oholibama aber gebar Jeusch, Jalam und Korach. Das sind die Söhne Esaus, die ihm im Land Kanaan geboren
wurden. 1Mose36/61Mose Und Esau nahm seine Frauen, seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses und seine Herden und all sein Vieh und all sein Besitztum, das er im Land Kanaan
erworben hatte, und zog in ein Land, von seinem Bruder Jakob hinweg. 1Mose36/71Mose Denn ihre Habe war zu groß, um beieinander zu wohnen, und das Land ihrer Fremdlingschaft konnte sie wegen [der
Menge] ihrer Herden nicht tragen. 1Mose36/81Mose So ließ sich Esau auf dem Gebirge Seir nieder. Esau, das ist Edom.
1Mose36/91Mose Dies ist die Geschlechterfolge Esaus, des Vaters von Edom, auf dem Gebirge Seir. 1Mose36/101Mose Dies sind die Namen der Söhne Esaus: Elifas, der Sohn Adas, der Frau Esaus; Reguel,
der Sohn Basemats, der Frau Esaus. 1Mose36/111Mose Und die Söhne des Elifas waren: Teman, Omar, Zefo und Gatam und Kenas. 1Mose36/121Mose Und Timna war eine Nebenfrau von Elifas, des Sohnes
Esaus, die gebar dem Elifas Amalek. Das sind die Söhne Adas, der Frau Esaus. 1Mose36/131Mose Und dies sind die Söhne Reguels: Nahat und Serach, Schamma und Misa. Das waren die Söhne von Basemat,
der Frau Esaus. 1Mose36/141Mose Und dies waren die Söhne von Oholibama, der Tochter Anas, der Tochter Zibons, der Frau Esaus: sie gebar dem Esau Jeusch, Jalam und Korach.
1Mose36/151Mose Dies sind die Fürsten der Söhne Esaus: Die Söhne des Elifas, des Erstgeborenen Esaus: der Fürst Teman, der Fürst Omar, der Fürst Zefo, der Fürst Kenas, 1Mose36/161Mose der Fürst
Korach, der Fürst Gatam, der Fürst Amalek. Das sind die Fürsten des Elifas im Land Edom; es sind die Söhne Adas. 1Mose36/171Mose Und dies sind die Söhne Reguels, des Sohnes Esaus: der Fürst
Nahat, der Fürst Serach, der Fürst Schamma, der Fürst Misa. Das sind die Fürsten des Reguel im Land Edom; es sind die Söhne der Basemat, der Frau Esaus. 1Mose36/181Mose Und dies sind die Söhne
Oholibamas, der Frau Esaus: der Fürst Jeusch, der Fürst Jalam, der Fürst Korach. Das sind die Fürsten Oholibamas, der Tochter Anas, der Frau Esaus. 1Mose36/191Mose Das sind die Söhne Esaus und
das ihre Fürsten; das ist Edom.
V. 20-43: 1Chr 1,38-54.
1Mose36/201Mose Dies sind die Söhne des Horiters Seir, die Bewohner des Landes: Lotan, Schobal, Zibon und Ana, 1Mose36/211Mose Dischon und Ezer und Dischan. Das sind die Fürsten der Horiter,
Söhne Seirs, im Land Edom. 1Mose36/221Mose Und die Söhne Lotans waren: Hori und Hemam, Lotans Schwester aber war Timna. 1Mose36/231Mose Und dies sind die Söhne Schobals: Alwan, Manahat und Ebal,
Schefo und Onam. 1Mose36/241Mose Und dies sind die Söhne Zibons: Ajja und Ana. Das ist der Ana, der die warmen Quellen in der Wüste fand, als er die Esel seines Vaters Zibon weidete.
1Mose36/251Mose Und dies sind die Söhne des Ana: Dischon und Oholibama, die Tochter des Ana. 1Mose36/261Mose Und dies sind die Söhne Dischons: Hemdan, Eschban, Jitran und Keran. 1Mose36/271Mose
Dies sind die Söhne Ezers: Bilhan, Saawan und Akan. 1Mose36/281Mose Dies sind die Söhne Dischans: Uz und Aran. 1Mose36/291Mose Dies sind die Fürsten der Horiter: der Fürst Lotan, der Fürst
Schobal, der Fürst Zibon, der Fürst Ana, 1Mose36/301Mose der Fürst Dischon, der Fürst Ezer, der Fürst Dischan. Das sind die Fürsten der Horiter, nach ihren Fürsten, im Land Seir.
1Mose36/311Mose Und dies sind die Könige, die im Land Edom herrschten, bevor ein König über die Söhne Israel regierte: 1Mose36/321Mose König in Edom war Bela, der Sohn Beors; und der Name seiner
Stadt war Dinhaba. 1Mose36/331Mose Und Bela starb, und König wurde an seiner Stelle Jobab, der Sohn Serachs, aus Bozra. 1Mose36/341Mose Und Jobab starb, und König wurde an seiner Stelle Huscham,
aus dem Land der Temaniter. 1Mose36/351Mose Und Huscham starb, und König wurde an seiner Stelle Hadad, der Sohn Bedads, der Midian schlug im Gebiet Moabs; und der Name seiner Stadt war Awit.
1Mose36/361Mose Und Hadad starb, und König wurde an seiner Stelle Samla aus Masreka. 1Mose36/371Mose Und Samla starb, und König wurde an seiner Stelle Schaul aus Rehobot am Strom. 1Mose36/381Mose
Und Saul starb, und König wurde an seiner Stelle Baal-Hanan, der Sohn Achbors. 1Mose36/391Mose Und Baal-Hanan, der Sohn Achbors, starb, und König wurde an seiner Stelle Hadar; und der Name seiner
Stadt war Pagu und der Name seiner Frau Mehetabel, die Tochter Matreds, der Tochter des Me-Sahab.
1Mose36/401Mose Und dies sind die Namen der Fürsten Esaus, nach ihren Sippen, nach ihren Ortschaften, mit ihren Namen: der Fürst Timna, der Fürst Alwa, der Fürst Jetet, 1Mose36/411Mose der Fürst
Oholibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon, 1Mose36/421Mose der Fürst Kenas, der Fürst Teman, der Fürst Mibzar, 1Mose36/431Mose der Fürst Magdiel, der Fürst Iram. Das sind die Fürsten von Edom
nach ihren Wohnsitzen, im Land ihres Eigentums. Das ist Esau, der Vater Edoms.
Josephs Träume - Neid seiner Brüder.
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1Mose37/11Mose Und Jakob wohnte im Land der Fremdlingsschaft seines Vaters, im Land Kanaan. 1Mose37/21Mose Dies ist die Geschichte Jakobs: Joseph, siebzehn Jahre alt, war als Hirte mit seinen
Brüdern bei den Schafen - als er [noch] ein Junge war -, mit den Söhnen Bilhas und mit den Söhnen Silpas, der Frauen seines Vaters. Und Joseph hinterbrachte ihrem Vater die üble Nachrede über
sie. 1Mose37/31Mose Und Israel liebte Joseph mehr als all seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war; und er machte ihm einen bunten Leibrock. 1Mose37/41Mose Als aber seine Brüder sahen,
dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, da haßten sie ihn und konnten ihn nicht [mehr] grüßen.
1Mose37/51Mose Und Joseph hatte einen Traum, den erzählte er seinen Brüdern; da haßten sie ihn noch mehr. 1Mose37/61Mose Und er sagte zu ihnen: Hört doch diesen Traum, den ich gehabt habe:
1Mose37/71Mose Siehe, wir banden Garben mitten auf dem Feld, und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen; und siehe, eure Garben stellten sich ringsum auf und
verneigten sich vor meiner Garbe. 1Mose37/81Mose Da sagten seine Brüder zu ihm: Willst du etwa König über uns werden, willst du gar über uns herrschen? Und sie haßten ihn noch mehr wegen seiner
Träume und wegen seiner Reden. 1Mose37/91Mose Und er hatte noch einen anderen Traum, auch den erzählte er seinen Brüdern und sagte: Siehe, noch einen Traum hatte ich, und siehe, die Sonne und der
Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder. 1Mose37/101Mose Und er erzählte es seinem Vater und seinen Brüdern. Da schalt ihn sein Vater und sagte zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du
gehabt hast? Sollen wir etwa kommen, ich und deine Mutter und deine Brüder, um uns vor dir zur Erde niederzubeugen? 1Mose37/111Mose Und seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn; aber sein Vater
bewahrte das Wort.
Josephs Verkauf nach Ägypten - Jakobs Trauer.
1Mose37/121Mose Und seine Brüder gingen fort, um die Schafe ihres Vaters bei Sichem zu weiden. 1Mose37/131Mose Da sagte Israel zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder bei Sichem? Komm, ich will dich
zu ihnen senden! Er aber sagte zu ihm: Hier bin ich. 1Mose37/141Mose Da sagte er zu ihm: Geh doch hin, sieh nach dem Wohlergehen deiner Brüder und nach dem Wohlergehen der Schafe, und bring mir
Antwort. So sandte er ihn aus dem Tal von Hebron, und er kam nach Sichem. 1Mose37/151Mose Da fand ihn ein Mann, und siehe, er irrte auf dem Feld umher; und der Mann fragte ihn: Was suchst du?
1Mose37/161Mose Und er sagte: Ich suche meine Brüder. Teile mir doch mit, wo sie weiden! 1Mose37/171Mose Da sagte der Mann: Sie sind von hier aufgebrochen, denn ich hörte sie sagen: `Lasst uns
nach Dotan gehen!' Da ging Joseph seinen Brüdern nach und fand sie bei Dotan. 1Mose37/181Mose Als sie ihn von ferne sahen und bevor er sich ihnen genähert hatte, da ersannen sie gegen ihn den
Anschlag, ihn zu töten. 1Mose37/191Mose Und sie sagten einer zum andern: Siehe, da kommt dieser Träumer! 1Mose37/201Mose So kommt nun und lasst uns ihn erschlagen und ihn in eine der Zisternen
werfen, und wir wollen sagen: Ein böses Tier hat ihn gefressen! Dann werden wir sehen, was aus seinen Träumen wird. 1Mose37/211Mose Als Ruben [das] hörte, wollte er ihn aus ihrer Hand retten und
sagte: Lasst uns [ihn] nicht totschlagen! 1Mose37/221Mose Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt nicht Blut, werft ihn in diese Zisterne, die in der Wüste ist, aber legt nicht Hand an ihn! [Das sagte
er], damit er ihn aus ihrer Hand errettete, um ihn zu seinem Vater zurückzubringen. 1Mose37/231Mose Und es geschah, als Joseph zu seinen Brüdern kam, da zogen sie Joseph seinen Leibrock aus, den
bunten Leibrock, den er anhatte. 1Mose37/241Mose Und sie nahmen ihn und warfen ihn in die Zisterne; die Zisterne aber war leer, es war kein Wasser darin.
1Mose37/251Mose Dann setzten sie sich, um zu essen. Und sie erhoben ihre Augen und sahen: und siehe, eine Karawane von Ismaelitern kam von Gilead her; und ihre Kamele trugen Tragakant und
Balsamharz und Ladanum; sie zogen hin, um es nach Ägypten hinabzubringen. 1Mose37/261Mose Da sagte Juda zu seinen Brüdern: Was für ein Gewinn ist es, dass wir unseren Bruder erschlagen und sein
Blut zudecken? 1Mose37/271Mose Kommt, lasst uns ihn an die Ismaeliter verkaufen; aber unsere Hand sei nicht an ihm, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er! Und seine Brüder hörten [darauf].
1Mose37/281Mose Da kamen midianitische Männer vorüber, Händler, und sie zogen [ihn] heraus und holten Joseph aus der Zisterne herauf. Und sie verkauften Joseph an die Ismaeliter für zwanzig
Silber[-Schekel]. Und sie brachten Joseph nach Ägypten. 1Mose37/291Mose Als nun Ruben zur Zisterne zurückkam, und siehe, Joseph war nicht in der Zisterne, da zerriß er seine Kleider.
1Mose37/301Mose Und er kehrte zu seinen Brüdern zurück und sagte: Der Junge ist nicht [mehr] da! Ich aber, wohin soll ich [jetzt] gehen?
1Mose37/311Mose Da nahmen sie den Leibrock Josephs und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Leibrock in das Blut. 1Mose37/321Mose Dann schickten sie den bunten Leibrock hin und ließen
ihn ihrem Vater bringen und sagen: Das haben wir gefunden. Untersuche doch, ob es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht! 1Mose37/331Mose Da untersuchte er ihn und sagte: Der Leibrock meines
Sohnes! Ein böses Tier hat ihn gefressen; zerrissen, zerrissen ist Joseph! 1Mose37/341Mose Und Jakob zerriß seine Kleider und legte Sacktuch um seine Hüften, und er trauerte um seinen Sohn viele
Tage. 1Mose37/351Mose Und alle seine Söhne und alle seine Töchter machten sich auf, um ihn zu trösten; er aber weigerte sich, sich trösten zu lassen, und sagte: [Nein], sondern in Trauer werde
ich zu meinem Sohn in den Scheol hinabfahren. So beweinte ihn sein Vater.
1Mose37/361Mose Und die Midianiter verkauften ihn nach Ägypten, an Potifar, einen Kämmerer des Pharao, den Obersten der Leibwächter.
Juda und seine Schwiegertochter Tamar.
\38\
1Mose38/11Mose Und es geschah in jener Zeit, dass Juda von seinen Brüdern hinabzog und zu einem Mann von Adullam einkehrte, dessen Name war Hira. 1Mose38/21Mose Dort sah Juda die Tochter eines
kanaanitischen Mannes, mit Namen Schua; und er nahm sie [zur Frau] und ging zu ihr ein. 1Mose38/31Mose Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, dem gab er den Namen Er. 1Mose38/41Mose Und
sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn, dem gab sie den Namen Onan. 1Mose38/51Mose Und noch einmal gebar sie einen Sohn, dem gab sie den Namen Schela; Juda war aber zu Kesib, als sie ihn
gebar. 1Mose38/61Mose Und Juda nahm für seinen Erstgeborenen Er eine Frau, deren Name war Tamar. 1Mose38/71Mose Aber Er, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen des HERRN, so ließ der HERR
ihn sterben. 1Mose38/81Mose Da sagte Juda zu Onan: Geh zu der Frau deines Bruders ein, und geh mit ihr die Schwagerehe ein, und lasse deinem Bruder Nachkommen erstehen! 1Mose38/91Mose Da aber
Onan wußte, dass die Nachkommen nicht ihm gehören würden, geschah es, wenn er zu der Frau seines Bruders einging, dass er [den Samen] auf die Erde [fallen und] verderben ließ, um seinem Bruder
keine Nachkommen zu geben. 1Mose38/101Mose Und es war böse in den Augen des HERRN, was er tat; so ließ er auch ihn sterben. 1Mose38/111Mose Da sagte Juda zu seiner Schwiegertochter Tamar: Bleibe
Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela groß sein wird! Denn er sagte [sich]: Dass nicht auch er sterbe wie seine Brüder! So ging Tamar hin und blieb im Haus ihres Vaters.
1Mose38/121Mose Als nun viele Tage vergangen waren, da starb die Tochter Schuas, Judas Frau. Und als Juda getröstet war, ging er zu seinen Schafscherern hinauf nach Timna, er und sein Freund
Hira, der Adullamiter. 1Mose38/131Mose Und es wurde der Tamar berichtet: Siehe, dein Schwiegervater geht nach Timna hinauf, um seine Schafe zu scheren. 1Mose38/141Mose Da legte sie die Kleider
ihrer Witwenschaft von sich ab, bedeckte sich mit einem Schleier und verhüllte sich. Dann setzte sie sich an den Eingang von Enajim, das am Weg nach Timna [liegt]; denn sie hatte gesehen, dass
Schela groß geworden war und sie ihm [doch] nicht zur Frau gegeben wurde. 1Mose38/151Mose Und Juda sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Gesicht bedeckt. 1Mose38/161Mose Und er
bog zu ihr ab an den Weg und sagte: Wohlan, lasse mich zu dir eingehen! Denn er erkannte nicht, dass sie seine Schwiegertochter war. Sie aber sagte: Was gibst du mir, wenn du zu mir eingehst?
1Mose38/171Mose Da sagte er: Ich will dir ein Ziegenböckchen von der Herde senden. Sie sagte: Wenn du ein Pfand gibst, bis du es sendest! 1Mose38/181Mose Da sagte er: Was für ein Pfand soll ich
dir geben? Sie sagte: Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, der in deiner Hand ist. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein, und sie wurde schwanger von ihm. 1Mose38/191Mose Dann stand
sie auf und ging hin, sie legte ihren Schleier von sich ab und zog die Kleider ihrer Witwenschaft [wieder] an. 1Mose38/201Mose Juda aber sandte das Ziegenböckchen durch die Hand seines Freundes,
des Adullamiters, um das Pfand aus der Hand der Frau zu holen; aber er fand sie nicht. 1Mose38/211Mose Da fragte er die Leute ihres Ortes: Wo ist jene Geweihte, die zu Enajim am Weg war? Sie aber
sagten: Hier ist keine Geweihte gewesen. 1Mose38/221Mose Da kehrte er zu Juda zurück und sagte: Ich habe sie nicht gefunden, auch sagten die Leute des Ortes: `Hier ist keine Geweihte gewesen.'
1Mose38/231Mose Da sagte Juda: Sie soll es bei sich behalten, damit wir nicht zum Gespött werden; siehe, ich habe ja dieses Böckchen gesandt, und du hast sie nicht gefunden.
1Mose38/241Mose Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Juda berichtet: Deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben, und siehe, sie ist sogar schwanger von Hurerei. Da sagte
Juda: Führt sie hinaus, sie soll verbrannt werden! 1Mose38/251Mose Als sie nun hinausgeführt wurde, da sandte sie zu ihrem Schwiegervater und ließ [ihm] sagen: Von einem Mann, dem dies gehört,
bin ich schwanger. Und sie sagte: Untersuche doch, wem dieser Siegelring und diese Schnur und dieser Stab gehört! 1Mose38/261Mose Da untersuchte es Juda und sagte: Sie ist gerechter als ich,
deswegen weil ich sie meinem Sohn Schela nicht gegeben habe. Und er erkannte sie künftig nicht mehr. 1Mose38/271Mose Und es geschah zur Zeit, als sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in
ihrem Leib. 1Mose38/281Mose Und es geschah, während sie gebar, da streckte [einer] die Hand heraus, und die Hebamme nahm sie und band eine rote Schnur um seine Hand und sagte: Der ist zuerst
herausgekommen. 1Mose38/291Mose Und es geschah, als er seine Hand zurückzog, siehe, da kam sein Bruder heraus; und sie sagte: Was für einen Riß hast du um deinetwillen gerissen! Und man gab ihm
den Namen Perez. 1Mose38/301Mose Und danach kam sein Bruder heraus, um dessen Hand die rote Schnur war. Dem gab man den Namen Serach.
Joseph im Haus des Potifar.
\39\
1Mose39/11Mose Und Joseph war nach Ägypten hinabgeführt worden. Und Potifar, ein Kämmerer des Pharao, der Oberste der Leibwächter, ein Ägypter, kaufte ihn aus der Hand der Ismaeliter, die ihn
dorthin hinabgeführt hatten. 1Mose39/21Mose Der HERR aber war mit Joseph, und er war ein Mann, dem alles gelang; und er blieb im Haus seines ägyptischen Herrn. 1Mose39/31Mose Als nun sein Herr
sah, dass der HERR mit ihm war und dass der HERR alles, was er tat, in seiner Hand gelingen ließ, 1Mose39/41Mose da fand Joseph Gunst in seinen Augen, und er bediente ihn [persönlich]. Und er
bestellte ihn über sein Haus, und alles, was er besaß, gab er in seine Hand. 1Mose39/51Mose Und es geschah, seitdem er ihn über sein Haus bestellt hatte und über alles, was er besaß, da segnete
der HERR das Haus des Ägypters um Josephs willen; und der Segen des HERRN war auf allem, was er hatte, im Haus und auf dem Feld. 1Mose39/61Mose Und er überließ alles, was er hatte, der Hand
Josephs und kümmerte sich bei ihm um gar nichts, außer um das Brot, das er aß. Joseph aber war schön von Gestalt und schön von Aussehen.
1Mose39/71Mose Und es geschah nach diesen Dingen, da warf die Frau seines Herrn ihre Augen auf Joseph und sagte: Liege bei mir! 1Mose39/81Mose Er aber weigerte sich und sagte zu der Frau seines
Herrn: Siehe, mein Herr kümmert sich um nichts bei mir im Haus; und alles, was er besitzt, hat er in meine Hand gegeben. 1Mose39/91Mose Er [selbst] ist in diesem Haus nicht größer als ich, und er
hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen? 1Mose39/101Mose Und es geschah, obwohl sie Tag für Tag auf
Joseph einredete, hörte er nicht auf sie, bei ihr zu liegen, mit ihr [zusammen] zu sein. 1Mose39/111Mose Da geschah es an einem solchen Tag, dass er ins Haus kam, um sein Geschäft zu besorgen,
als [gerade] kein Mensch von den Leuten des Hauses dort im Haus war, 1Mose39/121Mose da ergriff sie ihn bei seinem Kleid und sagte: Liege bei mir! Er aber ließ sein Kleid in ihrer Hand, floh und
lief hinaus. 1Mose39/131Mose Und es geschah, als sie sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand gelassen hatte und hinausgeflohen war, 1Mose39/141Mose da rief sie die Leute ihres Hauses und sagte zu
ihnen: Seht, er hat uns einen hebräischen Mann hergebracht, Mutwillen mit uns zu treiben. Er ist zu mir gekommen, um bei mir zu liegen, aber ich habe mit lauter Stimme gerufen. 1Mose39/151Mose
Und es geschah, als er hörte, dass ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Kleid neben mir und floh und lief hinaus. 1Mose39/161Mose Und sie ließ sein Kleid neben sich liegen, bis sein
Herr nach Hause kam. 1Mose39/171Mose Da redete sie zu ihm mit denselben Worten: Der hebräische Sklave, den du uns hergebracht hast, ist zu mir gekommen, um Mutwillen mit mir zu treiben;
1Mose39/181Mose und es geschah, als ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Kleid neben mir und floh hinaus.
Joseph im Gefängnis - Träume der beiden Kämmerer.
1Mose39/191Mose Und es geschah, als sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die sie zu ihm redete, indem sie sagte: Nach diesen Worten hat mir dein Sklave getan, da entbrannte sein Zorn.
1Mose39/201Mose Und Josephs Herr nahm ihn und legte ihn ins Gefängnis, an den Ort, wo die Gefangenen des Königs gefangen lagen; und er war dort im Gefängnis. 1Mose39/211Mose Der HERR aber war mit
Joseph und wandte sich ihm [in] Treue zu und gab ihm Gunst in den Augen des Obersten des Gefängnisses. 1Mose39/221Mose Und der Oberste des Gefängnisses übergab alle Gefangenen, die im Gefängnis
waren, der Hand Josephs; und alles, was man dort tat, das veranlaßte er. 1Mose39/231Mose Der Oberste des Gefängnisses sah nicht nach dem Geringsten, das unter seiner Hand war, weil der HERR mit
ihm war; und was er tat, ließ der HERR gelingen.
\40\
1Mose40/11Mose Und es geschah nach diesen Dingen, da versündigten sich der Mundschenk des Königs von Ägypten und der Bäcker gegen ihren Herrn, den König von Ägypten. 1Mose40/21Mose Und der Pharao
wurde zornig über seine beiden Kämmerer, über den Obersten der Mundschenke und über den Obersten der Bäcker; 1Mose40/31Mose und er gab sie in Gewahrsam, in das Haus des Obersten der Leibwächter,
ins Gefängnis, an den Ort, wo Joseph gefangen lag. 1Mose40/41Mose Und der Oberste der Leibwächter gab ihnen Joseph bei, und er bediente sie; und sie waren eine Zeitlang in Gewahrsam.
1Mose40/51Mose Und sie hatten beide einen Traum, jeder seinen Traum in einer Nacht, jeder mit einer [besonderen] Deutung seines Traumes, der Mundschenk und der Bäcker des Königs von Ägypten, die
im Gefängnis gefangen lagen. 1Mose40/61Mose Als Joseph am Morgen zu ihnen kam und sie sah, siehe, da waren sie traurig. 1Mose40/71Mose Und er fragte die Kämmerer des Pharao, die mit ihm im Haus
seines Herrn in Gewahrsam waren: Warum sind eure Gesichter heute so traurig? 1Mose40/81Mose Da sagten sie zu ihm: Wir haben einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der ihn deute. Da sagte Joseph
zu ihnen: Sind die Deutungen nicht Gottes [Sache]? Erzählt mir doch! 1Mose40/91Mose Da erzählte der Oberste der Mundschenke dem Joseph seinen Traum und sagte zu ihm: In meinem Traum, siehe, da
war ein Weinstock vor mir 1Mose40/101Mose und an dem Weinstock drei Ranken; und sowie er [Knospen] trieb, kam sein Blütenstand hervor [und] seine Traubenkämme reiften zu Trauben. 1Mose40/111Mose
Und der Becher des Pharao war in meiner Hand, und ich nahm die Trauben und preßte sie in den Becher des Pharao aus und gab den Becher in die Hand des Pharao. 1Mose40/121Mose Da sagte Joseph zu
ihm: Das ist seine Deutung: Die drei Ranken, sie [bedeuten] drei Tage. 1Mose40/131Mose Noch drei Tage, dann wird der Pharao dein Haupt erheben und dich wieder in deine Stellung einsetzen, und du
wirst den Becher des Pharao in seine Hand geben nach der früheren Weise, als du sein Mundschenk warst. 1Mose40/141Mose Aber denke an mich bei dir, wenn es dir gut geht, und erweise doch Treue an
mir, und erwähne mich beim Pharao, und bring mich aus diesem Haus heraus! 1Mose40/151Mose Denn gestohlen bin ich aus dem Land der Hebräer, und auch hier habe ich gar nichts getan, dass sie mich
in den Kerker gesetzt haben.
1Mose40/161Mose Als nun der Oberste der Bäcker sah, dass er gut gedeutet hatte, sagte er zu Joseph: Auch ich [sah] in meinem Traum, und siehe, drei Körbe mit Weißbrot waren auf meinem Kopf
1Mose40/171Mose und im obersten Korb allerlei Eßwaren des Pharao, Backwerk, und die Vögel fraßen sie aus dem Korb auf meinem Kopf weg. 1Mose40/181Mose Da antwortete Joseph und sagte: Das ist
seine Deutung: Die drei Körbe, sie [bedeuten] drei Tage. 1Mose40/191Mose Noch drei Tage, dann wird der Pharao dein Haupt erheben und dich an ein Holz hängen, und die Vögel werden dein Fleisch von
dir wegfressen.
1Mose40/201Mose Und es geschah am dritten Tag, dem Geburtstag des Pharao, da machte er für all seine Knechte ein Mahl; und er erhob das Haupt des Obersten der Mundschenke und das Haupt des
Obersten der Bäcker unter seinen Knechten. 1Mose40/211Mose Und er setzte den Obersten der Mundschenke wieder in sein Schenkamt ein, dass er den Becher in die Hand des Pharao gab. 1Mose40/221Mose
Den Obersten der Bäcker aber ließ er hängen, so wie es ihnen Joseph gedeutet hatte. 1Mose40/231Mose Aber der Oberste der Mundschenke dachte nicht [mehr] an Joseph und vergaß ihn.
Träume des Pharao - Deutung durch Joseph.
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1Mose41/11Mose Es geschah aber am Ende von zwei vollen Jahren, da träumte der Pharao: und siehe, er stand am Strom. 1Mose41/21Mose Und siehe, aus dem Strom stiegen sieben Kühe herauf, schön von
Aussehen und fett an Fleisch, und sie weideten im Riedgras. 1Mose41/31Mose Und siehe, sieben anderen Kühe stiegen nach ihnen aus dem Strom herauf, häßlich von Aussehen und mager an Fleisch, und
sie stellten sich neben die Kühe ans Ufer des Stromes. 1Mose41/41Mose Und die Kühe, die häßlich von Aussehen und mager an Fleisch waren, fraßen die sieben Kühe, die schön von Aussehen und fett
waren. Da erwachte der Pharao. 1Mose41/51Mose Und er schlief [wieder] ein und träumte zum zweiten Mal: und siehe, sieben Ähren wuchsen auf an einem Halm, fett und schön. 1Mose41/61Mose Und siehe,
sieben Ähren, mager und vom Ostwind versengt, sproßten nach ihnen auf. 1Mose41/71Mose Und die mageren Ähren verschlangen die sieben fetten und vollen Ähren. Da erwachte der Pharao, und siehe, es
war ein Traum. 1Mose41/81Mose Und es geschah am Morgen, da war sein Geist voller Unruhe, und er sandte hin und ließ alle Wahrsagepriester Ägyptens und alle seine Weisen rufen; und der Pharao
erzählte ihnen seine Träume, aber da war keiner, der sie dem Pharao deutete.
1Mose41/91Mose Da redete der Oberste der Mundschenke den Pharao an: Ich bringe heute meine Sünde in Erinnerung. 1Mose41/101Mose Der Pharao war [einst] sehr zornig über seine Knechte und gab mich
in Gewahrsam in das Haus des Obersten der Leibwächter, mich und den Obersten der Bäcker. 1Mose41/111Mose Da hatten wir einen Traum in einer Nacht, ich und er; wir träumten jeder mit einer
[besonderen] Deutung seines Traumes. 1Mose41/121Mose Aber dort bei uns war ein junger Hebräer, ein Sklave des Obersten der Leibwächter, und wir erzählten ihm [die Träume]. Da deutete er uns
unsere Träume, jeden deutete er nach seinem Traum. 1Mose41/131Mose Und es geschah, wie er uns deutete, also ist es geschehen: mich hat man wieder in meine Stellung eingesetzt, und ihn hat man
gehängt.
1Mose41/141Mose Da sandte der Pharao hin und ließ Joseph rufen; da ließen sie ihn schnell aus dem Kerker holen. Und er schor sich, wechselte seine Kleider und kam zum Pharao. 1Mose41/151Mose Und
der Pharao sprach zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der ihn deute; ich habe nun von dir sagen hören, du verstehst es, einen Traum zu deuten. 1Mose41/161Mose Da
antwortete Joseph dem Pharao: Das steht nicht bei mir; Gott wird antworten, was dem Pharao zum Heil ist. 1Mose41/171Mose Da redete der Pharao zu Joseph: In meinem Traum, siehe, da stand ich am
Ufer des Stromes. 1Mose41/181Mose Und siehe, aus dem Strom stiegen sieben Kühe herauf, fett an Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im Riedgras. 1Mose41/191Mose Und siehe, sieben
andere Kühe stiegen nach ihnen herauf, dürr und sehr häßlich von Gestalt und mager an Fleisch; ich habe im ganzen Land Ägypten nie so häßliche gesehen wie diese. 1Mose41/201Mose Und die mageren
und häßlichen Kühe fraßen die sieben ersten fetten Kühe. 1Mose41/211Mose Und als sie in ihren Bauch gekommen waren, da merkte man nichts [davon], dass sie in ihren Bauch gekommen waren, sondern
ihr Aussehen war häßlich wie im Anfang. Und ich erwachte. 1Mose41/221Mose Dann sah ich in meinem [zweiten] Traum, und siehe, sieben Ähren wuchsen auf an einem Halm, voll und schön.
1Mose41/231Mose Und siehe, sieben Ähren, dürr, mager [und] vom Ostwind versengt, sproßten nach ihnen auf; 1Mose41/241Mose und die mageren Ähren verschlangen die sieben schönen Ähren. Und ich habe
es den Wahrsagepriestern gesagt; aber es gibt keinen, der es mir erklärt.
1Mose41/251Mose Da sprach Joseph zum Pharao: Der Traum des Pharao ist einer. Gott hat dem Pharao mitgeteilt, was er tun will. 1Mose41/261Mose Die sieben schönen Kühe sind sieben Jahre, und die
sieben schönen Ähren sind sieben Jahre; nur ein Traum ist es. 1Mose41/271Mose Und die sieben mageren und häßlichen Kühe, die nach ihnen heraufstiegen, [auch] sie sind sieben Jahre, so auch die
sieben leeren, vom Ostwind versengten Ähren: es werden sieben Jahre der Hungersnot sein. 1Mose41/281Mose Das ist das Wort, das ich zu dem Pharao geredet habe: Gott hat den Pharao sehen lassen,
was er tun will. 1Mose41/291Mose Siehe, sieben Jahre kommen, großer Überfluß [wird herrschen] im ganzen Land Ägypten. 1Mose41/301Mose Nach ihnen aber werden sieben Jahre der Hungersnot aufkommen,
und aller Überfluß wird im Land Ägypten vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land erschöpfen. 1Mose41/311Mose Und man wird nichts mehr von dem Überfluß im Land erkennen angesichts dieser
Hungersnot danach, denn sie wird sehr schwer sein. 1Mose41/321Mose Und dass der Traum sich für den Pharao zweimal wiederholte, [bedeutet], dass die Sache bei Gott fest beschlossen ist und dass
Gott eilt, sie zu tun. 1Mose41/331Mose Und nun sehe der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann und setze ihn über das Land Ägypten. 1Mose41/341Mose [Dies] tue der Pharao, dass er Aufseher
über das Land bestelle und den Fünften vom Land Ägypten erhebe in den sieben Jahren des Überflusses. 1Mose41/351Mose Und sie sollen alle Nahrungsmittel dieser kommenden guten Jahre einsammeln und
unter der Obhut des Pharao Getreide aufspeichern als Nahrungsmittel in den Städten und [es dort] aufbewahren. 1Mose41/361Mose So soll die [eingesammelte] Nahrung zum Vorrat für das Land dienen
für die sieben Jahre der Hungersnot, die im Land Ägypten sein werden, damit das Land durch die Hungersnot nicht zugrunde geht.
Josephs hohe Stellung und Heirat - Maßnahmen gegen die Hungersnot.
1Mose41/371Mose Und das Wort war gut in den Augen des Pharao und in den Augen aller seiner Diener. 1Mose41/381Mose Und der Pharao sagte zu seinen Dienern: Werden wir einen finden wie diesen,
einen Mann, in dem der Geist Gottes ist? 1Mose41/391Mose Und zu Joseph sagte der Pharao: Nachdem dich Gott dies alles hat erkennen lassen, ist keiner so verständig und weise wie du.
1Mose41/401Mose Du sollst über mein Haus sein, und deinem Mund soll mein ganzes Volk sich fügen; nur um den Thron will ich größer sein als du. 1Mose41/411Mose Und der Pharao sagte zu Joseph:
Siehe, ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt. 1Mose41/421Mose Und der Pharao nahm seinen Siegelring von seiner Hand und steckte ihn an Josephs Hand, und er kleidete ihn in Kleider aus
Byssus und legte die goldene Kette um seinen Hals. 1Mose41/431Mose Und er ließ ihn auf dem zweiten Wagen fahren, den er hatte, und man rief vor ihm her: Werft euch nieder! So setzte er ihn über
das ganze Land Ägypten. 1Mose41/441Mose Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, aber ohne dich soll kein Mensch im ganzen Land Ägypten seine Hand oder seinen Fuß erheben!
1Mose41/451Mose Und der Pharao gab Joseph den Namen: Zafenat-Paneach, und gab ihm Asenat, die Tochter Potiferas, des Priesters von On, zur Frau. Dann zog Joseph aus über das [ganze] Land Ägypten.
1Mose41/461Mose Und Joseph war dreißig Jahre alt, als er vor dem Pharao, dem König von Ägypten, stand. Und Joseph ging vom Pharao weg und zog durch das ganze Land Ägypten.
1Mose41/471Mose Und das Land trug in den sieben Jahren des Überflusses haufenweise. 1Mose41/481Mose Und er sammelte alle Nahrungsmittel der sieben Jahre, in denen im Land Ägypten Überfluß war,
und brachte die Nahrungsmittel in die Städte; die Nahrungsmittel der Felder, die im Umkreis der Stadt [lagen], brachte er in sie hinein. 1Mose41/491Mose Und Joseph speicherte Getreide auf wie
Sand des Meeres, über die Maßen viel, bis man aufhörte zu zählen, denn es war ohne Zahl.
1Mose41/501Mose Und dem Joseph wurden zwei Söhne geboren, ehe das Jahr der Hungersnot kam, die Asenat ihm gebar, die Tochter Potiferas, des Priesters von On. 1Mose41/511Mose Und Joseph gab dem
Erstgeborenen den Namen Manasse: Denn Gott hat mich vergessen lassen all meine Mühe und das ganze Haus meines Vaters. 1Mose41/521Mose Und dem zweiten gab er den Namen Ephraim: Denn Gott hat mich
fruchtbar gemacht im Land meines Elends.
1Mose41/531Mose Und die sieben Jahre des Überflusses, der im Land Ägypten gewesen war, gingen zu Ende, 1Mose41/541Mose und die sieben Jahre der Hungersnot begannen zu kommen, so wie es Joseph
gesagt hatte. Und in allen Ländern war Hungersnot, aber im ganzen Land Ägypten war Brot. 1Mose41/551Mose Als nun das ganze Land Ägypten hungerte und das Volk zum Pharao um Brot schrie, da sagte
der Pharao zu allen Ägyptern: Geht zu Joseph; tut, was er euch sagt! 1Mose41/561Mose Und die Hungersnot war auf der ganzen Erde; und Joseph öffnete alles, worin [Getreide] war, und verkaufte den
Ägyptern Getreide; und die Hungersnot war stark im Land Ägypten. 1Mose41/571Mose Und alle Welt kam nach Ägypten zu Joseph, um Getreide zu kaufen; denn die Hungersnot war stark auf der ganzen
Erde.
Erste Reise der Brüder Josephs nach Ägypten ohne Benjamin.
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1Mose42/11Mose Als Jakob sah, dass Getreide in Ägypten war, da sagte Jakob zu seinen Söhnen: Was seht ihr einander an? 1Mose42/21Mose Und er sagte: Siehe, ich habe gehört, dass es in Ägypten
Getreide gibt. Zieht hinab und kauft uns von da Getreide, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben! 1Mose42/31Mose Da zogen die zehn Brüder Josephs hinab, um Getreide aus Ägypten zu kaufen.
1Mose42/41Mose Aber Benjamin, Josephs Bruder, sandte Jakob nicht mit seinen Brüdern; denn er sagte: Dass ihm nicht etwa ein Unfall begegne! 1Mose42/51Mose Und so kamen die Söhne Israels unter den
Ankommenden, um Getreide zu kaufen; denn die Hungersnot war [auch] im Land Kanaan.
1Mose42/61Mose Und Joseph, er war der Machthaber über das Land, er war es, der allem Volk des Landes Getreide verkaufte. Als nun die Brüder Josephs kamen, beugten sie sich vor ihm nieder, mit dem
Gesicht zur Erde. 1Mose42/71Mose Als Joseph seine Brüder sah, da erkannte er sie; aber er stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sagte zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sagten:
Aus dem Land Kanaan, um Nahrungsmittel zu kaufen. 1Mose42/81Mose Und Joseph hatte seine Brüder erkannt, sie aber erkannten ihn nicht. 1Mose42/91Mose Da dachte Joseph an die Träume, die er von
ihnen gehabt hatte, und er sagte zu ihnen: Ihr seid Kundschafter; die Blöße des Landes auszuspähen, seid ihr gekommen. 1Mose42/101Mose Sie aber sagten zu ihm: Nein, mein Herr; sondern deine
Knechte sind gekommen, um Nahrungsmittel zu kaufen. 1Mose42/111Mose Wir alle - Söhne eines Mannes sind wir! Redliche [Männer] sind wir! Deine Knechte sind keine Kundschafter. 1Mose42/121Mose Er
aber sagte zu ihnen: Nein, sondern die Blöße des Landes zu erspähen, seid ihr gekommen. 1Mose42/131Mose Da sagten sie: Zwölf [an der Zahl] sind deine Knechte, Brüder sind wir, Söhne eines Mannes
im Land Kanaan; und siehe, der jüngste ist heute bei unserm Vater [geblieben], und der eine - er ist nicht mehr. 1Mose42/141Mose Joseph aber sagte zu ihnen: Das ist es, was ich zu euch gesagt
habe: Kundschafter seid ihr! 1Mose42/151Mose Daran sollt ihr geprüft werden: [So wahr] der Pharao lebt! Ihr werdet von hier nicht weggehen, es sei denn, dass euer jüngster Bruder hierher kommt!
1Mose42/161Mose Sendet einen von euch hin, dass er euren Bruder hole! Ihr aber bleibt gefangen, und eure Worte sollen geprüft werden, ob Wahrheit bei euch ist; und wenn nicht, - [so wahr] der
Pharao lebt! - dann seid ihr Kundschafter. 1Mose42/171Mose Und er setzte sie zusammen drei Tage in Gewahrsam.
1Mose42/181Mose Am dritten Tag aber sagte Joseph zu ihnen: Tut folgendes! Dann sollt ihr leben; ich fürchte Gott: 1Mose42/191Mose Wenn ihr redlich seid, so bleibe einer eurer Brüder gefangen im
Haus eures Gewahrsams; ihr aber, zieht hin, bringt Getreide für den Hunger eurer Häuser! 1Mose42/201Mose Euren jüngsten Bruder aber sollt ihr zu mir bringen, dass eure Worte sich als zuverlässig
erweisen und ihr nicht sterbt! Und sie taten so. 1Mose42/211Mose Da sagten sie einer zum anderen: Fürwahr, wir sind schuldbeladen wegen unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er uns
um Gnade anflehte, wir aber nicht hörten. Darum ist diese Not über uns gekommen. 1Mose42/221Mose Und Ruben antwortete ihnen: Habe ich nicht zu euch gesagt: Versündigt euch nicht an dem Jungen?
Aber ihr habt nicht gehört; doch siehe, sein Blut wird gefordert! 1Mose42/231Mose Sie aber erkannten nicht, dass Joseph es verstand, denn der Dolmetscher war zwischen ihnen. 1Mose42/241Mose Und
er wandte sich von ihnen ab und weinte. Dann kehrte er zu ihnen zurück und redete zu ihnen; und er nahm von ihnen Simeon und band ihn vor ihren Augen. 1Mose42/251Mose Und Joseph befahl, dass man
ihre Gefäße mit Getreide fülle und ihr Geld jedem in seinen Sack zurücklege und ihnen Wegzehrung auf den Weg mitgebe. Und man tat ihnen so. 1Mose42/261Mose Dann luden sie ihr Getreide auf ihre
Esel und zogen davon.
1Mose42/271Mose Als nun einer seinen Sack öffnete, um seinem Esel in der Herberge Futter zu geben, da sah er sein Geld, und siehe, es war oben in seinem Sack. 1Mose42/281Mose Und er sagte zu
seinen Brüdern: Mein Geld ist zurückgegeben worden, siehe, da ist es in meinem Sack. Da entfiel ihnen das Herz, und sie sahen einander erschrocken an und sagten: Was hat Gott uns da angetan!
1Mose42/291Mose Und sie kamen in das Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob und berichteten ihm alles, was ihnen widerfahren war, und sagten: 1Mose42/301Mose Der Mann, der Herr des Landes, redete hart
mit uns und behandelte uns wie Kundschafter des Landes. 1Mose42/311Mose Wir sagten zwar zu ihm: Redliche [Männer] sind wir, wir sind keine Kundschafter; 1Mose42/321Mose zwölf Brüder sind wir,
Söhne unseres Vaters; der eine ist nicht mehr, und der jüngste ist heute bei unserem Vater im Land Kanaan [geblieben]. 1Mose42/331Mose Aber der Mann, der Herr des Landes, sagte zu uns: `Daran
werde ich erkennen, dass ihr redlich seid: Einen eurer Brüder lasst bei mir, nehmt [das Getreide für] den Hunger eurer Häuser, und zieht hin; 1Mose42/341Mose aber bringt euren jüngsten Bruder zu
mir, so werde ich erkennen, dass ihr nicht Kundschafter, sondern redliche [Männer] seid! Dann werde ich euch euren Bruder [wieder]geben, und ihr könnt das Land durchziehen.' 1Mose42/351Mose Und
es geschah, als sie ihre Säcke leerten, siehe, da hatte jeder sein Geldbündel in seinem Sack; und sie sahen ihre Geldbündel, sie und ihr Vater, und sie fürchteten sich.
1Mose42/361Mose Ihr Vater Jakob aber sagte zu ihnen: Ihr habt mich der Kinder beraubt: Joseph ist nicht mehr, und Simeon ist nicht mehr; und Benjamin wollt ihr wegnehmen! Das alles kommt über
mich! 1Mose42/371Mose Da sagte Ruben zu seinem Vater: Meine beiden Söhne darfst du töten, wenn ich ihn dir nicht [wieder]bringe. Gib ihn in meine Hand, und ich werde ihn zur dir zurückbringen.
1Mose42/381Mose Er aber sagte: Mein Sohn zieht nicht mit euch hinab; denn sein Bruder ist tot, und er allein ist übriggeblieben. Begegnete ihm ein Unfall auf dem Weg, auf dem ihr zieht, so würdet
ihr mein graues Haar mit Kummer in den Scheol hinabbringen.
Juda als Bürge für Benjamin.
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1Mose43/11Mose Die Hungersnot aber war schwer im Land. 1Mose43/21Mose Und es geschah, als sie das Getreide völlig aufgezehrt hatten, das sie aus Ägypten gebracht hatten, da sagte ihr Vater zu
ihnen: Geht zurück, kauft uns ein wenig Nahrung! 1Mose43/31Mose Da sagte Juda zu ihm: Der Mann hat uns nachdrücklich gewarnt und gesagt: Ihr sollt mein Gesicht nicht sehen, es sei denn euer
Bruder bei euch. 1Mose43/41Mose Wenn du unseren Bruder mit uns senden willst, dann wollen wir hinabziehen und dir Nahrung kaufen; 1Mose43/51Mose wenn du ihn aber nicht sendest, ziehen wir nicht
hinab; denn der Mann hat zu uns gesagt: Ihr sollt mein Gesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder bei euch. 1Mose43/61Mose Da sagte Israel: Warum habt ihr mir das Leid angetan, dem Mann zu
berichten, dass ihr noch einen Bruder habt? 1Mose43/71Mose Sie aber sagten: Der Mann erkundigte sich genau nach uns und unserer Verwandtschaft und sagte: Lebt euer Vater noch? Habt ihr [noch]
einen Bruder? Da berichteten wir ihm, wie es sich verhält. Konnten wir denn wissen, dass er sagen würde: Bringt euren Bruder herab? 1Mose43/81Mose Da sagte Juda zu seinem Vater Israel: Schicke
den Jungen mit mir, so wollen wir uns aufmachen und hinziehen, dass wir leben und nicht sterben, sowohl wir als du als auch unsere Kinder. 1Mose43/91Mose Ich will Bürge für ihn sein, von meiner
Hand sollst du ihn fordern; wenn ich ihn nicht zu dir bringe und ihn vor dein Gesicht stelle, will ich alle Tage vor dir schuldig sein. 1Mose43/101Mose Denn hätten wir nicht gezögert, gewiß, wir
wären jetzt schon zweimal zurückgekehrt. 1Mose43/111Mose Da sagte ihr Vater Israel zu ihnen: Wenn es denn so ist, dann tut folgendes: Nehmt vom besten Ertrag des Landes in eure Gefäße, und bringt
dem Mann ein Geschenk hinab: ein wenig Balsamharz und ein wenig Traubenhonig, Tragakant und Ladanum, Pistazien und Mandeln! 1Mose43/121Mose Und nehmt doppeltes Geld in eure Hand, und bringt das
Geld, das oben in eure Säcke zurückgegeben worden ist, in eurer Hand zurück! Vielleicht war es ein Irrtum. 1Mose43/131Mose Und nehmt euren Bruder und macht euch auf, kehrt zu dem Mann zurück!
1Mose43/141Mose Und Gott, der Allmächtige, gebe euch Barmherzigkeit vor dem Mann, dass er euch euren andern Bruder und Benjamin [wieder mit zurück]schicke. Und ich, wie ich die Kinder verlieren
soll, muss ich die Kinder verlieren!
Zweite Reise der Brüder Josephs nach Ägypten mit Benjamin.
1Mose43/151Mose Da nahmen die Männer dieses Geschenk und nahmen doppeltes Geld in ihre Hand und Benjamin, und machten sich auf und zogen nach Ägypten hinab. Und sie traten vor Joseph.
1Mose43/161Mose Als Joseph den Benjamin bei ihnen sah, sagte er zu dem, der über sein Haus war: Führe die Männer ins Haus, und schlachte Schlachtvieh und richte zu! Denn die Männer sollen mit mir
zu Mittag essen. 1Mose43/1751Mose Und der Mann tat, wie Joseph gesagt hatte; und der Mann führte die Männer in Josephs Haus. 1Mose43/181Mose Da fürchteten sich die Männer, dass sie in Josephs
Haus geführt wurden, und sagten: Um des Geldes willen, das im Anfang wieder in unsere Säcke gekommen ist, werden wir hineingebracht; man will über uns herstürzen und über uns herfallen und uns
als Sklaven nehmen, samt unseren Eseln.
1Mose43/191Mose Und sie traten zu dem Mann, der über Josephs Haus war, und redeten zu ihm am Eingang des Hauses; 1Mose43/201Mose und sie sagten: Bitte, mein Herr! Wir sind im Anfang wirklich
[nur] herabgezogen, um Nahrung zu kaufen. 1Mose43/211Mose Es geschah aber, als wir in die Herberge kamen und unsere Säcke öffneten, siehe, da war das Geld eines jeden oben in seinem Sack, unser
Geld nach seinem Gewicht. Das haben wir in unserer Hand zurückgebracht. 1Mose43/221Mose Auch anderes Geld haben wir in unserer Hand herabgebracht, um Nahrungsmittel zu kaufen. Wir wissen nicht,
wer unser Geld in unsere Säcke gelegt hat. 1Mose43/231Mose Und er sprach: Friede euch! Fürchtet euch nicht! Euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen Schatz in eure Säcke gegeben; euer
Geld ist mir zugekommen. Und er führte Simeon zu ihnen heraus. 1Mose43/241Mose Und der Mann führte die Männer in Josephs Haus und gab [ihnen] Wasser, und sie wuschen ihre Füße; und er gab ihren
Eseln Futter. 1Mose43/251Mose Und sie bereiteten das Geschenk zu, bis Joseph am Mittag käme; denn sie hatten gehört, dass sie dort essen sollten.
1Mose43/261Mose Als Joseph nach Hause kam, da brachten sie ihm das Geschenk, das in ihrer Hand war, ins Haus und warfen sich vor ihm zur Erde nieder. 1Mose43/271Mose Er aber fragte nach ihrem
Wohlergehen und sagte: Geht es eurem alten Vater wohl, von dem ihr spracht? Lebt er noch? 1Mose43/281Mose Sie sagten: Es geht deinem Knecht, unserem Vater, wohl; er lebt noch. Und sie verneigten
sich und warfen sich nieder. 1Mose43/291Mose Und er erhob seine Augen und sah seinen Bruder Benjamin, den Sohn seiner Mutter, und sagte: Ist das euer jüngster Bruder, von dem ihr zu mir
gesprochen habt? Und er sprach: Gott sei dir gnädig, mein Sohn! 1Mose43/301Mose Und Joseph eilte [hinaus], denn sein Innerstes wurde erregt über seinen Bruder, und er suchte [einen Ort], zu
weinen. Und er ging in das innere Gemach und weinte dort. 1Mose43/311Mose Dann wusch er sein Gesicht und kam heraus, bezwang sich und sagte: Tragt das Essen auf! 1Mose43/321Mose Da trug man für
ihn besonders auf und für sie besonders und für die Ägypter, die mit ihm aßen, besonders; denn die Ägypter können nicht mit den Hebräern essen, denn ein Greuel ist das für Ägypter.
1Mose43/331Mose Und sie saßen vor ihm, der Erstgeborene nach seiner Erstgeburt und der Jüngste nach seiner Jugend. Da sahen die Männer einander staunend an. 1Mose43/341Mose Und er ließ ihnen von
den Ehrengerichten vor ihm auftragen. Das Ehrengericht Benjamins aber war fünfmal größer als die Ehrengerichte von ihnen allen. Und sie tranken mit ihm und berauschten sich.
Josephs harte Behandlung seiner Brüder.
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1Mose44/11Mose Dann befahl er dem, der über sein Haus war: Fülle die Säcke der Männer mit Nahrungsmitteln, soviel sie tragen können, und lege das Geld eines jeden oben in seinen Sack!
1Mose44/21Mose Meinen Kelch aber, den silbernen Kelch, sollst du oben in den Sack des Jüngsten legen mit dem Geld für sein Getreide! Und er tat nach Josephs Wort, das er geredet hatte.
1Mose44/31Mose Der Morgen wurde hell, da entließ man die Männer, sie und ihre Esel. 1Mose44/41Mose Sie waren eben zur Stadt hinausgegangen [und noch] nicht weit gekommen, da sagte Joseph zu dem,
der über sein Haus war: Mache dich auf, jage den Männern nach, und hast du sie erreicht, so sage zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Bösem vergolten? 1Mose44/51Mose Ist es nicht der, aus dem mein
Herr trinkt und aus dem er zu wahrsagen pflegt? Ihr habt schlecht [daran] getan, dass ihr [so] gehandelt habt! 1Mose44/61Mose Und er erreichte sie und redete diese Worte zu ihnen. 1Mose44/71Mose
Da sagten sie zu ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Fern sei es von deinen Knechten, eine solche Sache zu tun! 1Mose44/81Mose Siehe, das Geld, das wir oben in unseren Säcken fanden, haben
wir dir aus dem Land Kanaan zurückgebracht! Und wie sollten wir aus dem Haus deines Herrn Silber oder Gold stehlen? 1Mose44/91Mose Derjenige von deinen Knechten, bei dem er gefunden wird, der
soll sterben; und dazu wollen wir meinem Herrn zu Knechten werden. 1Mose44/101Mose Da sagte er: Nun gut, nach euren Worten, so sei es: Bei wem er gefunden wird, der sei mein Knecht, ihr aber
sollt schuldlos sein. 1Mose44/111Mose Darauf hoben sie schnell jeder seinen Sack auf die Erde herab und öffneten jeder seinen Sack. 1Mose44/121Mose Und er durchsuchte: beim Ältesten fing er an,
und beim Jüngsten hörte er auf. Und der Kelch fand sich im Sack Benjamins. 1Mose44/131Mose Da zerrissen sie ihre Kleider, jeder belud seinen Esel, und sie kehrten in die Stadt zurück.
1Mose44/41Mose Und Juda und seine Brüder kamen in das Haus Josephs; und er war noch dort. Und sie fielen vor ihm nieder zur Erde. 1Mose44/151Mose Joseph sagte zu ihnen: Was ist das für eine Tat,
die ihr getan habt! Wußtet ihr nicht, dass ein Mann wie ich wahrsagen kann? 1Mose44/161Mose Da sagte Juda: Was sollen wir meinem Herrn sagen? Was sollen wir reden und wie uns rechtfertigen? Gott
hat die Schuld deiner Knechte gefunden; siehe, wir sind die Knechte meines Herrn, sowohl wir als auch der, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist. 1Mose44/171Mose Er aber sagte: Fern sei es
von mir, so etwas zu tun! Der Mann, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist, der soll mein Knecht sein. Ihr aber zieht in Frieden hinauf zu eurem Vater. 1Mose44/181Mose Da trat Juda zu ihm
und sagte: Bitte, mein Herr, lasse doch deinen Knecht ein Wort reden zu den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen Knecht, denn du bist dem Pharao gleich.
1Mose44/191Mose Mein Herr fragte seine Knechte: `Habt ihr [noch] einen Vater oder einen Bruder?' 1Mose44/201Mose Und wir sagten zu meinem Herrn: `Wir haben einen alten Vater und einen kleinen
Jungen, [der ihm] im Alter [geboren wurde]; dessen Bruder aber ist tot. So ist er allein von seiner Mutter übriggeblieben, und sein Vater liebt ihn. 1Mose44/211Mose Da sagtest du zu deinen
Knechten: `Bringt ihn zu mir herab, dass ich mein Auge auf ihn richte!' 1Mose44/221Mose Wir aber sagten zu meinem Herrn: `Der Junge kann seinen Vater nicht verlassen; verließe er seinen Vater, so
würde der sterben.' 1Mose44/231Mose Da sprachst du zu deinen Knechten: `Wenn euer jüngster Bruder nicht mit euch herabkommt, dann sollt ihr mein Gesicht nicht mehr sehen.' 1Mose44/241Mose Und es
geschah, als wir hinaufgezogen waren zu deinem Knecht, meinem Vater, da berichteten wir ihm die Worte meines Herrn. 1Mose44/251Mose Als nun unser Vater sagte: `Kehrt zurück, kauft uns ein wenig
Nahrung'! 1Mose44/261Mose da sagten wir: `Wir können nicht hinabziehen. Wenn unser jüngster Bruder bei uns ist, dann ziehen wir hinab. Denn wir können das Gesicht des Mannes nicht sehen, ohne
dass unser jüngster Bruder bei uns ist.' 1Mose44/271Mose Da sagte dein Knecht, mein Vater, zu uns: `Ihr wißt, dass meine Frau mir zwei geboren hat. Der 1Mose44/281Mose eine ist von mir
weggegangen, und ich sagte: Fürwahr, er ist wirklich zerrissen worden; und ich habe ihn bis jetzt nicht [mehr wieder]gesehen. 1Mose44/291Mose Und nehmt ihr auch den von mir weg und es begegnet
ihm ein Unfall, dann bringt ihr mein graues Haar mit Unglück in den Scheol hinab.' 1Mose44/301Mose Und nun, wenn ich zu deinem Knecht, meinem Vater, käme und der Junge wäre nicht bei uns - hängt
doch seine Seele an dessen Seele -, 1Mose44/311Mose dann würde es geschehen, dass er stirbt, wenn er sähe, dass der Junge nicht da ist. Dann hätten deine Knechte das graue Haar deines Knechtes,
unseres Vaters, mit Kummer in den Scheol hinabgebracht. 1Mose44/321Mose Denn dein Knecht ist für den Jungen Bürge geworden bei meinem Vater und hat gesagt: `Wenn ich ihn nicht zu dir bringe, will
ich alle Tage vor meinem Vater schuldig sein.' 1Mose44/331Mose Und nun, lasse doch deinen Knecht anstelle des Jungen [hier] bleiben als Knecht meines Herrn, der Junge aber ziehe hinauf mit seinen
Brüdern! 1Mose44/341Mose Denn wie könnte ich zu meinem Vater hinaufziehen, ohne dass der Junge bei mir ist? - Dass ich nicht das Unglück [mit] ansehen muss, das meinen Vater [dann]
trifft.
Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen.
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1Mose45/11Mose Da konnte Joseph sich nicht [mehr] bezwingen vor all denen, die um ihn her standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! So stand niemand bei ihm, als Joseph sich
seinen Brüdern zu erkennen gab. 1Mose45/21Mose Und er erhob seine Stimme mit Weinen, dass die Ägypter es hörten, und [auch] das Haus des Pharao hörte es. 1Mose45/31Mose Und Joseph sagte zu seinen
Brüdern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? Seine Brüder aber konnten ihm nicht antworten, denn sie waren bestürzt vor ihm. 1Mose45/41Mose Da sagte Joseph zu seinen Brüdern: Tretet doch zu mir
heran! Und sie traten heran. Und er sagte: Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. 1Mose45/51Mose Und nun seid nicht bekümmert, und werdet nicht zornig [auf euch selbst],
dass ihr mich hierher verkauft habt! Denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt. 1Mose45/61Mose Denn schon zwei Jahre ist die Hungersnot im Land, und [es dauert] noch fünf
Jahre, dass es kein Pflügen und Ernten gibt. 1Mose45/71Mose Doch Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten für eine große
Errettung. 1Mose45/81Mose Und nun, nicht ihr habt mich hierhergesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn seines ganzen Hauses und zum Herrscher über das
ganze Land Ägypten. 1Mose45/91Mose Eilt und zieht hinauf zu meinem Vater, und sagt zu ihm: `So spricht dein Sohn Joseph: Gott hat mich zum Herrn von ganz Ägypten gemacht. Komm zu mir herab,
zögere nicht! 1Mose45/101Mose Du sollst im Land Goschen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Söhne und die Söhne deiner Söhne, deine Schafe und deine Rinder und alles, was du hast.
1Mose45/111Mose Und ich will dich dort versorgen - denn noch fünf Jahre [dauert die] Hungersnot -, dass du nicht verarmst, du und dein Haus und alles, was du hast.' 1Mose45/121Mose Und siehe,
eure Augen und die Augen meines Bruders Benjamin sehen es, dass mein Mund es ist, der zu euch redet. 1Mose45/131Mose Und berichtet meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Ägypten und alles, was
ihr gesehen habt; und eilt und bringt meinen Vater hierher herab! 1Mose45/141Mose Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte an seinem Hals. 1Mose45/151Mose
Und herzlich küßte er alle seine Brüder und weinte an ihnen. Danach redeten seine Brüder mit ihm.
1Mose45/161Mose Und das Gerücht wurde im Haus des Pharao gehört, dass man sagte: Josephs Brüder sind gekommen. Und es war gut in den Augen des Pharao und in den Augen seiner Diener.
1Mose45/171Mose Und der Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Brüdern: `Tut dies: Beladet eure Tiere, und zieht hin, geht ins Land Kanaan, 1Mose45/181Mose und nehmt euren Vater und eure Familien,
und kommt zu mir! Ich will euch das Beste des Landes Ägypten geben, und ihr sollt das Fett des Landes essen.' 1Mose45/191Mose Du aber hast den Befehl [zu sagen]: `Tut dies: Nehmt euch aus dem
Land Ägypten Wagen für eure Kinder und für eure Frauen, und holt euren Vater und kommt! 1Mose45/201Mose Und seid nicht betrübt wegen eures Hausrates, denn das Beste des ganzen Landes Ägypten soll
euch gehören.' 1Mose45/211Mose Da taten die Söhne Israels so. Und Joseph gab ihnen auf den Befehl des Pharao Wagen und gab ihnen Wegzehrung mit auf den Weg. 1Mose45/221Mose Er gab ihnen allen,
einem jeden, Wechselkleider, aber Benjamin gab er dreihundert Silber[-Schekel] und fünf Wechselkleider. 1Mose45/231Mose Ebenso sandte er seinem Vater zehn Esel, beladen mit dem Besten Ägyptens,
und zehn Eselinnen, beladen mit Getreide und Brot und Nahrung für seinen Vater auf den Weg. 1Mose45/241Mose Und er entließ seine Brüder, und sie zogen hin, und er sagte zu ihnen: Ereifert euch
nicht auf dem Weg!
1Mose45/251Mose So zogen sie aus Ägypten hinauf, und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob. 1Mose45/261Mose Und sie berichteten ihm: Joseph lebt noch, ja, er ist Herrscher über das ganze
Land Ägypten. Aber sein Herz blieb kalt, denn er glaubte ihnen nicht. 1Mose45/271Mose Da redeten sie zu ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen geredet hatte. Und als er die Wagen sah, die Joseph
gesandt hatte, um ihn zu holen, da lebte der Geist ihres Vaters Jakob auf. 1Mose45/281Mose Und Israel sprach: Genug! Mein Sohn Joseph lebt noch! Ich will hinziehen und ihn sehen, bevor ich
sterbe.
Jakobs Ausreise nach Ägypten.
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1Mose46/11Mose Und Israel brach auf und alles, was er hatte, und kam nach Beerscheba; und er opferte dem Gott seines Vaters Isaak Schlachtopfer. 1Mose46/21Mose Und Gott sprach zu Israel in
Nachtgesichten und sagte: Jakob! Jakob! Und er sagte: Hier bin ich. 1Mose46/31Mose Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters. Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn zu
einer großen Nation will ich dich dort machen! 1Mose46/41Mose Ich selbst ziehe mit dir nach Ägypten hinab, und ich, ich führe dich auch wieder herauf. Und Joseph wird seine Hand auf deine Augen
legen. 1Mose46/51Mose Da machte sich Jakob von Beerscheba auf, und die Söhne Israels hoben ihren Vater Jakob und ihre Kinder und ihre Frauen auf die Wagen, die der Pharao gesandt hatte, um ihn zu
holen. 1Mose46/61Mose Und sie nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Land Kanaan erworben hatten, und kamen nach Ägypten, Jakob und all seine Nachkommenschaft mit ihm: 1Mose46/71Mose seine
Söhne und die Söhne seiner Söhne mit ihm, seine Töchter und die Töchter seiner Söhne, und seine ganze Nachkommenschaft brachte er mit sich nach Ägypten.
Jakobs Nachkommen.
V. 8-25: Kap. 35,23-26.
1Mose46/81Mose Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen, Jakob und seine Söhne: der Erstgeborene Jakobs: Ruben. 1Mose46/91Mose Und die Söhne Rubens: Henoch und Pallu und
Hezron und Karmi. 1Mose46/101Mose Und die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und Jachin und Zohar und Schaul, der Sohn der Kanaaniterin. 1Mose46/111Mose Und die Söhne Levis: Gerschon, Kehat
und Merari. 1Mose46/121Mose Und die Söhne Judas: Er und Onan und Schela und Perez und Serach; Er und Onan aber starben im Land Kanaan. Und die Söhne des Perez waren Hezron und Hamul.
1Mose46/131Mose Und die Söhne Issaschars: Tola und Puwa und Job und Schimron. 1Mose46/141Mose Und die Söhne Sebulons: Sered und Elon und Jachleel. 1Mose46/151Mose Das sind die Söhne der Lea, die
sie dem Jakob in Paddan-Aram geboren hatte, und seine Tochter Dina. [Die Zahl] aller Seelen seiner Söhne und seiner Töchter [betrug] 33. - 1Mose46/161Mose Und die Söhne Gads: Zifjon und Haggi,
Schuni und Ezbon, Eri und Arod und Areli. 1Mose46/171Mose Und die Söhne Assers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beri und ihre Schwester Serach. Und die Söhne Berias: Heber und Malkiel.
1Mose46/181Mose Das sind die Söhne der Silpa, die Laban seiner Tochter Lea gegeben hatte; und sie gebar diese dem Jakob, sechzehn Seelen. - 1Mose46/191Mose Die Söhne der Rahel, der Frau Jakobs:
Joseph und Benjamin. 1Mose46/201Mose Und dem Joseph wurden im Land Ägypten Manasse und Ephraim geboren, die ihm Asenat gebar, die Tochter Potiferas, des Priesters von On. 1Mose46/211Mose Und die
Söhne Benjamins: Bela und Becher und Aschbel, Gera und Naaman, Ehi und Rosch, Muppim und Huppim und Ard. 1Mose46/221Mose Das sind die Söhne der Rahel, die Jakob geboren wurden, zusammen vierzehn
Seelen. - 1Mose46/231Mose Und die Söhne Dans: Schuham. 1Mose46/241Mose Und die Söhne Naftalis: Jachzeel und Guni und Jezer und Schillem. 1Mose46/251Mose Das sind die Söhne der Bilha, die Laban
seiner Tochter Rahel gegeben hatte; und sie gebar diese dem Jakob, insgesamt sieben Seelen. - 1Mose46/261Mose Alle dem Jakob [angehörigen] Seelen, die nach Ägypten kamen, die aus seinen Lenden
hervorgegangen waren, ausgenommen die Frauen der Söhne Jakobs, alle Seelen waren 66. 1Mose46/271Mose Und die Söhne Josephs, die ihm in Ägypten geboren wurden, waren zwei Seelen. Alle Seelen des
Hauses Jakob, die nach Ägypten kamen, waren siebzig.
Jakobs Wiedersehen mit Joseph.
1Mose46/281Mose Und er sandte Juda vor sich her zu Joseph, dass er vor ihm her Weisung gebe nach Goschen. Und sie kamen in das Land Goschen. 1Mose46/291Mose Da spannte Joseph seinen Wagen an und
zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen nach Goschen; und als er seiner ansichtig wurde, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Hals. 1Mose46/301Mose Und Israel sagte zu Joseph: Nun
kann ich sterben, nachdem ich dein Gesicht gesehen habe, dass du noch lebst! 1Mose46/311Mose Und Joseph sagte zu seinen Brüdern und zum Haus seines Vaters: Ich will hinaufziehen und dem Pharao
berichten und zu ihm sagen: `Meine Brüder und das Haus meines Vaters, die im Land Kanaan waren, sind zu mir gekommen. 1Mose46/321Mose Und die Männer sind Schafhirten - denn sie haben Viehzucht
getrieben -, und sie haben ihre Schafe und ihre Rinder und alles, was sie haben, mitgebracht.' 1Mose46/331Mose Und geschieht es, dass der Pharao euch ruft und spricht: `Was ist eure Tätigkeit?'
1Mose46/341Mose dann sagt: `Deine Knechte haben Viehzucht getrieben von unserer Jugend an bis jetzt, sowohl wir als auch unsere Väter', damit ihr im Land Goschen bleiben könnt; denn alle
Schafhirten sind den Ägyptern ein Greuel.
Jakob und seine Söhne vor Pharao.
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1Mose47/11Mose Und Joseph kam und berichtete dem Pharao und sagte: Mein Vater und meine Brüder, ihre Schafe und ihre Rinder und alles, was sie haben, sind aus dem Land Kanaan gekommen; und siehe,
sie sind im Land Goschen. 1Mose47/21Mose Und er nahm aus der Gesamtheit seiner Brüder fünf Männer und stellte sie vor den Pharao. 1Mose47/31Mose Und der Pharao sprach zu seinen Brüdern: Was ist
eure Tätigkeit? Und sie sagten zum Pharao: Deine Knechte sind Schafhirten, sowohl wir als auch unsere Väter. 1Mose47/41Mose Und sie sagten zum Pharao: Wir sind gekommen, um uns im Land als Fremde
aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für die Schafe, die deine Knechte haben, denn die Hungersnot ist schwer im Land Kanaan. Und nun lasse doch deine Knechte im Land Goschen wohnen!
1Mose47/51Mose Da sagte der Pharao zu Joseph: Dein Vater und deine Brüder sind zu dir gekommen. 1Mose47/61Mose Das Land Ägypten ist vor dir: Laß deinen Vater und deine Brüder im besten Teil des
Landes wohnen; sie sollen im Land Goschen wohnen. Und wenn du erkennst, dass tüchtige Männer unter ihnen sind, setze sie als Oberhirten ein über das, was ich habe!
1Mose47/71Mose Und Joseph brachte seinen Vater Jakob und ließ ihn vor den Pharao treten. Und Jakob segnete den Pharao. 1Mose47/81Mose Und der Pharao sprach zu Jakob: Wie viele sind die Tage
deiner Lebensjahre? 1Mose47/91Mose Und Jakob sprach zum Pharao: Die Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind 130 Jahre; wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre, und sie erreichen nicht
die Tage der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft. 1Mose47/101Mose Und Jakob segnete den Pharao und ging von dem Pharao hinaus. 1Mose47/111Mose Joseph aber wies seinem
Vater und seinen Brüdern Wohnsitze an und gab ihnen Grundbesitz im Land Ägypten, im besten Teil des Landes, im Land Ramses, wie der Pharao befohlen hatte. 1Mose47/121Mose Und Joseph versorgte
seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot nach der Zahl der Kinder.
Josephs Verwaltung des Landes Ägypten.
1Mose47/131Mose Und es gab kein Brot im ganzen Land, denn die Hungersnot war sehr schwer; und das Land Ägypten und das Land Kanaan verschmachteten vor Hunger. 1Mose47/141Mose Und Joseph brachte
alles Geld zusammen, das sich im Land Ägypten und im Land Kanaan vorfand, für das Getreide, das man kaufte. Und Joseph brachte das Geld in das Haus des Pharao. 1Mose47/151Mose Und als das Geld im
Land Ägypten und im Land Kanaan ausging, da kamen alle Ägypter zu Joseph und sagten: Bring uns Brot her! Warum sollen wir denn vor dir sterben? Denn das Geld ist zu Ende. 1Mose47/161Mose Da sagte
Joseph: Bringt euer Vieh her! Dann gebe ich euch [Brot] für euer Vieh, wenn das Geld zu Ende ist. 1Mose47/171Mose Da brachten sie ihr Vieh zu Joseph, und Joseph gab ihnen Brot für die Pferde und
für die Schafherden und für die Rinderherden und für die Esel; und so versorgte er sie mit Brot für all ihr Vieh in jenem Jahr.
1Mose47/181Mose Als jenes Jahr zu Ende war, da kamen sie im zweiten Jahr zu ihm und sagten zu ihm: Wir wollen es meinem Herrn nicht verschweigen, dass das Geld ausgegangen ist, und die Viehherden
sind bei meinem Herrn. Nichts ist vor meinem Herrn übriggeblieben als nur unser Leib und unser Land. 1Mose47/191Mose Warum sollen wir vor deinen Augen sterben, sowohl wir als auch unser Land?
Kaufe uns und unser Land für Brot, dann wollen wir und unser Land dem Pharao fronpflichtig sein; und gib Samen, dass wir leben und nicht sterben und das Land nicht verödet daliegt!
1Mose47/201Mose Da kaufte Joseph das ganze Land Ägypten für den Pharao; denn die Ägypter verkauften jeder sein Feld, weil die Hungersnot schwer auf ihnen lag. Und so kam das Land an den Pharao.
1Mose47/211Mose Und das Volk, das versetzte er in die verschiedenen Städte, von einem Ende der Grenze Ägyptens bis zu ihrem anderen Ende. 1Mose47/221Mose Nur das Land der Priester kaufte er
nicht, denn die Priester hatten ein festgesetztes Einkommen vom Pharao, und sie lebten von ihrem festgesetzten Einkommen, das der Pharao ihnen gab; deshalb verkauften sie ihr Land nicht.
1Mose47/231Mose Und Joseph sagte zum Volk: Siehe, ich habe euch und euer Land heute für den Pharao gekauft. Da habt ihr Samen! Besät nun das Land! 1Mose47/241Mose Und es soll beim Ernten
geschehen, dass ihr den Fünften dem Pharao gebt; die vier Teile aber sollen für euch sein zum Besäen des Feldes und zur Nahrung für euch und für die, die in euren Häusern sind, und zu Nahrung für
eure Kinder. 1Mose47/251Mose Da sagten sie: Du hast uns am Leben erhalten; finden wir Gunst in den Augen meines Herrn, dann wollen wir Knechte des Pharao sein. 1Mose47/261Mose Und Joseph legte es
dem Land Ägypten bis zu diesem Tag als Ordnung auf, dass dem Pharao der Fünfte gehöre. Nur das Land der Priester allein kam nicht an den Pharao.
Jakobs Anweisung für sein Begräbnis.
1Mose47/271Mose Und Israel wohnte im Land Ägypten, im Land Goschen; und sie machten sich darin ansässig und waren fruchtbar und vermehrten sich sehr. 1Mose47/281Mose Und Jakob lebte im Lande
Ägypten siebzehn Jahre; und die Tage Jakobs, die Jahre seines Lebens, betrugen 147 Jahre. 1Mose47/291Mose Und als die Tage Israels nahten, dass er sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph und
sprach zu ihm: Wenn ich nun Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann lege doch deine Hand unter meine Hüfte, und erweise Gnade und Treue an mir: Begrabe mich doch nicht in Ägypten!
1Mose47/301Mose Wenn ich mich zu meinen Vätern gelegt habe, dann führe mich aus Ägypten, und begrabe mich in ihrem Grab! Und er sprach: Ich werde tun nach deinem Wort. 1Mose47/311Mose Er aber
sagte: Schwöre mir! Da schwor er ihm. Und Israel neigte sich [anbetend] nieder am Kopfende des Bettes.
Jakobs Segen über seine Enkel Ephraim und Manasse.
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1Mose48/11Mose Und es geschah nach diesen Dingen, dass man dem Joseph sagte: Siehe, dein Vater ist krank. Da nahm er seine beiden Söhne, Manasse und Ephraim, mit sich. 1Mose48/21Mose Und man
berichtete dem Jakob und sagte: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Da machte Israel sich stark und setzte sich im Bett auf. 1Mose48/31Mose Und Jakob sagte zu Joseph: Gott, der Allmächtige,
erschien mir in Lus im Land Kanaan, und er segnete mich 1Mose48/41Mose und sprach zu mir: `Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich vermehren, und ich will dich zu einer Schar von Völkern
machen und dieses Land deiner Nachkommenschaft nach dir zum ewigen Besitz geben.' 1Mose48/51Mose Und nun, deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten
kam, sollen mir gehören; Ephraim und Manasse sollen mir gehören wie Ruben und Simeon. 1Mose48/61Mose Aber deine Kinder, die du nach ihnen gezeugt hast, sollen dir gehören. Nach dem Namen ihrer
Brüder sollen sie genannt werden in ihrem Erbteil. 1Mose48/71Mose Denn ich - als ich aus Paddan kam, starb Rahel bei mir im Land Kanaan, auf dem Weg, als es noch eine Strecke Landes war, um nach
Efrata zu kommen; und ich begrub sie dort am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem.
1Mose48/81Mose Als Israel die Söhne Josephs sah, sagte er: Wer sind diese? 1Mose48/91Mose Und Joseph sagte zu seinem Vater: Das sind meine Söhne, die Gott mir hier gegeben hat. Da sagte er: Bring
sie doch zu mir her, dass ich sie segne! 1Mose48/101Mose Die Augen Israels aber waren schwer vor Alter, er konnte nicht sehen. Und als er sie zu ihm gebracht hatte, küßte er sie und umarmte sie.
1Mose48/111Mose Und Israel sprach zu Joseph: Ich hatte nicht gedacht, dein Gesicht [noch einmal] zu sehen, und siehe, Gott hat mich sogar deine Nachkommen sehen lassen! 1Mose48/121Mose Und Joseph
nahm sie von seinen Knien weg und beugte sich auf sein Gesicht zur Erde nieder. 1Mose48/131Mose Und Joseph nahm sie beide, Ephraim mit seiner Rechten zur Linken Israels und Manasse mit seiner
Linken zur Rechten Israels, und brachte sie zu ihm. 1Mose48/141Mose Da streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf Ephraims Kopf - obwohl er der Jüngere war - und seine Linke auf Manasses
Kopf; er legte seine Hände über Kreuz. Denn Manasse war der Erstgeborene. 1Mose48/151Mose Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gelebt
haben, der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag, 1Mose48/161Mose der Engel, der mich von allem Übel erlöst hat, segne die Knaben; und in ihnen werde mein Name genannt
und der Name meiner Väter, Abraham und Isaak, und sie sollen sich vermehren zu einer Menge mitten im Land!
1Mose48/171Mose Und als Joseph sah, dass sein Vater seine rechte Hand auf Ephraims Kopf legte, war es schlecht in seinen Augen; und er faßte die Hand seines Vaters, um sie von Ephraims Kopf
wegzuwenden auf Manasses Kopf. 1Mose48/181Mose Und Joseph sagte zu seinem Vater: Nicht so, mein Vater! Denn dieser ist der Erstgeborene. Lege deine Rechte auf seinen Kopf! 1Mose48/191Mose Aber
sein Vater weigerte sich und sprach: ich weiß es, mein Sohn, ich weiß es. Auch er wird zu einem Volk werden, und auch er wird groß sein. Jedoch wird sein jüngerer Bruder größer sein als er, und
seine Nachkommenschaft wird eine Fülle von Nationen werden. 1Mose48/201Mose Und er segnete sie an jenem Tag und sprach: Mit dir wird Israel segnen und sagen: Gott mache dich wie Ephraim und wie
Manasse! So setzte er Ephraim vor Manasse. 1Mose48/211Mose Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; aber Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer Väter zurückbringen.
1Mose48/221Mose Und ich gebe dir einen Bergrücken über deine Brüder hinaus, den ich aus der Hand der Amoriter mit meinem Schwert und mit meinem Bogen genommen habe.
Jakobs Segen über seine Söhne - Sein Tod.
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1Mose49/11Mose Und Jakob rief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in künftigen Tagen. 1Mose49/21Mose Kommt zusammen und hört, ihr Söhne
Jakobs, und hört auf Israel, euren Vater!
V. 3-27: Kap. 35,23-26; vgl. 5Mo 33,6-25.
1Mose49/31Mose Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine Stärke und der Erstling meiner Kraft! Vorrang an Hoheit und Vorrang an Macht! 1Mose49/41Mose Du bist übergewallt wie die Wasser, du sollst
keinen Vorrang haben, denn du hast das Lager deines Vaters bestiegen; da hast du es entweiht. Mein Bett hat er bestiegen!
1Mose49/51Mose Die Brüder Simeon und Levi, Werkzeuge der Gewalttat sind ihre Waffen. 1Mose49/61Mose Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, meine Ehre vereinige sich nicht mit ihrer
Versammlung! Denn in ihrem Zorn erschlugen sie den Mann, in ihrem Mutwillen lähmten sie den Stier. 1Mose49/71Mose Verflucht sei ihr Zorn, weil er so gewalttätig, und ihr Grimm, weil er so grausam
ist! Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel.
1Mose49/81Mose Juda, du, dich werden deine Brüder preisen! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Vor dir werden sich niederbeugen die Söhne deines Vaters. 1Mose49/91Mose Juda ist ein
junger Löwe; vom Raub, mein Sohn, bist du hochgekommen. Er kauert, er lagert sich wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufreizen? 1Mose49/101Mose Nicht weicht das Zepter von Juda, noch
der Herrscherstab zwischen seinen Füßen weg, bis dass der Schilo kommt, dem gehört der Gehorsam der Völker. 1Mose49/111Mose An den Weinstock bindet er sein Eselsfüllen, an die Edelrebe das Junge
seiner Eselin; er wäscht im Wein sein Kleid und im Blut der Trauben sein Gewand; 1Mose49/121Mose die Augen sind dunkel von Wein und weiß die Zähne von Milch.
1Mose49/131Mose Sebulon wohnt an der Küste der Meere, und an der Küste der Schiffe [liegt] er, seine Seite nach Sidon hin.
1Mose49/141Mose Issaschar ist ein knochiger Esel, der sich lagert zwischen den Hürden. 1Mose49/151Mose Und als er sah, dass die Ruhe gut und dass das Land lieblich war, da beugte er seine
Schulter zum Lasttragen und wurde zum fronpflichtigen Knecht.
1Mose49/161Mose Dan richtet sein Volk wie einer der Stämme Israels. 1Mose49/171Mose Dan ist eine Schlange am Weg, eine Hornotter am Pfad, die in die Fersen des Pferdes beißt, und rücklings fällt
sein Reiter.
1Mose49/181Mose Auf deine Rettung, HERR, harre ich!
1Mose49/191Mose Gad, Räuberscharen bedrängen ihn, und er, er drängt [ihnen nach auf der] Ferse.
1Mose49/201Mose Von Asser: Fettes ist sein Brot; und er, königliche Leckerbissen gibt er.
1Mose49/211Mose Naftali ist eine flüchtige Hirschkuh; er gibt schöne Worte.
1Mose49/221Mose Ein junger Fruchtbaum ist Joseph, ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige ranken über die Mauer. 1Mose49/231Mose Und es reizen ihn die Bogenschützen und schießen und
feinden ihn an; 1Mose49/241Mose aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände, durch die Hände des Mächtigen Jakobs, von dort, dem Hirten, dem Stein Israels,
1Mose49/251Mose von dem Gott deines Vaters - der helfe dir - und [von] Gott, dem Allmächtigen - der segne dich mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit
Segnungen der Brüste und des Mutterleibes. 1Mose49/261Mose Die Segnungen deines Vaters überragen die Segnungen der uralten Berge, das begehrenswerte [Gut] der ewigen Hügel. Sie seien auf dem
Haupt Josephs und auf dem Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern.
1Mose49/271Mose Benjamin ist ein Wolf, der zerreißt; am Morgen verzehrt er Raub, und am Abend verteilt er Beute.
1Mose49/281Mose Alle diese sind die zwölf Stämme Israels, und das ist es, was ihr Vater zu ihnen redete. Und er segnete sie, jeden nach seinem Segen, mit dem er sie segnete. 1Mose49/291Mose Und
er befahl ihnen und sagte zu ihnen: Bin ich versammelt zu meinem Volk, dann begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle, die auf dem Feld des Hetiters Efron [liegt]; 1Mose49/301Mose in der Höhle,
die auf dem Feld Machpela gegenüber von Mamre ist, im Land Kanaan, [auf] dem Feld, das Abraham von dem Hetiter Efron zum Erbbegräbnis gekauft hat. 1Mose49/311Mose Dort haben sie Abraham begraben
und seine Frau Sara; dort haben sie Isaak begraben und seine Frau Rebekka; und dort habe ich Lea begraben. 1Mose49/321Mose Das Feld und die Höhle, die darauf ist, sind Besitz, [gekauft] von den
Söhnen Het. 1Mose49/331Mose Und als Jakob damit geendet hatte, seinen Söhnen Befehle zu geben, zog er seine Füße aufs Bett herauf und verschied und wurde zu seinen Völkern versammelt.
Jakobs Begräbnis in Hebron.
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1Mose50/11Mose Da fiel Joseph auf das Angesicht seines Vaters und weinte über ihm und küßte ihn. 1Mose50/21Mose Und Joseph befahl seinen Dienern, den Ärzten, seinen Vater einzubalsamieren. Und
die Ärzte balsamierten Israel ein. 1Mose50/31Mose Darüber wurden vierzig Tage für ihn voll, denn so lange währt die Zeit des Einbalsamierens. Und die Ägypter beweinten ihn siebzig Tage.
1Mose50/41Mose Und als die Tage, da man ihn beweinte, vorüber waren, redete Joseph zum Haus des Pharao und sagte: Wenn ich doch Gunst gefunden habe in euren Augen, so redet doch vor den Ohren des
Pharao und sagt: 1Mose50/51Mose Mein Vater hat mich schwören lassen und gesagt: Siehe, ich sterbe. In meinem Grab, das ich mir im Land Kanaan gegraben habe, dort begrabe mich! Und nun, lasse mich
doch hinaufziehen, dass ich meinen Vater begrabe und zurückkomme! 1Mose50/61Mose Da sagte der Pharao: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie er dich hat schwören lassen! 1Mose50/71Mose So zog
Joseph hinauf, um seinen Vater zu begraben; und mit ihm zogen hinauf alle Diener des Pharao, die Ältesten seines Hauses und alle Ältesten des Landes Ägypten 1Mose50/81Mose und das ganze Haus
Josephs und seine Brüder und das Haus seines Vaters. Nur ihre Kinder und ihre Schafe und ihre Rinder ließen sie im Land Goschen zurück. 1Mose50/91Mose Sogar Wagen und Reiter zogen mit ihm hinauf,
und es wurde ein ganz gewaltiges Heerlager. 1Mose50/101Mose Und sie kamen nach Goren-Atad, das jenseits des Jordan liegt. Dort hielten sie eine sehr große und schwere Totenklage; und er
veranstaltete für seinen Vater eine Trauerfeier von sieben Tagen. 1Mose50/111Mose Als aber die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, die Trauerfeier bei Gosen-Atad sahen, sagten sie: Eine schwere
Trauerfeier ist das für Ägypten; daher gab man ihr den Namen Abel-Mizrajim, sie [liegt] jenseits des Jordan. 1Mose50/121Mose Und seine Söhne taten mit ihm so, wie er ihnen befohlen hatte;
1Mose50/131Mose und seine Söhne brachten ihn in das Land Kanaan und begruben ihn in der Höhle des Feldes Machpela, des Feldes, das Abraham zum Erbbegräbnis gekauft hatte von dem Hetiter Efron,
angesichts von Mamre. 1Mose50/141Mose Dann kehrte Joseph nach Ägypten zurück, nachdem er seinen Vater begraben hatte, er und seine Brüder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, um seinen
Vater zu begraben.
Josephs brüderliche Haltung - Sein Tod.
1Mose50/151Mose Und als Josephs Brüder sahen, dass ihr Vater gestorben war, sagten sie: Wenn nun Joseph uns anfeindet und uns gar all das Böse vergilt, das wir ihm angetan haben! 1Mose50/161Mose
So entboten sie dem Joseph und ließen sagen: Dein Vater hat vor seinem Tod befohlen und gesagt: 1Mose50/171Mose `So sollt ihr zu Joseph sagen: Ach, vergib doch das Verbrechen deiner Brüder und
ihre Sünde, dass sie dir Böses angetan haben!' Und nun vergib doch das Verbrechen der Knechte des Gottes deines Vaters! Da weinte Joseph, als sie zu ihm redeten. 1Mose50/181Mose Und auch seine
Brüder gingen und fielen vor ihm nieder und sagten: Siehe, da hast du uns als Knechte. 1Mose50/191Mose Joseph aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Bin ich etwa an Gottes Stelle?
1Mose50/201Mose Ihr zwar, ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt; Gott [aber] hatte beabsichtigt, es zum Guten [zu wenden], damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu
erhalten. 1Mose50/211Mose Und nun, fürchtet euch nicht! Ich werde euch und eure Kinder versorgen. So tröstete er sie und redete zu ihrem Herzen.
1Mose50/221Mose Und Joseph blieb in Ägypten, er und das Haus seines Vaters; und Joseph lebte 110 Jahre. 1Mose50/231Mose Und Joseph sah von Ephraim Söhne der dritten [Generation]; auch die Söhne
Machirs, des Sohnes Manasses, wurden auf die Knie Josephs geboren. 1Mose50/241Mose Und Joseph sagte zu seinen Brüdern: Ich sterbe nun; Gott aber wird euch heimsuchen und euch aus diesem Land
hinaufführen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat. 1Mose50/251Mose Und Joseph ließ die Söhne Israels schwören und sprach: Hat Gott euch dann heimgesucht, dann führt meine
Gebeine von hier hinauf! 1Mose50/26$ Und Joseph starb, 110 Jahre alt; und sie balsamierten ihn ein, und man legte ihn in einen Sarg in Ägypten.
1.2 Zweites Buch Mose (Exodus).
Vermehrung und Knechtschaft der Söhne Israel in Ägypten.
\1\
Ex1/1Ex Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen - mit Jakob kamen sie, jeder mit seinem Haus: Ex1/2Ex Ruben, Simeon, Levi und Juda; Ex1/3Ex Issaschar, Sebulon und
Benjamin; Ex1/4Ex Dan und Naftali, Gad und Asser. Ex1/5Ex Und [die Zahl] aller Seelen, die von Jakob abstammten, betrug siebzig Seelen. Joseph aber war [schon] in Ägypten. Ex1/6Ex Und Joseph
starb und alle seine Brüder und jene ganze Generation. Ex1/7Ex Die Söhne Israel aber waren fruchtbar und wimmelten und mehrten sich und wurden sehr, sehr stark, und das Land wurde voll von
ihnen.
Ex1/8Ex Da trat ein neuer König [die Herrschaft] über Ägypten an, der Joseph nicht [mehr] kannte. Ex1/9Ex Der sagte zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Söhne Israel ist zahlreicher und stärker
als wir. Ex1/10Ex Auf, lasst uns klug gegen es vorgehen, damit es sich nicht noch weiter vermehrt! Sonst könnte es geschehen, wenn Krieg ausbricht, dass es sich auch [noch] zu unseren Feinden
schlägt und gegen uns kämpft und [dann] aus dem Land hinaufzieht. Ex1/11Ex Daher setzten sie Arbeitsaufseher über es, um es mit ihren Lastarbeiten zu drücken. Und es baute für den Pharao
Vorratsstädte: Pitom und Ramses. Ex1/12Ex Aber je mehr sie es bedrückten, desto mehr nahm es zu; und so breitete es sich aus, so dass sie ein Grauen erfaßte vor den Söhnen Israel. Ex1/13Ex Da
zwangen die Ägypter die Söhne Israel mit Gewalt zur Arbeit Ex1/14Ex und machten ihnen das Leben bitter durch harte Arbeit an Lehm und an Ziegeln, und durch allerlei Arbeit auf dem Feld, mit all
ihrer Arbeit, zu der sie sie mit Gewalt zwangen.
Ex1/15Ex Und der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schifra und die andere Pua hieß, Ex1/16Ex und sagte: Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt helft und
bei der Entbindung seht, dass es ein Sohn ist, dann tötet ihn, wenn es aber eine Tochter ist, dann mag sie am Leben bleiben. Ex1/17Ex Aber weil die Hebammen Gott fürchteten, taten sie nicht, wie
ihnen der König von Ägypten gesagt hatte, sondern ließen die Jungen am Leben. Ex1/18Ex Da rief der König von Ägypten die Hebammen [zu sich] und sagte zu ihnen: Warum habt ihr das getan, dass ihr
die Jungen am Leben gelassen habt? Ex1/19Ex Die Hebammen antworteten dem Pharao: Ja, die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen, denn sie sind kräftig; ehe die Hebamme zu ihnen kommt,
haben sie [schon] geboren. Ex1/20Ex Und Gott tat den Hebammen Gutes, und das Volk vermehrte sich und wurde sehr stark. Ex1/21Ex Und weil die Hebammen Gott fürchteten, geschah es, dass er ihnen
Nachkommen schenkte. Ex1/22Ex Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk: Jeden Sohn, der geboren wird, sollt ihr in den Nil werfen, jede Tochter aber sollt ihr am Leben lassen!
Moses Geburt, Bewahrung und Erziehung.
V. 1-25: Apg 7,20-30.
\2\
Ex2/1Ex Und ein Mann vom Haus Levi ging hin und nahm eine Tochter Levi [zur Frau]. Ex2/2Ex Und die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Als sie sah, dass er schön war, verbarg sie ihn drei
Monate [lang]. Ex2/3Ex Und als sie ihn nicht länger verbergen konnte, nahm sie für ihn ein Kästchen aus Schilfrohr und verklebte es mit Asphalt und Pech, legte das Kind hinein und setzte es in
das Schilf am Ufer des Nil. Ex2/4Ex Seine Schwester aber stellte sich in [einiger] Entfernung hin, um zu erfahren, was mit ihm geschehen würde. Ex2/5Ex Und die Tochter des Pharao ging hinab, um
am Nil zu baden, während ihre Dienerinnen am Ufer des Nil hin und her gingen. Und sie sah das Kästchen mitten im Schilf und sandte ihre Magd hin und ließ es holen. Ex2/6Ex Und als sie es geöffnet
hatte, sah sie das Kind, und siehe, ein weinender Junge [lag darin]. Da hatte sie Mitleid mit ihm und sagte: Das ist [eins] von den Kindern der Hebräer. Ex2/7Ex Und seine Schwester sagte zur
Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und dir eine stillende Frau von den Hebräerinnen herbeirufen, damit sie das Kind für dich stillt? Ex2/8Ex Die Tochter des Pharao antwortete ihr: Geh hin! Da
ging das Mädchen hin und rief die Mutter des Kindes herbei. Ex2/9Ex Und die Tochter des Pharao sagte zu ihr: Nimm dieses Kind mit und stille es für mich, dann werde ich [dir] deinen Lohn geben!
Da nahm die Frau das Kind und stillte es. Ex2/10Ex Als aber das Kind groß geworden war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr zum Sohn. Und sie gab ihm den Namen Mose, indem sie
sagte: Ich habe ihn ja aus dem Wasser gezogen.
Moses Übereifer für sein Volk - Flucht und Heirat in Midian.
Ex2/11Ex Und es geschah in jenen Tagen, als Mose groß geworden war, da ging er zu seinen Brüdern hinaus und sah bei ihren Lastarbeiten zu. Da sah er, wie ein ägyptischer Mann einen hebräischen
Mann, [einen] von seinen Brüdern, schlug. Ex2/12Ex Und er wandte sich hierhin und dorthin, und als er sah, dass niemand [in der Nähe] war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.
Ex2/13Ex Als er aber am Tag darauf wieder hinausging, siehe, da rauften sich zwei hebräische Männer, und er sagte zu dem Schuldigen: Warum schlägst du deinen Nächsten? Ex2/14Ex Der aber
antwortete: Wer hat dich zum Aufseher und Richter über uns gesetzt? Gedenkst du etwa, mich umzubringen, wie du den Ägypter umgebracht hast? Da fürchtete sich Mose und sagte sich: Also ist die
Sache doch bekannt geworden! Ex2/15Ex Und der Pharao hörte diese Sache und suchte, Mose umzubringen.
Mose aber floh vor dem Pharao und hielt sich im Land Midian auf. Und er setzte sich an einen Brunnen. Ex2/16Ex Nun hatte der Priester von Midian sieben Töchter; die kamen, schöpften [Wasser] und
füllten die Tränkrinnen, um die Herde ihres Vaters zu tränken. Ex2/17Ex Aber die Hirten kamen und trieben sie weg. Da stand Mose auf, half ihnen und tränkte ihre Herde. Ex2/18Ex Als sie nun zu
ihrem Vater Reguel kamen, sagte er: Warum seid ihr heute so früh gekommen? Ex2/19Ex Sie antworteten: Ein ägyptischer Mann hat uns aus der Gewalt der Hirten befreit, und er hat sogar eifrig für
uns geschöpft und die Herde getränkt. Ex2/20Ex Da sagte er zu seinen Töchtern: Und wo ist er? Warum habt ihr denn den Mann draußen gelassen? Ladet ihn doch ein, damit er Brot [mit uns] isst!
Ex2/21Ex Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora [zur Frau]. Ex2/22Ex Die gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gerschom, indem er sagte: Ein
Fremder bin ich in einem fremden Land geworden.
Ex2/23Ex Und es geschah während jener vielen Tage, da starb der König von Ägypten. Und die Söhne Israel seufzten wegen [ihrer] Arbeit und schrieen um Hilfe. Und ihr Geschrei wegen der Arbeit
stieg auf zu Gott. Ex2/24Ex Da hörte Gott ihr Ächzen, und Gott dachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. Ex2/25Ex Und Gott sah nach den Söhnen Israel, und Gott kümmerte sich um
sie.
Moses Berufung und Auftrag.
\3\
Ex3/1Ex Mose aber weidete die Herde Jetros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und er trieb die Herde über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Ex3/2Ex Da
erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusch. Und er sah [hin], und siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt. Ex3/3Ex Und
Mose sagte [sich]: Ich will doch hinzutreten und dieses große Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt. Ex3/4Ex Als aber der HERR sah, dass er herzutrat, um zu sehen, da rief ihm Gott
mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose! Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Ex3/5Ex Und er sprach: Tritt nicht näher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Füßen, denn die Stätte, auf der du
stehst, ist heiliger Boden! Ex3/6Ex Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich,
Gott anzuschauen. Ex3/7Ex Der HERR aber sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes in Ägypten, und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich gehört; ja, ich kenne seine Schmerzen.
Ex3/8Ex Darum bin ich herabgekommen, um es aus der Gewalt der Ägypter zu erretten und es aus diesem Land hinaufzuführen in ein gutes und geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig
überfließt, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter. Ex3/9Ex Und nun siehe, das Geschrei der Söhne Israel ist vor mich gekommen; und ich habe auch die
Bedrängnis gesehen, mit der die Ägypter sie quälen. Ex3/10Ex Nun aber geh hin, denn ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Söhne Israel, aus Ägypten herausführst! Ex3/11Ex Mose
aber antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Söhne Israel aus Ägypten herausführen sollte? Ex3/12Ex Da sprach er: Ich werde ja mit dir sein. Und dies sei dir das Zeichen,
dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr an diesem Berg Gott dienen. Ex3/13Ex Mose aber antwortete Gott: Siehe, wenn ich zu den Söhnen Israel komme
und ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen: Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen? Ex3/14Ex Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin.
Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: [Der] `Ich bin' hat mich zu euch gesandt. Ex3/15Ex Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Jahwe, der
Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation.
Ex3/16Ex Geh hin, versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Jahwe, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Ich habe genau
achtgehabt auf euch und auf das, was euch in Ägypten angetan worden ist, Ex3/17Ex und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens hinaufführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter,
Perisiter, Hewiter und Jebusiter, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Ex3/18Ex Und sie werden auf deine Stimme hören. Und du sollst zum König von Ägypten hineingehen, du und die
Ältesten Israels, und ihr sollt zu ihm sagen: Jahwe, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. So lasse uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, damit wir Jahwe, unserm Gott, opfern!
Ex3/19Ex Aber ich weiß wohl, dass der König von Ägypten euch nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand [gezwungen]. Ex3/20Ex Deshalb werde ich meine Hand ausstrecken und Ägypten
schlagen mit all meinen Wundern, die ich in seiner Mitte tun werde. Danach erst wird er euch ziehen lassen. Ex3/21Ex Und ich werde diesem Volk Gunst geben in den Augen der Ägypter, und es wird
geschehen, wenn ihr [aus]zieht, sollt ihr nicht mit leeren Händen [aus]ziehen: Ex3/22Ex [Jede] Frau soll von ihrer Nachbarin und von ihrer Hausgenossin silberne Schmuckstücke und goldene
Schmuckstücke und Kleidung fordern. Die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern anlegen und so die Ägypter ausplündern!
Moses Beglaubigung durch Zeichen - Beistand durch Aaron.
\4\
Ex4/1Ex Und Mose antwortete und sagte: Aber siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören; denn sie werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. Ex4/2Ex Da sprach der
HERR zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er antwortete: Einen Stab. Ex4/3Ex Und er sprach: Wirf ihn auf die Erde! Da warf er ihn auf die Erde, und er wurde zu einer Schlange, und Mose floh vor
ihr. Ex4/4Ex Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus und fasse sie beim Schwanz! Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie wurde in seiner Hand zum Stab: Ex4/5Ex Damit
sie glauben, dass dir der HERR erschienen ist, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Ex4/6Ex Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke doch deine Hand in
deinen Gewandbausch! Da steckte er seine Hand in seinen Gewandbausch. Und als er sie herauszog, siehe, da war seine Hand [weiß] von Aussatz, wie Schnee. Ex4/7Ex Und er sprach: Tu deine Hand
wieder in deinen Gewandbausch! Da tat er seine Hand wieder in seinen Gewandbausch. Und als er sie aus seinem Gewandbausch herauszog, da war sie wieder wie sein [übriges] Fleisch. Ex4/8Ex Und es
wird geschehen, wenn sie dir nicht glauben und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hören, dann werden sie [doch wegen] der Stimme des zweiten Zeichens glauben. Ex4/9Ex Und es wird geschehen,
wenn sie selbst diesen beiden Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hören, dann nimm vom Wasser des Nil und gieße es auf das trockene Land! Dann wird das Wasser, das du aus dem Nil
nehmen wirst, auf dem trockenen Land zu Blut werden.
Ex4/10Ex Mose aber antwortete dem HERRN: Ach, Herr! Ich bin kein redegewandter Mann, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knecht redest; denn unbeholfen ist mein
Mund und unbeholfen meine Zunge. Ex4/11Ex Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub, sehend oder blind? Nicht ich, der HERR? Ex4/12Ex Und
nun geh hin! Ich will mit deinem Mund sein und dich unterweisen, was du reden sollst. Ex4/13Ex Er aber erwiderte: Ach, Herr! Sende doch, durch wen du senden willst! Ex4/14Ex Da entbrannte der
Zorn des HERRN gegen Mose, und er sprach: Ist nicht dein Bruder Aaron [da], der Levit? Ich weiß, dass er reden kann. Und siehe, er geht auch [schon] aus, dir entgegen. Und wenn er dich sieht,
wird er sich freuen in seinem Herzen. Ex4/15Ex Dann sollst du zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen, und ich will mit deinem Mund und mit seinem Mund sein und will euch unterweisen, was
ihr tun sollt. Ex4/16Ex Er aber soll für dich zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird für dich zum Mund sein, und du wirst für ihn zum Gott sein. Ex4/17Ex Und diesen Stab sollst du in
deine Hand nehmen; damit sollst du die Zeichen tun.
Moses Rückkehr nach Ägypten.
Ex4/18Ex Darauf ging Mose hin und kehrte zu seinem Schwiegervater Jitro zurück und sagte zu ihm: Ich möchte gern gehen und zu meinen Brüdern zurückkehren, die in Ägypten sind, um zu sehen, ob sie
noch am Leben sind. Und Jetro sagte zu Mose: Geh hin in Frieden! Ex4/19Ex Und der HERR sprach zu Mose in Midian: Geh hin, kehre nach Ägypten zurück! Denn alle Männer sind gestorben, die dir nach
dem Leben trachteten. Ex4/20Ex Da nahm Mose seine Frau und seine Söhne [mit sich], ließ sie auf dem Esel reiten und kehrte in das Land Ägypten zurück. Und Mose nahm den Stab Gottes in seine
Hand.
Ex4/21Ex Und der HERR sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach Ägypten zurückzukehren, sieh zu, dass du all die Wunder, die ich in deine Hand gelegt habe, vor dem Pharao tust! Und ich, ich will
sein Herz verstocken, so dass er das Volk nicht ziehen lassen wird. Ex4/22Ex Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: Mein erstgeborener Sohn ist Israel, - Ex4/23Ex und ich sage dir:
Laß meinen Sohn ziehen, damit er mir dient! Wenn du dich aber weigerst, ihn ziehen zu lassen, siehe, dann werde ich deinen erstgeborenen Sohn umbringen.
Ex4/24Ex Und es geschah auf dem Weg, in der Herberge, da trat der HERR ihm entgegen und wollte ihn töten. Ex4/25Ex Da nahm Zippora einen scharfen Stein, schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab,
berührte [damit] seine Füße und sagte: Wahrhaftig, du bist mir ein Blutbräutigam! Ex4/26Ex Da ließ er von ihm ab. Damals sagte sie `Blutbräutigam' wegen der Beschneidung.
Ex4/27Ex Und der HERR sprach zu Aaron: Geh Mose entgegen in die Wüste! Da ging er hin und traf ihn am Berg Gottes und küßte ihn. Ex4/28Ex Und Mose teilte Aaron alle Worte des HERRN mit, der ihn
gesandt, und all die Zeichen, die er ihm aufgetragen hatte. Ex4/29Ex Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle Ältesten der Söhne Israel. Ex4/30Ex Und Aaron redete [zu ihnen] alle Worte,
die der HERR zu Mose geredet hatte, und tat die Zeichen vor den Augen des Volkes. Ex4/31Ex Und das Volk glaubte. Und als sie hörten, dass der HERR die Söhne Israel heimgesucht und ihr Elend
gesehen habe, da warfen sie sich nieder und beteten an.
Mose und Aaron vor Pharao.
\5\
Ex5/1Ex Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zum Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste ein Fest feiern! Ex5/2Ex Der Pharao aber
antwortete [ihnen]: Wer ist der HERR, dass ich auf seine Stimme hören sollte, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den HERRN nicht und werde Israel auch nicht ziehen lassen. Ex5/3Ex Und sie sagten:
Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Laß uns doch drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen und dem HERRN, unserm Gott, opfern, damit er uns nicht mit der Pest oder dem Schwert schlägt! Ex5/4Ex
Der König von Ägypten antwortete ihnen: Wozu, Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten abhalten? Geht an eure Lastarbeiten! Ex5/5Ex Weiter sagte der Pharao: Siehe, das Volk des
Landes ist jetzt [schon] zahlreich, und ihr wollt sie mit ihren Lastarbeiten aufhören lassen!
Israels noch härtere Bedrückung.
Ex5/6Ex Und der Pharao befahl am gleichen Tag den Antreibern des Volkes und seinen Aufsehern: Ex5/7Ex Ihr sollt dem Volk nicht mehr wie bisher Häcksel zur Anfertigung der Ziegel liefern! Sie
sollen selbst hingehen und sich Häcksel sammeln! Ex5/8Ex Aber ihr sollt ihnen die[selbe] Anzahl Ziegel auferlegen, die sie bisher angefertigt haben; ihr sollt nichts daran kürzen! Denn sie sind
faul; darum schreien sie: Wir wollen hinziehen, wir wollen unserm Gott opfern! Ex5/9Ex Die Arbeit soll schwer auf den Männern lasten, damit sie daran zu schaffen haben und nicht auf trügerische
Reden achten.
Ex5/10Ex Da gingen die Antreiber des Volkes und seine Aufseher hinaus, redeten zum Volk und sagten: So spricht der Pharao: Ich gebe euch kein Häcksel [mehr]. Ex5/11Ex Geht selbst hin, holt euch
Häcksel, wo ihr es findet; doch von eurer Arbeit wird nichts gekürzt. Ex5/12Ex Darauf zerstreute sich das Volk im ganzen Land Ägypten, um Strohstoppeln für Häcksel zu sammeln. Ex5/13Ex Und die
Antreiber drängten sie und sagten: Vollendet eure Arbeiten, die Tagesleistung an ihrem Tag wie [früher], als [noch] Häcksel da war! Ex5/14Ex Dazu wurden die Aufseher der Söhne Israel, die die
Antreiber des Pharao über sie gesetzt hatten, geschlagen, indem man sagte: Warum habt ihr weder gestern noch heute euer Maß an Ziegeln erfüllt wie bisher?
Ex5/15Ex Da gingen die Aufseher der Söhne Israel hinein und schrieen zum Pharao: Warum verfährst du so mit deinen Knechten? Ex5/16Ex Häcksel wird deinen Knechten nicht gegeben, und [doch] sagt
man zu uns: Stellt Ziegel her! Und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk wird schuldig. Ex5/17Ex Er antwortete: Faulenzer seid ihr, Faulenzer! Darum sagt ihr: Wir wollen
hinziehen, wir wollen dem HERRN opfern. Ex5/18Ex Und jetzt geht, arbeitet! Häcksel wird euch nicht gegeben, aber die bestimmte Anzahl Ziegel sollt ihr abliefern! Ex5/19Ex Da sahen sich die
Aufseher der Söhne Israel in einer üblen Lage, weil man sagte: Ihr sollt nichts an euren Ziegeln kürzen: die Tagesleistung an ihrem Tag! Ex5/20Ex Als sie nun vom Pharao herauskamen, trafen sie
Mose und Aaron; die traten ihnen entgegen. Ex5/21Ex Und sie sagten zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und halte Gericht darüber, dass ihr unseren Geruch beim Pharao und bei seinen Hofbeamten
stinkend gemacht habt, indem ihr ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns umzubringen. Ex5/22Ex Da wandte sich Mose an den HERRN und sagte: Herr, warum hast du [so] übel an diesem Volk
gehandelt? Wozu hast du mich denn gesandt? Ex5/23Ex Seitdem ich nämlich zum Pharao hineingegangen bin, um in deinem Namen zu reden, hat er an diesem Volk übel gehandelt, aber errettet hast du
dein Volk keineswegs.
\6\
Ex6/1Ex Der HERR jedoch sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao antun werde. Denn durch eine starke Hand [gezwungen,] wird er sie ziehen lassen, ja, durch eine starke Hand
[gezwungen,] wird er sie aus seinem Land hinausjagen.
Moses erneute Berufung und weiterer Auftrag.
Ex6/2Ex Und Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe. Ex6/3Ex Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige; aber mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen
nicht zu erkennen gegeben. Ex6/4Ex Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land ihrer Fremdlingschaft, in dem sie sich als Fremdlinge aufgehalten
haben. Ex6/5Ex Und ich habe auch das Ächzen der Söhne Israel gehört, die die Ägypter zur Arbeit zwingen, und ich habe an meinen Bund gedacht. Ex6/6Ex Darum sage zu den Söhnen Israel: Ich bin der
HERR; ich werde euch herausführen unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg, euch aus ihrer Arbeit erretten und euch erlösen mit ausgestrecktem Arm und durch große Gerichte. Ex6/7Ex Und ich will
euch mir zum Volk annehmen und will euer Gott sein. Und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin, der euch herausführt unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg. Ex6/8Ex Dann werde
ich euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, dass ich es Abraham, Isaak und Jakob geben will, und ich werde es euch zum Besitz geben, ich, der HERR.
Ex6/9Ex Mose nun redete so zu den Söhnen Israel. Aber aus Verzagtheit und wegen [ihrer] schweren Arbeit hörten sie nicht auf Mose. Ex6/10Ex Da redete der HERR zu Mose und sprach: Ex6/11Ex Geh
hinein, sage dem Pharao, dem König von Ägypten, er soll die Söhne Israel aus seinem Land ziehen lassen! Ex6/12Ex Mose aber redete vor dem HERRN und sagte: Siehe, die Söhne Israel haben nicht auf
mich gehört, wie sollte da der Pharao mich anhören, zumal ich unbeschnittene Lippen habe! Ex6/13Ex Aber der HERR redete zu Mose und zu Aaron und beauftragte sie [als Gesandte] an die Söhne Israel
und an den Pharao, den König von Ägypten, die Söhne Israel aus dem Land Ägypten hinauszuführen.
Stammbaum Moses und Aarons.
Ex6/14Ex Dies sind die Häupter ihrer Vaterhäuser: Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch, Pallu, Hezron und Karmi; das sind die Sippen Rubens. Ex6/15Ex Und die Söhne Simeons: Jemuel,
Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul, der Sohn der Kanaaniterin; das sind die Sippen Simeons.
V. 16-25: 1Chr 5,27-30; 6,1-15.
Ex6/16Ex Und dies sind die Namen der Söhne Levis nach ihrer Geschlechterfolge: Gerschon, Kehat und Merari; und die Lebensjahre Levis [betrugen] 137 Jahre. Ex6/17Ex Die Söhne Gerschons waren:
Libni und Schimi nach ihren Sippen. Ex6/18Ex Und die Söhne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel; und die Lebensjahre Kehats [betrugen] 133 Jahre. Ex6/19Ex Und die Söhne Meraris: Machli und
Muschi; das sind die Sippen Levis nach ihrer Geschlechterfolge. Ex6/20Ex Und Amram nahm sich Jochebed, die Schwester seines Vaters, zur Frau; die gebar ihm Aaron und Mose; und die Lebensjahre
Amrams [betrugen] 137 Jahre. Ex6/21Ex Die Söhne Jizhars aber waren Korach, Nefeg und Sichri, Ex6/22Ex und die Söhne Usiels Mischael, Elizafan und Sitri. Ex6/23Ex Aaron aber nahm sich Elischeba,
die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, zur Frau; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar. Ex6/24Ex Und die Söhne Korachs waren Assir, Elkana und Abiasaf; das sind die Sippen der
Korachiter. Ex6/25Ex Eleasar aber, der Sohn Aarons, nahm sich eine von den Töchtern Putiels zur Frau; die gebar ihm Pinhas; dies sind die Familienhäupter der Leviten nach ihren Sippen. Ex6/26Ex
Dieser Aaron und dieser Mose sind es, zu denen der HERR gesprochen hat: Führt die Söhne Israel aus dem Land Ägypten hinaus nach ihren Heerscharen [geordnet]! Ex6/27Ex Diese sind es, die zum
Pharao, dem König von Ägypten, redeten, um die Söhne Israel aus Ägypten hinauszuführen: das sind Mose und Aaron.
Beglaubigungszeichen vor Pharao.
Ex6/28Ex Und es geschah an dem Tag, an dem der HERR zu Mose im Land Ägypten redete, Ex6/29Ex dass der HERR zu Mose redete und sprach: Ich bin der HERR. Rede zum Pharao, dem König von Ägypten,
alles, was ich zu dir rede! Ex6/30Ex Mose aber sagte vor dem HERRN: Siehe, ich habe unbeschnittene Lippen, wie sollte der Pharao auf mich hören?
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Ex7/1Ex Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich für den Pharao zum Gott eingesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein. Ex7/2Ex Du sollst alles reden, was ich dir befehlen
werde, und dein Bruder Aaron soll zum Pharao reden, dass er die Söhne Israel aus seinem Land ziehen lassen soll. Ex7/3Ex Ich aber will das Herz des Pharao verhärten und meine Zeichen und Wunder
im Land Ägypten zahlreich machen. Ex7/4Ex Und der Pharao wird nicht auf euch hören. Dann werde ich meine Hand an Ägypten legen und meine Heerscharen, mein Volk, die Söhne Israel, durch große
Gerichte aus dem Land Ägypten herausführen. Ex7/5Ex Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecke und die Söhne Israel aus ihrer Mitte
herausführe. Ex7/6Ex Da handelten Mose und Aaron, wie ihnen der HERR befohlen hatte, so handelten sie. Ex7/7Ex Mose aber war 80 Jahre alt und Aaron 83 Jahre, als sie zum Pharao
redeten.
Ex7/8Ex Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Ex7/9Ex Wenn der Pharao zu euch reden und sagen wird: Weist euch durch ein Wunder aus! - dann sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf
ihn vor dem Pharao hin! - er wird zu einer Schlange werden. Ex7/10Ex Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und machten es so, wie der HERR geboten hatte: Aaron warf seinen Stab vor dem
Pharao und vor seinen Hofbeamten hin, und er wurde zur Schlange. Ex7/11Ex Da rief auch der Pharao die Weisen und Zauberer; und auch sie, die Wahrsagepriester Ägyptens, machten es ebenso mit ihren
Zauberkünsten, Ex7/12Ex sie warfen jeder seinen Stab hin, und es wurden Schlangen daraus. Aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe. Ex7/13Ex Doch das Herz des Pharao wurde verstockt, und er hörte
nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
Erste Plage: Wasser wird zu Blut.
Ex7/14Ex Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist verstockt. Er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen. Ex7/15Ex Geh morgen früh zum Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen -,
tritt ihm entgegen am Ufer des Nil, nimm den Stab, der sich in eine Schlange verwandelt hat, in deine Hand Ex7/16Ex und sage zu ihm: Der HERR, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und
gesagt: Laß mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste dienen! Aber siehe, du hast bisher nicht gehört. Ex7/17Ex [Darum,] so spricht der HERR: Daran sollst du erkennen, dass ich der HERR bin:
Siehe, ich will mit dem Stab, der in meiner Hand ist, auf das Wasser im Nil schlagen, und es wird sich in Blut verwandeln. Ex7/18Ex Dann werden die Fische im Nil sterben, und der Nil wird
stinken, so dass es die Ägypter ekeln wird, Wasser aus dem Nil zu trinken. Ex7/19Ex Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Gewässer
Ägyptens, über seine Flüsse, Nilarme, Sümpfe und all seine Wasserstellen, so dass sie zu Blut werden! Und im ganzen Land Ägypten wird Blut sein, selbst in [Gefäßen aus] Holz und Stein. Ex7/20Ex
Da taten Mose und Aaron, wie der HERR geboten hatte; und er erhob den Stab und schlug vor den Augen des Pharao und vor den Augen seiner Hofbeamten [auf] das Wasser im Nil. Da wurde alles Wasser,
das im Nil war, in Blut verwandelt. Ex7/21Ex Die Fische im Nil starben, und der Nil wurde stinkend, und die Ägypter konnten das Wasser aus dem Nil nicht trinken; und das Blut war im ganzen Land
Ägypten. Ex7/22Ex Aber die Wahrsagepriester Ägyptens machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten. Da blieb das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
Ex7/23Ex Da wandte sich der Pharao um, ging in sein Haus und nahm auch dies nicht zu Herzen. Ex7/24Ex Alle Ägypter aber gruben in der Umgebung des Nil nach Wasser zum Trinken, denn vom Wasser des
Nil konnten sie nicht trinken. Ex7/25Ex Und es wurden sieben Tage erfüllt, nachdem der HERR den Nil geschlagen hatte.
Zweite Plage: Frösche.
Ex7/26Ex Darauf sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und sage zu ihm: So spricht der HERR: Laß mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! Ex7/27Ex Wenn du dich aber weigerst, es ziehen zu
lassen, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen schlagen. Ex7/28Ex Und der Nil wird von Fröschen wimmeln, und sie werden heraufsteigen und in dein Haus kommen, in dein Schlafzimmer und
auf dein Bett, in die Häuser deiner Hofbeamten und unter dein Volk, in deine Backöfen und in deine Backtröge. Ex7/29Ex Und die Frösche werden heraufkommen über dich, über dein Volk und über all
deine Hofbeamten.
\8\
Ex8/1Ex Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deine Hand mit deinem Stab aus über die Flüsse, die Nilarme und die Sümpfe, und lasse die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen!
Ex8/2Ex Da streckte Aaron seine Hand aus über die Gewässer in Ägypten, und die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land Ägypten. Ex8/3Ex Aber die Wahrsagepriester machten es ebenso mit ihren
Zauberkünsten und ließen die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen.
Ex8/4Ex Da rief der Pharao Mose und Aaron [zu sich] und sagte: Betet zum HERRN, dass er die Frösche von mir und meinem Volk wegschafft! Dann will ich das Volk ziehen lassen, und sie mögen dem
HERRN opfern. Ex8/5Ex Und Mose sagte zum Pharao: Verfüge über mich, auf wann ich für dich, für deine Hofbeamten und für dein Volk beten soll zur Ausrottung der Frösche von dir und aus deinen
Häusern, [so dass] sie nur im Nil übrigbleiben! Ex8/6Ex Er antwortete: Auf morgen. Da sagte er: Nach deinem Wort [soll es geschehen], damit du erkennst, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott.
Ex8/7Ex Und die Frösche werden von dir, aus deinen Häusern, von deinen Hofbeamten und von deinem Volk weichen; nur im Nil sollen sie übrigbleiben. Ex8/8Ex Nachdem nun Mose und Aaron vom Pharao
hinausgegangen waren, schrie Mose zum HERRN wegen der Frösche, die er über den Pharao gebracht hatte. Ex8/9Ex Und der HERR tat nach dem Wort des Mose, und die Frösche starben weg aus den Häusern,
aus den Gehöften und von den Feldern. Ex8/10Ex Und man schüttete sie haufenweise zusammen, so dass das Land [davon] stank. Ex8/11Ex Als aber der Pharao sah, dass die [versprochene] Erleichterung
eingetreten war, da verstockte er sein Herz, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
Dritte Plage: Mücken.
Ex8/12Ex Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub [auf] der Erde! Dann wird er im ganzen Land Ägypten zu Mücken werden. Ex8/13Ex Sie machten es
so: Aaron streckte seine Hand mit seinem Stab aus und schlug den Staub [auf] der Erde. Da kamen die Mücken über die Menschen und über das Vieh; aller Staub der Erde wurde zu Mücken im ganzen Land
Ägypten. Ex8/14Ex Die Wahrsagepriester aber machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten, um die Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken kamen über die Menschen und über
das Vieh. Ex8/15Ex Da sagten die Wahrsagepriester zum Pharao: Das ist der Finger Gottes! Aber das Herz des Pharao blieb verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet
hatte.
Vierte Plage: Stechfliegen.
Ex8/16Ex Und der HERR sprach zu Mose: Mach dich morgen früh auf, tritt vor den Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen - und sage zu ihm: So spricht der HERR: Laß mein Volk ziehen, damit
sie mir dienen! Ex8/17Ex Denn wenn du mein Volk nicht ziehen läßt, siehe, so werde ich die Stechfliegen ziehen lassen über dich, deine Hofbeamten, dein Volk und deine Häuser. Und die Häuser der
Ägypter werden voll von Stechfliegen sein, ja sogar der Erdboden, auf dem sie [stehen]. Ex8/18Ex Ich werde aber an jenem Tag das Land Goschen, in dem sich mein Volk aufhält, besonders behandeln,
so dass dort keine Stechfliegen sein werden, damit du erkennst, dass ich, der HERR, mitten im Land bin. Ex8/19Ex Und ich werde einen Unterschied setzen zwischen meinem Volk und deinem Volk;
morgen wird dieses Zeichen geschehen. Ex8/20Ex Und der HERR machte es so: Es kamen Stechfliegen in Menge in das Haus des Pharao und in die Häuser seiner Hofbeamten und ins ganze Land Ägypten.
[So] wurde das Land von den Stechfliegen verheert.
Ex8/21Ex Da rief der Pharao Mose und Aaron und sagte: Geht hin und opfert eurem Gott [hier] im Land! Ex8/22Ex Mose erwiderte: Es ist nicht statthaft, es zu tun; denn wir würden dem HERRN, unserem
Gott, opfern, was den Ägyptern ein Greuel ist. Siehe, wenn wir vor den Augen der Ägypter opferten, was ihnen ein Greuel ist, würden sie uns dann nicht steinigen? Ex8/23Ex Drei Tagereisen weit
wollen wir in die Wüste ziehen und dem HERRN, unserem Gott, opfern, wie er uns befiehlt. Ex8/24Ex Da sagte der Pharao: Ich will euch ziehen lassen, damit ihr dem HERRN, eurem Gott, in der Wüste
opfert. Nur entfernt euch nicht zu weit! Betet für mich! Ex8/25Ex Mose antwortete: Siehe, wenn ich von dir hinausgegangen bin, will ich zum HERRN beten, und morgen werden die Stechfliegen vom
Pharao, von seinen Hofbeamten und von seinem Volk weichen. Nur möge der Pharao [uns] nicht noch einmal täuschen, so dass er das Volk nicht ziehen läßt, damit es dem HERRN opfert! Ex8/26Ex Darauf
ging Mose vom Pharao hinaus und betete zum HERRN. Ex8/27Ex Und der HERR tat nach dem Wort des Mose und schaffte die Stechfliegen weg vom Pharao, von seinen Hofbeamten und von seinem Volk. Nicht
eine blieb übrig. Ex8/28Ex Aber der Pharao verstockte sein Herz auch diesmal und ließ das Volk nicht ziehen.
Fünfte Plage: Viehpest.
\9\
Ex9/1Ex Da sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und sage zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! Ex9/2Ex Denn wenn du dich
weigerst, sie ziehen zu lassen, und sie noch [länger] festhältst, Ex9/3Ex siehe, [dann] wird die Hand des HERRN über dein Vieh kommen, das auf dem Feld ist, über die Pferde, über die Esel, über
die Kamele, über die Rinder und über die Schafe - eine sehr schwere Pest. Ex9/4Ex Aber der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh Israels und dem Vieh der Ägypter, so dass von
allem, was den Söhnen Israel gehört, nicht ein Stück sterben wird. Ex9/5Ex Auch setzte der HERR eine bestimmte Zeit fest, indem er sprach: Morgen wird der HERR dies im Lande tun. Ex9/6Ex Und der
HERR tat es am Tag darauf, da starb alles Vieh der Ägypter, aber von dem Vieh der Söhne Israel starb kein einziges [Stück]. Ex9/7Ex Und der Pharao sandte hin, und siehe, von dem Vieh Israels war
auch nicht ein [Stück] gestorben. Aber das Herz des Pharao blieb verstockt, und er ließ das Volk nicht ziehen.
Sechste Plage: Geschwüre.
Ex9/8Ex Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmt euch beide Hände voll Ofenruß, und Mose soll ihn vor den Augen des Pharao gegen den Himmel streuen. Ex9/9Ex Dann wird er über dem ganzen Land
Ägypten zu Staub werden, und es werden daraus an den Menschen und am Vieh im ganzen Land Ägypten Geschwüre entstehen, die in Blasen aufbrechen. Ex9/10Ex Und sie nahmen den Ofenruß und traten vor
den Pharao, und Mose streute ihn gegen den Himmel; so wurde er zu Geschwüren von Blasen, die an den Menschen und am Vieh aufbrachen. Ex9/11Ex Die Wahrsagepriester aber konnten wegen der Geschwüre
nicht vor Mose treten; denn die Geschwüre waren an den Wahrsagepriestern wie an allen Ägyptern. Ex9/12Ex Doch der HERR verstockte das Herz des Pharao, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR zu
Mose geredet hatte.
Siebte Plage: Hagel.
Ex9/13Ex Da sprach der HERR zu Mose: Mach dich früh am Morgen auf, tritt vor den Pharao und sage zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!
Ex9/14Ex Denn diesmal will ich all meine Plagen in dein Herz, unter deine Hofbeamten und unter dein Volk senden, damit du erkennst, dass niemand auf der ganzen Erde mir gleich ist. Ex9/15Ex Denn
[schon] jetzt hätte ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, so dass du von der Erde ausgetilgt worden wärst. Ex9/16Ex Aber eben deshalb habe ich dich
bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man auf der ganzen Erde meinen Namen verkündigt. Ex9/17Ex [Doch] du verhältst dich noch immer hochmütig gegen mein Volk, dass du sie nicht
ziehen läßt. Ex9/18Ex Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, wie es in Ägypten noch keinen gegeben hat vom Tag seiner Gründung an bis jetzt. Ex9/19Ex Und
nun sende hin und bring dein Vieh in Sicherheit und alles, was du auf dem Feld hast! Alle Menschen und Tiere, die sich auf dem Feld befinden und nicht ins Haus gebracht werden, auf die wird der
Hagel fallen, und sie werden sterben. Ex9/20Ex Wer [nun] unter den Dienern des Pharao das Wort des HERRN fürchtete, der ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser flüchten. Ex9/21Ex Wer aber
das Wort des HERRN nicht zu Herzen nahm, der ließ seine Knechte und sein Vieh auf dem Feld.
Ex9/22Ex Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gegen den Himmel aus, dann wird im ganzen Land Ägypten Hagel fallen auf die Menschen und auf die Tiere und auf alles Gewächs des Feldes im
Land Ägypten! Ex9/23Ex Da streckte Mose seinen Stab gegen den Himmel aus, und der HERR sandte Donner und Hagel; und Feuer fuhr zur Erde nieder. So ließ der HERR Hagel auf das Land Ägypten regnen.
Ex9/24Ex Und mit dem Hagel kam Feuer, das mitten im Hagel hin und her zuckte; [und der Hagel] war sehr schwer, wie es im ganzen Land Ägypten [noch] keinen gegeben hat, seitdem [dieses Land] eine
Nation geworden ist. Ex9/25Ex Und der Hagel schlug im ganzen Land Ägypten alles, was auf dem Feld war, vom Menschen bis zum Vieh; auch alles Gewächs des Feldes zerschlug der Hagel, und alle Bäume
des Feldes zerbrach er. Ex9/26Ex Nur im Land Goschen, wo die Söhne Israel waren, fiel kein Hagel.
Ex9/27Ex Da sandte der Pharao hin, ließ Mose und Aaron rufen und sagte zu ihnen: Diesmal habe ich gesündigt. Der HERR ist der Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen. Ex9/28Ex Betet
zum HERRN, dass es [nun] genug sei mit dem Donner Gottes und dem Hagel! Dann will ich euch ziehen lassen, und ihr braucht nicht länger zu bleiben. Ex9/29Ex Da sagte Mose zu ihm: Sobald ich zur
Stadt hinausgehe, will ich meine Hände zum HERRN ausbreiten: der Donner wird aufhören, und der Hagel wird nicht mehr fallen, damit du erkennst, dass die Erde dem HERRN gehört. Ex9/30Ex Du aber
und deine Hofbeamten - [das] habe ich erkannt, dass ihr euch [immer] noch nicht vor Gott, dem HERRN fürchtet. Ex9/31Ex Der Flachs und die Gerste zwar waren zerschlagen; denn die Gerste [stand in]
Ähren und der Flachs in Blüte. Ex9/32Ex Aber der Weizen und das Korn waren nicht zerschlagen, weil sie später reif werden. Ex9/33Ex So ging nun Mose vom Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine
Hände zum HERRN aus; da hörte der Donner und der Hagel auf, und der Regen ergoß sich nicht mehr auf die Erde. Ex9/34Ex Als aber der Pharao sah, dass der Regen, der Hagel und der Donner aufgehört
hatten, da sündigte er weiter und verstockte sein Herz, er und seine Hofbeamten. Ex9/35Ex So blieb das Herz des Pharao verstockt, und er ließ die Söhne Israel nicht ziehen, wie der HERR durch
Mose geredet hatte.
Achte Plage: Heuschrecken.
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Ex10/1ExDanach sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein, denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Hofbeamten verstockt, um diese meine Zeichen mitten unter ihnen zu tun, Ex10/2Ex und
damit du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder erzählst, wie ich den Ägyptern mitgespielt habe, und meine Zeichen, die ich unter ihnen getan habe. So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR
bin. Ex10/3Ex Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und sagten zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Bis wann willst du dich [noch] weigern, dich vor mir zu demütigen? Laß mein
Volk ziehen, damit sie mir dienen! Ex10/4Ex Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, dann will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen. Ex10/5Ex Die werden den Boden
des Landes bedecken, so dass man das Land nicht mehr sehen kann. Und sie werden den Rest fressen, was gerettet [und] euch vom Hagel übriggelassen worden ist; auch werden sie alle Bäume fressen,
die euch auf dem Feld wachsen. Ex10/6Ex Und sie werden deine Häuser füllen und die Häuser all deiner Hofbeamten und die Häuser aller Ägypter, wie es deine Väter und die Väter deiner Väter nicht
gesehen haben seit dem Tag, an dem sie auf dem Land [seßhaft] wurden, bis auf den heutigen Tag. Darauf wandte er sich um und ging vom Pharao hinaus.
Ex10/7Ex Da sagten die Hofbeamten des Pharao zu ihm: Wie lange [noch] soll uns dieser [Mann] zur Falle sein? Laß die Leute ziehen, damit sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen! Erkennst du [denn] noch
nicht, dass Ägypten verloren ist? Ex10/8Ex Darauf wurden Mose und Aaron wieder zum Pharao gebracht, und er sagte zu ihnen: Zieht hin, dient dem HERRN, eurem Gott! Wer alles soll denn mitgehen?
Ex10/9Ex Mose antwortete: Mit unsern Jungen und mit unsern Alten wollen wir gehen, mit unsern Söhnen und mit unsern Töchtern, mit unsern Schafen und mit unsern Rindern wollen wir gehen; denn wir
haben ein Fest des HERRN [zu feiern]. Ex10/10Ex Er aber sagte zu ihnen: So [gewiß] möge der HERR mit euch sein, wie ich euch mit euren Kindern ziehen lasse! Seht [doch selbst], dass ihr Böses
vorhabt! Ex10/11Ex So nicht! Zieht doch hin, ihr Männer, und dient dem HERRN! Denn das ist es, was ihr begehrt. Und man jagte sie vom Pharao hinaus.
Ex10/12Ex Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Land Ägypten wegen der Heuschrecken, damit sie über das Land Ägypten heraufkommen und alles Gewächs des Landes fressen,
alles, was der Hagel übriggelassen hat! Ex10/13Ex Und Mose streckte seinen Stab über das Land Ägypten aus; da trieb der HERR jenen ganzen Tag und die ganze Nacht einen Ostwind ins Land; [und] als
es Morgen geworden war, hatte der Ostwind die Heuschrecken herbeigetragen. Ex10/14Ex So kamen die Heuschrecken über das ganze Land Ägypten herauf und ließen sich im ganzen Gebiet Ägyptens in
gewaltiger Menge nieder. Vor ihnen hat es keinen solchen Heuschreck[enschwarm] wie diesen gegeben, und nach ihnen wird es keinen solchen mehr geben. Ex10/15Ex Und sie bedeckten die Oberfläche des
ganzen Landes, so dass es finster im Land wurde; und sie fraßen alles Gewächs des Landes und alle Früchte der Bäume, die der Hagel übriggelassen hatte. So blieb im ganzen Land Ägypten an den
Bäumen und Gewächsen des Feldes nichts Grünes übrig.
Ex10/16Ex Da rief der Pharao schnell Mose und Aaron herbei und sagte: Ich habe gesündigt gegen den HERRN, euren Gott, und gegen euch! Ex10/17Ex Und nun vergib doch meine Sünde nur [noch] diesmal
und betet zum HERRN, eurem Gott, dass er nur diesen Tod von mir wegnimmt! Ex10/18Ex Darauf ging er von dem Pharao hinaus und betete zum HERRN. Ex10/19Ex Und der HERR verwandelte [den Ostwind in]
einen sehr starken Westwind; der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer. Es blieb nicht eine Heuschrecke übrig in dem ganzen Gebiet Ägyptens. Ex10/20Ex Aber der HERR verstockte das
Herz des Pharao, und er ließ die Söhne Israel nicht ziehen.
Neunte Plage: Finsternis.
Ex10/21Ex Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand gegen den Himmel aus! Dann wird eine [solche] Finsternis über das Land Ägypten kommen, dass man die Finsternis greifen kann. Ex10/22Ex Und
Mose streckte seine Hand gegen den Himmel aus: Da entstand im ganzen Land Ägypten eine dichte Finsternis drei Tage [lang]. Ex10/23Ex Man konnte einander nicht sehen, und niemand stand von seinem
Platz auf drei Tage lang; aber alle Söhne Israel hatten Licht in ihren Wohnsitzen. - Ex10/24Ex Da rief der Pharao Mose herbei und sagte: Zieht hin, dient dem HERRN! Nur eure Schafe und Rinder
sollen zurückbleiben; auch eure Kinder mögen mit euch ziehen! Ex10/25Ex Mose aber sagte: Gäbest du selber in unsere Hände Schlachtopfer und Brandopfer, damit wir [sie] dem HERRN, unserem Gott,
zubereiten - Ex10/26Ex unser Vieh zieht dennoch mit uns, nicht eine Klaue darf zurückbleiben; denn davon werden wir nehmen, um dem HERRN, unserm Gott, zu dienen. Wir wissen ja nicht, womit wir
dem HERRN dienen sollen, bis wir dorthin kommen. Ex10/27Ex Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, so dass er nicht bereit war, sie ziehen zu lassen. Ex10/28Ex Und der Pharao sagte zu ihm:
Geh weg von mir! Hüte dich, mir nochmals unter die Augen zu treten! Denn an dem Tag, an dem du mir [wieder] unter die Augen trittst, musst du sterben. Ex10/29Ex Darauf sagte Mose: Du hast recht
geredet, ich werde dir nicht mehr unter die Augen treten.
Androhung der zehnten Plage.
V. 1-8: Kap. 12,29-39.
\11\
Ex11/1Ex Und der HERR sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich über den Pharao und über Ägypten bringen; danach wird er euch von hier wegziehen lassen. Wenn er euch endgültig ziehen läßt, wird er
euch sogar völlig von hier fortjagen. Ex11/2Ex Rede doch zu den Ohren des Volkes: Jeder soll sich von seinem Nachbarn und jede von ihrer Nachbarin silberne Schmuckstücke und goldene Schmuckstücke
erbitten. Ex11/3Ex Und der HERR gab dem Volk Gunst in den Augen der Ägypter. Der Mann Mose war sogar sehr angesehen im Land Ägypten, in den Augen der Hofbeamten des Pharao und in den Augen des
Volkes. Ex11/4Ex Mose nun sagte [zum Pharao]: So spricht der HERR: Um Mitternacht will ich ausgehen [und] mitten durch Ägypten [schreiten]. Ex11/5Ex Dann wird alle Erstgeburt im Land Ägypten
sterben, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Sklavin hinter der Handmühle, sowie alle Erstgeburt des Viehs. Ex11/6Ex Da wird es ein großes
Jammergeschrei im ganzen Land Ägypten geben, wie es [noch] keines gegeben hat und es [auch] keines mehr geben wird. Ex11/7Ex Aber gegen keinen von den Söhnen Israel wird [auch nur] ein Hund seine
Zunge spitzen, vom Menschen bis zum Vieh, damit ihr erkennt, dass der HERR einen Unterschied macht zwischen den Ägyptern und den Israeliten. Ex11/8Ex Dann werden diese deine Hofbeamten alle zu
mir herabkommen, sich vor mir niederbeugen und sagen: Zieh aus, du und das ganze Volk, das in deinem Gefolge ist! Und danach werde ich ausziehen. - Und er ging in glühendem Zorn vom Pharao
hinaus.
Ex11/9Ex Der HERR hatte nämlich zu Mose gesagt: Der Pharao wird nicht auf euch hören, damit meine Wunder im Land Ägypten zahlreich werden. Ex11/10Ex Und Mose und Aaron haben alle diese Wunder vor
dem Pharao getan. Aber der HERR hatte das Herz des Pharao verstockt, so dass er die Söhne Israel nicht aus seinem Land ziehen ließ.
Passah und Fest der ungesäuerten Brote.
\12\
Ex12/1Ex Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten: Ex12/2Ex Dieser Monat soll für euch der Anfangsmonat sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres! Ex12/3Ex Redet zur
ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am zehnten dieses Monats, da nehmt euch ein jeder ein Lamm für ein Vaterhaus, [je] ein Lamm für das Haus! Ex12/4Ex Wenn aber das Haus für ein Lamm nicht zahlreich
genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten [wohnt], nach der Zahl der Seelen; nach dem Maß dessen, was jeder isst, sollt ihr ihn auf das Lamm anrechnen. Ex12/5Ex
Ein Lamm ohne Fehler, ein männliches, einjähriges, soll es für euch sein; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen. Ex12/6Ex Und ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats
aufbewahren. Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei Abenden schlachten. Ex12/7Ex Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Türpfosten und die
Oberschwelle streichen an den Häusern, in denen sie es essen. Ex12/8Ex Das Fleisch aber sollen sie [noch] in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und [dazu] ungesäuertes Brot; mit bitteren
Kräutern sollen sie es essen. Ex12/9Ex Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten [sollt ihr es essen]: seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und
Eingeweiden. Ex12/10Ex Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übriglassen! Was aber davon bis zum Morgen übrigbleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen. Ex12/11Ex So aber sollt ihr es essen: eure
Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Ein Passah für den HERRN ist es. Ex12/12Ex Und ich werde in dieser Nacht durch das Land
Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten erschlagen vom Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Göttern Ägyptens werde ich ein Strafgericht vollstrecken, ich, der HERR. Ex12/13Ex Aber das
Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch
sein, wenn ich das Land Ägypten schlage. Ex12/14Ex Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Satzung für [all] eure Generationen
sollt ihr ihn feiern.
V. 15-20: Kap. 13,3-10; 23,15; 34,18; 3Mo 23,6-8; 4Mo 28,17-25; 5Mo 16,3.4.8.
Ex12/15Ex Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; ja, [gleich] am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese Seele soll aus Israel
ausgerottet werden - [das gilt] vom ersten Tag bis zum siebten Tag. Ex12/16Ex Und am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten und [ebenso] am siebten Tag eine heilige Versammlung. An
diesen [Tagen] darf keinerlei Arbeit getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein darf von euch zubereitet werden. Ex12/17Ex So haltet denn [das Fest] der ungesäuerten Brote!
Denn an eben diesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten herausgeführt. Darum sollt ihr diesen Tag halten als ewige Ordnung für all eure Generationen. Ex12/18Ex Im ersten [Monat],
am 14. Tag des Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats, am Abend. Ex12/19Ex Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden; denn jeder,
der Gesäuertes isst, diese Seele soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei ein Fremder oder Einheimischer des Landes. Ex12/20Ex Nichts Gesäuertes dürft ihr essen; in all euren
Wohnsitzen sollt ihr ungesäuertes Brot essen!
Ex12/21Ex Und Mose berief alle Ältesten Israels und sagte zu ihnen: Macht euch daran und nehmt euch nach [der Größe] eurer Sippen Schafe und schlachtet das Passah. Ex12/22Ex Dann nehmt ein
Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und streicht [etwas] von dem Blut, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle und an die beiden Türpfosten. Ihr aber - von euch darf bis zum
Morgen keiner zur Tür seines Hauses hinausgehen. Ex12/23Ex Und der HERR wird durch [das Land] gehen, um die Ägypter zu schlagen. Sieht er [dann] das Blut an der Oberschwelle und an den beiden
Türpfosten, wird der HERR an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, [euch] zu schlagen. Ex12/24Ex Darum sollt ihr dieses Wort ewig halten als
Ordnung für dich und deine Kinder. Ex12/25Ex Und es soll geschehen, wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, dann sollt ihr diesen Dienst ausüben. Ex12/26Ex
Und es soll geschehen, wenn euch eure Kinder fragen: Was bedeutet dieser Dienst für euch?, Ex12/27Ex dann sollt ihr sagen: Es ist ein Passahopfer für den HERRN, der an den Häusern der Söhne
Israel in Ägypten vorüberging, als er die Ägypter schlug, unsere Häuser aber rettete. Da warf sich das Volk nieder und betete an. Ex12/28Ex Und die Söhne Israel gingen hin und machten es, wie der
HERR Mose und Aaron geboten hatte, so machten sie es.
Zehnte Plage: Tod der Erstgeburt.
V. 29-39: Kap. 11,1-8.
Ex12/29Ex Und es geschah um Mitternacht, da erschlug der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im
Kerker, auch alle Erstgeburt des Viehs. Ex12/30Ex Da stand der Pharao nachts auf, er und alle seine Hofbeamten und alle Ägypter, und es entstand ein großes Jammergeschrei in Ägypten, denn es gab
kein Haus, in dem nicht ein Toter war. Ex12/31Ex Und er rief Mose und Aaron nachts herbei und sagte: Macht euch auf, zieht weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die Söhne Israel,
und geht hin, dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt! Ex12/32Ex Auch eure Schafe und Rinder nehmt mit, wie ihr gesagt habt, und geht hin und segnet auch mich! Ex12/33Ex Und die Ägypter bedrängten
das Volk, um sie [möglichst] schnell aus dem Land schicken zu können, denn sie sagten [sich]: Wir alle sind [sonst] des Todes!
Israels Auszug aus Ägypten - Ordnung des Passah.
Ex12/34Ex Das Volk nun hob seinen Teig auf, ehe er gesäuert war; ihre Backschüsseln [trugen sie], in ihre Kleidung gewickelt, auf ihren Schultern. Ex12/35Ex Und die Söhne Israel hatten nach dem
Wort des Mose getan und sich von den Ägyptern silberne Schmuckstücke und goldene Schmuckstücke und Kleidung erbeten. Ex12/36Ex Dazu hatte der HERR dem Volk in den Augen der Ägypter Gunst gegeben,
so dass sie auf ihre Bitte eingegangen waren. So plünderten sie die Ägypter aus.
Ex12/37Ex Nun brachen die Söhne Israel auf [und zogen] von Ramses nach Sukkot, etwa 600 000 Mann zu Fuß, die Männer ohne die Kinder. Ex12/38Ex Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen hinauf,
dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. Ex12/39Ex Und sie backten den Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu ungesäuerten Brotfladen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten
weggetrieben worden waren und nicht [länger] hatten warten können; so hatten sie sich auch keine Wegzehrung bereitet. Ex12/40Ex Die Zeit des Aufenthaltes der Söhne Israel aber, die sie in Ägypten
zugebracht hatten, betrug 430 Jahre. Ex12/41Ex Und es geschah am Ende der 430 Jahre, ja, es geschah an eben diesem Tag, dass alle Heerscharen des HERRN aus dem Land Ägypten auszogen. Ex12/42Ex
Eine Nacht des Wachens war dies für den HERRN, damit er sie aus dem Land Ägypten herausführen konnte; das ist diese dem HERRN [geweihte] Nacht, ein Wachen für alle Söhne Israel in all ihren
Generationen.
Ex12/43Ex Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. Ex12/44Ex Jeder um Geld gekaufte Sklave eines Mannes aber - wenn du ihn
beschneidest, dann darf er davon essen. Ex12/45Ex Ein Beisasse oder Lohnarbeiter darf nicht davon essen. Ex12/46Ex In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem
Haus hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen. Ex12/47Ex Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern. Ex12/48Ex Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem HERRN das Passah
feiern will, so soll [bei] ihm alles Männliche beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern; und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. Es darf jedoch kein
Unbeschnittener davon essen. Ex12/49Ex Ein Gesetz soll gelten für den Einheimischen und für den Fremdling, der sich mitten unter euch aufhält. Ex12/50Ex Darauf machten es alle Söhne Israel, wie
der HERR Mose und Aaron geboten hatte; so machten sie es.
Ex12/51Ex Und es geschah an eben diesem Tag, da führte der HERR die Söhne Israel, nach ihren Heerscharen [geordnet], aus dem Land Ägypten heraus.
Fest der ungesäuerten Brote - Heiligung der Erstgeburt.
\13\
Ex13/1Ex Danach redete der HERR zu Mose und sprach: Ex13/2Ex Heilige mir alle Erstgeburt! Alles bei den Söhnen Israel, was zuerst den Mutterschoß durchbricht unter den Menschen und unter dem
Vieh, mir gehört es.
V. 3-10: Kap. 12,15-20.
Ex13/3Ex Und Mose sagte zum Volk: Gedenkt dieses Tages, an dem ihr aus Ägypten gezogen seid, aus dem Sklavenhaus! Denn mit starker Hand hat euch der HERR von dort herausgeführt. Darum soll kein
gesäuertes [Brot] gegessen werden. Ex13/4Ex Heute zieht ihr aus im Monat Abib. Ex13/5Ex Und es soll geschehen, wenn der HERR dich in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hewiter und
Jebusiter bringt, das dir zu geben er deinen Vätern geschworen hat, ein Land, das von Milch und Honig überfließt, dann sollst du diesen Dienst in diesem Monat ausüben. Ex13/6Ex Sieben Tage sollst
du ungesäuertes Brot essen, und am siebten Tag ist ein Fest für den HERRN. Ex13/7Ex Während der sieben Tage soll man ungesäuertes Brot essen, und kein gesäuertes [Brot] soll bei dir gesehen
werden, noch soll Sauerteig in all deinen Grenzen bei dir gesehen werden. Ex13/8Ex Und du sollst [dies] deinem Sohn an jenem Tag so erklären: Es geschieht um deswillen, was der HERR für mich
getan hat, als ich aus Ägypten zog. Ex13/9Ex Und es sei dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Gedenkzeichen zwischen deinen Augen, damit das Gesetz des HERRN in deinem Mund sei; denn mit
starker Hand hat dich der HERR aus Ägypten herausgeführt. Ex13/10Ex So sollst du denn diese Ordnung zu ihrer bestimmten Zeit von Jahr zu Jahr halten. Ex13/11Ex Und es soll geschehen, wenn dich
der HERR in das Land der Kanaaniter bringt, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und es dir gibt, Ex13/12Ex dann sollst du dem HERRN alles darbringen, was zuerst den Mutterschoß
durchbricht. Auch jeder erste Wurf des Viehs, der dir zuteil wird, gehört, soweit er männlich ist, dem HERRN. Ex13/13Ex Jede Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Lamm auslösen! Wenn du
sie jedoch nicht auslösen willst, dann brich ihr das Genick! Auch alle menschliche Erstgeburt unter deinen Söhnen sollst du auslösen. Ex13/14Ex Und es soll geschehen, wenn dich künftig dein Sohn
fragt: Was [bedeutet] das?, dann sollst du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat uns der HERR aus Ägypten herausgeführt, aus dem Sklavenhaus. Ex13/15Ex Denn es geschah, als der Pharao sich
hartnäckig weigerte, uns ziehen zu lassen, da brachte der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten um, vom Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehs. Darum opfere ich dem HERRN
alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht, soweit es männlich ist; aber jeden Erstgeborenen meiner Söhne löse ich aus. Ex13/16Ex Das sei dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Merkzeichen
zwischen deinen Augen, denn mit starker Hand hat uns der HERR aus Ägypten herausgeführt.
Israels Zug zum Schilfmeer - Wolken- und Feuersäule.
Ex13/17Ex Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen ließ, führte Gott sie nicht den Weg durch das Land der Philister, obwohl er der nächste war. Denn Gott sagte: Damit es das Volk nicht
gereut, wenn sie Kampf [vor sich] sehen, und sie nicht nach Ägypten zurückkehren. Ex13/18Ex Daher ließ Gott das Volk einen Umweg machen, den Wüstenweg zum Schilfmeer. Und die Söhne Israel zogen
kampfgerüstet aus dem Land Ägypten herauf. Ex13/19Ex Mose aber nahm die Gebeine Josephs mit sich. Denn dieser hatte die Söhne Israel ausdrücklich schwören lassen: Gott wird euch gewiß heimsuchen.
Führt dann meine Gebeine mit euch von hier hinauf! Ex13/20Ex Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten sich in Etam, am Rande der Wüste. Ex13/21Ex Der HERR aber zog vor ihnen her, bei Tag in
einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern könnten. Ex13/22Ex Weder wich die Wolkensäule vor dem
Volk bei Tag noch die Feuersäule bei Nacht.
Israels Zug durch das Schilfmeer - Untergang der Ägypter.
\14\
Ex14/1Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex14/2Ex Befiehl den Söhnen Israel, sich zu wenden und vor Pi-Hachirot zu lagern, zwischen Migdol und dem Meer. Vor Baal-Zefon, diesem gegenüber,
sollt ihr euch am Meer lagern! Ex14/3Ex Der Pharao aber wird von den Söhnen Israel denken: Sie irren ziellos im Land umher, die Wüste hat sie eingeschlossen. Ex14/4Ex Dann will ich das Herz des
Pharao verstocken, so dass er ihnen nachjagt. Darauf will ich mich am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht verherrlichen, und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin. Und sie
machten es so.
Ex14/5Ex Als nun dem König von Ägypten berichtet wurde, dass das Volk geflohen sei, wandte sich das Herz des Pharao und seiner Hofbeamten gegen das Volk, und sie sagten: Was haben wir da getan,
dass wir Israel aus unserem Dienst haben ziehen lassen! Ex14/6Ex So ließ er denn seine Streitwagen anspannen und nahm sein Kriegsvolk mit sich. Ex14/7Ex Er nahm sechshundert auserlesene
Streitwagen und alle [übrigen] Streitwagen Ägyptens und Wagenkämpfer auf ihnen allen. Ex14/8Ex Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, so dass er den Söhnen Israel
nachjagte, während die Söhne Israel mit erhobener Hand auszogen. Ex14/9Ex So jagten ihnen denn die Ägypter nach, alle Pferde und Streitwagen des Pharao, auch seine Reiter und seine Heeresmacht,
und erreichten sie, als sie sich am Meer gelagert hatten, bei Pi-Hachirot, vor Baal-Zefon. Ex14/10Ex Als nun der Pharao sich näherte, erhoben die Söhne Israel ihre Augen, und siehe, die Ägypter
zogen hinter ihnen her. Da fürchteten sich die Söhne Israel sehr und schrieen zum HERRN. Ex14/11Ex Und sie sagten zu Mose: Hast du uns etwa deshalb weggeführt, damit wir in der Wüste sterben,
weil es in Ägypten keine Gräber gab? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast? Ex14/12Ex Ist dies nicht das Wort, das wir [schon] in Ägypten zu dir geredet haben:
Laß ab von uns, wir wollen den Ägyptern dienen! Es wäre nämlich besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben. Ex14/13Ex Mose aber antwortete dem Volk: Fürchtet euch nicht!
Steht und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bringen wird! Denn die Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr weiterhin in Ewigkeit nicht mehr sehen. Ex14/14Ex Der HERR wird für euch
kämpfen, ihr aber werdet still sein.
Ex14/15Ex Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Befiehl den Söhnen Israel, dass sie aufbrechen! Ex14/16Ex Du aber erhebe deinen Stab und strecke deine Hand über das Meer aus und
spalte es, damit die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hineingehen! Ex14/17Ex Ich jedoch, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, so dass sie hinter ihnen herkommen. Und
ich will mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Streitwagen und Reitern. Ex14/18Ex Dann sollen die Ägypter erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mich am
Pharao, an seinen Wagen und Männern verherrlicht habe. Ex14/19Ex Und der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensäule vor ihnen brach auf und
stellte sich hinter sie. Ex14/20Ex So kam sie zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels, und sie wurde [dort] Gewölk und Finsternis und erleuchtete [hier] die Nacht, so kam jenes [Heer]
diesem die ganze Nacht nicht näher.
Ex14/21Ex Und Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und der HERR ließ das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind zurückweichen und machte [so] das Meer zum trockenen Land, und die
Wasser teilten sich. Ex14/22Ex Dann gingen die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hinein, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. Ex14/23Ex Die Ägypter
aber jagten ihnen nach und kamen hinter ihnen her, alle Pferde des Pharao, seine Streitwagen und Reiter, mitten ins Meer hinein. Ex14/24Ex Und es geschah: In [der Zeit] der Morgenwache, da
schaute der HERR in der Feuer- und Wolkensäule auf das Heer der Ägypter herab und brachte das Heer der Ägypter in Verwirrung. Ex14/25Ex Dann stieß er die Räder von ihren Wagen ab und ließ sie nur
mühsam vorankommen. Da sagten die Ägypter: Lasst uns vor Israel fliehen, denn der HERR kämpft für sie gegen die Ägypter! Ex14/26Ex Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand über das Meer
aus, damit die Wasser auf die Ägypter, auf ihre Wagen und über ihre Reiter zurückkehren! Ex14/27Ex Da streckte Mose seine Hand über das Meer aus, und das Meer kehrte beim Anbruch des Morgens zu
seiner Strömung zurück. Und die Ägypter flohen ihm entgegen. Der HERR aber trieb die Ägypter mitten ins Meer. Ex14/28Ex So kehrten die Wasser zurück und bedeckten die Wagen und Reiter der ganzen
Heeresmacht des Pharao, die ihnen ins Meer nachgekommen waren; es blieb auch nicht einer von ihnen übrig. Ex14/29Ex Die Söhne Israel aber waren auf trockenem Land mitten durch das Meer gegangen,
und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken gewesen. Ex14/30Ex So rettete der HERR an jenem Tag Israel aus der Hand der Ägypter, und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des
Meeres [liegen]. Ex14/31Ex Als nun Israel die große Macht sah, die der HERR an den Ägyptern ausgeübt hatte, da fürchtete das Volk den HERRN, und sie glaubten an den HERRN und an seinen Knecht
Mose.
Moses und Israels Lied der Rettung.
\15\
Ex15/1Ex Damals sangen Mose und die Söhne Israel dem HERRN dieses Lied. Sie sagten:
Singen will ich dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Roß und Reiter warf er ins Meer.
Ex15/2Ex Meine Stärke und mein Loblied ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden. Er ist mein Gott, und ich will ihn preisen, der Gott meines Vaters, und ich will ihn erheben.
Ex15/3Ex Der HERR ist ein Kriegsheld, Jahwe sein Name.
Ex15/4Ex Die Wagen des Pharao und seine Streitmacht warf er ins Meer, die Auslese seiner Wagenkämpfer versank im Schilfmeer.
Ex15/5Ex Die Fluten bedeckten sie, sie fuhren in [die] Tiefen wie ein Stein.
Ex15/6Ex Deine Rechte, o HERR, ist herrlich in Kraft; deine Rechte, o HERR, zerschmettert den Feind.
Ex15/7Ex Und in der Fülle deiner Hoheit wirfst du nieder, die sich gegen dich erheben. Du läßt los deine Zornesglut: sie verzehrt sie wie Strohstoppeln.
Ex15/8Ex Beim Schnauben deiner Nase türmten sich die Wasser, die Strömungen standen wie ein Damm, die Fluten gerannen im Herzen des Meeres.
Ex15/9Ex Es sprach der Feind: Ich jage nach, ich hole ein, verteile Beute; es sättige sich an ihnen meine Gier, ich zücke mein Schwert, meine Hand tilgt sie aus.
Ex15/10Ex Du bliesest mit deinem Atem - das Meer bedeckte sie; sie versanken wie Blei in gewaltigen Wassern.
Ex15/11Ex Wer ist dir gleich unter den Göttern, o HERR! Wer ist dir gleich, [so] herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhmestaten, Wunder tuend!
Ex15/12Ex Du strecktest aus deine Rechte - die Erde verschlang sie.
Ex15/13Ex In deiner Gnade hast du geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.
Ex15/14Ex Es hörten's die Völker, sie bebten; Angst ergriff Philistäas Bewohner.
Ex15/15Ex Da wurden bestürzt die Fürsten Edoms; die Gewaltigen Moabs, Zittern ergriff sie; es verzagten alle Bewohner Kanaans.
Ex15/16Ex Es überfiel sie Schrecken und Furcht; vor der Größe deines Arms wurden sie stumm wie ein Stein, während hindurchzog dein Volk, o HERR, während hindurchzog das Volk, das du
erworben.
Ex15/17Ex Du wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines Erbteils, die Stätte, die du, o HERR, zu deiner Wohnung gemacht hast, das Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet
haben.
Ex15/18Ex Der HERR ist König auf immer und ewig!
Ex15/19Ex Denn als die Pferde des Pharao mit seinen Wagen und mit seinen Reitern ins Meer gezogen waren, hat der HERR die Wasser des Meeres über sie zurückkehren lassen; aber die Söhne Israel
sind auf trockenem Land mitten durchs Meer gegangen.
Ex15/20Ex Und die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand, und alle Frauen zogen aus, hinter ihr her, mit Tamburinen und in Reigentänzen. Ex15/1Ex Und Mirjam sang ihnen
zu:
Ex15/21Ex Singt dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Roß und seinen Wagen warf er ins Meer!
Israel in Mara und Elim.
Ex15/22Ex Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen hinaus in die Wüste Schur und wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser. Ex15/23Ex Da kamen sie nach Mara,
aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter. Darum gab man [dem Ort] den Namen Mara. Ex15/24Ex Und das Volk murrte gegen Mose: Was sollen wir trinken? Ex15/25Ex Da
schrie er zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Stück Holz; das warf er ins Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort legte er Ordnung und Recht für es fest, und dort prüfte er es, Ex15/26Ex und er
sprach: Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann werde ich dir keine
der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt.
Ex27Ex Dann kamen sie nach Elim, und dort waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich dort am Wasser.
Wachteln und Manna.
\16\
Ex16/1Ex Und sie brachen von Elim auf, und die ganze Gemeinde der Söhne Israel kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai [liegt], am fünfzehnten Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug
aus dem Land Ägypten. Ex16/2Ex Da murrte die ganze Gemeinde der Söhne Israel gegen Mose und Aaron in der Wüste. Ex16/3Ex Und die Söhne Israel sagten zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des
HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen, als wir Brot aßen bis zur Sättigung! Denn ihr habt uns in diese Wüste herausgeführt, um diese ganze Versammlung an Hunger
sterben zu lassen. Ex16/4Ex Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Dann soll das Volk hinausgehen und den Tagesbedarf täglich sammeln, damit ich es prüfe,
ob es nach meinem Gesetz leben will oder nicht. Ex16/5Ex Am sechsten Tag aber, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, wird es geschehen, dass es das Doppelte von dem sein wird, was sie
tagtäglich sammeln. Ex16/6Ex Und Mose und Aaron sagten zu allen Söhnen Israel: Am Abend werdet ihr erkennen, dass euch der HERR aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, Ex16/7Ex und am Morgen
werdet ihr die Herrlichkeit des HERRN sehen, der euer Murren gegen den HERRN gehört hat. Denn was sind wir, dass ihr gegen uns murrt? Ex16/8Ex Und Mose sagte: Dadurch [werdet ihr es erkennen],
dass euch der HERR am Abend Fleisch zu essen geben wird und am Morgen Brot bis zur Sättigung, weil der HERR euer Murren gehört hat, mit dem ihr gegen ihn murrt. Denn was sind wir? Nicht gegen uns
[richtet sich] euer Murren, sondern gegen den HERRN. Ex16/9Ex Und Mose sagte zu Aaron: Befiehl der ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Tretet vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört!
Ex16/10Ex Da geschah es, als Aaron zur ganzen Gemeinde der Söhne Israel redete und sie sich zur Wüste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit des HERRN in der Wolke. Ex16/11Ex Und der
HERR redete zu Mose und sprach: Ex16/12Ex Ich habe das Murren der Söhne Israel gehört. Rede zu ihnen und sprich: Zwischen den zwei Abenden werdet ihr Fleisch essen, und am Morgen werdet ihr von
Brot satt werden! So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR, euer Gott bin.
Ex16/13Ex Und es geschah am Abend, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen war eine Schicht von Tau rings um das Lager. Ex16/14Ex Und als die Tauschicht aufgestiegen war,
siehe, [da lag] auf der Fläche der Wüste etwas Feines, Körniges, fein, wie der Reif auf der Erde. Ex16/15Ex Das sahen die Söhne Israel, und sie sagten einer zum andern: Was ist das? Denn sie
wußten nicht, was es war. Mose aber sagte zu ihnen: Dies ist das Brot, das euch der HERR zur Nahrung gegeben hat. Ex16/16Ex Dies ist das Wort, das der HERR geboten hat: Sammelt davon, jeder nach
dem Maß seines Essens! Einen Gomer je Kopf sollt ihr nehmen, nach der Zahl eurer Seelen, jeder für die, die in seinem Zelt sind! Ex16/17Ex Und die Söhne Israel machten es so und sammelten, der
[eine] viel, der [andere] wenig. Ex16/18Ex Als sie aber mit dem Gomer maßen, da hatte der, der viel gesammelt hatte, keinen Überschuß, und wer wenig gesammelt hatte, der hatte keinen Mangel.
Jeder hatte gesammelt nach dem Maß seines Essens. Ex16/19Ex Und Mose sagte zu ihnen: Niemand lasse [etwas] davon übrig bis zum Morgen! Ex16/20Ex Aber sie hörten nicht auf Mose, sondern einige
ließen [etwas] davon bis zum Morgen übrig; da verfaulte es [durch] Würmer und stank. Da wurde Mose zornig über sie. Ex16/21Ex Und sie sammelten es Morgen für Morgen, jeder nach dem Maß seines
Essens. Wenn aber die Sonne heiß wurde, dann zerschmolz es. Ex16/22Ex Und es geschah am sechsten Tag, da sammelten sie das Doppelte an Brot, zwei Gomer für jeden einzelnen. Da kamen alle Fürsten
der Gemeinde und berichteten es Mose.
V. 23-30: Kap. 20,8-11.
Ex16/23Ex Er sagte nun zu ihnen: Dies ist es, was der HERR geredet hat: Morgen ist eine Sabbatfeier, ein heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, backt, und was ihr kochen wollt,
kocht! Alles aber, was übrigbleibt, legt für euch zurück zur Aufbewahrung bis zum [nächsten] Morgen! Ex16/24Ex Da legten sie es zurück bis zum [nächsten] Morgen, wie Mose geboten hatte, und es
wurde nicht stinkend, und es kam kein Wurm hinein. Ex16/25Ex Mose sagte: Eßt es heute, denn heute ist ein Sabbat für den HERRN! Heute werdet ihr auf dem Feld nichts finden. Ex16/26Ex Sechs Tage
sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist Sabbat, da gibt es nichts. Ex16/27Ex Aber am siebten Tag geschah es, dass [dennoch] einige vom Volk hinausgingen, um zu sammeln, doch sie fanden
nichts. Ex16/28Ex Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange habt ihr euch [nun schon] geweigert, meine Gebote und Gesetze zu halten! Ex16/29Ex Seht, weil euch der HERR den Sabbat gegeben hat, darum
gibt er euch am sechsten Tag Brot für zwei Tage. So bleibe [nun] jeder von euch daheim, niemand verlasse am siebten Tag seinen [Lager]platz! Ex16/30Ex So ruhte denn das Volk am siebten
Tag.
Ex16/31Ex Und das Haus Israel gab ihm den Namen Man, und es war weiß wie Koriandersamen und sein Geschmack wie Kuchen mit Honig. Ex16/32Ex Mose nun sagte: Das ist es, was der HERR geboten hat:
Ein Gomer voll davon sei zur Aufbewahrung für eure [künftigen] Generationen, damit sie das Brot sehen, das ich euch in der Wüste zu essen gegeben habe, als ich euch aus dem Land Ägypten
herausgeführt hatte. Ex16/33Ex Und Mose sagte zu Aaron: Nimm einen Behälter und tu Man hinein, einen Gomer voll, und stelle ihn hin vor den HERRN zur Aufbewahrung für eure [künftigen]
Generationen! Ex16/34Ex Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so stellte ihn Aaron vor das Zeugnis zur Aufbewahrung. - Ex16/35Ex Und die Söhne Israel aßen das Man vierzig Jahre, bis sie in
bewohntes Land kamen; sie aßen das Man, bis sie an die Grenze des Landes Kanaan kamen. Ex16/36Ex Der Gomer aber ist ein Zehntel vom Efa.
Wasser aus dem Felsen.
\17\
Ex17/1Ex Und die ganze Gemeinde der Söhne Israel brach nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wüste Sin auf nach dem Befehl des HERRN, und sie lagerten sich in Refidim. Aber da war kein Wasser zum
Trinken für das Volk. Ex17/2Ex Da geriet das Volk mit Mose in Streit, und sie sagten: Gib uns Wasser, damit wir [zu] trinken [haben]! Mose aber erwiderte ihnen: Was streitet ihr mit mir? Was
prüft ihr den HERRN? Ex17/3Ex Als nun das Volk dort nach Wasser dürstete, murrte das Volk gegen Mose und sagte: Wozu hast du uns überhaupt aus Ägypten heraufgeführt? Um mich und meine Kinder und
mein Vieh vor Durst sterben zu lassen? Ex17/4Ex Da schrie Mose zum HERRN und sagte: Was soll ich mit diesem Volk tun? Noch ein wenig, so steinigen sie mich. Ex17/5Ex Und der HERR antwortete Mose:
Geh dem Volk voran und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du [auf] den Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin! Ex17/7Ex Siehe, ich will dort vor
dich auf den Felsen am Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus ihm hervorströmen, so dass das Volk [zu] trinken [hat]. Und Mose machte es so vor den Augen der
Ältesten Israels. Ex17/7Ex Und er gab dem Ort den Namen Massa und Meriba wegen des Streitens der Söhne Israel, und weil sie den HERRN geprüft hatten, indem sie sagten: Ist der HERR in unserer
Mitte oder nicht?
Kampf gegen Amalek.
Ex17/8Ex Danach kam Amalek und kämpfte in Refidim gegen Israel. Ex17/9Ex Und Mose sagte zu Josua: Wähle uns Männer aus und zieh aus, kämpfe gegen Amalek! Morgen will ich mich auf den Gipfel des
Hügels stellen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. Ex17/10Ex Da tat Josua, wie Mose ihm gesagt hatte, um gegen Amalek zu kämpfen. Und Mose, Aaron und Hur stiegen auf den Gipfel des Hügels.
Ex17/11Ex Und es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, dann hatte Israel die Oberhand, wenn er aber seine Hand sinken ließ, dann hatte Amalek die Oberhand. Ex17/12Ex Da jedoch Moses Hände schwer
wurden, nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf. Dann stützten Aaron und Hur seine Hände, der eine auf dieser, der andere auf jener [Seite]. So blieben seine
Hände fest, bis die Sonne unterging. Ex17/13Ex Und Josua besiegte Amalek und sein [Kriegs]volk mit der Schärfe des Schwertes. Ex17/14Ex Danach sprach der HERR zu Mose: Schreib dies zum Gedächtnis
in ein Buch und lege in die Ohren Josuas, dass ich die Erinnerung an Amalek vollständig unter dem Himmel auslöschen werde! Ex17/15Ex Und Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: `Der HERR
ist mein Feldzeichen_, Ex17/16Ex indem er sagte: Fürwahr, die Hand ist am Thron Jahs: Krieg hat der HERR mit Amalek von Generation zu Generation!
Jitros Besuch bei Mose.
\18\
Ex18/1Ex Jitro aber, der Priester von Midian, der Schwiegervater des Mose, hatte alles gehört, was Gott an Mose und an seinem Volk Israel getan hatte, dass der HERR Israel aus Ägypten
herausgeführt hatte. Ex18/2Ex Da nahm Jitro, der Schwiegervater des Mose, Zippora, die Frau des Mose [mit sich], nachdem dieser sie zurückgeschickt hatte, Ex18/3Ex mit ihren beiden Söhnen. Der
eine von ihnen hieß Gerschom, weil er gesagt hatte: Ein Fremder bin ich geworden im fremden Land. Ex18/4Ex Der andere aber hieß Elieser, denn [er hatte gesagt]: Der Gott meines Vaters ist meine
Hilfe gewesen und hat mich vom Schwert des Pharao errettet. Ex18/5Ex So kam Jitro, der Schwiegervater des Mose, mit dessen Söhnen und dessen Frau zu Mose in die Wüste, wo er am Berg Gottes
lagerte. Ex18/6Ex Und er ließ dem Mose sagen: Ich, dein Schwiegervater Jitro, komme zu dir, und deine Frau und ihre beiden Söhne mit ihr. Ex18/7Ex Da ging Mose hinaus, seinem Schwiegervater
entgegen, verneigte sich und küßte ihn, und sie fragten einer den andern nach ihrem Wohlergehen und gingen ins Zelt. Ex18/8Ex Und Mose erzählte seinem Schwiegervater alles, was der HERR am Pharao
und an den Ägyptern um Israels willen getan hatte, all die Mühsal, die ihnen auf dem Weg begegnet war, und dass der HERR sie errettet hatte. Ex18/9Ex Da freute sich Jitro über all das Gute, das
der HERR an Israel getan hatte, dass er es aus der Hand der Ägypter errettet hatte. Ex18/10Ex Und Jitro sagte: Gepriesen sei der HERR, der euch errettet hat aus der Hand der Ägypter und aus der
Hand des Pharao, der das Volk errettet hat unter der Hand der Ägypter hinweg! Ex18/11Ex Nun habe ich erkannt, dass der HERR größer ist als alle Götter; denn worin sie vermessen handelten, [das
kam] über sie. Ex18/12Ex Darauf nahm Jitro, der Schwiegervater des Mose, ein Brandopfer und Schlachtopfer für Gott. Und Aaron und alle Ältesten Israels kamen, um mit Moses Schwiegervater vor Gott
ein Mahl zu halten.
Einsetzung von Richtern.
Ex18/13Ex Und es geschah am Tag darauf, da setzte Mose sich nieder, um dem Volk Recht zu sprechen. Und das Volk stand bei Mose vom Morgen bis zum Abend. Ex18/14Ex Als aber der Schwiegervater des
Mose alles sah, was er mit dem Volk tat, sagte er: Was ist das, das du mit dem Volk tust? Warum sitzt du allein da, während alles Volk vom Morgen bis zum Abend bei dir steht? Ex18/15Ex Mose
antwortete seinem Schwiegervater: Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen. Ex18/16Ex Wenn sie eine [Rechts]sache haben, dann kommt es zu mir, und ich richte zwischen dem einen und dem
andern und gebe [ihnen] die Ordnungen Gottes und seine Weisungen bekannt. Ex18/17Ex Da sagte Moses Schwiegervater zu ihm: Die Sache ist nicht gut, die du tust. Ex18/18Ex Du reibst dich auf,
sowohl du als auch dieses Volk, das bei dir ist. Die Aufgabe ist zu schwer für dich, du kannst sie nicht allein bewältigen. Ex18/19Ex Höre nun auf meine Stimme, ich will dir raten, und Gott wird
mit dir sein: Vertritt du das Volk vor Gott, und bringe du die Sachen vor Gott. Ex18/20Ex Belehre sie über die Ordnungen und Weisungen und zeige ihnen den Weg, den sie gehen, und das Werk, das
sie tun sollen. Ex18/21Ex Du aber suche [dir] aus dem ganzen Volk tüchtige, gottesfürchtige Männer aus, zuverlässige Männer, die ungerechten Gewinn hassen, und setze sie über sie: Oberste von
Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fünfzig und Oberste von Zehn, Ex18/22Ex damit sie dem Volk jederzeit Recht sprechen! Und es soll geschehen, dass sie jede große Sache vor dich bringen,
jede kleine Sache aber selbst richten. [Auf diese Weise] entlaste dich, und sie mögen [es] mit dir tragen! Ex18/23Ex Wenn du dies tust und Gott es dir gebietet, dann wirst du bestehen können, und
auch dieses ganze Volk wird in Frieden an seinen Ort kommen. Ex18/24Ex Und Mose hörte auf die Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er gesagt hatte. Ex18/25Ex So wählte Mose denn aus
ganz Israel tüchtige Männer aus und machte sie zu Oberhäuptern über das Volk: Oberste von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fünfzig und Oberste von Zehn. Ex18/26Ex Diese sprachen dem Volk
jederzeit Recht: [jede] schwierige Sache brachten sie vor Mose, jede kleine Sache aber richteten sie selbst. Ex18/27Ex Darauf ließ Mose seinen Schwiegervater ziehen, und [dieser] ging [wieder] in
sein Land.
Israel am Sinai - Vorbereitung auf die Gesetzgebung.
\19\
Ex19/1Ex Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an eben diesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai. Ex19/2Ex Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai
und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber. Ex19/3Ex Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen
und den Söhnen Israel mitteilen: Ex19/4Ex Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und [wie] ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Ex19/5Ex Und nun, wenn ihr
willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. Ex19/6Ex Und ihr sollt mir ein Königreich von
Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.
Ex19/7Ex Darauf ging Mose hin, rief die Ältesten des Volkes [zusammen] und legte ihnen all diese Worte vor, die ihm der HERR geboten hatte. Ex19/8Ex Da antwortete das ganze Volk gemeinsam und
sagte: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte dem HERRN die Worte des Volkes zurück. Ex19/9Ex Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich werde im Dunkel des Gewölks zu dir
kommen, damit es das Volk hört, wenn ich mit dir rede, und auch dir ewig glaubt. Und Mose teilte dem HERRN die Worte des Volkes mit. Ex19/10Ex Und der HERR sprach zu Mose: Geh zum Volk und
heilige sie heute und morgen! Und sie sollen ihre Kleider waschen, Ex19/11Ex damit sie für den dritten Tag bereit sind; denn am dritten Tag wird der HERR vor den Augen des ganzen Volkes auf den
Berg Sinai herabsteigen. Ex19/12Ex Darum zieh eine Grenze rings um das Volk und sage: Hütet euch, auf den Berg zu steigen oder [auch nur] sein Ende zu berühren! Jeder, der den Berg berührt, muss
getötet werden. Ex19/13Ex Keine Hand darf ihn berühren, denn [sonst] muss er gesteinigt oder erschossen werden; ob Tier oder Mensch, er darf nicht am Leben bleiben. [Erst] wenn das Widderhorn
anhaltend ertönt, sollen sie zum Berg hinaufsteigen. Ex19/14Ex Darauf stieg Mose vom Berg zu dem Volk hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider. Ex19/15Ex Dann sagte er zum
Volk: Haltet euch für den dritten Tag bereit! Nähert euch keiner Frau!
Ex19/16Ex Und es geschah am dritten Tag, als es Morgen wurde, da brachen Donner und Blitze los, und eine schwere Wolke [lagerte] auf dem Berg, und ein sehr starker Hörnerschall [ertönte], so dass
das ganze Volk, das im Lager war, bebte. Ex19/17Ex Mose aber führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen, und sie stellten sich am Fuß des Berges auf. Ex19/18Ex Und der ganze Berg Sinai
rauchte, weil der HERR im Feuer auf ihn herabkam. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte heftig. Ex19/19Ex Und der Hörnerschall wurde immer stärker.
Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer [lauten] Stimme. Ex19/20Ex Und der HERR stieg auf den Berg Sinai herab, auf den Gipfel des Berges, und der HERR rief Mose auf den Gipfel des Berges,
und Mose stieg hinauf. Ex19/21Ex Und der HERR sprach zu Mose: Steig hinab, warne das Volk, dass sie nicht zum HERRN durchbrechen, um zu schauen; sonst müßten viele von ihnen fallen. Ex19/22Ex Ja,
auch die Priester, die zum HERRN herantreten, sollen sich heiligen, damit der HERR nicht in sie einbricht. Ex19/23Ex Mose aber sagte zum HERRN: Das Volk wird den Berg Sinai nicht ersteigen
können, denn du hast uns ja gewarnt und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und erkläre ihn für heilig! Ex19/24Ex Da sprach der HERR zu ihm: Geh, steig hinab, und komm [dann wieder] herauf, du
und Aaron mit dir! Aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zum HERRN hinaufzusteigen, damit er nicht in sie einbricht. Ex19/25Ex Da stieg Mose zum Volk hinab und sagte es
ihnen.
Die zehn Gebote.
V. 1-17: 5Mo 5,4-21
\20\
Ex20/1Ex Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ex20/2Ex (1. Gebot) Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe. Ex20/3Ex Du
sollst keine andern Götter haben neben mir. - Ex20/4Ex (2. Gebot) Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in
den Wassern unter der Erde ist. Ex20/5Ex Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter
heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation] von denen, die mich hassen, Ex20/6Ex der aber Gnade erweist an Tausenden [von Generationen] von denen, die mich lieben und meine
Gebote halten. (Das Ich bin ein eifersüchtiger Gott unterstreicht meines Erachtens die Wichtigkeit dieses zweiten Gebots; die Kirche und sogar Luther haben es aber einfach gestrichen)- Ex20/7Ex
(3. Gebot) Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen (oder auch: Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; oder: nicht unnützlich
führen; so lehrte mich mein Konfirmationspastor, Pastor Storch), denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.
V. 8-11: Kap. 16,23-30; 31,12-17; 35,1-3; 3Mo 23,3; Jer 17,21.22; Hes 20,20.
Ex20/8Ex (4. Gebot) Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Ex20/9Ex Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, Ex20/10Ex aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN,
deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt].
Ex20/11Ex Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte
ihn.
V. 12-17: Mt 19,18.19; Röm 13,9.
Ex20/12Ex (5. Gebot) Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. - Ex20/13Ex (6. Gebot) Du sollst nicht töten (morden; ein
Rind oder Schaf darfst du töten). - Ex20/14Ex (7. Gebot) Du sollst nicht ehebrechen. - Ex20/15Ex (8. Gebot) Du sollst nicht stehlen. - Ex20/16Ex (9. Gebot) Du sollst gegen deinen Nächsten nicht
als falscher Zeuge aussagen. - Ex20/17Ex (10. Gebot) Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd,
weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgendetwas, was deinem Nächsten [gehört].
Ex20/18Ex Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen, den Hörnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk [das] wahrnahm, zitterten sie, blieben von ferne stehen Ex20/19Ex und
sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Aber Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben. Ex20/20Ex Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn [nur] um euch zu
prüfen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt. (Erweckung) Ex20/21Ex So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber näherte sich dem
Dunkel, wo Gott war.
Vorschrift für den Altar.
Ex20/22Ex Da sprach der HERR zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sprechen: Ihr habt selbst gesehen, dass ich vom Himmel her mit euch geredet habe. Ex20/23Ex Ihr sollt neben mir keine
Götter aus Silber machen, auch Götter aus Gold sollt ihr euch nicht machen. Ex20/24Ex Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und deine
Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen. Ex20/25Ex Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann darfst du sie
nicht als behauene [Steine] aufbauen, denn du hättest deinen Meißel darüber geschwungen und ihn entweiht. Ex20/26Ex Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht
deine Blöße an ihm aufgedeckt wird.
Verordnungen zum Schutz der Sklaven.
5Mo 15,12-18.
\21\
Ex21/1Ex Und dies sind die Rechtsbestimmungen, die du ihnen vorlegen sollst:
Ex21/2Ex Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen. Ex21/3Ex Falls er allein gekommen ist, soll er [auch] allein
ausziehen. Falls er Ehemann einer Frau war, soll seine Frau mit ihm ausziehen. Ex21/4Ex Falls ihm sein Herr eine Frau gegeben und sie ihm Söhne oder Töchter geboren hat, sollen die Frau und ihre
Kinder ihrem Herrn gehören, und er soll allein ausziehen. Ex21/5Ex Falls aber der Sklave sagt: Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht als Freier ausziehen (Ich will
nicht frei, sondern ein Sklave Jesu Christi sein)!, Ex21/6Ex so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tür oder an den Türpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem
Pfriem durchbohren; dann soll er ihm für ewig dienen (Du bist Sklave or a slave planted at one place, committed to the saints in Antioch, committed in one local church. Wenn du in der Gemeinde
verbindlich dienst, dann ist das ja nicht wie ein ewiger „Churchhopper“. Dieses churchhopping ist nicht von Gott.).
Ex21/7Ex Wenn jedoch jemand seine Tochter als Sklavin verkauft, soll sie nicht ausziehen, wie die Sklaven ausziehen. Ex21/8Ex Falls sie ihrem Herrn missfällt, der sie für sich vorgesehen hatte,
lasse er sie loskaufen: er soll nicht Macht haben, sie an einen Ausländer zu verkaufen, indem er sie treulos entlässt. Ex21/9Ex Und falls er sie seinem Sohn bestimmt, soll er nach dem
Töchterrecht an ihr handeln. Ex21/101Ex Falls er sich [noch] eine andere nimmt, soll er ihre Nahrung, ihre Kleidung und den ehelichen Verkehr mit ihr nicht verkürzen. Ex21/11Ex Falls er aber
diese drei Dinge nicht an ihr tut, soll sie umsonst ausziehen, ohne Geld.
Verordnungen zum Schutz von Leib und Leben.
Ex21/12Ex Wer einen Menschen [so] schlägt, dass er stirbt, muss getötet werden. Ex21/13Ex Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat es seiner Hand widerfahren lassen, dann werde ich
dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll. Ex21/14Ex Doch wenn jemand an seinem Nächsten vermessen handelt, indem er ihn hinterlistig umbringt - von meinem Altar sollst du ihn wegnehmen,
damit er stirbt. Ex21/15Ex Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, muss getötet werden.
Ex21/16Ex Wer einen Menschen raubt, sei es, dass er ihn verkauft, sei es, dass er in seiner Gewalt gefunden wird, [der] muss getötet werden.
Ex21/17Ex Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss getötet werden.
Ex21/18Ex Wenn Männer [miteinander] streiten und einer den andern mit einem Stein oder mit einer Hacke schlägt, so dass er [zwar] nicht stirbt, aber bettlägerig wird: Ex21/19Ex falls er aufsteht
und draußen an seinem Stab umhergeht, soll der Schläger straffrei bleiben. Nur muss er ihn für [die Zeit] seines Daheimsitzens entschädigen und für seine völlige Heilung sorgen.
Ex21/20Ex Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, so dass er ihm unter der Hand stirbt, muss er gerächt werden. Ex21/21Ex Nur falls er einen Tag oder zwei Tage [am
Leben] bleibt, soll er nicht gerächt werden, denn er ist sein Geld.
Ex21/22Ex Wenn Männer sich raufen und [dabei] eine schwangere Frau stoßen, so dass ihr die Leibesfrucht abgeht, aber kein [weiterer] Schaden entsteht, so muss dem Schuldigen eine Geldbuße
auferlegt werden, je nachdem, [wieviel] ihm der Eheherr der Frau auferlegt, und er soll nach dem Ermessen von Schiedsrichtern geben. Ex21/23Ex Falls aber ein [weiterer] Schaden entsteht, so
sollst du geben Leben um Leben, Ex21/24Ex Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Ex21/25Ex Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.
Ex21/26Ex Wenn jemand in das Auge seines Sklaven oder in das Auge seiner Sklavin schlägt und es zerstört, soll er ihn [zur Entschädigung] für sein Auge als Freien entlassen. Ex21/27Ex Auch falls
er den Zahn seines Sklaven oder den Zahn seiner Sklavin ausschlägt, soll er ihn [zur Entschädigung] für seinen Zahn als Freien entlassen.
Ex21/28Ex Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stößt, so dass sie sterben, dann muss das Rind gesteinigt werden, und sein Fleisch darf nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Rindes soll
straffrei bleiben. Ex21/29Ex Falls jedoch das Rind schon vorher stößig war, und sein Besitzer ist gewarnt worden, hat es aber nicht verwahrt: falls es [dann] einen Mann oder eine Frau tötet, soll
das Rind gesteinigt und auch sein Besitzer getötet werden. Ex21/30Ex Falls ihm aber ein Sühngeld auferlegt wird, so soll er als Lösegeld für sein Leben alles geben, was ihm auferlegt wird.
Ex21/31Ex [Auch] falls es einen Sohn oder eine Tochter stößt, soll mit ihm nach dieser Rechtsordnung verfahren werden. Ex21/32Ex Falls das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin stößt, soll sein
Besitzer ihrem Herrn dreißig Schekel Silber geben, das Rind aber soll gesteinigt werden.
Verordnungen über Ersatzleistungen nach Schädigung anderer.
Ex21/33Ex Wenn jemand eine Zisterne öffnet oder wenn jemand eine Zisterne gräbt und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Rind oder ein Esel hinein, Ex21/34Ex dann soll es der Besitzer der Zisterne
erstatten: Geld soll er seinem Besitzer zahlen, aber das tote [Tier] soll ihm gehören.
Ex21/35Ex Wenn jemandes Rind das Rind seines Nächsten stößt, so dass es stirbt, dann sollen sie das lebende Rind verkaufen und den Erlös teilen, und auch das tote sollen sie teilen. Ex21/36Ex War
es aber bekannt, dass das Rind [schon] vorher stößig war, und sein Besitzer hat es nicht verwahrt, so muss er ein Rind für das [andere] Rind erstatten, das tote aber soll ihm gehören.
Ex21/37Ex Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und es schlachtet oder verkauft, soll er fünf Rinder erstatten für das [eine] Rind und vier Schafe für das [eine] Schaf.
\22\
Ex22/1Ex - Falls der Dieb beim Einbruch ertappt und geschlagen wird, so dass er stirbt, so ist es ihm keine Blutschuld. Ex22/2Ex Falls aber die Sonne über ihm aufgegangen ist, ist es ihm
Blutschuld. Er muss zurückerstatten. Falls er nichts hat, soll er für den [Wert des] von ihm Gestohlenen verkauft werden. Ex22/3Ex Falls das Gestohlene lebend in seiner Hand gefunden wird, es sei
ein Rind oder ein Esel oder ein Schaf, so soll er das Doppelte erstatten.
Ex22/4Ex Wenn jemand ein Feld oder einen Weinberg abweiden läßt und seinem Vieh [dabei] freien Lauf läßt, so dass es auf dem Feld eines anderen weidet, dann soll er vom Besten seines Feldes und
vom Besten seines Weinbergs erstatten.
Ex22/5Ex Wenn Feuer ausbricht und Dorngestrüpp erreicht, so dass ein Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das Feld verzehrt wird, so muss der zurückerstatten, der den Brand angezündet
hat.
V. 6-14: 3Mo 5,20-24.
Ex22/6Ex Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände in Verwahrung gibt und es wird aus dem Haus dieses Mannes gestohlen - falls der Dieb gefunden wird, soll er das Doppelte erstatten.
Ex22/7Ex Falls jedoch der Dieb nicht gefunden wird, so soll der Besitzer des Hauses vor Gott treten, [damit man erfährt], ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat.
Ex22/8Ex Bei jedem Fall von Veruntreuung an Rind, Esel, Schaf oder Kleidung, bei allem Verlorenen, von dem er sagt: Das ist es!, soll die Sache der beiden vor Gott kommen. Wen Gott schuldig
erklärt, der soll seinem Nächsten das Doppelte erstatten. Ex22/9Ex Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgend ein Tier in Verwahrung gibt und es stirbt oder
bricht sich [einen Knochen] oder wird weggeführt [und] niemand sieht es, Ex22/10Ex dann soll ein Schwur beim HERRN zwischen ihnen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten
ausgestreckt hat. Dann soll sein Besitzer es annehmen, und jener braucht nichts zu erstatten. Ex22/11Ex Falls es ihm jedoch wirklich gestohlen worden ist, soll er es seinem Besitzer erstatten.
Ex22/12Ex Falls es [aber] zerrissen worden ist, soll er es als Beweis herbeibringen; er braucht das Zerrissene nicht zu erstatten. Ex22/13Ex Wenn jemand von seinem Nächsten [ein Stück Vieh] leiht
und es bricht sich [einen Knochen] oder stirbt - falls sein Besitzer nicht dabei war, muss er es erstatten; Ex22/14Ex falls sein Besitzer dabei war, braucht er es nicht zu erstatten. Falls es
gemietet war, geht es auf den Mietpreis.
Ex22/15Ex Wenn jemand eine Jungfrau betört, die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, muss er sie sich gegen das Heiratsgeld zur Frau erwerben. Ex22/16Ex Falls sich ihr Vater hartnäckig weigert,
sie ihm zu geben, soll er Geld abwiegen nach dem Heiratsgeld für Jungfrauen.
Todeswürdige Vergehen.
Ex22/17Ex Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen. - Ex22/18Ex Jeder, der bei einem Tier liegt, muss getötet werden. - Ex22/19Ex Wer den Göttern opfert, außer dem HERRN allein, soll mit dem
Bann belegt werden.
Aufforderung zum Schutz der Schwachen.
Ex22/20Ex Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ex22/21Ex Keine Witwe oder Waise dürft ihr bedrücken. Ex22/22Ex Falls du sie in
irgendeiner Weise bedrückst, dann werde ich, wenn sie wirklich zu mir schreien [muss], ihr Geschrei gewiß erhören, Ex22/23Ex und mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwert
umbringen, so dass eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen werden. - Ex22/24Ex Falls du [einem aus] meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger;
ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. - Ex22/25Ex Falls du wirklich den Mantel deines Nächsten zum Pfand nimmst, sollst du ihm diesen zurückgeben, ehe die Sonne untergeht; Ex22/26Ex denn er ist
seine einzige Decke, seine Umhüllung für seine Haut. Worin soll er [sonst] liegen? Wenn er dann zu mir schreit, wird es geschehen, dass ich ihn erhören werde, denn ich bin gnädig. -
Pflichten gegen Gott.
Ex22/27Ex Gott sollst du nicht lästern, und einem Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen.
Ex22/28Ex Mit der Fülle deines Getreides und dem Ausfluß deiner Kelter sollst du nicht zögern. - Den Erstgeborenen unter deinen Söhnen sollst du mir geben. Ex22/29Ex Ebenso sollst du es mit
deinem Rind [und] deinen Schafen halten; sieben Tage mag es bei seiner Mutter bleiben, am achten Tag sollst du es mir geben. - Ex22/30Ex Heilige Menschen sollt ihr mir sein: so dürft ihr Fleisch,
das auf dem Feld zerrissen worden ist, nicht essen; den Hunden sollt ihr es vorwerfen.
Aufforderung zum gerechten Verhalten und zur Nächstenliebe.
\23\
Ex23/1Ex Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen. Du sollst deine Hand nicht dem Schuldigen reichen, um als falscher Zeuge aufzutreten. Ex23/2Ex Du sollst der Menge nicht folgen zum Bösen. Und
du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so [das Recht] beugst. Ex23/3Ex Auch den Geringen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht
begünstigen. -
Ex23/4Ex Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen.
Ex23/5Ex Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last zusammengebrochen siehst, dann lasse ihn nicht ohne Beistand; du sollst ihn mit ihm zusammen aufrichten. - Ex23/6Ex Du sollst das Recht
eines Armen deines Volkes in seinem Rechtsstreit nicht beugen. Ex23/7Ex Von einer betrügerischen Angelegenheit halte dich fern. Und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht umbringen, denn
ich werde dem Schuldigen nicht recht geben. Ex23/8Ex Ein Bestechungsgeschenk nimm nicht an; denn das Bestechungsgeschenk macht Sehende blind und verdreht die Sache der Gerechten. Ex23/9Ex Und den
Fremden sollst du nicht bedrücken. Ihr wißt ja selbst, wie es dem Fremden zumute ist, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.
Bestimmungen für Sabbatjahre, Sabbat und Opfer an den Jahresfesten.
Ex23/10Ex Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln. Ex23/11Ex Aber im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen, damit die Armen deines Volkes davon
essen. Und was sie übriglassen, mögen die Tiere des Feldes fressen. Ebenso sollst du es mit deinem Weinberg [und] mit deinem Ölbaum[garten] halten.
Ex23/12Ex Sechs Tage sollst du deine Arbeiten verrichten. Aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremde Atem schöpfen.
Ex23/13Ex Habt acht auf euch in allem, was ich euch gesagt habe! Den Namen anderer Götter aber dürft ihr nicht bekennen; er soll in deinem Mund nicht gehört werden.
V. 14-19: Kap. 34,18-26; 5Mo 16,1-17.
Ex23/14Ex Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern. Ex23/15Ex Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten: sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur
festgesetzten Zeit im Monat Abib, denn in diesem bist du aus Ägypten gezogen. Und man soll nicht mit leeren Händen vor meinem Angesicht erscheinen. Ex23/16Ex Ferner das Fest der Ernte, der
Erstlinge [vom Ertrag] deiner Arbeit, dessen, was du auf dem Feld säen wirst; und das Fest des Einsammelns am Ende des Jahres, wenn du deinen Arbeitsertrag vom Feld einsammelst. Ex23/17Ex Dreimal
im Jahr soll alles unter euch, was männlich ist, vor dem Angesicht des Herrn HERRN erscheinen.
Ex23/18Ex Du darfst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem darbringen; und das Fett meines Festopfers soll nicht über Nacht bleiben bis zum nächsten Morgen. Ex23/19Ex Das
Erste von den Erstlingen deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen.
Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.
Gebot zur Ausrottung der Kanaaniter - Verheißungen für Gehorsam.
Ex23/20Ex Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich [für dich] bereitet habe. Ex23/21Ex Hüte dich vor ihm, höre auf seine
Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird euer Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm. Ex23/22Ex Doch wenn du willig auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann
werde ich Feind deiner Feinde sein und deine Bedränger bedrängen. Ex23/23Ex Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern,
Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie austilgen. Ex23/24Ex Du sollst dich vor ihren Göttern nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen, und du sollst nicht nach ihren Taten tun, sondern du
sollst sie ganz und gar niederreißen und ihre Gedenksteine völlig zertrümmern. Ex23/25Ex Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde
[alle] Krankheit aus deiner Mitte entfernen. Ex23/26Ex Keine [Frau] in deinem Land wird eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein; die Zahl deiner Tage werde ich erfüllen. Ex23/27Ex Meinen
Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle Völker, zu denen du kommst, in Verwirrung bringen, und ich werde dir den Rücken all deiner Feinde zukehren. Ex23/28Ex Auch werde ich Angst vor dir
hersenden, damit sie die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter vor dir vertreibt. Ex23/29Ex Nicht in einem Jahr werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht eine Öde wird und die wilden Tiere
zu deinem Schaden überhandnehmen. Ex23/30Ex Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du so fruchtbar geworden bist, dass du das Land in Besitz nehmen kannst. Ex23/31Ex Und ich werde
deine Grenze festsetzen: [sie soll reichen] vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister und von der Wüste bis an den Strom, denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, so dass du
sie vor dir vertreiben wirst. Ex23/32Ex Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund schließen. Ex23/33Ex Sie sollen nicht in deinem Land wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Sünde
gegen mich verführen; denn [dann] würdest du ihren Göttern dienen, und es würde dir zu einer Falle sein.
Bundesschließung am Sinai.
\24\
Ex24/1Ex Und [der HERR] sprach zu Mose: Steig zum HERRN herauf, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet an von ferne! Ex24/2Ex Aber Mose allein soll zum
HERRN herantreten, sie aber dürfen nicht herantreten, und das Volk soll nicht mit ihm heraufsteigen.
Ex24/3Ex Darauf kam Mose und erzählte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechtsbestimmungen. Und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme und sagte: Alle Worte, die der HERR geredet hat,
wollen wir tun. Ex24/4Ex Da schrieb Mose alle Worte des HERRN auf. Am [nächsten] Morgen aber machte er sich früh auf und errichtete einen Altar unten am Berg und zwölf Denksteine nach den zwölf
Stämmen Israels. Ex24/5Ex Dann sandte er junge Männer aus den Söhnen Israel hin; die brachten Brandopfer dar und schlachteten Jungstiere als Heilsopfer für den HERRN. Ex24/6Ex Und Mose nahm die
Hälfte des Blutes und tat es in Schalen, die [andere] Hälfte des Blutes aber sprengte er an den Altar. Ex24/7Ex Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie
sagten: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun und gehorchen. Ex24/8Ex Darauf nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Siehe, das Blut des Bundes, den der HERR auf all
diese Worte mit euch geschlossen hat!
Priester und Älteste auf dem Sinai vor Gott.
Ex24/9Ex Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf, Ex24/10Ex und sie sahen den Gott Israels. Und unter seinen Füßen war es wie Arbeit in
Saphirplatten und wie der Himmel selbst an Klarheit. Ex24/11Ex Gegen die Edlen der Söhne Israel aber streckte er seine Hand nicht aus, sondern sie schauten Gott und aßen und tranken.
Mose auf dem Berg zum Empfang der Gesetzestafeln.
Ex24/12Ex Und der HERR sprach zu Mose: Steig zu mir herauf auf den Berg und sei dort, damit ich dir die steinernen Tafeln, das Gesetz und das Gebot gebe, das ich geschrieben habe, um sie zu
unterweisen! Ex24/13Ex Da machte Mose sich mit seinem Diener Josua auf, und Mose stieg auf den Berg Gottes. Ex24/14Ex Zu den Ältesten aber sagte er: Wartet hier auf uns, bis wir zu euch
zurückkehren! Siehe, Aaron und Hur sind ja bei euch: wer eine Rechtssache hat, trete zu ihnen! Ex24/15Ex Als nun Mose auf den Berg stieg, bedeckte die Wolke den Berg. Ex24/16Ex Und die
Herrlichkeit des HERRN ließ sich auf den Berg Sinai nieder, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tag rief er Mose aus der Mitte der Wolke [zu sich]. Ex24/17Ex Das Aussehen der
Herrlichkeit des HERRN aber war vor den Augen der Söhne Israel wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges. Ex24/18Ex Mose jedoch ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg;
und Mose war vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg.
Heiligtum: Freiwillige Gaben.
Kap. 35,4-29.
\25\
Ex25/1Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex25/2Ex Rede zu den Söhnen Israel [und sage ihnen], sie sollen ein Hebopfer für mich nehmen! Von jedem, dessen Herz ihn antreibt, sollt ihr mein
Hebopfer nehmen. Ex25/3Ex Dies aber ist das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber und Bronze, Ex25/4Ex violetter und roter Purpur, Karmesinstoff, Byssus und Ziegenhaar, Ex25/5Ex
rotgefärbte Widderfelle, Häute von Delphinen und Akazienholz; Ex25/6Ex Öl für den Leuchter, Balsamöle für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk; Ex25/7Ex Onyxsteine und [andere]
Edelsteine zum Einsetzen für das Ephod und die Brusttasche. Ex25/8Ex Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne. Ex25/9Ex Nach allem, was ich dir zeige, [nämlich] dem
Urbild der Wohnung und dem Urbild all ihrer Geräte, danach sollt ihr es machen.
Heiligtum: Bundeslade mit Deckplatte.
Kap. 37,1-9.
Ex25/10Ex So sollen sie nun eine Lade aus Akazienholz machen: zweieinhalb Ellen sei ihre Länge, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe. Ex25/11Ex Die sollst du mit reinem
Gold überziehen - von innen und außen sollst du sie überziehen - und auf ihr ringsum eine goldene Kante anbringen. Ex25/12Ex Gieße für sie auch vier goldene Ringe und befestige sie an ihren vier
Füßen, und zwar zwei Ringe an ihrer einen Längsseite und zwei Ringe an ihrer anderen Längsseite! Ex25/13Ex Und du sollst Stangen aus Akazienholz anfertigen und sie mit Gold überziehen. Ex25/14Ex
Diese Stangen stecke in die Ringe an den Seiten der Lade, damit man die Lade mit ihnen tragen kann! Ex25/15Ex Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben, sie dürfen nicht von ihr entfernt
werden. Ex25/16Ex In die Lade aber lege das Zeugnis, das ich dir geben werde. Ex25/17Ex Dann sollst du eine Deckplatte aus reinem Gold herstellen: zweieinhalb Ellen sei ihre Länge und anderthalb
Ellen ihre Breite. Ex25/18Ex Und mache zwei goldene Cherubim; in getriebener Arbeit sollst du sie machen an den beiden Enden der Deckplatte, Ex25/19Ex und zwar sollst du einen Cherub am Ende hier
und einen Cherub am Ende dort machen. Aus [einem Stück mit] der Deckplatte sollt ihr die Cherubim machen an ihren beiden Enden. Ex25/20Ex Und die Cherubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten,
die Deckplatte mit ihren Flügeln überdeckend, während ihre Gesichter einander zugewandt sind. Der Deckplatte sollen die Gesichter der Cherubim zu[gewandt] sein. Ex25/21Ex Lege die Deckplatte oben
auf die Lade! In die Lade aber sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. Ex25/22Ex Und dort werde ich mich dir zu erkennen geben und von der Deckplatte herab, zwischen den beiden
Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir für die Söhne Israel auftragen werde.
Heiligtum: Schaubrottisch.
Kap. 37,10-16.
Ex25/23Ex Und du sollst einen Tisch aus Akazienholz machen: zwei Ellen sei seine Länge, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe. Ex25/24Ex Den überzieh mit reinem Gold und bringe
an ihm ringsum eine goldene Kante an! Ex25/25Ex Mache [an] ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und bringe an seiner Leiste ringsum eine goldene Kante an! Ex25/26Ex Mache für ihn auch vier
goldene Ringe und befestige die Ringe an den vier Seiten seiner vier Füße! Ex25/27Ex Dicht an der Leiste sollen die Ringe sein als Ösen für die Stangen, damit man den Tisch tragen kann. Ex25/28Ex
Die Stangen aber sollst du aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen, und der Tisch soll daran getragen werden. Ex25/29Ex Fertige auch seine Schüsseln, seine Schalen, seine Kannen und
seine Opferschalen an, mit denen man [Trankopfer] ausgießt! Aus reinem Gold sollst du sie herstellen. Ex25/30Ex Auf den Tisch aber sollst du beständig vor mein Angesicht Schaubrote
legen.
Heiligtum: Leuchter.
Kap. 37,17-24; 4Mo 8,1-4.
Ex25/31Ex Und du sollst einen Leuchter aus reinem Gold machen. In getriebener Arbeit soll der Leuchter gemacht werden, sein Fußgestell und seine Schaftröhre. Seine Kelche, Knäufe und Blüten
sollen aus [einem Stück mit] ihm sein. Ex25/32Ex Sechs Arme sollen von seinen [beiden] Seiten ausgehen: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner
andern Seite. Ex25/33Ex Drei Kelche in der Form von Mandelblüten seien an dem einen Arm, [aus] Knauf und Blüte [bestehend], und drei Kelche in der Form von Mandelblüten am nächsten Arm, [aus]
Knauf und Blüte [bestehend]; so sei es an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen. Ex25/34Ex Am Leuchter aber sollen vier Kelche sein in der Form von Mandelblüten, [aus] seinen Knäufen und
Blüten [bestehend]; Ex25/35Ex und zwar ein Knauf unter den [ersten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen, ein Knauf unter den [nächsten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen und [wieder] ein Knauf unter
den [dritten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen; [so sei es] an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen. Ex25/36Ex Ihre Knäufe und Arme sollen aus [einem Stück mit] ihm sein. Der ganze
[Leuchter] sei eine getriebene Arbeit, aus reinem Gold. Ex25/37Ex Und fertige seine sieben Lampen an, und man soll seine Lampen daraufsetzen, so dass [jede] auf die ihm gegenüberliegende Seite
leuchtet. Ex25/38Ex Auch ihre Dochtscheren und Feuerbecken [sollst] du aus reinem Gold [herstellen]. Ex25/39Ex Aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit all diesen Geräten. Ex25/40Ex
Und sieh zu, dass du [alles] nach ihrem Urbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!
Heiligtum: Zeltdecken zur Wohnung.
V. 1-30: Kap. 36,8-34.
\26\
Ex26/1Ex Die Wohnung aber sollst du aus zehn Zeltdecken machen. Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff sollst du sie machen, mit Cherubim, als Kunststickerarbeit.
Ex26/2Ex Die Länge einer Zeltdecke sei 28 Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für alle Zeltdecken. Ex26/3Ex Fünf Zeltdecken sollen miteinander verbunden sein und [auch die
übrigen] fünf Zeltdecken sollen miteinander verbunden sein. Ex26/4Ex Am Saum der einen Zeltdecke, am Ende der [einen] Verbindungsstelle, bringe Schleifen aus violettem Purpur an! Und ebenso
sollst du es machen an dem Saum der äußersten Zeltdecke an der andern Verbindungsstelle: Ex26/5Ex fünfzig Schleifen sollst du an der einen Zeltdecke anbringen, und fünfzig Schleifen sollst du am
Ende der Zeltdecke anbringen, die sich an der andern Verbindungsstelle befindet; die Schleifen [sollen] einander gegenüber[stehen]. Ex26/6Ex Stelle fünfzig goldene Haken her und verbinde die
Zeltdecken durch die Haken miteinander, so dass die Wohnung ein [Ganzes] wird!
Ex26/7Ex Und du sollst Zeltdecken aus Ziegenhaar machen als Zeltdach über der Wohnung; elf solcher Zeltdecken sollst du machen. Ex26/8Ex Die Länge einer Zeltdecke sei dreißig Ellen und vier Ellen
die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für die elf Zeltdecken. Ex26/9Ex Verbinde fünf Zeltdecken für sich und [ebenso] die [übrigen] sechs Zeltdecken für sich, und die sechste Zeltdecke an der
Vorderseite des Zeltes lege doppelt! Ex26/10Ex Bringe auch fünfzig Schleifen am Saum der einen Zeltdecke an, der äußersten, an der [einen] Verbindungsstelle, und fünfzig Schleifen am Saum der
[äußersten] Zeltdecke der anderen Verbindungsstelle! Ex26/11Ex Dann stelle fünfzig bronzene Haken her, führe die Haken in die Schleifen ein und füge das Zeltdach zusammen, so dass es ein [Ganzes]
wird! Ex26/12Ex Das Überhängende aber, das an den Decken des Zeltes übrig ist, die halbe Zeltdecke, die übrig ist, soll über der Rückseite der Wohnung hängen. Ex26/13Ex Und von dem, was an der
Länge der Decken des Zeltes übrig ist, sollen die Ellen auf der einen und die Ellen auf der anderen [Seite] an beiden Seiten der Wohnung überhängen, um sie zu bedecken.
Ex26/14Ex Und fertige für das Zelt eine Decke aus rotgefärbten Widderfellen an und oben darüber eine Decke aus Häuten von Delphinen!
Heiligtum: Bretter und Riegel.
Ex26/15Ex Die Bretter für die Wohnung sollst du aus Akazienholz herstellen - aufrechtstehend; Ex26/16Ex zehn Ellen sei die Länge eines Brettes und anderthalb Ellen die Breite eines Brettes;
Ex26/17Ex ein Brett soll zwei Zapfen haben, einer dem andern gegenüber eingefügt: so sollst du es an allen Brettern der Wohnung machen. Ex26/18Ex Und zwar sollst du an Brettern für die Wohnung
zwanzig Bretter für die Südseite machen, nach Süden zu, Ex26/19Ex und unter den zwanzig Brettern vierzig silberne Fußgestelle anbringen: zwei Fußgestelle unter einem Brett für seine zwei Zapfen
und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett für seine zwei Zapfen. Ex26/20Ex Auch für die andere Längsseite der Wohnung, für die Nordseite, [sollst du] zwanzig Bretter Ex26/21Ex und ihre
vierzig silbernen Fußgestelle [anfertigen]: zwei Fußgestelle unter einem Brett und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett. Ex26/22Ex Für die Rückseite der Wohnung aber, nach Westen zu,
sollst du sechs Bretter machen. Ex26/23Ex Stelle auch zwei Bretter für die Ecken der Wohnung an der Rückseite her! Ex26/24Ex Sie sollen von unten herauf doppelt und an ihrem Oberteil ganz
beieinander sein [bis] zu einem Ring; so soll es mit ihnen beiden sein, für die beiden Ecken sollen sie sein. Ex26/25Ex Es sollen also acht Bretter sein und ihre silbernen Fußgestelle, sechzehn
Fußgestelle: zwei Fußgestelle [seien] unter einem Brett und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett.
Ex26/26Ex Und fertige Riegel aus Akazienholz an: fünf für die Bretter der einen Längsseite der Wohnung, Ex26/27Ex fünf Riegel für die Bretter der anderen Längsseite der Wohnung und fünf Riegel
für die Bretter der Seite der Wohnung, [die] die Rückseite [bildet], nach Westen zu! Ex26/28Ex Und der mittlere Riegel in der Mitte der Bretter soll von einem Ende zum andern durchlaufen.
Ex26/29Ex Die Bretter aber sollst du mit Gold überziehen. Und ihre Ringe, die Ösen für die Riegel, sollst du aus Gold machen, auch die Riegel überziehe mit Gold! Ex26/30Ex So errichte denn die
Wohnung nach ihrem Bauplan, wie er dir auf dem Berg gezeigt worden ist!
Heiligtum: Vorhänge.
Kap. 36,35-38.
Ex26/31Ex Und du sollst einen Vorhang anfertigen aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff und gezwirntem Byssus; in Kunststickerarbeit soll man ihn machen, mit Cherubim. Ex26/32Ex Den
hänge an vier Säulen aus Akazienholz auf, die mit Gold überzogen sind - [auch] ihre Nägel [sollen] aus Gold [sein] - [und die] auf vier silbernen Fußgestellen [stehen]. Ex26/33Ex Und zwar sollst
du den Vorhang unter den Haken anbringen. Und bringe dorthin, auf die Innenseite [hinter] dem Vorhang, die Lade des Zeugnisses! So soll der Vorhang für euch das Heilige und das Allerheiligste
[voneinander] scheiden. Ex26/34Ex Und die Deckplatte sollst du auf die Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten legen.
Ex26/35Ex Den Tisch aber stelle außerhalb des Vorhangs und den Leuchter dem Tisch gegenüber an die Seite der Wohnung, [die] nach Süden zu [liegt]; und den Tisch sollst du an die Nordseite
stellen. Ex26/36Ex Dann mache für den Eingang des Zeltes einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus in Buntwirkerarbeit. Ex26/37Ex Für diesen Vorhang stelle
fünf Säulen aus Akazienholz her und überzieh sie mit Gold - [auch] ihre Nägel sollen aus Gold sein - und gieße für sie fünf bronzene Fußgestelle!
Heiligtum: Brandopferaltar.
Kap. 38,1-7.
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Ex27/1Ex Den Altar sollst du aus Akazienholz machen, fünf Ellen lang und fünf Ellen breit - viereckig soll der Altar sein - und drei Ellen hoch. Ex27/2Ex Seine Hörner mache an seinen vier Ecken -
seine Hörner sollen aus [einem Stück mit] ihm sein - und überziehe ihn mit Bronze! Ex27/3Ex Fertige auch seine Töpfe an, [die man braucht], um ihn von der Fettasche zu reinigen, und seine
Schaufeln, seine Sprengschalen, seine Fleischgabeln und seine Feuerbecken! Für all seine Geräte sollst du Bronze verwenden. Ex27/4Ex Und mache für ihn ein bronzenes Gitter wie ein Netz, befestige
an dem Netz[gitter] vier bronzene Ringe an seinen vier Ecken Ex27/5Ex und setze es unter die Einfassung des Altars, von unten her, dass das Netz bis zur halben Höhe des Altars reicht! Ex27/6Ex
Mache auch Stangen für den Altar, Stangen aus Akazienholz, und überzieh sie mit Bronze! Ex27/7Ex Diese seine Stangen sollen in die Ringe gesteckt werden, so dass die Stangen an beiden Seiten des
Altars sind, wenn man ihn trägt. Ex27/8Ex Aus Brettern sollst du ihn anfertigen - [innen] hohl. Wie es dir auf dem Berg gezeigt worden ist, so soll man ihn machen.
Heiligtum: Vorhof.
Kap. 38,9-20.
Ex27/9Ex Und du sollst den Vorhof der Wohnung machen: an der Südseite, nach Süden zu, für den Vorhof Behänge aus gezwirntem Byssus, auf der einen Seite hundert Ellen lang. Ex27/10Ex Seine zwanzig
Säulen und ihre zwanzig Fußgestelle [mache] aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber! Ex27/11Ex Und ebenso sollen an der Nordseite der Länge nach Behänge sein, hundert
[Ellen] lang; seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig Fußgestelle aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber. Ex27/12Ex Und die Breite des Vorhofs an der Westseite [soll] an
Behängen fünfzig Ellen [betragen], mit ihren zehn Säulen und ihren zehn Fußgestellen. Ex27/13Ex Auch die Breite des Vorhofs an der östlichen, dem Sonnenaufgang zugekehrten Seite, [soll] fünfzig
Ellen [betragen]: Ex27/14Ex fünfzehn Ellen Behänge seien auf der einen Seite mit ihren drei Säulen und ihren drei Fußgestellen, Ex27/15Ex und [auch] auf der anderen Seite fünfzehn [Ellen]
Behänge, ihre drei Säulen und ihre drei Füße. Ex27/16Ex Das Tor des Vorhofs aber soll einen Vorhang von zwanzig Ellen haben, aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus,
in Buntwirkerarbeit, ihre vier Säulen und ihre vier Füße. Ex27/17Ex Alle Säulen des Vorhofs ringsum [sollen] mit silbernen Bindestäben versehen [sein], ihre Nägel [seien aus] Silber und ihre
Fußgestelle [aus] Bronze. Ex27/18Ex Die Länge des Vorhofs [betrage] hundert Ellen, die Breite fünfzig gegen fünfzig und die Höhe fünf Ellen: [alle Behänge seien aus] gezwirntem Byssus, ihre
Fußgestelle aber [aus] Bronze. Ex27/19Ex Alle Geräte der Wohnung für den ganzen Dienst in ihr, auch all ihre Pflöcke und alle Pflöcke des Vorhofs sollen [aus] Bronze sein.
Heiligtum: Öl für den Leuchter.
3Mo 24,2-4.
Ex27/20Ex Du nun gebiete den Söhnen Israel, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen, damit man beständig eine Lampe daraufsetzen kann! Ex27/21Ex Im Zelt der
Begegnung, außerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne sie herrichten, [damit sie] vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN [brennt]. [Das ist] bei den Söhnen
Israel eine ewige Ordnung für [all] ihre Generationen.
Heiligtum: Aaron und seine Söhne - Ihre Kleidung.
V. 1-4: 3Mo 8,1-13.
\28\
Ex28/1Ex Du aber lasse deinen Bruder Aaron und seine Söhne mit ihm aus der Mitte der Söhne Israel zu dir herantreten, damit er mir den Priesterdienst ausübt, Aaron [und mit ihm] Nadab und Abihu,
Eleasar und Itamar, die Söhne Aarons. Ex28/2Ex Und fertige heilige Kleider für deinen Bruder Aaron an, [ihm] zur Ehre und zum Schmuck! Ex28/3Ex Du sollst zu allen reden, die ein verständiges Herz
haben, das ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe, [und ihnen sagen,] dass sie die Kleider Aarons machen sollen, um ihn zu heiligen, damit er mir den Priesterdienst ausübt. Ex28/4Ex Dies
aber sind die Kleider, die sie anfertigen sollen: eine Brusttasche und ein Ephod und ein Oberkleid, einen Leibrock aus gewirktem [Stoff], einen Kopfbund und einen Gürtel. Diese heiligen Kleider
sollen sie für deinen Bruder Aaron und für seine Söhne anfertigen, damit er mir den Priesterdienst ausübt.
V. 5-14: Kap. 39,1-7.
Ex28/5Ex Und [dazu] sollen sie das Gold, den violetten und roten Purpur, den Karmesinstoff und den Byssus nehmen. Ex28/6Ex So sollen sie nun das Ephod aus Gold, violettem und rotem Purpur,
Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Kunststickerarbeit machen. Ex28/7Ex Es soll an seinen beiden Rändern zwei zusammenfügbare Schulterstücke haben, und man füge es [mit ihnen] zusammen.
Ex28/8Ex Und der Gurt, mit dem es angelegt wird, der [sich] oben [befindet], soll von gleicher Arbeit [und] aus [einem Stück] mit ihm sein: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und
gezwirntem Byssus. Ex28/9Ex Und du sollst zwei Onyxsteine nehmen und die Namen der Söhne Israel darauf eingravieren: Ex28/10Ex sechs ihrer Namen auf dem einen Stein und die sechs übrigen Namen
auf dem andern Stein nach der Reihenfolge ihrer Geburt. Ex28/11Ex In Steinschneidearbeit, als Siegelgravur sollst du die beiden Steine stechen nach den Namen der Söhne Israel. Mit goldenen
Einfassungen umgeben sollst du sie anfertigen. Ex28/12Ex Dann setze die beiden Steine [oben] auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedenkens für die Söhne Israel! Und Aaron soll ihre
Namen auf seinen beiden Schultern tragen vor dem HERRN zum Gedenken. Ex28/13Ex Weiter stelle goldene Einfassungen Ex28/14Ex und zwei Ketten aus reinem Gold her! Als Schnüre sollst du sie
herstellen, in Seilerarbeit, und die seil[förmigen] Ketten an den Einfassungen befestigen.
V. 15-30: Kap. 39,8-21.
Ex28/15Ex Und mache die Brusttasche für den Rechtsspruch in Kunststickerarbeit! Wie die Arbeit des Ephods sollst du sie anfertigen: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und
gezwirntem Byssus sollst du sie machen. Ex28/16Ex Viereckig soll sie sein, doppelt gelegt, eine Spanne ihre Länge und eine Spanne ihre Breite. Ex28/17Ex Und besetze sie mit eingesetzten Steinen,
vier Reihen von Steinen: eine Reihe Karneol, Topas und Smaragd, die erste Reihe; Ex28/18Ex die zweite Reihe: Rubin, Saphir und Jaspis; Ex28/19Ex und die dritte Reihe: Hyazinth, Achat und
Amethyst; Ex28/20Ex und die vierte Reihe: Türkis und Onyx und Nephrit! Mit Gold sollen sie eingefaßt sein in ihren Einsetzungen. Ex28/21Ex Die Steine sollen also den Namen der Söhne Israel
entsprechen, zwölf [an der Zahl], entsprechend ihren Namen; in Siegelgravur sollen sie [hergestellt] werden, jeder seinem Namen entsprechend für die zwölf Stämme. Ex28/22Ex Mache an der
Brusttasche gedrehte Ketten in Seilerarbeit, aus reinem Gold; Ex28/23Ex und zwar sollst du an der Brusttasche zwei goldene Ringe anbringen, indem du die beiden Ringe an den beiden [oberen] Enden
der Brusttasche befestigst Ex28/24Ex und die zwei goldenen Schnüre an den beiden Ringen an den Enden der Brusttasche befestigst. Ex28/25Ex Die beiden [anderen] Enden der zwei Schnüre aber sollst
du an den beiden Einfassungen befestigen und sie [so] an den Schulterstücken des Ephods befestigen, an seiner Vorderseite. Ex28/26Ex Und stelle zwei [andere] goldene Ringe her und befestige sie
an den beiden [unteren] Enden der Brusttasche, an ihrem Rand, der dem Ephod zugekehrt ist, auf der Innenseite! Ex28/27Ex Dann mache [noch] zwei goldene Ringe und befestige sie unten an den beiden
Schulterstücken des Ephods, an seiner Vorderseite, dicht an seiner Zusammenfügung [mit den Schulterstücken] oberhalb des Gurtes vom Ephod. Ex28/28Ex Und man soll die Brusttasche von ihren Ringen
aus mit einer Schnur von violettem Purpur an den Ringen des Ephods festbinden, damit sie über dem Gurt des Ephods sitzt und die Brusttasche sich nicht von [der Stelle] über dem Ephod verschiebt.
Ex28/29Ex So soll Aaron an der Brusttasche für den Rechtsspruch die Namen der Söhne Israel auf seinem Herzen tragen, wenn er ins Heiligtum hineingeht, um sie beständig vor dem HERRN in Erinnerung
zu bringen. Ex28/30Ex In die Brusttasche für den Rechtsspruch aber lege die Urim und die Tummim, damit sie auf dem Herzen Aarons sind, wenn er vor den HERRN hineingeht! So soll Aaron den
Rechtsspruch für die Söhne Israel beständig vor dem HERRN auf seinem Herzen tragen.
V. 31-35: Kap. 39,22-26.
Ex28/31Ex Mache das Oberkleid des Ephods ganz aus violettem Purpur! Ex28/32Ex Seine Kopföffnung soll in seiner Mitte sein, [und] einen Rand in Weberarbeit soll es ringsum an seiner Öffnung haben.
Wie die Öffnung eines Lederpanzers soll sie für ihn sein, damit es nicht einreißt. Ex28/33Ex An seinem [unteren] Saum sollst du Granatäpfel aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff
anbringen, ringsum an seinem Saum, und zwischen ihnen ringsum goldene Glöckchen: Ex28/34Ex [erst] ein goldenes Glöckchen, dann einen Granatapfel [und wieder] ein goldenes Glöckchen und einen
Granatapfel ringsum an dem Saum des Oberkleides. Ex28/35Ex Und Aaron soll es anhaben, um [darin] den Dienst zu verrichten, und der Klang soll gehört werden, wenn er ins Heiligtum hineingeht vor
den HERRN, und wenn er herausgeht, damit er nicht stirbt.
V. 36-43: Kap. 39,27-31; 1Chr 23,13.
Ex28/36Ex Und stelle aus reinem Gold ein [blumenförmiges] Stirnblatt her und graviere darauf mit Siegelgravur ein: Heiligkeit dem HERRN! Ex28/37Ex Das hänge an eine Schnur aus violettem Purpur,
so dass es sich am Kopfbund befindet! An der Vorderseite des Kopfbundes soll es sein. Ex28/38Ex So sei es auf der Stirn Aarons, damit Aaron die Schuld der heiligen Dinge trage, die die Söhne
Israel heiligen werden, bei allen Gaben ihrer heiligen Dinge. Und es soll beständig an seiner Stirn sein zum Gefallen für sie vor dem HERRN. Ex28/39Ex Den Leibrock aber webe aus Byssus,
gemustert, und mache einen Kopfbund aus Byssus! Dazu sollst du einen Gürtel in Buntwirkerarbeit anfertigen. Ex28/40Ex Auch den Söhnen Aarons sollst du Leibröcke machen und Gürtel für sie
anfertigen, und hohe Turbane sollst du ihnen machen zur Ehre und zum Schmuck. Ex28/41Ex Und du sollst deinen Bruder Aaron damit bekleiden und seine Söhne mit ihm. Dann sollst du sie salben und
ihnen die Hände füllen und sie heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben. Ex28/42Ex Ferner mache ihnen leinene Beinkleider, um das Fleisch der Blöße zu bedecken! Von den Hüften bis zu
den Oberschenkeln sollen sie reichen. Ex28/43Ex Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen oder wenn sie an den Altar herantreten, um den Dienst
im Heiligtum zu verrichten, damit sie nicht eine Schuld auf sich laden und sterben. [Das ist] eine ewige Ordnung für ihn und für seine Nachkommenschaft nach ihm.
Heiligtum: Weihe Aarons und seiner Söhne und des Altars.
3Mo 8.
\29\
Ex29/1Ex Und dies ist es, was du mit ihnen tun sollst, sie zu heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben: Nimm einen Jungstier, ein Rind und zwei Widder ohne Fehler, Ex29/2Ex dazu
ungesäuertes Brot und ungesäuerte, mit Öl gemengte Kuchen sowie ungesäuerte, mit Öl bestrichene Fladen; aus Weizengrieß sollst du sie machen. Ex29/3Ex Dann lege sie in einen Korb und bringe sie
in dem Korb dar, und den Jungstier und die zwei Widder! Ex29/4Ex Aaron und seine Söhne aber sollst du an den Eingang des Zeltes der Begegnung herantreten lassen und sie mit Wasser waschen.
Ex29/5Ex Darauf sollst du die Kleider nehmen und Aaron bekleiden mit dem Leibrock, dem Oberkleid des Ephods, dem Ephod und der Brusttasche und ihm den Gurt des Ephods umbinden. Ex29/6Ex Dann
setze ihm den Kopfbund auf sein Haupt und befestige das heilige Diadem am Kopfbund, Ex29/7Ex nimm das Salböl, gieße es auf sein Haupt und salbe ihn! Ex29/8Ex Auch seine Söhne sollst du
herantreten lassen und sie mit Leibröcken bekleiden. Ex29/9Ex Dann umgürte sie mit dem Gürtel, Aaron und seine Söhne, und binde ihnen die hohen Turbane um! So soll ihnen das Priesteramt zu einer
ewigen Ordnung sein. Und du sollst Aaron und seinen Söhnen die Hände füllen. Ex29/10Ex Auch sollst du den Jungstier vor das Zelt der Begegnung heranführen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre
Hände auf den Kopf des Jungstiers legen. Ex29/11Ex Dann schlachte den Jungstier vor dem HERRN, am Eingang des Zeltes der Begegnung, Ex29/12Ex nimm von dem Blut des Jungstiers und tu es mit deinem
Finger an die Hörner des Altars, und alles [übrige] Blut sollst du an den Fuß des Altars gießen! Ex29/13Ex Und nimm alles Fett, das die Eingeweide bedeckt, dazu den Lappen über der Leber und die
beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und lasse [dies alles] auf dem Altar als Rauch aufsteigen! Ex29/14Ex Das Fleisch des Jungstiers aber samt seiner Haut und dem Inhalt seines Magens
sollst du außerhalb des Lagers verbrennen: ein Sündopfer ist es. Ex29/15Ex [Danach] nimm den einen Widder, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen, Ex29/16Ex
dann sollst du den Widder schlachten und sein Blut nehmen und es ringsum an den Altar sprengen. Ex29/17Ex Und du sollst den Widder in seine Stücke zerlegen, seine Eingeweide und seine
Unterschenkel waschen und sie auf seine Stücke und auf seinen Kopf legen. Ex29/18Ex Den ganzen Widder aber sollst du auf dem Altar als Rauch aufsteigen lassen: ein Brandopfer für den HERRN ist
es, ein wohlgefälliger Geruch. Ein Feueropfer ist es für den HERRN. Ex29/19Ex Und nimm den zweiten Widder, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen! Ex29/20Ex
Dann sollst du den Widder schlachten und von seinem Blut [etwas] nehmen und es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf das rechte Ohrläppchen seiner Söhne tun, auch auf den Daumen ihrer rechten
Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes. Das [übrige] Blut aber sollst du ringsum an den Altar sprengen. Ex29/21Ex Und nimm von dem Blut, das auf dem Altar ist, und von dem Salböl und
sprenge es auf Aaron und auf seine Kleider, und auf seine Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm! So werden er und seine Kleider und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm
geheiligt. Ex29/22Ex Dann nimm von dem Widder das Fett, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, dazu den Leberlappen, die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, sowie die
rechte Keule - denn ein Widder der Einsetzung ist es -, Ex29/23Ex ferner ein [fladenförmiges] Rundbrot, einen Ölbrotkuchen und einen Fladen aus dem Korb der ungesäuerten Brote, der vor dem HERRN
[steht], Ex29/24Ex und lege das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne und schwinge es als Schwingopfer vor dem HERRN! Ex29/25Ex Dann nimm es von ihren Händen und lasse es auf
dem Altar über dem Brandopfer als Rauch aufsteigen zum wohlgefälligen Geruch vor dem HERRN! Ein Feueropfer ist es für den HERRN. Ex29/26Ex Und nimm die Brust von dem Einsetzungswidder, der für
Aaron ist, und schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN! Sie soll dein Anteil sein. Ex29/27Ex Und heilige die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers, die geschwungen und die
abgehoben worden ist, von dem Einsetzungswidder, von dem, was für Aaron, und von dem, was für seine Söhne ist! Ex29/28Ex Und es soll Aaron und seinen Söhnen zukommen als eine ewige Ordnung bei
den Söhnen Israel, denn es ist ein Hebopfer, und ein Hebopfer soll es sein bei den Söhnen Israel, ihr Hebopfer von ihren Heilsopfern: für den HERRN. Ex29/29Ex Die heiligen Kleider Aarons sollen
nach ihm seinen Söhnen zuteil werden, damit man sie darin salbe und darin weihe. Ex29/30Ex Sieben Tage soll sie anziehen, wer von seinen Söhnen an seiner Statt Priester wird, wer in das Zelt der
Begegnung hineingeht, um im Heiligtum zu dienen. Ex29/31Ex Du sollst den Einsetzungswidder nehmen und sein Fleisch an heiliger Stätte kochen. Ex29/32Ex Dann sollen Aaron und seine Söhne das
Fleisch des Widders und das Brot, das im Korb ist, am Eingang des Zeltes der Begegnung essen. Ex29/33Ex Sie sollen die [Stücke] essen, mit denen die Sühnung vollzogen wurde, um ihnen die Hände zu
füllen, um sie dadurch zu heiligen. Ein Fremder darf aber nicht davon essen, denn sie sind heilig. Ex29/34Ex Wenn aber von dem Fleisch des Einsetzungsopfers und von dem Brot etwas bis zum
[nächsten] Morgen übrigbleibt, dann sollst du das Übriggebliebene mit Feuer verbrennen; es darf nicht gegessen werden, denn es ist heilig. Ex29/35Ex So sollst du mit Aaron und seinen Söhnen
verfahren, nach allem, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du sie weihen.
Ex29/36Ex Auch sollst du täglich einen Jungstier zur Sühnung als Sündopfer darbringen und den Altar entsündigen, indem du Sühnung an ihm vollziehst, und du sollst ihn salben, um ihn zu heiligen.
Ex29/37Ex Sieben Tage sollst du Sühnung am Altar vollziehen und ihn [dadurch] heiligen. So wird der Altar hochheilig sein: alles, was den Altar berührt, ist geheiligt.
Heiligtum: Tägliche Opfer.
V. 38-42: 4Mo 28,3-8.
Ex29/38Ex Und dies ist es, was du auf dem Altar darbringen sollst: täglich zwei einjährige Lämmer als regelmäßiges [Brandopfer]. Ex29/39Ex Das eine Lamm sollst du am Morgen darbringen, und das
zweite Lamm sollst du zwischen den zwei Abenden darbringen, Ex29/40Ex dazu ein Zehntel mit einem viertel Hin Öl aus zerstoßenen [Oliven] gemengt, und als Trankopfer ein viertel Hin Wein zu dem
einen Lamm. Ex29/41Ex Das andere Lamm aber sollst du zwischen den zwei Abenden darbringen - wie bei dem Morgen-Speisopfer und bei seinem Trankopfer sollst du es dabei halten - zum wohlgefälligen
Geruch, ein Feueropfer für den HERRN, Ex29/42Ex als ein regelmäßiges Brandopfer für [all] eure Generationen am Eingang des Zeltes der Begegnung vor dem HERRN, wo ich euch begegnen werde, um dort
zu dir zu reden. Ex29/43Ex Und ich werde dort den Söhnen Israel begegnen, und es wird durch meine Herrlichkeit geheiligt werden. Ex29/44Ex So werde ich das Zelt der Begegnung und den Altar
heiligen. Und Aaron und seine Söhne werde ich heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben. Ex29/45Ex Und ich werde mitten unter den Söhnen Israel wohnen und ihr Gott sein. Ex29/46Ex Und
sie werden erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um mitten unter ihnen zu wohnen, ich, der HERR, ihr Gott.
Heiligtum: Räucheraltar.
Kap. 37,25-28.
\30\
Ex30/1Ex Ferner sollst du einen Altar anfertigen zum Räuchern des Räucherwerks, aus Akazienholz sollst du ihn machen: Ex30/2Ex eine Elle seine Länge und eine Elle seine Breite - viereckig soll er
sein - und zwei Ellen seine Höhe; seine Hörner sollen aus [einem Stück mit] ihm sein. Ex30/3Ex Und überzieh ihn mit reinem Gold, seine Platte und seine Wände ringsum sowie seine Hörner, und
bringe an ihm ringsum eine goldene Kante an! Ex30/4Ex Und bringe an ihm unter seiner Kante zwei goldene Ringe an! An seine beiden Seiten sollst du sie anbringen, an seine beiden Wände. Die sollen
als Behälter für die Stangen dienen, damit man ihn daran tragen kann. Ex30/5Ex Und stelle die Stangen aus Akazienholz her und überzieh sie mit Gold! Ex30/6Ex Und stelle ihn vor dem Vorhang auf,
der an der Lade des Zeugnisses ist, vor der Deckplatte, die über dem Zeugnis [liegt], wo ich dir begegnen werde. Ex30/7Ex Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk als Rauch aufsteigen lassen.
Morgen für Morgen, wenn er die Lampen zurichtet, soll er es als Rauch aufsteigen lassen. Ex30/8Ex [Auch] wenn Aaron die Lampen zwischen den zwei Abenden aufsetzt, soll er es als Rauch aufsteigen
lassen. [Dies sei] ein regelmäßiges Räucheropfer vor dem HERRN für [all] eure Generationen. Ex30/9Ex Ihr dürft kein fremdes Räucherwerk auf ihm darbringen, auch kein Brandopfer oder Speisopfer;
auch Trankopfer dürft ihr nicht auf ihm ausgießen. Ex30/10Ex Und Aaron soll einmal im Jahr an seinen Hörnern Sühnung vollziehen mit dem Blut des Sündopfers der Versöhnung; einmal im Jahr soll er
Sühnung an ihm vollziehen, für [all] eure Generationen: Hochheilig ist er dem HERRN.
Heiligtum: Abgabe bei der Musterung.
Ex30/11Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex30/12Ex Wenn du die Gesamtzahl der Söhne Israel aufnimmst nach ihren Gemusterten, dann sollen sie bei ihrer Musterung ein jeder dem HERRN ein
Lösegeld für sein Leben geben, damit bei ihrer Musterung keine Plage über sie kommt. Ex30/13Ex Dies sollen sie geben: jeder, der zu den Gemusterten hinübergeht, einen halben Schekel, nach dem
Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der Schekel, einen halben Schekel als Hebopfer für den HERRN. Ex30/414Ex Jeder, der zu den Gemusterten hinübergeht, von zwanzig Jahren an und darüber, soll
das Hebopfer für den HERRN geben. Ex30/15Ex Der Reiche soll nicht mehr geben und der Geringe nicht weniger als einen halben Schekel, wenn ihr das Hebopfer des HERRN gebt, um für euer Leben
Sühnung zu erwirken. Ex30/16Ex Und du sollst das Sühngeld von seiten der Söhne Israel nehmen und es für die Arbeit des Zeltes der Begegnung geben. So soll es den Söhnen Israel zur Erinnerung vor
dem HERRN dienen, um Sühnung für euer Leben zu erwirken.
Heiligtum: Waschbecken.
Kap. 38,8.
Ex30/17Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex30/18Ex Stelle ein bronzenes Becken und sein bronzenes Gestell her zum Waschen! Das stelle zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar, tu
Wasser hinein, Ex30/19Ex und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände und ihre Füße darin waschen! Ex30/20Ex Wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen,
damit sie nicht sterben. Oder wenn sie an den Altar herantreten zum Dienst, um für den HERRN ein Feueropfer als Rauch aufsteigen zu lassen, Ex30/21Ex dann sollen sie ihre Hände und ihre Füße
waschen, damit sie nicht sterben. Und das soll für sie eine ewige Ordnung sein, für ihn und seine Nachkommen, für [all] ihre Generationen.
Heiligtum: Salböl und Räucherwerk.
Kap. 37,29.
Ex30/22Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex30/23Ex Du nun, nimm dir Balsamöle bester [Art], 500 [Schekel] von selbst ausgeflossene Myrrhe und die Hälfte davon, 250 [Schekel],
wohlriechenden Zimt, ferner 250 [Schekel] Würzrohr Ex30/24Ex und 500 [Schekel] Zimtblüten, nach dem Schekel des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl Ex30/25Ex und mache daraus ein Öl der heiligen
Salbung, eine Mischung von Gewürzsalbe, ein Werk des Salbenmischers; es soll ein Öl für die heilige Salbung sein. Ex30/26Ex Und du sollst damit das Zelt der Begegnung und die Lade des Zeugnisses
salben, Ex30/27Ex auch den Tisch und all seine Geräte, den Leuchter und seine Geräte und den Räucheraltar, Ex30/28Ex sowie den Brandopferaltar samt all seinen Geräten, das Becken und sein
Gestell. Ex30/29Ex So sollst du diese [Dinge] heiligen, und sie sollen hochheilig sein: alles, was sie berührt, ist geheiligt. Ex30/30Ex Auch Aaron und seine Söhne sollst du salben und sie
[dadurch] heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben. Ex30/31Ex Zu den Söhnen Israel sollst du so reden: Ein Öl der heiligen Salbung soll dies für mich sein, für [all] eure Generationen.
Ex30/32Ex Auf den Leib eines Menschen darf man es nicht gießen, und ihr dürft nichts herstellen, was ihm in seiner Zusammensetzung gleich ist: heilig ist es, heilig soll es euch sein. Ex30/33Ex
Wer [sonst] eine Mischung wie diese herstellt oder [etwas] davon auf einen Fremden streicht, der soll aus seinen Völkern ausgerottet werden.
Ex30/34Ex Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir wohlriechende Stoffe: Staktetropfen, Räucherklaue, wohlriechendes Galbanum und reinen Weihrauch - zu gleichen Teilen soll es sein - Ex30/35Ex und
mache Räucherwerk daraus, eine würzige Mischung, ein Werk des Salbenmischers, gesalzen, rein, heilig. Ex30/36Ex Dann zerstoße [etwas] davon zu Pulver und lege [etwas] davon vor das Zeugnis in das
Zelt der Begegnung, wo ich dir begegnen werde; als Hochheiliges soll es euch gelten. Ex30/37Ex [Was] aber das Räucherwerk, das du machen sollst, [angeht] - in seiner Zusammensetzung dürft ihr
keins für euch herstellen; als etwas Heiliges für den HERRN soll es dir gelten. Ex30/38Ex Wer [etwas] derartiges macht, um daran zu riechen, der soll aus seinen Völkern ausgerottet
werden.
Heiligtum: Berufung der Werkmeister Bezalel und Oholiab.
Kap. 35,10-19.30-35.
\31\
Ex31/1Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex31/2Ex Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, Ex31/3Ex und habe ihn mit dem Geist Gottes
erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk, Ex31/4Ex Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. Ex31/5Ex Auch mit [der Fertigkeit zum] Schneiden
von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei [habe ich ihn begabt], damit er in jedem [Hand]werk arbeiten kann. Ex31/6Ex Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom
Stamm Dan, [als Mitarbeiter] gegeben. Dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe:
V. 7-11: Kap. 39,32-43; 40,3-30.
Ex31/7Ex das Zelt der Begegnung, die Lade des Zeugnisses, die Deckplatte darauf und alle Geräte des Zeltes; Ex31/8Ex dazu den Tisch und all seine Geräte, den Leuchter aus reinem [Gold] und all
seine Geräte und den Räucheraltar; Ex31/9Ex den Brandopferaltar und all seine Geräte, das Becken und sein Gestell; Ex31/10Ex auch die gewirkten Kleider und die heiligen Kleider für den Priester
Aaron und die Kleider seiner Söhne zur Ausübung des Priesterdienstes Ex31/11Ex und das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk für das Heiligtum. Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie
es machen.
Sabbatgebot und Gesetzestafeln.
V. 12-17: Kap. 20,8-11.
Ex31/12Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex31/13Ex Du aber, rede zu den Söhnen Israel und sage [ihnen]: Haltet nur ja meine Sabbate! Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für
[all] eure Generationen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der euch heiligt. Ex31/14Ex Haltet also den Sabbat, denn heilig ist er euch. Wer ihn entweiht, muss getötet werden, ja,
jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, eine solche Seele soll aus der Mitte seiner Völker ausgerottet werden. Ex31/15Ex Sechs Tage soll man [seine] Arbeit verrichten, aber am siebten Tag ist
Sabbat, [ein Tag] völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Jeder, der am Tag des Sabbats eine Arbeit verrichtet, muss getötet werden. Ex31/16Ex So sollen denn die Söhne Israel den Sabbat halten, um den
Sabbat in [all] ihren Generationen zu feiern, als ewigen Bund. Ex31/17Ex Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Söhnen Israel für ewig. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde
gemacht, am siebten Tag aber hat er geruht und Atem geschöpft.
Ex31/18Ex Und als er auf dem Berg Sinai mit Mose zu Ende geredet hatte, gab er ihm die zwei Tafeln des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes.
Goldenes Kalb - Moses Fürbitte - Bestrafung des Volkes.
5Mo 9.
\32\
Ex32/1Ex Als nun das Volk sah, dass Mose säumte, vom Berg herabzukommen, versammelte sich das Volk zu Aaron, und sie sagten zu ihm: Auf! Mache uns Götter, die vor uns herziehen! Denn dieser Mose,
der Mann, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist. Ex32/2Ex Und Aaron sagte zu ihnen: Reißt die goldenen Ringe ab, die an den Ohren eurer Frauen,
eurer Söhne und eurer Töchter sind und bringt sie zu mir! Ex32/3Ex So riß sich denn das ganze Volk die goldenen Ringe ab, die an ihren Ohren [hingen], und sie brachten sie zu Aaron. Ex32/4Ex Der
nahm [alles] aus ihrer Hand, formte es mit einem Meißel und machte ein gegossenes Kalb daraus. Und sie sagten: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.
Ex32/5Ex Als Aaron [das] sah, baute er einen Altar vor ihm, und Aaron rief aus und sagte: Ein Fest für den HERRN ist morgen! Ex32/6Ex So standen sie am folgenden Tag früh auf, opferten Brandopfer
und brachten Heilsopfer dar. Und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken. Dann standen sie auf, um sich zu belustigen.
Ex32/7Ex Da sprach der HERR zu Mose: Geh, steig hinab! Denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, hat schändlich gehandelt. Ex32/8Ex Sie sind schnell von dem Weg abgewichen,
den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht, sind vor ihm niedergefallen, haben ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten
heraufgeführt haben! Ex32/9Ex Weiter sagte der HERR zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. Ex32/10Ex Und nun lasse mich, damit mein Zorn gegen sie
entbrenne und ich sie vernichte, dich aber will ich zu einer großen Nation machen. Ex32/11Ex Mose jedoch flehte den HERRN, seinen Gott, an und sagte: Wozu, o HERR, entbrennt dein Zorn gegen dein
Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast? Ex32/12Ex Wozu sollen die Ägypter sagen: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge
umzubringen und sie von der Fläche des Erdbodens zu vertilgen? Laß ab von der Glut deines Zornes und lasse dich das Unheil gereuen, [das du] über dein Volk [bringen willst]! Ex32/13Ex Denke an
deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und denen du gesagt hast: Ich will eure Nachkommen [so] zahlreich machen wie die Sterne des Himmels, und dieses ganze
Land, von dem ich gesagt habe: `ich werde [es] euren Nachkommen geben', das werden sie für ewig in Besitz nehmen. Ex32/14Ex Da gereute den HERRN das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es
seinem Volk antun.
Ex32/15Ex Und Mose wandte sich um und stieg vom Berg hinab, die beiden Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, Tafeln, beschrieben auf ihren beiden Seiten; vorn und hinten waren sie beschrieben.
Ex32/16Ex Diese Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift, sie war Gottes Schrift, auf den Tafeln eingegraben. Ex32/17Ex Als nun Josua die Stimme des Volkes bei seinem Lärmen hörte, sagte er zu
Mose: Kriegslärm ist im Lager! Ex32/18Ex Der aber antwortete: Es ist kein Schall von Siegesgeschrei und kein Schall vom Geschrei bei einer Niederlage; den Schall von Gesang höre ich. Ex32/19Ex
Und es geschah, als Mose sich dem Lager näherte und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und er warf die Tafeln aus seinen Händen und zerschmetterte sie unten am Berg.
Ex32/20Ex Dann nahm er das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer und zermalmte es, bis [es] feiner [Staub] war, streute es auf die Oberfläche des Wassers und gab es den Söhnen
Israel zu trinken. Ex32/21Ex Und Mose sagte zu Aaron: Was hat dir dieses Volk getan, dass du eine [so] große Sünde über es gebracht hast? Ex32/22Ex Aaron aber sagte: Der Zorn meines Herrn
entbrenne nicht. Du selbst kennst das Volk, dass es böse ist. Ex32/23Ex Sie haben nämlich zu mir gesagt: Mach uns Götter, die vor uns hergehen! Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Land
Ägypten heraufgeführt hat - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist. Ex32/24Ex Da fragte ich sie: Wer hat Gold? Sie rissen es sich ab und gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb
ist [daraus] hervorgegangen. Ex32/25Ex Als nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos war, denn Aaron hatte es zuchtlos werden lassen zur Schadenfreude ihrer Gegner, Ex32/26Ex da trat Mose in das Tor
des Lagers und rief: Her zu mir, wer für den HERRN ist! Daraufhin versammelten sich bei ihm alle Söhne Levis. Ex32/27Ex Und er sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder
lege sein Schwert an die Hüfte! Geht im Lager hin und zurück, von Tor zu Tor, und erschlagt jeder seinen Bruder und seinen Freund und seinen Verwandten! Ex32/28Ex Die Söhne Levis nun handelten
nach dem Wort des Mose; und es fielen vom Volk an jenem Tage etwa dreitausend Mann. Ex32/29Ex Darauf sagte Mose: Weiht euch heute für den HERRN - denn jeder [von euch ist] gegen seinen Sohn und
gegen seinen Bruder [gewesen] - um heute Segen auf euch zu bringen!
Ex32/30Ex Und es geschah am folgenden Tag, da sagte Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde begangen. Doch jetzt will ich zum HERRN hinaufsteigen, vielleicht kann ich Sühnung für eure Sünde
erwirken. Ex32/31Ex Darauf kehrte Mose zum HERRN zurück und sagte: Ach, dieses Volk hat eine große Sünde begangen: sie haben sich einen Gott aus Gold gemacht. Ex32/32Ex Und nun, wenn du doch ihre
Sünde vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so lösche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast, aus. Ex32/33Ex Der HERR aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den lösche ich
aus meinem Buch aus. Ex32/34Ex Und nun gehe hin, führe das Volk an [den Ort], den ich dir genannt habe! Siehe, mein Engel wird vor dir hergehen. Am Tag meiner Heimsuchung, da werde ich ihre Sünde
an ihnen heimsuchen. Ex32/35Ex Und der HERR schlug das Volk [mit Unheil] dafür, dass sie das Kalb gemacht hatten, das Aaron gemacht hatte.
Trauer des Volkes - Zelt außerhalb des Lagers - Moses Verhandlung mit Gott und sein Begehren, die Herrlichkeit Gottes zu sehen.
\33\
Ex33/1Ex Und der HERR redete zu Mose: Geh, ziehe von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen
habe: Deinen Nachkommen will ich es geben! Ex33/2Ex - Und ich werde einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben -, Ex33/3Ex in
ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen - du bist nämlich ein halsstarriges Volk -, damit ich dich nicht auf dem Wege vernichte. Ex33/4Ex
Als das Volk diese böse Rede hörte, trauerten sie, und keiner legte seinen Schmuck an. Ex33/5Ex Denn der HERR hatte zu Mose gesagt: Sprich zu den Söhnen Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk.
Zöge ich nur einen Augenblick in deiner Mitte hinauf, so würde ich dich vernichten. Und nun lege deinen Schmuck von dir ab, und ich werde wissen, was ich dir tun soll. Ex33/6Ex Da entledigten
sich die Söhne Israel ihres Schmuckes, vom Berg Horeb an.
Ex33/7Ex Mose nun nahm [jeweils] das Zelt und schlug es sich außerhalb des Lagers auf, fern vom Lager für sich, und nannte es: Zelt der Begegnung. Und es geschah, jeder, der den HERRN suchte,
ging zum Zelt der Begegnung außerhalb des Lagers hinaus. Ex33/8Ex Es geschah auch, sooft Mose zum Zelt hinausging, dann standen alle Leute auf, und sie traten jeder an den Eingang seines Zeltes
und sahen Mose nach, bis er in das Zelt hineinkam. Ex33/9Ex Und es geschah [jedesmal], wenn Mose in das Zelt kam, dann stieg die Wolkensäule herab und blieb am Eingang des Zeltes stehen; und [der
HERR] redete mit Mose. Ex33/10Ex Und das ganze Volk sah die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen. Und das ganze Volk erhob sich, und sie warfen sich nieder, jeder am Eingang seines Zeltes.
Ex33/11Ex Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; dann kehrte er ins Lager zurück. Sein Diener Josua aber, der Sohn des Nun, ein junger
Mann, wich nicht aus dem Innern des Zeltes.
Ex33/12Ex Mose nun sagte zum HERRN: Siehe, du sagst zu mir: Führe dieses Volk hinauf! aber du hast mich nicht erkennen lassen, wen du mit mir senden willst, wo du [doch selbst] gesagt hast: Ich
kenne dich mit Namen, ja, du hast Gunst gefunden in meinen Augen. Ex33/13Ex Und nun, wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, [dann] lasse mich doch deine Wege erkennen, so dass ich
dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen, und bedenke, dass diese Nation dein Volk ist! Ex33/14Ex Er antwortete: Mein Angesicht wird [mit]gehen und dich zur Ruhe bringen. Ex33/15Ex Er
aber sagte zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht [mit]geht, dann führe uns nicht von hier hinauf! Ex33/16Ex Woran soll man denn sonst erkennen, dass ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, ich und
dein Volk? Nicht daran, dass du mit uns gehst und wir, ich und dein Volk, [dadurch] vor jedem Volk auf dem Erdboden ausgezeichnet werden? Ex33/17Ex Der HERR antwortete Mose: Auch diesen Wunsch,
den du [jetzt] ausgesprochen hast, werde ich erfüllen; denn du hast Gunst gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen. Ex33/18Ex Er aber sagte: Laß mich doch deine Herrlichkeit sehen!
Ex33/19Ex Er antwortete: Ich werde all meine Güte an deinem Angesicht vorübergehen lassen und den Namen HERR vor dir ausrufen: Ich werde gnädig sein, wem ich gnädig bin, und mich erbarmen, über
wen ich mich erbarme. Ex33/20Ex Dann sprach er: Du kannst [es] nicht [ertragen], mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben. Ex33/21Ex Weiter sagte der HERR:
Siehe, [hier] ist ein Platz bei mir, da sollst du dich auf den Felsen stellen. Ex33/22Ex Und es wird geschehen, wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, dann werde ich dich in die Felsenhöhle
stellen und meine Hand schützend über dich halten, bis ich vorübergegangen bin. Ex33/23Ex Dann werde ich meine Hand wegnehmen, und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht darf nicht
gesehen werden.
Neue Gesetzestafeln - Gotteserscheinung - Erneuerung des Bundes - Moses glänzendes Gesicht.
\34\
Ex34/1Ex Darauf sprach der HERR zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten zurecht! Dann werde ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du
zerschmettert hast. Ex34/2Ex Und halte dich für den Morgen bereit und steige am Morgen auf den Berg Sinai und stehe dort vor mir auf dem Gipfel des Berges! Ex34/3Ex Es soll aber niemand mit dir
hinaufsteigen, und es darf überhaupt niemand auf dem ganzen Berg gesehen werden; sogar Schafe und Rinder dürfen nicht in Richtung auf diesen Berg hin weiden. Ex34/4Ex So hieb er denn zwei
steinerne Tafeln wie die ersten zurecht. Und Mose stand früh am Morgen auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine
Hand.
Ex34/5Ex Da stieg der HERR in der Wolke herab, und er trat dort neben ihn und rief den Namen des HERRN aus. Ex34/6Ex Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR,
Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue, Ex34/7Ex der Gnade bewahrt an Tausenden [von Generationen], der Schuld, Vergehen und Sünde vergibt, aber keineswegs
ungestraft läßt, [sondern] die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, an der dritten und vierten [Generation]. Ex34/8Ex Da warf sich Mose eilends zur Erde nieder, betete an
Ex34/9Ex und sagte: Wenn ich doch Gunst gefunden habe in deinen Augen, Herr, so möge doch der Herr in unserer Mitte [mitgehen]! Wenn es auch ein halsstarriges Volk ist, vergib uns aber [dennoch]
unsere Schuld und Sünde und nimm uns als Erbe an! Ex34/10Ex Er antwortete: Siehe, ich schließe einen Bund: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie [bisher] nicht vollbracht worden
sind auf der ganzen Erde und unter allen Nationen. Und das ganze Volk, in dessen Mitte du [lebst], soll das Tun des HERRN sehen; denn furchtbar ist, was ich mit dir tun werde.
Ex34/11Ex Beobachte genau, was ich dir heute gebiete! Siehe, ich will vor dir die Amoriter, Kanaaniter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben. Ex34/12Ex Hüte dich, mit den
Bewohnern des Landes, in das du kommen wirst, einen Bund zu schließen, damit sie nicht zur Falle werden in deiner Mitte! Ex34/13Ex Vielmehr sollt ihr ihre Altäre niederreißen, ihre Gedenksteine
zertrümmern und ihre Ascherim ausrotten. Ex34/14Ex Denn du darfst dich vor keinem andern Gott anbetend niederwerfen; denn der HERR, dessen Name `Eifersüchtig' ist, ist ein eifersüchtiger Gott.
Ex34/15Ex Dass du [ja] keinen Bund mit den Bewohnern des Landes schließt! [Denn] dann könnte man dich einladen, und du könntest, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, von
ihren Schlachtopfern essen. Ex34/16Ex Und du könntest von ihren Töchtern für deine Söhne [Frauen] nehmen, und [wenn dann] ihre Töchter ihren Göttern nachhuren, könnten sie deine Söhne dazu
verführen, ihren Göttern nachzuhuren. Ex34/17Ex Gegossene Götter sollst du dir nicht machen.
V. 18-26: Kap. 23,14-19.
Ex34/18Ex Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten; sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur festgesetzten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib
bist du aus Ägypten ausgezogen. - Ex34/19Ex Alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht, gehört mir; auch all dein männliches Vieh, die Erstgeburt von Rind und Schaf. Ex34/20Ex Die Erstgeburt
vom Esel aber sollst du mit einem Schaf auslösen. Wenn du sie jedoch nicht auslösen willst, dann brich ihr das Genick! Alle Erstgeburt deiner Söhne sollst du auslösen. Und man soll nicht mit
leeren Händen vor meinem Angesicht erscheinen. Ex34/21Ex Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag sollst du ruhen; [auch] in der Zeit des Pflügens und in der Ernte sollst du ruhen.
Ex34/22Ex Auch das Wochenfest [, das Fest] der Erstlinge der Weizenernte, sollst du feiern, ferner das Fest des Einsammelns und die Wende des Jahres. Ex34/23Ex Dreimal im Jahr soll alles bei dir,
was männlich ist, vor dem Angesicht des Herrn HERRN, des Gottes Israels, erscheinen. Ex34/24Ex Denn ich werde die Nationen vor dir austreiben und deine Grenze erweitern. Und niemand wird dein
Land begehren, wenn du dreimal im Jahr hinaufziehst, um vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, zu erscheinen. Ex34/25Ex Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem
darbringen, und das Schlachtopfer des Passahfestes darf nicht über Nacht bleiben bis zum [nächsten] Morgen. Ex34/26Ex Das Erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus des HERRN, deines
Gottes, bringen. Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.
Ex34/27Ex Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf! Denn nach diesen Worten schließe ich mit dir und mit Israel einen Bund. Ex34/28Ex Und Mose blieb vierzig Tage und vierzig
Nächte dort beim HERRN. Brot aß er nicht, und Wasser trank er nicht. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
Ex34/29Ex Es geschah aber, als Mose vom Berg Sinai herabstieg - und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in Moses Hand, als er vom Berg herabstieg -, da wußte Mose nicht, dass die Haut seines
Gesichtes strahlend geworden war, als er mit ihm geredet hatte. Ex34/30Ex Und Aaron und alle Söhne Israel sahen Mose an, und siehe, die Haut seines Gesichtes strahlte; und sie fürchteten sich, zu
ihm heranzutreten. Ex34/31Ex Mose jedoch rief ihnen zu, und Aaron und alle Fürsten in der Gemeinde wandten sich ihm zu, und Mose redete zu ihnen. Ex34/32Ex Danach aber traten alle Söhne Israel
heran, und er gebot ihnen alles, was der HERR auf dem Berg Sinai zu ihm geredet hatte. Ex34/33Ex Als nun Mose aufgehört hatte, mit ihnen zu reden, legte er eine Decke auf sein Gesicht. Ex34/34Ex
Sooft aber Mose vor den HERRN hineinging, um mit ihm zu reden, legte er die Decke ab, bis er hinausging. Dann ging er hinaus, um zu den Söhnen Israel zu reden, was ihm aufgetragen war. Ex34/35Ex
Da sahen die Söhne Israel Moses Gesicht, dass die Haut von Moses Gesicht strahlte. Dann legte Mose die Decke wieder auf sein Gesicht, bis er hineinging, um mit ihm zu reden.
Sabbatgebot.
Kap. 20,8-11.
\35\
Ex35/1Ex Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Söhne Israel und sagte zu ihnen: Dies sind die Worte, die der HERR zu tun geboten hat: Ex35/2Ex Sechs Tage soll man [seine] Arbeit verrichten,
aber den siebten Tag sollt ihr heilig halten, [er sei euch] ein ganz feierlicher Sabbat für den HERRN. Jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, muss getötet werden. Ex35/3Ex Ihr dürft am
Sabbattag in all euren Wohnsitzen kein Feuer anzünden.
Heiligtum: Freiwillige Gaben.
V. 4-29: Kap. 25,1-9; V. 10-19: Kap. 31,6-11; 39,32-43; 40,3-30.
Ex35/4Ex Weiter sagte Mose zur ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Dies ist es, was der HERR geboten hat: Ex35/5Ex Nehmt aus eurem Besitz ein Hebopfer für den HERRN! Jeder, dessen Herz willig ist,
soll es herbeibringen, das Hebopfer für den HERRN: Gold, Silber und Bronze, Ex35/6Ex violetten und roten Purpur, Karmesinstoff, Byssus und Ziegenhaar, Ex35/7Ex rotgefärbte Widderfelle, Häute von
Delphinen und Akazienholz; Ex35/8Ex Öl für den Leuchter, Balsamöle für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk; Ex35/9Ex und Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Besatz für das Ephod
und die Brusttasche. Ex35/10Ex Und alle, die ein weises Herz haben unter euch, sollen kommen und alles machen, was der HERR geboten hat: Ex35/11Ex die Wohnung, ihr Zeltdach und ihre Decke, ihre
Haken, Bretter, Riegel, Säulen und Fußgestelle; Ex35/12Ex die Lade und ihre Spangen, die Deckplatte und den verhüllenden Vorhang; Ex35/13Ex den Tisch mit seinen Stangen und all seinen Geräten und
die Schaubrote; Ex35/14Ex ferner den Leuchter zur Beleuchtung mit seinen Geräten und Lampen, dazu das Öl für die Beleuchtung; Ex35/15Ex auch den Räucheraltar mit seinen Stangen, das Salböl und
das wohlriechende Räucherwerk; und den Eingangs-Vorhang für den Eingang der Wohnung; Ex35/16Ex den Brandopferaltar und das bronzene Gitter an ihm, seine Stangen und all seine Geräte; das Becken
und sein Gestell; Ex35/17Ex die Behänge des Vorhofs, seine Säulen und Fußgestelle und den Vorhang für das Tor des Vorhofs; Ex35/18Ex die Pflöcke der Wohnung und die Pflöcke des Vorhofs mit ihren
Seilen; Ex35/19Ex die gewirkten Kleider für den Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für den Priester Aaron und die Kleider seiner Söhne zur Ausübung des Priesterdienstes.
Ex35/20Ex Darauf ging die ganze Gemeinde der Söhne Israel von Mose fort. Ex35/21Ex Dann kamen sie, jeder, den sein Herz willig machte. Und jeder, dessen Geist ihn antrieb, brachte das Hebopfer
des HERRN zur Arbeit am Zelt der Begegnung und für den ganzen Dienst darin und für die heiligen Kleider. Ex35/22Ex So kamen die Männer mit den Frauen: jeder, dessen Herz willig war, brachte
Spangen, Ohrringe, Siegelringe und Halsketten, allerlei goldene [Schmuck]sachen; ja, jeder, der dem HERRN ein Schwingopfer an Gold darbrachte. Ex35/23Ex Und jeder, bei dem sich violetter und
roter Purpur vorfand, auch etwa Karmesinstoff oder Byssus, Ziegenhaar, rotgefärbte Widderfelle oder Häute von Delphinen, brachte es herbei. Ex35/24Ex Jeder, der ein Hebopfer an Silber oder Bronze
entrichten wollte, brachte das Hebopfer des HERRN herbei; und jeder, bei dem sich Akazienholz für irgendeine Arbeit am Bau [des Heiligtums] vorfand, brachte es. Ex35/25Ex Ferner spann jede Frau,
die ein weises Herz hatte, mit ihren Händen und brachte das Gesponnene: den violetten und roten Purpur, den Karmesinstoff und den Byssus. Ex35/26Ex Alle Frauen, die ihr Herz mit Weisheit dazu
trieb, spannen das Ziegenhaar. Ex35/27Ex Die Fürsten aber brachten Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Einsetzen für das Ephod und für die Brusttasche, Ex35/28Ex ferner das Balsamöl und das Öl
für den Leuchter, für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk. Ex35/29Ex Die Söhne Israel, alle Männer und Frauen, deren Herz sie antrieb, zu dem ganzen Werk beizutragen, das zu tun der
HERR durch Mose geboten hatte, brachten dem HERRN eine freiwillige Gabe.
Heiligtum: Einführung der Werkmeister Bezalel und Oholiab.
Kap. 31,1-6.
Ex35/30Ex Darauf sagte Mose zu den Söhnen Israel: Seht, der HERR hat Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen Ex35/31Ex und ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit
Kunstfertigkeit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk, Ex35/32Ex und zwar Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. Ex35/33Ex Auch im Schneiden von Steinen zum
Einsetzen und mit der Holzschnitzerei [hat er ihn begabt], damit er in jedem künstlerischen Werk arbeiten kann. Ex35/34Ex Dazu hat er ihm [die Gabe] zu unterweisen ins Herz gelegt, ihm und
Oholiab, dem Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan. Ex35/35Ex Er hat sie mit Weisheit des Herzens erfüllt, damit sie jeden Plan eines Kunsthandwerkers oder Kunststickers oder Buntwirkers ausführen
können, mit violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und Byssus, und [die] des Webers; [die Arbeit] derer, die allerlei Arbeiten ausführen und Pläne ersinnen.
Heiligtum: Freigebigkeit des Volkes.
\36\
Ex36/1Ex Und Bezalel und Oholiab und alle Männer mit einem weisen Herzen, denen der HERR Weisheit und Verstand eingegeben hatte, damit sie die ganze Arbeit zum Bau des Heiligtums ausführen
könnten, machten es ganz so, wie der HERR geboten hatte.
Ex36/2Ex So rief Mose Bezalel und Oholiab und jeden Mann mit einem weisen Herzen herbei, dem Gott Weisheit ins Herz gelegt hatte, jeden, den sein Herz willig machte, ans Werk zu gehen, um es
auszuführen. Ex36/3Ex Und sie nahmen von Mose das ganze Hebopfer entgegen, das die Söhne Israel für die Arbeit am Bau des Heiligtums gebracht hatten, um ihn auszuführen. Diese aber brachten ihm
immer noch freiwillige Gaben, Morgen für Morgen. Ex36/4Ex Da kamen alle weisen Männer, die alle Arbeit des Heiligtums ausführten, Mann für Mann von ihrer Arbeit, Ex36/5Ex und sagten zu Mose: Das
Volk bringt viel, mehr als genug zur Verwendung für die Arbeit, deren Ausführung der HERR geboten hat. Ex36/6Ex Da gab Mose Befehl, und man ließ im Lager den Ruf ergehen: Niemand soll mehr eine
Arbeit für das Hebopfer des Heiligtums anfertigen, und so hörte das Volk auf, [noch mehr] zu bringen. Ex36/7Ex Und alle Spenden reichten ihnen aus, um die Arbeit zu tun, so dass [noch etwas]
übrigblieb.
Heiligtum: Bau des Heiligtums.
Kap. 26,1-30.
Ex36/8Ex Und alle, die ein weises Herz hatten unter denen, die die Arbeit ausführten, machten die Wohnung aus zehn Zeltdecken. Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff,
machte er sie, mit Cherubim, als Kunststickerarbeit. Ex36/9Ex Die Länge einer Zeltdecke betrug 28 Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für alle Zeltdecken. Ex36/10Ex Er
verband fünf Zeltdecken miteinander, und [auch die übrigen] fünf Zeltdecken verband er miteinander. Ex36/11Ex Am Saum der einen Zeltdecke am Ende der [einen] Verbindungsstelle brachte er
Schleifen aus violettem Purpur an. Ebenso machte er es am Saum der äußersten Zeltdecke an der andern Verbindungsstelle: Ex36/12Ex fünfzig Schleifen brachte er an der einen Zeltdecke an, und
fünfzig Schleifen brachte er am Ende der Zeltdecke an, die sich an der andern Verbindungsstelle befand, [so dass] die Schleifen einander gegenüber[standen]. Ex36/13Ex Dann stellte er fünfzig
goldene Haken her und verband die Zeltdecken durch die Haken miteinander, so dass die Wohnung ein [Ganzes] wurde.
Ex36/14Ex Und er machte Zeltdecken aus Ziegenhaar als ein Zeltdach über der Wohnung; elf solcher Zeltdecken machte er. Ex36/15Ex Die Länge einer Zeltdecke [betrug] dreißig Ellen und vier Ellen
die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für die elf Zeltdecken. Ex36/16Ex Dann verband er fünf Zeltdecken für sich und [ebenso] die [übrigen] sechs Zeltdecken für sich. Ex36/17Ex Und er brachte
fünfzig Schleifen am Saum der äußersten Zeltdecke an, an der [einen] Verbindungsstelle, und [ebenso] brachte er fünfzig Schleifen am Saum der [äußersten] Zeltdecke der anderen Verbindungsstelle
an. Ex36/18Ex Dann stellte er fünfzig bronzene Haken her, um das Zeltdach zusammenzufügen, damit es ein [Ganzes] wurde.
Ex36/19Ex Er fertigte für das Zelt eine Decke aus rotgefärbten Widderfellen an und oben darüber eine Decke aus Delphinhäuten.
Ex36/20Ex Die Bretter für die Wohnung stellte er aus Akazienholz her, aufrechtstehend: Ex36/21Ex zehn Ellen war die Länge eines Brettes und anderthalb Ellen die Breite eines Brettes. Ex36/22Ex
Ein Brett hatte zwei Zapfen, einer dem andern gegenüber eingefügt: so machte er es an allen Brettern der Wohnung. Ex36/23Ex Und zwar machte er an Brettern für die Wohnung zwanzig Bretter für die
Südseite, nach Süden zu, Ex36/24Ex und brachte unter den zwanzig Brettern vierzig silberne Fußgestelle an: zwei Fußgestelle unter einem Brett für seine zwei Zapfen, und [wieder] zwei Fußgestelle
unter einem Brett für seine zwei Zapfen. Ex36/25Ex Auch für die andere Längsseite der Wohnung, für die Nordseite, machte er zwanzig Bretter Ex36/26Ex und ihre vierzig silbernen Fußgestelle: zwei
Fußgestelle unter einem Brett und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett. Ex36/27Ex Für die Rückseite der Wohnung aber, nach Westen zu, machte er sechs Bretter. Ex36/28Ex Und zwei Bretter
stellte er für die Ecken der Wohnung an der Rückseite her; Ex36/29Ex die waren von unten herauf doppelt und an ihrem Oberteil ganz beieinander [bis] zu einem Ring. So machte er es mit ihnen
beiden für die beiden Winkel. Ex36/30Ex Es waren acht Bretter und ihre silbernen Fußgestelle: sechzehn Fußgestelle, je zwei Fußgestelle unter einem Brett.
Ex36/31Ex Und er fertigte Riegel aus Akazienholz an: fünf für die Bretter der einen Längsseite der Wohnung Ex36/32Ex und fünf Riegel für die Bretter der anderen Längsseite der Wohnung und fünf
Riegel für die Bretter der Wohnung an der Rückseite nach Westen zu. Ex36/33Ex Und er machte den mittleren Riegel in der Mitte der Bretter so, dass er von einem Ende zum andern durchlief.
Ex36/34Ex Die Bretter aber überzog er mit Gold. Und ihre Ringe, die Ösen für die Riegel, machte er aus Gold, auch die Riegel überzog er mit Gold.
V. 35-38: Kap. 26,31-37.
Ex36/35Ex Und er fertigte den Vorhang an aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus. In Kunststickerarbeit machte er ihn, mit Cherubim. Ex36/36Ex Dann machte er für ihn
vier Säulen aus Akazienholz und überzog sie mit Gold - [auch] ihre Nägel waren aus Gold - und er goß für sie vier silberne Fußgestelle.
Ex36/37Ex Und er machte für den Eingang des Zeltes einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit Ex36/38Ex und seine fünf Säulen und
ihre Nägel. Dann überzog er ihre Köpfe und ihre Bindestäbe mit Gold; ihre fünf Fußgestelle aber waren aus Bronze.
Heiligtum: Geräte des Heiligtums.
V. 1-9: Kap. 25,10-22.
\37\
Ex37/1Ex Und Bezalel machte die Lade aus Akazienholz: zweieinhalb Ellen war ihre Länge, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe. Ex37/2Ex Dann überzog er sie von innen und
außen mit reinem Gold und brachte an ihr ringsum eine goldene Kante an. Ex37/3Ex Und er goß für sie vier goldene Ringe [und befestigte sie] an ihren vier Füßen, zwei Ringe an ihrer einen
Längsseite und zwei Ringe an ihrer andern Längsseite. Ex37/4Ex Er fertigte Stangen aus Akazienholz an und überzog sie mit Gold. Ex37/5Ex Diese Stangen steckte er in die Ringe an den Seiten der
Lade, damit man die Lade tragen konnte. Ex37/6Ex Dann stellte er eine Deckplatte aus reinem Gold her: zweieinhalb Ellen war ihre Länge und anderthalb Ellen ihre Breite. Ex37/7Ex Und er machte
zwei goldene Cherubim; in getriebener Arbeit machte er sie, an beiden Enden der Deckplatte, Ex37/8Ex den einen Cherub am Ende hier und einen Cherub am Ende drüben; aus [einem Stück mit] der
Deckplatte machte er die Cherubim an ihren beiden Enden. Ex37/9Ex Und die Cherubim breiteten die Flügel nach oben aus, die Deckplatte mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Gesichter waren
einander zugewandt.
V. 10-16: Kap. 25,23-30.
Ex37/10Ex Und er machte den Tisch aus Akazienholz: zwei Ellen war seine Länge, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe. Ex37/11Ex Den überzog er mit reinem Gold, und er brachte an
ihm ringsum eine goldene Kante an: Ex37/12Ex er machte [an] ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und brachte an seiner Leiste ringsum eine goldene Kante an. Ex37/13Ex Er machte für ihn
auch vier goldene Ringe und befestigte die Ringe an den vier Seiten seiner vier Beine. Ex37/14Ex Dicht an der Leiste waren die Ringe als Ösen für die Stangen, damit man den Tisch tragen konnte.
Ex37/15Ex Die Stangen aber machte er aus Akazienholz und überzog sie mit Gold, damit man den Tisch tragen konnte. Ex37/16Ex Dann fertigte er die Geräte an, die auf dem Tisch [stehen sollten]:
seine Schüsseln, Schalen und Opferschalen und die Kannen, mit denen man [Trankopfer] ausgießt - [alles] aus reinem Gold.
V. 17-24: Kap. 25,31-40.
Ex37/17Ex Und er machte den Leuchter aus reinem Gold. In getriebener Arbeit machte er den Leuchter, sein Fußgestell und seine Schaftröhre; seine Kelche, Knäufe und Blüten waren aus [einem Stück
mit] ihm. Ex37/18Ex Sechs Arme gingen von seinen [beiden] Seiten aus: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner andern Seite. Ex37/19Ex Drei Kelche in
der Form von Mandelblüten waren an dem einen Arm, [aus] Knauf und Blüte [bestehend], und drei Kelche in der Form von Mandelblüten an dem nächsten Arm, [aus] Knauf und Blüte [bestehend]; so war es
an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgingen. Ex37/20Ex Am Leuchter aber waren vier Kelche in der Form von Mandelblüten, [aus] seinen Knäufen und Blüten [bestehend], Ex37/21Ex und zwar ein
Knauf unter den ersten zwei von ihm [ausgehenden] Armen, ein Knauf unter den [nächsten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen und [wieder] ein Knauf unter den [dritten] zwei von ihm [ausgehenden]
Armen; [so war es] an den sechs Armen, die von ihm ausgingen. Ex37/22Ex Ihre Knäufe und Arme waren aus [einem Stück mit] ihm. Der ganze [Leuchter] war eine getriebene Arbeit aus reinem Gold.
Ex37/23Ex Auch seine sieben Lampen, seine Dochtscheren und Feuerbecken stellte er aus reinem Gold her. Ex37/24Ex Aus einem Talent reinen Goldes machte er ihn und all seine Geräte.
V. 25-29: Kap. 30,1-10.22-38.
Ex37/25Ex Weiter machte er den Räucheraltar aus Akazienholz: eine Elle seine Länge und eine Elle seine Breite, viereckig, und zwei Ellen seine Höhe; seine Hörner waren aus [einem Stück mit] ihm.
Ex37/26Ex Dann überzog er ihn mit reinem Gold, seine Platte und seine Wände ringsum sowie seine Hörner, und er brachte an ihm ringsum eine goldene Kante an. Ex37/27Ex Und er brachte an ihm unter
seiner Kante zwei goldene Ringe an, an seinen beiden Seiten, an seinen beiden Wänden als Ösen für die Stangen, damit man ihn daran tragen konnte. Ex37/28Ex Auch die Stangen machte er aus
Akazienholz und überzog sie mit Gold.
Ex37/29Ex Außerdem machte er das heilige Salböl und das reine, wohlriechende Räucherwerk, [beides] ein Werk des Salbenmischers.
Heiligtum: Vorhof und Geräte.
Kap. 27,1-8; 30,17-21.
\38\
Ex38/1Ex Und er machte den Brandopferaltar aus Akazienholz: fünf Ellen seine Länge und fünf Ellen seine Breite, viereckig, und drei Ellen seine Höhe. Ex38/2Ex Und er machte seine Hörner an seinen
vier Ecken - seine Hörner waren aus [einem Stück mit] ihm - und er überzog ihn mit Bronze. Ex38/3Ex Und er fertigte alle Geräte des Altars an: die Töpfe, Schaufeln und Sprengschalen, die
Fleischgabeln und Feuerbecken; all seine Geräte machte er aus Bronze. Ex38/4Ex Und er machte für den Altar ein bronzenes Gitter wie ein Netz unter seiner Einfassung, von unten her, bis zu seiner
halben Höhe. Ex38/5Ex Und er goß vier Ringe [und befestigte sie] an den vier Ecken des bronzenen Gitters als Ösen für die Stangen. Ex38/6Ex Dann machte er die Stangen aus Akazienholz, überzog sie
mit Bronze Ex38/7Ex und steckte die Stangen in die Ringe an die Seiten des Altars, damit man ihn daran tragen konnte; aus Brettern fertigte er ihn an, [innen] hohl.
Ex38/8Ex Außerdem machte er das Becken aus Bronze und [ebenso] sein Gestell aus Bronze, aus den Spiegeln der diensttuenden Frauen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst
taten.
V. 9-20: Kap. 27,9-19.
Ex38/9Ex Und er machte den Vorhof: an der Südseite, nach Süden zu, die Behänge des Vorhofs aus gezwirntem Byssus, hundert Ellen [lang]. Ex38/10Ex Ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Fußgestelle
[machte er] aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber. Ex38/11Ex Auch an der Nordseite [brachte er] hundert Ellen [Behänge an]; ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig
Fußgestelle aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber. Ex38/12Ex An der Westseite aber [machte er] fünfzig Ellen Behänge; ihre zehn Säulen und ihre zehn Fußgestelle, die
Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber. Ex38/13Ex Und an der östlichen, dem Sonnenaufgang zugekehrten Seite fünfzig Ellen: Ex38/14Ex fünfzehn Ellen Behänge auf der einen Seite, ihre drei
Säulen und ihre drei Fußgestelle, Ex38/15Ex und auf der andern Seite - diesseits und jenseits vom Tor des Vorhofs - fünfzehn Ellen Behänge, ihre drei Säulen und ihre drei Fußgestelle. Ex38/16Ex
Alle Behänge des Vorhofs ringsum waren aus gezwirntem Byssus, Ex38/17Ex die Fußgestelle der Säulen aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber und der Überzug ihrer Köpfe aus
Silber. Und die Säulen des Vorhofs waren alle mit silbernen Bindestäben versehen. Ex38/18Ex Den Vorhang für das Tor des Vorhofs aber [machte er] in Buntwirkerarbeit, aus violettem und rotem
Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, und zwar zwanzig Ellen lang und fünf Ellen hoch, entsprechend der Breite [einer Stoffbahn] gerade wie die Behänge des Vorhofs. Ex38/19Ex Ihre vier
Säulen und ihre vier Fußgestelle waren aus Bronze, ihre Nägel aus Silber und der Überzug ihrer Köpfe und ihre Bindestäbe aus Silber. Ex38/20Ex Aber alle Pflöcke für die Wohnung und den Vorhof
ringsum waren aus Bronze.
Heiligtum: Berechnung des Goldes, Silbers und der Bronze des Heiligtums.
Ex38/21Ex Dies ist die Kostenberechnung für die Wohnung, die Wohnung des Zeugnisses, die auf Moses Befehl als Dienst der Leviten unter der Leitung Itamars, des Sohnes des Priesters Aaron,
vorgenommen wurde - Ex38/22Ex Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, machte alles, was der HERR dem Mose geboten hatte, Ex38/23Ex und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom
Stamm Dan, ein Kunsthandwerker und Kunststicker und Buntwirker in violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und Byssus -: Ex38/24Ex Alles Gold, das zur Arbeit am ganzen Bau des Heiligtums
verwendet wurde, das Gold des Schwingopfers, betrug 29 Talente und 730 Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums. Ex38/25Ex Und das Silber von den Gemusterten der Gemeinde betrug 100 Talente und 1
775 Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums: Ex38/26Ex ein Beka je Kopf, ein halber Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums, von jedem, der zu den Gemusterten hinüberging, von zwanzig Jahren an
und darüber, von 603 550 [Mann]. Ex38/27Ex Die 100 Talente Silber waren zum Gießen der Fußgestelle des Heiligtums und der Fußgestelle des Vorhangs: 100 Fußgestelle auf 100 Talente, ein Talent auf
ein Fußgestell. Ex38/28Ex Aus den 1 775 [Schekeln] aber machte er Nägel für die Säulen, überzog ihre Köpfe und verband sie [mit Stäben). Ex38/29Ex Die Bronze des Schwingopfers betrug 70 Talente
und 2 400 Schekel. Ex38/30Ex Und er machte daraus die Fußgestelle vom Eingang des Zeltes der Begegnung, den bronzenen Altar und sein bronzenes Gitter und alle Geräte des Altars, Ex38/31Ex die
Fußgestelle des Vorhofs ringsum und die Fußgestelle am Tor des Vorhofs sowie alle Pflöcke der Wohnung und alle Pflöcke des Vorhofs ringsum.
Heiligtum: Kleidung der Priester.
V. 1-7: Kap. 28,5-14.
\39\
Ex39/1Ex Aus dem violetten und dem roten Purpur aber und [aus] dem Karmesinstoff machten sie die gewirkten Kleider für den Dienst im Heiligtum, und sie machten die heiligen Kleider für Aaron, wie
der HERR dem Mose geboten hatte. Ex39/2Ex Und zwar machte man das Ephod aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus: Ex39/3Ex sie hämmerten die Goldbleche zurecht,
und man zerschnitt sie zu Fäden, um [sie] in den violetten und roten Purpur, in den Karmesinstoff und den Byssus hineinzuarbeiten, in Kunststickerarbeit. Ex39/4Ex Sie machten zusammenfügbare
Schulterstücke daran: an seinen beiden Rändern wurde es [mit ihnen] zusammengefügt. Ex39/5Ex Und der Gurt, mit dem es angelegt wurde, der sich oben darüber befand, war von gleicher Arbeit aus
[einem Stück mit] ihm: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Ex39/6Ex Und sie machten die Onyxsteine, umgeben mit goldenen Einfassungen, graviert in Siegelgravur, entsprechend den Namen der Söhne Israels. Ex39/7Ex Dann setzte man sie [oben] auf die
Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedenkens für die Söhne Israel - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
V. 8-21: Kap. 28,15-30.
Ex39/8Ex Man machte die Brusttasche in Kunststickerarbeit wie die Arbeit des Ephods: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus. Ex39/9Ex Sie war viereckig; doppelt
gelegt machten sie die Brusttasche, eine Spanne ihre Länge und eine Spanne ihre Breite, doppelt gelegt. Ex39/10Ex Dann besetzten sie sie mit vier Reihen von Steinen: eine Reihe mit Karneol, Topas
und Smaragd, die erste Reihe; Ex39/11Ex die zweite Reihe: Rubin, Saphir und Jaspis; Ex39/12Ex und die dritte Reihe: Hyazinth, Achat und Amethyst; Ex39/13Ex und die vierte Reihe: Türkis, Onyx und
Nephrit; [sie waren] mit goldenen Einfassungen umgeben in ihren Einsetzungen. Ex39/14Ex Die Steine waren entsprechend den Namen der Söhne Israels - zwölf [an der Zahl], entsprechend ihren Namen;
in Siegelgravur [waren sie hergestellt], jeder nach seinem Namen für die zwölf Stämme. Ex39/15Ex Und sie machten an die Brusttasche gedrehte Ketten in Seilerarbeit aus reinem Gold; Ex39/16Ex und
zwar fertigten sie zwei goldene Einfassungen und zwei goldene Ringe an und befestigten die beiden Ringe an den beiden [oberen] Enden der Brusttasche; Ex39/17Ex und die zwei goldenen Schnüre
befestigten sie an den beiden Ringen an den Enden der Brusttasche. Ex39/18Ex Die beiden [anderen] Enden der zwei Schnüre aber befestigten sie an den beiden Einfassungen und befestigten sie [so]
an den Schulterstücken des Ephods, an seiner Vorderseite. Ex39/19Ex Und sie stellten zwei [andere] goldene Ringe her und befestigten sie an den beiden [unteren] Enden der Brusttasche, an ihrem
Rand, der dem Ephod zugekehrt war, auf der Innenseite. Ex39/20Ex Dann machten sie noch zwei goldene Ringe und befestigten sie unten an den beiden Schulterstücken des Ephods, an seiner
Vorderseite, dicht an seiner Zusammenfügung [mit den Schulterstücken] oberhalb des Gurtes des Ephods. Ex39/21Ex Und sie banden die Brusttasche von ihren Ringen mit einer Schnur aus violettem
Purpur an den Ringen des Ephods fest, damit es über dem Gurt des Ephods saß und sich die Brusttasche nicht von [der Stelle] über dem Ephod verschob - wie der HERR dem Mose geboten
hatte.
V. 22-26: Kap. 28,31-35.
Ex39/22Ex Und man machte das Oberkleid des Ephods in Weberarbeit, ganz aus violettem Purpur. Ex39/23Ex Und die Öffnung des Oberkleides war in seiner Mitte wie die Öffnung eines Lederpanzers.
Ringsum an seiner Öffnung hatte es einen Rand, damit es nicht einriß. Ex39/24Ex Am [unteren] Saum des Oberkleides aber brachten sie Granatäpfel aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff
an, gezwirnt.
Ex39/25Ex Dann machten sie Glöckchen aus reinem Gold und setzten die Glöckchen zwischen die Granatäpfel ringsum an den Saum des Oberkleides zwischen die Granatäpfel: Ex39/26Ex [erst] ein
Glöckchen, dann einen Granatapfel [und wieder] ein Glöckchen und einen Granatapfel, ringsum an den Saum des Oberkleides, um [darin] den Dienst zu verrichten - wie der HERR dem Mose geboten
hatte.
V. 27-31: Kap. 28,36-43.
Ex39/27Ex Weiter machten sie die Leibröcke für Aaron und für seine Söhne aus Byssus, in Weberarbeit, Ex39/28Ex und den Kopfbund aus Byssus und die turbanartigen Kopfbedeckungen aus Byssus, und
die leinenen Beinkleider aus gezwirntem Byssus Ex39/29Ex und den Gürtel aus gezwirntem Byssus, aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff, in Buntwirkerarbeit - wie der HERR dem Mose
geboten hatte.
Ex39/30Ex Schließlich machten sie das [blumenförmige] Stirnblatt, das heilige Diadem, aus reinem Gold und schrieben darauf mit Siegelgravurschrift: Heiligkeit dem HERRN! Ex39/31Ex Und sie
befestigten daran eine Schnur aus violettem Purpur, um sie von oben über den Kopfbund zu legen - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Heiligtum: Fertigstellung des Heiligtums.
Kap. 31,7-11; 35,10-19; 40,3-30; V. 33-36: Kap. 25,10-30.
Ex39/32Ex So wurde die ganze Arbeit der Wohnung des Zeltes der Begegnung vollendet: die Söhne Israel machten es ganz so, wie der HERR dem Mose geboten hatte, so machten sie es. Ex39/33Ex Und sie
brachten die Wohnung zu Mose: das Zelt und all seine Geräte, seine Haken, Bretter, Riegel, Säulen und Fußgestelle; Ex39/34Ex dazu die Decke aus rotgefärbten Widderfellen, die Decke aus
Delphinhäuten und den verhüllenden Vorhang; Ex39/35Ex die Lade des Zeugnisses und ihre Stangen und die Deckplatte; Ex39/36Ex den Tisch mit all seinen Geräten und die Schaubrote; Ex39/37Ex den
Leuchter aus reinem [Gold] mit seinen Lampen, die Lampenreihe, und all seine Geräte sowie das Öl für die Beleuchtung; Ex39/38Ex und den goldenen Altar, das Salböl und das wohlriechende
Räucherwerk; ferner den Vorhang für den Eingang des Zeltes; Ex39/39Ex den bronzenen Altar, sein bronzenes Gitter, seine Stangen und all seine Geräte; das Becken und sein Gestell; Ex39/40Ex die
Behänge des Vorhofs, seine Säulen und Fußgestelle; dazu den Vorhang für das Tor des Vorhofs, seine Seile und seine Pflöcke; und alle Geräte für den Dienst an der Wohnung, dem Zelt der Begegnung;
Ex39/41Ex die gewirkten Kleider für den Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für den Priester Aaron, und die Kleider seiner Söhne zur Ausübung des Priesterdienstes. Ex39/42Ex Genau wie der
HERR dem Mose geboten hatte, so hatten die Söhne Israel die ganze Arbeit gemacht. Ex39/43Ex Und Mose sah [sich] das ganze Werk [an] - und siehe, sie hatten es ausgeführt; wie der HERR geboten
hatte, so hatten sie es ausgeführt. Da segnete Mose sie.
Heiligtum: Aufrichtung und Einweihung des Heiligtums.
V. 1-33: Kap. 31,7-11; 35,10-19; 39,32-43; V. 1-16: V. 17-33.
\40\
Ex40/1Ex Und der HERR redete zu Mose und sprach: Ex40/2Ex Am Tag des ersten Monats, am ersten des Monats, sollst du die Wohnung des Zeltes der Begegnung aufrichten. Ex40/3Ex Und du sollst die
Lade des Zeugnisses hineinstellen und die Lade mit dem Vorhang verdecken. Ex40/4Ex Dann bringe den Tisch hinein und richte zu, was auf ihm zuzurichten ist! Auch den Leuchter bringe hinein und
setze seine Lampen auf! Ex40/5Ex Ferner stelle den goldenen Altar für [das] Räucherwerk vor die Lade des Zeugnisses, und hänge den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf! Ex40/6Ex Den
Brandopferaltar aber stelle vor den Eingang der Wohnung des Zeltes der Begegnung! Ex40/7Ex Dann stelle das Becken zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar und tu Wasser hinein! Ex40/8Ex
Richte ringsum den Vorhof auf! Auch den Vorhang des Tors zum Vorhof hänge auf! Ex40/9Ex Darauf nimm das Salböl und salbe die Wohnung und alles, was darin ist, und heilige [dadurch] sie und all
ihre Geräte, damit sie heilig wird! Ex40/10Ex Salbe auch den Brandopferaltar und all seine Geräte und heilige [dadurch] den Altar, damit der Altar hochheilig wird! Ex40/11Ex Salbe das Becken und
sein Gestell und heilige es [dadurch]! Ex40/12Ex Dann lasse Aaron und seine Söhne an den Eingang des Zeltes der Begegnung herantreten und wasche sie mit Wasser! Ex40/13Ex Und bekleide Aaron mit
den heiligen Kleidern, salbe ihn und heilige ihn [dadurch], damit er mir den Priesterdienst ausübt! Ex40/14Ex Auch seine Söhne sollst du herantreten lassen und sie mit [den] Leibröcken bekleiden.
Ex40/15Ex Und du sollst sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, damit sie mir den Priesterdienst ausüben. Das soll geschehen, damit ihnen ihre Salbung zu einem ewigen Priesteramt sei, in
[all] ihren Generationen. Ex40/16Ex Und Mose handelte ganz, wie ihm der HERR geboten hatte; so handelte er.
V. 17-33: V. 1-16.
Ex40/17Ex Und es geschah im ersten Monat im zweiten Jahr, am ersten des Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet: Ex40/18Ex Mose richtete die Wohnung auf, indem er ihre Fußgestelle setzte, ihre
Bretter hinstellte, ihre Riegel einsetzte und ihre Säulen aufrichtete. Ex40/19Ex Auch spannte er das Zelt[dach] über der Wohnung und legte die Decke des Zeltes oben darüber - wie der HERR dem
Mose geboten hatte. Ex40/20Ex Dann nahm er das Zeugnis und legte es in die Lade, brachte die Stangen an der Lade an und legte die Deckplatte oben auf die Lade. Ex40/21Ex Und er brachte die Lade
in die Wohnung, hängte den verhüllenden Vorhang auf und verdeckte so die Lade des Zeugnisses - wie der HERR dem Mose geboten hatte. Ex40/22Ex Weiter setzte er den Tisch in das Zelt der Begegnung
an die Nordseite der Wohnung, außerhalb des [inneren] Vorhangs, Ex40/23Ex und schichtete darauf die Brote übereinander vor dem HERRN - wie der HERR dem Mose geboten hatte. Ex40/24Ex Dann stellte
er den Leuchter in das Zelt der Begegnung dem Tisch gegenüber, an die Südseite der Wohnung, Ex40/25Ex und setzte vor dem HERRN die Lampen auf - wie der HERR dem Mose geboten hatte. Ex40/26Ex Er
stellte den goldenen Altar in das Zelt der Begegnung, vor den [inneren] Vorhang, Ex40/27Ex und ließ darauf wohlriechendes Räucherwerk als Rauch aufsteigen - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Ex40/28Ex Und er hängte den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf, Ex40/29Ex und den Brandopferaltar stellte er an den Eingang der Wohnung des Zeltes der Begegnung, und er opferte darauf das
Brandopfer und das Speisopfer - wie der HERR dem Mose geboten hatte. Ex40/30Ex Dann stellte er das Becken zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar und tat Wasser zum Waschen hinein,
Ex40/31Ex damit sich Mose und Aaron und dessen Söhne darin ihre Hände und ihre Füße wuschen. Ex40/32Ex Sooft sie in das Zelt der Begegnung hineingingen, und sooft sie an den Altar herantraten,
wuschen sie sich - wie der HERR dem Mose geboten hatte. Ex40/33Ex Und er richtete den Vorhof auf, rings um die Wohnung und um den Altar, und hängte den Vorhang des Tores zum Vorhof auf. So
vollendete Mose das Werk.
Ex40/34Ex Da bedeckte die Wolke das Zelt der Begegnung, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung. Ex40/35Ex Und Mose konnte nicht in das Zelt der Begegnung hineingehen; denn die Wolke
hatte sich darauf niedergelassen, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung. Ex40/36Ex Sooft sich die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Söhne Israel auf, auf all ihren
Wanderungen. Ex40/37Ex Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, dann brachen sie nicht auf bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob. Ex40/38Ex Denn die Wolke des HERRN war bei Tag auf der Wohnung, und
bei Nacht war ein Feuer in der Wolke vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie auf der Wanderung waren.
1.3 Drittes Buch Mose (Levitikus).
Brandopfer.
\1\
Lev1/1Lev Und der HERR rief Mose, und er redete zu ihm aus dem Zelt der Begegnung: Lev1/2Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ein Mensch von euch dem HERRN eine Opfergabe
darbringen will, sollt ihr vom Vieh, von den Rindern und Schafen, eure Opfergabe darbringen. Lev1/3Lev Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer von den Rindern ist, soll er sie darbringen, ein
männliches [Tier] ohne Fehler. Am Eingang des Zeltes der Begegnung soll er sie darbringen, zum Wohlgefallen für ihn vor dem HERRN. Lev1/4Lev Und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers
legen, und es wird als wohlgefällig angenommen werden für ihn, um Sühnung für ihn zu erwirken. Lev1/5Lev Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN. Und die Söhne Aarons, die Priester,
sollen das Blut herzubringen und das Blut ringsherum an den Altar sprengen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht]. Lev1/6Lev Und er soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine
Stücke zerlegen. Lev1/7Lev Und die Söhne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf den Altar legen und Holz auf dem Feuer zurichten. Lev1/8Lev Und die Söhne Aarons, die Priester, sollen die Stücke,
den Kopf und das Fett auf dem Holz zurichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist. Lev1/9Lev Und seine Eingeweide und seine Unterschenkel soll er mit Wasser waschen. Und der Priester soll das
Ganze auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: ein Brandopfer [ist es], ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
Lev1/10Lev Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, von den Schafen oder von den Ziegen, als Brandopfer, soll er sie darbringen als ein männliches [Tier] ohne Fehler. Lev1/11Lev Und er soll es
schlachten an der Nordseite des Altars, vor dem HERRN; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen sein Blut ringsherum an den Altar sprengen. Lev1/12Lev Und er soll es in seine Stücke zerlegen
mit seinem Kopf und seinem Fett. Und der Priester soll sie auf dem Holz zurichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist. Lev1/13Lev Und die Eingeweide und die Unterschenkel soll er mit Wasser
waschen; und der Priester soll das Ganze darbringen und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
Lev1/14Lev Und wenn seine Opfergabe für den HERRN ein Brandopfer von den Vögeln ist, dann soll er von den Turteltauben oder von den jungen Tauben seine Opfergabe darbringen. Lev1/15Lev Und der
Priester bringe sie zum Altar und kneife ihr den Kopf ab und lasse sie auf dem Altar in Rauch aufgehen, und ihr Blut soll an die Wand des Altars ausgedrückt werden. Lev1/16Lev Und er trenne ihren
Kropf mit seinem Inhalt ab und werfe ihn neben den Altar nach Osten, an den Ort der Fettasche. Lev1/17Lev Und er soll sie an den Flügeln einreißen, er soll sie nicht zertrennen. Und der Priester
soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Holz, das über dem Feuer ist: ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
Speisopfer.
\2\
Lev2/1Lev Und wenn jemand die Opfergabe eines Speisopfers dem HERRN darbringen will, soll seine Opfergabe Weizengrieß sein; und er soll Öl darauf gießen und Weihrauch darauf legen. Lev2/2Lev Und
er soll es zu den Söhnen Aarons, den Priestern, bringen. Er nehme davon seine Hand voll, von seinem Weizengrieß und von seinem Öl samt all seinem Weihrauch, und der Priester lasse die Askara
davon auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Feueropfer ist es als wohlgefälliger Geruch für den HERRN. Lev2/3Lev Aber das übrige vom Speisopfer soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein
Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN.
Lev2/4Lev Und wenn du als Opfergabe eines Speisopfers ein Ofengebäck darbringen willst, soll es Weizengrieß sein, ungesäuerte Kuchen, mit Öl gemengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl gesalbt.
Lev2/5Lev Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer in der Pfanne ist, soll es Weizengrieß sein, mit Öl gemengt, ungesäuert. Lev2/6Lev Du sollst es in Stücke zerbrechen und Öl darauf gießen: ein
Speisopfer ist es. Lev2/7Lev Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer im Topf ist, soll es von Weizengrieß mit Öl gemacht werden. Lev2/8Lev Und du sollst das Speisopfer, das von diesen Dingen
gemacht wird, dem HERRN bringen. Man soll es dem Priester überreichen, und er soll es an den Altar tragen. Lev2/9Lev Und der Priester hebe vom Speisopfer dessen Askara ab und lasse es auf dem
Altar in Rauch aufgehen: ein Feueropfer [ist es] als wohlgefälliger Geruch für den HERRN. Lev2/10Lev Das übrige vom Speisopfer aber soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein Hochheiliges von
den Feueropfern des HERRN.
Lev2/11Lev Alles Speisopfer, das ihr dem HERRN darbringt, darf nicht aus Gesäuertem gemacht werden; denn von allem Sauerteig und allem Honig sollt ihr für den HERRN nichts als Feueropfer in Rauch
aufgehen lassen. Lev2/12Lev Was die Opfergabe der Erstlinge betrifft, sollt ihr sie dem HERRN darbringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen als wohlgefälliger Geruch. Lev2/13Lev Alle
Opfergaben deines Speisopfers sollst du mit Salz salzen und sollst das Salz des Bundes deines Gottes auf deinem Speisopfer nicht fehlen lassen; bei allen deinen Opfergaben sollst du Salz
darbringen. Lev2/14Lev Und wenn du dem HERRN ein Speisopfer von den ersten Früchten darbringen willst, sollst du Ähren, am Feuer geröstet, Graupen von Jungkorn, darbringen als Speisopfer von
deinen ersten Früchten. Lev2/15Lev Und du sollst Öl darauf tun und Weihrauch darauf legen: ein Speisopfer ist es. Lev2/16Lev Und der Priester soll die Askara davon in Rauch aufgehen lassen, von
seinen Graupen und von seinem Öl, mit all seinem Weihrauch: ein Feueropfer [ist es] für den HERRN.
Heilsopfer.
\3\
Lev3/1Lev Und wenn seine Opfergabe ein Heilsopfer ist: wenn er sie von den Rindern darbringt, es sei ein männliches oder ein weibliches [Tier], soll er sie ohne Fehler vor dem HERRN darbringen.
Lev3/2Lev Und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es am Eingang des Zeltes der Begegnung schlachten; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsherum an den
Altar sprengen. Lev3/3Lev Und von dem Heilsopfer soll er dem HERRN ein Feueropfer darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, Lev3/4Lev die
beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen. Lev3/5Lev Und die Söhne Aarons sollen es auf dem Altar in
Rauch aufgehen lassen, auf dem Brandopfer, das auf dem Holz über dem Feuer ist: ein Feueropfer [ist es] als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
Lev3/6Lev Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, für den HERRN als Heilsopfer, ein männliches oder ein weibliches [Tier], soll er sie ohne Fehler darbringen. Lev3/7Lev Wenn er ein Schaf
darbringt als seine Opfergabe, dann soll er es vor den HERRN herbeibringen; Lev3/8Lev und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es vor dem Zelt der Begegnung schlachten; und die
Söhne Aarons sollen sein Blut ringsherum an den Altar sprengen. Lev3/9Lev Und vom Heilsopfer soll er sein Fett als Feueropfer dem HERRN darbringen: den ganzen Fettschwanz - dicht beim
Schwanzwirbel soll er ihn abtrennen - und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, Lev3/10Lev die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an
den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen. Lev3/11Lev Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: eine Speise des Feueropfers für den
HERRN [ist es]. - Lev3/12Lev Und wenn seine Opfergabe eine Ziege ist, dann soll er sie vor den HERRN herbeibringen; Lev3/13Lev und er soll seine Hand auf ihren Kopf legen und sie vor dem Zelt der
Begegnung schlachten; und die Söhne Aarons sollen ihr Blut ringsherum an den Altar sprengen. Lev3/14Lev Und er soll davon seine Opfergabe als Feueropfer dem HERRN darbringen: das Fett, das die
Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, Lev3/15Lev und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den
Nieren soll er es abtrennen. Lev3/16Lev Und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: eine Speise des Feueropfers [ist es] als wohlgefälliger Geruch. Alles Fett gehört dem
HERRN. Lev3/17Lev Eine ewige Ordnung bei euren Generationen in allen euren Wohnsitzen: Keinerlei Fett und keinerlei Blut dürft ihr essen!
Sündopfer für unwissend begangene Sünden.
\4\
Lev4/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev4/2Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage: Wenn jemand aus Versehen sündigt gegen [irgend etwas], was der HERR zu tun verboten hat, und irgendeines von
ihnen tut, - Lev4/3Lev wenn der gesalbte Priester sündigt zur Schuld des Volkes, dann soll er für seine Sünde, die er begangen hat, dem HERRN einen Jungstier ohne Fehler als Sündopfer darbringen!
Lev4/4Lev Und er soll den Stier an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN bringen und seine Hand auf den Kopf des Stieres legen und den Stier vor dem HERRN schlachten. Lev4/5Lev Und
der gesalbte Priester nehme von dem Blut des Stieres und bringe es in das Zelt der Begegnung; Lev4/6Lev und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge von dem Blut siebenmal vor
den HERRN gegen den Vorhang des Heiligtums hin. Lev4/7Lev Und der Priester tue [etwas] von dem Blut an die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelt der Begegnung vor dem
HERRN [steht]. Alles Blut des Stieres aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht]. Lev4/8Lev Und alles Fett vom Stier des Sündopfers soll
er von ihm abheben: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, Lev4/9Lev und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und
den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen, Lev4/10Lev ebenso wie es vom Stier des Heilsopfers abgehoben wird; und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar in Rauch
aufgehen lassen. Lev4/11Lev Aber die Haut des Stieres und all sein Fleisch samt seinem Kopf und seinen Unterschenkeln und seinen Eingeweiden und seinem Mageninhalt: Lev4/12Lev den ganzen Stier
soll er hinausbringen, nach draußen vor das Lager, an einen reinen Ort, an den Schutthaufen der Fettasche und soll ihn auf Holzscheiten mit Feuer verbrennen. Auf dem Schutthaufen der Fettasche
soll er verbrannt werden.
Lev4/13Lev Und wenn die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sündigt, und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung, und sie tun irgend etwas von alledem, was der HERR zu tun verboten
hat, und werden schuldig, Lev4/14Lev wird dann die Sünde erkannt, mit der sie sich dagegen versündigt haben, dann soll die Versammlung einen Jungstier als Sündopfer darbringen, und sie sollen ihn
vor das Zelt der Begegnung bringen. Lev4/15Lev Und die Ältesten der Gemeinde sollen vor dem HERRN ihre Hände auf den Kopf des Stieres legen, und man soll den Stier vor dem HERRN schlachten.
Lev4/16Lev Und der gesalbte Priester bringe [etwas] von dem Blut des Stieres in das Zelt der Begegnung, Lev4/17Lev und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge vor dem HERRN
siebenmal gegen den Vorhang hin. Lev4/18Lev Und von dem Blut tue er [etwas] an die Hörner des Altars, der vor dem HERRN, also im Zelt der Begegnung, [steht]. Alles Blut soll er an den Fuß des
Brandopferaltars gießen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht]. Lev4/19Lev All sein Fett aber soll er von ihm abheben und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. Lev4/20Lev Und er soll
mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des Sündopfers getan hat; ebenso soll er damit tun. Und so erwirke der Priester Sühnung für sie, und es wird ihnen vergeben werden. Lev4/21Lev Und er soll
den Stier hinausbringen, nach draußen vor das Lager, und ihn verbrennen, ebenso wie er den ersten Stier verbrannt hat: ein Sündopfer der Versammlung ist es.
Lev4/22Lev Wenn ein Fürst sündigt und tut aus Versehen [irgend etwas] von alledem, was der HERR, sein Gott, zu tun verboten hat, und wird schuldig, Lev4/23Lev und seine Sünde, mit der er
gesündigt hat, wird ihm zu Bewußtsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, einen Ziegenbock, ein Männchen ohne Fehler. Lev4/24Lev Und er soll seine Hand auf den Kopf des Ziegenbockes
legen und ihn schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer vor dem HERRN schlachtet: ein Sündopfer ist es. Lev4/25Lev Und der Priester nehme mit seinen Fingern [etwas] von dem Blut des Sündopfers
und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und sein Blut soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen. Lev4/26Lev All sein Fett aber soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, wie das
Fett des Heilsopfers. Und so erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, und es wird ihm vergeben werden.
Lev4/27Lev Und wenn jemand vom Volk des Landes aus Versehen sündigt, indem er eines von dem tut, was der HERR zu tun verboten hat, und schuldig wird, Lev4/28Lev und seine Sünde, die er begangen
hat, wird ihm zu Bewußtsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, eine weibliche Ziege ohne Fehler, für seine Sünde, die er begangen hat. Lev4/29Lev Und er soll seine Hand auf den Kopf
des Sündopfers legen und das Sündopfer am Ort des Brandopfers schlachten. Lev4/30Lev Und der Priester nehme mit seinem Finger [etwas] von seinem Blut und tue es an die Hörner des
Brandopferaltars. All sein Blut aber soll er an den Fuß des Altars gießen. Lev4/31Lev Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett vom Heilsopfer abgetrennt wird; und der Priester
soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als wohlgefälligen Geruch für den HERRN. So erwirke der Priester Sühnung für ihn, und es wird ihm vergeben werden. - Lev4/32Lev Und wenn er ein
Schaf bringt als seine Opfergabe zum Sündopfer, dann bringe er ein weibliches [Tier] ohne Fehler. Lev4/33Lev Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es als Sündopfer
schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer schlachtet. Lev4/34Lev Und der Priester nehme mit seinem Finger [etwas] vom Blut des Sündopfers und tue es an die Hörner des Brandopferaltars. All
sein Blut aber soll er an den Fuß des Altars gießen. Lev4/35Lev Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett des Schafes vom Heilsopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf
dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf den Feueropfern des HERRN. So erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
Gesetze vom Sündopfer.
\5\
Lev5/1Lev Und wenn jemand sündigt, dass er die Stimme der Verfluchung hört, und er war Zeuge, sei es, dass er es gesehen oder gekannt hat, - wenn er es nicht meldet, dann soll er seine Schuld
tragen; Lev5/2Lev oder wenn jemand irgend etwas Unreines anrührt, sei es das Aas eines unreinen wilden Tieres oder das Aas eines unreinen Viehs oder das Aas eines unreinen kriechenden Tieres, -
ist es ihm auch verborgen, dann ist er [doch] unrein und schuldig. Lev5/3Lev Oder wenn er die Unreinheit eines Menschen anrührt, was seine Unreinheit auch sei, durch die er unrein wird, und es
ist ihm verborgen, - erkennt er es, dann ist er schuldig. Lev5/4Lev Oder wenn jemand schwört, indem er unbesonnen mit den Lippen redet, Böses oder Gutes zu tun, nach allem was ein Mensch mit
einem Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, dann ist er schuldig in einem von diesen. Lev5/5Lev Und es soll geschehen, wenn er in einem von diesen [Dingen]
schuldig wird, dann bekenne er, worin er gesündigt hat; Lev5/6Lev und er bringe dem HERRN sein Schuldopfer für seine Sünde, die er begangen hat: ein weibliches [Tier] vom Kleinvieh, ein Schaf
oder eine Ziege, zum Sündopfer. So soll der Priester wegen seiner Sünde Sühnung für ihn erwirken.
Lev5/7Lev Und wenn seine Hand das [zum Kauf] eines Schafes Ausreichende nicht aufbringen kann, so bringe er für das, worin er gesündigt hat, dem HERRN sein Schuldopfer: zwei Turteltauben oder
zwei junge Tauben: eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer. Lev5/8Lev Und er soll sie zum Priester bringen; und dieser bringe die zum Sündopfer zuerst dar und kneife ihr den Kopf dicht beim
Genick ab. Er soll ihn aber nicht [völlig] abtrennen. Lev5/9Lev Und er sprenge [etwas] von dem Blut des Sündopfers an die Wand des Altars, das übrige von dem Blut aber soll an den Fuß des Altars
ausgedrückt werden: ein Sündopfer ist es. Lev5/10Lev Und die andere soll er als Brandopfer opfern, nach der Vorschrift. So erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen
hat, und es wird ihm vergeben werden.
Lev5/11Lev Wenn aber seine Hand zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht aufbringen kann, dann bringe er, der gesündigt hat, als seine Opfergabe ein zehntel Efa Weizengrieß zum Sündopfer.
Er soll kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn ein Sündopfer ist es. Lev5/12Lev Und er soll es zum Priester bringen; und der Priester nehme davon seine Hand voll, die Askara
davon, und lasse es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf den Feueropfern des HERRN: ein Sündopfer ist es. Lev5/13Lev So erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen
hat in einem von diesen [Dingen], und es wird ihm vergeben werden. Das Sündopfer aber soll dem Priester gehören wie das Speisopfer.
Schuldopfer.
Lev5/14Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev5/15Lev Wenn jemand Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen des HERRN sündigt, dann soll er dem HERRN sein Schuldopfer bringen: einen
Widder ohne Fehler vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung an Schekeln Silber, nach dem Schekel des Heiligtums, zum Schuldopfer. Lev5/16Lev Und worin er an dem Heiligen gesündigt hat, soll er
erstatten und ein Fünftel davon noch hinzufügen und es dem Priester geben. Und der Priester soll Sühnung für ihn erwirken mit dem Widder des Schuldopfers, und es wird ihm vergeben
werden.
Lev5/17Lev Und wenn jemand sündigt und irgend etwas von all dem tut, was der HERR zu tun verboten hat, - hat er es auch nicht erkannt, dann ist er [doch] schuldig und soll seine Schuld tragen.
Lev5/18Lev Er soll nach deiner Schätzung einen Widder ohne Fehler, vom Kleinvieh, zum Priester bringen für das Schuldopfer. Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken wegen seines Versehens,
das er begangen hat, ohne es zu erkennen; und es wird ihm vergeben werden. Lev5/19Lev Ein Schuldopfer ist es; er ist auf jeden Fall am HERRN schuldig geworden.
V. 20-24: 2Mo 22,6-14.
Lev5/20Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev5/21Lev Wenn jemand sündigt und Untreue gegen den HERRN begeht, dass er seinem Nächsten ein anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehn oder etwas
Geraubtes, oder er hat von seinem Nächsten etwas erpreßt, Lev5/22Lev oder er hat Verlorenes gefunden und leugnet es ab, und er schwört falsch oder irgend etwas von allem, was ein Mensch tun mag,
sich darin zu versündigen: Lev5/23Lev dann soll es geschehen, wenn er gesündigt hat und schuldig geworden ist, dass er zurückerstatte das Geraubte, das er geraubt, oder das Erpreßte, das er
erpreßt hat, oder das Anvertraute, das ihm anvertraut worden ist, oder das Verlorene, das er gefunden hat, Lev5/24Lev oder [etwas] von all dem, worüber er falsch geschworen hat; und er soll es
erstatten nach seiner [vollen] Summe und ein Fünftel davon noch hinzufügen. Wem es gehört, dem soll er es geben am Tag seines Schuldopfers. Lev5/25Lev Und dem HERRN soll er sein Schuldopfer
bringen: einen Widder ohne Fehler vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung, als Schuldopfer zum Priester. Lev5/26Lev Und der Priester soll Sühnung für ihn erwirken vor dem HERRN, und es wird ihm
vergeben werden wegen irgend etwas von allem, was er getan hat, darin schuldig zu werden.
Gesetz vom Brandopfer und Speisopfer.
\6\
Lev6/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev6/2Lev Befiehl Aaron und seinen Söhnen und sage: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner Feuerstelle sein, auf dem
Altar, die ganze Nacht bis zum Morgen; und das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden. Lev6/3Lev Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und soll seine leinenen
Beinkleider anziehen über sein Fleisch; und er soll die Fettasche abheben, zu der das Feuer das Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, und soll sie neben den Altar schütten. Lev6/4Lev Und er soll
seine Kleider ausziehen und andere Kleider anlegen und die Fettasche hinaustragen nach draußen vor das Lager an einen reinen Ort. Lev6/5Lev Und das Feuer auf dem Altar soll auf ihm in Brand
gehalten werden, es soll nicht erlöschen; und der Priester soll Holz auf ihm anzünden, Morgen für Morgen, und das Brandopfer auf ihm zurichten und die Fettstücke der Heilsopfer auf ihm in Rauch
aufgehen lassen. Lev6/6Lev Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen.
Lev6/7Lev Und dies ist das Gesetz des Speisopfers: Die Söhne Aarons sollen es vor dem HERRN darbringen, am Altar. Lev6/8Lev Und er soll davon seine Hand voll nehmen, vom Weizengrieß des
Speisopfers und von seinem Öl, und allen Weihrauch, der auf dem Speisopfer ist, und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: [Es ist] ein wohlgefälliger Geruch, seine Askara für den HERRN.
Lev6/9Lev Das übrige davon aber sollen Aaron und seine Söhne essen. Ungesäuert soll es gegessen werden an heiliger Stätte. Im Vorhof des Zeltes der Begegnung sollen sie es essen. Lev6/10Lev Es
soll nicht gesäuert gebacken werden; als ihren Anteil habe ich es ihnen gegeben von meinen Feueropfern: hochheilig ist es, wie das Sündopfer und wie das Schuldopfer. Lev6/11Lev Alles Männliche
unter den Söhnen Aarons soll es essen: Eine ewige Ordnung von den Feueropfern des HERRN für eure Generationen [ist es]. Alles, was sie anrührt, wird geheiligt sein.
Einweihungsopfer der Priester.
Lev6/12Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev6/13Lev Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, die sie dem HERRN darbringen sollen an dem Tag, an dem er gesalbt wird: Ein zehntel Efa
Weizengrieß als regelmäßiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die Hälfte davon am Abend. Lev6/14Lev Es soll in der Pfanne mit Öl bereitet werden, [mit Öl] eingerührt, sollst du es
bringen. Gebäck als Speisopferbrocken sollst du darbringen als einen wohlgefälligen Geruch für den HERRN. Lev6/15Lev Und der Priester, der unter seinen Söhnen an seiner Statt gesalbt wird, soll
es opfern: Eine ewige Ordnung: es soll für den HERRN ganz in Rauch aufgehen. Lev6/16Lev Und jedes Speisopfer des Priesters soll ein Ganzopfer sein; es darf nicht gegessen werden.
Gesetz des Sündopfers.
Lev6/17Lev Und der Herr redete zu Mose: Lev6/18Lev Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen: Dies ist das Gesetz des Sündopfers. An dem Ort, wo das Brandopfer geschlachtet wird, soll das Sündopfer vor
dem HERRN geschlachtet werden: hochheilig ist es. Lev6/19Lev Der Priester, der es als Sündopfer opfert, soll es essen. An heiliger Stätte soll es gegessen werden, im Vorhof des Zeltes der
Begegnung. Lev6/20Lev Alles, was sein Fleisch anrührt, wird geheiligt sein. Wenn von seinem Blut [etwas] auf ein Kleid spritzt - das, worauf es spritzt, sollst du waschen an heiliger Stätte.
Lev6/21Lev Das irdene Gefäß aber, in dem es gekocht wird, soll zerbrochen werden, und wenn es in einem bronzenen Gefäß gekocht wird, dann soll dieses gescheuert und mit Wasser gespült werden.
Lev6/22Lev Alles Männliche unter den Priestern soll es essen: hochheilig ist es. Lev6/23Lev Aber alles Sündopfer, von dessen Blut [etwas] in das Zelt der Begegnung gebracht wird, um im Heiligtum
Sühnung zu erwirken, soll nicht gegessen werden. Es soll mit Feuer verbrannt werden.
Nähere Bestimmungen über das Schuldopfer.
\7\
Lev7/1Lev Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers; hochheilig ist es. Lev7/2Lev An dem Ort, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man das Schuldopfer schlachten. Der Priester soll sein Blut
ringsherum an den Altar sprengen. Lev7/3Lev Und all sein Fett davon soll er darbringen, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, Lev7/4Lev und die beiden Nieren und das Fett, das
an ihnen und das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen. Lev7/5Lev Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein
Feueropfer für den HERRN: ein Schuldopfer ist es. Lev7/6Lev Alles Männliche unter den Priestern soll es essen; an heiliger Stätte soll es gegessen werden: hochheilig ist es. Lev7/7Lev Wie das
Sündopfer, so das Schuldopfer: ein Gesetz soll für sie sein. Der Priester, der damit Sühnung erwirkt, ihm soll es gehören. - Lev7/8Lev Und der Priester, der jemandes Brandopfer darbringt: ihm,
dem Priester, soll die Haut des Brandopfers gehören, das er dargebracht hat. Lev7/9Lev Und alles Speisopfer, das im Ofen gebacken, und alles, was im Topf oder in der Pfanne bereitet wird: dem
Priester, der es darbringt, ihm soll es gehören. Lev7/10Lev Und alles Speisopfer, das mit Öl gemengt oder trocken ist, soll allen Söhnen Aarons gehören, dem einen wie dem anderen.
Gesetz des Heilsopfers.
Lev7/11Lev Und dies ist das Gesetz des Heilsopfers, das man dem HERRN darbringt: Lev7/12Lev Wenn man es zum Dank darbringt, so bringe man zu dem Dankopfer hinzu ungesäuerte Kuchen dar, mit Öl
gemengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl gesalbt, und Weizengrieß, [mit Öl] eingerührt, Kuchen, gemengt mit Öl. Lev7/13Lev Außer den Kuchen soll man gesäuertes [Brot] als seine Gabe darbringen zu
seinem Dank-Heilsopfer. Lev7/14Lev Und man soll [je] eines davon, von der ganzen Gabe, dem HERRN als Hebopfer darbringen; dem Priester, der das Blut des Heilsopfers sprengt, ihm soll es gehören.
Lev7/15Lev Und das Fleisch seines Dank-Heilsopfers soll am Tag seiner Darbringung gegessen werden; er soll nichts davon liegen lassen bis zum Morgen. Lev7/16Lev Und wenn das Schlachtopfer seiner
Opfergabe ein Gelübde oder eine freiwillige Gabe ist, soll es an dem Tag, an dem er sein Schlachtopfer darbringt, gegessen werden; und am nächsten Tag soll dann gegessen werden, was davon
übrigbleibt. Lev7/17Lev Was aber vom Fleisch des Schlachtopfers am dritten Tag übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden. Lev7/18Lev Und wenn vom Fleisch seines Heilsopfers am dritten Tag noch
irgend etwas gegessen wird, dann wird es nicht [mehr] als wohlgefällig betrachtet werden; wer es dargebracht hat, dem wird es nicht angerechnet werden: Unreines wird es sein; und die Person, die
davon isst, wird ihre Sündenschuld tragen. Lev7/19Lev Und das Fleisch, das mit irgend etwas Unreinem in Berührung kommt, soll nicht gegessen werden; mit Feuer soll es verbrannt werden. Und [was]
das Fleisch [betrifft], jeder Reine darf das Fleisch essen; Lev7/20Lev aber die Person, die Fleisch von dem Heilsopfer isst, das dem HERRN gehört, und ihre Unreinheit ist an ihr, diese Person
soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden. Lev7/21Lev Und wenn eine Person irgend etwas Unreines anrührt, die Unreinheit eines Menschen oder ein unreines Vieh oder irgend etwas unreines
Abscheuliches, und sie isst vom Fleisch des Heilsopfers, das dem HERRN gehört: diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden.
Verbot des Essens von Fett und Blut.
Lev7/22Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev7/23Lev Rede zu den Söhnen Israel: Alles Fett von Stier und Schaf und Ziege dürft ihr nicht essen. Lev7/24Lev Und das Fett von Aas und das Fett von
Zerrissenem kann verwendet werden zu allerlei Werk; aber ihr dürft es auf keinen Fall essen. Lev7/25Lev Denn jeder, der Fett vom Vieh isst, von dem man dem HERRN ein Feueropfer darbringt, - die
Person, die es isst, soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden. Lev7/26Lev Ihr sollt kein Blut essen in allen euren Wohnsitzen, es sei von den Vögeln oder vom Vieh. Lev7/27Lev Jede Person,
die irgendwelches Blut isst, diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden.
Priesteranteil am Opfer.
Lev7/28Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev7/29Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage: Wer dem HERRN sein Heilsopfer darbringt, soll von seinem Heilsopfer seine Opfergabe dem HERRN bringen.
Lev7/30Lev Seine Hände sollen die Feueropfer des HERRN bringen; das Fett, zusammen mit der Brust soll er es bringen: die Brust, um sie als Schwingopfer vor dem HERRN zu schwingen. Lev7/31Lev Und
der Priester soll das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, und die Brust soll Aaron und seinen Söhnen gehören. Lev7/32Lev Die rechte Keule sollt ihr als Hebopfer von euren Heilsopfern dem
Priester geben. Lev7/33Lev Wer von den Söhnen Aarons das Blut des Heilsopfers und das Fett darbringt, dem soll die rechte Keule zum Anteil werden. Lev7/34Lev Denn die Brust des Schwingopfers und
die Keule des Hebopfers habe ich von den Söhnen Israel genommen, von ihren Heilsopfern, und habe sie dem Priester Aaron und seinen Söhnen gegeben als eine ewige Ordnung von seiten der Söhne
Israel. - Lev7/35Lev Das ist das Salbungsteil Aarons und das Salbungsteil seiner Söhne von den Feueropfern des HERRN, an dem Tag, als man sie herantreten ließ, für den HERRN den Priesterdienst
auszuüben, Lev7/36Lev das der HERR geboten hat, ihnen von seiten der Söhne Israel zu geben, an dem Tag, als man sie salbte: eine ewige Ordnung bei ihren Generationen.
Lev7/37Lev Das ist das Gesetz für das Brandopfer, das Speisopfer und das Sündopfer und das Schuldopfer und das Einweihungsopfer und das Heilsopfer, Lev7/38Lev das der HERR dem Mose auf dem Berg
Sinai geboten hat, an dem Tag, als er den Söhnen Israel gebot, ihre Opfergaben dem HERRN darzubringen, in der Wüste Sinai.
Weihe Aarons und seiner Söhne.
V. 1-13: 2Mo 28,1-4; V. 1-36: 2Mo 29.
\8\
Lev8/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev8/2Lev Nimm Aaron und seine Söhne mit ihm und die Kleider und das Salböl und den Jungstier des Sündopfers und die zwei Widder und den Korb der
ungesäuerten Brote Lev8/3Lev und versammle die ganze Gemeinde am Eingang des Zeltes der Begegnung. Lev8/4Lev Und Mose tat, wie der HERR ihm geboten hatte. Und die Gemeinde versammelte sich am
Eingang des Zeltes der Begegnung. Lev8/5Lev Und Mose sprach zu der Gemeinde: Dies ist es, was der HERR zu tun geboten hat. Lev8/6Lev Und Mose ließ Aaron und seine Söhne herantreten und wusch sie
mit Wasser. Lev8/7Lev Und er legte ihm den Leibrock an und umgürtete ihn mit dem Gürtel; und er bekleidete ihn mit dem Oberkleid und legte ihm das Ephod an und umgürtete ihn mit dem Gurt des
Ephods und band es ihm damit fest. Lev8/8Lev Und er legte ihm die Brusttasche an und legte in die Brusttasche die Urim und die Tummim; Lev8/9Lev und er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und
setzte an den Kopfbund, an seine Vorderseite, das [blumenförmige] Stirnblatt aus Gold, das heilige Diadem: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. Lev8/10Lev Und Mose nahm das Salböl und salbte
die Wohnung und alles, was darin war, und heiligte sie. Lev8/11Lev Und er sprengte davon siebenmal auf den Altar, und er salbte den Altar und alle seine Geräte und das Becken und sein Gestell, um
sie zu heiligen. Lev8/12Lev Und er goß von dem Salböl auf den Kopf Aarons und salbte ihn, um ihn zu heiligen. Lev8/13Lev Und Mose ließ die Söhne Aarons herantreten und bekleidete sie mit den
Leibröcken und umgürtete sie mit einem Gürtel und band ihnen die Turbane um: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Lev8/14Lev Und er brachte den Jungstier des Sündopfers herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des jungen Sündopferstiers. Lev8/15Lev Und er schlachtete ihn, und Mose nahm
das Blut und tat [etwas davon] mit seinem Finger ringsherum an die Hörner des Altars und entsündigte [so] den Altar. Und das Blut goß er an den Fuß des Altars und heiligte ihn, indem er Sühnung
für ihn erwirkte. Lev8/16Lev Und er nahm das ganze Fett, das an den Eingeweiden ist, und den Lappen der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett, und Mose ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen.
Lev8/17Lev Und den Jungstier und seine Haut und sein Fleisch und seinen Mageninhalt verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. - Lev8/18Lev Und er
brachte den Widder des Brandopfers herbei; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders. Lev8/19Lev Und er schlachtete ihn, und Mose sprengte das [übrige] Blut ringsherum
an den Altar. Lev8/20Lev Den Widder aber zerlegte er in seine Stücke. Und Mose ließ den Kopf und die Stücke und das Fett in Rauch aufgehen. Lev8/21Lev Die Eingeweide und die Unterschenkel aber
wusch er mit Wasser. Und Mose ließ den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Brandopfer war es zum wohlgefälligen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN war es: ganz wie der HERR dem
Mose geboten hatte. - Lev8/22Lev Und er brachte den zweiten Widder, den Widder der Einweihung, herbei; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders. Lev8/23Lev Und er
schlachtete ihn, und Mose nahm [etwas] von seinem Blut und tat es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes. Lev8/24Lev
Und er ließ die Söhne Aarons herantreten, und Mose tat [etwas] von dem Blut auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes; und Mose
sprengte das [übrige] Blut ringsherum an den Altar. Lev8/25Lev Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, und den Lappen der Leber und die beiden Nieren
und ihr Fett und die rechte Keule; Lev8/26Lev und er nahm aus dem Korb der ungesäuerten Brote, der vor dem HERRN war, einen ungesäuerten Kuchen und einen Kuchen mit Öl bestrichenen Brotes und
einen Fladen und legte es auf die Fettstücke und auf die rechte Keule; Lev8/27Lev und er legte das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne und schwang es als Schwingopfer vor
dem HERRN. Lev8/28Lev Und Mose nahm es von ihren Händen weg und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf dem Brandopfer: ein Einweihungsopfer zum wohlgefälligen Geruch, ein Feueropfer war es
für den HERRN. Lev8/29Lev Und Mose nahm die Brust und schwang sie als Schwingopfer vor dem HERRN; von dem Einweihungswidder wurde sie für Mose zum Anteil: ganz wie der HERR dem Mose geboten
hatte. Lev8/30Lev Und Mose nahm von dem Salböl und von dem Blut, das auf dem Altar war, und sprengte es auf Aaron, auf seine Kleider sowie auf seine Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit
ihm; und er heiligte Aaron, seine Kleider und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.
Lev8/31Lev Und Mose sagte zu Aaron und zu seinen Söhnen: Kocht das Fleisch am Eingang des Zeltes der Begegnung! Ihr sollt es dort essen und das Brot, das im Korb des Einweihungsopfers ist, ganz
wie ich geboten habe: Aaron und seine Söhne sollen es essen. Lev8/32Lev Und den Rest von dem Fleisch und von dem Brot sollt ihr mit Feuer verbrennen. Lev8/33Lev Und vom Eingang des Zeltes der
Begegnung sollt ihr sieben Tage lang nicht weggehen bis zu dem Tag, an dem die Tage eures Einweihungsopfers erfüllt sind; denn sieben Tage sollen euch die Hände gefüllt werden. Lev8/34Lev So wie
man an diesem Tag tat, hat der HERR zu tun geboten, um Sühnung für euch zu erwirken. Lev8/35Lev Sieben Tage lang sollt ihr Tag und Nacht am Eingang des Zeltes der Begegnung bleiben und sollt für
den Dienst des HERRN sorgen, damit ihr nicht sterbt; denn so ist mir geboten worden. Lev8/36Lev Und Aaron und seine Söhne taten alles, was der HERR durch Mose geboten hatte.
Diensteinführung Aarons und seiner Söhne.
\9\
Lev9/1Lev Und es geschah am achten Tag, da rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten Israels, Lev9/2Lev und er sagte zu Aaron: Nimm dir ein junges Kalb zum Sündopfer und einen Widder zum
Brandopfer, ohne Fehler und bringe [sie] dar vor dem HERRN! Lev9/3Lev Und zu den Söhnen Israel sollst du reden: Nehmt einen Ziegenbock für das Sündopfer und ein Kalb und ein Lamm, einjährige,
ohne Fehler, für das Brandopfer, Lev9/4Lev und einen Stier und einen Widder für das Heilsopfer, um sie vor dem HERRN zu opfern, und ein Speisopfer, mit Öl gemengt, denn heute wird der HERR euch
erscheinen. Lev9/5Lev Und sie brachten das, was Mose geboten hatte, vor das Zelt der Begegnung, und die ganze Gemeinde trat heran und stand vor dem HERRN. Lev9/6Lev Und Mose sagte: Dies ist es,
was der HERR geboten hat, dass ihr es tun sollt; und die Herrlichkeit des HERRN wird euch erscheinen.
Lev9/7Lev Und Mose sagte zu Aaron: Tritt an den Altar und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer und erwirke Sühnung für dich und für das Volk! Opfere die Opfergabe des Volkes und tue Sühnung
für sie, ganz wie der HERR geboten hat! Lev9/8Lev Und Aaron trat an den Altar und schlachtete das Kalb des Sündopfers, das für ihn war. Lev9/9Lev Und die Söhne Aarons brachten ihm das Blut, und
er tauchte seinen Finger in das Blut und gab [etwas] davon an die Hörner des Altars, und er goß das Blut an den Fuß des Altars. Lev9/10Lev Und das Fett und die Nieren und den Lappen der Leber vom
Sündopfer ließ er auf dem Altar in Rauch aufgehen, ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. Lev9/11Lev Und das Fleisch und die Haut verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers. Lev9/12Lev Und
er schlachtete das Brandopfer; und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es ringsherum an den Altar. Lev9/13Lev Und das Brandopfer reichten sie ihm in seinen Stücken und den
Kopf, und er ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen. Lev9/14Lev Und er wusch die Eingeweide und die Unterschenkel und ließ sie auf dem Brandopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen. Lev9/15Lev Dann
brachte er herzu die Opfergabe des Volkes, nahm den Ziegenbock des Sündopfers, der für das Volk war, und schlachtete ihn und opferte ihn als Sündopfer wie das erste Mal. Lev9/16Lev Und er brachte
das Brandopfer herzu und opferte es nach der Vorschrift. Lev9/17Lev Und er brachte das Speisopfer herzu und füllte seine Hand davon und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen außer dem
Morgen-Brandopfer. Lev9/18Lev Und er schlachtete den Stier und den Widder, das Heilsopfer, das für das Volk war. Und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es an den Altar
ringsherum, - Lev9/19Lev und die Fettstücke von dem Stier und von dem Widder den Fettschwanz und was [die Eingeweide] bedeckt und die Nieren und den Lappen der Leber. Lev9/20Lev Und sie legten
die Fettstücke auf die Bruststücke, und er ließ die Fettstücke auf dem Altar in Rauch aufgehen. Lev9/21Lev Und die Bruststücke und die rechte Keule schwang Aaron als Schwingopfer vor dem HERRN,
ganz wie Mose geboten hatte.
Lev9/22Lev Und Aaron erhob seine Hände zum Volk hin und segnete sie. Und er stieg herab nach der Opferung des Sündopfers und des Brandopfers und des Heilsopfers. Lev9/23Lev Und Mose und Aaron
gingen hinein in das Zelt der Begegnung. Und als sie herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volk. Lev9/24Lev Und Feuer ging vom HERRN aus und
verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und die Fettstücke. Als das ganze Volk es sah, da jauchzten sie und fielen auf ihr Gesicht.
Nadabs und Abihus eigenmächtiges Opfer und Tod - Gebote für die Priester.
\10\
Lev10/1Lev Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor dem HERRN dar, das er ihnen
nicht geboten hatte. Lev10/2Lev Da ging Feuer vom HERRN aus und verzehrte sie. Und sie starben vor dem HERRN. Lev10/3Lev Und Mose sagte zu Aaron: Dies ist es, was der HERR geredet hat: Bei denen,
die mir nahen, will ich geheiligt, und vor dem ganzen Volk will ich verherrlicht werden. Und Aaron schwieg. Lev10/4Lev Und Mose rief Mischael und Elizafan, die Söhne von Aarons Onkel Usiel, und
sagte zu ihnen: Tretet herbei, tragt eure Brüder weg vom Heiligtum hinaus vor das Lager! Lev10/5Lev Und sie traten herbei und trugen sie in ihren Leibröcken hinaus vor das Lager, ganz wie Mose
geredet hatte. - Lev10/6Lev Und Mose sagte zu Aaron und zu seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Euer Haupthaar sollt ihr nicht frei hängen lassen und eure Kleider nicht zerreißen, damit ihr nicht
sterbt und er nicht über die ganze Gemeinde zornig wird. Aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, sollen diesen Brand beweinen, den der HERR angerichtet hat. Lev10/7Lev Vom Eingang des Zeltes der
Begegnung sollt ihr nicht weggehen, damit ihr nicht sterbt; denn das Öl der Salbung des HERRN ist auf euch. Und sie taten nach dem Wort des Mose.
Lev10/8Lev Und der HERR redete zu Aaron: Lev10/9Lev Wein und berauschendes Getränk sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Begegnung hineingeht, damit ihr
nicht sterbt - eine ewige Ordnung für eure Generationen - Lev10/10Lev und damit ihr unterscheidet zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und zwischen dem Reinen und dem Unreinen Lev10/11Lev und
damit ihr die Söhne Israel all die Ordnungen, die der HERR durch Mose zu euch geredet hat, lehrt.
Lev10/12Lev Und Mose redete zu Aaron und zu seinen übriggebliebenen Söhnen Eleasar und zu Itamar: Nehmt das Speisopfer, das von den Feueropfern des HERRN übrigbleibt, und esst es ungesäuert neben
dem Altar; denn hochheilig ist es. Lev10/13Lev Und ihr sollt es an heiliger Stätte essen, denn es ist deine Gebühr und die Gebühr deiner Söhne von den Feueropfern des HERRN; denn so ist mir
geboten worden. Lev10/14Lev Und die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers sollt ihr an reiner Stätte essen, du und deine Söhne und deine Töchter mit dir; denn als deine Gebühr und
die Gebühr deiner Söhne sind sie gegeben von den Heilsopfern der Söhne Israel. Lev10/15Lev Die Keule des Hebopfers und die Brust des Schwingopfers sollen sie mit den Feueropfern der Fettstücke
bringen, um sie als Schwingopfer vor dem HERRN zu schwingen. Und das soll dir und deinen Söhnen mit dir zu einer ewigen Gebühr sein, ganz wie der HERR geboten hat.
Lev10/16Lev Und Mose suchte eifrig den Ziegenbock des Sündopfers, und siehe, er war verbrannt. Da wurde er zornig über die übriggebliebenen Söhne Aarons Eleasar und Itamar und sagte: Lev10/17Lev
Warum habt ihr das Sündopfer nicht an heiliger Stätte gegessen? Es ist doch hochheilig! Und er hat es euch gegeben, die Schuld der Gemeinde zu tragen, um vor dem HERRN Sühnung für sie zu
erwirken. Lev10/18Lev Siehe, sein Blut ist nicht in das Innere des Heiligtums gebracht worden; ihr hättet es auf jeden Fall im Heiligtum essen sollen, ganz wie ich geboten habe. Lev10/19Lev Und
Aaron redete zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN dargebracht, und solches ist mir begegnet! Hätte ich heute das Sündopfer gegessen, wäre es in den Augen
des HERRN gut gewesen? Lev10/20Lev Und Mose hörte es, und es war gut in seinen Augen.
Reine und unreine Tiere
5Mo 14,4-19
\11\
Lev11/1Lev Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach zu ihnen: Lev11/2Lev Redet zu den Söhnen Israel: Dies sind die Tiere, die ihr von allen Tieren, die auf der Erde sind, essen dürft!
Lev11/3Lev Alles, was gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, [und was] wiederkäut [unter den Tieren], das dürft ihr essen. Lev11/4Lev Nur diese von den wiederkäuenden und von
denen, die gespaltene Hufe haben, dürft ihr nicht essen: das Kamel, denn es käut wieder, aber gespaltene Hufe hat es nicht: unrein soll es euch sein; Lev11/5Lev den Klippdachs, denn er käut
wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein; Lev11/6Lev den Hasen, denn er käut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein; Lev11/7Lev das
Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, aber es käut nicht wieder: unrein soll es euch sein. Lev11/8Lev Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen und ihr Aas
nicht berühren; unrein sollen sie euch sein.
Lev11/9Lev Dieses dürft ihr essen von allem, was im Wasser ist: alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, in den Meeren und in den Flüssen, das dürft ihr essen. Lev11/10Lev Aber alles, was
keine Flossen und Schuppen hat in den Meeren und in den Flüssen von allem Gewimmel des Wassers und von jedem Lebewesen, das im Wasser ist, sie sollen euch etwas Abscheuliches sein. Lev11/11Lev
Ja, etwas Abscheuliches sollen sie euch sein: von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen. Lev11/12Lev Alles im Wasser, was nicht Flossen und Schuppen hat, soll
euch etwas Abscheuliches sein.
Lev11/13Lev Und diese von den Vögeln sollt ihr verabscheuen: - sie sollen nicht gegessen werden, etwas Abscheuliches sind sie: den Adler und den Lämmergeier und den Mönchsgeier Lev11/14Lev und
die Gabelweihe und die Königsweihe nach ihrer Art, Lev11/15Lev alle Raben nach ihrer Art Lev11/16Lev und die Straußhenne und den Falken und die Seemöwe und den Habicht nach seiner Art Lev11/17Lev
und den Steinkauz und die Fischeule und den Ibis Lev11/18Lev und die Schleiereule und den Wüstenkauz und den Aasgeier Lev11/19Lev und den Storch und den Fischreiher nach seiner Art und den
Wiedehopf und die Fledermaus. Lev11/20Lev Alles geflügelte Kleingetier, das auf Vieren geht, soll euch etwas Abscheuliches sein. Lev11/21Lev Nur dieses dürft ihr essen von allem geflügelten
Kleingetier, das auf Vieren geht: was Unterschenkel hat oberhalb seiner Füße, um damit auf der Erde zu hüpfen. Lev11/22Lev Diese dürft ihr von ihnen essen: den Arbe nach seiner Art und den Solam
nach seiner Art und den Hargol nach seiner Art und den Hagab nach seiner Art. Lev11/23Lev Aber alles geflügelte Kleingetier, das vier Füße hat, soll euch etwas Abscheuliches sein. Lev11/24Lev Und
durch diese werdet ihr euch unrein machen. Jeder, der ihr Aas berührt, wird unrein sein bis zum Abend, Lev11/25Lev und jeder, der von ihrem Aas [etwas] trägt, soll seine Kleider waschen und wird
bis zum Abend unrein sein.
Lev11/26Lev Für jedes Tier, das gespaltene Hufe, aber nicht wirklich aufgespaltene Hufe hat und nicht wiederkäut [gilt]: Unrein sollen sie euch sein; jeder, der sie berührt, wird unrein sein.
Lev11/27Lev Und alles, was auf seinen Tatzen geht unter allem Getier, das auf Vieren geht, sie sollen euch unrein sein; jeder, der ihr Aas berührt, wird unrein sein bis zum Abend. Lev11/28Lev Und
wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein. Unrein sollen sie euch sein.
Lev11/29Lev Und diese sollen euch unrein sein unter dem Gewimmel, das auf der Erde wimmelt: der Maulwurf und die Springmaus und die Eidechse nach ihrer Art Lev11/30Lev und die Anaka und der Koach
und die Letaah und der Chomet und das Chamäleon. Lev11/31Lev Diese sollen euch unrein sein unter allem Kleingetier. Jeder, der sie berührt, wenn sie tot sind, wird bis zum Abend unrein sein.
Lev11/32Lev Und alles, worauf eines von ihnen fällt, wenn sie tot sind, wird unrein sein: jedes Holzgerät oder ein Kleid oder Fell oder Sack, jedes Gerät, womit eine Arbeit verrichtet wird, es
soll ins Wasser getan werden und wird bis zum Abend unrein sein; dann wird es rein sein. Lev11/33Lev Und jedes irdene Gefäß, in das eines von ihnen hineinfällt: alles, was darin ist, wird unrein
sein, und das Gefäß sollt ihr zerbrechen. Lev11/34Lev Von aller Speise, die gegessen wird, auf die [solches] Wasser kommt, [gilt]: Sie wird unrein sein. Und alles Getränk, das getrunken wird,
wird unrein sein in jedem [solchen] Gefäß. Lev11/35Lev Und alles, worauf [etwas] von ihrem Aas fällt, wird unrein sein. Ofen und Herd sollen niedergerissen werden, unrein sind sie, unrein sollen
sie euch sein. Lev11/36Lev Doch Quelle und Zisterne, Wasserbehälter werden rein sein. Wer aber das Aas darin berührt, wird unrein sein. Lev11/37Lev Und wenn von ihrem Aas [etwas] auf irgendwelche
Saat fällt, die gesät wird, ist sie rein. Lev11/38Lev Wenn aber Wasser auf den Samen getan wurde, und es fällt von ihrem Aas [etwas] auf ihn, soll er euch unrein sein. Lev11/39Lev Und wenn eins
von dem Vieh stirbt, das euch zur Nahrung dient: wer sein Aas berührt, wird bis zum Abend unrein sein. Lev11/40Lev Und wer von seinem Aas isst, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend
unrein sein. Und wer dessen Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein.
Lev11/41Lev Und alles Kleingetier, das auf der Erde wimmelt, ist etwas Abscheuliches, es soll nicht gegessen werden. Lev11/42Lev Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf Vieren geht,
bis zu allem Vielfüßigen von allem Kleingetier, das auf der Erde wimmelt: ihr sollt sie nicht essen; denn etwas Abscheuliches sind sie. Lev11/43Lev Macht euch selbst nicht zu etwas Abscheulichem
durch all das wimmelnde Kleingetier und macht euch nicht unrein durch sie, so dass ihr dadurch unrein würdet! Lev11/44Lev Denn ich bin der HERR, euer Gott. So heiligt euch und seid heilig, denn
ich bin heilig! Und ihr sollt euch selbst nicht unrein machen durch all das Kleingetier, das sich auf der Erde regt. Lev11/45Lev Denn ich bin der HERR, der euch aus dem Land Ägypten heraufgeführt
hat, um euer Gott zu sein: so sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig!
Lev11/46Lev Das ist das Gesetz [betreffs] des Viehs und der Vögel und [betreffs] jedes Lebewesens, das sich im Wasser regt, und von jedem Wesen, das auf der Erde wimmelt; Lev11/47Lev um zu
unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen und zwischen dem Getier, das gegessen wird, und dem Getier, das nicht gegessen werden soll.
Verordnungen für Wöchnerinnen.
\12\
Lev12/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev12/2Lev Rede zu den Söhnen Israel: Wenn eine Frau empfängt und ein männliches Kind gebiert, so wird sie sieben Tage [lang] unrein sein; wie in den Tagen
der Unreinheit ihres Unwohlseins wird sie unrein sein. Lev12/3Lev Und am achten Tag soll das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden. Lev12/4Lev Und sie soll 33 Tage im Blut der Reinigung
[daheim] bleiben. Nichts Heiliges soll sie anrühren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind. Lev12/5Lev Und wenn sie ein weibliches Kind gebiert, so
wird sie zwei Wochen unrein sein wie bei ihrer Unreinheit. Und 66 Tage soll sie wegen des Blutes der Reinigung daheimbleiben. Lev12/6Lev Und wenn die Tage ihrer Reinigung für einen Sohn oder eine
Tochter erfüllt sind, soll sie ein einjähriges Lamm zum Brandopfer bringen und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Sündopfer, zum Priester an den Eingang des Zeltes der Begegnung.
Lev12/7Lev Und er soll es vor dem HERRN darbringen und Sühnung für sie erwirken, und sie wird rein sein vom Fluss ihres Blutes. Das ist das Gesetz der Gebärenden bei einem männlichen oder bei
einem weiblichen Kind. Lev12/8Lev Und wenn ihre Hand das zu einem Schaf Ausreichende nicht findet, soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen, eine zum Brandopfer und eine zum
Sündopfer. Und der Priester soll Sühnung für sie erwirken, und sie wird rein sein.
Gesetz vom Aussatz an Menschen.
\13\
Lev13/1Lev Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron: Lev13/2Lev Wenn ein Mensch in der Haut seines Fleisches eine Erhöhung oder einen Schorf oder einen Flecken bekommt, und es wird in der Haut
seines Fleisches zu einem Aussatzmal, dann soll er zum Priester Aaron gebracht werden oder zu einem von seinen Söhnen, den Priestern. Lev13/3Lev Und besieht der Priester das Mal in der Haut des
Fleisches, und das Haar in dem Mal hat sich in weiß verwandelt, und das Mal erscheint tiefer als die Haut seines Fleisches, [dann] ist es das Mal des Aussatzes. Und sieht es der Priester, dann
soll er ihn für unrein erklären. Lev13/4Lev Und wenn der Flecken in der Haut seines Fleisches weiß ist und er nicht tiefer erscheint als die Haut, und sein Haar hat sich nicht in weiß verwandelt,
dann soll der Priester [den, der] das Mal [hat], [für] sieben Tage einschließen. Lev13/5Lev Und besieht es der Priester am siebten Tag, und siehe, das Mal ist in seinen Augen stehengeblieben, das
Mal hat in der Haut nicht um sich gegriffen, dann soll der Priester ihn zum zweiten Mal [für] sieben Tage einschließen. Lev13/6Lev Und besieht es der Priester am siebten Tag zum zweiten Mal, und
siehe, das Mal ist blaß geworden, und das Mal hat nicht um sich gegriffen in der Haut, dann soll der Priester ihn für rein erklären: es ist Schorf. Er soll seine Kleider waschen und ist rein.
Lev13/7Lev Wenn aber der Schorf in der Haut weiter um sich greift, nachdem er sich dem Priester zu seiner Reinigung gezeigt hat, dann soll er sich dem Priester zum zweiten Mal zeigen. Lev13/8Lev
Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, der Schorf hat in der Haut um sich gegriffen, dann soll der Priester ihn für unrein erklären: Aussatz ist es.
Lev13/9Lev Wenn ein Aussatzmal an einem Menschen entsteht, dann soll er zum Priester gebracht werden. Lev13/10Lev Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, es ist eine weiße Erhöhung in der
Haut, und sie hat das Haar in weiß verwandelt, und eine Bildung von [wildem] Fleisch ist in der Erhöhung, Lev13/11Lev [dann] ist es ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches, und der
Priester soll ihn für unrein erklären; er soll ihn nicht einschließen, denn er ist unrein. Lev13/12Lev Wenn aber der Aussatz in der Haut kräftig ausbricht und der Aussatz die ganze Haut dessen,
der das Mal hat, bedeckt, von seinem Kopf bis zu seinen Füßen, wohin auch die Augen des Priesters sehen, Lev13/13Lev und der Priester besieht [ihn], und siehe, der Aussatz hat sein ganzes Fleisch
bedeckt, dann soll er [den, der] das Mal [hat], für rein erklären; hat es sich ganz in weiß verwandelt, ist er rein. Lev13/14Lev An dem Tag aber, da [wildes] Fleisch an ihm gesehen wird, wird er
unrein sein. Lev13/15Lev Und sieht der Priester das [wilde] Fleisch, dann soll er ihn für unrein erklären; das rohe Fleisch ist unrein: Aussatz ist es. Lev13/16Lev Wenn aber das [wilde] Fleisch
wieder zurückgeht und in weiß verwandelt wird, dann soll er zum Priester kommen. Lev13/17Lev Und besieht ihn der Priester, und siehe, das Mal ist in weiß verwandelt, dann soll der Priester [den,
der] das Mal [hat], für rein erklären: rein ist er.
Lev13/18Lev Und wenn [im] Fleisch, in dessen Haut, ein Geschwür entsteht und [wieder] heilt, Lev13/19Lev und es entsteht an der Stelle des Geschwürs eine weiße Erhöhung oder ein weiß-rötlicher
Fleck, dann soll er sich dem Priester zeigen. Lev13/20Lev Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, der Fleck erscheint niedriger als die Haut, und sein Haar hat sich in weiß verwandelt, dann
soll der Priester ihn für unrein erklären: das Mal des Aussatzes ist es. Er ist in dem Geschwür ausgebrochen. Lev13/21Lev Wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weißes Haar darin,
und der Fleck ist nicht niedriger als die Haut und ist blaß, dann soll der Priester ihn [für] sieben Tage einschließen. Lev13/22Lev Wenn er aber in der Haut weiter um sich greift, dann soll der
Priester ihn für unrein erklären: ein Mal ist es. Lev13/23Lev Und wenn der Fleck an seiner Stelle stehenbleibt, [wenn er] nicht um sich gegriffen hat, dann ist es die Narbe des Geschwürs. Der
Priester soll ihn für rein erklären.
Lev13/24Lev Oder wenn [im] Fleisch, in dessen Haut, eine [Brand]wunde entsteht, und die Bildung der Wunde wird ein weiß-rötlicher oder weißer Fleck, Lev13/25Lev und der Priester besieht ihn, und
siehe, das Haar im Fleck ist in weiß verwandelt, und er erscheint tiefer als die Haut, [dann] ist es Aussatz; er ist in der [Brand]wunde ausgebrochen. Der Priester soll ihn für unrein erklären:
das Mal des Aussatzes ist es. Lev13/26Lev Und wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weißes Haar in dem Fleck, und er ist nicht niedriger als die Haut und ist blaß, dann soll der
Priester ihn [für] sieben Tage einschließen. Lev13/27Lev Und der Priester soll ihn am siebten Tag besehen. Wenn er in der Haut weiter um sich greift, dann soll der Priester ihn für unrein
erklären: das Mal des Aussatzes ist es. Lev13/28Lev Und wenn der Fleck an seiner Stelle stehenbleibt, [wenn er] in der Haut nicht um sich gegriffen hat und blaß ist, ist es die Erhöhung der
[Brand]wunde. Der Priester soll ihn für rein erklären, denn es ist die Narbe der [Brand]wunde.
Lev13/29Lev Und wenn ein Mann oder eine Frau ein Mal am Kopf oder am Bart bekommt, Lev13/30Lev und der Priester besieht das Mal, und siehe, sie erscheint tiefer als die Haut, und goldglänzendes,
dünnes Haar ist darin, dann soll der Priester ihn für unrein erklären: Krätze ist es, Aussatz des Kopfes oder des Bartes. Lev13/31Lev Und wenn der Priester das Mal der Krätze besieht, und siehe,
es erscheint nicht tiefer als die Haut, und es ist kein schwarzes Haar darin, dann soll der Priester [den, der] das Mal der Krätze [hat], [für] sieben Tage einschließen. Lev13/32Lev Und besieht
der Priester das Mal am siebten Tag, und siehe, die Krätze hat nicht um sich gegriffen, und es ist kein goldglänzendes Haar darin, und die Krätze erscheint nicht tiefer als die Haut, Lev13/33Lev
dann soll er sich scheren; aber den Schorf soll er nicht scheren. Und der Priester schließe [den, der] die Krätze [hat], zum zweiten Mal [für] sieben Tage ein. Lev13/34Lev Und besieht der
Priester die Krätze am siebten Tag, und siehe, die Krätze hat in der Haut nicht um sich gegriffen, und sie erscheint nicht tiefer als die Haut, dann soll der Priester ihn für rein erklären. Er
soll seine Kleider waschen, und er ist rein. Lev13/35Lev Wenn aber nach seiner Reinigung die Krätze in der Haut weiter um sich greift, Lev13/36Lev und der Priester besieht ihn, und siehe, die
Krätze hat in der Haut um sich gegriffen, dann soll der Priester nicht nach dem goldglänzenden Haar forschen: unrein ist er. Lev13/37Lev Wenn aber in seinen Augen die Krätze stehengeblieben ist,
und es ist schwarzes Haar darin gewachsen, dann ist die Krätze geheilt: rein ist er. Der Priester soll ihn für rein erklären.
Lev13/38Lev Und wenn ein Mann oder eine Frau in der Haut ihres Fleisches Flecken bekommt, weiße Flecken, Lev13/39Lev und der Priester besieht sie, und siehe, in der Haut ihres Fleisches sind
blasse, weiße Flecken, dann ist es ein [gutartiger] Ausschlag, der in der Haut ausgebrochen ist: rein ist er.
Lev13/40Lev Und wenn bei jemandem sein Kopf kahl wird, ist er ein Glatzkopf: rein ist er. Lev13/41Lev Und wenn sein Kopf an seiner Vorderseite kahl wird, ist er stirnglatzig: rein ist er.
Lev13/42Lev Und wenn an der kahlen Stelle [hinten] oder an der Stirnglatze ein weiß-rötliches Mal ist, dann ist es Aussatz, der an seiner kahlen Stelle [hinten] oder an seiner Stirnglatze
ausgebrochen ist. Lev13/43Lev Und besieht ihn der Priester, und siehe, die Erhöhung des Mals ist weiß-rötlich an seiner kahlen Stelle [hinten] oder an seiner Stirnglatze gleich dem Aussehen des
Aussatzes in der Haut des Fleisches, Lev13/44Lev [dann] ist er ein aussätziger Mann: unrein ist er. Der Priester soll ihn für ganz und gar unrein erklären; sein Mal ist an seinem
Kopf.
Lev13/45Lev Und der Aussätzige, an dem das Mal ist, - seine Kleider sollen zerrissen und sein Kopfhaar soll frei hängen gelassen werden, und er soll seinen Bart verhüllen und ausrufen: Unrein,
unrein! Lev13/46Lev All die Tage, die das Mal an ihm ist, soll er unrein sein; unrein ist er: allein soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll seine Wohnung sein.
Gesetz vom Aussatz an Kleidern.
Lev13/47Lev Und wenn an einem Kleid ein Aussatzmal entsteht, an einem Kleid aus Wolle oder an einem Kleid aus Leinen Lev13/48Lev oder an einem Gewebe oder an Gewirktem aus Leinen oder aus Wolle
oder an einem Fell oder an irgend einem Fellwerk, Lev13/49Lev und das Mal ist grünlich oder rötlich am Kleid oder am Fell oder am Gewebe oder am Gewirkten oder an irgendeinem Gerät aus Fell,
[dann] ist es das Mal des Aussatzes. Man soll es den Priester besehen lassen. Lev13/50Lev Und der Priester besehe das Mal und schließe [das, woran] das Mal [ist, für] sieben Tage ein. Lev13/51Lev
Und sieht er das Mal am siebten Tag, dass das Mal um sich gegriffen hat am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten oder am Fell, nach allem, wozu das Fell verarbeitet wird, [dann] ist das Mal ein
bösartiger Aussatz: unrein ist es. Lev13/52Lev Und man soll das Kleid oder das Gewebe oder das Gewirkte aus Wolle oder aus Leinen oder jedes Gerät aus Fell, woran das Mal ist, verbrennen; denn
ein bösartiger Aussatz ist es: mit Feuer soll es verbrannt werden. Lev13/53Lev Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Mal hat nicht um sich gegriffen am Kleid oder am Gewebe oder am
Gewirkten oder an irgendeinem Gerät aus Fell, Lev13/54Lev dann soll der Priester gebieten, dass man das wäscht, woran das Mal ist; und er soll es zum zweiten Mal [für] sieben Tage einschließen.
Lev13/55Lev Und besieht der Priester das Mal nach dem Waschen, und siehe, das Mal hat sein Aussehen nicht geändert, und das Mal hat nicht um sich gegriffen, [dann] ist es unrein. Mit Feuer sollst
du es verbrennen: es ist eine Vertiefung auf seiner kahlen Stelle [hinten] oder auf der kahlen Stelle [vorne]. Lev13/56Lev Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Mal ist blaß geworden
nach dem Waschen, dann soll er es abreißen vom Kleid oder vom Fell oder vom Gewebe oder vom Gewirkten. Lev13/57Lev Und wenn es sich noch zeigen wird am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten,
oder an irgendeinem Gerät aus Fell, [dann] ist es ein ausbrechender [Aussatz]: mit Feuer sollst du verbrennen, woran das Mal ist. Lev13/58Lev Und das Kleid oder das Gewebe oder das Gewirkte oder
irgendein Gerät aus Fell, das du wäschst, so dass das Mal daraus weicht: es soll zum zweiten Mal gewaschen werden. Dann ist es rein.
Lev13/59Lev Das ist das Gesetz [betreffs] des Aussatzmals an einem Kleid aus Wolle oder aus Leinen, oder an einem Gewebe oder an einem Gewirkten oder an irgendeinem Gerät aus Fell, es für rein
oder für unrein zu erklären.
Reinigungsopfer und Gebräuche für Aussätzige.
\14\
Lev14/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev14/2Lev Dies soll das Gesetz des Aussätzigen sein am Tag seiner Reinigung: Er soll zum Priester gebracht werden, Lev14/3Lev und der Priester soll nach
draußen vor das Lager gehen. Und besieht ihn der Priester, und siehe, das Mal des Aussatzes ist an dem Aussätzigen geheilt, Lev14/4Lev dann soll der Priester gebieten, dass man für den, der zu
reinigen ist, zwei lebende, reine Vögel nehme und Zedernholz, Karmesin und Ysop. Lev14/5Lev Und der Priester soll gebieten, dass man den einen Vogel über lebendigem Wasser in ein irdenes Gefäß
hinein schlachte. Lev14/6Lev Den lebenden Vogel soll er nehmen, ihn und das Zedernholz, den Karmesin und den Ysop, und dieses und den lebenden Vogel in das Blut des Vogels tauchen, der über dem
lebendigen Wasser geschlachtet worden ist. Lev14/7Lev Und er soll [davon etwas] auf den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal sprengen und ihn für rein erklären. Und den lebenden Vogel soll
er ins freie Feld fliegen lassen. Lev14/8Lev Und der zu reinigen ist, soll seine Kleider waschen und all sein Haar scheren und sich im Wasser baden. Dann ist er rein. Und danach darf er ins Lager
kommen, aber er soll sieben Tage außerhalb seines Zeltes bleiben. Lev14/9Lev Und es soll geschehen, am siebten Tag soll er all sein Haar scheren, sein Haupt und seinen Bart und seine Augenbrauen;
ja, all sein Haar soll er scheren und seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden: dann ist er rein. Lev14/10Lev Und am achten Tag soll er zwei Schaflämmer ohne Fehler nehmen und ein
weibliches Schaflamm, einjährig, ohne Fehler, drei Zehntel Weizengrieß, mit Öl gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Öl. Lev14/11Lev Und der reinigende Priester soll den Mann, der zu reinigen ist,
zusammen mit diesen Dingen an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN stellen. Lev14/12Lev Und der Priester nehme das eine Lamm und bringe es als Schuldopfer dar mit dem Log Öl und
schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN. Lev14/13Lev Und er schlachte das Lamm an der Stelle, wo man das Sündopfer und das Brandopfer schlachtet, an heiliger Stätte; denn wie das Sündopfer so
gehört das Schuldopfer dem Priester: hochheilig ist es. Lev14/14Lev Und der Priester nehme [etwas] von dem Blut des Schuldopfers, und der Priester tue es auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu
reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes. Lev14/15Lev Und der Priester nehme [etwas] von dem Log Öl und gieße es in seine linke Hand.
Lev14/16Lev Und der Priester tauche seinen rechten Finger in das Öl, das in seiner linken Hand ist, und versprenge [etwas] von dem Öl mit seinem Finger siebenmal vor dem HERRN. Lev14/17Lev Und
vom Rest des Öles, das in seiner Hand ist, soll der Priester [etwas] auf das rechte Ohrläppchen dessen tun, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe
seines rechten Fußes, auf das Blut des Schuldopfers. Lev14/18Lev Und das restliche Öl, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf den Kopf dessen tun, der zu reinigen ist. Und der Priester
soll Sühnung für ihn erwirken vor dem HERRN. Lev14/19Lev Und der Priester soll das Sündopfer opfern und für den Sühnung erwirken, der von seiner Unreinheit zu reinigen ist. Danach soll er das
Brandopfer schlachten. Lev14/20Lev Und der Priester soll das Brandopfer und das Speisopfer auf dem Altar opfern. Und so erwirke der Priester Sühnung für ihn: dann ist er rein.
Lev14/21Lev Wenn er aber gering ist und seine Hand es nicht aufbringen kann, dann soll er ein Lamm als Schuldopfer nehmen für das Schwingopfer, um Sühnung für ihn zu erwirken, und für das
Speisopfer ein Zehntel Weizengrieß, mit Öl gemengt, und ein Log Öl Lev14/22Lev und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die seine Hand aufbringen kann: eine soll ein Sündopfer und die andere
ein Brandopfer sein. Lev14/23Lev Und er soll sie am achten Tag seiner Reinigung zum Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN. Lev14/24Lev Und der Priester nehme das
Lamm des Schuldopfers und das Log Öl, und der Priester schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN. Lev14/25Lev Und er schlachte das Lamm des Schuldopfers! Und der Priester nehme [etwas] von dem
Blut des Schuldopfers und tue es auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes. Lev14/26Lev Und der
Priester gieße [etwas] von dem Öl in seine linke Hand; Lev14/27Lev und der Priester sprenge vor dem HERRN siebenmal mit seinem rechten Finger [etwas] von dem Öl, das in seiner linken Hand ist.
Lev14/28Lev Und der Priester tue [etwas] von dem Öl, das in seiner Hand ist, auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe
seines rechten Fußes, auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers. Lev14/29Lev Und das übrige Öl, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf den Kopf dessen tun, der zu reinigen ist, um
Sühnung für ihn zu erwirken vor dem HERRN. Lev14/30Lev Und er soll die eine von den Turteltauben oder von den jungen Tauben opfern, von dem, was seine Hand aufbringen kann, - Lev14/31Lev das, was
seine Hand aufbringen kann: die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer, mit dem Speisopfer. So erwirke der Priester Sühnung vor dem HERRN für den, der zu reinigen ist.
Lev14/32Lev Das ist das Gesetz für den, an dem das Mal des Aussatzes ist, dessen Hand bei seiner Reinigung nicht aufbringen kann[, was vorgeschrieben ist].
Reinigung vom Aussatz an Häusern.
Lev14/33Lev Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron: Lev14/34Lev Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zum Eigentum gebe, und ich im Land eures Eigentums ein Aussatzmal an ein Haus
setze, Lev14/35Lev dann soll der, dem das Haus gehört, kommen und es dem Priester melden und sagen: Es sieht mir aus wie ein Mal am Haus. Lev14/36Lev Und der Priester soll gebieten, dass man das
Haus ausräumt, ehe der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, damit nicht alles, was im Haus ist, unrein wird. Danach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen. Lev14/37Lev Und besieht
er das Mal, und siehe, das Mal ist an den Wänden des Hauses, grünliche oder rötliche Vertiefungen, und sie erscheinen tiefer als die Wand, Lev14/38Lev dann soll der Priester aus dem Haus hinaus
an den Eingang des Hauses gehen und das Haus [für] sieben Tage verschließen. Lev14/39Lev Und der Priester soll am siebten Tag wiederkommen. Und besieht er es, und siehe, das Mal hat an den Wänden
des Hauses um sich gegriffen, Lev14/40Lev dann soll der Priester gebieten, dass man die Steine, an denen das Mal ist, herausreißt und sie hinauswirft nach draußen vor die Stadt an einen unreinen
Ort. Lev14/41Lev Das Haus aber soll man inwendig ringsum abkratzen und den Lehm, den man abgekratzt hat, hinausschütten nach draußen vor die Stadt an einen unreinen Ort. Lev14/42Lev Und man soll
andere Steine nehmen und sie an die Stelle der [herausgerissenen] Steine bringen, und man soll anderen Lehm nehmen und das Haus [damit] verputzen. Lev14/43Lev Wenn aber nach dem Ausreißen der
Steine, nach dem Abkratzen des Hauses und nach dem Verputzen das Mal zurückkehrt und am Haus ausbricht, Lev14/44Lev dann soll der Priester kommen. Und besieht er es, und siehe, das Mal hat am
Haus um sich gegriffen, [dann] ist es ein bösartiger Aussatz am Haus: unrein ist es. Lev14/45Lev Man soll das Haus niederreißen, seine Steine und sein Holz und allen Lehm des Hauses, und es
hinausbringen nach draußen vor die Stadt an einen unreinen Ort. Lev14/46Lev Und wer in das Haus, solange es verschlossen ist, hineingeht, wird bis zum Abend unrein sein. Lev14/47Lev Wer in dem
Haus schläft, soll seine Kleider waschen, und wer in dem Haus ißt, soll seine Kleider waschen. Lev14/48Lev Wenn aber der Priester wieder hineingeht und es besieht, und siehe, das Mal hat nach dem
Verputzen des Hauses nicht um sich gegriffen am Haus, dann soll der Priester das Haus für rein erklären; denn das Mal ist geheilt. Lev14/49Lev Und er soll, um das Haus zu entsündigen, zwei Vögel
nehmen und Zedernholz und Karmesin und Ysop; Lev14/50Lev und er schlachte den einen Vogel über lebendigem Wasser in ein irdenes Gefäß hinein. Lev14/51Lev Und er nehme das Zedernholz und den Ysop
und den Karmesin und den lebenden Vogel und tauche sie in das Blut des geschlachteten Vogels und in das lebendige Wasser und besprenge [damit] das Haus siebenmal. Lev14/52Lev Und er entsündige
das Haus mit dem Blut des Vogels, mit dem lebendigen Wasser und mit dem lebenden Vogel, mit dem Zedernholz, mit dem Ysop und mit dem Karmesin. Lev14/53Lev Den lebenden Vogel aber soll er nach
draußen vor die Stadt ins freie Feld fliegen lassen. So erwirke er Sühnung für das Haus: dann wird es rein sein.
Lev14/54Lev Das ist das Gesetz für das ganze Mal des Aussatzes und für die Krätze Lev14/55Lev und für den Aussatz des Kleides und des Hauses Lev14/56Lev und für die Erhöhung und für den Schorf
und für den Fleck, Lev14/57Lev um zu belehren, wann für unrein und wann für rein zu erklären ist: das ist das Gesetz des Aussatzes.
Gesetz über die Unreinigkeit bei Männern und Frauen.
\15\
Lev15/1Lev Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron: Lev15/2Lev Redet zu den Söhnen Israel und sagt zu ihnen: Wenn irgend ein Mann an seinem Fleisch an Fluß leidet, ist er unrein durch seinen
Schleimfluß. Lev15/3Lev Und dies wird seine Unreinheit bei seinem Schleimfluß sein: Läßt sein Fleisch seinen Schleimfluß triefen oder hält sein Fleisch seinen Schleimfluß zurück, ist das seine
Unreinheit. Lev15/4Lev Jedes Lager, worauf der an Ausfluß Leidende liegt, wird unrein sein, und jedes Gerät, worauf er sitzt, wird unrein sein. Lev15/5Lev Und wer sein Lager berührt, soll seine
Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/6Lev Und wer sich auf das Gerät setzt, worauf der an Ausfluß Leidende zu sitzen pflegt, soll seine Kleider
waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/7Lev Und wer das Fleisch des an Ausfluß Leidenden berührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und
er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/8Lev Und wenn der an Ausfluß Leidende auf einen Reinen speit, dann soll dieser seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend
unrein sein. Lev15/9Lev Jeder Sattelsitz, auf dem der an Ausfluß Leidende reitet, wird unrein sein. Lev15/10Lev Und jeder, der irgend etwas berührt, was er unter sich hat, wird bis zum Abend
unrein sein. Und wer es trägt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/11Lev Und jeder, den der an Ausfluß Leidende berührt, - er hat
aber seine Hände nicht im Wasser abgespült -, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/12Lev Und das irdene Gefäß, das der an Ausfluß
Leidende berührt, soll zerbrochen werden; jedes hölzerne Gefäß aber soll im Wasser gespült werden. Lev15/13Lev Und wenn der an Ausfluß Leidende von seinem Schleimfluß rein wird, dann soll er für
seine Reinigung sieben Tage für sich zählen. Und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch in lebendigem Wasser baden, dann wird er rein sein. Lev15/14Lev Und am achten Tag soll er sich zwei
Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN kommen und sie dem Priester geben. Lev15/15Lev Und der Priester soll sie opfern, eine als
Sündopfer und die andere als Brandopfer. So erwirke der Priester vor dem HERRN Sühnung für ihn wegen seines Schleimflusses.
Lev15/16Lev Und wenn einem Mann der Samenerguß entgeht, dann soll er sein ganzes Fleisch im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/17Lev Und jedes Kleid und jedes Fell, worauf
der Samenerguß kommt, soll im Wasser gewaschen werden, und es wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/18Lev Und eine Frau, bei der ein Mann liegt mit Samenerguß, - sie sollen sich im Wasser baden
und werden bis zum Abend unrein sein.
Lev15/19Lev Und wenn eine Frau an Fluß leidet [und] ihr Fluß an ihrem Fleisch Blut ist, soll sie sieben Tage in ihrer Absonderung sein. Und jeder, der sie anrührt, wird bis zum Abend unrein sein.
Lev15/20Lev Alles, worauf sie in ihrer Absonderung liegt, wird unrein sein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein. Lev15/21Lev Und jeder, der ihr Lager berührt, soll seine Kleider waschen
und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/22Lev Und jeder, der irgendein Gerät berührt, worauf sie zu sitzen pflegt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser
baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/23Lev Und wenn etwas auf dem Lager oder auf dem Gerät ist, worauf sie zu sitzen pflegt, - wenn er es berührt, wird er bis zum Abend unrein
sein. Lev15/24Lev Und wenn etwa ein Mann neben ihr liegt, und ihre Unreinheit kommt auf ihn, dann wird er sieben Tage unrein sein. Jedes Lager, worauf er liegt, wird unrein sein.
Lev15/25Lev Und wenn eine Frau ihren Blutfluß viele Tage außer der Zeit ihrer Absonderung hat oder wenn sie den Fluß über ihre Absonderung hinaus hat, soll sie all die Tage des Flusses ihrer
Unreinheit sein wie in den Tagen ihrer Absonderung: unrein ist sie. Lev15/26Lev Jedes Lager, worauf sie alle Tage ihres Flusses liegt, soll ihr sein wie das Lager ihrer Absonderung, und jedes
Gerät, worauf sie sitzt, wird unrein sein nach der Unreinheit ihrer Absonderung. Lev15/27Lev Und jeder, der es berührt, wird unrein sein, und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser
baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. Lev15/28Lev Und wenn sie rein geworden ist von ihrem Fluß, dann soll sie sich sieben Tage zählen, danach wird sie rein sein. Lev15/29Lev Und am
achten Tag soll sie sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung zum Priester bringen. Lev15/30Lev Und der Priester soll die eine als
Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern. So erwirke der Priester Sühnung für sie vor dem HERRN wegen des Flusses ihrer Unreinheit.
Lev15/31Lev Und ihr sollt die Söhne Israel warnen vor ihrer Unreinheit, damit sie nicht in ihrer Unreinheit sterben, indem sie meine Wohnung, die in ihrer Mitte ist, unrein machen.
Lev15/32Lev Das ist das Gesetz [betreffs] dessen, der an Ausfluß leidet, und dessen, dem der Samenerguß entgeht, so dass er durch ihn unrein wird, Lev15/33Lev und [betreffs der], die krank ist in
ihrer Absonderung, und dessen, der seinen Schleimfluß hat, es sei Mann oder Frau, und für den Mann, der neben einer Unreinen liegt.
Der Versöhnungstag.
\16\
Lev16/1Lev Und der HERR redete zu Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie vor den HERRN traten und starben. Lev16/2Lev Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, dass er
nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum hineingeht innerhalb des Vorhangs, vor die Deckplatte, die auf der Lade ist, damit er nicht stirbt. Denn ich erscheine in der Wolke über der Deckplatte.
Lev16/3Lev Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem Jungstier für das Sündopfer und einem Widder für das Brandopfer. Lev16/4Lev Er soll einen heiligen Leibrock aus
Leinen anziehen, und leinene Beinkleider sollen auf seinem Fleisch sein, und mit einem leinenen Gürtel soll er sich umgürten und einen Kopfbund aus Leinen sich umbinden: das sind heilige Kleider.
Er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie [dann] anziehen. Lev16/5Lev Und von der Gemeinde der Söhne Israel soll er zwei Ziegenböcke nehmen für das Sündopfer und einen Widder für das
Brandopfer. Lev16/6Lev Und Aaron soll den Jungstier des Sündopfers, der für ihn ist, herbeibringen und Sühnung erwirken für sich und für sein Haus. Lev16/7Lev Und er soll die zwei Ziegenböcke
nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN stellen. Lev16/8Lev Und Aaron soll Lose werfen über die zwei Ziegenböcke, ein Los für den HERRN und ein Los für Asasel.
Lev16/9Lev Und Aaron soll den Ziegenbock herzubringen, auf den das Los für den HERRN gefallen ist, und ihn als Sündopfer opfern. Lev16/10Lev Und der Ziegenbock, auf den das Los für Asasel
gefallen ist, soll lebendig vor den HERRN gestellt werden, um für ihn Sühnung zu erwirken, um ihn für Asasel in die Wüste fortzuschicken.
Lev16/11Lev Und Aaron bringe den Jungstier des Sündopfers, der für ihn ist, herbei und tue Sühnung für sich und für sein Haus und schlachte den Jungstier des Sündopfers, der für ihn ist.
Lev16/12Lev Und er nehme eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar vor dem HERRN und seine beiden Hände voll von wohlriechendem, kleingestoßenem Räucherwerk und bringe es [in den Raum] innerhalb
des Vorhangs. Lev16/13Lev Und er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor den HERRN, damit die Wolke des Räucherwerks die Deckplatte, die auf dem Zeugnis ist, bedeckt und er nicht stirbt.
Lev16/14Lev Und er nehme [etwas] von dem Blut des Jungstiers und sprenge [es] mit seinem Finger auf die Vorderseite der Deckplatte nach Osten zu, und vor die Deckplatte soll er siebenmal [etwas]
von dem Blut mit seinem Finger sprengen.
Lev16/15Lev Und er schlachte den Ziegenbock des Sündopfers, der für das Volk ist, und bringe sein Blut [in den Raum] innerhalb des Vorhangs und tue mit seinem Blut ebenso, wie er mit dem Blut des
Jungstiers getan hat, und sprenge es auf die Deckplatte und vor die Deckplatte. Lev16/16Lev Und er erwirke Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Söhne Israel und wegen ihrer
Vergehen, nach allen ihren Sünden. Und ebenso soll er für das Zelt der Begegnung tun, das sich bei ihnen befindet mitten in ihren Unreinheiten. Lev16/17Lev Und kein Mensch soll in dem Zelt der
Begegnung sein, wenn er hineingeht, um Sühnung im Heiligtum zu erwirken, bis er herauskommt. So erwirke er Sühnung für sich und für sein Haus und für die ganze Versammlung Israels. Lev16/18Lev
Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem HERRN ist, und für ihn Sühnung erwirken. Und er nehme [etwas] von dem Blut des Jungstiers und von dem Blut des Ziegenbocks und tue es ringsherum
an die Hörner des Altars. Lev16/19Lev Und er sprenge [etwas] von dem Blut siebenmal mit seinem Finger an ihn und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der Söhne Israel.
Lev16/20Lev Und hat er die Sühnung des Heiligtums und des Zeltes der Begegnung und des Altars vollendet, dann soll er den lebenden Ziegenbock herbeibringen. Lev16/21Lev Und Aaron lege seine
beiden Hände auf den Kopf des lebenden Ziegenbocks und bekenne auf ihn alle Schuld der Söhne Israel und all ihre Vergehen nach allen ihren Sünden. Und er lege sie auf den Kopf des Ziegenbocks und
schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste, Lev16/22Lev damit der Ziegenbock all ihre Schuld auf sich trägt in ein ödes Land; und er schicke den Ziegenbock in die
Wüste.
Lev16/23Lev Und Aaron soll in das Zelt der Begegnung hineingehen und die Kleider aus Leinen ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum hineinging, und soll sie dort niederlegen. Lev16/24Lev
Und er soll an heiliger Stätte sein Fleisch im Wasser baden und seine Kleider anziehen. Und er soll herauskommen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und [so] für sich und für
das Volk Sühnung erwirken. Lev16/25Lev Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. Lev16/26Lev Und wer den Ziegenbock für Asasel fortschickt, soll seine Kleider
waschen und sein Fleisch im Wasser baden. Danach darf er ins Lager kommen. Lev16/27Lev Und den Jungstier des Sündopfers und den Ziegenbock des Sündopfers, deren Blut hineingebracht worden ist, um
im Heiligtum Sühnung zu erwirken, soll man hinausbringen nach draußen vor das Lager und ihre Häute und ihr Fleisch und ihren Mageninhalt mit Feuer verbrennen. Lev16/28Lev Und der sie verbrennt,
soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; danach darf er ins Lager kommen.
Lev16/29Lev Und dies soll euch zu einer ewigen Ordnung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr euch selbst demütigen und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und der Fremde,
der in eurer Mitte als Fremder wohnt. Lev16/30Lev Denn an diesem Tag wird man für euch Sühnung erwirken, um euch zu reinigen: von all euren Sünden werdet ihr rein sein vor dem HERRN. Lev16/31Lev
Ein Sabbat völliger Ruhe soll er euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen - eine ewige Ordnung. Lev16/32Lev Und der Priester soll Sühnung erwirken, den man salben wird und dem man die Hand
füllt, damit er den Priesterdienst an seines Vaters Statt ausübt. Er soll die Kleider aus Leinen anziehen, die heiligen Kleider, Lev16/33Lev und er soll Sühnung erwirken für das heilige Heiligtum
und für das Zelt der Begegnung. Und für den Altar soll er Sühnung erwirken, und für die Priester und für das ganze Volk der Gemeinde soll er Sühnung erwirken. Lev16/34Lev Das soll euch zu einer
ewigen Ordnung sein, für die Söhne Israel einmal im Jahr Sühnung zu tun wegen all ihrer Sünden. Und er tat [es], ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Ort zum Opfern - Verbot des Essens von Blut und Aas.
\17\
Lev17/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev17/2Lev Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel und sage zu ihnen: Dies ist die Sache, die der HERR geboten hat: Lev17/3Lev
Jedermann aus dem Haus Israel, der einen Stier oder ein Schaf oder eine Ziege im Lager schlachtet oder der außerhalb des Lagers schlachtet Lev17/4Lev und es nicht an den Eingang des Zeltes der
Begegnung gebracht hat, um [es] dem HERRN als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung des HERRN, diesem Mann soll [es] als Blut zugerechnet werden: Blut hat er vergossen; und dieser Mann soll aus
der Mitte seines Volkes ausgerottet werden. Lev17/5Lev [Dies wird angeordnet], damit die Söhne Israel ihre Schlachtopfer hineinbringen, die sie jetzt auf freiem Feld schlachten, und zwar sie
hineinbringen für den HERRN an den Eingang des Zeltes der Begegnung zum Priester und sie als Heilsopfer dem HERRN schlachten. Lev17/6Lev Und der Priester soll das Blut an den Altar des HERRN vor
dem Eingang des Zeltes der Begegnung sprengen und das Fett in Rauch aufgehen lassen als wohlgefälligen Geruch für den HERRN. Lev17/7Lev Und sie sollen nicht mehr ihre Schlachtopfer den
Bocksdämonen schlachten, denen sie nachhuren. Das soll ihnen eine ewige Ordnung sein für ihre Generationen.
Lev17/8Lev Und du sollst zu ihnen sagen: Jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der ein Brandopfer oder Schlachtopfer opfert Lev17/9Lev und es
nicht an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringt, um es dem HERRN zu opfern, dieser Mann soll aus seinen Völkern ausgerottet werden.
Lev17/10Lev Und jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der irgendwelches Blut ißt, - gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich mein Angesicht
richten und sie aus der Mitte ihres Volkes ausrotten. Lev17/11Lev Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es euch auf den Altar gegeben, Sühnung für eure Seelen zu erwirken.
Denn das Blut ist es, das Sühnung tut durch die Seele [in ihm]. Lev17/12Lev Darum habe ich zu den Söhnen Israel gesagt: Keine Seele von euch soll Blut essen; auch der Fremde, der in eurer Mitte
als Fremder wohnt, soll nicht Blut essen. Lev17/13Lev Und jedermann von den Söhnen Israel und von den Fremden, die in eurer Mitte als Fremde wohnen, der ein Wild oder einen Vogel erjagt, die
gegessen werden dürfen, soll ihr Blut ausfließen lassen und es mit Erde bedecken. Lev17/14Lev Denn [was] die Seele alles Fleisches [betrifft]: sein Blut, das ist seine Seele, - und ich habe zu
den Söhnen Israel gesagt: Das Blut irgendwelches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; jeder, der es ißt, soll ausgerottet werden. - Lev17/15Lev Jeder,
der ein Aas oder Zerrissenes ißt, er sei Einheimischer oder Fremder, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein; dann wird er rein sein.
Lev17/16Lev Und wenn er sie nicht wäscht und sein Fleisch nicht badet, so wird er seine Schuld tragen.
Verordnungen für Ehe und Keuschheit.
\18\
Lev18/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev18/2Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott. Lev18/3Lev Nach der Weise des Landes Ägypten, in dem ihr gewohnt habt,
sollt ihr nicht tun; und nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch bringe, sollt ihr nicht tun; und in ihren Ordnungen sollt ihr nicht leben. Lev18/4Lev Meine Rechtsbestimmungen sollt ihr
tun, und meine Ordnungen sollt ihr halten, um in ihnen zu leben. Ich bin der HERR, euer Gott. Lev18/5Lev Und meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen sollt ihr halten. Durch sie wird der
Mensch, der sie tut, Leben haben. Ich bin der HERR.
V. 6-30: Kap. 20,11-23.
Lev18/6Lev Niemand von euch soll sich irgendeinem seiner Blutsverwandten nähern, um die Blöße aufzudecken. Ich bin der HERR. Lev18/7Lev Die Blöße deines Vaters und die Blöße deiner Mutter sollst
du nicht aufdecken; sie ist deine Mutter, du sollst ihre Blöße nicht aufdecken. Lev18/8Lev Die Blöße der Frau deines Vaters sollst du nicht aufdecken; es ist die Blöße deines Vaters. Lev18/9Lev
Die Blöße deiner Schwester, der Tochter deines Vaters oder der Tochter deiner Mutter, im Haus geboren oder draußen geboren - ihre Blöße sollst du nicht aufdecken. Lev18/10Lev Die Blöße der
Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter - ihre Blöße sollst du nicht aufdecken, denn es ist deine Blöße. Lev18/11Lev Die Blöße der Tochter der Frau deines Vaters, von deinem Vater
gezeugt - sie ist deine Schwester, ihre Blöße sollst du nicht aufdecken. Lev18/12Lev Die Blöße der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; sie ist die Blutsverwandte deines Vaters.
Lev18/13Lev Die Blöße der Schwester deiner Mutter sollst du nicht aufdecken, denn sie ist die Blutsverwandte deiner Mutter. Lev18/14Lev Die Blöße des Bruders deines Vaters sollst du nicht
aufdecken: seiner Frau sollst du dich nicht nähern, sie ist deine Tante. Lev18/15Lev Die Blöße deiner Schwiegertochter sollst du nicht aufdecken; sie ist die Frau deines Sohnes, ihre Blöße sollst
du nicht aufdecken. Lev18/16Lev Die Blöße der Frau deines Bruders sollst du nicht aufdecken; es ist die Blöße deines Bruders. Lev18/17Lev Die Blöße einer Frau und ihrer Tochter sollst du nicht
aufdecken; die Tochter ihres Sohnes und die Tochter ihrer Tochter sollst du nicht nehmen, um ihre Blöße aufzudecken; sie sind deine Blutsverwandten: es ist eine Schandtat. Lev18/18Lev Und du
sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, [sie] eifersüchtig zu machen, indem du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben. - Lev18/19Lev Und einer Frau in der Absonderung ihrer
Unreinheit sollst du nicht nahen, um ihre Blöße aufzudecken. Lev18/20Lev Und bei der Frau deines Nächsten sollst du nicht zur Begattung liegen, dass du durch sie unrein wirst. - Lev18/21Lev Und
von deinen Nachkommen sollst du nicht [einen] hingeben, um sie dem Moloch durch [das Feuer] gehen zu lassen. Und du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht entweihen. Ich bin der HERR. -
Lev18/22Lev Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Greuel ist es. Lev18/23Lev Und bei keinem Vieh sollst du liegen, so dass du dich an ihm unrein machst. Und
eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, damit es sie begattet: es ist eine schändliche Befleckung.
Lev18/24Lev Macht euch nicht unrein durch all dieses! Denn durch all dieses haben die Nationen sich unrein gemacht, die ich vor euch vertreibe. Lev18/25Lev Und das Land wurde unrein gemacht, und
ich suchte seine Schuld an ihm heim, und das Land spie seine Bewohner aus. Lev18/26Lev Ihr aber, ihr sollt meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen halten, und ihr sollt nichts tun von all
diesen Greueln, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt - Lev18/27Lev denn all diese Greuel haben die Menschen des Landes getan, die vor euch [da] waren, und das
Land ist unrein gemacht worden -, Lev18/28Lev damit das Land euch nicht ausspeit, wenn ihr es unrein macht, ebenso wie es die Nation ausgespieen hat, die vor euch [da] war: Lev18/29Lev denn
jeder, der etwas von all diesen Greueln tut, - die Seelen, die es tun, sollen ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes. Lev18/30Lev Und ihr sollt meine Vorschriften halten, damit ihr keine
der greulichen Bräuche übt, die vor euch geübt worden sind. Ihr sollt euch nicht durch sie unrein machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
Vom Umgang mit Gott und dem Nächsten.
\19\
Lev19/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev19/2Lev Rede zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel und sage zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig. Lev19/3Lev Ihr
sollt jeder seine Mutter und seinen Vater fürchten; und meine Sabbate sollt ihr halten. Ich bin der HERR, euer Gott. - Lev19/4Lev Ihr sollt euch nicht zu den Götzen wenden, und gegossene Götter
sollt ihr euch nicht machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
Lev19/5Lev Und wenn ihr ein Heilsopfer dem HERRN opfert, sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch opfern. Lev19/6Lev An dem Tag, an dem ihr es opfert, und am nächsten Tag soll es gegessen werden.
Was aber bis zum dritten Tag übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden. Lev19/7Lev Und wenn es irgend am dritten Tag gegessen wird, ist es Unreines; es wird nicht als wohlgefällig betrachtet
werden. Lev19/8Lev Wer es ißt, wird seine Schuld tragen, denn das Heilige des HERRN hat er entweiht; und diese Person soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.
Lev19/9Lev Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, darfst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten und darfst keine Nachlese deiner Ernte halten. Lev19/10Lev Und in deinem
Weinberg sollst du nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs sollst du nicht auflesen; für den Elenden und für den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer
Gott.
Lev19/11Lev Ihr sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht lügen und nicht betrügerisch handeln einer gegen den anderen. Lev19/12Lev Und ihr sollt bei meinem Namen nicht falsch schwören, dass du
den Namen deines Gottes entweihen würdest. Ich bin der HERR. - Lev19/13Lev Du sollst deinen Nächsten nicht unterdrücken und sollst [ihn] nicht berauben; der Lohn des Tagelöhners darf über Nacht
bis zum Morgen nicht bei dir bleiben. Lev19/14Lev Du sollst einem Tauben nicht fluchen und vor einen Blinden kein Hindernis legen, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR. -
Lev19/15Lev Ihr sollt im Gericht nicht Unrecht tun; du sollst die Person des Geringen nicht bevorzugen und die Person des Großen nicht ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.
Lev19/16Lev Du sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Volksgenossen umhergehen. Du sollst nicht gegen das Blut deines Nächsten auftreten. Ich bin der HERR. - Lev19/17Lev Du sollst deinen
Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld trägst. Lev19/18Lev Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines
Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.
Lev19/19Lev Meine Ordnungen sollt ihr halten. Dein Vieh von zweierlei [Art] sollst du sich nicht begatten lassen; dein Feld sollst du nicht mit zweierlei [Samen] besäen, und ein Kleid, aus
zweierlei Stoff gewebt, soll nicht auf dich kommen.
Lev19/20Lev Und wenn ein Mann bei einer Frau zur Begattung liegt, und sie ist eine Sklavin, einem Mann verlobt, und sie ist keineswegs losgekauft, noch ist ihr die Freiheit geschenkt, dann
besteht Schadenersatzpflicht. Sie sollen nicht getötet werden, denn sie ist nicht frei gewesen. Lev19/21Lev Und er soll dem HERRN sein Schuldopfer an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen,
einen Widder als Schuldopfer. Lev19/22Lev Und der Priester soll für ihn mit dem Widder des Schuldopfers vor dem HERRN Sühnung erwirken für seine Sünde, die er begangen hat; und in bezug auf seine
Sünde, die er begangen hat, wird ihm vergeben werden.
Lev19/23Lev Und wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume zur Speise pflanzt, dann sollt ihr ihre Früchte als ihre Vorhaut unbeschnitten lassen. Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten
gelten, sie dürfen nicht gegessen werden. Lev19/24Lev Im vierten Jahr sollen all ihre Früchte dem HERRN eine heilige Festgabe sein. Lev19/25Lev Und im fünften Jahr sollt ihr ihre Früchte essen,
damit ihr Ertrag euch [den Gewinn] vermehrt. Ich bin der HERR, euer Gott.
Lev19/26Lev Ihr sollt [Fleisch] nicht [zusammen] mit Blut essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben. Lev19/27Lev Ihr sollt nicht den Rand eures Haupthaares rund scheren, und den
Rand deines Bartes sollst du nicht verderben. Lev19/28Lev Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich
bin der HERR.
Lev19/29Lev Du sollst deine Tochter nicht entweihen, sie zur Hurerei anzuhalten, dass das Land nicht Hurerei treibt und das Land voll Schandtaten wird. Lev19/30Lev Meine Sabbate sollt ihr halten,
und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin der HERR.
Lev19/31Lev Ihr sollt euch nicht zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch an ihnen unrein zu machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
Lev19/32Lev Vor grauem Haar sollst du aufstehen und die Person eines Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR.
Lev19/33Lev Und wenn ein Fremder bei dir - in eurem Land - als Fremder wohnt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Lev19/34Lev Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei
euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott.
Lev19/35Lev Ihr sollt nicht Unrecht tun im Gericht, im Längenmaß, im Gewicht und im Hohlmaß. Lev19/36Lev Gerechte Waage, gerechte Gewichtsteine, gerechtes Efa und gerechtes Hin sollt ihr haben.
Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe.
Lev19/37Lev Und so sollt ihr all meine Ordnungen und all meine Rechtsbestimmungen halten und sie tun. Ich bin der HERR.
Gegen Götzendienst und Unzucht.
\20\
Lev20/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev20/2Lev Du sollst zu den Söhnen Israel sagen: Jedermann von den Söhnen Israel und von den Fremden, die in Israel als Fremde wohnen, der [eins] von
seinen Kindern dem Moloch gibt, muß getötet werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen. Lev20/3Lev Und ich werde mein Angesicht gegen diesen Mann richten und ihn aus der Mitte seines Volkes
ausrotten, weil er [eins] von seinen Kindern dem Moloch gegeben hat, mein Heiligtum unrein zu machen und meinen heiligen Namen zu entweihen. Lev20/4Lev Und wenn das Volk des Landes seine Augen
irgend verhüllt vor diesem Mann, wenn er von seinen Kindern [eins] dem Moloch gibt, so dass es ihn nicht tötet, Lev20/5Lev so werde ich mein Angesicht gegen diesen Mann richten und gegen seine
Sippe und werde ihn und alle, die ihm nachhuren, um dem Moloch nachzuhuren, ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. Lev20/6Lev Und die Person, die sich zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern
wendet, um ihnen nachzuhuren, gegen diese Person werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. - Lev20/7Lev So sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn
ich bin der HERR, euer Gott, Lev20/8Lev und sollt meine Ordnungen einhalten und sie tun. Ich bin der HERR, der euch heiligt.
Lev20/9Lev Wenn irgend jemand seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muß er getötet werden; er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht, ihr Blut ist auf ihm.
Lev20/10Lev Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn ein Mann Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, müssen der Ehebrecher und die Ehebrecherin getötet werden.
V. 11-23: Kap. 18,6-30.
Lev20/11Lev Und wenn ein Mann bei der Frau seines Vaters liegt: er hat die Blöße seines Vaters aufgedeckt, beide müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen. Lev20/212Lev Und wenn ein Mann bei
seiner Schwiegertochter liegt, müssen beide getötet werden. Sie haben eine schändliche Befleckung verübt, ihr Blut ist auf ihnen. Lev20/13Lev Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei
einer Frau liegt, [dann] haben beide einen Greuel verübt. Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen. Lev20/14Lev Und wenn ein Mann eine Frau nimmt und ihre Mutter, das ist eine Schandtat;
man soll ihn und sie mit Feuer verbrennen, damit keine Schandtat in eurer Mitte sei. Lev20/15Lev Und wenn ein Mann bei einem Vieh liegt, soll er unbedingt getötet werden, und das Vieh sollt ihr
umbringen. Lev20/16Lev Und wenn eine Frau sich irgendeinem Vieh nähert, damit es sie begatte, dann sollst du die Frau und das Vieh umbringen. Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.
Lev20/17Lev Und wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und er sieht ihre Blöße, und sie sieht seine Blöße: das ist eine Schande, und sie
sollen ausgerottet werden vor den Augen der Kinder ihres Volkes. Er hat die Blöße seiner Schwester aufgedeckt, er soll seine Schuld tragen. Lev20/18Lev Und wenn ein Mann bei einer kranken Frau
liegt und ihre Blöße aufdeckt, so hat er ihre Quelle enthüllt, und sie hat die Quelle ihres Blutes aufgedeckt. Sie sollen beide ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes. Lev20/19Lev Und die
Blöße der Schwester deiner Mutter und der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; denn wer das tut, hat seine Blutsverwandte entblößt: sie sollen ihre Schuld tragen. Lev20/20Lev Und
wenn ein Mann bei der Frau seines Onkels liegt, hat er die Blöße seines Onkels aufgedeckt. Sie sollen ihre Sünde tragen, kinderlos sollen sie sterben. Lev20/21Lev Und wenn ein Mann die Frau
seines Bruders nimmt: das ist eine Befleckung. Er hat die Blöße seines Bruders aufgedeckt, sie sollen kinderlos sein.
Lev20/22Lev Und ihr sollt all meine Ordnungen und all meine Rechtsbestimmungen halten und sie tun, damit euch das Land nicht ausspeit, in das ich euch bringe, darin zu wohnen. Lev20/23Lev Und ihr
sollt nicht in den Ordnungen der Nation leben, die ich vor euch vertreibe; denn alle diese Dinge haben sie getan, und sie sind mir zum Ekel geworden. Lev20/24Lev Und ich habe zu euch gesagt: Ihr
sollt ihr Land besitzen, und ich werde es euch zum Besitz geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch von den Völkern ausgesondert habe.
Lev20/25Lev Und ihr sollt unterscheiden zwischen dem reinen Vieh und dem unreinen, zwischen den unreinen Vögeln und den reinen, und sollt euch selbst nicht zu etwas Abscheulichem machen durch das
Vieh und durch die Vögel und durch alles, was sich auf dem Erdboden regt, das ich euch als unrein ausgesondert habe. Lev20/26Lev Und ihr sollt mir heilig sein, denn ich bin heilig, ich, der HERR.
Und ich habe euch von den Völkern ausgesondert, um mein zu sein. Lev20/27Lev Und wenn in einem Mann oder einer Frau ein Totengeist oder Wahrsagergeist ist, sie müssen getötet werden. Man soll sie
steinigen; ihr Blut ist auf ihnen.
Anforderungen an die Priester.
\21\
Lev21/1Lev Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu den Priestern, den Söhnen Aarons, und sage zu ihnen: Keiner von ihnen darf sich an einer Leiche unrein machen unter seinen Volksgenossen:
Lev21/2Lev außer an seiner Blutsverwandtschaft, die ihm nahesteht: an seiner Mutter und an seinem Vater, seinem Sohn, seiner Tochter und seinem Bruder Lev21/3Lev und an seiner Schwester, der
Jungfrau, die ihm nahesteht, die noch keinem Mann [zu eigen] geworden ist: wegen dieser darf er sich unrein machen. Lev21/4Lev Er darf sich nicht unrein machen als Herr unter seinen
Volksgenossen, sich zu entweihen. Lev21/5Lev Sie sollen keine Glatze auf ihrem Kopf scheren, und den Rand ihres Bartes sollen sie nicht abscheren, und an ihrem Fleische sollen sie keine
Einschnitte machen. Lev21/6Lev Sie sollen ihrem Gott heilig sein, und den Namen ihres Gottes sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer des HERRN, das Brot ihres Gottes, bringen sie dar; und
sie sollen heilig sein. Lev21/7Lev Eine Hure und eine Entehrte sollen sie nicht [zur Frau] nehmen, und eine von ihrem Mann verstoßene Frau sollen sie nicht nehmen; denn heilig ist er seinem Gott.
Lev21/8Lev Und du sollst ihn für heilig achten, denn das Brot deines Gottes bringt er dar. Er soll dir heilig sein; denn heilig bin ich, der HERR, der euch heiligt. Lev21/9Lev Und wenn die
Tochter eines Priesters sich durch Hurerei entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll mit Feuer verbrannt werden. - Lev21/10Lev Und der Hohepriester unter seinen Brüdern, auf dessen Kopf das
Salböl gegossen worden und der geweiht ist, um die [heiligen] Kleider anzulegen, soll seinen Kopf nicht ungepflegt lassen und soll seine Kleider nicht zerreißen. Lev21/11Lev Und er soll zu keiner
Leiche kommen; um seines Vaters und um seiner Mutter willen soll er sich nicht unrein machen. Lev21/12Lev Und aus dem Heiligtum soll er nicht hinausgehen und nicht [so] das Heiligtum seines
Gottes entweihen; denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HERR. Lev21/13Lev Und er soll eine Frau in ihrer Jungfrauschaft nehmen. Lev21/14Lev Eine Witwe und eine
Verstoßene und eine Entehrte, eine Hure, diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinen Volksgenossen soll er zur Frau nehmen. Lev21/15Lev Und er soll seinen Samen nicht entweihen
unter seinen Volksgenossen; denn ich bin der HERR, der ihn heiligt.
Lev21/16Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev21/17Lev Rede zu Aaron: Jemand von deinen Nachkommen bei ihren Generationen, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, um das Brot seines Gottes
darzubringen; Lev21/18Lev denn jedermann, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, [sei es] ein blinder Mann oder ein lahmer oder einer mit gespaltener Nase oder der ein Glied zu lang hat,
Lev21/19Lev oder ein Mann, der einen Bruch am Fuß oder einen Bruch an der Hand hat, Lev21/20Lev oder ein Buckliger oder ein Zwerg oder der einen [weißen] Flecken in seinem Auge hat oder der die
Krätze oder Flechte oder der zerdrückte Hoden hat. Lev21/21Lev Jedermann von den Nachkommen des Priesters Aaron, der einen Makel hat, soll nicht herantreten, die Feueropfer des HERRN
darzubringen. Ein Makel ist an ihm, er soll nicht herzutreten, das Brot seines Gottes darzubringen. Lev21/22Lev Das Brot seines Gottes von dem Hochheiligen und von dem Heiligen mag er essen.
Lev21/23Lev Nur zum Vorhang soll er nicht kommen, und an den Altar soll er nicht herantreten, denn ein Makel ist an ihm, dass er nicht meine Heiligtümer entweiht; denn ich bin der HERR, der sie
heiligt.
Lev21/24Lev Und so redete Mose zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel.
Verordnungen über das Essen der Opfer.
\22\
Lev22/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev22/2Lev Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen, dass sie sich enthalten von den heiligen Dingen der Söhne Israel, die sie mir heiligen, und meinen heiligen
Namen nicht entweihen. Ich bin der HERR. Lev22/3Lev Sage zu ihnen: Wer irgend von all euren Nachkommen, bei euren Generationen, sich den heiligen Dingen nähert, die die Söhne Israel dem HERRN
heiligen, und seine Unreinheit ist an ihm, diese Person soll ausgerottet werden vor meinem Angesicht hinweg. Ich bin der HERR. Lev22/4Lev Jedermann von den Nachkommen Aarons, der aussätzig ist
oder an Schleimfluß leidet, soll nicht von den heiligen Dingen essen, bis er rein ist. Und wer irgendeinen berührt, der durch eine Leiche unrein gemacht ist, oder jemanden, dem der Samenerguß
entgeht, Lev22/5Lev oder wer irgend ein kriechendes Tier berührt, das für ihn unrein ist, oder einen Menschen, der für ihn unrein ist, durch jegliche Unreinheit, die er hat: Lev22/6Lev einer, der
solches berührt, der wird bis zum Abend unrein sein. Er darf nicht von den heiligen Dingen essen, sondern soll sein Fleisch im Wasser baden; Lev22/7Lev und ist die Sonne untergegangen, dann ist
er rein. Danach darf er von den heiligen Dingen essen, denn es ist sein Brot. Lev22/8Lev Aas und Zerrissenes darf er nicht essen, dass er sich dadurch unrein macht. Ich bin der HERR. Lev22/9Lev
Und sie sollen meine Vorschriften beachten, damit sie nicht deswegen Sünde auf sich laden und dadurch sterben, weil sie es entweihen. Ich bin der HERR, der sie heiligt.
Lev22/10Lev Und kein Fremder darf Heiliges essen. Der Beisasse und der Tagelöhner eines Priesters dürfen nicht Heiliges essen. Lev22/11Lev Wenn aber ein Priester eine Person mit seinem Geld als
Eigentum erwirbt, [dann] darf diese davon essen; und seine Hausgeborenen, [auch] sie dürfen von seinem Brot essen. Lev22/12Lev Und wenn die Tochter eines Priesters [die Frau] eines fremden Mannes
wird, darf sie nicht von dem Hebopfer der heiligen Dinge essen. Lev22/13Lev Wenn aber die Tochter eines Priesters Witwe oder verstoßen wird und keine Kinder hat und in das Haus ihres Vaters
zurückkehrt wie in ihrer Jugend, [dann] darf sie vom Brot ihres Vaters essen. Aber kein Fremder darf davon essen. Lev22/14Lev Und wenn jemand aus Versehen Heiliges ißt, dann soll er ein Fünftel
davon hinzufügen und dem Priester das Heilige erstatten. Lev22/15Lev Und man darf die heiligen Dinge der Söhne Israel nicht entweihen, die sie dem HERRN abheben, Lev22/16Lev und ihnen so die
Sünde einer Schuld aufladen, wenn sie ihre heiligen Dinge essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
Lev22/17Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev22/18Lev Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel und sage zu ihnen: Jedermann vom Haus Israel und von den Fremden in Israel, der
seine Opfergabe darbringt, nach all ihren Gelübden und nach all ihren freiwilligen Gaben, die sie dem HERRN als Brandopfer darbringen, - Lev22/19Lev zum Wohlgefallen für euch soll es sein, ohne
Fehler, männlich, von den Rindern, von den Schafen oder von den Ziegen. Lev22/20Lev Alles, woran ein Makel ist, dürft ihr nicht darbringen, denn es wird nicht zum Wohlgefallen für euch sein.
Lev22/21Lev Und wenn jemand dem HERRN ein Heilsopfer darbringt, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe, vom Rind- oder vom Kleinvieh: ohne Fehler soll es sein, zum Wohlgefallen;
keinerlei Makel darf an ihm sein. Lev22/22Lev Ein blindes oder verletztes oder verstümmeltes Tier oder [eines], das eine Warze oder die Krätze oder die Flechte hat, diese dürft ihr dem HERRN
nicht darbringen, und [ihr] sollt dem HERRN keine Feueropfer davon auf den Altar geben. Lev22/23Lev Und einen Stier oder ein Schaf mit einem zu langen Glied oder abgehauenen Schwanz, das magst du
als freiwillige Gabe opfern; aber zu einem Gelübde wird es nicht als wohlgefällig betrachtet werden. Lev22/24Lev Und dem die Hoden zerquetscht oder zerstoßen oder ausgerissen oder ausgeschnitten
sind, dürft ihr dem HERRN nicht darbringen; und in eurem Land sollt ihr [so etwas] nicht tun. Lev22/25Lev Und aus der Hand eines Ausländers dürft ihr nichts von diesen [Tieren kaufen und davon]
die Speise eures Gottes darbringen; denn ihr Schaden ist an ihnen, ein Makel ist an ihnen. Sie werden nicht als wohlgefällig für euch betrachtet werden.
Lev22/26Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev22/27Lev Wenn ein Stier oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird, dann soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein. Und vom achten Tag an und
weiterhin wird es als wohlgefällig betrachtet werden zur Opfergabe eines Feueropfers für den HERRN. - Lev22/28Lev Und ein Rind oder ein Schaf, es selbst und sein Junges dürft ihr nicht an einem
Tag schlachten. - Lev22/29Lev Und wenn ihr dem HERRN ein Dankopfer schlachtet, sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch schlachten: Lev22/30Lev An demselben Tag soll es gegessen werden. Ihr sollt
nichts davon bis zum [nächsten] Morgen übriglassen. Ich bin der HERR. Lev22/31Lev Und ihr sollt meine Gebote halten und sie tun. Ich bin der HERR. Lev22/32Lev Und ihr sollt meinen heiligen Namen
nicht entweihen, damit ich geheiligt werde in der Mitte der Söhne Israel. Ich bin der HERR, der euch heiligt, Lev22/33Lev der euch aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, um euer Gott zu sein.
Ich bin der HERR.
Feste des HERRN.
\23\
Lev23/1LevUnd der HERR redete zu Mose: Lev23/2Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste sind
diese:
Lev23/3Lev Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tag ist ein ganz feierlicher Sabbat, eine heilige Versammlung. Keinerlei Arbeit dürft ihr tun; es ist ein Sabbat für den HERRN in all
euren Wohnsitzen.
Lev23/4Lev Dies sind die Feste des HERRN, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit: Lev23/5Lev Im ersten Monat, am Vierzehnten des Monats, zwischen den zwei Abenden,
ist Passah (Jesus stirbt am Kreuz auf Golgatha: Jesus Christus starb am Kreuz wegen der Übertretungen und Sünden, wegen der Krankheiten und wegen der Flüche, wegen des Sieges über den Teufel,
wegen der Zunichtemachung des Teufels, der der Lügner, der Durcheinanderbringer und der Verleumder und der Verkläger ist, und wegen der Macht des Todes), dem HERRN. Lev23/6Lev Am fünfzehnten Tag
dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote (Begräbnis Jesu; Jesus war wirklich tot) dem HERRN; sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Lev23/7Lev Am ersten Tag soll für euch eine
heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun. Lev23/8Lev Und ihr sollt dem HERRN sieben Tage [lang] ein Feueropfer darbringen. Am siebten Tag ist eine heilige Versammlung,
keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.
Lev23/9Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev23/10Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine
Garbe der Erstlinge (Auferstehung Jesu! Er ist wahrhaftig auferstanden!) eurer Ernte zum Priester bringen. Lev23/11Lev Und er soll die Garbe vor dem HERRN schwingen zum Wohlgefallen für euch; am
andern Tag nach dem Sabbat soll der Priester sie schwingen. Lev23/12Lev Und ihr sollt an dem Tag, an dem ihr die Garbe schwingt, ein einjähriges Lamm ohne Fehler zum Brandopfer für den HERRN
opfern; Lev23/13Lev und sein Speisopfer: zwei Zehntel Weizengrieß, mit Öl gemengt, ein Feueropfer für den HERRN, ein wohlgefälliger Geruch; und sein Trankopfer: ein viertel Hin Wein. Lev23/14Lev
Und Brot und geröstete Körner und Jungkorn dürft ihr nicht essen bis zu eben diesem Tag, bis ihr die Opfergabe eures Gottes gebracht habt: eine ewige Ordnung für eure Generationen in all euren
Wohnsitzen.
Lev23/15Lev Und ihr sollt für euch zählen von dem Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, an dem ihr die Garbe fürs Schwingopfer gebracht habt: es sollen sieben volle Wochen sein. Lev23/16Lev Bis zum
andern Tag nach dem siebten Sabbat sollt ihr fünfzig Tage (Wochenfest: Pfingsten: Geburt der Ekklesia, der Gemeinde Jesu!) zählen. Dann sollt ihr dem HERRN ein neues Speisopfer darbringen.
Lev23/17Lev Aus euren Wohnungen sollt ihr Brot fürs Schwingopfer bringen, zwei von zwei Zehnteln Weizengrieß sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge für den HERRN.
Lev23/18Lev Und ihr sollt zu dem Brot hinzu sieben einjährige Lämmer (siebenmal Jesus, das Lamm: Jesus wird groß gemacht: Der Heilige Geist und dein Pfingsten macht Jesus groß und verherrlicht
Jesus!) ohne Fehler darbringen und einen Jungstier und zwei Widder, sie sollen ein Brandopfer für den HERRN sein, dazu ihr Speisopfer und ihre Trankopfer: ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch
für den HERRN. Lev23/19Lev Und ihr sollt einen Ziegenbock zum Sündopfer opfern und zwei einjährige Lämmer zum Heilsopfer. Lev23/20Lev Und der Priester soll sie schwingen mit dem Erstlingsbrot als
Schwingopfer vor dem HERRN, mit den zwei Lämmern; sie sollen dem HERRN heilig sein für den Priester. Lev23/21Lev Und ihr sollt an eben diesem Tag einen Ruf ergehen lassen - eine heilige
Versammlung soll euch sein. Keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun: eine ewige Ordnung in all euren Wohnsitzen für eure Generationen. - Lev23/22Lev Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet,
darfst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten, und du sollst keine Nachlese deiner Ernte halten; für den Elenden und für den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer
Gott.
V. 23-25: 4Mo 29,1-6.
Lev23/23Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev23/24Lev Rede zu den Söhnen Israel: Im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch Ruhe sein, eine Erinnerung durch Lärm[blasen] (Fest des
Posaunenhalls oder des Schofarblasens), eine heilige Versammlung. Lev23/25Lev Keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun, und ihr sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen.
V. 26-32: 4Mo 29,7-11.
Lev23/26Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev23/27Lev Doch am Zehnten dieses siebten Monats, da ist der Versöhnungstag. Eine heilige Versammlung soll [er] für euch sein, und ihr sollt euch selbst
demütigen und sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen. Lev23/28Lev Und keinerlei Arbeit dürft ihr tun an eben diesem Tag; denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu erwirken vor dem
HERRN, eurem Gott. Lev23/29Lev Denn jede Person, die sich nicht demütigt an eben diesem Tag, die soll ausgerottet werden aus ihren Völkern. Lev23/30Lev Und jede Person, die irgendeine Arbeit tut
an eben diesem Tag, eben diese Person werde ich umkommen lassen aus der Mitte ihres Volkes. Lev23/31Lev Keinerlei Arbeit dürft ihr tun: eine ewige Ordnung für eure Generationen in all euren
Wohnsitzen. Lev23/32Lev Ein ganz feierlicher Sabbat soll er für euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen. Am Neunten des Monats, am Abend, vom Abend bis zum Abend, sollt ihr euren Sabbat
feiern.
V. 33-43: 4Mo 29,12-38.
Lev23/33Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev23/34Lev Rede zu den Söhnen Israel: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats ist das Fest der Laubhütten sieben Tage für den HERRN. Lev23/35Lev Am
ersten Tag soll eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun. Lev23/36Lev Sieben Tage sollt ihr dem HERRN ein Feueropfer darbringen. Am achten Tag soll für euch eine
heilige Versammlung sein, und ihr sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen: es ist eine Festversammlung, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.
Lev23/37Lev Das sind die Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer und Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, die
Gebühr des Tages an seinem Tag: Lev23/38Lev außer den Sabbaten des HERRN und außer euren Gaben und außer all euren Gelübden und außer all euren freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt.
Lev23/39Lev Doch am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt, sollt ihr sieben Tage das Fest des HERRN feiern. Am ersten Tag soll Ruhe sein, und am
achten Tag soll Ruhe sein. Lev23/40Lev Und ihr sollt euch am ersten Tag prächtige Baumfrüchte nehmen, Palmwedel und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und von Bachpappeln und sollt euch vor dem
HERRN, eurem Gott, sieben Tage freuen. Lev23/41Lev Und ihr sollt es sieben Tage im Jahr als Fest für den HERRN feiern: eine ewige Ordnung für eure Generationen; im siebten Monat sollt ihr es
feiern. Lev23/42Lev In Laubhütten sollt ihr wohnen sieben Tage. Alle Einheimischen in Israel sollen in Laubhütten wohnen, Lev23/43Lev damit eure Generationen wissen, dass ich die Söhne Israel in
Laubhütten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte. Ich bin der HERR, euer Gott. - Lev23/44Lev Und Mose sagte den Söhnen Israel die Feste des HERRN. \24\
Lev24/1Lev Verordnungen über die Leuchter und Schaubrote.
Und der HERR redete zu Mose: Lev24/2Lev Befiehl den Söhnen Israel, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven bringen für die Leuchter, damit man beständig eine Lampe darauf setzen kann.
Lev24/3Lev Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses, im Zelt der Begegnung, soll Aaron sie beständig herrichten, vom Abend bis zum Morgen, vor dem HERRN: eine ewige Ordnung für eure Generationen.
Lev24/4Lev Auf dem reinen Lampenständer soll er die Lampen beständig vor dem HERRN zurichten.
Lev24/5Lev Und du sollst Weizengrieß nehmen und daraus zwölf Kuchen backen: von zwei zehntel [Efa] soll ein Kuchen sein. Lev24/6Lev Und du sollst sie in zwei Schichten legen, sechs in jede
Schicht, auf den reinen Tisch vor dem HERRN. Lev24/7Lev Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll dem Brot als Askara (d. i. Weihrauch) dienen, ein Feueropfer dem HERRN.
Lev24/8Lev Sabbattag für Sabbattag soll er es regelmäßig vor dem HERRN zurichten: ein ewiger Bund bei den Söhnen Israel. Lev24/9Lev Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören, und sie sollen es
an heiliger Stätte essen; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN soll es ihm gehören: eine ewige Ordnung.
Lev24/10Lev Gesetz über Gotteslästerung, Totschlag und Körperverletzung.
Und der Sohn einer israelitischen Frau - er war aber der Sohn eines ägyptischen Mannes - ging unter die Söhne Israel aus. Und der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann rauften sich im
Lager. Lev24/11Lev Und der Sohn der israelitischen Frau lästerte den Namen [des HERRN] und verfluchte [ihn]. Da brachten sie ihn zu Mose. Der Name seiner Mutter aber war Schelomit, die Tochter
des Dibri, vom Stamm Dan. Lev24/12Lev Und sie legten ihn in Gewahrsam, damit ihnen nach dem Mund des HERRN Bescheid gegeben würde. Lev24/13Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev24/14Lev Führe den
Flucher nach draußen vor das Lager! Und alle, die es gehört haben, sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Lev24/15Lev Und zu den Söhnen Israel sollst
du reden: Wenn irgend jemand seinen Gott verflucht, dann soll er seine Sünde tragen. Lev24/16Lev Und wer den Namen des HERRN lästert, muß getötet werden, die ganze Gemeinde muß ihn steinigen; wie
der Fremde, so der Einheimische: wenn er den Namen lästert, soll er getötet werden. Lev24/17Lev Wenn jemand irgendeinen Menschen totschlägt, muß er getötet werden. Lev24/18Lev Wer ein [Stück]
Vieh totschlägt, soll er es erstatten: Leben um Leben. Lev24/19Lev Wenn jemand seinem Nächsten einen Schaden zufügt: wie er getan hat, so soll ihm getan werden: Lev24/20Lev Bruch um Bruch, Auge
um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen einen Schaden zufügt, so soll ihm zugefügt werden. Lev24/21Lev Wer ein [Stück] Vieh totschlägt, soll es erstatten; wer aber einen Menschen totschlägt,
soll getötet werden. Lev24/22Lev Ein Recht sollt ihr haben: wie der Fremde, so soll der Einheimische sein; denn ich bin der HERR, euer Gott. - Lev24/23Lev Und Mose redete zu den Söhnen Israel,
und sie führten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn; und die Söhne Israel taten, wie der HERR dem Mose befohlen hatte.
Sabbat- und Jobeljahr.
\25\
Lev25/1Lev Und der HERR redete auf dem Berg Sinai zu Mose: Lev25/2Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, dann soll das Land dem
HERRN einen Sabbat feiern. Lev25/3Lev Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes einsammeln. Lev25/4Lev Aber im siebten Jahr soll
ein ganz feierlicher Sabbat für das Land sein; ein Sabbat dem HERRN. Dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden, Lev25/5Lev den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht
einernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht abschneiden. Ein Jahr der Sabbatfeier soll es für das Land sein. Lev25/6Lev Und der Sabbat[ertrag] des Landes soll
euch zur Speise dienen, dir und deinem Knecht und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem Beisassen, die sich bei dir aufhalten. Lev25/7Lev Auch deinem Vieh und den wilden Tieren, die in
deinem Land sind, soll all sein Ertrag zur Speise dienen.
Lev25/8Lev Und du sollst dir sieben Sabbatjahre zählen, siebenmal sieben Jahre, so dass die Tage von sieben Sabbatjahren dir 49 Jahre ausmachen. Lev25/9Lev Und du sollst im siebten Monat, am
Zehnten des Monats, ein Lärmhorn erschallen lassen; an dem Versöhnungstag sollt ihr ein Horn durch euer ganzes Land erschallen lassen. Lev25/10Lev Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres
heiligen und sollt im Land Freilassung für all seine Bewohner ausrufen. Ein Jobel[jahr] soll es euch sein, und ihr werdet jeder wieder zu seinem Eigentum kommen und jeder zu seiner Sippe
zurückkehren. Lev25/11Lev Ein Jobel[jahr] soll dieses, das Jahr des fünfzigsten Jahres, für euch sein. Ihr dürft nicht säen und seinen Nachwuchs nicht ernten und seine unbeschnittenen Weinstöcke
nicht abernten; Lev25/12Lev denn ein Jobel[jahr] ist es: es soll euch heilig sein. Vom Feld weg sollt ihr seinen Ertrag essen. Lev25/13Lev In diesem Jahr des Jobels sollt ihr jeder wieder zu
seinem Eigentum kommen.
Lev25/14Lev Und wenn ihr etwas verkauft - [sei es] ein Verkauf an deinen Nächsten oder ein Kaufen aus der Hand deines Nächsten -, dann sollt ihr euch gegenseitig nicht übervorteilen. Lev25/15Lev
Nach der Zahl der Jahre seit dem Jobel[jahr] sollst du von deinem Nächsten kaufen, nach der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen. Lev25/16Lev Nach dem Verhältnis der größeren Zahl von Jahren
sollst du ihm den Kaufpreis vergrößern, und nach dem Verhältnis der geringeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis verringern; denn eine Zahl von Ernten verkauft er dir. Lev25/17Lev Und
so soll keiner von euch seinen Nächsten übervorteilen. Und du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott. Lev25/18Lev So führt meine Ordnungen aus und haltet meine
Rechtsbestimmungen und tut sie, dann werdet ihr in eurem Land sicher wohnen! Lev25/19Lev Und das Land wird seine Frucht geben, und ihr werdet essen bis zur Sättigung und sicher in ihm wohnen.
Lev25/20Lev Und wenn ihr sagt: Was sollen wir im siebten Jahr essen? - siehe, wir säen nicht, und unsern Ertrag sammeln wir nicht ein -: Lev25/21Lev Ich werde im sechsten Jahr meinen Segen für
euch aufbieten, dass es den Ertrag für drei Jahre bringt. Lev25/22Lev Und wenn ihr im achten Jahr sät, werdet ihr [noch] vom Ertrag [des sechsten Jahres] essen. Bis ins neunte Jahr, bis sein
Ertrag einkommt, werdet ihr altes [Getreide] essen.
Lev25/23Lev Und das Land soll nicht endgültig verkauft werden, denn mir gehört das Land; denn Fremde und Beisassen seid ihr bei mir. Lev25/24Lev Und im ganzen Land eures Eigentums sollt ihr für
das Land Loskauf gestatten.
Lev25/25Lev Wenn dein Bruder verarmt und [etwas] von seinem Eigentum verkauft, dann soll als sein Löser sein nächster Verwandter kommen und das Verkaufte seines Bruders einlösen. Lev25/26Lev Wenn
aber jemand keinen Löser hat, und seine Hand bringt auf und findet, was zu seinem Loskauf ausreicht, Lev25/27Lev dann soll er die Jahre seines Verkaufs berechnen und das, was darüber hinausgeht,
dem Mann zurückzahlen, an den er verkauft hat, und so wieder zu seinem Eigentum kommen. Lev25/28Lev Und wenn seine Hand das Ausreichende nicht gefunden hat, um ihm zurückzuzahlen, dann soll das
von ihm Verkaufte in der Hand dessen, der es kauft, bleiben bis zum Jobeljahr; und im Jobel[jahr] soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.
Lev25/29Lev Und wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, soll sein Lösungsrecht bestehen bis zum Ende des Jahres seines Verkaufs; eine bestimmte Zeit soll sein Lösungsrecht
bestehen. Lev25/30Lev Wenn es aber nicht gelöst wird, bis ihm ein ganzes Jahr voll ist, dann soll das Haus, das in der ummauerten Stadt ist, endgültig dem, der es kaufte, verbleiben für seine
Generationen; es soll im Jobel[jahr] nicht frei ausgehen. Lev25/31Lev Aber die Häuser der Dörfer, die keine Mauer ringsum haben, sollen zum Feld des Landes gerechnet werden. Es soll Lösungsrecht
für ein solches [Haus] bestehen, und im Jobel[jahr] wird es frei ausgehen. Lev25/32Lev Und was die Städte der Leviten, die Häuser der Städte ihres Eigentums betrifft, so soll es ein ewiges
Lösungsrecht für die Leviten geben, Lev25/33Lev und zwar so: [Einer] von den Leviten mag es einlösen, oder das vom Haus und der Stadt seines Besitzers Verkaufte mag im Jobel[jahr] frei ausgehen.
Denn die Häuser der Levitenstädte sind ihr Eigentum unter den Söhnen Israel. Lev25/34Lev Aber das Feld des Weideplatzes ihrer Städte darf nicht verkauft werden, denn es gehört ihnen als ewiges
Eigentum.
Lev25/35Lev Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand neben dir wankend wird, dann sollst du ihn unterstützen [wie] den Fremden und Beisassen, damit er neben dir leben kann. Lev25/36Lev Du
sollst nicht Zins und Aufschlag von ihm nehmen und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt. Lev25/37Lev Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins geben, und deine
Nahrungsmittel sollst du nicht gegen Aufschlag geben. Lev25/38Lev Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben, um euer Gott
zu sein.
Lev25/39Lev Und wenn dein Bruder bei dir verarmt und sich dir verkauft, sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen. Lev25/40Lev Wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse soll er bei dir sein; bis
zum Jobeljahr soll er bei dir dienen. Lev25/41Lev Dann soll er frei von dir ausgehen, er und seine Kinder mit ihm, und zu seiner Sippe zurückkehren und wieder zum Eigentum seiner Väter kommen.
Lev25/42Lev Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Land Ägypten herausgeführt habe. Sie sollen nicht verkauft werden, wie man Sklaven verkauft. Lev25/43Lev Du sollst nicht mit Gewalt über
ihn herrschen und sollst dich fürchten vor deinem Gott. Lev25/44Lev Was aber deinen Knecht und deine Magd betrifft, die du haben wirst: von den Nationen, die rings um euch her [leben], von ihnen
mögt ihr Knecht und Magd kaufen. Lev25/45Lev Und auch von den Kindern der Beisassen, die als Fremde bei euch wohnen, von ihnen mögt ihr kaufen und von ihrer Sippe, die bei euch ist, die sie in
eurem Land gezeugt haben; und sie mögen euch zum Eigentum sein, Lev25/46Lev und ihr mögt sie euren Söhnen nach euch vererben, um sie als Eigentum zu besitzen. Diese mögt ihr für ewig dienen
lassen. Aber über eure Brüder, die Söhne Israel, sollt ihr nicht einer über den andern mit Gewalt herrschen.
Lev25/47Lev Wenn aber die Hand eines Fremden oder eines Beisassen neben dir etwas erreicht und [wenn] dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremden verkauft, dem Beisassen neben dir oder
einem Abkömmling aus der Sippe des Fremden, Lev25/48Lev dann soll, nachdem er sich verkauft hat, Lösungsrecht für ihn bestehen. Einer von seinen Brüdern soll ihn einlösen. Lev25/49Lev Entweder
sein Onkel oder der Sohn seines Onkels soll ihn einlösen, oder einer von seinen nächsten Blutsverwandten aus seiner Sippe soll ihn einlösen; oder kann seine Hand [es wieder] aufbringen, dann soll
er sich selbst einlösen. Lev25/50Lev Und er soll mit seinem Käufer von dem Jahr an rechnen, in dem er sich ihm verkauft hat, bis zum Jobeljahr. Und der Preis, um den er sich verkauft hat, soll
der Zahl der Jahre entsprechen; nach den Tagen eines Tagelöhners soll er bei ihm sein. Lev25/51Lev Wenn es noch viele Jahre sind, soll er nach ihrem Verhältnis seinen Loskauf von seinem Kaufgeld
zurückzahlen. Lev25/52Lev Und wenn wenig übrig ist an den Jahren bis zum Jobeljahr, dann soll er es ihm berechnen: nach dem Verhältnis seiner Jahre soll er seinen Loskauf zurückzahlen.
Lev25/53Lev Wie ein Tagelöhner soll er Jahr für Jahr bei ihm sein. Er darf vor deinen Augen nicht mit Gewalt über ihn herrschen. Lev25/54Lev Und wenn er nicht in dieser Weise eingelöst wird, dann
soll er im Jobeljahr frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm. Lev25/55Lev Denn mir gehören die Söhne Israel als Knechte. Meine Knechte sind sie, die ich aus dem Land Ägypten herausgeführt
habe. Ich bin der HERR, euer Gott.
Segen und Fluch.
\26\
Lev26/1Lev Ihr sollt euch keine Götzen machen, und ein Götterbild und einen Gedenkstein sollt ihr euch nicht aufrichten, und keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Land hinstellen, um euch
davor anbetend niederzuwerfen; denn ich bin der HERR, euer Gott. Lev26/2Lev Meine Sabbate sollt ihr halten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin der HERR.
V. 3-13: 5Mo 28,1-14.
Lev26/3Lev Wenn ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Gebote haltet und sie tut, Lev26/4Lev dann werde ich euch die Regen[güsse] geben zu ihrer Zeit, und das Land wird seinen Ertrag geben, und
die Bäume des Feldes werden ihre Frucht geben. Lev26/5Lev Und die Dreschzeit wird bei euch bis zur Weinlese reichen, und die Weinlese wird bis zur Saatzeit reichen. Und ihr werdet euer Brot essen
bis zur Sättigung und werdet sicher in eurem Land wohnen. Lev26/6Lev Und ich werde Frieden im Land geben, dass ihr euch niederlegt und es niemand gibt, der [euch] aufschreckt. Und ich werde die
bösen Tiere aus dem Land austilgen, und das Schwert wird nicht durch euer Land gehen. Lev26/7Lev Und ihr werdet euren Feinden nachjagen, und sie werden vor euch durchs Schwert fallen. Lev26/8Lev
Fünf von euch werden hundert nachjagen, und hundert von euch werden zehntausend nachjagen, und eure Feinde werden vor euch durchs Schwert fallen. Lev26/9Lev Und ich werde mich zu euch wenden und
euch fruchtbar machen und euch mehren und meinen Bund mit euch aufrechterhalten. Lev26/10Lev Und ihr werdet das altgewordene alte [Getreide noch zu] essen [haben] und das alte vor dem neuen
wegräumen müssen. Lev26/11Lev Und ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele wird euch nicht verabscheuen. Lev26/12Lev Und ich werde in eurer Mitte leben und werde euer Gott
sein, und ihr werdet mein Volk sein. Lev26/13Lev Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, damit ihr nicht ihre Knechte sein solltet. Und ich habe die
Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen.
V. 14-39: 5Mo 28,15-68.
Lev26/14Lev Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und nicht all diese Gebote tut Lev26/15Lev und wenn ihr meine Ordnungen verwerft und eure Seele meine Rechtsbestimmungen verabscheut, so dass ihr
nicht alle meine Gebote tut und dass ihr meinen Bund brecht, Lev26/16Lev dann werde ich meinerseits euch dieses tun: Ich werde Entsetzen über euch verhängen, Schwindsucht und Fieberglut, die die
Augen erlöschen und die Seele verschmachten lassen. Und ihr werdet vergeblich euren Samen säen, denn eure Feinde werden ihn verzehren. Lev26/17Lev Und ich werde mein Angesicht gegen euch richten,
dass ihr vor euren Feinden geschlagen werdet. Und eure Hasser werden über euch herrschen, und ihr werdet fliehen, obwohl niemand euch nachjagt.
Lev26/18Lev Und wenn ihr mir daraufhin nicht gehorcht, dann werde ich fortfahren, euch zu züchtigen, [und zwar] siebenmal wegen eurer Sünden. Lev26/19Lev Und ich werde euren starken Hochmut
brechen und werde euren Himmel wie Eisen machen und eure Erde wie Bronze. Lev26/20Lev Und eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen, und euer Land wird seinen Ertrag nicht geben, und die Bäume des
Landes werden ihre Frucht nicht geben.
Lev26/21Lev Wenn ihr euch aber mir entgegenstellt und mir nicht gehorchen wollt, dann werde ich euch weiter schlagen, [und zwar] siebenfach nach euren Sünden. Lev26/22Lev Und ich werde die Tiere
des Feldes unter euch senden, dass sie euch kinderlos machen und euer Vieh ausrotten und euch [an Zahl] verringern, und eure Wege sollen öde werden.
Lev26/23Lev Und wenn ihr euch dadurch nicht von mir zurechtweisen laßt und euch mir entgegenstellt, Lev26/24Lev dann werde ich meinerseits mich euch entgegenstellen, und ich meinerseits werde
euch schlagen, [und zwar] siebenfach wegen eurer Sünden. Lev26/25Lev Und ich werde das Schwert über euch bringen, das die Rache des Bundes vollzieht. Und zieht ihr euch in eure Städte zurück,
dann werde ich die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes gegeben werden. Lev26/26Lev Wenn ich euch den Stab des Brotes zerbreche, werden zehn Frauen euer Brot in einem
Ofen backen, und sie werden euch das Brot zurückgeben nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und nicht satt werden.
Lev26/27Lev Und wenn ihr bei alldem mir nicht gehorcht und euch mir entgegenstellt, Lev26/28Lev dann werde ich mich euch im Grimm entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch züchtigen wegen
eurer Sünden, [und zwar] siebenfach. Lev26/29Lev Und ihr werdet das Fleisch eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer Töchter werdet ihr essen. Lev26/30Lev Und ich werde eure Höhen austilgen und
eure Räucheraltäre ausrotten, und ich werde eure Leichen auf die Leichen eurer Götzen werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen. Lev26/31Lev Und ich werde eure Städte zur Trümmerstätte
machen und eure Heiligtümer öde machen, und ich werde euren wohlgefälligen Geruch nicht riechen. Lev26/32Lev Und ich werde das Land öde machen, dass eure Feinde, die darin wohnen, sich darüber
entsetzen sollen. Lev26/33Lev Euch aber werde ich unter die Nationen zerstreuen, und ich werde das Schwert hinter euch herziehen. Euer Land wird eine Öde und eure Städte werden eine Trümmerstätte
sein. Lev26/34Lev Dann endlich wird das Land seine Sabbate ersetzt bekommen, all die Tage seiner Verödung, während ihr im Land eurer Feinde seid. Dann endlich wird das Land ruhen und seine
Sabbate ersetzt bekommen. Lev26/35Lev All die Tage seiner Verödung wird es ruhen, was es nicht an euren Sabbaten geruht hat, als ihr darin wohntet. Lev26/36Lev Und die Übriggebliebenen von euch -
in ihr Herz werde ich Verzagtheit bringen in den Ländern ihrer Feinde: und das Rauschen eines verwehten Blattes wird sie verfolgen, und sie werden fliehen, wie man vor dem Schwert flieht, und
fallen, obwohl niemand sie verfolgt. Lev26/37Lev Und sie werden einer über den andern hinstürzen wie vor dem Schwert, obwohl niemand sie verfolgt; und ihr werdet vor euren Feinden nicht
standhalten können. Lev26/38Lev Ihr werdet umkommen unter den Nationen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen. Lev26/39Lev Und die Übriggebliebenen von euch werden in den Ländern eurer
Feinde vergehen in ihrer Schuld und auch in der Schuld ihrer Väter mit ihnen vergehen.
Lev26/40Lev Und sie werden ihre Schuld bekennen und die Schuld ihrer Väter, die in ihrer Untreue [liegt], mit der sie an mir treulos gehandelt haben, und besonders darin, dass sie sich mir
entgegengestellt haben. Lev26/41Lev Ich meinerseits werde mich ihnen entgegenstellen und sie in das Land ihrer Feinde bringen, ob sich endlich ihr unbeschnittenes Herz demütigt und sie endlich
ihre Schuld bezahlen. Lev26/42Lev Dann werde ich an meinen Bund mit Jakob denken. Und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham werde ich denken, und an das Land werde ich
denken. Lev26/43Lev Denn das Land muß von ihnen verlassen sein, damit es in seiner Verödung ohne sie seine Sabbate ersetzt bekommt, und sie selbst werden ihre Schuld bezahlen, darum, ja deshalb,
weil sie meine Rechtsbestimmungen verworfen haben und ihre Seele meine Ordnungen verabscheut hat. Lev26/44Lev Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht
verwerfen und sie nicht verabscheuen, ein Ende mit ihnen zu machen, meinen Bund mit ihnen ungültig zu machen; denn ich bin der HERR, ihr Gott. Lev26/45Lev Und ich werde [zum Guten] für sie an
meinen Bund mit den Vorfahren denken, die ich aus dem Land Ägypten vor den Augen der Nationen herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin der HERR.
Lev26/46Lev Das sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen und die Gesetze, die der HERR zwischen sich und den Söhnen Israel auf dem Berg Sinai durch Mose gegeben hat.
Gesetz über Gelübde und Zehnten.
\27\
Lev27/1Lev Und der HERR redete zu Mose: Lev27/2Lev Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn jemand ein [besonderes] Gelübde leistet, dann sollen die Personen für den HERRN nach
[folgender] Schätzung [berechnet werden]: Lev27/3Lev Wenn deine Schätzung einen Mann von zwanzig Jahren bis zu sechzig Jahren betrifft, dann sei deine Schätzung fünfzig Schekel Silber, nach dem
Schekel des Heiligtums. Lev27/4Lev Und wenn es eine Frau ist, dann sei die Schätzung dreißig Schekel. Lev27/5Lev Und wenn es von fünf Jahren bis zu zwanzig Jahren ist, dann sei deine Schätzung
einer männlichen [Person] zwanzig Schekel und einer weiblichen zehn Schekel. Lev27/6Lev Und wenn es von einem Monat bis zu fünf Jahren ist, dann sei die Schätzung einer männlichen [Person] fünf
Schekel Silber und die Schätzung einer weiblichen drei Schekel Silber. Lev27/7Lev Und wenn es von sechzig Jahren und darüber ist, dann sei die Schätzung, wenn es eine männliche [Person] ist,
fünfzehn Schekel und für eine weibliche zehn Schekel. Lev27/8Lev Und wenn der, der das Gelübde getan hat, zu arm ist für die Schätzung, dann soll man ihn vor den Priester stellen, und der
Priester soll ihn schätzen; nach dem Verhältnis dessen, was die Hand des Gelobenden aufbringen kann, soll der Priester ihn schätzen.
Lev27/9Lev Und wenn es Vieh ist, von dem man dem HERRN eine Opfergabe darbringt, dann soll alles, was man dem HERRN davon gibt, heilig sein. Lev27/10Lev Man soll es nicht auswechseln und nicht
vertauschen, ein gutes gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Und wenn man dennoch Vieh gegen Vieh vertauscht, dann soll es selbst [heilig] bleiben, das eingetauschte aber wird
heilig werden. Lev27/11Lev Wenn es aber irgendein unreines Vieh ist, von dem man dem HERRN keine Opfergabe darbringt, dann soll man das Vieh vor den Priester stellen, Lev27/12Lev und der Priester
soll es schätzen, ob es gut oder schlecht ist; nach der Schätzung des Priesters, so soll es sein. Lev27/13Lev Wenn man es aber unbedingt [wieder] einlösen will, dann soll man zu der Schätzung ein
Fünftel hinzufügen.
Lev27/14Lev Und wenn jemand sein Haus als etwas Heiliges für den HERRN heiligt, dann soll es der Priester schätzen, ob es gut oder schlecht ist. Wie der Priester es schätzt, so soll es
feststehen. Lev27/15Lev Und wenn der Heiligende sein Haus einlösen will, dann soll er das Fünftel des Geldes der Schätzung darüber hinaus hinzufügen, und es soll ihm gehören.
Lev27/16Lev Und wenn jemand vom Feld seines Eigentums dem HERRN [etwas] heiligt, dann soll die Schätzung nach dem Verhältnis seiner Aussaat sein: ein Homer Gerste Aussaat für fünfzig Schekel
Silber. Lev27/17Lev Wenn er vom Jobeljahr an sein Feld heiligt, soll es gemäß der Schätzung feststehen. Lev27/18Lev Wenn er aber nach dem Jobel[jahr] sein Feld heiligt, dann soll der Priester ihm
das Geld berechnen nach dem Verhältnis der Jahre, die bis zum Jobeljahr übrig sind; das soll [dann] von der Schätzung abgezogen werden. Lev27/19Lev Wenn aber der Heiligende das Feld unbedingt
[wieder] einlösen will, dann soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber hinaus hinzufügen, und es soll ihm verbleiben. Lev27/20Lev Wenn er aber das Feld [bis zum Jobeljahr] nicht
einlöst oder wenn er das Feld an einen andern Mann verkauft, kann es nicht wieder eingelöst werden. Lev27/21Lev Und das Feld soll, wenn es im Jobeljahr frei ausgeht, für den HERRN heilig sein wie
ein gebanntes Feld. Es soll dem Priester als Eigentum gehören.
Lev27/22Lev Und wenn er ein von ihm gekauftes Feld, das nicht zum Feld seines Eigentums gehört, dem HERRN heiligt, Lev27/23Lev dann soll ihm der Priester den Betrag der Schätzung berechnen bis
zum Jobeljahr. Er soll die Schätzung am gleichen Tag als etwas für den HERRN Heiliges entrichten. Lev27/24Lev Im Jobeljahr soll das Feld wieder an den kommen, von dem er es gekauft hatte, an den,
dem das Land als sein Eigentum gehörte.
Lev27/25Lev Und alle Schätzung soll nach dem Schekel des Heiligtums geschehen; zwanzig Gera soll der Schekel sein.
Lev27/26Lev Nur das Erstgeborene unter dem Vieh, das als Erstgeburt dem HERRN gehört, das soll kein Mensch heiligen; sei es ein Rind oder ein Schaf, es gehört dem HERRN. Lev27/27Lev Wenn es aber
vom unreinen Vieh ist, dann soll man es auslösen nach der Schätzung und sein Fünftel darüber hinzufügen. Und wenn es nicht ausgelöst wird, dann soll es verkauft werden nach der Schätzung. -
Lev27/28Lev Jedoch alles Gebannte, das jemand für den HERRN mit dem Bann belegt, von allem, was ihm gehört, von Mensch oder Vieh oder vom Feld seines Eigentums, [das] darf nicht verkauft und
nicht eingelöst werden. Alles Gebannte ist dem HERRN hochheilig. Lev27/29Lev Alles Gebannte, das an Menschen mit dem Bann belegt wird, darf nicht ausgelöst werden: es muß getötet
werden.
Lev27/30Lev Und der ganze Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört dem HERRN; es ist dem HERRN heilig. Lev27/31Lev Wenn aber jemand von seinem Zehnten [irgend
etwas] einlösen will, dann soll er sein Fünftel hinzufügen. Lev27/32Lev Und der ganze Zehnte von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Stab vorüberzieht, das Zehnte soll für den HERRN
heilig sein. Lev27/33Lev Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht ist, und darf es nicht vertauschen. Wenn man es dennoch irgend vertauscht, wird es selbst [heilig] bleiben, das
Eingetauschte aber wird heilig werden; es darf nicht eingelöst werden.
Lev27/34Lev Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai an die Söhne Israel aufgetragen hat.
1.4 Viertes Buch Mose (Numeri).
Zählung der kampffähigen Männer.
\1\
Nume1/1Nume Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai im Zelt der Begegnung am ersten [Tag] des zweiten Monats, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten, und sprach:
Nume1/2Nume Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alles Männliche nach ihren Köpfen! Nume1/3Nume Von
zwanzig Jahren an und darüber, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel, die sollt ihr mustern nach ihren Heere[sverbände]n, du und Aaron! Nume1/4Nume Und je ein Mann für [jeden] Stamm soll bei
euch sein, ein Mann, der das Haupt von seinem Vaterhaus ist.
V. 5-15: Kap. 2,3-29; 7,12-78; 10,14-27; 1Mo 35,23-26; 1Chr 27,16-22.
Nume1/5Nume Und dies sind die Namen der Männer, die euch beistehen sollen: für Ruben: Elizur, der Sohn Schedeurs; Nume1/6Nume für Simeon: Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; Nume1/7Nume für Juda:
Nachschon, der Sohn Amminadabs; Nume1/8Nume für Issaschar: Netanel, der Sohn Zuars; Nume1/9Nume für Sebulon: Eliab, der Sohn Helons; Nume1/10Nume für die Söhne Josephs: für Ephraim: Elischama,
der Sohn Ammihuds; für Manasse: Gamliel, der Sohn Pedazurs; Nume1/11Nume für Benjamin: Abidan, der Sohn des Gidoni; Nume1/12Nume für Dan: Ahieser, der Sohn Ammischaddais; Nume1/13Nume für Asser:
Pagiel, der Sohn Ochrans; Nume1/14Nume für Gad: Eljasaf, der Sohn Deguels; Nume1/15Nume für Naftali: Ahira, der Sohn Enans. Nume1/16Nume Das sind die Berufenen der Gemeinde, die Fürsten der
Stämme ihrer Väter; sie waren die Häupter der Tausendschaften Israels. Nume1/17Nume Und Mose und Aaron nahmen diese mit Namen bezeichneten Männer, Nume1/18Nume und sie versammelten die ganze
Gemeinde am ersten [Tag] des zweiten Monats. Und sie ließen sich in die Geburtsverzeichnisse eintragen nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an
und darüber, nach ihrer Kopfzahl, Nume1/19Nume wie der HERR dem Mose geboten hatte. Und so musterte er sie in der Wüste Sinai.
V. 20-42: Kap. 26,5-57; 1Mo 35,23-26.
Nume1/20Nume Da waren die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Männliche
von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; Nume1/21Nume ihre Gemusterten vom Stamm Ruben waren 46 500.
Nume1/22Nume Von den Söhnen Simeons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, seine Gemusterten nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Männliche von zwanzig
Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; Nume1/23Nume ihre Nume1/24Nume Gemusterten vom Stamm Simeon waren 59 300.
Von den Söhnen Gads: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; Nume1/25Nume
ihre Gemusterten vom Stamm Gad waren 45 650.
Nume1/26Nume Von den Söhnen Judas: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
Nume1/27Nume ihre Gemusterten vom Stamm Juda waren 74 600.
Nume1/28Nume Von den Söhnen Issaschars: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer
auszog; Nume1/29Nume ihre Gemusterten vom Stamm Issaschar waren 54 400.
Nume1/30Nume Von den Söhnen Sebulons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer
auszog; Nume1/31Nume ihre Gemusterten vom Stamm Sebulon waren 57 400.
Nume1/32Nume Von den Söhnen Josephs: Von den Söhnen Ephraims: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder,
der mit dem Heer auszog; Nume1/33Nume ihre Gemusterten vom Stamm Ephraim waren 40 500.
Nume1/34Nume Von den Söhnen Manasses: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer
auszog; Nume1/35Nume ihre Gemusterten vom Stamm Manasse waren 32 200.
Nume1/36Nume Von den Söhnen Benjamins: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer
auszog; Nume1/37Nume ihre Gemusterten vom Stamm Benjamin waren 35 400.
Nume1/38Nume Von den Söhnen Dans: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
Nume1/39Nume ihre Gemusterten vom Stamm Dan waren 62 700.
Nume1/40Nume Von den Söhnen Assers: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
Nume1/41Nume ihre Gemusterten vom Stamm Asser waren 41 500.
Nume1/42Nume Die Söhne Naftalis: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
Nume1/43Nume ihre Gemusterten vom Stamm Naftali waren 53 400.
Nume1/44Nume Das sind die Gemusterten, die Mose musterte [zusammen mit] Aaron und den Fürsten Israels, den zwölf Männern, je ein Mann für sein Vaterhaus. Nume1/45Nume Und es waren alle
Gemusterten der Söhne Israel nach ihren Vaterhäusern von zwanzig Jahren an und darüber - jeder, der mit dem Heer auszog in Israel -, Nume1/46Nume es waren all die Gemusterten 603 550.
Nume1/47Nume Die aber Leviten waren nach dem Stamm ihrer Väter, wurden nicht unter ihnen gemustert.
Aussonderung der Leviten.
Nume1/48Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume1/49Nume Nur den Stamm Levi sollst du nicht mustern und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Söhnen Israel, Nume1/50Nume sondern setze du
die Leviten [als Aufseher] ein über die Wohnung des Zeugnisses und über all ihr Gerät und über alles, was zu ihr gehört! Sie sollen die Wohnung und all ihr Gerät tragen, und sie sollen sie
bedienen und sich rings um die Wohnung herum lagern. Nume1/51Nume Und wenn die Wohnung aufbricht, sollen die Leviten sie abbauen; und wenn die Wohnung sich lagert, sollen die Leviten sie
aufrichten. Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden. Nume1/52Nume Und die Söhne Israel sollen sich lagern - jeder an seinem Lager[platz] und jeder bei seinem Feldzeichen -
nach ihren Heere[sverbände]n. Nume1/53Nume Die Leviten aber sollen rings um die Wohnung des Zeugnisses herum lagern, damit nicht ein Zorn über die Gemeinde der Söhne Israel komme; und die Leviten
sollen den Dienst an der Wohnung des Zeugnisses versehen. Nume1/54Nume Und die Söhne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte; so taten sie [es].
Lagerordnung.
\2\
Nume2/1Nume Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: Nume2/2Nume Die Söhne Israel sollen [so] lagern: jeder bei seiner Abteilung, bei den Zeichen ihrer Vaterhäuser; rings um das Zelt
der Begegnung her, [jeweils] gegenüber sollen sie lagern.
V. 3-29: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26.
Nume2/3Nume Und zwar die nach Osten, nach [Sonnen]aufgang hin Lagernden, [das ist] die Abteilung des Lagers Juda, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]: und der Fürst der Söhne Judas, Nachschon,
der Sohn Amminadabs, Nume2/4Nume und sein Heer und ihre Gemusterten, 74 600. Nume2/5Nume Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Issaschar und der Fürst der Söhne Issaschars, Netanel,
der Sohn Zuars, Nume2/6Nume und sein Heer und dessen Gemusterte, 54 400. Nume2/7Nume Der Stamm Sebulon und der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn Helons, Nume2/8Nume und sein Heer und
dessen Gemusterte, 57 400. Nume2/9Nume Alle Gemusterten vom Lager Juda: 186 400, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; sie sollen zuerst aufbrechen.
Nume2/10Nume Die Abteilung des Lagers Ruben gegen Süden hin, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und der Fürst der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs, Nume2/11Nume und sein Heer und
dessen Gemusterte, 46 500. Nume2/12Nume Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Simeon und der Fürst der Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais, Nume2/13Nume und sein Heer und
ihre Gemusterten, 59 300. Nume2/14Nume Und der Stamm Gad und der Fürst der Söhne Gads, Eljasaf, der Sohn Deguels, Nume2/15Nume und sein Heer und ihre Gemusterten, 45 650. Nume2/16Nume Alle
Gemusterten vom Lager Ruben: 151 450, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und sie sollen als zweite aufbrechen.
Nume2/17Nume Und dann soll das Zelt der Begegnung aufbrechen, das Lager der Leviten in der Mitte der [andern] Lager; wie sie lagern, so sollen sie aufbrechen, jeder an seiner Stelle, nach ihren
Abteilungen.
Nume2/18Nume Die Abteilung des Lagers Ephraim, nach ihren Heeresverbänden [geordnet], nach Westen hin; und der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds, Nume2/19Nume und sein Heer
und ihre Gemusterten, 40 500. Nume2/20Nume Und neben ihm der Stamm Manasse und der Fürst der Söhne Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs, Nume2/21Nume und sein Heer und ihre Gemusterten, 32 200.
Nume2/22Nume Und der Stamm Benjamin und der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn des Gidoni, Nume2/23Nume und sein Heer und ihre Gemusterten, 35 400. Nume2/24Nume Alle Gemusterten vom
Lager Ephraim: 108 100, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und sie sollen als dritte aufbrechen.
Nume2/25Nume Die Abteilung des Lagers Dan nach Norden hin, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]: und der Fürst der Söhne Dans, Ahieser, der Sohn Ammischaddais, Nume2/26Nume und sein Heer und
ihre Gemusterten, 62 700. Nume2/27Nume Und die neben ihm Lagernden: der Stamm Asser und der Fürst der Söhne Assers, Pagiel, der Sohn Ochrans, Nume2/28Nume und sein Heer und ihre Gemusterten, 41
500. Nume2/29Nume Und der Stamm Naftali und der Fürst der Söhne Naftalis, Ahira, der Sohn Enans, Nume2/30Nume und sein Heer und ihre Gemusterten, 53 400. Nume2/31Nume Alle Gemusterten vom Lager
Dan: 157 600; sie sollen zuletzt aufbrechen nach ihren Abteilungen.
Nume2/32Nume Das sind die Gemusterten der Söhne Israel nach ihren Vaterhäusern. Alle Gemusterten der Lager, nach ihren Heeresverbänden, waren 603 550. Nume2/33Nume Aber die Leviten wurden nicht
unter den Söhnen Israel gemustert, ganz wie der HERR dem Mose befohlen hatte. Nume2/34Nume Und die Söhne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose geboten hatte: so lagerten sie sich nach
ihren Abteilungen, und so brachen sie auf, jeder nach seinen Sippen, bei seinem Vaterhaus.
Zählung der Leviten.
\3\
Nume3/1Nume Und das ist die Geschlechterfolge Aarons und Moses an dem Tag, da der HERR auf dem Berg Sinai mit Mose redete. Nume3/2Nume Und das sind die Namen der Söhne Aarons: der Erstgeborene
Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. Nume3/3Nume Das sind die Namen der Söhne Aarons, der gesalbten Priester, die geweiht worden waren, um den Priesterdienst auszuüben. Nume3/4Nume Und Nadab und
Abihu starben vor dem HERRN, als sie in der Wüste Sinai fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten; und sie hatten keine Söhne. Und Eleasar und Itamar übten den Priesterdienst vor ihrem Vater Aaron
aus.
Nume3/5Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume3/6Nume Laß den Stamm Levi herannahen und stelle ihn vor den Priester Aaron, dass sie ihm dienen! Nume3/7Nume Und sie sollen den Dienst für
ihn und den Dienst für die ganze Gemeinde versehen vor dem Zelt der Begegnung, um die Arbeit [an] der Wohnung zu verrichten; Nume3/8Nume und sie sollen alle Geräte des Zeltes der Begegnung in
Ordnung halten und den Dienst der Söhne Israel [versehen], um die Arbeit an der Wohnung zu verrichten. Nume3/9Nume Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen geben; zu eigen sind sie
ihm gegeben von den Söhnen Israel. Nume3/10Nume Und Aaron und seine Söhne sollst du beauftragen, dass sie ihr Priesteramt versehen. Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet
werden.
Nume3/11Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume3/12Nume Und ich, siehe, ich habe die Leviten mitten aus den Söhnen Israel genommen anstelle aller Erstgeburt, die zuerst den Mutterschoß
durchbricht unter den Söhnen Israel; und die Leviten sollen mir gehören. Nume3/13Nume Denn mein ist alle Erstgeburt: an dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Ägypten schlug, habe ich alle
Erstgeburt in Israel für mich geheiligt vom Menschen bis zum Vieh. Mir sollen sie gehören, mir, dem HERRN.
V. 14-39: vgl. 1Chr 6,1-48.
Nume3/14Nume Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai und sprach: Nume3/15Nume Mustere die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Sippen; alles Männliche von einem Monat an und
darüber sollst du mustern! Nume3/16Nume Und Mose musterte sie nach dem Befehl des HERRN, wie ihm geboten worden war.
V. 17-39: Kap. 26,57-62.
Nume3/17Nume Und dies waren die Söhne Levis nach ihren Namen: Gerschon und Kehat und Merari. Nume3/18Nume Und dies sind die Namen der Söhne Gerschons nach ihren Sippen: Libni und Schimi.
Nume3/19Nume Und die Söhne Kehats nach ihren Sippen: Amram und Jizhar, Hebron und Usiel. Nume3/20Nume Und die Söhne Meraris nach ihren Sippen: Machli und Muschi. Das sind die Sippen Levis nach
ihren Vaterhäusern.
Nume3/21Nume Von Gerschon: die Sippe der Libniter und die Sippe der Schimiter; das sind die Sippen der Gerschoniter. Nume3/22Nume Ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat
an und darüber, ihre Gemusterten: 7 500. Nume3/23Nume Die Sippen der Gerschoniter lagerten hinter der Wohnung nach Westen hin. Nume3/24Nume Und der Fürst des Vaterhauses der Gerschoniter war
Eljasaf, der Sohn Laels. Nume3/25Nume Und der Dienst der Söhne Gerschons am Zelt der Begegnung war: die Wohnung und das Zelt, seine Decke und der Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung
Nume3/26Nume und die Behänge des Vorhofs und der Vorhang vom Eingang des Vorhofs, der rings um die Wohnung her und um den Altar her ist, und seine Seile für alle Arbeit daran.
Nume3/27Nume Und von Kehat: die Sippe der Amramiter und die Sippe der Jizhariter und die Sippe der Hebroniter und die Sippe der Usieliter; das sind die Sippen der Kehatiter. Nume3/28Nume Nach der
Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber, 8 600, die den Dienst am Heiligtum versahen. Nume3/29Nume Die Sippen der Söhne Kehats lagerten an der Seite der Wohnung nach Süden hin.
Nume3/30Nume Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen der Kehatiter war Elizafan, der Sohn Usiels. Nume3/31Nume Und ihr Dienst war: die Lade und der Tisch und der Leuchter und die Altäre und die
Geräte des Heiligtums, mit denen man den Dienst verrichtet, und der Vorhang und alle [dazugehörige] Arbeit.
Nume3/32Nume Und der oberste der Fürsten Levis war der Priester Eleasar, der Sohn Aarons; er war Aufseher über die, den Dienst am Heiligtum versahen.
Nume3/33Nume Von Merari: die Sippe der Machliter und die Sippe der Muschiter; das sind die Sippen Meraris. Nume3/34Nume Und ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und
darüber: 6 200. Nume3/35Nume Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen Meraris war Zuriel, der Sohn Abihajils. Sie lagerten an der Seite der Wohnung nach Norden hin. Nume3/36Nume Und der Dienst
der Söhne Meraris war: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Fußgestelle und all ihre Geräte und alle Arbeit daran Nume3/37Nume und die Säulen des Vorhofs ringsum und
deren Fußgestelle und ihre Pflöcke und ihre Seile.
Nume3/38Nume Und die vor der Wohnung nach Osten hin vor dem Zelt der Begegnung gegen [Sonnen-]aufgang zu Lagernden waren Mose und Aaron und seine Söhne, die den Dienst am Heiligtum versahen,
[alles], was den Söhnen Israel aufgetragen war. - Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.
Nume3/39Nume Alle gemusterten Leviten, die Mose und Aaron nach dem Befehl des HERRN nach ihren Sippen musterten, alles Männliche von einem Monat an und darüber, war 22 000.
Nume3/40Nume Und der HERR sprach zu Mose: Mustere alle männlichen Erstgeborenen der Söhne Israel von einem Monat an und darüber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf! Nume3/41Nume Und du sollst die
Leviten für mich, den HERRN, nehmen anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Söhne Israel. Nume3/42Nume Und
Mose musterte, wie der HERR es ihm geboten hatte, alle Erstgeborenen unter den Söhnen Israel. Nume3/43Nume Und alle männlichen Erstgeborenen nach der Zahl der Namen, von einem Monat an und
darüber, nach ihren Gemusterten, waren 22 273.
Nume3/44Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume3/45Nume Nimm die Leviten anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle ihres Viehes; und die
Leviten sollen mir gehören, mir, dem HERRN! Nume3/46Nume Und was den Loskauf der 273 betrifft: die von den Erstgeborenen der Söhne Israel überzählig sind über die [Zahl der] Leviten [hinaus],
Nume3/47Nume da sollst du je fünf Schekel für den Kopf nehmen; nach dem Schekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, den Schekel zu zwanzig Gera. Nume3/48Nume Und das Geld sollst du als Loskauf
der Überzähligen unter ihnen an Aaron und seine Söhne geben. Nume3/49Nume Und Mose nahm das Geld des Loskaufs von denen, die überzählig waren über die durch die Leviten Losgekauften [hinaus];
Nume3/50Nume von den Erstgeborenen der Söhne Israel nahm er das Geld, 1 365 [Schekel] nach dem Schekel des Heiligtums. Nume3/51Nume Und Mose gab das Geld des Loskaufs Aaron und seinen Söhnen nach
dem Befehl des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Dienst der Leviten beim Aufbruch des Lagers.
\4\
Nume4/1Nume Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: Nume4/2Nume Nimm die Summe der Söhne Kehats aus der Mitte der Söhne Levis auf, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern,
Nume4/3Nume von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle,¼ die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten!
Nume4/4Nume Das ist der Dienst der Söhne Kehats am Zelt der Begegnung: das Hochheilige. Nume4/5Nume Und Aaron und seine Söhne sollen beim Aufbruch des Lagers hineingehen und den verhüllenden
Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses damit bedecken; Nume4/6Nume und sie sollen eine Decke aus Delphinhaut darüber legen und ein Tuch ganz aus violettem Purpur oben darüber breiten und
ihre Stangen daran anbringen. Nume4/7Nume Und über den Tisch der Schaubrote sollen sie ein Tuch aus violettem Purpur breiten und darauf die Schüsseln und Schalen und Opferschalen stellen und die
Kannen zum Trankopfer; und das ständige Brot soll auf ihm sein; Nume4/8Nume und darüber sollen sie ein Tuch aus Karmesin breiten und es mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken; und sie sollen
seine Stangen daran anbringen. Nume4/9Nume Und sie sollen ein Tuch aus violettem Purpur nehmen und den Leuchter des Lichts bedecken und seine Lampen und seine Dochtscheren und seine Feuerbecken
und alle seine Ölgefäße, womit man den Dienst an ihm verrichtet; Nume4/10Nume und sie sollen ihn und alle seine Geräte in eine Decke aus Delphinhaut tun und [alles] auf die Trage legen.
Nume4/11Nume Und über den goldenen Altar sollen sie ein Tuch aus violettem Purpur breiten und ihn mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken und seine Stangen daran anbringen. Nume4/12Nume Und sie
sollen alle Geräte des Dienstes nehmen, womit man den Dienst im Heiligtum verrichtet, und sie in ein Tuch aus violettem Purpur legen und sie mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken und auf die
Trage legen. Nume4/13Nume Und sie sollen den Altar von der Fettasche reinigen und ein Tuch aus rotem Purpur über ihn breiten Nume4/14Nume und auf ihn alle seine Geräte legen, mit denen man den
Dienst auf ihm verrichtet: die Feuerbecken und die Fleischgabeln und die Schaufeln und die Sprengschalen, alle Geräte des Altars; und sie sollen eine Decke aus Delphinhaut darüber breiten und
seine Stangen daran anbringen. Nume4/15Nume Und wenn Aaron und seine Söhne beim Aufbruch des Lagers das Zudecken des Heiligtums und aller Geräte des Heiligtums beendet haben, dann sollen danach
die Söhne Kehats kommen, um es zu tragen, damit sie das Heilige nicht berühren und sterben. Das ist es, was die Söhne Kehats vom Zelt der Begegnung zu tragen haben.
Nume4/16Nume Und der Priester Eleasar, der Sohn Aarons, hat die Aufsicht über das Öl für das Licht und [über] das wohlriechende Räucherwerk und das ständige Speisopfer und das Salböl, die
Aufsicht über die ganze Wohnung und alles, was darin ist, über das Heiligtum und über seine Geräte.
Nume4/17Nume Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: Nume4/18Nume Ihr sollt den Stamm der Sippen der Kehatiter nicht umkommen lassen aus der Mitte der Leviten; Nume4/19Nume sondern
das sollt ihr mit ihnen tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Allerheiligsten nahen: Aaron und seine Söhne sollen hineingehen und sie, jeden einzeln, an seine Arbeit und an seine
Traglast stellen; Nume4/20Nume aber sie sollen nicht hineingehen, dass sie [auch nur] einen Augenblick das Heilige sehen und sterben.
Nume4/21Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume4/22Nume Nimm auch die Summe der Söhne Gerschon auf, nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Sippen! Nume4/23Nume Von dreißig Jahren an und
darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten. Nume4/24Nume Dies ist die Arbeit der Sippen der
Gerschoniter beim Arbeiten und beim Tragen: Nume4/25Nume Sie sollen tragen die Zeltdecken der Wohnung und das Zelt der Begegnung, seine Decke und die Decke aus Delphinhaut, die oben darüber ist,
und den Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung Nume4/26Nume und die Vorhänge des Vorhofs und den Vorhang vom Eingang des Tores des Vorhofs, der rings um die Wohnung und um den Altar herum
ist, und ihre Seile und alle Geräte, [die zu] ihrer Arbeit [gehören]; und alles, was an ihnen zu tun ist, sollen sie ausführen. Nume4/27Nume Nach dem Befehl Aarons und seiner Söhne soll alle
Arbeit der Söhne der Gerschoniter geschehen hinsichtlich all ihrer Traglast und all ihrer Arbeit; und ihr sollt ihnen den Dienst für alles das übertragen, was sie zu tragen haben. Nume4/28Nume
Das ist die Arbeit der Sippen der Söhne der Gerschoniter am Zelt der Begegnung; und ihr Dienst soll geschehen unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons.
Nume4/29Nume Die Söhne Meraris: nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern sollst du sie mustern; Nume4/30Nume von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle,
die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten. Nume4/31Nume Und das ist der Dienst, den sie beim Tragen zu tun haben bei all ihrer Arbeit am Zelt der Begegnung: die
Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Fußgestelle Nume4/32Nume und die Säulen des Vorhofs ringsum und ihre Fußgestelle und ihre Pflöcke und ihre Seile mit allen ihren
Geräten und mit all der Arbeit daran. Und mit Namen sollt ihr [ihnen] die Geräte zuweisen für den Dienst, den sie beim Tragen zu tun haben. Nume4/33Nume Das ist die Arbeit der Sippen der Söhne
Meraris nach all ihrer Arbeit am Zelt der Begegnung unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons.
Nume4/34Nume Und Mose und Aaron und die Fürsten der Gemeinde musterten die Söhne der Kehatiter nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhäusern, Nume4/35Nume von dreißig Jahren an und darüber bis zu
fünfzig Jahren, alle, die in den Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung. Nume4/36Nume Und ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, waren 2 750. Nume4/37Nume Das sind die Gemusterten der
Sippen der Kehatiter, alle, die am Zelt der Begegnung dienten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN [,den er] durch Mose [gegeben hatte].
Nume4/38Nume Und die Gemusterten der Söhne Gerschons, nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhäusern, Nume4/39Nume von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, die in den Dienst
traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung: Nume4/40Nume ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, waren 2 630. Nume4/41Nume Das sind die Gemusterten der Sippen der Söhne
Gerschons, alle, die am Zelt der Begegnung arbeiteten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN.
Nume4/42Nume Und die Gemusterten der Sippen der Söhne Meraris, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, Nume4/43Nume von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, die in den
Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung: Nume4/44Nume ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, waren 3 200. Nume4/45Nume Das sind die Gemusterten der Sippen der Söhne Meraris, die Mose und
Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN, [den er] durch Mose [gegeben hatte].
Nume4/46Nume Alle Gemusterten, die Mose und Aaron und die Fürsten Israels musterten, die Leviten, nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhäusern, Nume4/47Nume von dreißig Jahren an und darüber bis
zu fünfzig Jahren, alle, die antraten, um die Arbeit der Betreuung und die Arbeit des Tragens am Zelt der Begegnung zu verrichten: Nume4/48Nume ihre Gemusterten waren 8 580. Nume4/49Nume Nach dem
Befehl des HERRN musterte man sie durch Mose, jeden einzelnen zu seiner Arbeit und zu seiner Traglast; und sie wurden von ihm gemustert, wie der HERR dem Mose befohlen hatte.
Verfahren bei Unreinheit, Veruntreuung und bei Verdacht auf Ehebruch.
\5\
Nume5/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume5/2Nume Befiehl den Söhnen Israel, dass sie alle Aussätzigen und alle, die an einem Ausfluß leiden, und alle durch eine Leiche
Verunreinigten aus dem Lager hinausschicken! Nume5/3Nume Sowohl Mann als auch Frau sollt ihr hinausschicken, vor das Lager sollt ihr sie hinausschicken, damit sie nicht ihr Lager unrein machen,
in deren Mitte ich wohne. Nume5/4Nume Und die Söhne Israel taten so und schickten sie vor das Lager hinaus; wie der HERR zu Mose geredet hatte, so taten die Söhne Israel.
Nume5/5Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume5/6Nume Rede zu den Söhnen Israel: Wenn ein Mann oder eine Frau irgendeine von all den Sünden der Menschen tun, so dass sie eine Untreue
gegen den HERRN begehen, und dieser Mensch schuldig wird, Nume5/7Nume dann sollen sie ihre Sünde bekennen, die sie getan haben; und der Schuldige soll seine Schuld erstatten nach ihrer vollen
Summe und soll [noch] ein Fünftel davon hinzufügen und es dem geben, an dem er schuldig geworden ist. Nume5/8Nume Und wenn der [andere] Mann keinen Löser hat, dem die Schuld erstattet werden
kann, dann gehört der erstattete Schuldbetrag dem HERRN zugunsten des Priesters, ebenso wie der Widder der Versöhnung, womit der Priester Sühnung für ihn erwirkt. - Nume5/9Nume Und jedes Hebopfer
von allen heiligen Gaben der Söhne Israel, die sie dem Priester darbringen, soll ihm gehören. Nume5/10Nume Ihm sollen eines jeden heilige Gaben gehören; was jemand dem Priester gibt, soll diesem
gehören.
Nume5/11Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume5/12Nume Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn die Frau irgendeines Mannes auf Abwege gerät und Untreue gegen ihn begeht,
Nume5/13Nume und ein [anderer] Mann liegt bei ihr zur Begattung, und es bleibt verborgen vor den Augen ihres Mannes, und sie hat sich im Verborgenen unrein gemacht, und es ist kein Zeuge gegen
sie da, und sie ist nicht ertappt worden; Nume5/14Nume und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf seine Frau, und sie hat sich [wirklich] unrein gemacht; oder
[aber] der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf seine Frau, und sie hat sich nicht unrein gemacht: Nume5/15Nume dann soll der Mann seine Frau zum Priester bringen und
[als] ihre Opfergabe ihretwegen ein zehntel Efa Gerstenmehl darbringen; er soll kein Öl darauf gießen und keinen Weihrauch darauf legen; denn es ist ein Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer
des Schuldbekenntnisses, das Schuld in Erinnerung bringt. Nume5/16Nume Und der Priester soll sie herantreten lassen und sie vor den HERRN stellen. Nume5/17Nume Und der Priester nehme heiliges
Wasser in einem Tongefäß; und der Priester nehme von dem Staub, der auf dem Fußboden der Wohnung ist und tue ihn in das Wasser. Nume5/18Nume Und der Priester stelle die Frau vor den HERRN und
lasse das Haupthaar der Frau herabhängen und lege auf ihre Hände das Speisopfer des Schuldbekenntnisses; es ist ein Speisopfer der Eifersucht; und das fluchbringende Wasser der Bitterkeit soll in
der Hand des Priesters sein. Nume5/19Nume Und der Priester soll sie beschwören und zu der Frau sprechen: Wenn kein Mann bei dir gelegen hat und wenn du, die du unter deinem Mann bist, nicht auf
Abwege geraten bist in Unreinigkeit, dann bleibe unversehrt von diesem fluchbringenden Wasser der Bitterkeit! Nume5/20Nume Wenn du aber, die du unter deinem Mann bist, auf Abwege geraten bist und
dich unrein gemacht hast und ein Mann bei dir gelegen hat außer deinem [eigenen] Mann - Nume5/21Nume und [so] soll der Priester die Frau beschwören mit dem Schwur der Verfluchung; und der
Priester soll zu der Frau sprechen -: dann mache der HERR dich zur Verfluchung und zum Schwur inmitten deines Volkes, indem der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch anschwellen läßt,
Nume5/22Nume und es komme dieses fluchbringende Wasser in deine Eingeweide, um den Bauch anschwellen und die Hüfte schwinden zu lassen! Und die Frau soll sagen: Amen, Amen! Nume5/23Nume Und der
Priester soll diese Verfluchungen in ein Buch schreiben und sie in das Wasser der Bitterkeit [hinein] abwischen; Nume5/24Nume und er soll die Frau das fluchbringende Wasser der Bitterkeit trinken
lassen, damit das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie komme. Nume5/25Nume Und der Priester nehme aus der Hand der Frau das Speisopfer der Eifersucht und schwinge das Speisopfer vor dem
HERRN und bringe es zum Altar; Nume5/26Nume und der Priester nehme eine Handvoll von dem Speisopfer als dessen Askara und räuchere es auf dem Altar; und danach soll er die Frau das Wasser trinken
lassen. Nume5/27Nume Und wenn er sie das Wasser hat trinken lassen, dann wird es geschehen, wenn sie sich unrein gemacht und Untreue begangen hat gegen ihren Mann, dass das fluchbringende Wasser
zur Bitterkeit in sie kommen wird, und ihr Bauch wird anschwellen und ihre Hüfte schwinden; und die Frau wird zum Fluch werden inmitten ihres Volkes. Nume5/28Nume Wenn aber die Frau sich nicht
unrein gemacht hat und rein ist, dann wird sie unversehrt bleiben und Samen empfangen.
Nume5/29Nume Das ist das Gesetz der Eifersucht: Wenn eine Frau, die unter ihrem Mann ist, auf Abwege gerät und sich unrein macht Nume5/30Nume oder wenn über einen Mann der Geist der Eifersucht
kommt und er eifersüchtig wird auf seine Frau, dann soll er die Frau vor den HERRN stellen, und der Priester soll [mit] ihr tun nach diesem ganzen Gesetz. Nume5/31Nume Und der Mann wird frei sein
von Schuld; eine solche Frau aber soll ihre Schuld tragen.
Gesetz des Abgesonderten.
\6\
Nume6/1Nume Und der HERR redete zu Mose: Nume6/2Nume Rede zu den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn [jemand,] ein Mann oder eine Frau, etwas Besonderes tut, indem er das Gelübde eines
Nasiräers gelobt, um für den HERRN geweiht zu sein, Nume6/3Nume dann soll er sich des Weins und des Rauschtranks enthalten: Essig von Wein und Essig von Rauschtrank soll er nicht trinken; und
keinerlei Traubensaft soll er trinken, und [auch] Trauben, frische oder getrocknete, soll er nicht essen. Nume6/4Nume Alle Tage seiner Weihe soll er von allem, was vom Weinstock bereitet wird,
von den Kernen bis zu den Schalen, nicht essen. Nume6/5Nume Alle Tage des Gelübdes seiner Weihe soll kein Schermesser über sein Haupt kommen. Bis die Tage erfüllt sind, die er sich für den HERRN
geweiht hat, soll er heilig sein; er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen. Nume6/6Nume Alle Tage, die er sich für den HERRN geweiht hat, soll er sich keiner Leiche nähern. Nume6/7Nume
Wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, [auch] ihretwegen soll er sich nicht unrein machen, wenn sie sterben; denn die Weihe seines Gottes
ist auf seinem Haupt. Nume6/8Nume Alle Tage seiner Weihe ist er dem HERRN heilig. Nume6/9Nume Und wenn jemand unversehens [und] plötzlich neben ihm stirbt und er das Haupt seiner Weihe unrein
macht, dann soll er sein Haupt an dem Tag seiner Reinigung scheren; am siebten Tag soll er es scheren. Nume6/10Nume Und am achten Tag soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zum Priester
bringen an den Eingang des Zeltes der Begegnung. Nume6/11Nume Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern und Sühnung für ihn erwirken, weil er sich an einer
Leiche versündigt hat; und [der Priester] soll sein Haupt an diesem Tag [wieder] heiligen. Nume6/12Nume Und er soll die Tage seiner Weihe [nochmals] für den HERRN weihen und ein einjähriges Lamm
als Schuldopfer darbringen; die vorigen Tage aber sind verfallen, weil seine Weihe unrein gemacht worden ist.
Nume6/13Nume Und dies ist das Gesetz des Nasiräers: An dem Tag, an dem die Tage seiner Weihe erfüllt sind, soll man ihn an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen. Nume6/14Nume Und er soll
dem HERRN seine Gabe darbringen: ein einjähriges Lamm ohne Fehler als Brandopfer und ein einjähriges weibliches Lamm ohne Fehler als Sündopfer und einen Widder ohne Fehler als Heilsopfer
Nume6/15Nume und einen Korb mit ungesäuerten Broten: Weizengrieß-Kuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, bestrichen mit Öl, und das dazugehörende Speisopfer und die dazugehörenden
Trankopfer. Nume6/16Nume Und der Priester soll sie vor dem HERRN darbringen und sein Sündopfer und sein Brandopfer opfern. Nume6/17Nume Und den Widder soll er als Heilsopfer dem HERRN opfern samt
dem Korb mit ungesäuerten Broten; und der Priester soll sein Speisopfer und sein Trankopfer opfern. Nume6/18Nume Und der Nasiräer soll an dem Eingang des Zeltes der Begegnung sein geweihtes Haupt
scheren und das Haar seines geweihten Hauptes nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem Heilsopfer ist. Nume6/19Nume Und der Priester nehme die gekochte Vorderkeule von dem Widder und
einen ungesäuerten Kuchen und einen ungesäuerten Fladen aus dem Korb und lege sie auf die Hände des Nasiräers, nachdem er [das Zeichen] seiner Weihe abgeschoren hat. Nume6/20Nume Und der Priester
schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN; es ist dem Priester heilig samt der Brust des Schwingopfers und samt dem Schenkel des Hebopfers. Und danach kann der Nasiräer Wein
trinken.
Nume6/21Nume Das ist das Gesetz des Nasiräers, der aufgrund seiner Weihe dem HERRN seine Gabe gelobt, abgesehen von dem, was seine Hand [sonst noch] aufbringen kann. Gemäß seinem Gelübde, das er
abgelegt hat, soll er tun, nach dem Gesetz seiner Weihe.
Der priesterliche Segen.
Nume6/22Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume6/23Nume Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Söhne Israel segnen! Sprecht zu ihnen:
Nume6/24Nume Der HERR segne dich und behüte dich! Nume6/25Nume Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Nume6/26Nume Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe
dir Frieden!
Nume6/27Nume Und so sollen sie meinen Namen auf die Söhne Israel legen, und ich werde sie segnen.
Gaben der Stammesfürsten für das Heiligtum.
\7\
Nume7/1Nume Und es geschah an dem Tag, da Mose das Aufrichten der Wohnung vollendet und sie gesalbt und mit allen ihren Geräten geheiligt hatte sowie den Altar und alle seine Geräte und er sie
gesalbt und geheiligt hatte, Nume7/2Nume brachten die Fürsten Israels, die Häupter ihrer Vaterhäuser, sie, die Fürsten der Stämme, die Führer der Gemusterten, Nume7/3Nume sie brachten ihre Gabe
vor den HERRN: sechs Planwagen und zwölf Rinder, einen Wagen für zwei Fürsten und ein Rind für einen; und sie brachten sie vor die Wohnung. Nume7/4Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach:
Nume7/5Nume Nimm sie von ihnen an, und sie sollen zur Verwendung bei der Arbeit an dem Zelt der Begegnung sein, und gib sie den Leviten, jedem entsprechend seiner Arbeit! Nume7/6Nume Und Mose
nahm die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten. Nume7/7Nume Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Söhnen Gerschon, entsprechend ihrer Arbeit; Nume7/8Nume und vier Wagen und acht Rinder gab
er den Söhnen Meraris, entsprechend ihrer Arbeit unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons. Nume7/9Nume Aber den Söhnen Kehats gab er nichts; denn ihnen oblag die Arbeit am
Heiligtum: auf der Schulter trugen sie [es].
Nume7/10Nume Und die Fürsten brachten die Einweihungsgabe des Altars an dem Tag, da er gesalbt wurde; und die Fürsten brachten ihre Gabe vor den Altar. Nume7/11Nume Und der HERR sprach zu Mose:
Sie sollen täglich - jeweils ein Fürst - ihre Gabe zur Einweihung des Altars bringen.
V. 12-78: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26.
Nume7/12Nume Und es geschah, der, der am ersten Tag seine Gabe brachte, war Nachschon, der Sohn Amminadabs, vom Stamm Juda. Nume7/13Nume Und seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel]
ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/14Nume eine Schale, zehn
[Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/15Nume ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/16Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/17Nume und zum Heilsopfer zwei
Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs.
Nume7/18Nume Am zweiten Tag brachte Netanel, der Sohn Zuars, der Fürst von Issaschar, [seine Gabe]; Nume7/19Nume er brachte seine Gabe: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine
silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/20Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller
Räucherwerk; Nume7/21Nume einen Jungstier, einen Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/22Nume einen Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/23Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf
Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Netanels, des Sohnes Zuars.
Nume7/24Nume Am dritten Tag der Fürst der Söhne Sebulon, Eliab, der Sohn Helons. Nume7/25Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/26Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/27Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/28Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/29Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons.
Nume7/30Nume Am vierten Tag der Fürst der Söhne Ruben, Elizur, der Sohn Schedeurs. Nume7/31Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/32Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/33Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/34Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/35Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Opfergabe Elizurs, des Sohnes Schedeurs.
Nume7/36Nume Am fünften Tag der Fürst der Söhne Simeon, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais. Nume7/37Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne
Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/38Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller
Räucherwerk; Nume7/39Nume ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/40Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/41Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Schelumiels, des Sohnes Zurischaddais.
Nume7/42Nume Am sechsten Tag der Fürst der Söhne Gad, Eljasaf, der Sohn Deguels. Nume7/43Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/44Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/45Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/46Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/47Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Eljasafs, des Sohnes Deguels.
Nume7/48Nume Am siebten Tag der Fürst der Söhne Ephraim, Elischama, der Sohn Ammihuds. Nume7/49Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/50Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/51Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/52Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/53Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds.
Nume7/54Nume Am achten Tag der Fürst der Söhne Manasse, Gamliel, der Sohn Pedazurs. Nume7/55Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/56Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/57Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/58Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/59Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs.
Nume7/60Nume Am neunten Tag der Fürst der Söhne Benjamin, Abidan, der Sohn des Gidoni. Nume7/61Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/62Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/63Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/64Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/65Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Abidans, des Sohnes des Gidoni.
Nume7/66Nume Am zehnten Tag der Fürst der Söhne Dan, Ahieser, der Sohn Ammischaddais. Nume7/67Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/68Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/69Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/70Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/71Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Ahiesers, des Sohnes Ammischaddais.
Nume7/72Nume Am elften Tag der Fürst der Söhne Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans. Nume7/73Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/74Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/75Nume ein
Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/76Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/77Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans.
Nume7/78Nume Am zwölften Tag der Fürst der Söhne Naftali, Ahira, der Sohn Enans. Nume7/79Nume Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; Nume7/80Nume eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; Nume7/81Nume
ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; Nume7/82Nume ein Ziegenbock zum Sündopfer; Nume7/83Nume und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige
Lämmer. Das war die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans.
Nume7/84Nume Das war die Einweihungsgabe des Altars von den Fürsten Israels an dem Tag, da er gesalbt wurde: zwölf silberne Schüsseln, zwölf silberne Sprengschalen, zwölf goldene Schalen;
Nume7/85Nume 130 [Schekel wog] eine silberne Schüssel und siebzig eine Sprengschale, alles Silber der Gefäße war 2 400 [Schekel] nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums; Nume7/86Nume zwölf
goldene Schalen voller Räucherwerk, je zehn [Schekel] eine Schale nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums: alles Gold der Schalen war 120 [Schekel]. Nume7/87Nume Alle Rinder zum Brandopfer waren
[zusammen] zwölf Stiere; [dazu] zwölf Widder, zwölf einjährige Lämmer, samt ihrem Speisopfer; und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer. Nume7/88Nume Und alle Rinder zum Heilsopfer waren [zusammen] 24
Stiere; [dazu] sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig einjährige Lämmer. Das war die Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden war.
Nume7/89Nume Und wenn Mose in das Zelt der Begegnung hineinging, um mit ihm zu reden, dann hörte er die Stimme zu ihm reden von der Deckplatte herab, die auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen
den beiden Cherubim hervor; und er redete zu ihm.
Gesetz über den Leuchter im Heiligtum und über die Weihe der Leviten.
V. 1-4: 2Mo 25,31-40.
\8\
Nume8/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume8/2Nume Rede zu Aaron und sage zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, dann sollen die sieben Lampen [den Raum] vor dem Leuchter erhellen.
Nume8/3Nume Und Aaron machte es so: er setzte dessen Lampen auf, [so dass sie] [den Raum] vor dem Leuchter [erhellten], wie der HERR dem Mose befohlen hatte. Nume8/4Nume Und das war die Machart
des Leuchters: getriebene Arbeit in Gold; von seinem Fuß bis zu seinen Blüten, alles war getriebene Arbeit; nach der Gestalt, die der HERR dem Mose gezeigt, so hatte man den Leuchter
gemacht.
Nume8/5Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume8/6Nume Nimm die Leviten aus der Mitte der Söhne Israel und reinige sie! Nume8/7Nume Und so sollst du mit ihnen tun, um sie zu reinigen:
sprenge Entsündigungswasser auf sie, und sie sollen das Schermesser über ihren ganzen Körper gehen lassen und ihre Kleider waschen und sich reinigen. Nume8/8Nume Und sie sollen einen jungen Stier
nehmen und das dazugehörige Speisopfer: Weizengrieß, gemengt mit Öl; und einen andern Jungstier sollst du zum Sündopfer nehmen. Nume8/9Nume Und du sollst die Leviten vor das Zelt der Begegnung
hinzutreten lassen und die ganze Gemeinde der Söhne Israel versammeln. Nume8/10Nume Und du sollst die Leviten vor den HERRN hintreten lassen, und die Söhne Israel sollen ihre Hände auf die
Leviten legen. Nume8/11Nume Und Aaron soll die Leviten als Schwingopfer von den Söhnen Israel vor dem HERRN darbringen, damit sie zum Verrichten des Dienstes für den HERRN da sind. Nume8/12Nume
Und die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der Stiere legen; und den einen sollst du als Sündopfer und den anderen als Brandopfer dem HERRN opfern, um für die Leviten Sühnung zu erwirken.
Nume8/13Nume Und so sollst du die Leviten vor Aaron und vor seine Söhne stellen und sie dem HERRN als Schwingopfer darbringen. Nume8/14Nume Und du sollst die Leviten aus der Mitte der Söhne
Israel aussondern, damit die Leviten mir gehören. Nume8/15Nume Und danach sollen die Leviten kommen, um das Zelt der Begegnung zu bedienen. So sollst du sie reinigen und sie als Schwingopfer
darbringen. Nume8/16Nume Denn sie sind mir ganz zu eigen gegeben aus der Mitte der Söhne Israel, als Ersatz für alles, was den Mutterschoß durchbricht, [für] jeden Erstgeborenen aus den Söhnen
Israel habe ich sie für mich genommen. Nume8/17Nume Denn mir [gehört] alles Erstgeborene unter den Söhnen Israel an Menschen und an Vieh. An dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Ägypten
schlug, habe ich sie für mich geheiligt. Nume8/18Nume Und ich habe die Leviten genommen als Ersatz für alle Erstgeborenen unter den Söhnen Israel; Nume8/19Nume und ich habe die Leviten dem Aaron
und seinen Söhnen als Gabe aus der Mitte der Söhne Israel gegeben, den Dienst der Söhne Israel am Zelt der Begegnung auszuüben und für die Söhne Israel Sühnung zu erwirken, damit unter den Söhnen
Israel keine Plage dadurch entsteht, dass die Söhne Israel sich dem Heiligtum nähern.
Nume8/20Nume Und Mose und Aaron und die ganze Gemeinde der Söhne Israel machten es so mit den Leviten; nach allem, was der HERR dem Mose wegen der Leviten geboten hatte, so machten es die Söhne
Israel mit ihnen. Nume8/21Nume Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider; und Aaron brachte sie als Schwingopfer vor dem HERRN dar; und Aaron erwirkte Sühnung für sie zu ihrer
Reinigung. Nume8/22Nume Danach kamen die Leviten, um ihren Dienst am Zelt der Begegnung auszuüben vor Aaron und vor seinen Söhnen. Ganz wie der HERR dem Mose hinsichtlich der Leviten geboten
hatte, so machten sie es mit ihnen.
Nume8/23Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume8/24Nume Das ist es, was für die Leviten [gilt]: Von 25 Jahren an und darüber soll er eintreten, um die Arbeit zu tun im Dienst am Zelt
der Begegnung. Nume8/25Nume Aber von fünfzig Jahren an soll er aus der Arbeit des Dienstes austreten und nicht länger dienen; Nume8/26Nume er mag seinen Brüdern bei der Wahrnehmung der Aufgaben
am Zelt der Begegnung helfen, aber Arbeit soll er nicht [mehr] tun. So sollst du es mit den Leviten in ihren Aufgaben machen.
Passah und Nachpassah.
\9\
Nume9/1Nume Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten, im ersten Monat, und sprach: Nume9/2Nume Die Söhne Israel sollen das Passah
feiern zu seiner festgesetzten Zeit; Nume9/3Nume am vierzehnten Tag in diesem Monat, zwischen den zwei Abenden, sollt ihr es feiern zu seiner festgesetzten Zeit; nach allen seinen Ordnungen und
nach allen seinen Vorschriften sollt ihr es feiern. Nume9/4Nume Und Mose redete zu den Söhnen Israel, dass sie das Passah feiern sollten. Nume9/5Nume Und sie feierten das Passah im ersten [Monat]
am vierzehnten Tag des Monats, zwischen den zwei Abenden, in der Wüste Sinai; nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte, so machten es die Söhne Israel.
Nume9/6Nume Aber es waren Männer da, die unrein waren wegen der Leiche eines Menschen und an jenem Tag das Passah nicht feiern konnten; und sie traten an jenem Tag vor Mose und vor Aaron.
Nume9/7Nume Und diese Männer sagten zu ihm: Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen. Warum soll es uns verwehrt sein, die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit inmitten der
Söhne Israel darzubringen? Nume9/8Nume Und Mose sagte zu ihnen: Bleibt stehen, und ich will hören, was der HERR euretwegen gebietet. - Nume9/9Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach:
Nume9/10Nume Rede zu den Söhnen Israel: Wenn irgend jemand bei euch oder bei euren [künftigen] Generationen unrein ist wegen einer Leiche, oder er ist auf einer weiten Reise und will [trotzdem]
dem HERRN Passah feiern: Nume9/11Nume im zweiten Monat, am vierzehnten Tag, zwischen den zwei Abenden, sollen sie es feiern; mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern sollen sie es essen;
Nume9/12Nume sie sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen und sollen kein Bein an ihm zerbrechen; nach allen Ordnungen des Passah sollen sie es feiern. Nume9/13Nume Der Mann aber, der rein
ist und nicht auf einer Reise und es unterläßt, das Passah zu feiern, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern; denn er hat die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit
dargebracht; dieser Mann soll seine Sünde tragen. Nume9/14Nume Und wenn ein Fremder bei euch wohnt und dem HERRN Passah feiern will, soll er es feiern nach der Ordnung des Passah und nach seiner
Vorschrift. Ein [und dieselbe] Ordnung soll für euch sein, sowohl für den Fremden als auch für den Einheimischen des Landes.
Wolken- und Feuersäule.
Nume9/15Nume Und an dem Tag, als die Wohnung aufgestellt wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses; und am Abend war sie über der Wohnung wie das Aussehen eines Feuers bis
zum Morgen. Nume9/16Nume So war es ständig: die Wolke bedeckte sie, und des Nachts [war es wie] das Aussehen eines Feuers. Nume9/17Nume Und sooft die Wolke sich von dem Zelt erhob, brachen danach
die Söhne Israel auf; und an dem Ort, wo die Wolke sich niederließ, dort lagerten die Söhne Israel. Nume9/18Nume Nach dem Befehl des HERRN brachen die Söhne Israel auf, und nach dem Befehl des
HERRN lagerten sie; alle Tage, während die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie. Nume9/19Nume Und wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung stehen blieb, verrichteten die Söhne Israel den
Dienst des HERRN und brachen nicht auf. Nume9/20Nume Und es kam vor, dass die Wolke [nur] wenige Tage auf der Wohnung war - nach dem Befehl des HERRN lagerten sie sich, und nach dem Befehl des
HERRN brachen sie [auch] auf. Nume9/21Nume Und es kam vor, dass die Wolke [nur] vom Abend bis zum [nächsten] Morgen da war und die Wolke sich am Morgen erhob, dann brachen sie auf. Oder einen Tag
und eine Nacht - erhob sich die Wolke, so brachen sie auf. Nume9/22Nume Oder [dauerte es] zwei Tage oder einen Monat oder eine längere Zeit - wenn die Wolke auf der Wohnung verweilte, indem sie
darauf ruhte, dann lagerten die Söhne Israel und brachen nicht auf; und wenn sie sich [dann] erhob, brachen sie auf. Nume9/23Nume Nach dem Befehl des HERRN lagerten sie, und nach dem Befehl des
HERRN brachen sie auf; sie verrichteten den Dienst des HERRN nach dem Befehl des HERRN durch Mose.
Silberne Trompeten.
\10\
Nume10/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume10/2Nume Mache dir zwei Trompeten aus Silber! In getriebener Arbeit sollst du sie machen; und sie sollen dir zur Berufung der Gemeinde und
zum Aufbruch der Lager dienen. Nume10/3Nume Bläst man sie [beide], dann soll sich die ganze Gemeinde zu dir versammeln am Eingang des Zeltes der Begegnung. Nume10/4Nume Und wenn man [nur] eine
bläst, dann sollen sich die Fürsten zu dir versammeln, die Häupter der Tausendschaften Israels. Nume10/5Nume Und blast ihr das Lärmsignal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Osten hin
lagern; Nume10/6Nume und blast ihr das Lärmsignal zum zweiten Mal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Süden hin lagern: zu ihrem Aufbruch sollen sie das Lärmsignal blasen. Nume10/7Nume
Aber um die Versammlung zu versammeln, sollt ihr [nur] blasen, aber kein Lärmsignal geben. Nume10/8Nume Die Söhne Aarons, die Priester, sollen in die Hörner stoßen. Das soll für euch zur ewigen
Ordnung sein bei euren Generationen. Nume10/9Nume Und wenn ihr in eurem Land in den Kampf zieht gegen den Bedränger, der euch bedrängt, dann sollt ihr mit den Trompeten das Lärmsignal geben; und
es wird an euch gedacht werden vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden. Nume10/10Nume Und an euren Freudentagen und an euren Festen und an euren Neumonden
sollt ihr in die Trompeten blasen bei euren Brandopfern und bei euren Heilsopfern; und sie sollen euch bei eurem Gott in Erinnerung bringen. Ich bin der HERR, euer Gott.
Aufbruch vom Sinai.
Nume10/11Nume Und es geschah im zweiten Jahr, im zweiten Monat, am zwanzigsten [Tag] des Monats, da erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses. Nume10/12Nume Und die Söhne Israel brachen
auf nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wüste Sinai; und die Wolke ließ sich nieder in der Wüste Paran. Nume10/13Nume So brachen sie zum ersten Mal auf nach dem Befehl des HERRN durch
Mose.
V. 14-27: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26.
Nume10/14Nume Und die Abteilung des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinen Heeresverbänden war Nachschon, der Sohn Amminadabs. Nume10/15Nume Und über
dem Heeresverband des Stammes der Söhne Issaschar war Netanel, der Sohn Zuars; Nume10/16Nume und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Sebulon war Eliab, der Sohn Helons. Nume10/17Nume Und
die Wohnung wurde abgebaut, und es brachen auf die Söhne Gerschon und die Söhne Merari, die die Wohnung trugen.
Nume10/18Nume Und die Abteilung des Lagers Ruben brach auf nach seinen Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Elizur, der Sohn Schedeurs. Nume10/19Nume Und über dem Heeresverband des
Stammes der Söhne Simeon war Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; Nume10/20Nume und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Gad war Eljasaf, der Sohn Deguels. Nume10/21Nume Und die Kehatiter
brachen auf, die das Heiligtum trugen; und man richtete die Wohnung auf, bis sie [an]kamen.
Nume10/22Nume Und die Abteilung des Lagers der Söhne Ephraim brach auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Elischama, der Sohn Ammihuds. Nume10/23Nume Und über dem
Heeresverband des Stammes der Söhne Manasse war Gamliel, der Sohn Pedazurs; Nume10/24Nume und über den Heeresverbänden des Stammes der Söhne Benjamin war Abidan, der Sohn des Gidoni.
Nume10/25Nume Und die Abteilung des Lagers der Söhne Dan, das die Nachhut aller Lager bildete, brach auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Ahieser, der Sohn
Ammischaddais. Nume10/26Nume Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Asser war Pagiel, der Sohn Ochrans; Nume10/27Nume und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Naftali war Ahira,
der Sohn Enans. - Nume10/28Nume Das war die Aufbruchsordnung der Söhne Israel nach ihren Heeresverbänden; und so brachen sie auf.
Nume10/29Nume Und Mose sagte zu Hobab, dem Sohn Reguels, des Midianiters, des Schwiegervaters Moses: Wir brechen auf zu dem Ort, von dem der HERR gesagt hat: `Ich will ihn euch geben'. Komm mit
uns! Dann werden wir dir Gutes tun; denn der HERR hat Gutes über Israel geredet. Nume10/30Nume Doch er sagte zu ihm: Ich will nicht mitkommen, sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft
will ich gehen. Nume10/31Nume Er aber sagte: Verlaß uns doch nicht! Denn du weißt doch, wo wir in der Wüste lagern können; und du sollst unser Auge sein. Nume10/32Nume Und es soll geschehen, wenn
du mit uns kommst und jenes Gute geschieht, das der HERR an uns tun will, dann werden wir dir auch Gutes tun.
Nume10/33Nume Und sie brachen auf von dem Berg des HERRN, drei Tagereisen weit, und die Lade des Bundes des HERRN zog drei Tagereisen vor ihnen her, um ihnen einen Ruheplatz auszusuchen;
Nume10/34Nume und die Wolke des HERRN war über ihnen am Tag, wenn sie aus dem Lager zogen. Nume10/35Nume Und es geschah, wenn die Lade aufbrach, sagte Mose: Steh auf, HERR, dass deine Feinde sich
zerstreuen und deine Hasser vor dir fliehen! Nume10/36Nume Und wenn sie ruhte, sagte er: Kehre zurück, HERR, zu der großen Menge der Tausendschaften Israels!
Murren und Bestrafung des Volkes - Siebzig Älteste als Beistand für Mose - Fleisch für das lüsterne Volk.
\11\
Nume11/1Nume Und es geschah, als das Volk sich in Klagen erging, da war es böse in den Ohren des HERRN. Und als der HERR es hörte, da erglühte sein Zorn, und ein Feuer des HERRN brannte unter
ihnen und fraß am Rand des Lagers. Nume11/2Nume Und das Volk schrie zu Mose; und Mose betete zu dem HERRN, da legte sich das Feuer. Nume11/3Nume Und man gab diesem Ort den Namen Tabera, weil ein
Feuer des HERRN unter ihnen gebrannt hatte.
Nume11/4Nume Und das hergelaufene [Volk], das in ihrer Mitte war, gierte voller Begierde, und auch die Söhne Israel weinten wieder und sagten: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Nume11/5Nume
Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch; Nume11/6Nume und nun ist unsere Kehle
vertrocknet; gar nichts ist da, nur auf das Manna [sehen] unsere Augen.
Nume11/7Nume Das Manna aber war wie Koriandersamen und sein Aussehen wie das Aussehen des Bdelliumharzes. Nume11/8Nume Das Volk lief umher, und sie sammelten [es] und mahlten es mit Handmühlen
oder zerstießen es in Mörsern; und sie kochten es in Töpfen, auch machten sie Brotfladen daraus; und sein Geschmack war wie der Geschmack von Ölkuchen. Nume11/9Nume Und wenn nachts der Tau auf
das Lager herabfiel, dann fiel [auch] das Manna darauf herab.
Nume11/10Nume Und als Mose das Volk, alle seine Sippen, jeden am Eingang seines Zeltes, weinen hörte und der Zorn des HERRN heftig entbrannte, da war es böse in den Augen des Mose. Nume11/11Nume
Und Mose sagte zu dem HERRN: Warum hast du an deinem Knecht [so] schlecht gehandelt, und warum habe ich nicht in deinen Augen Gunst gefunden, dass du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst?
Nume11/12Nume Bin ich etwa mit diesem ganzen Volk schwanger gewesen, oder habe etwa ich es geboren, dass du zu mir sagst: `Trage es an deiner Brust, wie der Wärter den Säugling trägt', in das
Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast? Nume11/13Nume Woher soll ich Fleisch haben, um es diesem ganzen Volk zu geben? Denn sie weinen vor mir und sagen: `Gib uns Fleisch, damit wir essen!'
Nume11/14Nume Ich allein kann dieses ganze Volk nicht tragen, denn es ist mir zu schwer. Nume11/15Nume Und wenn du so mit mir tust, dann bringe mich doch um, wenn ich in deinen Augen Gunst
gefunden habe, damit ich mein Unglück nicht [mehr] ansehen [muß]!
Nume11/16Nume Und der HERR sprach zu Mose: Versammle mir siebzig Männer aus den Ältesten Israels, von denen du erkannt hast, dass sie Älteste des Volkes und seine Aufseher sind, und führe sie zu
dem Zelt der Begegnung, dass sie sich dort mit dir [zusammen] aufstellen! Nume11/17Nume Und ich werde herabkommen und dort mit dir reden, und ich werde von dem Geist nehmen, der auf dir ist, und
auf sie legen, damit sie mit dir an der Last des Volkes tragen und du sie nicht [mehr] allein tragen musst. Nume11/18Nume Und zu dem Volk sollst du sagen: Heiligt euch für morgen! Dann werdet ihr
Fleisch essen; denn ihr habt vor den Ohren des HERRN geweint und gesagt: `Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Denn in Ägypten ging es uns gut.' Der HERR wird euch Fleisch geben, und ihr werdet
essen. Nume11/19Nume Nicht [nur] einen Tag sollt ihr essen, und nicht [nur] zwei Tage und nicht [nur] fünf Tage und nicht [nur] zehn Tage und nicht [nur] zwanzig Tage, Nume11/020Nume sondern
einen ganzen Monat, bis es euch zur Nase herauskommt und es euch zum Ekel wird, weil ihr den HERRN, der in eurer Mitte ist, verworfen und vor ihm geweint und gesagt habt: `Warum nur sind wir aus
Ägypten ausgezogen?' Nume11/21Nume Und Mose sagte: 600 000 [Mann] Fußvolk [zählt] das Volk, in dessen Mitte ich bin, und da sagst du: `Fleisch will ich ihnen geben, dass sie einen ganzen Monat
[davon] essen!' Nume11/22Nume Können [so viele] Schafe und Rinder für sie geschlachtet werden, dass es für sie ausreicht? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie eingesammelt werden, dass es
für sie ausreicht? Nume11/23Nume Und der HERR sprach zu Mose: Ist die Hand des HERRN [zu] kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort für dich eintrifft oder nicht.
Nume11/24Nume Da ging Mose hinaus und redete zum Volk die Worte des HERRN; und er versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volkes und stellte sie rings um das Zelt auf. Nume11/25Nume Und
der HERR kam in der Wolke herab und redete zu ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Männer, die Ältesten. Und es geschah, sobald der Geist auf sie kam,
weissagten sie; [später] aber nicht mehr. Nume11/26Nume Und zwei Männer blieben im Lager zurück, der Name des einen war Eldad und der Name des andern Medad; und auch auf sie kam der Geist - sie
waren nämlich unter den Aufgeschriebenen, waren aber nicht zum Zelt hinausgegangen -, und sie weissagten im Lager. Nume11/27Nume Da lief ein junger Mann hin und berichtete es Mose und sagte:
Eldad und Medad weissagen im Lager. Nume11/28Nume Und Josua, der Sohn des Nun, der [schon] von seiner Jugend an der Diener des Mose gewesen war, antwortete: Mein Herr, Mose, halte sie zurück!
Nume11/29Nume Aber Mose sagte zu ihm: Eiferst du für mich? Mögen doch alle im Volk des HERRN Propheten sein, dass der HERR seinen Geist auf sie lege!
Nume11/30Nume Und Mose zog sich in das Lager zurück, er und die Ältesten Israels. Nume11/31Nume Und ein Wind ging von dem HERRN aus und trieb Wachteln vom Meer herbei und warf sie auf das Lager
[herab], eine Tagereise weit in der einen Richtung und eine Tagereise weit in der andern Richtung, rings um das Lager und zwei Ellen hoch [lagen sie] auf dem Erdboden. Nume11/32Nume Und das Volk
machte sich auf diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln ein; wer wenig sammelte, hatte zehn Homer gesammelt; und sie breiteten sie sich
[zum Dörren] aus rings um das Lager her. Nume11/33Nume Das Fleisch war noch zwischen ihren Zähnen, es war noch nicht zerkaut, da entbrannte der Zorn des HERRN gegen das Volk, und der HERR schlug
das Volk mit einer sehr großen Plage. Nume11/34Nume Und man gab diesem Ort den Namen Kibrot-Hattaawa, weil man dort das Volk begrub, das gierig gewesen war. Nume11/35Nume Von Kibrot-Hattaawa
brach das Volk auf nach Hazerot; und sie waren in Hazerot.
Auflehnung Aarons und Mirjams gegen Mose.
\12\
Nume12/1Nume Und Mirjam und Aaron redeten gegen Mose wegen der kuschitischen Frau, die er genommen hatte; denn er hatte eine kuschitische Frau genommen. Nume12/2Nume Und sie sagten: Hat der HERR
nur etwa mit Mose geredet? Hat er nicht auch mit uns geredet? Und der HERR hörte es. Nume12/3Nume Der Mann Mose aber war sehr demütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden
waren.
Nume12/4Nume Da sprach der HERR plötzlich zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zum Zelt der Begegnung! Und sie gingen hinaus, die drei. Nume12/5Nume Und der HERR kam in
einer Wolkensäule herab und stand im Eingang des Zeltes; und er rief Aaron und Mirjam, und die beiden traten hinaus. Nume12/6Nume Und er sprach: Hört doch meine Worte! Wenn ein Prophet des HERRN
unter euch ist, dem will ich mich in einem Gesicht zu erkennen geben, im Traum will ich mit ihm reden. Nume12/7Nume So steht [es] nicht [mit] meinem Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen
Haus; Nume12/8Nume mit ihm rede ich von Mund zu Mund, im Sehen und nicht in Rätselworten, und die Gestalt des HERRN schaut er. Warum habt ihr euch nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht, gegen
Mose, zu reden? Nume12/9Nume Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie, und er ging weg. Nume12/10Nume Und die Wolke wich vom Zelt, und siehe, Mirjam war aussätzig wie Schnee; und Aaron wandte
sich zu Mirjam um, und siehe, sie war aussätzig. Nume12/11Nume Da sagte Aaron zu Mose: Ach, mein Herr, lege doch nicht die Sünde auf uns, durch die wir töricht gehandelt und uns versündigt haben!
Nume12/12Nume Laß [Mirjam] doch nicht sein wie ein Totgeborenes, dessen Fleisch, wenn es aus seiner Mutter Leib hervorkommt, zur 1.Hälfte verwest ist! Nume12/13Nume Und Mose schrie zu dem HERRN
und sagte: O Gott, ach, heile sie doch! Nume12/14Nume Und der HERR sprach zu Mose: Hätte ihr Vater ihr ins Gesicht gespuckt, müßte sie sich nicht sieben Tage lang schämen? Sie soll sieben Tage
außerhalb des Lagers eingeschlossen werden, danach soll sie wieder aufgenommen werden. Nume12/15Nume So wurde Mirjam sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen; und das Volk brach nicht auf,
bis Mirjam wieder aufgenommen worden war. Nume12/16Nume Danach aber brach das Volk von Hazerot auf; und sie lagerten in der Wüste Paran.
Aussendung und Rückkehr der Kundschafter.
Kap. 13; 14: 5Mo 1,19-46.
\13\
Nume13/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume13/2Nume Sende dir Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Söhnen Israel gebe! Je einen Mann für den Stamm
seiner Väter sollt ihr aussenden, jeder ein Fürst unter ihnen. Nume13/3Nume Und Mose sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Befehl des HERRN, alle Männer, die Häupter der Söhne Israel
waren.
V. 4-15: Kap. 34,19-28; 1Mo 35,23-26.
Nume13/4Nume Und das sind ihre Namen: für den Stamm Ruben: Schammua, der Sohn Sakkurs; Nume13/5Nume für den Stamm Simeon: Schafat, der Sohn Horis; Nume13/6Nume für den Stamm Juda: Kaleb, der Sohn
Jefunnes; Nume13/7Nume für den Stamm Issaschar: Jigal, der Sohn Josephs; Nume13/8Nume für den Stamm Ephraim: Hoschea, der Sohn Nuns; Nume13/9Nume für den Stamm Benjamin: Palti, der Sohn Rafus;
Nume13/10Nume für den Stamm Sebulon: Gaddiel, der Sohn Sodis; Nume13/11Nume für den Stamm Joseph, [und zwar] für den Stamm Manasse: Gaddi, der Sohn Susis; Nume13/12Nume für den Stamm Dan: Ammiel,
der Sohn Gemallis; Nume13/13Nume für den Stamm Asser: Setur, der Sohn Michaels; Nume13/14Nume für den Stamm Naftali: Nachbi, der Sohn Wofsis; Nume13/15Nume für den Stamm Gad: Geuel, der Sohn
Machis. Nume13/16Nume Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, um das Land auszukundschaften. Und Mose nannte Hoschea, den Sohn des Nun, Josua.
Nume13/17Nume Und Mose sandte sie, das Land Kanaan auszukundschaften, und sagte zu ihnen: Zieht hier hinauf an der Südseite, und steigt auf das Gebirge, Nume13/18Nume und seht das Land an, wie es
[beschaffen] ist; und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, ob es gering oder zahlreich ist; Nume13/19Nume und wie das Land ist, in dem es wohnt, ob es gut oder schlecht ist; und
wie die Städte sind, in denen es wohnt, ob [es] in Lagern oder in Festungen [wohnt]; Nume13/20Nume und wie das Land ist, ob es fett oder mager ist, ob Bäume darin sind oder nicht. Und seid mutig
und nehmt [etwas] von der Frucht des Landes! Die Tage aber waren die Tage der ersten Trauben.
Nume13/21Nume Und sie zogen hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wüste Zin bis Rehob, [von wo] man nach Hamat geht. Nume13/22Nume Und sie zogen an der Südseite hinauf und kamen bis
Hebron, und dort waren Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne Enaks. Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan in Ägypten erbaut worden. Nume13/23Nume Und sie kamen bis in das Tal Eschkol und
schnitten dort eine Weinranke mit [nur] einer Traube ab und trugen sie zu zweit an einer Stange, auch Granatäpfel und Feigen. Nume13/24Nume Diesen Ort nannte man Tal Eschkol wegen der Traube, die
die Söhne Israel dort abgeschnitten hatten. Nume13/25Nume Und sie kehrten am Ende von vierzig Tagen von der Erkundung des Landes zurück.
Nume13/26Nume Und sie gingen hin und kamen zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel in die Wüste Paran nach Kadesch; und sie erstatteten ihnen und der ganzen Gemeinde
Bericht und zeigten ihnen die Frucht des Landes. Nume13/27Nume Und sie erzählten ihm und sagten: Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es fließt von Milch und
Honig über, und das ist seine Frucht. Nume13/28Nume Allerdings ist das Volk stark, das in dem Land wohnt, und die Städte [sind] befestigt [und] sehr groß; und auch die Söhne Enaks haben wir dort
gesehen. Nume13/29Nume Amalek wohnt im Lande des Südens, und die Hetiter und die Jebusiter und die Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan.
Nume13/30Nume Und Kaleb beschwichtigte das Volk, [das] gegenüber Mose [murrte], und sagte: Lasst uns nur hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen! (Positiv
bekennen: Ja, ich werde das Land einnehmen und die Riesen überwältigen) Nume13/31Nume Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sagten: Wir können nicht gegen das Volk hinaufziehen, denn
es ist stärker als wir. Nume13/32Nume Und sie brachten unter den Söhnen Israel ein böses Gerücht über das Land auf, das sie ausgekundschaftet hatten, und sagten: Das Land, das wir durchzogen
haben, um es zu erkunden, ist ein Land, das seine Bewohner frißt; und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind Leute von hohem Wuchs; Nume13/33Nume auch haben wir dort die Riesen gesehen,
die Söhne Enaks von den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen.
Aufruhr und Strafe für das Volk.
Kap. 13; 14: 5Mo 1,19-46.
\14\
Nume14/1Nume Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in jener Nacht. Nume14/2Nume Und alle Söhne Israel murrten gegen Mose und gegen Aaron, und die ganze Gemeinde
sagte zu ihnen: Wären wir doch im Land Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben! Nume14/3Nume Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und
unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren? Nume14/4Nume Und sie sagten einer zum andern: Laßt uns ein Haupt [über uns]
setzen und nach Ägypten zurückkehren! Nume14/5Nume Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Söhne Israel. Nume14/6Nume Und Josua, der Sohn des Nun,
und Kaleb, der Sohn des Jefunne, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider Nume14/7Nume und sagten zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Das Land, das wir
durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut. Nume14/8Nume Wenn der HERR Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von
Milch und Honig überfließt. Nume14/9Nume Nur empört euch nicht gegen den HERRN! Und fürchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein! Ihr Schutz ist von ihnen gewichen,
und der HERR ist mit uns. Fürchtet sie nicht! Nume14/10Nume Und die ganze Gemeinde sagte, dass man sie steinigen solle.
Da erschien die Herrlichkeit des HERRN an dem Zelt der Begegnung allen Söhnen Israel. Nume14/11Nume Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen
sie mir nicht glauben bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe? Nume14/12Nume Ich will es mit der Pest schlagen und es austilgen; und ich will dich zu einer Nation machen, größer
und stärker als sie.
Nume14/13Nume Und Mose sagte zu dem HERRN: Dann werden es die Ägypter hören. Denn durch deine Macht hast du dieses Volk aus ihrer Mitte heraufgeführt; Nume14/14Nume und man wird es den Bewohnern
dieses Landes sagen. Sie haben gehört, dass du, HERR, in der Mitte dieses Volkes bist, dass du, HERR, Auge in Auge dich sehen läßt und dass deine Wolke über ihnen steht und du in einer
Wolkensäule vor ihnen hergehst bei Tag und in einer Feuersäule bei Nacht. Nume14/15Nume Und wenn du dieses Volk wie einen Mann tötest, werden die Nationen, die die Kunde von dir gehört haben,
sagen: Nume14/16Nume Weil der HERR dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wüste hingeschlachtet. Nume14/17Nume Und nun möge sich
doch die Macht des Herrn groß erweisen, so wie du geredet hast, als du sprachst: Nume14/18Nume `Der HERR ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, der Schuld und [Treu]bruch vergibt, aber
keineswegs ungestraft läßt, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation].' Nume14/19Nume Vergib doch die Schuld dieses Volkes nach der Größe deiner
Gnade und so, wie du diesem Volk vergeben hast von Ägypten an bis hierher! Nume14/20Nume Und der HERR sprach: Ich habe vergeben nach deinem Wort. Nume14/21Nume Jedoch, so wahr ich lebe und von
der Herrlichkeit des HERRN die ganze Erde erfüllt werden wird: Nume14/22Nume alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan
habe, und mich nun zehnmal geprüft und nicht gehört haben auf meine Stimme, Nume14/23Nume werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe! Alle, die mich verachtet haben,
sollen es nicht sehen. Nume14/24Nume Aber meinen Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war und er mir völlig nachgefolgt ist -, ihn werde ich in das Land bringen, in das er hineingegangen
ist; und seine Nachkommen sollen es besitzen. Nume14/25Nume Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Ebene. Morgen wendet euch und brecht auf zur Wüste in der Richtung zum
Schilfmeer!
Nume14/26Nume Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach: Nume14/27Nume Wie lange [soll es] mit dieser bösen Gemeinde [weitergehen], dass sie gegen mich murrt? Das Murren der Söhne Israel,
womit sie gegen mich murren, habe ich gehört. Nume14/28Nume Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn ich es nicht so mit euch machen werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt!
Nume14/29Nume In dieser Wüste sollen eure Leichen fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt. Nume14/30Nume
Niemals sollt ihr in das Land kommen, in dem euch wohnen zu lassen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, außer Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun! Nume14/31Nume Und eure
kleinen Kinder, von denen ihr gesagt habt, sie werden zur Beute werden, sie will ich hineinbringen, und sie sollen das Land kennenlernen, das ihr verworfen habt. Nume14/32Nume Ihr aber, eure
Leichen sollen in dieser Wüste fallen! Nume14/33Nume Und eure Kinder sollen vierzig Jahre lang in der Wüste Hirten sein und eure Hurereien tragen, bis eure Leiber in der Wüste umkommen.
Nume14/34Nume Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Sünden tragen, und ihr sollt erkennen,
was es ist, wenn ich mich abwende! Nume14/35Nume Ich, der HERR, habe es geredet. Wenn ich das nicht tun werde an dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich gegen mich zusammengerottet hat! In dieser
Wüste sollen sie umkommen, und dort sollen sie sterben!
Nume14/36Nume Und die Männer, die Mose ausgesandt hatte, das Land auszukundschaften, und die zurückkehrten und die ganze Gemeinde gegen ihn zum Murren verleitet hatten, indem sie ein böses Gerede
über das Land aufbrachten, Nume14/37Nume diese Männer, die ein böses Gerede über das Land aufgebracht hatten, starben durch eine Plage vor dem HERRN. Nume14/38Nume Aber Josua, der Sohn des Nun,
und Kaleb, der Sohn des Jefunne, blieben am Leben von jenen Männern, die ausgezogen waren, um das Land auszukundschaften.
Nume14/39Nume Und als Mose diese Worte zu allen Söhnen Israel redete, trauerte das Volk sehr. Nume14/40Nume Und sie machten sich am [nächsten] Morgen früh auf, um auf die Höhe des Gebirges
hinaufzuziehen, und sagten: Hier sind wir und wollen an den Ort hinaufziehen, von dem der HERR geredet hat; denn wir haben gesündigt. Nume14/41Nume Aber Mose sagte: Warum denn übertretet ihr den
Befehl des HERRN [schon wieder]? Es wird [euch] nicht gelingen. Nume14/42Nume Zieht nicht hinauf - denn der HERR ist nicht in eurer Mitte -, damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!
Nume14/43Nume Denn die Amalekiter und die Kanaaniter stehen euch dort gegenüber, und ihr werdet durchs Schwert fallen. Weil ihr euch von der Nachfolge des HERRN abgewandt habt, wird der HERR
nicht mit euch sein. Nume14/44Nume Doch sie waren so vermessen, auf die Höhe des Gebirges hinaufzuziehen; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose wichen nicht aus der Mitte des Lagers.
Nume14/45Nume Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Gebirge wohnten, herab und schlugen und versprengten sie bis nach Horma.
Verordnungen für Opfer im Land Kanaan.
\15\
Nume15/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume15/2Nume Rede zu den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommt, das ich euch geben werde, Nume15/3Nume
und ihr dem HERRN ein Feueropfer opfert, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen, um dem HERRN einen wohlgefälligen Geruch
zu bereiten von Rindern oder Schafen: Nume15/4Nume dann soll der, der dem HERRN seine Gabe darbringt, als Speisopfer darbringen ein Zehntel Weizengrieß, gemengt mit einem viertel Hin Öl;
Nume15/5Nume und als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schaf. Nume15/6Nume Oder bei einem Widder sollst du als Speisopfer
zwei Zehntel Weizengrieß opfern, gemengt mit einem drittel Hin Öl; Nume15/7Nume und als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen: ein wohlgefälliger Geruch für den HERRN. Nume15/8Nume
Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Gelübde zu erfüllen, oder als Heilsopfer für den HERRN, Nume15/9Nume dann soll man zu dem jungen Rind als
Speisopfer drei Zehntel Weizengrieß darbringen, gemengt mit einem halben Hin Öl; Nume15/10Nume und als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer von wohlgefälligem
Geruch für den HERRN. Nume15/11Nume So soll es gemacht werden bei jedem Rind oder bei jedem Widder oder bei jedem Schaf oder bei jeder Ziege; Nume15/12Nume nach der Zahl, die ihr opfert, sollt
ihr so bei einem jeden machen nach ihrer Zahl. Nume15/13Nume Jeder Einheimische soll das so tun, wenn er ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch dem HERRN darbringt. Nume15/14Nume Und wenn ein
Fremder bei euch wohnt oder wer in eurer Mitte ist bei euren [künftigen] Generationen und er opfert dem HERRN ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch, dann soll er es ebenso tun, wie ihr es tut.
Nume15/15Nume In der Versammlung soll ein [und dieselbe] Ordnung [gelten] für euch und für den Fremden, der [bei euch] wohnt, eine ewige Ordnung für eure Generationen: wie ihr, so soll der Fremde
sein vor dem HERRN. Nume15/16Nume Ein [und dasselbe] Gesetz und ein [und dasselbe] Recht soll für euch [gelten] und für den Fremden, der bei euch wohnt.
Nume15/17Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume15/18Nume Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde, Nume15/19Nume dann soll
es geschehen, wenn ihr von dem Brot des Landes eßt, dann sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer abheben: Nume15/20Nume als Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer abheben; wie
das Hebopfer der Tenne, so sollt ihr dieses abheben. Nume15/21Nume Von dem Erstling eures Schrotmehls sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer geben in [allen] euren [künftigen] Generationen.
Nume15/22Nume Und wenn ihr aus Versehen sündigt und nicht alle diese Gebote tut, die der HERR zu Mose geredet hat, Nume15/23Nume alles, was der HERR für euch durch Mose aufgetragen hat von dem
Tag an, als der HERR Gebote gab, und weiterhin für eure Generationen, Nume15/24Nume dann soll es geschehen, wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, dann soll die
ganze Gemeinde einen Jungstier als Brandopfer opfern zum wohlgefälligen Geruch dem HERRN, samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der Vorschrift, und einen Ziegenbock als Sündopfer.
Nume15/25Nume Und der Priester soll Sühnung erwirken für die ganze Gemeinde der Söhne Israel, und es wird ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein
Feueropfer für den HERRN, und ihr Sündopfer vor den HERRN gebracht wegen ihrer Sünde aus Versehen. Nume15/26Nume Und es wird der ganzen Gemeinde der Söhne Israel vergeben werden und dem Fremden,
der in ihrer Mitte wohnt; denn dem ganzen Volk [geschah es] aus Versehen.
Nume15/27Nume Und wenn eine einzelne Person aus Versehen sündigt, dann soll sie eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen. Nume15/28Nume Und der Priester soll Sühnung erwirken für die
Person, die sich versehentlich vergangen hat durch eine Sünde aus Versehen vor dem HERRN, um Sühnung für sie zu erwirken; und es wird ihr vergeben werden. Nume15/29Nume Für den Einheimischen
unter den Söhnen Israel und für den Fremden, der in ihrer Mitte wohnt, sollt ihr ein [und dasselbe] Gesetz haben für den, der aus Versehen etwas tut. Nume15/30Nume Aber die Person, die mit
erhobener Hand handelt, von den Einheimischen und von den Fremden, die lästert den HERRN; und diese Person soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes, Nume15/31Nume denn das Wort des
HERRN hat sie verachtet und sein Gebot aufgehoben; diese Person soll unbedingt ausgerottet werden: ihre Schuld ist auf ihr.
Strafe für Entweihung des Sabbats.
Nume15/32Nume Und als die Söhne Israel in der Wüste waren, da fanden sie einen Mann, der am Sabbattag Holz auflas. Nume15/33Nume Und die ihn gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu
Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde. Nume15/34Nume Und sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt, was mit ihm getan werden sollte. Nume15/35Nume Da sprach der HERR zu
Mose: Der Mann soll unbedingt getötet werden; die ganze Gemeinde soll ihn außerhalb des Lagers steinigen. Nume15/36Nume Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten
ihn, dass er starb, so wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Nume15/37Nume Und der HERR sprach zu Mose: Nume15/38Nume Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen, dass sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider machen sollen für [alle] ihre
[künftigen] Generationen und dass sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur aus violettem Purpur setzen sollen. Nume15/39Nume Und das soll euch zur [Merk]quaste werden, und ihr sollt sie ansehen
und dabei an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, und ihr sollt nicht eurem Herzen und euren Augen nachfolgen, deren Gelüsten ihr nachhurt, Nume15/40Nume damit ihr an alle meine Gebote denkt
und sie tut und heilig seid eurem Gott. Nume15/41Nume Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin der HERR, euer
Gott.
Aufruhr und Tod Korachs und seiner Anhänger.
\16\
Nume16/1Nume Und Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, unternahm es und [mit ihm] Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens,
Nume16/2Nume und sie erhoben sich gegen Mose mit 250 Männern von den Söhnen Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, namhafte Männer. Nume16/3Nume Und sie versammelten sich gegen
Mose und gegen Aaron und sagten zu ihnen: Genug mit euch! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist in ihrer Mitte. Warum erhebt ihr euch über die Versammlung des
HERRN?
Nume16/4Nume Als Mose das hörte, fiel er auf sein Angesicht. Nume16/5Nume Und er redete zu Korach und zu seiner ganzen Rotte und sagte: Morgen wird der HERR erkennen lassen, wer ihm gehört, wer
der Heilige ist, dass er ihn zu sich nahen lasse; und wen er erwählt, den wird er zu sich nahen lassen. Nume16/6Nume Tut dies: Nehmt euch Feuerbecken, Korach und seine ganze Rotte, Nume16/7Nume
und tut morgen Feuer hinein und legt Räucherwerk darauf vor dem HERRN! Und es soll geschehen, der Mann, den der HERR erwählen wird, der sei der Heilige. Genug mit euch, ihr Söhne Levis!
Nume16/8Nume Und Mose sprach zu Korach: Hört doch, ihr Söhne Levis! Nume16/9Nume Ist es euch zu wenig, dass der Gott Israels euch aus der Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen
zu lassen, damit ihr den Dienst [an] der Wohnung des HERRN ausübt und vor der Gemeinde steht, um ihr zu dienen, Nume16/10Nume dass er dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, mit dir hat
herzunahen lassen? Und ihr trachtet auch [noch] nach dem Priesteramt! Nume16/11Nume Darum seid ihr es, die sich zusammenrotten, du und deine ganze Rotte, gegen den HERRN! Denn Aaron, was ist er,
dass ihr gegen ihn murrt?
Nume16/12Nume Und Mose sandte hin, um Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu rufen. Aber sie sagten: Wir kommen nicht hinauf! Nume16/13Nume Ist es zu wenig, dass du uns aus einem Land, das von
Milch und Honig überfließt, heraufgeführt hast, um uns in der Wüste sterben zu lassen? Willst du dich auch noch zum Herrscher über uns aufwerfen? Nume16/14Nume Du hast uns keineswegs in ein Land
gebracht, das von Milch und Honig überfließt, noch uns Äcker und Weinberge als Erbteil gegeben! Willst du diesen Leuten [etwa] die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf! Nume16/15Nume Da
wurde Mose sehr zornig und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrer Opfergabe! Nicht einen [einzigen] Esel habe ich von ihnen genommen und keinem einzigen unter ihnen ein Leid
getan.
Nume16/16Nume Und Mose sagte zu Korach: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor dem HERRN erscheinen, du und sie und Aaron! Nume16/17Nume Und nehmt jeder sein Feuerbecken und legt
Räucherwerk darauf, und bringt jeder sein Feuerbecken dar vor dem HERRN, 250 Feuerbecken, du und Aaron, jeder sein Feuerbecken! Nume16/18Nume Und sie nahmen jeder sein Feuerbecken und taten Feuer
darauf und legten Räucherwerk darauf; und sie traten hin an den Eingang des Zeltes der Begegnung, auch Mose und Aaron. Nume16/19Nume Und Korach versammelte gegen sie die ganze Gemeinde an den
Eingang des Zeltes der Begegnung.
Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen Gemeinde. Nume16/20Nume Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: Nume16/21Nume Sondert euch ab aus der Mitte dieser Gemeinde, ich
will sie in einem Augenblick vernichten! Nume16/22Nume Und sie fielen auf ihr Angesicht und sagten: Gott, du Gott des Lebensgeistes allen Fleisches! Ein einziger Mann sündigt, und du willst der
ganzen Gemeinde zürnen? Nume16/23Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume16/24Nume Rede zur Gemeinde und sprich: Entfernt euch ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und
Abirams!
Nume16/25Nume Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram, und ihm nach gingen die Ältesten Israels. Nume16/26Nume Und er redete zu der Gemeinde und sprach: Weicht doch von den Zelten dieser
gottlosen Männer, und rührt nichts an, was ihnen gehört, damit ihr nicht weggerafft werdet in allen ihren Sünden! Nume16/27Nume Und sie entfernten sich ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und
Abirams. Und Datan und Abiram traten heraus und standen am Eingang ihrer Zelte mit ihren Frauen und ihren Söhnen und ihren kleinen Kindern. Nume16/28Nume Und Mose sagte: Daran sollt ihr erkennen,
dass der HERR mich gesandt hat, um alle diese Taten zu tun, dass ich [also] nicht aus meinem Herzen gehandelt habe: Nume16/29Nume Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der
Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, dann hat der HERR mich nicht gesandt; Nume16/30Nume wenn aber der HERR ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund öffnet und sie verschlingt mit
allem, was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren, dann werdet ihr erkennen, dass diese Männer den HERRN verachtet haben. - Nume16/31Nume Und es geschah, als er alle diese
Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war, Nume16/32Nume und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang sie und ihre Familien und alle Menschen, die Korach
angehörten, und [ihren] ganzen Besitz. Nume16/33Nume Und sie fuhren, sie und alles, was ihnen gehörte, lebendig in den Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und sie wurden mitten aus der
Versammlung weggerafft. Nume16/34Nume Und ganz Israel, das um sie herum war, floh bei ihrem Geschrei; denn sie sagten: Dass uns die Erde nicht verschlinge! Nume16/35Nume Und Feuer ging aus von
dem HERRN und fraß die 250 Männer, die das Räucherwerk dargebracht hatten.
\17\
Nume17/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume17/2Nume Sage zu Eleasar, dem Sohn Aarons, dem Priester, dass er die Feuerbecken aus der Brandstätte heraushebe - und streue das Feuer
hinweg -, denn sie sind heilig! Nume17/3Nume Die Feuerbecken dieser [Männer], die durch ihre Sünden ihr Leben verloren haben, man mache daraus breitgehämmerte Bleche zum Überzug für den Altar!
Denn sie haben sie vor dem HERRN dargebracht, und so sind sie heilig; und sie sollen den Söhnen Israel zum Zeichen sein. Nume17/4Nume Und der Priester Eleasar nahm die bronzenen Feuerbecken, die
die Verbrannten herbeigebracht hatten, und man hämmerte sie breit zum Überzug für den Altar Nume17/5Nume - als eine Erinnerung für die Söhne Israel, damit kein Fremder, der nicht von den
Nachkommen Aarons ist, herzunaht, um Räucherwerk vor dem HERRN in Rauch aufgehen zu lassen, und es ihm nicht ergeht wie Korach und seiner Rotte -, wie der HERR durch Mose zu ihm geredet
hatte.
Nume17/6Nume Und die ganze Gemeinde der Söhne Israel murrte am andern Morgen gegen Mose und gegen Aaron und sagte: Ihr habt das Volk des HERRN getötet! Nume17/7Nume Und es geschah, als die
Gemeinde sich gegen Mose und gegen Aaron versammelte, da wandten sie sich zum Zelt der Begegnung, und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit des HERRN erschien. Nume17/8Nume Da kamen
Mose und Aaron vor das Zelt der Begegnung. Nume17/9Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume17/10Nume Entfernt euch aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem
Augenblick! Da fielen sie auf ihr Angesicht. Nume17/11Nume Und Mose sagte zu Aaron: Nimm das Feuerbecken und tu Feuer vom Altar darauf und lege Räucherwerk auf, und bringe es schnell zur Gemeinde
und erwirke Sühnung für sie! Denn der Zorn ist von dem HERRN ausgegangen, die Plage hat begonnen. Nume17/12Nume Und Aaron nahm [das Feuerbecken], wie Mose gesagt hatte, und lief mitten in die
Versammlung hinein, und siehe, die Plage hatte unter dem Volk begonnen; und er legte das Räucherwerk auf und erwirkte Sühnung für das Volk. Nume17/13Nume Und er stand zwischen den Toten und den
Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt. Nume17/14Nume Und [die Zahl] derer, die an der Plage starben, betrug 14 700 außer denen, die Korachs wegen gestorben waren. Nume17/15Nume Und Aaron kam
wieder zu Mose an den Eingang des Zeltes der Begegnung, als der Plage gewehrt war.
Der Stab Aarons.
Nume17/16Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume17/17Nume Rede zu den Söhnen Israel und nimm von ihnen je einen Stab für ein Vaterhaus von allen ihren Fürsten, nach ihren Vaterhäusern,
[zusammen] zwölf Stäbe! Du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab schreiben. Nume17/18Nume Und den Namen Aaron sollst du auf den Stab Levis schreiben; denn [nur je] ein Stab ist für jedes
Haupt ihrer Vaterhäuser da. Nume17/19Nume Und du sollst sie in das Zelt der Begegnung vor das Zeugnis niederlegen, wo ich euch begegne. Nume17/20Nume Und es wird geschehen: der Mann, den ich
erwählen werde, dessen Stab wird sprossen; und so werde ich vor mir das Murren der Söhne Israel zum Schweigen bringen, mit dem sie gegen euch murren.
Nume17/21Nume Und Mose redete zu den Söhnen Israel, und alle ihre Fürsten gaben ihm je einen Stab für einen Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe; und der Stab Aarons war unter ihren
Stäben. Nume17/22Nume Und Mose legte die Stäbe vor dem HERRN nieder in das Zelt des Zeugnisses. Nume17/23Nume Und es geschah am anderen Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses hineinging,
siehe, da hatte der Stab Aarons vom Haus Levi gesproßt: er hatte Knospen hervorgebracht und Blüten getrieben und Mandeln reifen lassen. Nume17/24Nume Und Mose brachte alle Stäbe von [der Stelle]
vor dem HERRN zu allen Söhnen Israel hinaus. Und sie sahen sie und nahmen jeder seinen Stab. Nume17/25Nume Und der HERR sprach zu Mose: Bring den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als
ein Zeichen für die Widerspenstigen aufzubewahren, damit du ihrem Murren vor mir ein Ende machst und sie nicht sterben! Nume17/26Nume Und Mose tat das. Wie der HERR ihm geboten hatte, so tat er
es.
Nume17/27Nume Und die Söhne Israel sagten zu Mose: Siehe, wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um. Nume17/28Nume Jeder, der irgend der Wohnung des HERRN naht, der stirbt. Sollen wir denn
ganz und gar vergehen?
Dienst und Unterhalt der Priester und Leviten.
\18\
Nume18/1Nume Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Schuld am Heiligtum tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld in
eurem Priesteramt tragen. Nume18/2Nume Und auch deine Brüder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, laß mit dir herzunahen, dass sie sich dir anschließen und dir dienen; du aber und deine
Söhne mit dir, [ihr sollt] vor dem Zelt des Zeugnisses sein. Nume18/3Nume Und sie sollen deinen Dienst verrichten und den Dienst am ganzen Zelt; nur den Geräten des Heiligtums und dem Altar
sollen sie nicht nahen, damit sie nicht sterben, sowohl sie als auch ihr. Nume18/4Nume Und sie sollen sich dir anschließen und den Dienst am Zelt der Begegnung verrichten nach aller Arbeit für
das Zelt; aber kein Fremder soll euch nahen. Nume18/5Nume Und ihr sollt den Dienst am Heiligtum und den Dienst am Altar verrichten, damit kein Zorn mehr über die Söhne Israel kommt. Nume18/6Nume
Und ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Söhne Israel herausgenommen; euch als Geschenk sind sie dem HERRN gegeben, die Arbeit für das Zelt der Begegnung zu
verrichten. Nume18/7Nume Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt euer Priesteramt versehen in allem, was den Altar betrifft, und innerhalb des Vorhangs und so die Arbeit tun; als eine
geschenkte Aufgabe gebe ich euch das Priesteramt. Der Fremde aber, der sich nähert, soll getötet werden.
Nume18/8Nume Und der HERR redete zu Aaron: Und ich, siehe, ich habe dir den Dienst meiner Hebopfer gegeben. Von allen heiligen Gaben der Söhne Israel habe ich sie dir und deinen Söhnen gegeben
als Anteil, als eine ewige Ordnung. Nume18/9Nume Dies soll dir gehören von dem Hochheiligen, [alles,] was nicht verbrannt wird: alle ihre Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren
Sündopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir darbringen, als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen gehören. Nume18/10Nume An einem hochheiligen [Ort] sollst du es essen, jede
männliche [Person] darf es essen; es soll dir heilig sein. Nume18/11Nume Und dies soll dir gehören: die Hebopfer ihrer Gaben an allen Schwingopfern der Söhne Israel; dir und deinen Söhnen und
deinen Töchtern bei dir habe ich sie gegeben als eine ewige Ordnung; jeder Reine in deinem Hause darf es essen. Nume18/12Nume Alles Beste vom Öl und alles Beste vom Most und Getreide, ihre
Erstlinge, die sie dem HERRN geben, dir habe ich sie gegeben. Nume18/13Nume Die ersten Früchte von allem, was in ihrem Land [wächst,] die sie dem HERRN bringen, sollen dir gehören; jeder Reine in
deinem Hause darf davon essen. Nume18/14Nume Alles Gebannte in Israel soll dir gehören. Nume18/15Nume Alles, was [zuerst] den Mutterschoß durchbricht, von allem Fleisch, das sie dem HERRN
darbringen an Menschen und an Vieh, soll dir gehören; nur sollst du unbedingt den Erstgeborenen vom Menschen auslösen, und [auch] das Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du auslösen.
Nume18/16Nume Und die zu Lösenden unter ihnen sollst du [im Alter] von einem Monat auslösen, nach deiner Einschätzung mit fünf Schekel Silber nach dem Schekel des Heiligtums, der zwanzig Gera
beträgt. Nume18/17Nume Aber das Erstgeborene vom Rind oder das Erstgeborene von den Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen sollst du nicht auslösen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an
den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen zum wohlgefälligen Geruch für den HERRN. Nume18/18Nume Und ihr Fleisch soll dir gehören; wie die Brust des
Schwingopfers und die rechte Keule soll es dir gehören. Nume18/19Nume Alle Hebopfer der heiligen Gaben, die die Söhne Israel dem HERRN abheben, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und deinen
Töchtern mit dir, als eine ewige Ordnung; es ist ein ewiger Salzbund vor dem HERRN für dich und für deine Nachkommen mit dir.
Nume18/20Nume Und der HERR sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben und sollst keinen Anteil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Söhne Israel.
Nume18/21Nume Und siehe, den Söhnen Levi habe ich den gesamten Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihre Arbeit, die sie verrichten, die Arbeit für das Zelt der Begegnung. Nume18/22Nume Und
die Söhne Israel sollen nicht mehr dem Zelt der Begegnung nahen, sonst laden sie Sünde auf sich und müssen sterben; Nume18/23Nume die Leviten sollen vielmehr die Arbeit am Zelt der Begegnung
verrichten, und sie allein sollen ihre Schuld tragen: eine ewige Ordnung für [alle] eure Generationen. Aber inmitten der Söhne Israel sollen sie kein Erbteil besitzen; Nume18/24Nume denn den
Zehnten der Söhne Israel, den sie dem HERRN als Hebopfer abheben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum habe ich von ihnen gesagt, dass sie inmitten der Söhne Israel kein Erbteil
besitzen sollen.
Nume18/25Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume18/26Nume Und zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sagen: Wenn ihr von den Söhnen Israel den Zehnten nehmt, den ich euch von ihnen
als euer Erbteil gegeben habe, dann sollt ihr davon ein Hebopfer für den HERRN abheben, den Zehnten von dem Zehnten. Nume18/27Nume Und euer Hebopfer wird euch angerechnet werden wie das Getreide
von der Tenne und wie die Fülle von der Kelterkufe. Nume18/28Nume So sollt auch ihr ein Hebopfer für den HERRN abheben von allen euren Zehnten, das ihr von den Söhnen Israel nehmt, und davon das
Hebopfer für den HERRN Aaron, dem Priester, geben. Nume18/29Nume Von allem euch Gegebenen sollt ihr alle Hebopfer des HERRN abheben, von allem Besten davon als heilige [Gabe]. Nume18/30Nume Und
du sollst zu ihnen sagen: Wenn ihr das Beste davon abhebt, dann soll es den Leviten angerechnet werden wie der Ertrag der Tenne und wie der Ertrag der Kelterkufe. Nume18/31Nume Und ihr dürft ihn
essen an jedem Ort, ihr und euer Haus; denn das ist euer Lohn für eure Arbeit am Zelt der Begegnung. Nume18/32Nume Und ihr werdet deshalb keine Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon
abhebt, und werdet die heiligen Gaben der Söhne Israel nicht entweihen und nicht sterben.
Verordnungen für das Opfer der roten Kuh und das Reinigungswasser.
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Nume19/1Nume Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: Nume19/2Nume Dies ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR geboten hat, indem er sprach: Rede zu den Söhnen Israel, dass sie
dir eine rote junge Kuh bringen, ohne Fehler, an der kein Makel ist, auf die [noch] kein Joch gekommen ist; Nume19/3Nume und ihr sollt sie dem Priester Eleasar übergeben, und er soll sie vor das
Lager hinausführen, und man soll sie vor ihm schlachten. Nume19/4Nume Und der Priester Eleasar nehme [etwas] von ihrem Blut mit seinem Finger und sprenge von ihrem Blut siebenmal gegen die
Vorderseite des Zeltes der Begegnung hin. Nume19/5Nume Und man soll die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mageninhalt soll man verbrennen.
Nume19/6Nume Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in den Brand der jungen Kuh werfen. Nume19/7Nume Und der Priester soll seine Kleider waschen und sein
Fleisch im Wasser baden, und danach soll er in das Lager [zurück]gehen; und der Priester wird unrein sein bis zum Abend. Nume19/8Nume Und der sie verbrennt, soll seine Kleider mit Wasser waschen
und sein Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. Nume19/9Nume Und ein reiner Mann soll die Asche der jungen Kuh einsammeln und sie außerhalb des Lagers an einen reinen Ort
schütten, und sie soll für die Gemeinde der Söhne Israel aufbewahrt werden für das Wasser der Reinigung; es ist eine Entsündigung. Nume19/10Nume Und der die Asche der jungen Kuh eingesammelt hat,
soll seine Kleider waschen, und er wird unrein sein bis zum Abend. Und es soll den Söhnen Israel und dem Fremden, der in ihrer Mitte weilt, zur ewigen Ordnung sein.
Nume19/11Nume Wer einen Toten berührt, die Leiche irgendeines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein. Nume19/12Nume Dieser soll sich am dritten Tag damit entsündigen, und am siebten Tag wird
er rein sein; und wenn er sich nicht entsündigt am dritten Tag, dann wird er am siebten Tag nicht rein sein. Nume19/13Nume Jeder, der einen Toten berührt, die Leiche eines Menschen, der gestorben
ist, und sich nicht entsündigt, hat die Wohnung des HERRN unrein gemacht; und diese Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn gesprengt wurde, ist er
unrein; seine Unreinheit ist noch an ihm.
Nume19/14Nume Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder, der in das Zelt geht, und jeder, der in dem Zelt ist, wird sieben Tage unrein sein. Nume19/15Nume Und jedes offene
Gefäß, auf dem kein festgebundener Deckel ist, wird unrein sein. - Nume19/16Nume Und jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen oder einen Verstorbenen oder die Knochen eines
Menschen oder ein Grab berührt, wird sieben Tage unrein sein. Nume19/17Nume Und man soll für den Unreinen [etwas] von dem Staub des zur Entsündigung Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser
darauf in ein Gefäß geben; Nume19/18Nume und ein reiner Mann soll ein Ysop[büschel] nehmen und es in das Wasser eintauchen und soll [etwas] auf das Zelt sprengen und auf alle Gefäße und auf die
Personen, die dort sind, und auf den, der die Knochen oder den Erschlagenen oder den Verstorbenen oder das Grab berührt hat. Nume19/19Nume Und zwar soll der Reine den Unreinen am dritten Tag und
am siebten Tag besprengen und ihn am siebten Tag entsündigen; und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und am Abend wird er rein sein. - Nume19/20Nume Und wenn jemand unrein
wird und sich nicht entsündigt, dann soll diese Seele ausgerottet werden aus der Mitte der Versammlung; denn er hat das Heiligtum des HERRN unrein gemacht: das Wasser der Reinigung ist nicht auf
ihn gesprengt worden, er ist unrein. Nume19/21Nume Das soll ihnen zur ewigen Ordnung sein. Und wer das Wasser der Reinigung sprengt, soll seine Kleider waschen; und wer das Wasser der Reinigung
berührt, wird unrein sein bis zum Abend. Nume19/22Nume Und alles, was der Unreine berührt, wird unrein sein; und wer ihn berührt, wird unrein sein bis zum Abend.
Mirjams Tod - Wasser aus dem Felsen - Moses und Aarons Vergehen.
\20\
Nume20/1Nume Und die Söhne Israel, die ganze Gemeinde, kamen in die Wüste Zin im ersten Monat; und das Volk blieb in Kadesch; und Mirjam starb dort und wurde dort begraben. Nume20/2Nume Und es
war kein Wasser da für die Gemeinde; da versammelten sie sich gegen Mose und gegen Aaron. Nume20/3Nume Und das Volk haderte mit Mose, und sie sagten: Wären wir doch umgekommen, als unsere Brüder
vor dem HERRN umkamen! Nume20/4Nume Und warum habt ihr die Versammlung des HERRN in diese Wüste gebracht, damit wir in ihr sterben, wir und unser Vieh? Nume20/5Nume Und warum habt ihr uns aus
Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen? Es ist nicht ein Ort für Saat und für Feigenbäume und Weinstöcke und Granatbäume, auch ist kein Wasser da zum Trinken.
Nume20/6Nume Und Mose und Aaron gingen von der Versammlung fort zum Eingang des Zeltes der Begegnung und fielen auf ihr Angesicht nieder; und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen.
Nume20/7Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume20/8Nume Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen! Dann wird er sein
Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh. Nume20/9Nume Und Mose nahm den Stab [von dem Ort] vor dem HERRN, wie er ihm geboten
hatte. Nume20/10Nume Und Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und er sagte zu ihnen: Hört doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir für euch Wasser aus diesem Felsen
hervorbringen? Nume20/11Nume Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh. Nume20/12Nume Da sprach der
HERR zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Söhne Israel zu heiligen, darum sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben
habe. Nume20/13Nume Das ist das Wasser von Meriba, wo die Söhne Israel mit dem HERRN haderten und er sich an ihnen heilig erwies.
Edomiter stellen sich gegen den Durchzug Israels.
Nume20/14Nume Und Mose sandte Boten von Kadesch aus an den König von Edom: So spricht dein Bruder Israel: Du kennst all die Mühsal, die uns betroffen hat: Nume20/15Nume Unsere Väter zogen nach
Ägypten hinab, und wir haben eine lange Zeit in Ägypten gewohnt; und die Ägypter behandelten uns und unsere Väter schlecht. Nume20/16Nume Da schrieen wir zu dem HERRN, und er hat unsere Stimme
gehört und einen Engel gesandt und uns aus Ägypten herausgeführt; und siehe, wir sind in Kadesch, einer Stadt am Rand deines Gebiets. Nume20/17Nume Laß uns doch durch dein Land ziehen! Wir wollen
nicht durch die Äcker und durch die Weinberge ziehen und wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir gehen [und] nicht abbiegen zur Rechten oder zur Linken,
bis wir durch dein Gebiet gezogen sind. Nume20/18Nume Aber Edom sagte zu ihm: Du darfst nicht bei mir durchziehen, sonst ziehe ich dir mit dem Schwert entgegen. Nume20/19Nume Und die Söhne Israel
sagten zu ihm: Auf der Landstraße wollen wir hinaufziehen; und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und mein Vieh, dann will ich den Preis dafür bezahlen. Nur will ich zu Fuß hindurchziehen,
weiter nichts. Nume20/20Nume Und er sagte: Du darfst nicht hindurchziehen! Und Edom zog aus, ihm entgegen, mit zahlreichem Volk und mit starker Hand. Nume20/21Nume Und so weigerte sich Edom,
Israel zu gestatten, durch sein Gebiet zu ziehen; und Israel bog ab.
Aarons Tod.
Nume20/22Nume Und sie brachen auf von Kadesch; und die Söhne Israel, die ganze Gemeinde, kamen an den Berg Hor. Nume20/23Nume Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron am Berge Hor, an der Grenze
des Landes Edom, und sprach: Nume20/24Nume Aaron soll zu seinen Völkern versammelt werden; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Söhnen Israel gegeben habe, weil ihr gegen meinen
Befehl widerspenstig gewesen seid bei dem Wasser von Meriba. Nume20/25Nume Nimm Aaron und seinen Sohn Eleasar und laß sie hinaufsteigen auf den Berg Hor; Nume20/26Nume und ziehe Aaron seine
Kleider aus und lege sie seinem Sohn Eleasar an! Und Aaron soll [zu seinen Vätern] versammelt werden und dort sterben. Nume20/27Nume Und Mose tat, wie es der HERR befohlen hatte. Sie stiegen auf
den Berg Hor vor den Augen der ganzen Gemeinde. Nume20/28Nume Und Mose zog dem Aaron seine Kleider aus und legte sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron starb dort auf dem Gipfel des Berges. Und
Mose und Eleasar stiegen von dem Berg herab. Nume20/29Nume Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron verschieden war, beweinte das ganze Haus Israel den Aaron dreißig Tage lang.
Sieg über die Kanaaniter von Atarim.
\21\
Nume21/1Nume Und der Kanaaniter, der König von Arad, der im Südland wohnte, hörte, dass Israel den Weg nach Atarim kam, und er kämpfte gegen Israel und führte Gefangene von ihm weg. Nume21/2Nume
Da legte Israel dem HERRN gegenüber ein Gelübde ab und sagte: Wenn du dieses Volk wirklich in meine Hand gibst, dann werde ich seine Städte mit dem Bann belegen. Nume21/3Nume Und der HERR hörte
auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter [in seine Hand]; und es belegte sie und ihre Städte mit dem Bann. Und man gab dem Ort den Namen Horma.
Bestrafung des murrenden Volkes und Rettung durch die eherne Schlange.
Nume21/4Nume Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg; Nume21/5Nume und das Volk redete
gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden
Nahrung. Nume21/6Nume Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel. Nume21/7Nume Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir
haben gesündigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zu dem HERRN, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete für das Volk. Nume21/8Nume Und der HERR sprach
zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. Nume21/9Nume Und Mose machte eine Schlange
von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.
Siege über den Amoriterkönig Sihon und über Og, den König von Basan.
Nume21/10Nume Und die Söhne Israel brachen auf und lagerten sich in Obot. Nume21/11Nume Und sie brachen auf von Obot und lagerten sich in Ije-Abarim in der Wüste, die vor Moab gegen Osten ist.
Nume21/212Nume Von dort brachen sie auf und lagerten sich am Bach Sered. Nume21/13Nume Von dort brachen sie auf und lagerten sich auf der andern Seite des Arnon, der in der Wüste ist, der aus dem
Gebiet der Amoriter hervorkommt. Denn der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern. Nume21/14Nume Darum heißt es in dem Buch der Kämpfe des HERRN:
Das Waheb in Sufa und die Bäche des Arnon; Nume21/15Nume und der Abfluß der Bäche, der sich erstreckt nach dem Wohnsitz von Ar und sich anlehnt an das Gebiet von Moab.
Nume21/16Nume Und von dort [zogen sie] nach Beer; das ist der Brunnen, von dem der HERR zu Mose sprach: Versammle das Volk! Und ich will ihnen Wasser geben. Nume21/17Nume Damals sang Israel
dieses Lied:
Steige herauf, Brunnen! Singt ihm zu! Nume21/18Nume Brunnen, den Oberste gegraben, den die Edlen des Volkes gehöhlt haben mit dem Zepter, mit ihren Stäben!
Und aus der Wüste [zogen sie] nach Mattana; Nume21/19Nume und von Mattana nach Nahaliel; und von Nahaliel nach Bamot; Nume21/20Nume und von Bamot in das Tal, das im Gebiet von Moab ist, bei dem
Gipfel des Pisga, der hinunterblickt über die Fläche der Wildnis.
V. 21-35: Jos 12,1-6.
Nume21/21Nume Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem König der Amoriter, und ließ [ihm] sagen: Nume21/22Nume Laß mich durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht auf die Äcker und in die Weinberge
abbiegen, wir wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir gehen, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind. Nume21/23Nume Aber Sihon gestattete Israel nicht,
durch sein Gebiet zu ziehen; und Sihon sammelte all sein [Kriegs]volk und zog aus Israel entgegen in die Wüste und kam nach Jahaz und kämpfte gegen Israel. Nume21/24Nume Und Israel schlug ihn mit
der Schärfe des Schwertes und nahm sein Land in Besitz vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Söhnen Ammon; denn die Grenze der Söhne Ammon war fest. Nume21/25Nume Und Israel nahm alle diese
Städte ein, und Israel wohnte in allen Städten der Amoriter, in Heschbon und in allen seinen Tochterstädten. Nume21/26Nume Denn Heschbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter; und dieser
hatte gegen den früheren König von Moab gekämpft und hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand weggenommen. Nume21/27Nume Daher sagen die Spruchdichter:
Kommt nach Heschbon! Aufgebaut und befestigt werde die Stadt Sihons!
Nume21/28Nume Denn Feuer ging aus von Heschbon, eine Flamme von der Stadt Sihons; es fraß Ar in Moab, die Herren der Höhen des Arnon.
Nume21/29Nume Wehe dir, Moab! Du bist verloren, Volk des Kemosch! Er hat seine Söhne zu Flüchtlingen gemacht und seine Töchter in die Gefangenschaft Sihons geführt, des Königs der
Amoriter.
Nume21/30Nume Da haben wir auf sie geschossen; Heschbon ist verloren bis Dibon; da haben wir verödet bis Nofach, das bei Medeba liegt.
Nume21/31Nume Und Israel wohnte im Land der Amoriter. Nume21/32Nume Und Mose sandte [Männer] aus, um Jaser zu erkunden; und sie nahmen seine Tochterstädte ein, und er trieb die Amoriter aus, die
dort waren.
Nume21/33Nume Und sie wandten sich und zogen hinauf auf dem Weg nach Basan; und Og, der König von Basan, zog aus ihnen entgegen, er und all sein [Kriegs]volk, zum Kampf nach Edrei. Nume21/34Nume
Und der HERR sprach zu Mose: Fürchte ihn nicht! Denn in deine Hand habe ich ihn gegeben und sein ganzes Volk und sein Land. Und tu ihm, wie du Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der zu
Heschbon wohnte. Nume21/35Nume Und sie schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes [Kriegs]volk, bis ihm kein Entkommener übrigblieb; und sie nahmen sein Land in Besitz.
Balaks Auftrag an Bileam.
\22\
Nume22/1Nume Und die Söhne Israel brachen auf und lagerten sich in den Ebenen Moabs, jenseits des Jordan bei Jericho.
Nume22/2Nume Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern angetan hatte. Nume22/3Nume Und Moab fürchtete sich sehr vor dem Volk, weil es [so] groß war, und es graute Moab vor
den Söhnen Israel. Nume22/4Nume Und Moab sagte zu den Ältesten von Midian: Jetzt wird dieser Haufe unser ganzes [Land] ringsum abfressen, wie das Rind das Grüne des Feldes abfrißt. Balak aber,
der Sohn Zippors, war zu jener Zeit König von Moab. Nume22/5Nume Und er sandte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor, das am Strom [liegt], in das Land der Söhne von Ammo, um ihn zu rufen.
Und er ließ ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus Ägypten ausgezogen; siehe, es bedeckt die Fläche des Landes, und es liegt mir gegenüber. Nume22/6Nume Und nun komm doch, verfluche mir dieses Volk!
Denn es ist stärker als ich. Vielleicht gelingt es mir, dass wir es schlagen und ich es aus dem Land vertreibe. Denn ich habe erkannt: wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der
ist verflucht. Nume22/7Nume Und die Ältesten von Moab und die Ältesten von Midian zogen hin mit dem Wahrsagerlohn in ihrer Hand. Und sie kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks.
Nume22/8Nume Und er sagte zu ihnen: Übernachtet hier diese Nacht! Und ich werde euch Antwort bringen, wie der HERR zu mir reden wird. Und die Obersten von Moab blieben bei Bileam.
Nume22/9Nume Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind diese Männer bei dir? Nume22/10Nume Und Bileam sagte zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, hat [sie] zu mir gesandt:
Nume22/11Nume `Siehe, das Volk, das aus Ägypten ausgezogen ist, bedeckt die Fläche des Landes. Komm jetzt, verfluche es mir! Vielleicht bin ich [dann] imstande, gegen es zu kämpfen und es zu
vertreiben.' Nume22/12Nume Und Gott sprach zu Bileam: Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet. Nume22/13Nume Und Bileam stand am [nächsten]
Morgen auf und sagte zu den Obersten von Balak: Geht [wieder] in euer Land! Denn der HERR hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen. Nume22/14Nume Und die Obersten von Moab machten
sich auf und kamen zu Balak und sagten: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu gehen.
Nume22/15Nume Da sandte Balak noch einmal Oberste, mehr und angesehenere als jene. Nume22/16Nume Und sie kamen zu Bileam und sagten zu ihm: So spricht Balak, der Sohn Zippors: Laß dich doch nicht
abhalten, zu mir zu kommen! Nume22/17Nume Denn sehr hoch will ich dich belohnen, und alles, was du mir sagen wirst, will ich tun. So komm doch, verfluche mir dieses Volk! Nume22/18Nume Und Bileam
antwortete und sagte zu den Knechten Balaks: Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gäbe, könnte ich nicht den Befehl des HERRN, meines Gottes, übertreten, um [etwas] Kleines oder Großes
zu tun. Nume22/19Nume Und nun bleibt doch auch ihr hier diese Nacht, und ich werde erkennen, was der HERR weiter mit mir reden wird. Nume22/20Nume Da kam Gott nachts zu Bileam und sprach zu ihm:
Wenn die Männer gekommen sind, um dich zu rufen, mache dich auf, geh mit ihnen! Aber nur das, was ich dir sagen werde, darfst du tun!
Bileams Weg zu Balak.
Nume22/21Nume Und Bileam machte sich am Morgen auf und sattelte seine Eselin und ging mit den Obersten von Moab.
Nume22/22Nume Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er ging. Und der Engel des HERRN stellte sich in den Weg, um ihm entgegenzutreten. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Diener waren
bei ihm. Nume22/23Nume Und die Eselin sah den Engel des HERRN mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen, und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Feld [weiter]; und
Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu lenken. Nume22/24Nume Da trat der Engel des HERRN in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen; eine Mauer war auf der einen und eine Mauer auf
der andern Seite. Nume22/25Nume Und die Eselin sah den Engel des HERRN und drückte sich an die Wand und drückte den Fuß Bileams an die Wand; und er schlug sie noch einmal. Nume22/26Nume Da ging
der Engel des HERRN noch einmal weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Weg war, um auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Nume22/27Nume Und als die Eselin den Engel des HERRN sah,
legte sie sich hin unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stock. Nume22/28Nume Da öffnete der HERR den Mund der Eselin, und sie sagte zu Bileam: Was habe
ich dir getan, dass du mich nun [schon] dreimal geschlagen hast? Nume22/29Nume Bileam sagte zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast. Hätte ich doch ein Schwert in meiner Hand! Gewiß
hätte ich dich jetzt erschlagen! Nume22/30Nume Und die Eselin sagte zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis zum heutigen Tag? War es je meine Gewohnheit, dir
so etwas zu tun? Und er sagte: Nein.
Nume22/31Nume Da enthüllte der HERR die Augen Bileams, und er sah den Engel des HERRN mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen; und er neigte sich und fiel nieder auf sein
Angesicht. Nume22/32Nume Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun [schon] dreimal geschlagen? Siehe, ich selbst bin ausgegangen, um [dir] entgegenzutreten, denn der
Weg stürzt [dich ins Verderben] vor mir. Nume22/33Nume Und die Eselin sah mich und wich vor mir aus, nun [schon] dreimal. Wenn sie nicht vor mir ausgewichen wäre, dann hätte ich dich jetzt auch
erschlagen, sie aber am Leben gelassen. Nume22/34Nume Und Bileam sagte zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesündigt, denn ich habe nicht erkannt, dass du mir auf dem Weg entgegentratest; und nun,
wenn es böse ist in deinen Augen, dann will ich umkehren. Nume22/35Nume Und der Engel des HERRN sprach zu Bileam: Geh mit den Männern! Aber nur das, was ich dir sagen werde, sollst du reden! Und
Bileam zog mit den Obersten des Balak.
Nume22/36Nume Und als Balak hörte, dass Bileam gekommen sei, ging er aus, ihm entgegen, nach der Stadt Moabs, an der Grenze des Arnon, der an der äußersten Grenze [fließt]. Nume22/37Nume Und
Balak sagte zu Bileam: Habe ich nicht dringend zu dir gesandt, um dich zu rufen? Warum bist du nicht zu mir gekommen? Fürwahr, kann ich dich nicht belohnen? Nume22/38Nume Und Bileam sagte zu
Balak: Siehe, ich bin zu dir gekommen. Ob ich [aber] jetzt wirklich irgend etwas reden kann? Das Wort, das Gott mir in den Mund legt, das werde ich reden. Nume22/39Nume Und Bileam ging mit Balak;
und sie kamen nach Kirjat-Huzot. Nume22/40Nume Und Balak opferte Rinder und Schafe und schickte [davon] an Bileam und an die Obersten, die bei ihm waren.
Nume22/41Nume Und es geschah am [nächsten] Morgen, da nahm Balak den Bileam und führte ihn hinauf auf die Höhen des Baal, und er sah von dort aus den äußersten [Teil] des Volkes
[Israel].
Bileams Segen: Erster und zweiter Spruch.
\23\
Nume23/1Nume Und Bileam sagte zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle mir hier sieben Stiere bereit und sieben Widder! Nume23/2Nume Und Balak tat es, wie Bileam gesagt hatte; und Balak
und Bileam opferten einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar. Nume23/3Nume Und Bileam sagte zu Balak: Stelle dich neben dein Brandopfer! Ich aber will hingehen; vielleicht wird der HERR
mir entgegenkommen, und was er mich sehen lassen wird, das werde ich dir berichten. Und er ging hin auf eine kahle Höhe. Nume23/4Nume Und Gott kam dem Bileam entgegen; und der sagte zu ihm: Die
sieben Altäre habe ich hergerichtet und auf jedem Altar einen Jungstier und einen Widder geopfert. Nume23/5Nume Und der HERR legte ein Wort in den Mund Bileams und sprach: Kehre zu Balak zurück,
und so sollst du reden! Nume23/6Nume Und er kehrte zu ihm zurück; und siehe, er stand neben seinem Brandopfer, er und alle Obersten von Moab. Nume23/7Nume Da begann er seinen Spruch und
sprach:
Aus Aram hat Balak mich hergeführt, von den Bergen des Ostens der König von Moab: Komm, verfluche mir Jakob! Ja, komm und verwünsche Israel!
Nume23/8Nume Wie soll ich verfluchen, wen Gott nicht verflucht, und wie verwünschen, wen der HERR nicht verwünscht hat?
Nume23/9Nume Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es, und von den Höhen herab schaue ich es; siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet.
Nume23/10Nume Wer könnte zählen den Staub Jakobs und der Zahl nach den vierten Teil Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Aufrichtigen, und mein Ende sei gleich dem ihren!
Nume23/11Nume Da sagte Balak zu Bileam: Was hast du mir da angetan! Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich holen lassen, und siehe, du hast sie sogar noch gesegnet! Nume23/12Nume Und er
antwortete und sagte: Muß ich nicht darauf achten, das zu reden, was der HERR in meinen Mund legt?
Nume23/13Nume Und Balak sagte zu ihm: Komm doch mit mir an eine andere Stelle, von wo aus du es sehen kannst! Nur den äußersten [Teil] von ihm wirst du sehen, und du wirst es nicht ganz sehen.
Und verfluche es mir von dort aus! Nume23/14Nume Und er nahm ihn mit zu dem Feld der Späher, auf den Gipfel des Pisga; und er baute sieben Altäre und opferte einen Jungstier und einen Widder auf
jedem Altar. Nume23/15Nume Und er sagte zu Balak: Stelle dich hier neben dein Brandopfer, und ich, ich will dort [dem HERRN] begegnen. Nume23/16Nume Und der HERR kam dem Bileam entgegen und legte
ein Wort in seinen Mund und sprach: Kehre zu Balak zurück, und so sollst du reden! Nume23/17Nume Und er kam zu ihm, und siehe, er stand neben seinem Brandopfer und die Obersten von Moab bei ihm.
Und Balak sagte zu ihm: Was hat der HERR geredet? Nume23/18Nume Da begann er seinen Spruch und sprach:
Stehe auf, Balak, und höre! Horche auf mich, Sohn des Zippor!
Nume23/19Nume Nicht ein Mensch ist Gott, dass er lüge, noch der Sohn eines Menschen, dass er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun und geredet haben und es nicht
aufrechthalten?
Nume23/20Nume Siehe, zu segnen habe ich empfangen; er hat gesegnet, und ich kann's nicht wenden.
Nume23/21Nume Er erblickt kein Unrecht in Jakob und sieht kein Verderben in Israel; der HERR, sein Gott, ist mit ihm, und Königsjubel ist in ihm.
Nume23/22Nume Gott ist es, der es geführt. Es hat [Kraft] wie die Hörner des Büffels.
Nume23/23Nume Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel. Jetzt wird zu Jakob und zu Israel gesagt: Was hat Gott gewirkt!
Nume23/24Nume Siehe, ein Volk: wie eine Löwin steht es auf, und wie ein Löwe erhebt es sich. Es legt sich nicht nieder, bis es die Beute verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken
hat!
Nume23/25Nume Da sagte Balak zu Bileam: Willst du schon nicht verfluchen, dann sollst du auch nicht segnen. Nume23/26Nume Und Bileam antwortete und sagte zu Balak: Habe ich nicht zu dir geredet
und gesagt: Alles, was der HERR reden wird, das werde ich tun?
Nume23/27Nume Und Balak sagte zu Bileam: Komm doch, ich will dich an eine andere Stelle mitnehmen! Vielleicht wird es in den Augen Gottes recht sein, dass du es mir von dort aus verfluchst.
Nume23/28Nume Und Balak nahm den Bileam mit auf den Gipfel des Peor, der hinunterblickt über die Fläche der Wildnis. Nume23/29Nume Und Bileam sagte zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und
stelle mir hier sieben Jungstiere und sieben Widder bereit! Nume23/30Nume Und Balak tat, wie Bileam gesagt hatte; und er opferte einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar. Bileams Segen:
Dritter und vierter Spruch.
\24\
Nume24/1Nume Und als Bileam sah, dass es gut war in den Augen des HERRN, Israel zu segnen, ging er nicht, wie die anderen Male auf Wahrsagerei aus, sondern richtete sein Gesicht zur Wüste hin.
Nume24/2Nume Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, gelagert nach seinen Stämmen; und der Geist Gottes kam über ihn. Nume24/3Nume Und er begann seinen Spruch und sprach:
Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es spricht der Mann mit geöffnetem Auge.
Nume24/4Nume Es spricht, der die Worte Gottes hört, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der niederfällt mit enthüllten Augen:
Nume24/5Nume Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel!
Nume24/6Nume Wie Täler breiten sie sich aus, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die der HERR gepflanzt hat, wie Zedern an den Wassern.
Nume24/7Nume Wasser rinnt aus seinen Eimern, und seine Saat steht in reichlichen Wassern; und sein König wird höher werden als Agag, und sein Königreich wird erhaben sein.
Nume24/8Nume Gott hat ihn aus Ägypten herausgeführt. Er hat [Kraft] wie die Hörner des Büffels. Er wird die Nationen, seine Gegner, fressen und ihre Gebeine zermalmen, mit seinen Pfeilen sie
durchbohren.
Nume24/9Nume Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufstören? Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht!
Nume24/10Nume Da entbrannte der Zorn Balaks gegen Bileam, und er schlug seine Hände zusammen; und Balak sagte zu Bileam: Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie
sogar gesegnet, jetzt [bereits] dreimal! Nume24/11Nume Und nun fliehe an deinen Ort! Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch belohnen, siehe, der HERR hat dir den Lohn verwehrt. Nume24/12Nume Und
Bileam sagte zu Balak: Habe ich nicht schon zu deinen Boten, die du zu mir gesandt hast, geredet und gesagt: Nume24/13Nume Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gäbe, so wäre ich nicht
imstande, den Befehl des HERRN zu übertreten, um aus meinem eigenen Herzen [etwas] zu tun, Gutes oder Böses; [nur] was der HERR reden wird, das werde ich reden? Nume24/14Nume Und nun siehe, ich
gehe zu meinem Volk. Komm, ich will dir verkünden, was dieses Volk deinem Volk antun wird am Ende der Tage. Nume24/15Nume Und er begann seinen Spruch und sprach:
Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es spricht der Mann mit geöffnetem Auge.
Nume24/16Nume Es spricht, der die Worte Gottes hört, der die Erkenntnis des Höchsten besitzt, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der da liegt mit enthüllten Augen:
Nume24/17Nume Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe. Es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Schläfen Moabs und
zerschmettert alle Söhne Sets.
Nume24/18Nume Und Edom wird sein Besitz, und Seir wird sein Besitz, seine Feinde; und Israel wird Mächtiges tun.
Nume24/19Nume Und einer aus Jakob wird herrschen, und er wird den Überrest aus der Stadt verloren gehen lassen.
Nume24/20Nume Und er sah Amalek und begann seinen Spruch und sprach:
Die erste der Nationen war Amalek, aber sein Ende [führt] zum Untergang.
Nume24/21Nume Und er sah die Keniter und begann seinen Spruch und sprach:
Nume24/22Nume Fest ist dein Wohnsitz, und auf den Felsen gesetzt ist dein Nest; Nume24/1Nume jedoch ist Kain der Verwüstung verfallen. Wie lange noch! Dann führt Assur dich gefangen
weg.
Nume24/23Nume Und er begann seinen Spruch und sprach:
Wehe! Wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das eintreten läßt? Nume24/24Nume Und Schiffe [kommen] von der Küste von Kittim und demütigen Assur und demütigen Eber, aber auch das [führt] zum
Untergang. -
Nume25Nume Und Bileam machte sich auf, ging weg und kehrte an seinen Ort zurück; und auch Balak ging seines Weges.
Götzendienst und Bestrafung des Volkes - Eintreten des Pinhas für Gott.
\25\
Nume25/1Nume Und Israel blieb in Schittim. Und das Volk fing an Unzucht zu treiben mit den Töchtern Moabs; Nume25/2Nume und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter ein, und das Volk aß
und warf sich nieder vor ihren Göttern. Nume25/3Nume Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel. Nume25/4Nume Und der HERR sprach zu Mose: Nimm alle
Häupter des Volkes und hänge sie dem HERRN auf vor der Sonne, damit die Glut des Zornes des HERRN sich von Israel abwende. Nume25/5Nume Und Mose sagte zu den Richtern Israels: Erschlagt [sie],
jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben!
Nume25/6Nume Und siehe, ein Mann von den Söhnen Israel kam und brachte eine Midianiterin zu seinen Brüdern vor den Augen Moses und vor den Augen der ganzen Gemeinde der Söhne Israel, als diese am
Eingang des Zeltes der Begegnung weinten. Nume25/7Nume Und als der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, das sah, stand er aus der Mitte der Gemeinde auf und nahm
einen Speer in seine Hand; Nume25/8Nume und er ging dem israelitischen Mann nach in das Innere [des Zeltes] und durchbohrte die beiden, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren
Unterleib. Da wurde die Plage von den Söhnen Israel zurückgehalten. Nume25/9Nume Und die [Zahl der] an der Plage Gestorbenen war 24 000.
Nume25/10Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume25/11Nume Der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Zorn von den Söhnen Israel abgewendet,
indem er in meinem Eifer mitten unter ihnen geeifert hat. So habe ich die Söhne Israel in meinem Eifer nicht vernichtet. Nume25/12Nume Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens.
Nume25/13Nume Und ihm und seinen Nachkommen nach ihm wird ein Bund ewigen Priestertums zuteil werden, weil er für seinen Gott geeifert und für die Söhne Israel Sühnung erwirkt hat. -
Nume25/14Nume Und der Name des getöteten israelitischen Mannes, der mit der Midianiterin getötet wurde, war Simri, Sohn des Salu, der Fürst eines Vaterhauses der Simeoniter; Nume25/15Nume und der
Name der getöteten midianitischen Frau war Kosbi, Tochter des Zur; er war Stammhaupt eines Vaterhauses unter den Midianitern.
Nume25/16Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume25/17Nume Bedrängt die Midianiter und schlagt sie! Nume25/18Nume Denn sie haben euch bedrängt durch ihre List, womit sie euch überlistet
haben in der Sache des Peor und in der Sache der Kosbi, der Tochter eines Fürsten von Midian, ihrer Schwester, die am Tag der Plage wegen des Peor erschlagen wurde.
Zählung der Männer wegen Verteilung des Landes Kanaan.
\26\
Nume26/1Nume Und es geschah nach der Plage, da sprach der HERR zu Mose und zu Eleasar, dem Sohn des Aaron, dem Priester: Nume26/2Nume Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf, von
zwanzig Jahren an und darüber, nach ihren Vaterhäusern, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel! Nume26/3Nume Und Mose und der Priester Eleasar redeten zu ihnen in den Ebenen von Moab, am
Jordan [bei] Jericho, und sagten: Nume26/4Nume Von zwanzig Jahren an und darüber - so wie der HERR dem Mose geboten hatte. Und die Söhne Israel, die aus dem Land Ägypten ausgezogen waren, [sind
folgende]:
V. 5-7: 1Chr 5,1-10; V. 5-57: Kap. 1,20-42; 1Mo 35,23-26.
Nume26/5Nume Ruben, der Erstgeborene Israels; die Söhne Rubens: von Henoch die Sippe der Henochiter; von Pallu die Sippe der Palluiter; Nume26/6Nume von Hezron die Sippe der Hezroniter; von Karmi
die Sippe der Karmiter. Nume26/7Nume Das sind die Sippen der Rubeniter; und ihre Gemusterten waren 43 730. Nume26/8Nume Und die Söhne Pallus: Eliab. Nume26/9Nume Und die Söhne Eliabs: Nemuel und
Datan und Abiram; das sind Datan und Abiram, die Berufenen der Gemeinde, die gegen Mose und gegen Aaron stritten in der Rotte Korach, als sie gegen den HERRN stritten. Nume26/10Nume Und die Erde
öffnete ihren Mund und verschlang sie und Korach, als die Rotte starb, indem das Feuer die 250 Männer verzehrte und sie zu einem Zeichen wurden. Nume26/11Nume Aber die Söhne des Korach starben
nicht.
V. 12-14: 1Chr 4,24-43.
Nume26/12Nume Die Söhne Simeons nach ihren Sippen: von Jemuel die Sippe der Jemueliter; von Jamin die Sippe der Jaminiter; von Jachin die Sippe der Jachiniter; Nume26/13Nume von Serach die Sippe
der Serachiter; von Schaul die Sippe der Schauliter. Nume26/14Nume Das sind die Sippen der Simeoniter: 22 200.
V. 15-17: 1Chr 5,11-17.
Nume26/15Nume Die Söhne Gads nach ihren Sippen: von Zifjon die Sippe der Zifjoniter; von Haggi die Sippe der Haggiter; von Schuni die Sippe der Schuniter; Nume26/16Nume von Osni die Sippe der
Osniter; von Eri die Sippe der Eriter; Nume26/17Nume von Arod die Sippe der Aroditer; von Areli die Sippe der Areliter. Nume26/18Nume Das sind die Sippen der Söhne Gads nach ihren Gemusterten, 40
500.
V. 19-22: 1Chr 4,1-23.
Nume26/19Nume Die Söhne Judas: Er und Onan; Er und Onan aber starben im Land Kanaan. Nume26/20Nume Und die Söhne Judas nach ihren Sippen waren: von Schela die Sippe der Schelaniter; von Perez die
Sippe der Pereziter; von Serach die Sippe der Serachiter. Nume26/21Nume Und die Söhne des Perez waren: von Hezron die Sippe der Hezroniter; von Hamul die Sippe der Hamuliter. Nume26/22Nume Das
sind die Sippen Judas nach ihren Gemusterten: 76 500.
V. 23-25: 1Chr 7,1-5.
Nume26/23Nume Die Söhne Issaschars nach ihren Sippen: von Tola die Sippe der Tolaiter; von Puwa die Sippe der Puwaniter; Nume26/24Nume von Jaschub die Sippe der Jaschubiter; von Schimron die
Sippe der Schimroniter. Nume26/25Nume Das sind die Sippen Issaschars nach ihren Gemusterten: 64 300.
Nume26/26Nume Die Söhne Sebulons nach ihren Sippen: von Sered die Sippe der Serediter; von Elon die Sippe der Eloniter; von Jachleel die Sippe der Jachleeliter. Nume26/27Nume Das sind die Sippen
der Sebuloniter nach ihren Gemusterten: 60 500.
V. 28-37: 1Chr 7,14-29; 5,23.24.
Nume26/28Nume Die Söhne Josephs nach ihren Sippen: Manasse und Ephraim.
Nume26/29Nume Die Söhne Manasses: von Machir die Sippe der Machiriter; und Machir zeugte Gilead; von Gilead [kommt] die Sippe der Gileaditer. Nume26/30Nume Das sind die Söhne Gileads: [von] Ieser
die Sippe der Ieseriter; von Helek die Sippe der Helekiter; Nume26/31Nume und [von] Asriel die Sippe der Asrieliter; und [von] Sichem die Sippe der Sichemiter; Nume26/32Nume und [von] Schemida
die Sippe der Schemidaiter; und [von] Hefer die Sippe der Heferiter. - Nume26/33Nume Und Zelofhad, der Sohn Hefers, hatte keine Söhne, sondern [nur] Töchter; und die Namen der Töchter Zelofhads
waren: Machla und Noa, Hogla, Milka und Tirza. - Nume26/34Nume Das sind die Sippen Manasses: und ihre Gemusterten waren 52 700. Nume26/35Nume Das sind die Söhne Ephraims nach ihren Sippen: von
Schutelach die Sippe der Schutelachiter; von Becher die Sippe der Becheriter; von Tahan die Sippe der Tahaniter. Nume26/36Nume Und das sind die Söhne Schutelachs: von Eran die Sippe der Eraniter.
Nume26/37Nume Das sind die Sippen der Söhne Ephraims nach ihren Gemusterten: 32 500. Das sind die Söhne Josephs nach ihren Sippen.
V. 38-41: 1Chr 7,6-12; 8,1-28.
Nume26/38Nume Die Söhne Benjamins nach ihren Sippen: von Bela die Sippe der Belaiter; von Aschbel die Sippe der Aschbeliter; von Ahiram die Sippe der Ahiramiter; Nume26/39Nume von Schufam die
Sippe der Schufamiter; von Hufam die Sippe der Hufamiter. Nume26/40Nume Und die Söhne Belas waren: Ard und Naaman; [von Ard] die Sippe der Arditer, von Naaman die Sippe der Naamaniter.
Nume26/41Nume Das sind die Söhne Benjamins nach ihren Sippen; und ihre Gemusterten waren 45 600.
Nume26/42Nume Das sind die Söhne Dans nach ihren Sippen: von Schuham die Sippe der Schuhamiter; Nume26/43Nume das sind die Sippen Dans nach ihren Sippen. Alle Sippen der Schuhamiter nach ihren
Gemusterten: 64 400.
V. 44-47: 1Chr 7,30-40.
Nume26/44Nume Die Söhne Assers nach ihren Sippen: von Jimna die Sippe der Jimnaiter; von Jischwi die Sippe der Jischwiter; von Beria die Sippe der Beriiter. Nume26/45Nume Von den Söhnen Berias:
von Heber die Sippe der Heberiter; von Malkiel die Sippe der Malkieliter. Nume26/46Nume Und der Name der Tochter Assers war Serach. Nume26/47Nume Das sind die Sippen der Söhne Assers nach ihren
Gemusterten: 53 400.
V. 48-50: 1Chr 7,13.
Nume26/48Nume Die Söhne Naftalis nach ihren Sippen: von Jachzeel die Sippe der Jachzeeliter; von Guni die Sippe der Guniter; Nume26/49Nume von Jezer die Sippe der Jezeriter; von Schillem die
Sippe der Schillemiter. Nume26/50Nume Das sind die Sippen Naftalis nach ihren Sippen; und ihre Gemusterten waren 45 400.
Nume26/51Nume Das sind die Gemusterten der Söhne Israel: 601 730.
Nume26/52Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume26/53Nume An diese soll das Land nach der Zahl der Namen als Erbteil verteilt werden. Nume26/54Nume Dem, der groß ist [an Zahl], sollst
du sein Erbteil groß bemessen, und dem, der klein ist [an Zahl], sollst du sein Erbteil klein bemessen. Nume26/55Nume Jedoch soll das Land durchs Los verteilt werden; nach den Namen der Stämme
ihrer Väter sollen sie erben; Nume26/56Nume nach Maßgabe des Loses soll [jedem Stamm] sein Erbteil ausgeteilt werden zwischen dem, der groß ist [an Zahl], und dem, der klein ist [an
Zahl].
V. 57-62: Kap. 3,17-39; 1Chr 5,27-6,66.
Nume26/57Nume Und das sind die Gemusterten Levis nach ihren Sippen: von Gerschon die Sippe der Gerschoniter; von Kehat die Sippe der Kehatiter; von Merari die Sippe der Merariter. Nume26/58Nume
Das sind die Sippen Levis: die Sippe der Libniter, die Sippe der Hebroniter, die Sippe der Machliter, die Sippe der Muschiter, die Sippe der Korachiter. Und Kehat zeugte Amram. Nume26/59Nume Und
der Name der Frau des Amram war Jochebed, eine Tochter Levis, die sie dem Levi in Ägypten gebar. Und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam. Nume26/60Nume Und dem Aaron
wurden geboren Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. Nume26/61Nume Und Nadab und Abihu starben, als sie fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten. Nume26/62Nume Und ihre Gemusterten, alles Männliche
von einem Monat an und darüber, waren 23 000; denn sie wurden nicht unter den Söhnen Israel gemustert, weil ihnen kein Erbteil unter den Söhnen Israel gegeben wurde.
Nume26/63Nume Das sind die durch Mose und den Priester Eleasar Gemusterten, die die Söhne Israel in den Ebenen von Moab, am Jordan [bei] Jericho, musterten. Nume26/64Nume Und unter diesen war
kein Mann von denen, die von Mose und dem Priester Aaron gemustert worden waren, die die Söhne Israel in der Wüste Sinai gemustert hatten. Nume26/65Nume Denn der HERR hatte von denen gesagt: Sie
müssen in der Wüste sterben! Und kein Mann von ihnen war übriggeblieben außer Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun.
Gesetz für Erbtöchter.
\27\
Nume27/1Nume Und es traten heran die Töchter des Zelofhad, des Sohnes Hefers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, von den Sippen Manasses, des Sohnes Josephs. Und dies
waren die Namen seiner Töchter: Machla, Noa und Hogla und Milka und Tirza. Nume27/2Nume Und sie traten vor Mose und vor den Priester Eleasar und vor die Fürsten und die ganze Gemeinde an den
Eingang des Zeltes der Begegnung und sagten: Nume27/3Nume Unser Vater ist in der Wüste gestorben; er war aber nicht inmitten der Rotte derer, die sich in der Rotte Korachs gegen den HERRN
zusammenrotteten, sondern er ist in seiner [eigenen] Sünde gestorben; aber er hatte keine Söhne. Nume27/4Nume Warum soll der Name unseres Vaters abgeschnitten werden aus der Mitte seiner Sippe,
weil er keinen Sohn hat? Gib uns einen Grundbesitz inmitten der Brüder unseres Vaters! Nume27/5Nume Und Mose brachte ihre Rechtssache vor den HERRN. Nume27/6Nume Und der HERR redete zu Mose und
sprach: Nume27/7Nume Die Töchter Zelofhads reden recht. Du musst ihnen in der Tat einen Erbbesitz inmitten der Brüder ihres Vaters geben, und du sollst das Erbteil ihres Vaters auf sie übergehen
lassen! Nume27/8Nume Und zu den Söhnen Israel sollst du folgendes reden: Wenn ein Mann stirbt und keinen Sohn hat, dann sollt ihr sein Erbteil auf seine Tochter übergehen lassen. Nume27/9Nume Und
wenn er keine Tochter hat, dann sollt ihr sein Erbteil seinen Brüdern geben. Nume27/10Nume Und wenn er keine Brüder hat, dann sollt ihr sein Erbteil den Brüdern seines Vaters geben. Nume27/11Nume
Und wenn sein Vater keine Brüder hat, dann sollt ihr sein Erbteil seinem Blutsverwandten geben, der ihm aus seiner Sippe am nächsten steht, damit der es erbe. Und das soll für die Söhne Israel zu
einer Rechtsordnung werden, wie der HERR dem Mose geboten hat.
Josuas Einsetzung als Nachfolger Moses.
Nume27/12Nume Und der HERR sprach zu Mose: Steige auf das Gebirge Abarim dort und sieh das Land, das ich den Söhnen Israel gegeben habe! Nume27/13Nume Und wenn du es gesehen hast, dann wirst auch
du zu deinen Völkern versammelt werden, wie dein Bruder Aaron versammelt worden ist, Nume27/14Nume weil ihr euch in der Wüste Zin, beim Streit der Gemeinde, meinem Befehl widersetzt habt, mich
durch das Wasser vor ihren Augen als heilig zu erweisen - das ist das Haderwasser von Kadesch in der Wüste Zin -. Nume27/15Nume Und Mose redete zu dem HERRN und sprach: Nume27/16Nume Der HERR,
der Gott des Lebensgeistes allen Fleisches, setze einen Mann über die Gemeinde ein, Nume27/17Nume der vor ihnen her [zum Kampf] auszieht und vor ihnen her [ins Lager] einzieht und der sie
ausführt und sie einführt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben! Nume27/18Nume Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Josua, den Sohn des Nun, einen Mann, in
dem der Geist ist, und lege deine Hand auf ihn! Nume27/19Nume Und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde, und beauftrage ihn vor ihren Augen, Nume27/20Nume und lege von
deiner Würde [einen Teil] auf ihn, damit die ganze Gemeinde der Söhne Israel ihm gehorche! Nume27/21Nume Und er soll vor den Priester Eleasar treten, und der soll für ihn das Urteil der Urim vor
dem HERRN befragen. Auf dessen Befehl sollen sie ausziehen, und auf dessen Befehl sollen sie einziehen, er und alle Söhne Israel mit ihm, ja, die ganze Gemeinde. Nume27/22Nume Und Mose tat es,
wie der HERR ihm geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde. Nume27/23Nume Und er legte seine Hände auf ihn und beauftragte ihn, wie der
HERR durch Mose geredet hatte.
Tägliche Opfer, Opfer am Sabbat, Neumond, Passah und am Fest der Erstlinge.
\28\
Nume28/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume28/2Nume Befiehl den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt darauf acht haben, mir meine Opfergabe, meine Speise, in Form der mir
[zukommenden] Feueropfer zu ihrer festgesetzten Zeit darzubringen, mir zum wohlgefälligen Geruch! Nume28/3Nume Und sage zu ihnen: Das ist das Feueropfer, das ihr dem HERRN darbringen sollt: zwei
einjährige Lämmer ohne Fehler, täglich als regelmäßiges Brandopfer. Nume28/4Nume Das eine Lamm sollst du am Morgen bereiten, und das zweite Lamm sollst du zwischen den zwei Abenden bereiten;
Nume28/5Nume und zum Speisopfer ein zehntel Efa Weizengrieß, gemengt mit einem viertel Hin gestoßenen Öles Nume28/6Nume - ein regelmäßiges Brandopfer, das am Berge Sinai eingesetzt wurde, zum
wohlgefälligen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN -; Nume28/7Nume und das dazugehörige Trankopfer, ein viertel Hin für je ein Lamm; im Heiligtum sollst du als Trankopfer Rauschtrank für den
HERRN spenden. Nume28/8Nume Und das zweite Lamm sollst du zwischen den zwei Abenden bereiten; wie das Morgen-Speisopfer und das dazugehörige Trankopfer sollst du es bereiten, ein Feueropfer von
wohlgefälligem Geruch für den HERRN.
Nume28/9Nume Und am Sabbattag zwei einjährige Lämmer ohne Fehler und als Speisopfer zwei Zehntel Weizengrieß, gemengt mit Öl, und das dazugehörige Trankopfer. Nume28/10Nume [Es ist] das
Brandopfer des Sabbats an jedem Sabbat, [zusätzlich] zum regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Trankopfer.
Nume28/11Nume Und am Anfang eurer Monate sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer darbringen: zwei Jungstiere und einen Widder, sieben einjährige Lämmer ohne Fehler; Nume28/12Nume und zu jedem Stier
drei Zehntel Weizengrieß, gemengt mit Öl, als Speisopfer; und zu dem einen Widder zwei Zehntel Weizengrieß, gemengt mit Öl, als Speisopfer; Nume28/13Nume und zu jedem Lamm je ein Zehntel
Weizengrieß, gemengt mit Öl, als Speisopfer. [Es ist] ein Brandopfer, ein wohlgefälliger Geruch, ein Feueropfer für den HERRN. Nume28/14Nume Und die dazugehörigen Trankopfer: ein halbes Hin Wein
soll zum Stier gehören und ein drittel Hin zum Widder und ein viertel Hin zum Lamm. Das ist das Brandopfer zum Neumond in jedem Monat nach den Monaten des Jahres. Nume28/15Nume Und ein Ziegenbock
zum Sündopfer für den HERRN soll [zusätzlich] zum regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Trankopfer bereitet werden.
Nume28/16Nume Und im ersten Monat, am vierzehnten Tag des Monats, ist Passah für den HERRN. Nume28/17Nume Und am fünfzehnten Tag dieses Monats ist ein Fest; sieben Tage sollen ungesäuerte Brote
gegessen werden. Nume28/18Nume Am ersten Tag soll eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. Nume28/19Nume Und ihr sollt ein Feueropfer darbringen, ein Brandopfer für
den HERRN: zwei Jungstiere und einen Widder und sieben einjährige Lämmer; ohne Fehler sollen sie euch sein; Nume28/20Nume und das dazugehörige Speisopfer, Weizengrieß, gemengt mit Öl: drei
Zehntel sollt ihr opfern zum Stier und zwei Zehntel zum Widder; Nume28/21Nume je ein Zehntel sollst du bereiten zu jedem Lamm von den sieben Lämmern; Nume28/22Nume und einen Ziegenbock als
Sündopfer, um Sühnung für euch zu erwirken. Nume28/23Nume Außer dem Morgen-Brandopfer, das zum regelmäßigen Brandopfer gehört, sollt ihr das bereiten. Nume28/24Nume Solche [Opfer] sollt ihr
sieben Tage lang täglich bereiten als Speise, als Feueropfer von wohlgefälligem Geruch für den HERRN; [zusätzlich] zum regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Trankopfer soll es bereitet
werden. Nume28/25Nume Und am siebten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
Nume28/26Nume Und am Tag der Erstlinge, wenn ihr dem HERRN ein neues Speisopfer darbringt, an eurem Wochenfest, sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
Nume28/27Nume Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen zum wohlgefälligen Geruch für den HERRN: zwei Jungstiere, einen Widder, sieben einjährige Lämmer; Nume28/28Nume und das dazugehörige
Speisopfer, Weizengrieß, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem Stier, zwei Zehntel zu jedem Widder, Nume28/29Nume je ein Zehntel zu jedem Lamm von den sieben Lämmern; Nume28/30Nume [und] einen
Ziegenbock, um Sühnung für euch zu erwirken. Nume28/31Nume Außer dem regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Speisopfer sollt ihr sie bereiten - ohne Fehler sollen sie euch sein - mit den
dazugehörigen Trankopfern.
Opfer am Fest des Hornblasens, am Versöhnungstag und am Laubhüttenfest.
V. 1-6: 3Mo 23,23-25.
\29\
Nume29/1Nume Und im siebten Monat, am Ersten des Monats, sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun; ein Tag des [Horn]blasens soll es für euch sein.
Nume29/2Nume Und ihr sollt ein Brandopfer bereiten zum wohlgefälligen Geruch für den HERRN: einen Jungstier, einen Widder, sieben einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/3Nume und das dazugehörige
Speisopfer, Weizengrieß, gemengt mit Öl; drei Zehntel zum Stier, zwei Zehntel zum Widder Nume29/4Nume und ein Zehntel zu jedem Lamm von den sieben Lämmern; Nume29/5Nume und einen Ziegenbock als
Sündopfer, um Sühnung für euch zu erwirken; Nume29/6Nume außer dem Brandopfer zum Neumond und dem dazugehörigen Speisopfer und dem regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Speisopfer und den
dazugehörigen Trankopfern, nach ihrer Vorschrift, zum wohlgefälligen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN.
V. 7-11: 3Mo 16,29-32; 23,26-32.
Nume29/7Nume Und am Zehnten dieses siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten, und ihr sollt euch demütigen; keinerlei Arbeit sollt ihr tun. Nume29/8Nume Und ihr sollt dem HERRN ein
Brandopfer darbringen als einen wohlgefälligen Geruch: einen Jungstier, einen Widder, sieben einjährige Lämmer; ohne Fehler sollen sie euch sein; Nume29/9Nume und das dazugehörige Speisopfer,
Weizengrieß, gemengt mit Öl: drei Zehntel zum Stier, zwei Zehntel zu jedem Widder, Nume29/10Nume je ein Zehntel zu jedem Lamm von den sieben Lämmern; Nume29/11Nume [und] einen Ziegenbock als
Sündopfer; außer dem Sündopfer der Versöhnung und dem regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Speisopfer und den dazugehörigen Trankopfern.
V. 12-38: 3Mo 23,33-43.
Nume29/12Nume Und am fünfzehnten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt dem HERRN ein Fest sieben Tage lang feiern.
Nume29/13Nume Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch für den HERRN: dreizehn Jungstiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer; ohne Fehler sollen sie
sein; Nume29/14Nume und das dazugehörige Speisopfer, Weizengrieß, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem Stier von den dreizehn Stieren, zwei Zehntel zu jedem Widder von den zwei Widdern
Nume29/15Nume und je ein Zehntel zu jedem Lamm von den vierzehn Lämmern; Nume29/16Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer, dem dazugehörigen Speisopfer und dem
dazugehörigen Trankopfer.
Nume29/17Nume Und am zweiten Tag zwölf Jungstiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/18Nume und das dazugehörige Speisopfer und das dazugehörige Trankopfer, zu den
Stieren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; Nume29/19Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen
Speisopfer und den dazugehörigen Trankopfern.
Nume29/20Nume Und am dritten Tag elf Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/21Nume und das dazugehörige Speisopfer und die dazugehörigen Trankopfer, zu den Stieren,
zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; Nume29/22Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Speisopfer und
dem dazugehörigen Trankopfer.
Nume29/23Nume Und am vierten Tag zehn Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/24Nume das dazugehörige Speisopfer und die dazugehörigen Trankopfer, zu den Stieren, zu
den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; Nume29/25Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer, dem dazugehörigen Speisopfer und dem
dazugehörigen Trankopfer.
Nume29/26Nume Und am fünften Tag neun Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/27Nume und das dazugehörige Speisopfer und die dazugehörigen Trankopfer, zu den Stieren,
zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; Nume29/28Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Speisopfer und
dem dazugehörigen Trankopfer.
Nume29/29Nume Und am sechsten Tag acht Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/30Nume und das dazugehörige Speisopfer und die dazugehörigen Trankopfer, zu den
Stieren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; Nume29/31Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer, dem dazugehörigen Speisopfer
und den dazugehörigen Trankopfern.
Nume29/32Nume Und am siebten Tag sieben Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/33Nume und das dazugehörige Speisopfer und die dazugehörigen Trankopfer zu den
Stieren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach ihrer Vorschrift; Nume29/34Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer, dem dazugehörigen
Speisopfer und dem dazugehörigen Trankopfer.
Nume29/35Nume Am achten Tag sollt ihr eine Festversammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. Nume29/36Nume Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer von wohlgefälligem
Geruch für den HERRN: einen Stier, einen Widder, sieben einjährige Lämmer, ohne Fehler; Nume29/37Nume das dazugehörige Speisopfer und die dazugehörigen Trankopfer, zu dem Stier, zu dem Widder und
zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; Nume29/38Nume und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem regelmäßigen Brandopfer und dem dazugehörigen Speisopfer und dem dazugehörigen
Trankopfer.
Nume29/39Nume Das sollt ihr bei euren Festtagen dem HERRN opfern, außer euren Gelübden und euren freiwilligen Gaben an Brandopfern und an Speisopfern und an Trankopfern und an
Heilsopfern.
Verordnungen über Gelübde.
\30\
Nume30/1Nume Und Mose sprach zu den Söhnen Israel nach allem, was der HERR dem Mose geboten hatte.
Nume30/2Nume Und Mose redete zu den Häuptern der Stämme der Söhne Israel und sagte: Das ist es, was der HERR geboten hat: Nume30/3Nume Wenn ein Mann dem HERRN ein Gelübde ablegt oder einen Eid
schwört, ein Enthaltungsgelübde auf seine Seele zu nehmen, dann soll er sein Wort nicht brechen: nach allem, was aus seinem Mund hervorgegangen ist, soll er tun.
Nume30/4Nume Und wenn eine Frau dem HERRN ein Gelübde ablegt oder ein Enthaltungsgelübde auf sich nimmt im Haus ihres Vaters, in ihrer Jugend, Nume30/5Nume und ihr Vater hört ihr Gelübde oder ihr
Enthaltungsgelübde, das sie auf ihre Seele genommen hat, und ihr Vater schweigt ihr gegenüber, dann sollen alle ihre Gelübde gelten, und jedes Enthaltungsgelübde, das sie auf ihre Seele genommen
hat, soll gelten. Nume30/6Nume Wenn aber ihr Vater ihr gewehrt hat an dem Tag, als er es hörte, so sollen alle ihre Gelübde und alle ihre Enthaltungsgelübde, die sie auf ihre Seele genommen hat,
nicht gelten; und der HERR wird ihr vergeben, weil ihr Vater ihr gewehrt hat. Nume30/7Nume Und wenn sie etwa [die Frau] eines Mannes wird und ihre Gelübde auf ihr sind oder ein unbedachter
Ausspruch ihrer Lippen, mit dem sie ihre Seele gebunden hat, Nume30/8Nume und ihr Mann hört es und schweigt ihr gegenüber an dem Tag, da er es hört: dann sollen ihre Gelübde gelten, und ihre
Enthaltungsgelübde, die sie auf ihre Seele genommen hat, sollen gelten. Nume30/9Nume Wenn aber ihr Mann an dem Tag, da er es hört, ihr wehrt, dann hebt er ihr Gelübde auf, das auf ihr ist, und
den unbedachten Ausspruch ihrer Lippen, wozu sie ihre Seele gebunden hat; und der HERR wird ihr vergeben. Nume30/10Nume Aber das Gelübde einer Witwe und einer Verstoßenen, alles, womit sie ihre
Seele gebunden hat, soll für sie gelten. Nume30/11Nume Und wenn eine Frau im Haus ihres Mannes ein Gelübde abgelegt oder durch einen Eid ein Enthaltungsgelübde auf ihre Seele genommen hat,
Nume30/12Nume und ihr Mann hat es gehört und ihr gegenüber geschwiegen, er hat ihr nicht gewehrt: dann sollen alle ihre Gelübde gelten, und jedes Enthaltungsgelübde, das sie auf ihre Seele
genommen hat, soll gelten. Nume30/13Nume Wenn aber ihr Mann diese [Gelübde] ausdrücklich aufgehoben hat an dem Tag, als er sie hörte, dann soll alles, was über ihre Lippen gegangen ist an
Gelübden und an Enthaltungsgelübden ihrer Seele, nicht gelten; ihr Mann hat sie aufgehoben, und der HERR wird ihr vergeben. Nume30/14Nume Jedes Gelübde und jeder Eid eines Enthaltungsgelübdes,
sich selbst zu demütigen: ihr Mann kann es bestätigen, und ihr Mann kann es aufheben. Nume30/15Nume Und wenn ihr Mann von Tag zu Tag ihr gegenüber völlig schweigt, dann bestätigt er alle ihre
Gelübde oder alle ihre Enthaltungsgelübde, die auf ihr sind; er hat sie bestätigt, denn er hat ihr gegenüber geschwiegen an dem Tag, als er davon hörte. Nume30/16Nume Wenn er sie aber
ausdrücklich aufhebt, nachdem er davon gehört hat, dann wird er ihre Schuld tragen.
Nume30/17Nume Das sind die Ordnungen, die der HERR dem Mose geboten hat, zwischen einem Mann und seiner Frau, zwischen einem Vater und seiner Tochter in ihrer Jugend im Haus ihres
Vaters.
Bestrafung der Midianiter.
\31\
Nume31/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume31/2Nume Nimm Rache für die Söhne Israel an den Midianitern! Danach sollst du zu deinen Völkern versammelt werden. Nume31/3Nume Und Mose
redete zum Volk: Rüstet von euch Männer zum Heer[esdienst] aus, dass sie gegen Midian ziehen, um die Rache des HERRN an Midian auszuführen! Nume31/4Nume Je tausend von [jedem] Stamm, von allen
Stämmen Israels, sollt ihr zum Heer[esdienst] aussenden. Nume31/5Nume Und es wurden von den Tausendschaften Israels tausend von jedem Stamm ausgehoben: zwölftausend zum Heer[esdienst] Gerüstete.
Nume31/6Nume Und Mose sandte sie, tausend von jedem Stamm, zum Heer[esdienst] aus, sie und Pinhas, den Sohn des Priesters Eleasar, zum Heer[esdienst]; und die heiligen Geräte, die Trompeten zum
Lärmblasen, [waren] in seiner Hand. Nume31/7Nume Und sie kämpften gegen Midian, so wie der HERR dem Mose geboten hatte, und brachten alles Männliche um. Nume31/8Nume Und sie brachten die Könige
von Midian um, [zusätzlich] zu den von ihnen Erschlagenen: Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, fünf Könige von Midian; und auch Bileam, den Sohn Beors, brachten sie mit dem Schwert um.
Nume31/9Nume Und die Söhne Israel führten die Frauen der Midianiter und ihre Kinder gefangen weg und erbeuteten all ihr Vieh und alle ihre Herden und all ihren Reichtum; Nume31/10Nume und alle
ihre Städte an ihren Wohnsitzen und alle ihre Zeltdörfer verbrannten sie mit Feuer. Nume31/11Nume Und sie nahmen alle Beute und alles Geraubte an Menschen und an Vieh Nume31/12Nume und brachten
die Gefangenen und das Geraubte und die Beute zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu der Gemeinde der Söhne Israel ins Lager, in die Ebenen von Moab, die am Jordan von Jericho
sind.
Nume31/13Nume Und Mose und der Priester Eleasar und alle Fürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen außerhalb des Lagers. Nume31/14Nume Und Mose wurde zornig über die Befehlshaber des Heeres, die
Obersten über die Tausendschaften und die Obersten über die Hundertschaften, die von dem Kriegszug kamen; Nume31/15Nume und Mose sagte zu ihnen: Habt ihr alle Frauen am Leben gelassen?
Nume31/16Nume Siehe, sie sind ja auf den Rat Bileams den Söhnen Israel ein Anlaß geworden, in der Sache mit dem Peor eine Untreue gegen den HERRN zu begehen, so dass die Plage über die Gemeinde
des HERRN kam. Nume31/17Nume So bringt nun alles Männliche unter den Kindern um, und bringt alle Frauen um, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben! Nume31/18Nume Aber alle Kinder, alle
Mädchen, die den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt haben, laßt für euch am Leben! Nume31/19Nume Ihr aber lagert sieben Tage außerhalb des Lagers! Jeder, der einen Menschen umgebracht, und
jeder, der einen Erschlagenen berührt hat: ihr sollt euch entsündigen am dritten Tag und am siebten Tag, ihr und eure Gefangenen. Nume31/20Nume Und alle Kleider und alles Zeug aus Leder und alle
Arbeit aus Ziegenhaar und alles Gerät aus Holz sollt ihr entsündigen.
Nume31/21Nume Und der Priester Eleasar sprach zu den Kriegsleuten, die in den Kampf gezogen waren: Das ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR dem Mose geboten hat: Nume31/22Nume Nur das Gold
und das Silber, die Bronze, das Eisen, das Zinn und das Blei, Nume31/23Nume alles was Feuer verträgt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen, und es wird rein sein; jedoch soll es mit dem Wasser der
Reinigung entsündigt werden; und alles, was Feuer nicht verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen. Nume31/24Nume Und am siebten Tag sollt ihr eure Kleider waschen, und ihr werdet rein sein;
und danach könnt ihr [wieder] ins Lager kommen.
Nume31/25Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume31/26Nume Nimm die Summe der weggeführten Beute auf, an Menschen und an Vieh, du und der Priester Eleasar und die Familienoberhäupter der
Gemeinde! Nume31/27Nume Und teile die Beute je zur Hälfte zwischen denen, die den Krieg geführt haben, die ins Feld gezogen sind, und der ganzen Gemeinde! Nume31/28Nume Und erhebe von den
Kriegsleuten, die ins Feld gezogen sind, eine Abgabe für den HERRN: je eine Seele von fünfhundert, von den Menschen und von den Rindern und von den Eseln und von den Schafen. Nume31/29Nume Von
ihrer Hälfte sollt ihr sie nehmen, und du sollst sie dem Priester Eleasar geben als eine Opfergabe für den HERRN. Nume31/30Nume Und von der Hälfte der Söhne Israel sollst du je eins nehmen, von
fünfzig herausgegriffen, von den Menschen, von den Rindern, von den Eseln und von den Schafen, von allem Vieh; und du sollst es den Leviten geben, die den Dienst an der Wohnung des HERRN
versehen. Nume31/31Nume Und Mose und der Priester Eleasar taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte. Nume31/32Nume Und das Erbeutete, der Rest von der Beute, die das Kriegsvolk gemacht hatte,
war: 675 000 Schafe Nume31/33Nume und 72 000 Rinder Nume31/34Nume und 61 000 Esel; Nume31/35Nume Menschen aber - an Frauen, die den Beischlaf eines Mannes [noch] nicht gekannt hatten - insgesamt
32 000 Seelen. Nume31/36Nume Die Hälfte, der Anteil derer, die zum Heer[esdienst] ausgezogen waren, die Zahl der Schafe war also: 337 500 Stück, Nume31/37Nume und die Abgabe von den Schafen für
den HERRN war 675 [Stück]; Nume31/38Nume und [die Zahl] der Rinder 36 000 und die Abgabe davon für den HERRN 72; Nume31/39Nume und [die Zahl] der Esel 30 500 und die Abgabe davon für den HERRN
61; Nume31/40Nume und die [Zahl der] Menschen [war] 16 000 und die Abgabe davon für den HERRN 32 Seelen. Nume31/41Nume Und Mose übergab die Abgabe als Opfergabe für den HERRN dem Priester
Eleasar, wie der HERR dem Mose geboten hatte. Nume31/42Nume Und von der Hälfte der Söhne Israel, die Mose von den zum Heer[esdienst] ausgezogenen Männern abgeteilt hatte Nume31/43Nume - die für
die Gemeinde [bestimmte] Hälfte war nämlich: 337 500 [Stück] Schafe Nume31/44Nume und 36 000 Rinder Nume31/45Nume und 30 500 Esel Nume31/46Nume und 16 000 Menschen -, Nume31/47Nume und von der
den Söhnen Israel [gehörenden] Hälfte nahm Mose das Herausgegriffene, je eins von fünfzig, von den Menschen und von dem Vieh, und übergab sie den Leviten - die den Dienst an der Wohnung des HERRN
versahen -, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Nume31/48Nume Und es traten zu Mose die Befehlshaber über die Tausendschaften des Heeres, die Obersten über die Tausendschaften und die Obersten über die Hundertschaften, Nume31/49Nume und sagten
zu Mose: Deine Knechte haben die Summe der Kriegsleute aufgenommen, die unter unserem Befehl waren, und es fehlt von uns nicht ein Mann. Nume31/50Nume Und so bringen wir eine Opfergabe für den
HERRN dar - jeder, was er gefunden hat an goldenem Schmuck: Armspangen und Handspangen, Siegelringe, Ohrringe und Spangen -, um für unsere Seelen Sühnung zu erwirken vor dem HERRN. Nume31/51Nume
Und Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von ihnen, allerlei kunstvoll gearbeitete Gegenstände. Nume31/52Nume Und alles Gold der Opfergabe, das sie für den HERRN abhoben, war 16 750
Schekel von den Obersten über die Tausendschaften und von den Obersten über die Hundertschaften Nume31/53Nume - die Kriegsleute [aber] hatten jeder [auch noch] für sich geplündert -.
Nume31/54Nume Und Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von den Obersten über die Tausendschaften und über die Hundertschaften und brachten es in das Zelt der Begegnung als ein Gedächtnis
für die Söhne Israel vor dem HERRN.
Verteilung des Ostjordanlandes an Ruben, Gad und den halben Stamm Manasse.
\32\
Nume32/1Nume Und die Söhne Ruben und die Söhne Gad hatten viel Vieh, sehr zahlreich; und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead, und siehe, die Gegend war eine Gegend für Vieh. Nume32/2Nume
Und die Söhne Gad und die Söhne Ruben kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den Fürsten der Gemeinde und sagten: Nume32/3Nume Atarot und Dibon und Jaser und Nimra und
Heschbon und Elale und Sibma und Nebo und Beon, Nume32/4Nume das Land, das der HERR vor der Gemeinde Israel geschlagen hat, ist ein Land für Vieh, und deine Knechte haben Vieh. Nume32/5Nume Und
sie sagten: Wenn wir Gunst in deinen Augen gefunden haben, dann möge dieses Land deinen Knechten zum Eigentum gegeben werden! Laß uns nicht über den Jordan ziehen!
Nume32/6Nume Und Mose sagte zu den Söhnen Gad und zu den Söhnen Ruben: Sollen eure Brüder in den Kampf ziehen, und ihr wollt hier bleiben? Nume32/7Nume Und warum wollt ihr das Herz der Söhne
Israel davon abhalten, in das Land hinüberzuziehen, das der HERR ihnen gegeben hat? Nume32/8Nume So haben eure Väter getan, als ich sie von Kadesch-Barnea aussandte, das Land anzusehen:
Nume32/9Nume sie zogen hinauf bis zum Tal Eschkol und sahen das Land an; und sie hielten das Herz der Söhne Israel ab, so dass sie nicht in das Land hineinzogen, das der HERR ihnen gegeben hatte.
Nume32/10Nume Und der Zorn des HERRN entbrannte an jenem Tag, und er schwor und sprach: Nume32/11Nume Wenn die Männer, die aus Ägypten hinaufgezogen sind, von zwanzig Jahren an und darüber das
Land sehen werden, das ich Abraham und Isaak und Jakob zugeschworen habe! Denn sie sind mir nicht treu gefolgt, Nume32/12Nume ausgenommen Kaleb, der Sohn des Jefunne, der Kenasiter, und Josua,
der Sohn des Nun; denn sie sind dem HERRN treu nachgefolgt. Nume32/13Nume Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen Israel, und er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis die ganze
Generation aufgerieben war, die getan hatte, was böse in den Augen des HERRN war. Nume32/14Nume Und siehe, ihr seid an die Stelle eurer Väter getreten, eine Brut von sündigen Männern, um die Glut
des Zornes des HERRN gegen Israel noch zu vermehren. Nume32/15Nume Wenn ihr euch von ihm abwendet, dann wird er es noch länger in der Wüste [bleiben] lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk
zugrunde richten.
Nume32/16Nume Und sie traten zu ihm und sagten: Schafhürden wollen wir hier bauen für unsere Herden und Städte für unsere Kinder. Nume32/17Nume Wir selbst aber wollen uns eilends rüsten [und] vor
den Söhnen Israel her[ziehen], bis wir sie an ihren Ort gebracht haben; und [nur] unsere Kinder sollen in den befestigten Städten bleiben wegen der Bewohner des Landes. Nume32/18Nume Wir wollen
nicht in unsere Häuser zurückkehren, bis jeder von den Söhnen Israel sein Erbteil empfangen hat. Nume32/19Nume Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseits des Jordan und darüber hinaus, denn
unser Erbteil ist uns diesseits des Jordan nach Osten hin zuteilgeworden.
Nume32/20Nume Da sagte Mose zu ihnen: Wenn ihr das tut, wenn ihr euch vor dem HERRN zum Kampf rüstet Nume32/21Nume und alle unter euch, die gerüstet sind, vor dem HERRN über den Jordan ziehen,
bis er seine Feinde vor sich her vertrieben hat Nume32/22Nume und das Land vor dem HERRN unterworfen ist, und ihr danach zurückkehrt, dann sollt ihr schuldlos sein gegenüber dem HERRN und
gegenüber Israel; und dieses Land soll euch als Eigentum gehören vor dem HERRN. Nume32/23Nume Wenn ihr aber nicht so handelt, siehe, dann habt ihr gegen den HERRN gesündigt; und ihr sollt
erkennen, dass eure Sünde euch finden wird. Nume32/24Nume Baut euch Städte für eure Kinder und Hürden für eure Schafe, und tut, was aus eurem Munde hervorgegangen ist!
Nume32/25Nume Und die Söhne Gad und die Söhne Ruben sagten zu Mose: Deine Knechte werden tun, wie mein Herr es befiehlt. Nume32/26Nume Unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Herden und all unser
Vieh sollen dort in den Städten Gileads sein. Nume32/27Nume Deine Knechte aber, alle zum Heer[esdienst] Gerüsteten, werden vor dem HERRN hinüberziehen in den Kampf, wie mein Herr
redet.
Nume32/28Nume Und Mose befahl ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn des Nun, und den Familienoberhäuptern der Stämme der Söhne Israel; Nume32/29Nume und Mose sagte zu ihnen: Wenn
die Söhne Gad und die Söhne Ruben, alle zum Kampf Gerüsteten, mit euch vor dem HERRN über den Jordan ziehen und das Land vor euch unterworfen sein wird, dann sollt ihr ihnen das Land Gilead zum
Eigentum geben. Nume32/30Nume Wenn sie aber nicht gerüstet mit euch hinüberziehen, dann sollen sie sich unter euch ansässig machen im Land Kanaan. Nume32/31Nume Und die Söhne Gad und die Söhne
Ruben antworteten und sagten: Wie der HERR zu deinen Knechten geredet hat, so wollen wir es machen. Nume32/32Nume Wir wollen gerüstet vor dem HERRN in das Land Kanaan hinüberziehen, und unser
Erbbesitz soll uns diesseits des Jordan [erhalten bleiben].
V. 33-42: 5Mo 3,12-17; Jos 13,8-33.
Nume32/33Nume Und Mose gab ihnen, den Söhnen Gad und den Söhnen Ruben und der Hälfte des Stammes Manasse, des Sohnes des Joseph, das Königreich des Sihon, des Königs der Amoriter, und das
Königreich des Og, des Königs von Basan, das Land samt seinen Städten mit ihren [Stadt]gebieten, die Städte des Landes ringsum. Nume32/34Nume Und die Söhne Gad bauten Dibon und Atarot und Aroer
Nume32/35Nume und Atrot-Schofan und Jaser und Jogboha Nume32/36Nume und Bet-Nimra und Bet-Haram, feste Städte und Schafhürden. Nume32/37Nume Und die Söhne Ruben bauten Heschbon und Elale und
Kirjatajim Nume32/38Nume und Nebo und Baal-Meon, deren Namen geändert wurden, und Sibma; und sie benannten die Städte, die sie bauten, mit anderen Namen. Nume32/39Nume Und die Söhne Machirs, des
Sohnes Manasses, zogen nach Gilead und nahmen es ein; und sie vertrieben die Amoriter, die darin [wohnten]. Nume32/40Nume Und Mose gab Gilead dem Machir, dem Sohn Manasses; und er wohnte darin.
Nume32/41Nume Und Jair, der Sohn Manasses, zog hin und nahm ihre Zeltdörfer ein und nannte sie `Zeltdörfer Jairs'. Nume32/42Nume Und Nobach zog hin und nahm Kenat und seine Tochterstädte ein und
nannte es Nobach nach seinem Namen.
Lagerplätze Israels während der vierzig Jahre in der Wüste.
\33\
Nume33/1Nume Dies sind die Lagerplätze der Söhne Israel, die aus dem Land Ägypten ausgezogen sind, nach ihren Heer[esverbänd]en [geordnet], unter der Hand des Mose und des Aaron. Nume33/2Nume Und
Mose schrieb ihre Aufbruchsorte auf nach ihren Lagerplätzen nach dem Befehl des HERRN; und das sind ihre Lagerplätze nach ihren Aufbruchsorten: Nume33/3Nume Sie brachen auf von Ramses im ersten
Monat, am fünfzehnten Tag des ersten Monats. Am zweiten Tag nach dem Passah zogen die Söhne Israel aus mit erhobener Hand vor den Augen aller Ägypter, Nume33/4Nume während die Ägypter die
begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und der HERR hatte an ihren Göttern Gericht geübt. Nume33/5Nume Und die Söhne Israel brachen auf von Ramses und lagerten
in Sukkot. Nume33/6Nume Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten in Etam, das am Rand der Wüste [liegt]. Nume33/7Nume Und sie brachen auf von Etam und wandten sich nach Pi-Hahirot, das
Baal-Zefon gegenüber [liegt], und lagerten vor Migdol. Nume33/8Nume Und sie brachen auf von Pi-Hahirot und zogen mitten durchs Meer in die Wüste, und sie zogen drei Tagereisen in der Wüste Etam
und lagerten in Mara. Nume33/9Nume Und sie brachen auf von Mara und kamen nach Elim; und in Elim waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten dort. Nume33/10Nume Und sie
brachen auf von Elim und lagerten am Schilfmeer. Nume33/11Nume Und sie brachen auf vom Schilfmeer und lagerten in der Wüste Sin. Nume33/12Nume Und sie brachen auf aus der Wüste Sin und lagerten
in Dofka. Nume33/13Nume Und sie brachen auf von Dofka und lagerten in Alusch. Nume33/14Nume Und sie brachen auf von Alusch und lagerten in Refidim; und das Volk hatte dort kein Wasser zu trinken.
Nume33/15Nume Und sie brachen auf von Refidim und lagerten in der Wüste Sinai. Nume33/16Nume Und sie brachen auf aus der Wüste Sinai und lagerten in Kibrot-Hattaawa. Nume33/17Nume Und sie brachen
auf von Kibrot-Hattaawa und lagerten in Hazerot. Nume33/18Nume Und sie brachen auf von Hazerot und lagerten in Ritma. Nume33/19Nume Und sie brachen auf von Ritma und lagerten in Rimmon-Perez.
Nume33/20Nume Und sie brachen auf von Rimmon-Perez und lagerten in Libna. Nume33/21Nume Und sie brachen auf von Libna und lagerten in Rissa. Nume33/22Nume Und sie brachen auf von Rissa und
lagerten in Kehelata. Nume33/23Nume Und sie brachen auf von Kehelata und lagerten am Berg Schefer. Nume33/24Nume Und sie brachen auf vom Berg Schefer und lagerten in Harada. Nume33/25Nume Und sie
brachen auf von Harada und lagerten in Makhelot. Nume33/26Nume Und sie brachen auf von Makhelot und lagerten in Tahat. Nume33/27Nume Und sie brachen auf von Tahat und lagerten in Tarach.
Nume33/28Nume Und sie brachen auf von Tarach und lagerten in Mitka. Nume33/29Nume Und sie brachen auf von Mitka und lagerten in Haschmona. Nume33/30Nume Und sie brachen auf von Haschmona und
lagerten in Moserot. Nume33/31Nume Und sie brachen auf von Moserot und lagerten in Bene-Jaakan. Nume33/32Nume Und sie brachen auf von Bene-Jaakan und lagerten in Hor-Gidgad. Nume33/33Nume Und sie
brachen auf von Hor-Gidgad und lagerten in Jotbata. Nume33/34Nume Und sie brachen auf von Jotbata und lagerten in Abrona. Nume33/35Nume Und sie brachen auf von Abrona und lagerten in Ezjon-Geber.
Nume33/36Nume Und sie brachen auf von Ezjon-Geber und lagerten in der Wüste Zin, das ist Kadesch. Nume33/37Nume Und sie brachen auf von Kadesch und lagerten am Berg Hor, am Rand des Landes
Edom.
Nume33/38Nume Und der Priester Aaron stieg auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN; und er starb dort im vierzigsten Jahr nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, im fünften
Monat, am Ersten des Monats. Nume33/39Nume Und Aaron war 123 Jahre alt, als er auf dem Berg Hor starb. Nume33/40Nume Und die Kanaaniter, der König von Arad, der im Süden wohnte im Land Kanaan,
hörte von dem Kommen der Söhne Israel.
Nume33/41Nume Und sie brachen auf vom Berg Hor und lagerten in Zalmona. Nume33/42Nume Und sie brachen auf von Zalmona und lagerten in Punon. Nume33/43Nume Und sie brachen auf von Punon und
lagerten in Obot. Nume33/44Nume Und sie brachen auf von Obot und lagerten in Ije-Abarim, im Gebiet von Moab. Nume33/45Nume Und sie brachen auf von Ijim und lagerten in Dibon-Gad. Nume33/46Nume
Und sie brachen auf von Dibon-Gad und lagerten in Almon-Diblatajim. Nume33/47Nume Und sie brachen auf von Almon-Diblatajim und lagerten im Gebirge Abarim östlich von Nebo. Nume33/48Nume Und sie
brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten in den Steppen von Moab, am Jordan [gegenüber] von Jericho. Nume33/49Nume Und sie lagerten am Jordan von Bet-Jeschimot bis Abel-Schittim in den Steppen
von Moab.
Nume33/50Nume Und der HERR redete zu Mose in den Steppen von Moab, am Jordan [gegenüber] von Jericho, und sprach: Nume33/51Nume Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr über den
Jordan in das Land Kanaan zieht, Nume33/52Nume dann sollt ihr alle Bewohner des Landes vor euch her vertreiben und all ihre Götzenbilder zugrunde richten; und alle ihre gegossenen Bilder sollt
ihr zugrunde richten, und alle ihre Höhen sollt ihr austilgen. Nume33/53Nume Und ihr sollt das Land in Besitz nehmen und darin wohnen, denn euch habe ich das Land gegeben, es zu besitzen.
Nume33/54Nume Und ihr sollt das Land durchs Los als Erbteil empfangen nach euren Sippen: Dem, der groß ist [an Zahl], sollt ihr sein Erbteil groß bemessen, und dem, der klein ist [an Zahl], sollt
ihr sein Erbteil klein bemessen; wohin das Los für einen fällt, das soll ihm gehören; nach den Stämmen eurer Väter sollt ihr [es] unter euch [als Erbteil] verteilen. Nume33/55Nume Wenn ihr aber
die Bewohner des Landes nicht vor euch her vertreibt, dann werden die, die ihr von ihnen übriglaßt, zu Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten werden, und sie werden euch bedrängen
in dem Land, in dem ihr wohnt. Nume33/56Nume Und es wird geschehen: wie ich gedachte, ihnen zu tun, so werde ich euch tun.
Grenzen und Aufteilung des Landes Kanaan.
V. 1-12: Hes 47,13-20.
\34\
Nume34/1Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume34/2Nume Befiehl den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, dann ist dies das Land, das euch als Erbteil
zufallen soll: das Land Kanaan nach seinen Grenzen.
V. 3-5: Jos 15,1-4.
Nume34/3Nume Und die Südseite soll für euch sein von der Wüste Zin an, an Edom entlang, und die Südgrenze soll für euch sein vom Ende des Salzmeers gegen Osten. Nume34/4Nume Und die Grenze soll
sich für euch südlich von der Anhöhe Akrabbim wenden und nach Zin hinübergehen, und ihr Ausläufer sei südlich von Kadesch-Barnea; und sie soll nach Hazar-Addar hin laufen und nach Azmon
hinübergehen; Nume34/5Nume und die Grenze soll sich von Azmon nach dem Bach Ägyptens wenden, und ihr Ausläufer soll zum Meer hin sein.
Nume34/6Nume Und die Westgrenze: sie soll für euch das große Meer und das [Küsten]gebiet sein; das soll für euch die Westgrenze sein.
Nume34/7Nume Und das soll für euch die Nordgrenze sein: Vom großen Meer aus sollt ihr euch eine Linie ziehen [bis zum] Berg Hor; Nume34/8Nume vom Berge Hor sollt ihr eine Linie ziehen bis man
nach Hamat kommt, und der Ausläufer der Grenze sei nach Zedad hin; Nume34/9Nume und die Grenze soll nach Sifron hin verlaufen, und ihr Ausläufer sei bei Hazar-Enan. Das soll für euch die
Nordgrenze sein.
Nume34/10Nume Und als Ostgrenze sollt ihr euch eine Linie ziehen von Hazar-Enan nach Schefam. Nume34/11Nume Und die Grenze soll von Schefam nach Ribla östlich von Ajin hinabgehen; und [weiter]
soll die Grenze hinuntergehen und an die Seite des Sees Kinneret gegen Osten stoßen; Nume34/12Nume und die Grenze soll an den Jordan hinabgehen, und ihr Ausläufer sei am Salzmeer. Das soll euer
Land sein mit seinen Grenzen ringsum.
Nume34/13Nume Und Mose befahl den Söhnen Israel und sprach: Das ist das Land, das ihr durchs Los als Erbteil empfangen sollt, das der HERR den neun Stämmen und dem halben Stamm zu geben befohlen
hat. Nume34/14Nume Denn der Stamm der Söhne der Rubeniter nach ihren Vaterhäusern und der Stamm der Söhne der Gaditer nach ihren Vaterhäusern und die Hälfte des Stammes Manasse, die haben ihr
Erbteil empfangen. Nume34/15Nume Die zwei Stämme und der halbe Stamm haben ihr Erbteil empfangen diesseits des Jordan von Jericho gegen Osten, gegen [Sonnen]aufgang.
Nume34/16Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume34/17Nume Das sind die Namen der Männer, die euch das Land als Erbe austeilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn des Nun.
Nume34/18Nume Und je einen Fürsten von einem Stamm sollt ihr nehmen, um das Land als Erbe auszuteilen.
V. 19-28: Kap. 13,4-15; 1Mo 35,23-26.
Nume34/19Nume Und das sind die Namen der Männer: für den Stamm Juda: Kaleb, der Sohn des Jefunne; Nume34/20Nume und für den Stamm der Söhne Simeon: Schemuel, der Sohn des Ammihud; Nume34/21Nume
für den Stamm Benjamin: Elidad, der Sohn des Kislon; Nume34/22Nume und für den Stamm der Söhne Dan ein Fürst: Bukki, der Sohn des Jogli; Nume34/23Nume für die Söhne Josephs: für den Stamm der
Söhne Manasse ein Fürst: Hanniel, der Sohn des Efod; Nume34/24Nume und für den Stamm der Söhne Ephraim ein Fürst: Kemuel, der Sohn des Schiftan; Nume34/25Nume und für den Stamm der Söhne Sebulon
ein Fürst: Elizafan, der Sohn des Parnach; Nume34/26Nume und für den Stamm der Söhne Issaschar ein Fürst: Paltiel, der Sohn des Asan; Nume34/27Nume und für den Stamm der Söhne Asser ein Fürst:
Ahihud, der Sohn des Schelomi; Nume34/28Nume und für den Stamm der Söhne Naftali ein Fürst: Pedahel, der Sohn des Ammihud. Nume34/29Nume Diese sind es, denen der HERR befahl, den Söhnen Israel
ihr Erbe im Land Kanaan auszuteilen.
Städte der Leviten und Zufluchtsstädte.
V. 1-8: Jos 21,1-8.
\35\
Nume35/1Nume Und der HERR redete zu Mose in den Ebenen von Moab am Jordan von Jericho und sprach: Nume35/2Nume Befiehl den Söhnen Israel, dass sie von ihrem Erbbesitz den Leviten Städte zum
Wohnen geben! Und zu den Städten sollt ihr Weideland rings um sie her den Leviten geben. Nume35/3Nume Und die Städte sollen ihnen zum Wohnen dienen, und deren Weideflächen sollen für ihr Vieh und
für ihren Besitz und für alle ihre Tiere sein. Nume35/4Nume Und die Weideflächen der Städte, die ihr den Leviten geben sollt, sollen von der Stadtmauer nach außen hin tausend Ellen betragen
ringsum; Nume35/5Nume und ihr sollt außerhalb der Stadt auf der Ostseite zweitausend Ellen abmessen und auf der Südseite zweitausend Ellen und auf der Westseite zweitausend Ellen und auf der
Nordseite zweitausend Ellen; die Stadt selbst aber soll in der Mitte sein; das sollen die Weideflächen ihrer Städte sein. Nume35/6Nume Und die Städte, die ihr den Leviten geben sollt: sechs
Zufluchtstädte sollen es sein, die ihr [ihnen] geben sollt, damit dorthin fliehen kann, wer einen Totschlag begangen hat. Und zu diesen hinzu sollt ihr [noch] 42 Städte geben. Nume35/7Nume Alle
die Städte, die ihr den Leviten geben sollt, sie und ihre Weideflächen, [sollen] 48 Städte [sein]. Nume35/8Nume Und was die Städte betrifft, die ihr von dem Eigentum der Söhne Israel hergeben
sollt: von dem [Stamm], der viel hat, sollt ihr viel nehmen, und von dem, der wenig hat, sollt ihr wenig nehmen; jeder [Stamm] soll entsprechend dem Erbteil, das er erben wird, [einige] von
seinen Städten den Leviten geben.
V. 9-29: 5Mo 19,1-13; Jos 20,1-9.
Nume35/9Nume Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nume35/10Nume Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan zieht, Nume35/11Nume sollt ihr euch
Städte bestimmen: Zufluchtstädte sollen sie für euch sein, dass dorthin ein Totschläger fliehe, der einen Menschen aus Versehen erschlagen hat. Nume35/12Nume Und die Städte sollen euch als
Zuflucht vor dem Rächer dienen, damit der Totschläger nicht sterbe, bis er angesichts der Gemeinde vor Gericht gestanden hat. Nume35/13Nume Und die Städte, die ihr hergeben sollt, sollen sechs
Zufluchtstädte für euch sein. Nume35/14Nume Drei Städte sollt ihr diesseits des Jordan geben, und drei Städte sollt ihr im Land Kanaan geben; Zufluchtstädte sollen sie sein. Nume35/15Nume Für die
Söhne Israel und den Fremden und den Beisassen in ihrer Mitte sollen diese sechs Städte als Zuflucht dienen, damit dorthin jeder fliehen kann, der einen Menschen aus Versehen erschlagen
hat.
Nume35/16Nume Wenn er ihn aber mit einem eisernen Gerät geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Mörder; der Mörder soll unbedingt getötet werden. Nume35/17Nume Und wenn er ihn
mit einem Stein [in] der Hand, durch den man sterben kann, geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Mörder; der Mörder soll unbedingt getötet werden. Nume35/18Nume Oder wenn er
ihn mit einem hölzernen Gerät [in] der Hand, durch das man sterben kann, geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Mörder; der Mörder soll unbedingt getötet werden. Nume35/19Nume
Der Bluträcher, der soll den Mörder töten; wenn er ihn trifft, soll er ihn töten. Nume35/20Nume Und wenn er ihn aus Haß gestoßen oder in böser Absicht [etwas] gegen ihn geworfen hat, so dass er
gestorben ist, Nume35/21Nume oder ihn aus Feindschaft mit seiner Hand geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann soll der Schläger unbedingt getötet werden; er ist ein Mörder; der Bluträcher
soll den Mörder töten, wenn er ihn trifft.
Nume35/22Nume Wenn er ihn aber unversehens, nicht aus Feindschaft gestoßen oder ohne böse Absicht irgendein Gerät auf ihn geworfen hat Nume35/23Nume oder, ohne es zu sehen, irgendeinen Stein,
durch den man sterben kann, auf ihn hat fallen lassen, so dass er gestorben ist - er war ihm aber nicht feind und suchte seinen Schaden nicht -, Nume35/24Nume dann soll die Gemeinde zwischen dem
Schläger und dem Bluträcher nach diesen Rechtsbestimmungen richten: Nume35/25Nume und die Gemeinde soll den Totschläger aus der Hand des Bluträchers retten, und die Gemeinde soll ihn in seine
Zufluchtstadt zurückbringen, in die er geflohen ist; und er soll in ihr bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters, den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat. Nume35/26Nume Wenn aber der Totschläger
über die Grenze seiner Zufluchtstadt, in die er geflohen ist, jemals hinausgeht, Nume35/27Nume und der Bluträcher findet ihn außerhalb der Grenze seiner Zufluchtstadt, und der Bluträcher tötet
den Totschläger, dann hat er keine Blutschuld. Nume35/28Nume Denn der [Totschläger] soll in seiner Zufluchtstadt bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters; und nach dem Tod des Hohenpriesters darf
der Totschläger in das Land seines Eigentums zurückkehren. Nume35/29Nume Und das soll euch zu einer Rechtsordnung sein bei euren Generationen in allen euren Wohnsitzen.
Nume35/30Nume Für jeden, der einen Menschen erschlägt, [gilt]: auf die Aussage von Zeugen soll man den Mörder töten; aber ein einzelner Zeuge kann nicht gegen einen Menschen aussagen, dass er
sterben muß. Nume35/31Nume Und ihr sollt kein Sühnegeld annehmen für das Leben eines Mörders, der schuldig ist zu sterben, sondern er soll unbedingt getötet werden. Nume35/32Nume Auch sollt ihr
kein Sühnegeld annehmen für den in seine Zufluchtstadt Geflohenen, so dass er vor dem Tod des Priesters zurückkehren könnte, um im Land zu wohnen. Nume35/33Nume Und ihr sollt das Land nicht
entweihen, in dem ihr seid; denn das Blut, das entweiht das Land; und dem Land kann für das Blut, das in ihm vergossen worden ist, keine Sühnung erwirkt werden außer durch das Blut dessen, der es
vergossen hat. Nume35/34Nume Und du sollst das Land nicht unrein machen, in dem ihr wohnt, in dessen Mitte ich wohne; denn ich, der HERR, wohne inmitten der Söhne Israel.
Gesetz für Erbtöchter.
\36\
Nume36/1Nume Und es traten herzu die Familienoberhäupter von der Sippe der Söhne des Gilead, des Sohnes des Machir, des Sohnes des Manasse, aus den Sippen der Söhne Josephs; und sie redeten vor
Mose und vor den Fürsten, den Häuptern der Väter der Söhne Israel, Nume36/2Nume und sagten: Der HERR hat meinem Herrn befohlen, den Söhnen Israel das Land durchs Los als Erbteil zu geben; und
meinem Herrn ist von dem HERRN befohlen worden, das Erbteil Zelofhads, unseres Bruders, seinen Töchtern zu geben. Nume36/3Nume Werden sie nun einem von den Söhnen der [anderen] Stämme der Söhne
Israel als Frauen [zuteil], dann wird ihr Erbteil dem Erbteil unserer Väter entzogen und zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, dem sie [dann] angehören werden; und dem Los unseres
Erbteils wird es entzogen werden. Nume36/4Nume Und [auch] wenn das Jobel[jahr] der Söhne Israel kommt, wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, dem sie [dann] angehören
werden; und ihr Erbteil wird dem Erbteil des Stammes unserer Väter entzogen werden.
Nume36/5Nume Da befahl Mose den Söhnen Israel nach der Anweisung des HERRN und sagte: Der Stamm der Söhne Joseph redet recht. Nume36/6Nume Dies ist das Wort, das der HERR betreffs der Töchter
Zelofhads geboten hat, indem er sprach: Sie mögen dem, der in ihren Augen gut ist, als Frauen zuteil werden; nur sollen sie [einem aus] der Sippe des Stammes ihres Vaters als Frauen zuteil
werden, Nume36/7Nume damit nicht ein Erbteil der Söhne Israel von Stamm zu Stamm übergehe; denn die Söhne Israel sollen jeder am Erbteil des Stammes seiner Väter festhalten. Nume36/8Nume Und jede
Tochter, die ein Erbteil aus den Stämmen der Söhne Israel besitzt, soll einem aus der Sippe des Stammes ihres Vaters als Frau zuteil werden, damit die Söhne Israel [ihr Erbteil], jeder das
Erbteil seiner Väter, besitzen Nume36/9Nume und nicht ein Erbteil von einem Stamm auf einen anderen Stamm übergehe. Denn die Stämme der Söhne Israel sollen jeder an seinem Erbteil
festhalten.
Nume36/10Nume So wie der HERR dem Mose geboten hatte, so machten es die Töchter Zelofhads. Nume36/11Nume Und Machla, Tirza und Hogla und Milka und Noa, die Töchter Zelofhads, wurden den Söhnen
ihrer Onkel als Frauen zuteil. Nume36/12Nume [Männern] aus den Sippen der Söhne Manasse, des Sohnes des Joseph, wurden sie als Frauen zuteil. Und so verblieb ihr Erbteil bei dem Stamm der Sippen
ihres Vaters.
Nume36/13Nume Das sind die Gebote und die Rechtsbestimmungen, die der HERR in den Ebenen von Moab am Jordan von Jericho den Söhnen Israel durch Mose geboten hat.
1.5 Fünftes Buch Mose (Deuteronomium).
Weg Israels vom Sinai bis Kadesch.
\1\
$1/1Deu Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel geredet hat jenseits des Jordan, in der Wüste, in der Ebene, Suf gegenüber, zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab. Deu1/2Deu
Elf Tage sind es vom Horeb, auf dem Weg zum Gebirge Seir, bis Kadesch-Barnea.
Deu1/3Deu Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Söhnen Israel nach allem, was ihm der HERR für sie geboten hatte, Deu1/4Deu nachdem er
Sihon, den König der Amoriter, der in Heschbon wohnte, geschlagen hatte und Og, den König von Basan, der in Aschtarot [und] in Edrei wohnte. Deu1/5Deu Jenseits des Jordan, im Land Moab, fing Mose
an, dieses Gesetz auszulegen, indem er sprach: Deu1/6Deu Der HERR, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sprach: Lange genug seid ihr an diesem Berg geblieben. Deu1/7Deu Wendet euch, brecht auf
und zieht zum Gebirge der Amoriter und zu allen ihren Nachbarn in der Ebene, auf dem Gebirge, in der Niederung und im Süden und an der Küste des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum
Libanon, bis an den großen Strom, den Euphratstrom! Deu1/8Deu Siehe, ich habe das Land vor euch dahingegeben. Geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der HERR euren Vätern, Abraham,
Isaak und Jakob geschworen hat, [es] ihnen und ihren Nachkommen nach ihnen zu geben! Deu1/9Deu Und in jener Zeit sprach ich zu euch: Ich allein kann euch nicht tragen. Deu1/10Deu Der HERR, euer
Gott, hat euch zahlreich werden lassen, und siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels an Menge. Deu1/11Deu Der HERR, der Gott eurer Väter, füge zu euch [noch] tausendmal [so viel], wie ihr
seid, hinzu und segne euch, wie er zu euch geredet hat! Deu1/12Deu Wie könnte ich allein eure Bürde und eure Last und euren Rechtsstreit tragen? Deu1/13Deu Bringt weise und verständige und
anerkannte Männer für eure Stämme, dass ich sie als Oberhäupter über euch einsetze! Deu1/14Deu Und ihr antwortetet mir und sagtet: Gut ist die Sache, die zu tun du angekündigt hast. Deu1/15Deu
Und ich nahm die Oberhäupter eurer Stämme, weise und anerkannte Männer, und setzte sie als Oberhäupter über euch ein, als Oberste über Tausend und Oberste über Hundert und Oberste über Fünfzig
und Oberste über Zehn und als Verwalter für eure Stämme. Deu1/16Deu Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit: Hört [die Streitsachen] zwischen euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem
Mann und seinem Bruder und dem Fremden bei ihm! Deu1/17Deu Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen; den Kleinen wie den Großen sollt ihr hören. Ihr sollt euch vor niemandem fürchten, denn
das Gericht ist Gottes Sache. Die Sache aber, die zu schwer für euch ist, bringt vor mich, dass ich sie höre! Deu1/18Deu So gebot ich euch in jener Zeit all die Dinge, die ihr tun
solltet.
V. 19-46: 4Mo 13; 14.
Deu1/19Deu Und wir brachen auf vom Horeb und zogen durch diese ganze große und schreckliche Wüste, die ihr gesehen habt auf dem Weg zum Gebirge der Amoriter, wie der HERR, unser Gott es uns
geboten hatte; und wir kamen bis Kadesch-Barnea. Deu1/20Deu Und ich sagte zu euch: Ihr seid bis zu dem Gebirge der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns gibt. Deu1/21Deu Siehe, der
HERR, dein Gott, hat das Land vor dir dahingegeben. Zieh hinauf, nimm in Besitz, wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat! Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!
Deu1/22Deu Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: Laßt uns Männer vor uns hersenden, dass sie das Land für uns erkunden und uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über
die Städte, zu denen wir kommen sollen! Deu1/23Deu Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm zwölf Männer von euch, je einen Mann für den Stamm. Deu1/24Deu Und sie wandten sich und
zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und kundschafteten es aus. Deu1/25Deu Und sie nahmen von den Früchten des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab. Und sie
erstatteten uns Bericht und sagten: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gibt. Deu1/26Deu Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN, eures
Gottes. Deu1/27Deu Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet: Weil der HERR uns haßt, hat er uns aus dem Land Ägypten herausgeführt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, damit sie uns
vernichten. Deu1/28Deu Wohin ziehen wir? Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, größer und höhergewachsen als wir, Städte, groß und bis an den Himmel
befestigt, und sogar Enakitersöhne haben wir dort gesehen! Deu1/29Deu Da sagte ich zu euch: Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen! Deu1/30Deu Der HERR, euer Gott, der vor euch
herzieht, er wird für euch kämpfen nach allem, was er in Ägypten vor euren Augen für euch getan hat, Deu1/31Deu und in der Wüste, wo du gesehen hast, dass der HERR, dein Gott, dich getragen hat,
wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort kamt. Deu1/32Deu Aber trotzdem hatte niemand von euch Vertrauen in den HERRN, euren Gott,
Deu1/33Deu der auf dem Weg vor euch herzog, um euch einen Ort auszusuchen, damit ihr euch lagern konntet: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Weg sehen konntet, auf dem ihr zoget, und bei Tag
in der Wolke. Deu1/34Deu Der HERR aber hatte den Lärm eurer Reden gehört. Da wurde er zornig und schwor: Deu1/35Deu Wenn irgend jemand unter diesen Männern, [von] dieser bösen Generation, das
gute Land sehen wird, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe! Deu1/36Deu Nur Kaleb, der Sohn des Jefunne, er soll es sehen, und ihm und seinen Söhnen werde ich das Land geben, das er
betreten hat, dafür, dass er ganz und gar hinter dem HERRN [stand]. - Deu1/37Deu Auch gegen mich wurde der HERR zornig euretwegen und sprach: Auch du sollst nicht dort hineinkommen! Deu1/38Deu
Josua, der Sohn des Nun, der vor dir steht, er soll dorthin kommen! Ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen! - Deu1/39Deu Und eure [kleinen] Kinder, von denen ihr sagtet: `Sie
werden zur Beute werden!', und eure Söhne, die heute weder Gutes noch Böses kennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen. Deu1/40Deu Ihr
aber, wendet euch und brecht auf zur Wüste, auf dem Weg zum Schilfmeer!
Deu1/41Deu Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: Wir haben gegen den HERRN gesündigt! Wir wollen hinaufziehen und kämpfen nach allem, was der HERR, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr gürtetet
ein jeder seine Waffen um und hieltet es für ein Leichtes, ins Gebirge hinaufzuziehen. Deu1/42Deu Da sprach der HERR zu mir: Sprich zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht, denn ich bin
nicht in eurer Mitte; damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet! Deu1/43Deu So redete ich zu euch, aber ihr hörtet nicht. Und ihr wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN und
handeltet vermessen und zogt in das Gebirge hinauf. Deu1/44Deu Da zogen die Amoriter aus, die auf jenem Gebirge wohnten, euch entgegen und jagten euch nach, wie es die Bienen tun, und
zersprengten euch in Seir bis nach Horma. Deu1/45Deu Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem HERRN. Aber der HERR hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. - Deu1/46Deu
Und ihr bliebet in Kadesch viele Tage, eben die Zeit, die ihr [dort] bliebet.
Weg Israels durch die Wüste - Sieg über Sihon.
\2\
Deu2/1Deu Und wir wandten uns und brachen auf zur Wüste, auf dem Weg zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir geredet hatte. Und wir umzogen das Gebirge Seir viele Tage [lang]. Deu2/2Deu Und der HERR
redete zu mir und sprach: Deu2/3Deu Lange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden! Deu2/4Deu Und gebiete dem Volk und sage: Ihr werdet nun das Gebiet eurer Brüder, der
Söhne Esau, durchziehen, die in Seir wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten. Aber hütet euch wohl! Deu2/5Deu Laßt euch nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Land
auch nicht die Breite einer Fußsohle geben! Denn das Gebirge Seir habe ich dem Esau zum Besitz gegeben. Deu2/6Deu Nahrung sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und auch
Wasser sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt. Deu2/7Deu Denn der HERR, dein Gott, hat dich in allem Tun deiner Hand gesegnet. Er gab acht auf deine Wanderung durch diese
große Wüste: diese vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir an nichts gemangelt.
Deu2/8Deu Und wir zogen von unseren Brüdern, den Söhnen Esau, die in Seir wohnen, weiter [weg] von der Arabastraße, von Elat und von Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem Weg zur Wüste
Moabs. Deu2/9Deu Da sprach der HERR zu mir: Befehde Moab nicht und laß dich nicht in einen Krieg mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Land keinen Besitz geben! Denn Ar habe ich den Söhnen
Lot zum Besitz gegeben. - Deu2/10Deu Früher wohnten die Emiter darin, ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter. Deu2/11Deu Auch sie werden für Riesen gehalten wie die
Enakiter; die Moabiter aber nennen sie Emiter. Deu2/12Deu Und in Seir wohnten früher die Horiter. Aber die Söhne Esau verdrängten sie und vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer
Stelle, so wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der HERR ihnen gegeben hat. - Deu2/13Deu Nun macht euch auf und zieht über den Bach Sered! Und wir zogen über den Bach
Sered.
Deu2/14Deu Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten, bis wir über den Bach Sered zogen, [betrugen] 38 Jahre, bis die Generation der kriegstüchtigen Männer aus dem Lager vollständig
[aufgerieben war], so wie der HERR ihnen geschworen hatte. Deu2/15Deu Und zwar war die Hand des HERRN gegen sie, um sie aus dem Lager vollständig auszutilgen.
Deu2/16Deu Und es geschah, als die kriegstüchtigen Männer aus der Mitte des Volkes vollständig weggestorben waren, Deu2/17Deu da redete der HERR zu mir und sprach: Deu2/18Deu Du wirst heute das
Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen Deu2/19Deu und dich den Söhnen Ammon nähern, [bis du ihrer Grenze] gegenüber[stehst]. Du sollst sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen
einlassen, denn ich werde dir von dem Land der Söhne Ammon keinen Besitz geben! Denn ich habe es den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. - Deu2/20Deu Auch dieses wird für ein Land der Riesen gehalten.
Riesen wohnten früher darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter: Deu2/21Deu ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die Enakiter. Und der HERR vernichtete sie vor ihnen,
und sie verdrängten sie und wohnten an ihrer Stelle, Deu2/22Deu so wie er [es] für die Söhne Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor denen er die Horiter vernichtete, so dass sie sie verdrängten
und an ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag. Deu2/23Deu Und [was] die Awiter [betrifft], die in Dörfern bis Gaza hin wohnten: die Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben sie
vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. - Deu2/24Deu Macht euch auf, brecht auf und zieht über den Fluß Arnon! Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den König von Heschbon, und sein Land in deine
Hand gegeben. Fang an, nimm [es] in Besitz und laß dich in einen Krieg mit ihm ein! Deu2/25Deu An diesem Tag will ich anfangen, Schrecken und Furcht vor dir auf die Völker unter dem ganzen Himmel
zu legen: Wenn sie die Nachricht von dir hören, werden sie vor dir zittern und beben.
Deu2/26Deu Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an Sihon, den König von Heschbon, mit Worten des Friedens und ließ [ihm] sagen: Deu2/27Deu Ich möchte durch dein Land ziehen auf der Straße!
[Nur] auf der Straße will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen. Deu2/28Deu Nahrung sollst du mir für Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir für Geld
geben, dass ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen Füßen - Deu2/29Deu wie mir die Söhne Esau getan haben, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen -, bis ich über den
Jordan hinüberziehe in das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt. Deu2/30Deu Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der HERR, dein Gott, hatte
seinen Geist verhärtet und sein Herz verstockt, damit er ihn in deine Hand gäbe, so wie es heute ist. Deu2/31Deu Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir
dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit dir sein Land gehört!
V. 32-37: Kap. 3,1-10; Jos 12,1-6.
Deu2/32Deu Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahza, er und all sein Volk. Deu2/33Deu Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und all
sein Volk. Deu2/34Deu In jener Zeit nahmen wir alle seine Städte ein, und wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt, an Männern, Frauen und Kindern; wir ließen keinen übrig, der entkam.
Deu2/35Deu Nur das Vieh erbeuteten wir für uns und die Beute der Städte, die wir einnahmen. Deu2/36Deu Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der Stadt, die im Flußtal [liegt],
bis Gilead gab es keine Stadt, die uns zu stark gewesen wäre: alles gab der HERR, unser Gott, vor uns dahin. Deu2/37Deu Nur dem Land der Söhne Ammon, dem ganzen Gebiet am Fluß Jabbok, hast du
dich nicht genähert, noch den Städten des Gebirges, nach allem, was der HERR, unser Gott, geboten hatte.
Sieg über Og von Basan.
V. 1-10: Kap. 2,32-37; V. 1-17: Jos 12,1-6.
\3\
Deu3/1Deu Und wir wandten uns und zogen den Weg nach Basan hinauf. Und Og, der König von Basan, zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Edrei, er und all sein Volk. Deu3/2Deu Und der HERR sprach zu
mir: Fürchte ihn nicht, denn in deine Hand habe ich ihn und all sein Volk und sein Land gegeben! Und tu [mit] ihm, wie du [mit] Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der in Heschbon wohnte!
Deu3/3Deu Und der HERR, unser Gott, gab auch Og, den König von Basan, und all sein Volk in unsere Hand. Und wir schlugen ihn, bis ihm keiner übrigblieb, der entkam. Deu3/4Deu Und alle seine
Städte nahmen wir in jener Zeit ein. Es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte, den ganzen Landstrich Argob, das Königreich des Og in Basan; Deu3/5Deu alle diese Städte waren
befestigt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; abgesehen von den sehr vielen offenen Landstädten. Deu3/6Deu Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, wie wir es bei Sihon, dem König von Heschbon,
getan hatten. Wir vollstreckten an ihrer ganzen Bevölkerung den Bann: an Männern, Frauen und Kindern. Deu3/7Deu Aber alles Vieh und die Beute der Städte erbeuteten wir für uns.
V. 8-17: 4Mo 32,33-42; Jos 13,8-33.
Deu3/8Deu So nahmen wir in jener Zeit aus der Hand der beiden Könige der Amoriter das Land, das jenseits des Jordan ist, vom Fluß Arnon bis an den Berg Hermon Deu3/9Deu - die Sidonier nennen den
Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir -: Deu3/10Deu alle Städte der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis nach Salcha und Edrei, den Städten im Königreich des Og in Basan.
Deu3/11Deu Denn nur Og, der König von Basan, war von dem Rest der Riesen [noch] übriggeblieben. Siehe, sein Bett, ein Bett aus Eisen, ist es nicht in Rabba, [der Hauptstadt] der Söhne Ammon?
Seine Länge [beträgt] neun Ellen und seine Breite vier Ellen, nach der Elle eines Mannes.
Verteilung des Ostjordanlandes.
Deu3/12Deu Dieses Land nahmen wir zu jener Zeit in Besitz. [Das Land] von Aroer an, das am Fluß Arnon [liegt], und die Hälfte des Gebirges Gilead und seine Städte gab ich den Rubenitern und den
Gaditern. Deu3/13Deu Und den Rest von Gilead und das ganze Basan, das Königreich des Og, gab ich dem halben Stamm Manasse, den ganzen Landstrich Argob. Dieses ganze Basan wird das Land der Riesen
genannt. Deu3/14Deu Jair, der Sohn Manasses, nahm den ganzen Landstrich Argob bis zur Grenze der Geschuriter und der Maachatiter und nannte sie, [die Ortschaften von] Basan, nach seinem Namen:
Zeltdörfer Jairs; [so heißen sie] bis auf diesen Tag. Deu3/15Deu Und dem Machir gab ich Gilead. Deu3/16Deu Und den Rubenitern und den Gaditern gab ich [das Land] von Gilead bis zum Fluß Arnon,
und zwar bis zur Mitte des Flußtales als Grenze und bis zum Fluß Jabbok, der Grenze der Söhne Ammon, Deu3/17Deu und die Ebene mit dem Jordan als Grenze, von Kinneret bis zum Meer der Ebene, dem
Salzmeer, unterhalb der Abhänge des Pisga nach Osten zu.
Deu3/18Deu Und ich gebot euch zu jener Zeit und sagte: Der HERR, euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es in Besitz zu nehmen. Gerüstet sollt ihr vor euren Brüdern, den Söhnen Israel,
hinüberziehen, alle Kriegstüchtigen. Deu3/19Deu Nur eure Frauen und eure Kinder und euer Vieh - ich weiß, dass ihr viel Vieh habt - sollen in euren Städten bleiben, die ich euch gegeben habe,
Deu3/20Deu bis der HERR euren Brüdern Ruhe verschafft wie euch und auch sie das Land in Besitz nehmen, das der HERR, euer Gott, ihnen jenseits des Jordan gibt. Dann sollt ihr zurückkehren, jeder
zu seinem Besitz, den ich euch gegeben habe. Deu3/21Deu Und dem Josua gebot ich zu jener Zeit und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was der HERR, euer Gott, diesen beiden Königen getan
hat. So wird der HERR allen Königreichen tun, zu denen du hinüberziehst. Deu3/22Deu Fürchtet sie nicht! Denn der HERR, euer Gott, er ist es, der für euch kämpft.
Mose soll nicht nach Kanaan kommen.
Deu3/23Deu Und ich flehte zu jener Zeit zum HERRN um Erbarmen: Deu3/24Deu Herr, HERR, du hast begonnen, deinen Knecht deine Größe und deine starke Hand sehen zu lassen. Denn wo im Himmel und auf
Erden ist ein Gott, der [so etwas] wie deine Werke und wie deine Machttaten tun könnte? Deu3/25Deu Ich möchte doch [auch] hinüberziehen und das gute Land sehen, das jenseits des Jordan [liegt],
dieses gute Bergland und den Libanon. Deu3/26Deu Aber der HERR war euretwegen über mich erzürnt und hörte nicht auf mich. Und der HERR sprach zu mir: Laß es genug sein! Rede mir nicht mehr weiter
von dieser Sache! Deu3/27Deu Steige auf den Gipfel des Pisga und erhebe deine Augen nach Westen und nach Norden, nach Süden und nach Osten und sieh mit deinen Augen! Denn du wirst nicht über
diesen Jordan gehen. Deu3/28Deu Und beauftrage Josua, stärke ihn und festige ihn! Denn er soll vor diesem Volk hinüberziehen, und er soll ihnen das Land, das du sehen wirst, als Erbe austeilen. -
Deu3/29Deu Und wir blieben im Tal, Bet-Peor gegenüber.
Aufforderung zum Gehorsam - Warnung vor Götzendienst.
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Deu4/1Deu Und nun, Israel, höre auf die Ordnungen und auf die Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR, der Gott
eurer Väter, euch gibt! Deu4/2Deu Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet, die ich
euch gebiete! Deu4/3Deu Eure Augen haben gesehen, was der HERR wegen des Baal-Peor getan hat. Denn jeden, der dem Baal-Peor nachgelaufen ist, den hat der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte
vernichtet. Deu4/4Deu Ihr aber, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, ihr seid heute alle am Leben. Deu4/5Deu Siehe, ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie der HERR,
mein Gott, mir geboten hat, damit ihr danach handelt mitten in dem Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen. Deu4/6Deu So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit und eure
Einsicht in den Augen der Völker, die all diese Ordnungen hören. Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises und verständiges Volk ist diese große Nation! Deu4/7Deu Denn wo gibt es eine große
Nation, die Götter hätte, die ihr [so] nahe wären wie der HERR, unser Gott, in allem, [worin] wir zu ihm rufen? Deu4/8Deu Und wo gibt es eine große Nation, die [so] gerechte Ordnungen und
Rechtsbestimmungen hätte wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? Deu4/9Deu Nur hüte dich und hüte deine Seele sehr, dass du die Dinge nicht vergißt, die deine Augen gesehen haben,
und dass sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage deines Lebens! Und tue sie deinen Kindern und deinen Kindeskindern kund: Deu4/10Deu An dem Tag, an dem du vor dem HERRN, deinem Gott, am
Horeb standest, als der HERR zu mir sprach: `Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hören lasse, die sie lernen sollen, um mich zu fürchten all die Tage, solange sie auf dem Erdboden
leben und die sie ihre Kinder lehren sollen!', Deu4/11Deu da tratet ihr hinzu und standet unten am Berg. Der Berg aber brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels, [und da war] Finsternis, Gewölk
und Dunkel. Deu4/12Deu Und der HERR redete zu euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme der Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme [war zu hören]. Deu4/13Deu Und er
verkündigte euch seinen Bund, den zu halten er euch gebot: die zehn Worte. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. Deu4/14Deu Und mir gebot der HERR zu jener Zeit, euch Ordnungen und
Rechtsbestimmungen zu lehren, damit ihr sie hieltet in dem Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen.
Deu4/15Deu So hütet eure Seelen sehr - denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tag, als der HERR am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch redete -, Deu4/16Deu dass ihr nicht zu [eurem]
Verderben handelt und euch ein Götterbild macht in Gestalt irgendeines Götzenbildes, das Abbild eines männlichen oder eines weiblichen [Wesens], Deu4/17Deu das Abbild irgendeines Tieres, das [es]
auf der Erde [gibt], das Abbild irgendeines geflügelten Vogels, der am Himmel fliegt, Deu4/18Deu das Abbild von irgend etwas, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgendeines Fisches, der im
Wasser unter der Erde ist, Deu4/19Deu und dass du deine Augen nicht zum Himmel erhebst und, wenn du die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels siehst, dich verleiten läßt
und dich vor ihnen niederwirfst und ihnen dienst, die doch der HERR, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat! Deu4/20Deu Euch aber hat der HERR genommen und euch
herausgeführt aus dem eisernen Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr das Volk seines Erbteils wäret, so wie [es] heute [ist].
Deu4/21Deu Und der HERR war euretwegen über mich erzürnt, und er schwor, dass ich nicht über den Jordan gehen und nicht in das gute Land kommen sollte, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil
gibt. Deu4/22Deu Denn ich sterbe in diesem Land, ich gehe nicht über den Jordan. Ihr aber werdet hinüberziehen und dieses gute Land in Besitz nehmen. Deu4/23Deu Hütet euch, dass ihr ja nicht den
Bund des HERRN, eures Gottes, vergeßt, den er mit euch geschlossen hat, und euch ein Götterbild macht in der Gestalt von irgend etwas, das der HERR, dein Gott, dir verboten hat. Deu4/24Deu Denn
der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott!
Deu4/25Deu Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst und ihr im Lande alteingesessen seid und ihr zu [eurem] Verderben handelt und euch ein Götterbild macht in der Gestalt irgendeines [Lebewesens]
und tut, was böse ist in den Augen des HERRN, deines Gottes, ihn zu reizen, Deu4/26Deu so rufe ich heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf, dass ihr mit Sicherheit schnell
weggerafft werdet aus dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr werdet eure Tage darin nicht verlängern, sondern völlig vernichtet werden. Deu4/27Deu Und der HERR
wird euch unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet übrigbleiben, ein geringes Häuflein unter den Nationen, wohin der HERR euch führen wird. Deu4/28Deu Dort werdet ihr Göttern dienen, dem Werk
von Menschenhänden, aus Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hören, nicht essen und nicht riechen können.
Deu4/29Deu Dann werdet ihr von dort aus den HERRN, deinen Gott, suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst. Deu4/30Deu
Wenn du in Not bist und wenn alle diese Dinge dich getroffen haben am Ende der Tage, wirst du zum HERRN, deinem Gott, umkehren und auf seine Stimme hören. Deu4/31Deu Denn ein barmherziger Gott
ist der HERR, dein Gott. Er wird dich nicht aufgeben und dich nicht vernichten und wird den Bund deiner Väter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat. Deu4/32Deu Denn frage doch nach den
früheren Tagen, die vor dir gewesen sind, von dem Tag an, als Gott den Menschen auf der Erde geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des Himmels, ob [je] eine solch
große Sache geschehen oder ob dergleichen gehört worden sei. Deu4/33Deu Hat [je] ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden hören, wie du sie gehört hast, und ist am Leben geblieben? -
Deu4/34Deu Oder hat [je] ein Gott versucht hinzugehen, um sich eine Nation mitten aus einer [anderen] Nation zu holen durch Prüfungen, durch Zeichen und durch Wunder und durch Krieg und mit
starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und durch große Schreckenstaten nach allem, was der HERR, euer Gott, in Ägypten vor deinen Augen für euch getan hat? Deu4/35Deu Du hast es zu sehen
bekommen, damit du erkennst, dass der HERR der [alleinige] Gott ist. Außer ihm gibt es sonst keinen. Deu4/36Deu Vom Himmel her hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen. Und
auf der Erde hat er dich sein großes Feuer sehen lassen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört. Deu4/37Deu Und weil er deine Väter geliebt und ihre Nachkommen nach ihnen erwählt
hat, hat er dich mit seinem Angesicht, mit seiner großen Kraft aus Ägypten herausgeführt, Deu4/38Deu um Nationen vor dir zu vertreiben, größer und stärker als du, um dich herzubringen [und] dir
ihr Land als Erbteil zu geben, so wie [es] heute [ist].
Deu4/39Deu So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, dass der HERR der [alleinige] Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst! Deu4/40Deu Und halte seine Ordnungen und seine
Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht und damit du deine Tage verlängerst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir für immer gibt.
Zufluchtsstädte im Ostjordanland.
Deu4/41Deu Damals sonderte Mose drei Städte aus jenseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang, Deu4/420Deu damit ein Totschläger dahin fliehen kann, der seinen Nächsten unabsichtlich erschlagen hat
und ihn nicht schon vorher haßte - dass er in eine von diesen Städten fliehen und am Leben bleiben kann: Deu4/43Deu Bezer in der Wüste, im Land der Ebene, für die Rubeniter und Ramot in Gilead
für die Gaditer und Golan in Basan für die Manassiter.
Einleitung zum Gesetz.
V. 46-49: Jos 12,1-6.
Deu4/44Deu Und dies ist das Gesetz, das Mose den Söhnen Israel vorlegte. Deu4/45Deu Dies sind die Zeugnisse, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die Mose zu den Söhnen Israel redete, als
sie aus Ägypten zogen, Deu4/46Deu jenseits des Jordan im Tal, Bet-Peor gegenüber, im Land des Sihon, des Königs der Amoriter, der in Heschbon wohnte, den Mose und die Söhne Israel geschlagen
haben, als sie aus Ägypten zogen. Deu4/47Deu Und sie nahmen sein Land in Besitz und das Land des Og, des Königs von Basan, [das Land] der beiden Könige der Amoriter, die jenseits des Jordan
[wohnten, gegen] Sonnenaufgang, Deu4/48Deu von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], bis an den Berg Sion, das ist der Hermon, Deu4/49Deu und die ganze Ebene jenseits des Jordan, nach
Osten zu und bis an das Meer der Ebene unterhalb der Abhänge des Pisga.
Die zehn Gebote.
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Deu5/1Deu Und Mose rief ganz Israel herbei und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die ich heute vor euren Ohren rede! Lernt sie und achtet darauf, sie zu
tun!
Deu5/2Deu Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen. Deu5/3Deu Nicht mit unsern Vätern hat der HERR diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am
Leben sind. Deu5/4Deu Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet - Deu5/5Deu ich stand zwischen dem HERRN und euch zu jener Zeit, um euch das Wort
des HERRN zu verkünden; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und stieget nicht auf den Berg -, indem er sprach:
V. 6-21: 2Mo 20,1-17.
Deu5/6Deu Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe. Deu5/7Deu Du sollst keine anderen Götter haben neben mir . - Deu5/8Deu Du sollst
dir kein Götterbild machen, irgendein Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Deu5/9Deu Du sollst dich vor ihnen nicht
niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und an der dritten und vierten [Generation] von
denen, die mich hassen, Deu5/10Deu der aber Gnade erweist auf Tausende hin denen, die mich lieben und meine Gebote halten. - Deu5/11Deu Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu
Nichtigem aussprechen. Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. - Deu5/12Deu Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der HERR, dein
Gott, es dir geboten hat! Deu5/13Deu Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; Deu5/14Deu aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei
Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt], damit
dein Sklave und deine Sklavin ruhen wie du. Deu5/15Deu Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von
dort herausgeführt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern. - Deu5/16Deu Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie der HERR, dein Gott, [es] dir geboten hat, damit
deine Tage lange währen und damit es dir gutgeht in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! - Deu5/17Deu Du sollst nicht töten. - Deu5/18Deu Und du sollst nicht ehebrechen. - Deu5/19Deu Und
du sollst nicht stehlen. - Deu5/20Deu Und du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten ablegen . - Deu5/21Deu Und du sollst die Frau deines Nächsten nicht begehren. Und du sollst dich
nicht gelüsten lassen nach dem Haus deines Nächsten [noch] nach seinem Feld, noch nach seinem Knecht, noch nach seiner Magd, [noch] nach seinem Rind, noch nach seinem Esel, noch nach allem, was
dein Nächster hat.
Deu5/22Deu Diese Worte redete der HERR auf dem Berg zu eurer ganzen Versammlung mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und dem Dunkel mit gewaltiger Stimme und fügte nichts hinzu. Und er schrieb sie
auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
Deu5/23Deu Mose als Mittler zwischen Gott und Israel
Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet, während der Berg im Feuer brannte, da tratet ihr zu mir heran, alle Oberhäupter eurer Stämme und eure Ältesten, Deu5/24Deu und
sagtet: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. An diesem Tag haben wir gesehen, dass Gott
mit dem Menschen reden kann und der am Leben bleibt. Deu5/25Deu Und nun, wozu sollen wir sterben? Denn dieses große Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme des HERRN, unseres Gottes, noch
weiter hören, dann werden wir sterben. Deu5/26Deu Denn wer ist unter allen Sterblichen, der die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer hätte reden hören wie wir und wäre am Leben
geblieben? Deu5/27Deu Tritt du hinzu und höre alles, was der HERR, unser Gott, sagen wird. Und du, du sollst alles zu uns reden, was der HERR, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen es
hören und tun. Deu5/28Deu Und der HERR hörte die Stimme eurer Worte, als ihr zu mir redetet. Da sprach der HERR zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehört, die sie zu dir geredet
haben. Sie haben recht geredet mit allem, was sie gesagt haben. Deu5/29Deu Möge doch diese ihre Gesinnung bleiben, mich allezeit zu fürchten und alle meine Gebote zu halten, damit es ihnen und
ihren Kindern ewig gutgeht! Deu5/30Deu Geh, sage zu ihnen: Kehrt in eure Zelte zurück! Deu5/31Deu Du aber bleibe hier bei mir stehen! Und ich will all die Gebote und die Ordnungen und die
Rechtsbestimmungen zu dir reden, die du sie lehren sollst, damit sie sie tun in dem Land, das ich ihnen gebe, es in Besitz zu nehmen. - Deu5/32Deu Achtet nun darauf, zu tun, wie der HERR, euer
Gott, [es] euch geboten hat! Weicht nicht [davon] ab zur Rechten noch zur Linken! Deu5/33Deu Auf dem ganzen Weg, den der HERR, euer Gott, euch geboten hat, sollt ihr gehen, damit ihr lebt und es
euch gutgeht und ihr eure Tage verlängert in dem Land, das ihr in Besitz nehmen werdet.
Aufforderung zur Verehrung des einen Gottes.
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Deu6/1Deu Und dies ist das Gebot, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die der HERR, euer Gott, geboten hat, euch zu ehren, damit ihr sie tut in dem Land, in das ihr hinüberzieht, um es in
Besitz zu nehmen, Deu6/2Deu damit du den HERRN, deinen Gott, fürchtest alle Tage deines Lebens, um alle seine Ordnungen und seine Gebote zu bewahren, die ich dir gebiete - du und dein Sohn und
deines Sohnes Sohn -, und damit deine Tage lange währen. Deu6/3Deu Höre nun, Israel, und achte darauf, [sie] zu tun, damit es dir gutgeht und ihr sehr zahlreich werdet - wie der HERR, der Gott
deiner Väter, zu dir geredet hat - in einem Land, das von Milch und Honig überfließt!
Deu6/4Deu Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein! Deu6/5Deu Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen
Kraft. Deu6/6Deu Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Deu6/7Deu Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem
Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst. Deu6/8Deu Und du sollst sie als Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen
deinen Augen sein, Deu6/9Deu und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben. Deu6/10Deu Und es soll geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, das
er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dir zu geben: große und gute Städte, die du nicht gebaut hast, Deu6/11Deu und Häuser voll von allem Guten, die du nicht gefüllt hast,
und ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Olivenbäume, die du nicht gepflanzt hast, und [wenn] du dann essen und satt werden wirst, Deu6/12Deu so hüte dich, dass du
den HERRN ja nicht vergißt, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus. Deu6/13Deu Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm dienen, und bei seinem Namen sollst
du schwören. Deu6/14Deu Ihr sollt nicht anderen Göttern, von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind, nachlaufen - Deu6/15Deu denn als ein eifersüchtiger Gott ist der HERR, dein Gott,
in deiner Mitte -, damit nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, gegen dich entbrennt und er dich vom Erdboden weg vernichtet.
Deu6/16Deu Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht prüfen, wie ihr ihn zu Massa geprüft habt. Deu6/17Deu Halten, ja, halten sollt ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und
seine Ordnungen, die er dir geboten hat. Deu6/18Deu Und du sollst tun, was recht und gut ist in den Augen des HERRN, damit es dir gutgeht und du hineinkommst und das gute Land in Besitz nimmst,
das der HERR deinen Vätern zugeschworen hat, Deu6/19Deu um alle deine Feinde vor dir hinauszustoßen, so wie der HERR geredet hat.
Deu6/20Deu Wenn dein Sohn dich künftig fragt: Was [bedeuten] die Zeugnisse und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die der HERR, unser Gott, euch geboten hat?, Deu6/21Deu dann sollst du
deinem Sohn sagen: Sklaven waren wir beim Pharao in Ägypten. Der HERR aber hat uns mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt, Deu6/22Deu und der HERR tat vor unseren Augen große und unheilvolle
Zeichen und Wunder an Ägypten, an dem Pharao und an seinem ganzen Haus. Deu6/23Deu Uns aber führte er von dort heraus, um uns herzubringen, uns das Land zu geben, das er unsern Vätern
zugeschworen hat. Deu6/24Deu Und der HERR hat uns geboten, alle diese Ordnungen zu tun, den HERRN, unsern Gott, zu fürchten, damit es uns gutgeht alle Tage und er uns am Leben erhält, so wie [es]
heute [ist]. Deu6/25Deu Und es wird unsere Gerechtigkeit sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gebot vor dem HERRN, unserm Gott, zu tun, so wie er [es] uns befohlen hat.
Gebot der Ausrottung der Kanaaniter und ihres Götzendienstes.
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Deu7/1Deu Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du [jetzt] hineinkommst, um es in Besitz zu nehmen, und [wenn er dann] viele Nationen vor dir hinaustreibt: die Hetiter und die
Girgasiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter, sieben Nationen, größer und stärker als du, Deu7/2Deu und [wenn] der HERR, dein Gott, sie vor
dir dahingibt, und du sie schlägst, [dann] sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen noch ihnen gnädig sein. Deu7/3Deu Und du sollst dich nicht
mit ihnen verschwägern. Deine Tochter darfst du nicht seinem Sohn geben, und seine Tochter darfst du nicht für deinen Sohn nehmen. Deu7/4Deu Denn er würde deinen Sohn von mir abwenden, dass er
andern Göttern dient, und der Zorn des HERRN würde gegen euch entbrennen, und er würde dich schnell vernichten. Deu7/5Deu Sondern so sollt ihr an ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr niederreißen und
ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim umhauen und ihre Götterbilder mit Feuer verbrennen. Deu7/6Deu Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott,
erwählt, dass du ihm als Eigentumsvolk gehörst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Deu7/7Deu Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt
- ihr seid ja das geringste unter allen Völkern -, Deu7/8Deu sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der HERR euch mit starker
Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
Deu7/9Deu So erkenne denn, dass der HERR, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Güte bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten,
Deu7/10Deu und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie umkommen zu lassen. Nicht zögert er gegenüber dem, der ihn haßt, ins Angesicht vergilt er ihm! Deu7/11Deu So sollst du das
Gebot und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen halten, die zu tun ich dir heute befehle. Deu7/12Deu Und es wird geschehen: dafür dass ihr diesen Rechtsbestimmungen gehorcht, sie bewahrt und
sie tut, wird der HERR, dein Gott, dir den Bund und die Güte bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat. Deu7/13Deu Und er wird dich lieben und dich segnen und dich zahlreich werden lassen. Er
wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, deinen Most und dein Öl, den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs deiner Schafe, in dem Land, das er deinen Vätern
geschworen hat, dir zu geben. Deu7/14Deu Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern. Kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird bei dir sein noch bei deinem Vieh. Deu7/15Deu Und der HERR wird
jede Krankheit von dir abwenden. Und keine der bösen Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf dich legen, sondern er wird sie auf alle deine Hasser bringen. Deu7/16Deu Und du wirst alle
Völker verzehren, die der HERR, dein Gott, dir preisgibt. Du sollst ihretwegen nicht betrübt sein, und du sollst ihren Göttern nicht dienen; denn das wäre ein Fallstrick für dich. Deu7/17Deu Wenn
du in deinem Herzen sagst: Diese Nationen sind größer als ich; wie könnte ich sie vertreiben? -, Deu7/18Deu fürchte dich nicht vor ihnen! Denk doch daran, was der HERR, dein Gott, dem Pharao und
allen Ägyptern angetan hat, Deu7/19Deu an die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen, und an die Zeichen und die Wunder und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit der HERR, dein
Gott, dich herausgeführt hat! Ebenso wird der HERR, dein Gott, an all den Völkern tun, vor denen du dich fürchtest. Deu7/20Deu Und auch die Hornissen wird der HERR, dein Gott, gegen sie senden,
bis [alle], die übriggeblieben sind und die sich vor dir versteckt haben, umgekommen sind. Deu7/21Deu Erschrick nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und
furchtbarer Gott. Deu7/22Deu Und der HERR, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben. Du wirst sie nicht schnell vernichten können, damit sich das Wild des Feldes nicht
gegen dich vermehrt. Deu7/23Deu Und der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in große Bestürzung versetzen, bis sie vernichtet sind. Deu7/24Deu Und er wird ihre Könige in deine
Hand geben, und du wirst ihre Namen ausrotten unter dem Himmel. Kein Mensch wird vor dir bestehen, bis du sie vernichtet hast. Deu7/25Deu Die Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen.
Du sollst nicht das Silber und das Gold[, das] an ihnen [ist,] begehren und es dir nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt wirst; denn ein Greuel für den HERRN, deinen Gott, ist es. Deu7/26Deu
Und du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen, damit du nicht gleich ihm dem Bann verfällst. Du sollst es als abscheulich verabscheuen und es für einen greulichen Greuel halten, denn Gebanntes
ist es.
Ermahnung zur Dankbarkeit.
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Deu8/1Deu Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, es zu tun, damit ihr lebt und zahlreich werdet und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR euren Vätern
zugeschworen hat. Deu8/2Deu Und du sollst an den ganzen Weg denken, den der HERR, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wüste hat wandern lassen, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen
[und] um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht. Deu8/3Deu Und er demütigte dich und ließ dich hungern. Und er speiste dich mit dem Man, das du nicht
kanntest und das deine Väter nicht kannten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt. Sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht, lebt der Mensch.
Deu8/4Deu Deine Kleidung an dir ist nicht verschlissen, und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre. Deu8/5Deu So erkenne in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich erzieht wie
ein Mann seinen Sohn erzieht! Deu8/6Deu Halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, indem du auf seinen Wegen gehst und ihn fürchtest. Deu8/7Deu Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein
gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen; Deu8/8Deu ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstöcke, Feigenbäume und
Granatbäume; ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig; Deu8/9Deu ein Land, in dem du nicht in Armut [dein] Brot essen wirst, in dem es dir an nichts fehlen wird; ein Land, dessen Steine
Eisen sind und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst. Deu8/10Deu Und du wirst essen und satt werden, und du sollst den HERRN, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat.
Deu8/11Deu Hüte dich, dass du den HERRN, deinen Gott, nicht vergißt, indem du seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen und seine Ordnungen, die ich dir heute gebe, nicht hältst! - Deu8/12Deu
dass nicht, wenn du ißt und satt wirst und schöne Häuser baust und bewohnst Deu8/13Deu und deine Rinder und deine Schafe sich vermehren und dein Silber und Gold sich mehren und alles, was du
hast, sich mehrt, Deu8/14Deu [dass dann nicht] dein Herz sich erhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergißt, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausführte; Deu8/15Deu der dich
wandern ließ in der großen und schrecklichen Wüste, [wo] feurige Schlangen und Skorpione sind, in dem dürren Land, wo kein Wasser ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte;
Deu8/16Deu der dich in der Wüste mit Man speiste, das deine Väter nicht kannten, um dich zu demütigen und um dich zu prüfen, damit er dir am Ende wohltue Deu8/17Deu und du [dann nicht] in deinem
Herzen sagst: Meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir dieses Vermögen verschafft! Deu8/18Deu Sondern du sollst an den HERRN, deinen Gott, denken, dass er es ist, der dir Kraft gibt,
Vermögen zu schaffen; - damit er seinen Bund aufrechterhält, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie [es] heute [ist]. Deu8/19Deu Und es wird geschehen, wenn du je den HERRN, deinen Gott,
vergißt und andern Göttern nachläufst und ihnen dienst und dich vor ihnen niederwirfst, [so] bezeuge ich heute gegen euch, dass ihr ganz gewiß umkommen werdet. Deu8/20Deu Wie die Nationen, die
der HERR vor euch hat umkommen lassen, so werdet ihr umkommen, dafür dass ihr auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht hört.
Warnung vor Überheblichkeit - Goldenes Kalb.
2Mo 32,1-35.
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Deu9/1Deu Höre, Israel! Du gehst heute über den Jordan, um hineinzuziehen, [das Land von] Nationen in Besitz zu nehmen, [die] größer und stärker [sind] als du, Städte, groß und bis an den Himmel
befestigt, Deu9/2Deu ein großes und hochgewachsenes Volk, die Söhne der Enakiter, die du kennst und von denen du gehört hast: Wer kann vor den Söhnen Enak bestehen? Deu9/3Deu So erkenne denn
heute, dass der HERR, dein Gott, es ist, der vor dir her hinübergeht als ein verzehrendes Feuer. Er selbst wird sie vernichten und er selbst wird sie vor dir demütigen. Und du wirst sie
vertreiben und sie schnell umkommen lassen, so wie der HERR zu dir geredet hat. Deu9/4Deu Wenn der HERR, dein Gott, sie vor dir hinausstößt, sprich nicht in deinem Herzen: Wegen meiner
Gerechtigkeit hat der HERR mich [hierher]gebracht, um dieses Land in Besitz zu nehmen. Denn wegen der Gottlosigkeit dieser Nationen wird der HERR sie vor dir vertreiben. Deu9/5Deu Nicht wegen
deiner Gerechtigkeit und der Aufrichtigkeit deines Herzens kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen. Sondern wegen der Gottlosigkeit dieser Nationen vertreibt der HERR, dein Gott, sie
vor dir und damit er das Wort aufrechterhält, das der HERR deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat. Deu9/6Deu So erkenne denn, dass nicht wegen deiner Gerechtigkeit der HERR, dein
Gott, dir dieses gute Land gibt, es in Besitz zu nehmen! Denn ein halsstarriges Volk bist du.
Deu9/7Deu Denke daran, vergiß nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, in der Wüste erzürnt hast! Von dem Tag an, als du aus dem Land Ägypten herausgezogen bist, bis ihr an diesen Ort kamt, seid ihr
widerspenstig gegen den HERRN gewesen. Deu9/8Deu Und am Horeb erzürntet ihr den HERRN, und der HERR ergrimmte über euch, so dass er euch vernichten wollte. Deu9/9Deu Als ich auf den Berg
gestiegen war, um die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hatte, da blieb ich vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg - Brot aß ich
nicht, und Wasser trank ich nicht -, Deu9/10Deu und der HERR gab mir die beiden steinernen Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes. Auf ihnen standen all die Worte, die der HERR auf dem Berg
mitten aus dem Feuer mit euch geredet hatte am Tag der Versammlung. Deu9/11Deu Und es geschah am Ende der vierzig Tage und vierzig Nächte, da gab mir der HERR die beiden steinernen Tafeln, die
Tafeln des Bundes. Deu9/12Deu Und der HERR sprach zu mir: Mache dich auf, steig schnell von hier hinab! Denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat sich versündigt. Sie sind
schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht. Deu9/13Deu Und der HERR sprach zu mir und sagte: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe,
ein halsstarriges Volk ist es. Deu9/14Deu Laß mich, dass ich sie vernichte und ihren Namen unter dem Himmel auslösche! Dich aber will ich zu einer Nation machen, stärker und größer als sie.
Deu9/15Deu Da wandte ich mich und stieg vom Berg herab, die zwei Tafeln des Bundes in meinen beiden Händen, der Berg aber brannte mit Feuer. Deu9/16Deu Und ich sah, und siehe, ihr hattet gegen
den HERRN, euren Gott, gesündigt. Ihr hattet euch ein gegossenes Kalb gemacht. Ihr wart schnell von dem Weg abgewichen, den der HERR euch geboten hatte. Deu9/17Deu Da faßte ich die beiden Tafeln
und warf sie aus meinen beiden Händen und zerbrach sie vor euren Augen.
Deu9/18Deu Und ich warf mich vor dem HERRN nieder wie das erste Mal vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot aß ich nicht, und Wasser trank ich nicht - wegen all eurer Sünden, die ihr begangen
hattet, indem ihr tatet, was in den Augen des HERRN böse war, ihn zu reizen. Deu9/19Deu Denn ich fürchtete mich vor dem Zorn und dem Grimm, mit dem der HERR über euch erzürnt war, so dass er euch
vernichten wollte. Und der HERR erhörte mich auch dieses Mal. Deu9/20Deu Auch über Aaron zürnte der HERR sehr, so dass er ihn vernichten wollte. Und ich bat zu jener Zeit auch für Aaron.
Deu9/21Deu Euer Sündenwerk aber, das ihr gemacht hattet, das Kalb, nahm ich, verbrannte es mit Feuer und zerstieß es, indem ich es völlig zermalmte, bis es zu feinem Staub wurde. Und ich warf
seinen Staub in den Bach, der vom Berg herabfließt. - Deu9/22Deu Auch bei Tabera und bei Massa und bei Kibrot-Hattaawa erzürntet ihr den HERRN. - Deu9/23Deu Und als der HERR euch aus
Kadesch-Barnea sandte und sprach: Zieht hinauf und nehmt das Land in Besitz, das ich euch gegeben habe! - da wart ihr widerspenstig gegen den Befehl des HERRN, eures Gottes, und ihr glaubtet ihm
nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht. Deu9/24Deu Widerspenstige seid ihr gegen den HERRN gewesen von dem Tag an, da ich euch kenne.
Deu9/25Deu Und ich warf mich vor dem HERRN nieder die vierzig Tage und die vierzig Nächte, die ich dalag. Denn der HERR hatte gesagt, dass er euch vernichten wollte. Deu9/26Deu Und ich betete zum
HERRN und sprach: Herr, HERR! Vernichte nicht dein Volk und dein Erbteil, das du durch deine Größe erlöst, das du mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast! Deu9/27Deu Denke an deine
Knechte, Abraham, Isaak und Jakob! Kehre dich nicht an die Verstocktheit dieses Volkes und an seine Gottlosigkeit und an seine Sünde, Deu9/28Deu damit das Land, aus dem du uns herausgeführt hast,
nicht sagt: Weil der HERR nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, von dem er zu ihnen geredet hatte, und weil er sie haßte, hat er sie herausgeführt, um sie in der Wüste sterben zu
lassen! Deu9/29Deu Sie sind ja dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm.
Zweite Gesetzestafeln - Aarons Tod - Aussonderung der Leviten - Moses Fürbitte.
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Deu10/1Deu In jener Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten und steige zu mir auf den Berg herauf! Und mache dir eine Lade aus Holz! Deu10/2Deu Und ich
werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast. Und du sollst sie in die Lade legen. Deu10/3Deu Und ich machte eine Lade aus Akazienholz und
hieb zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten. Und ich stieg auf den Berg, die zwei Tafeln in meiner Hand. Deu10/4Deu Und er schrieb auf die Tafeln, [ebenso] wie die erste Schrift [war], die zehn
Worte, die der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer zu euch geredet hatte am Tag der Versammlung. Und der HERR gab sie mir. Deu10/5Deu Und ich wandte mich und stieg vom Berg herab. Und ich
legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und dort blieben sie, wie der HERR mir geboten hatte.
Deu10/6Deu Und die Söhne Israel brachen auf von Beerot-Bene-Jaakan nach Moser. Dort starb Aaron, und dort wurde er begraben. Und an seiner Stelle übte sein Sohn, Eleasar, den Priesterdienst aus.
Deu10/7Deu Von dort brachen sie auf nach Gudgoda und von Gudgoda nach Jotbata, einem Land mit Wasserbächen.
Deu10/8Deu In jener Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi dazu aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen, vor dem HERRN zu stehen, um seinen Dienst zu verrichten und in seinem Namen zu segnen,
bis auf diesen Tag. Deu10/9Deu Darum bekam Levi weder Anteil noch ein Erbe mit seinen Brüdern. Der HERR selbst ist sein Erbteil, so wie der HERR, dein Gott, ihm zugesagt hat.
Deu10/10Deu Ich aber stand auf dem Berg wie die vorigen Tage, vierzig Tage und vierzig Nächte, und der HERR erhörte mich auch dieses Mal. Der HERR wollte dich nicht vernichten. Deu10/11Deu Und
der HERR sprach zu mir: Geh hin, stelle dich zum Aufbruch vor das Volk, damit sie hineinziehen und das Land in Besitz nehmen, von dem ich ihren Vätern geschworen habe, [es] ihnen zu
geben!
Gottes Forderung an Israel und Erinnerung an Taten Gottes.
Deu10/12Deu Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir als nur, den HERRN, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu gehen und ihn zu lieben und dem HERRN, deinem Gott,
zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, Deu10/13Deu indem du die Gebote des HERRN und seine Ordnungen, die ich dir heute gebe, hältst, dir zum Guten? Deu10/14Deu Siehe,
dem HERRN, deinem Gott, [gehören] die Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. Deu10/15Deu [Doch] nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er
hat ihre Nachkommen nach ihnen, [nämlich] euch, aus allen Völkern erwählt, so wie [es] heute [ist]. Deu10/16Deu So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht
mehr! Deu10/17Deu Denn der HERR, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott, der niemanden bevorzugt und kein Bestechungsgeschenk
annimmt, Deu10/18Deu der Recht schafft der Waise und der Witwe und den Fremden liebt, so dass er ihm Brot und Kleidung gibt. Deu10/19Deu Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im
Land Ägypten gewesen. Deu10/20Deu Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen und ihm anhängen, und bei seinem Namen sollst du schwören. Deu10/21Deu Er ist dein Ruhm, und er
ist dein Gott, der jene großen und furchtgebietenden Taten an dir erwiesen hat, die deine Augen gesehen haben. Deu10/22Deu Mit siebzig Seelen zogen deine Väter nach Ägypten hinab; doch jetzt hat
der HERR, dein Gott, dich an Menge gemacht wie die Sterne des Himmels.
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Deu11/1Deu So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sollst alle Tage seine Vorschriften halten und seine Ordnungen, seine Rechtsbestimmungen und seine Gebote. Deu11/2Deu Und erkennt
heute - denn nicht mit euren Kindern [rede ich], die die Zucht des HERRN, eures Gottes, nicht erfahren und nicht gesehen haben - seine Größe, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm
Deu11/3Deu und seine Zeichen und seine Taten, die er mitten in Ägypten getan hat an Pharao, dem König von Ägypten, und an seinem ganzen Land; Deu11/4Deu und was er getan hat an der Heeresmacht
Ägyptens, an seinen Pferden und seinen Wagen, über die er die Wasser des Schilfmeeres hinfluten ließ, als sie euch nachjagten, und die der HERR [so] umkommen ließ bis auf diesen Tag; Deu11/5Deu
und was er euch in der Wüste getan hat, bis ihr an diesen Ort kamt; Deu11/6Deu und was er an Datan und Abiram getan hat, den Söhnen des Eliab, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund aufriß
und sie mitten in ganz Israel verschlang samt ihren Familien und ihren Zelten und allem Bestand, der in ihrem Gefolge war. - Deu11/7Deu Sondern eure [eigenen] Augen haben das ganze große Werk des
HERRN gesehen, das er getan hat.
Segen und Fluch.
Deu11/8Deu So haltet das ganze Gebot, das ich dir heute befehle, damit ihr stark seid und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, Deu11/9Deu
und damit ihr eure Tage verlängert in dem Land, von dem der HERR euren Vätern geschworen hat, [es] ihnen und ihren Nachkommen zu geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Deu11/10Deu
Denn das Land, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von wo ihr ausgezogen seid, wo du deine Saat sätest und mit deinem Fuß wässertest wie einen
Gemüsegarten, Deu11/11Deu sondern das Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern - vom Regen des Himmels trinkt es Wasser -, Deu11/12Deu ein
Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat. Beständig sind die Augen des HERRN, deines Gottes, darauf [gerichtet] vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres. Deu11/13Deu Und es wird geschehen,
wenn ihr genau auf meine Gebote hört, die ich euch heute gebiete, den HERRN, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, Deu11/14Deu dann gebe ich
den Regen eures Landes zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen, damit du dein Getreide und deinen Most und dein Öl einsammelst. Deu11/15Deu Und ich werde für dein Vieh Kraut auf dem Feld
geben, und du wirst essen und satt werden. Deu11/16Deu Hütet euch, dass euer Herz sich ja nicht betören läßt und ihr abweicht und andern Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft Deu11/17Deu
und der Zorn des HERRN gegen euch entbrennt und er den Himmel verschließt, dass es keinen Regen gibt und der Erdboden seinen Ertrag nicht bringt und ihr bald aus dem guten Land weggerafft werdet,
das der HERR euch gibt.
Deu11/18Deu Und ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und auf eure Seele legen und sie als Zeichen auf eure Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen euren Augen sein. Deu11/19Deu
Und ihr sollt sie eure Kinder lehren, indem ihr davon redet, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Deu11/20Deu Und du sollst
sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben, Deu11/21Deu damit eure Tage und die Tage eurer Kinder zahlreich werden in dem Land, von dem der HERR euren Vätern geschworen hat,
[es] ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der Erde. Deu11/22Deu Denn wenn ihr dieses ganze Gebot, das ich euch zu tun gebiete, treu haltet, indem ihr den HERRN, euren Gott, liebt, auf
all seinen Wegen geht und ihm anhängt, Deu11/23Deu dann wird der HERR alle diese Nationen vor euch vertreiben; und ihr werdet Nationen vertreiben, größer und stärker als ihr. Deu11/24Deu Jeder
Ort, auf den eure Fußsohle treten wird, wird euch gehören: von der Wüste und dem Libanon und vom Strom, dem Strom Euphrat an, bis an das westliche Meer wird euer Gebiet sein. Deu11/25Deu Kein
Mensch wird vor euch bestehen. Schrecken vor euch und Furcht vor euch wird der HERR, euer Gott, auf das ganze Land legen, das ihr betreten werdet, wie er zu euch geredet hat.
Deu11/26Deu Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: Deu11/27Deu den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, gehorcht, die ich euch heute gebiete, Deu11/28Deu und den Fluch,
wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, nicht gehorcht und von dem Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht, um andern Göttern nachzulaufen, die ihr nicht kennt. Deu11/29Deu Und es soll
geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen, dann sollst du den Segen auf dem Berg Garizim erteilen und den Fluch auf dem Berg Ebal.
Deu11/30Deu Sind sie nicht jenseits des Jordan, hinter dem Weg gegen Sonnenuntergang, im Land der Kanaaniter, die in der Ebene wohnen, Gilgal gegenüber, bei den Terebinthen More? Deu11/31Deu Denn
ihr geht über den Jordan, um hineinzuziehen, das Land in Besitz zu nehmen, das der HERR, euer Gott, euch gibt; und ihr werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen.
Deu11/32Deu Und so achtet darauf, all die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen zu tun, die ich euch heute vorlege!
Ort und Art des Gottesdienstes in Kanaan.
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Deu12/1Deu Dies sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die ihr halten sollt, sie zu tun in dem Land, das der HERR, der Gott deiner Väter, dir gegeben hat, es in Besitz zu nehmen, all die
Tage, die ihr auf dem Erdboden lebt:
Deu12/2Deu Ihr sollt all die Stätten vollständig ausrotten, wo die Nationen, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben auf den hohen Bergen, auf den Hügeln und unter jedem grünen
Baum. Deu12/3Deu Und ihr sollt ihre Altäre niederreißen und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim mit Feuer verbrennen und die Bilder ihrer Götter umhauen. Und ihr sollt ihren Namen von
jener Stätte ausrotten.
Deu12/4Deu Den HERRN, euren Gott, dürft ihr so nicht verehren. Deu12/5Deu Sondern ihr sollt die Stätte aufsuchen, die der HERR, euer Gott, aus all euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen
dort niederzulegen, dass er [dort] wohne, und dahin sollst du kommen. Deu12/6Deu Und dahin sollt ihr eure Brandopfer bringen und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und
eure Gelübde und eure freiwilligen Gaben und die Erstgeburten eurer Rinder und Schafe. Deu12/7Deu Und dort sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, essen und euch freuen, ihr und eure Familien, an
allem, was eure Hand erworben hat, worin der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat. Deu12/8Deu Ihr dürft es nicht [mehr] so machen nach allem, wie wir [es] heute hier tun, [dass] jeder all [das tut,
was] in seinen Augen recht ist. Deu12/9Deu Denn ihr seid bis jetzt noch nicht zu der Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das der HERR, dein Gott, dir gibt. Deu12/10Deu Seid ihr aber über den Jordan
gezogen und wohnt in dem Land, das der HERR, euer Gott, euch erben läßt und hat er euch Ruhe verschafft vor all euren Feinden ringsum, dass ihr sicher wohnt, Deu12/11Deu dann soll es geschehen:
die Stätte, die der HERR, euer Gott, erwählen wird, seinen Namen dort wohnen zu lassen, dahin sollt ihr alles bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten
und das Hebopfer eurer Hand und all das Auserlesene eurer Gelübde, die ihr dem HERRN geloben werdet. Deu12/12Deu Und ihr sollt euch vor dem HERRN, eurem Gott, freuen, ihr und eure Söhne und eure
Töchter und eure Sklaven und eure Sklavinnen und der Levit, der in euren Toren [wohnt], denn er hat weder Anteil noch Erbe mit euch.
Deu12/13Deu Hüte dich, dass du ja nicht deine Brandopfer an jeder Stätte opferst, die du siehst! Deu12/14Deu Sondern an der Stätte, die der HERR in einem deiner Stämme erwählen wird, dort sollst
du deine Brandopfer opfern, und dort sollst du alles tun, was ich dir gebiete. Deu12/15Deu Doch magst du ganz nach Herzenslust schlachten und Fleisch essen in all deinen Toren nach dem Segen des
HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Der Unreine und der Reine mögen es essen, wie [man] die Gazelle und wie [man] den Hirsch [ißt] . Deu12/16Deu Nur das Blut dürft ihr nicht essen, auf
die Erde sollt ihr es gießen wie Wasser. - Deu12/17Deu In deinen Toren darfst du nicht essen den Zehnten deines Getreides und deines Mostes und deines Öles noch die Erstgeburten deiner Rinder und
deiner Schafe, noch irgend etwas von deinen Gelübden, die du geloben wirst, noch deine freiwilligen Gaben, noch das Hebopfer deiner Hand. Deu12/18Deu Sondern vor dem HERRN, deinem Gott, an der
Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, sollst du es essen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren [wohnt]. Und du sollst
dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen an allem, was deine Hand erworben hat. Deu12/19Deu Hüte dich, dass du den Leviten ja nicht [im Stich] läßt all deine Tage [, die du] in deinem Land
[lebst]!
Deu12/20Deu Wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, so wie er zu dir geredet hat, und du sagst: `Ich will Fleisch essen !', weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst du
nach Herzenslust Fleisch essen. Deu12/21Deu Wenn die Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort niederzulegen, zu weit entfernt von dir ist, so magst du schlachten von
deinen Rindern und von deinen Schafen, die der HERR dir gegeben hat, so wie ich dir geboten habe, und magst nach Herzenslust in deinen Toren essen. Deu12/22Deu Gerade wie die Gazelle und der
Hirsch gegessen werden, so magst du es essen; der Unreine und der Reine mögen es gleichermaßen essen. Deu12/23Deu Nur halte fest [daran], kein Blut zu essen! Denn das Blut ist die Seele, und du
sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen, Deu12/24Deu du sollst es nicht essen; auf die Erde sollst du es gießen wie Wasser. Deu12/25Deu Du sollst es nicht essen, damit es dir und deinen
Kindern nach dir gutgeht, weil du tust, was in den Augen des HERRN recht ist. Deu12/26Deu Jedoch deine heiligen Gaben, die dir [aufgetragen] sind, und deine Gelübde sollst du nehmen und zu der
Stätte kommen, die der HERR erwählen wird. Deu12/27Deu Und deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, sollst du auf dem Altar des HERRN, deines Gottes, zurichten. Und das Blut deiner
Schlachtopfer soll an den Altar des HERRN, deines Gottes, gegossen werden, und das Fleisch magst du essen. Deu12/28Deu Hab acht und höre auf all diese Worte, die ich dir gebiete, damit es dir und
deinen Kindern nach dir für ewig gutgeht, weil du tust, was gut und recht ist in den Augen des HERRN, deines Gottes!
Deu12/29Deu Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrottet, zu denen du kommst, um sie vor dir zu vertreiben, und du vertreibst sie und wohnst in ihrem Land, Deu12/30Deu so hüte dich, dass du
dich ja nicht verführen läßt, [es] ihnen nach[zutun], nachdem sie vor dir vernichtet sind, und dass du nicht nach ihren Göttern fragst, indem du sagst: Wie dienten diese Nationen ihren Göttern?
Auch ich will es so tun! Deu12/31Deu Dem HERRN, deinem Gott, sollst du so [etwas] nicht antun. Denn alles, [was] dem HERRN ein Greuel [ist], was er haßt, haben sie für ihre Götter getan; denn
sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie für ihre Götter im Feuer verbrannt.
Strafe für falsche Propheten und Götzendiener.
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Deu13/41Deu Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen.
Deu13/2Deu Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder, Deu13/3Deu und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu
dir geredet hat, indem er sagte: `Laß uns anderen Göttern - die du nicht gekannt hast - nachlaufen und ihnen dienen!', Deu13/4Deu dann sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören oder
auf den, der die Träume hat. Denn der HERR, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr den HERRN, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt. Deu13/5Deu Dem HERRN,
eurem Gott, sollt ihr nachfolgen, und ihn sollt ihr fürchten. Seine Gebote sollt ihr halten und seiner Stimme gehorchen; ihm sollt ihr dienen und ihm anhängen. Deu13/6Deu Und jener Prophet oder
der, der die Träume hat, soll getötet werden. Denn er hat Abfall vom HERRN, eurem Gott, gepredigt, der euch aus dem Land Ägypten herausgeführt und dich erlöst hat aus dem Sklavenhaus -, um dich
abzubringen von dem Weg, auf dem zu gehen der HERR, dein Gott, dir geboten hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
Deu13/7Deu Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn oder deine Tochter oder die Frau an deinem Busen oder dein Freund, der dir wie dein Leben ist, dich heimlich verführt, indem er
sagt: Laß uns gehen und anderen Göttern dienen! - die du nicht gekannt hast, [weder] du noch deine Väter, Deu13/8Deu von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind, nahe bei dir oder fern
von dir, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde -, Deu13/9Deu dann darfst du ihm nicht zu Willen sein, und du sollst seinetwegen nicht betrübt sein, nicht auf ihn hören und nicht
schonen noch Mitleid [mit ihm] haben, noch ihn decken; Deu13/10Deu sondern du sollst ihn unbedingt umbringen. Deine Hand soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen
Volkes. Deu13/11Deu Und du sollst ihn steinigen, dass er stirbt. Denn er hat versucht, dich vom HERRN, deinem Gott, abzubringen, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus dem
Sklavenhaus. Deu13/12Deu Und ganz Israel soll es hören, dass sie sich fürchten und in deiner Mitte nicht länger [so etwas] wie diese böse Sache tun.
Deu13/13Deu Wenn du von einer deiner Städte, die der HERR, dein Gott, dir gibt, dort zu wohnen, hörst: Deu13/14Deu Es sind Männer, ruchlose Leute, aus deiner Mitte hervorgetreten und haben die
Bewohner ihrer Stadt verleitet, indem sie sagten: Laßt uns gehen und anderen Göttern dienen - die ihr nicht gekannt habt -, Deu13/15Deu dann sollst du untersuchen und nachforschen und genau
fragen. Und siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest, ist dieser Greuel in deiner Mitte verübt worden, Deu13/16Deu dann sollst du die Bewohner dieser Stadt unbedingt mit der Schärfe des
Schwertes erschlagen. Du sollst an ihnen und an allem, was in ihr ist, den Bann vollstrecken, auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe des Schwertes. Deu13/17Deu Und alle Beute in ihr sollst du mitten
auf ihren Platz zusammentragen und die Stadt und alle Beute in ihr dem HERRN, deinem Gott, als Ganzopfer mit Feuer verbrennen. Ewig soll sie ein Schutthaufen sein, sie soll nie mehr aufgebaut
werden. Deu13/18Deu Und nichts von dem Gebannten soll an deiner Hand haften bleiben, damit der HERR sich von der Glut seines Zornes abwende und dir Barmherzigkeit erweise und sich über dich
erbarme und dich mehre, wie er [es] deinen Vätern geschworen hat, Deu13/19Deu wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst, alle seine Gebote zu bewahren, die ich dir heute gebiete,
dass du tust, was recht ist in den Augen des HERRN, deines Gottes.
Verbot heidnischer Trauerbräuche - Reine und unreine Tiere.
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Deu14/1Deu Ihr seid Kinder für den HERRN, euren Gott. Ihr dürft euch nicht wegen eines Toten Schnittwunden beibringen und euch nicht zwischen euren Augen kahlscheren. Deu14/2Deu Denn ein heiliges
Volk bist du dem HERRN, deinem Gott. Und dich hat der HERR erwählt, ihm ein Eigentumsvolk zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.
Deu14/3Deu Du sollst keinerlei Greuel essen.
V. 4-19: 3Mo 11.
Deu14/4Deu Das sind die Tiere, die ihr essen dürft: Rind, Schaf und Ziege, Deu14/5Deu Hirsch und Gazelle und Damhirsch und Steinbock und Wisent und Antilope und Wildschaf. Deu14/6Deu Und jedes
Tier, das gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, [und] das wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen. Deu14/7Deu Nur diese dürft ihr nicht essen von den wiederkäuenden
und von denen, die mit gespaltenen, [und zwar] aufgespaltenen, Hufen versehen sind: das Kamel und den Hasen und den Klippdachs; denn sie käuen wieder, aber sie haben keine gespaltenen Hufe:
unrein sollen sie für euch sein; Deu14/8Deu und das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, aber es käut nicht wieder: unrein soll es für euch sein. Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen, und ihr
Aas dürft ihr nicht berühren.
Deu14/9Deu Dieses dürft ihr essen von allem, was im Wasser ist: alles, was Flossen und Schuppen hat, dürft ihr essen; Deu14/10Deu aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, dürft ihr nicht
essen: unrein soll es für euch sein.
Deu14/11Deu Alle reinen Vögel dürft ihr essen. Deu14/12Deu Aber diese [sind es], von denen ihr nicht essen dürft: der Adler und der Lämmergeier und der Mönchsgeier Deu14/13Deu und die Gabelweihe
und die Königsweihe und der Geier nach seiner Art Deu14/14Deu und alle Raben nach ihrer Art Deu14/15Deu und die Straußhenne und der Falke und die Seemöwe und der Habicht nach seiner Art,
Deu14/16Deu der Steinkauz und der Ibis und die Schleiereule Deu14/17Deu und der Wüstenkauz und der Aasgeier und die Fischeule Deu14/18Deu und der Storch und der Fischreiher nach seiner Art und
der Wiedehopf und die Fledermaus. Deu14/19Deu Und alles geflügelte Kleingetier soll für euch unrein sein; es darf nicht gegessen werden. Deu14/20Deu Alle reinen Vögel dürft ihr essen.
Deu14/21Deu Ihr dürft keinerlei Aas essen. Dem Fremden, der in deinen Toren [wohnt], magst du es geben, dass er es ißt, oder du magst es einem Ausländer verkaufen; denn ein heiliges Volk bist du
dem HERRN, deinem Gott. - Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.
Der Zehnte.
Deu14/22Deu Du sollst gewissenhaft allen Ertrag deiner Saat verzehnten, was auf dem Feld wächst, Jahr für Jahr, Deu14/23Deu und sollst essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte, die er
erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, [nämlich] den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines Öles und die Erstgeborenen deiner Rinder und deiner Schafe, damit du lernst,
den HERRN, deinen Gott, alle Tage zu fürchten. Deu14/24Deu Wenn aber der Weg zu weit für dich ist, dass du es nicht hinbringen kannst, weil die Stätte für dich zu fern ist, die der HERR, dein
Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort hinzulegen, wenn der HERR, dein Gott, dich segnet: Deu14/25Deu dann sollst du es für Geld geben. Und dann binde das Geld in deine Hand zusammen und geh
an die Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird! Deu14/26Deu Und gib das Geld für alles, was deine Seele begehrt, für Rinder und Schafe, für Wein und Rauschtrank und für alles, was deine
Seele wünscht! Und iß dort vor dem HERRN, deinem Gott, und freue dich, du und dein Haus! Deu14/27Deu Und den Leviten, der in deinen Toren [wohnt], den sollst du nicht verlassen; denn er hat
keinen Anteil noch Erbe mit dir.
Deu14/28Deu Am Ende von drei Jahren sollst du den ganzen Zehnten deines Ertrages von jenem Jahr aussondern und ihn in deinen Toren niederlegen. Deu14/29Deu Und der Levit - denn er hat keinen
Anteil noch Erbe mit dir - und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren [wohnen], sollen kommen und essen und sich sättigen, damit der HERR, dein Gott, dich in allem Werk
deiner Hand, das du tust, segnet.
Das Erlaßjahr.
\15\
Deu15/1Deu Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Schulderlaß halten. Deu15/2Deu Das aber ist die Sache mit dem Schulderlaß: Jeder Gläubiger soll das Darlehen seiner Hand, das er seinem
Nächsten geliehen hat, erlassen. Er soll seinen Nächsten und seinen Bruder nicht drängen; denn man hat für den HERRN einen Schulderlaß ausgerufen. Deu15/3Deu Den Ausländer magst du drängen. Was
du aber bei deinem Bruder hast, soll deine Hand erlassen, Deu15/4Deu damit nur ja kein Armer unter dir ist. Denn der HERR wird dich reichlich segnen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir als
Erbteil gibt, es in Besitz zu nehmen, Deu15/5Deu wenn du nur der Stimme des HERRN, deines Gottes, genau gehorchst, darauf zu achten, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute befehle.
Deu15/6Deu Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er zu dir geredet hat. Und du wirst vielen Nationen ausleihen, du aber wirst dir nichts leihen. Und du wirst über viele Nationen
herrschen, über dich aber werden sie nicht herrschen.
Deu15/7Deu Wenn es einen Armen bei dir geben wird, irgendeinen deiner Brüder in einem deiner Tore in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, dann sollst du dein Herz nicht verhärten und
deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen, nicht verschließen. Deu15/8Deu Sondern du sollst ihm deine Hand weit öffnen und ihm willig ausleihen, was für den Mangel ausreicht, den er hat. Deu15/9Deu
Hüte dich, dass in deinem Herzen nicht der boshafte Gedanke entsteht: Das siebte Jahr, das Erlaßjahr, ist nahe! - und dass dein Auge [dann] böse auf deinen Bruder, den Armen [sieht] und du ihm
nichts gibst. Er aber würde über dich zum HERRN schreien, und Sünde wäre an dir! Deu15/10Deu Willig sollst du ihm geben, und dein Herz soll nicht böse sein, wenn du ihm gibst. Denn wegen dieser
Sache wird der HERR, dein Gott, dich segnen in all deinem Tun und in allem Geschäft deiner Hand. Deu15/11Deu Denn der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden. Darum befehle ich dir: Deinem
Bruder, deinem Elenden und deinem Armen in deinem Land, sollst du deine Hand weit öffnen.
Freilassung gekaufter Sklaven.
2Mo 21,1-11.
Deu15/12Deu Wenn dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, sich dir verkauft, dann soll er dir sechs Jahre dienen, und im siebten Jahr sollst du ihn von dir als Freien entlassen. Deu15/13Deu
Und wenn du ihn als Freien von dir entläßt, sollst du ihn nicht mit leeren Händen entlassen: Deu15/14Deu du sollst ihm reichlich aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne und von deiner
Kelterkufe. [Von allem], womit der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben. Deu15/15Deu Und du sollst daran denken, dass [auch] du im Land Ägypten Sklave warst und dass der HERR,
dein Gott, dich erlöst hat; darum befehle ich dir heute diese Sache. Deu15/16Deu Und es soll geschehen, wenn er zu dir sagt: Ich will nicht von dir weggehen - weil er dich und dein Haus liebt,
weil es ihm bei dir gutgeht -, Deu15/17Deu dann sollst du einen Pfriem nehmen und ihn durch sein Ohr in die Tür stechen, und er wird für immer dein Sklave sein; und auch deine Sklavin sollst du
so behandeln. Deu15/18Deu Es soll nicht schwer sein in deinen Augen, wenn du ihn als Freien von dir entläßt. Denn das Doppelte des Lohnes eines Tagelöhners hat er dir sechs Jahre lang erarbeitet.
Und der HERR, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.
Heiligung der Erstgeburt vom Vieh.
Deu15/19Deu Alles männliche Erstgeborene, das unter deinen Rindern und unter deinen Schafen geboren wird, sollst du dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines Rindes
nicht arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deiner Schafe nicht scheren: Deu15/20Deu vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du es essen, du und dein Haus, Jahr für Jahr, an der Stätte, die der
HERR erwählen wird. Deu15/21Deu Wenn aber ein Makel an ihm ist, [dass es] lahm oder blind [ist], irgendein schlimmer Makel, darfst du es dem HERRN, deinem Gott, nicht opfern. Deu15/22Deu In
deinen Toren magst du es essen, der Unreine und der Reine gleichermaßen, wie die Gazelle und wie den Hirsch. Deu15/23Deu Nur sein Blut darfst du nicht essen; auf die Erde sollst du es gießen wie
Wasser.
Verordnungen über das Passah, das Fest der Wochen und das Fest der Laubhütten.
2Mo 23,14-19.
\16\
Deu16/1Deu Beachte den Monat Abib und feiere Passah dem HERRN, deinem Gott!Denn im Monat Abib hat der HERR, dein Gott, dich nachts aus Ägypten herausgeführt. Deu16/2Deu Und du sollst für den
HERRN, deinen Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der Stätte, die der HERR erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Deu16/3Deu Du sollst kein Gesäuertes dazu essen.
Sieben Tage sollst du ungesäuerte Brote dazu essen, Brot des Elends - denn in Hast bist du aus dem Land Ägypten ausgezogen -, damit du an den Tag deines Auszugs aus dem Land Ägypten denkst alle
Tage deines Lebens. Deu16/4Deu Und sieben Tage [lang] soll kein Sauerteig bei dir gesehen werden in deinem ganzen Gebiet. Und von dem Fleisch, das du am ersten Tag abends schlachtest, soll nichts
über Nacht bleiben bis zum Morgen. - Deu16/5Deu Du kannst das Passah nicht in einem deiner Tore schlachten, die der HERR, dein Gott, dir gibt. Deu16/6Deu Sondern an der Stätte, die der HERR, dein
Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, sollst du das Passah schlachten am Abend, beim Untergang der Sonne, zur Zeit deines Auszugs aus Ägypten. Deu16/7Deu Und du sollst es
braten und essen an der Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird. Und am [nächsten] Morgen sollst du dich wenden und zu deinen Zelten gehen. Deu16/8Deu Sechs Tage sollst du ungesäuerte
Brote essen. Am siebten Tag aber ist eine Festversammlung für den HERRN, deinen Gott; du sollst keine Arbeit tun.
Deu16/9Deu Sieben Wochen sollst du dir abzählen. Von da an, wo man beginnt, die Sichel an die Saat [zu legen], sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen. Deu16/10Deu Dann sollst du das Fest der
Wochen für den HERRN, deinen Gott, feiern, je nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben wirst, so wie der HERR, dein Gott, dich segnen wird. Deu16/11Deu Und du sollst dich vor dem
HERRN, deinem Gott, freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren [wohnt], und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in
deiner Mitte [wohnen], an der Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Deu16/12Deu Und du sollst daran denken, dass du Sklave in Ägypten warst, und
sollst diese Ordnungen bewahren und tun.
Deu16/13Deu Das Fest der Laubhütten sollst du sieben Tage [lang] feiern, wenn du [den Ertrag] von deiner Tenne und von deiner Kelterkufe einsammelst. Deu16/14Deu Und du sollst dich an deinem Fest
freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren [wohnen]. Deu16/15Deu Sieben Tage sollst
du für den HERRN, deinen Gott, das Fest feiern an der Stätte, die der HERR erwählen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Tun deiner Hände, und du
sollst wirklich fröhlich sein.
Deu16/16Deu Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was männlich ist, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die er erwählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen
und am Fest der Laubhütten. Und man soll nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen: Deu16/17Deu jeder nach dem, was seine Hand geben kann, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er
dir gegeben hat.
Rechtspflege - Strafe wegen Götzendienstes.
Deu16/18Deu Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die der HERR, dein Gott, dir nach deinen Stämmen gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.
Deu16/19Deu Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht ansehen und kein Bestechungsgeschenk nehmen. Denn das Bestechungsgeschenk macht die Augen der Weisen blind und verdreht
die Sache der Gerechten. Deu16/20Deu Der Gerechtigkeit [und nur] der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebst und das Land in Besitz nimmst, das der HERR, dein Gott, dir
gibt.
Deu16/21Deu Du sollst dir keine Aschera pflanzen, irgendein Holz neben dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machen wirst. Deu16/22Deu Und du sollst dir keine Gedenksteine aufrichten,
die der HERR, dein Gott, haßt.
\17\
Deu17/1Deu Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind oder Schaf opfern, an dem ein Makel ist, irgend etwas Schlimmes; denn ein Greuel ist das für den HERRN, deinen Gott.
Deu17/2Deu Wenn in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die der HERR, dein Gott, dir gibt, jemand gefunden wird - ein Mann oder eine Frau -, der das tut, was böse ist in den Augen des HERRN,
deines Gottes, indem er seinen Bund übertritt, Deu17/3Deu so dass er geht und anderen Göttern dient und sich vor ihnen niederwirft, und zwar vor der Sonne oder vor dem Mond oder vor dem ganzen
Heer des Himmels, was ich nicht befohlen habe, Deu17/4Deu und es wird dir berichtet und du hörst es, dann sollst du [es] genau untersuchen; und siehe, [wenn es sich herausstellt]: es ist
Wahrheit, die Sache steht fest, dieser Greuel ist in Israel verübt worden, Deu17/5Deu dann sollst du diesen Mann oder diese Frau, die diese böse Sache getan haben, zu deinen Toren hinausführen,
den Mann oder die Frau, und sollst sie steinigen, dass sie sterben. Deu17/6Deu Auf die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen hin soll getötet werden, wer sterben soll. Er darf nicht auf die
Aussage eines einzelnen Zeugen hin getötet werden. Deu17/7Deu Die Hand der Zeugen soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst das Böse aus
deiner Mitte wegschaffen.
Deu17/8Deu Wenn [von den] Streitsachen in deinen Toren eine [Rechts]sache zwischen Blut und Blut, zwischen Rechtsanspruch und Rechtsanspruch, zwischen Körperverletzung und Körperverletzung für
dich zu schwierig ist zum Urteil, dann sollst du dich aufmachen und an die Stätte hinaufziehen, die der HERR, dein Gott, erwählen wird. Deu17/9Deu Und du sollst zu den Priestern, den Leviten,
kommen und zu dem Richter, der in jenen Tagen sein wird, und dich erkundigen; und sie werden dir den Urteilsspruch verkünden. Deu17/10Deu Und du sollst dem Spruch gemäß handeln, den sie dir
verkünden werden von jener Stätte aus, die der HERR erwählen wird, und sollst darauf achten, nach allem zu handeln, was sie dich lehren werden. Deu17/11Deu Dem Gesetz gemäß, das sie dich lehren,
und nach dem Recht, das sie dir sagen werden, sollst du handeln. Von dem Spruch, den sie dir verkünden werden, sollst du weder zur Rechten noch zur Linken abweichen. Deu17/12Deu Der Mann aber,
der in Vermessenheit handelt, dass er nicht auf den Priester hört, der dasteht, um dort den Dienst des HERRN, deines Gottes, zu verrichten, oder auf den Richter: dieser Mann soll sterben. Und du
sollst das Böse aus Israel wegschaffen. Deu17/13Deu Und das ganze Volk soll es hören. Und sie sollen sich fürchten und nicht mehr vermessen handeln.
Gesetz wegen des Königs.
Deu17/14Deu Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und es in Besitz genommen hast und darin wohnst und sagst: `Ich will einen König über mich setzen, wie alle Nationen,
die rings um mich her sind!', Deu17/15Deu dann sollst du nur den König über dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwählen wird. Aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich
setzen. Du sollst nicht einen Ausländer über dich setzen, der nicht dein Bruder ist. Deu17/16Deu Nur soll er sich nicht viele Pferde anschaffen, und [er] soll das Volk nicht nach Ägypten
zurückführen, um sich noch mehr Pferde anzuschaffen, denn der HERR hat euch gesagt: Ihr sollt nie wieder auf diesem Weg zurückkehren. Deu17/17Deu Und er soll sich nicht viele Frauen anschaffen,
damit sein Herz sich nicht [von Gott] abwendet. Auch Silber und Gold soll er sich nicht übermäßig anschaffen. Deu17/18Deu Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Königreiches sitzt,
dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus [dem Buch, das] den Priestern, den Leviten, vor[liegt]. Deu17/19Deu Und sie soll bei ihm sein, und er soll alle Tage
seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen Gott, fürchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, Deu17/20Deu damit sein Herz sich nicht über
seine Brüder erhebt und er von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner Königsherrschaft verlängert, er und seine Söhne, in der Mitte Israels.
Versorgung der Priester.
\18\
Deu18/1Deu Die Priester, die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen keinen Anteil noch ein Erbe mit Israel haben. Die Feueropfer des HERRN und sein Erbteil sollen sie essen. Deu18/2Deu Aber ein
Erbteil inmitten seiner Brüder soll er nicht haben. Der HERR ist sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat. - Deu18/3Deu Das aber ist der Rechtsanspruch der Priester an das Volk, an die, die ein
Schlachtopfer opfern, es sei Rind oder Schaf. Man soll dem Priester die Vorderkeule geben und die Kinnbacken und den Magen. Deu18/4Deu Die Erstlinge deines Getreides, deines Mostes und deines
Öles, und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe sollst du ihm geben. Deu18/5Deu Denn ihn hat der HERR, dein Gott, aus allen deinen Stämmen erwählt, damit er dastehe, um den Dienst im Namen
des HERRN zu verrichten, er und seine Söhne, alle Tage. - Deu18/6Deu Und wenn der Levit aus einem deiner Tore kommen wird, aus ganz Israel, wo er sich als Fremder aufhält, dann mag er nach
Herzenslust an die Stätte kommen, die der HERR erwählen wird, Deu18/7Deu und im Namen des HERRN, seines Gottes, den Dienst verrichten wie alle seine Brüder, die Leviten, die dort vor dem HERRN
stehen. Deu18/8Deu Zu gleichen Teilen sollen sie [davon] essen; [davon] ausgenommen ist, was er aufgrund von Familien[besitz] verkauft hat.
Warnung vor Zauberei und Wahrsagerei.
Deu18/9Deu Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, dann sollst du nicht lernen, es den Greueln dieser Nationen gleichzutun. Deu18/10Deu Es soll unter dir niemand gefunden
werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier Deu18/11Deu oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer
oder Wahrsager oder der die Toten befragt. Deu18/12Deu Denn ein Greuel für den HERRN ist jeder, der diese Dinge tut. Und um dieser Greuel willen treibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus.
Deu18/13Deu Du sollst dich ungeteilt an den HERRN, deinen Gott, halten. Deu18/14Deu Denn diese Nationen, die du austreiben wirst, hören auf Zauberer und auf Wahrsager. Du aber - so etwas hat der
HERR, dein Gott, dir nicht gestattet!
Ankündigung des rechten Propheten.
Deu18/15Deu Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören Deu18/16Deu nach allem, was du vom HERRN, deinem
Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem du sagtest: Ich möchte die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht länger hören, und dieses große Feuer möchte ich nicht mehr sehen, damit
ich nicht sterbe! Deu18/17Deu Da sprach der HERR zu mir: Sie haben recht getan [mit dem], was sie geredet haben. Deu18/18Deu Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder
erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde. Deu18/19Deu Und es wird geschehen, der Mann, der nicht auf meine Worte
hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich Rechenschaft fordern. - Deu18/20Deu Doch der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht
befohlen habe zu reden, oder der im Namen anderer Götter reden wird: dieser Prophet muß sterben. Deu18/21Deu Und wenn du in deinem Herzen sagst: `Wie sollen wir das Wort erkennen, das nicht der
HERR geredet hat?', Deu18/22Deu wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht der HERR geredet hat. In Vermessenheit
hat der Prophet es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu fürchten.
Zufluchtsstädte - Keine Grenzverletzung.
V. 1-13: 4Mo 35,9-29; Jos 20,1-9.
\19\
Deu19/1Deu Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrotten wird, deren Land der HERR, dein Gott, dir gibt, und du sie vertreibst und in ihren Städten und in ihren Häusern wohnst, Deu19/2Deu dann
sollst du dir drei Städte aussondern mitten in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen. Deu19/3Deu Du sollst dir den Weg [dahin] instandhalten und das Gebiet deines
Landes, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil geben wird, in drei Teile teilen. Und es soll [dazu] geschehen, dass jeder Totschläger dahin fliehen [kann].
Deu19/4Deu Das aber ist die Sache mit dem Totschläger, der dahin flieht, damit er am Leben bleibt: Wer seinen Nächsten unabsichtlich erschlägt und ihn nicht schon vorher haßte Deu19/5Deu - [etwa]
wer mit seinem Nächsten in den Wald geht, um Holz zu schlagen, und seine Hand holt mit der Axt aus, um das Holz abzuhauen, und das Eisen fährt vom Stiel und trifft seinen Nächsten, dass er stirbt
-, der soll in eine dieser Städte fliehen, damit er am Leben bleibt, Deu19/6Deu damit nicht der Bluträcher wutentbrannt dem Totschläger nachjagt und ihn einholt, weil der Weg zu lang ist, und ihn
totschlägt, obwohl ihn kein Todesurteil [traf], weil er ihn nicht schon vorher haßte. Deu19/7Deu Darum befehle ich dir: Drei Städte sollst du dir aussondern. - Deu19/8Deu Und wenn der HERR, dein
Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er deinen Vätern geschworen hat, und dir das ganze Land gibt, das er deinen Vätern zu geben zugesagt hat - Deu19/9Deu wenn du darauf achtest, dieses ganze
Gebot zu tun, das ich dir heute befehle, indem du den HERRN, deinen Gott, liebst und alle Tage auf seinen Wegen gehst -, dann sollst du dir noch drei Städte zu diesen dreien hinzufügen,
Deu19/10Deu damit nicht unschuldiges Blut vergossen wird mitten in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und Blutschuld auf dir ist. - Deu19/11Deu Wenn aber ein Mann seinen
Nächsten haßt und ihm auflauert und sich gegen ihn erhebt und ihn totschlägt, so dass er stirbt, und er flieht in eine dieser Städte: Deu19/12Deu dann sollen die Ältesten seiner Stadt hinsenden
und ihn von dort holen und ihn der Hand des Bluträchers übergeben, dass er sterbe. Deu19/13Deu Du sollst seinetwegen nicht betrübt sein, sondern du sollst unschuldig [vergossenes] Blut aus Israel
wegschaffen, damit es dir gutgeht.
Deu19/14Deu Du sollst nicht die Grenze deines Nächsten verrücken, die die Vorfahren gezogen haben in deinem Erbteil, das du erben wirst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in
Besitz zu nehmen.
Zeugen vor Gericht.
Deu19/15Deu Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemanden auftreten wegen irgendeiner Ungerechtigkeit oder wegen irgendeiner Sünde, wegen irgendeiner Verfehlung, die er begeht. [Nur] auf zweier
Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage hin soll eine Sache gültig sein. - Deu19/16Deu Wenn ein falscher Zeuge gegen jemanden auftritt, um ihn des Ungehorsams zu beschuldigen, Deu19/17Deu
dann sollen die beiden Männer, die den Rechtsstreit führen, vor den HERRN treten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen dasein werden. Deu19/18Deu Und die Richter sollen [die
Sache] genau untersuchen. Und siehe, ist der Zeuge ein Lügenzeuge, hat er gegen seinen Bruder Lüge bezeugt, Deu19/19Deu dann sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte. Und du sollst
das Böse aus deiner Mitte wegschaffen. Deu19/20Deu Und die übrigen sollen es hören und sich fürchten und nicht mehr länger eine solche böse Sache in deiner Mitte begehen. Deu19/21Deu Und du
sollst nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß!
Kriegsgesetze.
\20\
Deu20/1Deu Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und siehst Pferde und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, dann sollst du dich nicht vor ihnen fürchten. Denn der HERR, dein Gott, der
dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, ist mit dir. Deu20/2Deu Und es soll geschehen, wenn ihr zum Kampf heranrückt, dann soll der Priester herantreten und zum Volk reden Deu20/3Deu und zu
ihnen sagen: Höre, Israel! Ihr rückt heute zum Kampf gegen eure Feinde heran. Euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht und ängstigt euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Deu20/4Deu Denn
der HERR, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um für euch mit euren Feinden zu kämpfen, um euch zu retten. Deu20/5Deu Und die Aufseher sollen zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der
ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann es einweihe. Deu20/6Deu Und wer
ist der Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht genutzt hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann ihn nutze.
Deu20/7Deu Und wer ist der Mann, der sich mit einer Frau verlobt und sie noch nicht [zu sich] genommen hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe
und ein anderer Mann sie nehme. Deu20/8Deu Und die Aufseher sollen weiter zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat? Er mache sich auf und kehre in
sein Haus zurück, damit nicht das Herz seiner Brüder verzagt werde wie sein Herz. Deu20/9Deu Und es soll geschehen, wenn die Aufseher aufgehört haben, zum Volk zu reden, dann sollen sie
Heeroberste an die Spitze des Volkes stellen.
Deu20/10Deu Wenn du dich einer Stadt näherst, um gegen sie zu kämpfen, dann sollst du ihr [zunächst] Frieden anbieten. Deu20/11Deu Und es soll geschehen, wenn sie dir friedlich antwortet und dir
öffnet, dann soll alles Volk, das sich darin befindet, dir zur Zwangsarbeit [unterworfen werden] und dir dienen. Deu20/12Deu Und wenn sie mit dir nicht Frieden schließt, sondern Krieg mit dir
führt, dann sollst du sie belagern. Deu20/13Deu Und gibt der HERR, dein Gott, sie in deine Hand, dann sollst du all ihre Männlichen mit der Schärfe des Schwertes erschlagen. Deu20/14Deu Doch die
Frauen und die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, all ihre Beute, sollst du für dich rauben. Und du sollst [von der] Beute deiner Feinde essen, die der HERR, dein Gott, dir
gegeben hat. Deu20/15Deu So sollst du mit allen Städten tun, die weit von dir entfernt sind, die nicht von den Städten dieser Nationen hier sind. Deu20/16Deu Jedoch von den Städten dieser Völker,
die der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat. Deu20/17Deu Sondern du sollst an ihnen unbedingt den Bann vollstrecken: an den Hetitern und an den
Amoritern, den Kanaanitern und den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern, wie der HERR, dein Gott, dir befohlen hat, Deu20/18Deu damit sie euch nicht lehren, nach all ihren Greueln zu tun,
die sie ihren Göttern getan haben, und ihr so gegen den HERRN, euren Gott, sündigt.
Deu20/19Deu Wenn du eine Stadt viele Tage belagerst, um gegen sie zu kämpfen und sie einzunehmen, sollst du ihre Bäume nicht vernichten, indem du die Axt gegen sie schwingst. Denn du kannst von
ihnen essen; du sollst sie nicht abhauen. Ist etwa der Baum des Feldes ein Mensch, dass er von dir mitbelagert werden sollte? Deu20/20Deu Nur die Bäume, von denen du weißt, dass sie Bäume sind,
von denen man nicht ißt, die darfst du vernichten und umhauen. Und du kannst Belagerung[sgerät davon] bauen gegen die Stadt, die Krieg mit dir führt, bis sie gefallen ist.
Totschlag durch unbekannten Täter.
\21\
Deu21/1Deu Wenn in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen, ein Erschlagener auf dem Feld liegend gefunden wird, ohne dass es bekannt ist, wer ihn erschlagen hat,
Deu21/2Deu dann sollen deine Ältesten und deine Richter hinausgehen und [die Strecke] zu den Städten hin abmessen, die im Umkreis des Erschlagenen [liegen]. Deu21/3Deu Und es soll geschehen: Die
Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten [liegt] - die Ältesten jener Stadt sollen eine junge Kuh nehmen, mit der noch nicht gearbeitet worden ist, die noch nicht am Joch gezogen hat. Deu21/4Deu
Und die Ältesten jener Stadt sollen das Kalb zu einem immer fließenden Bach hinabführen, wo nicht gearbeitet und nicht gesät wird, und sollen dem Kalb dort im Bach das Genick brechen. Deu21/5Deu
Dann sollen die Priester, die Söhne Levis, herantreten. Denn sie hat der HERR, dein Gott, erwählt, seinen Dienst zu verrichten und im Namen des HERRN zu segnen; und nach ihrem Ausspruch soll man
bei jedem Rechsstreit und bei jeder Gewalttat verfahren. Deu21/6Deu Und alle Ältesten jener Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten sind, sollen über dem Kalb, dem das Genick im Bach gebrochen
wurde, ihre Hände waschen Deu21/7Deu und sollen bezeugen und sagen: Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben es nicht gesehen. Deu21/8Deu Vergib, HERR, deinem Volk
Israel, das du erlöst hast, und lege nicht unschuldiges Blut in die Mitte deines Volkes Israel! So wird ihnen die Blutschuld vergeben werden. Deu21/9Deu Und du, du sollst das unschuldige Blut aus
deiner Mitte wegschaffen; denn du sollst tun, was in den Augen des HERRN recht ist.
Deu21/10Deu Anweisung zur Behandlung weiblicher Gefangener
Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und der HERR, dein Gott, sie in deine Hand gibt und du ihre Gefangenen wegführst Deu21/11Deu und du unter den Gefangenen eine Frau, schön von
Gestalt, siehst und hängst an ihr und nimmst [sie] dir zur Frau, Deu21/12Deu dann sollst du sie in das Innere deines Hauses bringen. Und sie soll ihr Haupt scheren und ihre Nägel beschneiden
Deu21/13Deu und die Kleidung ihrer Gefangenschaft von sich ablegen und in deinem Haus bleiben und ihren Vater und ihre Mutter einen vollen Monat lang beweinen. Danach magst du zu ihr eingehen und
sie heiraten, so dass sie dir zur Frau wird. Deu21/14Deu Und es soll geschehen, wenn du kein Gefallen [mehr] an ihr hast, dann sollst du sie nach ihrem Wunsch entlassen. Aber du darfst sie
keineswegs für Geld verkaufen; du sollst sie nicht als Sklavin behandeln, weil du sie geschwächt hast.
Anweisungen zum Erstgeburtsrecht und über die Bestrafung ungehorsamer Söhne.
Deu21/15Deu Wenn ein Mann zwei Frauen hat, eine geliebte und eine gehaßte, und sie gebären ihm Söhne, die geliebte und die gehaßte, und der erstgeborene Sohn ist von der gehaßten: Deu21/16Deu
dann soll es geschehen an dem Tag, an dem er seine Söhne erben läßt, was ihm gehört, dass er nicht den Sohn der geliebten zum Erstgeborenen machen kann gegen den Sohn der gehaßten, [der doch] der
Erstgeborene [ist]. Deu21/17Deu Vielmehr soll er den Erstgeborenen, den Sohn der gehaßten, anerkennen, dass er ihm zwei Teile von allem gibt, was sich bei ihm findet. Denn er ist der Erstling
seiner Kraft, ihm gehört das Recht der Erstgeburt.
Deu21/18Deu Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der auf die Stimme seines Vaters und auf die Stimme seiner Mutter nicht hört, und sie züchtigen ihn, er aber hört
[weiterhin] nicht auf sie, Deu21/19Deu dann sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn hinausführen zu den Ältesten seiner Stadt und zum Tor seines Ortes. Deu21/20Deu Und sie sollen
zu den Ältesten seiner Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist störrisch und widerspenstig, er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und Säufer! Deu21/21Deu Dann sollen ihn alle Leute
seiner Stadt steinigen, dass er stirbt; so sollst du das Böse aus deiner Mitte wegschaffen. Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten.
Anweisung zur Behandlung Gehenkter.
Deu21/22Deu Und wenn bei einem Mann eine Sünde geschieht, [auf die] das Todesurteil [steht], und er wird getötet und du hängst ihn an ein Holz, Deu21/23Deu dann darf seine Leiche nicht über Nacht
an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt am selben Tag begraben. Denn ein Gehenkter ist ein Fluch Gottes. So sollst du dein Land nicht unrein machen, das der HERR, dein Gott, dir als
Erbteil gibt.
Achtung des Eigentums anderer - Anweisungen zum Schutz von Mensch und Tier.
\22\
Deu22/1Deu Nicht darfst du zusehen, wie das Rind deines Bruders oder sein Schaf umherirrt und dich ihnen entziehen; du sollst sie deinem Bruder unbedingt zurückbringen. Deu22/2Deu Wenn aber dein
Bruder nicht nahe bei dir [wohnt] oder du ihn nicht kennst, dann sollst du es in dein Haus aufnehmen, und es soll bei dir sein, bis dein Bruder es sucht. Dann gib es ihm zurück! Deu22/3Deu Und
ebenso sollst du es mit seinem Esel machen, ebenso sollst du es mit seinem Gewand machen, und ebenso sollst du es mit allem Verlorenen deines Bruders machen, das ihm verloren geht und das du
findest; du kannst dich nicht entziehen. Deu22/4Deu Du darfst nicht zusehen, wie der Esel deines Bruders oder sein Rind auf dem Weg fallen, und dich ihnen entziehen; du sollst [sie] unbedingt mit
ihm aufrichten.
Deu22/5Deu Männerzeug darf nicht auf einer Frau sein, und ein Mann darf nicht das Gewand einer Frau anziehen. Denn jeder, der dieses tut, ist ein Greuel für den HERRN, deinen Gott.
Deu22/6Deu Wenn sich zufällig ein Vogelnest vor dir auf dem Weg findet, auf irgendeinem Baum oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern,
dann darfst du die Mutter auf den Jungen nicht nehmen. Deu22/7Deu Du sollst die Mutter unbedingt fliegen lassen, die Jungen aber magst du dir nehmen, damit es dir gutgeht und du deine Tage
verlängerst.
Deu22/8Deu Wenn du ein neues Haus baust, dann sollst du ein Geländer um dein Dach machen, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus bringst, wenn irgend jemand von ihm herabfällt.
Deu22/9Deu Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei [Samen] besäen, damit nicht das Ganze dem Heiligtum verfällt, der Same, den du gesät hast, und der Ertrag des Weinberges. - Deu22/10Deu Du
sollst nicht mit einem Rind und einem Esel zusammen pflügen. - Deu22/11Deu Du sollst nicht Gewebe von verschiedenartigem Stoff anziehen, Wolle und Leinen zusammen.
Deu22/12Deu Quasten sollst du dir machen an den vier Zipfeln deines Oberkleides, mit dem du dich kleidest.
Schutz der Frau vor Verleumdung und Vergewaltigung.
Deu22/13Deu Wenn ein Mann eine Frau nimmt und zu ihr eingeht, und er haßt sie Deu22/14Deu und legt ihr Taten zur Last, die sie ins Gerede bringen, und bringt sie in schlechten Ruf und sagt: Diese
Frau habe ich genommen und mich ihr genaht und habe [die Zeichen der] Jungfrauschaft nicht an ihr gefunden! -, Deu22/15Deu dann sollen der Vater der jungen Frau und ihre Mutter die [Zeichen der]
Jungfrauschaft der jungen Frau nehmen und zu den Ältesten der Stadt ins Tor hinausbringen. Deu22/16Deu Dann soll der Vater der jungen Frau zu den Ältesten sagen: Ich habe meine Tochter diesem
Mann zur Frau gegeben, und er haßt sie. Deu22/17Deu Und siehe, er legt ihr Taten zur Last, die sie ins Gerede bringen, indem er sagt: Ich habe an deiner Tochter die [Zeichen der] Jungfrauschaft
nicht gefunden! Dies [hier] sind nun die [Zeichen der] Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sie sollen das Tuch vor den Ältesten der Stadt ausbreiten. Deu22/18Deu Und die Ältesten jener Stadt
sollen den Mann nehmen und ihn züchtigen. Deu22/19Deu Und sie sollen ihm eine Geldbuße von hundert [Schekel] Silber auferlegen und sie dem Vater der jungen Frau geben, weil er eine Jungfrau in
Israel in schlechten Ruf gebracht hat. Und sie soll [weiterhin] seine Frau sein; er kann sie nicht entlassen alle seine Tage. - Deu22/20Deu Wenn aber jene Sache Wahrheit gewesen ist, die [Zeichen
der] Jungfrauschaft sind an der jungen Frau nicht gefunden worden, Deu22/21Deu dann sollen sie die junge Frau hinausführen an den Eingang des Hauses ihres Vaters, und die Männer ihrer Stadt
sollen sie steinigen, dass sie stirbt, weil sie eine Schandtat in Israel verübt hat, zu huren im Haus ihres Vaters. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
Deu22/22Deu Wenn ein Mann bei einer Frau liegend angetroffen wird, die einem Mann gehört, dann sollen sie alle beide sterben, der Mann, der bei der Frau lag, und die Frau. Und du sollst das Böse
aus Israel wegschaffen.
Deu22/23Deu Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau, einem Mann verlobt ist, und es trifft sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr, Deu22/24Deu dann sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt
hinausführen und sie steinigen, dass sie sterben: das Mädchen deshalb, weil es in der Stadt nicht geschrieen hat, und den Mann deshalb, weil er die Frau seines Nächsten geschwächt hat. Und du
sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen. - Deu22/25Deu Wenn aber der Mann das verlobte Mädchen auf dem Feld trifft, und der Mann ergreift sie und liegt bei ihr, dann soll der Mann, der bei
ihr gelegen hat, allein sterben. Deu22/26Deu Aber dem Mädchen sollst du nichts tun, das Mädchen hat keine Sünde [begangen] [zum] Tode. Diese Sache ist vielmehr so, wie wenn ein Mann sich erhebt
gegen seinen Nächsten und ihn totschlägt. Deu22/27Deu Denn er hat sie auf dem Feld getroffen. Das verlobte Mädchen schrie, aber niemand war da, der es rettete.
Deu22/28Deu Wenn ein Mann ein Mädchen trifft, eine Jungfrau, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und liegt bei ihr, und sie werden [dabei] angetroffen: Deu22/29Deu dann soll der Mann, der bei
ihr lag, dem Vater des Mädchens fünfzig [Schekel] Silber geben, und es soll seine Frau werden, weil er sie geschwächt hat; er kann sie nicht entlassen all seine Tage.
\23\
Deu23/1Deu Ein Mann darf nicht die Frau seines Vaters nehmen und darf die Decke seines Vaters nicht aufdecken.
Zugehörigkeit zur Gemeinde des HERRN.
Deu23/2Deu Einer, dem die Hoden zerstoßen sind oder die Harnröhre abgeschnitten ist, darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen. Deu23/3Deu Ein Bastard darf nicht in die Versammlung des HERRN
kommen; auch die zehnte Generation von ihm soll nicht in die Versammlung des HERRN kommen. - Deu23/4Deu Ein Ammoniter oder Moabiter darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen; auch die zehnte
Generation von ihnen darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen, für ewig; Deu23/5Deu deshalb, weil sie euch nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen sind auf dem Weg, als ihr aus
Ägypten zogt, und weil er Bileam, den Sohn des Beor, aus Petor in Mesopotamien, gegen dich gedungen hat, dich zu verfluchen. Deu23/6Deu Aber der HERR, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hören,
und der HERR, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um; denn der HERR, dein Gott, hatte dich lieb. Deu23/7Deu Du sollst ihren Frieden und ihr Wohl nicht suchen alle deine Tage, für
ewig.
Deu23/8Deu Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den Ägypter sollst du nicht verabscheuen, denn du bist ein Fremder in seinem Land gewesen. Deu23/9Deu Kinder, die
ihnen geboren werden, dürfen von ihnen in der dritten Generation in die Versammlung des HERRN kommen.
Reinerhaltung des Kriegslagers.
Deu23/10Deu Wenn du gegen deine Feinde ins Kriegslager ausziehst, dann sollst du dich vor allem Bösen hüten:
Deu23/11Deu Wenn ein Mann unter dir ist, der durch einen Zufall der Nacht nicht rein ist, dann soll er nach draußen vor das Lager hinausgehen. Er darf nicht ins Lager hineinkommen. Deu23/12Deu
Und es soll geschehen, beim Anbruch des Abends soll er sich im Wasser baden, und beim Untergang der Sonne darf er [wieder] ins Lager kommen. Deu23/13Deu Und du sollst einen Platz außerhalb des
Lagers haben, dahin kannst du [für deine Notdurft] hinausgehen. Deu23/14Deu Und du sollst eine Schaufel bei deinem Gerät haben. Und es soll geschehen, wenn du dich draußen hinsetzt, so sollst du
[ein Loch] damit graben und deine Ausscheidung wieder zudecken. Deu23/15Deu Denn der HERR, dein Gott, lebt mitten in deinem Lager, um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben. Und
dein Lager soll heilig sein, dass er nichts Anstößiges unter dir sieht und sich von dir abwendet.
Vorschriften über Sklaven, Huren, Zinsen, Gelübde und Fremdeigentum.
Deu23/16Deu Einen Sklaven, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet, sollst du seinem Herrn nicht ausliefern. Deu23/17Deu Bei dir soll er wohnen, in deiner Mitte, an dem Ort, den er in einem
deiner Tore erwählen wird, wo es ihn gut dünkt: du sollst ihn nicht unterdrücken.
Deu23/18Deu Eine Geweihte soll es unter den Töchtern Israel nicht geben, und [auch] einen Geweihten soll es nicht unter den Söhnen Israel geben. Deu23/19Deu Du sollst keinen Hurenlohn und [kein]
Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen für irgendein Gelübde; denn auch diese beiden sind ein Greuel für den HERRN, deinen Gott.
Deu23/20Deu Du sollst deinem Bruder keinen Zins auferlegen, Zins für Geld, Zins für Speise, Zins für irgendeine Sache, die man gegen Zins ausleiht. Deu23/21Deu Dem Fremden magst du Zins
auferlegen, aber deinem Bruder darfst du nicht Zins auferlegen, damit der HERR, dein Gott, dich segnet in allem Geschäft deiner Hand in dem Land, in das du kommst, um es in Besitz zu
nehmen.
Deu23/22Deu Wenn du für den HERRN, deinen Gott, ein Gelübde ablegst, sollst du nicht zögern, es zu erfüllen. Denn der HERR, dein Gott, wird es unbedingt von dir fordern, und Sünde würde an dir
sein. Deu23/23Deu Wenn du es aber unterläßt, [etwas] zu geloben, wird keine Sünde an dir sein. Deu23/24Deu Was über deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und ausführen, wie du dem HERRN,
deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Mund geredet hast.
Deu23/25Deu Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, dann magst du Trauben essen nach Herzenslust, [bis] du satt bist; in dein Gefäß aber darfst du nichts tun. Deu23/26Deu Wenn du in das
Getreide[feld] deines Nächsten kommst, dann darfst du Ähren mit deiner Hand abpflücken; aber die Sichel sollst du nicht über das Getreide deines Nächsten schwingen.
Vorschriften über den Scheidebrief - Kriegsdienst der Jungverheirateten.
\24\
Deu24/1Deu Wenn ein Mann eine Frau nimmt und sie heiratet und es geschieht, dass sie keine Gunst in seinen Augen findet, weil er etwas Anstößiges an ihr gefunden hat und er ihr einen Scheidebrief
geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat, Deu24/2Deu und sie ist aus seinem Haus gezogen und ist hingegangen und [die Frau] eines anderen Mannes geworden,
Deu24/3Deu [wenn dann] auch der andere Mann sie gehaßt und ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat oder wenn der andere Mann stirbt, der
sie sich zur Frau genommen hat, Deu24/4Deu [dann] kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wieder nehmen, dass sie seine Frau sei, nachdem sie unrein gemacht worden ist. Denn ein
Greuel ist das vor dem HERRN. Und du sollst das Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, nicht zur Sünde verführen.
Deu24/5Deu Wenn ein Mann erst kurz verheiratet ist, soll er nicht mit dem Heer ausziehen, und es soll ihm keinerlei Verpflichtung auferlegt werden. Er soll ein Jahr lang frei sein für sein Haus
und seine Frau, die er genommen hat, erfreuen.
Verordnungen zum Schutz der Schwachen.
Deu24/6Deu Man soll nicht Handmühle und Mühlstein pfänden; denn [damit] pfändet man das Leben.
Deu24/7Deu Wenn ein Mann gefunden wird, der einen von seinen Brüdern, [einen] von den Söhnen Israel, geraubt hat und ihn als Sklaven behandelt und verkauft hat, dann soll dieser Dieb sterben. Und
du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
Deu24/8Deu Bei der Plage des Aussatzes hüte dich, dass du sehr darauf achtest und alles tust, was euch die Priester, die Leviten, lehren werden. Ihr sollt darauf achten, zu tun, wie ich ihnen
befohlen habe. Deu24/9Deu Denk daran, was der HERR, dein Gott, an Mirjam getan hat auf dem Weg, als ihr aus Ägypten zogt!
Deu24/10Deu Wenn du deinem Nächsten irgendein Darlehen leihst, dann sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um von ihm ein Pfand zu erheben. Deu24/11Deu Draußen sollst du stehenbleiben, und der
Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir nach draußen hinausbringen. Deu24/12Deu Und wenn er ein bedürftiger Mann ist, sollst du dich nicht mit seinem Pfand schlafen legen. Deu24/13Deu
Du sollst ihm das Pfand unbedingt beim Untergang der Sonne zurückgeben, damit er sich in seinem Mantel schlafen lege und dich segne; und es wird für dich als Gerechtigkeit gelten vor dem HERRN,
deinem Gott.
Deu24/14Deu Du sollst den bedürftigen und armen Lohnarbeiter nicht unterdrücken, [sei er einer] von deinen Brüdern oder von deinen Fremden, die in deinem Land, in deinen Toren [wohnen].
Deu24/15Deu Am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne soll nicht darüber untergehen - denn er ist bedürftig und verlangt sehnsüchtig danach -, damit er nicht über dich zum
HERRN schreit und Sünde an dir ist. Deu24/16Deu Nicht sollen Väter um der Söhne willen getötet werden und Söhne sollen nicht um der Väter willen getötet werden; sie sollen jeder für seine
[eigene] Sünde getötet werden.
Deu24/17Deu Du sollst das Recht eines Fremden [und] einer Waise nicht beugen; und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfänden. Deu24/18Deu Und du sollst daran denken, dass du Sklave in Ägypten
warst und dass der HERR, dein Gott, dich von dort erlöst hat; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.
Deu24/19Deu Wenn du deine Ernte auf deinem Feld einbringst und hast eine Garbe auf dem Feld vergessen, sollst du nicht umkehren, um sie zu holen. Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe
soll sie sein, damit der HERR, dein Gott, dich segnet in allem Tun deiner Hände. Deu24/20Deu Wenn du deine Oliven abschlägst, sollst du nicht hinterher die Zweige absuchen: für den Fremden, für
die Waise und für die Witwe soll es sein. Deu24/21Deu Wenn du in deinem Weinberg Lese hältst, sollst du nicht hinterher Nachlese halten. Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll es
sein. Deu24/22Deu Und du sollst daran denken, dass du Sklave warst im Land Ägypten; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.
Prügelstrafe.
\25\
Deu25/1Deu Wenn ein Rechtsstreit zwischen Männern entsteht und sie vor Gericht treten, und man richtet sie, dann soll man den Gerechten gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig.
Deu25/2Deu Und es soll geschehen, wenn der Schuldige Schläge verdient hat, dann soll der Richter ihn hinlegen und ihm in seiner Gegenwart nach [der festgesetzten] Zahl Schläge geben [lassen],
seiner Schuld entsprechend. Deu25/3Deu Vierzig [Schläge] darf er ihm geben [lassen] - nicht mehr -, damit nicht, wenn er fortfährt, ihn über diese hinaus mit vielen Schlägen zu schlagen, dein
Bruder in deinen Augen entehrt wird.
Deu25/4Deu Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt.
Schwagerehe.
Deu25/5Deu Wenn Brüder zusammen wohnen und einer von ihnen stirbt und hat keinen Sohn, dann soll die Frau des Verstorbenen nicht auswärts einem fremden Mann angehören. Ihr Schwager soll zu ihr
eingehen und sie sich zur Frau nehmen und mit ihr die Schwagerehe vollziehen. Deu25/6Deu Und es soll geschehen: der Erstgeborene, den sie [dann] gebiert, soll den Namen seines verstorbenen
Bruders weiterführen, damit dessen Name aus Israel nicht ausgelöscht wird. Deu25/7Deu Wenn aber der Mann keine Lust hat, seine Schwägerin zu nehmen, dann soll seine Schwägerin ins Tor hinaufgehen
zu den Ältesten und soll sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder den Namen in Israel aufrechtzuerhalten; er will die Schwagerehe mit mir nicht eingehen. Deu25/8Deu Und die Ältesten
seiner Stadt sollen ihn rufen und mit ihm reden. Doch stellt er sich dann hin und sagt: Ich habe keine Lust, sie zu nehmen, Deu25/9Deu dann soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu ihm
hintreten und ihm den Schuh von seinem Fuß abziehen und ihm ins Gesicht spucken. Und sie soll antworten und sagen: So soll dem Mann geschehen, der das Haus seines Bruders nicht bauen will!
Deu25/10Deu Und sein Name soll in Israel heißen `Haus des Barfüßers'.
Warnung vor unzüchtigem Verhalten und falschen Gewichten.
Deu25/11Deu Wenn Männer miteinander raufen, ein Mann und sein Bruder, und die Frau des einen eilt herbei, um ihren Mann aus der Hand dessen, der ihn schlägt, zu retten, und sie streckt ihre Hand
aus und greift an seine Geschlechtsteile: Deu25/12Deu dann sollst du ihr die Hand abhauen; du sollst nicht schonen.
Deu25/13Deu Du sollst nicht zweierlei Gewichtsteine in deinem Beutel haben, einen großen und einen kleinen. Deu25/14Deu Du sollst nicht zweierlei Efa in deinem Haus haben, ein großes und ein
kleines. Deu25/15Deu Vollen und gerechten Gewichtstein sollst du haben, und volles und gerechtes Efa sollst du haben, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt.
Deu25/16Deu Denn ein Greuel für den HERRN, deinen Gott, ist jeder, der dieses tut, jeder, der unrecht tut.
Gebot der Ausrottung der Amalekiter.
Deu25/17Deu Denk daran, was Amalek dir getan hat auf dem Weg, als ihr aus Ägypten zogt, Deu25/18Deu wie er dir auf dem Weg entgegentrat und deine Nachzügler schlug, alle Schwachen hinter dir, als
du erschöpft und müde warst, und dass er Gott nicht fürchtete. Deu25/19Deu Und wenn der HERR, dein Gott, dir Ruhe verschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das der HERR, dein
Gott, dir als Erbteil gibt, es in Besitz zu nehmen, dann sollst du die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel auslöschen. Vergiß es nicht!
Verordnungen über Erstlingsfrüchte und Zehnten.
\26\
Deu26/1Deu Und es soll geschehen, wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und du hast es in Besitz genommen und wohnst darin, Deu26/2Deu dann sollst du von den
Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du von deinem Land einbringst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an die Stätte gehen, die der HERR, dein
Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Deu26/3Deu Und du sollst zu dem Priester kommen, der in jenen Tagen da ist, und zu ihm sagen: Ich bezeuge heute dem HERRN, deinem Gott,
dass ich in das Land gekommen bin, das uns zu geben der HERR unseren Vätern geschworen hat. Deu26/4Deu Und der Priester soll den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor den Altar des HERRN,
deines Gottes, niedersetzen. Deu26/5Deu Du aber sollst vor dem HERRN, deinem Gott, anheben und sprechen: Ein umherirrender Aramäer war mein Vater; und er zog nach Ägypten hinab und hielt sich
dort als Fremder auf, als ein geringes Häuflein. Doch er wurde dort zu einer großen, starken und zahlreichen Nation. Deu26/6Deu Und die Ägypter mißhandelten uns, unterdrückten uns und legten uns
harte Arbeit auf. Deu26/7Deu Da schrieen wir zu dem HERRN, dem Gott unserer Väter, und der HERR hörte unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Mühsal und unsere Bedrängnis. Deu26/8Deu Und der
HERR führte uns aus Ägypten heraus mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit großem Schrecken und mit Zeichen und Wundern . Deu26/9Deu Und er brachte uns an diese Stätte und gab uns
dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Deu26/10Deu Und nun siehe, ich habe die Erstlinge der Frucht des Landes gebracht, das du, HERR, mir gegeben hast. - Und du sollst sie
vor dem HERRN, deinem Gott, niederlegen und anbeten vor dem HERRN, deinem Gott. Deu26/11Deu Und du sollst dich an all dem Guten freuen, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat,
du und der Levit und der Fremde, der in deiner Mitte [wohnt].
Deu26/12Deu Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages im dritten Jahr, dem Jahr des Zehnten, vollständig entrichtet hast und ihn dem Leviten, dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben hast,
damit sie in deinen Toren essen und sich sättigen, Deu26/13Deu dann sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: Ich habe das Geheiligte aus dem Haus weggeschafft und habe es auch dem Leviten
und dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben nach all deinem Gebot, das du mir befohlen hast; ich habe deine Gebote nicht übertreten noch vergessen. Deu26/14Deu Ich habe nichts [davon]
gegessen in meiner Trauer und habe nichts [davon] in [meiner] Unreinheit weggeschafft und habe nichts [davon] für einen Toten gegeben. Ich habe der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorcht, ich
habe getan nach allem, was du mir geboten hast. Deu26/15Deu Blicke herab von deiner heiligen Wohnung vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben, wie du es unseren
Vätern geschworen hast, ein Land, das von Milch und Honig überfließt!
Pflichten und Rechte Israels.
Deu26/16Deu Am heutigen Tag befiehlt dir der HERR, dein Gott, diese Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu tun. So bewahre und tue sie mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele!
Deu26/17Deu Du hast heute den HERRN sagen lassen, dass er dein Gott sein will und dass du auf seinen Wegen gehen und seine Ordnungen und seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen bewahren und
seiner Stimme gehorchen willst. Deu26/18Deu Und der HERR hat dich heute sagen lassen, dass du ihm ein Eigentumsvolk sein willst, wie er zu dir geredet hat, und dass du alle seine Gebote bewahren
willst Deu26/19Deu und dass er dich als höchste über alle Nationen stellen will, die er gemacht hat, zum Ruhm und zum Namen und zum Schmuck und dass du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk
sein willst, wie er geredet hat.
Gedenkaltar in Kanaan - Flüche vom Berg Ebal.
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Deu27/1Deu Und Mose und die Ältesten von Israel befahlen dem Volk: Bewahrt das ganze Gebot, das ich euch heute befehle! Deu27/2Deu Und es soll geschehen, an dem Tag, an dem ihr über den Jordan in
das Land hinüberzieht, das der HERR, dein Gott, dir gibt, sollst du dir große Steine aufrichten und sie mit Kalk bestreichen. Deu27/3Deu Und du sollst alle Worte dieses Gesetzes auf sie
schreiben, wenn du hinübergezogen bist, damit du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig überfließt, wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir
geredet hat. Deu27/4Deu Und es soll geschehen, wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollt ihr diese Steine, über die ich euch heute Befehl gebe, auf dem Berg Ebal aufrichten; und du sollst sie
mit Kalk bestreichen. Deu27/5Deu Und dort sollst du dem HERRN, deinem Gott, einen Altar bauen, einen Altar aus Steinen. Du sollst kein Eisen über ihnen schwingen, Deu27/6Deu aus unbehauenen
Steinen sollst du den Altar des HERRN, deines Gottes, bauen. Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, Brandopfer darauf opfern, Deu27/7Deu und du sollst Heilsopfer opfern und dort essen und dich vor
dem HERRN, deinem Gott, freuen. - Deu27/8Deu Und auf die Steine sollst du alle Worte dieses Gesetzes deutlich [und] sorgfältig schreiben.
Deu27/9Deu Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten zu ganz Israel und sagten: Sei still und höre, Israel! Am heutigen Tag bist du dem HERRN, deinem Gott, zum Volk geworden. Deu27/10Deu So
gehorche der Stimme des HERRN, deines Gottes, und tue seine Gebote und seine Ordnungen, die ich dir heute befehle.
V. 12-14: 1Mo 35,23-26.
Deu27/11Deu Und Mose befahl dem Volk an jenem Tag und sagte: Deu27/12Deu Wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollen diese auf dem Berg Garizim stehen, um das Volk zu segnen:
Simeon und Levi und Juda und Issaschar und Joseph und Benjamin. Deu27/13Deu Und diese sollen auf dem Berg Ebal stehen zum Verfluchen: Ruben, Gad und Asser und Sebulon, Dan und Naftali.
Deu27/14Deu Und die Leviten sollen anfangen und zu allen Männern von Israel mit erhobener Stimme sprechen:
Deu27/15Deu Verflucht sei der Mann, der ein Götterbild oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel für den HERRN, ein Werk von Künstlerhänden, und es im Verborgenen aufstellt! Und das ganze Volk
antworte und sage: Amen!
Deu27/16Deu Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verachtet! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/17Deu Verflucht sei, wer die Grenze seines Nächsten verrückt! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/18Deu Verflucht sei, wer einen Blinden auf dem Weg irreführt! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/19Deu Verflucht sei, wer das Recht des Fremden, der Waise und der Witwe beugt! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/20Deu Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt, denn er hat die Decke seines Vaters aufgedeckt! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/21Deu Verflucht sei, wer bei irgendeinem Tier liegt! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/22Deu Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, der Tochter seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/23Deu Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/24Deu Verflucht sei, wer seinen Nächsten im Verborgenen erschlägt! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/25Deu Verflucht sei, wer ein Bestechungsgeschenk nimmt, um jemanden zu erschlagen, unschuldiges Blut [zu vergießen]! Und das ganze Volk sage: Amen!
Deu27/26Deu Verflucht sei, wer die Worte dieses Gesetzes nicht aufrechterhält, sie zu tun! Und das ganze Volk sage: Amen!
Segen und Fluch.
V. 1-14: 3Mo 26,3-13.
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Deu28/1Deu Und es wird geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, genau gehorchst, dass du darauf achtest, all seine Gebote zu tun, die ich dir heute befehle, dann wird der HERR,
dein Gott, dich als höchste über alle Nationen der Erde stellen. Deu28/2Deu Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du der Stimme des HERRN, deines
Gottes, gehorchst. Deu28/3Deu Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Feld. Deu28/4Deu Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines
Ackerlandes und die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe. Deu28/5Deu Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog. Deu28/6Deu Gesegnet wirst du sein bei
deinem Eingang, und gesegnet wirst du sein bei deinem Ausgang. Deu28/7Deu Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, geschlagen vor dir dahingeben. Auf einem Weg werden sie gegen
dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen. Deu28/8Deu Der HERR wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu allem Geschäft deiner Hand, und er wird dich segnen in
dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. Deu28/9Deu Der HERR wird dich zu einem heiligen Volk für sich erheben, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, hältst
und auf seinen Wegen gehst. Deu28/10Deu Und alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name des HERRN über dir ausgerufen ist, und sie werden sich vor dir fürchten. Deu28/11Deu Und der HERR wird
dir Überfluß geben an Gutem, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehes und an der Frucht deines Ackerlandes, zur Wohlfahrt in dem Land, das dir zu geben der HERR deinen Vätern
geschworen hat. Deu28/12Deu Der HERR wird dir seinen guten Schatz, den Himmel, auftun, um deinem Land Regen zu seiner Zeit zu geben und um alles Tun deiner Hand zu segnen. Und du wirst vielen
Nationen ausleihen, du selbst aber wirst [dir] nichts leihen. Deu28/13Deu Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und du wirst nur immer aufwärtssteigen und nicht
hinuntersinken, wenn du den Geboten des HERRN, deines Gottes, gehorchst, die zu bewahren und zu tun ich dir heute befehle, Deu28/14Deu und von all den Worten, die ich euch heute befehle, weder
zur Rechten noch zur Linken abweichst, um anderen Göttern nachzulaufen, ihnen zu dienen.
V. 15-68: 3Mo 26,14-39.
Deu28/15Deu Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorchst, [so] dass du [nicht] darauf achtest, all seine Gebote und seine Ordnungen zu tun, die ich dir
heute gebiete, dann werden all diese Flüche über dich kommen und dich erreichen. Deu28/16Deu Verflucht wirst du sein in der Stadt, und verflucht wirst du sein auf dem Feld. Deu28/17Deu Verflucht
wird sein dein Korb und dein Backtrog. Deu28/18Deu Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackerlandes, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe. Deu28/19Deu
Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang, und verflucht wirst du sein bei deinem Ausgang. - Deu28/20Deu Der HERR wird den Fluch, die Bestürzung und die Verwünschung gegen dich senden in allem
Geschäft deiner Hand, das du tust, bis du vernichtet bist und bis du schnell umkommst wegen der Bosheit deiner Taten, mit denen du mich verlassen hast. Deu28/21Deu Der HERR wird die Pest an dir
haften lassen, bis er dich ausgerottet hat aus dem Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen. Deu28/22Deu Der HERR wird dich schlagen mit Schwindsucht und mit Fieberglut und mit Hitze und
mit Entzündung und mit Dürre und mit Getreidebrand und mit Vergilben [des Korns], und sie werden dich verfolgen, bis du umgekommen bist. Deu28/23Deu Und dein Himmel, der über deinem Haupt ist,
wird Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, Eisen. Deu28/24Deu Der HERR wird den Regen deines Landes zu Staub und Sand machen. Vom Himmel wird es auf dich herabkommen, bis du umgekommen bist.
Deu28/25Deu Der HERR wird dich geschlagen vor deinen Feinden dahingeben. Auf einem Weg wirst du gegen sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst zum Schreckbild
für alle Königreiche der Erde werden. Deu28/26Deu Und deine Leiche wird allen Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß werden, und niemand wird sie wegscheuchen. Deu28/27Deu Der HERR
wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens und mit Beulen und mit Krätze und mit Grind, dass du nicht [mehr] geheilt werden kannst. Deu28/28Deu Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn und
mit Blindheit und mit Geistesverwirrung. Deu28/29Deu Und du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst keinen Erfolg haben auf deinen Wegen. Und du wirst alle
Tage nur unterdrückt und beraubt sein, und niemand wird helfen. Deu28/30Deu Eine Frau wirst du dir verloben, aber ein anderer Mann wird sie beschlafen. Ein Haus wirst du bauen, aber nicht darin
wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen, aber du wirst ihn nicht nutzen. Deu28/31Deu Dein Rind wird vor deinen Augen geschlachtet, und du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem
Gesicht geraubt und nicht zu dir zurückkehren. Deine Schafe werden deinen Feinden gegeben, und du wirst niemanden haben, der hilft. Deu28/32Deu Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen
Volk gegeben, und deine Augen werden es sehen und werden nach ihnen schmachten den ganzen Tag; aber du wirst machtlos sein. Deu28/33Deu Die Frucht deines Ackers und all dein Erworbenes wird ein
Volk verzehren, das du nicht kennst; und du wirst nur unterdrückt und zerschlagen sein alle Tage. Deu28/34Deu Und du wirst wahnsinnig werden vor dem Anblick [dessen], was deine Augen erblicken
[müssen]. Deu28/35Deu Der HERR wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und an den Schenkeln, von deiner Fußsohle bis zu deinem Scheitel, dass du nicht [mehr] geheilt werden kannst.
Deu28/36Deu Der HERR wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einer Nation wegführen, die du nicht gekannt hast, du und deine Väter. Und du wirst dort anderen Göttern,
[Göttern aus] Holz und Stein, dienen. Deu28/37Deu Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern, wohin der HERR dich wegtreiben wird. Deu28/38Deu Viel
Samen wirst du aufs Feld hinausbringen, aber wenig einsammeln, denn die Heuschrecke wird es abfressen. Deu28/39Deu Weinberge wirst du pflanzen und bearbeiten; aber Wein wirst du weder trinken
noch einsammeln, denn der Wurm wird ihn abfressen. Deu28/40Deu Ölbäume wirst du in deinem ganzen Gebiet haben; aber mit Öl wirst du dich nicht salben, denn deine Oliven fallen ab. Deu28/41Deu
Söhne und Töchter wirst du zeugen; aber sie werden dir nicht gehören, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen. Deu28/42Deu Alle deine Bäume und die Frucht deines Ackerlandes wird die Grille
in Besitz nehmen. Deu28/43Deu Der Fremde, der in deiner Mitte [wohnt], wird höher und höher über dich emporsteigen, und du, du wirst tiefer und tiefer hinabsinken. Deu28/44Deu Er wird dir leihen,
du aber wirst ihm nicht leihen [können]; er wird zum Haupt, du aber wirst zum Schwanz.
Deu28/45Deu Und alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und dich erreichen, bis du vernichtet bist, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast, seine
Gebote und seine Ordnungen zu bewahren, die er dir befohlen hat. Deu28/46Deu Und sie werden zum Zeichen und zum Wunder sein an dir und an deinen Nachkommen für ewig. Deu28/47Deu Dafür dass du dem
HERRN, deinem Gott, nicht mit Freude und mit fröhlichem Herzen gedient hast wegen des Überflusses an allem, Deu28/48Deu wirst du deinen Feinden, die der HERR gegen dich senden wird, dienen in
Hunger und Durst, in Blöße und in Mangel an allem. Und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vernichtet hat. Deu28/49Deu Der HERR wird von ferne, vom Ende der Erde her,
eine Nation über dich bringen. Wie der Adler fliegt, [so kommt sie], eine Nation, deren Sprache du nicht verstehst, Deu28/50Deu eine Nation mit hartem Gesicht, die für den Alten keine Rücksicht
kennt und für den Jungen keine Gnade, Deu28/51Deu und [die] die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes verzehren wird, bis du vernichtet bist, die dir weder Getreide, Most oder Öl
[noch] den Wurf deiner Rinder oder die Zucht deiner Schafe übriglassen wird, bis sie dich zugrunde gerichtet hat. Deu28/52Deu Und sie wird dich belagern in all deinen Toren, bis deine hohen und
festen Mauern, auf die du vertraust, in deinem ganzen Land gefallen sind. Und sie wird dich belagern in all deinen Toren, in deinem ganzen Land, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.
Deu28/53Deu Dann wirst du die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein
Feind bedrängen wird. Deu28/54Deu Der weichlichste und am meisten verzärtelte Mann bei dir, dessen Auge wird mißgünstig auf seinen Bruder blicken und auf die Frau an seinem Busen und auf seine
übriggebliebenen Kinder, die er übrigbehalten hat. Deu28/55Deu Keinem von ihnen gibt er [etwas] vom Fleisch seiner Kinder, das er ißt, weil ihm nichts übriggeblieben ist in der Belagerung und
Bedrängnis, mit der dein Feind dich bedrängen wird in all deinen Toren. Deu28/56Deu Die Weichlichste bei dir und die Verzärteltste, die vor Verzärtelung und vor Verweichlichung nie versucht hat,
ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, deren Auge wird mißgünstig auf den Mann an ihrem Busen blicken und auf ihren Sohn und auf ihre Tochter Deu28/57Deu wegen ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren
Beinen hervorkommt, und wegen ihrer Kinder, die sie gebiert. Denn sie wird sie aus Mangel an allem im geheimen aufessen in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dein Feind dich bedrängen wird in
deinen Toren. - Deu28/58Deu Wenn du nicht darauf achtest, alle Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du diesen herrlichen und furchtbaren Namen, den HERRN,
deinen Gott, fürchtest, Deu28/59Deu dann wird der HERR deine Plagen und die Plagen deiner Nachkommen außergewöhnlich machen: große und andauernde Plagen und böse und andauernde Krankheiten.
Deu28/60Deu Und er wird alle Seuchen Ägyptens gegen dich wenden, vor denen du dich fürchtest, und sie werden an dir haften [bleiben]. Deu28/61Deu Auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht
in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben sind, - der HERR wird sie über dich kommen lassen, bis du vernichtet bist. Deu28/62Deu Als ein geringes Häuflein werdet ihr übrigbleiben, statt dass ihr
wie die Sterne des Himmels an Menge geworden wärt, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast. - Deu28/63Deu Und es wird geschehen: wie der HERR sich über euch freute, euch
Gutes zu tun und euch zahlreich werden zu lassen, so wird der HERR sich über euch freuen, euch zugrunde zu richten und euch zu vernichten. Und ihr werdet aus dem Land herausgerissen werden, wohin
du kommst, um es in Besitz zu nehmen. Deu28/64Deu Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Und du wirst dort andern Göttern
dienen, die du nicht gekannt hast, [weder] du noch deine Väter - [Göttern aus] Holz und Stein. Deu28/65Deu Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fußsohle wird keinen
Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele. Deu28/66Deu Und dein Leben wird in Gefahr schweben, du wirst dich Nacht und
Tag fürchten und deines Lebens nicht sicher sein. Deu28/67Deu Am Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend! und am Abend wirst du sagen: Wäre es doch Morgen! - wegen des Zitterns deines Herzens,
mit dem du zitterst, und wegen des Anblicks [dessen], was deine Augen erblicken [müssen]. Deu28/68Deu Und der HERR wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückkehren lassen, auf dem Weg, von dem
ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nie mehr wiedersehen! Und ihr werdet euch dort euren Feinden als Sklaven und als Sklavinnen zum Kauf anbieten, aber es wird kein Käufer da sein.
Deu28/69Deu Das sind die Worte des Bundes, von dem der HERR dem Mose befohlen hatte, er solle [ihn] mit den Söhnen Israel im Land Moab schließen neben dem Bund, den er am Horeb mit ihnen
geschlossen hatte.
Bund Gottes mit Israel im Land Moab - Mahnung zur Gesetzestreue.
\29\
Deu29/1Deu Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gesehen, was der HERR vor euren Augen im Land Ägypten getan hat an dem Pharao und an all seinen Knechten und an seinem
ganzen Land: Deu29/2Deu die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen haben, jene großen Zeichen und Wunder. Deu29/3Deu Aber der HERR hat euch bis zum heutigen Tag weder ein Herz gegeben zu
erkennen noch Augen zu sehen, noch Ohren zu hören. Deu29/4Deu Und ich habe euch vierzig Jahre in der Wüste geführt: eure Kleider sind nicht an euch zerschlissen, und dein Schuh an deinem Fuß ist
nicht zerschlissen. Deu29/5Deu Brot habt ihr nicht gegessen, und Wein und Rauschtrank habt ihr nicht getrunken, damit ihr erkenntet, dass ich der HERR, euer Gott, bin. Deu29/6Deu Und als ihr an
diesen Ort kamt, da zogen Sihon, der König von Heschbon, und Og, der König von Basan, uns zum Kampf entgegen, und wir schlugen sie. Deu29/7Deu Und wir nahmen ihr Land ein und gaben es den
Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamm der Manassiter zum Erbteil. Deu29/8Deu So bewahrt denn die Worte dieses Bundes und tut sie, damit ihr Erfolg habt in allem, was ihr
tut!
Deu29/9Deu Ihr alle steht heute vor dem HERRN, eurem Gott: eure Häupter, eure Stämme, eure Ältesten und eure Aufseher, alle Männer von Israel, Deu29/10Deu eure Kinder, eure Frauen und dein
Fremder, der mitten in deinem Lager ist, von deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschöpfer, Deu29/11Deu damit du in den Bund des HERRN, deines Gottes, eintrittst und in seine Fluchbestimmung, den
der HERR, dein Gott, heute mit dir schließt, Deu29/12Deu damit er dich heute zu seinem Volk erhebt und er dein Gott ist, wie er zu dir geredet und wie er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob,
geschworen hat. Deu29/13Deu Doch nicht mit euch allein schließe ich diesen Bund mit dieser Fluchbestimmung, Deu29/14Deu sondern sowohl mit dem, der heute hier ist, der mit uns vor dem HERRN,
unserm Gott, steht, als auch mit dem, der heute nicht mit uns hier ist. Deu29/15Deu Denn ihr wißt ja, wie wir im Land Ägypten gewohnt haben und wie wir mitten durch die Nationen gezogen sind,
durch die ihr gezogen seid. Deu29/16Deu Da habt ihr ihre Scheusale gesehen und ihre Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen sind. Deu29/17Deu Dass es bei euch nur ja nicht einen
Mann oder eine Frau, eine Sippe oder einen Stamm gibt, dessen Herz sich heute von dem HERRN, unserm Gott, abwendet, um hinzugehen, den Göttern jener Nationen zu dienen! Dass es ja nicht eine
Wurzel unter euch gibt, die Gift und Wermut als Frucht bringt, Deu29/18Deu - und es geschieht, wenn er die Worte dieses Eidschwures hört, dass er sich in seinem Herzen segnet und sagt: Ich werde
Frieden haben, [auch] wenn ich in der Verstocktheit meines Herzens lebe! - so dass das bewässerte mit dem durstigen [Land] hinweggerafft wird. Deu29/19Deu Nicht wird der HERR ihm vergeben wollen,
sondern dann wird der Zorn des HERRN und sein Eifer gegen jenen Mann rauchen, und der ganze Fluch, der in diesem Buch aufgeschrieben ist, wird auf ihm liegen, und der HERR wird seinen Namen unter
dem Himmel auslöschen. Deu29/20Deu Und der HERR wird ihn aus allen Stämmen Israels zum Unheil aussondern, nach all den Flüchen des Bundes, der in diesem Buch des Gesetzes geschrieben ist.
Deu29/21Deu Und die künftige Generation, eure Kinder, die nach euch aufstehen werden, und der Ausländer, der aus fernem Land kommt, werden sagen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine
Krankheiten, mit denen der HERR es geschlagen hat - Deu29/22Deu Schwefel und Salz, eine Brandstätte ist sein ganzes Land; es wird nicht besät und läßt nichts sprossen, und keinerlei Kraut kommt
darin auf wie [nach der] Umkehrung von Sodom und Gomorra, [von] Adma und Zebojim, die der HERR umkehrte in seinem Zorn und in seinem Grimm -,
V. 23-27: Jer 9,11-15.
Deu29/23Deu und alle Nationen werden sagen: Warum hat der HERR diesem Land so etwas getan? Weshalb diese große Zornglut? Deu29/24Deu Dann wird man sagen: Weil sie den Bund des HERRN, des Gottes
ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen geschlossen hatte, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte, Deu29/25Deu und [weil sie] hingingen und andern Göttern dienten und sich vor ihnen
niederwarfen, [vor] Göttern, die sie nicht kannten und die er ihnen nicht zugeteilt hatte, Deu29/26Deu da entbrannte der Zorn des HERRN gegen dieses Land, so dass er den ganzen Fluch über es
gebracht hat, der in diesem Buch aufgeschrieben ist. Deu29/27Deu Und der HERR hat sie herausgerissen aus ihrem Land im Zorn und im Grimm und in großem Unwillen und hat sie in ein anderes Land
geworfen, wie [es] an diesem Tag [der Fall ist]. - Deu29/28Deu Das Verborgene [steht bei] dem HERRN, unserm Gott; aber das Offenbare [gilt] uns und unsern Kindern für ewig, damit wir alle Worte
dieses Gesetzes tun.
Trost und Mahnung - Wahl zwischen Leben und Tod.
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Deu30/1Deu Und es wird geschehen, wenn all diese Worte über dich kommen, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin der
HERR, dein Gott, dich verstoßen hat, Deu30/2Deu und du umkehrst zum HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute befehle, du und deine Kinder, mit deinem ganzen
Herzen und mit deiner ganzen Seele, Deu30/3Deu dann wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen. Und er wird dich wieder sammeln aus all den Völkern, wohin der
HERR, dein Gott, dich zerstreut hat. Deu30/4Deu Wenn deine Verstoßenen am Ende des Himmels wären, [selbst] von dort wird der HERR, dein Gott, dich sammeln, und von dort wird er dich holen.
Deu30/5Deu Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Väter in Besitz genommen haben, und du wirst es in Besitz nehmen. Und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher
werden lassen als deine Väter. Deu30/6Deu Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und
mit deiner ganzen Seele, dass du am Leben bleibst. Deu30/7Deu Und der HERR, dein Gott, wird all diese Flüche auf deine Feinde und auf deine Hasser legen, die dir nachgejagt sind. Deu30/8Deu Du
aber, du wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen und wirst all seine Gebote tun, die ich dir heute befehle. Deu30/9Deu Und der HERR, dein Gott, wird dir Überfluß geben bei allem Tun
deiner Hand, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehs und an der Frucht deines Ackerlandes, [für dich] zum Guten. Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen zum Guten, wie
er sich über deine Väter gefreut hat, Deu30/10Deu wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst, um seine Gebote und seine Ordnungen zu halten, die in diesem Buch des Gesetzes
aufgeschrieben sind, wenn du zum HERRN, deinem Gott, umkehrst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele. Deu30/11Deu Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu
wunderbar für dich und ist [dir] nicht [zu] fern. Deu30/12Deu Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müßtest: Wer wird für uns in den Himmel hinaufsteigen und es uns holen und es uns hören lassen,
dass wir es tun? Deu30/13Deu Und es ist nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müßtest: Wer wird für uns auf die andere Seite des Meeres hinüberfahren und es uns holen und es uns hören lassen,
dass wir es tun? Deu30/14Deu Sondern ganz nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, um es zu tun.
Deu30/15Deu Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse, Deu30/16Deu indem ich dir heute gebiete, den HERRN, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu gehen
und seine Gebote, seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen zu bewahren, damit du lebst und zahlreich wirst und der HERR, dein Gott, dich segnet in dem Land, wohin du kommst, um es in Besitz
zu nehmen. Deu30/17Deu Wenn aber dein Herz sich abwendet und du nicht gehorchst und du dich verführen läßt und dich vor andern Göttern niederwirfst und ihnen dienst, Deu30/18Deu dann kündige ich
euch heute an, dass ihr ganz gewiß umkommen werdet. Ihr werdet [eure] Tage nicht verlängern in dem Land, in das du über den Jordan ziehst, um hineinzukommen, es in Besitz zu nehmen. Deu30/19Deu
Ich rufe heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine
Nachkommen, Deu30/20Deu indem du den HERRN, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst! Denn das ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, dass du in dem Land wohnst, das
der HERR deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.
Josuas Einsetzung zum Nachfolger Moses.
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Deu31/1Deu Und Mose ging hin und redete diese Worte zu ganz Israel. Deu31/2Deu Und er sprach zu ihnen: 120 Jahre bin ich heute alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen; und der HERR hat zu mir
gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen. Deu31/3Deu Der HERR, dein Gott, er zieht vor dir her hinüber; er selbst wird diese Nationen vor dir vernichten, dass du sie vertreiben kannst.
Josua, er zieht vor dir her hinüber, wie der HERR geredet hat. Deu31/4Deu Und der HERR wird an ihnen handeln, wie er an Sihon und an Og, den Königen der Amoriter, und an ihrem Land gehandelt hat,
die er vernichtet hat. Deu31/5Deu Und wenn der HERR sie vor euch dahingibt, dann sollt ihr an ihnen handeln nach dem ganzen Gebot, das ich euch geboten habe. Deu31/6Deu Seid stark und mutig,
fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, er ist es, der mit dir geht; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.
Deu31/7Deu Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei stark und mutig! Denn du, du wirst mit diesem Volk in das Land kommen, das der HERR ihren Vätern geschworen
hat, ihnen zu geben; und du, du wirst es ihnen als Erbe austeilen. Deu31/8Deu Der HERR, er ist es, der vor dir herzieht; er selbst wird mit dir sein; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht
verlassen. Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!
Gesetzeslesung alle sieben Jahre.
Deu31/9Deu Und Mose schrieb dieses Gesetz auf und gab es den Priestern, den Söhnen Levis, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen Ältesten von Israel. Deu31/10Deu Und Mose befahl
ihnen und sagte: Am Ende von sieben Jahren, zur Zeit des Erlaßjahres, am Fest der Laubhütten, Deu31/11Deu wenn ganz Israel kommt, um vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte zu erscheinen, die
er erwählen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen, vor ihren Ohren. Deu31/12Deu Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in
deinen Toren [wohnt], damit sie hören und damit sie lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun! Deu31/13Deu Und ihre Kinder, die es nicht
wissen, sollen zuhören, damit sie den HERRN, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem Land lebt, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.
Gottes Befehl zum Schreiben des Liedes Moses.
Deu31/14Deu Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Tage sind herangekommen, dass du sterben wirst. Rufe Josua, und findet euch im Zelt der Begegnung ein, dass ich ihm Befehl erteile! Da gingen
Mose und Josua hin und fanden sich im Zelt der Begegnung ein. Deu31/15Deu Und der HERR erschien im Zelt, in der Wolkensäule; und die Wolkensäule stand über dem Eingang des Zeltes. Deu31/16Deu Und
der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen. Und dieses Volk wird sich aufmachen und den fremden Göttern des Landes, in das es kommt, in seiner Mitte nachhuren. Und es
wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe. Deu31/17Deu Da wird mein Zorn an jenem Tag gegen es entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor
ihnen verbergen. Und es wird zum Fraß werden, und viele Übel und Nöte werden es treffen. Und es wird an jenem Tag sagen: Haben diese Übel mich nicht deshalb getroffen, weil mein Gott nicht [mehr]
in meiner Mitte ist? Deu31/18Deu Ich aber, ich werde an jenem Tag mein Angesicht völlig verbergen wegen all des Bösen, das es getan, weil es sich andern Göttern zugewandt hat. Deu31/19Deu Und
nun, schreibt euch dieses Lied auf, und lehre es die Söhne Israel! Lege es in ihren Mund, damit dieses Lied mir zum Zeugen gegen die Söhne Israel wird! Deu31/20Deu Denn ich werde es in das Land
bringen, das von Milch und Honig überfließt, das ich seinen Vätern zugeschworen habe, und es wird essen und satt und fett werden. Und es wird sich andern Göttern zuwenden, und sie werden ihnen
dienen und mich verwerfen, und meinen Bund wird es brechen. Deu31/21Deu Und es wird geschehen, wenn viele Übel und Nöte es treffen, dann wird dieses Lied als Zeuge vor ihm aussagen; denn es wird
nicht vergessen werden im Mund seiner Nachkommen. Denn ich kenne sein Sinnen, mit dem es [schon] heute umgeht, [noch] bevor ich es in das Land bringe, das ich [seinen Vätern] zugeschworen
habe.
Deu31/22Deu Und Mose schrieb dieses Lied an jenem Tag auf, und er lehrte es die Söhne Israel. Deu31/23Deu Und er befahl Josua, dem Sohn des Nun, und sprach: Sei stark und mutig! Denn du, du wirst
die Söhne Israel in das Land bringen, das ich ihnen zugeschworen habe. Und ich will mit dir sein.
Aufbewahrung des Gesetzbuches.
Deu31/1Deu Und es geschah, als Mose [damit] fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in ein Buch zu schreiben, Deu31/25Deu da befahl Mose den Leviten, die die Lade des Bundes des HERRN
trugen: Deu31/26Deu Nehmt dieses Buch des Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, dass es dort zum Zeugen gegen dich wird! Deu31/27Deu Denn ich kenne deine
Widerspenstigkeit und deine Halsstarrigkeit wohl. Siehe heute [schon], während ich noch bei euch lebe, seid ihr widerspenstig gegen den HERRN gewesen; wieviel mehr nach meinem Tod!
Aufforderung zum Hören des Liedes Moses.
Deu31/28Deu Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Aufseher, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie als Zeugen aufrufe! Deu31/29Deu Denn
ich habe erkannt, dass ihr nach meinem Tod ganz und gar zu [eurem] Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der
Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.
Deu31/30Deu Und Mose redete vor den Ohren der ganzen Versammlung Israels die Worte dieses Liedes zu Ende:
Das Lied des Mose.
\32\
Deu32/1DeuHorcht auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes!
Deu32/2Deu Wie Regen träufle meine Lehre, wie Tau riesele meine Rede, wie Regenschauer auf frisches Grün und wie Regengüsse auf [welkes] Kraut!
Deu32/3Deu Denn den Namen des HERRN rufe ich aus: Gebt Ehre unserm Gott!
Deu32/4Deu Der Fels: vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!
Deu32/5Deu Es versündigte sich gegen ihn eine verkehrte und verdrehte Generation - nicht seine Kinder [sind sie, sondern] ihr [eigener] Schandfleck -.
Deu32/6Deu Wollt ihr so dem HERRN vergelten, törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich geschaffen hat? Er hat dich gemacht und dich bereitet.
Deu32/7Deu Denk an die Tage der Vorzeit, gebt acht auf die Jahre von Generation zu Generation! Frag deinen Vater, er wird es dir kundtun, deine Ältesten, sie werden es dir sagen!
Deu32/8Deu Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er die Menschenkinder [voneinander] schied, da legte er fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israel.
Deu32/9Deu Denn der Anteil des HERRN ist sein Volk, Jakob das Maß seines Erbteils.
Deu32/10Deu Er fand ihn im Land der Wüste und in der Öde, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel.
Deu32/11Deu Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen,
Deu32/12Deu [so] leitete ihn der HERR allein, und kein fremder Gott war mit ihm.
Deu32/13Deu Er ließ ihn einherfahren auf den Höhen der Erde, und er aß die Früchte des Feldes. Er ließ ihn Honig saugen aus dem Felsen und Öl aus dem Felsenkiesel,
Deu32/14Deu Rahm der Kühe und Milch der Schafe samt dem Fett der Lämmer, Widder aus Basan und Böcke samt dem Nierenfett des Weizens und Blut der Traube trankest du, feurigen Wein.
Deu32/15Deu Da wurde Jeschurun fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung.
Deu32/16Deu Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde [Götter], durch Greuel kränkten sie ihn.
Deu32/17Deu Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die [erst] vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten.
Deu32/18Deu Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest du und vergaßest den Gott, der dich geboren.
Deu32/19Deu Und der HERR sah es und verwarf [sie] aus Unwillen über seine Söhne und seine Töchter.
Deu32/20Deu Er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation [voller] Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue
ist.
Deu32/21Deu Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch einen Nicht-Gott, haben mich gekränkt durch ihre Nichtigkeiten; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine
törichte Nation will ich sie kränken.
Deu32/22Deu Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn, es brennt bis in den untersten Scheol und frißt die Erde und ihren Ertrag und entzündet die Grundfesten der Berge.
Deu32/23Deu Ich will Unheil über sie häufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen.
Deu32/24Deu Sie sind vor Hunger entkräftet und aufgezehrt von Fieberglut und giftiger Pest, so sende ich den Zahn wilder Tiere gegen sie, samt dem Gift der im Staub Kriechenden.
Deu32/25Deu Draußen wird kinderlos machen das Schwert und drinnen der Schrecken: den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling mit dem greisen Mann.
Deu32/26Deu Ich hätte [gern] gesagt: Ich will sie zerschlagen, der Erinnerung an sie unter den Menschen ein Ende machen!
Deu32/27Deu Wenn ich die Kränkung durch den Feind nicht fürchtete, dass ihre Gegner es falsch darstellten, dass sie sagten: Unsere Hand war erhaben! - und nicht: Der HERR hat dies alles
gewirkt!
Deu32/28Deu Denn sie sind eine Nation, die [allen] Rat verloren hat; keine Einsicht ist bei ihnen.
Deu32/29Deu Wenn sie weise wären, würden sie das verstehen, würde ihr Ende bedenken.
Deu32/30Deu Wie könnte einer Tausend jagen und zwei Zehntausend in die Flucht schlagen, wenn nicht [deshalb], weil ihr Fels sie verkauft und der HERR sie preisgegeben hat?
Deu32/31Deu Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; so haben unsere Feinde selbst geurteilt!
Deu32/32Deu Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Terrassen[gärten] Gomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, bittere Trauben haben sie.
Deu32/33Deu Drachengift ist ihr Wein und grausames Viperngift.
Deu32/34Deu Ist dies nicht bei mir aufbewahrt, versiegelt in meinen Schatzkammern?
Deu32/35Deu Mein ist die Rache und die Vergeltung für die Zeit, da ihr Fuß wankt. Denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei.
Deu32/36Deu Denn der HERR wird sein Volk richten, und über seine Knechte wird er sich erbarmen, wenn er sieht, dass geschwunden die Kraft und der Sklave und der Freie dahin sind.
Deu32/37Deu Und er wird sagen: Wo sind [nun] ihre Götter, der Fels, bei dem sie Zuflucht suchten?
Deu32/38Deu Die das Fett ihrer Schlachtopfer aßen, den Wein ihrer Trankopfer tranken, die sollen [doch] aufstehen und euch helfen, sie sollen [doch] ein Schirm über euch sein!
Deu32/39Deu Seht nun, dass ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist! Ich, ich töte und ich mache lebendig, ich zerschlage und ich, ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand
rettet!
Deu32/40Deu Denn ich erhebe meine Hand zum Himmel und spreche: So wahr ich ewig lebe!
Deu32/41Deu Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, dann wende ich Rache auf meine Gegner zurück und vergelte es meinen Hassern.
Deu32/42Deu Meine Pfeile laß ich trunken werden von Blut, und mein Schwert frißt Fleisch vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupt der Fürsten des Feindes.
Deu32/43Deu Laßt jauchzen, ihr Nationen, sein Volk! Denn er rächt das Blut seiner Knechte, und Rache wendet er auf seine Gegner zurück, und sein Land, sein Volk entsühnt er.
Moses letzte Mahnung.
Deu32/44Deu Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hosea, der Sohn des Nun. Deu32/45Deu Und als Mose all diese Worte zu ganz Israel zu Ende geredet
hatte, Deu32/46Deu da sagte er zu ihnen: Richtet euer Herz auf all die Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes
zu tun! Deu32/47Deu Denn nicht ein leeres Wort ist es für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um
es in Besitz zu nehmen.
Moses Vorbereitung auf den Tod.
Deu32/48Deu Und an eben diesem Tag redete der HERR zu Mose und sprach: Deu32/49Deu Steige auf das Gebirge Abarim hier, [auf] den Berg Nebo, der im Land Moab [liegt], der Jericho gegenüber ist,
und sieh das Land Kanaan, das ich den Söhnen Israel zum Eigentum gebe! Deu32/50Deu Dann wirst du auf dem Berg sterben, auf den du steigst, und wirst zu deinen Völkern versammelt werden, ebenso
wie dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor gestorben ist und zu seinen Völkern versammelt wurde, Deu32/51Deu weil ihr treulos gegen mich gehandelt habt mitten unter den Söhnen Israel am Wasser von
Meriba-Kadesch in der Wüste Zin, weil ihr mich nicht geheiligt habt mitten unter den Söhnen Israel. Deu32/52Deu Denn von der gegenüberliegenden Seite sollst du das Land sehen, aber du sollst
nicht in das Land hineinkommen, das ich den Söhnen Israel gebe.
Moses Segen über die zwölf Stämme.
\33\
Deu33/1Deu Und das ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Söhne Israel vor seinem Tod segnete. Deu33/2Deu Er sprach:
Der HERR kam vom Sinai und leuchtete ihnen auf von Seir. Er strahlte hervor vom Berg Paran und kam von heiligen Myriaden. Zu seiner Rechten war feuriges Gesetz für sie.
Deu33/3Deu Ja, er liebt sein Volk! All seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie folgen deinen Füßen, jeder empfängt von deinen Worten.
Deu33/4Deu Ein Gesetz hat uns Mose geboten, einen Besitz der Versammlung Jakobs.
Deu33/5Deu Und er wurde König in Jeschurun, als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt. -
V. 6-25: 1Mo 35,23-26; vgl. 1Mo 49,3-27.
Deu33/6Deu Ruben lebe und sterbe nicht, so dass seine Männer wenige würden!
Deu33/7Deu Und dies für Juda: Und er sprach: Höre, HERR, die Stimme Judas und bring ihn zu seinem Volk! Seine Hände seien mächtig für ihn, und sei [ihm] Helfer vor seinen Gegnern!
Deu33/8Deu Und für Levi sprach er: Deine Tummim und deine Urim sind für den Mann, der dir treu ist, den du versucht hast bei Massa, mit dem du gestritten hast bei dem Wasser von Meriba,
Deu33/9Deu der von seinem Vater und von seiner Mutter sagte: `Ich habe ihn nicht gesehen!', und der seine Brüder nicht kannte und von seinen Söhnen nichts wußte. Denn sie haben dein Wort
beachtet, und deinen Bund bewahren sie. Deu33/10Deu Sie lehren Jakob deine Rechtsbestimmungen und Israel dein Gesetz. Sie legen Räucherwerk vor deine Nase und Ganzopfer auf deinen Altar.
Deu33/11Deu Segne, HERR, seine Kraft, und das Werk seiner Hände laß dir gefallen! Zerschmettere die Hüften derer, die sich gegen ihn erheben, und seiner Hasser, dass sie nicht mehr
aufstehen!
Deu33/12Deu Für Benjamin sprach er: Der Liebling des HERRN! In Sicherheit wohnt er bei ihm. Er beschirmt ihn den ganzen Tag, und zwischen seinen Berghängen wohnt er.
Deu33/13Deu Und für Joseph sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land! Vom Köstlichsten des Himmels, vom Tau, und von der Flut, die drunten lagert, Deu33/14Deu und vom Köstlichsten der Erträge
der Sonne und vom Köstlichsten der Früchte der Monate Deu33/15Deu und vom Besten der uralten Berge und vom Köstlichsten der ewigen Hügel Deu33/16Deu und vom Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle
und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnt, [all das] komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern! Deu33/17Deu Er ist herrlich wie sein
erstgeborener Stier; und Hörner des Büffels sind seine Hörner. Mit ihnen stößt er die Völker nieder, [alle] miteinander [bis an] die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims, das die
Tausende Manasses.
Deu33/18Deu Und für Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, über deinen Auszug und du, Issaschar, über deine Zelte! Deu33/19Deu Sie rufen Völker zum Berg. Dort opfern sie Opfer der Gerechtigkeit;
denn den Überfluß der Meere saugen sie und die verborgenen Schätze des Sandes.
Deu33/20Deu Und für Gad sprach er: Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie eine Löwin lagert er und zerreißt den Arm und sogar den Scheitel. Deu33/21Deu Und er ersah sich einen Erstlingsanteil;
denn dort war der Anteil eines Anführers aufbewahrt. Und er zog an die Spitze des Volkes, er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte mit Israel.
Deu33/22Deu Und für Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe; er springt aus Basan hervor.
Deu33/23Deu Und für Naftali sprach er: Naftali, gesättigt mit Huld und voller Segen des HERRN! Westen und Süden nimmt er in Besitz!
Deu33/24Deu Und für Asser sprach er: Mehr als die [andern] Söhne sei Asser gesegnet! Er sei der Liebling seiner Brüder, er tauche in Öl seinen Fuß! Deu33/25Deu Eisen und Erz seien deine Riegel,
und wie deine Tage so deine Kraft!
Deu33/26Deu Keiner ist wie der Gott Jeschuruns, der auf den Himmeln einherfährt zu deiner Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken.
Deu33/27Deu Eine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter [dir] sind ewige Arme. Und er vertreibt vor dir den Feind und spricht: Vernichte!
Deu33/28Deu Und Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakobs, in einem Land von Korn und Most; auch sein Himmel träufelt Tau.
Deu33/29Deu Glücklich bist du, Israel! Wer ist wie du, ein Volk, gerettet durch den HERRN, [der] der Schild deiner Hilfe und der das Schwert deiner Hoheit ist? Schmeicheln werden dir deine
Feinde, du aber, du wirst einherschreiten über ihre Höhen.
Moses Tod.
\34\
Deu34/1Deu Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisga, der Jericho gegenüber[liegt]. Und der HERR ließ ihn das ganze Land sehen: das [Land] Gilead bis nach Dan
Deu34/2Deu und das ganze [Land] Naftali, das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis zum westlichen Meer Deu34/3Deu und den Süden und den Umkreis [des Jordan], die Ebene von Jericho,
der Palmenstadt, bis [hin nach] Zoar. Deu34/4Deu Und der HERR sprach zu ihm: Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinen Nachkommen werde ich es
geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen lassen, aber du sollst nicht nach dort hinübergehen. Deu34/5Deu Und Mose, der Knecht des HERRN, starb dort im Land Moab nach dem Wort des HERRN.
Deu34/6Deu Und er begrub ihn im Tal, im Land Moab, Bet-Peor gegenüber; und niemand kennt sein Grab bis auf diesen Tag. Deu34/7Deu Mose aber war 120 Jahre alt, als er starb. Sein Auge war nicht
trübe geworden und seine Frische nicht geschwunden. Deu34/8Deu Und die Söhne Israel beweinten Mose in den Ebenen Moabs dreißig Tage lang; dann waren die Tage des Weinens der Trauer um Mose zu
Ende.
Deu34/9Deu Josua aber, der Sohn des Nun, war erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Söhne Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR dem Mose
geboten hatte.
Deu34/10Deu Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der HERR gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht, Deu34/11Deu mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der HERR ihn
gesandt hatte, [sie] im Land Ägypten, am Pharao und an all seinen Knechten und an seinem ganzen Land zu tun, Deu34/12Deu und mit all der starken Macht und mit all dem Großen und Furchtbaren, das
Mose vor den Augen von ganz Israel getan hat.
1.6 Josua.
Zuspruch Gottes an Josua.
\1\
Josua1/1Jos Und es geschah nach dem Tod des Mose, des Knechtes des HERRN, da sprach der HERR zu Josua, dem Sohn des Nun, dem Diener des Mose: /2 Mein Knecht Mose ist gestorben. So mache dich nun
auf und gehe über diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Söhnen Israel, gebe! 1/3Deu Jeden Ort, auf den eure Fußsohle treten wird - euch habe ich ihn gegeben,
wie ich zu Mose geredet habe. 1/4 Von der Wüste und diesem Libanon an bis zum großen Strom, dem Strom Euphrat, das ganze Land der Hetiter, und bis zum großen Meer gegen Sonnenuntergang, [das]
soll euer Gebiet sein. 1/5 Es soll niemand vor dir standhalten [können], alle Tage deines Lebens. Wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein; ich werde dich nicht aufgeben und dich
nicht verlassen. 1/6 Sei stark und mutig! Denn du, du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, das ihnen zu geben ich ihren Vätern geschworen habe. Jos1/7 Nur sei recht stark und mutig,
dass du darauf achtest, nach dem ganzen Gesetz zu handeln, das mein Knecht Mose dir geboten hat! Weiche nicht davon ab, [weder] zur Rechten noch zur Linken, damit du [überall] Erfolg hast, wo
immer du gehst /8 Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin
geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben. /9Jos Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich
nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.
Vorbereitungen für die Durchschreitung des Jordan.
/10Jos Da befahl Josua den Aufsehern des Volkes: /11Jos Geht mitten durch das Lager und befehlt dem Volk und sprecht: Versorgt euch mit Wegzehrung, denn in noch drei Tagen werdet ihr über diesen
Jordan ziehen, um hineinzugehen, das Land einzunehmen, das der HERR, euer Gott, euch gibt, es zu besitzen!
/12Jos Und zu den Rubenitern und den Gaditern und zum halben Stamm Manasse sagte Josua: /13Jos Denkt an das Wort, das Mose, der Knecht des HERRN, euch geboten hat, indem er sagte: Der HERR, euer
Gott, schafft euch Ruhe und gibt euch dieses Land! /14Jos Eure Frauen, eure Kinder und euer Vieh sollen in dem Land bleiben, das Mose euch diesseits des Jordan gegeben hat. Ihr aber, all [ihr]
tüchtigen Krieger, sollt gerüstet vor euren Brüdern hinüberziehen und ihnen helfen, /15Jos bis der HERR euren Brüdern Ruhe schafft wie euch und auch sie das Land in Besitz nehmen, das der HERR,
euer Gott, ihnen gibt. Dann sollt ihr in euer eigenes Land zurückkehren und es besitzen, das Mose, der Knecht des HERRN, euch gegeben hat, diesseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang.
/16Jos Und sie antworteten Josua: Alles, was du uns geboten hast, werden wir tun, und wohin immer du uns sendest, werden wir hingehen. /17Jos Ganz wie wir Mose gehorcht haben, so werden wir dir
gehorchen. Nur möge der HERR, dein Gott, mit dir sein, wie er mit Mose gewesen ist! /18Jos Jeder, der sich deinem Befehl widersetzt und nicht auf deine Worte hört in allem, was du uns befiehlst,
soll getötet werden. Nur sei stark und mutig!
Sendung zweier Kundschafter nach Jericho.
\2\
Jos2/1Jos Und Josua, der Sohn des Nun, sandte von Schittim heimlich zwei Männer als Kundschafter aus und sagte: Geht, seht [euch] das Land an und Jericho! Da gingen sie hin und kamen in das Haus
einer Hure; ihr Name war Rahab. Und sie legten sich dort schlafen. Jos2/2Jos Das wurde jedoch dem König von Jericho berichtet: Siehe, in dieser Nacht sind Männer von den Söhnen Israel
hierhergekommen, um das Land zu erkunden. Jos2/3Jos Da schickte der König von Jericho zu Rahab und ließ [ihr] sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir gekommen und in dein Haus eingekehrt sind!
Denn um das ganze Land zu erkunden, sind sie gekommen. Jos2/4Jos Die Frau aber nahm die beiden Männer und versteckte sie. Und sie sagte: Ja, die Männer sind zu mir gekommen, aber ich habe nicht
erkannt, woher sie waren. Jos2/5Jos Als nun das Tor bei [Einbruch] der Dunkelheit geschlossen werden sollte, da gingen die Männer [wieder] hinaus; ich habe nicht erkannt, wohin die Männer
gegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie einholen! - Jos2/6Jos Sie hatte sie aber auf das Dach hinaufgeführt und unter den Flachsstengeln versteckt, die sie sich auf dem Dach
aufgeschichtet hatte. Jos2/7Jos Da jagten ihnen die Männer nach, auf dem Weg zum Jordan, bis zu den Furten. Und man schloß das Tor, sobald die, die ihnen nachjagten, draußen waren.
Jos2/8Jos Aber bevor sie sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen auf das Dach hinauf Jos2/9Jos und sagte zu den Männern: Ich habe erkannt, dass der HERR euch das Land gegeben hat und dass der
Schrecken vor euch auf uns gefallen ist, so dass alle Bewohner des Landes vor euch mutlos geworden sind. Jos2/10Jos Denn wir haben gehört, dass der HERR die Wasser des Schilfmeeres vor euch
ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten zogt, und was ihr den beiden Königen der Amoriter getan habt, die jenseits des Jordan waren, dem Sihon und dem Og, an denen ihr den Bann vollstreckt habt.
Jos2/11Jos Als wir es hörten, da zerschmolz unser Herz, und in keinem blieb noch Mut euch gegenüber. Denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf der Erde. Jos2/12Jos So
schwört mir nun beim HERRN, weil ich Gnade an euch erwiesen habe, dass auch ihr an meines Vaters Haus Gnade erweisen werdet! Und gebt mir ein zuverlässiges Zeichen, Jos2/13Jos dass ihr meinen
Vater und meine Mutter und meine Brüder und meine Schwestern samt allem, was zu ihnen gehört, am Leben lassen und unsere Seelen vom Tod erretten werdet! Jos2/14Jos Da sagten die Männer zu ihr:
Unsere Seele soll an eurer Statt sterben, wenn ihr diese unsere Sache nicht verratet. Und es soll geschehen, wenn der HERR uns das Land gibt, dann werden wir Gnade und Treue an dir erweisen.
Jos2/15Jos Da ließ sie sie an einem Seil durch das Fenster hinunter; denn ihr Haus befand sich an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Stadtmauer. Jos2/16Jos Und sie sagte zu ihnen: Geht ins
Gebirge, damit die Verfolger nicht auf euch stoßen, und verbergt euch dort drei Tage, bis die Verfolger zurückgekehrt sind! Danach geht eures Weges! Jos2/17Jos Da sagten die Männer zu ihr: Von
diesem deinem Eid, den du uns hast schwören lassen, werden wir [unter folgenden Bedingungen] frei sein: Jos2/18Jos Siehe, wenn wir in das Land kommen, musst du diese rote Schnur in das Fenster
binden, durch das du uns heruntergelassen hast, und musst deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters zu dir ins Haus versammeln. Jos2/19Jos Und es soll geschehen,
wer auch immer aus der Tür deines Hauses nach draußen gehen wird, dessen Blut sei auf seinem Haupt, und wir werden [von diesem Eid] frei sein. Jeder aber, der bei dir im Haus sein wird, dessen
Blut sei auf unserm Haupt, wenn Hand an ihn gelegt wird. Jos2/20Jos Auch wenn du diese unsere Sache verrätst, so werden wir von deinem Eid frei sein, den du uns hast schwören lassen. Jos2/21Jos
Da sagte sie: Wie ihr sagt, so sei es! Und sie entließ sie, und sie gingen weg. Sie aber band die rote Schnur ins Fenster.
Jos2/22Jos Und sie gingen weg und kamen ins Gebirge und blieben drei Tage dort, bis die Verfolger zurückgekehrt waren. Die Verfolger aber hatten den ganzen Weg abgesucht und [sie] nicht gefunden.
Jos2/23Jos Die beiden Männer kehrten nun um, stiegen von dem Gebirge herab, gingen hinüber und kamen zu Josua, dem Sohn des Nun; und sie erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war. Jos2/24Jos
Und sie sagten zu Josua: Der HERR hat das ganze Land in unsere Hand gegeben; auch sind alle Bewohner des Landes vor uns mutlos geworden.
Zug durch den Jordan.
\3\
Jos3/1Jos Da machte sich Josua des Morgens früh auf, und sie brachen auf von Schittim und kamen an den Jordan, er und alle Söhne Israel; dort rasteten sie, bevor sie hinüberzogen. Jos3/2Jos Und
es geschah nach Ablauf von drei Tagen, da gingen die Aufseher durch das Lager, Jos3/3Jos und sie befahlen dem Volk: Sobald ihr die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, seht, wenn die
Priester, die Leviten, sie aufheben, dann sollt ihr von eurem Ort aufbrechen und ihr nachfolgen. Jos3/4Jos Doch soll zwischen euch und ihr ein Abstand von etwa zweitausend Ellen sein. Ihr dürft
euch ihr nicht nähern. Nur dann werdet ihr den Weg erkennen, den ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher noch nicht gegangen. Jos3/5Jos Und Josua sagte zu dem Volk: Heiligt euch! Denn
morgen wird der HERR in eurer Mitte Wunder tun. Jos3/6Jos Und Josua sagte zu den Priestern: Hebt die Bundeslade auf und zieht vor dem Volk hinüber! Da hoben sie die Bundeslade auf und zogen vor
dem Volk her.
Jos3/7Jos Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich beginnen, dich in den Augen von ganz Israel groß zu machen, damit sie erkennen: Genauso wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir
sein. Jos3/8Jos Du aber befiehl den Priestern, die die Bundeslade tragen: Wenn ihr an das Ufer des Jordan kommt, so bleibt im Jordan stehen!
Jos3/9Jos Und Josua sagte zu den Söhnen Israel: Tretet heran und hört die Worte des HERRN, eures Gottes! Jos3/10Jos Und Josua sagte [weiter]: Daran sollt ihr erkennen, dass der lebendige Gott in
eurer Mitte ist und dass er die Kanaaniter, Hetiter, Hewiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter ganz bestimmt vor euch vertreiben wird. Jos3/11Jos Siehe, die Lade des Bundes des
Herrschers der ganzen Erde zieht vor euch her in den Jordan. Jos3/12Jos Nun denn, nehmt euch zwölf Männer aus den Stämmen Israels, je einen Mann für [jeden] Stamm! Jos3/13Jos Und es wird
geschehen, sobald die Fußsohlen der Priester, die die Lade des HERRN, des Herrn der ganzen Erde, tragen, im Wasser des Jordan stillstehen, wird das Wasser des Jordan, das von oben herabfließende
Wasser, abgeschnitten werden, und es wird stehenbleiben [wie] ein Damm.
Jos3/14Jos Und es geschah, als das Volk aus seinen Zelten aufbrach, um über den Jordan zu ziehen - wobei die Priester, die die Bundeslade trugen, vor dem Volk [herzogen] - Jos3/15Jos und als die
Träger der Lade an den Jordan kamen und die Füße der Priester, die die Lade trugen, in das Wasser am Ufer tauchten - der Jordan aber führt in der ganzen Erntezeit Hochwasser -, Jos3/16Jos da
blieb das von oben herabfließende Wasser stehen. Es richtete sich auf [wie] ein Damm, sehr fern, bei der Stadt Adam, die bei Zaretan [liegt]. Und das [Wasser], das zum Meer der Steppe, dem
Salzmeer, hinabfloß, verlief sich völlig. So zog das Volk hindurch, gegenüber von Jericho. Jos3/17Jos Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen festen Fußes auf dem
Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber, bis die ganze Nation vollständig den Jordan überquert hatte.
Aufrichtung der zwölf Gedenksteine.
\4\
Jos4/1Jos Und es geschah, als die ganze Nation vollständig durch den Jordan gezogen war, da sprach der HERR zu Josua: Jos4/2Jos Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, einen Mann für [jeden] Stamm,
Jos4/3Jos und gebietet ihnen folgendes: Hebt euch hier mitten im Jordan von der Stelle, wo die Füße der Priester auf festem Boden standen, zwölf Steine auf, bringt sie mit euch hinüber und legt
sie in dem Nachtlager nieder, wo ihr diese Nacht verbringen werdet! Jos4/4Jos Da rief Josua die zwölf Männer, die er aus den Söhnen Israel eingesetzt hatte, je einen Mann für [jeden] Stamm.
Jos4/5Jos Und Josua sagte zu ihnen: Geht hinüber vor der Lade des HERRN, eures Gottes, mitten in den Jordan, und hebt euch jeder einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme der Söhne
Israel, Jos4/6Jos damit dies ein Zeichen in eurer Mitte sei! Wenn eure Kinder künftig fragen: Was [bedeuten] euch diese Steine? - Jos4/7Jos dann sollt ihr ihnen sagen: Das Wasser des Jordan wurde
vor der Lade des Bundes des HERRN abgeschnitten! Bei ihrem Durchzug durch den Jordan wurde das Wasser des Jordan abgeschnitten! Und diese Steine sollen den Söhnen Israel für alle Zeiten zur
Erinnerung dienen. Jos4/8Jos Da taten die Söhne Israel, wie Josua geboten hatte, hoben zwölf Steine auf aus der Mitte des Jordan, wie der HERR zu Josua geredet hatte, nach der Zahl der Stämme der
Söhne Israel, brachten sie mit sich in das Nachtlager hinüber und legten sie dort nieder.
Jos4/9Jos Zwölf Steine aber richtete Josua mitten im Jordan auf, an der Stelle, wo die Füße der Priester, die die Bundeslade trugen, gestanden hatten. Dort sind sie noch bis zum heutigen
Tag.
Jos4/10Jos Und die Priester, die Träger der Lade, blieben mitten im Jordan stehen, bis die ganze Sache ausgeführt war, die der HERR dem Josua geboten hatte dem Volk zu sagen; genauso wie Mose dem
Josua befohlen hatte. Und das Volk eilte und zog hinüber. Jos4/11Jos Und es geschah, als das ganze Volk vollständig hinübergezogen war, da zogen [auch] die Lade des HERRN und die Priester hinüber
vor den Augen des Volkes.
Jos4/12Jos Und die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse zogen gerüstet vor den Söhnen Israel her, wie Mose zu ihnen gesagt hatte. Jos4/13Jos Etwa 40 000 zum Krieg Gerüstete
zogen vor dem HERRN her zum Kampf in die Steppen von Jericho.
Jos4/14Jos An jenem Tag machte der HERR den Josua groß in den Augen von ganz Israel. Und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten, alle Tage seines Lebens.
Jos4/15Jos Und der HERR sprach zu Josua: Jos4/16Jos Befiehl den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen! Jos4/17Jos Da befahl Josua den Priestern:
Steigt aus dem Jordan herauf! Jos4/18Jos Und es geschah, als die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, aus der Mitte des Jordan heraufstiegen, als die Fußsohlen der Priester kaum
das Trockene berührt hatten, da kehrte das Wasser des Jordan an seinen Platz zurück, und es floß wie früher über alle seine Ufer.
Jos4/19Jos Und das Volk stieg aus dem Jordan herauf am zehnten [Tag] des ersten Monats; und sie lagerten sich in Gilgal, an der Ostgrenze von Jericho. Jos4/20Jos Jene zwölf Steine aber, die sie
aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua in Gilgal auf. Jos4/21Jos Und er sagte zu den Söhnen Israel: Wenn eure Söhne künftig ihre Väter fragen werden: Was bedeuten diese Steine? -
Jos4/22Jos [dann] sollt ihr es euren Söhnen [so] erklären: Trockenen Fußes hat Israel diesen Jordan durchquert. Jos4/23Jos Denn der HERR, euer Gott, hat das Wasser des Jordan vor euch vertrocknen
lassen, bis ihr hinübergezogen wart, wie der HERR, euer Gott, es mit dem Schilfmeer tat, das er vor uns vertrocknen ließ, bis wir hindurchgezogen waren, Jos4/24Jos damit alle Völker der Erde
erkennen sollen, wie stark die Hand des HERRN ist, damit ihr den HERRN, euren Gott, allezeit fürchtet.
Furcht der Kanaaniter - Beschneidung Israels in Gilgal.
\5\
Jos5/1Jos Und es geschah, als alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordan im Westen, und alle Könige der Kanaaniter, die am Meer wohnten, hörten, dass der HERR das Wasser des Jordan vor den
Söhnen Israel hatte vertrocknen lassen, bis wir hinübergezogen waren, da zerschmolz ihr Herz, und es war kein Mut mehr in ihnen vor den Söhnen Israel.
Jos5/2Jos In jener Zeit sprach der HERR zu Josua: Mache dir steinerne Messer und wiederhole die Beschneidung an den Söhnen Israel! Jos5/3Jos Da machte sich Josua steinerne Messer und beschnitt
die Söhne Israel am Hügel Aralot. Jos5/4Jos Und dies ist der Grund, warum Josua [sie] beschnitt:Alles Volk männlichen Geschlechts, das aus Ägypten gezogen war, alle Kriegsleute waren unterwegs in
der Wüste gestorben bei ihrem Auszug aus Ägypten. Jos5/5Jos Denn das ganze Volk, das auszog, war beschnitten gewesen; aber das ganze Volk, das in der Wüste unterwegs bei ihrem Auszug aus Ägypten
geboren worden war, hatte man nicht beschnitten. Jos5/6Jos Denn die Söhne Israel wanderten vierzig Jahre in der Wüste, bis die ganze Nation umgekommen war - die Kriegsleute, die aus Ägypten
ausgezogen waren -, weil sie nicht auf die Stimme des HERRN gehört hatten [und] weil der HERR ihnen geschworen hatte, sie das Land nicht sehen zu lassen, das der HERR ihren Vätern geschworen
hatte, uns zu geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Jos5/7Jos Und ihre Söhne hatte er statt ihrer aufkommen lassen. Diese [nun] beschnitt Josua; denn sie waren unbeschnitten, weil
man sie unterwegs nicht beschnitten hatte. Jos5/8Jos Und es geschah, als die ganze Nation vollständig beschnitten war, da blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie genesen waren. Jos5/9Jos Und
der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Daher nennt man diesen Ort Gilgal bis zum heutigen Tag.
Passah - Erscheinung des HERRN vor Jericho.
Jos5/10Jos Und die Söhne Israel lagerten in Gilgal. Und sie feierten das Passah am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Steppen von Jericho. Jos5/11Jos Und sie aßen von dem Ertrag des
Landes am Tag nach dem Passah, ungesäuertes Brot und geröstete Körner, an eben diesem Tag. Jos5/12Jos Das Man aber hörte auf am folgenden Tag, als sie von dem Ertrag des Landes aßen, und es gab
für die Söhne Israel [künftig] kein Man mehr. Und sie aßen von der Ernte des Landes Kanaan in jenem Jahr.
Jos5/13Jos Und es geschah, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen und sah: und siehe, ein Mann stand ihm gegenüber, und sein Schwert war gezückt in seiner Hand. Josua ging auf ihn zu
und sagte zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden? Jos5/14Jos Da erwiderte er: Nein, sondern ich bin der Oberste des Heeres des HERRN; [gerade] jetzt bin ich gekommen. Da fiel Josua auf
sein Gesicht zur Erde und huldigte ihm und sagte zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knecht? Jos5/15Jos Da sprach der Oberste des Heeres des HERRN zu Josua: Zieh deine Schuhe von deinen Füßen;
denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig! Und Josua tat es.
Einnahme und Zerstörung Jerichos.
\6\
Jos6/1Jos Und Jericho hatte [seine Tore] geschlossen und blieb verschlossen vor den Söhnen Israel. Niemand ging heraus, und niemand ging hinein. Jos6/2Jos Da sprach der HERR zu Josua: Siehe, ich
habe Jericho, seinen König [und seine] tüchtigen Krieger in deine Hand gegeben. Jos6/3Jos So zieht nun um die Stadt: alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum! So sollst du es sechs Tage
lang machen. Jos6/4Jos Und sieben Priester sollen sieben Widderhörner vor der Lade hertragen. Aber am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen [dabei] in
die Hörner stoßen. Jos6/5Jos Und es soll geschehen, wenn man das Widderhorn anhaltend bläst und ihr den Schall des Horns hört, [dann] soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Die
Mauer der Stadt wird dann in sich zusammenstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin.
Jos6/6Jos Und Josua, der Sohn des Nun, rief die Priester und sagte zu ihnen: Hebt die Bundeslade auf! Und sieben Priester sollen sieben Widderhörner vor der Lade des HERRN hertragen. Jos6/7Jos
Zum Volk sagte er: Macht euch auf und zieht um die Stadt! Die Gerüsteten aber sollen vor der Lade des HERRN hergehen.
Jos6/8Jos Und es geschah, als Josua zum Volk geredet hatte, da machten sich die sieben Priester auf, die die sieben Widderhörner vor dem HERRN hertrugen, und stießen in die Hörner. Und die Lade
des Bundes des HERRN folgte ihnen. Jos6/9Jos Die Gerüsteten zogen vor den Priestern her, die in die Hörner stießen, und die Nachhut des Zuges folgte der Lade, wobei man immerfort in die Hörner
stieß.
Jos6/10Jos Dem Volk aber hatte Josua befohlen: Ihr sollt kein Kriegsgeschrei erheben und eure Stimme nicht hören lassen. Kein Wort soll aus eurem Mund kommen bis zu dem Tag, an dem ich zu euch
sagen werde: Erhebt das Kriegsgeschrei! Dann sollt ihr das Kriegsgeschrei erheben. Jos6/11Jos So zog die Lade des HERRN um die Stadt, einmal rings um sie her; und sie kamen [wieder] ins Lager und
übernachteten im Lager.
Jos6/12Jos Und früh am Morgen machte sich Josua auf, und die Priester trugen die Lade des HERRN. Jos6/13Jos Und die sieben Priester, die die sieben Widderhörner vor der Lade des HERRN hertrugen,
stießen im Gehen immerfort in die Hörner: Die Gerüsteten zogen vor ihnen her, während die Nachhut des Zuges hinter der Lade des HERRN folgte, wobei man immerfort in die Hörner stieß. Jos6/14Jos
So zogen sie [auch] am zweiten Tag [nur] einmal um die Stadt. Dann kehrten sie zum Lager zurück. So taten sie es sechs Tage lang.
Jos6/15Jos Und es geschah am siebten Tag, da machten sie sich früh auf, beim Aufgang der Morgenröte, und zogen in derselben Weise siebenmal um die Stadt; nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um
die Stadt. Jos6/16Jos Und es geschah beim siebten Mal, da stießen die Priester in die Hörner und Josua sagte zum Volk: Erhebt das Kriegsgeschrei! Denn der HERR hat euch die Stadt gegeben.
Jos6/17Jos Und die Stadt selbst und alles, was darin ist, soll dem Bann des HERRN verfallen sein. Nur die Hure Rahab soll am Leben bleiben, sie und alle, die bei ihr im Haus sind, weil sie die
Boten versteckte, die wir ausgesandt hatten. Jos6/18Jos Ihr jedoch sollt euch vor dem Gebannten hüten, damit ihr nicht [an anderen] den Bann vollstreckt, [selbst] aber [etwas] von dem Gebannten
nehmt und das Lager Israels zum Bann macht und es ins Unglück bringt. Jos6/19Jos Alles Silber und Gold sowie die bronzenen und eisernen Geräte sollen dem HERRN heilig sein: in den Schatz des
HERRN soll es kommen. Jos6/20Jos Da erhob das Volk das Kriegsgeschrei, und sie stießen in die Hörner. Und es geschah, als das Volk den Schall der Hörner hörte, da erhob das Volk ein großes
Kriegsgeschrei. Da stürzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk stieg in die Stadt hinein, ein jeder gerade vor sich hin, und sie nahmen die Stadt ein. Jos6/21Jos Und sie vollstreckten den
Bann an allem, was in der Stadt war, an Mann und Frau, an Alt und Jung, an Rind, Schaf und Esel, mit der Schärfe des Schwertes. - Jos6/22Jos Zu den beiden Männern, die das Land ausgekundschaftet
hatten, sagte Josua: Geht in das Haus der Hure und führt die Frau sowie alles, was zu ihr gehört, von dort heraus, wie ihr es ihr geschworen habt! Jos6/23Jos Da gingen die jungen Männer, die
Kundschafter, hinein und führten Rahab und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und alles, was zu ihr gehörte, hinaus: alle ihre Verwandten führten sie hinaus; sie brachten sie außerhalb
des Lagers Israels unter. - Jos6/24Jos Die Stadt aber und alles, was darin war, verbrannten sie mit Feuer. Das Silber jedoch und das Gold und die bronzenen und eisernen Geräte legten sie in den
Schatz des Hauses des HERRN. - Jos6/25Jos So ließ Josua die Hure Rahab und das Haus ihres Vaters sowie alles, was zu ihr gehörte, am Leben. Und sie wohnte mitten in Israel bis zum heutigen Tag,
weil sie die Boten versteckte, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
Jos6/26Jos So ließ Josua damals schwören: Verflucht vor dem HERRN sei der Mann, der sich aufmachen und diese Stadt Jericho [wieder] aufbauen wird! Mit seinem Erstgeborenen wird er ihren Grund
legen, und mit seinem Jüngsten ihre Tore einsetzen. - Jos6/27Jos Und der HERR war mit Josua, und die Kunde von ihm verbreitete sich durch das ganze Land.
Achans Diebstahl und Bestrafung.
\7\
Jos7/1Jos Doch die Söhne Israel übten Untreue an dem Gebannten. Und Achan, der Sohn des Karmi, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda, nahm [etwas] von dem Gebannten. Da entbrannte
der Zorn des HERRN gegen die Söhne Israel. - Jos7/2Jos Und Josua schickte Männer von Jericho nach Ai, das bei Bet-Awen, östlich von Bethel [liegt], und sagte zu ihnen: Geht hinauf und
kundschaftet das Land aus! Und die Männer gingen hinauf und kundschafteten Ai aus. Jos7/3Jos Als sie zu Josua zurückkamen, sagten sie zu ihm: Es muß nicht das ganze Volk hinaufziehen. Etwa
zweitausend oder dreitausend Mann mögen hinaufziehen und Ai schlagen. Bemühe nicht das ganze Volk dorthin, denn sie sind [nur] wenige! Jos7/4Jos Da zogen von dem Volk etwa dreitausend Mann
hinauf; aber sie flohen vor den Männern von Ai. Jos7/5Jos Und die Männer von Ai erschlugen von ihnen etwa 36 Mann und jagten ihnen nach vom Tor bis nach Schebarim und schlugen sie am Abhang. Da
zerschmolz das Herz des Volkes und wurde wie Wasser.
Jos7/6Jos Und Josua zerriß seine Kleider und fiel auf sein Gesicht zur Erde, vor der Lade des HERRN, bis zum Abend, er und die Ältesten von Israel, und sie warfen Staub auf ihr Haupt. Jos7/7Jos
Und Josua sagte: Ach, Herr, HERR! Wozu hast du denn dieses Volk über den Jordan geführt, um uns [doch] in die Hand der Amoriter zu geben, damit sie uns vernichten? O hätten wir uns doch
entschlossen, jenseits des Jordan zu bleiben! Jos7/8Jos Bitte, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel seinen Feinden den Rücken gekehrt hat? Jos7/9Jos Die Kanaaniter und alle Bewohner des
Landes werden es hören! Und sie werden uns umbringen und unsern Namen von der Erde ausrotten! Was wirst du [dann] für deinen großen Namen tun? Jos7/10Jos Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf!
Warum liegst du denn auf deinem Gesicht? Jos7/11Jos Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe. Und sie haben sogar von dem Gebannten genommen und
haben es gestohlen und haben es verheimlicht und es zu ihren Geräten gelegt! Jos7/12Jos Die Söhne Israel werden vor ihren Feinden nicht [mehr] bestehen können. Den Rücken werden sie ihren Feinden
zuwenden [müssen], denn sie sind zum Bann geworden. Ich werde nicht mehr mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte ausrottet. Jos7/13Jos Steh auf, heilige das Volk und sprich:
Heiligt euch für morgen! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Gebanntes ist in deiner Mitte, Israel. Du wirst vor deinen Feinden nicht bestehen können, bis ihr das Gebannte aus eurer Mitte
weggetan habt. Jos7/14Jos Darum sollt ihr am [kommenden] Morgen nach euren Stämmen herantreten. Und es soll geschehen: der Stamm, den der HERR treffen wird, soll herantreten nach den Sippen; und
die Sippe, die der HERR treffen wird, soll herantreten nach den Häusern; und das Haus, das der HERR treffen wird, soll herantreten nach den Männern. Jos7/15Jos Und es soll geschehen: wer mit dem
Gebannten angetroffen wird, soll mit Feuer verbrannt werden, er selbst und alles, was zu ihm gehört; denn er hat den Bund des HERRN übertreten und eine Schandtat in Israel begangen.
Jos7/16Jos Josua machte sich früh am Morgen auf und ließ Israel herantreten nach seinen Stämmen; da wurde der Stamm Juda getroffen. Jos7/17Jos Dann ließ er die Sippen von Juda herantreten; und es
traf die Sippe der Serachiter. Und er ließ die Sippe der Serachiter herantreten nach den Männern; da wurde Sabdi getroffen. Jos7/18Jos Und er ließ sein Haus herantreten nach den Männern; da wurde
Achan getroffen, der Sohn des Karmi, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda. Jos7/19Jos Da sagte Josua zu Achan: Mein Sohn, gib doch dem HERRN, dem Gott Israels, die Ehre und gib
ihm das Lob und teile mir mit, was du getan hast! Verschweige nichts vor mir! Jos7/20Jos Da antwortete Achan dem Josua und sagte: Es ist wahr, ich habe gegen den HERRN, den Gott Israels,
gesündigt, das und das habe ich getan: Jos7/21Jos Ich sah unter der Beute einen schönen Mantel aus Babylonien sowie zweihundert Schekel Silber und einen Goldbarren, sein Gewicht fünfzig Schekel.
Ich bekam Lust danach, und ich nahm es, und siehe, es ist im Innern meines Zeltes im Boden verscharrt und das Silber darunter. Jos7/22Jos Da schickte Josua Boten hin, und sie liefen zum Zelt; und
siehe, es war in seinem Zelt verscharrt und das Silber darunter. Jos7/23Jos Sie nahmen es aus dem Innern des Zeltes und brachten es zu Josua und zu allen Söhnen Israel, und sie schütteten es vor
dem HERRN hin. Jos7/24Jos Da nahm Josua und ganz Israel mit ihm Achan, den Sohn des Serach, sowie das Silber, den Mantel und den Goldbarren und seine Söhne, seine Töchter, seine Rinder, seine
Esel und seine Schafe, sein Zelt und alles, was zu ihm gehörte, und sie brachten sie hinauf ins Tal Achor. Jos7/25Jos Und Josua sagte: Wie du uns ins Unglück gebracht hast, so wird der HERR dich
heute ins Unglück bringen! Und ganz Israel steinigte ihn, und sie verbrannten sie mit Feuer und bewarfen sie mit Steinen. Jos7/26Jos Und sie errichteten einen großen Steinhaufen über ihm, der bis
zum heutigen Tag [noch da ist]. Da wandte sich der HERR von seinem glühenden Zorn ab. Darum nannte man diesen Ort Tal Achor bis zum heutigen Tag.
Eroberung von Ai - Altarbau und Gesetzeslesung.
\8\
Jos8/1Jos Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und erschrick nicht! Nimm das ganze Kriegsvolk mit dir und mache dich auf, zieh hinauf nach Ai! Siehe, ich habe den König von Ai sowie
sein Volk, seine Stadt und sein Land in deine Hand gegeben. Jos8/2Jos Du sollst mit Ai und seinem König das tun, was du mit Jericho und seinem König getan hast. Jedoch seine Beute und sein Vieh
dürft ihr unter euch aufteilen. Lege du der Stadt einen Hinterhalt von der Rückseite her!
Jos8/3Jos Da machte sich Josua mit dem ganzen Kriegsvolk auf, um nach Ai hinaufzuziehen. Und Josua wählte 30 000 Mann, tüchtige Krieger, aus und sandte sie bei Nacht aus. Jos8/4Jos Er befahl
ihnen: Seht, ihr sollt euch in den Hinterhalt legen, hinter der Stadt! Entfernt euch nicht zu sehr von der Stadt, sondern seid alle bereit! Jos8/5Jos Ich aber und das ganze Volk, das bei mir ist,
wir wollen nahe an die Stadt heranrücken. Und es soll geschehen, wenn sie herauskommen, uns entgegen, wie beim ersten Mal, so wollen wir vor ihnen fliehen. Jos8/6Jos Sie werden uns nachsetzen,
bis wir sie von der Stadt abgeschnitten haben. Denn sie werden [sich] sagen: Sie fliehen vor uns wie beim ersten Mal! Wenn wir dann vor ihnen fliehen werden, Jos8/7Jos dann sollt ihr euch aus dem
Hinterhalt aufmachen und die Stadt einnehmen. Der HERR, euer Gott, wird sie in eure Hand geben. Jos8/8Jos Und es soll geschehen, wenn ihr die Stadt eingenommen habt, dann sollt ihr sie in Brand
stecken; nach dem Wort des HERRN sollt ihr [es] tun. Seht, ich habe es euch befohlen. - Jos8/9Jos Da schickte Josua sie los, und sie begaben sich in den Hinterhalt und blieben zwischen Bethel und
Ai, westlich von Ai. Josua aber verbrachte jene Nacht mitten unter dem Volk.
Jos8/10Jos Und Josua machte sich des Morgens früh auf und musterte das Volk. Dann zog er mit den Ältesten Israels vor dem Volk her nach Ai hinauf. Jos8/11Jos Und alles Kriegsvolk, das bei ihm
war, zog hinauf und rückte heran, und sie kamen vor die Stadt. Sie lagerten sich nördlich von Ai, so dass das Tal zwischen ihnen und Ai war. Jos8/12Jos Er hatte aber etwa fünftausend Mann
genommen und sie als Hinterhalt zwischen Bethel und Ai gelegt, westlich von der Stadt. Jos8/13Jos Und so stellten sie das Volk auf, das ganze Lager, das nördlich von der Stadt war, und sein Ende
westlich von der Stadt. Und Josua zog in dieser Nacht mitten in die Talebene.
Jos8/14Jos Und es geschah, als der König von Ai es sah, da rückten die Männer der Stadt in aller Frühe eilends aus, Israel entgegen zum Kampf, er und sein ganzes Volk, zur Begegnung vor der
Steppe. Er hatte aber nicht erkannt, dass ihm im Rücken der Stadt ein Hinterhalt [gelegt war]. Jos8/15Jos Josua und ganz Israel ließen sich nun von ihnen schlagen und flohen zur Wüste hin.
Jos8/16Jos Da wurde das ganze Volk, das in der Stadt war, zusammengerufen, um ihnen nachzujagen. Und sie jagten Josua nach und wurden von der Stadt abgeschnitten. Jos8/17Jos Da blieb kein Mann in
Ai und Bethel zurück, der nicht hinter Israel her ausgezogen wäre. Und sie ließen die Stadt offenstehen und jagten Israel nach. Jos8/18Jos Da sprach der HERR zu Josua: Strecke das Krummschwert,
das in deiner Hand ist, gegen Ai aus; denn in deine Hand will ich es geben. Josua streckte das Krummschwert, das in seiner Hand war, gegen die Stadt aus. Jos8/19Jos Da kam der Hinterhalt eilends
aus seiner Stellung, und sie liefen, als er seine Hand ausstreckte. Und sie kamen zur Stadt, nahmen sie ein, und sie eilten und steckten sie in Brand. Jos8/20Jos Und die Männer von Ai wandten
sich um und sahen, und siehe, der Rauch von der Stadt stieg zum Himmel auf. Da war in ihnen keine Kraft mehr zu fliehen, weder hierhin noch dorthin. Und das Volk, das [bisher] zur Wüste geflohen
war, wandte sich [nun] um gegen den Verfolger. Jos8/21Jos Denn als Josua und ganz Israel sahen, dass der Hinterhalt die Stadt eingenommen hatte und dass der Rauch der Stadt aufstieg, da kehrten
sie um und schlugen die Männer von Ai. Jos8/22Jos Jene aber zogen aus der Stadt ihnen entgegen, so dass sie mitten zwischen Israel waren, die einen [kamen] von hier und die andern von dort. Und
sie erschlugen sie, bis [von] ihnen kein Entronnener oder Entkommener mehr übrigblieb. Jos8/23Jos Den König von Ai hingegen ergriffen sie lebendig und brachten ihn zu Josua.
Jos8/24Jos Und es geschah, als Israel alle Bewohner von Ai auf dem Feld, in der Wüste, wohin sie ihnen nachgejagt waren, umgebracht hatte und sie alle durch die Schärfe des Schwertes gefallen
waren, bis sie aufgerieben waren, da kehrte ganz Israel um nach Ai, und sie schlugen es mit der Schärfe des Schwertes. Jos8/25Jos [Die Zahl] aller Männer und Frauen, die an diesem Tag fielen, war
zwölftausend, alle Leute von Ai. Jos8/26Jos Josua aber zog seine Hand, die er mit dem Krummschwert ausgestreckt hatte, nicht zurück, bis er an allen Bewohnern von Ai den Bann vollstreckt hatte.
Jos8/27Jos Nur das Vieh und die Beute dieser Stadt erbeutete Israel für sich, nach dem Wort des HERRN, das er dem Josua befohlen hatte. Jos8/28Jos Und Josua brannte Ai nieder und machte es zu
einem ewigen Hügel der Öde, bis zum heutigen Tag. Jos8/29Jos Und den König von Ai ließ er an einen Baum hängen bis zum Abend. Und bei Sonnenuntergang befahl Josua, dass sie seine Leiche vom Baum
herunternähmen. Und sie warfen sie an den Eingang des Stadttores und errichteten über ihr einen großen Steinhaufen, [der] bis zum heutigen Tag [da ist].
Jos8/30Jos Damals baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berg Ebal, Jos8/31Jos wie Mose, der Knecht des HERRN, den Söhnen Israel geboten hatte, wie im Buch des Gesetzes des
Mose geschrieben steht, einen Altar von unbehauenen Steinen, über denen man kein Eisen geschwungen hatte. Und sie brachten darauf dem HERRN Brandopfer dar und schlachteten Heilsopfer. Jos8/32Jos
Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes des Mose, die er vor den Söhnen Israel geschrieben hatte. Jos8/33Jos Und ganz Israel sowie seine Ältesten und Aufseher und seine
Richter standen an dieser und an jener [Seite] der Lade, den Priestern, den Leviten gegenüber, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, der Fremde wie der Einheimische, die eine Hälfte gegen den
Berg Garizim hin und die andere Hälfte gegen den Berg Ebal hin, wie Mose, der Knecht des HERRN, vormals geboten hatte, das Volk Israel zu segnen. Jos8/34Jos Danach las er alle Worte des Gesetzes,
den Segen und den Fluch, ganz wie es im Buch des Gesetzes geschrieben steht. Jos8/35Jos Es war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht der ganzen Versammlung Israels
vorgelesen hätte, ebenso den Frauen, den Kindern und dem Fremden, der in ihrer Mitte lebte.
List der Gibeoniter und ihre Rettung.
\9\
Jos9/1Jos Und es geschah, als alle Könige [es] hörten, die jenseits des Jordan waren, auf dem Gebirge und in der Niederung und an der ganzen Küste des großen Meeres in Richtung zum Libanon hin,
[nämlich] die Hetiter und die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter: Jos9/2Jos da versammelten sie sich allesamt, um einmütig gegen Josua und gegen Israel zu
kämpfen.
Jos9/3Jos Die Bewohner von Gibeon aber hatten gehört, was Josua an Jericho und an Ai getan hatte. Jos9/4Jos Da handelten auch sie mit List und gingen und verstellten sich als Boten. Sie nahmen
abgenutzte Säcke für ihre Esel und abgenutzte, zerrissene und geflickte Weinschläuche Jos9/5Jos sowie abgenutzte, geflickte Schuhe an ihre Füße und zogen abgenutzte Kleidung an. Und das gesamte
Brot ihrer Wegzehrung war vertrocknet [und] zu Brotkrumen geworden. Jos9/6Jos Und sie gingen zu Josua ins Lager nach Gilgal und sagten zu ihm und zu den Männern von Israel: Aus einem fernen Land
kommen wir. Nun denn, schließt mit uns einen Bund! Jos9/7Jos Da sagten die Männer von Israel zu den Hewitern: Vielleicht wohnst du in meiner Mitte, und wie könnte ich [da] mit dir einen Bund
schließen? Jos9/8Jos Sie sagten zu Josua: Deine Knechte sind wir! Und Josua sagte zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommt ihr? Jos9/9Jos Und sie sagten zu ihm: Aus einem sehr fernen Land sind
deine Knechte gekommen, um des Namens des HERRN, deines Gottes, willen. Denn wir haben die Kunde von ihm vernommen, alles, was er in Ägypten tat, Jos9/10Jos und alles, was er den beiden Königen
der Amoriter tat, die jenseits des Jordan waren, Sihon, dem König von Heschbon, und Og, dem König von Basan, der zu Aschtarot [wohnte]. Jos9/11Jos Da sagten unsere Ältesten und alle Bewohner
unseres Landes zu uns: Nehmt Wegzehrung mit auf den Weg und geht ihnen entgegen und sagt zu ihnen: Eure Knechte sind wir; nun denn, schließt mit uns einen Bund! Jos9/12Jos Da ist unser Brot.
[Noch] warm haben wir es zur Wegzehrung aus unsern Häusern mitgenommen am Tag, als wir auszogen, um zu euch zu gehen; und nun siehe, es ist vertrocknet und zu Brotkrumen geworden. Jos9/13Jos Und
diese Weinschläuche, die neu waren, als wir sie füllten, siehe, sie sind zerrissen. Und diese unsere Kleider und unsere Schuhe sind abgenutzt von dem sehr langen Weg. - Jos9/14Jos Da nahmen die
Männer von ihrer Wegzehrung. Den Mund des HERRN aber befragten sie nicht. Jos9/15Jos Und Josua machte Frieden mit ihnen und schloß mit ihnen einen Bund, sie am Leben zu lassen; und die Fürsten
der Gemeinde schworen ihnen.
Jos9/16Jos Und es geschah nach Ablauf von drei Tagen, nachdem sie einen Bund mit ihnen geschlossen hatten, da hörten sie, dass jene aus ihrer Nähe waren und mitten unter ihnen
wohnten.
Jos9/17Jos Da brachen die Söhne Israel auf und kamen zu ihren Städten am dritten Tag; ihre Städte aber waren Gibeon, Kefira, Beerot und Kirjat-Jearim. Jos9/18Jos Und die Söhne Israel schlugen sie
nicht, weil die Fürsten der Gemeinde ihnen bei dem HERRN, dem Gott Israels, geschworen hatten. Da murrte die ganze Gemeinde über die Fürsten. Jos9/19Jos Und alle Fürsten sagten zu der ganzen
Gemeinde: Wir haben ihnen bei dem HERRN, dem Gott Israels, geschworen, und nun können wir sie nicht antasten. Jos9/20Jos Das wollen wir ihnen tun und sie am Leben lassen, damit nicht ein Zorn
über uns kommt um des Eides willen, den wir ihnen geschworen haben. Jos9/21Jos Und die Fürsten sagten zu ihnen: Sie sollen am Leben bleiben. Und sie wurden Holzhauer und Wasserschöpfer für die
ganze Gemeinde, wie die Fürsten ihnen zugesagt hatten.
Jos9/22Jos Und Josua rief sie und redete zu ihnen: Warum habt ihr uns getäuscht und gesagt: `Sehr weit sind wir von euch weg', da ihr doch mitten unter uns wohnt? Jos9/23Jos Und nun, verflucht
seid ihr! Ihr sollt nicht aufhören, Knechte zu sein, sowohl Holzhauer als auch Wasserschöpfer für das Haus meines Gottes! Jos9/24Jos Sie antworteten Josua und sagten: Weil deinen Knechten
zuverlässig berichtet wurde, dass der HERR, dein Gott, seinem Knecht Mose geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle Einwohner des Landes vor euch auszurotten, darum fürchteten wir sehr
um unser Leben, [als wir] von euch [hörten], und haben das getan. Jos9/25Jos Und nun siehe, wir sind in deiner Hand. Wie es gut und wie es recht ist in deinen Augen, uns zu tun, [so] mach [es mit
uns]! Jos9/26Jos Und er machte es so mit ihnen und rettete sie aus der Hand der Söhne Israel; und sie brachten sie nicht um. Jos9/27Jos So machte Josua sie an jenem Tag zu Holzhauern und
Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar des HERRN, bis zum heutigen Tag, an dem Ort, den er erwählen würde.
Eroberung des Südteils von Kanaan.
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Jos10/1Jos Und es geschah, als Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, dass Josua Ai eingenommen und an ihm den Bann vollstreckt habe, dass er es mit Ai und seinem König ebenso gemacht habe,
wie er es mit Jericho und seinem König gemacht hatte, und dass die Bewohner von Gibeon Frieden mit Israel gemacht hätten und in ihrer Mitte seien: Jos10/2Jos da fürchteten sie sich sehr. Denn
Gibeon war eine große Stadt, wie eine der Königsstädte, ja, es war größer als Ai, und alle seine Männer waren Krieger. Jos10/3Jos Und Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, sandte zu Hoham, dem
König von Hebron, und zu Piram, dem König von Jarmut, und zu Jafia, dem König von Lachisch, und zu Debir, dem König von Eglon, und ließ [ihnen] sagen: Jos10/4Jos Kommt zu mir herauf und helft
mir, dass wir Gibeon schlagen! Denn es hat mit Josua und mit den Söhnen Israel Frieden gemacht. Jos10/5Jos Da sammelten sich die fünf Könige der Amoriter und zogen hinauf: der König von
Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmut, der König von Lachisch, der König von Eglon, sie und alle ihre Heerlager; und sie belagerten Gibeon und kämpften gegen die Stadt. Jos10/6Jos
Da sandten die Männer von Gibeon zu Josua ins Lager nach Gilgal und ließen sagen: Zieh deine Hände nicht ab von deinen Knechten! Komm eilends zu uns herauf und rette uns und hilf uns! Denn gegen
uns haben sich versammelt alle Könige der Amoriter, die im Gebirge wohnen.
Jos10/7Jos Da zog Josua von Gilgal hinauf, er und alles Kriegsvolk mit ihm und alle tüchtigen Krieger. Jos10/8Jos Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen! Denn in deine Hand
habe ich sie gegeben; kein Mann von ihnen wird vor dir standhalten. Jos10/9Jos Und Josua kam plötzlich über sie. Die ganze Nacht war er von Gilgal hinaufgezogen. Jos10/10Jos Der HERR aber
verwirrte sie vor Israel. Und er fügte ihnen bei Gibeon eine schwere Niederlage zu und jagte ihnen nach auf dem Weg zur Höhe von Bet-Horon und schlug sie bis Aseka und bis Makkeda. Jos10/11Jos
Und es geschah, als sie vor Israel flohen - sie waren [gerade] am Abhang von Bet-Horon -, da warf der HERR große Steine vom Himmel auf sie herab, bis Aseka, so dass sie umkamen. Es waren mehr,
die durch die Hagelsteine umkamen, als [die, welche] die Söhne Israel mit dem Schwert umbrachten.
Jos10/12Jos Damals redete Josua zum HERRN, [und zwar] an dem Tag, als der HERR die Amoriter vor den Söhnen Israel dahingab, und sagte vor den Augen Israels: Sonne, stehe still zu Gibeon, und
Mond, im Tal Ajalon! Jos10/13Jos Da stand die Sonne still, und der Mond blieb stehen, bis das Volk sich an seinen Feinden gerächt hatte. Ist das nicht geschrieben im Buch Jaschar? Die Sonne blieb
stehen mitten am Himmel und beeilte sich nicht unterzugehen, ungefähr einen ganzen Tag lang. Jos10/14Jos Und es war kein Tag wie dieser, weder vorher noch danach, dass der HERR [so] auf die
Stimme eines Menschen gehört hätte; denn der HERR kämpfte für Israel.
Jos10/15Jos Dann kehrte Josua, und ganz Israel mit ihm, ins Lager nach Gilgal zurück.
Jos10/16Jos Jene fünf Könige aber flohen und versteckten sich in der Höhle zu Makkeda. Jos10/17Jos Da wurde dem Josua mitgeteilt: Die fünf Könige sind gefunden worden, versteckt in der Höhle zu
Makkeda. Jos10/18Jos Und Josua sagte: Wälzt große Steine an den Eingang der Höhle und stellt Männer an ihr auf, um sie zu bewachen! Jos10/19Jos Ihr aber, steht nicht still, [sondern] jagt euren
Feinden nach und schlagt ihre Nachhut! Laßt sie nicht in ihre Städte kommen! Denn der HERR, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben.
Jos10/20Jos Und es geschah, als Josua und die Söhne Israel ihnen endgültig eine sehr schwere Niederlage zugefügt hatten, bis sie völlig aufgerieben waren - die Entronnenen von ihnen aber entkamen
in die befestigten Städte -, Jos10/21Jos da kehrte das ganze Volk im Frieden zu Josua zurück, in das Lager nach Makkeda; niemand spitzte seine Zunge gegen die Söhne Israel. Jos10/22Jos Und Josua
sprach: Öffnet den Eingang der Höhle und bringt diese fünf Könige aus der Höhle zu mir heraus! Jos10/23Jos Sie taten es und brachten diese fünf Könige aus der Höhle zu ihm heraus: den König von
Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmut, den König von Lachisch, den König von Eglon. Jos10/24Jos Und es geschah, als sie diese Könige zu Josua herausgebracht hatten, da rief Josua
alle Männer von Israel [zusammen] und sagte zu den Anführern der Kriegsleute, die mit ihm zogen: Tretet heran, setzt eure Füße auf die Nacken dieser Könige! Da traten sie heran und setzten ihre
Füße auf ihre Nacken. Jos10/25Jos Und Josua sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht, seid stark und mutig! Denn genauso wird der HERR mit allen euren Feinden verfahren, gegen die
ihr kämpft. Jos10/26Jos Danach erschlug Josua sie. Er tötete sie und hängte sie an fünf Bäumen auf; und sie blieben an den Bäumen aufgehängt bis zum Abend. Jos10/27Jos Und es geschah zur Zeit des
Sonnenuntergangs, da gab Josua Befehl, und man nahm sie von den Bäumen herab und warf sie in die Höhle, wo sie sich versteckt [gehalten] hatten. Und man legte große Steine vor den Eingang der
Höhle, [die noch] bis zum heutigen Tag [da sind].
Jos10/28Jos Und Josua nahm an demselben Tag Makkeda ein und schlug es mit der Schärfe des Schwertes. Und an seinem König, an der Stadt und an allem Leben, das in ihr war, vollstreckte er den
Bann: er ließ keinen Entronnenen übrig. Und er machte es mit dem König von Makkeda, wie er es mit dem König von Jericho gemacht hatte. - Jos10/29Jos Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von
Makkeda nach Libna und kämpfte gegen Libna. Jos10/30Jos Und der HERR gab auch dies in die Hand Israels mitsamt seinem König. Und er schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alles Leben, das
darin war: er ließ keinen Entronnenen darin übrig. Und er tat seinem König, wie er dem König von Jericho getan hatte. - Jos10/31Jos Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von Libna nach Lachisch;
und er belagerte es und kämpfte gegen es. Jos10/32Jos Und der HERR gab Lachisch in die Hand Israels. Und er nahm es am zweiten Tag ein und schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alles Leben,
das darin war, genauso, wie er Libna getan hatte. Jos10/33Jos Damals zog Horam, der König von Geser, herauf, um Lachisch zu helfen. Aber Josua schlug ihn und sein Volk, so dass keiner entrinnen
konnte. - Jos10/34Jos Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von Lachisch nach Eglon; und sie belagerten es und kämpften gegen es. Jos10/35Jos Und sie nahmen es an demselben Tag ein und schlugen
es mit der Schärfe des Schwertes. Und an allem Leben, das darin war, vollstreckte er den Bann an demselben Tag, genauso, wie er es mit Lachisch gemacht hatte. - Jos10/36Jos Dann zog Josua und
ganz Israel mit ihm von Eglon nach Hebron hinauf, und sie kämpften gegen es. Jos10/37Jos Und sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes mitsamt seinem König und allen seinen
Städten und allem Leben, das darin war: er ließ keinen Entronnenen übrig, genauso, wie er es mit Eglon gemacht hatte: er vollstreckte den Bann an ihm und an allem Leben, das darin war. -
Jos10/38Jos Dann wandte sich Josua und ganz Israel mit ihm nach Debir und kämpfte gegen es. Jos10/39Jos Und er nahm es ein mitsamt seinem König und allen seinen Städten. Und sie schlugen sie mit
der Schärfe des Schwertes und vollstreckten an allem Leben, das darin war, den Bann: er ließ keinen Entronnenen übrig. Wie er es mit Hebron gemacht und wie er es mit Libna und seinem König
gemacht hatte, ebenso machte er es [auch] mit Debir und seinem König.
Jos10/40Jos So schlug Josua das ganze Land, das Gebirge, das Südland, die Niederung, die Berghänge und all ihre Könige: er ließ keinen Entronnenen übrig. An allem Lebenden vollstreckte er den
Bann, wie der HERR, der Gott Israels, geboten hatte. Jos10/41Jos Und Josua schlug sie von Kadesch-Barnea bis Gaza und das ganze Land Goschen bis Gibeon. Jos10/42Jos Und alle diese Könige sowie
ihr Land nahm Josua auf einmal. Denn der HERR, der Gott Israels, kämpfte für Israel. Jos10/43Jos Dann kehrte Josua und ganz Israel mit ihm ins Lager nach Gilgal zurück.
Siege im Norden Kanaans und Eroberung des übrigen Landes.
\11\
Rich1/1Jos Und es geschah, als Jabin, der König von Hazor, es hörte, sandte er zu Jobab, dem König von Madon, und zum König von Schimron und zum König von Achschaf Jos11/2Jos und zu den Königen,
die im Norden im Gebirge und in der Steppe südlich von Kinneret und in der Niederung und im Hügelland von Dor im Westen waren, Jos11/3Jos zu den Kanaanitern im Osten und im Westen, zu den
Amoritern, den Hetitern, den Perisitern und den Jebusitern auf dem Gebirge und zu den Hewitern am Fuß des Hermon im Land Mizpa. Jos11/4Jos Und sie zogen aus, sie und ihr ganzes Heerlager mit
ihnen, ein Volk, [so] zahlreich wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge, sowie sehr viele Pferde und Wagen. Jos11/5Jos All diese Könige trafen zusammen. Sie kamen und lagerten
miteinander am Wasser Merom, um gegen Israel zu kämpfen.
Jos11/6Jos Da sprach der HERR zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen! Denn morgen um diese Zeit werde ich sie alle vor Israel zu Erschlagenen machen. Ihre Pferde sollst du lähmen und ihre Wagen
mit Feuer verbrennen. Jos11/7Jos Und Josua und alles Kriegsvolk mit ihm kam plötzlich über sie am Wasser Merom, und sie überfielen sie. Jos11/8Jos Und der HERR gab sie in die Hand Israels, und
sie schlugen sie und jagten ihnen nach bis Sidon, der großen [Stadt], und bis Misrefot-Majim und bis in die Talebene von Mizpe im Osten. Und sie schlugen sie, so dass ihnen kein Entronnener
übrigblieb. Jos11/9Jos Josua machte es mit ihnen, wie der HERR ihm gesagt hatte: ihre Pferde lähmte er, und ihre Wagen verbrannte er mit Feuer.
Jos11/10Jos In jener Zeit kehrte Josua um und nahm Hazor ein, und seinen König erschlug er mit dem Schwert. Denn Hazor war damals die Hauptstadt all dieser Königreiche. Jos11/11Jos Und sie
schlugen alles Leben, das darin war, mit der Schärfe des Schwertes, indem sie den Bann [an ihnen] vollstreckten: nichts Lebendes blieb übrig. Hazor aber verbrannte er mit Feuer. Jos11/12Jos Alle
Städte dieser Könige mit all ihren Königen nahm Josua ein und schlug sie mit der Schärfe des Schwertes. Er vollstreckte den Bann an ihnen, wie Mose, der Knecht des HERRN, befohlen hatte.
Jos11/13Jos Nur all die Städte, die auf Hügeln standen, verbrannte Israel nicht, ausgenommen Hazor allein, [das] verbrannte Josua. Jos11/14Jos Die ganze Beute dieser Städte sowie das Vieh
plünderten die Söhne Israel für sich. Doch alle Menschen schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, bis sie sie vernichtet hatten: sie ließen nichts Lebendes übrig. Jos11/15Jos Wie der HERR
seinem Knecht Mose befohlen hatte, so befahl Mose Josua, und so machte es Josua. Er unterließ nichts von allem, das der HERR dem Mose befohlen hatte.
Jos11/16Jos So nahm Josua dieses ganze Land, das Gebirge, den ganzen Süden, das ganze Land Goschen, die Niederung und die Steppe, das Gebirge Israel und seine Niederung, Jos11/17Jos von dem
kahlen Gebirge, das gegen Seir ansteigt, bis Baal-Gad in der Talebene des Libanon, am Fuße des Berges Hermon. Und alle ihre Könige nahm er gefangen, erschlug sie und tötete sie. Jos11/18Jos Lange
Zeit führte Josua mit all diesen Königen Krieg. Jos11/19Jos Es gab keine Stadt, die sich den Söhnen Israel friedlich ergab, außer den Hewitern, die in Gibeon wohnten, alles [andere] nahmen sie im
Kampf ein. Jos11/20Jos Denn vom HERRN kam es, dass sie ihr Herz verstockten, [so dass es] zum Krieg mit Israel [kam], damit an ihnen der Bann vollstreckt würde, ohne dass ihnen Gnade widerführe,
sondern dass sie vernichtet würden, wie der HERR dem Mose befohlen hatte.
Jos11/21Jos Zu jener Zeit kam Josua und rottete die Enakiter aus von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von dem ganzen Gebirge Juda und von dem ganzen Gebirge Israel: mitsamt ihren
Städten vollstreckte Josua an ihnen den Bann. Jos11/22Jos Es blieben keine Enakiter im Land der Söhne Israel übrig. Nur in Gaza, in Gat und in Aschdod blieben sie übrig. Jos11/23Jos Und so nahm
Josua das ganze Land [ein], ganz wie der HERR zu Mose geredet hatte. Und Josua gab es Israel zum Erbteil, nach ihren Abteilungen, entsprechend ihren Stämmen. Und das Land hatte Ruhe vom
Krieg.
Liste der besiegten Könige. Josua
V. 1-6: 4Mo 21,21-35; 5Mo 2,32-37; 3,1-7; 4,46-49.
\12\
12/1Jos Dies sind die Könige des Landes, die die Söhne Israel schlugen und deren Land sie in Besitz nahmen jenseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang, vom Fluß Arnon bis zum Berg Hermon, und die
ganze Steppe nach Osten zu: Rich12/2Jos Sihon, der König der Amoriter, der in Heschbon wohnte, er herrschte [über das Gebiet] von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und zwar von der
Mitte des Flußtales an, und über das halbe Gilead bis an den Fluß Jabbok, die Grenze der Söhne Ammon, Jos12/3Jos und über die Steppe bis an den See Kinneret im Osten, und bis ans Meer der Steppe,
das Salzmeer, im Osten, nach Bet-Jeschimot hin und im Süden an den Fuß der Abhänge des Pisga. Jos12/4Jos Und das Gebiet des Königs Og von Basan, von dem Rest der Refaiter, der in Aschtarot und in
Edrei wohnte. Jos12/5Jos Und er herrschte über das Hermongebirge, über Salcha und über ganz Basan bis an die Grenze der Geschuriter und der Maachatiter und [über] halb Gilead [bis an] die Grenze
Sihons, des Königs von Heschbon Jos12/6Jos Mose, der Knecht des HERRN, und die Söhne Israel schlugen sie. Und Mose, der Knecht des HERRN, gab es als Besitz den Rubenitern, den Gaditern und dem
halben Stamm Manasse.
Jos12/7Jos Dies sind die Könige des Landes, die Josua und die Söhne Israel schlugen diesseits des Jordan, im Westen, von Baal-Gad an in der Talebene des Libanon bis an das kahle Gebirge, das nach
Seir hin ansteigt. - Und Josua gab es den Stämmen Israels zum Besitz nach ihren Abteilungen, Jos12/8Jos im Gebirge, in der Niederung, in der Steppe, an den Abhängen, in der Wüste und im Süden -
die Hetiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter: Jos12/9Jos der König von JeJos12o: einer; der König von Ai, das neben Bethel [liegt]: einer; Jos12/10Jos
der König von Jerusalem: einer; der König von Hebron: einer; Jos12/11Jos der König von Jarmut: einer; der König von Lachisch: einer; Jos12/12Jos der König von Eglon: einer; der König von Geser:
einer; Jos12/13Jos der König von Debir: einer; der König von Geder: einer; Jos12/14Jos der König von Horma: einer; der König von Arad: einer; Jos12/15Jos der König von Libna: einer; der König von
Adullam: einer; Jos12/16Jos der König von Makkeda: einer; der König von Bethel: einer; Jos12/17Jos der König von Tappuach: einer; der König von Hefer: einer; Jos12/18Jos der König von Afek:
einer; der König von Saron: einer; Jos12/19Jos der König von Madon: einer; der König von Hazor: einer; Jos12/20Jos der König von Schimron-Meron: einer; der König von Achschaf: einer; Jos12/21Jos
der König von Taanach: einer; der König von Megiddo: einer; Jos12/22Jos der König von Kedesch: einer; der König von Jokneam am Karmel: einer; Jos12/23Jos der König von Dor im Hügelland von Dor:
einer; der König von Gojim zu Gilgal: einer; Rich2/24Jos der König von Tirza: einer. Alle Könige [zusammen] waren 31.
Noch nicht eingenommenes Land.
\13\
Jos13/1Jos Als [nun] Josua alt und hochbetagt war, da sprach der HERR zu ihm: Du bist alt geworden und bist hochbetagt, und sehr viel Land ist [noch] übrig, das in Besitz genommen werden muß.
Jos13/2Jos Dies ist das Land, das [noch] übrig ist: alle Bezirke der Philister und ganz Geschur; Jos13/3Jos vom Schihor an, der vor Ägypten [fließt], bis zur Grenze von Ekron im Norden - es wird
zum Gebiet der Kanaaniter gerechnet - die fünf Fürsten der Philister: der Gaziter, der Aschdoditer, der Aschkeloniter, der Gatiter, der Ekroniter und die Awiter; Jos13/4Jos im Süden das ganze
Land der Kanaaniter und Meara, das den Sidoniern gehört, bis Afek, bis an die Grenze der Amoriter; Jos13/5Jos und das Land der Gebaliter und der ganze Libanon gegen Sonnenaufgang, von Baal-Gad,
am Fuß des Hermongebirges, bis man nach Hamat kommt; Jos13/6Jos alle Bewohner des Gebirges, vom Libanon an bis Misrefot-Majim, alle Sidonier. Ich selbst werde sie vor den Söhnen Israel
vertreiben. Nur verlose [das Land] für Israel als Erbteil, wie ich dir befohlen habe! Jos13/7Jos Und nun verteile dieses Land als Erbteil unter die neun Stämme und den halben Stamm
Manasse!
Ostjordanland für Ruben, Gad und den halben Stamm Manasse.
4Mo 32,33-42; 5Mo 3,8-17.
Jos13/8Jos Mit ihm haben die Rubeniter und die Gaditer ihr Erbteil empfangen, das Mose ihnen gegeben hat jenseits des Jordan im Osten, wie Mose, der Knecht des HERRN, es ihnen gab: Jos13/9Jos von
Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der Stadt, die mitten im Flußtal [liegt], und die ganze Ebene [von] Medeba bis Dibon Jos13/10Jos und alle Städte Sihons, des Königs der
Amoriter, der König zu Heschbon war, bis zur Grenze der Söhne Ammon, Jos13/11Jos und Gilead und das Gebiet der Geschuriter und der Maachatiter und das ganze Hermongebirge und ganz Basan bis nach
Salcha, Jos13/12Jos das ganze Reich des Og in Basan, der König zu Aschtarot und zu Edrei war. Er war von dem Rest der Refaiter übriggeblieben; Mose aber hatte sie geschlagen und vertrieben.
Jos13/13Jos Aber die Söhne Israel vertrieben die Geschuriter und die Maachatiter nicht. Und so blieben Geschur und Maacha mitten in Israel wohnen bis zum heutigen Tag. Jos13/14Jos Nur dem Stamm
Levi gab er kein Erbteil. Die Feueropfer des HERRN, des Gottes Israels, sind sein Erbteil, wie er ihm gesagt hatte.
Jos13/15Jos Und Mose gab dem Stamm der Söhne Ruben [seinen Anteil] nach ihren Sippen. Jos13/16Jos Es wurde ihnen das Gebiet [zuteil]: von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von
der Stadt, die mitten im Flußtal [liegt], und die ganze Ebene bei Medeba, Jos13/17Jos Heschbon und all seine Städte, die in der Ebene sind: Dibon, Bamot-Baal, Bet-Baal-Meon, Jos13/18Jos Jahaz,
Kedemot, Mefaat, Jos13/19Jos Kirjatajim, Sibma, Zeret-Schahar auf dem Berg der Talebene, Jos13/20Jos Bet-Peor, die Abhänge des Pisga, Bet-Jeschimot Jos13/21Jos und alle Städte der Ebene sowie das
ganze Reich Sihons, des Königs der Amoriter, der König zu Heschbon war, den Mose schlug, ihn und die Fürsten von Midian: Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die Fürsten Sihons, die das Land bewohnten.
Jos13/22Jos Und Bileam, den Sohn des Beor, den Wahrsager, brachten die Söhne Israel mit dem Schwert um, außer den von ihnen Getöteten. Jos13/23Jos Die Grenze der Söhne Ruben war der Jordan und
das angrenzende Gebiet. Das ist das Erbteil der Söhne Ruben, nach ihren Sippen, die Städte und ihre Dörfer.
Jos13/24Jos Und Mose gab dem Stamm Gad, den Söhnen Gad, [ihren Anteil], nach ihren Sippen. Jos13/25Jos Und es wurde ihnen das Gebiet [zuteil]: Jaser und alle Städte Gileads und das halbe Land der
Söhne Ammon bis nach Aroer, das Rabba gegenüber[liegt]; Jos13/26Jos und von Heschbon bis Ramat-Mizpe und Betonim, und von Mahanajim bis an die Grenze von Debir; Jos13/27Jos und in der Talebene:
Bet-Haram, Bet-Nimra, Sukkot und Zafon, der Rest des Reiches Sihons, des Königs von Heschbon, der Jordan und das angrenzende [Gebiet] bis an das Ende des Sees Kinneret, jenseits des Jordan nach
Osten zu. Jos13/28Jos Das ist das Erbteil der Söhne Gad nach ihren Sippen, die Städte und ihre Dörfer.
Jos13/29Jos Und Mose gab dem halben Stamm Manasse [seinen Anteil].
Und dem halben Stamm der Söhne Manasse wurde nach ihren Sippen [folgendes zuteil]. Jos13/30Jos Ihr Gebiet war: von Mahanajim an ganz Basan, das ganze Reich des Og, des Königs von Basan, und
alle Zeltdörfer Jairs, die in Basan [liegen], sechzig Städte. Jos13/31Jos Und das halbe Gilead und Aschtarot und Edrei, die Städte des Reiches des Og in Basan, [wurden] den Söhnen des Machir, des
Sohnes Manasses, [zuteil], der Hälfte der Söhne Machir, nach ihren Sippen.
Jos13/32Jos Das ist es, was Mose in den Steppen Moabs als Erbe ausgeteilt hat, jenseits des Jordan [bei] Jericho, nach Osten zu. Jos13/33Jos Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil. Der HERR,
der Gott Israels, er ist ihr Erbteil, wie er ihnen zugesagt hat.
Vorbereitungen zur Auslosung des Westjordanlandes.
\14\
Jos14/1Jos Und dies ist es, was die Söhne Israel als Erbe im Land Kanaan erhielten, was ihnen der Priester Eleasar und Josua, der Sohn des Nun, und die [Familien]oberhäupter der Söhne Israel als
Erbe austeilten, Jos14/2Jos durch das Los ihres Erbteils, wie der HERR durch Mose geboten hatte betreffs der neun Stämme und des halben Stammes. Jos14/3Jos Denn das Erbteil der zwei Stämme und
des halben Stammes hatte Mose jenseits des Jordan gegeben. Den Leviten aber hatte er kein Erbteil in ihrer Mitte gegeben. Jos14/4Jos Denn die Söhne Joseph bildeten zwei Stämme, Manasse und
Ephraim. Und man gab den Leviten kein Teil im Land, außer den Städten zum Wohnen und deren Weideplätzen für ihr Vieh und für ihre Habe. Jos14/5Jos Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so taten
die Söhne Israel, und sie verteilten das Land.
Erbteil des Kaleb.
Jos14/6Jos Da traten die Söhne Juda vor Josua in Gilgal, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, der Kenisiter, sagte zu ihm: Du kennst das Wort, das der HERR zu Mose, dem Mann Gottes, meinet- und
deinetwegen in Kadesch-Barnea geredet hat. Jos14/7Jos Vierzig Jahre war ich alt, als Mose, der Knecht des HERRN, mich von Kadesch-Barnea aussandte, um das Land auszukundschaften; und ich brachte
ihm Antwort, wie es in meinem Herzen war. Jos14/8Jos Meine Brüder aber, die mit mir hinaufgezogen waren, machten das Herz des Volkes verzagt; ich aber bin dem HERRN, meinem Gott, treu
nachgefolgt. Jos14/9Jos Da schwor Mose an demselben Tag: Wenn nicht das Land, auf das dein Fuß getreten ist, dir und deinen Söhnen für ewig zum Erbteil wird! Denn du bist dem HERRN, meinem Gott,
treu nachgefolgt. Jos14/10Jos Und nun siehe, der HERR hat mich am Leben erhalten, wie er geredet hat. Es sind [nun] 45 Jahre, seitdem der HERR dieses Wort zu Mose geredet hat, als Israel in der
Wüste umherzog; und nun siehe, ich bin heute 85 Jahre alt. Jos14/11Jos Ich bin heute noch so stark wie an dem Tag, als Mose mich aussandte. Wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft jetzt,
sowohl zum Kampf als auch um aus- und einzuziehen. Jos14/12Jos Und nun gib mir dieses Gebirge, von dem der HERR an jenem Tag geredet hat! Denn du hast an jenem Tag gehört, dass die Enakiter dort
sind und große, feste Städte. Vielleicht ist der HERR mit mir, dass ich sie vertreibe, wie der HERR geredet hat. Jos14/13Jos Da segnete ihn Josua und gab dem Kaleb, dem Sohn des Jefunne, Hebron
zum Erbteil. Jos14/14Jos Daher wurde Hebron dem Kaleb, dem Sohn des Jefunne, dem Kenisiter, zum Erbteil bis zum heutigen Tag, weil er dem HERRN, dem Gott Israels, treu nachgefolgt war.
Jos14/15Jos Der Name Hebrons war aber vorher Kirjat-Arba; er war der größte Mann unter den Enakitern gewesen. - Und das Land hatte Ruhe vom Krieg.
Erbteil des Stammes Juda.
V. 1-4: 4Mo 34,3-5.
\15\
Jos15/1Jos Und das Los fiel für den Stamm der Söhne Juda nach ihren Sippen zur Grenze Edoms hin, der Wüste Zin, auf das Südland zu, im äußersten Süden. Jos15/2Jos Und ihre Südgrenze verlief vom
Ende des Salzmeeres, von der [Meeres]zunge an, die sich nach Süden wendet, Jos15/3Jos und sie lief bis südlich vom Anstieg Akrabbim und ging hinüber nach Zin und stieg [dann] südlich von
Kadesch-Barnea hinauf und ging hinüber nach Hezron, und sie stieg hinauf nach Addar und wandte sich nach Karka. Jos15/4Jos [Dann] ging sie hinüber nach Azmon und lief aus am Bach Ägyptens, und
die Grenze endete am Meer. Das soll eure Südgrenze sein.
V. 5-9: Kap. 18,15-20.
Jos15/5Jos Und die Grenze nach Osten war das Salzmeer bis an das Ende des Jordan. - Und die Grenze an der Nordseite war von der Meereszunge an, vom Ende des Jordan. Jos15/6Jos Und die Grenze
stieg hinauf nach Bet-Hogla und ging hinüber nördlich von Bet-Araba; und die Grenze stieg hinauf zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens. Jos15/7Jos Die Grenze stieg dann vom Tal Achor hinauf nach
Debir, und sie wandte sich nördlich nach Gilgal, welches dem Anstieg von Adummim gegenüber[liegt], der südlich vom Bach ist. Und die Grenze ging hinüber zum Wasser En-Schemesch und sie endete bei
En-Rogel. Jos15/8Jos Und die Grenze stieg das Tal Ben-Hinnom hinauf, südlich zum Berghang der Jebusiter, das ist Jerusalem. Und die Grenze stieg an bis zum Gipfel des Berges, der [sich] vor dem
Tal Hinnom nach Westen zu [erhebt], der am Ende der Refaim-Talebene nach Norden zu [liegt]. Jos15/9Jos Dann zog sich die Grenze vom Gipfel des Berges herum in Richtung auf die Quelle Me-Neftoach
und lief zu den Städten des Gebirges Efron hin. Die Grenze zog sich [dann] herum nach Baala, das ist Kirjat-Jearim. Jos15/10Jos Und von Baala wandte sich die Grenze nach Westen zum Gebirge Seir
und ging hinüber zum Nordabhang des Berges Jearim, das ist Kesalon, und sie stieg hinunter nach Bet-Schemesch und ging hinüber nach Timna; Jos15/11Jos dann lief die Grenze [weiter] zum Nordabhang
von Ekron. Und die Grenze zog sich herum nach Schikkaron und ging hinüber zum Berg Baala, und sie lief aus bei Jabneel; und [somit] endete die Grenze am Meer. - Jos15/12Jos Und die Westgrenze war
das große Meer und die Küste. Das war die Grenze der Söhne Juda ringsum nach ihren Sippen.
V. 13-19: Ri 1,10-15.
Jos15/13Jos Und dem Kaleb, dem Sohn des Jefunne, gab er ein Teil inmitten der Söhne Juda nach dem Befehl des HERRN an Josua: die Stadt des Arba, des Vaters Enaks, das ist Hebron. Jos15/14Jos Und
Kaleb vertrieb von dort die drei Söhne Enaks, Scheschai und Ahiman und Talmai, Kinder Enaks. Jos15/15Jos Und von dort zog er hinauf gegen die Bewohner von Debir; der Name von Debir war aber
früher Kirjat-Sefer. Jos15/16Jos Und Kaleb sagte: Wer Kirjat-Sefer schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau. Jos15/17Jos Da nahm es Otniel ein, der Sohn des Kenas, der
Bruder Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau. Jos15/18Jos Und es geschah, als sie herbeikam, da trieb sie ihn an, von ihrem Vater ein Feld zu fordern. Und sie sprang vom Esel herab.
Da sagte Kaleb zu ihr: Was hast du? Jos15/19Jos Sie sagte: Gib mir einen Segen! Denn ein [dürres] Südland hast du mir gegeben. So gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die oberen Quellen und
die unteren Quellen.
Jos15/20Jos Das war das Erbteil des Stammes der Söhne Juda nach ihren Sippen.
V. 21-62: Kap. 19,1-9; Neh 11,25-30; V. 26-31: 1Chr 4,28-30.
Jos15/21Jos Und die Städte am Rand des Stammes der Söhne Juda, zur Grenze von Edom im Süden hin, waren: Kabzeel, Eder, Jagur, Jos15/22Jos Kina, Dimona, Adada, Jos15/23Jos Kedesch, Hazor, Jitnan,
Jos15/24Jos Sif, Telem, Bealot, Jos15/25Jos Hazor-Hadatta, Kerijot-Hezron, das ist Hazor, Jos15/26Jos Amam, Schema, Molada, Jos15/27Jos Hazar-Gadda, Heschmon, Bet-Pelet, Jos15/28Jos Hazar-Schual,
Beerscheba, Bisjotja, Jos15/29Jos Baala, Ijjim, Ezem, Jos15/30Jos Eltolad, Kesil, Horma, Jos15/31Jos Ziklag, Madmanna, Sansanna, Jos15/32Jos Lebaot, Schilhim, Ajin und Rimmon. Alle Städte sind 29
[an der Zahl] und [dazu noch] ihre Dörfer. - Jos15/33Jos In der Niederung: Eschtaol, Zora, Aschna, Jos15/34Jos Sanoach, En-Gannim, Tappuach, Enam, Jos15/35Jos Jarmut und Adullam, Socho und Aseka,
Jos15/36Jos Schaarajim, Aditajim, Gedera und Gederotajim: vierzehn Städte und [dazu noch] ihre Dörfer. Jos15/37Jos Zenan, Hadascha, Migdal-Gad, Jos15/38Jos Dilan, Mizpe, Jokteel, Jos15/39Jos
Lachisch, Bozkat, Eglon, Jos15/40Jos Kabbon, Lachmas, Kitlisch, Jos15/41Jos Gederot, Bet-Dagon, Naama und Makkeda: sechzehn Städte und [dazu noch] ihre Dörfer. Jos15/42Jos Libna, Eter, Aschan,
Jos15/43Jos Jiftach, Aschna, Nezib, Jos15/44Jos Keila, Achsib und Marescha: neun Städte und [dazu noch] ihre Dörfer; Jos15/45Jos Ekron und seine Tochterstädte und seine Dörfer; Jos15/46Jos von
Ekron an und westwärts alle, die seitlich von Aschdod [liegen], und [dazu noch] ihre Dörfer; Jos15/47Jos Aschdod, seine Tochterstädte und seine Dörfer; Gaza, seine Tochterstädte und seine Dörfer,
bis zum Bach Ägyptens und dem großen Meer und der Küste. Jos15/48Jos Und im Gebirge: Schamir, Jattir, Socho, Jos15/49Jos Danna, Kirjat-Sanna, das ist Debir, Jos15/50Jos Anab, Eschtemo, Anim,
Jos15/51Jos Goschen, Holon und Gilo: elf Städte und [dazu noch] ihre Dörfer. Jos15/52Jos Arab, Duma, Eschan, Jos15/53Jos Janum, Bet-Tappuach, Afeka, Jos15/54Jos Humta, Kirjat-Arba, das ist
Hebron, und Zior: neun Städte und [dazu noch] ihre Dörfer. Jos15/55Jos Maon, Karmel, Sif, Jutta, Jos15/56Jos Jesreel, Jokdeam, Sanoach, Jos15/57Jos Kajiin, Gibea und Timna: zehn Städte und [dazu
noch] ihre Dörfer. Jos15/58Jos Halhul, Bet-Zur, Gedor, Jos15/59Jos Maarat, Bet-Anot und Eltekon: sechs Städte und [dazu noch] ihre Dörfer. Jos15/60Jos Kirjat-Baal, das ist Kirjat-Jearim, und
Rabba: zwei Städte und [dazu noch] ihre Dörfer. - Jos15/61Jos In der Wüste: Bet-Araba, Middin, Sechacha, Jos15/62Jos Nibschan und die Salzstadt und En-Gedi: sechs Städte und [dazu noch] ihre
Dörfer.
Jos15/63Jos Aber die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem, - die Söhne Juda konnten sie nicht vertreiben. Und die Jebusiter wohnen [zusammen] mit den Söhnen Juda in Jerusalem bis zum heutigen
Tag.
Erbteil des Stammes Ephraim.
\16\
Jos16/1Jos Und das Los kam heraus für die Söhne Joseph vom Jordan bei Jericho an, dem Wasser von Jericho im Osten: die Wüste, die von Jericho aus zum Gebirge von Bethel hinaufsteigt. Jos16/2Jos
Und [die Grenze] ging aus von Bethel nach Lus und ging hinüber zum Gebiet der Arkiter, nach Atarot, Jos16/3Jos und stieg westwärts hinunter zum Gebiet der Jafletiter bis an das Gebiet vom unteren
Bet-Horon und bis Geser; und sie endete am Meer. Jos16/4Jos So erhielten die Söhne Joseph, Manasse und Ephraim ihr Erbteil.
Jos16/5Jos Es war aber [dies] die Grenze der Söhne Ephraim nach ihren Sippen: Die Grenze ihres Erbteils im Osten war Atarot-Addar bis Ober-Bet-Horon. Jos16/6Jos Und die Grenze lief zum Meer hin,
Michmetat im Norden. Und die Grenze wandte sich nach Osten nach Taanat-Silo und ging daran vorbei ostwärts nach Janoach. Jos16/7Jos Dann stieg sie von Janoha hinab nach Atarot und Naara und stieß
an Jericho und lief am Jordan aus. Jos16/8Jos Von Tappuach ging die Grenze westwärts zum Bach Kana, und sie endete am Meer. Das ist das Erbteil des Stammes der Söhne Ephraim nach ihren Sippen.
Jos16/9Jos Und die ausgesonderten Städte gehörten den Söhnen Ephraim mitten im Erbteil der Söhne Manasse: alle Städte und ihre Dörfer. - Jos16/10Jos Aber sie trieben die Kanaaniter nicht aus, die
in Geser wohnten. Und die Kanaaniter blieben inmitten von Ephraim wohnen bis zum heutigen Tag, und sie wurden zu fronpflichtigen Knechten.
Erbteil des halben Stammes Manasse.
\17\
Jos17/1 Und das Los fiel für den Stamm Manasse - denn er war Josephs Erstgeborener -, [und zwar] für Machir, den Erstgeborenen Manasses, den Vater Gileads. Denn der war ein Kriegsmann, und es
wurden ihm Gilead und Basan [zuteil]. Jos17/2Jos Und es fiel für die übrigen Söhne Manasses nach ihren Sippen: für die Söhne des Abieser, für die Söhne des Helek und für die Söhne des Asriel, für
die Söhne des Sichem, für die Söhne des Hefer und für die Söhne des Schemida; das waren die Söhne Manasses, des Sohnes Josephs, die männlichen [Nachkommen] nach ihren Sippen. Jos17/3Jos Und
Zelofhad, der Sohn Hefers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, hatte keine Söhne, sondern nur Töchter. Und dies sind die Namen seiner Töchter: Machla, Noa, Hogla, Milka
und Tirza. Jos17/4Jos Und sie traten hinzu vor den Priester Eleasar und vor Josua, den Sohn des Nun, und vor die Fürsten und sagten: Der HERR hat Mose geboten, uns ein Erbteil unter unseren
Brüdern zu geben. Da gab er ihnen nach dem Befehl des HERRN ein Erbteil unter den Brüdern ihres Vaters. Jos17/5Jos So fielen dem Manasse zehn Anteile zu, außer dem Land Gilead und Basan, das
jenseits des Jordan [liegt]. Jos17/6Jos Denn die Töchter Manasses erhielten ein Erbteil unter seinen Söhnen. Das Land Gilead aber wurde den übrigen Söhnen Manasses [zuteil].
Jos17/7Jos Die Grenze Manasses war von Asser nach Michmetat, das gegenüber von Sichem [liegt]. Und die Grenze ging [dann] nach rechts zu den Bewohnern von En-Tappuach hin. Jos17/8Jos Dem Manasse
gehörte das Land Tappuach; aber Tappuach [selbst] an der Grenze Manasses gehörte den Söhnen Ephraim. Jos17/9Jos Und die Grenze stieg hinab zum Bach Kana, [und zwar] auf der Südseite des Baches.
Diese Städte gehörten Ephraim inmitten der Städte Manasses. Und das Gebiet Manasses war nördlich vom Bach und endete am Meer. Jos17/10Jos Nach Süden zu [gehörte es] Ephraim und nach Norden zu
Manasse. Das Meer war seine Grenze. Und an Asser stießen sie im Norden, an Issaschar [dagegen] im Osten. Jos17/11Jos Und dem Manasse gehörte in Issaschar und in Asser: Bet-Schean und seine
Tochterstädte, Jibleam und seine Tochterstädte, die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, die Bewohner von En-Dor und seine Tochterstädte, die Bewohner von Taanach und seine Tochterstädte und
die Bewohner von Megiddo und seine Tochterstädte: das Dreihügelgebiet. - Jos17/12Jos Aber die Söhne Manasse konnten diese Städte nicht in Besitz nehmen; so gelang es den Kanaanitern, in diesem
Land wohnen zu bleiben. Jos17/13Jos Und es geschah, als die Söhne Israel stärker wurden, machten sie die Kanaaniter zu Zwangsarbeitern; aber sie vertrieben sie keineswegs.
Jos17/14Jos Und die Söhne Joseph redeten zu Josua: Warum hast du mir als Erbteil [nur] ein Los und einen Anteil gegeben? Ich bin doch ein zahlreiches Volk, weil der HERR mich so [reich] gesegnet
hat! Jos17/15Jos Da sagte Josua zu ihnen: Wenn du ein zahlreiches Volk bist, steige in den Wald hinauf und rode für dich dort im Land der Perisiter und der Refaiter, weil dir das Gebirge Ephraim
zu eng ist! Jos17/16Jos Die Söhne Joseph aber sagten: Das Gebirge reicht für uns nicht aus, und bei allen Kanaanitern, die im Flachland wohnen, sind eiserne Wagen: bei denen in Bet-Schean und
seinen Tochterstädten und bei denen im Tal Jesreel. Jos17/17Jos Da sagte Josua zum Haus Joseph, zu Ephraim und zu Manasse: Du bist ein zahlreiches Volk und hast eine große Kraft. Du sollst nicht
[nur] ein Los haben, Jos17/18Jos sondern ein Gebirge soll dir [zuteil] werden. Es ist ja ein Wald, den kannst du roden, und [auch] seine Ausläufer sollen dir gehören. Denn du wirst die Kanaaniter
vertreiben, auch wenn sie eiserne Wagen haben, - auch wenn sie stark sind.
Das Heiligtum in Silo - Weitere Vorbereitungen zur Auslosung des Landes.
\18\
Jos18/1Jos Und die ganze Gemeinde der Söhne Israel versammelte sich in Silo, und sie schlugen dort das Zelt der Begegnung auf; und das Land war vor ihnen unterjocht. Jos18/2Jos Es blieben aber
unter den Söhnen Israel sieben Stämme übrig, die ihr Erbteil noch nicht [unter sich] verteilt hatten. Jos18/3Jos Da sagte Josua zu den Söhnen Israel: Wie lange [noch] seid ihr [zu] nachlässig, um
hinzugehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gegeben hat? Jos18/4Jos Nehmt euch drei Männer für [je] einen Stamm, die ich [dann] aussenden werde! Und sie
sollen sich aufmachen, das Land durchwandern und es aufschreiben entsprechend ihrem Erbteil und [dann] zu mir kommen. Jos18/5Jos Sie sollen es unter sich in sieben Teile aufteilen. Juda soll auf
seinem Gebiet bleiben gegen Süden, und das Haus Joseph bleibt auf seinem Gebiet im Norden. Jos18/6Jos Ihr aber sollt das Land zu sieben Teilen aufschreiben und mir [das Verzeichnis]
hierherbringen. Ich werde euch dann das Los werfen hier vor dem HERRN, unserem Gott. Jos18/7Jos Denn die Leviten haben keinen Anteil in eurer Mitte, sondern das Priestertum des HERRN ist ihr
Erbteil. Gad und Ruben und der halbe Stamm Manasse haben jenseits des Jordan, im Osten, ihr Erbteil empfangen, das Mose, der Knecht des HERRN, ihnen gegeben hat. Jos18/8Jos Und die Männer machten
sich auf und gingen hin. Und Josua befahl denen, die hingingen, um das Land aufzuschreiben: Geht hin, durchwandert das Land und schreibt es auf, und kommt wieder zu mir! Und hier werde ich euch
das Los werfen vor dem HERRN, [hier] in Silo. Jos18/9Jos Da gingen die Männer und durchzogen das Land und schrieben es nach Städten zu sieben Teilen in einem Buch auf. Dann kamen sie [zurück] zu
Josua ins Lager nach Silo. Jos18/10Jos Da warf ihnen Josua das Los in Silo vor dem HERRN. Dort verteilte Josua das Land an die Söhne Israel entsprechend ihren Volksgruppen.
Erbteil des Stammes Benjamin.
Jos18/11Jos Und es kam herauf das Los des Stammes der Söhne Benjamin nach ihren Sippen. Das Gebiet ihres Loses erstreckte sich zwischen den Söhnen Juda und den Söhnen Joseph. Jos18/12Jos Ihre
Grenze auf der Nordseite fing am Jordan an. Und die Grenze stieg im Norden den Abhang von Jericho hinauf und stieg auf das Gebirge im Westen und endete in der Wüste bei Bet-Awen. Jos18/13Jos Und
von dort ging die Grenze hinüber nach Lus, zum Südabhang von Lus, das ist Bethel. Und die Grenze fiel ab nach Atarot-Addar, bei dem Berg, der südlich von dem unteren Bet-Horon [liegt]. -
Jos18/14Jos Dann zog sich die Grenze herum und wandte sich zur Westseite, südlich von dem Berg, der vor Bet-Horon nach Süden hin [liegt], und endete in Kirjat-Baal, das ist Kirjat-Jearim, eine
Stadt der Söhne Juda; das war die Westseite.
V. 15-20: Kap. 15,5-9.
Jos18/15Jos Und die Südseite [begann] am Ende von Kirjat-Jearim. Und die Grenze lief nach Westen hin, und sie lief zur Quelle Me-Neftoach. Jos18/16Jos Und die Grenze lief hinab zum Fuß des
Berges, der vor dem Tal Ben-Hinnom in der Talebene der Rafaiter nach Norden zu [liegt]. Und sie lief das Tal Hinnom hinab zum Südabhang der Jebusiter, und sie fiel ab nach En-Rogel hin,
Jos18/17Jos und sie zog sich herum nach Norden zu, lief nach En-Schemesch und lief nach Gelilot hin, das dem Anstieg Adummim gegenüber[liegt]. Und sie lief hinab zum Stein Bohans, des Sohnes
Rubens, hin Jos18/18Jos und ging hinüber zum Berghang, der der Steppe im Norden gegenüber[liegt], und lief hinab zur Steppe. Jos18/19Jos Und die Grenze ging hinüber zum Nordabhang von Bet-Hogla,
und die Grenze endete bei der Nordzunge des Salzmeeres, am Südende des Jordan. Das war die Südgrenze. - Jos18/20Jos Und der Jordan begrenzte es an der Ostseite. Das war das Erbteil der Söhne
Benjamin nach seinen Grenzen ringsum, nach ihren Sippen.
Jos18/21Jos Die Städte des Stammes der Söhne Benjamin nach ihren Sippen waren: Jericho, Bet-Hogla und Emek-Keziz, Jos18/22Jos Bet-Araba, Zemarajim und Bethel, Jos18/23Jos Awim, Para und Ofra,
Jos18/24Jos Kefar-Ammoni, Ofni und Geba: zwölf Städte und ihre Dörfer; Jos18/25Jos Gibeon, Rama und Beerot, Jos18/26Jos Mizpe, Kefira und Moza, Jos18/27Jos Rekem, Jirpeel und Tarala, Jos18/28Jos
Zela, Elef, und die Jebusiter, das ist Jerusalem, Gibea, Kirjat: vierzehn Städte und ihre Dörfer. Das war das Erbteil der Kinder Benjamin nach ihren Sippen.
Erbteil des Stammes Simeon.
V. 1-9: Kap. 15,21-62; V. 2-8: 1Chr 4,28-33.
\19\
Und das zweite Los kam heraus für Simeon, für den Stamm der Söhne Simeon nach ihren Sippen. Und ihr Erbteil war mitten in dem Erbteil der Söhne Juda. Jos19/2Jos Und es wurde ihnen zum Erbteil:
Beerscheba, Scheba und Molada, Jos19/3Jos Hazar-Schual, Baala und Ezem, Jos19/4Jos Eltolad, Betul und Horma, Jos19/5Jos Ziklag, Bet-Markabot und Hazar-Susa, Jos19/6Jos Bet-Lebaot und Scharuhen:
dreizehn Städte und ihre Dörfer; Jos19/7Jos Ajin, Rimmon, Eter und Aschan: vier Städte und ihre Dörfer; Jos19/8Jos und alle Dörfer, die rings um diese Städte [liegen], bis Baalat-Beer, [das ist]
Süd-Ramat. Das war das Erbteil des Stammes der Söhne Simeon nach ihren Sippen. Jos19/9Jos Aus dem Anteil der Söhne Juda war das Erbteil der Söhne Simeon [genommen]; denn das Teil der Söhne Juda
war zu groß für sie. Und so erhielten die Söhne Simeon ihr Erbteil mitten in deren Erbteil.
Erbteil des Stammes Sebulon.
Jos19/10Jos Und das dritte Los kam heraus für die Söhne Sebulon nach ihren Sippen. Und die Grenze ihres Erbteils war bis Sarid. Jos19/11Jos Und ihre Grenze stieg westwärts hinauf, und zwar nach
Marala, und stieß an Dabbeschet und stieß an den Bach, der vor Jokneam [fließt]. Jos19/12Jos Und sie wandte sich von Sarid ostwärts gegen Sonnenaufgang zum Gebiet von Kislot-Tabor und verlief
nach Daberat hin und stieg hinauf nach Jafia. Jos19/13Jos Von dort ging sie nach Osten hinüber gegen [Sonnen]aufgang nach Gat-Hefer, nach Et-Kazin und lief nach Rimmon, das sich nach Nea hin
erstreckt. Jos19/14Jos Und die Grenze zog sich darum herum nördlich nach Hannaton und endete im Tal Jiftach-El; . . . Jos19/15Jos und Kattat, Nahalal, Schimron, Jidala und Bethlehem: zwölf Städte
und ihre Dörfer. Jos19/16Jos Das war das Erbteil der Söhne Sebulon nach ihren Sippen, diese Städte und ihre Dörfer.
Erbteil des Stammes Issaschar.
Jos19/17Jos Für Issaschar kam das vierte Los heraus, für die Söhne Issaschar nach ihren Sippen. Jos19/18Jos Und ihr Gebiet war: nach Jesreel hin Kesullot und Schunem, Jos19/19Jos Hafarajim,
Schion und Anaharat, Jos19/20Jos Rabbit, Kischjon und Ebez, Jos19/21Jos Remet, En-Gannim, En-Hadda und Bet-Pazzez. Jos19/22Jos Und die Grenze stieß an Tabor, Schahazajim, Bet-Schemesch, und ihre
Grenze endete am Jordan: sechzehn Städte und ihre Dörfer. Jos19/23Jos Das war das Erbteil des Stammes der Söhne Issaschar nach ihren Sippen, die Städte und ihre Dörfer.
Erbteil des Stammes Asser.
Jos19/24Jos Und das fünfte Los kam heraus für den Stamm der Söhne Asser nach ihren Sippen. Jos19/25Jos Ihre Grenze war: Helkat, Hali, Beten und Achschaf, Jos19/26Jos Alammelech, Amad und Mischal.
Sie stieß an den Karmel im Westen und an den Schihor-Libnat, Jos19/27Jos und sie kehrte um gegen Sonnenaufgang nach Bet-Dagon und stieß an Sebulon und an das Tal Jiftach-El im Norden, [dann an]
Bet-Emek und Negiel, und sie lief links weiter nach Kabul, Jos19/28Jos Ebron und Rehob, Hammon und Kana bis nach Sidon, der großen [Stadt]. Jos19/29Jos Und die Grenze kehrte um nach Rama und bis
zur befestigten Stadt Tyrus. Und die Grenze kehrte um nach Hosa, und sie endete am Meer von Hebel nach Achsib; . . . Jos19/30Jos und Umma, Afek und Rehob: 22 Städte und ihre Dörfer. Jos19/31Jos
Das war das Erbteil des Stammes der Söhne Asser nach ihren Sippen, diese Städte und ihre Dörfer.
Erbteil des Stammes Naftali.
Jos19/32Jos Für die Söhne Naftali kam das sechste Los heraus, für die Söhne Naftali nach ihren Sippen. Jos19/33Jos Und ihre Grenze war von Helef, von der Terebinthe bei Zaanannim, und Adami-Nekeb
und Jabneel bis Lakkum, und sie endete am Jordan. Jos19/34Jos Und die Grenze wandte sich nach Westen in Richtung Asnot-Tabor und lief von dort nach Hukkok. Sie stieß im Süden an Sebulon, während
sie im Westen an Asser stieß und an Juda am Jordan gegen Sonnenaufgang. Jos19/35Jos Befestigte Städte waren: Ziddim, Zer und Hammat, Rakkat und Kinneret, Jos19/36Jos Adama, Rama und Hazor,
Jos19/37Jos Kedesch, Edrei und En-Hazor, Jos19/38Jos Jiron und Migdal-El, Horem, Bet-Anat und Bet-Schemesch: neunzehn Städte und ihre Dörfer. Jos19/39Jos Das war das Erbteil des Stammes der Söhne
Naftali nach ihren Sippen, die Städte und ihre Dörfer.
Erbteil des Stammes Dan.
Jos19/40Jos Für den Stamm der Söhne Dan nach ihren Sippen kam das siebte Los heraus. Jos19/41Jos Und das Gebiet ihres Erbteils war: Zora, Eschtaol und Ir-Schemesch, Jos19/42Jos Schaalbim und
Ajalon und Jitla, Jos19/43Jos Elon, Timna und Ekron, Jos19/44Jos Elteke, Gibbeton und Baalat, Jos19/45Jos Jehud, Bene-Berak und Gat-Rimmon, Jos19/46Jos Me-Jarkon und Rakkon mit dem Gebiet
gegenüber Jafo. Jos19/47Jos Und das Gebiet der Söhne Dan ging ihnen [verloren]. Und die Söhne Dan zogen hinauf und kämpften gegen Leschem; und sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe
des Schwertes, nahmen es in Besitz und wohnten darin. Und sie nannten Leschem Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan. Jos19/48Jos Das war das Erbteil des Stammes der Söhne Dan nach ihren Sippen,
diese Städte und ihre Dörfer.
Erbteil des Josua.
Jos19/49Jos Als sie die Verteilung des Landes nach seinen [einzelnen] Gebieten vollendet hatten, gaben die Söhne Israel Josua, dem Sohn des Nun, ein Erbteil in ihrer Mitte. Jos19/50Jos Nach dem
Befehl des HERRN gaben sie ihm die Stadt, die er forderte, Timnat-Serach im Gebirge Ephraim. Und er baute die Stadt und wohnte darin.
Jos19/51Jos Das sind die Erbteile, die der Priester Eleasar und Josua, der Sohn des Nun, und die Familienoberhäupter der Stämme der Söhne Israel durch das Los austeilten in Silo vor dem HERRN, an
dem Eingang des Zeltes der Begegnung. Und so vollendeten sie die Verteilung des Landes.
Verordnung über Zufluchtsstädte.
4Mo 35,9-29; 5Mo 19,1-13.
\20\
Jos20/1Jos Und der HERR redete zu Josua: Jos20/2Jos Rede zu den Söhnen Israel: Bestimmt für euch die Zufluchtsstädte, von denen ich durch Mose zu euch geredet habe, Jos20/3Jos damit dorthin ein
Totschläger fliehen [kann], der jemanden aus Versehen, unabsichtlich, erschlagen hat! Sie sollen euch als Zuflucht vor dem Bluträcher dienen. Jos20/4Jos Und er soll in eine von diesen Städten
fliehen und am Eingang des Stadttores stehen und vor den Ohren der Ältesten jener Stadt seine Sache vorbringen. Und sie sollen ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm einen Ort geben, damit er
bei ihnen wohnt. Jos20/5Jos Und wenn der Bluträcher ihm nachjagt, dann sollen sie den Totschläger nicht in seine Hand ausliefern; denn er hat seinen Nächsten unabsichtlich erschlagen und hat ihn
vorher nicht gehaßt. Jos20/6Jos Und er soll in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden hat, bis zum Tod des Hohenpriesters, der in jenen Tagen sein wird. Dann mag der
Totschläger zurückkehren und in seine Stadt und in sein Haus gehen, in die Stadt, aus der er geflohen ist. - Jos20/7Jos Und sie heiligten Kedesch in Galiläa auf dem Gebirge Naftali, und Sichem
auf dem Gebirge Ephraim, und Kirjat-Arba, das ist Hebron, auf dem Gebirge Juda. Jos20/8Jos Und jenseits des Jordan, östlich von Jericho, bestimmten sie Bezer in der Wüste, in der Ebene, aus dem
Stamm Ruben, und Ramot in Gilead, aus dem Stamm Gad, und Golan in Basan, aus dem Stamm Manasse. Jos20/9Jos Das waren die bestimmten Städte für alle Söhne Israel und für den Fremden, der in ihrer
Mitte weilte, dass dorthin jeder fliehen konnte, der jemanden aus Versehen erschlagen hatte, damit er nicht durch die Hand des Bluträchers starb, bevor er vor der Gemeinde gestanden
hatte.
Städte für die Leviten.
V. 1-8: 4Mo 35,1-8.
\21\
Jos21/1Jos Da traten die Familienoberhäupter der Leviten zum Priester Eleasar und zu Josua, dem Sohn des Nun, und zu den Familienoberhäuptern der Stämme der Söhne Israel Jos21/2Jos und sagten zu
ihnen in Silo, im Land Kanaan: Der HERR hat durch Mose geboten, uns Städte zum Wohnen zu geben sowie deren Weideplätze für unser Vieh. Jos21/3Jos Da gaben die Söhne Israel den Leviten von ihrem
Erbteil nach dem Befehl des HERRN diese Städte und ihre Weideplätze:
Jos21/4Jos Und das Los kam heraus für die Sippen der Kehatiter. Und die Söhne des Priesters Aaron von den Leviten erhielten vom Stamm Juda und vom Stamm der Simeoniter und vom Stamm Benjamin
durch das Los dreizehn Städte; Jos21/5Jos und die übrigen Söhne Kehats von den Sippen des Stammes Ephraim und vom Stamm Dan und vom halben Stamm Manasse durch das Los zehn Städte. Jos21/6Jos Und
die Söhne des Gerschon [erhielten] von den Sippen des Stammes Issaschar und vom Stamm Asser und vom Stamm Naftali und vom halben Stamm Manasse in Basan durch das Los dreizehn Städte; Jos21/7Jos
die Söhne des Merari nach ihren Sippen vom Stamm Ruben und vom Stamm Gad und vom Stamm Sebulon zwölf Städte. Jos21/8Jos So gaben die Söhne Israel den Leviten diese Städte und ihre Weideplätze
durch das Los, wie der HERR durch Mose geboten hatte.
V. 9-19: 1Chr 6,39-45.
Jos21/9Jos Und sie gaben vom Stamm der Söhne Juda und vom Stamm der Söhne Simeon folgende Städte, die man mit Namen nannte. Jos21/10Jos Und sie wurden den Söhnen Aarons von den Sippen der
Kehatiter aus den Söhnen Levi, [zuteil], denn für sie war das erste Los. Jos21/11Jos Und sie gaben ihnen die Stadt des Arba, des Vaters des Enak, das ist Hebron, im Gebirge Juda, und ihre
Weideplätze rings um sie her. Jos21/12Jos Aber das Feld der Stadt und ihre Dörfer gaben sie Kaleb, dem Sohn des Jefunne, als sein Eigentum. Jos21/13Jos Den Söhnen des Priesters Aaron gaben sie
die Zufluchtsstadt für den Totschläger: Hebron und seine Weideplätze, sowie Libna und seine Weideplätze, Jos21/14Jos Jattir und seine Weideplätze, Eschtemoa und seine Weideplätze, Jos21/15Jos
Holon und seine Weideplätze, Debir und seine Weideplätze, Jos21/16Jos Ajin und seine Weideplätze, Jutta und seine Weideplätze, Bet-Schemesch und seine Weideplätze: neun Städte von diesen beiden
Stämmen. Jos21/17Jos Und vom Stamm Benjamin: Gibeon und seine Weideplätze, Geba und seine Weideplätze, Jos21/18Jos Anatot und seine Weideplätze, Almon und seine Weideplätze: vier Städte.
Jos21/19Jos Alle Städte der Söhne Aarons, der Priester: dreizehn Städte und ihre Weideplätze.
V. 20-40: 1Chr 6,51-66.
Jos21/20Jos Und was die Sippen der Söhne des Kehat, der Leviten, [und zwar] die übrigen von den Söhnen des Kehat, betrifft, so waren die Städte ihres Loses vom Stamm Ephraim. Jos21/21Jos Und sie
gaben ihnen die Zufluchtsstadt für den Totschläger: Sichem und seine Weideplätze auf dem Gebirge Ephraim, Geser und seine Weideplätze, Jos21/22Jos Kibzajim und seine Weideplätze, Bet-Horon und
seine Weideplätze: vier Städte. Jos21/23Jos Und vom Stamm Dan: Elteke und seine Weideplätze, Gibbeton und seine Weideplätze, Jos21/24Jos Ajalon und seine Weideplätze, Gat-Rimmon und seine
Weideplätze: vier Städte. Jos21/25Jos Und von der Hälfte des Stammes Manasse: Taanach und seine Weideplätze, Gat-Rimmon und seine Weideplätze: zwei Städte. Jos21/26Jos Alle Städte [waren] zehn
und ihre Weideplätze für die Sippen der übrigen Söhne des Kehat.
Jos21/27Jos Und den Söhnen Gerschon aus den Sippen der Leviten [gaben sie] vom halben Stamm Manasse die Zufluchtsstadt für den Totschläger: Golan in Basan und seine Weideplätze sowie Beeschtera
und seine Weideplätze: zwei Städte. Jos21/28Jos Und vom Stamm Issaschar: Kirschjon und seine Weideplätze, Daberat und seine Weideplätze, Jos21/29Jos Jarmut und seine Weideplätze, En-Gannim und
seine Weideplätze: vier Städte. Jos21/30Jos Und vom Stamm Asser: Mischal und seine Weideplätze, Abdon und seine Weideplätze, Jos21/31Jos Helkat und seine Weideplätze und Rehob und seine
Weideplätze: vier Städte. Jos21/32Jos Und vom Stamm Naftali die Zufluchtsstadt für den Totschläger: Kedesch in Galiläa und seine Weideplätze und Hammot-Dor und seine Weideplätze und Kartan und
seine Weideplätze: drei Städte. Jos21/33Jos Alle Städte der Gerschoniter nach ihren Sippen: dreizehn Städte und ihre Weideplätze.
Jos21/34Jos Und den Sippen der Söhne des Merari, den übrigen Leviten, [gaben sie] vom Stamm Sebulon: Jokneam und seine Weideplätze, Karta und seine Weideplätze, Jos21/35Jos Dimna und seine
Weideplätze, Nahalal und seine Weideplätze: vier Städte. Jos21/36Jos Und vom Stamm Ruben: Bezer und seine Weideplätze und Jahaz und seine Weideplätze, Jos21/37Jos Kedemot und seine Weideplätze,
Mefaat und seine Weideplätze: vier Städte. Jos21/38Jos Und vom Stamm Gad die Zufluchtsstadt für den Totschläger: Ramot in Gilead und seine Weideplätze und Mahanajim und seine Weideplätze,
Jos21/39Jos Heschbon und seine Weideplätze, Jaser und seine Weideplätze; alle Städte [waren] vier. Jos21/40Jos Alle [diese] Städte [gehörten] den Söhnen Meraris nach ihren Sippen, den übrigen von
den Sippen der Leviten, so dass ihr Los zwölf Städte umfaßte.
Jos21/41Jos Alle Städte der Leviten inmitten des Eigentums der Söhne Israel: 48 Städte und ihre Weideplätze. Jos21/42Jos Diese Städte hatten, Stadt für Stadt, ihre Weideplätze rings um sich her:
so war es bei allen diesen Städten.
Jos21/43Jos So gab der HERR Israel das ganze Land, das er ihren Vätern zu geben geschworen hatte. Und sie nahmen es in Besitz und wohnten darin. Jos21/44Jos Und der HERR verschaffte ihnen Ruhe
ringsumher, ganz wie er es ihren Vätern geschworen hatte. Und keiner von allen ihren Feinden hielt vor ihnen stand; alle ihre Feinde gab der HERR in ihre Hand. Jos21/45Jos Es fiel kein Wort dahin
von all den guten Worten, die der HERR zum Haus Israel geredet hatte. Alles traf ein.
Heimkehr der Männer der Stämme im Ostjordanland - Ihr Altar am Jordan.
\22\
Jos22/1Jos Damals rief Josua die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse [zusammen], Jos22/2Jos und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was Mose, der Knecht des HERRN,
euch geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch befohlen habe. Jos22/3Jos Ihr habt eure Brüder nicht verlassen diese lange Zeit bis zum heutigen Tag und habt das Gebot
des HERRN, eures Gottes, treu gehalten. Jos22/4Jos Nun aber hat der HERR, euer Gott, euren Brüdern Ruhe verschafft, wie er zu ihnen geredet hatte. Nun denn, kehrt um und geht wieder zu euren
Zelten, in das Land eures Eigentums, das Mose, der Knecht des HERRN, euch jenseits des Jordan gegeben hat! Jos22/5Jos Nur achtet genau darauf, das Gebot und das Gesetz zu tun, das Mose, der
Knecht des HERRN, euch befohlen hat: den HERRN, euren Gott, zu lieben und auf allen seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote zu halten und ihm anzuhängen und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen
und mit eurer ganzen Seele! Jos22/6Jos Und Josua segnete sie und entließ sie; und sie gingen zu ihren Zelten.
Jos22/7Jos Dem halben Stamm Manasse hatte Mose in Basan [ein Erbteil] gegeben; aber seiner [anderen] Hälfte gab Josua [ein Erbteil] bei ihren Brüdern jenseits des Jordan, nach Westen zu. Und als
Josua sie in ihre Zelte entließ, segnete er sie Jos22/8Jos und sagte zu ihnen: Kehrt zu euren Zelten zurück mit großem Reichtum und mit sehr viel Vieh, mit Silber und mit Gold und mit Bronze und
mit Eisen und mit Kleidern in großer Menge! Teilt die Beute eurer Feinde mit euren Brüdern!
Jos22/9Jos Da kehrten die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse zurück und zogen fort von den Söhnen Israel, von Silo, das im Land Kanaan [liegt], um ins Land Gilead, in das
Land ihres Eigentums zu ziehen, in dem sie sich ansässig gemacht hatten auf Befehl des HERRN durch Mose. Jos22/10Jos Und als sie in die Bezirke des Jordan kamen, die [noch] im Land Kanaan
[liegen], da bauten die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse dort einen Altar am Jordan, einen Altar, groß von Aussehen.
Jos22/11Jos Sorge Israels um die Treue der östlichen Stämme zum HERRN
Und die Söhne Israel hörten sagen: Siehe, die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse haben den Altar gebaut vor das Land Kanaan in den Bezirken des Jordan nach der Seite der
Söhne Israel. Jos22/12Jos Und als die Söhne Israel es hörten, versammelte sich die ganze Gemeinde der Söhne Israel nach Silo, um gegen sie zum Krieg hinaufzuziehen. Jos22/13Jos Und die Söhne
Israel sandten zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zu dem halben Stamm Manasse, ins Land Gilead, Pinhas, den Sohn des Priesters Eleasar, Jos22/14Jos und zehn Fürsten mit ihm, je einen
Fürst für ein Vaterhaus von allen Stämmen Israels. Und jeder von ihnen war das Haupt seines Vaterhauses in den Tausendschaften Israels. Jos22/15Jos Und sie kamen zu den Söhnen Ruben und zu den
Söhnen Gad und zu dem halben Stamm Manasse ins Land Gilead und redeten mit ihnen: Jos22/16Jos So spricht die ganze Gemeinde des HERRN: Was ist das für eine Untreue, die ihr gegen den Gott Israels
geübt habt, dass ihr euch heute abwendet von dem HERRN, indem ihr euch einen Altar baut, um euch heute gegen den HERRN aufzulehnen? Jos22/17Jos Haben wir noch nicht genug an der Sünde mit Peor,
von der wir uns bis zum heutigen Tag [noch] nicht gereinigt haben -, worauf doch die Plage über die Gemeinde des HERRN kam? Jos22/18Jos Und ihr, ihr wendet euch heute vom HERRN ab! Und es wird
geschehen, wenn ihr euch heute gegen den HERRN auflehnt, dann wird er morgen über die ganze Gemeinde Isaels zürnen. Jos22/19Jos Jedoch wenn das Land, das euch gehört, unrein ist, dann kommt
herüber in das Land, das dem HERRN gehört, wo die Wohnung des HERRN steht, und macht euch unter uns ansässig! Aber gegen den HERRN dürft ihr euch nicht auflehnen, und [auch] gegen uns dürft ihr
euch nicht auflehnen, indem ihr euch einen Altar baut neben dem Altar des HERRN, unseres Gottes. Jos22/20Jos Hat nicht Achan, der Sohn Serachs, Untreue an dem Gebannten geübt? Und über die ganze
Gemeinde Israels erging der Zorn; und er kam nicht als einziger wegen seiner Schuld um. Jos22/21Jos Und die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse antworteten und redeten zu
den Häuptern der Tausendschaften Israels: Jos22/22Jos Der Gott der Götter, der HERR, der Gott der Götter, der HERR, er weiß es, und Israel soll es wissen: Wenn [das] in Auflehnung oder in Untreue
gegen den HERRN [geschehen ist], [dann] sollst du uns heute nicht retten. Jos22/23Jos [Und wenn es so ist], dass wir uns einen Altar gebaut haben, um uns vom HERRN abzuwenden, und wenn [es
geschehen ist], um Brandopfer und Speisopfer darauf zu opfern, und wenn [es geschehen ist], um Heilsopfer darauf darzubringen, dann möge uns der HERR zur Rechenschaft ziehen! Jos22/24Jos Vielmehr
taten wir dies aus Besorgnis, aus einem [bestimmten] Grund, als wir [uns] sagten: Künftig werden eure Söhne zu unseren Söhnen sagen: Was habt ihr mit dem HERRN, dem Gott Israels, zu tun?
Jos22/25Jos Der HERR hat ja eine Grenze zwischen uns und euch gesetzt, ihr Söhne Ruben und ihr Söhne Gad, nämlich den Jordan. Ihr habt keinen Anteil am HERRN! So könnten eure Söhne unsere Söhne
[davon] abbringen, den HERRN zu fürchten. Jos22/26Jos Darum sagten wir: Wir wollen uns daran machen, den Altar zu bauen, nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer, Jos22/27Jos sondern ein
Zeuge soll er sein zwischen uns und euch und zwischen unseren Geschlechtern nach uns, damit wir den Dienst des HERRN vor ihm verrichten mit unseren Brandopfern und mit unseren Schlachtopfern und
mit unseren Heilsopfern und damit nicht eure Söhne künftig zu unseren Söhnen sagen: Ihr habt keinen Anteil am HERRN! Jos22/28Jos Und wir sagten [uns]: Geschieht es, dass sie künftig zu uns oder
zu unseren Geschlechtern [in dieser Weise] sprechen, dann werden wir antworten: Seht die Nachbildung des Altars des HERRN, die unsere Väter gemacht haben, [und zwar] nicht für Brandopfer und
nicht für Schlachtopfer, sondern ein Zeuge [soll sie sein] zwischen uns und euch! Jos22/29Jos Fern von uns sei es, uns gegen den HERRN aufzulehnen und uns heute vom HERRN abzuwenden, indem wir
einen Altar bauen für Brandopfer, für Speisopfer und für Schlachtopfer neben dem Altar des HERRN, unseres Gottes, der vor seiner Wohnung [steht]! Jos22/30Jos Und als der Priester Pinhas und die
Fürsten der Gemeinde und die Häupter der Tausendschaften Israels, die bei ihm waren, die Worte hörten, die die Söhne Ruben und die Söhne Gad und die Söhne Manasse redeten, war es gut in ihren
Augen. Jos22/31Jos Und Pinhas, der Sohn des Priesters Eleasar, sagte zu den Söhnen Ruben und zu den Söhnen Gad und zu den Söhnen Manasse: Heute erkennen wir, dass der HERR in unserer Mitte ist,
weil ihr diese Untreue am HERRN nicht geübt habt. Nun habt ihr die Söhne Israel vor der Hand des HERRN errettet. Jos22/32Jos Da kehrten Pinhas, der Sohn des Priesters Eleasar, und die Fürsten
zurück von den Söhnen Ruben und von den Söhnen Gad, aus dem Land Gilead ins Land Kanaan, zu den Söhnen Israel und brachten ihnen Antwort. Jos22/33Jos Und die Sache war gut in den Augen der Söhne
Israel. Und die Söhne Israel dankten Gott und sprachen nicht mehr davon, gegen sie hinaufzuziehen zum Krieg, um das Land zu vernichten, in dem die Söhne Ruben und die Söhne Gad wohnten.
Jos22/34Jos Und die Söhne Ruben und die Söhne Gad nannten den Altar [`Zeuge', indem sie sagten]: Denn Zeuge ist er zwischen uns, dass der HERR Gott ist.
Josuas Mahnrede.
\23\
Jos23/1Jos Und es geschah nach vielen Tagen, nachdem der HERR Israel Ruhe verschafft hatte vor allen seinen Feinden ringsumher und Josua alt geworden und hochbetagt war, Jos23/2Jos da rief Josua
ganz Israel zusammen, seine Ältesten und seine Häupter und seine Richter und seine Aufseher und sagte zu ihnen: Ich bin alt geworden, [und] ich bin hochbetagt. Jos23/3Jos Und ihr, ihr habt alles
gesehen, was der HERR, euer Gott, allen diesen Nationen euretwegen getan hat. Denn der HERR, euer Gott, er ist es, der für euch gekämpft hat. Jos23/4Jos Seht, ich habe euch diese übrigen Nationen
durchs Los als Erbteil zugeteilt nach euren Stämmen, vom Jordan an, sowie alle Nationen, die ich ausgerottet habe, bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang. Jos23/5Jos Und der HERR, euer Gott,
er selbst wird sie vor euch ausstoßen und sie vor euch vertreiben. Und ihr werdet ihr Land in Besitz nehmen, wie der HERR, euer Gott, zu euch geredet hat. Jos23/6Jos So haltet denn ganz fest
daran, alles zu befolgen und zu tun, was in dem Buch des Gesetzes Moses geschrieben ist, dass ihr nicht davon abweicht, weder zur Rechten noch zur Linken, Jos23/7Jos damit ihr nicht in diesen
Nationen aufgeht, [in] denen, die bei euch übriggeblieben sind! Den Namen ihrer Götter sollt ihr nicht nennen! Ihr sollt nicht [bei ihnen] schwören! Ihr sollt ihnen nicht dienen, und ihr sollt
sie nicht anbeten! Jos23/8Jos Sondern dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr anhängen, so wie ihr es getan habt bis zum heutigen Tag! Jos23/9Jos Und der HERR hat große und starke Nationen vor euch
vertrieben. Ihr aber - niemand hat vor euch standgehalten bis zum heutigen Tag: Jos23/10Jos Ein Mann von euch jagt tausend. Denn der HERR, euer Gott, er ist es, der für euch kämpft, wie er zu
euch geredet hat. Jos23/11Jos So achtet um eures Lebens willen genau darauf, den HERRN, euren Gott, zu lieben! Jos23/12Jos Denn wenn ihr euch abwendet und euch an den Rest dieser Nationen hängt,
an die, die bei euch übriggeblieben sind, und euch mit ihnen verschwägert und in ihnen aufgeht und sie in euch, Jos23/13Jos dann sollt ihr mit Sicherheit wissen, dass der HERR, euer Gott, nicht
fortfahren wird, diese Nationen vor euch zu vertreiben. Und sie werden euch [dann] zum Fangnetz und zur Falle werden, zur Geißel in euren Flanken und zu Stacheln in euren Augen, bis ihr aus
diesem guten Land weggerafft werdet, das der HERR, euer Gott, euch gegeben hat. Jos23/14Jos Und siehe, ich gehe heute den Weg der ganzen Erde. Und ihr wißt mit eurem ganzen Herzen und mit eurer
ganzen Seele, dass [auch] nicht ein Wort hingefallen ist von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, über euch geredet hat: alle sind sie eingetroffen für euch; kein einziges Wort davon
ist hingefallen. Jos23/15Jos Aber es wird geschehen: wie jedes gute Wort über euch gekommen ist, das der HERR, euer Gott, zu euch geredet hat, ebenso wird der HERR jedes böse Wort über euch
kommen lassen, bis er euch aus diesem guten Land ausgerottet haben wird, das der HERR, euer Gott, euch gegeben hat. Jos23/16Jos Wenn ihr den Bund des HERRN, eures Gottes, den er euch geboten hat,
übertretet und hingeht und andern Göttern dient und sie anbetet, dann wird der Zorn des HERRN über euch entbrennen, und ihr werdet schnell weggerafft aus dem guten Land, das er euch gegeben
hat.
Erneuerung des Bundes - Tod von Josua und Eleasar.
\24\
Jos24/1Jos Und Josua versammelte alle Stämme Israels nach Sichem und berief die Ältesten Israels, seine Häupter, seine Richter und seine Aufseher. Und sie traten vor Gott. Jos24/2Jos Und Josua
sprach zu dem ganzen Volk: So spricht der HERR, der Gott Israels: Jenseits des Stroms haben eure Väter vorzeiten gewohnt, [und zwar] Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors, und sie
dienten andern Göttern. Jos24/3Jos Und ich nahm euren Vater Abraham von jenseits des Stroms und ließ ihn im ganzen Land Kanaan umherziehen, und ich mehrte seine Nachkommen und gab ihm Isaak.
Jos24/4Jos Und dem Isaak gab ich Jakob und Esau, und dem Esau gab ich das Gebirge Seir, es zu besitzen. Jakob aber und seine Söhne zogen nach Ägypten hinab. Jos24/5Jos Und ich sandte Mose und
Aaron und schlug Ägypten, so wie ich es unter ihnen getan habe; und danach führte ich euch heraus. Jos24/6Jos Und ich führte eure Väter aus Ägypten, und ihr kamt ans Meer. Ägypten aber jagte
euren Vätern mit Wagen und mit Reitern bis ans Schilfmeer nach. Jos24/7Jos Da schrieen sie zum HERRN, und er setzte Finsternis zwischen euch und die Ägypter und ließ das Meer über sie kommen, und
es bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, was ich an Ägypten getan habe. Dann wohntet ihr eine lange Zeit in der Wüste. Jos24/8Jos Und ich brachte euch in das Land der Amoriter, die jenseits
des Jordan wohnten, und sie kämpften gegen euch. Und ich gab sie in eure Hand, und ihr nahmt ihr Land ein, und ich rottete sie vor euch aus. Jos24/9Jos Da erhob sich Balak, der Sohn des Zippor,
der König von Moab, und kämpfte gegen Israel. Und er sandte hin und ließ Bileam, den Sohn des Beor, rufen, euch zu verfluchen. Jos24/10Jos Aber ich wollte nicht auf Bileam hören, und er musste
euch segnen. Und ich errettete euch aus seiner Hand. Jos24/11Jos Ihr habt den Jordan überschritten und seid nach Jericho gekommen. Aber die Bürger von Jericho, die Amoriter, die Perisiter, die
Kanaaniter, die Hetiter, die Girgaschiter, die Hewiter und die Jebusiter kämpften gegen euch, und ich gab sie in eure Hand. Jos24/12Jos Und ich schickte Entsetzen vor euch her, und es vertrieb
sie vor euch, die beiden Könige der Amoriter; [es geschah] nicht durch dein Schwert und nicht durch deinen Bogen. Jos24/13Jos Und ich gab euch ein Land, um das du dich nicht gemüht hattest, und
Städte, die ihr nicht gebaut hattet und in denen ihr [nun doch] wohnt. Von Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt, eßt ihr. - Jos24/14Jos So fürchtet nun den HERRN und dient ihm in
Aufrichtigkeit und Treue! Und tut die Götter weg, denen eure Väter jenseits des Stroms und in Ägypten gedient haben, und dient dem HERRN! Jos24/15Jos Ist es aber übel in euren Augen, dem HERRN zu
dienen, dann erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: entweder den Göttern, denen eure Väter gedient haben, als sie [noch] jenseits des Stroms waren, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land
ihr wohnt! Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen! Jos24/16Jos Da antwortete das Volk und sagte: Fern von uns sei es, den HERRN zu verlassen, um anderen Göttern zu dienen!
Jos24/17Jos Denn der HERR, unser Gott, er ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, heraufgeführt hat und der vor unseren Augen diese großen Zeichen getan und
uns behütet hat auf dem ganzen Weg, den wir gingen, und unter all den Völkern, deren Mitte wir durchzogen. Jos24/18Jos Und der HERR hat alle Völker und die Amoriter, die Bewohner des Landes, vor
uns vertrieben. Auch wir wollen dem HERRN dienen, denn er ist unser Gott! Jos24/19Jos Da sagte Josua zum Volk: Ihr könnt dem HERRN nicht dienen. Denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein
eifersüchtiger Gott. Er wird euer Vergehen und eure Sünden nicht vergeben. Jos24/20Jos Verlaßt ihr den HERRN und dient fremden Göttern, dann wird er sich wenden und euch Böses antun und euch
vernichten, nachdem er euch Gutes getan hat. Jos24/21Jos Und das Volk antwortete Josua: Nein, sondern dem HERRN wollen wir dienen! Jos24/22Jos Da sagte Josua zum Volk: Ihr seid Zeugen gegen euch
selbst, dass ihr selbst euch den HERRN erwählt habt, um ihm zu dienen. Und sie sprachen: Wir sind Zeugen! Jos24/23Jos So tut nun die fremden Götter weg, die unter euch sind, und neigt euer Herz
zum HERRN, dem Gott Israels! Jos24/24Jos Und das Volk sagte zu Josua: Dem HERRN, unserem Gott, wollen wir dienen, und auf seine Stimme wollen wir hören! Jos24/25Jos Und Josua schloss einen Bund
für das Volk an diesem Tag und setzte ihm Ordnung und Recht in Sichem fest. Jos24/26Jos Und Josua schrieb diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes. Und er nahm einen großen Stein und richtete
ihn dort auf unter der Terebinthe, die bei dem Heiligtum des HERRN steht. Jos24/27Jos Und Josua sagte zum ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge gegen uns sein; denn er hat alle Worte des
HERRN gehört, die er mit uns geredet hat. Und er soll Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott nicht verleugnet. Jos24/28Jos Und Josua entließ das Volk, jeden in sein Erbteil. Jos24/29Jos Und
es geschah nach diesen Dingen, dass Josua, der Sohn des Nun, der Knecht des HERRN, im Alter von hundertzehn Jahren starb. Jos24/30Jos Und man begrub ihn im Gebiet seines Erbteils in
Timnat-Serach, das im Gebirge Ephraim [liegt], nördlich vom Berg Gaasch. Jos24/31Jos Und Israel diente dem HERRN alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, die Josua überlebten und die das
ganze Werk des HERRN kannten, das er für Israel getan hatte. Jos24/32Jos Und die Gebeine Josephs, die die Söhne Israel aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie in Sichem auf dem Feldstück,
das Jakob von den Söhnen Hemors, des Vaters von Sichem, für hundert Kesita gekauft hatte; und es wurde den Söhnen Joseph zum Erbteil. Jos24/33Jos Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb. Und sie
begruben ihn auf dem Hügel seines Sohnes Pinhas, der ihm auf dem Gebirge Ephraim gegeben worden war. (Josua_Ende)
1.7 Richter.
Judas Krieg gegen die Kanaaniter.
\1\
Jos1/1Jos Und es geschah nach dem Tod Richuas, da befragten die Söhne Israel den HERRN und sagten: Wer von uns soll zuerst gegen die Kanaaniter hinaufziehen, um gegen sie zu kämpfen? Rich/2Jos
Und der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben. Rich/3Jos Und Juda sagte zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los, dass wir
[gemeinsam] gegen die Kanaaniter kämpfen, dann will auch ich mit dir in dein Los ziehen! Da zog Simeon mit ihm. Rich/4Jos Und Juda zog hinauf, und der HERR gab die Kanaaniter und die Perisiter in
ihre Hand; und sie schlugen sie bei Besek, zehntausend Mann. Rich/5Jos Und sie fanden den Adoni-Besek in Besek und kämpften gegen ihn. Und sie schlugen die Kanaaniter und die Perisiter. Rich/6Jos
Und Adoni-Besek floh. Sie aber jagten ihm nach, packten ihn und hieben ihm die Daumen seiner Hände und [die großen Zehen] seiner Füße ab. Rich/7Jos Da sagte Adoni-Besek: Siebzig Könige, denen die
Daumen ihrer Hände und [die großen Zehen] ihrer Füße abgehauen waren, lasen [Reste] auf unter meinem Tisch. So wie ich getan habe, so hat Gott mir vergolten. Und sie brachten ihn nach Jerusalem,
dort starb er.
Rich/8Jos Und die Söhne Juda kämpften um Jerusalem und nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und die Stadt steckten sie in Brand. Rich/9Jos Danach zogen die Söhne Juda
hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die das Gebirge und das Südland und die Niederung bewohnten. Rich/10Jos Und Juda ging gegen die Kanaaniter vor, die in Hebron wohnten; der Name Hebrons
war aber früher Kirjat-Arba; und sie schlugen Scheschai und Ahiman und Talmai. Rich/11Jos Und von dort ging er gegen die Bewohner von Debir vor; der Name von Debir war aber früher
Kirjat-Sefer.
V. 12-15: Jos 15,16-19.
Rich/12Jos Und Kaleb sagte: Wer Kirjat-Sefer schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau. Rich/13Jos Da nahm es Otniel ein, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs - jünger
als er -; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau. Rich/14Jos Und es geschah, als sie herbeikam, da trieb sie ihn an, von ihrem Vater das Feld zu fordern. Und sie sprang vom Esel herab. Da
sagte Kaleb zu ihr: Was hast du? Rich/15Jos Und sie sagte zu ihm: Gib mir einen Segen! Denn ein [dürres] Südland hast du mir gegeben, so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen
Quellen und die unteren Quellen.
Rich/16Jos Und die Söhne des Keniters, des Schwiegervaters des Mose, waren mit den Söhnen Juda aus der Palmenstadt heraufgezogen in die Wüste Juda, die im Süden von Arad [liegt]; und sie gingen
hin und wohnten bei dem Volk.
Rich/17Jos Und Juda zog mit seinem Bruder Simeon hin, und sie schlugen die Kanaaniter, die Zefat bewohnten. Und sie vollstreckten an ihnen den Bann und gaben der Stadt den Namen Horma. Rich/18Jos
Doch nahm Juda Gaza und sein Gebiet nicht in Besitz, ebenso Aschkelon und sein Gebiet und Ekron und sein Gebiet. Rich/19Jos Und der HERR war mit Juda, und er nahm das Gebirge in Besitz. Aber die
Bewohner der Ebene waren nicht zu vertreiben, weil sie eiserne Wagen hatten.
Rich/20Jos Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose geredet hatte; und er vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.
Reste der Kanaaniter im Land Israel.
Rich/21Jos Aber die Söhne Benjamin vertrieben nicht die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem. So blieben die Jebusiter bei den Söhnen Benjamin in Jerusalem wohnen bis auf diesen Tag.
Rich/22Jos Und das Haus Joseph, auch sie zogen nach Bethel hinauf, und der HERR war mit ihnen. Rich/23Jos Und das Haus Joseph ließ Bethel auskundschaften; der Name der Stadt aber war früher Lus.
Rich/24Jos Und die Wachen sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen, und sie sagten zu ihm: Zeig uns doch den Zugang zur Stadt, dann werden wir dir Gnade erweisen! Rich/25Jos Da zeigte er ihnen
den Zugang zur Stadt. Und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes, aber den Mann und seine ganze Sippe ließen sie gehen. Rich/26Jos Und der Mann zog in das Land der Hetiter. [Dort]
baute er eine Stadt und gab ihr den Namen Lus. Das ist ihr Name bis auf diesen Tag.
Rich/27Jos Aber Manasse vertrieb nicht Bet-Schean und seine Tochterstädte, und Taanach und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Jibleam und
seine Tochterstädte, und die Bewohner von Megiddo und seine Tochterstädte. Und die Kanaaniter vermochten in diesem Land zu bleiben. Rich/28Jos Und es geschah, als Israel stark geworden war, da
stellte es die Kanaaniter an die Zwangsarbeit, doch vertreiben konnte es sie nicht. - Rich/29Jos Und Ephraim vertrieb nicht die Kanaaniter, die in Geser wohnten. So blieben die Kanaaniter in
seiner Mitte in Geser wohnen. - Rich/30Jos Sebulon vertrieb nicht die Bewohner von Kitron und die Bewohner von Nahalol; so blieben die Kanaaniter in seiner Mitte wohnen und wurden zur
Zwangsarbeit [herangezogen]. – Rich1/31Jos Asser vertrieb nicht die Bewohner von Akko und die Bewohner von Sidon und Achlab und Achsib und Helba und Afek und Rehob, Rich/32Jos sondern die
Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, den Bewohnern des Landes, denn sie hatten sie nicht vertrieben. Rich/33Jos Naftali vertrieb nicht die Bewohner von Bet-Schemesch und die Bewohner
von Bet-Anat, sondern er wohnte mitten unter den Kanaanitern, den Bewohnern des Landes; aber die Bewohner von Bet-Schemesch und von Bet-Anat wurden zur Zwangsarbeit für ihn
[herangezogen].
Rich/34Jos Und die Amoriter drängten die Söhne Dan ins Gebirge, denn sie gaben [ihnen] nicht [die Möglichkeit], in die Ebene herabzukommen. Rich/35Jos Und die Amoriter vermochten im Gebirge Heres
wohnen zu bleiben, in Ajalon und in Schaalbim; aber die Hand des Hauses Joseph wurde [auf ihnen] schwer, und sie wurden zur Zwangsarbeit [herangezogen]. Rich/36Jos Das Gebiet aber der Amoriter
war vom Anstieg Akrabbim, vom Felsen an, und weiter hinauf.
Strafpredigt des Engels des HERRN.
\2\
Jos2/1Rich Und der Engel des HERRN kam von Gilgal herauf nach Bochim; und er sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe.
Und ich sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen in Ewigkeit; Rich2/2Rich und ihr, ihr sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes schließen, ihre Altäre sollt ihr niederreißen.
Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan! Rich2/3Rich So habe ich auch gesagt: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben! Sie werden euch zu [Geißeln für eure] Seiten
werden, und ihre Götter werden euch zur Falle werden. Rich2/4Rich Und es geschah, als der Engel des HERRN diese Worte zu allen Söhnen Israel geredet hatte, da erhob das Volk seine Stimme und
weinte. Rich2/5Rich Und sie gaben jenem Ort den Namen Bochim. Und sie opferten dort dem HERRN.
Untreue Israels nach dem Tod Josuas - Immer wiederkehrende Folge von Attbfall und Strafe, Buße und Rettung.
Rich2/6Rich Und Josua entließ das Volk, und die Söhne Israel gingen hin, jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen. Rich2/7Rich Und das Volk diente dem HERRN alle Tage Josuas und
alle Tage der Ältesten, die nach Josua noch länger lebten, die das ganze große Werk des HERRN gesehen hatten, das er für Israel getan hatte. Jos2/8Jos Dann starb Josua, der Sohn des Nun, der
Knecht des HERRN, 110 Jahre alt. Jos2/9Jos Und sie begruben ihn im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Heres auf dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch. Rich2/10Jos Und auch jene ganze
Generation wurde zu ihren Vätern versammelt. Und eine andere Generation kam nach ihnen auf, die den HERRN nicht kannte und auch nicht das Werk, das er für Israel getan hatte.
Rich2/11Jos Da taten die Söhne Israel, was böse war in den Augen des HERRN, und dienten den Baalim. Rich2/12Jos Und sie verließen den HERRN, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten
herausgeführt hatte, und liefen anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie her [lebten], und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten den HERRN zum Zorn. Rich2/13Jos
So verließen sie den HERRN und dienten dem Baal und den Astarot. Rich2/14Jos Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er gab sie in die Hand von Plünderern, die sie ausplünderten. Und
er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, so dass sie vor ihren Feinden nicht mehr standhalten konnten. Rich2/15Jos Überall, wohin sie auszogen, war die Hand des HERRN gegen sie zum
Bösen, ganz wie der HERR geredet und wie der HERR ihnen geschworen hatte; so waren sie sehr bedrängt. Rich2/16Jos Da ließ der HERR Richter aufstehen, die retteten sie aus der Hand ihrer
Plünderer. Rich2/17Jos Aber auch auf ihre Richter hörten sie nicht, sondern hurten anderen Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder. Sie wichen schnell ab von dem Weg, den ihre Väter, um den
Geboten des HERRN zu gehorchen, gegangen waren; sie handelten nicht so. Rich2/18Jos Und wenn der HERR ihnen Richter erstehen ließ, war der HERR mit dem Richter, und er rettete sie aus der Hand
ihrer Feinde alle Tage des Richters. Denn der HERR hatte Mitleid wegen ihres Ächzens über die, die sie quälten und sie bedrängten. Rich2/19Jos Und es geschah, sobald der Richter gestorben war,
kehrten sie um und trieben es schlimmer als ihre Väter darin, anderen Göttern nachzulaufen, ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie ließen nichts fallen von ihren Taten und von
ihrem halsstarrigen Wandel. Rich2/20Jos Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er sprach: Weil diese Nation meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und sie
meiner Stimme nicht gehorcht haben, Rich2/21Jos so werde auch ich nicht länger irgendeinen vor ihnen vertreiben aus den Nationen, die Josua übriggelassen hat, als er starb, Rich2/22Jos damit ich
Israel durch sie prüfe, ob sie den Weg des HERRN bewahren werden, darauf zu gehen, wie ihre Väter [ihn] bewahrt haben, oder nicht. Rich2/23Jos So ließ der HERR diese Nationen bleiben, ohne sie
schnell zu vertreiben, und gab sie nicht in die Hand Josuas.
Reste der Kanaaniter im Land Israels.
\3\
Jos3/1Jos Das sind die Nationen, die der HERR bleiben ließ, um durch sie Israel zu prüfen, alle [jene], die all die Kriege um Kanaan nicht kannten - Jos3/2Jos nur damit er die Generationen der
Söhne Israel erkenne, indem er sie den Krieg lehrte, [und zwar] nur die [Kriege] von damals, die sie nicht kannten -: Jos3/3Jos die fünf Fürsten der Philister und alle Kanaaniter und Sidonier und
Hewiter, die das Gebirge Libanon bewohnten, vom Berg Baal-Hermon an, bis man nach Hamat kommt. Jos3/4Jos Und sie dienten dazu, Israel durch sie zu prüfen, damit man erkenne, ob sie den Geboten
des HERRN gehorchten, die er ihren Vätern durch Mose geboten hatte.
Jos3/5Jos Und die Söhne Israel wohnten mitten unter den Kanaanitern, den Hetitern und den Amoritern und den Perisitern und den Hewitern und den Jebusitern. Jos3/6Jos Und sie nahmen sich deren
Töchter als Frauen und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern.
Richter Otniel, Ehud und Schamgar.
Jos3/7Jos Und die Söhne Israel taten, was böse war in den Augen des HERRN, und vergaßen den HERRN, ihren Gott, und sie dienten den Baalim und den Ascherim. Jos3/8Jos Da entbrannte der Zorn des
HERRN gegen Israel, und er verkaufte sie in die Hand Kuschan-Rischatajims, des Königs von Mesopotamien; und die Söhne Israel dienten dem Kuschan-Rischatajim acht Jahre. Jos3/9Jos Und die Söhne
Israel schrieen zu dem HERRN um Hilfe. Da ließ der HERR den Söhnen Israel einen Retter erstehen, der rettete sie: Otniel, den Sohn des Kenas, den Bruder Kalebs, der jünger war als er. Jos3/10Jos
Und der Geist des HERRN kam über ihn, und er richtete Israel. Und er zog aus zum Kampf, und der HERR gab Kuschan-Rischatajim, den König von Aram, in seine Hand, und seine Hand wurde stark über
Kuschan-Rischatajim. Jos3/11Jos Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe. Und Otniel, der Sohn des Kenas, starb.
Jos3/12Jos Und die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN. Da machte der HERR Eglon, den König von Moab, stark gegen Israel, weil sie taten, was böse war in den Augen des
HERRN. Jos3/13Jos Und er sammelte die Söhne Ammon und Amalek um sich, zog hin und schlug Israel, und sie nahmen die Palmenstadt in Besitz. Jos3/14Jos Und die Söhne Israel dienten Eglon, dem König
von Moab, achtzehn Jahre. Jos3/15Jos Da schrieen die Söhne Israel zu dem HERRN um Hilfe, und der HERR ließ ihnen einen Retter erstehen: Ehud, den Sohn des Gera, einen Benjaminiter, einen Mann,
der Linkshänder war. Und die Söhne Israel sandten durch seine Hand [ihren] Tribut an Eglon, den König von Moab. Jos3/16Jos Und Ehud machte sich ein Schwert, das zwei Schneiden hatte, eine Elle
seine Länge; das gürtete er unter seinem Gewand an seine rechte Hüfte. Jos3/17Jos Und er überreichte Eglon, dem König von Moab, den Tribut. Eglon war aber ein sehr fetter Mann. Jos3/18Jos Und es
geschah, als er mit der Überreichung des Tributs fertig war, da entließ er das Volk, das den Tribut getragen hatte. Jos3/19Jos Er selbst aber kehrte bei den Götterbildern, die bei Gilgal sind, um
und sagte: Ein geheimes Wort habe ich an dich, o König! Und er sprach: Still! Da gingen alle, die bei ihm standen, von ihm hinaus. Jos3/20Jos Und Ehud kam zu ihm herein, als er gerade in dem
kühlen Obergemach saß, das für ihn allein [bestimmt] war. Und Ehud sagte: Ein Wort Gottes habe ich an dich! Und er stand auf vom Sitz. Jos3/21Jos Da streckte Ehud seine linke Hand aus und nahm
das Schwert von seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den Bauch. Jos3/22Jos Und es drang sogar der Griff hinein nach der Klinge, und das Fett schloß sich um die Klinge, denn er zog das Schwert
nicht aus seinem Bauch heraus; und es fuhr hinaus zwischen den Beinen. Jos3/23Jos Und Ehud ging in die Vorhalle hinaus, aber die Tür des Obergemachs hatte er hinter sich verschlossen und
verriegelt. Jos3/24Jos Als er hinausgegangen war, kamen seine Knechte und sahen, und siehe, die Tür des Obergemachs war verriegelt. Da sagten sie: Er bedeckt gewiß nur seine Füße in der kühlen
Kammer. Jos3/25Jos Und sie warteten übermäßig lange, aber siehe, er öffnete die Tür des Obergemachs nicht. Da nahmen sie den Schlüssel und schlossen auf, und siehe, ihr Herr lag tot am Boden. -
Jos3/26Jos Ehud aber war entkommen, während sie zögerten: er war über die Götterbilder hinausgelangt und entkam nach Seira. Jos3/27Jos Und es geschah, sobald er [heim]gekommen war, stieß er ins
Horn auf dem Gebirge Ephraim, und die Söhne Israel zogen mit ihm vom Gebirge hinab und er ihnen voran. Jos3/28Jos Und er sagte zu ihnen: Jagt mir nach, denn der HERR hat eure Feinde, die
Moabiter, in eure Hand gegeben! So zogen sie hinab, ihm nach, und nahmen den Moabitern die Furten des Jordan und ließen niemanden hinübergehen. Jos3/29Jos Und sie schlugen Moab in dieser Zeit, an
die zehntausend Mann, alles kräftige und kriegstüchtige Männer; nicht einer entkam. Jos3/30Jos So musste sich Moab an jenem Tag unter die Hand Israels beugen. Und das Land hatte achtzig Jahre
Ruhe.
Jos3/31Jos Und nach ihm war Schamgar, der Sohn Anats; und er schlug die Philister, sechshundert Mann, mit einem Viehtreiberstock. Und auch er rettete Israel.
Sieg Deboras und Baraks.
\4\
Jos4/1Jos Und die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN, nachdem Ehud gestorben war. Jos4/2Jos Da verkaufte sie der HERR in die Hand Jabins, des Königs von Kanaan, der in
Hazor König war. Sein Heeroberster war Sisera, der wohnte in Haroschet-Gojim. Jos4/3Jos Da schrieen die Söhne Israel zu dem HERRN; denn er hatte neunhundert eiserne Wagen, und er quälte die Söhne
Israel mit Gewalt zwanzig Jahre.
V. 4-16: Kap. 5,1-23.
Jos4/4Jos Und Debora, eine Prophetin, die Frau des Lappidot, war Richterin in Israel zu jener Zeit. Jos4/5Jos Sie hatte ihren Sitz unter der Debora-Palme, zwischen Rama und Bethel, im Gebirge
Ephraim. Und die Söhne Israel gingen zu ihr hinauf zum Gericht. Jos4/6Jos Und sie sandte hin und ließ Barak, den Sohn Abinoams, aus Kedesch [in] Naftali rufen. Und sie sagte zu ihm: Hat der HERR,
der Gott Israels, nicht geboten: Geh hin und zieh auf den Berg Tabor und nimm mit dir zehntausend Mann von den Söhnen Naftali und von den Söhnen Sebulon? Jos4/7Jos Ich aber ziehe Sisera, den
Heerobersten Jabins, zu dir heran an den Bach Kischon mit seinen Wagen und seiner Menge, und ich gebe ihn in deine Hand! Jos4/8Jos Da sagte Barak zu ihr: Wenn du mit mir gehst, gehe ich; wenn du
aber nicht mit mir gehst, gehe ich nicht. Jos4/9Jos Da sagte sie: Ich will gerne mit dir gehen - nur dass [dann] die Ehre nicht dir [zufällt] auf dem Weg, den du gehst, denn in die Hand einer
Frau wird der HERR den Sisera verkaufen. Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedesch.
Jos4/10Jos Und Barak rief Sebulon und Naftali nach Kedesch zusammen. Und zehntausend Mann zogen in seinem Gefolge hinauf; auch Debora zog mit ihm hinauf. Jos4/11Jos Heber aber, der Keniter, hatte
sich von den Kenitern getrennt, [von] den Söhnen Hobabs, des Schwiegervaters des Mose. Und er hatte sein Zelt aufgeschlagen bis zur Terebinthe in Zaanannim, das bei Kedesch [liegt]. Jos4/12Jos
Und man berichtete dem Sisera, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor hinaufgezogen sei. Jos4/13Jos Da rief Sisera alle seine Wagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und das ganze
[Kriegs]volk, das bei ihm war, von Haroschet-Gojim an den Bach Kischon. Jos4/14Jos Debora aber sagte zu Barak: Mach dich auf! Denn dies ist der Tag, da der HERR den Sisera in deine Hand gegeben
hat. Ist nicht der HERR [selbst] vor dir her ausgezogen? Und Barak stieg vom Berg Tabor hinab und zehntausend Mann ihm nach. Jos4/15Jos Und der HERR brachte Sisera und alle [seine] Wagen und das
ganze Heerlager in Verwirrung durch die Schärfe des Schwertes vor Barak. Und Sisera stieg vom Wagen herab und floh zu Fuß. Jos4/16Jos Barak aber jagte den Wagen und dem Heer nach bis
Haroschet-Gojim. So fiel das ganze Heer Siseras durch die Schärfe des Schwertes; kein einziger blieb übrig.
V. 17-24: Kap. 5,24-31.
Jos4/17Jos Sisera aber floh zu Fuß zum Zelt Jaels, der Frau Hebers, des Keniters; denn es war Friede zwischen Jabin, dem König von Hazor, und dem Haus Hebers, des Keniters. Jos4/18Jos Da ging
Jael hinaus, dem Sisera entgegen. Und sie sagte zu ihm: Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fürchte dich nicht! So kehrte er zu ihr ein in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer Decke.
Jos4/19Jos Und er sagte zu ihr: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken, denn ich bin durstig! Da öffnete sie den Milchschlauch, gab ihm zu trinken und deckte ihn [wieder] zu. Jos4/20Jos Und er sagte
zu ihr: Stell dich an den Eingang des Zeltes! Und es sei [so]: Wenn jemand kommt und dich fragt und sagt: Ist jemand hier? - dann sage: Niemand! Jos4/21Jos Jael aber, die Frau Hebers, ergriff
einen Zeltpflock und nahm den Hammer in ihre Hand, und sie ging leise zu ihm herein und schlug den Pflock durch seine Schläfe, dass er in die Erde drang - er war nämlich in tiefen Schlaf gefallen
-; da wurde er ohnmächtig und starb. Jos4/22Jos Und siehe, als Barak Sisera nachjagte, da ging Jael hinaus, ihm entgegen, und sagte zu ihm: Komm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst! Und
er ging zu ihr hinein, und siehe, Sisera lag tot da, den Pflock in seiner Schläfe.
Jos4/23Jos So demütigte Gott an jenem Tag Jabin, den König von Kanaan, vor den Söhnen Israel. Jos4/24Jos Und die Hand der Söhne Israel legte sich immer härter auf Jabin, den König von Kanaan, bis
sie Jabin, den König von Kanaan, vernichtet hatten.
Siegeslied Deboras und Baraks.
V. 1-23: Kap. 4,4-16.
\5\
Jos5/1Jos Debora und Barak, der Sohn Abinoams, sangen an jenem Tag folgendes [Lied]:
Jos5/2Jos Weil Führer führten in Israel, weil freiwillig sich stellte das Volk, dankt dem HERRN!
Jos5/3Jos Hört, ihr Könige! Horcht auf, ihr Fürsten! Ich will dem HERRN, ich will [ihm] singen, will spielen dem HERRN, dem Gott Israels!
Jos5/4Jos HERR, als du auszogst von Seir, als du einherschrittest vom Gebiet Edoms, bebte die Erde, auch die Himmel trieften, ja, die Wolken trieften von Wasser.
Rich5/5Rich Die Berge erbebten vor dem HERRN, dem vom Sinai, vor dem HERRN, dem Gott Israels.
Rich5/6Rich In den Tagen Schamgars, des Sohnes Anats, in den Tagen Jaels ruhten die Pfade; und die auf [festen] Straßen zogen, mussten gewundene Pfade gehen.
Rich5/7Rich Es ruhten die Landbewohner; sie ruhten in Israel, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.
Rich5/8Rich Man erwählte neue Götter; da war Kampf an den Toren! Wurden wohl Schild und Lanze gesehen unter 40 000 in Israel?
Rich5/9Rich Mein Herz gehört den Gebietern Israels, denen, die sich freiwillig stellten im Volk. Dankt dem HERRN!
Rich5/10Rich Die ihr reitet auf weißen Eselinnen, die ihr sitzt auf Teppichen und die ihr geht auf dem Weg, singt!
Rich5/11Rich Lauter als die Wasserverteiler zwischen den Tränkrinnen sollen sie dort besingen die Heilstaten des HERRN, die Heilstaten an seinen Landbewohnern in Israel. Da zog das Volk des HERRN
hinab zu den Toren.
Rich5/12Rich Wach auf, wach auf, Debora! Wach auf, wach auf, sing ein Lied! Mache dich auf, Barak, und führe gefangen deine Gefangenen, Sohn Abinoams!
Rich5/13Rich Da zog, was entronnen war, herab zu den Edlen des Volkes. HERR, ziehe herab zu mir mit den Helden!
Rich5/14Rich Von Ephraim, dessen Wurzeln sind wie [die von] Amalek, [zogen sie herab]. Hinter dir her [Ephraim, zog auch] Benjamin unter deinen Kriegsscharen. Von Machir zogen herab die Gebieter
und von Sebulon [alle], die den Führerstab halten.
Rich5/15Rich Und die Obersten in Issaschar waren mit Debora. Und [wie] Issaschar so Barak - in seinem Gefolge mitgerissen ins Tal.
An den Bächen Rubens waren großartige Beratungen des Herzens.
Rich5/16Rich Warum bliebst du zwischen den Hürden, das Flötenspiel bei den Herden zu hören? An den Bächen Rubens waren großartige Beratungen des Herzens.
Rich5/17Rich Gilead blieb untätig jenseits des Jordan. Und Dan, warum diente er auf fremden Schiffen? Asser saß an der Küste der Meere, und an seinen Buchten blieb er untätig.
Rich5/18Rich [Aber] Sebulon ist ein Volk, das seine Seele dem Tod preisgab, auch Naftali, auf den Höhen des Gefildes.
Rich5/19Rich Könige kamen, sie kämpften; ja da kämpften die Könige Kanaans in Taanach an den Wassern Megiddos. Beute an Silber holten sie nicht.
Rich5/20Rich Vom Himmel her kämpften die Sterne, von ihren Bahnen aus kämpften sie mit Sisera.
Rich5/21Rich Der Bach Kischon riß sie hinweg, der Bach der Urzeit, der Bach Kischon. Tritt auf, meine Seele, mit Kraft!
Rich5/22Rich Ja, da stampften die Hufe der Pferde vom Rennen, vom Rennen ihrer Hengste.
Rich5/23Rich Verfluchet Meros! sprach der Engel des HERRN. Verfluchet, ja, verfluchet seine Bewohner! Denn sie sind dem HERRN nicht zu Hilfe gekommen, dem HERRN zu Hilfe unter den
Helden.
V. 24-31: Kap. 4,17-24.
Rich5/24Rich Gesegnet vor [allen] Frauen sei Jael, die Frau Hebers, des Keniters, vor [allen] Frauen im Zelt sei sie gesegnet!
Rich5/25Rich Wasser verlangte er, Milch gab sie; in einer kostbaren Schale reichte sie Rahm.
Rich5/26Rich Ihre Hand streckte sie aus nach dem Pflock, und ihre Rechte nach dem Arbeitshammer. Und sie schlug Sisera [mit dem Hammer], zerschmetterte sein Haupt, sie zerschlug und durchbohrte
seine Schläfe.
Rich5/27Rich Zwischen ihren Füßen krümmte er sich, fiel, lag da; zwischen ihren Füßen krümmte er sich, fiel; da, wo er sich krümmte, fiel er - vernichtet.
Rich5/28Rich Durchs Fenster schaute und jammerte Siseras Mutter - durchs Gitter: Warum zögert sein Wagen zu kommen? Warum säumen die Tritte seiner Gespanne?
Rich5/29Rich Die Klugen unter ihren Edelfrauen erwidern ihr, auch selbst beantwortet sie sich ihre Reden:
Rich5/30Rich Finden sie nicht, teilen sie nicht Beute? Ein Mädchen, zwei Mädchen auf den Kopf eines Mannes?
Beute an bunten Gewändern für Sisera, Beute an bunten Gewändern; ein farbiges Tuch, bunt, zwei farbige Tücher als Beute für meinen Hals. -
Rich5/31Rich So sollen umkommen alle deine Feinde, HERR! Aber die, die ihn lieben, [sollen sein], wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft! -
Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe.
Gideons Berufung zum Kampf gegen die Midianiter.
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Rich6/1Rich Und die Söhne Israel taten, was böse war in den Augen des HERRN. Da gab sie der HERR in die Hand Midians, sieben Jahre. Rich6/2Rich Und die Hand Midians wurde stark über Israel. Vor
Midian machten sich die Söhne Israel die Felsenlöcher, die in den Bergen sind, und die Höhlen und die Bergfesten. Rich6/3Rich Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, dann zog Midian herauf und
Amalek und die Söhne des Ostens, die zogen herauf gegen sie. Rich6/4Rich Und sie lagerten sich gegen sie und verheerten den Ertrag des Landes bis dahin, wo man nach Gaza kommt. Und sie ließen
keine Lebensmittel in Israel übrig, weder Schafe noch Rinder, noch Esel. Rich6/5Rich Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten und kamen so massenhaft wie Heuschrecken; zahllos
waren sie und ihre Kamele. Und sie kamen ins Land, um es zu verheeren. Rich6/6Rich So verarmte Israel sehr wegen Midian. Und die Söhne Israel schrieen zu dem HERRN um Hilfe.
Rich6/7Rich Und es geschah, als die Söhne Israel wegen Midian zu dem HERRN um Hilfe schrieen, Rich6/8Rich da sandte der HERR einen Propheten zu den Söhnen Israel. Dieser sagte zu ihnen: So
spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe euch aus Ägypten heraufkommen lassen und habe euch herausgeführt aus dem Sklavenhaus. Rich6/9Rich Und ich habe euch aus der Hand der Ägypter gerettet
und aus der Hand all eurer Unterdrücker. Und ich habe sie vor euch vertrieben und euch ihr Land gegeben. Rich6/10Rich Und ich sprach zu euch: Ich bin der HERR, euer Gott: Ihr sollt nicht die
Götter der Amoriter fürchten, in deren Land ihr wohnt. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.
Rich6/11Rich Und der Engel des HERRN kam und setzte sich unter die Terebinthe, die bei Ofra war, die Joasch, dem Abiesriter gehörte. Und sein Sohn Gideon schlug gerade Weizen aus in der Kelter,
um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen. Rich6/12Rich Da erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR ist mit dir, du tapferer Held! Rich6/13Rich Gideon aber sagte zu ihm:
Bitte, mein Herr, wenn der HERR mit uns ist, warum hat uns denn das alles getroffen? Und wo sind all seine Wunder, von denen uns unsere Väter erzählt haben, wenn sie sagten: Hat der HERR uns
nicht aus Ägypten heraufkommen lassen? Jetzt aber hat uns der HERR verworfen und uns in die Hand Midians gegeben. Rich6/14Rich Da wandte sich der HERR ihm zu und sprach: Geh hin in dieser deiner
Kraft und rette Israel aus der Hand Midians! Habe ich dich nicht gesandt? Rich6/15Rich Er aber sagte zu ihm: Bitte, mein Herr, womit soll ich Israel retten? Siehe, meine Tausendschaft ist die
geringste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters. Rich6/16Rich Da sprach der HERR zu ihm: Ich werde mit dir sein, und du wirst Midian schlagen wie einen einzelnen Mann.
Rich6/17Rich Da sagte er zu ihm: Wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so gib mir ein Zeichen, dass du es bist, der mit mir redet. Rich6/18Rich Weiche doch nicht von hier, bis ich zu
dir [zurück]komme und meine Gabe herausbringe und dir vorsetze! Er sprach: Ich will bleiben, bis du wiederkommst. Rich6/19Rich Da ging Gideon hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu und
ungesäuerte Brote aus einem Efa Mehl. Das Fleisch tat er in einen Korb, und die Brühe tat er in einen Topf. Und er brachte es zu ihm hinaus unter die Terebinthe und legte [es] vor. Rich6/20Rich
Und der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und die ungesäuerten Brote und lege es hin auf diesen Felsen da! Die Brühe aber gieße aus! Und er machte es so. Rich6/21Rich Da streckte der
Engel des HERRN das Ende des Stabes aus, der in seiner Hand war, und berührte das Fleisch und die ungesäuerten Brote. Da stieg Feuer aus dem Felsen auf und verzehrte das Fleisch und die
ungesäuerten Brote. Und der Engel des HERRN entschwand seinen Augen. Rich6/22Rich Da sah Gideon, dass es der Engel des HERRN gewesen war, und Gideon sagte: Wehe, Herr, HERR! Wahrhaftig, habe ich
doch den Engel des HERRN von Angesicht zu Angesicht gesehen! Rich6/23Rich Da sprach der HERR zu ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben. Rich6/24Rich Und Gideon baute
dem HERRN dort einen Altar und nannte ihn: Jahwe-Schalom. Bis zu diesem Tag [steht] er noch in Ofra [,der Stadt] der Abiesriter.
Rich6/25Rich Und es geschah in jener Nacht, da sprach der HERR zu ihm: Nimm einen Jungstier von den Rindern, die deinem Vater gehören, und zwar den zweiten Stier, den siebenjährigen! Und reiße
den Altar des Baal, der deinem Vater gehört, nieder und die Aschera, die dabei [steht], haue um! Rich6/26Rich Und baue dem HERRN, deinem Gott, einen Altar auf dem Gipfel dieser Bergfeste in der
[rechten] Weise! Und nimm den zweiten Stier und opfere [ihn] als Brandopfer mit dem Holz der Aschera, die du umhauen sollst! Rich6/27Rich Da nahm Gideon zehn Männer von seinen Knechten und tat,
wie der HERR zu ihm geredet hatte. Und es geschah, da er sich vor dem Haus seines Vaters und vor den Männern der Stadt fürchtete, es bei Tag zu tun, tat er es bei Nacht.
Rich6/28Rich Und als die Männer der Stadt morgens früh aufstanden, siehe, da war der Altar des Baal umgerissen, und die Aschera, die dabei[gestanden hatte], war umgehauen, und der zweite Stier
war als Brandopfer auf dem [neu] erbauten Altar geopfert. Rich6/29Rich Da sagten sie einer zum anderen: Wer hat das getan? Und sie forschten und fragten nach, und man sagte: Gideon, der Sohn des
Joasch, hat das getan. Rich6/30Rich Da sagten die Männer der Stadt zu Joasch: Führe deinen Sohn heraus! Er muß sterben, weil er den Altar des Baal umgerissen und weil er die Aschera, die
dabei[stand], umgehauen hat! Rich6/31Rich Joasch aber sagte zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr für den Baal Anklage erheben, oder wollt ihr ihn retten? Wer für ihn Anklage erhebt, soll
getötet werden bis zum Morgen. Wenn er ein Gott ist, soll er für sich selbst Anklage erheben, weil man seinen Altar umgerissen hat. Rich6/32Rich Und man nannte ihn an selbigem Tag Jerub-Baal, das
heißt: Baal möge gegen ihn Anklage erheben, weil er seinen Altar umgerissen hat.
Rich6/33Rich Und ganz Midian und Amalek und die Söhne des Ostens versammelten sich miteinander, und sie zogen herüber und lagerten sich im Tal Jesreel. Rich6/34Rich Aber der Geist des HERRN
umkleidete Gideon. Und er stieß ins Horn, und die Abiesriter wurden zusammengerufen, ihm nach. Rich6/35Rich Und er sandte Boten durch den ganzen [Stamm] Manasse, und auch er wurde
zusammengerufen, ihm nach. Und er sandte Boten durch Asser und durch Sebulon und durch Naftali. Und sie zogen herauf, ihnen entgegen.
Rich6/36Rich Und Gideon sagte zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, so wie du geredet hast, - Rich6/37Rich siehe, ich lege [frisch] geschorene Wolle (Vließ) auf die Tenne. Wenn
Tau auf der Wolle allein sein wird und auf dem ganzen Boden Trockenheit, dann werde ich erkennen, dass du Israel durch meine Hand retten wirst, wie du geredet hast. Rich6/38Rich Und es geschah
so. Und er stand am anderen Morgen früh auf, und er drückte die Wolle aus und preßte Tau aus der Wolle, eine [ganze] Schale voll Wasser. Rich6/39Rich Und Gideon sagte zu Gott: Dein Zorn entbrenne
nicht gegen mich! Und ich will nur noch diesmal reden. Laß es mich doch nur noch diesmal mit der Wolle versuchen: Möge doch Trockenheit sein auf der Wolle allein, und auf dem ganzen Boden sei
Tau! Rich6/40Rich Und Gott machte es so in jener Nacht: es war Trockenheit auf der Wolle allein, und auf dem ganzen Boden war Tau.
Gideons Sieg über die Midianiter.
\7\
Rich7/1Rich Und Jerub-Baal, das ist Gideon, und alles Volk, das bei ihm war, machten sich früh auf und lagerten sich an der Quelle Harod: Das Heerlager Midians aber war nördlich von ihm, am Hügel
More, im Tal. Rich7/2Rich Und der HERR sprach zu Gideon: Zu zahlreich ist das Volk, das bei dir ist, als dass ich Midian in ihre Hand geben könnte. Israel soll sich nicht gegen mich rühmen können
und sagen: Meine Hand hat mich gerettet! Rich7/3Rich Und nun rufe doch vor den Ohren des Volkes aus: Wer furchtsam und verzagt ist, kehre um und wende sich zurück vom Gebirge Gilead! Da kehrten
von dem Volk 22 000 [Mann] um, und 10 000 blieben übrig. Rich7/4Rich Und der HERR sprach zu Gideon: Noch [immer] ist das Volk zu zahlreich. Führe sie ans Wasser hinab, ich will sie dir dort
läutern! Und es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: Dieser soll mit dir gehen! - der soll mit dir gehen. Und jeder, von dem ich dir sagen werde: Dieser soll nicht mit dir gehen! - der
soll nicht gehen. Rich7/5Rich Da führte er das Volk ans Wasser hinab. Und der HERR sprach zu Gideon: Jeden, der mit seiner Zunge vom Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle gesondert für
sich; und auch jeden, der sich auf seine Knie niederläßt, um zu trinken! Rich7/6Rich Und die Zahl derer, die leckten, [indem sie das Wasser] mit ihrer Hand an ihren Mund [brachten], betrug
dreihundert Mann; und der ganze Rest des Volkes hatte sich auf seine Knie niedergelassen, um Wasser zu trinken. Rich7/7Rich Da sprach der HERR zu Gideon: Mit den dreihundert Mann, die geleckt
haben, will ich euch retten und Midian in deine Hand geben. Das ganze [übrige] Volk aber soll gehen, jeder an seinen Ort. Rich7/8Rich Und sie nahmen die Wegzehrung des [übrigen] Volkes an sich
und deren Hörner. So entließ er alle Männer von Israel, jeden in seine Zelte; aber die dreihundert Mann behielt er da. Das Heerlager Midians war aber unter ihm im Tal.
Rich7/9Rich Und es geschah in derselben Nacht, da sprach der HERR zu ihm: Mach dich auf, geh in das Heerlager hinab, denn ich habe es in deine Hand gegeben! Rich7/10Rich Und wenn du dich
fürchtest hinabzugehen, dann geh du mit deinem Burschen Pura zum Heerlager hinab! Rich7/11Rich Da wirst du hören, was sie reden. Und danach werden deine Hände stark werden, so dass du in das
Heerlager hinabgehen kannst. Da ging er hinab, er und sein Bursche Pura, [bis] in unmittelbare Nähe der Gerüsteten, die im Heerlager waren. Rich7/12Rich Und Midian und Amalek und alle Söhne des
Ostens waren in das Tal eingefallen wie die Heuschrecken an Menge. Zahllos waren ihre Kamele, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge. Rich7/13Rich Und als Gideon ankam, siehe, da
erzählte ein Mann seinem Gefährten gerade einen Traum und sagte: Siehe, ich habe einen Traum gehabt. Und siehe, ein Laib Gerstenbrot rollte in das Heerlager Midians. Und es kam bis zum Zelt und
schlug es nieder, dass es umfiel, und kehrte es um, [das Unterste] zu oberst, und das Zelt lag da. Rich7/14Rich Da antwortete sein Gefährte und sagte: Das ist nichts anderes als das Schwert
Gideons, des Sohnes des Joasch, des Mannes von Israel! Gott hat Midian und das ganze Heerlager in seine Hand gegeben!
Rich7/15Rich Und es geschah, als Gideon die Erzählung des Traumes und seine Deutung hörte, da betete er an. Und er kehrte ins Heerlager Israels zurück und sagte: Macht euch auf! Denn der HERR hat
das Heerlager Midians in eure Hand gegeben. Rich7/16Rich Und er teilte die dreihundert Mann in drei Abteilungen und gab ihnen allen Hörner in die Hand und leere Krüge, und in den Krügen waren
Fackeln. Rich7/17Rich Und er sagte zu ihnen: Seht es mir ab und macht es ebenso! Siehe, wenn ich an den Rand des Heerlagers komme, dann soll es geschehen, dass ihr es ebenso macht, wie ich es
mache! Rich7/18Rich Und stoße ich ins Horn, ich und alle, die bei mir sind, dann sollt auch ihr ins Horn stoßen rings um das ganze Heerlager und sollt rufen: Für den HERRN und für
Gideon!
Rich7/19Rich Und Gideon und die hundert Mann, die bei ihm waren, kamen an den Rand des Heerlagers, beim Beginn der mittleren Nachtwache; man hatte eben die Wachen aufgestellt. Und sie stießen in
die Hörner und zerschmetterten die Krüge, die sie in der Hand hatten. Rich7/20Rich Da stießen [auch] die drei Abteilungen in die Hörner und zerbrachen die Krüge. Und sie ergriffen mit ihrer
linken Hand die Fackeln und mit ihrer rechten Hand die Hörner zum Blasen und riefen: Schwert für den HERRN und für Gideon! Rich7/21Rich Und sie blieben stehen, jeder an seiner Stelle, rings um
das Heerlager. Da lief das ganze Heerlager [durcheinander], und sie schrieen laut und flohen. Rich7/22Rich Während nun die dreihundert [Mann] in die Hörner stießen, da richtete der HERR das
Schwert des einen gegen den andern, und zwar im ganzen Heerlager. Und das Heerlager floh bis Bet-Schitta, nach Zereda hin, bis an die Grenze von Abel-Mehola bei Tabbat.
Rich7/23Rich Und es wurden die Männer Israels zusammengerufen aus Naftali, aus Asser und aus ganz Manasse, und sie jagten Midian nach. Rich7/24Rich Und Gideon sandte Boten in das ganze Gebirge
Ephraim und [ließ] sagen: Kommt herab, Midian entgegen! Und nehmt ihnen die Wasser[stellen] bis Bet-Bara und den Jordan! Da wurden alle Männer Ephraims zusammengerufen, und sie nahmen [ihnen] die
Wasser[stellen] bis Bet-Bara und den Jordan. Rich7/25Rich Und sie nahmen zwei Oberste von Midian, Oreb und Seeb, gefangen. Und sie erschlugen Oreb an dem Felsen Oreb, und Seeb erschlugen sie bei
der Kelter Seeb; und sie jagten Midian nach. Und die Köpfe Orebs und Seebs brachten sie zu Gideon auf die andere Seite des Jordan.
Verfolgung der Midianiter.
\8\
Rich8/1Rich Die Männer von Ephraim aber sagten zu ihm: Was ist das für eine Sache, die du uns da angetan hast, dass du uns nicht gerufen hast, als du hingingst, um mit Midian zu kämpfen! Und sie
machten ihm heftige Vorwürfe. Rich8/2Rich Er sagte zu ihnen: Was habe ich denn geleistet im Vergleich zu euch? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers? Rich8/3Rich In
eure Hand hat Gott die Obersten von Midian, Oreb und Seeb, gegeben. Und was habe ich tun können im Vergleich zu euch? Da ließ ihr Zorn von ihm ab, als er dieses Wort redete.
Rich8/4Rich Und Gideon kam an den Jordan. Er ging hinüber, er und die dreihundert Mann, die bei ihm waren, erschöpft von der Verfolgung. Rich8/5Rich Und er sagte zu den Männern von Sukkot: Gebt
doch dem [Kriegs]volk, das in meinem Gefolge ist, Brot, denn sie sind erschöpft! Und ich jage den Königen von Midian, Sebach und Zalmunna, nach. Rich8/6Rich Aber die Obersten von Sukkot sagten:
Ist etwa die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinem Heer Brot geben sollten? Rich8/7Rich Da sagte Gideon: Fürwahr, wenn der HERR Sebach und Zalmunna in meine Hand
gegeben hat, werde ich euer Fleisch dreschen mit Dorngestrüpp der Wüste und mit Stechdisteln! Rich8/8Rich Und er zog von dort [weiter] nach Pnuel hinauf und redete zu denen ebenso. Aber die
Männer von Pnuel antworteten ihm, wie die Männer von Sukkot geantwortet hatten. Rich8/9Rich Da sagte er auch zu den Männern von Pnuel: Wenn ich in Frieden zurückkomme, werde ich diesen Turm
niederreißen!
Rich8/10Rich Sebach und Zalmunna waren aber in Karkor und ihr Heerlager mit ihnen, etwa 15 000 [Mann], alle, die übriggeblieben waren vom ganzen Heerlager der Söhne des Ostens. 120 000 Mann aber,
die das Schwert zogen, waren gefallen. Rich8/11Rich Und Gideon zog die Beduinenstraße hinauf, östlich von Nobach und Jogboha. Und er schlug das Heerlager, während das Heerlager sorglos war.
Rich8/12Rich Und Sebach und Zalmunna flohen, er aber jagte ihnen nach und fing die beiden Könige von Midian, Sebach und Zalmunna. Und das ganze Heerlager setzte er in Schrecken.
Rich8/13Rich Dann kehrte Gideon, der Sohn des Joasch, vom Kampf zurück, von der Anhöhe von Heres herab. Rich8/14Rich Und er fing einen Jungen von den Männern von Sukkot und fragte ihn aus. Da
schrieb der ihm die Obersten von Sukkot und seine Ältesten auf, 77 Mann. Rich8/15Rich Und er kam zu den Männern von Sukkot und sagte: Seht hier Sebach und Zalmunna, mit denen ihr mich verhöhnt
habt, als ihr sagtet: Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas etwa schon in deiner Hand, dass wir deinen Männern, die ermattet sind, Brot geben sollten? Rich8/16Rich Und er nahm die Ältesten der
Stadt und Dorngestrüpp der Wüste und Stechdisteln, und er züchtigte damit die Männer von Sukkot. Rich8/17Rich Und den Turm von Pnuel riß er nieder und erschlug die Männer der Stadt.
Rich8/18Rich Und er sagte zu Sebach und zu Zalmunna: Wie [sahen] die Männer [aus], die ihr auf dem Tabor erschlagen habt? Sie sagten: Ganz wie du, so waren sie, jeder gleich einem Königssohn.
Rich8/19Rich Da sagte er: Meine Brüder, die Söhne meiner Mutter, waren sie. So wahr der HERR lebt, hättet ihr sie am Leben gelassen, würde ich euch nicht erschlagen! Rich8/20Rich Und er sagte zu
Jeter, seinem Erstgeborenen: Steh auf, erschlag sie! Aber der Junge zog sein Schwert nicht; denn er fürchtete sich, weil er noch ein Junge war. Rich8/21Rich Da sagten Sebach und Zalmunna: Steh du
auf und stoß uns nieder! Denn wie der Mann, so seine Kraft. Da stand Gideon auf und erschlug Sebach und Zalmunna. Und er nahm die Halbmonde, die an den Hälsen ihrer Kamele [hingen].
Ablehnung der Königswürde durch Gideon, aber Verleitung zum Götzendienst.
Rich8/22Rich Und die Männer von Israel sagten zu Gideon: Herrsche über uns, sowohl du als auch dein Sohn und deines Sohnes Sohn! Denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet. Rich8/23Rich
Gideon aber sagte zu ihnen: Nicht ich will über euch herrschen, auch mein Sohn soll nicht über euch herrschen. Der HERR soll über euch herrschen. Rich8/24Rich Und Gideon sagte zu ihnen: Eine
Bitte will ich von euch erbitten: Gebt mir jeder einen Ring von seiner Beute! (Denn sie hatten goldene Ringe, weil sie Ismaeliter waren). Rich8/25Rich Sie sagten: Gern wollen wir [sie dir] geben.
Und sie breiteten ein Obergewand aus und warfen darauf jeder einen Ring von seiner Beute. Rich8/26Rich Und das Gewicht der goldenen Ringe, die er erbeten hatte, betrug 1700 [Schekel] Gold,
abgesehen von den Halbmonden und den Ohrgehängen und den Purpurkleidern, die die Könige von Midian getragen hatten, und abgesehen von den Halsketten, die an den Hälsen ihrer Kamele [gehangen
hatten]. Rich8/27Rich Und Gideon machte daraus ein Ephod und stellte es in seiner Stadt auf, in Ofra. Und ganz Israel hurte ihm dort nach. Das wurde Gideon und seinem Haus zur Falle.
Gideons Nachkommen und Tod.
Rich8/28Rich So musste sich Midian vor den Söhnen Israel beugen und konnte sein Haupt nicht mehr erheben. Und das Land hatte in den Tagen Gideons vierzig Jahre Ruhe.
Rich8/29Rich Und Jerub-Baal, der Sohn des Joasch, ging hin und wohnte in seinem Haus. Rich8/30Rich Und Gideon hatte siebzig Söhne, die [alle] aus seiner Lende hervorgegangen waren; denn er hatte
viele Frauen. Rich8/31Rich Und seine Nebenfrau, die in Sichem [wohnte], auch sie gebar ihm einen Sohn; und er gab ihm den Namen Abimelech. Rich8/32Rich Und Gideon, der Sohn des Joasch, starb in
gutem Alter. Und er wurde im Grab seines Vaters Joasch begraben, in Ofra, [der Stadt] der Abiesriter.
Rich8/33Rich Und es geschah, sobald Gideon gestorben war, da wandten sich die Söhne Israel [wieder] ab und hurten den Baalim nach und machten sich den Baal-Berit zum Gott. Rich8/34Rich Und die
Söhne Israel dachten nicht mehr an den HERRN, ihren Gott, der sie der Hand all ihrer Feinde ringsum entrissen hatte. Rich8/35Rich Und sie erwiesen dem Haus Jerub-Baal-Gideons keine Güte, wie es
all dem Guten, das er an Israel getan hatte, entsprochen hätte.
Abimelechs Brudermord und Königtum.
\9\
Rich9/1Rich Und Abimelech, der Sohn Jerub-Baals, ging nach Sichem zu den Brüdern seiner Mutter. Und er redete zu ihnen und zur ganzen Sippe vom Haus des Vaters seiner Mutter und sagte:
Rich9/2Rich Redet doch vor den Ohren aller Bürger von Sichem: Was ist besser für euch: dass siebzig Männer über euch herrschen, alle Söhne Jerub-Baals, oder dass [nur] ein Mann über euch
herrscht? Und bedenkt, dass ich euer Gebein und euer Fleisch bin! Rich9/3Rich Da redeten die Brüder seiner Mutter über ihn vor den Ohren aller Bürger von Sichem all diese Worte. Und ihr Herz
neigte sich Abimelech zu, denn sie sagten [sich]: Er ist unser Bruder. Rich9/4Rich Und sie gaben ihm siebzig [Schekel] Silber aus dem Haus des Baal-Berit. Und Abimelech kaufte sich damit ehrlose
und leichtfertige Männer; die folgten ihm nach. Rich9/5Rich Und er kam in das Haus seines Vates, nach Ofra, und erschlug seine Brüder, die Söhne Jerub-Baals, siebzig Mann auf einem Stein. Es
blieb aber Jotam übrig, der jüngste Sohn Jerub-Baals, denn er hatte sich versteckt. Rich9/6Rich Und alle Bürger von Sichem und die ganze Bewohnerschaft des Millo versammelten sich und gingen hin
und machten Abimelech zum König bei der Denkmals-Terebinthe, die in Sichem [steht].
Jotams Fabel und Rede gegen Abimelech.
Rich9/7Rich Und man berichtete es Jotam. Da ging er hin und stellte sich auf den Gipfel des Berges Garizim, und er erhob seine Stimme, rief und sagte zu ihnen: Hört auf mich, Bürger von Sichem,
dann wird Gott auf euch hören! Rich9/8Rich Einst gingen die Bäume hin, einen König über sich zu salben. Und sie sagten zum Olivenbaum: Sei König über uns! Rich9/9Rich Da sagte ihnen der
Olivenbaum: Sollte ich meine Fettigkeit aufgeben, die Götter und Menschen an mir in Ehren halten, und sollte ich hingehen, um über den Bäumen zu schweben? Rich9/10Rich Und die Bäume sagten zum
Feigenbaum: Komm du, sei König über uns! Rich9/11Rich Da sagte ihnen der Feigenbaum: Sollte ich meine Süßigkeit aufgeben und meine gute Frucht, und sollte ich hingehen, um über den Bäumen zu
schweben? Rich9/12Rich Und die Bäume sagten zum Weinstock: Komm du, sei König über uns! Rich9/13Rich Da sagte ihnen der Weinstock: Sollte ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen
erfreut, und sollte ich hingehen, um über den Bäumen zu schweben? Rich9/14Rich Und alle Bäume sagten zum Dornstrauch: Komm du, sei König über uns! Rich9/15Rich Da sagte der Dornstrauch zu den
Bäumen: Wollt ihr in Wahrheit mich zum König über euch salben, so kommt, sucht Zuflucht in meinem Schatten! Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus vom Dornstrauch, das fresse die Zedern des Libanon!
- Rich9/16Rich Und nun, wenn ihr in Wahrheit und Aufrichtigkeit gehandelt habt, als ihr Abimelech zum König gemacht habt, und wenn ihr Gutes getan habt an Jerub-Baal und an seinem Haus und wenn
ihr ihm getan habt nach dem Tun seiner Hände - Rich9/17Rich denn mein Vater hat für euch gekämpft und sein Leben eingesetzt und euch der Hand Midians entrissen; Rich9/18Rich ihr aber habt euch
heute gegen das Haus meines Vaters erhoben und seine Söhne erschlagen, siebzig Mann auf einem Stein, und habt Abimelech, den Sohn seiner Sklavin, zum König gemacht über die Bürger von Sichem,
weil er euer Bruder ist -, Rich9/19Rich wenn ihr also an diesem Tag in Wahrheit und Aufrichtigkeit an Jerub-Baal und an seinem Haus gehandelt habt, dann habt eure Freude an Abimelech, und auch er
soll seine Freude an euch haben! Rich9/20Rich Wenn aber nicht, so gehe Feuer von Abimelech aus und fresse die Bürger von Sichem und die Bewohnerschaft des Millo! Und es gehe Feuer aus von den
Bürgern von Sichem und von der Bewohnerschaft des Millo und fresse Abimelech!
Rich9/21Rich Und Jotam floh und entwich und ging nach Beer und blieb dort wohnen [aus Furcht] vor seinem Bruder Abimelech.
Abimelechs Ende.
Rich9/22Rich Und Abimelech herrschte über Israel drei Jahre. Rich9/23Rich Da sandte Gott einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger von Sichem. Und die Bürger von Sichem handelten
treulos an Abimelech, Rich9/24Rich damit die Gewalttat an den siebzig Söhnen Jerub-Baals [auf ihn] zurückkäme und ihr Blut auf ihren Bruder Abimelech gelegt würde, der sie erschlagen hatte, und
auf die Bürger von Sichem, die seine Hände gestärkt hatten, seine Brüder zu erschlagen. Rich9/25Rich Und die Bürger von Sichem legten [Wegelagerer in] einen Hinterhalt gegen ihn auf den Höhen der
Berge; die beraubten jeden, der an ihnen auf dem Weg vorüberzog. Das wurde dem Abimelech berichtet.
Rich9/26Rich Und Gaal, der Sohn Ebeds, kam mit seinen Brüdern, und sie zogen durch Sichem. Und die Bürger von Sichem vertrauten ihm. Rich9/27Rich Und sie gingen aufs Feld hinaus und hielten Lese
in ihren Weinbergen und kelterten. Und sie hielten ein Freudenfest und gingen in das Haus ihres Gottes, aßen und tranken und fluchten dem Abimelech. Rich9/28Rich Und Gaal, der Sohn Ebeds, sagte:
Wer ist Abimelech und wer Sichem, dass wir [ihm] dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals und Sebul sein Statthalter? Dient [lieber] den Männern Hamors, des Vaters von Sichem! Warum
sollten gerade wir ihm dienen? Rich9/29Rich Hätte ich nur dieses Volk unter meiner Hand, so wollte ich Abimelech [schon] beseitigen, und ich würde zu Abimelech sagen: Vermehre [doch] dein Heer
und zieh aus!
Rich9/30Rich Als nun Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hörte, da entbrannte sein Zorn. Rich9/31Rich Und er sandte Boten zu Abimelech mit List und [ließ ihm] sagen:
Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt gegen dich auf. Rich9/32Rich Und nun, mache dich in der Nacht auf, du und das
[Kriegs]volk, das bei dir ist, und lege dich auf dem Feld in einen Hinterhalt! Rich9/33Rich Und es geschehe am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, dann mache dich früh auf und überfalle die Stadt!
Siehe, wenn er und das [Kriegs]volk, das bei ihm ist, gegen dich herausziehen, dann tu ihm, wie deine Hand es finden wird! Rich9/34Rich Da machten sich Abimelech und das ganze [Kriegs]volk, das
bei ihm war, in der Nacht auf und legten sich in vier Abteilungen gegen Sichem in einen Hinterhalt. Rich9/35Rich Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttores. Da
machten sich Abimelech und das [Kriegs]volk, das bei ihm war, aus dem Hinterhalt auf. Rich9/36Rich Als nun Gaal das [Kriegs]volk sah, sagte er zu Sebul: Siehe, [Kriegs]volk kommt von den Höhen
der Berge herab. Sebul aber sagte zu ihm: Den Schatten der Berge siehst du als Männer an. Rich9/37Rich Doch Gaal beharrte darauf und sagte: Sieh doch, [Kriegs]volk kommt von der Höhe des Landes
herab, und eine Abteilung kommt aus der Richtung von Elon-Meonenim. Rich9/38Rich Da sagte Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, mit dem du sagtest: Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen sollten?
Ist das nicht das [Kriegs]volk, das du verachtet hast? Zieh doch jetzt aus und kämpfe mit ihm! Rich9/39Rich Da zog Gaal hinaus, vor den Bürgern von Sichem her, und kämpfte mit Abimelech.
Rich9/40Rich Und Abimelech jagte ihn, so dass er vor ihm floh. Und viele fielen [und lagen] erschlagen bis an den Eingang des Tores. Rich9/41Rich Und Abimelech blieb in Aruma. Sebul aber vertrieb
Gaal und seine Brüder, so dass sie nicht mehr in Sichem blieben.
Rich9/42Rich Und es geschah am andern Tag, da ging das Volk aufs Feld hinaus. Das berichtete man Abimelech. Rich9/43Rich Da nahm er das [Kriegs]volk und teilte es in drei Abteilungen und legte
sich auf dem Feld in einen Hinterhalt. Und er sah, und siehe, das Volk kam aus der Stadt heraus. Da erhob er sich gegen sie und schlug sie. Rich9/44Rich Und Abimelech und die Abteilungen, die bei
ihm waren, brachen hervor und stellten sich an den Eingang des Stadttores. Die beiden [anderen] Abteilungen aber fielen über alle her, die auf dem Feld waren, und erschlugen sie. Rich9/45Rich Und
Abimelech kämpfte jenen ganzen Tag gegen die Stadt. Und er nahm die Stadt ein, und das Volk, das darin war, erschlug er. Und er riß die Stadt nieder und bestreute sie mit Salz.
Rich9/46Rich Als das alle Bürger von Migdal-Sichem hörten, gingen sie in das Kellergewölbe des Hauses des Gottes Berit. Rich9/47Rich Und es wurde dem Abimelech berichtet, dass alle Bürger von
Migdal-Sichem sich versammelt hätten. Rich9/48Rich Da stieg Abimelech auf den Berg Zalmon, er und das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm war. Und Abimelech nahm eine Axt in seine Hand und hieb einen
Ast vom Baum ab, hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter. Und er sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Was ihr mich habt tun sehen, schnell, macht es wie ich! Rich9/49Rich Da hieb auch das
ganze Volk, jeder seinen Ast ab, und sie folgten Abimelech, legten [alles] auf das Kellergewölbe und steckten das Kellergewölbe über ihnen in Brand. So starben auch alle Leute von Migdal-Sichem,
etwa tausend Männer und Frauen.
Rich9/50Rich Dann zog Abimelech nach Tebez und belagerte Tebez und nahm es ein. Rich9/51Rich Es war aber ein starker Turm mitten in der Stadt, und dahin flohen alle Männer und Frauen, alle Bürger
der Stadt. Und sie schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turmes. Rich9/52Rich Und Abimelech kam an den Turm und kämpfte gegen ihn. Und er trat an den Eingang des Turmes, um ihn
mit Feuer zu verbrennen. Rich9/53Rich Da warf eine Frau einen oberen Mühlstein auf Abimelechs Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel. Rich9/54Rich Da rief er schnell nach dem Burschen, seinem
Waffenträger, und sagte zu ihm: Zieh dein Schwert und töte mich, damit man nicht von mir sagt: Eine Frau hat ihn erschlagen! Und sein Bursche durchbohrte ihn, dass er starb.
Rich9/55Rich Und als die Männer von Israel sahen, dass Abimelech tot war, da gingen sie, jeder an seinen Ort. Rich9/56Rich So ließ Gott die Bosheit Abimelechs, die er an seinem Vater verübt
hatte, indem er seine siebzig Brüder erschlug, [auf ihn] zurückkommen. Rich9/57Rich Und die ganze Bosheit der Männer von Sichem ließ Gott auf ihren Kopf zurückkommen. So kam über sie der Fluch
Jotams, des Sohnes Jerub-Baals.
Richter Tola und Jair.
vgl. Kap. 12,8-15.
\10\
0/1Rich Und nach Abimelech stand auf, um Israel zu retten, Tola, der Sohn des Puwa, des Sohnes des Dodo, ein Mann aus Issaschar. Er wohnte in Schamir im Gebirge Ephraim. Jos120/2Rich Und er
richtete Israel 23 Jahre. Und er starb und wurde in Schamir begraben.
Rich10/3Rich Und nach ihm stand Jair auf, der Gileaditer. Er richtete Israel 22 Jahre. Rich10/4Rich Und er hatte dreißig Söhne, die auf dreißig Eseln ritten, und sie hatten dreißig Städte. Diese
nennt man die Zeltdörfer Jairs bis auf diesen Tag; sie [liegen] im Land Gilead. Rich10/5Rich Und Jair starb und wurde in Kamon begraben.
Bedrückung Israels durch die Ammoniter.
Rich10/6Rich Und die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN, und sie dienten den Baalim und den Astarot und den Göttern Arams und den Göttern Sidons und den Göttern Moabs
und den Göttern der Söhne Ammon und den Göttern der Philister. Und sie verließen den HERRN und dienten ihm nicht. Rich10/7Rich Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er verkaufte sie
in die Hand der Philister und in die Hand der Söhne Ammon. Rich10/8Rich Und sie zerschmetterten und zerschlugen die Söhne Israel in jenem Jahr, [und zwar] achtzehn Jahre [lang] alle Söhne Israel,
die jenseits des Jordan waren im Land der Amoriter, das in Gilead ist. Rich10/9Rich Und die Söhne Ammon zogen über den Jordan, um auch gegen Juda und gegen Benjamin und gegen das Haus Ephraim zu
kämpfen. So war Israel in großer Bedrängnis.
Rich10/10Rich Da schrieen die Söhne Israel zu dem HERRN um Hilfe und sagten: Wir haben gegen dich gesündigt, weil wir unseren Gott verlassen und den Baalim gedient haben. Rich10/11Rich Und der
HERR sprach zu den Söhnen Israel: Ist es nicht so? Von den Ägyptern und von den Amoritern, von den Söhnen Ammon und von den Philistern, Rich10/12Rich und als die Sidonier und Amalekiter und
Maoniter euch quälten und als ihr da zu mir schrieet, da habe ich euch aus ihrer Hand gerettet. Rich10/13Rich Ihr aber, ihr habt mich verlassen und habt andern Göttern gedient. Darum werde ich
nicht fortfahren, euch zu retten. Rich10/14Rich Geht hin und schreit zu den Göttern um Hilfe, die ihr erwählt habt! Sollen sie euch doch retten zur Zeit eurer Not! Rich10/15Rich Da sagten die
Söhne Israel zu dem HERRN: Wir haben gesündigt. Tu du uns nach allem, was gut ist in deinen Augen! Nur errette uns doch am heutigen Tag! Rich10/16Rich Und sie entfernten die fremden Götter aus
ihrer Mitte und dienten dem HERRN. Da wurde seine Seele ungeduldig über das Elend Israels.
Rich10/17Rich Und die Söhne Ammon wurden zusammengerufen und lagerten in Gilead. Und die Söhne Israel versammelten sich und lagerten in Mizpa. Rich10/18Rich Da sagte das Volk, [nämlich] die
Obersten von Gilead, einer zum andern: Wer ist der Mann, der anfängt, mit den Söhnen Ammon zu kämpfen? Er soll das Oberhaupt aller Bewohner Gileads werden.
Jeftahs Berufung.
\11\
Rich11/1Rich Und Jeftah, der Gileaditer, war ein tapferer Held. Er war aber der Sohn einer Hure, und Gilead hatte Jeftah gezeugt. Rich11/2Rich Aber [auch] Gileads Ehefrau hatte ihm Söhne geboren.
Als nun die Söhne der Frau groß geworden waren, vertrieben sie Jeftah und sagten zu ihm: Du erbst nicht mit dem Haus unseres Vaters, denn du bist der Sohn einer anderen Frau. Rich11/3Rich So war
Jeftah vor seinen Brüdern geflohen und hatte sich im Land Tob niedergelassen. Und es sammelten sich bei Jeftah ehrlose Leute, die zogen mit ihm aus.
Rich11/4Rich Und es geschah nach einiger Zeit, da kämpften die Söhne Ammon mit Israel. Rich11/5Rich Und es geschah, als die Söhne Ammon mit Israel kämpften, da gingen die Ältesten von Gilead hin,
um Jeftah aus dem Land Tob zu holen. Rich11/6Rich Und sie sagten zu Jeftah: Komm und sei unser Anführer, damit wir gegen die Söhne Ammon kämpfen können! Rich11/7Rich Da sagte Jeftah zu den
Ältesten von Gilead: Seid ihr es nicht gewesen, die mich gehaßt und mich aus dem Haus meines Vaters vertrieben haben? Und warum kommt ihr jetzt zu mir, da ihr in Bedrängnis seid? Rich11/8Rich Und
die Ältesten von Gilead sagten zu Jeftah: Darum sind wir jetzt zu dir zurückgekehrt, damit du mit uns ziehst und gegen die Söhne Ammon kämpfst. Du sollst unser Oberhaupt werden für alle Bewohner
Gileads. Rich11/9Rich Da sagte Jeftah zu den Ältesten von Gilead: Wenn ihr mich zurückholt zum Kampf gegen die Söhne Ammon und der HERR sie vor mir dahingibt, werde ich [dann] wirklich euer
Oberhaupt sein? Rich11/10Rich Und die Ältesten von Gilead sagten zu Jeftah: Der HERR sei Zeuge zwischen uns: Wenn wir nicht so tun, wie du geredet hast! Rich11/11Rich Da ging Jeftah mit den
Ältesten von Gilead mit, und das Volk setzte ihn als Oberhaupt und als Anführer über sich. Und Jeftah redete alle seine Worte vor dem HERRN in Mizpa.
Jeftahs Verhandlung mit den Ammonitern.
Rich11/12Rich Und Jeftah sandte Boten an den König der Söhne Ammon und [ließ ihm] sagen: Was habe ich mit dir [zu tun], dass du gegen mich gekommen bist, um gegen mein Land Krieg zu führen?
Rich11/13Rich Und der König der Söhne Ammon sagte zu den Boten Jeftahs: Weil Israel, als es aus Ägypten heraufzog, mein Land genommen hat, vom Arnon bis an den Jabbok und bis an den Jordan. Und
nun gib die Länder in Frieden zurück! Rich11/14Rich Da sandte Jeftah noch einmal Boten an den König der Söhne Ammon Rich11/15Rich und ließ ihm sagen: So spricht Jeftah: Israel hat nicht das Land
Moabs und das Land der Söhne Ammon genommen. Rich11/16Rich Sondern als sie aus Ägypten heraufzogen, da wanderte Israel durch die Wüste bis zum Schilfmeer, und es kam nach Kadesch. Rich11/17Rich
Und Israel sandte Boten an den König von Edom und [ließ ihm] sagen: Laß mich doch durch dein Land ziehen! Aber der König von Edom hörte nicht [darauf]. Und auch an den König von Moab sandte es;
aber [auch der] wollte nicht. So blieb Israel in Kadesch. Rich11/18Rich Und es wanderte durch die Wüste und umging das Land Edom und das Land Moab und kam von Sonnenaufgang her zum Land Moab. Und
sie lagerten jenseits des Arnon und kamen nicht in das Gebiet Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs.
V. 19-22: 4Mo 21,21-25.
Rich11/19Rich Und Israel sandte Boten an Sihon, den König der Amoriter, den König von Heschbon, und Israel ließ ihm sagen: Laß uns doch durch dein Land ziehen bis an meinen Ort! Rich11/20Rich
Aber Sihon traute Israel nicht, dass es [nur] durch sein Gebiet hindurchziehen wolle. Und Sihon versammelte sein ganzes [Kriegs]volk, und sie lagerten sich in Jahaz; und er kämpfte gegen Israel.
Rich11/21Rich Da gab der HERR, der Gott Israels, den Sihon und sein ganzes [Kriegs]volk in die Hand Israels, und sie schlugen sie. So nahm Israel das ganze Land der Amoriter, die jenes Land
bewohnten, in Besitz: Rich11/22Rich Sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok und von der Wüste bis an den Jordan. Rich11/23Rich Und nun: Der HERR, der Gott
Israels, hat die Amoriter vor seinem Volk Israel vertrieben, da willst du uns [wieder] daraus verdrängen? Rich11/24Rich Ist es nicht [so]: Wen Kemosch, dein Gott, [vor] dir vertreibt, dessen Land
nimmst du in Besitz. Und wen immer der HERR, unser Gott, vor uns her vertreibt, dessen Land nehmen wir in Besitz. Rich11/25Rich Und nun, bist du wirklich besser als Balak, der Sohn Zippors, der
König von Moab? Hat er sich etwa in einen Rechtsstreit mit Israel eingelassen oder jemals mit ihnen einen Krieg angefangen? Rich11/26Rich Während Israel in Heschbon wohnte und in seinen
Tochterstädten und in Aroer und in seinen Tochterstädten und in all den Städten, die längs des Arnon [liegen], dreihundert Jahre lang - warum habt ihr [sie uns] denn nicht in jener Zeit
entrissen? Rich11/27Rich Nicht ich habe gegen dich gesündigt, sondern du tust mir Böses an, indem du gegen mich Krieg führst. Es richte der HERR, der Richter, heute zwischen den Söhnen Israel und
den Söhnen Ammon!
Jeftahs Gelübde und Sieg.
Rich11/28Rich Aber der König der Söhne Ammon hörte nicht auf Jeftahs Worte, die er zu ihm gesandt hatte. Rich11/29Rich Da kam der Geist des HERRN über Jeftah. Und er zog durch Gilead und Manasse
und zog nach Mizpa in Gilead, und von Mizpa in Gilead zog er weiter zu den Söhnen Ammon. Rich11/30Rich Und Jeftah gelobte dem HERRN ein Gelübde und sagte: Wenn du die Söhne Ammon wirklich in
meine Hand gibst, Rich11/31Rich dann soll der - wer es auch sei -, der aus der Tür meines Hauses herauskommt mir entgegen, wenn ich in Frieden von den Söhnen Ammon zurückkehre, der soll dem HERRN
gehören; ich will ihn als Brandopfer opfern! Rich11/32Rich So zog Jeftah zu den Söhnen Ammon hinüber, um gegen sie zu kämpfen. Und der HERR gab sie in seine Hand. Rich11/33Rich Und er schlug sie
von Aroer an bis dahin, wo man nach Minnit kommt, zwanzig Städte, und bis nach Abel-Keramim - eine sehr große Niederlage [für die Söhne Ammon]. So mussten sich die Söhne Ammon vor den Söhnen
Israel beugen.
Rich11/34Rich Und Jeftah kam nach Mizpa zu seinem Haus. Und siehe, da trat seine Tochter heraus ihm entgegen, mit Tamburinen und in Reigentänzen. Nur sie hatte er, als einzige; außer ihr hatte er
weder Sohn noch Tochter. Rich11/35Rich Und es geschah, als er sie sah, da zerriß er seine Kleider und sagte: Wehe, meine Tochter! Tief beugst du mich nieder. Du, du bist unter denen, die mich in
Trübsal bringen! Ich selber habe meinen Mund gegen den HERRN aufgerissen und kann nicht mehr zurück! Rich11/36Rich Da sagte sie zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund gegen den HERRN
aufgerissen, so tu mir, wie es aus deinem Mund hervorgegangen ist, nachdem der HERR dir Rache verschafft hat an deinen Feinden, den Söhnen Ammon! Rich11/37Rich Und sie sagte [weiter] zu ihrem
Vater: Es möge dies mir gewährt werden: Laß mir zwei Monate, dass ich hingehe und hinabsteige über die Berge und meine Jungfrauschaft beweine, ich und meine Freundinnen! Rich11/38Rich Er sagte:
Geh hin! Und er entließ sie für zwei Monate. So ging sie hin, sie und ihre Freundinnen, und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. Rich11/39Rich Und es geschah am Ende von zwei Monaten, da
kehrte sie zu ihrem Vater zurück. Und er vollzog an ihr sein Gelübde, das er gelobt hatte. Sie hatte aber keinen Mann erkannt. Und es wurde zur Ordnung in Israel: Rich11/40Rich Von Jahr zu Jahr
gehen die Töchter Israel hin, um die Tochter Jeftahs, des Gileaditers, zu besingen, vier Tage im Jahr. Jeftahs Sieg über die Ephraimiter.
\12\
Rich12/1Rich Und die Männer von Ephraim wurden zusammengerufen und zogen hinüber nach Norden. Und sie sagten zu Jeftah: Warum bist du hinübergezogen, um gegen die Söhne Ammon zu kämpfen, und hast
uns nicht gerufen, mit dir zu gehen? Wir werden dein Haus über dir mit Feuer verbrennen! Rich12/2Rich Da sagte Jeftah zu ihnen: Ich habe einen heftigen Streit ausgefochten, ich und mein Volk, mit
den Söhnen Ammon. Ich habe euch zu Hilfe gerufen, aber ihr habt mich nicht aus ihrer Hand gerettet. Rich12/3Rich Und als ich sah, dass du als Retter nicht da warst, legte ich mein Leben in meine
[eigene] Hand und zog hin gegen die Söhne Ammon. Und der HERR gab sie in meine Hand. Was seid ihr denn an diesem Tag gegen mich heraufgezogen, um gegen mich zu kämpfen? Rich12/4Rich Und Jeftah
versammelte alle Männer von Gilead und kämpfte mit Ephraim. Und die Männer von Gilead schlugen Ephraim; denn die hatten gesagt: Flüchtlinge von Ephraim seid ihr! Gilead [liegt doch] mitten in
Ephraim, mitten in Manasse! Rich12/5Rich Und Gilead nahm Ephraim die Furten des Jordan. Und es geschah, wenn ephraimitische Flüchtlinge sagten: Laß mich hinübergehen! - dann sagten die Männer von
Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter? Und sagte er: Nein! - Rich12/6Rich so sprachen sie zu ihm: Sag mal: Schibbolet! Und sagte er: Sibbolet! - und brachte es nicht fertig, richtig zu sprechen,
dann packten sie ihn und schlachteten ihn an den Furten des Jordan. So fielen in jener Zeit von Ephraim 42 000 [Mann].
Rich12/7Rich Und Jeftah richtete Israel sechs Jahre. Und Jeftah, der Gileaditer, starb und wurde in einer der Städte Gileads begraben.
Richter Ibzan, Elon und Abdon.
vgl. Kap. 10,1-5.
Rich12/8Rich Und nach ihm richtete Israel Ibzan von Bethlehem. Rich12/9Rich Und er hatte dreißig Söhne. Dreißig Töchter entließ er nach auswärts, und dreißig Töchter holte er von auswärts für
seine Söhne herein. Und er richtete Israel sieben Jahre. Rich12/10Rich Und Ibzan starb und wurde in Bethlehem begraben.
Rich12/11Rich Und nach ihm richtete Israel Elon, der Sebuloniter. Er richtete Israel zehn Jahre. Rich12/12Rich Und Elon, der Sebuloniter, starb und wurde in Ajalon im Land Sebulon
begraben.
Rich12/13Rich Und nach ihm richtete Israel Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter. Rich12/14Rich Und er hatte vierzig Söhne und dreißig Enkel, die auf siebzig Eseln ritten. Und er richtete
Israel acht Jahre. Rich12/15Rich Und Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter, starb und wurde in Piraton begraben, im Land Ephraim, auf dem Amalekiterberg.
Simsons Geburt.
\13\
Rich13/1Rich Und die Söhne Israel taten weiter, was böse war in den Augen des HERRN. Da gab sie der HERR vierzig Jahre in die Hand der Philister.
Rich13/2Rich Da war nun ein Mann aus Zora, von einer Sippe der Daniter, sein Name war Manoach. Seine Frau aber war unfruchtbar und gebar nicht. Rich13/3Rich Und der Engel des HERRN erschien der
Frau und sprach zu ihr: Sieh doch, du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Rich13/4Rich Und nun, hüte dich doch und trinke weder Wein noch
Rauschtrank und iß ja nichts Unreines! Rich13/5Rich Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Ein Schermesser soll nicht auf sein Haupt kommen, denn ein Nasiräer Gottes soll
der Junge sein von Mutterleib an. Er wird anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu retten.
Rich13/6Rich Und die Frau kam und sprach zu ihrem Mann und sagte: Ein Mann Gottes ist zu mir gekommen, und sein Aussehen war wie das Aussehen des Engels Gottes, sehr furchtbar. Ich habe ihn aber
nicht gefragt, woher er sei, und seinen Namen hat er mir nicht genannt. Rich13/7Rich Und er sagte zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Und nun, trinke weder Wein noch
Rauschtrank und iß nichts Unreines; denn ein Nasiräer Gottes soll der Junge sein vom Mutterleib an bis zum Tag seines Todes. Rich13/8Rich Da betete Manoach zu dem HERRN und sagte: Bitte, Herr,
der Mann Gottes, den du gesandt hast, möge doch noch einmal zu uns kommen und uns lehren, was wir tun sollen mit dem Jungen, der geboren werden soll. Rich13/9Rich Und Gott hörte auf die Stimme
Manoachs. Und der Engel Gottes kam noch einmal zu der Frau, als sie gerade auf dem Feld saß und Manoach, ihr Mann, nicht bei ihr war. Rich13/10Rich Da beeilte sich die Frau, lief, berichtete es
ihrem Mann und sagte zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der an jenem Tag zu mir gekommen ist! Rich13/11Rich Da machte sich Manoach auf und folgte seiner Frau. Und er kam zu dem Mann und
sagte zu ihm: Bist du der Mann, der zu der Frau geredet hat? Er sagte: Ich bin es. Rich13/12Rich Und Manoach sagte: Nun, [wenn] dein Wort eintrifft, was soll die [Lebens]weise des Jungen und sein
Tun sein? Rich13/13Rich Da sprach der Engel des HERRN zu Manoach: Vor allem, was ich der Frau gesagt habe, soll sie sich hüten. Rich13/14Rich Von allem, was vom Weinstock kommt, soll sie nicht
essen, und Wein und Rauschtrank soll sie nicht trinken, und sie soll nichts Unreines essen. Alles, was ich ihr geboten habe, soll sie beachten.
Rich13/15Rich Und Manoach sagte zu dem Engel des HERRN: Wir hätten dich gern zurückgehalten und dir ein Ziegenböckchen zubereitet. Rich13/16Rich Doch der Engel des HERRN sprach zu Manoach: Wenn
du mich auch aufhieltest, ich würde nicht von deinem Brot essen. Willst du aber ein Brandopfer zubereiten, opfere es dem HERRN! Manoach hatte nämlich nicht erkannt, dass es der Engel des HERRN
war. Rich13/17Rich Da sagte Manoach zum Engel des HERRN: Wie ist dein Name? Wenn dein Wort eintrifft, möchten wir dich ehren. Rich13/18Rich Doch der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du
denn nach meinem Namen? Er ist zu wunderbar! Rich13/19Rich Da nahm Manoach das Ziegenböckchen und das Speisopfer und opferte es dem HERRN auf dem Felsen. Er aber vollbrachte Wunderbares, und
Manoach und seine Frau sahen zu. Rich13/20Rich Es geschah nämlich, als die Flamme vom Altar zum Himmel emporstieg, da fuhr der Engel des HERRN in der Flamme des Altars hinauf. Manoach aber und
seine Frau sahen zu und fielen auf ihr Gesicht zur Erde. Rich13/21Rich Der Engel des HERRN aber erschien Manoach und seiner Frau danach nicht mehr. Da [erst] erkannte Manoach, dass es der Engel
des HERRN war. Rich13/22Rich Und Manoach sagte zu seiner Frau: Ganz sicher müssen wir [jetzt] sterben, denn wir haben Gott gesehen! Rich13/23Rich Aber seine Frau sagte zu ihm: Wenn es dem HERRN
gefallen hätte, uns zu töten, so hätte er aus unserer Hand nicht Brandopfer und Speisopfer angenommen, und er hätte uns nicht dies alles sehen lassen und uns jetzt nicht so etwas hören
lassen.
Rich13/24Rich Und die Frau gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Simson. Und der Junge wuchs heran, und der HERR segnete ihn. Rich13/25Rich Und der Geist des HERRN fing an, ihn zu treiben in
Machaneh-Dan zwischen Zora und Eschtaol.
Simsons Kampf mit dem Löwen, seine Hochzeit und Überlistung durch die Philister.
\14\
Rich14/1Rich Und Simson ging nach Timna hinab. Und er sah in Timna eine Frau von den Töchtern der Philister. Rich14/2Rich Und er ging [wieder] hinauf und berichtete es seinem Vater und seiner
Mutter und sagte: Ich habe in Timna eine Frau von den Töchtern der Philister gesehen. Und nun nehmt sie mir [doch] zur Frau! Rich14/3Rich Da sagte sein Vater zu ihm und [auch] seine Mutter: Gibt
es unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volk keine Frau, dass du hingehst, eine Frau zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen? Simson aber sagte zu seinem Vater:
Diese nimm mir, denn sie ist in meinen Augen die richtige! Rich14/4Rich Sein Vater und seine Mutter erkannten aber nicht, dass es von dem HERRN war; denn er suchte einen Anlass bei den
Philistern. In jener Zeit herrschten nämlich die Philister über Israel.
Rich14/5Rich Und Simson ging mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna hinab. Als sie nun an die Weinberge von Timna kamen, siehe, da [sprang] ein Junglöwe brüllend ihm entgegen. Rich14/6Rich
Da kam der Geist des HERRN über ihn. Und er zerriß ihn, wie man ein Böckchen zerreißt; und er hatte gar nichts in seiner Hand. Aber seinem Vater und seiner Mutter erzählte er nicht, was er getan
hatte. Rich14/7Rich Und er ging hinab und redete zu der Frau, und sie war die richtige in den Augen Simsons. Rich14/8Rich Und nach einiger Zeit kehrte er zurück, um sie zu nehmen. Und er bog [vom
Weg] ab, um nach dem Kadaver des Löwen zu sehen, und siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Körper des Löwen und Honig. Rich14/9Rich Den löste er heraus, [nahm ihn] in seine Hände und ging
weiter, wobei er im Gehen aß. Und er ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, und sie aßen. Aber er erzählte ihnen nicht, dass er den Honig aus dem Körper des Löwen herausgelöst
hatte.
Rich14/10Rich Und sein Vater ging zu der Frau hinab, und Simson veranstaltete dort ein Festmahl; denn so pflegten es die jungen Männer zu tun. Rich14/11Rich Und es geschah, als sie ihn sahen, da
nahmen sie dreißig [Braut]begleiter; die waren bei ihm. Rich14/12Rich Da sagte Simson zu ihnen: Ich will euch einmal ein Rätsel aufgeben. Wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Festmahles
richtig löst und es herausfindet, dann werde ich euch dreißig Hemden und dreißig Festkleider geben. Rich14/13Rich Wenn ihr es mir aber nicht lösen könnt, dann müßt ihr mir dreißig Hemden und
dreißig Festkleider geben. Da sagten sie zu ihm: Gib dein Rätsel auf, wir wollen hören! Rich14/14Rich Und er sagte zu ihnen:
Aus dem Fresser kam Fraß, und aus dem Starken kam Süßes.
Sie aber konnten das Rätsel nicht lösen drei Tage lang. Rich14/15Rich Und es geschah am vierten Tag, da sagten sie zu Simsons Frau: Betöre deinen Mann, dass er uns das Rätsel löst, sonst
verbrennen wir dich und das Haus deines Vaters mit Feuer! Habt ihr uns eingeladen, um uns [aus unserm Besitz] zu vertreiben? Ist es nicht so? Rich14/16Rich Da weinte Simsons Frau bei ihm und
sagte: Du haßt mich nur und liebst mich nicht. Den Söhnen meines Volkes hast du das Rätsel aufgegeben, aber mir hast du es nicht erzählt. Er aber sagte zu ihr: Siehe, meinem Vater und meiner
Mutter habe ich es nicht erzählt, da sollte ich es dir erzählen? Rich14/17Rich Doch sie weinte bei ihm die sieben Tage, an denen sie das Festmahl hielten. Und es geschah am siebten Tag, da
erzählte er ihr [die Lösung des Rätsels], weil sie ihn drängte, und sie erzählte das Rätsel den Söhnen ihres Volkes. Rich14/18Rich Da sagten die Männer der Stadt zu ihm am siebten Tag, bevor die
Sonne unterging: Was ist süßer als Honig, und was ist stärker als der Löwe? Er sagte zu ihnen:
Wenn ihr nicht mit meinem Kalb gepflügt hättet, dann hättet ihr mein Rätsel nicht herausgefunden.
Rich14/19Rich Und der Geist des HERRN kam über ihn. Und er ging hinab nach Aschkelon und erschlug dreißig Mann von ihnen und zog ihnen die Ausrüstung aus und gab die Festkleider denen, die das
Rätsel gelöst hatten. Und sein Zorn entbrannte, so dass er ins Haus seines Vaters hinaufging. Rich14/20Rich Simsons Frau aber wurde einem seiner [Braut]begleiter gegeben, der ihm als Brautführer
gedient hatte.
Simsons Rache: Brand des Getreides.
\15\
Rich15/1Rich Und es geschah nach einiger Zeit, in den Tagen der Weizenernte, da suchte Simson seine Frau mit einem Ziegenböckchen auf, und er sagte: Ich will zu meiner Frau in die Kammer
hineingehen. Aber ihr Vater gestattete ihm nicht hineinzugehen. Rich15/2Rich Und ihr Vater sagte: Ich habe fest angenommen, dass du sie nur noch hassen würdest, da habe ich sie deinem
[Braut]begleiter gegeben. Ist nicht ihre jüngere Schwester schöner als sie? Sie soll dir an ihrer Stelle gehören. Rich15/3Rich Da sagte Simson zu ihnen: Diesmal bin ich ohne Schuld an den
Philistern, wenn ich ihnen Übles tue. Rich15/4Rich Und Simson ging hin und fing dreihundert Füchse. Und er nahm Fackeln und kehrte Schwanz zu Schwanz und befestigte eine Fackel zwischen je zwei
Schwänzen in der Mitte. Rich15/5Rich Dann zündete er die Fackeln mit Feuer an, ließ [die Füchse] los in das stehende Getreide der Philister und steckte [alles] in Brand vom Garbenhaufen bis zum
stehenden Getreide, ja, bis zum Weinberg [und] Olivenbaum. Rich15/6Rich Da sagten die Philister: Wer hat das getan? Und man sagte: Simson, der Schwiegersohn des Timniters, weil er ihm seine Frau
weggenommen und sie seinem [Braut]begleiter gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie und ihren Vater mit Feuer. Rich15/7Rich Und Simson sagte zu ihnen: Wenn ihr es so macht
- erst wenn ich mich an euch gerächt habe, [erst] danach will ich aufhören! Rich15/8Rich Und er schlug sie gründlich zusammen - ein gewaltiger Schlag. Und er ging hinab und blieb in der
Felsspalte von Etam.
Simson erschlägt tausend Philister.
Rich15/9Rich Und die Philister zogen herauf und lagerten in Juda und breiteten sich in Lehi aus. Rich15/10Rich Da sagten die Männer von Juda: Warum seid ihr gegen uns heraufgezogen? Sie sagten:
Um Simson zu binden, sind wir heraufgezogen, um ihm zu tun, wie er uns getan hat. Rich15/11Rich Da zogen dreitausend Mann von Juda zur Felsspalte von Etam hinab und sagten zu Simson: Weißt du
nicht, dass die Philister über uns herrschen? Was hast du uns da angetan? Er sagte zu ihnen: Wie sie mir getan, so habe ich ihnen getan. Rich15/12Rich Da sagten sie zu ihm: Um dich zu binden,
sind wir herabgekommen, um dich in die Hand der Philister auszuliefern. Simson sagte zu ihnen: Schwört mir, dass nicht ihr selber über mich herfallen werdet! Rich15/13Rich Und sie sagten zu ihm:
Nein, sondern wir wollen dich nur binden und dich in ihre Hand ausliefern, aber töten wollen wir dich nicht. So banden sie ihn mit zwei neuen Stricken und führten ihn vom Felsen
herauf.
Rich15/14Rich Als er nach Lehi kam, da jauchzten ihm die Philister entgegen. Aber der Geist des HERRN kam über ihn, da wurden die Stricke, die an seinen Armen waren, wie Flachsfäden, die vom
Feuer versengt sind, und seine Fesseln schmolzen von seinen Händen weg. Rich15/15Rich Und er fand einen frischen Eselskinnbacken, und er streckte seine Hand aus, nahm ihn und erschlug damit
tausend Mann. Rich15/16Rich Und Simson sprach:
Mit dem Eselskinnbacken [schlug ich] einen Haufen, zwei Haufen! Mit dem Eselskinnbacken erschlug ich tausend Mann!
Rich15/17Rich Und es geschah, als er ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand. Und man nannte jenen Ort Ramat-Lehi.
Rich15/18Rich Und er hatte großen Durst. Da rief er zu dem HERRN und sagte: Du hast durch die Hand deines Knechtes diese große Rettung gegeben, nun aber muß ich vor Durst sterben und in die Hand
der Unbeschnittenen fallen! Rich15/19Rich Da spaltete Gott die Höhlung, die bei Lehi ist, so dass Wasser aus ihr hervorkam. Und er trank, und sein Geist kehrte zurück, und er lebte [wieder] auf.
Daher gab man ihr den Namen: Quelle des Rufenden; die ist bei Lehi bis auf diesen Tag.
Rich15/20Rich Und er richtete Israel in den Tagen der Philister zwanzig Jahre.
Simson zu Gaza.
\16\
Rich16/1Rich Und Simson ging nach Gaza. Dort sah er eine Hure und ging zu ihr hinein. Rich16/2Rich [Das berichtete man] den Gazitern und sagte: Simson ist hierhergekommen. Da umstellten sie ihn
und lauerten ihm die ganze Nacht im Stadttor auf. Und sie verhielten sich die ganze Nacht still und sagten: Bis der Morgen hell wird, dann wollen wir ihn erschlagen. Rich16/3Rich Und Simson lag
bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und packte die Flügel des Stadttores und die beiden Pfosten und riß sie samt dem Riegel heraus und legte sie auf seine Schultern. Und er trug sie
auf den Gipfel des Berges, der nach Hebron zu [liegt].
Simson bei Delila - Sein Fall.
Rich16/4Rich Und es geschah danach, da gewann er eine Frau im Tal Sorek lieb, ihr Name war Delila. Rich16/5Rich Da gingen die Fürsten der Philister zu ihr hinauf und sagten zu ihr: Betöre ihn und
sieh, wodurch seine Kraft so groß ist und wodurch wir ihn überwältigen können, dass wir ihn binden, um ihn zu bezwingen! Wir wollen dir jeder 1 100 [Schekel] Silber geben. Rich16/6Rich Da sagte
Delila zu Simson: Vertrau mir doch an, wodurch deine Kraft so groß ist und womit man dich binden muß, um dich zu bezwingen! Rich16/7Rich Und Simson sagte zu ihr: Wenn man mich mit sieben frischen
Sehnen bindet, die nicht ausgetrocknet sind, dann werde ich schwach werden und wie ein anderer Mensch sein. Rich16/8Rich Da brachten die Fürsten der Philister sieben frische Sehnen, die nicht
ausgetrocknet waren, zu ihr hinauf. Und sie band ihn damit, Rich16/9Rich während die Lauernden bei ihr in der Kammer saßen. Und sie sagte zu ihm: Philister über dir, Simson! Da zerriß er die
Sehnen, wie ein Faden aus Werg zerreißt, wenn es Feuer riecht. So wurde seine Kraft nicht erkannt.
Rich16/10Rich Da sagte Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getäuscht und Lügen zu mir geredet. Vertrau mir doch jetzt, womit man dich binden muß! Rich16/11Rich Er sagte zu ihr: Wenn man mich
ganz fest mit neuen Stricken, mit denen keine Arbeit getan worden ist, bindet, dann werde ich schwach werden und wie ein anderer Mensch sein. Rich16/12Rich Da nahm Delila neue Stricke und band
ihn damit. Dann sagte sie zu ihm, während [wieder] die Lauernden in der Kammer saßen: Philister über dir, Simson! Da riß er sie von seinen Armen wie einen Faden.
Rich16/13Rich Da sagte Delila zu Simson: Bisher hast du mich getäuscht und Lügen zu mir geredet. Vertrau mir [doch endlich], womit man dich binden muß! Er sagte zu ihr: Wenn du die sieben
Haarflechten meines Kopfes mit den Kettfäden [am Webstuhl] verwebtest. Rich16/14Rich Und sie machte sie mit dem Pflock fest und sagte zu ihm: Philister über dir, Simson! Da wachte er aus seinem
Schlaf auf und riß den Webepflock und die Kettfäden heraus.
Rich16/15Rich Da sagte sie zu ihm: Wie kannst du sagen: Ich habe dich lieb! - wo doch dein Herz nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich jetzt getäuscht und mir nicht anvertraut, wodurch deine
Kraft so groß ist. Rich16/16Rich Und es geschah, als sie ihn alle Tage mit ihren Worten bedrängte und ihn plagte, da wurde seine Seele es zum Sterben leid, Rich16/17Rich und er vertraute ihr sein
ganzes Herz an und sagte zu ihr: Nie ist ein Schermesser auf mein Haupt gekommen, denn ein Nasiräer Gottes bin ich von Mutterleib an. Wenn ich geschoren werde, dann weicht meine Kraft von mir,
und ich werde schwach wie jeder [andere] Mensch sein.
Rich16/18Rich Und als Delila sah, dass er ihr sein ganzes Herz anvertraut hatte, sandte sie hin und rief die Fürsten der Philister und [ließ ihnen] sagen: Diesmal kommt herauf, denn er hat mir
sein ganzes Herz anvertraut! Da kamen die Fürsten der Philister zu ihr herauf, und in ihrer Hand brachten sie das Geld mit. Rich16/19Rich Und sie ließ ihn auf ihren Knien einschlafen. Dann rief
sie den Mann und ließ die sieben Haarflechten seines Hauptes abscheren. So begann sie, ihn zu bezwingen, und seine Kraft wich von ihm. Rich16/20Rich Und sie sagte: Philister über dir, Simson! Da
wachte er auf von seinem Schlaf und sagte [sich]: Ich werde davonkommen, wie es Mal für Mal [gelang], und werde mich freischütteln. Er wußte aber nicht, dass der HERR von ihm gewichen war.
Rich16/21Rich Und die Philister packten ihn und stachen ihm die Augen aus. Und sie führten ihn nach Gaza hinab und banden ihn mit ehernen Fesseln, und er musste im Gefängnis die Mühle drehen.
Rich16/22Rich Aber das Haar seines Hauptes begann [wieder] zu wachsen, nachdem es geschoren worden war.
Simsons Rache und Tod.
Rich16/23Rich Und die Fürsten der Philister versammelten sich zu einem Freudenfest, um ihrem Gott Dagon ein großes Schlachtopfer darzubringen. Denn sie sagten: Unser Gott hat Simson, unseren
Feind, in unsere Hand gegeben. Rich16/24Rich Und als das Volk ihn sah, lobten sie ihren Gott. Denn sie sagten: Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand gegeben, den, der unser Land verheerte,
und den, der unsere Erschlagenen zahlreich machte. Rich16/25Rich Und es geschah, als ihr Herz fröhlich war, sagten sie: Ruft Simson herbei, er soll für uns Späße machen! Und sie riefen Simson aus
dem Gefängnis, und er musste vor ihnen Späße machen. Und sie stellten ihn zwischen die Säulen. Rich16/26Rich Und Simson sagte zu dem Jungen, der ihn an der Hand hielt: Laß mich, dass ich die
Säulen betaste, auf denen das Haus ruht. Ich will mich an sie lehnen. Rich16/27Rich Das Haus war aber voll von Männern und Frauen, und alle Fürsten der Philister waren [ebenfalls] dort. Und auf
dem Dach waren an die dreitausend Männer und Frauen, die zusahen, wie Simson Späße machen musste. Rich16/28Rich Da rief Simson zu dem HERRN und sagte: Herr, HERR! Denke doch an mich und stärke
mich doch nur diesmal [noch], o Gott, damit ich Rache nehmen kann an den Philistern - eine Rache [nur] für meine beiden Augen! Rich16/29Rich Dann umfaßte Simson die beiden Mittelsäulen, auf denen
das Haus ruhte, stemmte sich gegen sie - [gegen] die eine mit seiner Rechten und [gegen] die andere mit seiner Linken. Rich16/30Rich Und Simson sagte: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Und
er beugte sich mit [aller] Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war. So waren die Toten, die er mit seinem Tod tötete, zahlreicher als die, die er in seinem Leben
getötet hatte. Rich16/31Rich Und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters kamen herab und hoben ihn auf. Und sie brachten [ihn] hinauf und begruben ihn zwischen Zora und Eschtaol im Grab
seines Vaters Manoach. Er hatte aber Israel zwanzig Jahre gerichtet.
Michas Bilderdienst.
\17\
Rich17/1Rich Und es war ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name war Micha. Rich17/2Rich Der sagte zu seiner Mutter: Die 1 100 Silberstücke, die dir genommen worden sind und derentwegen du einen
Fluch ausgestoßen und ihn auch vor meinen Ohren ausgesprochen hast, - siehe, das Silber ist bei mir. Ich selbst habe es genommen. Da sagte seine Mutter: Sei gesegnet dem HERRN, mein Sohn!
Rich17/3Rich Und er gab die 1 100 Silberstücke seiner Mutter zurück. Und seine Mutter sagte: Hiermit erkläre ich nun das Silber als heilig für den HERRN! Für meinen Sohn [gehe es] aus meiner
Hand, damit man ein Schnitzbild und ein Gußbild [davon] mache! Und jetzt gebe ich es dir zurück. Rich17/4Rich Aber er gab das Silber seiner Mutter zurück. Und seine Mutter nahm zweihundert
Silberstücke und gab sie dem Goldschmied, und der machte davon ein Schnitzbild und ein Gußbild; das war nun in Michas Haus. Rich17/5Rich So hatte der Mann Micha ein Gotteshaus. Und er machte ein
Ephod und Teraphim und weihte einen von seinen Söhnen; der wurde sein Priester.
Rich17/6Rich In jenen Tagen war kein König in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen.
Rich17/7Rich Nun war da ein junger Mann aus Bethlehem [in] Juda, aus einer Sippe [in] Juda; der war ein Levit, und er wohnte als Fremder dort. Rich17/8Rich Und der Mann zog aus der Stadt, aus
Bethlehem [in] Juda fort, um als Fremder zu wohnen, wo er es [gerade] träfe. Und indem er seinen Weg zog, kam er ins Gebirge Ephraim zum Haus Michas. Rich17/9Rich Und Micha sagte zu ihm: Woher
kommst du? Er sagte zu ihm: Ich bin ein Levit aus Bethlehem [in] Juda. Ich bin auf der Wanderschaft, um als Fremder zu wohnen, wo ich es [gerade] treffen werde. Rich17/10Rich Da sagte Micha zu
ihm: Bleibe bei mir und werde mir zum Vater und zum Priester! Und ich will dir jährlich zehn Silberstücke geben und Ausrüstung an Kleidern und deinen Lebensunterhalt. Da ging der Levit [zu ihm
hinein]. Rich17/11Rich Und der Levit entschloß sich, bei dem Mann zu bleiben. Und für den wurde der junge Mann wie einer seiner Söhne. Rich17/12Rich Und Micha weihte den Leviten. Und der junge
Mann wurde sein Priester und war [für immer] im Haus Michas. Rich17/13Rich Und Micha sagte: Jetzt weiß ich, dass der HERR mir Gutes tun wird, denn ich habe den Leviten zum Priester.
Raub des Heiligtums Michas und Eroberung von Lajisch durch den Stamm Dan.
\18\
Rich18/1Rich In jenen Tagen gab es keinen König in Israel. Und in jenen Tagen suchte sich der Stamm der Daniter ein Erbteil zum Wohnen; denn bis zu jenem Tag war ihm mitten unter den Stämmen
Israels nichts als Erbteil zugefallen. Rich18/2Rich Und die Söhne Dan sandten fünf Männer aus ihrer Sippe, aus ihrer Gesamtheit, tapfere Männer aus Zora und aus Eschtaol, um das Land
auszukundschaften und es zu erforschen. Und sie sagten zu ihnen: Geht hin, erforscht das Land! Und sie kamen in das Gebirge Ephraim zum Haus Michas und übernachteten dort. Rich18/3Rich Als sie
beim Haus Michas waren, erkannten sie die Mundart des jungen Mannes, des Leviten. Und sie bogen dahin ab und sagten zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht? Und was tust du hier? Und was hast du
hier? Rich18/4Rich Und er sagte zu ihnen: So und so hat Micha mir getan. Und er hat mich in Lohn genommen, und ich bin sein Priester geworden. Rich18/5Rich Da sagten sie zu ihm: Befrage doch
Gott, damit wir erkennen, ob unser Weg, auf dem wir gehen, zum Ziel führt! Rich18/6Rich Da sagte der Priester zu ihnen: Geht in Frieden! Vor dem HERRN [liegt] euer Weg, auf dem ihr geht.
Rich18/7Rich Und die fünf Männer gingen hin und kamen nach Lajisch. Und sie sahen das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen, nach Art der Sidonier, ruhig und arglos. Und es gab keinen, der
einem irgend etwas zuleide tat im Land, [oder] der [fremdes] Vermögen in Besitz genommen hätte. Und sie waren [weit] entfernt von den Sidoniern und hatten mit den Aramäern nichts zu tun. -
Rich18/8Rich Und sie kamen [zurück] zu ihren Brüdern nach Zora und Eschtaol. Und ihre Brüder sagten zu ihnen: Was [bringt] ihr? Rich18/9Rich Sie sagten: Macht euch auf und laßt uns gegen sie
hinaufziehen! Denn wir haben uns das Land angesehen, und siehe, es ist sehr gut. Und ihr bleibt [noch] untätig? Seid nicht träge zu gehen, um hinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen!
Rich18/10Rich Wenn ihr hinkommt, werdet ihr zu einem arglosen Volk kommen, und das Land ist geräumig nach [allen] Seiten hin. Ja, Gott hat es in eure Hand gegeben, einen Ort, wo es keinen Mangel
gibt an irgend etwas, was auf Erden ist.
Rich18/11Rich Da brachen sechshundert Mann von dort auf, von der Sippe der Daniter, aus Zora und aus Eschtaol, umgürtet mit Waffen. Rich18/12Rich Und sie zogen hinauf und lagerten zu
Kirjat-Jearim in Juda. Daher hat man diesen Ort Machaneh-Dan genannt bis auf diesen Tag; siehe, er [liegt] hinter Kirjat-Jearim. Rich18/13Rich Und von dort zogen sie weiter ins Gebirge Ephraim
und kamen zum Haus Michas. Rich18/14Rich Da begannen die fünf Männer, die gegangen waren, das Land Lajisch auszukundschaften, und sagten zu ihren Brüdern: Wißt ihr, dass in diesen Häusern Ephod
und Teraphim und ein Schnitzbild und ein Gußbild sind? Und nun erkennt, was ihr zu tun habt! Rich18/15Rich Da bogen sie dahin ab und traten in das Haus des jungen Mannes, des Leviten, ein, in das
Haus Michas, und fragten ihn nach seinem Wohlergehen. Rich18/16Rich Die sechshundert mit ihren Waffen umgürteten Männer aber, die von den Söhnen Dan waren, blieben am Eingang des Tores stehen.
Rich18/17Rich [Nur] die fünf Männer, die gegangen waren, das Land auszukundschaften, stiegen hinauf, gingen dort hinein [und] nahmen das Schnitzbild und das Ephod und die Teraphim und das
Gußbild. Und der Priester und die sechshundert Mann, die mit Waffen umgürtet waren, standen am Eingang des Tores. Rich18/18Rich Als jene nun in Michas Haus gingen und das Schnitzbild, das Ephod
und die Teraphim und das Gußbild wegnahmen, da sagte der Priester zu ihnen: Was tut ihr da? Rich18/19Rich Sie sagten zu ihm: Schweig! Lege deine Hand auf deinen Mund und geh mit uns und sei für
uns Vater und Priester! Ist es besser für dich, Priester zu sein für das Haus eines einzelnen Mannes oder Priester zu sein für einen Stamm und für eine Sippe in Israel? Rich18/20Rich Da wurde das
Herz des Priesters froh, und er nahm das Ephod und die Teraphim und das Schnitzbild und ging mitten unter das Volk. Rich18/21Rich Und sie wandten sich und gingen [weiter] und stellten die Kinder
und das Vieh und die wertvollen Dinge an ihre Spitze. Rich18/22Rich Sie hatten sich [schon ein Stück weit] von Michas Haus entfernt, da wurden die Männer zusammengerufen, die in den Häusern
[wohnten], die beim Haus Michas [standen], und sie holten die Söhne Dan ein. Rich18/23Rich Und sie riefen die Söhne Dan an; und diese wandten ihr Gesicht um und sagten zu Micha: Was ist dir, dass
du dich hast rufen lassen? Rich18/24Rich Er sagte: Meine Götter, die ich gemacht hatte, habt ihr [mir] weggenommen und den Priester dazu, und seid weggezogen! Was [bleibt] mir da noch? Und wie
könnt ihr denn zu mir sagen: Was ist dir? Rich18/25Rich Aber die Söhne Dan sagten zu ihm: Laß deine Stimme bei uns nicht [mehr] hören, damit nicht Männer mit erbittertem Mut über euch herfallen
und du dein Leben verwirkst und das Leben deines Hauses! Rich18/26Rich Und die Söhne Dan zogen ihres Weges. Und als Micha sah, dass sie stärker waren als er, wandte er sich und kehrte in sein
Haus zurück.
Rich18/27Rich Jene aber nahmen mit, was Micha gemacht hatte, dazu den Priester, den er besaß. Und sie kamen über Lajisch, über ein ruhiges und argloses Volk, und schlugen es mit der Schärfe des
Schwertes; und die Stadt verbrannten sie mit Feuer. Rich18/28Rich Und kein Retter war da; denn die Stadt war [weit] entfernt von Sidon, und sie hatten mit den Aramäern nichts zu tun. Sie [lag] in
der Ebene, die zu Bet-Rehob gehört. Und sie bauten die Stadt [wieder] auf und wohnten in ihr. Rich18/29Rich Und sie gaben der Stadt den Namen Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der dem Israel
geboren worden war; früher dagegen war Lajisch der Name der Stadt. - Rich18/30Rich Und die Söhne Dan richteten sich das Schnitzbild auf. Und Jonatan, der Sohn Gerschoms, des Sohnes des Mose, er
und seine Söhne waren Priester für den Stamm der Daniter bis zum Tag der Wegführung [der Bevölkerung] des Landes. Rich18/31Rich Und sie stellten sich das Schnitzbild Michas auf, das er gemacht
hatte, all die Tage, in denen das Haus Gottes in Silo war.
Greueltat der Benjaminiter von Gibea.
\19\
Rich19/1Rich Und es geschah in jenen Tagen - einen König gab es [damals] nicht in Israel - es geschah also, dass ein levitischer Mann am äußersten Ende des Gebirges Ephraim als Fremder wohnte,
der nahm sich eine Nebenfrau aus Bethlehem [in] Juda. Rich19/2Rich Und seine Nebenfrau war wütend auf ihn und lief weg von ihm ins Haus ihres Vaters nach Bethlehem [in] Juda und war dort eine
Zeitlang, [nämlich] vier Monate. Rich19/3Rich Da machte sich ihr Mann auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen zu reden [und] sie zurückzubringen. Und er hatte seinen Knecht und ein Paar Esel
bei sich. Sie aber führte ihn in das Haus ihres Vaters. Und als der Vater der jungen Frau ihn sah, kam er ihm freudig entgegen. Rich19/4Rich Und sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau,
hielt ihn zurück, und er blieb drei Tage bei ihm. Und sie aßen und tranken und übernachteten dort. Rich19/5Rich Und es geschah am vierten Tag, da machten sie sich früh am Morgen auf, und er erhob
sich, um fortzugehen. Da sagte der Vater der jungen Frau zu seinem Schwiegersohn: Stärke dein Herz mit einem Bissen Brot, und danach könnt ihr gehen! Rich19/6Rich So blieben sie denn, aßen beide
miteinander und tranken. Und der Vater der jungen Frau sagte zu dem Mann: Tu [mir] doch den Gefallen und bleib über Nacht und laß dein Herz fröhlich sein! Rich19/7Rich Doch der Mann erhob sich,
um fortzugehen. Da drang sein Schwiegervater in ihn, so dass er wieder dort übernachtete. Rich19/8Rich Und am fünften Tag machte er sich früh am Morgen auf, um fortzugehen. Da sagte der Vater der
jungen Frau: Stärke doch dein Herz und verweilt, bis der Tag sich neigt! So aßen sie beide [miteinander]. Rich19/9Rich Dann erhob sich der Mann, um fortzugehen, er und seine Nebenfrau und sein
Knecht. Aber sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, sagte zu ihm: Sieh doch, der Tag nimmt ab, es will Abend werden. Übernachtet doch! Siehe, der Tag sinkt, übernachte hier und laß dein
Herz fröhlich sein! Morgen früh könnt ihr euch dann auf euren Weg machen, und du magst zu deinem Zelt gehen. Rich19/10Rich Aber der Mann wollte nicht übernachten, sondern erhob sich und zog fort.
Und er kam bis gegenüber von Jebus, das ist Jerusalem, und bei ihm war das Paar gesattelter Esel, und seine Nebenfrau war bei ihm.
Rich19/11Rich Sie waren bei Jebus, und der Tag war sehr gesunken, da sagte der Knecht zu seinem Herrn: Komm doch und laß uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und darin übernachten!
Rich19/12Rich Sein Herr aber sagte zu ihm: Wir wollen nicht in einer Stadt von Fremden einkehren, die nicht von den Söhnen Israel sind, sondern wir wollen nach Gibea hinübergehen. Rich19/13Rich
Und er sagte zu seinem Knecht: Komm, wir wollen uns einem der Orte nähern und in Gibea oder in Rama übernachten! Rich19/14Rich So zogen sie vorüber und gingen weiter, aber die Sonne ging ihnen
unter nahe bei Gibea, das zu Benjamin gehört. Rich19/15Rich Und sie wandten sich dorthin, dass sie hineinkämen, um in Gibea zu übernachten. Und er kam hinein und ließ sich auf dem Platz der Stadt
nieder, da es niemanden gab, der sie zum Übernachten ins Haus aufgenommen hätte. Rich19/16Rich Und siehe, ein alter Mann kam von seiner Arbeit, [spät] abends vom Feld. Der Mann war vom Gebirge
Ephraim und wohnte als Fremder in Gibea. Die Männer des Ortes aber waren Benjaminiter. Rich19/17Rich Als der nun seine Augen erhob, sah er den Wandersmann auf dem Platz der Stadt, und der alte
Mann sagte: Wohin gehst du? Und woher kommst du? Rich19/18Rich Und er sagte zu ihm: Wir reisen von Bethlehem [in] Juda an das äußerste Ende des Gebirges Ephraim. Von dort bin ich her, und ich war
nach Bethlehem [in] Juda gegangen, und ich gehe [nun] in mein Haus [zurück], aber es gibt keinen, der mich in [sein] Haus aufnimmt. Rich19/19Rich Und wir haben sowohl Stroh als auch Futter für
unsere Esel, und auch Brot und Wein habe ich für mich und für deine Magd und für den Diener, der bei deinen Knechten ist, [wir haben] keinen Mangel an irgend etwas. Rich19/20Rich Da sagte der
alte Mann: Friede [sei mit] dir! Doch, wenn es dir an etwas fehlt, laß mich für dich sorgen. Doch auf dem Platz übernachte nicht! Rich19/21Rich So führte er ihn in sein Haus und mischte [Futter]
für die Esel. Und sie wuschen ihre Füße und aßen und tranken.
Rich19/22Rich Als sie nun ihr Herz guter Dinge sein ließen, siehe, da umringten die Männer der Stadt, ruchlose Männer, das Haus, trommelten gegen die Tür und sagten zu dem alten Mann, dem Herrn
des Hauses: Führe den Mann, der in dein Haus gekommen ist, heraus, wir wollen ihn erkennen! Rich19/23Rich Da ging der Mann, der Herr des Hauses, zu ihnen hinaus und sagte zu ihnen: Nicht doch,
meine Brüder, tut doch nichts Übles! Nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, dürft ihr solch eine Schandtat nicht begehen! Rich19/24Rich Siehe, meine Tochter, die [noch] Jungfrau [ist] und
seine Nebenfrau, sie will ich [euch] herausbringen. Ihnen tut Gewalt an und macht mit ihnen, was gut ist in euren Augen. Aber an diesem Mann dürft ihr so eine schwere Schandtat nicht begehen!
Rich19/25Rich Aber die Männer wollten nicht auf ihn hören. Da ergriff der Mann seine Nebenfrau und führte sie zu ihnen hinaus auf die Straße. Und sie erkannten sie und trieben ihren Mutwillen mit
ihr die ganze Nacht hindurch bis an den Morgen. Und sie ließen sie gehen, als die Morgenröte aufging. Rich19/26Rich Und die Frau kam beim Anbruch des Morgens und fiel nieder am Eingang des Hauses
des Mannes, wo ihr Herr war, [und lag dort], bis es hell wurde. Rich19/27Rich Und ihr Herr stand am Morgen auf, öffnete die Tür des Hauses und trat hinaus, um seines Weges zu gehen. Siehe, da lag
die Frau, seine Nebenfrau, am Eingang des Hauses, ihre Hände auf der Schwelle. Rich19/28Rich Da sagte er zu ihr: Steh auf und laß uns gehen! Aber niemand antwortete. Da nahm er sie auf den Esel,
und der Mann machte sich auf und zog an seinen Ort. Rich19/29Rich Und als er in sein Haus gekommen war, nahm er das Messer, ergriff seine Nebenfrau und zerlegte sie, Glied für Glied, in zwölf
Stücke und schickte sie ins ganze Gebiet Israels. Rich19/30Rich Und es geschah, jeder, der es sah, sagte: [So etwas] wie das hier ist nicht geschehen, noch wurde es gesehen seit dem Tag, da die
Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgezogen sind, bis zu diesem Tag. Richtet euer Herz darauf, beratet und redet!
Krieg der übrigen Stämme gegen Benjamin.
\20\
Rich20/1Rich Und alle Söhne Israel zogen aus, und die Gemeinde - von Dan bis Beerscheba, dazu das Land Gilead - versammelte sich wie ein Mann vor dem HERRN nach Mizpa. Rich20/2Rich Und die
Oberhäupter des ganzen Volkes traten zusammen, alle Stämme Israels, zur Versammlung des Volkes Gottes: 400 000 Mann zu Fuß, die das Schwert zogen. Rich20/3Rich Und die Söhne Benjamin hörten, dass
die Söhne Israel nach Mizpa hinaufgezogen waren. Und die Söhne Israel sagten: Redet [doch]! Wie ist diese Übeltat geschehen? Rich20/4Rich Da antwortete der levitische Mann, der Mann der
ermordeten Frau und sagte: Ich war nach Gibea gekommen, das zu Benjamin gehört, ich und meine Nebenfrau, um [dort] zu übernachten. Rich20/5Rich Da erhoben sich die Bürger von Gibea gegen mich und
umringten meinetwegen nachts das Haus. Mich gedachten sie umzubringen, und meiner Nebenfrau taten sie Gewalt an, so dass sie starb. Rich20/6Rich Da ergriff ich meine Nebenfrau, zerlegte sie in
[Stücke] und schickte sie in das ganze Gebiet des Erbteils Israels; denn sie haben ein Verbrechen und eine Schandtat begangen in Israel. Rich20/7Rich Siehe, nun seid ihr alle zusammen, Söhne
Israel: So bildet euch hier eine Meinung und [schafft] Rat! Rich20/8Rich Da stand das ganze Volk auf wie ein Mann und sagte: Wir wollen nicht gehen, jeder in sein Zelt, und nicht [vom Weg]
abbiegen, jeder in sein Haus; Rich20/9Rich sondern dies ist die Sache, die wir jetzt an Gibea tun wollen: [Wir kommen] über es nach dem Los! Rich20/10Rich Wir nehmen [je] zehn Männer von hundert
aus allen Stämmen Israels und hundert von tausend und tausend von zehntausend, dass sie Wegzehrung für das Volk holen, um bei ihrer Ankunft an Gibea-Benjamin der ganzen Schandtat entsprechend zu
handeln, die es in Israel begangen hat. Rich20/11Rich Und alle Männer von Israel versammelten sich gegen die Stadt, wie ein Mann verbündet.
Rich20/12Rich Und die Stämme Israels sandten Männer in den ganzen Stamm Benjamin und [ließen] sagen: Was ist das für eine Untat, die unter euch geschehen ist! Rich20/13Rich So gebt jetzt die
Männer heraus, die Söhne der Ruchlosigkeit, die in Gibea sind, dass wir sie töten und das Böse aus Israel wegschaffen! Aber die Söhne Benjamin wollten nicht auf die Stimme ihrer Brüder, der Söhne
Israel, hören. Rich20/14Rich Und die Söhne Benjamin versammelten sich aus den Städten nach Gibea, um zum Kampf mit den Söhnen Israel auszuziehen. Rich20/15Rich Und an jenem Tag wurden die Söhne
Benjamin aus den Städten gemustert: 26 000 Mann, die das Schwert zogen, abgesehen von den Bewohnern von Gibea; [auch] sie wurden gemustert: 700 auserlesene Männer. Rich20/16Rich Unter diesem
ganzen [Kriegs]volk waren 700 auserlesene Männer, die Linkshänder waren. Diese alle schleuderten mit dem Stein aufs Haar [genau] und verfehlten [ihr Ziel] nie. Rich20/17Rich Und die Männer von
Israel wurden gemustert, abgesehen von Benjamin: 400 000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren Kriegsmänner.
Rich20/18Rich Und sie machten sich auf und zogen hinauf nach Bethel und befragten Gott. Und die Söhne Israel sagten: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen zum Kampf mit den Söhnen Benjamin? Und
der HERR sprach: Juda zuerst! Rich20/19Rich Und die Söhne Israel machten sich am Morgen auf und lagerten sich gegen Gibea. Rich20/20Rich Und die Männer von Israel zogen aus zum Kampf mit
Benjamin, und die Männer von Israel ordneten sich zur Schlacht gegen sie, zu Gibea. Rich20/21Rich Und die Söhne Benjamin zogen aus Gibea heraus, und sie streckten unter Israel an jenem Tag 22 000
Mann zu Boden. Rich20/22Rich Aber das [Kriegs]volk faßte [neuen] Mut, die Männer von Israel, und sie ordneten sich nochmals zur Schlacht an der Stelle, wo sie sich am ersten Tag geordnet hatten.
Rich20/23Rich Die Söhne Israel waren nämlich hinaufgezogen und hatten vor dem HERRN geweint bis zum Abend. Und sie hatten den HERRN befragt: Soll ich nochmals ausrücken zum Kampf mit den Söhnen
meines Bruders Benjamin? Und der HERR hatte gesagt: Zieht gegen ihn hinauf!
Rich20/24Rich Und die Söhne Israel näherten sich den Söhnen Benjamin am zweiten Tag. Rich20/25Rich Und [auch] Benjamin zog am zweiten Tag aus Gibea heraus, ihnen entgegen, und sie streckten unter
den Söhnen Israel nochmals 18 000 Mann zu Boden; diese alle zogen das Schwert. Rich20/26Rich Da zogen alle Söhne Israel und das ganze [Kriegs]volk hinauf und kamen nach Bethel. Und sie weinten
und saßen dort vor dem HERRN und fasteten an jenem Tag bis zum Abend; und sie opferten Brandopfer und Heilsopfer vor dem HERRN. Rich20/27Rich Und die Söhne Israel befragten den HERRN - denn die
Lade des Bundes Gottes war in jenen Tagen dort, Rich20/29Rich und Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor ihr in jenen Tagen - und sie sagten: Soll ich noch einmal zum Kampf mit
den Söhnen meines Bruders Benjamin ausziehen, oder soll ich aufhören? Da sprach der HERR: Zieht hinauf, denn morgen werde ich ihn in deine Hand geben!
Rich20/29Rich Und Israel legte [Leute in den] Hinterhalt ringsum gegen Gibea. Rich20/30Rich Und die Söhne Israel zogen am dritten Tag hinauf gegen die Söhne Benjamin und ordneten sich [zum Kampf]
gegen Gibea wie die vorigen Male. Rich20/31Rich Und [auch] die Söhne Benjamin zogen heraus, dem [Kriegs]volk entgegen, wurden von der Stadt abgeschnitten und fingen an, einige vom [Kriegs]volk zu
erschlagen wie die vorigen Male - auf den Straßen, von denen die eine nach Bethel hinaufsteigt und die andere nach Gibea - im [offenen] Feld etwa dreißig Mann von Israel. Rich20/32Rich Da sagten
die Söhne Benjamin: Sie sind vor uns geschlagen wie beim ersten [Mal]. Die Söhne Israel aber sagten: Laßt uns fliehen und sie von der Stadt abziehen zu den Straßen hin! Rich20/33Rich Da machten
sich alle Männer von Israel von ihrer Stelle auf und ordneten sich [neu] bei Baal-Tamar, während der Hinterhalt Israels aus seiner Stellung hervorbrach, aus der Lichtung von Geba. Rich20/34Rich
Und es kamen gegenüber von Gibea zehntausend auserlesene Männer aus ganz Israel heran, und der Kampf war schwer. Jene aber erkannten nicht, dass das Unglück sie erreicht hatte. Rich20/35Rich Und
der HERR schlug Benjamin vor Israel, und die Söhne Israel streckten unter Benjamin an jenem Tag 25 100 Mann nieder; diese alle zogen das Schwert.
Rich20/36Rich Da mussten die Söhne Benjamin sehen, dass sie geschlagen waren.
Und die Männer von Israel gaben Benjamin Raum, weil sie sich auf den Hinterhalt verließen, den sie auf Gibea zu gelegt hatten. Rich20/37Rich Und der Hinterhalt eilte herbei und überfiel Gibea.
Und der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes. Rich20/38Rich Die Männer von Israel hatten aber eine Verabredung mit dem Hinterhalt, eine dicke Rauchwolke aus
der Stadt aufsteigen zu lassen. Rich20/39Rich Als nun die Männer von Israel im Kampf kehrtmachten und Benjamin angefangen hatte, unter den Männern von Israel einige zu erschlagen, etwa dreißig
Mann, so dass sie sagten: Sie sind ja vollständig vor uns geschlagen wie im vorigen Kampf! - Rich20/40Rich da begann die Wolke aus der Stadt aufzusteigen als Rauchsäule. Und als Benjamin sich
umwandte, siehe, da ging die ganze Stadt [in Flammen] auf zum Himmel. Rich20/41Rich Da machten die Männer von Israel [wieder] kehrt. Die Männer von Benjamin aber waren bestürzt, denn sie sahen,
dass das Unglück sie erreicht hatte. Rich20/42Rich Und sie wandten sich [zur Flucht] vor den Männern von Israel auf den Weg zur Wüste; aber die Schlacht holte sie ein. Und die, die aus den
Städten [kamen], streckten sie in ihrer Mitte nieder. Rich20/43Rich Sie umzingelten Benjamin, jagten ihm nach [ohne] Rast [und] holten es gegenüber von Gibea ein, gegen Sonnenaufgang.
Rich20/44Rich So fielen von Benjamin 18 000 Mann; diese alle waren tapfere Männer. Rich20/45Rich Da wandten sie sich und flohen in die Wüste zum Felsen Rimmon. Aber die Israeliten hielten unter
ihnen auf den Straßen eine Nachlese von fünftausend Mann und setzten ihnen nach bis Gidom und erschlugen von ihnen [nochmals] zweitausend Mann. Rich20/46Rich Und es war [die Zahl] aller
Gefallenen Benjamins an jenem Tag 25 000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren tapfere Männer. Rich20/47Rich Sechshundert Mann aber wandten sich und flohen in die Wüste zum Felsen Rimmon
hin; und sie blieben am Felsen Rimmon vier Monate. - Rich20/48Rich Und die Männer von Israel kehrten zu den Söhnen Benjamin zurück und schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, [alles] in der
Stadt, [von den] Männern bis zum Vieh, bis zu allem, was sich vorfand. Auch alle die Städte, die sich vorfanden, steckten sie in Brand.
Rettung des Restes von Benjamin.
\21\
Rich21/1Rich Die Männer von Israel aber hatten in Mizpa geschworen: Niemand von uns darf seine Tochter [einem aus] Benjamin zur Frau geben! Rich21/2Rich Und das Volk kam nach Bethel, und sie
saßen dort bis zum Abend vor Gott. Und sie erhoben ihre Stimme und brachen in ein großes Weinen aus. Rich21/3Rich Und sie sagten: HERR, du Gott Israels, wozu ist dies in Israel geschehen, dass
heute ein [ganzer] Stamm aus Israel fehlt? Rich21/4Rich Und es geschah am andern Tag, da machte sich das Volk früh auf, und sie bauten dort einen Altar und opferten Brandopfer und Heilsopfer.
Rich21/5Rich Und die Söhne Israel sprachen: Wer ist es, der von allen Stämmen Israels nicht in die Versammlung zu dem HERRN heraufgekommen ist? Denn gegen den, der nicht zu dem HERRN nach Mizpa
heraufkäme, war der große Schwur ergangen, der besagte: Getötet, getötet soll er werden! Rich21/6Rich Und die Söhne Israel hatten Mitleid mit ihrem Bruder Benjamin und sie sagten: Heute ist ein
[ganzer] Stamm von Israel abgehauen worden! Rich21/7Rich Was sollen wir für sie, die Übriggebliebenen, tun, [um ihnen] zu Frauen [zu verhelfen]? Wir selbst haben ja bei dem HERRN geschworen,
ihnen keine von unseren Töchtern zur Frau zu geben. Rich21/8Rich Und sie sagten: Wer ist der eine von den Stämmen Israels, der nicht zu dem HERRN nach Mizpa heraufgekommen ist? Und siehe, da war
niemand von Jabesch [in] Gilead ins Lager, in die Versammlung, gekommen. Rich21/9Rich Da wurde das Volk gemustert, und siehe, dort war niemand von den Bewohnern von Jabesch [in] Gilead.
Rich21/10Rich Da sandte die Gemeinde zwölftausend Mann von den tapferen Männern dorthin, und sie befahlen ihnen: Geht hin und schlagt die Bewohner von Jabesch [in] Gilead mit der Schärfe des
Schwertes, samt den Frauen und Kindern! Rich21/11Rich Und das ist es, was ihr tun sollt: An jedem Mann sowie an jeder Frau, die das Beilager eines Mannes gekannt hat, sollt ihr den Bann
vollstrecken! Rich21/12Rich Und sie fanden unter den Bewohnern von Jabesch [in] Gilead vierhundert Mädchen, Jungfrauen, von denen keine einen Mann im Beilager erkannt hatte; die brachten sie ins
Lager nach Silo, das im Land Kanaan [liegt]. Rich21/13Rich Und die ganze Gemeinde sandte hin und redete zu den Söhnen Benjamin, die am Felsen Rimmon waren, und rief ihnen zu: Friede!
Rich21/14Rich So kehrte Benjamin in jener Zeit zurück. Und sie gaben ihnen die Frauen, die sie hatten leben lassen von den Frauen von Jabesch [in] Gilead; aber die reichten so nicht aus für
sie.
Rich21/15Rich Und das Volk hatte Mitleid mit Benjamin, weil der HERR einen Riß gemacht hatte in den Stämmen Israels. Rich21/16Rich Und die Ältesten der Gemeinde sagten: Was sollen wir für die
Übriggebliebenen tun, [um ihnen] zu Frauen [zu verhelfen]? Denn die Frau ist aus Benjamin ausgerottet. Rich21/14Rich Und sie sagten: Der Besitz der Entkommenen [muß] Benjamin [bleiben], damit
nicht ein Stamm aus Israel ausgelöscht wird. Rich21/18Rich Wir aber, wir können ihnen keine Frauen von unseren Töchtern geben; denn die Söhne Israel haben geschworen: Verflucht sei, wer Benjamin
eine Frau gibt! Rich21/19Rich Und sie sagten: Siehe, [da ist doch] ein Fest des HERRN von Jahr zu Jahr in Silo, das nördlich von Bethel [liegt], gegen Sonnenaufgang von der Straße, die von Bethel
nach Sichem hinaufführt, und südlich von Lebona. Rich21/20Rich Und sie befahlen den Söhnen Benjamin: Geht hin und legt euch in den Weinbergen auf die Lauer! Rich21/21Rich Und wenn ihr [dann]
seht, siehe, die Töchter von Silo ziehen heraus, um im Reigentanz zu tanzen, dann kommt hervor aus den Weinbergen und fangt euch unter den Töchtern von Silo jeder seine Frau und zieht [wieder]
hin ins Land Benjamin! Rich21/22Rich Und es soll geschehen, wenn ihre Väter oder ihre Brüder kommen, um uns Vorwürfe zu machen, wollen wir zu ihnen sagen: Seid barmherzig mit ihnen! [Sie haben zu
uns gesagt:[ Keiner von uns hat im Krieg [gegen Jabesch] seine Frau bekommen. - Ihr habt sie ihnen ja nicht selbst gegeben, dass ihr jetzt schuldig wäret.
Rich21/23Rich Da machten es die Söhne Benjamin so und nahmen sich Frauen nach ihrer Zahl von den Tanzenden, die sie raubten. Und sie zogen fort und kehrten in ihr Erbteil zurück. Und sie bauten
die Städte [wieder] auf und wohnten in ihnen. Rich21/24Rich Und die Söhne Israel gingen davon in jener Zeit, jeder zu seinem Stamm und zu seiner Sippe. So zogen sie von dort weg, jeder in sein
Erbteil.
Rich21/25Rich In jenen Tagen war kein König in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen.
1.8 Rut.
Ruts Weg nach Bethlehem.
\1\
Ruth1/1Ruth Und es geschah in den Tagen, als die Ruthter Ruthteten, da entstand eine Hungersnot im Land (Hungersnot in Juda). Und ein Mann von Bethlehem-Juda ging hin, um sich im Gebiet von Moab
als Fremder aufzuhalten, er und seine Frau und seine beiden Söhne. Ruth1/2Ruth Und der Name des Mannes war Elimelech und der Name seiner Frau Noomi und die Namen seiner beiden Söhne Machlon und
Kiljon (kränklich und weinerlich), Efratiter aus Bethlehem-Juda. Und sie kamen im Gebiet von Moab an und blieben dort.
Ruth1/3Ruth Da starb Elimelech, der Mann Noomis; und sie blieb zurück mit ihren beiden Söhnen. Ruth1/4Ruth Die nahmen sich moabitische Frauen; der Name der einen war Orpa und der Name der anderen
Rut. Und sie wohnten dort etwa zehn Jahre. Ruth1/5Ruth Da starben auch diese beiden, Machlon und Kiljon; und die Frau (d. h. Noomi) blieb zurück ohne ihre beiden Söhne und ohne ihren
Mann.
Ruth1/6Ruth Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und kehrte aus dem Gebiet von Moab zurück. Denn sie hatte im Gebiet von Moab gehört, dass der HERR sein Volk heimgesucht habe,
um ihnen Brot zu geben. Ruth1/7Ruth So zog sie weg von dem Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr. Als sie nun des Weges zogen, um in das Land Juda zurückzukehren,
Ruth1/8Ruth sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Geht, kehrt um, jede in das Haus ihrer Mutter! Der HERR erweise euch Gnade, so wie ihr sie den Verstorbenen und mir erwiesen habt!
Ruth1/9Ruth Der HERR gebe es euch, dass ihr Ruhe findet, eine jede in dem Haus ihres Mannes! Und sie küsste sie. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten Ruth1/10Ruth und sagten zu ihr: [Nein],
sondern wir wollen mit dir zu deinem Volk zurückkehren! Ruth1/11Ruth Doch Noomi sagte: Kehrt nur um, meine Töchter! Wozu wollt ihr mit mir gehen? Habe ich etwa noch Söhne in meinem Leib, dass sie
eure Männer werden könnten? Ruth1/12Ruth Kehrt um, meine Töchter, geht! Ich bin ja zu alt, um eines Mannes [Frau] zu werden. Selbst wenn ich spräche: Ich habe [noch] Hoffnung! - wenn ich gar
diese Nacht eines Mannes [Frau] werden würde und sogar Söhne gebären sollte, Ruth1/13Ruth wolltet ihr deshalb warten, bis sie groß würden? Wolltet ihr euch deshalb abgeschlossen halten, ohne
eines Mannes [Frau] zu werden? Nicht doch, meine Töchter! Denn das bittere [Leid], das mir [geschah], ist zu schwer für euch. Ist doch die Hand des HERRN gegen mich ausgegangen. Ruth1/14Ruth Da
erhoben sie ihre Stimme und weinten noch [mehr]. Und Orpa küßte ihre Schwiegermutter, Rut aber hängte sich an sie.
Ruth1/15Ruth Da sagte sie: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volk und zu ihrem Gott zurückgekehrt. Kehre [auch du] um, deiner Schwägerin nach! Ruth1/16Ruth Aber Rut sagte: Dringe nicht in
mich, dich zu verlassen, von dir weg umzukehren! Denn wohin du gehst, [dahin] will [auch] ich gehen, und wo du bleibst, da bleibe [auch] ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Ruth1/17Ruth Wo du stirbst, [da] will [auch] ich sterben, und dort will ich begraben werden. So soll mir der HERR tun und so hinzufügen - [nur] der Tod soll mich und dich scheiden. Ruth1/18Ruth
Als sie nun sah, dass Rut fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da ließ sie ab, ihr zuzureden.
Ruth1/19Ruth So gingen die beiden, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als sie in Bethlehem ankamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und die Frauen sagten: Ist das
Noomi? Ruth1/20Ruth Sie aber sagte zu ihnen: Nennt mich nicht Noomi, nennt mich Mara! Denn der Allmächtige hat mir sehr bitteres [Leid] zugefügt. Ruth1/21Ruth Voll bin ich gegangen, und leer hat
mich der HERR zurückkehren lassen. Warum nennt ihr mich Noomi, da der HERR gegen mich ausgesagt und der Allmächtige mir Böses getan hat?
Ruth1/22Ruth So kehrte Noomi zurück und mit ihr die Moabiterin Rut, ihre Schwiegertochter, die aus dem Gebiet von Moab heimgekehrt war. Sie kamen nach Bethlehem zu Beginn der
Gerstenernte.
Rut als Ährenleserin auf dem Feld des Boas.
\2\
Ruth2/1Ruth Und Noomi hatte einen Verwandten von ihrem Mann her, einen angesehenen Mann, aus der Sippe Elimelechs; dessen Name war Boas. Ruth2/2Ruth Und Rut, die Moabiterin, sagte zu Noomi: Ich
möchte gern aufs Feld gehen und etwas von den Ähren mit auflesen hinter dem her, in dessen Augen ich Gunst finden werde. Sie sagte zu ihr: Geh hin, meine Tochter! Ruth2/3Ruth Da ging sie hin, kam
und las auf dem Feld hinter den Schnittern her auf. Und sie traf zufällig das Feldstück des Boas, der aus der Sippe Elimelechs war. Ruth2/4Ruth Und siehe, Boas kam von Bethlehem und sagte zu den
Schnittern: Der HERR sei mit euch! Und sie sagten zu ihm: Der HERR segne dich! Ruth2/5Ruth Und Boas sagte zu seinem Knecht, der über die Schnitter eingesetzt war: Wem gehört dieses Mädchen da?
Ruth2/6Ruth Und der Knecht, der über die Schnitter eingesetzt war, antwortete und sagte: Es ist ein moabitisches Mädchen, das mit Noomi aus dem Gebiet von Moab zurückgekehrt ist. Ruth2/7Ruth Sie
hat gesagt: Ich möchte gern mit auflesen und hinter den Schnittern her etwas von den Ähren aufsammeln. So ist sie gekommen und dageblieben. Vom Morgen an bis jetzt hat sie sich im Haus nur wenig
ausgeruht.
Ruth2/8Ruth Und Boas sagte zu Rut: Höre mir zu, meine Tochter! Geh nicht zum Auflesen auf ein anderes Feld, geh auch nicht von hier fort, sondern halte dich da zu meinen Mägden! Ruth2/9Ruth
[Ruthte] deine Augen auf das Feld, wo man schneidet, und geh hinter den Sammlerinnen her! Habe ich nicht den Knechten befohlen, dich nicht anzutasten? Und hast du Durst, dann geh zu den Gefäßen
und trink von dem, was die Knechte schöpfen. Ruth2/10Ruth Da fiel sie auf ihr Gesicht und warf sich zur Erde nieder und sagte zu ihm: Warum habe ich Gunst gefunden in deinen Augen, dass du mich
beachtest, wo ich doch eine Fremde bin? Ruth2/11Ruth Da antwortete Boas und sagte zu ihr: Es ist mir alles genau berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines
Mannes, dass du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Verwandtschaft verlassen hast und zu einem Volk gegangen bist, das du früher nicht kanntest. Ruth2/12Ruth Der HERR vergelte dir
dein Tun, und dein Lohn möge ein voller sein von dem HERRN, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um unter seinen Flügeln Zuflucht zu suchen! Ruth2/13Ruth Da sagte sie: Möge ich [weiterhin]
Gunst finden in deinen Augen, mein Herr! Denn du hast mich getröstet und hast zum Herzen deiner Magd geredet, und ich, ich bin nicht [einmal] wie eine deiner Mägde.
Ruth2/14Ruth Und zur Essenszeit sagte Boas zu ihr: Tritt hierher und iß von dem Brot und tunke deinen Bissen in den Essig! Da setzte sie sich neben die Schnitter, er aber reichte ihr geröstete
Körner, und sie aß und wurde satt und ließ [sogar etwas] übrig. Ruth2/15Ruth Als sie nun aufstand, um aufzulesen, befahl Boas seinen Knechten: Auch zwischen den Garben darf sie auflesen, und ihr
sollt ihr nichts zuleide tun. Ruth2/16Ruth Vielmehr sollt ihr sogar aus den Bündeln [Ähren] für sie herausziehen und liegen lassen, damit sie sie auflesen kann, und ihr sollt sie nicht
bedrohen.
Ruth2/17Ruth So las sie auf dem Feld auf bis zum Abend. Und als sie ausschlug, was sie aufgelesen hatte, da war es etwa ein Efa Gerste. Ruth2/18Ruth Und sie hob es auf und kam in die Stadt, und
ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte. Und sie zog heraus, was sie übriggelassen, nachdem sie sich gesättigt hatte, und gab es ihr. Ruth2/19Ruth Da sagte ihre Schwiegermutter zu ihr:
Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Und sie beRuthtete ihrer Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet hatte, und sagte: Der Name des
Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas. Ruth2/20Ruth Da sagte Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von dem HERRN, der seine Gnade nicht entzogen hat, weder den Lebenden
noch den Toten! Und Noomi sagte zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unseren Lösern. Ruth2/21Ruth Und die Moabiterin Rut sagte: Schließlich hat er noch zu mir gesagt: Du
sollst dich zu meinen Knechten halten, bis sie meine ganze Ernte beendet haben. Ruth2/22Ruth Da sagte Noomi zu Rut, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, dass du mit seinen Mägden
hinausziehst; so kann man dich auf einem anderen Feld nicht belästigen. Ruth2/23Ruth So hielt sie sich denn zu den Mägden des Boas, um [Ähren] aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte
beendet waren. Dann blieb sie zu Hause bei ihrer Schwiegermutter.
Rut auf der Tenne des Boas.
\3\
Ruth3/1Ruth Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sagte zu ihr: Meine Tochter, sollte ich dir nicht einen Ruheplatz suchen, damit es dir gut geht? Ruth3/2Ruth Und nun, ist nicht Boas, mit dessen
Mägden du zusammen warst, unser Verwandter? Siehe, heute abend worfelt er auf der Tenne die Gerste. Ruth3/3Ruth So bade und salbe dich und leg deine [besten] Kleider an und geh zur Tenne hinab!
Laß dich von dem Mann [aber] nicht bemerken, bis er fertig ist mit Essen und Trinken. Ruth3/4Ruth Und es soll geschehen, wenn er sich hinlegt, dann merke dir die Stelle, wo er sich hinlegt, und
geh hin und decke sein Fußende auf und lege dich hin. Er wird dir dann mitteilen, was du tun sollst. Ruth3/5Ruth Und sie sagte zu ihr: Alles, was du sagst, will ich tun.
Ruth3/6Ruth Und sie ging zur Tenne hinab und tat nach allem, was ihre Schwiegermutter ihr befohlen hatte. Ruth3/7Ruth Als Boas nun gegessen und getrunken hatte und sein Herz fröhlich wurde, da
kam er, um sich am Ende des Getreidehaufens hinzulegen. Da kam sie leise, deckte sein Fußende auf und legte sich hin. Ruth3/8Ruth Und es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte
sich vor, siehe, da lag eine Frau an seinem Fußende. Ruth3/9Ruth Und er sagte: Wer bist du? Sie sagte: Ich bin Rut, deine Magd. So breite den Saum deines Gewandes über deine Magd aus, denn du
bist Löser! (Cover me, extend the border of Thy mantle over me) Ruth3/10Ruth Da sagte er: Gesegnet seist du von dem HERRN, meine Tochter! Du hast deine letzte Treue schöner erwiesen als die
erste, indem du nicht den jungen Männern nachgelaufen bist, sei es geringen oder reichen. Ruth3/11Ruth Und nun, meine Tochter, fürchte dich nicht! Alles, was du sagst, werde ich für dich tun;
erkennt doch alles Volk im Tor, dass du eine tüchtige Frau bist. Ruth3/12Ruth Und nun, es ist wirklich so, dass ich Löser bin, doch gibt es da auch [noch] einen Löser, der näher [mit dir]
verwandt ist als ich. Ruth3/13Ruth Bleib heute nacht hier! Und es soll am Morgen geschehen, wenn er dich lösen will, gut, so mag er lösen. Wenn er aber keine Lust hat, dich zu lösen, dann löse
ich dich, so wahr der HERR lebt! Bleib liegen bis zum Morgen!
Ruth3/14Ruth Da blieb sie an seinem Fußende liegen bis zum Morgen. Doch bevor einer den anderen erkennen konnte, stand sie auf, denn er sagte [sich]: Es soll nicht bekannt werden, dass eine Frau
auf die Tenne gekommen ist! Ruth3/15Ruth Und er sagte: Gib das Umschlagtuch her, das du umhast, und halte es auf! Und sie hielt es auf, und er maß sechs [Maß] Gerste ab und lud es ihr auf. Dann
ging er in die Stadt. Ruth3/16Ruth Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter. Die sagte: Wie steht es mit dir, meine Tochter? Und sie beRuthtete ihr alles, was der Mann ihr getan hatte, Ruth3/17Ruth
und sagte: Diese sechs [Maß] Gerste gab er mir, denn er sagte zu mir: Du sollst nicht mit leeren Händen zu deiner Schwiegermutter kommen. Ruth3/18Ruth Da sagte sie: Bleib [zu Hause], meine
Tochter, bis du erkennst, wie die Sache ausfällt! Denn der Mann wird nicht ruhen, es sei denn, er habe die Sache heute zu Ende geführt.
Boas Heirat mit Rut - Geburt Obeds, Davids Großvater.
\4\
Ruth4/1Ruth Boas aber war zum Tor hinaufgegangen und hatte sich dort hingesetzt. Und siehe, der Löser kam vorbei, von dem Boas geredet hatte. Da sagte er: Komm herüber, setze dich hierher, du
Soundso! Und er kam herüber und setzte sich. Ruth4/2Ruth Und Boas nahm zehn Männer von den Ältesten der Stadt und sagte: Setzt euch hierher! Und sie setzten sich. Ruth4/3Ruth Und er sagte zu dem
Löser: Das Feldstück, das unserem Bruder Elimelech gehörte, will Noomi, die aus dem Gebiet von Moab zurückgekehrt ist, verkaufen. Ruth4/4Ruth Da habe ich nun gedacht, ich will es deinem Ohr
eröffnen und vorschlagen: Erwirb es im Beisein derer, die [hier] sitzen, und im Beisein der Ältesten meines Volkes! Wenn du es lösen willst, löse! Wenn du es aber nicht lösen willst, dann teile
es mir mit, damit ich es erkenne! Denn außer dir ist niemand zum Lösen da, und ich [komme erst] nach dir. Er sagte: Ich will es lösen. Ruth4/5Ruth Da sagte Boas: An dem Tag, da du das Feld aus
der Hand Noomis erwirbst, hast du auch die Moabiterin Rut, die Frau des Verstorbenen, erworben, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil [neu] erstehen zu lassen. Ruth4/6Ruth Da sagte der
Löser: Dann kann ich es für mich nicht lösen, sonst Ruthte ich mein eigenes Erbteil zugrunde. Übernimm du für dich meine Lösungspflicht, denn ich kann [wirklich] nicht lösen!
Ruth4/7Ruth Früher nun [galt] in Israel für ein Loskaufverfahren oder für ein Tauschgeschäft, wenn man irgendeine Sache bestätigen wollte, dies: Der eine zog seinen Schuh aus und übergab ihn dem
anderen; und das [galt] als Bezeugung in Israel. Ruth4/8Ruth Als nun der Löser zu Boas sagte: Erwirb es dir! - zog er seinen Schuh aus. Ruth4/9Ruth Da sagte Boas zu den Ältesten und zu allem
Volk: Ihr seid heute Zeugen dafür, dass ich aus der Hand Noomis hiermit alles erworben habe, was dem Elimelech, und alles, was Kiljon und Machlon gehört hat. Ruth4/10Ruth Somit habe ich mir auch
Machlons Frau, Rut, die Moabiterin, als Frau erworben, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil [neu] erstehen zu lassen, damit nicht der Name des Verstorbenen ausgerottet wird aus dem
Kreis seiner Brüder und aus dem Tor seines [Heimat]ortes. Ihr seid heute Zeugen! Ruth4/11Ruth Und alles Volk, das im Tor war, und die Ältesten sagten: [Wir sind] Zeugen! Der HERR mache die Frau,
die in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea, die beide das Haus Israel gebaut haben! Und gewinne du Vermögen in Efrata, und dein Name werde gerühmt in Bethlehem! Ruth4/12Ruth Und von den
Nachkommen, die der HERR dir von dieser jungen Frau geben wird, soll dein Haus wie das Haus des Perez werden, den Tamar dem Juda geboren hat!
Ruth4/13Ruth So nahm Boas die Rut, und sie wurde seine Frau, und er ging zu ihr ein. Und der HERR schenkte ihr Schwangerschaft, und sie gebar einen Sohn. Ruth4/14Ruth Da sagten die Frauen zu
Noomi: Gepriesen sei der HERR, der es dir heute nicht an einem Löser hat fehlen lassen! Sein Name werde gerühmt in Israel! Ruth4/15Ruth Und er wird dir ein Erquicker der Seele sein und ein
Versorger deines Alters! Denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, sie, die dir mehr wert ist als sieben Söhne. Ruth4/16Ruth Und Noomi nahm das Kind und legte es auf ihren
Schoß und wurde seine Amme. Ruth4/17Ruth Und die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sagten: Ein Sohn ist der Noomi geboren! Und sie gaben ihm den Namen Obed. Der ist der Vater Isais,
des Vaters Davids.
Stammbaum Davids.
1Chr 2,4-15; Mt 1,3-6; Lk 3,32-34.
Ruth4/18Ruth Und dies ist die Geschlechterfolge des Perez: Perez zeugte Hezron, Ruth4/19Ruth und Hezron zeugte Ram, und Ram zeugte Amminadab, Ruth4/20$ und Amminadab zeugte Nachschon, und
Nachschon zeugte Salmon, $4/21$ und Salmon zeugte Boas, und Boas zeugte Obed, $4/22$ und Obed zeugte Isai, und Isai zeugte David.
1.9 Erstes Buch Samuel.
Samuels Eltern, Geburt und Weihe.
\1\
1Sam1/1Ssam Es war ein Mann von Ramatajim-Zofim, vom Gebirge Ephraim, und sein Name war Elkana, ein Sohn des Jeroham, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Ephraimiter.
1Sam1/21Sam Und er hatte zwei Frauen: der Name der einen war Hanna und der Name der anderen Peninna; Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine Kinder. 1Sam1/31Sam Und dieser Mann ging Jahr für
Jahr aus seiner Stadt hinauf, um den HERRN der Heerscharen anzubeten und ihm in Silo zu opfern. Dort aber waren die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, Priester des HERRN. 1Sam1/41Sam Und es
geschah [immer] an dem Tag, wenn Elkana opferte, dann gab er seiner Frau Peninna und all ihren Söhnen und Töchtern [die ihnen zukommenden] Anteile; 1Sam1/51Sam aber Hanna gab er den doppelten
Anteil. Denn Hanna hatte er lieb; aber der HERR hatte ihren Mutterleib verschlossen. 1Sam1/61Sam Und ihre Widersacherin reizte sie mit vielen Kränkungen, um sie zu demütigen, weil der HERR ihren
Mutterleib verschlossen hatte. 1Sam1/71Sam So geschah es Jahr für Jahr, immer, wenn sie zum Haus des HERRN hinaufzog, reizte jene sie. Dann weinte sie und aß nicht. 1Sam1/81Sam Aber Elkana, ihr
Mann, sagte zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum ißt du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?
1Sam1/91Sam Da stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten. Der Priester Eli aber saß auf einem Stuhl am Türpfosten des Tempels des HERRN. 1Sam1/101Sam Und sie war in ihrer
Seele verbittert, und sie betete zum HERRN und weinte sehr. 1Sam1/11Sam Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: HERR der Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken
und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen geben wirst, so will ich ihn dem HERRN alle Tage seines Lebens geben. Und kein Schermesser soll auf sein Haupt
kommen. 1Sam1/121Sam Und es geschah, als sie lange vor dem HERRN betete, achtete Eli auf ihren Mund. 1Sam1/131Sam Hanna aber redete in ihrem Herzen. Nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre
Stimme hörte man nicht. Da meinte Eli, sie sei betrunken, 1Sam1/141Sam und Eli sagte zu ihr: Wie lange willst du dich wie eine Betrunkene benehmen? Mach, dass du deinen Rausch los wirst!
1Sam1/151Sam Aber Hanna antwortete und sagte: Nein, mein Herr! Ich bin [nichts anderes als] eine betrübte Frau. Wein und Rauschtrank habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem
HERRN ausgeschüttet. 1Sam1/161Sam Halte deine Magd nicht für eine verkommene Frau! Denn aus meinem großen Kummer und Herzeleid habe ich so lange geredet. 1Sam1/171Sam Eli antwortete und sagte:
Geh hin in Frieden! Der Gott Israels wird dir deine Bitte erfüllen, die du von ihm erbeten hast. 1Sam1/181Sam Sie sagte: Laß deine Magd Gunst finden vor deinen Augen! Und die Frau ging ihres
Weges und aß und hatte nicht mehr ein [so trauriges] Gesicht.
1Sam1/191Sam Und sie machten sich am [nächsten] Morgen früh auf und beteten an vor dem HERRN. Und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau; und
der HERR dachte an sie. 1Sam1/201Sam Und Hanna wurde schwanger. Und als die Tage um waren, gebar sie einen Sohn. Und sie gab ihm den Namen Samuel: Denn vom HERRN habe ich ihn erbeten. 1Sam1/21Sam
Und der Mann Elkana zog mit seinem ganzen Haus [wieder] hinauf, um dem HERRN das jährliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelübde [zu erfüllen]. 1Sam1/221Sam Aber Hanna ging nicht mit hinauf;
sondern sie sagte zu ihrem Mann: Wenn der Junge entwöhnt ist, will ich ihn bringen, dass er vor dem HERRN erscheint und dort für immer bleibt. 1Sam1/231Sam Und ihr Mann Elkana sagte zu ihr: Tu,
was gut ist in deinen Augen! Bleibe, bis du ihn entwöhnt hast! Nur möge der HERR sein Wort aufrechthalten! So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte. 1Sam1/241Sam Und
als sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf nach Silo - dazu drei Stiere und ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein - und brachte ihn in das Haus des HERRN. Der Junge aber war noch
jung. 1Sam1/251Sam Und sie schlachteten den Stier und brachten den Jungen zu Eli. 1Sam1/261Sam Und sie sprach: Bitte, mein Herr! So wahr du lebst, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir
stand, um zum HERRN zu beten. 1Sam1/271Sam Um diesen Jungen habe ich gebetet, und der HERR hat mir meine Bitte erfüllt, die ich von ihm erbeten habe. 1Sam1/281Sam So habe auch ich ihn dem HERRN
wiedergegeben. All die Tage, die er lebt, soll er dem HERRN gehören. Und sie beteten dort den HERRN an.
Lobpreis der Hanna.
V. 1-10: vgl. Lk 1,46-55.
\2\
1Sam2/1Sam Und Hanna betete und sprach:
Mein Herz frohlockt in dem HERRN, mein Horn ist erhöht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan gegen meine Feinde, denn ich freue mich über deine Hilfe.
1Sam2/21Sam Keiner ist so heilig wie der HERR, denn außer dir ist keiner. Und kein Fels ist wie unser Gott.
1Sam2/31Sam Häuft nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem Mund hervor! Denn der HERR ist ein Gott des Wissens, und von ihm werden die Taten gewogen.
1Sam2/4/1Sam Der Bogen der Helden ist zerbrochen, und die Stürzenden haben sich mit Kraft umgürtet.
/1Sam2/5/1Sam Die satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, brauchen es nicht mehr. Sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin.
/1Sam2/6/1Sam Der HERR tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und wieder herauf.
/1Sam2/7/1Sam Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht.
/1Sam2/8/1Sam Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz erhöht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen; und den Thron der Ehre läßt er sie erben. Denn dem HERRN gehören die
Säulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt.
/1Sam2/9/1Sam Die Füße seiner Frommen behütet er, aber die Gottlosen kommen um in Finsternis; denn niemand ist stark durch [eigene] Kraft.
/1Sam2/10/1Sam Die mit dem HERRN rechten, werden niedergeschlagen werden, im Himmel wird er über ihnen donnern. Der HERR wird richten die Enden der Erde. Er wird seinem König Macht verleihen und
erhöhen das Horn seines Gesalbten.
/1Sam2/11/1Sam Und Elkana ging nach Rama in sein Haus. Der Junge aber diente dem HERRN vor dem Priester Eli.
Die Söhne des Eli - Gerichtsdrohung gegen Eli und sein Haus.
/1Sam2/12/1Sam Und die Söhne Elis waren ruchlose Männer, sie hatten den HERRN nicht erkannt. /1Sam2/13/1Sam Und die Priester hatten dem Volk gegenüber die Gewohnheit: Wenn jemand ein
Schlachtopfer darbrachte, kam der Diener des Priesters, während das Fleisch [noch] kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner Hand /1Sam2/14/1Sam und stieß in den Tiegel oder in den
Kessel oder in die Pfanne oder in den Topf. Alles, was er mit der Gabel herauszog, nahm der Priester damit weg. So taten sie in Silo allen Israeliten, die dorthin kamen. /1Sam2/15/1Sam Sogar ehe
man das Fett als Rauch aufsteigen ließ, kam der Diener des Priesters und sagte zu dem Mann, der opferte: Gib Fleisch her zum Braten für den Priester! Denn er will von dir kein gekochtes Fleisch
annehmen, sondern rohes. /1Sam2/16/1Sam Wenn dann der Mann zu ihm sagte: Laß zuerst das Fett als Rauch aufsteigen, dann nimm dir, ganz wie es deine Seele begehrt! - so antwortete er: Nein,
sondern jetzt sollst du es [mir] geben! Wenn nicht, so nehme ich es mit Gewalt! /1Sam2/17/1Sam Und die Sünde der jungen Männer war sehr groß vor dem HERRN; denn die Männer verachteten die
Opfergabe des HERRN.
/1Sam2/18/1Sam Und Samuel diente vor dem HERRN, ein junger Mann, umgürtet mit einem leinenen Ephod. /1Sam2/19/1Sam Und seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm Jahr für
Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, um das jährliche Schlachtopfer darzubringen. /1Sam2/20/1Sam Und Eli segnete Elkana und seine Frau und sagte: Der HERR gebe dir Nachkommen von
dieser Frau anstelle des Erbetenen, das sie vom HERRN erbeten hat! Und sie gingen nach Hause zurück. /1Sam2/21/1Sam Und der HERR suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger; und sie gebar noch
drei Söhne und zwei Töchter. Und der Junge Samuel wuchs auf beim HERRN.
/1Sam2/22/1Sam Und Eli war sehr alt geworden. Und er hörte alles, was seine Söhne ganz Israel antaten und dass sie bei den Frauen lagen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten.
/1Sam2/23/1Sam Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr dergleichen Dinge? Denn ich höre diese eure bösen Taten von dem ganzen Volk. /1Sam2/24/1Sam Nicht doch, meine Söhne! Denn das ist kein gutes
Gerücht, von dem ich im Volk des HERRN reden höre. /1Sam2/25/1Sam Wenn jemand gegen einen Menschen sündigt, so entscheidet Gott über ihn; wenn aber jemand gegen den HERRN sündigt, wer wird [dann]
für ihn eintreten? Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn der HERR war entschlossen, sie zu töten.
/1Sam2/26/1Sam Der Junge Samuel aber nahm immer mehr zu an Alter und Gunst bei dem HERRN und bei den Menschen.
/1Sam2/27/1Sam Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Habe ich mich nicht dem Hause deines Vaters deutlich geoffenbart, als sie in Ägypten im Haus des Pharao
waren? /1Sam2/28/1Sam Und ich habe ihn aus allen Stämmen Israels mir zum Priester erwählt, um auf meinem Altar zu opfern, um Räucherwerk als Rauch aufsteigen zu lassen, um das Ephod vor mir zu
tragen. Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Söhne Israel. /1Sam2/29/1Sam Warum tretet ihr mit Füßen mein Schlachtopfer und mein Speisopfer, die ich für [meine] Wohnung geboten
habe? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, dass ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben meines Volkes Israel. /1Sam2/30/1Sam Darum spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe
allerdings gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen ewig vor mir einhergehen! - aber nun spricht der HERR: Das sei fern von mir! Denn die mich ehren, werde [auch] ich ehren, und die
mich verachten, sollen [wieder] verachtet werden. /1Sam2/31/1Sam Siehe, Tage kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen, dass es keinen Greis [mehr] in deinem
Haus geben wird. /1Sam2/32/1Sam Und du wirst [deinen] Feind im Heiligtum sehen, bei allem, was der HERR Gutes tun wird an Israel. Und es wird keinen Greis mehr in deinem Haus geben alle Tage.
/1Sam2/33/1Sam Doch nicht jeden werde ich dir von meinem Altar ausrotten, um deine Augen erlöschen und deine Seele verschmachten zu lassen; aber aller Nachwuchs deines Hauses soll im [besten]
Mannesalter sterben. /1Sam2/34/1Sam Und das soll dir das Zeichen sein, das über deine beiden Söhne Hofni und Pinhas kommen wird: An einem Tag sollen beide sterben. /1Sam2/35/1Sam Ich aber werde
mir einen Priester erwecken, der beständig ist; der wird tun, wie es meinem Herzen und meiner Seele gefällt. Und ich werde ihm ein Haus bauen, das beständig ist, und er wird vor meinem Gesalbten
alle Tage einhergehen. /1Sam2/36/1Sam Und es soll geschehen, dass jeder, der von deinem Haus [noch] übrigbleibt, kommen wird, um sich vor ihm niederzuwerfen für eine kleine Silbermünze und ein
Stück Brot, und wird sagen: Gib mir doch Anteil an einem der Priesterdienste, dass ich einen Bissen Brot zu essen habe!
Samuels Berufung zum Propheten.
\3\
/1Sam3/1/1Sam Und der Junge Samuel diente dem HERRN vor Eli. Und das Wort des HERRN war selten in jenen Tagen; ein Gesicht war nicht häufig.
/1Sam3/2/1Sam Und es geschah in jener Zeit, dass Eli an seinem Ort lag - seine Augen aber hatten angefangen, schwach zu werden, so dass er nicht [mehr] sehen konnte -, /1Sam3/3/1Sam und die Lampe
Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel lag im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes war, /1Sam3/4/1Sam da rief der HERR den Samuel. Und er antwortete: Hier bin ich! /1Sam3/5/1Sam Und er lief
zu Eli und sagte: Hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sagte: Ich habe nicht gerufen. Leg dich wieder schlafen! Und er ging hin und legte sich schlafen. /1Sam3/6/1Sam Und der HERR rief
noch einmal: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Und er antwortete: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn. Leg dich wieder hin!
/1Sam3/7/1Sam Samuel aber hatte den HERRN noch nicht erkannt, und das Wort des HERRN war ihm noch nicht offenbart worden. /1Sam3/8/1Sam Und der HERR rief wieder, zum dritten Mal. Und er stand
auf, ging zu Eli und sagte: Hier bin ich! Denn du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der HERR den Jungen rief. /1Sam3/9/1Sam Und Eli sagte zu Samuel: Geh hin, leg dich schlafen! Und so soll
es sein, wenn er dich ruft, antworte: Rede, HERR, denn dein Knecht hört! Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.
/1Sam3/10/1Sam Und der HERR kam und trat herzu und rief wie vorher: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Knecht hört! /1Sam3/11/1Sam Da sprach der HERR zu Samuel: Siehe, ich
will etwas tun in Israel, dass jedem, der es hört, beide Ohren gellen sollen. /1Sam3/12/1Sam An jenem Tage werde ich über Eli alles kommen lassen, was ich gegen sein Haus geredet habe: ich will
es anfangen und vollenden. /1Sam3/13/1Sam Denn ich habe ihm mitgeteilt, dass ich sein Haus für ewig richten will um der Schuld willen, denn er hat erkannt, dass seine Söhne sich den Fluch
zuzogen, aber er hat ihnen nicht gewehrt. /1Sam3/14/1Sam Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen: Wenn jemals die Schuld des Hauses Elis gesühnt werden soll durch Schlachtopfer oder durch
Speisopfer, ewig!
/1Sam3/15/1Sam Und Samuel lag bis zum Morgen. Dann machte er die Türen des Hauses des HERRN auf. Und Samuel fürchtete sich, Eli das Gesicht mitzuteilen. /1Sam3/16/1Sam Da rief Eli Samuel und
sagte: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich! /1Sam3/17/1Sam Und er fragte: Was ist das für ein Wort, das er dir gesagt hat? Verschweige mir ja nichts! So tue dir Gott und so füge er
hinzu, wenn du mir etwas verschweigst von allen Worten, die er dir gesagt hat! /1Sam3/18/1Sam Da teilte ihm Samuel all die Worte mit und verschwieg ihm nichts. Und [Eli] sagte: Er ist der HERR;
er tue, was in seinen Augen gut ist!
/1Sam3/19/1Sam Und Samuel wuchs heran. Und der HERR war mit ihm und ließ keins von allen seinen Worten auf die Erde fallen. /1Sam3/20/1Sam Und ganz Israel, von Dan bis Beerscheba, erkannte, dass
Samuel zum Propheten des HERRN bestellt worden war. /1Sam3/21/1Sam Und der HERR fuhr fort, in Silo zu erscheinen; denn der HERR offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort des
HERRN.
\4\
/1Sam4/1/1Sam Und das Wort Samuels erging an ganz Israel.
Israels Niederlage durch die Philister - Verlust der Bundeslade -Tod des Eli und seiner Söhne.
Und Israel zog aus, den Philistern entgegen zum Kampf: Und sie lagerten sich bei Eben-Eser, und die Philister lagerten zu Afek. /1Sam4/2/1Sam Und die Philister stellten sich Israel gegenüber auf.
Und der Kampf breitete sich aus, und Israel wurde von den Philistern geschlagen; und sie erschlugen in den Schlachtreihen auf dem Feld etwa viertausend Mann. /1Sam4/3/1Sam Und als das Volk ins
Lager zurückkam, sagten die Ältesten von Israel: Warum hat uns der HERR heute vor den Philistern geschlagen? Laßt uns von Silo die Lade des Bundes des HERRN zu uns holen, dass er in unsere Mitte
komme und uns aus der Hand unserer Feinde rette! /1Sam4/4/1Sam Da sandte das Volk nach Silo. Und man brachte von dort die Lade des Bundes des HERRN der Heerscharen, der über den Cherubim thront.
Und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, waren dort bei der Bundeslade Gottes.
/1Sam4/5/1Sam Und es geschah, als die Lade des Bundes des HERRN ins Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit gewaltigem Jauchzen, dass die Erde erdröhnte. /1Sam4/6/1Sam Und die Philister hörten das
laute Jauchzen und riefen: Was ist das für ein gewaltiges Jauchzen im Lager der Hebräer? Und sie erkannten, dass die Lade des HERRN ins Lager gekommen war. /1Sam4/7/1Sam Da fürchteten sich die
Philister und sagten: Gott ist ins Lager gekommen! Und sie sagten: Wehe uns! Denn solches ist bisher noch nie geschehen. /1Sam4/8/1Sam Wehe uns! Wer wird uns aus der Hand dieses mächtigen Gottes
erretten? Das sind die Götter, die die Ägypter mit allerlei Plagen in der Wüste schlugen. /1Sam4/9/1Sam Seid tapfer und seid Männer, ihr Philister, damit ihr nicht den Hebräern dienen müßt, wie
sie euch gedient haben! Seid Männer und kämpft! /1Sam4/10/1Sam Da kämpften die Philister, und Israel wurde geschlagen, so dass sie flohen, jeder in sein Zelt. Und die Niederlage war sehr groß,
und es fielen von Israel 30 000 Mann zu Fuß. /1Sam4/11/1Sam Und die Lade Gottes wurde weggenommen, und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, kamen um.
/1Sam4/12/1Sam Da lief ein Mann von Benjamin vom Schlachtfeld und kam [noch] an demselben Tag nach Silo. Seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Kopf. /1Sam4/13/1Sam Und als er
ankam, siehe, da saß Eli auf einem Stuhl und gab acht nach der Straße hin. Denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Und als der Mann ankam, um es in der Stadt zu berichten, da schrie die ganze
Stadt um Hilfe. /1Sam4/14/1Sam Als aber Eli das laute Schreien hörte, sagte er: Was ist das für ein großer Lärm? Und der Mann kam eilends und berichtete es Eli. /1Sam4/15/1Sam Eli aber war 98
Jahre alt, und seine Augen waren starr geworden, so dass er nicht [mehr] sehen konnte. /1Sam4/16/1Sam Da sagte der Mann zu Eli: Ich bin der, der von dem Schlachtfeld gekommen ist, und bin heute
vom Schlachtfeld geflohen. Und [Eli] sagte: Wie ist es gegangen, mein Sohn? /1Sam4/17/1Sam Und der Bote antwortete und sagte: Israel ist vor den Philistern geflohen. Auch hat es eine große
Niederlage im Volk gegeben, und auch deine beiden Söhne, Hofni und Pinhas, sind tot, und die Lade Gottes ist weggenommen worden. /1Sam4/18/1Sam Und es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte,
fiel [Eli] rücklings vom Stuhl an der Tür und brach das Genick und starb; denn alt war der Mann und schwer. Er hatte Israel vierzig Jahre gerichtet.
/1Sam4/19/1Sam Und seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, war schwanger und sollte [bald] gebären. Und als sie die Nachricht hörte, dass die Lade Gottes weggenommen worden war und dass ihr
Schwiegervater und ihr Mann tot waren, kauerte sie sich nieder und gebar, denn ihre Wehen überfielen sie. /1Sam4/20/1Sam Und als sie im Sterben lag, sagten die Frauen, die um sie her standen:
Fürchte dich nicht, denn du hast einen Sohn geboren! Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht [mehr] zu Herzen. /1Sam4/21/1Sam Und sie nannte den Jungen Ikabod, um damit auszudrücken: die
Herrlichkeit ist von Israel gewichen! - weil die Lade Gottes weggenommen war und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes. /1Sam4/22/1Sam Darum sagte sie: Die Herrlichkeit ist von Israel
gewichen, denn die Lade Gottes ist weggenommen!
Die Bundeslade bei den Philistern.
\5\
/1Sam5/1/1Sam Als die Philister die Lade Gottes weggenommen hatten, brachten sie sie von Eben-Eser nach Aschdod. /1Sam5/2/1Sam Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das
Haus Dagons und stellten sie neben Dagon auf. /1Sam5/3/1Sam Und als die Aschdoditer am nächsten Tag früh aufstanden [und in das Haus Dagons kamen], siehe, da lag Dagon auf seinem Gesicht auf der
Erde vor der Lade des HERRN. Und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort. /1Sam5/4/1Sam Und als sie sich am Morgen des nächsten Tages früh aufmachten, siehe, da lag Dagon [wieder]
auf seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN; und zwar [lagen] der Kopf Dagons und seine beiden Hände abgehauen auf der Schwelle, nur der [Rumpf] Dagons war von ihm übriggeblieben.
/1Sam5/5/1Sam Darum treten die Priester Dagons und alle, die in das Haus Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Aschdod bis auf den heutigen Tag.
/1Sam5/6/1Sam Und die Hand des HERRN lag schwer auf den Aschdoditern. Und er brachte Verderben über sie, und er schlug sie mit [bösen] Beulen, Aschdod und sein Gebiet. /1Sam5/7/1Sam Und als die
Leute von Aschdod sahen, dass es so zuging, sagten sie: Die Lade des Gottes Israels soll nicht bei uns bleiben! Denn seine Hand liegt hart auf uns und auf unserem Gott Dagon. /1Sam5/8/1Sam Und
sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister zu sich und sagten: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen? Und sie antworteten: Laßt die Lade des Gottes Israels nach
Gat bringen! Und sie brachten die Lade des Gottes Israels dorthin. /1Sam5/9/1Sam Und es geschah, nachdem sie sie dorthin gebracht hatten, da kam die Hand des HERRN über die Stadt, [und es
entstand] eine sehr große Bestürzung. Denn er schlug die Leute [in] der Stadt, klein und groß, so dass Beulen an ihnen ausbrachen. /1Sam5/10/1Sam Da sandten sie die Lade Gottes nach Ekron. Und es
geschah, als die Lade Gottes nach Ekron kam, schrieen die Ekroniter um Hilfe und sagten: Sie haben die Lade des Gottes Israels zu mir hergebracht, um mich und mein Volk zu töten! /1Sam5/11/1Sam
Da sandten sie hin und versammelten alle Fürsten der Philister und sagten: Sendet die Lade des Gottes Israels fort, damit sie an ihren Ort zurückkehrt und mich und mein Volk nicht tötet! Denn es
war ein tödlicher Schrecken über die ganze Stadt gekommen. Die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr. /1Sam5/12/1Sam Und die Leute, die nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen. Und das Geschrei
der Stadt stieg zum Himmel empor.
Rückkehr der Bundeslade.
\6\
/1Sam6/1/1Sam Und die Lade des HERRN war sieben Monate im Gebiet der Philister. /1Sam6/2/1Sam Und die Philister beriefen die Priester und Wahrsager und sagten: Was sollen wir mit der Lade des
HERRN machen? Laßt uns erkennen, wie wir sie an ihren Ort senden sollen! /1Sam6/3/1Sam Und sie antworteten: Wenn ihr die Lade des Gottes Israels zurückschicken [wollt], so sollt ihr sie nicht
leer zurückschicken, sondern ihr müßt ihm auf jeden Fall eine Sühnegabe entrichten. Dann werdet ihr genesen, und ihr werdet erkennen, warum seine Hand nicht von euch weicht. /1Sam6/4/1Sam Und sie
sagten: Was ist die Sühnegabe, die wir ihm entrichten sollen? Und sie antworteten: Nach der Zahl der Fürsten der Philister fünf goldene Beulen und fünf goldene Springmäuse! Denn es ist ein [und
dieselbe] Plage über euch allen und euren Fürsten gewesen. /1Sam6/5/1Sam Und macht Abbilder von euren Beulen und Abbilder von euren Springmäusen, die das Land zugrunde gerichtet haben, und gebt
dem Gott Israels die Ehre! Vielleicht läßt er seine Hand leichter werden über euch und über eurem Gott und über eurem Land. /1Sam6/6/1Sam Warum wollt ihr euer Herz verstocken, wie die Ägypter und
der Pharao ihr Herz verstockt haben? Ließen sie sie nicht ziehen, als der HERR ihnen mitgespielt hatte, und sie zogen weg? /1Sam6/7/1Sam So macht einen neuen Wagen und nehmt zwei säugende Kühe,
auf die [noch] kein Joch gekommen ist! Und spannt die Kühe an den Wagen und bringt ihre Kälber von ihnen weg nach Hause zurück! /1Sam6/8/1Sam Und nehmt die Lade des HERRN und stellt sie auf den
Wagen! Und die goldenen Gegenstände, die ihr ihm als Sühnegabe entrichtet, tut in ein Kästchen an ihre Seite und sendet sie hin und laßt sie gehen! /1Sam6/9/1Sam Und seht zu! Wenn sie den Weg
hinauf in ihr Land, nach Bet-Schemesch zu geht, so hat er uns dieses große Übel getan; wenn aber nicht, so erkennen wir, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat: ein Zufall ist es für uns
gewesen.
/1Sam6/10/1Sam Und die Männer machten [es] so und nahmen zwei säugende Kühe und spannten sie an einen Wagen, und ihre Kälber sperrten sie zu Hause ein. /1Sam6/11/1Sam Und sie stellten die Lade
des HERRN auf den Wagen und das Kästchen mit den goldenen Springmäusen und den Abbildern ihrer Beulen. /1Sam6/12/1Sam Und die Kühe gingen geradeaus auf dem Weg nach Bet-Schemesch. Sie gingen
immer auf derselben Straße und brüllten immerfort und wichen weder zur Rechten noch zur Linken. Und die Fürsten der Philister gingen hinter ihnen her bis zum Gebiet von Bet-Schemesch.
/1Sam6/13/1Sam Und die von Bet-Schemesch ernteten [gerade] den Weizen in der Niederung. Und als sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen, freuten sie sich, [sie] zu sehen. /1Sam6/14/1Sam Und der
Wagen kam auf das Feld Joschuas, des Bet-Schemiters, und stand dort still. Und dort [lag] ein großer Stein. Und sie spalteten das Holz des Wagens und opferten die Kühe dem HERRN zum Brandopfer.
/1Sam6/15/1Sam Und die Leviten nahmen die Lade des HERRN herab und das Kästchen, das daneben [stand], in dem die goldenen Gegenstände waren, und stellten sie auf den großen Stein. Und die Männer
von Bet-Schemesch opferten dem HERRN am selben Tag Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer. /1Sam6/16/1Sam Und die fünf Fürsten der Philister sahen zu und kehrten an dem selben Tag nach Ekron
zurück.
/1Sam6/17/1Sam Dies sind die goldenen Beulen, die die Philister dem HERRN als Sühnegabe entrichteten: Für Aschdod eine, für Gaza eine, für Aschkelon eine, für Gat eine und für Ekron eine;
/1Sam6/18/1Sam und die goldenen Springmäuse nach der Zahl aller Städte der Philister unter den fünf Fürsten, von der befestigten Stadt bis zum offenen Dorf. Und Zeuge ist der große [Stein] Abel,
auf den sie die Lade des HERRN stellten, [der] bis zum heutigen Tag im Feld Joschuas, des Bet-Schemiters [liegt]. /1Sam6/19/1Sam Und er schlug die Leute von Bet-Schemesch, weil sie sich die Lade
des HERRN angeschaut hatten, und schlug im Volk siebzig Mann. Da trauerte das Volk, weil der HERR das Volk so schwer geschlagen hatte. /1Sam6/20/1Sam Und die Leute von Bet-Schemesch sagten: Wer
vermag vor dem HERRN, diesem heiligen Gott, zu bestehen? Und zu wem soll er von uns hinaufziehen? /1Sam6/21/1Sam Und sie sandten Boten zu den Bewohnern von Kirjat-Jearim und sagten: Die Philister
haben die Lade des HERRN zurückgebracht. Kommt herab, holt sie zu euch hinauf!
\7\
/1Sam7/1/1Sam Und die Männer von Kirjat-Jearim kamen und holten die Lade des HERRN hinauf, und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Hügel. Und sie heiligten seinen Sohn Eleasar, über
der Lade des HERRN zu wachen.
Israels Buße und Sieg über die Philister - Samuel als Richter.
/1Sam7/2/1Sam Und es geschah, dass von dem Tag an, da die Lade in Kirjat-Jearim blieb, eine lange Zeit verging; es wurden zwanzig Jahre. Und das ganze Haus Israel wehklagte hinter dem HERRN her.
/1Sam7/3/1Sam Da sprach Samuel zu dem ganzen Haus Israel: Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu dem HERRN umkehren wollt, dann tut die fremden Götter und die Astarot aus eurer Mitte weg! Und
richtet euer Herz auf den HERRN und dient ihm allein! So wird er euch aus der Hand der Philister erretten. /1Sam7/4/1Sam Und die Söhne Israel taten die Baalim und die Astarot weg und dienten dem
HERRN allein.
/1Sam7/5/1Sam Und Samuel sagte: Versammelt ganz Israel in Mizpa! Und ich will den HERRN für euch bitten. /1Sam7/6/1Sam Und sie versammelten sich in Mizpa, schöpften Wasser und gossen es aus vor
dem HERRN. [Sie] fasteten an demselben Tag und sagten dort: Wir haben gegen den HERRN gesündigt! Und Samuel richtete die Söhne Israel in Mizpa. - /1Sam7/7/1Sam Als aber die Philister hörten, dass
die Söhne Israel sich in Mizpa versammelt hatten, zogen die Fürsten der Philister gegen Israel hinauf. Und die Söhne Israel hörten es und fürchteten sich vor den Philistern. /1Sam7/8/1Sam Und die
Söhne Israel sagten zu Samuel: Laß nicht ab, für uns zu dem HERRN, unserm Gott, um Hilfe zu schreien, dass er uns aus der Hand der Philister errettet! /1Sam7/9/1Sam Und Samuel nahm ein Milchlamm
und opferte es ganz als Brandopfer für den HERRN. Und Samuel schrie zu dem HERRN um Hilfe für Israel, und der HERR erhörte ihn. /1Sam7/10/1Sam Es geschah nämlich, während Samuel [noch] das
Brandopfer opferte, rückten die Philister heran zum Kampf gegen Israel. Aber der HERR donnerte mit starkem Donner an demselben Tag über den Philistern und schreckte sie, und sie wurden vor Israel
geschlagen. /1Sam7/11/1Sam Und die Männer von Israel zogen von Mizpa aus und jagten den Philistern nach und schlugen sie bis unterhalb Bet-Kar. /1Sam7/12/1Sam Und Samuel nahm einen Stein und
stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen, und er gab ihm den Namen Eben-Eser und sagte: Bis hierher hat uns der HERR geholfen. /1Sam7/13/1Sam So wurden die Philister gedemütigt und kamen nicht
mehr in das Gebiet Israels. Und die Hand des HERRN war gegen die Philister alle Tage Samuels. /1Sam7/14/1Sam Und die Städte, die die Philister Israel abgenommen hatten, kamen wieder an Israel,
von Ekron bis Gat. Auch ihr Gebiet errettete Israel aus der Hand der Philister. Und es wurde Friede zwischen Israel und den Amoritern.
/1Sam7/15/1Sam Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens. /1Sam7/16/1Sam Und er zog Jahr für Jahr umher und kam nach Bethel, Gilgal und Mizpa und richtete Israel an all diesen Orten.
/1Sam7/17/1Sam Dann kehrte er nach Rama zurück, denn dort war sein Haus, und dort richtete er Israel. Auch baute er dort dem HERRN einen Altar.
Israels Begehren nach einem König.
\8\
/1Sam8/1/1Sam Und es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er seine Söhne als Richter über Israel ein. /1Sam8/2/1Sam Der Name seines erstgeborenen Sohnes war Joel und der Name seines
zweiten Abija; sie waren Richter in Beerscheba. /1Sam8/3/1Sam Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen und sie suchten ihren Vorteil und nahmen Bestechungsgeschenke und beugten das Recht.
/1Sam8/4/1Sam Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama. /1Sam8/5/1Sam Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in
deinen Wegen. Nun setze [doch] einen König über uns, damit er über uns Richter sei, wie [es bei] allen Nationen [ist]! /1Sam8/6/1Sam Und das Wort war übel in den Augen Samuels, dass sie sagten:
Gib uns einen König, damit er Richter über uns sei! Und Samuel betete zum HERRN. /1Sam8/7/1Sam Der HERR aber sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen! Denn
nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll. /1Sam8/8/1Sam Entsprechend all den Taten, die sie [immer] getan haben von dem Tage an,
da ich sie aus Ägypten geführt habe bis zum heutigen Tag, dass sie mich verlassen und andern Göttern gedient haben, so machen sie es auch mit dir. /1Sam8/9/1Sam Und nun höre auf ihre Stimme! Doch
warne sie mit allem Ernst und mach ihnen das Recht des Königs bekannt, der über sie herrschen wird!
/1Sam8/10/1Sam Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des HERRN. /1Sam8/11/1Sam Und er sagte: Dies wird das Recht des Königs sein, der über euch regieren wird:
Eure Söhne wird er nehmen, um sie für seinen Wagen und seine Gespanne einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen, /1Sam8/12/1Sam und um [sie] sich zu Obersten über Tausend und zu Obersten
über Fünfzig zu bestellen, damit sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen und damit sie seine Kriegsgeräte und seine Wagengeräte anfertigen. /1Sam8/13/1Sam Und eure Töchter wird er zum
Salbenmischen, zum Kochen und Backen nehmen. /1Sam8/14/1Sam Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben. /1Sam8/15/1Sam Und von euren
Kornfeldern und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern und Beamten geben. /1Sam8/16/1Sam Und eure Knechte und eure Mägde und eure besten jungen Männer und eure Esel
wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen. /1Sam8/17/1Sam Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr müßt seine Knechte sein. /1Sam8/18/1Sam Wenn ihr an jenem Tage wegen
eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten.
/1Sam8/19/1Sam Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören. Und sie sagten: Nein, sondern ein König soll über uns sein, /1Sam8/20/1Sam damit auch wir sind wie alle Nationen, und
dass unser König uns richtet und vor uns her auszieht und unsere Kriege führt. /1Sam8/21/1Sam Und Samuel hörte all die Worte des Volkes und sagte sie vor den Ohren des HERRN. /1Sam8/22/1Sam Und
der HERR sprach zu Samuel: Höre auf ihre Stimme und setze einen König über sie ein! Da sagte Samuel zu den Männern von Israel: Geht hin, jeder in seine Stadt!
Sauls Salbung zum König.
\9\
/1Sam9/1/1Sam Und es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kisch, ein Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes des Afiach, des Sohnes eines Benjaminiters, ein
angesehener Mann. /1Sam9/2/1Sam Und er hatte einen Sohn, sein Name war Saul, jung und stattlich, und niemand von den Söhnen Israel war schöner als er. Er war einen Kopf größer als alles
Volk.
/1Sam9/3/1Sam Und die Eselinnen des Kisch, des Vaters Sauls, waren verlorengegangen. Und Kisch sagte zu seinem Sohn Saul: Nimm doch einen von den Knechten mit dir und mach dich auf, geh hin und
suche die Eselinnen! /1Sam9/4/1Sam Und er zog durch das Gebirge Ephraim und zog durch das Land Schalischa, und [sie fanden sie] nicht. Und sie durchzogen das Land Schaalim, aber sie waren nicht
da. Und er zog durch das Land Benjamin, und [sie fanden sie] nicht. /1Sam9/5/1Sam Als sie aber in das Land Zuf kamen, sagte Saul zu seinem Knecht, der bei ihm war: Komm, laß uns [wieder]
umkehren, damit nicht etwa mein Vater von den Eselinnen abläßt und sich um uns Sorgen macht! /1Sam9/6/1Sam Der aber sagte zu ihm: Siehe doch, ein Mann Gottes ist in dieser Stadt. Der Mann ist
sehr angesehen. Alles was er sagt, trifft sicher ein. Laß uns dahin gehen, vielleicht gibt er uns Auskunft über unsern Weg, den wir gehen [sollten]! /1Sam9/7/1Sam Saul aber sagte zu seinem
Knecht: Siehe, wenn wir hingehen, was wollen wir dem Mann bringen? Denn das Brot in unsern Beuteln ist verbraucht, und wir haben kein Geschenk, um es dem Mann Gottes zu bringen. Was haben wir?
/1Sam9/8/1Sam Und der Knecht antwortete Saul noch einmal und sagte: Siehe, ich habe noch einen silbernen Viertel-Schekel bei mir; den will ich dem Mann Gottes geben, damit er uns über unsern Weg
Auskunft gibt. /1Sam9/9/1Sam Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt und laßt uns zum Seher gehen! Denn den man heute Prophet nennt, nannte man früher Seher.
/1Sam9/10/1Sam Da sagte Saul zu seinem Knecht: Dein Wort ist gut. Komm, laß uns gehen! Und sie gingen in die Stadt, wo der Mann Gottes war. /1Sam9/11/1Sam Als sie eben die Anhöhe zu der Stadt
hinaufstiegen, trafen sie Mädchen, die herauskamen, um Wasser zu schöpfen. Und sie sagten zu ihnen: Ist der Seher hier? /1Sam9/12/1Sam Sie antworteten ihnen und sagten: Ja, siehe, er ist [schon]
vor dir [da]. Eile jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opferfest auf der Höhe begeht! /1Sam9/13/1Sam Sowie ihr in die Stadt kommt, werdet ihr ihn finden, bevor
er zur Höhe hinaufgeht, um zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er gekommen ist; denn er segnet das Schlachtopfer, danach essen die Geladenen. So geht hinauf, denn gerade heute werdet
ihr ihn finden! /1Sam9/14/1Sam Da gingen sie zur Stadt hinauf. Als sie in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Höhe hinaufzugehen. /1Sam9/15/1Sam Der HERR aber
hatte dem Samuel das Ohr geöffnet, einen Tag bevor Saul kam, und gesagt: /1Sam9/16/1Sam Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir senden, den sollst du zum Fürsten
über mein Volk Israel salben! Der wird mein Volk aus der Hand der Philister erretten. Denn ich habe [die Not] meines Volkes angesehen, und sein Geschrei ist vor mich gekommen. /1Sam9/17/1Sam Als
nun Samuel Saul sah, teilte ihm der HERR mit: Siehe, da ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, dass er über mein Volk herrschen soll.
/1Sam9/18/1Sam Da trat Saul im Tor auf Samuel zu und sagte: Zeig mir doch, wo [hier] das Haus des Sehers ist. /1Sam9/19/1Sam Samuel antwortete Saul und sagte: Ich bin der Seher. Geh vor mir auf
die Höhe hinauf, denn ihr sollt heute mit mir essen, und morgen früh werde ich dich ziehen lassen! Und alles, was du auf dem Herzen hast, werde ich dir kundtun. /1Sam9/20/1Sam Und was die
Eselinnen betrifft, die dir heute vor drei Tagen verlorengegangen sind, so brauchst du dir um sie keine Sorgen zu machen, denn sie sind gefunden. Und wem gehört alles Kostbare Israels? Nicht dir
und dem ganzen Haus deines Vaters? /1Sam9/21/1Sam Da antwortete Saul und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter und aus einem der kleinsten Stämme Israels, und ist meine Sippe nicht die geringste
unter allen Sippen des Stammes Benjamin? Warum sprichst du solche Worte zu mir? /1Sam9/22/1Sam Und Samuel nahm Saul und seinen Knecht und führte sie in die Halle. Und er gab ihnen einen Platz
obenan unter den Geladenen; und das waren etwa dreißig Mann. /1Sam9/23/1Sam Und Samuel sagte zu dem Koch: Gib den Anteil her, den ich dir gegeben habe und von dem ich dir gesagt habe: Lege ihn
bei dir zurück! /1Sam9/24/1Sam Da trug der Koch die Keule auf und was daran war und legte es Saul vor. Und er sagte: Siehe, hier ist das Übriggebliebene! Leg dir vor und iß! Denn für diese Stunde
ist es für dich aufbewahrt worden, als ich sagte: Ich habe das Volk geladen. So aß Saul mit Samuel an diesem Tag.
/1Sam9/25/1Sam Und sie gingen von der Höhe in die Stadt hinab; und er redete mit Saul auf dem Dach. /1Sam9/26/1Sam Und sie standen früh auf. Und es geschah, als die Morgenröte aufging, rief
Samuel dem Saul auf dem Dach zu: Steh auf, dass ich dich geleite! Und Saul stand auf, und die beiden, er und Samuel, gingen auf die Gasse hinaus. /1Sam9/27/1Sam Als sie an das Ende der Stadt
hinabkamen, sagte Samuel zu Saul: Sag dem Knecht, dass er uns vorausgehe! [Und er ging voraus]. Du aber steh jetzt still! Ich will dich das Wort Gottes hören lassen.
\10\
/1Sam10/1/1Sam Und Samuel nahm den Krug mit Öl und goß es auf sein Haupt, und er küßte ihn und sagte: So hat der HERR dich nun zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt!
Zeichen des göttlichen Auftrags für Saul.
/1Sam10/2/1Sam Wenn du heute von mir weggehst, wirst du zwei Männer treffen beim Grab Rahels, an der Grenze von Benjamin, bei Zelzach; die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du
zu suchen ausgezogen bist. Und siehe, dein Vater hat die Sache mit den Eselinnen aufgegeben. Er macht sich um euch Sorgen und sagt: Was soll ich wegen meines Sohnes tun? /1Sam10/3/1Sam Und wenn
du von dort weitergehst und du zur Terebinthe Tabor kommst, werden dich dort drei Männer treffen, die zu Gott nach Bethel hinaufgehen. Einer trägt drei Böckchen und einer drei Brote, und einer
trägt einen Schlauch mit Wein. /1Sam10/4/1Sam Und sie werden dich nach deinem Wohlergehen fragen und dir zwei Brote geben, und du sollst sie von ihrer Hand annehmen. /1Sam10/5/1Sam Danach wirst
du zu dem Hügel Gottes kommen, wo Wachtposten der Philister sind. Und wenn du dort in die Stadt kommst, wirst du einer Schar von Propheten begegnen, die von der Höhe herabkommen, und vor ihnen
her Harfe und Tamburin und Flöte und Zither, und sie werden weissagen. /1Sam10/6/1Sam Und der Geist des HERRN wird über dich kommen, und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen
Menschen umgewandelt werden. /1Sam10/7/1Sam Und es soll geschehen, wenn bei dir diese Zeichen eintreffen, so tu, was deine Hand finden wird! Denn Gott ist mit dir. /1Sam10/8/1Sam Und geh vor mir
nach Gilgal hinab! Und siehe, ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu opfern und Heilsopfer zu schlachten. Sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme und dir zu erkennen gebe, was
du tun sollst.
/1Sam10/9/1Sam Und es geschah, als er sich umwandte, um von Samuel wegzugehen, da gab ihm Gott ein anderes Herz. Und alle diese Zeichen trafen an demselben Tag ein. /1Sam10/10/1Sam Als sie
dorthin an den Hügel kamen, siehe, da kam ihm eine Schar von Propheten entgegen. Und der Geist Gottes kam über ihn, dass er in ihrer Mitte weissagte. /1Sam10/11/1Sam Und es geschah, als alle, die
ihn von früher her kannten, sahen, und siehe, er weissagte mit den Propheten, da sagten die Leute zueinander: Was ist denn mit dem Sohn des Kisch geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten?
/1Sam10/12/1Sam Und einer von dort antwortete und sagte: Wer ist denn ihr Vater? Daher ist es zum Sprichwort geworden: Ist Saul auch unter den Propheten? /1Sam10/13/1Sam Und als er aufgehört
hatte zu weissagen, kam er auf die Höhe. /1Sam10/14/1Sam Und Sauls Onkel sagte zu ihm und zu seinem Knecht: Wo seid ihr hingegangen? Er antwortete: Die Eselinnen zu suchen; und als wir sahen,
dass sie nirgends waren, gingen wir zu Samuel. /1Sam10/15/1Sam Da sagte der Onkel Sauls: Teile mir doch mit, was Samuel zu euch gesagt hat! /1Sam10/16/1Sam Saul antwortete seinem Onkel: Er teilte
uns als ganz gewiß mit, dass die Eselinnen gefunden seien. Aber die Sache mit dem Königtum, wovon Samuel geredet hatte, teilte er ihm nicht mit.
Sauls Wahl zum König.
/1Sam10/17/1Sam Und Samuel rief das Volk zusammen zum HERRN nach Mizpa. /1Sam10/18/1Sam Und er sprach zu den Söhnen Israel: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten
heraufgeführt und euch aus der Hand Ägyptens errettet und aus der Hand aller Königreiche, die euch bedrängten. /1Sam10/19/1Sam Ihr aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus allen euren
Nöten und euren Bedrängnissen errettet hat, und habt zu ihm gesagt: Einen König sollst du über uns setzen! Nun denn, stellt euch auf vor dem HERRN nach euren Stämmen und nach euren
Tausendschaften! /1Sam10/20/1Sam Und Samuel ließ alle Stämme Israels herantreten. Da wurde der Stamm Benjamin [durchs Los] getroffen. /1Sam10/21/1Sam Und er ließ den Stamm Benjamin nach seinen
Sippen herantreten. Da wurde die Sippe Matri getroffen; da wurde Saul, der Sohn des Kisch, getroffen. Und sie suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden. /1Sam10/22/1Sam Und sie befragten noch
einmal den HERRN: Ist der Mann schon hierhergekommen? Aber der HERR antwortete: Siehe, er hat sich bei dem Troß versteckt. /1Sam10/23/1Sam Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und als er
sich mitten unter das Volk stellte, da war er einen Kopf größer als alles Volk. /1Sam10/24/1Sam Und Samuel sagte zu dem ganzen Volk: Da seht ihr, wen der HERR erwählt hat! Denn keiner ist ihm
gleich im ganzen Volk. Da jauchzte das ganze Volk, und sie riefen: Es lebe der König!
/1Sam10/25/1Sam Und Samuel sagte dem Volk das Recht des Königtums und schrieb es in ein Buch und legte es vor den HERRN nieder. Und Samuel entließ das ganze Volk, jeden in sein Haus.
/1Sam10/26/1Sam Auch Saul ging in sein Haus nach Gibea. Und mit ihm zogen die vom Heer, deren Herz Gott gerührt hatte. /1Sam10/27/1Sam Aber einige ruchlose Leute sagten: Wie soll der uns retten?
Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Aber er tat, als hörte er es nicht.
Sauls Sieg über die Ammoniter.
\11\
/1Sam11/1/1Sam Und Nahasch, der Ammoniter, zog herauf und belagerte Jabesch in Gilead. Und alle Männer von Jabesch sagten zu Nahasch: Schließe einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienstbar
sein! /1Sam11/2/1Sam Aber Nahasch, der Ammoniter, antwortete ihnen: Unter der Bedingung will ich einen Bund mit euch schließen, dass ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit Schmach
über ganz Israel bringe. /1Sam11/3/1Sam Da sagten die Ältesten von Jabesch zu ihm: Laß uns sieben Tage [Zeit], damit wir Boten in das ganze Gebiet Israels senden! Und wenn [dann] niemand da ist,
der uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen. /1Sam11/4/1Sam Da kamen die Boten nach Gibea-Saul und sagten diese Worte vor den Ohren des Volkes. Und das ganze Volk erhob seine Stimme und
weinte. /1Sam11/5/1Sam Und siehe, da kam Saul vom Feld hinter den Rindern her. Und Saul fragte: Was ist mit dem Volk, dass sie weinen? Und sie berichteten ihm die Worte der Männer von Jabesch.
/1Sam11/6/1Sam Da geriet der Geist Gottes über Saul, als er diese Worte hörte, und sein Zorn entbrannte sehr. /1Sam11/7/1Sam Und er nahm ein Gespann Rinder und zerstückelte sie und sandte davon
durch Boten in das ganze Gebiet Israels und ließ sagen: Wer nicht hinter Saul und hinter Samuel auszieht, dessen Rindern wird es ebenso ergehen! Da fiel der Schrecken des HERRN auf das Volk, und
sie zogen aus wie ein Mann. /1Sam11/8/1Sam Und er musterte sie bei Besek; und die von den Söhnen Israel waren 300 000 und die Männer von Juda 30 000.
/1Sam11/9/1Sam Und er sagte zu den Boten, die gekommen waren: So sollt ihr zu den Männern von Jabesch in Gilead sagen: Morgen, wenn die Sonne beginnt, heiß zu scheinen, soll euch Hilfe zuteil
werden. Und die Boten kamen [zurück] und berichteten das den Männern von Jabesch, und sie freuten sich. /1Sam11/10/1Sam Und die Männer von Jabesch sagten: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen,
dann könnt ihr uns alles tun, was gut ist in euren Augen. /1Sam11/11/1Sam Und es geschah am nächsten Tag, da stellte Saul das Volk in drei Heerhaufen auf. Und sie kamen mitten in das Lager um die
Zeit der Morgenwache und schlugen Ammon bis der Tag heiß wurde. Und was übrigblieb wurde zerstreut, so dass von ihnen nicht zwei beieinander blieben.
/1Sam11/12/1Sam Da sprach das Volk zu Samuel: Wer ist es, der gesagt hat: Sollte Saul König über uns sein? Gebt die Männer her, dass wir sie töten! /1Sam11/13/1Sam Aber Saul sagte: Niemand soll
an diesem Tag getötet werden, denn heute hat der HERR Rettung gegeben in Israel! /1Sam11/14/1Sam Und Samuel sagte zum Volk: Kommt und laßt uns nach Gilgal gehen und dort das Königtum erneuern!
/1Sam11/15/1Sam Und das ganze Volk zog nach Gilgal, und sie machten dort Saul zum König, vor dem HERRN in Gilgal. Und sie schlachteten dort Heilsopfer vor dem HERRN. Und Saul und alle Männer von
Israel freuten sich dort sehr.
Ende des öffentlichen Dienstes Samuels.
\12\
/1Sam12/1/1Sam Und Samuel sprach zu ganz Israel: Siehe, ich habe auf eure Stimme gehört in allem, was ihr zu mir gesagt habt, und habe einen König über euch gesetzt. /1Sam12/2/1Sam Und nun siehe,
der König zieht vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden, und meine Söhne, siehe, sie sind bei euch. Und ich bin vor euch hergegangen von meiner Jugend an bis auf diesen Tag.
/1Sam12/3/1Sam Hier bin ich, zeugt gegen mich vor dem HERRN und vor seinem Gesalbten! Wessen Rind habe ich genommen, oder wessen Esel habe ich genommen? Wen habe ich übervorteilt? Wem habe ich
Gewalt angetan? Aus wessen Hand habe ich Bestechungsgeld genommen, um [damit] meine Augen zu verhüllen? So will ich es euch zurückgeben. /1Sam12/4 Sie aber antworteten: Du hast uns nicht
übervorteilt und uns keine Gewalt angetan und hast von niemandem irgend etwas angenommen. /1Sam12/5/1Sam Und er sagte zu ihnen: Der HERR ist Zeuge euch gegenüber, und ebenso ist sein Gesalbter
heute Zeuge, dass ihr nichts in meiner Hand gefunden habt! Und sie sagten: Er ist Zeuge!
/1Sam12/6/1Sam Und Samuel sprach zu dem Volk: Der HERR ist es, der Mose und Aaron eingesetzt und eure Väter aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! /1Sam12/7/1Sam Und nun tretet her, dass ich vor
dem HERRN mit euch vor Gericht trete über alle Wohltaten des HERRN, die er an euch und an euren Vätern erwiesen hat! /1Sam12/8/1Sam Als Jakob nach Ägypten gekommen war, schrieen eure Väter zu dem
HERRN um Hilfe. Und der HERR sandte Mose und Aaron, und sie führten eure Väter aus Ägypten heraus und ließen sie in dieser Gegend wohnen. /1Sam12/9/1Sam Aber sie vergaßen den HERRN, ihren Gott.
Und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs von Moab, und sie kämpften gegen sie. /1Sam12/10/1Sam Da schrieen
sie um Hilfe zu dem HERRN und sagten: Wir haben gesündigt, dass wir den HERRN verlassen und den Baalim und Astarot gedient haben. Nun aber errette uns aus der Hand unserer Feinde, dann wollen wir
dir dienen! /1Sam12/11/1Sam Da sandte der HERR Jerubbaal, Bedan, Jeftah und Samuel und errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum, so dass ihr sicher wohnen konntet. /1Sam12/12/1Sam Als ihr
aber saht, dass Nahasch, der König der Söhne Ammon, gegen euch zog, sagtet ihr zu mir: Nein, sondern ein König soll über uns herrschen! - obwohl doch der HERR, euer Gott, euer König ist.
/1Sam12/13/1Sam Und nun siehe, da ist der König, den ihr erwählt und den ihr erbeten habt; denn siehe, der HERR hat einen König über euch gesetzt. /1Sam12/14/1Sam Wenn ihr den HERRN fürchtet und
ihm dient, auf seine Stimme hört und dem Mund des HERRN nicht widerspenstig seid und wenn ihr und der König, der über euch regiert, dem HERRN, eurem Gott, nachfolgt, [so wird der Herr mit euch
sein]! /1Sam12/15/1Sam Wenn ihr aber nicht auf die Stimme des HERRN hört und dem Mund des HERRN widerspenstig seid, so wird die Hand des HERRN gegen euch sein wie gegen eure Väter.
/1Sam12/16/1Sam So tretet jetzt herzu und seht, was der HERR Großes vor euren Augen tun wird! /1Sam12/17/1Sam Ist jetzt nicht die Weizenernte? Ich will den HERRN anrufen, dass er Donner und Regen
sendet. Und ihr sollt erkennen und sehen, dass das Böse, das ihr [darin] begangen habt, euch einen König zu erbitten, groß ist in den Augen des HERRN.
/1Sam12/18/1Sam Und Samuel rief zu dem HERRN, und der HERR sandte an jenem Tag Donner und Regen. Da fürchtete das ganze Volk den HERRN und Samuel sehr. /1Sam12/19/1Sam Und das ganze Volk sagte zu
Samuel: Bitte den HERRN, deinen Gott, für deine Knechte, dass wir nicht sterben! Denn zu all unsern Sünden haben wir das Böse begangen, einen König für uns zu erbitten. /1Sam12/20/1Sam Samuel
aber sagte zum Volk: Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Böse begangen, doch hört nicht auf, dem HERRN nachzufolgen, und dient dem HERRN mit eurem ganzen Herzen! /1Sam12/21/1Sam Und
weicht nicht ab und folgt nicht den nichtigen [Götzen] nach, die nichts nützen und nicht erretten können, weil sie nichtig sind! /1Sam12/22/1Sam Denn der HERR wird sein Volk um seines großen
Namens willen nicht verlassen. Denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen. /1Sam12/23/1Sam Auch was mich betrifft - fern sei es von mir, dass ich mich an dem HERRN versündigen
und aufhören sollte, für euch zu bitten; sondern ich will euch den guten und richtigen Weg lehren. /1Sam12/24/1Sam Fürchtet nur den HERRN und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen! Denn
seht, wie große Dinge er an euch getan hat! /1Sam12/25/1Sam Wenn ihr aber dennoch böse handelt, so werdet ihr und euer König weggerafft werden.
Krieg gegen die Philister - Sauls voreiliges Opfern - Waffenmangel in Israel.
\13\
/1Sam13/1/1Sam Saul war . . . Jahre alt, als er König wurde; und er regierte zwei Jahre über Israel. /1Sam13/2/1Sam Und Saul erwählte sich aus Israel dreitausend Mann: zweitausend waren bei Saul
zu Michmas und auf dem Gebirge von Bethel, und tausend waren bei Jonatan in Gibea in Benjamin. Den Rest des Volkes aber entließ er, einen jeden in sein Zelt. /1Sam13/3/1Sam Und Jonatan schlug den
Wachtposten der Philister, der in Gibea war, und die Philister hörten es. Und Saul ließ im ganzen Land ins Horn stoßen und sprach: Die Hebräer sollen es hören! /1Sam13/4/1Sam Und ganz Israel
hörte es und sagte: Saul hat den Wachtposten der Philister geschlagen, und auch Israel hat sich bei den Philistern stinkend gemacht. Da wurde das Volk hinter Saul her nach Gilgal zusammengerufen.
/1Sam13/5/1Sam Auch die Philister sammelten sich zum Kampf mit Israel: 30 003 Wagen und sechstausend Gespanne und [Fuß]volk soviel wie der Sand am Ufer des Meeres. Und sie zogen herauf und
lagerten sich bei Michmas, östlich von Bet-Awen. /1Sam13/6/1Sam Als aber die Männer von Israel sahen, dass sie in Not waren, weil das [Kriegs]volk bedrängt wurde, da versteckte sich das Volk in
Höhlen und Dornsträuchern, in Felsen, in Gewölben und in Zisternen. /1Sam13/7/1Sam Auch gingen Hebräer über den Jordan ins Land Gad und Gilead. Saul aber war noch in Gilgal, und das ganze Volk,
das ihm folgte, war voll Angst.
/1Sam13/8/1Sam Und er wartete sieben Tage bis zu der von Samuel bestimmten Zeit; aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk [fing an], von dort oben auseinanderzulaufen. /1Sam13/9/1Sam Da
sagte Saul: Bringt mir das Brandopfer und die Heilsopfer her! Und er opferte das Brandopfer. /1Sam13/10/1Sam Und es geschah, als er [eben] fertig war, das Brandopfer zu opfern, siehe, da kam
Samuel. Und Saul ging hinaus, ihm entgegen, um ihm den Segensgruß zu entbieten. /1Sam13/11/1Sam Und Samuel sprach: Was hast du getan! Saul antwortete: Weil ich sah, dass das Volk von mir
auseinanderlief, und du kamst nicht zur bestimmten Zeit, während die Philister sich [schon] bei Michmas versammelt hatten, /1Sam13/12/1Sam da dachte ich: Jetzt werden die Philister zu mir nach
Gilgal herabkommen, und ich habe das Angesicht des HERRN noch nicht gesucht. Da wagte ich es und opferte das Brandopfer. /1Sam13/13/1Sam Und Samuel sprach zu Saul: Du hast töricht gehandelt! Du
hast das Gebot des HERRN, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat. Denn gerade jetzt hätte der HERR dein Königtum über Israel für immer bestätigt; /1Sam13/14/1Sam nun aber wird dein
Königtum nicht bestehen. Der HERR hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der HERR hat ihn zum Fürsten über sein Volk bestellt; denn du hast nicht gehalten, was der HERR dir geboten
hatte. /1Sam13/15/1Sam Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal hinauf nach Gibea in Benjamin. Und Saul musterte das Volk, das sich bei ihm befand, etwa sechshundert Mann.
/1Sam13/16/1Sam Und Saul und sein Sohn Jonatan und das Volk, das sich bei ihm befand, lagen bei Gibea in Benjamin; die Philister aber hatten sich bei Michmas gelagert. /1Sam13/17/1Sam Da zog der
Vernichtungstrupp aus dem Lager der Philister in drei Abteilungen aus: eine Abteilung wandte sich in Richtung auf Ofra, nach dem Land Schual hin, /1Sam13/18/1Sam und eine Abteilung wandte sich in
Richtung auf Bet-Horon, und eine Abteilung wandte sich in Richtung auf das Gebiet, das auf das Tal Zeboim nach der Wüste hin hinausschaut. /1Sam13/19/1Sam Und es war kein Schmied im ganzen Land
Israel zu finden. Denn die Philister dachten: [Wir wollen] nicht, dass die Hebräer sich Schwert oder Speer machen! /1Sam13/20/1Sam Und ganz Israel musste zu den Philistern hinabziehen, jeder um
seine Pflugschar oder seinen Spaten, sein Beil oder seine Sichel zu schärfen. - /1Sam13/21/1Sam Das Schärfen geschah für einen Zweidrittelschekel bei den Pflugscharen und bei den Spaten, bei der
Gabel und bei den Beilen und um die [Rinder]stacheln geradezurichten. - /1Sam13/22/1Sam Und es geschah am Tag des Kampfes, dass weder Schwert noch Speer in der Hand des ganzen Volkes gefunden
wurde, das mit Saul und mit Jonatan war; nur bei Saul und seinem Sohn Jonatan fanden sie sich vor. /1Sam13/23/1Sam Und ein Posten der Philister zog aus, auf den Paß von Michmas zu.
Glaubenstat des Jonatan.
\14\
/1Sam14/1/1Sam Und es geschah eines Tages, dass Jonatan, der Sohn Sauls, zu dem Waffenträger sagte: Komm, laß uns hinübergehen zu dem Posten der Philister, der dort drüben ist! Seinem Vater aber
teilte er es nicht mit. /1Sam14/2/1Sam Und Saul saß am Rand von Gibea unter dem Granatapfelbaum, der in Migron [steht]; und das Kriegsvolk bei ihm war etwa sechshundert Mann. /1Sam14/3/1Sam Und
Ahija, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Elis, des Priesters des HERRN in Silo, trug das Ephod. Und das Volk hatte nicht erkannt, dass Jonatan weggegangen
war.
/1Sam14/4/1Sam Es waren aber zwischen den Pässen, durch die Jonatan zu dem Posten der Philister hinüberzugehen suchte, eine Felszacke auf der einen Seite und eine Felszacke auf der anderen Seite:
der Name der einen war Bozez und der Name der anderen Senne. /1Sam14/5/1Sam Die eine Zacke [bildete] eine Säule im Norden gegenüber Michmas und die andere im Süden gegenüber Geba. /1Sam14/6/1Sam
Und Jonatan sprach zu dem Waffenträger, der seine Waffen trug: Komm, laß uns hinübergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen! Vielleicht wird der HERR etwas für uns tun, denn für den HERRN gibt
es kein Hindernis, durch viele oder durch wenige zu helfen. /1Sam14/7/1Sam Und sein Waffenträger antwortete ihm: Tu alles, was du vorhast! Geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir in allem, was du
vorhast. /1Sam14/8/1Sam Und Jonatan sagte: Siehe, wir wollen zu den Männern hinübergehen und uns ihnen zeigen. /1Sam14/9/1Sam Wenn sie dann zu uns sagen: Halt, bis wir zu euch gelangt sind! - so
wollen wir stehenbleiben, wo wir sind, und nicht zu ihnen hinaufgehen. /1Sam14/10/1Sam Wenn sie aber so sprechen: Kommt zu uns herauf! - so wollen wir hinaufsteigen, denn der HERR hat sie in
unsere Hand gegeben. Das soll uns zum Zeichen sein. /1Sam14/11/1Sam Und beide zeigten sich dem Posten der Philister. Da sprachen die Philister: Sieh an, Hebräer kommen aus den Löchern hervor, in
denen sie sich versteckt haben! /1Sam14/12/1Sam Und die Männer der Wache riefen Jonatan und seinem Waffenträger zu und sagten: Kommt zu uns herauf, so wollen wir es euch schon lehren! Da sagte
Jonatan zu seinem Waffenträger: Steig hinauf, mir nach! Denn der HERR hat sie in die Hand Israels gegeben. /1Sam14/13/1Sam Und Jonatan stieg auf Händen und Füßen hinauf und sein Waffenträger ihm
nach. Und sie fielen vor Jonatan [zu Boden], und sein Waffenträger hinter ihm tötete sie. /1Sam14/14/1Sam So traf der erste Schlag, den Jonatan und sein Waffenträger taten, an die zwanzig Mann,
[sie fielen] etwa auf einer halben Furchen[länge] eines Joches Acker. /1Sam14/15/1Sam Und es entstand ein Schrecken im Lager, auf dem Feld und unter dem ganzen [Kriegs]volk. Auch der Posten und
die Schar, die das Land verwüsten sollte, erschraken. Und die Erde erbebte, und so entstand ein Schrecken Gottes.
Sauls Sieg über die Philister.
/1Sam14/16/1Sam Und die Wächter Sauls zu Gibea Benjamin sahen, und siehe, ein lärmendes Getümmel, das immer hin und her wogte. /1Sam14/17/1Sam Und Saul sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Laßt
doch antreten und seht, wer von uns weggegangen ist! Und sie ließen antreten, siehe, da fehlten Jonatan und sein Waffenträger. /1Sam14/18/1Sam Da sagte Saul zu Ahija: Bring die Lade Gottes
herbei! Denn die Lade Gottes war an jenem Tag unter den Söhnen Israel. /1Sam14/19/1Sam Und es geschah, während Saul noch zu dem Priester redete, nahm das Getümmel im Lager der Philister immer
mehr zu; und Saul sagte zu dem Priester: Zieh deine Hand zurück! /1Sam14/20/1Sam Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich und kamen zum Kampf. Und siehe, da war das Schwert des
einen gegen den andern - eine sehr große Verwirrung. /1Sam14/21/1Sam Und die Hebräer waren bei den Philistern wie schon früher; [die nun,] die mit ihnen ins Feldlager hinaufgezogen waren, auch
sie wandten sich, um mit Israel zu sein, das bei Saul und Jonatan war. /1Sam14/22/1Sam Als aber alle Männer von Israel, die sich im Gebirge Ephraim versteckt hatten, hörten, dass die Philister
flohen, setzten auch sie ihnen nach im Kampf. /1Sam14/23/1Sam So rettete der HERR Israel an demselben Tag. Und der Kampf zog sich bis über Bet-Awen hinaus.
Sauls unbesonnener Schwur und dessen Folgen.
/1Sam14/24/1Sam Als die Männer von Israel an jenem Tag ins Gedränge kamen, beschwor Saul das Volk und sagte: Verflucht sei jeder, der vor dem Abend etwas ißt, bis ich mich an meinen Feinden
gerächt habe! Und das ganze Volk kostete keine Speise. /1Sam14/25/1Sam Und das ganze Land war in die [Zeit der] Honigernte gekommen, und es gab Honig auf der Fläche des Feldes. /1Sam14/26/1Sam
Und als das Volk zu den Waben kam, siehe, da floß der Honig; aber niemand brachte [etwas davon] mit seiner Hand in seinen Mund, denn das Volk fürchtete den Schwur. /1Sam14/27/1Sam Jonatan aber
hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte sie in die Honigwabe und führte
seine Hand wieder zu seinem Mund, und seine Augen wurden [wieder] hell. /1Sam14/28/1Sam Einer von dem Volk aber fing an und sagte: Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt:
Verflucht sei jeder, der heute etwas essen wird! Und so ist das Volk matt geworden. /1Sam14/29/1Sam Da antwortete Jonatan: Mein Vater bringt das Land ins Unglück. Seht doch, wie meine Augen hell
geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe. /1Sam14/30/1Sam Wieviel mehr, wenn das Volk heute tüchtig von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hat! Denn
jetzt ist die Niederlage unter den Philistern nicht groß! /1Sam14/31/1Sam Und sie schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon. Und das Volk war sehr matt geworden.
/1Sam14/32/1Sam Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Schafe, Rinder und Kälber und schlachteten sie einfach auf der Erde; und das Volk aß [das Fleisch] über dem Blut.
/1Sam14/33/1Sam Und man berichtete es Saul und sagte: Siehe, das Volk versündigt sich an dem HERRN, denn es ißt [das Fleisch] über dem Blut. Und er rief: Ihr habt treulos gehandelt! Wälzt sofort
einen großen Stein her zu mir! /1Sam14/34/1Sam Und Saul sagte [weiter]: Zerstreut euch unter das Volk und sagt ihnen: Jeder soll sein Rind und sein Schaf zu mir bringen und es hier schlachten und
essen, damit ihr euch nicht am HERRN versündigt, indem ihr über dem Blut eßt! Und in jener Nacht brachte das ganze Volk jeder eigenhändig sein Rind; und sie schlachteten es dort. /1Sam14/35/1Sam
Und Saul baute dem HERRN einen Altar. Das war der erste Altar, den er dem HERRN baute.
/1Sam14/36/1Sam Und Saul sagte: Laßt uns noch in der Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen plündern, bis der Morgen hell wird, und niemand von ihnen übriglassen! Sie
antworteten: Tu alles, was in deinen Augen gut ist! Und der Priester sagte: [Erst] laßt uns hier Gott nahen! /1Sam14/37/1Sam Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach?
Willst du sie in die Hand Israels geben? Aber er antwortete ihm nicht an diesem Tag. /1Sam14/38/1Sam Da sagte Saul: Tretet hierher, alle Anführer des Volkes, und erkennt und seht, wodurch heute
diese Verschuldung geschehen ist! /1Sam14/39/1Sam Denn so wahr der HERR lebt, der Israel errettet hat, selbst wenn sie bei meinem Sohn Jonatan wäre, soll er bestimmt sterben! Aber niemand aus dem
ganzen Volk antwortete ihm. /1Sam14/40/1Sam Und er sprach zu ganz Israel: Ihr sollt auf der einen Seite [stehen], und ich und mein Sohn Jonatan wollen auf der anderen Seite sein. Und das Volk
antwortete Saul: Tu, was in deinen Augen gut ist! /1Sam14/41/1Sam Und Saul sprach zu dem HERRN, dem Gott Israels: Gib rechten Entscheid! Da wurden Jonatan und Saul getroffen, aber das Volk ging
frei aus. /1Sam14/42/1Sam Und Saul sagte: Werft das Los über mich und meinen Sohn Jonatan! Da wurde Jonatan getroffen. /1Sam14/43/1Sam Da sprach Saul zu Jonatan: Bekenne mir, was du getan hast!
Und Jonatan bekannte ihm und sagte: Mit der Spitze des Stabes, den ich in meiner Hand hatte, habe ich nur ein wenig Honig gekostet. Siehe, ich muß sterben! /1Sam14/44/1Sam Und Saul sprach: So tue
[mir] Gott und so füge er hinzu, ja, du musst sterben, Jonatan! /1Sam14/45/1Sam Aber das Volk sagte zu Saul: Sollte Jonatan sterben, der diese große Rettungstat in Israel vollbracht hat? Das sei
ferne! So wahr der HERR lebt! Wenn von den Haaren seines Hauptes [eins] auf die Erde fällt! Hat er doch mit Gott den Sieg errungen an diesem Tage. So löste das Volk Jonatan aus, so dass er nicht
sterben musste. /1Sam14/46/1Sam Und Saul ließ von der Verfolgung der Philister ab und zog hinauf, und die Philister kehrten an ihren Wohnort zurück.
/1Sam14/47/1Sam Als Saul das Königtum über Israel erlangt hatte, kämpfte er ringsum gegen all seine Feinde, gegen Moab, gegen die Söhne Ammon und gegen Edom, gegen die Könige von Zoba und gegen
die Philister; und überall, wohin er sich wandte, war er siegreich. /1Sam14/48/1Sam Und er vollbrachte tapfere Taten und schlug Amalek und errettete Israel aus der Hand seines
Plünderers.
/1Sam14/49/1Sam Die Söhne Sauls waren: Jonatan, Jischwi und Malkischua. Und die Namen seiner beiden Töchter waren: der Name der erstgeborenen war Merab und der Name der jüngeren Michal.
/1Sam14/50/1Sam Der Name der Frau Sauls war Ahinoam, eine Tochter des Ahimaaz. Der Name seines Heerobersten war Abner, ein Sohn Ners, des Onkels Sauls; /1Sam14/51/1Sam denn Kisch, der Vater
Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Söhne Abiels.
/1Sam14/52/1Sam Und der Krieg gegen die Philister war schwer alle Tage Sauls. Wenn Saul irgendeinen tapferen und kampffähigen Mann sah, stellte er ihn in seinen Dienst.
Sieg Sauls über Amalek, sein Ungehorsam und seine Verwerfung.
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/1Sam15/1/1Sam Samuel sagte zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, um dich zum König über sein Volk, über Israel, zu salben. So höre nun auf die Stimme der Worte des HERRN! /1Sam15/2/1Sam So spricht
der HERR der Heerscharen: Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan, wie es sich ihm in den Weg gestellt hat, als [Israel] aus Ägypten heraufzog. /1Sam15/3/1Sam Nun zieh hin und schlage Amalek!
Und vollstreckt den Bann an ihnen, an allem, was es hat, und verschone ihn nicht, [sondern] töte Mann und Frau, Kind und Säugling, Rind und Schaf, Kamel und Esel! /1Sam15/4/1Sam Da rief Saul das
Volk auf und musterte sie in Telem, 200 000 Mann zu Fuß und 10 000 Männer aus Juda. /1Sam15/5/1Sam Und Saul kam bis zur Stadt der Amalekiter und legte einen Hinterhalt in das Tal. /1Sam15/6/1Sam
Und Saul ließ den Kenitern sagen: Geht, weicht, zieht weg von den Amalekitern, dass ich dich nicht mit ihnen wegraffe! Denn du, du hast allen Söhnen Israel Gnade erwiesen, als sie aus Ägypten
heraufzogen. Da zogen die Keniter fort von Amalek. /1Sam15/7/1Sam Und Saul schlug die Amalekiter von Hawila bis nach Schur, das vor Ägypten liegt. /1Sam15/8/1Sam Und er ergriff Agag, den König
der Amalekiter, lebend. Und an dem ganzen Volk vollstreckte er den Bann mit der Schärfe des Schwertes. /1Sam15/9/1Sam Aber Saul und das Volk verschonten Agag und die besten Schafe und Rinder und
die [Tiere] vom zweiten Wurf und die Lämmer und alles, was wertvoll war, daran wollten sie nicht den Bann vollstrecken. Alles Vieh aber, das verachtet und schwächlich war, daran vollstreckten sie
den Bann.
/1Sam15/10/1Sam Da geschah das Wort des HERRN zu Samuel: /1Sam15/11/1Sam Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich von mir abgewandt und hat meine Worte nicht
ausgeführt. Da entbrannte dem Samuel [der Zorn], und er schrie zu dem HERRN die ganze Nacht. /1Sam15/12/1Sam Und am frühen Morgen machte Samuel sich auf, um Saul zu begegnen. Da wurde Samuel
berichtet: Saul ist nach Karmel gekommen. Und siehe, er hat sich ein Siegeszeichen errichtet, und er hat sich gewandt und ist weitergegangen und nach Gilgal hinabgekommen. /1Sam15/13/1Sam Als
Samuel zu Saul kam, sagte Saul zu ihm: Gesegnet seist du von dem HERRN! Ich habe das Wort des HERRN erfüllt. /1Sam15/14/1Sam Und Samuel antwortete: Was ist denn das für ein Blöken von Schafen,
das zu meinen Ohren kommt, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre? /1Sam15/15/1Sam Saul sagte: Von den Amalekitern hat man sie gebracht, denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder,
um [sie] dem HERRN, deinem Gott, zu opfern; an den übrigen haben wir den Bann vollstreckt. /1Sam15/16/1Sam Da sprach Samuel zu Saul: Halt ein, damit ich dir verkünde, was der HERR diese Nacht zu
mir geredet hat! Und er sagte zu ihm: Rede! /1Sam15/17/1Sam Und Samuel sprach: Wurdest du nicht, als du gering in deinen Augen warst, das Oberhaupt der Stämme Israels? Und der HERR salbte dich
zum König über Israel. /1Sam15/18/1Sam Und der HERR sandte dich auf den Weg und sagte: Zieh hin und vollstrecke den Bann an den Frevlern, an Amalek und kämpfe mit ihnen, bis du sie vernichtet
hast! /1Sam15/19/1Sam Warum hast du denn der Stimme des HERRN nicht gehorcht und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was in den Augen des HERRN böse ist? /1Sam15/20/1Sam Und Saul
antwortete Samuel: Ich habe der Stimme des HERRN gehorcht und bin den Weg gezogen, den der HERR mich gesandt hat. Ich habe Agag, den König von Amalek, hergebracht und an Amalek den Bann
vollstreckt. /1Sam15/21/1Sam Aber das Volk hat von der Beute genommen: Schafe und Rinder, das Beste vom Gebannten, um [es] dem HERRN, deinem Gott, in Gilgal zu opfern. /1Sam15/22/1Sam Samuel aber
sprach: Hat der HERR [so viel] Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das
Fett der Widder. (Gehorsam gegen Gott ist besser als noch so viel Anbetung) /1Sam15/23/1Sam Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde [wie] Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und
Götzendienst. Weil du das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst.
/1Sam15/24/1Sam Saul sagte zu Samuel: Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl des HERRN und deine Worte übertreten habe; denn ich fürchtete das Volk und hörte auf seine Stimme. /1Sam15/25/1Sam
Und nun, vergib mir doch meine Sünde und kehre mit mir um, dass ich den HERRN anbete! /1Sam15/26/1Sam Aber Samuel sprach zu Saul: Ich kehre nicht mit dir um. Denn du hast das Wort des HERRN
verworfen, und der HERR hat dich verworfen, dass du nicht mehr König über Israel sein sollst. /1Sam15/27/1Sam Als Samuel sich umwandte, um wegzugehen, da ergriff Saul ihn beim Zipfel seines
Oberkleides, so dass er abriß. /1Sam15/28/1Sam Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat heute das Königtum Israels von dir abgerissen und es einem anderen gegeben, der besser ist als du.
/1Sam15/29/1Sam Auch lügt der nicht, der Israels Ruhm ist, und es gereut ihn nicht. Denn nicht ein Mensch ist er, dass ihn [etwas] gereuen könnte. /1Sam15/30/1Sam Und er sprach: Ich habe
gesündigt! Aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den HERRN, deinen Gott, anbete! /1Sam15/31/1Sam Und Samuel kehrte um [und folgte] Saul
nach, und Saul betete den HERRN an.
/1Sam15/32/1Sam Und Samuel sprach: Bringt Agag, den König von Amalek, zu mir her! Und Agag kam widerstrebend zu ihm. Und Agag sagte: Fürwahr, die Bitterkeit des Todes ist gewichen!
/1Sam15/33/1Sam Aber Samuel sagte: Wie dein Schwert Frauen kinderlos gemacht hat, so sei [auch] deine Mutter kinderlos unter den Frauen! Und Samuel hieb Agag in Stücke vor dem HERRN in
Gilgal.
/1Sam15/34/1Sam Und Samuel ging nach Rama. Saul aber zog in sein Haus hinauf nach Gibea-Saul. /1Sam15/35/1Sam Und Samuel sah Saul nicht mehr bis zum Tag seines Todes. Denn Samuel trauerte um
Saul, da es den HERRN reute, dass er Saul zum König über Israel gemacht hatte.
Davids Salbung zum König.
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/1Sam16/1/1Sam Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange willst du um Saul trauern, den ich doch verworfen habe, dass er nicht mehr König über Israel sei? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin! Ich
will dich zu dem Bethlehemiter Isai senden; denn ich habe mir unter seinen Söhnen einen zum König ausersehen. /1Sam16/2/1Sam Und Samuel antwortete: Wie kann ich hingehen? Wenn Saul es hört, so
wird er mich umbringen. Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sage: Ich bin gekommen, um dem HERRN zu opfern! /1Sam16/3/1Sam Und lade Isai zum Schlachtopfer, und ich werde dir zu
erkennen geben, was du tun sollst! Und du sollst mir den salben, den ich dir nennen werde.
/1Sam16/4/1Sam Und Samuel tat, was der HERR [ihm] gesagt hatte, und kam nach Bethlehem. Da kamen die Ältesten der Stadt ihm aufgeregt entgegen und sagten: Bedeutet dein Kommen Friede?
/1Sam16/5/1Sam Und er sprach: Ja, Friede! Ich bin gekommen, um dem HERRN ein Opfer zu bringen. Heiligt euch und kommt mit mir zum Schlachtopfer! Und er heiligte Isai und seine Söhne und lud sie
zum Schlachtopfer. /1Sam16/6/1Sam Und es geschah, als sie kamen, sah er den Eliab und meinte: Gewiß, da steht sein Gesalbter vor dem HERRN! /1Sam16/7/1Sam Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh
nicht auf sein Aussehen und auf seinen hohen Wuchs! Denn ich habe ihn verworfen. Denn [der HERR sieht] nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist,
aber der HERR sieht auf das Herz. /1Sam16/8/1Sam Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn vor Samuel vorübergehen. Aber er sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. /1Sam16/9/1Sam Dann ließ
Isai Schamma vorübergehen. Er aber sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt. /1Sam16/10/1Sam Und Isai ließ seine sieben Söhne vor Samuel vorübergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR
hat keinen von ihnen erwählt. /1Sam16/11/1Sam Und Samuel fragte Isai: Sind das die jungen Leute alle? Er antwortete: Der Jüngste ist noch übrig, siehe, er weidet die Schafe. Und Samuel sagte zu
Isai: Sende hin und laß ihn holen! Denn wir werden uns nicht zu Tisch setzen, bis er hierhergekommen ist. /1Sam16/12/1Sam Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war rötlich und hatte schöne
Augen und ein gutes Aussehen. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn! Denn der ist es! /1Sam16/13/1Sam Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN
geriet über David von diesem Tag an und darüber hinaus. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama.
David bei Saul.
/1Sam16/14/1Sam Aber der Geist des HERRN wich von Saul, und ein böser Geist vom HERRN ängstigte ihn. /1Sam16/15/1Sam Und die Knechte Sauls sagten zu ihm: Sieh, ein böser Geist von Gott ängstigt
dich. /1Sam16/16/1Sam Unser Herr befehle seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der die Zither zu spielen weiß. Und es wird geschehen, wenn der böse Geist von Gott über
dich kommt, so wird er mit seiner Hand spielen, und es wird besser mit dir werden. /1Sam16/17/1Sam Und Saul sagte zu seinen Knechten: Seht euch nach einem Mann für mich um, der gut spielen kann,
und bringt ihn zu mir! /1Sam16/18/1Sam Und einer von den jungen Männern antwortete: Siehe, ich habe einen Sohn des Bethlehemiters Isai gesehen, der [die Zither] zu spielen weiß, ein tapferer
Mann, tüchtig zum Kampf und des Wortes mächtig, von guter Gestalt, und der HERR ist mit ihm. /1Sam16/19/1Sam Da sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der
bei den Schafen ist! /1Sam16/20/1Sam Da nahm Isai einen Esel und belud ihn mit Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenböckchen und sandte es Saul durch seinen Sohn David. /1Sam16/21/1Sam So
kam David zu Saul und diente ihm. Und [Saul] gewann ihn sehr lieb, und er wurde sein Waffenträger. /1Sam16/22/1Sam Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: Laß doch David in meinen Dienst
treten, denn er hat Gunst gefunden in meinen Augen! /1Sam16/23/1Sam Und es geschah, wenn der Geist von Gott über Saul kam, nahm David die Zither und spielte [darauf] mit seiner Hand. Und Saul
fand Erleichterung, und es ging ihm besser, und der böse Geist wich von ihm.
Davids Sieg über Goliat.
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/1Sam17/1/1Sam Und die Philister sammelten ihre Heere zum Kampf und versammelten sich zu Socho in Juda und lagerten sich bei Efes-Dammim, zwischen Socho und Aseka. /1Sam17/2/1Sam Und Saul und die
Männer von Israel versammelten und lagerten sich im Terebinthental, und sie stellten sich den Philistern gegenüber in Schlachtordnung auf. /1Sam17/3/1Sam Und die Philister standen an einem Berg
jenseits, und Israel stand an einem Berg diesseits, so dass das Tal zwischen ihnen war.
/1Sam17/4/1Sam Und ein Vorkämpfer trat aus den Lagern der Philister heraus, sein Name war Goliat, aus Gat; seine Größe war sechs Ellen und eine Spanne. /1Sam17/5/1Sam Und er hatte einen bronzenen
Helm auf seinem Kopf und war mit einem Schuppenpanzer bekleidet. Das Gewicht des Panzers betrug 5 000 Schekel Bronze. /1Sam17/6/1Sam Und er hatte bronzene Schienen an seinen Beinen und ein
bronzenes Krummschwert auf seiner Schulter. /1Sam17/7/1Sam Und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum, und die Spitze seines Speeres [wog] sechshundert Schekel Eisen. Und der
Schildträger ging vor ihm her. /1Sam17/8/1Sam Und er stellte sich hin, rief den Schlachtreihen Israels zu und sprach zu ihnen: Wozu zieht ihr aus, um euch in Schlachtordnung aufzustellen? Bin ich
nicht der Philister und ihr die Knechte Sauls? Bestimmt einen Mann von euch, dass er zu mir herabkommt! /1Sam17/9/1Sam Wenn er mit mir zu kämpfen vermag und mich erschlägt, dann wollen wir eure
Knechte sein. Wenn ich ihn aber überwinde und ihn erschlage, dann sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen. /1Sam17/10/1Sam Und der Philister sagte: Ich verhöhne heute die Schlachtreihen
Israels! Gebt mir einen Mann, dass wir miteinander kämpfen! /1Sam17/11/1Sam Und Saul und ganz Israel hörten diese Worte des Philisters, und sie waren niedergeschlagen und fürchteten sich
sehr.
/1Sam17/12/1Sam David nun war der Sohn jenes Ephratiters von Bethlehem in Juda, mit Namen Isai, der acht Söhne hatte. Und der Mann war in den Tagen Sauls schon zu alt, um unter den Männern
[mit]zukommen. /1Sam17/13/1Sam Die drei ältesten Söhne Isais aber waren mit Saul in den Krieg gezogen. Die Namen seiner drei Söhne, die in den Krieg zogen, waren: Eliab, der Erstgeborene, und der
zweite Abinadab und der dritte Schamma. /1Sam17/14/1Sam Und David war der jüngste, und die drei ältesten waren Saul gefolgt. /1Sam17/15/1Sam David aber ging ab und zu von Saul weg, um die Schafe
seines Vaters in Bethlehem zu weiden. - /1Sam17/16/1Sam Und der Philister trat morgens und abends heraus und stellte sich hin, vierzig Tage lang. - /1Sam17/17/1Sam Isai aber sagte zu seinem Sohn
David: Nimm doch für deine Brüder dieses Efa geröstete Körner und diese zehn Brote und bring sie schnell in das Lager zu deinen Brüdern! /1Sam17/18/1Sam Und diese zehn Stücke Weichkäse bring dem
Obersten über Tausend und erkundige dich, ob es deinen Brüdern gutgeht, und bring ein Pfand von ihnen mit! /1Sam17/19/1Sam Saul und sie und alle Männer von Israel stehen im Terebinthental im
Kampf mit den Philistern. - /1Sam17/20/1Sam Da machte sich David des Morgens früh auf und überließ die Schafe einem Hüter. Er nahm und ging hin, wie Isai ihm geboten hatte, und kam zum
Lagerplatz. Als das Heer aber in die Schlachtreihe ausrückte, erhoben sie das Kampfgeschrei. /1Sam17/21/1Sam Und Israel und die Philister stellten sich auf, Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.
/1Sam17/22/1Sam David ließ sein Gepäck, das er trug, bei der Wache des Trosses und lief in die Schlachtreihe. Und er kam und fragte seine Brüder nach ihrem Wohlergehen. /1Sam17/23/1Sam Während er
noch mit ihnen redete, siehe, da kam der Vorkämpfer herauf, mit Namen Goliat, der Philister von Gat, aus den Schlachtreihen der Philister und redete dieselben Worte; und David hörte es.
/1Sam17/24/1Sam Als aber alle Männer von Israel den Mann sahen, flohen sie vor ihm und fürchteten sich sehr. /1Sam17/25/1Sam Und die Männer von Israel sagten: Habt ihr diesen Mann gesehen, wie er
heraufkommt? Denn er kommt nur herauf, um Israel zu verhöhnen. Und es soll geschehen, wer immer ihn erschlägt, den will der König sehr reich belohnen. Und er will ihm seine Tochter geben und will
das Haus seines Vaters [von Abgaben] freimachen in Israel. /1Sam17/26/1Sam Da sagte David zu den Männern, die bei ihm standen: Was soll mit dem Mann geschehen, der diesen Philister da erschlägt
und die Schande von Israel abwendet? Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister da, der die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt? /1Sam17/27/1Sam Und das Volk antwortete ihm wie
vorher: So [und so] soll dem Mann geschehen, der ihn erschlägt. /1Sam17/28/1Sam Und Eliab, sein ältester Bruder, hörte zu, als er mit den Männern redete. Und der Zorn Eliabs entbrannte über
David, und er sagte: Warum bist du überhaupt hergekommen? Und wem hast du jene paar Schafe in der Wüste überlassen? Ich erkenne deine Vermessenheit wohl und die Bosheit deines Herzens; denn du
bist [ja nur] hergekommen, um dem Kampf zuzusehen. /1Sam17/29/1Sam Und David antwortete: Was habe ich denn getan? Ist es nicht der Mühe wert? /1Sam17/30/1Sam Und er wandte sich von ihm ab, einem
andern zu, und wiederholte die Frage; und das Volk gab ihm dieselbe Antwort wie vorher.
/1Sam17/31/1Sam Und die Worte, die David geredet hatte, wurden bekannt. Und man meldete sie Saul; und der ließ ihn holen. /1Sam17/32/1Sam Und David sagte zu Saul: Niemand lasse seinetwegen den
Mut sinken! Dein Knecht will hingehen und mit diesem Philister kämpfen. /1Sam17/33/1Sam Aber Saul sagte zu David: Du kannst nicht zu diesem Philister gehen, um mit ihm zu kämpfen. Denn du bist
ein junger Mann, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf. /1Sam17/34/1Sam Da sagte David zu Saul: Dein Knecht weidete die Schafe für seinen Vater. Wenn dann ein Löwe oder ein Bär kam und
ein Schaf von der Herde wegtrug, /1Sam17/35/1Sam so lief ich ihm nach und schlug auf ihn ein und entriß es seinem Rachen. Erhob er sich gegen mich, so ergriff ich ihn bei seinem Bart, schlug ihn
und tötete ihn. /1Sam17/36/1Sam So hat dein Knecht den Löwen und den Bären erschlagen. Und diesem unbeschnittenen Philister soll es genauso ergehen wie einem von ihnen, weil er die Schlachtreihen
des lebendigen Gottes verhöhnt hat! /1Sam17/37/1Sam Und David fuhr fort: Der HERR, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären errettet hat, der wird mich auch aus der Hand
dieses Philisters erretten. Und Saul sagte zu David: Geh hin, der HERR sei mit dir! /1Sam17/38/1Sam Und Saul legte David seine Rüstung an und setzte einen bronzenen Helm auf sein Haupt und zog
ihm einen Schuppenpanzer an. /1Sam17/39/1Sam Und David gürtete Sauls Schwert über seine Rüstung und wollte damit gehen, denn er hatte es [noch] nie versucht. Da sagte David zu Saul: Ich kann
nicht damit gehen, denn ich habe es nie versucht. Und David legte sie wieder ab. /1Sam17/40/1Sam Und er nahm seinen Stab in seine Hand und wählte fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in
die Hirtentasche, die ihm als Schleudertasche [diente], und [nahm] seine Schleuder in seine Hand und ging dem Philister entgegen.
/1Sam17/41/1Sam Und der Philister ging und kam David immer näher, und der Mann, der den Schild trug, [ging] vor ihm her. /1Sam17/42/1Sam Als aber der Philister hinschaute und David sah,
verachtete er ihn, weil er noch jung war, und er war rötlich und schön von Aussehen. /1Sam17/43/1Sam Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst?
Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern. /1Sam17/44/1Sam Der Philister sagte zu David: Komm her zu mir, dass ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe!
/1Sam17/45/1Sam Und David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Krummschwert. Ich aber komme zu dir mit (dem Namen Jesus,) dem Namen des HERRN der Heerscharen, des
Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. /1Sam17/46/1Sam Heute wird der HERR dich in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Und die Leichen
des Heeres der Philister werde ich heute noch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren der Erde geben. Und die ganze Erde soll erkennen, dass Israel einen Gott hat. /1Sam17/47/1Sam Und diese
ganze Versammlung soll erkennen, dass der HERR nicht durch Schwert oder Speer errettet. Denn des HERRN ist der Kampf, und er wird euch in unsere Hand geben!
/1Sam17/48/1Sam Und es geschah, als der Philister sich aufmachte und näher an David herankam, da lief David eilends von der Schlachtreihe aus dem Philister entgegen. /1Sam17/49/1Sam Und David
griff mit seiner Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus, und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn. Und der Stein drang ihm in die Stirn ein, und er fiel auf sein Gesicht
zur Erde. /1Sam17/50/1Sam So überwand David mit der Schleuder und mit dem Stein den Philister, und er traf den Philister und tötete ihn. David aber hatte kein Schwert in der Hand. /1Sam17/51/1Sam
Und David lief und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert, zog es aus seiner Scheide und tötete ihn [vollends] und hieb ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr
stärkster Mann tot war, flohen sie. /1Sam17/52/1Sam Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben das Kriegsgeschrei und jagten den Philistern nach bis nach Gat und bis an die
Tore von Ekron. Und die Erschlagenen der Philister fielen auf dem Weg von Schaarajim bis Gat und Ekron. /1Sam17/53/1Sam Und die Söhne Israel kehrten von der Verfolgung der Philister zurück und
plünderten deren Lager. /1Sam17/54/1Sam Und David nahm den Kopf des Philisters und brachte ihn nach Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Zelt.
/1Sam17/55/1Sam Als aber Saul sah, wie David dem Philister entgegenging, sagte er zu Abner, dem Heerobersten: Wessen Sohn ist doch dieser junge Mann, Abner? Und Abner antwortete: So wahr du
lebst, König, ich weiß es nicht! /1Sam17/56/1Sam Und der König befahl: Frage, wessen Sohn der junge Mann ist! /1Sam17/57/1Sam Als David zurückkehrte, nachdem er den Philister erschlagen hatte,
nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und er hatte den Kopf des Philisters in seiner Hand. /1Sam17/58/1Sam Und Saul fragte ihn: Wessen Sohn bist du, junger Mann? David antwortete: Der Sohn
deines Knechtes Isai, des Bethlehemiters.
Davids Freundschaft mit Jonatan - Sauls Eifersucht auf David.
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/1Sam18/1/1Sam Und es geschah, als er aufgehört hatte, mit Saul zu reden, verband sich die Seele Jonatans mit der Seele Davids; und Jonatan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele. /1Sam18/2/1Sam
Und Saul nahm ihn an jenem Tag zu sich und ließ ihn nicht [wieder] in das Haus seines Vaters zurückkehren. /1Sam18/3/1Sam Und Jonatan und David schlossen einen Bund, weil er ihn liebhatte wie
seine eigene Seele. /1Sam18/4/1Sam Und Jonatan zog das Oberkleid aus, das er anhatte, und gab es David, und seinen Waffenrock und sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.
/1Sam18/5/1Sam Und David zog [in den Kampf]. Und wohin immer Saul ihn sandte, hatte er Erfolg. Und Saul setzte ihn über die Kriegsleute. Und er war beliebt bei dem ganzen Volk und auch bei den
Knechten Sauls.
/1Sam18/6/1Sam Und es geschah, als sie heimkamen, als David vom Sieg über den Philister zurückkehrte, zogen die Frauen aus allen Städten Israels zu Gesang und Reigen dem König Saul entgegen mit
Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln. /1Sam18/7/1Sam Und die Frauen tanzten, sangen und riefen: Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausende. /1Sam18/8/1Sam Da ergrimmte
Saul sehr. Und diese Sache war in seinen Augen böse, und er sagte: Sie haben David Zehntausende gegeben, und mir haben sie [nur] die Tausende gegeben; es [fehlt] ihm nur noch das Königtum.
/1Sam18/9/1Sam Und Saul sah neidisch auf David von jenem Tag an und hinfort.
/1Sam18/10/1Sam Und es geschah am folgenden Tag, dass ein böser Geist von Gott über Saul kam, und er geriet im Innern des Hauses in Raserei. David aber spielte [die Zither] mit seiner Hand, wie
[er] täglich [zu tun pflegte], und Saul hatte einen Speer in seiner Hand. /1Sam18/11/1Sam Und Saul warf den Speer und dachte: Ich will David an die Wand spießen! Aber David wich ihm zweimal aus.
/1Sam18/12/1Sam Und Saul fürchtete sich vor David; denn der HERR war mit ihm. Aber von Saul war er gewichen. /1Sam18/13/1Sam Und Saul entfernte [David] aus seiner Umgebung und setzte ihn zum
Obersten über Tausend; und er zog aus und ein vor dem [Kriegs]volk her. /1Sam18/14/1Sam Und David hatte Erfolg auf allen seinen Wegen, und der HERR war mit ihm. /1Sam18/15/1Sam Und als Saul sah,
dass [David] so großen Erfolg hatte, scheute er sich vor ihm. /1Sam18/16/1Sam Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her.
/1Sam18/17/1Sam Und Saul sagte zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab will ich dir zur Frau geben. Sei mir nur ein tapferer Mann und führe die Kriege des HERRN! Saul aber dachte: Meine Hand
soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der Philister soll gegen ihn sein. /1Sam18/18/1Sam Und David antwortete Saul: Wer bin ich, und was ist meine Familie und die Sippe meines Vaters in
Israel, dass ich des Königs Schwiegersohn werden soll? /1Sam18/19/1Sam Und es geschah zu der Zeit, als Merab, die Tochter Sauls, David gegeben werden sollte, wurde sie Adriel, dem Meholatiter,
gegeben. /1Sam18/20/1Sam Aber Michal, die Tochter Sauls, liebte David. Das berichtete man Saul, und es war ihm recht. /1Sam18/21/1Sam Und Saul sagte: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zur
Falle wird und die Hand der Philister gegen ihn ist. Und Saul sagte zu David: Zum zweiten Mal sollst du heute mein Schwiegersohn werden.
/1Sam18/22/1Sam Und Saul befahl seinen Knechten: Redet im geheimen zu David und sagt: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte haben dich lieb. So werde nun des Königs
Schwiegersohn! /1Sam18/23/1Sam Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. David aber sagte: Ist es ein Geringes in euren Augen, des Königs Schwiegersohn zu werden? Ich bin
nur ein armer und geringer Mann. /1Sam18/24/1Sam Und die Knechte Sauls berichteten es ihm und sagten: So hat David geredet. /1Sam18/25/1Sam Da sagte Saul: So sollt ihr zu David sagen: Der König
fordert keine andere Heiratsgabe als hundert Vorhäute der Philister, um an den Feinden des Königs Vergeltung zu üben. Saul aber gedachte, David durch die Hand der Philister zu Fall zu bringen.
/1Sam18/26/1Sam Und seine Knechte berichteten David diese Worte, und es war in den Augen Davids recht, des Königs Schwiegersohn zu werden. Und noch waren die Tage nicht vollendet, /1Sam18/27/1Sam
da machte sich David auf und zog hin, er und seine Männer, und erschlug zweihundert Mann unter den Philistern. Und David brachte ihre Vorhäute, und man lieferte sie dem König vollzählig ab, damit
er des Königs Schwiegersohn werde. Da gab Saul ihm seine Tochter Michal zur Frau. /1Sam18/28/1Sam Und Saul sah und erkannte, dass der HERR mit David war, dass Michal, die Tochter Sauls, ihn
liebte. /1Sam18/29/1Sam Da fürchtete Saul sich noch mehr vor David. Und Saul wurde für immer Davids Feind.
/1Sam18/30/1Sam Die Obersten der Philister zogen aus. Und es geschah, sooft sie auszogen, hatte David mehr Erfolg als alle Knechte Sauls. Und sein Name wurde sehr berühmt.
Sauls Haß auf David - Jonatans Eintreten für David.
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/1Sam19/1/1Sam Saul nun redete mit seinem Sohn Jonatan und mit all seinen Knechten, dass er David töten wolle. Jonatan aber, der Sohn Sauls, hatte großen Gefallen an David. /1Sam19/2/1Sam Und
Jonatan berichtete es David und sagte: Mein Vater Saul sucht dich zu töten. Nun hüte dich doch morgen und bleibe im Versteck sitzen und verbirg dich! /1Sam19/3/1Sam Ich aber will hinausgehen und
mich auf dem Feld neben meinen Vater stellen, wo du bist, und ich will mit meinem Vater über dich reden und sehen, wie es steht, und es dir berichten. /1Sam19/4/1Sam Und Jonatan redete mit seinem
Vater Saul Gutes von David und sagte zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Knecht, an David! Denn er hat sich nicht an dir versündigt, und seine Taten sind dir sehr nützlich.
/1Sam19/5/1Sam Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel einen großen Sieg verschafft. Du hast es gesehen und dich [darüber] gefreut. Warum
willst du dich an unschuldigem Blut versündigen, dass du David ohne Ursache tötest? /1Sam19/6/1Sam Und Saul hörte auf die Stimme Jonatans, und Saul schwor: So wahr der HERR lebt, wenn er getötet
wird! /1Sam19/7/1Sam Da rief Jonatan David, und Jonatan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonatan brachte David zu Saul, und er diente ihm wie früher.
Erneuter Mordversuch Sauls an David - Davids Flucht zu Samuel.
/1Sam19/8/1Sam Und es kam wieder zum Krieg. David zog aus und kämpfte gegen die Philister und brachte ihnen eine große Niederlage bei, so dass sie vor ihm flohen.
/1Sam19/9/1Sam Und ein böser Geist von dem HERRN kam über Saul, als er in seinem Haus saß, seinen Speer in seiner Hand. David aber spielte [auf der Zither]. /1Sam19/10/1Sam Und Saul suchte David
mit dem Speer an die Wand zu spießen. Aber er wich aus vor Saul, so dass er den Speer in die Wand stieß. Und David floh und entrann in jener Nacht. /1Sam19/11/1Sam Da sandte Saul Boten in das
Haus Davids, um ihn zu bewachen und ihn [dann] am Morgen zu töten. Aber seine Frau Michal teilte es David mit: Wenn du nicht in dieser Nacht dein Leben rettest, dann wirst du morgen umgebracht
werden. /1Sam19/12/1Sam Und Michal ließ David durchs Fenster hinab. Und er eilte fort, floh und entrann. /1Sam19/13/1Sam Und Michal nahm den Teraphim und legte ihn aufs Bett und legte ein
Geflecht von Ziegenhaar an sein Kopfende und bedeckte ihn mit einem Tuch. /1Sam19/14/1Sam Und Saul sandte Boten, um David zu holen. Und sie sagte: Er ist krank. /1Sam19/15/1Sam Da sandte Saul
noch einmal Boten, nach David zu sehen, und sagte: Bringt ihn im Bett zu mir herauf, damit ich ihn töte! /1Sam19/16/1Sam Und die Boten kamen, und siehe, der Teraphim [lag] im Bett, und das
Geflecht von Ziegenhaar an seinem Kopfende. /1Sam19/17/1Sam Da sagte Saul zu Michal: Warum hast du mich so betrogen und meinen Feind entfliehen lassen, dass er entrinnen konnte? Und Michal
antwortete Saul: Er sagte zu mir: Laß mich gehen, sonst töte ich dich!
/1Sam19/18/1Sam David aber war geflohen und hatte sich gerettet. Und er kam zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm angetan hatte. Dann ging er mit Samuel, und sie wohnten in
Najot. /1Sam19/19/1Sam Und es wurde Saul berichtet: Siehe, David ist in Najot in Rama. /1Sam19/20/1Sam Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie aber die Schar der Propheten, die
weissagten, sahen und Samuel dabeistehen, wie er sie leitete, kam der Geist Gottes über die Boten Sauls, und auch sie weissagten. /1Sam19/21/1Sam Und man berichtete es Saul, und er sandte andere
Boten, und auch die weissagten. Und Saul sandte zum dritten Mal Boten, und auch sie weissagten. /1Sam19/22/1Sam Da ging auch er nach Rama und kam an die große Zisterne, die in Sechu ist. Und er
fragte: Wo sind Samuel und David? Man antwortete [ihm]: Siehe, in Najot in Rama. /1Sam19/23/1Sam Und er ging von dort nach Najot in Rama. Und auch über ihn kam der Geist Gottes, und er ging daher
und weissagte, bis er in Najot in Rama ankam. /1Sam19/24/1Sam Und auch er zog seine Oberkleider aus, und auch er weissagte vor Samuel, und er fiel hin [und lag] nackt [da] den ganzen Tag und die
ganze Nacht. Daher sagt man: Ist auch Saul unter den Propheten?
David und Jonatan - Sauls bleibende Mordabsichten - Davids endgültige Flucht.
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/1Sam20/1/1Sam Und David floh von Najot in Rama. Und er kam und sagte vor Jonatan: Was habe ich getan? Was ist meine Schuld, und was ist mein Vergehen gegen deinen Vater, dass er mir nach dem
Leben trachtet? /1Sam20/2/1Sam Und er antwortete ihm: Das sei ferne! Du sollst nicht sterben. Siehe, mein Vater tut nichts, weder Großes noch Kleines, ohne dass er mir etwas davon sagt. Warum
sollte mein Vater diese Sache vor mir verbergen? Es ist nicht so. /1Sam20/3/1Sam David aber schwor dazu und sprach: Dein Vater hat wohl erkannt, dass ich Gunst in deinen Augen gefunden habe,
darum denkt er: Jonatan soll das nicht erkennen, damit er nicht bekümmert ist. Jedoch, so wahr der HERR lebt und so wahr du lebst: Nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tod! /1Sam20/4/1Sam Und
Jonatan sagte zu David: Was du begehrst, das will ich für dich tun. /1Sam20/5/1Sam Und David entgegnete Jonatan: Siehe, morgen ist Neumond, da sollte ich eigentlich mit dem König zu Tisch sitzen.
Laß mich gehen, dass ich mich auf dem Feld verberge bis zum Abend des dritten Tages! /1Sam20/6/1Sam Wenn dein Vater mich dann vermissen sollte, so sage: David hat es sich dringend von mir
erbeten, nach Bethlehem, seiner Stadt, laufen [zu dürfen]; denn dort ist das Jahresopfer für die ganze Familie. /1Sam20/7/1Sam Wenn er dann sagt: `Es ist recht', so steht es gut um deinen Knecht.
Ergrimmt er aber, so erkenne, dass Böses bei ihm beschlossen ist. /1Sam20/8/1Sam Erweise denn nun Gnade an deinem Knecht, denn du hast mich mit dir in den Bund des HERRN treten lassen! Wenn aber
eine Schuld bei mir vorliegt, so töte du mich! Denn warum willst du mich zu deinem Vater bringen? /1Sam20/9/1Sam Jonatan antwortete: Das sei fern von dir! Denn wenn ich sicher erkannt habe, dass
es bei meinem Vater beschlossen ist, Böses über dich zu bringen, sollte ich es dir dann nicht berichten? /1Sam20/10/1Sam Und David sagte zu Jonatan: Wer soll es mir berichten, wenn dein Vater dir
eine harte Antwort gibt? /1Sam20/11/1Sam Jonatan sagte zu David: Komm, laß uns aufs Feld hinausgehen! Und sie gingen beide hinaus aufs Feld.
/1Sam20/12/1Sam Und Jonatan sagte zu David: Der HERR, der Gott Israels, [ist Zeuge], dass ich meinen Vater morgen [oder] übermorgen um diese Zeit ausforsche. Und siehe, [steht es] gut um David,
und ich sende dann nicht zu dir und enthülle es deinem Ohr, /1Sam20/13/1Sam dann tue der HERR dem Jonatan [das an] und füge so hinzu! Wenn es aber meinem Vater gefällt, Böses über dich [zu
bringen], dann werde ich es deinem Ohr enthüllen und dich ziehen lassen, dass du in Frieden weggehen kannst. Und der HERR sei mit dir, wie er mit meinem Vater gewesen ist! /1Sam20/14/1Sam Und
nicht nur solange ich noch lebe, und nicht nur an mir erweise die Gnade des HERRN, dass ich nicht sterbe, /1Sam20/15/1Sam sondern auch meinem Haus entziehe niemals deine Gnade, auch dann nicht,
wenn der HERR die Feinde Davids Mann für Mann vom Erdboden vertilgen wird! /1Sam20/16/1Sam Da schloß Jonatan mit dem Haus Davids [einen Bund] [und sprach]: Der HERR fordere es von der Hand der
Feinde Davids! /1Sam20/17/1Sam Und Jonatan ließ nun auch David bei seiner Liebe zu ihm schwören. Denn er liebte ihn, wie er seine [eigene] Seele liebte.
/1Sam20/18/1Sam Und Jonatan sagte zu ihm: Morgen ist Neumond. Da wird man dich vermissen, wenn dein Platz leer bleibt. /1Sam20/19/1Sam Am dritten Tag aber steig schnell herunter! Du aber komm an
den Ort, wo du dich am Tag der Tat verborgen hattest, und setz dich neben den Steinhaufen! /1Sam20/20/1Sam Ich aber werde drei Pfeile nach seiner Seite abschießen, als ob ich nach einem Ziel
schießen würde. /1Sam20/21/1Sam Und siehe, ich werde den Jungen hinschicken: Geh hin, such die Pfeile! Wenn ich ausdrücklich zu dem Jungen sage: Siehe, die Pfeile sind von dir herwärts, hole sie!
- so komm! Denn es steht gut um dich, und es besteht keine Gefahr, so wahr der HERR lebt. /1Sam20/22/1Sam Wenn ich aber so zu dem jungen Mann sage: Siehe, die Pfeile sind von dir hinwärts! - so
geh! Denn der HERR schickt dich weg. /1Sam20/23/1Sam Das Wort aber, das wir miteinander geredet haben, ich und du, siehe, der HERR ist [Zeuge] zwischen mir und dir auf ewig.
/1Sam20/24/1Sam Und David verbarg sich auf dem Feld. Und als es Neumond wurde, setzte sich der König zu Tisch, um zu essen. /1Sam20/25/1Sam Und der König setzte sich auf seinen Platz wie vorher,
auf den Platz an der Wand. Als nun Jonatan sich erhob, saß [nur noch] Abner an der Seite Sauls. Der Platz Davids blieb leer. /1Sam20/26/1Sam Saul aber sagte nichts an diesem Tag, denn er dachte:
Es ist ihm etwas widerfahren. Er ist nicht rein, gewiß, er ist nicht rein. /1Sam20/27/1Sam Und es geschah am anderen Tag des Neumonds, dem zweiten, als der Platz Davids wieder leer blieb, da
sagte Saul zu seinem Sohn Jonatan: Warum ist der Sohn Isais gestern und heute nicht zum Essen gekommen? /1Sam20/28/1Sam Jonatan antwortete Saul: David hat es sich dringend von mir erbeten, nach
Bethlehem [gehen zu dürfen], /1Sam20/29/1Sam und sagte: Laß mich doch gehen! Denn wir haben ein Familienopfer in der Stadt, und mein Bruder selbst hat es mir geboten. Und nun, wenn ich Gunst in
deinen Augen gefunden habe, so laß mich doch gehen, dass ich meine Brüder sehe! Darum ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen. /1Sam20/30/1Sam Da entbrannte der Zorn Sauls über Jonatan, und
er sagte zu ihm: Du Sohn einer entarteten [Mutter]! Ich habe wohl erkannt, dass du den Sohn Isais erkoren hast, dir und deiner Mutter, die dich geboren hat, zur Schande. /1Sam20/31/1Sam Denn all
die Tage, die der Sohn Isais auf Erden lebt, wirst weder du noch deine Königsherrschaft Bestand haben. Und nun schicke hin und laß ihn zu mir bringen, denn er ist ein Kind des Todes!
/1Sam20/32/1Sam Und Jonatan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan? /1Sam20/33/1Sam Da schleuderte Saul den Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren.
Und Jonatan erkannte, dass es bei seinem Vater fest beschlossen war, David zu töten. /1Sam20/34/1Sam Jonatan stand vom Tisch in glühendem Zorn auf und aß am zweiten Tag des Neumonds keine Speise.
Denn er war bekümmert um David, weil sein Vater ihn beschimpft hatte.
/1Sam20/35/1Sam Und es geschah am Morgen, da ging Jonatan aufs Feld hinaus, an den Ort, den er mit David verabredet hatte; und ein kleiner Junge war mit ihm. /1Sam20/36/1Sam Und er sagte zu
seinem Jungen: Lauf und such die Pfeile, die ich abschieße! Während der Junge hinlief, schoß er den Pfeil über ihn hinaus. /1Sam20/37/1Sam Und als der Junge an die Stelle kam, wohin Jonatan den
Pfeil abgeschossen hatte, rief Jonatan dem Jungen nach und sprach: Liegt der Pfeil nicht noch jenseits von dir? /1Sam20/38/1Sam Und Jonatan rief hinter dem Jungen her: Schnell, eile und bleib
nicht stehen! Und der Junge Jonatans hob den Pfeil auf und brachte [ihn] zu seinem Herrn. /1Sam20/39/1Sam Der Junge aber wußte von nichts; nur Jonatan und David wußten um die Sache.
/1Sam20/40/1Sam Und Jonatan gab dem Jungen, den er bei sich hatte, seine Waffen und sagte zu ihm: Geh, bring sie in die Stadt! /1Sam20/41/1Sam Als der Junge weggegangen war, stand David hinter
dem Steinhaufen auf und fiel auf sein Gesicht zur Erde und beugte sich dreimal nieder. Und sie küßten einander und weinten miteinander, David aber am allermeisten. /1Sam20/42/1Sam Und Jonatan
sagte zu David: Geh hin in Frieden! Was wir beide im Namen des HERRN geschworen haben, [dafür] wird der HERR zwischen mir und dir und zwischen meinen Nachkommen und deinen Nachkommen auf ewig
[Zeuge] sein.
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/1Sam21/1/1Sam Und David machte sich auf und ging weg. Jonatan aber ging [zurück] in die Stadt.
Hilfe für David bei den Priestern von Nob.
/1Sam21/2/1Sam Und David kam nach Nob, zum Prister Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm: Warum kommst du allein, und niemand ist bei dir? /1Sam21/3/1Sam Und
David antwortete dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir: Niemand soll irgend etwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe.
Die Leute aber habe ich an den und den Ort beschieden. /1Sam21/4/1Sam Und nun, was hast du zur Hand? Gib [mir] fünf Brote in meine Hand oder was sich [sonst] vorfindet! /1Sam21/5/1Sam Und der
Priester antwortete David und sagte: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da. Wenn sich nur die Leute der Frau enthalten haben! /1Sam21/6/1Sam David antwortete
dem Priester und sagte zu ihm: Ja, denn eine Frau ist uns seit gestern und vorgestern, als ich auszog, versagt [gewesen]. Und die Leiber der Leute sind heilig. War das [noch] ein gewöhnliches
Unternehmen, wieviel mehr werden sie heute an ihrem Leib heilig sein! /1Sam21/7/1Sam Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot. Denn dort war kein anderes Brot als nur das Schaubrot, das vor
dem HERRN nur weggenommen wird, wenn frisches Brot hingelegt wird an dem Tag, da man es wegnimmt. /1Sam21/8/1Sam - Es war aber dort an jenem Tag ein Mann von den Knechten Sauls, eingeschlossen
vor dem HERRN, mit Namen Doeg, der Edomiter; er war Aufseher über die Hirten Sauls. - /1Sam21/9/1Sam Und David sagte zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert?
Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen, weil die Sache des Königs dringend war. /1Sam21/10/1Sam Und der Priester sagte: Das Schwert des Philisters Goliat, den du im
Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod. Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es! Denn außer diesem ist kein anderes da. Und David erwiderte:
Seinesgleichen gibt es nicht. Gib es mir!
Davids Flucht nach Gat und nach Juda.
/1Sam21/11/1Sam Und David machte sich auf und floh an diesem Tag vor Saul und kam zu Achisch, dem König von Gat.
/1Sam21/12/1Sam Und die Knechte des Achisch sagten zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes? Haben sie nicht von ihm bei Reigentänzen gesungen: Saul hat seine Tausende erschlagen, David
aber seine Zehntausende? /1Sam21/13/1Sam David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achisch, dem König von Gat. /1Sam21/14/1Sam Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren
Augen und tobte unter ihren Händen, und er kritzelte an die Flügel des Tores und ließ seinen Speichel in seinen Bart fließen. /1Sam21/15/1Sam Da sagte Achisch zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht,
dass der Mann wahnsinnig ist. Warum bringt ihr ihn zu mir? /1Sam21/16/1Sam Fehlt es mir an Wahnsinnigen, dass ihr diesen hergebracht habt, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus
kommen?
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/1Sam22/1/1Sam Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters das hörten, kamen sie zu ihm dorthin herab. /1Sam22/2/1Sam Und es
sammelten sich um ihn lauter Bedrängte und solche, die verschuldet waren, und andere mit erbittertem Gemüt. Und er wurde ihr Anführer. Und es waren bei ihm etwa vierhundert Mann. /1Sam22/3/1Sam
Und David ging von da nach Mizpe in Moab und sagte zum König von Moab: Laß doch meinen Vater und meine Mutter bei euch wohnen, bis ich erkannt habe, was Gott mit mir tun wird! /1Sam22/4/1Sam Und
er brachte sie vor den König von Moab, und sie wohnten bei ihm, solange David auf der Bergfeste war.
/1Sam22/5/1Sam Und der Prophet Gad sagte zu David: Bleib nicht auf der Bergfeste! Geh hin und begib dich in das Land Juda! Und David ging weg und kam nach Jaar-Heret.
Sauls Rache an den Priestern von Nob.
/1Sam22/6/1Sam Und Saul hörte, dass David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt worden seien. Saul aber saß in Gibea unter der Tamariske auf der Höhe, seinen Speer in der Hand, und alle
seine Knechte standen bei ihm. /1Sam22/7/1Sam Da sagte Saul zu seinen Knechten, die um ihn standen: Hört doch, ihr Benjaminiter! Wird der Sohn Isais euch allen auch Felder und Weinberge geben,
euch alle zu Anführern über Tausend und zu Anführern über Hundert machen, /1Sam22/8/1Sam dass ihr euch alle gegen mich verschworen habt? Und da ist keiner, der es meinem Ohr eröffnet, dass mein
Sohn einen Bund mit dem Sohn Isais geschlossen hat, und keiner ist unter euch, der sich um mich grämt und es meinem Ohr eröffnet hätte, dass mein Sohn meinen Knecht als Verräter gegen mich
aufgewiegelt hat, wie es heute [offenkundig] ist! /1Sam22/9/1Sam Da antwortete der Edomiter Doeg, der bei den Knechten Sauls stand, und sagte: Ich sah den Sohn Isais, wie er nach Nob kam zu
Ahimelech, dem Sohn Ahitubs. /1Sam22/10/1Sam Der befragte den HERRN für ihn und gab ihm Verpflegung, und das Schwert des Philisters Goliat gab er ihm auch.
/1Sam22/11/1Sam Da sandte der König hin und ließ den Priester Ahimelech, den Sohn Ahitubs, rufen sowie das ganze Haus seines Vaters, [alle] Priester in Nob. Und sie kamen alle zum König.
/1Sam22/12/1Sam Und Saul sagte: Höre doch, Sohn Ahitubs! Er antwortete: Hier bin ich, mein Herr! /1Sam22/13/1Sam Und Saul sagte zu ihm: Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn
Isais, dass du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast, damit er als Verräter an mir auftreten kann, wie es heute [offenkundig] ist? /1Sam22/14/1Sam Ahimelech antwortete
dem König und sprach: Wer unter all deinen Knechten ist wie David: treu, Schwiegersohn des Königs, dazu Anführer deiner Leibwache und geehrt in deinem Haus? /1Sam22/15/1Sam Habe ich erst heute
angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei fern von mir! Der König lege solches seinem Knecht nicht zur Last, [auch nicht] dem ganzen Haus meines Vaters! Denn dein Knecht hat von alldem nichts
gewußt, weder Kleines noch Großes. /1Sam22/16/1Sam Aber der König sagte: Sterben musst du, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters! /1Sam22/17/1Sam Und der König sagte zu den Leibwächtern,
die um ihn standen: Tretet her und tötet die Priester des HERRN, weil auch ihre Hand mit David ist und weil sie wußten, dass er auf der Flucht war und es mir nicht zu Ohren gebracht haben. Aber
die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht an die Priester des HERRN legen, um sie niederzumachen. /1Sam22/18/1Sam Da sprach der König zu Doeg: Tritt du heran und mache die Priester nieder!
Und Doeg, der Edomiter, trat heran und er machte die Priester nieder, und er tötete an diesem Tag 85 Mann, die das leinene Ephod trugen. /1Sam22/19/1Sam Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er
mit der Schärfe des Schwertes, Mann und Frau, Kind und Säugling, Rind und Esel und Schafe, mit der Schärfe des Schwertes.
/1Sam22/20/1Sam Und es entkam ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, mit Namen Abjatar, und floh zu David. /1Sam22/21/1Sam Abjatar berichtete David, dass Saul die Priester des HERRN umgebracht
habe! /1Sam22/22/1Sam Da sagte David zu Abjatar: Ich wußte [schon] an jenem Tag, weil der Edomiter Doeg dort war, dass er es Saul sicher berichten würde. Ich bin schuldig am Tod aller aus dem
Haus deines Vaters. /1Sam22/23/1Sam Bleibe bei mir, fürchte dich nicht! Denn wer nach meinem Leben trachtet, trachtet auch nach deinem. Bei mir bist du in Sicherheit.
David rettet Keila - Seine Flucht in die Wüste Sif - Letzte Begegnung mit Jonatan.
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/1Sam23/1/1Sam Und man berichtete David: Siehe, die Philister kämpfen gegen Keila und plündern die Tennen. /1Sam23/2/1Sam Da befragte David den HERRN und sagte: Soll ich hinziehen und diese
Philister schlagen? Und der HERR sprach zu David: Zieh hin und schlage die Philister und rette Keila! /1Sam23/3/1Sam Aber die Männer Davids sagten zu ihm: Siehe, wir fürchten uns [schon] hier in
Juda, und wie sollten wir gar nach Keila gegen die Schlachtreihen der Philister ziehen? /1Sam23/4/1Sam Da befragte David wieder den HERRN, und der HERR antwortete ihm und sprach: Mach dich auf
und zieh nach Keila hinab! Denn ich will die Philister in deine Hand geben. /1Sam23/5/1Sam Und David zog mit seinen Männern nach Keila und kämpfte gegen die Philister und trieb ihr Vieh weg und
brachte ihnen eine große Niederlage bei. Und so rettete David die Bewohner von Keila. - /1Sam23/6/1Sam Es geschah aber, als Abjatar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Keila floh, kam er hinab
mit einem Ephod in seiner Hand.
/1Sam23/7/1Sam Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Keila gekommen sei. Da dachte Saul: Gott hat ihn verworfen [und] in meine Hand [gegeben]. Denn er hat sich selbst eingeschlossen, indem
er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist. /1Sam23/8/1Sam Und Saul rief alles Volk zum Kampf auf, um nach Keila hinabzuziehen, damit sie David und seine Männer belagerten.
/1Sam23/9/1Sam Und als David erkannte, dass Saul Böses gegen ihn schmiedete, da sagte er zu dem Priester Abjatar: Bring das Ephod her! /1Sam23/10/1Sam Und David sprach: HERR, Gott Israels! Dein
Knecht hat als gewiß gehört, dass Saul danach trachtet, nach Keila zu kommen, um die Stadt um meinetwillen zu verderben. /1Sam23/11/1Sam Werden die Bürger von Keila mich in seine Hand ausliefern?
Wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? HERR, Gott Israels, laß es doch deinen Knecht wissen! Und der HERR sprach: Er wird herabkommen. /1Sam23/12/1Sam Und David fragte [weiter]:
Werden die Bürger von Keila mich und meine Männer in die Hand Sauls ausliefern? Der HERR sprach: Sie werden [dich] ausliefern. /1Sam23/13/1Sam Da machten David und seine Männer sich auf, etwa
sechshundert Mann, und sie zogen aus Keila fort und streiften umher, von einem Ort zum anderen. Und es wurde Saul berichtet, dass David aus Keila entkommen sei. Da ließ er davon ab, [gegen ihn]
auszuziehen.
/1Sam23/14/1Sam Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten, und er blieb im Gebirge in der Wüste Sif. Und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand. /1Sam23/15/1Sam
Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um ihm nach dem Leben zu trachten. Und David war in Horescha in der Wüste Sif. /1Sam23/16/1Sam Da machte sich Jonatan, der Sohn Sauls, auf und ging zu
David nach Horescha und stärkte seine Hand in Gott. /1Sam23/17/1Sam Und er sagte zu ihm: Fürchte dich nicht! Denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden. Du wirst König über Israel
werden, und ich werde der Zweite nach dir sein. Und auch mein Vater Saul hat erkannt, [dass] es so [ist]. /1Sam23/18/1Sam Und beide schlossen einen Bund vor dem HERRN. David blieb in Horescha,
Jonatan aber kehrte nach Hause zurück.
Erneute Verfolgung Davids durch Saul - Davids Flucht in die Wüste Maon.
/1Sam23/19/1Sam Aber die Sifiter zogen zu Saul nach Gibea hinauf und sagten: Hält David sich nicht bei uns auf den Bergfesten verborgen, in Horescha, auf dem Hügel Hachila, der südlich von
Jeschimon [liegt]? /1Sam23/20/1Sam Und nun, o König, wenn du geneigt bist herabzukommen, so komm herab! Und an uns ist es, ihn in die Hand des Königs auszuliefern. /1Sam23/21/1Sam Und Saul
entgegnete: Gesegnet seid ihr vom HERRN, dass ihr Mitleid mit mir gehabt habt! /1Sam23/22/1Sam Geht hin, vergewissert euch noch mehr und erkundet und paßt [genau] auf, an welchem Ort sein Fuß
[weilt] und wer ihn dort gesehen hat! Denn man hat mir gesagt, dass er sehr listig ist. /1Sam23/23/1Sam Und beobachtet und erkundet alle Schlupfwinkel, in denen er sich versteckt hält, und kommt
mit sicherer Kunde wieder zu mir zurück! So werde ich mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, dann will ich ihn aufspüren unter allen Tausendschaften Judas!
/1Sam23/24/1Sam Und sie machten sich auf und gingen vor Saul her nach Sif. David aber und seine Männer waren in der Wüste Maon, in der Steppe, südlich von Jeschimon. /1Sam23/25/1Sam Saul und
seine Männer zogen hin, um ihn zu suchen. Und man berichtete es David, und er ging zum Felsen hinab und blieb in der Wüste Maon. Als Saul das hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon.
/1Sam23/26/1Sam Saul ging auf der einen Seite des Berges, David aber und seine Männer auf der anderen Seite des Berges. Und es geschah, als David sich beeilte, Saul zu entkommen, während Saul und
seine Männer [gerade] David und seine Männer umringen wollten, um sie zu fangen, /1Sam23/27/1Sam kam ein Bote zu Saul und sagte: Eile und komm! Denn die Philister sind ins Land eingefallen.
/1Sam23/28/1Sam Da kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen. Daher nennt man jenen Ort: Sela-Machlekot.
Davids Großmut gegenüber Saul in der Höhle En-Gedi.
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/1Sam24/1/1Sam Und David zog von dort hinauf und blieb auf den Bergfesten von En-Gedi. /1Sam24/2/1Sam Und es geschah, als Saul von der Verfolgung der Philister zurückgekehrt war, berichtete man
ihm: Siehe, David ist in der Wüste En-Gedi. /1Sam24/3/1Sam Und Saul nahm dreitausend auserlesene Männer aus ganz Israel und zog hin, um David und seine Männer in Richtung auf die Steinbockfelsen
zu suchen. /1Sam24/4/1Sam Und er kam zu den Schafhürden am Weg, wo eine Höhle war, und Saul ging hinein, um seine Füße zu bedecken. David aber und seine Männer saßen hinten in der Höhle.
/1Sam24/5/1Sam Da sagten die Männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von dem der HERR zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben, damit du mit ihm tun kannst, wie
es gut ist in deinen Augen. Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem Oberkleid Sauls ab. /1Sam24/6/1Sam Aber danach geschah es, da schlug dem David das Herz, weil er den
Zipfel [vom Oberkleid] Sauls abgeschnitten hatte. /1Sam24/7/1Sam Und er sagte zu seinen Männern: Das sei vor dem HERRN fern von mir, dass ich so etwas an meinem Herrn, dem Gesalbten des HERRN,
tun sollte, meine Hand an ihn zu legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN! /1Sam24/8/1Sam Und David wehrte seinen Männern mit [diesen] Worten und erlaubte ihnen nicht, sich an Saul zu
vergreifen. Und Saul stand auf, [trat] aus der Höhle heraus und zog seines Weges.
/1Sam24/9/1Sam Danach machte David sich auf, ging aus der Höhle hinaus und rief hinter Saul her: Mein Herr und König! Und Saul sah sich um, und David neigte sein Gesicht zur Erde und warf sich
nieder. /1Sam24/10/1Sam Da sagte David zu Saul: Warum hörst du auf die Worte von Menschen, die sagen: Siehe, David sucht dein Unglück? /1Sam24/11/1Sam Siehe, an diesem Tag haben deine Augen
gesehen, dass der HERR dich heute in meine Hand gegeben hat in der Höhle. Und man drängte [mich], dich umzubringen. Aber ich habe dich verschont und dachte: Ich will meine Hand nicht an meinen
Herrn legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN! /1Sam24/12/1Sam Sieh, mein Vater, ja, sieh den Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand! Denn dass ich einen Zipfel deines Oberkleides
abgeschnitten und dich nicht umgebracht habe, daran erkenne und sieh, dass meine Hand rein ist von Bosheit und Aufruhr! Ich habe mich nicht an dir versündigt. Du aber stellst meinem Leben nach,
um es [mir] zu nehmen. /1Sam24/13/1Sam Der HERR richte zwischen mir und dir, und möge der HERR mich an dir rächen! Aber meine Hand soll nicht gegen dich sein. /1Sam24/14/1Sam Wie das alte
Sprichwort sagt: Von den Gottlosen kommt Gottlosigkeit; aber meine Hand soll nicht gegen dich sein. /1Sam24/15/1Sam Hinter wem zieht der König von Israel her? Wem jagst du nach? Einem toten Hund,
einem einzelnen Floh! /1Sam24/16/1Sam So sei denn der HERR Richter und richte zwischen mir und dir! Er sehe darein und führe meine Rechtssache und verschaffe mir Recht gegen dich!
/1Sam24/17/1Sam Und es geschah, als David diese Worte an Saul beendet hatte, sagte Saul: Ist das [nicht] deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte. /1Sam24/18/1Sam
Dann sagte er zu David: Du bist gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes erwiesen, ich aber habe dir Böses erwiesen. /1Sam24/19/1Sam Du hast heute bewiesen, wie du Gutes an mir getan hast, als
der HERR mich in deine Hand ausgeliefert hatte und du mich nicht umgebracht hast. /1Sam24/20/1Sam Denn wenn jemand seinen Feind findet, läßt er ihn dann im Guten seinen Weg gehen? So möge der
HERR dir Gutes vergelten für das, was du heute an mir getan hast! /1Sam24/21/1Sam Und nun siehe, ich habe erkannt, dass du König, ja, König werden wirst und dass in deiner Hand das Königtum
Israels Bestand haben wird. /1Sam24/22/1Sam So schwöre mir nun bei dem HERRN, dass du meine Nachkommen nicht ausrotten und meinen Namen nicht austilgen wirst aus dem Haus meines Vaters!
/1Sam24/23/1Sam Und David schwor es Saul. Und Saul ging in sein Haus zurück. David aber und seine Männer stiegen auf die Bergfeste hinauf.
Samuels Tod - Davids Bewahrung vor Sünde durch Abigajil - Ihre Eheschließung mit David.
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/1Sam25/1/1Sam Und Samuel starb. Und ganz Israel versammelte sich und hielt ihm die Totenklage, und sie begruben ihn in seiner Heimat in Rama.
Abigajils Weisheit
Und David machte sich auf und zog hinab in die Wüste Paran. /1Sam25/2/1Sam Und es war ein Mann in Maon, der seine Tätigkeit in Karmel hatte. Und der Mann war sehr vermögend und hatte dreitausend
Schafe und tausend Ziegen; und er war gerade in Karmel, um seine Schafe zu scheren. /1Sam25/3/1Sam Und der Name des Mannes war Nabal und der Name seiner Frau Abigajil. Sie war eine Frau von
klarem Verstand und von schöner Gestalt. Der Mann aber war roh und boshaft in seinem Tun, und er war ein Kalebiter. /1Sam25/4/1Sam Und David hörte in der Wüste, dass Nabal seine Schafe schor.
/1Sam25/5/1Sam Da sandte David zehn junge Männer aus und sagte zu den jungen Männern: Geht nach Karmel hinauf! Und wenn ihr zu Nabal kommt, fragt ihn in meinem Namen nach seinem Wohlergehen
/1Sam25/6/1Sam und sagt so: Lebe lange! Friede sei mit dir und Friede mit deinem Haus und Friede mit allem, was dein ist! /1Sam25/7/1Sam Ich habe gerade gehört, dass [du] Schafscherer bei dir
[hast]. Nun, deine Hirten sind mit uns zusammengewesen, wir haben ihnen nichts zuleide getan, und nicht das Geringste ist von ihnen vermißt worden all die Tage, die sie in Karmel gewesen sind.
/1Sam25/8/1Sam Frag deine Leute, sie werden es dir bestätigen! Laß die Leute in deinen Augen Gunst finden, denn wir sind an einem Festtag gekommen! Gib nun deinen Knechten und deinem Sohn David,
was deine Hand findet! /1Sam25/9/1Sam Als die Männer Davids hinkamen, redeten sie mit Nabal all diese Worte im Namen Davids und warteten dann ab. /1Sam25/10/1Sam Aber Nabal antwortete den
Knechten Davids und sagte: Wer ist David, und wer ist der Sohn Isais? Heutzutage gibt es viele Knechte, die alle ihren Herren davonlaufen, ein jeder seinem Herrn. /1Sam25/11/1Sam Und ich sollte
mein Brot und mein Wasser nehmen, mein Geschlachtetes, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und es Männern geben, von denen ich nicht weiß, woher sie sind?
/1Sam25/12/1Sam Und die Leute Davids machten sich wieder auf ihren Weg und kehrten zurück. Und als sie ankamen, berichteten sie ihm, was alles geschehen war. /1Sam25/13/1Sam Da sagte David zu
seinen Männern: [Es] gürte sich jeder sein Schwert um! Und jeder gürtete sich sein Schwert um, und auch David gürtete sich sein Schwert um. Und sie zogen hinauf, hinter David her, etwa
vierhundert Mann, während zweihundert bei dem Troß blieben.
/1Sam25/14/1Sam Aber einer von den Leuten berichtete der Abigajil, der Frau Nabals: Siehe, David hat Boten aus der Wüste gesandt, um unseren Herrn zu grüßen; aber er hat sie angeschrieen.
/1Sam25/15/1Sam Und doch sind die Männer sehr gut zu uns gewesen. Wir sind nicht belästigt worden, und wir haben nicht das Geringste vermißt alle Tage, die wir mit ihnen umhergezogen sind, wenn
wir auf dem Feld waren. /1Sam25/16/1Sam Sie sind eine Mauer um uns her gewesen bei Nacht und bei Tag, alle die Tage, die wir in ihrer Nähe waren und die Schafe weideten. /1Sam25/17/1Sam Und nun
erkenne und sieh zu, was du tun kannst! Denn das Unglück ist [gewiß] über unsern Herrn und über sein ganzes Haus beschlossen. Und er ist ein so bösartiger Mensch, dass man nicht mit ihm reden
kann.
/1Sam25/18/1Sam Da eilte Abigajil und nahm zweihundert Brote, zwei Schläuche Wein, fünf zubereitete Schafe, fünf Maß Röstkorn, hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud sie auf
Esel. /1Sam25/19/1Sam Und sie sagte zu ihren Knechten: Geht vor mir her! Siehe, ich komme hinter euch her. Aber ihrem Mann Nabal sagte sie nichts davon. /1Sam25/20/1Sam Und es geschah, als sie
auf dem Esel ritt und im Schutz des Berges hinabritt, siehe, da kamen David und seine Männer ihr entgegen, so dass sie auf sie stieß. /1Sam25/21/1Sam David aber hatte gedacht: Fürwahr, umsonst
habe ich alles behütet, was diesem [Menschen] in der Wüste gehört, so dass nicht das Geringste vermißt wurde von allem, was er hatte. Und er hat mir Gutes mit Bösem vergolten. /1Sam25/22/1Sam So
tue Gott den Feinden Davids, und so füge er hinzu, wenn ich von allem, was ihm gehört, bis zum Morgen einen übriglasse, der männlich ist!
/1Sam25/23/1Sam Als Abigajil David sah, stieg sie eilends vom Esel herab, fiel vor David auf ihr Gesicht und beugte sich zur Erde nieder. /1Sam25/24/1Sam Sie fiel ihm zu Füßen und sagte: Auf mich
allein, mein Herr, [falle] die Schuld! Laß doch deine Magd reden vor deinen Ohren und höre die Worte deiner Magd! /1Sam25/25/1Sam Mein Herr ärgere sich doch nicht über diesen boshaften Menschen,
über Nabal! Denn wie sein Name so ist er: Nabal ist sein Name, und Torheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Leute meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast. /1Sam25/26/1Sam Nun
aber, mein Herr, so wahr der HERR lebt und du selbst lebst, der HERR hat dich davor bewahrt, in Blutschuld zu geraten und dir mit eigener Hand zu helfen! So sollen nun deine Feinde und [alle],
die meinem Herrn übelwollen, wie Nabal werden! /1Sam25/27/1Sam Hier nun ist das Segensgeschenk, das deine Magd meinem Herrn gebracht hat, das den Leuten gegeben werde, die im Gefolge meines Herrn
ziehen. /1Sam25/28/1Sam Vergib doch deiner Magd die Anmaßung! Denn sicher wird der HERR meinem Herrn ein beständiges Haus bauen, weil mein Herr die Kämpfe des HERRN kämpft. Und möge dein Leben
lang nichts Böses an dir gefunden werden! /1Sam25/29/1Sam Und ist ein Mensch aufgestanden, dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten, so möge das Leben meines Herrn eingebunden sein in
das Bündel der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott! Aber das Leben deiner Feinde soll er fortschleudern mit der Schleuderpfanne! /1Sam25/30/1Sam Und es wird geschehen, wenn der HERR meinem
Herrn all das Gute tun wird, das er dir zugesagt hat, und dich zum Fürsten über Israel bestellt, /1Sam25/31/1Sam so wird dir, meinem Herrn, das kein Anstoß und [kein] Vorwurf des Herzens sein,
dass du ohne Ursache Blut vergossen habest und dass mein Herr sich mit eigener Hand geholfen habe. Und wenn der HERR meinem Herrn wohltun wird, so denke an deine Magd!
/1Sam25/32/1Sam Und David sagte zu Abigajil: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der dich an diesem Tag mir entgegengesandt hat! /1Sam25/33/1Sam Und gepriesen sei deine Klugheit, und
gepriesen seist du, dass du mich heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir mit meiner [eigenen] Hand zu helfen! /1Sam25/34/1Sam Aber, so wahr der HERR, der Gott Israels,
lebt, der mich bewahrt hat, dir Böses zu tun: wenn du mir nicht eilends entgegengekommen wärest, so wäre dem Nabal bis zum Morgenlicht nicht [einer], der männlich ist, übriggeblieben!
/1Sam25/35/1Sam Und David nahm aus ihrer Hand, was sie ihm mitgebracht hatte, und sagte zu ihr: Zieh in Frieden hinauf in dein Haus! Siehe, ich habe auf deine Stimme gehört und dein Angesicht
[wieder] aufgerichtet.
/1Sam25/36/1Sam Und als Abigajil zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl in seinem Haus wie das Mahl eines Königs zubereitet. Und sein Herz war guter Dinge, und er war über die Maßen betrunken.
Und sie berichtete ihm nichts, weder wenig noch viel, bis der Morgen hell wurde. /1Sam25/37/1Sam Und es geschah am Morgen, als der Rausch von Nabal gewichen war, berichtete ihm seine Frau alles.
Da erstarb sein Herz in seiner Brust, und er wurde wie ein Stein. /1Sam25/38/1Sam Und es geschah nach ungefähr zehn Tagen, da schlug der HERR den Nabal, so dass er starb. /1Sam25/39/1Sam Und als
David hörte, dass Nabal gestorben sei, sagte er: Gepriesen sei der HERR, der meine Schmach an Nabal gerächt und seinen Knecht von einer bösen Tat abgehalten hat! Die böse Tat Nabals hat der HERR
auf seinen [eigenen] Kopf zurückfallen lassen. Und David sandte hin und warb um Abigajil, um sie sich zur Frau zu nehmen. /1Sam25/40/1Sam Und die Knechte Davids kamen zu Abigajil nach Karmel und
redeten mit ihr: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu seiner Frau zu nehmen. /1Sam25/41/1Sam Da stand sie auf, beugte sich nieder, das Gesicht zur Erde, und sagte: Siehe, deine Magd ist
bereit, den Knechten meines Herrn zu dienen und ihnen die Füße zu waschen. /1Sam25/42/1Sam Und Abigajil machte sich eilends auf und setzte sich auf einen Esel, und ihre fünf Mägde folgten ihr.
Und sie zog den Boten Davids nach und wurde seine Frau.
/1Sam25/43/1Sam Und David hatte auch Ahinoam von Jesreel [zur Frau] genommen; so wurden alle beide seine Frauen. /1Sam25/44/1Sam Saul aber hatte seine Tochter Michal, die Frau Davids, Palti, dem
Sohne des Lajisch, aus Gallim gegeben. Davids Großmut gegenüber Saul in der Wagenburg.
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/1Sam26/1/1Sam Und die Sifiter kamen zu Saul nach Gibea und sagten: Hält sich David nicht auf dem Hügel Hachila, [der] Jeschimon gegenüber[liegt], verborgen? /1Sam26/2/1Sam Da machte Saul sich
auf und zog in die Wüste Sif hinab und mit ihm dreitausend auserlesene Männer aus Israel, um David in der Wüste Sif zu suchen. /1Sam26/3/1Sam Und Saul lagerte sich auf dem Hügel Hachila, der
Jeschimon gegenüber am Weg [liegt]. David aber hielt sich in der Wüste auf. Und als er merkte, dass Saul ihm in die Wüste nachgekommen war, /1Sam26/4/1Sam sandte David Kundschafter aus und erfuhr
mit Gewißheit, dass Saul gekommen war. /1Sam26/5/1Sam Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul ein Lager aufgeschlagen hatte. Und David sah den Platz, wo Saul sich [zum Schlafen]
niedergelegt hatte mit Abner, dem Sohn des Ner, seinem Heerobersten. Saul lag und schlief im innersten Lagerring, und das Volk lagerte sich um ihn her.
/1Sam26/6/1Sam Und David hob an und sagte zu Ahimelech, dem Hetiter, und zu Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs: Wer will mit mir zu Saul ins Lager hinabgehen? Und Abischai
antwortete: Ich gehe mit dir hinab. /1Sam26/7/1Sam Und David und Abischai kamen zu den Leuten in der Nacht. Und siehe, Saul lag im [innersten] Lagerring und schlief, und sein Speer war an seinem
Kopfende in die Erde gesteckt. Und Abner und das Volk lagen um ihn her. /1Sam26/8/1Sam Und Abischai sagte zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand ausgeliefert. Nun laß mich ihn doch
mit dem Speer an den Boden spießen, einmal nur! Ein zweites Mal werde ich es ihm nicht antun [müssen]. /1Sam26/9/1Sam Aber David entgegnete Abischai: Bring ihn nicht um! Denn wer könnte seine
Hand gegen den Gesalbten des HERRN ausstrecken und ungestraft bleiben? /1Sam26/10/1Sam Und David sagte [weiter]: So wahr der HERR lebt, sicher wird ihn der HERR schlagen, wenn seine Zeit kommt,
dass er sterbe, oder er wird in den Krieg ziehen und umkommen! /1Sam26/11/1Sam Der HERR lasse es fern von mir sein, dass ich meine Hand an den Gesalbten des HERRN legen sollte! Und nun, nimm
jetzt den Speer, der an seinem Kopfende [steckt], und den Wasserkrug und laß uns gehen! /1Sam26/12/1Sam Und David nahm den Speer und den Wasserkrug von seinem Kopfende weg, und sie gingen fort.
Niemand sah es, und niemand merkte es, und niemand wachte auf. Denn sie schliefen alle, weil ein tiefer Schlaf von dem HERRN auf sie gefallen war.
/1Sam26/13/1Sam Und David ging hinüber auf die andere Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne, [so dass] ein weiter Raum zwischen ihnen war. /1Sam26/14/1Sam Und David rief dem
Kriegsvolk und Abner, dem Sohn des Ner, zu: Antwortest du nicht, Abner? Abner antwortete und fragte: Wer bist du, der du [so] zum König hin schreist? /1Sam26/15/1Sam Und David sagte zu Abner:
Bist du nicht ein Mann? Wer ist wie du in Israel? Warum hast du nicht deinen Herrn, den König, bewacht? Denn es ist einer vom Volk eingedrungen, um den König, deinen Herrn, umzubringen.
/1Sam26/16/1Sam Das war nicht gut, was du getan hast! So wahr der HERR lebt, ihr seid Söhne des Todes, weil ihr nicht über euren Herrn, über den Gesalbten des HERRN gewacht habt! Und nun sieh
doch nach, wo der Speer des Königs ist und der Wasserkrug, die an seinem Kopfende waren.
/1Sam26/17/1Sam Und Saul erkannte die Stimme Davids und sagte: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? David antwortete: Es ist meine Stimme, mein Herr und König. /1Sam26/18/1Sam Und er sprach
[weiter]: Warum jagt denn mein Herr seinem Knecht nach? Ja, was habe ich getan, und was ist Böses in meiner Hand? /1Sam26/19/1Sam Und nun, höre doch mein Herr, der König, auf die Worte seines
Knechtes: Wenn der HERR dich gegen mich aufgebracht hat, so lasse man ihn ein Speisopfer riechen. Wenn es aber Menschensöhne sind, so seien sie verflucht vor dem HERRN, weil sie mich heute
vertrieben haben und mich nicht an dem Erbteil des HERRN teilhaben lassen: Geh hin, diene andern Göttern! /1Sam26/20/1Sam So möge nun mein Blut nicht auf die Erde fließen fern von dem Angesicht
des HERRN. Denn der König von Israel ist ausgezogen, einen einzelnen Floh zu suchen, wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen.
/1Sam26/21/1Sam Und Saul entgegnete: Ich habe gesündigt! Komm zurück, mein Sohn David! Ich will dir nicht noch länger etwas Böses antun, weil mein Leben heute in deinen Augen teuer gewesen ist.
Siehe, ich habe töricht gehandelt und mich sehr schwer vergangen! /1Sam26/22/1Sam Und David antwortete und sagte: Siehe, hier ist der Speer des Königs! Es komme einer von den Leuten herüber und
hole ihn! /1Sam26/23/1Sam Und der HERR wird jedem seine Gerechtigkeit und seine Treue vergelten. Denn der HERR hat dich heute in meine Hand gegeben, ich aber wollte meine Hand nicht an den
Gesalbten des HERRN legen. /1Sam26/24/1Sam Siehe, wie dein Leben heute in meinen Augen hochgeachtet gewesen ist, so möge mein Leben hochgeachtet werden in den Augen des HERRN, und er möge mich
erretten aus aller Bedrängnis. /1Sam26/25/1Sam Und Saul sagte zu David: Gesegnet seist du, mein Sohn David! Du wirst es sicher ausrichten und zustande bringen. Und David ging seines Weges. Saul
aber kehrte an seinen Ort zurück.
David bei den Philistern und sein Aufenthalt in Ziklag.
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/1Sam27/1/1Sam Und David dachte in seinem Herzen: Nun werde ich doch eines Tages durch die Hand Sauls umkommen! Es gibt nichts Besseres für mich, als eiligst in das Land der Philister zu
entrinnen. Dann wird Saul von mir ablassen, mich weiter im ganzen Gebiet Israels zu suchen. Und ich werde seiner Hand entrinnen. /1Sam27/2/1Sam So machte sich David auf und ging mit sechshundert
Mann, die bei ihm waren, zu Achisch, dem Sohn des Maoch, dem König von Gat, über. /1Sam27/3/1Sam Und David blieb bei Achisch in Gat, er selbst und seine Männer, jeder mit seinem Haus, David und
seine beiden Frauen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, die Karmeliterin. /1Sam27/4/1Sam Und als Saul berichtet wurde, dass David nach Gat geflohen sei, suchte er ihn
nicht mehr länger.
/1Sam27/5/1Sam Und David sagte zu Achisch: Wenn ich denn Gunst in deinen Augen gefunden habe, dann gebe man mir einen Platz in einer der Städte auf dem Lande, damit ich dort wohne! Denn wozu soll
dein Knecht bei dir in der Königsstadt wohnen? /1Sam27/6/1Sam Und Achisch gab ihm an diesem Tag Ziklag. Darum hat Ziklag den Königen von Juda gehört bis zum heutigen Tag. /1Sam27/7/1Sam Die Zeit
aber, die David im Gebiet der Philister wohnte, war ein Jahr und vier Monate.
/1Sam27/8/1Sam Und David zog mit seinen Männern hinauf, und sie fielen ein bei den Geschuritern und den Girsitern und den Amalekitern. Denn diese waren von alters her die Bewohner des Landes bis
nach Schur hin und bis zum Land Ägypten. /1Sam27/9/1Sam Und sooft David das Land verwüstete, ließ er weder Mann noch Frau am Leben. Und er nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider mit und
kehrte wieder zurück und kam zu Achisch. /1Sam27/10/1Sam Und wenn Achisch fragte: Wohin habt ihr heute einen Einfall gemacht? - dann antwortete David: In den Süden von Juda! - oder: In das
Südland der Jerachmeeliter! - oder: In das Südland der Keniter! /1Sam27/11/1Sam Und David ließ weder Mann noch Frau am Leben, um sie nach Gat zu bringen, denn er dachte: Damit sie nicht gegen uns
aussagen und berichten: So hat David gehandelt! Und so hielt er es die ganze Zeit, die er im Gebiet der Philister wohnte. /1Sam27/12/1Sam Und Achisch glaubte David und dachte: Er hat sich bei
seinem Volk, bei Israel, ganz stinkend gemacht, darum wird er für immer mein Knecht sein.
Saul bei der Totenbeschwörerin - Samuels Weissagung des Unheils.
\28\
/1Sam28/1/1Sam Und es geschah in jenen Tagen, da versammelten die Philister ihre Heere zum Krieg, um gegen Israel in den Kampf zu ziehen. Und Achisch sagte zu David: Du erkennst sehr wohl, dass
du und deine Männer mit mir im Heer ausziehen müssen. /1Sam28/2/1Sam David entgegnete Achisch: Gut, [auch] du wirst erkennen, was dein Knecht tun wird. Und Achisch sagte zu David: Gut, ich will
dich zu meinem Leibwächter für die ganze Zeit machen.
/1Sam28/3/1Sam Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte ihm die Totenklage gehalten und ihn in seiner Stadt Rama begraben. Und Saul hatte die Totenbeschwörer und Wahrsager aus dem Land
vertrieben. /1Sam28/4/1Sam Und die Philister versammelten sich, kamen und lagerten bei Schunem. Und Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten auf dem [Gebirge] Gilboa. /1Sam28/5/1Sam Und als
Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr. /1Sam28/6/1Sam Und Saul befragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, weder durch Träume noch durch die
Urim, noch durch Propheten.
/1Sam28/7/1Sam Da sagte Saul zu seinen Knechten: Sucht mir eine Frau, die Tote beschwören kann, damit ich zu ihr gehe und sie befrage! Und seine Knechte sagten zu ihm: Siehe, in En-Dor ist eine
Frau, die Tote beschwören kann. /1Sam28/8/1Sam Und Saul machte sich unkenntlich, zog andere Kleider an und ging hin, er und zwei Männer mit ihm, und sie kamen zu der Frau bei Nacht. Und [Saul]
sagte: Wahrsage mir doch durch Totenbeschwörung und bringe mir herauf, wen ich dir nennen werde! /1Sam28/9/1Sam Aber die Frau antwortete ihm: Siehe, du kennst ja das, was Saul getan hat, wie er
die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Land ausgerottet hat. Und warum stellst du mir eine Falle, um mich zu töten? /1Sam28/10/1Sam Und Saul schwor ihr bei dem HERRN: So wahr der HERR
lebt, es soll dich in dieser Sache keine Schuld treffen! /1Sam28/11/1Sam Da sagte die Frau: Wen soll ich dir heraufholen? Und er erwiderte: Hole mir Samuel herauf! /1Sam28/12/1Sam Als aber die
Frau Samuel sah, schrie sie laut auf und sagte zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist ja Saul! /1Sam28/13/1Sam Und der König sagte zu ihr: Fürchte dich nicht! Nun, was siehst du? Die Frau
antwortete Saul: Ich sehe einen Geist aus der Erde heraufsteigen. /1Sam28/14/1Sam Er sagte zu ihr: Wie sieht er aus? Und sie antwortete: Ein alter Mann steigt herauf. Er ist in ein Oberkleid
gehüllt. Da erkannte Saul, dass es Samuel war, und er neigte sich mit seinem Gesicht zur Erde und fiel nieder. /1Sam28/15/1Sam Und Samuel sprach zu Saul: Warum hast du meine Ruhe gestört, dass du
mich heraufkommen läßt? Und Saul antwortete: Ich bin in großer Bedrängnis! Denn die Philister kämpfen gegen mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten
noch durch Träume. Da ließ ich dich rufen, damit du mir zu erkennen gibst, was ich tun soll. /1Sam28/16/1Sam Und Samuel sprach: Warum fragst du mich, da doch der HERR von dir gewichen und dein
Feind geworden ist? /1Sam28/17/1Sam Der HERR hat dir getan, wie er durch mich geredet hat. Und der HERR hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und es David, deinem Nächsten, gegeben.
/1Sam28/18/1Sam Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht und seinen flammenden Zorn nicht an Amalek ausgeführt hast, darum hat dir der HERR das heute angetan. /1Sam28/19/1Sam Und der HERR wird
auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein. Auch das Heerlager Israels wird der HERR in die Hand der Philister geben.
/1Sam28/20/1Sam Da fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde, und er geriet in große Furcht über die Worte Samuels. Auch war keine Kraft mehr in ihm, denn er hatte den ganzen Tag und die
ganze Nacht nichts gegessen. /1Sam28/21/1Sam Und die Frau trat zu Saul und sah, dass er sehr bestürzt war. Da sagte sie zu ihm: Siehe, deine Magd hat auf deine Stimme gehört, und ich habe mein
Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Worten gehorcht, die du mir gesagt hast. /1Sam28/22/1Sam Und nun höre doch auch du auf die Stimme deiner Magd! Ich will dir einen Bissen Brot vorsetzen. Iß,
damit du wieder zu Kräften kommst, wenn du deinen Weg gehen musst! /1Sam28/23/1Sam Aber er weigerte sich und sagte: Ich will nicht essen. Da drängten ihn seine Knechte und auch die Frau. Und er
hörte auf ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das Bett. /1Sam28/24/1Sam Und die Frau hatte ein gemästetes Kalb im Haus. Und sie beeilte sich, es zu schlachten, und nahm
Mehl, knetete es und backte daraus ungesäuerte Brote. /1Sam28/25/1Sam Und sie setzte es Saul und seinen Knechten vor, und sie aßen. Und sie machten sich auf und gingen noch in derselben Nacht
fort.
Mißtrauen der Philister gegenüber David.
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/1Sam29/1/1Sam Und die Philister versammelten all ihre Heere bei Afek, Israel aber lagerte sich an der Quelle, die bei Jesreel ist. /1Sam29/2/1Sam Und die Fürsten der Philister zogen vorüber nach
Hundertschaften und Tausendschaften, und David und seine Männer zogen zuletzt mit Achisch vorüber. /1Sam29/3/1Sam Da sagten die Obersten der Philister: Was sollen diese Hebräer? Achisch
antwortete den Obersten der Philister: Das ist doch David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der schon seit Jahr und Tag bei mir gewesen ist. Ich habe nicht das Geringste an ihm gefunden
von dem Tag an, da er abgefallen ist, bis heute. /1Sam29/4/1Sam Aber die Obersten der Philister wurden zornig über ihn, und die Obersten der Philister sagten zu ihm: Schick den Mann zurück, damit
er an seinen Ort zurückkehrt, den du ihm angewiesen hast, und damit er nicht mit uns in den Kampf hinabzieht und uns nicht zum Widersacher im Kampf wird! Denn womit könnte er seinem Herrn einen
besseren Gefallen tun als mit den Köpfen dieser Männer? /1Sam29/5/1Sam Ist das nicht derselbe David, von dem sie bei den Reigentänzen sangen: Saul hat seine Tausend erschlagen und David seine
Zehntausend?
/1Sam29/6/1Sam Und Archisch rief David und sagte zu ihm: So wahr der HERR lebt, ja, du bist redlich! Es wäre mir lieb gewesen, wenn du mit mir im Heer aus® und eingezogen wärest. Denn ich habe
nichts Böses an dir gefunden von dem Tag an, da du zu mir gekommen bist, bis zum heutigen Tag; aber den Fürsten gefällst du nicht. /1Sam29/7/1Sam Und nun kehre zurück und geh hin in Frieden,
damit du nichts tust, was den Fürsten der Philister nicht gefällt! /1Sam29/8/1Sam Und David sagte zu Achisch: Was habe ich denn getan, und was was hast du an deinem Knecht gefunden seit der Zeit,
da ich dir gedient habe, bis heute, dass ich nicht herkommen und gegen die Feinde meines Herrn, des Königs, kämpfen soll? /1Sam29/9/1Sam Und Achisch antwortete und sagte zu David: Ich weiß es,
denn in meinen Augen bist du [so] gut wie ein Engel Gottes. Doch die Obersten der Philister haben gesagt: Er soll nicht mit uns in den Kampf hinaufziehen! /1Sam29/10/1Sam So mach dich nun früh am
Morgen auf mit den Knechten deines Herrn, die mit dir gekommen sind! Und macht euch früh am Morgen auf! Sobald es hell wird, zieht fort! /1Sam29/11/1Sam Und David machte sich früh auf, er und
seine Männer, um [noch] am Morgen fortzuziehen und in das Land der Philister zurückzukehren. Die Philister aber zogen nach Jesreel hinauf.
Davids Sieg über die Amalekiter.
\30\
/1Sam30/1/1Sam Und es geschah, als David und seine Männer am dritten Tag nach Ziklag kamen, waren die Amalekiter in das Südland und in Ziklag eingefallen. Und sie hatten Ziklag geschlagen und mit
Feuer verbrannt. /1Sam30/2/1Sam Und sie hatten die Frauen und was [sonst] in [der Stadt] war, gefangen weggetrieben, vom Kleinsten bis zum Größten. Sie hatten aber niemand getötet, sondern sie
weggetrieben und waren abgezogen. /1Sam30/3/1Sam David und seine Männer kamen zur Stadt. Und siehe, sie war mit Feuer verbrannt, und ihre Frauen, Söhne und Töchter waren gefangen weggeführt.
/1Sam30/4/1Sam Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten. /1Sam30/5/1Sam Und die beiden Frauen Davids waren gefangen weggeführt
worden, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, des Karmeliters. /1Sam30/6/1Sam Und David war in großer Bedrängnis, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen. Denn die Seele
des ganzen Volkes war erbittert, jeder [war erbittert] wegen seiner Söhne und seiner Töchter. Aber David stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott.
/1Sam30/7/1Sam Und David sagte zu dem Priester Abjatar, dem Sohn des Ahimelech: Bring mir doch das Ephod her! Und Abjatar brachte das Ephod zu David. /1Sam30/8/1Sam Und David befragte den HERRN:
Soll ich dieser Schar nachjagen? Werde ich sie einholen? Und er sprach zu ihm: Jage ihr nach, ja, du wirst sie gewiß einholen und [die Gefangenen] ganz gewiß befreien! /1Sam30/9/1Sam Da zog David
hin, er und die sechshundert Mann, die bei ihm waren. Und sie kamen an den Bach Besor, wo einige zurückblieben und haltmachten. /1Sam30/10/1Sam Und David jagte [ihnen] mit vierhundert Mann nach.
Denn zweihundert Mann, die zu erschöpft waren, um über den Bach Besor zu gehen, blieben zurück.
/1Sam30/11/1Sam Und sie fanden einen Ägypter auf dem Feld und brachten ihn zu David und gaben ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken. /1Sam30/12/1Sam Sie reichten ihm [auch] ein Stück
Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich, denn er hatte drei Tage und drei Nächte kein Brot gegessen und kein Wasser getrunken. /1Sam30/13/1Sam Und
David sagte zu ihm: Zu wem gehörst du? Und woher bist du? Er antwortete: Ich bin ein junger Ägypter, der Knecht eines Amalekiters. Mein Herr hat mich zurückgelassen, denn ich wurde heute vor drei
Tagen krank. /1Sam30/14/1Sam Wir sind eingefallen in das Südland der Kreter und in das [Gebiet] von Juda und in das Südland von Kaleb und haben Ziklag mit Feuer verbrannt. /1Sam30/15/1Sam Und
David sagte zu ihm: Willst du mich zu dieser Schar hinabführen? Und er antwortete: Schwöre mir bei Gott, dass du mich nicht töten und mich nicht in die Hand meines Herrn ausliefern wirst! Und ich
will dich zu dieser Schar hinabführen.
/1Sam30/16/1Sam Als er ihn hinabführte, siehe, da hatten sie sich über die ganze Gegend hin ausgebreitet. Sie aßen und tranken und feierten ein Freudenfest wegen all der großen Beute, die sie aus
dem Land der Philister und aus dem Land Juda mitgenommen hatten. /1Sam30/17/1Sam Und David schlug sie von der Morgendämmerung an bis zum Abend des folgenden Tages, so dass keiner von ihnen
entrann außer vierhundert jungen Männern, die auf Kamele stiegen und entflohen. /1Sam30/18/1Sam Und David befreite alles, was die Amalekiter genommen hatten; auch seine beiden Frauen befreite
David. /1Sam30/19/1Sam Und es fehlte ihnen nichts, vom Kleinsten bis zum Größten, weder Söhne noch Töchter, weder Beute noch alles, was sie ihnen weggenommen hatten; alles brachte David zurück
(Und David brachte alles wieder; davidbrachtealleswieder). /1Sam30/20/1Sam Und David nahm alle Schafe und Rinder. Sie trieben sie vor dem anderen Vieh her und sagten: Dies ist die Beute
Davids!
/1Sam30/21/1Sam Und David kam zu den zweihundert Männern, die zu erschöpft gewesen waren, um David zu folgen, und die man am Bach Besor zurückgelassen hatte. Sie gingen David und dem Kriegsvolk
entgegen, das bei ihm war. Und David trat zu dem Volk und fragte sie nach ihrem Wohlergehen. /1Sam30/22/1Sam Und allerlei Böse und Nichtswürdige von den Männern, die mit David gezogen waren,
sagten: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, wollen wir ihnen von der Beute, die wir [den Feinden] entrissen haben, nichts geben, sondern jeder [nehme] seine Frau und seine Kinder; die können sie
mitnehmen und gehen. /1Sam30/23/1Sam Aber David sagte: Macht es nicht so, meine Brüder, mit dem, was der HERR uns gegeben hat! Er hat uns bewahrt und diese Schar, die über uns gekommen war, in
unsere Hand gegeben. /1Sam30/24/1Sam Und wer sollte in dieser Sache auf euch hören? Denn wie der Anteil dessen, der in den Kampf hinabzieht, so soll auch der Anteil dessen sein, der bei dem Troß
bleibt. Miteinander sollen sie teilen. /1Sam30/25/1Sam Und so geschah es von diesem Tag an und darüber hinaus. Und [David] machte es zu Ordnung und Recht für Israel bis auf diesen
Tag.
/1Sam30/26/1Sam Und David kam nach Ziklag. Und er sandte von der Beute den Ältesten in Juda, seinen Freunden, und ließ [ihnen] sagen: Siehe, da habt ihr ein Segensgeschenk von der Beute der
Feinde des HERRN; /1Sam30/27/1Sam denen in Bethel und denen in Ramot im Südland und denen in Jattir /1Sam30/28/1Sam und denen in Aroer und denen in Sifmot und denen in Eschtemoa /1Sam30/29/1Sam
und denen in Rakal und denen in den Städten der Jerachmeeliter und denen in den Städten der Keniter /1Sam30/30/1Sam und denen in Horma und denen in Bor-Aschan und denen in Atach /1Sam30/31/1Sam
und denen in Hebron und nach allen Orten, wo David mit seinen Männern umhergezogen war.
Israels Niederlage gegen die Philister, Sauls Selbstmord und Tod seiner Söhne.
1Chr 10,1-12.
\31\
/1Sam31/1/1Sam Die Philister aber kämpften gegen Israel. Und die Männer von Israel flohen vor den Philistern, und [vom Schwert] Durchbohrte fielen auf dem Gebirge Gilboa. /1Sam31/2/1Sam Und die
Philister holten Saul und seine Söhne ein. Und sie erschlugen Jonatan, Abinadab und Malkischua, die Söhne Sauls. /1Sam31/3/1Sam Und der Kampf [tobte] heftig gegen Saul, und die Bogenschützen
erreichten ihn. Und er zitterte sehr vor den Schützen. /1Sam31/4/1Sam Da sagte Saul zu seinem Waffenträger: Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit diese Unbeschnittenen nicht kommen
und mich durchbohren und ihren Mutwillen mit mir treiben! Sein Waffenträger aber wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein. /1Sam31/5/1Sam Und
als sein Waffenträger sah, dass Saul tot war, stürzte auch er sich in sein Schwert und starb mit ihm. /1Sam31/6/1Sam So starben Saul und seine drei Söhne und sein Waffenträger, auch alle seine
Männer zugleich an diesem Tag. /1Sam31/7/1Sam Als aber die Männer von Israel, die jenseits der Ebene und jenseits des Jordan [wohnten], sahen, dass die Männer von Israel geflohen und dass Saul
und seine Söhne tot waren, da verließen sie die Städte und flohen. Und die Philister kamen und wohnten darin.
/1Sam31/8/1Sam Und es geschah am folgenden Tag, da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszuplündern. Und sie fanden Saul und seine drei Söhne, [wie sie] gefallen auf dem Gebirge Gilboa
[lagen]. /1Sam31/9/1Sam Und sie hieben ihm den Kopf ab und nahmen ihm seine Waffen ab. Und sie sandten im Land der Philister umher, um die Freudenbotschaft in den Häusern ihrer Götzen und unter
dem Volk zu verkünden. /1Sam31/10/1Sam Und sie legten seine Waffen in das Haus der Astarot, und seine Leiche nagelten sie an die Mauer von Bet-Schean. /1Sam31/11/1Sam Als aber die Bewohner von
Jabesch-Gilead über ihn hörten [und] was die Philister Saul angetan hatten, /1Sam31/12/1Sam machten sich alle tüchtigen Männer auf und gingen die ganze Nacht hindurch und nahmen die Leiche Sauls
und die Leichen seiner Söhne von der Mauer von Bet-Schean herab. Und sie kamen nach Jabesch [zurück] und verbrannten sie dort. /1Sam31/13/1Sam Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter
der Tamariske in Jabesch und fasteten sieben Tage.
1.10 Zweites Buch Samuel.
Davids Klage um Saul und Jonatan nach ihrem Tod.
\1\
/2Sam1/1/ Und es geschah nach dem Tode Sauls, als David von der Schlacht gegen Amalek zurueckgekommen war, da blieb David zwei Tage in Ziklag. /1Sam1/2/1Sam Und es geschah am dritten Tag, siehe,
da kam ein Mann aus dem Heerlager von Saul her. Seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Kopf. Und als er zu David kam, fiel er zur Erde und huldigte ihm. /1Sam1/3/1Sam Und David
sagte zu ihm: Woher kommst du? Er sagte zu ihm: Aus dem Heerlager Israels bin ich entkommen. /2Sam1/4/2Sam Und David sagte zu ihm: Wie steht die Sache? Berichte mir doch! Und er sagte: Das Volk
ist aus dem Kampf geflohen, auch sind viele von dem Volk gefallen und umgekommen, und auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot. /1Sam1/5/1Sam Da sagte David zu dem jungen Mann, der ihm
berichtete: Wie hast du erfahren, dass Saul und sein Sohn Jonatan tot sind? /1Sam1/6/1Sam Der junge Mann, der ihm berichtete, sagte: Ich geriet zufaellig auf das Gebirge Gilboa, und siehe, Saul
lehnte sich auf seinen Speer; und siehe, die Wagen und die Reiter holten ihn ein. /1Sam1/7/1Sam Da wandte er sich um, sah mich und rief mich, und ich sagte: Hier bin ich! /1Sam1/8/1Sam Und er
sagte zu mir: Wer bist du? Ich sagte zu ihm: Ich bin ein Amalekiter. /1Sam1/9/1Sam Da sagte er zu mir: Tritt doch her zu mir und gib mir den Todesstoss, denn ein Schwaecheanfall hat mich
ergriffen, doch mein Leben ist noch ganz in mir! /1Sam1/10/1Sam Da trat ich zu ihm und gab ihm den Todesstoß, denn ich erkannte, dass er nach seinem Fall nicht am Leben bleiben würde. Und ich
nahm das Diadem, das [er] auf seinem Kopf [hatte], und die Spange, die an seinem Arm war, und bringe sie hierher zu meinem Herrn. /1Sam1/11/1Sam Da fasste David seine Kleider und zerriss sie;
[das taten] auch all die Maenner, die bei ihm waren. /1Sam1/12/1Sam Und sie klagten und weinten und fasteten bis zum Abend um Saul und um seinen Sohn Jonatan und um das Volk des HERRN und um das
Haus Israel, weil sie durchs Schwert gefallen waren.
/1Sam1/13/1Sam Und David sagte zu dem jungen Mann, der ihm berichtete: Woher bist du? Er sagte: Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings. /1Sam1/14/1Sam Und David sagte zu ihm: Wie, hast
du dich nicht gefuerchtet, deine Hand auszustrecken, um den Gesalbten des HERRN umzubringen? /1Sam1/15/1Sam Und David rief einen von den jungen Maennern und sagte: Tritt heran, stoss ihn nieder!
Da erschlug er ihn. So starb er. /1Sam1/16/1Sam Und David sagte zu ihm: Dein Blut [komme] auf deinen Kopf! Denn dein [eigener] Mund hat gegen dich ausgesagt, als du sprachst: Ich habe den
Gesalbten des HERRN getoetet.
/1Sam1/17/1Sam Und David stimmte dieses Klagelied an ueber Saul und ueber Jonatan, seinen Sohn. /1Sam1/18/1Sam Und er befahl, dass man die Soehne Juda [das Lied ueber] den Bogen lehren solle.
Siehe, es ist geschrieben im Buch Jaschar:
/1Sam1/19/1Sam Deine Zierde, Israel, liegt erschlagen auf deinen Hoehen! wie sind die Helden gefallen!
/1Sam1/20/1Sam Berichtet es nicht in Gat, verkuendet die Botschaft nicht auf den Strassen von Aschkelon, dass sich nicht freuen die Toechter der Philister, dass nicht frohlocken die Toechter der
Unbeschnittenen!
/1Sam1/21/1Sam Ihr Berge von Gilboa, nicht Tau noch Regen [falle] auf euch, ihr Berge des Todes! Denn dort wurde besudelt der Schild der Helden, der Schild Sauls nicht gesalbt mit
OEl.
/1Sam1/22/1Sam Ohne das Blut von Durchbohrten, ohne das Fett der Helden kam Jonatans Bogen nie zurueck, und [auch] Sauls Schwert kehrte nicht erfolglos heim.
/1Sam1/23/1Sam Saul und Jonatan, die Geliebten und Holdseligen, in ihrem Leben und in ihrem Tod sind sie ungetrennt; sie waren schneller als Adler, staerker als Loewen.
/1Sam1/24/1Sam Ihr Toechter Israels, weint um Saul, der euch koestlich kleidete in Karmesin, der goldenen Schmuck an eure Kleider heftete!
/1Sam1/25/1Sam Wie sind die Helden gefallen mitten im Kampf! Jonatan [liegt] durchbohrt auf deinen Hoehen.
/1Sam1/26/1Sam Mir ist weh um dich, mein Bruder Jonatan! UEber alles lieb warst du mir. Wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe.
/1Sam1/27/1Sam Wie sind die Helden gefallen, verlorengegangen die Waffen der Schlacht!
David wird Koenig ueber Juda, Isch-Boschet ueber Israel.
\2\
/1Sam2/1/1Sam Und es geschah danach, da befragte David den HERRN: Soll ich in eine der Staedte Judas hinaufziehen? Und der HERR sprach zu ihm: Zieh hinauf! Und David sagte: Wohin soll ich
hinaufziehen? Und er sprach: Nach Hebron! /1Sam2/2/1Sam Da zog David dort hinauf und auch seine beiden Frauen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, des Karmeliters.
/1Sam2/3/1Sam Auch seine Maenner, die bei ihm waren, liess David hinaufziehen, jeden mit seinem Haus; und sie liessen sich in den Staedten Hebrons nieder. /1Sam2/4/1Sam Und die Maenner von Juda
kamen und salbten David dort zum Koenig ueber das Haus Juda.
Und man berichtete David: Die Maenner von Jabesch [in] Gilead sind es, die Saul begraben haben. /1Sam2/5/1Sam Da sandte David Boten zu den Maennern von Jabesch [in] Gilead und liess ihnen sagen:
Gesegnet sollt ihr sein von dem HERRN, dass ihr diese Guete an eurem Herrn, an Saul, erwiesen und ihn begraben habt! /1Sam2/6/1Sam So erweise nun der HERR Guete und Treue an euch! Und auch ich
will euch dieses Gute vergelten, weil ihr das getan habt. /1Sam2/7/1Sam Und nun lasst eure Haende erstarken und seid tapfere Maenner! Denn Saul, euer Herr, ist tot. Auch hat mich das Haus Juda
zum Koenig ueber sich gesalbt.
/1Sam2/8/1Sam Abner aber, der Sohn des Ner, der Heeroberste Sauls, nahm Isch-Boschet, den Sohn Sauls, und brachte ihn hinueber nach Mahanajim. /1Sam2/9/1Sam Und er machte ihn zum Koenig ueber
Gilead und ueber die Asseriter, ueber Jesreel, ueber Ephraim, ueber Benjamin und ueber ganz Israel. /1Sam2/10/1Sam Vierzig Jahre war Isch-Boschet, der Sohn Sauls, alt, als er ueber Israel Koenig
wurde, und er war zwei Jahre Koenig; nur das Haus Juda stand hinter David. /1Sam2/11/1Sam Und die Zahl der Tage, die David in Hebron ueber das Haus Juda Koenig war, [betrug] sieben Jahre und
sechs Monate.
Streit zwischen dem Haus Davids und dem Haus Sauls - Joab und Abner.
/1Sam2/12/1Sam Und Abner, der Sohn des Ner, zog aus mit den Knechten Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, von Mahanajim nach Gibeon. /1Sam2/13/1Sam Und Joab, der Sohn der Zeruja, und Davids Knechte
zogen aus. Und sie stiessen beim Teich von Gibeon aufeinander. Und sie liessen sich [dort] nieder, die einen auf dieser Seite des Teiches und die anderen auf jener Seite des Teiches.
/1Sam2/14/1Sam Da sagte Abner zu Joab: Lass doch die jungen Maenner sich aufmachen und vor uns zum Kampfspiel antreten! Und Joab sagte: Sollen sie sich aufmachen! /1Sam2/15/1Sam So machten sie
sich denn auf und gingen hinueber, abgezaehlt: zwoelf fuer Benjamin und fuer Isch-Boschet, den Sohn Sauls, und zwoelf von den Knechten Davids. /1Sam2/16/2Sam Und sie ergriffen einer den andern
beim Kopf, und [jeder stiess] sein Schwert dem andern in die Seite, und sie fielen miteinander. Und man nannte jenen Ort Helkat-Hazzurim; der [liegt] bei Gibeon. /2Sam2/17/2Sam Und der Kampf
wurde ueberaus heftig an diesem Tag. Abner aber und die Maenner von Israel wurden vor den Knechten Davids geschlagen.
/2Sam2/18/2Sam Nun waren dort die drei Soehne der Zeruja: Joab und Abischai und Asael. Asael aber war schnell auf seinen Fuessen wie eine der Gazellen, die auf dem [freien] Feld [leben].
/2Sam2/919/2Sam Und Asael jagte Abner nach und bog bei der Verfolgung Abners nicht ab, weder zur Rechten noch zur Linken. /2Sam2/20/2Sam Da wandte Abner sich um und sagte: Bist du es, Asael? Und
er sagte: Ich bin es. /2Sam2/21/2Sam Da sagte Abner zu ihm: Bieg ab [vom Weg] zu deiner Rechten oder zu deiner Linken und greif dir einen von den jungen Maennern und nimm dir seine Ruestung! Aber
Asael wollte nicht von ihm weichen. /2Sam2/22/2Sam Da sagte Abner noch einmal zu Asael: Weiche von mir! Warum soll ich dich zu Boden schlagen? Wie koennte ich mein Gesicht zu deinem Bruder Joab
erheben? /2Sam2/23/2Sam Aber er weigerte sich zu weichen. Da stiess ihn Abner mit dem hinteren Ende des Speeres in den Bauch, so dass der Speer hinten herausdrang; und er fiel dort und starb an
eben dieser Stelle. Und es geschah, jeder, der an die Stelle kam, wo Asael gefallen und gestorben war, der blieb stehen.
/2Sam2/24/2Sam Joab und Abischai aber jagten Abner nach. Die Sonne ging gerade unter, als sie zum Huegel Amma kamen, der vor Giach [liegt] auf dem Weg zur Steppe von Gibeon. /2Sam2/25/2Sam Und
die Soehne Benjamin sammelten sich hinter Abner, bildeten einen [geschlossenen] Haufen und stellten sich auf den Gipfel eines alleinstehenden Huegels. /2Sam2/26/2Sam Und Abner rief Joab zu und
sagte: Soll [denn] das Schwert immerfort fressen? Weisst du nicht, dass zuletzt Erbitterung entstehen wird? Wie lange willst du dem Volk nicht sagen, dass es von der Verfolgung seiner Brueder
umkehren soll? /2Sam2/27/2Sam Da sagte Joab: So wahr Gott lebt, wenn du nicht geredet haettest, dann haette sich [schon] heute morgen das Volk zurueckgezogen, jeder von seinem Bruder!
/2Sam2/28/2Sam Darauf stiess Joab ins Horn, und das ganze Volk machte halt. Sie jagten Israel nicht laenger nach und kaempften nicht mehr weiter.
/2Sam2/29/2Sam Und Abner und seine Maenner zogen jene ganze Nacht durch die [Jordan]ebene und setzten ueber den Jordan und durchzogen das ganze Bitron und kamen nach Mahanajim. /2Sam2/30/2Sam
Joab aber kehrte von der Verfolgung Abners zurueck und sammelte das ganze Volk. Da wurden von den Knechten Davids neunzehn Mann vermisst und Asael. /2Sam2/31/2Sam Die Knechte Davids aber hatten
von Benjamin und unter den Maennern Abners [viele] erschlagen; 360 Mann waren tot. /2Sam2/32/2Sam Und sie hoben Asael auf und begruben ihn im Grab seines Vaters in Bethlehem. Und Joab und seine
Maenner gingen die ganze Nacht, und es wurde hell, [als sie] in Hebron [ankamen].
Davids Frauen.
\3\
/2Sam3/1/2Sam Und der Kampf waehrte lange zwischen dem Haus Sauls und dem Haus Davids. David aber wurde immer staerker, waehrend das Haus Sauls immer schwaecher wurde.
/2Sam3/2/2Sam Und es wurden David in Hebron Soehne geboren: Sein Erstgeborener war Amnon, von Ahinoam, der Jesreeliterin, /2Sam3/3/2Sam und sein zweiter Kilab, von Abigajil, der Frau des
Karmeliters Nabal, und der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des Koenigs von Geschur, /2Sam3/4/2Sam und der vierte Adonija, der Sohn der Haggit, und der fuenfte Schefatja,
der Sohn der Abital, /2Sam3/5/2Sam und der sechste Jitream, von Egla, der Frau Davids. Diese wurden David in Hebron geboren.
Abner tritt auf Davids Seite - Joabs Mord an Abner - Davids Klage um Abner.
/2Sam3/6/2Sam Und es geschah, solange zwischen dem Haus Sauls und dem Haus Davids Krieg war, stand Abner dem Haus Sauls mutig bei. /2Sam3/7/2Sam Und Saul hatte eine Nebenfrau, ihr Name war Rizpa,
eine Tochter des Ajja. Und Isch-Boschet sagte zu Abner: Warum bist du zu der Nebenfrau meines Vaters eingegangen? /2Sam3/8/2Sam Da wurde Abner sehr zornig ueber die Worte Isch-Boschets und sagte:
Bin ich ein Hundskopf, der zu Juda haelt? [Bis] heute erweise ich Guete am Haus deines Vaters Saul, an seinen Bruedern und an seinen Freunden, und ich habe dich nicht in die Hand Davids geraten
lassen, und jetzt ziehst du mich wegen des Vergehens mit der Frau zur Rechenschaft? /2Sam3/9/2Sam So moege Gott Abner tun und so ihm hinzufuegen! Ja, wie der HERR dem David geschworen hat, so
werde ich ihm tun: /2Sam3/10/2Sam das Koenigtum vom Haus Sauls wegnehmen und den Thron Davids aufrichten ueber Israel und ueber Juda, von Dan bis Beerscheba! /2Sam3/11/2Sam Und er konnte Abner
kein Wort mehr erwidern, weil er ihn fuerchtete.
/2Sam3/12/2Sam Und Abner sandte Boten fuer sich zu David und liess [ihm] sagen: Wem gehoert das Land? Und weiter: Schliess deinen Bund mit mir! Siehe, meine Hand wird mit dir sein, um dir ganz
Israel zuzuwenden. /2Sam3/13/2Sam Und David sagte: Gut, ich will einen Bund mit dir schliessen. Nur eine Sache fordere ich von dir, naemlich: Du sollst mein Angesicht nicht sehen, es sei denn, du
bringst [mir] vorher Michal, die Tochter Sauls, wenn du kommst, um mein Angesicht zu sehen. /2Sam3/14/2Sam Und David sandte Boten zu Isch-Boschet, dem Sohn Sauls, und liess [ihm] sagen: Gib mir
Michal, meine Frau, die ich mir verlobt habe fuer hundert Vorhaeute der Philister! /2Sam3/15/2Sam Da sandte Isch-Boschet hin und liess sie von ihrem Mann wegholen, von Paltiel, dem Sohn des
Lajisch. /2Sam3/16/2Sam Und ihr Mann ging mit ihr, und laut weinend ging er hinter ihr her bis Bahurim. Da sagte Abner zu ihm: Geh, kehre um! Und er kehrte um.
/2Sam3/17/2Sam Und Abner hatte eine Unterredung mit den AEltesten Israels gehabt und gesagt: Frueher schon habt ihr David zum Koenig ueber euch verlangt. /2Sam3/18/2Sam So handelt jetzt! Denn der
HERR hat zu David geredet: Durch die Hand meines Knechtes David will ich mein Volk Israel retten aus der Hand der Philister und aus der Hand aller seiner Feinde. /2Sam3/19/2Sam So redete Abner
auch zu den Ohren Benjamins. Dann ging Abner auch hin, um zu den Ohren Davids in Hebron alles zu reden, was gut war in den Augen Israels und in den Augen des ganzen Hauses Benjamin.
/2Sam3/20/2Sam Als nun Abner zu David nach Hebron kam und mit ihm zwanzig Maenner, bereitete David Abner und den Maennern, die bei ihm waren, ein Mahl. /2Sam3/21/2Sam Und Abner sagte zu David:
Ich will mich aufmachen und hingehen und ganz Israel zu meinem Herrn, dem Koenig, versammeln, damit sie einen Bund mit dir schliessen und du ueber alles Koenig bist, was deine Seele begehrt. Und
David entliess Abner, und er ging hin in Frieden.
/2Sam3/22/2Sam Und siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzug und brachten viel Beute mit sich. Abner war aber nicht [mehr] bei David in Hebron. Denn er hatte ihn entlassen, und
er war in Frieden weggegangen. /2Sam3/23/2Sam Als nun Joab und das ganze Heer, das bei ihm war, ankamen, da berichtete man Joab: Abner, der Sohn des Ner, ist zum Koenig gekommen. Und der hat ihn
entlassen, und er ist in Frieden weggegangen. /2Sam3/24/2Sam Da kam Joab zum Koenig und sagte: Was hast du getan! Siehe, Abner ist zu dir gekommen! Warum denn hast du ihn entlassen, so dass er
ungehindert weggegangen ist? /2Sam3/25/2Sam Du kennst [doch] Abner, den Sohn des Ner, dass er gekommen ist, um dich zu beschwatzen und um dein Gehen und dein Kommen zu erfahren und alles zu
erfahren, was du tust. /2Sam3/26/2Sam Und Joab ging von David hinaus und sandte Abner Boten nach. Die holten ihn zurueck von der Zisterne Sira. David aber wusste nichts [davon]. /2Sam3/27/2Sam
Als nun Abner nach Hebron zurueckkam, fuehrte ihn Joab beiseite in das Tor, um in der Stille mit ihm zu reden. Dort stach er ihn in den Bauch, so dass er starb - um des Blutes seines Bruders
Asael willen. /2Sam3/28/2Sam Als David nachher davon hoerte, sagte er: Schuldlos bin ich und mein Koenigtum vor dem HERRN auf ewig an dem Blut Abners, des Sohnes Ners! /2Sam3/29/2Sam Es wende
sich gegen das Haupt Joabs und gegen das ganze Haus seines Vaters! Und nie soll im Haus Joabs der fehlen, der an Ausfluss leidet und der Aussatz hat, der, der nach der Kruecke fasst, und der, der
durchs Schwert faellt, und der, dem es an Brot fehlt! - /2Sam3/30/2Sam So haben Joab und sein Bruder Abischai Abner erschlagen, weil er ihren Bruder Asael bei Gibeon im Kampf getoetet
hatte.
/2Sam3/31/2Sam Und David sagte zu Joab und zu all dem Volk, das bei ihm war: Zerreisst eure Kleider und guertet euch mit Sacktuch und haltet Totenklage vor Abner her! Und der Koenig David ging
hinter der Bahre her. /2Sam3/32/2Sam Und sie begruben Abner in Hebron. Und der Koenig erhob seine Stimme und weinte an Abners Grab, und das ganze Volk weinte. /2Sam3/33/2Sam Und der Koenig
stimmte ein Klagelied ueber Abner an und sprach:
/2Sam3/34/2Sam Musste, wie ein Gottloser stirbt, Abner sterben? /2Sam3/1/2Sam Deine Haende waren nicht gebunden, und deine Fuesse nicht in bronzene Fesseln gelegt. Wie man vor Verbrechern faellt,
so bist du gefallen!
Da weinte alles Volk noch mehr ueber ihn. /2Sam3/35/2Sam Und alles Volk kam, um David Brot zu reichen, waehrend es noch Tag war. Aber David schwor und sprach: So soll mir Gott tun und so
hinzufuegen, wenn ich vor [dem] Untergang der Sonne Brot oder [sonst] irgend etwas geniesse! /2Sam3/367/2Sam Und alles Volk nahm es wahr. Und es war gut in ihren Augen, wie alles, was der Koenig
tat, in den Augen des ganzen Volkes gut war. /2Sam3/37/2Sam Und das ganze Volk und ganz Israel erkannten an diesem Tag, dass es nicht vom Koenig [ausgegangen] war, Abner, den Sohn des Ner, zu
toeten. /2Sam3/38/2Sam Und der Koenig sagte zu seinen Knechten: Erkennt ihr nicht, dass an diesem Tag ein Oberster und Grosser in Israel gefallen ist? /2Sam39/2Sam Ich aber bin, obwohl zum Koenig
gesalbt, heute [noch] schwach, waehrend diese Maenner, die Soehne der Zeruja, haerter sind als ich. Der HERR vergelte dem, der das Boese tut, nach seiner Bosheit!
Ermordung Isch-Boschets - Bestrafung der Moerder durch David.
\4\
/2Sam4/1/2Sam Und als der Sohn Sauls hoerte, dass Abner in Hebron gestorben war, da wurden seine Haende schlaff, und ganz Israel war bestuerzt. /2Sam4/2/2Sam Nun hatte der Sohn Sauls zwei Maenner
als Oberste der Streitscharen, der Name des einen war Baana und der Name des anderen Rechab, Soehne Rimmons, des Beerotiters, von den Soehnen Benjamin. Denn auch Beerot wird zu Benjamin
gerechnet. /2Sam4/3/2Sam Die Beerotiter aber waren nach Gittajim geflohen und sind dort als Fremde wohnen geblieben bis auf diesen Tag.
/2Sam4/4/2Sam Und Jonatan, der Sohn Sauls, hatte einen an beiden Fuessen gelaehmten Sohn. Er war fuenf Jahre alt, als die Nachricht von Saul und Jonatan aus Jesreel kam; da hatte ihn seine Amme
aufgenommen und war geflohen. Und es geschah, als sie hastig floh, dass er hinfiel und gelaehmt wurde. Und sein Name war Mefi-Boschet.
/2Sam4/5/2Sam Und die Soehne Rimmons, des Beerotiters, Rechab und Baana, gingen hin und kamen bei der Hitze des Tages in das Haus Isch-Boschets; der hatte sich zur Mittagsruhe hingelegt.
/2Sam4/6/2Sam Und die [beiden] kamen bis ins Innere des Hauses, als wollten sie Weizen holen, und stachen ihn in den Bauch. Und Rechab und sein Bruder Baana entkamen. /2Sam4/7/2Sam Sie waren
[naemlich] ins Haus gekommen, waehrend er in seinem Schlafgemach auf seinem Bett lag; da schlugen sie ihn tot und hieben ihm den Kopf ab. Und sie nahmen seinen Kopf und gingen den Weg durch die
[Jordan]ebene die ganze Nacht hindurch. /2Sam4/8/2Sam Und sie brachten Isch-Boschets Kopf zu David nach Hebron und sagten zum Koenig: Siehe da, der Kopf Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, deines
Feindes, der nach deinem Leben trachtete! So hat der HERR meinem Herrn, dem Koenig, an diesem Tag Rache verschafft an Saul und seinen Nachkommen. /2Sam4/9/2Sam Da antwortete David dem Rechab und
seinem Bruder Baana, den Soehnen Rimmons, des Beerotiters, und sagte zu ihnen: So wahr der HERR lebt, der meine Seele aus jeder Not errettet hat, /2Sam4/10/2Sam den, der mir berichtete: Siehe,
Saul ist tot! - und der in seinen Augen ein guter Bote war, den ergriff ich und brachte ihn um in Ziklag, dem ich doch [Lohn fuer] gute Botschaft haette geben sollen. /2Sam4/11/2Sam Wieviel mehr,
da gottlose Maenner einen gerechten Mann in seinem Haus auf seinem Lager umgebracht haben, sollte ich jetzt nicht sein Blut von eurer Hand fordern und euch ausrotten von der Erde? /2Sam4/12/2Sam
Und David gab seinen Dienern Befehl, und sie erschlugen sie und hieben ihnen die Haende und die Fuesse ab und haengten sie am Teich von Hebron auf. Isch-Boschets Kopf aber nahmen sie und begruben
ihn im Grab Abners zu Hebron.
David wird Koenig ueber ganz Israel - Davids Haus, seine Frauen und Soehne in Jerusalem.
V. 1-5: 1Chr 11,1-3; 12,24-41.
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/2Sam5/1/2Sam Und alle Staemme Israels kamen zu David nach Hebron. Und sie sagten: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch. /2Sam5/2/2Sam Schon frueher, als Saul Koenig ueber uns war, bist
du es gewesen, der Israel [ins Feld] hinausfuehrte und wieder [heim]brachte. Und der HERR hat zu dir gesprochen: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fuerst sein ueber Israel!
/2Sam5/3/2Sam Und alle AEltesten Israels kamen zum Koenig nach Hebron, und der Koenig David schloss vor dem HERRN einen Bund mit ihnen in Hebron. Und sie salbten David zum Koenig ueber
Israel.
/2Sam5/4/2SamDreissig Jahre war David alt, als er Koenig wurde; vierzig Jahre lang war er Koenig. /2Sam5/5/2Sam In Hebron war er sieben Jahre und sechs Monate Koenig ueber Juda, und in Jerusalem
war er 33 Jahre Koenig ueber ganz Israel und Juda.
V. 6-10: 1Chr 11,4-9.
/2Sam5/6/2Sam Und der Koenig zog mit seinen Maennern nach Jerusalem gegen die Jebusiter, die Bewohner des Landes. Und sie sagten zu David: Du wirst nicht hier hereinkommen, sondern die Blinden
und die Lahmen werden dich wegtreiben. Sie wollten damit sagen: David wird nicht hier hereinkommen. /2Sam5/7/2Sam Aber David nahm die Bergfeste Zion ein, das ist die Stadt Davids. /2Sam5/8/2Sam
Und [zwar] sagte David an jenem Tag: Wer die Jebusiter schlaegt und in den Wasserschacht gelangt und die Lahmen und Blinden [erschlaegt], die der Seele Davids verhasst sind . . .! Daher sagt man:
Ein Blinder und ein Lahmer duerfen nicht ins Haus kommen. /2Sam5/9/2Sam Und David wohnte in der Bergfeste und nannte sie Stadt Davids. Und David baute ringsum vom Millo an nach innen zu. -
/2Sam5/10/2Sam Und David wurde immer maechtiger, und der HERR, der Gott der Heerscharen, war mit ihm.
V. 11-16: 1Chr 14,1-7.
/2Sam5/11/2Sam Und Hiram, der Koenig von Tyrus, sandte Boten zu David und Zedernholz und Zimmerleute und Mauerleute; die bauten David ein Haus. /2Sam5/12/2Sam Und David erkannte, dass der HERR
ihn als Koenig ueber Israel eingesetzt und dass er sein Koenigtum um seines Volkes Israel willen erhoeht hatte.
/2Sam5/13/2Sam Und David nahm noch Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war; und es wurden David noch mehr Soehne und Toechter geboren.
V. 14-16: 1Chr 3,5-9.
/2Sam5/14/2Sam Und dies sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Schammua und Schobab und Nathan und Salomo /2Sam5/15/2Sam und Jibhar und Elischua und Nefeg und Jafia
/2Sam5/16/2Sam und Elischama und Eljada und Elifelet.
Davids Siege ueber die Philister.
1Chr 14,8-17.
/2Sam5/17/2Sam Und als die Philister hoerten, dass man David zum Koenig ueber Israel gesalbt hatte, da zogen alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hoerte es und zog in die
Bergfeste hinab. /2Sam5/18/2Sam Und die Philister kamen und breiteten sich in der Ebene Refaim aus. /2Sam5/19/2Sam Da befragte David den HERRN: Soll ich gegen die Philister hinaufziehen? Wirst du
sie in meine Hand geben? Und der HERR sprach zu David: Zieh hinauf! Denn ich werde die Philister gewiss in deine Hand geben. /2Sam5/20/2Sam Da kam David nach Baal-Perazim und David schlug sie
dort. Und er sagte: Durchbrochen hat der HERR meine Feinde vor mir, wie ein Wasserdurchbruch. Daher gab er jenem Ort den Namen Baal-Perazim. /2Sam5/21/2Sam Und sie liessen dort ihre Goetzen
[zurueck], und David und seine Maenner nahmen sie mit.
/2Sam5/22/2Sam Und die Philister zogen noch einmal herauf und breiteten sich in der Ebene Refaim aus. /2Sam5/23/2Sam Und David befragte den HERRN; der aber sprach: Du sollst nicht hinaufziehen!
Wende dich [und fall] ihnen in den Ruecken, dass du von der Seite der Bakabaeume an sie herankommst! /2Sam5/24/2Sam Und sobald du das Geraeusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der Bakabaeume
hoerst, dann beeile dich! Denn dann ist der HERR vor dir ausgezogen, um das Heerlager der Philister zu schlagen. /2Sam5/25/2Sam Da machte David es so, wie der HERR ihm geboten hatte. Und er
schlug die Philister von Gibeon an, bis man nach Geser kommt.
Einholung der Bundeslade nach Jerusalem.
V. 1-11: 1Chr 13.
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/2Sam6/1/2Sam Und David versammelte wieder alle Auserlesenen in Israel, 30 000 [Mann]. /2Sam6/2/2Sam Und David machte sich auf und zog hin mit dem ganzen Volk, das bei ihm war, nach Baala [in]
Juda, um von dort die Lade Gottes heraufzuholen, ueber die der Name [des HERRN], der Name des HERRN der Heerscharen, der ueber den Cherubim thront, ausgerufen worden ist. /2Sam6/3/2Sam Und sie
stellten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen. So brachte man sie aus dem Haus Abinadabs, das auf dem Huegel [war]. Usa aber und Achjo, die Soehne Abinadabs, fuehrten den neuen Wagen.
/2Sam6/4/2Sam Und sie trugen sie aus dem Haus Abinadabs weg, das auf dem Huegel [war; Usa ging] neben der Lade Gottes, waehrend Achjo vor der Lade herging. /2Sam6/5/2Sam Und David und das ganze
Haus Israel tanzten vor dem HERRN mit allerlei [Instrumenten aus] Wacholderhoelzern, mit Zithern und mit Harfen und mit Tamburinen und mit Rasseln und mit Zimbeln.
/2Sam6/6/2Sam Und als sie zur Tenne Nachons kamen, da streckte Usa [seine Hand] nach der Lade Gottes aus und fasste sie an, denn die Rinder hatten sich losgerissen. /2Sam6/7/2Sam Da entbrannte
der Zorn des HERRN gegen Usa, und Gott schlug ihn dort wegen der Unehrerbietigkeit. Und er starb dort bei der Lade Gottes. /2Sam6/8/2Sam Und es wurde David heiss [vor Schrecken] darueber, dass
der HERR den Usa so weggerissen hatte. Und man nannte diesen Ort Perez-Usa; [so heisst er] bis auf diesen Tag. /2Sam6/9/2Sam Und David fuerchtete sich an diesem Tag vor dem HERRN und sagte: Wie
soll die Lade des HERRN zu mir kommen? /2Sam6/10/2Sam Und David wollte die Lade des HERRN nicht zu sich in die Stadt Davids bringen lassen. Und David liess sie beiseite schaffen [in das] Haus
Obed-Edoms, des Gatiters. /2Sam6/11/2Sam So blieb die Lade des HERRN drei Monate im Haus Obed-Edoms, des Gatiters. Und der HERR segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.
V. 12-23: 1Chr 15; 16.
/2Sam6/12/2Sam Und dem Koenig David wurde berichtet: Der HERR hat das Haus Obed-Edoms und alles, was ihm [gehoert], gesegnet um der Lade Gottes willen. Da ging David hin und holte die Lade Gottes
mit Freuden aus dem Haus Obed-Edoms in die Stadt Davids herauf. /2Sam6/13/2Sam Und es geschah, wenn die Traeger der Lade des HERRN sechs Schritte gegangen waren, opferte er einen Stier und ein
Mastkalb. /2Sam6/14/2Sam Und David tanzte mit aller Kraft vor dem HERRN, und David war mit einem leinenen Ephod geguertet. /2Sam6/15/2Sam So brachten David und das ganze Haus Israel die Lade des
HERRN hinauf mit Jauchzen und mit Hoernerschall. /2Sam6/16/2Sam Und es geschah, als die Lade des HERRN in die Stadt Davids kam, schaute Michal, die Tochter Sauls, aus dem Fenster. Als sie nun den
Koenig David vor dem HERRN huepfen und tanzen sah, da verachtete sie ihn in ihrem Herzen.
V. 17-19: 1Chr 16,1-3.
/2Sam6/17/2Sam Und sie brachten die Lade des HERRN hinein und stellten sie an ihre Stelle in die Mitte des Zeltes, das David fuer sie aufgeschlagen hatte. Und David brachte Brandopfer und
Heilsopfer vor dem HERRN dar. /2Sam6/18/2Sam Und als David die Darbringung der Brandopfer und der Heilsopfer beendet hatte, segnete er das Volk im Namen des HERRN der Heerscharen. /2Sam6/19/2Sam
Und er verteilte an das ganze Volk, an die ganze Menge Israels, vom Mann bis zur Frau, an jeden einen Brotkuchen, einen Dattelkuchen und einen Rosinenkuchen. Und das ganze Volk ging fort, jeder
in sein Haus.
/2Sam6/20/2Sam Und als David zurueckkehrte, um seinem Haus den Segensgruss zu bringen, ging Michal, die Tochter Sauls, hinaus, David entgegen, und sagte: Wie ehrenwert hat sich heute der Koenig
von Israel gezeigt, als er sich heute vor den Augen der Maegde seiner Knechte entbloesst hat, wie sich sonst nur einer der ehrlosen Leute entbloesst! /2Sam6/21/2Sam Da sagte David zu Michal: Vor
dem HERRN, der mich vor deinem Vater und vor seinem ganzen Haus erwaehlt hat, um mich zum Fuersten ueber das Volk des HERRN, ueber Israel, zu bestellen, ja, vor dem HERRN will ich tanzen.
/2Sam6/22/2Sam Und ich will noch geringer werden als diesmal und will niedrig werden in meinen Augen; aber bei den Maegden, von denen du sprichst, bei ihnen werde ich in Ehren stehen.
/2Sam6/23/2Sam Michal aber, die Tochter Sauls, bekam kein Kind bis zum Tag ihres Todes.
Verheissung des HERRN fuer David und sein Koenigtum.
V. 1-16: 1Chr 17,1-14; 22,7-10; 28,2-7.
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/2Sam7/1/2Sam Und es geschah, als der Koenig in seinem Haus wohnte, und der HERR ihm ringsumher Ruhe verschafft hatte vor all seinen Feinden, /2Sam7/2/2Sam da sagte der Koenig zum Propheten
Nathan: Siehe doch, ich wohne in einem Haus aus Zedern, waehrend die Lade Gottes in dem Zelt wohnt. /2Sam7/3/2Sam Und Nathan sagte zum Koenig: Geh hin, tu alles, was du im Herzen hast, denn der
HERR ist mit dir! /2Sam7/4/2Sam Und es geschah in jener Nacht, da geschah das Wort des HERRN zu Nathan: /2Sam7/5/2Sam Geh hin und sage zu meinem Knecht, zu David: So spricht der HERR: Du willst
mir ein Haus bauen als Wohnung fuer mich? /2Sam7/6/2Sam Wahrhaftig, nie habe ich in einem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich die Soehne Israel aus AEgypten heraufgefuehrt habe, bis zum heutigen
Tag; sondern ich bin umhergezogen in Zelt und Wohnung. /2Sam7/7/2Sam In der ganzen [Zeit], die ich unter allen Soehnen Israel umhergezogen bin, habe ich [da jemals] zu einem der Staemme Israels,
dem ich gebot, mein Volk Israel zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedern gebaut? /2Sam7/8/2Sam Und nun, so sollst du zu meinem Knecht, zu David, sagen:
So spricht der HERR der Heerscharen: Ich selbst habe dich von der Weide genommen, hinter der Schafherde weg, dass du Fuerst sein solltest ueber mein Volk, ueber Israel. /2Sam7/9/2Sam Und ich bin
mit dir gewesen ueberall, wohin du gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet. Und ich mache dir einen grossen Namen gleich dem Namen der Grossen, die auf Erden sind.
/2Sam7/10/2Sam Und ich setze fuer mein Volk, fuer Israel, einen Ort fest und pflanze es ein, dass es an seiner Staette [sicher] wohnt und nicht mehr in Unruhe geraet und die Soehne der
Ruchlosigkeit es nicht mehr unterdruecken wie frueher, /2Sam7/11/2Sam und [zwar] seit dem Tag, da ich Richter ueber mein Volk Israel bestellt habe. Und ich verschaffe dir Ruhe vor all deinen
Feinden. So verkuendigt dir [nun] der HERR, dass der HERR dir ein Haus machen wird. /2Sam7/12/2Sam Wenn deine Tage erfuellt sind und du dich zu deinen Vaetern gelegt hast, dann werde ich deinen
Nachkommen, der aus deinem Leib kommt, nach dir aufstehen lassen und werde sein Koenigtum festigen. /2Sam7/13/2Sam Der wird meinem Namen ein Haus bauen. Und ich werde den Thron seines Koenigtums
festigen fuer ewig. /2Sam7/14/2Sam Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein. Wenn er verkehrt handelt, werde ich ihn mit einer Menschenrute und mit Schlaegen der Menschenkinder
zuechtigen. /2Sam7/15/2Sam Aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul habe weichen lassen, den ich vor dir weggetan habe. /2Sam7/16/2Sam Dein Haus aber und dein Koenigtum
sollen vor dir Bestand haben fuer ewig, dein Thron soll feststehen fuer ewig.
V. 17-29: 1Chr 17,15-27.
/2Sam7/17/2Sam Nach all diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, so redete Nathan zu David. /2Sam7/18/2Sam Da ging der Koenig David hinein und setzte sich vor dem HERRN nieder und sagte: Wer
bin ich, Herr, HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? /2Sam7/19/2Sam Und das war noch zu gering in deinen Augen, Herr, HERR! Und du hast sogar ueber das Haus deines
Knechtes auf ferne [Zukunft] hin geredet, und dies als Weisung fuer Menschen, Herr, HERR. /2Sam7/20/2Sam Doch was soll David noch weiter zu dir reden? Du kennst ja deinen Knecht, Herr, HERR!
/2Sam7/21/2Sam Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dies Grosse getan, um es deinen Knecht erkennen zu lassen. /2Sam7/22/2Sam Darum bist du gross, Herr, HERR! Ja, niemand
ist dir gleich, und es gibt keinen Gott ausser dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehoert haben. /2Sam7/23/2Sam Und wer ist wie dein Volk, wie Israel, die einzige Nation auf Erden, [fuer]
die Gott hingegangen ist, [sie] sich zum Volk zu erloesen und um sich einen Namen zu machen und an ihnen Grosses zu erweisen und furchtgebietende Taten an deinem Land, [indem du] vor deinem Volk,
das du dir aus AEgypten erloest hast, Nationen und ihre Goetter [vertriebst]. /2Sam7/24/2Sam Und du hast dir dein Volk Israel fest gegruendet, [dass es] ewig dir zum Volk sei; und du, HERR, bist
ihr Gott geworden. /2Sam7/25/2Sam Und nun, HERR [und] Gott, das Wort, das du ueber deinen Knecht und ueber sein Haus geredet hast, halte ewig aufrecht, und tu, wie du geredet hast! /2Sam7/26/2Sam
Dann wird dein Name ewig gross sein, indem man sagt: Der HERR der Heerscharen ist Gott ueber Israel! Und das Haus deines Knechtes David wird vor dir feststehen. /2Sam7/27/2Sam Denn du, HERR der
Heerscharen, Gott Israels, hast das Ohr deines Knechtes geoeffnet und gesagt: Ich werde dir ein Haus bauen! - darum hat dein Knecht sich ein Herz gefasst, dieses Gebet zu dir zu beten.
/2Sam7/28/2Sam Und nun, Herr, HERR, du bist es, der da Gott ist, und deine Worte sind Wahrheit, und du hast dieses Gute zu deinem Knecht geredet. /2Sam7/29/2Sam So lass es dir nun gefallen und
segne das Haus deines Knechtes, dass es ewig vor dir sei! Denn du, Herr, HERR, hast geredet, und mit deinem Segen wird das Haus deines Knechtes gesegnet sein fuer ewig!
Davids Kriege - Seine Beamten.
V. 1-14: 1Chr 18,1-13.
\8\
/2Sam8/1/2Sam Und es geschah danach, da schlug David die Philister und demuetigte sie. Und David nahm die Zuegel der Herrschaft aus der Hand der Philister.
/2Sam8/2/2Sam Er schlug auch die Moabiter und mass sie mit der Messschnur ab, wobei er sie sich auf die Erde legen liess. Und er mass zwei Schnurlaengen ab, um zu toeten, und eine volle
Schnurlaenge, um am Leben zu lassen. Und die Moabiter wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten.
/2Sam8/3/2Sam David schlug auch Hadad-Eser, den Sohn Rehobs, den Koenig von Zoba, als er hinzog, um seine Macht am Strom [Euphrat] wiederherzustellen. /2Sam8/4/2Sam Und David nahm von ihm 1 700
Berittene und 20 000 Mann Fussvolk gefangen. Und David laehmte alle Wagen[pferde], aber 100 Wagen[pferde] von ihm liess er uebrig.
/2Sam8/5/2Sam Da kamen die Aramaeer von Damaskus, um Hadad-Eser, dem Koenig von Zoba, zu helfen. David aber schlug unter den Aramaeern 22 000 Mann. /2Sam8/6/2Sam Und David setzte in Aram-Damaskus
Voegte ein, und die Aramaeer wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten. So half der HERR dem David ueberall, wohin er zog. /2Sam8/7/2Sam Und David nahm die goldenen Schilde, die den
Knechten Hadad-Esers gehoerten, und brachte sie nach Jerusalem. /2Sam8/8/2Sam Und aus Betach und aus Berotai, den Staedten Hadad-Esers, nahm der Koenig David sehr viel Bronze.
/2Sam8/9/2Sam Und als Toi, der Koenig von Hamat, hoerte, dass David die ganze Heeresmacht Hadad-Esers geschlagen hatte, /2Sam8/10/2Sam sandte Toi seinen Sohn Joram zum Koenig David, um ihn nach
[seinem] Wohlergehen zu fragen und ihm Glueck zu wuenschen, weil er gegen Hadad-Eser gekaempft und ihn geschlagen hatte - denn Hadad-Eser war Tois Kriegsgegner gewesen -, und in seiner Hand waren
silberne Geraete und goldene Geraete und bronzene Geraete. /2Sam8/11/2Sam Auch diese heiligte der Koenig David dem HERRN, samt dem Silber und Gold, das er von all den Nationen heiligte, die er
unterworfen hatte: /2Sam8/12/2Sam von Aram, von Moab und von den Soehnen Ammon, von den Philistern und von Amalek und von dem Pluendergut Hadad-Esers, des Sohnes Rehobs, des Koenigs von
Zoba.
/2Sam8/13/2Sam Und David machte [sich] einen Namen: Als er von seiner Schlacht gegen Edom im Salztal zurueckkam, da waren 18 000 [Mann gefallen]. /2Sam8/14/2Sam Und er setzte in Edom Voegte ein,
in ganz Edom setzte er Voegte ein. Und alle Edomiter wurden David zu Knechten. So half der HERR dem David ueberall, wohin er zog.
V. 15-18: Kap. 20,23-26; 1Chr 18,14-17; vgl. 1Koe 4,1-6.
/2Sam8/15/2Sam Und David war Koenig ueber ganz Israel. Und David uebte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk. /2Sam8/16/2Sam Und Joab, der Sohn der Zeruja, war ueber das Heer [gesetzt].
Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Berater. /2Sam8/17/2Sam Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjatars, waren Priester. Und Seraja war Schreiber. /2Sam8/18/2Sam Und Benaja,
der Sohn Jojadas, war ueber die Kreter und Pleter [gesetzt]. Und die Soehne Davids sind Priester gewesen.
Davids Grossmut gegen Mefi-Boschet, den Sohn Jonatans.
\9\
/2Sam9/1/2Sam Und David sagte: Gibt es vielleicht noch jemand, der vom Haus Sauls uebriggeblieben ist, damit ich Gnade an ihm erweise um Jonatans willen? /2Sam9/2/2Sam Es war aber ein Knecht vom
Haus Sauls, sein Name war Ziba, den rief man zu David. Und der Koenig sagte zu ihm: Bist du Ziba? Er sagte: [Ja], dein Knecht. /2Sam9/3/2Sam Und der Koenig sagte: Ist niemand mehr da vom Haus
Sauls, damit ich Gottes Gnade an ihm erweise? Da sagte Ziba zum Koenig: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, der an beiden Fuessen gelaehmt ist. /2Sam9/4/2Sam Und der Koenig sagte zu ihm: Wo ist er?
Ziba sagte zum Koenig: Siehe, er ist im Haus Machirs, des Sohnes Ammiels, in Lo-Dabar.
/2Sam9/5/2Sam Da sandte der Koenig David hin und liess ihn aus dem Haus Machirs, des Sohnes Ammiels, aus Lo-Dabar holen. /2Sam9/6/2Sam Da kam Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu
David und fiel auf sein Angesicht und warf sich nieder. Und David sagte: Mefi-Boschet! Er sagte: Siehe, dein Knecht. /2Sam9/7/2Sam Und David sagte zu ihm: Fuerchte dich nicht! Denn ich will nur
Gnade an dir erweisen um deines Vaters Jonatan willen, und ich will dir alle Felder deines Vaters Saul zurueckgeben; du aber sollst staendig an meinem Tisch das Brot essen. /2Sam9/8/2Sam Da warf
er sich nieder und sagte: Was ist dein Knecht, dass du dich einem toten Hund zugewandt hast, wie ich einer bin?
/2Sam9/9/2Sam Und der Koenig rief Ziba, den Diener Sauls, und sagte zu ihm: Alles, was Saul und seinem ganzen Haus gehoert hat, habe ich dem Sohn deines Herrn gegeben. /2Sam9/10/2Sam Und du
sollst fuer ihn das Land bearbeiten, du und deine Soehne und deine Knechte, und [die Ernte] einbringen, damit der Sohn deines Herrn Brot zu essen hat. Mefi-Boschet [selbst] aber, der Sohn deines
Herrn, soll staendig das Brot an meinem Tisch essen. Und Ziba hatte fuenfzehn Soehne und zwanzig Knechte. /2Sam9/11/2Sam Da sagte Ziba zum Koenig: Nach allem, was mein Herr, der Koenig, seinem
Knecht befiehlt, so wird dein Knecht tun. Und Mefi-Boschet, [sagte der Koenig], wird an meinem Tisch essen wie einer von den Koenigssoehnen. /2Sam9/12/2Sam Und Mefi-Boschet hatte einen kleinen
Sohn, dessen Name war Micha. Und alle, die im Haus Zibas wohnten, waren Mefi-Boschets Knechte. /2Sam9/13/2Sam So wohnte Mefi-Boschet in Jerusalem, denn er ass bestaendig am Tisch des Koenigs. Er
war aber gelaehmt an beiden Fuessen.
Kriege gegen die Ammoniter und Aramaeer.
1Chr 19.
\10\
/2Sam10/1/2Sam Und es geschah danach, da starb der Koenig der Soehne Ammon, und sein Sohn Hanun wurde an seiner Stelle Koenig. /2Sam10/2/2Sam Und David sagte: Ich will Gnade erweisen an Hanun,
dem Sohn des Nahasch, so wie sein Vater Gnade an mir erwiesen hat. So sandte David hin, um ihn durch seine Knechte wegen seines Vaters zu troesten. Und die Knechte Davids kamen in das Land der
Soehne Ammon. /2Sam10/3/2Sam Da sagten die Obersten der Soehne Ammon zu Hanun, ihrem Herrn: Will David in deinen Augen [wirklich] deinen Vater ehren, wenn er Troester zu dir gesandt hat? Hat
nicht David seine Knechte zu dir gesandt, um die Stadt zu erforschen und sie auszukundschaften und sie umzukehren? /2Sam10/4/2Sam Da nahm Hanun die Knechte Davids und liess ihnen die Haelfte des
Bartes abscheren und ihre Kleider zur Haelfte abschneiden bis an ihr Gesaess; und er schickte sie weg. /2Sam10/5/2Sam Als man [das] David berichtete, sandte er ihnen [Boten] entgegen, denn die
Maenner waren sehr geschaendet. Und der Koenig liess [ihnen] sagen: Bleibt in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist, dann kommt zurueck!
/2Sam10/6/2Sam Als nun die Soehne Ammon sahen, dass sie sich bei David stinkend gemacht hatten, da sandten die Soehne Ammon hin und warben die Aramaeer von Bet-Rehob und die Aramaeer von Zoba, 20
000 Mann zu Fuss, und den Koenig von Maacha, 1 000 Mann, und die Maenner von Tob, 12 000 Mann. /2Sam10/7/2Sam Als David [davon] hoerte, sandte er Joab aus und das ganze Heer, die Helden.
/2Sam10/8/2Sam Und die Soehne Ammon zogen aus und ordneten sich am Eingang des Tores zur Schlacht. Aber die Aramaeer von Zoba und Rehob und die Maenner von Tob und Maacha standen gesondert auf
dem [freien] Feld. /2Sam10/9/2Sam Und als Joab sah, dass die Kampffront von vorn und von hinten gegen ihn gerichtet war, da waehlte er von allen Auserlesenen Israels [einen Teil] aus und ordnete
sich [mit ihnen zur Schlacht] gegen Aram. /2Sam10/10/2Sam Den Rest des [Kriegs]volkes aber uebergab er der Hand seines Bruders Abischai; und der ordnete [sie zur Schlacht] gegen die Soehne Ammon.
/2Sam10/11/2Sam Und er sagte: Wenn Aram staerker ist als ich, dann sollst du mir Hilfe leisten; und wenn die Soehne Ammon staerker sind als du, dann will ich kommen, um dir zu helfen.
/2Sam10/12/2Sam Sei stark und lass uns stark sein fuer unser Volk und fuer die Staedte unseres Gottes! Der HERR aber moege tun, was gut ist in seinen Augen. /2Sam10/13/2Sam Da rueckten Joab und
das Volk, das bei ihm war, zum Kampf gegen die Aramaeer vor; und sie flohen vor ihm. /2Sam10/14/2Sam Als aber die Soehne Ammon sahen, dass Aram floh, da flohen auch sie vor Abischai und zogen
[sich] in die Stadt [zurueck]. Da wandte sich Joab von den Soehnen Ammon ab und kam nach Jerusalem.
/2Sam10/15/2Sam Als nun Aram sah, dass es vor Israel geschlagen war, sammelten sie sich alle [wieder]. /2Sam10/16/2Sam Und Hadad-Eser sandte hin und liess die Aramaeer, die jenseits des Stromes
Euphrat waren, [zum Kampf] ausziehen. Und sie kamen nach Helam, und Schobach, der Heeroberste Hadad-Esers, [ging] vor ihnen her. /2Sam10/17/2Sam Das wurde David berichtet. Da versammelte er ganz
Israel und ging ueber den Jordan und kam nach Helam. Und die Aramaeer ordneten sich [zur Schlacht] gegen David und kaempften mit ihm. /2Sam10/18/2Sam Aram aber floh vor Israel, und David erschlug
von Aram 700 Wagen[kaempfer] und 40 000 Reiter. Auch seinen Heerobersten Schobach erschlug er; und der starb dort. /2Sam10/19/2Sam Als nun all die Koenige, die Hadad-Esers Knechte waren, sahen,
dass sie vor Israel geschlagen waren, schlossen sie Frieden mit Israel und dienten ihnen. Und die Aramaeer fuerchteten sich, den Soehnen Ammon noch [einmal] zu helfen.
Davids Ehebruch und Blutschuld.
\11\
/2Sam11/1/2Sam Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, zur Zeit, wenn die Koenige [ins Feld] ausziehen, da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel aus. Und sie
verheerten [das Land der] Soehne Ammon und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem. /2Sam11/2/2Sam Und es geschah zur Abendzeit, dass David von seinem Lager aufstand und sich auf dem Dach
des Koenigshauses erging. Da sah er vom Dach aus eine Frau baden. Die Frau aber war von sehr schoenem Aussehen. /2Sam11/3/2Sam Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und man
sagte: Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters? /2Sam11/4/2Sam Da sandte David Boten hin und liess sie holen. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. Sie hatte
sich aber [gerade] gereinigt von ihrer Unreinheit. Und sie kehrte in ihr Haus zurueck. /2Sam11/5/2Sam Und die Frau wurde schwanger. Und sie sandte hin und berichtete es David und sagte: Ich bin
schwanger.
/2Sam11/6/2Sam Da sandte David zu Joab: Schick mir Uria, den Hetiter! Und Joab schickte Uria zu David. /2Sam11/7/2Sam Und Uria kam zu ihm, und David fragte nach dem Wohlergehen Joabs und nach dem
Wohlergehen des Volkes und nach der Kriegslage. /2Sam11/8/2Sam Und David sagte zu Uria: Geh in dein Haus hinab und wasche deine Fuesse! Und als Uria aus dem Haus des Koenigs ging, kam ein
Geschenk des Koenigs hinter ihm her. /2Sam11/9/2Sam Uria aber legte sich am Eingang des Koenigshauses nieder bei allen Knechten seines Herrn und ging nicht in sein Haus hinab. /2Sam11/10/2Sam Und
man berichtete es David: Uria ist nicht in sein Haus hinabgegangen. Da sagte David zu Uria: Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen? /2Sam11/11/2Sam
Uria aber sagte zu David: Die Lade und Israel und Juda wohnen in Zelten, und mein Herr [selbst], Joab, und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld, und da sollte ich in mein Haus
hineingehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich das tue! /2Sam11/12/2Sam Da sagte David zu Uria: Bleib auch heute [noch]
hier! Morgen werde ich dich dann entlassen. So blieb Uria an diesem Tag und am folgenden in Jerusalem. /2Sam11/13/2Sam Und David lud ihn ein, und er ass und trank vor ihm, und er machte ihn
betrunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich auf sein Lager bei den Knechten seines Herrn hinzulegen; aber in sein Haus ging er nicht hinab.
/2Sam11/14/2Sam Und es geschah am [naechsten] Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria. /2Sam11/15/2Sam Und er schrieb in dem Brief folgendes: Stellt Uria dahin, wo
die Kampffront am haertesten ist, und zieht euch hinter ihm zurueck, dass er getroffen wird und stirbt! /2Sam11/16/2Sam Und es geschah, als Joab die Stadt [staendig] beobachtete, setzte er Uria
an der Stelle ein, von der er erkannt hatte, dass dort kriegstuechtige Maenner waren. /2Sam11/17/2Sam Als nun die Maenner der Stadt auszogen und gegen Joab kaempften, fielen [einige] vom Volk,
von den Knechten Davids; dabei starb auch Uria, der Hetiter. /2Sam11/18/2Sam Da sandte Joab hin und berichtete David alle Ereignisse des Kampfes. /2Sam11/19/2Sam Und er befahl dem Boten und
sagte: Wenn du damit fertig bist, alle Ereignisse des Kampfes dem Koenig zu melden, /2Sam11/20/2Sam und wenn dann der Zorn des Koenigs aufsteigt und er zu dir sagt: Warum seid ihr so nah an die
Stadt herangerueckt, um zu kaempfen? Habt ihr nicht erkannt, dass sie von der Mauer herab schiessen wuerden? /2Sam11/21/2Sam Wer hat [denn] Abimelech, den Sohn Jerubbeschets, erschlagen? Warf
nicht eine Frau den oberen Muehlstein von der Mauer auf ihn herab, dass er in Tebez starb? Wozu seid ihr so nah an die Mauer herangerueckt? - dann sollst du sagen: Auch dein Knecht Uria, der
Hetiter, ist tot. /2Sam11/22/2Sam Und der Bote ging hin. Und er kam und berichtete David alles, was Joab ihm aufgetragen hatte. /2Sam11/23/2Sam Und der Bote sagte zu David: Da die Maenner uns
ueberlegen waren, zogen sie gegen uns aufs [freie] Feld heraus; wir aber blieben an ihnen bis zum Eingang des Tores. /2Sam11/24/2Sam Da schossen die Schuetzen von der Mauer herab auf deine
Knechte, und es starben [einige] von den Knechten des Koenigs; und auch dein Knecht Uria, der Hetiter, ist tot. /2Sam11/25/2Sam Da sagte David zu dem Boten: So sollst du zu Joab sagen: Lass diese
Sache nicht so schlimm sein in deinen Augen! Denn das Schwert frisst bald so, bald so. Fuehre deinen Kampf gegen die Stadt entschlossen fort und reisse sie nieder! So ermutige ihn!
/2Sam11/26/2Sam Und als Urias Frau hoerte, dass Uria, ihr Mann, tot war, hielt sie die Totenklage um ihren Gatten. /2Sam11/27/2Sam Als aber die Trauer[zeit] vorueber war, sandte David hin und
nahm sie in sein Haus auf. Und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. In den Augen des HERRN aber war die Sache boese, die David getan hatte.
Nathans Strafrede und Davids Busse.
\12\
/2Sam12/1/2Sam Und der HERR sandte Nathan zu David. Und er kam zu ihm und sagte zu ihm: Zwei Maenner waren in einer Stadt, der eine reich und der andere arm. /2Sam12/2/2Sam Der Reiche hatte
Schafe und Rinder in grosser Menge. /2Sam12/3/2Sam Der Arme hatte aber nichts als nur ein einziges kleines Lamm, das er gekauft hatte. Und er ernaehrte es, und es wurde gross bei ihm, zugleich
mit seinen Kindern. Von seinem Bissen ass es, aus seinem Becher trank es, und in seinem Schoss schlief es. Es war ihm wie eine Tochter. /2Sam12/4/2Sam Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann; dem
aber tat es leid, [ein Tier] von seinen Schafen und von seinen Rindern zu nehmen, um es fuer den Wanderer zuzurichten, der zu ihm gekommen war. Da nahm er das Lamm des armen Mannes und richtete
es fuer den Mann zu, der zu ihm gekommen war. /2Sam12/5/2Sam Da entbrannte der Zorn Davids sehr gegen den Mann, und er sagte zu Nathan: So wahr der HERR lebt, der Mann, der das getan hat, ist ein
Kind des Todes. /2Sam12/6/2Sam Das Lamm aber soll er vierfach erstatten, dafuer dass er diese Sache getan hat, und weil es ihm [um den Armen] nicht leid getan hat.
/2Sam12/7/2Sam Da sagte Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum Koenig ueber Israel gesalbt, und ich habe dich aus der Hand Sauls errettet,
/2Sam12/8/2Sam und ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben und die Frauen deines Herrn in deinen Schoss und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben. Und wenn es zu wenig war, so haette ich
dir noch dies und das hinzugefuegt. /2Sam12/9/2Sam Warum hast du das Wort des HERRN verachtet, indem du tatest, was boese ist in seinen Augen? Uria, den Hetiter, hast du mit dem Schwert
erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen. Ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der Soehne Ammon. /2Sam12/10/2Sam Nun denn, so soll das Schwert von deinem Haus auf
ewig nicht weichen, dafuer dass du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, damit sie deine Frau sei. /2Sam12/11/2Sam So spricht der HERR: Siehe, ich lasse aus deinem
eigenen Haus Unglueck ueber dich erstehen und nehme deine Frauen vor deinen Augen weg und gebe sie deinem Naechsten, dass er bei deinen Frauen liegt vor den Augen dieser Sonne! /2Sam12/12/2Sam
Denn du, du hast es im Verborgenen getan; ich aber, ich werde dies tun vor ganz Israel und vor der Sonne!
/2Sam12/13/2Sam Da sagte David zu Nathan: Ich habe gegen den HERRN gesuendigt. Und Nathan sagte zu David: So hat auch der HERR deine Suende hinweggetan, du wirst nicht sterben. /2Sam12/14/2Sam
Nur weil du den Feinden des HERRN durch diese Sache Anlass zur Laesterung gegeben hast, muss auch der Sohn, der dir geboren ist, sterben. /2Sam12/15/2Sam Und Nathan ging in sein Haus
[zurueck].
Davids Bestrafung - Geburt Salomos.
Und der HERR schlug das Kind, das Urias Frau dem David geboren hatte, und es wurde schwer krank. /2Sam12/16/2Sam Und David suchte Gott um des Jungen willen. Und David fastete lange. Und wenn er
hineinkam, lag er die Nacht ueber auf der Erde. /2Sam12/17/2Sam Und die AEltesten seines Hauses machten sich zu ihm auf, um ihn von der Erde aufzurichten. Aber er wollte nicht und ass kein Brot
mit ihnen. /2Sam12/18/2Sam Und es geschah am siebten Tag, da starb das Kind. Und die Knechte Davids fuerchteten sich, ihm zu berichten, dass das Kind tot sei, denn sie sagten [sich]: Siehe, als
das Kind [noch] am Leben war, haben wir zu ihm geredet, und er hat nicht auf unsere Stimme gehoert: Wie koennten wir [jetzt] zu ihm sagen: Das Kind ist tot? Er wuerde Unheil anrichten.
/2Sam12/19/2Sam Und David sah, dass seine Knechte miteinander fluesterten. Da merkte David, dass das Kind tot war. Und David sagte zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Sie sagten: [Es ist] tot.
/2Sam12/20/2Sam Da stand David von der Erde auf und wusch sich und salbte sich und wechselte seine Kleider und ging ins Haus des HERRN und warf sich [vor ihm] nieder. Dann kam er in sein Haus
[zurueck] und verlangte [zu essen], und man setzte ihm Brot vor, und er ass. /2Sam12/21/2Sam Da sagten seine Knechte zu ihm: Was ist das fuer eine Sache, die du tust? Als das Kind lebte, hast du
um seinetwillen gefastet und geweint, sobald aber das Kind gestorben war, bist du aufgestanden und hast gegessen! /2Sam12/22/2Sam Da sagte er: Als das Kind noch lebte, habe ich gefastet und
geweint, weil ich [mir] sagte: Wer weiss, [vielleicht] wird der HERR mir gnaedig sein, und das Kind bleibt am Leben. /2Sam12/23/2Sam Jetzt aber, da es tot ist, wozu sollte ich denn fasten? Kann
ich es [etwa] noch zurueckbringen? Ich gehe [einmal] zu ihm, aber es wird nicht zu mir zurueckkehren.
/2Sam12/24/2Sam Und David troestete seine Frau Batseba. Und er ging zu ihr ein und lag bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Salomo. Und der HERR liebte ihn. /2Sam12/25/2Sam
Und er sandte durch den Propheten Nathan hin; und der gab ihm den Namen Jedidja um des HERRN willen.
Davids Sieg ueber die Ammoniter.
1Chr 20,1-3.
/2Sam12/26/2Sam Und Joab kaempfte gegen [die Stadt] Rabba der Soehne Ammon und nahm die Koenigsstadt ein. /2Sam12/27/2Sam Und Joab sandte Boten zu David und liess [ihm] sagen: Ich habe gegen
Rabba gekaempft und auch die Wasserstadt eingenommen. /2Sam12/28/2Sam Und nun sammle den Rest des [Kriegs]volkes und belagere die Stadt und nimm sie ein, damit nicht ich es bin, der die Stadt
einnimmt, und [nicht] mein Name ueber ihr ausgerufen wird! /2Sam12/29/2Sam Da sammelte David alles [Kriegs]volk und zog nach Rabba, und er kaempfte gegen es und nahm es ein. /2Sam12/30/2Sam Und
er nahm ihrem Koenig die Krone von seinem Haupt. Ihr Gewicht war ein Talent Gold, und ein kostbarer Stein [war an ihr]. Und sie kam auf das Haupt Davids. Und das Pluendergut der Stadt brachte er
in grosser Menge hinaus. /2Sam12/31/2Sam Das Volk aber, das darin war, fuehrte er heraus und stellte es an die Steinsaege, an die eisernen Pickel und an die eisernen Beile und liess sie als
Sklaven an den Ziegelformen arbeiten. Und so machte er es mit allen Staedten der Soehne Ammon. Und David und das ganze Volk kehrten nach Jerusalem zurueck.
Amnons Schandtat.
\13\
/2Sam13/1/2Sam Und es geschah danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schoene Schwester, ihr Name war Tamar. Und Amnon, der Sohn Davids, liebte sie. /2Sam13/2/2Sam Und es war dem Amnon wehe
um seiner Schwester Tamar willen, bis dass er sich krank fuehlte. Denn sie war eine Jungfrau, und es war in den Augen Amnons unmoeglich, ihr irgend etwas anzutun. /2Sam13/3/2Sam Und Amnon hatte
einen Freund, sein Name war Jonadab, der Sohn des Schimea, des Bruders Davids. Jonadab aber war ein sehr kluger Mann. /2Sam13/4/2Sam Der sagte zu ihm: Warum bist du Morgen fuer Morgen so elend,
Koenigssohn? Willst du es mir nicht mitteilen? Amnon sagte zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom. /2Sam13/5/2Sam Da sagte Jonadab zu ihm: Leg dich auf dein Lager und stell
dich krank! Und kommt dein Vater, um nach dir zu sehen, dann sag zu ihm: Es soll doch meine Schwester Tamar kommen und mir Krankenkost bringen! Sie sollte vor meinen Augen die Krankenkost
zubereiten, damit ich es sehen kann. Dann wuerde ich aus ihrer Hand essen. /2Sam13/6/2Sam Und Amnon legte sich hin und stellte sich krank. Und als der Koenig kam, um nach ihm zu sehen, sagte
Amnon zum Koenig: Es soll doch meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Kuchen zubereiten, damit ich aus ihrer Hand Krankenkost esse! /2Sam13/7/2Sam Da sandte David zu Tamar ins
Haus und liess [ihr] sagen: Geh doch ins Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm Krankenkost! /2Sam13/8/2Sam Und Tamar ging ins Haus ihres Bruders Amnon, waehrend er [im Bett] lag, und sie nahm
den Teig und knetete ihn und bereitete Kuchen vor seinen Augen zu und backte die Kuchen. /2Sam13/9/2Sam Und sie nahm die Pfanne und schuettete [sie] vor ihm aus. Er aber weigerte sich zu essen.
Und Amnon sagte: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und jedermann ging von ihm hinaus. /2Sam13/10/2Sam Da sagte Amnon zu Tamar: Bring die Krankenkost in die innere Kammer, damit ich aus deiner
Hand esse! Und Tamar nahm die Kuchen, die sie zubereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in die innere Kammer. /2Sam13/11/2Sam Als sie ihm aber [etwas] zu essen hinreichte, packte er
sie und sagte zu ihr: Komm, liege bei mir, meine Schwester! /2Sam13/12/2Sam Sie aber sagte zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Tu mir keine Gewalt an, denn so handelt man nicht in Israel! Tu [doch]
diese Schandtat nicht! /2Sam13/13/2Sam Und ich, wohin sollte ich meine Schmach tragen? Du aber, du wuerdest sein wie einer der Schaendlichen in Israel. Und nun rede doch zum Koenig, denn er wird
mich dir nicht vorenthalten! /2Sam13/14/2Sam Er aber wollte nicht auf ihre Stimme hoeren. Und er ueberwaeltigte sie und tat ihr Gewalt an und lag bei ihr.
/2Sam13/15/2Sam [Dann] aber hasste Amnon sie mit sehr grossem Hass. Ja, der Hass, mit dem er sie hasste, war groesser als die Liebe, mit der er sie geliebt hatte. Und Amnon sagte zu ihr: Steh
auf, geh weg! /2Sam13/16/2Sam Sie aber sagte zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Denn dieses Unrecht ist [noch] groesser als das andere, das du mir angetan hast, wenn du mich [jetzt] wegjagst. Aber
er wollte nicht auf sie hoeren. /2Sam13/17/2Sam Und er rief seinen Burschen, seinen Diener, und sagte: Jagt die da weg, fort von mir, nach draussen, und verriegele die Tuer hinter ihr!
/2Sam13/18/2Sam Sie trug aber einen bunten Leibrock. Denn mit solchen Gewaendern kleideten sich die Toechter des Koenigs, die [noch] Jungfrauen [waren]. Und sein Diener brachte sie hinaus und
verriegelte die Tuer hinter ihr. /2Sam13/19/2Sam Da nahm Tamar Asche, [streute sie] auf ihren Kopf und zerriss den bunten Leibrock, den sie anhatte, und sie legte ihre Hand auf ihren Kopf und
lief schreiend davon.
Absaloms Rache und Flucht.
/2Sam13/20/2Sam Und ihr Bruder Absalom sagte zu ihr: War dein Bruder Amnon mit dir [zusammen]? Nun denn, meine Schwester, schweig still! Er ist dein Bruder. Nimm dir diese Sache nicht so zu
Herzen! Da blieb Tamar, und zwar einsam, im Haus ihres Bruders Absalom. /2Sam13/21/2Sam Als der Koenig David alle diese Dinge hoerte, wurde er sehr zornig. /2Sam13/22/2Sam Absalom aber redete mit
Amnon weder Boeses noch Gutes. Denn Absalom hasste Amnon deshalb, weil er seiner Schwester Tamar Gewalt angetan hatte.
/2Sam13/23/2Sam Und es geschah nach einer Zeit von zwei Jahren, da hatte Absalom Schafscherer in Baal-Hazor, das bei Ephraim [liegt], und Absalom lud alle Soehne des Koenigs ein. /2Sam13/24/2Sam
Und Absalom kam zum Koenig und sagte: Sieh doch, dein Knecht hat die Schafscherer! Der Koenig und seine Knechte moegen doch mit deinem Knecht gehen! /2Sam13/25/2Sam Aber der Koenig sagte zu
Absalom: Nein, mein Sohn! Wir koennen doch nicht alle zusammen hingehen. Wir wollen dir nicht zur Last fallen. Und er draengte ihn; aber er wollte nicht gehen, sondern segnete ihn [zum Abschied].
/2Sam13/26/2Sam Da sagte Absalom: Wenn nicht, dann mag doch [wenigstens] mein Bruder Amnon mit uns gehen! Der Koenig sagte zu ihm: Wozu soll er mit dir gehen? /2Sam13/27/2Sam Absalom aber
draengte ihn. Da schickte er Amnon und alle [anderen] Soehne des Koenigs mit ihm.
/2Sam13/28/2Sam Und Absalom befahl seinen Dienern: Seht doch zu, wenn Amnons Herz vom Wein froehlich wird und ich zu euch sage: Erschlagt Amnon! - dann toetet ihn! Fuerchtet euch nicht! Ist es
nicht so, dass ich es euch befohlen habe? Seid stark und zeigt euch als tapfere Maenner! /2Sam13/29/2Sam Und die Diener Absaloms machten [es] mit Amnon so, wie Absalom es befohlen hatte. Da
sprangen alle Soehne des Koenigs auf, und sie stiegen jeder auf sein Maultier und flohen.
/2Sam13/30/2Sam Und es geschah, waehrend sie [noch] auf dem Weg waren, kam das Geruecht zu David: Absalom hat alle Soehne des Koenigs erschlagen, und nicht einer von ihnen ist uebriggeblieben.
/2Sam13/31/2Sam Da stand der Koenig auf und zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde, und alle seine Knechte standen mit zerrissenen Kleidern
[um ihn herum]. /2Sam13/32/2Sam Da ergriff Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, das Wort und sagte: Mein Herr glaube nicht, dass man all die jungen Maenner, die Soehne des
Koenigs, getoetet hat, sondern Amnon allein ist tot. Denn auf Absaloms Mund lag [das] als [finsterer] Entschluss von dem Tag an, da er seiner Schwester Tamar Gewalt angetan hatte. /2Sam13/33/2Sam
Und nun nehme mein Herr, der Koenig, die Sache nicht so zu Herzen, dass er glaube, alle Soehne des Koenigs seien tot, sondern Amnon allein ist tot!
/2Sam13/34/2Sam Und Absalom floh. Als nun der Diener, der [Turm]waechter, seine Augen erhob und sah, siehe, da kam viel Volk vom Weg hinter ihm, von der Seite des Berges. /2Sam13/35/2Sam Da sagte
Jonadab zum Koenig: Siehe, die Soehne des Koenigs kommen! Wie dein Knecht gesagt hat, so ist es geschehen. /2Sam13/36/2Sam Und es geschah, als er zu Ende geredet hatte, siehe, da kamen die Soehne
des Koenigs und erhoben ihre Stimme und weinten. Und auch der Koenig und all seine Knechte brachen in ein sehr grosses Weinen aus. /2Sam13/37/2Sam Absalom aber war geflohen und ging zu Talmai,
dem Sohn Ammihuds, dem Koenig von Geschur. Und David trauerte um seinen Sohn alle Tage.
/2Sam13/38/2Sam Absalom aber war geflohen und nach Geschur gegangen. Dort blieb er drei Jahre. /2Sam13/39/2Sam [Seine Flucht] hielt den Koenig David davon ab, gegen Absalom auszuziehen; vielmehr
troestete er sich ueber Amnon, dass er tot war. Absaloms Rueckkehr und Begnadigung.
\14\
/2Sam14/1/2Sam Als nun Joab, der Sohn der Zeruja, erkannte, dass das Herz des Koenigs auf Absalom [gerichtet] war, /2Sam14/2/2Sam da sandte Joab nach Tekoa und liess von dort eine kluge Frau
holen und sagte zu ihr: Stell dich doch wie eine Trauernde und zieh Trauerkleider an und salbe dich nicht mit OEl und benimm dich wie eine Frau, die schon viele Tage ueber einen Toten trauert!
/2Sam14/3/2Sam Geh dann zum Koenig hinein und rede zu ihm nach folgendem Wort! Und Joab legte ihr die Worte in den Mund.
/2Sam14/4/2Sam Und die Frau aus Tekoa kam zum Koenig. Und sie fiel auf ihr Gesicht zur Erde und warf sich nieder und sagte: Hilf, o Koenig! /2Sam14/5/2Sam Und der Koenig sprach zu ihr: Was
[fehlt] dir? Da sagte sie: Ach, ich bin eine Witwe, und mein Mann ist gestorben. /2Sam14/6/2Sam Und deine Magd hatte zwei Soehne, und sie rauften sich beide auf dem Feld, und da kein Retter
zwischen ihnen war, schlug der eine den andern nieder und toetete ihn. /2Sam14/7/2Sam Und siehe, die ganze Sippe ist gegen deine Magd aufgestanden, und sie sagen: Gib den heraus, der seinen
Bruder erschlagen hat, damit wir ihn toeten fuer die Seele seines Bruders, den er umgebracht hat, dass wir [so] auch den Erben ausrotten! Und so wollen sie meine Kohle ausloeschen, die mir
uebriggeblieben ist, um meinem Mann weder Namen noch Nachkommen auf der Flaeche des Erdbodens zu lassen. /2Sam14/8/2Sam Da sagte der Koenig zu der Frau: Geh in dein Haus! Ich selbst werde
deinetwegen Befehl geben. /2Sam14/9/2Sam Und die Frau aus Tekoa sagte zum Koenig: Auf mir, mein Herr und Koenig, und auf dem Haus meines Vaters [wird nun] die Schuld [liegen]; der Koenig aber und
sein Thron werden schuldlos sein! /2Sam14/10/2Sam Da sagte der Koenig: Wer gegen dich redet, den bring zu mir! Er soll dich kuenftig nicht mehr antasten. /2Sam14/11/2Sam Sie aber sagte: Der
Koenig gedenke doch des HERRN, deines Gottes, damit der Blutraecher nicht noch mehr Verderben anrichtet und man meinen Sohn nicht ausrottet! Und er sagte: So wahr der HERR lebt, wenn von den
Haaren deines Sohnes [eines] auf die Erde faellt! /2Sam14/12/2Sam Und die Frau sagte: Lass doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn, dem Koenig, reden! Er sagte: Rede! /2Sam14/13/2Sam Da sagte
die Frau: Und warum beabsichtigst du so etwas gegen das Volk Gottes? Denn da der Koenig dieses Wort geredet hat, ist er einem Schuldbeladenen gleich, indem der Koenig den von ihm Verstossenen
nicht zurueckkehren laesst. /2Sam14/14/2Sam Denn sterben muessen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde geschuettet wird und das man nicht wieder sammeln kann. Aber Gott will nicht das Leben
wegnehmen, sondern er hat die Absicht, dass der Verstossene nicht [auch] von ihm weg verstossen bleibt. /2Sam14/15/2Sam Nun denn, dass ich gekommen bin, um dieses Wort zu dem Koenig, meinem
Herrn, zu reden, [geschah], weil das Volk mich in Furcht versetzt hat. Da sagte [sich] deine Magd: Ich will doch zum Koenig reden, vielleicht wird der Koenig das Wort seiner Sklavin tun.
/2Sam14/16/2Sam Denn der Koenig wird [darauf] hoeren, um seine Sklavin aus der Faust des Mannes zu erretten, der mich samt meinem Sohn aus dem Erbteil Gottes ausrotten will. /2Sam14/17/2Sam Und
deine Magd sagte [sich]: Das Wort meines Herrn, des Koenigs, moege doch zur Beruhigung [fuer mich] sein. Denn wie der Engel Gottes, so ist mein Herr, der Koenig, um das Gute und das Boese
anzuhoeren. Und der HERR, dein Gott, sei mit dir!
/2Sam14/18/2Sam Da antwortete der Koenig und sagte zu der Frau: Verschweige mir doch ja nichts [von dem], wonach ich dich [jetzt] frage! Die Frau sagte: Mein Herr, der Koenig, moege doch reden!
/2Sam14/19/2Sam Der Koenig sagte: Ist in alledem die Hand Joabs mit dir? Da antwortete die Frau und sagte: So wahr deine Seele lebt, mein Herr und Koenig, wenn jemand nach rechts oder nach links
ausweichen kann vor allem, was mein Herr, der Koenig redet! Ja, dein Knecht Joab, er hat mir Befehl gegeben, und er hat deiner Magd all diese Worte in den Mund gelegt. /2Sam14/20/2Sam Um der
Sache ein anderes Gesicht zu geben, hat dein Knecht Joab dieses Wort ausgemacht. Aber mein Herr ist weise, gleich der Weisheit des Engels Gottes, dass er alles erkennt, was auf Erden
[geschieht].
/2Sam14/21/2Sam Und der Koenig sagte zu Joab: Siehe doch, ich tue diese [deine] Sache. So geh nun hin, lass den Jungen, den Absalom, zurueckkehren! /2Sam14/22/2Sam Da fiel Joab auf sein Angesicht
zur Erde und warf sich nieder und segnete den Koenig. Und Joab sagte: Heute erkennt dein Knecht, dass ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, mein Herr und Koenig, da der Koenig das Wort seines
Knechtes getan hat. /2Sam14/23/2Sam Und Joab machte sich auf und ging nach Geschur und brachte Absalom nach Jerusalem zurueck. /2Sam14/24/2Sam Aber der Koenig sagte: Er soll sich zu seinem Haus
wenden, mein Angesicht soll er nicht sehen. Da wandte sich Absalom zu seinem Haus, und das Angesicht des Koenigs sah er nicht.
/2Sam14/25/2Sam In ganz Israel aber gab es keinen Mann so schoen wie Absalom [und] so sehr zu ruehmen. Von seiner Fusssohle bis zu seinem Scheitel war kein Makel an ihm. /2Sam14/26/2Sam Und wenn
er sein Haupt scheren liess - es geschah naemlich am Ende jedes Jahres, dass er es scheren liess, denn es war ihm zu schwer, so liess er es scheren -, dann wog sein Haupthaar zweihundert Schekel
nach koeniglichem Gewicht. /2Sam14/27/2Sam Und dem Absalom wurden drei Soehne geboren und eine Tochter, ihr Name war Tamar. Sie war eine Frau von schoenem Aussehen.
/2Sam14/28/2Sam Und Absalom wohnte in Jerusalem zwei volle Jahre und hatte das Angesicht des Koenigs [noch] nicht gesehen. /2Sam14/29/2Sam Da sandte Absalom zu Joab, um ihn zum Koenig zu
schicken, aber er wollte nicht zu ihm kommen. Und er sandte noch ein zweites Mal, aber er wollte [wieder] nicht kommen. /2Sam14/30/2Sam Da sagte er zu seinen Knechten: Seht, das Feld Joabs ist an
meiner Seite. Er hat dort Gerste. Geht hin und steckt es in Brand! Und die Knechte Absaloms steckten das Feld in Brand. /2Sam14/31/2Sam Da machte Joab sich auf und kam zu Absalom ins Haus und
sagte zu ihm: Warum haben deine Knechte das Feld, das mir gehoert, in Brand gesteckt? /2Sam14/32/2Sam Und Absalom sagte zu Joab: Siehe, ich hatte zu dir geschickt und [dir] sagen lassen: Komm
her, ich will dich zum Koenig schicken, um [ihm] zu sagen: Wozu bin ich von Geschur hergekommen? Besser waere es fuer mich, ich waere noch dort. Jetzt aber will ich das Angesicht des Koenigs
sehen. Und wenn es an mir eine Schuld gibt, dann soll er mich toeten. /2Sam14/33/2Sam Da begab sich Joab zum Koenig und berichtete es ihm. Und er rief Absalom. Der kam zum Koenig und warf sich
vor ihm nieder [und fiel] auf sein Angesicht zur Erde [nieder] vor dem Koenig, und der Koenig kuesste Absalom.
Absaloms Aufstand gegen David.
\15\
/2Sam15/1/2Sam Und es geschah danach, da schaffte sich Absalom Wagen und Pferde an und fuenfzig Mann, die vor ihm herliefen. /2Sam15/2/2Sam Und Fruehmorgens machte Absalom sich auf und stellte
sich an den Rand des Weges zum Tor. Und es geschah: Jeden Mann, der einen Rechtsstreit hatte und zum Koenig kam, um eine Rechtsentscheidung [zu suchen], den rief Absalom an und sagte: Aus welcher
Stadt bist du? Und sagte der: Dein Knecht ist aus einem der Staemme Israels! - /2Sam15/3/2Sam dann sagte Absalom zu ihm: Siehe, deine Anliegen sind gut und recht; aber du hast beim Koenig
niemanden, der [dich] anhoert. /2Sam15/4/2Sam Dann sagte Absalom [weiter]: Wuerde man mich doch als Richter im Land einsetzen! Bei mir wuerde jedermann Eingang finden, der einen Rechtsstreit hat
und Rechtsentscheidung [sucht]; ich wuerde ihn gerecht sprechen! /2Sam15/5/2Sam Und es geschah, wenn jemand sich ihm naeherte, um sich vor ihm niederzuwerfen, dann streckte er seine Hand aus und
ergriff ihn und kuesste ihn. /2Sam15/6/2Sam Und Absalom handelte auf diese Weise an allen Israeliten, die zum Koenig kamen, um eine Rechtsentscheidung [zu suchen]. So stahl Absalom das Herz der
Maenner von Israel.
/2Sam15/7/2Sam Und es geschah am Ende der vierzig Jahre, da sagte Absalom zum Koenig: Lass mich doch hingehen und in Hebron mein Geluebde erfuellen, das ich dem HERRN gelobt habe. /2Sam15/8/2Sam
Denn als ich in Geschur in Aram wohnte, tat dein Knecht ein Geluebde und sagte: Wenn der HERR mich wirklich nach Jerusalem zurueckbringt, dann will ich dem HERRN dienen! /2Sam15/9/2Sam Da sagte
der Koenig zu ihm: Geh hin in Frieden! Und er machte sich auf und ging nach Hebron. /2Sam15/10/2Sam Und Absalom sandte Geheimboten in alle Staemme Israels und liess sagen: Sobald ihr den Schall
des Horns hoert, sollt ihr rufen: Absalom ist Koenig in Hebron! /2Sam15/11/2Sam Und mit Absalom gingen zweihundert Mann aus Jerusalem. Sie waren eingeladen worden und gingen in ihrer Arglosigkeit
mit; und sie hatten nichts von der ganzen Sache erkannt. /2Sam15/12/2Sam Auch sandte Absalom [hin und liess] den Giloniter Ahitofel [kommen], den Ratgeber Davids, aus seiner Stadt, aus Gilo, als
er [bereits] die Opfer schlachtete. So wurde die Verschwoerung stark, und das Volk bei Absalom wurde laufend zahlreicher.
Davids Flucht aus Jerusalem.
/2Sam15/13/2Sam Und ein Bote kam zu David und sagte: Das Herz der Maenner von Israel steht hinter Absalom. /2Sam15/14/2Sam Da sagte David zu all seinen Knechten, die bei ihm in Jerusalem waren:
Macht euch auf und lasst uns fliehen! Denn [sonst] gibt es fuer uns kein Entkommen vor Absalom. Beeilt euch wegzukommen, damit er nicht eilends kommt und uns [noch] einholt und das Unheil ueber
uns bringt und die Stadt mit der Schaerfe des Schwertes schlaegt! /2Sam15/15/2Sam Da sagten die Knechte des Koenigs zum Koenig: Ganz wie mein Herr, der Koenig, entscheidet - siehe, [wir sind]
deine Knechte! /2Sam15/16/2Sam So zog denn der Koenig hinaus und sein ganzes Haus in seinem Gefolge. Und der Koenig liess zehn Nebenfrauen zurueck, das Haus zu hueten. /2Sam15/17/2Sam Als nun der
Koenig hinausgezogen war und alles Volk in seinem Gefolge, machten sie halt beim letzten Haus. /2Sam15/18/2Sam Und alle seine Knechte zogen an seiner Seite vorueber, und zwar alle Kreter und alle
Pleter und alle Gatiter, sechshundert Mann, die aus Gat in seinem Gefolge gekommen waren, zogen vor dem Koenig vorueber.
/2Sam15/19/2Sam Da sagte der Koenig zu dem Gatiter Ittai: Warum willst auch du mit uns gehen? Kehr um und bleib bei dem Koenig, denn du bist ein Fremder, ja, du musstest sogar aus deinem
Heimatort in die Verbannung gehen. /2Sam15/20/2Sam Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich aufjagen, mit uns zu gehen? Ich aber muss gehen, wohin ich eben gehe. Kehr um und fuehre
deine Brueder zurueck! Guete und Treue seien mit dir! /2Sam15/21/2Sam Aber Ittai antwortete dem Koenig und sagte: So wahr der HERR lebt und mein Herr, der Koenig, lebt, wahrlich, an dem Ort, wo
mein Herr, der Koenig, sein wird, sei es zum Tod, sei es zum Leben, nur dort wird dein Knecht sein! /2Sam15/22/2Sam Da sagte David zu Ittai: Komm und zieh vorueber! Und Ittai, der Gatiter, zog
vorueber mit allen seinen Maennern und dem ganzen Tross, der bei ihm war. /2Sam15/23/2Sam Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, waehrend das ganze [Kriegs]volk vorueberging. Dann ging der
Koenig ueber den Bach Kidron, und das ganze [Kriegs]volk zog hinueber auf dem Weg zur Wueste hin. /2Sam15/24/2Sam Und siehe, auch Zadok [war da] und mit ihm alle Leviten; die trugen die Lade des
Bundes Gottes. Und sie stellten die Lade Gottes hin, und Abjatar brachte [Brandopfer] dar, bis das ganze [Kriegs]volk aus der Stadt vollstaendig hinuebergezogen war. /2Sam15/25/2Sam Und der
Koenig sagte zu Zadok: Bring die Lade Gottes in die Stadt zurueck! Wenn ich Gunst finde in den Augen des HERRN, dann wird er mich zurueckbringen und mich ihn und seine Staette [wieder]sehen
lassen. /2Sam15/26/2Sam Wenn er aber so spricht: Ich habe kein Gefallen an dir - hier bin ich, er mag mit mir tun, wie es gut ist in seinen Augen! /2Sam15/27/2Sam Und der Koenig sagte zum
Priester Zadok: Siehst du [das ein]? Kehre in Frieden in die Stadt zurueck und dein Sohn Ahimaaz und Jonatan, der Sohn Abjatars, eure beiden Soehne, mit euch. /2Sam15/28/2Sam Seht, ich will an
den UEbergaengen in der Wueste warten, bis ein Wort von euch kommt, mir Nachricht zu geben. /2Sam15/29/2Sam So brachten Zadok und Abjatar die Lade Gottes nach Jerusalem zurueck, und sie blieben
dort.
/2Sam15/30/2Sam David aber ging die Anhoehe der Olivenbaeume hinauf und weinte im Gehen; und sein Haupt war verhuellt, und er ging barfuss. Und alles Volk, das bei ihm war, sie hatten jeder sein
Haupt verhuellt und gingen unter staendigem Weinen hinauf. /2Sam15/31/2Sam Und man berichtete David: Ahitofel ist unter den Verschwoerern bei Absalom. Da sagte David: Mach doch, HERR, den Rat
Ahitofels zur Torheit! /2Sam15/32/2Sam Und es geschah, als David auf den Gipfel gekommen war, wo man sich vor Gott niederwirft, siehe, da [kam] ihm der Arkiter Huschai entgegen mit zerrissenem
Leibrock und Erde auf seinem Kopf. /2Sam15/33/2Sam Und David sagte zu ihm: Wenn du mit mir weiterziehst, dann wirst du mir zur Last werden. /2Sam15/34/2Sam Wenn du aber in die Stadt zurueckkehrst
und zu Absalom sagst: Dein Knecht, o Koenig, will ich sein; frueher war ich der Knecht deines Vaters, jetzt aber will ich dein Knecht sein! - dann kannst du mir den Rat Ahitofels zunichte machen.
/2Sam15/35/2Sam Und sind dort nicht die Priester Zadok und Abjatar bei dir? Und es soll geschehen, alles, was du aus dem Haus des Koenigs hoerst, sollst du den Priestern Zadok und Abjatar
mitteilen. /2Sam15/36/2Sam Siehe, ihre beiden Soehne sind dort bei ihnen, Ahimaaz, [der Sohn] des Zadok, und Jonatan, [der Sohn] des Abjatar. So sendet mir durch sie alles, was ihr hoert!
/2Sam15/37/2Sam Da begab sich Huschai, der Freund Davids, in die Stadt. Absalom aber zog [gerade] in Jerusalem ein.
Verleumdung des Mefi-Boschet durch Ziba - Davids Verfluchung durch Schimi.
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/2Sam16/1/2Sam Und als David von dem Gipfel ein wenig weitergegangen war, siehe, da [kam] Ziba, der Knecht Mefi-Boschets, ihm entgegen mit einem Paar gesattelter Esel, und auf ihnen zweihundert
Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert [Fruechte vom] Sommerobst und ein Schlauch Wein. /2Sam16/2/2Sam Und der Koenig sagte zu Ziba: Was willst du damit? Ziba sagte: Die Esel sind fuer das
Haus des Koenigs zum Reiten und das Brot und das Sommerobst zum Essen fuer die Burschen und der Wein zum Trinken fuer den, der in der Wueste muede wird. /2Sam16/3/2Sam Und der Koenig sagte: Und
wo ist der Sohn deines Herrn? Ziba sagte zum Koenig: Siehe, er ist in Jerusalem geblieben, denn er sagte: Heute wird mir das Haus Israel das Koenigtum meines Vaters zurueckgeben! /2Sam16/4/2Sam
Da sagte der Koenig zu Ziba: Siehe, dein sei alles, was Mefi-Boschet gehoert! Ziba sagte: Ich beuge mich nieder. Moege ich Gunst finden in deinen Augen, mein Herr und Koenig!
/2Sam16/5/2Sam Und als der Koenig David nach Bahurim kam, siehe, da kam von dort ein Mann von der Sippe des Hauses Saul heraus, sein Name war Schimi, der Sohn des Gera. Er kam unter staendigem
Fluchen heraus /2Sam16/6/2Sam und warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des Koenigs David, obwohl alles [Kriegs]volk und alle Helden zu seiner Rechten und zu seiner Linken [gingen].
/2Sam16/7/2Sam Und so schrie Schimi, als er fluchte: Hinaus, hinaus, du Blutmensch, du Ruchloser! /2Sam16/8/2Sam Der HERR hat die ganze Blutschuld am Haus Sauls, an dessen Stelle du Koenig
geworden bist, auf dich zurueckgebracht, und der HERR hat das Koenigtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben! Siehe, jetzt bist du in deinem Unglueck, denn ein Blutmensch bist du!
/2Sam16/9/2Sam Da sagte Abischai, der Sohn der Zeruja, zum Koenig: Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem Koenig, fluchen [duerfen]? Lass mich doch hinuebergehen und ihm den Kopf abhauen!
/2Sam16/10/2Sam Aber der Koenig sagte: Was habe ich mit euch [zu tun], ihr Soehne der Zeruja? Ja, soll er [doch] fluchen! Denn wenn der HERR ihm gesagt hat: Fluche David! - wer darf dann sagen:
Warum tust du das? /2Sam16/11/2Sam Und David sagte zu Abischai und zu all seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der aus meinem Leib hervorgegangen ist, trachtet mir nach dem Leben; wieviel mehr
jetzt dieser Benjaminiter! Lasst ihn, mag er fluchen! Denn der HERR hat es ihm [gewiss] gesagt. /2Sam16/12/2Sam Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen, und der HERR wird mir Gutes zuwenden
anstelle seines Fluchs an diesem Tag. /2Sam16/13/2Sam Und David und seine Maenner gingen ihres Weges, waehrend Schimi an der Seite des Berges neben ihm herging, im Gehen fluchte, mit Steinen
[nach ihm] warf, [immer] neben ihm her, und [ihn] mit Erde bewarf. /2Sam16/14/2Sam Und der Koenig und alles Volk, das bei ihm war, kamen erschoepft [am Wasser] an. Dort erholte er sich
wieder.
Ahitofel und Huschai als Ratgeber Absaloms.
/2Sam16/15/2Sam Absalom aber und alles Volk, die Maenner von Israel, kamen nach Jerusalem und Ahitofel war bei ihm. /2Sam16/16/2Sam Und es geschah, als Huschai, der Arkiter, der Freund Davids, zu
Absalom kam, da sagte Huschai zu Absalom: Es lebe der Koenig! Es lebe der Koenig! /2Sam16/17/2Sam Und Absalom sagte zu Huschai: Das ist also deine Liebe zu deinem Freund? Warum bist du nicht mit
deinem Freund gegangen? /2Sam16/18/2Sam Und Huschai sagte zu Absalom: Nein, sondern wen der HERR erwaehlt hat und dieses Volk und alle Maenner von Israel, dem will ich angehoeren, und bei ihm
will ich bleiben. /2Sam16/19/2Sam Und zum andern, wem sollte ich dienen? [Etwa] nicht vor seinem Sohn? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, so will ich [auch] vor dir sein.
/2Sam16/20/2Sam Und Absalom sagte zu Ahitofel: Gebt einen Rat, was wir tun sollen! /2Sam16/21/2Sam Und Ahitofel sagte zu Absalom: Geh zu den Nebenfrauen deines Vaters ein, die er zurueckgelassen
hat, das Haus zu hueten! Wenn dann ganz Israel hoert, dass du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast, werden die Haende all derer, die mit dir sind, stark werden. /2Sam16/22/2Sam Da schlug
man fuer Absalom das Zelt auf dem Dach auf, und Absalom ging ein zu den Nebenfrauen seines Vaters vor den Augen von ganz Israel. /2Sam16/23/2Sam Der Rat Ahitofels aber, den er in jenen Tagen gab,
war, als wenn man das Wort Gottes befragte; so [viel galt] jeder Rat Ahitofels sowohl bei David als auch bei Absalom.
Ahitofels Rat wird verworfen, der Rat Huschais angenommen - Amasa, der Feldhauptmann Absaloms.
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/2Sam17/1/2Sam Und Ahitofel sagte zu Absalom: Lass mich doch zwoelftausend Mann auswaehlen und mich aufmachen und [noch] diese Nacht David nachjagen! /2Sam17/2/2Sam Und ich werde ueber ihn
kommen, so lange er [noch] muede ist und schlaffe Haende hat, und ihn in Schrecken versetzen. Dann wird das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm ist, fliehen, und ich werde den Koenig allein
erschlagen. /2Sam17/3/2Sam So werde ich das ganze Volk zu dir zurueckbringen. [Soviel] wie die Rueckkehr der Gesamtheit [bedeutet] der Mann, den du suchst: Das ganze Volk wird Frieden haben.
/2Sam17/4/2Sam Und das Wort war recht in den Augen Absaloms und in den Augen aller AEltesten von Israel. /2Sam17/5/2Sam Und Absalom sagte: Ruf doch auch Huschai, den Arkiter, damit wir hoeren,
was auch er zu sagen hat! /2Sam17/6/2Sam Da kam Huschai zu Absalom. Und Absalom sagte zu ihm: Solch ein Wort hat Ahitofel geredet. Sollen wir sein Wort ausfuehren? Wenn nicht, dann rede du!
/2Sam17/7/2Sam Da sagte Huschai zu Absalom: Nicht gut ist der Rat, den Ahitofel diesmal gegeben hat. /2Sam17/8/2Sam Und Huschai sagte [weiter]: Du kennst ja selbst deinen Vater und seine Maenner:
Helden sind sie und [voll] erbitterten Mutes wie eine Baerin auf dem Feld, der man die Jungen geraubt hat. Und dein Vater ist ein Kriegsmann; er wird das Volk nicht uebernachten lassen.
/2Sam17/9/2Sam Siehe, er hat sich jetzt in irgendeinem Loch oder sonst an einem Ort versteckt. Und es wird geschehen, wenn zu Anfang [einige] von ihnen fallen, so wird jeder, der es hoert, sagen:
Das Volk, das Absalom nachfolgt, hat eine Niederlage erlitten! /2Sam17/10/2Sam Dann wuerde jeder - mag er auch ein tapferer Mann sein, dessen Herz wie ein Loewenherz ist - ganz sicher verzagen.
Denn ganz Israel hat erkannt, dass dein Vater ein Held ist und die, die bei ihm sind, tapfere Maenner. /2Sam17/11/2Sam Vielmehr rate ich: Ganz Israel soll sich zu dir versammeln, von Dan bis
Beerscheba, so zahlreich wie der Sand, der am Meer ist, und du selber musst mit in den Kampf ziehen. /2Sam17/12/2Sam Kommen wir dann zu ihm an einen der Orte, wo immer er sich auch befinden mag,
so werden wir uns auf ihn niederlassen, wie der Tau auf den Erdboden faellt. Dann wird von ihm und von all den Maennern, die bei ihm sind, auch nicht einer uebrigbleiben. /2Sam17/13/2Sam Und wenn
er sich in eine Stadt zurueckzieht, dann soll ganz Israel Seile an jene Stadt heranschaffen, und wir schleppen sie ins Flusstal, bis dort auch nicht ein Steinchen [von ihr] mehr gefunden wird.
/2Sam17/14/2Sam Da sagten Absalom und alle Maenner von Israel: Der Rat Huschais, des Arkiters, ist besser als der Rat Ahitofels. Der HERR aber hatte es [so] angeordnet, um den guten Rat Ahitofels
zunichte zu machen, damit der HERR das Unheil ueber Absalom braechte.
/2Sam17/15/2Sam Und Huschai sagte zu den Priestern Zadok und Abjatar: So und so hat Ahitofel dem Absalom und den AEltesten von Israel geraten, und so und so habe ich selbst geraten.
/2Sam17/16/2Sam So sendet nun eilends hin und berichtet David und sagt: UEbernachte nicht diese Nacht bei den UEbergaengen in der Wueste, sondern geh auf jeden Fall hinueber, damit nicht der
Koenig und das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm ist, verschlungen wird! /2Sam17/17/2Sam Jonatan aber und Ahimaaz standen bei En-Rogel. Und als die Magd hinging und ihnen berichtete, da gingen sie
ihrerseits hin und berichteten dem Koenig David. Denn sie durften sich nicht sehen lassen [und vermieden es darum], in die Stadt zu kommen. /2Sam17/18/2Sam Ein junger Mann aber sah sie und
berichtete es Absalom. Da gingen die beiden eilends fort und kamen in das Haus eines Mannes in Bahurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hof, dort stiegen sie hinein. /2Sam17/19/2Sam Da nahm die
Frau eine Decke und breitete sie ueber die Brunnenoeffnung und streute Getreidekoerner darueber aus, so dass man nichts erkennen konnte. /2Sam17/20/2Sam Und die Knechte Absaloms kamen zu der Frau
ins Haus und sagten: Wo sind Ahimaaz und Jonatan? Da sagte die Frau zu ihnen: Sie sind von hier zum Wasser weitergegangen. Da suchten sie [dort], aber sie fanden sie nicht und kehrten nach
Jerusalem zurueck. /2Sam17/21/2Sam Und es geschah, nachdem sie weggegangen waren, stiegen die beiden aus dem Brunnen herauf und gingen hin und berichteten dem Koenig David. Und sie sagten zu
David: Macht euch auf und geht eilends ueber das Wasser, denn so hat Ahitofel gegen euch geraten! /2Sam17/22/2Sam Da machte sich David auf und das ganze Volk, das bei ihm war, und sie gingen
ueber den Jordan. Bis der Morgen hell wurde, fehlte auch nicht einer, der nicht ueber den Jordan gegangen waere.
/2Sam17/23/2Sam Als aber Ahitofel sah, dass sein Rat nicht ausgefuehrt worden war, sattelte er den Esel und machte sich auf und ging in sein Haus, in seine Stadt; und er bestellte sein Haus und
erhaengte sich. Und er starb und wurde im Grab seines Vaters begraben.
/2Sam17/24/2Sam Und David kam nach Mahanajim. Absalom aber ging ueber den Jordan, er und alle Maenner von Israel mit ihm. /2Sam17/25/2Sam Und Absalom hatte Amasa an Joabs Stelle ueber das Heer
eingesetzt. Amasa war aber der Sohn eines Mannes, dessen Name Jitra [war], des Israeliten, der zu Abigal eingegangen war, der Tochter des Nahasch, einer Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs.
/2Sam17/26/2Sam Und Israel und Absalom lagerten sich im Land Gilead.
Unterstuetzung fuer David in Mahanajim.
/2Sam17/27/2Sam Und es geschah, als David nach Mahanajim gekommen war, da [kamen] Schobi, der Sohn des Nahasch, aus Rabba, [der Stadt] der Soehne Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels, aus
Lo-Dabar, und Barsillai, der Gileaditer, aus Roglim. /2Sam17/28/2Sam Betten und Becken und Toepfergefaesse, Weizen und Gerste und Mehl, geroestete Koerner und Bohnen und Linsen und Geroestetes
/2Sam17/29/2Sam und Honig und Rahm und Schafe und Kuhkaese brachten sie zu David und zu dem [Kriegs]volk, das bei ihm war, zum Essen. Denn sie sagten [sich]: Das Volk ist hungrig und erschoepft
und durstig in der Wueste.
Davids Vorbereitung auf den Entscheidungskampf.
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/2Sam18/1/2Sam Und David musterte das [Kriegs]volk, das bei ihm war, und setzte ueber sie Oberste ueber Tausend und Oberste ueber Hundert ein. /2Sam18/2/2Sam Und David sandte das Volk aus: ein
Drittel unter Joab, ein Drittel unter Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs, und ein Drittel unter Ittai, dem Gatiter. Und der Koenig sagte zu dem [Kriegs]volk: Auch ich will mit euch
ausziehen! /2Sam18/3/2Sam Das [Kriegs]volk aber sagte: Du sollst nicht [mit] ausziehen. Denn wenn wir fliehen muessen, werden sie sich um uns keine Muehe machen. Selbst wenn die Haelfte von uns
stirbt, werden sie sich um uns keine Muehe machen. Denn du bist wie zehntausend von uns. Darum ist es jetzt besser, wenn du uns von der Stadt aus zur Hilfe wirst. /2Sam18/4/2Sam Da sagte der
Koenig zu ihnen: Was gut ist in euren Augen, will ich tun. Und der Koenig stellte sich an die Seite des Tores, und das ganze [Kriegs]volk zog aus [zu] je hundert und je tausend. /2Sam18/5/2Sam
Und der Koenig befahl Joab und Abischai und Ittai: Geht mir schonend um mit dem Jungen, mit Absalom! Und das ganze [Kriegs]volk hoerte es, als der Koenig allen Obersten wegen Absalom Befehl
gab.
Absaloms Niederlage und Tod.
/2Sam18/6/2Sam Und das [Kriegs]volk zog aus ins Feld, Israel entgegen; und der Kampf entspann sich im Wald Ephraim. /2Sam18/7/2Sam Dort wurde das [Kriegs]volk Israels vor den Knechten Davids
geschlagen, und die Niederlage war dort gross an jenem Tag: 20 000 [Mann]. /2Sam18/8/2Sam Und der Kampf breitete sich dort aus ueber das ganze Land. Und der Wald frass mehr vom Volk, als das
Schwert gefressen hatte an jenem Tag.
/2Sam18/9/2Sam Und Absalom geriet vor die Knechte Davids. Absalom ritt aber auf einem Maultier. Und das Maultier kam unter die verschlungenen Zweige einer grossen Terebinthe. Da verfing sich sein
Kopf in der Terebinthe, und er schwebte zwischen Himmel und Erde. Das Maultier aber, das unter ihm war, lief weiter. /2Sam18/10/2Sam Das sah ein Mann und meldete Joab folgendes: Siehe, ich habe
Absalom an einer Terebinthe haengen sehen. /2Sam18/11/2Sam Da sagte Joab zu dem Mann, der ihm [das] meldete: Wie, du hast ihn gesehen? Und warum hast du ihn dort nicht [sofort] zu Boden
geschlagen? Und an mir waere es, dir zehn [Schekel] Silber und einen Guertel zu geben. /2Sam18/12/2Sam Aber der Mann sagte zu Joab: Auch wenn ich tausend [Schekel] Silber auf meinen Haenden
woege, wuerde ich meine Hand nicht gegen den Sohn des Koenigs ausstrecken. Denn vor unseren Ohren hat der Koenig dir und Abischai und Ittai befohlen: Seid vorsichtig, wer es auch sei, mit dem
Jungen, mit Absalom! /2Sam18/13/2Sam Oder haette ich heimtueckisch gegen sein Leben gehandelt - und es bleibt ja keine Sache vor dem Koenig verborgen -, dann wuerdest du dich heraushalten.
/2Sam18/14/2Sam Da sagte Joab: Ich will nicht so viel Zeit verlieren vor dir. Und er nahm drei Staebe in seine Hand und stiess sie Absalom ins Herz, waehrend er mitten im Geaest der Terebinthe
noch lebendig [hing]. /2Sam18/15/2Sam Dann stellten sich zehn Burschen, Waffentraeger Joabs, ringsum auf, erschlugen Absalom und toeteten ihn. /2Sam18/16/2Sam Und Joab stiess ins Horn, da kehrte
das [Kriegs]volk von der Verfolgung Israels zurueck; denn Joab wollte das [Kriegs]volk schonen. /2Sam18/17/2Sam Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in die grosse Grube im Wald und errichteten
ueber ihm einen sehr grossen Steinhaufen. Ganz Israel aber floh, jeder in sein Zelt. /2Sam18/18/2Sam Absalom aber hatte es unternommen und hatte [noch] zu seinen Lebzeiten einen Gedenkstein fuer
sich aufgerichtet, der im Koenigstal ist. Denn er sagte: Ich habe keinen Sohn, meinen Namen in Erinnerung zu halten. Und er hatte den Gedenkstein nach seinem Namen genannt. Und man nennt ihn das
Denkmal Absaloms bis auf diesen Tag.
Die Botschaft an David vom Tod Absaloms.
/2Sam18/19/2Sam Und Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sagte: Ich will doch hinlaufen und dem Koenig die Freudenbotschaft bringen, dass der HERR ihm Recht verschafft hat vor der Gewalt seiner Feinde.
/2Sam18/20/2Sam Aber Joab sagte zu ihm: Am heutigen Tag bist du nicht der Mann fuer eine Freudenbotschaft, du kannst an einem andern Tag Freudenbotschaft bringen. An diesem Tag aber sollst du
keine Freudenbotschaft bringen, da ja der Sohn des Koenigs tot ist. /2Sam18/21/2Sam Und Joab sagte zu dem Kuschiten: Geh hin, melde dem Koenig, was du gesehen hast! Da warf sich der Kuschit vor
Joab nieder und lief hin. /2Sam18/22/2Sam Aber Ahimaaz, der Sohn Zadoks, fing noch [einmal] an und sagte zu Joab: Komme, was [will], auch ich will laufen, hinter dem Kuschiten her! Joab sagte:
Wozu willst du denn laufen, mein Sohn, da sich fuer dich keine Freudenbotschaft [mehr] findet? /2Sam18/23/2Sam [Er aber antwortete]: Komme, was [will], ich laufe. Da sagte er zu ihm: Lauf! Und
Ahimaaz lief den Weg durch die Ebene des Jordan und ueberholte den Kuschiten.
/2Sam18/24/2Sam Und David sass zwischen den beiden Toren. Und der Waechter ging auf das Dach des Tores zur Mauer hin. Und er erhob seine Augen und sah: und siehe, ein Mann, der allein lief.
/2Sam18/25/2Sam Und der Waechter rief [hinunter] und meldete es dem Koenig. Der Koenig sagte: Wenn er allein ist, so ist eine Freudenbotschaft in seinem Mund. Und als er staendig naeher und
naeher kam, /2Sam18/26/2Sam sah der Waechter einen anderen Mann laufen. Und der Waechter rief ins Tor hinein und sagte: Siehe, [noch] ein Mann, der allein laeuft! Der Koenig sagte: Auch der ist
ein Bote. /2Sam18/27/2Sam Da sagte der Waechter: [Soviel] ich sehe, gleicht der Lauf des ersten dem Lauf des Ahimaaz, des Sohnes Zadoks. Da sagte der Koenig: Das ist ein guter Mann, er kommt, um
eine gute Botschaft [zu melden]. /2Sam18/28/2Sam Und Ahimaaz rief und sagte zum Koenig: Friede! Und er warf sich vor dem Koenig auf sein Gesicht zur Erde nieder. Und er sagte: Gepriesen sei der
HERR, dein Gott, der die Maenner, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den Koenig, erhoben haben, [in deine Hand] ausgeliefert hat! /2Sam18/29/2Sam Der Koenig sagte: Der Junge, mein Absalom, ist
[doch hoffentlich] unversehrt! Ahimaaz sagte: Ich sah das grosse Getuemmel, als Joab den Knecht des Koenigs und deinen Knecht fortschickte, aber ich konnte nicht erkennen, was [es war].
/2Sam18/30/2Sam Da sagte der Koenig: Tritt zur Seite, stell dich hierher! Und er trat zur Seite und blieb stehen.
/2Sam18/31/2Sam Und siehe, da kam der Kuschit, und der Kuschit sagte: Mein Herr, der Koenig, lasse sich Freudenbotschaft bringen! Denn der HERR hat dir heute Recht verschafft vor der Gewalt
aller, die sich gegen dich erhoben haben. /2Sam18/32/2Sam Der Koenig sagte zu dem Kuschiten: Ist der Junge, mein Absalom, unversehrt? Der Kuschit sagte: Wie dem Jungen, so moege es den Feinden
meines Herrn, des Koenigs, ergehen und allen, die sich gegen dich zum Boesen erhoben haben!
Davids Trauer um Absalom - Joabs Vorwuerfe gegen David.
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/2Sam19/1/2Sam Da schrak der Koenig zusammen, und er stieg hinauf ins Obergemach des Tor[gebaeudes] und weinte. Und so rief er im Gehen: Mein Sohn Absalom! Mein Sohn, mein Sohn Absalom! Waere ich
doch an deiner Stelle gestorben! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
/2Sam19/2/2Sam Und es wurde Joab berichtet: Siehe, der Koenig weint und trauert um Absalom. /2Sam19/3/2Sam So wurde der Sieg an diesem Tag zur Trauer fuer das ganze [Kriegs]volk, denn das Volk
hatte an jenem Tag gehoert: Der Koenig graemt sich wegen seines Sohnes. /2Sam19/4/2Sam Da stahl sich das [Kriegs]volk an jenem Tag davon, um in die Stadt zu kommen, wie sich [Kriegs]volk
davonstiehlt, das sich schaemt, weil es im Kampf geflohen ist. /2Sam19/5/2Sam Und der Koenig hatte sein Gesicht verhuellt, und der Koenig schrie mit lauter Stimme: Mein Sohn Absalom! Absalom,
mein Sohn, mein Sohn! /2Sam19/6/2Sam Da ging Joab zum Koenig ins Haus hinein und sagte: Du hast heute das Gesicht all deiner Knechte schamrot gemacht, die heute dein Leben gerettet haben und das
Leben deiner Soehne und deiner Toechter und das Leben deiner Frauen und das Leben deiner Nebenfrauen, /2Sam19/7/2Sam indem du liebst, die dich hassen, und hasst, die dich lieben. Denn du hast
heute bekundet, dass dir Oberste und Knechte nichts sind. Ja, heute erkenne ich: Wenn Absalom am Leben waere, wir heute aber tot, das waere dann recht gewesen in deinen Augen! /2Sam19/8/2Sam Nun
aber mache dich auf, geh hinaus und rede zum Herzen deiner Knechte! Denn bei dem HERRN schwoere ich [dir]: Wenn du nicht hinausgehst, dann wird diese Nacht nicht ein Mann bei dir bleiben! Und das
waere schlimmer fuer dich als all das Schlimme, das ueber dich gekommen ist von deiner Jugend an bis jetzt. /2Sam19/9/2Sam Da erhob sich der Koenig und setzte sich ins Tor. Und man berichtete dem
ganzen [Kriegs]volk: Siehe, der Koenig sitzt im Tor! Da kam das ganze [Kriegs]volk vor den Koenig.
Davids Rueckkehr.
Israel aber war geflohen, jeder zu seinen Zelten. /2Sam19/10/2Sam Und das ganze Volk stritt sich in allen Staemmen Israels und sagte: Der Koenig hat uns aus der Hand unserer Feinde befreit, und
er hat uns gerettet aus der Hand der Philister. Und jetzt ist er vor Absalom aus dem Land geflohen. /2Sam19/11/2Sam Absalom aber, den wir ueber uns gesalbt hatten, ist im Kampf gestorben. Und
nun, warum schweigt ihr, [anstatt] den Koenig wieder zurueckzuholen?
/2Sam19/12/2Sam Und der Koenig David sandte zu den Priestern Zadok und Abjatar und liess [ihnen] sagen: Redet zu den AEltesten von Juda: Warum wollt ihr die letzten sein, den Koenig in sein Haus
zurueckzuholen, wo [doch] das Wort von ganz Israel [bereits] zum Koenig in sein Haus gekommen ist? /2Sam19/13/2Sam Meine Brueder seid ihr, ihr seid mein Gebein und mein Fleisch! Und warum wollt
ihr die letzten sein, den Koenig zurueckzuholen? /2Sam19/14/2Sam Und zu Amasa sollt ihr sagen: Bist du nicht mein Gebein und mein Fleisch? So soll mir Gott tun und so hinzufuegen, wenn du nicht
alle Tage Heeroberster vor mir sein sollst an Joabs Stelle! /2Sam19/15/2Sam Und er neigte das Herz aller Maenner von Juda wie das eines Mannes. Und sie sandten zum Koenig: Kehre zurueck, du und
alle deine Knechte! /2Sam19/16/2Sam Und der Koenig kehrte zurueck und kam bis an den Jordan. Und Juda kam nach Gilgal, dem Koenig entgegen, um den Koenig ueber den Jordan zu fuehren.
Begnadigung des Schimi durch David.
/2Sam19/17/2Sam Da eilte Schimi, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der von Bahurim war, und kam mit den Maennern von Juda herab dem Koenig David entgegen: /2Sam19/18/2Sam Und tausend Mann aus
Benjamin waren bei ihm, und Ziba, der Diener des Hauses Sauls, und seine fuenfzehn Soehne und seine zwanzig Knechte mit ihm. Und sie waren, bevor der Koenig [kam], durch den Jordan gewatet
/2Sam19/19/2Sam und versahen den Dienst, das Haus des Koenigs hinueberzugeleiten und zu tun, was gut war in seinen Augen. Und Schimi, der Sohn des Gera, fiel vor dem Koenig nieder, als der den
Jordan ueberschreiten wollte. /2Sam19/20/2Sam Und er sagte zum Koenig: Mein Herr wolle mir die Schuld nicht anrechnen, und du wollest nicht [laenger] daran denken, was dein Knecht verkehrt
gemacht hat an dem Tag, als mein Herr, der Koenig, aus Jerusalem auszog, dass der Koenig es zu Herzen naehme! /2Sam19/21/2Sam Denn dein Knecht hat erkannt: Ich habe gesuendigt. Aber siehe, ich
bin heute gekommen, als erster vom ganzen Haus Joseph, um hinabzuziehen, meinem Herrn, dem Koenig, entgegen. /2Sam19/22/2Sam Da antwortete Abischai, der Sohn der Zeruja, und sagte: Sollte nicht
Schimi dafuer getoetet werden, dass er dem Gesalbten des HERRN geflucht hat? /2Sam19/23/2Sam David aber sagte: Was habe ich mit euch [zu tun], ihr Soehne der Zeruja, dass ihr mir heute zu
Widersachern werden wollt? Sollte heute ein Mann in Israel getoetet werden? Weiss ich denn nicht, dass ich heute Koenig bin ueber Israel? /2Sam19/24/2Sam Und der Koenig sagte zu Schimi: Du sollst
nicht sterben! Und der Koenig schwor ihm.
Davids Begegnung mit Mefi-Boschet.
/2Sam19/25/2Sam Und Mefi-Boschet, der Sohn Sauls, kam herab, dem Koenig entgegen. Und er hatte seine Fuesse nicht gepflegt und seinen Bart nicht gepflegt und seine Kleider nicht gewaschen von dem
Tag an, als der Koenig weggegangen war, bis zu dem Tag, an dem er in Frieden [zurueck]kommen wuerde. /2Sam19/26/2Sam Und es geschah, als [er von] Jerusalem dem Koenig entgegenkam, da sagte der
Koenig zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mefi-Boschet? /2Sam19/27/2Sam Er sagte: Mein Herr und Koenig, mein Knecht hat mich betrogen! Denn dein Knecht hatte gesagt: Ich will mir den
Esel satteln lassen und darauf reiten und mit dem Koenig ziehen! - denn dein Knecht ist lahm. /2Sam19/28/2Sam Er aber ist als Verleumder gegen deinen Knecht zu meinem Herrn, dem Koenig, gelaufen.
Doch mein Herr, der Koenig, ist wie der Engel Gottes. So tu, was gut ist in deinen Augen! /2Sam19/29/2Sam Denn das ganze Haus meines Vaters - das waren nichts als Maenner des Todes vor meinem
Herrn, dem Koenig. Du aber hast deinen Knecht unter die gesetzt, die an deinem Tisch essen. Was fuer ein Recht habe ich da noch und [welchen Anspruch], noch zum Koenig zu schreien?
/2Sam19/30/2Sam Da sagte der Koenig zu ihm: Wozu redest du noch von deinen Angelegenheiten? Ich sage: Du und Ziba, ihr sollt das Feld teilen! /2Sam19/31/2Sam Mefi-Boschet sagte zum Koenig: Er mag
auch das Ganze nehmen, nachdem mein Herr, der Koenig, in Frieden in sein Haus gekommen ist!
Davids Begegnung mit Barsillai.
/2Sam19/32/2Sam Und Barsillai, der Gileaditer, kam von Roglim herab und ging mit dem Koenig ueber den Jordan, um ihn am Jordan entlang zu geleiten. /2Sam19/33/2Sam Barsillai war aber sehr alt,
ein Mann von achtzig Jahren. Er war es, der den Koenig versorgt hatte, als der sich in Mahanajim aufgehalten hatte, denn er war ein sehr reicher Mann. /2Sam19/34/2Sam Und der Koenig sagte zu
Barsillai: Du, geh mit mir hinueber, ich will dich bei mir in Jerusalem versorgen! /2Sam19/35/2Sam Doch Barsillai sagte zum Koenig: Wie [viel sind noch] die Tage meiner Lebensjahre, dass ich mit
dem Koenig nach Jerusalem hinaufziehen sollte? /2Sam19/36/2Sam Achtzig Jahre bin ich heute alt. Kann ich [da noch] zwischen Gutem und Boesem unterscheiden? Oder kann dein Knecht schmecken, was
ich esse und was ich trinke? Oder kann ich noch auf die Stimme der Saenger und der Saengerinnen hoeren? Wozu sollte dein Knecht meinem Herrn, dem Koenig, noch zur Last fallen? /2Sam19/37/2Sam
Kurz nur kann dein Knecht mit dem Koenig ueber den Jordan gehen. Und warum will der Koenig mir diese [grosse] Vergeltung erweisen? /2Sam19/38/2Sam Lass doch deinen Knecht zurueckkehren, dass ich
in meiner Stadt sterbe, beim Grab meines Vaters und meiner Mutter. Aber siehe, hier ist dein Knecht Kimham! Der mag mit meinem Herrn, dem Koenig, hinuebergehen. Und tu ihm, was gut ist in deinen
Augen! /2Sam19/39/2Sam Da sagte der Koenig: Kimham soll mit mir hinuebergehen, und ich will ihm tun, was gut ist in deinen Augen. Und alles, was du von mir begehrst, will ich fuer dich tun!
/2Sam19/40/2Sam Und alles Volk ging ueber den Jordan, und [auch] der Koenig ging hinueber. Und der Koenig kuesste Barsillai und segnete ihn; und der kehrte an seinen [Heimat]ort zurueck.
/2Sam19/41/2Sam Und der Koenig ging weiter nach Gilgal, und Kimham ging mit ihm hinueber. Und das ganze Volk von Juda und auch die Haelfte des Volkes von Israel fuehrte den Koenig
hinueber.
Eifersucht von Juda und Israel auf David.
/2Sam19/42/2Sam Und siehe, alle Maenner von Israel kamen zum Koenig und sagten zum Koenig: Warum haben unsere Brueder, die Maenner von Juda, dich gestohlen und den Koenig und sein Haus und alle
Maenner Davids mit ihm ueber den Jordan gefuehrt? /2Sam19/43/2Sam Da antworteten alle Maenner von Juda den Maennern von Israel: Weil der Koenig mir naehersteht! Warum bist du denn ueber diese
Sache erzuernt? Haben wir vom Koenig etwa irgend etwas aufgegessen, oder hat er uns irgendein Geschenk gemacht? /2Sam19/44/2Sam Aber die Maenner von Israel antworteten den Maennern von Juda und
sagten: Ich habe zehn Anteile am Koenig, und auch an David habe ich mehr [Anrecht] als du. Warum hast du mich verachtet? Ist nicht auch mein Wort das erste gewesen, meinen Koenig zurueckzuholen?
Aber das Wort der Maenner von Juda war haerter als das Wort der Maenner von Israel.
Aufruhr des Scheba - Joabs Mord an Amasa - Schebas Tod.
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/2Sam20/1/2Sam Nun war dort zufaellig ein ruchloser Mann; sein Name war Scheba, der Sohn des Bichri, ein Benjaminiter. Der stiess ins Horn und rief: Wir haben keinen Anteil an David! Wir haben
kein Erbteil an Isais Sohn! Jeder zu seinen Zelten, Israel! /2Sam20/2/2Sam Da zogen alle Maenner von Israel von David weg [und folgten] Scheba nach, dem Sohn des Bichri. Die Maenner von Juda aber
hingen ihrem Koenig an, vom Jordan bis Jerusalem.
/2Sam20/3/2Sam Und David kam in sein Haus, nach Jerusalem. Und der Koenig nahm die zehn Nebenfrauen, die er zurueckgelassen hatte, das Haus zu hueten, und gab sie in Gewahrsam. Und er versorgte
sie, ging aber nicht zu ihnen ein. Und sie waren eingeschlossen bis zum Tag ihres Todes - eine Witwenschaft zu Lebzeiten [des Mannes].
/2Sam20/4/2Sam Und der Koenig sagte zu Amasa: Ruft mir die Maenner von Juda zusammen - drei Tage, dann stehst du hier! /2Sam20/5/2Sam Und Amasa ging hin, Juda zusammenzurufen. Aber er versaeumte
die bestimmte Zeit, die er ihm bestimmt hatte. /2Sam20/6/2Sam Da sagte David zu Abischai: Jetzt wird Scheba, der Sohn des Bichri, fuer uns schlimmer sein als Absalom. Nimm du die Knechte deines
Herrn und jage ihm nach, damit er nicht befestigte Staedte fuer sich gewinnt und uns unser Auge ausreisst! /2Sam20/7/2Sam Da zogen die Maenner Joabs aus, ihm nach, und die Kreter und die Pleter
und alle Helden. Und sie zogen von Jerusalem aus, um Scheba, dem Sohn des Bichri, nachzujagen.
/2Sam20/8/2Sam Als sie bei dem grossen Stein waren, der bei Gibeon ist, war Amasa vor ihnen angekommen. Und Joab war mit seinem Waffenrock als seinem Gewand geguertet, und darueber war der Gurt
mit dem Schwert, das an seiner Huefte befestigt war [und] in seiner Scheide [steckte]; trat diese hervor, fiel es heraus. /2Sam20/9/2Sam Und Joab sagte zu Amasa: Geht es dir gut, mein Bruder? Und
Joab fasste mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu kuessen. /2Sam20/10/2Sam Amasa hatte aber nicht auf das Schwert geachtet, das Joab in der [anderen] Hand hatte. Und er stach ihn damit in
den Bauch, so dass er seine Eingeweide zur Erde schuettete; und er gab ihm keinen zweiten [Stich mehr]. So starb er.
Dann jagten Joab und sein Bruder Abischai Scheba, dem Sohn Bichris, [weiter] nach. /2Sam20/11/2Sam Und ein Mann von den Burschen Joabs blieb bei Amasa stehen und sagte: Wer an Joab Gefallen hat
und wer fuer David ist, [folge] Joab nach! /2Sam20/12/2Sam Amasa aber waelzte sich in [seinem] Blut mitten auf der Strasse. Und als der Mann sah, dass alles Volk stehenblieb, schaffte er Amasa
von der Strasse weg auf das Feld und warf ein Kleidungsstueck ueber ihn, weil jeder, der [vorbei]kam, nach ihm sah und stehenblieb. /2Sam20/13/2Sam Als er [ihn] von der Strasse weggeschafft
hatte, zog jedermann vorueber, Joab nach, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.
/2Sam20/14/2Sam Der aber zog durch alle Staemme Israels bis Abel und Bet-Maacha, und alle Bichriter versammelten sich und folgten ihm ebenfalls nach.
/2Sam20/15/2Sam Und sie kamen und belagerten ihn in Abel-Bet-Maacha, und sie schuetteten einen Wall gegen die Stadt auf, so dass er an die Vormauer stiess. Und das ganze [Kriegs]volk, das bei
Joab war, unterwuehlte die [Haupt]mauer, um sie zum Einsturz zu bringen. /2Sam20/16/2Sam Da rief eine kluge Frau aus der Stadt: Hoert her, hoert her! Sagt doch zu Joab: Tritt hier heran, ich will
mit dir reden! /2Sam20/17/2Sam Und er trat zu ihr heran. Und die Frau sagte: Bist du Joab? Er sagte: Ich bin es. Da sagte sie zu ihm: Hoere die Worte deiner Magd! Und er sagte: Ich hoere.
/2Sam20/18/2Sam Da sagte sie folgendes: Frueher pflegte man zu sagen: Man frage nur in Abel, und so ist man am Ziel! /2Sam20/19/2Sam Ich bin von den Friedsamen, den Getreuen Israels. Du [aber]
trachtest danach, eine Stadt und Mutter in Israel zu toeten. Warum willst du das Erbteil des HERRN verschlingen? /2Sam20/20/2Sam Da antwortete Joab und sagte: Fern, fern sei es von mir, dass ich
verschlingen und dass ich vernichten will! So ist die Sache nicht! /2Sam20/21/2Sam Vielmehr hat ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name ist Scheba, der Sohn des Bichri, seine Hand gegen den
Koenig, gegen David, erhoben. Ihn allein gebt heraus, und ich ziehe von der Stadt ab! Da sagte die Frau zu Joab: Siehe, sein Kopf wird dir ueber die Mauer zugeworfen. /2Sam20/22/2Sam Und die Frau
ging zum ganzen Volk [und beredete es] mit ihrer Klugheit. Da hieben sie Scheba, dem Sohn des Bichri, den Kopf ab und warfen [ihn] zu Joab [hinaus]. Der stiess ins Horn, und sie zerstreuten sich
von der Stadt weg, jeder zu seinen Zelten. Joab aber kehrte zum Koenig nach Jerusalem zurueck.
Davids Beamte.
Kap. 8,16-18; vgl. 1Koe 4,1-6.
/2Sam20/23/2Sam Und Joab war ueber das ganze Heer [eingesetzt, ueber] Israel, und Benaja, der Sohn Jojadas, ueber die Kreter und ueber die Pleter, /2Sam20/24/2Sam und Adoram ueber die
Zwangsarbeit. Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Berater, /2Sam20/25/2Sam und Scheja war Schreiber, und Zadok und Abjatar waren Priester, /2Sam20/26/2Sam und auch Ira, der Jairiter, war
Priester Davids.
Suehnung einer Schuld Sauls.
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/2Sam21/1/2Sam Und es gab eine Hungersnot in den Tagen Davids, drei Jahre [lang], Jahr fuer Jahr. Und David suchte das Angesicht des HERRN. Und der HERR sprach: Wegen Saul und wegen des Hauses
der Blutschuld, weil er die Gibeoniter getoetet hat! /2Sam21/2/2Sam Da rief der Koenig die Gibeoniter herbei und redete zu ihnen. - Die Gibeoniter aber, sie waren nicht von den Soehnen Israel,
sondern vom Rest der Amoriter. Und die Soehne Israel hatten ihnen geschworen, [sie zu verschonen]. Saul aber hatte versucht, sie zu erschlagen in seinem Eifer fuer die Soehne Israel und Juda. -
/2Sam21/3/2Sam David also sagte zu den Gibeonitern: Was soll ich fuer euch tun? Und womit soll ich Suehne tun, damit ihr das Erbteil des HERRN segnet? /2Sam21/4/2Sam Und die Gibeoniter sagten zu
ihm: Wir haben kein [Verlangen nach] Silber und Gold von Saul und von seinem Haus, und wir haben kein [Recht], jemanden in Israel zu toeten. Und er sagte: Was wollt ihr denn, dass ich fuer euch
tun soll? /2Sam21/5/2Sam Da sagten sie zum Koenig: Der Mann, der uns vernichtet hat und der gegen uns plante, dass wir ausgerottet werden sollten, so dass wir nicht mehr haetten bestehen koennen
im ganzen Gebiet Israels - /2Sam21/6/2Sam man gebe uns sieben Maenner von seinen Soehnen, dass wir sie dem HERRN aufhaengen bei [dem] Gibea Sauls, des Erwaehlten des HERRN. Und der Koenig sagte:
Ich will sie [euch] geben.
/2Sam21/7/2Sam Aber der Koenig hatte Mitleid mit Mefi-Boschet, dem Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, wegen des Schwures bei dem HERRN, der zwischen ihnen war, zwischen David und Jonatan, dem Sohn
Sauls. /2Sam21/8/2Sam Und der Koenig nahm die beiden Soehne Rizpas, der Tochter des Ajja, die sie dem Saul geboren hatte, Armoni und Mefi-Boschet, und die fuenf Soehne Merabs, der Tochter Sauls,
die sie dem Adriel geboren hatte, dem Sohn des Barsillai, des Meholatiters, /2Sam21/9/2Sam und er gab sie in die Hand der Gibeoniter. Die haengten sie auf dem Berg vor dem HERRN auf. So fielen
die sieben auf einmal, und sie wurden in den ersten Tagen der Ernte, am Anfang der Gerstenernte, getoetet.
/2Sam21/10/2Sam Da nahm Rizpa, die Tochter des Ajja, das Sackgewand und breitete es fuer sich auf dem Felsen aus vom Anfang der Ernte an, bis das Wasser sich vom Himmel ueber die Toten ergoss.
Und sie liess nicht zu, dass bei Tag die Voegel des Himmels sich auf ihnen niederliessen und bei Nacht die Tiere des Feldes. /2Sam21/11/2Sam Und es wurde David berichtet, was Rizpa, die Tochter
des Ajja, die Nebenfrau Sauls, getan hatte. /2Sam21/12/2Sam Da ging David hin und holte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan von den Buergern von Jabesch [in] Gilead, die sie
von dem [Markt]platz in Bet-Schean gestohlen hatten, wo die Philister sie an dem Tag aufgehaengt hatten, als die Philister Saul am Gilboa schlugen. /2Sam21/13/2Sam Und er brachte die Gebeine
Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan von dort herauf. Dann sammelte man die Gebeine der Gehaengten /2Sam21/14/2Sam und begrub [sie] mit den Gebeinen Sauls und seines Sohnes Jonatan im Land
Benjamin in Zela im Grab seines Vaters Kisch. Und man tat alles, was der Koenig befohlen hatte. Und danach liess Gott sich fuer das Land erbitten.
Siege ueber die Philister.
1Chr 20,4-8.
/2Sam21/15/2Sam Wieder einmal hatten die Philister Krieg mit Israel. Und David zog hinab und seine Knechte mit ihm, und sie kaempften mit den Philistern. Und David war ermuedet. /2Sam21/16/2Sam
Und Jischbi in Nob, der zu den Soehnen des Rafa [gehoerte], - das Gewicht seiner Lanzenspitze war dreihundert Schekel Bronze, und er war mit einem neuen [Schwert] geguertet - der sagte, er wolle
David erschlagen. /2Sam21/17/2Sam Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe, schlug den Philister und toetete ihn. Damals schworen die Maenner Davids ihm und sagten: Du sollst nicht
mehr mit uns in den Kampf ausziehen, damit du die Leuchte Israels nicht ausloeschst!
/2Sam21/18/2Sam Und es geschah danach, da kam es wieder zum Kampf mit den Philistern bei Gob. Damals erschlug Sibbechai, der Huschatiter, den Saf, der zu den Soehnen des Rafa
[gehoerte].
/2Sam21/19/2Sam Und wieder kam es bei Gob zum Kampf mit den Philistern. Und Elhanan, der Sohn des Jaare-Oregim, der Bethlehemiter, erschlug Goliath, den Gatiter; und der Schaft seines Speeres war
wie ein Weberbaum.
/2Sam21/20/2Sam Und wieder kam es zum Kampf bei Gat. Da war ein langer Mann, der hatte sechs Finger an seinen Haenden und sechs Zehen an seinen Fuessen, 24 an der Zahl; und auch er war dem Rafa
geboren worden. /2Sam21/21/2Sam Und er verhoehnte Israel; da erschlug ihn Jonatan, der Sohn Schammas, des Bruders Davids. /2Sam21/22/2Sam Diese vier wurden dem Rafa in Gat geboren; und sie fielen
durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.
Davids Dankpsalm.
Ps 18.
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/2Sam22/1/2Sam Und David redete zu dem HERRN die Worte dieses Liedes an dem Tag, als der HERR ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte.
/2Sam22/2/2Sam Und er sprach: /2Sam22/1/2Sam Der HERR ist mir mein Fels und meine Burg und mein Erretter.
/2Sam22/3/2Sam Mein Gott ist mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein Retter, vor Gewalttat rettest du
mich!
/2Sam22/4/2Sam Gelobt! rufe ich zum HERRN, so werde ich vor meinen Feinden gerettet.
/2Sam22/5/2Sam Denn mich umfingen die Wogen des Todes, Baeche des Verderbens erschreckten mich.
/2Sam22/6/2Sam Fesseln des Scheols umgaben mich, Fallen des Todes ueberwaeltigten mich.
/2Sam22/7/2Sam In meiner Bedraengnis rief ich zum HERRN, und ich schrie zu meinem Gott. Und er hoerte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei [drang] an seine Ohren.
/2Sam22/8/2Sam Da wankte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels erzitterten und wankten, denn er war [von Zorn] entbrannt.
/2Sam22/9/2Sam Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer frass aus seinem Mund, gluehende Kohlen brannten aus ihm.
/2Sam22/10/2Sam Er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Fuessen.
/2Sam22/11/2Sam Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er auf den Fluegeln des Windes.
/2Sam22/12/2Sam Und er machte Finsternis rings um sich her zur Huette, das Sieb der [Himmels]wasser, dichtes Gewoelk.
/2Sam22/13/2Sam Aus dem Glanz vor ihm brannten feurige Kohlen.
/2Sam22/14/2Sam Der HERR donnerte vom Himmel her, und der Hoechste liess seine Stimme erschallen.
/2Sam22/15/2Sam Und er schoss Pfeile und zerstreute sie, [schoss seinen] Blitz und verwirrte sie.
/2Sam22/16/2Sam Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt durch das Schelten des HERRN, vor dem Schnauben des Hauchs seiner Nase.
/2Sam22/17/2Sam Er griff aus der Hoehe, erfasste mich, zog mich heraus aus grossen Wassern.
/2Sam22/18/2Sam Er rettete mich vor meinem starken Feind, vor meinen Hassern, denn sie waren maechtiger als ich.
/2Sam22/19/2Sam Sie ueberwaeltigten mich am Tag meines Ungluecks, aber der HERR wurde mir eine Stuetze.
/2Sam22/20/2Sam Und er fuehrte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefallen an mir hatte.
/2Sam22/21/2Sam Der HERR handelte an mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Haende vergalt er mir.
/2Sam22/22/2Sam Denn ich habe die Wege des HERRN eingehalten und bin Gott nicht gottlos abgewichen.
/2Sam22/23/2Sam Denn alle seine Rechtsbestimmungen waren vor mir, und seine Ordnungen - ich bin nicht davon abgewichen.
/2Sam22/24/2Sam Auch war ich vollkommen ihm gegenueber und huetete mich vor meiner Schuld.
/2Sam22/25/2Sam So vergalt der HERR mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.
/2Sam22/26/2Sam Gegen den Gnaedigen verhaeltst du dich gnaedig, gegen den vollkommenen Mann vollkommen.
/2Sam22/27/2Sam Gegen den Reinen zeigst du dich rein, gegen den Verkehrten aber verdreht.
/2Sam22/28/2Sam Und das demuetige Volk rettest du; aber deine Augen sind gegen die Hochmuetigen, du erniedrigst [sie].
/2Sam22/29/2Sam Ja, du bist meine Leuchte, HERR; und der HERR erhellt meine Finsternis.
/2Sam22/30/2Sam Denn mit dir kann ich auf Raubzug gehen, mit meinem Gott kann ich eine Mauer ueberspringen.
/2Sam22/31/2Sam Gott - sein Weg ist vollkommen; des HERRN Wort ist lauter; ein Schild ist er allen, die sich bei ihm bergen.
/2Sam22/32/2Sam Denn wer ist Gott ausser dem HERRN? Und wer ist ein Fels ausser unserem Gott?
/2Sam22/33/2Sam Gott ist meine starke Festung und vollkommen macht er meinen Weg.
/2Sam22/34/2Sam Er macht meine Fuesse den Hirschen gleich und stellt mich hin auf meine Hoehen.
/2Sam22/35/2Sam Er lehrt meine Haende das Kaempfen, und meine Arme spannen den ehernen Bogen.
/2Sam22/36/2Sam Und du gabst mir den Schild deines Heils, und dein Zuspruch machte mich gross.
/2Sam22/37/2Sam Du schafftest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knoechel haben nicht gewankt.
/2Sam22/38/2Sam Meinen Feinden jagte ich nach und vernichtete sie; und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte.
/2Sam22/39/2Sam Und ich rieb sie auf und zerschmetterte sie, dass sie nicht [mehr] aufstanden; und sie fielen unter meine Fuesse.
/2Sam22/40/2Sam Und du umguertetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die gegen mich aufstanden.
/2Sam22/41/2Sam Du hast bewirkt, dass meine Feinde mir den Ruecken zeigen muessen; meine Hasser, ich habe sie vernichtet.
/2Sam22/42/2Sam Sie blickten umher - aber da war kein Retter - zum HERRN, doch er antwortete ihnen nicht.
/2Sam22/43/2Sam Und ich zermalmte sie wie Staub der Erde; wie Strassenkot zertrat, zerstampfte ich sie.
/2Sam22/44/2Sam Und du hast mich errettet aus den Streitigkeiten meines Volkes; du hast mich als Haupt der Nationen bewahrt; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
/2Sam22/45/2Sam Die Soehne der Fremde schmeichelten mir; sowie [ihr] Ohr hoerte, gehorchten sie mir.
/2Sam22/46/2Sam Die Soehne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Festungen.
/2Sam22/47/2Sam Der HERR lebt! Gepriesen sei mein Fels! Erhoben werde Gott, der Fels meines Heils,
/2Sam22/48/2Sam der Gott, der mir Rache gab und mir die Voelker unterwarf
/2Sam22/49/2Sam und der mich herausholte von meinen Feinden weg! Und du erhoehtest mich ueber die, die gegen mich aufstanden; von dem Mann der Gewalttaten hast du mich befreit.
/2Sam22/50/2Sam Darum will ich dich preisen, HERR, unter den Nationen und will spielen deinem Namen,
/2Sam22/51/2Sam der seinem Koenig grosse Rettung schenkt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinen Nachkommen ewig.
Davids letzte Worte.
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/2Sam23/1/2Sam Und dies sind die letzten Worte Davids: Ausspruch Davids, des Sohnes Isais, Ausspruch des Mannes, der hochgestellt ist, des Gesalbten des Gottes Jakobs und des Lieblings in den
Gesaengen Israels:
/2Sam23/2/2Sam Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.
/2Sam23/3/2Sam Es hat gesprochen der Gott Israels, der Fels Israels hat zu mir geredet:
Wer gerecht herrscht ueber die Menschen, wer in der Furcht Gottes herrscht, /2Sam23/4/2Sam [der ist] wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufstrahlt, eines Morgens ohne Wolken; von ihrem
Glanz nach dem Regen [sprosst] das Gruen aus der Erde.
/2Sam23/5/2Sam Ja, [ist] nicht so mein Haus bei Gott? Hat er mir doch einen ewigen Bund gesetzt, in allem geordnet und bewahrt! Denn all mein Heil und all mein Wohlgefallen, laesst er es denn
nicht spriessen?
/2Sam23/6/2Sam Aber die Verruchten sind allesamt wie Dorngestruepp, das verweht wird; denn mit der Hand fasst man es nicht an.
/2Sam23/7/2Sam Und der Mann, der es anfassen will, wappnet sich mit Eisen und Speerschaft; und mit Feuer wird es gruendlich verbrannt an [seiner] Staette. -
Davids Helden.
1Chr 11,10-47; 27,1-15.
/2Sam23/8/2Sam Das sind die Namen der Helden, die David hatte: Joscheb-Baschebet, der Tachkemoniter, das Haupt der `Drei'; er schwang seinen Speer ueber achthundert [Mann], die er auf einmal
erschlagen hatte.
/2Sam23/9/2Sam Und nach ihm [kommt] Eleasar, der Sohn Dodos, des Sohnes des Ahoach, unter den drei Helden bei David. Als sie unter den Philistern, die sich dort zum Kampf versammelt hatten,
[einige] herausforderten und als die Maenner von Israel sich zurueckzogen, /2Sam23/10/2Sam da machte er sich auf und schlug auf die Philister ein, bis seine Hand muede wurde und seine Hand am
Schwert kleben blieb. So schaffte der HERR an jenem Tag eine grosse Rettung. Das [Kriegs]volk aber kehrte um, [wieder] hinter ihm her, nur um zu pluendern.
/2Sam23/11/2Sam Und nach ihm [kommt] Schamma, der Sohn des Age, der Harariter. Und die Philister sammelten sich zu einer Truppe. Nun war dort ein Ackerstueck voller Linsen. Das [Kriegs]volk aber
floh vor den Philistern. /2Sam23/12/2Sam Da stellte er sich mitten auf das Stueck und entriss es [ihnen] und schlug die Philister. So schaffte der HERR eine grosse Rettung.
/2Sam23/13/2Sam Und drei von den dreissig Helden gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David, in die Hoehle Adullam. Und die Truppe der Philister lagerte in der Ebene Refaim. /2Sam23/14/2Sam
David war aber damals in der Bergfeste, und ein Posten der Philister war damals in Bethlehem. /2Sam23/15/2Sam Und David verspuerte ein Verlangen und sagte: Wer gibt mir Wasser zu trinken aus der
Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist? /2Sam23/16/2Sam Da drangen die drei Helden in das Heerlager der Philister ein und schoepften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist, und
nahmen [es mit] und brachten es David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern goss es als Trankopfer fuer den HERRN aus. /2Sam23/17/2Sam Und er sagte: Fern sei es von mir vor dem HERRN, dass
ich das tue! [Ist es nicht] das Blut der Maenner, die um ihr Leben hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das haben die drei Helden getan.
/2Sam23/18/2Sam Und Abischai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, er war das Oberhaupt der Dreissig. Und er schwang seinen Speer ueber dreihundert Erschlagenen. Er hatte einen Namen unter den
Dreissig. /2Sam23/19/2Sam War es nicht so, dass er mehr geehrt wurde als die Dreissig, so dass er ihr Oberster wurde? Aber an die Drei reichte er nicht heran.
/2Sam23/20/2Sam Und Benaja, der Sohn Jojadas, war ein tapferer Mann, gross an Taten, aus Kabzeel. Der erschlug die beiden Kriegshelden von Moab. Und er stieg hinab und erschlug den Loewen in der
Zisterne an einem Schneetag. /2Sam23/21/2Sam Und er war es, der einen aegyptischen Mann erschlug, einen Mann von [schrecklichem] Aussehen. Und der AEgypter hatte einen Speer in der Hand. Er aber
ging mit einem Stock zu ihm hinab, riss dem AEgypter den Speer aus der Hand und brachte ihn mit dessen eigenem Speer um. /2Sam23/22/2Sam Das tat Benaja, der Sohn Jojadas; und er hatte einen Namen
unter den dreissig Helden. /2Sam23/23/2Sam Mehr als die Dreissig wurde er geehrt, aber an die Drei reichte er nicht heran. Und David setzte ihn ueber seine Leibwache.
/2Sam23/24/2Sam Asael, der Bruder Joabs, war unter den Dreissig; [ebenso] Elhanan, der Sohn Dodos, aus Bethlehem; /2Sam23/25/2Sam Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer; /2Sam23/26/2Sam
Helez, der Peletiter; Ira, der Sohn des Ikkesch aus Tekoa; /2Sam23/27/2Sam Abieser, der Anatotiter; Mebunnai, der Huschatiter; /2Sam23/28/2Sam Zalmon, der Ahoachiter; Mahrai, der Netofatiter;
/2Sam23/29/2Sam Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; Ittai, der Sohn Ribais, aus [dem] Gibea der Soehne Benjamin; /2Sam23/30/2Sam Benaja, der Piratoniter; Hiddai, aus Nahale-Gaasch;
/2Sam23/31/2Sam Abialbon, der Arbatiter; Asmawet, der Bahurimiter; /2Sam23/32/2Sam Eljachba, der Schaalboniter; [von den] Soehnen des Jaschen: Jonatan; /2Sam23/33/2Sam Schamma, der Harariter;
Ahiam, der Sohn Scharars, der Arariter; /2Sam23/34/2Sam Elifelet, der Sohn Ahasbais, des Sohnes des Maachatiters; Eliam, der Sohn Ahitofels, der Giloniter; /2Sam23/35/2Sam Hezro, der Karmeliter;
Paarai, der Arabiter; /2Sam23/36/2Sam Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani, der Gaditer; /2Sam23/37/2Sam Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, der Waffentraeger Joabs, des Sohnes der
Zeruja; /2Sam23/38/2Sam Ira, der Jitriter; Gareb, der Jitriter; /2Sam23/39/2Sam Uria, der Hetiter: im ganzen 37.
Davids Volkszaehlung und deren Folgen.
V. 1-9: 1Chr 21,1-6; 27,23.24.
\24\
/2Sam24/1/2Sam Und wieder entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel. Und er reizte David gegen sie auf zu sagen: Geh hin, zaehle Israel und Juda! /2Sam24/2/2Sam Da sagte der Koenig zu Joab, dem
Heerobersten, der bei ihm war: Zieh doch umher in allen Staemmen Israels, von Dan bis Beerscheba! Ihr sollt das [Kriegs]volk mustern, damit ich die Zahl des Volkes kenne! /2Sam24/3/2Sam Joab aber
sagte zum Koenig: Der HERR, dein Gott, mag zu dem Volk, so viele sie auch sein moegen, [noch] hundertmal [mehr] hinzufuegen, waehrend die Augen meines Herrn, des Koenigs, es sehen! Aber mein Herr
[und] Koenig! Warum [denn] hat er Gefallen an einer solchen Sache? /2Sam24/4/2Sam Doch das Wort des Koenigs blieb fest gegen Joab und gegen die Obersten des Heeres. So zogen Joab und die Obersten
des Heeres vor dem Koenig aus, um das Volk Israel zu mustern.
/2Sam24/5/2Sam Und sie gingen ueber den Jordan und begannen bei Aroer, bei der Stadt, die mitten im Flusstal [liegt, und gingen weiter] auf Gad zu und nach Jaser hin. /2Sam24/6/2Sam Und sie kamen
nach Gilead und in das Land der Hetiter nach Kadesch, und sie kamen nach Dan-Jaan und in die Umgebung von Sidon, /2Sam24/7/2Sam und sie kamen zu der befestigten Stadt Tyrus und zu allen Staedten
der Hiwiter und der Kanaaniter, und sie zogen hinaus in den Sueden von Juda nach Beerscheba. /2Sam24/8/2Sam Und sie zogen im ganzen Land umher und kamen am Ende von neun Monaten und zwanzig Tagen
nach Jerusalem [zurueck]. /2Sam24/9/2Sam Und Joab gab dem Koenig das Ergebnis der Musterung an. Und zwar gab es in Israel 800 000 Wehrfaehige, die das Schwert zogen, und die Maenner von Juda
waren 500 000 Mann.
V. 10-25: 1Chr 21,7-30.
/2Sam24/10/2Sam Aber nachdem David das Volk gezaehlt hatte, schlug ihm das Herz. Und David sagte zum HERRN: Ich habe sehr gesuendigt mit dem, was ich getan habe. Und nun, HERR, lass doch die
Schuld deines Knechtes voruebergehen, denn ich habe sehr toericht gehandelt! /2Sam24/11/2Sam Und als David am Morgen aufstand, da geschah das Wort des HERRN zu dem Propheten Gad, dem Seher
Davids, wie folgt: /2Sam24/12/2Sam Geh hin und rede zu David: So spricht der HERR: Dreierlei lege ich dir vor! Waehle dir eins davon, dass ich es dir tue! /2Sam24/13/2Sam Und Gad kam zu David und
teilte ihm [das] mit und sagte zu ihm: Sollen dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen? Oder willst du drei Monate vor deinen Bedraengern fliehen, waehrend sie dir nachjagen? Oder soll
drei Tage lang Pest in deinem Land sein? Nun ueberlege und sieh zu, was fuer eine Antwort ich dem zurueckbringen soll, der mich gesandt hat. /2Sam24/14/2Sam Und David sagte zu Gad: Mir ist sehr
angst! Lass uns doch in die Hand des HERRN fallen, denn seine Erbarmungen sind gross! Aber in die Hand der Menschen lass mich nicht fallen!
/2Sam24/15/2Sam Da gab der HERR die Pest in Israel, vom Morgen an bis zu der bestimmten Zeit. Und es starben von dem Volk, von Dan bis Beerscheba, 70 000 Mann. /2Sam24/16/2Sam Und als der Engel
seine Hand [ueber] Jerusalem ausstreckte, um es zu vernichten, da hatte der HERR Mitleid wegen des Unheils, und er sprach zu dem Engel, der unter dem Volk vernichtete: Genug! Ziehe jetzt deine
Hand ab! Der Engel des HERRN war aber gerade bei der Tenne Araunas, des Jebusiters. /2Sam24/17/2Sam Und als David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zu dem HERRN und sagte: Siehe, ich
habe gesuendigt, und ich habe verkehrt gehandelt! Aber diese Schafe, was haben sie getan? Lass doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein!
/2Sam24/18/2Sam Und Gad kam zu David an jenem Tag und sagte zu ihm: Geh hinauf, errichte dem HERRN einen Altar auf der Tenne des Jebusiters Arauna. /2Sam24/19/2Sam Da ging David hinauf nach dem
Wort Gads, ganz wie der HERR geboten hatte. /2Sam24/20/2Sam Und Arauna blickte hinaus und sah den Koenig und seine Knechte zu sich herueberkommen. Da ging Arauna hinaus und warf sich vor dem
Koenig nieder, mit seinem Gesicht zur Erde. /2Sam24/21/2Sam Und Arauna sagte: Weshalb kommt mein Herr, der Koenig, zu seinem Knecht? David sagte: Um die Tenne von dir zu kaufen, um [auf ihr] dem
HERRN einen Altar zu bauen, damit die Plage vom Volk abgewehrt wird! /2Sam24/22/2Sam Da sagte Arauna zu David: Mein Herr, der Koenig, nehme und opfere, was gut ist in seinen Augen! Siehe, [da]
sind die Rinder zum Brandopfer und die Dreschschlitten und die Geschirre der Rinder zum [Brenn]holz. /2Sam24/23/2Sam Das alles, o Koenig, gibt Arauna dem Koenig. Und Arauna sagte [weiter] zum
Koenig: Der HERR, dein Gott, nehme dich wohlgefaellig an! /2Sam24/24/2Sam Aber der Koenig sagte zu Arauna: Nein, sondern kaufen will ich es von dir fuer den Kaufpreis. Ich will dem HERRN, meinem
Gott, nicht umsonst Brandopfer opfern. So kaufte David die Tenne und die Rinder fuer fuenfzig Schekel Silber. /2Sam24/25/2Sam Und David baute dort dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer und
Heilsopfer. Da liess der HERR sich fuer das Land erbitten, und die Plage wurde von Israel abgewehrt.
1.11 Erstes Buch Könige.
Adonijas Versuch, König zu werden.
\1\
/Köni1/1/Köni Und der König David war alt, hochbetagt. Man bedeckte ihn mit Kleidern, aber es wurde ihm nicht warm. /Köni1/2/Köni Da sagten seine Diener zu ihm: Man suche meinem Herrn, dem König,
ein Mädchen, eine Jungfrau, dass sie vor dem König [dienend] stehe und seine Pflegerin sei! Wenn sie [dann] in deinem Schoß liegt, wird meinem Herrn, dem König, warm werden. /Köni1/3/Köni Und man
suchte ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet Israels; und man fand Abischag, die Schunemiterin, und brachte sie zum König. /Köni1/4/Köni Das Mädchen aber war überaus schön (Einmal war ich in der
Not der Verbindlichkeit, so geschah es, dass dieselbe Mitarbeiterin wie Gutemoralerhaschen mir half, überhaupt ein Urvertrauen zu haben oder aufzubauen, in einem Halbjahr xy), und sie wurde
Pflegerin des Königs und bediente ihn; aber der König erkannte sie nicht.
/Köni1/5/Köni Adonija aber, der Sohn der Haggit, überhob sich und sagte: Ich bin es, der König wird! Und er schaffte sich Wagen und Reiter an und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.
/Köni1/6/Köni Sein Vater aber hatte ihn, solange er lebte, nie gekränkt, dass er gesagt hätte: Warum handelst du so? Und auch war er sehr schön von Gestalt; und seine Mutter hatte ihn nach
Absalom geboren. /Köni1/7/Köni Und er hatte seine Verabredungen mit Joab, dem Sohn der Zeruja, [getroffen] und mit dem Priester Abjatar; und sie standen mit ihrer Hilfe hinter Adonija.
/Köni1/8/Köni Aber der Priester Zadok und Benaja, der Sohn Jojadas, und der Prophet Nathan und Schimi und Rei und die Helden, die David hatte, waren nicht mit Adonija. /Köni1/9/Köni Und Adonija
schlachtete Schafe und Rinder und Mastvieh bei dem Stein Sohelet, der neben En-Rogel ist; und er lud alle seine Brüder, die Söhne des Königs, ein und alle Männer von Juda, die im Dienst des
Königs standen. /Köni1/10/Köni Den Propheten Nathan aber und Benaja und die Helden und seinen Bruder Salomo lud er nicht ein.
Salomos Salbung zum König.
/Köni1/11/Köni Da sagte Nathan zu Batseba, der Mutter Salomos: Hast du nicht gehört, dass Adonija, der Sohn der Haggit, König geworden ist? Und unser Herr David hat nichts [davon] erkannt.
/Köni1/12/Köni Und nun komm, ich will dir einen Rat geben, und [so] rette dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo! /Köni1/13/Köni Auf, geh zum König David hinein und sage zu ihm: `Hast
nicht du selbst, mein Herr König, deiner Magd geschworen und gesagt: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird? Warum aber ist Adonija König
geworden?' /Köni1/14/Köni Siehe, während du dort noch mit dem König redest, werde ich nach dir hineinkommen und deine Worte bekräftigen. /Köni1/15/Köni Da ging Batseba zum König hinein in das
Gemach; der König aber war sehr alt, und Abischag, die Schunemiterin, bediente den König.
/Köni1/16/Köni Und Batseba verneigte sich und fiel vor dem König nieder. Da sagte der König: Was hast du? /Köni1/17/Köni Und sie sagte zu ihm: Mein Herr, du selbst hast ja deiner Magd bei dem
HERRN, deinem Gott, geschworen: `Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird.' /Köni1/18/Köni Und nun siehe, Adonija ist König geworden, und
du, mein Herr und König, hast nichts [davon] erkannt. /Köni1/19/Köni Und er hat Stiere und Mastvieh und Schafe in Menge geschlachtet und hat alle Söhne des Königs und den Priester Abjatar und den
Heerobersten Joab eingeladen; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen. /Köni1/20/Köni Auf dich aber, mein Herr und König, auf dich sind die Augen von ganz Israel [gerichtet], dass du
ihnen bekanntgibst, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll. /Köni1/21/Köni Und es wird geschehen, wenn mein Herr, der König, bei seinen Vätern liegt, dass ich und mein
Sohn Salomo als Schuldige dastehen.
/Köni1/22/Köni Und siehe, während sie noch mit dem König redete, kam der Prophet Nathan herein. /Köni1/23/Köni Und man meldete dem König: Der Prophet Nathan ist da! Und er kam herein vor den
König und warf sich vor dem König auf sein Angesicht zur Erde nieder. /Köni1/24/Köni Und Nathan sagte: Mein Herr und König, du hast [wohl] selbst angeordnet: Adonija soll nach mir König sein, und
er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird! /Köni1/25/Köni Denn er ist heute hinabgegangen, hat Stiere und Mastvieh und Schafe in Menge geschlachtet und hat alle Söhne des Königs und die
Heerobersten und den Priester Abjatar eingeladen; und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sagen: Es lebe der König Adonija! /Köni1/26/Köni Mich selbst aber, deinen Knecht, und den Priester
Zadok und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen. /Köni1/27/Köni Wenn diese Sache von meinem Herrn, dem König, aus [so] geschehen ist, dann hast du deine
Knechte also nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll? /Köni1/28/Köni Da antwortete der König David und sagte: Ruft mir Batseba! Und sie kam herein
vor den König und trat vor den König. /Köni1/29/Köni Und der König schwor und sprach: So wahr der HERR lebt, der meine Seele aus jeder Not errettet hat, /Köni1/30/Köni ja, wie ich dir [einst] bei
dem HERRN, dem Gott Israels, geschworen habe, indem ich sprach: Gewiß, dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll der sein, der an meiner Stelle auf meinem Thron sitzen wird, ja, so
werde ich am heutigen Tag tun. /Köni1/31/Köni Da verneigte sich Batseba mit dem Gesicht zur Erde und warf sich vor dem König nieder und sprach: Es lebe mein Herr, der König David,
ewig!
/Köni1/32/Köni Darauf sagte der König David: Ruft mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und sie kamen herein vor den König. /Köni1/33/Köni Und der König
sprach zu ihnen: Nehmt die Diener eures Herrn mit euch und laßt meinen Sohn Salomo auf meiner eigenen Mauleselin reiten und führt ihn zum Gihon hinab! /Köni1/34/Köni Und der Priester Zadok und
der Prophet Nathan sollen ihn dort zum König über Israel salben. Und ihr sollt ins Horn stoßen und sagen: Es lebe der König Salomo! /Köni1/35/Köni Dann zieht [wieder] herauf hinter ihm her, und
er soll hereinkommen und sich auf meinen Thron setzen. Er ist es, der an meiner Stelle König sein soll. Und ihn habe ich dazu bestimmt, Fürst über Israel und über Juda zu sein. /Köni1/36/Köni Da
antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sagte: Amen! So spreche der HERR, der Gott meines Herrn, des Königs! /Köni1/37/Köni So wie der HERR mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so
möge er mit Salomo sein und seinen Thron [noch] größer machen als den Thron meines Herrn, des Königs David!
/Köni1/38/Köni So zogen der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter hinab und ließen Salomo auf der Mauleselin des Königs David reiten und
führten ihn zum Gihon. /Köni1/39/Köni Und der Priester Zadok holte das Ölhorn aus dem Zelt und salbte Salomo; und sie stießen ins Horn, und alles Volk sprach: Es lebe der König Salomo!
/Köni1/40/Köni Und alles Volk zog hinauf hinter ihm her; und das Volk blies auf Flöten, und sie freuten sich mit großer Freude, so dass die Erde [fast] von ihrem Geschrei barst.
Adonijas Unterwerfung.
/Köni1/41/Köni Und Adonija hörte es und alle die Geladenen, die bei ihm waren, als sie eben aufgehört hatten zu essen. Und Joab hörte den Schall des Horns und sagte: Weshalb hört man die Stadt so
lärmen? /Köni1/42/Köni Während er noch redete, siehe, da kam Jonatan, der Sohn des Priesters Abjatar. Und Adonija sagte: Komm, denn du bist ein zuverlässiger Mann und wirst gute Botschaft
bringen! /Köni1/43/Köni Da antwortete Jonatan und sagte zu Adonija: Nein! Unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht. /Köni1/44/Köni Und der König hat den Priester Zadok und den
Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter mit ihm gesandt, und sie haben ihn auf der Mauleselin des Königs reiten lassen. /Köni1/45/Köni Und der Priester Zadok und
der Prophet Nathan haben ihn am Gihon zum König gesalbt. Dann sind sie von dort mit Freuden[geschrei] heraufgezogen, und die Stadt ist in Bewegung. Das ist das Geschrei, das ihr gehört habt.
/Köni1/46/Köni Und außerdem: Salomo hat sich auf den Königsthron gesetzt. /Köni1/47/1Köni Und außerdem sind die Diener des Königs hineingegangen, um unserem Herrn, dem König David, Segenswünsche
zu überbringen, indem sie sagten: Dein Gott mache den Namen Salomos [noch] herrlicher als deinen Namen und mache seinen Thron [noch] größer als deinen Thron! Und der König hat sich auf dem Lager
anbetend geneigt. /1Köni1/48/1Köni Und außerdem hat der König so gesprochen: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der heute einen [von meinen Söhnen] eingesetzt hat, der auf meinem Thron
sitzt - und meine Augen dürfen [es noch] sehen!
/1Köni1/49/1Köni Da erschraken all die Geladenen, die bei Adonija waren, und standen auf und gingen weg, jeder seines Weges. /1Köni1/50/1Köni Und Adonija fürchtete sich vor Salomo; und er machte
sich auf, ging hin und ergriff die Hörner des Altars. /1Köni1/51/1Köni Das wurde Salomo berichtet, indem man sagte: Siehe, Adonija fürchtet den König Salomo, und siehe, er hält die Hörner des
Altars fest und sagt: Der König Salomo schwöre mir heute, dass er seinen Knecht nicht mit dem Schwert töten wird! /1Köni1/52/1Köni Und Salomo sagte: Wenn er sich als ein zuverlässiger Mann
erweist, soll von seinem Haar keines auf die Erde fallen. Wenn aber Böses an ihm gefunden wird, dann soll er sterben. /1Köni1/53/1Köni Und der König Salomo sandte hin, und man holte ihn vom Altar
herunter; und er kam und warf sich vor dem König Salomo nieder. Und Salomo sagte zu ihm: Geh in dein Haus!
Davids letzter Wille und Tod.
\2\
/1Köni2/1/1Köni Als nun die Tage Davids herannahten, dass er sterben sollte, befahl er seinem Sohn Salomo und sagte: /1Köni2/2/1Köni Ich gehe [nun] den Weg aller Welt. So sei stark und erweise
dich als Mann! /1Köni2/3/1Köni Bewahre, was der HERR, dein Gott, zu bewahren geboten hat, dass du auf seinen Wegen gehst, indem du seine Ordnungen, seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen und
seine Zeugnisse bewahrst, wie es im Gesetz des Mose geschrieben ist, damit du Erfolg hast in allem, was du tust, und überall, wohin du dich wendest; /1Köni2/4/1Köni damit der HERR sein Wort
aufrecht erhält, das er über mich geredet hat, als er sprach: Wenn deine Söhne auf ihren Weg achthaben, so dass sie in Treue vor mir leben mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, dann
soll es dir nicht an einem Mann fehlen auf dem Thron Israels. /1Köni2/5/1Köni Auch hast du ja selbst erkannt, was mir Joab, der Sohn der Zeruja, angetan hat, was er den beiden Heerobersten
Israels, Abner, dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, angetan hat, dass er sie ermordete und so mit Kriegsblut den Frieden belastete. So hat er Kriegsblut an seinen Gürtel gebracht, der um
seine Hüften war, und an seine Schuhe, die an seinen Füßen waren. /1Köni2/6/1Köni So handle [nun] nach deiner Weisheit und laß sein graues Haar nicht in Frieden in den Scheol hinabfahren!
/1Köni2/7/1Köni Aber an den Söhnen des Gileaditers Barsillai sollst du Gnade erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tisch essen; denn ebenso sind sie mir entgegengekommen, als
ich vor deinem Bruder Absalom floh. /1Köni2/8/1Köni Und siehe, bei dir ist Schimi, der Sohn Geras, der Benjaminiter aus Bahurim; das ist der, der mich mit einem schlimmen Fluch verflucht hat am
Tag, als ich nach Mahanajim ging. Aber er kam mir dann entgegen, an den Jordan herab, und ich schwor ihm bei dem HERRN und sprach: Wenn ich dich mit dem Schwert töte! /1Köni2/9/1Köni Jetzt aber
laß ihn nicht ungestraft, denn du bist ein weiser Mann und wirst erkennen, was du ihm tun sollst. Laß sein graues Haar mit Blut [befleckt] in den Scheol hinabfahren!
/1Köni2/10/1Köni Und David legte sich zu seinen Vätern und wurde in der Stadt Davids begraben. /1Köni2/11/1Köni Und die Tage, die David über Israel König war, [betrugen] vierzig Jahre. In Hebron
war er sieben Jahre König, und in Jerusalem war er 33 Jahre König. /1Köni2/12/1Köni Und Salomo setzte sich auf den Thron seines Vaters David, und seine Königsherrschaft war
festgegründet.
Salomos Urteil über Adonija, Abjatar, Joab und Schimi.
/1Köni2/13/1Köni Und Adonija, der Sohn der Haggit, kam zu Batseba, der Mutter Salomos. Und sie sagte: [Bedeutet] dein Kommen Friede? Und er sagte: [Ja,] Friede. /1Köni2/142/1Köni Und er sagte:
Ich habe ein Wort an dich. Und sie sagte: Rede! /1Köni2/15/1Köni Da sagte er: Du hast selbst erkannt, dass mir das Königtum zukam und dass ganz Israel sein Gesicht auf mich gerichtet hatte, dass
ich König werden sollte. Aber das Königtum hat sich [von mir] gewandt und ist meinem Bruder [zuteil] geworden, weil es von dem HERRN für ihn [bestimmt] war. /1Köni2/16/1Köni Jetzt aber möchte ich
eine einzige Bitte von dir erbitten. Weise mich nicht ab! Da sagte sie zu ihm: Rede! /1Köni2/17/1Köni Und er sagte: Sprich doch zum König Salomo, denn er wird dich nicht abweisen, dass er mir
Abischag, die Schunemiterin, zur Frau gebe! /1Köni2/18/1Köni Darauf sagte Batseba: Gut, ich selbst will deinetwegen mit dem König reden.
/1Köni2/19/1Köni So ging Batseba zum König Salomo hinein, um mit ihm wegen Adonija zu reden. Und der König erhob sich, [kam] ihr entgegen und beugte sich vor ihr nieder. Dann setzte er sich auf
seinen Thron und ließ einen Thron für die Königinmutter aufstellen; und sie setzte sich zu seiner Rechten. /1Köni2/20/1Köni Dann sagte sie: [Nur] eine einzige kleine Bitte möchte ich von dir
erbitten. Weise mich nicht ab! Und der König sagte zu ihr: Bitte, meine Mutter, denn ich werde dich nicht abweisen. /1Köni2/21/1Köni Und sie sagte: Möge Abischag, die Schunemiterin, deinem Bruder
Adonija zur Frau gegeben werden! /1Köni2/22/1Köni Da antwortete der König Salomo und sagte zu seiner Mutter: Warum bittest du um Abischag, die Schunemiterin, für Adonija? Bitte doch gleich um das
Königtum für ihn, denn er ist ja mein älterer Bruder, und zu ihm [hält] der Priester Abjatar und Joab, der Sohn der Zeruja! /1Köni2/23/1Köni Und der König Salomo schwor bei dem HERRN und sprach:
So soll mir Gott tun und so hinzufügen! Um [den Preis] seines Lebens hat Adonija dieses Wort geredet! /1Köni2/24/1Köni Und nun - so wahr der HERR lebt, der mich bestätigt hat und mich auf den
Thron meines Vaters David gesetzt und der mir ein Haus gemacht hat, wie er geredet hat - fürwahr, heute [noch] soll Adonija getötet werden! /1Köni2/25/1Köni Und der König Salomo sandte hin zu
Benaja, dem Sohn Jojadas, der stieß ihn nieder. So starb er.
/1Köni2/26/1Köni Zum Priester Abjatar aber sagte der König: Geh nach Anatot auf dein Feld, denn du bist ein Mann des Todes! Aber am heutigen Tag will ich dich nicht töten, weil du die Lade des
Herrn HERRN vor meinem Vater David getragen hast und weil du gelitten hast in allem, worin mein Vater gelitten hat. /1Köni2/27/1Köni So verstieß Salomo den Abjatar, dass er nicht mehr Priester
des HERRN war, um das Wort des HERRN zu erfüllen, das er in Silo über das Haus Elis geredet hatte.
/1Köni2/28/1Köni Und die Kunde [davon] kam zu Joab, denn Joab hatte sich Adonija zugeneigt - Absalom aber hatte er sich nicht zugeneigt -; da floh Joab ins Zelt des HERRN und ergriff die Hörner
des Altars. /1Köni2/29/1Köni Und es wurde dem König Salomo berichtet: Joab ist in das Zelt des HERRN geflohen, und siehe, er [befindet sich] neben dem Altar. Da sandte Salomo Benaja, den Sohn
Jojadas, mit dem Auftrag: Geh hin, stoß ihn nieder! /1Köni2/30/1Köni So ging Benaja in das Zelt des HERRN und sagte zu Joab: So spricht der König: Geh hinaus! Er aber sagte: Nein, sondern hier
will ich sterben. Da brachte Benaja dem König Antwort und sagte: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet. /1Köni2/31/1Köni Der König sagte zu ihm: Tu, wie er geredet hat, und stoß ihn
nieder und begrabe ihn! Entferne so das unschuldige Blut, das Joab vergossen hat, von mir und von dem Haus meines Vaters! /1Köni2/32/1Köni Der HERR wird sein Blut auf seinen Kopf zurückbringen,
weil er zwei Männer niedergestoßen hat, die gerechter und besser waren als er, und sie mit dem Schwert ermordet hat, ohne dass mein Vater David es wußte: Abner, den Sohn des Ner, den Heerobersten
Israels, und Amasa, den Sohn des Jeter, den Heerobersten Judas. /1Köni2/33/1Köni So wird ihr Blut zurückkehren auf den Kopf Joabs und auf den Kopf seiner Nachkommen für ewig; aber David und
seinen Nachkommen und seinem Haus und seinem Thron wird ewig Friede [zuteil] werden von dem HERRN. /1Köni2/34/1Köni So ging Benaja, der Sohn Jojadas, hinauf, stieß ihn nieder und tötete ihn; und
er wurde in seinem Haus in der Wüste begraben. /1Köni2/35/1Köni Und der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Stelle über das Heer; und den Priester Zadok setzte der König an die
Stelle Abjatars.
/1Köni2/36/1Köni Und der König sandte hin und ließ Schimi rufen, und er sagte zu ihm: Baue dir ein Haus in Jerusalem und wohne dort und gehe nicht von dort hinaus, hierhin oder dorthin!
/1Köni2/37/1Köni Und es soll geschehen, an dem Tag, an dem du hinausgehst und den Bach Kidron überschreitest - das sollst du genau wissen -, musst du sterben. Dein Blut wird auf deinem Kopf sein.
/1Köni2/38/1Köni Und Schimi sagte zu dem König: Das Wort ist gut. Ganz wie mein Herr, der König, geredet hat, so wird dein Knecht tun. So wohnte Schimi eine lange Zeit in Jerusalem.
/1Köni2/39/1Köni Es geschah aber am Ende von drei Jahren, da entliefen zwei Sklaven Schimis zu Achisch, dem Sohn Maachas, dem König von Gat. Und man berichtete dem Schimi: Siehe, deine Sklaven
sind in Gat! /1Köni2/40/1Köni Da machte sich Schimi auf und sattelte seinen Esel und ging nach Gat zu Achisch, um seine Sklaven zu suchen. Und Schimi ging hin und brachte seine Sklaven aus Gat
zurück. /1Köni2/41/1Köni Es wurde aber dem Salomo berichtet, dass Schimi von Jerusalem nach Gat gegangen und [wieder] zurückgekommen sei. /1Köni2/42/1Köni Da sandte der König hin und ließ Schimi
rufen, und er sagte zu ihm: Habe ich dich nicht bei dem HERRN schwören lassen und dich gewarnt, indem ich sagte: An dem Tag, an dem du [aus Jerusalem] hinausgehst und hierhin oder dorthin gehst -
das sollst du genau wissen -, musst du sterben? Und du sagtest zu mir: Das Wort ist gut, ich habe [es] gehört. /1Köni2/43/1Köni Warum hast du den beim HERRN [geleisteten] Schwur nicht gehalten
und das Gebot, das ich dir geboten hatte? /1Köni2/44/1Köni Und der König sagte zu Schimi: Du selbst kennst all das Böse, dessen [auch] dein Herz sich bewußt ist, das du meinem Vater David angetan
hast. So wird der HERR deine Bosheit auf deinen Kopf zurückkommen lassen. /1Köni2/45/1Köni Aber der König Salomo wird gesegnet sein, und der Thron Davids wird bis in Ewigkeit festgegründet sein
vor dem HERRN. /1Köni2/46/1Köni Und der König gab Benaja, dem Sohn Jojadas, Befehl; der ging hinaus und stieß ihn nieder; so starb er.
Und das Königtum war in der Hand Salomos fest gegründet.
Salomos Heirat - Sein Gebet um Weisheit - Gottes Verheißung.
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/1Köni3/1/1Köni Und Salomo wurde Schwiegersohn des Pharao, des Königs von Ägypten, und nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er den Bau seines Hauses und des Hauses
des HERRN und der Mauer rings um Jerusalem vollendet hatte. /1Köni3/2/1Köni Jedoch opferte das Volk auf den Höhen; denn bis zu jenen Tagen war dem Namen des HERRN [noch] kein Haus gebaut worden.
/1Köni3/3/1Köni Und Salomo liebte den HERRN, so dass er in den Ordnungen seines Vaters David lebte. Jedoch brachte er auf den Höhen Schlachtopfer und Rauchopfer dar.
V. 4-15: 2Chr 1,2-13.
/1Köni3/4/1Köni Und der König ging nach Gibeon, um dort Schlachtopfer darzubringen, denn das war `die große Höhe'; tausend Brandopfer opferte Salomo auf jenem Altar.
/1Köni3/5/1Köni In Gibeon erschien der HERR dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! /1Köni3/6/1Köni Und Salomo sagte: Du selbst hast ja an deinem
Knecht David, meinem Vater, große Gnade erwiesen, weil er vor dir gelebt hat in Treue, in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und
ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie [es] am heutigen Tag ist. /1Köni3/7/1Köni Und nun, HERR, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle meines Vaters
David. Ich aber bin ein kleiner Knabe, ich weiß nicht aus- noch einzugehen. /1Köni3/8/1Köni Und dein Knecht ist inmitten deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen Volkes, das wegen
[seiner] Menge nicht gezählt noch berechnet werden kann. /1Köni3/9/1Köni So gib denn deinem Knecht ein gehorsames Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse. Denn wer
vermag dieses dein gewaltiges Volk zu richten?
/1Köni3/10/1Köni Und das Wort war gut in den Augen des HERRN, dass Salomo um diese Sache gebeten hatte. /1Köni3/11/1Köni Und Gott sprach zu ihm: Weil du um diese Sache gebeten hast und hast dir
nicht viele Tage erbeten und hast dir nicht Reichtum erbeten und hast nicht um das Leben deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Verständnis erbeten, um dem Recht zu gehorchen, /1Köni3/12/1Köni
siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, so dass es vor dir keinen wie dich gegeben hat und nach dir keiner wie du aufstehen wird.
/1Köni3/13/1Köni Und auch das, was du nicht erbeten hast, gebe ich dir, sowohl Reichtum als auch Ehre, so dass es unter den Königen keinen wie dich geben wird alle deine Tage. /1Köni3/14/1Köni
Und wenn du auf meinen Wegen gehst, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, so, wie dein Vater David [auf ihnen] gegangen ist, dann werde ich [auch] deine Tage verlängern.
/1Köni3/15/1Köni Da erwachte Salomo, und siehe, es war ein Traum gewesen. Und er ging nach Jerusalem, und er trat vor die Lade des Bundes des HERRN und opferte Brandopfer und bereitete Heilsopfer
und bereitete für alle seine Knechte ein [Fest]mahl.
Salomos weises Urteil.
/1Köni3/16/1Köni Damals kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn. /1Köni3/17/1Köni Und die eine Frau sagte: Bitte, mein Herr! Ich und diese Frau wohnen in ein [und demselben] Haus; und ich
habe bei ihr im Haus geboren. /1Köni3/18/1Köni Und es geschah am dritten Tag, nachdem ich geboren hatte, gebar auch diese Frau, und wir waren beieinander, kein Fremder war bei uns im Haus, nur
wir beide waren im Haus. /1Köni3/19/1Köni Da starb der Sohn dieser Frau eines Nachts, weil sie sich auf ihn gelegt hatte. /1Köni3/20/1Köni Sie aber stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen
Sohn von meiner Seite weg, während deine Sklavin schlief, und legte ihn an ihren Busen; ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen. /1Köni3/21/1Köni Als ich nun am Morgen aufstand, um meinen
Sohn zu stillen, siehe, da war er tot. Am Morgen sah ich ihn mir genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte. /1Köni3/22/1Köni Da sagte die andere Frau: Nein, sondern mein
Sohn ist der lebende, und dein Sohn ist der tote. Jene aber sagte: Nein, sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebende. So stritten sie vor dem König. /1Köni3/23/1Köni Da sagte
der König: Diese sagt: Das [hier] ist mein Sohn, der lebende, dein Sohn ist der tote. Und jene sagt: Nein, sondern dein Sohn ist der tote und mein Sohn der lebende. /1Köni3/24/1Köni Und der König
sprach: Holt mir ein Schwert! Und man brachte das Schwert vor den König. /1Köni3/25/1Köni Und der König sprach: Zerschneidet das lebende Kind in zwei Teile und gebt der einen die [eine] Hälfte
und der anderen die [andere] Hälfte! /1Köni3/26/1Köni Da sagte die Frau, deren Sohn der lebende war, zum König, denn ihr Innerstes wurde erregt wegen ihres Sohnes, sie sagte also: Bitte, mein
Herr! Gebt ihr das lebende Kind, aber tötet es ja nicht! Jene aber sagte: Weder mir noch dir soll es gehören, zerschneidet [es]! /1Köni3/27/1Köni Da antwortete der König und sprach: Gebt der
ersten das lebende Kindchen und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter. /1Köni3/28/1Köni Und ganz Israel hörte das Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten sich vor dem König.
Denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, [rechtes] Gericht zu halten.
Salomos Beamte und Dienstleute.
V. 1-6: 2Sam 8,15-18; 20,23-26.
\4\
/1Köni4/1/1Köni So war der König Salomo König über ganz Israel. /1Köni4/2/1Köni Und das sind die obersten [Beamten], die er hatte: Asarja, der Sohn des Zadok, war der Priester; /1Köni4/3/1Köni
Elihoref und Ahia, die Söhne des Schischa, waren [Staats-]schreiber; Joschafat, der Sohn des Ahilud, war Berater; /1Köni4/4/1Köni Benaja, der Sohn des Jojada, war über das Heer [gesetzt]; und
Zadok und Abjatar waren Priester; /1Köni4/5/1Köni Asarja, der Sohn des Nathan, war über die Vögte [gesetzt]; und Sabud, der Sohn Nathans, war Priester, Freund des Königs; /1Köni4/6/1Köni Ahischar
war über das Haus [gesetzt], und Hadoniram, der Sohn des Abda, [war Aufseher] über die Zwangsarbeit.
/1Köni4/7/1Köni Und Salomo hatte zwölf Vögte über ganz Israel, die versorgten den König und sein Haus. Einen Monat im Jahr oblag einem [von ihnen] die Versorgung. /1Köni4/8/1Köni Und das sind
ihre Namen: Der Sohn des Hur im Gebirge Ephraim; /1Köni4/9/1Köni der Sohn des Deker in Makaz und in Schaalbim und Bet-Schemesch und Elon [und] Bet-Hanan; /1Köni4/10/1Köni der Sohn des Hesed in
Arubbot: er hatte [dazu] Socho und das ganze Land Hefer. /1Köni4/11/1Köni Der Sohn des Abinadab hatte das ganze Hügelland von Dor; Tafat, die Tochter Salomos, war seine Frau. /1Köni4/12/1Köni
Baana, der Sohn des Ahilud, [hatte] Taanach und Megiddo und ganz Bet-Schean, das neben Zaretan [liegt], unterhalb von Jesreel, von Bet-Schean bis Abel-Mehola, bis jenseits von Jokneam.
/1Köni4/13/1Köni Der Sohn des Geber war in Ramot-Gilead: er hatte die Zeltdörfer Jairs, des Sohnes Manasses, die in Gilead sind, [und] er hatte den Landstrich Argob, der in Basan ist, sechzig
große Städte mit Mauern und bronzenen Riegeln. /1Köni4/14/1Köni Ahinadab, der Sohn des Iddo, war in Mahanajim; /1Köni4/15/1Köni Ahimaaz in Naftali: auch er hatte eine Tochter Salomos, die
Basemat, zur Frau genommen; /1Köni4/16/1Köni Baana, der Sohn des Huschai, war in Asser und Bealot; /1Köni4/17/1Köni Joschafat, der Sohn des Paruach, in Issaschar; /1Köni4/18/1Köni Schimi, der
Sohn des Ela, in Benjamin; /1Köni4/19/1Köni Geber, der Sohn des Uri, im Land Gilead, dem Land Sihons, des Königs der Amoriter, und Ogs, des Königs von Basan; und [nur] einen Vogt gab es, der im
Land Juda war.
/1Köni4/20/1Köni Juda und Israel waren an Menge so zahlreich wie der Sand am Meer. Sie aßen und tranken und waren fröhlich.
Salomos Macht und Weisheit.
\5\
/1Köni5/1/1Köni Und Salomo war Herrscher über alle Königreiche, vom [Euphrat-]Strom an [bis zu] dem Land der Philister und bis an die Grenze Ägyptens; sie entrichteten Tribut und dienten Salomo
alle Tage seines Lebens. /1Köni5/2/1Köni Und der tägliche Bedarf Salomos betrug dreißig Kor Weizengrieß und sechzig Kor Mehl, /1Köni5/3/1Köni zehn fette Rinder und zwanzig Weide-Rinder und
hundert Schafe ohne die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und die gemästeten Vögel. /1Köni5/4/1Köni Denn er herrschte über das ganze [Gebiet] diesseits des [Euphrat-]Stromes, von Tifsach bis
Gaza, über alle Könige diesseits des Stroms; und er hatte Frieden von allen Seiten ringsumher. /1Köni5/5/1Köni Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, jeder unter seinem Weinstock und unter
seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba alle Tage Salomos. /1Köni5/6/1Köni Und Salomo hatte viertausend Stallplätze für die Pferde seiner Streitwagen und zwölftausend Pferde. /1Köni5/7/1Köni
Und die Vögte versorgten den König Salomo und alle, die zum Tisch des Königs Salomo Zutritt hatten, jeder in seinem Monat; sie ließen es an nichts fehlen. /1Köni5/8/1Köni Und die Gerste und das
Stroh für die Pferde und für die Wagenpferde brachte man an den Ort, wo er war, jeder nach seiner Vorschrift.
/1Köni5/9/1Köni Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr große Einsicht und Weite des Herzens wie der Sand am Ufer des Meeres. /1Köni5/10/1Köni Die Weisheit Salomos war größer als die Weisheit aller
Söhne des Ostens und als alle Weisheit Ägyptens. /1Köni5/11/1Köni Und er war weiser als alle Menschen, als Etan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Mahols. Und sein Name
war [berühmt] unter allen Nationen ringsum. /1Köni5/12/1Köni Und er verfaßte dreitausend Sprüche, und die Zahl seiner Lieder war 1 005. /1Köni5/13/1Köni Und er redete über die Bäume, [angefangen]
von der Zeder, die auf dem Libanon [steht], bis zum Ysop, der an der Mauer herauswächst; und er redete über das Vieh und über die Vögel und über das Gewürm und über die Fische. /1Köni5/14/1Köni
Und man kam aus allen Völkern, um die Weisheit Salomos zu hören, von allen Königen der Erde her, die von seiner Weisheit gehört hatten.
Salomos Vertrag mit Hiram - Vorbereitungen zum Tempelbau.
2Chr 2.
/1Köni5/15/1Köni Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo, denn er hatte gehört, dass man ihn zum König gesalbt hatte anstelle seines Vaters; Hiram war nämlich allezeit ein
Freund Davids gewesen. /1Köni5/16/1Köni Und Salomo sandte zu Hiram und ließ [ihm] sagen: /1Köni5/17/1Köni Du weißt ja selbst, dass mein Vater David dem Namen des HERRN, seines Gottes, kein Haus
bauen konnte wegen des Krieges, mit dem seine Feinde ihn umringten, bis der HERR sie unter die Sohlen seiner Füße legte. /1Köni5/18/1Köni Nun aber hat der HERR, mein Gott, mir Ruhe verschafft
ringsum; kein Widersacher ist [mehr] da und kein schlimmes Geschick. /1Köni5/19/1Köni Siehe, so gedenke ich, dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus zu bauen, so wie der HERR zu meinem Vater
David geredet hat, als er sprach: Dein Sohn, den ich an deiner Stelle auf deinen Thron setzen werde, er soll meinem Namen das Haus bauen. /1Köni5/20/1Köni So gib [nun] den Befehl, dass man mir
Zedern vom Libanon schlägt. Meine Knechte sollen mit deinen Knechten zusammenarbeiten. Und den Lohn für deine Knechte will ich dir geben, ganz wie du es sagen wirst. Denn du weißt ja, dass
niemand unter uns ist, der [Bau]holz zu schlagen versteht wie die Sidonier.
/1Köni5/21/1Köni Und es geschah, als Hiram die Worte Salomos hörte, da freute er sich sehr; und er sprach: Gepriesen sei heute der HERR, der David einen weisen Sohn [als Herrscher] über dieses
große Volk gegeben hat. /1Köni5/22/1Köni Und Hiram sandte zu Salomo und ließ [ihm sagen]: Ich habe [die Botschaft] gehört, die du mir gesandt hast; ich werde deinen Wunsch nach Zedernholz und
nach Wacholderholz ganz erfüllen. /1Köni5/23/1Köni Meine Knechte sollen es vom Libanon ans Meer hinabbringen; ich werde dann auf dem Meer Flöße daraus machen [und sie] bis an den Ort [bringen
lassen], den du mir angeben wirst, und dort will ich sie auseinandernehmen lassen. Und du kannst es [dort dann] abholen lassen. Du sollst aber meinen Wunsch erfüllen, Lebensmittel für mein Haus
zu liefern. /1Köni5/24/1Köni So lieferte Hiram dem Salomo Zedernholz und Wacholderholz ganz nach seinem Wunsch. /1Köni5/25/1Köni Salomo aber lieferte Hiram 20 000 Kor Weizen als Verpflegung für
sein Haus und zwanzig Kor reines Öl. Das lieferte Salomo dem Hiram Jahr für Jahr. /1Köni5/26/1Köni Und der HERR gab Salomo Weisheit, wie er ihm zugesagt hatte. Und es war Friede zwischen Hiram
und Salomo, und sie schlossen einen Bund miteinander.
/1Köni5/27/1Köni Und der König Salomo hob aus ganz Israel Zwangsarbeiter aus, und die [Zahl der] Zwangsarbeiter betrug 30 000 Mann. /1Köni5/28/1Köni Er schickte sie auf den Libanon, abwechselnd
10 000 [Mann] im Monat. Einen Monat waren sie auf dem Libanon, zwei Monate in ihrem Haus; und Hadoniram war [Aufseher] über die Zwangsarbeit. /1Köni5/29/1Köni Und Salomo hatte 70 000 Lastträger
und 80 000 Steinhauer im Gebirge, /1Köni5/30/1Köni abgesehen von den Obersten der Vögte Salomos, die über die Arbeit [eingesetzt] waren, 3 300, die das Volk beaufsichtigten, das mit der Arbeit
beschäftigt war. /1Köni5/31/1Köni Und der König ordnete an, dass man große Steine breche, wertvolle Steine, um die Grundmauern des Hauses mit Quadern zu legen. /1Köni5/32/1Köni Und die Bauleute
Salomos und die Bauleute Hirams und die Gebaliter hieben sie zurecht und richteten das Holz und die Steine zum Bau des Hauses zu.
Salomos Tempelbau.
V. 1-38: 2Chr 3; V. 1-20: Hes 41,1-26.
\6\
/1Köni6/1/1Köni Und es geschah im 480. Jahr nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, im vierten Jahr der Regierung Salomos über Israel, im Monat Siw, das ist der zweite Monat, da
baute er das Haus für den HERRN. /1Köni6/2/1Köni Und das Haus, das der König Salomo für den HERRN baute: sechzig Ellen [betrug] seine Länge und zwanzig [Ellen] seine Breite und dreißig Ellen
seine Höhe. /1Köni6/3/1Köni Und die Vorhalle vor dem Tempelraum des Hauses: zwanzig Ellen war ihre Länge vor der Breite des Hauses her; zehn Ellen war ihre Breite, in der Längsrichtung des Hauses
[gemessen]. /1Köni6/4/1Köni Und er machte für das Haus Fenster mit Rahmen und Gitterwerk. /1Köni6/5/1Köni Und er baute an der Wand des Hauses einen Anbau ringsumher, an den Wänden des Hauses
rings um den Tempelraum und den Hinterraum; und er machte Seiten[stockwerke] ringsumher. /1Köni6/6/1Köni Der untere Anbau: fünf Ellen [betrug] seine Breite; und der mittlere: sechs Ellen seine
Breite; und der dritte: sieben Ellen seine Breite. Denn er hatte dem Haus ringsum nach außen zu Absätze gegeben, um nicht in die Wände des Hauses einzugreifen. /1Köni6/7/1Köni Und als das Haus
gebaut wurde, wurde es aus Steinen erbaut, die vom Steinbruch her unbehauen waren. Hammer und Meißel [oder] irgendein [anderes] eisernes Werkzeug waren im Haus nicht zu hören, als es erbaut
wurde. /1Köni6/8/1Köni Der Eingang zum mittleren Seiten[stockwerk] war an der rechten Seite des Hauses; und mit [Hilfe von] Wendeltreppen stieg man zum mittleren und vom mittleren zum dritten
hinauf. /1Köni6/9/1Köni Und er baute das Haus und vollendete es, und er deckte das Haus mit Balken und Bohlenreihen aus Zedern. /1Köni6/10/1Köni Und er baute den Anbau am ganzen Haus - fünf Ellen
[betrug jeweils] seine Höhe - und faßte so das Haus mit Zedernbalken ein.
/1Köni6/11/1Köni Und das Wort des HERRN geschah zu Salomo, indem er sprach: /1Köni6/12/1Köni [Was] dieses Haus [betrifft], das du baust [,so sollst du wissen]: Wenn du in meinen Ordnungen lebst
und meine Rechtsbestimmungen tust und alle meine Gebote bewahrst, dass du in ihnen lebst, dann werde ich dir mein Wort aufrechterhalten, das ich zu deinem Vater David geredet habe.
/1Köni6/13/1Köni Und ich werde mitten unter den Söhnen Israel wohnen und werde mein Volk Israel nicht verlassen.
/1Köni6/14/1Köni Und Salomo baute das Haus und vollendete es. /1Köni6/15/1Köni Und er verkleidete die Wände des Hauses innen mit Zedernbrettern; vom Fußboden des Hauses bis an die Balken der
Decke belegte er sie innen mit Holz; und er belegte den Fußboden des Hauses mit Wacholderbrettern. /1Köni6/16/1Köni Und er baute [einen Abschnitt] von zwanzig Ellen von der Rückseite des Hauses
her mit Zedernbrettern vom Fußboden bis an die [Decken]balken. So baute er [diesen Abschnitt] für das Haus innen zum Hinterraum aus, zum Allerheiligsten. /1Köni6/17/1Köni Vierzig Ellen [lang] war
das Haus, das ist der Tempelraum vor dem Hinterraum. /1Köni6/18/1Köni Und Zedernholz war innen am Haus, Schnitzwerk von Koloquinten[blättern] und Blumengewinden. Alles war Zedernholz, kein Stein
war zu sehen. /1Köni6/19/1Köni Den Hinterraum richtete er im Innersten des Hauses her, um die Lade des Bundes des HERRN dort hinzustellen. /1Köni6/20/1Köni Und der Hinterraum war zwanzig Ellen
lang und zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch. Und er überzog ihn mit gediegenem Gold. Auch den Zedernholz-Altar überzog er [damit]. /1Köni6/21/1Köni Und Salomo überzog das Haus innen mit
gediegenem Gold und zog goldene Ketten vor dem Hinterraum entlang und überzog ihn mit Gold. /1Köni6/22/1Köni Das ganze Haus überzog er mit Gold, das ganze Haus vollständig. Auch den ganzen Altar,
der zum Hinterraum gehörte, überzog er mit Gold.
/1Köni6/23/1Köni Und er machte im Hinterraum zwei Cherubim aus Ölbaumholz, zehn Ellen ihre Höhe. /1Köni6/24/1Köni Fünf Ellen [maß] der eine Flügel des Cherubs und fünf Ellen der andere Flügel des
Cherubs: zehn Ellen von dem einen Ende seiner Flügel bis zu dem andern Ende seiner Flügel. /1Köni6/25/1Köni Zehn Ellen [maß] auch der andere Cherub: beide Cherubim hatten ein [und dasselbe] Maß
und ein [und dieselbe] Gestalt. /1Köni6/26/1Köni Die Höhe des einen Cherubs [betrug] zehn Ellen und ebenso [die] des andern Cherubs. /1Köni6/27/1Köni Und er stellte die Cherubim in die Mitte des
inneren Hauses; und die Cherubim breiteten die Flügel aus, so dass der Flügel des einen [Cherubs] die [eine] Wand berührte und der Flügel des andern Cherubs die andere Wand berührte; ihre Flügel
zur Mitte des Hauses hin aber berührten sich gegenseitig, Flügel an Flügel. /1Köni6/28/1Köni Und er überzog die Cherubim mit Gold.
/1Köni6/29/1Köni Und alle Wände des Hauses ringsum schnitzte er aus mit Schnitzwerkreliefs von Cherubim und Palmen[ornamenten] und Blumengewinden im Inneren und im Äußeren. /1Köni6/30/1Köni Und
den Fußboden des Hauses überzog er mit Gold, im Inneren und im Äußeren. /1Köni6/31/1Köni Und für den Eingang zum Hinterraum machte er Türflügel aus Ölbaumholz; die Einfassung [bildete] einen
fünffach gestaffelten Türrahmen. /1Köni6/32/1Köni Und in die beiden Türflügel aus Ölbaumholz, auf ihnen schnitzte er Schnitzwerk von Cherubim und Palmen[ornamenten] und Blumengewinden und überzog
sie mit Gold, und auf die Cherubim und auf die Palmen[ornamente] ließ er das Gold aufhämmern. /1Köni6/33/1Köni Und ebenso machte er für den Eingang zum Tempelraum Türrahmen aus Ölbaumholz und
[machte] vierfach gestaffelte Türrahmen /1Köni6/34/1Köni und zwei Türen aus Wacholderholz; die beiden Türflügel der einen Tür waren [bis an die Wand] drehbar, und die beiden Türflügel der anderen
Tür waren [bis an die Wand] drehbar. /1Köni6/35/1Köni Und er schnitzte Cherubim und Palmen[ornamente] und Blumengewinde ein und überzog sie mit Gold, das dem Eingeritzten genau angepaßt
war.
/1Köni6/36/1Köni Und er baute den inneren Vorhof aus drei Lagen Quadern und aus einer Lage Zedernbalken.
/1Köni6/37/1Köni Im vierten Jahr wurde die Grundmauer des Hauses des HERRN gelegt, im Monat Siw; /1Köni6/38/1Köni und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus
vollendet, nach all seinen Teilen und nach all seinen Erfordernissen; so hatte er sieben Jahre daran gebaut.
Salomos Paläste.
\7\
/1Köni7/1/1Köni Und an seinem [eigenen] Haus baute Salomo dreizehn Jahre, und er vollendete sein ganzes Haus.
/1Köni7/2/1Köni Und er baute das Libanonwaldhaus; hundert Ellen [betrug] seine Länge, fünfzig Ellen seine Breite und dreißig Ellen seine Höhe; auf vier Reihen von Zedernsäulen [stand es], und
Zedernbalken [lagen] auf den Säulen. /1Köni7/3/1Köni Und es war mit Zedernholz gedeckt oben über den Tragbalken, die auf den Säulen waren, fünfundvierzig, [jeweils] fünfzehn in einer Reihe.
/1Köni7/4/1Köni Und [Fenster]rahmen in drei Reihen, Fenster gegenüber Fenster, dreimal. /1Köni7/5/1Köni Und alle Türen und Fenster waren viereckig [und mit einem] Rahmen [versehen] und Fenster
gegenüber Fenster, dreimal. /1Köni7/6/1Köni Er machte auch die Säulenvorhalle - fünfzig Ellen [betrug] ihre Länge und dreißig Ellen ihre Breite - und [noch] eine Halle vor dieser mit Säulen und
einem Aufgang vor ihnen. /1Köni7/7/1Köni Und er machte die Thronvorhalle, wo er Gericht hielt, die Gerichtsvorhalle. Sie war mit Zedernholz gedeckt, von Boden zu Boden. /1Köni7/8/1Köni Und sein
Haus, in dem er wohnte, [im] anderen Hof einwärts von der Vorhalle war von derselben Bauart. Und Salomo baute [auch] für die Tochter des Pharao, die er [zur Frau] genommen hatte, ein Haus wie
diese Vorhalle.
/1Köni7/9/1Köni Das alles war aus wertvollen Steinen, im Maß von Quadern von innen und von außen mit der Säge gesägt, und zwar vom Fundament bis zum Gesims und von außen bis zum großen Hof.
/1Köni7/10/1Köni Und das Fundament [bestand] aus wertvollen Steinen, aus großen Steinen, Steinen von zehn Ellen und Steinen von acht Ellen. /1Köni7/11/1Köni Und darüber [lagen] wertvolle Steine,
Steine nach Maßen von Quadern, und Zedernholz. /1Köni7/12/1Köni Und der große Hof ringsum [hatte] drei Lagen Quader und eine Lage Zedernbalken, und zwar dem inneren Hof des Hauses des HERRN
entsprechend und entsprechend der Vorhalle des Hauses.
Tempelausstattung.
/1Köni7/13/1Köni Und der König Salomo sandte hin und ließ Hiram von Tyrus holen. /1Köni7/14/1Köni Der war der Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naftali, sein Vater aber war ein Tyrer, ein
Bronzeschmied. Er war voller Weisheit und Einsicht und Kenntnis, um jegliche Arbeit in Bronze auszuführen. Und er kam zu dem König Salomo und führte [ihm] alle seine Arbeit aus.
V. 15-22: 2Chr 3,15-17; 4,12.13.
/1Köni7/15/1Köni Und er formte die beiden Säulen aus Bronze: achtzehn Ellen [betrug] die Höhe der einen Säule, und ein Faden von zwölf Ellen umspannte sie; ihre [Wand]stärke war vier
Finger[breit, und innen war sie] hohl; ebenso war die andere Säule. /1Köni7/16/1Köni Und er machte zwei Kapitelle, aus Bronze gegossen, um sie oben auf die Säulen zu setzen: fünf Ellen die Höhe
des einen Kapitells und fünf Ellen die Höhe des anderen Kapitells. /1Köni7/17/1Köni Geflecht in Flechtwerk, Schnüre in Kettenwerk waren an den Kapitellen, die oben auf den Säulen waren: sieben
für das eine Kapitell und sieben für das andere Kapitell. /1Köni7/18/1Köni Und er machte die Granatäpfel, und zwar zwei Reihen ringsherum auf dem einen Geflecht zur Bedeckung der Kapitelle, die
oben auf den Säulen waren; und ebenso machte er es für das andere Kapitell. /1Köni7/19/1Köni Und die Kapitelle, die oben auf den Säulen waren, sie alle waren in Lilienarbeit, vier Ellen [hoch].
/1Köni7/20/1Köni Und Kapitelle waren auf den beiden Säulen auch oben darüber, dicht bei der Ausbuchtung, die hinter dem Geflecht war. Und zweihundert Granatäpfel waren in Reihen ringsum auf dem
[einen Kapitell und ebenso auf dem] anderen Kapitell. /1Köni7/21/1Köni Und er stellte die Säulen an der Vorhalle des Tempelraums auf. Er stellte die rechte Säule auf und gab ihr den Namen Jachin,
und er stellte die linke Säule auf und gab ihr den Namen Boas. /1Köni7/22/1Köni Und oben auf den Säulen war Lilienarbeit. So wurde das Werk der Säulen vollendet.
V. 23-39: 2Chr 4,2-6; vgl. 2Mo 30,17-21.
/1Köni7/23/1Köni Und er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem [einen] Rand bis zu seinem [anderen] Rand, ringsum rund und fünf Ellen seine Höhe; und eine Meßschnur von dreißig Ellen
umspannte es ringsherum. /1Köni7/24/1Köni Unterhalb seines Randes umgaben es ringsum Koloquinten[blätter], dreißig Ellen lang, das Meer ringsum einschließend. In zwei Reihen waren die Koloquinten
bei seinem Guß [mit]gegossen worden. /1Köni7/25/1Köni Es stand auf zwölf Rindern: drei waren nach Norden gewandt, drei waren nach Westen gewandt, drei waren nach Süden gewandt, und drei waren
nach Osten gewandt; und das Meer [stand] oben auf ihnen, und ihre Hinterteile waren alle nach innen [gekehrt]. /1Köni7/26/1Köni Seine Dicke war eine Handbreit und sein Rand wie der Rand eines
Bechers gearbeitet, als Lilienblüte; es faßte zweitausend Bat.
/1Köni7/27/1Köni Und er machte die zehn Gestelle aus Bronze: vier Ellen [betrug] die Länge eines Gestells und vier Ellen seine Breite und drei Ellen seine Höhe. /1Köni7/28/1Köni Und dies war die
Bauart der Gestelle: Sie hatten [Schluß]leisten und [außerdem] Leisten zwischen den Sprossen; /1Köni7/29/1Köni und auf den Leisten, die zwischen den Sprossen waren, [befanden sich] Löwen, Rinder
und Cherubim und auf den Sprossen ebenso; [und] oberhalb und unterhalb der Löwen und der Rinder waren Kränze in gehämmerter Arbeit. /1Köni7/30/1Köni Jedes Gestell hatte vier bronzene Räder und
bronzene Achsen, und seine vier Füße hatten Seitenstücke; unterhalb der Kessel waren die Seitenstücke angegossen; einem jeden gegenüber [waren] Kränze. /1Köni7/31/1Köni Seine Öffnung war
innerhalb der Seitenstücke und [ragte] eine Elle darüber hinaus, und ihre Öffnung war rund, in Gestalt eines Untersatzes, eine Elle und eine halbe Elle; und auch an ihrer Öffnung war Schnitzwerk.
Und ihre Leisten waren viereckig, nicht rund. /1Köni7/32/1Köni Die vier Räder [befanden sich] unterhalb der Leisten; und die Halter der Räder waren am Gestell; und die Höhe eines Rades [betrug]
eine Elle und eine halbe Elle; /1Köni7/33/1Köni und die Bauart der Räder war wie die Bauart eines Wagenrades; ihre Halter und ihre Felgen und ihre Speichen und ihre Naben, das alles war gegossen.
/1Köni7/34/1Köni Und vier Seitenstücke waren an den vier Ecken des einzelnen Gestells: Aus [einem Stück mit] dem Gestell waren seine Seitenstücke. /1Köni7/35/1Köni Und oben auf dem Gestell war
ein [Untersatz], eine halbe Elle hoch, rund ringsherum; und oben auf dem Gestell waren seine Halter und seine Leisten aus [einem Stück mit] ihm. /1Köni7/36/1Köni Und er gravierte auf den
[Seiten]platten, [auf] seinen Haltern und auf seinen Feldern Cherubim, Löwen und Palmen ein nach der freien Fläche eines jeden und Kränze ringsum. /1Köni7/37/1Köni In dieser Weise machte er die
zehn Gestelle: einen Guß, ein Maß, einen Zuschnitt hatten sie alle.
/1Köni7/38/1Köni Und er machte zehn Kessel aus Bronze. Vierzig Bat faßte der einzelne Kessel; vier Ellen war der einzelne Kessel [weit]; je ein Kessel [kam] auf je ein Gestell von den zehn
Gestellen. /1Köni7/39/1Köni Und er stellte die Gestelle auf: fünf auf die rechte Seite des Hauses und fünf auf die linke Seite des Hauses. Und das Meer stellte er an der rechten Seite des Hauses
auf, ostwärts, in Richtung Süden.
/1Köni7/40/1Köni Und Hiram machte die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. Und so vollendete Hiram die Arbeit an dem ganzen Werk, das er dem König Salomo für das Haus des HERRN
ausführte: /1Köni7/41/1Köni zwei Säulen und die kugelförmigen Kapitelle, die oben auf den beiden Säulen waren; und die beiden Geflechte, um die beiden kugelförmigen Kapitelle, die oben auf den
Säulen waren, zu bedecken; /1Köni7/42/1Köni und die vierhundert Granatäpfel für die beiden Geflechte: zwei Reihen Granatäpfel für das einzelne Geflecht, um die beiden kugelförmigen Kapitelle, die
auf der Oberseite der Säulen waren, zu bedecken; /1Köni7/43/1Köni und die zehn Gestelle und die zehn Kessel auf den Gestellen; /1Köni7/44/1Köni das eine Meer und die zwölf Rinder unter dem Meer;
/1Köni7/45/1Köni und die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. Alle diese Geräte, die Hiram dem König Salomo für das Haus des HERRN machte, waren aus blanker Bronze. /1Köni7/46/1Köni In
der Jordanebene ließ der König sie gießen in der Erdgießerei zwischen Sukkot und Zaretan. /1Köni7/47/1Köni Und Salomo ließ alle Geräte ungewogen wegen der sehr, sehr großen Menge. Das Gewicht der
Bronze war nicht feststellbar.
/1Köni7/48/1Köni Und Salomo machte alle die Geräte, die das Haus des HERRN [braucht]: den goldenen Altar; und den goldenen Tisch, auf dem die Schaubrote [liegen]; /1Köni7/49/1Köni und die
Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem Hinterraum, aus gediegenem Gold; und die Blüten, die Lampen und die Dochtscheren aus Gold; /1Köni7/50/1Köni und die Becken und die Messer,
die Sprengschalen, die Schalen und die Feuerbecken aus gediegenem Gold; und die Angeln an den Türflügeln des inneren Hauses, des Allerheiligsten, [und] an den Türflügeln des Hauses, des
Tempelraums, aus Gold.
/1Köni7/51/1Köni So wurde das ganze Werk, das der König Salomo ausführte, das Haus des HERRN, vollendet. Und Salomo brachte die heiligen Gaben seines Vaters David hinein. Das Silber und das Gold
und die Geräte legte er in die Schatzkammern des Hauses des HERRN.
Tempelweihe - Salomos Ansprache, Gebet und Festopfer.
V. 8-11: 2Chr 5,2-14.
\8\
/1Köni8/1/1Köni Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel [und] alle Oberhäupter der Stämme, die Fürsten der Geschlechter der Söhne Israel, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Lade
des Bundes des HERRN heraufzuholen aus der Stadt Davids, das ist Zion. /1Köni8/2/1Köni Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König Salomo im Monat Etanim, das ist der siebte Monat, am
Fest. /1Köni8/3/1Köni Alle Ältesten von Israel kamen, und die Priester trugen die Lade /1Köni8/4/1Köni und brachten die Lade des HERRN hinauf, dazu das Zelt der Begegnung und alle heiligen
Geräte, die im Zelt waren; die Priester und die Leviten brachten sie hinauf. /1Köni8/5/1Köni Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm eingefunden hatte [und] mit ihm
vor der Lade [stand], opferten Schafe und Rinder, die vor Menge nicht berechnet und nicht gezählt werden konnten. /1Köni8/6/1Köni Und die Priester brachten die Lade des Bundes des HERRN an ihren
Platz in den Hinterraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim; /1Köni8/7/1Köni denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Platz der Lade, und die Cherubim
beschirmten die Lade und ihre Stangen von oben her. /1Köni8/8/1Köni Und die Stangen waren so lang, dass die Enden der Stangen [nur] vom Heiligen aus, vor dem Hinterraum, zu sehen waren; aber nach
außen waren sie nicht sichtbar. Und sie sind dort bis zum heutigen Tag. /1Köni8/9/1Köni Nichts war in der Lade als nur die beiden steinernen Tafeln, die Mose am Horeb dort hineingelegt hatte, als
der HERR mit den Söhnen Israel [einen Bund] schloß, als sie aus dem Land Ägypten zogen.
/1Köni8/10/1Köni Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des HERRN; /1Köni8/11/1Köni und die Priester konnten wegen der Wolke nicht
hinzutreten, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.
V. 12-21: 2Chr 6,1-11.
/1Köni8/12/1Köni Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, dass er im Dunkel wohnen will. /1Köni8/13/1Köni Gebaut, ja gebaut habe ich ein fürstliches Haus für dich, eine Stätte, wo du thronen
sollst für Ewigkeiten. /1Köni8/14/1Köni Darauf wandte der König sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels, wobei die ganze Versammlung Israels dastand; /1Köni8/15/1Köni und er
sagte: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der mit seinem Mund zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand erfüllt hat, [was er verheißen hatte,] als er sprach: /1Köni8/16/1Köni Von
dem Tag an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich aus allen Stämmen Israels keine Stadt erwählt, um [darin] ein Haus zu bauen, damit mein Name dort sei; aber ich habe David
erwählt, dass er [König] über mein Volk Israel sei. /1Köni8/17/1Köni Nun lag es meinem Vater David am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. /1Köni8/18/1Köni Doch der
HERR sprach zu meinem Vater David: Dass dir [das] am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, [daran] hast du gut getan, dass dir [das] am Herzen lag. /1Köni8/19/1Köni Jedoch wirst du selbst
das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommt, der wird meinem Namen das Haus bauen. /1Köni8/20/1Köni Und der HERR hat sein Wort aufrechterhalten, das er geredet hat.
So bin ich denn an die Stelle meines Vaters David getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie der HERR zugesagt hat, und habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus
gebaut; /1Köni8/21/1Köni und ich habe dort einen Platz für die Lade hergerichtet, in der der Bund des HERRN ist, den er mit unseren Vätern geschlossen hat, als er sie aus dem Land Ägypten
herausführte.
V. 22-61: 2Chr 6,12-42.
/1Köni8/22/1Köni Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Versammlung Israels und breitete seine Hände zum Himmel aus. /1Köni8/23/1Köni Und er sprach: HERR, Gott Israels!
Kein Gott ist dir gleich im Himmel oben und auf der Erde unten, der du den Bund und die Gnade deinen Knechten bewahrst, die vor dir leben mit ihrem ganzen Herzen; /1Köni8/24/1Köni der du deinem
Knecht, meinem Vater David, gehalten hast, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es am heutigen Tag ist. /1Köni8/25/1Köni Und
nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast, als du sprachst: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels
sitzt, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achten, dass sie vor mir leben, wie du vor mir gelebt hast. /1Köni8/26/1Köni Und nun, Gott Israels, mögen sich doch deine Worte als zuverlässig erweisen,
die du zu deinem Knecht, meinem Vater David, geredet hast! - /1Köni8/27/1Köni Ja, sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen;
wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! /1Köni8/28/1Köni Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, dass du hörst auf das Rufen und auf das
Gebet, das dein Knecht heute vor dir betet, /1Köni8/29/1Köni dass deine Augen Nacht und Tag geöffnet seien über dieses Haus hin, über die Stätte, von der du gesagt hast: Mein Name soll dort sein,
dass du hörst auf das Gebet, das dein Knecht zu dieser Stätte hin betet. /1Köni8/30/1Köni Und höre auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu dieser Stätte hin richten
werden. Du selbst mögest es hören an der Stätte, wo du thronst, im Himmel, ja, höre und vergib!
/1Köni8/31/1Köni Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt und der einen Fluch auf ihn legt, um ihn unter einen Fluch zu stellen, und er kommt [und] spricht den Fluch aus vor deinem Altar in
diesem Haus, /1Köni8/32/1Köni dann höre du es im Himmel und handle und richte deine Knechte, indem du den Schuldigen schuldig sprichst, um seinen Weg auf sein Haupt zu bringen, und indem du den
Gerechten gerecht sprichst, um ihm nach seiner Gerechtigkeit zu geben!
/1Köni8/33/1Köni Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren zu dir um und preisen deinen Namen und beten und flehen zu dir [um Gnade]
in diesem Haus, /1Köni8/34/1Köni dann höre du es im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel; und bring sie in das Land zurück, das du ihren Vätern gegeben hast!
/1Köni8/35/1Köni Bleibt der Himmel verschlossen, so dass es keinen Regen gibt, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie beten zu dieser Stätte hin und preisen deinen Namen und kehren um von
ihrer Sünde, weil du sie demütigst, /1Köni8/36/1Köni dann höre du es im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel - denn du zeigst ihnen den guten Weg, auf dem sie gehen
sollen - und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbteil gegeben hast!
/1Köni8/37/1Köni Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn eine Pest ausbricht, wenn es Getreidebrand, Vergilben [des Getreides], Heuschrecken [oder] Hundsfliegen gibt, wenn sein Feind es im
Land seiner Tore belagert, [wenn es also] irgendeine Plage, irgendeine Krankheit [gibt /1Köni8/38/1Köni und dann] irgendein Gebet, irgendein Flehen [aufsteigt], was von irgendeinem Menschen
[oder] von deinem ganzen Volk Israel geschehen mag - [je nachdem], was einer als Plage seines Herzens erkennt -, und er zu diesem Haus hin seine Hände ausbreitet, /1Köni8/39/1Köni dann höre du es
im Himmel, der Stätte, wo du thronst, und vergib und handle und gib jedem nach all seinen Wegen, da du sein Herz kennst - denn du, du allein kennst das Herz aller Menschenkinder -,
/1Köni8/40/1Köni damit sie dich fürchten all die Tage, die sie in dem Land leben, das du unsern Vätern gegeben hast!
/1Köni8/41/1Köni Und auch auf den Ausländer, der nicht von deinem Volk Israel ist, aber um deines Namens willen aus fernem Land kommt - /1Köni8/42/1Köni denn sie werden von deinem großen Namen
hören und von deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm -, wenn er nun kommt und betet zu diesem Haus hin, /1Köni8/43/1Köni [dann] höre du es im Himmel, der Stätte, wo du thronst, und
handle nach allem, worum der Ausländer zu dir ruft, damit alle Völker der Erde deinen Namen erkennen, damit sie dich fürchten wie dein Volk Israel und damit sie erkennen, dass dein Name
ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe!
/1Köni8/44/1Köni Wenn dein Volk zum Krieg gegen seinen Feind auszieht auf dem Weg, den du sie sendest, und [wenn] sie [dann] zum HERRN beten in Richtung auf die Stadt, die du erwählt hast, und
[auf] das Haus, das ich deinem Namen gebaut habe, /1Köni8/45/1Köni dann höre im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe [ihnen] ihr Recht!
/1Köni8/46/1Köni Wenn sie gegen dich sündigen - denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt - und du über sie erzürnst und sie vor dem Feind dahingibst und ihre Bezwinger sie gefangen
wegführen in das Land des Feindes, [in] ein fernes oder ein nahes, /1Köni8/47/1Köni und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, wohin sie gefangen weggeführt worden sind, und kehren um und
flehen zu dir im Land ihrer Bezwinger, indem sie sagen: Wir haben gesündigt und haben uns schuldig gemacht, wir haben gottlos gehandelt; /1Köni8/48/1Köni und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen
Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie gefangen weggeführt haben, und sie beten zu dir in Richtung auf ihr Land, das du ihren Vätern gegeben hast, [auf] die Stadt, die du
erwählt hast, und [auf] das Haus, das ich deinem Namen gebaut habe, /1Köni8/49/1Köni dann höre im Himmel, der Stätte, wo du thronst, ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe [ihnen] ihr Recht!
/1Köni8/50/1Köni Und vergib deinem Volk, worin sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Vergehen, mit denen sie sich gegen dich vergangen haben; und laß sie Erbarmen finden vor ihren
Bezwingern, dass die sich über sie erbarmen! /1Köni8/51/1Köni Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du aus Ägypten, mitten aus dem Eisenschmelzofen, herausgeführt hast.
/1Köni8/52/1Köni So laß deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du auf sie hörst, sooft sie zu dir rufen! /1Köni8/53/1Köni Denn du, du
hast sie für dich zum Erbteil ausgesondert aus allen Völkern der Erde, so wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten herausführtest, Herr, HERR!
V. 54-66: 2Chr 7,1-10.
/1Köni8/54/1Köni Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen zu dem HERRN zu Ende gebetet hatte, stand er auf von [der Stelle] vor dem Altar des HERRN, wo er auf den Knien gelegen
hatte, seine Hände zum Himmel ausgebreitet. /1Köni8/55/1Köni Und er trat hin und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme und sprach: /1Köni8/56/1Köni Gepriesen sei der HERR, der
seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, nach allem, was er geredet hat! Nicht ein einziges Wort ist dahingefallen von all seinen guten Worten, die er durch seinen Knecht Mose geredet hat.
/1Köni8/57/1Köni Der HERR, unser Gott, sei mit uns, so wie er mit unseren Vätern gewesen ist. Er verlasse uns nicht und verstoße uns nicht, /1Köni8/58/1Köni um so unser Herz zu ihm zu neigen,
damit wir auf all seinen Wegen gehen und seine Gebote und seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen einhalten, die er unseren Vätern geboten hat! /1Köni8/59/1Köni Möchten diese meine Worte,
mit denen ich vor dem HERRN um Gnade gefleht habe, dem HERRN, unserm Gott, nahe sein, Tag und Nacht, dass er das Recht seines Knechtes und das Recht seines Volkes Israel ausführe - die Sache
eines [jeden] Tages an ihrem Tag -, /1Köni8/60/1Köni damit alle Völker der Erde erkennen, dass der HERR Gott ist und sonst keiner! /1Köni8/61/1Köni Und euer Herz sei ungeteilt mit dem HERRN,
unserem Gott, in seinen Ordnungen zu leben und seine Gebote zu halten, wie es am heutigen Tag ist!
/1Köni8/62/1Köni Und der König und ganz Israel mit ihm brachten vor dem HERRN Schlachtopfer dar. /1Köni8/63/1Köni Und Salomo schlachtete als Heilsopfer, das er dem HERRN darbrachte, 22 000 Rinder
und 120 000 Schafe. So weihten der König und alle Söhne Israel das Haus des HERRN ein. /1Köni8/64/1Köni An jenem Tag heiligte der König die Mitte des Vorhofes, der vor dem Haus des HERRN [lag];
denn dort bereitete er das Brandopfer zu und das Speisopfer und die Fettstücke der Heilsopfer; denn der bronzene Altar, der vor dem HERRN [stand], war zu klein, um das Brandopfer und das
Speisopfer und die Fettstücke der Heilsopfer zu fassen.
/1Köni8/65/1Köni Und Salomo veranstaltete zu jener Zeit das Fest und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung, von da, wo man nach Hamat hineinkommt, bis an den Bach Ägyptens, vor dem HERRN,
unserm Gott, sieben Tage lang und [weitere] sieben Tage, [zusammen] vierzehn Tage. /1Köni8/66/1Köni Am achten Tag entließ er das Volk. Und sie segneten den König und gingen zu ihren Zelten,
fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der HERR seinem Knecht David und seinem Volk Israel erwiesen hatte. Gottes Antwort auf Salomos Gebet.
2Chr 7,11-22.
\9\
/1Köni9/1/1Köni Und es geschah, als Salomo den Bau des Hauses des HERRN und des Hauses des Königs vollendet hatte, dazu alles, was Salomo gefiel, [alles,] was er auszuführen wünschte,
/1Köni9/2/1Köni da erschien der HERR dem Salomo zum zweiten Mal, wie er ihm in Gibeon erschienen war. /1Köni9/3/1Köni Und der HERR sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen gehört, das
du vor mir gefleht hast. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, geheiligt, um meinen Namen dort niederzulegen für ewig; und meine Augen und mein Herz sollen allezeit dort [gegenwärtig] sein.
/1Köni9/4/1Köni Und du, wenn du vor mir lebst, ebenso wie dein Vater David gelebt hat in Lauterkeit des Herzens und in Aufrichtigkeit, indem du nach allem handelst, was ich dir geboten habe, und
[wenn] du meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen einhältst, /1Köni9/5/1Köni dann werde ich den Thron deines Königtums über Israel festigen für ewig, so wie ich über deinen Vater David
geredet habe, als ich sprach: Es soll dir nicht an einem Mann auf dem Thron Israels fehlen. /1Köni9/6/1Köni Wenn ihr euch aber von mir abwendet, ihr und eure Kinder, und meine Gebote [und] meine
Ordnungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht einhaltet, sondern hingeht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft, /1Köni9/7/1Köni dann werde ich Israel ausrotten aus dem Land,
das ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegstoßen. So wird Israel zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern
werden. /1Köni9/8/1Köni Und dieses Haus wird eine Trümmerstätte werden; jeder, der an ihm vorübergeht, wird sich entsetzen und pfeifen. Und man wird sagen: Warum hat der HERR an diesem Land und
an diesem Haus so gehandelt? /1Köni9/9/1Köni Dann wird man sagen: Weil sie den HERRN, ihren Gott, der ihre Väter aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, verlassen und sich an andere Götter
gehalten haben und sich vor ihnen niedergeworfen und ihnen gedient haben, darum hat der HERR all dieses Unheil über sie gebracht.
Salomos Gabe an Hiram - Salomos Zwangsarbeiter, Festungsbauten, Vorratsstädte und Schiffahrt.
2Chr 8.
/1Köni9/10/1Köni Und es geschah am Ende der zwanzig Jahre, in denen Salomo die beiden Häuser, das Haus des HERRN und das Haus des Königs, gebaut hatte - /1Köni9/11/1Köni Hiram, der König von
Tyrus, hatte Salomo unterstützt mit Zedernholz, mit Wacholderholz und mit Gold ganz nach seinem Wunsch -, damals gab der König Salomo dem Hiram zwanzig Städte im Land Galiläa. /1Köni9/12/1Köni
Und Hiram zog von Tyrus aus, um [sich] die Städte anzusehen, die Salomo ihm gegeben hatte; und sie waren nicht recht in seinen Augen. /1Köni9/13/1Köni Und er sagte: Was sind das für Städte, die
du mir gegeben hast, mein Bruder! Und er nannte sie `Land Kabul' [,und so heißen sie] bis zum heutigen Tag. /1Köni9/14/1Köni Hiram hatte nämlich dem König 120 Talente Gold gesandt.
/1Köni9/15/1Köni Und dies ist die Sache [mit] den Zwangsarbeitern, die der König Salomo aushob, um das Haus des HERRN zu bauen sowie sein [eigenes] Haus und den Millo und die Mauer von Jerusalem
und Hazor und Megiddo und Geser - /1Köni9/16/1Köni der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgezogen und hatte Geser eingenommen und es mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter, die in der Stadt
wohnten, erschlagen und hatte es seiner Tochter, der Frau des Salomo, als Mitgift gegeben! /1Köni9/17/1Köni Und Salomo baute Geser und das untere Bet-Horon /1Köni9/18/1Köni und Baalat und Tamar
in der Wüste im Land [Juda] /1Köni9/19/1Köni und alle Vorratsstädte, die Salomo hatte, und die Wagenstädte und die Pferdestädte und [alles,] was Salomo sonst noch zu bauen wünschte in Jerusalem
und auf dem Libanon und im ganzen Land seiner Herrschaft -: /1Köni9/20/1Köni alles Volk, das übriggeblieben war von den Amoritern, den Hetitern, den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern,
die nicht von den Söhnen Israel waren, /1Köni9/21/1Köni deren Söhne, die nach ihnen im Land übriggeblieben waren, weil die Söhne Israel an ihnen den Bann nicht hatten vollstrecken können, die hob
Salomo als Sklaven zur Zwangsarbeit [für seine Bauten] aus; [und so ist es] bis zum heutigen Tag. /1Köni9/22/1Köni Aber von den Söhnen Israel machte Salomo keine Sklaven, sondern sie waren
Kriegsleute und seine Knechte und seine Obersten und seine Wagenkämpfer und Oberste über seine Streitwagen und seine Pferde.
/1Köni9/23/1Köni Dies sind die Obersten der Vögte, die über die Bauarbeiten Salomos [gesetzt] waren: 550, die über das Volk herrschten, das mit der Arbeit beschäftigt war.
/1Köni9/24/1Köni Sobald die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids in ihr Haus hinaufgezogen war, das er für sie erbaut hatte, da baute er den Millo.
/1Köni9/25/1Köni Und Salomo opferte dreimal im Jahr Brandopfer und Heilsopfer auf dem Altar, den er für den HERRN gebaut hatte, und brachte Rauchopfer auf ihm dar, der vor dem HERRN [stand]. Und
er vollendete das Haus.
/1Köni9/26/1Köni Und der König Salomo baute eine Flotte in Ezjon-Geber, das bei Elat am Ufer des Schilfmeeres im Land Edom [liegt]. /1Köni9/27/1Köni Und Hiram schickte auf der Flotte seine
Knechte [mit], seekundige Schiffsleute [,die] mit den Knechten Salomos [fuhren]. /1Köni9/28/1Köni Und sie gelangten nach Ofir und holten von dort Gold, 420 Talente, und brachten [es] zum König
Salomo.
Die Königin von Saba bei Salomo.
2Chr 9,1-12.
\10\
/1Köni10/1/1Köni Und die Königin von Saba hörte von Salomos Ruf [und von dem Haus, das er gebaut hatte] für den Namen des HERRN. Da kam sie, um ihn mit Rätsel[fragen] zu prüfen. /1Köni10/2/1Köni
Und sie kam nach Jerusalem mit einem sehr zahlreichen Gefolge, mit Kamelen, die Balsamöle und Gold trugen in sehr großer Menge und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und redete zu ihm alles, was
in ihrem Herzen war. /1Köni10/3/1Köni Und Salomo beantwortete ihr all ihre Fragen. Nichts war vor dem König verborgen, das er ihr nicht hätte beantworten können. /1Köni10/4/1Köni Und als die
Königin von Saba all die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, /1Köni10/5/1Köni und die Speise [auf] seiner Tafel und die Sitzordnung seiner Knechte und die Aufwartung seiner
Diener und ihre Kleidung und seine Getränke und sein Brandopfer, das er im Haus des HERRN opferte, da geriet sie vor Staunen außer sich /1Köni10/6/1Köni und sagte zum König: Das Wort ist Wahrheit
gewesen, das ich in meinem Land über deine Taten und über deine Weisheit gehört habe! /1Köni10/7/1Köni Ich habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben.
Doch siehe, nicht die Hälfte ist mir berichtet worden! Du hast an Weisheit und Gütern die Kunde übertroffen, die ich gehört habe. /1Köni10/8/1Köni Glücklich sind deine Männer, glücklich diese
deine Knechte, die ständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören! /1Köni10/9/1Köni Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, dich auf den Thron Israels zu setzen! Weil
der HERR Israel ewig liebt, hat er dich als König eingesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst.
/1Köni10/10/1Köni Und sie gab dem König 120 Talente Gold und Balsamöle in sehr großer Menge und Edelsteine. Nie wieder kam so viel Balsamöl [ins Land] wie dieses, das die Königin von Saba dem
König Salomo gab. - /1Köni10/11/1Köni Auch die Flotte Hirams, die Gold aus Ofir holte, brachte aus Ofir Almuggim-Hölzer in sehr großer Menge und Edelsteine. /1Köni10/12/1Köni Und der König machte
von den Almuggim-Hölzern ein Geländer für das Haus des HERRN und für das Haus des Königs und Zithern und Harfen für die Sänger. Nie [mehr] kam so [viel] Almuggim-Holz [ins Land], noch wurde
[jemals wieder so viel] gesehen bis zum heutigen Tag. - /1Köni10/13/1Köni Der König Salomo aber gab der Königin von Saba alles, was sie sich wünschte, was sie erbeten hatte, abgesehen von dem,
was er ihr [schon] gegeben hatte nach der Freigebigkeit des Königs Salomo. Und sie wandte sich und zog in ihr Land, sie und ihre Knechte.
Salomos Reichtum.
V. 14-29: 2Chr 9,13-28.
/1Köni10/14/1Köni Und das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in einem einzigen Jahr einging, [betrug] 666 Talente Gold /1Köni10/15/1Köni außer dem, was von den Handelsleuten und dem Gewinn der
Händler und von allen Königen Arabiens und den Statthaltern des Landes [einging]. /1Köni10/16/1Köni Und der König Salomo machte zweihundert Langschilde aus legiertem Gold - [mit] sechshundert
[Schekel] Gold überzog er jeden Langschild - /1Köni10/17/1Köni und dreihundert Kleinschilde aus legiertem Gold, [mit] drei Minen Gold überzog er jeden Kleinschild. Und der König gab sie in das
Libanonwaldhaus. /1Köni10/18/1Köni Und der König machte einen großen Thron aus Elfenbein und überzog ihn mit reinem Gold. /1Köni10/19/1Köni Sechs Stufen hatte der Thron, und einen runden Kopf
hatte der Thron auf seiner Rückseite; und Armlehnen waren auf dieser und auf jener Seite am Sitzplatz, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen; /1Köni10/20/1Köni und zwölf Löwen standen da auf
den sechs Stufen, auf dieser und auf jener Seite. Niemals ist so [etwas] gemacht worden für irgendwelche [anderen] Königreiche. /1Köni10/21/1Köni Und alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus
Gold, und alle Geräte des Libanonwaldhauses waren aus gediegenem Gold. Silber galt in den Tagen Salomos überhaupt nichts. /1Köni10/221/1Köni Denn der König hatte Tarsis-Schiffe auf dem Meer, [die
fuhren] mit den Schiffen Hirams. Einmal in drei Jahren kamen die Tarsis-Schiffe, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pavianen.
/1Köni10/23/1Köni So war der König Salomo größer als alle Könige der Erde an Reichtum und an Weisheit. /1Köni10/24/1Köni Und die ganze Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu
hören, die Gott in sein Herz gegeben hatte. /1Köni10/25/1Köni Und sie brachten jeder sein Geschenk: Geräte aus Silber und Geräte aus Gold und Gewänder und Waffen und Balsamöle, Pferde und
Maultiere; so geschah es Jahr für Jahr.
V. 26-29: 2Chr 1,14-17.
/1Köni10/26/1Köni Und Salomo brachte Streitwagen und Pferde zusammen, und er hatte 1 400 Streitwagen und 12 000 Pferde; und er legte sie in die Wagenstädte und zu dem König nach Jerusalem.
/1Köni10/27/1Köni Und der König machte das Silber in Jerusalem [an Menge] den Steinen gleich, und die Zedern machte er an Menge den Maulbeerfeigenbäumen gleich, die in der Niederung [wachsen].
/1Köni10/28/1Köni Und die Ausfuhr der Pferde für Salomo [erfolgte] aus Ägypten und aus Koe. Die Aufkäufer des Königs holten [sie] aus Koe gegen Bezahlung. /1Köni10/29/1Köni Bei der Ausfuhr aus
Ägypten wurde ein Wagen für 600 [Schekel] Silber gehandelt und ein Pferd für 150. Und so führte man [sie] für alle Könige der Hetiter und für die Könige von Aram durch die Aufkäufer [wieder]
aus.
Salomos Vielweiberei und Götzendienst.
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/1Köni11/1/1Köni Der König Salomo aber liebte viele ausländische Frauen, und zwar neben der Tochter des Pharao moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische, hetitische, /1Köni11/2/1Köni von
den Nationen, von denen der HERR zu den Söhnen Israel gesagt hatte: Ihr sollt nicht zu ihnen eingehen, und sie sollen nicht zu euch eingehen; fürwahr, sie würden euer Herz ihren Göttern zuneigen!
An diesen hing Salomo mit Liebe. /1Köni11/3/1Köni Und er hatte siebenhundert vornehme Frauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten sein Herz. /1Köni11/4/1Köni Und es geschah zur
Zeit, als Salomo alt geworden war, da neigten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu. So war sein Herz nicht ungeteilt mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
/1Köni11/5/1Köni Und Salomo folgte der Astarte nach, der Göttin der Sidonier, und dem Milkom, dem Scheusal der Ammoniter. /1Köni11/6/1Köni Und Salomo tat, was böse war in den Augen des HERRN, und
er folgte dem HERRN nicht so treu nach wie sein Vater David. /1Köni11/7/1Köni Damals baute Salomo eine Höhe für Kemosch, das Scheusal der Moabiter, auf dem Berg, der Jerusalem gegenüber[liegt],
und für Moloch, das Scheusal der Söhne Ammon. /1Köni11/8/1Köni Ebenso machte er [es] für all seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern Rauchopfer und Schlachtopfer darbrachten.
/1Köni11/9/1Köni Da wurde der HERR zornig über Salomo, weil er sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war /1Köni11/10/1Köni und ihm in dieser Sache
geboten hatte, nicht anderen Göttern nachzufolgen. Aber er hatte nicht beachtet, was der HERR [ihm] geboten hatte. /1Köni11/11/1Köni Da sprach der HERR zu Salomo: Weil dir dies bewußt war und du
meinen Bund nicht beachtet hast und meine Ordnungen, die ich dir geboten habe, werde ich das Königreich ganz bestimmt von dir wegreißen und es einem Knecht von dir geben. /1Köni11/12/1Köni Doch
in deinen Tagen will ich es nicht tun um deines Vaters David willen, [sondern] aus der Hand deines Sohnes werde ich es reißen. /1Köni11/13/1Köni Doch will ich nicht das ganze Königreich
wegreißen: einen Stamm will ich deinem Sohn geben um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.
Salomos Widersacher und Tod.
/1Köni11/14/1Köni Und der HERR ließ Salomo einen Widersacher erstehen, den Edomiter Hadad; der war vom königlichen Geschlecht in Edom. /1Köni11/15/1Köni Es geschah nämlich, als David Edom
geschlagen hatte, als der Heeroberste Joab hinaufgezogen war, um die Erschlagenen [Israels] zu begraben, und er alles Männliche in Edom umbrachte - /1Köni11/16/1Köni denn sechs Monate waren Joab
und ganz Israel dort geblieben, bis er alles Männliche in Edom ausgerottet hatte -, /1Köni11/17/1Köni da floh Hadad, er und [einige] edomitische Männer von den Knechten seines Vaters mit ihm, um
nach Ägypten zu [ent]kommen; Hadad aber war [damals] ein sehr junger Mann. /1Köni11/18/1Köni Und sie machten sich aus Midian auf und kamen nach Paran und nahmen Männer aus Paran mit sich und
kamen nach Ägypten zum Pharao, dem König von Ägypten. Und er gab ihm ein Haus und wies ihm [sein] Brot zu und gab ihm Land. /1Köni11/19/1Köni Und Hadad fand reichlich Gunst in den Augen des
Pharao, und der gab ihm die Schwester seiner Frau, die Schwester der Königin Tachpenes, zur Frau. /1Köni11/20/1Köni Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn; und Tachpenes
entwöhnte ihn im Haus des Pharao. Und Genubat blieb im Haus des Pharao unter den Söhnen des Pharao. /1Köni11/21/1Köni Als aber Hadad in Ägypten hörte, dass David sich zu seinen Vätern gelegt
hatte und dass der Heeroberste Joab tot war, da sagte Hadad zum Pharao: Entlaß mich, dass ich in mein Land ziehe! /1Köni11/22/1Köni Und der Pharao sagte zu ihm: Was fehlt dir bei mir? Nun aber
suchst du in dein Land zu ziehen? Er jedoch sagte: Nicht doch - aber entlaß mich, bitte!
/1Köni11/23/1Köni Und Gott ließ Salomo [noch] einen Widersacher erstehen, [nämlich] Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn Hadad-Eser, dem König von Zoba, geflohen war. /1Köni11/24/1Köni
Der sammelte Männer um sich und wurde Oberster einer Räuberschar, als David die Aramäer umbrachte. Und sie zogen nach Damaskus und ließen sich darin nieder, und sie herrschten in Damaskus wie
Könige. /1Köni11/25/1Köni Und er war für Israel ein Widersacher alle Tage Salomos, und [zwar zusätzlich] zu dem Unheil, das Hadad [bedeutete]; und er verabscheute Israel; und er wurde König über
Aram.
/1Köni11/26/1Köni Und Jerobeam, der Sohn des Nebat, ein Ephratiter von Zereda - und der Name seiner Mutter, einer Witwe, war Zerua -, ein Beamter Salomos, auch er erhob die Hand gegen den König.
/1Köni11/27/1Köni Und dies war der Anlaß [dafür], dass er die Hand gegen den König erhob: Salomo baute den Millo [und] schloß die Lücke [in] der Stadt seines Vaters David. /1Köni11/28/1Köni Der
Mann Jerobeam aber war ein vermögender Mann; und als Salomo sah, dass der junge Mann [gute] Arbeit leistete, da bestellte er ihn zur Aufsicht über alle Last[arbeiter] des Hauses Joseph.
/1Köni11/29/1Köni Und es geschah in jener Zeit, als Jerobeam [einmal] aus Jerusalem hinausging, da traf ihn der Prophet Ahija, der Silonit, auf dem Weg. Der hatte sich mit einem neuen Mantel
bekleidet. Als sie nun beide allein auf dem [freien] Feld waren, /1Köni11/30/1Köni da faßte Ahija den neuen Mantel, den er anhatte, und zerriß ihn in zwölf Stücke, /1Köni11/31/1Köni und er sagte
zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stücke! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will das Königreich aus der Hand Salomos reißen und will dir die zehn Stämme geben. - /1Köni11/32/1Köni
Aber der eine Stamm soll ihm [weiterhin] gehören um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich erwählt habe aus allen Stämmen Israels. - /1Köni11/33/1Köni Denn sie
haben mich verlassen und haben sich niedergeworfen vor Astarte, der Göttin der Sidonier, vor Kemosch, dem Gott der Moabiter, und vor Milkom, dem Gott der Söhne Ammon, und sind nicht auf meinen
Wegen gegangen, dass sie getan hätten, was recht ist in meinen Augen. Und meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen [hat er nicht bewahrt] wie sein Vater David. /1Köni11/34/1Köni Doch will ich
nicht aus seiner Hand das ganze Königreich nehmen, sondern will ihn zum Fürsten einsetzen alle Tage seines Lebens um meines Knechtes David willen, den ich erwählt habe, der meine Gebote und meine
Ordnungen bewahrt hat. /1Köni11/35/1Köni Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Königreich nehmen und es dir geben, die zehn Stämme; /1Köni11/36/1Köni und seinem Sohn will ich einen Stamm
geben, damit mein Knecht David alle Tage eine Leuchte vor mir hat in Jerusalem, der Stadt, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dort niederzulegen. /1Köni11/37/1Köni Dich aber will ich
nehmen, dass du als König über alles herrschst, was deine Seele begehrt, und du sollst König über Israel werden. /1Köni11/38/1Köni Und es wird geschehen, wenn du auf alles, was ich dir gebiete,
hörst und auf meinen Wegen gehst und tust, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, wie mein Knecht David getan hat, dann werde ich mit dir sein und dir
ein beständiges Haus bauen, wie ich es für David gebaut habe. Und ich werde dir Israel geben /1Köni11/39/1Köni und werde die Nachkommenschaft Davids um dieser [Sache] willen demütigen, doch nicht
für immer.
/1Köni11/40/1Köni Und Salomo suchte Jerobeam zu töten. Jerobeam aber machte sich auf und floh nach Ägypten zu Schischak, dem König von Ägypten; und er war in Ägypten bis zum Tod
Salomos.
V. 41-43: 2Chr 9,29-31.
/1Köni11/41/1Köni Die übrige Geschichte Salomos und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, ist die nicht geschrieben in dem Buch der Geschichte Salomos? /1Köni11/42/1Köni Und die Tage, die
Salomo in Jerusalem über ganz Israel als König herrschte, [betrugen] vierzig Jahre. /1Köni11/43/1Köni Und Salomo legte sich zu seinen Vätern und wurde in der Stadt seines Vaters David begraben.
Und sein Sohn Rehabeam wurde an seiner Stelle König.
Rehabeams Torheit - Teilung des Reiches - Jerobeam.
V. 1-24: 2Chr 10; 11,1-4.
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/1Köni12/1/1Köni Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen. /1Köni12/2/1Köni Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn des Nebat, [das]
hörte - er war aber noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war -, da kehrte Jerobeam aus Ägypten zurück. /1Köni12/3/1Köni Und sie sandten hin und ließen ihn rufen. Da kamen
Jerobeam und die ganze Versammlung Israels. Und sie redeten zu Rehabeam und sagten: /1Köni12/4/1Köni Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. Du aber erleichtere nun den harten Dienst deines
Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat! Dann wollen wir dir dienen. /1Köni12/5/1Köni Er sagte zu ihnen: Geht hin, noch drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das Volk ging
hin.
/1Köni12/6/1Köni Und der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er [noch] am Leben war, und sagte: Wie ratet ihr, diesem Volk Antwort zu
geben? /1Köni12/7/1Köni Und sie redeten zu ihm und sagten: Wenn du heute diesem Volk zum Knecht wirst und ihnen dienst und sie erhörst und gute Worte zu ihnen redest, dann werden sie alle Tage
deine Knechte sein. /1Köni12/8/1Köni Doch er verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten, und beriet sich mit den Jüngeren, die mit ihm groß geworden waren [und] die vor ihm standen.
/1Köni12/9/1Köni Und er sagte zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?
/1Köni12/10/1Köni Und die Jüngeren, die mit ihm groß geworden waren, redeten zu ihm und sagten: So sollst du zu diesem Volk sprechen, das zu dir geredet und gesagt hat: `Dein Vater hat unser Joch
schwer gemacht, du aber erleichtere es uns' - so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner [Finger] ist dicker als die Hüften meines Vaters. /1Köni12/11/1Köni Nun denn, mein Vater hat euch ein
schweres Joch aufgeladen, ich aber will euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
/1Köni12/12/1Köni Und Jerobeam und das ganze Volk kamen am dritten Tag zu Rehabeam, wie der König geredet hatte, als er sagte: Kommt am dritten Tag wieder zu mir! /1Köni12/13/1Köni Und der König
antwortete dem Volk hart und verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten; /1Köni12/14/1Köni und er redete zu ihnen nach dem Rat der Jüngeren: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht,
ich aber will euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen. /1Köni12/15/1Köni So hörte der König nicht auf das Volk;
denn es war eine Wendung von seiten des HERRN, damit er sein Wort aufrechthielt, das der HERR durch Ahija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohn des Nebat, geredet hatte.
/1Köni12/16/1Köni Und als ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, da gab das Volk dem König [zur] Antwort: Was für einen Anteil haben wir an David? Wir haben kein Erbteil am Sohn
Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David! - Und Israel ging zu seinen Zelten. /1Köni12/17/1Köni Die Söhne Israel aber, die in den Städten Judas wohnten, über sie wurde
Rehabeam König. /1Köni12/18/1Köni Und der König Rehabeam schickte Hadoram, den [Aufseher] über die Zwangsarbeit, aus. Aber ganz Israel steinigte ihn, so dass er starb. Der König Rehabeam aber
bestieg eilends den Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen. /1Köni12/19/1Köni So brach Israel mit dem Haus Davids bis zum heutigen Tag.
/1Köni12/20/1Köni Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekehrt war, da sandten sie hin und ließen ihn zur Gemeinde rufen und machten ihn zum König über ganz Israel. Niemand
folgte dem Haus David außer dem Stamm Juda allein.
/1Köni12/21/1Köni Und Rehabeam kam nach Jerusalem und versammelte das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180 000 auserlesene Krieger, um mit dem Haus Israel zu kämpfen und [so] das Königtum
an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückzubringen. /1Köni12/22/1Köni Da geschah das Wort Gottes zu Schemaja, dem Mann Gottes: /1Köni12/23/1Köni Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von
Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum Rest des Volkes: /1Köni12/24/1Köni So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und sollt nicht mit euren Brüdern, den Söhnen Israel,
kämpfen! Kehrt um, jeder in sein Haus! Denn von mir ist diese Sache ausgegangen. Da hörten sie auf das Wort des HERRN und wandten sich - nach dem Wort des HERRN - zur Heimkehr.
/1Köni12/25/1Köni Und Jerobeam baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim aus und wohnte darin. Und von dort zog er fort und baute Pnuel aus.
Jerobeams Götzendienst.
/1Köni12/26/1Köni Und Jerobeam sprach in seinem Herzen: Jetzt wird das Königtum an das Haus David zurückkommen. /1Köni12/27/1Köni Wenn dieses Volk hinaufzieht, um im Haus des HERRN in Jerusalem
Schlachtopfer zuzubereiten, dann wird sich das Herz dieses Volkes zu ihrem Herrn zurückwenden, zu Rehabeam, dem König von Juda. Mich aber werden sie erschlagen und sich zu Rehabeam, dem König von
Juda, zurückwenden. /1Köni12/28/1Köni So beschloß denn der König, zwei goldene Kälber anzufertigen. Zum Volk aber sagte er: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzugehen. Siehe da,
Israel, deine Götter, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben! /1Köni12/29/1Köni Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere gab er nach Dan. /1Köni12/30/1Köni Diese Sache
aber wurde zur Sünde. Und das Volk zog vor dem einen her bis nach Dan. /1Köni12/31/1Köni Auch baute er Höhenheiligtümer und machte Priester aus dem gesamten Volk, die nicht von den Söhnen Levi
waren. /1Köni12/32/1Köni Und Jerobeam machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tag des Monats, wie das Fest, das in Juda [stattfand]; und er stieg [selbst] auf den Altar; so tat er es in
Bethel, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte. Und er stellte in Bethel die Höhenpriester an, die er gemacht hatte.
/1Köni12/33/1Köni Und er stieg [selbst] auf den Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag im achten Monat, in dem Monat, den er aus seinem Herzen erdacht hatte; und er
veranstaltete für die Söhne Israel ein Fest und stieg auf den Altar, um Rauchopfer darzubringen.
Weissagung gegen Jerobeam durch den Mann Gottes aus Juda - Ungehorsam und Tod des Propheten.
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/1Köni13/1/1Köni Und siehe, ein Mann Gottes kam aus Juda auf das Wort des HERRN hin nach Bethel, als Jerobeam auf dem Altar stand, um Rauchopfer darzubringen. /1Köni13/2/1Köni Und er rief gegen
den Altar auf das Wort des HERRN hin und sagte: Altar, Altar, so spricht der HERR: Siehe, ein Sohn wird dem Haus David geboren werden, sein Name ist Josia. Der wird auf dir die Höhenpriester
schlachten, die auf dir räuchern; und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen! /1Köni13/3/1Köni Und er gab an jenem Tag ein Wunderzeichen und sagte: Dies ist das Wunderzeichen dafür, dass der
HERR geredet hat: Siehe, der Altar wird zerbersten, und die Fettasche, die darauf ist, wird verschüttet werden. /1Köni13/4/1Köni Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte,
das er gegen den Altar in Bethel ausgerufen hatte, da streckte Jerobeam vom Altar herab seine Hand aus und sagte: Packt ihn! Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er
konnte sie nicht wieder an sich ziehen. /1Köni13/5/1Köni Und der Altar zerbarst, und die Fettasche wurde vom Altar verschüttet nach dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes auf das Wort des HERRN
hin gegeben hatte. /1Köni13/6/1Köni Da hob der König an und sagte zu dem Mann Gottes: Besänftige doch das Angesicht des HERRN, deines Gottes, und bete für mich, dass ich meine Hand wieder an mich
ziehen kann! Und der Mann Gottes besänftigte das Angesicht des HERRN, und die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben und wurde wie vorher. /1Köni13/7/1Köni Und der König redete zu dem Mann
Gottes: Komm mit mir ins Haus und stärke dich, und ich will dir ein Geschenk geben! /1Köni13/8/1Köni Der Mann Gottes aber sagte zum König: [Selbst] wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, so
würde ich nicht mit dir hineingehen. Ich werde an diesem Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken. /1Köni13/9/1Köni Denn so ist es mir durch das Wort des HERRN befohlen worden: Du sollst kein
Brot essen und kein Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Weg zurückkehren, den du hingegangen bist! /1Köni13/10/1Köni So ging er auf einem anderen Weg [fort] und kehrte nicht auf dem Weg
zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.
/1Köni13/11/1Köni Ein alter Prophet wohnte in Bethel; und seine Söhne kamen und erzählten ihm alles, was der Mann Gottes an dem Tag in Bethel getan hatte; die Worte, die er zum König geredet
hatte, die erzählten sie ihrem Vater. /1Köni13/12/1Köni Da sagte ihr Vater zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gegangen war, der aus
Juda gekommen war. /1Köni13/13/1Köni Da sagte er zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er bestieg ihn. /1Köni13/14/1Köni Und er folgte dem Mann Gottes und
fand ihn unter der Terebinthe sitzen. Und er sagte zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der aus Juda gekommen ist? Und er sagte: Ich bin es. /1Köni13/15/1Köni Da sagte er zu ihm: Komm mit mir in
[mein] Haus und iß Brot! /1Köni13/16/1Köni Er aber sagte: Ich kann nicht mit dir umkehren, um mit dir hineinzugehen, und an diesem Ort werde ich kein Brot essen und kein Wasser mit dir trinken.
/1Köni13/17/1Köni Denn durch das Wort des HERRN ist ein Befehl an mich [ergangen]: Du sollst dort kein Brot essen und kein Wasser trinken! Du sollst nicht wieder auf dem Weg [zurück]gehen, auf
dem du hingegangen bist! /1Köni13/18/1Köni Da sagte er zu ihm: Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel hat zu mir geredet durch das Wort des HERRN und gesagt: Bring ihn mit dir in dein
Haus zurück, dass er Brot esse und Wasser trinke! Er belog ihn [aber]. /1Köni13/19/1Köni Da kehrte er mit ihm zurück und aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.
/1Köni13/20/1Köni Und es geschah, während sie [noch] zu Tisch saßen, da geschah das Wort des HERRN zu dem Propheten, der ihn zurückgebracht hatte. /1Köni13/21/1Köni Und er rief dem Mann Gottes,
der aus Juda gekommen war, zu: So spricht der HERR: Dafür dass du gegen den Befehl des HERRN widerspenstig gewesen bist und das Gebot, das der HERR, dein Gott, dir geboten hat, nicht beachtet
hast /1Köni13/22/1Köni und umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an dem Ort, von dem er zu dir geredet hat: Iß kein Brot und trinke kein Wasser! - [darum] soll deine Leiche
nicht in das Grab deiner Väter kommen! /1Köni13/23/1Köni Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, da sattelte man für ihn den Esel des Propheten, der ihn
zurückgebracht hatte. /1Köni13/24/1Köni Und er zog fort. Da fand ihn ein Löwe auf dem Weg und tötete ihn. Und seine Leiche blieb hingestreckt auf dem Weg liegen, und der Esel stand daneben, und
der Löwe stand neben der Leiche. /1Köni13/25/1Köni Und siehe, da kamen Männer vorbei und sahen die Leiche auf dem Weg hingestreckt liegen und den Löwen neben der Leiche stehen. Und sie kamen und
sagten es in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte. /1Köni13/26/1Köni Als nun der Prophet, der ihn von dem Weg zurückgeführt hatte, [das] hörte, sagte er: Das ist der Mann Gottes, der gegen
den Befehl des HERRN widerspenstig gewesen ist; [darum] hat der HERR ihn dem Löwen preisgegeben: der hat ihn zerrissen und getötet nach dem Wort des HERRN, das er zu ihm geredet hat.
/1Köni13/27/1Köni Und er redete zu seinen Söhnen und sagte: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten [ihn]. /1Köni13/28/1Köni Und er ging hin und fand seine Leiche auf dem Weg hingestreckt liegen
und den Esel und den Löwen neben der Leiche stehen; der Löwe hatte die Leiche nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen. /1Köni13/29/1Köni Da hob der Prophet die Leiche des Mannes Gottes auf
und legte ihn auf den Esel und brachte ihn zurück. Und er kam in die Stadt des alten Propheten, um ihm die Totenklage zu halten und ihn zu begraben. /1Köni13/30/1Köni Und er legte seine Leiche in
sein eigenes Grab; und man hielt die Totenklage über ihn: Ach, mein Bruder! /1Köni13/31/1Köni Und es geschah, nachdem er ihn begraben hatte, sagte er zu seinen Söhnen: Wenn ich gestorben bin,
dann begrabt mich in dem Grab, in dem der Mann Gottes begraben ist! Neben seine Gebeine legt meine Gebeine! /1Köni13/32/1Köni Denn das Wort wird ganz gewiß geschehen, das er auf das Wort des
HERRN hin ausgerufen hat gegen den Altar, der in Bethel ist, und gegen alle Höhenheiligtümer, die in den Städten Samarias sind.
/1Köni13/33/1Köni Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam von seinem bösen Weg nicht um, sondern machte weiter [Leute] aus dem gesamten Volk zu Höhenpriestern; wer Lust hatte, den weihte er, dass
er ein Priester der Höhen wurde. /1Köni13/34/1Köni Und diese Sache wurde zur Sünde des Hauses Jerobeam und zum [Anlaß, es] auszutilgen und zu vernichten von der Oberfläche der Erde
hinweg.
Gerichtsandrohung Ahijas gegen Jerobeam und dessen Ende.
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/1Köni14/1/1Köni In dieser Zeit erkrankte Abija, der Sohn Jerobeams. /1Köni14/2/1Köni Und Jerobeam sagte zu seiner Frau: Mach dich doch auf und verstell dich, damit man nicht erkennt, dass du die
Frau Jerobeams bist, und geh nach Silo! Siehe, dort ist der Prophet Ahija; er ist es, der über mich geredet hat, dass ich König über dieses Volk sein sollte. /1Köni14/3/1Köni Und nimm zehn Brote
mit dir und Gebäck und einen Krug Honig und geh zu ihm! Er wird dir mitteilen, was dem Jungen geschehen wird. /1Köni14/4/1Köni Die Frau Jerobeams machte es so: Sie machte sich auf und ging nach
Silo und kam in Ahijas Haus. Ahija aber konnte nicht [mehr] sehen, denn seine Augen waren wegen seines Alters starr geworden. /1Köni14/5/1Köni Der HERR aber hatte zu Ahija gesagt: Siehe, die Frau
Jerobeams kommt herein, um ein Wort von dir zu erfragen wegen ihres Sohnes, denn er ist krank. So und so sollst du zu ihr reden. Es wird aber geschehen, wenn sie hereinkommt, wird sie sich
unkenntlich gemacht haben. /1Köni14/6/1Köni Und es geschah, als Ahija das Geräusch ihrer Füße hörte, als sie zum Eingang hereinkam, da sagte er: Komm herein, Frau Jerobeams! Wozu eigentlich hast
du dich unkenntlich gemacht? Ich bin mit einer harten [Botschaft] zu dir gesandt. /1Köni14/7/1Köni Geh hin, sage zu Jerobeam: So spricht der HERR, der Gott Israels: Weil ich dich mitten aus dem
Volk heraus erhoben und dich zum Fürsten über mein Volk Israel gemacht habe /1Köni14/8/1Köni und das Königtum vom Haus David weggerissen und es dir gegeben habe, du aber nicht gewesen bist wie
mein Knecht David, der meine Gebote bewahrt hat und mir nachgefolgt ist mit seinem ganzen Herzen, dass er nur tat, was recht ist in meinen Augen, /1Köni14/9/1Köni und [weil] du es [noch]
schlimmer getrieben hast als alle, die vor dir gewesen sind, und hingegangen bist und dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht hast, um mich zum Zorn zu reizen, und mich hinter deinen
Rücken geworfen hast, /1Köni14/10/1Köni darum, siehe, ich werde Unglück über das Haus Jerobeam bringen, und ich werde von Jerobeam ausrotten [alles], was männlich ist, den Unmündigen und den
Mündigen in Israel. Und ich werde hinter dem Haus Jerobeam her ausfegen, so, wie man Kot ausfegt, bis es ganz mit ihm aus ist. /1Köni14/11/1Köni Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den werden
die Hunde fressen, und wer auf dem Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen; denn der HERR hat es geredet. /1Köni14/12/1Köni Und du, mach dich auf, geh in dein Haus! Wenn deine Füße
die Stadt betreten, wird das Kind sterben. /1Köni14/13/1Köni Und ganz Israel wird ihm die Totenklage halten und ihn begraben; denn dieser allein vom [Haus] Jerobeam wird in ein Grab kommen, weil
sich im Haus Jerobeam an ihm etwas Gutes in [seinem] Verhältnis zum HERRN, dem Gott Israels, gefunden hat. /1Köni14/14/1Köni Und der HERR wird für sich einen König über Israel erstehen lassen,
der das Haus Jerobeam ausrotten wird an jenem Tag. Doch wie steht es schon jetzt? /1Köni14/15/1Köni Und der HERR wird Israel schlagen, [dass es schwankt,] wie das Rohr im Wasser schwankt. Und er
wird Israel ausreißen aus diesem guten Land, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseits des Stromes, weil sie ihre Ascherim gemacht haben [und] damit den HERRN zum Zorn
reizen. /1Köni14/16/1Köni Und er wird Israel dahingeben um der Sünden Jerobeams willen, die er begangen und mit denen er Israel zur Sünde verführt hat.
/1Köni14/17/1Köni Und die Frau Jerobeams machte sich auf, ging [fort] und kam nach Tirza. Als sie die Schwelle des Hauses betrat, starb der Junge. /1Köni14/18/1Köni Und ganz Israel begrub ihn und
hielt ihm die Totenklage nach dem Wort des HERRN, das er durch seinen Knecht, den Propheten Ahija, geredet hatte.
/1Köni14/19/1Köni Und die übrige Geschichte Jerobeams, wie er Krieg geführt und wie er regiert hat, siehe, das ist aufgeschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel. /1Köni14/20/1Köni
Und die Tage, die Jerobeam regierte, [betrugen] 22 Jahre; und er legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Nadab wurde an seiner Stelle König.
Rehabeam von Juda.
2Chr 12,1-16.
/1Köni14/21/1Köni Und Rehabeam, der Sohn Salomos, war König in Juda. Einundvierzig Jahre war Rehabeam alt, als er König wurde, und er regierte siebzehn Jahre in Jerusalem, der Stadt, die der HERR
aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dort niederzulegen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. /1Köni14/22/1Köni Und Juda tat, was böse war in den Augen des
HERRN. Und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Väter getan hatten. /1Köni14/23/1Köni Und auch sie bauten sich Höhen und Gedenksteine und
Ascherim auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baum. /1Köni14/24/1Köni Und es waren auch Tempelhurer im Land. Sie taten nach allen Greueln der Nationen, die der HERR vor den Söhnen Israel
vertrieben hatte.
/1Köni14/25/1Köni Und es geschah im fünften Jahr des Königs Rehabeam, da zog Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem herauf. /1Köni14/26/1Köni Und er nahm die Schätze des Hauses des
HERRN weg und die Schätze des Hauses des Königs, das alles nahm er weg; und er nahm alle goldenen Schilde weg, die Salomo gemacht hatte. /1Köni14/27/1Köni Und der König Rehabeam machte an ihrer
Stelle bronzene Schilde, und er vertraute [sie] der Hand der Obersten der Leibwächter an, die den Eingang des Hauses des Königs bewachten. /1Köni14/28/1Köni Und es geschah: sooft der König in das
Haus des HERRN hineinging, trugen die Leibwächter die Schilde und brachten sie dann wieder in das Wachzimmer der Leibwächter zurück.
/1Köni14/29/1Köni Und die übrige Geschichte Rehabeams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buch der Geschichte der Könige von Juda? /1Köni14/30/1Köni Und es war Krieg
zwischen Rehabeam und Jerobeam alle [ihre] Tage. /1Köni14/31/1Köni Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und der Name seiner
Mutter war Naama, die Ammoniterin. Und sein Sohn Abija wurde an seiner Stelle König.
Abija von Juda.
2Chr 13.
\15\
/1Köni15/1/1Köni Und im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde Abija König über Juda. /1Köni15/2/1Köni Er regierte drei Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war
Maacha, die Tochter Abischaloms. /1Köni15/3/1Köni Und er lebte in allen Sünden seines Vaters, die der vor ihm getan hatte; und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem HERRN, seinem Gott, wie das
Herz seines Vaters David. /1Köni15/4/1Köni Doch um Davids willen gab ihm der HERR, sein Gott, eine Leuchte in Jerusalem, indem er seinen Sohn nach ihm [als König] aufstehen ließ und indem er
Jerusalem bestehen ließ, /1Köni15/5/1Köni weil David getan hatte, was recht war in den Augen des HERRN, und von allem, was er ihm geboten hatte, nicht abgewichen war alle Tage seines Lebens,
außer in der Sache mit Uria, dem Hetiter. /1Köni15/6/1Köni Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage seines Lebens.
/1Köni15/7/1Köni Und die übrige Geschichte Abijas und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buch der Geschichte der Könige von Juda? Und es war Krieg zwischen Abija und
Jerobeam. /1Köni15/8/1Köni Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde an seiner Stelle König.
Asa von Juda.
V. 9-15: 2Chr 14,1-5; 15,8-19.
/1Köni15/9/1Köni Und im zwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asa König über Juda. /1Köni15/10/1Köni Und er regierte 41 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Maacha, die Tochter Abischaloms. /1Köni15/11/1Köni Und Asa tat, was recht war in den Augen des HERRN, wie sein Vater David. /1Köni15/12/1Köni Und er schaffte die Tempelhurer aus dem Land und tat
alle Götzen weg, die seine Väter gemacht hatten. /1Köni15/13/1Köni Auch seine Mutter Maacha entfernte er aus [ihrer Stellung als] Gebieterin, weil sie der Aschera ein Schandbild gemacht hatte;
und Asa rottete ihr Schandbild aus und verbrannte es im Tal Kidron. /1Köni15/14/1Köni Die Höhen aber wichen nicht; doch war das Herz Asas ungeteilt mit dem HERRN alle seine Tage.
/1Köni15/15/1Köni Und er brachte die heiligen Gaben seines Vaters und seine [eigenen] heiligen Gaben ins Haus des HERRN: Silber und Gold und Geräte.
V. 16-24: 2Chr 16,1-6.11-14.
/1Köni15/16/1Köni Und es war Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, all ihre Tage. /1Köni15/17/1Köni Bascha, der König von Israel, zog gegen Juda herauf und baute Rama aus, um bei
Asa, dem König von Juda, niemanden aus- und eingehen zu lassen. /1Köni15/18/1Köni Da nahm Asa alles Silber und Gold, das in den Schätzen des Hauses des HERRN [noch] übriggeblieben war, und die
Schätze des Hauses des Königs und gab sie in die Hand seiner Knechte; und der König Asa sandte sie zu Ben-Hadad, dem Sohn des Tabrimmon, des Sohnes Hesjons, dem König von Aram, der in Damaskus
wohnte, und ließ [ihm] sagen: /1Köni15/19/1Köni Ein Bund [sei] zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater! Siehe, ich sende dir als Geschenk Silber und Gold. Auf, mache deinen
Bund mit Bascha, dem König von Israel, ungültig, dass er von mir abzieht! /1Köni15/20/1Köni Und Ben-Hadad hörte auf den König Asa, und er sandte seine Heerobersten gegen die Städte Israels und
schlug Ijon und Dan und Abel-Bet-Maacha und ganz Kinneret samt dem ganzen Land Naftali. /1Köni15/21/1Köni Und es geschah, als Bascha das hörte, da ließ er davon ab, Rama auszubauen, und blieb in
Tirza. /1Köni15/22/1Köni Der König Asa aber bot ganz Juda auf, keiner war frei [vom Dienst]; und sie trugen die Steine und das Bauholz von Rama weg, mit denen Bascha gebaut hatte. Und der König
Asa baute damit Geba [in] Benjamin und Mizpa aus.
/1Köni15/23/1Köni Und die übrige ganze Geschichte Asas und alle seine Machttaten und alles, was er getan hat, und die Städte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte
der Könige von Juda? Doch zur Zeit seines Alters war er an seinen Füßen krank. /1Köni15/24/1Köni Und Asa legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern in der Stadt seines Vaters David
begraben. Und sein Sohn Joschafat wurde an seiner Stelle König.
Nadab von Israel.
/1Köni15/25/1Köni Und Nadab, der Sohn Jerobeams, wurde König über Israel im zweiten Jahr Asas, des Königs von Juda; und er regierte zwei Jahre über Israel. /1Köni15/26/1Köni Und er tat, was böse
war in den Augen des HERRN, und ging auf dem Weg seines Vaters und [lebte] in dessen Sünde, mit der er Israel zur Sünde verführt hatte. /1Köni15/27/1Köni Gegen ihn verschwor sich Bascha, der Sohn
Ahijas, vom Haus Issaschar. Und Bascha erschlug ihn bei Gibbeton, während Nadab und ganz Israel Gibbeton belagerten, das den Philistern gehörte. /1Köni15/28/1Köni Und Bascha tötete ihn im dritten
Jahr Asas, des Königs von Juda, und wurde an seiner Stelle König. /1Köni15/29/1Köni Und es geschah, sobald er König geworden war, erschlug er das ganze Haus Jerobeam; er ließ von Jerobeam nichts
übrig, was Odem hatte, bis er es ausgetilgt hatte nach dem Wort des HERRN, das er durch seinen Knecht Ahija, den Siloniter, geredet hatte /1Köni15/30/1Köni wegen der Sünden Jerobeams, die er
begangen und mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte, durch den Zorn, zu dem er den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn gereizt hatte.
/1Köni15/31/1Köni Und die übrige Geschichte Nadabs und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel? /1Köni15/32/1Köni Und es war Krieg zwischen
Asa und Bascha, dem König von Israel, alle ihre Tage.
Bascha von Israel.
/1Köni15/33/1Köni Im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Bascha, der Sohn Ahijas, König über ganz Israel in Tirza [und regierte] 24 Jahre [lang]. /1Köni15/34/1Köni Und er tat, was böse
war in den Augen des HERRN, und ging auf dem Weg Jerobeams und in dessen Sünde, mit der er Israel zur Sünde verführt hatte.
\16\
/1Köni16/1/1Köni Und es geschah das Wort des HERRN zu Jehu, dem Sohn des Hanani, gegen Bascha: /1Köni16/2/1Köni Weil ich dich aus dem Staub erhoben und dich zum Fürsten über mein Volk Israel
gemacht habe, du aber auf dem Weg Jerobeams gegangen bist und mein Volk Israel zur Sünde verführt hast, so dass sie mich durch ihre Sünden zum Zorn reizen, /1Köni16/3/1Köni siehe, so werde ich
hinter Bascha und hinter seinem Haus her ausfegen lassen und werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats. /1Köni16/4/1Köni Wer von Bascha in der Stadt stirbt, den werden die
Hunde fressen, und wer von ihm auf [freiem] Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.
/1Köni16/5/1Köni Und die übrige Geschichte Baschas und [alles,] was er getan hat, und seine Machttaten, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel? /1Köni16/6/1Köni
Und Bascha legte sich zu seinen Vätern und wurde in Tirza begraben. Und sein Sohn Ela wurde an seiner Stelle König. /1Köni16/7/1Köni Auch durch den Propheten Jehu, den Sohn des Hanani, war das
Wort des HERRN gegen Bascha und gegen sein Haus ergangen, und zwar wegen all des Bösen, das er in den Augen des HERRN getan hatte, um ihn durch das Tun seiner Hände zum Zorn zu reizen, so dass er
dem Haus Jerobeam gleich werden sollte, und [auch] deswegen, weil er dieses erschlagen hatte.
Ela von Israel und die Verschwörung Simris - Simris Ende
/1Köni16/8/1Köni Im 26. Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ela, der Sohn Baschas, König über Israel in Tirza [und regierte] zwei Jahre. /1Köni16/9/1Köni Gegen ihn verschwor sich sein Knecht
Simri, der Oberste über die Hälfte der Kriegswagen. Er aber hatte getrunken und sich berauscht in Tirza, im Haus Arzas, der über das Haus in Tirza [gesetzt war]. /1Köni16/10/1Köni Da kam Simri
herein und erschlug ihn; er tötete ihn im 27. Jahr Asas, des Königs von Juda, und wurde an seiner Stelle König. /1Köni16/11/1Köni Und es geschah, als er König war, sobald er auf seinem Thron saß,
erschlug er das ganze Haus Baschas; er ließ nichts von ihm übrig, was männlich war, weder seine Blutsverwandten noch seine Freunde. /1Köni16/12/1Köni So tilgte Simri das ganze Haus Baschas aus
nach dem Wort des HERRN, das er durch den Propheten Jehu gegen Bascha geredet hatte, /1Köni16/13/1Köni wegen all der Sünden Baschas und der Sünden seines Sohnes Ela, die sie begangen und mit
denen sie Israel zur Sünde verführt hatten, den HERRN, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen zum Zorn zu reizen.
/1Köni16/14/1Köni Und die übrige Geschichte Elas und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel?
/1Köni16/15/1Köni Im 27. Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Simri [für] sieben Tage König in Tirza, während das Volk gegen Gibbeton, das den Philistern gehörte, das Kriegslager aufgeschlagen
hatte. /1Köni16/16/1Köni Und als das Volk im Kriegslager sagen hörte: Simri hat eine Verschwörung gemacht und hat auch den König erschlagen, da machte ganz Israel den Heerobersten Omri an
demselben Tag im Lager zum König über Israel. /1Köni16/17/1Köni Und Omri zog herauf und ganz Israel mit ihm von Gibbeton, und sie belagerten Tirza. /1Köni16/18/1Köni Und es geschah, als Simri
sah, dass die Stadt eingenommen war, ging er in den Palast des Königshauses und verbrannte das Königshaus über sich mit Feuer und starb /1Köni16/19/1Köni wegen seiner Sünden, die er begangen
hatte, indem er tat, was böse war in den Augen des HERRN, indem er auf dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde lebte, die der getan hatte, um Israel zur Sünde zu verführen.
/1Köni16/20/1Köni Und die übrige Geschichte Simris und seine Verschwörung, die er gemacht hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel?
Omri von Israel
/1Köni16/21/1Köni Damals teilte sich das Volk Israel in [zwei] Hälften: die eine Hälfte des Volkes folgte Tibni, dem Sohn des Ginat, um ihn zum König zu machen; und die andere Hälfte folgte Omri.
/1Köni16/22/1Köni Aber das Volk, das Omri folgte, war dem Volk, das Tibni, dem Sohn des Ginat, folgte, überlegen. Und Tibni starb, und Omri wurde König.
/1Köni16/23/1Köni Im 31. Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Omri König über Israel [und regierte] zwölf Jahre; in Tirza war er sechs Jahre König. /1Köni16/24/1Köni Und er kaufte den Berg
Samaria von Schemer für zwei Talente Silber. Und er bebaute den Berg und gab der Stadt, die er gebaut hatte, den Namen Samaria nach dem Namen Schemers, des [ehemaligen] Besitzers des Berges.
/1Köni16/25/1Köni Und Omri tat, was böse war in den Augen des HERRN, und zwar schlimmer als alle, die vor ihm gewesen waren. /1Köni16/26/1Köni Und er ging auf dem ganzen Weg Jerobeams, des Sohnes
Nebats, und [lebte] in dessen Sünden, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte, den HERRN, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen zum Zorn zu reizen.
/1Köni16/27/1Köni Und die übrige Geschichte Omris, was er getan und seine Machttaten, die er vollführt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel?
/1Köni16/28/1Köni Und Omri legte sich zu seinen Vätern und wurde in Samaria begraben. Und sein Sohn Ahab wurde an seiner Stelle König.
Ahab von Israel - Sein Götzendienst und Elias Gerichtsandrohung
/1Köni16/29/1Köni Und Ahab, der Sohn Omris, wurde König über Israel im 38. Jahr Asas, des Königs von Juda; und Ahab, der Sohn Omris, regierte über Israel in Samaria 22 Jahre. /1Köni16/30/1Köni
Und Ahab, der Sohn Omris, tat, was böse war in den Augen des HERRN, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. /1Köni16/31/1Köni Und es geschah - war es zu wenig, dass er in den Sünden Jerobeams,
des Sohnes Nebats, lebte? -, dass er Isebel, die Tochter Etbaals, des Königs der Sidonier, zur Frau nahm. Und er ging hin und diente dem Baal und warf sich vor ihm nieder. /1Köni16/32/1Köni Und
er errichtete dem Baal einen Altar im Haus des Baal, das er in Samaria gebaut hatte. /1Köni16/33/1Köni Auch machte Ahab die Aschera. Und Ahab fuhr fort, den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn zu
reizen, mehr als alle Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.
/1Köni16/34/1Köni In seinen Tagen baute Hiel, der Betheliter, [die Stadt] Jericho [wieder] auf. Um [den Preis von] seinem Erstgeborenen, Abiram, legte er ihren Grund, und um [den Preis von]
Segub, seinem Jüngsten, setzte er ihre Tore ein nach dem Wort des HERRN, das er durch Josua, den Sohn des Nun, geredet hatte.
\17\
/1Köni17/1/1Köni Und Elia, der Tischbiter, aus Tischbe [in] Gilead, sagte zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen geben wird,
es sei denn auf mein Wort! (So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, wird es keinen Tau und keinen Regen geben in diesen Tagen. Eidformel)
Elia am Bach Krit und in Zarpat
/1Köni17/2/1Köni Und es geschah das Wort des HERRN zu ihm: /1Köni17/3/1Köni Geh von hier fort, wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der vor dem Jordan ist! /1Köni17/4/1Köni Und es
soll geschehen: aus dem Bach wirst du trinken, und ich habe den Raben geboten, dich dort zu versorgen. /1Köni17/5/1Köni Da ging er und tat nach dem Wort des HERRN: er ging hin und blieb am Bach
Krit, der vor dem Jordan ist. /1Köni17/6/1Köni Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und aus dem Bach trank er.
/1Köni17/7/1Köni Und es geschah nach einiger Zeit, da vertrocknete der Bach, denn es war kein Regen im Land. /1Köni17/8/1Köni Da geschah das Wort des HERRN zu ihm: /1Köni17/9/1Köni Mache dich
auf, geh nach Zarpat, das zu Sidon gehört, und bleib dort! Siehe, ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen. /1Köni17/10/1Köni Da machte er sich auf und ging nach Zarpat. Und als er
an den Eingang der Stadt kam, siehe, da war dort eine Witwe, die gerade Holz sammelte. Und er rief sie an und sagte: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke! /1Köni17/11/1Köni
Und als sie hinging, um es zu holen, rief er ihr zu und sagte: Hole mir doch [auch noch] einen Bissen Brot in deiner Hand! /1Köni17/12/1Köni Da sagte sie: So wahr der HERR, dein Gott, lebt, wenn
ich einen Vorrat habe außer einer Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Siehe, ich sammle eben ein paar Holzstücke auf, dann will ich hineingehen und es mir und meinem Sohn zubereiten,
damit wir es essen und [dann] sterben. /1Köni17/13/1Köni Da sagte Elia zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hinein, tu nach deinem Wort! Doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen zu und bring
ihn mir heraus! Dir aber und deinem Sohn magst du danach etwas zubereiten. /1Köni17/14/1Köni Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Krug
nicht abnehmen bis auf den Tag, an dem der HERR Regen geben wird auf den Erdboden. /1Köni17/15/1Köni Da ging sie hin und tat nach dem Wort Elias. Und sie aß, er und sie und ihr Haus, Tag für Tag.
/1Köni17/16/1Köni DAS MEHL IM TOPF GING NICHT AUS, UND DAS ÖL IM KRUG NAHM NICHT AB NACH DEM WORT DES HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
/1Köni17/17/1Köni Und es geschah nach diesen Ereignissen, da wurde der Sohn der Frau, der Hausherrin, krank. Und seine Krankheit wurde sehr heftig, so dass kein Odem mehr in ihm blieb.
/1Köni17/18/1Köni Da sagte sie zu Elia: Was habe ich mit dir [zu tun], Mann Gottes? Du bist zu mir gekommen, um meine Schuld [vor Gott] in Erinnerung zu bringen und meinen Sohn zu töten.
/1Köni17/19/1Köni Er aber sagte zu ihr: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem Schoß und brachte ihn hinauf ins Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett. /1Köni17/20/1Köni
Und er rief zum HERRN und sprach: HERR, mein Gott, tust du nun auch der Witwe, bei der ich mich aufhalte, Böses an, indem du ihren Sohn sterben läßt? /1Köni17/21/1Köni Und er streckte sich
dreimal über das Kind hin und rief zum HERRN und sprach: HERR, mein Gott, laß doch das Leben dieses Kindes wieder zu ihm zurückkehren! /1Köni17/22/1Köni Und der HERR hörte auf die Stimme Elias,
und das Leben des Kindes kehrte zu ihm zurück, und es wurde [wieder] lebendig. /1Köni17/23/1Köni Da nahm Elia das Kind und brachte es vom Obergemach ins Haus hinab und gab es seiner Mutter; und
Elia sagte: Siehe, dein Sohn lebt! /1Köni17/24/1Köni Da sagte die Frau zu Elia: Jetzt erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und dass das Wort des HERRN in deinem Mund Wahrheit
ist.
Elias Begegnung mit Obadja und Ahab
\18\
/1Köni18/1/1Köni Und es vergingen viele Tage, da geschah das Wort des HERRN zu Elia im dritten Jahr [der Dürre]: Geh hin, zeige dich Ahab! Ich will Regen geben auf den Erdboden. /1Köni18/2/1Köni
Da ging Elia hin, um sich Ahab zu zeigen.
Die Hungersnot in Samaria aber war schwer. /1Köni18/3/1Köni Und Ahab rief Obadja, der über das Haus [gesetzt] war - Obadja aber fürchtete den HERRN sehr. /1Köni18/4/1Köni Es geschah nämlich, als
Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, da nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie, je fünfzig Mann in einer Höhle und versorgte sie mit Brot und Wasser -. /1Köni18/5/1Köni Und Ahab
sagte zu Obadja: Geh durch das Land zu allen Wasserquellen und zu allen Bächen! Vielleicht findet sich [noch etwas] Gras, dass wir Pferde und Maultiere am Leben erhalten können und nichts von dem
Vieh umkommen lassen müssen. /1Köni18/6/1Köni Dann teilten sie das Land unter sich, um es zu durchziehen. Ahab ging für sich auf einem Weg, und Obadja ging für sich auf einem Weg.
/1Köni18/7/1Köni Und als Obadja auf dem Weg war, siehe, da kam ihm Elia entgegen. Und er erkannte ihn und fiel auf sein Angesicht und sagte: Bist du es, mein Herr Elia? /1Köni18/8/1Köni Und er
sagte zu ihm: Ich bin es. Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! /1Köni18/9/1Köni Er aber sagte: Worin habe ich gesündigt, dass du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben willst, damit er
mich tötet? /1Köni18/10/1Köni So wahr der HERR, dein Gott, lebt, wenn es eine Nation oder ein Königreich gibt, wohin mein Herr nicht gesandt hat, um dich zu suchen! Und sagten sie: Er ist nicht
[hier], dann ließ er das Königreich und die Nation schwören, dass man dich nicht gefunden habe. /1Köni18/11/1Köni Und nun sagst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!
/1Köni18/12/1Köni Und es wird geschehen, wenn ich von dir weggehe, dann wird dich der Geist des HERRN [davon]tragen, ich weiß nicht wohin; wenn ich [dann] komme, Ahab zu berichten, und er findet
dich nicht, wird er mich umbringen. Und dein Knecht fürchtet [doch] den HERRN von meiner Jugend an. /1Köni18/13/1Köni Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die
Propheten des HERRN umbrachte? Dass ich von den Propheten des HERRN hundert Mann versteckte, fünfzig [hier und] fünfzig [da], jeweils in einer Höhle, und dass ich sie mit Brot und Wasser
versorgte? /1Köni18/14/1Köni Und nun sagst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! Dann wird er mich umbringen. /1Köni18/15/1Köni Elia aber sagte: So wahr der HERR der Heerscharen
lebt, vor dem ich stehe, heute werde ich mich ihm zeigen! /1Köni18/16/1Köni Da ging Obadja hin, Ahab entgegen, und berichtete es ihm.
Und Ahab ging Elia entgegen. /1Köni18/17/1Köni Und es geschah, als Ahab Elia sah, da sagte Ahab zu ihm: Bist du da, der Israel ins Unglück gebracht hat? /1Köni18/18/1Köni Er aber sagte: Nicht ich
habe Israel ins Unglück gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, indem ihr die Gebote des HERRN verlassen habt und du den Baalim nachgelaufen bist. /1Köni18/19/1Köni Und nun sende hin,
versammle ganz Israel zu mir an den Berg Karmel und die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tisch Isebels essen! /1Köni18/20/1Köni Da sandte Ahab unter allen Söhnen
Israel umher und versammelte die Propheten an den Berg Karmel.
Elia und die Propheten des Baal auf dem Karmel
/1Köni18/21/1Köni Und Elia trat zum ganzen Volk hin und sagte: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Wenn der HERR der [wahre] Gott ist, dann folgt ihm nach; wenn aber der Baal, dann folgt ihm
nach! Aber das Volk antwortete ihm kein Wort. /1Köni18/22/1Köni Da sagte Elia zum Volk: Ich allein bin übriggeblieben als Prophet des HERRN, aber die Propheten des Baal sind 450 Mann.
/1Köni18/23/1Köni Man gebe uns nun zwei Jungstiere! Sie sollen sich den einen von den Jungstieren auswählen, ihn in Stücke zerschneiden und aufs Holz legen, aber sie sollen kein Feuer daran
legen. Und ich, ich werde den anderen Jungstier zurichten und aufs Holz legen, und [auch] ich werde kein Feuer daran legen. /1Köni18/24/1Köni Dann ruft ihr den Namen eures Gottes an, und ich, ich
werde den Namen des HERRN anrufen. Und der Gott, der mit Feuer antwortet, der ist der [wahre] Gott. Da antwortete das ganze Volk und sagte: Das Wort ist gut. /1Köni18/25/1Köni Und Elia sagte zu
den Propheten des Baal: Wählt euch den einen Jungstier aus und richtet ihn zuerst zu! Denn ihr seid viele. Dann ruft den Namen eures Gottes an! Aber Feuer legt nicht daran! /1Köni18/26/1Köni So
nahmen sie den Jungstier, den man ihnen überlassen hatte, und richteten ihn zu. Darauf riefen sie vom Morgen bis zum Mittag den Namen des Baal an: Baal, antworte uns! Aber da war kein Laut, keine
Antwort. Und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte. /1Köni18/27/1Köni Und es geschah am Mittag, da verspottete Elia sie und sagte: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist [ja] ein Gott! Er
ist sicher in Gedanken, oder er ist austreten gegangen, oder er ist auf der Reise; vielleicht schläft er, dann wird er aufwachen. /1Köni18/28/1Köni Da riefen sie mit lauter Stimme und ritzten
sich, wie [es] bei ihnen Brauch [war], mit Messern und mit Spießen, bis das Blut an ihnen herabfloß. /1Köni18/29/1Köni Und es geschah, als der Mittag vorüber war, da gerieten sie in Raserei bis
[zur Zeit, da] man das Speisopfer opfert; aber da war kein Laut, keine Antwort, kein Aufhorchen.
/1Köni18/30/1Köni Da sagte Elia zum ganzen Volk: Tretet her zu mir! Und das ganze Volk trat zu ihm hin. Dann stellte er den niedergerissenen Altar des HERRN wieder her. /1Köni18/31/1Köni Und Elia
nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, zu dem das Wort des HERRN geschehen war, als er gesagt hatte: Israel soll dein Name sein! /1Köni18/32/1Köni Und er baute von den
Steinen einen Altar im Namen des HERRN; und er zog rings um den Altar einen Graben so breit wie für zwei Maß Saat. /1Köni18/33/1Köni Dann schichtete er das Holz auf und zerschnitt den Jungstier
in Stücke und legte ihn auf das Holz. /1Köni18/34/1Köni Und er sagte: Füllt vier Eimer mit Wasser und gießt es auf das Brandopfer und auf das Holz! Und er sagte: Tut es zum zweiten Mal! Und sie
taten es zum zweiten Mal. Und er sagte: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal. /1Köni18/35/1Köni Da lief das Wasser rings um den Altar; und auch den Graben füllte er mit
Wasser.
/1Köni18/36/1Köni Und es geschah [zur Zeit], da man das Speisopfer opfert, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute soll man erkennen, dass du
Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich nach deinem Wort das alles getan habe. /1Köni18/37/1Köni Antworte mir, HERR, antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass du, HERR, der
[wahre] Gott bist und dass du selbst ihr Herz wieder zurückgewandt hast! /1Köni18/38/1Köni Da fiel Feuer vom HERRN herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und
das Wasser, das im Graben war, leckte es auf. /1Köni18/39/1Köni Als das ganze Volk das sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sagten: Der HERR, er ist Gott! Der HERR, er ist Gott!
/1Köni18/40/1Köni Und Elia sagte zu ihnen: Packt die Propheten des Baal, keiner von ihnen soll entkommen! Und sie packten sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kischon und schlachtete sie
dort.
/1Köni18/41/1Köni Und Elia sagte zu Ahab: Geh hinauf, iß und trink! Denn da ist ein Geräusch vom Rauschen des Regens. /1Köni18/42/1Köni Da ging Ahab hinauf, um zu essen und zu trinken. Elia aber
stieg auf den Gipfel des Karmel. Und er beugte sich zur Erde und legte sein Gesicht zwischen seine Knie. /1Köni18/43/1Köni Und er sagte zu seinem Diener: Geh doch hinauf, halte Ausschau auf das
Meer hin! Und er ging hinauf und hielt Ausschau und sagte: Es ist nichts da. Und er sagte: Geh wieder hin! So siebenmal. /1Köni18/44/1Köni Und es geschah beim siebten Mal, da sagte er: Siehe,
eine Wolke, [so] klein wie die Hand eines Mannes, steigt aus dem Meer herauf. Da sagte Elia: Geh hinauf, sag zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit der Regen dich nicht aufhält!
/1Köni18/45/1Köni Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein starker Regen. Und Ahab bestieg [den Wagen] und fuhr nach Jesreel. /1Köni18/46/1Köni
Und die Hand des HERRN kam über Elia; und er gürtete seine Hüften und lief vor Ahab her bis nach Jesreel hin.
Elias Flucht vor Isebel und Begegnung mit Gott am Horeb
\19\
/1Köni19/1/1Köni Und Ahab berichtete der Isebel alles, was Elia getan hatte, und den ganzen [Hergang], wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte. /1Köni19/2/1Köni Da sandte Isebel
einen Boten zu Elia und ließ [ihm] sagen: So sollen mir die Götter tun, und so sollen sie hinzufügen! Ja, morgen um diese Zeit mache ich dein Leben dem Leben eines von ihnen gleich!
/1Köni19/3/1Köni Da fürchtete er sich; und er machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba, das zu Juda gehört; und er ließ seinen Diener dort zurück. /1Köni19/4/1Köni Er selbst
aber ging in die Wüste eine Tagereise weit und kam und ließ sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein
Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter. /1Köni19/5/1Köni Dann legte er sich nieder und schlief unter dem einen Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach
zu ihm: Steh auf, iß! /1Köni19/6/1Köni Und als er aufblickte, siehe, da [lagen] neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heißen Steinen [gebacken], und ein Krug Wasser. Und er aß und trank und legte
sich wieder hin. /1Köni19/7/1Köni Und der Engel des HERRN kehrte zurück, [kam] zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: Steh auf, iß! Denn der Weg ist zu weit für dich. /1Köni19/8/1Köni Da
stand er auf und aß und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis an den Berg Gottes, den Horeb. /1Köni19/9/1Köni Dort ging er in die Höhle und
übernachtete da.
Und siehe, das Wort des HERRN [geschah] zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier, Elia? /1Köni19/10/1Köni Und er sagte: Ich habe sehr geeifert für den HERRN, den Gott der Heerscharen.
Deinen Bund haben die Söhne Israel verlassen, haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht! Und ich allein bin übriggeblieben, ich allein, und [nun] trachten
sie danach, [auch] mir das Leben zu nehmen. /1Köni19/11/1Köni Da sprach er: Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber. Da [kam] ein Wind, groß und
stark, der die Berge zerriß und die Felsen zerschmetterte vor dem HERRN her; der HERR [aber] war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind ein Erdbeben; der HERR [aber] war nicht in dem Erdbeben.
/1Köni19/12/1Köni Und nach dem Erdbeben ein Feuer, der HERR [aber] war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer der Ton eines leisen Wehens. /1Köni19/13/1Köni Und es geschah, als Elia das hörte,
verhüllte er sein Gesicht mit seinem Mantel, ging hinaus und stellte sich in den Eingang der Höhle. Und siehe, eine Stimme geschah zu ihm: Was tust du hier, Elia? /1Köni19/14/1Köni Und er sagte:
Ich habe sehr geeifert für den HERRN, den Gott der Heerscharen. Deinen Bund haben die Söhne Israel ja verlassen, haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht.
Und ich bin übriggeblieben, ich allein, und [nun] trachten sie danach, [auch] mir das Leben zu nehmen. /1Köni19/15/1Köni Da sprach der HERR zu ihm: Geh, kehre auf deinem Weg durch die Wüste
zurück [und geh] nach Damaskus! Und wenn du [dort] angekommen bist, dann salbe Hasael zum König über Aram! /1Köni19/16/1Köni Und Jehu, den Sohn des Nimschi, sollst du zum König über Israel
salben; und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola, sollst du zum Propheten an deiner Stelle salben! /1Köni19/17/1Köni Und es soll geschehen: wer dem Schwert Hasaels entkommt, den wird Jehu
töten; und wer dem Schwert Jehus entkommt, den wird Elisa töten. /1Köni19/18/1Köni Aber ich habe 7 000 in Israel übriggelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden
Mund, der ihn nicht geküßt hat.
Berufung Elisas
/1Köni19/19/1Köni Und er ging von dort [weg] und fand Elisa, den Sohn Schafats, der gerade mit zwölf Gespannen vor sich her pflügte. Er selbst aber war bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm hin
und warf seinen Mantel über ihn. /1Köni19/20/1Köni Da verließ er die Rinder und lief hinter Elia her und sagte: Laß mich doch meinen Vater und meine Mutter küssen! Dann will ich dir nachfolgen.
Er aber sagte zu ihm: Geh, kehre um! Denn was habe ich dir getan? /1Köni19/21/1Köni Da kehrte er sich von ihm ab, nahm das Gespann Rinder und schlachtete sie, und mit dem Geschirr der Rinder
briet er ihr Fleisch und gab es den Leuten, und sie aßen. Dann machte er sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.
Ahabs Siege über Aram - Bund mit dem König von Aram
\20\
/1Köni20/1/1Köni Und Ben-Hadad, der König von Aram, versammelte seine ganze Heeresmacht: 32 Könige waren mit ihm und Pferd und Wagen. Und er zog herauf und belagerte Samaria und kämpfte gegen es.
/1Köni20/2/1Köni Und er sandte Boten zu Ahab, dem König von Israel, in die Stadt /1Köni20/3/1Köni und ließ ihm sagen: So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und dein Gold gehören mir, und deine Frauen
und deine edlen Söhne gehören mir. /1Köni20/4/1Köni Da antwortete der König von Israel und sagte: Nach deinem Wort, mein Herr [und] König: Dein bin ich mit allem, was mir gehört. /1Köni20/5/1Köni
Und die Boten kamen zurück und sagten: So spricht Ben-Hadad: Jawohl, ich habe zu dir gesandt und gesagt: Dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Söhne sollst du mir geben.
/1Köni20/6/1Köni Fürwahr, wenn ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir sende, dann werden sie dein Haus und die Häuser deiner Knechte gründlich durchsuchen. Und es wird geschehen, alles in
deinen Augen Begehrenswerte werden sie in ihre Gewalt bringen und mitnehmen.
/1Köni20/7/1Köni Da berief der König von Israel alle Ältesten des Landes und sagte: Erkennt doch und seht, dass dieser Böses sucht! Denn er hat zu mir gesandt wegen meiner Frauen und meiner Söhne
und wegen meines Silbers und meines Goldes, und ich habe ihm nichts verweigert. /1Köni20/8/1Köni Da sagten alle Ältesten und alles Volk zu ihm: Höre nicht [auf ihn] und willige nicht ein!
/1Köni20/9/1Köni So sagte er [denn] zu den Boten Ben-Hadads: Sagt meinem Herrn, dem König: Alles, weswegen du zuerst zu deinem Knecht gesandt hast, will ich tun; aber diese Sache kann ich nicht
tun. Und die Boten gingen hin und brachten ihm Antwort. /1Köni20/10/1Köni Da sandte Ben-Hadad zu ihm und ließ [ihm] sagen: So sollen mir die Götter tun und so sollen sie hinzufügen, wenn der
Schutt von Samaria ausreichen sollte für die hohlen Hände all des [Kriegs]volkes, das in meinem Gefolge ist! /1Köni20/11/1Köni Der König von Israel aber antwortete und sprach: Sagt [ihm]: Wer
[das Schwert] umgürtet, rühme sich nicht wie einer, der [es wieder] ablegt! /1Köni20/12/1Köni Und es geschah, als er dieses Wort hörte - er zechte gerade im Zeltlager, er und die Könige -, da
sagte er zu seinen Knechten: Zum Angriff! Und sie stellten sich zum Angriff auf.
/1Köni20/13/1Köni Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und sagte: So spricht der HERR: Hast du diese ganze gewaltige Menge gesehen? Siehe, ich gebe sie heute in deine Hand,
und du sollst erkennen, dass ich der HERR bin. /1Köni20/14/1Köni Da sagte Ahab: Durch wen? Und er sagte: So spricht der HERR: Durch die Leute der Provinzstatthalter. Und er sagte: Wer soll den
Kampf eröffnen? Er sagte: Du. /1Köni20/15/1Köni Da musterte er die Leute der Provinzstatthalter; es waren 232. Und nach ihnen musterte er das ganze Volk, alle Söhne Israel, 7 000
[Mann].
/1Köni20/16/1Köni Und sie zogen aus am Mittag. Ben-Hadad aber trank und berauschte sich im Zeltlager, er und die Könige, die 32 Könige, die ihm halfen. /1Köni20/17/1Köni Und die Leute der
Provinzstatthalter zogen zuerst aus. Und Ben-Hadad sandte [Leute aus], und man berichtete ihm: Männer aus Samaria sind ausgezogen. /1Köni20/18/1Köni Da sagte er: Wenn sie zum Frieden ausgezogen
sind, greift sie lebendig, und wenn sie zum Kampf ausgezogen sind, greift sie [auch] lebendig! /1Köni20/19/1Köni Als jene aber aus der Stadt herausgezogen waren - die Leute der Provinzstatthalter
und das Heer, das ihnen folgte -, /1Köni20/20/1Köni da schlugen sie jeder seinen Gegner, so dass die Aramäer flohen; und Israel jagte ihnen nach. Ben-Hadad, der König von Aram, entkam aber auf
einem Pferd mit [einigen] Gespannen. /1Köni20/21/1Köni Da zog der König von Israel aus und schlug die Pferde und die Kriegswagen, und er richtete unter den Aramäern eine große Niederlage
an.
/1Köni20/22/1Köni Da trat der Prophet zum König von Israel und sagte zu ihm: Wohlan, zeige dich mutig und erkenne und sieh zu, was du [jetzt] tun musst! Denn bei der Wiederkehr des Jahres wird
der König von Aram [erneut] gegen dich heraufziehen.
/1Köni20/23/1Köni Und die Knechte des Königs von Aram sagten zu ihm: Ihre Götter sind Berggötter, darum waren sie uns überlegen. Laßt uns jedoch in der Ebene mit ihnen kämpfen, [dann wird es sich
zeigen,] ob wir ihnen nicht überlegen sein werden! /1Köni20/24/1Köni Diese [eine] Sache aber musst du tun: Entferne die Könige, jeden von seiner Stellung, und setze Statthalter an ihre Stelle!
/1Köni20/25/1Köni Und du, stelle dir ein Heer auf wie das Heer, das dir verlorenging, und Pferde wie die [verlorenen] Pferde und Kriegswagen wie die [verlorenen] Kriegswagen! Dann wollen wir in
der Ebene mit ihnen kämpfen [und sehen], ob wir ihnen nicht überlegen sein werden. Und er hörte auf ihre Stimme und machte es so.
/1Köni20/26/1Köni Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, da musterte Ben-Hadad die Aramäer und zog hinauf nach Afek zum Kampf mit Israel. /1Köni20/27/1Köni Und die Söhne Israel wurden
gemustert und [mit Vorrat] versorgt und zogen ihnen entgegen. Und die Söhne Israel lagerten sich ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden Ziegen. Die Aramäer aber füllten das Land.
/1Köni20/28/1Köni Da trat der Mann Gottes herzu und sprach zum König von Israel und sagte: So spricht der HERR: Weil die Aramäer gesagt haben: Der HERR ist ein Gott der Berge, aber ein Gott der
Täler ist er nicht! - darum will ich diese ganze gewaltige Menge in deine Hand geben; und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. /1Köni20/29/1Köni Und sie lagerten einander gegenüber sieben
Tage lang. Und es geschah am siebten Tag, da kam es zum Kampf, und die Söhne Israel schlugen die Aramäer, 100 000 Mann zu Fuß, an einem Tag. /1Köni20/30/1Köni Und die übrigen flohen nach Afek in
die Stadt. Da fiel die Mauer auf die 27 000 Mann, die übriggeblieben waren.
Ahabs Bund mit dem König der Aramäer - Gottes Gerichtsandrohung
Und Ben-Hadad floh und kam in die Stadt [und verkroch sich] von Kammer zu Kammer. /1Köni20/31/1Köni Da sagten seine Diener zu ihm: Sieh doch, wir haben gehört, dass die Könige des Hauses Israel
gnädige Könige sind. Laß uns doch Sacktuch um unsere Hüften legen und Stricke um unsere Köpfe und zum König von Israel hinausgehen! Vielleicht läßt er dich am Leben. /1Köni20/32/1Köni So gürteten
sie Sacktuch um ihre Hüften und [legten] Stricke um ihre Köpfe und kamen zum König von Israel und sagten: Dein Knecht Ben-Hadad läßt [dir] sagen: Laß mich doch am Leben! Und er sagte: Lebt er
noch? Er ist mein Bruder. /1Köni20/33/1Köni Und die Männer nahmen es als ein gutes Vorzeichen und eilten, sich es von ihm bestätigen zu lassen, und sagten: [Ja,] Ben-Hadad ist dein Bruder. Und er
sagte: Geht, holt ihn! Da ging Ben-Hadad zu ihm hinaus, und der ließ ihn [zu sich] auf den Wagen steigen. /1Köni20/34/1Köni Und Ben-Hadad sagte: Die Städte, die mein Vater deinem Vater genommen
hat, will ich [dir] zurückgeben, und du kannst dir Straßen in Damaskus anlegen, wie sie mein Vater in Samaria angelegt hat. - Und ich [,sagte der König von Israel,] will dich mit diesem Bund
ziehen lassen. Und er schloß einen Bund mit ihm und ließ ihn ziehen.
/1Köni20/35/1Köni Und ein Mann von den Prophetenjüngern sagte zu seinem Gefährten auf das Wort des HERRN hin: Schlag mich doch! Aber der Mann weigerte sich, ihn zu schlagen. /1Köni20/36/1Köni Da
sagte er zu ihm: Dafür, dass du nicht auf die Stimme des HERRN gehört hast - siehe, sobald du von mir weggehst, wird dich ein Löwe schlagen. Und als er von ihm wegging, da fand ihn ein Löwe und
schlug ihn. /1Köni20/37/1Köni Und er fand einen anderen Mann und sagte: Schlag mich doch! Und der Mann schlug ihn, schlug und verwundete ihn. /1Köni20/38/1Köni Da ging der Prophet hin und stellte
sich an den Weg, [um] dem König [zu begegnen]. Und er machte sich unkenntlich durch eine Binde über seinen Augen. /1Köni20/39/1Köni Und es geschah, als der König vorüberging, da schrie er dem
König zu und sagte: Dein Knecht war ausgezogen mitten in den Kampf, und siehe, da wandte sich ein Mann herzu und brachte einen [anderen] Mann zu mir und sagte: Bewache diesen Mann! Sollte er etwa
vermißt werden, dann soll dein Leben für sein Leben einstehen, oder du sollst ein Talent Silber darwiegen. /1Köni20/40/1Köni Und es geschah, während dein Knecht da und dort zu tun hatte, da war
er nicht [mehr] da. Und der König von Israel sagte zu ihm: So ist dein Urteil [gesprochen], du selbst hast entschieden. /1Köni20/41/1Köni Da entfernte er schnell die Binde von seinen Augen, und
der König von Israel erkannte ihn, dass er [einer] von den Propheten war. /1Köni20/42/1Köni Und er sagte zu ihm: So spricht der HERR: Weil du den Mann, auf dem mein Bann lag, aus der Hand
gelassen hast, soll dein Leben für sein Leben einstehen und dein Volk für sein Volk! /1Köni20/43/1Köni Da ging der König von Israel [weg] in sein Haus, mißmutig und wütend, und kam nach
Samaria.
Ahabs Gewalttat an Nabot - Elias Strafrede und Ahabs Buße
\21\
/1Köni21/1/1Köni Und es geschah nach diesen Ereignissen: Nabot, der Jesreeliter, hatte einen Weinberg, der in Jesreel war, [und zwar gleich] neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria.
/1Köni21/2/1Köni Und Ahab redete zu Nabot und sagte: Gib mir deinen Weinberg! Er soll mein Gemüsegarten werden, denn er ist nahe bei meinem Haus. Ich gebe dir dafür einen besseren Weinberg als
den [hier]. [Oder] wenn es besser ist in deinen Augen, gebe ich dir Geld als Kaufpreis für ihn. /1Köni21/3/1Köni Aber Nabot sagte zu Ahab: Das lasse der HERR fern von mir sein, dass ich dir das
Erbe meiner Väter gebe! /1Köni21/4/1Köni Da ging Ahab in sein Haus, mißmutig und wütend über das Wort, das der Jesreeliter Nabot zu ihm geredet hatte, dass er gesagt hatte: Ich gebe dir das Erbe
meiner Väter nicht. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Gesicht ab und aß nichts.
/1Köni21/5/1Köni Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und sagte zu ihm: Warum denn ist dein Geist mißmutig, und [warum] ißt du nichts? /1Köni21/6/1Köni Er sagte zu ihr: Weil ich zu dem
Jesreeliter Nabot geredet und ihm gesagt habe: Gib mir deinen Weinberg für Geld, oder wenn es dir gefällt, will ich dir stattdessen einen [anderen] Weinberg geben! Er aber sagte: Ich gebe dir
meinen Weinberg nicht. /1Köni21/7/1Köni Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: Du, du übst [doch] jetzt die Königsherrschaft über Israel aus. Steh auf, iß und laß dein Herz fröhlich sein! Ich werde
dir den Weinberg des Jesreeliters Nabot geben. /1Köni21/8/1Köni Dann schrieb sie Briefe im Namen Ahabs und siegelte sie mit seinem Siegel und sandte die Briefe an die Ältesten und an die
Vornehmen, die mit Nabot [zusammen] in seiner Stadt wohnten. /1Köni21/9/1Köni Und sie schrieb in den Briefen folgendes: Ruft ein Fasten aus und laßt Nabot obenan im Volk sitzen! /1Köni21/10/1Köni
Und setzt ihm gegenüber zwei Männer, Söhne der Bosheit, dass sie gegen ihn zeugen, indem sie sagen: Du hast Gott und den König gelästert! Dann führt ihn hinaus und steinigt ihn, dass er stirbt!
/1Köni21/11/1Köni Da taten die Männer seiner Stadt, die Ältesten und die Vornehmen, die in seiner Stadt wohnten, wie Isebel zu ihnen gesandt hatte, so, wie in den Briefen geschrieben stand, die
sie ihnen gesandt hatte. /1Köni21/12/1Köni Sie riefen ein Fasten aus und ließen Nabot obenan im Volk sitzen. /1Köni21/13/1Köni Dann kamen die beiden Männer, die Söhne der Bosheit, und setzten
sich ihm gegenüber. Und die Männer der Bosheit zeugten gegen ihn, gegen Nabot vor dem Volk, indem sie sagten: Nabot hat Gott und den König gelästert! Dann führte man ihn zur Stadt hinaus und
steinigte ihn, und er starb. /1Köni21/14/1Köni Und sie sandten zu Isebel und ließen [ihr] sagen: Nabot ist gesteinigt worden und ist tot. /1Köni21/15/1Köni Und es geschah, als Isebel hörte, dass
Nabot gesteinigt worden und tot war, sagte Isebel zu Ahab: Mache dich auf, nimm in Besitz den Weinberg des Jesreeliters Nabot, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben! Denn Nabot lebt
nicht mehr, er ist tot.
/1Köni21/16/1Köni Und es geschah, als Ahab hörte, dass Nabot tot war, da machte sich Ahab auf, um in den Weinberg des Jesreeliters Nabot hinabzugehen [und] ihn in Besitz zu nehmen.
/1Köni21/17/1Köni Da geschah das Wort des HERRN zu Elia, dem Tischbiter: /1Köni21/18/1Köni Mache dich auf, geh hinab Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria [wohnt]! Siehe, er ist im
Weinberg Nabots, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen. /1Köni21/19/1Köni Und rede zu ihm und sage: So spricht der HERR: Hast du gemordet und auch [fremdes Gut] in Besitz
genommen? Und rede zu ihm: So spricht der HERR: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, sollen die Hunde dein Blut, ja deines, lecken. /1Köni21/20/1Köni Und Ahab sagte zu Elia:
Hast du mich gefunden, mein Feind? Und er sagte: Ich habe [dich] gefunden, weil du dich verkauft hast, um zu tun, was böse ist in den Augen des HERRN. /1Köni21/21/1Köni Siehe, ich bringe Unheil
über dich und fege aus hinter dir her. Ich werde von Ahab ausrotten, was männlich ist, den Unmündigen und den Mündigen in Israel. /1Köni21/22/1Köni Und ich mache dein Haus dem Haus Jerobeams, des
Sohnes Nebats, gleich und dem Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, wegen des Zornes, zu dem du mich gereizt hast, und [weil] du Israel zur Sünde verführt hast. /1Köni21/23/1Köni Und auch über Isebel
hat der HERR geredet und gesprochen: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Vormauer von Jesreel. /1Köni21/24/1Köni Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf
[freiem] Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.
/1Köni21/25/1Köni Es hat in der Tat keinen wie Ahab gegeben, der sich [so] verkauft hätte, um zu tun, was in den Augen des HERRN böse ist. Ihn hatte seine Frau Isebel verführt. /1Köni21/26/1Köni
Und er handelte ganz abscheulich, indem er den Götzen nachlief, ganz wie es die Amoriter getan hatten, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte.
/1Köni21/27/1Köni Und es geschah, als Ahab diese Worte hörte, da zerriß er seine Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete; und er lag im Sacktuch und ging still einher.
/1Köni21/28/1Köni Da geschah das Wort des HERRN zu Elia, dem Tischbiter: /1Köni21/29/1Köni Hast du gesehen, dass Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er sich vor mir gedemütigt hat, will ich
das Unheil nicht in seinen Tagen kommen lassen; [erst] in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil über sein Haus kommen lassen.
Ahabs und Joschafats Kriegsabsichten - Weissagung des Micha 2Chr 18,1-27
\22\
/1Köni22/1/1Köni Und sie verhielten sich drei Jahre lang ruhig; es war kein Krieg zwischen Aaram und Israel. /1Köni22/2/1Köni Aber im dritten Jahr, da kam Joschafat, der König von Juda, zum König
von Israel herab. /1Köni22/3/1Köni Und der König von Israel sagte zu seinen Dienern: Habt ihr nicht erkannt, dass Ramot in Gilead uns gehört? Und wir bleiben still, anstatt es der Hand des Königs
von Aram zu entreißen. /1Köni22/4/1Köni Und er sagte zu Joschafat: Willst du mit mir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen? Da sagte Joschafat zum König von Isarel: Ich bin wie du, mein Volk
ist wie dein Volk, meine Pferde sind wie deine Pferde.
/1Köni22/5/1Köni Und Joschafat sagte zum König von Israel: Befrage doch heute das Wort des HERRN! /1Köni22/6/1Köni Da versammelte der König von Israel die Propheten, etwa vierhundert Mann, und er
sagte zu ihnen: Soll ich gegen Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich es lassen? Sie sagten: Zieh hinauf! Und der Herr wird es in die Hand des Königs geben. /1Köni22/7/1Köni Aber
Joschafat sagte: Ist hier kein Prophet des Herrn mehr, dass wir durch ihn [den HERRN] befragen? /1Köni22/8/1Köni Da sagte der König von Israel zu Joschafat: Einen Mann gibt es noch, durch den man
den HERRN befragen könnte, aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes über mich, sondern [nur] Böses: [es ist] Micha, der Sohn des Jimla. Joschafat aber sagte: Der König spreche nicht so!
/1Köni22/9/1Köni Da rief der König von Israel einen Hofbeamten und sagte: Hole schnell Micha, den Sohn des Jimla! /1Köni22/10/1Köni Und der König von Israel und Joschafat, der König von Juda,
saßen jeder auf seinem Thron, bekleidet mit königlichen Gewändern, auf einem freien Platz am Toreingang von Samaria. Und alle Propheten weissagten vor ihnen. /1Köni22/11/1Köni Und Zedekia, der
Sohn des Kenaana, machte sich eiserne Hörner und sagte: So spricht der HERR: Mit denen wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie vernichtet hast. /1Köni22/12/1Köni Ebenso weissagten alle
Propheten, indem sie sagten: Zieh hinauf nach Ramot in Gilead und führe [Israel] zum Sieg! Der HERR hat es in die Hand des Königs gegeben.
/1Köni22/13/1Köni Der Bote aber, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und sagte: Sieh doch, die Worte der Propheten sind einstimmig gut für den König. Laß doch dein Wort sein wie
das Wort eines von ihnen und rede Gutes! /1Köni22/14/1Köni Micha aber sagte: So wahr der HERR lebt - nur, was der HERR mir sagen wird, das werde ich reden! /1Köni22/15/1Köni Und als er zum König
kam, sagte der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder sollen wir es lassen? Da sagte er zu ihm: Zieh hinauf und führe [Israel] zum Sieg! Denn der HERR hat
es in die Hand des Königs gegeben. /1Köni22/16/1Köni Der König aber sagte zu ihm: Wievielmal muß ich dich beschwören, dass du im Namen des HERRN nichts zu mir redest als nur die Wahrheit?
/1Köni22/17/1Köni Da sagte er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe , die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese haben keinen Herrn, sie sollen in Frieden
zurückkehren, jeder in sein Haus. /1Köni22/18/1Köni Da sagte der König von Israel zu Joschafat: Habe ich dir nicht gesagt, er weissagt nichts Gutes über mich, sondern [nur] Böses?
/1Köni22/19/1Köni Und Micha sprach: Darum höre das Wort des HERRN! Ich sah den HERRN auf seinem Thron sitzen, und das ganze Heer des Himmels stand um ihn, zu seiner Rechten und zu seiner Linken.
/1Köni22/20/1Köni Und der HERR sprach: Wer will Ahab betören, dass er hinaufzieht und bei Ramot in Gilead fällt? Und der eine sagte dies, und der andere sagte das. /1Köni22/21/1Köni Da trat der
Geist hervor und stellte sich vor den HERRN und sagte: Ich will ihn betören. Und der HERR sprach zu ihm: Womit? /1Köni22/22/1Köni Da sagte er: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein im
Mund aller seiner Propheten. Und er sprach: Du sollst ihn betören und wirst es auch können. Geh aus und mache es so! /1Köni22/23/1Köni Und nun, siehe, der HERR hat einen Lügengeist in den Mund
all dieser deiner Propheten gegeben, denn der HERR hat Unheil über dich geredet.
/1Köni22/24/1Köni Da trat Zedekia, der Sohn des Kenaana, heran und schlug Micha auf die Backe und sprach: Auf welchem Weg ist [denn] der Geist des HERRN von mir gewichen, um mit dir zu reden?
/1Köni22/25/1Köni Micha sagte: Siehe, du wirst es an jenem Tag sehen, wenn du von Zimmer zu Zimmer flüchtest, um dich zu verstecken. /1Köni22/26/1Köni Da sagte der König von Israel: Nimm Micha
und führe ihn zurück zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joasch, dem Sohn des Königs, /1Köni22/27/1Köni und sage: So spricht der König: Setzt diesen ins Gefängnis und speist ihn mit Brot der
Bedrängnis und mit Wasser der Bedrängnis, bis ich in Frieden zurückkomme! /1Köni22/28/1Köni Micha aber sagte: Wenn du je in Frieden zurückkehrst, [dann] hat der HERR nicht durch mich geredet! Und
er sprach: Hört es, ihr Völker alle!
Gemeinsamer Krieg Ahabs und Joschafats - Joschafats Rettung und Ahabs Tod
2Chr 18,28-34
/1Köni22/29/1Köni Und der König von Israel und Joschafat, der König von Juda, zogen hinauf nach Ramot in Gilead. /1Köni22/30/1Köni Und der König von Israel sagte zu Joschafat: Ich will mich
verkleiden und in den Kampf ziehen. Du aber lege deine [königlichen] Kleider an! So verkleidete sich der König von Israel und zog in den Kampf. /1Köni22/31/1Köni Der König von Aram hatte aber
seinen 32 Wagenführern befohlen: Ihr sollt weder gegen einen Geringen noch gegen einen Großen kämpfen, sondern gegen den König von Israel allein! /1Köni22/32/1Köni Und es geschah, als die
Wagenführer Joschafat sahen, da sagten sie [sich]: Das ist gewiß der König von Israel! Und sie lenkten [ihre Wagen] auf ihn zu, um ihn anzugreifen. Da schrie Joschafat um Hilfe. /1Köni22/33/1Köni
Und es geschah, als die Wagenführer sahen, dass nicht er der König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab.
/1Köni22/34/1Köni Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König von Israel zwischen die Tragbänder [des Panzers] und den Panzer. Da sagte er zu seinem Wagenlenker: Wende um
und bring mich aus der Schlacht hinaus! Denn ich bin schwer verwundet. /1Köni22/35/1Köni Und der Kampf wurde heftig an jenem Tag. Und der König hielt sich angesichts der Aramäer im Wagen [noch]
aufrecht; und am Abend starb er, und das Blut der Wunde floß in das Innere des Wagens. /1Köni22/36/1Köni Beim Untergang der Sonne erging der laute Ruf durchs Lager: Jeder Mann in seine Stadt und
jeder Mann in sein Land! /1Köni22/37/1Köni So starb der König und kam nach Samaria. Und man begrub den König in Samaria. /1Köni22/381/1Köni Und als man den Wagen am Teich von Samaria, wo die
Huren sich wuschen, abspülte, da leckten die Hunde sein Blut, und die Huren badeten [darin] nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte.
/1Köni22/39/1Köni Und die übrige Geschichte Ahabs und alles, was er getan, und das Elfenbeinhaus, das er gebaut, und alle Städte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben im Buch der
Geschichte der Könige von Israel? /1Köni22/40/1Köni Und Ahab legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Ahasja wurde an seiner Stelle König.
Joschafat von Juda 2Chr 20,31-21,1
/1Köni22/41/1Köni Und Joschafat, der Sohn Asas, wurde König über Juda im vierten Jahr Ahabs, des Königs von Israel. /1Köni22/42/1Köni Joschafat war 35 Jahre alt, als er König wurde, und er
regierte 25 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter des Schilhi. /1Köni22/43/1Köni Und er ging den ganzen Weg seines Vaters Asa; er wich nicht davon ab, indem er
tat, was recht war in den Augen des HERRN. /1Köni22/44/1Köni Nur die Höhen wichen nicht: das Volk brachte auf den Höhen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar. /1Köni22/45/1Köni Und Joschafat
hatte Frieden mit dem König von Israel.
/1Köni22/46/1Köni Und die übrige Geschichte Joschafats und seine Machttaten, die er ausgeübt, und wie er Krieg geführt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda?
/1Köni22/47/1Köni Auch rottete er aus dem Land den Rest der Tempelhurer aus, der in den Tagen seines Vaters Asa übriggeblieben war. /1Köni22/48/1Köni Und es war kein König in Edom; ein Vogt
[regierte als] König. /1Köni22/49/1Köni Joschafat baute Tarsisschiffe, die nach Ofir fahren sollten, um Gold [zu holen]; aber man fuhr nicht, denn die Schiffe wurden bei Ezjon-Geber zertrümmert.
/1Köni22/50/1Köni Damals sagte Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Joschafat: Laß meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren! Aber Joschafat wollte nicht. /1Köni22/51/1Köni Und Joschafat
legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt seines Vaters David. Und sein Sohn Joram wurde an seiner Stelle König.
Ahasja von Israel
/1Köni22/52/1Köni Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria, im 17. Jahr Joschafats, des Königs von Juda; und er regierte zwei Jahre über Israel. /1Köni22/53/1Köni Und er tat,
was böse war in den Augen des HERRN und ging auf dem Weg seines Vaters und auf dem Weg seiner Mutter und auf dem Weg Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte.
/1Köni22/54/1Köni Und er diente dem Baal und warf sich vor ihm nieder. Und er reizte den HERRN, den Gott Israels, nach allem, was sein Vater getan hatte.
1.12 Zweites Buch Könige.
Ahasja von Israel - Sein Götzendienst, Elias Gerichtsandrohung, Ahasjas Tod.
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/2Köni1/1/2Köni Und Moab brach mit Israel, nachdem Ahab tot war. - /2Köni1/2/2Köni Und Ahasja fiel in seinem Obergemach in Samaria durch das Gitter und wurde krank. Und er sandte Boten und sagte
zu ihnen: Geht hin, befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde! /2Köni1/3/2Köni Da redete der Engel des HERRN zu Elia, dem Tischbiter: Mache dich auf, geh
hinauf den Boten des Königs von Samaria entgegen und sage zu ihnen: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass ihr hingeht, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? /2Köni1/4/2Köni Darum, so
spricht der HERR: Von dem Bett, das du bestiegen hast, wirst du nicht herunterkommen, sondern du musst sterben! Und Elia ging hin.
/2Köni1/5/2Köni Als nun die Boten zum König zurückkamen, sagte er zu ihnen: Warum seid ihr denn [schon] zurückgekehrt? /2Köni1/6/2Köni Sie sagten zu ihm: Ein Mann kam herauf, uns entgegen, und
sagte zu uns: Geht, kehrt zum König zurück, der euch gesandt hat, und redet zu ihm: So spricht der HERR: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass du hinsendest, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron,
zu befragen? Darum wirst du von dem Bett, das du bestiegen hast, nicht herunterkommen, sondern du musst sterben. /2Köni1/7/2Köni Da sagte er zu ihnen: Wie war das Aussehen des Mannes, der euch
entgegenkam und diese Worte zu euch redete? /2Köni1/8/2Köni Sie sagten zu ihm: Es war ein Mann, mit einem haarigen Mantel bekleidet und an seinen Hüften gegürtet mit einem ledernen Schurz. Da
sagte er: Das ist Elia, der Tischbiter!
/2Köni1/9/2Köni Und er sandte zu ihm einen Obersten über fünfzig [Mann] und seine fünfzig [Leute]. Der ging zu ihm hinauf, und siehe, er saß auf dem Gipfel des Berges. Und er sagte zu ihm: Mann
Gottes, der König sagt: Komm herab! /2Köni1/10/2Köni Elia aber antwortete und redete zu dem Obersten über fünfzig [Mann]: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse
dich und deine fünfzig [Mann]! Da fuhr Feuer vom Himmel herab und fraß ihn und seine fünfzig [Mann]. /2Köni1/11/2Köni Und er sandte nochmals zu ihm, einen anderen Obersten über fünfzig [Mann] mit
seinen fünfzig [Leuten]. Der stieg hinauf und sagte zu ihm: Mann Gottes, so spricht der König: Schnell, komm herunter! /2Köni1/12/2Köni Aber Elia antwortete und redete zu ihnen: Wenn ich ein Mann
Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse dich und deine fünfzig [Mann]! Da fuhr Feuer Gottes vom Himmel herab und fraß ihn und seine fünfzig [Mann]. /2Köni1/13/2Köni Und er sandte
nochmals hin, einen dritten Obersten über fünfzig [Mann] und seine fünfzig [Leute]. Und der dritte Oberste über fünfzig [Mann] ging hinauf und kam und beugte seine Knie vor Elia, flehte ihn an
und redete zu ihm: Mann Gottes! Laß doch mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser fünfzig [Mann], teuer sein in deinen Augen! /2Köni1/14/2Köni Siehe, Feuer ist vom Himmel herabgefahren und
hat die beiden vorigen Obersten über fünfzig [Mann] und ihre fünfzig [Leute] gefressen. Nun aber laß mein Leben teuer sein in deinen Augen! /2Köni1/15/2Köni Da redete der Engel des HERRN zu Elia:
Geh mit ihm hinab, fürchte dich nicht vor ihm! Und er stand auf und ging mit ihm zum König hinab.
/2Köni1/16/2Köni Und er redete zu ihm: So spricht der HERR: Weil du Boten gesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen - gibt es denn keinen Gott in Israel, um sein Wort zu
befragen? -, darum wirst du von dem Bett, das du bestiegen hast, nicht herunterkommen; sondern du musst sterben! /2Köni1/17/2Köni Und er starb nach dem Wort des HERRN, das Elia geredet hatte. Und
Joram wurde an seiner Stelle König im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Joschafats, des Königs von Juda; denn er hatte keinen Sohn.
/2Köni1/18/2Köni Und die übrige Geschichte Ahasjas, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel?
Elia und Elisa - Elias Himmelfahrt.
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/2Köni2/1/2Köni Und es geschah, als der HERR den Elia im Sturmwind zum Himmel auffahren lassen wollte, da gingen Elia und Elisa von Gilgal fort. /2Köni2/2/2Köni Und Elia sagte zu Elisa: Bleib
doch hier! Denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie gingen nach Bethel hinab. /2Köni2/3/2Köni Da
kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der HERR heute deinen Herrn über deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich
habe es erkannt. Seid still! /2Köni2/4/2Köni Und Elia sagte zu ihm: Elisa, bleib doch hier! Denn der HERR hat mich nach Jericho gesandt. Er aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt,
wenn ich dich verlasse! (So wahr der HERR lebt, ich werde dich nicht verlassen! Ist eine Eidformel im Hebräischen) Und sie kamen nach Jericho. /2Köni2/5/2Köni Da traten die Söhne der Propheten,
die in Jericho waren, zu Elisa und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der HERR heute deinen Herrn über deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich habe es erkannt. Seid still!
/2Köni2/6/2Köni Und Elia sagte zu ihm: Bleib doch hier! Denn der HERR hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und so
gingen sie beide miteinander. /2Köni2/7/2Köni Und fünfzig Mann von den Söhnen der Propheten gingen mit und blieben abseits stehen, als die beiden an den Jordan traten. /2Köni2/8/2Köni Da nahm
Elia seinen Mantel und wickelte [ihn] zusammen und schlug auf das Wasser. Und es teilte sich hierhin und dorthin, und die beiden gingen hinüber auf dem Trockenen.
/2Köni2/9/2Köni Und es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sagte Elia zu Elisa: Bitte, was ich für dich tun soll, bevor ich von dir weggenommen werde! Elisa sagte: Dass mir doch ein
zweifacher Anteil von deinem Geist [gegeben] werde! /2Köni2/10/2Köni Da sagte er: Du hast Schweres erbeten! Wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir weggenommen werde, dann wird dir das
[gegeben] werden; wenn aber nicht, dann wird es [dir] nicht [gegeben] werden. /2Köni2/11/2Köni Und es geschah, während sie gingen, gingen und redeten, siehe da: ein feuriger Wagen und feurige
Pferde, die sie beide voneinander trennten! Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel. /2Köni2/12/2Köni Und Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Gespann! Dann
sah er ihn nicht mehr. Da faßte er seine Kleider und zerriß sie in zwei Stücke. /2Köni2/13/2Köni Und er hob den Mantel des Elia auf, der diesem entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des
Jordan. /2Köni2/14/2Köni Und er nahm den Mantel des Elia, der diesem entfallen war, und schlug auf das Wasser und sagte: Wo ist der HERR, der Gott des Elia? Auch er schlug also auf das Wasser,
und es teilte sich hierhin und dorthin, und Elisa ging hinüber.
/2Köni2/15/2Köni Als nun die Söhne der Propheten, die gegenüber in Jericho waren, ihn sahen, sagten sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und sie kamen ihm entgegen und warfen sich vor ihm zur
Erde nieder. /2Köni2/16/2Köni Und sie sagten zu ihm: Sieh doch, es sind bei deinen Knechten fünfzig tüchtige Männer. Laß sie doch gehen und deinen Herrn suchen, ob nicht etwa der Geist des HERRN
ihn weggetragen und ihn auf einen der Berge oder in eines der Täler geworfen hat! Er aber sagte: Sendet nicht! /2Köni2/17/2Köni Doch sie drangen in ihn, bis er nachgab und sagte: Sendet! So
sandten sie denn fünfzig Mann hin; die suchten drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht. /2Köni2/18/2Köni Und sie kehrten zu ihm zurück, als er sich [noch] in Jericho aufhielt. Da sagte er zu
ihnen: Hatte ich euch nicht gesagt: Geht nicht hin?
Wundertaten des Elisa: Hilfe in Jericho, Gericht in Bethel.
/2Köni2/19/2Köni Und die Männer der Stadt sagten zu Elisa: Sieh doch, die Lage der Stadt ist gut, wie mein Herr sieht. Aber das Wasser ist schlecht, darum kommt es im Land zu Fehlgeburten.
/2Köni2/20/2Köni Da sagte er: Bringt mir eine neue Schale und tut Salz hinein! Und sie brachten sie ihm. /2Köni2/21/2Köni Und er ging hinaus zu der Quelle des Wassers, warf das Salz hinein und
sagte: So spricht der HERR: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht. Nicht mehr soll Tod und Fehlgeburt daraus entstehen. /2Köni2/22/2Köni Und das Wasser wurde gesund bis auf diesen Tag nach dem
Wort, das Elisa geredet hatte.
/2Köni2/23/2Köni Und er ging von dort hinauf nach Bethel. Wie er nun den Weg hinaufging, kamen kleine Jungen aus der Stadt heraus und verspotteten ihn und sagten zu ihm: Komm herauf, Kahlkopf!
Komm herauf, Kahlkopf! /2Köni2/24/2Köni Er aber wandte sich um, sah sie an und verfluchte sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bärinnen aus dem Wald und zerrissen von ihnen 42
Kinder.
/2Köni2/25/2Köni Und er ging von dort [weg] zum Berg Karmel; und von da kehrte er nach Samaria zurück.
Joram von Israel - Krieg gegen die Moabiter - Hilfe durch Elisa.
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/2Köni3/1/2Köni Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria, im achtzehnten Jahr Joschafats, des Königs von Juda; und er regierte zwölf Jahre. /2Köni3/2/2Köni Und er tat, was
böse war in den Augen des HERRN, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter, weil er den Gedenkstein des Baal beseitigte, den sein Vater gemacht hatte. /2Köni3/3/2Köni Doch hielt er fest an den
Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte; er wich von ihr nicht ab.
/2Köni3/4/2Köni Und Mescha, der König von Moab, war Schafzüchter und lieferte dem König von Israel 100 000 Lämmer und 100 000 ungeschorene Widder [als Tribut]. /2Köni3/5/2Köni Und es geschah, als
Ahab gestorben war, da brach der König von Moab mit dem König von Israel. /2Köni3/6/2Köni Nun zog der König Joram in jener Zeit von Samaria aus und musterte ganz Israel. /2Köni3/7/2Köni Und er
ging hin und sandte zu Joschafat, dem König von Juda, und ließ [ihm] sagen: Der König von Moab hat mit mir gebrochen. Willst du mit mir gegen Moab in den Kampf ziehen? Er sagte: Ich will
hinaufziehen; ich bin wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Pferde wie deine Pferde. /2Köni3/8/2Köni Und er sagte: Welchen Weg wollen wir hinaufziehen? Er sagte: Den Weg [durch die] Wüste Edom.
/2Köni3/9/2Köni So zogen der König von Israel und der König von Juda und der König von Edom aus. Als sie nun einen Umweg von sieben Tagereisen gemacht hatten, gab es kein Wasser [mehr] für das
Heer und für das Vieh, das in ihrem Gefolge war. /2Köni3/10/2Köni Da sagte der König von Israel: Wehe! Der HERR hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben! /2Köni3/11/2Köni
Joschafat aber sagte: Ist hier kein Prophet des HERRN, dass wir den HERRN durch ihn befragen können? Da antwortete einer von den Dienern des Königs von Israel und sagte: Elisa ist hier, der Sohn
des Schafat, der Wasser über Elias Hände goß. /2Köni3/12/2Köni Und Joschafat sagte: Das Wort des HERRN ist bei ihm. Da gingen der König von Israel und Joschafat und der König von Edom zu ihm
hinab.
/2Köni3/13/2Köni Und Elisa sagte zum König von Israel: Was habe ich mit dir [zu tun]? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Der König von Israel aber sagte zu
ihm: Nein! Hat doch der HERR diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben! /2Köni3/14/2Köni Da sagte Elisa: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, fürwahr, wenn
ich nicht auf Joschafat, den König von Juda, Rücksicht nähme, so würde ich dich weder anblicken noch beachten! /2Köni3/15/2Köni Und nun holt mir einen Saitenspieler. Und es geschah, als der
Saitenspieler spielte, da kam die Hand des HERRN über ihn. /2Köni3/16/2Köni Und er sagte: So spricht der HERR: Macht in diesem Tal Grube an Grube! /2Köni3/17/2Köni Denn so spricht der HERR: Ihr
werdet keinen Wind sehen und keinen Regen sehen, und doch wird sich dieses Tal mit Wasser füllen, so dass ihr trinken könnt, ihr und eure Herden und euer Vieh. /2Köni3/18/2Köni Und das ist [noch]
zu gering in den Augen des HERRN, er wird auch Moab in eure Hand geben. /2Köni3/19/2Köni Und ihr werdet jede befestigte Stadt und jede auserlesene Stadt schlagen und werdet alle guten Bäume
fällen und alle Wasserquellen verstopfen und jedes gute Feld mit Steinen verderben. /2Köni3/20/2Köni Und es geschah am Morgen, [zur Zeit,] da man das Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser aus
der Richtung von Edom her, und das Land füllte sich mit Wasser.
/2Köni3/21/2Köni Und als alle Moabiter hörten, dass die Könige heraufgezogen waren, um gegen sie zu kämpfen, da wurden sie zusammengerufen, von jedem an, der das Schwert umgürten konnte, und
darüber; und sie stellten sich an der Grenze auf. /2Köni3/22/2Köni Und als sie sich früh am Morgen aufmachten und die Sonne über dem Wasser aufging, da sahen die Moabiter das Wasser gegenüber rot
wie Blut. /2Köni3/23/2Köni Und sie sagten: Das ist Blut! Ganz sicher haben sich die Könige bekämpft und sich gegenseitig erschlagen. Nun auf zur Beute, Moab! /2Köni3/24/2Köni Als sie aber zum
Lager Israels kamen, da erhob sich Israel, und sie schlugen die Moabiter, dass sie vor ihnen flohen. Israel aber drang ins Land ein und schlug Moab [vernichtend]. /2Köni3/25/2Köni Und sie rissen
die Städte nieder, und auf alle guten Felder warfen sie jeder seinen Stein und füllten sie damit an, und sie verstopften alle Wasserquellen und fällten alle guten Bäume, bis nur noch die
Steinmauer von Kir-Heres standhielt. Und die Schleuderer umzingelten [die Stadt] und beschossen sie. /2Köni3/26/2Köni Als aber der König von Moab sah, dass ihm der Kampf zu heftig war, nahm er
700 Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den König von Edom durchzubrechen; aber es gelang ihnen nicht. /2Köni3/27/2Köni Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Stelle König
werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Da kam ein großer Zorn über Israel; und sie zogen von ihm ab und kehrten in [ihr] Land zurück.
Elisa und der Ölkrug der Witwe.
\4\
/2Köni4/1/2Köni Und eine Frau von den Frauen der Prophetensöhne schrie zu Elisa: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, und du hast [doch] selbst erkannt, dass dein Knecht den HERRN fürchtete.
Nun aber ist der Gläubiger gekommen, um meine beiden Söhne für sich als Sklaven zu nehmen. /2Köni4/2/2Köni Da sagte Elisa zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sag mir, was du im Haus hast! Sie
sagte: Deine Magd hat gar nichts im Haus als nur einen Krug Öl. /2Köni4/3/2Köni Da sagte er: Geh hin, erbitte dir Gefäße von draußen, von all deinen Nachbarinnen, leere Gefäße, [aber] nicht zu
wenige! /2Köni4/4/2Köni Dann geh hinein und schließ die Tür hinter dir und hinter deinen Söhnen zu und gieß in all diese Gefäße; und was voll ist, stelle beiseite! /2Köni4/5/2Köni Und sie ging
von ihm weg und schloß die Tür hinter sich und hinter ihren Söhnen zu. Während sie ihr [die Gefäße] reichten, goß sie ein. /2Köni4/6/2Köni Und es geschah, als die Gefäße voll waren, da sagte sie
zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß! Er aber sagte zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr da. Da kam das Öl zum Stillstand. /2Köni4/7/2Köni Und sie kam und berichtete es dem Mann Gottes, und der
sagte: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schulden! Du aber und deine Söhne [,ihr] könnt von dem restlichen [Öl] leben.
Elisa und der Sohn der Schunemiterin.
/2Köni4/8/2Köni Und es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Schunem hinüber. Dort war eine wohlhabende Frau, die nötigte ihn, [bei ihr] zu essen. Und es geschah, sooft er durchzog, kehrte er
dort ein, um zu essen. /2Köni4/9/2Köni Und sie sagte zu ihrem Mann: Sieh doch, ich habe erkannt, dass es ein heiliger Mann Gottes ist, der regelmäßig [hier] bei uns hindurchzieht.
/2Köni4/10/2Köni Laß uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen! Dort wollen wir ihm dann Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter hinstellen. Und es soll geschehen, wenn er zu uns kommt,
kann er dort einkehren. /2Köni4/11/2Köni Und es geschah eines Tages, als er [wieder] dahin kam, kehrte er in das Obergemach ein und schlief dort. /2Köni4/12/2Köni Und er sagte zu seinem Diener
Gehasi: Ruf diese Schunemiterin! Und er rief sie, und sie trat vor ihn hin. /2Köni4/13/2Köni Und er sagte zu ihm: Sage doch zu ihr: Siehe, du hast dir unsertwegen alle diese Mühe gemacht. Was
kann man für dich tun? Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Heerobersten? Sie aber sagte: Ich wohne mitten in meinem Volk. /2Köni4/14/2Köni Und er sagte: Was kann man denn [dann] für
sie tun? Da sagte Gehasi: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt. /2Köni4/15/2Köni Und er sagte: Ruf sie! Und er rief sie, und sie trat in die Tür. /2Köni4/16/2Köni Und er sprach: Um
diese Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn umarmen. Da sagte sie: Nicht doch, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht! /2Köni4/17/2Köni Aber die Frau wurde schwanger und gebar einen
Sohn zu eben dieser Zeit übers Jahr, wie Elisa zu ihr geredet hatte.
/2Köni4/18/2Köni Und das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es zu seinem Vater hinaus, zu den Schnittern. /2Köni4/19/2Köni Und es sagte zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf!
Er sagte zu dem Knecht: Trag ihn zu seiner Mutter! /2Köni4/20/2Köni Der hob ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er saß auf ihren Knien bis zum Mittag, dann starb er. /2Köni4/21/2Köni Da
ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, schloß hinter ihm zu und ging hinaus. /2Köni4/22/2Köni Und sie rief ihren Mann und sagte: Schicke mir doch einen von den Knechten und
eine von den Eselinnen! Und ich will zu dem Mann Gottes eilen und [bald] zurückkommen. /2Köni4/23/2Köni Er sagte: Warum willst du [gerade] heute zu ihm gehen? Es ist weder Neumond noch Sabbat.
Sie sagte: Friede [mit dir]! /2Köni4/24/2Köni Und sie sattelte die Eselin und sagte zu ihrem Diener: Treib [nur] immerfort an! Halte mich nicht beim Reiten auf, es sei denn, dass ich es dir sage!
/2Köni4/25/2Köni So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Und es geschah, als der Mann Gottes sie von ferne sah, sagte er zu seinem Diener Gehasi: Siehe da, die
Schunemiterin! /2Köni4/26/2Köni Nun lauf ihr doch entgegen und sage zu ihr: Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut? Sie sagte: Gut! /2Köni4/27/2Köni Und sie kam zu dem
Mann Gottes auf den Berg und umfaßte seine Füße. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sagte: Laß sie! Denn ihre Seele ist betrübt; und der HERR hat es mir verborgen und
es mir nicht kundgetan. /2Köni4/28/2Köni Und sie sagte: Habe ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich nicht gesagt: Täusche mich nicht? /2Köni4/29/2Köni Da sagte er zu Gehasi: Gürte
deine Hüften und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin! Wenn du jemandem begegnest, grüße ihn nicht, und wenn jemand dich grüßt, antworte ihm nicht! Und lege meinen Stab auf das Gesicht des
Jungen! /2Köni4/30/2Köni Die Mutter des Jungen aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich von dir lasse! Da machte er sich auf und ging ihr nach. /2Köni4/31/2Köni Gehasi
aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Gesicht des Jungen gelegt; aber da war kein Laut und kein Aufhorchen. Und er kehrte um, ihm entgegen, und berichtete ihm und sagte: Der
Junge ist nicht aufgewacht. /2Köni4/32/2Köni Und als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Junge tot, auf sein Bett hingelegt.
/2Köni4/33/2Köni Und er ging hinein und schloß die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu dem HERRN. /2Köni4/34/2Köni Und er stieg auf [das Bett] und legte sich auf das Kind und legte seinen
Mund auf dessen Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und beugte sich [so] über ihn. Da wurde der Leib des Kindes warm. /2Köni4/35/2Köni Dann ging er wieder im
Haus einmal hierhin, einmal dorthin und stieg [wieder] hinauf und beugte sich über ihn. Da nieste der Junge siebenmal, und der Junge schlug seine Augen auf. /2Köni4/36/2Köni Und er rief Gehasi
und sagte: Ruf diese Schunemiterin! Er rief sie, und sie kam zu ihm herein. Und er sagte: Nimm deinen Sohn! /2Köni4/37/2Köni Da kam sie und fiel ihm zu Füßen und warf sich zur Erde nieder. Und
sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.
Elisa und die vergiftete Speise - Elisa und die Hungernden.
/2Köni4/38/2Köni Elisa aber kehrte nach Gilgal zurück. Es war aber Hungersnot im Land. Als nun die Söhne der Propheten vor ihm saßen, sagte er zu seinem Diener: Setze den großen Topf auf und
koche ein Gericht für die Söhne der Propheten! /2Köni4/39/2Köni Da ging einer auf das Feld hinaus, um Kräuter zu sammeln; und er fand ein wildes Rankengewächs und las davon wilde Koloquinten,
sein Gewand voll. Und er kam und zerschnitt sie in den Kochtopf. Sie kannten sie nämlich nicht. /2Köni4/40/2Köni Und sie schütteten es aus zum Essen für die Männer. Aber es geschah, als sie von
dem Gericht aßen, da schrieen sie auf und sagten: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes! Und sie konnten nichts essen. /2Köni4/41/2Köni Da sagte er: Holt Mehl! Das warf er in den Topf und sagte:
Schütte es aus für die Leute, dass sie essen! Und es war nichts Schädliches [mehr] im Topf.
/2Köni4/42/2Köni Und ein Mann kam von Baal-Schalischa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, zwanzig Gerstenbrote, und Jungkorn in seinem Beutel. Und er sagte: Gib es den Leuten, dass sie
essen! /2Köni4/43/2Köni Sein Diener aber sagte: Wie soll ich das hundert Mann vorsetzen? Er sagte: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und übriglassen.
/2Köni4/44/2Köni Und er setzte es ihnen vor; und sie aßen und ließen übrig nach dem Wort des HERRN.
Elisa und die Heilung des Naaman - Gericht über Gehasi.
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/2Köni5/1/2Köni Und Naaman, der Heeroberste des Königs von Aram, war ein bedeutender Mann vor seinem Herrn und angesehen; denn durch ihn hatte der HERR Sieg für Aram gegeben. Der Mann war ein
Kriegsheld, [aber] aussätzig. /2Köni5/2/2Köni Und die Aramäer waren auf Raub ausgezogen und hatten aus dem Land Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt, das kam in den Dienst der Frau des
Naaman. /2Köni5/3/2Köni Und sie sagte zu ihrer Herrin: Ach, wäre mein Herr doch vor dem Propheten, der in Samaria [wohnt]! Dann würde er ihn von seinem Aussatz befreien. /2Köni5/4/2Köni Und
Naaman ging und berichtete es seinem Herrn und sagte: So und so hat das Mädchen geredet, das aus dem Land Israel ist. /2Köni5/5/2Köni Da sagte der König von Aram: Geh, zieh hin! Und ich will
[dazu] an den König von Israel einen Brief senden. Da ging er hin und nahm zehn Talente Silber mit sich und sechstausend [Schekel] Gold und zehn Wechselkleider. /2Köni5/6/2Köni Und er brachte den
Brief zum König von Israel; und er lautete so: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, [so wisse,] siehe, ich habe meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist.
/2Köni5/7/2Köni Und es geschah, als der König von Israel den Brief gelesen hatte, da zerriß er seine Kleider und sagte: Bin ich Gott, [der die Macht hat,] zu töten und lebendig zu machen, dass
dieser zu mir sendet, einen Menschen von seinem Aussatz zu befreien? Ja, wahrlich, erkennt doch und seht, dass er einen Anlaß [zum Streit mit] mir sucht!
/2Köni5/8/2Köni Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem König und ließ [ihm] sagen: Warum hast du deine
Kleider zerrissen? Laß ihn doch zu mir kommen! Und er soll erkennen, dass ein Prophet in Israel ist. /2Köni5/9/2Köni Da kam Naaman mit seinen Pferden und mit seinem Wagen und hielt am Eingang zu
Elisas Haus. /2Köni5/10/2Köni Und Elisa schickte einen Boten zu ihm und ließ [ihm] sagen: Geh hin und bade dich siebenmal im Jordan! So wird dir dein Fleisch wiederhergestellt werden und rein
sein. /2Köni5/11/2Köni Da wurde Naaman zornig und ging [weg]. Und er sagte: Siehe, ich hatte mir gesagt: Er wird nach draußen zu mir herauskommen und hintreten und den Namen des HERRN, seines
Gottes, anrufen und wird seine Hand über die Stelle schwingen und so den Aussätzigen [vom Aussatz] befreien. /2Köni5/12/2Köni Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle
Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein werden? Und er wandte sich um und ging im Zorn [davon]. /2Köni5/13/2Köni Da traten seine Diener herzu und redeten zu ihm und sagten:
Mein Vater, hätte der Prophet eine große Sache zu dir geredet, hättest du es nicht getan? Wieviel mehr, da er [nur] zu dir gesagt hat: Bade, und du wirst rein sein! /2Köni5/14/2Köni Da stieg er
hinab und tauchte im Jordan siebenmal unter nach dem Wort des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.
/2Köni5/15/2Köni Und er kehrte zu dem Mann Gottes zurück, er und sein ganzes Gefolge, und er kam und trat vor ihn und sagte: Siehe doch, ich habe erkannt, dass es keinen Gott auf der ganzen Erde
gibt als nur in Israel. Und nun nimm doch ein Segensgeschenk von deinem Knecht! /2Köni5/16/2Köni Er aber sagte: So wahr der HERR lebt, vor dem ich stehe, wenn ich es nehmen werde! Und er drang in
ihn, es zu nehmen, doch er weigerte sich. /2Köni5/17/2Köni Da sagte Naaman: Wenn [also] nicht, dann möge man deinem Knecht doch die Traglast eines Maultiergespannes Erde geben! Denn dein Knecht
wird nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer zubereiten, sondern nur [noch] dem HERRN. /2Köni5/18/2Köni In dieser [einen] Sache wolle der HERR deinem Knecht [jedoch] vergeben:
Wenn mein Herr in das Haus Rimmons geht, um sich dort niederzubeugen, dann stützt er sich auf meinen Arm, und [auch] ich beuge mich nieder im Haus Rimmons. Wenn ich mich [nun dabei] niederbeuge
im Haus Rimmons, dann möge doch der HERR deinem Knecht in dieser Sache vergeben! /2Köni5/19/2Köni Und er sagte zu ihm: Gehe hin in Frieden!
Als er nun von ihm weg eine Strecke Weges gegangen war, /2Köni5/20/2Köni da sagte [sich] Gehasi, der Diener Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr hat diesen Aramäer Naaman geschont, dass er
nicht aus seiner Hand genommen hat, was er [ihm] gebracht hatte. So wahr der HERR lebt, wenn ich nicht hinter ihm herlaufe und etwas von ihm nehme! /2Köni5/21/2Köni So jagte Gehasi Naaman nach.
Als nun Naaman sah, dass jemand hinter ihm herlief, sprang er vom Wagen herab, [kam] ihm entgegen und sagte: Friede? /2Köni5/22/2Köni Er sagte: Friede! Mein Herr sendet mich und läßt sagen:
Siehe, eben jetzt sind vom Gebirge Ephraim zwei junge Männer von den Söhnen der Propheten zu mir gekommen. Gib [mir] doch ein Talent Silber und zwei Wechselkleider für sie! /2Köni5/23/2Köni Da
sagte Naaman: Tu mir den Gefallen, nimm zwei Talente! Und er drängte ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel und [nahm] zwei Wechselkleider und gab es zwei von seinen Dienern; und sie
trugen es vor ihm her. /2Köni5/24/2Köni Als er aber an den Hügel kam, nahm er es aus ihrer Hand und brachte es im Haus unter. Dann entließ er die Männer, und sie gingen [fort]. /2Köni5/25/2Köni
Er aber ging hinein und trat vor seinen Herrn. Da sagte Elisa zu ihm: Woher [kommst du], Gehasi? Er sagte: Dein Knecht ist weder hierhin noch dorthin gegangen. /2Köni5/26/2Köni Da sagte er zu
ihm: Ging mein Herz nicht mit, als ein Mann sich von seinem Wagen herab dir entgegenwandte? Ist es [denn] Zeit, Silber zu nehmen und Kleider zu nehmen und Olivenbäume und Weinberge und Schafe und
Rinder und Knechte und Mägde? /2Köni5/27/2Köni So wird der Aussatz Naamans an dir haften und an deinen Nachkommen für ewig! Da ging er von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.
Elisa und das schwimmende Eisen.
\6\
/2Köni6/1/2Köni Und die Söhne der Propheten sagten zu Elisa: Sieh doch, der Raum, wo wir vor dir wohnen, ist zu eng für uns. /2Köni6/2/2Köni Laß uns doch an den Jordan gehen und von dort jeder
einen Balken holen und uns hier einen Ort herrichten, um dort zu wohnen! Und er sagte: Geht hin! /2Köni6/3/2Köni Und einer sagte: Tu uns den Gefallen und geh mit deinen Knechten! Und er sagte:
Ich will mitgehen. /2Köni6/4/2Köni So ging er mit ihnen. Und sie kamen an den Jordan und hieben die Bäume um. /2Köni6/5/2Köni Es geschah aber, als einer einen Balken fällte, da fiel das Eisen ins
Wasser. Und er schrie auf und sagte: Ach, mein Herr! Und [dabei] ist es doch geliehen! /2Köni6/6/2Köni Der Mann Gottes aber sagte: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm die Stelle. Da schnitt
er ein [Stück] Holz ab und warf es hinein und brachte das Eisen zum Schwimmen. /2Köni6/7/2Köni Und er sagte: Hole es dir heraus! Da streckte er seine Hand aus und nahm es.
Elisa vereitelt die Kriegsabsichten der Aramäer.
/2Köni6/8/2Köni Und der König von Aram führte Krieg gegen Israel; und er beriet sich mit seinen Knechten und sagte: An dem und dem Ort soll mein Lager sein. /2Köni6/9/2Köni Da sandte der Mann
Gottes zum König von Israel und ließ [ihm] sagen: Hüte dich, an diesem Ort vorbeizuziehen! Denn dort kommen die Aramäer herab. /2Köni6/10/2Köni Und der König von Israel sandte hin an den Ort, den
der Mann Gottes ihm gesagt und [vor dem] er ihn gewarnt hatte, und war dort auf der Hut. [Das geschah] nicht [nur] einmal und nicht [nur] zweimal. /2Köni6/11/2Köni Da wurde das Herz des Königs
von Aram über diese Sache [sehr] beunruhigt, und er rief seine Knechte und sagte zu ihnen: Könnt ihr mir nicht mitteilen, wer von den Unseren zum König von Israel [hält]? /2Köni6/12/2Köni Da
sagte einer von seinen Knechten: Nein, mein Herr [und] König, aber der Prophet Elisa, der in Israel ist, teilt dem König von Israel die Worte mit, die du in deinem Schlafzimmer redest.
/2Köni6/13/2Köni Da sagte er: Geht hin und seht, wo er ist! Ich werde hinsenden und ihn holen. Und es wurde ihm berichtet: Siehe, er ist in Dotan.
/2Köni6/14/2Köni Da sandte er Pferde und Kriegswagen dorthin und ein starkes Heer. Und sie kamen bei Nacht und umringten die Stadt. /2Köni6/15/2Köni Und als der Diener des Mannes Gottes früh
aufstand und hinausging, siehe, da umringte ein Heer die Stadt, und Pferde und Kriegswagen. Und sein Diener sagte zu ihm: Ach, mein Herr! Was sollen wir tun? /2Köni6/16/2Köni Er aber sagte:
Fürchte dich nicht! Denn zahlreicher sind die, die bei uns sind, als die, die bei ihnen sind. /2Köni6/17/2Köni Und Elisa betete und sagte: HERR, öffne doch seine Augen, dass er sieht! Da öffnete
der HERR die Augen des Dieners, und er sah. Und siehe, der Berg war voll von feurigen Pferden und Kriegswagen um Elisa herum.
/2Köni6/18/2Köni Und sie kamen zu ihm herab. Und Elisa betete zu dem HERRN und sagte: Schlag doch diese Kriegsschar mit Blindheit! Da schlug er sie mit Blindheit nach dem Wort des Elisa.
/2Köni6/19/2Köni Und Elisa sagte zu ihnen: Dies ist nicht der Weg und dies nicht die Stadt. Folgt mir! Ich will euch zu dem Mann führen, den ihr sucht. Und er führte sie nach Samaria.
/2Köni6/20/2Köni Und es geschah, als sie nach Samaria gekommen waren, da sagte Elisa: HERR, öffne die Augen dieser [Männer], dass sie sehen! Da öffnete der HERR ihre Augen, und sie sahen. Und
siehe, [sie waren] mitten in Samaria. /2Köni6/21/2Köni Und der König von Israel sagte zu Elisa, als er sie sah: Soll ich losschlagen, soll ich losschlagen, mein Vater? /2Köni6/22/2Köni Er aber
sagte: Du sollst nicht schlagen! Würdest du [etwa] die erschlagen, die du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangen genommen hast? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und
trinken und [dann] zu ihrem Herrn ziehen! /2Köni6/23/2Köni Und er richtete ein großes Festmahl für sie aus, und sie aßen und tranken. Dann entließ er sie, und sie zogen zu ihrem Herrn. Und die
Streifscharen Arams kamen fortan nicht mehr in das Land Israel.
Hungersnot im belagerten Samaria - Weissagung Elisas - Samarias Rettung.
/2Köni6/24/2Köni Und es geschah danach, da versammelte Ben-Hadad, der König von Aram, sein ganzes Heer und zog herauf und belagerte Samaria. /2Köni6/25/2Köni Und es entstand eine große Hungersnot
in Samaria; und siehe, sie belagerten es, bis ein Eselskopf für achtzig [Schekel] Silber und ein viertel Kab Taubenmist für fünf [Schekel] Silber [gehandelt] wurden. /2Köni6/26/2Köni Und es
geschah, als der König von Israel auf der Mauer einherging, da schrie eine Frau ihm zu: Hilf, mein Herr und König! /2Köni6/27/2Köni Er aber sagte: Hilft dir der HERR nicht, woher sollte ich dir
helfen? [Etwa] von der Tenne oder von der Kelterkufe? /2Köni6/28/2Köni Und der König sagte zu ihr: Was hast du? Sie sagte: Diese Frau da hat zu mir gesagt: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn heute
essen! Meinen Sohn wollen wir dann morgen essen. /2Köni6/29/2Köni So kochten wir meinen Sohn und aßen ihn. Als ich aber am anderen Tag zu ihr sagte: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn essen! - da
hatte sie ihren Sohn versteckt. /2Köni6/30/2Köni Und es geschah, als der König die Worte der Frau hörte, da zerriß er seine Kleider, und zwar als er [noch] auf der Mauer einherging; und das Volk
sah, und siehe, [er trug] Sacktuch darunter auf seinem Leib. /2Köni6/31/2Köni Und er sagte: So soll mir Gott tun und so hinzufügen, wenn der Kopf Elisas, des Sohnes Schafats, heute auf ihm
bleibt!
/2Köni6/32/2Köni Elisa aber saß in seinem Haus, und die Ältesten saßen bei ihm. Und der König sandte einen Mann vor sich her. Bevor nun der Bote zu ihm kam, sagte er zu den Ältesten: Habt ihr
gesehen, dass dieser Mördersohn hergesandt hat, um mir den Kopf abzuschlagen? Seht zu, sobald der Bote kommt, verschließt die Tür und drängt ihn mit der Tür zurück! Ist nicht der Schall der
Tritte seines Herrn hinter ihm [zu hören]? /2Köni6/33/2Köni Noch redete er mit ihnen, siehe, da kam der Bote zu ihm herab; und er sagte: Siehe, dieses Unglück [kommt] von dem HERRN. Was soll ich
noch [länger] auf den HERRN warten?
\7\
/2Köni7/1/2Köni Da sagte Elisa: Hört das Wort des HERRN! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit wird ein Maß Weizengrieß für einen Schekel [verkauft werden] und zwei Maß Gerste für einen
Schekel im Tor von Samaria. /2Köni7/2/2Köni Da antwortete der Anführer, auf dessen Arm sich der König stützte, dem Mann Gottes und sagte: Siehe, wenn der HERR Fenster am Himmel machte, könnte
wohl so etwas geschehen? Er aber sagte: Siehe, du wirst es mit deinen [eigenen] Augen sehen, doch du wirst nichts davon essen!
/2Köni7/3/2Köni Nun waren da vier aussätzige Männer am Eingang des Tores, die sagten einer zum anderen: Was sollen wir hierbleiben, bis wir sterben? /2Köni7/4/2Köni Wenn wir sagen: Laßt uns in
die Stadt gehen - in der Stadt [herrscht] ja die Hungersnot -, dann werden wir dort sterben. Wenn wir aber hier bleiben, werden wir auch sterben. So kommt nun und laßt uns ins Heerlager Arams
überlaufen! Wenn sie uns am Leben lassen, dann leben wir, und wenn sie uns töten, dann sterben wir. /2Köni7/5/2Köni So machten sie sich in der Abenddämmerung auf, um ins Heerlager Arams zu
kommen. Und sie kamen an den Rand des Heerlagers von Aram, und siehe, da war kein Mensch. /2Köni7/6/2Köni Denn der Herr hatte das Heerlager Arams ein Getöse von Wagen und ein Getöse von Pferden
hören lassen, das Getöse einer großen Heeresmacht. Da hatten sie einer zum andern gesagt: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten gegen uns angeworben,
dass sie über uns kommen sollen. /2Köni7/7/2Köni So hatten sie sich aufgemacht und waren in der Abenddämmerung geflohen. Sie hatten ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel zurückgelassen, das
[ganze] Heerlager, so wie es war, und waren um ihr Leben geflohen. /2Köni7/8/2Köni Als nun jene Aussätzigen an den Rand des Heerlagers kamen, gingen sie in eines der Zelte und aßen und tranken.
Und sie nahmen Silber und Gold und Kleider von dort mit und gingen hin und versteckten es. Dann kehrten sie zurück und gingen in ein anderes Zelt; und sie nahmen [auch] von dort [etwas mit],
gingen hin und versteckten es.
/2Köni7/9/2Köni Dann sagten sie einer zum andern: Wir tun nicht recht. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Schweigen wir aber und warten, bis der Morgen hell wird, so wird uns Schuld treffen.
Und nun kommt und laßt uns hineingehen und es im Haus des Königs berichten! /2Köni7/10/2Köni So kamen sie und riefen die Torwache der Stadt und berichteten ihnen: Wir sind in das Heerlager Arams
gekommen, und siehe, da war kein Mensch und keine Menschenstimme, sondern nur die Pferde angebunden und die Esel angebunden und die Zelte, so wie sie waren. /2Köni7/11/2Köni Da riefen [es] die
Torwächter aus, und man berichtete es drinnen im Haus des Königs.
/2Köni7/12/2Köni Da stand der König in der Nacht auf und sagte zu seinen Knechten: Ich will euch sagen, was die Aramäer mit uns gemacht haben: Sie haben erkannt, dass wir Hunger leiden; da sind
sie aus dem Lager abgezogen, um sich im Feld zu verstecken, indem sie sich sagen: Wenn sie aus der Stadt herauskommen, dann wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt eindringen!
/2Köni7/13/2Köni Da antwortete einer von seinen Knechten und sagte: Man nehme doch fünf von den übriggebliebenen Pferden, die hier [noch] übriggeblieben sind! Siehe, ihnen [wird es ja doch
ergehen] wie der ganzen Menge Israels, die hier übriggeblieben ist; siehe, ihnen [wird es ergehen] wie der ganzen Menge Israels, die am Ende ist. Schicken wir [doch] hin, und laßt uns sehen!
/2Köni7/14/2Köni So nahmen sie zwei Wagen mit Pferden, und der König schickte hinter dem Heerlager Arams [Männer] her und sagte: Geht hin und seht! /2Köni7/15/2Köni Und sie zogen hinter ihnen her
bis an den Jordan; und siehe, der ganze Weg war voll von Kleidern und Geräten, die die Aramäer auf ihrer hastigen Flucht weggeworfen hatten. Und die Boten kehrten zurück und berichteten es dem
König. /2Köni7/16/2Köni Da ging das Volk hinaus und plünderte das Heerlager Arams. Da wurde ein Maß Weizengrieß für einen Schekel und zwei Maß Gerste für einen Schekel [verkauft] nach dem Wort
des HERRN.
/2Köni7/17/2Köni Der König hatte aber den Offizier, auf dessen Arm er sich stützte, [zur Aufsicht] über das Tor bestellt. Und das Volk trat ihn im Tor nieder, so dass er starb, geradeso wie der
Mann Gottes geredet hatte, der, als der König zu ihm herabkam, es [voraus]gesagt hatte. /2Köni7/18/2Köni Es war ja geschehen, als der Mann Gottes zum König geredet hatte: Zwei Maß Gerste werden
morgen um diese Zeit für einen Schekel [verkauft] werden und ein Maß Weizengrieß [ebenso] für einen Schekel im Tor von Samaria, /2Köni7/19/2Köni da hatte der Offizier dem Mann Gottes geantwortet
und gesagt: Siehe, wenn der HERR auch Fenster am Himmel machte, könnte wohl so etwas geschehen? Er aber hatte gesagt: Siehe, du wirst es mit deinen [eigenen] Augen sehen, doch du wirst nichts
davon essen. /2Köni7/20/2Köni So geschah es ihm nun: das Volk trat ihn im Tor nieder, so dass er starb.
Elisa und die Schunemiterin.
\8\
/2Köni8/1/2Köni Und Elisa hatte zu der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, gesagt: Mache dich auf und geh [fort], du und dein Haus, und bleibe als Fremde, wo du bleiben kannst! Denn der
HERR hat eine Hungersnot herbeigerufen; die wird auch ins Land kommen sieben Jahre lang. /2Köni8/2/2Köni Da machte sich die Frau auf und tat nach dem Wort des Mannes Gottes: Sie ging [fort], sie
und ihr Haus, und blieb als Fremde in dem Land der Philister sieben Jahre lang. /2Köni8/3/2Köni Und es geschah am Ende von sieben Jahren, da kehrte die Frau aus dem Land der Philister zurück. Und
sie ging aus, um zum König wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes zu schreien. /2Köni8/4/2Köni Der König aber redete gerade zu Gehasi, dem Diener des Mannes Gottes, und sagte: Erzähle mir doch
all die großen Taten, die Elisa getan hat! /2Köni8/5/2Köni Und es geschah, während er dem König erzählte, dass Elisa den Toten lebendig gemacht hatte, siehe, da schrie die Frau, deren Sohn er
lebendig gemacht hatte, zum König wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes. Da sagte Gehasi: Mein Herr und König! Das ist die Frau, und das ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.
/2Köni8/6/2Köni Und der König fragte die Frau, und sie erzählte es ihm. Da gab der König ihr einen Hofbeamten mit und sagte: Erstatte alles zurück, was ihr gehört, sowie den ganzen Ertrag des
Feldes, von dem Tag ab, an dem sie das Land verlassen hat, bis jetzt!
Elisa und Hasael von Damaskus.
/2Köni8/7/2Köni Und Elisa kam nach Damaskus. Ben-Hadad aber, der König von Aram, war krank. Und es wurde ihm berichtet: Der Mann Gottes ist hierhergekommen. /2Köni8/8/2Köni Da sagte der König zu
Hasael: Nimm ein Geschenk mit dir und geh dem Mann Gottes entgegen und befrage den HERRN durch ihn und sage: Werde ich von dieser Krankheit genesen? /2Köni8/9/2Köni Und Hasael ging ihm entgegen
und nahm ein Geschenk mit sich und allerlei Kostbares von Damaskus, eine Traglast für vierzig Kamele. Und er kam und trat vor ihn hin und sagte: Dein Sohn Ben-Hadad, der König von Aram, hat mich
zu dir gesandt und läßt sagen: Werde ich von dieser Krankheit genesen? /2Köni8/10/2Köni Elisa sagte zu ihm: Geh hin, sage ihm: Du wirst bestimmt genesen! Aber der HERR hat mich sehen lassen, dass
er stirbt, [ja dass] er stirbt. /2Köni8/11/2Köni Dabei starrte er unbeweglich vor sich hin und war über die Maßen entsetzt. Dann weinte der Mann Gottes. /2Köni8/12/2Köni Da sagte Hasael: Warum
weint mein Herr? Er sagte: Weil ich erkannt habe, was du den Söhnen Israel Böses antun wirst: Ihre festen Städte wirst du in Brand stecken und ihre jungen [wehrfähigen] Männer mit dem Schwert
erschlagen und ihre Kinder wirst du zerschmettern und ihre Schwangeren aufschlitzen. /2Köni8/13/2Köni Da sagte Hasael: Was ist dein Knecht, der Hund, dass er eine so große Sache tun könnte? Elisa
aber sagte: Der HERR hat mich dich sehen lassen als König über Aram. /2Köni8/14/2Köni Dann ging er von Elisa weg und kam zu seinem Herrn. Der sagte zu ihm: Was hat Elisa dir gesagt? Er sprach: Er
hat mir gesagt: Du wirst bestimmt genesen. /2Köni8/151/2Köni Und es geschah am folgenden Tag, da nahm er die Decke und tauchte sie ins Wasser und breitete sie über sein Gesicht, so dass er starb.
Und Hasael wurde an seiner Stelle König.
Joram von Juda.
2Chr 21; 22,1
/2Köni8/16/2Köni Im fünften Jahr des Joram, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, als Joschafat [noch] König von Juda war, wurde Joram König, der Sohn Joschafats, des Königs von Juda.
/2Köni8/17/2Köni 32 Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte acht Jahre in Jerusalem. /2Köni8/18/2Köni Und er ging auf dem Weg der Könige von Israel, wie es das Haus Ahabs tat, denn
er hatte eine Tochter Ahabs zur Frau. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN. /2Köni8/19/2Köni Aber der HERR wollte Juda nicht vernichten um seines Knechtes David willen, wie er ihm
zugesagt hatte, dass er ihm eine Leuchte geben wolle [und] seinen Söhnen alle Tage.
/2Köni8/20/2Köni In seinen Tagen fiel Edom von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab und setzte einen [eigenen] König über sich. /2Köni8/21/2Köni Da zog Joram hinüber nach Zair und alle
Kriegswagen mit ihm. Und es geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er Edom, das ihn eingekreist hatte, und zwar die Obersten der Wagen. Da floh das Volk zu seinen Zelten.
/2Köni8/22/2Köni Doch fiel Edom von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab bis auf den heutigen Tag. Damals, in jener Zeit, fiel [auch] Libna ab.
/2Köni8/23/2Köni Und die übrige Geschichte Jorams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni8/24/2Köni Und Joram legte sich zu
seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahasja wurde an seiner Stelle König.
Ahasja von Juda.
2Chr 22,1-6.
/2Köni8/25/2Köni Im zwölften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, wurde Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda. /2Köni8/26/2Köni Ahasja war 22 Jahre alt, als er König
wurde, und er regierte ein Jahr in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Atalja, die Tochter Omris, des Königs von Israel. /2Köni8/27/2Köni Und er ging auf dem Weg des Hauses Ahabs und tat,
was böse war in den Augen des HERRN, wie das Haus Ahabs; denn er war mit dem Haus Ahabs verschwägert. /2Köni8/28/2Köni Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Kampf gegen Hasael, den König
von Aram, bei Ramot [in] Gilead. Und die Aramäer verwundeten Joram. /2Köni8/29/2Köni Da kehrte der König Joram zurück, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Aramäer bei
Rama geschlagen hatten, als er gegen Hasael, den König von Aram, kämpfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er
krank war.
Jehu von Israel: Salbung zum König.
V. 1-29: 2Chr 22,5-9.
\9\
/2Köni9/1/2Köni Und der Prophet Elisa rief einen von den Söhnen der Propheten und sagte zu ihm: Gürte deine Hüften und nimm diesen Ölkrug in deine Hand und geh nach Ramot [in] Gilead!
/2Köni9/2/2Köni Und wenn du dahin gekommen bist, dann sieh dich dort nach Jehu um, dem Sohn des Joschafat, des Sohnes Nimschis; [zu dem] geh hinein und laß ihn aus der Mitte seiner Brüder
aufstehen und in die innerste Kammer gehen! /2Köni9/3/2Köni Und nimm den Krug mit Öl und gieß es auf sein Haupt aus und sage: So spricht der HERR: Ich habe dich [hiermit] zum König über Israel
gesalbt! Dann öffne die Tür und flieh und warte nicht! /2Köni9/4/2Köni Da ging der Diener, der Diener des Propheten, nach Ramot [in] Gilead. /2Köni9/5/2Köni Als er hineinkam, siehe, da saßen die
Obersten des Heeres [beisammen]. Und er sagte: Ich habe ein Wort an dich, Oberster. Da sagte Jehu: An wen von uns allen? Er sagte: An dich, Oberster. /2Köni9/6/2Köni Da stand Jehu auf und ging
ins Haus hinein; und der Prophetenschüler goß das Öl auf sein Haupt und sagte zu ihm: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über das Volk des HERRN gesalbt, über Israel.
/2Köni9/7/2Köni Du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen! Und ich räche das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte des HERRN [fordere ich] von der Hand Isebels.
/2Köni9/8/2Köni Ja, das ganze Haus Ahabs soll umkommen. Und ich werde von Ahab [alles] ausrotten, was männlich ist, den Unmündigen und Mündigen in Israel. /2Köni9/9/2Köni Und ich werde das Haus
Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas. /2Köni9/10/2Köni Isebel aber sollen die Hunde fressen auf dem Feld von Jesreel, und da wird
niemand sein, der begräbt. Und er öffnete die Tür und floh.
/2Köni9/11/2Köni Und Jehu kam heraus zu den Knechten seines Herrn. Und man sagte zu ihm: Ist es Friede? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen? Er sagte zu ihnen: Ihr kennt ja den Mann und sein
Geschwätz. /2Köni9/12/2Köni Sie aber sagten: Ausflüchte! Berichte uns doch! Da sagte er: So und so hat er zu mir geredet und hat gesagt: So spricht der HERR: Ich habe dich zum König über Israel
gesalbt! /2Köni9/13/2Köni Da nahmen sie schnell jeder sein Kleid und legten es unter ihn auf die nackten Stufen; und sie stießen ins Horn und riefen: Jehu ist König!
Jehus Aufstand: Tod Jorams von Israel, Ahasjas von Juda und Isebels.
/2Köni9/14/2Köni So stiftete Jehu, der Sohn Joschafats, des Sohnes Nimschis, eine Verschwörung gegen Joram an. Joram aber hatte Wache gehalten bei Ramot [in] Gilead, er und ganz Israel, wegen
Hasaels, des Königs von Aram. /2Köni9/15/2Köni Und der König Joram war zurückgekehrt, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Aramäer geschlagen hatten, als er gegen
Hasael, den König von Aram, kämpfte. Und Jehu sagte: Wenn es euer Wille ist, soll niemand aus der Stadt entkommen, um hinzugehen, es in Jesreel zu berichten. /2Köni9/16/2Köni Und Jehu bestieg den
Wagen und fuhr nach Jesreel, denn dort lag Joram [krank]. Und Ahasja, der König von Juda, war hinabgezogen, um Joram zu besuchen.
/2Köni9/17/2Köni Und der Wächter stand auf dem Turm in Jesreel und sah die Schar Jehus, wie er herankam, und sagte: Ich sehe eine Schar! Da sagte Joram: Nimm einen Reiter und sende [ihn] ihnen
entgegen, und er soll sagen: Ist Friede? /2Köni9/18/2Köni Da zog der Berittene ihm entgegen und sagte: So spricht der König: Ist Friede? Jehu sagte: Was kümmert es dich, ob Friede ist? Wende um,
mir nach! Und der Wächter berichtete: Der Bote ist bis zu ihnen gekommen, kehrt aber nicht zurück. /2Köni9/19/2Köni Da sandte er einen zweiten Berittenen. Der kam zu ihnen und sagte: So spricht
der König: Ist es Friede? Jehu sagte: Was kümmert es dich, ob Friede ist? Wende um, mir nach! /2Köni9/20/2Köni Und der Wächter berichtete: Er ist bis zu ihnen gekommen, kehrt aber nicht zurück.
Und das Fahren gleicht dem Fahren Jehus, des Sohnes Nimschis; denn er fährt [wie] in Raserei.
/2Köni9/21/2Köni Da sagte Joram: Spannt an! Und man spannte seinen Wagen an. Und Joram, der König von Israel, und Ahasja, der König von Juda, zogen aus, jeder auf seinem Wagen; sie zogen aus,
Jehu entgegen, und trafen ihn auf dem Feld Nabots, des Jesreeliters. /2Köni9/22/2Köni Und es geschah, als Joram den Jehu sah, sagte er: Ist es Friede, Jehu? Er aber sagte: Was, Friede? Bei den
vielen Hurereien deiner Mutter Isebel und ihren vielen Zaubereien! /2Köni9/23/2Köni Da machte Joram kehrt und floh und sagte zu Ahasja: Verrat, Ahasja! /2Köni9/24/2Köni Jehu aber nahm seinen
Bogen zur Hand und traf Joram zwischen die Schulterblätter, so dass der Pfeil ihm durchs Herz fuhr; und er brach in seinem Wagen zusammen. /2Köni9/25/2Köni Und Jehu sagte zu seinem Offizier
Bidkar: Nimm ihn [und] wirf ihn auf das Feldstück des Jesreeliters Nabot! Denn denk daran, wie ich und du zweispännig hinter seinem Vater herfuhren und der HERR diesen Ausspruch über ihn tat:
/2Köni9/26/2Köni `Wenn ich das Blut Nabots und das Blut seiner Söhne gestern nicht gesehen habe! spricht der HERR. Ich werde es dir vergelten auf diesem Feld, spricht der HERR.' Und nun nimm [ihn
auf], wirf ihn auf das Feld nach dem Wort des HERRN!
/2Köni9/27/2Köni Als Ahasja, der König von Juda, das sah, floh er in Richtung Bet-Gan. Jehu aber jagte ihm nach und sagte: Auch ihn! Und man verwundete ihn auf dem Wagen beim Anstieg von Gur, das
bei Jibleam [liegt]. Und er floh nach Megiddo und starb dort. /2Köni9/28/2Köni Und seine Knechte führten ihn auf einem Wagen nach Jerusalem, und sie begruben ihn in seinem Grab bei seinen Vätern
in der Stadt Davids. /2Köni9/29/2Köni Und im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, war Ahasja König geworden über Juda.
/2Köni9/30/2Köni Und Jehu kam nach Jesreel. Und als Isebel es hörte, belegte sie ihre Augen mit Schminke und schmückte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus. /2Köni9/31/2Köni Und als Jehu ins
Tor kam, sagte sie: Geht es dir gut, du Simri, der seinen Herrn erschlug? /2Köni9/32/2Köni Er erhob sein Gesicht zum Fenster und sagte: Wer ist mit mir, wer? Da blickten zwei, drei Hofbeamte zu
ihm hinunter. /2Köni9/33/2Köni Und er sagte: Stürzt sie herunter! Und sie stürzten sie hinunter. Und es spritzte von ihrem Blut an die Wand und an die Pferde, und er zertrat sie. /2Köni9/34/2Köni
Darauf ging er hinein, aß und trank. Dann sagte er: Seht doch nach dieser Verfluchten und begrabt sie! Denn sie ist eine Königstochter. /2Köni9/35/2Köni Da gingen sie hin, um sie zu begraben.
Aber sie fanden nichts von ihr als nur den Schädel und die Füße und die Handteller. /2Köni9/36/2Köni Und sie kamen zurück und berichteten es ihm. Da sagte er: Das ist das Wort des HERRN, das er
durch seinen Knecht Elia, den Tischbiter, geredet hat: Auf dem Feld von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen; /2Köni9/37/2Köni und die Leiche Isebels soll auf dem Feld von Jesreel
wie der Mist auf dem Acker werden, so dass man nicht [mehr] sagen kann: Das ist Isebel. Ausrottung des Hauses Ahabs durch Jehu.
\10\
/2Köni10/1/2Köni Und Ahab hatte siebzig Söhne in Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie nach Samaria an die Obersten von Jesreel, an die Ältesten und an die Erzieher [der Söhne] Ahabs,
die lauteten: /2Köni10/2/2Köni Und nun, wenn dieser Brief zu euch kommt - bei euch sind ja die Söhne eures Herrn und bei euch die Kriegswagen und die Pferde und eine befestigte Stadt und Waffen
-, /2Köni10/3/2Köni so seht [euch um nach dem] besten und tüchtigsten von den Söhnen eures Herrn und setzt ihn auf den Thron seines Vaters und kämpft für das Haus eures Herrn! /2Köni10/4/2Köni
Aber sie fürchteten sich über alle Maßen und sagten [sich]: Siehe, die beiden Könige konnten nicht vor ihm bestehen, wie sollten wir da bestehen können? /2Köni10/5/2Köni Und der, der über das
Haus, und der, der über die Stadt [gesetzt] war, und die Ältesten und die Erzieher sandten hin zu Jehu und ließen [ihm] sagen: Deine Knechte sind wir; alles, was du zu uns sagst, wollen wir tun;
wir wollen niemanden zum König machen. Tu, was gut ist in deinen Augen! /2Köni10/6/2Köni Da schrieb er zum zweiten Mal einen Brief an sie, der lautete: Wenn ihr mir [folgt] und auf meine Stimme
hört, dann nehmt die Häupter der Männer, der Söhne eures Herrn, und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel! Und die Königssöhne, siebzig Mann, [waren gerade] bei den Großen der Stadt, die
sie aufzogen. /2Köni10/7/2Köni Und es geschah, als der Brief zu ihnen kam, nahmen sie die Söhne des Königs und schlachteten sie, siebzig Mann, und legten ihre Köpfe in Körbe und sandten sie zu
ihm nach Jesreel. /2Köni10/8/2Köni Und der Bote kam und berichtete ihm und sagte: Man hat die Köpfe der Königssöhne gebracht. Da sagte er: Legt sie in zwei Haufen an den Eingang des Tores bis zum
Morgen! /2Köni10/9/2Köni Und es geschah am Morgen, da ging er hinaus, trat hin und sagte zum ganzen Volk: Ihr seid gerecht! Siehe, ich habe mich gegen meinen Herrn verschworen und habe ihn
umgebracht. Wer aber hat alle diese erschlagen? /2Köni10/10/2Köni Erkennt also, dass nichts zur Erde fällt von dem Wort des HERRN, das der HERR gegen das Haus Ahabs geredet hat! Der HERR hat
getan, was er durch seinen Knecht Elia geredet hat. /2Köni10/11/2Köni Und Jehu erschlug alle, die vom Haus Ahabs in Jesreel übriggeblieben waren, alle seine Großen und seine Vertrauten und seine
Priester, bis er ihm nicht einen Entkommenen übriggelassen hatte.
/2Köni10/12/2Köni Und er machte sich auf, ging hin und zog nach Samaria. Er war bei Bet-Eked-Haroim auf dem Weg, /2Köni10/13/2Köni da traf Jehu die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda. Und er
sagte: Wer seid ihr? Sie sagten: Wir sind die Brüder Ahasjas und ziehen hinab zur Begrüßung der Söhne des Königs und der Söhne der Herrin. /2Köni10/14/2Köni Da sagte Jehu: Packt sie lebendig! Und
sie packten sie lebendig und schlachteten sie bei der Zisterne von Bet-Eked, 42 Mann, und er ließ keinen von ihnen übrig.
/2Köni10/15/2Köni Dann ging er von dort [weiter] und traf Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam. Und er grüßte ihn und sagte zu ihm: Ist dein Herz aufrichtig wie mein Herz gegen dein
Herz? Jonadab sagte: Es ist so. - Wenn es so ist, dann gib mir deine Hand - und er gab ihm seine Hand. Da ließ er ihn zu sich auf den Wagen steigen /2Köni10/16/2Köni und sagte: Komm mit mir und
sieh mein Eifern für den HERRN an! Und man ließ ihn auf seinem Wagen mitfahren. /2Köni10/17/2Köni Und als er nach Samaria kam, erschlug er alle, die von Ahab in Samaria übriggeblieben waren, bis
er ihn ganz ausgetilgt hatte nach dem Wort des HERRN, das er zu Elia geredet hatte.
Ausrottung des Baalsdienstes durch Jehu.
/2Köni10/18/2Köni Und Jehu versammelte das ganze Volk und sagte zu ihnen: Ahab hat dem Baal ein wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen. /2Köni10/19/2Köni Und nun, ruft alle Propheten des Baal,
alle seine Diener und alle seine Priester zu mir! Kein Mann soll vermißt werden! Denn ich habe ein großes Schlachtopfer für den Baal [vorbereitet]. Keiner, der vermißt wird, soll am Leben
bleiben! Jehu handelte aber mit Hinterlist, um die Diener des Baal umzubringen. /2Köni10/20/2Köni Und Jehu sagte: Heiligt dem Baal eine Festversammlung! Und man rief sie aus. /2Köni10/21/2Köni
Und Jehu sandte [Boten] in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener des Baal; keiner blieb übrig, der nicht gekommen wäre. Und sie kamen in das Haus des Baal, und das Haus des Baal wurde voll von
einem Ende bis zum andern. /2Köni10/22/2Köni Und er sagte zu dem, der über die Kleiderkammer [gesetzt] war: Bring [Fest]kleidung heraus für alle Diener des Baal! Und er brachte ihnen die Gewänder
heraus. /2Köni10/23/2Köni Und Jehu und Jonadab, der Sohn Rechabs, gingen ins Haus des Baal hinein, und er sagte zu den Dienern des Baal: Sucht gründlich nach und seht zu, dass nicht etwa einer
von den Dienern des HERRN hier bei euch sei, sondern nur Diener des Baal allein! /2Köni10/24/2Köni Und sie gingen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer zuzubereiten. Jehu hatte sich aber
draußen achtzig Mann aufgestellt und gesagt: Der Mann, der einen von den Männern entkommen läßt, die ich in eure Hände kommen lasse, sein Leben soll für dessen Leben [einstehen].
/2Köni10/25/2Köni Und es geschah, sobald man mit der Zubereitung des Brandopfers fertig war, sagte Jehu zu den Leibwächtern und zu den Offizieren: Geht hinein, erschlagt sie! Keiner darf
herauskommen! Und sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes. Und die Leibwächter und die Offiziere warfen sie [hinaus]. Dann gingen sie zum Stadt[teil] des Hauses des Baal /2Köni10/26/2Köni
und holten die Gedenksteine des Hauses des Baal heraus und verbrannten sie; /2Köni10/27/2Köni und sie rissen den Gedenkstein des Baal nieder; und sie rissen das Haus des Baal nieder und machten
Aborte daraus; [die sind dort] bis auf den heutigen Tag.
/2Köni10/28/2Köni So tilgte Jehu den Baal aus Israel aus. /2Köni10/29/2Köni Nur von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte, von denen wich Jehu nicht ab, von
den goldenen Kälbern, die in Bethel und in Dan waren. /2Köni10/30/2Köni Und der HERR sprach zu Jehu: Weil du gut ausgeführt hast, was recht ist in meinen Augen, [und] am Haus Ahabs nach allem
getan hast, was in meinem Herzen war, darum sollen dir Söhne der vierten [Generation] auf dem Thron Israels sitzen. /2Köni10/31/2Köni Aber Jehu achtete nicht darauf, mit seinem ganzen Herzen im
Gesetz des HERRN, des Gottes Israels, zu leben. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams, der Israel zur Sünde verführt hatte.
/2Köni10/32/2Köni In jenen Tagen begann der HERR, [Teile] in Israel abzuschlagen. Und Hasael schlug sie im ganzen Gebiet Israels, /2Köni10/33/2Köni vom Jordan an nach Sonnenaufgang zu das ganze
Land Gilead, die Gaditer und die Rubeniter und die Manassiter, von Aroer an, das am Fluß Arnon [liegt], sowohl Gilead als auch Basan.
/2Köni10/34/2Köni Und die übrige Geschichte Jehus und alles, was er getan hat, und alle seine Machttaten, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel? /2Köni10/35/2Köni
Und Jehu legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in Samaria. Und sein Sohn Joahas wurde an seiner Stelle König. /2Köni10/36/2Köni Die Tage aber, die Jehu über Israel in Samaria regierte,
[betrugen] 28 Jahre.
Herrschaft der Atalja in Jerusalem - Verschwörung des Priesters Jojada gegen sie - Einsetzung des Joasch zum König.
V. 1-3: 2Chr 22,10-12.
\11\
/2Köni11/1/2Köni Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte die ganze königliche Nachkommenschaft um. /2Köni11/2/2Köni Doch Joscheba, die
Tochter des Königs Joram und Schwester des Ahasja, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Königssöhne, die getötet werden sollten, [und brachte] ihn und seine Amme in die
Bettenkammer. So verbargen sie ihn vor Atalja, und er wurde nicht getötet. /2Köni11/3/2Köni Und er hielt sich sechs Jahre [lang] bei ihr im Haus des HERRN versteckt. Atalja aber herrschte als
Königin über das Land.
V. 4-20: 2Chr 23.
/2Köni11/4/2Köni Und im siebten Jahr sandte Jojada hin und ließ die Obersten über Hundert von den Karern und den Leibwächtern holen und zu sich ins Haus des HERRN kommen. Und er schloß einen Bund
mit ihnen und ließ sie im Haus des HERRN schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs. /2Köni11/5/2Köni Und er befahl ihnen: Das ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, die ihr am
Sabbat antretet, soll Wache halten im Haus des Königs, /2Köni11/6/2Köni und ein Drittel soll am Tor Sur [Wache halten] und ein Drittel am Tor hinter den Leibwächtern sein. Und ihr sollt
abwechselnd Wache beim Haus halten. /2Köni11/7/2Köni Die zwei Abteilungen von euch aber, alle die am Sabbat abtreten, die sollen im Haus des HERRN Wache halten beim König. /2Köni11/8/2Köni Und
ihr sollt den König von allen Seiten umgeben, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand; und wer in die Reihen eindringen will, soll getötet werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er
herauskommt und wenn er hineingeht.
/2Köni11/9/2Köni Und die Obersten über Hundert taten nach allem, was der Priester Jojada befohlen hatte. Sie nahmen jeder seine Männer, die am Sabbat antraten, [zusammen] mit denen, die am Sabbat
abtraten, und kamen zum Priester Jojada. /2Köni11/10/2Köni Und der Priester gab den Obersten über Hundert die Speere und die Schilde, die dem König David gehört hatten [und] die im Haus des HERRN
waren. /2Köni11/11/2Köni Und die Leibwächter stellten sich auf, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, zum Altar und zum Haus
hin, rings um den König herum. /2Köni11/12/2Köni Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm die Ordnung, und sie machten ihn zum König und salbten ihn. Und
sie klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König!
/2Köni11/13/2Köni Als aber Atalja das Geschrei der Leibwächter und des Volkes hörte, kam sie zum Volk ins Haus des HERRN. /2Köni11/14/2Köni Und sie sah: Siehe, da stand der König auf dem
[erhöhten] Standort, wie [es] Brauch [war], und die Obersten und die Trompeter [standen] beim König; und alles Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten. Da zerriß Atalja ihre
Kleider und rief: Verschwörung, Verschwörung! /2Köni11/15/2Köni Der Priester Jojada aber befahl den Obersten über Hundert, den Vorgesetzten des Heeres, und sagte zu ihnen: Führt sie durch die
Reihen hinaus, und wer ihr folgt, den tötet mit dem Schwert! Denn der Priester hatte gesagt: Sie soll nicht im Haus des HERRN getötet werden. /2Köni11/16/2Köni Und sie legten Hand an sie, und sie
ging ins Haus des Königs auf dem Weg, den die Pferde zum Haus des Königs nehmen. Dort wurde sie getötet.
/2Köni11/17/2Köni Und Jojada schloß den Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk, dass sie das Volk des HERRN sein sollten, und [auch] zwischen dem König und dem Volk. /2Köni11/18/2Köni
Da ging das ganze Volk des Landes in das Haus des Baal und riß es nieder; seine Altäre und seine Götzenbilder zerschlugen sie gründlich; und Mattan, den Priester des Baal, erschlugen sie vor den
Altären. Und der Priester stellte Wachen am Haus des HERRN auf. /2Köni11/19/2Köni Und er nahm die Obersten über Hundert und die Karer und die Leibwächter und das ganze Volk des Landes, und sie
führten den König aus dem Haus des HERRN hinab und kamen auf dem Weg durch das Tor der Leibwächter ins Haus des Königs. Und er setzte sich auf den Thron der Könige. /2Köni11/20/2Köni Und das
ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe. Atalja aber hatten sie im Haus des Königs mit dem Schwert getötet.
Joasch von Juda - Ausbesserung des Tempels.
V. 1-17: 2Chr 24,1-16.
\12\
/2Köni12/1/2Köni Sieben Jahre war Joasch alt, als er König wurde. /2Köni12/2/2Köni Im siebten Jahr Jehus wurde Joasch König, und er regierte vierzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Zibja, von Beerscheba. /2Köni12/3/2Köni Und Joasch tat alle seine Tage, was recht war in den Augen des HERRN, weil der Priester Jojada ihn unterwies. /2Köni12/4/2Köni Doch die Höhen wichen
nicht; das Volk brachte auf den Höhen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar.
V. 5-16: vgl. Kap. 22,4-7.
/2Köni12/5/2Köni Und Joasch sagte zu den Priestern: Alles Geld der heiligen Gaben, das ins Haus des HERRN gebracht wird - [sowohl] das Geld derer, die [zu den Gemusterten] hinübergehen, [als
auch] das Geld der Personen [,die vom Priester geschätzt wurden], jeder seiner Schätzung gemäß, [als auch] alles Geld, das jemand freiwillig dem Haus des HERRN zukommen läßt -, /2Köni12/6/2Köni
sollen die Priester an sich nehmen, jeder von seinem Bekannten. Und sie selbst sollen die Risse des Hauses ausbessern, überall, wo ein Riß gefunden wird. /2Köni12/7/2Köni Und es geschah im 23.
Jahr des Königs Joasch, da hatten die Priester die Risse des Hauses [noch] nicht ausgebessert. /2Köni12/8/2Köni Da rief der König Joasch den Priester Jojada und die Priester und sagte zu ihnen:
Warum bessert ihr die Risse des Hauses nicht aus? Jetzt aber sollt ihr kein Geld von euren Bekannten [mehr für euch selbst] nehmen, sondern ihr sollt es für die Risse des Hauses abgeben!
/2Köni12/9/2Köni Und die Priester willigten ein, kein Geld [mehr] vom Volk anzunehmen und [deshalb] auch die Risse des Hauses nicht [mehr] ausbessern zu müssen.
/2Köni12/10/2Köni Und der Priester Jojada nahm einen Kasten und bohrte ein Loch in seinen Deckel und stellte ihn neben den Altar, zur Rechten, wenn man in das Haus des HERRN hineingeht. Dahinein
legten die Priester, die an der Schwelle wachten, alles Geld, das ins Haus des HERRN gebracht wurde. /2Köni12/11/2Köni Und es geschah, wenn sie sahen, dass viel Geld in dem Kasten war, dann kamen
der Schreiber des Königs und der Hohepriester herauf, und sie banden es zusammen und zählten das Geld, das sich im Haus des HERRN vorfand. /2Köni12/12/2Köni Und sie gaben das abgezählte Geld in
die Hand der Werkführer, die über das Haus des HERRN eingesetzt waren; und die gaben es weiter an die Zimmerleute und an die Bauleute, die am Haus des HERRN arbeiteten, /2Köni12/13/2Köni und an
die Maurer und an die Steinhauer, und um Holz und gehauene Steine zu kaufen, um die Risse des Hauses des HERRN auszubessern, und für alles, was zur Ausbesserung des Hauses ausgegeben werden
musste. /2Köni12/14/2Köni Doch wurden für das Haus des HERRN keine silbernen Becken, Messer, Sprengschalen, Trompeten, keinerlei goldenes Gerät oder silbernes Gerät von dem Geld gemacht, das in
das Haus des HERRN gebracht wurde; /2Köni12/15/2Köni sondern man gab es den Werkführern, und sie besserten damit das Haus des HERRN aus. /2Köni12/16/2Köni Und man rechnete nicht ab mit den
Männern, in deren Hand man das Geld gab, damit sie es denen gaben, die die Arbeit taten; denn sie handelten gewissenhaft. /2Köni12/17/2Köni Das Geld von Schuldopfern und das Geld von Sündopfern
wurde nicht in das Haus des HERRN gebracht; es war für die Priester.
Auslieferung der Tempelschätze an die Aramäer durch Joasch - Seine Ermordung.
2Chr 24,17-27
/2Köni12/18/2Köni Damals zog Hasael, der König von Aram, herauf und kämpfte gegen Gat und nahm es ein. Und Hasael richtete sein Angesicht darauf, gegen Jerusalem hinaufzuziehen. /2Köni12/19/2Köni
Da nahm Joasch, der König von Juda, alle heiligen Gaben, die seine Väter Joschafat und Joram und Ahasja, die Könige von Juda, geheiligt hatten, und seine [eigenen] heiligen Gaben und alles Gold,
das sich in den Schatzkammern des Hauses des HERRN und des Hauses des Königs vorfand, und sandte es Hasael, dem König von Aram. Da zog der von Jerusalem ab.
/2Köni12/20/2Köni Und die übrige Geschichte des Joasch und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni12/21/2Köni Und seine Knechte
erhoben sich [gegen ihn], machten eine Verschwörung und erschlugen Joasch im Haus des Millo, wo man nach Silla hinabgeht. /2Köni12/22/2Köni Und Josachar, der Sohn Schimats, und Josabad, der Sohn
Schomers, seine Knechte, erschlugen ihn, und er starb. Und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Amazja wurde an seiner Stelle König.
Joahas von Israel.
\13\
/2Köni13/1/2Köni Im 23. Jahr des Joasch, des Sohnes Ahasjas, des Königs von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, König über Israel in Samaria [und regierte] siebzehn Jahre. /2Köni13/2/2Köni Und er
tat, was böse war in den Augen des HERRN; und er folgte den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte: er wich nicht davon ab. /2Köni13/3/2Köni Da entbrannte der
Zorn des HERRN gegen Israel, und er gab sie in die Hand Hasaels, des Königs von Aram, und in die Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaels, alle Tage. /2Köni13/4/2Köni Und Joahas besänftigte das
Angesicht des HERRN, und der HERR hörte auf ihn, denn er sah die Bedrängnis Israels, dass der König von Aram sie [hart] bedrängte. - /2Köni13/5/2Köni Und der HERR gab Israel einen Retter, so dass
sie von der Hand Arams loskamen. Und die Söhne Israel wohnten in ihren Zelten wie früher. /2Köni13/6/2Köni Dennoch wichen sie nicht ab von den Sünden des Hauses Jerobeams, der Israel zur Sünde
verführt hatte: Sie lebten darin, und auch die Aschera blieb in Samaria stehen. - /2Köni13/7/2Köni Denn er hatte dem Joahas kein Kriegsvolk übriggelassen als nur fünfzig Pferde und zehn
Kriegswagen und zehntausend Mann zu Fuß; denn der König von Aram hatte sie vernichtet und sie gemacht wie Staub beim Dreschen.
/2Köni13/8/2Köni Und die übrige Geschichte des Joahas und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, sind die nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel? /2Köni13/9/2Köni
Und Joahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in Samaria. Und sein Sohn Joasch wurde an seiner Stelle König.
Joasch von Israel - Elisas letzte Weissagung und Tod.
/2Köni13/10/2Köni Im 37. Jahr des Joasch, des Königs von Juda, wurde Joasch, der Sohn des Joahas, König über Israel in Samaria [und regierte] sechzehn Jahre. /2Köni13/11/2Köni Und er tat, was
böse war in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte: Er lebte darin. /2Köni13/12/2Köni Und die übrige Geschichte
des Joasch und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, wie er mit Amazja, dem König von Juda, Krieg geführt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel?
/2Köni13/13/2Köni Und Joasch legte sich zu seinen Vätern, und Jerobeam setzte sich auf seinen Thron. Joasch aber wurde in Samaria begraben bei den Königen von Israel.
/2Köni13/14/2Köni Und Elisa erkrankte an seiner Krankheit, an der er [später] starb. Und Joasch, der König von Israel, kam zu ihm herab und weinte über seinem Gesicht und sagte: Mein Vater, mein
Vater! Wagen Israels und seine Pferde! /2Köni13/15/2Köni Da sagte Elisa zu ihm: Hole einen Bogen und Pfeile! Und er holte ihm Bogen und Pfeile. /2Köni13/16/2Köni Und er sagte zum König von
Israel: Spanne den Bogen! Da spannte er [ihn]; und Elisa legte seine Hände auf die Hände des Königs. /2Köni13/17/2Köni Und er sagte: Öffne das Fenster nach Osten! Und er öffnete es! Und Elisa
sagte: Schieß! Und er schoß. Da sagte er: Pfeil der Rettung von dem HERRN und Pfeil der Rettung gegen Aram! So wirst du bei Afek Aram schlagen bis zur Vernichtung. /2Köni13/18/2Köni Dann sagte
er: Nimm die Pfeile! Und er nahm sie. Und er sagte zum König von Israel: Schlag auf die Erde! Und er schlug dreimal und hielt inne. /2Köni13/19/2Köni Da wurde der Mann Gottes zornig über ihn und
sagte: Zu schlagen war fünf- oder sechsmal, dann hättest du Aram bis zur Vernichtung geschlagen. Jetzt aber wirst du Aram [nur] dreimal schlagen.
/2Köni13/20/2Köni Und Elisa starb, und man begrub ihn. Und es kamen moabitische Räuberscharen ins Land, als das Jahr anfing. /2Köni13/21/2Köni Und es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe,
da sahen sie die Räuberschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elisas. Als aber der Mann [da hinein]kam und die Gebeine Elisas berührte, da wurde er lebendig und stellte sich auf seine
Füße.
/2Köni13/22/2Köni Und Hasael, der König von Aram, bedrängte Israel alle Tage des Joahas. /2Köni13/23/2Köni Aber der HERR war ihnen gnädig, erbarmte sich über sie und wandte sich ihnen zu wegen
seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob. Er wollte sie nicht vernichten und verstieß sie nicht von seinem Angesicht bis dahin. /2Köni13/24/2Köni Und Hasael, der König von Aram, starb. Und sein
Sohn Ben-Hadad wurde an seiner Stelle König. /2Köni13/25/2Köni Da entriß Joasch, der Sohn des Joahas, der Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaels, die Städte wieder, die dieser aus der Hand seines
Vaters Joahas im Krieg genommen hatte. Dreimal schlug ihn Joasch und brachte die Städte Israels wieder zurück.
Amazja von Juda - Sein Krieg mit Joasch von Israel - Ende des Joasch und des Amazja.
2Chr 25; 26,1.2.
\14\
/2Köni14/1/2Köni Im zweiten Jahr des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel, wurde Amazja König, der Sohn des Joasch, des Königs von Juda. /2Köni14/2/2Köni Er war 25 Jahre alt, als
er König wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Joaddan, von Jerusalem. /2Köni14/3/2Köni Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nur nicht wie sein
Vater David; [aber] nach allem, was sein Vater Joasch getan hatte, tat [auch] er. /2Köni14/4/2Köni Nur die Höhen wichen nicht; das Volk brachte auf den Höhen noch Schlachtopfer und Rauchopfer
dar. /2Köni14/5/2Köni Und es geschah, als das Königtum in seiner Hand gefestigt war, erschlug er seine Knechte, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten. /2Köni14/6/2Köni Aber die Söhne der
Totschläger tötete er nicht, wie es im Buch des Gesetzes des Mose geschrieben steht, wo der HERR geboten hat: Nicht sollen Väter um der Söhne willen getötet werden, und Söhne sollen nicht um der
Väter willen getötet werden, sondern jeder soll für seine [eigene] Sünde getötet werden. - /2Köni14/7/2Köni Er schlug die Edomiter im Salztal, zehntausend [Mann]; und er nahm [die Stadt] im Kampf
ein und gab ihr den Namen Jokteel bis auf diesen Tag.
/2Köni14/8/2Köni Damals sandte Amazja Boten zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ [ihm] sagen: Auf, laß uns einander ins Angesicht sehen!
/2Köni14/9/2Köni Da sandte Joasch, der König von Israel, zu Amazja, dem König von Juda, und ließ [ihm] sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zu der Zeder auf dem Libanon und sprach: Gib
meinem Sohn deine Tochter zur Frau! Da liefen die Tiere des Feldes, die auf dem Libanon [lebten], darüber und zertraten den Dornstrauch. /2Köni14/10/2Köni Gewiß, du hast Edom geschlagen, und
[darum] erhebt sich dein Herz. Genieße [deinen] Ruhm und bleib in deinem Haus! Wozu willst du dich denn mit dem Unglück einlassen? Dass du fällst, du und Juda mit dir? /2Köni14/11/2Köni Aber
Amazja hörte nicht. Da zog Joasch, der König von Israel, herauf; und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der König von Juda, bei Bet-Schemesch, das zu Juda gehört. /2Köni14/12/2Köni
Und Juda wurde vor Israel geschlagen; und sie flohen, jeder in sein Zelt. /2Köni14/13/2Köni Und Joasch, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn des Joasch, des Sohnes
Ahasjas, bei Bet-Schemesch gefangen. Und er kam nach Jerusalem und riß [eine Bresche] in die Mauer Jerusalems, am Tor Ephraim [anfangend,] bis an das Ecktor, vierhundert Ellen. /2Köni14/14/2Köni
Und er nahm alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus des HERRN und in den Schatzkammern des Hauses des Königs vorfanden, und Geiseln und kehrte nach Samaria zurück.
/2Köni14/15/2Köni Und die übrige Geschichte des Joasch, was er getan hat und seine Machttaten und wie er mit Amazja, dem König von Juda, gekämpft hat, ist das nicht geschrieben im Buch der
Geschichte der Könige von Israel? /2Köni14/16/2Köni Und Joasch legte sich zu seinen Vätern und wurde in Samaria begraben bei den Königen von Israel. Und sein Sohn Jerobeam wurde an seiner Stelle
König.
/2Köni14/17/2Köni Und Amazja, der Sohn des Joasch, der König von Juda, lebte nach dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel, [noch] fünfzehn Jahre. /2Köni14/18/2Köni Und
die übrige Geschichte Amazjas, ist sie nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni14/19/2Köni Und man machte in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn, er aber floh nach
Lachisch; da sandten sie [Männer] hinter ihm her bis Lachisch und töteten ihn dort. /2Köni14/20/2Köni Und sie hoben ihn auf die Pferde, und er wurde in Jerusalem bei seinen Vätern begraben, in
der Stadt Davids.
/2Köni14/21/2Köni Und das ganze Volk von Juda nahm Asarja - der war sechzehn Jahre alt -, und sie machten ihn zum König an Stelle seines Vaters Amazja. /2Köni14/22/2Köni Er baute Elat [wieder
auf] und brachte es an Juda zurück, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
Jerobeam II. von Israel.
/2Köni14/23/2Köni Im fünfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes des Joasch, des Königs von Juda, wurde Jerobeam, der Sohn des Joasch, des Königs von Israel, König in Samaria und [regierte] 41 Jahre.
/2Köni14/24/2Köni Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. /2Köni14/25/2Köni Er
stellte das Gebiet Israels wieder her, vom Zugang nach Hamat bis an das Meer der Ebene, nach dem Wort des HERRN, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn des
Amittai, den Propheten, der von Gat-Hefer war. /2Köni14/26/2Köni Denn der HERR sah das überaus bittere Elend Israels, und dass dahin war der Unmündige und dahin der Mündige und dass kein Helfer
da war für Israel. /2Köni14/27/2Köni Der HERR hatte nicht gesagt, dass er den Namen Israels unter dem Himmel auslöschen wolle. So rettete er sie durch die Hand Jerobeams, des Sohnes des
Joasch.
/2Köni14/28/2Köni Und die übrige Geschichte Jerobeams und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, wie er Krieg geführt hat und wie er Damaskus und Hamat, die Juda gehört hatten, an Israel
zurückgebracht hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel? /2Köni14/29/2Köni Und Jerobeam legte sich zu seinen Vätern, zu den Königen von Israel. Und sein Sohn
Secharja wurde an seiner Stelle König.
Asarja von Juda.
2Chr 26.
\15\
/2Köni15/1/2Köni Im 27. Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asarja König, der Sohn Amazjas, des Königs von Juda. /2Köni15/2/2Köni Sechzehn Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte 52 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jecholja, von Jerusalem. /2Köni15/3/2Köni Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater Amazja getan
hatte. /2Köni15/4/2Köni Doch die Höhen wichen nicht; das Volk brachte noch auf den Höhen Schlachtopfer und Rauchopfer dar. /2Köni15/5/2Köni Und der HERR schlug den König, und er war aussätzig bis
zum Tag seines Todes; und er wohnte in einem abgesonderten Haus. Jotam aber, der Sohn des Königs, war über das Haus [des Königs gesetzt worden] und richtete das Volk des Landes.
/2Köni15/6/2Köni Und die übrige Geschichte Asarjas und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni15/7/2Köni Und Asarja legte sich zu
seinen Vätern, und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Jotam wurde an seiner Stelle König.
Secharja, Schallum, Menahem, Pekachja und Pekach von Israel.
/2Köni15/8/2Köni Im 38. Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Secharja, der Sohn Jerobeams, König über Israel in Samaria [und regierte] sechs Monate. /2Köni15/9/2Köni Und er tat, was böse war
in den Augen des HERRN, so wie seine Väter getan hatten; er wich nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. /2Köni15/10/2Köni Und Schallum, der
Sohn des Jabesch, verschwor sich gegen ihn und erschlug ihn vor dem Volk und tötete ihn. Und er wurde an seiner Stelle König.
/2Köni15/11/2Köni Und die übrige Geschichte Secharjas, siehe, sie ist geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel. /2Köni15/12/2Köni Das ist das Wort des HERRN, das er zu Jehu
geredet hatte: Söhne der vierten [Generation] sollen dir auf dem Thron Israels sitzen. /2Köni15/13/2Köni So ist es auch geschehen.
Schallum, der Sohn des Jabesch, wurde König im 39. Jahr Usijas, des Königs von Juda; und er regierte einen vollen Monat in Samaria. /2Köni15/14/2Köni Da zog Menahem, der Sohn Gadis, von Tirza
herauf und kam nach Samaria; und er erschlug Schallum, den Sohn des Jabesch, in Samaria und tötete ihn. Und er wurde an seiner Stelle König.
/2Köni15/15/2Köni Und die übrige Geschichte Schallums und seine Verschwörung, die er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel. /2Köni15/16/2Köni Damals
schlug Menahem [die Stadt] Tifsach und alles, was darin war, und ihr Gebiet, von Tirza aus. Weil man ihm [die Tore] nicht geöffnet hatte, schlug er [die Stadt]; alle ihre Schwangeren schlitzte er
auf.
/2Köni15/17/2Köni Im 39. Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Menahem, der Sohn Gadis, König über Israel [und regierte] zehn Jahre in Samaria. /2Köni15/18/2Köni Und er tat, was böse war in
den Augen des HERRN; er wich nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte, alle seine Tage. /2Köni15/19/2Köni [Und] es kam Pul, der König von Assur,
gegen das Land. Und Menahem gab Pul tausend Talente Silber, damit dessen Hände mit ihm sein sollten, das Königtum in seiner Hand zu befestigen. /2Köni15/20/2Köni Und Menahem legte das Geld [als
Steuer] auf Israel, auf alle vermögenden Leute, um es dem König von Assur zu geben: fünfzig Schekel Silber auf jeden Mann. Da kehrte der König von Assur um und blieb nicht dort im
Land.
/2Köni15/21/2Köni Und die übrige Geschichte Menahems und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel? /2Köni15/22/2Köni Und Menahem legte sich
zu seinen Vätern. Und sein Sohn Pekachja wurde an seiner Stelle König.
/2Köni15/23/2Köni Im 50. Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekachja, der Sohn Menahems, König über Israel in Samaria [und regierte] zwei Jahre. /2Köni15/24/2Köni Und er tat, was böse war
in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. /2Köni15/25/2Köni Gegen ihn verschwor sich Pekach, der Sohn Remaljas,
einer seiner Offiziere, und erschlug ihn in Samaria in dem Palast des Königshauses, [außerdem] den Argob und den Arje; mit ihm waren fünfzig Mann von den Söhnen der Gileaditer. Und er tötete ihn
und wurde an seiner Stelle König.
/2Köni15/26/2Köni Und die übrige Geschichte Pekachjas und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel.
/2Köni15/27/2Köni Im 52. Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekach, der Sohn Remaljas, König über Israel in Samaria [und regierte] zwanzig Jahre. /2Köni15/28/2Köni Und er tat, was böse war
in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. /2Köni15/29/2Köni In den Tagen Pekachs, des Königs von Israel, kam
Tiglat-Pileser, der König von Assur, und nahm Ijon ein und Abel-Bet-Maacha und Janoach und Kedesch und Hazor und Gilead und Galiläa, das ganze Land Naftali, und führte die Bewohner gefangen fort
nach Assur. /2Köni15/30/2Köni Und Hoschea, der Sohn Elas, machte eine Verschwörung gegen Pekach, den Sohn Remaljas, und erschlug ihn und tötete ihn. Und er wurde an seiner Stelle König im
zwanzigsten Jahr Jotams, des Sohnes Usijas.
/2Köni15/31/2Köni Und die übrige Geschichte Pekachs und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Israel.
Jotam von Juda.
2Chr 27.
/2Köni15/32/2Köni Im zweiten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs von Israel, wurde Jotam König, der Sohn Usijas, des Königs von Juda. /2Köni15/33/2Köni Er war 25 Jahre alt, als er König
wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jeruscha, die Tochter Zadoks. /2Köni15/34/2Köni Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN; er tat nach
allem, was sein Vater Usija getan hatte. /2Köni15/35/2Köni Doch die Höhen wichen nicht: das Volk brachte auf den Höhen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar. Er baute das obere Tor des Hauses des
HERRN.
/2Köni15/36/2Köni Und die übrige Geschichte Jotams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni15/37/2Köni In jenen Tagen begann der
HERR, Rezin, den König von Aram, und Pekach, den Sohn Remaljas, gegen Juda zu senden. /2Köni15/38/2Köni Und Jotam legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt
seines Vaters David. /2Köni15/39/2Köni Und sein Sohn Ahas wurde an seiner Stelle König.
Ahas von Juda - Seine Unterwerfung unter Assur und sein Götzendienst.
2Chr 28.
\16\
/2Köni16/1/2Köni Im 17. Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas König, der Sohn Jotams, des Königs von Juda. /2Köni16/2/2Köni Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte
sechzehn Jahre in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen des HERRN, seines Gottes, wie sein Vater David; /2Köni16/3/2Köni sondern er ging auf dem Weg der Könige von Israel. Er
ließ sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Greueln der Nationen, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte. /2Köni16/4/2Köni Und er brachte Schlachtopfer und Rauchopfer dar auf
den Höhen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum.
/2Köni16/5/2Köni Damals zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf zum Kampf; und sie belagerten Ahas, konnten aber nicht [gegen
ihn] kämpfen. /2Köni16/6/2Köni In dieser Zeit brachte Rezin, der König von Aram, Elat wieder an Aram und trieb die Juden aus Elat hinaus; und es kamen Edomiter nach Elat und [sie] haben sich dort
niedergelassen bis auf diesen Tag. /2Köni16/7/2Köni Da sandte Ahas Boten an Tiglat-Pileser, den König von Assur, und ließ [ihm] sagen: Dein Knecht und dein Sohn bin ich. Komm herauf und rette
mich aus der Hand des Königs von Aram und aus der Hand des Königs von Israel, die sich gegen mich erhoben haben! /2Köni16/8/2Köni Und Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich in dem Haus des
HERRN und in den Schatzkammern des Königshauses vorfand, und sandte es als Geschenk dem König von Assur. /2Köni16/9/2Köni Da hörte der König von Assur auf ihn. Und der König von Assur zog hinauf
gegen Damaskus und nahm es ein und führte seine Einwohner gefangen fort nach Kir; Rezin aber tötete er.
/2Köni16/10/2Köni Und der König Ahas zog Tiglat-Pileser, dem König von Assur, entgegen, nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der in Damaskus war, da schickte der König Ahas dem Priester Uria
eine Nachbildung des Altars und seine Maße seiner ganzen Ausführung entsprechend. /2Köni16/11/2Köni Und der Priester Uria baute den Altar ganz nach dem, was der König Ahas aus Damaskus geschickt
hatte. So machte ihn der Priester Uria, bis der König Ahas aus Damaskus kam. /2Köni16/12/2Köni Und als der König aus Damaskus kam, da sah der König den Altar; und der König trat an den Altar und
stieg auf ihn hinauf. /2Köni16/13/2Köni Dann ließ er sein Brandopfer und sein Speisopfer als Rauch aufsteigen und goß sein Trankopfer aus und sprengte das Blut seiner Heilsopfer an den Altar.
/2Köni16/14/2Köni Den bronzenen Altar aber, der vor dem HERRN [stand], den rückte er von der Vorderseite des Hauses weg, von [der Stelle] zwischen dem [neuen] Altar und dem Haus des HERRN, und
setzte ihn an die Nordseite des [neuen] Altars. /2Köni16/15/2Köni Und der König Ahas befahl dem Priester Uria: Auf dem großen Altar bringe das Morgen-Brandopfer und das Abend-Speisopfer dar sowie
das Brandopfer des Königs samt seinem Speisopfer und das Brandopfer des ganzen Volkes des Landes samt ihren Speisopfern und ihren Trankopfern; und alles Blut der Brandopfer und alles Blut der
Schlachtopfer sollst du daran sprengen! Der bronzene Altar aber soll für mich sein, dass ich [auf ihm] Opferschau vornehme. /2Köni16/16/2Köni Und der Priester Uria tat nach allem, was der König
Ahas [ihm] befohlen hatte.
/2Köni16/17/2Köni Und der König Ahas brach die [Schluß]leisten an den Gestellen ab und entfernte die Kessel, die darauf waren. Und er ließ das Meer von den bronzenen Rindern, die darunter waren,
herunternehmen und setzte [es] auf ein Steinpflaster. /2Köni16/18/2Köni Und die überdachte Sabbathalle, die man am Haus gebaut hatte, und den äußeren Eingang des Königs veränderte er am Haus des
HERRN wegen des Königs von Assur.
/2Köni16/19/2Köni Und die übrige Geschichte des Ahas, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni16/20/2Köni Und Ahas legte sich zu seinen
Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Hiskia wurde an seiner Stelle König.
Hoschea, letzter König von Israel - Wegführung nach Assur.
\17\
/2Köni17/1/2Köni Im zwölften Jahr des Ahas, des Königs von Juda, wurde Hoschea, der Sohn Elas, in Samaria König über Israel [und regierte] neun Jahre. /2Köni17/2/2Köni Und er tat, was böse war in
den Augen des HERRN, doch nicht wie die Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.
V. 3-23: Kap. 18,9-12.
/2Köni17/3/2Köni Gegen ihn zog Salmanassar, der König von Assur, herauf; und Hoschea wurde sein Knecht und entrichtete ihm Tribut. /2Köni17/4/2Köni Aber der König von Assur entdeckte eine
Verschwörung bei Hoschea; denn der hatte Boten an So, den König von Ägypten, gesandt und hatte dem König von Assur keinen Tribut [mehr] hinaufgebracht wie [bisher] Jahr für Jahr. Da verhaftete
ihn der König von Assur und warf ihn gefesselt ins Gefängnis. /2Köni17/5/2Köni Dann zog der König von Assur durch das ganze Land und zog herauf nach Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
/2Köni17/6/2Köni Im neunten Jahr Hoscheas nahm der König von Assur Samaria ein und führte Israel gefangen fort nach Assur. Und er ließ sie wohnen in Halach und am Habor, dem Strom von Gosan, und
in den Städten Mediens.
Die Schuld Israels.
/2Köni17/7/2Köni Und das geschah, weil die Söhne Israel gesündigt hatten gegen den HERRN, ihren Gott, der sie aus dem Land Ägypten hatte heraufkommen lassen aus der Hand des Pharao, des Königs
von Ägypten, und weil sie andere Götter fürchteten /2Köni17/8/2Köni und in den Ordnungen der Nationen lebten, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte, und [in den Ordnungen] der
Könige von Israel, die [diese] eingeführt hatten. /2Köni17/9/2Köni Und die Söhne Israel ersannen gegen den HERRN, ihren Gott, Dinge, die nicht recht waren; und sie bauten sich Höhen in all ihren
Städten, vom Wachtturm bis zur befestigten Stadt. /2Köni17/10/2Köni Und sie errichteten sich Gedenksteine und Ascherim auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baum, /2Köni17/11/2Köni und sie
brachten dort auf allen Höhen Rauchopfer dar wie die Nationen, die der HERR vor ihnen gefangen weggeführt hatte. Und sie taten böse Dinge, um den HERRN zum Zorn zu reizen. /2Köni17/12/2Köni Und
sie dienten den Götzen, von denen der HERR ihnen gesagt hatte: So etwas sollt ihr nicht tun! /2Köni17/13/2Köni Und der HERR hatte Israel und Juda durch alle Propheten [und] jeden Seher gewarnt
und hatte gesagt: Kehrt um von euren bösen Wegen und bewahrt meine Gebote, meine Ordnungen, dem ganzen Gesetz gemäß, das ich euren Vätern geboten und das ich euch durch meine Knechte, die
Propheten, gesandt habe! /2Köni17/14/2Köni Aber sie hörten nicht, sondern verhärteten ihren Nacken gleich dem Nacken ihrer Väter, die dem HERRN, ihrem Gott, nicht geglaubt hatten.
/2Köni17/15/2Köni Und sie verwarfen seine Ordnungen und seinen Bund, den er mit ihren Vätern geschlossen, und seine Warnungen, mit denen er sie gewarnt hatte, und liefen der Nichtigkeit hinterher
- und wurden [selber] nichtig - und [liefen] den Nationen nach, die rings um sie her waren, von denen der HERR ihnen geboten hatte, nicht wie sie zu tun. /2Köni17/16/2Köni Und sie verließen alle
Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich ein Gußbild, zwei Kälber, und machten eine Aschera und warfen sich vor dem ganzen Heer des Himmels nieder und dienten dem Baal. /2Köni17/17/2Köni
Sie ließen ihre Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen und trieben Wahrsagerei und Zauberei und verkauften sich, zu tun, was böse war in den Augen des HERRN, um ihn zum Zorn zu reizen.
/2Köni17/18/2Köni Da wurde der HERR sehr zornig über Israel und schaffte sie fort von seinem Angesicht. Nichts blieb übrig als allein der Stamm Juda. /2Köni17/19/2Köni [Aber] auch Juda beachtete
nicht die Gebote des HERRN, seines Gottes, sondern sie lebten in den Ordnungen Israels, die sie [selber] eingeführt hatten. /2Köni17/20/2Köni Da verwarf der HERR die ganze Nachkommenschaft
Israels, und er demütigte sie und gab sie in die Hand von Plünderern, bis er sie von seinem Angesicht verstoßen hatte. /2Köni17/21/2Köni Denn er hatte Israel vom Haus Davids losgerissen, und sie
hatten Jerobeam, den Sohn Nebats, zum König gemacht. Jerobeam aber hatte Israel davon abgebracht, dem HERRN nachzufolgen, und hatte sie zu einer großen Sünde verführt. /2Köni17/22/2Köni Und die
Söhne Israel lebten in allen Sünden Jerobeams, die er getan hatte. Sie wichen nicht davon ab, /2Köni17/23/2Köni bis dass der HERR Israel von seinem Angesicht fortgeschafft hatte, so wie er durch
alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. So wurde Israel aus seinem Land gefangen nach Assur weggeführt [;und das ist so] bis auf den heutigen Tag.
Entstehung des Volkes der Samariter.
/2Köni17/24/2Köni Und der König von Assur brachte [Leute] aus Babel und aus Kuta und aus Awa und aus Hamat und aus Sefarwajim und ließ sie an Stelle der Söhne Israel in den Städten Samarias
wohnen. Und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in seinen Städten. /2Köni17/25/2Köni Und es geschah, als sie anfingen, dort zu wohnen, fürchteten sie den HERRN nicht. Da sandte der HERR
Löwen unter sie, die unter ihnen mordeten. /2Köni17/26/2Köni Und man sagte zum König von Assur: Die Nationen, die du weggeführt und in den Städten Samarias hast wohnen lassen, kennen nicht die
Verehrung [,die] dem Gott des Landes [gebührt]. So hat er Löwen unter sie gesandt, und siehe, die töten sie, weil sie die Verehrung des Gottes des Landes nicht kennen. /2Köni17/27/2Köni Da befahl
der König von Assur: Laßt einen der Priester, die ihr von dort gefangen weggeführt habt, dorthin [zurück]gehen, dass er hingeht und dort wohnt! Und er lehre sie die Verehrung des Gottes des
Landes! /2Köni17/28/2Köni Da kam einer der Priester, die man aus Samaria gefangen weggeführt hatte, und wohnte in Bethel und lehrte sie, wie sie den HERRN fürchten sollten. /2Köni17/29/2Köni Doch
machten sie sich - Nation für Nation - ihre [eigenen] Götter und stellten sie in die Höhenhäuser, die die Samaritaner - Nation für Nation - in ihren Städten gemacht hatten, in denen sie wohnten.
/2Köni17/30/2Köni Und die Leute von Babel machten Sukkot-Benot, die Leute von Kuta machten Nergal, die Leute von Hamat machten Aschima, /2Köni17/31/2Köni die Awiter machten Nibhas und Tartak, die
Sefarwiter verbrannten ihre Söhne im Feuer dem Adrammelech und dem Anammelech, den Göttern von Sefarwajim. /2Köni17/32/2Köni Doch fürchteten sie [auch] den HERRN und machten sich aus ihrer
Gesamtheit Höhenpriester, die für sie in den Höhenhäusern opferten. /2Köni17/33/2Köni So fürchteten sie den HERRN und dienten [zugleich] ihren Göttern entsprechend dem Brauch der Nationen, aus
denen man sie gefangen weggeführt hatte.
/2Köni17/34/2Köni Bis auf den heutigen Tag tun sie nach den früheren Bräuchen: Sie fürchten den HERRN nicht, und sie tun nicht nach ihren Ordnungen und nach ihren Bräuchen, [auch nicht] nach dem
Gesetz und nach dem Gebot, die der HERR den Söhnen Jakobs geboten hatte, dem er den Namen Israel gab. /2Köni17/35/2Köni Und [doch] hatte der HERR mit ihnen einen Bund geschlossen und hatte ihnen
geboten: Ihr sollt nicht andere Götter fürchten und euch nicht vor ihnen niederwerfen und sollt ihnen nicht dienen und ihnen nicht opfern, /2Köni17/36/2Köni sondern den HERRN, der euch mit großer
Kraft und mit ausgestrecktem Arm aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, ihn sollt ihr fürchten, und vor ihm sollt ihr euch niederwerfen und ihm opfern! /2Köni17/37/2Köni Und die Ordnungen und
die Bräuche und das Gesetz und das Gebot, die er für euch aufgeschrieben hat, sollt ihr bewahren, [sie] alle Tage zu tun, und ihr sollt nicht andere Götter fürchten! /2Köni17/38/2Köni Und den
Bund, den ich mit euch geschlossen habe, sollt ihr nicht vergessen und sollt nicht andere Götter fürchten, /2Köni17/39/2Köni sondern den HERRN, euren Gott, sollt ihr fürchten! Er wird euch
erretten aus der Hand aller eurer Feinde. /2Köni17/40/2Köni Aber sie hörten nicht, sondern taten nach ihren früheren Bräuchen.
/2Köni17/41/2Köni So fürchteten diese Nationen den HERRN und dienten [zugleich] ihren Götterbildern, auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder. Wie ihre Väter getan haben, so tun [auch] sie bis auf
den heutigen Tag.
Hiskia von Juda.
2Chr 29-31.
\18\
/2Köni18/1/2Köni Und es geschah im dritten Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda. /2Köni18/2/2Köni 25 Jahre war er
alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Abi, die Tochter Secharjas. /2Köni18/3/2Köni Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach
allem, was sein Vater David getan hatte. /2Köni18/4/2Köni Er beseitigte die Höhen und zertrümmerte die Gedenksteine und rottete die Aschera aus und schlug die eherne Schlange, die Mose gemacht
hatte, in Stücke. Denn bis zu jenen Tagen hatten die Söhne Israel ihr Rauchopfer dargebracht, und man nannte sie Nehuschtan. /2Köni18/5/2Köni Er vertraute auf den HERRN, den Gott Israels. Und
nach ihm hat es seinesgleichen nicht gegeben unter allen Königen von Juda noch unter denen, die vor ihm waren. /2Köni18/6/2Köni Er hing dem HERRN an, er wich nicht davon ab, ihm nachzufolgen. Und
er bewahrte seine Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte. /2Köni18/7/2Köni Und der HERR war mit ihm; in allem, wozu er auszog, hatte er Erfolg. Und er empörte sich gegen den König von Assur
und diente ihm nicht [mehr]. /2Köni18/8/2Köni Er schlug die Philister bis nach Gaza und dessen Gebiet, vom Wachtturm bis zur befestigten Stadt.
Hoschea von Israel - Wegführung nach Assur.
Kap. 17,3-23.
/2Köni18/9/2Köni Und es geschah im vierten Jahr des Königs Hiskia, das war das siebte Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da zog Salmanassar, der König von Assur, gegen Samaria
herauf und belagerte es. /2Köni18/10/2Köni Und am Ende von drei Jahren nahm er es ein. Im sechsten Jahr Hiskias, das war das neunte Jahr Hoscheas, des Königs von Israel, wurde Samaria
eingenommen. /2Köni18/11/2Köni Und der König von Assur führte Israel gefangen nach Assur fort und ließ sie in Halach bleiben, am Habor, dem Strom Gosans, und in den Städten Mediens,
/2Köni18/12/2Köni weil sie auf die Stimme des HERRN, ihres Gottes, nicht gehört und seinen Bund übertreten hatten, [nämlich] alles, was Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte. Sie haben nicht
gehört und nicht [danach] getan.
Belagerung Jerusalems durch Assur - Die Hohnreden des Rabschake.
V. 13-16: 2Chr 32,1-8; Jes 36,1.
/2Köni18/13/2Köni Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog Sanherib, der König von Assur, herauf gegen alle befestigten Städte Judas und nahm sie ein. /2Köni18/14/2Köni Da sandte Hiskia, der
König von Juda, zum König von Assur nach Lachisch und ließ [ihm] sagen: Ich habe unrecht getan, kehre um von mir! Was du mir auferlegst, will ich tragen. Da legte der König von Assur Hiskia, dem
König von Juda, dreihundert Talente Silber und dreißig Talente Gold auf. /2Köni18/15/2Köni Und Hiskia gab alles Silber, das sich im Haus des HERRN und in den Schatzkammern des Königshauses
vorfand. /2Köni18/16/2Köni In dieser Zeit brach Hiskia von den Türflügeln des Tempelraums des HERRN und von den Pfosten, die Hiskia, der König von Juda, überzogen hatte, [das Gold] ab und gab es
dem König von Assur.
V. 17-37: 2Chr 32,9-19; Jes 36,2-22.
/2Köni18/17/2Köni Aber der König von Assur sandte von Lachisch aus den Tartan und den Rabsaris und den Rabschake mit einem gewaltigen Heer gegen den König Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen
herauf und kamen nach Jerusalem: sie zogen herauf und kamen und stellten sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, der an der Straße des Walkerfeldes [liegt]. /2Köni18/18/2Köni Und sie
riefen nach dem König. Da gingen zu ihnen hinaus der Palastvorsteher Eljakim, der Sohn des Hilkija, und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs.
/2Köni18/19/2Köni Und der Rabschake sagte zu ihnen: Sagt doch zu Hiskia: So spricht der große König, der König von Assur: Was ist das für ein Vertrauen, mit dem du vertraust? /2Köni18/20/2Köni Du
sagst: Fürwahr, ein bloßes Wort ist [schon] Rat und Macht zum Krieg. Nun, auf wen vertraust du, dass du dich gegen mich empört hast? /2Köni18/21/2Köni Nun, siehe, du vertraust auf diesen
geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich auf ihn stützt, in seine Hand dringt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen.
/2Köni18/22/2Köni Wenn ihr aber zu mir sagt: Auf den HERRN, unseren Gott, vertrauen wir! - ist er es nicht, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, als er zu Juda und zu Jerusalem sagte:
Vor diesem Altar in Jerusalem sollt ihr euch niederwerfen? - /2Köni18/23/2Köni Und nun, geh doch mit meinem Herrn, dem König von Assur, eine Wette ein: Ich will dir zweitausend Pferde stellen,
wenn du dir [die nötigen] Reiter dafür aufstellen kannst! /2Köni18/24/2Köni Doch wie willst du [auch nur] einen einzigen [Provinz]statthalter zurücktreiben, einen von den geringsten Knechten
meines Herrn? Aber du vertraust auf Ägypten wegen der Wagen und Pferde! /2Köni18/25/2Köni Nun, bin ich etwa ohne den HERRN gegen diesen Ort heraufgezogen, um ihn zu verheeren? Der HERR hat zu mir
gesagt: Zieh hinauf gegen dieses Land und verheere es!
/2Köni18/26/2Köni Da sagten Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach zum Rabschake: Rede doch zu deinen Knechten aramäisch! Denn wir verstehen es. Und rede nicht judäisch mit uns vor den
Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist! /2Köni18/27/2Köni Doch der Rabschake sagte zu ihnen: Hat mich mein Herr [etwa nur] zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden, [und]
nicht zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?
/2Köni18/28/2Köni Und der Rabschake trat hin und rief mit lauter Stimme auf judäisch und redete und sprach: Hört das Wort des großen Königs, des Königs von Assur! /2Köni18/29/2Köni So spricht der
König: Hiskia täusche euch nicht! Denn er kann euch nicht aus meiner Hand retten. /2Köni18/30/2Köni Und Hiskia vertröste euch nicht auf den HERRN, indem er sagt: Der HERR wird uns gewiß retten;
diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assur gegeben werden. /2Köni18/31/2Köni Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assur: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir
heraus! Dann soll jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken, /2Köni18/32/2Köni bis ich komme und euch in ein Land hole wie euer
Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von Olivenöl und Honig. Dann werdet ihr am Leben bleiben und nicht sterben. Aber hört nicht auf Hiskia, wenn er euch
verführt, indem er sagt: Der HERR wird uns retten! /2Köni18/33/2Köni Haben etwa die Götter der Nationen jeder sein Land aus der Hand des Königs von Assur gerettet? /2Köni18/34/2Köni Wo sind die
Götter von Hamat und Arpad? Wo die Götter von Sefarwajim, von Hena und Awa? Haben sie etwa Samaria aus meiner Hand gerettet? /2Köni18/35/2Köni Welche sind es unter allen Göttern der Länder, die
ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, dass der HERR Jerusalem aus meiner Hand retten sollte? /2Köni18/36/2Köni Da schwieg das Volk still und antwortete ihm kein Wort; denn das war der Befehl
des Königs: Ihr sollt ihm nicht antworten! /2Köni18/37/2Köni Und Eljakim, der Sohn des Hilkija, der Palastvorsteher, und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs, kamen mit
zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.
Die Weissagung des Jesaja - Brief des Königs von Assur - Hiskias Gebet und Gottes Antwort durch Jesaja - Abzug des Königs von Assur.
2Chr 32,20-23; Jes 37.
\19\
/2Köni19/1/2Köni Und es geschah, als der König Hiskia es hörte, zerriß er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des HERRN. /2Köni19/2/2Köni Dann sandte er Eljakim, den
Palastvorsteher, und den Schreiber Schebna und die Ältesten der Priester, in Sacktuch gehüllt, zum Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz. /2Köni19/3/2Köni Und sie sagten zu ihm: So spricht Hiskia:
Ein Tag der Bedrängnis und der Züchtigung und der Schmähung ist dieser Tag! Denn die Kinder sind bis an den Muttermund gekommen, aber da ist keine Kraft zu gebären. /2Köni19/4/2Köni Vielleicht
hört der HERR, dein Gott, alle Worte des Rabschake, den sein Herr, der König von Assur, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen, und bestraft [ihn] wegen der Worte, die der HERR, dein
Gott, gehört hat. Erhebe doch ein Gebet für den Überrest, der sich [noch] findet!
/2Köni19/5/2Köni So kamen die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja. /2Köni19/6/2Köni Und Jesaja sagte zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So spricht der HERR: Fürchte dich nicht vor den
Worten, die du gehört hast, mit denen die Diener des Königs von Assur mich gelästert haben! /2Köni19/7/2Köni Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Gerücht hören und in sein Land
zurückkehren wird; dann will ich ihn in seinem Land durchs Schwert fällen.
/2Köni19/8/2Köni Und der Rabschake kehrte zurück und fand den König von Assur im Kampf gegen Libna; denn er hatte gehört, dass er von Lachisch aufgebrochen war. /2Köni19/9/2Köni Der [König] hatte
nämlich über Tirhaka, den König von Kusch, sagen hören: Siehe, er ist ausgezogen, um gegen dich zu kämpfen. Da sandte er wieder Boten zu Hiskia und ließ [ihm] sagen: /2Köni19/10/2Köni So sollt
ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sagen: Dein Gott täusche dich nicht, auf den du vertraust, indem du sagst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assur gegeben werden!
/2Köni19/11/2Köni Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assur allen Ländern getan haben, indem sie an ihnen den Bann vollstreckten. Und du solltest gerettet werden? /2Köni19/12/2Köni Haben
die Götter der Nationen, die meine Väter vernichtet haben, sie gerettet: Gosan, Haran und Rezef und die Söhne Edens, die in Telassar waren? /2Köni19/13/2Köni Wo ist der König von Hamat und der
König von Arpad und der König der Stadt Sefarwajim, [von] Hena und Awa?
/2Köni19/14/2Köni Da nahm Hiskia den Brief aus der Hand der Boten und las ihn. Dann ging er ins Haus des HERRN hinauf, und Hiskia breitete ihn vor dem HERRN aus. /2Köni19/15/2Köni Und Hiskia
betete vor dem HERRN: HERR, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du bist es, der da Gott ist, du allein für alle Königreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht.
/2Köni19/16/2Köni Neige, HERR, dein Ohr und höre! Tu, HERR, deine Augen auf und sieh! Ja, höre die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen. /2Köni19/17/2Köni Es
ist wahr, HERR, die Könige von Assur haben die Nationen und ihr Land in Trümmer gelegt, /2Köni19/18/2Köni und ihre Götter haben sie ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Götter, sondern ein
Werk von Menschenhänden, Holz und Stein, und sie haben sie verloren gegeben. /2Köni19/19/2Köni Und nun, HERR, unser Gott, rette uns doch aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen,
dass du, HERR, allein Gott bist!
/2Köni19/20/2Köni Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz zu Hiskia und ließ [ihm] sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assur, zu mir gebetet hast,
habe ich gehört. /2Köni19/21/2Köni Dies ist das Wort, das der HERR über ihn geredet hat:
Es verachtet dich, es verspottet dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt hinter dir her.
/2Köni19/22/2Köni Wen hast du gehöhnt und gelästert und gegen wen die Stimme erhoben? Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet!
/2Köni19/23/2Köni Durch deine Boten hast du den Herrn verhöhnt und hast gesagt: Mit der Menge meiner Wagen habe ich die Höhe der Berge erstiegen, das äußerste Ende des Libanon; und ich haue den
Hochwald seiner Zedern um, die Auslese seiner Wacholderbäume, und ich komme in seine fernste Herberge, in das Dickicht seines Baumbestandes.
/2Köni19/24/2Köni Ich habe gegraben und fremde Wasser getrunken; und mit der Sohle meiner Füße trockne ich alle Ströme Mazors aus.
/2Köni19/25/2Köni Hast du nicht gehört, dass ich lange vorher es gewirkt und von den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es kommen lassen, dass du befestigte Städte verwüstest zu
öden Steinhaufen.
/2Köni19/26/2Köni Und ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden mit Schrecken erfüllt und zuschanden; sie waren [wie] Kraut des Feldes und grünes Gras, [wie] Gras auf den Dächern, das vor dem
Ostwind verdorrt.
/2Köni19/27/2Köni Dein Sitzen und dein Aus- und Eingehen kenne ich, ja, dein Toben gegen mich.
/2Köni19/28/2Köni Wegen deines Tobens gegen mich und weil dein Übermut in meine Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum an deine Lippen und werde dich
zurückführen auf dem Weg, auf dem du gekommen bist. -
/2Köni19/29/2Köni Und dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahr den Nachwuchs [der Ernte] essen und im zweiten Jahr den Wildwuchs. Im dritten Jahr aber sollt ihr säen und ernten und
Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen. /2Köni19/30/2Köni Und das, was vom Haus Juda entkommen, was übriggeblieben ist, wird wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben.
/2Köni19/31/2Köni Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen und das Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das tun.
/2Köni19/32/2Köni Darum, so spricht der HERR über den König von Assur: Er wird nicht in diese Stadt kommen, und er wird keinen Pfeil hineinschießen und ihr nicht mit dem Schild entgegentreten und
wird keinen Wall gegen sie aufschütten. /2Köni19/33/2Köni Auf dem Weg, den er gekommen ist, auf ihm wird er zurückkehren und wird nicht in diese Stadt kommen, spricht der HERR. /2Köni19/34/2Köni
Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
/2Köni19/35/2Köni Und es geschah in dieser Nacht, da zog ein Engel des HERRN aus und schlug im Lager von Assur 185 000 Mann. Und als man früh am Morgen aufstand, siehe, da [fand man] sie alle,
lauter Leichen. /2Köni19/36/2Köni Und Sanherib, der König von Assur, brach auf, zog fort und kehrte zurück; und er blieb in Ninive. /2Köni19/37/2Köni Und es geschah, als er sich im Haus seines
Gottes Nisroch niederwarf, da erschlugen ihn seine Söhne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert; und sie entkamen in das Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon wurde an seiner Stelle
König.
Hiskias Krankheit und Genesung.
2Chr 32,24; Jes 38,1-8.
\20\
/2Köni20/1/2Köni In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus! Denn du wirst sterben und
nicht am Leben bleiben. /2Köni20/2/2Köni Da wandte er sein Gesicht zur Wand und betete zu dem HERRN. Und er sprach: /2Köni20/3/2Köni Ach, HERR! Denke doch daran, dass ich vor deinem Angesicht in
Treue und mit ungeteiltem Herzen gelebt und dass ich getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr. /2Köni20/4/2Köni Und es geschah - Jesaja war [noch] nicht aus der inneren
Stadt hinausgegangen -, da geschah das Wort des HERRN zu ihm: /2Köni20/5/2Köni Kehre um und sage zu Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe
dein Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich heilen; am dritten Tag wirst du ins Haus des HERRN hinaufgehen. /2Köni20/6/2Köni Und ich will zu deinen Tagen fünfzehn Jahre
hinzufügen. Und aus der Hand des Königs von Assur will ich dich und diese Stadt retten; und ich will diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen. /2Köni20/7/2Köni
Und Jesaja sagte: Bringt einen Feigenkuchen! Und sie brachten ihn und legten ihn auf das Geschwür. Da genas er.
/2Köni20/8/2Köni Und Hiskia sagte zu Jesaja: Was ist das Zeichen, dass der HERR mich heilen wird und dass ich am dritten Tag in das Haus des HERRN hinaufgehen werde? /2Köni20/9/2Köni Jesaja
sagte: Dies wird dir das Zeichen vom HERRN sein, dass der HERR das Wort, das er geredet hat, tun wird: Soll der Schatten [an der Sonnenuhr] zehn Stufen vorwärtsgehen, oder soll er zehn Stufen
zurückgehen? /2Köni20/10/2Köni Da sagte Hiskia: Es ist dem Schatten ein leichtes, sich [an der Sonnenuhr] um zehn Stufen zu neigen; nein, sondern der Schatten soll zehn Stufen rückwärtsgehen.
/2Köni20/11/2Köni Da rief der Prophet Jesaja zu dem HERRN. Und er ließ den Schatten um [so viele] Stufen [der Sonnenuhr] zurückgehen, wie die Sonne an den Stufen [der Sonnenuhr] des Ahas
hinabgegangen war, zehn Stufen zurück.
Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia - Sein Tod.
2Chr 32,25-33; Jes 39.
/2Köni20/12/2Köni In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia; denn er hatte gehört, dass Hiskia krank gewesen war.
/2Köni20/13/2Köni Und Hiskia freute sich über sie und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus: das Silber und Gold, die Balsamöle und das köstliche Öl und sein ganzes Vorratshaus und alles, was sich
in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte. /2Köni20/14/2Köni Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia
und sprach zu ihm: Was haben diese Männer gesagt, und woher sind sie zu dir gekommen? Da sagte Hiskia: Aus einem fernen Land sind sie gekommen, aus Babel. /2Köni20/15/2Köni Er sprach: Was haben
sie in deinem Haus gesehen? Und Hiskia sagte: Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist. Es gibt nichts in meinen Schatzkammern, das ich ihnen nicht gezeigt hätte. /2Köni20/16/2Köni Da
sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des HERRN! /2Köni20/17/2Köni Siehe, Tage kommen, da wird alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zum heutigen Tag angehäuft haben, nach Babel
weggebracht werden. Nichts wird übrigbleiben, spricht der HERR. /2Köni20/18/2Köni Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen, die du zeugen wirst, wird man [einige] nehmen; und sie werden im
Palast des Königs von Babel Hofbeamte sein. /2Köni20/19/2Köni Da sagte Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist gut, das du geredet hast. Aber er sagte [sich]: Wenn doch nur Friede und Sicherheit
in meinen Tagen bleiben!
/2Köni20/20/2Köni Und die übrige Geschichte Hiskias und all seine Machttaten und wie er den Teich und die Wasserleitung gemacht und das Wasser in die Stadt geleitet hat, ist das nicht geschrieben
im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni20/21/2Köni Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Manasse wurde an seiner Stelle König.
Manasse von Juda - Sein Götzendienst.
2Chr 33,1-20.
\21\
/2Köni21/1/2Köni Zwölf Jahre war Manasse alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hefzi-Bah. /2Köni21/2/2Köni Und er tat, was böse war in den
Augen des HERRN, nach den Greueln der Nationen, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte. /2Köni21/3/2Köni Und er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia vernichtet hatte,
und errichtete Altäre für den Baal und machte eine Aschera, wie [sie] Ahab, der König von Israel, gemacht hatte, und er warf sich nieder vor dem ganzen Heer des Himmels und diente ihnen.
/2Köni21/4/2Köni Und er baute Altäre im Haus des HERRN, von dem der HERR gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen niederlegen. /2Köni21/5/2Köni Und er baute für das ganze Heer des Himmels
Altäre in den beiden Vorhöfen des Hauses des HERRN. /2Köni21/6/2Köni Und er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen, und er trieb Zauberei und Beschwörung und ließ sich mit Totengeistern und
Wahrsagegeistern ein. Er tat vieles, was böse war in den Augen des HERRN, um ihn zu reizen. /2Köni21/7/2Köni Und er stellte das Götterbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem
der HERR zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen für ewig niederlegen!
/2Köni21/8/2Köni Und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Land vertreiben, das ich ihren Vätern gegeben habe, wenn sie nur darauf achten, nach allem zu tun, was ich ihnen geboten habe, und
nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten hat. /2Köni21/9/2Köni Aber sie hörten nicht, und Manasse verführte sie, mehr Böses zu tun als die Nationen, die der HERR vor den Söhnen
Israel ausgerottet hatte.
/2Köni21/10/2Köni Da redete der HERR durch seine Knechte, die Propheten, und sprach: /2Köni21/11/2Köni Weil Manasse, der König von Juda, diese Greuel verübt [und] Schlimmes getan hat - mehr als
alles, was die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind - und auch Juda durch seine Götzen zur Sünde verführt hat, /2Köni21/12/2Köni darum, so spricht der HERR, der Gott Israels, siehe,
will ich Unheil über Jerusalem und Juda bringen, dass jedem, der es hört, die beiden Ohren gellen sollen. /2Köni21/13/2Köni Und ich werde über Jerusalem die Meßschnur Samarias spannen und die
Waage des Hauses Ahabs, und ich werde Jerusalem auswischen, wie man eine Schüssel auswischt: man wischt [sie] aus und dreht [sie] um auf ihre Oberseite. /2Köni21/14/2Köni Und ich werde den
Überrest meines Erbteils verstoßen und werde sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie werden allen ihren Feinden zum Raub und zur Plünderung werden, /2Köni21/15/2Köni weil sie getan haben, was
böse ist in meinen Augen, und mich zum Zorn gereizt haben, von dem Tag an, als ihre Väter aus Ägypten gezogen sind, bis auf den heutigen Tag.
/2Köni21/16/2Köni Manasse vergoß auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er Jerusalem damit anfüllte von einem Ende bis zum andern; abgesehen von seiner Sünde, mit der er Juda zur Sünde verführte,
zu tun, was böse war in den Augen des HERRN.
/2Köni21/17/2Köni Und die übrige Geschichte Manasses und alles, was er getan, und seine Sünde, die er begangen hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda?
/2Köni21/18/2Köni Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben im Garten seines Hauses, im Garten des Usa. Und sein Sohn Amon wurde an seiner Stelle König.
Amon von Juda.
2Chr 33,21-25.
/2Köni21/19/2Köni Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König wurde, und er regierte zwei Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Meschullemet, die Tochter des Haruz aus Jotba.
/2Köni21/20/2Köni Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie sein Vater Manasse getan hatte. /2Köni21/21/2Köni Und er ging ganz den Weg, den sein Vater gegangen war, und diente den
Götzen, denen sein Vater gedient hatte, und warf sich vor ihnen nieder. /2Köni21/22/2Köni Und er verließ den HERRN, den Gott seiner Väter, und ging nicht auf dem Weg des HERRN. /2Köni21/23/2Köni
Und die Knechte Amons verschworen sich gegen ihn und töteten den König in seinem Haus. /2Köni21/24/2Köni Das Volk des Landes aber erschlug alle, die sich gegen den König Amon verschworen hatten;
und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia an seiner Stelle zum König.
/2Köni21/25/2Köni Und die übrige Geschichte Amons, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni21/26/2Köni Und man begrub ihn in seinem Begräbnis
im Garten Usas. Und sein Sohn Josia wurde an seiner Stelle König.
Josia von Juda: Fund des Gesetzbuches.
V. 1-7: 2Chr 34,1-13.
\22\
/2Köni22/1/2Köni Acht Jahre war Josia alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jedida, die Tochter Adajas aus Bozkat. /2Köni22/2/2Köni Und er
tat, was recht war in den Augen des HERRN. Er ging ganz den Weg seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch zur Linken ab.
/2Köni22/3/2Köni Und es geschah im 18. Jahr des Königs Josia, da sandte der König den Schreiber Schafan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, ins Haus des HERRN und sagte:
V. 4-7: vgl. Kap. 12,5-16.
/2Köni22/4/2Köni Geh hinauf zum Hohenpriester Hilkija, dass er das Geld ausschütte, das in das Haus des HERRN gebracht worden ist, das die [Priester, die] an der Schwelle wachen, vom Volk
eingesammelt haben, /2Köni22/5/2Köni damit man es in die Hand der Werkführer gebe, die am Haus des HERRN eingesetzt sind. Die sollen es den Werkmeistern geben, die im Haus des HERRN sind, um die
Risse des Hauses auszubessern, /2Köni22/6/2Köni den Handwerkern und den Bauleuten und den Maurern, und zum Ankauf von Holz und behauenen Steinen, das Haus auszubessern. /2Köni22/7/2Köni Doch soll
das Geld, das in ihre Hand gegeben wird, nicht mit ihnen abgerechnet werden, denn sie handeln gewissenhaft.
V. 8-20: 2Chr 34,14-28.
/2Köni22/8/2Köni Und der Hohepriester Hilkija sagte zu Schafan, dem Schreiber: Ich habe im Haus des HERRN das Buch des Gesetzes gefunden. Und Hilkija gab das Buch dem Schafan, und der las es.
/2Köni22/9/2Köni Und der Schreiber Schafan kam zum König und brachte dem König Nachricht und sagte: Deine Knechte haben das Geld, das ich im Haus vorfand, ausgeschüttet und es in die Hand der
Werkführer gegeben, die am Haus des HERRN eingesetzt sind. /2Köni22/10/2Köni Und der Schreiber Schafan berichtete dem König weiter: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las
es dem König vor. /2Köni22/11/2Köni Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriß er seine Kleider. /2Köni22/12/2Köni Und der König befahl dem Priester Hilkija
und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs, und sagte: /2Köni22/13/2Köni Geht hin, befragt den HERRN für mich und
für das Volk und für ganz Juda wegen der Worte dieses aufgefundenen Buches! Denn groß ist der Zorn des HERRN, der sich gegen uns entzündet hat, dafür, dass unsere Väter auf die Worte dieses
Buches nicht gehört haben, nach allem zu tun, was unsertwegen aufgeschrieben ist. /2Köni22/14/2Köni Da gingen der Priester Hilkija und Ahikam und Achbor und Schafan und Asaja zu der Prophetin
Hulda, der Frau des Schallum, des Sohnes Tikwas, des Sohnes des Harhas, des Hüters der Kleider; sie wohnte aber in Jerusalem im zweiten Stadtteil; und sie redeten mit ihr.
/2Köni22/15/2Köni Und sie sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: /2Köni22/16/2Köni So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über
diesen Ort bringen und über seine Bewohner: alle Worte des Buches, das der König von Juda gelesen hat. /2Köni22/17/2Köni Weil sie mich verlassen und anderen Göttern Rauchopfer dargebracht haben,
um mich zum Zorn zu reizen mit all dem Machwerk ihrer Hände, so wird mein Zorn sich gegen diesen Ort entzünden und wird nicht erlöschen. /2Köni22/18/2Köni Zu dem König von Juda aber, der euch
gesandt hat, um den HERRN zu befragen, zu ihm sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: [Was] die Worte, die du gehört hast, [betrifft] - /2Köni22/19/2Köni weil dein Herz weich
geworden ist und du dich vor dem HERRN gedemütigt hast, als du hörtest, was ich über diesen Ort und über seine Bewohner geredet habe, dass sie zum Entsetzen und zum Fluch werden sollen, und du
deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, darum habe auch ich gehört, spricht der HERR. /2Köni22/20/2Köni Darum, siehe, ich werde dich zu deinen Vätern versammeln; und du wirst zu deinen
Gräbern versammelt werden in Frieden, und deine Augen sollen all das Unheil nicht ansehen, das ich über diesen Ort kommen lasse. Und sie brachten dem König die Antwort.
Josias Reformen: Bundeserneuerung, Abschaffung des Götzendienstes, Passahfeier - Sein Tod im Krieg gegen die Ägypter.
2Chr 34,29-33.
\23\
/2Köni23/1/2Köni Und der König sandte hin, und man versammelte zu ihm alle Ältesten von Juda und von Jerusalem. /2Köni23/2/2Köni Und der König ging ins Haus des HERRN hinauf und alle Männer von
Juda und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm und die Priester und die Propheten und alles Volk, vom Kleinsten bis zum Größten. Und man las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuches, das im
Haus des HERRN gefunden worden war. /2Köni23/3/2Köni Und der König stand auf dem [erhöhten] Standort und schloß den Bund vor dem HERRN, dem HERRN nachzufolgen und seine Gebote und seine Zeugnisse
und seine Ordnungen zu bewahren mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, um die Worte dieses Bundes zu erfüllen, die in diesem Buch aufgeschrieben sind. Und das ganze Volk trat in den Bund
ein.
/2Köni23/4/2Köni Und der König befahl dem Hohenpriester Hilkija und den Priestern zweiten Ranges und den Hütern der Schwelle, aus dem Tempelraum des HERRN alle Geräte hinauszubringen, die für den
Baal und die Aschera und das ganze Heer des Himmels gemacht worden waren. Dann verbrannte er sie außerhalb Jerusalems in den Terrassen[gärten] am Kidron und ließ ihren Staub nach Bethel bringen.
/2Köni23/5/2Köni Und er machte den Götzenpriestern ein Ende, die die Könige von Juda eingesetzt hatten und die auf den Höhen, in den Städten von Juda und in der Umgebung von Jerusalem Rauchopfer
darbrachten und die, die dem Baal, der Sonne und dem Mond und dem Tierkreisbild und dem ganzen Heer des Himmels Rauchopfer darbrachten. /2Köni23/6/2Köni Und er brachte die Aschera aus dem Haus
des HERRN hinaus nach draußen vor Jerusalem in das Bachtal des Kidron; und er verbrannte sie im Bachtal des Kidron und zermalmte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die Gräber der Söhne des
Volkes. /2Köni23/7/2Köni Und er riß die Häuser der Tempelhurer nieder, die [sich] im Haus des HERRN [befanden], in denen die Frauen Gewänder für die Aschera webten. /2Köni23/8/2Köni Und er ließ
alle Priester aus den Städten Judas kommen und machte die Höhen unrein, wo die Priester Rauchopfer dargebracht hatten, von Geba bis Beerscheba. Und er riß die Höhen der Dämonen nieder, die am
Eingang des Tores Joschuas, des Obersten der Stadt, waren, auf der linken Seite, wenn man zum Stadttor hineinkommt. /2Köni23/9/2Köni Doch durften die Priester der Höhen nicht auf dem Altar des
HERRN in Jerusalem opfern, sondern [nur] noch vom ungesäuerten Brot inmitten ihrer Brüder essen. /2Köni23/10/2Köni Und er machte das Tofet unrein, das im Tal Ben-Hinnoms [lag], damit niemand mehr
seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen ließ. /2Köni23/11/2Köni Und er schaffte die Pferde ab, die die Könige von Juda der Sonne [zu Ehren] aufgestellt hatten am Eingang des
Hauses des HERRN, bei der Zelle Netan-Melechs, des Hofbeamten, die im Parwarim war, und die Sonnenwagen verbrannte er mit Feuer. /2Köni23/12/2Köni Und die Altäre, die auf dem Dach des Obergemachs
des Ahas waren, die die Könige von Juda gemacht hatten, und die Altäre, die Manasse in den beiden Vorhöfen des Hauses des HERRN gemacht hatte, riß der König nieder und zertrümmerte [sie], und er
warf ihren Staub ins Bachtal des Kidron. /2Köni23/13/2Köni Und der König machte die Höhen unrein, die vor Jerusalem zur Rechten des Berges des Verderbens waren, die Salomo, der König von Israel,
für Astarte, das Scheusal der Sidonier, und Kemosch, das Scheusal Moabs, und Milkom, den Greuel der Söhne Ammon, gebaut hatte. /2Köni23/14/2Köni Und er zertrümmerte die Gedenksteine und hieb die
Ascherim um und füllte ihre Stätte mit Menschenknochen.
/2Köni23/15/2Köni Auch den Altar, der in Bethel war, die Höhe, die Jerobeam, der Sohn des Nebat, gemacht hatte, der Israel zur Sünde verführt hatte, auch diesen Altar und die Höhe riß er nieder;
und er verbrannte die Höhe, [und] die Aschera zermalmte er zu Staub und verbrannte [sie]. /2Köni23/16/2Köni Und als Josia sich umwandte und die Gräber sah, die dort in dem Berg waren, da sandte
er hin und ließ die Gebeine aus den Gräbern holen, verbrannte sie auf dem Altar und machte ihn [auf diese Weise] unrein nach dem Wort des HERRN, das der Mann Gottes ausgerufen hatte, der diese
Dinge [damals] ausrief. /2Köni23/17/2Köni Und er sagte: Was ist das da für ein Steinmal, das ich sehe? Und die Männer der Stadt sagten zu ihm: [Es ist] das Grab des Mannes Gottes, der von Juda
gekommen ist und diese Dinge, die du getan hast, über den Altar von Bethel ausgerufen hat. /2Köni23/18/2Köni Da sagte er: Laßt ihn liegen, niemand soll seine Gebeine bewegen! Und so retteten sie
seine Gebeine zusammen mit den Gebeinen des Propheten, der aus Samaria gekommen war. /2Köni23/19/2Köni Auch alle Häuser der Höhen, die in den Städten Samarias waren, die die Könige von Israel
gemacht hatten, um [den HERRN] zum Zorn zu reizen, beseitigte Josia. Er verfuhr mit ihnen genauso, wie er [es] in Bethel vollzogen hatte. /2Köni23/20/2Köni Und alle Priester der Höhen, die dort
waren, schlachtete er auf den Altären und verbrannte Menschenknochen darauf. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.
V. 21-30: 2Chr 35.
/2Köni23/21/2Köni Und der König befahl dem ganzen Volk: Feiert dem HERRN, eurem Gott, ein Passah, wie in diesem Buch des Bundes geschrieben steht! /2Köni23/22/2Köni Denn es war kein Passah
gefeiert worden wie dieses von den Tagen der Richter an, die Israel gerichtet hatten, und alle Tage der Könige von Israel und der Könige von Juda, /2Köni23/23/2Köni sondern [erst] im achtzehnten
Jahr des Königs Josia wurde dieses Passah dem HERRN in Jerusalem gefeiert. /2Köni23/24/2Köni Und auch die Totenbeschwörer und die Wahrsager und die Teraphim und die Götzen und alle Scheusale, die
im Land Juda und in Jerusalem zu sehen waren, schaffte Josia ab, um die Wortes des Gesetzes auszuführen, die in dem Buch geschrieben standen, das der Priester Hilkija im Haus des HERRN gefunden
hatte.
/2Köni23/25/2Köni Vor Josia gab es keinen König wie ihn, der zu dem HERRN umgekehrt wäre mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit seiner ganzen Kraft nach dem ganzen Gesetz
des Mose. Und [auch] nach ihm ist seinesgleichen nicht aufgestanden. /2Köni23/26/2Köni Doch kehrte sich der HERR nicht ab von der großen Glut seines Zornes, mit der sein Zorn gegen Juda entbrannt
war, wegen all der Kränkungen, mit denen Manasse ihn gekränkt hatte. /2Köni23/27/2Köni So hatte der HERR gesagt: Auch Juda will ich von meinem Angesicht entfernen, wie ich Israel entfernt habe;
und ich will diese Stadt verwerfen, die ich erwählt habe, Jerusalem, und das Haus, von dem ich gesagt habe: Mein Name soll dort sein!
/2Köni23/28/2Köni Und die übrige Geschichte Josias und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda?
/2Köni23/29/2Köni In seinen Tagen zog der Pharao Necho, der König von Ägypten, gegen den König von Assur hinauf an den Strom Euphrat. Und der König Josia zog ihm entgegen; aber Necho tötete ihn
bei Megiddo, als er ihn sah. /2Köni23/30/2Köni Und seine Knechte führten ihn auf einem Wagen tot von Megiddo fort und brachten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Begräbnis. Und das
Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und machten ihn zum König anstelle seines Vaters.
Joahas von Juda.
2Chr 36,1-4.
/2Köni23/31/2Köni Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hamutal, die Tochter Jirmejas aus Libna.
/2Köni23/32/2Köni Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach allem, was seine Väter getan hatten. /2Köni23/33/2Köni Und der Pharao Necho setzte ihn in Ribla im Land Hamat gefangen, so
dass er nicht mehr in Jerusalem König war. Und er legte dem Land eine Geldbuße von hundert Talenten Silber und einem Talent Gold auf. /2Köni23/34/2Köni Und der Pharao Necho machte Eljakim, den
Sohn Josias, zum König anstelle seines Vaters Josia und änderte seinen Namen in Jojakim. Joahas aber nahm er [mit sich], und er kam nach Ägypten und starb dort. /2Köni23/35/2Köni Und das Silber
und das Gold aber gab Jojakim dem Pharao. Doch musste er das Land schätzen, um das Geld nach dem Befehl des Pharao abzuliefern; vom Volk des Landes, von jedem nach seiner Schätzung, trieb er das
Silber und das Gold ein, um es dem Pharao Necho abzuliefern.
Jojakim von Juda.
2Chr 36,5-8.
/2Köni23/36/2Köni Fünfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Sebuda, die Tochter Pedajas aus Ruma.
/2Köni23/37/2Köni Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach allem, was seine Väter getan hatten.
\24\
/2Köni24/1/2Köni In seinen Tagen zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf, und Jojakim war drei Jahre sein Knecht, dann wandte er sich [wieder ab] und empörte sich gegen ihn.
/2Köni24/2/2Köni Und der HERR sandte gegen ihn Streifscharen der Chaldäer und Streifscharen Arams und Streifscharen Moabs und Streifscharen der Söhne Ammon. Er sandte sie gegen Juda, um es
zugrunde zu richten nach dem Wort des HERRN, das er durch seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. /2Köni24/3/2Köni Ja, nach dem Befehl des HERRN geschah das gegen Juda, um es von seinem
Angesicht zu entfernen wegen der Sünden Manasses, nach allem, was er getan hatte; /2Köni24/4/2Köni auch wegen des unschuldigen Blutes, das er vergossen hatte, so dass er Jerusalem mit
unschuldigem Blut angefüllt hatte. Das wollte der HERR nicht vergeben.
/2Köni24/5/2Köni Und die übrige Geschichte Jojakims und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige von Juda? /2Köni24/6/2Köni Und Jojakim legte sich zu
seinen Vätern. Und sein Sohn Jojachin wurde an seiner Stelle König. /2Köni24/7/2Köni Doch der König von Ägypten zog fortan nicht mehr aus seinem Land. Denn der König von Babel hatte von dem Bach
Ägyptens an bis zum Strom Euphrat alles genommen, was dem König von Ägypten gehört hatte.
Jojachin von Juda - Erste Eroberung Jerusalems und erste Wegführung nach Babel.
2Chr 36,9.10; Jer 22,24-30.
/2Köni24/8/2Köni Achtzehn Jahre war Jojachin alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Nehuschta, die Tochter Elnatans aus Jerusalem.
/2Köni24/9/2Köni Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater getan hatte. /2Köni24/10/2Köni In jener Zeit zogen die Knechte Nebukadnezars, des Königs von Babel,
nach Jerusalem herauf, und die Stadt kam in Belagerung. /2Köni24/11/2Köni Und Nebukadnezar, der König von Babel, ging [selbst] gegen die Stadt vor, während seine Knechte sie belagerten.
/2Köni24/12/2Köni Und Jojachin, der König von Juda, ging zum König von Babel hinaus, er und seine Mutter und seine Knechte und seine Obersten und seine Hofbeamten. Und der König von Babel nahm
ihn gefangen im achten Jahr seiner Königsherrschaft. /2Köni24/13/2Köni Und er brachte von dort heraus alle Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze des Königshauses und brach [das Gold von]
allen goldenen Geräten ab, die Salomo, der König von Israel, im Tempel des HERRN gemacht hatte, ganz wie der HERR geredet hatte. /2Köni24/14/2Köni Und er führte ganz Jerusalem gefangen fort und
alle Obersten und alle kriegstüchtigen [Männer], zehntausend Gefangene, und alle Schmiede und Schlosser. Niemand blieb übrig als nur das geringe Volk des Landes. /2Köni24/15/2Köni Und er führte
Jojachin gefangen fort nach Babel. Und die Mutter des Königs und die Frauen des Königs und seine Hofbeamten und die Bürgerschaft des Landes führte er als Gefangene aus Jerusalem nach Babel.
/2Köni24/16/2Köni Und alle Kriegsmänner, 7 000, und die Schmiede und die Schlosser, 1 000, alles tüchtige, kampferprobte Männer, die brachte der König von Babel als Gefangene nach Babel.
/2Köni24/17/2Köni Und der König von Babel machte Mattanja, Jojachins Onkel an seiner Stelle zum König und änderte seinen Namen in Zedekia.
Zedekia, letzter König von Juda - Belagerung Jerusalems - Flucht und Gefangennahme des Königs 2Chr 36,11-16; Jer 52,1-11
/2Köni24/18/2Köni Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hamutal, die Tochter Jirmejas aus Libna.
/2Köni24/19/2Köni Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach allem, was Jojakim getan hatte. /2Köni24/20/2Köni Denn wegen des Zornes des HERRN kam es in Jerusalem und in Juda dahin,
dass er sie von seinem Angesicht verwarf.
Und Zedekia empörte sich gegen den König von Babel.
V. 1-7: Jer 39,1-7.
\25\
/2Köni25/1/2Köni Und es geschah im neunten Jahr seiner Regierung, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats, da kam Nebukadnezar, der König von Babel, er und sein ganzes Heer, gegen Jerusalem und
belagerte es; und sie bauten Belagerungstürme gegen es ringsumher. /2Köni25/2/2Köni So kam die Stadt in Belagerung bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia. /2Köni25/3/2Köni Am Neunten des [vierten]
Monats, als der Hunger in der Stadt überhand genommen hatte und kein Brot [mehr] da war für das Volk des Landes, /2Köni25/4/2Köni da wurde die Stadt[mauer] aufgebrochen, und alle Kriegsleute
[flohen] nachts auf dem Weg durch das Tor, das zwischen den beiden Mauern beim Garten des Königs [lag] - die Chaldäer aber waren rings um die Stadt her - und der König zog den Weg zur Steppe.
/2Köni25/5/2Köni Aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach, und sie holten ihn ein in den Steppen von Jericho; und sein ganzes Heer zerstreute sich von ihm weg. /2Köni25/6/2Köni Und sie
ergriffen den König und führten ihn hinauf zum König von Babel nach Ribla; und man sprach das Urteil über ihn. /2Köni25/7/2Köni Und man schlachtete die Söhne Zedekias vor seinen Augen ab; und man
blendete die Augen Zedekias und band ihn mit ehernen Fesseln und brachte ihn nach Babel.
Zerstörung Jerusalems und des Tempels - Zweite Wegführung nach Babel.
2Chr 36,17-21; Jer 52,12-27; V. 8-12: Jer 39,8-10.
/2Köni25/8/2Köni Und im fünften Monat, am Siebten des Monats, das war das neunzehnte Jahr des Königs Nebukadnezar, des Königs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Knecht des
Königs von Babel, nach Jerusalem. /2Köni25/9/2Köni Und er verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs; und alle Häuser Jerusalems und jedes große Haus verbrannte er mit Feuer.
/2Köni25/10/2Köni Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache war, riß die Mauern von Jerusalem ringsum nieder. /2Köni25/11/2Köni Und den Rest des Volkes, die in der Stadt
Übriggebliebenen und die Überläufer, die zum König von Babel übergelaufen waren, und den Rest der Menge führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, gefangen fort. /2Köni25/12/2Köni Aber von
den Geringen des Landes ließ der Oberste der Leibwache [einige] zurück als Weingärtner und als Ackerleute. /2Köni25/13/2Köni Und die bronzenen Säulen, die am Haus des HERRN waren, und die
Gestelle und das bronzene Meer, die im Haus des HERRN waren, zerschlugen die Chaldäer und nahmen die Bronze davon mit nach Babel. /2Köni25/14/2Köni Und die Töpfe und die Schaufeln und die Messer
und die Schalen und alle bronzenen Geräte, mit denen man den Dienst verrichtete, nahmen sie mit. /2Köni25/15/2Köni Auch die Feuerbecken und die Sprengschalen, was aus reinem Gold und was aus
reinem Silber war, nahm der Oberste der Leibwache mit, /2Köni25/16/2Köni [ferner] die beiden Säulen, das eine Meer und die Gestelle, die Salomo für das Haus des HERRN gemacht hatte. Die Bronze
aller dieser Geräte war nicht zu wiegen. /2Köni25/17/2Köni Achtzehn Ellen war die Höhe der einen Säule, und ein Kapitell aus Bronze war darauf, und die Höhe des Kapitells [betrug] drei Ellen, und
Flechtwerk und Granatäpfel waren an dem Kapitell ringsum, alles aus Bronze; und genauso war es an der anderen Säule mit dem Flechtwerk.
/2Köni25/18/2Köni Und der Oberste der Leibwache nahm den Oberpriester Seraja und Zephanja, den zweiten Priester, und die drei, die an der Schwelle Wache hielten; /2Köni25/19/2Köni und aus der
Stadt nahm er einen Hofbeamten, der über die Kriegsleute eingesetzt war, und fünf Männer von denen, die ständig um den König waren, die sich in der Stadt fanden, und den Schreiber des
Heerobersten, der das Volk des Landes zum Heeresdienst aushob, und sechzig Mann vom Volk des Landes, die sich in der Stadt fanden. /2Köni25/20/2Köni Und Nebusaradan, der Oberste der Leibwache,
nahm sie und brachte sie zum König von Babel nach Ribla.
V. 21-26: Jer 40-43
/2Köni25/21/2Köni Und der König von Babel erschlug sie und tötete sie in Ribla im Land Hamat. - So wurde Juda aus seinem Land gefangen weggeführt.
Statthalter Gedalja.
V. 22-24: Jer 40,7-9; 41,1-7; 43,5-7.
/2Köni25/22/2Köni Und [was] das Volk [betrifft], das im Land Juda übriggeblieben war, das Nebukadnezar, der König von Babel, übriggelassen hatte, über sie setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des
Sohnes Schafans [als Statthalter] ein. /2Köni25/23/2Köni Und als alle Heerobersten, sie und ihre Männer, hörten, dass der König von Babel Gedalja [als Statthalter] eingesetzt habe, da kamen sie
zu Gedalja nach Mizpa; nämlich Ismael, der Sohn des Netanja, und Johanan, der Sohn des Kareach, und Seraja, der Sohn des Tanhumet, der Netofatiter, und Jaasanja, der Sohn des Maachatiters, sie
und ihre Männer. /2Köni25/24/2Köni Und Gedalja schwor ihnen und ihren Männern und sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht vor den Knechten der Chaldäer! Bleibt im Land und dient dem König von Babel!
Dann wird es euch gutgehen. /2Köni25/25/2Köni Es geschah aber im siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, [einer] von den königlichen Nachkommen, und zehn Männer
mit ihm; und sie erschlugen Gedalja, so dass er starb, sowie die Juden und die Chaldäer, die bei ihm in Mizpa waren. /2Köni25/26/2Köni Da machte sich alles Volk, vom Kleinsten bis zum Größten,
mit den Heerobersten auf, und sie kamen nach Ägypten; denn sie fürchteten sich vor den Chaldäern.
Jojachins Begnadigung.
Jer 52,31-34.
/2Köni25/27/2Köni Und es geschah im 37. Jahr der Wegführung Jojachins, des Königs von Juda, im zwölften Monat, am 27. des Monats, da erhob Ewil-Merodach, der König von Babel, in dem Jahr, als er
König wurde, das Haupt Jojachins, des Königs von Juda, [und führte ihn] aus dem Gefängnis. /2Köni25/28/2Köni Und er redete gütig mit ihm und setzte seinen Thron über den Thron der Könige, die bei
ihm in Babel waren. /2Köni25/29/2Köni Und Jojachin durfte seine Gefängniskleidung ablegen. Und er aß beständig vor ihm alle Tage seines Lebens. /2Köni25/30/2Köni Und sein Unterhalt, ein
beständiger Unterhalt, wurde ihm, soviel er täglich nötig hatte, vom König gegeben alle Tage seines Lebens.
1.13 Erstes Buch Chronik.
(1.C.1 bis 8: Namen)
Nachkommen Adams bis zu den Söhnen Isaaks.
V. 1-4: 1Mo 5; Lk 3,36-38; V. 5-16: 1Mo 10,1-20.
\1\
/1Chr1/1/ Adam, Set, Enosch, /1Chr1/2/ Kenan, Mahalalel, Jered, /1Chr1/3/ Henoch, Metuschelach, Lamech, /1Chr1/4/ Noah, Sem, Ham und Jafet.
/1/5/ Die Söhne Jafets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und Meschech und Tiras. $1/6$ Und die Söhne Gomers: Aschkenas und Rifat und Togarma. /1Chr1/7/1Chr Und die Söhne Jawans:
Elischa und Tarsis, die Kittaer und die Rodaniter.
/1Chr1/8/1Chr Die Söhne Hams: Kusch und Mizrajim, Put und Kanaan. /1Chr1/9/1Chr Und die Söhne von Kusch: Seba und Hawila und Sabta und Ragma und Sabtecha. Und die Söhne Ragmas: Saba und Dedan.
/1Chr1/10/1Chr Und Kusch zeugte Nimrod; der fing an, ein Gewaltiger auf der Erde zu sein. - /1Chr1/11/1Chr Und Mizrajim zeugte die Luditer und die Anamiter und die Lehabiter und die Naftuhiter
/1Chr1/12/1Chr und die Patrositer und die Kasluhiter, von denen die Philister ausgegangen sind, und die Kaftoriter. - /1Chron1/13/1Chron Und Kanaan zeugte Sidon, seinen Erstgeborenen, und Het
/1Chron1/14/1Chron und den Jebusiter und den Amoriter und den Girgaschiter /1Chron1/15/1Chron und den Hiwiter und den Arkiter und den Siniter /1Chron1/16/1Chron und den Arwaditer und den
Zemariter und den Hamatiter.
V. 17-23: 1Mo 10,21-31; V. 17-27: 1Mo 11,10-26; Lk 3,34-36.
/1Chron1/17/1Chron Die Söhne Sems: Elam und Assur und Arpachschad und Lud und Aram und Uz und Hul und Geter und Masch. /1Chron1/18/1Chron Und Arpachschad zeugte Schelach, und Schelach zeugte
Eber. /1Chron1/19/1Chron Und Eber wurden zwei Söhne geboren: der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt; und der Name seines Bruders war Joktan. /1Chron1/20/1Chron
Und Joktan zeugte Almodad und Schelef und Hazarmawet und Jerach /1Chron1/21/1Chron und Hadoram und Usal und Dikla /1Chron1/22/1Chron und Obal und Abimael und Saba /1Chron1/23/1Chron und Ofir und
Hawila und Jobab; diese alle waren Söhne Joktans.
/1Chron1/24/1Chron Sem, Arpachschad, Schelach, /1Chron1/25/1Chron Eber, Peleg, Regu, /1Chron1/26/1Chron Serug, Nahor, Terach, /1Chron1/27/1Chron Abram, das ist Abraham.
V. 28-31: 1Mo 25,12-18.
/1Chron1/28/1Chron Die Söhne Abrahams: Isaak und Ismael. /1Chron1/29/1Chron Das ist ihre Geschlechterfolge: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajot, und Kedar und Adbeel und Mibsam, /1Chron1/30/1Chron
Mischma und Duma, Massa, Hadad und Tema, /1Chron1/31/1Chron Jetur, Nafisch und Kedma; das sind die Söhne Ismaels.
V. 32.33: 1Mo 25,1-4.
/1Chron1/32/1Chron Und die Söhne der Ketura, der Nebenfrau Abrahams: sie gebar Simran und Jokschan und Medan und Midian und Jischbak und Schuach. Und die Söhne Jokschans: Saba und Dedan.
/1Chron1/33/1Chron Und die Söhne Midians: Efa und Efer und Henoch und Abida und Eldaa. Diese alle waren Söhne der Ketura. - /1Chron1/34/1Chron Und Abraham zeugte Isaak. Die Söhne Isaaks: Esau und
Israel.
Nachkommen Esaus.
V. 35-42: 1Mo 36,1-30.
/1Chron1/35/1Chron Die Söhne Esaus: Elifas, Reguel und Jeusch und Jalam und Korach. /1Chron1/36/1Chron Die Söhne des Elifas: Teman und Omar, Zefo und Gatam, Kenas und Timna und Amalek.
/1Chron1/37/1Chron Die Söhne Reguels: Nahat, Serach, Schamma und Misa.
/1Chron1/38/1Chron Und die Söhne Seirs: Lotan und Schobal und Zibon und Ana und Dischon und Ezer und Dischan. /1Chron1/39/1Chron Und die Söhne Lotans: Hori und Hemam; und die Schwester Lotans:
Timna. /1Chron1/40/1Chron Die Söhne Schobals: Alwan und Manahat und Ebal, Schefi und Onam. Und die Söhne Zibons: Aja und Ana. /1Chron1/41/1Chron Die Söhne Anas: Dischon. Und die Söhne Dischons:
Hemdan und Eschban und Jitran und Keran. - /1Chron1/42/1Chron Die Söhne Ezers: Bilhan und Saawan und Akan. Die Söhne Dischans: Uz und Aran.
V. 43-54: 1Mo 36,31-43.
/1Chron1/43/1Chron Und das sind die Könige, die im Land Edom regiert haben, ehe ein König über die Söhne Israel regierte: Bela, der Sohn Beors; und der Name seiner Stadt war Dinhaba.
/1Chron1/44/1Chron Und Bela starb; und an seiner Stelle wurde Jobab, der Sohn Serachs, aus Bozra König. /1Chron1/45/1Chron Und Jobab starb; und an seiner Stelle wurde Huscham aus dem Land der
Temaniter König. /1Chron1/46/1Chron Und Huscham starb; und an seiner Stelle wurde Hadad, der Sohn Bedads, König, der Midian schlug im Gebiet Moabs; und der Name seiner Stadt war Awit.
/1Chron1/47/1Chron Und Hadad starb; und an seiner Stelle wurde Samla aus Masreka König. /1Chron1/48/1Chron Und Samla starb; und König an seiner Stelle wurde Schaul aus Rehobot am Strom.
/1Chron1/49/1Chron Und Schaul starb; und an seiner Stelle wurde Baal-Hanan, der Sohn Achbors, König. /1Chron1/50/1Chron Und Baal-Hanan starb; und an seiner Stelle wurde Hadad König; und der Name
seiner Stadt war Pagu, und der Name seiner Frau Mehetabel, die Tochter Matreds, die Tochter Me-Sahabs. /1Chron1/51/1Chron Und Hadad starb.
Und Fürsten von Edom waren: Fürst Timna, Fürst Alwa, Fürst Jetet, /1Chron1/52/1Chron Fürst Oholibama, Fürst Ela, Fürst Pinon, /1Chron1/53/1Chron Fürst Kenas, Fürst Teman, Fürst Mibzar,
/1Chron1/54/1Chron Fürst Magdiel, Fürst Iram. Das sind [die] Fürsten von Edom.
Söhne Jakobs - Nachkommen Judas.
V. 1-15: Mt 1,2-6; Lk 3,31-34.
\2\
/1Chron2/1/1Chron Das sind die Söhne Israels: Ruben, Simeon, Levi und Juda, Issaschar und Sebulon, /1Chron2/2/1Chron Dan, Joseph und Benjamin, Naftali, Gad und Asser.
/1Chron2/3/1Chron Die Söhne Judas: Er und Onan und Schela; diese drei wurden ihm geboren von der Tochter Schuas, der Kanaaniterin. Und Er, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen des HERRN,
und er ließ ihn sterben. /1Chron2/4/1Chron Und seine Schwiegertochter Tamar gebar ihm Perez und Serach. Alle Söhne Judas waren fünf.
V. 4-16: Rt 4,18-22.
/1Chron2/5/1Chron Die Söhne des Perez waren: Hezron und Hamul. /1Chron2/6/1Chron Und die Söhne Serachs: Simri und Etan und Heman und Kalkol und Darda; sie alle waren fünf. - /1Chron2/7/1Chron Und
die Söhne Karmis: Achar, der Israel ins Unglück brachte, weil er Untreue an dem Gebannten übte. /1Chron2/8/1Chron Und die Söhne Etans: Asarja. /1Chron2/9/1Chron Und die Söhne Hezrons, die ihm
geboren wurden: Jerachmeel und Ram und Kaleb. /1Chron2/10/1Chron Und Ram zeugte Amminadab; und Amminadab zeugte Nachschon, den Fürsten der Söhne Juda. /1Chron2/11/1Chron Und Nachschon zeugte
Salmon, und Salmon zeugte Boas; /1Chron2/12/1Chron und Boas zeugte Obed, und Obed zeugte Isai. /1Chron2/13/1Chron Und Isai zeugte Eliab, seinen Erstgeborenen; und Abinadab, den zweiten; und
Schamma, den dritten; /1Chron2/14/1Chron Netanel, den vierten; Raddai, den fünften; /1Chron2/15/1Chron Ozem, den sechsten; David, den siebten. /1Chron2/16/1Chron Und ihre Schwestern waren: Zeruja
und Abigal. Und die Söhne der Zeruja: Abischai und Joab und Asael, drei. /1Chron2/17/1Chron Und Abigal gebar Amasa; und der Vater Amasas war Jeter, der Ismaeliter.
/1Chron2/18/1Chron Und Kaleb, der Sohn Hezrons, zeugte [Söhne] mit seiner Frau Asuba und mit Jeriot; und das sind ihre Söhne: Jescher und Schobab und Ardon. /1Chron2/19/1Chron Und Asuba starb;
und Kaleb nahm Efrata, und sie gebar ihm Hur. /1Chron2/20/1Chron Und Hur zeugte Uri, und Uri zeugte Bezalel. - /1Chron2/21/1Chron Und danach ging Hezron ein zu der Tochter Machirs, des Vaters
Gileads; und er nahm sie, als er sechzig Jahre alt war, und sie gebar ihm Segub. /1Chron2/22/1Chron Und Segub zeugte Jair. Und der hatte 23 Städte im Land Gilead; /1Chron2/23/1Chron und Geschur
und Aram nahmen ihnen die Zeltdörfer Jairs weg, dazu Kenat und seine Tochterstädte, sechzig Städte. Diese alle waren Söhne Machirs, des Vaters Gileads. /1Chron2/24/1Chron Und nach dem Tod Hezrons
in Kaleb-Efrata, da gebar Abija, die Frau Jezrons, ihm Aschhur, den Vater Tekoas.
/1Chron2/25/1Chron Und die Söhne Jerachmeels, des Erstgeborenen Hezrons, waren: Der Erstgeborene Ram und Buna und Oren und Ozem [von] Ahija. /1Chron2/26/1Chron Und Jerachmeel hatte [noch] eine
andere Frau, ihr Name war Atara; sie war die Mutter Onams. /1Chron2/27/1Chron Und die Söhne Rams, des Erstgeborenen Jerachmeels, waren: Maaz und Jamin und Eker. - /1Chron2/28/1Chron Und die Söhne
Onams waren: Schammai und Jada. Und die Söhne Schammais: Nadab und Abischur. /1Chron2/29/1Chron Und der Name der Frau Abischurs war Abihajil; und sie gebar ihm Achban und Molid.
/1Chron2/30/1Chron Und die Söhne Nadabs: Seled und Appajim. Und Seled starb ohne Söhne. - /1Chron2/31/1Chron Und die Söhne Appajims: Jischi. Und die Söhne Jischis: Scheschan. Und die Söhne
Scheschans: Achlai. - /1Chron2/32/1Chron Und die Söhne Jadas, des Bruders Schammais: Jeter und Jonatan. Und Jeter starb ohne Söhne. /1Chron2/33/1Chron Und die Söhne Jonatans: Pelet und Sasa. Das
waren die Söhne Jerachmeels. - /1Chron2/34/1Chron Und Scheschan hatte keine Söhne, sondern nur Töchter. Und Scheschan hatte einen ägyptischen Knecht, sein Name war Jarha; /1Chron2/35/1Chron und
Scheschan gab seinem Knecht Jarha seine Tochter zur Frau, und sie gebar ihm Attai. /1Chron2/36/1Chron Und Attai zeugte Nathan, und Nathan zeugte Sabad, /1Chron2/37/1Chron und Sabad zeugte Eflal,
und Eflal zeugte Obed, /1Chron2/38/1Chron und Obed zeugte Jehu, und Jehu zeugte Asarja, /1Chron2/39/1Chron und Asarja zeugte Helez, und Helez zeugte Elasa, /1Chron2/40/1Chron und Elasa zeugte
Sismai, und Sismai zeugte Schallum, /1Chron2/41/1Chron und Schallum zeugte Jekamja, und Jekamja zeugte Elischama.
/1Chron2/42/1Chron Und die Söhne Kalebs, des Bruders Jerachmeels: Mescha, sein Erstgeborener - er ist der Vater Sifs -, und die Söhne Mareschas, des Vaters Hebrons. /1Chron2/43/1Chron Und die
Söhne Hebrons: Korach und Tappuach und Rekem und Schema. /1Chron2/44/1Chron Und Schema zeugte Raham, den Vater Jorkoams, und Rekam zeugte Schammai. /1Chron2/45/1Chron Und der Sohn Schammais war
Maon, und Maon war der Vater Bet-Zurs. - /1Chron2/46/1Chron Und Efa, die Nebenfrau Kalebs, gebar Haran und Moza und Gases. Und Haran zeugte Gases. - /1Chron2/47/1Chron Und die Söhne Jahdais:
Regem und Jotam und Geschan und Pelet und Efa und Schaaf. /1Chron2/48/1Chron Maacha, die Nebenfrau Kalebs, gebar Scheber und Tirhana; /1Chron2/49/1Chron und sie gebar Schaaf, den Vater Madmannas,
Schewa, den Vater Machbenas und den Vater Gibeas. Und die Tochter Kalebs war Achsa. /1Chron2/50/1Chron Das waren die Söhne Kalebs.
Die Söhne Hurs, des Erstgeborenen der Efrata: Schobal, der Vater von Kirjat-Jearim; /1Chron2/51/1Chron Salmon, der Vater von Bethlehem; Haref, der Vater von Bet-Gader. /1Chron2/52/1Chron Und
Schobal, der Vater von Kirjat-Jearim, hatte Söhne: Haroeh [und] Hazi, den Menuchotiter; /1Chron2/53/1Chron und die Sippen von Kirjat-Jearim waren: die Jeteriter und die Putiter und die
Schumatiter und die Mischraiter; von diesen sind ausgegangen die Zoratiter und die Eschtaoliter.
/1Chron2/54/1Chron Die Söhne Salmons: Bethlehem und die Netofatiter, Atrot-Bet-Joab und Hazi, der Manachiter, [und] die Zoriter; /1Chron2/55/1Chron und die Sippen der Schreiber, die Jabez
bewohnten: die Tiratiter, die Schimatiter, die Suchatiter. Das sind die Kiniter, die von Hammat, dem Vater des Hauses Rechab, herkommen.
Nachkommen Davids.
V. 1-9: 2Sam 3,2-5; 5,13-16.
\3\
/1Chron3/1/1Chron Und das waren die Söhne Davids, die ihm in Hebron geboren wurden: Der erstgeborene Amnon, von Ahinoam, der Jesreeliterin; der zweite Daniel, von Abigajil, der Karmeliterin;
/1Chron3/2/1Chron der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des Königs von Geschur; der vierte Adonija, der Sohn der Haggit; /1Chron3/3/1Chron der fünfte Schefatja, von der
Abital; der sechste Jitream, von seiner Frau Egla. /1Chron3/4/1Chron [Diese] sechs wurden ihm in Hebron geboren. Und er regierte dort sieben Jahre und sechs Monate; und 33 Jahre regierte er in
Jerusalem.
V. 5-9: Kap. 14,4-7.
/1Chron3/5/1Chron Und diese wurden ihm in Jerusalem geboren: Schammua und Schobab und Nathan und Salomo, [diese] vier von Bat-Schua, der Tochter Ammiels; /1Chron3/6/1Chron und Jibhar und
Elischama und Elifelet /1Chron3/7/1Chron und Nogah und Nefeg und Jafia /1Chron3/8/1Chron und Elischama und Eljada und Elifelet, [zusammen] neun; /1Chron3/9/1Chron alles Söhne Davids, ohne die
Söhne der Nebenfrauen; und Tamar war ihre Schwester.
V. 10-24: Mt 1,7-11.
/1Chron3/10/1Chron Und der Sohn Salomos war Rehabeam; dessen Sohn Abija, dessen Sohn Asa, dessen Sohn Joschafat, /1Chron3/11/1Chron dessen Sohn Joram, dessen Sohn Ahasja, dessen Sohn Joasch,
/1Chron3/12/1Chron dessen Sohn Amazja, dessen Sohn Asarja, dessen Sohn Jotam, /1Chron3/13/1Chron dessen Sohn Ahas, dessen Sohn Hiskia, dessen Sohn Manasse, /1Chron3/14/1Chron dessen Sohn Amon,
dessen Sohn Josia.
/1Chron3/15/1Chron Und die Söhne Josias: Der Erstgeborene: Johanan; der zweite: Jojakim; der dritte: Zedekia; der vierte: Schallum. /1Chron3/16/1Chron Und die Söhne Jojakims: sein Sohn Jechonja,
dessen Sohn Zedekia. /1Chron3/17/1Chron Und die Söhne Jechonjas: Assir; dessen Sohn Schealtiel /1Chron3/18/1Chron und Malkiram und Pedaja und Schenazzar, Jekamja, Hoschama und Nedabja.
/1Chron3/19/1Chron Und die Söhne Pedajas: Serubbabel und Schimi. Und die Söhne Serubbabels: Meschullam und Hananja; und Schelomit war ihre Schwester; /1Chron3/20/1Chron und Haschuba und Ohel und
Berechja und Hasadja, Juschab-Hesed, [diese] fünf. /1Chron3/21/1Chron Und die Söhne Hananjas: Pelatja und Jesaja; die Söhne Refajas, die Söhne Arnans, die Söhne Obadjas, die Söhne Schechanjas.
/1Chron3/22/1Chron Und die Söhne Schechanjas: Schemaja. Und die Söhne Schemajas: Hattusch und Jigal und Bariach und Nearja und Schafat, [diese] sechs. /1Chron3/23/1Chron Und die Söhne Nearjas:
Eljoenai und Hiskia und Asrikam, [diese] drei. /1Chron3/24/1Chron Und die Söhne Eljoenais: Hodawja und Eljaschib und Pelaja und Akkub und Johanan und Delaja und Anani, [diese] sieben.
Stamm Juda.
4Mo 26,19-22.
\4\
/1Chron4/1/1Chron Die Söhne Judas: Perez, Hezron und Karmi und Hur und Schobal. /1Chron4/2/1Chron Und Reaja, der Sohn Schobals, zeugte Jahat; und Jahat zeugte Ahumai und Lahad. Das sind die
Sippen der Zoratiter. - /1Chron4/3/1Chron Und diese sind von dem Vater Etams: Jesreel und Jischma und Jidbasch; und der Name ihrer Schwester: Hazlelponi; /1Chron4/4/1Chron und Pnuel, der Vater
Gedors; und Eser, der Vater Huschas. Das sind die Söhne Hurs, des Erstgeborenen [von] der Efrata, des Vaters, von Bethlehem. - /1Chron4/5/1Chron Und Aschhur, der Vater Tekoas, hatte zwei Frauen:
Hela und Naara. /1Chron4/6/1Chron Und Naara gebar ihm Ahusam und Hefer und Temni und Ahaschtari. Das sind die Söhne der Naara. /1Chron4/7/1Chron Und die Söhne der Hela: Zeret, Jizhar und Etnan. -
/1Chron4/8/1Chron Und Koz zeugte Anub und Zobeba und die Sippen Aharhels, des Sohnes Harums. /1Chron4/9/1Chron Und Jabez war angesehener als seine Brüder; und seine Mutter gab ihm den Namen
Jabez, denn sie sagte: Mit Schmerzen habe ich ihn geboren. /1Chron4/10/1Chron Und Jabez rief den Gott Israels an und sagte: Dass du mich doch segnen und mein Gebiet erweitern mögest und deine
Hand mit mir sei und du das Übel [von mir] fern hieltest, dass kein Schmerz mich treffe! Und Gott ließ kommen, was er erbeten hatte. /1Chron4/11/1Chron Und Kelub, der Bruder Schuhas, zeugte
Mehir; der war der Vater Eschtons. /1Chron4/12/1Chron Und Eschton zeugte Bet-Rafa und Paseach und Tehinna, den Vater der Stadt Nahasch; das sind die Männer von Recha. - /1Chron4/13/1Chron Und die
Söhne des Kenas: Otniel und Seraja. Und die Söhne Otniels: Hatat und Meonotai. /1Chron4/14/1Chron Und Meonotai zeugte Ofra; und Seraja zeugte Joab, den Vater des Tals der Handwerker, denn sie
waren Handwerker. - /1Chron4/15/1Chron Und die Söhne Kalebs, des Sohnes des Jefunne: Iru, Ela und Naam. Und die Söhne Elas: Kenas. - /1Chron4/16/1Chron Und die Söhne Jehallelels: Sif und Sifa,
Tirja und Asarel. - /1Chron4/17/1Chron Und die Söhne Esras: Jeter und Mered und Efer und Jalon. Und Jeter zeugte Mirjam und Schammai und Jischbach, den Vater Eschtemoas. /1Chron4/18/1Chron Und
seine judäische Frau gebar Jered, den Vater Gedors, und Heber, den Vater Sochos, und Jekutiel, den Vater Sanoachs. Das sind die Söhne der Bitja, der Tochter des Pharao, die Mered [zur Frau]
genommen hatte. - /1Chron4/19/1Chron Und die Söhne der Frau des Hodija, der Schwester Nahams: der Vater Keilas, Hagarmi, und Eschtemoa, der Maachatiter. - /1Chron4/20/1Chron Und die Söhne
Schimons: Amnon und Rinna, Ben-Hanan und Tilon. - Und die Söhne Jischis: Sohet und Ben-Sohet. - /1Chron4/21/1Chron Die Söhne Schelas, des Sohnes Judas: Er, der Vater Lechas, und Lada, der Vater
Mareschas; und die Sippen des Hauses der Byssusbearbeiter vom Hause Aschbea; /1Chron4/22/1Chron und Jokim und die Männer von Koseba; und Joasch und Saraf, die über Moab herrschten; und
Jaschubi-Lechem. Die Berichte sind aber alt. /1Chron4/23/1Chron Das waren die Töpfer und die Bewohner von Netaim und Gedera; sie wohnten dort bei dem König in seinem Dienst.
Stamm Simeon.
V. 24-43: 4Mo 26,12-14.
/1Chron4/24/1Chron Die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin, Jarib, Serach, Schaul; /1Chron4/25/1Chron dessen Sohn Schallum, dessen Sohn Mibsam, dessen Sohn Mischma. /1Chron4/26/1Chron Und die Söhne
Mischmas: dessen Sohn Hammuel, dessen Sohn Sakkur, dessen Sohn Schimi. /1Chron4/27/1Chron Und Schimi hatte sechzehn Söhne und sechs Töchter; aber seine Brüder hatten nicht viele Söhne, und alle
ihre Sippen vermehrten sich nicht so sehr wie die Söhne Judas.
V. 28-30: Jos 15,26-31; V. 28-33: Jos 19,2-8.
/1Chron4/28/1Chron Und sie wohnten in Beerscheba und Molada und Hazar-Schual /1Chron4/29/1Chron und in Bilha und in Ezem und in Tolad /1Chron4/30/1Chron und in Betuel und in Horma und in Ziklag
/1Chron4/31/1Chron und in Bet-Markabot und in Hazar-Susa und in Bet-Biri und in Schaarajim. Das waren ihre Städte, bis David König wurde. /1Chron4/32/1Chron Und ihre Gehöfte: Etam und Ajin,
Rimmon und Tochen und Aschan: fünf Ortschaften, /1Chron4/33/1Chron samt allen ihren Gehöften, die rings um diese Ortschaften waren bis nach Baal hin. Das waren ihre Wohnsitze; und sie hatten ihr
[eigenes] Geschlechtsregister. - /1Chron4/34/1Chron Und Meschobab und Jamlech und Joscha, der Sohn Amazjas; /1Chron4/35/1Chron und Joel und Jehu, der Sohn Joschibjas, des Sohnes Serajas, des
Sohnes Asiels; /1Chron4/36/1Chron und Eljoenai und Jaakoba und Jeschohaja und Asaja und Adiel und Jesimiel und Benaja; /1Chron4/37/1Chron und Sisa, der Sohn Schifis, des Sohnes Allons, des Sohnes
Jedajas, des Sohnes Schimris, des Sohnes Schemajas: /1Chron4/38/1Chron diese mit Namen Angeführten waren Fürsten in ihren Sippen; und ihre Vaterhäuser breiteten sich sehr aus. /1Chron4/39/1Chron
Und sie zogen bis nach Gedor hin, bis an die Ostseite des Tales, um Weide für ihre Schafe zu suchen. /1Chron4/40/1Chron Und sie fanden fette und gute Weide und ein Land, geräumig nach beiden
Seiten hin und ruhig und still; denn die, die früher dort gewohnt hatten, waren von Ham. /1Chron4/41/1Chron Und diese mit Namen Aufgeschriebenen kamen in den Tagen Hiskias, des Königs von Juda,
und sie zerstörten ihre Zelte und [erschlugen] die Meuniter, die sich dort befanden; und sie belegten sie mit dem Bann bis auf diesen Tag und wohnten an ihrer Stelle; denn dort war Weide für ihre
Schafe. - /1Chron4/42/1Chron Und von ihnen, von den Söhnen Simeons, zogen fünfhundert Männer zum Gebirge Seir, Pelatja und Nearja und Refaja und Usiel, die Söhne Jischis, an ihrer Spitze;
/1Chron4/43/1Chron und sie erschlugen den Überrest, die Entronnenen von Amalek, und haben dort gewohnt bis zum heutigen Tag.
Stamm Ruben.
V. 1-10: 4Mo 26,5-7.
\5\
/1Chron5/1/1Chron Und die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels - denn er war der Erstgeborene; weil er aber das Lager seines Vaters entweiht hatte, wurde sein Erstgeburtsrecht den Söhnen
Josephs, des Sohnes Israels, gegeben; und er wird nicht nach der Erstgeburt im Geschlechtsregister eingetragen; /1Chron5/2/1Chron denn Juda hatte die Oberhand unter seinen Brüdern, und aus ihm
[kommt] der Fürst; aber das Erstgeburtsrecht wurde Joseph [zuteil] -, /1Chron5/3/1Chron die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch und Pallu, Hezron und Karmi. /1Chron5/4/1Chron Die
Söhne Joels: dessen Sohn Schemaja, dessen Sohn Gog, dessen Sohn Schimi, /1Chron5/5/1Chron dessen Sohn Micha, dessen Sohn Reaja, dessen Sohn Baal, /1Chron5/6/1Chron dessen Sohn Beera, den
Tiglat-Pileser, der König von Assur, [gefangen] wegführte; er war ein Fürst der Rubeniter. /1Chron5/7/1Chron Und seine Brüder nach ihren Sippen, nach der Registrierung ihrer Geschlechterfolge,
waren: das Haupt: Jeiel; und Secharja /1Chron5/8/1Chron und Bela, der Sohn des Asa, des Sohnes Schemas, des Sohnes Joels; dieser wohnte in Aroer und bis nach Nebo und Baal-Meon hin;
/1Chron5/9/1Chron und gegen Osten wohnte er bis an die Wüste, [die sich] vom Euphratstrom her [ausdehnt]; denn ihre Herden waren zahlreich im Land Gilead. /1Chron5/10/1Chron Und in den Tagen
Sauls führten sie Krieg mit den Hagaritern; und diese fielen durch ihre Hand, und sie wohnten in deren Zelten auf der ganzen Ostseite von Gilead.
Stamm Gad - Halbstamm Manasse - Kriege, Treulosigkeit und Bestrafung der Ostjordanstämme.
V. 11-17: 4Mo 26,15-17.
/1Chron5/11/1Chron Und die Söhne Gads wohnten ihnen gegenüber im Land Basan bis nach Salcha: /1Chron5/12/1Chron Joel, das Oberhaupt; und Schafam, der zweite; und Janai und Schafat in Basan.
/1Chron5/13/1Chron Und ihre Brüder nach ihren Vaterhäusern: Michael und Meschullam und Scheba und Jorai und Jakan und Sia und Eber, [zusammen] sieben. /1Chron5/14/1Chron Das waren die Söhne
Abihajils, des Sohnes Huris, des Sohnes Jaroachs, des Sohnes Gileads, des Sohnes Michaels, des Sohnes Jeschischais, des Sohnes Jachdos, des Sohnes des Bus. /1Chron5/15/1Chron Ahi, der Sohn
Abdiels, des Sohnes Gunis, war ihr Familienoberhaupt. /1Chron5/16/1Chron Und sie wohnten in Gilead, in Basan und in deren Tochterstädten und in allen Weideflächen Scharons bis zu ihrem Ausläufer.
/1Chron5/17/1Chron Diese alle sind registriert worden in den Tagen Jotams, des Königs von Juda, und in den Tagen Jerobeams, des Königs von Israel.
/1Chron5/18/1Chron Die Söhne Ruben und die Gaditer und der halbe Stamm Manasse, was an tapferen Männern da war, Männer, die Schild und Schwert trugen und den Bogen spannten und im Kampf erfahren
waren, zählten 44 760 [Mann], die mit dem Heer auszogen. /1Chron5/19/1Chron Und sie führten Krieg mit den Hagaritern und mit Jetur und Nafisch und Nodab; /1Chron5/20/1Chron und es wurde ihnen [im
Kampf] gegen sie geholfen; und die Hagariter wurden in ihre Hand gegeben samt allen, die mit ihnen waren; denn sie hatten im Kampf zu Gott um Hilfe geschrien, und er ließ sich von ihnen erbitten,
weil sie auf ihn vertraut hatten. /1Chron5/21/1Chron Und sie führten ihr Vieh weg: 50 000 Kamele und 250 000 Schafe und 2 000 Esel und 100 000 Menschenseelen. /1Chron5/22/1Chron Denn es waren
viele [vom Schwert] durchbohrt gefallen, weil der Kampf von Gott war. Und sie wohnten an deren Stelle bis zur Wegführung.
V. 23.24: 4Mo 26,29-34.
/1Chron5/23/1Chron Und die Söhne des halben Stammes Manasse wohnten im Land von Basan bis Baal-Hermon und bis zum Senir und bis zum Berg Hermon; sie waren zahlreich.
/1Chron5/24/1Chron Und dies waren ihre Familienoberhäupter: nämlich Efer und Jischi und Eliel und Asriel und Jirmeja und Hodawja und Jachdiel, [alles] Männer, kriegstüchtige Männer, Männer von
Namen, Familienoberhäupter.
/1Chron5/25/1Chron Aber sie handelten treulos gegen den Gott ihrer Väter und hurten den Göttern der Völker des Landes nach, die Gott vor ihnen ausgetilgt hatte. /1Chron5/26/1Chron Da erweckte der
Gott Israels den Geist Puls, des Königs von Assur, den Geist Tilgat-Pilnesers, des Königs von Assur, und er führte sie weg, die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse, und brachte
sie nach Halach und an den Habor und nach Hara und an den Strom von Gosan bis zum heutigen Tag.
Stamm Levi.
V. 27-30: 2Mo 6,16-25.
/1Chron5/27/1Chron Die Söhne Levis waren: Gerschon, Kehat und Merari. /1Chron5/28/1Chron Und die Söhne Kehats: Amram, Jizhar und Hebron und Usiel.
V. 29-34: Kap. 6,35-38; V. 29-41: Esr 7,1-5.
/1Chron5/29/1Chron Und die Söhne Amrams: Aaron und Mose; und Mirjam. Und die Söhne Aarons: Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. /1Chron5/30/1Chron Eleasar zeugte Pinhas; Pinhas zeugte Abischua,
/1Chron5/31/1Chron und Abischua zeugte Bukki, und Bukki zeugte Usi, /1Chron5/32/1Chron und Usi zeugte Serachja, und Serachja zeugte Merajot; /1Chron5/33/1Chron Merajot zeugte Amarja, und Amarja
zeugte Ahitub, /1Chron5/34/1Chron und Ahitub zeugte Zadok, und Zadok zeugte Ahimaaz, /1Chron5/35/1Chron und Ahimaaz zeugte Asarja, und Asarja zeugte Johanan, /1Chron5/36/1Chron und Johanan zeugte
Asarja; der ist es, der als Priester diente in dem Haus, das Salomo in Jerusalem gebaut hatte. /1Chron5/37/1Chron Und Asarja zeugte Amarja, und Amarja zeugte Ahitub, /1Chron5/38/1Chron und Ahitub
zeugte Zadok, und Zadok zeugte Schallum, /1Chron5/39/1Chron und Schallum zeugte Hilkija, und Hilkija zeugte Asarja, /1Chron5/40/1Chron und Asarja zeugte Seraja, und Seraja zeugte Jozadak;
/1Chron5/41/1Chron und Jozadak zog mit, als der HERR Juda und Jerusalem durch Nebukadnezar [gefangen] wegführte.
V. 1-15: 2Mo 6,16-25; V. 1-48: vgl. 4Mo 3,14-39.
\6\
/1Chron6/1/1Chron Die Söhne Levis: Gerschon, Kehat und Merari. /1Chron6/2/1Chron Und das sind die Namen der Söhne Gerschons: Libni und Schimi. /1Chron6/3/1Chron Und die Söhne Kehats: Amram und
Jizhar und Hebron und Usiel. /1Chron6/4/1Chron Die Söhne Meraris: Machli und Muschi. Und dies sind die Sippen der Leviten nach ihren [Stamm-]Vätern: /1Chron6/5/1Chron Von Gerschon: dessen Sohn
Libni, dessen Sohn Jahat, dessen Sohn Simma, /1Chron6/6/1Chron dessen Sohn Joach, dessen Sohn Iddo, dessen Sohn Serach, dessen Sohn Jeotrai. - /1Chron6/7/1Chron Die Söhne Kehats: dessen Sohn
Amminadab, dessen Sohn Korach, dessen Sohn Assir, /1Chron6/8/1Chron dessen Sohn Elkana und dessen Sohn Abiasaf und dessen Sohn Assir, /1Chron6/9/1Chron dessen Sohn Tahat, dessen Sohn Uriel,
dessen Sohn Usija, dessen Sohn Schaul. /1Chron6/10/1Chron Und die Söhne Elkanas: Amasai und Ahimot; /1Chron6/11/1Chron Elkana, dessen Sohn war Elkana, dessen Sohn Zofai und dessen Sohn Nahat,
/1Chron6/12/1Chron dessen Sohn Eliab, dessen Sohn Jeroham, dessen Sohn Elkana. /1Chron6/13/1Chron Und die Söhne Samuels: Der Erstgeborene Joel und der zweite [Sohn] Abija. - /1Chron6/14/1Chron
Die Söhne Meraris: Machli, dessen Sohn Libni, dessen Sohn Schimi, dessen Sohn Usa, /1Chron6/15/1Chron dessen Sohn Schima, dessen Sohn Haggija, dessen Sohn Asaja.
V. 16-32: Kap. 15,16-21; 25,1-31.
/1Chron6/16/1Chron Und diese sind es, die David zur Leitung des Gesanges im Haus des HERRN anstellte, nachdem die Lade einen Ruheplatz [gefunden hatte]. /1Chron6/17/1Chron Sie versahen den Dienst
vor der Wohnung des Zeltes der Begegnung beim Gesang, bis Salomo das Haus des HERRN in Jerusalem gebaut hatte. Und sie standen nach ihrer Vorschrift ihrem Dienst vor. /1Chron6/18/1Chron Und diese
sind es, die da standen, und ihre Söhne: Von den Söhnen der Kehatiter: Heman, der Sänger, der Sohn Joels, des Sohnes Schemuels, /1Chron6/19/1Chron des Sohnes Elkanas, des Sohnes Jerohams, des
Sohnes Eliels, des Sohnes Tohus, /1Chron6/20/1Chron des Sohnes Zufs, des Sohnes Elkanas, des Sohnes Mahats, des Sohnes Amasais, /1Chron6/21/1Chron des Sohnes Elkanas, des Sohnes Joels, des Sohnes
Asarjas, des Sohnes Zefanjas, /1Chron6/22/1Chron des Sohnes Tahats, des Sohnes Assirs, des Sohnes Abiasafs, des Sohnes Korachs, /1Chron6/23/1Chron des Sohnes Jizhars, des Sohnes Kehats, des
Sohnes Levis, des Sohnes Israels.
/1Chron6/24/1Chron Und sein Bruder Asaf, der zu seiner Rechten stand: Asaf, der Sohn Berechjas, des Sohnes Schimas, /1Chron6/25/1Chron des Sohnes Michaels, des Sohnes Maasejas, des Sohnes
Malkijas, /1Chron6/26/1Chron des Sohnes Etnis, des Sohnes Serachs, des Sohnes Adajas, /1Chron6/27/1Chron des Sohnes Etans, des Sohnes Simmas, des Sohnes Schimis, /1Chron6/28/1Chron des Sohnes
Jahats, des Sohnes Gerschons, des Sohnes Levis.
/1Chron6/29/1Chron Und die Söhne Merari, ihre Brüder, standen zur Linken: Etan, der Sohn Kuschis, des Sohnes Abdis, des Sohnes Malluchs, /1Chron6/30/1Chron des Sohnes Haschabjas, des Sohnes
Amazjas, des Sohnes Hilkijas, /1Chron6/31/1Chron des Sohnes Amzis, des Sohnes Banis, des Sohnes Schemers, /1Chron6/32/1Chron des Sohnes Machlis, des Sohnes Muschis, des Sohnes Meraris, des Sohnes
Levis.
/1Chron6/33/1Chron Und ihre Brüder, die Leviten, waren für den gesamten Dienst [an] der Wohnung des Hauses Gottes gegeben. /1Chron6/34/1Chron Und Aaron und seine Söhne brachten auf dem
Brandopferaltar und auf dem Rauchopferaltar Rauchopfer dar, [sie waren verantwortlich] für alle Arbeit am Allerheiligsten und [dazu], Sühnung zu erwirken für Israel, nach allem, was Mose, der
Knecht Gottes, geboten hatte.
V. 35-38: Kap. 5,29-34.
/1Chron6/35/1Chron Und dies waren die Söhne Aarons: dessen Sohn Eleasar, dessen Sohn Pinhas, dessen Sohn Abischua, /1Chron6/36/1Chron dessen Sohn Bukki, dessen Sohn Usi, dessen Sohn Serachja,
/1Chron6/37/1Chron dessen Sohn Merajot, dessen Sohn Amarja, dessen Sohn Ahitub, /1Chron6/38/1Chron dessen Sohn Zadok, dessen Sohn Ahimaaz.
V. 39-45: Jos 21,9-19.
/1Chron6/39/1Chron Und das waren ihre Wohnsitze, nach ihren Zeltdörfern in ihrem Gebiet:
Den Söhnen Aarons vom Geschlecht der Kehatiter - denn ihnen war das [erste] Los [zugefallen] -, /1Chron6/40/1Chron denen gaben sie Hebron im Land Juda und seine Weideflächen rings um es her.
/1Chron6/41/1Chron Aber das Ackerland der Stadt und ihre Gehöfte gaben sie Kaleb, dem Sohn des Jefunne. /1Chron6/42/1Chron Und sie gaben den Söhnen Aarons die Zufluchtstadt Hebron und Libna und
seine Weideflächen und Jattir und Eschtemoa und seine Weideflächen /1Chron6/43/1Chron und Holon und seine Weideflächen, Debir und seine Weideflächen /1Chron6/44/1Chron und Aschan und seine
Weideflächen und Bet-Schemesch und seine Weideflächen. /1Chron6/45/1Chron Und vom Stamm Benjamin: Geba und seine Weideflächen und Alemet und seine Weideflächen und Anatot und seine Weideflächen.
Alle ihre Städte [zusammen]: dreizehn Städte nach ihren Sippen. - /1Chron6/46/1Chron Und den Söhnen Kehats, die von dem Geschlecht des Stammes noch übrig waren, [gaben sie] durchs Los von der
Hälfte des Stammes Manasse zehn Städte.
/1Chron6/47/1Chron Und den Söhnen Gerschons, nach ihren Sippen: vom Stamm Issaschar und vom Stamm Asser und vom Stamm Naftali und vom Stamm Manasse in Basan dreizehn Städte.
/1Chron6/48/1Chron Den Söhnen Meraris, nach ihren Sippen: vom Stamm Ruben und vom Stamm Gad und vom Stamm Sebulon durchs Los zwölf Städte.
/1Chron6/49/1Chron Und die Söhne Israel gaben den Leviten die Städte und ihre Weideflächen. /1Chron6/50/1Chron Und zwar gaben sie durchs Los vom Stamm der Söhne Juda und vom Stamm der Söhne
Simeon und vom Stamm der Söhne Benjamin diese Städte, die sie mit Namen nannten.
V. 51-55: Jos 21,5.20-26.
/1Chron6/51/1Chron Und [die übrigen] von den Sippen der Söhne Kehats erhielten die Städte ihres Gebietes vom Stamm Ephraim. /1Chron6/52/1Chron Und sie gaben ihnen die Zufluchtstadt Sichem und
seine Weideflächen auf dem Gebirge Ephraim und Geser und seine Weideflächen /1Chron6/53/1Chron und Jokmeam und seine Weideflächen und Bet-Horon und seine Weideflächen /1Chron6/54/1Chron und
Ajalon und seine Weideflächen und Gat-Rimmon und seine Weideflächen. /1Chron6/55/1Chron Und von der Hälfte des Stammes Manasse: Aner und seine Weideflächen und Bileam und seine Weideflächen - dem
Geschlecht der übrigen Söhne Kehats.
V. 56-61: Jos 21,6.27-33.
/1Chron6/56/1Chron Den Söhnen Gerschons: vom Geschlecht des halben Stammes Manasse: Golan in Basan und seine Weideflächen und Aschterot und seine Weideflächen; /1Chron6/57/1Chron und vom Stamm
Issaschar: Kedesch und seine Weideflächen und Daberat und seine Weideflächen /1Chron6/58/1Chron und Ramot und seine Weideflächen und Anem und seine Weideflächen; /1Chron6/59/1Chron und vom Stamm
Asser: Mischal und seine Weideflächen und Abdon und seine Weideflächen /1Chron6/60/1Chron und Helkat und seine Weideflächen und Rehob und seine Weideflächen; /1Chron6/61/1Chron und vom Stamm
Naftali: Kedesch in Galiläa und seine Weideflächen und Hammon und seine Weideflächen und Kirjatajim und seine Weideflächen.
V. 62-66: Jos 21,7.34-40.
/1Chron6/62/1Chron Den übrigen Söhnen Merari: vom Stamm Sebulon: Rimmon und seine Weideflächen, Tabor und seine Weideflächen; /1Chron6/63/1Chron und vom Stamm Ruben, jenseits des Jordan
[gegenüber] von Jericho, östlich vom Jordan: Bezer in der Steppe und seine Weideflächen und Jahaz und seine Weideflächen /1Chron6/64/1Chron und Kedemot und seine Weideflächen und Mefaat und seine
Weideflächen; /1Chron6/65/1Chron und vom Stamm Gad: Ramot in Gilead und seine Weideflächen und Mahanajim und seine Weideflächen /1Chron6/66/1Chron und Heschbon und seine Weideflächen und Jaser
und seine Weideflächen.
Stämme Issaschar, Benjamin, Naftali, Manasse, Ephraim, Asser.
V. 1-5: 4Mo 26,23-25.
\7\
/1Chron7/1/1Chron Und die Söhne Issaschars: Tola und Puwa, Jaschub und Schimron, [diese] vier. /1Chron7/2/1Chron Und die Söhne Tolas: Usi und Refaja und Jeriel und Jachmai und Jibsam und
Schemuel, ihre Familienoberhäupter, von Tola, kriegstüchtige Männer, nach ihrer Geschlechterfolge; ihre Zahl war in den Tagen Davids 22 600. /1Chron7/3/1Chron Und die Söhne Usis: Jisrachja; und
die Söhne Jisrachjas: Michael und Obadja und Joel, Jischija; insgesamt fünf Oberhäupter. /1Chron7/4/1Chron Und zu ihnen [gehörten], nach ihrer Geschlechterfolge, nach ihren Vaterhäusern, ein
Kriegsheer von 36 000 [Mann], denn sie hatten viele Frauen und Kinder. /1Chron7/5/1Chron Und ihre Brüder, nach allen Sippen Issaschars, waren kriegstüchtige Männer, 87 000, [ergab] ihre
Registrierung insgesamt.
V. 6-12: Kap. 8,1-28; 4Mo 26,38-41.
/1Chron7/6/1Chron [Von] Benjamin: Bela und Becher und Jediael, [diese] drei. /1Chron7/7/1Chron Und die Söhne Belas: Ezbon und Usi und Usiel und Jerimot und Ir, [diese] fünf, Familienoberhäupter,
kriegstüchtige Männer; und ihre Registrierung [ergab]: 22 034. /1Chron7/8/1Chron Und die Söhne Bechers: Semira und Joasch und Elieser und Eljoenai und Omri und Jerimot und Abija und Anatot und
Alemet; alle diese waren Söhne des Becher. /1Chron7/9/1Chron Und ihre Registrierung nach ihrer Geschlechterfolge, ihren Familienoberhäuptern, kriegstüchtigen Männern, [ergab] 20 200.
/1Chron7/10/1Chron Und die Söhne Jediaels: Bilhan; und die Söhne Bilhans: Jeusch und Benjamin und Ehud und Kenaana und Setan und Tarsis und Ahischahar. /1Chron7/11/1Chron Alle diese waren Söhne
Jediaels, nach den Familienoberhäuptern, kriegstüchtige Männer, 17 200, die [mit dem] Heer in den Krieg auszogen. - /1Chron7/12/1Chron Und Schuppim und Huppim, die Söhne des Ir. - Huschim, der
Sohn Ahers.
/1Chron7/13/1Chron Die Söhne Naftalis: Jachzeel und Guni und Jezer und Schillem, die Söhne der Bilha.
V. 14-29: 4Mo 26,28-37.
/1Chron7/14/1Chron Die Söhne Manasses: Asriel, den seine aramäische Nebenfrau geboren hatte; sie gebar [auch] Machir, den Vater Gileads. /1Chron7/15/1Chron Und Machir nahm eine Frau für Huppim
und für Schuppim; und der Name seiner Schwester war Maacha. Und der Name des zweiten [Sohnes] war Zelofhad; und Zelofhad hatte [nur] Töchter. /1Chron7/16/1Chron Und Maacha, die Frau Machirs,
gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Peresch. Und der Name seines Bruders war Scheresch; und dessen Söhne: Ulam und Rekem. /1Chron7/17/1Chron Und die Söhne Ulams: Bedan. Das sind die Söhne
Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses. - /1Chron7/18/1Chron Und seine Schwester Molechet gebar Ischhod und Abieser und Machla. - /1Chron7/19/1Chron Und die Söhne Schemidas waren Achjan
und Sichem und Likhi und Aniam.
/1Chron7/20/1Chron Und die Söhne Ephraims: Schutelach und dessen Sohn Bered und dessen Sohn Tahat und dessen Sohn Elada und dessen Sohn Tahat /1Chron7/21/1Chron und dessen Sohn Sabad und dessen
Sohn Schutelach und Eser und Elad. Und die Männer von Gat, die Einheimischen des Landes, erschlugen sie; denn sie waren hinabgezogen, um [ihnen] ihre Herden wegzunehmen. /1Chron7/22/1Chron Und
ihr Vater Ephraim trauerte viele Tage; und seine Brüder kamen, um ihn zu trösten. /1Chron7/23/1Chron Und er ging ein zu seiner Frau, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn; und er gab ihm
den Namen Beria, weil Unheil in seinem Haus war. /1Chron7/24/1Chron Und seine Tochter war Scheera; und sie baute das untere und das obere Bet-Horon und Usen-Scheera. /1Chron7/25/1Chron Und sein
Sohn war Refach und dessen Sohn Reschef und dessen Sohn Telach und dessen Sohn Tahan; /1Chron7/26/1Chron dessen Sohn Ladan, dessen Sohn Ammihud, dessen Sohn Elischama, /1Chron7/27/1Chron dessen
Sohn Nun, dessen Sohn Josua. - /1Chron7/28/1Chron Und ihr Besitz und ihre Wohnsitze waren Bethel und seine Tochterstädte, und gegen [Sonnen]aufgang Naara, und gegen [Sonnen]untergang Geser und
seine Tochterstädte, und Sichem und seine Tochterstädte, bis nach Aja und seinen Tochterstädten.
/1Chron7/29/1Chron Und in den Händen der Söhne Manasses waren: Bet-Schean und seine Tochterstädte, Taanach und seine Tochterstädte, Megiddo und seine Tochterstädte, Dor und seine Tochterstädte.
In ihnen wohnten die Söhne Josephs, des Sohnes Israels.
V. 30-40: 4Mo 26,44-47.
/1Chron7/30/1Chron Die Söhne Assers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria; und Serach war ihre Schwester. /1Chron7/31/1Chron Und die Söhne Berias: Heber und Malkiel; der war der Vater
Birsajits. /1Chron7/32/1Chron Und Heber zeugte Jaflet und Schemer und Hotam und ihre Schwester Schua. /1Chron7/33/1Chron Und die Söhne Jaflets: Pasach und Bimhal und Aschwat. Das sind die Söhne
Jaflets. /1Chron7/34/1Chron Und die Söhne Schemers: Ahi und Rohga und Hubba und Aram. /1Chron7/35/1Chron Und die Söhne seines Bruders Helem: Zofach und Jimna und Schelesch und Amal.
/1Chron7/36/1Chron Die Söhne Zofachs: Suach und Harnefer und Schual und Beri und Jimra, /1Chron7/37/1Chron Bezer und Hod und Schamma und Schilscha und Jitran und Beera. - /1Chron7/38/1Chron Und
die Söhne Jeters: Jefunne und Pispa und Ara. - /1Chron7/39/1Chron Und die Söhne Ullas: Arach und Hanniel und Rizja. /1Chron7/40/1Chron Alle diese waren Söhne Assers, Familienoberhäupter,
auserlesene, kriegstüchtige Männer, Oberhäupter der Fürsten. Und ihre Registrierung für den Heeresdienst im Krieg: ihre Zahl war 26 000 Mann.
Stamm Benjamin - Familie Sauls.
V. 1-28: Kap. 7,6-12; 4Mo 26,38-41.
\8\
/1Chron8/1/1Chron Und Benjamin zeugte Bela, seinen Erstgeborenen, Aschbel, den Zweiten, und Achrach, den Dritten, /1Chron8/2/1Chron Noha, den Vierten, und Rafa, den Fünften. /1Chron8/3/1Chron Und
Bela hatte Söhne: Addar und Gera und Abihud /1Chron8/4/1Chron und Abischua und Naaman und Ahoach /1Chron8/5/1Chron und Gera und Schefufan und Huram. - /1Chron8/6/1Chron Und dies sind die Söhne
Ehuds, diese waren die Familienoberhäupter der Bewohner von Geba; und man führte sie [gefangen] weg nach Manahat, /1Chron8/7/1Chron nämlich Naaman und Ahija und Gera; dieser führte sie weg: er
zeugte Usa und Ahihud. - /1Chron8/8/1Chron Und Schaharajim zeugte [Söhne] im Gebiet von Moab, nachdem er seine Frauen, Huschim und Baara, entlassen hatte; /1Chron8/9/1Chron und mit seiner Frau
Hodesch zeugte er Jobab und Zibja und Mescha und Malkam /1Chron8/10/1Chron und Jeuz und Sacheja und Mirma. Das waren seine Söhne, Familienoberhäupter. /1Chron8/11/1Chron Und von Huschim zeugte er
Abitub und Elpaal. /1Chron8/12/1Chron Und die Söhne Elpaals: Eber und Mischam und Schemed; dieser baute Ono und Lod und seine Tochterstädte. /1Chron8/13/1Chron Und Beria und Schema - diese waren
die Familienoberhäupter der Bewohner von Ajalon; sie verjagten die Bewohner von Gat - /1Chron8/14/1Chron und Achjo, Schaschak und Jeremot /1Chron8/15/1Chron und Sebadja und Arad und Eder
/1Chron8/16/1Chron und Michael und Jischpa und Joha waren die Söhne Berias. /1Chron8/17/1Chron Und Sebadja und Meschullam und Hiski und Heber /1Chron8/18/1Chron und Jischmerai und Jislia und
Jobab waren die Söhne Elpaals. - /1Chron8/19/1Chron Und Jakim und Sichri und Sabdi /1Chron8/20/1Chron und Elienai und Zilletai und Eliel /1Chron8/21/1Chron und Adaja und Beraja und Schimrat waren
die Söhne Schimis. - /1Chron8/22/1Chron Und Jischpan und Eber und Eliel /1Chron8/23/1Chron und Abdon und Sichri und Hanan /1Chron8/24/1Chron und Hananja und Elam und Antotija /1Chron8/25/1Chron
und Jifdeja und Pnuel waren die Söhne Schaschaks. - /1Chron8/26/1Chron Und Schamscherai und Scheharja und Atalja /1Chron8/27/1Chron und Jaareschja und Elia und Sichri waren die Söhne Jerohams.
/1Chron8/28/1Chron Diese waren Familienoberhäupter nach ihrer Geschlechterfolge, Oberhäupter; diese wohnten in Jerusalem.
V. 29-40: Kap. 9,35-44.
/1Chron8/29/1Chron Und in Gibeon wohnten der Vater Gibeons - und der Name seiner Frau war Maacha -, /1Chron8/30/1Chron und sein erstgeborener Sohn war Abdon, und Zur und Kisch und Baal und Nadab
/1Chron8/31/1Chron und Gedor und Achjo und Secher [und Miklot]; /1Chron8/32/1Chron und Miklot zeugte Schima. Und auch diese wohnten in Jerusalem bei ihren Brüdern, ihnen gegenüber. -
/1Chron8/33/1Chron Und Ner zeugte Kisch; und Kisch zeugte Saul; und Saul zeugte Jonatan und Malkischua und Abinadab und Eschbaal. /1Chron8/34/1Chron Und der Sohn Jonatans war Merib-Baal; und
Merib-Baal zeugte Micha. /1Chron8/35/1Chron Und die Söhne Michas waren Piton und Melech und Tachrea und Ahas. /1Chron8/36/1Chron Und Ahas zeugte Joadda; und Joadda zeugte Alemet und Asmawet und
Simri; und Simri zeugte Moza; /1Chron8/37/1Chron und Moza zeugte Bina: dessen Sohn war Rafa, dessen Sohn Elasa, dessen Sohn Azel. /1Chron8/38/1Chron Und Azel hatte sechs Söhne; und dies sind ihre
Namen: Asrikam, Bochru und Ismael und Schearja und Obadja und Hanan. Alle diese waren Söhne Azels. /1Chron8/39/1Chron Und die Söhne seines Bruders Eschek: Ulam, sein Erstgeborener, Jeusch, der
Zweite, und Elifelet, der Dritte. /1Chron8/40/1Chron Und die Söhne Ulams waren Männer, kriegstüchtige Männer, die den Bogen spannten; und sie hatten viele Söhne und Enkel, 150. Alle diese sind
von den Söhnen Benjamins.
Bewohner Jerusalems.
V. 2-9: Neh 11,1-9.
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/1Chron9/1/1Chron Und ganz Israel wurde registriert; und siehe, sie sind aufgeschrieben in dem Buch der Könige von Israel. Und Juda wurde wegen seiner Untreue [gefangen] nach Babel
weggeführt.
/1Chron9/2/1Chron Und die ersten Bewohner, die auf ihrem Grundbesitz in ihren Städten [wohnten], waren Israeliten, die Priester, die Leviten und die Tempeldiener.
/1Chron9/3/1Chron Und in Jerusalem wohnten [einige] von den Söhnen Juda und von den Söhnen Benjamin und von den Söhnen Ephraim und Manasse: /1Chron9/4/1Chron Utai, der Sohn Ammihuds, des Sohnes
Omris, des Sohnes Imris, des Sohnes Banis, von den Söhnen des Perez, des Sohnes Judas; /1Chron9/5/1Chron und von den Schelanitern: Asaja, der Erstgeborene, und seine Söhne; /1Chron9/6/1Chron und
von den Söhnen Serachs: Jeuel und seine Brüder, [insgesamt] 690.
/1Chron9/7/1Chron Und von den Söhnen Benjamin: Sallu, der Sohn Meschullams, des Sohnes Hodawjas, des Sohnes Senuas; /1Chron9/8/1Chron und Jibnija, der Sohn Jerohams; und Ela, der Sohn Usis, des
Sohnes Michris; und Meschullam, der Sohn Schefatjas, des Sohnes Reguels, des Sohnes Jibnijas; /1Chron9/9/1Chron und ihre Brüder nach ihrer Geschlechterfolge, 956. Alle diese Männer waren
Familienoberhäupter über ihre Vaterhäuser.
V. 10-13: Neh 11,10-14.
/1Chron9/10/1Chron Und von den Priestern: Jedaja und Jojarib und Jachin; /1Chron9/11/1Chron und Asarja, der Sohn Hilkijas, des Sohnes Meschullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajots, des
Sohnes Ahitubs, Fürst des Hauses Gottes; /1Chron9/12/1Chron und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Paschhurs, des Sohnes Malkijas; und Masai, der Sohn Adiels, des Sohnes Jachseras, des Sohnes
Meschullams, des Sohnes Meschillemots, des Sohnes Immers; /1Chron9/13/1Chron und ihre Brüder, Familienoberhäupter, 1 760, tüchtige Männer in der Arbeit des Dienstes des Hauses Gottes.
V. 14-34: vgl. Kap. 25; 26; Neh 11,15-23.
/1Chron9/14/1Chron Und von den Leviten: Schemaja, der Sohn Haschubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Haschabjas, von den Söhnen Meraris; /1Chron9/15/1Chron und Bakbukja, Heresch und Galal und
Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sichris, des Sohnes Asafs; /1Chron9/16/1Chron und Obadja, der Sohn Schemajas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedutuns; und Berechja, der Sohn Asas, des Sohnes
Elkanas, der in den Gehöften der Netofatiter wohnte.
/1Chron9/17/1Chron Und die Torhüter: Schallum und Akkub und Talmon und Ahiman; und ihr Bruder Schallum war das Oberhaupt /1Chron9/18/1Chron und [hat] bis heute [die Wache] am Königstor im Osten.
Sie waren die Torhüter für die Lager der Söhne Levis. /1Chron9/19/1Chron Und Schallum, der Sohn des Kore, des Sohnes Abiasafs, des Sohnes Korachs, und seine Brüder vom Haus seines Vaters, die
Korachiter, waren über die Arbeit des Dienstes als Wächter an den Schwellen des Zeltes [gesetzt]. Und ihre Väter waren [einst] über das Lager des HERRN als Hüter des Eingangs [eingesetzt].
/1Chron9/20/1Chron Und Pinhas, der Sohn Eleasars, war vorher Fürst über sie. Der HERR war mit ihm. /1Chron9/21/1Chron Secharja, der Sohn Meschelemjas, war Torhüter am Eingang des Zeltes der
Begegnung. /1Chron9/22/1Chron Sie alle, die als Torwächter an den Schwellen ausgewählt waren, [zählten] 212 [Mann]. Ihre Registrierung [fand] in ihren Gehöften [statt]. David und der Seher Samuel
hatten sie in ihr Amt eingesetzt. /1Chron9/23/1Chron Und sie und ihre Söhne [standen] an den Toren des Hauses des HERRN, des Zelthauses, als Wachen. /1Chron9/24/1Chron Die Torhüter standen nach
den vier Winden: nach Osten, nach Westen, nach Norden und nach Süden. /1Chron9/25/1Chron Ihre Brüder in ihren Gehöften mussten [alle] sieben Tage, von einem Zeitpunkt zum andern, mit ihnen
hereinkommen. /1Chron9/26/1Chron Denn in [ständiger] Amtspflicht waren [nur] sie, die vier Obersten der Torhüter, das sind die Leviten. Und sie waren über die Zellen und über die Schätze des
Hauses Gottes [eingesetzt]. /1Chron9/27/1Chron Und sie übernachteten rings um das Haus her; denn ihnen war die Wache übertragen, und sie hatten den Schlüssel, um Morgen für Morgen [zu
öffnen].
/1Chron9/28/1Chron Und einige von ihnen waren [zur Aufsicht] über die Geräte für den Dienst [eingesetzt]; denn abgezählt brachten sie sie hinein, und abgezählt brachten sie sie heraus.
/1Chron9/29/1Chron Und einige von ihnen waren eingesetzt über die Geräte, und [zwar] über alle Geräte des Heiligtums und über den Weizengrieß und den Wein und das Öl und den Weihrauch und die
Balsamöle. /1Chron9/30/1Chron Und von den Söhnen der Priester mischten einige die Salbenmischung aus den Balsam-Ölen. /1Chron9/31/1Chron Und Mattitja von den Leviten - er war der Erstgeborene
Schallums, des Korachiters - war das Pfannen-Backwerk anvertraut. /1Chron9/32/1Chron Und von den Söhnen der Kehatiter, ihren Brüdern, waren einige über das Schaubrot eingesetzt, um es Sabbat für
Sabbat zuzurichten. /1Chron9/33/1Chron Und das waren die Sänger, die Familienoberhäupter der Leviten, die, von [anderen] Diensten befreit, in den Zellen [wohnten]; denn Tag und Nacht waren sie im
Dienst.
/1Chron9/34/1Chron Das waren die Familienoberhäupter der Leviten nach ihrer Geschlechterfolge, die Oberhäupter; diese wohnten in Jerusalem.
Bewohner Gibeons - Familie Sauls.
Kap. 8,29-40.
/1Chron9/35/1Chron Und in Gibeon wohnten der Vater Gibeons, Jeiel - und der Name seiner Frau war Maacha - /1Chron9/36/1Chron und sein erstgeborener Sohn Abdon; und Zur und Kisch und Baal und Ner
und Nadab /1Chron9/37/1Chron und Gedor und Achjo und Secher und Miklot; /1Chron9/38/1Chron und Miklot zeugte Schima. Und auch diese wohnten mit ihren Brüdern in Jerusalem, ihnen gegenüber. -
/1Chron9/39/1Chron Und Ner zeugte Kisch, und Kisch zeugte Saul; und Saul zeugte Jonatan und Malkischua und Abinadab und Eschbaal. /1Chron9/40/1Chron Und der Sohn Jonatans war Merib-Baal; und
Merib-Baal zeugte Micha. /1Chron9/41/1Chron Und die Söhne Michas waren Piton und Melech und Tachrea. /1Chron9/42/1Chron Und Ahas zeugte Jara, und Jara zeugte Alemet und Asmawet und Simri; und
Simri zeugte Moza, /1Chron9/43/1Chron und Moza zeugte Bina; und dessen Sohn war Refaja, dessen Sohn Elasa, dessen Sohn Azel. /1Chron9/44/1Chron Und Azel hatte sechs Söhne; und das sind ihre
Namen: Asrikam, Bochru und Ismael und Schearja und Obadja und Hanan. Das waren die Söhne Azels.
Sauls letzte Schlacht gegen die Philister und Tod.
1Sam 31.
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/1Chron10/1/1Chron Und die Philister kämpften gegen Israel; und die Männer von Israel flohen vor den Philistern und [vom Schwert] Durchbohrte fielen auf dem Gebirge Gilboa. /1Chron10/2/1Chron Und
die Philister setzten Saul und seinen Söhnen nach; und sie erschlugen Jonatan, Abinadab und Malkischua, die Söhne Sauls. /1Chron10/3/1Chron Und der Kampf [tobte] heftig um Saul, und die
Bogenschützen erreichten ihn; und er zitterte vor den Schützen. /1Chron10/4/1Chron Da sagte Saul zu seinem Waffenträger: Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit diese Unbeschnittenen
nicht kommen und ihren Mutwillen mit mir treiben! Sein Waffenträger aber wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein. /1Chron10/5/1Chron Und als
sein Waffenträger sah, dass Saul tot war, stürzte auch er sich in das Schwert und starb. /1Chron10/6/1Chron So starben Saul und seine drei Söhne; und sein ganzes Haus starb zugleich [mit ihm].
/1Chron10/7/1Chron Als aber alle Männer von Israel, die in der Ebene [wohnten], sahen, dass sie geflohen und Saul und seine Söhne tot waren, verließen sie ihre Städte und flohen. Und die
Philister kamen und wohnten darin.
/1Chron10/8/1Chron Und es geschah am folgenden Tag, da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszuplündern; und sie fanden Saul und seine Söhne, [wie sie] gefallen auf dem Gebirge Gilboa
lagen. /1Chron10/9/1Chron Und sie plünderten ihn aus und nahmen seinen Kopf und seine Waffen; und sie sandten im Land der Philister umher, um die Freudenbotschaft ihren Götzen und dem Volk zu
verkünden. /1Chron10/10/1Chron Und sie legten seine Waffen in das Haus ihres Gottes, und seinen Schädel nagelten sie an das Haus Dagons. /1Chron10/11/1Chron Als aber ganz Jabesch-Gilead alles
hörte, was die Philister Saul angetan hatten, /1Chron10/12/1Chron machten sich alle tüchtigen Männer auf und nahmen die Leiche Sauls und die Leichen seiner Söhne und brachten sie nach Jabesch;
und sie begruben ihre Gebeine unter der Terebinthe bei Jabesch und fasteten sieben Tage.
/1Chron10/13/1Chron So starb Saul wegen seiner Untreue, die er gegen den HERRN begangen hatte in bezug auf das Wort des HERRN, das er nicht beachtet hatte, und auch, weil er den Totengeist
befragt hatte, um Rat zu suchen; /1Chron10/14/1Chron aber bei dem HERRN hatte er keinen Rat gesucht. Darum ließ er ihn sterben und wandte das Königtum David, dem Sohn Isais, zu.
Davids Salbung zum König - Eroberung Jerusalems.
V. 1-3: Kap. 12,24-41; V. 1-9: 2Sam 5,1-10.
\11\
/1Chron11/1/1Chron Und ganz Israel versammelte sich bei David in Hebron. Und sie sagten: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch. /1Chron11/2/1Chron Schon früher, schon als Saul König war,
bist du es gewesen, der Israel [ins Feld] hinausführte und wieder [heim]brachte. Und der HERR, dein Gott, hat zu dir gesprochen: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fürst sein über
mein Volk Israel! /1Chron11/3/1Chron Und alle Ältesten Israels kamen zum König nach Hebron, und David schloß vor dem HERRN einen Bund mit ihnen in Hebron. Und sie salbten David zum König über
Israel, nach dem Wort des HERRN durch Samuel.
/1Chron11/4/1ChronUnd David und ganz Israel zogen nach Jerusalem, das ist Jebus; und dort waren die Jebusiter, die Bewohner des Landes. /1Chron11/5/1Chron Und die Bewohner von Jebus sagten zu
David: Du wirst nicht hier hereinkommen! Aber David nahm die Bergfeste Zion ein, das ist die Stadt Davids. /1Chron11/6/1Chron Und David sagte: Wer die Jebusiter zuerst schlägt, soll Oberhaupt und
Oberster werden. Da stieg Joab, der Sohn der Zeruja, zuerst hinauf, und er wurde Oberhaupt. /1Chron11/7/1Chron Und David wohnte in der Bergfeste; darum nannte man sie Stadt Davids.
/1Chron11/8/1Chron Und er baute die Stadt ringsum, vom Millo an rund umher. Und Joab stellte die übrige Stadt wieder her. /1Chron11/9/1Chron Und David wurde immer mächtiger, und der HERR der
Heerscharen war mit ihm.
Davids Helden.
Kap. 27,1-15; 2Sam 23,8-39.
/1Chron11/10/1Chron Und das sind die Oberhäupter der Helden, die David hatte, die ihm mit ganz Israel mutig beistanden in seiner Königsherrschaft, um ihn zum König zu machen nach dem Wort des
HERRN über Israel. /1Chron11/11/1Chron Und dies ist die Zahl der Helden, die David hatte: Joschobam, der Sohn Hachmonis, das Haupt der `Drei'; er schwang seinen Speer über dreihundert [Mann], die
er auf einmal erschlagen hatte.
/1Chron11/12/1Chron Und nach ihm [kommt] Eleasar, der Sohn des Dodo, der Ahoachiter; er war unter den drei Helden. /1Chron11/13/1Chron Er war mit David in Pas-Dammim, als die Philister dort zum
Kampf versammelt waren. Da war ein Ackerstück voller Gerste; und das Volk floh vor den Philistern. /1Chron11/14/1Chron Da stellten sie sich mitten auf das Stück und entrissen es [ihnen] und
schlugen die Philister; so schaffte der HERR eine große Rettung.
/1Chron11/15/1Chron Und drei von den dreißig Helden gingen zu dem Felsen hinab, zu David in die Höhle Adullam; und das Heer der Philister lagerte in der Ebene Refaim. /1Chron11/16/1Chron David
war aber damals in der Bergfeste, und ein Posten der Philister war damals in Bethlehem. /1Chron11/17/1Chron Und David verspürte ein Verlangen und sagte: Wer gibt mir Wasser zu trinken aus der
Zisterne in Bethlehem, die im Tor ist? /1Chron11/18/1Chron Da drangen die Drei in das Heerlager der Philister ein und schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist, und nahmen
[es mit] und brachten es zu David. Aber David wollte es nicht trinken, sondern goß es als Trankopfer für den HERRN aus. /1Chron11/19/1Chron Und er sagte: Das lasse mein Gott fern von mir sein,
dass ich das tue! Sollte ich das Blut dieser Männer trinken, die um ihr Leben [hingegangen sind]? Denn um ihr Leben haben sie es [mir] gebracht. Und er wollte es nicht trinken. Das haben die drei
Helden getan.
/1Chron11/20/1Chron Und Abischai, der Bruder Joabs, er war das Oberhaupt der Dreißig. Und er schwang seinen Speer über dreihundert, die er erschlagen hatte; aber [er hatte] keinen Namen unter den
Dreien. /1Chron11/21/1Chron Vor den Dreißig war er geehrt neben den Zweien, so dass er ihr Oberster wurde; aber an die [ersten] Drei reichte er nicht heran.
/1Chron11/22/1Chron Benaja, der Sohn Jojadas, ein tüchtiger Mann, groß an Taten, aus Kabzeel, der erschlug die beiden Kriegshelden von Moab. Und er stieg hinab und erschlug den Löwen in der
Zisterne an einem Schneetag. /1Chron11/23/1Chron Und er war es, der den ägyptischen Mann erschlug, einen Mann von fünf Ellen Länge. Und der Ägypter hatte einen Speer in der Hand, [der war] wie
ein Weberbaum. Er aber ging mit einem Stock zu ihm hinab und riß dem Ägypter den Speer aus der Hand und brachte ihn mit dessen eigenem Speer um. /1Chron11/24/1Chron Das tat Benaja, der Sohn
Jojadas; und er hatte einen Namen unter den dreißig Helden. /1Chron11/25/1Chron Mehr als die Dreißig, - siehe - war er geehrt, aber an die Drei reichte er nicht heran. Und David setzte ihn über
seine Leibwache.
/1Chron11/26/1Chron Und kriegstüchtige Helden waren: Asael, der Bruder Joabs; Elhanan, der Sohn des Dodo, aus Bethlehem; /1Chron11/27/1Chron Schammot, der Haroditer; Helez, der Peletiter;
/1Chron11/28/1Chron Ira, der Sohn des Ikkesch, der Tekoiter; Abieser, der Anatotiter; /1Chron11/29/1Chron Sibbechai, der Huschatiter; Ilai, der Ahoachiter; /1Chron11/30/1Chron Mahrai, der
Netofatiter; Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; /1Chron11/31/1Chron Ittai, der Sohn Ribais, aus Gibea der Söhne Benjamin; Benaja, der Piratoniter; /1Chron11/32/1Chron Hurai, aus
Nahale-Gaasch; Abiel, der Arbatiter; /1Chron11/33/1Chron Asmawet, der Bahurimiter; Eljachba, der Schaalboniter; /1Chron11/34/1Chron [von den] Söhnen des Jaschen, der Guniter; Jonatan, der Sohn
Schages, der Harariter; /1Chron11/35/1Chron Ahiam, der Sohn Sachars, der Harariter; Elifal, der Sohn des Ur; /1Chron11/36/1Chron Hefer, der Mecheratiter; Ahija, der Paloniter; /1Chron11/37/1Chron
Hezro, der Karmeliter; Naarai, der Sohn Esbais; /1Chron11/38/1Chron Joel, der Bruder Nathans; Mibhar, der Sohn Hagris; /1Chron11/39/1Chron Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, der
Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja; /1Chron11/40/1Chron Ira, der Jattiriter; Gareb, der Jattiriter; /1Chron11/41/1Chron Uria, der Hetiter; Sabad, der Sohn Achlais; /1Chron11/42/1Chron
Adina, der Sohn Schisas, der Rubeniter, ein Oberhaupt der Rubeniter, und dreißig [Mann] bei ihm; /1Chron11/43/1Chron Hanan, der Sohn Maachas; und Joschafat, der Mitniter; /1Chron11/44/1Chron
Usija, der Aschterotiter; Schama und Jehiel, die Söhne Hotams, des Aroeriters; /1Chron11/45/1Chron Jediael, der Sohn Schimris, und Joha, sein Bruder, der Tiziter; /1Chron11/46/1Chron Eliel, der
Mahawiter; und Jeribai und Joschawja, die Söhne Elnaams; und Jitma, der Moabiter; /1Chron11/47/1Chron Eliel und Obed, und Jaasiel, der Mezobaiter.
Davids Anhänger zur Zeit Sauls.
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/1Chron12/1/1Chron Und diese sind es, die zu David nach Ziklag kamen, als er sich noch vor Saul, dem Sohn des Kisch, verborgen hielt; auch sie waren unter den Helden, als Helfer im Kampf,
/1Chron12/2/1Chron ausgerüstet mit dem Bogen und geschickt, mit der Rechten und mit der Linken Steine zu schleudern und Pfeile mit dem Bogen abzuschießen. Von den Brüdern Sauls, aus Benjamin:
/1Chron12/3/1Chron das Oberhaupt Ahieser, und Joasch, die Söhne Schemaas, des Gibeatiters; und Jesiel und Pelet, die Söhne Asmawets; und Beracha, und Jehu, der Anatotiter; /1Chron12/4/1Chron und
Jischmaja, der Gibeoniter, ein Held unter den Dreißig und [Anführer] über die Dreißig; /1Chron12/5/1Chron und Jirmeja und Jahasiel und Johanan, und Josabad, der Gederatiter; /1Chron12/6/1Chron
Elusai und Jerimot und Bealja und Schemarja, und Schefatja, der Harufiter; /1Chron12/7/1Chron Elkana und Jischija und Asarel und Joeser und Joschobam, die Korachiter; /1Chron12/8/1Chron und Joela
und Sebadja, die Söhne Jerohams, von Gedor. - /1Chron12/9/1Chron Und von den Gaditern gingen tapfere Helden zu David über, zur Bergfeste in die Wüste, Männer des Heeres, zum Kampf mit Schild und
Spieß ausgerüstet, deren Gesichter [wie] Löwengesichter waren und [die] schnell wie Gazellen auf den Bergen [waren]: /1Chron12/10/1Chron Eser, das Oberhaupt, Obadja, der zweite, Eliab, der
dritte, /1Chron12/11/1Chron Mischmanna, der vierte; Jirmeja, der fünfte, /1Chron12/12/1Chron Attai, der sechste, Eliel, der siebte, /1Chron12/13/1Chron Johanan, der achte, Elsabad, der neunte,
/1Chron12/14/1Chron Jirmeja, der zehnte, Machbannai, der elfte. /1Chron12/15/1Chron Diese [Männer] von den Söhnen Gad waren Oberhäupter des Heeres [und zwar] jeder; der Kleinste [konnte es] mit
hundert und der Größte mit tausend [aufnehmen]. /1Chron12/16/1Chron Diese sind es, die im ersten Monat über den Jordan gingen, als er alle seine Ufer überflutet hatte, und [die] alle Täler, gegen
Osten und gegen Westen, abriegelten.
/1Chron12/17/1Chron Und es kamen einige von den Söhnen Benjamin und Juda in die Bergfeste zu David. /1Chron12/18/1Chron Und David ging hinaus, ihnen entgegen, und er fing an und sagte zu ihnen:
Wenn ihr zum Frieden zu mir gekommen seid, um mir zu helfen, dann wird mein Herz sich mit euch vereinigen; wenn aber, um mich an meine Gegner zu verraten, ohne dass Gewalttat in meiner Hand ist,
dann soll der Gott unserer Väter es sehen und strafen! /1Chron12/19/1Chron Da kam der Geist über Amasai, das Oberhaupt der Dreißig: Dein [sind wir,] David, und zu dir, Sohn Isais [stehen wir]!
Friede, Friede dir, und Friede deinen Helfern! Denn dein Gott hilft dir! Und David nahm sie auf und reihte sie unter die Oberhäupter der Streifschar ein.
/1Chron12/20/1Chron Und von Manasse liefen einige zu David über, als er mit den Philistern gegen Saul in den Kampf zog. Aber er half ihnen nicht; denn nach einer Beratung schickten ihn die
Fürsten der Philister weg, indem sie sagten: Um [den Preis] unserer Köpfe könnte er zu seinem Herrn, zu Saul, überlaufen! /1Chron12/21/1Chron Als er nun nach Ziklag zog, liefen von Manasse zu ihm
über: Adnach und Josabad und Jediael und Michael und Josabad und Elihu und Zilletai, Oberhäupter der Tausendschaften von Manasse. /1Chron12/22/1Chron Und sie halfen David gegen die Streifschar,
denn sie waren alle kriegstüchtige Männer; und sie wurden Oberste im Heer. /1Chron12/23/1Chron Denn es kamen von Tag zu Tag [Leute] zu David, um ihm zu helfen, bis es ein großes Heerlager wurde
wie ein Heerlager Gottes.
Davids Heer in Hebron.
Kap. 11,1-3; 2Sam 5,1-3.
/1Chron12/24/1Chron Und dies sind die Zahlen der zum Heer[esdienst] Gerüsteten, die zu David nach Hebron kamen, um ihm das Königreich Sauls zuzuwenden nach dem Befehl des HERRN:
V. 25-38: 1Mo 35,23-26.
/1Chron12/25/1Chron Die Söhne Juda, die Schild und Spieß trugen, 6 800 zum Heer[esdienst] Gerüstete. /1Chron12/26/1Chron Von den Söhnen Simeon: 7 100 zum Heer[esdienst] tüchtige Männer.
/1Chron12/27/1Chron Von den Söhnen Levi: 4 600; /1Chron12/28/1Chron und Jojada, der Fürst des [Hauses] Aaron, und mit ihm 3 700; /1Chron12/29/1Chron und Zadok, ein junger kriegstüchtiger Mann,
und das Haus seines Vaters: 22 Oberste. /1Chron12/30/1Chron Und von den Söhnen Benjamin, den Brüdern Sauls: 3 000. Aber der größte Teil von ihnen hielt bis dahin [noch] treu zum Hause Sauls.
/1Chron12/31/1Chron Und von den Söhnen Ephraim: 20 800 kriegstüchtige Männer, Männer von Namen, nach ihren Vaterhäusern. /1Chron12/32/1Chron Und vom halben Stamm Manasse: 18 000, die mit Namen
bestimmt wurden, dass sie hingingen, um David zum König zu machen. /1Chron12/33/1Chron Und von den Söhnen Issaschar [solche], die die Zeiten zu beurteilen verstanden und wußten, was Israel tun
musste: ihre Oberhäupter 200, und alle ihre Brüder unter ihrem Befehl. /1Chron12/34/1Chron Von Sebulon: die, die mit dem Heer auszogen, zum Kampf geordnet, mit allen Kriegswaffen, 50 000, und
zwar um sich um [David] zu scharen mit ungeteiltem Herzen. /1Chron12/35/1Chron Und von Naftali: 1 000 Oberste und mit ihnen 37 000 mit Schild und Speer. /1Chron12/36/1Chron Und von den Danitern:
28 600, zum Kampf geordnet. /1Chron12/37/1Chron Und von Asser: 40 000, die mit dem Heer auszogen, zum Kampf geordnet. /1Chron12/38/1Chron Und von jenseits des Jordan, von den Rubenitern und den
Gaditern und dem halben Stamm Manasse: 120 000 mit allen Waffen eines Kriegsheeres.
/1Chron12/39/1Chron Alle diese Kriegsleute in Heeresordnung kamen mit ungeteiltem Herzen nach Hebron, um David zum König über ganz Israel zu machen. Und auch alle übrigen in Israel waren eines
Herzens, David zum König zu machen. /1Chron12/40/1Chron Und sie waren dort bei David drei Tage, aßen und tranken, denn ihre Brüder hatten [alles] für sie bereitgestellt. /1Chron12/41/1Chron Und
auch die, die nahe bei ihnen [wohnten], bis nach Issaschar und Sebulon und Naftali hin, brachten Lebensmittel auf Eseln und auf Kamelen und auf Maultieren und auf Rindern: Mehlspeisen,
Feigenkuchen und Rosinenkuchen und Wein und Öl und Rinder und Schafe in Menge; denn es war Freude in Israel.
Mißlungene Überführung der Bundeslade nach Jerusalem.
2Sam 6,1-11.
\13\
/1Chron13/1/1Chron Und David beriet sich mit den Obersten über Tausend und über Hundert, mit allen Fürsten. /1Chron13/2/1Chron Und David sagte zur ganzen Versammlung Israels: Wenn es euch gut
erscheint und wenn es von dem HERRN, unserem Gott, ist, dann laßt uns überallhin senden zu unseren übrigen Brüdern in allen Landen Israels und außerdem zu den Priestern und zu den Leviten in den
Städten [und] ihren Weideflächen, dass sie sich bei uns versammeln. /1Chron13/3/1Chron Und wir wollen die Lade unseres Gottes zu uns herüberholen; denn in den Tagen Sauls haben wir sie nicht
aufgesucht. /1Chron13/4/1Chron Und die ganze Versammlung sagte, dass man es so tun solle. Denn die Sache war recht in den Augen des ganzen Volkes. /1Chron13/5/1Chron Und David versammelte ganz
Israel, vom Schihor Ägyptens bis nach Hamat hin, um die Lade Gottes vom Kirjat-Jearim zu holen. /1Chron13/6/1Chron Und David und ganz Israel zogen hinauf nach Baala, nach Kirjat-Jearim, das zu
Juda gehört, um von dort die Lade Gottes, des HERRN, heraufzuholen, der über den Cherubim thront, dessen Name [dort] ausgerufen worden ist. /1Chron13/7/1Chron Und sie fuhren die Lade Gottes auf
einem neuen Wagen aus dem Haus Abinadabs weg; und Usa und Achjo lenkten den Wagen. /1Chron13/8/1Chron Und David und ganz Israel tanzten vor Gott mit aller Kraft: mit Liedern und mit Zithern und
mit Harfen und mit Tamburinen und mit Zimbeln und mit Trompeten.
/1Chron13/9/1Chron Und als sie zur Tenne des Kidon kamen, da streckte Usa seine Hand aus, um die Lade festzuhalten, denn die Rinder hatten sich losgerissen. /1Chron13/10/1Chron Da entbrannte der
Zorn des HERRN gegen Usa und er schlug ihn, weil er seine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte; und er starb dort vor Gott. /1Chron13/11/1Chron Und es wurde David heiß [vor Schrecken], weil der
HERR den Usa so weggerissen hatte; und man nannte diesen Ort Perez-Usa bis zum heutigen Tag. /1Chron13/12/1Chron Und David fürchtete sich vor Gott an diesem Tag und sagte: Wie kann ich die Lade
Gottes zu mir bringen? /1Chron13/13/1Chron Und David ließ die Lade nicht zu sich in die Stadt Davids bringen; und er ließ sie beiseite schaffen in das Haus Obed-Edoms, des Gatiters.
/1Chron13/14/1Chron Und die Lade Gottes blieb bei dem Haus Obed-Edoms, in seinem Haus, drei Monate. Und der HERR segnete das Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte.
Davids Palastbau - Seine Söhne - Sieg über die Philister.
V. 1-7: 2Sam 5,11-16.
\14\
/1Chron14/1/1Chron Und Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David, und Zedernholz und Mauerleute und Zimmerleute, damit sie ihm ein Haus bauten. /1Chron14/2/1Chron Und David erkannte, dass
der HERR ihn als König über Israel eingesetzt hatte; denn seine Königsherrschaft war hoch erhöht um seines Volkes Israel willen.
/1Chron14/3/1Chron Und David nahm noch mehr Frauen in Jerusalem, und David zeugte noch mehr Söhne und Töchter.
V. 4-7: Kap. 3,5-9.
/1Chron14/4/1Chron Und das sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Schammua und Schobab, Nathan und Salomo /1Chron14/5/1Chron und Jibhar und Elischua und Elpelet
/1Chron14/6/1Chron und Nogah und Nefeg und Jafia /1Chron14/7/1Chron und Elischama und Beeljada und Elifelet.
V. 8-17: 2Sam 5,17-25.
/1Chron14/8/1Chron Und als die Philister hörten, dass David zum König über ganz Israel gesalbt worden war, zogen alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hörte es und zog ihnen
entgegen. /1Chron14/9/1Chron Und die Philister kamen und breiteten sich in der Ebene Refaim aus. /1Chron14/10/1Chron Da befragte David Gott: Soll ich gegen die Philister hinaufziehen? Wirst du
sie in meine Hand geben? Und der HERR sprach zu ihm: Zieh hinauf! Und ich werde sie in deine Hand geben. /1Chron14/11/1Chron Da zogen sie hinauf nach Baal-Perazim, und David schlug sie dort. Und
David sagte: Durchbrochen hat Gott meine Feinde durch meine Hand, wie ein Wasserdurchbruch. Daher gab man jenem Ort den Namen Baal-Perazim. /1Chron14/12/1Chron Und sie ließen dort ihre Götter
[zurück]; und David gab Befehl, und sie wurden mit Feuer verbrannt.
/1Chron14/13/1Chron Und die Philister zogen noch einmal herauf und breiteten sich in der Ebene aus. /1Chron14/14/1Chron Und David befragte Gott wieder; Gott aber sprach zu ihm: Du sollst nicht
hinaufziehen hinter ihnen her! Umgehe sie, dass du von der Seite der Bakabäume an sie herankommst! /1Chron14/15/1Chron Und sobald du das Geräusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der
Bakabäume hörst, dann sollst du zum Angriff schreiten! Denn Gott ist vor dir ausgezogen, um das Heerlager der Philister zu schlagen. /1Chron14/16/1Chron Da machte David es so, wie Gott ihm
geboten hatte; und sie schlugen das Heerlager der Philister von Gibeon bis nach Geser.
/1Chron14/17/1Chron Und der Name Davids ging hinaus in alle Länder, und der HERR legte Furcht vor ihm auf alle Nationen.
Überführung der Bundeslade nach Jerusalem.
V. 1-29: 2Sam 6,12-23.
\15\
/1Chron15/1/1Chron Und David machte sich Häuser in der Stadt Davids, und er richtete eine Stätte für die Lade Gottes her und schlug ein Zelt für sie auf.
/1Chron15/2/1Chron Damals sagte David: Die Lade Gottes soll niemand tragen außer den Leviten; denn sie hat der HERR erwählt, die Lade des HERRN zu tragen und seinen Dienst zu verrichten auf ewig.
/1Chron15/3/1Chron Und David versammelte ganz Israel nach Jerusalem, um die Lade des HERRN an ihre Stätte hinaufzubringen, die er für sie hergerichtet hatte. /1Chron15/4/1Chron Und David
versammelte die Söhne Aarons und die Leviten. /1Chron15/5/1Chron Von den Söhnen Kehat: Uriel, den Obersten, und seine Brüder, 120; /1Chron15/6/1Chron von den Söhnen Merari: Asaja, den Obersten,
und seine Brüder, 220; /1Chron15/7/1Chron von den Söhnen Gerschon: Joel, den Obersten, und seine Brüder, 130; /1Chron15/8/1Chron von den Söhnen Elizafan: Schemaja, den Obersten, und seine Brüder,
200; /1Chron15/9/1Chron von den Söhnen Hebron: Eliel, den Obersten, und seine Brüder, 80; /1Chron15/10/1Chron von den Söhnen Usiel: Amminadab, den Obersten, und seine Brüder, 112.
/1Chron15/11/1Chron Und David berief die Priester Zadok und Abjatar und die Leviten Uriel, Asaja und Joel, Schemaja und Eliel und Amminadab /1Chron15/12/1Chron und sagte zu ihnen: Ihr seid die
Familienoberhäupter der Leviten. Heiligt euch, ihr und eure Brüder, und bringt die Lade des HERRN, des Gottes Israels, hinauf an [die Stätte, die] ich für sie hergerichtet habe!
/1Chron15/13/1Chron Denn weil beim ersten Mal nicht ihr [es getan habt], machte der HERR, unser Gott, einen Riß unter uns, weil wir ihn nicht nach der Vorschrift gesucht haben.
/1Chron15/14/1Chron Da heiligten sich die Priester und die Leviten, um die Lade des HERRN, des Gottes Israels, heraufzubringen. /1Chron15/15/1Chron Und die Söhne der Leviten trugen die Lade
Gottes auf ihren Schultern, wobei die Tragstangen auf ihnen [lagen], wie Mose es geboten hatte nach dem Wort des HERRN.
V. 16-21: Kap. 6,16-32; 25,1-31.
/1Chron15/16/1Chron Und David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brüder, die Sänger, zu bestellen, mit Musikinstrumenten, Harfen und Zithern und Zimbeln, damit sie laut musizierten, indem sie
die Stimme erhoben mit Freude. /1Chron15/17/1Chron Und die Leviten bestellten Heman, den Sohn Joels, und von seinen Brüdern Asaf, den Sohn Berechjas; und von den Söhnen Merari, ihren Brüdern,
Etan, den Sohn Kuschajas; /1Chron15/18/1Chron und mit ihnen ihre Brüder der zweiten Ordnung: Secharja und Jaasiel und Schemiramot und Jehiel und Unni, Eliab und Benaja und Maaseja und Mattitja
und Elifelehu und Mikneja und Obed-Edom und Jeiel, die Torhüter. /1Chron15/19/1Chron Und zwar [bestellten sie] die Sänger Heman, Asaf und Etan mit bronzenen Zimbeln zum Musizieren;
/1Chron15/20/1Chron und Secharja und Jaasiel und Schemiramot und Jehiel und Unni und Eliab und Maaseja und Benaja mit Harfen nach Alamoth; /1Chron15/21/1Chron und Mattitja und Elifelehu und
Mikneja und Obed-Edom und Jeiel und Asasja mit Zithern nach Scheminith: um [den Gesang] zu leiten. /1Chron15/22/1Chron Und Kenanja war der Oberste der Leviten beim Anstimmen [des Gesanges]; er
war Unterweiser beim Anstimmen, denn er verstand sich darauf. /1Chron15/23/1Chron Und Berechja und Elkana waren Torhüter bei der Lade. /1Chron15/24/1Chron Und die Priester Schebanja und Joschafat
und Netanel und Amasai und Secharja und Benaja und Elieser trompeteten mit den Trompeten vor der Lade Gottes her. Und Obed-Edom und Jehija waren Torhüter bei der Lade.
/1Chron15/25/1Chron Und so zogen David und die Ältesten von Israel und die Obersten der Tausendschaften hin, um die Lade des Bundes des HERRN aus dem Hause Obed-Edoms heraufzuholen mit Freuden.
/1Chron15/26/1Chron Und es geschah, als Gott den Leviten half, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, opferte man sieben Jungstiere und sieben Widder. /1Chron15/27/1Chron Und David war mit
einem Oberkleid aus Byssus bekleidet, ebenso alle Leviten, die die Lade trugen, und die Sänger und Kenanja, der Oberste beim Anstimmen [des Gesangs] der Sänger; und David trug ein leinenes Ephod.
/1Chron15/28/1Chron Und ganz Israel brachte die Lade des Bundes des HERRN hinauf mit Jauchzen und mit Hörnerschall und mit Trompeten und mit Zimbeln, musizierend mit Harfen und Zithern.
/1Chron15/29/1Chron Und es geschah, als die Lade des Bundes des HERRN in die Stadt Davids kam, schaute Michal, die Tochter Sauls, aus dem Fenster; und sie sah den König David hüpfen und tanzen,
und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.
V. 1-3: 2Sam 6,17-19.
\16\
/1Chron16/1/1Chron Und sie brachten die Lade Gottes hinein und stellten sie in die Mitte des Zeltes, das David für sie aufgeschlagen hatte. Und sie brachten Brandopfer und Heilsopfer dar vor
Gott. /1Chron16/2/1Chron Und als David die Darbringung der Brandopfer und der Heilsopfer beendet hatte, segnete er das Volk im Namen des HERRN. /1Chron16/3/1Chron Und er verteilte an jeden
Israeliten, vom Mann bis zur Frau an jeden, einen Laib Brot, einen Dattelkuchen und einen Rosinenkuchen. /1Chron16/4/1Chron Und er setzte einige von den Leviten als Diener vor der Lade des HERRN
ein, dass sie den HERRN, den Gott Israels, rühmen, preisen und loben sollten: /1Chron16/5/1Chron Asaf, das Oberhaupt, und als zweiten nach ihm Secharja, nach ihm [dann] Jeiel und Schemiramot und
Jehiel und Mattitja und Eliab und Benaja und Obed-Edom und Jeiel mit Harfeninstrumenten und mit Zithern; und Asaf, auf Zimbeln musizierend; /1Chron16/6/1Chron und die Priester Benaja und
Jahasiel, ständig mit Trompeten vor der Lades des Bundes Gottes.
Davids Dankpsalm.
/1Chron16/7/1Chron Damals, an jenem Tag, trug David zum ersten Mal dem Asaf und seinen Brüdern auf, den HERRN zu preisen:
V. 8-22: Ps 105,1-15.
/1Chron16/8/1Chron Preist den HERRN, ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern kund seine Taten!
/1Chron16/9/1Chron Singt ihm, spielt ihm! Redet von allen seinen Wundern!
/1Chron16/10/1Chron Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!
/1Chron16/11/1Chron Fragt nach dem HERRN und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig!
/1Chron16/12/1Chron Gedenkt seiner Wunder, die er getan hat, seiner Wahrzeichen und der Urteile seines Mundes!
/1Chron16/13/1Chron Ihr Nachkommen Israels, seines Knechtes, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten!
/1Chron16/14/1Chron Er ist der HERR, unser Gott; seine Urteile [ergehen] auf der ganzen Erde.
/1Chron16/15/1Chron Gedenkt ewig seines Bundes - des Wortes, das er geboten hat auf tausend Generationen hin -,
/1Chron16/16/1Chron den er geschlossen hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak.
/1Chron16/17/1Chron Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, für Israel zum ewigen Bund,
/1Chron16/18/1Chron indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe,
/1Chron16/19/1Chron als ihr noch gering wart an Zahl, nur wenige, und Fremdlinge darin.
/1Chron16/20/1Chron Als sie von Nation zu Nation wanderten und von einem Reich zu einem anderen Volk,
/1Chron16/21/1Chron da gestattete er keinem Menschen, sie zu bedrücken, und ihretwegen wies er Könige zurecht:
/1Chron16/22/1Chron `Tastet meine Gesalbten nicht an, tut meinen Propheten nichts Übles!'
V. 23-33: Ps 96.
/1Chron16/23/1Chron Singt dem HERRN, ganze Erde! Verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
/1Chron16/24/1Chron Erzählt unter den Nationen seine Herrlichkeit, unter allen Völkern seine Wundertaten!
/1Chron16/25/1Chron Denn groß ist der HERR und sehr zu loben, furchtbar ist er über alle Götter.
/1Chron16/26/1Chron Denn alle Götter der Völker sind Götzen, aber der HERR hat die Himmel gemacht.
/1Chron16/27/1Chron Majestät und Pracht sind vor seinem Angesicht, Kraft und Freude in seiner Stätte.
/1Chron16/28/1Chron Gebt dem HERRN, ihr Völkerstämme, gebt dem HERRN Ehre und Macht!
/1Chron16/29/1Chron Gebt dem HERRN die Ehre seines Namens! Bringt Speisopfer und kommt vor sein Angesicht! Betet den HERRN an in heiliger Pracht!
/1Chron16/30/1Chron Erzittere vor ihm, ganze Erde! Auch steht der Erdkreis fest, er wird nicht wanken.
/1Chron16/31/1Chron Es freue sich der Himmel, und es frohlocke die Erde! Und man sage unter den Nationen: Der HERR ist König!
/1Chron16/32/1Chron Es brause das Meer und seine Fülle! Es frohlocke das Feld und alles, was darauf ist!
/1Chron16/33/1Chron Dann werden jubeln die Bäume des Waldes vor dem HERRN; denn er kommt, die Erde zu richten!
/1Chron16/34/1Chron Preist den HERRN! Denn er ist gut, denn seine Gnade [währt] ewig.
V. 35.36: Ps 106,47.48.
/1Chron16/35/1Chron Und sagt: Rette uns, Gott unserer Rettung, und sammle und befreie uns aus den Nationen, dass wir deinen heiligen Namen preisen, dass wir uns rühmen deines Lobes!
/1Chron16/36/1Chron Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Und alles Volk sprach: Amen! und lobte den HERRN.
Dienst der Leviten.
/1Chron16/37/1Chron Und David ließ dort, vor der Lade des Bundes des HERRN, den Asaf und seine Brüder, damit sie ständig vor der Lade Dienst täten nach dem täglichen Bedarf; /1Chron16/38/1Chron
und Obed-Edom und seine Brüder, 68 [Mann], und [zwar] Obed-Edom, den Sohn Jedutuns, und Hosa als Torhüter. /1Chron16/39/1Chron Den Priester Zadok aber und seine Brüder, die Priester, [ließ er]
bei der Wohnung des HERRN auf der Höhe, die bei Gibeon ist, /1Chron16/40/1Chron dem HERRN regelmäßig Brandopfer auf dem Brandopferaltar darzubringen, am Morgen und am Abend, und zwar nach allem,
was in dem Gesetz des HERRN geschrieben steht, das er Israel geboten hat. /1Chron16/41/1Chron Und mit ihnen [ließ er] Heman und Jedutun und die übrigen Auserlesenen [da], die mit Namen bestimmt
waren, den HERRN zu preisen, dass seine Gnade ewig [währt]; /1Chron16/42/1Chron und bei ihnen, [bei] Heman und Jedutun, waren Trompeten und Zimbeln für die Musizierenden und die Musikinstrumente
[zur Ehre] Gottes. Und die Söhne Jedutuns waren für das Tor da.
/1Chron16/43/1Chron Und das ganze Volk ging fort, jeder in sein Haus; und David kehrte zurück, um seinem Haus den Segensgruß zu bringen.
Verheißung Gottes für David und sein Königtum.
V. 1-14: Kap. 22,7-10; 28,2-7; 2Sam 7,1-16.
\17\
/1Chron17/1/1Chron Und es geschah, als David in seinem Haus wohnte, sagte David zum Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Haus aus Zedern, die Lade des Bundes des HERRN aber [wohnt] unter
Zeltdecken. /1Chron17/2/1Chron Und Nathan sagte zu David: Tu alles, was du im Herzen hast! Denn Gott ist mit dir. /1Chron17/3/1Chron Und es geschah in jener Nacht, da geschah das Wort Gottes zu
Nathan: /1Chron17/4/1Chron Geh hin und sage zu meinem Knecht David: So spricht der HERR: Nicht du sollst mir das Haus zur Wohnung bauen! /1Chron17/5/1Chron Wahrhaftig, nie habe ich in einem Haus
gewohnt von dem Tag an, als ich Israel heraufgeführt habe, bis zum heutigen Tag; sondern ich bin von Zelt zu Zelt und von Wohnung [zu Wohnung umhergezogen]. /1Chron17/6/1Chron In der ganzen
[Zeit], die ich in ganz Israel umhergezogen bin, habe ich [da jemals] zu einem der Richter Israels, dem ich gebot, mein Volk zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein
Haus aus Zedern gebaut? /1Chron17/7/1Chron Und nun, so sollst du zu meinem Knecht, zu David, sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich selbst habe dich von der Weide genommen, hinter der
Schafherde weg, dass du Fürst sein solltest über mein Volk Israel. /1Chron17/8/1Chron Und ich bin mit dir gewesen überall, wohin du gegangen bist, und ich habe alle deine Feinde vor dir
ausgerottet. Und ich mache dir einen Namen, gleich dem Namen der Großen, die auf Erden sind. /1Chron17/9/1Chron Und ich setze für mein Volk Israel einen Ort fest und pflanze es ein, dass es an
seiner Stätte [sicher] wohne und nicht mehr in Unruhe gerate; und die Söhne der Ruchlosigkeit sollen es nicht mehr aufreiben wie früher, /1Chron17/10/1Chron und [zwar] seit den Tagen, da ich
Richter über mein Volk Israel bestellt habe. Und ich werde alle deine Feinde demütigen. So verkündige ich dir [nun], dass der HERR dir ein Haus bauen wird. /1Chron17/11/1Chron Und es wird
geschehen, wenn deine Tage erfüllt sind, so dass du zu deinen Vätern hingehst, dann werde ich deinen Nachkommen nach dir aufstehen lassen, der von deinen Söhnen sein wird, und werde seine
Königsherrschaft festigen. /1Chron17/12/1Chron Der wird mir ein Haus bauen; und ich werde seinen Thron festigen für ewig. /1Chron17/13/1Chron Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein.
Und ich will meine Gnade nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem habe weichen lassen, der vor dir war. /1Chron17/14/1Chron Und ich will ihm Bestand geben in meinem Haus und in meiner
Königsherrschaft auf ewig; und sein Thron soll fest stehen für ewig.
V. 15-27: 2Sam 7,17-29.
/1Chron17/15/1Chron Nach all diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, so redete Nathan zu David. /1Chron17/16/1Chron Da ging der König David hinein und setzte sich vor dem HERRN nieder und
sagte: Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? /1Chron17/17/1Chron Und das war noch zu gering in deinen Augen, o Gott! Und du hast sogar über das
Haus deines Knechtes auf ferne [Zukunft] hin geredet. Und du hast mich angesehen nach der Weise eines hochgestellten Menschen, HERR, Gott! /1Chron17/18/1Chron Was soll David noch weiter zu dir
[reden] von der Ehre an deinem Knecht? Du selbst hast ja deinen Knecht erkannt. /1Chron17/19/1Chron HERR, um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du all dies Große getan, um [ihn]
all diese großen Dinge erkennen zu lassen. /1Chron17/20/1Chron HERR, niemand ist dir gleich, und es gibt keinen Gott außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.
/1Chron17/21/1Chron Und wer ist wie dein Volk Israel, die einzige Nation auf Erden, [für] die Gott hingegangen ist, [sie] sich zum Volk zu erlösen, um dir einen Namen zu machen [und] große und
furchtgebietende Taten [zu tun], indem du vor deinem Volk, das du aus Ägypten erlöst hast, Nationen vertrieben hast? /1Chron17/22/1Chron Und du hast dir dein Volk Israel zum Volk bestimmt für
ewig; und du, HERR, bist ihr Gott geworden. /1Chron17/23/1Chron Und nun, HERR, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, möge sich ewig als zuverlässig erweisen! Und
tue, wie du geredet hast! /1Chron17/24/1Chron Ja, es möge sich als zuverlässig erweisen! Und dein Name sei groß für ewig, dass man sage: Der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ist Gott für
Israel! Und das Haus deines Knechtes David möge fest stehen vor dir! /1Chron17/25/1Chron Denn du, mein Gott, hast das Ohr deines Knechtes geöffnet [und gesagt], dass du ihm ein Haus bauen willst.
Darum hat dein Knecht es gewagt, vor dir zu beten. /1Chron17/26/1Chron Und nun, HERR, du bist es, der da Gott ist, und du hast dieses Gute über deinen Knecht geredet. /1Chron17/27/1Chron Und nun,
es hat dir gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen, dass es ewig vor dir sei; denn du, HERR, hast es gesegnet, und es wird gesegnet sein für ewig.
Davids Kriege - Seine Beamten.
2Sam 8.
\18\
/1Chron18/1/1Chron Und es geschah danach, da schlug David die Philister und demütigte sie; und er nahm Gat und seine Tochterstädte aus der Hand der Philister.
/1Chron18/2/1Chron Er schlug auch die Moabiter; und die Moabiter wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten.
/1Chron18/3/1Chron David schlug auch Hadad-Eser, den König von Zoba, bei Hamat, als er hinzog, um seine Macht am Strom Euphrat aufzurichten. /1Chron18/4/1Chron Und David nahm von ihm 1 000 Wagen
und 7 000 Berittene und 20 000 Mann Fußvolk gefangen. Und David lähmte alle Wagen[pferde], aber 100 Wagen[pferde] ließ er von ihm übrig.
/1Chron18/5/1Chron Da kamen die Aramäer von Damaskus, um Hadad-Eser, dem König von Zoba, zu helfen. David aber schlug unter den Aramäern 22 000 Mann. /1Chron18/6/1Chron Und David setzte in
Aram-Damaskus [Vögte] ein; und die Aramäer wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten. So half der HERR dem David überall, wohin er zog. /1Chron18/7/1Chron Und David nahm die
goldenen Schilde, die den Knechten Hadad-Esers gehörten, und brachte sie nach Jerusalem. /1Chron18/8/1Chron Und aus Tibhat und aus Kun, den Städten Hadad-Esers, nahm David sehr viel Bronze;
daraus machte Salomo das bronzene Meer und die Säulen und die bronzenen Geräte.
/1Chron18/9/1Chron Und als Toi, der König von Hamat, hörte, dass David die ganze Heeresmacht Hadad-Esers, des Königs von Zoba, geschlagen hatte, /1Chron18/10/1Chron sandte er seinen Sohn Hadoram
zum König David, um ihn nach seinem Wohlergehen zu fragen und ihm Glück zu wünschen, weil er gegen Hadad-Eser gekämpft und ihn geschlagen hatte - denn Hadad-Eser war Tois Kriegsgegner gewesen -,
und [er brachte] allerlei goldene, silberne und bronzene Geräte [mit]. /1Chron18/11/1Chron Auch diese heiligte der König David dem HERRN, samt dem Silber und Gold, das er von all den Nationen
genommen hatte: von den Edomitern und von den Moabitern und von den Söhnen Ammon und von den Philistern und von den Amalekitern.
/1Chron18/12/1Chron Und Abischai, der Sohn der Zeruja, schlug die Edomiter im Salztal, 18 000 [Mann]. /1Chron18/13/1Chron Und er setzte in Edom Vögte ein, und alle Edomiter wurden David zu
Knechten. So half der HERR dem David überall, wohin er zog.
/1Chron18/14/1Chron Und David war König über ganz Israel. Und er übte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk. /1Chron18/15/1Chron Und Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer
[gesetzt]. Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Berater. /1Chron18/16/1Chron Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjatars, waren Priester. Und Schawscha war Schreiber.
/1Chron18/17/1Chron Und Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kreter und Pleter [gesetzt]. Und die Söhne Davids waren die Ersten zur Seite des Königs.
Kriege gegen die Ammoniter und Aramäer - Eroberung Rabbas.
2Sam 10.
\19\
/1Chron19/1/1Chron Und es geschah danach, da starb Nahasch, der König der Söhne Ammon; und sein Sohn wurde an seiner Stelle König. /1Chron19/2/1Chron Und David sagte: Ich will Gnade erweisen an
Hanun, dem Sohn des Nahasch, denn sein Vater hat Gnade an mir erwiesen. Und David sandte Boten, um ihn wegen seines Vaters zu trösten. Und die Knechte Davids kamen in das Land der Söhne Ammon zu
Hanun, um ihn zu trösten. /1Chron19/3/1Chron Da sagten die Obersten der Söhne Ammon zu Hanun: Will David in deinen Augen [wirklich] deinen Vater ehren, wenn er Tröster zu dir gesandt hat? Sind
nicht seine Knechte zu dir gekommen, um das Land zu erforschen und auszukundschaften und umzukehren? /1Chron19/4/1Chron Da nahm Hanun die Knechte Davids und ließ sie scheren und ihre Kleider zur
Hälfte abschneiden bis ans Gesäß; und er schickte sie weg. /1Chron19/5/1Chron Und man ging und berichtete David von den Männern. Da sandte er ihnen [Boten] entgegen, denn die Männer waren sehr
geschändet; und der König ließ [ihnen] sagen: Bleibt in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist, dann kommt zurück!
/1Chron19/6/1Chron Als nun die Söhne Ammon sahen, dass sie sich bei David stinkend gemacht hatten, da sandten Hanun und die Söhne Ammon tausend Talente Silber, um sich aus Mesopotamien und aus
Aram-Maacha und aus Zoba [Streit-]Wagen und Reiter anzuwerben. /1Chron19/7/1Chron Und sie warben sich 32 000 [Streit-]Wagen und den König von Maacha mit seinem Volk an; und die kamen und lagerten
sich vor Medeba. Auch die Söhne Ammon sammelten sich aus ihren Städten und kamen zum Kampf. /1Chron19/8/1Chron Als nun David [davon] hörte, sandte er Joab aus und das ganze Heer, die Helden.
/1Chron19/9/1Chron Und die Söhne Ammon zogen aus und ordneten sich am Eingang der Stadt zur Schlacht; und die Könige, die gekommen waren, [standen] gesondert auf dem [freien] Feld.
/1Chron19/10/1Chron Und als Joab sah, dass die Kampf-Front von vorn und von hinten gegen ihn gerichtet war, da wählte er von allen Auserlesenen Israels [einen Teil] aus und ordnete sich [mit
ihnen zur Schlacht] gegen die Aramäer; /1Chron19/11/1Chron den Rest des [Kriegs-]Volkes aber übergab er der Hand seines Bruders Abischai, und sie ordneten sich [zur Schlacht] gegen die Söhne
Ammon. /1Chron19/12/1Chron Und er sagte: Wenn die Aramäer stärker sind als ich, dann sollst du mir Hilfe leisten; und wenn die Söhne Ammon stärker sind als du, dann will ich dir helfen.
/1Chron19/13/1Chron Sei stark und laß uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes! Der HERR aber möge tun, was gut ist in seinen Augen. /1Chron19/14/1Chron Da rückte Joab und
das Volk, das bei ihm war, zum Kampf gegen die Aramäer vor; und sie flohen vor ihm. /1Chron19/15/1Chron Als aber die Söhne Ammon sahen, dass Aram floh, da flohen auch sie vor seinem Bruder
Abischai und zogen [sich] in die Stadt [zurück]. Und Joab kam nach Jerusalem.
/1Chron19/16/1Chron Als nun Aram sah, dass es vor Israel geschlagen war, da sandten sie Boten hin und ließen [auch] die Aramäer, die jenseits des Stromes waren, [in den Kampf] ausziehen; und
Schobach, der Heeroberste Hadad-Esers, [zog] vor ihnen her. /1Chron19/17/1Chron Das wurde David berichtet. Da versammelte er ganz Israel und ging über den Jordan, kam an sie heran und ordnete
sich gegen sie. Und David ordnete sich zur Schlacht, den Aramäern gegenüber. Und sie kämpften mit ihm. /1Chron19/18/1Chron Aram aber floh vor Israel, und David erschlug von Aram 7 000
Wagen[kämpfer] und 40 000 Mann Fußvolk. Auch den Heerobersten Schobach tötete er. /1Chron19/19/1Chron Als nun die Knechte Hadad-Esers sahen, dass sie vor Israel geschlagen waren, schlossen sie
Frieden mit David und dienten ihm. Und die Aramäer wollten den Söhnen Ammon nicht mehr helfen.
V. 1-3: 2Sam 11,1; 12,26-31.
\20\
/1Chron20/1/1Chron Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, zu der Zeit, wenn die Könige [ins Feld] ausziehen, da führte Joab die Heeresmacht [heran] und verheerte das Land der Söhne Ammon;
und er kam und belagerte Rabba. David aber blieb in Jerusalem. Und Joab schlug Rabba und zerstörte es. /1Chron20/2/1Chron Und David nahm ihrem König die Krone vom Haupt; und er fand sie ein
Goldtalent schwer, und ein Edelstein war an ihr; und sie kam auf das Haupt Davids. Und er brachte eine große Menge Beute aus der Stadt heraus. /1Chron20/3/1Chron Das Volk aber, das darin war,
holte er heraus und stellte es an die Steinsäge, an die eisernen Pickel und an die Beile. So machte es David mit allen Städten der Söhne Ammon. Und David und das ganze Volk kehrten nach Jerusalem
zurück.
Heldentaten der Männer Davids.
2Sam 21,15-22.
/1Chron20/4/1Chron Und es geschah danach, da entstand ein Kampf mit den Philistern bei Geser. Damals erschlug Sibbechai, der Huschatiter, den Sippai, einen von den Söhnen des Rafa; und sie wurden
gedemütigt.
/1Chron20/5/1Chron Und wieder gab es einen Kampf mit den Philistern. Und Elhanan, der Sohn Jairs, erschlug Lachmi, den Bruder Goliats, den Gatiter; und der Schaft seines Speeres war wie ein
Weberbaum.
/1Chron20/6/1Chron Und wieder kam es zum Kampf bei Gat. Da war ein langer Mann, der hatte [je] sechs Finger und Zehen, [zusammen] 24; und auch er war dem Rafa geboren worden. /1Chron20/7/1Chron
Und er verhöhnte Israel; da erschlug ihn Jonatan, der Sohn Schimas, des Bruders Davids. /1Chron20/8/1Chron Diese wurden dem Rafa in Gat geboren; und sie fielen durch die Hand Davids und durch die
Hand seiner Knechte.
Davids Volkszählung und deren Folgen.
2Sam 24.
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/1Chron21/1/1Chron Und Satan stellte sich gegen Israel und reizte David, Israel zu zählen. /1Chron21/2/1Chron Und David sagte zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zählt Israel von
Beerscheba bis Dan und bringt mir [Bericht], damit ich ihre Zahl kenne! /1Chron21/3/1Chron Und Joab sagte: Der HERR möge zu seinem Volk, soviele sie sein mögen, hundertmal [mehr] hinzufügen! Sind
sie nicht alle, mein Herr und König, die Knechte meines Herrn? Warum verlangt mein Herr das? Warum soll es Israel zur Schuld werden? /1Chron21/4/1Chron Aber das Wort des Königs blieb fest gegen
Joab. So zog Joab aus und zog durch ganz Israel und kam nach Jerusalem [zurück]. /1Chron21/5/1Chron Und Joab gab David das Ergebnis der Volkszählung an. Und zwar gab es in ganz Israel 1 110 000
Mann, die das Schwert zogen, und in Juda 470 000 Mann, die das Schwert zogen. /1Chron21/6/1Chron Levi aber und Benjamin musterte er nicht mit ihnen; denn das Wort des Königs war Joab ein
Greuel.
/1Chron21/7/1Chron Und diese Sache war böse in den Augen Gottes, und er schlug Israel. /1Chron21/8/1Chron Da sagte David zu Gott: Ich habe sehr gesündigt, dass ich diese Sache getan habe. Und nun
laß doch die Schuld deines Knechtes vorübergehen! Denn ich habe sehr töricht gehandelt. /1Chron21/9/1Chron Und der HERR redete zu Gad, dem Seher Davids, und sprach: /1Chron21/10/1Chron Geh hin,
rede zu David: So spricht der HERR: Dreierlei lege ich dir vor. Wähle dir eins davon, dass ich es dir tue! /1Chron21/11/1Chron Und Gad kam zu David und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Nimm
dir, /1Chron21/12/1Chron entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate lang Niederlage vor deinen Bedrängern, wobei das Schwert deiner Feinde [dich] einholt, oder drei Tage das Schwert des
HERRN und Pest im Land, und dass der Engel des HERRN Verderben bringt im ganzen Gebiet Israels! Und nun sieh zu, was für eine Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat.
/1Chron21/13/1Chron Und David sagte zu Gad: Mir ist sehr angst! Laß mich doch in die Hand des HERRN fallen! Denn seine Erbarmungen sind sehr groß. Aber in die Hand der Menschen laß mich nicht
fallen!
/1Chron21/14/1Chron Da gab der HERR die Pest in Israel; und es fielen von Israel 70 000 Mann. /1Chron21/15/1Chron Und Gott sandte den Engel nach Jerusalem, um es zu vernichten. Und als er zu
vernichten begann, sah es der HERR, und er hatte Mitleid wegen des Unheils. Und er sprach zu dem Engel, der vernichtete: Genug! Laß deine Hand jetzt sinken! Der Engel des HERRN stand aber
[gerade] bei der Tenne Ornans, des Jebusiters. /1Chron21/16/1Chron Und als David seine Augen erhob, sah er den Engel des HERRN zwischen der Erde und dem Himmel stehen, sein Schwert gezückt in
seiner Hand, ausgestreckt über Jerusalem. Da fielen David und die Ältesten, in Sacktuch gehüllt, auf ihr Angesicht. /1Chron21/17/1Chron Und David sagte zu Gott: Habe nicht ich befohlen, das Volk
zu zählen? Bin ich es doch, der gesündigt und Böses getan hat! Aber diese Schafe, was haben sie getan? HERR, mein Gott, laß doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein, aber
nicht gegen dein Volk mit dieser Plage!
/1Chron21/18/1Chron Und der Engel des HERRN sprach zu Gad, dass er zu David sage, David solle hinaufgehen, um dem HERRN einen Altar zu errichten auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
/1Chron21/19/1Chron Da ging David hinauf auf das Wort Gads hin, das der im Namen des HERRN geredet hatte. /1Chron21/20/1Chron Und Ornan wandte sich um und sah den Engel; und seine vier Söhne bei
ihm versteckten sich. Ornan aber drosch Weizen. /1Chron21/21/1Chron Und David kam zu Ornan heran; und Ornan blickte auf und sah David, und er ging aus der Tenne hinaus und warf sich vor David
nieder, mit dem Gesicht zur Erde. /1Chron21/22/1Chron Und David sagte zu Ornan: Gib mir den Platz der Tenne, dass ich dem HERRN einen Altar darauf baue! Für den vollen Preis sollst du ihn mir
geben, damit die Plage vom Volk abgewehrt wird. /1Chron21/23/1Chron Da sagte Ornan zu David: Nimm ihn dir! Mein Herr, der König, tue, was gut ist in seinen Augen! Siehe, ich gebe die Rinder für
die Brandopfer und die Dreschschlitten als [Brenn-]Holz und den Weizen zum Speisopfer; das alles gebe ich. /1Chron21/24/1Chron Aber der König David sagte zu Ornan: Nein, sondern kaufen will ich
es, [und zwar] für den vollen Preis. Denn ich will nicht, was dir gehört, für den HERRN nehmen und umsonst Brandopfer opfern. /1Chron21/25/1Chron Und David gab Ornan für den Platz Gold im Gewicht
von sechshundert Schekel. /1Chron21/26/1Chron Und David baute dort dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer und Heilsopfer. Und er rief zu dem HERRN, und der antwortete ihm mit Feuer, [das]
vom Himmel auf den Altar des Brandopfers [fiel]. /1Chron21/27/1Chron Und der HERR sprach zu dem Engel, und der steckte sein Schwert wieder in seine Scheide.
/1Chron21/28/1Chron Zu jener Zeit, als David sah, dass der HERR ihm auf der Tenne Ornans, des Jebusiters, geantwortet hatte, [und] als er dort opferte - /1Chron21/29/1Chron die Wohnung des HERRN
aber, die Mose in der Wüste gemacht hatte, und der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Höhe bei Gibeon, /1Chron21/30/1Chron doch David konnte nicht hingehen [und] vor ihn [treten], um
Gott zu suchen, denn er war von Schrecken erfaßt vor dem Schwert des Engels des HERRN -,
\22\
/1Chron22/1/1Chron da sagte David: Das hier soll das Haus Gottes, des HERRN, sein und das der Altar zum Brandopfer für Israel.
Auftrag an Salomo, den Tempel zu bauen - Seine Einsetzung zum König.
V. 2-5: Kap. 29,1-5.
/1Chron22/2/1Chron Und David befahl, dass man die Fremden versammeln solle, die im Land Israel waren; und er stellte sie an als Steinhauer, um Quader für den Bau des Hauses Gottes zu behauen.
/1Chron22/3/1Chron Und David ließ Eisen in Menge für die Nägel zu den Torflügeln und für die Klammern bereitstellen; und Bronze in [einer] Menge, dass es nicht zu wiegen war; /1Chron22/4/1Chron
auch Zedernholz ohne Zahl, denn die Sidonier und die Tyrer brachten Zedernholz in Menge zu David. /1Chron22/5/1Chron Und David sagte [sich]: Mein Sohn Salomo ist noch jung und zart. Das Haus
aber, das dem HERRN gebaut werden soll, soll überaus groß werden, zum Preis und zum Ruhm in allen Ländern. So will ich denn [das Nötige] für ihn bereitstellen. Und so stellte David [Vorrat] in
Menge bereit vor seinem Tod.
V. 7-10: Kap. 17,1-14; 28,2-7; 2Sam 7,1-16.
/1Chron22/6/1Chron Und er rief seinen Sohn Salomo und gebot ihm, dem HERRN, dem Gott Israels, ein Haus zu bauen. /1Chron22/7/1Chron Und David sagte zu Salomo: Mein Sohn, ich selbst hatte in
meinem Herzen [vor], dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus zu bauen. /1Chron22/8/1Chron Aber das Wort des HERRN geschah zu mir, indem er sprach: Du hast Blut in Menge fließen lassen und
große Kriege geführt. Du sollst meinem Namen kein Haus bauen! Denn viel Blut hast du vor mir auf die Erde fließen lassen. /1Chron22/9/1Chron Siehe, ein Sohn wird dir geboren werden, der wird ein
Mann der Ruhe sein, denn ich werde ihm Ruhe schaffen vor allen seinen Feinden ringsum. Denn Salomo wird sein Name sein, und Frieden und Ruhe werde ich Israel geben in seinen Tagen.
/1Chron22/10/1Chron Der soll meinem Namen ein Haus bauen; und er soll mir Sohn und ich will ihm Vater sein; und ich werde den Thron seiner Königsherrschaft über Israel festigen für ewig. -
/1Chron22/11/1Chron Nun, mein Sohn, der HERR sei mit dir, dass es dir gelinge und du das Haus des HERRN, deines Gottes, bauest, wie er über dich geredet hat! /1Chron22/12/1Chron Auch dir wird der
HERR Einsicht und Verstand geben, und er wird dich über Israel setzen, dass du das Gesetz des HERRN, deines Gottes, beachtest. /1Chron22/13/1Chron Dann wird es dir gelingen, wenn du darauf
achtest, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen zu befolgen, die der HERR dem Mose für Israel geboten hat. Sei stark und mutig, fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!
/1Chron22/14/1Chron Und siehe, durch meine Bemühung habe ich für das Haus des HERRN 100 000 Talente Gold und 1 000 000 Talente Silber bereitgestellt; und die Bronze und das Eisen sind nicht zu
wiegen, denn es ist in [großer] Menge vorhanden; auch Holz und Steine habe ich bereitgestellt, und du wirst noch mehr hinzufügen. /1Chron22/15/1Chron Und Handwerker sind bei dir in Menge:
Steinhauer und Arbeiter in Stein und Holz, und allerlei Sachverständige in jeder Arbeit. /1Chron22/16/1Chron Das Gold, das Silber und die Bronze und das Eisen sind nicht zu zählen. Mache dich auf
und handle! Und der HERR sei mit dir!
/1Chron22/17/1Chron Und David gebot allen Obersten Israels, seinem Sohn Salomo beizustehen: /1Chron22/18/1Chron Ist nicht der HERR, euer Gott, mit euch, und hat er euch nicht Ruhe verschafft
ringsumher? Denn er hat die Bewohner des Landes in meine Hand gegeben, und das Land ist unterworfen vor dem HERRN und vor seinem Volk. /1Chron22/19/1Chron Richtet nun euer Herz und eure Seele
darauf, den HERRN, euren Gott, zu suchen! Und macht euch auf und baut das Heiligtum Gottes, des HERRN, dass ihr die Lade des Bundes des HERRN und die Geräte des Heiligtums Gottes in das Haus
bringt, das dem Namen des HERRN gebaut werden soll.
\23\
/1Chron23/1/1Chron Und David war alt und der Tage satt; und er machte seinen Sohn Salomo zum König über Israel.
Zahl, Ordnung und Dienst der Leviten.
/1Chron23/2/1Chron Und er versammelte alle Obersten Israels und die Priester und die Leviten. /1Chron23/3/1Chron Und die Leviten wurden gezählt von dreißig Jahren an und darüber; und ihre Zahl
war, Kopf für Kopf, an Männern 38 000. /1Chron23/4/1Chron [Und David sagte]: Von diesen sind 24 000 für die Aufsicht über die Arbeit am Haus des HERRN [bestimmt] und 6 000 [sollen] Aufseher und
Richter [sein] /1Chron23/5/1Chron und 4 000 Torhüter und 4 000, die den HERRN loben mit den Instrumenten, die ich zum Loben gemacht habe. /1Chron23/6/1Chron Und David teilte sie in Abteilungen
ein nach den Söhnen Levis, nach Gerschon, Kehat und Merari.
/1Chron23/7/1Chron Von den Gerschonitern: Ladan und Schimi. /1Chron23/8/1Chron Die Söhne Ladans: das Oberhaupt, Jehiel, dann Setam und Joel, [zusammen] drei. /1Chron23/9/1Chron Die Söhne Schimis:
Schelomit und Hasiel und Haran, [zusammen] drei. Diese waren die Familienoberhäupter von Ladan. /1Chron23/10/1Chron Und die Söhne Schimis: Jahat, Sisa und Jeusch und Beria; das waren die Söhne
Schimis, [zusammen] vier. /1Chron23/11/1Chron Und Jahat war das Oberhaupt und Sisa der zweite; und Jeusch und Beria hatten nicht viele Söhne, und so bildeten sie ein Vaterhaus, eine
Dienstabteilung.
/1Chron23/12/1Chron Die Söhne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel, [zusammen] vier. /1Chron23/13/1Chron Die Söhne Amrams: Aaron und Mose. Und Aaron wurde ausgesondert, das Hochheilige zu
heiligen, er und seine Söhne für ewig, vor dem HERRN Rauchopfer darzubringen, ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen, für ewig. /1Chron23/14/1Chron Die Söhne des Mose, des Mannes Gottes,
wurden dem Stamm des Levi zugerechnet. /1Chron23/15/1Chron Die Söhne Moses: Gerschom und Elieser.
V. 16-23: Kap. 24,20-30.
/1Chron23/16/1Chron Die Söhne Gerschoms: Schebuel, das Oberhaupt. /1Chron23/17/1Chron Und die Söhne Eliesers waren: Rehabja, das Oberhaupt; und Elieser hatte keine anderen Söhne; aber die Söhne
Rehabjas waren überaus zahlreich. - /1Chron23/18/1Chron Die Söhne Jizhars: Schelomit, das Oberhaupt. /1Chron23/19/1Chron Die Söhne Hebrons: Jerija, das Oberhaupt, Amarja, der zweite, Jahasiel,
der dritte, und Jekamam, der vierte. /1Chron23/20/1Chron Die Söhne Usiels: Micha, das Oberhaupt, und Jischija, der zweite.
/1Chron23/21/1Chron Die Söhne Meraris: Machli und Muschi. Die Söhne Machlis: Eleasar und Kisch. /1Chron23/22/1Chron Und Eleasar starb, und er hatte keine Söhne, sondern [nur] Töchter; und die
Söhne des Kisch, ihre Brüder, nahmen sie [zu Frauen]. /1Chron23/23/1Chron Die Söhne Muschis: Machli und Eder und Jeremot, [zusammen] drei.
/1Chron23/24/1Chron Das waren die Söhne Levi nach ihren Vaterhäusern, Familienoberhäuptern, wie sie gemustert wurden nach der Zählung der Namen, Kopf für Kopf, die die Arbeit taten für den Dienst
des Hauses des HERRN, von zwanzig Jahren an und darüber. /1Chron23/25/1Chron Denn David sagte: Der HERR, der Gott Israels, hat seinem Volk Ruhe verschafft, und er wohnt in Jerusalem für ewig.
/1Chron23/26/1Chron So haben auch die Leviten die Wohnung und alle ihre Geräte für ihren Dienst nicht mehr zu tragen - /1Chron23/27/1Chron denn nach den letzten Worten Davids ist das die Zählung
der Söhne Levi von zwanzig Jahren an und darüber -, /1Chron23/28/1Chron denn ihr Platz ist an der Seite der Söhne Aaron zum Dienst am Haus des HERRN hinsichtlich der Vorhöfe und der Zellen und
zur Reinigung alles Heiligen und [hinsichtlich] dessen, was im Dienst am Haus Gottes zu tun ist: /1Chron23/29/1Chron für die Schaubrote und für den Weizengrieß zum Speisopfer und für die
ungesäuerten Fladen und für die Pfanne und für den Teig und für alles Hohl- und Längenmaß. /1Chron23/30/1Chron Und [ihre Aufgabe ist es], Morgen für Morgen anzutreten, um den HERRN zu preisen und
zu loben, und ebenso am Abend, /1Chron23/31/1Chron und alle Brandopfer dem HERRN zu opfern an den Sabbaten, an den Neumonden und an den Festen, abgezählt nach der für sie geltenden Vorschrift,
regelmäßig vor dem HERRN. /1Chron23/32/1Chron Und sie versahen den Dienst am Zelt der Begegnung und den Dienst am Heiligtum und den Dienst der Söhne Aaron, ihrer Brüder, bei der Bedienung des
Hauses des HERRN.
Abteilungen der Priester.
V. 1-19: vgl. Kap. 5,27-34; 6,34-38.
\24\
/1Chron24/1/1Chron Auch die Söhne Aaron hatten ihre Abteilungen: Die Söhne Aaron: Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. /1Chron24/2/1Chron Und Nadab und Abihu starben vor ihrem Vater, und sie
hatten keine Söhne; und Eleasar und Itamar übten den Priesterdienst aus. /1Chron24/3/1Chron Und David teilte sie [gemeinsam] mit Zadok von den Söhnen Eleasars und Ahimelech von den Söhnen Itamars
nach ihrem Amt in ihren Dienst ein.
V. 4-19: vgl. Neh 12,12-21.
/1Chron24/4/1Chron Und die Söhne Eleasars wurden in der Gesamtzahl der Männer zahlreicher befunden als die Söhne Itamars. Und sie teilten sie [so] ein: Von den Söhnen Eleasars sechzehn Häupter
für die Vaterhäuser und von den Söhnen Itamars acht [Häupter] für ihre Vaterhäuser. /1Chron24/5/1Chron Und zwar teilten sie diese wie jene durch Lose ein, denn die Obersten des Heiligtums, die
Obersten vor Gott, waren aus den Söhnen Eleasars und aus den Söhnen Itamars. /1Chron24/6/1Chron Und der Schreiber Schemaja, der Sohn Netanels, von Levi, schrieb sie auf in Gegenwart des Königs
und der Obersten und des Priesters Zadok und Ahimelechs, des Sohnes Abjatars, und der Familienoberhäupter, der Priester und der Leviten. Je ein Vaterhaus wurde ausgelost für Eleasar, und je eins
wurde ausgelost für Itamar.
/1Chron24/7/1Chron Und das erste Los kam heraus für Jojarib, für Jedaja das zweite, /1Chron24/8/1Chron für Harim das dritte, für Seorim das vierte, /1Chron24/9/1Chron für Malkija das fünfte, für
Mijamin das sechste, /1Chron24/10/1Chron für Hakkoz das siebte, für Abija das achte, /1Chron24/11/1Chron für Jeschua das neunte, für Schechanja das zehnte, /1Chron24/12/1Chron für Eljaschib das
elfte, für Jakim das zwölfte, /1Chron24/13/1Chron für Huppa das dreizehnte, für Jeschebab das vierzehnte, /1Chron24/14/1Chron für Bilga das fünfzehnte, für Immer das sechzehnte,
/1Chron24/15/1Chron für Hesir das siebzehnte, für Pizez das achtzehnte, /1Chron24/16/1Chron für Petachja das neunzehnte, für Jeheskel das zwanzigste, /1Chron24/17/1Chron für Jachin das
einundzwanzigste, für Gamul das zweiundzwanzigste, /1Chron24/18/1Chron für Delaja das dreiundzwanzigste, für Maasja das vierundzwanzigste. /1Chron24/19/1Chron Das war ihre Amtsordnung für ihren
Dienst, in das Haus des HERRN zu gehen nach ihrer Vorschrift [,die ihnen] durch ihren Vater Aaron [gegeben worden war], wie der HERR, der Gott Israels, ihm geboten hatte.
V. 20-30: Kap. 23,16-23.
/1Chron24/20/1Chron Und zu den übrigen Söhnen Levis [gehörten]: von den Söhnen Amrams: Schubael; von den Söhnen Schubaels: Jechdeja. - /1Chron24/21/1Chron Von Rehabja, von den Söhnen Rehabjas:
das Oberhaupt, Jischija. - /1Chron24/22/1Chron Von den Jizharitern: Schelomit; von den Söhnen Schelomits: Jahat. - /1Chron24/23/1Chron Und von den Söhnen Hebrons: Jirija, [das Oberhaupt], Amarja,
der zweite, Jahasiel, der dritte, Jekamam, der vierte. - /1Chron24/24/1Chron Die Söhne Usiels: Micha; von den Söhnen Michas: Schamir. /1Chron24/25/1Chron Der Bruder Michas war Jischija; von den
Söhnen Jischijas: Secharja. - /1Chron24/26/1Chron Die Söhne Meraris: Machli und Muschi [und] die Söhne seines Sohnes Jaasia. /1Chron24/27/1Chron Die Söhne Meraris von seinem Sohn Jaasia: Schoham
und Sakkur und Ibri; /1Chron24/28/1Chron von Machli: Eleasar, der hatte aber keine Söhne; /1Chron24/29/1Chron von Kisch die Söhne des Kisch: Jerachmeel; /1Chron24/30/1Chron und die Söhne Muschis:
Machli und Eder und Jeremot. Das waren die Söhne der Leviten nach ihren Vaterhäusern. /1Chron24/31/1Chron Und auch sie warfen Lose wie ihre Brüder, die Söhne Aarons, in Gegenwart des Königs David
und Zadoks und Ahimelechs und der Familienoberhäupter, der Priester und der Leviten, die Familie des Oberhauptes genauso wie [die] seines jüngsten Bruders.
Abteilungen der Sänger und Musiker.
Kap. 6,16-32; 15,16-21; V. 2-4: V. 9-31.
\25\
/1Chron25/1/1Chron Und David und die Obersten des Heeres sonderten die Söhne Asafs und Hemans und Jedutuns zum Dienst aus, die auf Zithern und auf Harfen und auf Zimbeln geisterfüllt spielten.
Und ihre Zahl, [die Zahl] der Männer, die ihren Dienst taten, war: /1Chron25/2/1Chron Von den Söhnen Asafs: Sakkur und Joseph und Netanja und Asarela, die Söhne Asafs, unter der Leitung Asafs,
der nach der Anweisung des Königs geisterfüllt spielte. /1Chron25/3/1Chron Von Jedutun die Söhne Jedutuns: Gedalja und Zeri und Jesaja, Haschabja und Mattitja, und Schimi, [zusammen] sechs, unter
der Leitung ihres Vaters Jedutun, der geisterfüllt auf der Zither spielte, um den HERRN zu preisen und zu loben. /1Chron25/4/1Chron Von Heman die Söhne Hemans: Bukkija und Mattanja, Usiel,
Schubael und Jerimot, Hananja, Hanani, Eliata, Giddalti und Romamti-Eser, Joschbekascha, Malloti, Hotir, Mahasiot. /1Chron25/5/1Chron Alle diese waren Söhne Hemans, des Sehers des Königs nach der
Zusage Gottes, seine Macht zu erhöhen; und Gott hatte dem Heman vierzehn Söhne und drei Töchter gegeben. /1Chron25/6/1Chron Alle diese [spielten] unter der Leitung ihrer Väter, Asaf und Jedutun
und Heman, beim Gesang im Haus des HERRN auf Zimbeln, Harfen und Zithern, für den Dienst im Haus Gottes, nach der Anweisung des Königs. /1Chron25/7/1Chron Und es war ihre Zahl mit ihren Brüdern,
die im Gesang für den HERRN geübt waren, alles Meister, 288.
V. 9-31: V. 2-4.
/1Chron25/8/1Chron Und sie warfen Lose um [ihren] Dienst, der Kleine genauso wie der Große, der Meister mit dem Schüler. /1Chron25/9/1Chron Und das erste Los kam heraus für Asaf, für Joseph;
[für] Gedalja das zweite: er und seine Brüder und seine Söhne waren zwölf; /1Chron25/10/1Chron das dritte [für] Sakkur: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/11/1Chron das vierte für
Zeri: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/12/1Chron das fünfte [für] Netanja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/13/1Chron das sechste [für] Bukkija: seine Söhne und seine
Brüder, zwölf; /1Chron25/14/1Chron das siebte für Asarela: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/15/1Chron das achte [für] Jesaja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
/1Chron25/16/1Chron das neunte [für] Mattanja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/17/1Chron das zehnte [für] Schimi: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/18/1Chron das elfte
[für] Asarel: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/19/1Chron das zwölfte [für] Haschabja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/20/1Chron das dreizehnte [für] Schubael: seine
Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/21/1Chron das vierzehnte [für] Mattitja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/22/1Chron das fünfzehnte für Jeremot: seine Söhne und seine
Brüder, zwölf; /1Chron25/23/1Chron das sechzehnte für Hananja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/24/1Chron das siebzehnte für Joschbekascha: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
/1Chron25/25/1Chron das achtzehnte für Hanani: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/26/1Chron das neunzehnte für Malloti: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/27/1Chron das
zwanzigste für Eliata: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/28/1Chron das einundzwanzigste für Hotir: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/29/1Chron das zweiundzwanzigste für
Giddalti: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/30/1Chron das dreiundzwanzigste für Mahasiot: seine Söhne und seine Brüder, zwölf; /1Chron25/31/1Chron das vierundzwanzigste für
Romamti-Eser: seine Söhne und seine Brüder, zwölf.
Abteilungen der Torhüter.
V. 1-28: Kap. 9,14-32.
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/1Chron26/1/1Chron Zu den Abteilungen der Torhüter [gehörten]: von den Korachitern: Meschelemja, der Sohn des Kore, von den Söhnen Asafs. /1Chron26/2/1Chron Und Meschelemja hatte Söhne: Secharja
war der Erstgeborene, Jediael der zweite, Sebadja der dritte, Jatniel der vierte, /1Chron26/3/1Chron Elam der fünfte, Johanan der sechste, Eljoenai der siebte. - /1Chron26/4/1Chron Und Obed-Edom
hatte Söhne: Schemaja war der Erstgeborene, Josabad der zweite, Joach der dritte und Sachar der vierte und Netanel der fünfte, /1Chron26/5/1Chron Ammiel der sechste, Issaschar der siebte,
Peulletai der achte, denn Gott hatte ihn gesegnet. - /1Chron26/6/1Chron Und seinem Sohn Schemaja wurden [auch] Söhne geboren, die in dem Haus ihres Vaters herrschten, denn sie waren angesehene
Männer. /1Chron26/7/1Chron Die Söhne Schemajas: Otni und Refael und Obed, Elsabad und seine Brüder, tüchtige Männer, Elihu und Semachja. /1Chron26/8/1Chron Alle diese von den Söhnen Obed-Edoms,
sie und ihre Söhne und ihre Brüder, waren tüchtige Männer, fähig zum Dienst, 62 von Obed-Edom. - /1Chron26/9/1Chron Und Meschelemja hatte Söhne und Brüder, tüchtige Männer, achtzehn. -
/1Chron26/10/1Chron Und Hosa, von den Söhnen Meraris, hatte Söhne: Schimri, war das Oberhaupt - obwohl er nicht der Erstgeborene war, machte sein Vater ihn doch zum Oberhaupt -,
/1Chron26/11/1Chron Hilkija der zweite, Tebalja der dritte, Secharja der vierte. Alle Söhne und Brüder Hosas waren dreizehn.
/1Chron26/12/1Chron Diese Abteilungen der Torhüter, die Gesamtzahl der Männer, hatten die Aufgabe, ebenso wie ihre Brüder im Haus des HERRN zu dienen. /1Chron26/13/1Chron Und sie warfen Lose nach
ihren Vaterhäusern, ob klein, ob groß, für jedes Tor. /1Chron26/14/1Chron Und auf Meschelemja fiel das Los für den Osten. Und sie warfen Lose für seinen Sohn Secharja, der ein verständiger
Ratgeber war; und sein Los fiel für den Norden. /1Chron26/15/1Chron Auf Obed-Edom für den Süden; und seinen Söhnen [fiel] das Vorratshaus [zu]. /1Chron26/16/1Chron Auf Schuppim und auf Hosa für
den Westen mit dem Tor Schallechet, an der aufsteigenden Straße, Dienstabteilung neben Dienstabteilung. /1Chron26/17/1Chron Im Osten waren [täglich] sechs Leviten, im Norden täglich vier, im
Süden täglich vier, und bei dem Vorratshaus je zwei; /1Chron26/18/1Chron am Parbar im Westen: vier an der Straße, zwei am Parbar. /1Chron26/19/1Chron Das sind die Abteilungen der Torhüter von den
Söhnen der Korachiter und von den Söhnen Meraris.
Schatzmeister, Vorsteher und Richter.
/1Chron26/20/1Chron Und die Leviten, ihre Brüder, waren über die Schätze des Hauses Gottes und über die Schätze an heiligen Gaben [gesetzt]. - /1Chron26/21/1Chron Die Söhne Ladans, die Söhne des
Gerschoniters, die von Ladan, die Familienoberhäupter von Ladan, dem Gerschoniter, die Jehieliter: /1Chron26/22/1Chron Die Söhne der Jehieliter, Setam und sein Bruder Joel, waren über die Schätze
des Hauses des HERRN [gesetzt]. - /1Chron26/23/1Chron Was die Amramiter, die Jizhariter, die Hebroniter, die Usieliter betrifft, /1Chron26/24/1Chron so war Schubael, der Sohn Gerschoms, des
Sohnes des Mose, Oberaufseher über die Schätze. - /1Chron26/25/1Chron Und sein Bruder Elieser hatte einen Sohn, Rehabja, und dessen Sohn war Jesaja und dessen Sohn Joram und dessen Sohn Sichri
und dessen Sohn Schelomit. /1Chron26/26/1Chron Dieser Schelomit und seine Brüder waren über alle Schätze an heiligen Gaben [gesetzt], die der König David und die Familienoberhäupter, die Obersten
über Tausend und über Hundert, und die Obersten des Heeres geweiht hatten - /1Chron26/27/1Chron von der Kriegsbeute und von dem Plündergut hatten sie es geweiht zur Unterstützung des Hauses des
HERRN -, /1Chron26/28/1Chron und [über] alles, was der Seher Samuel und Saul, der Sohn des Kisch, und Abner, der Sohn des Ner, und Joab, der Sohn der Zeruja, geweiht hatten. Alles Geweihte stand
unter der Obhut Schelomits und seiner Brüder. - /1Chron26/29/1Chron Von den Jizharitern waren Kenanja und seine Söhne für die äußeren Aufgaben, als Verwalter und Richter, über Israel
[eingesetzt]. - /1Chron26/30/1Chron Von den Hebronitern waren Haschabja und seine Brüder, 1 700 tüchtige Männer, zur Aufsicht über Israel diesseits des Jordan nach Westen hin in allen Aufgaben
für den HERRN und im Dienst des Königs [eingesetzt]. - /1Chron26/31/1Chron Von den Hebronitern war Jirija das Oberhaupt - was die Hebroniter nach ihrer Geschlechterfolge und ihren Familien
betrifft, so forschte man [unter ihnen] im vierzigsten Jahr der Königsherrschaft Davids, und es fanden sich unter ihnen angesehene Männer in Jaser in Gilead -, /1Chron26/32/1Chron und seine
Brüder, 2 700 tüchtige Männer, waren Familienoberhäupter. Und der König David setzte sie über die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse, für alle Angelegenheiten Gottes und für
die Angelegenheiten des Königs.
Heerführer, Stammesfürsten und Beamte.
V. 1-15: Kap. 11,10-47; 2Sam 23,8-39.
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/1Chron27/1/1Chron Und [dies sind] die Söhne Israel nach ihrer Zahl, die Familienoberhäupter und die Obersten über Tausend und über Hundert und ihre Verwalter, die dem König dienten in allen
Angelegenheiten der Abteilungen, die Monat für Monat antraten und abtraten, alle Monate des Jahres. Jede Abteilung [zählte] 24 000 Mann. /1Chron27/2/1Chron Über die erste Abteilung für den ersten
Monat war Joschobam, der Sohn Sabdiels [eingesetzt]; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/3/1Chron Er war von den Söhnen des Perez [und war] das Oberhaupt aller Obersten des
Heeres für den ersten Monat. /1Chron27/4/1Chron Und über die Abteilung des zweiten Monats war Dodai, der Ahoachiter [eingesetzt]; und von seiner Abteilung war Miklot Führer; und in seiner
Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/5/1Chron Der Oberste des dritten Heeres für den dritten Monat war Benaja, der Sohn des Priesters Jojada als Oberhaupt; und in seiner Abteilung waren 24
000 [Mann]. /1Chron27/6/1Chron Dieser Benaja war ein Held unter den Dreißig, und [Anführer] über die Dreißig; und über seine Abteilung war sein Sohn Ammisabad [eingesetzt]. /1Chron27/7/1Chron Der
vierte für den vierten Monat war Asael, der Bruder Joabs, und nach ihm sein Sohn Sebadja; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/8/1Chron Der fünfte für den fünften Monat war der
Oberste Schamhut, der Serachiter; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/9/1Chron Der sechste für den sechsten Monat war Ira, der Sohn des Ikkesch, der Tekoiter; und in seiner
Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/10/1Chron Der siebte für den siebten Monat war Helez, der Peletiter, von den Söhnen Ephraim; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann].
/1Chron27/11/1Chron Der achte für den achten Monat war Sibbechai, der Huschatiter, von den Serachitern; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/12/1Chron Der neunte für den neunten
Monat war Abieser, der Anatotiter, von den Benjaminitern; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/13/1Chron Der zehnte für den zehnten Monat war Mahrai, der Netofatiter, von den
Serachitern; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. /1Chron27/14/1Chron Der elfte für den elften Monat war Benaja, der Piratoniter, von den Söhnen Ephraim; und in seiner Abteilung waren 24
000 [Mann]. /1Chron27/15/1Chron Der zwölfte für den zwölften Monat war Heldai, der Netofatiter von Otniel; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann].
V. 16-22: 1Mo 35,23-26; 4Mo 1,5-16.
/1Chron27/16/1Chron Und über die Stämme Israels [waren folgende eingesetzt]: Fürst von den Rubenitern war Elieser, der Sohn Sichris; von den Simeonitern Schefatja, der Sohn Maachas;
/1Chron27/17/1Chron von Levi Haschabja, der Sohn Kemuels; von Aaron Zadok; /1Chron27/18/1Chron von Juda Elihu, [einer] von den Brüdern Davids; von Issaschar Omri, der Sohn Michaels;
/1Chron27/19/1Chron von Sebulon Jischmaja, der Sohn Obadjas; von Naftali Jeremot, der Sohn Asriels; /1Chron27/20/1Chron von den Söhnen Ephraim Hoschea, der Sohn Asasjas; von dem halben Stamm
Manasse Joel, der Sohn Pedajas; /1Chron27/21/1Chron von der Hälfte des [Stammes] Manasse in Gilead Jiddo, der Sohn Secharjas; von Benjamin Jaasiel, der Sohn Abners; /1Chron27/22/1Chron von Dan
Asarel, der Sohn Jerohams. Das sind die Obersten der Stämme Israels.
/1Chron27/23/1Chron Und David nahm die Zahl derer von zwanzig Jahren und darunter nicht auf; denn der HERR hatte gesagt, dass er Israel mehren werde wie die Sterne des Himmels.
/1Chron27/24/1Chron Joab, der Sohn der Zeruja, hatte zu zählen begonnen, aber er vollendete es nicht, denn es kam wegen dieser [Sache] ein Zorn über Israel. Und so wurde die Zahl nicht in die
Aufzählung des Buches der Geschichte des Königs David aufgenommen.
/1Chron27/25/1Chron Und über die Vorräte des Königs [in Jerusalem] war Asmawet, der Sohn Adiels, [eingesetzt]. Und über die Vorräte auf dem Feld, in den Städten und in den Dörfern und in den
Türmen war Jonatan, der Sohn Usijas [eingesetzt]. /1Chron27/26/1Chron Und über die Feldarbeiter beim Ackerbau: Esri, der Sohn Kelubs. /1Chron27/27/1Chron Und über die Weinberge: Schimi, der
Ramatiter; und über das, was in den Weinbergen an Weinvorräten war: Sabdi, der Schifmiter. /1Chron27/28/1Chron Und über die Olivenbäume und die Maulbeerfeigenbäume, die in der Niederung waren:
Baal-Hanan, der Gederiter; und über die Ölvorräte: Joas. /1Chron27/29/1Chron Und über die Rinder, die in [der] Scharon[ebene] weideten: Schitrai, der Scharoniter; und über die Rinder in den
Ebenen: Schafat, der Sohn Adlais; /1Chron27/30/1Chron und über die Kamele: Obil, der Ismaeliter; und über die Eselinnen: Jechdeja, der Meronotiter; /1Chron27/31/1Chron und über die Schafe: Jasis,
der Hagariter. Alle diese waren Verwalter des Eigentums, das der König David hatte.
/1Chron27/32/1Chron Und Jonatan, der Onkel Davids, war Ratgeber; er war ein einsichtiger [und] schriftkundiger Mann. Und Jehiel, der Sohn Hachmonis, war bei den Söhnen des Königs.
/1Chron27/33/1Chron Und Ahitofel war [auch] Ratgeber des Königs. Und Huschai, der Arkiter, war Freund des Königs. /1Chron27/34/1Chron Und nach Ahitofel waren [es] Jojada, der Sohn Benajas, und
Abjatar. Und Joab war Heeroberster des Königs.
Ansprache Davids vor den Obersten des Volkes - Auftrag zum Tempelbau und Einsetzung Salomos zum König.
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/1Chron28/1/1Chron Und David versammelte alle Obersten Israels, die Obersten der Stämme und die Obersten der Abteilungen, die dem König dienten, und die Obersten über Tausend und die Obersten
über Hundert und die Verwalter über das ganze Eigentum und den ganzen Viehbestand des Königs und seiner Söhne samt den Hofbeamten und den Helden und allen angesehenen Männern nach
Jerusalem.
V. 2-7: Kap. 17,1-14; 22,7-10; 2Sam 7,1-16.
/1Chron28/2/1Chron Und der König David erhob sich, [stellte sich] auf seine Füße und sagte: Hört mich, meine Brüder und mein Volk! Ich hatte [mir] in meinem Herzen [vorgenommen], ein Haus der
Ruhe zu bauen für die Lade des Bundes des HERRN und für den Schemel der Füße unseres Gottes; und ich stellte [Material] bereit, es zu bauen. /1Chron28/3/1Chron Aber Gott sprach zu mir: Du sollst
meinem Namen kein Haus bauen! Denn du bist ein Mann der Kriege und hast Blut fließen lassen. /1Chron28/4/1Chron Und der HERR, der Gott Israels, hat mich aus dem ganzen Haus meines Vaters erwählt,
damit ich König über Israel sei für ewig. Denn Juda hat er zum Fürsten erwählt und im Haus Juda das Haus meines Vaters, und unter den Söhnen meines Vaters hat er an mir Gefallen gehabt, so dass
er mich zum König machte über ganz Israel. /1Chron28/5/1Chron Und von allen meinen Söhnen - denn der HERR hat mir viele Söhne gegeben - hat er meinen Sohn Salomo erwählt, dass er auf dem Thron
der Königsherrschaft des HERRN über Israel sitze. /1Chron28/6/1Chron Und er sprach zu mir: Dein Sohn Salomo, er soll mein Haus und meine Höfe bauen! Denn ich habe ihn mir zum Sohn erwählt, und
ich will ihm Vater sein. /1Chron28/7/1Chron Und ich werde seine Königsherrschaft bestätigen für ewig, wenn er daran festhalten wird, meine Gebote und meine Rechtsbestimmungen zu tun, wie es heute
[der Fall] ist. /1Chron28/8/1Chron Und nun, vor den Augen von ganz Israel, der Versammlung des HERRN, und vor den Ohren unseres Gottes: Beachtet und sucht alle Gebote des HERRN, eures Gottes,
damit ihr dieses gute Land besitzt und es euren Söhnen nach euch vererbt für ewig. /1Chron28/9/1Chron Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ungeteiltem Herzen
und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen, und alles Streben der Gedanken kennt er. Wenn du ihn suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verläßt, wird er
dich verwerfen für ewig. /1Chron28/10/1Chron Sieh nun, dass der HERR dich erwählt hat, [ihm] ein Haus zu bauen als Heiligtum! Sei stark und handle!
Der Plan des Tempels.
/1Chron28/11/1Chron Und David gab seinem Sohn Salomo den Plan der Vorhalle [des Tempels] und seiner Gebäude und seiner Schatzkammern und seiner Obergemächer und seiner Innenräume und des Raumes
der Deckplatte; /1Chron28/12/1Chron und den Plan von allem, was durch den Geist in ihm war: für die Höfe des Hauses des HERRN und alle Zellen ringsum; für die Schatzkammern des Hauses Gottes und
die Schatzkammern der heiligen Gaben; /1Chron28/13/1Chron und für die Abteilungen der Priester und Leviten und für alle Dienstarbeiten im Haus des HERRN; und für alle Geräte des Dienstes im Haus
des HERRN;
V. 14-19: 2Chr 4,7-5,1.
/1Chron28/14/1Chron für das Gold gemäß dem Goldgewicht für alle Geräte jedes Dienstes; für alle silbernen Geräte gemäß dem Gewicht für alle Geräte jedes Dienstes. /1Chron28/15/1Chron Und [er gab]
das Gewicht für die goldenen Leuchter [an] und für ihre goldenen Lampen gemäß dem Gewicht jedes Leuchters und seiner Lampen; und für die silbernen Leuchter gemäß dem Gewicht eines Leuchters und
seiner Lampen, je nach der Aufgabe jedes Leuchters; /1Chron28/16/1Chron und das Goldgewicht für die Tische der Schaubrote, für jeden Tisch; und das Silber für die silbernen Tische;
/1Chron28/17/1Chron und die Gabeln und die Sprengschalen und die Kannen aus reinem Gold; und [das Gewicht] für die goldenen Becher nach dem Gewicht jedes Bechers; und für die silbernen Becher
gemäß dem Gewicht jedes Bechers; /1Chron28/18/1Chron und für den Rauchopferaltar aus geläutertem Gold gemäß [seinem] Gewicht; und den Plan des Wagens der Cherubim von Gold, die [die Flügel]
ausbreiten und die Lade des Bundes des HERRN beschirmen. - /1Chron28/19/1Chron Das alles hat er mich aufgrund einer Schrift aus der Hand des HERRN gelehrt, alle Arbeiten des Plans.
/1Chron28/20/1Chron Und David sagte zu seinem Sohn Salomo: Sei stark und mutig, und handle; fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen! Denn Gott, der HERR, mein Gott, wird mit dir sein.
Er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen, bis alle Arbeit für den Dienst des Hauses des HERRN vollendet ist. /1Chron28/21/1Chron Und siehe, da sind die Abteilungen der Priester und
der Leviten für jeden Dienst des Hauses Gottes; und in aller Arbeit sind bei dir solche, die bereitwillig und geschickt sind zu jedem Dienst, und die Obersten und das ganze Volk für alle deine
Anordnungen.
Beisteuer zum Tempelbau.
V. 1-5: Kap. 22,2-5.
\29\
/1Chron29/1/1Chron Und der König David sagte zu der ganzen Versammlung: Mein Sohn Salomo, der einzige, den Gott erwählt hat, ist noch jung und zart; das Werk aber ist groß, denn nicht für einen
Menschen ist dieser Palast, sondern für Gott den HERRN. /1Chron29/2/1Chron Und mit all meiner Kraft habe ich für das Haus meines Gottes bereitgestellt: das Gold für das goldene [Gerät] und das
Silber für das silberne und die Bronze für das bronzene, das Eisen für das eiserne und das Holz für das hölzerne [Gerät]; Onyxsteine und eingefaßte Steine, Steine zur Verzierung und Mosaiksteine
und allerlei Edelsteine und Alabastersteine in Menge. /1Chron29/3/1Chron Und außerdem, weil ich Gefallen habe an dem Haus meines Gottes, habe ich, was ich als Eigentum an Gold und Silber [selbst]
besitze, für das Haus meines Gottes gegeben, über all das hinaus, was ich für das Haus des Heiligtums bereitgestellt habe: /1Chron29/4/1Chron 3 000 Talente Gold von Gold aus Ofir, und 7 000
Talente geläutertes Silber, zum Überziehen der Wände der Räume; /1Chron29/5/1Chron Gold für das goldene und Silber für das silberne [Gerät] und für jede Arbeit von Künstlerhand. Wer ist nun
bereitwillig, heute seine Hand [ebenso] für den HERRN zu füllen?
/1Chron29/6/1Chron Und die Obersten der Sippen und die Obersten der Stämme Israels und die Obersten über Tausend und über Hundert und die Obersten über den königlichen Dienst zeigten sich
bereitwillig; /1Chron29/7/1Chron und sie gaben für die Arbeit am Haus Gottes 5 000 Talente Gold und 10 000 Dariken und 10 000 Talente Silber und 18 000 Talente Bronze und 100 000 Talente Eisen.
/1Chron29/8/1Chron Und bei wem sich [Edel]steine fanden, der gab sie für den Schatz des Hauses des HERRN in die Hand Jehiels, des Gerschoniters. /1Chron29/9/1Chron Und das Volk freute sich über
ihre Bereitwilligkeit, denn mit ungeteiltem Herzen zeigten sie sich bereitwillig für den HERRN; und auch der König David freute sich mit großer Freude.
Davids Gebet - Salbung Salomos und Zadoks - Davids Tod.
/1Chron29/10/1Chron Und David pries den HERRN vor den Augen der ganzen Versammlung, und David sprach: Gepriesen seist du, HERR, Gott unseres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
/1Chron29/11/1Chron Dein, HERR, ist die Größe und die Stärke und die Herrlichkeit und der Glanz und die Majestät; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein. Dein, HERR, ist das Königtum, und du
bist über alles erhaben als Haupt. /1Chron29/12/1Chron Und Reichtum und Ehre kommen von dir, und du bist Herrscher über alles. Und in deiner Hand sind Macht und Stärke, und in deiner Hand [liegt
es], einen jeden groß und stark zu machen. /1Chron29/13/1Chron Und nun, unser Gott, wir preisen dich, und wir loben deinen herrlichen Namen. /1Chron29/14/1Chron Denn wer bin ich, und was ist mein
Volk, dass wir imstande waren, auf solche Weise freigebig zu sein? Denn von dir kommt alles, und aus deiner Hand haben wir dir gegeben. /1Chron29/15/1Chron Denn wir sind Fremde vor dir und
Beisassen wie alle unsere Väter; wie ein Schatten sind unsere Tage auf Erden, und es gibt keine Hoffnung. /1Chron29/16/1Chron HERR, unser Gott, diese ganze Menge, die wir bereitgestellt haben, um
dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, von deiner Hand ist sie, und das alles ist dein. /1Chron29/17/1Chron Ich habe erkannt, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und an Aufrichtigkeit
hast du Gefallen. Ich [nun], in Aufrichtigkeit meines Herzens habe ich das alles bereitwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, dass [auch] dein Volk, das sich hier befindet, dir
bereitwillig gegeben hat. /1Chron29/18/1Chron HERR, Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre dieses für ewig als Streben der Gedanken im Herzen deines Volkes, und richte ihr Herz zu
dir! /1Chron29/19/1Chron Und meinem Sohn Salomo gib ein ungeteiltes Herz, deine Gebote, deine Zeugnisse und deine Ordnungen zu beachten und das alles zu tun und den Palast zu bauen, den ich
vorbereitet habe!
/1Chron29/20/1Chron Und David sagte zu der ganzen Versammlung: Preist doch den HERRN, euren Gott! Und die ganze Versammlung pries den HERRN, den Gott ihrer Väter; und sie verneigten sich und
warfen sich nieder vor dem HERRN und vor dem König. /1Chron29/21/1Chron Und am folgenden Tage brachten sie Schlachtopfer dem HERRN dar, und sie opferten dem HERRN Brandopfer: tausend Jungstiere,
tausend Widder, tausend Lämmer und ihre Trankopfer und Schlachtopfer in Menge für ganz Israel. /1Chron29/22/1Chron Und sie aßen und tranken vor dem HERRN an jenem Tag mit großer Freude. Und sie
machten Salomo, den Sohn Davids, zum zweitenmal zum König. Und ihn salbten sie dem HERRN zum Fürsten und Zadok zum Priester.
/1Chron29/23/1Chron So setzte sich Salomo auf den Thron des HERRN als König anstelle seines Vaters David, und er hatte Gelingen; und ganz Israel gehorchte ihm. /1Chron29/24/1Chron Und alle
Obersten und die Helden und auch alle Söhne des Königs David unterwarfen sich dem König Salomo. /1Chron29/25/1Chron Und der HERR machte Salomo überaus groß vor den Augen von ganz Israel, und er
gab ihm Majestät der Königsherrschaft, wie sie vor ihm bei keinem König über Israel gewesen war.
/1Chron29/26/1Chron So regierte David, der Sohn Isais, über ganz Israel. /1Chron29/27/1Chron Und die Tage, die er über ganz Israel regierte, waren vierzig Jahre. In Hebron regierte er sieben
Jahre, und in Jerusalem regierte er 33 [Jahre]. /1Chron29/28/1Chron Und er starb in gutem Alter, satt an Tagen, Reichtum und Ehre. Und sein Sohn Salomo wurde an seiner Stelle König.
/1Chron29/29/1Chron Und die Geschichte des Königs David, die frühere und die spätere, siehe, die ist geschrieben in der Geschichte des Sehers Samuel, und in der Geschichte des Propheten Nathan
und in der Geschichte Gads, des Schauenden; /1Chron29/30/1Chron dazu seine ganze Regierung und seine Macht und die Zeiten, die über ihn und über Israel und über alle Königreiche der Länder
dahingegangen sind.
1.14 Zweites Buch Chronik.
Salomos Opfer und Gebet um Weisheit - Sein Reichtum.
\1\
/2Chron1/1/2Chron Und Salomo, der Sohn Davids, erstarkte in seiner Königsherrschaft. Und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn überaus groß.
V. 2-13: 1Kö 3,4-15.
/2Chron1/2/2Chron Und Salomo sprach zu ganz Israel, zu den Obersten über Tausend und über Hundert und zu den Richtern und zu allen Fürsten von ganz Israel, den Familienoberhäuptern.
/2Chron1/3/2Chron Und sie, Salomo und die ganze Versammlung mit ihm, gingen zu der Höhe, die bei Gibeon war. Denn dort war das Begegnungszelt Gottes, das Mose, der Knecht des HERRN, in der Wüste
gemacht hatte. - /2Chron1/4/2Chron Die Lade Gottes jedoch hatte David von Kirjat-Jearim heraufgebracht an [die Stelle, die] David für sie hergerichtet hatte; denn er hatte ihr in Jerusalem ein
Zelt aufgeschlagen. - /2Chron1/5/2Chron Und der bronzene Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung des HERRN. Und Salomo und die Versammlung
suchten ihn [dort] auf. /2Chron1/6/2Chron Und Salomo opferte dort vor dem HERRN auf dem bronzenen Altar, der bei dem Zelt der Begegnung war; und er opferte auf ihm tausend Brandopfer.
/2Chron1/7/2Chron In jener Nacht erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll! /2Chron1/8/2Chron Und Salomo sagte zu Gott: Du selbst hast ja an meinem Vater David
große Gnade erwiesen; und du hast mich zum König gemacht an seiner Stelle. /2Chron1/9/2Chron Und nun, HERR, Gott, möge sich dein Wort an meinen Vater David als zuverlässig erweisen! Denn du hast
mich zum König gemacht über ein Volk, [das] zahlreich [ist] wie der Staub der Erde. /2Chron1/10/2Chron Gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, damit ich vor diesem Volk aus- und eingehen kann! Denn
wer kann dieses, dein großes Volk richten? - /2Chron1/11/2Chron Da sprach Gott zu Salomo: Weil dir dies am Herzen lag und du nicht gebeten hast um Reichtum, Güter und Ehre oder um das Leben
derer, die dich hassen, und [weil du] auch nicht um viele Tage gebeten, sondern um Weisheit und Erkenntnis für dich gebeten hast, damit du mein Volk richten kannst, über das ich dich zum König
gemacht habe, /2Chron1/12/2Chron so sind dir Weisheit und Erkenntnis gegeben. Und Reichtum und Güter und [auch] Ehre will ich dir geben, wie sie die Könige, die vor dir gewesen sind, nicht gehabt
haben und wie sie nach dir keiner haben wird.
/2Chron1/13/2Chron Und Salomo kam von der Höhe, die bei Gibeon war, von [der Stelle] vor dem Zelt der Begegnung, nach Jerusalem. Und er regierte über Israel.
V. 14-17: 1Kö 10,26-29.
/2Chron1/14/2Chron Und Salomo brachte Streitwagen und Pferde zusammen, und er hatte 1 400 Streitwagen und 12 000 Pferde. Und er legte sie in die Wagenstädte und zu dem König nach Jerusalem.
/2Chron1/15/2Chron Und der König machte das Silber und das Gold in Jerusalem an Menge den Steinen gleich, und die Zedern machte er [an Menge] den Maulbeerfeigenbäumen gleich, die in der Niederung
sind. /2Chron1/16/2Chron Und die Ausfuhr der Pferde für Salomo [erfolgte] aus Ägypten und aus Koe. Die Aufkäufer des Königs holten [sie] aus Koe gegen Bezahlung. /2Chron1/17/2Chron Bei der
Ausfuhr aus Ägypten handelte man einen Wagen für 600 [Schekel] Silber und ein Pferd für 150. Und so führte man [sie] für alle Könige der Hetiter und für die Könige von Aram durch die Aufkäufer
[wieder] aus.
/2Chron1/18/2Chron Und Salomo gedachte, ein Haus für den Namen des HERRN zu bauen sowie ein Haus für seine Königsherrschaft.
Salomos Vertrag mit Hiram - Vorbereitungen zum Tempelbau.
1Kö 5,15-32.
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/2Chron2/1/2Chron Und Salomo zählte 70 000 Lastträger ab und 80 000 Steinhauer im Gebirge und 3 600 Aufseher über sie. /2Chron2/2/2Chron Und Salomo sandte zu Hiram, dem König von Tyrus, und ließ
[ihm] sagen: Wie du es bei meinem Vater David getan und ihm Zedern gesandt hast, damit er sich ein Haus baute, um darin zu wohnen, [so tu es auch bei mir]! /2Chron2/3/2Chron Siehe, ich will dem
Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus bauen, um es ihm zu weihen, um wohlriechendes Räucherwerk als Rauchopfer vor ihm darzubringen und [um] das ständige Schaubrot [aufzulegen] und morgens und
abends Brandopfer [zu opfern] an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen des HERRN, unseres Gottes. Das ist für ewig Israel auferlegt. /2Chron2/4/2Chron Und das Haus, das ich bauen
will, soll groß sein; denn unser Gott ist größer als alle Götter. /2Chron2/5/2Chron Aber wer kann ihm ein Haus bauen? Denn die Himmel und die Himmel der Himmel können ihn nicht fassen. Und wer
bin ich, dass ich ihm ein Haus bauen sollte, es sei denn, um Rauchopfer vor ihm darzubringen? /2Chron2/6/2Chron Und nun sende mir einen Mann, der darin erfahren ist, in Gold und in Silber und in
Bronze und in Eisen und in rotem Purpur und Karmesin und violettem Purpur zu arbeiten, und der Gravierungen zu machen versteht, zusammen mit den Künstlern, die bei mir in Juda und in Jerusalem
sind, die mein Vater David bestellt hat! /2Chron2/7/2Chron Und sende mir Zedern-, Wacholder- und Almuggimholz vom Libanon! Denn ich weiß, dass deine Knechte das Holz des Libanon zu schlagen
verstehen. Und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten zusammenarbeiten. /2Chron2/8/2Chron Und man soll mir Holz zubereiten in Menge. Denn das Haus, das ich bauen will, soll groß und
wunderbar sein. /2Chron2/9/2Chron Und siehe, ich werde deinen Knechten, den Holzfällern, die das Holz schlagen, Weizen zur Verpflegung geben, 20 000 Kor, und 20 000 Kor Gerste und 20 000 Bat Wein
und 20 000 Bat Öl.
/2Chron2/10/2Chron Und Hiram, der König von Tyrus, antwortete in einem Schreiben und sandte es an Salomo: Weil der HERR sein Volk liebt, hat er dich zum König über sie gemacht. /2Chron2/11/2Chron
Und Hiram sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, dass er dem König David einen weisen Sohn gegeben hat, voller Verstand und Einsicht, der dem HERRN ein
Haus bauen will und ein Haus für seine Königsherrschaft! /2Chron2/12/2Chron So sende ich nun einen kunstfertigen, einsichtsvollen Mann, Hiram-Abi, /2Chron2/13/2Chron den Sohn einer Frau von den
Töchtern Dan. Und sein Vater war ein Tyrer. Er versteht, in Gold und Silber zu arbeiten, in Bronze, in Eisen, in Steinen und in Holz, in rotem Purpur, in violettem Purpur und in Byssus und in
Karmesin und jegliche Gravierung zu machen und jeden Entwurf zu ersinnen, der ihm aufgegeben wird, zusammen mit deinen Künstlern und den Künstlern meines Herrn David, deines Vaters.
/2Chron2/14/2Chron Und nun, den Weizen und die Gerste, das Öl und den Wein, von denen mein Herr gesprochen hat, möge er seinen Knechten senden. /2Chron2/15/2Chron Wir aber, wir werden Holz vom
Libanon schlagen nach all deinem Bedarf und werden es dir in Flößen auf dem Meer nach Jafo bringen. Du kannst es dann nach Jerusalem hinaufschaffen.
/2Chron2/16/2Chron Und Salomo zählte alle Fremden, die im Land Israel waren, nach der Zählung, die [schon] sein Vater David unter ihnen vorgenommen hatte; und es fanden sich 153 600.
/2Chron2/17/2Chron Und er machte von ihnen 70 000 zu Lastträgern und 80 000 zu Steinhauern im Gebirge und 3 600 zu Aufsehern, um das Volk zur Arbeit anzuhalten.
Salomos Tempelbau.
V. 1-14: 1Kö 6.
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/2Chron3/1/2Chron Und Salomo fing an, das Haus des HERRN zu bauen in Jerusalem, auf dem Berg Morija, wo der HERR seinem Vater David erschienen war, an der Stelle, die David bestimmt hatte, auf
der Tenne Ornans, des Jebusiters. /2Chron3/2/2Chron Und er fing an zu bauen im zweiten Monat, am zweiten [Tag] im vierten Jahr seiner Regierung.
/2Chron3/3/2Chron Und dies waren die Grundmaße, die Salomo für den Bau des Hauses Gottes festlegte: die Länge, nach dem früheren Ellenmaß, war sechzig Ellen und die Breite zwanzig Ellen. -
/2Chron3/4/2Chron Und die Vorhalle, die der Länge nach vor der Breite des Hauses war, [war] zwanzig Ellen und die Höhe 121. Und er überzog sie innen mit reinem Gold. /2Chron3/5/2Chron Und den
großen Raum verkleidete er mit Zypressenholz, und [er] verkleidete es mit gutem Gold. Und er brachte Palmen und Kettenwerk darauf an. /2Chron3/6/2Chron Und er belegte das Haus mit Edelsteinen zum
Schmuck. Das Gold aber war Gold aus Parwajim. /2Chron3/7/2Chron Und er verkleidete das Haus, die Balken, die Schwellen und seine Wände und seine Türflügel mit Gold, und an den Wänden hatte er
Cherubim eingeschnitzt.
/2Chron3/8/2Chron Und er machte das Haus des Allerheiligsten. Seine Länge vor der Breite des Hauses her war zwanzig Ellen und seine Breite zwanzig Ellen. Und er verkleidete es mit gutem Gold [im
Gewicht] von sechshundert Talenten. /2Chron3/9/2Chron Und das Gewicht der Nägel war etwa fünfzig Schekel Gold. Auch die Obergemächer verkleidete er mit Gold.
/2Chron3/10/2Chron Und er machte im Haus des Allerheiligsten zwei Cherubim, eine Bildhauerarbeit. Und man überzog sie mit Gold. /2Chron3/11/2Chron Und die Flügel der Cherubim - ihre Länge war
zwanzig Ellen -: Der Flügel des einen, von fünf Ellen, berührte die [eine] Wand des Hauses; und der andere Flügel, von fünf Ellen, berührte den Flügel des andern Cherubs; /2Chron3/12/2Chron und
der Flügel des andern Cherubs, von fünf Ellen, berührte die [andere] Wand des Hauses; und der andere Flügel, von fünf Ellen, stieß an den Flügel des einen Cherubs. /2Chron3/13/2Chron Die Flügel
dieser Cherubim waren - ausgebreitet - zwanzig Ellen. Und sie selbst standen auf ihren Füßen, und ihre Gesichter waren dem Raum zugewandt. /2Chron3/14/2Chron Und er machte den Vorhang aus
violettem und rotem Purpur und Karmesin und Byssus und brachte Cherubim darauf an.
V. 15-17: 1Kö 7,15-20.
/2Chron3/15/2Chron Und er machte vor dem Haus zwei Säulen. 35 Ellen war die Länge; und das Kapitell, das oben auf ihr war, [maß] fünf Ellen. /2Chron3/16/2Chron Und er machte Ketten im Hinterraum
und brachte sie oben auf die Säulen. Und er machte hundert Granatäpfel und befestigte sie an den Ketten. /2Chron3/17/2Chron Und er stellte die Säulen vor dem Tempel auf, eine zur Rechten und eine
zur Linken; und er gab der Rechten den Namen Jachin und der Linken den Namen Boas.
Tempelausstattung.
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/2Chron4/1/2Chron Und er machte einen bronzenen Altar. Zwanzig Ellen war seine Länge und zwanzig Ellen seine Breite und zehn Ellen seine Höhe.
V. 2-6: 1Kö 7,23-39.
/2Chron4/2/2Chron Und er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem [einen] Rand bis zu seinem [anderen] Rand, ringsum rund, und fünf Ellen seine Höhe. Und eine Meßschnur von dreißig Ellen
umspannte es ringsherum. /2Chron4/3/2Chron Und unter ihm waren Gestalten von Rindern, die es ringsherum umgaben, [je] zehn auf die Elle, das Meer ringsum einschließend. In zwei Reihen waren die
Rinder bei seinem Guß [mit]gegossen worden. /2Chron4/4/2Chron Es stand auf zwölf Rindern. Drei waren nach Norden gewandt, drei waren nach Westen gewandt, drei waren nach Süden gewandt, drei waren
nach Osten gewandt. Und das Meer war oben auf ihnen, und ihre Hinterteile waren alle nach innen [gekehrt]. /2Chron4/5/2Chron Seine Dicke war eine Handbreit und sein Rand wie der Rand eines
Bechers, gearbeitet als Lilienblüte. An Inhalt faßte es dreitausend Bat.
/2Chron4/6/2Chron Und er machte zehn Kessel. Und er stellte fünf zur Rechten und fünf zur Linken auf, damit man darin wusch; was zum Brandopfer gehört, spülte man darin ab. Und das Meer war für
die Priester, damit sie sich darin wuschen.
Kap. 4,7-5,1: 1Kö 7,40-51; 1Chr 28,14-19.
/2Chron4/7/2Chron Und er machte die zehn goldenen Leuchter gemäß ihrer Vorschrift, und er stellte sie im Tempel auf, fünf zur Rechten und fünf zur Linken.
/2Chron4/8/2Chron Und er machte zehn Tische und stellte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur Linken. Und er machte hundert goldene Sprengschalen.
/2Chron4/9/2Chron Und er machte den Vorhof für die Priester und den großen Hof und die Flügeltüren zu dem Hof; und ihre Flügel überzog er mit Bronze. /2Chron4/10/2Chron Und das Meer stellte er an
der rechten Seite ostwärts, in Richtung Süden auf.
/2Chron4/11/2Chron Und Hiram machte die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. - Und so vollendete Hiram die Arbeit an dem Werk, das er für den König Salomo im Haus Gottes ausführte:
/2Chron4/12/2Chron zwei Säulen und die kugelförmigen Kapitelle oben auf den beiden Säulen; und die beiden Geflechte, um die beiden kugelförmigen Kapitelle, die oben auf den Säulen waren, zu
bedecken; /2Chron4/13/2Chron und die vierhundert Granatäpfel für die beiden Geflechte: zwei Reihen Granatäpfel für das einzelne Geflecht, um die beiden kugelförmigen Kapitelle, die auf der
Oberseite der Säulen waren, zu bedecken. /2Chron4/14/2Chron Und er machte die Gestelle und machte die Kessel auf den Gestellen, /2Chron4/15/2Chron das eine Meer und die zwölf Rinder darunter
/2Chron4/16/2Chron und die Töpfe und die Schaufeln und die Fleischgabeln. Alle dazugehörigen Geräte machte Hiram-Abiw dem König Salomo für das Haus des HERRN aus polierter Bronze.
/2Chron4/17/2Chron In der Jordanebene ließ der König sie gießen in der Erdgießerei zwischen Sukkot und Zereda. /2Chron4/18/2Chron Und Salomo machte alle diese Geräte in sehr großer Menge; denn
das Gewicht der Bronze war nicht feststellbar.
/2Chron4/19/2Chron Und Salomo machte all die Geräte, die das Haus Gottes [brauchte], und zwar den goldenen Altar und die Tische, auf denen die Schaubrote [liegen], /2Chron4/20/2Chron und die
Leuchter und ihre Lampen aus gediegenem Gold, dass sie gemäß der Vorschrift vor dem Hinterraum angezündet würden, /2Chron4/21/2Chron und die Blüten und die Lampen und die Dochtscheren aus Gold -
das [alles] war reinstes Gold - /2Chron4/22/2Chron und die Messer und die Sprengschalen und die Schalen und die Feuerbecken aus gediegenem Gold; und den Eingang des Hauses, seine inneren
Türflügel, [die] zum Allerheiligsten [führten], und die Türflügel des Hauses zum Tempelraum aus Gold.
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/2Chron5/1/2Chron So wurde das ganze Werk vollendet, das Salomo für das Haus des HERRN machte. Und Salomo brachte die heiligen Gaben seines Vaters David hinein, nämlich das Silber und das Gold
und alle Geräte. Er legte sie in die Schatzkammern des Hauses Gottes.
Tempelweihe.
V. 2-14: 1Kö 8,1-11.
/2Chron5/2/2Chron Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Oberhäupter der Stämme, die Fürsten der Geschlechter der Söhne Israel, nach Jerusalem, um die Lade des Bundes des
HERRN heraufzuholen aus der Stadt Davids, das ist Zion. /2Chron5/3/2Chron Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König an dem Fest [im Monat Etanim], das ist der siebte Monat.
/2Chron5/4/2Chron Alle Ältesten von Israel kamen. Und die Leviten trugen die Lade. /2Chron5/5/2Chron Und sie brachten die Lade hinauf, dazu das Zelt der Begegnung und alle heiligen Geräte, die im
Zelt waren. Die Priester [und] die Leviten brachten sie hinauf. /2Chron5/6/2Chron Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm eingefunden hatte [und] vor der Lade
[stand], opferten Schafe und Rinder, die vor Menge nicht berechnet und nicht gezählt werden konnten. /2Chron5/7/2Chron Und die Priester brachten die Lade des Bundes des HERRN an ihren Platz, in
den Hinterraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. /2Chron5/8/2Chron Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Platz der Lade, und die Cherubim bedeckten
die Lade und ihre Stangen von oben her. /2Chron5/9/2Chron Und die Stangen waren so lang, dass die Enden der Stangen vom Heiligen aus vor dem Hinterraum zu sehen waren. Aber nach außen waren sie
nicht sichtbar. Und sie sind dort bis zum heutigen Tag. /2Chron5/10/2Chron Nichts war in der Lade als nur die beiden Tafeln, die Mose am Horeb hineingetan hatte, als der HERR [einen Bund] schloß
mit den Söhnen Israel, als sie aus Ägypten zogen.
/2Chron5/11/2Chron Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen - denn alle Priester, die sich eingefunden hatten, hatten sich geheiligt, ohne sich an die Abteilungen zu halten
- /2Chron5/12/2Chron und als die Leviten, die Sänger [waren], sie alle, nämlich Asaf, Heman, Jedutun, ihre Söhne und ihre Brüder, in Byssus gekleidet, mit Zimbeln und mit Harfen und Zithern an
der Ostseite des Altars standen und bei ihnen etwa 120 Priester, die auf Trompeten trompeteten, - /2Chron5/13/2Chron und es geschah, als die Trompeter und die Sänger wie ein [Mann waren], um eine
Stimme hören zu lassen, den HERRN zu loben und zu preisen, und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten und Zimbeln und Musikinstrumenten beim Lob des HERRN: Denn er ist gütig, denn seine Gnade
[währt] ewig! - da wurde das Haus, das Haus des HERRN, mit einer Wolke erfüllt. /2Chron5/14/2Chron Und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hinzutreten, um den Dienst zu verrichten. Denn
die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.
Salomos Ansprache und Gebet.
1Kö 8,12-53.
\6\
/2Chron6/1/2Chron Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, dass er im Dunkel wohnen will. /2Chron6/2/2Chron Ich aber, ich habe dir ein fürstliches Haus gebaut und eine Stätte, wo du thronen
sollst für Ewigkeiten. /2Chron6/3/2Chron Darauf wandte der König sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels, wobei die ganze Versammlung Israels dastand. /2Chron6/4/2Chron Und er
sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der mit seinem Mund zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand erfüllt hat [,was er verheißen], als er sprach: /2Chron6/5/2Chron Von dem
Tag an, da ich mein Volk aus dem Land Ägypten herausführte, habe ich aus allen Stämmen Israels keine Stadt erwählt, um [darin] ein Haus zu bauen, damit mein Name dort sei; und ich habe keinen
Mann erwählt, dass er Fürst über mein Volk Israel sei. /2Chron6/6/2Chron Aber Jerusalem habe ich erwählt, dass mein Name dort sei, und David habe ich erwählt, dass er über mein Volk Israel
[König] sei. /2Chron6/7/2Chron Nun lag es meinem Vater David am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. /2Chron6/8/2Chron Und der HERR sprach zu meinem Vater David:
Dass dir [das] am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, [daran] hast du gut getan; denn es lag dir [das] am Herzen. /2Chron6/9/2Chron Jedoch wirst du selbst das Haus nicht bauen, sondern
dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommt, der wird meinem Namen das Haus bauen. /2Chron6/10/2Chron Und der HERR hat sein Wort aufrechterhalten, das er geredet hat. So bin ich denn an die
Stelle meines Vaters David getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie der HERR zugesagt hat, und habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus gebaut.
/2Chron6/11/2Chron Und ich habe dort die Lade hingestellt, in der der Bund des HERRN ist, den er mit den Söhnen Israel geschlossen hat.
/2Chron6/12/2Chron Und er trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Versammlung Israels und breitete seine Hände aus. /2Chron6/13/2Chron Denn Salomo hatte ein Gestell aus Bronze gemacht
und es mitten in den Hof gestellt: fünf Ellen seine Länge und fünf Ellen seine Breite und drei Ellen seine Höhe. Und er trat darauf und kniete angesichts der ganzen Versammlung Israels auf seine
Knie nieder, breitete seine Hände aus zum Himmel /2Chron6/14/2Chron und sprach: HERR, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich im Himmel und auf der Erde, der du den Bund und die Gnade deinen
Knechten bewahrst, die vor dir leben mit ihrem ganzen Herzen, /2Chron6/15/2Chron der du deinem Knecht, meinem Vater David, gehalten hast, was du ihm zugesagt hast! Mit deinem Mund hast du es
geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es am heutigen Tag ist. /2Chron6/16/2Chron Und nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast, als
du sprachst: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achten, dass sie in meinem Gesetz leben, wie du vor
mir gelebt hast! /2Chron6/17/2Chron Und nun, HERR, Gott Israels, möge sich dein Wort als zuverlässig erweisen, das du zu deinem Knecht David geredet hast! - /2Chron6/18/2Chron Ja, sollte Gott
wirklich bei dem Menschen auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen, wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! /2Chron6/19/2Chron Doch
wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, dass du hörst auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht vor dir betet, /2Chron6/20/2Chron dass deine Augen
Tag und Nacht geöffnet seien über dieses Haus, über die Stätte, von der du gesagt hast, dass du deinen Namen dort niederlegen willst, dass du hörst auf das Gebet, das dein Knecht zu dieser Stätte
hin betet! /2Chron6/21/2Chron Und höre auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu dieser Stätte hin richten werden! Du selbst mögest es hören von der Stätte her, wo du
thronst, vom Himmel her! Ja, höre und vergib!
/2Chron6/22/2Chron Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt und der einen Fluch auf ihn legt, um ihn unter einen Fluch zu stellen, und er kommt [und] spricht den Fluch aus vor deinem Altar in
diesem Haus, /2Chron6/23/2Chron dann höre du es vom Himmel her, und handle und richte deine Knechte, indem du dem Schuldigen vergiltst, um seinen Weg auf seinen Kopf zu bringen, und indem du den
Gerechten gerecht sprichst, um ihm nach seiner Gerechtigkeit zu geben.
/2Chron6/24/2Chron Und wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren [zu dir] um und preisen deinen Namen und beten und flehen vor dir
[um Gnade] in diesem Haus, /2Chron6/25/2Chron dann höre du es vom Himmel her, und vergib die Sünde deines Volkes Israel! Und bring sie in das Land zurück, das du ihnen und ihren Vätern gegeben
hast!
/2Chron6/26/2Chron Bleibt der Himmel verschlossen, so dass es keinen Regen gibt, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie beten zu dieser Stätte hin und preisen deinen Namen und kehren um von
ihrer Sünde, weil du sie demütigst, /2Chron6/27/2Chron dann höre du es im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel! Denn du zeigst ihnen den guten Weg, auf dem sie
gehen sollen. Und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbteil gegeben hast!
/2Chron6/28/2Chron Wenn eine Hungersnot im Lande herrscht, wenn eine Pest ausbricht, wenn es Getreidebrand und Vergilben [des Getreides], Heuschrecken oder Hundsfliegen gibt, wenn seine Feinde es
im Land seiner Tore belagern, [wenn es] irgendeine Plage und irgendeine Krankheit [gibt] - /2Chron6/29/2Chron jedes Gebet, jedes Flehen, das [dann] von irgendeinem Menschen oder von deinem ganzen
Volk Israel vorgebracht wird, [je nachdem], was einer als seine Plage oder seinen Schmerz erkennt, wenn er seine Hände gegen dieses Haus hin ausbreitet, /2Chron6/30/2Chron [das] erhöre du vom
Himmel her, der Stätte, wo du thronst! Und vergib und gib jedem nach all seinen Wegen, da du sein Herz kennst - denn du, du allein kennst das Herz der Menschenkinder -, /2Chron6/31/2Chron damit
sie dich fürchten, so dass sie auf deinen Wegen gehen all die Tage, die sie in dem Land leben, das du unsern Vätern gegeben hast!
/2Chron6/32/2Chron Und auch auf den Ausländer, der nicht von deinem Volk Israel ist, aber um deines großen Namens und deiner starken Hand und deines ausgestreckten Armes willen aus fernem Land
kommt, - wenn sie kommen und beten zu diesem Haus hin, /2Chron6/33/2Chron dann höre du es vom Himmel her, der Stätte, wo du thronst! Und handle nach allem, worum der Ausländer zu dir ruft, damit
alle Völker der Erde deinen Namen erkennen und damit sie dich fürchten wie dein Volk Israel und damit sie erkennen, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut
habe!
/2Chron6/34/2Chron Wenn dein Volk zum Krieg gegen seine Feinde auszieht auf dem Weg, den du sie sendest, und [wenn] sie [dann] zu dir beten in Richtung auf diese Stadt hin, die du erwählt hast,
und [auf] das Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, /2Chron6/35/2Chron dann höre vom Himmel her ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe [ihnen] ihr Recht!
/2Chron6/36/2Chron Wenn sie gegen dich sündigen - denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt - und du über sie erzürnst und sie vor dem Feind dahingibst und ihre Bezwinger sie gefangen
wegführen in ein fernes oder in ein nahes Land, /2Chron6/37/2Chron und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, wohin sie gefangen weggeführt worden sind, und kehren um und flehen zu dir im Land
ihrer Gefangenschaft, indem sie sagen: Wir haben gesündigt, wir haben uns schuldig gemacht und haben gottlos gehandelt! - /2Chron6/38/2Chron und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und
mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Gefangenschaft, wohin man sie gefangen weggeführt hat, und sie beten in Richtung auf ihr Land, das du ihren Vätern gegeben hast, und [auf] die Stadt [hin],
die du erwählt hast, und [auf] das Haus [hin], das ich deinem Namen gebaut habe, /2Chron6/39/2Chron dann höre vom Himmel her, der Stätte, wo du thronst, ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe
[ihnen] ihr Recht! Und vergib deinem Volk, worin sie gegen dich gesündigt haben! /2Chron6/40/2Chron Nun, mein Gott, laß doch deine Augen offen sein und deine Ohren achthaben auf das Gebet an
diesem Ort!
/2Chron6/41/2Chron Und nun, mach dich auf, HERR, Gott, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Kraft! Laß deine Priester, HERR, Gott, bekleidet sein mit Rettung und deine Frommen des Guten sich
freuen! /2Chron6/42/2Chron HERR, Gott, weise das Gesicht deines Gesalbten nicht ab! Denke an die Gnadenerweise deinem Knecht David gegenüber!
Salomos Festopfer - Gottes Antwort.
1Kö 8,54-66; 9,1-9.
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/2Chron7/1/2Chron Und als Salomo zu Ende gebetet hatte, da fuhr das Feuer vom Himmel herab und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus.
/2Chron7/2/2Chron Und die Priester konnten nicht in das Haus des HERRN hineingehen, denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN. /2Chron7/3/2Chron Und alle Söhne Israel sahen das
Feuer herabfahren und die Herrlichkeit des HERRN über dem Haus. Da knieten sie mit dem Gesicht zur Erde auf das Pflaster nieder und beteten an, und sie priesen den HERRN: Denn er ist gütig, denn
seine Gnade [währt] ewig!
/2Chron7/4/2Chron Und der König und das ganze Volk brachten vor dem HERRN Schlachtopfer dar. /2Chron7/5/2Chron Und der König Salomo brachte als Schlachtopfer 22 000 Rinder und 120 000 Schafe dar.
So weihten der König und das ganze Volk das Haus Gottes ein. /2Chron7/6/2Chron Und die Priester standen in ihren Dienstabteilungen und die Leviten mit den Musikinstrumenten des HERRN, die der
König David gemacht hatte, um den HERRN zu preisen: Denn seine Gnade [währt] ewig! - wenn David auf ihnen den Lobpreis darbrachte. Und die Priester bliesen ihnen gegenüber die Trompeten, und ganz
Israel stand. /2Chron7/7/2Chron Und Salomo heiligte die Mitte des Vorhofes, der vor dem Haus des HERRN [lag]. Denn dort bereitete er die Brandopfer und die Fettstücke der Heilsopfer zu. Denn der
bronzene Altar, den Salomo gemacht hatte, konnte das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke nicht fassen.
/2Chron7/8/2Chron Und Salomo veranstaltete zu jener Zeit [das Fest] und ganz Israel mit ihm, eine sehr große Versammlung von da, wo man nach Hamat hineinkommt, bis an den Bach Ägyptens, sieben
Tage lang. /2Chron7/9/2Chron Und am achten Tag hielten sie eine Festversammlung. Denn sie feierten die Einweihung des Altars sieben Tage und das Fest sieben Tage. /2Chron7/10/2Chron Und am 23.
Tag des siebten Monats entließ er das Volk zu ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes über das Gute, das der HERR dem David und dem Salomo und seinem Volk Israel erwiesen hatte.
/2Chron7/11/2Chron Und so vollendete Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Königs. Und alles, was Salomo ins Herz gekommen war, im Haus des HERRN und in seinem Haus zu machen, war ihm
gelungen. /2Chron7/12/2Chron Da erschien der HERR dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet gehört und mir diese Stätte zum Opferhaus erwählt. /2Chron7/13/2Chron Wenn ich den
Himmel verschließe und kein Regen fällt oder wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Land abzufressen, und wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, /2Chron7/14/2Chron und mein Volk, über dem mein
Name ausgerufen ist, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.
/2Chron7/15/2Chron Jetzt werden meine Augen offen und meine Ohren aufmerksam sein auf das Gebet an dieser Stätte. /2Chron7/16/2Chron Und jetzt habe ich dieses Haus erwählt und geheiligt, damit
mein Name dort sei für ewig. Und meine Augen und mein Herz sollen dort sein alle Tage. /2Chron7/17/2Chron Und du, wenn du vor mir lebst, ebenso wie dein Vater David gelebt hat, indem du nach
allem handelst, was ich dir geboten habe, und wenn du meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen einhältst, /2Chron7/18/2Chron dann werde ich den Thron deiner Königsherrschaft festigen, so wie
ich mit deinem Vater David einen Bund geschlossen und gesagt habe: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen, der über Israel herrscht. /2Chron7/19/2Chron Wenn ihr euch aber abwendet und meine
Ordnungen und meine Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlaßt und hingeht und andern Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft, /2Chron7/20/2Chron dann werde ich sie ausreißen aus meinem
Land, das ich ihnen gegeben habe. Und dieses Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegstoßen und werde es zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern
machen. /2Chron7/21/2Chron Und dieses Haus, das erhaben war - jeder, der an ihm vorübergeht, wird sich entsetzen und sagen: Warum hat der HERR an diesem Land und an diesem Haus so gehandelt?
/2Chron7/22/2Chron Dann wird man sagen: Weil sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, verlassen und sich an andere Götter gehalten haben und sich vor
ihnen niedergeworfen und ihnen gedient haben, darum hat er all dieses Unheil über sie gebracht.
Salomos Städtebauten, Zwangsarbeiter, Tempeldienst und Schiffahrt.
1Kö 9,10-28.
\8\
/2Chron8/1/2Chron Und es geschah am Ende der zwanzig Jahre, in denen Salomo das Haus des HERRN und sein [eigenes] Haus gebaut hatte, /2Chron8/2/2Chron da baute Salomo die Städte aus, die Hiram
dem Salomo gegeben hatte; und er ließ die Söhne Israel dort wohnen. /2Chron8/3/2Chron Und Salomo zog nach Hamat-Zoba und überwältigte es. /2Chron8/4/2Chron Und er baute Tadmor in der Wüste und
alle Vorratsstädte, die er in Hamat baute. /2Chron8/5/2Chron Und er baute das obere Bet-Horon und das untere Bet-Horon, feste Städte mit Mauern, Toren und Riegeln, /2Chron8/6/2Chron und Baalat
und alle Vorratsstädte, die Salomo hatte, und alle Wagenstädte und die Pferdestädte und alles, was Salomo sonst noch zu bauen wünschte in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Land seiner
Herrschaft. /2Chron8/7/2Chron Alles Volk, das übriggeblieben war von den Hetitern und den Amoritern und den Perisitern und den Hewitern und den Jebusitern, die nicht von Israel waren,
/2Chron8/8/2Chron deren Söhne, die nach ihnen im Land übriggeblieben waren, die die Söhne Israel nicht ausgetilgt hatten, die hob Salomo zur Zwangsarbeit aus; [und so ist es] bis auf den heutigen
Tag. /2Chron8/9/2Chron Aber von den Söhnen Israel machte Salomo keine Sklaven für seine Arbeit; sondern sie waren Kriegsleute und Oberste über seine Wagenkämpfer und Oberste über seine
Streitwagen und seine Pferde.
/2Chron8/10/2Chron Und das sind die Obersten der Vögte, die der König Salomo hatte: 250, die über das Volk herrschten.
/2Chron8/11/2Chron Und Salomo führte die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids herauf in das Haus, das er für sie gebaut hatte. Denn er sagte: Eine Frau soll mir nicht in dem Haus Davids, des
Königs von Israel, wohnen; denn die Räume sind ein Heiligtum, weil die Lade des HERRN gekommen ist.
/2Chron8/12/2Chron Damals opferte Salomo dem HERRN Brandopfer auf dem Altar des HERRN, den er vor der Vorhalle gebaut hatte, /2Chron8/13/2Chron und zwar nach der Bestimmung für jeden Tag, indem
er opferte nach dem Gebot des Mose an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen dreimal im Jahr: Am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten.
/2Chron8/14/2Chron Und er bestellte nach der Vorschrift seines Vaters David die Abteilungen der Priester zu ihrem Dienst und die Leviten zu ihren Ämtern, zum Loben und Dienen vor den Priestern
nach der Bestimmung für jeden Tag, und die Torhüter in ihren Abteilungen für jedes Tor; denn so war das Gebot Davids, des Mannes Gottes. /2Chron8/15/2Chron Und man wich nicht von dem Gebot des
Königs über die Priester und die Leviten ab, [auch nicht] bei jeder [anderen] Sache und bei den Schätzen. - /2Chron8/16/2Chron Und so wurde das ganze Werk Salomos fertiggestellt, vom Tag der
Grundlegung des Hauses des HERRN bis zu seiner Vollendung. Das Haus des HERRN war fertig.
/2Chron8/17/2Chron Damals ging Salomo nach Hezjon-Geber und nach Elot, am Ufer des Meeres im Land Edom. /2Chron8/18/2Chron Und Hiram schickte ihm durch seine Knechte Schiffe und seekundige
Knechte. Und sie gelangten mit den Knechten Salomos nach Ofir und holten von dort 450 Talente Gold und brachten es zum König Salomo.
Die Königin von Saba bei Salomo.
1Kö 10,1-13.
\9\
/2Chron9/1/2Chron Und die Königin von Saba hörte von Salomos Ruf. Und sie kam nach Jerusalem, um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen, mit einem sehr zahlreichen Gefolge und mit Kamelen, die
Balsamöle und Gold in Menge trugen und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und redete mit ihm alles, was in ihrem Herzen war. /2Chron9/2/2Chron Und Salomo beantwortete ihr alle ihre Fragen. Nichts
war vor Salomo verborgen, das er ihr nicht hätte beantworten können. /2Chron9/3/2Chron Und als die Königin von Saba die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, /2Chron9/4/2Chron
und die Speise [auf] seiner Tafel und die Sitzordnung seiner Knechte und die Aufwartung seiner Diener und ihre Kleidung und seine Mundschenken und ihre Kleidung und sein Brandopfer, das er im
Haus des HERRN opferte, da geriet sie vor Staunen außer sich /2Chron9/5/2Chron und sagte zu dem König: Das Wort ist Wahrheit gewesen, das ich in meinem Land über deine Taten und über deine
Weisheit gehört habe. /2Chron9/6/2Chron Ich habe ihren Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben. Und siehe, nicht die Hälfte ist mir berichtet worden von der
Größe deiner Weisheit. Du hast die Kunde, die ich gehört habe, übertroffen. /2Chron9/7/2Chron Glücklich sind deine Männer und glücklich diese deine Knechte, die ständig vor dir stehen und deine
Weisheit hören! /2Chron9/8/2Chron Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, dich auf seinen Thron zu setzen als König für den HERRN, deinen Gott! Weil dein Gott Israel
liebt, um es ewig bestehen zu lassen, hat er dich als König über sie gesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst.
/2Chron9/9/2Chron Und sie gab dem König 120 Talente Gold und Balsamöle in großer Menge und Edelsteine. Nie [wieder] hat es solches Balsamöl gegeben wie dieses, das die Königin von Saba dem König
Salomo gab. (/2Chron9/10/2Chron Auch die Knechte Hirams und die Knechte Salomos, die Gold aus Ofir holten, brachten Almuggim-Hölzer und Edelsteine. /2Chron9/11/2Chron Und der König machte von den
Almuggim-Hölzern Treppen für das Haus des HERRN und für das Haus des Königs und Zithern und Harfen für die Sänger. Solches [Holz] ist früher im Land Juda nicht gesehen worden.) /2Chron9/12/2Chron
Der König Salomo aber gab der Königin von Saba alles, was sie sich wünschte, was sie erbat, abgesehen von dem [Gegengeschenk für das], was sie dem König gebracht hatte. Und sie wandte sich und
zog in ihr Land, sie und ihre Knechte.
Salomos Reichtum.
1 Kö 10,14-29.
/2Chron9/13/2Chron Und das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in einem einzigen Jahr einging, [war] 666 Talente Gold /2Chron9/14/2Chron außer dem, was die Handelsleute und die Händler
einbrachten. Und alle Könige von Arabien und die Statthalter des Landes brachten Salomo Gold und Silber. /2Chron9/15/2Chron Und der König Salomo machte zweihundert Langschilde aus legiertem Gold
- [mit] sechshundert [Schekel] legiertem Gold überzog er jeden Langschild - /2Chron9/16/2Chron und dreihundert Kleinschilde aus legiertem Gold - [mit] dreihundert [Schekel] Gold überzog er jeden
Kleinschild. Und der König gab sie in das Libanonwaldhaus. /2Chron9/17/2Chron Und der König machte einen großen Thron aus Elfenbein und überzog ihn mit reinem Gold. /2Chron9/18/2Chron Der Thron
hatte sechs Stufen und einen goldenen Fußschemel, die an dem Thron befestigt waren. Und Armlehnen waren auf dieser und auf jener Seite am Sitzplatz. Und zwei Löwen standen neben den Armlehnen;
/2Chron9/19/2Chron und zwölf Löwen standen da auf den sechs Stufen, auf dieser und auf jener Seite. Niemals ist so [etwas] gemacht worden für irgendwelche Königreiche. /2Chron9/20/2Chron Und alle
Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Geräte des Libanonwaldhauses waren aus gediegenem Gold; das Silber galt in den Tagen Salomos überhaupt nichts. /2Chron9/21/2Chron Denn die
Schiffe des Königs fuhren nach Tarsis mit den Knechten Hirams. Einmal in drei Jahren kamen Tarsis-Schiffe, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pavianen.
/2Chron9/22/2Chron So war der König Salomo größer als alle Könige der Erde an Reichtum und Weisheit. /2Chron9/23/2Chron Und alle Könige der Erde suchten das Angesicht Salomos, um seine Weisheit
zu hören, die Gott in sein Herz gegeben hatte. /2Chron9/24/2Chron Und sie brachten jeder sein Geschenk: Geräte aus Silber und Geräte aus Gold und Gewänder, Waffen und Balsamöle, Pferde und
Maultiere. So geschah es Jahr für Jahr. /2Chron9/25/2Chron Und Salomo hatte viertausend Stallplätze für Pferde und Streitwagen und 12 000 Pferde. Und er legte sie in die Wagenstädte und in die
Umgebung des Königs nach Jerusalem. /2Chron9/26/2Chron Und er war Herrscher über alle Könige, vom [Euphrat]strom an bis zum Land der Philister und bis zur Grenze Ägyptens. /2Chron9/27/2Chron Und
der König machte das Silber in Jerusalem [an Menge] den Steinen gleich, und die Zedern machte er [an Menge] den Maulbeerfeigenbäumen gleich, die in der Niederung sind. /2Chron9/28/2Chron Und man
führte Pferde für Salomo aus Ägypten und aus allen Ländern aus.
Salomos Tod.
1Kö 11,41-43.
/2Chron9/29/2Chron Die übrige Geschichte Salomos, die frühere und die spätere, ist die nicht geschrieben in der Geschichte Nathans, des Propheten, und in der Weissagung Ahijas, des Siloniters,
und in den Gesichten Jedos, des Sehers, über Jerobeam, den Sohn des Nebat? /2Chron9/30/2Chron Und Salomo regierte in Jerusalem vierzig Jahre über ganz Israel. /2Chron9/31/2Chron Und Salomo legte
sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt seines Vaters David. Und sein Sohn Rehabeam wurde König an seiner Stelle.
Die Teilung des Reiches - Rehabeam und Jerobeam.
1Kö 12,1-20.
\10\
/2Chron10/1/2Chron Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen. /2Chron10/2/2Chron Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn des Nebat, [das]
hörte - er war aber in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war -, da kehrte Jerobeam aus Ägypten zurück. /2Chron10/3/2Chron Und sie sandten hin und ließen ihn rufen. Da kamen Jerobeam
und ganz Israel und redeten zu Rehabeam und sagten: /2Chron10/4/2Chron Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. Und nun erleichtere den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er
auf uns gelegt hat! Dann wollen wir dir dienen. /2Chron10/5/2Chron Er sagte zu ihnen: Noch drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das Volk ging hin.
/2Chron10/6/2Chron Und der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er [noch] am Leben war, und sagte: Wie ratet ihr, diesem Volk Antwort zu
geben? /2Chron10/7/2Chron Und sie redeten zu ihm und sagten: Wenn du zu diesem Volk gütig und ihnen zu Willen bist und gute Worte zu ihnen redest, dann werden sie alle Tage deine Knechte sein.
/2Chron10/8/2Chron Doch er verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten, und beriet sich mit den Jüngeren, die mit ihm groß geworden waren [und] die vor ihm standen. /2Chron10/9/2Chron
Und er sagte zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat? /2Chron10/10/2Chron Und
die Jüngeren, die mit ihm groß geworden waren, redeten zu ihm und sagten: So sollst du zu dem Volk sagen, das zu dir geredet und gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht. Du aber
erleichtere es uns! - so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner [Finger] ist dicker als die Hüften meines Vaters! /2Chron10/11/2Chron Nun denn, mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen,
ich aber will euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber [will euch] mit Skorpionen [züchtigen].
/2Chron10/12/2Chron Und Jerobeam und das ganze Volk kamen zu Rehabeam am dritten Tag, wie der König geredet hatte, als er sagte: Kommt am dritten Tag wieder zu mir! /2Chron10/13/2Chron Und der
König antwortete ihnen hart. Und der König Rehabeam verwarf den Rat der Alten /2Chron10/14/2Chron und redete zu ihnen nach dem Rat der Jüngeren: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber
will es noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber [will euch] mit Skorpionen [züchtigen]. /2Chron10/15/2Chron So hörte der König nicht auf das Volk. Denn es war
eine Wendung von seiten Gottes, damit der HERR sein Wort aufrecht hielte, das er durch Ahija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohn des Nebat, geredet hatte.
/2Chron10/16/2Chron Und als ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, da antwortete das Volk dem König: Was für einen Anteil haben wir an David? Wir haben kein Erbteil am Sohn Isais!
Jeder zu seinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David! Und ganz Israel ging zu seinen Zelten. /2Chron10/17/2Chron Die Söhne Israel aber, die in den Städten Judas wohnten, über sie
wurde Rehabeam König. /2Chron10/18/2Chron Und der König Rehabeam schickte Hadoram, den [Aufseher] über die Zwangsarbeit, aus. Aber die Söhne Israel steinigten ihn, so dass er starb. Der König
Rehabeam aber bestieg eilends den Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen. /2Chron10/19/2Chron So brach Israel mit dem Haus Davids bis auf den heutigen Tag.
Rehabeam von Juda.
V. 1-4: 1Kö 12,21-24.
\11\
/2Chron11/1/2Chron Und Rehabeam kam nach Jerusalem und versammelte das Haus Juda und Benjamin, 180 000 auserlesene Krieger, um mit Israel zu kämpfen, damit er das Königreich an Rehabeam
zurückbrächte. /2Chron11/2/2Chron Da geschah das Wort des HERRN zu Schemaja, dem Mann Gottes: /2Chron11/3/2Chron Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zu ganz Israel in Juda
und Benjamin: /2Chron11/4/2Chron So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und sollt nicht mit euren Brüdern kämpfen! Kehrt um, jeder in sein Haus, denn von mir ist diese Sache
ausgegangen! Da hörten sie auf die Worte des HERRN und kehrten um und zogen nicht gegen Jerobeam.
/2Chron11/5/2Chron Und Rehabeam wohnte in Jerusalem. Und er baute Städte zu Festungen [aus] in Juda. /2Chron11/6/2Chron Und er baute Bethlehem und Etam und Tekoa /2Chron11/7/2Chron und Bet-Zur
und Socho und Adullam /2Chron11/8/2Chron und Gat und Marescha und Sif /2Chron11/9/2Chron und Adorajim und Lachisch und Aseka /2Chron11/10/2Chron und Zora und Ajalon und Hebron, befestigte Städte,
die in Juda und Benjamin [sind]. /2Chron11/11/2Chron Und er machte die Festungen stark und legte Befehlshaber hinein und Vorräte von Speise, Öl und Wein, /2Chron11/12/2Chron und in jede Stadt
Schilde und Spieße; und er machte sie überaus stark. Und Juda und Benjamin gehörten ihm.
/2Chron11/13/2Chron Und die Priester und die Leviten, die in ganz Israel waren, stellten sich bei ihm ein aus allen ihren Gebieten. /2Chron11/14/2Chron Denn die Leviten verließen ihre Weideplätze
und ihr Besitztum und zogen nach Juda und nach Jerusalem. Denn Jerobeam und seine Söhne hatten sie aus dem Priesterdienst des HERRN verstoßen, /2Chron11/15/2Chron und er hatte sich Priester
angestellt für die Höhen und für die Bocksdämonen und für die Kälber, die er gemacht hatte. /2Chron11/16/2Chron Und ihnen folgten aus allen Stämmen Israels die, die ihr Herz darauf richteten, den
HERRN, den Gott Israels, zu suchen. Sie kamen nach Jerusalem, um dem HERRN, dem Gott ihrer Väter, zu opfern. /2Chron11/17/2Chron Und sie unterstützten das Königreich Juda und stärkten Rehabeam,
den Sohn Salomos, drei Jahre lang. Denn drei Jahre lang gingen sie auf dem Weg Davids und Salomos.
/2Chron11/18/2Chron Und Rehabeam nahm sich zur Frau Mahalat, die Tochter Jerimots, des Sohnes Davids, [und] der Abihajil, der Tochter Eliabs, des Sohnes Isais. /2Chron11/19/2Chron Und sie gebar
ihm Söhne: Jeusch und Schemarja und Saham. /2Chron11/20/2Chron Und nach ihr nahm er Maacha, die Tochter Absaloms. Und sie gebar ihm Abija und Attai und Sisa und Schelomit. /2Chron11/21/2Chron Und
Rehabeam liebte Maacha, die Tochter Absaloms, mehr als alle seine Frauen und seine Nebenfrauen. Denn er hatte achtzehn Frauen genommen und sechzig Nebenfrauen; und er zeugte achtundzwanzig Söhne
und sechzig Töchter. /2Chron11/22/2Chron Und Rehabeam setzte Abija, den Sohn der Maacha, als Oberhaupt, als Fürsten unter seinen Brüdern ein; denn er [dachte daran,] ihn zum König zu machen.
/2Chron11/23/2Chron Und er handelte verständig und verteilte alle seine Söhne in alle Landschaften Judas und Benjamins, in alle befestigten Städte und gab ihnen Nahrung in Fülle und suchte eine
Menge Frauen [für sie aus].
Einfall der Ägypter - Rehabeams Tod.
1Kö 14,21-31.
\12\
/2Chron12/1/2Chron Und es geschah, als die Königsherrschaft Rehabeams gefestigt und er stark geworden war, verließ er das Gesetz des HERRN und ganz Israel mit ihm. /2Chron12/2/2Chron Und es
geschah im fünften Jahr des Königs Rehabeam, da zog Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem herauf - denn sie hatten treulos gegen den HERRN gehandelt - /2Chron12/3/2Chron mit 1 200
Streitwagen und mit 6 000 Pferden, und das Volk, das mit ihm aus Ägypten kam, war nicht zu zählen: Libyer, Sukkijiter und Kuschiter. /2Chron12/4/2Chron Und er nahm die befestigten Städte ein, die
Juda gehörten, und kam bis vor Jerusalem. /2Chron12/5/2Chron Da kam der Prophet Schemaja zu Rehabeam und zu den Obersten von Juda, die sich vor Schischak nach Jerusalem zurückgezogen hatten, und
sagte zu ihnen: So spricht der HERR: Ihr habt mich verlassen, darum habe auch ich euch verlassen [und euch] in die Hand Schischaks [gegeben]. /2Chron12/6/2Chron Und die Obersten von Israel und
der König demütigten sich und sagten: Der HERR ist gerecht! /2Chron12/7/2Chron Als aber der HERR sah, dass sie sich gedemütigt hatten, geschah das Wort des HERRN zu Schemaja: Sie haben sich
gedemütigt. Ich will sie nicht vernichten und will ihnen bald Rettung geben, und mein Zorn soll sich nicht durch Schischak über Jerusalem ergießen. /2Chron12/8/2Chron Doch sollen sie ihm zu
Knechten sein, damit sie meinen Dienst und den Dienst der Königreiche der Länder unterscheiden lernen.
/2Chron12/9/2Chron Und Schischak, der König von Ägypten, zog gegen Jerusalem herauf. Und er nahm die Schätze des Hauses des HERRN weg und die Schätze des Hauses des Königs, alles nahm er weg. Und
er nahm die goldenen Schilde weg, die Salomo gemacht hatte. /2Chron12/10/2Chron Und der König Rehabeam machte an ihrer Stelle bronzene Schilde, und er vertraute [sie] der Hand der Obersten der
Leibwächter an, die den Eingang des Hauses des Königs bewachten. /2Chron12/11/2Chron Und es geschah, sooft der König in das Haus des HERRN hineinging, kamen die Leibwächter und trugen die Schilde
und brachten sie dann wieder in das Wachtzimmer der Leibwächter zurück.
/2Chron12/12/2Chron Weil er sich also gedemütigt hatte, wandte sich der Zorn des HERRN von ihm ab, so dass er ihn nicht völlig vernichtete. Es war ja auch in Juda [noch] etwas Gutes.
/2Chron12/13/2Chron Und der König Rehabeam erstarkte in Jerusalem und regierte [weiter]. Denn Rehabeam war 41 Jahre alt, als er König wurde, und regierte siebzehn Jahre in Jerusalem, der Stadt,
die der HERR aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dort niederzulegen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. /2Chron12/14/2Chron Aber er tat, was böse war;
denn er richtete sein Herz nicht darauf, den HERRN zu suchen.
/2Chron12/15/2Chron Und die Geschichte Rehabeams, die frühere und die spätere, ist sie nicht geschrieben in der Geschichte des Propheten Schemaja und des Sehers Iddo? [Dies gilt auch] für das
Geschlechtsregister. Und die Kriege [zwischen] Rehabeam und Jerobeam [dauerten] die ganze Zeit [an]. /2Chron12/16/2Chron Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben in der
Stadt Davids. Und sein Sohn Abija wurde an seiner Stelle König.
Abija von Juda - Sieg über Israel.
1Kö 15,1-8.
\13\
/2Chron13/1/2Chron Im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam wurde Abija König über Juda. /2Chron13/2/2Chron Er regierte drei Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Michaja, die Tochter
Uriels von Gibea. Und es war Krieg zwischen Abija und Jerobeam. /2Chron13/3/2Chron Und Abija begann den Krieg mit einem Heer von tapferen Kriegern, 400 000 auserlesenen Männern. Und Jerobeam
stellte sich gegen ihn in Schlachtordnung auf mit 800 000 auserlesenen Männern, tapferen Helden. /2Chron13/4/2Chron Da stellte sich Abija oben auf den Berg Zemarajim, der im Gebirge Ephraim
[liegt], und sprach: Hört mich an, Jerobeam und ganz Israel! /2Chron13/5/2Chron Solltet ihr nicht erkannt haben, dass der HERR, der Gott Israels, das Königtum über Israel für ewig dem David
gegeben hat, ihm und seinen Söhnen, durch einen Salzbund? /2Chron13/6/2Chron Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes Davids, erhob sich und empörte sich gegen seinen Herrn.
/2Chron13/7/2Chron Und es versammelten sich zu ihm ehrlose Männer, Söhne der Bosheit, und machten sich stark gegen Rehabeam, den Sohn Salomos. Rehabeam aber war [noch] jung und zaghaft und konnte
ihnen nicht standhalten. /2Chron13/8/2Chron Und nun denkt ihr, standhalten zu können dem Königtum des HERRN in der Hand der Söhne Davids, weil ihr eine große Menge seid und die goldenen Kälber
bei euch sind, die Jerobeam euch zu Göttern gemacht hat! /2Chron13/9/2Chron Habt ihr nicht die Priester des HERRN, die Söhne Aarons, und die Leviten verstoßen und euch Priester gemacht wie die
Völker der [andern] Länder? Wer immer mit einem Jungstier und sieben Widdern kam, um sich zum Priester weihen zu lassen, der wurde Priester der Nicht-Götter. /2Chron13/10/2Chron Wir aber [sind
gewiß]: Der HERR ist unser Gott, und wir haben ihn nicht verlassen. Und als Priester dienen dem HERRN Söhne Aarons und die Leviten im Dienst [des HERRN]. /2Chron13/11/2Chron Und sie bringen dem
HERRN jeden Morgen und jeden Abend Brandopfer und wohlriechendes Räucherwerk dar. Und [wir haben] das Schichtbrot auf dem reinen Tisch und den goldenen Leuchter und seine Lampen, um [sie] Abend
für Abend anzuzünden. Denn wir versehen den Dienst des HERRN, unseres Gottes; ihr aber habt ihn verlassen. /2Chron13/12/2Chron Siehe, Gott ist mit uns, an unserer Spitze. [Bei uns sind] seine
Priester und die Lärmtrompeten, um Lärm zu blasen gegen euch. Söhne Israel, kämpft nicht gegen den HERRN, den Gott eurer Väter! Denn es wird euch nicht gelingen.
/2Chron13/13/2Chron Aber Jerobeam ließ [Leute im] Hinterhalt eine Umgehung machen, um ihnen in den Rücken zu kommen, so dass sie vor Juda waren und der Hinterhalt hinter Juda. /2Chron13/14/2Chron
Und als Juda sich umwandte, siehe, da hatten sie den Kampf vorn und hinten. Da schrieen sie zu dem HERRN, und die Priester bliesen mit den Trompeten, /2Chron13/15/2Chron und die Männer von Juda
erhoben ein Kriegsgeschrei. Und es geschah, als die Männer von Juda das Kriegsgeschrei erhoben, da schlug Gott Jerobeam und ganz Israel vor Abija und Juda. /2Chron13/16/2Chron Und die Söhne
Israel flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hand. /2Chron13/17/2Chron Und Abija und sein Volk brachten ihnen eine große Niederlage bei, und es blieben von Israel 500 000 auserlesene Männer
erschlagen liegen. /2Chron13/18/2Chron So wurden die Söhne Israel zu dieser Zeit gedemütigt. Aber die Söhne Juda wurden stark, weil sie sich auf den HERRN, den Gott ihrer Väter, gestützt hatten.
/2Chron13/19/2Chron Und Abija jagte Jerobeam nach, und er nahm ihm Städte ab: Bethel und seine Tochterstädte und Jeschana und seine Tochterstädte und Efron und seine Tochterstädte.
/2Chron13/20/2Chron Und Jerobeam behielt keine Macht mehr in den Tagen Abijas. Und der HERR schlug ihn, und er starb. /2Chron13/21/2Chron Abija aber erstarkte. Und er nahm vierzehn Frauen und
zeugte zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter.
/2Chron13/22/2Chron Und die übrige Geschichte Abijas und seine Wege und seine Reden sind geschrieben in der Schrift des Propheten Iddo.
/2Chron13/23/2Chron Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde an seiner Stelle König. In seinen Tagen hatte das Land zehn Jahre
Ruhe.
Asa von Juda - Abschaffung des Götzendienstes - Sieg über die Kuschiter.
V. 1-5: 1Kö 15,11.12.
\14\
/2Chron14/1/2Chron Und Asa tat, was gut und recht war in den Augen des HERRN, seines Gottes. /2Chron14/2/2Chron Und er beseitigte die fremden Altäre und die Höhen und zerschlug die Gedenksteine
und hieb die Ascherim um. /2Chron14/3/2Chron Und er sagte zu Juda, dass sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, suchen und das Gesetz und das Gebot tun sollten. /2Chron14/4/2Chron Und er beseitigte
aus allen Städten Judas die Höhen und die Räucheraltäre. Und das Königreich hatte Ruhe unter ihm. /2Chron14/5/2Chron Und er baute befestigte Städte in Juda. Denn das Land hatte Ruhe, und es war
kein Krieg gegen ihn in jenen Jahren, denn der HERR hatte ihm Ruhe verschafft. /2Chron14/6/2Chron Und er sagte zu Juda: Laßt uns diese Städte [aus]bauen und mit Mauern umgeben und Türmen, Toren
und Riegeln. Noch [liegt] das Land [frei] vor uns, denn wir haben den HERRN, unseren Gott, gesucht. Wir haben ihn gesucht, und er hat uns Ruhe verschafft ringsumher. Und so bauten sie, und es
gelang ihnen.
/2Chron14/7/2Chron Und Asa hatte ein Heer, das Langschild und Spieß trug: Aus Juda 300 000 und aus Benjamin 280 000 [Mann], die Kleinschilde trugen und den Bogen spannten. Alle waren tapfere
Helden.
V. 8-14: vgl. Kap. 20,1-30.
/2Chron14/8/2Chron Und der Kuschite Serach zog gegen sie aus mit einem Heer von tausend mal tausend [Mann] und dreihundert Wagen; und er kam bis Marescha. /2Chron14/9/2Chron Und Asa zog ihm
entgegen; und sie stellten sich in Schlachtordnung auf im Tal Zefata bei Marescha. /2Chron14/10/2Chron Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an und sagte: HERR, außer dir ist keiner, der helfen
könnte [im Kampf] zwischen einem Mächtigen und einem Kraftlosen. Hilf uns, HERR, unser Gott! Denn wir stützen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gegen diese Menge gezogen. Du bist der
HERR, unser Gott! Kein Mensch kann etwas gegen dich [ausrichten]. /2Chron14/11/2Chron Und der HERR schlug die Kuschiter vor Asa und vor Juda, so dass die Kuschiter flohen. /2Chron14/12/2Chron Und
Asa und das Volk, das bei ihm war, jagten ihnen nach bis Gerar. Und es fielen von den Kuschitern [so viele], dass sie sich nicht wieder erholen konnten; denn sie wurden zerschmettert vor dem
HERRN und vor seinem Heer. Und sie trugen sehr viel Beute davon. /2Chron14/13/2Chron Auch schlugen sie alle Städte rings um Gerar, denn der Schrecken des HERRN war auf sie [gekommen]. Und sie
plünderten alle Städte, denn es gab viel Plündergut darin. /2Chron14/14/2Chron Und auch die Zeltlager bei den Herden schlugen sie und führten Schafe in Menge weg und Kamele. Und sie kehrten nach
Jerusalem zurück.
Erneuerung des Bundes mit Gott.
\15\
/2Chron15/1/2Chron Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes. /2Chron15/2/2Chron Und er ging hinaus, Asa entgegen, und sagte zu ihm: Hört mich an, Asa und ganz Juda und Benjamin! Der
HERR ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid. Und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen. Wenn ihr ihn aber verlaßt, wird er euch [auch] verlassen. /2Chron15/3/2Chron Und Israel war
lange Zeit ohne den wahren Gott und ohne belehrenden Priester und ohne Gesetz. /2Chron15/4/2Chron Aber in ihrer Bedrängnis kehrten sie um zu dem HERRN, dem Gott Israels; und sie suchten ihn, und
er ließ sich von ihnen finden. /2Chron15/5/2Chron In jenen Zeiten gab es keine Sicherheit für den, der hinaus-, und für den, der hineinging; sondern viele Beunruhigungen [kamen] über alle
Bewohner der Länder. /2Chron15/6/2Chron Und es stieß sich Nation an Nation und Stadt an Stadt; denn Gott beunruhigte sie durch allerlei Bedrängnis. /2Chron15/7/2Chron Ihr aber, seid stark und
laßt eure Hände nicht schlaff werden! Denn es gibt einen Lohn für euer Tun!
V. 8-19: 1Kö 15,9-15.
/2Chron15/8/2Chron Als aber Asa diese Worte und die Weissagung des Propheten Oded hörte, faßte er Mut. Und er schaffte die Scheusale weg aus dem ganzen Land Juda und Benjamin und aus den Städten,
die er auf dem Gebirge Ephraim eingenommen hatte, und er erneuerte den Altar des HERRN, der vor der Vorhalle des HERRN [stand]. /2Chron15/9/2Chron Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und
die Fremden, [die] aus Ephraim und Manasse und aus Simeon bei ihnen [wohnten]. Denn in Menge waren sie aus Israel zu ihm übergelaufen, als sie sahen, dass der HERR, sein Gott, mit ihm war.
/2Chron15/10/2Chron Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat, im fünfzehnten Jahr der Regierung Asas. /2Chron15/11/2Chron Und sie opferten dem HERRN an jenem Tag von der Beute, die
sie heimgebracht hatten, 700 Rinder und 7 000 Schafe. /2Chron15/12/2Chron Und sie traten in den Bund, den HERRN, den Gott ihrer Väter, zu suchen mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen
Seele. /2Chron15/13/2Chron Jeder aber, der den HERRN, den Gott Israels, nicht suchen würde, sollte getötet werden, vom Kleinsten bis zum Größten, vom Mann bis zur Frau. /2Chron15/14/2Chron Und
sie schworen dem HERRN mit lauter Stimme und mit Jauchzen und unter Trompeten- und Hörner[schall]. /2Chron15/15/2Chron Und ganz Juda freute sich über den Schwur. Denn sie schworen mit ihrem
ganzen Herzen und suchten den HERRN mit ihrem ganzen Willen; und er ließ sich von ihnen finden. Und der HERR schaffte ihnen Ruhe ringsumher.
/2Chron15/16/2Chron Und auch Maacha, die Mutter des Königs Asa, entfernte er aus [ihrer Stellung als] Gebieterin, weil sie der Aschera ein Schandbild gemacht hatte. Und Asa rottete ihr Schandbild
aus und zermalmte und verbrannte es im Tal Kidron. /2Chron15/17/2Chron Die Höhen aber wichen nicht aus Israel; doch war das Herz Asas ungeteilt all seine Tage. /2Chron15/18/2Chron Und er brachte
die heiligen Gaben seines Vaters und seine heiligen Gaben in das Haus Gottes: Silber und Gold und Geräte. /2Chron15/19/2Chron Und es war kein Krieg bis zum 35. Jahr der Regierung
Asas.
Asas Bund mit Aram gegen Israel - Seine Krankheit und sein Tod.
1Kö 15,16-24.
\16\
/2Chron16/1/2Chron Im 36. Jahr der Regierung Asas zog Bascha, der König von Israel, gegen Juda herauf und baute Rama aus, um bei Asa, dem König von Juda, niemanden hinaus- und hineingehen zu
lassen. /2Chron16/2/2Chron Da nahm Asa Silber und Gold aus den Schätzen des Hauses des HERRN und des Hauses des Königs. Und er sandte zu Ben-Hadad, dem König von Aram, der in Damaskus wohnte, und
ließ [ihm] sagen: /2Chron16/3/2Chron Ein Bund [sei] zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater! Siehe, ich sende dir Silber und Gold. Auf, mach deinen Bund mit Bascha, dem
König von Israel, ungültig, dass er von mir abzieht! /2Chron16/4/2Chron Und Ben-Hadad hörte auf den König Asa, und er sandte seine Heerobersten gegen die Städte Israels. Und sie schlugen Ijon und
Dan und Abel-Majim und alle Vorratsplätze der Städte Naftalis. /2Chron16/5/2Chron Und es geschah, als Bascha das hörte, da ließ er davon ab, Rama auszubauen, und stellte seine Arbeit ein.
/2Chron16/6/2Chron Der König Asa aber holte ganz Juda, und sie trugen die Steine und das Bauholz Ramas weg, mit denen Bascha gebaut hatte; und er baute damit Geba und Mizpa aus.
/2Chron16/7/2Chron Zu jener Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem König von Juda, und sagte zu ihm: Weil du dich auf den König von Aram gestützt hast und dich nicht auf den HERRN, deinen Gott,
gestützt hast, darum ist das Heer des Königs von Aram deiner Hand entronnen. /2Chron16/8/2Chron Waren nicht die Kuschiter und die Libyer eine gewaltige Heeresmacht mit Wagen und Reitern in großer
Menge? Doch weil du dich auf den HERRN stütztest, gab er sie in deine Hand. /2Chron16/9/2Chron Denn des HERRN Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf
ihn gerichtet ist. Hierin hast du töricht gehandelt. Darum wirst du von nun an Kriege haben. /2Chron16/10/2Chron Und Asa wurde ärgerlich über den Seher und legte ihn ins Gefängnis in den Block;
denn er war deshalb wütend auf ihn. Auch tat Asa zu dieser Zeit einigen von dem Volk Gewalt an.
/2Chron16/11/2Chron Und siehe, die Geschichte Asas, die frühere und die spätere, siehe, sie ist geschrieben in dem Buch der Könige von Juda und Israel.
/2Chron16/12/2Chron Und im 39. Jahr seiner Regierung erkrankte Asa an seinen Füßen. Seine Krankheit war überaus schwer; aber auch in seiner Krankheit suchte er nicht den HERRN, sondern die Ärzte.
/2Chron16/13/2Chron Und Asa legte sich zu seinen Vätern; und er starb im 41. Jahr seiner Regierung. /2Chron16/14/2Chron Und man begrub ihn in seinem Grab, das er sich in der Stadt Davids hatte
aushauen lassen. Und man legte ihn auf ein Lager, das man angefüllt hatte mit Balsamöl und [verschiedenen] Arten [von Salben], gemischt nach der Kunst der Salbenmischung; und man veranstaltete
für ihn einen sehr großen Brand.
Joschafat von Juda - Fürsorge für sein Volk - Seine erfolgreiche Regierung.
\17\
/2Chron17/1/2Chron Und sein Sohn Joschafat wurde an seiner Stelle König. Und er erwies sich stark gegenüber Israel. /2Chron17/2/2Chron Er legte Streitkräfte in alle befestigten Städte Judas und
legte Besatzungen in das Land Juda und in die Städte Ephraims, die sein Vater Asa eingenommen hatte. /2Chron17/3/2Chron Und der HERR war mit Joschafat. Denn er ging auf den früheren Wegen seines
Vaters David und suchte nicht die Baalim, /2Chron17/4/2Chron sondern er suchte den Gott seines Vaters und lebte in seinen Geboten und nicht [so], wie es Israel machte. /2Chron17/5/2Chron Und der
HERR befestigte das Königtum in seiner Hand. Und ganz Juda gab Joschafat Geschenke, und er hatte Reichtum und Ehre in Fülle. /2Chron17/6/2Chron Und sein Herz gewann Mut auf den Wegen des HERRN,
und er beseitigte wieder die Höhen und die Ascherim aus Juda. /2Chron17/7/2Chron Und im dritten Jahr seiner Regierung sandte er seine Obersten Ben-Hajil und Obadja und Secharja und Netanel und
Michaja, dass sie in den Städten Judas lehren sollten, /2Chron17/8/2Chron und mit ihnen die Leviten Schemaja und Netanja und Sebadja und Asael und Schemiramot und Jonatan und Adonija und Tobija
und Tob-Adonija, die Leviten, und mit ihnen die Priester Elischama und Joram. /2Chron17/9/2Chron Und sie lehrten in Juda, und sie hatten das Buch des Gesetzes des HERRN bei sich und zogen in
allen Städten Judas umher und lehrten das Volk.
/2Chron17/10/2Chron Und der Schrecken des HERRN kam über alle Königreiche der Länder, die rings um Juda herum [waren], so dass sie nicht gegen Joschafat kämpften. /2Chron17/11/2Chron Und von den
Philistern brachte man Joschafat Tribut und Silber als Abgabe. Auch die Araber brachten ihm Kleinvieh: 7 700 Widder und 7 700 Ziegenböcke. /2Chron17/12/2Chron Und Joschafat wurde immer größer,
bis er überaus groß war. Und er baute in Juda Burgen und Vorratsstädte. /2Chron17/13/2Chron Und er hatte große Vorräte in den Städten Judas und Kriegsleute, kriegstüchtige Männer, in Jerusalem.
/2Chron17/14/2Chron Und das war ihr Dienst nach ihren Sippen: Für Juda waren Oberste über Tausend: Adna, der Oberste, und mit ihm 300 000 kriegstüchtige Männer, /2Chron17/15/2Chron und neben ihm
Johanan, der Oberste, und mit ihm 280 000, /2Chron17/16/2Chron und neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der sich freiwillig für den HERRN gestellt hatte, und mit ihm 200 000 kriegstüchtige Männer;
/2Chron17/17/2Chron und von Benjamin: Eljada, ein kriegstüchtiger Mann, und mit ihm 200 000 [Männer], mit Bogen und Schild ausgerüstet, /2Chron17/18/2Chron und neben ihm Josabad und mit ihm 180
000 zum Heer gerüstete [Männer]. /2Chron17/19/2Chron Diese waren es, die dem König dienten außer denen, die der König in die befestigten Städte von ganz Juda gelegt hatte.
Joschafats Bündnis mit Ahab - Gemeinsamer Krieg gegen die Aramäer - Joschafats Rettung und Ahabs Tod - Strafrede gegen Joschafat.
1Kö 22,1-40.
\18\
/2Chron18/1/2Chron So hatte Joschafat Reichtum und Ehre in Fülle. Und er verschwägerte sich mit Ahab. /2Chron18/2/2Chron Und nach Verlauf von einigen Jahren zog er zu Ahab nach Samaria hinab. Und
Ahab schlachtete für ihn und für das Volk, das bei ihm war, Schafe und Rinder in Menge. Und er verleitete ihn, gegen Ramot [in] Gilead hinaufzuziehen. /2Chron18/3/2Chron Und Ahab, der König von
Israel, sagte zu Joschafat, dem König von Juda: Willst du mit mir nach Ramot [in] Gilead ziehen? Und er sprach zu ihm: Ich bin wie du, und mein Volk ist wie dein Volk. [Ich ziehe] mit dir in den
Kampf.
/2Chron18/4/2Chron Und Joschafat sagte zum König von Israel: Befrage doch heute das Wort des HERRN! /2Chron18/5/2Chron Da versammelte der König von Israel die Propheten, vierhundert Mann, und er
sagte zu ihnen: Sollen wir gegen Ramot [in] Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich es lassen? Sie sagten: Zieh hinauf, und Gott wird es in die Hand des Königs geben! /2Chron18/6/2Chron Aber
Joschafat sagte: Ist hier kein Prophet des HERRN mehr, dass wir durch ihn [den HERRN] befragen? /2Chron18/7/2Chron Da sagte der König von Israel zu Joschafat: Einen Mann gibt es noch, durch den
man den HERRN befragen könnte, aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes über mich, sondern immer [nur] Böses. Es ist Micha, der Sohn des Jimla. Joschafat aber sagte: Der König spreche
nicht so! /2Chron18/8/2Chron Da rief der König von Israel einen Hofbeamten und sagte: Hol schnell Micha, den Sohn des Jimla! /2Chron18/9/2Chron Und der König von Israel und Joschafat, der König
von Juda, saßen jeder auf seinem Thron, bekleidet mit [königlichen] Gewändern, und sie saßen auf einem freien Platz am Toreingang von Samaria. Und alle Propheten weissagten vor ihnen.
/2Chron18/10/2Chron Und Zedekia, der Sohn des Kenaana, machte sich eiserne Hörner und sagte: So spricht der HERR: Mit denen wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie vernichtet hast.
/2Chron18/11/2Chron Ebenso weissagten alle Propheten, indem sie sagten: Zieh hinauf nach Ramot [in] Gilead und führe [Israel] zum Sieg! Der HERR hat es in die Hand des Königs gegeben.
/2Chron18/12/2Chron Der Bote aber, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und sagte: Siehe, die Worte der Propheten sind einstimmig gut für den König. Laß doch dein Wort sein wie [das
Wort] eines von ihnen und rede Gutes! /2Chron18/13/2Chron Micha aber sagte: So wahr der HERR lebt, nur was mein Gott [mir] sagen wird, das werde ich reden! /2Chron18/14/2Chron Und als er zum
König kam, sagte der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot [in] Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich es lassen? Da sagte er: Zieht hinauf und führt [Israel] zum Sieg! Und sie werden in
eure Hand gegeben werden. /2Chron18/15/2Chron Der König aber sagte zu ihm: Wievielmal muß ich dich beschwören, dass du im Namen des HERRN nichts zu mir redest als nur Wahrheit?
/2Chron18/16/2Chron Da sagte er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese haben keinen Herrn. Sie sollen in Frieden
zurückkehren, jeder in sein Haus! /2Chron18/17/2Chron Da sagte der König von Israel zu Joschafat: Habe ich dir nicht gesagt, er weissagt nichts Gutes über mich, sondern [nur] Böses?
/2Chron18/18/2Chron Und Micha sprach: Darum hört das Wort des HERRN: Ich sah den HERRN auf seinem Thron sitzen und das ganze Heer des Himmels zu seiner Rechten und zu seiner Linken stehen.
/2Chron18/19/2Chron Und der HERR sprach: Wer will Ahab, den König von Israel, betören, dass er hinaufzieht und bei Ramot [in] Gilead fällt? Und der eine sagte dies, und der andere sagte das.
/2Chron18/20/2Chron Da trat der Geist hervor und stellte sich vor den HERRN und sagte: Ich will ihn betören. Und der HERR sprach zu ihm: Womit? /2Chron18/21/2Chron Da sagte er: Ich will ausgehen
und will ein Lügengeist sein im Mund aller seiner Propheten. Und er sprach: Du sollst ihn betören und wirst es auch können. Geh aus und mach [es] so! /2Chron18/22/2Chron Und nun, siehe, der HERR
hat einen Lügengeist in den Mund dieser deiner Propheten gegeben, denn der HERR hat Unheil über dich geredet.
/2Chron18/23/2Chron Da trat Zedekia, der Sohn des Kenaana, heran und schlug Micha auf die Backe und sagte: Auf welchem Weg ist [denn] der Geist des HERRN von mir gewichen, um mit dir zu reden?
/2Chron18/24/2Chron Micha sagte: Siehe, du wirst es an jenem Tag sehen, wenn du von Zimmer zu Zimmer flüchtest, um dich zu verstecken. /2Chron18/25/2Chron Da sagte der König von Israel: Nehmt
Micha und führt ihn zurück zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joasch, dem Sohn des Königs, /2Chron18/26/2Chron und sagt: So spricht der König: Setzt diesen ins Gefängnis und speist ihn mit
Brot der Bedrängnis und mit Wasser der Bedrängnis, bis ich in Frieden zurückkomme! /2Chron18/27/2Chron Micha aber sagte: Wenn du je in Frieden zurückkehrst, [dann] hat der HERR nicht durch mich
geredet! Und er sprach: Hört es, ihr Völker alle!
/2Chron18/28/2Chron Und der König von Israel und Joschafat, der König von Juda, zogen hinauf nach Ramot [in] Gilead. /2Chron18/29/2Chron Und der König von Israel sagte zu Joschafat: Ich will mich
verkleiden und in den Kampf ziehen. Du aber lege deine [königlichen] Kleider an! So verkleidete sich der König von Israel, und sie zogen in den Kampf. /2Chron18/30/2Chron Der König von Aram hatte
aber seinen Wagenführern befohlen: Ihr sollt weder gegen einen Geringen noch gegen einen Großen kämpfen, sondern gegen den König von Israel allein! /2Chron18/31/2Chron Und es geschah, als die
Wagenführer Joschafat sahen, da sagten sie [sich]: Das ist der König von Israel! Und sie umringten ihn, um ihn anzugreifen. Da schrie Joschafat um Hilfe. Und der HERR half ihm, und Gott lenkte
sie von ihm ab. /2Chron18/32/2Chron Und es geschah, als die Wagenführer sahen, dass nicht er der König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab.
/2Chron18/33/2Chron Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König von Israel zwischen die Tragbänder [des Panzers] und den Panzer. Da sagte er zu seinem Wagenlenker: Wende um
und bring mich aus der Schlacht heraus, denn ich bin schwer verwundet! /2Chron18/34/2Chron Und der Kampf wurde heftig an jenem Tag, und der König von Israel blieb aufrecht stehen in dem Wagen
angesichts der Aramäer bis zum Abend. Und er starb zur Zeit des Sonnenuntergangs.
\19\
/2Chron19/1/2Chron Und Joschafat, der König von Juda, kehrte in Frieden zurück nach Jerusalem in sein Haus. /2Chron19/2/2Chron Da ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen, und er sagte
zu dem König Joschafat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den HERRN hassen? Darum [ist] auf dir Zorn von seiten des HERRN. /2Chron19/3/2Chron Jedoch ist etwas Gutes bei dir
gefunden worden. Denn du hast die Ascherim aus dem Land weggeschafft und dein Herz darauf gerichtet, Gott zu suchen.
Joschafats Rechtspflege.
/2Chron19/4/2Chron Und Joschafat blieb in Jerusalem. Und er zog wieder unter das Volk hinaus von Beerscheba bis zum Gebirge Ephraim und brachte sie zurück zu dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.
/2Chron19/5/2Chron Und er setzte Richter im Land ein, in allen befestigten Städten Judas, Stadt für Stadt. /2Chron19/6/2Chron Und er sagte zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut! Denn nicht im
Auftrag von Menschen richtet ihr, sondern im Auftrag des HERRN. Und er ist mit euch, wenn ihr Recht sprecht. /2Chron19/7/2Chron So sei denn der Schrecken des HERRN über euch. Habt acht, wie ihr
handelt! Denn bei dem HERRN, unserm Gott, ist kein Unrecht, kein Ansehen der Person und kein Annehmen von Geschenken. /2Chron19/8/2Chron Auch in Jerusalem bestellte Joschafat Leviten und Priester
und Familienoberhäupter Israels für das Gericht des HERRN und für die Rechtsstreitigkeiten der Einwohner von Jerusalem. /2Chron19/9/2Chron Und er befahl ihnen und sagte: So sollt ihr es machen in
der Furcht des HERRN, in Treue und mit ungeteiltem Herzen. /2Chron19/10/2Chron Was für ein Rechtsstreit auch immer vor euch kommt von seiten eurer Brüder, die in ihren Städten wohnen, zwischen
Bluttat und Bluttat, zwischen Gesetz und Gebot, Ordnungen und Rechtsbestimmungen, so sollt ihr sie verwarnen, damit sie nicht an dem HERRN schuldig werden und damit nicht ein Zorn über euch und
über eure Brüder kommt. So sollt ihr es machen, damit ihr nicht schuldig werdet. /2Chron19/11/2Chron Und siehe, Amarja, der Oberpriester, [steht] über euch in allen Sachen des HERRN und Sebadja,
der Sohn Ismaels, der Fürst des Hauses Juda, in allen Sachen des Königs. Und als Verwalter sind die Leviten vor euch. Seid stark und handelt, und der HERR wird mit dem Guten sein!
Joschafats Sieg über die Übermacht der Ammoniter.
vgl. Kap. 14,8-14.
\20\
/2Chron20/1/2Chron Und es geschah danach, da kamen die Söhne Moab und die Söhne Ammon und mit ihnen [einige] von den Meunitern zum Kampf gegen Joschafat. /2Chron20/2/2Chron Und man kam und
berichtete Joschafat: Eine große Menge ist gegen dich gekommen von jenseits des Meeres, von Aram. Und siehe, sie sind [schon] in Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi. /2Chron20/3/2Chron Da fürchtete
sich Joschafat und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen. Und er rief ein Fasten aus in ganz Juda. /2Chron20/4/2Chron Und Juda versammelte sich, um von dem HERRN [Hilfe] zu suchen.
Sogar aus allen Städten Judas kamen sie, um den HERRN zu suchen. /2Chron20/5/2Chron Und Joschafat stand in der Versammlung Judas und Jerusalems im Haus des HERRN vor dem neuen Vorhof.
/2Chron20/6/2Chron Und er sprach: HERR, Gott unserer Väter, bist du es nicht, der da Gott im Himmel ist, und [bist nicht] du Herrscher über alle Königreiche der Nationen? Und in deiner Hand ist
Kraft und Macht; und niemand kann gegen dich bestehen. /2Chron20/7/2Chron Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und es den Nachkommen Abrahams,
deines Freundes, gegeben für ewig? /2Chron20/8/2Chron Und sie haben darin gewohnt und haben dir ein Heiligtum darin gebaut für deinen Namen und gesagt: /2Chron20/9/2Chron Wenn Unglück über uns
kommt, Schwert, Strafgericht oder Pest oder Hungersnot, und wir treten vor dieses Haus und vor dich - denn dein Name ist in diesem Haus - und schreien zu dir um Hilfe aus unserer Bedrängnis, dann
wirst du hören und retten. /2Chron20/10/2Chron Und nun, siehe, [da stehen] die Söhne Ammon und Moab und die vom Gebirge Seir. Als Israel aus dem Land Ägypten kam, hast du nicht erlaubt, bei ihnen
einzudringen, sondern sie mussten ihnen weichen und haben sie nicht ausgerottet. /2Chron20/11/2Chron Siehe da, sie vergelten es uns, indem sie kommen, um uns aus deinem Besitz zu vertreiben, den
du uns zum Besitz gegeben hast. /2Chron20/12/2Chron Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt. Wir erkennen nicht, was wir
tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen [gerichtet]. /2Chron20/13/2Chron Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen.
/2Chron20/14/2Chron Und [auf] Jahasiel, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten, von den Söhnen Asafs, auf ihn kam der Geist des HERRN mitten
in der Versammlung. /2Chron20/15/2Chron Und er sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihr Bewohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Fürchtet euch nicht und seid nicht
niedergeschlagen vor dieser großen Menge! Denn der Kampf ist nicht eure [Sache], sondern Gottes! /2Chron20/16/2Chron Morgen zieht gegen sie hinab. Siehe, sie kommen die Anhöhe von Ziz herauf, und
ihr werdet sie am Ausgang des Tales finden vor der Wüste Jeruel. /2Chron20/17/2Chron Nicht ihr werdet dabei kämpfen müssen. Tretet hin, steht und seht die Rettung des HERRN, [die er] euch
[verschafft], Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen! Zieht ihnen morgen entgegen, und der HERR wird mit euch sein! /2Chron20/18/2Chron Da neigte sich Joschafat
mit dem Gesicht zur Erde. Und ganz Juda und die Bewohner von Jerusalem fielen nieder vor dem HERRN, um den HERRN anzubeten. /2Chron20/19/2Chron Und die Leviten, von den Söhnen der Kehatiter und
von den Söhnen der Korachiter, standen auf, um den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit überaus lauter Stimme.
/2Chron20/20/2Chron Und sie machten sich des Morgens früh auf und zogen aus zur Wüste Tekoa. Und bei ihrem Auszug trat Joschafat hin und sagte: Hört mir zu, Juda und ihr Bewohner von Jerusalem!
Glaubt an den HERRN, euren Gott, dann werdet ihr bestehen! Glaubt seinen Propheten, dann wird es euch gelingen! /2Chron20/21/2Chron Und er beriet sich mit dem Volk und stellte Sänger für den
HERRN auf, die Loblieder sangen in heiligem Schmuck, indem sie vor den [zum Kampf] Gerüsteten auszogen und sprachen: Preist den HERRN, denn seine Gnade [währt] ewig! /2Chron20/22/2Chron Und zu
der Zeit, da sie mit Jubel und Lobgesang anfingen, legte der HERR einen Hinterhalt gegen die Söhne Ammon, Moab und die vom Gebirge Seir, die gegen Juda gekommen waren; und sie wurden geschlagen.
/2Chron20/23/2Chron Und die Söhne Ammon und Moab standen auf gegen die Bewohner des Gebirges Seir, um [an ihnen] den Bann zu vollstrecken und [sie] auszutilgen. Und als sie die Bewohner von Seir
aufgerieben hatten, halfen sie, sich gegenseitig umzubringen.
/2Chron20/24/2Chron Und Juda kam auf den Aussichtspunkt zur Wüste hin. Und sie sahen sich nach der Menge um, und siehe, da waren es Leichen, die auf der Erde lagen; niemand war entkommen.
/2Chron20/25/2Chron Da kamen Joschafat und sein Volk, um ihre Beute einzusammeln. Und sie fanden unter ihnen in [reicher] Menge sowohl Besitz als auch Kleider und kostbare Geräte und plünderten
[so viel] für sich, dass sie es nicht mehr tragen konnten. Drei Tage brachten sie mit dem Einsammeln der Beute zu, denn sie war groß. /2Chron20/26/2Chron Und am vierten Tag sammelten sie sich im
Tal Beracha. Denn dort dankten sie dem HERRN; daher gab man diesem Ort den Namen Tal Beracha bis auf den heutigen Tag. /2Chron20/27/2Chron Und alle Männer von Juda und Jerusalem kehrten zurück,
mit Joschafat an ihrer Spitze, um nach Jerusalem zurückzukehren mit Freuden; denn der HERR hatte ihnen Freude an ihren Feinden gegeben. /2Chron20/28/2Chron Und sie kamen nach Jerusalem, zum Haus
des HERRN, mit Harfen und mit Zithern und mit Trompeten. /2Chron20/29/2Chron Und der Schrecken Gottes fiel auf alle Königreiche der Länder, als sie hörten, dass der HERR mit den Feinden Israels
gekämpft hatte. /2Chron20/30/2Chron Und das Königreich Joschafats hatte Ruhe. Und sein Gott schaffte ihm Ruhe ringsumher.
Joschafats Gottesfurcht - Sein vergebliches Bündnis mit Ahasja von Israel.
1Kö 22,41-51.
/2Chron20/31/2Chron Und so regierte Joschafat über Juda. Er war 35 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 25 Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter des
Schilhi. /2Chron20/32/2Chron Und er ging auf dem Weg seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des HERRN. /2Chron20/33/2Chron Nur die Höhen wichen nicht,
denn das Volk hatte sein Herz noch nicht auf den Gott seiner Väter gerichtet.
/2Chron20/34/2Chron Die übrige Geschichte Joschafats, die frühere und die spätere, siehe, sie ist geschrieben in der Geschichte Jehus, des Sohnes Hananis, die in das Buch der Könige von Israel
aufgenommen ist.
/2Chron20/35/2Chron Danach verband sich Joschafat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König von Israel. Dieser handelte gottlos. /2Chron20/36/2Chron Und er verband sich mit ihm, Schiffe zu
bauen, um nach Tarsis zu fahren; und sie bauten Schiffe zu Ezjon-Geber. /2Chron20/37/2Chron Und Elieser, der Sohn des Dodawa, von Marescha weissagte gegen Joschafat und sprach: Weil du dich mit
Ahasja verbunden hast, wird der HERR dein Werk zerstören. Und die Schiffe wurden zertrümmert und konnten nicht nach Tarsis fahren.
Joram von Juda - Sein Götzendienst und seine Bestrafung.
2Kö 8,16-24.
\21\
/2Chron21/1/2Chron Und Joschafat legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Joram wurde an seiner Stelle König. /2Chron21/2/2Chron Und er
hatte Brüder, Söhne Joschafats: Asarja und Jehiel und Secharja und Asarja und Michael und Schefatja; diese alle waren Söhne Joschafats, des Königs von Israel. /2Chron21/3/2Chron Und ihr Vater gab
ihnen viele Geschenke an Silber und an Gold und an Kostbarkeiten, dazu befestigte Städte in Juda. Aber das Königtum gab er Joram, denn er war der Erstgeborene. /2Chron21/4/2Chron Als Joram nun
[die Herrschaft] über das Königreich seines Vaters angetreten hatte und erstarkt war, brachte er alle seine Brüder mit dem Schwert um und auch einige Oberste von Israel.
/2Chron21/5/2Chron Zweiunddreißig Jahre war Joram alt, als er König wurde, und er regierte acht Jahre in Jerusalem. /2Chron21/6/2Chron Und er ging auf dem Weg der Könige von Israel, wie es das
Haus Ahabs getan hatte, denn er hatte eine Tochter Ahabs zur Frau. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN. /2Chron21/7/2Chron Aber der HERR wollte das Haus Davids nicht zugrunderichten,
um des Bundes willen, den er mit David geschlossen hatte, und weil er gesagt hatte, dass er ihm und seinen Söhnen eine Leuchte geben wolle alle Tage.
/2Chron21/8/2Chron In seinen Tagen fiel Edom von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab und setzte einen [eigenen] König über sich. /2Chron21/9/2Chron Da zog Joram hinüber mit seinen Obersten
und alle Kriegswagen mit ihm. Und es geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er Edom, das ihn und die Obersten der Kriegswagen eingekreist hatte. /2Chron21/10/2Chron Doch fiel Edom
von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab bis auf den heutigen Tag. Damals, in jener Zeit, fiel [auch] Libna von [der Herrschaft] unter seiner Hand ab; denn er hatte den HERRN, den Gott seiner
Väter, verlassen.
/2Chron21/11/2Chron Auch er machte Höhen auf den Bergen Judas und hielt die Bewohner von Jerusalem zur Hurerei an, und er verführte Juda. /2Chron21/12/2Chron Da gelangte ein Schreiben von dem
Propheten Elia an ihn, das lautete: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Weil du nicht auf den Wegen deines Vaters Joschafat und auf den Wegen Asas, des Königs von Juda, gegangen
bist, /2Chron21/13/2Chron sondern auf dem Weg der Könige von Israel gegangen bist und Juda und die Bewohner von Jerusalem zur Hurerei angehalten hast, nach den Hurereien des Hauses Ahabs, und
weil du auch deine Brüder, das Haus deines Vaters, umgebracht hast, die besser waren als du: /2Chron21/14/2Chron Siehe, der HERR wird dein Volk und deine Söhne und deine Frauen und all deinen
Besitz mit einer großen Plage treffen. /2Chron21/15/2Chron Du aber wirst eine schwere Krankheit erleiden, eine Krankheit deiner Eingeweide, bis deine Eingeweide im Laufe der Zeit infolge der
Krankheit heraustreten werden.
/2Chron21/16 Und der HERR erweckte gegen Joram den Geist der Philister und der Araber, die neben den Kuschitern [wohnen]. /2Chron21/17/2Chron Und sie zogen gegen Juda herauf und drangen darin ein
und nahmen den ganzen Besitz weg, der sich im Haus des Königs befand, und auch seine Söhne und seine Frauen. Und es blieb ihm kein Sohn übrig außer Joahas, dem jüngsten von seinen Söhnen.
/2Chron21/18/2Chron Und nach alldem plagte ihn der HERR mit einer unheilbaren Krankheit in seinen Eingeweiden. /2Chron21/19/2Chron Und es geschah im Laufe der Zeit, und zwar zur Zeit, als das
Ende von zwei Jahren eintrat, dass seine Eingeweide bei seiner Krankheit heraustraten; und er starb unter großen Schmerzen. Und sein Volk machte ihm keinen Brand, wie [es] für seine Väter einen
Brand [gemacht hatte]. /2Chron21/20/2Chron Er war 32 Jahre alt, als er König wurde, und regierte acht Jahre in Jerusalem. Er ging dahin, ohne bedauert zu werden. Und man begrub ihn in der Stadt
Davids, aber nicht in den Gräbern der Könige.
Ahasja von Juda - Sein Bündnis mit dem Haus Ahabs und sein Untergang.
2Kö 8,25-29; 9,1-29.
\22\
/2Chron22/1/2Chron Und die Bewohner von Jerusalem machten Ahasja, seinen jüngsten Sohn, an seiner Stelle zum König. Denn alle älteren hatte die Kriegsschar umgebracht, die mit den Arabern ins
Lager gekommen war. So wurde Ahasja, der Sohn Jorams, des Königs von Juda, König. /2Chron22/2/2Chron 22 Jahre war Ahasja alt, als er König wurde, und er regierte ein Jahr in Jerusalem; und der
Name seiner Mutter war Atalja, die Tochter Omris. /2Chron22/3/2Chron Auch er ging auf den Wegen des Hauses Ahabs; denn seine Mutter war seine Beraterin zu gottlosem Handeln. /2Chron22/4/2Chron
Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie das Haus Ahabs; denn die waren nach dem Tod seines Vaters seine Berater zu seinem Verderben. /2Chron22/5/2Chron Auch ging er auf ihren Rat ein
und zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, dem König von Israel, in den Kampf gegen Hasael, den König von Aram, nach Ramot in Gilead. Und die Aramäer verwundeten Joram. /2Chron22/6/2Chron Da kehrte er
zurück, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die sie ihm bei Rama geschlagen hatten, als er gegen Hasael, den König von Aram, kämpfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König von
Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank war. /2Chron22/7/2Chron Aber von Gott aus war es der Untergang Ahasjas, dass er zu Joram ging. Denn als er
angekommen war, zog er mit Joram aus gegen Jehu, den Sohn Nimschis, den der HERR gesalbt hatte, um das Haus Ahabs auszurotten. /2Chron22/8/2Chron Und es geschah, als Jehu an dem Haus Ahabs
Gericht übte, da traf er die Obersten von Juda und die Söhne der Brüder Ahasjas, die im Dienst Ahasjas standen; und er brachte sie um. /2Chron22/9/2Chron Und er suchte Ahasja, und man nahm ihn
gefangen, als er sich in Samaria versteckt hielt; und sie brachten ihn zu Jehu und töteten ihn. Und sie begruben ihn, denn sie sagten: Er ist ein Sohn Joschafats, der den HERRN mit seinem ganzen
Herzen gesucht hat. Und das Haus Ahasjas hatte niemand mehr, der zum Königtum fähig gewesen wäre.
Herrschaft der Atalja in Jerusalem.
2Kö 11,1-3.
/2Chron22/10/2Chron Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte die ganze königliche Nachkommenschaft vom Haus Juda um. /2Chron22/11/2Chron
Doch Joscheba, die Tochter des Königs, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Königssöhne, die getötet werden sollten, und sie brachte ihn und seine Amme in die
Bettenkammer. So verbarg ihn Joscheba, die Tochter des Königs Joram, die Frau des Priesters Jojada - denn sie war die Schwester Ahasjas - vor Atalja, so dass sie ihn nicht tötete.
/2Chron22/12/2Chron Und er hielt sich sechs Jahre [lang] bei ihnen im Haus Gottes versteckt. Atalja aber herrschte als Königin über das Land.
Verschwörung des Priesters Jojada gegen Atalja - Einsetzung des Joasch zum König - Ataljas Ende - Abschaffung des Götzendienstes.
2Kö 11,4-20.
\23\
/2Chron23/1/2Chron Und im siebten Jahr faßte Jojada Mut und schloß mit den Obersten über Hundert, Asarja, dem Sohn Jerohams, und Ismael, dem Sohn Johanans, und Asarja, dem Sohn Obeds, und
Maaseja, dem Sohn Adajas, und Elischafat, dem Sohn Sichris, einen Bund. /2Chron23/2/2Chron Und sie zogen umher in Juda und versammelten die Leviten aus allen Städten Judas und die
Familienoberhäupter von Israel; und sie kamen nach Jerusalem. /2Chron23/3/2Chron Und die ganze Versammlung schloß im Haus Gottes einen Bund mit dem König. Und [Jojada] sagte zu ihnen: Siehe, der
Sohn des Königs soll König sein, wie der HERR über die Söhne Davids geredet hat. /2Chron23/4/2Chron Das ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, von den Priestern und den Leviten, die ihr
am Sabbat antretet, soll Torhüter an den Schwellen sein, /2Chron23/5/2Chron und ein Drittel soll im Haus des Königs sein, und ein Drittel am Grundtor; aber alles Volk soll in den Vorhöfen des
Hauses des HERRN sein. /2Chron23/6/2Chron Und es soll niemand in das Haus des HERRN hineingehen. Nur die Priester und die diensttuenden Leviten, sie sollen hineingehen, denn sie sind heilig. Und
alles Volk soll die Vorschriften des HERRN beachten. /2Chron23/7/2Chron Und die Leviten sollen den König von allen Seiten umgeben, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand. Und wer in das Haus
hineingeht, soll getötet werden. Und ihr sollt bei dem König sein, wenn er hineingeht und wenn er herauskommt.
/2Chron23/8/2Chron Und die Leviten und ganz Juda taten nach allem, was der Priester Jojada befohlen hatte. Sie nahmen jeder seine Männer, die am Sabbat antraten, [zusammen] mit denen, die am
Sabbat abtraten; denn der Priester Jojada hatte die Abteilungen nicht entlassen. /2Chron23/9/2Chron Und der Priester Jojada gab den Obersten über Hundert die Speere und die Kleinschilde und die
Rundschilde, die dem König David gehört hatten, die im Haus Gottes waren. /2Chron23/10/2Chron Und er stellte das ganze Volk auf, und zwar jeden mit seiner Waffe in seiner Hand, von der rechten
Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, zum Altar und zum Haus hin, rings um den König herum. /2Chron23/11/2Chron Und sie führten den Sohn des Königs heraus und setzten ihm die Krone
auf und gaben ihm die Ordnung, und sie machten ihn zum König. Und Jojada und seine Söhne salbten ihn und riefen: Es lebe der König!
/2Chron23/12/2Chron Als aber Atalja das Geschrei des Volkes hörte, das herbeilief und den König rühmte, kam sie zum Volk ins Haus des HERRN. /2Chron23/13/2Chron Und sie sah: Und siehe, da stand
der König auf seinem [erhöhten] Standort am Eingang und die Obersten und die Trompeter beim König. Und alles Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten. Und die Sänger [standen da]
mit Musikinstrumenten und leiteten den Lobgesang. Da zerriß Atalja ihre Kleider und rief: Verschwörung, Verschwörung! /2Chron23/14/2Chron Der Priester Jojada aber ließ die Obersten über Hundert,
die Vorgesetzten des Heeres, heraustreten und sagte zu ihnen: Führt sie durch die Reihen hinaus! Und wer ihr folgt, soll mit dem Schwert getötet werden! Denn der Priester hatte gesagt: Ihr sollt
sie nicht im Haus des HERRN töten! /2Chron23/15/2Chron Und sie legten Hand an sie, und sie ging zum Eingang des Roßtores am Haus des Königs; und sie töteten sie dort.
/2Chron23/16/2Chron Und Jojada schloß einen Bund zwischen sich und dem ganzen Volk und dem König, dass sie das Volk des HERRN sein sollten. /2Chron23/17/2Chron Da ging das ganze Volk in das Haus
des Baal und riß es nieder, und sie zerschlugen seine Altäre und seine Götzenbilder. Und Mattan, den Priester des Baal, ermordeten sie vor den Altären. /2Chron23/18/2Chron Und Jojada legte die
Ämter des Hauses des HERRN in die Hand der Priester, der Leviten, die David für das Haus des HERRN eingeteilt hatte, damit sie die Brandopfer des HERRN opferten, wie es im Gesetz des Mose
geschrieben steht, mit Freuden und mit Gesang, nach der Anweisung Davids. /2Chron23/19/2Chron Und er stellte die Torhüter an die Tore des Hauses des HERRN, damit keiner hineinging, der irgendwie
unrein war. /2Chron23/20/2Chron Und er nahm die Obersten über Hundert und die Mächtigen und die Gebieter im Volk und das ganze Volk des Landes und führte den König aus dem Haus des HERRN hinab,
und sie kamen durch das obere Tor ins Haus des Königs. Und sie setzten den König auf den Thron des Königreichs. /2Chron23/21/2Chron Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte
Ruhe. Atalja aber hatten sie mit dem Schwert getötet.
Joasch von Juda unter der Leitung Jojadas - Ausbesserung des Tempels.
2Kö 12,1-17.
\24\
/2Chron24/1/2Chron Sieben Jahre war Joasch alt, als er König wurde, und er regierte vierzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerscheba. /2Chron24/2/2Chron Und Joasch
tat, was recht war in den Augen des HERRN, all die Tage des Priesters Jojada. /2Chron24/3/2Chron Und Jojada nahm zwei Frauen für ihn; und er zeugte Söhne und Töchter.
/2Chron24/4/2Chron Und es geschah danach, dass es Joasch am Herzen lag, das Haus des HERRN zu erneuern. /2Chron24/5/2Chron Und er versammelte die Priester und die Leviten und sagte zu ihnen:
Zieht aus in die Städte Judas und sammelt von ganz Israel Geld ein, um das Haus eures Gottes von Jahr zu Jahr auszubessern! Und ihr sollt [euch] mit der Sache beeilen! Aber die Leviten beeilten
sich nicht. /2Chron24/6/2Chron Da rief der König den Oberpriester Jojada und sagte zu ihm: Warum hast du die Leviten nicht aufgefordert, aus Juda und Jerusalem die Abgabe hereinzuholen, die Mose,
der Knecht des HERRN, der Versammlung Israels für das Zelt des Zeugnisses auferlegt hat? /2Chron24/7/2Chron Denn Atalja, die Gottlosigkeit [in Person, und] ihre Söhne sind in das Haus Gottes
eingebrochen und haben auch alle heiligen Gaben des Hauses des HERRN für die Baalim verwendet. /2Chron24/8/2Chron Und der König befahl, und man machte einen Kasten und stellte ihn draußen im Tor
des Hauses des HERRN auf. /2Chron24/9/2Chron Und man rief in Juda und in Jerusalem aus, dass man dem HERRN die Abgabe bringen solle, die Mose, der Knecht Gottes, Israel in der Wüste auferlegt
hatte. /2Chron24/10/2Chron Da freuten sich alle Obersten und das ganze Volk. Und sie brachten [ihre Gaben] und warfen [sie] in den Kasten, bis er voll war. /2Chron24/11/2Chron Und es geschah
jedesmal, wenn man den Kasten durch die Leviten zur Verwaltung des Königs brachte und wenn man sah, dass viel Geld [darin] war, dann kamen der Schreiber des Königs und der Beamte des
Oberpriesters und leerten den Kasten aus und nahmen ihn auf und brachten ihn wieder an seinen Platz. So machten sie es Tag für Tag und sammelten Geld in Menge. /2Chron24/12/2Chron Und der König
und Jojada gaben es denen, die das Werk der Arbeit am Haus des HERRN ausführten, und diese warben Steinhauer und Zimmerleute an, das Haus des HERRN zu erneuern, und auch Handwerker in Eisen und
Bronze, das Haus des HERRN auszubessern. /2Chron24/13/2Chron Und die Werkmeister arbeiteten, und die Ausbesserung des Werkes ging durch ihre Hand voran. Und sie stellten das Haus Gottes in seinem
früheren Zustand wieder her und verstärkten es. /2Chron24/14/2Chron Und als sie fertig waren, brachten sie den Rest des Geldes vor den König und vor Jojada. Und er ließ dafür Geräte machen für
das Haus des HERRN, Geräte für den Dienst und für die Brandopfer, und Schalen und goldene und silberne Geräte. Und man opferte regelmäßig Brandopfer im Haus des HERRN, alle Tage
Jojadas.
/2Chron24/15/2Chron Und Jojada wurde alt und der Tage satt, und er starb. Er war 130 Jahre alt, als er starb. /2Chron24/16/2Chron Und man begrub ihn in der Stadt Davids bei den Königen, weil er
Gutes getan hatte an Israel und für Gott und sein Haus.
Joaschs Abfall von Gott und seine Ermordung.
2Kö 12,18-22.
/2Chron24/17/2Chron Und nach dem Tod Jojadas kamen die Obersten von Juda und beugten sich vor dem König nieder; und der König hörte auf sie. /2Chron24/18/2Chron Und sie verließen das Haus des
HERRN, des Gottes ihrer Väter, und dienten den Ascherim und den Götzenbildern. Da kam ein Zorn [vom HERRN] über Juda und Jerusalem wegen dieser ihrer Schuld. /2Chron24/19/2Chron Und er sandte
Propheten unter sie, um sie zu dem HERRN zurückzuführen, und diese warnten sie; aber sie hörten nicht darauf. - /2Chron24/20/2Chron Und der Geist Gottes kam über Secharja, den Sohn des Priesters
Jojada. Und er trat vor das Volk und sagte zu ihnen: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des HERRN? So wird es euch nicht gelingen! Weil ihr den HERRN verlassen habt, so hat [auch]
er euch verlassen. /2Chron24/21/2Chron Und sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof des Hauses des HERRN. /2Chron24/22/2Chron Und der König
Joasch dachte nicht an die Gnade, die sein Vater Jojada ihm erwiesen hatte, und brachte dessen Sohn um. Und als der starb, sprach er: Der HERR möge es sehen und [Rechenschaft]
fordern!
/2Chron24/23/2Chron Und es geschah um die Wende des Jahres, dass ein Heer der Aramäer gegen ihn heraufzog. Und sie kamen nach Juda und Jerusalem und brachten aus dem Volk alle Obersten des Volkes
um; und alle ihre Beute sandten sie zum König von Damaskus. /2Chron24/24/2Chron Obwohl das Heer der Aramäer mit [nur] wenigen Männern gekommen war, so gab doch der HERR ein viel größeres Heer in
ihre Hand, weil sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. So vollzogen sie an Joasch das [Straf]gericht. /2Chron24/25/2Chron Und als sie von ihm abgezogen waren - sie ließen ihn aber
mit schweren Verwundungen zurück -, machten seine Knechte eine Verschwörung gegen ihn wegen des Blutes des Sohnes des Priesters Jojada. Und sie ermordeten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und
man begrub ihn in der Stadt Davids, aber man begrub ihn nicht in den Gräbern der Könige. /2Chron24/26/2Chron Und diese sind es, die sich gegen ihn verschworen: Sabad, der Sohn der Schimat, der
Ammoniterin, und Josabad, der Sohn der Schimrit, der Moabiterin. - /2Chron24/27/2Chron Seine Söhne aber und die Menge des ihm auferlegten Tributs und die grundlegende Instandsetzung des Hauses
Gottes, siehe, das ist geschrieben in der Schrift des Buches der Könige. Und sein Sohn Amazja wurde an seiner Stelle König.
Amazja von Juda - Sein Gottvertrauen und sein Sieg über Seir.
2Kö 14,1-7.
\25\
/2Chron25/1/2Chron Amazja war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Joaddan, von Jerusalem. /2Chron25/2/2Chron Und er tat, was
recht war in den Augen des HERRN, jedoch nicht mit ungeteiltem Herzen. /2Chron25/3/2Chron Und es geschah, als das Königtum bei ihm gefestigt war, brachte er seine Knechte um, die den König,
seinen Vater, erschlagen hatten. /2Chron25/4/2Chron Aber ihre Söhne tötete er nicht, sondern [handelte], wie es im Gesetz, im Buch des Mose, geschrieben steht, wo der HERR geboten hat: Nicht
sollen Väter um der Söhne willen sterben, und Söhne sollen nicht um der Väter willen sterben, sondern jeder soll für seine [eigene] Sünde sterben.
/2Chron25/5/2Chron Und Amazja versammelte Juda, und er stellte sie auf nach Vaterhäusern, nach Obersten über Tausend und nach Obersten über Hundert, von ganz Juda und Benjamin. Und er musterte
sie von zwanzig Jahren an und darüber und fand, dass 300 000 Auserlesene [da] waren, die mit dem Heer auszogen, die Spieß und Langschild trugen. /2Chron25/6/2Chron Und er warb aus Israel 100 000
wehrfähige Männer für hundert Talente Silber an. /2Chron25/7/2Chron Da kam ein Mann Gottes zu ihm und sagte: O König, laß das Heer von Israel nicht mit dir ziehen! Denn der HERR ist nicht mit
Israel [und] mit allen Söhnen Ephraim. /2Chron25/8/2Chron Wenn du denkst, dadurch stark zu sein zum Kampf, dann wird Gott dich zum Stürzen bringen vor dem Feind. Denn bei Gott ist Macht, zu
helfen und zum Stürzen zu bringen. /2Chron25/9/2Chron Und Amazja sagte zu dem Mann Gottes: Und was soll mit den hundert Talenten geschehen, die ich der Kriegsschar von Israel gegeben habe? Der
Mann Gottes sagte: Der HERR hat [genug], um dir mehr als das zu geben. /2Chron25/10/2Chron Da sonderte Amazja sie ab, die Kriegsschar [nämlich], die aus Ephraim zu ihm gekommen war, damit sie an
ihren Ort zurückkehrten. Und ihr Zorn entbrannte sehr gegen Juda, und sie kehrten in glühendem Zorn an ihren Ort zurück.
/2Chron25/11/2Chron Amazja aber faßte Mut und führte sein Volk [in den Kampf]. Und er zog ins Salztal und schlug die Söhne Seir, 10 000 [Mann]. /2Chron25/12/2Chron Und die Söhne Juda führten 10
000 lebend gefangen fort und brachten sie auf den Gipfel eines Felsens, und sie stürzten sie hinab von dem Gipfel des Felsens, dass sie allesamt zerschmettert wurden. /2Chron25/13/2Chron Aber die
Männer der Schar, die Amazja hatte zurückkehren lassen, dass sie nicht mit ihm in den Kampf zögen, fielen in die Städte Judas ein, von Samaria bis Bet-Horon, und erschlugen dreitausend [Mann] von
ihnen und erbeuteten eine große Beute.
Amazjas Götzendienst, Selbstüberhebung, Niederlage und Ende.
2Kö 14,8-20.
/2Chron25/14/2Chron Und es geschah, nachdem Amazja von der Schlacht gegen Edom [zurück]gekommen war, brachte er die Götter der Söhne Seir mit und stellte sie sich als Götter auf. Und er beugte
sich vor ihnen nieder und brachte ihnen Rauchopfer dar. /2Chron25/15/2Chron Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Amazja; und er sandte einen Propheten zu ihm. Der sagte zu ihm: Warum hast du
die Götter des Volkes gesucht, die nicht [einmal] ihr Volk aus deiner Hand errettet haben? /2Chron25/16/2Chron Und es geschah, während er zu ihm redete, sagte Amazja zu ihm: Haben wir dich zum
Ratgeber des Königs gemacht? Hör auf! Warum soll man dich schlagen? Und der Prophet hörte auf und sagte: Ich habe erkannt, dass Gott beschlossen hat, dich zu vernichten, weil du das getan und auf
meinen Rat nicht gehört hast!
/2Chron25/17/2Chron Und Amazja, der König von Juda, beriet sich und sandte zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ [ihm] sagen: Auf, laß uns einander ins
Angesicht sehen! /2Chron25/18/2Chron Da sandte Joasch, der König von Israel, zu Amazja, dem König von Juda, und ließ [ihm] sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zu der Zeder auf dem
Libanon und sagte: Gib meinem Sohn deine Tochter zur Frau! Da liefen die Tiere des Feldes, die auf dem Libanon [leben], darüber und zertraten den Dornstrauch. /2Chron25/19/2Chron Du sagst: Siehe,
ich habe Edom geschlagen! Und [darum] erhebt sich dein Herz, [noch mehr] Ehre zu genießen. Bleib nun in deinem Haus! Wozu willst du dich mit dem Unglück einlassen? Damit du fällst, du und Juda
mit dir? /2Chron25/20/2Chron Aber Amazja hörte nicht, denn das war von Gott, damit er sie in die Hand [der Feinde] gäbe, weil sie die Götter von Edom gesucht hatten. /2Chron25/21/2Chron Da zog
Joasch, der König von Israel, herauf. Und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der König von Juda, bei Bet-Schemesch, das zu Juda gehört. /2Chron25/22/2Chron Und Juda wurde vor Israel
geschlagen; und sie flohen, jeder zu seinem Zelt. /2Chron25/23/2Chron Und Joasch, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn des Joasch, des Sohnes des Joahas, bei
Bet-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem. Und er riß [eine Bresche] in die Mauer Jerusalems, vom Tor Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen. /2Chron25/24/2Chron Und [er nahm]
alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus Gottes bei Obed-Edom befanden, und die Schätze des Hauses des Königs und die Geiseln und kehrte nach Samaria zurück.
/2Chron25/25/2Chron Und Amazja, der Sohn des Joasch, der König von Juda, lebte nach dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel, [noch] fünfzehn Jahre. /2Chron25/26/2Chron
Und die übrige Geschichte Amazjas, die frühere und die spätere, siehe, ist sie nicht geschrieben in dem Buch der Könige von Juda und Israel? /2Chron25/27/2Chron Und von der Zeit an, da Amazja von
der Nachfolge des HERRN abgewichen war, machten sie in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn. Er aber floh nach Lachisch. Und sie sandten [Männer] hinter ihm her bis Lachisch und töteten ihn
dort. /2Chron25/28/2Chron Und sie hoben ihn auf die Pferde und begruben ihn bei seinen Vätern in der Stadt Judas.
Usija von Juda - Seine Gottesfurcht und seine Siege über die Feinde Judas.
2Kö 14,21.22; 15,1-4.
\26\
/2Chron26/1/2Chron Und das ganze Volk von Juda nahm Usija - der war sechzehn Jahre alt -, und sie machten ihn zum König anstelle seines Vaters Amazja. /2Chron26/2/2Chron Er baute Elat [wieder
auf] und brachte es an Juda zurück, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte. /2Chron26/3/2Chron Usija war sechzehn Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 52 Jahre in
Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jecholja, von Jerusalem. /2Chron26/4/2Chron Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater Amazja getan hatte.
/2Chron26/5/2Chron Und er suchte Gott in den Tagen Secharjas, der [ihn] in den Gesichten Gottes unterwies; und in den Tagen, da er den HERRN suchte, gab ihm Gott Gelingen. /2Chron26/6/2Chron Und
er zog aus und kämpfte gegen die Philister und riß die Mauer von Gat nieder und die Mauer von Jabne und die Mauer von Aschdod. Und er baute Städte bei Aschdod und [im Land der] Philister.
/2Chron26/7/2Chron Und Gott half ihm gegen die Philister und gegen die Araber, die in Gur-Baal wohnten, und gegen die Meuniter. /2Chron26/8/2Chron Und die Ammoniter entrichteten Usija Tribut. Und
sein Name drang bis nach Ägypten, denn er war überaus mächtig geworden. /2Chron26/9/2Chron Und Usija baute Türme in Jerusalem auf dem Ecktor und auf dem Taltor und auf dem Winkel und befestigte
sie. /2Chron26/10/2Chron Und er baute Türme in der Steppe und grub viele Zisternen. Denn er hatte viel Vieh, sowohl in der Niederung als auch in der Ebene, [und] Bauern und Weingärtner im Gebirge
und im Fruchtland; denn er liebte den Ackerbau. /2Chron26/11/2Chron Und Usija hatte ein kriegstüchtiges Heer, das in Abteilungen in den Kampf zog nach der Zahl ihrer Musterung durch den Schreiber
Jeiel und den Verwalter Maaseja unter der Leitung Hananjas, eines der Obersten des Königs. /2Chron26/12/2Chron Die ganze Zahl der Familienoberhäupter der Kriegshelden war 2 600.
/2Chron26/13/2Chron Und unter ihrer Leitung stand eine Heeresmacht von 307 500 [Mann], die den Krieg mit gewaltiger Kraft führte, um dem König gegen den Feind zu helfen. /2Chron26/14/2Chron Und
Usija beschaffte ihnen, dem ganzen Heer, Schilde und Spieße und Helme und Panzer und Bogen und Schleudersteine. /2Chron26/15/2Chron Und er machte in Jerusalem kunstvoll erdachte Maschinen, die
auf den Türmen und auf den Mauerecken stehen sollten, um mit Pfeilen und mit großen Steinen zu schießen. Und sein Name ging aus bis in die Ferne. Denn wunderbar wurde ihm geholfen, bis er sehr
mächtig war.
Usijas Selbstüberhebung, Untreue und Krankheit.
2Kö 15,5-7.
/2Chron26/16/2Chron Und als er mächtig geworden war, wurde sein Herz hochmütig, bis er verderblich handelte. Und er handelte treulos gegen den HERRN, seinen Gott, und drang in den Tempel des
HERRN ein, um auf dem Räucheraltar zu räuchern. /2Chron26/17/2Chron Da ging der Priester Asarja hinter ihm her und mit ihm achtzig Priester des HERRN, tüchtige Männer. /2Chron26/18/2Chron Und sie
widerstanden dem König Usija und sagten zu ihm: Nicht dir, Usija, steht es zu, dem HERRN Rauchopfer darzubringen, sondern den Priestern, den Söhnen Aarons, die geheiligt sind, Rauchopfer
darzubringen! Geh aus dem Heiligtum hinaus! Denn du hast treulos gehandelt, und es wird dir nicht zur Ehre gereichen vor Gott, dem HERRN. /2Chron26/19/2Chron Aber Usija wurde wütend. Und er hatte
[schon] in seiner Hand eine Räucherpfanne, um Rauchopfer darzubringen. Und als er über die Priester wütend wurde, brach der Aussatz aus an seiner Stirn, angesichts der Priester im Haus des HERRN
neben dem Räucheraltar. /2Chron26/20/2Chron Und der Oberpriester Asarja und all die Priester wandten sich ihm zu, und siehe, er war aussätzig an seiner Stirn, und sie trieben ihn schleunigst von
dort weg. Und auch er selbst beeilte sich hinauszukommen, weil der HERR ihn geschlagen hatte. /2Chron26/21/2Chron Und der König Usija war aussätzig bis zum Tag seines Todes. Und er wohnte in
einem abgesonderten Haus als Aussätziger; denn er war von dem Haus des HERRN ausgeschlossen. Und sein Sohn Jotam war über das Haus des Königs [gesetzt worden] und richtete das Volk des
Landes.
/2Chron26/22/2Chron Die übrige Geschichte Usijas, die frühere und die spätere, hat der Prophet Jesaja geschrieben, der Sohn des Amoz. /2Chron26/23/2Chron Und Usija legte sich zu seinen Vätern,
und man begrub ihn bei seinen Vätern auf dem Feld [bei] dem Grab für die Könige; denn man sagte: Er war aussätzig. Und sein Sohn Jotam wurde an seiner Stelle König.
Jotam von Juda.
2Kö 15,32-38.
\27\
/2Chron27/1/2Chron Fünfundzwanzig Jahre war Jotam alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jeruscha, die Tochter Zadoks.
/2Chron27/2/2Chron Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater Usija getan hatte. Nur ging er nicht in den Tempel des HERRN. Aber das Volk handelte noch
verderblich. /2Chron27/3/2Chron Er baute das obere Tor am Haus des HERRN. Auch an der Mauer des Ofel baute er viel. /2Chron27/4/2Chron Er baute auch Städte im Gebirge Juda; in den Waldgebieten
baute er Burgen und Türme. /2Chron27/5/2Chron Und er kämpfte mit dem König der Söhne Ammon und überwand sie. Und die Söhne Ammon gaben ihm in jenem Jahr 100 Talente Silber und 10 000 Kor Weizen
und 10 000 [Kor] Gerste. Die [gleiche Abgabe] entrichteten ihm die Söhne Ammon auch im zweiten und im dritten Jahr. /2Chron27/6/2Chron Und Jotam erstarkte; denn er richtete seine Wege vor dem
Angesicht des HERRN, seines Gottes, aus.
/2Chron27/7/2Chron Und die übrige Geschichte Jotams und alle seine Kriege und seine Wege, siehe, sie sind geschrieben in dem Buch der Könige von Israel und Juda. /2Chron27/8/2Chron 25 Jahre war
er alt, als er König wurde, und regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. /2Chron27/9/2Chron Und Jotam legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas wurde an
seiner Stelle König.
Ahas von Juda - Sein Götzendienst und seine Niederlagen - Großmütigkeit Israels gegenüber den Gefangenen von Juda.
2Kö 16,1-20.
\28\
/2Chron28/1/2Chron Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen des HERRN, wie sein Vater David.
/2Chron28/2/2Chron Sondern er ging auf den Wegen der Könige von Israel. Auch machte er Gußbilder für die Baalim. /2Chron28/3/2Chron Und er war es, der im Tal Ben-Hinnom Rauchopfer darbrachte, und
er verbrannte seine Söhne im Feuer nach den Greueln der Nationen, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte. /2Chron28/4/2Chron Und er brachte Schlachtopfer und Rauchopfer dar auf den
Höhen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum. /2Chron28/5/2Chron Da gab ihn der HERR, sein Gott, in die Hand des Königs von Aram. Und sie schlugen ihn und führten ihm eine große Menge
Gefangene weg und brachten sie nach Damaskus. Und auch in die Hand des Königs von Israel wurde er gegeben, der ihm eine schwere Niederlage beibrachte. /2Chron28/6/2Chron Und Pekach, der Sohn
Remaljas, brachte in Juda an einem Tage 120 000 [Mann] um, alles tapfere Leute, weil sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. /2Chron28/7/2Chron Und Sichri, ein Held von Ephraim,
brachte Maaseja um, den Sohn des Königs, und Asrikam, den Vorsteher des Hauses, und Elkana, den Zweiten nach dem König. /2Chron28/8/2Chron Und die Söhne Israel führten von ihren Brüdern 200 000
Frauen, Söhne und Töchter gefangen weg. Auch raubten sie große Beute von ihnen und brachten die Beute nach Samaria.
/2Chron28/9/2Chron Und dort war ein Prophet des HERRN mit Namen Oded. Und er ging hinaus, dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sagte zu ihnen: Siehe, weil der HERR, der Gott eurer Väter,
über Juda wütend war, hat er sie in eure Hand gegeben. Und ihr habt sie mit einer Wut umgebracht, die bis an den Himmel reicht. /2Chron28/10/2Chron Und nun gedenkt ihr, euch die Söhne Judas und
Jerusalems zu Knechten und Mägden zu unterwerfen. Sind aber nicht bei euch selbst Verschuldungen gegen den HERRN, euren Gott? /2Chron28/11/2Chron Und nun hört auf mich und schickt die Gefangenen
zurück, die ihr von euren Brüdern weggeführt habt! Denn die Zornglut des HERRN ist über euch. /2Chron28/12/2Chron Da traten Männer von den Sippenhäuptern der Söhne Ephraim, [nämlich] Asarja, der
Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Meschillemots, und Jehiskija, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, vor die vom Heereszug Heimkehrenden /2Chron28/13/2Chron und sagten zu ihnen: Ihr
sollt die Gefangenen nicht hierherbringen! Denn ihr habt vor, unsere Sünden und unsere Verschuldungen zu vermehren, [zusätzlich] zu der Verschuldung, die auf uns liegt. Unsere Schuld ist doch
[schon] groß, und eine Zornglut ist über Israel! /2Chron28/14/2Chron Da gaben die Bewaffneten die Gefangenen und die Beute vor den Obersten und der ganzen Versammlung frei. /2Chron28/15/2Chron
Und die Männer, die mit Namen angegeben wurden, standen auf und nahmen sich der Gefangenen an. Und alle von ihnen, die nackt waren, bekleideten sie aus der Beute. Sie bekleideten [sie] und gaben
ihnen Schuhe und speisten und tränkten sie und salbten sie. Und alle, die ermattet waren, geleiteten sie auf Eseln und brachten sie nach Jericho, der Palmenstadt, in die Nähe ihrer Brüder. Dann
kehrten sie nach Samaria zurück.
/2Chron28/16/2Chron In jener Zeit sandte der König Ahas zu den Königen von Assur, dass sie ihm helfen möchten. /2Chron28/17/2Chron Die Edomiter [nämlich] waren abermals gekommen und schlugen Juda
und führten Gefangene weg. /2Chron28/18/2Chron Und die Philister fielen ein in die Städte der Niederung und des Südens von Juda und nahmen Bet-Schemesch ein und Ajalon und Gederot und Socho und
seine Tochterstädte und Timna und seine Tochterstädte und Gimso und seine Tochterstädte; und sie wohnten dort. /2Chron28/19/2Chron Denn der HERR demütigte Juda um des Ahas, des Königs von Israel,
willen, weil er in Juda Zügellosigkeit zugelassen und in [seiner] Untreue treulos gegen den HERRN gehandelt hatte. /2Chron28/20/2Chron Und Tiglat-Pileser, der König von Assur, zog gegen ihn und
bedrängte ihn, anstatt ihn zu unterstützen. /2Chron28/21/2Chron Obwohl Ahas [nämlich] das Haus des HERRN und das Haus des Königs und [die Häuser] der Obersten beraubt und [alles, was er geraubt
hatte,] dem König von Assur gegeben hatte, wurde ihm keine Hilfe [zuteil].
/2Chron28/22/2Chron Und in der Zeit seiner Bedrängnis, da handelte er noch treuloser gegen den HERRN, er, der König Ahas. /2Chron28/23/2Chron Und er opferte den Göttern von Damaskus, die ihn
geschlagen hatten, und sagte: Ja, die Götter der Könige von Aram, die helfen ihnen. Denen will ich opfern, dann werden sie [auch] mir helfen. Sie aber dienten ihm und ganz Israel zum Sturz.
/2Chron28/24/2Chron Und Ahas brachte die Geräte des Hauses Gottes zusammen und zerschlug die Geräte des Hauses Gottes. Und er schloß die Türen des Hauses des HERRN und machte sich Altäre an allen
Ecken in Jerusalem. /2Chron28/25/2Chron Und in jeder einzelnen Stadt von Juda errichtete er Höhen, um anderen Göttern Rauchopfer darzubringen. Und er reizte den HERRN, den Gott seiner
Väter.
/2Chron28/26/2Chron Und seine übrige Geschichte und all seine Wege, die früheren und die späteren, siehe, die sind geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel. /2Chron28/27/2Chron Und Ahas
legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt, in Jerusalem; denn man brachte ihn nicht in die Gräber der Könige von Israel. Und Hiskia, sein Sohn, wurde an seiner Stelle
König.
Hiskia von Juda - Ausbesserung und Einweihung des Tempels.
V. 1-19: 2Kö 18,1-6.
\29\
/2Chron29/1/2Chron Hiskia wurde König, als er 25 Jahre alt war, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Abija, die Tochter Secharjas. /2Chron29/2/2Chron Und er tat,
was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater David getan hatte.
/2Chron29/3/2Chron Er war es, der [gleich] im ersten Jahr seiner Regierung, im ersten Monat, die Türen des Hauses des HERRN öffnete und sie ausbesserte. /2Chron29/4/2Chron Und er ließ die
Priester und die Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz im Osten /2Chron29/5/2Chron und sagte zu ihnen: Hört mich, ihr Leviten! Heiligt euch nun und heiligt das Haus des HERRN, des
Gottes eurer Väter, und schafft den Unflat aus dem Heiligtum! /2Chron29/6/2Chron Denn unsere Väter haben treulos gehandelt und getan, was böse ist in den Augen des HERRN, unseres Gottes, und
haben ihn verlassen. Und sie haben ihr Gesicht von der Wohnung des HERRN abgewandt und ihr den Rücken zugekehrt. /2Chron29/7/2Chron Auch haben sie die Türen der Vorhalle verschlossen und die
Lampen ausgelöscht und dem Gott Israels kein Räucherwerk dargebracht und kein Brandopfer im Heiligtum geopfert. /2Chron29/8/2Chron So ist der Zorn des HERRN über Juda und Jerusalem gekommen, und
er hat sie zum Schrecken, Entsetzen und Zischen gemacht, wie ihr mit euren Augen seht. /2Chron29/9/2Chron Und siehe, deswegen sind unsere Väter durch das Schwert gefallen, und unsere Söhne und
unsere Töchter und unsere Frauen sind in Gefangenschaft. /2Chron29/10/2Chron Nun [aber] liegt es mir am Herzen, einen Bund mit dem HERRN, dem Gott Israels, zu schließen, damit sich die Glut
seines Zornes von uns abwendet. /2Chron29/11/2Chron Nun, meine Söhne, seid nicht lässig! Denn euch hat der HERR erwählt, vor ihm zu stehen [und] ihm zu dienen. Ihr sollt seine Diener sein und ihm
Rauchopfer darbringen.
/2Chron29/12/2Chron Da machten sich die Leviten auf: Mahat, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, von den Söhnen der Kehatiter; und von den Söhnen Meraris: Kisch, der Sohn Abdis, und
Asarja, der Sohn Jehallelels; und von den Gerschonitern: Joach, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joachs; /2Chron29/13/2Chron und von den Söhnen Elizafans: Schimri und Jeiel; und von den Söhnen
Asafs: Secharja und Mattanja; /2Chron29/14/2Chron und von den Söhnen Heman: Jehiel und Schimi; und von den Söhnen Jedutun: Schemaja und Usiel. /2Chron29/15/2Chron Und sie versammelten ihre Brüder
und heiligten sich. Und sie kamen nach dem Befehl des Königs, den Worten des HERRN gemäß, um das Haus des HERRN zu reinigen. /2Chron29/16/2Chron Und die Priester gingen in das Innere des Hauses
des HERRN, um es zu reinigen. Und sie brachten alles Unreine, das sie in dem Tempel des HERRN fanden, in den Hof des Hauses des HERRN hinaus. Und die Leviten nahmen es in Empfang, um es an den
Bach Kidron hinauszubringen. /2Chron29/17/2Chron Und sie fingen am Ersten des ersten Monats an, [das Haus] zu heiligen; und am achten Tag des Monats kamen sie zur Vorhalle des HERRN. Und sie
heiligten das Haus des HERRN acht Tage lang; und am sechzehnten Tag des ersten Monats waren sie fertig. /2Chron29/18/2Chron Und sie gingen zum König Hiskia hinein und sagten: Wir haben das ganze
Haus des HERRN gereinigt und den Brandopferaltar und all seine Geräte und den Tisch der Schaubrote und all seine Geräte. /2Chron29/19/2Chron Und alle Geräte, die der König Ahas während seiner
Regierung in seiner Untreue entweiht hat, haben wir hergerichtet und geheiligt; und siehe, sie sind vor dem Altar des HERRN.
/2Chron29/20/2Chron Und der König Hiskia machte sich früh auf und versammelte die Obersten der Stadt, und er ging hinauf in das Haus des HERRN. /2Chron29/21/2Chron Und sie brachten sieben Stiere
und sieben Widder und sieben Schafe und sieben Ziegenböcke als Sündopfer für das Königtum und für das Heiligtum und für Juda. Und er befahl den Söhnen Aarons, den Priestern, sie auf dem Altar des
HERRN zu opfern. /2Chron29/22/2Chron Und sie schlachteten die Rinder, und die Priester nahmen das Blut in Empfang und sprengten es an den Altar; und sie schlachteten die Widder und sprengten das
Blut an den Altar; und sie schlachteten die Schafe und sprengten das Blut an den Altar. /2Chron29/23/2Chron Und sie brachten die Ziegenböcke für das Sündopfer herbei vor den König und die
Versammlung, und sie legten ihre Hände auf sie. /2Chron29/24/2Chron Und die Priester schlachteten sie und brachten ihr Blut als Sündopfer an den Altar, um für ganz Israel Sühnung zu erwirken;
denn für ganz Israel hatte der König das Brandopfer und das Sündopfer befohlen. /2Chron29/25/2Chron Und er stellte die Leviten auf im Haus des HERRN, mit Zimbeln, mit Harfen und mit Zithern, nach
dem Befehl Davids und Gads, des Sehers des Königs, und des Propheten Nathan; denn der Befehl war durch den HERRN, durch seine Propheten [ergangen]. /2Chron29/26/2Chron Und [so] standen die
Leviten da mit den Instrumenten Davids und die Priester mit den Trompeten. /2Chron29/27/2Chron Und Hiskia befahl, das Brandopfer auf dem Altar zu opfern. Und zur Zeit, als das Brandopfer begann,
begann der Gesang für den HERRN und [auch] die Trompeten, und zwar unter Begleitung der Instrumente Davids, des Königs von Israel. /2Chron29/28/2Chron Und die ganze Versammlung betete an, und der
Gesang erscholl, und die Trompeten schmetterten. All das [dauerte] bis zur Vollendung des Brandopfers. /2Chron29/29/2Chron Und als man das Brandopfer vollständig dargebracht hatte, knieten der
König und alle, die sich bei ihm befanden, nieder und beteten an. /2Chron29/30/2Chron Und der König Hiskia und die Obersten sagten zu den Leviten, dass sie dem HERRN lobsingen sollten mit den
Worten Davids und des Sehers Asaf. Und sie lobsangen mit Freude und neigten sich und beteten an.
/2Chron29/31/2Chron Und Hiskia hob an und sagte: Nun habt ihr euch dem HERRN geweiht. Tretet herzu und bringt Schlachtopfer und Dankopfer zum Haus des HERRN! Und die Versammlung brachte
Schlachtopfer und Dankopfer, und jeder, der willigen Herzens war, [brachte] Brandopfer [dar]. /2Chron29/32/2Chron Und die Zahl der Brandopfer, die die Versammlung darbrachte, war siebzig Rinder,
hundert Widder, zweihundert Schafe, diese alle als Brandopfer für den HERRN. /2Chron29/33/2Chron Und die heiligen Gaben [betrugen] sechshundert Rinder und dreitausend Schafe. /2Chron29/34/2Chron
Es waren zu wenig Priester [vorhanden], so dass sie nicht allen Brandopfern die Haut abziehen konnten. Daher unterstützten ihre Brüder, die Leviten, sie, bis das Werk vollendet war und bis die
Priester sich geheiligt hatten. Denn die Leviten waren [mit] redlichem Herzen [bemüht], sich zu heiligen, mehr als die Priester. /2Chron29/35/2Chron Auch gab es Brandopfer in Menge mit den
Fettstücken der Heilsopfer und den Trankopfern zu den Brandopfern. - Und so wurde der Dienst am Haus des HERRN geordnet. /2Chron29/36/2Chron Und Hiskia und das ganze Volk freuten sich über das,
was Gott dem Volk bereitet hatte; denn die Sache war sehr schnell geschehen. Hiskias Feier des Passah.
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/2Chron30/1/2Chron Und Hiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und schrieb auch Briefe an Ephraim und Manasse, dass sie zum Haus des HERRN nach Jerusalem kommen möchten, um dem HERRN, dem Gott
Israels, Passah zu feiern. /2Chron30/2/2Chron Und der König und seine Obersten und die ganze Versammlung in Jerusalem beschlossen, das Passah im zweiten Monat zu feiern. /2Chron30/3/2Chron Denn
sie konnten es nicht zur rechten Zeit feiern, weil die Priester sich nicht in hinreichender Anzahl geheiligt hatten und das Volk [noch] nicht in Jerusalem versammelt war. /2Chron30/4/2Chron Und
die Sache war recht in den Augen des Königs und in den Augen der ganzen Versammlung. /2Chron30/5/2Chron Und sie faßten den Beschluß, eine Einladung ergehen zu lassen durch ganz Israel, von
Beerscheba bis Dan, dass sie kämen, um dem HERRN, dem Gott Israels, Passah zu feiern in Jerusalem. Denn sie hatten es lange Zeit nicht [so] gefeiert, wie es vorgeschrieben war. /2Chron30/6/2Chron
Und die Läufer gingen mit den Briefen von der Hand des Königs und seiner Obersten durch ganz Israel und Juda, und [zwar] nach dem Befehl des Königs, um zu sagen: Söhne Israel, kehrt um zu dem
HERRN, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Dann wird er umkehren zu den Entkommenen, die euch aus der Gewalt der Könige von Assur übriggeblieben sind. /2Chron30/7/2Chron Und seid nicht wie
eure Väter und wie eure Brüder, die treulos gehandelt haben gegen den HERRN, den Gott ihrer Väter, so dass er sie [zum] Entsetzen dahingegeben hat, wie ihr es seht! /2Chron30/8/2Chron Nun
verhärtet euren Nacken nicht wie eure Väter! Gebt dem HERRN die Hand und kommt zu seinem Heiligtum, das er für ewig geheiligt hat, und dient dem HERRN, eurem Gott, damit die Glut seines Zornes
sich von euch wendet! /2Chron30/9/2Chron Denn wenn ihr zu dem HERRN umkehrt, dann werden eure Brüder und eure Kinder Barmherzigkeit finden bei denen, die sie gefangen weggeführt haben; und sie
werden in dieses Land zurückkehren. Denn gnädig und barmherzig ist der HERR, euer Gott, und er wird das Angesicht nicht von euch abwenden, wenn ihr zu ihm umkehrt. - /2Chron30/10/2Chron Und die
Läufer zogen von Stadt zu Stadt durch das Land Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon; aber man verlachte und verspottete sie. /2Chron30/11/2Chron Nur [einige] Männer von Asser und Manasse und
von Sebulon demütigten sich und kamen nach Jerusalem. /2Chron30/12/2Chron Auch über Juda kam die Hand Gottes, dass er ihnen ein einmütiges Herz gab, den Befehl des Königs und der Obersten
auszuführen nach dem Wort des HERRN.
/2Chron30/13/2Chron So versammelte sich eine Menge Volk in Jerusalem, um das Fest der ungesäuerten Brote im zweiten Monat zu feiern, eine sehr große Versammlung. /2Chron30/14/2Chron Und sie
machten sich auf und schafften die Altäre weg, die in Jerusalem waren. Auch alle Räucheraltäre schafften sie weg und warfen sie in den Bach Kidron.
/2Chron30/15/2Chron Und man schlachtete das Passah am Vierzehnten des zweiten Monats. Die Priester und die Leviten aber hatten sich geschämt und hatten sich geheiligt; und sie brachten Brandopfer
in das Haus des HERRN. /2Chron30/16/2Chron Und die standen an ihrem Standort nach ihrer Vorschrift, nach dem Gesetz des Mose, des Mannes Gottes. Die Priester sprengten das Blut, [das sie] aus der
Hand der Leviten [entgegennahmen]. /2Chron30/17/2Chron Denn es waren viele in der Versammlung, die sich nicht geheiligt hatten. Daher besorgten die Leviten das Schlachten der Passahopfer für
jeden, der nicht rein war, um sie dem HERRN zu heiligen. /2Chron30/18/2Chron Denn ein großer Teil des Volkes, viele von Ephraim und Manasse, Issaschar und Sebulon hatten sich nicht gereinigt und
aßen das Passah nicht so, wie es vorgeschrieben ist. Doch Hiskia bat für sie und sprach: Der HERR, der Gütige, möge jedem vergeben, /2Chron30/19/2Chron der sein Herz darauf gerichtet hat, Gott zu
suchen, den HERRN, den Gott seiner Väter, auch wenn er nicht der Reinheit des Heiligtums entspricht! /2Chron30/20/2Chron Und der HERR erhörte Hiskia und heilte das Volk. /2Chron30/21/2Chron Und
die Söhne Israel, die sich in Jerusalem befanden, feierten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude. Und die Leviten und die Priester lobten den HERRN Tag für Tag mit
den Instrumenten [des Lobes] der Macht des HERRN. /2Chron30/22/2Chron Und Hiskia redete zum Herzen aller Leviten, die so gute Einsicht im Blick auf den HERRN bewiesen hatten. Und sie aßen das
Fest[opfer] die sieben Tage hindurch, indem sie Heilsopfer opferten und den HERRN, den Gott ihrer Väter, priesen.
/2Chron30/23/2Chron Und die ganze Versammlung beschloß, noch sieben weitere Tage zu feiern; und sie feierten die sieben Tage mit Freuden. /2Chron30/24/2Chron Denn Hiskia, der König von Juda,
spendete für die Versammlung 1 000 Stiere und 7 000 Schafe; und die Obersten spendeten für die Versammlung 1 000 Jungstiere und 10 000 Schafe. Und die Priester hatten sich in [großer] Menge
geheiligt. /2Chron30/25/2Chron Und so freute sich die ganze Versammlung von Juda und die Priester und die Leviten und die ganze Versammlung, die von Israel gekommen war, und die Fremden, die aus
dem Land Israel gekommen waren, und die, die in Juda wohnten. /2Chron30/26/2Chron Und es war große Freude in Jerusalem. Denn seit den Tagen Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, war
derartiges in Jerusalem nicht gewesen. /2Chron30/27/2Chron Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk. Und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam zu seiner heiligen
Wohnung in den Himmel.
Abschaffung des Götzendienstes - Versorgung der Priester und Leviten.
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/2Chron31/1/2Chron Und als sie das alles vollendet hatten, zogen alle Israeliten, die sich [dort] befanden, hinaus zu den Städten Judas. Und sie zerschlugen die Gedenksteine und hieben die
Ascherim um und rissen die [Opfer]höhen nieder und die Altäre in ganz Juda und Benjamin und in Ephraim und Manasse, bis sie [damit] fertig waren. Und alle Söhne Israel kehrten in ihre Städte
zurück, jeder zu seinem Besitz.
/2Chron31/2/2Chron Und Hiskia stellte die Abteilungen der Priester und der Leviten nach ihren Abteilungen auf, jeden seinem Dienst entsprechend, sowohl die Priester als auch die Leviten, für die
Brandopfer und für die Heilsopfer, zum Dienen und zum Preisen und zum Loben in den Toren der Lager des HERRN. /2Chron31/3/2Chron Und ein Anteil des Königs von seinem Vermögen [wurde] für die
Brandopfer [gegeben], für die Morgen- und die Abendbrandopfer und für die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festzeiten, wie es im Gesetz des HERRN vorgeschrieben ist.
/2Chron31/4/2Chron Und er befahl dem Volk, den Bewohnern von Jerusalem, den Anteil, der den Priestern und den Leviten [zustand], zu geben, damit sie am Gesetz des HERRN festhalten könnten.
/2Chron31/5/2Chron Und als das Wort bekannt wurde, brachten die Söhne Israel reichlich Erstlingsgaben vom Getreide, Most und Öl und Honig und von allem Ertrag des Feldes; und den Zehnten von
allem brachten sie in Menge. /2Chron31/6/2Chron Und die Söhne Israel und Juda, die in den Städten Judas wohnten, brachten ebenfalls den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten von den
heiligen [Gaben], die dem HERRN, ihrem Gott, geheiligt waren, und sie legten Haufen an Haufen hin. /2Chron31/7/2Chron Im dritten Monat fingen sie an, die Haufen aufzuschichten, und im siebten
Monat waren sie [damit] fertig. /2Chron31/8/2Chron Und Hiskia und die Obersten kamen und besichtigten die Haufen, und sie priesen den HERRN und sein Volk Israel. /2Chron31/9/2Chron Und Hiskia
befragte die Priester und die Leviten wegen der Haufen. /2Chron31/10/2Chron Da sprach Asarja, der Oberpriester, vom Haus Zadok, zu ihm und sagte: Seitdem man angefangen hat, das Hebopfer in das
Haus des HERRN zu bringen, haben wir gegessen und sind satt geworden und haben viel übrig behalten; denn der HERR hat sein Volk gesegnet. Und diese Menge haben wir übrig.
/2Chron31/11/2Chron Und Hiskia befahl, Vorratskammern im Haus des HERRN herzurichten; und sie richteten sie her. /2Chron31/12/2Chron Und sie brachten das Hebopfer und den Zehnten und die heiligen
Gaben gewissenhaft hinein. Und Oberaufseher über sie war Konanja, der Levit, und sein Bruder Schimi, als Zweiter. /2Chron31/13/2Chron Und Jehiel und Asasja und Nahat und Asael und Jerimot und
Josabad und Eliel und Jismachja und Mahat und Benaja waren Aufseher unter Konanja und seinem Bruder Schimi auf Anweisung des Königs Hiskia und Asarjas, des Oberaufsehers im Haus Gottes.
/2Chron31/14/2Chron Und der Levit Kore, der Sohn des Jimna, der Torhüter im Osttor, war über die freiwilligen Gaben für Gott eingesetzt, damit er das Hebopfer für den HERRN und das Hochheilige
ausgäbe. /2Chron31/15/2Chron Und unter seiner Hand waren Eden und Minjamin und Jeschua und Schemaja, Amarja und Schechanja in den Städten der Priester, um ihren Brüdern nach [ihren] Abteilungen
gewissenhaft [ihren Anteil] zu geben, dem Größten wie dem Kleinsten. /2Chron31/16/2Chron Außerdem hatte man von ihnen Geschlechtsregister angelegt, die die männlichen [Personen] von drei Jahren
an und darüber [erfaßten], alle, die in das Haus des HERRN kamen nach der täglichen Ordnung, um ihren Dienst in ihren Ämtern, nach ihren Abteilungen zu [verrichten]. /2Chron31/17/2Chron Was das
Geschlechtsregister betrifft, so waren die Priester nach ihren Vaterhäusern und die Leviten von zwanzig Jahren an und darüber in ihren Ämtern, nach ihren Abteilungen [darin registriert].
/2Chron31/18/2Chron Und für die Registrierung wurden sie mit all ihren kleinen Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen und ihren Töchtern [erfaßt], die ganze Versammlung. Denn gewissenhaft
heiligten sie sich [für] das Heilige. /2Chron31/19/2Chron Und für die Söhne Aarons, die Priester, die in den Weidegebieten ihrer Städte [wohnten], waren in jeder einzelnen Stadt Männer
[angestellt], die mit Namen bestimmt waren, um jedem Männlichen unter den Priestern und jedem ins Geschlechtsregister Eingetragenen unter den Leviten [ihre] Anteile zu geben. /2Chron31/20/2Chron
So machte es Hiskia in ganz Juda.
Und er tat, was gut und recht und treu war vor dem HERRN, seinem Gott. /2Chron31/21/2Chron Und bei jedem Werk, das er im Dienst für das Haus Gottes und im Gesetz und im Gebot begann, um seinen
Gott zu suchen, handelte er mit ganzem Herzen; und er hatte Gelingen.
Belagerung Jerusalems durch die Assyrer - Seine Befreiung.
2Kö 18,13-37; 19; Jes 36; 37.
\32\
/2Chron32/1/2Chron Nach diesen Ereignissen und dieser Treue kam Sanherib, der König von Assur. Und er drang in Juda ein und belagerte die befestigten Städte, und er gedachte, sie für sich zu
erobern. /2Chron32/2/2Chron Und als Hiskia sah, dass Sanherib gekommen und dass sein Gesicht zum Kampf gegen Jerusalem gerichtet war, /2Chron32/3/2Chron da beriet er sich mit seinen Obersten und
seinen Helden, [ob sie] die Wasser der Quellen, die außerhalb der Stadt lagen, verstopfen [sollten]. Und sie unterstützten ihn. /2Chron32/4/2Chron Und es versammelte sich viel Volk, und sie
verstopften alle Quellen und den Bach, der im Innern der Erde fließt. Denn sie sagten: Warum sollen die Könige von Assur kommen und viel Wasser finden? /2Chron32/5/2Chron Und er faßte Mut und
baute die ganze Mauer, wo sie eingerissen war, [wieder] auf und errichtete auf ihr Türme und [baute] die andere Mauer außerhalb und befestigte den Millo der Stadt Davids; und er fertigte Waffen
in Menge an und Schilde. /2Chron32/6/2Chron Auch setzte er Kriegsoberste über das Volk. Und er versammelte sie zu sich auf dem Platz am Stadttor und redete zu ihren Herzen und sagte:
/2Chron32/7/2Chron Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dem König von Assur und vor der ganzen Menge, die mit ihm ist! Denn mit uns sind mehr als mit ihm.
/2Chron32/8/2Chron Mit ihm ist ein Arm aus Fleisch. Aber mit uns ist der HERR, unser Gott, um uns zu helfen und unsere Kriege zu führen! Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des
Königs von Juda.
/2Chron32/9/2Chron Danach sandte Sanherib, der König von Assur, seine Knechte nach Jerusalem - er war aber noch vor Lachisch und seine ganze [Streit]macht mit ihm - zu Hiskia, dem König von Juda,
und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und ließ [ihnen] sagen: /2Chron32/10/2Chron So spricht Sanherib, der König von Assur: Worauf vertraut ihr, dass ihr in der Belagerung in Jerusalem
aushalten wollt? /2Chron32/11/2Chron Verführt euch Hiskia nicht, um euch dem Tod durch Hunger und Durst preiszugeben, wenn er sagt: Der HERR, unser Gott, wird uns aus der Hand des Königs von
Assur retten? /2Chron32/12/2Chron Ist es nicht Hiskia, der seine Höhen und seine Altäre beseitigt hat, als er zu Juda und zu Jerusalem gesagt hat: Vor einem Altar sollt ihr euch niederwerfen, und
auf ihm sollt ihr Rauchopfer darbringen? /2Chron32/13/2Chron Erkennt ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkern der Länder getan haben? Konnten etwa die Götter der Nationen der Länder ihr
Land aus meiner Hand retten? /2Chron32/14/2Chron Wer ist unter allen Göttern dieser Nationen, an denen meine Väter den Bann vollstreckt haben, der sein Volk aus meiner Hand hat retten können, so
dass euer Gott euch aus meiner Hand retten könnte? /2Chron32/15/2Chron Und nun, laßt euch von Hiskia nicht täuschen und laßt euch nicht auf diese Weise verführen! Glaubt ihm nicht! Denn kein Gott
irgendeiner Nation oder irgendeines Königreiches hat sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter retten können. Wieviel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand retten!
/2Chron32/16/2Chron Und noch mehr redeten seine Knechte gegen Gott, den HERRN, und gegen seinen Knecht Hiskia. /2Chron32/17/2Chron Auch schrieb er einen Brief, um den HERRN, den Gott Israels, zu
verhöhnen und gegen ihn zu reden, indem er behauptete: Wie die Götter der Nationen der Länder, die ihr Volk nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht aus
meiner Hand retten. /2Chron32/18/2Chron Und sie riefen dem Volk von Jerusalem, das auf der Mauer war, mit lauter Stimme auf judäisch zu, um sie zu schrecken und bestürzt zu machen, damit sie die
Stadt einnehmen könnten. /2Chron32/19/2Chron Und sie redeten von dem Gott Jerusalems wie von den Göttern der Völker der Erde, die doch Machwerk von Menschenhänden sind.
/2Chron32/20/2Chron Und der König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten deswegen und schrieen zum Himmel um Hilfe. /2Chron32/21/2Chron Da sandte der HERR einen Engel, der
jeden tapferen Helden und Fürsten und Obersten im Lager des Königs von Assur vertilgte. Und dieser zog, mit Schanden bedeckt, in sein Land zurück. Und als er in das Haus seines Gottes ging,
brachten ihn dort seine Söhne durch das Schwert zu Fall.
/2Chron32/22/2Chron So rettete der HERR Hiskia und die Bewohner von Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Königs von Assur, und aus der Hand aller Feinde; und er gab ihnen Ruhe ringsumher.
/2Chron32/23/2Chron Und viele brachten Gaben für den HERRN nach Jerusalem und Kostbarkeiten für Hiskia, den König von Juda; und er war seitdem hoch [angesehen] in den Augen aller
Nationen.
Hiskias Krankheit und Genesung - Gesandtschaft von Babel - Seine gesegnete Regierung.
2Kö 20; Jes 38; 39.
/2Chron32/24/2Chron In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank; und er betete zu dem HERRN. Und der HERR redete zu ihm und gab ihm ein Wunderzeichen. /2Chron32/25/2Chron Aber Hiskia vergalt nicht die
Wohltat, [die] an ihm [erwiesen worden war], denn sein Herz wurde hochmütig. Und es kam ein Zorn [Gottes] über ihn und über Juda und Jerusalem. /2Chron32/26/2Chron Da demütigte sich Hiskia wegen
des Hochmutes seines Herzens, er und die Bewohner von Jerusalem; und der Zorn des HERRN kam nicht über sie in den Tagen Hiskias.
/2Chron32/27/2Chron Und Hiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre. Und er machte sich Schatzkammern für Silber und Gold und Edelsteine und für Balsamöle und für Schilde und für allerlei kostbare
Geräte /2Chron32/28/2Chron und Vorratshäuser für den Ertrag an Getreide und Most und Öl und Ställe für allerlei Vieh und Ställe für die Herden. /2Chron32/29/2Chron Und er legte sich Städte an und
Besitz von Schafen und Rindern in Menge; denn Gott gab ihm ein sehr großes Vermögen. /2Chron32/30/2Chron Und er, Hiskia, verstopfte den oberen Abfluß der Wasser des Gihon und leitete sie
unter[irdisch] nach Westen in die Stadt Davids. Und Hiskia hatte Gelingen in all seinem Tun. /2Chron32/31/2Chron So war es auch bei den Gesandten der Obersten von Babel, die zu ihm gesandt
hatten, um nach dem Wunderzeichen zu fragen, das im Land geschehen war. Da ließ Gott ihn allein, um ihn zu prüfen, damit er alles erkannte, was in seinem Herzen war.
/2Chron32/32/2Chron Und die übrige Geschichte Hiskias und seine guten Taten, siehe, sie sind geschrieben in dem Gesicht des Propheten Jesaja, des Sohnes des Amoz, in dem Buch der Könige von Juda
und Israel. /2Chron32/33/2Chron Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei dem Aufgang zu den Gräbern der Söhne Davids. Und ganz Juda und die Bewohner von Jerusalem erzeigten
ihm Ehre bei seinem Tod. Und sein Sohn Manasse wurde König an seiner Stelle.
Manasse von Juda - Sein Götzendienst, seine Bestrafung und Buße.
2Kö 21,1-18.
\33\
/2Chron33/1/2Chron Zwölf Jahre war Manasse alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre in Jerusalem. /2Chron33/2/2Chron Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach den Greueln der
Nationen, die der HERR vor den Söhnen Israel vertrieben hatte. /2Chron33/3/2Chron Und er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia niedergerissen hatte, und errichtete Altäre für die
Baalim und machte Ascherim und warf sich nieder vor dem ganzen Heer des Himmels und diente ihnen. /2Chron33/4/2Chron Und er baute Altäre im Haus des HERRN, von dem der HERR gesagt hatte: In
Jerusalem soll mein Name sein für ewig! /2Chron33/5/2Chron Und er baute für das ganze Heer des Himmels Altäre in den beiden Vorhöfen des Hauses des HERRN. /2Chron33/6/2Chron Und er ließ seine
Söhne durchs Feuer gehen im Tal Ben-Hinnom, und er trieb Zauberei und Beschwörung und Magie und ließ sich mit Totengeistern und Wahrsagegeistern ein. Er tat viel, was böse war in den Augen des
HERRN, um ihn [zum Zorn] zu reizen. /2Chron33/7/2Chron Und er stellte das Götterbild des Götzen, das er gemacht hatte, in das Haus Gottes, von dem Gott zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt
hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen für ewig niederlegen! /2Chron33/8/2Chron Und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus
dem Land weichen lassen, das ich euren Vätern bestimmt habe, wenn sie nur darauf achten, alles zu tun, was ich ihnen geboten habe, nach dem ganzen Gesetz und den Ordnungen und den
Rechtsbestimmungen durch Mose. /2Chron33/9/2Chron Aber Manasse verführte Juda und die Bewohner von Jerusalem, mehr Böses zu tun als die Nationen, die der HERR vor den Söhnen Israel ausgetilgt
hatte.
/2Chron33/10/2Chron Und der HERR redete zu Manasse und zu seinem Volk; aber sie achteten nicht darauf. /2Chron33/11/2Chron Da ließ der HERR die Heerobersten des Königs von Assur über sie kommen.
Und sie nahmen Manasse gefangen und banden ihn mit ehernen Fesseln und führten ihn nach Babel.
/2Chron33/12/2Chron Und als er [so] bedrängt war, flehte er den HERRN, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter /2Chron33/13/2Chron und betete zu ihm. Und er ließ sich
von ihm erbitten und erhörte sein Flehen und brachte ihn nach Jerusalem in seine Königsherrschaft zurück. Da erkannte Manasse, dass der HERR der [wahre] Gott ist.
/2Chron33/14/2Chron Danach baute er die äußere Mauer für die Stadt Davids, westlich vom Gihon, im Tal und bis da, wo es zum Fischtor hineingeht, und umschloß den Ofel; und er baute sie sehr hoch.
Und er legte Heeroberste in alle befestigten Städte in Juda. /2Chron33/15/2Chron Und er tat die fremden Götter weg und das Götzenbild aus dem Haus des HERRN und alle Altäre, die er auf dem Berg
des Hauses des HERRN und in Jerusalem gebaut hatte; und er warf sie vor die Stadt hinaus. /2Chron33/16/2Chron Und er baute den Altar des HERRN [wieder] auf und opferte auf ihm Heilsopfer und
Dankopfer. Und er befahl Juda, dass sie dem HERRN, dem Gott Israels, dienen sollten. /2Chron33/17/2Chron Aber das Volk opferte noch auf den Höhen, jedoch [nur] dem HERRN, ihrem Gott.
/2Chron33/18/2Chron Und die übrige Geschichte Manasses und sein Gebet zu seinem Gott und die Worte der Seher, die zu ihm redeten im Namen des HERRN, des Gottes Israels, siehe, das ist
[geschrieben] in der Geschichte der Könige von Israel. /2Chron33/19/2Chron Sein Gebet aber, und wie Gott sich von ihm erbitten ließ, und all seine Sünde und seine Untreue und die Orte, an denen
er Höhen gebaut und die Ascherim und die Götterbilder aufgestellt hatte, bevor er sich demütigte, siehe, das ist geschrieben in der Geschichte der Seher. /2Chron33/20/2Chron Und Manasse legte
sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in seinem Haus. Und sein Sohn Amon wurde König an seiner Stelle.
Amon von Juda.
2Kö 21,19-26.
/2Chron33/21/2Chron Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König wurde, und er regierte zwei Jahre in Jerusalem. /2Chron33/22/2Chron Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie sein
Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Götterbildern, die sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen. /2Chron33/23/2Chron Und er demütigte sich nicht vor dem HERRN, wie sein
Vater Manasse sich gedemütigt hatte; sondern er, Amon, vermehrte die Schuld. /2Chron33/24/2Chron Und seine Knechte verschworen sich gegen ihn und töteten ihn in seinem Haus. /2Chron33/25/2Chron
Das Volk des Landes aber erschlug alle, die sich gegen den König Amon verschworen hatten. Und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum König an seiner Stelle.
Josia von Juda - Abschaffung des Götzendienstes - Fund des Gesetzbuches - Bundeserneuerung.
2Kö 22; 23,1-20.
\34\
/2Chron34/1/2Chron Acht Jahre war Josia alt, als er König wurde, und [er] regierte 31 Jahre in Jerusalem. /2Chron34/2/2Chron Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN. Und er ging auf den
Wegen seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch zur Linken ab.
/2Chron34/3/2Chron Und im achten Jahr seiner Regierung, als er noch ein Junge war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen. Und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den
Höhen und den Ascherim und den geschnitzten und den gegossenen Bildern zu reinigen. /2Chron34/4/2Chron Und man riß die Altäre der Baalim vor ihm nieder; und die Räucheraltäre, die sich oben auf
ihnen befanden, hieb er um. Und die Ascherim und die geschnitzten und die gegossenen Bilder zerschlug und zermalmte er und streute sie auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten.
/2Chron34/5/2Chron Und die Gebeine der Priester verbrannte er auf ihren Altären. So reinigte er Juda und Jerusalem. /2Chron34/6/2Chron Auch in den Städten von Manasse und Ephraim und Simeon und
bis nach Naftali hin, in ihren Trümmern ringsum, /2Chron34/7/2Chron riß er die Altäre nieder. Und die Ascherim und die Götzenbilder schlug er in Stücke und zermalmte sie; und alle Räucheraltäre
hieb er um im ganzen Land Israel. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.
/2Chron34/8/2Chron Und im achtzehnten Jahr seiner Regierung, während er das Land und den Tempel reinigte, sandte er Schafan, den Sohn Azaljas, und den Stadtobersten Maaseja und den Berater Joach,
den Sohn des Joahas, um das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern. /2Chron34/9/2Chron Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkija und gaben [ihm] das Geld, das in das Haus Gottes gebracht
worden war, das die Leviten, die an der Schwelle wachten, eingesammelt hatten von der Hand Manasses und Ephraims und vom ganzen Überrest Israels und von ganz Juda und Benjamin und den Bewohnern
von Jerusalem. /2Chron34/10/2Chron Sie gaben es in die Hand der Werkführer, die am Haus des HERRN eingesetzt waren. Und diese gaben es denen, die als Werkmeister im Haus des HERRN arbeiteten, um
das Haus instand zu setzen und auszubessern. /2Chron34/11/2Chron Sie gaben es den Handwerkern und den Bauleuten zum Ankauf von behauenen Steinen und von Holz für die Bindebalken und um die
Häuser, die die Könige von Juda hatten verfallen lassen, mit [neuen] Balken zu versehen. /2Chron34/12/2Chron Und die Männer arbeiteten gewissenhaft an dem Werk. Und über sie waren die Leviten
Jahat und Obadja, von den Söhnen Meraris gesetzt, und Secharja und Meschullam von den Söhnen der Kehatiter, um die Aufsicht zu führen. Und die Leviten, alle, die sich auf die Musikinstrumente
verstanden, /2Chron34/13/2Chron waren sowohl über die Lastträger [gesetzt] als auch Aufseher über alle Werkführer in jedem Dienst. Und [andere] von den Leviten waren Schreiber und Verwalter und
Torhüter.
/2Chron34/14/2Chron Und als sie das Geld herausnahmen, das in das Haus des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des HERRN, [das] durch Mose [gegeben war].
/2Chron34/15/2Chron Da hob Hilkija an und sagte zu dem Schreiber Schafan: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des HERRN gefunden. Und Hilkija gab das Buch dem Schafan. /2Chron34/16/2Chron Und
Schafan brachte das Buch zum König; und außerdem erstattete er dem König Bericht und sagte: Alles, was der Hand deiner Knechte übergeben worden ist, das tun sie. /2Chron34/17/2Chron Sie haben das
Geld, das sich im Haus des HERRN fand, ausgeschüttet und es in die Hand derer gegeben, die [zur Aufsicht] eingesetzt sind, und in die Hand der Werkführer. /2Chron34/18/2Chron Und der Schreiber
Schafan berichtete dem König weiter: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las daraus dem König vor. /2Chron34/19/2Chron Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes
hörte, da zerriß er seine Kleider. /2Chron34/20/2Chron Und der König befahl Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Abdon, dem Sohn Michas, und dem Schreiber Schafan und Asaja, dem Knecht des
Königs, und sagte: /2Chron34/21/2Chron Geht hin, befragt den HERRN für mich und für die Übriggebliebenen in Israel und in Juda wegen der Worte des Buches, das man gefunden hat! Denn groß ist der
Zorn des HERRN, der sich über uns ergossen hat, weil unsere Väter das Wort des HERRN nicht beachtet haben, um nach allem zu tun, was in diesem Buch aufgeschrieben ist. /2Chron34/22/2Chron Da
gingen Hilkija und die, die der König [bestimmt] hatte, zu der Prophetin Hulda, der Frau des Schallum, des Sohnes des Tokhat, des Sohnes des Hasra, des Hüters der Kleider. Sie wohnte aber in
Jerusalem im zweiten Stadtteil. Und sie redeten in diesem Sinn mit ihr.
/2Chron34/23/2Chron Und sie sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: /2Chron34/24/2Chron So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über
diesen Ort bringen und über seine Bewohner: all die Flüche, die in dem Buch geschrieben sind, das man dem König von Juda vorgelesen hat. /2Chron34/25/2Chron Weil sie mich verlassen und anderen
Göttern Rauchopfer dargebracht haben, um mich [zum Zorn] zu reizen mit all den Machwerken ihrer Hände, so wird sich mein Zorn über diesen Ort ergießen, und er wird nicht erlöschen.
/2Chron34/26/2Chron Zu dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um den HERRN zu befragen, zu ihm sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: [Was] die Worte [betrifft], die
du gehört hast, - /2Chron34/27/2Chron weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott gedemütigt hast, als du seine Worte über diesen Ort und über seine Bewohner hörtest, und [weil] du
dich vor mir gedemütigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, darum habe auch ich es gehört, spricht der HERR. /2Chron34/28/2Chron Siehe, ich werde dich zu deinen Vätern
versammeln, und du wirst zu deinen Gräbern versammelt werden in Frieden. Und deine Augen sollen all das Unheil nicht ansehen, das ich über diesen Ort und über seine Bewohner kommen lasse. Und sie
brachten dem König Antwort.
/2Chron34/29/2Chron Und der König sandte hin und versammelte alle Ältesten von Juda und von Jerusalem. /2Chron34/30/2Chron Und der König ging hinauf in das Haus des HERRN, und alle Männer von
Juda und die Einwohner von Jerusalem und die Priester und die Leviten und alles Volk, vom Größten bis zum Kleinsten. Und man las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuches, das im Haus des HERRN
gefunden worden war. /2Chron34/31/2Chron Und der König stand auf seinem [erhöhten] Standort und schloß den Bund vor dem HERRN, dem HERRN nachzufolgen und seine Gebote und seine Zeugnisse und
seine Ordnungen zu bewahren mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, um die Worte des Bundes zu tun, die in diesem Buch aufgeschrieben sind. /2Chron34/32/2Chron Und er ließ alle [in den Bund]
eintreten, die sich in Jerusalem und in Benjamin befanden. Und die Bewohner von Jerusalem handelten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter. /2Chron34/33/2Chron Und Josia entfernte alle
Greuel aus allen Ländern, die den Söhnen Israel gehörten. Und er hielt alle dazu an, die sich in Israel befanden, dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Alle seine Tage wichen sie nicht von der
Nachfolge des HERRN, des Gottes ihrer Väter, ab.
Josias Feier des Passah.
2Kö 23,21-25.
\35\
/2Chron35/1/2Chron Und Josia feierte dem HERRN Passah in Jerusalem. Und man schlachtete das Passah am Vierzehnten des ersten Monats. /2Chron35/2/2Chron Und er stellte die Priester an ihre
Aufgaben und ermutigte sie zum Dienst im Haus des HERRN. /2Chron35/3/2Chron Und er sagte zu den Leviten, die ganz Israel unterwiesen und dem HERRN geheiligt waren: Setzt die heilige Lade in das
Haus, das Salomo, der Sohn Davids, der König von Israel, gebaut hat! Ihr braucht sie nicht mehr auf [eurer] Schulter zu tragen. Dient jetzt dem HERRN, eurem Gott, und seinem Volk Israel!
/2Chron35/4/2Chron Und haltet euch bereit nach euren Vaterhäusern, in euren Abteilungen, nach der Vorschrift Davids, des Königs von Israel, und nach der schriftlichen Anordnung seines Sohnes
Salomo! /2Chron35/5/2Chron Und stellt euch im Heiligtum auf entsprechend den Gruppen der Vaterhäuser eurer Brüder, der Leute aus dem Volk, und zwar [für jede Gruppe] je eine Abteilung eines
Vaterhauses der Leviten! /2Chron35/6/2Chron Und schlachtet das Passah und heiligt euch und bereitet es für eure Brüder zu, dass ihr tut nach dem Wort des HERRN durch Mose! /2Chron35/7/2Chron Und
Josia spendete für die Leute aus dem Volk an Kleinvieh: Lämmer und junge Ziegenböcke, 30 000 an der Zahl, alles zu den Passahopfern für alle, die sich eingefunden hatten, und 3 000 Rinder. Das
[stammte] aus dem Besitz des Königs. /2Chron35/8/2Chron Und seine Obersten spendeten freiwillig für das Volk, für die Priester und für die Leviten. Hilkija und Secharja und Jehiel, die Fürsten
des Hauses Gottes, gaben den Priestern zu den Passahopfern 2 600 [Stück Kleinvieh] und 300 Rinder. /2Chron35/9/2Chron Und Konanja und Schemaja und Netanel, seine Brüder, und Haschabja und Jeiel
und Josabad, die Obersten der Leviten, spendeten für die Leviten zu den Passahopfern 5 000 [Stück Kleinvieh] und 500 Rinder.
/2Chron35/10/2Chron So wurde der Dienst geordnet. Und die Priester standen an ihrem Standort und die Leviten in ihren Abteilungen nach dem Befehl des Königs. /2Chron35/11/2Chron Und sie
schlachteten das Passah. Und die Priester sprengten [das Blut, das sie] aus ihrer Hand [entgegennahmen], während die Leviten [den Tieren] die Haut abzogen. /2Chron35/12/2Chron Und sie legten das
[zum] Brandopfer [Bestimmte] beiseite, um es den Gruppen der Vaterhäuser der Leute aus dem Volk zu geben, damit die es dem HERRN darbrächten, wie es im Buch des Mose geschrieben steht; und ebenso
[machten sie es] mit den Rindern. /2Chron35/13/2Chron Und sie brieten das Passah am Feuer nach der Vorschrift. Und die heiligen Gaben kochten sie in Töpfen und in Kesseln und in Schüsseln und
verteilten sie schnell an alle Leute aus dem Volk. /2Chron35/14/2Chron Und danach bereiteten sie [es] für sich und für die Priester zu; denn die Priester, die Söhne Aarons, waren mit der
Darbringung der Brandopfer und der Fettstücke bis in die Nacht beschäftigt. Und so bereiteten die Leviten [es] für sich zu und für die Priester, die Söhne Aarons. /2Chron35/15/2Chron Und die
Sänger, die Söhne Asafs, waren an ihrem Standort nach der Anordnung Davids und Asafs und Hemans und Jedutuns, des Sehers des Königs. Und [ebenso] waren die Torhüter an jedem Tor. Sie hatten es
nicht nötig, sich von ihrem Dienst zu entfernen, weil ihre Brüder, die Leviten, für sie [das Passah] zubereiteten.
/2Chron35/16/2Chron Und so wurde der ganze Dienst des HERRN an jenem Tag geordnet, um das Passah zu feiern und die Brandopfer auf dem Altar des HERRN darzubringen, nach dem Befehl des Königs
Josia. /2Chron35/17/2Chron Und die Söhne Israel, die sich einfanden, feierten in jener Zeit das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang. /2Chron35/18/2Chron Ein Passah wie
dieses aber war in Israel nicht gefeiert worden seit den Tagen des Propheten Samuel. Denn alle Könige von Israel hatten kein Passah gefeiert wie das, das Josia feierte und die Priester und die
Leviten und ganz Juda und Israel, das sich einfand, und die Bewohner von Jerusalem. /2Chron35/19/2Chron Im achtzehnten Jahr der Regierung Josias ist dieses Passah gefeiert worden.
Josias Tod im Krieg gegen Ägypten.
2Kö 23,26-30.
/2Chron35/20/2Chron Nach all diesem, als Josia das Haus [wieder] hergerichtet hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um bei Karkemisch am Euphrat zu kämpfen. Und Josia zog aus, ihm
entgegen. /2Chron35/21/2Chron Da sandte er Boten zu ihm und ließ [ihm] sagen: Was habe ich mit dir zu tun, König von Juda? Nicht gegen dich [komme ich] heute, sondern gegen das Haus, mit dem ich
Krieg führe. Und Gott hat [zu mir] gesagt, dass ich eilen soll. Laß ab von Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht verderbe! /2Chron35/22/2Chron Aber Josia wandte sein Gesicht nicht von ihm
ab, sondern verkleidete sich, um gegen ihn zu kämpfen. Und er hörte nicht auf die Worte Nechos, [die] aus dem Mund Gottes [kamen]. Und er kam in die Ebene von Megiddo, um zu kämpfen.
/2Chron35/23/2Chron Und die Bogenschützen schossen auf den König Josia. Da sagte der König zu seinen Knechten: Bringt mich weg, denn ich bin schwer verwundet! /2Chron35/24/2Chron Und seine
Knechte schafften ihn aus dem Wagen hinüber und setzten ihn auf den zweiten Wagen, den er hatte, und brachten ihn nach Jerusalem. Und er starb und wurde in den Gräbern seiner Väter begraben. Und
ganz Juda und Jerusalem trauerten um Josia. /2Chron35/25/2Chron Und Jeremia stimmte ein Klagelied über Josia an. Und alle Sänger und Sängerinnen haben in ihren Klageliedern von Josia gesungen bis
auf den heutigen Tag. Und man machte sie zu einem [festen] Brauch in Israel. Und siehe, sie sind geschrieben in den Klageliedern.
/2Chron35/26/2Chron Und die übrige Geschichte Josias und seine guten Taten nach dem, was im Gesetz des HERRN geschrieben steht, /2Chron35/27/2Chron und seine Geschichte, die frühere und die
spätere, siehe, sie ist geschrieben in dem Buch der Könige von Israel und Juda.
Joahas und Jojakim von Juda - Erste Wegführung nach Babel.
2Kö 23,31-37; 24,1-7.
\36\
/2Chron36/1/2Chron Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie machten ihn zum König in Jerusalem anstelle seines Vaters. /2Chron36/2/2Chron 23 Jahre war Joahas alt, als er
König wurde, und er regierte drei Monate in Jerusalem. /2Chron36/3/2Chron Und der König von Ägypten setzte ihn ab in Jerusalem. Und er legte dem Land eine Geldbuße von hundert Talenten Silber und
einem Talent Gold auf. /2Chron36/4/2Chron Und der König von Ägypten machte seinen Bruder Eljakim zum König über Juda und Jerusalem und änderte seinen Namen in Jojakim. Seinen Bruder Joahas aber
nahm Necho fest und brachte ihn nach Ägypten.
/2Chron36/5/2Chron Fünfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, seines Gottes.
/2Chron36/6/2Chron Gegen ihn zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf. Und er band ihn mit ehernen Fesseln, um ihn nach Babel zu bringen. /2Chron36/7/2Chron Auch von den Geräten des Hauses
des HERRN brachte Nebukadnezar [einen Teil] nach Babel und legte sie in seinen Palast in Babel.
/2Chron36/8/2Chron Und die übrige Geschichte Jojakims und seine Greueltaten, die er verübt hat, und was [sonst] über ihn gefunden wurde, siehe, das ist geschrieben in dem Buch der Könige von
Israel und Juda. Und Jojachin, sein Sohn, wurde an seiner Stelle König.
Jojachin und Zedekia von Juda - Zerstörung Jerusalems - Zweite Wegführung nach Babel.
V. 9-10: 2Kö 24,8-17; Jer 22,24-30.
/2Chron36/9/2Chron Achtzehn Jahre war Jojachin alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate und zehn Tage in Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN.
/2Chron36/10/2Chron Bei der Wiederkehr des Jahres sandte der König Nebukadnezar hin und ließ ihn nach Babel bringen samt den kostbaren Geräten des Hauses des HERRN. Und er machte seinen Bruder
Zedekia zum König über Juda und Jerusalem.
V. 11-21: 2Kö 24,18-20; 25,1-21; Jer 52,1-27.
/2Chron36/11/2Chron Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem. /2Chron36/12/2Chron Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, seines
Gottes. Er demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, [der] nach dem Befehl des HERRN [zu ihm sprach]. /2Chron36/13/2Chron Und auch empörte er sich gegen den König Nebukadnezar, der ihn bei
Gott hatte schwören lassen. Und er verhärtete seinen Nacken und verstockte sein Herz, so dass er nicht umkehrte zu dem HERRN, dem Gott Israels. /2Chron36/14/2Chron Auch alle Obersten der Priester
und das Volk häuften Untreue auf Untreue, entsprechend allen Greueln der Nationen, und machten das Haus des HERRN unrein, das er in Jerusalem geheiligt hatte. /2Chron36/15/2Chron Und der HERR,
der Gott ihrer Väter, sandte zu ihnen durch seine Boten, früh sich aufmachend und sendend; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung. /2Chron36/16/2Chron Aber sie verhöhnten die
Boten Gottes und verachteten seine Worte und verspotteten seine Propheten, bis der Zorn des HERRN gegen sein Volk [so] stieg, dass es keine Heilung mehr gab.
V. 17-21: Jer 39,1-10.
/2Chron36/17/2Chron Und er ließ den König der Chaldäer gegen sie heraufkommen und brachte ihre jungen Männer mit dem Schwert um im Haus ihres Heiligtums. Er hatte kein Mitleid mit Jüngling oder
Jungfrau, mit Altem oder Greis. Alle gab er in seine Hand. /2Chron36/18/2Chron Und alle Geräte des Hauses Gottes, die großen und die kleinen, und die Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze
des Königs und seiner Obersten, alles brachte er nach Babel. /2Chron36/19/2Chron Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder. Und all seine Paläste verbrannten
sie mit Feuer, und all seine kostbaren Geräte zerstörten sie. /2Chron36/20/2Chron Und was vom Schwert übriggeblieben war, führte er [gefangen] nach Babel. Und sie mussten ihm und seinen Söhnen
als Sklaven [dienen], bis das Königreich der Perser zur Herrschaft kam, /2Chron36/21/2Chron damit erfüllt würde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias, bis das Land seine Sabbate ersetzt
bekam. All die Tage seiner Verwüstung hatte es Ruhe, bis siebzig Jahre voll waren.
Ende der babylonischen Gefangenschaft.
Esr 1,1-3.
/2Chron36/22/2Chron Und im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien, damit das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias erfüllt würde, erweckte der HERR den Geist des Kyrus, des Königs von
Persien. Und er ließ einen Aufruf ergehen durch sein ganzes Königreich und auch schriftlich bekanntmachen: /2Chron36/23/2Chron So spricht Kyrus, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde
hat der HERR, der Gott des Himmels, mir gegeben. Und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist. Wer immer unter euch aus seinem Volk ist, mit dem sei der HERR,
sein Gott! Er ziehe hinauf!
1.15 Esra.
(Esra 2, 3 bis 2, 33 ist grün eingefärbt, weil die Textpassage ein bisschen langweilig ist.)
Rückkehr der Juden nach Jerusalem unter Serubbabel und Jeschua.
V. 1-3: 2Chr 36,22.23.
\1\
/Esra1/1/Esra Und im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien, erweckte der HERR, damit das Wort des HERRN aus dem Mund Jeremias erfüllt würde, den Geist des Kyrus, des Königs von Persien,
dass er durch sein ganzes Reich einen Ruf ergehen ließ, und zwar auch schriftlich: /Esra1/2/Esra So spricht Kyrus, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde hat der HERR, der Gott des
Himmels, mir gegeben. Nun hat er selbst mir [den Auftrag] gegeben, ihm in Jerusalem, das in Juda ist, ein Haus zu bauen. /Esra1/3/Esra Wer immer unter euch aus seinem Volk ist, mit dem sei sein
Gott, und er ziehe hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue das Haus des HERRN, des Gottes Israels! Er ist der Gott, der in Jerusalem ist. /Esra1/4/Esra Und jeden, der übriggeblieben ist,
an irgendeinem Ort, wo er sich [als Fremder] aufhält, den sollen die Leute seines Ortes unterstützen mit Silber und mit Gold und mit Habe und mit Vieh neben den freiwilligen Gaben für das Haus
Gottes in Jerusalem.
/Esra1/5/21Chron Da machten sich die Familienoberhäupter von Juda und Benjamin auf und die Priester und die Leviten, jeder, dessen Geist Gott erweckte, hinaufzuziehen, um das Haus des HERRN in
Jerusalem zu bauen. /21Chron1/6/Esra Und alle, die um sie herum [wohnten], griffen ihnen unter die Arme mit silbernen Geräten, mit Gold, mit Habe und mit Vieh und mit Kostbarkeiten, abgesehen von
allen freiwilligen Gaben. /Esra1/7/Esra Und der König Kyrus holte die Geräte des Hauses des HERRN [wieder] heraus, die Nebukadnezar aus Jerusalem herausgeholt hatte und die er [als Geschenke] in
das Haus seines Gottes gegeben hatte. /Esra1/8/Esra Die brachte Kyrus, der König von Persien, in die Obhut des Schatzmeisters Midredat; und der zählte sie Scheschbazar, dem Fürsten Judas, vor.
/Esra1/9/Esra Und das ist ihre Anzahl: 30 goldene Becken, 1000 silberne Becken, 29 Messer, /Esra1/10/Esra 30 goldene Becher, 410 silberne Becher von zweiter Wahl, 1000 andere Geräte.
/Esra1/11/Esra Alle Geräte aus Gold und aus Silber waren 5 400. Das alles brachte Scheschbazar mit herauf, als die Weggeführten aus Babel nach Jerusalem heraufgeführt wurden.
Verzeichnis der Rückkehrer unter Serubbabel und Jeschua.
Neh 7,6-72.
\2\
/Esra2/1/Esra Und das sind die Einwohner der Provinz [Juda], die aus der Gefangenschaft hinaufzogen, die Weggeführten, die Nebukadnezar, der König von Babel, nach Babel weggeführt hatte und die
nach Jerusalem und Juda zurückgekehrt sind, jeder in seine Stadt, /Esra2/2/Esra [alle], die mit Serubbabel kamen [und mit] Jeschua, Nehemia, Seraja, Reelaja, Mordochai, Bilschan, Misperet,
Bigwai, Rehum [und] Baana.
V. 3-15: Kap. 8,1-14; V. 3-19: Neh 10,15-20.
[Das ist die ] Zahl der Männer des Volkes Israel:
/Esra2/3/Esra Die Söhne Parosch 2 172. /Esra2/4/Esra Die Söhne Schefatja 372; /Esra2/5/Esra die Söhne Arach 775; /Esra2/6/Esra die Söhne Pahat-Moab, von den Söhnen Jeschua [und] Joab 2 812;
/Esra2/7/Esra die Söhne Elam 1 254; /Esra2/8/Esra die Söhne Sattu 945; /Esra2/9/Esra die Söhne Sakkai 760; /Esra2/10/Esra die Söhne Bani 642; /Esra2/11/Esra die Söhne Bebai 623; /Esra2/12/Esra
die Söhne Asgad 1 222; /Esra2/13/Esra die Söhne Adonikam 666; /Esra2/14/Esra die Söhne Bigwai 2 056; /Esra2/15/Esra die Söhne Adin 454; /Esra2/16/Esra die Söhne Ater von Hiskia 98; /Esra2/17/Esra
die Söhne Bezai 323; /Esra2/18/Esra die Söhne Jorah 112; /Esra2/19/Esra die Söhne Haschum 223; /Esra2/20/Esra die Söhne Gibbar 95; /Esra2/21/Esra die Söhne Bethlehem 123; /Esra2/22/Esra die
Männer von Netofa 56; /Esra2/23/Esra die Männer von Anatot 128; /Esra2/24/Esra die Söhne Asmawet 42; /Esra2/25/Esra die Söhne Kirjat-Arim, Kefira und Beerot 743; /Esra2/26/Esra die Söhne Rama und
Geba 621; /Esra2/27/Esra die Männer von Michmas 122; /Esra2/28/Esra die Männer von Bethel und Ai 223; /Esra2/29/Esra die Söhne Nebo 52; /Esra2/30/Esra die Söhne Magbisch 156; /Esra2/31/Esra die
Söhne des anderen Elam 1 254; /Esra2/32/Esra die Söhne Harim 320; /Esra2/33/Esra die Söhne Lod, Hadid und Ono 725; /Esra2/34/Esra die Söhne Jericho 345; /Esra2/35/Esra die Söhne Senaa 3
630.
/Esra2/36/Esra Die Priester: die Söhne Jedaja, vom Haus Jeschua, 973; /Esra2/37/Esra die Söhne Immer 1 052; /Esra2/38/Esra die Söhne Paschhur 1 247; /Esra2/39/Esra die Söhne Harim 1
017.
/Esra2/40/Esra Die Leviten: Die Söhne Jeschua und Kadmiel, von den Söhnen Hodawja. - /Esra2/41/Esra Die Sänger: die Söhne Asaf 128. - /Esra2/42/Esra Die Söhne der Torhüter: die Söhne Schallum,
die Söhne Ater, die Söhne Talmon, die Söhne Akkub, die Söhne Hatita, die Söhne Schobai, insgesamt 139.
/Esra2/43/Esra Die Tempeldiener: die Söhne Ziha, die Söhne Hasufa, die Söhne Tabbaot, /Esra2/44/Esra die Söhne Keros, die Söhne Sia, die Söhne Padon, /Esra2/45/Esra die Söhne Lebana, die Söhne
Hagaba, die Söhne Akkub, /Esra2/46/Esra die Söhne Hagab, die Söhne Salmai, die Söhne Hanan, /Esra2/47/Esra die Söhne Giddel, die Söhne Gahar, die Söhne Reaja, /Esra2/48/Esra die Söhne Rezin, die
Söhne Nekoda, die Söhne Gasam, /Esra2/49/Esra die Söhne Usa, die Söhne Paseach, die Söhne Besai, /Esra2/50/Esra die Söhne Asna, die Söhne der Meuniter, die Söhne der Nefusiter, /Esra2/51/Esra die
Söhne Bakbuk, die Söhne Hakufa, die Söhne Harhur, /Esra2/52/Esra die Söhne Bazlut, die Söhne Mehida, die Söhne Harscha, /Esra2/53/Esra die Söhne Barkos, die Söhne Sisera, die Söhne Temach,
/Esra2/54/Esra die Söhne Neziach, die Söhne Hatifa.
/Esra2/55/Esra Die Söhne der Knechte Salomos: die Söhne Sotai, die Söhne Soferet, die Söhne Peruda, /Esra2/56/Esra die Söhne Jaala, die Söhne Darkon, die Söhne Giddel, /Esra2/57/Esra die Söhne
Schefatja, die Söhne Hattil, die Söhne Pocheret-Zebajim, die Söhne Ami.
/Esra2/58/Esra Alle Tempeldiener und Söhne der Knechte Salomos waren 392.
/Esra2/59/Esra Und die folgenden sind es, die aus Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub-Addon [und] Immer heraufzogen; aber sie konnten ihr Vaterhaus und ihre Abstammung nicht angeben, ob sie aus Israel
waren: /Esra2/60/Esra die Söhne Delaja, die Söhne Tobija, die Söhne Nekoda 652. /Esra2/61/Esra Und von den Söhnen der Priester: die Söhne Habaja, die Söhne Hakkoz, die Söhne Barsillai, der von
den Töchtern des Gileaditers Barsillai eine Frau genommen hatte und nach dessen Namen genannt wurde. /Esra2/62/Esra Diese suchten ihre Eintragung in die Geschlechtsregister, aber sie wurde nicht
gefunden. So wurden sie vom Priesteramt als unrein ausgeschlossen. /Esra2/63/Esra Und der Tirschata befahl ihnen, nicht vom Hochheiligen zu essen, bis ein Priester für die Urim und die Tummim
aufträte.
/Esra2/64/Esra Die ganze Versammlung [zählte] insgesamt 42 360, /Esra2/65/Esra abgesehen von ihren Knechten und ihren Mägden; diese waren 7 337. Und sie hatten 200 Sänger und Sängerinnen.
/Esra2/66/Esra Ihre Pferde waren 736, ihre Maultiere 245, /Esra2/67/Esra ihre Kamele 435, die Esel 6 720.
/Esra2/68/Esra Und einige von den Familienoberhäuptern gaben bei ihrer Ankunft am Haus des HERRN in Jerusalem freiwillig für das Haus Gottes, um es an seiner [alten] Stelle wiederherzustellen.
/Esra2/69/Esra Nach ihrem Vermögen gaben sie für den Schatz des Werkes 61 000 Golddariken und 5 000 Silberminen, und 100 Priesterleibröcke.
/Esra2/70/Esra Und die Priester und die Leviten und die aus dem Volk und die Sänger und die Torhüter und die Tempeldiener ließen sich in ihren Städten nieder. So [wohnte] ganz Israel in seinen
Städten.
Wiederaufnahme der Opfer in Jerusalem, Laubhüttenfest und Beginn des Tempelbaues.
\3\
/Esra3/1/Esra Und als der siebte Monat herankam, dass die Söhne Israel in den Städten [wohnten], da versammelte sich das Volk wie ein Mann nach Jerusalem. /Esra3/2/Esra Und Jeschua, der Sohn
Jozadaks, und seine Brüder, die Priester, und Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und seine Brüder machten sich auf und bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer darauf zu opfern, wie es
geschrieben steht im Gesetz des Mose, des Mannes Gottes.
/Esra3/3/Esra Und sie errichteten den Altar auf seinen [alten] Fundamenten, obwohl [ein Teil] von der Bevölkerung der Länder in Feindschaft mit ihnen [lebte], und sie opferten auf ihm Brandopfer
dem HERRN, die Morgen- und Abendbrandopfer. /Esra3/4/Esra Und sie begingen das Laubhüttenfest, wie es vorgeschrieben ist, mit dem Brandopfer, Tag für Tag in der Zahl, wie es vorgeschrieben ist
und [wie] jeder Tag es erforderte. /Esra3/5/Esra Danach [brachte man] das regelmäßige Brandopfer und das für die Neumonde und [für] alle geheiligten Feste des HERRN und [die Brandopfer] von
jedem, der dem HERRN eine freiwillige Gabe brachte. /Esra3/6/Esra Am ersten Tag des siebten Monats fingen sie an, dem HERRN Brandopfer zu opfern. Aber die Grundmauern des Tempels des HERRN waren
noch nicht gelegt. - /Esra3/7/Esra Und man gab Geld den Steinhauern und den Zimmerleuten und Speise und Trank und Öl den Sidonitern und den Tyrern, damit sie Zedernholz vom Libanon ans Meer nach
Jafo brächten gemäß der Vollmacht des Kyrus, des Königs von Persien, [die er] ihnen [erteilt hatte].
/Esra3/8/Esra Und im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft beim Haus Gottes in Jerusalem, im zweiten Monat, begannen Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und ihre übrigen
Brüder, die Priester und die Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen waren, und sie ließen die Leviten von zwanzig Jahren und darüber antreten, dass sie Aufsicht
über das Werk am Haus des HERRN führten. /Esra3/9/Esra Da traten Jeschua, seine Söhne und seine Brüder, Kadmiel und seine Söhne, die Söhne Judas, wie ein [Mann] an, um Aufsicht zu führen über
die, welche die Arbeit am Haus Gottes taten; [dazu] die Söhne Henadads, ihre Söhne und ihre Brüder, die Leviten.
/Esra3/10/Esra So legten die Bauleute die Grundmauern zum Tempel des HERRN. Dabei ließ man die Priester in ihrer Amtskleidung antreten, mit Trompeten, und die Leviten, die Söhne Asafs, mit
Zimbeln, den HERRN zu loben nach der Anweisung Davids, des Königs von Israel. /Esra3/11/Esra Und sie stimmten [einen Wechselgesang] an mit Lob und Preis dem HERRN: Denn er ist gut, denn seine
Gnade [währt] ewig über Israel. Und das ganze Volk jauchzte mit gewaltigem Jauchzen beim Lob des HERRN wegen der Grundsteinlegung zum Haus des HERRN. /Esra3/12/Esra Viele aber von den Priestern
und den Leviten und den Familienoberhäuptern, den Alten, die das erste Haus gesehen hatten, weinten, während man vor ihren Augen den Grundstein zu diesem Haus legte, mit lauter Stimme. Viele aber
erhoben ihre Stimme mit freudigem Jauchzen, /Esra3/13/Esra so dass niemand vom Volk [vor] der Stimme des freudigen Jauchzens die Stimme des Weinens im Volk erkennen konnte, denn das Volk jauchzte
mit gewaltigem Jauchzen, so dass die Stimme bis in die Ferne gehört wurde.
Widerstand der Samariter gegen den Tempelbau.
\4\
/Esra4/1/Esra Als aber die Gegner Judas und Benjamins hörten, dass die Kinder der Wegführung dabei waren, dem HERRN, dem Gott Israels, einen Tempel zu bauen, /Esra4/2/Esra da traten sie zu
Serubbabel und zu den Familienoberhäuptern und sagten zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen! Denn wir suchen euren Gott wie ihr; und ihm opfern wir seit den Tagen Asarhaddons, des Königs von Assur,
der uns hierher heraufgeführt hat. /Esra4/3/Esra Da sagten Serubbabel und Jeschua und die übrigen Familienoberhäupter Israels zu ihnen: Ihr habt nichts mit uns [zu tun bei dem Auftrag], unserm
Gott ein Haus zu bauen; sondern wir allein, wir werden dem HERRN, dem Gott Israels, bauen, wie es uns der König Kyrus, der König von Persien, befohlen hat. /Esra4/4/Esra Da machte das Volk des
Landes die Hände des Volkes Juda schlaff und schreckte sie vom Bauen ab. /Esra4/5/Esra Und sie nahmen Ratgeber gegen sie in Dienst, um ihren Plan zunichte zu machen, [und zwar] alle Tage des
Kyrus, des Königs von Persien, und bis zur Regierung des Darius, des Königs von Persien.
Anklage gegen die Juden bei den persischen Königen wegen des Wiederaufbaues Jerusalems.
/Esra4/6/Esra Und unter der Regierung des Ahasveros, am Anfang seiner Regierung, schrieben sie eine Anklage gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem. - /Esra4/7/Esra Und in den Tagen Artahsastas
schrieben Bischlam, Mitredat, Tabeel und seine übrigen Gefährten an Artahsasta, den König von Persien. Der Text des Briefes war aber aramäisch geschrieben und übersetzt. Aramäisch: /Esra4/8/Esra
Der Befehlshaber Rehum und der Schreiber Schimschai schrieben einen Brief gegen Jerusalem an den König Artahsasta mit folgendem [Wortlaut]. /Esra4/9/Esra Dann [stand da: Wir], der Befehlshaber
Rehum und der Schreiber Schimschai und ihre übrigen Gefährten, die Richter, die Gesandten, die Schreiber und die Verwalter, die Männer aus Erech, Babel und Susa, das sind die Männer aus Elam,
/Esra4/10/Esra und die übrigen Nationen, die der große und erlauchte Asenappar wegführte und in den Städten Samarias und im übrigen [Gebiet] jenseits des Stromes wohnen ließ -. Und nun:
/Esra4/11/Esra Dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn sandten: An den König Artahsasta, deine Knechte, die Männer jenseits des Stromes. Und nun: /Esra4/12/Esra Es sei dem König kund,
dass die Juden, die von dir heraufgezogen sind, zu uns nach Jerusalem gekommen sind. Sie bauen die aufrührerische und böse Stadt [wieder] auf, sie vollenden die Mauern und bessern die Fundamente
aus. /Esra4/13/Esra Nun sei dem König kund: Wenn diese Stadt [wieder] aufgebaut wird und die Mauern vollendet werden, dann werden sie Steuern, Abgaben und Zoll nicht mehr geben, und das wird
schließlich die Könige schädigen. /Esra4/14/Esra Weil wir nun das Salz des Palastes essen und es uns nicht geziemt, die Bloßstellung des Königs mitanzusehen, deswegen senden wir hin und teilen es
dem König mit, /Esra4/15/Esra damit man in dem Buch der Denkwürdigkeiten deiner Väter nachforsche. Und du wirst in dem Buch der Denkwürdigkeiten finden und erkennen, dass diese Stadt eine
aufrührerische Stadt gewesen ist, die Könige und Länder geschädigt hat, und dass man von den Tagen der Vorzeit her Empörung darin gestiftet hat. Deshalb ist diese Stadt zerstört worden.
/Esra4/16/Esra Wir teilen dem König mit: Wenn diese Stadt [wieder] aufgebaut wird und die Mauern vollendet werden, wirst du infolge davon [im Gebiet] jenseits des Stromes keinen Anteil mehr
haben.
/Esra4/17/Esra [Folgende] Antwort sandte der König: An den Befehlshaber Rehum, den Schreiber Schimschai und an ihre übrigen Gefährten, die in Samaria und in dem übrigen [Gebiet] jenseits des
Stromes wohnen, den Friedensgruß. Und nun: /Esra4/18/Esra Der Brief, den ihr an uns gesandt habt, ist Stück für Stück vor mir gelesen worden. /Esra4/19/Esra Und von mir ist Befehl gegeben worden,
und man hat nachgeforscht und gefunden, dass diese Stadt sich von den Tagen der Vorzeit an gegen die Könige erhoben hat und dass Aufruhr und Empörung in ihr gestiftet worden sind. /Esra4/20/Esra
Und mächtige Könige hat es zu Jerusalem gegeben; die haben über alles geherrscht, was jenseits des Stromes ist, und Steuern, Abgaben und Zoll wurden ihnen gegeben. /Esra4/21/Esra Nun gebt Befehl,
diesen Männern Einhalt zu gebieten! Diese Stadt soll nicht [wieder] aufgebaut werden, bis von mir Befehl gegeben wird. /Esra4/22/Esra Und hütet euch, hierin eine Nachlässigkeit zu begehen! Warum
sollte ein großer Schaden zum Nachteil der Könige entstehen? - /Esra4/23/Esra Als dann die Abschrift des Briefes des Königs Artahsasta vor Rehum und dem Schreiber Schimschai und ihren Gefährten
gelesen worden war, gingen sie in Eile nach Jerusalem zu den Juden und geboten ihnen mit Waffengewalt Einhalt.
/Esra4/24/Esra Damals wurde die Arbeit am Haus Gottes in Jerusalem eingestellt, und sie blieb eingestellt bis zum zweiten Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien.
Weiterbau des Tempels - Bericht des Statthalters über die Juden an König Darius.
\5\
/Esra5/1/Esra Und der Prophet Haggai und Sacharja, der Sohn Iddos, die Propheten, weissagten den Juden, die in Juda und in Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels, der über ihnen war.
/Esra5/2/Esra Da machten sich Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, auf und fingen an, das Haus Gottes in Jerusalem zu bauen. Mit ihnen waren die Propheten Gottes, die
sie unterstützten.
/Esra5/3/Esra Zur selben Zeit kamen Tattenai, der Verwalter jenseits des Stromes, und Schetar-Bosnai und ihre Gefährten zu ihnen und sprachen so zu ihnen: Wer hat euch den Befehl gegeben, dieses
Haus zu bauen und diese Mauer zu vollenden? /Esra5/4/Esra Darauf sagten sie zu ihnen: Was sind die Namen der Männer, die diesen Bau ausführen? /Esra5/5/Esra Aber das Auge ihres Gottes war über
den Ältesten der Juden, dass man ihnen nicht Einhalt gebot, bis ein Bericht an Darius gelangte und man dann einen Brief darüber zurückschickte.
/Esra5/6/Esra Abschrift des Briefes, den Tattenai, der Verwalter jenseits des Stromes, und Schetar-Bosnai und seine Gefährten, die persischen [Beamten der Provinz] jenseits des Stromes, an den
König Darius sandten. /Esra5/7/Esra Sie sandten einen Bericht an ihn, und dies war darin geschrieben: Darius, dem König, allen Frieden! /Esra5/8/Esra Es sei dem König kund, dass wir in die
Provinz Juda zum Haus des großen Gottes gegangen sind; das wird gerade mit Quadersteinen gebaut, und Holz wird in die Wände eingelegt. Und diese Arbeit wird eifrig betrieben und kommt unter ihrer
Hand gut voran. /Esra5/9/Esra Da haben wir jene Ältesten gefragt [und] dies zu ihnen gesagt: Wer hat euch den Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen und diese Mauer zu vollenden? /Esra5/10/Esra Und
auch nach ihren Namen haben wir sie gefragt, um sie dich wissen zu lassen, damit wir die Namen der Männer aufschreiben konnten, die an ihrer Spitze [stehen]. /Esra5/11/Esra Und so gaben sie uns
folgendes zur Antwort und sagten: Wir sind die Knechte des Gottes des Himmels und der Erde, und wir bauen das Haus [wieder] auf, das früher viele Jahre als Gebäude bestanden hat. Ein großer König
von Israel hatte es gebaut und vollendet. /Esra5/12/Esra Da aber unsere Väter den Gott des Himmels zum Zorn reizten, gab er sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, des Chaldäers; der
zerstörte dieses Haus und führte das Volk nach Babel fort. /Esra5/13/Esra Doch im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Babel, gab der König Kyrus den Befehl, dieses Haus Gottes [wieder]
aufzubauen. /Esra5/14/Esra Und auch die goldenen und silbernen Geräte des Hauses Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem herausgenommen und in den Tempel zu Babel gebracht hatte, die
nahm der König Kyrus aus dem Tempel zu Babel heraus. Sie wurden Scheschbazar - so sein Name - übergeben, den er als Verwalter einsetzte. /Esra5/15/Esra Und er sagte zu ihm: Nimm diese Geräte,
ziehe hin, lege sie im Tempel zu Jerusalem nieder! Und das Haus Gottes soll an seiner [früheren] Stätte [wieder] aufgebaut werden. /Esra5/16/Esra Darauf kam dieser Scheschbazar [und] legte die
Fundamente des Hauses Gottes, das in Jerusalem ist. Von da an bis jetzt wird daran gebaut. Es ist aber noch nicht vollendet.
/Esra5/17/Esra Und nun, wenn es dem König recht ist, dann werde nachgeforscht im Schatzhaus des Königs, das dort in Babel ist, ob es so ist, dass vom König Kyrus der Befehl gegeben worden ist,
dieses Haus Gottes in Jerusalem [wieder] aufzubauen. Die Entscheidung des Königs darüber schicke man uns zu.
Erlaubnis zum Tempelbau, Fertigstellung des Tempels, seine Einweihung und Passahfest.
\6\
/Esra6/1/Esra Darauf erließ der König Darius einen Befehl, und man forschte in Babel nach im Urkundenhaus, wo man die Schätze niederlegte. /Esra6/2/Esra Und es wurde zu Achmeta, in der Festung,
die in der Provinz Medien [liegt], eine Schriftrolle gefunden, und darin war folgendes geschrieben: Protokoll: /Esra6/3/Esra Im ersten Jahr des Königs Kyrus erließ der König Kyrus Befehl, das
Haus Gottes in Jerusalem [betreffend]: Das Haus soll [wieder] aufgebaut werden als eine Stätte, wo man Schlachtopfer opfert. Und seine Fundamente sollen hergerichtet werden: seine Höhe [soll]
sechzig Ellen sein, seine Breite sechzig Ellen, /Esra6/4/Esra drei Lagen aus Quadersteinen und eine Lage aus neuem Holz. Und die Kosten sollen aus dem Haus des Königs bestritten werden.
/Esra6/5/Esra Und auch die goldenen und silbernen Geräte des Hauses Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem herausgenommen und nach Babel gebracht hat, soll man zurückgeben, dass
[ein jedes wieder] in den Tempel zu Jerusalem kommt, an seinen Ort. Und du sollst sie im Haus Gottes niederlegen. - /Esra6/6/Esra Nun denn, Tattenai, Verwalter jenseits des Stromes,
Schetar-Bosnai und eure Gefährten, die persischen [Beamten der Provinz] jenseits des Stromes, haltet euch fern von dort! /Esra6/7/Esra Laßt für die Arbeit an diesem Haus Gottes [dem] Verwalter
der Juden und den Ältesten der Juden [freie Hand]! Sie sollen dieses Haus Gottes an seiner Stätte [wieder] aufbauen. /Esra6/8/Esra Und von mir wird Befehl dafür gegeben, wie ihr mit diesen
Ältesten der Juden verfahren sollt, damit sie dieses Haus Gottes bauen können: So sollen von den Gütern des Königs, aus der Steuer [der Provinz] jenseits des Stromes, diesen Männern die Ausgaben
pünktlich bezahlt werden, um [sie] nicht aufzuhalten. /Esra6/9/Esra Und was nötig ist, Jungstiere, Widder und Lämmer zu Brandopfern für den Gott des Himmels, [dazu] Weizen, Salz, Wein und Öl,
[das] soll ihnen nach dem Geheiß der Priester, die in Jerusalem sind, Tag für Tag ohne Nachlässigkeit gegeben werden, /Esra6/10/Esra damit sie dem Gott des Himmels Räucherwerk darbringen und für
das Leben des Königs und seiner Söhne beten. /Esra6/11/Esra Und von mir wird Befehl gegeben: Jedem Menschen, der diesen Erlaß übertritt, aus dessen Haus soll ein Balken herausgerissen werden, und
er soll als Gepfählter daran geschlagen werden; und sein Haus soll deswegen zu einem Misthaufen gemacht werden. /Esra6/12/Esra Der Gott aber, der seinen Namen dort wohnen läßt, stürze jeden König
und [jedes] Volk nieder, die ihre Hand ausstrecken, [diesen Erlaß] zu übertreten, um dieses Haus Gottes zu zerstören, das in Jerusalem ist! Ich, Darius, habe den Befehl gegeben. Gewissenhaft soll
er ausgeführt werden!
/Esra6/13/Esra Darauf [verhielten sich] Tattenai, der Verwalter [der Provinz] jenseits des Stromes, Schetar-Bosnai und ihre Gefährten entsprechend dem [Befehl], den der König Darius gesandt hatte
[und] handelten gewissenhaft danach.
/Esra6/14/Esra So bauten die Ältesten der Juden, und sie kamen gut voran gemäß der Weissagung Haggais, des Propheten, und Sacharjas, des Sohnes Iddos. Und sie bauten und vollendeten [das Gebäude]
nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl des Kyrus und Darius und Artahsasta, des Königs von Persien. /Esra6/15/Esra Und dieses Haus wurde fertig bis zum dritten Tag des Monats
Adar, das ist das sechste Jahr der Regierung des Königs Darius.
/Esra6/16/Esra Und die Söhne Israel, die Priester und die Leviten und die übrigen Söhne der Weggeführten feierten die Einweihung dieses Hauses Gottes mit Freuden. /Esra6/17/Esra Und sie brachten
zur Einweihung dieses Hauses Gottes hundert Stiere dar, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer und als Sündopfer für ganz Israel zwölf Ziegenböcke, nach der Zahl der Stämme Israels.
/Esra6/18/Esra Und sie stellten die Priester nach ihren Gruppen auf und die Leviten nach ihren Abteilungen zum Dienst Gottes in Jerusalem, nach der Vorschrift des Buches des Mose.
/Esra6/19/Esra Und die Söhne der Weggeführten bereiteten das Passah am vierzehnten Tag des ersten Monats. /Esra6/20/Esra Denn die Priester und die Leviten hatten sich gereinigt wie ein [Mann];
sie waren alle rein. Und sie schlachteten das Passah für alle Söhne der Weggeführten und für ihre Brüder, die Priester, und für sich selbst. /Esra6/21/Esra So aßen die Söhne Israel, die aus der
Wegführung zurückgekehrt waren, [das Passah] sowie jeder, der sich von der Unreinheit der Nationen des Landes zu ihnen abgesondert hatte, um den HERRN, den Gott Israels, zu suchen. /Esra6/22/Esra
Und sie begingen das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit Freuden. Denn der HERR hatte sie frohgemacht und ihnen das Herz des Königs von Assur zugewandt, ihre Hände bei der Arbeit am
Haus Gottes, des Gottes Israels, zu stärken.
Rückkehr Esras nach Jerusalem - Schutzbrief des Königs Artahsasta für Esra.
V. 1-5: 1Chr 5,29-41.
\7\
/Esra7/1/Esra Nach diesen Begebenheiten nun [zog] unter der Regierung des Artahsasta, des Königs von Persien, Esra [herauf], der Sohn Serajas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Hilkijas,
/Esra7/2/Esra des Sohnes Schallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Ahitubs, /Esra7/3/Esra des Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Merajots, /Esra7/4/Esra des Sohnes Serachjas, des
Sohnes Usis, des Sohnes Bukkis, /Esra7/5/Esra des Sohnes Abischuas, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Eleasars, des Sohnes Aarons, des Oberpriesters, - /Esra7/6/Esra dieser Esra zog herauf von
Babel. Und er war ein kundiger Schriftgelehrter im Gesetz des Mose, das der HERR, der Gott Israels, gegeben hatte. Und der König gewährte ihm, da die Hand des HERRN, seines Gottes, über ihm war,
all sein Begehren. /Esra7/7/Esra Und von den Söhnen Israel, von den Priestern, den Leviten, den Sängern, den Torhütern und den Tempeldienern gingen [einige mit] nach Jerusalem hinauf im siebten
Jahr des Königs Artahsasta. /Esra7/8/Esra Und er kam nach Jerusalem im fünften Monat, das war im siebten Jahr des Königs. /Esra7/9/Esra Denn am Ersten des ersten Monats hatte er den Hinaufzug aus
Babel festgesetzt. Und am Ersten des fünften Monats kam er nach Jerusalem, weil die gute Hand seines Gottes über ihm war. /Esra7/10/Esra Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des
HERRN zu erforschen und zu tun und in Israel [die] Ordnung und [das] Recht [des HERRN] zu lehren.
/Esra7/11/Esra Und dies ist die Abschrift des Briefes, den der König Artahsasta dem Priester und Schriftgelehrten Esra mitgab, dem Schriftgelehrten in Angelegenheiten der Gebote des HERRN und
seiner Ordnungen für Israel: /Esra7/12/Esra Artahsasta, der König der Könige, an Esra, den Priester, den Beauftragten für das Gesetz des Gottes des Himmels, vollkommenes [Heil]! Und nun:
/Esra7/13/Esra Von mir wird [hiermit] Befehl gegeben, dass jeder in meinem Reich vom Volk Israel, seinen Priestern und den Leviten, der gewillt ist, nach Jerusalem zu ziehen, mit dir ziehen darf,
/Esra7/14/Esra weil [du] von seiten des Königs und seiner sieben Räte gesandt bist, um eine Untersuchung über Juda und Jerusalem anzustellen nach dem Gesetz deines Gottes, das in deiner Hand ist,
/Esra7/15/Esra und um das Silber und das Gold zu überbringen, das der König und seine Räte dem Gott Israels gespendet haben, dessen Wohnung in Jerusalem ist, /Esra7/16/Esra sowie alles Silber und
Gold, das du in der ganzen Provinz Babel bekommen wirst, samt der Spende des Volkes und der Priester, die sie spenden für das Haus ihres Gottes, das in Jerusalem ist. /Esra7/17/Esra
Dementsprechend sollst du gewissenhaft für dieses Geld Stiere, Widder, Lämmer und die dazugehörigen Speisopfer und Trankopfer kaufen und sie auf dem Altar des Hauses eures Gottes darbringen, das
in Jerusalem ist. /Esra7/18/Esra Und was dir und deinen Brüdern recht erscheint, mit dem restlichen Silber und Gold zu tun, das dürft ihr nach dem Willen eures Gottes tun. /Esra7/19/Esra Die
Geräte aber, die dir zum Dienst im Haus deines Gottes gegeben worden sind, liefere vollständig ab vor dem Gott in Jerusalem! /Esra7/20/Esra Und den übrigen Bedarf für das Haus deines Gottes, den
aufzubringen dir zufällt, sollst du aus dem Schatzhaus des Königs ausgeben. - /Esra7/21/Esra Von mir persönlich, dem König Artahsasta, wird [hiermit] an alle Schatzmeister jenseits des Stromes
Befehl gegeben: Alles, was Esra, der Priester, der Beauftragte für das Gesetz des Gottes des Himmels, von euch fordern wird, soll gewissenhaft getan werden, /Esra7/22/Esra [und zwar] bis zu
hundert Talenten Silber und bis zu hundert Kor Weizen und bis zu hundert Bat Wein und bis zu hundert Bat Öl, und Salz unbegrenzt. /Esra7/23/Esra Alles, was nach dem Befehl des Gottes des Himmels
[erforderlich] ist, soll für das Haus des Gottes des Himmels sorgfältig getan werden. Denn warum sollte ein Zorn[gericht] über das Reich des Königs und seiner Söhne kommen? /Esra7/24/Esra Und
euch wird mitgeteilt, dass niemand ermächtigt ist, irgendeinem von den Priestern und Leviten, Sängern, Torhütern, Tempelsklaven und Dienern dieses Hauses Gottes Steuer, Abgaben und Zoll
aufzuerlegen. - /Esra7/25/Esra Du aber, Esra, setze nach der Weisheit deines Gottes, die in deiner Hand ist, Richter und Rechtsprecher ein, die dem ganzen Volk Recht sprechen sollen, das jenseits
des Stromes ist, allen, die die Gesetze deines Gottes kennen. Und wer sie nicht kennt, dem sollt ihr sie mitteilen. /Esra7/26/Esra Und jeder, der das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des
Königs nicht befolgt, an dem soll mit Eifer Gericht geübt werden, es sei zum Tode oder zur Verbannung oder zur Geldstrafe oder zum Gefängnis.
/Esra7/27/Esra Gepriesen sei der HERR, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus des HERRN herrlich zu machen, das in Jerusalem ist, /Esra7/28/Esra und
der es gefügt hat, dass ich Gnade [gefunden] habe vor dem König und seinen Räten und allen mächtigen Obersten des Königs! Ich aber, ich faßte Mut, weil die Hand des HERRN, meines Gottes, über mir
war, und ich versammelte [einige von den Familienober]häuptern aus Israel, dass sie mit mir hinaufzögen.
Esras Begleiter bei der Rückkehr nach Jerusalem.
V. 1-14: Kap. 2,3-15.
\8\
/Esra8/1/Esra Und dies sind die Familienoberhäupter mit ihren Geschlechtsregistern, die unter der Regierung des Königs Artahsasta mit mir aus Babel heraufzogen. /Esra8/2/Esra Von den Söhnen
Pinhas: Gerschom; von den Söhnen Itamar: Daniel; von den Söhnen David: Hattusch, /Esra8/3/Esra der Sohn Schechanjas; von den Söhnen Parosch: Secharja, und mit ihm waren in die Geschlechtsregister
eingetragen an Männern 150; /Esra8/4/Esra von den Söhnen Pahat-Moab: Eljoenai, der Sohn Serachjas, und mit ihm 200 Männer; /Esra8/5/Esra von den Söhnen Sattu: Schechanja, der Sohn Jahasiels, und
mit ihm 300 Männer; /Esra8/6/Esra und von den Söhnen Adin: Ebed, der Sohn Jonatans, und mit ihm 50 Männer; /Esra8/7/Esra und von den Söhnen Elam: Jesaja, der Sohn Ataljas, und mit ihm 70 Männer;
/Esra8/8/Esra und von den Söhnen Schefatja: Sebadja, der Sohn Michaels, und mit ihm 80 Männer; /Esra8/9/Esra und von den Söhnen Joab: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm 218 Männer;
/Esra8/10/Esra und von den Söhnen Bani: Schelomit, der Sohn Josifjas, und mit ihm 160 Männer; /Esra8/11/Esra und von den Söhnen Bebai: Secharja, der Sohn Bebais, und mit ihm 28 Männer;
/Esra8/12/Esra und von den Söhnen Asgad: Johanan, der Sohn Katans, und mit ihm 110 Männer; /Esra8/13/Esra und von den Söhnen Adonikam: die letzten, und dies sind ihre Namen: Elifelet, Jeiel und
Schemaja und mit ihnen 60 Männer; /Esra8/14/Esra und von den Söhnen Bigwai: Utai, der Sohn Sabbuds, und mit ihm 70 Männer.
/Esra8/15/Esra Und ich versammelte sie an dem Fluß, der nach Ahawa fließt, und wir lagerten dort drei Tage. Nun bemerkte ich [zwar] Volk und Priester, aber ich fand dort keinen von den Söhnen
Levis. /Esra8/16/Esra Da schickte ich Elieser, Ariel, Schemaja und Elnatan und Jarib und Elnatan und Nathan und Secharja und Meschullam, die [Familienober]häupter, und Jojarib und Elnatan, die
Lehrer, /Esra8/17/Esra und sandte sie zu Iddo, dem Vorsteher in der Ortschaft Kasifja. Und ich legte ihnen die Worte in den Mund, die sie zu Iddo [und] seinen Brüdern [und] den Tempeldienern in
der Ortschaft Kasifja reden sollten, damit man Diener für das Haus unseres Gottes zu uns kommen ließe. /Esra8/18/Esra Da ließen sie, weil die gute Hand unseres Gottes über uns war, einen
einsichtsvollen Mann zu uns kommen von den Söhnen Machlis, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels, und [zwar] Scherebja mit seinen Söhnen und seinen Brüdern, [insgesamt] achtzehn, /Esra8/19/Esra
und Haschabja und mit ihm Jesaja, von den Söhnen Merari, seine Brüder und ihre Söhne, [insgesamt] zwanzig, /Esra8/20/Esra und von den Tempeldienern, die David und die Obersten zur Bedienung der
Leviten gegeben hatten: 220 Tempeldiener. Sie alle waren mit Namen aufgeführt.
Esras Vorbereitungen für die Rückkehr - Ankunft und Opfer in Jerusalem.
/Esra8/21/Esra Und ich rief dort, am Fluß Ahawa, ein Fasten aus, damit wir uns vor unserem Gott demütigten, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle
unsere Habe. /Esra8/22/Esra Denn ich hatte mich geschämt, vom König Soldaten und Pferde zu unserer Unterstützung gegen den Feind auf dem Weg zu erbitten. Wir hatten nämlich zum König gesagt: die
Hand unseres Gottes ist zum Guten über allen, die ihn suchen, aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. /Esra8/23/Esra Und so fasteten wir und suchten in dieser Sache
[Hilfe] von unserem Gott, und er ließ sich von uns erbitten.
/Esra8/24/Esra Und ich sonderte von den Obersten der Priester zwölf aus: Scherebja, Haschabja und mit ihnen zehn von ihren Brüdern. /Esra8/25/Esra Und ich wog ihnen das Silber und das Gold und
die Geräte dar, das Hebopfer für das Haus unseres Gottes, das der König und seine Räte und seine Obersten und ganz Israel, das sich [dort] befand, abgehoben hatten. /Esra8/26/Esra Und ich wog in
ihre Hand dar: 650 Talente Silber; und an silbernen Geräten: hundert Talente; an Gold: hundert Talente; /Esra8/27/Esra und zwanzig goldene Becher zu tausend Dariken; und zwei Geräte aus
goldglänzender, feiner Bronze, kostbar wie Gold. /Esra8/28/Esra Und ich sagte zu ihnen: Ihr seid dem HERRN heilig, und die Geräte sind heilig. Und das Silber und das Gold sind eine freiwillige
Gabe für den HERRN, den Gott eurer Väter. /Esra8/29/Esra Seid wachsam und bewahrt es, bis ihr es vor den Obersten der Priester und Leviten und den Obersten der Väter Israels in Jerusalem, in den
Zellen des Hauses des HERRN darwiegen könnt! /Esra8/30/Esra Da nahmen die Priester und die Leviten das abgewogene Silber und Gold und die Geräte in Empfang, um sie nach Jerusalem in das Haus
unseres Gottes zu bringen.
/Esra8/31/Esra Und wir brachen vom Fluß Ahawa am Zwölften des ersten Monats auf, um nach Jerusalem zu ziehen. Und die Hand unseres Gottes war über uns, und errettete uns vor der Hand des Feindes
und [der Schar in] dem Hinterhalt am Weg. /Esra8/32/Esra So kamen wir nach Jerusalem und blieben dort drei Tage. /Esra8/33/Esra Und am vierten Tag wurden das Silber und das Gold und die Geräte im
Haus unseres Gottes dargewogen in die Hand des Priesters Meremot, des Sohnes Urias, - und bei ihm war Eleasar, der Sohn des Pinhas, und bei ihnen die Leviten Josabad, der Sohn Jeschuas, und
Noadia, der Sohn Binnuis - /Esra8/34/Esra nach der Zahl, nach dem Gewicht eines jeden [Teils]. Und das ganze Gewicht wurde zu jener Zeit aufgeschrieben.
/Esra8/35/Esra Die aus der Gefangenschaft Gekommenen, die Söhne der Wegführung, brachten dem Gott Israels Brandopfer dar: zwölf Jungstiere für ganz Israel, 96 Widder, 77 Lämmer [und] zwölf Böcke
zum Sündopfer, das alles als Brandopfer für den HERRN. /Esra8/36/Esra Und sie übergaben die Anordnungen des Königs den Satrapen des Königs und den Statthaltern jenseits des Stromes. Und diese
unterstützten das Volk und das Haus Gottes.
Beschwerden wegen der Mischehen - Esras Bußgebet wegen der Treulosigkeit des Volkes.
\9\
/Esra9/1/Esra Als das nun vollbracht war, traten die Obersten zu mir und sagten: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht von den Völkern der Länder - wegen deren Greuel
- abgesondert, [nämlich von] den Kanaanitern, den Hetitern, den Perisitern, den Jebusitern, den Ammonitern, den Moabitern, den Ägyptern und den Amoritern. /Esra9/2/Esra Denn sie haben von deren
Töchtern für sich und für ihre Söhne [Frauen] genommen, und so hat sich der heilige Same mit den Völkern der Länder vermischt. Und die Hand der Obersten und der Vorsteher ist in dieser Untreue
als erste [ausgestreckt] gewesen. /Esra9/3/Esra Als ich diese Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein Obergewand und raufte mir Haare meines Kopfes und meines Bartes aus und saß betäubt da.
/Esra9/4/Esra Und zu mir versammelten sich alle, die zitterten vor den Worten des Gottes Israels wegen der Untreue der Weggeführten. Ich aber blieb betäubt sitzen bis zum Abendopfer.
/Esra9/5/Esra Und um [die Zeit] des Abendopfers stand ich auf von meiner [Selbst]demütigung, nachdem ich [nochmals] mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich ließ mich auf meine
Knie nieder und breitete meine Hände zu dem HERRN, meinem Gott, aus. /Esra9/6/Esra Und ich sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, mein Gesicht zu dir, mein Gott, zu erheben! Denn
unsere Sünden sind [uns] über den Kopf gewachsen, und unsere Schuld ist groß geworden bis an den Himmel. /Esra9/7/Esra Von den Tagen unserer Väter an sind wir in großer Schuld gewesen bis zum
heutigen Tag, und um unserer Sünden willen sind wir, wir, unsere Könige, unsere Priester, der Gewalt der Könige der Länder preisgegeben worden, dem Schwert, der Gefangenschaft und der Plünderung
und der Beschämung des Angesichts, so wie es heute ist. /Esra9/8/Esra Und nun ist uns für einen kleinen Augenblick Gnade von dem HERRN, unserem Gott, zuteil geworden. Er hat uns Gerettete
übriggelassen und uns einen [Zelt]pflock gegeben an seiner heiligen Stätte. Unser Gott hat unsere Augen hell gemacht und uns ein wenig Belebung geschenkt in unserer Knechtschaft. /Esra9/9/Esra
Denn Knechte sind wir. Aber in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen, sondern er hat es gefügt, dass wir Gnade [gefunden] haben vor den Königen von Persien. Er hat uns Belebung
geschenkt, das Haus unseres Gottes aufzurichten und seine Trümmer[stätte] wiederherzustellen. Er hat uns eine Schutzwehr in Juda und in Jerusalem gegeben. /Esra9/10/Esra Und nun, unser Gott, was
sollen wir nach [all]dem sagen? Denn wir haben deine Gebote verlassen, /Esra9/11/Esra die du durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast, indem du sprachst: Das Land, in das ihr kommt, um es
in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land wegen der Befleckung der Völker der Länder, wegen ihrer Greuel, mit denen sie es vom einen Ende bis zum andern durch ihre Unreinheit erfüllt haben.
/Esra9/12/Esra So sollt ihr nun nicht eure Töchter ihren Söhnen geben und ihre Töchter nicht [als Frauen] für eure Söhne nehmen, und ihren Frieden und ihr Wohl sollt ihr bis in Ewigkeit nicht
suchen, damit ihr stark werdet und das Gute des Landes eßt und es auf eure Söhne vererbt bis in Ewigkeit. /Esra9/13/Esra Und nach allem, was wegen unserer bösen Taten und wegen unserer großen
Schuld über uns gekommen ist - obwohl du, unser Gott, mehr geschont hast, als unsere Sünden es verdienten, und du uns eine solche Rettung gewährt hast -, /Esra9/14/Esra sollten wir da wieder
deine Gebote aufheben und uns mit den Völkern dieser Greuel verschwägern? Musst du [da] nicht gegen uns zürnen bis es ganz aus ist, so dass kein Überrest und keine Rettung mehr [bleiben]?
/Esra9/15/Esra HERR, Gott Israels, du bist gerecht! Denn wir sind als Gerettete übriggeblieben, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir mit unserer Schuld. Denn bei einem solchen
[Verhalten] ist es unmöglich, vor dir zu bestehen.
Auflösung der Mischehen.
\10\
/Esra10/1/Esra Und während Esra betete und, weinend und vor dem Haus Gottes daliegend, [die Schuld] bekannte, versammelte sich um ihn eine sehr zahlreiche Versammlung aus Israel, Männer und
Frauen und Kinder; denn [auch] das Volk weinte unter vielen Tränen. /Esra10/2/Esra Und Schechanja, der Sohn Jehiels, von den Söhnen Elam, fing an und sagte zu Esra: Wir, ja wir haben treulos an
unserm Gott gehandelt und haben ausländische Frauen von der Bevölkerung des Landes geheiratet. Doch jetzt [gibt es noch] Hoffnung für Israel in dieser [Sache]. /Esra10/3/Esra So laßt uns jetzt
mit unserm Gott einen Bund schließen, dass wir alle [ausländischen] Frauen und die von ihnen geborenen [Kinder] fortschicken, nach dem Beschluß meines Herrn und jener, die vor dem Gebot unseres
Gottes zittern. Nach dem Gesetz soll gehandelt werden. /Esra10/4/Esra Steh auf, denn dir obliegt die Sache! Wir aber werden mit dir sein. Sei stark und handle!
/Esra10/5/Esra Da stand Esra auf. Und er ließ die Obersten der Priester, der Leviten und ganz Israel schwören, nach diesem Wort zu handeln. Und sie schworen es. /Esra10/6/Esra Und Esra stand von
[dem Platz] vor dem Haus Gottes auf und ging in die Zelle Johanans, des Sohnes Eljaschibs; und er übernachtete dort. Brot aß er nicht, und Wasser trank er nicht, denn er trauerte über die Untreue
der Weggeführten.
/Esra10/7/Esra Dann ließ man durch Juda und Jerusalem einen Ruf ergehen an alle Söhne der Wegführung, sich in Jerusalem zu versammeln. /Esra10/8/Esra Und jeden, der nicht innerhalb von drei Tagen
gemäß dem Beschluß der Obersten und Ältesten käme, dessen ganze Habe sollte mit dem Bann belegt werden, und er selbst sollte aus der Versammlung der Weggeführten ausgeschlossen werden.
/Esra10/9/Esra Da versammelten sich alle Männer von Juda und Benjamin innerhalb von drei Tagen nach Jerusalem, [im Kislev], das war der neunte Monat, am Zwanzigsten des Monats. Und das ganze Volk
saß auf dem Platz des Hauses Gottes, zitternd wegen der Sache und infolge der Regengüsse. /Esra10/10/Esra Da stand Esra, der Priester, auf und sagte zu ihnen: Ihr habt treulos gehandelt und habt
ausländische Frauen geheiratet, um die Schuld Israels zu vermehren. /Esra10/11/Esra So gebt nun dem HERRN, dem Gott eurer Väter, das Lob und tut seinen Willen und sondert euch ab von den Völkern
des Landes und von den ausländischen Frauen! /Esra10/12/Esra Und die ganze Versammlung antwortete und sprach mit lauter Stimme: Ja, nach deinem Wort obliegt es uns zu handeln! /Esra10/13/Esra
Jedoch ist das Volk zahlreich; und es ist die Zeit der Regengüsse, so dass man nicht im Freien stehen kann. Außerdem ist das kein Geschäft für einen Tag, auch nicht für zwei, denn viele von uns
haben sich in dieser Sache vergangen. /Esra10/14/Esra Laßt doch unsere Obersten für die ganze Versammlung zusammentreten! Und alle in unsern Städten, die ausländische Frauen geheiratet haben,
sollen zu bestimmten Zeiten kommen und mit ihnen die Ältesten jeder einzelnen Stadt und ihre Richter, bis wir die Zornglut unseres Gottes in dieser Sache von uns abgewendet haben. -
/Esra10/15/Esra Nur Jonatan, der Sohn Asaels, und Jachseja, der Sohn Tikwas, traten dagegen auf; und Meschullam und Schabbetai, der Levit, standen ihnen bei.
/Esra10/16/Esra Und die Söhne der Wegführung machten es so. Und der Priester Esra sonderte sich Männer aus, Familienoberhäupter nach ihren Familien, und zwar alle mit Namen. Und sie setzten sich
[zusammen] am ersten Tag des zehnten Monats, um die Sache zu untersuchen. /Esra10/17/Esra Und sie kamen bis zum ersten Tag des ersten Monats mit allem zu Ende [in der Sache mit] den Männern, die
ausländische Frauen geheiratet hatten. /Esra10/18/Esra Es fanden sich aber [auch] unter den Söhnen der Priester solche, die ausländische Frauen geheiratet hatten: von den Söhnen Jeschuas, des
Sohnes Jozadaks, und seinen Brüdern: Maaseja und Elieser und Jarib und Gedalja. /Esra10/19/Esra Und sie gaben ihre Hand darauf, dass sie ihre Frauen fortschicken wollten, und als Schuldige
[opferten sie] einen Widder von den Schafen für ihre Schuld. - /Esra10/20/Esra Und von den Söhnen Immer: Hanani und Sebadja; /Esra10/21/Esra und von den Söhnen Harim: Maaseja und Elia und
Schemaja und Jehiel und Usija; /Esra10/22/Esra und von den Söhnen Paschhur: Eljoenai, Maaseja, Jismael, Netanel, Josabad und Elasa. - /Esra10/23/Esra Und von den Leviten: Josabad und Schimi und
Kelaja [das ist Kelita], Petachja, Juda und Elieser. - /Esra10/24/Esra Und von den Sängern: Eljaschib. - Und von den Torhütern: Schallum und Telem und Uri. - /Esra10/25/Esra Und von [dem
restlichen] Israel: von den Söhnen Parosch: Ramja und Jisija und Malkija und Mijamin und Eleasar und Malkija und Benaja; /Esra10/26/Esra und von den Söhnen Elam: Mattanja, Secharja und Jehiel und
Abdi und Jeremot und Elia; /Esra10/27/Esra und von den Söhnen Sattu: Eljoenai, Eljaschib, Mattanja und Jeremot und Sabad und Asisa; /Esra10/28/Esra und von den Söhnen Bebai: Johanan, Hananja,
Sabbai, Atlai; /Esra10/29/Esra und von den Söhnen Bani: Meschullam, Malluch und Adaja, Jaschub und Scheal, Jeremot; /Esra10/30/Esra und von den Söhnen Pahat-Moab: Adna und Kelal, Benaja, Maaseja,
Mattanja, Bezalel und Binnui und Manasse; /Esra10/31/Esra und von den Söhnen Harim: Elieser, Jischija, Malkija, Schemaja, Simeon, /Esra10/32/Esra Benjamin, Malluch, Schemarja; /Esra10/33/Esra von
den Söhnen Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet, Jeremai, Manasse, Schimi; /Esra10/34/Esra von den Söhnen Bani: Maadai, Amram und Uel, /Esra10/35/Esra Benaja, Bedja, Keluhi,
/Esra10/36/Esra Wanja, Meremot, Eljaschib, /Esra10/37/Esra Mattanja, Mattenai und Jaasai; /Esra10/38/Esra und von den Söhnen Binnui: Schimi /Esra10/39/Esra und Schelemja und Nathan und Adaja,
/Esra10/40/Esra Machnadbai, Schaschai, Scharai, /Esra10/41/Esra Asarel und Schelemja, Schemarja, /Esra10/42/Esra Schallum, Amarja, Joseph; /Esra10/43/Esra von den Söhnen Nebo: Jeiel, Mattitja,
Sabad, Sebina, Jaddai und Joel, Benaja. /Esra10/44/Esra Diese alle hatten ausländische Frauen genommen; und sie hatten mit diesen Kinder gezeugt.
1.16 Nehemia.
Trauer Nehemias über den Zustand Judas und Jerusalems.
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/1/1/ Geschichte Nehemias, des Sohnes Hachaljas.
Und es geschah im Monat Kislew des zwanzigsten Jahres, als ich in der Burg Susa war, 1/2$ da kam Hanani, einer von meinen Brüdern, er und einige Männer aus Juda. Und ich fragte sie nach den
Juden, den Entkommenen, die von den Gefangenen übriggeblieben waren, und nach Jerusalem. /Nehe1/3/
Und sie sagten zu mir: Die Übriggebliebenen, die von den Gefangenen dort in der Provinz übriggeblieben sind, [leben] in großem Unglück und in Schmach. Und die Mauer von Jerusalem ist
niedergerissen, und seine Tore sind mit Feuer verbrannt. /Ester1/4/Nehe Und es geschah, als ich diese Worte hörte, setzte ich mich hin, weinte und trauerte tagelang. Und ich fastete und betete
vor dem Gott des Himmels. /Nehe1/5/Nehe Und ich sprach: Ach, HERR, Gott des Himmels, du großer und furchtbarer Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote
bewahren! /Nehe1/6/Nehe Laß doch dein Ohr aufmerksam und deine Augen offen sein, dass du auf das Gebet deines Knechtes hörst, das ich heute, Tag und Nacht, für die Söhne Israel, deine Knechte,
vor dir bete und mit dem ich die Sünden der Söhne Israel bekenne, die wir gegen dich begangen haben! Auch ich und meines Vaters Haus, wir haben gesündigt. /Nehe1/7/Nehe Sehr böse haben wir gegen
dich gehandelt und haben nicht die Gebote und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen bewahrt, die du deinem Knecht Mose geboten hast. /Nehe1/8/Nehe Denke doch an das Wort, das du deinem Knecht
Mose geboten hast, indem du sprachst: Werdet ihr treulos handeln, dann werde ich euch unter die Völker zerstreuen! /Nehe1/9/Nehe Kehrt ihr aber zu mir um und bewahrt meine Gebote und tut sie -
wenn [auch] eure Vertriebenen am Ende des Himmels sein sollten, [selbst] von dort werde ich sie sammeln und sie an den Ort bringen, den ich erwählt habe, um meinen Namen dort wohnen zu lassen!
/Nehe1/10/Nehe Sie sind ja deine Knechte und dein Volk, das du erlöst hast durch deine große Kraft und deine starke Hand. /Nehe1/11/Nehe Ach, Herr, laß doch dein Ohr aufmerksam sein auf das Gebet
deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die gewillt sind, deinen Namen zu fürchten! Laß es doch deinem Knecht heute gelingen und gewähre ihm Barmherzigkeit vor diesem Mann! (Lass es
doch gelingen und gewähre mir Barmherzigkeit vor Deinen Feinden. Nehemia sah nicht auf die Umstände, die der Verheißung widerstanden. Herr, lass Dein Ohr aufmerksam sein und schenk uns die
Erweckung!)-Nehemia 1, 3 ff.
Ich war nämlich Mundschenk des Königs.
Nehemias Vollmacht für den Bau der Mauer Jerusalems - Besichtigung der Mauer und Entschluss zum Bauen.
\2\
/Nehe2/1/Nehe Und es geschah im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahr des Königs Artahsasta, als Wein vor ihm [stand], da nahm ich den Wein und gab ihn dem König. Ich war aber nie traurig vor ihm
gewesen. /Nehe2/2/Nehe Und der König sagte zu mir: Warum [sieht] dein Gesicht so traurig [aus]? Du bist [doch] nicht etwa krank? [Nein,] das ist es nicht, sondern ein trauriges Herz! Da bekam ich
einen furchtbaren Schrecken. /Nehe2/3/Nehe Und ich sagte zum König: Der König lebe ewig! Warum sollte mein Gesicht nicht traurig [aussehen], wo doch die Stadt, die Begräbnisstätte meiner Väter,
verödet daliegt und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind? /Nehe2/4/Nehe Und der König sagte zu mir: Um was also bittest du? Da betete ich zu dem Gott des Himmels /Nehe2/5/Nehe und sagte [dann] zum
König: Wenn es dem König gefällt, und wenn dein Knecht wohlgefällig vor dir ist, so wollest du mich nach Juda senden zu der Stadt der Gräber meiner Väter, damit ich sie [wieder] aufbaue!
/Nehe2/6/Nehe Da sagte der König zu mir - und die Königin saß neben ihm -: Wie lange wird deine Reise dauern, und wann wirst du zurückkehren? Und es war wohlgefällig vor dem König, so dass er
mich sandte, und ich gab ihm eine Zeit an. /Nehe2/7/Nehe Und ich sagte zum König: Wenn es dem König gefällt, dann gebe man mir Briefe an die Statthalter jenseits des Stromes [mit], damit sie mich
durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme, /Nehe2/8/Nehe dazu einen Brief an Asaf, den Hüter über den Forst des Königs, damit er mir Holz gibt, dass ich die Tore der Burg, die zum [Tempel]haus
gehört, aus Balken bauen kann und für die Mauer der Stadt und für das Haus, in das ich einziehen will. Und der König gewährte es mir, weil die gute Hand meines Gottes über mir war.
/Nehe2/9/Nehe Und ich kam zu den Statthaltern jenseits des Stromes und gab ihnen die Briefe des Königs. - Der König aber hatte Heeroberste und Reiter mit mir gesandt. - /Nehe2/10/Nehe Und als
Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, [davon] hörten, bereitete es ihnen großen Verdruß, dass ein Mensch gekommen war, um das Wohl der Söhne Israel zu suchen.
/Nehe2/11/Nehe Und ich kam nach Jerusalem und war drei Tage dort. /Nehe2/12/Nehe Und ich machte mich bei Nacht auf, ich und einige wenige Männer mit mir. Ich hatte aber keinem Menschen
mitgeteilt, was mein Gott mir ins Herz gegeben hatte, für Jerusalem zu tun. Und es war kein Tier bei mir, außer dem [Reit]tier, auf dem ich ritt. /Nehe2/13/Nehe So zog ich nachts durch das Taltor
hinaus, in Richtung auf die Drachenquelle und das Aschentor. Und ich untersuchte die Mauern von Jerusalem, die niedergerissen, und ihre Tore, die vom Feuer verzehrt waren. /Nehe2/14/Nehe Und ich
zog hinüber zum Quellentor und zum Königsteich. Als aber für das [Reit]tier unter mir kein Raum [mehr] da war durchzukommen, /Nehe2/15/Nehe stieg ich bei Nacht das Bachtal hinauf und untersuchte
die Mauer. Und ich kam wieder herein durch das Taltor. So kehrte ich zurück. /Nehe2/16/Nehe Die Vorsteher aber hatten nicht erkannt, wohin ich gegangen war und was ich getan hatte. Denn ich hatte
den Juden und den Priestern und den Edlen und den Vorstehern und dem Rest, der an dem Werk mitarbeiten sollte, bis dahin nichts mitgeteilt.
/Nehe2/17/Nehe Nun sagte ich zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem verödet daliegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt und laßt uns die Mauer Jerusalems
[wieder] aufbauen, damit wir nicht länger geschmäht werden können! /Nehe2/18/Nehe Und ich berichtete von der Hand meines Gottes, die gütig über mir [gewaltet hatte], und auch von den Worten des
Königs, die er zu mir geredet hatte. Da sagten sie: Wir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie stärkten ihre Hände zum Guten.
/Nehe2/19/Nehe Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, [davon] hörten, spotteten sie über uns und verachteten uns und sagten: Was ist das
für eine Sache, die ihr da tun wollt? Wollt ihr euch gegen den König empören? /Nehe2/20/Nehe Da gab ich ihnen zur Antwort und sagte zu ihnen: Der Gott des Himmels, er läßt es uns gelingen. Und
wir, seine Knechte, wollen uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Anteil noch Anrecht, noch Gedenken in Jerusalem.
Bau der Mauer - Namen der Bauleute.
\3\
/Nehe3/1/Nehe Und der Hohepriester Eljaschib machte sich mit seinen Brüdern, den Priestern, auf, und sie bauten das Schaftor. Sie heiligten es und setzten seine Torflügel ein. Und sie heiligten
es bis an den Turm Mea, bis an den Turm Hananel. /Nehe3/2/Nehe Und ihm zur Seite bauten die Männer von Jericho. Und daneben baute Sakkur, der Sohn Imris.
/Nehe3/3/Nehe Und das Fischtor bauten die Söhne Senaas. Sie bauten es aus Balken und setzten seine Torflügel ein, seine Riegel und seine Sperrbalken. /Nehe3/4/Nehe Und ihnen zur Seite besserte
Meremot aus, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz. Und daneben besserte Meschullam aus, der Sohn Berechjas, des Sohnes Meschesabels. Und daneben besserte Zadok aus, der Sohn Baanas.
/Nehe3/5/Nehe Und daneben besserten die Tekoiter aus. Aber die Vornehmen unter ihnen beugten ihren Nacken nicht zum Dienst für ihren Herrn.
/Nehe3/6/Nehe Und das Jeschana-Tor besserten Jojada, der Sohn Paseachs, und Meschullam, der Sohn Besodjas, aus. Sie bauten es aus Balken und setzten seine Torflügel, seine Riegel und seine
Sperrbalken ein. /Nehe3/7/Nehe Und ihnen zur Seite besserte Melatja, der Gibeoniter, aus und Jadon, der Meronotiter, Männer aus Gibeon und Mizpa, die zum Amtsbereich des Statthalters diesseits
des Stromes gehörten. /Nehe3/8/Nehe Daneben besserte Usiel, der Sohn Harhajas, aus, der Goldschmied. Und ihm zur Seite besserte Hananja, der Salbenmischer, aus. Und sie befestigten Jerusalem bis
an die breite Mauer. /Nehe3/9/Nehe Und daneben besserte Refaja, der Sohn Hurs, aus, der Oberste des halben Bezirks von Jerusalem. /Nehe3/10/Nehe Und daneben besserte Jedaja, der Sohn Harumafs,
aus, und zwar seinem Haus gegenüber. Und ihm zur Seite besserte Hattusch, der Sohn Haschabnejas, aus. /Nehe3/11/Nehe Einen weiteren Mauerabschnitt besserten Malkija, der Sohn Harims, und Haschub,
der Sohn Pahat-Moabs, aus, dazu den Ofenturm. /Nehe3/12/Nehe Und daneben besserte Schallum, der Sohn des Lohesch, aus, der Oberste des [anderen] halben Bezirks von Jerusalem, er und seine
Töchter.
/Nehe3/13/Nehe Das Taltor besserten Hanun und die Bewohner von Sanoach aus. Sie bauten es und setzten seine Torflügel, seine Riegel und seine Sperrbalken ein und [bauten weiter] tausend Ellen an
der Mauer bis zum Aschentor.
/Nehe3/14/Nehe Und das Aschentor besserte Malkija, der Sohn Rechabs, aus, der Oberste des Bezirks von Bet-Kerem. Er baute es und setzte seine Torflügel, seine Riegel und seine Sperrbalken
ein.
/Nehe3/15/Nehe Und das Quelltor besserte Schallum, der Sohn Kolhoses, der Oberste des Bezirks von Mizpa, aus. Er baute es und überdachte es und setzte seine Torflügel, seine Riegel und seine
Sperrbalken ein. Und [er baute] die Mauer am Teich der Wasserleitung zum Königsgarten, und [zwar] bis zu den Stufen, die von der Stadt Davids hinabführen.
/Nehe3/16/Nehe Nach ihm besserte Nehemja, der Sohn Asbuks, aus, der Oberste des halben Bezirks von Bet-Zur, bis [zu der Stelle] gegenüber den Gräbern Davids und bis zu dem Teich, der angelegt
worden war, und bis zu dem Haus der Helden.
/Nehe3/17/Nehe Nach ihm besserten die Leviten aus [unter] Rehum, dem Sohn Banis. Ihm zur Seite besserte Haschabja aus, der Oberste des halben Bezirks von Keila, für seinen Bezirk. /Nehe3/18/Nehe
Nach ihm besserten ihre Brüder [unter] Binnui aus, dem Sohn Henadads, dem Obersten des [anderen] halben Bezirks von Keila. /Nehe3/19/Nehe Und ihm zur Seite besserte Eser, der Sohn Jeschuas, der
Oberste von Mizpa, einen weiteren Mauerabschnitt aus, gegenüber dem Aufgang zum Zeughaus am Winkel. /Nehe3/20/Nehe Nach ihm besserte Baruch, der Sohn Sabbais, eifrig einen weiteren Mauerabschnitt
aus, [und zwar] vom Winkel bis zum Eingang des Hauses des Hohenpriesters Eljaschib. /Nehe3/21/Nehe Nach ihm besserte Meremot, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz, einen weiteren Mauerabschnitt
aus, vom Eingang des Hauses Eljaschibs bis zum Ende des Hauses Eljaschibs. /Nehe3/22/Nehe Und nach ihm besserten die Priester aus, die Männer [aus] der [Jordan]ebene. /Nehe3/23/Nehe Daran
anschließend besserten Benjamin und Haschub ihrem Haus gegenüber aus. Daran anschließend besserte Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, neben seinem Haus aus. /Nehe3/24/Nehe Nach ihm
besserte Binnui, der Sohn Henadads, einen weiteren Mauerabschnitt aus, vom Haus Asarjas an bis an den Winkel und [weiter] bis an die Ecke. /Nehe3/25/Nehe Palal, der Sohn Usais, [besserte]
gegenüber dem Winkel und dem oberen Turm [aus], der beim Wachthof am Haus des Königs vorspringt. Nach ihm [besserte] Pedaja, der Sohn des Parosch, [aus] - /Nehe3/26/Nehe aber die Tempeldiener
wohnten auf dem Ofel - bis [zu der Stelle] gegenüber dem Wassertor im Osten und dem vorspringenden Turm. - /Nehe3/27/Nehe Nach ihm besserten die Tekoiter einen weiteren Mauerabschnitt aus, von
[der Stelle] gegenüber dem großen vorspringenden Turm an bis zur Mauer des Ofel. /Nehe3/28/Nehe Oberhalb des Roßtores besserten die Priester aus, jeder seinem Haus gegenüber. /Nehe3/29/Nehe Nach
ihnen besserte Zadok, der Sohn Immers, aus, seinem Haus gegenüber. Und nach ihm besserte Schemaja, der Sohn Schechanjas, der Hüter des Osttores, aus. /Nehe3/30/Nehe Nach ihm besserten Hananja,
der Sohn Schelemjas, und Hanun, der sechste Sohn Zalafs, einen weiteren Mauerabschnitt aus. Nach ihm besserte Meschullam, der Sohn Berechjas, aus, seiner [Tempel]zelle gegenüber. /Nehe3/31/Nehe
Nach ihm besserte Malkija, von den Goldschmieden, aus, bis an das Haus der Tempeldiener und der Händler, dem Tor Mifkad gegenüber und bis an das Obergemach an der [Mauer]ecke. /Nehe3/32/Nehe Und
zwischen dem Obergemach an der Ecke und dem Schaftor besserten die Goldschmiede und die Händler aus.
Bau der Mauer trotz Widerstand der feindlichen Umgebung.
/Nehe3/33/Nehe Und es geschah, als Sanballat hörte, dass wir die Mauer bauten, da wurde er zornig und ärgerte sich sehr. Und er spottete über die Juden. /Nehe3/34/Nehe Und er sprach vor seinen
Brüdern und zu der Oberschicht von Samaria und sagte: Was machen die ohnmächtigen Juden? Wollen sie [Jerusalem] für sich befestigen? Wollen sie [zum Opfer] schlachten? Wollen sie es heute
vollenden? Wollen sie die Steine aus den Schutthaufen wieder zum Leben bringen? Sie sind doch verbrannt! /Nehe3/35/Nehe Und Tobija, der Ammoniter, [stand] neben ihm und sagte: Was sie auch bauen
mögen - wenn ein Fuchs [daran] hinaufspringt, reißt er ihre Steinmauer ein! - /Nehe3/36/Nehe Höre, unser Gott, wie wir zum Gespött geworden sind, und laß ihre Schmähung auf ihren Kopf
zurückkommen und gib sie der Plünderung preis in einem Land der Gefangenschaft! /Nehe3/37/Nehe Und decke ihre Schuld nicht zu, und ihre Sünde werde vor deinem Angesicht nicht ausgelöscht! Denn
sie haben in den Bauenden [dich zum Zorn] gereizt. - /Nehe3/38/Nehe Wir aber bauten die Mauer [weiter] auf, so dass die ganze Mauer bis zur Hälfte geschlossen werden konnte, und das Volk war mit
[ganzem] Herzen an der Arbeit.
\4\
/Nehe4/1/Nehe Und es geschah, als Sanballat und Tobija und die Araber, Ammoniter und Aschdoditer hörten, dass [die] Ausbesserung an den Mauern Jerusalems Fortschritte machte, weil die Breschen
sich zu schließen begannen, da wurden sie sehr zornig. /Nehe4/2/Nehe Und sie schlossen sich zusammen, alle miteinander, um zu kommen und gegen Jerusalem zu kämpfen und darin Verwirrung
anzurichten. /Nehe4/3/Nehe Da beteten wir zu unserem Gott und stellten eine Wache gegen sie auf, Tag und Nacht [zum Schutz] vor ihnen. /Nehe4/4/Nehe Und [das Volk von] Juda sagte: Die Kraft der
Lastträger schwindet, und es ist [noch so] viel Schutt da. Wir allein schaffen es nicht [mehr], an der Mauer zu bauen. /Nehe4/5/Nehe Unsere Bedränger aber sagten [sich]: Sie sollen es nicht
erkennen und sollen nichts [von uns] sehen, bis wir mitten unter sie gekommen sind und sie erschlagen und das Werk zum Stillstand bringen. /Nehe4/6/Nehe Und es geschah, als die Juden, die neben
ihnen wohnten, kamen und uns [wohl] zehnmal sagten: Von allen Orten, wohin ihr euch [auch] wenden mögt, [sind sie] gegen uns! - /Nehe4/7/Nehe da stellte ich an Stellen, die niedriger waren als
der Platz hinter der Mauer, an den offenen Stellen - da stellte ich das Volk auf, nach Sippen [geordnet] mit ihren Schwertern, ihren Lanzen und ihren Bogen. /Nehe4/8/Nehe Und als ich [ihre
Furcht] sah, da machte ich mich auf und sagte zu den Edlen und zu den Vorstehern und zum Rest des Volkes: Fürchtet euch nicht vor ihnen! An den Herrn denkt, den großen und furchtbaren! Und kämpft
für eure Brüder, eure Söhne und eure Töchter, eure Frauen und eure Häuser!
/Nehe4/9/Nehe Und es geschah, als unsere Feinde hörten, dass es uns bekanntgeworden war und dass Gott ihren Rat zunichte gemacht hatte, da konnten wir alle zur Mauer zurückkehren, jeder an sein
Werk. /Nehe4/10/Nehe Und es geschah von diesem Tag an: die [eine] Hälfte meiner jungen Männer war an dem Werk beschäftigt, und ihre [andere] Hälfte hielt die Speere, die Schilde und die Bogen und
die Schuppenpanzer [bereit]. Und die Obersten [standen] hinter dem ganzen Haus Juda, /Nehe4/11/Nehe das an der Mauer baute. Und die Lastträger trugen [ihre Last folgendermaßen]: Mit der einen
Hand arbeiteten sie am Werk, während die andere die Waffe hielt. /Nehe4/12/Nehe Und von den Bauleuten hatte jeder sein Schwert um seine Hüften gegürtet, so bauten sie. Und der ins Horn zu stoßen
hatte, war neben mir. - /Nehe4/13/Nehe Und ich sagte zu den Edlen und zu den Vorstehern und zum Rest des Volkes: Das Werk ist groß und weitläufig, und wir sind auf der Mauer zerstreut, jeder
weitab von seinen Brüdern. /Nehe4/14/Nehe An den Ort, woher ihr den Schall des Horns hört, dorthin sammelt euch zu uns! Unser Gott wird für uns kämpfen!
/Nehe4/15/Nehe So arbeiteten wir an dem Werk - die Hälfte von ihnen hielt die Lanzen bereit - vom Aufgang der Morgenröte an, bis die Sterne hervortraten. /Nehe4/16/Nehe Zu derselben Zeit sagte
ich auch zum Volk: Jeder soll mit seinem Helfer die Nacht über innerhalb Jerusalems bleiben, so dass sie uns nachts als Wache dienen und tagsüber am Werk. /Nehe4/17/Nehe Und weder ich noch meine
Brüder, noch meine Diener, noch die Männer der Wache, die in meinem Gefolge waren - wir zogen unsere Kleider nicht aus. Jeder hatte seine Waffe zu seiner Rechten.
Schuldenerlaß - Nehemias Selbstlosigkeit.
\5\
/Nehe5/1/Nehe Und es entstand ein großes Geschrei [der Leute aus] dem Volk und ihrer Frauen gegen ihre jüdischen Brüder. /Nehe5/2/Nehe Da gab es solche, die sagten: Unsere Söhne und unsere
Töchter - wir sind viele! Wir wollen Getreide bekommen, damit wir essen und leben können! /Nehe5/3/Nehe Und es gab solche, die sagten: Wir mussten unsere Felder und unsere Weinberge und unsere
Häuser verpfänden, damit wir in der Hungersnot Getreide bekamen. /Nehe5/4/Nehe Und es gab solche, die sagten: Wir haben für die Steuer des Königs Geld geliehen auf unsere Felder und unsere
Weinberge. /Nehe5/5/Nehe Und nun, unser Fleisch [und Blut ist doch] wie das Fleisch [und Blut] unserer Brüder, unsere Kinder sind wie ihre Kinder. Und siehe, wir müssen unsere Söhne und unsere
Töchter zu Sklaven erniedrigen. Und manche von unseren Töchtern sind [schon] erniedrigt worden, und wir sind machtlos [dagegen]. Unsere Felder und unsere Weinberge gehören ja den
andern.
/Nehe5/6/Nehe Da wurde ich sehr zornig, als ich ihr Klagegeschrei und diese Worte hörte. /Nehe5/7/Nehe Und mein Herz in mir ging mit sich zu Rate, und ich klagte die Edlen und die Vorsteher an
und sagte zu ihnen: Ihr treibt Wucher an euren Brüdern! Und ich veranstaltete eine große Versammlung gegen sie. /Nehe5/8/Nehe Und ich sagte zu ihnen: Wir haben unsere Brüder, die Juden, die an
die Nationen verkauft waren, so weit es uns möglich war, [frei]gekauft. Und ihr wollt eure Brüder sogar verkaufen, damit sie [dann wieder] an uns verkauft werden? Da schwiegen sie und fanden
keine Antwort. /Nehe5/9/Nehe Und ich sagte: Nicht gut ist die Sache, die ihr da tut! Solltet ihr nicht in der Furcht unseres Gottes leben, um dem Hohn der Nationen, unserer Feinde, zu entgehen?
/Nehe5/10/Nehe Aber auch ich [und] meine Brüder und meine Diener, wir haben ihnen Geld und Getreide geliehen. Erlassen wir [ihnen] doch diese Schuldforderung! /Nehe5/11/Nehe Gebt ihnen doch
gleich heute ihre Felder, ihre Weinberge, ihre Olivengärten und ihre Häuser zurück! Und [erlaßt ihnen] die Schuldforderung an Geld und Getreide, an Most und Öl, das ihr ihnen geliehen habt!
/Nehe5/12/Nehe Da sagten sie: Wir wollen es zurückgeben und nichts von ihnen fordern. Wir wollen so handeln, wie du es gesagt hast. Und ich rief die Priester und ließ sie schwören, nach diesem
Wort zu handeln. /Nehe5/13/Nehe Auch schüttelte ich meinen Gewandbausch aus und sprach: Ebenso soll Gott jeden Mann aus seinem Haus und aus seinem Besitz hinausschütteln, der dieses Wort nicht
hält! Er sei ebenso ausgeschüttelt und leer! Und die ganze Versammlung sprach: Amen! Und sie lobten den HERRN. Und das Volk handelte nach diesem Wort.
/Nehe5/14/Nehe Auch habe ich von dem Tag an, an dem der König mich beauftragt hatte, im Land Juda ihr Statthalter zu sein, mit meinen Brüdern nicht das Brot des Statthalters gegessen, [und zwar]
vom 20. Jahr bis zum 32. Jahr des Königs Artahsasta, zwölf Jahre lang. /Nehe5/15/Nehe Aber die früheren Statthalter, die vor mir gewesen waren, hatten auf das Volk [schwere] Lasten gelegt und
[Abgaben] für Brot und Wein von ihnen genommen, dazu [noch] vierzig Schekel Silber. Auch ihre Diener hatten willkürlich über das Volk geherrscht. Ich aber, ich machte [es] nicht so, aus Furcht
vor Gott. /Nehe5/16/Nehe Und auch beim Werk an dieser Mauer packte ich mit an. Ein Feld haben wir nicht gekauft. Alle meine Diener waren dort zum Werk versammelt. /Nehe5/17/Nehe Und die Juden,
sowohl die Vorsteher - 150 Mann - als auch die, die von den Nationen rings um uns herum zu uns kamen, waren an meinem Tisch. /Nehe5/18/Nehe Und was für jeden Tag zubereitet wurde, war: ein Rind,
sechs auserlesene Schafe und Geflügel wurden mir zubereitet und alle zehn Tage von allerlei Wein die Fülle. Und trotzdem forderte ich nicht das Brot des Statthalters, denn der Dienst lastete
schwer [genug] auf diesem Volk.
/Nehe5/19/Nehe Gedenke, mein Gott, mir zugute, all dessen, was ich für dieses Volk getan habe!
Mordpläne gegen Nehemia - Vollendung der Mauer.
\6\
/Nehe6/1/Nehe Und es geschah, als Sanballat und Tobija und Geschem, der Araber, und der Rest unserer Feinde vernahmen, dass ich die Mauer gebaut hatte und dass kein Riß mehr darin war - doch
hatte ich bis zu dieser Zeit die Torflügel noch nicht in die Tore eingesetzt -, /Nehe6/2/Nehe da sandten Sanballat und Geschem zu mir [und ließen mir] sagen: Komm, wir wollen uns in Kefirim, im
Tal von Ono, treffen! Sie beabsichtigten aber, mir Böses anzutun. /Nehe6/3/Nehe Und ich sandte Boten zu ihnen [und ließ ihnen] sagen: Ich führe gerade ein großes Werk aus und kann nicht
hinabkommen. Warum sollte das Werk ruhen, wenn ich es zurückließe und zu euch hinabkäme? /Nehe6/4/Nehe Und sie sandten auf diese Weise viermal zu mir, ich aber erwiderte ihnen [viermal] auf
dieselbe Weise. /Nehe6/5/Nehe Da sandte Sanballat zum fünften Mal auf diese Weise seinen Diener zu mir; der hatte einen offenen Brief in seiner Hand, /Nehe6/6/Nehe in dem stand geschrieben: Unter
den Nationen verlautet, und Geschem sagt es [auch]: Du und die Juden, ihr beabsichtigt, euch zu empören. Darum baust du die Mauer auf. Und du willst nach diesem Gerücht ihr König werden.
/Nehe6/7/Nehe Sogar Propheten sollst du eingesetzt haben, damit sie in Jerusalem über dich ausrufen: [Er ist] König in Juda! Nun, solche Gerüchte werden dem König zu Ohren kommen. So mach dich
nun auf, dass wir miteinander beraten! /Nehe6/8/Nehe Da sandte ich zu ihm [und ließ ihm] sagen: Es ist nichts geschehen von diesen Dingen, die du behauptest, sondern aus deinem Herzen hast du sie
[frei] erfunden. /Nehe6/9/Nehe Denn sie alle wollten uns in Furcht versetzen, indem sie [sich] sagten: Ihre Hände werden von dem Werk ablassen, und es wird nicht ausgeführt werden. - Und nun,
stärke meine Hände!
/Nehe6/10/Nehe Und ich kam in das Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels, der sich eingeschlossen hatte. Der sagte: Wir wollen uns im Haus Gottes treffen, im Innern des
Tempelraums und die Türen des Tempelraums verschließen. Denn sie wollen kommen, um dich umzubringen; und zwar kommen sie in der Nacht, um dich umzubringen. /Nehe6/11/Nehe Ich aber sagte: Ein Mann
wie ich sollte davonlaufen? Und wer von meinesgleichen könnte in den Tempel hineingehen und am Leben bleiben? Ich gehe nicht mit hinein! /Nehe6/12/Nehe Und ich merkte: Nein, nicht Gott hatte ihn
gesandt, sondern er redete die Prophezeiung über mich, weil Tobija und Sanballat ihn gedungen hatten. /Nehe6/13/Nehe Dazu war er gedungen worden, dass ich aus Furcht so handeln und mich
versündigen sollte. So hätten sie [einen Anlaß] zur üblen Nachrede gehabt, damit man mich schmähen könnte. - /Nehe6/14/Nehe Gedenke es, mein Gott, dem Tobija und dem Sanballat nach diesen ihren
Taten und auch der Prophetin Noadja und dem Rest der Propheten, die mich in Furcht versetzen wollten!
/Nehe6/15/Nehe Und die Mauer wurde am 25. des [Monats] Elul, in 52 Tagen fertiggestellt. /Nehe6/16/Nehe Und es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürchteten sich alle Nationen, die
rings um uns her waren, und unsere Feinde sanken sehr in ihren Augen. Und sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war.
/Nehe6/17/Nehe In denselben Tagen ließen auch [einige der] Edlen von Juda viele Briefe an Tobija abgehen, und solche von Tobija kamen an sie. /Nehe6/18/Nehe Denn es gab viele in Juda, die sich
ihm mit einem Eid verbunden hatten, denn er war ein Schwiegersohn Schechanjas, des Sohnes Arachs. Und sein Sohn Johanan hatte die Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas, [zur Frau] genommen.
/Nehe6/19/Nehe Auch sprachen sie vor mir von seinen guten Taten und hinterbrachten ihm meine Worte. [Und] Tobija sandte Briefe, um mich in Furcht zu versetzen.
Bestellung der Torhüter - Verzeichnis der Rückkehrer.
\7\
/Nehe7/1/Nehe Und es geschah, als die Mauer [fertig]gebaut war und ich die Torflügel eingesetzt hatte, wurden die Torhüter und die Sänger und die Leviten bestimmt. /Nehe7/2/Nehe Dann übertrug ich
den Oberbefehl über Jerusalem meinem Bruder Hanani und dem Burgobersten Hananja; denn der [galt] als ein treuer Mann und als gottesfürchtig vor vielen [anderen]. /Nehe7/3/Nehe Und ich sagte zu
ihnen: Die Tore Jerusalems sollen nicht eher geöffnet werden, als bis die Sonne heiß scheint. Und während sie [noch am Himmel] steht, soll man die Torflügel schließen. Und [dann] verriegelt sie.
Und man soll Wachen aus den Bewohnern Jerusalems aufstellen, den einen auf seiner Wache und den anderen vor seinem Haus.
/Nehe7/4/Nehe Die Stadt aber war nach allen Seiten hin weit ausgedehnt und groß, doch das Volk in ihr war spärlich, und keine Häuser waren gebaut. /Nehe7/5/Nehe Und mein Gott gab mir es ins Herz,
und ich versammelte die Edlen und die Vorsteher und das Volk, damit sie sich registrieren ließen. Und ich fand das Buch mit dem Geschlechtsregister derer, die zuerst heraufgezogen waren, und fand
darin geschrieben:
V. 6-72: Esr 2,1-70.
/Nehe7/6/Nehe Das sind die Einwohner der Provinz [Juda], die aus der Gefangenschaft hinaufzogen, die Weggeführten, die Nebukadnezar, der König von Babel, weggeführt hatte und die nach Jerusalem
und Juda zurückgekehrt sind, jeder in seine Stadt, /Nehe7/7/Nehe [alle], die mit Serubbabel kamen [und mit] Jeschua, Nehemja, Asarja, Raamja, Nahamani, Mordochai, Bilschan, Misperet, Bigwai,
Rehum [und] Baana.
[Das ist die] Zahl der Männer des Volkes Israel:
/Nehe7/8/Nehe Die Söhne Parosch 2 172; /Nehe7/9/Nehe die Söhne Schefatja 372; /Nehe7/10/Nehe die Söhne Arach 652; /Nehe7/11/Nehe die Söhne Pahat-Moab, von den Söhnen Jeschuas und Joabs 2 818;
/Nehe7/12/Nehe die Söhne Elam 1 254; /Nehe7/13/Nehe die Söhne Sattu 845; /Nehe7/14/Nehe die Söhne Sakkai 760; /Nehe7/15/Nehe die Söhne Binnui 648; /Nehe7/16/Nehe die Söhne Bebai 628;
/Nehe7/17/Nehe die Söhne Asgad 2 322; /Nehe7/18/Nehe die Söhne Adonikam 667; /Nehe7/19/Nehe die Söhne Bigwai 2 067; /Nehe7/20/Nehe die Söhne Adin 655; /Nehe7/21/Nehe die Söhne Ater, von Hiskia,
98; /Nehe7/22/Nehe die Söhne Haschum 328; /Nehe7/23/Nehe die Söhne Bezai 324; /Nehe7/24/Nehe die Söhne Harif 112; /Nehe7/25/Nehe die Söhne Gibeon 95; /Nehe7/26/Nehe die Männer von Bethlehem und
Netofa 188; /Nehe7/27/Nehe die Männer von Anatot 128; /Nehe7/28/Nehe die Männer von Bet-Asmawet 42; /Nehe7/29/Nehe die Männer von Kirjat-Jearim, Kefira und Beerot 743; /Nehe7/30/Nehe die Männer
von Rama und Geba 621; /Nehe7/31/Nehe die Männer von Michmas 122; /Nehe7/32/Nehe die Männer von Bethel und Ai 123; /Nehe7/33/Nehe die Männer vom anderen Nebo 52; /Nehe7/34/Nehe die Söhne des
anderen Elam 1 254; /Nehe7/35/Nehe die Söhne Harim 320; /Nehe7/36/Nehe die Söhne Jerichos 345; /Nehe7/37/Nehe die Söhne Lod, Hadid und Ono 721; /Nehe7/38/Nehe die Söhne Senaa 3 930.
/Nehe7/39/Nehe Die Priester: die Söhne Jedaja, vom Haus Jeschua 973; /Nehe7/40/Nehe die Söhne Immer 1 052; /Nehe7/41/Nehe die Söhne Paschhur 1 247; /Nehe7/42/Nehe die Söhne Harim 1
017.
/Nehe7/43/Nehe Die Leviten: die Söhne Jeschua von Kadmiel, von den Söhnen Hodewa 74. - /Nehe7/44/Nehe Die Sänger: die Söhne Asaf 148. - /Nehe7/45/Nehe Die Torhüter: die Söhne Schallum, die Söhne
Ater, die Söhne Talmon, die Söhne Akkub, die Söhne Hatita, die Söhne Schobai, [insgesamt] 138.
/Nehe7/46/Nehe Die Tempeldiener: die Söhne Ziha, die Söhne Hasufa, die Söhne Tabbaot, /Nehe7/47/Nehe die Söhne Keros, die Söhne Sia, die Söhne Padon, /Nehe7/48/Nehe die Söhne Lebana, die Söhne
Hagaba, die Söhne Salmai, /Nehe7/49/Nehe die Söhne Hanan, die Söhne Giddel, die Söhne Gahar, /Nehe7/50/Nehe die Söhne Reaja, die Söhne Rezin, die Söhne Nekoda, /Nehe7/51/Nehe die Söhne Gasam, die
Söhne Usa, die Söhne Paseach, /Nehe7/52/Nehe die Söhne Besai, die Söhne der Meuniter, die Söhne der Nefusiter, /Nehe7/53/Nehe die Söhne Bakbuk, die Söhne Hakufa, die Söhne Harhur, /Nehe7/54/Nehe
die Söhne Bazlit, die Söhne Mehida, die Söhne Harscha, /Nehe7/55/Nehe die Söhne Barkos, die Söhne Sisera, die Söhne Temach, /Nehe7/56/Nehe die Söhne Neziach, die Söhne Hatifa.
/Nehe7/57/Nehe Die Söhne der Knechte Salomos: die Söhne Sotai, die Söhne Soferet, die Söhne Perida, /Nehe7/58/Nehe die Söhne Jaala, die Söhne Darkon, die Söhne Giddel, /Nehe7/59/Nehe die Söhne
Schefatja, die Söhne Hattil, die Söhne Pocheret-Zebajim, die Söhne Amon.
/Nehe7/60/Nehe Alle Tempeldiener und Söhne der Knechte Salomos waren 392.
/Nehe7/61/Nehe Und die folgenden sind [die], die aus Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub-Addon und Immer heraufzogen - aber sie konnten ihr Vaterhaus und ihre Abstammung nicht angeben, ob sie aus
Israel wären -: /Nehe7/62/Nehe die Söhne Delaja, die Söhne Tobija, die Söhne Nekoda 642. /Nehe7/63/Nehe Und von den Priestern: die Söhne Habaja, die Söhne Hakkoz, die Söhne Barsillai, der von den
Töchtern des Gileaditers Barsillai eine Frau genommen hatte und nach dessen Namen genannt wurde. /Nehe7/64/Nehe Diese suchten ihre Eintragung ins Geschlechtsregister, aber sie wurde nicht
gefunden. So wurden sie vom Priesteramt als unrein ausgeschlossen. /Nehe7/65/Nehe Und der Tirschata befahl ihnen, nicht vom Hochheiligen zu essen, bis der Priester für die Urim und die Tummim
auftrete.
/Nehe7/66/Nehe Die ganze Versammlung [zählte] insgesamt 42 360, /Nehe7/67/Nehe abgesehen von ihren Knechten und ihren Mägden; diese waren 7 337. Und sie hatten 245 Sänger und Sängerinnen,
/Nehe7/68/Nehe 435 Kamele und 6 720 Esel.
/Nehe7/69/Nehe Und ein Teil der Familienoberhäupter spendete für das Werk. Der Tirschata gab für den Schatz 1 000 Golddariken, 50 Sprengschalen, 530 Priesterleibröcke. /Nehe7/70/Nehe Und einige
von den Familienoberhäuptern gaben für den Schatz des Werkes 20 000 Golddariken und 2 200 Silberminen. /Nehe7/71/Nehe Und was das übrige Volk gab, war 20 000 Golddariken und 2 000 Silberminen und
67 Priesterleibröcke.
/Nehe7/72/Nehe Und die Priester und die Leviten, die Torhüter und die Sänger, [einige] aus dem Volk und die Tempeldiener und ganz Israel ließen sich in ihren Städten nieder.
Gesetzeslesung und Laubhüttenfest.
\8\
Und als der siebte Monat herankam und die Söhne Israel in ihren Städten [wohnten], /Nehe8/1/Nehe da versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz, der vor dem Wassertor war. Und sie
sagten zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch mit dem Gesetz des Mose herbeibringen, das der HERR [dem Volk] Israel geboten hatte. /Nehe8/2/Nehe So brachte am ersten Tag des siebten
Monats der Priester Esra das Gesetz vor die Versammlung, vor Männer und Frauen, und vor jeden, der zu hören verstand. /Nehe8/3/Nehe Und er las daraus vor auf dem Platz, der vor dem Wassertor war,
vom [ersten Tages]licht bis zum Mittag in Gegenwart der Männer und Frauen und [aller], die es verstehen konnten. Und die Ohren des ganzen Volkes waren auf das Buch des Gesetzes [gerichtet].
/Nehe8/4/Nehe Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einem Holzgerüst, das man zu diesem Zweck hergestellt hatte. Und neben ihm standen Mattitja, Schema, Anaja, Uria, Hilkija und Maaseja, zu
seiner Rechten; und zu seiner Linken Pedaja, Mischael, Malkija, Haschum und Haschbaddana, Secharja [und] Meschullam. /Nehe8/5/Nehe Und Esra öffnete das Buch vor den Augen des ganzen Volkes, denn
er überragte das ganze Volk. Und als er es öffnete, stand das ganze Volk auf. /Nehe8/6/Nehe Und Esra pries den HERRN, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: Amen, Amen! - wobei sie ihre
Hände emporhoben. Und sie verneigten sich und warfen sich vor dem HERRN nieder mit dem Gesicht zur Erde. /Nehe8/7/Nehe Und Jeschua und Bani und Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija,
Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja, die Leviten, belehrten das Volk über das Gesetz. Dabei [stand] das Volk an seiner Stelle. /Nehe8/8/Nehe Und sie lasen aus dem Buch, aus dem Gesetz
Gottes, abschnittsweise vor, und gaben den Sinn an, so dass man das Vorgelesene verstehen konnte.
/Nehe8/9/Nehe Und Nehemia, das ist der Tirschata r, und der Priester Esra, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk belehrten, sagten zum ganzen Volk: Dieser Tag ist dem HERRN, eurem
Gott, heilig! Seid nicht traurig und weint nicht! Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte. /Nehe8/10/Nehe Und er sagte [weiter] zu ihnen: Geht hin, eßt fette Speisen und
trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz!
/Nehe8/11/Nehe Und die Leviten beruhigten das ganze Volk, indem sie sagten: Seid still, denn der Tag ist heilig! Seid nicht bekümmert! /Nehe8/12/Nehe Da ging das ganze Volk hin, um zu essen und
zu trinken und Anteile zu versenden und ein großes Freudenfest zu begehen. Denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen mitgeteilt hatte.
/Nehe8/13/Nehe Und am zweiten Tag versammelten sich die Familienoberhäupter des ganzen Volkes, die Priester und die Leviten, zu Esra, dem Schriftgelehrten, und zwar um Einsicht in die Worte des
Gesetzes zu gewinnen. /Nehe8/14/Nehe Da fanden sie im Gesetz, das der HERR durch Mose geboten hatte, geschrieben, dass die Söhne Israel an dem Fest im siebten Monat in Laubhütten wohnen sollten,
/Nehe8/15/Nehe so dass sie verkündigten und durch all ihre Städte und durch Jerusalem den Ruf ergehen ließen: Geht hinaus auf das Gebirge und holt Zweige vom Olivenbaum und Zweige vom wilden
Ölbaum und Myrtenzweige und Palmzweige und Zweige von dichtbelaubten Bäumen, um Laubhütten zu machen, wie es geschrieben steht! /Nehe8/16/Nehe Da zog das Volk hinaus und brachte [die Zweige]
herbei. Und sie machten sich Laubhütten, jeder auf seinem Dach oder in ihren Höfen, in den Höfen des Hauses Gottes, auf dem Platz am Wassertor und auf dem Platz am Tor Ephraim. /Nehe8/17/Nehe Und
die ganze Versammlung, [alle], die aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren, machten Laubhütten und wohnten in den Hütten. Denn die Söhne Israel hatten es nicht [mehr] so gehalten seit den
Tagen Josuas, des Sohnes Nuns, bis auf jenen Tag. Und es war eine sehr große Freude.
/Nehe8/18/Nehe Und man las aus dem Buch des Gesetzes Gottes Tag für Tag vor, vom ersten Tag bis zum letzten Tag. Und sie feierten das Fest sieben Tage lang. Und am achten Tag [war] die
Festversammlung nach der Vorschrift.
Bußgebet der Leviten.
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/Nehe9/1/Nehe Und am 24. Tag dieses Monats versammelten sich die Söhne Israel unter Fasten und in Sacktuch, und mit Erde auf ihrem Haupt. /Nehe9/2/Nehe Und [alle], die israelitischer Abstammung
waren, sonderten sich ab von allen Söhnen der Fremde. Und sie traten hin und bekannten ihre Sünden und die Verfehlungen ihrer Väter. /Nehe9/3/Nehe Und sie standen auf an ihrer Stelle, und man las
aus dem Buch des Gesetzes des HERRN, ihres Gottes, vor, ein Viertel des Tages. Und ein [anderes] Viertel [des Tages] bekannten sie [ihre Verfehlungen] und warfen sich nieder vor dem HERRN, ihrem
Gott.
/Nehe9/4/Nehe Und Jeschua und Bani, Kadmiel, Schebanja, Bunni, Scherebja, Bani, Kenani traten auf das Podium der Leviten, und sie schrieen mit lauter Stimme um Hilfe zu dem HERRN, ihrem Gott.
/Nehe9/5/Nehe Und die Leviten Jeschua und Kadmiel, Bani, Haschabneja, Scherebja, Hodija, Schebanja, Petachja sagten: Steht auf, preist den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man
preise deinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm! /Nehe9/6/Nehe Du, HERR, bist es, du allein. Du, du hast die Himmel gemacht, die Himmel der Himmel und all ihr Heer, die
Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Und du machst dies alles lebendig, und das Heer des Himmels wirft sich vor dir nieder. /Nehe9/7/Nehe Du bist es, HERR, Gott,
der du Abram erwählt hast und ihn aus Ur in Chaldäa herausgeführt und ihm den Namen Abraham verliehen hast. /Nehe9/8/Nehe Und du hast sein Herz treu vor dir erfunden und hast mit ihm den Bund
geschlossen, das Land der Kanaaniter, der Hetiter, der Amoriter und der Perisiter und der Jebusiter und der Girgasiter zu geben - es seinen Nachkommen zu geben. Und du hast deine Worte
aufrechterhalten, denn du bist gerecht.
/Nehe9/9/Nehe Und du hast das Elend unserer Väter in Ägypten angesehen und hast ihr Geschrei am Schilfmeer gehört. /Nehe9/10/Nehe Und du hast Zeichen und Wunder getan an dem Pharao und an all
seinen Knechten und am ganzen Volk seines Landes. Denn du hattest erkannt, dass sie vermessen an ihnen gehandelt hatten. Und du hast dir einen Namen gemacht, wie es am heutigen Tag ist.
/Nehe9/11/Nehe Und das Meer hast du vor ihnen gespalten, so dass sie mitten durch das Meer auf dem Trockenen zogen. Aber ihre Verfolger hast du in die Tiefen geworfen wie einen Stein in mächtige
Wasser. /Nehe9/12/Nehe Und in einer Wolkensäule hast du sie bei Tag geleitet und in einer Feuersäule bei Nacht, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie ziehen sollten. /Nehe9/13/Nehe Und auf
den Berg Sinai bist du herabgestiegen und hast vom Himmel her mit ihnen geredet. Und du hast ihnen klare Rechtsbestimmungen und zuverlässige Gesetze, gute Ordnungen und Gebote gegeben.
/Nehe9/14/Nehe Und deinen heiligen Sabbat hast du ihnen verkündet und hast ihnen Gebote und Ordnungen und ein Gesetz geboten durch deinen Knecht Mose. /Nehe9/15/Nehe Und Brot vom Himmel hast du
ihnen gegeben für ihren Hunger und hast ihnen Wasser aus dem Felsen hervorkommen lassen für ihren Durst. Und du hast ihnen befohlen hineinzugehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das ihnen zu
geben du deine Hand zum Schwur erhoben hattest.
/Nehe9/16/Nehe Sie aber, unsere Väter nämlich, handelten vermessen, und sie verhärteten ihren Nacken und hörten nicht auf deine Gebote. /Nehe9/17/Nehe Und sie weigerten sich zu gehorchen und
dachten nicht [mehr] an deine Wundertaten, die du an ihnen getan hattest. Sie verhärteten ihren Nacken und setzten ein Haupt [über sich], um zu ihrer Knechtschaft in Ägypten zurückzukehren. Du
aber bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Gnade, und du hast sie nicht verlassen. /Nehe9/18/Nehe Sogar als sie sich ein gegossenes Kalb machten und
sagten: Das ist dein Gott, der dich aus Ägypten heraufgeführt hat - und große Lästerungen verübten, /Nehe9/19/Nehe hast du in deinen großen Erbarmungen sie doch nicht in der Wüste verlassen. Die
Wolkensäule wich nicht von ihnen bei Tag, um sie auf dem Weg zu leiten, noch die Feuersäule bei Nacht, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie ziehen sollten. /Nehe9/20/Nehe Und deinen guten
Geist hast du gegeben, um sie zu unterweisen. Und dein Manna hast du ihrem Mund nicht vorenthalten, und du gabst ihnen Wasser für ihren Durst. /Nehe9/21/Nehe Und vierzig Jahre lang hast du sie in
der Wüste versorgt, sie entbehrten nichts. Ihre Kleider zerschlissen nicht, und ihre Füße schwollen nicht [an]. /Nehe9/22/Nehe Und du hast ihnen Königreiche und Völker gegeben und sie [ihnen
Stück] für Stück zugeteilt. So nahmen sie das Land Sihons, das Land des Königs von Heschbon, in Besitz und das Land des Og, des Königs von Basan. /Nehe9/23/Nehe Und ihre Söhne hast du zahlreich
werden lassen wie die Sterne des Himmels. Und du hast sie in das Land gebracht, von dem du ihren Vätern gesagt hattest, dass sie hineingehen sollten, um es in Besitz zu nehmen. /Nehe9/24/Nehe Und
die Söhne kamen hinein und nahmen das Land in Besitz. Und du hast vor ihnen die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, gedemütigt und hast sie in ihre Hand gegeben, sowohl ihre Könige als auch die
Völker des Landes, mit ihnen zu tun nach ihrem Belieben. /Nehe9/25/Nehe Und sie nahmen befestigte Städte ein und fettes Ackerland und nahmen Häuser in Besitz, die mit allerlei Gut gefüllt waren,
ausgehauene Zisternen, Weinberge und Olivengärten und Obstbäume in Menge. Und sie aßen und wurden satt und fett und ließen [es] sich wohl sein durch deine große Güte.
/Nehe9/26/Nehe Aber sie wurden widerspenstig und empörten sich gegen dich und warfen dein Gesetz hinter ihren Rücken. Und sie brachten deine Propheten um, die als Zeugen gegen sie auftraten, um
sie zu dir zurückzuführen; und sie verübten große Lästerungen. /Nehe9/27/Nehe Da gabst du sie in die Hand ihrer Bedränger, die bedrängten sie. Und zur Zeit ihrer Bedrängnis schrieen sie zu dir,
und du hörtest vom Himmel her, und nach deinen großen Erbarmungen gabst du ihnen Retter; die retteten sie aus der Hand ihrer Bedränger. /Nehe9/28/Nehe Aber sobald sie Ruhe hatten, taten sie
wieder Böses vor dir. Da überließest du sie der Hand ihrer Feinde, dass diese über sie herrschten, und sie schrieen wieder zu dir um Hilfe, und du hörtest vom Himmel her und errettetest sie nach
deinen Erbarmungen viele Male. /Nehe9/29/Nehe Und du tratest als Zeuge gegen sie auf, um sie zu deinem Gesetz zurückzuführen. Sie aber handelten vermessen und gehorchten deinen Geboten nicht,
sondern sündigten gegen deine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut. Und sie zeigten eine störrische Schulter und verhärteten ihren Nacken und gehorchten nicht.
/Nehe9/30/Nehe Und du hattest Geduld mit ihnen viele Jahre und tratest als Zeuge gegen sie auf durch deinen Geist, durch das Wort deiner Propheten, aber sie hörten nicht hin. Da gabst du sie in
die Hand der Völker der Länder. /Nehe9/31/Nehe Doch in deinen großen Erbarmungen hast du nicht ein Ende mit ihnen gemacht und sie nicht verlassen. Denn ein gnädiger und barmherziger Gott bist
du!
/Nehe9/32/Nehe Und nun, unser Gott, du großer, starker und furchtbarer Gott, der den Bund und die Gnade bewahrt, laß nicht gering vor dir sein all die Mühsal, die uns getroffen hat, unsere
Könige, unsere Obersten und unsere Priester und unsere Propheten und unsere Väter und dein ganzes Volk, seit den Tagen der Könige von Assur bis auf diesen Tag! /Nehe9/33/Nehe Doch du bist gerecht
bei allem, was über uns gekommen ist, denn du hast Treue bewiesen; wir aber, wir haben gottlos gehandelt. /Nehe9/34/Nehe Und unsere Könige, unsere Obersten, unsere Priester und unsere Väter haben
nicht nach deinem Gesetz gehandelt und haben auf deine Gebote und auf deine Zeugnisse nicht geachtet, mit denen du gegen sie als Zeuge aufgetreten bist. /Nehe9/35/Nehe Sie aber - trotz ihres
Königreiches und trotz der Fülle deiner Güter, die du ihnen gegeben, und trotz des weiten und fetten Landes, das du vor sie gelegt hattest - sie haben dir nicht gedient und sind nicht umgekehrt
von ihren bösen Taten. /Nehe9/36/Nehe Siehe, wir sind heute Knechte. Und das Land, das du unseren Vätern gegeben hast, seine Früchte und seine Güter zu genießen, - siehe, wir sind Knechte in ihm!
/Nehe9/37/Nehe Und seinen Ertrag vermehrt es für die Könige, die du um unserer Sünden willen über uns gesetzt hast. Und sie haben Gewalt über unsere Leiber und über unser Vieh nach ihrem
Belieben; wir aber sind in großer Bedrängnis.
Verpflichtung auf das Gesetz und zu Abgaben an das Haus Gottes.
\10\
/Nehe10/1/Nehe Und wegen all dessen schließen wir [nun] eine [feste] Vereinbarung und schreiben [sie] auf. Und auf der gesiegelten [Schrift] [stehen die Namen] unserer Obersten, unserer Leviten
[und] unserer Priester.
/Nehe10/2/Nehe Und [die Namen] auf den gesiegelten [Schriftstücken]: Nehemia, der Tirschata, der Sohn Hachaljas, und Zedekia.
V. 3-9: Kap. 12,2-7.
/Nehe10/3/Nehe Seraja, Asarja, Jirmeja, /Nehe10/4/Nehe Paschhur, Amarja, Malkija, /Nehe10/5/Nehe Hattusch, Schebanja, Malluch, /Nehe10/6/Nehe Harim, Meremot, Obadja, /Nehe10/7/Nehe Daniel,
Ginneton, Baruch, /Nehe10/8/Nehe Meschullam, Abija, Mijamin, /Nehe10/9/Nehe Maasja, Bilga, Schemaja; das sind die Priester. - /Nehe10/10/Nehe Und die Leviten: Jeschua, der Sohn Asanjas, Binnui,
von den Söhnen Henadads, Kadmiel; /Nehe10/11/Nehe und ihre Brüder: Schechanja, Hodija, Kelita, Pelaja, Hanan, /Nehe10/12/Nehe Micha, Rehob, Haschabja, /Nehe10/13/Nehe Sakkur, Scherebja,
Schebanja, /Nehe10/14/Nehe Hodija, Bani, Beninu.
V. 15-20: Esr 2,3-19.
/Nehe10/15/Nehe Die Häupter des Volkes: Parosch, Pahat-Moab, Elam, Sattu, Bani, /Nehe10/16/Nehe Bunni, Asgad, Bebai, /Nehe10/17/Nehe Hadonija, Bigwai, Adin, /Nehe10/18/Nehe Ater, Hiskia, Asur,
/Nehe10/19/Nehe Hodija, Haschum, Bezai, /Nehe10/20/Nehe Harif, Anatot, Nebai, /Nehe10/21/Nehe Magpiasch, Meschullam, Hesir, /Nehe10/22/Nehe Meschesabel, Zadok, Jaddua, /Nehe10/23/Nehe Pelatja,
Hanan, Anaja, /Nehe10/24/Nehe Hoschea, Hananja, Haschub, /Nehe10/25/Nehe Lohesch, Pilha, Schobek, /Nehe10/26/Nehe Rehum, Haschabna, Maaseja, /Nehe10/27/Nehe und Ahija, Hanan, Anan,
/Nehe10/28/Nehe Malluch, Harim, Baana.
/Nehe10/29/Nehe Und das übrige Volk, die Priester, die Leviten, die Torhüter, die Sänger, die Tempeldiener und alle, die sich aus den Völkern der Länder zum Gesetz Gottes hin abgesondert haben,
[sowie] ihre Frauen, ihre Söhne und ihre Töchter, alle, die Erkenntnis [und] Einsicht haben, /Nehe10/30/Nehe schließen sich ihren Brüdern, den Mächtigen unter ihnen, an und treten in Eid und
Schwur, im Gesetz Gottes zu leben, das durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben worden ist, und alle Gebote des HERRN, unseres Herrn, und seine Rechtsbestimmungen und seine Ordnungen zu bewahren
und zu tun. /Nehe10/31/Nehe [Und sie schwören]: Wir wollen unsere Töchter nicht den Völkern des Landes geben, und ihre Töchter nicht für unsere Söhne nehmen.
/Nehe10/32/Nehe Wenn die Völker des Landes am Sabbattag ihre Waren und allerlei Getreide zum Verkauf bringen, wollen wir es ihnen am Sabbat oder an einem [andern] heiligen Tag nicht
abnehmen.
Wir wollen im siebten Jahr auf den Ernteertrag und auf die Schuldforderung einer jeden Hand verzichten.
/Nehe10/33/Nehe Wir wollen uns als Gebot auferlegen, ein Drittel Schekel im Jahr für den Dienst im Haus unseres Gottes zu geben: /Nehe10/34/Nehe für die Schaubrote und das regelmäßige Speisopfer
und für das ständige Brandopfer [und für die Opfer an] den Sabbaten [und] Neumonden, für die Festzeiten und für die heiligen Dinge und für die Sündopfer, um Sühnung zu erwirken für Israel und für
alles Werk im Haus unseres Gottes. /Nehe10/35/Nehe Wir, die Priester, die Leviten und das Volk, wollen die Lose werfen über die Lieferung des Brennholzes, um es nach unseren Familien zu
bestimmten Zeiten zum Haus unseres Gottes zu bringen, Jahr für Jahr, damit man es auf dem Altar des HERRN, unseres Gottes, verbrennt, wie es im Gesetz geschrieben steht. /Nehe10/36/Nehe [Wir
verpflichten uns], die Erstlinge unseres Ackerlandes und die Erstlinge aller Früchte von allen Bäumen Jahr für Jahr zum Haus des HERRN zu bringen.
/Nehe10/37/Nehe [Wir verpflichten uns], die Erstgeborenen unserer Söhne und unseres Viehbestandes, wie es im Gesetz vorgeschrieben ist, und zwar die Erstgeborenen unserer Rinder und unserer
Schafe zum Haus unseres Gottes zu bringen, für die Priester, die im Haus unseres Gottes Dienst verrichten.
/Nehe10/38/Nehe Wir wollen das Erste von unserm Schrotmehl und unseren Hebopfern und den Früchten von allerlei Bäumen, [von] Most und Öl für die Priester bringen, in die Zellen des Hauses unseres
Gottes, und den Zehnten unseres Ackerlandes für die Leviten. Denn sie, die Leviten, sind es, die den Zehnten erheben sollen in allen Städten unseres Ackerbaus. /Nehe10/39/Nehe Und der Priester,
der Sohn Aarons, soll bei den Leviten sein, wenn die Leviten den Zehnten erheben. Und die Leviten sollen den Zehnten vom Zehnten zum Haus unseres Gottes hinaufbringen, in die Zellen des
Schatzhauses. /Nehe10/40/Nehe Denn in die Zellen sollen die Söhne Israel und die Söhne Levi das Hebopfer vom Getreide, vom Most und Öl bringen. Denn dort sind die heiligen Geräte und die
Priester, die den Dienst verrichten, und die Torhüter und die Sänger. So wollen wir das Haus unseres Gottes nicht [im Stich] lassen.
Verzeichnis der Bewohner Jerusalems und Judas.
V. 1-9: 1Chr 9,2-9.
\11\
/Nehe11/1/Nehe Und die Obersten des Volkes wohnten in Jerusalem. Und das übrige Volk warf Lose, um je einen von zehn kommen zu lassen, damit er in Jerusalem, der heiligen Stadt, wohne, die neun
[anderen] Teile aber in den Städten blieben. /Nehe11/2/Nehe Und das Volk segnete alle Männer, die sich bereit zeigten, in Jerusalem zu wohnen.
/Nehe11/3/Nehe Und dies sind die Oberhäupter der Provinz [Juda], die in Jerusalem wohnten - in den Städten Judas aber wohnten, jeder auf seinem Besitz in ihren Städten: Israel, die Priester, die
Leviten, die Tempeldiener und die Söhne der Knechte Salomos -; /Nehe11/4/Nehe und zwar wohnten in Jerusalem einige von den Söhnen Judas und von den Söhnen Benjamins: Von den Söhnen Judas: Ataja,
der Sohn Usijas, des Sohnes Secharjas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Schefatjas, des Sohnes Mahalalels, von den Söhnen Perez; /Nehe11/5/Nehe und Maaseja, der Sohn Baruchs, des Sohnes Kolhoses,
des Sohnes Hasajas, des Sohnes Adajas, des Sohnes Jojaribs, des Sohnes Secharjas, von den Schilonitern. /Nehe11/6/Nehe Alle Söhne des Perez, die in Jerusalem wohnten, waren 468 tapfere Männer.
/Nehe11/7/Nehe Und dies sind die Söhne Benjamins: Sallu, der Sohn Meschullams, des Sohnes Joeds, des Sohnes Pedajas, des Sohnes Kolajas, des Sohnes Maasejas, des Sohnes Itiels, des Sohnes
Jesajas, /Nehe11/8/Nehe und seine Brüder Gabbai, Sallai, 928. /Nehe11/9/Nehe Und Joel, der Sohn Sichris, war Aufseher über sie; und Juda, der Sohn Senuas, war als Zweiter über die Stadt
[gesetzt].
V. 10-14: 1Chr 9,10-13.
/Nehe11/10/Nehe Von den Priestern: Jedaja, Jojarib, Jachin [und] /Nehe11/11/Nehe Seraja, der Sohn Hilkijas, des Sohnes Meschullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajots, des Sohnes Ahitubs,
Fürst des Gotteshauses, /Nehe11/12/Nehe und ihre Brüder, die den [Opfer]dienst im Haus verrichteten: 822; und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pedaljas, des Sohnes Amzis, des Sohnes
Secharjas, des Sohnes Paschhurs, des Sohnes Malkijas, /Nehe11/13/Nehe und seine Brüder, [alles] Familienoberhäupter: 242; und Amaschsai, der Sohn Asarels, des Sohnes Achsais, des Sohnes
Meschillemots, des Sohnes Immers, /Nehe11/14/Nehe und ihre Brüder, angesehene Männer: 128. Und Aufseher über sie war Sabdiel, der Sohn Haggadolims.
V. 15-23: 1Chr 9,14-34
/Nehe11/15/Nehe Und von den Leviten: Schemaja, der Sohn Haschubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Bunnis; /Nehe11/16/Nehe und Schabbetai und Josabad, von den Häuptern der
Leviten, [die] über den äußeren Dienst am Haus Gottes [zu wachen hatten]; /Nehe11/17/Nehe und Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Asafs, der Leiter des Lobsingens, er stimmte
beim Gebet den Lobpreis an, und Bakbukja, sein Stellvertreter unter seinen Brüdern; und Abda, der Sohn Schammuas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedutuns. /Nehe11/18/Nehe Alle Leviten in der
heiligen Stadt waren 284. /Nehe11/19/Nehe Und die Torhüter: Akkub, Talmon und ihre Brüder, die in den Toren Wache hielten, 172. - /Nehe11/20/Nehe Und das übrige Israel, die Priester, die Leviten,
[blieben] in allen Städten Judas, jeder in seinem Erbteil. /Nehe11/21/Nehe Und die Tempeldiener wohnten auf dem Ofel; und Ziha und Gischpa waren über die Tempeldiener [gesetzt]. - /Nehe11/22/Nehe
Und Aufseher der Leviten in Jerusalem war Usi, der Sohn Banis, des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes Michas, von den Söhnen Asafs, die beim [Gottes]dienst im Haus Gottes sangen.
/Nehe11/23/Nehe Denn [es gab] ein Gebot des Königs über sie und eine Vorschrift für die Sänger, wer täglich zu singen hatte. /Nehe11/24/Nehe Und Petachja, der Sohn Meschesabels, von den Söhnen
Serachs, des Sohnes Judas, [stand] dem König zur Seite für alle Angelegenheiten des Volkes.
V. 25-30: Jos 15,21-62.
/Nehe11/25/Nehe Und in den Gehöften auf ihren Feldern wohnten von den Söhnen Juda [einige] in Kirjat-Arba und seinen Tochterstädten und in Dimona und seinen Tochterstädten und in Kabzeel und
seinen Gehöften /Nehe11/26/Nehe und in Jeschua und in Molada und in Bet-Pelet /Nehe11/27/Nehe und in Hazar-Schual und in Beerscheba und seinen Tochterstädten /Nehe11/28/Nehe und in Ziklag und in
Mechona und in seinen Tochterstädten /Nehe11/29/Nehe und in En-Rimmon und in Zora und in Jarmut, /Nehe11/30/Nehe Sanoach, Adullam und seinen Gehöften, Lachisch und seinen Feldern, Aseka und
seinen Tochterstädten. So ließen sie sich nieder von Beerscheba bis zum Tal Hinnom. /Nehe11/31/Nehe Und die Söhne Benjamin [wohnten] von Geba an in Michmas und Ajja und Bethel und seinen
Tochterstädten, /Nehe11/23/Nehe in Anatot, Nob, Ananja, /Nehe11/33/Nehe Hazor, Rama, Gittajim, /Nehe11/34/Nehe Hadid, Zeboim, Neballat, /Nehe11/35/Nehe Lod und Ono [und] im Tal der Handwerker.
/Nehe11/36/Nehe Und von den Leviten [wohnten] Abteilungen in Juda und in Benjamin.
Verzeichnis der Priester und Leviten.
V. 2-7: Kap. 10,3-9.
\12\
/Nehe12/1/Nehe Und dies sind die Priester und die Leviten, die mit Serubbabel, dem Sohn Schealtiels, und Jeschua hinaufgezogen waren: Seraja, Jirmeja, Esra, /Nehe12/2/Nehe Amarja, Malluch,
Hattusch, /Nehe12/3/Nehe Schechanja, Rehum, Meremot, /Nehe12/4/Nehe Iddo, Ginneton, Abija, /Nehe12/5/Nehe Mijamin, Maadja, Bilga, /Nehe12/6/Nehe Schemaja, und Jo-jarib, Jedaja, /Nehe12/7/Nehe
Sallu, Amok, Hilkija, Jedaja. Das waren die Häupter der Priester und ihrer Brüder in den Tagen Jeschuas. - /Nehe12/8/Nehe Und die Leviten: Jeschua, Binnui, Kadmiel, Scherebja, Juda, Mattanja. Er
und seine Brüder waren über die Lobpreisungen [als Leiter gesetzt], /Nehe12/9/Nehe während Bakbukja und Unni und ihre Brüder ihnen nach Dienstabteilungen gegenüberstanden.
/Nehe12/10/Nehe Und Jeschua zeugte Jojakim, und Jojakim zeugte Eljaschib, und Eljaschib zeugte Jojada, /Nehe12/11/Nehe und Jojada zeugte Johanan, und Johanan zeugte Jaddua.
V. 12-21: vgl. 1Chr 24,4-19.
/Nehe12/12/Nehe Und in den Tagen Jojakims waren [folgende] Priester Familienoberhäupter: von [der Familie] Seraja: Meraja; von Jirmeja: Hananja; /Nehe12/13/Nehe von Esra: Meschullam; von Amarja:
Johanan; /Nehe12/14/Nehe von Malluch: Jonatan; von Schebanja: Joseph; /Nehe12/15/Nehe von Harim: Adna; von Merajot: Helkai; /Nehe12/16/Nehe von Iddo: Secharja; von Ginneton: Meschullam;
/Nehe12/17/Nehe von Abija: Sichri; von Mijamin . . .; von Maadja: Piltai; /Nehe12/18/Nehe von Bilga: Schammua; von Schemaja: Jonatan; /Nehe12/19/Nehe und von Jojarib: Mattenai; von Jedaja: Usi;
/Nehe12/20/Nehe von Sallai: Kallai; von Amok: Eber; /Nehe12/21/Nehe von Hilkija: Haschabja; von Jedaja: Netanel. - /Nehe12/22/Nehe In den Tagen Eljaschibs, Jojadas und Johanans und Jadduas wurden
die Leviten nach [ihren] Familienoberhäuptern sowie die Priester [in dem Buch der Geschichte] bis zu der Regierung des Persers Darius aufgeschrieben. /Nehe12/23/Nehe Die Söhne Levis, die
Familienoberhäupter, sind im Buch der Geschichte aufgeschrieben, und zwar bis zu den Tagen Johanans, des Sohnes Eljaschibs. - /Nehe12/24/Nehe Und die Häupter der Leviten waren Haschabja,
Scherebja und Jeschua, Binnui, Kadmiel und ihre Brüder, [die] ihnen gegenüber[standen], um zu loben [und] zu preisen nach dem Gebot Davids, des Mannes Gottes, Dienstabteilung neben
Dienstabteilung, /Nehe12/25/Nehe [nämlich] Mattanja und Bakbukja, Obadja. Meschullam [aber], Talmon [und] Akkub hielten als Torhüter Wache bei den Vorratskammern der Tore. - /Nehe12/26/Nehe Diese
[lebten] in den Tagen Jojakims, des Sohnes Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, und in den Tagen des Statthalters Nehemia und des Priesters Esra, des Schriftgelehrten.
Einweihung der Mauer - Tempelabgaben - Aussonderung der Fremden.
/Nehe12/27/Nehe Und bei der Einweihung der Mauer von Jerusalem holte man die Leviten aus allen ihren Orten, um sie nach Jerusalem zu bringen, damit man die Einweihung mit Freuden feiern könnte
und mit Lobliedern und mit Gesang, [mit] Zimbeln, Harfen und Zithern. /Nehe12/28/Nehe Da versammelten sich die Söhne der Sänger sowohl aus dem Kreis [und] der Umgebung von Jerusalem als auch aus
den Gehöften der Netofatiter /Nehe12/29/Nehe sowie aus Bet-Gilgal und aus dem Gebiet von Geba und Asmawet; denn die Sänger hatten sich in der Umgebung von Jerusalem Gehöfte gebaut.
/Nehe12/30/Nehe Und die Priester und die Leviten reinigten sich; und sie reinigten das Volk und die Tore und die Mauer.
/Nehe12/31/Nehe Und ich ließ die Obersten von Juda oben auf die Mauer steigen. Und ich stellte zwei große Dankchöre und Festzüge auf. [Der eine zog] nach rechts, oben auf der Mauer zum Aschentor
hin. /Nehe12/32/Nehe Und hinter ihnen her gingen Hoschaja und die Hälfte der Obersten von Juda /Nehe12/33/Nehe und Asarja, Esra und Meschullam, /Nehe12/34/Nehe Juda und Benjamin und Schemaja und
Jirmeja, /Nehe12/35/Nehe sodann [einige] von den Söhnen der Priester mit Trompeten: Secharja, der Sohn Jonatans, des Sohnes Schemajas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes Michajas, des Sohnes
Sakkurs, des Sohnes Asafs, /Nehe12/36/Nehe und seine Brüder, Schemaja und Asarel, Milalai, Gilalai, Maai, Netanel und Juda, Hanani mit den Musikinstrumenten Davids, des Mannes Gottes. Esra aber,
der Schriftgelehrte, [ging] vor ihnen her. /Nehe12/37/Nehe Und [sie zogen] zum Quelltor hin und stiegen geradeaus auf den Stufen zur Stadt Davids [und] auf dem Aufgang zur [inneren] Mauer hinauf
[und] oberhalb vom Haus Davids entlang und bis an das Wassertor im Osten.
/Nehe12/38/Nehe Und der zweite Dankchor zog zur entgegengesetzten Seite und ich hinter ihm her mit der [anderen] Hälfte [der Oberen] des Volkes oben auf der Mauer über den Ofenturm und bis an die
breite Mauer, /Nehe12/39/Nehe über das Ephraim-Tor und über das Jeschana-Tor, über das Fischtor und den Turm Hananel und den Turm Mea bis an das Schaftor; und sie blieben beim Wachttor
stehen.
/Nehe12/40/Nehe Und die beiden Dankchöre stellten sich am Haus Gottes auf, ebenso ich und die Hälfte der Vorsteher mit mir /Nehe12/41/Nehe und die Priester Eljakim, Maaseja, Mijamin, Michaja,
Eljoenai, Secharja, Hananja mit Trompeten /Nehe12/42/Nehe und Maaseja und Schemaja und Eleasar und Usi und Johanan und Malkija und Elam und Eser. Dann ließen sich die Sänger unter der Leitung von
Jisrachja hören. /Nehe12/43/Nehe Und sie schlachteten an diesem Tag große Schlachtopfer und freuten sich, denn Gott hatte sie mit großer Freude erfüllt; und auch die Frauen und die Kinder freuten
sich. Und die Freude Jerusalems war weithin zu hören.
/Nehe12/44/Nehe Und es wurden an diesem Tag Männer eingesetzt [zur Aufsicht] über die Kammern für die Vorräte, die Hebopfer, die Erstlinge und die Zehnten, um in ihnen die gesetzlichen Anteile
für die Priester und für die Leviten von den Feldern zu sammeln. Denn Juda hatte seine Freude an den Priestern und an den Leviten, die [im heiligen Dienst] standen. /Nehe12/45/Nehe Und sie
versahen den Dienst ihres Gottes und den Dienst der Reinigung. Auch die Sänger und die Torhüter [taten Dienst] nach dem Gebot Davids [und] seines Sohnes Salomo. /Nehe12/46/Nehe Denn seit den
Tagen Davids und Asafs, seit alter Zeit, gab es Häupter der Sänger und Preis- und Lobgesang für Gott. /Nehe12/47/Nehe Und ganz Israel gab in den Tagen Serubbabels und in den Tagen Nehemias die
Anteile für die Sänger und die Torhüter, was ihnen Tag für Tag zukam; die Weihgaben aber gaben sie den Leviten, und die Leviten gaben die Weihgaben den Söhnen Aarons.
\13\
/Nehe13/1/Nehe An jenem Tag wurde aus dem Buch des Mose vor den Ohren des Volkes vorgelesen, und man fand darin geschrieben, dass kein Ammoniter und Moabiter in die Versammlung Gottes kommen
sollte für ewig. /Nehe13/2/Nehe Denn sie waren den Söhnen Israel nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen und hatten Bileam gegen sie gedungen, sie zu verfluchen, aber unser Gott hatte den
Fluch in Segen verwandelt. /Nehe13/3/Nehe Und es geschah, als sie das Gesetz hörten, da sonderten sie alles Mischvolk von Israel ab.
Zweiter Aufenthalt Nehemias in Jerusalem - Tempelreinigung - Versorgung der Leviten - Sabbatheiligung - Strafrede wegen der Mischehen.
/Nehe13/4/Nehe Vordem aber hatte der Priester Eljaschib, der über die Zellen des Hauses unseres Gottes gesetzt war, ein Verwandter des Tobija, /Nehe13/5/Nehe diesem eine große Zelle hergerichtet.
Vordem hatte man dort die Speisopfer gelagert, den Weihrauch und die Geräte und den Zehnten vom Getreide, Most und Öl, [also] die Anteile für die Leviten und die Sänger und die Torhüter, und die
Hebopfer der Priester. /Nehe13/6/Nehe Bei alldem war ich aber nicht in Jerusalem gewesen, denn im 32. Jahr Artahsastas, des Königs von Babel, war ich zum König gekommen und hatte mir [erst] nach
Verlauf einer [längeren] Zeit vom König [Urlaub] erbeten. /Nehe13/7/Nehe Als ich nun nach Jerusalem kam, bemerkte ich das Unrecht, das Eljaschib zugunsten von Tobija getan hatte, als er ihm eine
Zelle in den Höfen des Hauses Gottes hergerichtet hatte. /Nehe13/8/Nehe Das mißfiel mir sehr, und ich warf alle Hausgeräte Tobijas aus der Zelle hinaus. /Nehe13/9/Nehe Dann befahl ich, dass man
die Zellen reinigen sollte, und brachte die Geräte des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch wieder hinein.
/Nehe13/10/Nehe Und ich erkannte, dass die Anteile für die Leviten nicht gegeben worden waren, so dass die Leviten und die Sänger, die den Dienst taten, davongelaufen waren, jeder auf sein Feld.
/Nehe13/11/Nehe Da zog ich die Vorsteher zur Rechenschaft und sagte: Warum ist das Haus Gottes verlassen worden? Und ich versammelte sie und wies ihnen [wieder] ihren Platz an. /Nehe13/12/Nehe
Und ganz Juda brachte den Zehnten vom Getreide und Most und Öl zu den Vorratskammern. /Nehe13/13/Nehe Und ich bestimmte als Schatzmeister über die Vorräte den Priester Schelemja und den Schreiber
Zadok und Pedaja von den Leviten, und ihnen zur Seite Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas. Denn sie galten als zuverlässig, und ihnen oblag es, ihren Brüdern auszuteilen.
/Nehe13/14/Nehe Gedenke dafür meiner, mein Gott, und lösche meine guten Taten nicht aus, die ich am Haus meines Gottes und an dessen Aufgaben erwiesen habe!
/Nehe13/15/Nehe In jenen Tagen sah ich [einige] in Juda, die am Sabbat die Keltern traten und [Getreide]haufen einbrachten und auf Esel luden und auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Last
und es am Sabbattag nach Jerusalem hereinbrachten. Und ich warnte [sie] an dem [selben] Tag, an dem sie die Lebensmittel verkauften. /Nehe13/16/Nehe Auch Tyrer wohnten darin; sie brachten Fisch
und allerlei Ware herein und verkauften sie am Sabbat den Söhnen Juda, und [zwar] in Jerusalem. /Nehe13/17/Nehe Da zog ich die Edlen von Juda zur Rechenschaft und sagte zu ihnen: Was ist das für
eine schlimme Sache, die ihr da tut, dass ihr den Sabbattag entheiligt? /Nehe13/18/Nehe Haben eure Väter nicht ebenso gehandelt, so dass unser Gott all dies Unheil über uns und über diese Stadt
brachte? Und ihr steigert die Zornglut über Israel, indem ihr den Sabbat entheiligt!
/Nehe13/19/Nehe Und es geschah, sobald die Tore Jerusalems vor dem Sabbat dunkel wurden, befahl ich, dass die Torflügel geschlossen würden. Und ich befahl [weiter], dass man sie bis nach dem
Sabbat nicht öffnen solle. Und [einige] von meinen Dienern stellte ich an den Toren auf, [damit] keine Last am Sabbattag hereinkäme. /Nehe13/20/Nehe Da übernachteten die Händler und die Verkäufer
von allerlei Ware draußen vor Jerusalem, einmal und zweimal. /Nehe13/21/Nehe Und ich warnte sie und sagte zu ihnen: Warum übernachtet ihr gegenüber der Mauer? Wenn ihr das noch einmal tut, werde
ich Hand an euch legen! Von dieser Zeit an kamen sie nicht mehr am Sabbat. /Nehe13/22/Nehe Und ich befahl den Leviten, dass sie sich reinigen und als Wächter an die Tore kommen sollten, damit man
den Sabbattag heilig halten könne.
Auch das gedenke mir, mein Gott, und blicke mitleidig auf mich nach der Größe deiner Güte!
/Nehe13/23/Nehe Auch sah ich in jenen Tagen die Juden, die aschdodische, ammonitische [und] moabitische Frauen geheiratet hatten. /Nehe13/24/Nehe Und die Hälfte ihrer Kinder redete aschdodisch,
keines von ihnen konnte jüdisch reden, sondern [nur] in der Sprache des einen oder des anderen Volkes. /Nehe13/25/Nehe Da ging ich mit ihnen ins Gericht und verfluchte sie und schlug einige
Männer von ihnen und raufte ihnen [die Haare] aus. Und ich beschwor sie bei Gott: Wenn ihr eure Töchter ihren Söhnen gebt und wenn ihr von ihren Töchtern für eure Söhne und für euch [Frauen]
nehmt! /Nehe13/26/Nehe Hat sich ihretwegen nicht [schon] Salomo, der König von Israel, versündigt? Und einen König wie ihn hat es unter den vielen Nationen nicht gegeben. Und er war geliebt von
seinem Gott, und [so] hatte Gott ihn zum König über ganz Israel gesetzt; doch auch ihn haben die ausländischen Frauen zur Sünde verleitet. /Nehe13/27/Nehe Muß man [nun] auch von euch hören, dass
ihr ganz das gleiche große Unrecht begeht, treulos gegen unseren Gott zu handeln dadurch, dass ihr ausländische Frauen heiratet!
/Nehe13/28/Nehe Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohenpriesters, war der Schwiegersohn des Horoniters Sanballat; den jagte ich von mir weg.
/Nehe13/29/Nehe Gedenke es ihnen, mein Gott, wegen der Verunreinigungen des Priesteramtes und des Bundes der Priester und der Leviten!
/Nehe13/30/Nehe So reinigte ich sie von allem Ausländischen, und ich stellte die Dienstordnungen für die Priester und Leviten auf, für jeden in seinem Arbeitsbereich /Nehe13/31/Nehe und für die
Lieferung des Brennholzes zu bestimmten Zeiten und für die [Abgabe der] Erstlinge.
Gedenke meiner, mein Gott, zum Guten!
1.17 Ester.
("Gott" kommt nicht vor)
Das Fest in Susa - Verstoßung der Königin Wasti.
\1\
/Es1/1/ Und es geschah in den Tagen des Ahasveros - das ist der Ahasveros, der von Indien bis nach Kusch über 127 Provinzen regierte -, /Es1/2/ in jenen Tagen also, als der König Ahasveros auf
seinem Königsthron saß, der in der Burg Susa war, /Es1/3/ im dritten Jahr seiner Regierung, da veranstaltete er ein Gastmahl für all seine Fürsten und Knechte, wobei das Heer von Persien und
Medien, die Vornehmen und Fürsten der Provinzen vor ihm waren /Es1/4/ [und] wobei er den Reichtum [und] die Herrlichkeit seines Königreiches und die glänzende Pracht seiner Größe viele Tage lang,
180 Tage, zur Schau stellte.
/1/5/ Und als diese Tage zu Ende waren, veranstaltete der König für alles Volk, das sich in der Burg Susa befand, vom Größten bis zum Kle/Esthersten, e/Esther Gastmahl von sieben Tagen im Hof des
königlichen Palastgartens. /Es1/6/ Weißes Le/Estheren, Baumwollstoffe und violetter Purpur waren mit Schnüren aus Byssus und rotem Purpur in silbernen Ringen und an Marmorsäulen aufgehängt.
Goldene und silberne Ruhelager [standen] auf einem Mosaikboden aus Bahat und Marmor und Darsteinen und Socheretfliesen. 1/7/ Und die Getränke reichte man in goldenen Gefäßen, und die Gefäße waren
[alle] voneinander verschieden; und königlichen Wein gab es in Menge, nach der Freigebigkeit des Königs. 1/8/ Und als Trinkordnung galt: Keiner soll nötigen! Denn so hatte es der König für alle
Vorsteher seines Hauses angeordnet, dass sie nach dem Belieben eines jeden tun sollten.
/Es1/9/ Auch die Königin Wasti veranstaltete ein Gastmahl für die Frauen im königlichen Haus, das dem König Ahasveros gehörte.
/Ester1/10/Ester Am siebten Tag, als das Herz des Königs vom Wein fröhlich war, befahl er Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta und Abagta, Setar und Karkas, den sieben Eunuchen, die den König
Ahasveros persönlich bedienten, /1/11/ die Königin Wasti mit dem königlichen Diadem vor den König kommen zu lassen, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war von schönem
Aussehen. /Ester1/12/Ester Aber die Königin Wasti weigerte sich, auf das Wort des Königs hin zu kommen, das [ihr] durch die Eunuchen [überbracht worden war]. Da wurde der König sehr zornig, und
sein Zorn entbrannte in ihm.
/Ester1/13/Ester Und der König sprach zu den Weisen, die die Zeiten kannten - denn so [kam gewöhnlich] eine Angelegenheit des Königs vor alle Gesetzes- und Rechtskundigen, /Ester1/14/Ester und
die ihm am nächsten Stehenden waren Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena, [und] Memuchan, die sieben Fürsten der Perser und Meder, die das Gesicht des Königs sahen, die den ersten
Sitz im Königreich inne hatten -: /Ester1/15/Ester Was ist nach dem Gesetz mit der Königin Wasti zu tun, dafür dass sie den Befehl des Königs Ahasveros, [der] durch die Eunuchen [überbracht
worden ist], nicht befolgt hat? /Ester1/16/Ester Da sprach Memuchan vor dem König und den Fürsten: Nicht allein am König hat sich die Königin Wasti vergangen, sondern auch an allen Fürsten und an
allen Völkern, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros [wohnen]. /Ester1/17/Ester Denn das Verhalten der Königin wird zu allen Frauen hinausdringen, und ihre [Ehe]herren in ihren Augen
verächtlich machen, wenn man sagt: Der König Ahasveros befahl, die Königin Wasti vor ihn kommen zu lassen, aber sie kam nicht! /Ester1/18/Ester Noch heute werden die Fürstinnen von Persien und
Medien, die von dem Verhalten der Königin gehört haben, das allen Fürsten des Königs vorhalten; und es wird Verachtung und Verdruß genug geben. /Ester1/19/Ester Wenn es dem König recht ist, gehe
ein königlicher Erlaß von ihm aus, und er werde geschrieben in die Gesetze der Perser und Meder, und [zwar] unwiderruflich: Wasti darf nicht mehr vor den König Ahasveros kommen! Ihre Königswürde
aber gebe der König einer anderen, die besser ist als sie. /Ester1/20/Ester Und wird man den Befehl des Königs, den er erlassen wird, in seinem ganzen Königreich hören - es ist wirklich groß -,
dann werden alle Frauen ihren [Ehe]herren Ehre geben, vom Größten bis zum Kleinsten.
/Ester1/21/Ester Das Wort war gut in den Augen des Königs und der Fürsten, und der König handelte nach dem Wort Memuchans. /Ester1/22/Ester Er sandte Briefe an alle Provinzen des Königs, an jede
Provinz in ihrer Schrift und an jedes Volk in seiner Sprache, dass jeder Mann Herr in seinem Hause sei und dass er in der Sprache seines Volkes reden solle.
Esters Erwählung zur Königin - Aufdeckung eines Anschlags auf den König durch Mordechai.
\2\
/Ester2/1/Ester Nach diesen Begebenheiten, als der Zorn des Königs Ahasveros sich gelegt hatte, dachte er zurück an Wasti und an das, was sie getan hatte und was über sie beschlossen worden war.
/Ester2/2/Ester Da sagten die Pagen des Königs, die ihn bedienten: Man suche dem König unberührte Mädchen von schönem Aussehen. /Ester2/3/Ester Und der König bestimme Beamte in allen Provinzen
seines Königreiches, dass sie alle unberührten Mädchen von schönem Aussehen in die Burg Susa, ins Frauenhaus bringen sollten, unter die Obhut des königlichen Eunuchen Hegai, des Hüters der
Frauen; und man lasse ihnen [dort die nötigen] Schönheitsmittel zuteil werden. /Ester2/4/Ester Und das Mädchen, das dem König gefällt, mag an Wastis Stelle Königin werden. Und das Wort war recht
in den Augen des Königs, und er machte es so.
/Ester2/5/Ester Nun war da ein jüdischer Mann in der Burg Susa, sein Name war Mordechai, der Sohn Jairs, des Sohnes Schimis, des Sohnes des Kisch, ein Benjaminiter, /Ester2/6/Ester der aus
Jerusalem gefangen weggeführt worden war zusammen mit den Weggeführten, die mit Jechonja, dem König von Juda, gefangen weggeführt wurden, den Nebukadnezar, der König von Babel, gefangen
weggeführt hatte. /Ester2/7/Ester Und er war Vormund von Hadassa, das ist Ester, der Tochter seines Onkels; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und das Mädchen war von schöner Gestalt und von
schönem Aussehen. Und als ihr Vater und ihre Mutter gestorben waren, hatte Mordechai sie als seine Tochter angenommen.
/Ester2/8/Ester Und es geschah, als das Wort des Königs und sein Gesetz vernommen wurden und als viele Mädchen in die Burg Susa unter die Obhut Hegais zusammengebracht wurden, da wurde auch Ester
in das Haus des Königs aufgenommen unter die Obhut Hegais, des Hüters der Frauen. /Ester2/9/Ester Und das Mädchen gefiel ihm und erlangte Gnade vor ihm. Und er beeilte sich, ihr die [nötigen]
Schönheitsmittel und die gebührende Verpflegung zuteil werden zu lassen und ihr die sieben auserlesensten Mädchen aus dem Haus des Königs zu geben. Dann ließ er sie mit ihren Mädchen in den
besten Flügel des Frauenhauses umziehen. /Ester2/10/Ester Ester hatte [aber] ihr Volk und ihre Abstammung nicht angegeben, denn Mordechai hatte ihr befohlen, dass sie es nicht angeben
sollte.
/Ester2/11/Ester Mordechai aber ging Tag für Tag vor dem Hof des Frauenhauses auf und ab, um [etwas über] das Wohlergehen Esters zu erfahren und was mit ihr geschähe. /Ester2/12/Ester Wenn nun
die Reihe an ein jedes der Mädchen kam, zum König Ahasveros hineinzugehen, nachdem es gemäß der Vorschrift für Frauen zwölf Monate lang behandelt worden war - denn so wurden die Tage ihrer
Schönheitspflege voll, [nämlich] sechs Monate mit Myrrhenöl und sechs Monate mit Balsamölen und mit [anderen] Schönheitsmitteln für Frauen -, /Ester2/13/Ester dann ging das Mädchen unter
folgenden [Umständen] zum König hinein: Alles, was es nannte, wurde ihm gegeben und durfte mit ihm aus dem Frauenhaus ins Haus des Königs mitkommen. /Ester2/14/Ester Am Abend ging es hinein und
am Morgen kehrte es in das zweite Frauenhaus zurück, unter die Obhut des königlichen Eunuchen Schaasgasch, des Hüters der Nebenfrauen. Es kam nicht wieder zum König hinein, es sei denn, dass der
König Gefallen an ihm hatte, und es namentlich gerufen wurde.
/Ester2/15/Ester Und als die Reihe an Ester kam, die Tochter Abihajils, des Onkels Mordechais, der [sie] als seine Tochter angenommen hatte, dass sie zum König kommen sollte, verlangte sie
nichts, außer was der königliche Eunuch, Hegai, der Hüter der Frauen, [ihr] sagte. Und Ester erlangte Gunst in den Augen aller, die sie sahen. /Ester2/16/Ester So wurde Ester zum König Ahasveros
in sein königliches Haus geholt, [und zwar] im zehnten Monat - das ist der Monat Tebet - im siebten Jahr seiner Regierung. /Ester2/17/Ester Und der König gewann Ester lieb, mehr als alle Frauen,
und sie erlangte Gunst und Gnade vor ihm, mehr als all die [andern] Jungfrauen. Und er setzte das königliche Diadem auf ihr Haupt und machte sie an Wastis Stelle zur Königin. /Ester2/18/Ester Und
der König veranstaltete für all seine Fürsten und Knechte ein großes Gastmahl, das Gastmahl Esters. Den Provinzen gewährte er einen Steuererlaß und bewilligte eine [Korn]spende nach der
Freigebigkeit des Königs.
/Ester2/19/Ester Und als zum zweiten Mal Jungfrauen zusammengebracht wurden, saß Mordechai im Tor des Königs. /Ester2/20/Ester Ester [aber] hatte ihre Abstammung und ihr Volk nicht angegeben,
ganz wie Mordechai ihr befohlen hatte. Und Ester befolgte Mordechais Befehl wie [früher], als sie bei ihm unter [seiner] Vormundschaft lebte. /Ester2/21/Esther In jenen Tagen, als Mordechai im
Tor des Königs saß, gerieten Bigtan und Teresch, zwei königliche Eunuchen von denen, die an der Schwelle Wache hielten, in Zorn und trachteten danach, Hand an den König Ahasveros zu legen.
/Esther2/22/Esther Und die Sache wurde dem Mordechai bekannt, und er berichtete es der Königin Ester, und Ester sagte es dem König im Namen Mordechais [weiter]. /Esther2/23/Esther Da wurde die
Sache untersucht und [als richtig] befunden, und die beiden wurden an ein Holz gehängt. Und es wurde vor dem König ins Buch der Geschichte geschrieben.
Haman und Mordechai - Anschlag des Haman gegen die Juden.
\3\
/Esther3/1/Esther Nach diesen Begebenheiten machte der König Ahasveros Haman, den Sohn des Hammedata, den Agatiter, groß, und er erhob ihn [im Rang] und stellte seinen Sitz über alle Fürsten, die
bei ihm waren. /Esther3/2/Esther Und alle Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und warfen sich nieder vor Haman, denn so hatte der König es in bezug auf ihn befohlen.
Aber Mordechai beugte seine Knie nicht und warf sich nicht nieder. /Esther3/3/Esther Da sagten die Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, zu Mordechai: Warum übertrittst du [dauernd]
den Befehl des Königs? /Esther3/4/Esther Und es geschah, als sie es Tag für Tag zu ihm sagten und er nicht auf sie hörte, da berichteten sie es Haman, um zu sehen, ob Mordechais Begründung
anerkannt werden würde; denn er hatte ihnen mitgeteilt, dass er Jude sei. /Esther3/5/Esther Und als Haman sah, dass Mordechai vor ihm weder seine Knie beugte noch sich niederwarf, da wurde Haman
mit Zorn erfüllt. /Esther3/6/Esther Aber es war in seinen Augen zu gering, die Hand an Mordechai allein zu legen, da man ihm die Volkszugehörigkeit Mordechais mitgeteilt hatte. So suchte Haman
alle Juden, die im ganzen Königreich des Ahasveros waren, das Volk Mordechais zu vernichten. /Esther3/7/Esther Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwölften Jahr des Königs Ahasveros,
warf man das Pur, das ist das Los, vor Haman, von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, und das Los fiel auf den dreizehnten Tag des zwölften Monats, das ist der Monat Adar. /Esther3/8/Esther Da
sagte Haman zum König Ahasveros: Da gibt es ein Volk, verstreut und abgesondert unter den Völkern in allen Provinzen deines Königreiches! Und ihre Gesetze sind von denen jedes [anderen] Volkes
verschieden, und die Gesetze des Königs befolgen sie nicht; und es ist dem König nicht angemessen, sie gewähren zu lassen. /Esther3/9/Esther Wenn es dem König gefällt, werde [eine Anordnung]
geschrieben, dass man sie ausrotte. Ich will dann zehntausend Talente Silber in die Hände der Beamten darwiegen, damit sie es in die Schatzkammern des Königs bringen. /Esther3/10/Esther Da zog
der König seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Agatiter, dem Bedränger der Juden. /Esther3/11/Esther Und der König sagte zu Haman: Das Silber sei dir
gegeben und [auch] das Volk, dass du mit ihm verfährst, wie es gut ist in deinen Augen!
/Esther3/12/Esther Da wurden die Schreiber des Königs gerufen im ersten Monat, am dreizehnten Tag desselben. Und es wurde an die Satrapen des Königs geschrieben nach allem, was Haman befahl, und
an die Statthalter über jede Provinz und an die Obersten eines jeden Volkes, [und zwar] jeder einzelnen Provinz in ihrer Schrift und jedem einzelnen Volk in seiner Sprache. Im Namen des Königs
Ahasveros wurde es geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt. /Esther3/13/Esther Und die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Provinzen des Königs gesandt, um alle Juden zu
vernichten, umzubringen und auszurotten, vom Knaben bis zum Greis, Kinder und Frauen, an einem Tag, am dreizehnten des zwölften Monats, das ist der Monat Adar, und um ihre [Habe als] Beute zu
erbeuten. /Esther3/14/Esther Die Abschrift des Schreibens sollte in jeder einzelnen Provinz als Gesetz erlassen werden, [wozu] man [sie] allen Völkern bekannt machte, damit sie für diesen Tag
bereit wären. /Esther3/15/Esther Die Eilboten zogen auf das Wort des Königs eilig aus. Und das Gesetz wurde in der Burg Susa erlassen. Und der König und Haman setzten sich, um zu trinken. Die
Stadt Susa aber war in Aufregung.
Mordechais Plan zur Rettung der Juden durch Ester.
\4\
/Esther4/1/Esther Und als Mordechai alles erkannte, was geschehen war, da zerriß Mordechai seine Kleider und kleidete sich in Sack und Asche. Und er ging hinaus mitten in die Stadt und erhob ein
lautes und bitterliches Klagegeschrei. /Esther4/2/Esther So kam er bis vor das Tor des Königs. Denn in das Tor des Königs durfte man nicht im Sackgewand kommen. /Esther4/3/Esther Und in jeder
einzelnen Provinz, überall, wohin das Wort des Königs und sein Gesetz gelangte, war eine große Trauer bei den Juden und Fasten und Weinen und Wehklage. Den meisten war Sack und Asche als Lager
ausgebreitet.
/Esther4/4/Esther Und Esters Dienerinnen und ihre Eunuchen kamen und teilten ihr [das] mit. Da geriet die Königin sehr in Angst. Und sie sandte Kleider hin, um Mordechai zu bekleiden und sein
Sacktuch von ihm abzunehmen; aber er nahm sie nicht an. /Esther4/5/Esther Da rief Ester Hatach, einen von den Eunuchen des Königs, den er mit ihrem Dienst beauftragt hatte, und gab ihm Befehl
wegen Mordechai, um zu erfahren, was das sei und weshalb es so sei. /Esther4/6/Esther Da ging Hatach zu Mordechai hinaus auf den Platz der Stadt, der vor dem Tor des Königs [war].
/Esther4/7/Esther Und Mordechai teilte ihm alles mit, was ihm widerfahren war, auch den genauen Betrag an Silber, den Haman versprochen hatte, in die Schatzkammern des Königs [als Gegenwert] für
die Juden darzuwiegen, um sie ausrotten zu können. /Esther4/8/Esther Auch eine Abschrift des Schreibens mit dem Gesetz, das in Susa zu ihrer Vernichtung erlassen worden war, gab er ihm. [Die]
solle er der Ester zeigen und ihr [alles] mitteilen. Und er solle ihr gebieten, zum König hineinzugehen, ihn um Gnade anzuflehen und vor ihm für ihr Volk zu bitten.
/Esther4/9/Esther Und Hatach kam und teilte Ester die Worte Mordechais mit. /Esther4/10/Esther Da sagte Ester zu Hatach und trug ihm auf für Mordechai: /Esther4/11/Esther Alle Knechte des Königs
und das Volk der Provinzen des Königs wissen, dass für jeden, Mann oder Frau, der zum König in den inneren Hof hineingeht, ohne dass er gerufen worden ist, ein Gesetz gilt, [nämlich ihn] zu
töten, es sei denn, dass der König ihm das goldene Zepter entgegenreicht, [dann] darf er am Leben bleiben. Ich aber, ich bin schon seit dreißig Tagen nicht [mehr] gerufen worden, zum König
hineinzukommen. /Esther4/12/Esther Und man teilte Mordechai die Worte Esters mit. /Esther4/13/Esther Und Mordechai ließ der Ester antworten: Bilde dir nicht ein, du könntest dich mit deinem Leben
im Haus des Königs [allein] von allen Juden in Sicherheit bringen! /Esther4/14/Esther Denn wenn du zu diesem Zeitpunkt wirklich schweigst, so wird Befreiung und Errettung für die Juden von einem
andern Ort her erstehen. Du aber und das Haus deines Vaters, ihr werdet umkommen. Und wer erkennt, ob du nicht gerade für einen Zeitpunkt wie diesen zur Königswürde gelangt bist?
/Esther4/15/Esther Da ließ Ester dem Mordechai antworten: /Esther4/16/Esther Geh hin, versammle alle Juden, die sich in Susa befinden! Und fastet um meinetwillen und eßt nicht und trinkt nicht
drei Tage lang, Nacht und Tag! Auch ich selbst werde mit meinen Dienerinnen ebenso fasten. Und sodann will ich zum König hineingehen, obwohl es nicht nach dem Gesetz ist. Und wenn ich umkomme, so
komme ich um! /Esther4/17/Esther Da ging Mordechai weg und handelte nach allem, was Ester ihm befohlen hatte.
Ester vor dem König.
\5\
/Esther5/1/Esther Und es geschah am dritten Tag, da kleidete sich Ester königlich und trat in den inneren Hof des Königshauses, dem Haus des Königs gegenüber. Und der König saß auf seinem
königlichen Thron im königlichen Haus, dem Eingang des Hauses gegenüber. /Esther5/2/Esther Und es geschah, als der König die Königin Ester im Hof stehen sah, erlangte sie Gunst in seinen Augen,
und der König reichte Ester das goldene Zepter entgegen, das in seiner Hand war. Da näherte sich Ester und berührte die Spitze des Zepters. /Esther5/3/Esther Und der König sagte zu ihr: Was ist
dir, Königin Ester? Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, sie soll dir gegeben werden! /Esther5/4/Esther Da sagte Ester: Wenn es dem König recht ist, so möge der König
mit Haman heute zu dem Mahl kommen, das ich ihm bereitet habe. /Esther5/5/Esther Da sagte der König: Eilt, [holt] Haman, damit wir tun, was Ester gesagt hat!
Und der König und Haman kamen zu dem Mahl, das Ester bereitet hatte. /Esther5/6/Esther Und der König sprach zu Ester beim Weingelage: Was ist deine Bitte? Sie soll dir gewährt werden! Und was ist
dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll erfüllt werden! /Esther5/7/Esther Da antwortete Ester und sagte: Meine Bitte und mein Begehren [ist dies]: /Esther5/8/Esther Wenn ich
in den Augen des Königs Gunst gefunden habe und wenn es dem König recht ist, [mir] meine Bitte zu gewähren und mein Begehren zu erfüllen, so möge der König mit Haman zu dem Mahl kommen, das ich
ihnen bereiten will. Morgen will ich dann nach dem Wort des Königs tun.
Hamans Absicht, Mordechai zu töten - Mordechais Ehrung durch Haman auf Befehl des Königs.
/Esther5/9/Esther Und Haman ging an diesem Tag fröhlich und guten Mutes fort. Als aber Haman Mordechai im Tor des Königs sah und dass er nicht aufstand und ihm keine Ehrfurcht erwies, da wurde
Haman von Zorn über Mordechai erfüllt. /Esther5/10/Esther Aber Haman bezwang sich und kam in sein Haus. Dann sandte er hin und ließ seine Freunde und seine Frau Seresch kommen. /Esther5/11/Esther
Und Haman zählte ihnen die Herrlichkeit seines Reichtums und die Menge seiner Söhne auf und alles, womit der König ihn groß gemacht habe und womit er ihn [im Rang] über die Fürsten und Knechte
des Königs erhoben habe. /Esther5/12/Esther Und Haman sagte: Zudem hat die Königin Ester neben dem König niemanden zu dem Mahl kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur mich, und auch für
morgen bin ich zusammen mit dem König zu ihr eingeladen. /Esther5/13/Esther Alles das aber genügt mir nicht, solange ich den Juden Mordechai im Tor des Königs sitzen sehe. /Esther5/14/Esther Da
sagten seine Frau Seresch und all seine Freunde zu ihm: Man soll einen Holzpfahl herrichten, fünfzig Ellen hoch! Und am Morgen sage dem König, dass man Mordechai daran aufhängen soll! Dann geh
mit dem König fröhlich zum Mahl! Das Wort gefiel Haman gut, und er ließ den Holzpfahl herrichten.
\6\
/Esther6/1/Esther In jener Nacht floh dem König der Schlaf. So befahl er, das Buch der Denkwürdigkeiten, die Chronik, zu bringen. Und sie wurden vor dem König vorgelesen. /Esther6/2/Esther Da
fand sich geschrieben, was Mordechai gemeldet hatte über Bigtan und Teresch, die beiden königlichen Eunuchen, von denen, die an der Schwelle Wache hielten, dass sie [nämlich] danach getrachtet
hatten, Hand an den König Ahasveros zu legen.
/Esther6/3/Esther Da sagte der König: Was ist dem Mordechai dafür an Ehre und Auszeichnung erwiesen worden? Und die Pagen des Königs, die ihn bedienten, sagten: Es ist ihm nichts erwiesen worden.
/Esther6/4/Esther Da sagte der König: Wer ist im Hof? Nun war Haman [gerade] in den äußeren Hof des Königshauses gekommen, um dem König zu sagen, man möchte doch Mordechai an dem Holzpfahl
aufhängen, den er für ihn errichtet hatte. /Esther6/5/Esther Und die Pagen des Königs sagten zu ihm: Siehe, Haman steht im Hof. Der König sagte: Er soll hereinkommen! /Esther6/6/Esther Und Haman
kam herein. Der König sagte zu ihm: Was soll man dem Mann tun, an dessen Ehrung der König Gefallen hat? Da dachte Haman in seinem Herzen: Wem könnte der König mehr Ehrung erweisen wollen als mir?
/Esther6/7/Esther Und Haman sagte zum König: Was den Mann betrifft, an dessen Ehrung der König Gefallen hat, /Esther6/8/Esther so soll man ein königliches Gewand bringen, mit dem sich der König
[bereits] bekleidet hat, und ein Pferd, auf dem der König [schon] geritten ist und auf dessen Kopf königlicher Kopfschmuck gesetzt worden ist. /Esther6/9/Esther Und man soll das Kleid und das
Pferd der Hand eines der Obersten des Königs, eines der Vornehmen übergeben. Und man soll dem Mann, an dessen Ehrung der König Gefallen hat, das Gewand anziehen und ihn auf dem Pferd über den
Platz der Stadt reiten lassen und soll vor ihm her ausrufen: So wird dem Mann getan, an dessen Ehrung der König Gefallen hat!
/Esther6/10/Esther Da sagte der König zu Haman: Beeile dich, nimm das Gewand und das Pferd, wie du geredet hast, und mache es so mit Mordechai, dem Juden, der im Tor des Königs sitzt! Laß nichts
ausfallen von allem, was du geredet hast! /Esther6/11/Esther Da nahm Haman das Gewand und das Pferd, und er zog Mordechai das Gewand an und ließ ihn über den Platz der Stadt reiten und rief vor
ihm her aus: So wird dem Mann getan, an dessen Ehrung der König Gefallen hat!
/Esther6/12/Esther Dann kehrte Mordechai zum Tor des Königs zurück. Haman aber eilte in sein Haus, traurig und mit verhülltem Haupt. /Esther6/13/Esther Und Haman erzählte seiner Frau Seresch und
all seinen Freunden alles, was ihm widerfahren war. Da sagten seine Ratgeber und seine Frau Seresch zu ihm: Wenn Mordechai, vor dem du zu fallen begonnen hast, von den Nachkommen der Juden ist,
dann wirst du nichts gegen ihn ausrichten, sondern du wirst vollends vor ihm zu Fall kommen! /Esther6/14/Esther Während sie noch mit ihm redeten, trafen die Eunuchen des Königs ein und holten in
aller Eile Haman zu dem Mahl, das Ester bereitet hatte.
Esters Anklage gegen Haman - Sein Sturz und Ende.
\7\
/Esther7/1/Esther Und der König und Haman kamen, um bei der Königin Ester zu trinken. /Esther7/2/Esther Und der König sprach zu Ester auch am zweiten Tag beim Weintrinken: Was ist deine Bitte,
Königin Ester? Sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll erfüllt werden. /Esther7/3/Esther Da antwortete die Königin Ester und sagte:
Wenn ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, o König, und wenn es dem König recht ist, so möge mir mein Leben geschenkt werden auf meine Bitte hin und mein Volk auf mein Begehren hin.
/Esther7/4/Esther Denn man hat uns verkauft, mich und mein Volk, um [uns] zu vernichten, umzubringen und auszurotten. Und wenn wir als Sklaven und Sklavinnen verkauft worden wären, hätte ich
geschwiegen, denn das wäre keine Bedrängnis, die einer Belästigung des Königs wert gewesen wäre. /Esther7/5/Esther Da sprach der König Ahasveros und sagte zur Königin Ester: Wer ist der, und wo
ist der, den sein Herz erfüllt hat, so [etwas] zu tun? /Esther7/6/Esther Und Ester sagte: Bedränger und Feind ist dieser böse Haman! Da wurde Haman vor dem König und der Königin mit Schrecken
erfüllt. /Esther7/7/Esther Und der König stand in seiner Wut vom Weintrinken auf [und ging] in den Garten des Palastes. Haman aber blieb, um bei der Königin Ester um sein Leben zu bitten; denn er
sah, dass das Unglück gegen ihn beim König beschlossen war. /Esther7/8/Esther Als nun der König aus dem Palastgarten ins Haus des Weintrinkens zurückkam, war Haman auf das Ruhelager gesunken, auf
dem Ester saß. Da sagte der König: Will man [jetzt] sogar in meiner Gegenwart hier im Haus der Königin Gewalt antun? Das Wort war [kaum] aus dem Mund des Königs gegangen, da verhüllte man [schon]
Hamans Gesicht. /Esther7/9/Esther Und Harbona, einer von den Eunuchen, sagte: Siehe, da steht auch schon bei Hamans Haus der Holzpfahl, fünfzig Ellen hoch, den Haman für Mordechai hat machen
lassen, der [einst] Gutes für den König geredet hat. Da sagte der König: Hängt ihn daran auf! /Esther7/10/Esther So hängte man Haman an dem Holzpfahl auf, den er für Mordechai errichtet hatte. Da
legte sich die Wut des Königs.
Mordechais Erhöhung - Befehl zum Schutz der Juden.
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/Esther8/1/Esther An jenem Tag schenkte der König Ahasveros der Königin Ester das Haus Hamans, des Bedrängers der Juden. Und Mordechai kam vor den König, denn Ester hatte ihm mitgeteilt, was er
für sie war. /Esther8/2/Esther Und der König zog seinen Siegelring ab, den er Haman weggenommen hatte, und gab ihn Mordechai. Und Ester setzte Mordechai über das Haus Hamans ein.
/Esther8/3/Esther Und noch einmal redete Ester vor dem König und fiel vor seinen Füßen nieder. Und sie weinte und flehte ihn an, das von Haman, dem Agagiter, [vorbereitete] Unheil abzuwenden und
seinen Anschlag, den er gegen die Juden geplant hatte. /Esther8/4/Esther Und der König reichte Ester das goldene Zepter entgegen. Da erhob sich Ester, trat vor den König hin /Esther8/5/Esther und
sagte: Wenn es dem König recht ist und wenn ich Gunst vor ihm gefunden habe und die Sache vor dem König genehm ist und ich ihm wohlgefällig bin, dann widerrufe man schriftlich die Briefe [mit
dem] Anschlag des Agagiters Haman, des Sohnes Hammedatas, die er geschrieben hat, um die Juden auszurotten, die in allen Provinzen des Königs [leben]. /Esther8/6/Esther Denn wie könnte ich das
Unheil mitansehen, das mein Volk treffen wird? Und wie könnte ich den Untergang meines Geschlechts mitansehen? /Esther8/7/Esther Da sagte der König Ahasveros zur Königin Ester und zu Mordechai,
dem Juden: Siehe, das Haus Hamans habe ich Ester geschenkt, und ihn hat man an dem Holzpfahl aufgehängt, weil er seine Hand gegen die Juden ausgestreckt hat. /Esther8/8/Esther Ihr aber, schreibt
ihr nun, was die Juden betrifft, im Namen des Königs, wie ihr es für gut haltet, und versiegelt es mit dem Siegelring des Königs. Denn es ist unmöglich, eine Schrift, die im Namen des Königs
geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt ist, zu widerrufen.
/Esther8/9/Esther So wurden denn in jener Zeit, [nämlich] im dritten Monat, das ist der Monat Siwan, am 23. [Tag] desselben die Schreiber des Königs gerufen. Und es wurde nach allem, was
Mordechai befahl, an die Juden geschrieben und an die Satrapen und die Statthalter und die Obersten der Provinzen von Indien bis Kusch, 127 Provinzen, in der Schrift jeder einzelnen Provinz und
in der Sprache jedes einzelnen Volkes; ebenso an die Juden in ihrer Schrift und in ihrer Sprache. /Esther8/10/Esther Und er schrieb im Namen des Königs Ahasveros und versiegelte es mit dem
Siegelring des Königs. Und er sandte durch die Eilboten zu Pferd, die auf den königlichen Postpferden [aus] den Gestüten ritten, Briefe, /Esther8/11/Esther worin der König den Juden in jeder
einzelnen Stadt gestattete, sich zu versammeln und für ihr Leben einzustehen [und] alle [bewaffnete] Macht eines Volkes und einer Provinz, die sie bedrängen würde, samt Kindern und Frauen zu
vernichten, umzubringen und auszurotten und ihre [Habe als] Beute zu erbeuten, /Esther8/12/Esther [und zwar] an ein und demselben Tag in allen Provinzen des Königs Ahasveros, am dreizehnten Tag
des zwölften Monats, das ist der Monat Adar. /Esther8/13/Esther Die Abschrift des Schreibens sollte in jeder einzelnen Provinz als Gesetz erlassen werden, [wozu] man [sie] allen Völkern
bekanntmachte, und zwar damit die Juden für diesen Tag bereit wären, sich an ihren Feinden zu rächen. /Esther8/14/Esther Die Eilboten, die auf den königlichen Postpferden ritten, zogen auf das
Wort des Königs schnell und in Eile aus. Und das Gesetz wurde in der Burg Susa erlassen.
/Esther8/15/Esther Und Mordechai ging von [seinem Platz] vor dem König hinaus in königlicher Kleidung aus violettem Purpur und weißem Leinen, mit einem großen goldenen Diadem und in einem Mantel
aus Byssus und rotem Purpur. Die Stadt Susa aber jauchzte und war fröhlich. /Esther8/16/Esther Den Juden war Licht und Freude und Wonne und Ehre zuteil geworden. /Esther8/17/Esther Und in jeder
einzelnen Provinz und in jeder einzelnen Stadt, überall, wohin das Wort des Königs und sein Gesetz gelangten, war Freude und Wonne bei den Juden, Gastmahl und Festtag. Und viele aus den Völkern
des Landes wurden Juden, denn Furcht vor den Juden war auf sie gefallen.
Rache der Juden an ihren Feinden - Purimfest.
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/Esther9/1/Esther Und im zwölften Monat, das ist der Monat Adar, am dreizehnten Tag desselben, als das Wort des Königs und sein Gesetz zur Ausführung kommen sollten, an eben dem Tag, da die
Feinde der Juden gehofft hatten, sie zu überwältigen, es aber umgekehrt geschah, dass sie, die Juden, ihre Hasser überwältigen sollten, /Esther9/2/Esther da versammelten sich die Juden in ihren
Städten, in allen Provinzen des Königs Ahasveros, um Hand an die zu legen, die ihr Unglück suchten. Und niemand konnte vor ihnen bestehen, denn Furcht vor ihnen war auf alle Völker gefallen.
/Esther9/3/Esther Und alle Obersten der Provinzen und die Satrapen und die Statthalter und [alle], die die Geschäfte des Königs besorgten, unterstützten die Juden; denn Furcht vor Mordechai war
auf sie gefallen. /Esther9/4/Esther Denn Mordechai war angesehen im Haus des Königs, und die Nachricht von ihm ging durch alle Provinzen; denn der Mann Mordechai wurde ständig angesehener.
/Esther9/5/Esther So schlugen die Juden all ihre Feinde mit Schwertkampf, Umbringen, Ausrotten. Und sie verfuhren mit ihren Hassern nach ihrem Belieben. /Esther9/6/Esther Und in der Burg Susa
erschlugen und vernichteten die Juden fünfhundert Mann. /Esther9/7/Esther Auch den Parschandata und Dalfon und Aspata /Esther9/8/Esther und Porata und Adalja und Aridata /Esther9/9/Esther und
Parmaschta und Arisai und Aridai und Wajesata, /Esther9/10/Esther die zehn Söhne Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Bedrängers der Juden, erschlugen sie. Aber an die Beute legten sie ihre Hand
nicht.
/Esther9/11/Esther An jenem Tag kam die Zahl der in der Burg Susa Erschlagenen vor den König. /Esther9/12/Esther Und der König sagte zur Königin Ester: [Allein] in der Burg Susa haben die Juden
fünfhundert Mann und die zehn Söhne Hamans erschlagen und vernichtet. Was werden sie da in den übrigen Provinzen des Königs getan haben! Doch was ist deine Bitte? Sie soll dir gewährt werden. Und
was ist noch dein Begehren? Ja, es soll erfüllt werden! /Esther9/13/Esther Da sagte Ester: Wenn es dem König recht ist, möge auch morgen den Juden, die in Susa sind, gestattet werden, nach dem
heutigen Befehl zu handeln. Die zehn Söhne Hamans aber möge man am Holzpfahl aufhängen. /Esther9/14/Esther Da befahl der König, dass es so ausgeführt werden solle. So wurde denn [noch] ein Gesetz
in Susa erlassen, und die zehn Söhne Hamans hängte man auf. /Esther9/15/Esther Und die Juden, die in Susa waren, versammelten sich auch am vierzehnten Tag des Monats Adar und erschlugen in Susa
dreihundert Mann. Aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.
/Esther9/16/Esther Auch die übrigen Juden, die in den Provinzen des Königs [lebten], versammelten sich und standen für ihr Leben ein und erhielten Ruhe vor ihren Feinden. Sie hatten aber unter
ihren Hassern 75 000 [Mann] erschlagen. An die Beute hatten sie ihre Hand jedoch nicht gelegt. /Esther9/17/Esther [Das war] am dreizehnten Tag des Monats Adar, am Vierzehnten des Monats aber
ruhten sie und machten ihn zu einem Tag des Festmahls und der Freude. /Esther9/18/Esther Doch die Juden, die in Susa [wohnten], hatten sich am Dreizehnten des Monats und am Vierzehnten des Monats
versammelt. Und sie ruhten am Fünfzehnten des Monats aus und machten ihn zu einem Tag des Festmahls und der Freude. /Esther9/19/Esther Darum feiern die Juden auf dem offenen Land, die in den
offenen Landstädten wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar mit Freude und Festmahl und als Festtag, an dem man sich gegenseitig Anteile zusendet.
/Esther9/20/Esther Und Mordechai schrieb diese Begebenheiten auf. Und er sandte Briefe an alle Juden in allen Provinzen des Königs Ahasveros, die nahen und die fernen, /Esther9/21/Esther um ihnen
aufzuerlegen, dass sie den vierzehnten Tag des Monats Adar und den fünfzehnten Tag desselben Jahr für Jahr feiern sollten /Esther9/22/Esther - als die Tage, an denen die Juden vor ihren Feinden
zur Ruhe gekommen waren, und [als] den Monat, der sich ihnen von Kummer zur Freude und von Trauer zum Festtag verwandelt hatte -, dass sie diese feiern sollten als Tage des Festmahls und der
Freude, an denen man sich gegenseitig Anteile zusendet und Geschenke an die Armen [gibt]. /Esther9/23/Esther Und die Juden nahmen [als Brauch] an, was sie zu tun angefangen und was Mordechai
ihnen geschrieben hatte. /Esther9/24/Esther Denn Haman, der Sohn Hammedatas, der Agagiter der Bedränger aller Juden, hatte gegen die Juden geplant, sie umkommen zu lassen, und hatte das Pur, das
ist das Los, geworfen, um sie in Verwirrung zu bringen und sie umkommen zu lassen. /Esther9/25/Esther Und als es vor den König kam, befahl er durch einen Brief, sein böser Anschlag, den er gegen
die Juden geplant hatte, solle auf seinen Kopf zurückkommen. So hängte man ihn und seine Söhne am Holzpfahl auf. /Esther9/26/Esther Deshalb nannte man diesen Tag Purim, nach dem Namen `Pur_.
Deshalb, wegen all der Worte dieses Briefes und dessen, was sie in dieser Hinsicht gesehen und erfahren hatten, /Esther9/27/Esther legten sich die Juden es [als Pflicht] auf und nahmen es als
unveränderlichen Brauch an für sich und für ihre Nachkommen und für alle, die sich ihnen anschlössen, diese beiden Tage Jahr für Jahr zu feiern nach der für sie [geltenden] Vorschrift und der
ihnen festgesetzten Zeit. /Esther9/28/Esther Und [sie bestimmten], dass diese Tage in Erinnerung bleiben und gefeiert werden sollten in jeder einzelnen Generation, in jeder einzelnen Familie, in
jeder einzelnen Provinz und in jeder einzelnen Stadt, und dass diese Purimtage bei den Juden nicht untergehen und die Erinnerung an sie bei ihren Nachkommen kein Ende finden sollten.
/Esther9/29/Esther Und die Königin Ester, die Tochter Abihajils, und der Jude Mordechai, schrieben mit allem Nachdruck, um diesen zweiten Purimbrief [als Pflicht] festzulegen. /Esther9/30/Esther
Und er sandte Briefe an alle Juden, in die 127 Provinzen [im] Königreich des Ahasveros, Worte des Friedens und der Treue, /Esther9/31/Esther um diese Purimtage in ihren festgesetzten Zeiten [als
Pflicht] festzulegen, so wie der Jude Mordechai und die Königin Ester es ihnen [als Pflicht] festgelegt hatten und wie sie es sich selbst und ihren Nachkommen [als Pflicht] festgelegt hatten,
[nämlich] die Regelung der Fasten und ihrer Wehklage. /Esther9/32/Esther Und der Befehl Esters legte diese Purimvorschriften [als Pflicht] fest, und es wurde in einem Buch
niedergeschrieben.
Mordechais Macht und Eintreten für sein Volk.
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/Esther10/1/Esther Und der König Ahasveros erlegte dem Land und den Inseln des Meeres eine Steuer auf. /Esther10/2/Esther Und alle seine gewaltigen und seine mächtigen Taten und die Beschreibung
der Größe Mordechais, zu der der König ihn erhob, sind sie nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Könige der Meder und Perser? /Esther10/3/Esther Denn der Jude Mordechai war der Zweite nach
dem König Ahasveros und groß bei den Juden und wohlgefällig bei der Menge seiner Brüder. Er suchte das Wohl seines Volkes und redete zum Wohl seines ganzen Geschlechts.
1.18 Hiob.
Gerechtigkeit des Hiob, sein Wohlstand und seine Sorge um die Gottesfurcht seiner Kinder.
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/Esther1/1/Hiob Es war ein Mann im Lande Uz, sein Name war Hiob. Und dieser Mann war rechtschaffen und redlich und gottesfürchtig und mied das Böse. /Hiob1/2/Hiob Ihm wurden sieben Söhne und drei
Töchter geboren. /Hiob1/3/Hiob Und sein Besitz bestand aus siebentausend Schafen und dreitausend Kamelen und fünfhundert Gespannen Rinder und fünfhundert Eselinnen, und [sein] Gesinde war sehr
zahlreich, so dass dieser Mann größer war als alle Söhne des Ostens.
/Hiob1/4/Hiob Nun pflegten seine Söhne hinzugehen und Gastmahl zu halten - der Reihe nach im Haus eines jeden. [Dazu] sandten sie hin und luden ihre drei Schwestern ein, mit ihnen zu essen und zu
trinken. /Hiob1/5/Hiob Und es geschah, wenn die Tage des Gastmahls reihumgegangen waren, da sandte Hiob hin und heiligte sie: Früh am Morgen stand er auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller
Zahl. Denn Hiob sagte [sich]: Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und in ihrem Herzen Gott geflucht. So machte es Hiob all die Tage [nach den Gastmählern].
Vorsprache des Satan bei Gott - Hiobs Bewährung nach Verlust von Vieh, Knechten, Söhnen und Töchtern.
/Hiob1/6/Hiob Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem HERRN einzufinden. Und auch der Satan kam in ihrer Mitte. /Hiob1/7/Hiob Und der HERR sprach zum Satan: Woher
kommst du? Und der Satan antwortete dem HERRN und sagte: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandern auf ihr. /Hiob1/8/Hiob Und der HERR sprach zum Satan: Hast du acht gehabt auf meinen
Knecht Hiob? Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden - ein Mann, so rechtschaffen und redlich, der Gott fürchtet und das Böse meidet! /Hiob1/9/Hiob Und der Satan antwortete dem HERRN und sagte: Ist
Hiob [etwa] umsonst so gottesfürchtig? /Hiob1/10/Hiob Hast du selbst nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, rings umhegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Besitz hat sich
im Land ausgebreitet. /Hiob1/11/Hiob Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht flucht! /Hiob1/12/Hiob Da sprach der HERR zum Satan:
Siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand. Nur gegen ihn [selbst] strecke deine Hand nicht aus! Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN fort.
/Hiob1/13/Hiob Und es geschah eines Tages, als seine Söhne und seine Töchter im Haus ihres erstgeborenen Bruders aßen und Wein tranken, /Hiob1/14/Hiob da kam ein Bote zu Hiob und sagte: Die
Rinder waren gerade beim Pflügen, und die Eselinnen weideten neben ihnen, /Hiob1/15/Hiob da fielen Sabäer ein und nahmen sie weg und die Knechte erschlugen sie mit der Schärfe des Schwertes. Ich
aber bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. /Hiob1/16/Hiob Noch redete der, da kam ein anderer und sagte: Feuer Gottes fiel vom Himmel, brannte unter den Schafen und den Knechten
und verzehrte sie. Ich aber bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. /Hiob1/17/Hiob Noch redete der, da kam ein anderer und sagte: [Die] Chaldäer hatten drei Abteilungen aufgestellt
und sind über die Kamele hergefallen und haben sie weggenommen, und die Knechte haben sie mit der Schärfe des Schwertes erschlagen. Ich aber bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten.
/Hiob1/18/Hiob Während der [noch] redete, da kam ein anderer und sagte: Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders. /Hiob1/19Hiob Und siehe, ein
starker Wind kam von jenseits der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses. Da fiel es auf die jungen Leute, und sie starben. Ich aber bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu
berichten. - Hiob1/20Hiob Da stand Hiob auf und zerriß sein Obergewand und schor sein Haupt; und er fiel auf die Erde und betete an. Hiob1/21Hiob Und er sagte: Nackt bin ich aus meiner Mutter
Leib gekommen, und nackt kehre ich dahin zurück. Der HERR hat gegeben, und der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gepriesen! Hiob1/22Hiob Bei alldem sündigte Hiob nicht und legte Gott
nichts Anstößiges zur Last.
Vorsprache Satans bei Gott - Hiobs Bewährung nach Verlust der Gesundheit.
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Hiob2/1Hiob Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem HERRN einzufinden. Und auch der Satan kam in ihrer Mitte, um sich vor dem HERRN einzufinden. Hiob2/2Hiob Und der
HERR sprach zum Satan: Von woher kommst du? Und der Satan antwortete dem HERRN und sagte: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandern auf ihr. Hiob2/3Hiob Und der HERR sprach zum Satan: Hast
du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden, - ein Mann, so rechtschaffen und redlich, der Gott fürchtet und das Böse meidet! Und noch hält er fest an seiner
Rechtschaffenheit. Und dabei hattest du mich gegen ihn aufgereizt, ihn ohne Grund zu verschlingen. Hiob2/4Hiob Da antwortete der Satan dem HERRN und sagte: Haut für Haut! Alles, was der Mensch
hat, gibt er für sein Leben. Hiob2/5Hiob Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, ob er dir nicht ins Angesicht flucht! Hiob2/6Hiob Da sprach der HERR
zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand. Nur schone sein Leben! Hiob2/7Hiob Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN fort und schlug Hiob mit bösen Geschwüren, von seiner Fußsohle bis zu seinem
Scheitel. Hiob2/8Hiob Und er nahm eine Tonscherbe, um sich damit zu schaben, während er mitten in der Asche saß. Hiob2/9Hiob Da sagte seine Frau zu ihm: Hältst du noch fest an deiner
Vollkommenheit? Fluche Gott und stirb! Hiob2/10Hiob Er aber sagte zu ihr: Wie eine der Törinnen redet, so redest auch du. Das Gute nehmen wir von Gott an, da sollten wir das Böse nicht auch
annehmen? Bei alldem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen.
Besuch der Freunde bei Hiob.
Hiob2/11Hiob Es hatten nun die drei Freunde Hiobs von all diesem Unglück gehört, das über ihn gekommen war. Da kamen sie, jeder aus seinem Ort: Elifas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter,
und Zofar, der Naamatiter. Und sie verabredeten sich miteinander hinzugehen, um ihm ihre Teilnahme zu bekunden und ihn zu trösten. Hiob2/12Hiob Als sie aber von fern ihre Augen erhoben, erkannten
sie ihn nicht [mehr]. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten, und sie zerrissen ein jeder sein Obergewand und streuten Staub himmelwärts auf ihre Häupter. Hiob2/13Hiob Und sie saßen bei ihm auf
der Erde sieben Tage und sieben Nächte lang. Und keiner redete ein Wort zu ihm, denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.
Hiobs verzweifelte Klage.
\3\
Hiob3/1Hiob Danach öffnete Hiob seinen Mund und verfluchte seinen Tag. Hiob3/2Hiob Und Hiob begann und sagte: Hiob3/3Hiob Vergehen soll der Tag, an dem ich geboren wurde, und die Nacht, die
sprach: Ein Junge wurde empfangen! Hiob3/4Hiob Dieser Tag sei Finsternis! Gott in der Höhe soll nicht nach ihm fragen, und kein Licht soll über ihm glänzen! Hiob3/5Hiob Dunkel und Finsternis
sollen ihn für sich fordern, Regenwolken sollen sich über ihm lagern, Verfinsterungen des Tages ihn erschrecken! Hiob3/6Hiob Diese Nacht - Dunkelheit ergreife sie! Sie freue sich nicht unter den
Tagen des Jahres, in die Zahl der Monate komme sie nicht! Hiob3/7Hiob Siehe, diese Nacht sei unfruchtbar, kein Jubel soll in sie hineinkommen! Hiob3/8Hiob Es sollen sie die verwünschen, die den
Tag verfluchen, die fähig sind, den Leviatan zu reizen! Hiob3/9Hiob Verfinstert seien die Sterne ihrer Dämmerung; sie hoffe auf Licht, und da sei keines; und sie schaue nicht die Wimpern der
Morgenröte! Hiob3/10Hiob Denn sie hat die Pforte meines Mutterschoßes nicht verschlossen und Unheil nicht vor meinen Augen verborgen. Hiob3/11Hiob Warum starb ich nicht von Mutterleib an,
verschied ich nicht, als ich aus dem Schoß hervorkam? Hiob3/12Hiob Weshalb kamen Knie mir entgegen und wozu Brüste, dass ich sog?
Hiob3/13Hiob Denn dann läge ich [jetzt] da und wäre still. Ich schliefe - dann hätte ich Ruhe - Hiob3/14Hiob mit Königen und Ratgebern der Erde, die sich Trümmerstätten erbauten, Hiob3/15Hiob
oder mit Obersten, die Gold hatten, die ihre Häuser mit Silber füllten. Hiob3/16Hiob Oder wie eine verscharrte Fehlgeburt wäre ich nicht da, wie Kinder, die das Licht nie erblickt haben.
Hiob3/17Hiob Dort lassen die Gottlosen ab vom Toben, und dort ruhen die, deren Kraft erschöpft ist. Hiob3/18Hiob Sorglos sind [dort] die Gefangenen allesamt, sie hören nicht mehr die Stimme des
Treibers. Hiob3/19Hiob Klein und Groß sind dort gleich, und der Knecht ist frei von seinem Herrn.
Hiob3/20Hiob Warum gibt er dem Mühseligen Licht und Leben den Verbitterten Hiob3/21Hiob - [denen], die auf den Tod warten, und er ist nicht da, und die nach ihm graben mehr als nach verborgenen
Schätzen, Hiob3/22Hiob die sich bis zum Jubel freuen würden, Wonne hätten, wenn sie das Grab fänden -, Hiob3/23Hiob dem Mann, dem sein Weg verborgen ist und den Gott von allen Seiten
eingeschlossen hat? Hiob3/24Hiob Denn [noch] vor meinem Brot kommt mein Seufzen, und wie Wasser ergießt sich mein Schreien. Hiob3/25Hiob Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und
wovor mir bangte, das kam über mich. Hiob3/26Hiob Ich hatte [noch] keine Ruhe und hatte [noch] keinen Frieden, und ich konnte [noch] nicht ausruhen - da kam ein Toben.
Erste Rede des Elifas: Kein Leiden ohne Schuld - Kein Schuldloser vor Gott.
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Hiob4/1Hiob Und Elifas von Teman antwortete und sagte:
Hiob4/2Hiob Wenn man ein Wort an dich versucht, wird es dich ermüden? Aber Worte zurückhalten, wer könnte das? Hiob4/3Hiob Siehe, du hast viele zurechtgebracht, und ermattete Hände hast du
gestärkt. Hiob4/4Hiob Den Stürzenden richteten deine Worte auf, und wankende Knie hast du stark gemacht. Hiob4/5Hiob Doch nun kommt es an dich, und es ermüdet dich; es trifft dich, und du bist
bestürzt. Hiob4/6Hiob Ist nicht deine [Gottes]furcht deine Zuversicht, die Vollkommenheit deiner Wege deine Hoffnung? Hiob4/7Hiob Bedenke doch: Wer ist [je] als Unschuldiger umgekommen, und wo
sind Rechtschaffene vertilgt worden? Hiob4/8Hiob So wie ich es gesehen habe: Die Unheil pflügen und Mühsal säen, die ernten es. Hiob4/9Hiob Vom Odem Gottes kommen sie um, und vom Hauch seiner
Nase vergehen sie. Hiob4/10Hiob Das Brüllen des Löwen und die Stimme des Junglöwen [sind verstummt], und die Zähne der jungen Löwen sind ausgebrochen. Hiob4/11Hiob Der Löwe kommt um aus Mangel an
Beute, und die Jungen der Löwin werden zerstreut.
Hiob4/12Hiob Ein Wort stahl sich zu mir, und mein Ohr vernahm ein Geflüster davon. Hiob4/13Hiob In beunruhigenden Gedanken, [wie sie] aus Nachtgesichten [entstehen], wenn tiefer Schlaf auf
Menschen fällt, Hiob4/14Hiob kam Schrecken und Zittern über mich, und durchschauerte alle meine Gebeine. Hiob4/15Hiob Und ein Hauch fuhr an meinem Gesicht vorbei, das Haar an meinem Leib sträubte
sich. Hiob4/16Hiob Da stand jemand, und ich erkannte sein Aussehen nicht, eine Gestalt war vor meinen Augen, ein leises Wehen und eine Stimme hörte ich:
Hiob4/17Hiob Sollte ein Mensch gerechter sein als Gott oder ein Mann reiner als sein Schöpfer? Hiob4/18Hiob Siehe, [selbst] seinen Knechten vertraut er nicht, und seinen Engeln legt er Irrtum zur
Last: Hiob4/19Hiob wieviel mehr denen, die in Lehmhäusern wohnen [und] deren Grund im Staub ist! Wie Motten werden sie zertreten. Hiob4/20Hiob Vom Morgen bis zum Abend werden sie zerschmettert.
Ohne einen Namen kommen sie um auf ewig. Hiob4/21Hiob Nicht wahr? Wird ihr Zeltstrick an ihnen losgerissen, so sterben sie, und [zwar] nicht in Weisheit.
Warnung vor Unmut - Empfehlung von Demut und Beugung vor Gott.
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Hiob5/1Hiob Ruf doch, ob da einer ist, der dir antwortet! Und an wen von den Heiligen willst du dich wenden? Hiob5/2Hiob Denn den Toren bringt der Gram um, und den Einfältigen tötet der Eifer.
Hiob5/3Hiob Ich, ich sah einen Narren Wurzel schlagen, und sogleich verwünschte ich seine Wohnung. Hiob5/4Hiob Fern vom Heil bleiben seine Kinder, und sie werden im Tor zertreten, und kein Retter
ist da. Hiob5/5Hiob Seine Ernte verzehrt der Hungrige, und selbst aus den Dornhecken holt er sie weg; und nach ihrem Vermögen schnappen Durstige. Hiob5/6Hiob Denn nicht kommt aus dem Staub Unheil
hervor, und aus der Erde sproßt nicht Mühsal; Hiob5/7Hiob sondern der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken nach oben fliegen.
Hiob5/8Hiob Ich jedoch würde Gott suchen und meine Sache vor Gott darlegen, Hiob5/9Hiob der Großes und Unerforschliches tut, Wunder bis zur Unzahl, Hiob5/10Hiob der Regen gibt auf die Fläche der
Erde und Wasser sendet auf die Fläche des Feldes, Hiob5/11Hiob um Niedrige in die Höhe zu bringen; und Trauernde gewinnen hohes Glück. Hiob5/12Hiob Er vereitelt die Anschläge der Klugen, und ihre
Hände wirken keinen Erfolg. Hiob5/13Hiob Er fängt die Weisen in ihrer Klugheit, und der Rat der Hinterlistigen überstürzt sich. Hiob5/14Hiob Am Tag stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tasten
sie umher wie in der Nacht. Hiob5/15Hiob Und er rettet vor dem Schwert, vor ihrem Mund und vor der Hand des Starken den Armen. Hiob5/16Hiob So wird dem Geringen Hoffnung, und die Schlechtigkeit
schließt ihren Mund.
Hiob5/17Hiob Siehe, glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! So verwirf [denn] nicht die Züchtigung des Allmächtigen! Hiob5/18Hiob Denn er bereitet Schmerz und verbindet, er zerschlägt,
und seine Hände heilen. Hiob5/19Hiob In sechs Nöten wird er dich retten, und in sieben wird dich nichts Böses antasten. Hiob5/20Hiob In Hungersnot kauft er dich los vom Tod und im Krieg von der
Gewalt des Schwertes. Hiob5/21Hiob Vor der Geißel der Zunge wirst du geborgen sein, und du wirst dich nicht fürchten vor der Verwüstung, wenn sie kommt. Hiob5/22Hiob Über Verwüstung und Hunger
wirst du lachen, und vor dem [Raub]wild der Erde wirst du dich nicht fürchten. Hiob5/23Hiob Denn dein Bund wird mit den Steinen des Feldes sein, und das [Raub]wild des Feldes wird Frieden mit dir
haben. Hiob5/24Hiob Und du wirst erkennen, dass dein Zelt in Frieden ist. Und schaust du nach deiner Wohnung, so wirst du nichts vermissen. Hiob5/25Hiob Und du wirst erkennen, dass deine
Nachkommen zahlreich sein werden und deine Sprößlinge wie das Kraut der Erde. Hiob5/26Hiob Du wirst in Rüstigkeit ins Grab kommen, wie die Garben eingebracht werden zu ihrer Zeit. Hiob5/27Hiob
Siehe, dies haben wir erforscht, so ist es. Höre es doch, und merke du es dir!
Hiobs Antwort: Rechtfertigung seines Klagens mit der Schwere seines Leidens - Wunsch nach schnellem Tod - Klage über die Härte der Freunde.
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Hiob6/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob6/2Hiob Würde man meinen Kummer doch wiegen, abwiegen und mein Verderben gleichzeitig auf die Waage legen! Hiob6/3Hiob Denn nun ist es schwerer als der Sand der Meere; darum sind meine Worte
unbesonnen. Hiob6/4Hiob Denn die Pfeile des Allmächtigen sind in mir, mein Geist trinkt ihr Gift; die Schrecken Gottes greifen mich an. Hiob6/5Hiob Schreit ein Wildesel beim frischen Gras, oder
brüllt ein Stier bei seinem Futter? Hiob6/6Hiob Wird Fades ohne Salz gegessen? Oder ist Geschmack in dem Schleim um den Dotter? Hiob6/7Hiob Meine Seele weigert sich, es anzurühren, sie ekelt sich
vor der Krankheit meines Brotes. Hiob6/8Hiob O dass sich doch meine Bitte erfüllte und Gott mein Verlangen gewährte! Hiob6/9Hiob Dass Gott sich dazu entschlösse, mich zu zertreten, dass er seine
Hand abzöge und mich vernichtete! Hiob6/10Hiob So wäre noch mein Trost, und ich würde jubeln in schonungsloser Qual, dass ich die Worte des Heiligen nicht verleugnet habe. Hiob6/11Hiob Was ist
meine Kraft, dass ich warten, und was ist mein Ende, dass ich mich gedulden sollte? Hiob6/12Hiob Ist [denn] meine Kraft die Kraft von Steinen, oder ist mein Fleisch aus Bronze? Hiob6/13Hiob Ist
es nicht so, dass keine [eigene] Hilfe in mir ist und [jedes] Gelingen aus mir vertrieben ist?
Hiob6/14Hiob Wer seinem Freund die Treue versagt, der verläßt die Furcht des Allmächtigen. Hiob6/15Hiob Meine Brüder haben treulos gehandelt wie ein Wildbach, wie das Bett der Wildbäche, die
vergehen. Hiob6/16Hiob Sie sind trübe von Eis, der Schnee verläuft sich in sie. Hiob6/17Hiob Zur Zeit, wenn sie wasserarm werden, versiegen sie. Wenn es heiß wird, sind sie von ihrer Stelle
weggetrocknet. Hiob6/18Hiob Es werden Karawanen abgelenkt von ihrem Weg, ziehen hinauf in die Öde und kommen um. Hiob6/19Hiob Die Karawanen von Tema hielten Ausschau, die Handelszüge von Saba
hofften auf sie. Hiob6/20Hiob Sie wurden beschämt, weil sie [auf sie] vertraut hatten, sie kamen hin und wurden zuschanden. Hiob6/21Hiob So seid ihr jetzt für mich geworden. Ihr seht
Schreckliches und fürchtet euch. Hiob6/22Hiob Habe ich etwa gesagt: Gebt mir und macht mir ein Geschenk von eurem Vermögen Hiob6/23Hiob und befreit mich aus der Hand des Bedrängers und erlöst
mich aus der Hand der Gewalttätigen?
Hiob6/24Hiob Belehrt mich, so will ich schweigen! Und macht mir klar, worin ich geirrt habe! Hiob6/25Hiob Wie könnten aufrichtige Worte kränkend sein! Aber was weist die Zurechtweisung von euch
[schon] zurecht? Hiob6/26Hiob Gedenkt ihr Worte zurechtzuweisen? Für den Wind sind ja die Reden eines Verzweifelnden! Hiob6/27Hiob Sogar eine Waise würdet ihr verlosen, und um euren Freund würdet
ihr feilschen. Hiob6/28Hiob Und nun, entschließt euch! Wendet euch zu mir! Ich werde euch doch nicht ins Angesicht lügen. Hiob6/29Hiob Kehrt doch um, damit kein Unrecht geschieht! Ja, kehrt um,
noch bin ich hier im Recht! Hiob6/30Hiob Ist etwa Unrecht auf meiner Zunge? Oder sollte mein Gaumen Verderben nicht spüren?
Klage über das menschliche Dasein, über sein Los und über Gottes Unbarmherzigkeit - Bitte an Gott um Schonung.
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Hiob7/1Hiob Hat der Mensch nicht einen harten Dienst auf Erden, und sind seine Tage nicht wie die Tage eines Tagelöhners? Hiob7/2Hiob Wie ein Knecht, der sich nach Schatten sehnt, und wie ein
Tagelöhner, der auf seinen Lohn wartet, Hiob7/3Hiob so habe ich gehaltlose Monate erhalten, und Nächte voll Unheil wurden mir zugeteilt. Hiob7/4Hiob Wenn ich mich niederlegte, so sagte ich: Wann
kann ich aufstehen? - Und der Abend zieht sich hin, und ich bin gesättigt mit Unrast bis zur Morgendämmerung. Hiob7/5Hiob Mein Fleisch ist bekleidet mit Maden und Schorf, meine Haut [ist kaum]
verharscht und eitert [schon wieder]. Hiob7/6Hiob Meine Tage gleiten schneller dahin als ein Weberschiffchen und schwinden ohne Hoffnung.
Hiob7/7Hiob Bedenke, dass mein Leben ein Hauch ist! Mein Auge wird kein Glück mehr sehen. Hiob7/8Hiob Das Auge dessen, der mich sehen will, wird mich nicht [mehr] gewahren. [Richtest du] deine
Augen auf mich, so bin ich nicht [mehr]. Hiob7/9Hiob Die Wolke schwindet und vergeht; so steigt, wer in den Scheol hinabfährt, nicht wieder herauf. Hiob7/10Hiob Zu seinem Haus kehrt er nicht mehr
zurück, und seine Stätte weiß nichts mehr von ihm. Hiob7/11Hiob So will auch ich meinen Mund nicht zurückhalten, will reden in der Bedrängnis meines Geistes, will klagen in der Verbitterung
meiner Seele.
Hiob7/12Hiob Bin ich das Meer oder ein Seeungeheuer, dass du eine Wache gegen mich aufstellst? Hiob7/13Hiob Wenn ich sagte: Mein Bett soll mich trösten, mein Lager wird meinen Kummer tragen
helfen! - Hiob7/14Hiob so entmutigst du mich mit Träumen, und durch Gesichte schreckst du mich auf, Hiob7/15Hiob so dass meine Seele Erstickung vorzieht, den Tod [lieber hat] als meine Gebeine.
Hiob7/16Hiob Ich mag nicht mehr - nicht ewig will ich leben! Laß ab von mir! Meine Tage sind nur noch ein Hauch. Hiob7/17Hiob Was ist der Mensch, dass du ihn groß achtest und dass du dein Herz
auf ihn richtest Hiob7/18Hiob und ihn alle Morgen heimsuchst, ihn alle Augenblicke prüfst? Hiob7/19Hiob Wie lange [noch] willst du nicht von mir wegblicken, nicht [einmal solange] von mir
ablassen, bis ich meinen Speichel heruntergeschluckt habe? Hiob7/20Hiob Habe ich gesündigt? Was tat ich dir an, du Wächter der Menschen? Warum hast du mich dir zur Zielscheibe gesetzt, und
[warum] werde ich mir zur Last? Hiob7/21Hiob Warum vergibst du [mir] nicht mein Verbrechen und läßt meine Schuld [nicht] vorübergehen? Denn nun werde ich mich in den Staub legen, und suchst du
nach mir, so bin ich nicht mehr.
Erste Rede des Bildad: Gottes Gerechtigkeit in Strafe und Güte - Untergang der Gottlosen - Segen durch Buße.
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Hiob8/1Hiob Und Bildad von Schuach antwortete und sagte:
Hiob8/2Hiob Wie lange willst du noch so [etwas] künden, und [wie lange] sollen die Worte deines Mundes heftiger Wind sein? Hiob8/3Hiob Wird Gott [etwa] das Recht beugen, oder wird der Allmächtige
die Gerechtigkeit beugen? Hiob8/4Hiob Haben deine Söhne gegen ihn gesündigt, so lieferte er sie ihrer Übertretung aus. Hiob8/5Hiob Wenn du Gott eifrig suchst und zum Allmächtigen um Gnade flehst,
Hiob8/6Hiob wenn du lauter und aufrichtig bist, ja, dann wird er deinetwegen aufwachen und die Wohnung deiner Gerechtigkeit wiederherstellen. Hiob8/7Hiob Und dein Anfang wird gering [erscheinen],
aber dein Ende wird er sehr groß machen. Hiob8/8Hiob Denn befrage doch die vorige Generation und habe acht auf das, was ihre Väter erforscht haben! - Hiob8/9Hiob Denn wir sind von gestern und
erkennen nichts, denn ein Schatten sind unsere Tage auf der Erde. - Hiob8/10Hiob Werden diese dich nicht belehren, es dir sagen und Worte aus ihrem Herzen hervorbringen?
Hiob8/11Hiob Schießt Schilfrohr auf, wo kein Sumpf ist? Wächst Riedgras empor ohne Wasser? Hiob8/12Hiob Noch treibt es Knospen, noch ist es nicht zum Schneiden reif, da verdorrt es [schon] vor
allem anderen Gras. Hiob8/13Hiob So sind die Pfade aller, die Gott vergessen; und des Ruchlosen Hoffnung geht zugrunde. Hiob8/14Hiob Seine Zuversicht ist ein dünner Faden, und ein Spinngewebe ist
das, worauf er vertraut. Hiob8/15Hiob Er stützt sich auf sein Haus, aber es hält nicht stand; er hält sich daran fest, aber es bleibt nicht stehen. Hiob8/16Hiob Voll Saft steht er in der Sonne,
und seine Triebe ranken sich durch seinen Garten, Hiob8/17Hiob über Steinhaufen schlingen sich seine Wurzeln, zwischen Steinen lebt er. Hiob8/18Hiob Reißt man ihn aus von seiner Stelle, so
verleugnet sie ihn: Ich habe dich nie gesehen! Hiob8/19Hiob Siehe, das ist die Freude seines Weges; und aus dem Staub sproßt ein anderer hervor .
Hiob8/20Hiob Siehe, Gott wird den Rechtschaffenen nicht verwerfen und die Übeltäter nicht an die Hand nehmen. Hiob8/21Hiob Während er deinen Mund mit Lachen füllen wird und deine Lippen mit
Jubel, Hiob8/22Hiob werden die, die dich hassen, mit Schande bekleidet werden, und das Zelt der Gottlosen wird nicht mehr sein.
Hiobs Antwort: Unmöglichkeit, bei Gott Recht zu erlangen.
\9\
Hiob9/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob9/2Hiob Wahrlich, ich habe erkannt, dass es so ist. Und wie könnte ein Mensch vor Gott gerecht sein? Hiob9/3Hiob Wenn er Lust hat, mit ihm in einen Rechtsstreit zu treten, so könnte er ihm
auf tausend nicht eins antworten. Hiob9/4Hiob Der weise ist von Herzen und stark an Kraft - wer trotzte ihm und blieb unversehrt? - Hiob9/5Hiob der Berge versetzt, ohne dass sie es erkennen,
indem er sie umstürzt in seinem Zorn; Hiob9/6Hiob der aufstört die Erde von ihrer Stätte, dass ihre Säulen erzittern; Hiob9/7Hiob der zur Sonne spricht, und sie geht nicht auf, und die Sterne
versiegelt er; Hiob9/8Hiob der die Himmel ausspannt, er allein, und schreitet auf den Wogen des Meeres; Hiob9/9Hiob der den Großen Bären gemacht hat, den Orion und das Siebengestirn und die
Kammern des Südens; Hiob9/10Hiob der so große Dinge tut, dass sie nicht zu erforschen, und Wundertaten, dass sie nicht zu zählen sind.
Hiob9/11Hiob Siehe, er geht an mir vorüber, und ich sehe ihn nicht; und er zieht vorbei, und ich bemerke ihn nicht. Hiob9/12Hiob Siehe, er rafft dahin, und wer will ihm wehren? Wer kann zu ihm
sagen: Was tust du? Hiob9/13Hiob Gott wendet seinen Zorn nicht ab, unter ihn beugten sich die Helfer Rahabs. Hiob9/14Hiob Wieviel weniger könnte ich ihm antworten, meine Worte ihm gegenüber
wählen! Hiob9/15Hiob Ihm könnte ich, [auch] wenn ich im Recht wäre, nicht antworten - zu meinem Richter würde ich um Gnade flehen. Hiob9/16Hiob Wenn ich riefe und er mir antwortete, nicht würde
ich glauben, dass er auf meine Stimme hörte. Hiob9/17Hiob Er, der nach mir greift im Unwetter und meine Wunden grundlos vermehrt, Hiob9/18Hiob er erlaubt mir nicht, Atem zu holen, sondern sättigt
mich mit Bitterkeiten. Hiob9/19Hiob Wenn es auf Kraft des Starken ankommt, [so sagt er]: Siehe hier! - und wenn auf Recht: Wer will mich vorladen? Hiob9/20Hiob Wenn ich auch im Recht wäre, mein
Mund würde mich verurteilen; wäre ich [auch] rechtschaffen, er würde mich schuldig sprechen.
Hiob9/21Hiob Rechtschaffen bin ich! Ich kümmere mich nicht um meine Seele, ich verachte mein Leben, Hiob9/22Hiob es ist eins! Darum sage ich: Den Rechtschaffenen wie den Gottlosen vernichtet er.
Hiob9/23Hiob Wenn die Geißel plötzlich tötet, so spottet er über die Verzweiflung Unschuldiger. Hiob9/24Hiob Die Erde ist in die Hand des Gottlosen gegeben, das Angesicht ihrer Richter verhüllt
er. Wenn er es nicht ist, wer sonst?
Hiob9/25Hiob Und meine Tage sind schneller dahin geeilt als ein Läufer, sie sind entflohen, haben nichts Gutes gesehen. Hiob9/26Hiob Sie sind vorübergezogen wie Rohrschiffe, wie ein Adler, der
auf Beute herabstößt. Hiob9/27Hiob Wenn ich denke: Ich will meinen Kummer vergessen, will ein anderes Gesicht machen und fröhlich blicken, Hiob9/28Hiob so bangt mir vor allen meinen Schmerzen.
Ich habe erkannt, dass du mich nicht ungestraft läßt.
Hiob9/29Hiob Ich muß ja schuldig sein! Wozu soll ich mich denn für nichts abmühen? Hiob9/30Hiob Wenn ich mich [auch] mit Schneewasser wüsche und meine Hände mit Lauge reinigte, Hiob9/31Hiob dann
würdest du mich in die Grube tauchen, dass sich meine eigenen Kleider vor mir ekelten. Hiob9/32Hiob Denn er ist nicht ein Mann wie ich, dass ich ihm antworten, dass wir zusammen vor Gericht gehen
könnten. Hiob9/33Hiob Es gibt zwischen uns keinen Schiedsmann, dass er seine Hand auf uns beide legen könnte. Hiob9/34Hiob Er nehme seine Rute von mir weg, und sein Schrecken ängstige mich nicht
mehr, Hiob9/35Hiob so will ich reden und ihn nicht fürchten, denn so [steht es jetzt] bei mir nicht.
Klage über Gottes Verhalten in der schweren Heimsuchung.
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Hiob10/1Hiob Es ekelt mich vor meinem Leben. Ich will meinen Kummer von mir lassen, will reden in der Bitterkeit meiner Seele. Hiob10/2Hiob Ich sage zu Gott: Verdamme mich nicht! Laß mich wissen,
warum du mich vor Gericht ziehst! Hiob10/3Hiob Ist das gut für dich, dass du Unterdrückung übst, dass du die Arbeit deiner Hände verwirfst und [dein Licht] über dem Rat der Gottlosen leuchten
läßt? Hiob10/4Hiob Hast du Menschenaugen, oder siehst du, wie ein Mensch sieht? Hiob10/5Hiob Sind deine Tage wie die Tage eines Menschen oder deine Jahre wie die Tage eines Mannes, Hiob10/6Hiob
dass du nach meiner Schuld suchst und nach meiner Sünde forschst, Hiob10/7Hiob obwohl du weißt, dass ich nicht schuldig bin, und niemand da ist, der aus deiner Hand retten kann?
Hiob10/8Hiob Deine Hände haben mich ganz gebildet und gestaltet um und um, und [nun] verschlingst du mich! Hiob10/9Hiob Bedenke doch, dass du mich wie Ton gestaltet hast! Und [jetzt] willst du
mich zum Staub zurückkehren lassen! Hiob10/10Hiob Hast du mich nicht hingegossen wie Milch und wie Käse mich gerinnen lassen? Hiob10/11Hiob Mit Haut und Fleisch hast du mich bekleidet und mit
Knochen und Sehnen mich durchflochten. Hiob10/12Hiob Leben und Gnade hast du mir gewährt, und deine Obhut bewahrte meinen Geist. Hiob10/13Hiob Doch dies verbargst du in deinem Herzen, ich habe
erkannt, dass du dies im Sinn hattest: Hiob10/14Hiob Wenn ich sündigte, so würdest du mich beobachten und mich nicht von meiner Schuld freisprechen. Hiob10/15Hiob Wenn ich schuldig wäre - wehe
mir! Und wäre ich im Recht, dürfte ich mein Haupt [doch] nicht erheben, gesättigt mit Schande und getränkt mit Elend. Hiob10/16Hiob Und richtete es sich auf, wie ein Löwe würdest du mich jagen
und dich wieder als wunderbar an mir erweisen. Hiob10/17Hiob Du würdest neue Zeugen gegen mich aufstellen und deinen Zorn über mich vergrößern. Ein ständig sich ablösendes Heer [kämpft] gegen
mich.
Hiob10/18Hiob Warum hast du mich aus dem Mutterleib hervorgezogen? Wäre ich doch umgekommen, so hätte mich kein Auge gesehen! Hiob10/19Hiob Als wenn ich nie gewesen, so wäre ich [dann]; vom
Mutterschoß wäre ich zu Grabe geleitet worden!
Hiob10/20Hiob Sind meine Tage nicht [nur noch] wenige? Er lasse [doch] ab, wende sich von mir, dass ich ein wenig fröhlich werde, Hiob10/21Hiob ehe ich hingehe - und nicht wiederkomme - in das
Land der Finsternis und des Todesschattens, Hiob10/22Hiob in das Land, schwarz wie die Dunkelheit, [das Land] der Finsternis - [da ist] keine Ordnung -, und [selbst] das Hellwerden ist [dort] wie
Dunkelheit!
Erste Rede des Zofar: Widerspruch gegen Hiob - Mahnung zur rechten Schau und zur Demütigung vor dem allwissenden Gott.
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Hiob11/1Hiob Und Zofar von Naama antwortete und sagte:
Hiob11/2Hiob Soll der Wortschwall nicht beantwortet werden, oder soll ein Schwätzer recht behalten? Hiob11/3Hiob Soll dein Gerede Männer zum Schweigen bringen, dass du spotten kannst und niemand
[dich] beschämt? Hiob11/4Hiob Und du sagtest: Meine Lehre ist lauter, und ich war rein in deinen Augen! Hiob11/5Hiob Aber - möge Gott doch reden und seine Lippen gegen dich auftun Hiob11/6Hiob
und dir die Geheimnisse der Weisheit mitteilen, dass sie wie Wunder sind für [menschliche] Klugheit! Und erkenne [doch], dass Gott dir [viel] von deiner Schuld übersieht!
Hiob11/7Hiob Kannst du die Tiefen Gottes erreichen oder die Vollkommenheit des Allmächtigen ergründen? Hiob11/8Hiob Himmelhoch [sind sie] - was kannst du tun? - tiefer als der Scheol - was kannst
du erkennen? Hiob11/9Hiob Länger als die Erde ist ihr Maß und breiter als das Meer. Hiob11/10Hiob Wenn er vorüberzieht und festnimmt und [zum Gericht] versammelt, wer will ihm dann wehren?
Hiob11/11Hiob Denn er erkennt die nichtswürdigen Männer und er sieht Böses, ohne dass er [darauf] achten muß. Hiob11/12Hiob Kann ein Hohlkopf Verstand gewinnen und ein Eselhengst als Mensch
geboren werden?
Hiob11/13Hiob Wenn du dein Herz fest ausrichtest und deine Hände zu ihm ausbreitest - Hiob11/14Hiob wenn Böses in deiner Hand ist, so entferne es und laß in deinen Zelten kein Unrecht wohnen! -
Hiob11/15Hiob ja, dann wirst du dein Gesicht erheben ohne Makel und wirst unerschütterlich sein und dich nicht fürchten. Hiob11/16Hiob Denn du wirst die Mühsal vergessen, wirst [an sie] denken
wie an vorbeigeflossenes Wasser, Hiob11/17Hiob und heller als der Mittag wird [dein] Leben aufgehen; mag es finster sein - wie der Morgen wird es werden. Hiob11/18Hiob Und du wirst Vertrauen
fassen, weil es Hoffnung gibt; und du wirst Ausschau halten, in Sicherheit dich niederlegen. Hiob11/19Hiob Und du liegst da, und niemand wird dich aufschrecken, und viele werden deine Gunst
suchen. Hiob11/20Hiob Aber die Augen der Gottlosen werden versagen. Und [jede] Zuflucht geht ihnen verloren, und ihre Hoffnung ist, die Seele auszuhauchen.
Hiobs Antwort: Klage über seine Freunde - Schilderung der verkannten Macht und Weisheit Gottes.
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Hiob12/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob12/2Hiob Wirklich, ihr seid [die rechten] Leute, und mit euch wird die Weisheit aussterben! Hiob12/3Hiob Auch ich habe Verstand wie ihr, ich stehe nicht hinter euch zurück; und wer wüßte dies
nicht? Hiob12/4Hiob Zum Gespött für seine Gefährten wird der, der zu Gott rief - und der antwortete ihm - der Gerechte, Rechtschaffene [wird] zum Gespött! Hiob12/5Hiob Dem Unglück gebührt
Verachtung, meint der Sichere, ein Stoß denen, deren Fuß wankt! Hiob12/6Hiob Die Zelte der Verwüster haben Ruhe, und Sicherheit gibt es für die, die Gott reizen, für den, der Gott in seiner Hand
führt. Hiob12/7Hiob Aber frage doch das Vieh, und es wird es dich lehren, oder die Vögel des Himmels, und sie werden es dir mitteilen, Hiob12/8Hiob oder rede zu der Erde, und sie wird es dich
lehren, und die Fische des Meeres werden es dir erzählen! Hiob12/9Hiob Wer erkennt nicht an all diesem, dass die Hand des HERRN dies gemacht hat? Hiob12/10Hiob In seiner Hand ist die Seele alles
Lebendigen und der Lebensatem alles menschlichen Fleisches. Hiob12/11Hiob Soll das Ohr nicht die Worte prüfen, [wie] der Gaumen für sich die Speise kostet? Hiob12/12Hiob Bei Greisen ist Weisheit,
und Einsicht bei hohem Alter. Hiob12/13Hiob Bei ihm ist Weisheit und Macht, sein ist Rat und Einsicht. Hiob12/14Hiob Siehe, er reißt nieder, und es wird nicht wieder gebaut; er schließt über
jemandem zu, und es wird nicht wieder geöffnet. Hiob12/15Hiob Siehe, er hemmt die Wasser, und sie trocknen aus; er läßt sie los, und sie kehren das Land um. Hiob12/16Hiob Bei ihm ist Kraft und
Erfolg; sein ist, wer irrt und wer irreführt. Hiob12/17Hiob Er führt Ratgeber beraubt weg, und Richter macht er zu Narren. Hiob12/18Hiob Fesseln von Königen löst er auf und schlingt einen Gurt um
ihre Hüften. Hiob12/19Hiob Er führt Priester beraubt weg, und alte Geschlechter bringt er zu Fall. Hiob12/20Hiob Bewährten [Sprechern] entzieht er die Sprache, und Alten nimmt er die
Urteilskraft. Hiob12/21Hiob Verachtung schüttet er auf Edle, und den Gürtel der Starken lockert er. Hiob12/22Hiob Er enthüllt Geheimnisvolles aus dem Dunkel, und Finsternis zieht er ans Licht.
Hiob12/23Hiob Er macht Völker groß und vernichtet sie; er breitet Völker aus, und er leitet sie. Hiob12/24Hiob Den Häuptern des Volkes im Land nimmt er den Mut, und in wegloser Einöde läßt er sie
umherirren. Hiob12/25Hiob Sie tappen in der Finsternis, wo kein Licht ist, und er läßt sie umherirren wie einen Betrunkenen.
Warnung der Freunde vor der Gerechtigkeit Gottes - Vorsichtige Aufforderung an Gott zum Rechtsstreit.
\13\
Hiob13/1Hiob Siehe, das alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr gehört und sich gemerkt. Hiob13/2Hiob Soviel ihr erkannt habt, habe ich auch erkannt, ich stehe nicht hinter euch zurück.
Hiob13/3Hiob Doch ich will zum Allmächtigen reden, und vor Gott will ich mich verteidigen. Hiob13/4Hiob Ihr dagegen seid Lügendichter, Kurpfuscher, ihr alle! Hiob13/5Hiob Hieltet ihr euch doch
still! Das würde euch zur Weisheit gereichen. Hiob13/6Hiob Hört doch meine Entgegnung und achtet auf die Streitreden meiner Lippen! Hiob13/7Hiob Wollt ihr für Gott Verkehrtes vorbringen und für
ihn Falsches vortragen? Hiob13/8Hiob Wollt ihr seine Partei ergreifen, oder wollt ihr für Gott den Rechtsstreit führen? Hiob13/9Hiob Wird es gut für euch sein, wenn er euch erforscht? Oder wollt
ihr ihn täuschen, wie man einen Menschen täuscht? Hiob13/10Hiob Hart zurechtweisen wird er euch, wenn ihr insgeheim die Person anseht. Hiob13/11Hiob Wird seine Hoheit euch nicht aufschrecken und
sein Schrecken nicht auf euch fallen? Hiob13/12Hiob Was ihr vorbringt, sind Sprüche von Asche, eure Bollwerke erweisen sich als Bollwerke aus Lehm.
Hiob13/13Hiob Schweigt still vor mir, und ich will reden, was auch über mich ergehen möge! Hiob13/14Hiob Warum sollte ich mein Fleisch zwischen meine Zähne nehmen und mein Leben in meine Hand
legen? Hiob13/15Hiob Siehe, er wird mich töten, ich will auf ihn warten, nur will ich meine Wege ihm ins Angesicht rechtfertigen. Hiob13/16Hiob Schon das wird mir zur Rettung sein, denn kein
Ruchloser darf vor sein Angesicht kommen. Hiob13/17Hiob Hört, hört meine Rede, und meine Darlegung dringe in eure Ohren! Hiob13/18Hiob Siehe doch, ich habe den Rechtsfall vorgebracht, ich habe
erkannt, dass ich recht behalten werde. Hiob13/19Hiob Wer ist der, der mit mir den Rechtsstreit führen könnte? Denn dann wollte ich schweigen und verscheiden.
Hiob13/20Hiob Nur zweierlei tue nicht mit mir, dann werde ich mich nicht vor deinem Angesicht verbergen! Hiob13/21Hiob Entferne deine Hand von mir, und dein Schrecken soll mich nicht ängstigen!
Hiob13/22Hiob Dann rufe, und ich will antworten, oder ich will reden, und du erwidere mir! Hiob13/23Hiob Wie viele Sünden und Vergehen habe ich? Laß mich mein Verbrechen und mein Vergehen wissen!
Hiob13/24Hiob Warum verbirgst du dein Angesicht und hältst mich für deinen Feind? Hiob13/25Hiob Willst du ein verwehtes Blatt erschrecken und einem dürren Halm nachjagen? Hiob13/26Hiob Denn
Bitteres verhängst du über mich, und die Sünden meiner Jugend läßt du mich entgelten. Hiob13/27Hiob Und meine Füße legst du in den Block und beobachtest all meine Pfade, zeichnest dir die Sohlen
meiner Füße auf, Hiob13/28Hiob da ich doch wie Moder zerfalle, wie ein Kleid, das die Motte zerfressen hat.
Klage über die Nichtigkeit des Menschenlebens - Vergebliches Hoffen auf Trost nach dem Tod.
\14\
Hiob14/1Hiob Der Mensch, von der Frau geboren, lebt kurze Zeit und ist mit Unruhe gesättigt. Hiob14/2Hiob Wie eine Blume kommt er hervor und verwelkt; und wie der Schatten flieht er und kann
nicht bestehen. Hiob14/3Hiob Doch über einen solchen hast du deine Augen geöffnet, und mich führst du ins Gericht mit dir! Hiob14/4Hiob Wie könnte ein Reiner vom Unreinen [kommen]? Nicht ein
einziger! Hiob14/5Hiob Wenn seine [Lebens]tage festgesetzt sind, die Zahl seiner Monate bei dir [feststeht], wenn du [ihm] sein Ziel gesetzt hast, dass er es nicht überschreiten kann,
Hiob14/6Hiob so blicke weg von ihm, so dass er Ruhe hat, damit er wie ein Tagelöhner seinen Tag genießen kann!
Hiob14/7Hiob Denn für den Baum gibt es Hoffnung. Wird er abgehauen, so schlägt er wieder aus, und seine Triebe bleiben nicht aus. Hiob14/8Hiob Wenn seine Wurzel [auch] in der Erde altert und sein
Stumpf im Staub abstirbt - Hiob14/9Hiob vom Duft des Wassers sproßt er wieder und treibt Zweige wie ein Pflänzling. Hiob14/10Hiob Ein Mann aber stirbt und liegt da; und ein Mensch verscheidet,
und wo ist er [dann]? Hiob14/11Hiob Die Wasser verrinnen aus dem Meer, und der Fluß trocknet aus und versiegt; Hiob14/12Hiob so legt der Mensch sich hin und steht nicht wieder auf. Bis der Himmel
nicht mehr ist, erwacht er nicht und wird nicht aufgeweckt aus seinem Schlaf.
Hiob14/13Hiob Dass du mich doch im Scheol verstecktest, mich verbärgest, bis dein Zorn sich abwendete, mir ein Ziel setztest und dann meiner gedächtest! Hiob14/14Hiob - Wenn ein Mann stirbt, wird
er etwa wieder leben? - Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung käme! Hiob14/15Hiob Du würdest rufen, und ich würde dir antworten, nach dem Werk deiner Hände würdest du
dich sehnen. Hiob14/16Hiob Denn dann würdest du [zwar] meine Schritte zählen, aber gäbest nicht acht auf meine Sünde! Hiob14/17Hiob Mein Verbrechen wäre versiegelt in einem Bündel, und du würdest
meine Schuld zudecken.
Hiob14/18Hiob Und doch, ein Berg stürzt ein, zerfällt, und ein Fels rückt fort von seiner Stelle. Hiob14/19Hiob Wasser zerreibt Steine, seine Fluten schwemmen den Staub der Erde hinweg. So machst
du die Hoffnung des Menschen zunichte. Hiob14/20Hiob Du überwältigst ihn für immer, und er geht dahin; sein Gesicht entstellst du und schickst ihn fort. Hiob14/21Hiob Kommen seine Kinder zu
Ehren, er weiß es nicht, und werden sie gering, er achtet nicht auf sie. Hiob14/22Hiob Sein Fleisch fühlt nur noch für sich selber Schmerz, und seine Seele trauert nur um sich.
Zweite Rede des Elifas: Er rügt Hiob wegen des ungeziemenden Redens gegen Gott - Unheil für den Gottlosen.
\15\
Hiob15/1Hiob Und Elifas von Teman antwortete und sagte:
Hiob15/2Hiob Wird [etwa] ein Weiser windige Erkenntnis zur Antwort geben, oder wird er sein Inneres mit Ostwind füllen? Hiob15/3Hiob Wird er mit nutzlosen Worten streiten oder mit Reden, mit
denen er nicht hilft? Hiob15/4Hiob Ja, du zerstörst die Gottesfurcht und beschneidest die Andacht vor Gott. Hiob15/5Hiob Denn deine Schuld belehrt deinen Mund, und du wählst die Sprache der
Listigen. Hiob15/6Hiob Dein Mund verdammt dich und nicht ich; und deine Lippen sagen gegen dich aus.
Hiob15/7Hiob Bist du als Erster der Menschen geboren, oder bist du vor den Hügeln hervorgebracht worden? Hiob15/8Hiob Hörst du im Rat Gottes zu, und reißt du die Weisheit an dich? Hiob15/9Hiob
Was hast du erkannt, das wir nicht erkannt hätten? Was verstehst du, das uns nicht bekannt wäre? Hiob15/10Hiob Unter uns sind auch Alte, auch Greise, reicher an Tagen als dein Vater.
Hiob15/11Hiob Sind dir die Tröstungen Gottes zu wenig oder ein Wort, das sanft mit dir [verfuhr]? Hiob15/12Hiob Was reißt dein Herz dich hin, und was rollen deine Augen, Hiob15/13Hiob dass du
dein Schnauben gegen Gott kehrst und [solche] Reden aus deinem Mund hast hervorgehen lassen? Hiob15/14Hiob Was ist der Mensch, dass er rein dastehen könnte, und der von einer Frau Geborene, dass
er gerecht wäre? Hiob15/15Hiob Siehe, [selbst] auf seine Heiligen vertraut er nicht, und die Himmel sind nicht rein in seinen Augen, Hiob15/16Hiob wieviel weniger der Abscheuliche und Verdorbene,
der Mann, der Unrecht trinkt wie Wasser!
Hiob15/17Hiob Ich will dir verkünden, höre mir zu! Und was ich geschaut habe, will ich erzählen, Hiob15/18Hiob was die Weisen mitgeteilt und nicht verhehlt haben von ihren Vätern her -
Hiob15/19Hiob ihnen allein war das Land gegeben, und kein Fremder zog in ihrer Mitte umher -:
Hiob15/20Hiob All seine Tage quält sich der Gottlose in Angst, und eine [kleine] Zahl von Jahren ist dem Gewalttätigen aufbewahrt. Hiob15/21Hiob Der Ton des Schreckens [gellt] in seinen Ohren, im
Frieden kommt der Verwüster über ihn. Hiob15/22Hiob Er glaubt nicht daran, aus der Finsternis zurückkehren zu können, und er ist ausersehen für das Schwert. Hiob15/23Hiob Er irrt umher nach Brot
- wo [ist es]? Er hat erkannt, dass sich neben ihm [schon] ein finsterer Tag bereit hält. Hiob15/24Hiob Not und Bedrängnis schrecken ihn, sie überwältigen ihn wie ein König, der zum Sturm bereit
ist. Hiob15/25Hiob Denn er hat seine Hand gegen Gott ausgestreckt, und dem Allmächtigen gegenüber hat er sich überheblich gebärdet. Hiob15/26Hiob Mit [hartem] Nacken rannte er gegen ihn an, mit
der Dicke seiner Schildbuckel. Hiob15/27Hiob Denn er hat sein Gesicht bedeckt mit seinem Fett und Speck an der Lende angesetzt, Hiob15/28Hiob und er bewohnte zerstörte Städte, Häuser, in denen
man nicht wohnen soll, die zu Steinhaufen bestimmt waren. Hiob15/29Hiob Er wird nicht reich, und sein Vermögen hat keinen Bestand; und nicht neigt sich zur Erde seine Ähre. Hiob15/30Hiob Er
entweicht der Finsternis nicht; seine Triebe dörrt die Flamme aus, und er muß weichen beim Hauch seines Mundes. Hiob15/31Hiob Er verlasse sich nicht auf Nichtiges, er wird irregeführt; denn
Nichtiges wird sein Eintausch dafür sein. Hiob15/32Hiob Wenn sein Tag noch nicht da ist, so erfüllt es sich [schon]; und sein Sproß wird nicht grün. Hiob15/33Hiob Wie der Weinstock stößt er seine
unreifen Trauben ab, und wie der Olivenbaum wirft er seine Blüte ab. Hiob15/34Hiob Denn die Schar des Ruchlosen ist unfruchtbar, und Feuer frißt die Zelte der Bestechung. Hiob15/35Hiob Sie sind
schwanger mit Mühsal und gebären Unrecht, und ihr Inneres bereitet Verrat.
Hiobs Antwort: Leidiger Trost der Freunde - Trotz Schuldlosigkeit Behandlung als Sünder durch Gott und Menschen - Warten auf Gottes Wirken nach dem Tod.
\16\
Hiob16/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob16/2Hiob Ich habe so etwas [nun] viel gehört. Mühsame Tröster seid ihr alle! Hiob16/3Hiob Haben die windigen Worte [nun] ein Ende? Oder was reizt dich, dass du antwortest? Hiob16/4Hiob Auch
ich könnte reden wie ihr. Wäret ihr doch an meiner Stelle! Dann könnte ich mit Worten gegen euch glänzen und meinen Kopf über euch schütteln. Hiob16/5Hiob Ich wollte euch stärken mit meinem Mund,
und das Beileid meiner Lippen würde ich nicht zurückhalten.
Hiob16/6Hiob Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gehemmt; und unterlasse ich es - was weicht [dann] von mir? Hiob16/7Hiob Ja, jetzt hat er mich müde gemacht. Du hast meine ganze Umgebung
menschenleer gemacht. Hiob16/8Hiob Und du hast mich gepackt, das zeugt gegen mich. Und meine Abmagerung tritt als Zeuge gegen mich auf, mir ins Angesicht sagt sie aus. Hiob16/9Hiob Sein Zorn
zerfleischte [mich] und feindete mich an, er knirschte mit seinen Zähnen gegen mich, als mein Feind schärft er seine Augen gegen mich. Hiob16/10Hiob Ihren Mund haben sie gegen mich aufgesperrt,
mit Schmähung meine Backen geschlagen; gemeinsam rotten sie sich gegen mich zusammen. Hiob16/11Hiob Gott gibt mich dem Ungerechten preis, und in die Hände der Gottlosen stürzt er mich.
Hiob16/12Hiob Ich war sorglos, da hat er mich aufgerüttelt, und er packte mich beim Nacken und zerschmetterte mich, und er stellte mich für sich als Zielscheibe auf. Hiob16/13Hiob Seine Geschosse
umfliegen mich. Er spaltet meine Nieren und empfindet kein Mitleid, er schüttet meine Galle auf die Erde. Hiob16/14Hiob Bresche auf Bresche reißt er in mich. Er rennt gegen mich an wie ein
Krieger. Hiob16/15Hiob Ich habe Sacktuch über meine Haut genäht und mein Horn in den Staub gesenkt. Hiob16/16Hiob Mein Gesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern liegt Finsternis,
Hiob16/17Hiob obwohl keine Gewalttat an meinen Händen [klebt] und mein Gebet lauter ist.
Hiob16/18Hiob Erde, decke mein Blut nicht zu, und für meinen Klageschrei sei kein Ruheplatz da! Hiob16/19Hiob Auch jetzt [noch] - siehe, im Himmel ist mein Zeuge und mein Fürsprecher in der Höhe.
Hiob16/20Hiob Meine Gefährten verspotten mich. Zu Gott blickt mein Auge mit Tränen auf, Hiob16/21Hiob dass er Recht schaffe für einen Mann gegen Gott und für einen Menschensohn gegen seine
Gefährten. Hiob16/22Hiob Denn es kommen nur noch wenige Jahre, und ich werde einen Weg gehen, von dem ich nicht zurückkomme.
Gründe für Gottes Eintreten - Abweisen der Reden der Freunde als töricht in Erwartung des Grabes.
\17\
Hiob17/1Hiob Mein Geist ist verstört, meine Tage sind ausgelöscht, Gräber sind für mich da. Hiob17/2Hiob Ist nicht um mich herum Gespött, und muß nicht mein Auge auf ihrer Widerspenstigkeit
haften? Hiob17/3Hiob Setze doch [ein Pfand] ein, leiste bei dir selbst Bürgschaft für mich! Wer sonst wird in meine Hand einschlagen? Hiob17/4Hiob Denn ihr Herz hast du der Einsicht verschlossen;
darum wirst du sie nicht erhöhen. Hiob17/5Hiob Den Gefährten erzählt man vom Beuteteilen, aber die Augen der eigenen Kinder verschmachten.
Hiob17/6Hiob Und er hat mich hingestellt zum Spott der Leute, und zum Anspeien ins Gesicht bin ich [gut]. Hiob17/7Hiob Und mein Auge ist trübe geworden vor Gram, und all meine Glieder sind wie
ein Schatten. Hiob17/8Hiob Die Aufrichtigen werden sich darüber entsetzen, und der Schuldlose wird sich über den Ruchlosen aufregen. Hiob17/9Hiob Doch der Gerechte wird an seinem Weg festhalten,
und der, dessen Hände rein sind, wird an Stärke zunehmen. Hiob17/10Hiob Aber ihr alle, kommt nur wieder her! Einen Weisen finde ich doch nicht unter euch. Hiob17/11Hiob Meine Tage sind vorüber,
zerrissen sind meine Pläne, die Wünsche meines Herzens. Hiob17/12Hiob Die Nacht machen sie zum Tage, das Licht [soll mir] näher [sein] als die Finsternis. Hiob17/13Hiob Nichts hoffe ich mehr! Der
Scheol ist mein Haus, in der Finsternis habe ich mein Lager ausgebreitet. Hiob17/14Hiob Zum Grab sage ich: Du bist mein Vater! Zur Made: Meine Mutter und meine Schwester! Hiob17/15Hiob Wo ist
denn nun meine Hoffnung? Ja, meine Hoffnung, wer wird sie schauen? Hiob17/16Hiob Sie fährt mit mir hinab zum Scheol, wenn wir miteinander in den Staub sinken.
Zweite Rede des Bildad: Unwillen über Hiobs anmaßendes Reden - Unvermeidlicher Untergang der Gottlosen.
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Hiob18/1Hiob Und Bildad von Schuach antwortete und sagte:
Hiob18/2Hiob Wie lange wollt ihr den Worten Grenzen setzen? Nehmt Einsicht an, und danach wollen wir reden! Hiob18/3Hiob Warum werden wir denn für Vieh gehalten, sind dumm in deinen Augen?
Hiob18/4Hiob Du, der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn, soll um deinetwillen die Erde verlassen werden, ein Fels von seiner Stelle wegrücken?
Hiob18/5Hiob Doch das Licht des Gottlosen wird erlöschen, und die Flamme seines Feuers wird nicht leuchten. Hiob18/6Hiob Das Licht in seinem Zelt wird finster, und seine Leuchte erlischt über
ihm. Hiob18/7Hiob Gehemmt werden seine kräftigen Schritte, und sein eigener Ratschlag wird ihn stürzen. Hiob18/8Hiob Denn durch seine eigenen Füße wird er ins Netz getrieben, und auf Fallgittern
geht er einher. Hiob18/9Hiob Das Klappnetz wird seine Ferse festhalten, die Schlinge ihn packen. Hiob18/10Hiob Sein Strick ist verborgen in der Erde und die Falle für ihn auf dem Pfad.
Hiob18/11Hiob Ringsum jagen ihn plötzliche Schrecken auf, sie hetzen ihn auf Schritt und Tritt. Hiob18/12Hiob Sein Reichtum wird zum Hunger, und das Verderben steht an seiner Seite bereit.
Hiob18/13Hiob Stücke von seiner Haut wird er fressen, seine Glieder wird er fressen, der Erstgeborene des Todes. Hiob18/14Hiob Von seinem Zelt, wo er sich sicher fühlte, wird er fortgerissen, und
es treibt ihn zum König der Schrecken. Hiob18/15Hiob Was nicht sein ist, wird in seinem Zelt wohnen, auf seine Wohnstätte wird Schwefel gestreut werden. Hiob18/16Hiob Von unten werden seine
Wurzeln verdorren, und von oben wird sein Gezweig abwelken. Hiob18/17Hiob Sein Andenken verschwindet von der Erde, und weit und breit hat er keinen Namen. Hiob18/18Hiob Man stößt ihn aus dem
Licht in die Finsternis und verjagt ihn aus der Welt. Hiob18/19Hiob Er wird keinen Sproß und keinen Nachkommen haben in seinem Volk, noch wird ein Entkommener in seinen Schutzorten sein.
Hiob18/20Hiob Über seinen [Gerichts]tag entsetzen sich die Leute im Westen, und die im Osten packt Schauder. Hiob18/21Hiob Ja, dies sind sie Wohnungen des Übeltäters, und dies ist die Stätte
dessen, der Gott nicht erkennt.
Hiobs Antwort: Klage über die Härte der Freunde, über das zu Unrecht zugefügte Leid - Gewißheit über den Erlöser.
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Hiob19/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob19/2Hiob Wie lange wollt ihr meine Seele plagen und mich mit Worten zerschlagen? Hiob19/3Hiob Schon zehnmal habt ihr mich beschimpft. Ihr schämt euch nicht, ihr setzt mir hart zu.
Hiob19/4Hiob Und habe ich auch wirklich geirrt, so bleibt [doch] mein Irrtum bei mir. Hiob19/5Hiob Wenn ihr wirklich gegen mich großtun und mir meine Schande vorhalten wollt, Hiob19/6Hiob so
erkennt denn, dass Gott mich irregeführt und sein Fangseil um mich gezogen hat.
Hiob19/7Hiob Siehe, ich schreie: Unrecht! - und werde nicht erhört. Ich rufe um Hilfe, und da ist kein Recht. Hiob19/8Hiob Er hat meinen Weg verschüttet, und ich kann nicht hinüber; und auf meine
Pfade legt er Finsternis. Hiob19/9Hiob Meine Ehre hat er mir ausgezogen und weggenommen die Krone meines Hauptes. Hiob19/10Hiob Er hat mich abgebrochen ringsum, so dass ich vergehe, und hat meine
Hoffnung ausgerissen wie einen Baum. Hiob19/11Hiob Und seinen Zorn ließ er gegen mich entbrennen und achtete mich seinen Feinden gleich. Hiob19/12Hiob Vereint kamen seine Scharen und bahnten
ihren Weg gegen mich und lagerten sich rings um mein Zelt. Hiob19/13Hiob Meine Brüder hat er von mir entfernt, und meine Bekannten sind mir ganz entfremdet. Hiob19/14Hiob Meine Verwandten bleiben
aus, und meine Vertrauten haben mich vergessen. Hiob19/15Hiob Die Schutzbefohlenen meines Hauses und meine Mägde halten mich für einen Fremden; ein Ausländer bin ich in ihren Augen geworden.
Hiob19/16Hiob Meinen Knecht rufe ich, und er antwortet nicht; mit meinem Mund muß ich ihn anflehen. Hiob19/17Hiob Mein Atem ist meiner Frau widerlich, und stinkend bin ich den Kindern meiner
Mutter. Hiob19/18Hiob Selbst Buben verachten mich. Will ich aufstehen, so wenden sie sich von mir ab. Hiob19/19Hiob Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die, die ich liebte, haben sich
gegen mich gewendet. Hiob19/20Hiob Mein Gebein klebt an meiner Haut und an meinem Fleisch, und an der Haut meiner Zähne bin ich kahl geworden.
Hiob19/21Hiob Erbarmt euch über mich, erbarmt euch über mich, ihr meine Freunde! Denn die Hand Gottes hat mich getroffen. Hiob19/22Hiob Warum jagt ihr mir nach wie Gott und könnt von meinem
Fleisch nicht satt werden? Hiob19/23Hiob O dass doch meine Worte aufgeschrieben würden! Dass sie in ein Buch [kämen] und aufgezeichnet würden, Hiob19/24Hiob mit eisernem Griffel und Blei in den
Felsen gehauen würden auf ewig!
Hiob19/25Hiob Doch ich weiß: Mein Erlöser lebt; und als der letzte wird er über dem Staub stehen. Hiob19/26Hiob Und nachdem man meine Haut so zerschunden hat, werde ich doch aus meinem Fleisch
Gott schauen. Hiob19/27Hiob Ja, ich werde ihn für mich sehen, und meine Augen werden [ihn] sehen, aber nicht als Fremden. Meine Nieren verschmachten in meinem Innern. Hiob19/28Hiob Wenn ihr sagt:
Wie wollen wir ihm nachjagen! - und dass die Wurzel der Sache in mir zu finden sei, Hiob19/29Hiob so fürchtet euch selbst vor dem Schwert! Denn das Schwert ist der Grimm, [der über] die Sünden
[kommt], damit ihr erkennt: Es gibt einen Richter.
Zweite Rede des Zofar: Kurze Freude der Gottlosen vor ihrem Untergang.
\20\
Hiob20/1Hiob Und Zofar von Naama antwortete und sagte:
Hiob20/2Hiob Darum geben meine beunruhigenden Gedanken mir Antwort, und deswegen bin ich innerlich erregt: Hiob20/3Hiob Eine Mahnung, mir zur Schande, höre ich, aber der Geist aus meiner Einsicht
antwortet mir.
Hiob20/4Hiob Hast du nicht von jeher das erkannt, seitdem [Gott] Menschen auf die Erde gesetzt hat, Hiob20/5Hiob dass der Jubel der Gottlosen von kurzer Dauer und die Freude des Ruchlosen für
einen Augenblick war? Hiob20/6Hiob Stiege auch seine Hoheit bis zum Himmel hinauf, und rührte sein Haupt an die Wolken, Hiob20/7Hiob gleich seinem Kot vergeht er auf ewig. Die ihn gesehen haben,
sagen: Wo ist er? Hiob20/8Hiob Wie ein Traum verfliegt er, und man findet ihn nicht, und er wird weggescheucht wie ein Nachtgesicht. Hiob20/9Hiob Das Auge hat ihn erblickt, doch nun nicht mehr,
und seine Stätte gewahrt ihn nicht mehr. Hiob20/10Hiob Seine Söhne müssen die Geringen gütig stimmen und seine Hände sein Vermögen zurückgeben. Hiob20/11Hiob Waren seine Glieder [auch] voll
seiner Jugendkraft, so liegt sie [nun] mit ihm im Staub.
Hiob20/12Hiob Wenn das Böse auch in seinem Mund süß schmeckte, er es verbarg unter seiner Zunge, Hiob20/13Hiob es aufsparte und nicht fahren ließ und es zurückhielt unter seinem Gaumen,
Hiob20/14Hiob so hat sich seine Speise [doch] in seinen Eingeweiden verwandelt. Viperngalle ist in seinem Innern. Hiob20/15Hiob Reichtum hat er verschlungen, doch erbricht er ihn [wieder]: aus
seinem Bauch treibt Gott ihn heraus. Hiob20/16Hiob Viperngift sog er ein; die Zunge der Giftschlange bringt ihn um. Hiob20/17Hiob Nicht sehen darf er die Bäche, die flutenden Ströme von Honig und
Milch. Hiob20/18Hiob Den Ertrag gibt er zurück und darf ihn nicht verschlingen. An dem Reichtum, den er erwarb, darf er sich nicht freuen. Hiob20/19Hiob Denn die Geringen hat er mißhandelt,
verlassen. Häuser hat er an sich gerissen und wird sie nicht ausbauen. Hiob20/20Hiob Denn er kannte keine Ruhe in seinem Innern; mit seinem Kostbarsten wird er nicht entrinnen. Hiob20/21Hiob Vor
seiner Freßgier gab es kein Entrinnen; darum wird sein Wohlstand keinen Bestand haben. Hiob20/22Hiob In der Fülle seines Überflusses wird er in Bedrängnis geraten; die Hand jedes Notleidenden
wird über ihn kommen. Hiob20/23Hiob Es wird geschehen: Um seinen Bauch zu füllen, wird Gott die Glut seines Zorns gegen ihn senden und [sie] auf ihn regnen lassen, auf seinen Körper.
Hiob20/24Hiob Flieht er vor eisernen Waffen, durchbohrt ihn der Bogen aus Bronze. Hiob20/25Hiob Er zückt [den Pfeil], da tritt er [schon] aus dem Rücken hervor und das blitzende Eisen aus seiner
Galle! Er geht dahin, Schrecken über ihm! Hiob20/26Hiob Alle Finsternis ist aufgespart für seine aufgesparten [Schätze]. Ein Feuer, das nicht angefacht ist, wird ihn fressen. Übel wird es dem
ergehen, der in seinem Zelt übriggeblieben ist. Hiob20/27Hiob Der Himmel wird seine Schuld enthüllen, und die Erde wird sich gegen ihn erheben. Hiob20/28Hiob Der Ertrag seines Hauses muß
fortgehen, wird zerrinnen am Tag seines Zorns. Hiob20/29Hiob Das ist das Teil des gottlosen Menschen von Gott und das ihm von Gott zugesprochene Erbe.
Hiobs Antwort: Wohlergehen der Gottlosen - Gottes Willkür im Austeilen von Glück und Unglück - Kein Gericht über die Gottlosen.
\21\
Hiob21/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob21/2Hiob Höret, hört meine Rede! Das wäre [wahrer] Trost von euch! Hiob21/3Hiob Ertragt mich, dann will ich reden, und nachdem ich geredet habe, magst du spotten. Hiob21/4Hiob [Trage] ich
mein Anliegen etwa einem Menschen vor? Oder warum sollte ich nicht ungeduldig sein? Hiob21/5Hiob Wendet euch zu mir und schaudert und legt die Hand auf den Mund!
Hiob21/6Hiob Ja, wenn ich daran denke, so bin ich bestürzt, und Erbeben packt mein Fleisch. Hiob21/7Hiob Warum leben die Gottlosen, werden alt, nehmen gar noch zu an Macht? Hiob21/8Hiob Ihre
Nachkommen stehen fest vor ihnen so gut wie sie, und ihre Sprößlinge sind vor ihren Augen. Hiob21/9Hiob Ihre Häuser haben Frieden ohne Furcht, und Gottes Rute ist nicht über ihnen. Hiob21/10Hiob
Sein Stier bespringt und verfehlt nicht, seine Kuh kalbt ohne Fehlgeburt. Hiob21/11Hiob Ihre Buben schicken sie aus wie eine Schafherde, und ihre Kinder hüpfen umher. Hiob21/12Hiob Sie erheben
[ihre Stimme] bei Tamburin und Zither und sind fröhlich beim Klang der Flöte. Hiob21/13Hiob Im Glück genießen sie ihre Tage, und in Ruhe sinken sie in den Scheol hinab. Hiob21/14Hiob Und doch
sagen sie zu Gott: Weiche von uns! Und an der Erkenntnis deiner Wege haben wir kein Gefallen. Hiob21/15Hiob Was ist der Allmächtige, dass wir ihm dienen sollten, und was hilft es uns, dass wir
[mit Bitten] in ihn dringen? Hiob21/16Hiob Siehe, steht nicht ihr Glück in ihrer Hand? Der Rat der Gottlosen sei fern von mir!
Hiob21/17Hiob Wie oft erlischt [denn] die Leuchte der Gottlosen und kommt über sie ihr Verderben, [wie oft] teilt er Vernichtung zu in seinem Zorn? Hiob21/18Hiob [Wie oft denn] werden sie wie
Stroh vor dem Wind und wie Spreu, die der Sturmwind entführt? Hiob21/19Hiob Bewahrt Gott sein Unheil auf für seine Kinder? Er vergelte ihm selbst, dass er es fühle! Hiob21/20Hiob Seine [eigenen]
Augen sollen seinen Verfall sehen, und vom Zorn des Allmächtigen trinke er! Hiob21/21Hiob Denn was liegt ihm an seinem Haus nach ihm, wenn die Zahl seiner Monate zu Ende ist?
Hiob21/22Hiob Kann man Gott Erkenntnis lehren, ihn, der [selbst] die Erhabenen richtet? Hiob21/23Hiob Dieser stirbt in seiner Vollkraft, ganz ungestört und ruhig. Hiob21/24Hiob Seine Schenkel
sind voll Fett, und das Mark seiner Gebeine ist [wohl]getränkt. Hiob21/25Hiob Und jener stirbt mit bitterer Seele und hat nichts vom Glück genossen. Hiob21/26Hiob Zusammen liegen sie im Staub,
und Gewürm deckt sie zu.
Hiob21/27Hiob Siehe, ich erkenne eure Gedanken, und die Anschläge, die ihr gegen mich ersinnt. Hiob21/28Hiob Denn ihr sagt: Wo ist das Haus des Edlen und wo das Zelt, die Wohnung der Gottlosen?
Hiob21/29Hiob Habt ihr die nicht befragt, die des Weges vorüberziehen? Und habt ihr ihre Zeichen nicht genau betrachtet: Hiob21/30Hiob dass der Böse am Tag des Verderbens verschont wird, dass sie
am Tag des Grimms [in Sicherheit] geleitet werden? Hiob21/31Hiob Wer wird ihm ins Gesicht seinen Weg vorhalten? Und hat er gehandelt, wer wird ihm vergelten? Hiob21/32Hiob Er aber, er wird zu den
Gräbern geleitet, und auf dem Grabhügel hält man Wache. Hiob21/33Hiob Süß sind ihm die Schollen des Tales. Und alle Welt zieht hinter ihm her, auch vor ihm ohne Zahl. Hiob21/34Hiob Wie tröstet
ihr mich nun mit Dunst? Und von euren Einwänden bleibt [nur] Trug übrig.
Dritte Rede des Elifas: Hiobs selbstverschuldetes Elend - Aufruf zur Buße.
\22\
Hiob22/1Hiob Und Elifas, der Temaniter, antwortete und sagte:
Hiob22/2Hiob Kann denn ein Mann Gott Nutzen bringen? Vielmehr sich selbst bringt der Einsichtige Nutzen. Hiob22/3Hiob Ist es dem Allmächtigen von Wert, wenn du gerecht bist, oder ist es ihm ein
Gewinn, wenn du deine Wege vollkommen machst? Hiob22/4Hiob Für deine [Gottes]furcht sollte er dich strafen, mit dir vor Gericht gehen? Hiob22/5Hiob Ist nicht deine Bosheit vielfältig und ohne
Ende deine Schuld? Hiob22/6Hiob Denn du pflegtest deinen Bruder ohne Grund zu pfänden, und die Kleider zogest du den Nackten aus. Hiob22/7Hiob Nicht [einmal] Wasser gabst du dem Durstigen zu
trinken, und dem Hungrigen verweigertest du Brot. Hiob22/8Hiob Und dem Mann der Faust gehört das Land, und der Angesehene darf darin wohnen. Hiob22/9Hiob Die Witwen hast du mit leeren Händen
weggeschickt, und die Arme der Waisen sind zerschlagen. Hiob22/10Hiob Darum sind rings um dich her Fallen, und in Bestürzung versetzt dich plötzlicher Schrecken Hiob22/11Hiob oder Finsternis, [in
der] du nichts sehen kannst, und Wasserflut, die dich bedeckt.
Hiob22/12Hiob Ist Gott nicht so hoch wie die Himmel? Schau an die höchsten Sterne, wie hoch sie sind! Hiob22/13Hiob Und du sagst: Was weiß denn Gott? Kann er durch das Wolkendunkel hindurch
richten? Hiob22/14Hiob Die Wolken sind ihm ein Versteck, dass er nichts sieht, und am Kreis des Himmels wandelt er. - Hiob22/15Hiob Willst du dem Pfad der Vorzeit folgen, den die Frevler
betraten, Hiob22/16Hiob die gepackt wurden vor der Zeit - ein Strom hat ihr Fundament weggerissen -, Hiob22/17Hiob die zu Gott sagten: Weiche von uns! - und: Was kann der Allmächtige uns schon
tun? Hiob22/18Hiob Und er hatte ihre Häuser [doch] mit Gutem erfüllt! - Aber von mir bleibe fern der Rat der Gottlosen! - Hiob22/19Hiob Die Gerechten sehen es und freuen sich, und der Schuldlose
verspottet sie: Hiob22/20Hiob Fürwahr, unsere Gegner sind vernichtet, und ihren Rest hat das Feuer gefressen!
Hiob22/21Hiob Söhne dich doch aus mit ihm und halte Frieden! Dadurch kommt zu dir [dann] wieder Gutes. Hiob22/22Hiob Nimm aus seinem Mund doch Weisung an und lege seine Worte dir ins Herz!
Hiob22/23Hiob Wenn du umkehrst zum Allmächtigen, wirst du wieder aufgebaut, hältst du Unrecht fern von deinem Zelt. Hiob22/24Hiob Wirf in den Staub das Golderz und in den Kies der Bäche [dein
Gold aus] Ofir, Hiob22/25Hiob so wird der Allmächtige dir dein Golderz und erlesenes Silber sein. Hiob22/26Hiob Denn dann wirst du am Allmächtigen deine Lust haben und zu Gott dein Gesicht
erheben. Hiob22/27Hiob Du wirst zu ihm beten, und er wird dich erhören; und deine Gelübde wirst du erfüllen. Hiob22/28Hiob Beschließt du eine Sache, wird sie zustande kommen, und über deinen
Wegen leuchtet Licht auf. Hiob22/29Hiob Denn er erniedrigt hochmütiges Reden, aber dem mit niedergeschlagenen Augen hilft er. Hiob22/30Hiob [Selbst] den nicht Schuldlosen wird er retten; ja, er
wird gerettet durch die Reinheit deiner Hände.
Hiobs Antwort: Klage über Gott wegen mangelnder Möglichkeit zur Rechtfertigung.
\23\
Hiob23/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob23/2Hiob Auch heute ist Widerspruch mein Anliegen. Seine Hand lastet schwer auf meinem Seufzen. Hiob23/3Hiob Ach, dass ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seiner Stätte kommen könnte!
Hiob23/4Hiob Ich wollte vor ihm den Rechtsfall darlegen und meinen Mund mit Beweisgründen füllen. Hiob23/5Hiob Ich möchte [gern] die Worte wissen, die er mir [dann] antwortet, und erfahren, was
er zu mir sagt. Hiob23/6Hiob Ob er in der Fülle [seiner] Kraft wohl den Rechtsstreit mit mir führen würde? Nein, gerade er wird auf mich achten. Hiob23/7Hiob Dort würde sich ein Redlicher mit ihm
auseinandersetzen, und entkommen werde ich für immer meinem Richter. Hiob23/8Hiob Siehe, gehe ich nach vorn, so ist er nicht da, nach hinten, so bemerke ich ihn nicht, Hiob23/9Hiob nach links,
sein Tun schaue ich nicht, biege ich ab nach rechts, so sehe ich ihn nicht.
Hiob23/10Hiob Denn er kennt den Weg, der bei mir ist. Prüfte er mich, wie Gold ginge ich hervor. Hiob23/11Hiob An seinem Schritt hat mein Fuß festgehalten, seinen Weg habe ich bewahrt und bin
nicht abgewichen. Hiob23/12Hiob Vom Gebot seiner Lippen ließ ich nicht ab; mehr als es meine Pflicht gewesen wäre, wahrte ich die Worte seines Mundes. Hiob23/13Hiob Doch er, der Eine - wer kann
[ihm] wehren? -, er tut, was seine Seele begehrt. Hiob23/14Hiob Ja, er wird vollenden, was für mich bestimmt ist; und dergleichen hat er vieles [noch] im Sinn. Hiob23/15Hiob Bestürzt bin ich
darum vor seinem Angesicht; erwäge ich es, so bebe ich vor ihm. Hiob23/16Hiob Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und der Allmächtige hat mich in Bestürzung versetzt. Hiob23/17Hiob Doch werde ich
nicht zum Schweigen gebracht vor Finsternis, noch von mir selbst, den Dunkelheit bedeckt. Unbegreifliche Nachsicht Gottes mit den Gottlosen.
\24\
Hiob24/1Hiob Warum sind dem Allmächtigen die Zeiten nicht unbekannt, aber die, die ihn kennen, schauen seine Tage nicht? Hiob24/2Hiob Die Grenzen verrückt man, raubt eine Herde und bringt sie auf
die Weide. Hiob24/3Hiob Den Esel der Waisen treibt man weg, pfändet der Witwe den Stier. Hiob24/4Hiob Man stößt die Armen vom Weg; miteinander müssen sich die Elenden des Landes verkriechen.
Hiob24/5Hiob Siehe, [scheu wie] Wildesel in der Wüste ziehen sie hinaus an ihr Werk, suchen nach Nahrung [in] der Steppe als Brot für die Kinder. Hiob24/6Hiob Auf dem Feld ernten sie sein Futter
ab und halten im Weinberg des Gottlosen Nachlese. Hiob24/7Hiob Nackt übernachten sie, ohne Gewand und ohne Decke in der Kälte, Hiob24/8Hiob werden vom Regenguß der Berge durchnäßt, und ohne
Zufluchtsort klammern sie sich an den Fels. Hiob24/9Hiob Man reißt das Waisenkind [der Mutter] von der Brust, und den Säugling des Elenden nimmt man als Pfand. Hiob24/10Hiob Nackt müssen sie
einhergehen, ohne Gewand, und hungrig die Garben schleppen. Hiob24/11Hiob Zwischen ihren Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und leiden Durst. Hiob24/12Hiob Von der Stadt her ächzen
Sterbende, und die Seele der Durchbohrten schreit auf. Doch Gott nimmt keinen Anstoß daran.
Hiob24/13Hiob Jene gehören zu den Feinden des Lichtes, nichts wollen sie von seinen Wegen wissen und bleiben nicht auf seinen Pfaden. Hiob24/14Hiob Vor dem Tageslicht steht der Mörder auf, um den
Elenden und Armen zu töten, und in der Nacht geht der Dieb um. Hiob24/15Hiob Auch des Ehebrechers Auge lauert auf die Abenddämmerung, indem er sagt: Kein Auge kann mich dann erspähen. Und eine
Hülle legt er aufs Gesicht. Hiob24/16Hiob Man bricht im Dunkeln in die Häuser ein. Bei Tage schließen sie sich ein, Licht kennen sie nicht. Hiob24/17Hiob Denn ihnen allen miteinander [gilt] als
Morgen die Finsternis; ja, [jeder von ihnen] kennt die Schrecken der Finsternis.
Hiob24/18Hiob Leicht [treibt] er [dahin wie] auf der Oberfläche des Wassers, verflucht wird ihr Feld auf Erden; nicht [mehr] schlägt er den Weg zu den Weinbergen ein. Hiob24/19Hiob Dürre und
Hitze raffen Schneewasser weg; [so] der Scheol [alle], die gesündigt haben. Hiob24/20Hiob Ihn vergißt der Mutterleib. Gewürm labt sich an ihm, nie mehr wird seiner gedacht - so muß das Unrecht
wie Holz zerbrechen -, Hiob24/21Hiob er, der sich mit der Unfruchtbaren eingelassen hatte, die nicht gebiert, und der Witwe nichts Gutes erwies. Hiob24/22Hiob [Gott] erhält durch seine Kraft den
Mächtigen am Leben; der steht auf, auch [wenn] er [schon] des Lebens nicht mehr sicher war. Hiob24/23Hiob Er gibt ihm Sicherheit, und der weiß sich gestützt. Und seine Augen [wachen] über ihren
Wegen. Hiob24/24Hiob Sie kommen hoch - ein wenig, dann ist es aus. Sie werden erniedrigt, wie alle [andern] zusammengerafft und wie der Kopf der Ähre abgeschnitten. Hiob24/25Hiob Ist es denn
nicht so? Wer will mich Lügen strafen und meine Rede zunichte machen?
Dritte Rede des Bildad: Keine Gerechtigkeit der Menschen vor Gott.
\25\
Hiob25/1Hiob Und Bildad, der Schuchiter, antwortete und sagte:
Hiob25/2Hiob Herrschaft und Schrecken sind bei ihm, der Frieden schafft in seinen Höhen. Hiob25/3Hiob Gibt es eine Zahl für seine Scharen? Und über wem erhebt sich nicht sein Licht? Hiob25/4Hiob
Wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein dastehen ein von der Frau Geborener? Hiob25/5Hiob Siehe, selbst der Mond scheint nicht hell, und die Sterne sind nicht rein in
seinen Augen, Hiob25/6Hiob geschweige denn der Mensch, die Made, und das Menschenkind, der Wurm!
Hiobs Antwort: Anerkenntnis der unfaßbaren Majestät Gottes.
\26\
Hiob26/1Hiob Und Hiob antwortete und sagte:
Hiob26/2Hiob Wie hast du doch dem beigestanden, der keine Kraft hat, hast dem Arm geholfen, der nicht stark ist! Hiob26/3Hiob Wie hast du den beraten, der keine Weisheit hat, und Gelingen in
Fülle geoffenbart! Hiob26/4Hiob Wem hast du [denn deine] Worte mitgeteilt, und wessen Geist ist von dir ausgegangen?
Hiob26/5Hiob [Vor Gott] beben die Schatten unter den Wassern und ihren Bewohnern. Hiob26/6Hiob Nackt [liegt] der Scheol vor ihm, und keine Hülle hat der Abgrund. Hiob26/7Hiob Er spannt den Norden
aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts. Hiob26/8Hiob In seine Wolken bindet er die Wasser ein, dass unter ihnen das Gewölk nicht reißt. Hiob26/9Hiob Er versperrt den Anblick
[seines] Thrones, indem er sein Gewölk darüber ausbreitet. Hiob26/10Hiob Eine Schranke hat er als Kreis über der Fläche der Wasser gezogen bis zum äußersten Ende von Licht und Finsternis.
Hiob26/11Hiob Die Säulen des Himmels wanken und erstarren vor seinem Drohen. Hiob26/12Hiob Durch seine Kraft hat er das Meer erregt und durch seine Einsicht Rahab zerschmettert. Hiob26/13Hiob
Durch seinen Hauch wird der Himmel heiter, seine Hand hat die schnelle Schlange durchbohrt. Hiob26/14Hiob Siehe, das sind die Säume seiner Wege; und wie wenig hören wir von ihm! Doch den Donner
seiner Machttaten, wer versteht ihn?
Hiobs Schlußrede: Beteuerung seiner Unschuld - Vergängliches Glück der Gottlosen.
\27\
Hiob27/1Hiob Und Hiob fuhr fort, seinen Spruch zu erheben, und sagte:
Hiob27/2Hiob So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und der Allmächtige, der meine Seele bitter gemacht hat, - Hiob27/3Hiob ja, solange noch irgend etwas von meinem Atem in mir ist und
Gottes Hauch in meiner Nase -: Hiob27/4Hiob Wenn meine Lippen Unrecht reden und wenn meine Zunge Trug ausspricht! Hiob27/5Hiob Fern sei es von mir, euch recht zu geben. Bis ich verscheide, lasse
ich meine Rechtschaffenheit nicht von mir weichen. Hiob27/6Hiob An meiner Gerechtigkeit halte ich fest und werde sie nicht fahren lassen; mein Herz schmäht nicht einen von meinen Tagen.
Hiob27/7Hiob Meinem Feind ergehe es wie dem Gottlosen und [dem], der gegen mich auftritt, wie dem Übeltäter. Hiob27/8Hiob Denn was ist des Ruchlosen Hoffnung, wenn sein Leben ein Ende findet,
wenn Gott seine Seele nimmt? Hiob27/9Hiob Wird Gott sein Hilfegeschrei hören, wenn die Not über ihn kommt? Hiob27/10Hiob Oder wird er an dem Allmächtigen seine Lust haben, Gott anrufen zu jeder
Zeit?
Hiob27/11Hiob Ich will euch belehren über Gottes Tun, was der Allmächtige im Sinn hat, nicht verhehlen. Hiob27/12Hiob Siehe, ihr selbst habt es alle geschaut, warum denn schwatzt ihr so nichtiges
Zeug? Hiob27/13Hiob Dies ist das Los des gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Gewalttätigen, das sie vom Allmächtigen empfangen: Hiob27/14Hiob Wenn seine Söhne zahlreich werden, dann für
das Schwert, und seine Sprößlinge können sich nicht satt essen an Brot. Hiob27/15Hiob Seine Übriggebliebenen werden vom Tod begraben, und seine Witwen weinen nicht. Hiob27/16Hiob Wenn er [auch]
Silber aufschüttet wie Staub und Kleider aufstapelt wie Lehm, - Hiob27/17Hiob er stapelt sie [zwar] auf, aber der Gerechte bekleidet sich [damit], und das Silber teilt der Schuldlose auf.
Hiob27/18Hiob Er hat sein Haus gebaut wie die Motte und der Laubhütte gleich, die ein Wächter [sich] macht. Hiob27/19Hiob Reich legt er sich hin, und nichts ist ihm genommen. Er schlägt die Augen
auf, da ist es nicht mehr. Hiob27/20Hiob Wie Wasser erreichen ihn jähe Schrecken, des Nachts entführt ihn ein Sturmwind. Hiob27/21Hiob Der Ostwind hebt ihn empor, dass er dahinfährt, und reißt
ihn weg von seiner Stätte. Hiob27/22Hiob Er stürzt sich auf ihn ohne Schonung; vor seiner Gewalt will er flüchtend entfliehen. Hiob27/23Hiob Man klatscht über ihn in die Hände und pfeift
seinetwegen von seiner Stätte aus.
Natürlicher Zugang zu den Schätzen der Erde, aber kein Zugang zur Weisheit als nur durch Gottesfurcht.
\28\
Hiob28/1Hiob Ja, für Silber gibt es einen Fundort und eine Stelle für Gold, wo man es auswäscht. Hiob28/2Hiob Eisen wird aus dem Erdreich hervorgeholt, und Gestein schmilzt man zu Kupfer.
Hiob28/3Hiob Man setzt der Finsternis ein Ende und durchforscht bis zur äußersten Grenze das Gestein der Dunkelheit und Finsternis. Hiob28/4Hiob Man bricht einen Schacht fern von dem [droben]
Wohnenden. Vergessen von dem Fuß [, der oben geht], baumeln sie, fern von den Menschen schweben sie. Hiob28/5Hiob Die Erde, aus der das Brot hervorkommt, ihr Unteres wird umgewühlt wie vom Feuer.
Hiob28/6Hiob Ihr Gestein ist die Fundstätte des Saphirs, und Goldstaub [findet sich] darin. Hiob28/7Hiob Ein Pfad, den der Raubvogel nicht kennt und den das Auge der Königsweihe nicht erblickt
hat, - Hiob28/8Hiob nie hat das stolze Wild ihn je betreten, der Löwe ist auf ihm nicht geschritten. Hiob28/9Hiob Nach dem harten Gestein streckt man seine Hand aus, wühlt die Berge um von Grund
auf. Hiob28/10Hiob In die Felsen treibt man Stollen, und allerlei Kostbares sieht das Auge. Hiob28/11Hiob Die Sickerstellen von Wasseradern dämmt man ein, und Verborgenes zieht man hervor ans
Licht.
Hiob28/12Hiob Aber die Weisheit, wo kann man sie finden, und wo ist denn die Fundstätte der Einsicht? Hiob28/13Hiob Kein Mensch erkennt ihren Wert, und im Land der Lebendigen wird sie nicht
gefunden. Hiob28/14Hiob Die Tiefe sagt: In mir ist sie nicht! - und das Meer sagt: Nicht bei mir! Hiob28/15Hiob Geläutertes Gold kann für sie nicht gegeben und Silber nicht abgewogen werden als
Kaufpreis für sie. Hiob28/16Hiob Sie wird nicht aufgewogen mit Gold aus Ofir, mit kostbarem Schoham-Stein oder Saphir. Hiob28/17Hiob Gold und Glas sind ihr nicht vergleichbar, noch läßt sie sich
eintauschen gegen ein goldenes Gerät. Hiob28/18Hiob Korallen und Bergkristall brauchen gar nicht erwähnt zu werden; und ein Beutel [voller] Weisheit ist mehr [wert] als [ein Beutel voller]
Perlen. Hiob28/19Hiob Nicht vergleichbar mit ihr ist Topas aus Kusch; mit dem reinsten Gold wird sie nicht aufgewogen. Hiob28/20Hiob Die Weisheit nun, woher kommt sie, und wo denn ist die
Fundstätte der Einsicht? Hiob28/21Hiob Verhüllt ist sie vor den Augen alles Lebendigen, und vor den Vögeln des Himmels ist sie verborgen. Hiob28/22Hiob Der Abgrund und der Tod sagen: [Nur] vom
Hörensagen haben wir mit unsern Ohren von ihr gehört.
Hiob28/23Hiob Gott ist es, der Einsicht hat in ihren Weg, und er kennt ihre Stätte. Hiob28/24Hiob Denn nur er blickt bis zu den Enden der Erde. Unter dem ganzen Himmel schaut er aus,
Hiob28/25Hiob um dem Wind ein Gewicht zu bestimmen; und die Wasser begrenzte er mit einem Maß. Hiob28/26Hiob Als er dem Regen eine Ordnung bestimmte und einen Weg der donnernden Gewitterwolke,
Hiob28/27Hiob da sah er sie und verkündigte sie, er stellte sie hin und erforschte sie auch. Hiob28/28Hiob Und zu dem Menschen sprach er: Siehe, die Furcht des Herrn, sie ist Weisheit, und vom
Bösen weichen, [das] ist Einsicht.
Hiobs Selbstgespräch: Sein früheres Glück, Gottes Segen und Anerkennung seitens der Menschen.
\29\
Hiob29/1Hiob Und Hiob fuhr fort, seinen Spruch zu erheben, und sagte:
Hiob29/2Hiob O dass ich wäre wie in den früheren Monaten, wie in den Tagen, da Gott mich behütete! - Hiob29/3Hiob als seine Leuchte über meinem Haupt schien, als ich bei seinem Licht durch die
Finsternis ging; Hiob29/4Hiob wie ich war in den Tagen meiner Jugend, als über meinem Zelt Gottes Rat [waltete], Hiob29/5Hiob als der Allmächtige noch mit mir war, meine Söhne mich umgaben;
Hiob29/6Hiob als meine Schritte sich in Dickmilch badeten, und der Fels neben mir Bäche von Öl ausgoß! Hiob29/7Hiob Ging ich durch das Tor in die Stadt hinauf, stellte ich meinen Sitz auf dem
[öffentlichen] Platz auf. Hiob29/8Hiob Sahen mich [dann] die jungen Männer, so verbargen sie sich, und die Greise erhoben sich, blieben stehen. Hiob29/9Hiob Die Obersten hielten die Worte zurück
und legten die Hand auf ihren Mund. Hiob29/10Hiob Die Stimme der führenden Männer verstummte, und ihre Zunge klebte an ihrem Gaumen. Hiob29/11Hiob Hörte [mich] ein Ohr, so pries es mich
glücklich, und sah [mich] ein Auge, so legte es Zeugnis für mich ab. Hiob29/12Hiob Denn ich befreite den Elenden, der um Hilfe rief, und die Waise, die keinen Helfer hatte. Hiob29/13Hiob Der
Segenswunsch des Mutlosen kam auf mich, und das Herz der Witwe ließ ich jauchzen. Hiob29/14Hiob Ich kleidete mich in Gerechtigkeit, mich bekleidete wie ein Oberkleid und Kopfbund mein Recht.
Hiob29/15Hiob Auge wurde ich dem Blinden, und Fuß dem Lahmen war ich! Hiob29/16Hiob Ein Vater war ich für die Armen, und den Rechtsstreit dessen, den ich nicht kannte, untersuchte ich.
Hiob29/17Hiob Und ich zerschmetterte die Kinnladen des Übeltäters, und seinen Zähnen entriß ich die Beute. Hiob29/18Hiob Und ich sagte [mir]: Mit meinem Nest werde ich verscheiden und wie der
Phönix meine Tage zahlreich machen. Hiob29/19Hiob Meine Wurzel wird geöffnet sein zum Wasser hin, und der Tau wird auf meinem Gezweig übernachten. Hiob29/20Hiob Meine Ehre wird frisch bei mir
bleiben, und mein Bogen in meiner Hand wird sich verjüngen.
Hiob29/21Hiob Man hörte mir zu und wartete und verhielt sich still gegenüber meinem Rat. Hiob29/22Hiob Hatte ich geredet, so sagte man nichts mehr [dagegen], und auf sie träufelte meine Rede.
Hiob29/23Hiob Und sie warteten auf mich wie auf Regen und sperrten ihren Mund auf [wie] nach Spätregen. Hiob29/24Hiob Lächelte ich denen zu, die kein Vertrauen hatten, dann nahmen sie das
Leuchten meines Gesichts auf. Hiob29/25Hiob Ich wählte für sie den Weg aus und saß als Haupt und thronte wie ein König unter der Kriegsschar wie einer, der Trauernde tröstet.
Sein jetziges Elend, Verachtung durch die Menschen, Gottes feindliche Gesinnung - Berechtigung zur Klage.
\30\
Hiob30/1Hiob Jetzt aber lachen sie über mich, die jünger sind als ich an Jahren, bei denen ich es abgelehnt hätte, ihre Väter den Hunden meiner Herde beizugesellen. Hiob30/2Hiob Wozu sollte mir
auch die Kraft ihrer Hände [dienen]? Die Rüstigkeit ist bei ihnen [jedoch] verloren. Hiob30/3Hiob Durch Mangel und Hunger unfruchtbar - sie, die die [Wurzeln der] Wüste abnagen - sind sie
Menschen der Öde und Verödung [geworden], Hiob30/4Hiob sie, die Salzkraut pflücken am Gesträuch und deren Brot die Ginsterwurzel ist. Hiob30/5Hiob Aus der Gemeinschaft werden sie vertrieben. Man
schreit über sie wie über den Dieb. Hiob30/6Hiob Am Abhang der Bachtäler müssen sie wohnen, in Erdlöchern und Felsen[höhlen]. Hiob30/7Hiob Zwischen Sträuchern schreien sie, unter Unkraut finden
sie sich zusammen. Hiob30/8Hiob Gottloses Volk, ja, Gesindel ohne Namen, sind sie aus dem Land hinausgepeitscht worden.
Hiob30/9Hiob Und nun bin ich ihr Spottlied geworden, ich wurde für sie zum Gerede. Hiob30/10Hiob Sie verabscheuen mich, haben sich von mir entfernt, und nicht mit Speichel für mein Gesicht
gespart. Hiob30/11Hiob Denn er hat meine Bogensehne gelöst und mich gedemütigt, so dass sie vor mir den Zügel schießen lassen. Hiob30/12Hiob Zu meiner Rechten erhebt sich die Brut. Sie stoßen
meine Füße weg und schütten gegen mich ihre Unheilsdämme auf. Hiob30/13Hiob Sie reißen meinen Pfad auf, helfen zu meinem Untergang, und niemand hält sie dabei auf. Hiob30/14Hiob Wie durch eine
breite Bresche kommen sie, unter Krachen wälzen sie sich heran. - Hiob30/15Hiob Plötzlicher Schrecken hat sich gegen mich gewandt, er jagt wie der Wind meiner Würde nach; und wie eine Wolke ist
meine Rettung vorübergezogen.
Hiob30/16Hiob Und nun zerfließt in mir meine Seele, die Tage des Elends packen mich. Hiob30/17Hiob Nachts bohrt es mir meine Knochen aus, und die an mir nagenden [Schmerzen] ruhen nicht.
Hiob30/18Hiob Mit gewaltiger Kraft packt er mein Gewand, wie der Kragen meines Leibrocks schnürt er mich ein. Hiob30/19Hiob Er hat mich in den Dreck geworfen, so dass ich dem Staub und der Asche
gleich geworden bin. Hiob30/20Hiob Ich schreie zu dir, und du antwortest mir nicht. Ich stehe da, doch du achtest nicht auf mich. Hiob30/21Hiob In einen Grausamen verwandelst du dich mir, mit der
Stärke deiner Hand feindest du mich an. Hiob30/22Hiob Du hebst mich auf den Wind, du läßt mich [auf ihm] reiten und mich zergehen im Krachen [des Gewitters]. Hiob30/23Hiob Denn ich habe es
erkannt, zum Tod führst du mich zurück und in das Versammlungshaus aller Lebendigen.
Hiob30/24Hiob Doch streckt man unter Trümmern nicht die Hand [nach Rettung] aus, oder [erhebt man] bei seinem Untergang [nicht] ein Hilfegeschrei deswegen? Hiob30/25Hiob Oder weinte ich nicht
über den, der harte Tage hatte, hatte meine Seele mit dem Armen [denn kein] Mitgefühl? Hiob30/26Hiob Ja, Gutes erwartete ich, und es kam Böses. Und ich harrte auf Licht, und es kam Dunkelheit.
Hiob30/27Hiob Meine Eingeweide sind zum Sieden gebracht und haben keine Ruhe. Tage des Elends sind mir entgegengetreten. Hiob30/28Hiob Trauernd gehe ich einher ohne Sonne. Ich stehe auf in der
Versammlung [und] schreie um Hilfe. Hiob30/29Hiob Ich bin ein Bruder geworden den Schakalen und ein Gefährte den Straußenhennen. Hiob30/30Hiob Meine Haut ist schwarz geworden [und löst sich] von
mir ab, und mein Gebein brennt vor [Fieber]hitze. Hiob30/31Hiob Und so ist meine Zither zur Trauerklage geworden und meine Flöte zur Stimme der Weinenden.
Sein unsträfliches Verhalten gegen Gott und Menschen - Bereitschaft mit Gott zu rechten.
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Hiob31/1Hiob Einen Bund habe ich mit meinen Augen geschlossen. Wie hätte ich da auf eine Jungfrau [lüstern] blicken sollen? Hiob31/2Hiob Denn was wäre [dafür] die Zuteilung von Gott droben
gewesen und das Erbteil vom Allmächtigen in den Höhen? Hiob31/3Hiob Ist nicht Verderben für den Übeltäter [bestimmt] und Mißgeschick für die, die Unrecht tun? Hiob31/4Hiob Sieht er nicht meine
Wege und zählt alle meine Schritte?
Hiob31/5Hiob Wenn ich mit Gehaltlosem umgegangen bin und mein Fuß zum Betrug geeilt ist, - Hiob31/6Hiob er soll mich auf der Waage der Gerechtigkeit wiegen, so wird Gott meine Rechtschaffenheit
erkennen! Hiob31/7Hiob Wenn mein Schritt vom Weg abgebogen und mein Herz meinen Augen gefolgt ist und an meinen Händen ein Makel klebt, Hiob31/8Hiob dann möge ich säen und ein anderer essen, und
meine Sprößlinge mögen entwurzelt werden!
Hiob31/9Hiob Wenn mein Herz sich wegen einer Frau hat betören lassen und ich an der Tür meines Nächsten gelauert habe, Hiob31/10Hiob [dann] soll meine Frau für einen anderen mahlen, und andere
mögen über ihr niederknien! Hiob31/11Hiob Denn das wäre eine Schandtat und das eine Schuld, die vor die Richter gehört. Hiob31/12Hiob Ja, ein Feuer wäre es, das bis zum Untergang fräße und meinen
ganzen Ertrag entwurzeln würde.
Hiob31/13Hiob Wenn ich mißachtet habe das Recht meines Knechtes und meiner Magd in ihrem Rechtsstreit mit mir, Hiob31/14Hiob was wollte ich dann tun, wenn Gott sich erhöbe; und wenn er
untersuchte, was ihm erwidern? Hiob31/15Hiob Hat nicht er, der mich im Mutterleib gemacht hat, [auch] ihn gemacht, und hat nicht einer im Mutterschoß uns bereitet?
Hiob31/16Hiob Wenn ich Geringen einen Wunsch verweigert habe, die Augen der Witwe erlöschen ließ Hiob31/17Hiob und meinen Bissen alleine aß, so dass die Waise nichts [mehr] davon essen konnte -
Hiob31/18Hiob ist sie doch von meiner Jugend an bei mir aufgewachsen wie [bei] einem Vater, und wie eine Schwester habe ich sie geleitet -, Hiob31/19Hiob wenn ich [ruhig] zusah, wie einer ohne
Kleidung umherirrte und der Arme keine Decke hatte, Hiob31/20Hiob wenn seine Lenden mich nicht segneten und er sich von der Wolle meiner Lämmer nicht wärmen durfte, Hiob31/21Hiob wenn ich
[drohend] meine Hand gegen eine Waise geschwungen habe, weil ich im Tor meinen Beistand sah, Hiob31/22Hiob dann soll mir meine Schulter vom Nacken fallen, und mein Arm soll vom Gelenk abbrechen!
Hiob31/23Hiob Denn schrecklich wäre mir das Verderben Gottes, und seiner Hoheit könnte ich nicht standhalten.
Hiob31/24Hiob Wenn ich das Gold zu meiner Zuversicht gemacht und zum feinen Gold gesagt habe: Du meine Hoffnung! Hiob31/25Hiob Wenn ich mich freute, dass mein Vermögen so umfangreich war und dass
meine Hand Gewaltiges erreicht hatte! Hiob31/26Hiob Wenn ich das Licht [der Sonne] sah, wie sie es leuchten ließ, und den Mond, wie er prächtig daherzog, Hiob31/27Hiob und mein Herz sich [dann]
im Geheimen betören ließ und ich Kußhände warf! Hiob31/28Hiob Auch das ist Schuld, die vor den Richter gehört! Ich hätte ja Gott droben verleugnet.
Hiob31/29Hiob Wenn ich mich freute über den Untergang meines Hassers und aufjauchzte, als Unglück ihn traf! Hiob31/30Hiob Nie habe ich ja meinem Gaumen erlaubt zu sündigen, mit einem Fluch dessen
Seele zu fordern.
Hiob31/31Hiob Wenn die Männer in meinem Zelt nicht bezeugt haben: Wer wäre wohl nicht von seinem Fleisch satt geworden! Hiob31/32Hiob Der Fremde musste nicht im Freien übernachten, ich öffnete
dem Wanderer meine Tür.
Hiob31/33Hiob Wenn ich wie Adam meine Vergehen zugedeckt habe, um meine Schuld in meiner Brust zu verbergen, Hiob31/34Hiob weil ich etwa erschrocken gewesen wäre [vor] der großen Menge und die
Verachtung der Sippen mich niedergeschmettert hätte, so dass ich mich still verhalten hätte, nicht zur Türe hinausgegangen wäre!
Hiob31/35Hiob Ach hätte ich doch einen, der auf mich hörte, - hier ist meine Unterschrift! Der Allmächtige antworte mir! [Wo ist] die [Klage]schrift, die mein Rechtsgegner geschrieben hat?
Hiob31/36Hiob Wahrlich, ich würde sie auf meine Schulter heben, sie mir um [den Kopf] winden als Kranz. Hiob31/37Hiob Ich würde ihm über die Zahl meiner Schritte Auskunft geben, wie ein Fürst
würde ich ihm nahen.
Hiob31/38Hiob Wenn gegen mich mein Ackerboden Anklage erhob und seine Furchen miteinander weinten, Hiob31/39Hiob wenn ich seinen Ertrag, ohne zu bezahlen, verzehrt habe und die Seele seiner
Besitzer zum Keuchen brachte, Hiob31/40Hiob [dann] soll statt Weizen Dorngestrüpp hervorkommen und anstelle von Gerste Unkraut!
Zu Ende sind die Worte Hiobs.
Erste Rede des Elihu: Bisherige Zurückhaltung und Unparteilichkeit - Aufforderung an Hiob zur Stellungnahme.
\32\
Hiob32/1Hiob Und jene drei Männer hörten auf, dem Hiob zu antworten, weil er in seinen Augen gerecht war. Hiob32/2Hiob Da entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels, des Busiters, von der
Sippe Ram. Gegen Hiob entbrannte sein Zorn, weil er sich Gott gegenüber im Recht betrachtete. Hiob32/3Hiob Und gegen seine drei Freunde entbrannte sein Zorn, weil sie keine Antwort gefunden und
Hiob [doch] für schuldig erklärt hatten. Hiob32/4Hiob Elihu aber hatte sich Hiob gegenüber zurückgehalten mit Reden, weil jene die älteren an Jahren waren als er. Hiob32/5Hiob Und als Elihu sah,
dass keine Antwort [mehr] in dem Mund der drei Männer war, da entbrannte sein Zorn. Hiob32/6Hiob Und Elihu, der Sohn des Barachel, der Busiter, hob an und sagte:
Ich bin der Jüngste an Jahren, und ihr seid Greise. Darum hatte ich Angst und fürchtete mich, euch mein Wissen zu verkünden. Hiob32/7Hiob Ich sagte [mir]: Mag [erst] das Alter reden, soll die
Menge der Jahre Weisheit erkennen lassen! Hiob32/8Hiob Jedoch - es ist der Geist im Menschen und der Atem des Allmächtigen, der sie verständig werden läßt. Hiob32/9Hiob Nicht [nur] die Betagten
sind die Weisen, noch verstehen [stets] die Alten, was recht ist. Hiob32/10Hiob Darum sage ich: Hört mir zu! Auch ich will mein Wissen verkünden. Hiob32/11Hiob Siehe, ich wartete auf eure Worte,
horchte auf eure einsichtigen [Reden], bis ihr [die rechten] Worte ausfindig gemacht hättet. Hiob32/12Hiob Und ich wandte euch meine Aufmerksamkeit zu, doch siehe, keiner war da, der Hiob
widerlegt hätte, [keiner] von euch, der seine Worte erwidert hätte. Hiob32/13Hiob Dass ihr [aber ja] nicht sagt: Wir haben Weisheit gefunden; Gott kann ihn aus dem Felde schlagen, nicht ein
Mensch! Hiob32/14Hiob Er hat ja nicht an mich [seine] Worte gerichtet, und mit euren Worten werde ich ihm nicht erwidern. - Hiob32/15Hiob Sie sind bestürzt, sie antworten nicht mehr, die Worte
lassen sie im Stich. Hiob32/16Hiob Soll ich da warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen [und] nicht mehr antworten? Hiob32/17Hiob Auch ich will meinerseits mein Teil erwidern, auch ich
will mein Wissen verkünden. Hiob32/18Hiob Denn erfüllt bin ich mit Worten; der Geist in meinem Innern bedrängt mich. Hiob32/19Hiob Siehe, mein Inneres ist wie [junger] Wein, der nicht geöffnet
ist; gleich neu [gefüllten] Schläuchen will es bersten. Hiob32/20Hiob Ich muß reden, damit ich Luft bekomme, ich will meine Lippen auftun und antworten. Hiob32/21Hiob Für keinen werde ich Partei
ergreifen, und keinem Menschen werde ich schmeicheln! Hiob32/22Hiob Denn ich verstehe mich nicht aufs Schmeicheln ; sonst würde mein Schöpfer mich [wohl] bald dahinraffen.
\33\
Hiob33/1Hiob Du aber, Hiob, höre doch meine Reden, und all meine Worte nimm zu Ohren! Hiob33/2Hiob Sieh doch, ich habe meinen Mund aufgetan, meine Zunge redet in meinem Gaumen. Hiob33/3Hiob
Geradheit meines Herzens - [das] sind meine Worte, und lauter künden meine Lippen Erkenntnis. Hiob33/4Hiob Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Atem des Allmächtigen belebt mich.
Hiob33/5Hiob Wenn du kannst, gib mir Antwort, bring [sie] vor, stelle dich vor mich hin! Hiob33/6Hiob Siehe, ich bin vor Gott soviel wie du, vom Lehm [nur] abgekniffen bin auch ich. Hiob33/7Hiob
Siehe, Angst vor mir braucht dich nicht zu erschrecken, und mein Drängen wird nicht schwer auf dir lasten.
Abwehr der Anklagen Hiobs gegen Gott - Gottes Zucht zum Heil der Seele - Aufforderung zur Stellungnahme oder zum Zuhören.
Hiob33/8Hiob Du sagtest doch vor meinen Ohren - und den Laut [deiner] Worte höre ich [noch] -: Hiob33/9Hiob Lauter bin ich, ohne ein Vergehen. Rein bin ich und habe keine Schuld. Hiob33/10Hiob
Siehe, er erfindet Anlässe zum Widerstand gegen mich, er hält mich für seinen Feind. Hiob33/11Hiob Er legt meine Füße in den Block, überwacht alle meine Pfade. - Hiob33/12Hiob Siehe, darin bist
du nicht im Recht, antworte ich dir; denn Gott ist größer als ein Mensch.
Hiob33/13Hiob Warum rechtest du mit ihm, weil er auf all seine Worte keine Antwort gibt? Hiob33/14Hiob Doch auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite, und man wird es nicht gewahr.
Hiob33/15Hiob Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, im Schlummer auf dem Lager, Hiob33/16Hiob dann öffnet er das Ohr der Menschen und bestätigt die Warnung für
sie, Hiob33/17Hiob um den Menschen von [seinem] Tun abzuwenden und den Hochmut vom Mann abzuhauen, Hiob33/18Hiob um seine Seele zurückzuhalten von der Grube und sein Leben davon, in den Spieß zu
rennen.
Hiob33/19Hiob Auch wird er gezüchtigt durch Schmerzen auf seinem Lager, und ununterbrochen [währt] der Streit in seinen Gebeinen. Hiob33/20Hiob Und sein Leben verabscheut das Brot und seine Seele
die Lieblingsspeise. Hiob33/21Hiob Sein Fleisch vergeht, ist unansehnlich, und fleischlos sind seine Knochen, die [sonst] nicht zu sehen waren. Hiob33/22Hiob Und seine Seele nähert sich der Grube
und sein Leben den Todesboten.
Hiob33/23Hiob Wenn er da einen Engel bei sich hat, einen Mittler, einen von den Tausend, der dem Menschen seine Pflicht mitteilen soll, Hiob33/24Hiob so wird der sich über ihn erbarmen und
sprechen: Befreie ihn, damit er nicht in die Grube hinabfährt! Ich habe Lösegeld [für ihn] gefunden. Hiob33/25Hiob Sein Fleisch wird frischer sein als in der Jugendkraft; er wird zurückkehren zu
den Tagen seiner Jugend. Hiob33/26Hiob Er wird zu Gott flehen, und der wird ihn gnädig annehmen, und er darf sein Angesicht schauen mit Jubel; und Gott wird dem Menschen seine Gerechtigkeit
zurückgeben. Hiob33/27Hiob Er wird vor den Menschen singen und sagen: Ich hatte gesündigt und das Rechte verkehrt, und er hat mir nicht vergolten. Hiob33/28Hiob Er hat meine Seele erlöst vor dem
Abstieg in die Grube, und mein Leben darf das Licht schauen.
Hiob33/29Hiob Siehe, das alles tut Gott zweimal, dreimal mit dem Mann, Hiob33/30Hiob um seine Seele von der Grube zurückzuholen, damit er vom Licht des Lebens erleuchtet werde. Hiob33/31Hiob
Merke auf, Hiob, höre mir zu! Schweige, und ich will reden! Hiob33/32Hiob Wenn du Worte hast, erwidere mir [etwas]! Rede nur, denn ich wollte dir gern recht geben! Hiob33/33Hiob Wenn [aber]
nicht, höre du mir zu! Schweige, und ich werde dich Weisheit lehren!
Zweite Rede des Elihu: Gegen Hiobs Reden über die Ungerechtigkeit Gottes - Keine Rechtsbeugung durch den Allmächtigen.
\34\
Hiob34/1Hiob Und Elihu erhob [seine Stimme] und sagte:
Hiob34/2Hiob Hört, ihr Weisen, meine Worte und ihr Kundigen, gebt mir Gehör! Hiob34/3Hiob Denn das Ohr prüft die Worte, und der Gaumen kostet die Speise. Hiob34/4Hiob Laßt uns nun prüfen, was
recht ist, laßt uns untereinander erkennen, was gut ist!
Hiob34/5Hiob Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und Gott hat mir mein Recht entzogen. Hiob34/6Hiob Obwohl ich im Recht bin, soll ich ein Lügner sein. Mein Geschick ist unheilbar, ohne dass
ich irgend etwas verbrochen hätte. - Hiob34/7Hiob Wer ist ein Mann wie Hiob, der Spott[worte] wie Wasser trinkt Hiob34/8Hiob und in Gemeinschaft mit denen unterwegs ist, die Unrecht tun, und mit
gottlosen Menschen umgeht? Hiob34/9Hiob Denn er hat [selbst] gesagt: Keinen Nutzen hat ein Mann davon, dass er sich mit Gott befreundet!
Hiob34/10Hiob Darum, ihr Männer mit Verstand, hört mir zu! Fern sei es von Gott, gottlos zu handeln, und vom Allmächtigen, Unrecht zu tun! Hiob34/11Hiob Sondern des Menschen Tun vergilt er ihm,
und nach eines jeden Weg läßt er es ihn finden. Hiob34/12Hiob Ja, wahrlich, Gott handelt nicht gottlos, und der Allmächtige beugt das Recht nicht. Hiob34/13Hiob Wer hat ihm die Erde anvertraut?
Und wer hat den ganzen Erdkreis hingestellt? Hiob34/14Hiob Wenn er sein Herz [nur] auf sich selbst richtete, seinen Geist und seinen Atem zu sich zurückzöge, Hiob34/15Hiob so würde alles Fleisch
insgesamt verscheiden, und der Mensch zum Staub zurückkehren.
Hiob34/16Hiob Und wenn du einsichtig bist, höre dies, schenke der Stimme meiner Worte Gehör! Hiob34/17Hiob Kann denn einer, der das Recht haßt, die Zügel führen? Oder willst du den Gerechten, den
Gewaltigen für schuldig erklären, ihn, Hiob34/18Hiob der zu einem König sagt `du Ruchloser', und `du Gottloser' zu den Edlen? Hiob34/19Hiob Der für die Obersten nicht Partei ergreift und den
Vornehmen nicht vor dem Geringen berücksichtigt? Denn das Werk seiner Hände sind sie alle. Hiob34/20Hiob In einem Augenblick sterben sie und mitten in der Nacht. Ein Volk wird in Aufruhr
versetzt, und sie vergehen. Und er beseitigt den Gewalthaber ohne menschliches Zutun. Hiob34/21Hiob Denn seine Augen [wachen] über den Wegen des Menschen, und all seine Schritte sieht er.
Hiob34/22Hiob Da ist keine Dunkelheit und keine Finsternis, worin sich die Übeltäter verbergen könnten. Hiob34/23Hiob Denn er setzt dem Menschen keine Frist fest, zu Gott vor Gericht zu kommen.
Hiob34/24Hiob Er zerschmettert Gewaltige ohne Untersuchung und setzt andere an ihre Stelle. Hiob34/25Hiob Daher achtet er auf ihre Taten und stürzt sie um über Nacht, dass sie zermalmt daliegen.
Hiob34/26Hiob Wie Gottlose schlägt er sie da, wo alle es sehen, Hiob34/27Hiob deshalb, weil sie von seiner Nachfolge abgewichen sind und all seine Wege nicht bedacht haben, Hiob34/28Hiob so dass
sie das Hilfegeschrei des Geringen zu ihm hinaufdringen ließen und er das Hilfegeschrei der Elenden hörte. Hiob34/29Hiob Verhält er sich ruhig, wer darf ihn für schuldig erklären? Verbirgt er das
Angesicht, wer kann ihn wahrnehmen? Sowohl über einer [ganzen] Nation als auch zugleich über dem einzelnen [wacht er], Hiob34/30Hiob damit nicht ruchlose Menschen Könige seien, dem Volk zu
Fallstricken.
Hiob34/31Hiob Soll Gott dir etwa sagen: Ich habe mich geirrt, [doch] ich will nicht [mehr] böse handeln; Hiob34/32Hiob was ich nicht sehe, lehre du mich; wenn ich Unrecht verübt habe, will ich es
nicht wieder tun? - Hiob34/33Hiob Soll nach deinem Sinn er es vergelten, da du [sein Urteil] ja verwirfst? So musst du ja wählen, und nicht ich. Was du erkannt hast, sprich aus! Hiob34/34Hiob
Männer mit Verstand werden zu mir sagen und ein weiser Mann, der mir zuhört: Hiob34/35Hiob Hiob redet nicht mit Erkenntnis, und seine Worte sind ohne Einsicht. Hiob34/36Hiob Wohlan, Hiob werde
fort und fort geprüft wegen seiner Einwände nach [der Art von] Männern des Unheils! Hiob34/37Hiob Denn er fügt seiner Sünde Treubruch hinzu, in unserer Gegenwart klatscht er [sich Beifall] und
macht seine Worte gegen Gott zahlreich.
Dritte Rede des Elihu: Bedeutung des Tuns des Menschen - Keine Erhörung bei Gott bei Mangel an Gottesfurcht.
\35\
Hiob35/1Hiob Und Elihu erhob [seine Stimme] und sagte:
Hiob35/2Hiob Hältst du dies für Recht, nennst du [das] `meine Gerechtigkeit vor Gott', Hiob35/3Hiob wenn du fragst, was sie dir nützt: `Was hilft es mir, dass ich nicht sündige?' - Hiob35/4Hiob
Ich will mit Worten dir erwidern und deinen Gefährten bei dir. Hiob35/5Hiob Blicke zum Himmel und sieh und schaue die Wolken an! Sie sind höher als du. Hiob35/6Hiob Wenn du sündigst, was kannst
du ihm [damit] antun? Werden zahlreich deine Verbrechen, was kannst du ihm zufügen? Hiob35/7Hiob Wenn du gerecht bist, was gibst du ihm, oder was empfängt er aus deiner Hand? Hiob35/8Hiob Den
Mann, dir gleich, [trifft] deine Gottlosigkeit und das Menschenkind deine Gerechtigkeit.
Hiob35/9Hiob Wegen der Menge der Unterdrückung erhebt man Klagegeschrei. Man ruft um Hilfe wegen der Gewalttätigkeit der Großen. Hiob35/10Hiob Aber man sagt nicht: Wo ist Gott, mein Schöpfer, der
Lobgesänge gibt in der Nacht, Hiob35/11Hiob der uns mehr als die Tiere der Erde belehrt und uns weiser macht als die Vögel des Himmels? Hiob35/12Hiob Dort schreien sie - doch er antwortet nicht -
wegen des Übermutes der Bösen. Hiob35/13Hiob Ja, vergebens! Gott hört nicht, und der Allmächtige sieht es nicht an. Hiob35/14Hiob Nun gar, wenn du sagst: du kannst ihn nicht sehen! Der Rechtsfall
[liegt] ihm vor, so warte auf ihn! Hiob35/15Hiob Und nun, weil sein Zorn [noch] nicht heimgesucht hat und er sich nicht so sehr um Albernheiten kümmert, Hiob35/16Hiob reißt Hiob für Nichtiges
seinen Mund auf, macht ohne Erkenntnis viel Worte.
Vierte Rede des Elihu: Durch Leiden zu Selbsterkenntnis und Gehorsam - Mahnung an Hiob zur Anerkennung von Gottes Tun.
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Hiob36/1Hiob Und Elihu fuhr fort und sagte:
Hiob36/2Hiob Hab ein wenig Geduld mit mir, und ich will es dir künden! Denn mehr noch habe ich für Gott zu sagen. Hiob36/3Hiob Ich will mein Wissen von weither holen und meinem Schöpfer
Gerechtigkeit geben. Hiob36/4Hiob Ja wahrlich, meine Worte sind keine Lüge; ein [Mann] mit vollkommenem Wissen [steht] vor dir.
Hiob36/5Hiob Siehe, Gott ist gewaltig, doch verwirft er niemanden; er ist gewaltig an Kraft des Herzens. Hiob36/6Hiob Er erhält den Gottlosen nicht am Leben, und das Recht der Elenden stellt er
[wieder] her. Hiob36/7Hiob Nicht wendet er seine Augen von dem Gerechten, und mit Königen auf dem Thron, da läßt er sie immerdar sitzen, so dass sie erhaben sind. Hiob36/8Hiob Und wenn sie in
Fesseln geschlagen, in Stricken des Elends gefangen sind, Hiob36/9Hiob dann zeigt er ihnen ihr Tun und ihre Vergehen, dass sie sich überheblich gebärdeten, Hiob36/10Hiob und er öffnet ihr Ohr für
Zucht und sagt [ihnen], dass sie umkehren sollen vom Unrecht. Hiob36/11Hiob Wenn sie hören und sich unterwerfen, vollenden sie ihre Tage im Glück und ihre Jahre in Annehmlichkeiten. Hiob36/12Hiob
Wenn sie aber nicht hören, rennen sie in den Spieß und verscheiden ohne Erkenntnis. Hiob36/13Hiob Aber die ein ruchloses Herz haben, hegen Zorn. Sie rufen nicht um Hilfe, wenn er sie fesselt.
Hiob36/14Hiob Ihre Seele stirbt dahin in der Jugend und ihr Leben im Jünglingsalter. Hiob36/15Hiob Den Elenden errettet er in seinem Elend und öffnet durch Bedrängnis sein Ohr.
Hiob36/16Hiob Auch dich lockt er fort aus dem Rachen der Not, unbeengte Weite ist dein Platz, und was auf deinen Tisch kommt, ist reich an Fett. Hiob36/17Hiob Bist du aber mit dem Urteil über den
Gottlosen erfüllt, werden Urteil und Rechtsspruch [dich] ergreifen. Hiob36/18Hiob Ja, dass [deine] Erregung dich nur nicht zum Höhnen anstiftet und die Größe des Lösegeldes dich nicht verleitet!
Hiob36/19Hiob Soll dich dein Hilferuf aus der Not herausbringen und alle Kraftanstrengungen? Hiob36/20Hiob Lechze nicht nach der Nacht, [danach], dass [ganze] Völker auffahren an ihrer Stelle!
Hiob36/21Hiob Hüte dich, wende dich nicht dem Unrecht zu! Denn Bosheit hast du dem Elend [bereits] vorgezogen.
Hiob36/22Hiob Siehe, Gott handelt erhaben in seiner Macht. Wer ist ein Lehrer wie er? Hiob36/23Hiob Wer könnte ihm seinen Weg vorschreiben, und wer dürfte sagen: Du hast unrecht getan?
Hiob36/24Hiob Denke daran, dass du sein Werk preist, das Menschen besingen! Hiob36/25Hiob Alle Menschen schauen es [staunend] an, der Sterbliche erblickt es aus der Ferne.
Offenbarung von Gottes Majestät in der Natur - Mahnung zur Demütigung vor Gott.
Hiob36/26Hiob Siehe, Gott ist erhaben, wir aber erkennen es nicht; die Zahl seiner Jahre, sie ist unerforschlich. Hiob36/27Hiob Wenn er die Wassertropfen heraufzieht, sickern sie durch seinen
Nebel [wieder herab] als Regen, Hiob36/28Hiob den die Wolken niederrieseln [und] träufeln auf die vielen Menschen. Hiob36/29Hiob Ja, wenn man gar das Ausbreiten des Gewölks verstünde, das
Donnerkrachen seines Zeltes! Hiob36/30Hiob Siehe, er breitet darüber sein Licht aus, und die Wurzeln des Meeres bedeckt er. Hiob36/31Hiob Ja, in den Wolken richtet er die Völker, gibt Nahrung im
Überfluß. Hiob36/32Hiob Seine Hände umhüllt er mit dem Blitzstrahl und entbietet ihn gegen [den], auf den er [ihn] treffen lassen will. Hiob36/33Hiob Es kündigt ihn sein Rollen an, wenn er seinen
Zorn gegen Bosheit eifern läßt.
\37\
Hiob37/1Hiob Ja, darüber erbebt mein Herz und fährt auf von seiner Stelle. Hiob37/2Hiob Hört, hört das Toben seiner Stimme und das Grollen, das aus seinem Mund hervorgeht! Hiob37/3Hiob Unter dem
ganzen Himmel läßt er es los und seinen Blitz bis zu den Enden der Erde. Hiob37/4Hiob Nach ihm brüllt der Donner, er läßt es mit seiner erhabenen Stimme donnern. Und er hält die Blitze nicht
zurück, wenn seine Stimme sich hören läßt. Hiob37/5Hiob Gott donnert mit seiner Stimme wunderbar. Er tut [so] große Dinge, und wir erkennen es nicht. Hiob37/6Hiob Denn zum Schnee spricht er: Fall
zur Erde! - und [so auch] zum Regenguß und zu seinen gewaltigen Regengüssen. Hiob37/7Hiob Auf die Hand eines jeden Menschen setzt er [sein] Siegel, damit alle Menschen sein Werk erkennen.
Hiob37/8Hiob Und das Wild geht in sein Versteck und legt sich auf seinen Lagern nieder. Hiob37/9Hiob Aus der Kammer kommt Sturm hervor und aus den Nordwinden Kälte. Hiob37/10Hiob Durch den Atem
Gottes gibt es Eis, und die Weite des Wassers [liegt] in Enge. Hiob37/11Hiob Auch mit Naß belastet er die Wolke, streut [weit] umher sein lichtes Gewölk. Hiob37/12Hiob Und das [zieht] ringsumher,
sich hin und her wendend nach seiner klugen Steuerung, um auszuführen alles, was er ihnen gebietet, über der Fläche des Erdkreises. Hiob37/13Hiob Sei es zur Züchtigung, sei es für seine Erde, sei
es zur Gnade, er läßt sie es finden.
Hiob37/14Hiob Nimm dieses zu Ohren, Hiob! Steh still und achte auf die Wundertaten Gottes! Hiob37/15Hiob Erkennst du es, wenn Gott ihnen Auftrag gibt und leuchten läßt das Licht seines Gewölks?
Hiob37/16Hiob Erkennst du das Schweben der Wolke, die Wunderwerke dessen, der an Erkenntnis vollkommen ist? Hiob37/17Hiob Du, dessen Kleider heiß werden, wenn das Land wegen des Südwindes [träge]
ruht, Hiob37/18Hiob kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel? Hiob37/19Hiob Laß uns wissen, was wir ihm sagen sollen! Nichts können wir vorbringen
vor Finsternis. Hiob37/20Hiob Soll ihm gemeldet werden, dass ich rede? Oder muß man es [ihm erst] sagen, dass [etwas] mitgeteilt wird? Hiob37/21Hiob Und jetzt sieht man das Licht nicht, das durch
die Wolken verdunkelt ist; aber ein Wind fährt daher und fegt den Himmel rein. Hiob37/22Hiob Aus dem Norden kommt ein goldener Schein, um Gott ist furchtbare Hoheit. Hiob37/23Hiob Den
Allmächtigen - ihn erreichen wir nicht, den Erhabenen an Kraft. Und das Recht und die Fülle der Gerechtigkeit beugt er nicht. Hiob37/24Hiob Darum fürchten ihn die Menschen; er sieht all die
Weisheitskundigen nicht an.
Erste Rede Gottes: Fragen nach dem Urheber der Schöpfung, der leblosen und belebten Natur.
\38\
Hiob38/1Hiob Da antwortete der HERR dem Hiob aus dem Sturm und sprach:
Hiob38/2Hiob Wer ist es, der den Ratschluß verdunkelt mit Worten ohne Erkenntnis? Hiob38/3Hiob Gürte doch wie ein Mann deine Lenden! Dann will ich dich fragen, und du sollst mich
belehren!
Hiob38/4Hiob Wo warst du, als ich die Erde gründete? Teile es mit, wenn du Einsicht kennst! Hiob38/5Hiob Wer hat ihre Maße bestimmt, wenn du es kennst? Oder wer hat über ihr die Meßschnur
ausgespannt? Hiob38/6Hiob Worauf sind ihre Sockel eingesenkt? Oder wer hat ihren Eckstein gelegt, Hiob38/7Hiob als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes
jauchzten?
Hiob38/8Hiob Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, als es hervorbrach, dem Mutterschoß entquoll, Hiob38/9Hiob als ich Gewölk zu seinem Gewand machte und Wolkendunkel zu seinen Windeln
Hiob38/10Hiob und ich ihm meine Grenze zog und Riegel und Türen einsetzte Hiob38/11Hiob und sprach: Bis hierher kommst du und nicht weiter, und hier soll aufhören der Stolz deiner
Wellen?
Hiob38/12Hiob Hast du einmal in deinem Leben dem Morgen geboten? Hast du die Morgenröte ihre Stätte wissen lassen, Hiob38/13Hiob damit sie die Enden der Erde erfasse, so dass die Gottlosen von
ihr abgeschüttelt werden? Hiob38/14Hiob Sie verwandelt sich wie Siegelton, und alles steht da wie ein Kleid; Hiob38/15Hiob und den Gottlosen wird ihr Licht entzogen, und der erhobene Arm wird
zerbrochen.
Hiob38/16Hiob Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres, und hast du den Urgrund der Tiefe durchwandelt? Hiob38/17Hiob Sind dir die Tore des Todes aufgedeckt worden, und hast du die Tore der
Finsternis gesehen? Hiob38/18Hiob Hast du auf die Breiten der Erde geachtet? Teile es [mir] mit, wenn du das alles erkannt hast!
Hiob38/19Hiob Wo ist denn der Weg dahin, wo das Licht wohnt? Und die Finsternis - wo ist denn ihre Stätte, Hiob38/20Hiob so dass du sie in ihr Gebiet bringen könntest und dass dir die Pfade zu
ihrem Haus bekannt wären? Hiob38/21Hiob Du hast es [ja] erkannt, denn damals warst du [schon] geboren, und die Zahl deiner Tage ist groß!
Hiob38/22Hiob Bist du bis zu den Vorräten des Schnees gekommen, und hast du die Vorräte des Hagels gesehen, Hiob38/23Hiob die ich aufgespart habe für die Zeit der Not, für den Tag des Kampfes und
der Schlacht?
Hiob38/24Hiob Wo denn ist der Weg, auf dem das Licht sich verteilt, der Ostwind sich über die Erde zerstreut? Hiob38/25Hiob Wer furchte der Regenflut einen Wassergraben und einen Weg der
donnernden Gewitterwolke, Hiob38/26Hiob um regnen zu lassen auf ein Land ohne Menschen, auf die Wüste, in der kein Mensch ist, Hiob38/27Hiob um zu sättigen die Öde und Verödung und um
hervorsprießen zu lassen die Triebe des frischen Grases?
Hiob38/28Hiob Hat der Regen einen Vater, oder wer hat die Tautropfen gezeugt? Hiob38/29Hiob Aus wessen Schoß kam das Eis hervor, und des Himmels Reif, wer hat ihn geboren, Hiob38/30Hiob wenn sich
das Wasser wie in einem Stein versteckt hält und die Fläche der Tiefe fest gefügt ist?
Hiob38/31Hiob Knüpfst du die Bänder des Siebengestirns, oder löst du die Fesseln des Orion? Hiob38/32Hiob Kannst du die Tierkreisbilder hervortreten lassen zu ihrer Zeit und den Großen Bären
leiten samt seinen Jungen? Hiob38/33Hiob Hast du die Ordnungen des Himmels erkannt, oder bestimmst du seine Herrschaft auf der Erde?
Hiob38/34Hiob Erhebst du deine Stimme zum Gewölk, so dass der Schwall des Wassers dich bedeckt? Hiob38/35Hiob Entsendest du Blitze, so dass sie hinfahren und zu dir sagen: Hier sind wir?
Hiob38/36Hiob Wer hat Weisheit in den Ibis gelegt, oder wer hat dem Hahn Verstand gegeben? Hiob38/37Hiob Wer kann in Weisheit die Wolken zählen, und die Krüge des Himmels - wer kippt sie um,
Hiob38/38Hiob wenn das Erdreich hart wird wie gegossenes Metall und die Schollen aneinanderkleben?
Hiob38/39Hiob Erjagst du für die Löwin die Beute, und stillst du die Gier der jungen Löwen, Hiob38/40Hiob wenn sie sich auf [ihren] Lagern ducken, im Dickicht auf der Lauer sitzen? Hiob38/41Hiob
Wer stellt dem Raben sein Futter bereit, wenn seine Jungen zu Gott schreien, umherirren ohne Nahrung?
\39\
Hiob39/1Hiob Kennst du die Wurfzeit der Steinböcke? Beobachtest du das Kreißen der Hirschkühe? Hiob39/2Hiob Zählst du die Monate, die sie erfüllen müssen, und kennst du die Zeit ihres Werfens?
Hiob39/3Hiob Sie kauern sich, lassen ihre Jungen durchbrechen, entledigen sich ihrer Wehen. Hiob39/4Hiob Ihre Kinder werden stark, wachsen auf im Freien; sie ziehen hinaus und kehren nicht [mehr]
zu ihnen zurück.
Hiob39/5Hiob Wer hat den Wildesel frei laufen lassen, und wer hat die Fesseln des Wildlings gelöst, Hiob39/6Hiob dem ich die Steppe zur Behausung machte und zu seiner Wohnung das salzige Land?
Hiob39/7Hiob Er lacht über das Getümmel der Stadt, das Geschrei des Treibers hört er nicht. Hiob39/8Hiob Was er auf den Bergen erspäht, ist seine Weide, und allem Grünen spürt er
nach.
Hiob39/9Hiob Wird der Büffel dir dienen wollen, oder wird er an deiner Krippe übernachten? Hiob39/10Hiob Hältst du den Büffel in der Furche an seinem Seil, oder wird er die Talgründe hinter dir
her eggen? Hiob39/11Hiob Traust du ihm, weil seine Kraft so groß ist, und überläßt du ihm deine Arbeit? Hiob39/12Hiob Kannst du dich auf ihn verlassen, dass er dein Korn heimbringt und [das
Getreide für] deine Tenne einsammelt?
Hiob39/13Hiob Munter schwingt sich der Flügel der Straußenhenne - ist es die Schwinge des Storches oder des Falken? Hiob39/14Hiob Denn sie überläßt ihre Eier der Erde und läßt sie auf dem Staub
warm werden. Hiob39/15Hiob Und sie vergißt, dass ein Fuß sie zerdrücken und das Wild des Feldes sie zertreten kann. Hiob39/16Hiob Sie behandelt ihre Jungen hart, als gehörten sie ihr nicht. War
ihre Mühe umsonst, es erschüttert sie nicht. Hiob39/17Hiob Denn Gott ließ sie die Weisheit vergessen und gab ihr keinen Anteil an der Einsicht. Hiob39/18Hiob Wenn sie dann aber in die Höhe
schnellt, lacht sie über das Roß und seinen Reiter.
Hiob39/19Hiob Gibst du dem Roß die Kraft, bekleidest du seinen Hals mit einer Mähne? Hiob39/20Hiob Bringst du es zum Springen wie die Heuschrecke? Schrecklich ist sein hoheitsvolles Schnauben.
Hiob39/21Hiob Es scharrt in der Ebene und freut sich an [seiner] Kraft; es zieht aus, den Waffen entgegen. Hiob39/22Hiob Es lacht über die Furcht und erschrickt nicht und kehrt vor dem Schwert
nicht um. Hiob39/23Hiob Über ihm klirrt der Köcher, die Klinge von Speer und Krummschwert. Hiob39/24Hiob Mit Ungestüm und Erregung schlürft es den Boden und läßt sich nicht halten, wenn das Horn
ertönt. Hiob39/25Hiob Sooft das Horn erklingt, ruft es: Hui! Und [schon] von weitem wittert es die Schlacht, das Lärmen der Obersten und das Kriegsgeschrei.
Hiob39/26Hiob Schwingt sich kraft deiner Einsicht der Habicht empor, breitet seine Flügel aus für den Südwind? Hiob39/27Hiob Oder erhebt sich auf deinen Befehl der Geier so hoch und baut in der
Höhe sein Nest? Hiob39/28Hiob Den Fels bewohnt er und horstet [dort] auf der Felsenzacke und der Bergfeste. Hiob39/29Hiob Von dort aus erspäht er Nahrung, in die Ferne blicken seine Augen.
Hiob39/30Hiob Seine Jungen gieren nach Blut, und wo Erschlagene sind, da ist er.
Hiobs Antwort: Einsichtige Zurücknahme der Anklagen gegen Gott.
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Hiob40/1Hiob Und der HERR antwortete dem Hiob und sprach:
Hiob40/2Hiob Mit dem Allmächtigen will der Tadler (d. i.: ein Mensch, der Gott kritisiert) rechten? Der da Gott zurechtweist, er antworte darauf!
Hiob40/3Hiob Da antwortete Hiob dem HERRN und sagte:
Hiob40/4Hiob Siehe, zu gering bin ich! Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund. Hiob40/5Hiob Einmal habe ich geredet, und ich will nicht [mehr] antworten; und zweimal, und
ich will es nicht wieder tun.
Zweite Rede Gottes: Beweis der Macht Gottes durch Bestrafung der Hochmütigen - Seine Gewalt über den Behemot und den Leviatan.
Hiob40/6Hiob Und der HERR antwortete Hiob aus dem Sturm und sprach:
Hiob40/7Hiob Gürte doch wie ein Mann deine Lenden! Ich will dich fragen, und du sollst mich belehren! Hiob40/8Hiob Willst du etwa mein Recht zerbrechen, mich für schuldig erklären, damit du
gerecht dastehst? Hiob40/9Hiob Oder hast du einen Arm wie Gott, und donnerst du mit einer Stimme wie er? Hiob40/10Hiob Schmücke dich doch mit Erhabenheit und Hoheit, in Majestät und Pracht kleide
dich! Hiob40/11Hiob Streue die Ausbrüche deines Zornes umher und schau alles Hochmütige an und erniedrige es! Hiob40/12Hiob Schau alles Hochmütige an, beuge es und tritt die Gottlosen nieder auf
ihrer Stelle! Hiob40/13Hiob Verbirg sie allesamt im Staub, banne sie selbst an einen verborgenen Ort! Hiob40/14Hiob Dann werde auch ich dich preisen, weil deine Rechte dir zur Hilfe
kommt.
Hiob40/15Hiob Sieh doch den Behemot, den ich mit dir gemacht habe! Gras frißt er wie das Rind. Hiob40/16Hiob Sieh doch seine Kraft in seinen Lenden und seine Stärke in den Muskeln seines Bauches!
Hiob40/17Hiob Er läßt seinen Schwanz gleich einer Zeder hängen, die Sehnen seiner Schenkel sind [dicht] geflochten. Hiob40/18Hiob Röhren aus Bronze sind seine Knochen und seine Gebeine wie
Stangen aus Eisen. Hiob40/19Hiob Er ist der Anfang der Wege Gottes. Der ihn gemacht, hat [ihm] sein Schwert beschafft. Hiob40/20Hiob Denn die Berge bringen ihm Tribut, und alle Tiere des Feldes,
die dort spielen. Hiob40/21Hiob Unter Lotosbüschen lagert er im Versteck von Rohr und Sumpf. Hiob40/22Hiob Die Lotosbüsche, sein Schatten, bedecken ihn; es umgeben ihn die Bachpappeln.
Hiob40/23Hiob Siehe, der Strom schwillt mächtig an - er hastet nicht davon. Er fühlt sich sicher, [selbst] wenn ein Jordan gegen sein Maul hervorbricht. Hiob40/24Hiob [Wer] kann ihm in seine
Augen greifen, ihm in der Falle die Nase durchbohren?
Hiob40/25Hiob Ziehst du den Leviatan mit der Angel herbei, und hältst du mit dem Seil seine Zunge nieder? Hiob40/26Hiob Kannst du einen Binsenstrick durch seine Nase ziehen und mit einem Dorn
seine Kinnlade durchbohren? Hiob40/27Hiob Wird er dich lange anflehen oder dir schmeichelnde Worte geben? Hiob40/28Hiob Wird er einen Bund mit dir schließen, dass du ihn zum Knecht nimmst für
ewig? Hiob40/29Hiob Willst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel und ihn für deine Mädchen anbinden? Hiob40/30Hiob Werden die Handelsgenossen um ihn feilschen, ihn verteilen unter die Kaufleute?
Hiob40/31Hiob Kannst du seine Haut mit Spießen spicken und seinen Kopf mit der Fischharpune? Hiob40/32Hiob Lege nur deine Hand an ihn! Denk an den Kampf! Du wirst es nicht noch einmal
tun!
\41\
Hiob41/1Hiob Siehe, die Hoffnung auf ihn erweist sich als trügerisch. Wird man nicht schon bei seinem Anblick niedergeworfen? Hiob41/2Hiob Niemand ist so tollkühn, dass er ihn aufreizte. - Und
wer ist es, der vor mir bestehen könnte? Hiob41/3Hiob Wer hat mir zuvor gegeben, dass ich ihm vergelten sollte? [Was] unter dem ganzen Himmel [ist], mir gehört es!
Hiob41/4Hiob Nicht schweigen will ich von seinen Gliedern und von seiner Kraftfülle und von der Schönheit seines Baues. Hiob41/5Hiob Wer deckte die Oberseite seines Gewandes auf? In sein
Doppelgebiß, wer dringt da hinein? Hiob41/6Hiob Wer öffnete die Türflügel seines Gesichts? Rings um seine Zähne [lauert] Schrecken. Hiob41/7Hiob Ein Stolz sind die Schuppenreihen, verschlossen
und fest versiegelt. Hiob41/8Hiob Eins fügt sich ans andere, und kein Hauch dringt dazwischen, Hiob41/9Hiob eins haftet am andern, sie greifen ineinander und trennen sich nicht. Hiob41/10Hiob
Sein Niesen strahlt Licht aus, und seine Augen sind wie die Wimpern der Morgenröte. Hiob41/11Hiob Aus seinem Rachen schießen Fackeln, sprühen feurige Funken hervor. Hiob41/12Hiob Aus seinen
Nüstern fährt Rauch wie aus einem angefachten und glühenden Kochtopf. Hiob41/13Hiob Sein Atem entzündet Kohlen, und eine Flamme fährt aus seinem Rachen. Hiob41/14Hiob In seinem Hals wohnt Stärke,
und vor ihm hüpft die Angst her. Hiob41/15Hiob Die Wampen seines Fleisches haften zusammen, sind ihm fest angegossen, unbeweglich. Hiob41/16Hiob Sein Herz ist fest wie Stein und fest wie der
untere Mühlstein. Hiob41/17Hiob Vor seinem Erheben fürchten sich Machthaber, vor Bestürzung ziehen sie sich zurück. Hiob41/18Hiob Trifft man ihn mit dem Schwert, es hält nicht stand, noch Speer,
noch Wurfspieß oder Harpune. Hiob41/19Hiob Er hält Eisen für Stroh [und] Kupfer für faules Holz. Hiob41/20Hiob Der Pfeil kann ihn nicht vertreiben, Schleudersteine verwandeln sich für ihn in
Stoppeln. Hiob41/21Hiob Wie Stoppeln gilt ihm die Keule, und er lacht über den Aufprall des Krummschwertes. Hiob41/22Hiob Unter ihm sind Scherbenspitzen, auf dem Schlamm breitet er einen
Dreschschlitten aus. Hiob41/23Hiob Er bringt die Meerestiefe zum Sieden wie einen Kochtopf, macht das Meer wie einen Salbentopf. Hiob41/24Hiob Hinter sich läßt er den Pfad hell werden, man hält
die Tiefe für graues Haar. Hiob41/25Hiob Auf Erden ist keiner ihm gleich, ihm, der zur Unerschrockenheit geschaffen ist. Hiob41/26Hiob Auf alles Hohe blickt er [herab]; er ist König über alles
stolze Wild.
Hiobs Antwort: Anerkenntnis der Größe Gottes und bußfertiger Widerruf seiner Anklagen.
\42\
Hiob42/1Hiob Und Hiob antwortete dem HERRN und sagte:
Hiob42/2Hiob Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist. Hiob42/3Hiob `Wer ist es, der den Ratschluß verhüllt ohne Erkenntnis?' So habe ich denn [meine
Meinung] mitgeteilt und verstand [doch] nichts, Dinge, die zu wunderbar für mich sind und die ich nicht kannte. Hiob42/4Hiob Höre doch, und ich will reden! Ich will dich fragen, und du sollst es
mich wissen lassen! Hiob42/5Hiob Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. Hiob42/6Hiob Darum verwerfe ich [mein Geschwätz] und bereue in Staub und
Asche.
Verurteilung und Begnadigung der Freunde Hiobs - Hiobs Rechtfertigung.
Hiob42/7Hiob Und es geschah, nachdem der HERR jene Worte zu Hiob geredet hatte, da sprach der HERR zu Elifas, dem Temaniter: Mein Zorn ist entbrannt gegen dich und gegen deine beiden Freunde:
Denn ihr habt über mich nicht Wahres geredet wie mein Knecht Hiob. Hiob42/8Hiob Und nun nehmt euch sieben Jungstiere und sieben Widder und geht zu meinem Knecht Hiob und opfert ein Brandopfer für
euch! Und Hiob, mein Knecht, soll für euch Fürbitte tun. Nur ihn will ich annehmen, damit ich euch nicht Schimpfliches antue. Denn ihr habt über mich nicht Wahres geredet, wie mein Knecht
Hiob.
Hiob42/9Hiob Da gingen Elifas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, [und] Zofar, der Naamatiter, hin und taten es, wie der HERR zu ihnen geredet hatte. Und der HERR nahm Hiob
an.
Gottes Segen über Hiob.
Hiob42/10Hiob Und der HERR wendete das Geschick Hiobs, als der für seine Freunde Fürbitte tat. (Der Herr begann, auch mein Geschick zum Guten zu wenden, Er wendete das Geschick Hiobs. Am 22. 12.
2024 musste ich nochmals vergeben.) Und der HERR vermehrte alles, was Hiob gehabt hatte, auf das Doppelte. Hiob42/11Hiob Da kamen zu ihm all seine Brüder und all seine Schwestern und alle, die
ihn früher gekannt hatten. Und sie aßen mit ihm Brot in seinem Haus, und sie bekundeten ihm ihre Teilnahme und trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte. Und sie
gaben ihm jeder eine Kesita und jeder einen goldenen Ring. Hiob42/12Hiob Und der HERR segnete das Ende Hiobs mehr als seinen Anfang. Und er bekam vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele
und tausend Gespanne Rinder und tausend Eselinnen. Hiob42/13Hiob Und es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter [geboren]. Hiob42/14Hiob Und er gab der ersten den Namen Jemima und der zweiten
den Namen Kezia und der dritten den Namen Keren-Happuch. Hiob42/15Hiob Und so schöne Frauen wie die Töchter Hiobs fand man im ganzen Land nicht. Und ihr Vater gab ihnen ein Erbteil mitten unter
ihren Brüdern.
42/16Hiob Und Hiob lebte nach diesen [Ereignissen noch] 140 Jahre. Und er sah seine Kinder und seine Kindeskinder, vier Generationen. Hiob42/17Hiob Und Hiob starb, alt und der Tage
satt.
1.19 Psalmen.
ERSTES BUCH.
Psalm1\
Psa1/1$ Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, Psa1/2$ sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und
über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Psa1/3$ Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt
ihm. Psa1/4$ Nicht so die Gottlosen; sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. Psa1/5$ Darum bestehen Gottlose nicht im Gericht, noch Sünder in der Gemeinde der Gerechten. Psa1/6$ Denn
der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht.
Psa2\
Psa2/1$ Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften? Psa2/2$ Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten: Psa2/3$ `Laßt uns
zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!' Psa2/4$ Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie. Psa2/5$ Dann spricht er sie an in seinem Zorn, in seiner Zornglut schreckt
er sie: Psa2/6$ `Habe doch ich meinen König geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!' Psa2/7$ Laßt mich die Anordnung des HERRN bekanntgeben! Er hat zu mir gesprochen: `Mein Sohn bist du, ich habe
dich heute gezeugt. Psa2/8$ Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die Enden der Erde. Psa2/9$ Mit eisernem Stab magst du sie zerschmettern, wie
Töpfergeschirr sie zerschmeißen.' Psa2/10$ Und nun, ihr Könige, handelt verständig; laßt euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde! Psa2/11$ Dienet dem HERRN mit Furcht, und jauchzt mit Zittern!
Psa2/12$ Küßt den Sohn, dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen!
Psa3\
Psa3/1$ Ein Psalm. Von David. Als er vor seinem Sohn Absalom floh. Psa3/2$ HERR! Wie zahlreich sind meine Bedränger! Viele erheben sich gegen mich; Psa3/3$ viele sagen von mir: Es gibt keine
Rettung für ihn bei Gott! Psa3/4$ Du aber, HERR, bist ein Schild um mich her, meine Ehre, und der mein Haupt emporhebt. Psa3/5$ Mit meiner Stimme rufe ich zum HERRN, und er antwortet mir von
seinem heiligen Berg. Psa3/6$ Ich legte mich nieder und schlief; ich erwachte, denn der HERR stützt mich. Psa3/7$ Ich fürchte nicht Zehntausende Kriegsvolks, die ringsum mich belagern. Psa3/8$
Steh auf, HERR! Rette mich, mein Gott! Denn du hast alle meine Feinde auf die Backe geschlagen; die Zähne der Gottlosen hast du zerschmettert. Psa3/9$ Bei dem HERRN ist die Rettung. Dein Segen
komme auf dein Volk. //
Psa4\
Psa4/1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Psalm. Von David. Psa4/2$ Wenn ich rufe, antworte mir, Gott meiner Gerechtigkeit! In Bedrängnis hast du mir Raum gemacht; sei mir gnädig und höre mein
Gebet! Psa4/3$ Ihr Herrensöhne, wie lange [bleibt] meine Ehre zur Schande [verkehrt], werdet ihr Eitles lieben und Lüge suchen? // Psa4/4$ Erkennt doch, dass der HERR einen Frommen für sich
ausgesondert hat! Der HERR hört, wenn ich zu ihm rufe. Psa4/5$ Erbebt, aber sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager, aber seid still! Psa4/6$ Opfert Gerechtigkeitsopfer und
vertraut auf den HERRN! Psa4/7$ Viele sagen: Wer wird uns Gutes schauen lassen? Erhebe, HERR, über uns das Licht deines Angesichts! Psa4/8$ Du hast Freude in mein Herz gegeben, mehr als jenen zu
der Zeit, da sie viel Korn und Most haben. Psa4/9$ In Frieden werde ich, sobald ich liege, schlafen; denn du, HERR, läßt mich, [obschon] allein, in Sicherheit wohnen.
Psa5\
Psa5/1$ Dem Chorleiter. Zu Flöten. Ein Psalm. Von David. Psa5/2$ Meine Worte nimm zu Ohren, HERR, merke auf mein Seufzen! Psa5/3$ Horche auf die Stimme meines Schreiens, mein König und mein Gott;
denn zu dir bete ich. Psa5/4$ HERR, in der Frühe wirst du meine Stimme hören. In der Frühe rüste ich dir [ein Opfer] zu und spähe aus. Psa5/5$ Denn du bist nicht ein Gott, der an Gottlosigkeit
Gefallen hat; bei dir darf ein Böser nicht weilen. Psa5/6$ Verblendete dürfen nicht vor deine Augen hintreten; du hassest alle, die Frevel tun. Psa5/7$ Du lässt die Lügenredner verlorengehen; den
Mann des Blutes und des Truges verabscheut der HERR. Psa5/8$ Ich aber darf dank der Fülle deiner Gnade eingehen in dein Haus; ich bete an zu deinem heiligen Tempel hin, in der Furcht vor dir.
Psa5/9$ HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; ebne vor mir deinen Weg. Psa5/10$ Denn nichts Gewisses ist in ihrem Mund, ihr Inneres ist Verderben. Ein offenes Grab ist
ihre Kehle, ihre Zunge glätten sie. Psa5/11$ Lass sie büßen, o Gott; mögen sie fallen um ihrer Pläne willen! Stoße sie hinweg wegen der Menge ihrer Vergehen, denn sie sind widerspenstig gegen
dich gewesen. Psa5/12$ Doch mögen sich freuen alle, die sich bei dir bergen, und jubeln allezeit. Du beschirmst sie, darum frohlocken in dir, die deinen Namen lieben. Psa5/13$ Denn du segnest den
Gerechten, HERR, wie mit einem Schild umringst du ihn mit Huld.
Psa6\
Psa6/1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Auf der Scheminith. Ein Psalm. Von David. Psa6/2$ HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn, und züchtige mich nicht in deinem Grimm! Psa6/3$ Sei mir gnädig,
HERR, denn ich bin welk; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind bestürzt. Psa6/4$ Meine Seele ist tief bestürzt. Aber du, HERR, bis wann? Psa6/5$ Kehre um, HERR, befreie meine Seele; rette
mich um deiner Gnade willen! Psa6/6$ Denn im Tode gedenkt man deiner nicht; im Scheol, wer wird dich preisen? Psa6/7$ Müde bin ich durch mein Seufzen; die ganze Nacht schwemme ich mein Bett,
mache mit meinen Tränen mein Lager zerfließen. Psa6/8$ Geschwächt von Gram ist mein Auge, gealtert wegen all meiner Dränger. Psa6/9$ Weicht von mir, alle ihr Übeltäter; denn der HERR hat die
Stimme meines Weinens gehört. Psa6/10$ Der HERR hat mein Flehen gehört; mein Gebet nimmt der HERR an. Psa6/11$ Beschämt und tief bestürzt werden alle meine Feinde; sie müssen zurückweichen,
werden plötzlich beschämt.
Psa7\
Psa7/1$ Ein Schiggajon von David, das er dem HERRN sang wegen der Worte des Benjaminiten Kusch. Psa7/2$ HERR, mein Gott, bei dir berge ich mich, rette mich von allen meinen Verfolgern und befreie
mich! Psa7/3$ Dass er nicht wie ein Löwe mein Leben zerreißt, er reißt, und da ist kein Befreier. Psa7/4$ HERR, mein Gott! Wenn ich solches getan habe, wenn Unrecht an meinen Händen ist, Psa7/5$
wenn ich Böses vergolten dem, der mit mir Frieden hält, und geplündert den, der mich ohne Ursache bedrängt, Psa7/6$ so verfolge der Feind meine Seele und erreiche sie, er trete mein Leben zu
Boden und strecke meine Ehre hin in den Staub. Psa7/7$ Steh auf, HERR, in deinem Zorn! Erhebe dich gegen das Wüten meiner Bedränger, und wache auf zu mir! Gericht hast du befohlen. Psa7/8$ Die
Schar der Völkerschaften umringe dich, zur Höhe über ihnen kehre zurück! Psa7/9$ Der HERR richtet die Völker. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und nach meiner Lauterkeit, die auf mir
ist. Psa7/10$ Ein Ende nehme die Bosheit der Gottlosen, aber dem Gerechten gib Bestand, der du Herzen und Nieren prüfst, gerechter Gott! Psa7/11$ Mein Schild über [mir] ist Gott, der die von
Herzen Aufrichtigen rettet. Psa7/12$ Gott ist ein gerechter Richter und ein strafender Gott an jedem Tag. Psa7/13$ Wahrhaftig, schon wieder wetzt er [der Feind] sein Schwert, spannt seinen Bogen
und rüstet ihn. Psa7/14$ Aber gegen sich selbst hat er die Mordwerkzeuge bereitet, seine Pfeile brennend gemacht. Psa7/15$ Siehe, er trägt in sich Böses; er geht schwanger mit Unheil, gebiert
Falschheit. Psa7/16$ Er hat eine Grube gegraben und hat sie ausgehöhlt, doch ist er in die Falle gefallen, die er gemacht hat. Psa7/17$ Sein Unheil kehrt auf sein Haupt zurück, und auf seinen
Scheitel herab kommt seine Gewalttat. Psa7/18$ Ich will den HERRN preisen nach seiner Gerechtigkeit und besingen den Namen des HERRN, des Höchsten.
Psa8\
Psa8/1$ Dem Chorleiter. Nach der Gittit. Ein Psalm. Von David. Psa8/2$ HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit gelegt hast auf die Himmel! Psa8/3$
Aus dem Munde der Kinder und Säuglinge hast du Macht gegründet um deiner Bedränger willen, um zum Schweigen zu bringen den Feind und den Rachgierigen. Psa8/4$ Wenn ich anschaue deine Himmel,
deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Psa8/5$ Was ist der Mensch, dass du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, dassß du dich um ihn kümmerst? Psa8/6$ Denn du hast
ihn wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn. Psa8/7$ Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: Psa8/8$
Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, Psa8/9$ Vögel des Himmels und Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. Psa8/10$ HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein
Name auf der ganzen Erde!
Psa9\
Psa9/1$ Dem Chorleiter. Almuth Labben. Ein Psalm. Von David. Psa9/2$ Ich will [dich] preisen, HERR, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen alle deine Wundertaten. Psa9/3$ In dir will ich mich
freuen und frohlocken, will deinen Namen besingen, [du] Höchster, Psa9/4$ während meine Feinde zurückweichen, stürzen und umkommen vor deinem Angesicht. Psa9/5$ Denn du hast ausgeführt mein Recht
und meine Rechtssache; du hast dich auf den Thron gesetzt, ein gerechter Richter. Psa9/6$ Du hast Nationen gescholten, den Gottlosen verloren gegeben, ihren Namen ausgelöscht für immer und ewig;
Psa9/7$ der Feind ist erledigt, zertrümmert für immer; du hast Städte zerstört, ihr Andenken ist getilgt. Psa9/8$ Der HERR läßt sich nieder auf immer, er hat seinen Thron aufgestellt zum Gericht.
Psa9/9$ Und er, er wird richten die Welt in Gerechtigkeit, wird über die Völkerschaften Gericht halten in Geradheit. Psa9/10$ Doch dem Unterdrückten ist der HERR eine hohe Feste, eine hohe Feste
in Zeiten der Drangsal. Psa9/11$ Auf dich vertrauen, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich suchen, HERR. Psa9/12$ Singet dem HERRN, der Zion bewohnt, verkündet unter den
Völkern seine Taten! Psa9/13$ Denn der dem vergossenen Blut nachforscht, hat ihrer gedacht; er hat das Schreien der Elenden nicht vergessen. Psa9/14$ Sei mir gnädig, HERR! Sieh an mein Elend
vonseiten meiner Hasser, indem du mich emporhebst aus den Toren des Todes: Psa9/15$ Damit ich all dein Lob erzähle in den Toren der Tochter Zion, dass ich frohlocke über deine Rettung. Psa9/16$
Versunken sind die Nationen in die Grube, die sie gemacht; in dem Netz, das sie versteckt haben, hat sich ihr eigener Fuß gefangen. Psa9/17$ Der HERR hat sich zu erkennen gegeben, er hat Gericht
ausgeübt: der Gottlose hat sich verstrickt im Werk seiner Hände. Higgajon. Psa9/18$ Mögen zum Scheol sich wenden die Gottlosen, alle Nationen, die Gott vergessen. Psa9/19$ Denn nicht für immer
wird der Arme vergessen, [noch] geht der Elenden Hoffnung für ewig verloren. Psa9/20$ Steh auf, HERR, dass nicht der Mensch Gewalt habe! Mögen gerichtet werden die Nationen vor deinem Angesicht!
Psa9/21$ Lege Furcht auf sie, HERR! Mögen die Nationen erkennen, dass sie Menschen sind!
Psa10\
Psa10/1$ Warum, HERR, stehst du fern, verbirgst dich in Zeiten der Drangsal? Psa10/2$ In Hochmut verfolgt der Gottlose den Elenden. Sie werden erfasst von den Anschlägen, die jene ersonnen haben.
Psa10/3$ Denn der Gottlose rühmt [sich] wegen des Begehrens seiner Seele; und der Habsüchtige lästert, er verachtet den HERRN. Psa10/4$ Der Gottlose [denkt] hochnäsig: `Er wird nicht
nachforschen.' `Es ist kein Gott!' sind alle seine Gedanken. Psa10/5$ Erfolgreich sind seine Wege allezeit. Hoch oben sind deine Gerichte, weit von ihm entfernt; alle seine Widersacher - er bläst
sie an. Psa10/6$ Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nicht wanken, von Geschlecht zu Geschlecht in keinem Unglück sein. Psa10/7$ Voll Fluch ist sein Mund, voll Hinterlist und Bedrückung; unter
seiner Zunge ist Mühsal und Unheil. Psa10/8$ Er sitzt im Hinterhalt der Höfe, in Verstecken bringt er den Unschuldigen um; seine Augen spähen dem Armen nach. Psa10/9$ Er lauert im Versteck wie
ein Löwe in seinem Dickicht; er lauert, um den Elenden zu fangen; er fängt den Elenden, indem er ihn in sein Netz zieht. Psa10/10$ Er zerschlägt, duckt sich [nieder]; und die Armen fallen durch
seine gewaltigen [Kräfte]. Psa10/11$ Er spricht in seinem Herzen: Gott hat vergessen, hat verborgen sein Angesicht, ewig sieht er nicht! Psa10/12$ Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand! Vergiss
nicht die Elenden! Psa10/13$ Warum darf der Gottlose Gott verachten, sprechen in seinem Herzen: `Du wirst nicht nachforschen'? Psa10/14$ Du hast es gesehen, denn du, du schaust auf Mühsal und
Gram, um es in deine Hand zu nehmen. Dir überlässt es der Arme, der Vaterlose; du bist ja Helfer. Psa10/15$ Zerbrich den Arm des Gottlosen und des Bösen! Ahnde seine Gottlosigkeit, dass du [sie]
nicht [mehr] findest! Psa10/16$ Der HERR ist König immer und ewig; verschwunden sind die Nationen aus seinem Land. Psa10/17$ Den Wunsch der Sanftmütigen hast du gehört, HERR; du festigst ihr
Herz, lässt aufmerken dein Ohr, Psa10/18$ um Recht zu schaffen der Waise und dem Unterdrückten, dass künftig kein Mensch von der Erde mehr zusammenschrecke.
Psa11\
Psa11/1$ Dem Chorleiter. Von David. Bei dem HERRN habe ich mich geborgen. Wie sagt ihr zu meiner Seele: `Flieh in die Berge wie ein Vogel'? Psa11/2$ Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen,
haben ihren Pfeil auf der Sehne gerichtet, im Finstern zu schießen auf die von Herzen Aufrichtigen. Psa11/3$ Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was richtet da der Gerechte aus? Psa11/4$ Der
HERR ist in seinem heiligen Palast, der HERR - in den Himmeln ist sein Thron. Seine Augen schauen, seine Augenblitze prüfen die Menschenkinder. Psa11/5$ Der HERR prüft den Gerechten; aber den
Gottlosen und den, der Gewalttat liebt, hasst seine Seele. Psa11/6$ Er lässt Schlingen, Feuer und Schwefel regnen auf die Gottlosen. Glutwind ist ihres Bechers Anteil. Psa11/7$ Denn gerecht ist
der HERR. Gerechte Taten liebt er. Aufrichtige schauen sein Angesicht.
Psa12\
Psa12/1$ Dem Chorleiter. Auf der Scheminith. Ein Psalm. Von David. Psa12/2$ Rette, HERR! - denn der Fromme ist dahin, denn die Treuen sind verschwunden unter den Menschenkindern. Psa12/3$ Sie
reden Lüge, ein jeder mit seinem Nächsten; mit glatter Lippe, mit doppeltem Herzen reden sie. Psa12/4$ Der HERR möge ausrotten alle glatten Lippen, die Zunge, die große Dinge redet, Psa12/5$ die
da sagen: `Dank unserer Zunge sind wir überlegen, unsere Lippen sind mit uns; wer ist unser Herr?' Psa12/6$ Wegen der gewalttätigen Behandlung der Elenden, wegen des Seufzens der Armen will ich
nun aufstehen, spricht der HERR; ich will in Sicherheit stellen den, gegen den man schnaubt. Psa12/7$ Die Worte des HERRN sind reine Worte - Silber, am Eingang zur Erde geläutert, siebenmal
gereinigt. Psa12/8$ Du, HERR, wirst sie einhalten, wirst ihn behüten vor diesem Geschlecht ewig. Psa12/9$ Ringsum wandeln Gottlose, während Gemeinheit emporkommt bei den
Menschenkindern.
Psa13\
Psa13/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa13/2$ Bis wann, HERR? Willst du mich vergessen immerdar? Bis wann willst du dein Angesicht vor mir verbergen? Psa13/3$ Bis wann soll ich Sorgen
hegen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen bei Tage? Bis wann soll sich mein Feind über mich erheben? Psa13/4$ Schau her, antworte mir, HERR, mein Gott! Mach hell meine Augen, dass ich nicht
zum Tod entschlafe! Psa13/5$ Dass mein Feind nicht sage: `Ich habe ihn überwältigt!' meine Bedränger nicht frohlocken, wenn ich wanke. Psa13/6$ Ich aber, ich habe auf deine Gnade vertraut; mein
Herz soll frohlocken über deine Rettung. Ich will dem HERRN singen, denn er hat wohlgetan an mir.
V. 1-7: Ps 53.
Psa14\
Psa14/1$ Dem Chorleiter. Von David. Der Tor spricht in seinem Herzen: `Es ist kein Gott!' Sie haben Verderben angerichtet, sie tun abscheuliche Taten; da ist keiner, der Gutes tut. Psa14/2$ Der
HERR hat vom Himmel herniedergeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da ist, einer, der Gott sucht! Psa14/3$ Alle sind abgewichen, sie sind alle verdorben; da ist
keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. Psa14/4$ Haben denn keine Erkenntnis alle, die Böses tun, die mein Volk fressen, als äßen sie Brot? Den HERRN rufen sie nicht an. Psa14/5$ Da überfiel sie
Schrecken, denn Gott ist beim Geschlecht des Gerechten. Psa14/6$ Die Pläne des Elenden wollt ihr zuschanden machen, aber seine Zuflucht ist der HERR. Psa14/7$ O käme doch aus Zion die Rettung für
Israel! Wenn der HERR die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird Jakob jubeln, Israel sich freuen.
Psa15\
Psa15/1$ Ein Psalm. Von David. HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? Psa15/2$ Der rechtschaffen wandelt und Gerechtigkeit übt und Wahrheit redet in
seinem Herzen, Psa15/3$ nicht verleumdet mit seiner Zunge, kein Übel tut seinem Gefährten und keine Schmähung bringt auf seinen Nächsten, Psa15/4$ in dessen Augen der Verworfene verachtet ist,
der aber die ehrt, die den HERRN fürchten; der, hat er zum Schaden geschworen, es nicht ändert; Psa15/5$ der sein Geld nicht auf Zins gibt, und kein [Bestechungs-]Geschenk nimmt gegen den
Unschuldigen. Wer solches tut, wird nicht wanken in Ewigkeit.
Psa16\
Psa16/1$ Ein Miktam. Von David. Bewahre mich, Gott, denn ich berge mich bei dir! Psa16/2$ Ich habe zum HERRN gesagt: `Du bist mein Herr; es gibt kein Glück für mich außer dir'. Psa16/3$ An den
Heiligen, die auf Erden sind, an den Herrlichen ist all mein Wohlgefallen. Psa16/4$ Zahlreich sind die Schmerzen derer, die einem anderen [Gott] nachlaufen; ich werde ihre Trankopfer von Blut
nicht spenden und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen. Psa16/5$ Der HERR ist das Teil meines Erbes und mein Becher; du bist es, der mein Los festlegt. Psa16/6$ Die Messschnüre sind mir
gefallen auf liebliches Land; ja, mein Erbteil gefällt mir. Psa16/7$ Ich preise den HERRN, der mich beraten hat, selbst des Nachts unterweisen mich meine Nieren. Psa16/8$ Ich habe den HERRN stets
vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken. Psa16/9$ Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele. Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen. Psa16/10$ Denn meine
Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Grube sehe. Psa16/11$ Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht,
Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.
Psa17\
Psa17/1$ Ein Gebet. Von David. Höre, HERR, die gerechte Sache, horche auf mein Schreien, nimm zu Ohren mein Gebet von Lippen ohne Trug! Psa17/2$ Von deinem Angesicht gehe mein Recht aus! Deine
Augen mögen Aufrichtigkeit sehen. Psa17/3$ Du hast mein Herz geprüft, hast mich des Nachts durchforscht; du hast mich geläutert - nichts findest du. Ich habe überlegt: nichts wird meinem Mund
entschlüpfen. Psa17/4$ Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehütet vor den Wegen des Gewalttätigen. Psa17/5$ Meine Schritte hielten sich in deinen Spuren, meine
Tritte haben nicht gewankt. Psa17/6$ Ich rufe dich an, denn du erhörst mich, o Gott. Neige dein Ohr zu mir, höre meine Rede! Psa17/7$ Erweise wunderbar deine Gnade, du Retter derer, die sich
bergen vor den Empörern bei deiner Rechten. Psa17/8$ Bewahre mich wie den Augapfel, birg mich im Schatten deiner Flügel Psa17/9$ vor den Gottlosen, die mich zerstören, meinen Todfeinden, die mich
umzingeln. Psa17/10$ Mit ihrem Fett verschließen sie [sich], mit ihrem Mund reden sie aus Anmaßung. Psa17/11$ Unsere Schritte - jetzt haben sie uns umringt; sie richten ihre Augen darauf, [uns]
zu Boden zu strecken. Psa17/12$ Er ist gleich einem Löwen, gierig nach Raub, und wie ein Junglöwe, der im Versteck sitzt. Psa17/13$ Steh auf, HERR, tritt ihm entgegen, wirf ihn nieder! Rette
meine Seele vor dem Gottlosen durch dein Schwert, Psa17/14$ vor den Leuten durch deine Hand, HERR, vor den Leuten, deren Teil im Leben von dieser Welt ist! Was du zugedacht hast - damit füllst du
ihren Bauch, dass [noch ihre] Söhne davon satt werden und ihren Kindern den Rest hinterlassen. Psa17/15$ Ich aber, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn
ich erwache, mit deinem Bild.
Psa18\
Psa18/1$ Dem Chorleiter. Von dem Knecht des HERRN, von David, der die Worte dieses Liedes zum HERRN redete an dem Tag, als der HERR ihn errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der
Hand Sauls. Psa18/2$ Und er sprach: Ich liebe dich, HERR, meine Stärke! Psa18/3$ Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein
Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste. Psa18/4$ `Gepriesen!' rufe ich zum HERRN, so werde ich vor meinen Feinden gerettet. Psa18/5$ Es umfingen mich Bande des Todes, und Bäche des
Verderbens erschreckten mich. Psa18/6$ Fesseln des Scheols umgaben mich, ich stand vor den Fallen des Todes. Psa18/7$ In meiner Bedrängnis rief ich zum HERRN, und ich schrie zu meinem Gott. Er
hörte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei vor ihm drang an seine Ohren. Psa18/8$ Da wankte und bebte die Erde, die Grundfesten der Berge erzitterten und wankten, denn er war [von
Zorn] entbrannt. Psa18/9$ Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Mund, glühende Kohlen brannten aus ihm. Psa18/10$ Er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war
unter seinen Füßen. Psa18/11$ Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er auf den Flügeln des Windes. Psa18/12$ Er machte Finsternis zu seinem Versteck rings um sich her, zu seiner
Laube Wasserdunkel, dichtes Gewölk. Psa18/13$ Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken vorüber [mit] Hagel und Feuerkohlen. Psa18/14$ Und der HERR donnerte in den Himmeln, und der Höchste ließ
seine Stimme erschallen [mit] Hagel und Feuerkohlen. Psa18/15$ Und er schoß seine Pfeile und zerstreute sie, er schleuderte Blitze und verwirrte sie. Psa18/16$ Da wurden sichtbar die Betten der
Wasser, und die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt vor deinem Schelten, HERR, vor dem Schnauben des Hauchs deiner Nase. Psa18/17$ Er griff aus der Höhe, erfaßte mich, zog mich heraus aus
großen Wassern. Psa18/18$ Er rettete mich vor meinem starken Feind und vor meinen Hassern, denn sie waren mächtiger als ich. Psa18/19$ Sie ereilten mich am Tage meines Unglücks, aber der HERR
wurde mir zur Stütze. Psa18/20$ Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefallen an mir hatte. Psa18/21$ Der HERR handelte an mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der
Reinheit meiner Hände vergalt er mir. Psa18/22$ Denn ich habe die Wege des HERRN eingehalten und bin von meinem Gott nicht gottlos abgewichen. Psa18/23$ Denn alle seine Rechtsbestimmungen waren
vor mir, und seine Ordnungen wies ich nicht von mir. Psa18/24$ Auch war ich untadelig gegen ihn und hütete mich vor meiner Schuld. Psa18/25$ So vergalt der HERR mir nach meiner Gerechtigkeit,
nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen. Psa18/26$ Gegen den Treuen verhältst du dich treu, gegen den untadeligen Mann untadelig. Psa18/27$ Gegen den Reinen zeigst du dich rein, gegen den
Verkehrten aber verdreht. Psa18/28$ Ja, du rettest das arme Volk und erniedrigst hochmütige Augen. Psa18/29$ Ja, du läßt meine Leuchte strahlen. Der HERR, mein Gott, erhellt meine Finsternis.
Psa18/30$ Denn mit dir kann ich auf Raubzug gehen, mit meinem Gott kann ich eine Mauer überspringen. Psa18/31$ Gott - sein Weg ist untadelig; des HERRN Wort ist lauter; ein Schild ist er allen,
die sich bei ihm bergen. Psa18/32$ Denn wer ist Gott außer dem HERRN? Und wer ist ein Fels als nur unser Gott? Psa18/33$ Gott umgürtet mich mit Kraft und untadelig macht er meinen Weg. Psa18/34$
Er macht meine Füße den Hirschen gleich, und stellt mich hin auf meine Höhen. Psa18/35$ Er lehrt meine Hände das Kämpfen und meine Arme spannen den ehernen Bogen. Psa18/36$ Und du gabst mir den
Schild deines Heils, und deine Rechte stützte mich, und deine Herabneigung machte mich groß. Psa18/37$ Du schaffst Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.
Psa18/38$ Meinen Feinden jagte ich nach und erreichte sie, und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte. Psa18/39$ Ich zerschmetterte sie, dass sie nicht mehr aufstehen konnten; sie
fielen unter meine Füße. Psa18/40$ Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die gegen mich aufstanden. Psa18/41$ Du hast bewirkt, dass meine Feinde mir den Rücken [zeigen
müssen], und meine Hasser, ich habe sie vernichtet. Psa18/42$ Sie schrieen - aber da war kein Retter - zum HERRN, doch er antwortete ihnen nicht. Psa18/43$ Und ich zermalmte sie wie Staub vor dem
Wind; wie Straßenkot schüttete ich sie aus. Psa18/44$ Du hast mich errettet aus den Streitigkeiten des Volkes; du hast mich zum Haupt der Nationen gesetzt; ein Volk, das ich nicht kannte, dient
mir. Psa18/45$ Sowie ihr Ohr hörte, gehorchten sie mir; die Söhne der Fremde schmeichelten mir. Psa18/46$ Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Festungen. Psa18/47$ Der
HERR lebt! Gepriesen sei mein Fels und erhoben der Gott meines Heils! Psa18/48$ Der Gott, der mir Rache gab und mir die Völker unterwarf, Psa18/49$ der mich rettete vor meinen zornigen Feinden.
Du erhöhtest mich über die, die gegen mich aufstanden; von dem Mann der Gewalttat hast du mich befreit. Psa18/50$ Darum will ich dich preisen unter den Völkern, HERR, und will spielen deinem
Namen, Psa18/51$ der seinem König große Rettungen schenkt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinen Nachkommen ewig.
Psa19\
Psa19/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa19/2$ Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk. Psa19/3$ Ein Tag sprudelt dem anderen
Kunde zu, und eine Nacht meldet der anderen Kenntnis - Psa19/4$ ohne Rede und ohne Worte, mit unhörbarer Stimme. Psa19/5$ Ihr (Der Herrlichkeit Gottes?) Schall geht aus über die ganze Erde und
bis an das Ende der Welt ihre Sprache. Dort hat er der Sonne ein Zelt gesetzt. Psa19/6$ Und sie, wie ein Bräutigam aus seinem Gemach tritt sie hervor; sie freut sich wie ein Held, die Bahn zu
durchlaufen. Psa19/7$ Vom Ende des Himmels geht sie aus und läuft um bis an sein Ende; nichts ist vor ihrer Glut verborgen. Psa19/8$ Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele;
das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise. Psa19/9$ Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die
Augen. Psa19/10$ Die Furcht des HERRN ist rein und besteht in Ewigkeit. Die Rechtsbestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt; Psa19/11$ sie, die köstlicher sind als Gold, ja
viel gediegenes Gold, und süßer als Honig und Honigseim. Psa19/12$ Auch wird dein Knecht durch sie gewarnt; in ihrer Befolgung liegt großer Lohn. Psa19/13$ Verirrungen - wer bemerkt sie? Von den
verborgenen [Sünden] sprich mich frei! Psa19/14$ Auch von Übermütigen halte deinen Knecht zurück; laß sie mich nicht beherrschen! Dann bin ich tadellos und bin rein von schwerem Vergehen.
Psa19/15$ Laß die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, HERR, mein Fels und mein Erlöser!
Psa20\
Psa20/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa20/2$ Der HERR erhöre dich am Tag der Drangsal, der Name des Gottes Jakobs mache dich unangreifbar. Psa20/3$ Er sende dir Hilfe aus dem
Heiligtum, und von Zion aus unterstütze er dich. Psa20/4$ Er gedenke aller deiner Speisopfer, und dein Brandopfer wolle er annehmen! Psa20/5$ Er gebe dir nach deinem Herzen, und alle deine Pläne
erfülle er! Psa20/6$ Jubeln wollen wir über dein Heil, im Namen unseres Gottes das Panier erheben. Der HERR erfülle alle deine Bitten! Psa20/7$ Jetzt habe ich erkannt, dass der HERR seinem
Gesalbten hilft; aus seinen heiligen Himmeln wird er ihn erhören durch Heilstaten seiner Rechten. Psa20/8$ Diese [denken] an Wagen und jene an Rosse, wir aber gedenken an den Namen des HERRN,
unseres Gottes. Psa20/9$ Jene krümmen sich und fallen, wir aber stehen und bleiben aufrecht. Psa20/10$ HERR, hilf! Der König erhöre uns am Tage unseres Rufens!
Psa21\
Psa21/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa21/2$ HERR, über deine Kraft freut sich der König, und wie sehr frohlockt er über deine Hilfe! Psa21/3$ Den Wunsch seines Herzens hast du ihm
gewährt, und das Verlangen seiner Lippen nicht verweigert. Psa21/4$ Denn mit Segnungen an Gutem kamst du ihm entgegen; auf sein Haupt setztest du eine Krone von Gold. Psa21/5$ Leben erbat er von
dir, du hast es ihm gegeben: Länge der Tage immer und ewig. Psa21/6$ Groß ist seine Herrlichkeit durch deine Hilfe; Majestät und Pracht legtest du auf ihn. Psa21/7$ Denn zu Segnungen setzt du ihn
für immer; du erfreust ihn mit Freude vor deinem Angesicht. Psa21/8$ Denn auf den HERRN vertraut der König, und durch des Höchsten Gnade wird er nicht wanken. Psa21/9$ Deine Hand wird alle deine
Feinde finden, deine Rechte wird finden deine Hasser. Psa21/10$ Einem Feuerofen wirst du sie gleich machen zur Zeit deines Erscheinens; der HERR in seinem Zorn wird sie verschlingen, und Feuer
wird sie verzehren. Psa21/11$ Ihre Frucht wirst du von der Erde vertilgen und ihre Nachkommen aus den Menschenkindern. Psa21/12$ Haben sie auch Böses gegen dich geplant, einen Anschlag ersonnen:
nichts werden sie zustandebringen. Psa21/13$ Denn du wirst machen, dass sie den Rücken kehren, wirst deine Bogensehne gegen ihr Angesicht richten. Psa21/14$ Erhebe dich, HERR, in deiner Kraft!
Wir wollen singen und spielen deiner Macht.
Psa22\
Psa22/1$ Dem Chorleiter. Nach `Hirschkuh der Morgenröte'. Ein Psalm. Von David. Psa22/2$ Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Fern von meiner Rettung sind die Worte meines
Gestöhns. Psa22/3$ Mein Gott, ich rufe bei Tage, und du antwortest nicht; und bei Nacht, und mir wird keine Ruhe. Psa22/4$ Doch du bist heilig, der du wohnst [unter] den Lobgesängen Israels.
Psa22/5$ Auf dich vertrauten unsere Väter; sie vertrauten, und du rettetest sie. Psa22/6$ Zu dir schrieen sie um Hilfe und wurden gerettet; sie vertrauten auf dich und wurden nicht zuschanden.
Psa22/7$ Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. Psa22/8$ Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
Psa22/9$ `Er hat es auf den HERRN gewälzt, der rette ihn, befreie ihn, denn er hat ja Gefallen an ihm!' Psa22/10$ Ja, du bist es, der mich aus dem Mutterleib gezogen hat, der mir Vertrauen
einflößte an meiner Mutter Brüsten. Psa22/11$ Auf dich bin ich geworfen von Mutterschoß her, von meiner Mutter Leib an bist du mein Gott. Psa22/12$ Sei nicht fern von mir, denn Not ist nahe, denn
kein Helfer ist da. Psa22/13$ Viele Stiere haben mich umgeben, starke [Stiere] von Basan mich umringt. Psa22/14$ Sie haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt, [wie] ein Löwe, reißend und brüllend.
Psa22/15$ Wie Wasser bin ich hingeschüttet, und alle meine Gebeine haben sich zertrennt; wie Wachs ist mein Herz geworden, zerschmolzen in meinem Inneren. Psa22/16$ Meine Kraft ist vertrocknet
wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich. Psa22/17$ Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie
haben meine Hände und meine Füße durchgraben. Psa22/18$ Alle meine Gebeine könnte ich zählen. Sie schauen und sehen auf mich [herab]. Psa22/19$ Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein
Gewand werfen sie das Los. Psa22/20$ Du aber, HERR, sei nicht fern! Meine Stärke, eile mir zu Hilfe! Psa22/21$ Errette vom Schwert meine Seele, meine einzige aus des Hundes Pranke! Psa22/22$
Rette mich aus dem Rachen des Löwen und von den Hörnern der Büffel! Du hast mich erhört. Psa22/23$ Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben.
Psa22/24$ Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, lobet ihn; alle Nachkommen Jakobs, verherrlicht ihn, und scheut euch vor ihm, alle Nachkommen Israels! Psa22/25$ Denn er hat nicht verachtet noch
verabscheut das Elend des Elenden, noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, hörte er. Psa22/26$ Von dir [kommt] mein Lobgesang in großer Versammlung; erfüllen will ich
meine Gelübde vor denen, die ihn fürchten. Psa22/27$ Die Sanftmütigen werden essen und satt werden; es werden den HERRN loben, die ihn suchen; leben wird euer Herz für immer. Psa22/28$ Es werden
daran gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen. Psa22/29$ Denn dem HERRN [gehört] das Königtum, er herrscht über die
Nationen. Psa22/30$ Es aßen und fielen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinbfuhren, und der, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte.
Psa22/31$ Nachkommen werden ihm dienen; man wird vom Herrn erzählen einem Geschlecht, das kommen wird. Psa22/32$ Sie werden verkünden seine Gerechtigkeit einem Volk, das noch geboren wird, denn
er hat es getan.
Psa23\
Psa23/1$ Ein Psalm. Von David. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psa23/2$ Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Psa23/3$ Er erquickt meine Seele. Er
leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Psa23/4$ Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein
Stab, sie trösten mich. Psa23/5$ Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Psa23/6$ Nur Güte und Gnade werden mir
folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus des HERRN lebenslang.
Psa24\
Psa24/1$ Von David. Ein Psalm. Des HERRN ist die Erde und ihre Fülle, die Welt und die darauf wohnen. Psa24/2$ Denn er, er hat sie gegründet über Meeren, und über Strömen sie festgestellt.
Psa24/3$ Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des HERRN und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte? Psa24/4$ Der unschuldige Hände und ein reines Herz hat, der seine Seele nicht auf Falsches
richtet und nicht schwört zum Betrug. Psa24/5$ Er wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Psa24/6$ Das ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die
dein Angesicht suchen: Jakob. // Psa24/7$ Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe! Psa24/8$ Wer ist dieser König der
Herrlichkeit? Der HERR, stark und mächtig! Der HERR, mächtig im Kampf! Psa24/9$ Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe!
Psa24/10$ Wer ist er, dieser König der Herrlichkeit? Der HERR der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit!
Psa25\
Psa25/1$ Von David. Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele. Psa25/2$ Mein Gott, auf dich vertraue ich: laß mich nicht zuschanden werden, laß meine Feinde nicht über mich frohlocken! Psa25/3$ Auch
werden alle, die auf dich harren, nicht beschämt werden; es werden beschämt werden, die treulos handeln ohne Ursache. Psa25/4$ Deine Wege, HERR, tue mir kund, deine Pfade lehre mich! Psa25/5$
Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich den ganzen Tag. Psa25/6$ Gedenke an deine Erbarmungen, HERR, und an deine Gnadenerweise; denn
sie sind von Ewigkeit her. Psa25/7$ An die Sünden meiner Jugend und meine Vergehen gedenke nicht; nach deiner Gnade gedenke du meiner, um deiner Güte willen, HERR! Psa25/8$ Gütig und gerade ist
der HERR; darum unterweist er die Sünder in dem Weg. Psa25/9$ Er leitet die Sanftmütigen im Recht und lehrt die Sanftmütigen seinen Weg. Psa25/10$ Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Treue denen,
die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren. Psa25/11$ Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Psa25/12$ Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird
er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll. Psa25/13$ Seine Seele wird im Guten wohnen, und seine Nachkommen werden das Land besitzen. Psa25/14$ Der HERR zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten,
und sein Bund [dient dazu], sie zu unterweisen. Psa25/15$ Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet; denn er, er wird meine Füße aus dem Netz lösen. Psa25/16$ Wende dich zu mir und sei mir
gnädig, denn einsam und elend bin ich. Psa25/17$ Die Enge meines Herzens mache weit, und führe mich heraus aus meinen Bedrängnissen! Psa25/18$ Sieh mein Elend an und meine Mühsal, und vergib alle
meine Sünden! Psa25/19$ Sieh meine Feinde an, wie viele sie sind, mit gewalttätigem Haß hassen sie mich. Psa25/20$ Bewahre meine Seele und rette mich! Laß mich nicht zuschanden werden, denn ich
berge mich bei dir. Psa25/21$ Lauterkeit und Redlichkeit mögen mich behüten, denn ich harre auf dich. Psa25/22$ Erlöse Israel, o Gott, aus allen seinen Nöten!
Psa26\
Psa26/1$ Von David. Hilf mir zum Recht, HERR! Denn in meiner Lauterkeit bin ich gewandelt; und auf den HERRN habe ich vertraut, ich werde nicht wanken. Psa26/2$ Erprobe mich, HERR, und prüfe
mich; läutere meine Nieren und mein Herz! Psa26/3$ Denn deine Gnade war mir vor Augen, und in deiner Wahrheit wandelte ich. Psa26/4$ Ich habe nicht bei trügerischen Leuten gesessen, und mit
Hinterlistigen ging ich nicht um. Psa26/5$ Ich habe die Versammlungen der Übeltäter gehaßt, und bei Gottlosen saß ich nicht. Psa26/6$ Ich wasche meine Hände in Unschuld, und umschreite deinen
Altar, HERR, Psa26/7$ um laut ein Danklied hören zu lassen und alle deine Wundertaten zu erzählen. Psa26/8$ HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit. Psa26/9$
Raffe meine Seele nicht weg mit den Sündern, noch mein Leben mit Blutmenschen, Psa26/10$ an deren Händen Schandtat und deren Rechte voll Bestechung ist! Psa26/11$ Ich aber wandle in meiner
Lauterkeit. Erlöse mich und sei mir gnädig! Psa26/12$ Mein Fuß steht auf ebenem Boden. Den HERRN werde ich in Versammlungen preisen.
Psa27\
Psa27/1$ Von David. Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken? Psa27/2$ Wenn Übeltäter mir
nahen, mein Fleisch zu fressen, meine Bedränger und meine Feinde, so sind sie es, die straucheln und fallen. Psa27/3$ Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so fürchtet sich mein Herz nicht; wenn
sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich vertrauensvoll. Psa27/4$ Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich: zu wohnen im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um
anzuschauen die Freundlichkeit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel. Psa27/5$ Denn er wird mich bergen in seiner Hütte am Tag des Unheils, er wird mich verbergen im Versteck seines Zeltes;
auf einen Felsen wird er mich heben. Psa27/6$ Und nun wird mein Haupt sich erheben über meine Feinde rings um mich her. Opfer voller Jubel will ich opfern in seinem Zelt, ich will singen und
spielen dem HERRN. Psa27/7$ Höre, HERR, mit meiner Stimme rufe ich: sei mir gnädig und erhöre mich! Psa27/8$ Mein Herz erinnert dich: `Suchet mein Angesicht!' ~ Dein Angesicht, HERR, suche ich.
Psa27/9$ Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise deinen Knecht nicht ab im Zorn! Du bist meine Hilfe gewesen. Gib mich nicht auf und verlaß mich nicht, Gott meines Heils! Psa27/10$ Sogar mein
Vater und meine Mutter haben mich verlassen, aber der HERR nimmt mich auf. Psa27/11$ Lehre mich, HERR, deinen Weg, und leite mich auf ebenem Pfad um meiner Feinde willen! Psa27/12$ Gib mich nicht
preis der Gier meiner Bedränger, denn falsche Zeugen sind gegen mich aufgestanden und der, der Gewalttat schnaubt. Psa27/13$ Ach, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des HERRN zu schauen im
Land der Lebendigen . . .! Psa27/14$ Harre auf den HERRN! Sei mutig, und dein Herz sei stark, und harre auf den HERRN!
Psa28\
Psa28/1$ Von David. Zu dir, HERR, rufe ich; mein Fels, wende dich nicht schweigend von mir ab, dass du nicht gegen mich verstummst und ich nicht denen gleich werde, die in die Grube hinabfahren!
Psa28/2$ Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Tempelraum. Psa28/3$ Reiße mich nicht weg mit den Gottlosen und mit den
Übeltätern, die friedlich reden mit ihren Nächsten, aber Böses in ihrem Herzen haben! Psa28/4$ Gib ihnen nach ihrem Tun und nach der Bosheit ihrer Taten; nach dem Werk ihrer Hände gib ihnen,
vergilt ihnen ihre Tat! Psa28/5$ Denn sie achten nicht auf die Taten des HERRN, noch auf das Werk seiner Hände. Er wird sie zerstören und nicht aufbauen. Psa28/6$ Gepriesen sei der HERR, denn er
hat die Stimme meines Flehens gehört. Psa28/7$ Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden; daher frohlockt mein Herz, und ich will ihn
preisen mit meinem Lied. Psa28/8$ Der HERR ist ihre/unsere Stärke, und er ist eine rettende Burg für seinen Gesalbten. Psa28/9$ Hilf deinem Volk und segne dein Erbteil; weide sie und trage sie
bis in Ewigkeit!
Psa29\
Psa29/1$ Ein Psalm. Von David. Gebt dem HERRN, ihr Göttersöhne, gebt dem HERRN Herrlichkeit und Kraft! Psa29/2$ Gebt dem HERRN die Herrlichkeit seines Namens; betet an den HERRN in heiliger
Pracht! Psa29/3$ Die Stimme des HERRN ist über den Wassern, der Gott der Herrlichkeit donnert; der HERR über großen Wassern. Psa29/4$ Die Stimme des HERRN ist gewaltig, die Stimme des HERRN ist
erhaben. Psa29/5$ Die Stimme des HERRN zerbricht Zedern, ja, der HERR zerbricht die Zedern des Libanon. Psa29/6$ Er läßt sie hüpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirjon wie einen jungen Büffel.
Psa29/7$ Die Stimme des HERRN sprüht Feuerflammen, Psa29/8$ die Stimme des HERRN erschüttert die Wüste, der HERR erschüttert die Wüste Kades. Psa29/9$ Die Stimme des HERRN macht Hirschkühe
kreißen und läßt Zicklein vorzeitig gebären . . . Und in seinem Tempel ruft alles: Herrlichkeit! Psa29/10$ Der HERR thront auf der Wasserflut, der HERR thront als König ewig. Psa29/11$ Der HERR
möge Kraft geben seinem Volk, der HERR möge sein Volk segnen mit Frieden.
Psa30\
Psa30/1$ Ein Psalm. Ein Lied zur Einweihung des Hauses. Von David. Psa30/2$ Ich will dich erheben, HERR, denn du hast mich emporgezogen und ließest meine Feinde sich nicht über mich freuen.
Psa30/3$ HERR, mein Gott, zu dir habe ich geschrieen, und du hast mich geheilt. Psa30/4$ HERR, du hast meine Seele aus dem Scheol heraufgeholt, hast mich am Leben erhalten [und bewahrt] vor dem
Hinabfahren zur Grube. Psa30/5$ Spielt dem HERRN, ihr seine Frommen, und preist zu seinem heiligen Gedenken! Psa30/6$ Denn einen Augenblick [stehen wir] in seinem Zorn, ein Leben lang in seiner
Gunst; am Abend kehrt Weinen ein, und am Morgen ist Jubel da. Psa30/7$ Ich zwar dachte in meiner Sorglosigkeit: `Niemals werde ich wanken'. Psa30/8$ HERR, in deiner Gunst hattest du mich auf
feste Berge gestellt. Du verbargst dein Angesicht, da wurde ich bestürzt. Psa30/9$ Zu dir, HERR, rief ich, und zum Herrn flehte ich: Psa30/10$ `Was für Gewinn bringt mein Blut, mein Hinabfahren
in die Grube? Wird der Staub dich preisen? Wird er deine Treue verkünden? Psa30/11$ Höre, HERR, und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer!' Psa30/12$ Meine Wehklage hast du mir in Reigen
verwandelt, mein Sacktuch hast du gelöst und mit Freude mich umgürtet, Psa30/13$ damit meine Seele dich besinge und nicht schweige. HERR, mein Gott, in Ewigkeit will ich dich preisen.
Psa31\
Psa31/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa31/2$ Bei dir, HERR, habe ich mich geborgen; laß mich niemals zuschanden werden; errette mich in deiner Gerechtigkeit! Psa31/3$ Neige zu mir dein
Ohr, eilends errette mich! Sei mir ein Fels der Zuflucht, ein unzugängliches Haus, mich zu retten! Psa31/4$ Denn mein Fels und meine Festung bist du; und um deines Namens willen führe mich und
leite mich! Psa31/5$ Ziehe mich aus dem Netz, das sie mir heimlich gelegt haben; denn du bist mein Schutz. Psa31/6$ In deine Hand befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst, HERR, du Gott der
Treue! Psa31/7$ Ich hasse die, die sich an nichtige Götzen halten, doch ich, ich traue auf den HERRN. Psa31/8$ Ich will frohlocken und mich freuen über deine Gnade, dass du mein Elend angesehen,
die Bedrängnisse meiner Seele erkannt hast, Psa31/9$ dass du mich nicht überliefert hast in die Hand des Feindes, [sondern] meine Füße auf weiten Raum gestellt hast. Psa31/10$ Sei mir gnädig,
HERR, denn ich bin in Bedrängnis; vor Gram verfällt mein Auge, meine Seele und mein Leib. Psa31/11$ Denn in Kummer schwindet mein Leben dahin und meine Jahre in Seufzen; meine Kraft wankt durch
meine Schuld, und es verfallen meine Gebeine. Psa31/12$ Vor allen meinen Bedrängern bin ich zum Hohn geworden, auch meinen Nachbarn gar sehr, und zum Schrecken meinen Bekannten; die mich auf der
Straße sehen, fliehen vor mir. Psa31/13$ In Vergessenheit bin ich geraten, aus dem Herzen fort wie ein Toter, bin wie ein verlorengegangenes Gefäß. Psa31/14$ Denn ich höre das Tuscheln vieler,
Schrecken ringsum; indem sie sich miteinander gegen mich zusammentun, sinnen sie darauf, mir das Leben zu nehmen. Psa31/15$ Ich aber, ich habe auf dich vertraut, HERR; ich sagte: Du bist mein
Gott! Psa31/16$ In deiner Hand sind meine Zeiten; rette mich aus der Hand meiner Feinde und vor meinen Verfolgern! Psa31/17$ Laß dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner
Gnade! Psa31/18$ HERR, laß mich nicht zuschanden werden, denn ich habe dich angerufen; mögen zuschanden werden die Gottlosen, verstummen im Scheol! Psa31/19$ Laß schweigen die Lügenlippen, die in
Hochmut und Verachtung Freches reden gegen den Gerechten! Psa31/20$ Wie groß ist deine Güte, die du bereithältst denen, die dich fürchten, die du denen erweist, die sich bei dir bergen vor den
Menschen. Psa31/21$ Du verbirgst sie im Schutz deines Angesichts vor den Verschwörungen der Menschen; du birgst sie in einer Hütte vor dem Gezänk der Zungen. Psa31/22$ Gepriesen sei der HERR,
denn wunderbar hat er seine Gnade an mir erwiesen in einer befestigten Stadt. Psa31/23$ Ich zwar dachte in meiner Bestürzung: `Ich bin weggenommen aus deinen Augen.' Doch du hast die Stimme
meines Flehens gehört, als ich zu dir schrie. Psa31/24$ Liebet den HERRN, alle seine Frommen! Die Treuen behütet der HERR, doch er vergilt reichlich dem, der anmaßend handelt. Psa31/25$ Seid
stark, und euer Herz fasse Mut, alle, die ihr auf den HERRN harrt!
Psa32\
Psa32/1$ Von David. Ein Maskil Glücklich der, dem Übertretung vergeben, dem Sünde zugedeckt ist! Psa32/2$ Glücklich der Mensch, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet und in dessen Geist kein
Trug ist! Psa32/3$ Als ich schwieg, zerfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Psa32/4$ Denn Tag und Nacht lastete auf mir deine Hand; verwandelt wurde mein Saft in Sommergluten.
// Psa32/5$ So tat ich dir kund meine Sünde und deckte meine Schuld nicht zu. Ich sagte: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen; und du, du hast vergeben die Schuld meiner Sünde. //
Psa32/6$ Deshalb soll jeder Fromme zu dir beten, zur Zeit, da du zu finden bist; gewiß, bei großer Wasserflut ihn werden sie nicht erreichen. Psa32/7$ Du bist ein Bergungsort für mich; vor
Bedrängnis behütest du mich; du umgibst mich mit Rettungsjubel. // Psa32/8$ Ich will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du gehen sollst; ich will dir raten, meine Augen über dir
[offenhalten]. Psa32/9$ Seid nicht wie ein Roß, wie ein Maultier, ohne Verstand; mit Zaum und Zügel ist seine Kraft zu bändigen, sonst nahen sie dir nicht. Psa32/10$ Viele Schmerzen hat der
Gottlose; wer aber auf den HERRN vertraut, den umgibt er mit Gnade. Psa32/11$ Freut euch an dem HERRN, und frohlockt, ihr Gerechten, und jubelt, alle ihr von Herzen Aufrichtigen!
Psa33\
Psa33/1$ Jubelt, ihr Gerechten, über den HERRN; den Aufrichtigen ziemt Lobgesang. Psa33/2$ Preist den HERRN mit der Zither; spielt ihm auf der zehnsaitigen Harfe! Psa33/3$ Singt ihm ein neues
Lied; spielt schön auf den Saiten mit Jubelschall! Psa33/4$ Denn richtig ist das Wort des HERRN, und all sein Werk [geschieht] in Treue. Psa33/5$ Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist
voll der Gnade des HERRN. Psa33/6$ Durch des HERRN Wort sind die Himmel gemacht und all ihr Heer durch den Hauch seines Mundes. Psa33/7$ Er sammelt die Wasser des Meeres wie einen Wall, legt in
Behälter die Fluten. Psa33/8$ Es fürchte den HERRN die ganze Erde; mögen sich vor ihm scheuen alle Bewohner der Welt! Psa33/9$ Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da. Psa33/10$
Der HERR macht zunichte den Ratschluß der Nationen, er vereitelt die Gedanken der Völker. Psa33/11$ Der Ratschluß des HERRN hat ewig Bestand, die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu
Geschlecht. Psa33/12$ Glücklich die Nation, deren Gott der HERR ist, das Volk, das er sich erwählt hat zum Erbteil! Psa33/13$ Der HERR blickt vom Himmel herab, er sieht alle Menschenkinder.
Psa33/14$ Von der Stätte seines Thrones schaut er auf alle Bewohner der Erde; Psa33/15$ er, der ihnen allesamt das Herz gebildet hat, achtet auf alle ihre Werke. Psa33/16$ Der König siegt nicht
durch die Größe des Heeres; ein Held befreit sich nicht durch die Größe der Kraft. Psa33/17$ Ein Trug ist das Roß, wenn Rettung nötig ist, und mit seiner großen Kraft rettet es nicht. Psa33/18$
Siehe, das Auge des HERRN [ruht] auf denen, die ihn fürchten, die auf seine Gnade harren, Psa33/19$ dass er ihre Seele vom Tod errette und sie am Leben erhalte in Hungersnot. Psa33/20$ Unsere
Seele wartet auf den HERRN; unsere Hilfe und unser Schild ist er. Psa33/21$ Denn in ihm wird unser Herz sich freuen, weil wir seinem heiligen Namen vertrauen. Psa33/22$ Deine Gnade, HERR, sei
über uns, gleichwie wir auf dich harren.
Psa34\
Psa34/1$ Von David. Als er sich vor Abimelech wahnsinnig stellte und dieser ihn wegtrieb und er fortging. Psa34/2$ Den HERRN will ich preisen allezeit, beständig soll sein Lob in meinem Munde
sein. Psa34/3$ In dem HERRN soll sich rühmen meine Seele; hören werden es die Sanftmütigen und sich freuen. Psa34/4$ Erhebt den HERRN mit mir, laßt uns miteinander erhöhen seinen Namen! Psa34/5$
Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich. Psa34/6$ Sie blickten auf ihn und strahlten, und ihr Angesicht wird nicht beschämt. Psa34/7$ Dieser
Elende rief, und der HERR hörte, und aus allen seinen Bedrängnissen rettete er ihn. Psa34/8$ Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und er befreit sie. Psa34/9$ Schmecket
und sehet, dass der HERR gütig ist! Glücklich der Mann, der sich bei ihm birgt! Psa34/10$ Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben die, die ihn fürchten. Psa34/11$
Junglöwen darben und hungern, aber die den HERRN suchen, entbehren kein Gut. Psa34/12$ Kommt, ihr Söhne, hört mir zu: die Furcht des HERRN will ich euch lehren. Psa34/13$ Wer ist der Mann, der
Lust zum Leben hat, der [seine] Tage liebt, um Gutes zu sehen? Psa34/14$ Bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor betrügerischer Rede; Psa34/15$ laß ab vom Bösen und tue Gutes, suche
Frieden und jage ihm nach! Psa34/16$ Die Augen des HERRN [sind gerichtet] auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Psa34/17$ Denen, die Böses tun, [steht] das Angesicht des HERRN
entgegen, um ihr Gedächtnis von der Erde zu tilgen. Psa34/18$ Sie schreien, und der HERR hört, aus allen ihren Bedrängnissen rettet er sie. Psa34/19$ Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen
Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er. Psa34/20$ Vielfältig ist das Unglück des Gerechten, aber aus dem allen errettet ihn der HERR. Psa34/21$ Er bewahrt alle seine Gebeine,
nicht eines von ihnen wird zerbrochen. Psa34/22$ Den Gottlosen wird die Bosheit töten; und die den Gerechten hassen, werden es büßen. Psa34/23$ Der HERR erlöst die Seele seiner Knechte; und alle,
die sich bei ihm bergen, müssen nicht büßen.
Psa35\
Psa35/1$ Von David. Streite, HERR, mit denen, die gegen mich streiten, kämpfe mit denen, die mich bekämpfen! Psa35/2$ Ergreife Kleinschild und Langschild, und stehe auf zu meiner Hilfe! Psa35/3$
Zücke den Speer und versperre [den Weg] gegenüber meinen Verfolgern; sprich zu meiner Seele: `Ich bin deine Hilfe!' Psa35/4$ Es sollen sich schämen und zuschanden werden, die nach meinem Leben
trachten; es sollen zurückweichen und beschämt werden, die mir Unheil ersinnen! Psa35/5$ Laß sie sein wie Spreu vor dem Wind, und der Engel des HERRN stoße [sie]! Psa35/6$ Ihr Weg sei finster und
schlüpfrig, und der Engel des HERRN verfolge sie! Psa35/7$ Denn ohne Ursache haben sie mir ihr Netz heimlich gelegt, ohne Ursache meiner Seele [eine Grube] gegraben. Psa35/8$ Verderben komme über
ihn, ohne dass er es erkennt; und sein Netz, das er heimlich gelegt hat, fange ihn; ins Verderben falle er hinein! Psa35/9$ Und meine Seele wird frohlocken über den HERRN, wird sich freuen über
seine Hilfe. Psa35/10$ Alle meine Gebeine werden sagen: `HERR, wer ist wie du! Der du den Elenden rettest vor dem Stärkeren und den Elenden und Armen vor seinem Räuber.' Psa35/11$ Es treten
gewalttätige Zeugen auf; was ich nicht weiß, fragen sie mich. Psa35/12$ Sie vergelten mir Böses für Gutes; vereinsamt ist meine Seele. Psa35/13$ Ich aber, als sie krank waren, kleidete mich in
Sacktuch; ich kasteite mit Fasten meine Seele. Ach, dass mein Gebet in meinen Schoß zurückkehrte! Psa35/14$ Als wäre es mir ein Freund, ein Bruder gewesen, so bin ich einhergegangen; wie
leidtragend um die Mutter habe ich mich trauernd niedergebeugt. Psa35/15$ Sie aber haben sich über mein Straucheln gefreut und sich versammelt, Schläger haben sich versammelt gegen mich, und ich
kannte sie nicht; sie zerreißen und hören nicht auf. Psa35/16$ Unter Gottesverächtern verspotten sie [meinen] Rückzugsort, sie knirschen gegen mich mit ihren Zähnen. Psa35/17$ Herr, wie lange
willst du zusehen? Stell mein Leben wieder her aus ihren Verwüstungen, aus [der Gewalt der] Junglöwen mein einziges [Gut]. Psa35/18$ Ich werde dich preisen in der großen Versammlung, unter
zahlreichem Volk dich loben. Psa35/19$ Laß nicht über mich frohlocken, die mir ohne Grund feind sind, noch mit den Augen zwinkern, die ohne Ursache mich hassen. Psa35/20$ Denn nicht zum Frieden
reden sie; und gegen die Stillen im Land ersinnen sie Worte des Betrugs; Psa35/21$ reißen ihr Maul gegen mich auf, sagen: `Haha! Haha! Unser Auge hat's gesehen! Psa35/22$ Du hast es gesehen,
HERR; schweige nicht! Herr, sei nicht fern von mir! Psa35/23$ Rege dich und erwache für mein Recht, mein Gott und Herr, zu meinem Rechtsstreit! Psa35/24$ Schaffe mir Recht nach deiner
Gerechtigkeit, HERR, mein Gott, dass sie nicht über mich jubeln! Psa35/25$ Sie sollen nicht in ihrem Herzen sagen: `Haha, so wollten wir's! Sie sollen nicht sagen: `Wir haben ihn verschlungen!
Psa35/26$ Sie sollen sich schämen und beschämt werden allesamt, die sich freuen über mein Unglück. Sie sollen mit Schimpf und Schande bekleidet werden, die gegen mich großtun! Psa35/27$ Laß
jubeln und sich freuen, die meine Gerechtigkeit wünschen, und laß sie stets sagen: `Erhoben sei der HERR, der den Frieden seines Knechtes will!' Psa35/28$ Und meine Zunge soll hersagen (erzählen,
für mich sagen, proklamieren: zum Auffinden: murmelndbedenken) deine Gerechtigkeit, dein Lob den ganzen Tag.
Psa36\
Psa36/1$ Dem Chorleiter. Vom Knecht des HERRN. Von David. Psa36/2$ Die Übertretung spricht zum Gottlosen im Innern seines Herzens. Es ist keine Furcht Gottes vor seinen Augen. Psa36/3$ Denn es
schmeichelt ihm in seinen Augen, seine Sünde zu vollbringen, Haß zu üben. Psa36/4$ Lüge und Betrug sind die Worte seines Mundes; er hat es aufgegeben, verständig zu handeln, Gutes zu tun.
Psa36/5$ Bosheit ersinnt er auf seinem Lager; er betritt einen Weg, der nicht gut ist; Böses verschmäht er nicht. Psa36/6$ HERR, an die Himmel reicht deine Gnade, deine Treue bis zu den Wolken.
Psa36/7$ Deine Gerechtigkeit ist den Bergen Gottes gleich, deine Rechtssprüche dem gewaltigen Urmeer; Menschen und Vieh hilfst du, o HERR. Psa36/8$ Wie köstlich ist deine Gnade, Gott! und
Menschenkinder bergen sich in deiner Flügel Schatten; Psa36/9$ sie laben sich am Fett deines Hauses, und mit dem Strom deiner Wonnen tränkst du sie (Fett ist Reichtum: Liebe, Annahme und Güte und
Vergebung. Du solltest abgesättigt sein mit Güte, Liebe und Annahme. Dein emotionaler Tank ist hoffentlich aufgefüllt. Sonst kannst du nicht ehrlich Buße tun). Psa36/10$ Denn bei dir ist der
Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht. Psa36/11$ Erhalte deine Gnade denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit den von Herzen Aufrichtigen! Psa36/12$ Nicht erreiche mich der
Fuß der Hochmütigen, und die Hand der Gottlosen vertreibe mich nicht! Psa36/13$ Da sind gefallen die Übeltäter; sie wurden umgestoßen und können nicht mehr aufstehen.
Psa37\
Psa37/1$ Von David. Entrüste dich nicht über die Übeltäter, beneide nicht die, welche Böses tun! Psa37/2$ Denn wie das Gras werden sie schnell verdorren und wie das grüne Kraut verwelken.
Psa37/3$ Vertraue auf den HERRN und tue Gutes; wohne im Land und hüte Treue; Psa37/4$ und habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt. Psa37/5$ Befiehl dem HERRN deinen
Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln Psa37/6$ und wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. Psa37/7$ Sei still dem HERRN und harre auf ihn!
Entrüste dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der böse Pläne ausführt! Psa37/8$ Laß ab vom Zorn und laß den Grimm! Entrüste dich nicht! [Es führt] nur zum Bösen. Psa37/9$ Denn
die Übeltäter werden ausgerottet; aber die auf den HERRN hoffen, die werden das Land besitzen. Psa37/10$ Noch kurze Zeit, und der Gottlose ist nicht mehr; und siehst du dich um nach seiner
Stätte, so ist er nicht da. Psa37/11$ Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen und werden ihre Lust haben an Fülle von Heil. Psa37/12$ Der Gottlose sinnt gegen den Gerechten, und mit seinen
Zähnen knirscht er gegen ihn. Psa37/13$ Der Herr lacht über ihn, denn er sieht, dass sein Tag kommt. Psa37/14$ Die Gottlosen haben das Schwert gezogen und ihren Bogen gespannt, um zu fällen den
Elenden und Armen, hinzuschlachten die, die aufrichtig wandeln. Psa37/15$ Ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihre Bogen werden zerbrochen. Psa37/16$ Das Wenige des Gerechten ist
besser als der Überfluß vieler Gottloser. Psa37/17$ Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen, aber der HERR stützt die Gerechten. Psa37/18$ Der HERR kennt die Tage der Rechtschaffenen, und
ihr Erbteil wird ewig bestehen; Psa37/19$ sie werden nicht zuschanden zur Zeit des Unglücks, und in den Tagen des Hungers werden sie gesättigt. Psa37/20$ Denn die Gottlosen werden umkommen, und
die Feinde des HERRN ~ wie die Pracht der Auen schwinden sie, sie schwinden dahin wie Rauch. Psa37/21$ Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurück; der Gerechte aber ist gütig und gibt. Psa37/22$
Denn die von ihm Gesegneten werden das Land besitzen, und die von ihm Verfluchten werden ausgerottet. Psa37/23$ Vom HERRN her werden eines Mannes Schritte gefestigt, und seinen Weg hat er gern;
Psa37/24$ fällt er, so wird er doch nicht hingestreckt, denn der HERR stützt seine Hand. Psa37/25$ Ich war jung und bin auch alt geworden, doch nie sah ich einen Gerechten verlassen, noch seine
Nachkommen um Brot betteln; Psa37/26$ alle Tage ist er gütig und leiht, und seine Nachkommen [werden] zum Segen. Psa37/27$ Laß ab vom Bösen und tue Gutes, so wirst du für immer [im Lande] wohnen!
Psa37/28$ Denn der HERR liebt Recht und wird seine Frommen nicht verlassen; ewig werden sie bewahrt, und die Nachkommenschaft der Gottlosen wird ausgerottet. Psa37/29$ Die Gerechten werden das
Land besitzen und für immer darin wohnen. Psa37/30$ Der Mund des Gerechten spricht Weisheit aus, und seine Zunge redet Recht; Psa37/31$ die Weisung seines Gottes ist in seinem Herzen, seine
Schritte werden nicht wanken. Psa37/32$ Der Gottlose lauert auf den Gerechten und sucht ihn zu töten; Psa37/33$ [doch] der HERR läßt ihn nicht in seiner Hand und läßt ihn nicht verurteilen, wenn
man ihn richtet. Psa37/34$ Harre auf den HERRN und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, das Land zu besitzen. Wenn die Gottlosen ausgerottet werden, wirst du zusehen. Psa37/35$ Ich
habe einen Gottlosen gesehen, gewalttätig und sich erhebend wie eine üppige Zeder; Psa37/36$ und man ging vorbei, siehe, da war er nicht mehr; und ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden.
Psa37/37$ Achte auf den Rechtschaffenen und sieh auf den Redlichen; denn die Zukunft für einen [solchen] ist Frieden; Psa37/38$ die [von Gott] Abgefallenen aber werden allesamt vertilgt, die
Zukunft der Gottlosen wird abgeschnitten. Psa37/39$ Doch die Hilfe der Gerechten [kommt] vom HERRN, der ihre Fluchtburg ist zur Zeit der Not; Psa37/40$ und der HERR wird ihnen beistehen und sie
retten; er wird sie erretten von den Gottlosen und ihnen helfen, denn sie haben sich bei ihm geborgen.
Psa38\
Psa38/1$ Ein Psalm. Von David. Zum Gedächtnis. Psa38/2$ HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn, und züchtige mich nicht in deinem Grimm! Psa38/3$ Denn deine Pfeile sind in mich eingedrungen, und
deine Hand hat sich auf mich herabgesenkt. Psa38/4$ Keine heile Stelle ist an meinem Fleisch wegen deiner Verwünschung, nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Verfehlung. Psa38/5$ Denn
meine Sünden wachsen mir über den Kopf, wie eine schwere Last sind sie zu schwer für mich. Psa38/6$ Es stinken, es eitern meine Wunden wegen meiner Torheit. Psa38/7$ Ich bin gekrümmt, sehr
gebeugt; den ganzen Tag gehe ich trauernd einher. Psa38/8$ Denn voll Brand sind meine Lenden, und keine heile Stelle ist an meinem Fleisch. Psa38/9$ Ich bin ermattet und ganz zerschlagen, ich
schreie aus dem Stöhnen meines Herzens. Psa38/10$ Herr, vor dir ist all mein Begehren, und mein Seufzen ist nicht vor dir verborgen. Psa38/11$ Mein Herz pocht, verlassen hat mich meine Kraft; und
das Licht meiner Augen, auch das habe ich nicht [mehr]. Psa38/12$ Meine Lieben und meine Gefährten stehen fernab von meiner Plage, und meine Verwandten stehen von ferne. Psa38/13$ Die nach meinem
Leben trachten, legen Schlingen; und die mein Unglück suchen, reden von Verderben und sinnen auf Betrug den ganzen Tag. Psa38/14$ Ich aber bin wie ein Tauber, höre nicht, und wie ein Stummer, der
seinen Mund nicht aufmacht. Psa38/15$ Ja, ich bin wie ein Mann, der nicht hört, und in dessen Mund keine Entgegnungen sind. Psa38/16$ Denn auf dich, HERR, harre ich; du, du wirst antworten, Herr,
mein Gott. Psa38/17$ Denn ich sprach: `Dass sie sich nicht über mich freuen, beim Wanken meines Fußes großtun gegen mich.' Psa38/18$ Denn ich bin nahe am Straucheln, und mein Schmerz steht mir
ständig vor Augen. Psa38/19$ Denn ich bekenne meine Schuld; ich bin bekümmert wegen meiner Verfehlung. Psa38/20$ Meine lebendigen Feinde sind stark, und zahlreich sind, die ohne Grund mich
hassen; Psa38/21$ ja, sie vergelten Gutes mit Bösem, sie feinden mich an, weil ich dem Guten nachjage. Psa38/22$ Verlaß mich nicht, HERR; mein Gott, sei nicht fern von mir! Psa38/23$ Eile zu
meiner Hilfe, Herr, meine Rettung!
Psa39\
Psa39/1$ Dem Chorleiter. Für Jedutun. Ein Psalm. Von David. Psa39/2$ Ich sprach: Ich will auf meine Wege achthaben, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund im Zaum halten,
solange der Gottlose vor mir ist. Psa39/3$ Ich verstummte in Schweigen, schwieg ~ fern vom Guten. Da wurde mein Schmerz erregt. Psa39/4$ Mein Herz wurde heiß in meinem Innern, bei meinem Stöhnen
entbrannte ein Feuer; ich sprach mit meiner Zunge: Psa39/5$ Tue mir kund, HERR, mein Ende und welches das Maß meiner Tage ist, damit ich erkenne, wie vergänglich ich bin! Psa39/6$ Siehe,
handbreit hast du meine Tage gemacht, und meine Lebenszeit ist wie nichts vor dir; nur ein Hauch ist jeder Mensch, wie fest er stehe -. // Psa39/7$ Nur als ein Schattenbild wandelt der Mann
einher; nur um Nichtigkeit lärmen sie; er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammeln wird. Psa39/8$ Und nun, auf was harre ich, Herr? Meine Hoffnung, sie gilt dir! Psa39/9$ Errette mich von
allen meinen Vergehen, mach mich nicht dem Narren zum Hohn! Psa39/10$ Ich bin verstummt, mache meinen Mund nicht auf; denn du, du hast gehandelt. Psa39/11$ Nimm von mir deine Plage! Vom Streit
deiner Hand [gegen mich] vergehe ich. Psa39/12$ Strafst du einen Mann mit Züchtigungen wegen [seiner] Schuld, so läßt du seine Schönheit wie die Motte zergehen; nur ein Hauch sind alle Menschen.
// Psa39/13$ Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien; schweige nicht zu meinen Tränen! Denn ein Fremdling bin ich bei dir, ein Beisasse wie alle meine Väter. Psa39/14$ Blicke von mir
weg, dass ich [noch einmal] fröhlich werde, bevor ich dahingehe und nicht mehr bin!
Psa40\
Psa40/1$ Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. Psa40/2$ Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört. Psa40/3$ Er hat mich heraufgeholt aus
der Grube des Verderbens, aus Schlick [und] Schlamm; und er hat meine Füße auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht. Psa40/4$ Und in meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen
Lobgesang auf unseren Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den HERRN vertrauen. Psa40/5$ Glücklich der Mann, der den HERRN zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den
Drängern und den in Lüge Festgefahrenen! Psa40/6$ Vielfach hast du, HERR, mein Gott, deine Wundertaten und deine Pläne an uns vollbracht; nichts ist mit dir zu vergleichen. Wollte ich davon
berichten und reden ~ sie sind zu zahlreich, um sie aufzuzählen. Psa40/7$ An Schlacht- und Speisopfern hattest du kein Gefallen, Ohren hast du mir gegraben; Brand- und Sündopfer hast du nicht
gefordert. Psa40/8$ Da sprach ich: Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben. Psa40/9$ Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in
meinem Innern. Psa40/10$ Ich habe Gerechtigkeit verkündet in großer Versammlung; siehe, meine Lippen hemmte ich nicht ~ HERR, du weißt es! Psa40/11$ Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen
im Innern meines Herzens; deine Zuverlässigkeit und deine Hilfe habe ich ausgesprochen, deine Gnade und deine Treue nicht verhehlt vor der großen Versammlung. Psa40/12$ Du, HERR, wirst dein
Erbarmen nicht von mir zurückhalten; deine Gnade und deine Treue werden beständig mich behütet! Psa40/13$ Denn Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine Sünden haben mich erreicht, dass ich
nicht aufzublicken vermag; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen.
V. 14-18: Ps 70,2-6.
Psa40/14$ Laß dir gefallen, HERR, mich zu erretten! HERR, eile zu meiner Hilfe! Psa40/15$ Es sollen sich schämen und beschämt werden allesamt, die nach meinem Leben trachten, es wegzuraffen; es
sollen zurückweichen und zuschanden werden, die Gefallen haben an meinem Unglück! Psa40/16$ Es sollen sich entsetzen über ihre Schande, die zu mir sagen: Haha! Haha! Psa40/17$ Es mögen fröhlich
sein und sich freuen an dir alle, die dich suchen; es mögen stets sagen: `Groß ist der HERR!, die dein Heil lieben. Psa40/18$ Ich aber bin elend und arm, der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und
mein Retter bist du; mein Gott, zögere nicht!
Psa41\
Psa41/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa41/2$ Glücklich, wer acht hat auf den Geringen; am Tage des Übels wird der HERR ihn erretten. Psa41/3$ Der HERR wird ihn bewahren und ihn am
Leben erhalten; er wird glücklich gepriesen im Lande. Gib ihn nicht der Gier seiner Feinde preis! Psa41/4$ Der HERR wird ihn stützen auf dem Siechbett, sein ganzes Lager wandelst du um in seiner
Krankheit. Psa41/5$ Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! Heile meine Seele, denn ich habe gegen dich gesündigt. Psa41/6$ Meine Feinde reden Böses gegen mich: `Wann wird er sterben und sein Name
verlorengehen? Psa41/7$ Und wenn einer kommt, um [mich] zu sehen, redet Falsches sein Herz, er sammelt sich Schlechtes; er geht hinaus, [draußen] sagt er}s. Psa41/8$ Vereint gegen mich flüstern
all meine Hasser; gegen mich ersinnen sie mir Böses: Psa41/9$ `Verderben ist über ihn ausgegossen; und der da liegt, wird nicht wieder aufstehen. Psa41/10$ Selbst mein Freund, auf den ich
vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse gegen mich erhoben. Psa41/11$ Du aber, HERR, sei mir gnädig und richte mich auf, dass ich es ihnen vergelte! Psa41/12$ Daran erkenne ich, dass du
Gefallen an mir hast, dass mein Feind nicht über mich jauchzt. Psa41/13$ Ich aber in meiner Lauterkeit, mich hast du aufrecht gehalten und mich vor dein Angesicht gestellt auf ewig.
Psa41/14$ Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit bis in Ewigkeit! Amen, ja Amen.
ZWEITES BUCH
Psa42\
Psa42/1$ Dem Chorleiter. Ein Maskil. Von den Söhnen Korachs. Psa42/2$ Wie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott! Psa42/3$ Meine Seele dürstet nach Gott,
nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht? Psa42/4$ Meine Tränen sind mein Brot geworden Tag und Nacht, da man den ganzen Tag zu mir sagt: Wo ist dein
Gott? Psa42/5$ Daran will ich denken und vor mir ausschütten meine Seele, wie ich einherzog, in der Schar sie führte zum Hause Gottes, mit Klang des Jubels und Dankes - ein feierlicher Aufzug.
Psa42/6$ Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und stöhnst in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen [für] das Heil seines Angesichts. Psa42/7$ Mein Gott, aufgelöst in mir ist
meine Seele; darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan und des Hermon, vom Berg Misar. Psa42/8$ Urflut ruft der Urflut zu beim Brausen deiner Wassergüsse; alle deine Wogen und deine Wellen
sind über mich hingegangen. Psa42/9$ Des Tages wird der HERR seine Gnade aufbieten, und des Nachts wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens. Psa42/10$ Sagen will ich zu
Gott, meinem Fels: `Warum hast du mich vergessen? Warum muß ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind? Psa42/11$ Wie Mord in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger, indem sie den
ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott? Psa42/12$ Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines
Angesichts und meinen Gott.
Psa43\
Psa43/1$ Schaffe mir Recht, o Gott, und führe meinen Rechtsstreit mit der gnadenlosen Nation! Vom Mann des Betrugs und des Unrechts errette mich! Psa43/2$ Denn du bist der Gott meiner Zuflucht.
Warum hast du mich verworfen? Warum muß ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind? Psa43/3$ Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen
Berg und zu deinen Wohnungen. Psa43/4$ So werde ich kommen zum Altar Gottes, zum Gott meiner Jubelfreude, und werde dich preisen auf der Zither, Gott, mein Gott! Psa43/5$ Was bist du so
aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott.
Psa44\
Psa44/1$ Dem Chorleiter. Von den Söhnen Korachs. Ein Maskil. Psa44/2$ Gott, mit unseren Ohren haben wir gehört, unsere Väter haben uns erzählt die Großtat, die du gewirkt hast in ihren Tagen, in
den Tagen der Vorzeit. Psa44/3$ Du, du hast mit deiner Hand Nationen ausgetrieben, aber sie hast du eingepflanzt, Völkerschaften hast du Schaden zugefügt, aber sie hast du ausgebreitet. Psa44/4$
Denn nicht durch ihr Schwert haben sie das Land in Besitz genommen, und nicht ihr Arm hat ihnen geholfen; sondern deine Rechte und dein Arm und das Licht deines Angesichts, weil du Wohlgefallen
an ihnen hattest. Psa44/5$ Du selbst bist mein König, o Gott; gebiete die Rettungen Jakobs! Psa44/6$ Durch dich werden wir niederstoßen unsere Bedränger; durch deinen Namen werden wir zertreten,
die gegen uns aufstehen. Psa44/7$ Denn nicht auf meinen Bogen vertraue ich, und mein Schwert wird mich nicht retten. Psa44/8$ Denn du rettest uns von unseren Bedrängern, und unsere Hasser machst
du zuschanden. Psa44/9$ In Gott rühmen wir uns den ganzen Tag, und deinen Namen werden wir ewig preisen. // Psa44/10$ Doch du hast [uns] verworfen und in Schande gebracht und zogst nicht aus mit
unseren Heeren. Psa44/11$ Du ließest uns zurückweichen vor dem Bedränger, und die uns hassen, haben für sich geraubt. Psa44/12$ Du gabst uns hin wie Schlachtvieh, und unter die Nationen hast du
uns zerstreut. Psa44/13$ Du verkauftest dein Volk um ein Geringes und hast keinen Gewinn gemacht durch ihren Kaufpreis. Psa44/14$ Du machtest uns unseren Nachbarn zum Hohn, zu Spott und Schimpf
denen, die uns umgeben. Psa44/15$ Du machtest uns zum Sprichwort unter den Nationen, zum Kopfschütteln unter den Völkerschaften. Psa44/16$ Den ganzen Tag ist meine Schande vor mir, und Scham hat
mir mein Gesicht bedeckt Psa44/17$ wegen der Stimme des Schmähers und Lästerers, angesichts des Feindes und des Rachgierigen. Psa44/18$ Dieses alles ist über uns gekommen, doch wir hatten dich
nicht vergessen, noch verraten deinen Bund. Psa44/19$ Unser Herz ist nicht zurückgewichen, noch sind unsere Schritte abgebogen von deinem Pfad, Psa44/20$ dass du uns [so] zermalmt hast am Ort der
Schakale und uns bedeckt mit Finsternis. Psa44/21$ Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und unsere Hände zu einem fremden Gott ausgestreckt, Psa44/22$ würde Gott das nicht erforschen?
Denn er erkennt die Geheimnisse des Herzens. Psa44/23$ Ja, um deinetwillen werden wir umgebracht den ganzen Tag, als Schlachtvieh werden wir angesehen. Psa44/24$ Erwache! Warum schläfst du, Herr?
Wache auf! Verwirf [uns] nicht auf ewig! Psa44/25$ Warum verbirgst du dein Angesicht, vergißt unser Elend und unsere Bedrückung? Psa44/26$ Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, unser Bauch
klebt an der Erde. Psa44/27$ Stehe auf, uns zur Hilfe, und erlöse uns um deiner Güte willen!
Psa45\
Psa45/1$ Dem Chorleiter. Nach Schoschannim. Von den Söhnen Korachs. Ein Maskil. Ein Liebeslied. Psa45/2$ Es wallt mein Herz von gutem Wort. Sagen will ich meine Gedichte dem König! Meine Zunge
sei [wie] der Griffel eines geschickten Schreibers! Psa45/3$ Du bist schöner als andere Menschen, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; darum hat Gott dich gesegnet für ewig. Psa45/4$ Gürte
dein Schwert um die Hüfte, du Held; deine Majestät und deine Pracht! Psa45/5$ Und deine Pracht - sei stark, zieh aus für die Sache der Wahrheit und der Sanftmut und der Gerechtigkeit; da lehre
dich furchtbare Taten deine Rechte. Psa45/6$ Deine geschärften Pfeile - Völker fallen unter dir - ins Herz der Feinde des Königs! Psa45/7$ Dein Thron, o Gott, ist immer und ewig, ein Zepter der
Geradheit ist das Zepter deiner Herrschaft. Psa45/8$ Gerechtigkeit hast du geliebt und Gottlosigkeit gehaßt: darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten. Psa45/9$
Myrrhe und Aloe, Kassia sind alle deine Kleider; aus Palästen von Elfenbein erfreut dich Saitenspiel. Psa45/10$ Königstöchter stehen da, mit deinen Kostbarkeiten [geschmückt]; die Königin steht
zu deiner Rechten in Gold von Ofir. Psa45/11$ Höre, Tochter, und sieh, und neige dein Ohr; und vergiß dein Volk und deines Vaters Haus! Psa45/12$ Und wird der König deine Schönheit begehren, denn
er ist dein Herr: so neige dich vor ihm! Psa45/13$ Und die Tochter Tyrus [kommt] mit Geschenk, deine Gunst suchen die Reichen im Volk. Psa45/14$ Ganz herrlich ist die Königstochter drinnen, von
Goldgewebe ihr Gewand; Psa45/15$ in buntgewebten Kleidern wird sie zum König geführt; Jungfrauen ihr Gefolge, ihre Gefährtinnen, sie werden zu dir hineingebracht. Psa45/16$ Sie werden geführt
unter Freude und Jubel, sie ziehen ein in den Palast des Königs. Psa45/17$ An die Stelle deiner Väter werden deine Söhne treten; als Oberste wirst du sie einsetzen auf der ganzen Erde. Psa45/18$
Ich will deinen Namen bekannt machen durch alle Generationen; darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.
Psa46\
Psa46/1$ Dem Chorleiter. Von den Söhnen Korachs. Nach Alamoth. Ein Lied. Psa46/2$ Gott ist uns Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich zu finden. Psa46/3$ Darum fürchten wir uns
nicht, wenn auch die Erde erbebte und die Berge mitten ins Meer wankten. Psa46/4$ Mögen seine Wasser tosen und schäumen, die Berge erbeben durch sein Aufbäumen! // Psa46/5$ Des Stromes Bäche
erfreuen die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des Höchsten. Psa46/6$ Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen früh am Morgen. Psa46/7$ Nationen tobten,
Königreiche wankten. Er ließ seine Stimme erschallen: die Erde zerschmolz. Psa46/8$ der HERR der Heerscharen ist mit uns, eine Festung ist uns der Gott Jakobs. // Psa46/9$ Kommt, schaut die
Großtaten des HERRN, der Entsetzen verbreitet auf Erden! Psa46/10$ Der Kriege beschwichtigt bis ans Ende der Erde, Bogen zerbricht und Speere zerschlägt, Wagen mit Feuer verbrennt. Psa46/11$ Laßt
ab und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhöht sein unter den Nationen, erhöht auf der Erde. Psa46/12$ Der HERR der Heerscharen ist mit uns, eine Festung ist uns der Gott Jakobs.
//
Psa47\
Psa47/1$ Dem Chorleiter. Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm. Psa47/2$ Ihr Völker alle, klatscht in die Hände! Jauchzt Gott mit Jubelschall! Psa47/3$ Denn der HERR, der Höchste, ist gefürchtet, ein
großer König über die ganze Erde. Psa47/4$ Er unterwarf uns die Völker und die Völkerschaften unter unsere Füße. Psa47/5$ Er erwählte für uns unser Erbe, den Stolz Jakobs, den er geliebt hat. //
Psa47/6$ Gott ist emporgestiegen unter Jauchzen, der HERR unter Posaunenschall. Psa47/7$ Singt Gott, singet, singt unserem König, singet! Psa47/8$ Denn Gott ist König der ganzen Erde; singt einen
Psalm! Psa47/9$ Gott ist König geworden über die Nationen; Gott hat sich auf seinen heiligen Thron gesetzt. Psa47/10$ Die Edlen der Völker haben sich versammelt [mit dem] Volk des Gottes
Abrahams; denn die Könige der Erde sind Gottes; er ist sehr erhaben.
Psa48\
Psa48/1$ Ein Lied. Ein Psalm. Von den Söhnen Korachs. Psa48/2$ Groß ist der HERR und sehr zu loben in der Stadt unseres Gottes. Sein heiliger Berg Psa48/3$ ragt schön empor, eine Freude der
ganzen Erde; der Berg Zion, im äußersten Norden, die Stadt des großen Königs. Psa48/4$ Gott ist in ihren Palästen, bekannt als Zuflucht. Psa48/5$ Denn siehe, die Könige hatten sich verabredet,
waren herangezogen miteinander. Psa48/6$ Sie sahen, da staunten sie; sie wurden bestürzt, [von Angst] fortgetrieben. Psa48/7$ Zittern ergriff sie dort, Wehen wie die Gebärende. Psa48/8$ Durch den
Ostwind zertrümmerst du die Tarsisschiffe. Psa48/9$ Wie wir gehört haben, so haben wir es gesehen in der Stadt des HERRN der Heerscharen, in der Stadt unseres Gottes; Gott wird sie fest gründen
bis in Ewigkeit. // Psa48/10$ Wir haben nachgedacht, o Gott, über deine Gnade im Innern deines Tempels. Psa48/11$ Wie dein Name, Gott, so ist dein Ruhm bis an die Enden der Erde; mit
Gerechtigkeit ist gefüllt deine Rechte. Psa48/12$ Es freue sich der Berg Zion, es sollen frohlocken die Töchter Judas über deine Gerichte! Psa48/13$ Zieht rund um Zion und umkreist ihn, zählt
seine Türme; Psa48/14$ richtet euer Herz auf seine Wälle, mustert seine Paläste, damit ihr erzählt dem künftigen Geschlecht: Psa48/15$ Ja, dieser ist Gott, unser Gott immer und ewig! Er wird uns
leiten.
Psa49\
Psa49/1$ Dem Chorleiter. Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm. Psa49/2$ Hört dies, ihr Völker alle; nehmt es zu Ohren, alle Bewohner der Welt; Psa49/3$ Söhne der Einfachen wie der Vornehmen, Reiche
und Arme miteinander! Psa49/4$ Mein Mund soll Weisheit reden, und das Sinnen meines Herzens ist Einsicht. Psa49/5$ Mein Ohr will ich zu einem Spruch neigen, mein Rätsel auflösen zur Zither.
Psa49/6$ Warum sollte ich mich fürchten in Tagen des Übels, wenn die Sünde derer, die mich hintergehen, mich umringt? Psa49/7$ Sie vertrauen auf ihr Vermögen und rühmen sich der Größe ihres
Reichtums. Psa49/8$ Niemals kann ein Mann seinen Bruder loskaufen, nicht kann er Gott sein Lösegeld geben, Psa49/9$ - denn [zu] kostbar ist das Kaufgeld für ihre Seele, und er muß davon ablassen
auf ewig, - Psa49/10$ dass er fortlebe immer, die Grube nicht sehe. Psa49/11$ Denn man sieht: die Weisen sterben, der Tor und der Unvernünftige kommen miteinander um, und sie lassen anderen ihr
Vermögen. Psa49/12$ Ihr Gedanke [ist, dass] ihre Häuser in Ewigkeit [stehen], ihre Wohnung von Geschlecht zu Geschlecht; sie hatten Ländereien nach ihren Namen benannt. Psa49/13$ Doch der Mensch,
der im Ansehen ist, bleibt nicht; er gleicht dem Vieh, das vertilgt wird. Psa49/14$ Dies ist ihr Weg, [der Weg] derer, die unerschütterlich sind, und ihr Ende, [das Ende derer,] die Gefallen
finden an ihren Worten: // Psa49/15$ Wie Schafe weidet sie der Tod, sie sinken zum Scheol hinab; und am Morgen herrschen die Aufrichtigen über sie; ihre Gestalt zerfällt, der Scheol ist ihre
Wohnung. Psa49/16$ Gott aber wird meine Seele erlösen von der Gewalt des Scheols; denn er wird mich entrücken. // Psa49/17$ Fürchte dich nicht, wenn ein Mann sich bereichert, wenn sich vergrößert
die Pracht seines Hauses. Psa49/18$ Denn bei seinem Tod nimmt er das alles nicht mit; seine Pracht folgt ihm nicht hinab. Psa49/19$ Wenn er auch in seinem Leben seine Seele segnet, - und man
preist dich, wenn du es dir gutgehen läßt - Psa49/20$ so kommt sie doch zum Geschlecht seiner Väter, die nie mehr das Licht sehen. Psa49/21$ Der Mensch, der im Ansehen ist, hat keine Einsicht, er
gleicht dem Vieh, das vertilgt wird. //
Psa50\
Psa50/1$ Ein Psalm. Von Asaf. Gott, Gott, der HERR, hat geredet und die Erde gerufen, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. Psa50/2$ Aus Zion, der Schönheit Vollendung, ist Gott
hervorgestrahlt. Psa50/3$ Unser Gott kommt, und er wird nicht schweigen; Feuer frißt vor ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig. Psa50/4$ Er ruft dem Himmel droben und der Erde zu, um sein
Volk zu richten: Psa50/5$ `Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben beim Opfer! Psa50/6$ Und die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, dass Gott Richter ist, er selbst. //
Psa50/7$ `Höre, mein Volk, und ich will reden, Israel, und ich will dich verwarnen! Ich bin Gott, dein Gott. Psa50/8$ Nicht wegen deiner Schlachtopfer tadle ich dich, auch deine Brandopfer sind
beständig vor mir. Psa50/9$ Ich nehme keinen Jungstier aus deinem Haus, noch Böcke aus deinen Hürden. Psa50/10$ Denn mein ist alles Getier des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Psa50/11$ Ich
kenne alle Vögel der Berge, und was sich tummelt im Feld, ist mir bekannt. Psa50/12$ Wenn mich hungerte, ich würde es dir nicht sagen; denn mein ist die Welt und ihre Fülle. Psa50/13$ Sollte ich
das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken? Psa50/14$ Opfere Gott Dank, und erfülle dem Höchsten deine Gelübde; Psa50/15$ und rufe mich an am Tag der Not; ich will dich
erretten, und du wirst mich verherrlichen! Psa50/16$ Zu dem Gottlosen aber spricht Gott: `Was hast du meine Ordnungen herzusagen und nimmst meinen Bund in deinen Mund? Psa50/17$ Du hast ja die
Zucht gehaßt und meine Worte hinter dich geworfen. Psa50/18$ Sahst du einen Dieb, so befreundetest du dich mit ihm, und mit Ehebrechern hattest du Gemeinschaft. Psa50/19$ Deinen Mund schicktest
du los zum Bösen, und deine Zunge spannte Betrug davor. Psa50/20$ Du saßest da, redetest gegen deinen Bruder, gegen den Sohn deiner Mutter stießest du Schmähung aus. Psa50/21$ Das hast du getan,
und ich schwieg; du dachtest, ich sei ganz wie du. Ich werde dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen. Psa50/22$ Merket doch dies, die ihr Gott vergeßt, damit ich nicht zerreiße, und
keiner kann retten! Psa50/23$ Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.
Psa51\
Psa51/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa51/2$ Als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batseba eingegangen war. Psa51/3$ Sei mir gnädig, o Gott, nach deiner Gnade; tilge meine
Vergehen nach der Größe deiner Barmherzigkeit! Psa51/4$ Wasche mich völlig von meiner Schuld, und reinige mich von meiner Sünde! Psa51/5$ Denn ich erkenne meine Vergehen, und meine Sünde ist
stets vor mir. Psa51/6$ Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen; damit du im Recht bist mit deinem Reden, rein erfunden in deinem Richten.
Psa51/7$ Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Psa51/8$ Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun.
Psa51/9$ Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee. Psa51/10$ Laß mich Fröhlichkeit und Freude hören, so werden die Gebeine frohlocken,
die du zerschlagen hast. Psa51/11$ Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Schuld! Psa51/12$ Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist!
Psa51/13$ Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir! Psa51/14$ Laß mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen
Geist! Psa51/15$ Lehren will ich die [von dir] Abgefallenen deine Wege, dass die Sünder zu dir umkehren. Psa51/16$ Errette mich von Blutschuld, Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge
deine Gerechtigkeit jubelnd preisen. Psa51/17$ Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund dein Lob verkünde. Psa51/18$ Denn du hast keine Lust am Schlachtopfer, sonst gäbe ich es; Brandopfer
gefällt dir nicht. Psa51/19$ Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Psa51/20$ Tue Zion Gutes in deiner Gunst, baue
die Mauern Jerusalems! Psa51/21$ Dann wirst du Lust haben an rechten Opfern, Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar.
Psa52\
Psa52/1$ Dem Chorleiter. Ein Maskil. Von David. Psa52/2$ Als Doeg, der Edomiter, kam und dem Saul berichtete und ihm sagte: David ist in das Haus Ahimelechs gekommen. Psa52/3$ Was rühmst du dich
der Bosheit, du Gewaltiger? Die Gnade Gottes [währt] den ganzen Tag. Psa52/4$ Verderben plant deine Zunge, wie ein geschliffenes Schermesser, [du] Lügner. Psa52/5$ Du hast das Böse mehr geliebt
als das Gute, die Lüge mehr als gerechtes Reden. // Psa52/6$ Du hast alle Worte des Verderbens geliebt, [du] betrügerische Zunge! Psa52/7$ Gott wird dich auch zerstören für immer; er wird dich
niederschlagen und herausreißen aus dem Zelt und entwurzeln aus dem Land der Lebendigen. // Psa52/8$ Und sehen werden es die Gerechten und sich fürchten, und sie werden über ihn lachen: Psa52/9$
`Siehe, der Mann machte nicht Gott zu seinem Schutz, sondern vertraute auf die Größe seines Reichtums, durch sein Schadentun war er stark! Psa52/10$ Ich aber bin wie ein grüner Olivenbaum im
Hause Gottes; ich vertraue auf die Gnade Gottes immer und ewig. Psa52/11$ Ich werde dich ewig preisen, weil du es getan hast; und auf deinen Namen - denn er ist gut - werde ich harren vor deinen
Frommen.
Psa53\
Psa53/1$ Dem Chorleiter. Al-Machalath. Ein Maskil. Von David. Psa53/2$ Der Tor spricht in seinem Herzen: `Es ist kein Gott! Sie haben Verderben angerichtet und abscheuliches Unrecht geübt; da ist
keiner, der Gutes tut. Psa53/3$ Gott hat vom Himmel herabgeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da ist, einer, der Gott sucht. Psa53/4$ Alle sind abgewichen, sie sind
alle verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. Psa53/5$ Haben denn keine Erkenntnis, die Böses tun, die mein Volk fressen, als äßen sie Brot? Gott rufen sie nicht an. Psa53/6$ Da
überfiel sie Schrecken, ohne dass ein Schrecken da war; denn Gott hat zerstreut die Gebeine dessen, der dich bedrängt. Du hast sie zuschanden werden lassen, denn Gott hat sie verworfen. Psa53/7$
O kämen doch aus Zion die Rettungen für Israel! Wenn Gott die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird Jakob jubeln, Israel sich freuen.
Psa54\
Psa54/1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Maskil. Von David. Psa54/2$ Als die Sifiter kamen und zu Saul sprachen: Hält sich David nicht bei uns verborgen? Psa54/3$ Gott, durch deinen Namen
rette mich, und schaffe mir Recht durch deine Macht! Psa54/4$ Gott, höre mein Gebet, nimm zu Ohren die Reden meines Mundes! Psa54/5$ Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden, und Gewalttätige
trachten nach meinem Leben; sie haben Gott nicht vor sich gestellt. // Psa54/6$ Siehe, Gott ist mir ein Helfer; der Herr ist der, der meine Seele stützt. Psa54/7$ Er wird das Böse zurücklenken
auf meine Feinde; nach deiner Treue bringe sie zum Schweigen! Psa54/8$ Opfern will ich dir aus freiem Antrieb; deinen Namen will ich preisen, HERR, denn er ist gut. Psa54/9$ Denn aus aller Not
hat er mich errettet, so dass mein Auge auf meine Feinde [herab]sieht.
Psa55\
Psa55/1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Maskil. Von David. Psa55/2$ Nimm zu Ohren, o Gott, mein Gebet, und verbirg dich nicht vor meinem Flehen!
Psa55/3$ Horche auf mich und antworte mir! Ich irre umher in meiner Klage und muß stöhnen Psa55/4$ vor der Stimme des Feindes, vor der Bedrückung des Gottlosen; denn sie wälzen Unheil auf
mich, und im Zorn feinden sie mich an. Psa55/5$ Mein Herz bebte in meinem Innern, und Todesschrecken haben mich befallen. Psa55/6$ Furcht und Zittern kamen mich an, und Schauder bedeckte mich.
Psa55/7$ Und ich sprach: Hätte ich doch Flügel wie die Taube, ich wollte hinfliegen und ruhen. Psa55/8$ Siehe, weithin entflöhe ich, würde nächtigen in der Wüste. // Psa55/9$ Ich wollte eilen,
dass ich Zuflucht hätte vor dem heftigen Wind, vor dem Sturm. Psa55/10$ Verwirre, Herr, spalte ihre Zunge! denn Gewalttat und Streit habe ich in der Stadt gesehen. Psa55/11$ Tag und Nacht machen
sie die Runde um sie auf ihren Mauern; und Unheil und Mühsal sind in ihrer Mitte. Psa55/12$ Verderben ist in ihrer Mitte, und Bedrückung und Betrug weichen nicht von ihrem [Markt-] Platz.
Psa55/13$ Denn nicht ein Feind höhnt mich, sonst würde ich es ertragen; nicht mein Hasser hat großgetan gegen mich, sonst würde ich mich vor ihm verbergen; Psa55/14$ sondern du, ein Mensch
meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter, Psa55/15$ die wir die Süße der Gemeinschaft miteinander erlebten, ins Haus Gottes gingen in [festlicher] Unruhe! Psa55/16$ Der Tod überrasche sie,
lebendig mögen sie hinabfahren in den Scheol; denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung, in ihrem Innern. Psa55/17$ Ich aber, ich rufe zu Gott, und der HERR hilft mir. Psa55/18$ Abends und morgens und
mittags klage und stöhne ich; und er hat meine Stimme gehört. Psa55/19$ Er hat meine Seele zum Frieden erlöst, dass sie mir nicht nahen können; denn mit vielen sind sie gegen mich gewesen.
Psa55/20$ Hören wird Gott und sie unterdrücken - er thront ja von alters her; // weil es keine Zuverlässigkeit bei ihnen gibt und sie Gott nicht fürchten. Psa55/21$ Er hat ausgestreckt seine
Hände gegen seine Friedensbeschlüsse, entweiht hat er seinen Bund. Psa55/22$ Glatter als weiche Butter ist sein Mund, und Feindschaft ist sein Herz; geschmeidiger als Öl sind seine Worte, aber
sie sind gezogene Schwerter. Psa55/23$ Wirf auf den HERRN deine Last, und er wird dich erhalten; er wird nimmermehr zulassen, dass der Gerechte wankt. Psa55/24$ Und du, Gott, wirst sie
hinabstürzen in den Brunnen der Grube; die Männer des Blutes und des Betruges werden ihre Tage nicht zur Hälfte bringen. Ich aber will auf dich vertrauen.
Psa56\
Psa56/1$ Dem Chorleiter. Nach: `Die Taube der fernen Inseln. Von David. Ein Miktam. Als die Philister ihn zu Gat ergriffen. Psa56/2$ Sei mir gnädig, o Gott! - denn es stellen mir Menschen nach;
den ganzen Tag bedrängt mich ein Streitender. Psa56/3$ Meine Feinde stellen [mir] den ganzen Tag nach, ja, viele bekämpfen mich von oben herab. Psa56/4$ [An dem] Tag, [da] ich mich fürchte - ich,
ich vertraue auf dich. Psa56/5$ Auf Gott - sein Wort rühme ich - auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht fürchten; was sollte Fleisch mir tun? Psa56/6$ Den ganzen Tag tadeln sie meine Worte,
alle ihre Gedanken sind gegen mich zum Bösen. Psa56/7$ Sie greifen an, verstecken sich, sie beobachten meine Fersen, weil sie meiner Seele auflauern. Psa56/8$ [Sollte] es bei ihrer Bosheit
Rettung für sie [geben]? Im Zorn stürze die Völker nieder, o Gott! Psa56/9$ Meine Heimatlosigkeit hast du abgemessen. Gieße meine Tränen in deinen Schlauch! [Stehen sie] nicht in deinem
Verzeichnis? Psa56/10$ Dann werden meine Feinde ablassen - an dem Tag, da ich rufe; dieses habe ich erkannt, dass Gott für mich ist. Psa56/11$ Auf Gott - [sein] Wort rühme ich - auf den HERRN -
[sein] Wort rühme ich - Psa56/12$ auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht fürchten; was kann ein Mensch mir tun? Psa56/13$ Auf mir [liegen], o Gott, deine Gelübde, ich werde dir Dankopfer
einlösen. Psa56/14$ Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, ja, meine Füße vom Sturz, dass ich wandle vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen.
Psa57\
Psa57/1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Von David. Ein Miktam. Als er vor Saul in die Höhle floh. Psa57/2$ Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig! Denn bei dir birgt sich
meine Seele. Im Schatten deiner Flügel berge ich mich, bis vorübergezogen das Verderben. Psa57/3$ Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, zu dem Gott, der es für mich vollendet. Psa57/4$ Er sende vom
Himmel und rette mich; gehöhnt hat der, der mir nachstellt. // Gott sende seine Gnade und seine Wahrheit, [er errette] meine Seele. Psa57/5$ Mitten unter Löwen liege ich, die Menschen
verschlingen. Ihre Zähne sind Speer und Pfeile, und ihre Zunge ist ein scharfes Schwert. Psa57/6$ Erhebe dich über die Himmel, o Gott, über der ganzen Erde [sei] deine Herrlichkeit! Psa57/7$ Ein
Netz haben sie meinen Schritten gestellt, er hat meine Seele gebeugt. Sie haben vor mir eine Grube gegraben, sie sind mitten hineingefallen. //
V. 8-12: Ps 108,2-6.
Psa57/8$ Gefestigt ist mein Herz, o Gott, gefestigt ist mein Herz! Ich will singen und spielen. Psa57/9$ Wache auf, meine Seele! Wachet auf, Harfe und Zither! Ich will aufwecken die Morgenröte.
Psa57/10$ Ich will dich preisen unter den Völkern, Herr, will dich besingen unter den Völkerschaften. Psa57/11$ Denn groß bis zu den Himmeln ist deine Gnade, und bis zu den Wolken deine Wahrheit.
Psa57/12$ Erhebe dich über die Himmel, o Gott, über der ganzen Erde [sei] deine Herrlichkeit!
Psa58\
Psa58/1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Von David. Ein Miktam. Psa58/2$ Redet ihr wirklich Gerechtigkeit, Götter? Richtet ihr in Geradheit die Menschenkinder? Psa58/3$ Sogar
im Herzen übt ihr Ungerechtigkeiten; der Gewalttat eurer Hände brecht ihr Bahn im Land. Psa58/4$ Abgewichen sind die Gottlosen von Mutterschoße an, es irren von Mutterleibe an die Lügenredner.
Psa58/5$ Gift haben sie gleich Schlangengift, wie eine taube Kobra, die ihr Ohr verschließt, Psa58/6$ dass sie nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der die Zaubersprüche
beherrscht. Psa58/7$ Zerschmettere, o Gott, ihre Zähne in ihrem Maul, brich aus das Gebiß der Junglöwen, HERR! Psa58/8$ Sie sollen zergehen wie Wasser, die verrinnen! Legt er seine Pfeile an, [so
seien sie] wie abgeknickt. Psa58/9$ Wie die Schnecke zerschmelzend dahingeht, eines Weibes Fehlgeburt, welche nie die Sonne erblickt! Psa58/10$ Bevor eure Töpfe den Dornstrauch merken - ob grün
oder Glut, er wird ihn fortwirbeln! Psa58/11$ Freuen wird sich der Gerechte, wenn er die Rache anschaut; er watet im Blut des Gottlosen. Psa58/12$ Und der Mensch soll sagen: Es gibt doch Lohn für
den Gerechten; es gibt doch einen Gott, der auf Erden richtet.
Psa59\
Psa59/1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Von David. Ein Miktam. Als Saul sandte und sie das Haus bewachten, um ihn zu töten. Psa59/2$ Befreie mich von meinen Feinden, mein
Gott! Bring mich in Sicherheit vor denen, die sich gegen mich erheben! Psa59/3$ Befreie mich von denen, die Böses tun, und rette mich von den Blutmenschen! Psa59/4$ Denn siehe, sie lauern auf
meine Seele; Starke greifen mich an, ohne mein Vergehen und ohne meine Sünde, HERR! Psa59/5$ Ohne eine Schuld [meinerseits] laufen sie an und gehen in Stellung; wache auf, mir entgegen, und sieh!
Psa59/6$ Und du, HERR, Gott der Heerscharen, Gott Israels, erwache, heimzusuchen alle Nationen! Sei keinem gnädig von den treulos Frevelnden! // Psa59/7$ Am Abend kehren sie wieder, heulen wie
Hunde und umkreisen die Stadt. Psa59/8$ Siehe, sie lassen ihren Mund Böses reden, Schwerter [sind] auf ihren Lippen - denn [sie denken]: `wer hört? Psa59/9$ Du aber, HERR, wirst über sie lachen,
spotten über alle Nationen. Psa59/10$ Meine Stärke, auf dich will ich achten; denn Gott ist meine Festung. Psa59/11$ Mein gnädiger Gott wird mir zuvorkommen; Gott wird mich [herab] sehen lassen
auf meine Feinde. Psa59/12$ Töte sie nicht, damit mein Volk es nicht vergesse; laß sie umherirren durch deine Macht, und stürze sie nieder, Herr, unser Schild! Psa59/13$ Sünde ihres Mundes ist
das Wort ihrer Lippen; so laß sie gefangen werden in ihrem Hochmut und wegen des Fluches und wegen der Lüge, die sie aussprechen! Psa59/14$ Vertilge im Zorn, vertilge, dass sie nicht mehr sind.
Dann wird man erkennen, dass Gott in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde! // Psa59/15$ Und am Abend kehren sie wieder, heulen wie Hunde und umkreisen die Stadt. Psa59/16$ Sie schweifen umher
nach Speise; wenn sie nicht satt werden, knurren sie. Psa59/17$ Ich aber will singen von deiner Stärke und am Morgen jubelnd preisen deine Gnade; denn du bist mir eine Festung gewesen und eine
Zuflucht am Tag meiner Not. Psa59/18$ Meine Stärke, dir will ich spielen; denn Gott ist meine Festung, der Gott meiner Gnade.
Psa60\
Psa60/1$ Dem Chorleiter. Nach Schuschan. Ein Zeugnis. Ein Miktam. Von David. Zum Lehren. Psa60/2$ Als er stritt mit den Syrern von Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba, und Joab zurückkehrte
und die Edomiter im Salztal schlug, zwölftausend Mann. Psa60/3$ Gott, du hast uns verworfen, hast uns zerstreut; du bist zornig gewesen - stelle uns wieder her! Psa60/4$ Du hast das Land
erschüttert, hast es zerrissen; heile seine Risse, denn es wankt! Psa60/5$ Du hast dein Volk Hartes sehen lassen, mit Taumelwein hast du uns getränkt. Psa60/6$ Denen, die dich fürchten, hast du
ein Signal gegeben, dass sie fliehen [können] vor den Bogen. //
V. 7-14: Ps 108,7-14.
Psa60/7$ Damit deine Geliebten befreit werden, hilf durch deine Rechte und erhöre mich! Psa60/8$ Gott hat geredet in seinem Heiligtum: `Frohlocken will ich, will Sichem verteilen und das Tal
Sukkot ausmessen. Psa60/9$ Mein ist Gilead und mein Manasse, und Ephraim ist die Bergfestung meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab. Psa60/10$ Moab ist mein Waschbecken, auf Edom will ich meine
Sandale werfen; Philistäa, jauchze mir zu! Psa60/11$ Wer wird mich führen in die feste Stadt, wer wird mich leiten bis nach Edom? Psa60/12$ Hast du, Gott, uns nicht verworfen? Du ziehst nicht
aus, o Gott, mit unseren Heeren. Psa60/13$ Schaffe uns Hilfe vor dem Bedränger! Menschenhilfe ist ja wertlos. Psa60/14$ Mit Gott werden wir mächtige Taten tun; und er, er wird unsere Bedränger
zertreten.
Psalm61\
Psa61/1$ Dem Chorleiter. Auf Saitenspiel. Von David. Psa61/2$ Höre, Gott, mein Schreien, horche auf mein Gebet! Psa61/3$ Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, weil mein Herz verzagt; du wollest mich
auf den Felsen leiten, der mir zu hoch ist. Psa61/4$ Denn du bist mir eine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind. Psa61/5$ Ich möchte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im
Schutz deiner Flügel. // Psa61/6$ Denn du, Gott, hast auf meine Gelübde gehört, hast [mir] gegeben das Erbteil derer, die deinen Namen fürchten. Psa61/7$ Du wirst Tage zu den Tagen des Königs
hinzufügen; seine Jahre mögen sein wie Geschlecht auf Geschlecht. Psa61/8$ Er möge ewig thronen vor dem Angesicht Gottes. Bestelle Gnade und Treue, dass sie ihn behüten! Psa61/9$ So werde ich
deinen Namen besingen immerdar; um [damit] meine Gelübde zu erfüllen Tag für Tag.
Psalm62\
Psa62/1$ Dem Chorleiter. Nach Jedutun. Ein Psalm. Von David. Psa62/2$ Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Hilfe. Psa62/3$ Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine
Festung; ich werde kaum wanken. Psa62/4$ Wie lange wollt ihr einen Mann bestürmen, morden ihr alle - wie eine überhängende Wand, eine eingestoßene Mauer? Psa62/5$ Sie planen nur, ihn von seiner
Höhe zu stoßen; sie finden Gefallen an der Lüge; mit ihrem Mund segnen sie, doch in ihrem Innern fluchen sie. // Psa62/6$ Nur auf Gott vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine
Hoffnung. Psa62/7$ Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung; ich werde nicht wanken. Psa62/8$ Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in
Gott. Psa62/9$ Vertraut auf ihn allezeit, Leute! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht. // Psa62/10$ Nur Hauch sind die Menschensöhne, Lüge die Herrensöhne. Auf der Waagschale
steigen sie empor, sie sind allesamt leichter als ein Hauch. Psa62/11$ Vertraut nicht auf Erpressung, und betrügt euch nicht durch Raub; wenn der Reichtum wächst, richtet euer Herz nicht darauf!
Psa62/12$ Eines hat Gott geredet, zwei [Dinge] sind es, die ich gehört, dass die Macht bei Gott ist Psa62/13$ und dein, o Herr, die Gnade; denn du, du vergiltst jedem nach seinem
Werk.
Psalm63\
Psa63/1$ Ein Psalm. Von David. Als er in der Wüste Juda war. Psa63/2$ Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem
dürren und erschöpften Land ohne Wasser. Psa63/3$ So schaue ich im Heiligtum nach dir, um deine Macht und deine Herrlichkeit zu sehen. Psa63/4$ Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen
werden dich rühmen. Psa63/5$ So werde ich dich preisen während meines Lebens, meine Hände in deinem Namen aufheben. Psa63/6$ Wie von Mark und Fett wird meine Seele gesättigt werden, und mit
jubelnden Lippen wird mein Mund loben, Psa63/7$ wenn ich deiner gedenke auf meinem Lager, über dich nachdenke in den Nachtwachen. Psa63/8$ Denn du bist mir zur Hilfe geworden, und im Schatten
deiner Flügel kann ich jubeln. Psa63/9$ Meine Seele hängt an dir, deine Rechte hält mich aufrecht. Psa63/10$ Jene aber, die [mir] zum Verderben nach meinem Leben trachten, werden in die Tiefen
der Erde hinsinken. Psa63/11$ Man wird sie der Gewalt des Schwertes preisgeben, das Teil der Schakale werden sie sein. Psa63/12$ Und der König wird sich freuen in Gott; jeder darf sich rühmen,
der bei ihm schwört; denn der Mund der Lügenredner wird verstopft werden.
Psalm64\
Psa64/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa64/2$ Höre, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behüte mein Leben vor dem Schrecken des Feindes! Psa64/3$ Verbirg mich vor der Verschwörung der
Übeltäter, vor dem Aufruhr derer, die Böses tun! Psa64/4$ Die ihre Zunge gleich einem Schwert geschärft, bitteres Wort als ihren Pfeil angelegt haben, Psa64/5$ um im Versteck auf den Unschuldigen
zu schießen, plötzlich schießen sie auf ihn und scheuen sich nicht. Psa64/6$ Sie stärken sich in böser Sache; sie reden davon, Fallstricke zu verbergen; sie sagen: `Wer wird sie sehen? Psa64/7$
Sie denken Schlechtigkeiten aus: `Wir sind fertig. Der Plan ist ausgedacht. Und das Innere eines jeden und [sein] Herz ist unergründlich. Psa64/8$ Aber Gott schießt auf sie einen Pfeil, plötzlich
sind ihre Wunden da. Psa64/9$ Und sie brachten ihn zum Straucheln, [doch] ihre Zunge [kommt] über sie; alle, die auf sie sehen, schütteln sich. Psa64/10$ Da fürchteten sich alle Menschen und
verkündeten das Tun Gottes und verstanden sein Werk. Psa64/11$ Der Gerechte wird sich am HERRN freuen und sich bei ihm bergen; und alle von Herzen Aufrichtigen werden sich rühmen.
Psalm65\
Psa65/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Ein Lied. Psa65/2$ Dir [gilt] Stille, Lobgesang, o Gott, in Zion, und dir soll man das Gelübde erfüllen. Psa65/3$ Hörer des Gebets, zu dir wird
alles Fleisch kommen. Psa65/4$ Sündige Taten haben mich überwältigt; unsere Vergehen, du wirst sie vergeben. Psa65/5$ Glücklich, den du erwählst und nahen läßt, dass er wohne in deinen Vorhöfen!
Wir werden gesättigt werden mit dem Gut deines Hauses, dem Heiligen deines Tempels. Psa65/6$ Du wirst uns furchtbare Dinge in Gerechtigkeit antworten, Gott unseres Heils, du Zuversicht aller
Enden der Erde und des fernen Meeres, Psa65/7$ der die Berge festigt durch seine Kraft, umgürtet ist mit Macht, Psa65/8$ der das Brausen der Meere besänftigt, das Brausen ihrer Wellen und das
Getümmel der Völker. Psa65/9$ Und so fürchten sich die Bewohner der Enden [der Erde] vor deinen Zeichen; die Aufgänge des Morgens und des Abends läßt du jauchzen. Psa65/10$ Du hast das Land
heimgesucht und es überschüttet, du bereicherst es sehr: Gottes Bach ist voll Wasser. Du bereitest ihnen Getreide, wenn du [das Land] so bereitest: Psa65/11$ Du tränkst seine Furchen, ebnest
seine Schollen, du erweichst es mit Regengüssen, segnest sein Gewächs. Psa65/12$ Du hast das Jahr deiner Güte gekrönt, und deine Spuren triefen von Fett. Psa65/13$ Es triefen die Weideplätze der
Steppe, und mit Jubel umgürten sich die Hügel. Psa65/14$ Die Weiden bekleiden sich mit Herden, und die Täler bedecken sich mit Korn; sie jauchzen, ja, sie singen!
Psalm66\
Psa66/1$ Dem Chorleiter. Ein Lied. Ein Psalm. Jauchzt Gott, alle Welt! Psa66/2$ Besingt die Herrlichkeit seines Namens, macht herrlich sein Lob! Psa66/3$ Sprecht zu Gott: Wie furchtbar sind deine
Werke! Wegen der Größe deiner Macht werden dir deine Feinde [Ergebung] heucheln. Psa66/4$ Die ganze Erde wird dich anbeten und dir Psalmen singen; sie wird deinen Namen besingen. // Psa66/5$
Kommt und seht die Großtaten Gottes! Furchtbar ist [sein] Tun gegenüber den Menschenkindern. Psa66/6$ Er wandelte das Meer in trockenes Land: durch den Strom gehen sie hinüber zu Fuß. Dort haben
wir uns an ihm gefreut. Psa66/7$ Durch seine Macht herrscht er auf ewig; seine Augen beobachten die Nationen, dass die Widerspenstigen sich nicht erheben. // Psa66/8$ Preist, ihr Völker, unseren
Gott, und laßt hören den Klang seines Lobes; Psa66/9$ der unsere Seele zum Leben bringt und nicht zugelassen hat, dass unsere Füße wankten! Psa66/10$ Denn du hast uns geprüft, Gott, du hast uns
geläutert, wie man Silber läutert. Psa66/11$ Du hast uns ins Netz gehen lassen, hast eine drückende Last auf unsere Hüften gelegt. Psa66/12$ Du hast Menschen über unseren Kopf reiten lassen; wir
sind ins Feuer und ins Wasser gekommen, aber du hast uns herausgeführt zum Überfluß. Psa66/13$ Ich will eingehen in dein Haus mit Brandopfern, will dir erfüllen meine Gelübde, Psa66/14$ zu denen
sich meine Lippen aufgetan haben und die mein Mund ausgesprochen hat in meiner Not. Psa66/15$ Brandopfer von Mastvieh will ich dir opfern zusammen mit Opferrauch von Widdern; Rinder mit Böcken
will ich zubereiten. // Psa66/16$ Kommt, hört zu, alle, die ihr Gott fürchtet, dass ich erzähle, was er an meiner Seele getan hat. Psa66/17$ Zu ihm rief ich mit meinem Munde, und Erhebung [seines
Namens] war unter meiner Zunge. Psa66/18$ Wenn ich es in meinem Herzen auf Frevel abgesehen hätte, so würde der Herr nicht hören. Psa66/19$ Doch Gott hat gehört, er hat geachtet auf die Stimme
meines Gebets. Psa66/20$ Gepriesen sei Gott, der nicht verworfen hat mein Gebet noch seine Gnade von mir [zurückzieht]!
Psalm67\
Psa67/1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Psalm. Ein Lied. Psa67/2$ Gott sei uns gnädig und segne uns, er lasse sein Angesicht leuchten über uns, // Psa67/3$ dass man auf der Erde erkenne
deinen Weg, unter allen Nationen deine Hilfe! Psa67/4$ Es sollen dich preisen die Völker, Gott; es sollen dich preisen die Völker alle. Psa67/5$ Es sollen sich freuen und jubeln die
Völkerschaften; denn du wirst die Völker richten in Geradheit, und die Völkerschaften auf der Erde - du wirst sie leiten.// Psa67/6$ Es sollen dich preisen die Völker, Gott; es sollen dich
preisen die Völker alle. Psa67/7$ Die Erde gibt ihren Ertrag; Gott, unser Gott, wird uns segnen. Psa67/8$ Gott wird uns segnen, und alle Enden der Erde werden ihn fürchten.
Psalm68\
Psa68/1$ Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. Ein Lied. Psa68/2$ Gott wird sich erheben, es werden sich zerstreuen seine Feinde, und die ihn hassen, werden fliehen vor seinem Angesicht. Psa68/3$
Wie Rauch auseinandergetrieben wird, so treibst du [sie] auseinander; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gottlosen umkommen vor dem Angesicht Gottes. Psa68/4$ Aber freuen werden
sich die Gerechten, sie werden frohlocken vor dem Angesicht Gottes und jubeln in Freude. Psa68/5$ Singt Gott, spielt seinem Namen! Macht Bahn dem, der einherfährt durch die Wüsten. Jah ist sein
Name, und frohlockt vor ihm! Psa68/6$ Ein Vater der Waisen und ein Richter der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. Psa68/7$ Gott ist es, der Einsame zu Hause wohnen läßt, Gefangene
hinausführt ins Glück; Widerspenstige jedoch bleiben in der Dürre. Psa68/8$ Gott, als du auszogst vor deinem Volk, als du einherschrittest durch die Wüste, // Psa68/9$ bebte die Erde, auch
troffen die Himmel vor Gott, dem vom Sinai, vor Gott, dem Gott Israels. Psa68/10$ Reichlich Regen gießt du aus, Gott; dein Erbland - wenn es ermattet war, hast du selbst es wiederhergestellt.
Psa68/11$ Deine Schar ist darin seßhaft geworden; du sorgst in deiner Güte für den Elenden, o Gott! Psa68/12$ Der Herr erläßt einen Ausspruch: `Siegesbotinnen, eine große Schar! Psa68/13$ Die
Könige der Heere fliehen, sie fliehen! Und [auf der] Stätte des Hauses verteilt [man] Beute: Psa68/14$ - Wollt ihr zwischen den Hürden liegen? - Die Flügel einer Taube, mit Silber überzogen und
ihre Schwungfedern mit grüngelbem Gold. Psa68/15$ Wenn der Allmächtige Könige im Land zerstreut, schneit es auf dem Zalmon. Psa68/16$ Ein Berg Gottes ist der Berg Basans, ein gipfelreicher Berg
ist der Berg Basans. Psa68/17$ Warum lauert ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den Berg, den Gott zu seinem Wohnsitz begehrt hat? Ja, der HERR wird [dort] wohnen für immer. Psa68/18$ Der
Wagen Gottes sind zehntausendmal Tausende, - Erhabenheit!; der Herr ist unter ihnen, Sinai im Heiligtum. Psa68/19$ Du bist hinaufgestiegen zur Höhe, du hast Gefangene weggeführt, hast Gaben
empfangen bei den Menschen; und sogar Widerspenstige [sind bereit], sich Jah, Gott, zu unterwerfen. Psa68/20$ Gepriesen sei der Herr Tag für Tag! Er trägt für uns [Last], Gott ist unsere Rettung.
// Psa68/21$ Gott ist uns ein Gott der Rettungen, und in der Macht des HERRN, des Herrn, stehen die Auswege vom Tod. Psa68/22$ Gewiß, Gott wird zerschmettern das Haupt seiner Feinde, den
Haarscheitel dessen, der da wandelt in seinen Verschuldungen. Psa68/23$ Der Herr sprach: `Ich werde zurückbringen aus Basan, zurückbringen aus den Tiefen des Meeres, Psa68/24$ damit du deinen Fuß
in Blut badest, die Zunge deiner Hunde von den Feinden ihr Teil habe. Psa68/25$ Gesehen haben sie deine Umzüge, o Gott, die Umzüge meines Gottes, meines Königs, ins Heiligtum. Psa68/26$ Voran
gingen Sänger, danach Saitenspieler, inmitten tamburinschlagender Mädchen. Psa68/27$ `Preist Gott in Versammlungen, den HERRN, die ihr aus dem Quell Israels seid! Psa68/28$ Da sind Benjamin, der
Jüngste, ihr Herrscher, die Obersten Judas, ihre lärmende Menge; die Obersten Sebulons, die Obersten Naftalis. Psa68/29$ Entbiete, Gott, deine Macht, Gottes Macht, die du für uns gewirkt hast
Psa68/30$ von deinem Tempel über Jerusalem! Könige werden dir Geschenke bringen. Psa68/31$ Schilt das Tier des Schilfs, die Schar der Starken mit den Kälbern der Völker; tritt denen entgegen, die
nach Silber rennen. Zerstreue die Völker, die Lust haben am Krieg! Psa68/32$ Es werden kommen Bronzesachen aus Ägypten; Äthiopien soll seine Hände ausstrecken zu Gott. Psa68/33$ Ihr Königreiche
der Erde, singt Gott, spielt dem Herrn, // Psa68/34$ ihm, der einherfährt auf den Himmeln, den Himmeln der Vorzeit! Siehe, er läßt seine Stimme erschallen, eine mächtige Stimme. Psa68/35$ Gebt
Gott Macht! Seine Hoheit ist über Israel und seine Macht in den Wolken. Psa68/36$ Furchtbar [bist du], Gott, aus deinen Heiligtümern her. Der Gott Israels, er ist es, der Stärke und Kraft gibt
dem Volk. Gepriesen sei Gott!
Psalm69\
Psa69/1$ Dem Chorleiter. Nach Schoschannim. Von David. Psa69/2$ Rette mich, Gott, denn Wasser sind bis an die Seele gekommen. Psa69/3$ Ich bin versunken in tiefen Schlamm, und kein fester Grund
ist da; in Wassertiefen bin ich gekommen, und die Flut schwemmt mich fort. Psa69/4$ Ich bin müde von meinem Rufen, entzündet ist meine Kehle; meine Augen vergehen vom Harren auf meinen Gott.
Psa69/5$ Mehr als die Haare meines Hauptes sind die, die mich ohne Ursache hassen; mächtig sind, die mich verderben wollen, meine Feinde [sind sie] ohne Grund; was ich nicht geraubt habe, das
soll ich dann erstatten. Psa69/6$ Du, o Gott, hast meine Torheit erkannt, und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen. Psa69/7$ Laß nicht durch mich beschämt werden, die auf dich hoffen,
Herr, HERR der Heerscharen! Laß nicht an mir zuschanden werden, die dich suchen, Gott Israels! Psa69/8$ Denn deinetwegen trage ich Hohn, hat Schande bedeckt mein Antlitz. Psa69/9$ Entfremdet bin
ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter. Psa69/10$ Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich
gefallen. Psa69/11$ Als ich weinte [und] meine Seele fastete, da wurde es mir zu Schmähungen. Psa69/12$ Als ich mich in Sacktuch kleidete, da wurde ich ihnen zum Sprichwort. Psa69/13$ Die im Tore
sitzen, reden über mich, und [auch] die Spottlieder der Zecher. Psa69/14$ Ich aber [richte] mein Gebet an dich, HERR, zur Zeit des Wohlgefallens. O Gott, nach der Größe deiner Gnade, erhöre mich
durch die Treue deiner Hilfe! Psa69/15$ Ziehe mich heraus aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke! Laß mich errettet werden von denen, die mich hassen, und aus den Wassertiefen! Psa69/16$ Laß
die Flut der Wasser mich nicht fortschwemmen und die Tiefe mich nicht verschlingen; und laß die Grube ihren Mund nicht über mir verschließen! Psa69/17$ Erhöre mich, HERR, denn gut ist deine
Gnade; wende dich zu mir nach der Größe deiner Erbarmungen! Psa69/18$ Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn ich bin bedrängt; erhöre mich eilends! Psa69/19$ Nahe dich meiner
Seele, erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen! Psa69/20$ Du, du hast meine Schmähung erkannt und meine Schmach und meine Schande; vor dir sind alle meine Bedränger. Psa69/21$ Der Hohn
hat mein Herz gebrochen, und [es] ist unheilbar; und ich habe auf Mitleid gewartet - aber [da war] keins; und auf Tröster, aber ich habe keine gefunden. Psa69/22$ Und sie gaben mir zur Speise
Gift, und in meinem Durst tränkten sie mich mit Essig. Psa69/23$ Es werde ihr Tisch vor ihnen zur Falle, und den Sorglosen zum Fallstrick! Psa69/24$ Laß dunkel werden ihre Augen, dass sie nicht
sehen; und laß beständig ihre Hüften wanken! Psa69/25$ Schütte über sie aus deine Verwünschung, und deines Zornes Glut soll sie erreichen! Psa69/26$ Verödet sei ihr Lagerplatz, in ihren Zelten
sei kein Bewohner! Psa69/27$ Denn den du geschlagen hast, haben sie verfolgt, und vom Schmerz deiner Verwundeten erzählen sie. Psa69/28$ Füge Schuld zu ihrer Schuld, und laß sie nicht
hineinkommen in deine Gerechtigkeit! Psa69/29$ Sie sollen ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens und nicht eingeschrieben werden mit den Gerechten! Psa69/30$ Ich aber bin elend, und mir ist
wehe; deine Rettung, o Gott, bringe mich in Sicherheit! Psa69/31$ Loben will ich den Namen Gottes im Lied und ihn erheben mit Dank. Psa69/32$ Denn es wird dem HERRN wohlgefälliger sein als ein
Stier, ein Opferstier mit Hörnern und gespaltenen Hufen. Psa69/33$ Die Sanftmütigen haben es gesehen, sie werden sich freuen; die ihr Gott sucht, euer Herz soll leben! Psa69/34$ Denn der HERR
hört auf die Armen, und seine Gefangenen verachtet er nicht. Psa69/35$ Ihn sollen loben Himmel und Erde, die Meere, und alles, was in ihnen wimmelt! Psa69/36$ Denn Gott wird Zion retten und die
Städte Judas bauen; und sie werden dort wohnen und es besitzen. Psa69/37$ Die Nachkommen seiner Knechte werden es erben; und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.
Psalm70\
Psa70/1$ Dem Chorleiter. Von David. Zum Gedächtnis. Psa70/2$ Eile, Gott, mich zu retten, HERR, zu meiner Hilfe! Psa70/3$ Es sollen sich schämen und zuschanden werden, die nach meinem Leben
trachten! Es sollen zurückweichen und beschimpft sein, die Gefallen haben an meinem Unglück! Psa70/4$ Sie sollen umkehren wegen ihrer Schande, die da sagen: Haha! Haha! Psa70/5$ Frohlocken und
deiner sich freuen sollen alle, die dich suchen! Stets sollen sagen: `Groß ist Gott!, die dein Heil lieben. Psa70/6$ Ich aber bin elend und arm; o Gott, eile zu mir! Mein Helfer und mein Retter
bist du! HERR, zögere nicht!
Psalm71\
Psa71/1$ Bei dir, HERR, habe ich mich geborgen. Laß mich niemals beschämt werden! Psa71/2$ In deiner Gerechtigkeit rette mich und befreie mich! Neige dein Ohr zu mir und hilf mir. Psa71/3$ Sei
mir ein Fels zur Wohnung, zu dem ich immer kommen kann! Du hast geboten, mich zu retten. Denn mein Fels und meine Burg bist du. Psa71/4$ Mein Gott, befreie mich aus der Hand des Gottlosen, aus
der Faust des Ungerechten und des Gewalttätigen. Psa71/5$ Denn meine Hoffnung bist du, Herr; HERR, meine Zuversicht von meiner Jugend an. Psa71/6$ Auf dich habe ich mich gestützt von Mutterschoße
an, vom Mutterleib hast du mich entbunden; dir gilt stets mein Lobgesang. Psa71/7$ Vielen bin ich wie ein Wunder; du aber bist meine starke Zuflucht. Psa71/8$ Mein Mund ist voll von deinem Lob,
von deinem Ruhm den ganzen Tag. Psa71/9$ Verwirf mich nicht zur Zeit des Alters; beim Schwinden meiner Kraft verlaß mich nicht! Psa71/10$ Denn meine Feinde haben über mich geredet, und die nach
meinem Leben trachten, miteinander beratschlagt. Psa71/11$ Sie sagen: Gott hat ihn verlassen! Verfolgt und ergreift ihn, denn kein Retter ist da! Psa71/12$ Gott, sei nicht fern von mir; mein
Gott, eile mir zur Hilfe! Psa71/13$ Zuschanden werden, vergehen sollen, die meine Seele beschuldigen; in Hohn und Schande sollen sich hüllen, die mein Unglück suchen! Psa71/14$ Ich aber will
beständig harren und all dein Lob vermehren. Psa71/15$ Mein Mund soll erzählen deine Gerechtigkeit, dein Retten den ganzen Tag. Denn ich kenne [ihre] Zahl nicht. Psa71/16$ Ich will kommen mit den
Machttaten des Herrn HERRN. Ich will preisen deine Gerechtigkeit, dich allein. Psa71/17$ Gott! Du hast mich unterwiesen von meiner Jugend an, und bis hierher verkündige ich deine Wundertaten.
Psa71/18$ Und auch bis zum Alter und bis zum Greisentum verlaß mich nicht, o Gott, bis ich verkündige deinen Arm dem [künftigen] Geschlecht, allen, die da kommen werden, deine Macht Psa71/19$ und
deine Gerechtigkeit, o Gott, bis zur Höhe, der du große Dinge getan hast, Gott, wer ist wie du? Psa71/20$ Der du uns viele und unheilvolle Nöte hast sehen lassen, du wirst uns wieder beleben und
uns aus den Tiefen der Erde wieder heraufführen. Psa71/21$ Du wirst meine Größe mehren und dich wenden und mich trösten. Psa71/22$ Dann will auch ich dich preisen mit der Harfe, [preisen] deine
Treue, mein Gott! Ich will dir spielen mit der Zither, du Heiliger Israels! Psa71/23$ Jubeln sollen meine Lippen, wenn ich dir spiele, und meine Seele, die du erlöst hast. Psa71/24$ Auch meine
Zunge soll von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen Tag; denn beschämt, denn mit Scham sind bedeckt worden, die mein Unglück suchen. //
Psalm72\
Psa72/1$ Von Salomo. Gott, gib dem König deine Rechtssprüche und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, Psa72/2$ dass er dein Volk richte in Gerechtigkeit und deine Elenden nach Recht. Psa72/3$ Es
mögen dem Volk Heil tragen die Berge und die Hügel Gerechtigkeit. Psa72/4$ Er schaffe Recht den Elenden des Volkes; bringe Hilfe den Kindern des Armen, und den Unterdrücker zertrete er. Psa72/5$
Und er möge lange leben, solange die Sonne [scheint], solange der Mond [leuchtet], von Geschlecht zu Geschlecht. Psa72/6$ Er komme herab wie ein Regen auf die gemähte Flur, wie Regenschauer als
Befeuchtung auf das Land. Psa72/7$ In seinen Tagen wird der Gerechte blühen, und Fülle von Heil [wird sein], bis der Mond nicht mehr ist. Psa72/8$ Und er möge herrschen von Meer zu Meer und vom
Strom bis an die Enden der Erde. Psa72/9$ Vor ihm sollen sich beugen die Bewohner der Wüste, und seine Feinde sollen den Staub lecken. Psa72/10$ Die Könige von Tarsis und den Inseln sollen
Geschenke bringen, es sollen Tribute entrichten die Könige von Scheba und Saba. Psa72/11$ Und alle Könige sollen vor ihm niederfallen, alle Nationen ihm dienen. Psa72/12$ Denn retten wird er den
Armen, der um Hilfe ruft, und den Elenden und den, der keinen Helfer hat. Psa72/13$ Er wird sich erbarmen des Geringen und des Armen, und das Leben der Armen wird er retten. Psa72/14$ Aus
Bedrückung und Gewalttat wird er ihr Leben erlösen, denn ihr Blut ist kostbar in seinen Augen. Psa72/15$ Und er soll leben, und von dem Golde Schebas wird man ihm geben; und man soll beständig
für ihn beten, den ganzen Tag ihn segnen. Psa72/16$ Überfluß an Getreide soll im Land sein; auf dem Gipfel der Berge soll es wogen; wie der Libanon sei seine Frucht; sie sollen hervorblühen aus
der Stadt wie das Kraut der Erde. Psa72/17$ Sein Name soll ewig sein; vor der Sonne soll aufsprossen sein Name; und in ihm wird man sich segnen; alle Nationen sollen ihn glücklich preisen.
Psa72/18$ Gepriesen sei Gott, der HERR, der Gott Israels. Er tut Wunder, er allein! Psa72/19$ Und gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit! Seine Herrlichkeit erfülle die ganze Erde! Amen,
ja Amen. Psa72/20$ Es sind zu Ende die Gebete Davids, des Sohnes Isais.
1.19.1 DRITTES BUCH (Ps73)
Psalm73\
Psa73/1$ Ein Psalm. Von Asaf. Fürwahr, Gott ist Israel gut, denen, die reinen Herzens sind. Psa73/2$ Ich aber - fast wären meine Füße ausgeglitten, beinahe hätten gewankt meine Schritte. Psa73/3$
Denn ich beneidete die Übermütigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah. Psa73/4$ Denn keine Qualen [haben sie bei] ihrem Tod, und wohlgenährt ist ihr Leib. Psa73/5$ In der Mühsal der
Menschheit sind sie nicht, und sie werden nicht wie die [anderen] Menschen geplagt. Psa73/6$ Deshalb umgibt sie Hochmut wie ein Halsgeschmeide, Gewalttat umhüllt sie wie ein Gewand. Psa73/7$ Es
tritt aus dem Fett heraus ihr Auge; sie fahren daher in den Einbildungen des Herzens. Psa73/8$ Sie höhnen und reden in Bosheit Bedrückendes, von oben herab reden sie. Psa73/9$ Sie setzen in den
Himmel ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich auf der Erde. Psa73/10$ Deshalb wendet sich hierher sein Volk, denn Wasser in Fülle wird bei ihnen geschlürft. Psa73/11$ Ja, sie sprechen: Wie sollte
Gott es wissen? Gibt es ein Wissen beim Höchsten? Psa73/12$ Siehe, dies sind Gottlose, und immer sorglos, erwerben sie sich Vermögen. Psa73/13$ Fürwahr, umsonst habe ich mein Herz rein gehalten
und in Unschuld gewaschen meine Hände; Psa73/14$ doch ich wurde geplagt den ganzen Tag, meine Züchtigung ist jeden Morgen da. Psa73/15$ Wenn ich gesagt hätte: Ich will ebenso reden, siehe, so
hätte ich treulos gehandelt an dem Geschlecht deiner Söhne. Psa73/16$ Da dachte ich nach, um dies zu begreifen. Eine Mühe war es in meinen Augen, Psa73/17$ bis ich hineinging in das Heiligtum
Gottes. Bedenken will ich [dort] ihr Ende. Psa73/18$ Fürwahr, auf schlüpfrige [Wege] stellst du sie, du läßt sie in Täuschungen fallen. Psa73/19$ Wie sind sie so plötzlich zum Entsetzen geworden!
Sie haben ein Ende gefunden, sind umgekommen in Schrecken. Psa73/20$ Wie einen Traum nach dem Erwachen, so verachtest du, Herr, beim Aufstehen ihr Bild. Psa73/21$ Als mein Herz erbittert war und
es mich in meinen Nieren stach, Psa73/22$ da war ich dumm und verstand nicht; [wie] ein Tier war ich bei dir. Psa73/23$ Doch ich bin stets bei dir. Du hast meine rechte Hand gefaßt. Psa73/24$
Nach deinem Rat leitest du mich, und nachher nimmst du mich in Herrlichkeit auf. Psa73/25$ Wen habe ich im Himmel? Und außer dir habe ich an nichts Gefallen auf der Erde. Psa73/26$ Mag auch mein
Leib und mein Herz vergehen - meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig. Psa73/27$ Denn siehe, es werden umkommen die, die sich von dir fernhalten. Du bringst zum Schweigen jeden, der
dir die Treue bricht. Psa73/28$ Ich aber: Gott zu nahen ist mir gut. Ich habe meine Zuversicht auf den Herrn HERRN gesetzt, zu erzählen alle deine Taten.
Psalm74\
Psa74/1$ Ein Maskil. Von Asaf. Gott, warum hast du verworfen für immer, [warum] raucht dein Zorn gegen die Herde deiner Weide? Psa74/2$ Gedenke an deine Gemeinde, die du erworben hast vor alters,
erlöst zum Stamm deines Eigentums, an den Berg Zion, auf welchem du gewohnt hast! Psa74/3$ Erhebe deine Schritte zu den ewigen Trümmern! Alles hat der Feind im Heiligtum verwüstet. Psa74/4$ Es
brüllen deine Widersacher inmitten deiner Versammlungsstätte. Sie haben ihre Zeichen als Zeichen [des Sieges] gesetzt. Psa74/5$ Es sieht aus, wie wenn man Äxte emporhebt im Dickicht des Waldes.
Psa74/6$ Und jetzt - deine Schnitzereien allesamt, mit Beilen und Brechstangen zerschlagen sie [sie]. Psa74/7$ Sie haben dein Heiligtum in Brand gesteckt, bis auf den Grund entweiht die Wohnung
deines Namens. Psa74/8$ Sie sprachen in ihrem Herzen: Laßt sie uns allesamt niederzwingen! Sie haben alle Versammlungsstätten Gottes im Lande verbrannt. Psa74/9$ Zeichen für uns sehen wir nicht.
Kein Prophet ist mehr da, und keiner bei uns ist da, der weiß, bis wann. Psa74/10$ Bis wann, o Gott, soll höhnen der Bedränger, soll der Feind deinen Namen verachten immerfort? Psa74/11$ Warum
ziehst du deine Hand und deine Rechte zurück? [Zieh sie] hervor aus deinem Gewandbausch, mach ein Ende! Psa74/12$ Gott ist ja mein König von alters her, der Heilstaten vollbringt auf der Erde.
Psa74/13$ Du hast aufgestört das Meer durch deine Macht, hast zerschmettert die Häupter der Wasserungeheuer auf den Wassern. Psa74/14$ Du hast zerschlagen die Köpfe des Leviathans, gabst ihn zur
Speise den Haifischen des Meeres. Psa74/15$ Du ließest Quelle und Bach hervorquellen, immerfließende Ströme trocknetest du aus. Psa74/16$ Dein ist der Tag, dein auch die Nacht. Den Mond und die
Sonne hast du bereitet. Psa74/17$ Du hast festgelegt alle Grenzen der Erde. Sommer und Winter, du hast sie geschaffen. Psa74/18$ Denk daran: Der Feind hat gehöhnt, HERR, und ein törichtes Volk
hat deinen Namen verachtet. Psa74/19$ Gib nicht den Raubtieren hin die Seele deiner Turteltaube! Das Leben deiner Elenden vergiß nicht für immer! Psa74/20$ Schaue hin auf den Bund! Denn die
Schlupfwinkel des Landes sind voll von Stätten der Gewalttat. Psa74/21$ Laß den Unterdrückten nicht beschämt davongehen! Den Elenden und Armen laß deinen Namen loben! Psa74/22$ Stehe auf, Gott,
führe deinen Rechtsstreit! Gedenke deiner Verhöhnung durch den Toren den ganzen Tag! Psa74/23$ Vergiß nicht die Stimme deiner Widersacher, das ständig aufsteigende Getöse derer, die sich gegen
dich erheben.
Psalm75\
Psa75/1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Ein Psalm. Von Asaf. Ein Lied. Psa75/2$ Wir preisen dich, Gott, wir preisen [dich]. Und nahe ist dein Name [denen, die] deine Wunder
erzählen. Psa75/3$ `Wenn mein Zeitpunkt gekommen ist, werde ich gerecht richten. Psa75/4$ Wanken mag die Erde und alle ihre Bewohner, ich habe ihre Säulen festgestellt. // Psa75/5$ Ich sprach zu
den Tobenden: Tobt nicht! Und zu den Gottlosen: Erhebt nicht das Horn! Psa75/6$ Erhebt nicht zur Höhe euer Horn! Redet nicht Freches mit [stolz gerecktem] Hals! Psa75/7$ Denn nicht von Osten,
noch von Westen, und nicht von Süden her [kommt] Erhöhung. Psa75/8$ Denn Gott ist Richter. Diesen erniedrigt er, und jenen erhöht er. Psa75/9$ Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN,
schäumender Wein voll Würze. Und er schenkt daraus ein: Ja, seine Hefen müssen schlürfen, müssen trinken alle Gottlosen der Erde. Psa75/10$ Ich aber, ich will verkünden ewig, ich will spielen dem
Gott Jakobs. Psa75/11$ Alle Hörner der Gottlosen will ich abhauen. Es sollen erhöht sein die Hörner des Gerechten.
Psalm76\
Psa76/1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Psalm. Von Asaf. Ein Lied. Psa76/2$ Bekannt ist Gott in Juda, in Israel ist groß sein Name. Psa76/3$ In Salem entstand seine Hütte, und seine Wohnung
auf dem Zion. Psa76/4$ Dort zerstörte er des Bogens Brände, Schild und Schwert und Krieg. // Psa76/5$ Glanzvoller bist du, herrlicher als die Berge des Raubes. Psa76/6$ Beraubt stehen da die
Starkherzigen, sie schlafen ihren Schlaf; und keiner der starken Männer findet seine Hände. Psa76/7$ Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinken in tiefen Schlaf Wagen wie Roß. Psa76/8$ Du, du bist
furchtbar, und wer kann vor dir bestehen, sobald du zürnst! Psa76/9$ Du ließest Gericht hören vom Himmel her. Die Erde fürchtete sich und wurde stille, Psa76/10$ als Gott aufstand zum Gericht, um
zu retten alle Demütigen auf Erden. // Psa76/11$ Denn [selbst] der Grimm des Menschen wird dich preisen; [auch noch] mit dem Rest des Grimmes wirst du dich gürten. Psa76/12$ Sprecht Gelübde und
erfüllt sie dem HERRN, eurem Gott, alle, die ihr rings um ihn her seid. Bringt Geschenke dem Furchtbaren! Psa76/13$ Er demütigt den Geist der Fürsten, er ist furchtbar den Königen der
Erde.
Psalm77\
Psa77/1$ Dem Chorleiter. Nach Jedutum. Von Asaf. Ein Psalm. Psa77/2$ Meine Stimme [ruft] zu Gott, und ich will schreien! Meine Stimme [ruft] zu Gott, dass er mir Gehör schenke. Psa77/3$ Am Tag
meiner Drangsal suchte ich den Herrn. Meine Hand war des Nachts ausgestreckt und ließ nicht ab. Meine Seele weigerte sich, getröstet zu werden. Psa77/4$ Gedenke ich an Gott, so stöhne ich. Sinne
ich nach, so verzagt mein Geist. // Psa77/5$ Du hieltest [offen] die Lider meiner Augen; ich war voll Unruhe und redete nicht. Psa77/6$ Ich durchdachte die Tage vor alters. Der Jahre der Urzeit
gedachte ich. Psa77/7$ Ich sann nach des Nachts; in meinem Herzen überlegte ich, und es forschte mein Geist. Psa77/8$ Wird der Herr auf ewig verwerfen und künftig keine Gunst mehr erweisen?
Psa77/9$ Ist seine Gnade für immer zu Ende? Hat das Wort aufgehört von Geschlecht zu Geschlecht? Psa77/10$ Hat Gott vergessen, gnädig zu sein? Hat er im Zorn verschlossen seine Erbarmungen? //
Psa77/11$ Da sprach ich: Das ist mein Schmerz, dass sich die Rechte des Höchsten geändert hat. Psa77/12$ Ich will gedenken der Taten Jahs; ja, deiner Wunder von alters her will ich gedenken.
Psa77/13$ Ich will nachdenken über all dein Tun, und über deine Taten will ich sinnen. Psa77/14$ Gott! Dein Weg ist im Heiligtum. Wer ist ein so großer Gott wie unser Gott? Psa77/15$ Du bist der
Gott, der Wunder tut, du hast deine Stärke kundgetan unter den Völkern. Psa77/16$ Du hast dein Volk erlöst mit [deinem] Arm, die Söhne Jakobs und Josephs. // Psa77/17$ Dich sahen die Wasser,
Gott, dich sahen die Wasser: sie bebten; ja, es erzitterten die Tiefen. Psa77/18$ Die Wolken ergossen Wasser, das Gewölk ließ eine Stimme erschallen, und deine Pfeile fuhren hin und her.
Psa77/19$ Die Stimme deines Donners war im Wirbelwind. Blitze erleuchteten die Welt. Es zitterte und bebte die Erde. Psa77/20$ Durch das Meer [führt] dein Weg und deine Pfade durch große Wasser.
Doch deine Fußspuren erkannte niemand. Psa77/21$ Wie eine Herde hast du dein Volk geleitet durch die Hand Moses und Aarons.
Psalm78\
Psa78/1$ Ein Maskil. Von Asaf. Höre, mein Volk, auf meine Weisung! Neigt euer Ohr zu den Worten meines Mundes! Psa78/2$ Ich will meinen Mund öffnen zu einem Spruch, will hervorbringen Rätsel aus
der Vorzeit. Psa78/3$ Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben, Psa78/4$ wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen und dem künftigen Geschlecht erzählen die Ruhmestaten des
HERRN und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat. Psa78/5$ Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz aufgestellt in Israel und gebot unseren Vätern, sie ihren Söhnen
kundzutun, Psa78/6$ damit das künftige Geschlecht sie kenne, die Söhne, die geboren werden sollten, und [auch] sie aufständen und sie ihren Söhnen erzählten. Psa78/7$ Damit sie auf Gott ihr
Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht vergäßen und seine Gebote befolgten. Psa78/8$ Damit sie nicht würden wie ihre Väter, ein widersetzliches und widerspenstiges Geschlecht, ein
Geschlecht, dessen Herz nicht fest war und dessen Geist nicht treu war gegen Gott, Psa78/9$ [wie] die Söhne Ephraims, gerüstete Bogenschützen, sich wendeten am Tag des Kampfes. Psa78/10$ Sie
hielten nicht den Bund Gottes und weigerten sich, nach seinem Gesetz zu wandeln. Psa78/11$ Sie vergaßen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte schauen lassen. Psa78/12$ Er tat Wunder vor
ihren Vätern im Lande Ägypten, dem Gebiet Zoans. Psa78/13$ Er spaltete das Meer und ließ sie hindurchgehen, er ließ die Wasser stehen wie einen Damm. Psa78/14$ Er leitete sie des Tages mit der
Wolke und die ganze Nacht mit dem Licht eines Feuers. Psa78/15$ Er spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie reichlich, wie mit Urfluten. Psa78/16$ Er ließ Bäche hervorkommen aus dem Felsen
und Wasser herablaufen wie Flüsse. Psa78/17$ Doch sie fuhren weiter fort, gegen ihn zu sündigen, sich gegen den Höchsten widerspenstig zu zeigen in der Wüste. Psa78/18$ Sie versuchten Gott in
ihrem Herzen, indem sie Speise forderten für ihr Gelüste. Psa78/19$ Und sie redeten gegen Gott; sie sprachen: Sollte Gott imstande sein, [uns] in der Wüste einen Tisch zu bereiten? Psa78/20$
Siehe, den Felsen hat er [zwar] geschlagen, und Wasser flossen [heraus], und Bäche strömten. Wird er [aber] auch Brot geben können, oder wird er seinem Volk Fleisch verschaffen? Psa78/21$ Darum,
als der HERR es hörte, wurde er zornig, und Feuer entzündete sich gegen Jakob, und auch Zorn stieg auf gegen Israel, Psa78/22$ weil sie Gott nicht glaubten und nicht vertrauten auf seine Hilfe.
Psa78/23$ Und doch hat er den Wolken oben geboten und die Türen des Himmels geöffnet. Psa78/24$ Und hat Manna auf sie regnen lassen, dass sie es äßen, und ihnen Himmelsgetreide gegeben. Psa78/25$
Ein jeder aß Brot der Starken. Speise sandte er ihnen bis zur Sättigung. Psa78/26$ Er ließ den Ostwind losbrechen am Himmel und trieb durch seine Stärke den Südwind herbei. Psa78/27$ Er ließ
Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand der Meere, Psa78/28$ und ließ [sie] mitten in sein Lager fallen, rings um seine Wohnungen. Psa78/29$ Da aßen sie und wurden sehr satt, und was
sie verlangten, brachte er ihnen. Psa78/30$ Sie hatten sich noch nicht abgewendet von ihrem Verlangen, ihre Speise war noch in ihrem Mund, Psa78/31$ da stieg der Zorn Gottes gegen sie auf. Er
brachte [viele] unter ihren stattlichen Leuten um. Die jungen Männer Israels streckte er nieder. Psa78/32$ Trotz alledem sündigten sie weiter und glaubten nicht an seine Wunder. Psa78/33$ Da ließ
er in Nichtigkeit hinschwinden ihre Tage und ihre Jahre in Schrecken. Psa78/34$ Wenn er sie umbrachte, dann fragten sie nach ihm, kehrten um und suchten nach Gott. Psa78/35$ Und sie gedachten
daran, dass Gott ihr Fels sei und Gott, der Höchste, ihr Erlöser. Psa78/36$ Doch sie betrogen ihn mit ihrem Mund, und mit ihrer Zunge belogen sie ihn. Psa78/37$ Denn ihr Herz war nicht fest ihm
gegenüber, und sie blieben nicht treu an seinem Bund. Psa78/38$ Er aber war barmherzig, er vergab die Schuld und vertilgte nicht; und oftmals wandte er seinen Zorn ab und ließ nicht erwachen
seinen ganzen Grimm. Psa78/39$ Er dachte daran, dass sie Fleisch sind, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt. Psa78/40$ Wie oft waren sie widerspenstig gegen ihn in der Wüste, betrübten
ihn in der Einöde! Psa78/41$ Immer wieder versuchten sie Gott und kränkten den Heiligen Israels. Psa78/42$ Sie gedachten nicht an seine Hand, an den Tag, da er sie von dem Bedränger
erlöste,
V. 43-51: Ps 105,27-36.
Psa78/43$ als er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder im Gebiet Zoans: Psa78/44$ Er verwandelte ihre Ströme in Blut und ihre Bäche, so dass sie nicht mehr trinken konnten. Psa78/45$ Er
sandte Hundsfliegen unter sie, die sie fraßen, und Frösche, die ihnen Verderben brachten. Psa78/46$ Ihren Ertrag gab er der Schabe, und was sie erarbeitet hatten, der Heuschrecke. Psa78/47$ Ihren
Weinstock zerschlug er mit Hagel, ihre Maulbeerbäume mit Schloßen. Psa78/48$ Und er gab ihr Vieh dem Hagel preis und ihre Herden den Blitzen. Psa78/49$ Er ließ gegen sie los seines Zornes Glut,
Grimm, Verwünschung und Bedrängnis, eine Schar von Unheilsboten. Psa78/50$ Er bahnte seinem Zorn einen Weg, er entzog ihre Seele nicht dem Tod und gab ihr Leben der Pest preis. Psa78/51$ Er
schlug alle Erstgeburt in Ägypten, die Erstlinge der Kraft in den Zelten Hams. Psa78/52$ Und er ließ sein Volk aufbrechen wie die Schafe und leitete sie wie eine Herde in der Wüste. Psa78/53$ Er
führte sie sicher, so dass sie sich nicht fürchteten; und ihre Feinde bedeckte das Meer. Psa78/54$ Er brachte sie in sein heiliges Land, zu diesem Berg, den seine Rechte erworben hat. Psa78/55$
Er vertrieb Nationen vor ihnen und verteilte sie mit der Meßschnur des Erbes und ließ in ihren Zelten wohnen die Stämme Israels. Psa78/56$ Aber sie versuchten Gott, den Höchsten, und waren
widerspenstig [gegen ihn]; und seine Mahnungen beachteten sie nicht. Psa78/57$ Sie wurden abtrünnig und handelten treulos wie ihre Väter. Sie versagten wie ein schlaffer Bogen. Psa78/58$ Und sie
erbitterten ihn durch ihre Höhen und reizten ihn zur Eifersucht mit ihren Götzenbildern. Psa78/59$ Gott hörte es und ergrimmte, und er verwarf Israel völlig. Psa78/60$ Er gab die Wohnung zu Silo
auf, das Zelt, in dem er unter den Menschen wohnte. Psa78/61$ Und er gab seine Kraft in Gefangenschaft und seine Herrlichkeit in die Hand des Bedrängers. Psa78/62$ Er gab sein Volk dem Schwert
preis, und gegen sein Erbe ergrimmte er. Psa78/63$ Seine jungen Männer fraß das Feuer, und seine Jungfrauen wurden nicht besungen. Psa78/64$ Seine Priester fielen durch das Schwert, und seine
Witwen weinten nicht. Psa78/65$ Da erwachte der Herr wie ein Schlafender, wie ein Held, der nüchtern wird vom Wein. Psa78/66$ Und er schlug seine Bedränger zurück, ewige Schande bereitete er
ihnen. Psa78/67$ Und er verwarf das Zelt Josephs, und den Stamm Ephraim erwählte er nicht, Psa78/68$ sondern er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er geliebt hat. Psa78/69$ Er baute sein
Heiligtum wie [Himmels-]Höhen, wie die Erde, die er auf ewig gegründet hat. Psa78/70$ Er erwählte David, seinen Knecht, und nahm ihn weg von den Hürden der Schafe. Psa78/71$ Von den Muttertieren
weg holte er ihn, dass er Jakob, sein Volk, weidete und Israel, sein Erbteil. Psa78/72$ Und er weidete sie nach der Lauterkeit seines Herzens, und mit der Geschicklichkeit seiner Hände leitete er
sie.
Psalm79\
Psa79/1$ Ein Psalm. Von Asaf. Gott! Nationen sind in dein Erbteil gekommen, haben deinen heiligen Tempel verunreinigt, haben Jerusalem zu Trümmerhaufen gemacht. Psa79/2$ Die Leichen deiner
Knechte haben sie den Vögeln des Himmels zum Fraß gegeben, das Fleisch deiner Frommen den wilden Tieren des Feldes. Psa79/3$ Sie haben ihr Blut wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, und
niemand war da, der begraben hätte. Psa79/4$ Wir sind ein Hohn geworden unseren Nachbarn, ein Spott und Schimpf denen, die uns umgeben. Psa79/5$ Bis wann, HERR, willst du immerfort zürnen, soll
wie Feuer brennen dein Eifer? Psa79/6$ Schütte deinen Zorn aus über die Nationen, die dich nicht erkennen, auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen! Psa79/7$ Denn sie haben Jakob
aufgezehrt, sein Weidegebiet haben sie verwüstet. Psa79/8$ Rechne uns nicht an die Schuld der Vorfahren; laß uns dein Erbarmen eilends entgegenkommen! Denn wir sind sehr gering geworden. Psa79/9$
Hilf uns, Gott unseres Heils, um der Ehre deines Namens willen. Rette uns und vergib unsere Sünden um deines Namens willen! Psa79/10$ Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist ihr Gott? Laß unter
den Nationen vor unseren Augen kundwerden, dass du das vergossene Blut deiner Knechte rächst! Psa79/11$ Laß vor dich kommen das Seufzen des Gefangenen; nach der Größe deines Armes laß
übrigbleiben die Kinder des Todes! Psa79/12$ Und gib unseren Nachbarn siebenfach in ihren Schoß zurück ihren Hohn, mit dem sie dich gehöhnt haben, Herr! Psa79/13$ Wir aber sind dein Volk und die
Herde deiner Weide. Wir wollen dich ewig preisen, von Geschlecht zu Geschlecht dein Lob erzählen!
Psalm80\
Psa80/1$ Dem Chorleiter. Nach Schoschannim. Ein Zeugnis. Von Asaf. Ein Psalm. Psa80/2$ Du Hirte Israels, der du Joseph leitest wie eine Herde, höre doch! Der du thronst auf den Cherubim, strahle
hervor! Psa80/3$ Vor Ephraim, Benjamin und Manasse erwecke deine Macht und komm zu unserer Rettung! Psa80/4$ O Gott! Stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet.
Psa80/5$ HERR, Gott der Heerscharen! Bis wann zürnst du trotz des Gebets deines Volkes? Psa80/6$ Du hast sie mit Tränenbrot gespeist, sie in reichem Maß getränkt mit Tränen. Psa80/7$ Du setztest
uns zum Streit unseren Nachbarn, und unsere Feinde spotten über uns. Psa80/8$ Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet. Psa80/9$ Einen
Weinstock hobst du aus aus Ägypten. Du vertriebst Nationen und pflanztest ihn ein. Psa80/10$ Du machtest Raum vor ihm, und er schlug Wurzeln und erfüllte das Land. Psa80/11$ Die Berge wurden
bedeckt von seinem Schatten, von seinen Ästen die Zedern Gottes. Psa80/12$ Er streckte seine Zweige aus bis ans Meer, bis zum Strom hin seine Triebe. Psa80/13$ Warum hast du seine Mauern
niedergerissen, so dass ihn alle berupfen, die des Weges kommen? Psa80/14$ Es frißt ihn ab das Wildschwein aus dem Wald, das Wild des Feldes weidet ihn ab. Psa80/15$ Gott der Heerscharen! Kehre
doch zurück! Schau vom Himmel und sieh! Und suche diesen Weinstock heim! Psa80/16$ Und beschirme, was deine Rechte gepflanzt hat, den Sohn, den du dir hast stark werden lassen. Psa80/17$ Er ist
mit Feuer verbrannt, er ist abgehauen. Vor dem Schelten deines Angesichtes kommen sie um. Psa80/18$ Deine Hand sei über dem Mann deiner Rechten, über dem Menschensohn, den du dir hast stark
werden lassen. Psa80/19$ So werden wir nicht von dir abweichen. Belebe uns, und wir werden deinen Namen anrufen. Psa80/20$ HERR, Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht
leuchten, so werden wir gerettet.
Psalm81\
Psa81/1$ Dem Chorleiter. Auf der Gittit. Von Asaf. Psa81/2$ Jubelt Gott zu, unserer Stärke! Jauchzt dem Gott Jakobs! Psa81/3$ Hebt an den Gesang, und laßt das Tamburin ertönen, die liebliche
Zither samt der Harfe! Psa81/4$ Stoßt am Neumond in das Horn, am Vollmond zum Tag unseres Festes! Psa81/5$ Denn eine Ordnung für Israel ist dies, eine Verordnung des Gottes Jakobs. Psa81/6$ Er
setzte es ein als ein Zeugnis in Joseph, als er auszog gegen das Land Ägypten. Eine Sprache höre ich, die ich [bisher] nicht kannte: Psa81/7$ Ich habe von der Last befreit seine Schulter, seine
Hände lösten sich vom Tragkorb. Psa81/8$ In der Bedrängnis riefst du, und ich befreite dich. Ich antwortete dir im Donnergewölk. Ich prüfte dich an den Wassern von Meriba. // Psa81/9$ Höre, mein
Volk, ich will dich warnen. Israel, wenn du mir doch gehorchtest! Psa81/10$ Es soll kein fremder Gott bei dir sein, und du sollst nicht anbeten einen Gott des Auslands. Psa81/11$ Ich bin der
HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat. Tue deinen Mund weit auf, und ich will ihn füllen. Psa81/12$ Aber mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört, und Israel ist mir
nicht willig gewesen. Psa81/13$ Da gab ich sie dahin in die Verstocktheit ihres Herzens. Sie wandelten nach ihren Ratschlägen. Psa81/14$ O dass mein Volk auf mich hörte, Israel in meinen Wegen
wandelte! Psa81/15$ Bald würde ich ihre Feinde beugen, meine Hand wenden gegen ihre Bedränger. Psa81/16$ Die den HERRN hassen, würden ihm [Ergebung] heucheln, ihre Zeit würde ewig sein. Psa81/17$
Mit dem besten Weizen würde ich es speisen, und mit Honig aus dem Felsen würde ich es sättigen.
Psalm82\
Psa82/1$ Ein Psalm. Von Asaf. Gott steht in der Gottesversammlung, inmitten der Götter richtet er. Psa82/2$ Bis wann wollt ihr ungerecht richten und die Gottlosen begünstigen? // Psa82/3$ Schafft
Recht dem Geringen und der Waise, dem Elenden und dem Bedürftigen laßt Gerechtigkeit widerfahren! Psa82/4$ Rettet den Geringen und den Armen, entreißt ihn der Hand der Gottlosen! Psa82/5$ Sie
erkennen nichts und verstehen nichts, im Dunkeln laufen sie umher. Es wanken alle Grundfesten der Erde. Psa82/6$ Ich sagte [zwar]: Ihr seid Götter, Söhne des Höchsten seid ihr alle! Psa82/7$ Doch
wie ein Mensch werdet ihr sterben, wie einer der Obersten werdet ihr fallen. Psa82/8$ Stehe auf, o Gott, richte die Erde! Denn du sollst zum Erbteil haben alle Nationen.
Psalm83\
Psa83/1$ Ein Lied. Ein Psalm. Von Asaf. Psa83/2$ Gott, schweige nicht! Verstumme nicht, und sei nicht stille, o Gott! Psa83/3$ Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das
Haupt. Psa83/4$ Gegen dein Volk planen sie listige Anschläge, und sie beraten sich gegen die, die bei dir geborgen sind. Psa83/5$ Sie sprechen: Kommt und laßt uns sie als Nation vertilgen, dass
nicht mehr gedacht werde des Namens Israel! Psa83/6$ Denn sie haben sich beraten mit einmütigem Herzen, sie haben einen Bund gegen dich geschlossen: Psa83/7$ Die Zelte Edoms und die Ismaeliter,
Moab und die Hageriter, Psa83/8$ Gebal und Ammon und Amalek, Philistäa samt den Bewohnern von Tyrus. Psa83/9$ Auch Assur hat sich ihnen angeschlossen. Sie sind zu einem Arm geworden den Söhnen
Lots. // Psa83/10$ Tu ihnen wie Midian, wie Sisera, wie Jabin am Bach Kischon! Psa83/11$ Sie wurden vertilgt zu En-Dor, sie wurden dem Erdboden zum Dünger! Psa83/12$ Mache sie, ihre Edlen, wie
Oreb und wie Seeb, und wie Sebach und wie Zalmunna alle ihre Fürsten! Psa83/13$ Die gesagt haben: Laßt uns in Besitz nehmen die Weideplätze Gottes! Psa83/14$ Mein Gott, mache sie gleich der
Raddistel, wie Spreu vor dem Wind! Psa83/15$ Wie Feuer den Wald verbrennt und wie eine Flamme die Berge entzündet, Psa83/16$ so verfolge sie mit deinem Wetter, und mit deinem Sturmwind schrecke
sie! Psa83/17$ Bedecke ihr Gesicht mit Schande, damit sie deinen Namen, HERR, suchen! Psa83/18$ Laß sie beschämt und erschreckt sein für immer, mit Scham bedeckt sein und umkommen, Psa83/19$
damit sie erkennen, dass du allein - HERR ist [ja] dein Name! - der Höchste bist über die ganze Erde!
Psalm84\
Psa84/1$ Dem Chorleiter. Auf der Gittit. Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm. Psa84/2$ Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen! Psa84/3$ Es sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele
nach den Vorhöfen des HERRN, mein Herz und mein Leib, sie jauchzen dem lebendigen Gott [entgegen]. Psa84/4$ Auch der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre
Jungen hingelegt hat - deine Altäre, HERR der Heerscharen, mein König und mein Gott! Psa84/5$ Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben. // Psa84/6$ Glücklich ist der
Mensch, dessen Stärke in dir ist, in dessen Herz gebahnte Wege sind! Psa84/7$ Sie gehen durch das Tränental und machen es zu einem Quellort. Ja, mit Segnungen bedeckt es der Frühregen. Psa84/8$
Sie gehen von Kraft zu Kraft. Sie erscheinen vor Gott in Zion. Psa84/9$ HERR, Gott der Heerscharen, höre mein Gebet! Vernimm es, o Gott Jakobs! // Psa84/10$ Blicke doch, o Gott, auf unseren
Schild! Schaue an das Antlitz deines Gesalbten! Psa84/11$ Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als [sonst] tausend. Ich will lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes als wohnen
in den Zelten der Gottlosen. Psa84/12$ Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln. Psa84/13$
HERR der Heerscharen! Glücklich ist der Mensch, der auf dich vertraut!
Psalm85\
Psa85/1$ Dem Chorleiter. Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm. Psa85/2$ HERR, du hast Gefallen gefunden an deinem Land, hast die Gefangenschaft Jakobs gewendet. Psa85/3$ Du hast vergeben die
Ungerechtigkeit deines Volkes, alle ihre Sünde hast du zugedeckt. // Psa85/4$ Du hast zurückgezogen all deinen Grimm, hast dich abgewandt von der Glut deines Zorns. Psa85/5$ Stelle uns wieder
her, Gott unseres Heils, und mache deinem Unwillen gegen uns ein Ende! Psa85/6$ Willst du uns ewig zürnen? Willst du deinen Zorn währen lassen von Geschlecht zu Geschlecht? Psa85/7$ Willst du uns
nicht wieder beleben, dass dein Volk sich in dir freue? Psa85/8$ Laß uns, HERR, deine Gnade sehen, und gewähre uns dein Heil! Psa85/9$ Hören will ich, was Gott, was der HERR reden wird; gewiß
wird er Frieden ansagen seinem Volk und seinen Frommen, doch sollen sie nicht zur Torheit zurückkehren. Psa85/10$ Fürwahr, nahe ist sein Heil denen, die ihn fürchten, damit Herrlichkeit wohne in
unserem Land. Psa85/11$ Gnade und Wahrheit sind sich begegnet, Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküßt. Psa85/12$ Wahrheit wird sprossen aus der Erde, Gerechtigkeit herniederschauen vom
Himmel. Psa85/13$ Auch wird der HERR das Gute geben, und unser Land wird seinen Ertrag bringen. Psa85/14$ Gerechtigkeit wird vor ihm hergehen, und er wird ihre Tritte zum Weg machen.
Psalm86\
Psa86/1$ Ein Gebet. Von David. Neige, o HERR, dein Ohr, erhöre mich! Denn ich bin elend und arm. Psa86/2$ Bewahre meine Seele, denn ich bin fromm! Rette deinen Knecht, der auf dich vertraut! Du
bist doch mein Gott! Psa86/3$ Sei mir gnädig, Herr! Denn zu dir rufe ich den ganzen Tag. Psa86/4$ Erfreue die Seele deines Knechtes! Denn zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Psa86/5$ Denn du,
Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen. Psa86/6$ HERR, höre mein Gebet! Horche auf die Stimme meines Flehens! Psa86/7$ Am Tag meiner Bedrängnis rufe
ich dich an, denn du erhörst mich. Psa86/8$ Keiner ist wie du, Herr, unter den Göttern, und nichts gleicht deinen Werken. Psa86/9$ Alle Nationen, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir
anbeten, Herr, und deinen Namen verherrlichen. Psa86/10$ Denn groß bist du und tust Wunder, du bist Gott, du allein. Psa86/11$ Lehre mich, HERR, deinen Weg: ich will wandeln in deiner Wahrheit!
Fasse mein Herz zusammen zur Furcht deines Namens. Psa86/12$ Ich will dich preisen, Herr, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen und deinen Namen ewig verherrlichen. Psa86/13$ Denn deine Gnade ist
groß gegen mich, und du hast meine Seele errettet aus dem tiefsten Totenreich. Psa86/14$ O Gott! Übermütige sind gegen mich aufgestanden; die Rotte der Gewalttätigen trachtet nach meinem Leben;
und sie haben dich nicht vor sich gestellt. Psa86/15$ Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und groß an Gnade und Wahrheit. Psa86/16$ Wende dich zu mir und sei
mir gnädig! Gewähre deinem Knecht deine Kraft, rette den Sohn deiner Magd! Psa86/17$ Wirke an mir ein Zeichen zum Guten, dass die, die mich hassen, es sehen und beschämt werden, weil du, HERR,
mir geholfen und mich getröstet hast.
Psalm87\
Psa87/1$ Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm. Ein Lied. Seine Gründung ist auf den heiligen Bergen. Psa87/2$ Der HERR liebt die Tore des Zion mehr als alle Wohnungen Jakobs. Psa87/3$ Herrliches ist
über dich geredet, du Stadt Gottes. // Psa87/4$ Ich will Rahab und Babel erwähnen bei denen, die mich kennen; siehe, Philistäa und Tyrus samt Kusch. Dieser ist dort geboren. Psa87/5$ Von Zion
aber wird gesagt werden: Mann für Mann ist darin geboren. Und der Höchste, er wird es befestigen. Psa87/6$ Der HERR wird schreiben beim Verzeichnen der Völker: Dieser ist dort geboren. //
Psa87/7$ Und singend und den Reigen tanzend [werden sie sagen]: Alle meine Quellen sind in dir!
Psa88\
Psa88/1$ Ein Lied. Ein Psalm. Von den Söhnen Korachs . Dem Chorleiter. Nach Machalath zu singen. Ein Maskil. Von Heman, dem Esrachiter . Psa88/2$ HERR, Gott meines Heils! Des Tages habe ich
geschrien und des Nachts vor dir. Psa88/3$ Es komme vor dich mein Gebet! Neige dein Ohr zu meinem Schreien! Psa88/4$ Denn satt ist meine Seele vom Leiden, und mein Leben ist nahe dem Scheol.
Psa88/5$ Ich bin gerechnet zu denen, die in die Grube hinabfahren. Ich bin wie ein Mann, der keine Kraft hat, Psa88/6$ unter die Toten hingestreckt, wie Erschlagene, die im Grab liegen, derer du
nicht mehr gedenkst. Denn sie sind von deiner Hand abgeschnitten. Psa88/7$ Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen. Psa88/8$ Auf mir liegt schwer dein Zorn, und mit
allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt. // Psa88/9$ Meine Bekannten hast du von mir entfernt, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin eingeschlossen und kann nicht herauskommen.
Psa88/10$ Mein Auge verschmachtet vor Elend. Zu dir rufe ich, HERR, den ganzen Tag. Ich strecke meine Hände aus zu dir. Psa88/11$ Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Gestorbenen
aufstehen, dich preisen? // Psa88/12$ Wird von deiner Gnade erzählt werden im Grab, im Abgrund von deiner Treue? Psa88/13$ Werden in der Finsternis bekannt werden deine Wunder, und deine
Gerechtigkeit im Land des Vergessens? Psa88/14$ Ich aber, o HERR, schreie zu dir, und am Morgen möge dir mein Gebet begegnen. Psa88/15$ Warum, HERR, verwirfst du meine Seele, verbirgst du dein
Angesicht vor mir? Psa88/16$ Elend bin ich und todkrank von Jugend auf. Ich trage deine Schrecken, bin verwirrt. Psa88/17$ Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse haben
mich vernichtet. Psa88/18$ Sie umgeben mich wie Wasser den ganzen Tag, sie umringen mich allesamt. Psa88/19$ Du hast mir entfremdet Freund und Nachbarn. Meine Bekannten sind
Finsternis.
Psa89\
Psa89/1$ Ein Maskil. Von Etan, dem Esrachiter. Psa89/2$ Die Gnadenerweise des HERRN will ich ewig besingen, von Geschlecht zu Geschlecht mit meinem Mund deine Treue verkündigen. Psa89/3$ Denn ich
sagte: Auf ewig wird die Gnade gebaut werden. In den Himmeln wirst du festgründen deine Treue. Psa89/4$ Einen Bund habe ich mit meinem Auserwählten geschlossen, habe David, meinem Knecht,
geschworen: Psa89/5$ `Bis in Ewigkeit will ich deiner Nachkommenschaft Bestand geben und für alle Geschlechter bauen deinen Thron. // Psa89/6$ Die Himmel werden deine Wunder preisen, HERR, ja,
deine Treue in der Versammlung der Heiligen. Psa89/7$ Denn wer in den Wolken ist mit dem HERRN zu vergleichen? Wer ist dem HERRN gleich unter den Göttersöhnen? Psa89/8$ Gott ist gefürchtet im
Kreis der Heiligen, groß ist er und furchtbar über alle, die rings um ihn her sind. Psa89/9$ HERR, Gott der Heerscharen! Wer ist stark wie du, Jah? Deine Treue ist rings um dich her. Psa89/10$ Du
beherrschst des Meeres Toben, erheben sich seine Wogen - du stillst sie. Psa89/11$ Du hast Rahab zertreten wie einen Erschlagenen. Mit deinem starken Arm hast du deine Feinde zerstreut. Psa89/12$
Dein sind die Himmel, und dein ist die Erde. Die Welt und ihre Fülle, du hast sie gegründet. Psa89/13$ Norden und Süden, du hast sie erschaffen. Tabor und Hermon jubeln in deinem Namen. Psa89/14$
Du hast einen gewaltigen Arm, stark ist deine Hand, erhoben deine Rechte. Psa89/15$ Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones Grundfeste. Gnade und Treue gehen vor deinem Angesicht her.
Psa89/16$ Glücklich ist das Volk, das den Jubelruf kennt! HERR, im Licht deines Angesichts wandeln sie. Psa89/17$ In deinem Namen freuen sie sich täglich, und durch deine Gerechtigkeit werden sie
erhöht. Psa89/18$ Denn die Zierde ihrer Stärke bist du; und durch deine Gunst wird unser Horn erhöht. Psa89/19$ Denn dem HERRN gehört unser Schild, und dem Heiligen Israels unser König. Psa89/20$
Damals redetest du im Gesicht zu deinen Frommen und sagtest: Hilfe habe ich auf einen Helden gelegt, ich habe einen Auserwählten erhöht aus dem Volk. Psa89/21$ Ich habe David gefunden, meinen
Knecht. Mit meinem heiligen Öl habe ich ihn gesalbt. Psa89/22$ Meine Hand soll beständig mit ihm sein, und mein Arm soll ihn stärken. Psa89/23$ Kein Feind soll ihn bedrängen und kein Sohn der
Ungerechtigkeit ihn bedrücken. Psa89/24$ Ich will seine Bedränger vor ihm zerschmettern. Die ihn hassen, will ich niederstoßen. Psa89/25$ Meine Treue und meine Gnade sollen mit ihm sein, und
durch meinen Namen soll sein Horn erhöht werden. Psa89/26$ Ich will seine Hand auf das Meer legen, und seine Rechte auf die Ströme. Psa89/27$ Er wird mich anrufen: Mein Vater bist du, mein Gott
und der Fels meines Heils! Psa89/28$ So will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten unter den Königen der Erde. Psa89/29$ Ewig will ich ihm meine Gnade bewahren, und mein Bund soll
ihm fest bleiben. Psa89/30$ Und ich will seine Nachkommen einsetzen für immer und seinen Thron wie die Tage der Himmel. Psa89/31$ Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen und nicht wandeln in
meinen Rechtsbestimmungen, Psa89/32$ wenn sie meine Ordnungen entweihen und meine Gebote nicht halten, Psa89/33$ so werde ich ihr Vergehen mit der Rute und ihre Ungerechtigkeit mit Schlägen
heimsuchen. Psa89/34$ Aber meine Gnade werde ich nicht von ihm weichen lassen und nicht verleugnen meine Treue. Psa89/35$ Ich werde meinen Bund nicht entweihen und nicht ändern, was
hervorgegangen ist aus meinen Lippen. Psa89/36$ Einmal habe ich geschworen bei meiner Heiligkeit - wie könnte ich David täuschen! -. Psa89/37$ `Seine Nachkommenschaft soll ewig sein und sein
Thron wie die Sonne vor mir. Psa89/38$ Wie der Mond wird er ewig feststehen. Der Zeuge in den Wolken ist treu. // Psa89/39$ Du aber hast verworfen und verstoßen, bist sehr zornig gewesen gegen
deinen Gesalbten. Psa89/40$ Preisgegeben hast du den Bund mit deinem Knecht, hast zu Boden [geworfen und] entweiht seine Krone. Psa89/41$ Du hast niedergerissen all seine Mauern, hast seine
Burgen in Trümmer gelegt. Psa89/42$ Es haben ihn alle ausgeplündert, die des Weges vorübergehen. Er ist zum Hohn geworden seinen Nachbarn. Psa89/43$ Du hast erhöht die Rechte seiner Bedränger,
hast erfreut alle seine Feinde. Psa89/44$ Auch hast du zurückweichen lassen die Schärfe seines Schwertes und hast ihn nicht bestehen lassen im Kampf. Psa89/45$ Du hast aufhören lassen seinen
Glanz und zur Erde gestürzt seinen Thron. Psa89/46$ Du hast verkürzt die Tage seiner Jugend, mit Schmach hast du ihn bedeckt. // Psa89/47$ Bis wann, HERR, willst du dich immerfort verbergen, soll
wie Feuer brennen dein Zorn? Psa89/48$ Gedenke an mich, wie [kurz meine] Lebensdauer ist, zu welcher Nichtigkeit du alle Menschenkinder erschaffen hast! Psa89/49$ Welcher Mann lebt und wird den
Tod nicht sehen, wird sein Leben befreien von der Gewalt des Scheols? // Psa89/50$ Wo sind deine früheren Gnaden, o Herr, die du David zugeschworen hast in deiner Treue? Psa89/51$ Gedenke, Herr,
der Schmach deiner Knechte. In meiner Brust trage ich all die vielen Völker [mit ihrem Hohn], Psa89/52$ womit deine Feinde gehöhnt haben, HERR, womit sie gehöhnt haben die Fußspuren deines
Gesalbten!
Psa89/53$ Gepriesen sei der HERR ewig! Amen, ja Amen!
1.19.2 VIERTES BUCH (Ps90)
Psa90\
Psa90/1$ Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes. Herr, du bist unsere Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht. Psa90/2$ Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen
hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Gott. Psa90/3$ Du läßt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder! Psa90/4$ Denn tausend Jahre sind in deinen
Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht. Psa90/5$ Du schwemmst sie hinweg, [sie sind wie] ein Schlaf, sie sind am Morgen wie Gras, das aufsproßt.
Psa90/6$ Am Morgen blüht es und sproßt auf. Am Abend welkt es und verdorrt. Psa90/7$ Denn wir vergehen durch deinen Zorn, und durch deinen Grimm werden wir verstört. Psa90/8$ Du hast unsere
Ungerechtigkeiten vor dich gestellt, unser verborgenes [Tun] vor das Licht deines Angesichts. Psa90/9$ Denn alle unsere Tage schwinden durch deinen Grimm. Wir bringen unsere Jahre zu wie einen
Seufzer. Psa90/10$ Die Tage unserer Jahre sind siebzig Jahre, und, wenn in Kraft, achtzig Jahre, und ihr Stolz ist Mühe und Nichtigkeit, denn schnell eilt es vorüber, und wir fliegen dahin.
Psa90/11$ Wer erkennt die Stärke deines Zorns und deines Grimms, wie es der Furcht vor dir entspricht? Psa90/12$ So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!
Psa90/13$ Kehre wieder, HERR! - Bis wann? Erbarme dich deiner Knechte! Psa90/14$ Sättige uns am Morgen mit deiner Gnade, so werden wir jubeln und uns freuen in allen unseren Tagen. Psa90/15$
Erfreue uns so viele Tage, wie du uns gebeugt hast, [so viele] Jahre, wie wir Übles gesehen haben! Psa90/16$ Laß an deinen Knechten sichtbar werden dein Tun, und deine Majestät über ihren Söhnen.
Psa90/17$ Die Freundlichkeit des Herrn, unseres Gottes, sei über uns und befestige über uns das Werk unserer Hände! Ja, das Werk unserer Hände, befestige [du] es!
Psa91\
Psa91/1$ Wer im Schutz des Höchsten wohnt, bleibt im Schatten des Allmächtigen. Psa91/2$ Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, ich vertraue auf ihn! Psa91/3$ Denn er
errettet dich von der Schlinge des Vogelstellers, von der verderblichen Pest. Psa91/4$ Mit seinen Schwingen deckt er dich, und du findest Zuflucht unter seinen Flügeln. Schild und Schutzwehr ist
seine Treue. Psa91/5$ Du fürchtest dich nicht vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der am Tag fliegt, Psa91/6$ vor der Pest, die im Finstern umgeht, vor der Seuche, die am Mittag
verwüstet. Psa91/7$ Tausend fallen an deiner Seite, zehntausend an deiner Rechten - dich erreicht es nicht. Psa91/8$ Nur schaust du es mit deinen Augen, und du siehst die Vergeltung an den
Gottlosen. Psa91/9$ Denn du [hast gesagt]: `Der HERR ist meine Zuflucht!; du hast den Höchsten zu deiner Wohnung gesetzt; Psa91/10$ so begegnet dir kein Unglück, und keine Plage naht deinem Zelt.
Psa91/11$ Denn er bietet seine Engel für dich auf, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen. Psa91/12$ Auf den Händen tragen sie dich, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt. Psa91/13$ Auf
Löwen und Ottern trittst du, Junglöwen und Schlangen trittst du nieder. Psa91/14$ `Weil er an mir hängt, will ich ihn erretten. Ich will ihn schützen, weil er meinen Namen kennt. Psa91/15$ Er
ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not. Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. Psa91/16$ Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn mein Heil schauen.
Psa92\
Psa92/1$ Ein Psalm. Ein Lied. Für den Tag des Sabbats. Psa92/2$ Es ist gut, den HERRN zu preisen und deinen Namen, du Höchster, zu besingen; Psa92/3$ am Morgen zu verkünden deine Gnade, und deine
Treue in den Nächten Psa92/4$ zur zehnsaitigen Laute und zur Harfe, zum klingenden [Spiel] auf der Zither. Psa92/5$ Denn du hast mich erfreut, HERR, durch dein Tun. Über die Werke deiner Hände
juble ich. Psa92/6$ Wie groß sind deine Werke, HERR! Sehr tief sind deine Gedanken. Psa92/7$ Ein unvernünftiger Mensch erkennt es nicht, und ein Tor versteht dies nicht. Psa92/8$ Wenn die
Gottlosen sprossen wie Gras und alle Übeltäter blühen, [dann nur,] damit sie vertilgt werden für immer. Psa92/9$ Du aber bist ewig erhaben, HERR! Psa92/10$ Denn siehe, deine Feinde, HERR, denn
siehe, deine Feinde werden umkommen. Es werden zerstreut werden alle Übeltäter. Psa92/11$ Aber du wirst mein Horn erhöhen wie das eines Büffels. Mit frischem Öl hast du mich überschüttet.
Psa92/12$ Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden. Meine Ohren werden ihre Lust hören an den Übeltätern, die gegen mich aufstehen. Psa92/13$ Der Gerechte wird sprossen wie die
Palme, wie eine Zeder auf dem Libanon wird er emporwachsen. Psa92/14$ Die gepflanzt sind im Haus des HERRN, werden grünen in den Vorhöfen unseres Gottes. Psa92/15$ Noch im Greisenalter gedeihen
sie, sind sie saftvoll und grün, Psa92/16$ um zu verkünden, dass der HERR gerecht ist. Er ist mein Fels, und kein Unrecht ist an ihm.
Psa93\
Psa93/1$ Der HERR ist König! Er hat sich bekleidet mit Hoheit! Der HERR hat sich bekleidet, mit Stärke hat er sich umgürtet! Ja, fest steht die Welt, sie wird nicht wanken. Psa93/2$ Dein Thron
steht fest von alters her, von Ewigkeit her bist du. Psa93/3$ Ströme erhoben, o HERR, Ströme erhoben ihr Tosen, Ströme erheben ihr Brausen. Psa93/4$ Mächtiger als das Tosen gewaltiger Wasser,
wuchtiger Brecher des Meeres, [mächtiger] ist der HERR in der Höhe. Psa93/5$ Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig. Deinem Haus geziemt Heiligkeit, HERR, für alle Zeiten.
Psa94\
Psa94/1$ Gott der Rache, HERR, Gott der Rache, strahle hervor! Psa94/2$ Erhebe dich, Richter der Erde, vergilt den Hochmütigen ihr Tun! Psa94/3$ Bis wann werden die Gottlosen, HERR, bis wann
werden die Gottlosen frohlocken, Psa94/4$ übersprudeln, Freches reden, werden sich rühmen alle Übeltäter? Psa94/5$ Dein Volk, HERR, zertreten sie, dein Eigentum bedrücken sie. Psa94/6$ Die Witwe
und den Fremden bringen sie um, die Waisen ermorden sie. Psa94/7$ Sie sagen: Jah sieht es nicht! Der Gott Jakobs merkt es nicht! Psa94/8$ Habt Einsicht, ihr Unvernünftigen unter dem Volk! Ihr
Toren, wann werdet ihr verständig werden? Psa94/9$ Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen? Psa94/10$ Der die Nationen unterweist,
sollte der nicht zurechtweisen? er, der Erkenntnis lehrt den Menschen? Psa94/11$ Der HERR kennt die Gedanken des Menschen, dass sie ein Hauch sind. Psa94/12$ Glücklich der Mann, den du züchtigst,
Jah, den du belehrst aus deinem Gesetz, Psa94/13$ um ihm Ruhe zu geben vor den bösen Tagen, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird! Psa94/14$ Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen, er
wird sein Eigentum nicht verlassen. Psa94/15$ Denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren das Recht und hinter ihm her alle, die von Herzen aufrichtig sind. Psa94/16$ Wer wird für mich aufstehen
gegen die Übeltäter? Wer wird für mich auftreten gegen die, die Böses tun? Psa94/17$ Wäre der HERR mir nicht eine Hilfe gewesen, so hätte wenig gefehlt, und meine Seele hätte im Schweigen
gelegen. Psa94/18$ Wenn ich sagte: Mein Fuß wankt!, so unterstützte mich deine Gnade, HERR. Psa94/19$ Als viele unruhige Gedanken in mir [waren], beglückten deine Tröstungen meine Seele.
Psa94/20$ Sollte mit dir verbündet sein der Thron des Verderbens, der Unheil schafft gegen die Ordnung? Psa94/21$ Sie rotten sich gegen die Seele des Gerechten zusammen, und unschuldiges Blut
sprechen sie schuldig. Psa94/22$ Doch der HERR wurde mir zur Burg, mein Gott zum Fels meiner Zuflucht. Psa94/23$ Er läßt ihre Ungerechtigkeit auf sie zurückfallen, und in ihrer Bosheit wird er
sie vertilgen. Vertilgen wird sie der HERR, unser Gott.
Psa95\
Psa95/1$ Kommt, laßt uns dem HERRN zujubeln, laßt uns zujauchzen dem Fels unseres Heils! Psa95/2$ Laßt uns vor sein Angesicht treten mit Dank! Laßt uns mit Psalmen ihm zujauchzen! Psa95/3$ Denn
ein großer Gott ist der HERR, ein großer König über alle Götter. Psa95/4$ In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind [auch] sein. Psa95/5$ Sein ist das Meer; er hat es
ja gemacht, und das Trockene, seine Hände haben es gebildet. Psa95/6$ Kommt, laßt uns anbeten und uns neigen, laßt uns niederknien vor dem HERRN, der uns gemacht hat! Psa95/7$ Denn er ist unser
Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Herde seiner Hand.
V. 7-11: Hebr 3,7-11.
Heute, wenn ihr seine Stimme hört, Psa95/8$ verhärtet euer Herz nicht, wie zu Meriba, wie am Tag von Massa in der Wüste, Psa95/9$ wo eure Väter mich versuchten, mich auf die Probe stellten,
obwohl sie mein Werk gesehen hatten. Psa95/10$ Vierzig Jahre empfand ich Ekel vor [diesem] Geschlecht, und ich sprach: Ein Volk irrenden Herzens sind sie, und sie haben meine Wege nicht erkannt.
Psa95/11$ Darum schwur ich in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.
Psa96\
Psa96/1$ Singt dem HERRN ein neues Lied, singe dem HERRN, ganze Erde! Psa96/2$ Singt dem HERRN, preist seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil! Psa96/3$ Erzählt unter den Heiden seine
Herrlichkeit, unter allen Völkern seine Wundertaten! Psa96/4$ Denn groß ist der HERR und sehr zu loben, furchtbar ist er über allen Göttern. Psa96/5$ Denn alle Götter der Völker sind Götzen, der
HERR aber hat den Himmel gemacht. Psa96/6$ Majestät und Pracht sind vor seinem Angesicht, Stärke und Herrlichkeit in seinem Heiligtum. Psa96/7$ Gebt dem HERRN, ihr Völkerstämme, gebt dem HERRN
Ehre und Macht! Psa96/8$ Gebt dem HERRN die Ehre seines Namens! Bringt Opfer und kommt in seine Vorhöfe! Psa96/9$ Betet an den HERRN in heiliger Pracht! Erzittere vor ihm, ganze Erde! Psa96/10$
Sagt unter den Heiden: Der HERR ist König! Ja, fest steht die Welt, sie wird nicht wanken. Er wird die Völker richten in Geradheit. Psa96/11$ Es freue sich der Himmel, und es frohlocke die Erde!
Es brause das Meer und seine Fülle! Psa96/12$ Es frohlocke das Feld und alles, was darauf ist! Auch alle Bäume im Wald sollen jubeln Psa96/13$ vor dem HERRN! Denn er kommt, denn er kommt, die
Erde zu richten. Er wird die Welt richten in Gerechtigkeit und die Völker in seiner Wahrheit.
Psa97\
Psa97/1$ Der HERR ist König! Es frohlocke die Erde! Es sollen sich freuen die vielen Inseln! Psa97/2$ Gewölk und Dunkel sind um ihn her. Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines
Thrones. Psa97/3$ Feuer geht vor ihm her und verzehrt seine Bedränger ringsum. Psa97/4$ Seine Blitze erleuchten die Welt. Die Erde sah es und bebte. Psa97/5$ Die Berge zerschmolzen wie Wachs vor
dem HERRN, vor dem Herrn der ganzen Erde. Psa97/6$ Die Himmel verkündeten seine Gerechtigkeit, und alle Völker sahen seine Herrlichkeit. Psa97/7$ Schämen müssen sich alle Verehrer eines
Götterbildes, die sich der Götzen rühmen. Fallt vor ihm nieder, alle Götter! Psa97/8$ Zion hörte es und freute sich, und es frohlockten die Töchter Judas wegen deiner Gerichte, HERR. Psa97/9$
Denn du, HERR, bist der Höchste über die ganze Erde. Du bist sehr erhaben über alle Götter. Psa97/10$ Die ihr den HERRN liebt, haßt das Böse! Er bewahrt die Seelen seiner Frommen. Aus der Hand
der Gottlosen errettet er sie. Psa97/11$ Licht ist dem Gerechten gesät, und Freude den von Herzen Aufrichtigen. Psa97/12$ Freut euch, ihr Gerechten, im HERRN, und preist sein heiliges
Gedächtnis!
Psa98\
Psa98/1$ Ein Psalm. Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er hat Wunder getan! Ihm half seine Rechte und sein heiliger Arm. Psa98/2$ Der HERR hat kundgetan sein Heil, vor den Augen der Nationen
geoffenbart seine Gerechtigkeit. Psa98/3$ Er hat seiner Gnade und seiner Treue für das Haus Israel gedacht. Alle Enden der Erde haben das Heil unseres Gottes gesehen. Psa98/4$ Jauchzt dem HERRN,
alle Welt! Seid fröhlich und jauchzt und spielt! Psa98/5$ Singt dem HERRN zur Zither, mit der Zither und der Stimme des Gesangs! Psa98/6$ Mit Trompeten und dem Schall des Horns jauchzt vor dem
König, dem HERRN! Psa98/7$ Es brause das Meer und seine Fülle, die Welt und die darauf wohnen! Psa98/8$ Die Ströme sollen in die Hände klatschen, alle Berge zusammen sollen jubeln Psa98/9$ vor
dem HERRN! Denn er kommt, die Erde zu richten. Er wird die Welt richten in Gerechtigkeit und die Völker in Geradheit.
Psa99\
Psa99/1$ Der HERR ist König! Es zittern die Völker. Er thront auf den Cherubim. Es wankt die Erde. Psa99/2$ Groß ist der HERR in Zion, und hoch ist er über alle Völker. Psa99/3$ Preisen sollen
sie deinen Namen, den großen und furchtbaren - heilig ist er! - Psa99/4$ und die Stärke des Königs, der das Recht liebt! Du hast die Rechtsordnung begründet und hast Recht und Gerechtigkeit in
Jakob geschaffen. Psa99/5$ Erhebt den HERRN, unseren Gott, und fallt nieder vor dem Schemel seiner Füße! Heilig ist er. Psa99/6$ Mose und Aaron unter seinen Priestern, und Samuel unter denen, die
seinen Namen anriefen, sie riefen zu dem HERRN, und er antwortete ihnen. Psa99/7$ In der Wolkensäule redete er zu ihnen. Sie bewahrten seine Zeugnisse und die Ordnung, die er ihnen gegeben hatte.
Psa99/8$ HERR, unser Gott, du hast ihnen geantwortet! Ein vergebender Gott warst du ihnen, [doch auch] ein Rächer ihrer Taten. Psa99/9$ Erhebt den HERRN, unseren Gott, und fallt nieder an seinem
heiligen Berg! Denn heilig ist der HERR, unser Gott.
Psa100\
Psa100/1$ Ein Psalm. Zum Dankopfer. Jauchzt dem HERRN, alle Welt! Psa100/2$ Dient dem HERRN mit Freuden! Kommt vor sein Angesicht mit Jubel! Psa100/3$ Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns
gemacht, und nicht wir selbst - sein Volk und die Herde seiner Weide. Psa100/4$ Zieht ein in seine Tore mit Dank, in seine Vorhöfe mit Lobgesang! Preist ihn, dankt seinem Namen! Psa100/5$ Denn
gut ist der HERR. Seine Gnade ist ewig und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.
Psa101\
Psa101/1$ Von David. Ein Psalm. Von Gnade und Recht will ich singen; dir, HERR, will ich spielen. Psa101/2$ Ich will einsichtig handeln auf vollkommenem Weg. Wann wirst du zu mir kommen? Ich will
mit lauterem Herzen wandeln in meinem Hause. Psa101/3$ Ich will keine heillosen Dinge ins Auge fassen; Übertretungen zu begehen, hasse ich; das soll nicht an mir kleben. Psa101/4$ Ein verkehrtes
Herz soll von mir weichen, Böses will ich nicht kennen. Psa101/5$ Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den will ich stumm machen. Wer stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den will ich
nicht dulden. Psa101/6$ Meine Augen sind auf die Treuen im Lande [gerichtet], damit sie bei mir wohnen. Wer auf vollkommenem Weg wandelt, der darf mir dienen. Psa101/7$ Im Innern meines Hauses
soll nicht wohnen, wer Trug übt. Wer Lügen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen. Psa101/8$ Jeden Morgen will ich alle Gottlosen des Landes stumm machen, um aus der Stadt des HERRN alle
Übeltäter auszurotten.
Psa102\
Psa102/1$ Gebet eines Elenden, wenn er verzagt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet. Psa102/2$ HERR, höre mein Gebet, laß zu dir kommen mein Schreien! Psa102/3$ Verbirg dein Angesicht
nicht vor mir am Tag meiner Bedrängnis! Neige zu mir dein Ohr! An dem Tage, da ich rufe, erhöre mich eilends! Psa102/4$ Denn wie Rauch entschwinden meine Tage, meine Gebeine glühen wie ein Brand.
Psa102/5$ Wie Gras ist abgemäht und verdorrt mein Herz, denn ich habe vergessen, mein Brot zu essen. Psa102/6$ Wegen der Stimme meines Seufzens klebt mein Gebein an meinem Fleisch. Psa102/7$ Ich
gleiche der Eule der Wüste, ich bin wie das Käuzchen in den Ruinen. Psa102/8$ Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach. Psa102/9$ Den ganzen Tag höhnen mich meine Feinde; die mich
verspotten, schwören bei mir. Psa102/10$ Denn Asche esse ich wie Brot, meinen Trank vermische ich mit Tränen Psa102/11$ vor deiner Verwünschung und deinem Grimm. Denn du hast mich emporgehoben
und hast mich hingeworfen. Psa102/12$ Meine Tage sind wie ein gestreckter Schatten, ich verdorre wie Gras. Psa102/13$ Du aber, HERR, bleibst auf ewig, dein Gedächtnis von Geschlecht zu
Geschlecht. Psa102/14$ Du wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen. Denn es ist Zeit, ihn zu begnadigen, denn gekommen ist die bestimmte Zeit. Psa102/15$ Denn deine Knechte haben Gefallen an
seinen Steinen, sie haben Mitleid mit seinem Schutt. Psa102/16$ Die Nationen werden den Namen des HERRN fürchten, alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. Psa102/17$ Denn der HERR wird Zion
aufbauen, er wird erscheinen in seiner Herrlichkeit. Psa102/18$ Er wird sich wenden zum Gebet der Verlassenen, ihr Gebet wird er nicht verachten. Psa102/19$ Dies sei aufgeschrieben für das
künftige Geschlecht, und ein [neu] geschaffenes Volk soll Jah loben. Psa102/20$ Denn der HERR hat herniedergeblickt von der Höhe seines Heiligtums, er hat herabgeschaut vom Himmel auf die Erde,
Psa102/21$ um zu hören das Seufzen des Gefangenen, um zu lösen die Kinder des Todes, Psa102/22$ damit man den Namen des HERRN verkündige in Zion [und] in Jerusalem sein Lob, Psa102/23$ wenn die
Völker sich alle versammeln und die Königreiche, um dem HERRN zu dienen. Psa102/24$ Er hat meine Kraft gebrochen auf dem Weg, hat verkürzt meine Tage. Psa102/25$ Ich sprach: Mein Gott, nimm mich
nicht hinweg in der Hälfte meiner Tage! Von Geschlecht zu Geschlecht sind deine Jahre.
V. 26-28: Hebr 1,10-12.
Psa102/26$ Du hast einst die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Psa102/27$ Sie werden umkommen, du aber bleibst. Sie alle werden veralten wie ein Kleid; wie ein Gewand
wechselst du sie, und sie werden verwandelt. Psa102/28$ Du aber bist derselbe, und deine Jahre enden nicht. Psa102/29$ Die Söhne deiner Knechte werden wohnen bleiben, ihre Nachkommen werden vor
dir Bestand haben.
Psa103\
Psa103/1$ Von David. Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen! Psa103/2$:
Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! (Vergissnichtwaserdirgutsgetan: Hoffnungsgedanken: „Vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat, und schau nach vorn dabei!
Vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat und glaube an den allmächtigen Gott: nichts ist bei Ihm unmöglich. Vergiss nicht den heiligen Augenblick. Vergiss die Heilung nicht. Vergiss die Erfolge
nicht. Denn Gott wird dir die, also alle, Jahre erstatten, die die Motten gefressen haben. Nach Hagg. 2: Ich will alles erschüttern [You will shake all evil; vertrau nur Jesus]; und die zweite
Herrlichkeit wird größer sein als die erste“) Psa103/3$ Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. Psa103/4$ Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit
Gnade und Erbarmen. Psa103/5$ Der mit Gutem sättigt dein Leben. Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler. Psa103/6$ Der HERR verschafft Gerechtigkeit und Recht allen, die bedrückt werden.
Psa103/7$ Er tat seine Wege kund dem Mose, den Söhnen Israel seine Taten. Psa103/8$ Barmherzig und gnädig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Gnade. Psa103/9$ Er wird nicht immer rechten,
nicht ewig zürnen. Psa103/10$ Er hat uns nicht getan nach unseren Vergehen, nach unseren Sünden uns nicht vergolten. Psa103/11$ Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, so übermächtig ist
seine Gnade über denen, die ihn fürchten. Psa103/12$ So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen. Psa103/13$ Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich
der HERR über die, die ihn fürchten. Psa103/14$ Denn er kennt unser Gebilde, gedenkt, dass wir Staub sind. Psa103/15$ Der Mensch - wie Gras sind seine Tage, wie die Blume des Feldes, so blüht er.
Psa103/16$ Denn fährt ein Wind darüber, so ist sie nicht mehr, und ihr Ort kennt sie nicht mehr. Psa103/17$ Die Gnade des HERRN aber [währt] von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten,
seine Gerechtigkeit [bis zu] den Kindeskindern, Psa103/18$ für die, die seinen Bund halten, die seiner Vorschriften gedenken, um sie zu tun. Psa103/19$ Der HERR hat in den Himmeln aufgerichtet
seinen Thron, und seine Herrschaft regiert über alles. Psa103/20$ Preist den HERRN, ihr seine Engel, ihr Gewaltigen an Kraft, Täter seines Wortes, dass man höre auf die Stimme seines Wortes!
Psa103/21$ Preist den HERRN, alle seine Heerscharen, ihr seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Psa103/22$ Preist den HERRN, alle seine Werke an allen Orten seiner Herrschaft! Preise den HERRN,
meine Seele!
Psa104\
Psa104/1$ Preise den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet. Psa104/2$ [Du], der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der die Himmel
ausspannt gleich einer Zeltdecke, Psa104/3$ der seine Obergemächer errichtet in den Wassern, der Wolken macht zu seinem Wagen, der einherzieht auf den Flügeln des Windes, Psa104/4$ der Winde zu
seinen Boten macht, Feuer und Lohe zu seinen Dienern: Psa104/5$ Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten. Sie wird nicht wanken immer und ewig. Psa104/6$ Die Urflut bedeckte sie wie ein
Kleid, die Wasser standen über den Bergen. Psa104/7$ Vor deinem Schelten flohen sie, vor dem Schall deines Donners wurden sie fortgetrieben. Psa104/8$ Die Berge erhoben sich, es senkten sich die
Täler an den Ort, den du ihnen bestimmt hattest. Psa104/9$ Du hast eine Grenze gesetzt, die überschreiten sie nicht. Sie werden nicht zurückkehren, die Erde zu bedecken. Psa104/10$ [Du], der
Quellen entsendet in die Täler: Zwischen den Bergen fließen sie dahin. Psa104/11$ Sie tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel stillen ihren Durst. Psa104/12$ An ihnen wohnen die Vögel des
Himmels, aus dichtem Laub lassen sie ihre Stimme erschallen. Psa104/13$ [Du], der die Berge tränkt aus seinen Obergemächern: von der Frucht deiner Werke wird die Erde gesättigt. Psa104/14$ Der
Gras hervorsprossen läßt für das Vieh und Pflanzen zum Dienst des Menschen, damit er Brot hervorbringe aus der Erde Psa104/15$ und Wein, der des Menschen Herz erfreut; damit er das Angesicht
glänzend mache vom Öl und Brot des Menschen Herz stärke. Psa104/16$ Es werden gesättigt die Bäume des HERRN, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat, Psa104/17$ wo die Vögel nisten; der
Storch - Zypressen sind sein Nest. Psa104/18$ Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen eine Zuflucht für die Klippdachse. Psa104/19$ Er hat den Mond gemacht zur Zeitbestimmung, die
Sonne kennt ihren Untergang. Psa104/20$ Du bestellst Finsternis, und es wird Nacht. In ihr regen sich alle Tiere des Waldes. Psa104/21$ Die Junglöwen brüllen nach Raub, sie fordern von Gott ihre
Speise. Psa104/22$ Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück und lagern sich in ihren Verstecken. Psa104/23$ Der Mensch geht aus an sein Werk, an seine Arbeit bis zum Abend. Psa104/24$ Wie
zahlreich sind deine Werke, o HERR! Du hast sie alle mit Weisheit gemacht, die Erde ist voll deines Eigentums. Psa104/25$ Da ist das Meer, groß und ausgedehnt nach allen Seiten. Dort ist ein
Gewimmel ohne Zahl: Tiere klein und groß. Psa104/26$ Da ziehen Schiffe einher, der Leviathan, den du gebildet hast, um mit ihm zu spielen. Psa104/27$ Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre
Speise gibst zu seiner Zeit. Psa104/28$ Du gibst ihnen: Sie sammeln ein. Du tust deine Hand auf: Sie werden gesättigt mit Gutem. Psa104/29$ Du verbirgst dein Angesicht: Sie erschrecken. Du nimmst
ihren Lebensatem weg: Sie vergehen und werden wieder zu Staub. Psa104/30$ Du sendest deinen Lebenshauch aus: Sie werden geschaffen; du erneuerst die Flächen des Ackers. Psa104/31$ Die
Herrlichkeit des HERRN sei ewig! Der HERR freue sich seiner Werke! Psa104/32$ Der die Erde anschaut, und sie bebt; er rührt die Berge an, und sie rauchen. Psa104/33$ Singen will ich dem HERRN
mein Leben lang, ich will meinem Gott spielen, solange ich bin. Psa104/34$ Möge ihm gefallen meine Rede! Ich, ich freue mich in dem HERRN! Psa104/35$ Die Sünder sollen verschwinden von der Erde
und die Gottlosen nicht mehr sein. Preise den HERRN, meine Seele! Halleluja!
Psa105\
V. 1-15: 1Chr 16,8-22
Psa105/1$ Preist den HERRN, ruft an seinen Namen, macht unter den Völkern kund seine Taten! Psa105/2$ Singt ihm, spielt ihm, redet von allen seinen Wundern! Psa105/3$ Rühmt euch seines heiligen
Namens! Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! Psa105/4$ Fragt nach dem HERRN und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig! Psa105/5$ Gedenkt seiner Wunder, die er getan hat,
seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes! Psa105/6$ Ihr Nachkommen Abrahams, seines Knechtes, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten: Psa105/7$ Er ist der HERR, unser Gott! Seine Urteile
[ergehen] auf der ganzen Erde. Psa105/8$ Er gedenkt ewig seines Bundes - des Wortes, das er geboten hat auf tausend Geschlechter hin -, Psa105/9$ den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides
an Isaak. Psa105/10$ Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund, Psa105/11$ indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe. Psa105/12$ Als
sie noch gering waren an Zahl, nur wenige und Fremdlinge darin, Psa105/13$ als sie von Volk zu Volk wanderten, von einem Reich zu einem anderen Volk, Psa105/14$ da gestattete er keinem Menschen,
sie zu bedrücken, und ihretwegen wies er Könige zurecht: Psa105/15$ `Tastet meine Gesalbten nicht an, tut meinen Propheten nichts Übles! Psa105/16$ Er rief eine Hungersnot über das Land herbei;
jeden Brotstab zerbrach er. Psa105/17$ Er sandte einen Mann vor ihnen her: Joseph wurde als Knecht verkauft. Psa105/18$ Sie zwängten seine Füße in Fesseln, [in] Eisen kam sein Hals, Psa105/19$
bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf, das Wort des HERRN ihn bewährte. Psa105/20$ Der König sandte hin und ließ ihn los, der Herrscher über Völker, und befreite ihn. Psa105/21$ Er setzte ihn zum
Herrn über sein Haus, zum Herrscher über all seinen Besitz, Psa105/22$ um seine Obersten zurechtzuweisen nach seinem Sinn; und seine Ältesten sollte er Weisheit lehren. Psa105/23$ Dann kam Israel
nach Ägypten, Jakob war ein Fremder im Lande Hams. Psa105/24$ Und er machte sein Volk sehr fruchtbar, er machte es stärker als seine Bedränger. Psa105/25$ Er wandelte ihr Herz, sein Volk zu
hassen, Arglist zu üben an seinen Knechten. Psa105/26$ Er sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er auserwählt hatte.
V. 27-36: Ps 78,43-53.
Psa105/27$ Sie taten unter ihnen seine Zeichen und Wunder im Lande Hams. Psa105/28$ Er sandte Finsternis und machte es finster. Aber sie achteten nicht auf seine Worte. Psa105/29$ Er
verwandelte ihre Wasser in Blut, ließ sterben ihre Fische. Psa105/30$ Es wimmelte ihr Land von Fröschen bis in die Gemächer ihrer Könige. Psa105/31$ Er sprach, und es kamen Hundsfliegen,
Stechmücken in ihr ganzes Gebiet. Psa105/32$ Er gab ihnen Hagel statt Regen, flammendes Feuer in ihr Land. Psa105/33$ Und er schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume, zerbrach die Bäume ihres
Gebiets. Psa105/34$ Er sprach, und es kamen Heuschrecken und [ihre] Larven ohne Zahl. Psa105/35$ Sie fraßen alles Kraut in ihrem Land, sie fraßen die Frucht ihres Bodens. Psa105/36$ Und er schlug
alle Erstgeburt in ihrem Land, die Erstlinge all ihrer Kraft. Psa105/37$ Dann führte er sie heraus mit Silber und Gold, und kein Strauchelnder war unter seinen Stämmen. Psa105/38$ Froh war
Ägypten bei ihrem Auszug, denn ihr Schrecken war auf sie gefallen. Psa105/39$ Er breitete eine Wolke aus zur Decke, ein Feuer, die Nacht zu erleuchten. Psa105/40$ Sie forderten, und er ließ
Wachteln kommen. Mit Himmelsbrot sättigte er sie. Psa105/41$ Er öffnete den Felsen, und es flossen Wasser heraus. Sie liefen in die Wüste wie ein Strom. Psa105/42$ Denn er gedachte seines
heiligen Wortes, Abrahams, seines Knechtes, Psa105/43$ und führte sein Volk heraus in Freude, seine Auserwählten in Jubel. Psa105/44$ Er gab ihnen die Länder der Nationen und die Mühe der
Völkerschaften nahmen sie in Besitz, Psa105/45$ damit sie seine Ordnungen beobachteten und seine Gesetze bewahrten. Halleluja!
Psa106\
Psa106/1$ Halleluja! Preist den HERRN, denn er ist gut! Denn seine Gnade [währt] ewig. Psa106/2$ Wer wird [alle] die Machttaten des HERRN erzählen, hören lassen all seinen Ruhm? Psa106/3$
Glücklich, die das Recht bewahren, die Gerechtigkeit üben zu aller Zeit! Psa106/4$ Gedenke meiner, HERR, in der Zuneigung zu deinem Volk. Suche mich heim mit deiner Hilfe, Psa106/5$ dass ich
anschaue das Glück deiner Auserwählten, mich freue an der Freude deiner Nation, mich rühme mit deinem Erbteil. Psa106/6$ Wir haben gesündigt samt unseren Vätern, haben Unrecht getan, haben
gottlos gehandelt. Psa106/7$ Unsere Väter in Ägypten begriffen nicht deine Wunder, sie gedachten nicht der Menge deiner Gnadenerweise, sie waren widerspenstig am Meer, am Schilfmeer. Psa106/8$
Aber er rettete sie um seines Namens willen, um seine Macht kundzutun. Psa106/9$ Und er bedrohte das Schilfmeer und es wurde trocken. Er ließ sie durch die Fluten gehen wie durch eine Wüste.
Psa106/10$ Er rettete sie aus der Hand dessen, der sie haßte, er erlöste sie aus der Hand des Feindes. Psa106/11$ Und die Wasser bedeckten ihre Bedränger, nicht einer von ihnen blieb übrig.
Psa106/12$ Da glaubten sie seinen Worten, sie sangen sein Lob. Psa106/13$ Schnell vergaßen sie seine Taten, warteten nicht auf seinen Rat. Psa106/14$ Sie gierten voller Begierde in der Wüste,
versuchten Gott in der Einöde. Psa106/15$ Da erfüllte er ihnen ihre Bitte, aber er sandte Schwindsucht in ihre Seelen. Psa106/16$ Sie wurden eifersüchtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den
Heiligen des HERRN. Psa106/17$ Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und bedeckte die Rotte Abirams. Psa106/18$ Ein Feuer brannte unter ihrer Rotte, eine Flamme verzehrte die Gottlosen.
Psa106/19$ Sie machten ein Kalb am Horeb und beugten sich vor einem gegossenen Bild. Psa106/20$ Sie vertauschten ihre Herrlichkeit mit dem Bild eines Stieres, der Gras frißt. Psa106/21$ Sie
vergaßen Gott, der sie errettete, der große Dinge getan in Ägypten, Psa106/22$ Wunder im Lande Hams, Furchtbares am Schilfmeer. Psa106/23$ Da gedachte er, sie auszurotten, wäre nicht Mose
gewesen, sein Erwählter. Der trat in die Bresche vor ihn, um seinen Grimm vom Verderben abzuwenden. Psa106/24$ Und sie verschmähten das köstliche Land, glaubten nicht seinem Wort. Psa106/25$ Sie
murrten in ihren Zelten, hörten nicht auf die Stimme des HERRN. Psa106/26$ Da erhob er seine Hand gegen sie, um sie niederzuschlagen in der Wüste, Psa106/27$ um ihre Nachkommenschaft zu Fall zu
bringen unter den Nationen, um sie zu zersprengen in die Länder. Psa106/28$ Und sie hängten sich an Baal Peor und aßen Schlachtopfer der Toten. Psa106/29$ So erbitterten sie [ihn] durch ihre
Taten, eine Plage brach unter ihnen aus. Psa106/30$ Da stand Pinhas auf und übte Gericht, und der Plage wurde gewehrt. Psa106/31$ Das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, von Geschlecht zu
Geschlecht bis in Ewigkeit. Psa106/32$ Und sie erzürnten [ihn] am Wasser von Meriba, und es erging Mose übel ihretwegen. Psa106/33$ Denn sie reizten seinen Geist, so dass er unbedacht redete mit
seinen Lippen. Psa106/34$ Sie vertilgten die Völker nicht, die der HERR ihnen genannt hatte. Psa106/35$ Sie vermischten sich mit den Nationen und lernten ihre Werke. Psa106/36$ Sie dienten ihren
Götzen, die wurden ihnen zum Fallstrick. // Psa106/37$ Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen, Psa106/38$ vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter, die sie
den Götzen Kanaans opferten. So wurde das Land durch die Blutschuld entweiht. Psa106/39$ Sie verunreinigten sich durch ihre Werke und hurten durch ihre Taten. Psa106/40$ Da entbrannte der Zorn
des HERRN gegen sein Volk, und er verabscheute sein Eigentum. Psa106/41$ Er gab sie in die Hand der Nationen, und die sie haßten, herrschten über sie. Psa106/42$ Ihre Feinde bedrängten sie, und
sie wurden gebeugt unter ihrer Hand. Psa106/43$ Oft errettete er sie. Sie aber waren widerspenstig in ihren Plänen, und sie verkamen wegen ihrer Ungerechtigkeit. Psa106/44$ Doch er sah an ihr
Elend, als er ihr Schreien hörte. Psa106/45$ Und er gedachte um ihretwillen an seinen Bund, und es reute ihn in der Fülle seiner Gnade. Psa106/46$ Er ließ sie Erbarmen finden bei allen, die sie
gefangen weggeführt hatten. Psa106/47$ Rette uns, HERR, unser Gott, und sammle uns aus den Nationen, dass wir deinen heiligen Namen preisen, dass wir uns rühmen deines Lobes!
Psa106/48$ Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sage: Amen! Halleluja!
FÜNFTES BUCH
Psa107\
Psa107/1$ Preist den HERRN, denn er ist gut, denn seine Gnade [währt] ewig! Psa107/2$ So sollen sagen die Erlösten des HERRN, die er aus der Hand des Bedrängers erlöst hat. Psa107/3$ Die er
gesammelt hat aus den Ländern, von Osten und von Westen, von Norden und von Süden. Psa107/4$ Sie irrten in der Wüste, auf ödem Weg, sie fanden keinen bewohnten Ort. Psa107/5$ Hungrig waren sie
und durstig, es verschmachtete in ihnen ihre Seele. Psa107/6$ Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not: aus ihren Bedrängnissen errettete er sie. Psa107/7$ Er leitete sie auf rechtem Weg, so dass
sie zu einem bewohnten Ort gelangten. Psa107/8$ Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern! Psa107/9$ Denn er hat die durstende Seele gesättigt, die
hungernde Seele mit Gutem erfüllt. Psa107/10$ Die Bewohner des Dunkels und der Finsternis [lagen] gefesselt in Elend und Eisen: Psa107/11$ denn sie waren widerspenstig gewesen gegen die Worte
Gottes und hatten verachtet den Rat des Höchsten; Psa107/12$ und er hatte ihr Herz gebeugt durch Unheil. Sie waren gestürzt, und kein Helfer war da. - Psa107/13$ Da schrieen sie zum HERRN um
Hilfe in ihrer Not: aus ihren Bedrängnissen rettete er sie. Psa107/14$ Er führte sie heraus aus Dunkel und Finsternis, er zerriß ihre Fesseln. Psa107/15$ Sie sollen den HERRN preisen für seine
Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern! Psa107/16$ Denn er hat eherne Türen zerbrochen, und eiserne Riegel hat er zerschlagen. Psa107/17$ Die Toren litten wegen ihres gottlosen Weges und
wegen ihrer Sünden. Psa107/18$ Ihre Seele ekelte vor jeder Speise, sie rührten an die Pforten des Todes. Psa107/19$ Dann aber schrieen sie zum HERRN um Hilfe in ihrer Not: aus ihren Bedrängnissen
rettete er sie. Psa107/20$ Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete [sie] aus ihren Gruben. Psa107/21$ Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern.
Psa107/22$ Sie sollen Dankopfer darbringen und mit Jubel seine Taten erzählen! Psa107/23$ Die sich mit Schiffen aufs Meer hinausbegaben, auf großen Wassern Handel trieben, Psa107/24$ das sind
die, die die Taten des HERRN sahen und seine Wunder in der Tiefe. Psa107/25$ Er redete und bestellte einen Sturmwind, und der trieb seine Wellen hoch. Psa107/26$ Sie stiegen zum Himmel empor, sie
sanken hinab in die Tiefen, es verzagte in der Not ihre Seele. Psa107/27$ Sie taumelten und schwankten wie ein Betrunkener, es versagte all ihre Weisheit. Psa107/28$ Dann aber schrieen sie zum
HERRN in ihrer Not: und er führte sie heraus aus ihren Bedrängnissen. Psa107/29$ Er verwandelte den Sturm in Stille, und es legten sich die Wellen. Psa107/30$ Sie freuten sich, dass es still
geworden war, und er führte sie in den ersehnten Hafen. Psa107/31$ Sie sollen den HERRN preisen für seine Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern. Psa107/32$ Sie sollen ihn erheben in der
Versammlung des Volkes, in der Sitzung der Ältesten ihn loben! Psa107/33$ Er macht Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürrem Land. Psa107/34$ Fruchtbares Land [macht er] zur Salzsteppe wegen
der Bosheit seiner Bewohner. Psa107/35$ Er macht die Wüste zum Wasserteich und dürres Land zu Wasserquellen. Psa107/36$ Und er ließ Hungrige dort wohnen, damit sie Siedlungen gründen konnten.
Psa107/37$ Sie besäten Felder und pflanzten Weinberge, die Frucht brachten als Ertrag. Psa107/38$ Und er segnete sie, und sie mehrten sich sehr, ihr Vieh ließ er nicht wenig sein. Psa107/39$ Und
sie wurden [wieder] wenig und beugten sich unter der Last von Unglück und Jammer. Psa107/40$ Er schüttete Verachtung auf Edle, er ließ sie umherirren in wegloser Einöde. Psa107/41$ Doch den Armen
hob er empor aus dem Elend, und machte [seine] Sippen [zahlreich] wie Herden. Psa107/42$ Die Aufrichtigen sehen es und freuen sich, und alle Ungerechtigkeit muß ihren Mund schließen. Psa107/43$
Wer ist weise? Der merke sich dies! Und sie sollen die Gnaden[taten] des HERRN sorgsam beachten.
Psa108\
Psa108/1$ Ein Lied. Ein Psalm. Von David.
V. 2-6: Ps 57,8-12
Psa108/2$ Gefestigt ist mein Herz, o Gott! Ich will singen und spielen. Wach auf, meine Ehre! Psa108/3$ Wach auf, Harfe und Zither! Ich will aufwecken die Morgenröte. Psa108/4$ Ich will dich
preisen unter den Völkern, HERR, ich will dir spielen unter den Völkerschaften. Psa108/5$ Denn groß ist deine Gnade über die Himmel hinaus, und bis zu den Wolken deine Treue. Psa108/6$ Erhebe
dich über die Himmel, o Gott! Über der ganzen Erde [sei] deine Herrlichkeit!
V. 7-14: Ps 60,7-14.
Psa108/7$ Damit deine Geliebten befreit werden, rette durch deine Rechte und erhöre mich! Psa108/8$ Gott hat geredet in seinem Heiligtum: Frohlocken will ich, will Sichem verteilen und das Tal
Sukkoth ausmessen. Psa108/9$ Mein ist Gilead, mein Manasse, und Ephraim ist der Schutz meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab. Psa108/10$ Moab ist mein Waschbecken. Auf Edom will ich meine
Sandale werfen, über Philistäa will ich jauchzen. Psa108/11$ Wer wird mich führen in die befestigte Stadt? Wer wird mich leiten bis nach Edom? Psa108/12$ Hast du, Gott, uns nicht verworfen? Du
ziehst nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren! Psa108/13$ Schaffe uns Hilfe vor dem Bedränger! Menschenhilfe ist ja wertlos. Psa108/14$ Mit Gott werden wir mächtige Taten tun; und er, er wird
unsere Bedränger zertreten.
Psa109\
Psa109/1$ Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. Gott meines Lobes, schweige nicht! Psa109/2$ Denn den Mund des Gottlosen und den Mund des Betruges haben sie gegen mich geöffnet, mit Lügenzungen
haben sie zu mir geredet. Psa109/3$ Mit Worten des Hasses haben sie mich umgeben und ohne Grund gegen mich gestritten. Psa109/4$ Für meine Liebe feindeten sie mich an. Ich aber bin [stets im]
Gebet. Psa109/5$ Sie haben mir Böses für Gutes erwiesen und Haß für meine Liebe: Psa109/6$ Bestelle einen Gottlosen über ihn, ein Verkläger trete zu seiner Rechten. Psa109/7$ Aus dem Gericht gehe
er als Schuldiger hervor, sein Gebet werde zur Sünde! Psa109/8$ Seiner Tage seien wenige, sein Amt empfange ein anderer! Psa109/9$ Seine Kinder seien Waisen und seine Frau eine Witwe! Psa109/10$
Herumirren, ja herumirren sollen seine Kinder und betteln, [Überreste] suchen aus ihren Trümmern. Psa109/11$ Der Wucherer umgarne alles, was er hat, Fremde mögen seinen Erwerb rauben! Psa109/12$
Er soll niemanden haben, der ihm Gnade bewahrt, und keiner sei seinen Waisen gnädig. Psa109/13$ Seine Nachkommen sollen ausgerottet werden, im folgenden Geschlecht soll ihr Name erlöschen!
Psa109/14$ Der Ungerechtigkeit seiner Väter werde gedacht vor dem HERRN, nicht werde ausgelöscht die Sünde seiner Mutter! Psa109/15$ Sie seien dem HERRN stets gegenwärtig. Er rotte ihr Gedächtnis
aus von der Erde! Psa109/16$ Weil er nicht daran dachte, Gnade walten zu lassen, sondern den elenden und armen Mann verfolgte, den, der verzagten Herzens war, um [ihn] zu töten. Psa109/17$ Und er
liebte den Fluch, so komme er auf ihn! Und er hatte kein Gefallen an Segen, so sei er fern von ihm! Psa109/18$ Er zog den Fluch an wie sein Kleid, so dringe er wie Wasser in sein Inneres und wie
Öl in seine Gebeine! Psa109/19$ Er sei ihm wie ein Gewand, in das er sich hüllt, wie ein Gürtel, womit er stets sich gürtet! Psa109/20$ Das sei die Strafe meiner Widersacher von seiten des HERRN;
und derer, die Böses reden gegen meine Seele! Psa109/21$ Du aber, HERR, Herr, handle an mir um deines Namens willen, denn gut ist deine Gnade, errette mich! Psa109/22$ Denn ich bin elend und arm,
und mein Herz ist verwundet in meinem Innern. Psa109/23$ Wie ein Schatten, wenn er sich streckt, gehe ich dahin, werde abgeschüttelt wie eine Heuschrecke. Psa109/24$ Meine Knie wanken vom Fasten,
mein Fleisch ist abgemagert, ohne Fett. Psa109/25$ Und ich bin ihnen zum Hohn geworden. Wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf. Psa109/26$ Hilf mir, HERR, mein Gott! Rette mich nach deiner
Gnade! Psa109/27$ Laß sie erkennen, dass dies deine Hand ist, dass du, HERR, es getan hast. Psa109/28$ Sie mögen fluchen, du aber segne! Stehen sie auf, so laß sie beschämt werden und deinen
Knecht sich freuen! Psa109/29$ Kleiden mögen sich meine Widersacher mit Schande und in ihre Schmach sich hüllen wie in einen Mantel. Psa109/30$ Ich will den HERRN sehr preisen mit meinem Mund,
und inmitten vieler werde ich ihn loben. Psa109/31$ Denn er steht zur Rechten des Armen, um ihn von denen zu retten, die seine Seele richteten.
Psa110\
Psa110/1$ Von David. Ein Psalm. Spruch des HERRN für meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner Füße! Psa110/2$ Den Stab deiner Macht wird
der HERR aus Zion ausstrecken. Herrsche inmitten deiner Feinde! Psa110/3$ Dein Volk ist [voller] Willigkeit am Tage deiner Macht. In heiliger Pracht, aus dem Schoß der Morgenröte habe ich dich
wie Tau gezeugt. Psa110/4$ Geschworen hat der HERR, und es wird ihn nicht gereuen: `Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks! Psa110/5$ Der Herr zu deiner Rechten zerschmettert
Könige am Tag seines Zorns. Psa110/6$ Er wird richten unter den Nationen, er füllt [Täler] mit Leichen. Das Haupt über ein großes Land zerschmettert er. Psa110/7$ Auf dem Weg wird er trinken aus
dem Bach, darum wird er das Haupt erheben.
Psa111\
Psa111/1$ Halleluja! Preisen will ich den HERRN von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und der Gemeinde. Psa111/2$ Groß sind die Taten des HERRN, zu erforschen von allen, die Lust an ihnen
haben. Psa111/3$ Majestät und Pracht ist sein Tun, seine Gerechtigkeit besteht ewig. Psa111/4$ Er hat ein Gedächtnis gestiftet seinen Wundern, gnädig und barmherzig ist der HERR. Psa111/5$ Er hat
Speise gegeben denen, die ihn fürchten. Er gedenkt in Ewigkeit seines Bundes. Psa111/6$ Die Kraft seiner Taten hat er seinem Volk kundgemacht, ihnen das Erbe der Nationen zu geben. Psa111/7$ Die
Taten seiner Hände sind Wahrheit und Recht. Zuverlässig sind alle seine Gebote, Psa111/8$ festgegründet auf immer und ewig, ausgeführt in Wahrheit und Geradheit. Psa111/9$ Er hat Erlösung gesandt
zu seinem Volk, seinen Bund verordnet auf ewig. Heilig und furchtbar ist sein Name. Psa111/10$ Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang: eine gute Einsicht für alle, die sie ausüben. Sein
Ruhm besteht ewig.
Psa112\
Psa112/1$ Halleluja! Glücklich der Mann, der den HERRN fürchtet, der große Freude an seinen Geboten hat! Psa112/2$ Seine Nachkommenschaft wird mächtig sein im Land. Das Geschlecht der
Aufrichtigen wird gesegnet werden. Psa112/3$ Vermögen und Reichtum wird in seinem Haus sein, und seine Gerechtigkeit besteht ewig. Psa112/4$ Den Aufrichtigen strahlt Licht auf in der Finsternis.
Er ist gnädig und barmherzig und gerecht. Psa112/5$ Gut [steht es um den] Mann, der gütig ist und leiht! Er wird seine Sachen durchführen nach dem Recht. Psa112/6$ Denn in Ewigkeit wird er nicht
wanken, zum ewigen Andenken wird der Gerechte sein. Psa112/7$ Er wird sich nicht fürchten vor böser Nachricht. Fest ist sein Herz, es vertraut auf den HERRN. Psa112/8$ Beständig ist sein Herz, er
fürchtet sich nicht, bis er heruntersieht auf seine Bedränger. Psa112/9$ Er streut aus, gibt den Armen. Seine Gerechtigkeit besteht ewig. Sein Horn ragt auf in Ehre. Psa112/10$ Der Gottlose wird
es sehen und sich ärgern, mit seinen Zähnen wird er knirschen und vergehen. Das Begehren der Gottlosen geht verloren.
Psa113\
Psa113/1$ Halleluja! Lobt, ihr Knechte des HERRN! Lobt den Namen des HERRN! Psa113/2$ Gepriesen sei der Name des HERRN von nun an bis in Ewigkeit! Psa113/3$ Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem
Niedergang sei gelobt der Name des HERRN! Psa113/4$ Hoch über alle Nationen ist der HERR, über die Himmel seine Herrlichkeit. Psa113/5$ Wer ist der HERR, unser Gott, der hoch oben thront,
Psa113/6$ der in die Tiefe schaut - im Himmel und auf Erden? Psa113/7$ Der aus dem Staub emporhebt den Geringen, aus dem Schmutz den Armen erhöht, Psa113/8$ um ihn sitzen zu lassen bei Edlen, bei
den Edlen seines Volkes. Psa113/9$ Der die Unfruchtbare des Hauses wohnen läßt als eine fröhliche Mutter von Söhnen! Halleluja!
Psa114\
Psa114/1$ Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem Volk, das unverständlich redete, Psa114/2$ da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Herrschaftsbereich. Psa114/3$ Das Meer sah es und
floh, der Jordan wandte sich zurück. Psa114/4$ Die Berge hüpften wie Widder, die Hügel wie Lämmer. Psa114/5$ Was [war mit] dir, Meer, dass du flohst? [Mit] dir, Jordan, dass du dich
zurückwandtest? Psa114/6$ [Mit] euch, Berge, dass ihr hüpftet wie Widder? [Mit] euch, Hügel, [dass ihr hüpftet] wie Lämmer? Psa114/7$ Erbebe vor dem Herrn, Erde, vor dem Gott Jakobs, Psa114/8$
der den Felsen verwandelte in einen Wasserteich, den Kieselfelsen in einen Wasserquell!
Psa115\
Psa115/1$ Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre wegen deiner Gnade, wegen deiner Treue! Psa115/2$ Warum sollen die Völker sagen: Wo ist denn ihr Gott? Psa115/3$ Unser Gott ist
in den Himmeln; alles, was ihm wohlgefällt, tut er.
V. 4-8: Ps 135,15-18.
Psa115/4$ Ihre Götzen sind Silber und Gold, ein Werk von Menschenhänden. Psa115/5$ Einen Mund haben sie, reden aber nicht. Augen haben sie, sehen aber nicht. Psa115/6$ Ohren haben sie, hören aber
nicht. Eine Nase haben sie, riechen aber nicht. Psa115/7$ Sie haben Hände, tasten aber nicht; Füße, gehen aber nicht. Keinen Laut geben sie mit ihrer Kehle. Psa115/8$ Ihnen gleich sollen die
werden, die sie machten, ein jeder, der auf sie vertraut. Psa115/9$ Israel, vertraue auf den HERRN! Ihre Hilfe und ihr Schild ist er. Psa115/10$ Haus Aaron, vertraut auf den HERRN! Ihre Hilfe und
ihr Schild ist er. Psa115/11$ Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, vertraut auf den HERRN! Ihre Hilfe und ihr Schild ist er. Psa115/12$ Der HERR hat unser gedacht, er wird segnen. Er segne das Haus
Israel, er segne das Haus Aaron. Psa115/13$ Er segne, die den HERRN fürchten, die Kleinen samt den Großen. Psa115/14$ Der HERR mehre euch, euch und eure Kinder! Psa115/15$ Ihr seid gesegnet vom
HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psa115/16$ Die Himmel sind die Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben. Psa115/17$ Die Toten werden Jah nicht loben, noch alle,
die zum Schweigen hinabgehen. Psa115/18$ Wir aber, wir werden Jah preisen von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!
Psa116\
Psa116/1$Ich liebe den HERRN, denn er hörte meine Stimme, mein Flehen. Psa116/2$ Ja, er hat zu mir geneigt sein Ohr; und an [allen] meinen Tagen werde ich [ihn an]rufen. Psa116/3$ Es umfingen
mich die Fesseln des Todes, die Ängste des Scheols erreichten mich. Ich geriet in Not und Kummer. Psa116/4$ Da rief ich den Namen des HERRN an: `Bitte, HERR, rette meine Seele! Psa116/5$ Gnädig
ist der HERR und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Psa116/6$ Der HERR behütet die Einfältigen. Ich war schwach, doch er hat mich gerettet. Psa116/7$ Kehre zurück, meine Seele, zu deiner
Ruhe! Denn der HERR hat dir Gutes erwiesen. Psa116/8$ Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, meine Augen von Tränen, meinen Fuß vom Sturz. Psa116/9$ Ich werde wandeln vor dem HERRN in den
Landen der Lebendigen. Psa116/10$ Ich habe geglaubt, darum kann ich sagen: `Ich bin sehr gebeugt gewesen. Psa116/11$ Ich sprach in meiner Bestürzung: `Alle Menschen sind Lügner! Psa116/12$ Wie
soll ich dem HERRN vergelten alle seine Wohltaten an mir? Psa116/13$ Den Heilsbecher will ich erheben und den Namen des HERRN anrufen. Psa116/14$ Ich will dem HERRN meine Gelübde erfüllen, ja,
vor seinem ganzen Volk! Psa116/15$ Kostbar ist in den Augen des HERRN der Tod seiner Frommen. Psa116/16$ Ach, HERR, ich bin ja dein Knecht! Ich bin dein Knecht, der Sohn deiner Magd! Gelöst hast
du meine Fesseln! Psa116/17$ Dir will ich ein Dankopfer bringen, anrufen will ich den Namen des HERRN! Psa116/18$ Ich will dem HERRN meine Gelübde erfüllen, ja, vor seinem ganzen Volk, Psa116/19$
in den Vorhöfen des Hauses des HERRN, in deiner Mitte, Jerusalem! Halleluja!
Psa117\
Psa117/1$ Lobt den HERRN, alle Nationen! Rühmt ihn, alle Völker! Psa117/2$ Denn mächtig über uns ist seine Gnade! Die Treue des HERRN währt ewig! Halleluja!
Psa118\
Psa118/1$ Preist den HERRN, denn er ist gut, denn seine Gnade [währt] ewig! Psa118/2$ Es sage Israel: Ja, seine Gnade [währt] ewig! Psa118/3$ Es sage das Haus Aaron: Ja, seine Gnade [währt] ewig!
Psa118/4$ Es sagen, die den HERRN fürchten: Ja, seine Gnade [währt] ewig! Psa118/5$ Aus der Bedrängnis rief ich zu Jah. Jah antwortete mir in der Weite. Psa118/6$ Der HERR ist für mich, ich werde
mich nicht fürchten. Was könnte ein Mensch mir tun? Psa118/7$ Der HERR ist für mich unter denen, die mir helfen. Ich werde herabsehen auf meine Hasser. Psa118/8$ Es ist besser, sich bei dem HERRN
zu bergen, als sich auf Menschen zu verlassen. Psa118/9$ Es ist besser, sich bei dem HERRN zu bergen, als sich auf Edle zu verlassen. Psa118/10$ Alle Nationen hatten mich umringt. Im Namen des
HERRN - ja, ich wehrte sie ab. Psa118/11$ Sie hatten mich umringt, ja, mich eingeschlossen. Im Namen des HERRN - ja, ich wehrte sie ab. Psa118/12$ Sie hatten mich umringt wie Bienen. Sie sind
erloschen wie Dornenfeuer. Im Namen des HERRN - ja, ich wehrte sie ab. Psa118/13$ Hart hat man mich gestoßen, um mich zu Fall zu bringen. Aber der HERR hat mir geholfen. Psa118/14$ Meine Stärke
und mein Gesang ist Jah. Er ist mir zur Rettung geworden. Psa118/15$ Klang von Jubel und Heil ist in den Zelten der Gerechten. Die Rechte des HERRN tut Gewaltiges. Psa118/16$ Die Rechte des HERRN
ist erhoben, die Rechte des HERRN tut Gewaltiges. Psa118/17$ Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten Jahs erzählen. Psa118/18$ Hart hat mich Jah gezüchtigt, aber dem Tod hat er mich
nicht übergeben. Psa118/19$ Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit! Ich will durch sie eingehen, Jah will ich preisen. Psa118/20$ Dies ist das Tor des HERRN. Gerechte ziehen hier ein. Psa118/21$
Ich will dich preisen, denn du hast mich erhört und bist mir zur Rettung geworden. Psa118/22$ Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Psa118/23$ Vom HERRN ist dies
geschehen, es ist ein Wunder vor unseren Augen. Psa118/24$ Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat! Seien wir fröhlich und freuen wir uns in ihm! Psa118/25$ Ach, HERR, hilf doch! Ach, HERR,
gib doch Gelingen! Psa118/26$ Gesegnet sei, der kommt im Namen des HERRN. Vom Haus des HERRN aus haben wir euch gesegnet. Psa118/27$ Der HERR ist Gott. Er hat uns Licht gegeben. Bindet das
Festopfer mit Stricken bis an die Hörner des Altars! Psa118/28$ Du bist mein Gott, ich will dich preisen! Mein Gott, ich will dich erheben. Psa118/29$ Preist den HERRN, denn er ist gut! Ja, seine
Gnade [währt] ewig!
Psa119\ Suchbar: Belebe mich, Herr.
Psa119/1$ Glücklich sind, die im Weg untadelig sind, die im Gesetz des HERRN wandeln. Psa119/2$ Glücklich sind, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen. Psa119/3$ Die auch
kein Unrecht tun, die auf seinen Wegen wandeln! Psa119/4$ Du hast deine Vorschriften geboten, dass man sie eifrig beobachte. Psa119/5$ Oh, dass doch meine Wege beständig wären, um deine Ordnungen
zu halten! Psa119/6$ Dann werde ich nicht beschämt werden, wenn ich beachte alle deine Gebote. Psa119/7$ Ich will dich preisen mit aufrichtigem Herzen, wenn ich gelernt habe die Bestimmungen
deiner Gerechtigkeit. Psa119/8$ Deine Ordnungen will ich halten. Verlaß mich nicht ganz und gar!
Psa119/9$ Wodurch hält ein Jüngling seinen Pfad rein? Indem er sich bewahrt nach deinem Wort. Psa119/10$ Mit meinem ganzen Herzen habe ich dich gesucht. Laß mich nicht abirren von deinen Geboten!
Psa119/11$ In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich sündige. Psa119/12$ Gepriesen seist du, HERR! Lehre mich deine Ordnungen! Psa119/13$ Mit meinen Lippen habe ich
erzählt alle Bestimmungen deines Mundes. Psa119/14$ An dem Weg deiner Zeugnisse habe ich Freude, mehr als an allem Reichtum. Psa119/15$ Deine Vorschriften will ich bedenken und beachten deine
Pfade. Psa119/16$ An deinen Satzungen habe ich meine Lust. Dein Wort vergesse ich nicht.
Psa119/17$ Tue Gutes an deinem Knecht, so werde ich leben. Ich will dein Wort halten! Psa119/18$ Öffne meine Augen, damit ich schaue die Wunder aus deinem Gesetz. Psa119/19$ Ein Gast bin ich im
Land. Verbirg nicht vor mir deine Gebote! Psa119/20$ Meine Seele zermürbt sich vor Verlangen nach deinen Bestimmungen zu aller Zeit. Psa119/21$ Gescholten hast du die Übermütigen, die
Verfluchten, die abirren von deinen Geboten. Psa119/22$ Wälze von mir Hohn und Verachtung! Denn deine Zeugnisse habe ich bewahrt. Psa119/23$ Sitzen auch Oberste und verhandeln gegen mich, dein
Knecht sinnt nach über deine Ordnungen. Psa119/24$ Deine Zeugnisse sind auch meine Lust, meine Ratgeber [sind sie].
Psa119/25$ Am Staub klebt meine Seele. Belebe mich nach deinem Wort! Psa119/26$ Meine Wege habe ich erzählt, und du hast mich erhört. Lehre mich deine Ordnungen! Psa119/27$ Laß mich verstehen den
Weg deiner Vorschriften. Sinnen will ich über deine Wunder. Psa119/28$ Keinen Schlaf findet meine Seele vor Kummer. Richte mich auf nach deinem Wort! Psa119/29$ Halte fern von mir den Weg der
Lüge, und gewähre mir dein Gesetz! Psa119/30$ Den Weg der Treue habe ich erwählt, ich habe vor mich gestellt deine Bestimmungen. Psa119/31$ Ich halte an deinen Zeugnissen fest. HERR, laß mich
nicht beschämt werden! Psa119/32$ Den Weg deiner Gebote werde ich laufen, denn du machst mir das Herz weit.
Psa119/33$ Lehre mich, HERR, den Weg deiner Ordnungen, und ich will ihn bewahren bis ans Ende. Psa119/34$ Gib mir Einsicht, und ich will dein Gesetz bewahren und es halten von ganzem Herzen.
Psa119/35$ Leite mich auf dem Pfad deiner Gebote! Denn ich habe Gefallen daran. Psa119/36$ Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Gewinn (Geld, Habsucht, Mammon)! Psa119/37$ Wende
meine Augen [davon] ab, das Eitle (die Ablenkung, die nutzlosen, unnützen Dinge oder das Gute oder Zweitbeste, welches Feind des Besten, des Heiligen ist, überall in der Endzeit!) zu betrachten.
Belebe mich auf deinen Wegen (Oh Lord, revive me in Rhema-Wort und im Kairos)! Psa119/38$ Halte deinem Knecht deine Zusage aufrecht, die deiner Furcht entspricht (Gib mir immer die Furcht des
Herrn)! Psa119/39$ Wende ab meine Schande, die ich fürchte! Denn deine Bestimmungen sind gut. Psa119/40$ Siehe, ich sehne mich nach deinen Vorschriften! Belebe mich durch deine
Gerechtigkeit!
Psa119/41$ Laß über mich kommen deine Gnaden, HERR, dein Heil nach deiner Zusage, Psa119/42$ damit ich meinem Lästerer ein Wort antworten kann. Denn ich vertraue auf dein Wort. Psa119/43$
Entziehe meinem Mund das Wort der Wahrheit nicht allzusehr! Denn ich hoffe auf deine Bestimmungen. Psa119/44$ Halten will ich dein Gesetz beständig, immer und ewig. Psa119/45$ Und ich werde
wandeln in weitem Raum, denn nach deinen Vorschriften habe ich geforscht. Psa119/46$ Vor Königen will ich reden von deinen Zeugnissen und mich nicht schämen. Psa119/47$ Ich habe meine Lust an
deinen Geboten, die ich liebe, Psa119/48$ und werde meine Hände aufheben zu deinen Geboten, die ich liebhabe. Und über deine Ordnungen will ich nachdenken.
Psa119/49$ Gedenke des Wortes an deinen Knecht, worauf du mich hast warten lassen! Psa119/50$ Dies ist mein Trost in meinem Elend, dass deine Zusage (das lebensspendende Rhema-Wort für mich) mich
belebt hat. Psa119/51$ Die Übermütigen haben mich über die Maßen verspottet, aber von deinem Gesetz bin ich nicht abgewichen. Psa119/52$ Ich gedachte, HERR, deiner Bestimmungen von alters her,
und ich tröstete mich. Psa119/53$ Zornglut hat mich ergriffen wegen der Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. Psa119/54$ Lieder waren mir deine Ordnungen im Haus meiner Fremdlingschaft.
Psa119/55$ In der Nacht habe ich deines Namens gedacht, HERR, und ich habe dein Gesetz gehalten. Psa119/56$ Dies ist mir zuteil geworden: Dass ich deine Vorschriften bewahre.
Psa119/57$ Mein Teil ist der HERR! Ich habe versprochen, deine Worte zu bewahren. Psa119/58$ Ich suchte dich zu besänftigen von ganzem Herzen. Sei mir gnädig nach deiner Zusage! Psa119/59$ Ich
habe meine Wege überdacht und meine Füße gekehrt zu deinen Zeugnissen. Psa119/60$ Ich bin geeilt und habe nicht gezögert, deine Gebote zu halten. Psa119/61$ Stricke der Gottlosen haben mich
umgeben. Dein Gesetz habe ich nicht vergessen. Psa119/62$ Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen wegen der Bestimmungen deiner Gerechtigkeit. Psa119/63$ Ich bin der Gefährte aller, die
dich fürchten, derer, die deine Vorschriften einhalten. Psa119/64$ Von deiner Gnade, HERR, ist die Erde erfüllt. Lehre mich deine Ordnungen!
Psa119/65$ Du hast Gutes getan an deinem Knecht, HERR, nach deinem Wort! Psa119/66$ Gute Einsicht und Erkenntnis lehre mich! Denn ich habe deinen Geboten geglaubt. Psa119/67$ Bevor ich gedemütigt
wurde, irrte ich. Jetzt aber halte ich dein Wort. Psa119/68$ Du bist gut und tust Gutes. Lehre mich deine Ordnungen! Psa119/69$ Lügen haben die Übermütigen gegen mich erdichtet. Ich bewahre deine
Vorschriften von ganzem Herzen. Psa119/70$ Ihr Herz ist unempfindlich geworden wie Fett. Ich habe meine Lust an deinem Gesetz. Psa119/71$ Es war gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich
deine Ordnungen lernte. Psa119/72$ Lieber ist mir das Gesetz deines Mundes als Tausende von Gold- und Silberstücken.
Psa119/73$ Deine Hände haben mich gemacht und bereitet. Gib mir Einsicht, ich will deine Gebote lernen. Psa119/74$ Die dich fürchten, werden mich sehen und sich freuen, denn ich harre auf dein
Wort. Psa119/75$ Ich habe erkannt, HERR, dass deine Gerichte Gerechtigkeit sind und dass du mich in Treue gedemütigt hast. Psa119/76$ Laß doch deine Gnade mir zum Trost sein nach deiner Zusage an
deinen Knecht! Psa119/77$ Laß deine Erbarmungen über mich kommen, dass ich lebe. Denn dein Gesetz ist meine Lust. Psa119/78$ Laß beschämt werden die Übermütigen, die mich lügnerisch bedrücken.
Ich denke über deine Vorschriften nach. Psa119/79$ Laß sich zu mir wenden, die dich fürchten und die deine Zeugnisse erkennen! Psa119/80$ Laß mein Herz untadelig sein in deinen Ordnungen, damit
ich nicht in Schande komme. Psa119/81$ Meine Seele verzehrt sich nach deinem Heil. Ich warte auf dein Wort. Psa119/82$ Meine Augen verzehren sich nach deiner Zusage: `Wann wirst du mich trösten?
Psa119/83$ Denn wie ein Schlauch im Rauch bin ich. Deine Ordnungen habe ich nicht vergessen. Psa119/84$ Wieviele werden der Tage deines Knechts sein? Wann wirst du Gericht halten über meine
Verfolger? Psa119/85$ Die Übermütigen haben mir Gruben gegraben, sie, die nicht nach deinem Gesetz sind. Psa119/86$ Alle deine Gebote sind Treue. Sie haben mich verfolgt ohne Grund. Hilf mir!
Psa119/87$ Wenig fehlte, so hätten sie mich vernichtet im Land. Ich aber, ich habe deine Vorschriften nicht verlassen. Psa119/88$ Belebe mich nach deiner Gnade, und ich werde bewahren das Zeugnis
deines Mundes. Psa119/89$ In Ewigkeit, HERR, steht dein Wort fest in den Himmeln. Psa119/90$ Von Geschlecht zu Geschlecht [währt] deine Treue. Du hast die Erde gegründet, und sie steht.
Psa119/91$ Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute, denn alles ist dir dienstbar. Psa119/92$ Wäre nicht dein Gesetz meine Lust oder Trost gewesen, dann wäre ich verlorengegangen oder
vergangen in meinem Elend. (tröstetpsalm119: Im normalen Alltag sollst du aufpassen, womit du dich tröstest: Mit dem Verhalten, dass du dich ins Bett legst, oder Fernsehen, Porno gucken, Süßes
essen, overeating, Süßes trinken, oder, oder, oder. Es ist eine Reaktion auf die Lüge des teufels, der sagt: Du bist jetzt von deinem Ehepartner verletzt worden, nun hast du ein Recht auf
Selbstbestimmung. Richtige Reaktion wäre dann, dass du ihm vergibst und dass du deinen Ehebund nicht gefährdest. Und dass du nicht den Fernseher anmachst. Kannst du das Gesetz erklären? Was ist
das Gesetz in diesem Zusammenhang? Es ist stark, du sollst nach dem Wort Gottes deinen Ehebund bewahren und natürlich nicht gefährden. Oder: Du bist sooo allein, oder dein spouse will dich gar
nicht. Ganz ähnlich ist Vers 50, und Vers 76.) Psa119/93$ Ewig werde ich deine Vorschriften nicht vergessen, denn durch sie hast du mich belebt. Psa119/94$ Ich bin dein, rette mich! Denn ich habe
nach deinen Vorschriften gesucht. Psa119/95$ Die Gottlosen haben mir aufgelauert, um mich umzubringen. Ich achte auf deine Zeugnisse. Psa119/96$ Von allen Vollkommenen habe ich ein Ende gesehen.
Doch dein Gebot reicht sehr weit. Psa119/97$ Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Nachdenken den ganzen Tag. Psa119/98$ Dein Gebot macht mich weiser als meine Feinde. Denn ewig ist es mein!
Psa119/99$ Verständiger bin ich als alle meine Lehrer. Denn deine Zeugnisse sind mein Überlegen. Psa119/100$ Einsichtiger als Greise bin ich. Denn deine Vorschriften habe ich gehalten.
Psa119/101$ Von jedem bösen Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten, damit ich dein Wort bewahre. Psa119/102$ Von deinen Bestimmungen gewichen bin ich nicht, denn du, du hast mich unterwiesen.
Psa119/103$ Wie süß sind meinem Gaumen deine Worte, mehr als Honig meinem Mund! Psa119/104$ Aus deinen Vorschriften empfange ich Einsicht. Darum hasse ich jeden Lügenpfad! Psa119/105$ Eine
Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad. Psa119/106$ Ich habe geschworen und halte es aufrecht, die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit zu bewahren. Psa119/107$ Ich bin über
die Maßen gebeugt. HERR, belebe mich nach deinem Wort! Psa119/108$ Die Gabe meines Mundes laß dir doch wohlgefallen, HERR! Lehre mich deine Bestimmungen! Psa119/109$ Mein Leben ist ständig in
meiner Hand, aber dein Gesetz habe ich nicht vergessen. Psa119/110$ Die Gottlosen haben mir eine Schlinge gelegt, aber von deinen Vorschriften bin ich nicht abgeirrt. Psa119/111$ Deine Zeugnisse
sind mein Erbe für ewig, denn die Freude meines Herzens sind sie. Psa119/112$ Ich habe mein Herz geneigt, deine Ordnungen zu tun. Für ewig ist der Lohn! Psa119/113$ Die Gemeinen hasse ich,
Psa119/aber ich liebe dein Gesetz. Psa119/114$ Mein Schutz und mein Schild bist du. Auf dein Wort hoffe ich. Psa119/115$ Weicht von mir, ihr Übeltäter, ich will die Gebote meines Gottes halten!
Psa119/116$ Stütze mich nach deiner Zusage, so werde ich leben. Laß mich nicht beschämt werden in meiner Hoffnung! Psa119/117$ Stütze mich, dass ich gerettet werde. Und ich will beständig auf
deine Ordnungen schauen. Psa119/118$ Abgewiesen hast du alle, die von deinen Ordnungen abirren. Denn Lüge ist ihr Sinnen. Psa119/119$ Wie Schlacken hast du hinweggeräumt alle Gottlosen des
Landes, darum liebe ich deine Zeugnisse. Psa119/120$ Vor deinem Schrecken schaudert mein Fleisch, ich fürchte mich vor deinen Urteilen. Psa119/121$ Ich habe Recht und Gerechtigkeit geübt. Überlaß
mich nicht meinen Unterdrückern! Psa119/122$ Sei Bürge für deinen Knecht zum Guten! Laß die Übermütigen mich nicht unterdrücken! Psa119/123$ Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach der
Zusage deiner Gerechtigkeit. Psa119/124$ Handle mit deinem Knecht nach deiner Gnade und lehre mich deine Ordnungen! Psa119/125$ Dein Knecht bin ich; gib mir Einsicht, so werde ich deine Zeugnisse
erkennen. Psa119/126$ Es ist Zeit für den HERRN, zu handeln. Sie haben dein Gesetz gebrochen. Psa119/127$ Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und Feingold. Psa119/128$ Darum wandle ich
aufrichtig nach allen deinen Vorschriften. Jeden Lügenpfad hasse ich. Psa119/129$ Wunderbar sind deine Zeugnisse, darum bewahrt sie meine Seele. Psa119/130$ Die Eröffnung deiner Worte leuchtet,
sie gibt Einsicht den Einfältigen. Psa119/131$ Ich habe meinen Mund weit aufgetan und gelechzt, denn ich sehne mich nach deinen Geboten. Psa119/132$ Wende dich zu mir und sei mir gnädig nach dem
Anrecht derer, die deinen Namen lieben! Psa119/133$ Befestige meine Schritte durch dein Wort, und gib keinem Unrecht Macht über mich! Psa119/134$ Erlöse mich von der Bedrückung durch Menschen,
und ich will deine Vorschriften einhalten. Psa119/135$ Laß dein Angesicht leuchten über deinen Knecht, und lehre mich deine Ordnungen! Psa119/136$ Wasserbäche fließen herab aus meinen Augen, weil
man dein Gesetz nicht hält. Psa119/137$ Gerecht bist du, HERR, und richtig sind deine Urteile. Psa119/138$ Du hast in Gerechtigkeit deine Zeugnisse geboten und in großer Treue. Psa119/139$
Verzehrt hat mich mein Eifer, denn meine Bedränger haben deine Worte vergessen. Psa119/140$ Wohlgeläutert ist dein Wort, dein Knecht hat es lieb. Psa119/141$ Gering bin ich und verachtet. Deine
Vorschriften habe ich nicht vergessen. Psa119/142$ Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. Psa119/143$ Angst und Bedrängnis haben mich erreicht. Deine
Gebote sind meine Lust. Psa119/144$ Gerechtigkeit sind deine Zeugnisse für ewig. Gib mir Einsicht, damit ich lebe! Psa119/145$ Von ganzem Herzen habe ich gerufen: Erhöre mich, HERR! Ich will
deine Ordnungen halten. Psa119/146$ Zu dir habe ich gerufen: Rette mich! Ich will deine Zeugnisse bewahren. Psa119/147$ Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe um Hilfe gerufen. Auf
deine Worte habe ich gehofft. Psa119/148$ Meine Augen sind den Nachtwachen zuvorgekommen, um nachzudenken über dein Wort. Psa119/149$ Höre meine Stimme nach deiner Gnade! HERR, belebe mich nach
deinen Bestimmungen! Psa119/150$ Nahe sind gekommen, die mich arglistig verfolgen. Fern sind sie von deinem Gesetz. Psa119/151$ Du bist nahe, HERR, und alle deine Gebote sind Wahrheit.
Psa119/152$ Längst habe ich aus deinen Zeugnissen erkannt, dass du sie gegründet hast auf ewig. Psa119/153$ Sieh mein Elend an und errette mich! Denn dein Gesetz habe ich nicht vergessen.
Psa119/154$ Führe meinen Rechtsstreit und erlöse mich! Belebe mich nach deiner Zusage! Psa119/155$ Fern von den Gottlosen ist das Heil, denn nach deinen Ordnungen suchen sie nicht. Psa119/156$
Deiner Erbarmungen sind viele, HERR. Belebe mich nach deinen Bestimmungen! Psa119/157$ Zahlreich sind meine Verfolger und meine Bedränger. Doch von deinen Zeugnissen bin ich nicht abgewichen.
Psa119/158$ Die Treulosen habe ich gesehen, und es ekelte mich an, weil sie dein Wort nicht bewahrten. Psa119/159$ Sieh, dass ich deine Vorschriften liebhabe. Nach deiner Gnade, HERR, belebe
mich! Psa119/160$ Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jedes Urteil deiner Gerechtigkeit [währt] ewig. Psa119/161$ Oberste haben mich verfolgt ohne Ursache. Aber vor deinem Wort hat mein
Herz gebebt. Psa119/162$ Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht. Psa119/163$ Lüge hasse und verabscheue ich. Dein Gesetz liebe ich. Psa119/164$ Siebenmal am Tag lobe ich
dich wegen der Bestimmungen deiner Gerechtigkeit. Psa119/165$ Großen Frieden haben die, die dein Gesetz lieben. Sie trifft kein Straucheln. Psa119/166$ Ich habe auf dein Heil gewartet, HERR, und
deine Gebote habe ich erfüllt. Psa119/167$ Meine Seele hat deine Zeugnisse befolgt, und ich liebe sie sehr. Psa119/168$ Deine Vorschriften und deine Zeugnisse habe ich befolgt, denn alle meine
Wege sind vor dir. Psa119/169$ Laß mein Schreien nahe vor dich kommen, HERR! Gib mir Einsicht nach deinem Wort! Psa119/170$ Laß vor dich kommen mein Flehen! Errette mich nach deiner Zusage!
Psa119/171$ Meine Lippen sollen Lob hervorströmen lassen, denn du lehrst mich deine Ordnungen. Psa119/172$ Meine Zunge soll laut reden von deinem Wort. Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit.
Psa119/173$ Laß deine Hand mir zur Hilfe kommen! Denn ich habe deine Vorschriften erwählt. Psa119/174$ Ich sehne mich nach deiner Hilfe, HERR! Dein Gesetz ist meine Lust. Psa119/175$ Meine Seele
soll leben und dich loben! Deine Bestimmungen sollen mir helfen! Psa119/176$ Ich bin umhergeirrt wie ein verlorengegangenes Schaf. Suche deinen Knecht! Denn ich habe deine Gebote nicht
vergessen.
Psa120\
Psa120/1$ Ein Wallfahrtslied. Zum HERRN rief ich in meiner Not, und er erhörte mich. Psa120/2$ HERR, rette meine Seele vor Lügenlippen, vor falscher Zunge. Psa120/3$ Was wird er dir geben? Was
dir hinzufügen, du falsche Zunge? Psa120/4$ Scharfe Pfeile eines Starken samt glühenden Ginsterkohlen. Psa120/5$ Weh mir, dass ich Gast war in Mesech, dass ich wohnte bei den Zelten Kedars!
Psa120/6$ Lange hat meine Seele bei denen gewohnt, die den Frieden hassen. Psa120/7$ Ich will nur Frieden. Aber wenn ich rede, so sind sie für Krieg.
Psa121\
Psa121/1$ Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher wird meine Hilfe kommen? Psa121/2$ Meine Hilfe [kommt] vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psa121/3$ Er wird
nicht zulassen, dass dein Fuß wanke. Dein Hüter schlummert nicht. Psa121/4$ Siehe, nicht schläft noch schlummert der Hüter Israels. Psa121/5$ Der HERR ist dein Hüter, der HERR ist dein Schatten
über deiner rechten Hand. Psa121/6$ Am Tag wird die Sonne nicht stechen, der Mond nicht bei Nacht. Psa121/7$ Der HERR wird dich behüten vor allem Unheil, er wird dein Leben behüten. Psa121/8$ Der
HERR wird deinen Ausgang und deinen Eingang behüten von nun an bis in Ewigkeit.
Psa122\
Psa122/1$ Ein Wallfahrtslied. Von David. Ich freute mich, als sie zu mir sagten: `Wir gehen zum Haus des HERRN! Psa122/2$ Unsere Füße standen [dann] in deinen Toren, Jerusalem. Psa122/3$
Jerusalem, die du aufgebaut bist als eine fest in sich geschlossene Stadt, Psa122/4$ wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme Jahs, ein Mahnzeichen für Israel, um den Namen des HERRN zu preisen.
Psa122/5$ Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David. Psa122/6$ Erbittet Heil für Jerusalem! Ruhe sollen die haben, die dich lieben! Psa122/7$ Heil sei in deinen
Festungswerken, sichere Ruhe in deinen Palästen. Psa122/8$ Um meiner Brüder und meiner Freunde willen will ich sagen: Heil sei in dir! Psa122/9$ Wegen des Hauses des HERRN, unseres Gottes, will
ich dein Bestes suchen.
Psa123\
Psa123/1$ Ein Wallfahrtslied. Zu dir hebe ich meine Augen auf, der du in den Himmeln thronst. Psa123/2$ Siehe: Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie die Augen der Magd auf die
Hand ihrer Gebieterin, so sind unsere Augen [gerichtet] auf den HERRN, unseren Gott, bis er uns gnädig ist. Psa123/3$ Sei uns gnädig, HERR, sei uns gnädig! Denn reichlich sind wir mit Verachtung
gesättigt. Psa123/4$ Reichlich ist unsere Seele gesättigt mit dem Spott der Sorglosen, mit der Verachtung der Hochmütigen.
Psa124\
Psa124/1$ Ein Wallfahrtslied. Von David. Wenn nicht der HERR für uns gewesen wäre, so soll Israel sagen - Psa124/2$ wenn nicht der HERR für uns gewesen wäre, als Menschen gegen uns aufstanden,
Psa124/3$ dann hätten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte. Psa124/4$ Dann hätten uns die Wasser fortgeschwemmt, der Wildbach hätte uns überströmt. Psa124/5$ Dann
wären über uns gegangen die tobenden Wasser. Psa124/6$ Gepriesen sei der HERR, der uns ihren Zähnen nicht zum Raub gab! Psa124/7$ Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel aus der Schlinge der
Vogelsteller. Die Schlinge ist zerrissen, und wir sind entronnen. Psa124/8$ Unsere Hilfe steht im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psa125\
Psa125/1$ Ein Wallfahrtslied. Die auf den HERRN vertrauen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt, der ewig bleibt. Psa125/2$ Jerusalem - Berge sind rings um es her. So ist der HERR rings um
sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit. Psa125/3$ Denn das Zepter der Gottlosigkeit wird nicht mehr ruhen auf dem Erbe der Gerechten, damit nicht auch die Gerechten ihre Hände nach Unrecht
ausstrecken. Psa125/4$ Tu Gutes, HERR, den Guten und denen, die aufrichtig sind in ihren Herzen! Psa125/5$ Die aber auf ihre krummen Wege abbiegen, die wird der HERR dahinfahren lassen samt den
Übeltätern. Friede über Israel!
Psa126\
Psa126/1$ Ein Wallfahrtslied. Als der HERR die Gefangenen Zions zurückführte, waren wir wie Träumende. Psa126/2$ Da wurde unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter
den Nationen: `Der HERR hat Großes an ihnen getan! Psa126/3$ Der HERR hat Großes an uns getan: Wir waren fröhlich! Psa126/4$ Bringe zurück, HERR, unsere Gefangenen, gleich den Bächen im Südland.
Psa126/5$ Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. Psa126/6$ Er geht weinend hin und trägt den Samen zum Säen. Er kommt heim mit Jubel und trägt seine Garben.
Psa127\
Psa127/1$ Ein Wallfahrtslied. Von Salomo. Wenn der HERR das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran. Wenn der HERR die Stadt nicht bewacht, wacht der Wächter vergebens. Psa127/2$
Vergebens ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, euch spät niedersetzt, das Brot der Mühsal eßt. Soviel gibt er seinem Geliebten im Schlaf. Psa127/3$ Siehe, ein Erbe vom HERRN sind Söhne, eine
Belohnung die Leibesfrucht. Psa127/4$ Wie Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Söhne der Jugend. Psa127/5$ Glücklich der Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! Sie werden nicht
beschämt werden, wenn sie mit Feinden reden im Tor.
Psa128\
Psa128/1$ Ein Wallfahrtslied. Glücklich ein jeder, der den HERRN fürchtet, der wandelt auf seinen Wegen! Psa128/2$ Denn essen wirst du die Arbeit deiner Hände. Heil dir! Gut steht es um dich.
Psa128/3$ Deine Frau gleicht einem fruchtbaren Weinstock im Innern deines Hauses, deine Söhne den Ölbaumsprossen, rings um deinen Tisch. Psa128/4$ Siehe, so wird gesegnet sein der Mann, der den
HERRN fürchtet. Psa128/5$ Es segne dich der HERR von Zion aus. Schaue das Wohl Jerusalems alle Tage deines Lebens, Psa128/6$ und sieh deiner Kinder Kinder! - Friede über Israel! //
Psa129\
Psa129/1$ Ein Wallfahrtslied. Oft haben sie mich bedrängt von meiner Jugend an - so soll Israel sagen. - Psa129/2$ Oft haben sie mich bedrängt von meiner Jugend an, dennoch haben sie mich nicht
überwältigt. Psa129/3$ Pflüger haben auf meinem Rücken gepflügt, haben lang gezogen ihre Furchen. Psa129/4$ Der HERR ist gerecht! Er hat durchschnitten den Strick der Gottlosen. Psa129/5$ Mögen
beschämt werden und zurückweichen alle, die Zion hassen! Psa129/6$ Mögen sie sein wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe man es auszieht, Psa129/7$ womit der Schnitter seine Hand nicht
füllt noch der Garbenbinder seinen Arm; Psa129/8$ und [wo] die Vorübergehenden nicht sagen: Des HERRN Segen über euch! - Wir segnen euch im Namen des HERRN.
Psa130\
Psa130/1$ Ein Wallfahrtslied. Aus den Tiefen rufe ich zu dir, o HERR. Psa130/2$ Herr, höre auf meine Stimme! Laß deine Ohren aufmerksam sein auf die Stimme meines Flehens! Psa130/3$ Wenn du, Jah,
die Sünden anrechnest, Herr, wer wird bestehen? Psa130/4$ Doch bei dir ist die Vergebung, damit man dich fürchte. Psa130/5$ Ich hoffe auf den HERRN, meine Seele hofft, und auf sein Wort harre
ich. Psa130/6$ Meine Seele [harrt] auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen, die Wächter auf den Morgen. Psa130/7$ Harre, Israel, auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade, und
viel Erlösung bei ihm. Psa130/8$ Ja, er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden.
Psa131\
Psa131/1$ Ein Wallfahrtslied. Von David. HERR! Mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen sind nicht hochfahrend. Ich gehe nicht mit Dingen um, die zu groß und zu wunderbar für mich sind.
Psa131/2$ Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir. Psa131/3$ Harre, Israel, auf den HERRN,
von nun an bis in Ewigkeit!
Psa132\
Psa132/1$ Ein Wallfahrtslied. Gedenke, HERR, dem David alle seine Mühsal! Psa132/2$ Der dem HERRN schwur, ein Gelübde tat dem Mächtigen Jakobs: Psa132/3$ `Ich will das Zelt meines Hauses nicht
betreten, ich will das Lager meines Bettes nicht besteigen, Psa132/4$ ich will meinen Augen keinen Schlaf gestatten, keinen Schlummer meinen Augenlidern, Psa132/5$ bis ich eine Stätte finde für
den HERRN, Wohnungen für den Starken Jakobs! Psa132/6$ Siehe, wir hören von ihr in Ephrata, wir fanden sie in dem Gebiete Jaars. Psa132/7$ Laßt uns einziehen in seine Wohnungen, niederfallen vor
dem Schemel seiner Füße! Psa132/8$ Schreite ein, HERR, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Stärke! Psa132/9$ Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit, und deine Frommen sollen
jubeln! Psa132/10$ Um Davids, deines Knechtes, willen weise nicht ab das Angesicht deines Gesalbten! Psa132/11$ Der HERR hat David einen Treueid geschworen, er wird nicht davon abweichen: `Von
der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen. Psa132/12$ Wenn deine Söhne meinen Bund und meine Zeugnisse bewahren, die ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Söhne für immer auf
deinem Thron sitzen. Psa132/13$ Denn der HERR hat Zion erwählt, hat ihn begehrt zu seiner Wohnstätte: Psa132/14$ `Dies ist meine Ruhestatt für immer, hier will ich wohnen, denn ich habe ihn
begehrt. Psa132/15$ Seine Speise will ich reichlich segnen, seine Armen mit Brot sättigen. Psa132/16$ Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, seine Frommen sollen laut jubeln. Psa132/17$ Dort
will ich das Horn Davids wachsen lassen, habe ich ein Licht zugerichtet meinem Gesalbten. Psa132/18$ Seine Feinde will ich bekleiden mit Schande, aber auf ihm wird seine Krone
glänzen.
Psa133\
Psa133/1$ Ein Wallfahrtslied. Von David. Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Psa133/2$ Wie das köstliche Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den
Bart, auf den Bart Aarons,
der herabfließt auf den Halssaum seiner Kleider. Psa133/3$ Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions. Denn dorthin hat der HERR den Segen befohlen, Leben bis in
Ewigkeit.
Psa134\
Psa134/1$ Ein Wallfahrtslied. Auf! preist den HERRN, all ihr Knechte des HERRN, die ihr steht im Haus des HERRN in den Nächten! Psa134/2$ Erhebt eure Hände [im] Heiligtum und preist den HERRN!
Psa134/3$ Der HERR segne dich von Zion aus, er, der Himmel und Erde gemacht hat!
Psa135\
Psa135/1$ Halleluja! Lobt den Namen des HERRN! Lobt, ihr Knechte des HERRN, Psa135/2$ die ihr steht im Hause des HERRN, in den Vorhöfen des Hauses unseres Gottes! Psa135/3$ Halleluja! Denn gut
ist der HERR; spielt seinem Namen, denn er ist lieblich. Psa135/4$ Denn Jah hat sich Jakob erwählt, Israel zu seinem Eigentum. Psa135/5$ Ja, ich habe erkannt, dass der HERR groß ist, unser Herr
[ist größer] als alle Götter. Psa135/6$ Alles, was dem HERRN wohlgefällt, tut er in den Himmeln und auf der Erde, in den Meeren und in allen Tiefen. Psa135/7$ Der Nebelschwaden aufsteigen läßt
vom Ende der Erde, der Blitze zum Regen macht, der den Wind herausführt aus seinen Vorratskammern; Psa135/8$ der die Erstgeborenen Ägyptens schlug vom Menschen bis zum Vieh. Psa135/9$ Zeichen und
Wunder sandte er in deine Mitte, Ägypten, gegen den Pharao und gegen alle seine Knechte.
V. 10-12: Ps 136,17-22.
Psa135/10$ Der viele Nationen schlug und starke Könige tötete: Psa135/11$ Sihon, den König der Amoriter, und Og, den König von Basan, und alle Königreiche Kanaans. Psa135/12$ Und er gab ihr Land
als Erbe, als Erbe seinem Volk Israel. Psa135/13$ HERR, dein Name [währt] ewig, HERR, dein Gedenken von Geschlecht zu Geschlecht. Psa135/14$ Ja, der HERR wird seinem Volk Recht schaffen, über
seine Knechte wird er sich erbarmen.
V. 15-18: Ps 115,4-8.
Psa135/15$ Die Götzen der Nationen sind [aus] Silber und Gold, ein Werk von Menschenhänden. Psa135/16$ Einen Mund haben sie, reden aber nicht. Augen haben sie, sehen aber nicht. Psa135/17$ Ohren
haben sie, hören aber nicht. Auch ist kein Atem in ihrem Mund. Psa135/18$ Ihnen gleich sind die, die sie machen, ein jeder, der auf sie vertraut. Psa135/19$ Haus Israel, preist den HERRN! Haus
Aaron, preist den HERRN! Psa135/20$ Haus Levi, preist den HERRN! Die ihr den HERRN fürchtet, preist den HERRN! Psa135/21$ Gepriesen sei der HERR von Zion aus, der in Jerusalem wohnt!
Halleluja!
Psa136\
Psa136/1$ Preist den HERRN, denn er ist gut. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/2$ Preist den Gott der Götter, denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/3$ Preist den Herrn der Herren! Denn seine
Gnade [währt] ewig! Psa136/4$ Den, der große Wunder tut, er allein. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/5$ Den, der die Himmel gemacht hat mit Einsicht. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/6$
Den, der die Erde ausgebreitet hat über den Wassern. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/7$ Den, der große Lichter gemacht hat. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/8$ Die Sonne zur Herrschaft
am Tage - denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/9$ Den Mond und die Sterne zur Herrschaft in der Nacht. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/10$ Den, der Ägypten schlug an seinen Erstgeborenen.
Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/11$ Der Israel herausführte aus ihrer Mitte - denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/12$ Mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm. Denn seine Gnade [währt]
ewig! Psa136/13$ Den, der das Schilfmeer in [zwei] Teile zerteilte. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/14$ Und Israel mitten hindurchführte. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/15$ Und den
Pharao und sein Heer ins Schilfmeer abschüttelte. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/16$ Den, der sein Volk durch die Wüste führte. Denn seine Gnade [währt] ewig!
V. 17-22: Ps 135,10-12.
Psa136/17$ Den, der große Könige schlug. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/18$ Und mächtige Könige tötete. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/19$ Sihon, den König der Amoriter, denn seine
Gnade [währt] ewig! Psa136/20$ Und Og, den König von Basan, denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/21$ Und ihr Land zum Erbe gab, denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/22$ Zum Erbe Israel, seinem
Knecht. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/23$ Der unser gedachte in unserer Niedrigkeit, denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/24$ Und uns unseren Bedrängern entriß. Denn seine Gnade [währt]
ewig! Psa136/25$ Der Nahrung gibt allem Fleisch. Denn seine Gnade [währt] ewig! Psa136/26$ Preist den Gott der Himmel! Denn seine Gnade [währt] ewig!
Psa137\
Psa137/1$ An den Strömen Babels, da saßen wir und weinten, wenn wir an Zion dachten. Psa137/2$ An die Pappeln dort hängten wir unsere Zithern. Psa137/3$ Denn die uns gefangen hielten, forderten
dort von uns die Worte eines Liedes, und die uns wehklagen machten, [forderten] Freude: `Singt uns eins der Zionslieder! Psa137/4$ Wie sollten wir des HERRN Lied singen auf fremder Erde?
Psa137/5$ Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so werde vergessen meine Rechte! Psa137/6$ Es klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner
höchsten Freude erhebe! Psa137/7$ Gedenke, HERR, den Söhnen Edom den Tag Jerusalems, die da sprachen: Legt bloß, legt bloß - bis auf ihren Grund! Psa137/8$ Tochter Babel, du Verwüsterin!
Glücklich, der dir vergilt dein Tun, das du uns angetan hast. Psa137/9$ Glücklich, der deine Kinder ergreift und sie am Felsen zerschmettert!
Psa138\
Psa138/1$ Von David. Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen, ich will dir spielen vor den Göttern. Psa138/2$ Ich falle nieder vor deinem heiligen Tempel, und deinen Namen preise ich wegen
deiner Gnade und Treue. Denn du hast dein Wort groß gemacht über deinen ganzen Namen. Psa138/3$ An dem Tag, da ich rief, antwortetest du mir. Du mehrtest in meiner Seele die Kraft. Psa138/4$ Alle
Könige der Erde werden dich preisen, HERR, wenn sie die Worte deines Mundes gehört haben. Psa138/5$ Sie werden die Wege des HERRN besingen, denn groß ist die Herrlichkeit des HERRN. Psa138/6$ Ja,
der HERR ist erhaben, doch er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von fern. Psa138/7$ Wenn ich auch mitten in Bedrängnis wandeln muß - du belebst mich. Gegen den Zorn meiner
Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten. Psa138/8$ Der HERR wird}s für mich vollenden. HERR, deine Gnade [währt] ewig. Gib die Werke deiner Hände nicht
auf!
1.19.3 IRGENDWO bei Psalm 139
Psa139\
Psa139/1$ Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. HERR, du hast mich erforscht und erkannt. Psa139/2$ Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst mein Trachten von fern. Psa139/3$ Mein
Wandeln und mein Liegen - du prüfst es. Mit allen meinen Wegen bist du vertraut. Psa139/4$ Denn das Wort ist [noch] nicht auf meiner Zunge - siehe, HERR, du weißt es genau. Psa139/5$ Von hinten
und von vorn hast du mich umschlossen, du hast deine Hand auf mich gelegt. Psa139/6$ Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich, zu hoch: Ich vermag sie nicht zu erfassen. Psa139/7$ Wohin sollte
ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deinem Angesicht? Psa139/8$ Stiege ich zum Himmel hinauf, so bist du da. Bettete ich mich in dem Scheol, siehe, du bist da. Psa139/9$ Erhöbe ich die
Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres, Psa139/10$ auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen. Psa139/11$ Und spräche ich: Nur
Finsternis möge mich verbergen und Nacht sei das Licht um mich her: Psa139/12$ Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie
das Licht. Psa139/13$ Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib. Psa139/14$ Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin.
Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. Psa139/15$ Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde.
Psa139/16$ Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen [da war]. Psa139/17$ Für mich aber - wie schwer
sind deine Gedanken, o Gott! Wie gewaltig sind ihre Summen! Psa139/18$ Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand. Ich erwache und bin noch bei dir. Psa139/19$ Mögest du, o Gott,
den Gottlosen töten! Ihr Blutmenschen, weicht von mir! Psa139/20$ Sie, die mit Hinterlist von dir reden, vergeblich [die Hand] gegen dich erheben! Psa139/21$ Sollte ich nicht hassen, HERR, die
dich hassen, und sollte mir nicht ekeln vor denen, die gegen dich aufstehen? Psa139/22$ Mit äußerstem Hass hasse ich sie (Spirit of Jezebel, go out! Es reicht jetzt: Mit äußerstem Hass hasse ich
den teufel, und den Isebel-Geist und den bösen religiösen Geist und den der Berliner Erklärung und was über unserm Land sonst noch so quält und bremst. Im Namen Jesus). Sie sind Feinde für mich.
Psa139/23$ Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Psa139/24$ Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen
Weg!
Psa140\
Psa140/1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Psa140/2$ Errette mich, HERR, von bösen Menschen. Vor gewalttätigen Männern behüte mich, Psa140/3$ die Bosheiten ersinnen im Herzen, die täglich
Krieg erregen. Psa140/4$ Sie haben geschärfte Zungen wie eine Schlange. Otterngift ist unter ihren Lippen. // Psa140/5$ Bewahre mich, HERR, vor den Händen des Gottlosen, vor dem Mann der
Gewalttaten behüte mich, die beschlossen haben, meine Tritte umzustoßen! Psa140/6$ Hochmütige haben mir heimlich eine Schlinge und Fallstricke gelegt, ein Netz ausgespannt zur Seite des Weges,
sie haben mir Fallen gestellt. // Psa140/7$ Ich sprach zu dem HERRN: Du bist mein Gott! Höre, HERR, auf die Stimme meines Flehens! Psa140/8$ HERR, mein Herr, du Hort meiner Rettung! Du hast mein
Haupt beschirmt am Tag der Waffen. Psa140/9$ Gewähre die Gelüste des Gottlosen nicht, HERR! Laß sein Vorhaben nicht gelingen: Sie würden sich überheben. // Psa140/10$ Die Häupter derer, die mich
umringen, - das Unheil ihrer Lippen bedecke sie! Psa140/11$ Mögen glühende Kohlen auf sie herabfallen, ins Feuer stürze er sie, in Wasserlöcher, dass sie sich nicht mehr erheben! Psa140/12$ Ein
Mensch mit [böser] Zunge - er bestehe nicht im Land; der Mann der Gewalttat - das Böse möge ihn jagen Stoß um Stoß! Psa140/13$ Ich weiß, dass der HERR die Rechtssache des Elenden wahrnimmt, das
Recht der Armen. Psa140/14$ Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Aufrichtigen werden vor deinem Angesicht wohnen.
Psa141\
Psa141/1$ Ein Psalm. Von David. HERR, zu dir habe ich gerufen, eile zu mir! Höre auf meine Stimme, wenn ich zu dir rufe! Psa141/2$ Laß als Rauchopfer vor dir stehen mein Gebet, das Erheben meiner
Hände als Speisopfer am Abend. Psa141/3$ Bestelle, HERR, eine Wache für meinen Mund! Wache über die Tür meiner Lippen! Psa141/4$ Laß mein Herz sich nicht neigen zur bösen Sache, gottlos Taten zu
begehen mit Männern, die Übeltäter sind. Ich mag nicht kosten von ihren Leckerbissen! Psa141/5$ Der Gerechte schlage mich - es ist Gnade. Er strafe mich - es ist Öl [für] das Haupt. Mein Haupt
wird sich nicht weigern. Denn noch immer bete ich trotz des Unheils, das sie tun. Psa141/6$ Sind sie gefallen in die Hände ihrer Richter, so werden sie meine Worte hören, dass sie lieblich sind.
Psa141/7$ Wie wenn ein Fels sich spaltet und die Erde aufreißt, so sind ihre Gebeine hingestreut für den Schlund des Scheols. Psa141/8$ Doch auf dich, HERR, mein Herr, sind meine Augen
[gerichtet], bei dir suche ich Zuflucht. Gib meine Seele nicht preis. Psa141/9$ Bewahre mich vor dem Netz, das sie mir gelegt haben, und vor den Fallen der Übeltäter. Psa141/10$ Laß die Gottlosen
in ihre eigenen Gruben fallen, [alle] miteinander, während ich immer vorbeigehe!
Psa142\
Psa142/1$ Ein Maskil. Von David. Als er in der Höhle war. Ein Gebet. Psa142/2$ Mit meiner Stimme schreie ich um Hilfe zum HERRN, mit meiner Stimme flehe ich zum HERRN. Psa142/3$ Ich schütte mein
Anliegen vor ihm aus, meine Not erzähle ich vor ihm. Psa142/4$ Als mein Geist in mir ermattete, da kanntest du meinen Pfad. Auf dem Weg, den ich wandle, haben sie mir heimlich eine Schlinge
gelegt. Psa142/5$ Schau zur Rechten und sieh: ich habe ja niemanden, der etwas von mir wissen will. Verlorengegangen ist mir jede Zuflucht, niemand fragt nach meiner Seele. Psa142/6$ Zu dir habe
ich um Hilfe geschrieen, HERR! Ich habe gesagt: Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Land der Lebendigen. Psa142/7$ Horche auf mein Schreien, denn ich bin sehr schwach. Errette mich vor meinen
Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig! Psa142/8$ Führe aus dem Gefängnis heraus meine Seele, damit ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden mich umringen, wenn du mir wohlgetan
hast.
Psa143\
Psa143/1$ Ein Psalm. Von David. HERR, höre mein Gebet, merke auf mein Flehen! Erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit! Psa143/2$ Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht! Denn vor
dir ist kein Lebendiger gerecht. Psa143/3$ Denn der Feind verfolgt meine Seele, tritt zu Boden mein Leben, läßt mich wohnen in Finsternissen gleich den Toten der Urzeit. Psa143/4$ Mein Geist
ermattet in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern. Psa143/5$ Ich gedenke der Tage der Vorzeit, überlege all dein Tun. Ich sinne nach über das Werk deiner Hände. Psa143/6$ Zu dir breite ich
meine Hände aus. Gleich einem lechzenden Land [schmachtet] meine Seele nach dir! // Psa143/7$ Schnell, erhöre mich, HERR! Es verschmachtet mein Geist. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Sonst
bin ich denen gleich, die zur Grube hinabfahren. Psa143/8$ Laß mich am Morgen hören deine Gnade, denn ich vertraue auf dich! Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine
Seele! Psa143/9$ Errette mich, HERR, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht. Psa143/10$ Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott! Dein guter Geist leite mich
in ebenes Land! Psa143/11$ Um deines Namens willen, HERR, belebe mich! In deiner Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not! Psa143/12$ In deiner Gnade vertilge meine Feinde, und alle Bedränger
meiner Seele laß umkommen, denn ich bin dein Knecht!
Psa144\
Psa144/1$ Von David. Gepriesen sei der HERR, mein Fels, der meine Hände unterweist zum Kampf, meine Finger zum Krieg: Psa144/2$ Meine Gnade, meine Burg und meine Zuflucht, mein Erretter, mein
Schild und der, bei dem ich mich berge, der mir Völker unterwirft! Psa144/3$ HERR, was ist der Mensch, dass du Kenntnis von ihm nimmst, der Sohn des Menschen, dass du ihn beachtest? Psa144/4$ Der
Mensch gleicht dem Hauch. Seine Tage sind wie ein vorübergehender Schatten. Psa144/5$ HERR, neige deine Himmel und steige herab! Rühre die Berge an, dass sie rauchen! Psa144/6$ Blitze mit Blitzen
und zerstreue sie! Schieße deine Pfeile ab und verwirre sie! Psa144/7$ Strecke deine Hand aus von der Höhe! Reiße mich heraus und errette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne der
Fremde, Psa144/8$ deren Mund Falsches redet, deren Rechte eine Rechte der Lüge ist! Psa144/9$ Gott, ein neues Lied will ich dir singen, auf der Harfe von zehn Saiten will ich dir spielen!
Psa144/10$ Dir, der Rettung gibt den Königen, der seinen Knecht David entreißt dem verderblichen Schwert. Psa144/11$ Reiße mich heraus und errette mich aus der Hand der Söhne der Fremde, deren
Mund Falschheit redet und deren Rechte eine Rechte der Lüge ist. Psa144/12$ Dass unsere Söhne seien gleich Pflanzen, die großgezogen wurden in ihrer Jugend, unsere Töchter gleich Ecksäulen,
geschnitzt nach der Bauart eines Palastes. Psa144/13$ Unsere Speicher seien gefüllt, sie mögen [Nahrung] spenden von jeglicher Art! Unser Kleinvieh mehre sich tausendfach, zehntausendfach auf
unseren Triften! Psa144/14$ Unsere Rinder seien trächtig, ohne Riß und Fehlgeburt! Kein Klagegeschrei sei auf unseren Plätzen! Psa144/15$ Glücklich das Volk, dem es so ergeht! Glücklich das Volk,
dessen Gott der HERR ist!
Psa145\
Psa145/1$ Ein Lobgesang. Von David. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen preisen immer und ewig. Psa145/2$ Täglich will ich dich preisen, deinen Namen will ich loben immer
und ewig. Psa145/3$ Groß ist der HERR und sehr zu loben. Seine Größe ist unerforschlich. Psa145/4$ Ein Geschlecht wird dem andern rühmen deine Werke, deine Machttaten werden sie verkünden.
Psa145/5$ Reden sollen sie von der herrlichen Pracht deiner Majestät, und deine Wunder will ich bedenken. Psa145/6$ Sie sollen sprechen von der Kraft deiner furchtbaren Taten, und deine Großtaten
will ich erzählen. Psa145/7$ Das Gedächtnis deiner großen Güte werden sie hervorströmen lassen, deine Gerechtigkeit werden sie jubelnd preisen. Psa145/8$ Gnädig und barmherzig ist der HERR,
langsam zum Zorn und groß an Gnade. Psa145/9$ Der HERR ist gut gegen alle, sein Erbarmen ist über alle seine Werke. Psa145/10$ Es werden dich loben, HERR, alle deine Werke und deine Frommen dich
preisen. Psa145/11$ Sie werden sprechen von der Herrlichkeit deines Reiches, sie werden reden von deiner Kraft, Psa145/12$ um den Menschenkindern kundzutun deine Machttaten und die prachtvolle
Herrlichkeit deines Reiches. Psa145/13$ Dein Reich ist ein Reich aller künftigen Zeiten, deine Herrschaft dauert durch alle Geschlechter hindurch. Psa145/14$ Der HERR stützt alle Fallenden, er
richtet auf alle Niedergebeugten. Psa145/15$ Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Psa145/16$ Du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach
Wohlgefallen. Psa145/17$ Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und treu in allen seinen Werken. Psa145/18$ Nahe ist der HERR allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen.
Psa145/19$ Er erfüllt das Verlangen derer, die ihn fürchten. Ihr Schreien hört er, und er hilft ihnen. Psa145/20$ Der HERR bewahrt alle, die ihn lieben, aber alle Gottlosen vertilgt er.
Psa145/21$ Mein Mund soll das Lob des HERRN aussprechen, und alles Fleisch preise seinen heiligen Namen immer und ewig!
Psa146\
Psa146/1$ Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! Psa146/2$ Loben will ich den HERRN mein Leben lang, will spielen meinem Gott, solange ich bin. Psa146/3$ Vertraut nicht auf Edle, auf einen
Menschensohn, bei dem keine Hilfe ist! Psa146/4$ Sein Geist geht aus, er kehrt wieder zu seiner Erde: am selben Tag gehen seine Pläne verloren. Psa146/5$ Glücklich der, dessen Hilfe der Gott
Jakobs ist, dessen Hoffnung auf dem HERRN, seinem Gott, steht, Psa146/6$ der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen ist; der Treue hält auf ewig. Psa146/7$ Er schafft Recht
den Bedrückten, er gibt den Hungrigen Brot. Der HERR macht die Gefangenen frei. Psa146/8$ Der HERR öffnet die Augen der Blinden. Der HERR richtet die Gebeugten auf. Der HERR liebt die Gerechten.
Psa146/9$ Der HERR behütet die Fremdlinge, Waisen und Witwen hilft er auf; aber er krümmt den Weg der Gottlosen. Psa146/10$ Der HERR wird regieren in Ewigkeit, dein Gott, Zion, von Geschlecht zu
Geschlecht. Halleluja!
Psa147\
Psa147/1$ Halleluja! Ja, es ist gut, unserem Gott zu spielen! Ja, ein Lobgesang ist schön, ist lieblich. Psa147/2$ Der HERR baut Jerusalem auf, die Zerstreuten Israels sammelt er. Psa147/3$ Er
heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden. Psa147/4$ Er zählt die Zahl der Sterne, er nennt sie alle mit Namen. Psa147/5$ Groß ist unser Herr und reich an Macht. Seine
Einsicht ist ohne Maß. Psa147/6$ Der HERR hilft den Elenden auf. Er erniedrigt die Gottlosen bis zur Erde. Psa147/7$ Stimmt dem HERRN ein Danklied an, spielt unserem Gott auf der Zither!
Psa147/8$ Ihm, der die Himmel mit Wolken bedeckt und Regen bereitet der Erde; der Gras sprossen läßt auf den Bergen; Psa147/9$ der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, wonach sie
schreien. Psa147/10$ Er hat kein Gefallen an der Stärke des Rosses, noch Freude an den Schenkeln des Mannes. Psa147/11$ Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, an denen, die auf seine
Gnade harren. Psa147/12$ Rühme, Jerusalem, den HERRN! Lobe, Zion, deinen Gott! Psa147/13$ Denn er hat die Riegel deiner Tore befestigt, hat deine Kinder gesegnet in deiner Mitte. Psa147/14$ Er
schafft Frieden in deinen Grenzen, er sättigt dich mit dem besten Weizen. Psa147/15$ Er sendet seinen Spruch auf die Erde, sehr schnell läuft sein Wort. Psa147/16$ Er gibt Schnee wie Wolle, Reif
streut er wie Staub aus. Psa147/17$ Er wirft sein Eis wie Brocken. Wer kann bestehen vor seinem Frost? Psa147/18$ Er sendet sein Wort und schmelzt sie. Er läßt seinen Wind wehen - es rieseln die
Wasser. Psa147/19$ Er verkündete Jakob sein Wort, Israel seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen. Psa147/20$ So handelte er an keiner Nation, und die Rechtsbestimmungen, die haben sie nicht
gekannt. Halleluja!
Psa148\
Psa148/1$ Halleluja! Lobt den HERRN von den Himmeln her! Lobt ihn in den Höhen! Psa148/2$ Lobt ihn, alle seine Engel! Lobt ihn, alle seine Heerscharen! Psa148/3$ Lobt ihn, Sonne und Mond! Lobt
ihn, alle leuchtenden Sterne! Psa148/4$ Lobt ihn, ihr Himmel der Himmel und ihr Wasser, die ihr oberhalb der Himmel seid! Psa148/5$ Loben sollen sie den Namen des HERRN! Denn er gebot, und sie
waren geschaffen. Psa148/6$ Er stellte sie hin für immer und ewig. Er gab eine Ordnung, die wird man nicht überschreiten. Psa148/7$ Lobt den HERRN von der Erde her, ihr Wasserungeheuer und alle
Urfluten! Psa148/8$ Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, Sturmwind, der sein Wort vollzieht! Psa148/9$ Ihr Berge und alle Hügel, Fruchtbäume und alle Zedern! Psa148/10$ Das Wild und alles Vieh,
Gewürm und gefiederte Vögel! Psa148/11$ Könige der Erde und alle Völker, Oberste und alle Richter der Erde! Psa148/12$ Junge Männer und auch Jungfrauen, Alte samt den Jungen: Psa148/13$ Sie
sollen loben den Namen des HERRN! Denn allein sein Name ist hoch erhaben, seine Hoheit ist über Erde und Himmel! Psa148/14$ Er hat erhöht ein Horn seinem Volk. Ein Loblied für alle seine Frommen,
für die Söhne Israel, für das Volk, das ihm nahe ist. Halleluja!
Psa149\
Psa149/1$ Halleluja! Singt dem HERRN ein neues Lied, sein Lob in der Gemeinde der Frommen! Psa149/2$ Israel freue sich seines Schöpfers! Die Kinder Zions sollen frohlocken über ihren König!
Psa149/3$ Loben sollen sie seinen Namen beim Reigen, mit Tamburin und Zither sollen sie ihm spielen! Psa149/4$ Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk. Er schmückt die Demütigen mit Heil!
Psa149/5$ Die Frommen sollen jubeln in Herrlichkeit, jauchzen sollen sie auf ihren Lagern! Psa149/6$ Lobpreis Gottes sei in ihrer Kehle und ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand, Psa149/7$ um
Rache zu vollziehen an den Nationen, Strafgerichte an den Völkerschaften, Psa149/8$ um ihre Könige zu binden mit Ketten, ihre Edlen mit eisernen Fesseln, Psa149/9$ um das [schon] aufgeschriebene
Gericht an ihnen zu vollziehen! Das ist Ehre für alle seine Frommen. Halleluja!
Psa150\
Psa150/1$ Halleluja! Lobt Gott in seinem Heiligtum! Lobt ihn in der Feste seiner Macht! Psa150/2$ Lobt ihn wegen seiner Machttaten! Lobt ihn in seiner gewaltigen Größe! Psa150/3$ Lobt ihn mit
Posaunenschall! Lobt ihn mit Harfe und Zither! Psa150/4$ Lobt ihn mit Tamburin und Reigen! Lobt ihn mit Saitenspiel und Flöte! Psa150/5$ Lobt ihn mit klingenden Becken! Lobt ihn mit schallenden
Becken! Psa150/6$ Alles, was Atem hat, lobe Jah! Halleluja!
1.20 Sprüche.
Überschrift und Zweck des Buches: Unterweisung in der Weisheit.
Spru1\
Spru1/1$ Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, Spru1/2$ um zu erkennen Weisheit und Zucht, um zu verstehen verständige Worte, Spru1/3$ um anzunehmen Zucht [mit] Einsicht,
[dazu] Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit, Spru1/4$ um Einfältigen Klugheit zu geben, dem jungen Mann Erkenntnis und Besonnenheit. Spru1/5$ Der Weise höre und mehre die Kenntnis, und der
Verständige erwerbe weisen Rat, Spru1/6$ um zu verstehen Spruch und Bildrede, Worte von Weisen und ihre Rätsel! - Spru1/7$ Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht
verachten [nur] die Narren.
Warnung vor Verführung zur Gewalttat.
Spru1/8$ Gehorche, mein Sohn, der Zucht deines Vaters und verwirf nicht die Weisung deiner Mutter! Spru1/9$ Denn ein anmutiger Kranz für dein Haupt sind sie und eine Kette für deinen Hals. -
Spru1/10$ Mein Sohn, wenn Sünder dich locken, so folge [ihnen] nicht! Spru1/11$ Wenn sie sagen: Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern, wollen ohne Grund dem Rechtschaffenen nachstellen.
Spru1/12$ Wir wollen sie wie der Scheol lebendig verschlingen und vollständig wie solche, die [im Nu] in die Grube hinabfahren. Spru1/13$ Allerlei kostbaren Besitz werden wir finden, werden
unsere Häuser mit Beute füllen. Spru1/14$ Dein Los wirf nur in unserer Mitte; ein Beutel soll uns allen sein! - Spru1/15$ Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg, halte deinen Fuß zurück von
ihrem Pfad! Spru1/16$ Denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen. Spru1/17$ In den Augen aller Vögel ist das Fangnetz ja [auch] ohne Absicht bestreut; Spru1/18$ doch jene lauern
auf ihr Blut, sie stellen ihrem Leben nach. Spru1/19$ So sind die Pfade eines jeden, der unrechten Gewinn macht: der nimmt seinem Besitzer das Leben.
Warnung vor Ungehorsam gegenüber der Weisheit.
Spru1/20$ Die Weisheit schreit draußen; auf den Plätzen läßt sie ihre Stimme erschallen. Spru1/21$ Wo man am lautesten lärmt, ruft sie. An den Eingängen der Tore, in der Stadt, spricht sie ihre
Worte: Spru1/22$ Bis wann, ihr Einfältigen, wollt ihr Einfalt lieben und haben Spötter ihre Lust an Spott und hassen die Toren Erkenntnis? Spru1/23$ Wendet ihr euch meiner Mahnung zu, siehe, so
will ich meinen Geist euch sprudeln lassen, will euch kundtun meine Worte. - Spru1/24$ Weil ich rief und ihr euch weigertet, [weil] ich meine Hand ausstreckte und niemand aufmerkte Spru1/25$ und
ihr fahren ließet all meinen Rat und meine Mahnung nicht wolltet, Spru1/26$ so will auch ich bei eurem Unglück lachen, will spotten, wenn der Schrecken über euch kommt, Spru1/27$ wenn wie ein
Unwetter der Schrecken euch naht, euer Unglück hereinbricht wie ein Sturm, wenn Bedrängnis und Angst über euch kommen. Spru1/28$ Dann rufen sie mich, doch ich antworte nicht, [dann] suchen sie
mich, doch sie finden mich nicht. Spru1/29$ Weil sie Erkenntnis gehaßt und die Furcht des HERRN nicht erwählt haben, Spru1/30$ meinen Rat nicht gewollt, verschmäht haben all meine Mahnung,
Spru1/31$ sollen sie essen von der Frucht ihres Weges, von ihren Ratschlägen sich sättigen. Spru1/32$ Ja, die Abkehr der Einfältigen tötet sie, und die Sorglosigkeit der Toren vernichtet sie.
Spru1/33$ Doch wer auf mich hört, wird sicher wohnen, kann ruhig sein vor des Unglücks Schrecken.
Segen der Weisheit - Schutz vor dem Verderben.
vgl. Kap. 3,1-26; 8,1-21; 9,1-12.
Spru2\
Spru2/1$ Mein Sohn, wenn du meine Reden annimmst und meine Gebote bei dir verwahrst, Spru2/2$ indem du der Weisheit dein Ohr leihst, dein Herz dem Verständnis zuwendest, Spru2/3$ ja, wenn du den
Verstand anrufst, zum Verständnis erhebst deine Stimme, Spru2/4$ wenn du es suchst wie Silber und wie Schätzen ihm nachspürst, Spru2/5$ dann wirst du verstehen die Furcht des HERRN und die
Erkenntnis Gottes gewinnen. Spru2/6$ Denn der HERR gibt Weisheit. Aus seinem Mund [kommen] Erkenntnis und Verständnis. Spru2/7$ Er hält für die Aufrichtigen Hilfe bereit, ist denen ein Schild,
die in Lauterkeit wandeln, Spru2/8$ indem er behütet die Pfade des Rechts und den Weg seiner Frommen bewahrt. Spru2/9$ Dann verstehst du Gerechtigkeit, Recht und Geradheit und jede gute Bahn.
Spru2/10$ Denn Weisheit zieht ein in dein Herz, und Erkenntnis wird deiner Seele lieb. Spru2/11$ Besonnenheit wacht über dir, Verständnis wird dich behüten: Spru2/12$ um dich zu retten vom bösen
Weg, vom Mann, der Verkehrtes [nur] redet, Spru2/13$ [von denen], die da verlassen die geraden Pfade, um auf finsteren Wegen zu gehen, Spru2/14$ die sich [nur] freuen am bösen Tun, frohlocken bei
schlimmer Verkehrtheit, Spru2/15$ deren Pfade krumm sind, die in die Irre gehen auf ihren Bahnen, Spru2/16$ um dich zu retten von [der] fremden Frau, von der Ausländerin, die ihre Worte glatt
macht, Spru2/17$ die den Vertrauten ihrer Jugend verläßt und den Bund ihres Gottes vergißt. Spru2/18$ Denn zum Tod senkt sich ihr Haus und zu den Schatten ihre Bahnen. Spru2/19$ Alle, die
einkehren zu ihr, kommen nie wieder zurück, finden nie wieder die Pfade des Lebens. Spru2/20$ Darum geh du auf dem Weg der Guten, die Pfade der Gerechten beachte! Spru2/21$ Denn die Aufrichtigen
bewohnen das Land, und die Lauteren bleiben darin. Spru2/22$ Die Gottlosen aber werden getilgt aus dem Land, und die Treulosen reißt man aus ihm heraus.
Ermahnung zur Gottesfurcht.
vgl. Kap. 2,1-11; 8,1-21; 9,1-12.
Spru3\
Spru3/1$ Mein Sohn, meine Weisung vergiß nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote! Spru3/2$ Denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden mehren sie dir. Spru3/3$ Gnade und Treue sollen
dich nicht verlassen. Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf deines Herzens Tafel! Spru3/4$ Und finde Gunst und feine Klugheit in den Augen Gottes und der Menschen! Spru3/5$ Vertraue auf den
HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Spru3/6$ Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade! Spru3/7$ Sei nicht weise in deinen
Augen, fürchte den HERRN und weiche vom Bösen! Spru3/8$ Das ist Heilung für deinen Leib, Labsal für deine Gebeine. Spru3/9$ Ehre den HERRN mit deinem Besitz, mit den Erstlingen all deines
Ertrages! Spru3/10$ Dann füllen deine Speicher sich mit Vorrat, und von Most fließen über deine Keltern. Spru3/11$ Die Zucht des HERRN, mein Sohn, verwirf nicht und laß dich nicht verdrießen
seine Mahnung! Spru3/12$ Denn wen der HERR liebt, den züchtigt er wie ein Vater den Sohn, den er gern hat. Wert und Nutzen der Weisheit Spru3/13$ Glücklich der Mensch, der Weisheit gefunden hat,
der Mensch, der Verständnis erlangt! Spru3/14$ Denn ihr Erwerb ist besser als Silber und [wertvoller] als Gold ihr Gewinn. Spru3/15$ Kostbarer ist sie als Korallen, und alle deine Kleinode kommen
an Wert ihr nicht gleich. Spru3/16$ Länge des Lebens [ist] in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und Ehre. Spru3/17$ Ihre Wege sind freundliche Wege, und alle ihre Pfade sind Frieden.
Spru3/18$ Ein Baum des Lebens ist sie für [alle], die sie ergreifen, und wer an ihr festhält, ist glücklich zu preisen. Spru3/19$ Der HERR hat durch Weisheit die Erde gegründet, die Himmel
befestigt durch Einsicht. Spru3/20$ Durch seine Erkenntnis brachen die Fluten hervor, die Wolken triefen von Tau. - Spru3/21$ Mein Sohn, laß sie nicht weichen aus deinen Augen, bewahre Umsicht
und Besonnenheit! Spru3/22$ So werden sie Leben sein für deine Seele und Anmut für deinen Hals. Spru3/23$ Dann gehst du sicher deinen Weg, dein Fuß stößt nirgends an. Spru3/24$ Wenn du dich
hinlegst, wirst du nicht aufschrecken, und liegst du, erquickt [dich] dein Schlaf. Spru3/25$ Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben der Gottlosen, wenn es [über sie]
kommt! Spru3/26$ Denn der HERR ist deine Zuversicht und bewahrt deinen Fuß vor der Falle. Ermahnung zur Nächstenliebe Spru3/27$ Enthalte Gutes dem nicht vor, dem es gebührt, wenn es in der Macht
deiner Hand steht, es zu tun! - Spru3/28$ Sage nicht zu deinem Nächsten: Geh, komm [später] wieder, und morgen will ich geben! - wo du doch hast. - Spru3/29$ Schmiede nicht Böses gegen deinen
Nächsten, während er vertrauensvoll bei dir wohnt! - Spru3/30$ Geh mit keinem grundlos vor Gericht, wenn er dir nichts Böses angetan! - Spru3/31$ Beneide nicht den Mann der Gewalttat und wähle
keinen seiner Wege! - Spru3/32$ Denn ein Greuel für den HERRN ist, wer sich auf Abwege begibt; doch mit den Aufrichtigen hält er seinen Rat. Spru3/33$ Der Fluch des HERRN fällt auf das Haus des
Gottlosen, doch die Wohnung der Gerechten segnet er. Spru3/34$ Ja, mit den Spöttern treibt er [seinen] Spott, den Demütigen aber gibt er Gnade. Spru3/35$ Ehre erben die Weisen, die Toren aber
tragen Schande davon.
Väterliche Unterweisung zum Streben nach Weisheit und zum Befolgen ihrer Lehre.
Spru4\
Spru4/1$ Hört, ihr Söhne, auf die Zucht des Vaters und merkt auf, um Einsicht zu kennen! Spru4/2$ Denn gute Lehre gebe ich euch. Meine Weisung sollt ihr nicht verlassen! Spru4/3$ Als ich [noch]
ein Sohn war [bei] meinem Vater, zart und einzig war vor meiner Mutter, Spru4/4$ da unterwies er mich und sprach zu mir: Dein Herz halte meine Worte fest! Beachte meine Gebote und lebe! Spru4/5$
Erwirb dir Weisheit, erwirb Verstand, vergiß [sie] nicht! Und weiche nicht von den Reden meines Mundes! Spru4/6$ Verlaß sie nicht, so wird sie dich behüten; liebe sie, so wird sie dich bewahren!
Spru4/7$ Der Weisheit Anfang ist: Erwirb dir Weisheit! Und mit allem, was du erworben hast, erwirb [dir] Verstand! Spru4/8$ Ranke dich an ihr hoch, so wird sie dich erheben! Sie bringt dich zu
Ehren, wenn du sie umarmst. Spru4/9$ Sie verleiht deinem Haupt einen anmutigen Kranz, eine prächtige Krone reicht sie dir dar. Spru4/10$ Höre, mein Sohn, und nimm meine Worte an, dann werden dir
zahlreich die Lebensjahre! Spru4/11$ Im Weg der Weisheit unterweise ich dich, lasse dich gehen auf geraden Bahnen. Spru4/12$ Wenn du gehst, wird dein Schreiten nicht beengt sein, und wenn du
läufst, wirst du nicht stürzen. Spru4/13$ Halte fest an der Zucht, laß nicht ab! Wahre sie, denn sie ist dein Leben! - Spru4/14$ Den Pfad der Gottlosen betritt nicht, beschreite nicht den Weg der
Bösen! Spru4/15$ Laß ihn liegen, geh nicht darauf, weiche von ihm und geh vorbei! Spru4/16$ Denn sie schlafen nicht, wenn sie nichts Böses getan, und ihr Schlaf wird ihnen geraubt, wenn sie nicht
[irgendeinen] zu Fall gebracht haben. Spru4/17$ Denn sie essen Brot der Gottlosigkeit, und Wein von Gewalttaten trinken sie. Spru4/18$ Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende
Morgenlicht, heller und heller erstrahlt es bis zur Tageshöhe. Spru4/19$ Der Weg der Gottlosen ist wie das Dunkel; sie erkennen nicht, worüber sie stürzen. Spru4/20$ Mein Sohn, auf meine Worte
achte, meinen Reden neige dein Ohr zu! Spru4/21$ Laß sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens! Spru4/22$ Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für
ihr ganzes Fleisch. - Spru4/23$ Mehr als alles, was man [sonst] bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm [entspringt] die Quelle des Lebens. - Spru4/24$ Laß weichen von dir die Falschheit des
Mundes und die Verdrehtheit der Lippen entferne von dir! - Spru4/25$ Laß deine Augen geradeaus blicken und deine Blicke gerade vor dich gehen! - Spru4/26$ Gib acht auf die Bahn deines Fußes, und
alle deine Wege seien geordnet! Spru4/27$ Bieg nicht ab zur Rechten noch zur Linken, laß weichen deinen Fuß vom Bösen!
Warnung vor Ehebruch.
vgl. Kap. 6,20-35; 7.
Spru5\
Spru5/1$ Mein Sohn, horche auf meine Weisheit, zu meiner Einsicht neige dein Ohr, Spru5/2$ dass du Besonnenheit behältst und deine Lippen Erkenntnis bewahren! Spru5/3$ Denn Honig träufeln die
Lippen der Fremden, und glatter als Öl ist ihr Gaumen; Spru5/4$ aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert. Spru5/5$ Ihre Füße steigen hinab zum Tod, auf den
Scheol halten ihre Schritte zu. Spru5/6$ Damit du auf den Pfad des Lebens nur nicht achtgibst, sind unstet ihre Bahnen, [und] du erkennst es nicht. Spru5/7$ Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich und
weicht nicht ab von den Worten meines Mundes! Spru5/8$ Halte fern von ihr deinen Weg und komm ihrer Haustür nicht nah! Spru5/9$ Sonst gibst du andern deine [Lebens]blüte und deine Jahre einem
Grausamen. Spru5/10$ Sonst sättigen Fremde sich noch an deinem Vermögen, an deinem mühsam Erworbenen in eines Ausländers Haus; Spru5/11$ und du stöhnst zuletzt, wenn dein Fleisch und dein Leib
dahinschwinden, Spru5/12$ und sagst: Ach, wie konnte ich nur hassen die Zucht, [wie] konnte mein Herz nur die Mahnung verschmähen, Spru5/13$ dass ich nicht gehorchte der Stimme [all] derer, die
mich unterwiesen, dass ich mein Ohr meinen Lehrern nicht zuneigte! Spru5/14$ Wie leicht hätte ich ganz ins Unglück geraten können, mitten in der Versammlung und der Gemeinde! Spru5/15$ Trinke
Wasser aus deiner [eigenen] Zisterne und was aus deinem Brunnen quillt. Spru5/16$ Sollen nach draußen verströmen deine Quellen, auf die Plätze die Wasserbäche? Spru5/17$ Dir allein sollen sie
gehören, doch keinem Fremden neben dir. Spru5/18$ Deine Quelle sei gesegnet, erfreue dich an der Frau deiner Jugend! Spru5/19$ Die liebliche Hirschkuh und anmutige Gemse - ihre Brüste sollen dich
berauschen jederzeit, in ihrer Liebe sollst du taumeln immerdar! Spru5/20$ Warum solltest du, mein Sohn, an einer Fremden taumeln und den Busen einer anderen umarmen? - Spru5/21$ Denn vor den
Augen des HERRN [liegen] eines jeden Wege, und auf alle seine Bahnen gibt er acht. Spru5/22$ Seine eigenen Sünden fangen ihn, den Gottlosen, und in den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten.
Spru5/23$ Ein solcher wird sterben aus Mangel an Zucht, und in der Größe seiner Narrheit taumelt er dahin.
Warnung vor Bürgschaft, Trägheit und Falschheit.
Spru6\
Spru6/1$ Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für einen Fremden deinen Handschlag gegeben, Spru6/2$ bist du verstrickt durch deines Mundes Worte, gefangen durch die Worte deines
Mundes, Spru6/3$ so tu denn dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist! Geh unverzüglich hin und bestürme deinen Nächsten! Spru6/4$ Gönne deinen Augen keinen
Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern! Spru6/5$ Reiße dich los wie die Gazelle aus der Hand [des Jägers] und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers! Spru6/6$ Geh hin zur Ameise, du
Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise! Spru6/7$ Sie, die keinen Anführer, Aufseher und Gebieter hat, Spru6/8$ sie bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Ernte ihre Nahrung. Spru6/9$ Bis
wann, du Fauler, willst du noch liegen? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? Spru6/10$ Noch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig Händefalten, um auszuruhen -
Spru6/11$ und schon kommt wie ein Landstreicher deine Armut und dein Mangel wie ein unverschämter Mann. Spru6/12$ Ein ruchloser Mensch, ein heilloser Mann ist, wer umhergeht mit Falschheit im
Mund, Spru6/13$ wer zuzwinkert mit seinen Augen, ein Zeichen gibt mit seinen Füßen, einen Hinweis mit seinen Fingern, Spru6/14$ wer Verkehrtheit [trägt] in seinem Herzen, Böses schmiedet zu aller
Zeit, freien Lauf läßt dem Zank. Spru6/15$ Darum kommt plötzlich sein Unglück; im Nu wird er zerschmettert ohne Heilung. Spru6/16$ Sechs [Dinge] sind es, die dem HERRN verhaßt sind, und sieben
sind seiner Seele ein Greuel: Spru6/17$ Stolze Augen, falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen, Spru6/18$ ein Herz, das heillose Anschläge schmiedet, Füße, die eilig dem Bösen
nachlaufen, Spru6/19$ wer Lügen vorbringt als falscher Zeuge und wer freien Lauf läßt dem Zank zwischen Brüdern.
Erneute Warnung vor Ehebruch.
vgl. Kap. 5; 7.
Spru6/20$ Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters, verwirf nicht die Weisung deiner Mutter! Spru6/21$ Binde sie stets auf dein Herz, winde sie um deinen Hals! Spru6/22$ Bei deinem Gehen leite
sie dich, bei deinem Liegen behüte sie dich, und wachst du auf, so rede sie dich an! Spru6/23$ Denn eine Leuchte ist das Gebot und die Weisung ein Licht, und ein Weg zum Leben sind Ermahnungen
der Zucht, Spru6/24$ dich zu bewahren vor der Frau des Nächsten, vor der glatten Zunge der Fremden. Spru6/25$ Begehre nicht in deinem Herzen ihre Schönheit, laß sie dich nicht mit ihren Wimpern
fangen! Spru6/26$ Denn der Preis für eine Hure [geht] bis zu einem Brot, doch die Frau eines Mannes macht Jagd auf [dein] kostbares Leben. - Spru6/27$ Kann man Feuer wohl tragen in seinem
Gewandbausch, ohne dass einem die Kleider verbrennen? Spru6/28$ Oder kann jemand wohl schreiten auf glühenden Kohlen, ohne dass er sich die Füße versengt? Spru6/29$ So [geht es auch dem], der
hineingeht zur Frau seines Nächsten: keiner bleibt ungestraft, der sie berührt. - Spru6/30$ Verachtet man nicht [schon] den Dieb, auch wenn er [nur] stiehlt, um den Bauch sich zu füllen, weil
Hunger ihn treibt? Spru6/31$ Und wird er ertappt, so muß er es siebenfach erstatten; den ganzen Besitz seines Hauses kann er dahingeben. Spru6/32$ Wer aber Ehebruch treibt mit der Frau [seines
Nächsten], ist ohne Verstand. Nur wer sich selber vernichten will, der mag das tun. Spru6/33$ Plage und Schande [nur] findet er, und seine Schmach wird nicht mehr gelöscht. Spru6/34$ Denn
Eifersucht [weckt] die Zornglut des Mannes, kein Mitleid verspürt er am Tage der Rache. Spru6/35$ Er nimmt keine Rücksicht auf irgendein Sühnegeld und willigt nicht ein, selbst wenn du die
Bestechung häufst.
Verführung zum Ehebruch - Folgen für den Verführten.
vgl. Kap. 5; 6,20-35.
Spru7\
Spru7/1$ Mein Sohn, bewahre meine Worte, und meine Gebote birg bei dir! Spru7/2$ Bewahre meine Gebote, damit du lebst, und meine Weisung wie deinen Augapfel! Spru7/3$ Binde sie um deine Finger,
schreibe sie auf die Tafel deines Herzens! Spru7/4$ Sprich zur Weisheit: Meine Schwester bist du! - und Verwandte nenne die Einsicht, Spru7/5$ dass sie dich bewahre vor der fremden Frau, vor der
Ausländerin, die ihre Worte glatt macht. - Spru7/6$ Denn durch das Fenster meines Hauses [blickte ich], durch mein Gitter schaute ich hinaus. Spru7/7$ Und ich sah unter den Unerfahrenen, bemerkte
unter den Söhnen einen Jüngling ohne Verstand, Spru7/8$ der geht über die Straße hin zu ihrer Ecke, den Weg zu ihrem Haus betritt er Spru7/9$ in der Dämmerung, am Abend des Tages, beim Anbruch
der Nacht und bei Dunkelheit. Spru7/10$ Da siehe, eine Frau kommt ihm entgegen im Hurenkleid und mit verstecktem [Plan im] Herzen. - Spru7/11$ Leidenschaftlich ist sie und unbändig, zu Hause
haben ihre Füße keine Ruhe. Spru7/12$ Bald ist sie draußen, bald auf den Plätzen, und neben jeder Ecke lauert sie. Spru7/13$ Da greift sie ihn, da küßt sie ihn, wird unverschämt und sagt zu ihm:
Spru7/14$ Zu Heilsopfern war ich verpflichtet, heute habe ich meine Gelübde erfüllt. Spru7/15$ Darum bin ich ausgezogen, dir entgegen, um dein Gesicht zu suchen, und ich habe dich gefunden.
Spru7/16$ Mit Decken habe ich mein Bett bedeckt, mit buntem ägyptischem Leinen. Spru7/17$ Ich habe mein Lager benetzt mit Myrrhe, Aloe und Zimt. Spru7/18$ Komm, wir wollen an Liebe uns berauschen
bis zum Morgen, wollen schwelgen in Liebkosungen. Spru7/19$ Denn der Mann ist nicht zu Hause, er ist weggegangen, fort auf weite Reise. Spru7/20$ Den Beutel mit dem Geld nahm er in seine Hand, am
Tag des Vollmondes [erst] kommt er nach Haus. Spru7/21$ Sie verleitet ihn durch ihr vieles Überreden, mit ihren glatten Lippen reißt sie ihn fort. Spru7/22$ Er folgt ihr augenblicklich, so wie
ein Stier zur Schlachtung geht, wie in die Fessel hüpft der Hirsch, Spru7/23$ bis ein Pfeil die Leber ihm zerreißt; wie ein Vogel sich ins Fangnetz stürzt und nicht weiß, dass es um sein Leben
geht. - Spru7/24$ Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich und horcht auf die Worte meines Mundes! Spru7/25$ Nicht schweife dein Herz ab zu ihren Wegen, verirre dich nicht auf ihre Pfade! Spru7/26$
Denn viele sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat, und zahlreich alle, die sie ermordete. Spru7/27$ Ein Weg zum Scheol ist ihr Haus, der hinabführt zu den Kammern des Todes.
Mahnung der Weisheit, sie zu befolgen - Ihre Zusagen.
vgl. Kap. 2,1-11; 3,1-26; 9,1-12.
Spru8\
Spru8/1$ Ruft nicht die Weisheit? Die Einsicht, läßt sie nicht ihre Stimme erschallen? Spru8/2$ Oben auf den Höhen am Weg, da wo die Pfade sich kreuzen, hat sie sich [wartend] aufgestellt.
Spru8/3$ Neben den Toren, am Zugang zur Stadt, am Eingang der Pforten schreit sie: Spru8/4$ An euch, ihr Männer, ergeht mein Ruf, und meine Stimme an die Menschenkinder. Spru8/5$ Lernt Klugheit,
ihr Einfältigen, und ihr Toren, bringt [euer] Herz zur Einsicht! Spru8/6$ Hört zu! Denn Vortreffliches rede ich, und das Öffnen meiner Lippen ist Aufrichtigkeit. Spru8/7$ Denn Wahrheit verkündet
mein Gaumen, und ein Greuel ist meinen Lippen die Gottlosigkeit. Spru8/8$ In Gerechtigkeit [ergehen] alle Worte meines Mundes; nichts in ihnen ist verschlagen oder falsch. Spru8/9$ Sie alle sind
recht dem Verständigen und redlich für die zur Erkenntnis Gelangten. Spru8/10$ Nehmt an meine Zucht und nicht Silber, und Erkenntnis lieber als auserlesenes Gold! Spru8/11$ Denn Weisheit ist
besser als Korallen, und alle Kleinode kommen ihr nicht gleich an Wert. - Spru8/12$ Ich, die Weisheit, bin die Nachbarin der Klugheit, und besonnene Erkenntnis finde ich. Spru8/13$ Die Furcht des
HERRN [bedeutet], Böses zu hassen. Hochmut und Stolz und bösen Wandel und einen ränkevollen Mund, [das] hasse ich. Spru8/14$ Mein sind Rat und Hilfe. Ich bin die Einsicht, mein ist die Stärke.
Spru8/15$ Durch mich regieren Könige, und Fürsten treffen gerechte Entscheidungen. Spru8/16$ Durch mich herrschen Oberste und Edle, alle gerechten Richter. Spru8/17$ Ich liebe, die mich lieben;
und die mich suchen, finden mich. Spru8/18$ Reichtum und Ehre sind bei mir, stattlicher Besitz und Gerechtigkeit. Spru8/19$ Besser ist meine Frucht als Gold und gediegenes Gold, und mein Ertrag
[besser] als auserlesenes Silber. Spru8/20$ Auf dem Pfad der Gerechtigkeit gehe ich, mitten auf den Steigen des Rechts, Spru8/21$ dass ich Besitz vererbe [allen], die mich lieben, und ihre
Vorratskammern fülle ich.
Die Weisheit als Gottes ewiger Besitz.
Spru8/22$ Der HERR hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, als erstes seiner Werke von jeher. Spru8/23$ Von Ewigkeit her war ich eingesetzt, von Anfang an, vor den Uranfängen der Erde.
Spru8/24$ Als es noch keine Fluten gab, wurde ich geboren, als noch keine Quellen waren, reich an Wasser. Spru8/25$ Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln war ich geboren, Spru8/26$ als
er noch nicht gemacht die Erde und die Fluren, noch die Gesamtheit der Erdschollen des Festlandes. Spru8/27$ Als er die Himmel feststellte, war ich dabei. Als er einen Kreis abmaß über der Fläche
der Tiefe, Spru8/28$ als er die Wolken droben befestigte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, Spru8/29$ als er dem Meer seine Schranke setzte, damit die Wasser seinen Befehl nicht
übertraten, als er die Grundfesten der Erde abmaß: Spru8/30$ da war ich Schoßkind bei ihm und war [seine] Wonne Tag für Tag, spielend vor ihm allezeit, Spru8/31$ spielend auf dem [weiten] Rund
seiner Erde, und ich hatte meine Wonne an den Menschenkindern.
Vorzüge der Weisheit und Nachteile der Torheit.
Spru8/32$ Nun denn, ihr Söhne, hört auf mich, denn glücklich sind, die meine Wege wahren! Spru8/33$ Hört auf Zucht und werdet weise, laßt sie niemals fahren! Spru8/34$ Glücklich der Mensch, der
auf mich hört, indem er wacht an meinen Türen Tag für Tag, die Pfosten meiner Tore hütet! Spru8/35$ Denn wer mich findet, hat Leben gefunden, Gefallen erlangt von dem HERRN. Spru8/36$ Wer mich
aber verfehlt, tut sich selbst Gewalt an. Alle, die mich hassen, lieben den Tod. V. 1-12: vgl. Kap. 2,1-11; 3,1-26; 8,1-21.
Spru9\
Spru9/1$ Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, hat ihre sieben Säulen ausgehauen. Spru9/2$ Sie hat ihr Schlachtvieh geschlachtet, hat ihren Wein gemischt, auch ihren Tisch gedeckt. Spru9/3$ Sie hat
ihre Mägde gesandt, lädt ein auf den Höhen der Stadt: Spru9/4$ Wer unerfahren ist, der kehre hier ein! Wer ohne Verstand ist, zu dem spricht sie: Spru9/5$ Kommt, eßt von meinem Brot und trinkt
von dem Wein, den ich gemischt! Spru9/6$ Laßt fahren die Torheit und lebt und schreitet einher auf dem Weg der Einsicht! Spru9/7$ Wer den Spötter zurechtweist, holt sich nur Schande; und wer den
Gottlosen rügt, [holt sich] selbst einen Makel. Spru9/8$ Rüge nicht den Spötter, damit er dich nicht haßt; rüge den Weisen, so wird er dich lieben! Spru9/9$ Gib dem Weisen, so wird er noch
weiser; belehre den Gerechten, so lernt er noch mehr! Spru9/10$ Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; und Erkenntnis des [allein] Heiligen ist Einsicht. Spru9/11$ Denn durch mich werden
zahlreich deine Tage, und es mehren sich dir die Jahre des Lebens. Spru9/12$ Wenn du weise bist, so bist du weise für dich; und spottest du, so musst du allein es tragen. Spru9/13$ Frau Torheit
ist leidenschaftlich im Verführen, sonst kann sie nichts. Spru9/14$ Und sie sitzt an der Tür ihres Hauses, auf einem Sitz auf den Höhen der Stadt, Spru9/15$ um einzuladen, die des Wegs
vorübergehen, die geradehalten ihre Pfade: Spru9/16$ Wer unerfahren ist, der kehre hier ein! - Wer ohne Verstand ist, zu dem spricht sie: Spru9/17$ Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot
schmeckt lieblich. - Spru9/18$ Und er weiß nicht, dass dort die Schatten sind, in den Tiefen des Scheol ihre Geladenen.
Kap. 10 bis 31: Sammlung einzelner Weisheitssprüche.
Spru10\
Sprüche Salomos.
Spru10/1$ Ein weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein törichter Sohn ist der Kummer seiner Mutter. Spru10/2$ Nichts nützen gottlose Schätze, aber Gerechtigkeit rettet vom Tod. Spru10/3$ Der HERR
läßt nicht hungern die Seele des Gerechten, aber die Gier der Gottlosen stößt er zurück. Spru10/4$ Arm wird, wer mit lässiger Hand schafft, aber die Hand der Fleißigen macht reich. Spru10/5$ Wer
im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn, wer in der Ernte schläft, ein schandbarer Sohn. Spru10/6$ Segen ist auf dem Haupt des Gerechten, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat. Spru10/7$ Des
Gerechten gedenkt man zum Segen, aber der Name der Gottlosen fault. Spru10/8$ Wer weisen Herzens ist, nimmt Gebote an, wer aber närrische Lippen hat, kommt zu Fall. Spru10/9$ Wer in Lauterkeit
lebt, lebt sicher, wer aber krumme Wege wählt, muß schwitzen. Spru10/10$ Wer mit den Augen zwinkert, verursacht Schmerz, und wer närrische Lippen hat, kommt zu Fall. Spru10/11$ Eine Quelle des
Lebens ist der Mund des Gerechten, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat. Spru10/12$ Haß erregt Zänkereien, aber Liebe deckt alle Vergehen zu. Spru10/13$ Auf den Lippen des Verständigen
findet sich Weisheit, aber der Stock [findet sich] für den Rücken des Unverständigen. Spru10/14$ Weise bewahren Erkenntnis, aber der Mund des Narren ist nahes Verderben. Spru10/15$ Der Besitz des
Reichen ist seine feste Stadt, das Verderben der Geringen ist ihre Armut. Spru10/16$ Der Erwerb des Gerechten [gereicht] zum Leben, der Ertrag des Gottlosen zur Sünde. Spru10/17$ Ein Pfad zum
Leben ist, wer auf Zucht achtet; wer aber die Mahnung unbeachtet läßt, leitet in die Irre. Spru10/18$ Wer Haß verbirgt, hat Lügenlippen; und wer Verleumdung ausstreut, ist ein Tor. Spru10/19$ Bei
vielen Worten bleibt Treubruch nicht aus, wer aber seine Lippen zügelt, handelt klug. Spru10/20$ Auserlesenes Silber ist die Zunge des Gerechten, das Herz der Gottlosen [aber] ist wenig wert.
Spru10/21$ Die Lippen des Gerechten weiden viele, aber die Narren sterben durch Unverstand. Spru10/22$ Der Segen des HERRN, der macht reich, und [eigenes] Abmühen fügt neben ihm nichts hinzu.
Spru10/23$ Als ein Vergnügen gilt dem Toren das Verüben von Schandtat, dem verständigen Mann aber die Weisheit. Spru10/24$ Wovor dem Gottlosen graut, das wird über ihn kommen, aber der Wunsch der
Gerechten wird gewährt. Spru10/25$ Sobald ein Sturmwind daherfährt, ist der Gottlose nicht mehr; der Gerechte aber ist fest gegründet für ewig. Spru10/26$ Wie Essig für die Zähne und wie Rauch
für die Augen, so ist der Faule für die, die ihn senden. Spru10/27$ Die Furcht des HERRN vermehrt die [Lebens]tage, aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. Spru10/28$ Das Warten der
Gerechten [führt zur] Freude, aber die Hoffnung der Gottlosen wird zunichte. Spru10/29$ Eine Zuflucht für den, der rechtschaffenen Weges ist, ist der HERR, aber Verderben für die, die Unrecht
tun. Spru10/30$ Der Gerechte wird in Ewigkeit nicht zum Wanken gebracht, aber die Gottlosen werden im Land nicht wohnen bleiben. Spru10/31$ Der Mund des Gerechten läßt Weisheit sprießen, aber die
Zunge der Verkehrtheit wird abgeschnitten. Spru10/32$ Die Lippen des Gerechten sind bedacht auf Wohlgefälliges, der Mund der Gottlosen aber auf Verkehrtes.
Spru11\
Spru11/1$ Trügerische Waagschalen sind dem HERRN ein Greuel, aber volles Gewicht hat sein Wohlgefallen. Spru11/2$ Kommt Übermut, kommt auch Schande, doch bei den Bescheidenen ist Weisheit.
Spru11/3$ Die Rechtschaffenheit der Aufrichtigen leitet sie sicher, die Falschheit der Treulosen aber zerstört sie selbst. Spru11/4$ Nichts nützt Reichtum am Tag des Zornes, Gerechtigkeit aber
rettet vom Tod. Spru11/5$ Die Gerechtigkeit des Lauteren ebnet ihm den Weg, doch der Gottlose kommt durch seine Gottlosigkeit zu Fall. Spru11/6$ Die Gerechtigkeit der Aufrichtigen rettet sie,
aber durch ihre Gier werden die Treulosen gefangen. Spru11/7$ Mit dem Tod eines gottlosen Menschen geht [seine] Hoffnung verloren, und die trügerische Erwartung ist verloren. Spru11/8$ Der
Gerechte wird aus der Bedrängnis befreit, und es kommt der Gottlose an seine Stelle. Spru11/9$ Mit dem Mund richtet der Ruchlose seinen Nächsten zugrunde, aber durch Erkenntnis werden die
Gerechten befreit. Spru11/10$ Beim Wohl der Gerechten frohlockt die Stadt, und beim Untergang der Gottlosen ist Jubel. Spru11/11$ Durch den Segen der Aufrichtigen steigt eine Stadt auf, durch den
Mund der Gottlosen aber wird sie niedergerissen. Spru11/12$ Wer seinen Nächsten verachtet, ist ohne Verstand, aber ein verständiger Mann schweigt. Spru11/13$ Wer als Verleumder umhergeht, gibt
Anvertrautes preis; wer aber zuverlässigen Sinnes ist, hält die Sache verborgen. Spru11/14$ Wo es an Führung fehlt, kommt ein Volk zu Fall, doch [kommt] Rettung durch viele Ratgeber. Spru11/15$
Schlecht, ja schlecht geht es einem, wenn er für einen Fremden bürgt; wer aber Handschlag haßt, ist sicher. Spru11/16$ Eine anmutige Frau erlangt Ehre, aber ein Thron der Schande ist eine Frau,
die Redlichkeit haßt. Den Faulen fehlt es an Besitz, die Fleißigen aber erlangen Reichtum. Spru11/17$ Es erweist der Gütige sich selbst Gutes, doch schneidet sich ins eigene Fleisch der Grausame.
Spru11/18$ Der Gottlose schafft [sich] trügerischen Gewinn, wer aber Gerechtigkeit sät, dauerhaften Lohn. Spru11/19$ Steht einer fest in der Gerechtigkeit, [führt das] zum Leben, jagt er dem
Bösen nach, [gereicht es] zu seinem Tod. Spru11/20$ Ein Greuel für den HERRN sind die mit verschlagenem Herzen; aber sein Wohlgefallen sind [Menschen] mit untadligem Wandel. Spru11/21$ Die Hand
darauf! Der Böse bleibt nicht ungestraft; aber die Nachkommen der Gerechten entrinnen. Spru11/22$ Ein goldener Ring im Rüssel einer Sau, [so] ist eine Frau, die schön, aber ohne Feingefühl ist.
Spru11/23$ Das Begehren der Gerechten [bringt] lauter Gutes, [aber] das Hoffen der Gottlosen Zorn. Spru11/24$ Da ist einer, der ausstreut, und er bekommt immer mehr, und einer, der mehr spart,
als recht ist, [und es gereicht ihm] nur zum Mangel. Spru11/25$ Wer gern wohltut, wird reichlich gesättigt, und wer [andere] tränkt, wird auch selbst getränkt. Spru11/26$ Wer Getreide zurückhält,
den verwünschen die Leute; aber Segen [kommt] auf das Haupt dessen, der Getreide verkauft. Spru11/27$ Wer auf das Gute aus ist, sucht Wohlgefallen; wer aber nach Bösem trachtet, über den wird es
kommen. Spru11/28$ Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen, aber wie Laub werden die Gerechten sprossen. Spru11/29$ Wer sein Haus zerrüttet, wird Wind erben; und der Narr wird zum
Sklaven dessen, der weisen Herzens ist. Spru11/30$ Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Menschen für sich. Spru11/31$ Wenn dem Gerechten auf Erden vergolten
wird, wieviel mehr dem Gottlosen und Sünder!
Spru12\
Spru12/1$ Wer Zucht liebt, liebt Erkenntnis; und wer Ermahnung haßt, ist dumm. Spru12/2$ Der Gute erlangt Wohlgefallen von dem HERRN, aber den Ränkeschmied spricht er schuldig. Spru12/3$ Keinen
Bestand hat ein Mensch durch Gottlosigkeit, aber die Wurzel der Gerechten wird nicht ins Wanken gebracht. Spru12/4$ Eine tüchtige Frau ist die Krone ihres Mannes, aber wie Wurmfraß in seinen
Knochen ist eine schandbare. Spru12/5$ Die Gedanken der Gerechten sind Recht, die Überlegungen der Gottlosen sind Betrug. Spru12/6$ Die Worte der Gottlosen sind ein Lauern auf Blut; aber der Mund
der Aufrichtigen rettet sie. Spru12/7$ Es stürzen die Gottlosen, und sie sind nicht mehr; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen. Spru12/8$ Gemäß seiner Einsicht wird ein Mann gelobt; wer aber
verkehrten Herzens ist, verfällt der Verachtung. Spru12/9$ Besser, wer gering geachtet ist, aber einen Knecht hat, als wer vornehm tut, aber Mangel an Brot hat. Spru12/10$ Der Gerechte kümmert
sich um das Wohlergehen seines Viehes, aber das Herz der Gottlosen ist grausam. Spru12/11$ Wer sein Ackerland bebaut, wird sich satt essen können an Brot; wer aber nichtigen Dingen nachjagt, ist
ohne Verstand. Spru12/12$ Den Gottlosen gelüstet nach dem Fang böser Dinge, aber die Wurzel der Gerechten bleibt beständig. Spru12/13$ Im Vergehen der Lippen ist ein böser Fallstrick, aber der
Gerechte entkommt der Bedrängnis. Spru12/14$ Von der Frucht seines Mundes kann man sich satt essen an Gutem, und das Tun der Hände eines Menschen kehrt zu ihm zurück. Spru12/15$ Der Weg des
Narren erscheint in seinen [eigenen] Augen recht, der Weise aber hört auf Rat. Spru12/16$ Der Narr - sein Unmut tut sich an demselben Tag [noch] kund, wer aber die Schmach verborgen hält, ist
klug. Spru12/17$ Wer die Wahrheit spricht, bringt Rechtes vor, ein falscher Zeuge hingegen [nur] Betrug. Spru12/18$ Da ist ein Schwätzer, [dessen Worte sind] Schwertstiche; aber die Zunge der
Weisen ist Heilung. Spru12/19$ Die wahrhaftige Lippe besteht für immer, aber nur einen Augenblick lang die lügnerische Zunge. Spru12/20$ Betrug ist im Herzen derer, die Böses schmieden; bei denen
aber, die zum Frieden raten, ist Freude. Spru12/21$ Keinerlei Unheil wird dem Gerechten widerfahren, aber die Gottlosen sind voller Unglück. Spru12/22$ Ein Greuel für den HERRN sind Lippen, die
lügen; wer aber Treue übt, hat sein Wohlgefallen. Spru12/23$ Ein kluger Mensch hält [seine] Erkenntnis verborgen, aber das Herz der Toren schreit Narrheit hinaus. Spru12/24$ Die Hand der
Fleißigen wird herrschen, aber die lässige [Hand] muß Zwangsarbeit tun. Spru12/25$ Kummer im Herzen des Mannes drückt es nieder, aber ein gutes Wort erfreut es. Spru12/26$ Der Gerechte erspäht
seine Weide, aber der Weg der Gottlosen führt sie in die Irre. Spru12/27$ Nicht erjagt die Lässigkeit ihr Wild; aber kostbarer Besitz eines Menschen ist es, wenn er fleißig ist. Spru12/28$ Auf
dem Pfad der Gerechtigkeit ist Leben, aber der Weg der Rachsüchtigen [führt] zum Tod.
Spru13\
Spru13/1$ Ein weiser Sohn läßt sich vom Vater zurechtweisen, aber ein Spötter hört nicht auf Zurechtweisung. Spru13/2$ Man kann von der Frucht seines Mundes Gutes essen, aber die Begierde der
Treulosen ist Gewalttat. Spru13/3$ Wer seinen Mund behütet, bewahrt sein Leben; wer seine Lippen aufreißt, dem [droht] Verderben. Spru13/4$ Gierig ist die Seele des Faulen, doch ist nichts da;
aber die Seele der Fleißigen wird reichlich gesättigt. Spru13/5$ Der Gerechte haßt Lügenrede, aber der Gottlose handelt schändlich und schmählich. Spru13/6$ Die Gerechtigkeit behütet die
Vollkommenheit des Wandels, aber die Gottlosen bringt die Sünde zu Fall. Spru13/7$ Da ist einer, der sich reich stellt, und hat gar nichts, [und] einer, der sich arm stellt, und hat doch viel
Besitz. Spru13/8$ Lösegeld für das Leben eines Mannes ist sein Reichtum, aber der Arme hört keine Drohung. Spru13/9$ Das Licht der Gerechten brennt fröhlich, aber die Leuchte der Gottlosen
erlischt. Spru13/10$ Durch Übermut gibt es nur Zank; bei denen aber, die sich raten lassen, Weisheit. Spru13/11$ Schnell erworbener Besitz wird [schnell] weniger; wer aber händeweise sammelt,
vermehrt [ihn]. Spru13/12$ Hingezogene Hoffnung macht das Herz krank, aber ein eingetroffener Wunsch ist ein Baum des Lebens. Spru13/13$ Wer das Wort verachtet, bei dem wird gepfändet; wer aber
das Gebot fürchtet, dem wird vergolten. Spru13/14$ Die Weisung des Weisen ist eine Quelle des Lebens, um zu entgehen den Fallen des Todes. Spru13/15$ Gute Einsicht verschafft Gunst, aber der Weg
der Treulosen ist ihr Unglück. Spru13/16$ Jeder Kluge handelt mit Bedacht; ein Tor aber breitet Narrheit aus. Spru13/17$ Ein gottloser Bote stürzt ins Unglück, aber ein treuer Gesandter ist
Heilung. Spru13/18$ Armut und Schande dem, der Züchtigung unbeachtet läßt; wer aber Zurechtweisung beachtet, wird geehrt. Spru13/19$ Ein erfüllter Wunsch erquickt die Seele, aber ein Greuel ist
es den Toren, vom Bösen zu weichen. Spru13/20$ Wer mit Weisen umgeht, wird weise; aber wer sich mit Toren einläßt, dem wird es schlechtgehen. Spru13/21$ Unheil verfolgt die Sünder, aber Glück
belohnt die Gerechten. Spru13/22$ Der Gute vererbt auf Kindeskinder, aber das Vermögen des Sünders wird aufbewahrt für den Gerechten. Spru13/23$ Reichlich Nahrung [bringt] der Neubruch der Armen,
aber mancher wird weggerafft durch Unrecht. Spru13/24$ Wer seine Rute schont, haßt seinen Sohn; aber wer ihn liebhat, züchtigt ihn beizeiten. Spru13/25$ Der Gerechte hat zu essen bis zur
Sättigung seiner Seele, aber der Leib der Gottlosen bleibt leer.
Spru14\
Spru14/1$ Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus, aber die Narrheit reißt es mit eigenen Händen nieder. Spru14/2$ Wer in seiner Geradheit lebt, fürchtet den HERRN; wer aber in seinen Wegen
verkehrt ist, verachtet ihn. Spru14/3$ Im Mund des Narren ist eine Rute für den Hochmut; aber die Lippen der Weisen bewahren sie. Spru14/4$ Wo keine Rinder sind, ist die Krippe leer, doch [kommt]
reichlicher Ertrag durch die Kraft des Stieres. Spru14/5$ Ein treuer Zeuge lügt nicht, aber ein falscher Zeuge bringt Lügen vor. Spru14/6$ Der Spötter sucht Weisheit, doch sie ist nicht da; aber
für den Verständigen ist Erkenntnis ein Leichtes. Spru14/7$ Tritt einem törichten Mann gegenüber, und du wirst keine verständigen Lippen kennenlernen. Spru14/8$ Die Weisheit des Klugen ist es,
seinen Weg zu begreifen, aber die Narrheit der Toren ist Täuschung. Spru14/9$ Schuld macht Narren frech, aber unter den Aufrichtigen ist Wohlgefallen. Spru14/10$ Das Herz kennt sein eigenes Leid,
und kein Fremder kann sich in seine Freude mischen. Spru14/11$ Das Haus der Gottlosen wird ausgetilgt, aber das Zelt der Aufrichtigen blüht auf. Spru14/12$ Da ist ein Weg, der einem Menschen
gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des Todes. Spru14/13$ Sogar beim Lachen kann das Herz Kummer haben, und zuletzt [wird aus] Freude Traurigkeit. Spru14/14$ Von seinen Wegen wird satt,
wer abtrünnigen Herzens ist, und von dem, was in ihm ist, [wird satt] der gute Mann. Spru14/15$ Der Einfältige glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seinen Schritt. Spru14/16$ Der Weise
fürchtet sich und meidet das Böse, aber der Tor braust auf und fühlt sich sicher. Spru14/17$ Der Jähzornige begeht Narrheit, und der Ränkeschmied wird gehaßt. Spru14/18$ Die Einfältigen erben
Narrheit, die Klugen aber werden mit Erkenntnis gekrönt. Spru14/19$ Die Bösen müssen sich niederbeugen vor den Guten und die Gottlosen an den Türen des Gerechten. Spru14/20$ Selbst seinem
Nächsten ist der Arme verhaßt, aber die Freunde des Reichen sind zahlreich. Spru14/21$ Wer seinem Nächsten Verachtung zeigt, sündigt; aber wohl dem, der sich über die Elenden erbarmt! Spru14/22$
Gehen nicht irre [alle], die Böses schmieden? Aber Gnade und Treue [erfahren die], die Gutes schmieden. Spru14/23$ Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes Gerede [führt] nur zum Mangel. Spru14/24$
Die Krone der Weisen ist ihr Reichtum; die Narrheit der Toren ist [nur] Narrheit. Spru14/25$ Ein wahrhaftiger Zeuge ist Lebensretter; wer aber Lügen vorbringt, ist [lauter] Betrug. Spru14/26$ In
der Furcht des HERRN [liegt] ein starkes Vertrauen, auch seine Kinder haben eine Zuflucht. Spru14/27$ Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden.
Spru14/28$ In der Menge des Volkes [besteht] die Herrlichkeit eines Königs, aber durch Mangel an Leuten [kommt] der Untergang eines Fürsten. Spru14/29$ Der Langmütige ist reich an Verständnis,
aber der Jähzornige trägt Narrheit davon. Spru14/30$ Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben, aber Wurmfraß in den Knochen ist die Leidenschaft. Spru14/31$ Wer den Geringen unterdrückt, verhöhnt
den, der ihn gemacht hat; aber ihn ehrt, wer sich über den Armen erbarmt. Spru14/32$In seinem Unglück wird der Gottlose umgestoßen, aber der Gerechte ist [noch] in seinem Tode geborgen.
Spru14/33$ Im Herzen des Verständigen ruht die Weisheit, aber unter den Toren schwitzt sie. Spru14/34$ Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker. Spru14/35$ Des
Königs Wohlgefallen wird dem klugen Knecht [zuteil]; aber den schandbaren trifft sein Zorn.
Spru15\
Spru15/1$ Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt Zorn. Spru15/2$ Die Zunge der Weisen fördert Erkenntnis, aber der Mund der Toren läßt Narrheit sprudeln. Spru15/3$
Die Augen des HERRN sind an jedem Ort und schauen aus auf Böse und auf Gute. Spru15/4$ Gelassenheit der Zunge ist ein Baum des Lebens, aber Falschheit in ihr ist Zerbruch des Geistes. Spru15/5$
Ein Narr verschmäht die Zucht seines Vaters; wer aber die Zurechtweisung beachtet, ist klug. Spru15/6$ Im Haus des Gerechten ist reichlich Vorrat; aber das Einkommen des Gottlosen ist Zerrüttung.
Spru15/7$ Die Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus, aber das Herz der Toren Unrecht. Spru15/8$ Das Opfer der Gottlosen ist ein Greuel für den HERRN, aber das Gebet der Aufrichtigen sein
Wohlgefallen. Spru15/9$ Ein Greuel für den HERRN ist der Weg des Gottlosen; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er. Spru15/10$ Schlimme Züchtigung für den, der den Pfad verläßt; wer
Zurechtweisung haßt, muß sterben. Spru15/11$ Scheol und Abgrund [liegen offen] vor dem HERRN, wieviel mehr die Herzen der Menschenkinder! Spru15/12$ Der Spötter liebt es nicht, dass man ihn
zurechtweist; zu den Weisen geht er nicht. Spru15/13$ Ein fröhliches Herz macht das Gesicht heiter; aber beim Kummer des Herzens ist der Geist niedergeschlagen. Spru15/14$ Das Herz des
Verständigen sucht Erkenntnis, aber der Mund der Toren weidet sich an Narrheit. Spru15/15$ Alle Tage des Elenden sind schlecht, aber ein fröhliches Herz [hat] ein ständiges Festmahl. Spru15/16$
Besser wenig in der Furcht des HERRN als ein großer Schatz und Unruhe dabei. Spru15/17$ Besser ein Gericht Gemüse, und Liebe ist da, als ein gemästeter Ochse und Haß dabei. Spru15/18$ Ein
hitziger Mann erregt Zank, aber ein Langmütiger beschwichtigt den Rechtsstreit. Spru15/19$ Der Weg des Faulen ist wie eine Dornenhecke, aber der Pfad der Aufrichtigen ist gebahnt. Spru15/20$ Ein
weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein törichter Mensch verachtet seine Mutter. Spru15/21$ Narrheit ist dem Unverständigen Freude, aber ein verständiger Mann geht den geraden Weg. Spru15/22$
Pläne scheitern, wo keine Besprechung ist; wo aber viele Ratgeber sind, kommt etwas zustande. Spru15/23$ Ein Mann hat Freude an der [treffenden] Antwort seines Mundes, und ein Wort zu seiner
Zeit, wie gut! Spru15/24$ Der Weg des Lebens [geht] für den Einsichtigen nach oben, damit er dem Scheol unten entgeht. Spru15/25$ Das Haus der Hochmütigen reißt der HERR nieder, aber er legt fest
die Grenze der Witwe. Spru15/26$ Ein Greuel für den HERRN sind die Anschläge des Bösen, aber rein [vor ihm] sind freundliche Worte. Spru15/27$ Sein Haus zerrüttet, wer unrechten Gewinn macht; wer
aber [Bestechungs]geschenke haßt, wird leben. Spru15/28$ Das Herz des Gerechten überlegt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen läßt Bosheiten sprudeln. Spru15/29$ Fern ist der HERR
von den Gottlosen, aber das Gebet der Gerechten hört er. Spru15/30$ Leuchten der Augen erfreut das Herz; eine gute Nachricht erquickt das Gebein. Spru15/31$ Ein Ohr, das auf heilsame Mahnung
hört, wird inmitten der Weisen bleiben. Spru15/32$ Wer Zucht fahren läßt, verachtet sich selbst; wer aber auf Zurechtweisung hört, erwirbt Verstand. Spru15/33$ Die Furcht des HERRN ist Zucht zur
Weisheit, und der Ehre geht Demut voran.
Spru16\
Spru16/1$ Beim Menschen sind die Überlegungen des Herzens, aber vom HERRN [kommt] die Antwort der Zunge. Spru16/2$ Alle Wege eines Mannes sind lauter in seinen Augen, aber der die Geister prüft,
ist der HERR. Spru16/3$ Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine Gedanken werden zustande kommen. Spru16/4$ Alles hat der HERR zu seinem Zweck gemacht, so auch den Gottlosen für den Tag des
Unglücks. Spru16/5$ Ein Greuel für den HERRN ist jeder Hochmütige. Die Hand darauf! Er bleibt nicht ungestraft. Spru16/6$ Durch Güte und Treue wird Schuld gesühnt, und durch die Furcht des HERRN
weicht man vom Bösen. Spru16/7$ Wenn der HERR an den Wegen eines Mannes Wohlgefallen hat, läßt er selbst seine Feinde mit ihm Frieden machen. Spru16/8$ Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel
Einkommen mit Unrecht. Spru16/9$ Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte. Spru16/10$ Orakelspruch ist auf den Lippen des Königs; beim Rechtsspruch redet sein
Mund nicht treulos. Spru16/11$ Waagbalken und rechte Waagschalen sind [Sache] des HERRN; sein Werk sind alle Gewichtsteine im Beutel. Spru16/12$ Ein Greuel ist für Könige gottloses Tun; denn
durch Gerechtigkeit steht ein Thron fest. Spru16/13$ Das Wohlgefallen des Königs [finden] gerechte Lippen; und wer aufrichtig redet, den liebt er. Spru16/14$ Der Zorn des Königs ist ein
Todesbote; aber ein weiser Mann wendet ihn ab. Spru16/15$ Im Leuchten des Angesichts eines Königs ist Leben, und sein Wohlgefallen ist wie eine Wolke des Spätregens. Spru16/16$ Weisheit erwerben
- wieviel besser ist es als Gold! Und Verständnis erwerben ist vorzüglicher als Silber! Spru16/17$ Die Straße der Aufrichtigen ist, vom Bösen zu weichen; der bewahrt sein Leben, der auf seinen
Weg achthat. Spru16/18$ Vor dem Verderben [kommt] Stolz, und Hochmut vor dem Fall. Spru16/19$ Besser, bescheiden sein mit Demütigen, als Beute teilen mit Hochmütigen. Spru16/20$ Wer auf das Wort
achtet, findet Gutes, und glücklich der, der dem HERRN vertraut! Spru16/21$ Wer weisen Herzens ist, wird ein Verständiger genannt; und Anmut der Sprache fördert das Lehren. Spru16/22$ Eine Quelle
des Lebens ist Einsicht für ihre Besitzer, aber die Züchtigung der Narren ist [ihre] Narrheit. Spru16/23$ Das Herz des Weisen gibt seinem Mund Einsicht und fördert auf seinen Lippen das Lehren.
Spru16/24$ Freundliche Worte sind Honig, Süßes für die Seele und Heilung für das Gebein. Spru16/25$ Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des Todes.
Spru16/26$ Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn, denn sein Mund spornt ihn an. Spru16/27$ Ein ruchloser Mann gräbt Unheil, und auf seinen Lippen ist es wie sengendes Feuer. Spru16/28$ Ein
Mann der Falschheit entfesselt Zank, und ein Ohrenbläser entzweit Vertraute. Spru16/29$ Ein Mann der Gewalttat verlockt seinen Nächsten und führt ihn auf einen Weg, der nicht gut ist. Spru16/30$
Wer seine Augen zukneift, [tut es], um Falschheit zu ersinnen; wer seine Lippen zusammenkneift, hat das Böse [schon] fertig. Spru16/31$ Das graue Haar ist eine prächtige Krone, auf dem Weg der
Gerechtigkeit findet man sie. Spru16/32$ Besser ein Langmütiger als ein Held, und besser, wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert. Spru16/33$ Im Gewandbausch schüttelt man das
Los, aber all seine Entscheidung kommt vom HERRN.
Spru17\
Spru17/1$ Besser ein trockener Bissen und Ruhe dabei als ein Haus voller Festspeisen, aber Streit dabei. 2Spru17/ Ein verständiger Knecht wird Herr über einen schandbaren Sohn, und mitten unter
den Brüdern wird er die Erbschaft teilen. Spru17/3$ Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold; aber ein Prüfer der Herzen ist der HERR. Spru17/4$ Ein Übeltäter hört auf die Lippe
des Unheils, ein Lügner schenkt Gehör der Zunge des Verderbens. Spru17/5$ Wer den Armen verspottet, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer sich über Unglück freut, bleibt nicht ungestraft.
Spru17/6$ Die Krone der Alten sind Kindeskinder, und der Kinder Schmuck sind ihre Väter. Spru17/7$ Zu einem Törichten paßt überragende Rede nicht; wieviel weniger zu einem Edlen lügnerische Rede!
Spru17/8$ Ein Zauberstein ist die Bestechung in den Augen ihres Gebers; wohin er sich wendet, hat er Erfolg. Spru17/9$ Wer Vergehen zudeckt, strebt nach Liebe; wer aber eine Sache [immer wieder]
aufrührt, entzweit Vertraute. Spru17/10$ Zurechtweisung dringt bei einem Verständigen tiefer ein als hundert Schläge bei einem Toren. Spru17/11$ Nur Aufruhr sucht der Böse; aber ein grausamer
Bote wird gegen ihn gesandt. Spru17/12$ Mag einem eine Bärin, die der Jungen beraubt ist, begegnen, nicht aber ein Tor in seiner Narrheit! Spru17/13$ Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus
wird das Böse nicht weichen. Spru17/14$ [Wie] einer, der Wasser entfesselt, [so] ist der Anfang eines Streites; bevor also der Rechtsstreit losbricht, laß ab! Spru17/15$ Wer den Schuldigen
gerecht spricht und wer den Gerechten für schuldig erklärt - ein Greuel für den HERRN sind sie alle beide. Spru17/16$ Wozu denn Geld in der Hand des Toren? Um Weisheit zu kaufen, da ihm doch der
Verstand fehlt? Spru17/17$ Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren. Spru17/18$ Ein Mensch ohne Verstand ist, wer Handschlag gibt, wer Bürgschaft leistet
gegenüber seinem Nächsten. Spru17/19$ Wer Zank liebt, liebt Vergehen; wer seine Tür hoch macht, sucht Bruch. Spru17/20$ Wer verschlagenen Herzens ist, findet kein Glück; und wer sich mit seiner
Zunge windet, fällt ins Unglück. Spru17/21$ Wer einen Toren zeugt, dem [bringt es] Kummer, und keine Freude hat der Vater eines Narren. Spru17/22$ Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber
ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus. Spru17/23$ Bestechung aus dem Gewandbausch nimmt der Gottlose an, um die Pfade des Rechts zu beugen. Spru17/34$ Der Verständige [hat] die
Weisheit vor dem Angesicht, aber die Augen des Toren sind am Ende der Erde. Spru17/25$ Ein törichter Sohn [bedeutet] für seinen Vater Verdruß und Bitternis für die, die ihn geboren hat.
Spru17/26$ Schon Geldstrafe für den Gerechten ist nicht gut, [aber] Edle zu schlagen, ist gegen das Recht. Spru17/27$ Wer seine Worte zügelt, besitzt Erkenntnis; und wer kühlen Geist [bewahrt],
ist ein verständiger Mann. Spru17/28$ Auch ein Narr, wenn er schweigt, kann als weise gelten, wenn er seine Lippen verschließt, als verständig.
Spru18\
Spru18/1$ Wer sich absondert, sucht [sein] Begehren, gegen alle Umsicht platzt er los. Spru18/2$ Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens. Spru18/3$
Kommt ein Gottloser, kommt auch Verachtung und mit der Schandtat die Schmach. Spru18/4$ Tiefe Wasser sind die Worte aus dem Mund eines Mannes, ein sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit.
Spru18/5$ Es ist nicht gut, die Person des Gottlosen anzusehen, um den Gerechten abzuweisen im Gericht. Spru18/6$ Die Lippen des Toren kommen an mit Streit, und sein Mund schreit nach Prügel.
Spru18/7$ Der Mund des Toren wird ihm zum Verderben, und seine Lippen sind eine Falle für seine Seele. Spru18/8$ Die Worte des Ohrenbläsers sind wie Leckerbissen, sie gleiten hinab in die Kammern
des Leibes. Spru18/9$ Wer sich auch nur lässig zeigt bei seiner Arbeit, der ist ein Bruder des Verderbers. Spru18/10$ Ein fester Turm ist der Name des HERRN; zu ihm läuft der Gerechte und ist in
Sicherheit. Spru18/11$ Das Vermögen des Reichen ist seine feste Stadt und wie eine hochragende Mauer - in seiner Einbildung. Spru18/12$ Vor dem Sturz will das Herz des Mannes hoch hinaus, aber
der Ehre geht Demut voraus. Spru18/13$ Wer Antwort gibt, bevor er zuhört, dem ist es Narrheit und Schande. Spru18/14$ Eines Mannes Geist erträgt seine Krankheit; aber einen niedergeschlagenen
Geist, wer richtet den auf? Spru18/15$ Das Herz des Verständigen erwirbt Erkenntnis, und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis. Spru18/16$ Das Geschenk eines Menschen schafft ihm weiten Raum, und
vor die Großen führt es ihn. Spru18/17$ Im Recht [scheint], wer in seiner Streitsache als erster
[auftritt, bis] sein Nächster kommt und ihn ausforscht. Spru18/18$ Streitigkeiten beendet das Los, und zwischen Starken entscheidet es. Spru18/19$ Ein getäuschter Bruder [ist
unzugänglicher] als eine befestigte Stadt; und Streitigkeiten sind wie der Riegel einer Burg. Spru18/20$ Von der Frucht des Mundes eines Mannes wird sein Inneres satt, am Ertrag seiner Lippen ißt
er sich satt. Spru18/21$ Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen. Spru18/22$ Wer eine Frau gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt
von dem HERRN. Spru18/23$ Mit Flehen redet der Arme, der Reiche aber antwortet mit Härte. Spru18/24$ Manche Gefährten schlagen sich, aber mancher Freund ist anhänglicher als ein
Bruder.
Spru19\
Spru19/1$ Besser ein Armer, der in seiner Lauterkeit lebt, als einer, der verschlagene Lippen hat und der dabei ein Tor ist. Spru19/2$ Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit den
Füßen hastig ist, tritt fehl. Spru19/3$ Die Narrheit des Menschen führt ihn in die Irre, aber auf den HERRN ist sein Herz wütend. Spru19/4$ Reichtum verschafft immer mehr Freunde; aber der
Geringe - sein Freund trennt sich [von ihm]. Spru19/5$ Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lügen vorbringt, wird nicht entkommen. Spru19/6$ Viele umschmeicheln den Edlen, und
jeder ist der [beste] Freund des freigebigen Mannes. Spru19/7$ Alle Brüder des Armen hassen ihn; wieviel mehr halten sich seine Freunde von ihm fern! Er jagt Worten nach, die nichts sind.
Spru19/8$ Wer Klugheit erwirbt, liebt seine Seele; wer Einsicht bewahrt, wird Glück erlangen. Spru19/9$ Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen vorbringt, geht zugrunde.
Spru19/10$ Wohlleben steht einem Toren nicht an, wieviel weniger einem Sklaven, über Oberste zu herrschen! Spru19/11$ Die Einsicht eines Menschen macht ihn langmütig, und sein Ruhm ist es, an der
Übertretung vorüberzugehen. Spru19/12$ Wie das Knurren eines Junglöwen ist die Wut des Königs, aber wie Tau auf dem Gras ist sein Wohlgefallen. Spru19/13$ Verderben für seinen Vater ist ein
törichter Sohn, und ein tropfendes Dach, das [einen] vertreibt, sind die Zänkereien einer Frau. Spru19/14$ Haus und Habe sind ein Erbteil der Väter, von dem HERRN aber ist eine einsichtsvolle
Frau. Spru19/15$ Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine lässige Seele muß hungern. Spru19/16$ Wer das Gebot bewahrt, bewahrt sein Leben; wer seine Wege verachtet, muß sterben. Spru19/17$
Wer über den Geringen sich erbarmt, leiht dem HERRN, und seine Wohltat wird er ihm vergelten. Spru19/18$ Züchtige deinen Sohn, solange [noch] Hoffnung da ist; aber laß dich nicht dazu hinreißen,
ihn zu töten! Spru19/19$ Wer maßlos zornig ist, muß [seine] Geldbuße zahlen; denn greifst du auch ein, so machst du es nur noch schlimmer. Spru19/20$ Höre auf [guten] Rat und nimm Zucht an, damit
du für die Zukunft weise wirst! Spru19/21$ Viele Gedanken sind im Herzen eines Mannes; aber der Ratschluß des HERRN, er kommt zustande. Spru19/22$ Gewinn für den Menschen ist seine Mildtätigkeit,
und besser ein armer als ein verlogener Mann. Spru19/23$ Die Furcht des HERRN [gereicht] zum Leben; und gesättigt verbringt man die Nacht, wird nicht heimgesucht vom Bösen. Spru19/24$ Hat der
Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, nicht einmal zu seinem Mund bringt er sie zurück. Spru19/25$ Schlägst du den Spötter, so wird der Einfältige klug; und weist man den Verständigen
zurecht, so wird er auf Erkenntnis achtgeben. Spru19/26$ Wer den Vater mißhandelt, die Mutter verjagt, ist ein Sohn, der Schande und Schmach bringt. Spru19/27$ Hör auf, mein Sohn, Zucht
anzuhören, um [dann] abzuirren von den Worten der Erkenntnis! Spru19/28$ Ein nichtswürdiger Zeuge verspottet das Recht, und der Mund der Gottlosen verbreitet Unheil. Spru19/29$ Für die Spötter
stehen Gerichte bereit, und Prügel für den Rücken der Toren. Spru20\
Spru20/1$ Ein Spötter ist der Wein, ein Lärmer der Rauschtrank; und jeder, der davon taumelt, ist unweise. Spru20/2$ Wie das Knurren eines Junglöwen ist der Schrecken des Königs, wer sich seinen
Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben. Spru20/3$ Ehre ist es dem Mann, vom Streit abzulassen, jeder Narr aber fängt [Streit] an. Spru20/4$ Im Winter pflügt der Faule nicht; sucht er zur Erntezeit,
dann ist nichts da. Spru20/5$ Tiefes Wasser ist der Ratschluß im Herzen des Mannes, aber ein verständiger Mann schöpft ihn herauf. Spru20/6$ Die meisten Menschen rufen ihre eigene Frömmigkeit
aus; aber einen zuverlässigen Mann, wer findet [ihn]? Spru20/7$ Wer in seiner Lauterkeit als Gerechter lebt - glücklich seine Kinder nach ihm! Spru20/8$ Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt,
sondert mit seinen Augen alles Böse aus. Spru20/9$ Wer darf sagen: Ich habe mein Herz rein gehalten, ich bin rein von meiner Sünde? Spru20/10$ Zweierlei Gewichtsteine, zweierlei Efa, sie sind
alle beide ein Greuel für den HERRN. Spru20/11$ Schon in seinen Taten gibt sich ein Junge zu erkennen, ob sein Handeln lauter und ob es redlich ist. Spru20/12$ Das hörende Ohr und das sehende
Auge, der HERR hat sie alle beide gemacht. Spru20/13$ Liebe nicht den Schlaf, damit du nicht verarmst; halte deine Augen offen, dann kannst du dich an Brot satt essen! Spru20/14$ Schlecht,
schlecht! sagt der Käufer; und wenn er weggeht, dann rühmt er sich. Spru20/15$ Es gibt Gold und viele Korallen; aber ein kostbarer Schmuck sind Lippen der Erkenntnis. Spru20/16$ Nimm ihm das
Kleid, denn er hat für einen Fremden gebürgt; und wegen der Ausländer pfände ihn! Spru20/17$ Süß [schmeckt] dem Mann das Brot der Lüge, aber hinterher ist sein Mund voller Kies. Spru20/18$ Pläne
kommen durch Beratung zustande, und mit weiser Überlegung führe Krieg! Spru20/19$ Wer Anvertrautes preisgibt, geht als Verleumder umher; und mit dem, der seine Lippen aufsperrt, laß dich nicht
ein! Spru20/20$ Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird erlöschen in tiefster Finsternis! Spru20/21$ Ein Erbe, schnell erworben im Anfang, wird an seinem Ende nicht
gesegnet sein. Spru20/22$ Sage nicht: Ich will Böses vergelten! Harre auf den HERRN, so wird er dich retten! Spru20/23$ Ein Greuel sind für den HERRN zweierlei Gewichtsteine, und trügerische
Waagschalen sind nicht gut. Spru20/24$ Vom HERRN sind die Schritte des Mannes [bestimmt]; und der Mensch, wie sollte er seinen Weg verstehen? Spru20/25$ Eine Falle für den Menschen ist es,
vorschnell zu sagen: Geheiligt! - und [erst] nach den Gelübden zu überlegen. Spru20/26$ Ein weiser König sondert die Gottlosen aus und läßt das Rad über sie gehen. Spru20/27$ Der Geist des
Menschen ist eine Leuchte des HERRN, durchforscht alle Kammern des Leibes. Spru20/28$ Güte und Treue behüten den König, und durch Güte stützt er seinen Thron. Spru20/29$ Der Schmuck der jungen
Männer ist ihre Kraft, graues Haar aber die Zierde der Alten. Spru20/30$ Blutige Striemen reinigen den Bösen, und Schläge die Kammern des Leibes.
Spru21\
Spru21/1$ [Wie] Wasserbäche ist das Herz eines Königs in der Hand des HERRN; wohin immer er will, neigt er es. Spru21/2$ Jeder Weg eines Mannes ist gerade in seinen Augen, aber der die Herzen
prüft, ist der HERR. Spru21/3$ Gerechtigkeit und Recht üben ist dem HERRN lieber als Schlachtopfer. Spru21/4$ Stolz der Augen und Hochmut des Herzens - die Leuchte der Gottlosen ist Sünde.
Spru21/5$ Die Pläne des Fleißigen [führen] nur zum Gewinn; aber jeder, der hastig ist, erreicht nur Mangel. Spru21/6$ Erwerb von Schätzen durch eine lügnerische Zunge ist [wie] verwehter Dunst,
eine Falle des Todes. Spru21/7$ Die Gewalttat der Gottlosen reißt sie mit weg, denn sie weigern sich, das Rechte zu tun. Spru21/8$ Gewunden ist der Weg des schuldbeladenen Mannes; der Lautere
aber, sein Tun ist gerade. Spru21/9$ Besser auf dem Dach in einer Ecke wohnen als eine zänkische Frau und ein gemeinsames Haus. Spru21/10$ Die Seele des Gottlosen giert nach Bösem, keine Gnade
findet bei ihm sein Nächster. Spru21/11$ Wenn man dem Spötter Geldbuße auferlegt, dann wird der Einfältige weise; und wenn man den Weisen belehrt, nimmt er Erkenntnis an. Spru21/12$ Ein Gerechter
hat acht auf das Haus des Gottlosen, er stürzt die Gottlosen ins Unglück. Spru21/13$ Wer sein Ohr verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine Antwort
erhalten. Spru21/14$ Eine Gabe im Verborgenen wendet Zorn ab, und ein Geschenk im Gewandbausch heftigen Grimm. Spru21/15$ Freude ist es für den Gerechten, wenn Recht geschieht; Schrecken aber für
die Übeltäter. Spru21/16$ Ein Mensch, der von dem Weg der Einsicht abirrt, wird ruhen in der Versammlung der Schatten. Spru21/17$ Dem Mangel verfällt, wer Festfreude liebt; wer Wein und Öl liebt,
wird nicht reich. Spru21/18$ Lösegeld für den Gerechten ist der Gottlose, und an die Stelle der Aufrichtigen tritt der Treulose. Spru21/19$ Besser ist es, im Land der Wüste zu wohnen, als eine
zänkische Frau und Verdruß. Spru21/20$ Ein begehrenswerter Schatz und Öl ist an der Wohnstätte des Weisen, ein törichter Mensch aber verschlingt es. Spru21/21$ Wer der Gerechtigkeit und Gnade
nachjagt, findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre. Spru21/22$ Eine Stadt von Helden ersteigt der Weise und stürzt nieder das Bollwerk, auf das sie sich verläßt. Spru21/23$ Wer seinen Mund und seine
Zunge bewahrt, bewahrt vor Nöten seine Seele. Spru21/24$ Der anmaßend Übermütige - Spötter ist sein Name - handelt mit maßlosem Übermut. Spru21/25$ Die Begierde des Faulen bringt ihm den Tod,
denn seine Hände weigern sich zu arbeiten. Spru21/26$ Den ganzen Tag giert er voller Begierde, aber der Gerechte gibt und hält nicht zurück. Spru21/27$ Das Schlachtopfer der Gottlosen ist ein
Greuel [für den HERRN]; wieviel mehr, wenn man es in schändlicher Absicht bringt! Spru21/28$ Ein Lügenzeuge wird zugrunde gehen; ein Mann aber, der zuhört, redet für lange Dauer. Spru21/29$ Mit
frechem Gesicht tritt der gottlose Mann auf; der Aufrichtige aber, er achtet auf seinen Weg. Spru21/30$ Es gibt keine Weisheit und keine Einsicht und keinen Rat gegenüber dem HERRN. Spru21/31$
Das Pferd wird gerüstet für den Tag der Schlacht, aber die Rettung ist [Sache] des HERRN.
Spru22\
Spru22/1$ Ein [guter] Name ist vorzüglicher als großer Reichtum, besser als Silber und Gold ist Anmut. Spru22/2$ Reiche und Arme begegnen sich; der sie alle gemacht hat, ist der HERR. Spru22/3$
Der Kluge sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen aber gehen weiter und müssen es büßen. Spru22/4$ Die Folge der Demut [und] der Furcht des HERRN ist Reichtum und Ehre und Leben.
Spru22/5$ Dornen [und] Schlingen sind auf dem Weg des Verschlagenen; wer sein Leben bewahren will, hält sich fern von ihnen. Spru22/6$ Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß; er wird nicht davon
weichen, auch wenn er älter wird. Spru22/7$ Der Reiche herrscht über die Armen, und Sklave ist der Schuldner [seinem] Gläubiger. Spru22/8$ Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten, und der Stock
seines Wütens wird ein Ende nehmen. Spru22/9$ Wer gütigen Auges ist, der wird gesegnet werden; denn er gibt von seinem Brot dem Geringen. Spru22/10$ Treibe den Spötter fort, so zieht der Zank mit
hinaus, und Streiten und Schimpfen hören auf. Spru22/11$ Wer Reinheit des Herzens liebt, wessen Lippen wohlgefällig [reden], dessen Freund ist der König. Spru22/12$ Die Augen des HERRN behüten
die Erkenntnis, und er bringt die Worte des Treulosen zu Fall. Spru22/13$ Der Faule sagt: Ein Löwe ist draußen; mitten auf den Plätzen könnte ich getötet werden! Spru22/14$ Eine tiefe Grube ist
der Mund von fremden Frauen; wem der HERR zürnt, der fällt hinein. Spru22/15$ Haftet Narrheit am Herzen des Knaben, die Rute der Zucht entfernt sie davon. Spru22/16$ Wer den Geringen unterdrückt,
verschafft ihm [nur] mehr; wer dem Reichen gibt, [das gereicht] nur zum Mangel. Spru22/17$ Neige dein Ohr und höre die Worte von Weisen und richte dein Herz auf meine Erkenntnis! Spru22/18$ Denn
lieblich ist es, wenn du sie in deinem Innern bewahrst. Sie mögen sich alle miteinander auf deinen Lippen bereithalten! Spru22/19$ Damit dein Vertrauen auf dem HERRN steht, belehre ich dich
heute, gerade dich. Spru22/20$ Habe ich dir nicht dreißig [Sprüche] aufgeschrieben mit Ratschlägen und Erkenntnis, Spru22/21$ um dich zu lehren die Wahrheit zuverlässiger Worte, so dass du denen,
die dich gesandt haben, zuverlässige Antwort geben kannst? Spru22/22$ Beraube nicht den Geringen, weil er gering ist, und zertritt nicht den Elenden im Tor! Spru22/23$ Denn der HERR führt ihren
Rechtsstreit und raubt ihren Räubern das Leben. Spru22/24$ Laß dich nicht ein mit einem Zornigen, und mit einem Mann, der sich schnell erregt, verkehre nicht, Spru22/25$ damit du dich nicht an
seine Pfade gewöhnst und deinem Leben eine Falle stellst! Spru22/26$ Sei nicht unter denen, die Handschlag geben, unter denen, die für ein Darlehen bürgen. Spru22/27$ Wenn du [dann] nichts hast,
um zu bezahlen, warum soll man dein Bett unter dir wegnehmen? Spru22/28$ Verrücke nicht die uralte Grenze, die deine Väter gemacht haben! Spru22/29$ Siehst du einen Mann, der gewandt ist in
seinem Geschäft, - vor Könige wird er hintreten, er wird nicht vor Niedrige hintreten.
Spru23\
Spru23/1$ Wenn du dich hinsetzt, um mit einem Herrscher zu speisen, so achte ja auf das, was du vor dir hast! Spru23/2$ Und setze ein Messer an deine Kehle, wenn du heißhungrig bist! Spru23/3$
Sei nicht begierig auf seine Leckerbissen, denn das ist eine trügerische Speise! (Zu V. 2 Gemeint: Sei wachsam, dass du nicht isst wie ein gieriger Mensch) Spru23/4$ Mühe dich nicht ab, es zu
Reichtum zu bringen, da verzichte auf deine Klugheit! Spru23/5$ Wenn du deine Augen darauf richtest, ist er nicht [mehr] da. Denn plötzlich macht er sich Flügel wie ein Adler und fliegt zum
Himmel. Spru23/6$ Iß nicht das Brot des Mißgünstigen und sei nicht begierig auf seine Leckerbissen! Spru23/7$ Denn wie ein Haar in seiner Kehle, so ist es. Iß und trink! sagt er zu dir, aber sein
Herz ist nicht mit dir. Spru23/8$ Deinen Bissen, den du gegessen hast, den musst du ausspeien, und vergeudet hast du deine freundlichen Worte. Spru23/9$ Zu den Ohren eines Toren rede nicht, denn
er wird deine klugen Worte verachten! Spru23/10$ Verrücke nicht die uralte Grenze, und in die Felder der Waisen dringe nicht ein! Spru23/11$ Denn ihr Erlöser ist stark; er selbst wird ihren
Rechtsstreit gegen dich führen. Spru23/12$ Bring her zur Zucht dein Herz, und deine Ohren zu den Worten der Erkenntnis! Spru23/13$ Entziehe dem Knaben die Züchtigung nicht (Wer sein Kind nicht
erzieht, der ist falsch)! Wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Spru23/14$ Du schlägst ihn mit der Rute, aber errettest sein Leben vom Scheol. Spru23/15$ Mein Sohn, wen dein
Herz weise ist, freut sich auch mein Herz; Spru23/16$ und meine Nieren frohlocken, wenn deine Lippen Aufrichtiges reden. Spru23/17$ Dein Herz eifere nicht gegen die Sünder, sondern um die Furcht
des HERRN jeden Tag! Spru23/18$ Denn wahrlich, es gibt [noch] ein Ende, und dann wird deine Hoffnung nicht zuschanden. Spru23/19$ Höre du, mein Sohn, und werde weise und leite dein Herz den
[geraden] Weg! Spru23/20$ Sei nicht unter Weinsäufern, [noch] unter denen, die Fleisch verprassen! Spru23/21$ Denn ein Säufer und Schlemmer verarmt, und Schläfrigkeit kleidet in Lumpen.
Spru23/22$ Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist! Spru23/23$ Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, [dazu] Weisheit und Zucht und
Verstand! Spru23/24$ Freudig frohlockt der Vater eines Gerechten, [und] wer einen Weisen gezeugt hat, der kann sich über ihn freuen. Spru23/25$ Es freue sich dein Vater und deine Mutter, und es
frohlocke, die dich geboren hat! Spru23/26$ Gib mir, mein Sohn, dein (ganzes) Herz, und deine Augen laß an meinen Wegen Gefallen haben! Spru23/27$ Denn eine tiefe Grube ist die Hure, und ein
enger Brunnen die fremde [Frau]; Spru23/28$ ja, sie lauert wie ein Räuber, und sie vermehrt die Treulosen unter den Menschen. Spru23/29$ Wer hat Ach, wer hat Weh, wer Zänkereien, wer Klage, wer
Wunden ohne Ursache, wer trübe Augen? Spru23/30$ Die spät beim Wein noch sitzen, die einkehren, um den Mischkrug zu erforschen. Spru23/31$ Sieh den Wein nicht an, wenn er so rötlich schimmert,
wenn er im Becher funkelt [und] leicht hinuntergleitet. Spru23/32$ Zuletzt beißt er wie eine Schlange und speit [Gift] wie eine Viper. Spru23/33$ Deine Augen sehen Seltsames, und dein Herz redet
Verworrenes, Spru23/34$ und du bist wie einer, der im Herzen des Meeres liegt, und wie einer, der da [schlafend] liegt im Ausguck am Mast (Mastkorb; der Korb oben am Mast eines Segelschiffes).
Spru23/35$ `Man hat mich geschlagen, es schmerzte mich nicht; man hat mich geprügelt, ich merkte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Ich will ihn noch einmal aufsuchen.
Spru24\
Spru24/1$ Sei nicht neidisch auf böse Menschen und nicht begierig, bei ihnen zu sein! Spru24/2$ Denn ihr Herz plant Gewalttat, und Unheil reden ihre Lippen. Spru24/3$ Durch Weisheit wird ein Haus
gebaut, und durch Verstand wird es befestigt; Spru24/4$ und durch Erkenntnis füllen sich die Kammern mit allerlei kostbaren und angenehmen Gütern. Spru24/5$ Ein weiser Mann ist mehr als ein
starker, und ein Mann von Erkenntnis ist besser als ein kraftvoller. Spru24/6$ Denn mit weiser Überlegung führst du deinen Krieg, und Rettung [kommt] durch viele Ratgeber. Spru24/7$ Zu hoch ist
dem Narren die Weisheit, im Tor macht er seinen Mund nicht auf. Spru24/8$ Wer darauf sinnt, Böses zu tun, den nennt man einen Ränkeschmied. Spru24/9$ Die Ränke des Narren sind Sünde, und ein
Greuel für die Menschen ist der Spötter. Spru24/10$ Zeigst du dich lässig am Tag der Not, gerät [auch] deine Kraft in Not. Spru24/11$ Rette die, die zum Tode geschleppt werden; und die zur
Schlachtung hinwanken, o halte [sie] zurück! Spru24/12$ Wenn du sagst: Siehe, wir wußten nichts davon! - ist es nicht so: der die Herzen prüft, er merkt es, und der auf deine Seele achthat, er
weiß es? Er vergilt dem Menschen nach seinem Tun. Spru24/13$ Iß Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist deinem Gaumen süß. Spru24/14$ Ebenso suche die Weisheit für deine Seele! Wenn
du sie gefunden hast, so gibt es Zukunft, und deine Hoffnung wird nicht vernichtet. Spru24/15$ Laure nicht der Wohnstätte des Gerechten auf, du Gottloser; zerstöre nicht seinen Lagerplatz!
Spru24/16$ Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht [doch wieder] auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück. Spru24/17$ Wenn dein Feind fällt, freue dich nicht, und wenn er stürzt,
frohlocke dein Herz nicht, Spru24/18$ damit nicht der HERR es sieht und es böse ist in seinen Augen und er seinen Zorn von jenem abwendet! Spru24/19$ Entrüste dich nicht über die Übeltäter!
Ereifere dich nicht gegen die Gottlosen! Spru24/20$ Denn für den Bösen gibt es keine Zukunft, die Leuchte der Gottlosen erlischt. Spru24/21$ Fürchte den HERRN, mein Sohn, und den König! Mit
Aufrührern laß dich nicht ein! Spru24/22$ Denn plötzlich erhebt sich ihr Verderben und ihrer beider Untergang unvermutet.
Spru24/23$ Auch diese sind von den Weisen: Die Person ansehen im Gericht ist nicht recht. Spru24/24$ Wer zu dem Schuldigen sagt: Du bist gerecht! - den verfluchen Völker, den verwünschen
Völkerschaften. Spru24/25$ Denen aber, die [ihn] zurechtweisen, geht es gut, und bei ihnen trifft das Glück des Segenswunsches ein. Spru24/26$ Die Lippen küßt, wer eine richtige Antwort gibt.
Spru24/27$ Besorge draußen deine Arbeit und bestelle sie dir auf dem Feld! Danach magst du dann dein Haus bauen. Spru24/28$ Werde nicht ohne Grund Zeuge gegen deinen Nächsten! Willst du etwa
täuschen mit deinen Lippen? Spru24/29$ Sage nicht: Wie er mir getan hat, so will ich ihm tun, will jedem vergelten nach seinem Tun! Spru24/30$ Am Acker eines Faulen kam ich vorüber und am
Weinberg eines Menschen ohne Verstand. Spru24/31$ Und siehe, er war ganz in Nesseln aufgegangen, seine Fläche war mit Unkraut bedeckt, und seine steinerne Mauer eingerissen. Spru24/32$ Und ich
schaute es, ich nahm es mir zu Herzen. Ich sah es, nahm mir [daraus] die Lehre: Spru24/33$ Noch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig Händefalten, um auszuruhen, - Spru24/34$
und wie ein Landstreicher kommt deine Armut, und dein Mangel wie ein unverschämter Mann.
Spru25\
Spru25/1$ Auch dies sind Sprüche Salomos, die die Männer Hiskias, des Königs von Juda, zusammengetragen haben: Spru25/2$ Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, die Ehre der Könige aber,
eine Sache zu erforschen. Spru25/3$ Der Himmel an Höhe und die Erde an Tiefe und das Herz der Könige sind unerforschlich. Spru25/4$ Man entferne die Schlacken aus dem Silber, so gelingt dem
Goldschmied ein Gerät. Spru25/5$ Man entferne den Gottlosen vom König, so steht sein Thron fest durch Gerechtigkeit. Spru25/6$ Brüste dich nicht vor dem König und an den Platz der Großen stelle
dich nicht! Spru25/7$ Denn besser man sagt zu dir: Komm hier herauf! - als dass man dich heruntersetzt vor einem Edlen. Was deine Augen gesehen haben Spru25/8$ - geh [damit] nicht vorschnell zum
Gericht! Denn was willst du hinterher machen, wenn dich dein Nächster beschämt? - Spru25/9$ Deinen Rechtsstreit führe mit deinem Nächsten, aber gib nicht preis, was ein anderer dir anvertraut
hat, Spru25/10$ damit dich nicht schmäht, wer es hört, und dein übler Ruf nicht mehr weicht! Spru25/11$ Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, [so ist] ein Wort, geredet zu seiner Zeit.
Spru25/12$ Ein goldener Ohrring und ein Halsgeschmeide aus feinem Gold, [so ist] ein weiser Mahner für ein hörendes Ohr. Spru25/13$ Wie Kühlung des Schnees an einem Erntetag ist ein zuverlässiger
Bote denen, die ihn senden: die Seele seines Herrn erquickt er. Spru25/14$ Aufziehende [Wolken] mit Wind, doch kein Regen, [so ist] ein Mann, der mit trügerischem Geschenk prahlt. Spru25/15$
Durch langen Atem wird ein Richter überredet, und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen. Spru25/16$ Hast du Honig gefunden, iß [nur] deinen Bedarf, damit du ihn nicht satt wirst und ihn ausspeist!
Spru25/17$ Mache deinen Fuß selten im Haus deines Nächsten, damit er dich nicht satt wird und dich haßt! Spru25/18$ Hammer und Schwert und geschärfter Pfeil, [so ist] ein Mann, der als falscher
Zeuge gegen seinen Nächsten aussagt. Spru25/19$ Ein zerbrochener Zahn und ein wankender Fuß, [so ist] das Vertrauen auf den Treulosen am Tag der Not. Spru25/20$ Einer, der das Oberkleid ablegt am
Tag der Kälte, [oder] Essig auf Natron, so [ist es], wenn einer einem traurigen Herzen Lieder singt. Spru25/21$ Wenn dein Hasser Hunger hat, gib ihm Brot zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm
Wasser zu trinken! Spru25/22$ Denn glühende Kohlen häufst du auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten. Spru25/23$ Nordwind gebiert Regen, und eine heimliche Zunge verdrießliche
Gesichter. Spru25/24$ Besser, auf dem Dach in einer Ecke wohnen, als eine zänkische Frau und ein gemeinsames Haus. Spru25/25$ Kühles Wasser auf eine lechzende Kehle, so ist eine gute Nachricht
aus einem fernen Land. Spru25/26$ Getrübter Quell und verdorbener Brunnen, [so ist] ein Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt. Spru25/27$ Zuviel Honig essen ist nicht gut, und ehrende Worte
gebrauche sparsam! Spru25/28$ Eine aufgebrochene Stadt ohne Mauer, [so ist] ein Mann ohne Selbstbeherrschung.
Spru26\
Spru26/1$ Wie Schnee im Sommer und wie Regen in der Ernte, so unpassend ist Ehre für einen Toren. Spru26/2$ Wie der Sperling hin und her flattert, wie die Schwalbe wegfliegt, so ein unverdienter
Fluch: er trifft nicht ein. Spru26/3$ Die Peitsche für das Pferd, der Zaum für den Esel und der Stock für den Rücken der Toren. Spru26/4$ Antworte dem Toren nicht nach seiner Narrheit, damit
nicht auch du ihm gleich wirst! Spru26/5$ Antworte dem Toren nach seiner Narrheit, damit er nicht weise bleibt in seinen Augen! Spru26/6$ Es verstümmelt sich die Füße, es trinkt Gewalttat, wer
Nachricht sendet durch einen Toren. Spru26/7$ Schlaff hängen die Schenkel am Lahmen herab, so ist ein Weisheitsspruch im Mund der Toren. Spru26/8$ Wie das Festbinden eines Steines in einer
Schleuder, so [ist], wer einem Toren Ehre erweist. Spru26/9$ Ein Dornzweig geriet in die Hand eines Betrunkenen und ein Weisheitsspruch in den Mund von Toren. Spru26/10$ Ein Schütze, der alles
verwundet, so ist, wer einen Toren in Dienst nimmt und Vorübergehende in Dienst nimmt. Spru26/11$ Wie ein Hund, der zurückkehrt zu seinem Gespei, [so ist] ein Tor, der seine Narrheit wiederholt.
Spru26/12$ Siehst du einen Mann, der in seinen Augen weise ist, - für einen Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn. Spru26/13$ Der Faule spricht: Ein Junglöwe ist auf dem Weg, ein Löwe mitten
auf den Plätzen! Spru26/14$ Die Tür dreht sich in ihrer Angel und der Faule auf seinem Bett. Spru26/15$ Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, ist es ihm zu beschwerlich, sie an
seinen Mund zurückzubringen. Spru26/16$ Der Faule ist in seinen Augen weiser als sieben, die verständig antworten. Spru26/17$ Der packt einen Hund bei den Ohren, wer im Vorbeigehen sich über
einen Streit ereifert, der ihn nichts angeht. Spru26/18$ Wie ein Wahnsinniger, der Brandgeschosse, Pfeile und Tod schleudert, Spru26/19$ so ist ein Mann, der seinen Nächsten betrügt und [dann]
sagt: Habe ich [denn] nicht [nur] Spaß gemacht? Spru26/20$ Wo das Holz zu Ende geht, erlischt das Feuer; und wo kein Ohrenbläser ist, kommt der Zank zur Ruhe. Spru26/21$ Kohle zur Kohlenglut und
Holz zum Feuer und einen zänkischen Mann, um Streit zu entfachen. Spru26/22$ Die Worte des Ohrenbläsers sind wie Leckerbissen, und sie gleiten hinab in die Kammern des Leibes. Spru26/23$
Silberglasur, auf Tongeschirr gebracht, [so sind] feurige Lippen und ein böses Herz. Spru26/24$ Mit seinen Lippen verstellt sich der Gehässige, aber in seinem Innern hegt er Betrug. Spru26/25$
Wenn er seine Stimme lieblich macht, traue ihm nicht! Denn sieben Greuel sind in seinem Herzen. Spru26/26$ Mag sich der Haß verbergen in Täuschung, seine Bosheit wird [doch] in der Versammlung
enthüllt werden. Spru26/27$ Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück. Spru26/28$ Eine Lügenzunge haßt die von ihr Zermalmten; und ein glatter
Mund bereitet Sturz.
Spru27\
Spru27/1$ Rühme dich nicht des morgigen Tages! Denn du weißt nicht, was ein Tag gebiert. Spru27/2$ Es rühme dich ein anderer und nicht dein [eigener] Mund, ein Fremder und nicht deine Lippen!
Spru27/3$ Schwer ist der Stein, und eine Last ist der Sand, aber der Ärger über einen Narren ist schwerer als beide. Spru27/4$ Grausam ist der Grimm und überflutend der Zorn. Wer aber kann
bestehen vor der Eifersucht? Spru27/5$ Besser offene Rüge als verborgen gehaltene Liebe. Spru27/6$ Treu gemeint sind die Schläge dessen, der liebt, aber überreichlich die Küsse des Hassers.
Spru27/7$ Der Satte tritt Honig [mit Füßen]; aber dem Hungrigen ist alles Bittere süß. Spru27/8$ Wie ein Vogel, der fern von seinem Nest schweift, so ist ein Mann, der fern von seinem Wohnort
schweift. Spru27/9$ Öl und Räucherwerk erfreuen das Herz, und die Süße eines Freundes [kommt] aus dem Rat der Seele. Spru27/10$ Deinen Freund und deines Vaters Freund laß nicht fahren und geh
nicht in deines Bruders Haus am Tag deiner Not! Besser ein naher Nachbar als ein ferner Bruder. Spru27/11$ Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich meinem Schmäher Antwort geben
kann! Spru27/12$ Der Kluge sieht das Unglück [und] verbirgt sich; die Einfältigen gehen weiter [und] müssen büßen. Spru27/13$ Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen anderen gebürgt, und
anstelle der Ausländerin pfände ihn! Spru27/14$ [Da ist einer], der wünscht - am Morgen früh aufgestanden - seinem Nächsten mit lauter Stimme Glück, aber als Verwünschung wird es ihm angerechnet.
Spru27/15$ Ein tropfendes Dach, das [einen] vertreibt am Tag des Regengusses, und eine zänkische Frau gleichen sich. Spru27/16$ Wer sie zurückhalten will, hält Wind zurück, und seine Rechte
greift nach Öl. Spru27/17$ Eisen wird durch Eisen geschärft, und ein Mann schärft das Angesicht seines Nächsten. Spru27/18$ Wer den Feigenbaum hütet, wird seine Frucht essen; und wer über seinen
Herrn wacht, wird geehrt werden. Spru27/19$ Wie im Wasser das Gesicht dem Gesicht [entspricht], so das Herz des Menschen dem Menschen. Spru27/20$ Scheol und Abgrund werden nicht satt, und die
Augen des Menschen werden nicht satt. Spru27/21$ Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold, und ein Mann [wird beurteilt] nach seinem Ruf. Spru27/22$ Zerstießest du den Narren
mit dem Stößel im Mörser mitten unter den Sandkörnern, so würde seine Narrheit [doch] nicht von ihm weichen. Spru27/23$ Kümmere dich sorgfältig um das Aussehen deiner Schafe, richte deine
Aufmerksamkeit auf die Herden! Spru27/24$ Denn nicht ewig [reicht] der Vorrat. Und [währt] etwa eine Krone von Generation zu Generation? Spru27/25$ Ist das Heu geerntet und erscheint frisches
Gras und sind eingesammelt die Kräuter der Berge, Spru27/26$ [dann gibt es] Lämmer zu deiner Bekleidung und Böcke als Kaufpreis für ein Feld; Spru27/27$ und genug Ziegenmilch ist da zu deiner
Nahrung, zur Nahrung deines Hauses, und Lebensunterhalt für deine Mägde.
Spru28\
Spru28/1$ Es flieht der Gottlose, ohne dass ihm einer nachjagt; der Gerechte aber fühlt sich sicher wie ein Junglöwe. Spru28/2$ Durch die Verbrechen eines Landes werden zahlreich seine Obersten;
aber durch einen verständigen, einsichtigen Mann hat das Rechte lange Bestand. Spru28/3$ Ein Mann, der ein Haupt ist und die Geringen unterdrückt, ist ein Regen, der wegschwemmt und kein Brot
[bringt]. Spru28/4$ Die das Gesetz verlassen, rühmen die Gottlosen; die aber das Gesetz bewahren, entrüsten sich über sie. Spru28/5$ Böse Menschen verstehen nicht, was recht ist; die aber den
HERRN suchen, verstehen alles. Spru28/6$ Besser ein Armer, der in seiner Lauterkeit lebt, als ein Verschlagener, [der] auf zwei Wegen [geht] und der dabei reich ist. Spru28/7$ Wer das Gesetz
befolgt, ist ein verständiger Sohn; wer sich aber mit Schlemmern einläßt, macht seinem Vater Schande. Spru28/8$ Wer seinen Besitz durch Zins und durch Aufschlag vermehrt, sammelt ihn für den, der
sich über die Geringen erbarmt. Spru28/9$ Wer sein Ohr abwendet vom Hören des Gesetzes, dessen Gebet sogar ist ein Greuel. Spru28/10$ Wer Redliche irreführt auf einen bösen Weg, wird selbst in
seine Grube fallen; aber die Lauteren nehmen Gutes in Besitz. Spru28/11$ Weise in seinen Augen ist der Reiche, aber ein Geringer, der verständig ist, durchschaut ihn. Spru28/12$ Wenn die
Gerechten triumphieren, ist die Herrlichkeit groß; wenn aber die Gottlosen aufkommen, versteckt sich der Mensch. Spru28/13$ Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber
bekennt und läßt, wird Erbarmen finden. Spru28/14$ Glücklich der Mensch, der beständig in der [Gottes]furcht bleibt! Wer aber sein Herz verhärtet, wird ins Unglück fallen. Spru28/15$ Ein
knurrender Löwe und ein gieriger Bär, [so ist] ein gottloser Herrscher über ein geringes Volk. Spru28/16$ [Mancher] Fürst ist ohne Verstand und reich an Erpressungen; wer [aber] unrechtmäßigen
Gewinn haßt, wird [seine] Tage verlängern. Spru28/17$ Ein Mensch, belastet mit dem Blut einer Seele, ist flüchtig bis zum Grab; man unterstütze ihn nicht! Spru28/18$ Wer redlich lebt, findet
Hilfe; wer aber krumme Wege geht, wird auf einem [davon] fallen. Spru28/19$ Wer sein Ackerland bebaut, wird sich satt essen können an Brot; wer aber nichtigen Dingen nachjagt, wird sich an der
Armut satt essen. Spru28/20$ Ein zuverlässiger Mann ist reich an Segnungen; wer aber hastet, um es zu Reichtum zu bringen, bleibt nicht ungestraft. Spru28/21$ Die Person ansehen ist nicht gut,
und für einen Bissen Brot kann ein Mann zum Verbrecher werden. Spru28/22$ Ein mißgünstiger Mann hastet nach Besitz, und er erkennt nicht, dass Mangel über ihn kommt. Spru28/23$ Wer einen Menschen
zurechtweist, findet letztlich mehr Gunst als einer, der mit der Zunge schmeichelt. Spru28/24$ Wer seinen Vater oder seine Mutter beraubt und sagt: [das ist] kein Verbrechen! - der ist ein
Geselle des Verderbers. Spru28/25$ Der Habgierige erregt Streit; wer aber auf den HERRN vertraut, wird reichlich gesättigt. Spru28/26$ Wer auf seinen Verstand vertraut, der ist ein Tor; wer aber
in Weisheit lebt, der wird entkommen. Spru28/27$ Wer dem Armen gibt, wird keinen Mangel haben; wer aber seine Augen verhüllt, wird reich an Flüchen. Spru28/28$ Wenn die Gottlosen aufkommen,
verbirgt sich der Mensch; aber wenn sie umkommen, werden die Gerechten zahlreich.
Spru29\
Spru29/1$ Ein Mann, der [trotz] Ermahnungen halsstarrig bleibt, wird plötzlich zerschmettert werden ohne Heilung. Spru29/2$ Wenn die Gerechten zahlreich sind, freut sich das Volk; wenn aber ein
Gottloser herrscht, seufzt das Volk. Spru29/3$ Ein Mann, der Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer sich aber mit Huren einläßt, richtet den Besitz zugrunde. Spru29/4$ Ein König gibt durch das
Recht dem Land Bestand; aber wer [nur] Abgaben erhebt, zerstört es. Spru29/5$ Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, breitet ein Fangnetz vor seinen Schritten aus. Spru29/6$ Im Verbrechen des
bösen Menschen [liegt] eine Falle [für ihn]; aber der Gerechte jauchzt und ist fröhlich. Spru29/7$ Der Gerechte ist bedacht auf den Rechtsanspruch der Geringen; der Gottlose versteht sich nicht
auf Erkenntnis. Spru29/8$ Spötter versetzen eine Stadt in Aufruhr, Weise aber wenden den Zorn ab. Spru29/9$ Tritt ein weiser Mann mit einem närrischen Mann vor Gericht, tobt der und lacht, aber
es gibt keine Ruhe. Spru29/10$ Blutmenschen hassen den Rechtschaffenen, aber die Aufrichtigen suchen [das Beste für] sein Leben. Spru29/11$ Seinen ganzen Unmut läßt der Tor herausfahren, aber der
Weise beschwichtigt ihn zuletzt. Spru29/12$ Ein Herrscher, der auf Lügenrede achtet, dessen Diener sind alle gottlos. Spru29/13$ Der Arme und der Unterdrücker begegnen sich; der ihrer beider
Augen hell macht, ist der HERR. Spru29/14$ Ein König, der die Geringen in Wahrhaftigkeit richtet, dessen Thron wird feststehen für immer. Spru29/15$ Rute und Ermahnung geben Weisheit; aber ein
sich selbst überlassener Junge macht seiner Mutter Schande. Spru29/16$ Wenn die Gottlosen zahlreich werden, werden zahlreich die Verbrechen; aber die Gerechten werden ihrem Sturz zusehen.
Spru29/17$ Züchtige deinen Sohn, so wird er dich erquicken und dir Freude machen. Spru29/18$ Wenn keine Offenbarung da ist, verwildert ein Volk; aber wohl ihm, wenn es das Gesetz beachtet!
Spru29/19$ Durch Worte läßt sich ein Sklave nicht belehren; denn er versteht [zwar], aber er kehrt sich nicht daran. Spru29/20$ Siehst du einen Mann, der sich in seinen Worten überhastet, - für
einen Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn. Spru29/21$ Wenn einer seinen Sklaven von Jugend auf verhätschelt, so wird der zuletzt rebellisch. Spru29/22$ Ein zorniger Mann erregt Streit, und
ein Hitziger ist reich an Vergehen. 23Spru29/ Der Hochmut eines Menschen erniedrigt ihn; der Demütige aber erlangt Ehre. Spru29/24$ Wer mit einem Dieb teilt, haßt sein Leben: er hört den Fluch,
aber zeigt es nicht an. Spru29/25$ Menschenfurcht stellt eine Falle; wer aber auf den HERRN vertraut, ist in Sicherheit. Spru29/26$ Viele suchen das Angesicht eines Herrschers, doch von dem HERRN
[kommt] das Recht eines Mannes. Spru29/27$ Ein Greuel für die Gerechten ist der Übeltäter, aber ein Greuel für den Gottlosen ist, wer redlich [seinen] Weg [geht].
Spru30\
Spru30/1$ Worte Agurs, des Sohnes des Jake, aus Massa. Ausspruch des Mannes: Bemüht habe ich mich um Gott, bemüht habe ich mich um Gott und bin vergangen. Spru30/2$ Denn ich bin zu dumm für einen
Mann, und Menschenverstand habe ich nicht. Spru30/3$ Und Weisheit habe ich nicht gelernt, dass ich Erkenntnis des Heiligen kennen könnte. Spru30/4$ Wer ist hinaufgestiegen zum Himmel und
herabgefahren? Wer hat den Wind in seine Fäuste gesammelt? Wer hat die Wasser in ein Tuch eingebunden? Wer hat aufgerichtet alle Enden der Erde? Was ist sein Name und was der Name seines Sohnes,
wenn du es weißt? Spru30/5$ Alle Rede Gottes ist geläutert. Ein Schild ist er denen, die bei ihm [ihre] Zuflucht suchen. Spru30/6$ Füge zu seinen Worten nichts hinzu, damit er dich nicht
überführt und du als Lügner dastehst! Spru30/7$ Zweierlei erbitte ich von dir; verweigere es mir nicht, bevor ich sterbe: Spru30/8$ Gehaltloses und Lügenwort halte von mir fern! Armut und
Reichtum gib mir nicht, laß mich das Brot, das ich brauche, genießen, Spru30/9$ damit ich nicht, satt geworden, leugne und sage: Wer ist [denn] der HERR? - und damit ich nicht, arm geworden,
stehle und mich vergreife an dem Namen meines Gottes! Spru30/10$ Verleumde einen Sklaven nicht bei seinem Herrn, damit er dir nicht flucht und du es büßen musst! Spru30/11$ Eine Generation, die
dem Vater flucht und die Mutter nicht segnet; Spru30/12$ eine Generation, die in ihren Augen rein ist und doch nicht gewaschen von ihrem Unflat; Spru30/13$ eine Generation - wie hochmütig ihre
Augen und überheblich ihre Wimpern -; Spru30/14$ eine Generation, deren Zähne Schwerter sind und Messer ihr Gebiß, um wegzufressen die Elenden von der Erde und die Armen weg aus der Mitte der
Menschheit! Spru30/15$ Der Blutegel hat zwei Töchter: Gib her, gib her! Drei sind es, die nicht satt werden, vier, die nicht sagen: Genug! Spru30/16$ Der Scheol und der verschlossene Mutterleib,
die Erde, die an Wasser nie satt wird, und das Feuer, das nie sagt: Genug! Spru30/17$ Ein Auge, das den Vater verspottet und den Gehorsam gegen die Mutter verachtet, aushacken werden es die Raben
am Bach und auffressen die jungen Adler. Spru30/18$ Drei sind es, die mir zu wunderbar sind, und vier, die ich nicht erkenne: Spru30/19$ Der Weg des Adlers am Himmel, der Weg einer Schlange auf
dem Felsen, der Weg eines Schiffes im Herzen des Meeres und der Weg eines Mannes mit einem Mädchen. - Spru30/20$ So ist der Weg einer ehebrecherischen Frau: Sie ißt und wischt ihren Mund und
sagt: Ich habe nichts Unrechtes getan! Spru30/21$ Unter dreien erbebt die Erde, und unter vieren kann sie es nicht aushalten: Spru30/22$ Unter einem Sklaven, wenn er König wird, und einem
törichten Menschen, wenn er sich an Brot satt essen kann, Spru30/23$ unter einer Verschmähten, wenn sie geheiratet wird, und einer Magd, wenn sie ihre Herrin [aus dem Besitz] verdrängt.
Spru30/24$ Vier sind die Kleinen der Erde, und doch sind sie wohlerfahrene Weise: Spru30/25$ Die Ameisen, ein nicht starkes Volk, und doch bereiten sie im Sommer ihre Speise, Spru30/26$ die
Klippdachse, ein nicht kräftiges Volk, und doch legen sie im Felsen ihre Wohnungen an; Spru30/27$ die Heuschrecken haben keinen König, und doch ziehen sie allesamt aus in geordneten Scharen;
Spru30/28$ die Eidechse kannst du mit Händen fangen, und doch ist sie in Königspalästen. Spru30/29$ Drei sind es, die stattlich schreiten, und vier, die stattlich einhergehen: Spru30/30$ Der
Löwe, der Held unter den Tieren, der vor niemandem kehrtmacht, Spru30/31$ der Hahn, der stolziert, und der Ziegenbock und ein König, bei dem der Heerbann ist. Spru30/32$ Ob du töricht gehandelt
hast, indem du dich erhobst, oder [ob du] überlegt gehandelt hast - die Hand auf den Mund! Spru30/33$ Denn das Pressen der Milch bringt Butter hervor, und das Pressen der Nase bringt Blut hervor,
und das Pressen des Zornes bringt Streit hervor.
Spru31\
Spru31/1$ Worte Lemuels, des Königs von Massa, mit denen seine Mutter ihn unterwies: Spru31/2$ Was, mein Sohn, was, Lemuel, mein Erstgeborener, soll ich dir sagen und was, du Sohn meines Leibes,
und was, du Sohn meiner Gelübde? Spru31/3$ Gib nicht den Frauen deine Kraft, noch deine Wege denen, die Könige auslöschen. Spru31/4$ Nicht für Könige [ziemt es sich], Lemuel, nicht für Könige,
Wein zu trinken, noch für Fürsten [zu fragen]: Wo ist Rauschtrank? Spru31/5$ Sonst trinkt einer und vergißt, was vorgeschrieben ist, und verändert den Rechtsanspruch aller Elenden. - Spru31/6$
Gebt Rauschtrank dem Mutlosen und Wein den Verbitterten! Spru31/7$ Ein solcher mag trinken und seine Armut vergessen und an seine Mühsal nicht mehr denken. (Alcoholism: Das ist keine Aufforderung
zum Alkoholismus oder anderem.) Spru31/8$ Öffne deinen Mund für den Stummen, für den Rechtsanspruch aller Schwachen! Spru31/9$ Öffne deinen Mund, richte gerecht und schaffe Recht dem Elenden und
Armen!
1.20.1.1 Das Lob der tugendhaften Frau
Spru31/10$ Eine tüchtige Frau - wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr Wert. Spru31/11$ Ihr vertraut das Herz ihres Mannes, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen. Spru31/12$ Sie erweist
ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Spru31/13$ Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände. Spru31/14$ Sie gleicht Handelsschiffen, von weit her
holt sie ihr Brot herbei. Spru31/15$ Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise ihrem Haus und das Angemessene ihren Mägden. Spru31/16$ Sie hält Ausschau nach einem Feld und
erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. Spru31/17$ Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und macht ihre Arme stark. Spru31/18$ Sie merkt, dass ihr Erwerb gut ist; [auch]
nachts erlischt ihre Lampe nicht. Spru31/19$ Sie streckt ihre Hände aus nach der Spinnrolle, und ihre Finger ergreifen die Spindel. Spru31/20$ Ihre Hand öffnet sie dem Elenden und streckt ihre
Hände dem Armen entgegen. Spru31/21$ Nicht fürchtet sie für ihr Haus den Schnee, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesin[stoffe] gekleidet. Spru31/22$ Decken macht sie sich; Byssus und roter Purpur
sind ihr Gewand. Spru31/23$ Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er Sitzung hält mit den Ältesten des Landes. Spru31/24$ [Kostbare] Hemden macht sie und verkauft sie, und Gürtel liefert sie
dem Kaufmann. Spru31/25$ Kraft und Hoheit sind ihr Gewand, und [unbekümmert] lacht sie dem nächsten Tag zu. Spru31/26$ Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Weisung ist auf ihrer
Zunge. Spru31/27$ Sie überwacht die Vorgänge in ihrem Haus, und das Brot der Faulheit ißt sie nicht. Spru31/28$ Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich, ihr Mann [tritt auf] und rühmt
sie: Spru31/29$ Viele Töchter haben sich als tüchtig erwiesen, du aber übertriffst sie alle! Spru31/30$ Trügerisch ist Anmut und nichtig die Schönheit; eine Frau [aber], die den HERRN fürchtet,
die soll man rühmen. Spru31/31$ Gebt ihr von der Frucht ihrer Hände, und in den Toren sollen ihre Werke sie rühmen!
1.21 Prediger.
Nichtigkeit alles Irdischen.
\1\
$1/1$ Worte des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs in Jerusalem. Pred1/2Pred Nichtigkeit der Nichtigkeiten! - spricht der Prediger; Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist Nichtigkeit!
Pred1/3Pred Welchen Gewinn hat der Mensch von all seinem Mühen, mit dem er sich abmüht unter der Sonne? Pred1/4Pred Eine Generation kommt, und eine Generation geht; aber die Erde besteht in
Ewigkeit. Pred1/5Pred Und die Sonne geht auf, und die Sonne geht [unter], und sie strebt ihrem Ort zu, wo sie [wieder] aufgeht. Pred1/6Pred Der Wind geht nach Süden und wendet sich nach Norden.
Immer wieder sich wendend geht er [dahin], und zu seinem Ausgangspunkt kehrt der Wind zurück. Pred1/7Pred Alle Flüsse gehen ins Meer, und das Meer wird nicht voll. An den Ort, wohin die Flüsse
gehen, dorthin gehen sie [immer] wieder. Pred1/8Pred Alle Worte mühen sich ab. Nichts vermag ein Mensch zu sagen. Das Auge wird nicht satt zu sehen und das Ohr nicht voll vom Hören. Pred1/9Pred
Das, was war, ist das, was [wieder] sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was [wieder] getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne. Pred1/10Pred Gibt es ein Ding, von dem
einer sagt: `Siehe, das ist neu? Längst ist es gewesen für die Zeitalter, die vor uns gewesen sind. Pred1/11Pred Da gibt es keine Erinnerung an die Früheren. Und an die Künftigen, die sein
werden, auch an sie wird man sich nicht mehr erinnern bei denen, die [noch] später sein werden. Nichtigkeit des Strebens nach Weisheit und Erkenntnis Pred1/12Pred Ich, [der] Prediger, war König
über Israel in Jerusalem. Pred1/13Pred Und ich richtete mein Herz darauf, in Weisheit alles zu erforschen und zu erkunden, was unter dem Himmel getan wird. Ein übles Geschäft hat Gott [da] den
Menschenkindern gegeben, sich darin abzumühen. Pred1/14Pred Ich sah all die Taten, die unter der Sonne getan werden, und siehe, alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Pred1/15Pred
Gekrümmtes kann nicht gerade werden, und Fehlendes kann nicht gezählt werden. Pred1/16Pred Ich sprach in meinem Herzen und sagte: Ich [nun], siehe, ich habe [die] Weisheit vergrößert und
vermehrt, mehr als jeder, der vor mir über Jerusalem war, und mein Herz hat in Fülle Weisheit und Erkenntnis geschaut. Pred1/17Pred Auch richtete ich mein Herz darauf, Weisheit zu erkennen und
Erkenntnis von Tollheit und Torheit [zu haben]. [Doch] erkannte ich, dass auch das [nur] ein Haschen nach Wind ist. Pred1/18Pred Denn wo viel Weisheit ist, ist viel Verdruss, und wer Erkenntnis
mehrt, mehrt Kummer.
Nichtigkeit des Vergnügens und der Arbeit.
\2\
Pred2/1Pred Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan denn, versuch es mit der Freude und genieße das Gute! Aber siehe, auch das ist Nichtigkeit. Pred2/2Pred Zum Lachen sprach ich: Unsinnig ist es! -
und zur Freude: Was schafft die? Pred2/3Pred Ich beschloß in meinem Herzen, meinen Leib durch Wein zu laben, während mein Herz sich mit Weisheit beschäftigte, und die Torheit zu ergreifen, bis
ich sähe, was den Menschenkindern zu tun gut wäre unter dem Himmel, die Zahl ihrer Lebenstage. Pred2/4Pred Ich unternahm große Werke: Ich baute mir Häuser, ich pflanzte mir Weinberge. Pred2/5Pred
Ich machte mir Gärten und Parks und pflanzte darin die unterschiedlichsten Fruchtbäume. Pred2/6Pred Ich machte mir Wasserteiche, um daraus den aufsprießenden Wald von Bäumen zu bewässern.
Pred2/7Pred Ich kaufte Knechte und Mägde und hatte Hausgeborene. Auch hatte ich größeren Besitz an Rindern und Schafen als alle, die vor mir in Jerusalem waren. Pred2/8Pred Ich sammelte mir auch
Silber und Gold und Schätze von Königen und Ländern. Ich beschaffte mir Sänger und Sängerinnen und die Vergnügungen der Menschenkinder: Frau und Frauen. Pred2/9Pred Und ich wurde größer und
reicher als alle, die vor mir in Jerusalem waren. Dazu verblieb mir meine Weisheit. Pred2/10Pred Und alles, was meine Augen begehrten, entzog ich ihnen nicht. Ich versagte meinem Herzen keine
Freude, denn mein Herz hatte Freude von all meiner Mühe, und das war mein Teil von all meiner Mühe. Pred2/11Pred Und ich wandte mich hin zu all meinen Werken, die meine Hände gemacht, und zu der
Mühe, mit der ich mich abgemüht hatte. Und siehe, das alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Also gibt es keinen Gewinn unter der Sonne. Bemühen um Weisheit ist nichtig wie um Torheit
Pred2/12Pred Und ich wandte mich, um Weisheit und Tollheit und Torheit zu betrachten. Denn was [wird] der Mensch [tun], der nach dem König kommen wird? Das, was man schon längst getan hat.
Pred2/13Pred Und ich sah, dass die Weisheit [den gleichen] Vorzug vor der Torheit hat wie das Licht vor der Finsternis. Pred2/14Pred Der Weise hat seine Augen in seinem Kopf, der Tor aber geht in
der Finsternis. Doch erkannte ich auch, dass ein [und dasselbe] Geschick sie alle trifft. Pred2/15Pred Und ich sprach in meinem Herzen: Gleich dem Geschick des Toren wird es auch mich treffen.
Wozu bin ich dann so überaus weise gewesen? Und ich sprach in meinem Herzen, dass auch das Nichtigkeit ist. Pred2/16Pred Denn es gibt keine bleibende Erinnerung an den Weisen, so wenig wie an den
Toren, weil in den kommenden Tagen alles längst vergessen sein wird. Und wie stirbt der Weise gleich dem Toren hin! Pred2/17Pred Da haßte ich das Leben, denn das Tun, das unter der Sonne getan
wird, war mir zuwider. Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. - Pred2/18Pred Und ich haßte all mein Mühen, mit dem ich mich abmühte unter der Sonne. Ich muß es [ja] doch dem
Menschen hinterlassen, der nach mir sein wird. Pred2/19Pred Und wer weiß, ob der weise oder töricht sein wird? Und doch wird er Macht haben über all mein Mühen, mit dem ich mich abgemüht habe und
worin ich weise gewesen bin unter der Sonne. Auch das ist Nichtigkeit. Pred2/20Pred Da wandte ich mich, mein Herz der Verzweiflung zu überlassen, wegen all dem Mühen, mit dem ich mich abgemüht
hatte unter der Sonne. Pred2/21Pred Denn da ist ein Mensch, dessen Mühen in Weisheit und in Erkenntnis und in Tüchtigkeit [geschieht]; und doch muß er sie einem Menschen als sein Teil abgeben,
der sich nicht darum gemüht hat. Auch das ist Nichtigkeit und ein großes Übel. Pred2/22Pred Denn was bleibt dem Menschen von all seinem Mühen und vom Streben seines Herzens, womit er sich abmüht
unter der Sonne? Pred2/23Pred Denn all seine Tage sind Leiden, und Verdruß ist sein Geschäft; selbst nachts findet sein Herz keine Ruhe. Auch das ist Nichtigkeit. Pred2/24Pred Es gibt nichts
Besseres für den Menschen, als dass er ißt und trinkt und seine Seele Gutes sehen läßt bei seinem Mühen. Auch das sah ich, dass dies alles aus der Hand Gottes [kommt]. Pred2/25Pred Denn: `Wer
kann essen und wer kann fröhlich sein ohne mich? Pred2/26Pred Denn dem Menschen, der vor ihm wohlgefällig ist, gibt er Weisheit und Erkenntnis und Freude. Dem Sünder aber gibt er das Geschäft
einzusammeln und aufzuhäufen, um es dem abzugeben, der vor Gott wohlgefällig ist. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.
Wechselhaftigkeit menschlichen Lebens - Zufriedenheit durch Gottesfurcht.
\3\
Pred3/1Pred Für alles gibt es eine [bestimmte] Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel [gibt es] eine Zeit: Pred3/2Pred Zeit fürs Gebären und Zeit fürs Sterben, Zeit fürs Pflanzen und
Zeit fürs Ausreißen des Gepflanzten, Pred3/3Pred Zeit fürs Töten und Zeit fürs Heilen, Zeit fürs Abbrechen und Zeit fürs Bauen, Pred3/4Pred Zeit fürs Weinen und Zeit fürs Lachen, Zeit fürs Klagen
und Zeit fürs Tanzen, Pred3/5Pred Zeit fürs Steinewerfen und Zeit fürs Steinesammeln, Zeit fürs Umarmen und Zeit fürs sich Fernhalten vom Umarmen, Pred3/6Pred Zeit fürs Suchen und Zeit fürs
Verlieren, Zeit fürs Aufbewahren und Zeit fürs Wegwerfen, Pred3/7Pred Zeit fürs Zerreißen und Zeit fürs Zusammennähen, Zeit fürs Schweigen und Zeit fürs Reden, Pred3/8Pred Zeit fürs Lieben und
Zeit fürs Hassen, Zeit für Krieg und Zeit für Frieden. Pred3/9Pred Welchen Gewinn hat also der Schaffende bei dem, womit er sich abmüht? Pred3/10Pred Ich habe das Geschäft gesehen, das Gott den
Menschenkindern gegeben hat, sich darin abzumühen. Pred3/11Pred Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, nur dass der Mensch das Werk nicht
ergründet, das Gott getan hat, vom Anfang bis zum Ende. Pred3/12Pred Ich erkannte, dass es nichts Besseres bei ihnen gibt, als sich zu freuen und sich in seinem Leben gütlich zu tun. Pred3/13Pred
Aber auch, dass jeder Mensch ißt und trinkt und Gutes sieht bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes. Pred3/14Pred Ich erkannte, dass alles, was Gott tut, für ewig sein wird. Es ist ihm
nichts hinzuzufügen und nichts davon wegzunehmen. Und Gott hat es [so] gemacht, damit man sich vor ihm fürchtet. Pred3/15Pred Was da ist, war längst, und was sein wird, ist längst gewesen; und
Gott sucht das Entschwundene [wieder] hervor. Rätselhaftigkeit des menschlichen Geschicks Pred3/16Pred Und ferner sah ich unter der Sonne: An dem Ort des Rechts, dort war die Ungerechtigkeit, und
an dem Ort der Gerechtigkeit, dort war die Ungerechtigkeit. Pred3/17Pred Ich sprach in meinem Herzen: Gott wird den Gerechten und den Ungerechten richten, denn es gibt eine Zeit dort für jedes
Vorhaben und für jedes Werk. Pred3/18Pred Ich sprach in meinem Herzen: Der Menschenkinder wegen ist es [so], dass Gott sie prüft und damit sie sehen, dass sie nichts anderes als Vieh sind.
Pred3/19Pred Denn das Geschick der Menschenkinder und das Geschick des Viehs - sie haben ja ein [und dasselbe] Geschick - [ist dies]: wie diese sterben, so stirbt jenes, und einen Odem haben sie
alle. Und einen Vorzug des Menschen vor dem Vieh gibt es nicht, denn alles ist Nichtigkeit. Pred3/20Pred Alles geht an einen Ort. Alles ist aus dem Staub geworden, und alles kehrt zum Staub
zurück. Pred3/21Pred Wer kennt den Odem der Menschenkinder, ob er nach oben steigt, und den Odem des Viehs, ob er nach unten zur Erde hinabfährt? Pred3/22Pred Und ich sah, dass es nichts Besseres
gibt, als dass der Mensch sich freut an seinen Werken; denn das ist sein Teil. Denn wer wird ihn dahin bringen, hineinzusehen in das, was nach ihm sein wird?
Sinnlosigkeit des Lebens durch Unterdrückung, Eifersucht und Einsamkeit.
\4\
Pred4/1Pred Und ich wandte mich und sah all die Unterdrückungen, die unter der Sonne geschehen. Und siehe, [da waren] Tränen der Unterdrückten, und sie hatten keinen Tröster. Und von der Hand
ihrer Unterdrücker ging Gewalttat aus, und sie hatten keinen Tröster. Pred4/2Pred Da pries ich die Toten, die längst gestorben sind, mehr als die Lebenden, die jetzt noch leben. Pred4/3Pred Und
glücklicher als sie beide [pries ich] den, der noch nicht gewesen ist, der das böse Tun nicht gesehen hat, das unter der Sonne geschieht. Pred4/4Pred Und ich sah all das Mühen und alle
Tüchtigkeit [bei] der Arbeit, dass es Eifersucht des einen gegen den anderen ist. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. - Pred4/5Pred Der Tor legt seine Hände ineinander und
verzehrt sein eigenes Fleisch. - Pred4/6Pred Besser eine Hand voll Ruhe als beide Fäuste voll Mühe und Haschen nach Wind. Pred4/7Pred Und ich wandte mich und sah Nichtigkeit unter der Sonne:
Pred4/8Pred Da ist einer [allein] und kein zweiter [bei ihm], auch hat er weder Sohn noch Bruder, und für all sein Mühen gibt es kein Ende, auch werden seine Augen am Reichtum nicht satt. Für wen
mühe ich mich also und lasse meine Seele Gutes entbehren? Auch das ist Nichtigkeit und ein übles Geschäft. Pred4/9Pred Zwei sind besser daran als ein einzelner, weil sie einen guten Lohn für ihre
Mühe haben. Pred4/10Pred Denn wenn sie fallen, so richtet der eine seinen Gefährten auf. Wehe aber dem einzelnen, der fällt, ohne dass ein zweiter da ist, ihn aufzurichten! Pred4/11Pred Auch wenn
zwei [beieinander] liegen, so wird ihnen warm. Dem einzelnen aber, wie soll ihm warm werden? Pred4/12Pred Und wenn einer den einzelnen überwältigt, so werden [doch] die zwei ihm widerstehen; und
eine dreifache Schnur wird nicht so schnell zerrissen. Nichtigkeit der Volksgunst Pred4/13Pred Besser ein Junge, arm aber weise, als ein König, alt aber töricht, der [es] nicht versteht, sich
warnen zu lassen. Pred4/14Pred Ja, aus dem Gefängnis geht er hervor, um König zu werden, obwohl er als Armer unter der Königsherrschaft jenes [Königs] geboren wurde. Pred4/15Pred Ich sah alle
Lebenden, die unter der Sonne leben, mit dem Jungen, dem zweiten, der an jenes Stelle treten sollte: Pred4/16Pred endlos das ganze Volk, alle die, die er führte. [Doch] auch über ihn werden sich
die Späteren nicht freuen. Denn auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Warnung vor Ehrfurchtslosigkeit gegenüber Gott Pred4/17Pred Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Haus Gottes gehst!
Und: Herantreten, um zu hören, ist besser, als wenn die Toren Schlachtopfer geben; denn sie sind Unwissende, so dass sie Böses tun. -
\5\
Pred5/1Pred Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile nicht, ein Wort vor Gott hervorzubringen! Denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde; darum seien deine Worte wenige.
Pred5/2Pred Denn bei viel Geschäftigkeit kommt der Traum und bei vielen Worten törichte Rede. - Pred5/3Pred Wenn du Gott ein Gelübde ablegst, zögere nicht, es zu erfüllen! Denn er hat kein
Gefallen an den Toren. Was du gelobst, erfülle! Pred5/4Pred Besser, dass du nicht gelobst, als dass du gelobst und nicht erfüllst. Pred5/5Pred Gestatte deinem Mund nicht, dass er dein Fleisch in
Sünde bringt! Und sprich nicht vor dem Boten [Gottes]: Es war ein Versehen! Wozu soll Gott über deine Stimme zürnen und das Werk deiner Hände verderben? Pred5/6Pred Denn bei vielen Träumen und
Nichtigkeiten sind auch viele Worte. So fürchte Gott! Nichtigkeit des Reichtums - Rat zu einfacher Lebensführung Pred5/7Pred Wenn du Unterdrückung des Armen und Raub von Recht und Gerechtigkeit
im Land siehst, wundere dich nicht über die Sache, denn ein Hoher wacht über dem [anderen] Hohen, und Hohe über ihnen [beiden]. Pred5/8Pred Doch ein Gewinn für das Land ist bei alldem [dies]: Ein
König, [der] für das bebaute Feld [sorgt]. Pred5/9Pred Wer Geld liebt, wird des Geldes nicht satt, und wer den Reichtum liebt, nicht des Ertrages. Auch das ist Nichtigkeit. - Pred5/10Pred Wenn
das Gut sich mehrt, so mehren sich die, die davon zehren. Und welchen Nutzen hat sein Besitzer, als dass seine Augen es ansehen? - Pred5/11Pred Süß ist der Schlaf des Arbeiters, ob er wenig oder
viel ißt; aber der Überfluß des Reichen läßt ihn nicht schlafen. - Pred5/12Pred Es gibt ein schlimmes Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe: Reichtum, der von seinem Besitzer zu seinem
Unglück aufbewahrt wird. Pred5/13Pred Und geht solcher Reichtum durch ein unglückliches Ereignis verloren und hat er einen Sohn gezeugt, so ist gar nichts in dessen Hand. Pred5/14Pred Wie er aus
dem Leib seiner Mutter hervorgekommen ist, nackt wird er wieder hingehen, wie er gekommen ist, und für seine Mühe wird er nicht das Geringste davontragen, das er in seiner Hand mitnehmen könnte.
Pred5/15Pred Und auch dies ist ein schlimmes Übel: Ganz wie er gekommen ist, wird er hingehen. Und was für einen Gewinn hat er davon, dass er für den Wind sich müht? Pred5/16Pred Auch ißt er all
seine Tage in Finsternis und hat viel Verdruß und Krankheit und Zorn. Pred5/17Pred Siehe, was ich als gut, was ich als schön ersehen habe: Dass einer ißt und trinkt und Gutes sieht bei all seiner
Mühe, mit der er sich abmüht unter der Sonne, die Zahl seiner Lebenstage, die Gott ihm gegeben hat; denn das ist sein Teil. Pred5/18Pred Auch jeder Mensch, dem Gott Reichtum und Güter gegeben und
den er ermächtigt hat, davon zu genießen und sein Teil zu nehmen und sich bei seiner Mühe zu freuen, - das ist eine Gabe Gottes. Pred5/19Pred Denn er denkt nicht viel an die Tage seines Lebens,
weil Gott ihn mit der Freude seines Herzens beschäftigt.
Nichtigkeit von Reichtum und Ehre.
\6\
Pred6/1Pred Es gibt ein Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe, und schwer [lastet] es auf dem Menschen: Pred6/2Pred Ein Mensch, dem Gott Reichtum und Güter und Ehre gibt, und seiner Seele
fehlt nichts von allem, was er wünschen mag; aber Gott ermächtigt ihn nicht, davon zu genießen, sondern ein fremder Mann genießt es. Das ist Nichtigkeit und ein schlimmes Übel. - Pred6/3Pred Wenn
ein Mann hundert [Kinder] zeugte und viele Jahre lebte, dass die Tage seiner Jahre viele wären, aber seine Seele sich nicht am Guten sättigte, und ihm auch kein Begräbnis [zuteil] würde, [von
dem] sage ich: Eine Fehlgeburt ist besser daran als er. Pred6/4Pred Denn in Nichtigkeit kommt sie, und in Finsternis geht sie dahin, und mit Finsternis wird ihr Name bedeckt; Pred6/5Pred auch hat
sie die Sonne nicht gesehen und nicht gekannt. Diese hat mehr Ruhe als jener. Pred6/6Pred Und wenn er auch zweimal tausend Jahre gelebt, aber Gutes nicht gesehen hätte, - geht nicht alles an
einen Ort? Pred6/7Pred Alles Mühen des Menschen ist für seinen Mund, und doch wird seine Begierde nicht gestillt. Pred6/8Pred Denn was für einen Vorzug hat der Weise vor dem Toren? Was [nützt es]
dem Demütigen, der es versteht, vor den Lebenden [recht] zu wandeln? Pred6/9Pred Besser das Sehen mit den Augen als das Umherschweifen der Begierde! Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach
Wind. Pred6/10Pred Was geschieht, [schon] längst ist sein Name genannt, und bekannt ist, was ein Mensch sein wird. Darum kann er nicht mit dem rechten, der stärker ist als er. Pred6/11Pred Denn
da sind viele Worte, die die Nichtigkeit [nur] größer machen. - Welchen Nutzen hat der Mensch davon? Pred6/12Pred Denn wer erkennt, was für den Menschen im Leben gut ist, die Zahl der Tage seines
nichtigen Lebens, die er wie ein Schatten verbringt? Denn wer kann dem Menschen mitteilen, was nach ihm sein wird unter der Sonne?
Mahnung zur Anerkennung göttlicher Führungen, zu einem guten Mittelweg und zu echter Weisheit.
\7\
Pred7/1Pred Besser ein [guter] Name als gutes Salböl und der Tag des Todes als der Tag, da einer geboren wird. Pred7/2Pred Besser, ins Haus der Trauer zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu
gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen. - Pred7/3Pred Besser Verdruß als Lachen; denn bei traurigem Gesicht ist das Herz in rechter Verfassung. -
Pred7/4Pred Das Herz der Weisen ist im Haus der Trauer, das Herz der Toren aber im Haus der Freude. Pred7/5Pred Besser, das Schelten des Weisen zu hören, als dass einer das Singen der Toren hört.
Pred7/6Pred Denn wie das Prasseln der Dornen unter dem Kochtopf so das Lachen des Toren. Auch das ist Nichtigkeit. Pred7/7Pred Ja, unrechter Gewinn macht den Weisen zum Toren, und das
Bestechungsgeschenk richtet das Herz zugrunde. Pred7/8Pred Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang, besser langmütig als hochmütig. Pred7/9Pred Sei nicht vorschnell in deinem Geist zum Zorn,
denn der Zorn ruht im Busen der Toren. Pred7/10Pred Sage nicht: Wie kommt es, dass die früheren Tage besser waren als diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du danach. Pred7/11Pred Gut ist
Weisheit [zusammen] mit Erbbesitz und ein Vorteil für die, die die Sonne sehen. Pred7/12Pred Denn im Schatten der Weisheit [ist es wie] im Schatten des Geldes; aber der Gewinn der Erkenntnis ist
der: Die Weisheit erhält ihren Besitzer am Leben. Pred7/13Pred Sieh das Werk Gottes an! Ja, wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat? Pred7/14Pred Am Tag des Glücks sei guter Dinge! Und am Tag
des Unglücks bedenke: Auch diesen hat Gott ebenso wie jenen gemacht; gerade deshalb, weil der Mensch gar nichts herausfinden kann [von dem], was nach ihm ist. Pred7/15Pred Das alles habe ich
gesehen in den Tagen meiner Nichtigkeit! Da ist ein Gerechter, der bei seiner Gerechtigkeit umkommt, und da ist ein Ungerechter, der bei seiner Bosheit [seine Tage] verlängert. Pred7/16Pred Sei
nicht allzu gerecht und gebärde dich nicht übermäßig weise! Wozu willst du dich zugrunde richten? Pred7/17Pred Sei nicht allzu ungerecht und sei kein Tor! Wozu willst du sterben, ehe deine Zeit
da ist? Pred7/18Pred Es ist gut, dass du an diesem festhältst und auch von jenem deine Hand nicht läßt, denn der Gottesfürchtige entgeht dem allen. Pred7/19Pred Die Weisheit hilft den Weisen mehr
als zehn Machthaber, die in der Stadt sind. Pred7/20Pred Denn kein Mensch auf Erden ist [so] gerecht, dass er [nur] Gutes täte und niemals sündigte. Pred7/21Pred Auch richte dein Herz nicht auf
all die Worte, die man redet, damit du nicht hörst, wie dein Knecht dich verflucht; Pred7/22Pred denn auch viele Male - dein Herz weiß es - hast auch du andere verflucht. Pred7/23Pred Das alles
habe ich in Weisheit geprüft. Ich sprach: Ich will weise werden, aber sie blieb fern von mir. Pred7/24Pred Fern ist, was da ist, und tief, tief! Wer kann es ergründen? Pred7/25Pred Ich wandte
mich, und mein Herz [ging] darauf [aus], Weisheit und ein richtiges Urteil zu erkennen und zu erkunden und zu suchen und Ungerechtigkeit als Torheit und die Narrheit als Tollheit zu erkennen.
Pred7/26Pred Und ich fand bitterer als den Tod die Frau, die Netzen gleich ist und deren Herz Fangstricke, deren Hände Fesseln sind. Wer Gott wohlgefällig ist, wird ihr entrinnen, der Sünder aber
wird durch sie gefangen. Pred7/27Pred Siehe, dies fand ich, spricht der Prediger, [indem ich] eins zum anderen [fügte], um ein richtiges Urteil zu finden: Pred7/28Pred Was meine Seele fortwährend
suchte und ich nicht fand: Einen Mann fand ich aus Tausenden, aber eine Frau unter diesen allen fand ich nicht. Pred7/29Pred Allein, siehe, dies habe ich gefunden: Gott hat den Menschen
aufrichtig gemacht; sie aber suchten viele Künste.
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Pred8/1Pred Wer ist wie der Weise, und wer versteht die Deutung der Dinge? Die Weisheit des Menschen läßt sein Gesicht leuchten, und die Härte seines Gesichts verändert sich. Verhalten zur
Obrigkeit Pred8/2Pred Ich [sage]: Dem Befehl des Königs gehorche, und [zwar] wegen des Eides Gottes! Pred8/3Pred Übereile dich nicht, von ihm wegzugehen, laß dich nicht auf eine böse Sache ein!
Er tut ja doch alles, was er will. Pred8/4Pred Denn des Königs Wort ist mächtig, und wer will zu ihm sagen: Was tust du [da]? Pred8/5Pred Wer das Gebot hält, weiß um keine böse Sache, und das
Herz eines Weisen kennt [die richtige] Zeit und das rechte [Verhalten]. Pred8/6Pred Denn für jede Sache gibt es [die richtige] Zeit und das rechte [Verhalten]. Denn das Unglück des Menschen
[lastet] schwer auf ihm, Pred8/7Pred denn er weiß nicht, was werden wird; denn wer sollte ihm mitteilen, wie es werden wird? Pred8/8Pred Kein Mensch hat Gewalt über den Wind, den Wind
zurückzuhalten, und niemand hat Gewalt über den Tag des Todes. Auch gibt es keine Entlassung im Krieg, und die Ungeduldigkeit rettet nicht ihren Herrn. Pred8/9Pred Das alles sah ich und richtete
mein Herz auf alles Tun, das unter der Sonne getan wird, zur Zeit, da der Mensch über den Menschen Gewalt hat zu seinem Unglück. Unbegreifliches gleiches Ergehen der Gerechten und Gottlosen -
Gleiches Los für alle Pred8/10Pred Und so sah ich Ungerechte, die begraben wurden und [zur Ruhe] eingingen. Die aber das Rechte getan hatten, [mussten] von der heiligen Stätte wegziehen und
wurden in der Stadt vergessen. Auch das ist Nichtigkeit. Pred8/11Pred Weil der Urteilsspruch über die böse Tat nicht schnell vollzogen wird, darum ist das Herz der Menschenkinder davon erfüllt,
Böses zu tun, Pred8/12Pred denn ein Sünder tut hundertmal Böses und verlängert [doch seine Tage]. Aber ich habe auch erkannt, dass es den Gottesfürchtigen gutgehen wird, die sich vor seinem
Angesicht fürchten. Pred8/13Pred Doch nicht gutgehen wird es dem Ungerechten, und er wird, dem Schatten gleich, seine Tage nicht verlängern, weil er sich vor dem Angesicht Gottes nicht fürchtet.
Pred8/14Pred Es gibt etwas Nichtiges, das auf Erden geschieht: Da sind Gerechte, denen es nach dem Tun der Ungerechten ergeht, und da sind Ungerechte, denen es nach dem Tun der Gerechten ergeht.
Ich sagte: Auch das ist Nichtigkeit. Pred8/15Pred Und ich pries die Freude, weil es für den Menschen nichts Besseres unter der Sonne gibt, als zu essen und zu trinken und sich zu freuen. Und dies
wird ihn begleiten bei seinem Mühen die Tage seines Lebens hindurch, die Gott ihm unter der Sonne gegeben hat. Pred8/16Pred Als ich mein Herz darauf richtete, Weisheit zu erkennen und das Treiben
zu besehen, das auf Erden geschieht, - denn weder bei Tag noch bei Nacht sieht man Schlaf mit seinen Augen - Pred8/17Pred da sah ich am Ganzen des Werkes Gottes, dass der Mensch das Werk nicht
ergründen kann, das unter der Sonne geschieht. Wie [sehr] der Mensch sich auch abmüht, es zu erforschen, so ergründet er es nicht. Und selbst wenn der Weise behauptet, es zu erkennen, er kann es
doch nicht ergründen.
\9\
Pred9/1Pred Denn das alles habe ich mir zu Herzen genommen, und zwar um dies alles zu prüfen: Dass die Gerechten und die Weisen und ihre Taten in der Hand Gottes sind. Sei es Liebe, sei es Haß,
nichts [davon] erkennt der Mensch. Alles [beides] liegt vor ihrer Zeit, Pred9/2Pred alles [beides] - wie bei allen [Menschen]. Ein Geschick ist für den Gerechten und für den Ungerechten
[bestimmt], für den Guten und den Reinen und den Unreinen und für den, der opfert, und den, der nicht opfert; wie der Gute so der Sünder, der, der schwört, wie der, der den Eid scheut.
Pred9/3Pred Das ist ein Übel in allem, was unter der Sonne geschieht, dass einerlei Geschick allen zuteil wird. Auch ist das Herz der Menschenkinder voll Bosheit, und Irrsinn ist in ihrem Herzen
während ihres Lebens; und danach [geht es] zu den Toten. Pred9/4Pred Ja, wer noch all den Lebenden zugesellt ist, [für den] gibt es Hoffnung. Denn selbst ein lebendiger Hund ist besser [daran]
als ein toter Löwe! Pred9/5Pred Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen gar nichts, und sie haben keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken ist vergessen. Pred9/6Pred
Auch ihr Lieben, auch ihr Hassen, auch ihr Eifern ist längst verlorengegangen. Und sie haben ewig keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne geschieht. Freude am Leben bei Ohnmacht
gegenüber der Zeit Pred9/7Pred Geh hin, iß dein Brot mit Freude und trink deinen Wein mit frohem Herzen! Denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun. Pred9/8Pred Deine Kleider seien weiß zu
jeder Zeit, und das Salböl fehle nicht auf deinem Haupt. Pred9/9Pred Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, das er dir unter der Sonne gegeben hat, all
deine nichtigen Tage hindurch! Denn das ist dein Anteil am Leben und an deinem Mühen, womit du dich abmühst unter der Sonne. Pred9/10Pred Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner
Kraft! Denn es gibt weder Tun noch Berechnung, noch Kenntnis, noch Weisheit im Scheol, in den du gehst. Pred9/11Pred Ferner sah ich unter der Sonne, dass nicht die Schnellen den Lauf [gewinnen]
und nicht die Helden den Krieg und auch nicht die Weisen [das] Brot und auch nicht die Verständigen [den] Reichtum und auch nicht die Kenntnisreichen die Beliebtheit, sondern Zeit und Geschick
trifft sie alle. Pred9/12Pred Denn auch kennt der Mensch seine Zeit nicht. Wie die Fische, die gefangen werden im verderblichen Netz, und wie die Vögel, die in der Falle gefangen werden, wie sie
werden die Menschenkinder verstrickt zur Zeit des Unglücks, wenn es plötzlich über sie fällt. Weisheit und Torheit Pred9/13Pred Auch dieses sah ich als Weisheit unter der Sonne, und es kam mir
groß vor: Pred9/14Pred Es war eine kleine Stadt, und wenig Männer waren darin. Gegen die kam ein großer König, umzingelte sie und baute große Belagerungswerke gegen sie. Pred9/15Pred Aber es fand
sich darin ein armer weiser Mann, der die Stadt durch seine Weisheit hätte retten können, aber kein Mensch dachte an diesen armen Mann. Pred9/16Pred Da sagte ich [mir]: `Weisheit ist besser als
Stärke! Aber die Weisheit des Armen wird verachtet, und seine Worte werden nicht gehört. - Pred9/17Pred Worte der Weisen, in Ruhe gehört, sind mehr wert als das Geschrei des Herrschers unter
Toren. Pred9/18Pred Weisheit ist besser als Kriegsgerät, aber ein Sünder verdirbt viel Gutes.
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Pred10/1Pred Tote Fliegen lassen das Öl des Salbenmischers stinken und gären. Ein wenig Torheit hat mehr Gewicht als Weisheit [und] Ehre. - Pred10/2Pred Der Verstand des Weisen ist zu seiner
Rechten und der Verstand des Toren zu seiner Linken. Pred10/3Pred Und auch wenn der Tor auf dem Weg geht, fehlt ihm der Verstand, und er sagt jedem, er sei ein Tor. Pred10/4Pred Wenn der Zorn des
Herrschers gegen dich aufsteigt, so verlaß deinen Platz nicht! Denn Gelassenheit verhindert große Sünden. - Pred10/5Pred Es gibt ein Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe, gleich einem
Versehen, das vom Machthaber ausgeht: Pred10/6Pred Die Torheit wird in große Würden eingesetzt, und Reiche sitzen in Niedrigkeit. Pred10/7Pred Ich habe Knechte auf Pferden gesehen und Oberste,
die wie Knechte zu Fuß gingen. Pred10/8Pred Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen. Pred10/9Pred Wer Steine bricht, kann sich an ihnen
verletzen, wer Holz spaltet, kann sich an ihm gefährden. - Pred10/10Pred Wenn das Eisen stumpf geworden ist und niemand die Schneide schleift, so muß man seine Kräfte [mehr] anstrengen. Aber ein
Vorteil ist es, die Weisheit richtig anzuwenden. - Pred10/11Pred Wenn die Schlange vor der Beschwörung beißt, so hat der Beschwörer keinen Vorteil. Pred10/12Pred Die Worte aus dem Mund eines
Weisen [bringen ihm] Beliebtheit, aber die Lippen eines Toren verschlingen ihn selbst. Pred10/13Pred Der Anfang der Worte seines Mundes ist Torheit und das Ende seiner Rede böser Unsinn.
Pred10/14Pred Und der Tor macht viele Worte. Der Mensch erkennt nicht, was sein wird. Und was nach ihm sein wird, wer teilt es ihm mit? Pred10/15Pred Die Arbeit des Toren macht ihn müde, [ihn],
der nicht zur Stadt zu gehen weiß. Pred10/16Pred Wehe dir, Land, dessen König ein Junge ist und dessen Oberste [schon] am Morgen speisen! Pred10/17Pred Glücklich du Land, dessen König ein Edler
ist und dessen Oberste zur [rechten] Zeit speisen, als Männer und nicht als Zecher! - Pred10/18Pred Durch Faulheit der beiden [Hände] senkt sich das Gebälk, und durch Lässigkeit der Hände tropft
das Haus. - Pred10/19Pred Um zu lachen, bereitet man ein Mahl, und Wein erheitert das Leben, und das Geld gewährt das alles. - Pred10/20Pred Auch in deinen Gedanken fluche nicht dem König und in
deinen Schlafzimmern fluche nicht über den Reichen! Denn die Vögel des Himmels könnten die Stimme entführen und was Flügel hat, das Wort anzeigen.
Nützliches Handeln in der Gegenwart bei ungewisser Zukunft.
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Pred11/1Pred Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche! - denn du wirst es nach vielen Tagen [wieder] finden! - Pred11/2Pred Gib Anteil sieben [anderen], ja, sogar acht, denn du weißt nicht, was
für Unglück sich auf der Erde ereignen wird! - Pred11/3Pred Wenn die Wolken voll werden, gießen sie Regen aus auf die Erde. Und wenn ein Baum nach Süden oder nach Norden fällt: an der Stelle, wo
der Baum fällt, da muß er liegenbleiben. Pred11/4Pred Wer auf den Wind achtet, wird nie säen, und wer auf die Wolken sieht, wird nie ernten. - Pred11/5Pred Wie du den Weg des Windes nicht kennst
[und nicht] die Gebeine im Leib der Schwangeren, so kennst du das Werk Gottes nicht, der alles wirkt. - Pred11/6Pred Am Morgen säe deinen Samen und am Abend laß deine Hand nicht ruhen! Denn du
weißt nicht, was gedeihen wird: ob dieses oder jenes oder ob beides zugleich gut werden wird. - Pred11/7Pred Süß aber ist das Licht, und gut für die Augen [ist es], die Sonne zu sehen.
Pred11/8Pred Denn wenn der Mensch viele Jahre lebt, soll er in ihnen allen sich freuen und an die Tage der Finsternis denken, dass sie viel sein werden. Alles, was kommt, ist Nichtigkeit. Freuden
der Jugend, Mühsale des Alters Pred11/9Pred Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz mache dich fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit! Und lebe nach dem, was dein Herz wünscht und
wonach deine Augen ausschauen! Doch wisse, dass um all dieser [Dinge] willen Gott dich zur Rechenschaft ziehen wird! Pred11/10Pred Entferne den Unmut aus deinem Herzen und halte Übel von deinem
Leib fern! Denn Jugend und dunkles Haar sind Nichtigkeit.
\12\
Pred12/1Pred Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit, bevor die Tage des Übels kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen! -
Pred12/2Pred bevor sich verfinstern die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne, und die Wolken nach dem Regen wiederkehren; Pred12/3Pred an dem Tag, wenn die Wächter des Hauses zittern und
die starken Männer sich krümmen und die Müllerinnen müßig gehen, weil sie wenig geworden, wenn sich verfinstern, die durch die Fenster sehen, Pred12/4Pred und die Türen zur Straße hin geschlossen
werden, während das Geräusch der Mühle dünner wird und ansteigt zur Vogelstimme, und alle Töchter des Gesangs werden gedämpft. Pred12/5Pred Auch vor der Anhöhe fürchtet man sich, und Schrecknisse
sind auf dem Weg. Und der Mandelbaum steht in Blüte, und die Heuschrecke schleppt sich mühsam dahin, und die Kaper platzt auf. Denn der Mensch geht hin zu seinem ewigen Haus, und die Klagenden
ziehen umher auf der Straße; - Pred12/6Pred bevor die silberne Schnur zerreißt und die goldene Schale zerspringt und der Krug am Quell zerbricht und das Schöpfrad zersprungen in den Brunnen
[fällt]. Pred12/7Pred Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat. Pred12/8Pred Nichtigkeit der Nichtigkeiten! spricht der
Prediger. Alles ist Nichtigkeit!
Die Summe aller Lehre: Gottesfurcht.
Pred12/9Pred Und darüber hinaus, dass der Prediger weise war, lehrte er noch das Volk Erkenntnis und erwog und forschte [und] verfaßte viele Sprüche. Pred12/10Pred Der Prediger suchte,
wohlgefällige Worte zu finden und Worte der Wahrheit aufrichtig niederzuschreiben. Pred12/11Pred Die Worte der Weisen sind wie Treiberstachel und wie eingeschlagene Nägel die gesammelten
[Sprüche]. Sie sind gegeben von einem Hirten. Pred12/12Pred Und darüber hinaus, mein Sohn, laß dich von ihnen warnen! Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren ermüdet den Leib.
Pred12/13Pred Das Endergebnis des Ganzen laßt uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote! Denn das [soll] jeder Mensch [tun]. $12/14$ Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in ein
Gericht über alles Verborgene bringen.
1.22 Hohelied
Das Lied der Lieder (Das Hohelied).
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$1/1Hohel Das Lied der Lieder, von Salomo. $1/2$ Er küsse mich mit Küssen seines Mundes, denn deine Liebe ist köstlicher als Wein. Hohel1/3Hohel An Duft gar köstlich sind deine Salben;
ausgegossenes Salböl ist dein Name. Darum lieben dich die Mädchen. Hohel1/4Hohel Zieh mich dir nach, laß uns eilen! Der König möge mich in seine Gemächer führen! Wir wollen jubeln und uns freuen
an dir, wollen deine Liebe preisen mehr als Wein! Mit Recht liebt man dich. Hohel1/5Hohel Schwarz bin ich und doch anmutig, ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte Kedars, wie die Zeltdecken
Salomos. Hohel1/6Hohel Seht mich nicht an, weil ich schwärzlich bin, weil die Sonne mich gebräunt hat! Meiner Mutter Söhne fauchten mich an, setzten mich als Hüterin der Weinberge ein. Meinen
eigenen Weinberg habe ich nicht gehütet. Hohel1/7Hohel `Erzähle mir, du, den meine Seele liebt, wo weidest du? Wo läßt du lagern am Mittag? Wozu denn sollte ich wie eine Verschleierte sein bei
den Herden deiner Gefährten? Hohel1/8Hohel `Wenn du es nicht weißt, du Schönste unter den Frauen, so geh hinaus den Spuren der Herde nach und weide deine Zicklein bei den Wohnstätten der Hirten!
Hohel1/9Hohel `Einer Stute an den Prachtwagen des Pharao vergleiche ich dich, meine Freundin. Hohel1/10Hohel Anmutig sind deine Wangen zwischen den Schmuckkettchen, dein Hals mit der
Muschelkette. Hohel1/11Hohel Goldene Schmuckkettchen wollen wir dir machen mit Perlen aus Silber. Hohel1/12Hohel `Solange der König bei seiner Tafelrunde [weilt], gibt meine Narde ihren Duft.
Hohel1/13Hohel Ein Myrrhenbeutelchen ist mir mein Geliebter, das zwischen meinen Brüsten ruht. Hohel1/14Hohel Eine [Blüten]traube vom Hennastrauch ist mir mein Geliebter, aus den Weinbergen von
En-Gedi. Hohel1/15Hohel `Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön, deine Augen sind Tauben. Hohel1/16Hohel `Siehe, [auch] du bist schön, mein Geliebter, und hold, und unser
Lager ist frisches Grün. Hohel1/17Hohel Die Balken unseres Hauses sind Zedern, unsere Dachsparren sind Wacholder.
\2\
Hohel2/1Hohel `Ich bin eine Narzisse von Scharon, eine Lilie der Täler. Hohel2/2Hohel `Wie eine Lilie unter Dornen so ist meine Freundin unter den Töchtern. Hohel2/3Hohel `Wie ein Apfelbaum unter
den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten zu sitzen, gelüstets mich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß. Hohel2/4Hohel `Er hat mich ins Weinhaus
hineingeführt, und sein Zeichen über mir ist Liebe.
Hohel2/5Hohel Stärkt mich mit Traubenkuchen, erquickt mich mit Äpfeln, denn ich bin krank vor Liebe! Hohel2/6Hohel Seine Linke [liegt] unter meinem Kopf, und seine Rechte umfasst mich.
Hohel2/7Hohel Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes: Weckt nicht, stört nicht auf die Liebe, bevor es ihr gefällt! Hohel2/8Hohel Horch, mein
Geliebter! Siehe, da kommt er, springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Hohel2/9Hohel Mein Geliebter gleicht einer Gazelle oder einem jungen Hirsch. Siehe, da steht er vor unserer Hauswand,
schaut durch die Fenster herein, blickt durch die Gitter. Hohel2/10Hohel Mein Geliebter erhebt [seine Stimme] und spricht zu mir: `Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!
Hohel2/11Hohel Denn siehe, der Winter ist vorbei, die Regenzeit ist vorüber, ist vergangen. Hohel2/12Hohel Die Blumen zeigen sich im Lande, die Zeit des Singens ist gekommen, und die Stimme der
Turteltaube läßt sich hören in unserm Land. Hohel2/13Hohel Der Feigenbaum rötet seine Feigen, und die Reben, die in Blüte stehen, geben Duft. Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und
komm!
Hohel2/14Hohel Meine Taube in den Schlupfwinkeln der Felsen, im Versteck an den Felsstufen, lass mich deine Gestalt sehen, lass mich deine Stimme hören! Denn deine Stimme ist süß und deine
Gestalt anmutig. Hohel2/15Hohel Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben! Denn unsere Weinberge stehen in Blüte. Hohel2/16Hohel Mein Geliebter ist mein, und ich bin
sein, der in den Lilien weidet. - Hohel2/17Hohel Wenn der Tag verhaucht und die Schatten fliehen, wende dich her, mein Geliebter, gleiche einer Gazelle oder einem jungen Hirsch auf den
zerklüfteten Bergen!
\3\
Hohel3/1Hohel Auf meinem Lager zur Nachtzeit suchte ich ihn, den meine Seele liebt, ich suchte ihn und fand ihn nicht. Hohel3/2Hohel `Aufstehn will ich denn, will die Stadt durchstreifen, die
Straßen und die Plätze, will ihn suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht. Hohel3/3Hohel Es fanden mich die Wächter, die die Stadt durchstreifen: `Habt ihr ihn gesehen,
den meine Seele liebt, Hohel3/4Hohel Kaum war ich an ihnen vorüber, da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich ergriff ihn und ließ ihn nicht [mehr] los, bis ich ihn ins Haus meiner Mutter
gebracht hatte und in das Gemach derer, die mit mir schwanger war. Hohel3/5Hohel Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes: Weckt nicht, stört
nicht auf die Liebe, bevor es ihr [selber] gefällt! Hohel3/6Hohel Wer ist sie, die da heraufkommt aus der Wüste, Rauchsäulen gleich, umduftet von Myrrhe und Weihrauch, von allerlei Gewürzpulver
des Händlers? Hohel3/7Hohel Siehe da, die Sänfte Salomos! Sechzig Helden sind rings um sie her von den Helden Israels. Hohel3/8Hohel Sie alle sind Schwertträger, geübt im Kampf. Jeder hat sein
Schwert an seiner Hüfte gegen den Schrecken zur Nachtzeit. Hohel3/9Hohel Einen Tragsessel machte sich der König Salomo aus Hölzern des Libanon. Hohel3/10Hohel Seine Füße machte er aus Silber,
seine Lehne aus Gold, seinen Sitz aus rotem Purpur. Das Innere ist ausgelegt mit Ebenholz. Ihr Töchter Jerusalems, Hohel3/11Hohel kommt heraus und betrachtet doch, ihr Töchter Zions, den König
Salomo in der Krone, mit der ihn seine Mutter gekrönt hat am Tag seiner Hochzeit und am Tag der Freude seines Herzens!
\4\
Hohel4/1Hohel Siehe, schön bist du, meine Freundin. Siehe, du bist schön! Deine Augen [leuchten wie] Tauben hinter deinem Schleier hervor. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die vom Gebirge
Gilead hüpfen. Hohel4/2Hohel Deine Zähne sind wie eine Herde frisch geschorener [Schafe], die aus der Schwemme heraufkommen, jeder [Zahn] hat seinen Zwilling, keinem von ihnen fehlt er.
Hohel4/3Hohel Wie eine karmesinrote Schnur sind deine Lippen, und dein Mund ist lieblich. Wie eine Granatapfelscheibe [schimmert] deine Schläfe hinter deinem Schleier hervor. Hohel4/4Hohel Dein
Hals ist wie der Turm Davids, der rund gebaut ist. Tausend Schilde hängen daran, alles Schilde von Helden. Hohel4/5Hohel Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge der Gazelle, die in den
Lilien weiden. - Hohel4/6Hohel Wenn der Tag verhaucht und die Schatten fliehen, will ich zum Myrrhenberg hingehen und zum Weihrauchhügel. - Hohel4/7Hohel Alles an dir ist schön, meine Freundin,
und kein Makel ist an dir. Hohel4/8Hohel Mit mir vom Libanon, [meine] Braut, mit mir vom Libanon sollst du kommen, sollst herabsteigen vom Gipfel des Amana, vom Gipfel des Senir und Hermon, weg
von den Lagerstätten der Löwen, von den Bergen der Leoparden. Hohel4/9Hohel Du hast mir das Herz geraubt, meine Schwester, [meine] Braut. Du hast mir das Herz geraubt mit einem einzigen [Blick]
aus deinen Augen, mit einer einzigen Kette von deinem Halsschmuck. Hohel4/10Hohel Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester, [meine] Braut! Wieviel köstlicher ist deine Liebe als Wein und der
Duft deiner Salben als alle Balsamöle! Hohel4/11Hohel Honigseim träufeln deine Lippen, [meine] Braut. Honig und Milch ist unter deiner Zunge, und der Duft deiner Gewänder gleicht dem Duft des
Libanon. Hohel4/12Hohel `Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, [meine] Braut, ein verschlossener Born, eine versiegelte Quelle. Hohel4/13Hohel Was dir entsproßt, ist ein Lustgarten von
Granatapfelbäumen samt köstlichen Früchten, Hennasträuchern samt Narden, Hohel4/14Hohel Narde und Safran, Würzrohr und Zimt samt allerlei Weihrauchgewächsen, Myrrhe und Aloe samt allerbesten
Balsamsträuchern. Hohel4/15Hohel Eine Gartenquelle [bist du], ein Brunnen mit fließendem Wasser und [Wasser], das vom Libanon strömt. Hohel4/16Hohel `Wach auf, Nordwind, und komm, Südwind! Laß
duften meinen Garten, laß strömen seine Balsamöle! Mein Geliebter komme in seinen Garten und esse seine köstlichen Früchte!
\5\
Hohel5/1Hohel `Ich komme in meinen Garten, meine Schwester, [meine] Braut. Ich pflücke meine Myrrhe samt meinem Balsam, esse meine Wabe samt meinem Honig, trinke meinen Wein samt meiner Milch.
Eßt, Freunde, trinkt und berauscht euch an der Liebe! Hohel5/2Hohel Ich schlief, aber mein Herz war wach. Horch, mein Geliebter klopft: `Öffne mir, meine Schwester, meine Freundin, meine Taube,
meine Vollkommene! Denn mein Kopf ist voller Tau, meine Locken voll von Tropfen der Nacht. Hohel5/3Hohel `Ich habe meinen Leibrock [schon] ausgezogen, wie sollte ich ihn [wieder] anziehen? Ich
habe meine Füße gewaschen, wie sollte ich sie [wieder] beschmutzen? Hohel5/4Hohel Mein Geliebter streckte seine Hand durch die Öffnung, da wurden meine Gefühle für ihn erregt. Hohel5/5Hohel Ich
stand auf, um meinem Geliebten zu öffnen, da troffen meine Hände von Myrrhe und meine Finger von flüssiger Myrrhe, [als ich sie legte] an die Griffe des Riegels. Hohel5/6Hohel Ich öffnete meinem
Geliebten, aber mein Geliebter hatte sich abgewandt, war weitergegangen. Ich war außer mir, dass er weg war. Ich suchte ihn, doch ich fand ihn nicht. Ich rief ihn, doch er antwortete mir nicht.
Hohel5/7Hohel Es fanden mich die Wächter, die die Stadt durchstreifen. Sie schlugen mich, verwundeten mich. Die Wächter der Mauern nahmen mir meinen Überwurf weg. Hohel5/8Hohel Ich beschwöre
euch, Töchter Jerusalems, wenn ihr meinen Geliebten findet, was wollt ihr ihm ausrichten? Dass ich krank bin vor Liebe. Hohel5/9Hohel Was hat dein Geliebter einem [andern] Geliebten voraus, du
Schönste unter den Frauen? Was hat dein Geliebter einem [andern] Geliebten voraus, dass du uns so beschwörst? Hohel5/10Hohel Mein Geliebter ist weiß und rot, hervorragend unter Zehntausenden.
Hohel5/11Hohel Sein Haupt ist feines, gediegenes Gold, seine Locken sind Dattelrispen, schwarz wie der Rabe; Hohel5/12Hohel seine Augen wie Tauben an Wasserbächen, in Milch gebadet [seine Zähne],
festsitzend in der Fassung; Hohel5/13Hohel seine Wangen wie ein Balsambeet, das Würzkräuter sprossen läßt; seine Lippen Lilien, triefend von flüssiger Myrrhe. Hohel5/14Hohel Seine Arme sind
goldene Rollen, mit Türkis besetzt; sein Leib ein Kunstwerk aus Elfenbein, bedeckt mit Saphiren. Hohel5/15Hohel Seine Schenkel sind Säulen aus Alabaster, gegründet auf Sockel von gediegenem Gold.
Seine Gestalt ist wie der Libanon, auserlesen wie Zedern. Hohel5/16Hohel Sein Gaumen ist Süßigkeit, und alles an ihm ist begehrenswert. Das ist mein Geliebter und das mein Freund, ihr Töchter
Jerusalems!
\6\
Hohel6/1Hohel `Wohin ist dein Geliebter gegangen, du Schönste unter den Frauen? Wohin hat dein Geliebter sich gewandt, dass wir ihn mit dir suchen? Hohel6/2Hohel `Mein Geliebter ist in seinen
Garten hinabgegangen zu den Balsambeeten, um in den Gärten zu weiden und Lilien zu pflücken. Hohel6/3Hohel Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir, er, der in den Lilien
weidet. Hohel6/4Hohel Schön bist du, meine Freundin, wie Tirza, anmutig wie Jerusalem, furchterregend wie Kriegsscharen. Hohel6/5Hohel Wende deine Augen von mir ab, denn sie verwirren mich! Dein
Haar ist wie eine Herde Ziegen, die von Gilead herunterhüpfen. Hohel6/6Hohel Deine Zähne sind wie eine Herde Mutterschafe, die aus der Schwemme heraufkommen, jeder [Zahn] hat seinen Zwilling,
keinem von ihnen fehlt er. Hohel6/7Hohel Wie eine Granatapfelscheibe [schimmert] deine Schläfe hinter deinem Schleier hervor. Hohel6/8Hohel Sechzig Königinnen sind es und achtzig Nebenfrauen und
Mädchen ohne Zahl. Hohel6/9Hohel Eine [nur] ist meine Taube, meine Vollkommene. Sie ist die einzige ihrer Mutter, sie ist die Auserkorene ihrer Gebärerin. Sähen sie die Töchter, sie priesen sie
glücklich, die Königinnen und Nebenfrauen, sie rühmten sie: Hohel6/10Hohel Wer ist sie, die da hervorglänzt wie die Morgenröte, schön wie der Mond, klar wie die Sonne, furchterregend wie
Kriegsscharen? Hohel6/11Hohel In den Nußgarten ging ich hinab, um die jungen Triebe des Tales zu besehen, um zu sehen, ob der Weinstock treibt, ob die Granatapfelbäume blühen, Hohel6/12Hohel da
setzte mich - [wie] weiß ich nicht - mein Verlangen [auf] die Prachtwagen meines edlen Volkes.
\12\
Hohel12/1Hohel Dreh dich um, dreh dich um, Sulamith! Dreh dich um, dreh dich um, dass wir dich anschauen! Was wollt ihr an Sulamith schauen beim Reigen von Mahanajim? Hohel12/2Hohel Wie schön
sind deine Schritte in den Sandalen, du Tochter eines Edlen! Die Biegungen deiner Hüften sind wie Halsgeschmeide, ein Werk von Künstlerhand. Hohel12/3Hohel Dein Schoß ist eine runde Schale. Nie
mangle es ihr an Mischwein! Dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. Hohel12/4Hohel Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge der Gazelle. Hohel12/5Hohel Dein Hals ist wie der
Elfenbeinturm, deine Augen [wie] die Teiche in Heschbon am Tor der volkreichen [Stadt], deine Nase wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hinschaut. Hohel12/6Hohel Dein Haupt auf dir ist wie der
Karmel und dein gelöstes Haupthaar wie Purpur. Ein König ist gefesselt durch [deine] Locken! Hohel12/7Hohel Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Liebe voller Wonnen! Hohel12/8Hohel Dies
ist dein Wuchs: Er gleicht der Palme und deine Brüste den Trauben. Hohel12/9Hohel Ich sagte [mir]: `Ersteigen will ich die Palme, will nach ihren Rispen greifen. Deine Brüste sollen [mir] wie
Trauben des Weinstocks sein und der Duft deines Atems wie Apfelduft Hohel12/10Hohel und dein Gaumen wie vom würzigen Wein, der einem Liebhaber [süß] eingeht, der die Lippen der Schlafenden
erregt. Hohel12/11Hohel `Ich gehöre meinem Geliebten, und nach mir ist sein Verlangen. Hohel12/12Hohel Komm, mein Geliebter, laß uns aufs Feld hinausgehen! Wir wollen unter Hennasträuchern die
Nacht verbringen. Hohel12/13Hohel Wir wollen uns früh aufmachen zu den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock treibt, die Weinblüte aufgegangen ist, ob die Granatapfelbäume blühen. Dort will
ich dir meine Liebe schenken. - Hohel12/14Hohel Die Liebesäpfel geben [ihren] Duft, und an unserer Tür sind allerlei köstliche Früchte, frische und alte, die ich, mein Geliebter, dir aufbewahrt
habe.
\8\
Hohel8/1Hohel O wärest du mir doch ein Bruder, der die Brust meiner Mutter gesogen! Fände ich dich [dann] draußen, könnte ich dich küssen, und man dürfte mich dennoch nicht verachten.
Hohel8/2Hohel Ich würde dich führen, dich hineinbringen ins Haus meiner Mutter, die mich unterrichtete. Ich würde dir vom Würzwein zu trinken geben, vom Most meiner Granatäpfel. Hohel8/3Hohel
Seine Linke [läge] unter meinem Kopf, und seine Rechte umfaßte mich. Hohel8/4Hohel Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems: Was wollt ihr wecken, was aufstören die Liebe, bevor es ihr [selber]
gefällt! Hohel8/5Hohel Wer ist sie, die da heraufkommt aus der Wüste, an ihren Geliebten gelehnt? Unter dem Apfelbaum habe ich dich geweckt, dort empfing dich deine Mutter, dort empfing sie dich,
die dich gebar. Hohel8/6Hohel `Leg mich wie ein Siegel an dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Denn stark wie der Tod ist die Liebe, hart wie der Scheol die Leidenschaft. Ihre Gluten sind
Feuergluten, eine Flamme Jahs. Hohel8/7Hohel Mächtige Wasser sind nicht in der Lage, die Liebe auszulöschen, und Ströme schwemmen sie nicht fort. Wenn einer den ganzen Besitz seines Hauses für
die Liebe geben wollte, man würde ihn nur verachten. Hohel8/8Hohel Wir haben eine Schwester, die ist klein und hat noch keine Brüste. Was sollen wir mit unserer Schwester tun an dem Tag, da man
um sie werben wird? Hohel8/9Hohel Wenn sie eine Mauer ist, bauen wir auf ihr eine silberne Zinne. Wenn sie aber eine Tür ist, versperren wir sie mit einem Zedernbrett. Hohel8/10Hohel Ich bin eine
Mauer, und meine Brüste sind wie Türme. Nun [aber] bin ich vor ihm wie eine, die Frieden anbietet. Hohel8/11Hohel Einen Weinberg hatte Salomo in Baal-Hamon. Er übergab den Weinberg den Hütern.
Jedermann würde für seine Frucht tausend Silber[schekel] einnehmen. Hohel8/12Hohel Meinen eigenen Weinberg habe ich vor mir. Die tausend [Silberschekel gönne ich] dir, Salomo, und zweihundert
denen, die seine Frucht hüten. Hohel8/13Hohel Die du wohnst in den Gärten, während die Gefährten deiner Stimme lauschen, laß mich hören: Hohel8/14Hohel Enteile, mein Geliebter, und tu es der
Gazelle gleich oder dem jungen Hirsch auf den Balsambergen!
1.23 Jesaja.
Gottes Anklage gegen sein Volk und Klage des Propheten.
\1\
Jesa1/1Jesa Das Gesicht, das Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem geschaut hat in den Tagen von Usija, Jotam, Ahas, Hiskia, den Königen von Juda.
Jesa1/2Jesa Hört, ihr Himmel, und horch auf, du Erde! Denn der HERR hat geredet: Ich habe Kinder großgezogen und auferzogen, sie aber haben mit mir gebrochen. Jesa1/3Jesa Ein Rind kennt seinen
Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn. Israel [aber] hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht. Jesa1/4Jesa Wehe, sündige Nation, schuldbeladenes Volk, Geschlecht von Übeltätern,
verderbenbringende Kinder! Sie haben den HERRN verlassen, haben den Heiligen Israels verworfen, sie haben sich nach hinten abgewandt. - Jesa1/5Jesa Wohin wollt ihr noch geschlagen werden, die ihr
[eure] Widerspenstigkeit [nur] vermehrt? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist siech. Jesa1/6Jesa Von der Fußsohle bis zum Haupt ist keine heile Stelle an ihm: Wunden und Striemen und
frische Schläge; sie sind nicht ausgedrückt und nicht verbunden, noch mit Öl gelindert. Jesa1/7Jesa Euer Land ist eine Öde, eure Städte sind mit Feuer verbrannt; euer Ackerland - Fremde verzehren
[seine Frucht] vor euren Augen; eine Öde ist es wie bei einer Umkehrung durch Fremde. Jesa1/8Jesa Und die Tochter Zion ist übriggeblieben wie eine Laubhütte im Weinberg, wie eine Nachthütte im
Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt. Jesa1/9Jesa Hätte der HERR der Heerscharen uns nicht einen ganz kleinen Überrest gelassen, wie Sodom wären wir, Gomorra wären wir gleich.
Verurteilung des falschen Gottesdienstes und Aufruf zum echten Gottesdienst.
Jesa1/10Jesa Hört das Wort des HERRN, ihr Anführer von Sodom! Horcht auf die Weisung unseres Gottes, Volk von Gomorra! Jesa1/11Jesa Wozu [soll] mir die Menge eurer Schlachtopfer [dienen]? -
spricht der HERR. Ich habe die Brandopfer von Widdern und das Fett der Mastkälber satt, und am Blut von Jungstieren, Lämmern und jungen Böcken habe ich kein Gefallen. Jesa1/12Jesa Wenn ihr kommt,
um vor meinem Angesicht zu erscheinen - wer hat das von eurer Hand gefordert, meine Vorhöfe zu zertreten? Jesa1/13Jesa Bringt nicht länger nichtige Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Greuel.
Neumond und Sabbat, das Einberufen von Versammlungen: Sünde und Festversammlung ertrage ich nicht. Jesa1/14Jesa Eure Neumonde und eure Feste haßt meine Seele. Sie sind mir zur Last geworden, ich
bin es müde, [sie] zu ertragen. Jesa1/15Jesa Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht: eure Hände sind voll Blut.
Jesa1/16Jesa Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen, hört auf, Böses zu tun! Jesa1/17Jesa Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrücker zurecht!
Schafft Recht der Waise, führt den Rechtsstreit der Witwe!
Gottes Rechtshandel mit Juda, Klage über Zion - Zukünftige Umkehr durch Gericht.
Jesa1/18Jesa Kommt denn und laßt uns miteinander rechten! spricht der HERR. Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle
sollen sie werden. Jesa1/19Jesa Wenn ihr willig seid und hört, sollt ihr das Gute des Landes essen. Jesa1/20Jesa Wenn ihr euch aber weigert und widerspenstig seid, sollt ihr vom Schwert gefressen
werden. Denn der Mund des HERRN hat geredet.
Jesa1/21Jesa Wie ist zur Hure geworden die treue Stadt! Sie war voller Recht; Gerechtigkeit wohnte darin, und jetzt Mörder! Jesa1/22Jesa Dein Silber ist zu Schlacke geworden, dein edler Wein mit
Wasser gepanscht. Jesa1/23Jesa Deine Obersten sind Widerspenstige und Diebesgesellen, jeder von ihnen liebt Bestechungen und jagt Geschenken nach. Der Waise verschaffen sie nicht Recht, und der
Rechtsstreit der Witwe kommt nicht vor sie.
Jesa1/24Jesa Darum spricht der Herr, der HERR der Heerscharen, der Mächtige Israels: Wehe! Ich werde mich weiden an meinen Gegnern und Rache nehmen an meinen Feinden. Jesa1/25Jesa Und ich werde
meine Hand gegen dich wenden und werde deine Schlacken ausschmelzen wie mit Pottasche und all deine Schlacke beseitigen. Jesa1/26Jesa Ich will deine Richter wiederherstellen wie in der ersten
[Zeit] und deine Ratgeber wie im Anfang. Danach wird man dich nennen: Stadt der Gerechtigkeit, treue Stadt. Jesa1/27Jesa Zion wird erlöst werden durch Recht und die, die in ihm umkehren, durch
Gerechtigkeit. Jesa1/28Jesa Aber Zerbruch [trifft die] Abtrünnigen und Sünder alle miteinander; und die den HERRN verlassen, werden umkommen. Jesa1/29Jesa Denn sie werden beschämt werden wegen
der Terebinthen, die ihr begehrt, und ihr werdet schamrot werden wegen der Gärten, die ihr erwählt habt. Jesa1/30Jesa Denn ihr werdet sein wie eine Terebinthe, deren Laub verwelkt ist, und wie
ein Garten, der kein Wasser hat. Jesa1/31Jesa Und der Starke wird zu Werg werden und sein Tun zum Funken; und beide miteinander werden sie brennen, und niemand wird löschen.
Das zukünftige Friedensreich.
Mi 4,1-5.
\2\
Jesa2/1Jesa Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem geschaut hat:
Jesa2/2Jesa Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN feststehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen.
Jesa2/3Jesa Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, dass er uns auf Grund seiner Wege belehre und wir auf seinen
Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. Jesa2/4Jesa Und er wird richten zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen. Dann werden sie
ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht [mehr] wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.
Jesa2/5Jesa Haus Jakob, kommt, laßt uns im Licht des HERRN leben! Gericht am Tag des HERRN
Jesa2/6Jesa Ja, du hast dein Volk, das Haus Jakob, aufgegeben. Denn sie sind voll [von Wahrsagern] aus dem Osten und sind Zauberer wie die Philister, und mit den Kindern der Fremden schlagen sie
in die Hände. Jesa2/7Jesa Sein Land wurde voll von Silber und Gold, und seine Schätze haben kein Ende. Sein Land wurde voll von Pferden, und seine Wagen haben kein Ende. Jesa2/8Jesa Sein Land
wurde voll von Götzen. Man wirft sich nieder vor dem Werk seiner Hände, vor dem, was seine Finger gemacht haben. Jesa2/9Jesa Da wird der Mensch gebeugt und der Mann erniedrigt. Und du mögest
ihnen nicht vergeben! Jesa2/10Jesa Verkriech dich in den Fels und halte dich im Staub versteckt vor dem Schrecken des HERRN und vor der Pracht seiner Majestät! Jesa2/11Jesa Die stolzen Augen des
Menschen werden erniedrigt, und der Hochmut des Mannes wird gebeugt werden. Aber der HERR wird hoch erhaben sein, er allein, an jenem Tag.
Jesa2/12Jesa Denn der HERR der Heerscharen hat [sich] einen Tag [vorbehalten] über alles Hoffärtige und Hohe und über alles Erhabene, dass es erniedrigt werde; Jesa2/13Jesa über alle Zedern des
Libanon, die hohen und erhabenen, und über alle Eichen Basans; Jesa2/14Jesa über alle hohen Berge und über alle erhabenen Hügel; Jesa2/15Jesa über jeden hohen Turm und über jede steile Mauer;
Jesa2/16Jesa über alle Tarsis-Schiffe und über alle kostbaren Boote. Jesa2/17Jesa Und der Stolz des Menschen wird gebeugt und der Hochmut des Mannes erniedrigt werden. Und der HERR wird hoch
erhaben sein, er allein, an jenem Tag. Jesa2/18Jesa Und die Götzen - [mit ihnen] ist es völlig aus. Jesa2/19Jesa Da wird man sich in Felsenhöhlen und in Erdlöchern verkriechen vor dem Schrecken
des HERRN und vor der Pracht seiner Majestät, wenn er sich aufmacht, die Erde zu schrecken. Jesa2/20Jesa An jenem Tag wird der Mensch seine silbernen Götzen und seine goldenen Götzen, die man ihm
zum Anbeten gemacht hat, den Spitzmäusen und den Fledermäusen hinwerfen, Jesa2/21Jesa um sich in die Felsspalten und Steinklüfte zu verkriechen vor dem Schrecken des HERRN und vor der Pracht
seiner Majestät, wenn er sich aufmacht, die Erde zu schrecken. Jesa2/22Jesa Laßt ab vom Menschen, in dessen Nase [nur] ein Hauch ist! Denn wofür ist er zu achten?
Gericht über Sünden, besonders über die der höheren Stände und deren Frauen.
\3\
Jesa3/1Hohel Denn siehe, der Herr, der HERR der Heerscharen, nimmt von Jerusalem und von Juda Stütze und Stab hinweg, jede Stütze des Brotes und jede Stütze des Wassers: Hohel3/2Hohel Held und
Kriegsmann, Richter und Prophet und Wahrsager und Ältesten; Jesa3/3Jesa den Obersten von fünfzig [Mann] und den Angesehenen und den Ratgeber und den geschickten Zauberer und den
Beschwörungskünstler. Jesa3/4Jesa Dann mache ich junge Männer zu ihren Obersten, und Mutwillige sollen über sie herrschen. Jesa3/5Jesa Da wird sich das Volk [bedrängen], Mann gegen Mann und jeder
gegen seinen Nächsten. Sie werden frech auftreten, der Junge gegen den Alten und der Verachtete gegen den Geehrten. Jesa3/6Jesa Dann wird jemand seinen Bruder im Haus seines Vaters packen [und
sagen]: Du hast [noch] einen Mantel, Anführer sollst du uns sein! Und dieser Trümmerhaufen sei unter deiner Hand! Jesa3/7Jesa Doch der wird an jenem Tag [seine Stimme] erheben: Ich will kein
Wundarzt sein, und in meinem Haus ist kein Brot und kein Mantel. Macht mich nicht zum Anführer des Volkes! - Jesa3/8Jesa Denn Jerusalem ist gestürzt und Juda gefallen, weil ihre Zunge und ihre
Taten gegen den HERRN sind, um den Augen seiner Herrlichkeit zu trotzen. Jesa3/9Jesa Dass sie die Person ansehen, zeugt gegen sie. Und von ihrer Sünde sprechen sie offen wie Sodom, sie
verschweigen sie nicht. Wehe ihrer Seele! Denn sich selbst tun sie Böses an. Jesa3/10Jesa Sagt vom Gerechten, dass [es ihm] gutgehen wird, denn die Frucht ihrer Taten werden sie genießen.
Jesa3/11Jesa Wehe dem Gottlosen! Es wird ihm schlechtgehen, denn das Tun seiner Hände wird ihm vergolten. Jesa3/12Jesa [Ach,] mein Volk, seine Antreiber sind Mutwillige, und Frauen beherrschen
es. Mein Volk, deine Führer sind Verführer, und den Weg, den du gehen sollst, verwirren sie.
Jesa3/13Jesa Der HERR steht da zum Rechtsstreit, und er tritt auf, um die Völker zu richten. Jesa3/14Jesa Der HERR wird ins Gericht gehen mit den Ältesten seines Volkes und dessen Obersten: Ihr,
ihr habt den Weinberg abgeweidet, das dem Elenden Geraubte ist in euren Häusern. Jesa3/15Jesa Was [fällt] euch [ein]? Mein Volk zertretet ihr, und das Gesicht der Elenden zermalmt ihr! spricht
der Herr, der HERR der Heerscharen.
Jesa3/16Jesa Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions hochmütig sind und mit hochgerecktem Hals dahergehen und verführerische Blicke werfen, [weil sie] trippelnd einherstolzieren und mit ihren
Fußspangen klirren: Jesa3/17Jesa deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions grindig machen, und der HERR wird ihre Stirn entblößen. Jesa3/18Jesa An jenem Tag wird der Herr wegnehmen den
Schmuck der Fußspangen und Stirnbänder und Halbmonde; Jesa3/19Jesa die Ohrgehänge und Armketten und Schleier; Jesa3/20Jesa die Kopfbunde und Schrittkettchen und Gürtel und Riechfläschchen und
Amulette; Jesa3/21Jesa die Fingerringe und Nasenringe; Jesa3/22Jesa die Prachtkleider und Mäntel und Umschlagtücher und Beutel; Jesa3/23Jesa die Handspiegel und Hemden und Turbane und Überwürfe.
Jesa3/24Jesa Und es wird geschehen, statt des Wohlgeruchs wird Moder sein und statt des Gürtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze und statt des Prunkgewandes ein umgürteter Sack, ein
Brandmal statt Schönheit. Jesa3/25Jesa Deine Männer werden durchs Schwert fallen und deine Helden im Krieg. Jesa3/26Jesa Da werden ihre Tore klagen und trauern, und vereinsamt sitzt sie am
Boden.
\4\
Jesa4/1Jesa Und an jenem Tag werden sieben Frauen einen Mann ergreifen und sagen: Wir wollen unser eigenes Brot essen und uns mit unserem eigenen Mantel bekleiden. Wenn nur dein Name über uns
genannt wird! Nimm unsere Schmach hinweg!
Herrlichkeit Jerusalems nach Läuterung.
Jesa4/2Jesa An jenem Tag wird der Sproß des HERRN zur Zierde und zur Herrlichkeit sein und die Frucht des Landes zum Stolz und zum Schmuck für die Entkommenen Israels. Jesa4/3Jesa Und es wird
geschehen: Wer in Zion übriggeblieben und wer in Jerusalem übriggelassen ist, wird heilig heißen, [jeder,] der zum Leben aufgeschrieben ist in Jerusalem. Jesa4/4Jesa Wenn der Herr den Kot der
Töchter Zions abgewaschen und die Blutschuld Jerusalems aus dessen Mitte hinweggespült hat durch den Geist des Gerichts und durch den Geist des Ausrottens, Jesa4/5Jesa dann wird der HERR über der
ganzen Stätte des Berges Zion und über seinen Versammlungen eine Wolke schaffen bei Tag und Rauch sowie Glanz eines flammenden Feuers bei Nacht; denn über der ganzen Herrlichkeit wird ein
Schutzdach sein. Jesa4/6Jesa Und ein Laubdach wird zum Schatten dienen bei Tag vor der Hitze, und als Zuflucht und Obdach vor Wolkenbruch und Regen.
Gleichnis vom unfruchtbaren Weinberg.
\5\
Jesa5/1Jesa Singen will ich von meinem Freund, das Lied meines Liebsten von seinem Weinberg: Einen Weinberg hatte mein Freund auf einem fetten Hügel. Jesa5/2Jesa Und er grub ihn um und säuberte
ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit Edelreben. Er baute einen Turm in seine Mitte und hieb auch eine Kelterkufe darin aus. Dann erwartete er, dass er Trauben bringe. Doch er brachte schlechte
Beeren.
Jesa5/3Jesa Und nun, Bewohner von Jerusalem und Männer von Juda, richtet doch zwischen mir und meinem Weinberg! Jesa5/4Jesa Was war an meinem Weinberg noch zu tun, und ich hätte es nicht an ihm
getan? Warum habe ich erwartet, dass er Trauben bringe, und er brachte schlechte Beeren? Jesa5/5Jesa Nun, so will ich euch denn mitteilen, was ich mit meinem Weinberg tun werde: Seinen Zaun [will
ich] entfernen, dass er abgeweidet wird, seine Mauer niederreißen, dass er zertreten wird. Jesa5/6Jesa Ich werde ihn zur Wüstenei machen. Er soll nicht beschnitten und nicht behackt werden, in
Dornen und Disteln soll er aufgehen. Und ich will den Wolken befehlen, dass sie keinen Regen auf ihn regnen lassen. Jesa5/7Jesa Denn der Weinberg des HERRN der Heerscharen ist das Haus Israel,
und die Männer von Juda sind die Pflanzung seiner Lust. Und er wartete auf Rechtsspruch, und siehe da: Rechtsbruch; auf Gerechtigkeit, und siehe da: Geschrei über Schlechtigkeit.
Weherufe wegen Sünden - Drohendes Gericht durch einen furchtbaren Feind.
Jesa5/8Jesa Wehe denen, die Haus an Haus reihen, Feld an Feld rücken, bis kein Raum mehr ist und ihr allein ansässig seid mitten im Land! Jesa5/9Jesa [So hat] der HERR der Heerscharen in meine
Ohren [geschworen]: Wenn nicht die vielen Häuser zur Einöde werden [und] die großen und schönen ohne Bewohner sind! Jesa5/10Jesa Denn zehn Juchart Weinberge werden [nur] ein Bat bringen, und ein
Homer Samen wird [nur] ein Efa bringen. - Jesa5/11Jesa Wehe denen, die sich früh am Morgen aufmachen, um Rauschtrank nachzujagen, die bis spät am Abend bleiben, [dass] der Wein sie erhitze!
Jesa5/12Jesa Zither und Harfe, Tamburin und Flöte und Wein gehören zu ihrem Gelage. Aber auf das Tun des HERRN schauen sie nicht, und das Werk seiner Hände sehen sie nicht.
Jesa5/13Jesa Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis. Seine Vornehmen sind Hungerleider, und seine lärmende Menge ist ausgedörrt vor Durst. Jesa5/14Jesa Darum sperrt der
Scheol seinen Schlund weit auf und reißt seinen Rachen auf ohne Maß. Und hinabfährt seine Pracht und sein Getümmel und sein Lärm und wer darin frohlockt. Jesa5/15Jesa Da wird der Mensch gebeugt
und der Mann erniedrigt, und die Augen der Hochmütigen werden erniedrigt. Jesa5/16Jesa Und der HERR der Heerscharen wird im Gericht erhaben sein, und Gott, der Heilige, sich heilig erweisen in
Gerechtigkeit. - Jesa5/17Jesa Und Lämmer werden [dort] weiden wie auf ihrer Trift, und Ziegen nähren sich in den Trümmerstätten der Vertriebenen.
Jesa5/18Jesa Wehe denen, die die Schuld herbeiziehen mit Stricken des Nichts, und die Sünde wie mit Wagenseilen! Jesa5/19Jesa Die da sagen: Es eile, es komme rasch sein Werk, damit wir es sehen!
Und der Ratschluß des Heiligen Israels nahe heran und komme, damit wir ihn erkennen! Jesa5/20Jesa Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht
zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem! Jesa5/21Jesa Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig halten! Jesa5/22Jesa Wehe denen,
die Helden sind im Weintrinken und tapfere Männer im Mischen von Rauschtrank; Jesa5/23Jesa die den Ungerechten wegen eines Bestechungsgeschenkes gerecht sprechen, den Gerechten aber ihre
Gerechtigkeit absprechen!
Jesa5/24Jesa Darum, wie des Feuers Zunge die Stoppeln verzehrt und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte auffliegen wie Staub. Denn sie
haben das Gesetz des HERRN der Heerscharen verworfen und das Wort des Heiligen Israels verschmäht. Jesa5/25Jesa Darum ist der Zorn des HERRN gegen sein Volk entbrannt, und er hat seine Hand gegen
sie ausgestreckt und sie geschlagen. Und die Berge erbebten, und ihre Leichen lagen wie Kehricht mitten auf den Straßen. Bei alledem hat sein Zorn sich nicht gewandt, und noch ist seine Hand
ausgestreckt.
Jesa5/26Jesa Und er wird ein Feldzeichen aufrichten für die Nation in der Ferne, und er wird sie herbeipfeifen vom Ende der Erde; und siehe, eilends, schnell wird sie kommen. Jesa5/27Jesa Kein
Erschöpfter und kein Stürzender ist bei ihr; nicht schlummert noch schläft sie; keinem löst sich der Gürtel von seinen Lenden, [und] keinem zerreißt der Riemen seiner Schuhe. Jesa5/28Jesa Ihre
Pfeile sind geschärft und all ihre Bogen gespannt, die Hufe ihrer Pferde sind Kieselsteinen gleich und ihre Räder gleich dem Wirbelwind. Jesa5/29Jesa Ihr Gebrüll ist wie das einer Löwin, sie
brüllt wie die Junglöwen. Und sie knurrt und packt die Beute und bringt sie in Sicherheit, und kein Retter ist da. Jesa5/30Jesa Und sie knurrt über ihr an jenem Tag wie das Tosen des Meeres. Dann
blickt man zur Erde, und siehe, angstvolle Finsternis; und das Licht ist verfinstert durch ihr Gewölk.
Gesicht des Jesaja und seine Beauftragung.
\6\
Jesa6/1Jesa Im Todesjahr des Königs Usija, da sah ich den Herrn sitzen auf hohem und erhabenem Thron, und die Säume [seines Gewandes] füllten den Tempel. Jesa6/2Jesa Seraphim standen über ihm.
Jeder von ihnen hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckte er sein Gesicht, mit zweien bedeckte er seine Füße, und mit zweien flog er. Jesa6/3Jesa Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig,
heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfüllt mit seiner Herrlichkeit! Jesa6/4Jesa Da erbebten die Türpfosten in den Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus
wurde mit Rauch erfüllt. Jesa6/5Jesa Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine
Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen. Jesa6/6Jesa Da flog einer der Seraphim zu mir; und in seiner Hand war eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen
hatte. Jesa6/7Jesa Und er berührte [damit] meinen Mund und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt; so ist deine Schuld gewichen und deine Sünde gesühnt.
Jesa6/8Jesa Und ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! Jesa6/9Jesa Und er sprach: Geh hin und sprich
zu diesem Volk: Hören, ja, hören sollt ihr und nicht verstehen! Sehen, ja, sehen sollt ihr und nicht erkennen! Jesa6/10Jesa Mache das Herz dieses Volkes fett, mache seine Ohren schwer[hörig], und
verklebe seine Augen: damit es mit seinen Augen [nicht] sieht und mit seinen Ohren [nicht] hört und sein Herz [nicht] einsichtig wird und es [nicht] umkehrt und Heilung für sich findet!
Jesa6/11Jesa Da sagte ich: Wie lange, Herr? Und er sprach: Bis die Städte verwüstet sind, ohne Bewohner, und die Häuser ohne Menschen und das Land zur Öde verwüstet ist. Jesa6/12Jesa Der HERR
wird die Menschen weit fortschicken, und die Verlassenheit mitten im Land wird groß sein. Jesa6/13Jesa Und ist noch ein Zehntel darin, so wird es wieder dem Niederbrennen anheimfallen wie die
Terebinthe und wie die Eiche, an denen beim Fällen ein Stumpf [bleibt] - ein heiliger Same ist sein Stumpf.
Des Königs Ahas Verzagtheit und Unglaube - Verheißung des Immanuel.
\7\
Jesa7/1Jesa Und es geschah in den Tagen des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas, des Königs von Juda, da zog Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn des Remalja, der König von
Israel, nach Jerusalem hinauf zum Kampf gegen es; aber er konnte nicht gegen es kämpfen. Jesa7/2Jesa Als nun dem Haus David gemeldet wurde: Aram hat sich auf [dem Gebiet von] Ephraim
niedergelassen, da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem Wind beben. Jesa7/3Jesa Der HERR aber sprach zu Jesaja: Geh doch hinaus, Ahas entgegen, du und dein
Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, zur Straße des Walkerfeldes, Jesa7/4Jesa und sage ihm: Hüte dich und halte dich ruhig! Fürchte dich nicht, und dein Herz
verzage nicht vor diesen beiden rauchenden Holzscheitstümpfen, [nämlich] vor der Zornglut Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas! Jesa7/5Jesa Weil Aram Böses gegen dich beschlossen hat [ebenso
wie] Ephraim und der Sohn des Remalja, indem sie sagen: Jesa7/6Jesa `Laßt uns gegen Juda hinaufziehen und ihm Grauen einjagen und es für uns erobern, und dort den Sohn des Tabeal zum König
machen! Jesa7/7Jesa so spricht der Herr HERR: Es wird nicht zustandekommen und nicht geschehen. Jesa7/8Jesa Denn das Haupt von Aram ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin - und noch
65 Jahre, dann ist Ephraim zerschlagen, [dann ist es] kein Volk [mehr] -, Jesa7/9Jesa und das Haupt von Ephraim ist Samaria und das Haupt von Samaria ist der Sohn des Remalja. Glaubt ihr nicht,
dann bleibt ihr nicht!
Jesa7/10Jesa Und der HERR fuhr fort, zu Ahas zu reden, und sprach: Jesa7/11Jesa Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott! In der Tiefe fordere es oder oben in der Höhe! Jesa7/12Jesa Ahas
aber sagte: Ich will nicht fordern und will den HERRN nicht prüfen. Jesa7/13Jesa Da sprach er: Hört doch, Haus David! Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüdet?
Jesa7/14Jesa Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel nennen. Jesa7/15Jesa Rahm und Honig
wird er essen, bis er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen. Jesa7/16Jesa Denn ehe der Junge weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor
dessen beiden Königen dir graut. Jesa7/17Jesa Der HERR wird über dich, über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage kommen lassen, wie sie nicht gekommen sind seit dem Tag, an dem Ephraim
sich von Juda getrennt hat: den König von Assur.
Jesa7/18Jesa Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der HERR die Fliege, die am Ende der Ströme Ägyptens, und die Biene, die im Land Assur ist, herbeipfeifen. Jesa7/19Jesa Dann werden sie
kommen und sich alle niederlassen in den Tälern der Schluchten und in den Spalten der Felsen, in allen Dornsträuchern und an allen Tränkplätzen. Jesa7/20Jesa An jenem Tag wird der Herr durch das
Schermesser, das auf der anderen Seite des Stromes gedungen wurde, [nämlich] durch den König von Assur, das Haupt scheren und das Haar der Beine, ja, auch den Bart wird es wegnehmen. Jesa7/21Jesa
An jenem Tag wird es geschehen, da wird einer eine junge Kuh und zwei Schafe am Leben erhalten. Jesa7/22Jesa Und es wird geschehen, wegen der Menge der Milch, die sie geben, wird er Rahm essen,
ja, Rahm und Honig wird jeder essen, der im Land übriggeblieben ist. Jesa7/23Jesa Und es wird an jenem Tag geschehen, dass jeder Ort, wo tausend Weinstöcke [im Wert] von tausend Silber[schekeln]
stehen, den Dornen und Disteln gehört. Jesa7/24Jesa [Nur] mit Pfeilen und Bogen wird man dorthin kommen, denn zu Dornen und Disteln wird das ganze Land werden. Jesa7/25Jesa Und [auf] alle Berge,
die mit der Hacke behackt werden, dahin wirst du nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und sie werden ein Ort sein, an den man Rinder treibt und der von Schafen zertreten
wird.
Der Sohn des Propheten als Zeichen des Gerichts.
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Jesa8/1Jesa Und der HERR sprach zu mir: Nimm dir eine große Tafel und schreibe darauf mit Menschengriffel: Für Schnell-Raub Eile-Beute! Jesa8/2Jesa Da nahm ich mir zuverlässige Zeugen: den
Priester Uria und Secharja, den Sohn des Jeberechja. - Jesa8/3Jesa Und ich nahte der Prophetin, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und der HERR sprach zu mir: Gib ihm den Namen:
`Schnell-Raub Eile Beute! Jesa8/4Jesa Denn ehe der Junge zu rufen versteht: `Mein Vater! und: `Meine Mutter!, wird man den Reichtum von Damaskus und die Beute von Samaria vor dem König von Assur
hertragen.
Jesa8/5Jesa Und der HERR fuhr fort, weiter zu mir zu reden: Jesa8/6Jesa Weil dieses Volk die Wasser von Siloah verworfen, die still dahinfließen, und Freude hat an Rezin und dem Sohn des Remalja:
Jesa8/7Jesa darum, siehe, läßt der Herr die mächtigen und großen Wasser des Stromes über sie heraufsteigen - den König von Assur und all seine Herrlichkeit. Er wird heraufsteigen über all seine
Betten und über all seine Ufer gehen. Jesa8/8Jesa Und er wird über Juda dahinfahren, [alles] überschwemmen und überfluten; bis an den Hals wird er reichen. Und die Spanne seiner Flügel wird die
Weite deines Landes füllen, Immanuel!
Jesa8/9Jesa Tobt, ihr Völker, und erschreckt! Und horcht auf, all ihr fernen [Bewohner] der Erde! Gürtet euch und erschreckt, gürtet euch und erschreckt! Jesa8/10Jesa Schmiedet einen Plan, er
geht in die Brüche! Beredet die Sache, sie wird nicht zustandekommen! (weil Gott das Böse vereiteln wird) Denn Gott ist mit uns. (Gott möchte uns bewahren) Jesa8/11Jesa Denn so hat der HERR zu
mir gesprochen, als [seine] Hand [mich] packte und er mich davor warnte, auf dem Weg dieses Volkes zu gehen: Jesa8/12Jesa Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk Verschwörung
nennt. (Das Negative und Böse ist schlimm genug und selbst zu sagen schändlich. Ihr sollt es nicht dauernd bedenken, es auch nicht zur Evangelisation benutzen) Das, was sie fürchten, sollt ihr
nicht fürchten und nicht [davor] erschrecken. (Dass viele nach der Weltanschauung getötet werden sollen, das soll euch nicht ängstigen. Lasst euch nicht einschüchtern) Jesa8/13Jesa Den HERRN der
Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken! (Sprüche 4,23: Mehr als alles andere behüte dein Herz. Die Ehrfurcht vor Gott muss wiederhergestellt werden:
Den Allmächtigen sollt ihr fürchten. Gott soll man die Ehre geben, Ihn preisen, Ihn anbeten. Ich bet Dich an, allmächtger Gott, keiner ist wie Du. Jesus gebührt die höchste Ehre! Feiert Jesus!)
Jesa8/14Jesa Und er wird zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems.
Jesa8/15Jesa Und viele unter ihnen werden stürzen, werden fallen und zerbrechen, verstrickt und gefangen werden. - Jesa8/16Jesa Binde die Offenbarung zusammen, versiegele die Weisung unter meinen
Jüngern! - Jesa8/17Jesa Und ich will auf den HERRN harren, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt, und will auf ihn hoffen.
Jesa8/18Jesa Siehe, ich und die Kinder, die der HERR mir gegeben hat, wir sind zu Zeichen und zu Wundern in Israel [geworden] vom HERRN der Heerscharen, der auf dem Berg Zion wohnt. Jesa8/19Jesa
Und wenn sie zu euch sagen: Befragt die Totengeister und die Wahrsagegeister, die da flüstern und murmeln! [, so antwortet:] Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? [Soll es etwa] für die
Lebenden die Toten [befragen]? Jesa8/20Jesa Hin zur Weisung und zur Offenbarung! Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, dann gibt es für sie keine Morgenröte.
Jesa8/21Jesa Man wird darin umherziehen, bedrückt und hungrig. Und es wird geschehen, wenn man Hunger leidet, dann wird man von Wut übermannt werden und seinen König und seinen Gott verfluchen.
Und man wird sich nach oben wenden Jesa8/22Jesa und wird zur Erde blicken: und siehe, [da ist] Not und Finsternis, bedrängendes Dunkel, und in dichte Finsternis ist man
hineingestoßen.
Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids.
Jesa8/23Jesa Doch nicht [bleibt das] Dunkel [über] dem, der von der Finsternis bedrängt ist. Wie die frühere Zeit dem Land Sebulon und dem Land Naftali Schmach gebracht hat, so bringt die spätere
den Weg am Meer, das [Land] jenseits des Jordan [und] den Kreis der Nationen zu Ehren.
\9\
Jesa9/1Jesa Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht. Die im Land der Finsternis wohnen, Licht leuchtet über ihnen. Jesa9/2Jesa Du vermehrst den Jubel, du machst die Freude groß. Sie
freuen sich vor dir, wie man sich freut in der Ernte, wie man jauchzt beim Verteilen der Beute. Jesa9/3Jesa Denn das Joch ihrer Last, den Stab [auf] ihrer Schulter, den Stock ihres Treibers
zerbrichst du wie am Tag Midians. Jesa9/4Jesa Denn jeder Stiefel, der dröhnend einherstampft, und [jeder] Mantel, in Blut gewälzt, fällt dem Brand anheim, [wird] ein Fraß des Feuers. Jesa9/5Jesa
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des
Friedens. Jesa9/6Jesa Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von
nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun.
Drohendes Gericht über Israel.
Jesa9/7Jesa Ein Wort sendet der Herr gegen Jakob, und in Israel fällt es nieder. Jesa9/8Jesa Und das ganze Volk erkennt es, Ephraim und die Bewohner von Samaria, die in Hochmut und mit
überheblichen Herzen sagen: Jesa9/9Jesa Die Ziegelsteine sind gefallen, aber mit Quadern bauen wir auf. Die Sykomoren sind abgehauen, aber wir setzen Zedern an ihre Stelle. Jesa9/10Jesa Doch der
HERR wird die Gegner, [nämlich] Rezin, über es erhöhen und seine Feinde aufstacheln: Jesa9/11Jesa Aram von Osten und die Philister von Westen; die werden Israel fressen mit vollem Maul. - Bei
alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
Jesa9/12Jesa Aber das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schlägt, und den HERRN der Heerscharen suchen sie nicht. Jesa9/13Jesa Da haut der HERR von Israel Kopf und Schwanz ab, Palmzweig und Binse
an einem Tag. Jesa9/14Jesa Der Älteste und Angesehene, er ist der Kopf; und der Prophet, der Lüge lehrt, er ist der Schwanz. Jesa9/15Jesa Denn die Führer dieses Volkes werden zu Verführern und
die von ihnen Geführten zu Verwirrten. Jesa9/16Jesa Darum wird sich der Herr über dessen junge Männer nicht freuen, und über seine Waisen und Witwen wird er sich nicht erbarmen. Denn sie alle
sind Gottlose und Übeltäter, und jeder Mund redet Torheit. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
Jesa9/17Jesa Denn die Gottlosigkeit brennt wie Feuer: Dornen und Disteln verzehrt sie und zündet in den Dickichten des Waldes, dass sie emporwirbeln als hoch aufsteigender Rauch. Jesa9/28Jesa
Durch den Grimm des HERRN der Heerscharen ist das Land verbrannt, und das Volk ist wie ein Fraß des Feuers geworden; keiner hat Mitleid mit dem andern. Jesa9/19Jesa Und man verschlingt zur
Rechten und hungert, und man frißt zur Linken und wird nicht satt. Jeder frißt das Fleisch seines Nächsten: Jesa9/20Jesa Manasse den Ephraim, und Ephraim den Manasse; diese miteinander zusammen
[aber fallen] über Juda her. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
\10\
Jesa10/1Jesa Wehe denen, die Ordnungen des Unheils anordnen, und den Schreibern, die Mühsal schreiben, Jesa10/2Jesa um die Geringen von [ihrem] Rechtsanspruch zu verdrängen und den Elenden meines
Volkes [ihr] Recht zu rauben, damit die Witwen ihr Plündergut werden und sie die Waisen plündern! Jesa10/3Jesa Und was wollt ihr tun am Tag der Heimsuchung und beim Sturm, der von weither kommt?
Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe und wo euren Reichtum lassen? Jesa10/4Jesa Beugt man sich nicht unter Gefangenen, so muß man unter Erschlagenen fallen. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht
ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
Weheruf über Assur und dessen Niederlage.
Nah 1-3; Zeph 2,13-15.
Jesa10/5Jesa Wehe, Assur, Rute meines Zorns! Und der Stock meines Zorns - in ihrer Hand ist er. Jesa10/6Jesa Gegen eine gottlose Nation sende ich ihn, und gegen das Volk meines Grimmes entbiete
ich ihn, Raub zu rauben und Beute zu erbeuten und es zertreten zu lassen wie Straßenkot. Jesa10/7Jesa Er aber meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht so, sondern zu verheeren hat er im Sinn
und nicht wenige Nationen auszurotten. Jesa10/8Jesa Denn er sagt: Sind meine Oberste nicht allesamt Könige? Jesa10/9Jesa Ist Kalne nicht wie Karkemisch, Hamat nicht wie Arpad, Samaria nicht wie
Damaskus? Jesa10/10Jesa Wie meine Hand die Königreiche der Götzen erreicht hat - und ihre geschnitzten Bilder waren mehr als die von Jerusalem und von Samaria -, Jesa10/11Jesa werde ich nicht,
wie ich Samaria und seinen Götzen getan habe, ebenso Jerusalem und seinen Götzenbildern tun?
Jesa10/12Jesa Aber es wird geschehen, wenn der Herr sein ganzes Werk am Berg Zion und an Jerusalem vollendet hat, wird er die Frucht des überheblichen Herzens des Königs von Assur heimsuchen und
den hochmütigen Stolz seiner Augen. Jesa10/13Jesa Denn er hat gesagt: Durch die Kraft meiner Hand habe ich es getan und durch meine Weisheit, denn ich bin verständig. Und ich beseitige die
Grenzen der Völker und plündere ihre Schätze und stoße die Bewohner hinab wie ein Starker. Jesa10/14Jesa Meine Hand hat den Reichtum der Völker erreicht wie ein Nest. Und wie man verlassene Eier
zusammenrafft, so habe ich die ganze Erde zusammengerafft: da war keiner, der mit dem Flügel schlug oder den Schnabel aufriß und piepste. - Jesa10/15Jesa Rühmt sich die Axt gegen den, der damit
haut? Oder brüstet sich die Säge gegen den, der sie zieht? Als schwänge ein Stock den, der ihn hochhebt, als ob ein Stab den hochhöbe, der kein Holz ist! Jesa10/16Jesa Darum wird der Herr, der
HERR der Heerscharen, Schwindsucht senden unter seine Fetten, und unter seiner Herrlichkeit wird ein Brand auflodern wie ein Feuerbrand. Jesa10/17Jesa Und das Licht Israels wird zum Feuer werden
und sein Heiliger zur Flamme; die wird seine Dornen und seine Disteln in Brand setzen und verzehren an einem Tag. Jesa10/18Jesa Und man wird die Herrlichkeit seines Waldes und seines
Fruchtgartens von der Seele bis zum Fleisch vernichten, und es wird sein, wie wenn ein Kranker dahinsiecht. Jesa10/19Jesa Dann wird der Rest der Bäume seines Waldes zu zählen sein: ein Junge
könnte sie aufschreiben.
Rettung des Überrestes Israels und Jerusalems.
Jesa10/20Jesa An jenem Tag wird es geschehen: Da wird der Überrest Israels, und was vom Haus Jakob entkommen ist, sich nicht mehr länger auf den stützen, der es schlägt, sondern es wird sich auf
den HERRN, den Heiligen Israels, stützen in Treue. Jesa10/21Jesa Ein Überrest wird umkehren, ein Überrest Jakobs, zu dem starken Gott. Jesa10/22Jesa Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand
des Meeres wäre: [nur] ein Überrest davon wird umkehren. Vernichtung ist beschlossen, einherflutend [mit] Gerechtigkeit. Jesa10/23Jesa Denn der Herr, der HERR der Heerscharen, vollzieht
festbeschlossene Vernichtung inmitten der ganzen Erde.
Jesa10/24Jesa Darum, so spricht der Herr, der HERR der Heerscharen: Fürchte dich nicht, mein Volk, das in Zion wohnt, vor Assur, der dich mit dem Stock schlägt und seinen Stab gegen dich erhebt
in der Art Ägyptens! Jesa10/25Jesa Denn nur noch eine ganz kurze Weile, dann wird der Grimm zu Ende sein, und mein Zorn [richtet sich] auf ihre Vernichtung. Jesa10/26Jesa Und der HERR der
Heerscharen wird über ihn die Geißel schwingen wie bei der Niederlage Midians am Felsen Oreb und seinen Stab über das Meer, und er wird ihn erheben in der Art Ägyptens. Jesa10/27Jesa An jenem Tag
wird es geschehen, da weicht seine Last von deiner Schulter, und sein Joch wird von deinem Hals weggerissen, und vernichtet wird das Joch vor dem Fett (vor der Salbung. By the Anointing Jesus
Breaks the Yoke. Such: bytheanointing).
Jesa10/28Jesa Er kommt auf Ajat zu, zieht durch Migron; in Michmas läßt er seinen Troß. Jesa10/29Jesa Sie ziehen durch die Schlucht, `Geba sei unser Nachtquartier! Rama bebt, Gibea Sauls flieht.
Jesa10/30Jesa Schreie gellend, Tochter Gallims! Horche auf, Lajescha! Elendes Anatot! Jesa10/31Jesa Madmena eilt davon, die Bewohner von Gebim bringen [sich] in Sicherheit. Jesa10/32Jesa Noch
heute macht er Halt in Nob. - Er schwingt seine Hand gegen den Berg der Tochter Zion, den Hügel Jerusalems. - Jesa10/33Jesa Siehe, der Herr, der HERR der Heerscharen, haut mit Schreckensgewalt
die Äste herunter. Und die Hochgewachsenen werden gefällt, und die Emporragenden werden niedersinken. Jesa10/34Jesa Und er schlägt das Dickicht des Waldes mit dem Eisen nieder, und der Libanon
fällt durch einen Mächtigen.
Das zukünftige Friedensreich des Christus.
\11\
Jesa11/1Jesa Und ein Sproß wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schößling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Jesa11/2Jesa Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der
Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN; Jesa11/3Jesa und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. Er wird
nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, und nicht zurechtweisen nach dem, was seine Ohren hören, Jesa11/4Jesa sondern er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit und die Elenden des
Landes zurechtweisen in Geradheit. Und er wird den Gewalttätigen schlagen mit dem Stab seines Mundes und mit dem Hauch seiner Lippen den Gottlosen töten. Jesa11/5Jesa Gerechtigkeit wird der
Schurz seiner Hüften sein und die Treue der Schurz seiner Lenden. - Jesa11/6Jesa Und der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim Böckchen lagern. Das Kalb und der Junglöwe und das
Mastvieh werden zusammen sein, und ein kleiner Junge wird sie treiben. Jesa11/7Jesa Kuh und Bärin werden [miteinander] weiden, ihre Jungen werden zusammen lagern. Und der Löwe wird Stroh fressen
wie das Rind. Jesa11/8Jesa Und der Säugling wird spielen an dem Loch der Viper und das entwöhnte Kind seine Hand ausstrecken nach der Höhle der Otter. Jesa11/9Jesa Man wird nichts Böses tun noch
verderblich handeln auf meinem ganzen heiligen Berg. Denn das Land wird voll von Erkenntnis des HERRN sein, wie von Wassern, die das Meer bedecken. - Jesa11/10Jesa Und an jenem Tag wird es
geschehen: der Wurzelsproß Isais, der als Feldzeichen der Völker dasteht, nach ihm werden die Nationen fragen; und seine Ruhestätte wird Herrlichkeit sein.
Jesa11/11Jesa Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der Herr noch einmal seine Hand erheben, um den Überrest seines Volkes, der übrigbleibt, loszukaufen aus Assur und Ägypten, aus Patros
und Kusch, aus Elam, Schinar und Hamat und von den Inseln des Meeres. Jesa11/12Jesa Und er wird den Nationen ein Feldzeichen aufrichten und die Vertriebenen Israels zusammenbringen, und die
Verstreuten Judas wird er sammeln von den vier Enden der Erde. Jesa11/13Jesa Dann wird die Eifersucht Ephraims weichen, und die Bedränger Judas werden ausgerottet werden. Ephraim wird auf Juda
nicht eifersüchtig sein, und Juda wird Ephraim nicht bedrängen. Jesa11/14Jesa Und sie werden nach Westen auf die Berglehne der Philister fliegen. Miteinander werden sie die Söhne des Ostens
ausplündern. Edom und Moab werden ihre Hand greifen, und die Söhne Ammons werden ihnen hörig sein. Jesa11/15Jesa Dann wird der HERR die Meereszunge Ägyptens spalten. Und er wird seine Hand über
den Strom schwingen mit der Gewalt seines Hauches und ihn in sieben Bäche zerschlagen, so dass man mit Schuhen hindurchgehen kann. Jesa11/16Jesa So wird es eine Straße geben für den Überrest
seines Volkes, der aus Assur übrigbleibt, wie es eine [Straße] für Israel gab an dem Tag, als es aus dem Land Ägypten heraufzog.
Dank des Überrestes im zukünftigen Friedensreich.
\12\
Jesa12/1Jesa Und an jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, HERR! Ja, du hast mir gezürnt. Möge dein Zorn sich wenden, dass du mich tröstest! Jesa12/2Jesa Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin
voller Vertrauen und fürchte mich nicht. Denn Jah, der HERR, ist meine Stärke und mein Loblied, und er ist mir zum Heil geworden. - Jesa12/3Jesa Und mit Freuden werdet ihr Wasser schöpfen aus den
Quellen des Heils Jesa12/4Jesa und werdet an jenem Tage sprechen: Preist den HERRN, ruft seinen Namen aus, macht unter den Völkern seine Taten bekannt, verkündet, dass sein Name hoch erhaben ist!
Jesa12/5Jesa Lobsingt dem HERRN, denn Herrliches hat er getan! Das soll auf der ganzen Erde bekannt werden. Jesa12/6Jesa Jauchze und juble, Bewohnerin von Zion! Denn groß ist in deiner Mitte der
Heilige Israels. Ankündigung der Zerstörung Babels, auch als Bild des Gerichts über alle Nationen
Kap. 21,1-10; 47,1-15; Jer 50; 51.
\13\
Jesa13/1Jesa Ausspruch über Babel, den Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat.
Jesa13/2Jesa Auf kahlem Berg richtet ein Feldzeichen auf, mit lauter Stimme ruft ihnen zu, winkt mit der Hand, dass sie einziehen durch die Tore der Edlen! Jesa13/3Jesa Ich habe meine Geheiligten
entboten, auch meine Helden zu meinem Zorn[gericht] gerufen, die über meine Hoheit frohlocken. Jesa13/4Jesa Horch! Getümmel auf den Bergen wie von einem großen Volk! Horch! Getöse von
Königreichen, von versammelten Nationen! Der HERR der Heerscharen mustert ein Kriegsheer. Jesa13/5Jesa Aus fernem Land kommen sie, vom Ende des Himmels - der HERR mit den Werkzeugen seiner
Verwünschung, um das ganze Land zugrunde zu richten. Jesa13/6Jesa Heult, denn nahe ist der Tag des HERRN! Er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. Jesa13/7Jesa Darum werden alle Hände
erschlaffen, und jedes Menschenherz wird zerschmelzen. Jesa13/8Jesa Und sie werden bestürzt sein. Krämpfe und Wehen werden sie packen, sie werden sich winden wie eine Gebärende. Einer starrt den
andern an, ihre Gesichter glühen wie Flammen.
Jesa13/9Jesa Siehe, der Tag des HERRN kommt, grausam mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen; und ihre Sünder wird er von ihr austilgen. Jesa13/10Jesa Denn die Sterne des Himmels
und seine Sternbilder werden ihr Licht nicht leuchten lassen. Die Sonne wird finster sein bei ihrem Aufgang, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen lassen. Jesa13/11Jesa Und ich werde am
Erdkreis die Bosheit heimsuchen und an den Gottlosen ihre Schuld. Ich werde der Anmaßung der Stolzen ein Ende machen und den Hochmut der Gewalttätigen erniedrigen. Jesa13/12Jesa Ich will den
Sterblichen seltener machen als gediegenes Gold und den Menschen [seltener] als Ofirgold. Jesa13/13Jesa Darum werde ich die Himmel erzittern lassen, und die Erde wird aufbeben von ihrer Stelle
beim Grimm des HERRN der Heerscharen und am Tage seiner Zornglut. Jesa13/14Jesa Und es wird wie mit einer verscheuchten Gazelle sein und wie mit einer Herde, die niemand sammelt: jeder wird sich
zu seinem Volk wenden und jeder in sein Land fliehen. Jesa13/15Jesa Wer irgend gefunden wird, soll durchbohrt werden; und wer irgend ergriffen wird, soll durchs Schwert fallen. Jesa13/16Jesa Ihre
Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.
Jesa13/17Jesa Siehe, ich erwecke gegen sie die Meder, die Silber nicht achten und an Gold kein Gefallen haben. Jesa13/18Jesa [Ihre] Bogen werden junge Männer niederstrecken, und über die
Leibesfrucht werden sie sich nicht erbarmen, und der Kinder wegen werden sie nicht betrübt sein. Jesa13/19Jesa So wird es Babel, der Zierde der Königreiche, der stolzen Pracht der Chaldäer,
ergehen wie [nach] der Umkehrung von Sodom und Gomorra durch Gott. Jesa13/20Jesa Nie mehr wird es bewohnt sein, und [es bleibt] unbesiedelt von Generation zu Generation. Und der Araber wird dort
nicht zelten, und Hirten werden [ihre Herden] dort nicht lagern lassen. Jesa13/21Jesa Aber Wüstentiere werden dort lagern, und voller Eulen werden ihre Häuser sein. Strauße werden dort wohnen und
Bocks-Dämonen dort tanzen. Jesa13/22Jesa Wilde Hunde werden heulen in seinen Palästen und Schakale in den Lustschlössern. Und seine Zeit steht nahe bevor, und seine Tage werden nicht verlängert
werden.
Freude und Staunen über den Sturz Babels und seines Königs.
Kap. 21,1-10; 47,1-15; Jer 50; 51.
\14\
Jesa14/1Jesa Denn der HERR wird sich über Jakob erbarmen und Israel noch [einmal] erwählen und wird sie in ihr Land setzen. Und der Fremde wird sich ihnen anschließen, und sie werden sich dem
Haus Jakob zugesellen. Jesa14/2Jesa Und die Völker werden sie nehmen und sie an ihren Ort bringen. Dann wird das Haus Israel [diese] als Knechte und Mägde in Erbbesitz nehmen im Land des HERRN.
Und sie werden die gefangen wegführen, die sie gefangen wegführten, und sie werden ihre Unterdrücker [nieder]treten.
Jesa14/3Jesa Und es wird geschehen, an dem Tag, an dem der HERR dir Ruhe verschafft von deiner Mühsal und deiner Unruhe und von dem harten Dienst, den man dir auferlegt hat, Jesa14/4Jesa da wirst
du dieses Spottlied anstimmen über den König von Babel und sagen: Wie hat aufgehört der Unterdrücker, aufgehört das Anstürmen! Jesa14/5Jesa Zerbrochen hat der HERR den Stab der Gottlosen, den
Herrscherstab, Jesa14/6Jesa der Völker schlug im Grimm mit Schlägen ohne Unterlaß, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Schonung. Jesa14/7Jesa Es ruht, es rastet die ganze Erde. Man
bricht in Jubel aus. Jesa14/8Jesa Auch die Wacholderbäume freuen sich über dich, die Zedern des Libanon: `Seitdem du daliegst, kommt der Holzfäller nicht mehr zu uns herauf. Jesa14/9Jesa Der
Scheol drunten ist in Bewegung um deinetwillen, in Erwartung deiner Ankunft. Er stört deinetwegen die Schatten auf, alle Mächtigen der Erde, er läßt von ihren Thronen alle Könige der Nationen
aufstehen. Jesa14/10Jesa Sie alle beginnen und sagen zu dir: `Auch du bist kraftlos geworden wie wir, bist uns gleich! Jesa14/11Jesa In den Scheol hinabgestürzt ist deine Pracht und der Klang
deiner Harfen. Maden sind unter dir zum Lager ausgebreitet, und Würmer sind deine Decke. Jesa14/12Jesa Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! [Wie bist du] zu Boden
geschmettert, Überwältiger der Nationen! Jesa14/13Jesa Und du, du sagtest in deinem Herzen: `Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich
niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Jesa14/14Jesa Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleich machen. - Jesa14/15Jesa Doch in den Scheol wirst du
hinabgestürzt, in die tiefste Grube. Jesa14/16Jesa Die dich sehen, betrachten dich, sehen dich genau an: `Ist das der Mann, der die Erde erbeben ließ, Königreiche erschütterte? Jesa14/17Jesa Er
machte den Erdkreis der Wüste gleich und riß ihre Städte nieder. Seine Gefangenen entließ er nicht nach Hause. Jesa14/18Jesa Alle Könige der Nationen, sie alle ruhen in Ehren, jeder in seinem
Haus. Jesa14/19Jesa Du aber bist hingeworfen fern von deiner Grabstätte wie ein verabscheuter Schößling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwert Durchbohrten wie ein zertretenes Aas. Jesa14/20Jesa
[Mit denen,] die zu den Steinen der Grube hinabgefahren sind, mit ihnen wirst du nicht vereint werden im Grab. Denn du hast dein Land zugrunde gerichtet, dein Volk erschlagen. Das Geschlecht von
Übeltätern wird in Ewigkeit nicht [mehr] genannt werden.
Jesa14/21Jesa Bereitet für seine Söhne die Schlachtbank zu um der Schuld ihrer Väter willen! Sie sollen sich nicht [mehr] erheben und die Erde in Besitz nehmen und die Fläche des Erdkreises mit
Städten füllen. Jesa14/22Jesa Und ich werde mich gegen sie erheben, spricht der HERR der Heerscharen, und werde von Babel ausrotten Namen und Überrest und Sproß und Nachkommen, spricht der HERR.
Jesa14/23Jesa Ich werde es zum Besitz der Igel machen und zu Wassersümpfen. Und ich werde es ausfegen mit dem Besen der Vertilgung, spricht der HERR der Heerscharen.
Drohendes Gericht über Assur und die Philister.
Jesa14/24Jesa Der HERR der Heerscharen hat geschworen und gesagt: Fürwahr, wie ich es erwog, so geschieht es, und wie ich es beschlossen habe, so kommt es zustande: Jesa14/25Jesa dass ich Assur
in meinem Land zerschmettere und es auf meinen Bergen zertrete. Dann weicht von ihnen sein Joch, und seine Last weicht von ihrer Schulter. Jesa14/26Jesa Das ist der Ratschluß, der über die ganze
Erde beschlossen ist, und das ist die Hand, die über alle Nationen ausgestreckt ist. Jesa14/27Jesa Denn der HERR der Heerscharen hat es beschlossen. Wer wird es ungültig machen? Und seine Hand
ist ausgestreckt. Wer wendet sie zurück?
Hes 25,15-17; Sach 9,5-7.
Jesa14/28Jesa Im Todesjahr des Königs Ahas geschah dieser Ausspruch: Jesa14/29Jesa Freue dich nicht, ganz Philistäa, dass der Stock zerbrochen ist, der dich schlug! Denn aus der Wurzel der
Schlange wird eine Otter hervorkommen, und ihre Frucht wird eine fliegende feurige Schlange sein. Jesa14/30Jesa Da werden die Erstgeborenen der Geringen weiden und die Armen sich in Sicherheit
lagern. Aber deine Wurzel werde ich durch Hunger töten, und deinen Überrest werde ich erschlagen. Jesa14/31Jesa Heule, Tor! Schrei um Hilfe, Stadt! Verzage, ganz Philistäa! Denn von Norden her
kommt Rauch, und keiner sondert sich ab von seinen Scharen. Jesa14/32Jesa Und was antwortet man den Boten der Nation? Ja, der HERR hat die Grundmauern Zions gelegt, und darin finden die Elenden
seines Volkes Zuflucht.
Drohendes Gericht über Moab.
Kap. 16,6-14; Jer 48; Hes 25,8-11; Am 2,1-3; Zeph 2,8-11.
\15\
Jesa15/1Jesa Ausspruch über Moab.
Ja, über Nacht ist Ar-Moab verwüstet, vernichtet; ja, über Nacht ist Kir-Moab verwüstet, vernichtet. Jesa15/2Jesa Man steigt zum [Götzen]tempel hinauf und nach Dibon auf die Höhen, um zu weinen;
auf Nebo und auf Medeba jammert Moab. Auf allen seinen Köpfen ist eine Glatze, jeder Bart ist abgeschoren. Jesa15/3Jesa Auf seinen Gassen gürten sie sich Sacktuch um; auf seinen Dächern und auf
seinen [Markt]plätzen jammert alles, in Tränen zerfließend. Jesa15/4Jesa Heschbon und Elale schreien um Hilfe; bis Jahaz hört man ihre Stimme. Darum erheben die Gerüsteten Moabs das
Kriegsgeschrei, es zittert um sein Leben. Jesa15/5Jesa Mein Herz schreit um Hilfe für Moab, - seine Flüchtlinge [fliehen] bis nach Zoar, nach Eglat-Schelischija. Ja, die Anhöhe von Luhit steigt
man mit Weinen hinauf; ja, auf dem Weg nach Horonajim erhebt man Geschrei über den Zusammenbruch. Jesa15/6Jesa Ja, die Wasser von Nimrim sollen zu Wüsten werden. Ja, verdorrt ist das Gras,
verwelkt das Kraut; das Grün ist nicht mehr da. Jesa15/7Jesa Darum trägt man über den Pappelbach, was man erübrigt und was man aufbewahrt hat. Jesa15/8Jesa Ja, das Wehgeschrei umkreist das Gebiet
von Moab: bis nach Eglajim [dringt] sein Jammern und nach Beer-Elim sein Jammern. Jesa9Jesa Ja, die Wasser von Dimon sind voller Blut. Denn ich verhänge noch mehr [Unheil] über Dimon: einen Löwen
über die Entkommenen Moabs und über den Überrest des Landes.
\16\
Jesa16/1Jesa Sendet einen Widder des Landesherrn von Sela in der Wüste zum Berg der Tochter Zion! Jesa16/2Jesa Und es geschieht: wie umherflatternde Vögel, [wie] ein aufgescheuchtes Nest sind die
Töchter Moabs an den Übergängen des Arnon. Jesa16/3Jesa Schaffe Rat, triff Entscheidung! Am hellen Mittag mache deinen Schatten der Nacht gleich, verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling verrate
nicht! Jesa16/4Jesa Laß die Vertriebenen Moabs sich bei dir als Fremde aufhalten! Sei ihnen ein Versteck vor dem Verwüster! - Wenn der Unterdrücker nicht mehr da ist, die Verwüstung aufgehört
hat, die Zertreter aus dem Lande verschwunden sind, Jesa16/5Jesa dann wird in Güte ein Thron aufgerichtet werden. Und auf ihm - im Zelt Davids - wird einer in Beständigkeit sitzen, der da richtet
und nach Recht trachtet und der in Gerechtigkeit erfahren ist.
Kap. 15,1-9.
Jesa16/6Jesa Wir haben gehört von dem Hochmut Moabs, dem sehr hochfahrenden, von seinem Stolz, seinem Hochmut und seiner Überheblichkeit, von seinem eitlen Prahlen. Jesa16/7Jesa Darum wird Moab
heulen über Moab; alles wird heulen. Um die Traubenkuchen von Kir-Hareset werdet ihr seufzen, ganz zerschlagen. Jesa16/8Jesa Denn Heschbons Terrassen[gärten] sind verwelkt, die Weinstöcke von
Sibma, deren edle Trauben die Herren der Nationen [mit Trunkenheit] bezwangen. Bis nach Jaser reichten sie, verloren sich in die Wüste. Seine Ranken breiteten sich aus, gingen über das Meer.
Jesa16/9Jesa Darum beweine ich, wie Jaser weint, den Weinstock von Sibma, mit meinen Tränen tränke ich dich satt, Heschbon und Elale. Denn über dein Sommerobst und über deinen Ernteertrag ist das
Jauchzen [der Feinde] gefallen. Jesa16/10Jesa Da sind Freude und Jubel aus den Fruchtgärten abgeerntet, und in den Weinbergen wird nicht gejubelt, nicht gejauchzt. In den Kelterkufen tritt kein
Kelterer den Wein; dem Jauchzen habe ich ein Ende gemacht. Jesa16/11Jesa Darum klagen meine Eingeweide über Moab wie eine Zither und mein Inneres über Kir-Heres. Jesa16/12Jesa Und es wird
geschehen, wenn Moab erscheint, sich abmüht auf der Opferhöhe und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, dann wird es nichts ausrichten. Jesa16/13Jesa Das ist das Wort, das der HERR einst über
Moab geredet hat. Jesa16/14Jesa Jetzt aber redet der HERR und spricht: In drei Jahren, wie die Jahre eines Tagelöhners, wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich sein samt all der großen Menge. Und
der Überrest wird winzig klein, [gar] nicht groß sein.
Drohendes Gericht über Damaskus und das Reich Israel.
Jer 49,23-27; Am 1,3-5.
\17\
Jesa17/1Jesa Ausspruch über Damaskus.
Siehe, Damaskus hört auf, eine Stadt zu sein, und wird ein Trümmerhaufen. Jesa17/2Jesa Verlassen sind die Städte von Aroer, sie werden den Herden preisgegeben; die lagern [dort] und niemand
schreckt sie auf. Jesa17/3Jesa Und verschwinden wird die feste Stadt aus Ephraim und das Königtum aus Damaskus. Und dem Überrest von Aram ergeht es wie der Herrlichkeit der Söhne Israel, spricht
der HERR der Heerscharen.
Jesa17/4Jesa Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird die Herrlichkeit Jakobs armselig sein und das Fett seines Fleisches mager werden. Jesa17/5Jesa Es wird sein, wie wenn einer bei der Ernte
Getreidehalme zusammenfaßt und sein Arm Ähren abmäht. Es wird sein, wie wenn einer Ähren sammelt in der Talebene Refaim. Jesa17/6Jesa - Doch wird eine Nachlese an ihm übrigbleiben wie beim
Abschlagen der Oliven: zwei, drei reife Oliven oben im Geäst, vier, fünf an den Zweigen des Fruchtbaums, spricht der HERR, der Gott Israels. - Jesa17/7Jesa An jenem Tag wird der Mensch auf den
hinschauen, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels sehen. Jesa17/8Jesa Und er wird nicht schauen auf die Altäre, das Werk seiner Hände. Und was seine Finger gemacht
haben, wird er nicht ansehen, weder die Ascherim noch die Räucheraltäre. - Jesa17/9Jesa An jenem Tag werden seine Festungsstädte sein wie die verlassenen Orte des Waldes und des Berggipfels, die
man vor den Söhnen Israel verließ; und es wird eine Öde sein. - Jesa17/10Jesa Ja, du hast vergessen den Gott deines Heils und nicht gedacht an den Felsen deiner Zuflucht. Deshalb pflanze nur
Pflanzungen des `Lieblichen und besäe sie [nur] mit ausländischen Weinranken! Jesa17/11Jesa Am Tag, da du gepflanzt, ziehst du [sie] groß, und am Morgen, da du gesät, bringst du [sie] zum Blühen:
hin ist die Ernte am Tag des Siechtums und des unheilbaren Schmerzes.
Jesa17/12Jesa Wehe, ein Getöse vieler Völker: wie das Tosen der Meere tosen sie; und ein Rauschen von Völkerschaften: wie das Rauschen gewaltiger Wasser rauschen sie. Jesa17/13Jesa Völkerschaften
rauschen wie das Rauschen vieler Wasser. Doch er bedroht sie, und sie fliehen in die Ferne. Und sie werden gejagt wie Spreu auf den Bergen vor dem Wind und wie die Raddistel vor dem Sturm.
Jesa17/14Jesa Zur Abendzeit, siehe da, [jähes] Erschrecken. Ehe es Morgen wird, gibt es sie nicht mehr. Das ist das Geschick derer, die uns plündern, und das Los derer, die uns
berauben.
Drohendes Gericht über Kusch.
\18\
Jesa18/1Jesa Wehe, Land des Flügelgeschwirrs, jenseits der Ströme von Kusch, Jesa18/2Jesa das Boten auf dem Meer entsendet und in Papyruskähnen über der Wasserfläche! Geht hin, schnelle Boten, zu
der Nation, die hochgewachsen und blank ist, zu dem Volk, das weit und breit gefürchtet ist, zu der Nation, die mit gespannter Kraft [alles] zertritt, deren Land Ströme durchschneiden!
Jesa18/3Jesa Ihr alle, Bewohner des Festlandes und die ihr auf der Erde ansässig seid, wenn man ein Feldzeichen auf den Bergen aufrichtet, seht hin! Und wenn man ins Horn stößt, hört
hin!
Jesa18/4Jesa Denn so hat der HERR zu mir gesprochen: Ich will mich ruhig verhalten und will zuschauen an meiner Stätte, wie flimmernde Glut bei Sonnenschein, wie Taugewölk in der Ernteglut.
Jesa18/5Jesa Denn vor der Ernte, wenn die Blüte vorbei ist und die Blume zur reifenden Traube wird, wird er die Reben abschneiden mit Winzermessern und die Ranken entfernen [und] abreißen.
Jesa18/6Jesa Sie werden allesamt den Raubvögeln der Berge und den Tieren der Erde überlassen werden. Und die Raubvögel werden den Sommer darauf zubringen, und alle Tiere der Erde werden darauf
überwintern.
Jesa18/7Jesa In jener Zeit wird dem HERRN der Heerscharen ein Geschenk dargebracht werden: von einem Volk, das hochgewachsen und blank ist, und von einem Volk, das weit und breit gefürchtet ist,
von einer Nation, die mit gespannter Kraft alles zertritt, deren Land Ströme durchschneiden - zur Stätte des Namens des HERRN der Heerscharen, zum Berg Zion.
Drohendes Gericht über Ägypten.
Jer 46,2-26; Hes 29-32.
\19\
Jesa19/1Jesa Ausspruch über Ägypten.
Siehe, der HERR fährt auf einer schnellen Wolke und kommt nach Ägypten. Da beben die Götzen Ägyptens vor ihm, und das Herz Ägyptens zerschmilzt in seinem Innern. Jesa19/2Jesa Und ich will Ägypten
gegen Ägypten aufstacheln, dass sie kämpfen werden, jeder gegen seinen Bruder und jeder gegen seinen Nächsten, Stadt gegen Stadt, Königreich gegen Königreich. Jesa19/3Jesa Dann wird der Geist
Ägyptens in seinem Innern verstört werden, und seinen Ratschlag will ich verwirren: da werden sie die Götzen und die Totenbeschwörer, die Totengeister und die Wahrsager befragen. Jesa19/4Jesa Und
ich will Ägypten ausliefern in die Hand eines harten Herrn. Und ein grausamer König wird über sie herrschen, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen. - Jesa19/5Jesa Und die Wasser werden im
Meer versiegen, und der Strom wird verdunsten und austrocknen, Jesa19/6Jesa und die Ströme werden stinkend werden. Die Kanäle Mazors werden armselig werden und vertrocknen, Rohr und Schilf werden
schwarz werden. Jesa19/7Jesa Die Binsen am Nil, an der Mündung des Nil, und jedes Saatfeld am Nil verdorrt, wird verweht und besteht nicht mehr. Jesa19/8Jesa Da klagen die Fischer, und es trauern
alle, die die Angel in den Nil auswerfen. Und die auf der Wasserfläche das Netz ausbreiten, werden hinfällig. Jesa19/9Jesa Und zuschanden werden die, die Flachsstengel zu Gekämmtem verarbeiten,
und die Weber erbleichen. Jesa19/10Jesa Und seine Grundpfeiler sind zerschlagen. Alle, die um Lohn arbeiten, sind [in ihrer] Seele betrübt. Jesa19/11Jesa Lauter Toren sind die Obersten von Zoan,
die weisen Ratgeber des Pharao. [Ihr] Ratschlag hat sich als dumm erwiesen. Wie sagt ihr zum Pharao: Ein Sohn der Weisen bin ich, ein Sohn von Königen der Vorzeit? Jesa19/12Jesa Wo sind sie denn,
deine Weisen? Mögen sie dir doch verkünden und erkennen, was der HERR der Heerscharen über Ägypten beschlossen hat. Jesa19/13Jesa Die Obersten von Zoan sind zu Toren geworden, die Obersten von
Nof sind betrogen. Die Anführer seiner Stämme haben Ägypten zum Taumeln gebracht. Jesa19/14Jesa Der HERR hat in seiner Mitte einen Geist des Schwindels gebraut, dass sie Ägypten zum Taumeln
gebracht haben in all seinem Tun, wie ein Trunkener taumelt in seinem Erbrochenen. Jesa19/15Jesa Und Ägypten wird keine Tat [mehr] gelingen, die Kopf oder Schwanz, Palmzweig oder Binse verrichten
[wollen].
Ägypten und Assur mit Israel im zukünftigen Friedensreich
Jesa19/16Jesa An jenem Tag werden die Ägypter wie Frauen sein. Sie werden zittern und beben vor dem Schwingen der Hand des HERRN der Heerscharen, die er gegen sie schwingen wird. Jesa19/17Jesa
Und das Land Juda wird für Ägypten zum Schrecken werden. So oft jemand es bei den Ägyptern erwähnt, werden sie beben vor dem Ratschluß des HERRN der Heerscharen, den er über sie beschlossen
hat.
Jesa19/18Jesa An jenem Tag werden fünf Städte im Land Ägypten sein, die die Sprache Kanaans reden und dem HERRN der Heerscharen schwören werden. Eine wird Ir-Heres heißen. Jesa19/19Jesa An jenem
Tag wird mitten im Land Ägypten dem HERRN ein Altar [geweiht] sein und ein Gedenkstein für den HERRN nahe an seiner Grenze. Jesa19/20Jesa Und er wird zu einem Zeichen und zu einem Zeugnis für den
HERRN der Heerscharen im Land Ägypten werden: Wenn sie zum HERRN schreien werden wegen der Unterdrücker, dann wird er ihnen einen Retter senden; der wird den Streit führen und sie erretten.
Jesa19/21Jesa Und der HERR wird sich den Ägyptern zu erkennen geben, und die Ägypter werden an jenem Tag den HERRN erkennen. Dann werden sie dienen mit Schlachtopfern und Speisopfern und werden
dem HERRN Gelübde tun und sie erfüllen. Jesa19/22Jesa Und der HERR wird die Ägypter schlagen, schlagen und heilen. Und sie werden sich zum HERRN wenden, und er wird sich von ihnen erbitten lassen
und sie heilen.
Jesa19/23Jesa An jenem Tag wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben. Assur wird nach Ägypten und die Ägypter nach Assur kommen, und die Ägypter werden mit Assur [dem HERRN] dienen.
Jesa19/24Jesa An jenem Tag wird Israel der Dritte sein mit Ägypten und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde. Jesa19/25Jesa Denn der HERR der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei
Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil!
Ankündigung des Sieges Assurs über Ägypten und Kusch.
Hes 29-32.
\20\
Jesa20/1Jesa In dem Jahr, in dem der Tartan nach Aschdod kam, als Sargon, der König von Assur, ihn gesandt hatte und er gegen Aschdod kämpfte und es einnahm, Jesa20/2Jesa in dieser Zeit redete
der HERR durch Jesaja, den Sohn des Amoz: Geh und löse das Sacktuch von deinen Hüften und ziehe deine Sandalen von deinen Füßen! Und er tat es, ging nackt und barfuß. Jesa20/3Jesa Da sprach der
HERR: Ebenso wie mein Knecht Jesaja nackt und barfuß gegangen ist, drei Jahre lang als Zeichen und Wahrzeichen über Ägypten und über Kusch, Jesa20/4Jesa so wird der König von Assur die Gefangenen
Ägyptens und die Weggeführten von Kusch wegtreiben, junge Männer und Greise, nackt und barfuß und mit entblößtem Gesäß, zur Schande Ägyptens. Jesa20/5Jesa Und sie werden schreckerfüllt und
beschämt sein wegen Kuschs, ihrer Hoffnung, und wegen Ägyptens, ihres Stolzes. Jesa20/6Jesa Und die Bewohner dieses Küstenlandes werden an jenem Tag sagen: Siehe, so ist es mit unserer Hoffnung,
zu der wir um Hilfe flohen, um vor dem König von Assur gerettet zu werden! Wie sollten wir da entrinnen?
Weissagung der Verwüstung Babels.
Kap. 13; 14; 47,1-15; Jer 50; 51.
\21\
Jesa21/1Jesa Ausspruch über die Wüste des Meeres.
Wie Stürme, wenn sie im Süden daherfahren, so kommt es aus der Wüste, aus einem furchtbaren Land. Jesa21/2Jesa Ein hartes Gesicht wurde mir kundgetan: Der Räuber raubt, und der Verwüster
verwüstet. Auf, Elam! Belagere, Medien! All ihrem Seufzen mache ich ein Ende. Jesa21/3Jesa Darum sind meine Hüften voll Beben, Wehen haben mich gepackt wie die Wehen einer Gebärenden. Ich krümme
mich, dass ich nicht hören, bin bestürzt, dass ich nicht sehen kann. Jesa21/4Jesa Mein Herz rast, Schauder hat mich überfallen. Die Dämmerung, die ich liebe, hat er mir in Schrecken
verwandelt.
Jesa21/5Jesa Man rüstet den Tisch, man ordnet die Polster, man ißt, man trinkt: `Steht auf, ihr Obersten! Salbt den Schild! - Jesa21/6Jesa Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Geh hin, stell
einen Späher auf! Was er sieht, soll er berichten. Jesa21/7Jesa Und sieht er einen Wagenzug, ein Pferdegespann, einen Zug Esel, einen Zug Kamele, dann horche er gespannt auf, mit großer
Aufmerksamkeit! Jesa21/8Jesa Da rief er [wie] ein Löwe: Auf der Turmwarte, o Herr, stehe ich beständig am Tag, und auf meinem Wachtposten stehe ich bereit alle Nächte hindurch! Jesa21/9Jesa Und
siehe da, es kam ein Wagenzug von Männern, ein Pferdegespann . . . Und er fing an und sprach: Gefallen, gefallen ist Babel, und alle Götzenbilder seiner Götter sind zu Boden
geschmettert!
Jesa21/10Jesa Du mein gedroschenes [Volk] und Sohn meiner Tenne! Was ich vom HERRN der Heerscharen, dem Gott Israels, gehört, habe ich euch verkündigt.
Ausspruch über Duma und Arabien.
Kap. 34,5-17; Jer 49,7-22; Hes 25,12-14; 35,1-15; Am 1,11.12; Ob.
Jesa21/11Jesa Ausspruch über Duma.
Aus Seir ruft man mir zu: Wächter, wie weit ist es in der Nacht? Wächter, wie weit in der Nacht? Jesa21/12Jesa Der Wächter sagt: Der Morgen ist gekommen, und [doch] ist auch [noch] Nacht. Wollt
ihr fragen, so fragt! Kommt noch einmal her!
Jer 49,28-33.
Jesa21/13Jesa Ausspruch gegen Arabien.
In der Wildnis von Arabien müßt ihr übernachten, Karawanen der Dedaniter. Jesa21/14Jesa Bringt dem Durstigen Wasser entgegen, Bewohner des Landes Tema! Geht dem Flüchtling entgegen mit Brot für
ihn! Jesa21/15Jesa Denn sie flohen vor den Schwertern, vor dem gezückten Schwert, vor dem gespannten Bogen und vor der Wucht des Krieges. Jesa21/16Jesa Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: In
noch einem Jahr, [hart] wie die Jahre eines Tagelöhners, wird alle Herrlichkeit Kedars verschwinden. Jesa21/17Jesa Und die übriggebliebene Zahl der Bogen der Helden von den Söhnen Kedar wird
gering sein. Denn der HERR, der Gott Israels, hat geredet.
Strafrede gegen Jerusalem.
\22\
Jesa22/1Jesa Ausspruch [über das] Tal der Offenbarung.
Was ist dir denn, dass du insgesamt auf die Dächer gestiegen bist? Jesa22/2Jesa [Du] lärmende Stadt voller Getümmel, du ausgelassene Stadt, deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert
Erschlagene und nicht in der Schlacht Getötete! Jesa22/3Jesa All deine Anführer sind miteinander geflohen, ohne einen Bogen[schuß] wurden sie gefangen, alle, die man in dir fand, wurden
miteinander gefangen, weit fort wollten sie fliehen. Jesa22/4Jesa Darum sage ich: Schau weg von mir! Bitterlich weinen muß ich. Dringt nicht darauf, mich zu trösten über die Verwüstung der
Tochter meines Volkes! Jesa22/5Jesa Denn ein Tag der Bestürzung, der Zertretung und der Verwirrung [kam] vom Herrn, dem HERRN der Heerscharen, im Tal der Offenbarung. Es bricht die Mauer, und
Hilfegeschrei [hallt] zum Gebirge hin. Jesa22/6Jesa Und Elam erhebt den Köcher mit bemannten Wagen [und] Reitern; und Kir enthüllt den Schild. Jesa22/7Jesa Und es wird geschehen, deine
auserlesenen Talebenen werden voller Wagen sein, und die Reiter nehmen Stellung gegen das Tor. Jesa22/8Jesa Da nimmt man Judas Schutz weg. Aber du blickst an jenem Tag nach den Waffen des
Waldhauses. Jesa22/9Jesa Und ihr seht die Risse der Stadt Davids, dass sie zahlreich sind, und ihr sammelt die Wasser des unteren Teiches. Jesa22/10Jesa Auch zählt ihr die Häuser von Jerusalem
und brecht die Häuser ab, um die Mauer unzugänglich zu machen. Jesa22/11Jesa Und ihr macht ein Sammelbecken zwischen den beiden Mauern für die Wasser des alten Teiches. Aber ihr blickt nicht auf
den, der es getan, und seht den nicht an, der es lange vorher gebildet hat. - Jesa22/12Jesa Und an jenem Tag ruft der Herr, der HERR der Heerscharen, zum Weinen und zur Wehklage auf, zum
Kahlscheren und zum Umgürten von Sacktuch. Jesa22/13Jesa Aber siehe, Wonne und Freude, Rindertöten und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken: Laßt uns essen und trinken, denn morgen
sterben wir! Jesa22/14Jesa Aber der HERR der Heerscharen hat sich meinen Ohren geoffenbart: Wenn euch diese Schuld vergeben wird, bis ihr sterbt, spricht der Herr, der HERR der
Heerscharen.
Absetzung des Schebna, Einsetzung des Eljakim.
Jesa22/15Jesa So sprach der Herr, der HERR der Heerscharen: Auf! Geh zu diesem Verwalter da, zu Schebna, der über das Haus [des Königs bestellt] ist [, und sprich]: Jesa22/16Jesa Was hast du
hier, und wen hast du hier, dass du dir hier ein Grab aushaust? - [du,] der sein Grab aushaut [hier] auf der Höhe, sich eine Wohnung in den Felsen meißelt? Jesa22/17Jesa Siehe, der HERR wird dich
weit wegschleudern, [dich] hin und herschütteln, Mann! Er wird dich fest packen, Jesa22/18Jesa zu einem Knäuel wird er dich fest zusammenwickeln, wie den Ball [dich wegschleudern] in ein Land,
das nach beiden Seiten weit ausgedehnt ist. Dort wirst du sterben, und dorthin [kommen] deine Prunkwagen, du Schande für das Haus deines Herrn! Jesa22/19Jesa Und ich werde dich von deinem Posten
wegstoßen, und aus deiner Stellung wird man dich herunterreißen. - Jesa22/20Jesa Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich meinen Knecht Eljakim rufen, den Sohn des Hilkija. Jesa22/21Jesa
Und ich werde ihn mit deinem Leibrock bekleiden und ihm deinen Gürtel fest umbinden und werde deine Herrschaft in seine Hand geben. Und er wird den Bewohnern von Jerusalem und dem Haus Juda zum
Vater sein. Jesa22/22Jesa Und ich werde den Schlüssel des Hauses David auf seine Schulter legen. Er wird öffnen, und niemand wird schließen, er wird schließen, und niemand wird öffnen.
Jesa22/23Jesa Und ich werde ihn als Pflock einschlagen an einen festen Ort; und er wird seinem Vaterhaus zum Thron der Würde sein. Jesa22/24Jesa Dann werden sie sich an ihn hängen - die ganze
Bürde seines Vaterhauses: die Sprößlinge und die Schößlinge, alle kleinen Gefäße, von den Beckengefäßen bis zu allen Kruggefäßen. Jesa22/25Jesa An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen,
wird der Pflock weichen, der an einem festen Ort eingeschlagen war, und er wird abgehauen werden und fallen, und die Last, die er trug, wird beseitigt werden. Denn der HERR hat
geredet.
Ausspruch über Tyrus.
V. 1-14: Jer 25,22; Hes 26-28; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.
\23\
Jesa23/1Jesa Ausspruch über Tyrus.
Heult, ihr Schiffe von Tarsis! Denn es ist verwüstet, ohne Haus. Beim Heimkommen aus dem Land Kittim ist es ihnen kundgeworden. Jesa23/2Jesa Wehklagt, ihr Bewohner der Küste, Kaufmann von Sidon,
der über das Meer fuhr - sie haben dich angefüllt - Jesa23/3Jesa und über gewaltige Wasser! Die Saat des Schihor, die Ernte des Nil war ihr Ertrag; und sie war der Handelsgewinn der Nationen.
Jesa23/4Jesa Sei beschämt, Sidon! Denn das Meer spricht, das Meer, [deine] Zuflucht: Ich habe keine Wehen gehabt und nicht geboren und keine jungen Männer großgezogen noch Jungfrauen auferzogen.
Jesa23/5Jesa Sobald die Nachricht nach Ägypten kommt, werden sie sich winden wie bei der Nachricht von Tyrus. Jesa23/6Jesa Fahrt hinüber nach Tarsis! Heult, ihr Bewohner der Küste! Jesa23/7Jesa
Ist das eure ausgelassene [Stadt], deren Ursprung in den Tagen der Urzeit [liegt], deren Füße sie hintragen, in der Ferne [als Fremde] zu wohnen?
Jesa23/8Jesa Wer hat dies beschlossen über Tyrus, die Kronenspenderin, deren Kaufleute Oberste, deren Händler die Geehrten der Erde waren? Jesa23/9Jesa Der HERR der Heerscharen hat es
beschlossen, um den Hochmut aller Herrlichkeit zu entweihen, um alle Geehrten der Erde verächtlich zu machen.
Jesa23/10Jesa Bearbeite dein Land, wie [man es am] Nil [tut], Tochter Tarsis! Es gibt keine Werft mehr. Jesa23/11Jesa Er hat seine Hand über das Meer ausgestreckt, hat Königreiche in Beben
versetzt; der HERR hat gegen Kanaan aufgetragen, seine Festungen zu zerstören. Jesa23/12Jesa Und er sprach: Du sollst nicht mehr frohlocken, du geschändete Jungfrau, Tochter Sidon! Mache dich auf
nach Kittim, fahre hinüber! Auch dort wirst du keine Ruhe haben. Jesa23/13Jesa Siehe, das Land der Kittäer, dieses Volk gibt es nicht [mehr]! - Assur hatte es für seine Schiffe bestimmt. - Man
hat Belagerungstürme [gegen es] errichtet, seine Paläste bloßgelegt, es zu einem Trümmerhaufen gemacht. Jesa23/14Jesa Heult, ihr Schiffe von Tarsis! Denn eure Festung ist verwüstet.
Jesa23/15Jesa Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird Tyrus siebzig Jahre vergessen sein, [solange] wie die [Lebens]tage eines Königs [währen]. Am Ende von siebzig Jahren [aber] wird es Tyrus
ergehen, wie [es in] dem Lied von der Hure [heißt]: Jesa23/16Jesa Nimm die Zither, geh umher in der Stadt, vergessene Hure! Spiel, so gut du kannst, sing Lied um Lied, dass man sich an dich
erinnert! Jesa23/17Jesa Denn es wird am Ende von siebzig Jahren geschehen, da wird der HERR Tyrus [wieder] heimsuchen. Und sie wird wieder zu ihrem Hurenlohn kommen und wird Hurerei treiben mit
allen Königreichen der Erde [, die] auf der Fläche des Erdbodens [sind]. Jesa23/18Jesa Und ihr Handelsgewinn und ihr Hurenlohn wird dem HERRN heilig sein. Er wird nicht angehäuft und nicht
aufbewahrt werden, sondern ihr Handelsgewinn wird für die sein, die vor dem HERRN wohnen, damit sie essen, bis sie satt sind, und prächtig gekleidet seien.
Verwüstung des Landes als Heimsuchung Gottes.
\24\
Jesa24/1Jesa Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und kehrt ihre Oberfläche um und zerstreut ihre Bewohner. Jesa24/2Jesa Und wie dem Volk, so ergeht es dem Priester; wie dem Knecht,
so seinem Herrn; wie der Magd, so ihrer Gebieterin; wie dem Käufer, so dem Verkäufer; wie dem Verleiher, so dem Borger; wie dem Schuldner, so seinem Gläubiger. Jesa24/3Jesa Völlig ausgeleert wird
die Erde und geplündert, denn der HERR hat dieses Wort geredet. Jesa24/4Jesa Es vertrocknet, es welkt das Land, es schmachtet, es welkt der Erdkreis, es schmachten die Hohen des Volkes im Land.
Jesa24/5Jesa Und die Erde ist entweiht worden unter ihren Bewohnern. Denn sie haben die Gesetze übertreten, die Ordnungen überschritten, den ewigen Bund ungültig gemacht! Jesa24/6Jesa Darum hat
der Fluch die Erde verzehrt, und es büßen, die auf ihr wohnen. Darum sind die Bewohner der Erde dahingeschwunden, und wenig Menschen bleiben übrig. Jesa24/7Jesa Es vertrocknet der Most, es welkt
der Weinstock, es seufzen alle, die frohen Herzens waren. Jesa24/8Jesa Ins Stocken geraten ist die Freude der Tamburine, der Lärm der Ausgelassenen hat aufgehört, es stockt die Freude der Zither.
Jesa24/9Jesa Man trinkt keinen Wein mehr mit Gesang, bitter schmeckt der Rauschtrank denen, die ihn trinken. Jesa24/10Jesa Zertrümmert ist die öde Stadt, verschlossen jedes Haus, so dass niemand
hineinkommt. Jesa24/11Jesa Klagegeschrei um den Wein [hallt] auf den Straßen; untergegangen ist alle Festfreude, verschwunden die Freude der Erde. Jesa24/12Jesa In der Stadt ist [nur] Verwüstung
übriggeblieben, und das Tor wurde zu Trümmern zerschlagen. Jesa24/13Jesa Denn so wird es geschehen mitten auf der Erde, mitten unter den Völkern: wie beim Abschlagen der Oliven, wie bei der
Nachlese, wenn die Weinernte zu Ende ist.
Jesa24/14Jesa Jene werden ihre Stimme erheben, werden jubeln. Über die Hoheit des HERRN jauchzen sie vom Meer her: Jesa24/15Jesa Darum gebt dem HERRN Ehre im Osten, auf den Inseln des Meeres dem
Namen des HERRN, des Gottes Israels! Jesa24/16Jesa Vom Ende der Erde her hören wir Gesänge: Herrlichkeit dem Gerechten! - Da sagte ich: Ich vergehe, ich vergehe, wehe mir! Räuber rauben, und
räuberisch raubend rauben sie. Jesa24/17Jesa Grauen und Grube und Garn über dich, Bewohner der Erde! Jesa24/18Jesa Und es geschieht, wer vor der Stimme des Grauens flieht, fällt in die Grube; und
wer aus der Grube heraufsteigt, wird im Garn gefangen. Denn die Fenster in der Höhe tun sich auf, und es erbeben die Grundfesten der Erde. Jesa24/19Jesa Berstend zerbirst die Erde, brechend
zerbricht die Erde, wankend wankt die Erde, Jesa24/20Jesa taumelnd taumelt die Erde wie ein Betrunkener und schwankt hin und her wie eine Nachthütte. Und schwer lastet auf ihr ihr [Treu]bruch:
sie fällt und steht nicht wieder auf.
Jesa24/21Jesa Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR das Heer der Höhe heimsuchen in der Höhe und die Könige der Erde auf der Erde. Jesa24/22Jesa Sie werden eingesperrt, wie man
Gefangene in die Grube einsperrt, ja, sie werden in den Kerker eingeschlossen und nach vielen Tagen heimgesucht werden. Jesa24/23Jesa Da wird der Mond schamrot werden und die Sonne sich schämen.
Denn der HERR der Heerscharen herrscht als König auf dem Berg Zion und in Jerusalem, und vor seinen Ältesten ist Herrlichkeit.
Freude im zukünftigen Friedensreich.
\25\
Jesa25/1Jesa HERR, du bist mein Gott! Ich will dich erheben, preisen will ich deinen Namen. Denn du hast Wunder gewirkt, Ratschlüsse von fernher, Treue [und] Wahrheit. Jesa25/2Jesa Denn du hast
aus einer Stadt einen Steinhaufen gemacht, die uneinnehmbare Stadt zu einem Trümmerhaufen, den Palast der Fremden, dass sie keine Stadt mehr ist: sie wird in Ewigkeit nicht [mehr] aufgebaut
werden. Jesa25/3Jesa Darum wird ein starkes Volk dich ehren, Städte gewalttätiger Nationen werden dich fürchten. Jesa25/4Jesa Denn du bist dem Geringen eine Festung gewesen, eine Festung dem
Armen in seiner Bedrängnis, eine Zuflucht vor dem Wolkenbruch, ein Schatten vor der Hitze. Denn das Schnauben der Gewalttätigen ist wie ein Unwetter im Winter, Jesa25/5Jesa wie Hitze in einer
dürren Gegend. Du demütigst das Lärmen der Fremden. [Wie] die Hitze durch den Schatten einer Wolke, so wird der Gesang der Gewalttätigen gedämpft.
Jesa25/6Jesa Und der HERR der Heerscharen wird auf diesem Berg allen Völkern ein Mahl von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von markigen fetten Speisen, geläuterten alten
Weinen. Jesa25/7Jesa Dann wird er auf diesem Berg die Hülle verschlingen, die das Gesicht aller Völker verhüllt, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist. Jesa25/8Jesa Den Tod
verschlingt er auf ewig, und der Herr HERR wird die Tränen abwischen von jedem Gesicht, und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegtun. Denn der HERR hat geredet.
Jesa25/9Jesa An jenem Tag wird man sagen: Siehe da, unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns rette! Da ist der HERR, auf den wir hofften! Wir wollen jauchzen und uns freuen in seiner Rettung!
Jesa25/10Jesa Denn die Hand des HERRN wird auf diesem Berg ruhen. Aber Moab wird unter ihm zertreten werden, wie man Stroh zertritt in einer Mistlache. Jesa25/11Jesa Und breitet es seine Hände
darin aus, wie der Schwimmer sie ausbreitet, um zu schwimmen, dann wird er seinen Hochmut erniedrigen trotz der [geschickten] Bewegungen seiner Hände. Jesa25/12Jesa Und deine festen, hochragenden
Mauern wird er niederwerfen, niederstürzen, zu Boden stoßen bis in den Staub.
Zukünftiges Lob Israels und Bitte um weiteres Heil.
\26\
Jesa26/1Jesa An jenem Tag wird dieses Lied im Land Juda gesungen werden: Wir haben eine starke Stadt. Zur Rettung setzt er Mauern und Bollwerk. Jesa26/2Jesa Macht die Tore auf, dass eine gerechte
Nation, die einzieht, Treue bewahrt! Jesa26/3Jesa Bewährten Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden, weil er auf dich vertraut. Jesa26/4Jesa Vertraut auf den HERRN für immer! Denn in Jah, dem
HERRN, ist ein Fels der Ewigkeiten. Jesa26/5Jesa Denn die, die in der Höhe wohnen, hat er niedergeworfen, die hochragende Stadt; er hat sie niedergestürzt, hat sie zu Boden niedergestürzt, hat
sie niedergestoßen bis in den Staub. Jesa26/6Jesa Es zertritt sie der Fuß, die Füße der Elenden, die Tritte der Geringen. - Jesa26/7Jesa Der Pfad für den Gerechten ist Geradheit; gerade ist der
Weg des Gerechten, den du bahnst. Jesa26/8Jesa Selbst auf dem Pfad deiner Gerichte, HERR, haben wir auf dich gewartet. Nach deinem Namen und nach deinem Lobpreis [ging] das Verlangen der Seele.
Jesa26/9Jesa Mit meiner Seele verlangte ich nach dir in der Nacht; ja, mit meinem Geist in meinem Innern suchte ich dich. Denn wenn deine Gerichte die Erde [treffen], lernen die Bewohner des
Erdkreises Gerechtigkeit. Jesa26/10Jesa Wird dem Gottlosen Gnade zuteil, lernt er nicht Gerechtigkeit: im Land der Geradheit handelt er unrecht und sieht nicht die Hoheit des HERRN. Jesa26/11Jesa
HERR, deine Hand ist hoch erhoben, sie wollen es nicht sehen. Sehen werden sie den Eifer um das Volk und zuschanden werden; ja, Feuer [gegen] deine Gegner wird sie verzehren. - Jesa26/12Jesa
HERR, du wirst uns Frieden geben, denn du hast ja alle unsere Werke für uns vollbracht. Jesa26/13Jesa HERR, unser Gott, über uns haben außer dir [andere] Herren geherrscht; allein durch dich
haben wir an deinen Namen gedacht. Jesa26/14Jesa Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht [wieder] auf. Darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und hast jede Erinnerung an sie
verlorengegeben. Jesa26/15Jesa Du hast die Nation vermehrt, HERR, du hast die Nation vermehrt, du hast dich verherrlicht. Du hast alle Grenzen des Landes erweitert. Jesa26/16Jesa HERR, in der Not
haben sie dich gesucht. Als deine Züchtigung sie bedrängte, schrieen sie. Jesa26/17Jesa Wie eine Schwangere, die, dem Gebären nahe, sich windet, um Hilfe schreit in ihren Wehen, so sind wir,
HERR, vor deinem Angesicht gewesen. Jesa26/18Jesa Wir gingen schwanger, wir wanden uns. [Doch es war,] als ob wir Wind geboren hätten: Rettung verschafften wir dem Land nicht, und Bewohner der
Welt wurden nicht geboren. Jesa26/19Jesa Deine Toten werden lebendig, meine Leichen [wieder] auferstehen. Wacht auf und jubelt, Bewohner des Staubes! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und
die Erde wird die Schatten gebären.
Jesa26/20Jesa Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Zimmer und schließ deine Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis die Verwünschung vorübergeht! Jesa26/21Jesa Denn siehe,
der HERR zieht aus seiner Stätte aus, um die Schuld der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde ihr Blut enthüllen und nicht länger ihre Erschlagenen bedecken.
Drohendes Gericht über die Weltmächte - Sammlung Israels.
\27\
Jesa27/1Jesa An jenem Tag wird der HERR mit seinem harten, großen und starken Schwert heimsuchen den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird das
Ungeheuer erschlagen, das im Meer ist.
Jesa27/2Jesa An jenem Tag [wird man sagen]: Ein prächtiger Weinberg! Besingt ihn! Jesa27/3Jesa Ich, der HERR, behüte ihn, bewässere ihn alle Augenblicke. Damit ihm nichts zustößt, behüte ich ihn
Nacht und Tag. Jesa27/4Jesa Zorn habe ich nicht. Oh, fände ich Dornen und Disteln [darin], im Kampf würde ich auf sie losgehen, sie allesamt verbrennen! Jesa27/5Jesa Oder man müßte meinen Schutz
ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir.
Jesa27/6Jesa In den kommenden [Tagen] wird Jakob Wurzeln schlagen, Israel blühen und knospen; und sie werden mit Früchten füllen die Fläche des Erdkreises. Jesa27/7Jesa Hat er es geschlagen, wie
er die schlug, die es schlugen? Oder ist er ermordet worden, wie seine Mörder ermordet wurden? Jesa27/8Jesa Mit Maßen, als du es verstießest, hast du mit ihm einen Rechtsstreit geführt. Er trieb
es fort mit seinem heftigen Hauch am Tag des Ostwindes. Jesa27/9Jesa Wahrlich, dadurch wird die Schuld Jakobs gesühnt werden. Und dies ist die ganze Frucht der Hinwegnahme seiner Sünde: dass es
alle Altarsteine zerschlagenen Kalksteinen gleichmachen wird [und] Bilder der Ascherim und Räucheraltäre sich nicht mehr erheben. Jesa27/10Jesa Denn die befestigte Stadt ist einsam, eine
preisgegebene Wohnstätte und verlassen wie die Steppe. Dort weidet der Jungstier, und dort lagert er und frißt ihre Zweige kahl. Jesa27/11Jesa Wenn ihre Zweige dürr geworden sind, werden sie
abgebrochen: Frauen kommen, zünden sie an. Denn es ist kein verständiges Volk. Darum erbarmt sich über sie nicht, der es gemacht hat, und der es gebildet hat, erweist ihm keine Gnade.
Jesa27/12Jesa Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR [Ähren] ausklopfen vom Euphratstrom an bis zum Bach Ägyptens, und ihr werdet zusammengelesen werden, einer nach dem andern, ihr
Söhne Israel. Jesa27/13Jesa Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird in ein großes Horn gestoßen werden, und die Verlorenen im Land Assur und die Vertriebenen im Land Ägypten werden kommen und
den HERRN anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem.
Drohendes Gericht über Samaria und Warnung an Jerusalem.
\28\
Jesa28/1Jesa Wehe der stolzen Krone der Betrunkenen Ephraims und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des fetten Tales der vom Wein Bezwungenen! Jesa28/2Jesa Siehe, einen
Starken und Mächtigen hat der Herr. Wie ein Hagelwetter, wie ein verheerender Sturmwind, wie ein Unwetter gewaltiger, überflutender Wasser reißt er zu Boden mit Macht. Jesa28/3Jesa Mit Füßen wird
zertreten die stolze Krone der Betrunkenen Ephraims. Jesa28/4Jesa Und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des fetten Tales ergeht es wie dessen Frühfeige vor der Obsternte:
kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, da verschlingt er sie.
Jesa28/5Jesa An jenem Tag wird der HERR der Heerscharen für den Überrest seines Volkes zur herrlichen Krone und zum prächtigen Kranz Jesa28/6Jesa und zum Geist des Rechts dem, der zu Gericht
sitzt, und zur Heldenkraft denen, die den Kampf zurückdrängen ans Tor.
Jesa28/7Jesa Und auch diese wanken vom Wein und taumeln vom Rauschtrank: Priester und Prophet wanken vom Rauschtrank, sind verwirrt vom Wein, taumeln vom Rauschtrank. Sie wanken beim Weissagen,
torkeln beim Rechtsprechen. Jesa28/8Jesa Denn alle Tische sind voll Unflat [und] Erbrochenem, dass kein Platz mehr da ist. Jesa28/9Jesa Wen will er Erkenntnis lehren und wem die Botschaft
verständlich machen? [Kindern], die von der Milch entwöhnt, die von den Brüsten abgesetzt sind? Jesa28/10Jesa Denn [er sagt]: Zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da
ein wenig! - Jesa28/11Jesa Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, Jesa28/12Jesa er, der zu ihnen sprach: Das ist die Ruhe! Schafft Ruhe dem
Erschöpften! Und das ist die Erquickung! Aber sie wollten nicht hören. Jesa28/13Jesa Und das Wort des HERRN für sie wird sein: zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da
ein wenig; damit sie hingehen und rückwärts stürzen und zerschmettert werden, sich verstricken lassen und gefangen werden.
Jesa28/14Jesa Darum hört das Wort des HERRN, ihr Männer der Prahlerei, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist! Jesa28/15Jesa Denn ihr sagt: Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossen
und mit dem Scheol einen Vertrag gemacht. Wenn die einherflutende Geißel hindurchfährt, wird sie uns nicht erreichen, denn wir haben Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen.
Jesa28/16Jesa Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht [ängstlich]
eilen. Jesa28/17Jesa Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird die Zuflucht der Lüge hinwegfegen, und die Wasser werden das Versteck wegschwemmen.
Jesa28/18Jesa Und euer Bund mit dem Tod wird aufgehoben werden, und euer Vertrag mit dem Scheol wird nicht bestehen bleiben. Wenn die einherflutende Geißel hindurchfährt, dann werdet ihr von ihr
zertreten werden. Jesa28/19Jesa Sooft sie hindurchfährt, wird sie euch erfassen; denn Morgen für Morgen wird sie hindurchfahren, bei Tag und bei Nacht. Dann wird es lauter Schrecken sein, die
Botschaft verständlich zu machen. Jesa28/20Jesa Denn das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich einzuhüllen. Jesa28/21Jesa Denn der HERR wird sich aufmachen wie
am Berg Perazim, wie [im] Tal bei Gibeon wird er toben: um sein Werk zu tun - befremdend ist sein Werk - und um seine Arbeit zu verrichten; seltsam ist seine Arbeit. Jesa28/22Jesa Und nun, treibt
nicht Spott, damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden! Denn ich habe von festbeschlossener Vernichtung gehört durch den Herrn, den HERRN der Heerscharen, über die ganze Erde.
Jesa28/23Jesa Horcht auf und hört meine Stimme! Gebt acht und hört meine Rede! Jesa28/24Jesa Pflügt denn der Pflüger den ganzen Tag, um zu säen? Bricht er [nur] um und eggt [den ganzen Tag] sein
Ackerland? Jesa28/25Jesa Ist es nicht so: Wenn er dessen Fläche geebnet hat, streut er Dill und sät Kümmel, er wirft Weizen, Hirse und Gerste auf das abgesteckte Stück und das Korn an seinen
Rand. Jesa28/26Jesa So unterwies ihn sein Gott zum richtigen Verfahren, er belehrte ihn. Jesa28/27Jesa Denn Dill wird nicht mit dem Dreschschlitten ausgedroschen und das Wagenrad nicht über
Kümmel gerollt, sondern Dill wird mit dem Stab ausgeschlagen und Kümmel mit dem Stock. Jesa28/28Jesa Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht unaufhörlich drischt es der Drescher. Und wenn er das Rad
seines Wagens und seine Pferde [darüber] treibt, zermalmt er es [doch] nicht. Jesa28/29Jesa Auch dies geht aus vom HERRN der Heerscharen. Er führt seinen Plan wunderbar aus, [seine] Weisheit läßt
er groß sein.
Ankündigung der Angst und Rettung Jerusalems.
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Jesa29/1Jesa Wehe Ariel, Ariel, [du] Stadt, wo David lagerte! Fügt Jahr zu Jahr, laßt die Feste kreisen! Jesa29/2Jesa Aber ich werde Ariel bedrängen, dass es Weh und Wehgeschrei geben wird. Dann
wird sie mir wie ein Ariel sein. Jesa29/3Jesa Und ich werde mein Lager ringsum gegen dich aufschlagen und dich mit einem Wall einschließen und Belagerungswerke gegen dich errichten. Jesa29/4Jesa
Dann bist du erniedrigt und wirst aus der Erde reden, und aus dem Staub wird deine Rede dumpf ertönen. Und deine Stimme wird sein wie die eines Totengeistes aus der Erde, und aus dem Staub wird
deine Rede flüstern. Jesa29/5Jesa Aber wie feiner Staub wird die Menge deiner Feinde sein und wie dahinfahrende Spreu die Menge der Gewalttätigen. Und plötzlich, in einem Augenblick, wird es
geschehen: Jesa29/6Jesa Vom HERRN der Heerscharen wird sie heimgesucht werden mit Donner und Erdbeben und großem Getöse, [mit] Wind und Sturm und mit der Flamme eines verzehrenden Feuers.
Jesa29/7Jesa Und wie ein Traum, [wie] ein Nachtgesicht wird die Menge all der Nationen sein, die Krieg führen gegen Ariel, und alle, die gegen sie und ihre Befestigung zu Felde ziehen und sie
bedrängen. Jesa29/8Jesa Und es wird sein wie wenn der Hungrige träumt: siehe, er ißt - dann wacht er auf, und seine Seele ist leer, und wie wenn der Durstige träumt: siehe, er trinkt - dann wacht
er auf, und siehe, er ist erschöpft, und seine Seele ist ausgedörrt: so wird die Menge all der Nationen sein, die Krieg führen gegen den Berg Zion.
Verblendung und Verwandlung des Volkes durch Gott.
Jesa29/9Jesa Stutzt und staunt! Seid verblendet und erblindet! Sie sind betrunken, doch nicht vom Wein; sie taumeln, doch nicht vom Rauschtrank. Jesa29/10Jesa Denn der HERR hat einen Geist tiefen
Schlafs über euch ausgegossen, ja, verschlossen hat er eure Augen; die Propheten und eure Häupter, die Seher, hat er verhüllt. Jesa29/11Jesa Und jedes Gesicht ist für euch geworden wie die Worte
einer versiegelten Buchrolle, die man einem gibt, der zu lesen versteht, indem man sagt: Lies das doch! Er aber sagt: Ich kann nicht, denn es ist versiegelt. Jesa29/12Jesa Und man gibt die
Buchrolle einem, der nicht lesen kann, indem man sagt: Lies das doch! Er aber sagt: Ich kann nicht lesen. Jesa29/13Jesa Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und
mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir [nur] angelerntes Menschengebot ist: Jesa29/14Jesa darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk
handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.
Jesa29/15Jesa Wehe denen, die [ihren] Plan tief verbergen vor dem HERRN und deren Werke im Finstern geschehen, und die sagen: Wer sieht uns, und wer erkennt uns? Jesa29/16Jesa Oh eure
Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgeachtet werden? - dass das Werk von seinem Meister sagt: Er hat mich nicht gemacht! - und ein Gebilde von seinem Bildner sagt: Er versteht
nichts?
Jesa29/17Jesa [Dauert] es nicht nur noch eine ganz kurze Weile, dass sich der Libanon in einen Fruchtgarten verwandelt und der Karmel dem Wald gleichgeachtet wird? Jesa29/18Jesa An jenem Tag
werden die Tauben die Worte des Buches hören, und aus Dunkel und Finsternis hervor werden die Augen der Blinden sehen. Jesa29/19Jesa Und die Demütigen werden mehr Freude im HERRN haben, und die
Armen unter den Menschen werden jubeln über den Heiligen Israels. Jesa29/20Jesa Denn der Gewalttätige ist nicht mehr da, und der Spötter geht zugrunde. Und ausgerottet werden alle, die auf Unheil
bedacht sind, Jesa29/21Jesa die den Menschen in einer [Rechts]sache schuldig sprechen und dem Schlingen legen, der im Tor [über Recht und Unrecht] entscheidet, und mit nichtigen [Beweisgründen]
den Gerechten aus seinem Recht verdrängen. Jesa29/22Jesa Darum, so spricht der HERR, der Abraham erlöst hat, zum Haus Jakob: Jetzt wird Jakob nicht [mehr] beschämt werden, und sein Gesicht wird
jetzt nicht [mehr] erblassen. Jesa29/23Jesa Denn wenn er, [wenn] seine Kinder das Werk meiner Hände in seiner Mitte sehen, werden sie meinen Namen heiligen; und sie werden den Heiligen Jakobs
heiligen und den Gott Israels fürchten. Jesa29/24Jesa Und die mit irrendem Geist werden Einsicht kennen, und Murrende werden Belehrung annehmen.
Warnung vor Hilferuf an Ägypten und Mahnung, dem HERRN zu vertrauen - Zukünftige Erneuerung Jerusalems.
\30\
Jesa30/1Jesa Wehe den widerspenstigen Söhnen, spricht der HERR, die einen Plan machen, aber nicht von mir aus, und Bündnisse weihen, aber nicht nach meinem Geist, um Sünde auf Sünde zu häufen;
Jesa30/2Jesa die sich aufmachen, um nach Ägypten hinabzuziehen - aber meinen Mund haben sie nicht befragt -, um unter den Schutz des Pharao zu flüchten und um Zuflucht zu suchen im Schatten
Ägyptens! Jesa30/3Jesa Doch der Schutz des Pharao wird euch zur Schande werden und die Zuflucht im Schatten Ägyptens zur Schmach. Jesa30/4Jesa Denn seine Obersten waren [zwar] in Zoan, und seine
Gesandten erreichten Hanes; Jesa30/5Jesa [doch] jeder wird zuschanden an einem Volk, das ihm nichts nutzt, das nicht zur Hilfe und nicht zum Nutzen, sondern zur Schande und auch zur Schmach
[dient]. - Jesa30/6Jesa Ausspruch über die Tiere des Südens: Durch ein Land der Not und der Angst, aus dem Löwin und Löwe, Giftschlange und fliegende feurige Schlangen [kommen], tragen sie auf
dem Rücken von Eseln ihren Reichtum und auf den Höckern der Kamele ihre Schätze zu einem Volk, das nichts nützt. Jesa30/7Jesa Denn umsonst und vergebens wird Ägypten helfen. Darum nenne ich es
Rahab, die zum Schweigen Gebrachte.
Jesa30/8Jesa Geh nun hin, schreib es bei ihnen auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch ein, damit es für einen künftigen Tag bleibe als Zeuge bis in Ewigkeit! Jesa30/9Jesa Denn ein
widerspenstiges Volk ist es, verlogene Söhne, Söhne, die das Gesetz des HERRN nicht hören wollen, Jesa30/10Jesa die zu den Sehern sagen: Seht nicht! und zu den Schauenden: Schaut uns nicht das
Richtige! Sagt uns Schmeicheleien! Schaut uns Täuschungen! Jesa30/11Jesa Weicht ab vom Weg, biegt ab vom Pfad! Laßt uns in Ruhe mit dem Heiligen Israels! Jesa30/12Jesa Darum, so spricht der
Heilige Israels: Weil ihr dieses Wort verwerft und auf Unterdrückung und Arglist vertraut und euch darauf stützt, Jesa30/13Jesa darum wird für euch diese Schuld wie ein sturzbringender Riß sein,
der sich vorschiebt an einer hochragenden Mauer, deren Zusammenbruch in einem Augenblick, plötzlich kommt. Jesa30/14Jesa Und er wird sie zerbrechen, wie man einen Töpferkrug zerbricht,
mitleidslos zertrümmert, und unter dessen Bruchstücken man nicht ein [ganzes] Tongefäß findet, um [damit] Feuer vom Herd zu holen oder Wasser aus einer Wassergrube zu schöpfen.
Jesa30/15Jesa Denn so spricht der Herr, HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt.
Jesa30/16Jesa Ihr sagtet: `Nein, sondern auf Pferden wollen wir fliegen, darum werdet ihr fliehen; und: `Auf Rennern wollen wir reiten, darum werden eure Verfolger [hinter euch her] rennen.
Jesa30/17Jesa Je ein Tausend [wird fliehen] vor dem Drohen eines einzigen. Vor dem Drohen von Fünfen werdet ihr [alle] fliehen, bis ihr [nur noch] ein Rest seid wie eine Signalstange auf der
Spitze des Berges und wie ein Feldzeichen auf dem Hügel. Jesa30/18Jesa Und darum wird der HERR darauf warten, euch gnädig zu sein, und darum wird er sich erheben, sich über euch zu erbarmen. Denn
ein Gott des Rechts ist der HERR. Glücklich alle, die auf ihn harren! Jesa30/19Jesa Ja, [du] Volk aus Zion, das in Jerusalem wohnt, du wirst nicht mehr weinen! Er wird dir gewiß Gnade erweisen
auf die Stimme deines Hilfegeschreis. Sobald er hört, wird er dir antworten. Jesa30/20Jesa Und hat der Herr euch auch Brot der Not und Wasser der Bedrängnis gegeben, so wird dein Lehrer sich
nicht mehr verbergen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen. Jesa30/21Jesa Und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, werden deine Ohren ein Wort hinter dir her hören:
Dies ist der Weg, den geht! Jesa30/22Jesa Dann wirst du den Überzug deiner silbernen Schnitzbilder und die Bekleidung deiner goldenen Gußbilder unrein machen. Du wirst sie wegwerfen wie etwas
Unreines: Dreck! wirst du dazu sagen. - Jesa30/23Jesa Und er wird Regen geben deiner Saat, mit der du den Erdboden besäst, und Brot als Ertrag des Erdbodens, und [alles] wird saftig und fett
sein. Deine Herden werden an jenem Tag weiden auf weitem Weidegrund. Jesa30/24Jesa Und die Rinder und Esel, die den Erdboden bearbeiten, werden gemischtes Sauerfutter fressen, das man mit
Schaufel und mit der Gabel geworfelt hat. Jesa30/25Jesa Und auf jedem hohen Berg und auf jedem hochragenden Hügel werden Bäche, Wasserläufe sein am Tag des großen Mordens, wenn Türme fallen.
Jesa30/26Jesa Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, da der HERR den Bruch seines
Volkes verbinden und die Wunde seines Schlages heilen wird.
Drohendes Gericht über die Feinde, besonders über Assur.
Jesa30/27Jesa Siehe, der Name des HERRN kommt von weit her mit seinem brennenden Zorn und wuchtigem Auffahren. Seine Lippen sind voller Grimm, und seine Zunge ist wie ein verzehrendes Feuer
Jesa30/28Jesa und sein Atem wie ein überflutender Bach, der bis an den Hals reicht: um die Nationen zu schwingen mit dem Schwingsieb des Nichts und einen irreführenden Zaum an die Kinnbacken der
Völker [zu legen]. Jesa30/29Jesa Das Lied werdet ihr [auf den Lippen] haben wie in der Nacht, in der das Fest gefeiert wird, und Freude im Herzen wie der, der unter Flötenspiel hinaufzieht, um
auf den Berg des HERRN zu kommen, zum Felsen Israels. Jesa30/30Jesa Dann wird der HERR hören lassen die Hoheit seiner Stimme und sehen lassen das Niederfahren seines Armes mit wütendem Zorn und
einer Flamme verzehrenden Feuers, [unter] Platzregen und Wolkenbruch und Hagelsteinen. Jesa30/31Jesa Ja, von der Stimme des HERRN wird Assur zerschlagen, wenn er mit dem Stock dreinschlägt.
Jesa30/32Jesa Und es wird geschehen, jeder Hieb der Zuchtrute, die der HERR auf es niedersausen läßt, [erfolgt] unter Tamburin- und Zitherspiel. Und mit geschwungenem Arm wird er gegen es
kämpfen. Jesa30/33Jesa Denn längst ist eine Feuerstätte hergerichtet. Auch für den König ist sie bereitet, tief [und] weit hat er sie gemacht. Ihr Scheiterhaufen [ist für] das Feuer und [hat]
Holz in Menge. Wie ein Schwefelstrom setzt der Atem des HERRN ihn in Brand.
Warnung vor Hilferuf an Ägypten - Ansage der Hilfe des HERRN gegen Assur.
\31\
Jesa31/1Jesa Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen um Hilfe, sich auf Pferde stützen und die ihr Vertrauen auf Wagen setzen, weil es viele sind, und auf Reiter, weil sie zahlreich sind; die
aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und nach dem HERRN nicht fragen! Jesa31/2Jesa Doch auch er ist weise und bringt Unglück herbei und nimmt seine Worte nicht zurück. Sondern er steht auf
gegen das Haus der Übeltäter und gegen die Hilfe derer, die Unrecht tun. Jesa31/3Jesa Auch die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist. Und der HERR
streckt seine Hand aus, da stürzt der Helfer, und der, dem geholfen wird, fällt. Und alle miteinander gehen sie zugrunde.
Jesa31/4Jesa Denn so hat der HERR zu mir gesprochen: Wie der Löwe und der Junglöwe, gegen den die Menge der Hirten zusammengerufen wird, über seinem Raub knurrt, vor ihrer Stimme nicht erschrickt
und vor ihrem Lärmen sich nicht duckt, so wird der HERR der Heerscharen herabsteigen, um auf dem Berg Zion und auf seinem Hügel zu kämpfen. Jesa31/5Jesa Wie schwebende Vögel, so wird der HERR der
Heerscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und erretten, schonen und befreien. - Jesa31/6Jesa Kehrt um, Söhne Israel, zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid! Jesa31/7Jesa Denn an jenem Tag
wird jeder von ihnen seine Götzen aus Silber und seine Götzen aus Gold verwerfen, die eure Hände euch zur Sünde gemacht haben. Jesa31/8Jesa Und Assur wird fallen durch das Schwert, [aber] nicht
[durch das] eines Mannes; und das Schwert, [aber] nicht [das eines] Menschen, wird es fressen. Und es wird vor dem Schwert fliehen, und seine jungen Krieger werden zur Zwangsarbeit [gezwungen]
werden. Jesa31/9Jesa Und sein Fels wird vor Schrecken vergehen, und seine Obersten werden fahnenflüchtig, spricht der HERR, der sein Feuer in Zion und seinen Ofen in Jerusalem hat.
Das zukünftige Reich der Gerechtigkeit - Heil durch Ausgießen des Geistes Gottes.
\32\
Jesa32/1Jesa Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen. Jesa32/2Jesa Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz
vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land. Jesa32/3Jesa Da werden die Augen der Sehenden nicht [mehr] verklebt sein, und
die Ohren der Hörenden werden aufmerksam sein. Jesa32/4Jesa Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der Stammelnden wird fließend Deutliches reden. Jesa32/5Jesa
Der Törichte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden. Jesa32/6Jesa Denn ein törichter [Mensch] redet Törichtes. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu
tun und Irreführendes gegen den HERRN zu reden, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen den Trank zu verweigern. Jesa32/7Jesa Und die Werkzeuge des Schurken sind böse: er
beschließt böse Anschläge, um die Elenden durch Lügenreden zugrunde zu richten, selbst wenn der Arme redet, [was] Recht [ist]. Jesa32/8Jesa Aber der Edle beschließt Edles, und auf Edlem besteht
er.
Jesa32/9Jesa Steht auf, ihr sorglosen Frauen, hört meine Stimme, ihr Töchter, die ihr so sicher seid, nehmt zu Ohren meine Rede! Jesa32/10Jesa Über Jahr und Tag, da werdet ihr zittern, ihr
Sicheren. Denn die Weinlese ist dahin, die Obsternte kommt nicht. Jesa32/11Jesa Bebt, ihr Sorglosen; zittert, ihr Sicheren! Zieht euch aus und entblößt euch und umgürtet die Lenden [mit
Sacktuch]! Jesa32/12Jesa An die Brust schlägt man sich wegen der prächtigen Fluren, wegen des fruchtbaren Weinstocks, Jesa32/13Jesa wegen des Ackerlandes meines Volkes, das in Gestrüpp [und]
Dornen aufgeht, ja, wegen aller Häuser [voller] Freude [in] der ausgelassenen Stadt. Jesa32/14Jesa Denn der Palast ist aufgegeben, verödet das Getümmel der Stadt. Ofel und Wachtturm dienen als
Höhlen für ewig, zur Freude der Wildesel, zur Weidefläche der Herden, Jesa32/15Jesa bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird und die Wüste zum Fruchtgarten wird und der Fruchtgarten
dem Wald gleichgeachtet wird. Jesa32/16Jesa In der Wüste wird das Recht sich niederlassen und die Gerechtigkeit im Fruchtgarten wohnen. Jesa32/17Jesa Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede
sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit für ewig. Jesa32/18Jesa Dann wird mein Volk wohnen an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien
Ruheplätzen. - Jesa32/19Jesa Und stürzen wird mit [mächtigem] Sturz der Wald und die Stadt in Niedrigkeit versinken. - Jesa32/20Jesa Glücklich ihr, die ihr an allen Wassern sät und Rind und Esel
freien Lauf laßt!
Jerusalems Not, Rettung und zukünftiges Glück.
\33\
Jesa33/1Jesa Wehe dir, Verwüster, der du selbst nicht verwüstet wurdest, und dir, Treuloser, an dem man nicht treulos gehandelt hat! Sobald du das Verwüsten beendet hast, wirst du verwüstet
werden. Sobald du mit der Treulosigkeit fertig bist, wirst du treulos behandelt werden. - Jesa33/2Jesa HERR, sei uns gnädig! Auf dich hoffen wir. Sei unser Arm jeden Morgen, ja, unsere Rettung
zur Zeit der Not! - Jesa33/3Jesa Vor dem gewaltigen Tosen fliehen die Völker, vor deinem Aufstehen zerstreuen sich die Nationen. Jesa33/4Jesa Und weggerafft wird eure Beute, [wie] Ungeziefer
wegrafft. Wie Heuschreckenschwärme herabstürzen, stürzt man sich darauf. - Jesa33/5Jesa Hoch erhaben ist der HERR. Denn in der Höhe wohnt er. Er füllt Zion mit Recht und Gerechtigkeit.
Jesa33/6Jesa Und sichere Zeiten wirst du haben: Fülle von Heil, von Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des HERRN, sie wird sein Schatz sein. Jesa33/7Jesa Siehe, ihre Helden schreien draußen, die
Friedensboten weinen bitterlich. Jesa33/8Jesa Verödet sind die Straßen, der Wanderer zieht nicht mehr hindurch. Man hat den Bund ungültig gemacht, die Städte verworfen, keinen Menschen geachtet.
Jesa33/9Jesa Es vertrocknet, es welkt das Land. Beschämt steht der Libanon da, er ist schwarz geworden. Scharon ist einer Steppe gleich geworden, Basan und Karmel schütteln [ihr Laub] ab.
Jesa33/10Jesa Jetzt will ich aufstehen, spricht der HERR. Jetzt will ich mich aufrichten, jetzt mich erheben. Jesa33/11Jesa Ihr geht schwanger mit Heu, Strohstoppeln werdet ihr gebären. Euer
Schnauben ist ein Feuer, das euch verzehren wird. Jesa33/12Jesa Und die Völker werden zu Kalk verbrannt, wie abgehauene Dornen, die im Feuer verbrennen. Jesa33/13Jesa Hört, ihr Fernen, was ich
getan habe, und ihr Nahen, erkennt meine Macht!
Jesa33/14Jesa Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Gottlosen gepackt. `Wer von uns kann sich bei verzehrendem Feuer aufhalten? Wer von uns kann sich bei ewigen Gluten aufhalten? -
Jesa33/15Jesa Wer in Gerechtigkeit lebt und Wahrheit redet, wer den Gewinn der Erpressungen verwirft, wer seine Hände schüttelt, um keine Bestechung anzunehmen, wer sein Ohr verstopft, um nicht
von Bluttaten zu hören, und seine Augen verschließt, um Böses nicht zu sehen: Jesa33/16Jesa der wird auf Höhen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser
versiegt nie. - Jesa33/17Jesa Deine Augen werden den König schauen in seiner Schönheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land. Jesa33/18Jesa Dein Herz wird an den Schrecken denken: Wo ist
der, der zählte? Wo der, der abwog? Wo ist der, der die Türme zählte? Jesa33/19Jesa Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit dunkler Sprache, die man nicht versteht, mit
stammelnder Zunge ohne Sinn. Jesa33/20Jesa Schau Zion an, die Stadt unserer Festversammlungen! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sorgenfreie Wohnstätte, ein Zelt, das nicht wandern wird,
dessen Pflöcke man ewig nicht herauszieht und von dessen Stricken keiner je zerreißen wird; Jesa33/21Jesa sondern - dort ist ein Mächtiger bei uns, der HERR - [es ist] ein Ort mit Flüssen, mit
breiten Strömen: keine Ruderflotte fährt darauf, und kein mächtiges Schiff zieht darüber hin. Jesa33/22Jesa Denn der HERR ist unser Richter, der HERR unser Anführer, der HERR unser König. Er wird
uns retten. - Jesa33/23Jesa Schlaff hängen deine Taue. Sie halten das Gestell ihres Mastes nicht fest, halten das Segel nicht ausgebreitet. - Dann wird die Ausbeute des Plündergutes ausgeteilt in
Menge, [selbst] Lahme plündern die Beute. Jesa33/24Jesa Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volk, das darin wohnt, wird die Schuld vergeben sein.
Zukünftiges Gericht über die Feinde Israels, besonders über Edom.
V. 1-8: Kap. 63,1-6; V. 1-17: Jer 49,7-22.
\34\
Jesa34/1Jesa Tretet heran, ihr Nationen, um zu hören! Und ihr Völkerschaften, hört aufmerksam zu! Es höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsproßt! Jesa34/2Jesa
Denn der HERR hat einen Zorn auf alle Nationen, und [sein] Grimm [richtet sich] auf ihr ganzes Heer. Er hat an ihnen den Bann vollstreckt, sie zur Schlachtung dahingegeben. Jesa34/3Jesa Und ihre
Erschlagenen werden hingeworfen, und der Gestank ihrer Leichen steigt auf, und die Berge zerfließen von ihrem Blut. Jesa34/4Jesa Und alles Heer der Himmel zergeht. Und die Himmel werden
zusammengerollt wie eine Buchrolle. Und ihr gesamtes Heer verwelkt wie das Laub am Weinstock verwelkt und wie Welkes am Feigenbaum.
(Kap. 21,11.12) Hes 25,12-14; 35; Am 1,11.12; Ob.
Jesa34/5Jesa Denn trunken ist im Himmel mein Schwert. Siehe, auf Edom fährt es herab und auf das Volk meines Bannes zum Gericht. Jesa34/6Jesa Ein Schwert hat der HERR, voll von Blut, es trieft
von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder. Denn ein Schlachtopfer hält der HERR in Bozra und ein großes Schlachten im Land Edom. Jesa34/7Jesa Da stürzen Büffel mit ihnen
hin und Jungstiere samt den starken [Stieren]. Und ihr Land wird trunken von Blut, und ihr Boden trieft von Fett. Jesa34/8Jesa Denn einen Tag der Rache hat der HERR, ein Jahr der Vergeltungen für
die Rechtssache Zions. Jesa34/9Jesa Und Edoms Bäche verwandeln sich in Pech und sein Boden in Schwefel; und sein Land wird zu brennendem Pech. Jesa34/10Jesa Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig
steigt sein Rauch empor. Von Generation zu Generation liegt es in Trümmern, für immer und ewig zieht niemand hindurch. Jesa34/11Jesa Wüstenkauz und Igel nehmen es in Besitz, Eule und Rabe wohnen
darin. Und er spannt darüber die Meßschnur der Öde und das Senkblei der Leere. Jesa34/12Jesa Seine Edlen - keine sind da, die das Königtum ausrufen; und alle seine Obersten nehmen ein Ende.
Jesa34/13Jesa Und in seinen Palästen gehen Dornen auf, Nesseln und Disteln in seinen befestigten Städten. Und es wird zur Wohnstätte der Schakale, zur Siedlung für Strauße. Jesa34/14Jesa Da
treffen Wüstentiere mit wilden Hunden zusammen, und Bocksdämonen begegnen einander. Ja, dort rastet die Lilit und findet einen Ruheplatz für sich. Jesa34/15Jesa Dort nistet die Pfeilschlange und
legt ihre Eier und brütet und spaltet sie. Ja, dort versammeln sich die Geier, einer zum andern. - Jesa34/16Jesa Forscht im Buch des HERRN nach und lest! Es fehlt nicht eins von diesen, keins
vermißt das andere. Denn der Mund des HERRN, er hat es befohlen; und sein Geist, er hat sie zusammengebracht. Jesa34/17Jesa Und er selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es ihnen
mit der Meßschnur zugeteilt. Ewig werden sie es besitzen, von Generation zu Generation darin wohnen.
Heimkehr Israels nach allem Leid.
\35\
Jesa35/1Jesa Freuen werden sich die Wüste und das dürre Land, frohlocken wird die Steppe und aufblühen wie eine Narzisse. Jesa35/2Jesa Sie wird in voller Blüte stehen und frohlocken, ja,
frohlockend und jubelnd. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von Karmel und Scharon: sehen werden sie die Herrlichkeit des HERRN, die Pracht unseres Gottes. Jesa35/3Jesa
Stärkt die schlaffen Hände und festigt die wankenden Knie! Jesa35/4Jesa Sagt zu denen, die ein ängstliches Herz haben: Seid stark, fürchtet euch nicht! Siehe, [da ist] euer Gott, Rache kommt, die
Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten.
Jesa35/5Jesa Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet. Jesa35/6Jesa Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und jauchzen wird die Zunge des Stummen. Denn
in der Wüste brechen Wasser hervor und Bäche in der Steppe. Jesa35/7Jesa Und die Wüstenglut (Kimmung; Fata Morgana; Hier: Wüste, Trockenheit) wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen.
An der Stelle, wo die Schakale lagerten, wird Gras sowie Rohr und Schilf sein. Jesa35/8Jesa Und dort wird eine Straße sein und ein Weg, und er wird der heilige Weg genannt werden. Kein Unreiner
wird darüber hinziehen, sondern er wird für sie sein. Wer auf dem Weg geht - selbst Einfältige werden nicht irregehen. Jesa35/9Jesa Kein Löwe wird dort sein, und kein reißendes Tier wird [auf
ihm] hinaufgehen noch dort gefunden werden, sondern die Erlösten werden darauf gehen. Jesa35/10Jesa Und die Befreiten des HERRN werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige
Freude wird über ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen, und Kummer und Seufzen werden entfliehen.
Belagerung Jerusalems durch Assur zur Zeit des Königs Hiskia.
2Kö 18,13-37; 2Chr 32,1-19.
\36\
Jesa36/1Jesa Und es geschah im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia, da zog Sanherib, der König von Assur, herauf gegen alle befestigten Städte Judas und nahm sie ein. Jesa36/2Jesa Und der König
von Assur sandte den Rabschake mit einem gewaltigen Heer von Lachisch aus zum König Hiskia nach Jerusalem. Und er stellte sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, an der Straße des
Walkerfeldes. Jesa36/3Jesa Da gingen zu ihm hinaus der Palastvorsteher Eljakim, der Sohn des Hilkija, und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs.
Jesa36/4Jesa Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch zu Hiskia: So spricht der große König, der König von Assur: Was ist das für ein Vertrauen, mit dem du vertraust? Jesa36/5Jesa Du sagst:
Fürwahr, ein bloßes Wort ist [schon] Rat und Macht zum Krieg! Nun, auf wen vertraust du, dass du dich gegen mich empört hast? Jesa36/6Jesa Siehe, du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf
Ägypten, der jedem, der sich auf ihn stützt, in seine Hand dringt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen. Jesa36/7Jesa Wenn du aber zu mir
sagst: Auf den HERRN, unsern Gott, vertrauen wir - ist er es nicht, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, als er zu Juda und zu Jerusalem sagte: Vor diesem Altar sollt ihr euch
niederwerfen? Jesa36/8Jesa Und nun, geh doch mit meinem Herrn, dem König von Assur, eine Wette ein! Ich will dir zweitausend Pferde stellen, wenn du dir [die nötigen] Reiter dafür aufstellen
kannst. Jesa36/9Jesa Doch wie willst du [auch nur] einen einzigen [Provinz-]Statthalter zurücktreiben, einen von den geringsten Knechten meines Herrn? Aber du vertraust auf Ägypten wegen der
Wagen und Pferde. Jesa36/10Jesa Und nun, bin ich ohne den HERRN gegen dieses Land heraufgezogen, um es zu verheeren? Der HERR hat zu mir gesagt: Zieh hinauf in dieses Land und verheere
es!
Jesa36/11Jesa Da sagten Eljakim und Schebna und Joach zum Rabschake: Rede doch zu deinen Knechten aramäisch, denn wir verstehen es, und rede nicht judäisch zu uns vor den Ohren des Volkes, das
auf der Mauer ist! Jesa36/12Jesa Doch der Rabschake sagte: Hat mich mein Herr [etwa nur] zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden, [und] nicht zu den Männern, die auf der Mauer
sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?
Jesa36/13Jesa Und der Rabschake trat hin und rief mit lauter Stimme auf judäisch und sagte: Hört die Worte des großen Königs, des Königs von Assur! Jesa36/14Jesa So spricht der König: Hiskia
täusche euch nicht! Denn er kann euch nicht retten. Jesa36/15Jesa Und Hiskia vertröste euch nicht auf den HERRN, indem er sagt: Der HERR wird uns gewiß retten; diese Stadt wird nicht in die Hand
des Königs von Assur gegeben werden! Jesa36/16Jesa Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assur: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus! Dann soll jeder von seinem Weinstock
und jeder von seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken, Jesa36/17Jesa bis ich komme und euch in ein Land hole wie euer Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von
Brot und Weinbergen. Jesa36/18Jesa Hiskia verführe euch nicht, indem er sagt: Der HERR wird uns retten! Haben [etwa] die Götter der Nationen jeder sein Land aus der Hand des Königs von Assur
gerettet? Jesa36/19Jesa Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo die Götter von Sefarwajim? Und haben sie etwa Samaria aus meiner Hand gerettet? Jesa36/20Jesa Welche sind es unter allen Göttern
dieser Länder, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, dass der HERR Jerusalem aus meiner Hand retten sollte? Jesa36/21Jesa Da schwiegen sie still und antworteten ihm kein Wort. Denn das war
der Befehl des Königs: Ihr sollt ihm nicht antworten! - Jesa36/22Jesa Und Eljakim, der Sohn des Hilkija, der Palastvorsteher und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs, kamen
mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.
Hiskias Hilferuf an Jesaja, sein Gebet und die Rettung Jerusalems.
2Kö 19,1-37; 2Chr 32,20-23.
\37\
Jesa37/1Jesa Und es geschah, als der König Hiskia es hörte, zerriß er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des HERRN. Jesa37/2Jesa Dann sandte er Eljakim, den
Palastvorsteher, den Schreiber Schebna und die Ältesten der Priester, in Sacktuch gehüllt, zum Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz. Jesa37/3Jesa Und sie sagten zu ihm: So spricht Hiskia: Ein Tag
der Bedrängnis und der Züchtigung und der Schmähung ist dieser Tag. Denn die Kinder sind bis an den Muttermund gekommen, aber da ist keine Kraft zu gebären. Jesa37/4Jesa Vielleicht hört der HERR,
dein Gott, die Worte des Rabschake, den sein Herr, der König von Assur, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen, und bestraft [ihn] wegen der Worte, die der HERR, dein Gott, gehört hat.
Erhebe doch ein Gebet für den Überrest, der sich [noch] findet!
Jesa37/5Jesa So kamen die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja. Jesa37/6Jesa Und Jesaja sagte zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So spricht der HERR: Fürchte dich nicht vor den Worten,
die du gehört hast, mit denen die Diener des Königs von Assur mich gelästert haben! Jesa37/7Jesa Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Gerücht hören und in sein Land zurückkehren
wird. Dann will ich ihn in seinem Land durchs Schwert fällen.
Jesa37/8Jesa Und der Rabschake kehrte zurück und fand den König von Assur im Kampf gegen Libna, denn er hatte gehört, dass er von Lachisch aufgebrochen wäre. Jesa37/9Jesa Der [König] hatte
nämlich über Tirhaka, den König von Kusch, sagen hören: Er ist ausgezogen, um gegen dich zu kämpfen. Und als er es hörte, sandte er Boten zu Hiskia und ließ [ihm] sagen: Jesa37/10Jesa So sollt
ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sagen: Dein Gott täusche dich nicht, auf den du vertraust, indem du sagst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assur gegeben werden!
Jesa37/11Jesa Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assur mit allen Ländern getan haben, indem sie an ihnen den Bann vollstreckten. Und du solltest gerettet werden? Jesa37/12Jesa Haben die
Götter der Nationen, die meine Väter vernichtet haben, sie gerettet: Gosan, Haran und Rezef und die Söhne Edens, die in Telassar waren? Jesa37/13Jesa Wo ist der König von Hamat und der König von
Arpad und der König der Stadt Sefarwajim, [von] Hena und Awa?
Jesa37/14Jesa Da nahm Hiskia den Brief aus der Hand der Boten und las ihn. Dann ging er hinauf ins Haus des HERRN, und Hiskia breitete ihn vor dem HERRN aus. Jesa37/15Jesa Und Hiskia betete zum
HERRN: Jesa37/16Jesa HERR der Heerscharen, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du bist es, der da Gott ist, du allein, für alle Königreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde
gemacht. Jesa37/17Jesa Neige, HERR, dein Ohr und höre! Tue HERR, deine Augen auf und sieh! Ja, höre all die Worte Sanheribs, der [hierher] gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen!
Jesa37/18Jesa Es ist wahr, HERR, die Könige von Assur haben alle Nationen und ihr Land in Trümmer gelegt. Jesa37/19Jesa Und ihre Götter haben sie ins Feuer geworfen, denn sie waren ja keine
Götter, sondern ein Werk von Menschenhänden, Holz und Stein, und so konnte man sie vernichten. Jesa37/20Jesa Nun aber, HERR, unser Gott, rette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde
erkennen, dass du allein der HERR bist!
Jesa37/21Jesa Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ [ihm] sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast wegen Sanheribs, des Königs von Assur, [habe
ich gehört]. Jesa37/22Jesa Dies ist das Wort, das der HERR über ihn geredet hat:
Es verachtet dich, es verspottet dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt hinter dir her.
Jesa37/23Jesa Wen hast du verhöhnt und gelästert und gegen wen die Stimme erhoben? Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet!
Jesa37/24Jesa Durch deine Knechte hast du den Herrn verhöhnt und hast gesagt: Mit der Menge meiner Wagen habe ich die Höhe der Berge erstiegen, das äußerste Ende des Libanon. Ich haue den
Hochwald seiner Zedern um, die Auslese seiner Wacholderbäume, ich komme auf seine äußerste Höhe, in das Dickicht seines Baumbestandes.
Jesa37/25Jesa Ich habe gegraben und Wasser getrunken, und mit der Sohle meiner Füße trockne ich alle Ströme Mazors aus.
Jesa37/26Jesa Hast du nicht gehört, dass ich lange vorher es gewirkt und von den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es kommen lassen, dass du befestigte Städte verwüstest zu
öden Steinhaufen.
Jesa37/27Jesa Und ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden schreckerfüllt und zuschanden. Sie waren [wie] Kraut des Feldes und grünes Gras, [wie] Gras auf den Dächern, das vor dem Ostwind
verdorrt.
Jesa37/28Jesa Dein Sitzen und dein Aus- und Eingehen kenne ich, ja, dein Toben gegen mich.
Jesa37/29Jesa Wegen deines Tobens gegen mich, und weil dein Übermut in meine Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum an deine Lippen und werde dich
zurückführen auf dem Weg, auf dem du gekommen bist. -
Jesa37/30Jesa Und dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahr den Nachwuchs [der Ernte] essen und im zweiten Jahr den Wildwuchs. Aber im dritten Jahr sollt ihr säen und ernten,
Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen.
Jesa37/31Jesa Und was vom Haus Juda entkommen, was übriggeblieben ist, wird wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben. Jesa37/32Jesa Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen und
das Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das tun.
Jesa37/33Jesa Darum, so spricht der HERR über den König von Assur: Er wird nicht in diese Stadt kommen. Und er wird keinen Pfeil hineinschießen und ihr nicht mit dem Schild entgegentreten, und er
wird keinen Wall gegen sie aufschütten. Jesa37/34Jesa Auf dem Weg, den er gekommen ist, auf ihm wird er zurückkehren und wird nicht in diese Stadt kommen, spricht der HERR. Jesa37/35Jesa Denn ich
will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
Jesa37/36Jesa Da zog ein Engel des HERRN aus und schlug im Lager von Assur 185 000 [Mann]. Und als man früh am Morgen aufstand, siehe, da [fand man] sie alle tot, [lauter] Leichen. Jesa37/37Jesa
Und Sanherib, der König von Assur, brach auf, zog fort und kehrte zurück; und er blieb in Ninive. Jesa37/38Jesa Und es geschah, als er sich niederwarf im Haus seines Gottes Nisroch, da erschlugen
ihn seine Söhne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert; und sie entkamen in das Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon wurde an seiner Stelle König.
Hiskias Krankheit und Genesung - Segen der Krankheit.
V. 1-8: 2Kö 20,1-11; 2Chr 32,24.
\38\
Jesa38/1Jesa In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht
am Leben bleiben! Jesa38/2Jesa Da wandte Hiskia sein Gesicht zur Wand und betete zu dem HERRN. Jesa38/3Jesa Und er sprach: Ach, HERR! Denke doch daran, dass ich vor deinem Angesicht in Treue und
mit ungeteiltem Herzen gelebt habe und dass ich getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr. Jesa38/4Jesa Da geschah das Wort des HERRN zu Jesaja: Jesa38/5Jesa Geh hin und
sage zu Hiskia: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen! Siehe, ich will zu deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzufügen.
Jesa38/6Jesa Und aus der Hand des Königs von Assur will ich dich und diese Stadt retten und will diese Stadt beschirmen. Jesa38/7Jesa Und dies wird dir das Zeichen vom HERRN sein, dass der HERR
dieses Wort, das er geredet hat, tun wird: Jesa38/8Jesa Siehe, ich lasse den Schatten [der Sonnenuhr um so viele] Stufen zurückkehren, wie die Sonne von den Stufen an der Sonnenuhr
des
Ahas [bereits] abwärts gegangen ist, zehn Stufen zurück. Da kehrte die Sonne zehn Stufen zurück, an den Stufen, die sie abwärts gegangen war.
Jesa38/9Jesa Aufzeichnung Hiskias, des Königs von Juda, als er krank gewesen und von seiner Krankheit genesen war.
Jesa38/10Jesa Ich sagte: In der Mitte meiner Tage soll ich hingehen zu den Pforten des Scheols. Ich bin beraubt des Restes meiner Jahre. Jesa38/11Jesa Ich sagte: Ich werde Jah nicht sehen, Jah im
Land der Lebendigen, auch nicht Menschen mehr erblicken bei den Bewohnern des Totenreiches. Jesa38/12Jesa Meine Hütte ist abgebrochen und wurde von mir weggenommen wie ein Hirtenzelt. Wie ein
Weber habe ich mein Leben zu Ende gewebt: Vom Kettgarn schnitt er mich los. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen!
Jesa38/13Jesa Ich schrie um Hilfe bis zum Morgen, [aber] wie ein Löwe, so zerbrach er alle meine Gebeine. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen! Jesa38/14Jesa Wie eine Schwalbe,
eine Drossel, so zwitscherte ich, ich gurrte wie die Taube. Verschmachtend [blickten] meine Augen zur Höhe: O Herr, ich bin in Bedrängnis! Tritt als Bürge für mich ein!
Jesa38/15Jesa Was soll ich reden, nachdem er zu mir gesprochen und es selbst ausgeführt hat? Ich will [dich] loben alle meine Jahre trotz der Betrübnis meiner Seele, Jesa38/16Jesa o Herr! [Ich
will dich loben] wegen derer, die leben, und für alles, worin mein Geist lebt. Und du machst mich gesund und erhältst mich am Leben. Jesa38/17Jesa Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du, du
hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung zurückgehalten, denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.
Jesa38/18Jesa Denn der Scheol preist dich nicht, der Tod lobsingt dir [nicht]; die in die Grube hinabgefahren sind, hoffen nicht auf deine Treue. Jesa38/19Jesa Der Lebende, der Lebende, der
preist dich, wie heute ich: der Vater erzählt den Kindern von deiner Treue. Jesa38/20Jesa Der HERR [war bereit], mich zu retten. Und wir wollen das Saitenspiel erklingen lassen alle Tage unseres
Lebens im Haus des HERRN.
Jesa38/21Jesa Und Jesaja sagte, man solle einen Feigenkuchen [aus] Feigenfrüchten nehmen und ihn auf dem Geschwür verstreichen, damit er genese. Jesa38/22Jesa Da sprach Hiskia: Was ist das
Zeichen, dass ich in das Haus des HERRN hinaufgehen werde?
Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia und Gottes Gerichtsandrohung.
2Kö 20,12-19; 2Chr 32,25-31.
\39\
Jesa39/1Jesa In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia, denn er hatte gehört, dass er krank gewesen und [wieder] zu Kräften
gekommen war. Jesa39/2Jesa Und Hiskia freute sich über sie und zeigte ihnen sein Schatzhaus: das Silber und Gold, Balsamöle und das köstliche Öl, sein ganzes Vorratshaus und alles, was sich in
seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte. Jesa39/3Jesa Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und
sprach zu ihm: Was haben diese Männer gesagt, und woher sind sie zu dir gekommen? Da sagte Hiskia: Aus einem fernen Land sind sie zu mir gekommen, von Babel. Jesa39/4Jesa Er aber sprach: Was
haben sie in deinem Haus gesehen? Und Hiskia sagte: Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist. Es gibt nichts in meinen Schatzkammern, das ich ihnen nicht gezeigt hätte. Jesa39/5Jesa Da
sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des HERRN der Heerscharen! Jesa39/6Jesa Siehe, Tage kommen, da wird alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zum heutigen Tag angehäuft haben,
nach Babel weggebracht werden. Nichts wird übrigbleiben, spricht der HERR. Jesa39/7Jesa Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen, die du zeugen wirst, wird man [einige] nehmen, und sie werden
im Palast des Königs von Babel Hofbeamte sein. Jesa39/8Jesa Da sagte Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist gut, das du geredet hast. Denn er sagte [sich]: In meinen Tagen wird ja Friede und
Sicherheit sein. Botschaft des HERRN von der Erlösung.
\40\
Jesa40/1Jesa Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Jesa40/2Jesa Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihm zu, dass sein Frondienst vollendet, dass seine Schuld abgetragen ist! Denn es
hat von der Hand des HERRN das Doppelte empfangen für all seine Sünden.
Jesa40/3Jesa Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jesa40/4Jesa Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt
werden! Und das Höckerige soll zur Ebene werden und das Hügelige zur Talebene! Jesa40/5Jesa Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn
der Mund des HERRN hat geredet.
Jesa40/6Jesa Eine Stimme spricht: Rufe! Und ich sage: Was soll ich rufen? - Alles Fleisch ist Gras, und all seine Anmut wie die Blume des Feldes. Jesa40/7Jesa Das Gras ist verdorrt, die Blume ist
verwelkt, denn der Hauch des HERRN hat sie angeweht. Fürwahr, das Volk ist Gras. Jesa40/8Jesa Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt. Aber das Wort unseres Gottes besteht in
Ewigkeit.
Jesa40/9Jesa Auf einen hohen Berg steig hinauf, du Freudenbotin Zion! Erhebe mit Macht deine Stimme, du Freudenbotin Jerusalem! Erhebe sie, fürchte dich nicht! Sprich zu den Städten Judas: Siehe
da, euer Gott! Jesa40/10Jesa Siehe, der Herr, HERR, kommt mit Kraft, und sein Arm übt die Herrschaft für ihn aus. Siehe sein Lohn ist bei ihm, und seine Belohnung [geht] vor ihm her.
Jesa40/11Jesa Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Gewandbausch tragen, die säugenden [Muttertiere] wird er [fürsorglich]
leiten.
Die unvergleichliche Größe Gottes.
Jesa40/12Jesa Wer hat die Wasser gemessen mit seiner hohlen Hand und die Himmel abgemessen mit der Spanne? Und wer hat den Staub der Erde mit einem Maß erfaßt und die Berge mit der Waage gewogen,
die Hügel mit Waagschalen? Jesa40/13Jesa Wer hat den Geist des HERRN ermessen, und [wer ist] der Mann seines Rates, den er unterwiese? Jesa40/14Jesa Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht
gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn [über] den Weg der Einsicht unterwiesen hätte? Jesa40/15Jesa Siehe, Nationen gelten wie ein Tropfen am
Eimer und wie Staub auf der Waagschale. Siehe, Inseln hebt er hoch wie ein Stäubchen. Jesa40/16Jesa Und der Libanon reicht nicht hin zum Brennholz, und sein Wild reicht nicht hin zum Brandopfer.
Jesa40/17Jesa Alle Nationen sind wie nichts vor ihm und gelten ihm als nichtig und leer. -
V. 18-26: Kap. 44,6-21; Jer 10,1-16.
Jesa40/18Jesa Mit wem wollt ihr Gott vergleichen, und was für ein Abbild wollt ihr ihm gegenüberstellen? Jesa40/19Jesa Der Kunsthandwerker gießt das Götterbild, der Goldschmied beschlägt es
mit Gold und [mit] silbernen Ketten vom Goldschmied. Jesa40/20Jesa Maulbeerholz [wählt er], ein Holz, das nicht fault. Er sucht sich einen geschickten Kunsthandwerker, um ein Götterbild
aufzustellen, das nicht wackelt. - Jesa40/21Jesa Habt ihr es nicht erkannt? Hört ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkündet worden? Habt ihr nicht Einsicht gewonnen von der Gründung
der Erde her? Jesa40/22Jesa [Er ist es,] der da thront über dem Kreis der Erde, dass ihre Bewohner wie Heuschrecken [erscheinen], der die Himmel ausspannt wie einen Schleier und ihn ausbreitet
wie ein Zelt zum Wohnen, Jesa40/23Jesa der die Fürsten dem Nichts anheimgibt, die Richter der Erde der Nichtigkeit gleichmacht. Jesa40/24Jesa Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum
hat ihr Stamm Wurzeln in der Erde getrieben, da bläst er sie schon an. Sie verdorren, und ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln hinweg. Jesa40/25Jesa Mit wem denn wollt ihr mich vergleichen, dem
ich gleich wäre? spricht der Heilige. Jesa40/26Jesa Hebt zur Höhe eure Augen [empor] und seht: Wer hat diese [da] geschaffen? Er, der ihr Heer hervortreten läßt nach der Zahl, ruft sie alle mit
Namen: Vor [ihm], reich an Macht und stark an Kraft, fehlt kein einziger.
Jesa40/27Jesa Warum sagst du, Jakob, und sprichst du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor dem HERRN, und meinem Gott entgeht mein Recht? Jesa40/28Jesa Hast du es nicht erkannt, oder hast du es
nicht gehört? Ein ewiger Gott ist der HERR, der Schöpfer der Enden der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist seine Einsicht. Jesa40/29Jesa Er gibt dem Müden Kraft und dem
Ohnmächtigen mehrt er die Stärke. Jesa40/30Jesa Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer straucheln [und] stürzen. Jesa40/31Jesa Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft: sie
heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.
Das Walten Gottes mit den Völkern und seinem Knecht Israel nach seiner Vorhersage.
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Jesa41/1Jesa Hört mir schweigend zu, ihr Inseln! Und die Völkerschaften sollen neue Kraft gewinnen. Sie sollen herzutreten, dann mögen sie reden: Laßt uns miteinander vor Gericht treten!
Jesa41/2Jesa Wer hat vom [Sonnen]aufgang her den erweckt, dessen Fuß Gerechtigkeit begegnet? [Wer] gibt Nationen vor ihm dahin und stürzt Könige hinab? Sein Schwert macht sie wie Staub, sein
Bogen wie verwehte Strohstoppeln. Jesa41/3Jesa Er jagt ihnen nach, zieht wohlbehalten einher, berührt den Weg nicht mit seinen Füßen. Jesa41/4Jesa Wer hat es gewirkt und getan? Der die
Generationen ruft von Anbeginn. Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe. Jesa41/5Jesa Die Inseln haben es gesehen und fürchten sich, es erbeben die Enden der Erde. Sie
näherten sich und kamen herbei.
Jesa41/6Jesa Einer hilft dem andern und sagt zu seinem Bruder: Sei mutig! Jesa41/7Jesa Und der Kunsthandwerker ermutigt den Goldschmied. Der mit dem Hammer glättet, [ermutigt] den, der auf den
Amboß schlägt, und sagt von der Lötung: Sie ist gut. Und er befestigt es mit Nägeln, dass es nicht wackelt.
Jesa41/8Jesa Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes, Jesa41/9Jesa du, den ich ergriffen von den Enden der Erde und von ihren fernsten
Gegenden her gerufen habe, zu dem ich sprach: Mein Knecht bist du, ich habe dich erwählt und nicht verworfen - Jesa41/10Jesa fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich
bin dein Gott! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit. Jesa41/11Jesa Siehe, beschämt und zuschanden werden alle, die [in Feindschaft] gegen
dich entbrannt sind. Es werden wie nichts und gehen zugrunde die Männer, die den Rechtsstreit mit dir führen. Jesa41/12Jesa Du wirst sie suchen und nicht finden, die Männer, die mit dir zanken.
Wie nichts und wie Nichtigkeit werden die Männer, die mit dir Krieg führen. Jesa41/13Jesa Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine Rechte ergreift, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht! Ich,
ich helfe dir! - Jesa41/14Jesa Fürchte dich nicht, du Wurm Jakob, du Häuflein Israel! Ich, ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Jesa41/15Jesa Siehe, ich habe
dich zu einem scharfen, neuen Dreschschlitten gemacht, mit Doppelschneiden versehen: du wirst Berge dreschen und zermalmen und Hügel der Spreu gleichmachen. Jesa41/16Jesa Du wirst sie worfeln,
und der Wind wird sie forttragen und der Sturm sie zerstreuen. Du aber, du wirst jubeln in dem HERRN und dich rühmen in dem Heiligen Israels.
Jesa41/17Jesa Die Elenden und die Armen suchen nach Wasser, und es gibt keins, ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der HERR, werde sie erhören, ich, der Gott Israels, werde sie nicht
verlassen. Jesa41/18Jesa Ich werde Ströme öffnen auf den kahlen Höhen und Quellen mitten in den Talebenen. Ich werde die Wüste zum Wasserteich machen und das dürre Land zu Wasserquellen.
Jesa41/19Jesa Ich werde Zedern in die Wüste setzen, Akazien, Myrten und Olivenbäume, werde Wacholderbäume in die Steppe pflanzen, Platanen und Zypressen miteinander, Jesa41/20Jesa damit sie sehen
und erkennen, es merken und verstehen allesamt, dass die Hand des HERRN dies getan und der Heilige Israels es geschaffen hat.
Jesa41/21Jesa Bringt eure Rechtssache vor! spricht der HERR. Bringt eure Beweise herbei! spricht der König Jakobs. Jesa41/22Jesa Sie sollen [sie] herbeibringen und uns verkünden, was sich
ereignen wird: das Frühere, was war es? Verkündet es, damit wir es uns zu Herzen nehmen! Oder laßt uns das Künftige hören, damit wir seinen Ausgang erkennen! Jesa41/23Jesa Verkündet das später
Kommende, damit wir erkennen, dass ihr Götter seid! Ja, laßt es gut sein oder schlimm sein, dass wir uns gegenseitig ansehen und miteinander erschrecken! Jesa41/24Jesa Siehe, ihr seid nichts, und
euer Tun ist Nichtigkeit. Ein Greuel ist, wer euch erwählt!
Jesa41/25Jesa Ich habe [ihn] von Norden her erweckt, und er kam herbei, - von Sonnenaufgang her den, der meinen Namen anruft. Und er zertritt Befehlshaber wie Lehm und wie ein Töpfer, der Ton
stampft. Jesa41/26Jesa Wer hat es von Anfang an verkündet, dass wir es erkannt hätten, und von jeher, dass wir sagen könnten: Richtig! Ja, da war keiner, der es verkündete, ja, keiner, der es
hören ließ, ja, keiner, der eure Sprüche gehört hätte. Jesa41/27Jesa Als erster [habe ich] zu Zion [gesagt]: Siehe, siehe, da sind sie, und Jerusalem gebe ich einen Freudenboten! Jesa41/28Jesa
Und ich sehe hin, doch da ist niemand, und unter diesen da ist kein Ratgeber, dass ich sie fragen könnte und sie mir Antwort gäben. Jesa41/29Jesa Siehe, sie alle sind Betrug. Nichtigkeit sind
ihre Machwerke, Wind und Leere ihre gegossenen Bilder.
Der Knecht des HERRN in seiner Größe und Armut - Klage über Israel als Knecht des HERRN.
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Jesa42/1Jesa Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen.
Jesa42/2Jesa Er wird nicht schreien und [die Stimme] nicht erheben und seine Stimme nicht hören lassen auf der Straße. Jesa42/3Jesa Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden
Docht wird er nicht auslöschen. In Treue bringt er das Recht hinaus. Jesa42/4Jesa Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten
auf seine Weisung. - Jesa42/5Jesa So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schuf und sie ausspannte, der die Erde ausbreitete und was ihr entsproßt, der dem Volk auf ihr den Atem gab und den
[Lebens]hauch denen, die auf ihr gehen: Jesa42/6Jesa Ich, der HERR, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes,
zum Licht der Nationen, Jesa42/7Jesa blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker herauszuführen [und] aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen. - Jesa42/8Jesa Ich bin Jahwe, das ist
mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Götterbildern. Jesa42/9Jesa Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich. Bevor es aufsproßt, lasse ich
es euch hören.
Jesa42/10Jesa Singt dem HERRN ein neues Lied, seinen Ruhm vom Ende der Erde: Es brause das Meer und seine Fülle, die Inseln und ihre Bewohner! Jesa42/11Jesa [Die Stimme] sollen erheben die Steppe
und ihre Städte, die Dörfer, die Kedar bewohnt! Jubeln sollen die Bewohner von Sela, jauchzen vom Gipfel der Berge her! Jesa42/12Jesa Dem HERRN sollen sie Ehre geben und seinen Ruhm auf den
Inseln verkündigen! Jesa42/13Jesa Der HERR zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er den Eifer. Er erhebt einen Schlachtruf, ja, ein gellendes Feldgeschrei, er beweist sich als Held
gegen seine Feinde.
Jesa42/14Jesa Seit ewigen [Zeiten] habe ich geschwiegen, war still, habe an mich gehalten. Wie eine Gebärende will ich [nun] stöhnen, schnauben und [nach Luft] schnappen zugleich. Jesa42/15Jesa
Ich will Berge und Hügel ausdörren und all ihr Kraut vertrocknen lassen. Und ich will Ströme zu Inseln machen und Teiche trockenlegen. Jesa42/16Jesa Und ich will die Blinden auf einem Weg gehen
lassen, den sie nicht kennen, auf Pfaden, die sie nicht kennen, will ich sie schreiten lassen. Die Finsternis vor ihnen will ich zum Licht machen und das Holperige zur Ebene. Das sind die Dinge,
die ich tun und von denen ich nicht ablassen werde. Jesa42/17Jesa Es weichen zurück, es werden völlig zuschanden [alle], die auf ein Götterbild vertrauen, die zum gegossenen Bild sagen: Ihr seid
unsere Götter.
Jesa42/18Jesa Hört, ihr Tauben! Und ihr Blinden, schaut her, um zu sehen! Jesa42/19Jesa Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht, und taub, wenn nicht mein Bote, den ich sende? Wer ist blind wie
Meschullam und blind wie der Knecht des HERRN? Jesa42/20Jesa Er hat vieles gesehen, aber es nicht beachtet, hat offene Ohren, aber hört nicht. Jesa42/21Jesa Deinem HERRN hat es gefallen um seiner
Gerechtigkeit willen. Er macht das Gesetz groß und herrlich. Jesa42/22Jesa Doch ist es [jetzt noch] ein beraubtes und ausgeplündertes Volk. Sie sind allesamt in Löchern gefesselt, und in Kerkern
werden sie versteckt gehalten. Sie sind zur Beute geworden, und da ist kein Erretter, [zur] Plünderung, und niemand sagt: Gib wieder her! Jesa42/23Jesa Wer unter euch will das zu Ohren nehmen,
will achtgeben und für die Zukunft hören? Jesa42/24Jesa Wer hat Jakob der Plünderung preisgegeben und Israel den Räubern? Nicht der HERR, gegen den wir gesündigt haben? Und sie wollten nicht auf
seinen Wegen gehen und hörten nicht auf sein Gesetz. Jesa42/25Jesa Da hat er die Glut seines Zornes und die Gewalt des Krieges über es ausgegossen. Und er hat es ringsum versengt, aber es kommt
nicht zur Erkenntnis, und er hat es in Brand gesteckt, aber es nimmt es nicht zu Herzen.
Israels Erlösung aus Gnaden.
\43\
Jesa43/1Jesa Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen,
du bist mein. Jesa43/2Jesa Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die
Flamme wird dich nicht verbrennen. Jesa43/3Jesa Denn ich bin der HERR, dein Gott, [ich], der Heilige Israels, dein Retter. Ich gebe Ägypten als Lösegeld für dich, Kusch und Seba an deiner Stelle.
Jesa43/4Jesa Weil du teuer bist in meinen Augen [und] wertvoll bist und ich dich liebhabe, (Darf mich wehren, darf nein sagen. Ich bin wertvoll und geliebt; wertvollbist) so gebe ich Menschen hin
an deiner Stelle und Völkerschaften anstelle deines Lebens. Jesa43/5Jesa Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Vom [Sonnen]aufgang her werde ich deine Nachkommen bringen, und vom
[Sonnen]untergang her werde ich dich sammeln. Jesa43/6Jesa Ich werde zum Norden sagen: Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne von fernher und meine Töchter vom Ende der
Erde, Jesa43/7Jesa jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet, ja, gemacht habe!
Jesa43/8Jesa Laß hervortreten das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben! Jesa43/9Jesa Alle Nationen sind miteinander versammelt, und die Völkerschaften sind
zusammengekommen! Wer unter ihnen verkündet dies? Auch Früheres sollen sie uns hören lassen! Sie sollen ihre Zeugen stellen, dass sie gerecht sind! Und man wird es hören und sagen: Es ist wahr!
Jesa43/10Jesa Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott
gebildet, und nach mir wird keiner sein. Jesa43/11Jesa Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter. Jesa43/12Jesa Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein
fremder [Gott] war unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und ich bin Gott. Jesa43/13Jesa Ja, auch weiterhin bin ich derselbe, und da ist niemand, der aus meiner Hand errettet.
Ich wirke, und wer kann es rückgängig machen?
Jesa43/14Jesa So spricht der HERR, euer Erlöser, der Heilige Israels: Um euretwillen habe ich nach Babel gesandt. Und ich stoße herunter all die Riegel [eines Gefängnisses]. Und die Chaldäer -
zur Klage wird ihr Jubel. Jesa43/15Jesa Ich bin der HERR, euer Heiliger, der Schöpfer Israels, euer König.
Jesa43/16Jesa So spricht der HERR, der einen Weg gibt im Meer und einen Pfad in mächtigen Wassern, Jesa43/17Jesa der ausziehen läßt Wagen und Pferd, Heer und Held - zusammen liegen sie da, stehen
nicht wieder auf; sie sind erloschen, verglommen wie ein Docht -: Jesa43/18Jesa Denkt nicht an das Frühere, und auf das Vergangene achtet nicht! Jesa43/19Jesa Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sproßt
es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde. Jesa43/20Jesa Die Tiere des Feldes werden mich ehren, Schakale und Strauße, weil ich in der Wüste
Wasser gegeben habe, Ströme in der Einöde, um mein Volk zu tränken, mein auserwähltes. Jesa43/21Jesa Dieses Volk, das ich mir gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm erzählen.
Jesa43/22Jesa Nicht mich hast du angerufen, Jakob, dass du dich um mich gemüht hättest, Israel! Jesa43/23Jesa Du hast mir nicht das Lamm deiner Brandopfer gebracht und mit deinen Schlachtopfern
mich nicht geehrt. Ich habe dir nicht mit Opfergaben Arbeit gemacht noch mit Weihrauch dich ermüdet. Jesa43/24Jesa Du hast mir nicht für Geld Würzrohr gekauft noch mit dem Fett deiner
Schlachtopfer mich gesättigt. Vielmehr hast du mir Arbeit gemacht mit deinen Sünden, du hast mich ermüdet mit deinen Sünden. Jesa43/25Jesa Ich, ich bin es, der deine Verbrechen auslöscht um
meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht gedenken.
Jesa43/26Jesa Zeige mich an! Wir wollen miteinander vor Gericht treten! Erzähle du, damit du recht behältst! Jesa43/27Jesa Dein erster Vater hat [schon] gesündigt, und deine Vermittler haben mit
mir gebrochen. Jesa43/28Jesa So entweihe ich die Obersten des Heiligtums. Und ich gebe Jakob dem Bann und Israel den Hohnreden preis.
Der segnende, lebendige Gott und die Torheit des Götzendienstes.
\44\
Jesa44/1Jesa Aber nun höre, Jakob, mein Knecht, und Israel, den ich erwählt habe. Jesa44/2Jesa So spricht der HERR, der dich gemacht und von Mutterleibe an dich gebildet hat, der dir hilft:
Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und Jeschurun, den ich erwählt habe! Jesa44/3Jesa Denn ich werde Wasser gießen auf das durstige und Bäche auf das trockene Land. Ich werde meinen Geist
ausgießen auf deine Nachkommen und meinen Segen auf deine Sprößlinge. Jesa44/4Jesa Und sie werden aufsprossen wie Schilf zwischen Wassern, wie Pappeln an Wasserläufen. Jesa44/5Jesa Dieser wird
sagen: Ich gehöre dem HERRN! Und jener wird sich mit dem Namen Jakob nennen. Und jener wird auf seine Hand schreiben: Dem HERRN eigen! und wird mit dem Namen Israel genannt werden.
V. 6-21: Kap. 40,18-26; Jer 10,1-16.
Jesa44/6Jesa So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott. Jesa44/7Jesa Und wer ist
wie ich? Er rufe und verkünde es und lege es mir dar! - Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen? Und was eintreten wird, sollen sie uns verkünden! Jesa44/8Jesa Erschreckt nicht und
zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und [es dir] verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.
Jesa44/9Jesa Die Bildner von Götterbildern sind allesamt nichtig, und ihre Lieblinge nützen nichts. Und ihre Zeugen sehen nicht und erkennen nicht, damit sie zuschanden werden. Jesa44/10Jesa Wer
hat [je] einen Gott gebildet und ein Götterbild gegossen, damit es nichts nützt? Jesa44/11Jesa Siehe, alle seine Anhänger werden zuschanden. Und die Kunsthandwerker sind ja [nur] Menschen. Sollen
sie sich alle versammeln, hintreten: erschrecken müssen sie, zuschanden werden allesamt! Jesa44/12Jesa Der Handwerker in Eisen schärft das Beil und arbeitet mit Kohlenglut, und er formt es mit
Hämmern und verarbeitet es mit seinem kräftigen Arm. Er wird [dabei] auch hungrig und kraftlos, er trinkt kein Wasser und ermüdet. Jesa44/13Jesa Der Handwerker in Holz spannt die Schnur, zeichnet
es mit dem Stift vor, führt es mit den Schnitzmessern aus und umreißt mit dem Zirkel. Und er macht es wie das Bild eines Mannes, wie das Prachtstück von einem Menschen, damit es in einem Haus
wohnt. Jesa44/14Jesa [Er geht,] um sich Zedern zu fällen, oder nimmt eine Steineiche oder eine Eiche und zieht sie sich groß unter den Bäumen des Waldes. Er pflanzt eine Fichte, und der Regen
läßt sie wachsen. Jesa44/15Jesa Und [das alles] dient dem Menschen zur Feuerung, und er nimmt davon und wärmt sich. Teils heizt er und bäckt Brot, teils verarbeitet er es zu einem Gott und wirft
sich [davor] nieder, macht ein Götzenbild daraus und beugt sich vor ihm. Jesa44/16Jesa Die Hälfte davon verbrennt er im Feuer. Auf [dieser] seiner Hälfte brät er Fleisch, ißt den Braten und
sättigt sich. Auch wärmt er sich und sagt: Ha! Mir wird es warm, ich spüre Feuer. Jesa44/17Jesa Und den Rest davon macht er zu einem Gott, zu seinem Götterbild. Er beugt sich vor ihm und wirft
sich nieder, und er betet zu ihm und sagt: Errette mich, denn du bist mein Gott! - Jesa44/18Jesa Sie haben keine Erkenntnis und keine Einsicht, denn ihre Augen sind verklebt, dass sie nicht
sehen, [und] ihre Herzen, dass sie nicht verstehen. - Jesa44/19Jesa Und er nimmt es nicht zu Herzen und [hat] keine Erkenntnis und keine Einsicht, dass er sagte: Die Hälfte davon habe ich im
Feuer verbrannt, auch habe ich auf seinen Kohlen Brot gebacken, ich brate Fleisch und esse; und den Rest davon mache ich zu einem Greuel, vor einem Holzklotz beuge ich mich! Jesa44/20Jesa Wer
sich mit Asche einläßt, ist betrogen, [sein] Herz hat ihn irregeführt. Er rettet seine Seele nicht und sagt [nicht]: Ist nicht Lüge in meiner Rechten?
Jesa44/21Jesa Denke daran, Jakob und Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe dich gebildet, du bist mein Knecht. Israel, du wirst nicht von mir vergessen. Jesa44/22Jesa Ich habe deine
Verbrechen ausgelöscht wie einen Nebel und wie eine Wolke deine Sünden. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst! Jesa44/23Jesa Jubelt, ihr Himmel, denn der HERR hat es getan! Jauchzt, ihr
Tiefen der Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, du Wald und all ihr Bäume darin! Denn der HERR hat Jakob erlöst, und an Israel verherrlicht er sich.
Ankündigung der Herrschaft des Kyrus zum Heil Israels.
Jesa44/24Jesa So spricht der HERR, dein Erlöser und der dich vom Mutterleib an gebildet hat: Ich, der HERR, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, der die Erde
ausbreitete - wer war [da] bei mir? Jesa44/25Jesa [Ich bin es,] der die Wunderzeichen der Orakelpriester platzen läßt und die Wahrsager zu Narren macht, der die Weisen zur Umkehr zwingt und ihr
Wissen zur Torheit macht, Jesa44/26Jesa der das Wort seines Knechtes aufrichtet und den Plan seiner Boten ausführt, der von Jerusalem sagt: Es soll bewohnt werden! und von den Städten Judas: Sie
sollen aufgebaut werden, und seine Trümmerstätten werde ich [wieder]aufrichten! - Jesa44/27Jesa der zur Meerestiefe spricht: Versiege, und deine Ströme will ich austrocknen - Jesa44/28Jesa der
von Kyrus spricht: Mein Hirt, er wird alles ausführen, was mir gefällt, indem er von Jerusalem sagen wird: Es werde aufgebaut, und der Grundstein des Tempels werde gelegt!
\45\
Jesa45/1Jesa So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Kyrus, den ich bei seiner Rechten ergriffen habe, um Nationen vor ihm zu unterwerfen - und die Hüften der Könige entgürte ich -, um Türen
vor ihm zu öffnen, und Tore bleiben nicht verschlossen: Jesa45/2Jesa Ich, ich werde vor dir herziehen und werde die Ringmauern einebnen. Eherne Türen werde ich zerbrechen und eiserne Riegel
zerschlagen. Jesa45/3Jesa Ich gebe dir verborgene Schätze und versteckte Vorräte, damit du erkennst, dass ich der HERR bin, der dich bei deinem Namen ruft, der Gott Israels. Jesa45/4Jesa Um
meines Knechtes Jakob willen und Israels, meines Auserwählten, habe ich dich bei deinem Namen gerufen. Ich gebe dir einen Ehrennamen, ohne dass du mich gekannt hast. Jesa45/5Jesa Ich bin der HERR
und sonst keiner. Außer mir gibt es keinen Gott. Ich gürte dich, ohne dass du mich erkannt hast, Jesa45/6Jesa damit man erkennt vom Aufgang der Sonne und von [ihrem] Untergang her, dass es außer
mir gar keinen gibt. Ich bin der HERR - und sonst keiner -, Jesa45/7Jesa der das Licht bildet und die Finsternis schafft, der Frieden wirkt und das Unheil schafft. Ich, der HERR, bin es, der das
alles wirkt.
Jesa45/8Jesa Träufelt, ihr Himmel, von oben! Und ihr Wolken, fließt [über] von Gerechtigkeit! Das Land öffne [seine Ackerfurchen], und sie sollen fruchtbar sein mit Heil, und es lasse
Gerechtigkeit hervorwachsen zugleich! Ich, der HERR, habe es geschaffen. Jesa45/9Jesa Weh dem, der mit seinem Bildner rechtet - ein Tongefäß unter irdenen Tongefäßen! Sagt [etwa] der Ton zu
seinem Bildner: Was machst du?, und [sagt etwa] dein Werk [von dir]: Er hat keine Hände? Jesa45/10Jesa Weh dem, der zum Vater sagt: Warum zeugst du? und zur Frau: Warum hast du Wehen?
Jesa45/11Jesa So spricht der HERR, der Heilige Israels und sein Bildner: Wollt ihr mich [etwa] wegen meiner Kinder fragen und über das Werk meiner Hände mir Befehl geben? Jesa45/12Jesa Ich, ich
habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Ich [war es], meine Hände haben die Himmel ausgespannt, und all ihrem Heer habe ich Befehl gegeben. Jesa45/13Jesa Ich, ich habe ihn
erweckt in Gerechtigkeit, und alle seine Wege ebne ich. Er wird meine Stadt bauen und meine Weggeführten freilassen, nicht für einen Kaufpreis und nicht für ein Geschenk, spricht der HERR der
Heerscharen.
Jesa45/14Jesa So spricht der HERR: Der Erwerb Ägyptens und der Handelsgewinn von Kusch und die Sebäer, hochgewachsene Männer, werden zu dir übergehen und dir gehören. Sie werden dir nachfolgen,
in Fesseln werden sie [zu dir] übergehen. Und sie werden sich vor dir niederwerfen, werden zu dir flehen: Ja, bei dir ist Gott. Es gibt keinen sonst, keinen Gott! - Jesa45/15Jesa Wahrlich, du
bist ein Gott, der sich verborgen hält, Gott Israels, ein Retter! - Jesa45/16Jesa Sie werden zuschanden und auch zunichte, sie alle miteinander. Sie gehen allesamt in Schmach dahin, die
Götzenmacher. Jesa45/17Jesa Israel findet Rettung in dem HERRN, ewige Rettung. Ihr werdet nicht zuschanden und nicht zunichte werden in alle Ewigkeiten. Jesa45/18Jesa Denn so spricht der HERR,
der die Himmel geschaffen hat - er ist Gott -, der die Erde gebildet und sie gemacht hat - er hat sie gegründet, nicht als eine Öde hat er sie geschaffen, [sondern] zum Bewohnen hat er sie
gebildet -: Ich bin der HERR, und sonst gibt es keinen [Gott]! Jesa45/19Jesa Nicht im Verborgenen habe ich geredet, am Ort eines finsteren Landes. Ich sprach zu den Nachkommen Jakobs nicht: Sucht
mich vergeblich! Ich bin der HERR, der Gerechtigkeit redet, Wahrheit verkündet.
Jesa45/20Jesa Versammelt euch und kommt! Nähert euch allesamt, ihr Entkommenen der Nationen! Keine Erkenntnis haben die, die das Holz ihres Götterbildes tragen und zu einem Gott flehen, der nicht
retten kann. Jesa45/21Jesa Berichtet und bringt [Beweise] herbei! Ja, sollen sie sich miteinander beraten! Wer hat dies von alters her hören lassen, schon längst es verkündet? Nicht ich, der
HERR? Und sonst gibt es keinen Gott außer mir. Einen gerechten und rettenden Gott gibt es außer mir nicht! Jesa45/22Jesa Wendet euch zu mir und laßt euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich
bin Gott und keiner sonst. Jesa45/23Jesa Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir
beugen, jede Zunge [mir] schwören Jesa45/24Jesa und sagen: Nur in dem HERRN ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt
waren. Jesa45/25Jesa In dem HERRN werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels.
Vernichtung der Götzen - Heil in Gott.
\46\
Jesa46/1Jesa Bel bricht in die Knie, Nebo krümmt sich. Ihre Götzenbilder sind dem [Saum]tier und dem [Last]vieh [aufgelegt] worden; eure Tragbilder sind aufgeladen, eine Last für das erschöpfte
[Vieh]. Jesa46/2Jesa Sie krümmen sich, brechen in die Knie allesamt, sie können die Last nicht retten; und sie selbst ziehen in die Gefangenschaft.
Jesa46/3Jesa Hört auf mich, Haus Jakob und der ganze Überrest des Hauses Israel, die ihr von Mutterleib an [mir] aufgeladen, von Mutterschoß an [von mir] getragen worden seid! Jesa46/4Jesa Auch
bis in [euer] Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu [eurem] grauen Haar werde ich selbst [euch] tragen. Ich, ich habe es getan, und ich selbst werde heben, und ich selbst werde tragen und
werde erretten.
Jesa46/5Jesa Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und mich ähnlich machen, dass wir uns gleichen? Jesa46/6Jesa Sie, die Gold aus dem Beutel schütten und Silber auf der Waage
abwiegen, dingen einen Goldschmied, dass er einen Gott daraus macht. Sie beugen sich, ja, sie werfen sich nieder. Jesa46/7Jesa Sie heben ihn auf die Schulter, tragen ihn [umher] und setzen ihn
nieder an seine Stelle, und er steht da: von seinem Platz weicht er nicht. Auch schreit man zu ihm, aber er antwortet nicht, hilft ihm nicht aus seiner Not. Jesa46/8Jesa Denkt daran und ermahnt
euch, nehmt es [wieder] zu Herzen, ihr Abtrünnigen! Jesa46/9Jesa Gedenket des Früheren von der Urzeit her, dass ich Gott bin. Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, Jesa46/10Jesa der ich
von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, - der ich spreche: Mein Ratschluß soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus,
Jesa46/11Jesa der ich den Raubvogel rufe von Osten her, aus fernem Land den Mann meines Ratschlusses. Ja, ich habe [es] geredet, ja, ich werde es auch kommen lassen. Ich habe [es] gebildet, ja,
ich führe es auch aus. - Jesa46/12Jesa Hört auf mich, ihr Trotzigen, die ihr fern seid von Gerechtigkeit! Jesa46/13Jesa Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht fern, und mein
Heil zögert nicht. Und ich gebe in Zion Heil, für Israel meine Herrlichkeit.
Triumph und Spott über den Untergang Babels.
Kap. 13; 14; 21,1-10; Jer 50; 51.
\47\
Jesa47/1Jesa Steig herunter und setz dich in den Staub, Jungfrau, Tochter Babel! Setz dich auf die Erde ohne Thron, Tochter der Chaldäer! Denn man wird dich nicht länger die Verwöhnte und
Verzärtelte nennen. Jesa47/2Jesa Nimm die Mühle und mahle Mehl! Schlage deinen Schleier zurück, hebe die Schleppe, entblöße die Schenkel, wate durch Ströme! Jesa47/3Jesa Deine Blöße soll
aufgedeckt, ja, deine Schande gesehen werden! Ich werde Rache nehmen und Menschen nicht verschonen. - Jesa47/4Jesa Unser Erlöser, HERR der Heerscharen ist sein Name, der Heilige Israels! -
Jesa47/5Jesa Setze dich stumm hin und geh in die Finsternis, Tochter der Chaldäer! Denn du sollst nicht länger Herrin der Königreiche genannt werden. Jesa47/6Jesa Ich war erzürnt über mein Volk,
ich entweihte mein Erbteil, und ich gab sie in deine Hand. Du hast ihnen kein Erbarmen erwiesen, auf den Greis legtest du schwer dein Joch. Jesa47/7Jesa Und du sagtest: Auf ewig werde ich Herrin
sein, für immer! Du nahmst dir dies nicht zu Herzen, das Ende davon bedachtest du nicht. Jesa47/8Jesa Und nun höre dies, du Wollüstige, die in Sicherheit wohnt, die in ihrem Herzen sagt: Ich, und
sonst gar nichts! Ich werde nicht als Witwe sitzen noch Kinderlosigkeit kennen! Jesa47/9Jesa Dies beides wird über dich kommen in einem Augenblick, an einem einzigen Tag: Kinderlosigkeit und
Witwenschaft. In vollem Maße werden sie über dich kommen trotz der Menge deiner Zaubereien, trotz der gewaltigen Fülle deiner Bannsprüche. Jesa47/10Jesa Aber du vertrautest auf deine Bosheit. Du
sagtest: Niemand sieht mich. Deine Weisheit und dein Wissen, das hat dich irregeführt. Und du sagtest in deinem Herzen: Ich, und sonst gar nichts! Jesa47/11Jesa So kommt Unheil über dich, gegen
das du keinen Zauber kennst. Und ein Verderben wird über dich herfallen, das du nicht abwenden kannst. Und plötzlich wird ein Sturm über dich kommen, den du nicht ahnst. - Jesa47/12Jesa Tritt
doch auf mit deinen Bannsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien, mit denen du dich abgemüht hast von deiner Jugend an! Vielleicht kannst du Hilfe schaffen, vielleicht wirst du Schrecken
einflößen. Jesa47/13Jesa Du bist müde geworden durch die Menge deiner Beratungen. Sie sollen doch auftreten und dich retten, die Himmelszerleger, die Sternebeschauer, die an jedem Neumond wissen
lassen, was über dich kommen soll! Jesa47/14Jesa Siehe, sie sind wie Strohstoppeln geworden, Feuer hat sie verbrannt! Vor der Gewalt der Flamme haben sie ihr Leben nicht gerettet: es gab keine
Kohle, um sich zu wärmen, kein Feuer, um davor zu sitzen. Jesa47/15Jesa So sind dir die geworden, für die du dich abgemüht hast, deine Handelspartner von deiner Jugend an. Sie taumeln, jeder nach
seiner Seite hin; niemand rettet dich.
\48\
Jesa48/1Jesa Weitere Mahnung an Israel und erneute Verheißung der Rettung
Hört dies, Haus Jakob, die mit dem Namen Israel benannt und aus den Wassern Judas hervorgegangen sind, die beim Namen des HERRN schwören und den Gott Israels bekennen, [doch] nicht in Wahrheit
und nicht in Gerechtigkeit; Jesa48/2Jesa ja, nach der heiligen Stadt nennen sie sich, und sie stützen sich auf den Gott Israels, HERR der Heerscharen ist sein Name: Jesa48/3Jesa Das Frühere habe
ich längst schon verkündet. Aus meinem Mund ist es hervorgegangen, und ich habe es hören lassen; plötzlich tat ich es, und es traf ein. Jesa48/4Jesa Weil ich wußte, dass du hart bist und dass
dein Nacken eine eiserne Sehne und deine Stirn aus Erz ist, Jesa48/5Jesa so habe ich es dir schon längst verkündet, ehe es eintraf, habe ich es dich hören lassen, damit du nicht sagst: Mein Götze
hat es getan, und mein Götterbild und mein gegossenes Bild haben es befohlen. Jesa48/6Jesa Du hast es gehört, betrachte es [nun] alles! Und ihr, wollt ihr es nicht verkünden? Von nun an lasse ich
dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht kanntest. Jesa48/7Jesa Jetzt ist es geschaffen und nicht [schon] früher und vor dem [heutigen] Tag. Und du hast nicht davon gehört, damit du nicht
sagst: Siehe, ich habe es gewußt. Jesa48/8Jesa Du hast es weder gehört noch gewußt, noch war dein Ohr früher [schon] geöffnet. Denn ich wußte, dass du völlig treulos bist und dass man dich
`Abtrünnig von Mutterleib an genannt hat. Jesa48/9Jesa Um meines Namens willen halte ich meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme ich mich dir zugute, um dich nicht auszurotten.
Jesa48/10Jesa Siehe, ich habe dich geläutert, doch nicht im Silber[schmelzofen]; ich habe dich geprüft im Schmelzofen des Elends. Jesa48/11Jesa Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es tun -
denn wie würde mein Name entweiht werden! -, und meine Ehre gebe ich keinem andern.
Jesa48/12Jesa Höre auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich der Erste, ich auch der Letzte. Jesa48/13Jesa Ja, meine Hand hat die Grundmauern der Erde gelegt und meine
Rechte die Himmel ausgespannt; ich rufe ihnen zu: allesamt stehen sie da. Jesa48/14Jesa Versammelt euch, ihr alle, und hört! Wer unter ihnen hat dies verkündet? Der HERR liebt ihn. Er wird an
Babel ausführen, was ihm gefällt, und sein Arm [wird] die Chaldäer [richten]. Jesa48/15Jesa Ich, ich selbst habe geredet, ja, ich habe ihn gerufen. Ich habe ihn kommen lassen, und sein Weg wird
gelingen. Jesa48/16Jesa Tretet her zu mir, hört dies! Ich habe von Anfang an nicht im Verborgenen geredet; von der Zeit an, da es geschah, bin ich da. - Und nun hat der Herr, HERR, mich gesandt
und seinen Geist [verliehen]. - Jesa48/17Jesa So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt zu [deinem] Nutzen, der dich leitet auf dem Weg,
den du gehen sollst.
Jesa48/18Jesa Ach, hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dann wäre wie der Strom dein Friede gewesen und deine Gerechtigkeit wie die Wogen des Meeres. Jesa48/19Jesa Dann wäre wie der Sand
deine Nachkommenschaft gewesen und die Sprößlinge deines Leibes wie seine Körner. Sein Name würde nicht ausgerottet und nicht ausgetilgt werden vor meinem Angesicht.
Jesa48/20Jesa Zieht aus Babel fort! Flieht aus Chaldäa! Mit jubelnder Stimme verkündet, laßt es hören, breitet es aus bis an die Enden der Erde! Sprecht: Erlöst hat der HERR seinen Knecht Jakob!
Jesa48/21Jesa Und sie dürsteten nicht, als er sie durch die Trümmerstätten führte. Wasser aus dem Felsen ließ er ihnen rinnen, er spaltete den Felsen, und Wasser floß heraus. - Jesa48/22Jesa Kein
Friede den Gottlosen, spricht der HERR. -
Der Knecht des HERRN: Licht für die Heiden und Heil für Israel.
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Jesa49/1Jesa Hört auf mich, ihr Inseln, und horcht auf, ihr Völkerschaften, [die ihr] von fernher [seid]! Der HERR hat mich berufen vom Mutterleib an, hat von meiner Mutter Schoß an meinen Namen
genannt. Jesa49/2Jesa Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, hält mich versteckt im Schatten seiner Hand. Und er hat mich zu einem geschärften Pfeil gemacht, hat mich verborgen in
seinem Köcher. Jesa49/3Jesa Und er sprach zu mir: Mein Knecht bist du, Israel, an dem ich mich verherrlichen werde. - Jesa49/4Jesa Ich aber sagte: Umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich und
für nichts meine Kraft verbraucht. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. - Jesa49/5Jesa Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an für sich zum Knecht
gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen und damit Israel zu ihm gesammelt werde - und ich bin geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott ist meine Stärke geworden -, Jesa49/6Jesa ja, er
spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So habe ich dich [auch] zum Licht der Nationen gemacht, [dass]
mein Heil reiche bis an die Enden der Erde. Jesa49/7Jesa So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem ganz und gar Verachteten, zu dem Verabscheuten der Nation, zu dem Knecht
der Herrscher: Könige werden es sehen und aufstehen, [auch] Oberste, und sie werden sich niederwerfen um des HERRN willen, der treu ist, [um] des Heiligen Israels [willen], der dich erwählt hat.
Jesa49/8Jesa So spricht der HERR: Zur Zeit des Wohlgefallens habe ich dich erhört, und am Tag des Heils habe ich dir geholfen. Und ich werde dich behüten und dich zum Bund des Volkes machen, das
Land aufzurichten, die verödeten Erbteile auszuteilen, Jesa49/9Jesa den Gefangenen zu sagen: Geht hinaus! [und] zu denen, die in Finsternis sind: Kommt ans Licht! Sie werden an den Wegen weiden,
und auf allen kahlen Höhen wird ihre Weide sein. Jesa49/10Jesa Sie werden nicht hungern und nicht dürsten, und weder Wüstenglut noch Sonne wird sie treffen. Denn ihr Erbarmer wird sie leiten und
wird sie zu Wasserquellen führen. Jesa49/11Jesa Alle meine Berge will ich zum Weg machen, und meine Straßen werden hoch dahinführen. Jesa49/12Jesa Siehe, diese werden von fernher kommen, und
siehe, die von Norden und von Westen und jene aus dem Land Sewenim. Jesa49/13Jesa Jubelt, ihr Himmel, und jauchze, du Erde! Und ihr Berge, brecht in Jubel aus! Denn der HERR hat sein Volk
getröstet, und über seine Elenden erbarmt er sich.
Klage, Tröstung und Wiederherstellung Israels.
Jesa49/14Jesa Zion sagt: Verlassen hat mich der HERR, der Herr hat mich vergessen. Jesa49/15Jesa Vergißt [etwa] eine Frau ihren Säugling, dass sie sich nicht erbarmt über den Sohn ihres Leibes?
Sollten selbst diese vergessen, ich werde dich niemals vergessen. Jesa49/16Jesa Siehe, in [meine] beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet. Deine Mauern sind beständig vor mir.
Jesa49/17Jesa Deine Erbauer eilen herbei, deine Zerstörer und deine Verwüster ziehen aus dir fort. Jesa49/18Jesa Erhebe ringsum deine Augen und sieh: Sie alle versammeln sich, kommen zu dir! So
wahr ich lebe, spricht der HERR, ja, du wirst sie alle wie ein Schmuck[stück] anlegen und dich mit ihnen gürten wie eine Braut. Jesa49/19Jesa Denn deine Trümmerstätten, deine verödeten Orte und
dein zerstörtes Land - ja, nun wird es dir zu eng werden vor [Menge an] Bewohnern; und die dich verschlangen, werden fernbleiben. Jesa49/20Jesa Die Kinder deiner Kinderlosigkeit werden noch vor
deinen Ohren sagen: Der Raum ist mir zu eng. Mach mir Platz, dass ich wohnen kann! Jesa49/21Jesa Da wirst du in deinem Herzen sagen: Wer hat mir diese geboren? Ich war doch der Kinder beraubt und
unfruchtbar, in der Verbannung und abtrünnig! Und diese, wer hat sie großgezogen? Siehe, ich war ja allein übriggeblieben; diese [also], wo waren sie?
Jesa49/22Jesa So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich werde meine Hand zu den Nationen hin erheben und zu den Völkern hin mein Feldzeichen aufrichten. Und sie werden deine Söhne auf den Armen
bringen, und deine Töchter werden auf der Schulter getragen werden. Jesa49/23Jesa Und Könige werden deine Wärter sein und ihre Fürstinnen deine Ammen. Sie werden sich vor dir niederwerfen mit dem
Gesicht zur Erde und den Staub deiner Füße lecken. Da wirst du erkennen, dass ich der HERR bin: die auf mich hoffen, werden nicht beschämt werden.
Jesa49/24Jesa Kann man einem Helden die Beute nehmen, oder kann der Gefangene eines Gewaltigen entkommen? Jesa49/25Jesa Ja, so spricht der HERR: Auch der Gefangene des Helden wird [ihm] genommen,
und die Beute des Gewaltigen wird entkommen. Wer dich angreift, den werde ich angreifen; und deine Söhne werde ich retten. Jesa49/26Jesa Ich werde deine Unterdrücker speisen mit ihrem eigenen
Fleisch, und von ihrem Blut sollen sie trunken werden wie von Most. Und alles Fleisch wird erkennen, dass ich, der HERR, dein Retter bin, und der Mächtige Jakobs, dein Erlöser.
Israels Schuld - Erniedrigung des treuen Knechtes Gottes.
\50\
Jesa50/1Jesa So spricht der HERR: Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, mit dem ich sie entlassen hätte? Oder wer ist es von meinen Gläubigern, dem ich euch verkauft hätte? Siehe, eurer
Sünden wegen seid ihr verkauft, und wegen eurer Verbrechen ist eure Mutter entlassen.
Jesa50/2Jesa Warum bin ich gekommen, und kein Mensch war da, habe gerufen, und niemand antwortete? Ist meine Hand etwa zu kurz zur Erlösung? Oder ist in mir keine Kraft, um zu erretten? Siehe,
durch mein Drohen trockne ich das Meer aus, mache Ströme zu einer Wüste: es stinken ihre Fische, weil kein Wasser da ist, und sie vor Durst sterben. Jesa50/3Jesa Ich kleide die Himmel in
Trauerschwärze und lege ihnen Sacktuch als Kleidung an.
Jesa50/4Jesa Der Herr, HERR, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich erkenne, den Müden durch ein Wort aufzurichten. Er weckt [mich, ja] Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit
ich höre, wie Jünger [hören]. Jesa50/5Jesa Der Herr, HERR, hat mir das Ohr geöffnet, und ich, ich bin nicht widerspenstig gewesen, bin nicht zurückgewichen. Jesa50/6Jesa Ich bot meinen Rücken den
Schlagenden und meine Wangen den Raufenden, mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Jesa50/7Jesa Aber der Herr, HERR, hilft mir. Darum bin ich nicht zuschanden geworden,
darum habe ich mein Gesicht [hart] wie Kieselstein gemacht. Ich habe erkannt, dass ich nicht beschämt werde. Jesa50/8Jesa Nahe ist, der mir Recht schafft: Wer will mit mir einen Rechtsstreit
führen? Laßt uns zusammen hintreten! Wer ist mein Rechtsgegner? Er trete her zu mir! Jesa50/9Jesa Siehe, der Herr, HERR, hilft mir. Wer ist es, der mich schuldig erklären will? Siehe, allesamt
werden sie zerfallen wie ein Kleid, die Motte wird sie fressen.
Jesa50/10Jesa Wer ist unter euch, der den HERRN fürchtet, der auf die Stimme seines Knechtes hört? Wer in Finsternis lebt und wem kein Lichtglanz [scheint], vertraue auf den Namen des HERRN und
stütze sich auf seinen Gott! Jesa50/11Jesa Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer anzündet, mit Brandpfeilen euch rüstet: Lauft hinein in die Glut eures Feuers und in die Brandpfeile, die ihr
angesteckt habt! Von meiner Hand geschieht euch das. In Qualen sollt ihr daliegen.
Gottes Trost im Leid und Ankündigung der Erlösung.
\51\
Jesa51/1Jesa Hört auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht! Blickt hin auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid!
Jesa51/2Jesa Blickt hin auf Abraham, euren Vater, und auf Sara, die euch geboren hat! Denn ich rief ihn als einen einzelnen, und ich segnete ihn und mehrte ihn. Jesa51/3Jesa Denn der HERR tröstet
Zion, tröstet alle seine Trümmerstätten. Und er macht seine Wüste wie Eden und seine Steppe wie den Garten des HERRN. Jubel und Freude findet man darin, Lobpreis und Stimme des
Gesanges.
Jesa51/4Jesa Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker. Im Nu Jesa51/5Jesa ist nahe meine Gerechtigkeit,
mein Heil ist hervorgetreten, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich hoffen die Inseln, und auf meinen Arm warten sie. Jesa51/6Jesa Erhebt zum Himmel eure Augen und blickt auf die
Erde unten! Denn die Himmel werden wie Rauch zerfetzt werden, und die Erde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden dahinsterben wie Mücken. Aber mein Heil wird in Ewigkeit
bestehen, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerschlagen werden o. Jesa51/7Jesa Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist: Fürchtet nicht die Schmähung
der Menschen und erschreckt nicht vor ihren Hohnreden! Jesa51/8Jesa Denn wie ein Kleid wird die Motte sie verzehren und wie Wolle die Schabe sie verzehren. Aber meine Gerechtigkeit wird in
Ewigkeit bestehen und mein Heil von Generation zu Generation.
Jesa51/9Jesa Wach auf, wach auf! Kleide dich in Kraft, du Arm des HERRN! Wach auf wie in den Tagen der Vorzeit, [wie bei] den [längst] vergangenen Generationen! Bist du es nicht, der Rahab
zerhauen, das Seeungeheuer durchbohrt hat? Jesa51/10Jesa Bist du es nicht, der das Meer ausgetrocknet hat, die Wasser der großen Flut, der die Tiefen des Meeres zu einem Weg gemacht hat, damit
die Erlösten hindurchzogen? Jesa51/11Jesa Und die Befreiten des HERRN werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude
erlangen, Kummer und Seufzen werden entfliehen.
Jesa51/12Jesa Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, dass du dich vor dem Menschen fürchtest, der hinstirbt, und vor dem Menschenkind, das [wie] Gras dahingegeben wird, Jesa51/13Jesa und
dass du den HERRN vergißt, der dich macht, der die Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt, und dass du dich beständig, den ganzen Tag, vor dem Zorn des Bedrängers fürchtest, wenn er
zielt, um [dich] zu vernichten? Wo ist denn der Zorn des Bedrängers? Jesa51/14Jesa Der [in Fesseln] Gekrümmte wird bald losgelassen werden und wird nicht hinsterben ins Grab, und sein Brot wird
ihm nicht mangeln. Jesa51/15Jesa Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, HERR der Heerscharen ist sein Name. - Jesa51/16Jesa Und ich habe meine Worte in
deinen Mund gelegt und dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um die Himmel [wie ein Zelt] aufzuschlagen und die Grundmauern der Erde zu legen und zu Zion zu sagen: Mein Volk bist
du!
Jesa51/17Jesa Raff dich auf, raff dich auf! Erhebe dich, Jerusalem, die du aus der Hand des HERRN den Becher seines Zornes getrunken! Den Kelch, den Becher des Taumels, hast du getrunken, hast
[ihn] ausgeschlürft. Jesa51/18Jesa Da war niemand, der sie leitete, von allen Kindern, die sie geboren, und niemand, der sie bei der Hand nahm, von allen Kindern, die sie großgezogen hatte.
Jesa51/18Jesa Dies beides hat dich getroffen - wer bekundet dir Beileid? Verwüstung und Zusammenbruch, Hungersnot und Schwert - wie könnte ich dich trösten? Jesa51/20Jesa Deine Kinder sind
ohnmächtig hingesunken, sie lagen an allen Straßenecken wie die Antilope im Netz, voll [getroffen] vom Zorn des HERRN und dem Drohen deines Gottes. Jesa51/21Jesa Darum höre doch dies, die du
elend bist und trunken, aber nicht vom Wein! Jesa51/22Jesa So spricht der HERR, dein Herr, und dein Gott, der den Rechtsstreit seines Volkes führt: Siehe, ich nehme aus deiner Hand den
Taumelbecher, den Kelch, den Becher meines Zorns; du wirst ihn nicht mehr länger trinken. Jesa51/23Jesa Ich gebe ihn in die Hand deiner Peiniger, die zu deiner Seele sagten: Bück dich, dass wir
hinüberschreiten! Und du machtest deinen Rücken der Erde gleich, wie eine Straße für die Hinüberschreitenden. Jerusalem im kommenden Königreich.
\52\
Jesa52/1Jesa Wach auf, wach auf! Kleide dich, Zion, in deine Kraft! Kleide dich in deine Prachtgewänder, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn nicht mehr länger soll dich ein Unbeschnittener und ein
Unreiner betreten. Jesa52/2Jesa Schüttle den Staub von dir ab! Steh auf, setz dich hin, Jerusalem! Mach dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion! (Freivomreligiösengeist:
Sei frei vom religiösen Geist, 2025, du Tochter Zion, du Gemeinde Jesu, die du jetzt noch gefangen bist.) Jesa52/3Jesa Denn so spricht der HERR: Umsonst seid ihr verkauft worden, und nicht für
Geld sollt ihr gelöst werden. Jesa52/4Jesa Denn so spricht der Herr, HERR: Nach Ägypten zog mein Volk im Anfang hinab, um sich dort als Fremder aufzuhalten; und Assur hat es am Ende bedrückt.
Jesa52/5Jesa Aber nun, was habe ich hier [zu schaffen]? spricht der HERR. Denn mein Volk ist umsonst weggenommen worden. Seine Beherrscher höhnen, spricht der HERR, und ständig, den ganzen Tag,
wird mein Name gelästert. Jesa52/6Jesa Darum wird mein Volk meinen Namen erkennen, darum an jenem Tag [erkennen], dass ich es bin, der da spricht: Hier bin ich!
Jesa52/7Jesa Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der [frohe] Botschaft bringt, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Heil verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott
herrscht als König! Jesa52/8Jesa Horch! Deine Wächter erheben die Stimme, sie jubeln allesamt. Denn Auge in Auge sehen sie, wie der HERR nach Zion zurückkehrt. Jesa52/9Jesa Brecht [in Jubel] aus,
jubelt allesamt, ihr Trümmerstätten Jerusalems! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst! Jesa52/10Jesa Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen,
und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes. - Jesa52/11Jesa Weicht, weicht! Geht von dort hinaus, rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr die
Geräte des HERRN tragt! Jesa52/12Jesa Denn nicht in Hast sollt ihr ausziehen und nicht in Flucht weggehen. Denn der HERR zieht vor euch her, und eure Nachhut ist der Gott Israels.
Die Stellvertretung des erniedrigten Knechtes Gottes und seine Erhöhung.
Jesa52/13Jesa Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln. Er wird erhoben und erhöht werden und sehr hoch sein. Jesa52/14Jesa Wie sich viele über dich entsetzt haben - so entstellt war sein
Aussehen, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder -, Jesa52/15Jesa ebenso wird er viele Nationen besprengen; über ihn werden Könige ihren Mund
schließen. Denn sie werden sehen, was ihnen nicht erzählt worden war, und was sie nicht gehört hatten, werden sie wahrnehmen.
\53\
Jesa53/1Jesa Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? An wem ist der Arm des HERRN offenbar geworden? - Jesa53/2Jesa Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelsproß aus dürrem
Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten. Jesa53/3Jesa Er war verachtet (der
Allerverachtetste, mehr als jeder Mensch; Jesus kann alles mitfühlen, weil Er alles gelitten hat) und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor
dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet (Wir haben Ihn für nichts geachtet; bei Gott ist nichts unmöglich.).
Jesa53/4Jesa Jedoch unsere Leiden - er hat [sie] getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen (Kannst du glauben, dass Jesus mehr Schmerzen erlitten hat als du?). Wir aber, wir
hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Jesa53/5Jesa Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu
unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden ((durch Seine Ablehnungswunden und Verachtungswunden - der Allerverachtetste - sind wir geheilt).). Jesa53/6Jesa Wir alle irrten
umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen [eigenen] Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld. - Jesa53/7Jesa Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund
nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf. - Jesa53/8Jesa Aus Drangsal und Gericht wurde er
hinweggenommen. Und wer wird über sein Geschlecht nachsinnen? Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen. Wegen des Vergehens seines Volkes [hat] ihn Strafe [getroffen]. Jesa53/9Jesa
Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen [ist er gewesen] in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.
Jesa53/10Jesa Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird [seine] Tage verlängern.
Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen. Jesa53/11Jesa Um der Mühsal seiner Seele willen wird er [Frucht] sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte,
mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen. Jesa53/12Jesa Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die
Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte
getan.
Israels Wiederannahme, sein Gebiets- und Bevölkerungszuwachs, seine Herrlichkeit und Sicherheit.
\54\
Jesa54/1Jesa Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die keine Wehen gehabt hat! Denn die Söhne der Einsamen sind zahlreicher als die Söhne der Verheirateten,
spricht der HERR. Jesa54/2Jesa Mache weit den Raum deines Zeltes, und deine Zeltdecken spanne aus! Spare nicht! Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest! Jesa54/3Jesa Denn du wirst
dich nach rechts und links ausbreiten, und deine Nachkommen werden die Nationen beerben und die verödeten Städte besiedeln. Jesa54/4Jesa Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht zuschanden, und
schäme dich nicht, denn du wirst nicht beschämt dastehen! Sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und nicht mehr an die Schmach deiner Witwenschaft denken. Jesa54/5Jesa Denn dein
Gemahl ist dein Schöpfer, HERR der Heerscharen ist sein Name, und dein Erlöser ist der Heilige Israels: Gott der ganzen Erde wird er genannt. Jesa54/6Jesa Denn wie eine entlassene und
tiefgekränkte Frau hat dich der HERR gerufen und wie die Frau der Jugend, wenn sie verstoßen ist, - spricht dein Gott. Jesa54/7Jesa Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit
großem Erbarmen werde ich dich sammeln. Jesa54/8Jesa Im aufwallenden Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade werde ich mich über dich erbarmen,
spricht der HERR, dein Erlöser. Jesa54/9Jesa Wie die Tage Noahs [gilt] mir dies, als ich schwor, dass die Wasser Noahs die Erde nicht mehr überfluten sollten, so habe ich geschworen, dass ich dir
nicht mehr zürnen noch dich bedrohen werde. Jesa54/10Jesa Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken,
spricht der HERR, dein Erbarmer.
Jesa54/11Jesa Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich lege deine Steine in Hartmörtel und lege deine Grundmauern mit Saphiren. Jesa54/12Jesa Ich mache deine Zinnen aus Rubinen und deine
Tore aus Karfunkeln und deine ganze Einfassung aus Edelsteinen. Jesa54/13Jesa Und alle deine Kinder werden von dem HERRN gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein. Jesa54/14Jesa Durch
Gerechtigkeit wirst du festgegründet sein. Sei fern von Bedrängnis, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er wird sich dir nicht nähern! Jesa54/15Jesa Siehe, wenn man
auch angreift, so [geschieht] es nicht von mir aus. Wer dich angreift, wird um deinetwillen fallen. Jesa54/16Jesa Siehe, ich selbst habe den Schmied geschaffen, der das Kohlenfeuer anbläst und
die Waffe hervorbringt als sein Werk; und ich selbst habe den Verderber geschaffen, um zugrundezurichten. Jesa54/17Jesa Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und jede
Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von mir her, spricht der HERR.
Heilsangebot Gottes an alle.
\55\
Jesa55/1Jesa Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und eßt! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch! Jesa55/2Jesa Warum wiegt
ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Verdienst für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, und eßt das Gute, und eure Seele labe sich am Fetten! Jesa55/3Jesa Neigt euer Ohr und
kommt zu mir! Hört, und eure Seele wird leben! Und ich will einen ewigen Bund mit euch schließen, [getreu] den unverbrüchlichen Gnadenerweisen an David. - Jesa55/4Jesa Siehe, ich habe ihn zu
einem Zeugen für Völkerschaften gesetzt, zum Fürsten und Gebieter von Völkerschaften. Jesa55/5Jesa Siehe, du wirst eine Nation herbeirufen, die du nicht kennst; und eine Nation, die dich nicht
kannte, wird zu dir laufen um des HERRN willen, deines Gottes, und wegen des Heiligen Israels. Denn er hat dich herrlich gemacht.
Jesa55/6Jesa Sucht den HERRN, während er sich finden läßt! Ruft ihn an, während er nahe ist. Jesa55/7Jesa Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um
zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung! Jesa55/8Jesa Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine
Wege, spricht der HERR. Jesa55/9Jesa Denn [so viel] der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Jesa55/10Jesa Denn wie der
Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen läßt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden,
Jesa55/11Jesa so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt
habe.
Jesa55/12Jesa Denn in Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden. Die Berge und die Hügel werden vor euch in Jubel ausbrechen, und alle Bäume des Feldes werden in die Hände
klatschen. Jesa55/13Jesa Statt der Dornsträucher werden Wacholderbäume aufschießen, und statt der Brennesseln schießen Myrten auf. Und es wird dem HERRN zum Ruhm, zu einem ewigen Denkzeichen
sein, das nicht ausgelöscht wird.
Heil für die Nationen bei Sabbatheiligung.
\56\
Jesa56/1Jesa So spricht der HERR: Wahret das Recht und übt Gerechtigkeit! Denn mein Heil ist nahe, dass es kommt, und meine Gerechtigkeit, dass sie geoffenbart wird. Jesa56/2Jesa Glücklich der
Mensch, der dies tut, und das Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat bewahrt, ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgend etwas Böses zu tun! Jesa56/3Jesa Und der Sohn
der Fremde, der sich dem HERRN angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich sicher von seinem Volk ausschließen. Und der Verschnittene sage nicht: Siehe, ich bin ein dürrer Baum!
Jesa56/4Jesa Denn so spricht der HERR: Den Verschnittenen, die meine Sabbate bewahren und das erwählen, woran ich Gefallen habe, und festhalten an meinem Bund, Jesa56/5Jesa denen gebe ich in
meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen, besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen werde ich ihnen geben, der nicht ausgelöscht werden soll. Jesa56/6Jesa Und die Söhne
der Fremde, die sich dem HERRN angeschlossen haben, um ihm zu dienen und den Namen des HERRN zu lieben, ihm zu Knechten zu sein, jeden, der den Sabbat bewahrt, ihn nicht zu entweihen, und [alle,]
die an meinem Bund festhalten: Jesa56/7Jesa die werde ich zu meinem heiligen Berg bringen und sie erfreuen in meinem Bethaus. Ihre Brandopfer und ihre Schlachtopfer sollen [mir] ein Wohlgefallen
sein auf meinem Altar. Denn mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Völker. Jesa56/8Jesa So spricht der Herr, HERR, der die Vertriebenen Israels sammelt: Zu ihm, zu seinen Gesammelten,
werde ich noch mehr hinzusammeln.
Friede den Gerechten - Kein Friede den Gottlosen.
Jesa56/9Jesa Kommt her, um zu fressen, all ihr Tiere des Feldes, all ihr Tiere im Wald! Jesa56/10Jesa Seine Wächter sind blind, sie alle erkennen nichts. Sie alle sind stumme Hunde, die nicht
bellen können. Sie träumen, liegen da, lieben den Schlummer. Jesa56/11Jesa Und die Hunde sind gefräßig, kennen keine Sättigung. Und das sind Hirten! Sie kennen keine Einsicht. Sie alle wenden
sich auf ihren eigenen Weg, jeder seinem [ungerechten] Gewinn zu, ohne Ausnahme: Jesa56/12Jesa `Kommt her, ich will Wein holen, und laßt uns Rauschtrank saufen! Und der morgige Tag soll wie
dieser sein, herrlich über alle Maßen!
\57\
Jesa57/1Jesa Der Gerechte kommt um, aber es gibt keinen, der es zu Herzen nimmt. Und die treuen Männer werden hinweggerafft, ohne dass jemand es beachtet. Ja, vor der Bosheit wird der Gerechte
hinweggerafft; Jesa57/2Jesa er geht ein zum Frieden. Sie ruhen auf ihren Lagerstätten, [jeder,] der seinen geraden [Weg] geht.
Jesa57/3Jesa Ihr aber, tretet hierher, Kinder der Zauberin, Brut des Ehebrechers und der Hure! Jesa57/4Jesa Über wen macht ihr euch lustig? Über wen reißt ihr das Maul auf [und] streckt die Zunge
heraus? Seid ihr nicht Kinder des Verbrechens, eine Brut der Lüge, Jesa57/5Jesa die ihr brünstig geworden seid bei den Terebinthen, unter jedem grünen Baum, die ihr Kinder in den Tälern
schlachtet unterhalb der Felsspalten? Jesa57/6Jesa An den glatten [Steinen] des Bachtales ist dein Teil. Sie, sie sind dein Los. Auch hast du ihnen Trankopfer ausgegossen, hast ihnen Speisopfer
aufgetragen. Sollte ich mich dabei beruhigen? Jesa57/7Jesa Auf einem hohen und erhabenen Berg schlugst du dein Lager auf. Auch stiegst du dort hinauf, um Schlachtopfer zu opfern. Jesa57/8Jesa Und
hinter die Tür und den Pfosten setztest du dein Denkzeichen. Denn von mir abgewendet hast du dein Lager aufgedeckt, hast es bestiegen und breit gemacht und du hast dir [Hurenlohn] von ihnen
ausgehandelt; du liebtest ihr Lager, sahst ihre Blöße. Jesa57/9Jesa Du zogest mit Öl zum König und mehrtest deine wohlriechenden Salben. Du sandtest deine Boten in die Ferne und tief hinab bis
zum Scheol. Jesa57/10Jesa Durch deinen weiten Weg bist du müde geworden, [doch] du sagtest nicht: Es ist umsonst! Du fandest Belebung deiner Kraft, darum bist du nicht schwach geworden.
Jesa57/11Jesa Und wen hast du gescheut und gefürchtet, dass du gelogen hast und nicht an mich dachtest, es nicht zu Herzen nahmst? Habe ich nicht geschwiegen und [meine Augen] verhüllt? Doch mich
fürchtest du nicht. Jesa57/12Jesa Ich, ich werde deine Gerechtigkeit verkünden; und deine Machwerke, sie werden dir nichts nützen. Jesa57/13Jesa Wenn du um Hilfe schreist, sollen dich deine
[Götzen]haufen retten! Aber ein Wind wird sie allesamt entführen, ein Hauch [sie] hinwegnehmen. Wer aber bei mir seine Zuflucht sucht, wird das Land erben und meinen heiligen Berg in Besitz
nehmen.
Jesa57/14Jesa Und er sagt: Macht Bahn, macht Bahn! Bahnt einen Weg! Beseitigt [jedes] Hindernis aus dem Weg meines Volkes! Jesa57/15Jesa Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit
wohnt und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und im Heiligen wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das
Herz der Zerschlagenen. Jesa57/16Jesa Denn nicht ewig rechte ich, und nicht für immer zürne ich; denn ihr [Lebens]hauch würde vor mir verschmachten und die Menschenseelen, die ich ja gemacht
habe. Jesa57/17Jesa Wegen der Sünde seiner Habsucht zürnte ich und schlug es, indem ich mich verbarg und erzürnt war; doch es ging abtrünnig auf dem Weg seines Herzens. Jesa57/18Jesa Seine Wege
habe ich gesehen und werde es heilen. Und ich werde es leiten und ihm Tröstungen gewähren und seinen Trauernden Jesa57/19Jesa die Frucht der Lippen schaffen. Friede, Friede den Fernen und den
Nahen! spricht der HERR. Ich will es heilen. - Jesa57/20Jesa Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer. Denn es kann nicht ruhig sein, und seine Wasser wühlen Kot und Schlamm auf.
Jesa57/21Jesa Kein Friede den Gottlosen! spricht mein Gott. -
Falsche und echte Frömmigkeit.
\58\
Jesa58/1Jesa Rufe aus [voller] Kehle, halte nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie ein Horn und verkünde meinem Volk sein Vergehen und dem Haus Jakob seine Sünden! Jesa58/2Jesa Zwar befragen sie
mich Tag für Tag, und es gefällt ihnen, meine Wege zu kennen. Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt und das Recht ihres Gottes nicht verlassen hat, fordern sie von mir gerechte Entscheidungen,
haben Gefallen daran, Gott zu nahen. - Jesa58/3Jesa `Warum fasten wir, und du siehst es nicht, demütigen [wir] uns, und du merkst es nicht? - Siehe, am Tag eures Fastens geht ihr euren Geschäften
nach und drängt alle eure Arbeiter. Jesa58/4Jesa Siehe, zu Streit und Zank fastet ihr und, um mit gottloser Faust zu schlagen. Zur Zeit fastet ihr nicht [so], dass ihr eure Stimme in der Höhe zu
Gehör brächtet. Jesa58/5Jesa Ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe, etwa wie dies: Ein Tag, an dem der Mensch sich demütigt? Seinen Kopf zu beugen wie eine Binse und sich [in] Sacktuch und
Asche zu betten? Nennst du das ein Fasten und einen dem HERRN wohlgefälligen Tag? Jesa58/6Jesa Ist nicht [vielmehr] das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Ungerechte Fesseln zu lösen, die
Knoten des Joches zu öffnen, gewalttätig Behandelte als Freie zu entlassen und dass ihr jedes Joch zerbrecht? Jesa58/7Jesa [Besteht es] nicht [darin], dein Brot dem Hungrigen zu brechen und dass
du heimatlose Elende ins Haus führst? Wenn du einen Nackten siehst, dass du ihn bedeckst und dass du dich deinem Nächsten nicht entziehst?
Jesa58/8Jesa Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell sprossen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir herziehen, die Herrlichkeit des HERRN wird deine
Nachhut sein. Jesa58/9Jesa Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten. Du wirst um Hilfe schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du aus deiner Mitte fortschaffst das Joch, das
Fingerausstrecken und böses Reden Jesa58/10Jesa und [wenn du] dem Hungrigen dein Brot darreichst und die gebeugte Seele sättigst, dann wird dein Licht aufgehen in der Finsternis, und dein Dunkel
wird sein wie der Mittag. Jesa58/11Jesa Und beständig wird der HERR dich leiten, und er wird deine Seele sättigen an Orten der Dürre und deine Gebeine stärken. Dann wirst du sein wie ein
bewässerter Garten und wie ein Wasserquell, dessen Wasser nicht versiegen. Jesa58/12Jesa Und die von dir [kommen], werden die uralten Trümmerstätten aufbauen; die Grundmauern vergangener
Generationen wirst du aufrichten. Und du wirst genannt werden: Vermaurer von Breschen, Wiederhersteller von Straßen zum Wohnen.
Jesa58/13Jesa Wenn du deinen Fuß vom Sabbat zurückhältst, deine Geschäfte an meinem heiligen Tag zu treiben, und nennst den Sabbat eine Wonne und den heiligen [Tag] des HERRN ehrwürdig, und [wenn
du] ihn ehrst, so dass du nicht deine Gänge machst, deinem Geschäft nachgehst und [eitle] Worte redest, Jesa58/14Jesa dann wirst du deine Lust am HERRN haben. Und ich werde dich einherfahren
lassen auf den Höhen der Erde und werde dich speisen mit dem Erbteil Jakobs, deines Vaters. Ja, der Mund des HERRN hat geredet.
Sündhaftigkeit, Bekenntnis und Gottes zukünftiges Handeln zum Heil.
\59\
Jesa59/1Jesa Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; Jesa59/2Jesa sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben
zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört. Jesa59/3Jesa Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Sündenschuld.
Eure Lippen reden Lüge, eure Zunge murmelt Verkehrtheit. Jesa59/4Jesa Niemand lädt vor in Gerechtigkeit, und niemand tritt vor Gericht in Wahrhaftigkeit. [Sondern bei euch gilt dies:] Auf Leeres
vertrauen, Gehaltloses reden, mit Mühsal schwanger gehn, Unrecht zeugen! Jesa59/5Jesa Vipernneier brüten sie aus, und Gewebe von Spinnen weben sie! Wer von ihren Eiern ißt, muß sterben, und
zerdrückt man [eins], fährt eine Giftschlange heraus. Jesa59/6Jesa Ihr Gewebe taugt nicht zur Bekleidung, und mit ihrem Gewirke kann man sich nicht bedecken. Ihre Werke sind Werke des Unrechts,
und Gewalttat ist in ihren Händen. Jesa59/7Jesa Ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Gedanken des Unrechts, Verwüstung und Zerbruch ist auf
ihren Straßen. Jesa59/8Jesa Den Weg des Friedens kennen sie nicht, und kein Recht ist in ihren Spuren. Ihre Pfade machen sie sich krumm: jeder, der sie betritt, kennt keinen Frieden.
Jesa59/9Jesa Darum ist das Recht fern von uns, und Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen auf Licht, und siehe, [da ist] Finsternis, auf Lichtglanz, [aber] in dichtem Dunkel gehen wir
umher. Jesa59/10Jesa Wir tappen herum wie Blinde an der Wand und wie die, die keine Augen haben, tappen wir herum. Wir stürzen am Mittag wie in der Dämmerung. Wir sind unter Gesunden den Toten
gleich. Jesa59/11Jesa Wir brummen alle wie die Bären, und wie die Tauben gurren wir. Wir hoffen auf Recht, aber da ist keins, auf Rettung, [doch] sie ist fern von uns. Jesa59/12Jesa Denn
zahlreich sind unsere Vergehen vor dir, und unsere Sünden zeugen gegen uns. Denn unserer Vergehen sind wir uns bewußt, und unsere Sünden, die kennen wir: Jesa59/13Jesa Brechen mit dem HERRN und
[ihn] verleugnen und zurückweichen von unserem Gott, reden von Unterdrückung und Abfall, mit Lügenworten schwanger werden und [sie] aus dem Herzen sprechen. Jesa59/14Jesa So ist das Recht
zurückgedrängt, und die Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem [Markt]platz, und die Geradheit findet keinen Eingang. Jesa59/15Jesa So geschieht es, dass die Wahrheit
fehlt, und wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt.
Und der HERR sah es, und es war böse in seinen Augen, dass es kein Recht gab. Jesa59/16Jesa Er sah, dass kein Mann da war, und er wunderte sich, dass es keinen gab, der Fürbitte tat. Da half ihm
sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn. Jesa59/17Jesa Er zog Gerechtigkeit an wie einen Panzer und [setzte] den Helm des Heils auf sein Haupt, und er zog Rachegewänder an als
Kleidung und hüllte sich in Eifer wie in einen Mantel. Jesa59/18Jesa Gemäß den Taten, wie es angemessen ist, wird er vergelten: Zorn seinen Gegnern, Vergeltung seinen Feinden; den Inseln wird er
[ihr] Tun vergelten. Jesa59/19Jesa Dann werden sie den Namen des HERRN fürchten vom [Sonnen]untergang an und vom Sonnenaufgang seine Herrlichkeit. Denn er wird kommen wie ein drängender Strom,
den der Hauch des HERRN vorwärtstreibt. Jesa59/20Jesa Und ein Erlöser wird kommen für Zion und für die, die in Jakob [vom Treu]bruch umkehren, spricht der HERR. Jesa59/21Jesa Ich aber - dies ist
mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, werden nicht aus deinem Mund weichen noch aus dem Mund deiner Nachkommen,
noch aus dem Mund der Nachkommen deiner Nachkommen, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.
Die zukünftige Herrlichkeit Zions.
\60\
Jesa60/1Jesa Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. Jesa60/2Jesa Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die
Völkerschaften; aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Jesa60/3Jesa Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs.
Jesa60/4Jesa Erhebe ringsum deine Augen und sieh! Sie alle versammeln sich, kommen zu dir: deine Söhne kommen von fern her, und deine Töchter werden auf den Armen herbeigetragen. - Jesa60/5Jesa
Dann wirst du es sehen und [vor Freude] strahlen, und dein Herz wird beben und weit werden; denn die Fülle des Meeres wird sich zu dir wenden, der Reichtum der Nationen zu dir kommen.
Jesa60/6Jesa Eine Menge Kamele wird dich bedecken, junge Kamele von Midian und Efa. Sie alle werden aus Saba kommen. Gold und Weihrauch tragen sie, und sie werden das Lob des HERRN [fröhlich]
verkündigen. Jesa60/7Jesa Alle Schafherden von Kedar werden sich zu dir versammeln, die Widder Nebajots werden dir zu Diensten stehen: [mir] zum Wohlgefallen werden sie auf meinen Altar kommen.
Und das Haus meiner Herrlichkeit werde ich herrlich machen. - Jesa60/8Jesa Wer sind diese, die wie eine Wolke geflogen kommen und wie Tauben zu ihren Schlägen? Jesa60/9Jesa Denn auf mich hoffen
die Inseln, und die Schiffe von Tarsis [ziehen] voran, um deine Kinder aus der Ferne zu bringen, ihr Silber und ihr Gold mit ihnen, zum Namen des HERRN, deines Gottes, und zu dem Heiligen
Israels, weil er dich herrlich gemacht hat. - Jesa60/10Jesa Und die Söhne der Fremde werden deine Mauern bauen und ihre Könige dich bedienen; denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in
meiner Huld habe ich mich über dich erbarmt. Jesa60/11Jesa Und deine Tore werden beständig offenstehen. Tag und Nacht werden sie nicht geschlossen, um zu dir zu bringen den Reichtum der Nationen
und ihre [gefangen] weggeführten Könige. Jesa60/12Jesa Denn die Nation und das Königreich, die dir nicht dienen wollen, werden zugrundegehen. Diese Nationen werden verheert werden, ja verheert.
Jesa60/13Jesa Die Herrlichkeit des Libanon wird zu dir kommen, Wacholder, Platane und Zypresse miteinander, um die Stätte meines Heiligtums zu schmücken. Und ich werde die Stätte meiner Füße
herrlich machen. Jesa60/14Jesa Und gebeugt werden zu dir kommen die Söhne deiner Unterdrücker, und alle, die dich geschmäht haben, werden sich niederwerfen zu deinen Fußsohlen. Und sie werden
dich nennen: Stadt des HERRN, Zion des Heiligen Israels.
Jesa60/15Jesa Anstatt dass du eine Entlassene bist und eine Verhaßte und niemand hindurchzieht, will ich dich zum ewigen Stolz machen, zur Freude von Generation zu Generation. Jesa60/16Jesa Du
wirst saugen die Milch der Nationen und saugen an der Brust der Könige. Und du wirst erkennen, dass ich der HERR, dein Retter bin und [ich,] der Mächtige Jakobs, dein Erlöser. Jesa60/17Jesa Statt
der Bronze werde ich Gold bringen und statt des Eisens werde ich Silber bringen, statt der Hölzer Bronze und statt der Steine Eisen. Als deine Wache setze ich Frieden ein und als deine Obrigkeit
Gerechtigkeit. Jesa60/18Jesa Nicht mehr wird man von Gewalttat hören in deinem Land, von Verwüstung und Zusammenbruch in deinen Grenzen; sondern deine Mauern wirst du Rettung nennen und deine
Tore Ruhm. Jesa60/19Jesa Nicht mehr wird die Sonne dir als Licht am Tage dienen noch als heller Schein der Mond dir leuchten; sondern der HERR wird dir zum ewigen Licht sein und dein Gott zu
deinem Glanz. Jesa60/20Jesa Nicht mehr untergehen wird deine Sonne, noch wird dein Mond abnehmen; denn der HERR wird dir zum ewigen Licht sein. Und die Tage deiner Trauer werden ein Ende haben.
Jesa60/21Jesa Und dein Volk, sie alle werden Gerechte sein, werden das Land besitzen auf ewig, [sie,] ein Schößling der Pflanzungen des HERRN, ein Werk seiner Hände, sich zu verherrlichen.
Jesa60/22Jesa Der Kleinste wird zu Tausend werden und der Geringste zu einer gewaltigen Nation. Ich, der HERR, werde es zu seiner Zeit schnell ausführen.
Gute Botschaft vom zukünftigen Heil.
\61\
Jesa61/1Jesa Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind,
Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, Jesa61/2Jesa auszurufen das Gnadenjahr des HERRN und den Tag der Rache für unsern Gott, zu trösten alle Trauernden,
Jesa61/3Jesa den Trauernden Zions [Frieden], ihnen Kopfschmuck statt Asche zu geben, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes, damit sie Terebinthen der
Gerechtigkeit genannt werden, eine Pflanzung des HERRN, dass er sich [durch sie] verherrlicht.
Jesa61/4Jesa Sie werden die uralten Trümmerstätten aufbauen, das früher Verödete wieder aufrichten. Und sie werden die verwüsteten Städte erneuern, was verödet lag von Generation zu Generation.
Jesa61/5Jesa Dann werden Fremde dastehen und eure Schafherden weiden, und Ausländer werden eure Bauern und eure Weingärtner sein. Jesa61/6Jesa Ihr aber, ihr werdet Priester des HERRN genannt
werden; Diener unseres Gottes wird man zu euch sagen. Ihr werdet den Reichtum der Nationen genießen und mit ihrer Herrlichkeit euch brüsten. Jesa61/7Jesa Weil ihre Schande doppelt war und sie
Schmach besaßen als ihr [Erb]teil, darum werden sie in ihrem Land das Doppelte besitzen. Jesa61/8Jesa Denn ich, der HERR, liebe das Recht, ich hasse den Raub mitsamt dem Unrecht. Und ich werde
ihnen ihren Lohn in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen. Jesa61/9Jesa Und ihre Nachkommen werden bekanntwerden unter den Nationen und ihre Sprößlinge inmitten der Völker. Alle,
die sie sehen, werden erkennen, dass sie Nachkommen sind, die der HERR gesegnet hat.
Jesa61/10Jesa Freuen, ja freuen will ich mich in dem HERRN! Jubeln soll meine Seele in meinem Gott! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan,
wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. Jesa61/11Jesa Denn wie die Erde ihr Gewächs hervorbringt und wie ein Garten seine
Saat aufsprossen läßt, so wird der Herr, HERR, Gerechtigkeit und Ruhm aufsprossen lassen vor allen Nationen.
Gottes Bemühen um die Wiederherstellung Israels.
\62\
Jesa62/1Jesa Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht ruhen, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Lichtglanz und sein Heil wie eine Fackel brennt.
Jesa62/2Jesa Und die Nationen werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit. Und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, den der Mund des HERRN bestimmen wird.
Jesa62/3Jesa Und du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand des HERRN und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes. Jesa62/4Jesa Nicht länger wird man `Entlassene zu dir sagen, und
zu deinem Land wird man nicht mehr `öde sagen. Sondern man wird dich nennen `mein Gefallen an ihr und dein Land `Verheiratete; denn der HERR wird Gefallen an dir haben, und dein Land wird
verheiratet sein. Jesa62/5Jesa Denn wie der junge Mann die Jungfrau heiratet, so werden deine Söhne dich heiraten. Und wie der Bräutigam sich an der Braut freut, so wird dein Gott sich an dir
freuen.
Jesa62/6Jesa Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine
Ruhe Jesa62/7Jesa und laßt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem [wieder] aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden! - Jesa62/8Jesa Der HERR hat geschworen bei seiner Rechten und bei
seinem starken Arm: Wenn ich jemals deinen Feinden dein Korn zur Speise gebe und wenn Söhne der Fremde deinen Most trinken werden, für den du dich abgemüht hast! Jesa62/9Jesa Sondern die es
einsammeln, sollen es [auch] essen und den HERRN loben. Und die ihn einbringen, sollen ihn [auch] trinken in den Vorhöfen meines Heiligtums.
Jesa62/10Jesa Zieht hindurch, zieht hindurch durch die Tore! Bereitet den Weg des Volkes! Bahnt, bahnt die Straße, reinigt sie von Steinen! Richtet ein Feldzeichen auf über den Völkern!
Jesa62/11Jesa Siehe, der HERR läßt es hören bis ans Ende der Erde hin: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Belohnung [geht] vor ihm her.
Jesa62/12Jesa Und man wird sie nennen: das heilige Volk, die Erlösten des HERRN; und dich wird man nennen: die Gesuchte, die nie [mehr] verlassene Stadt.
Drohendes Gericht über Edom und andere Völker.
Kap. 34,1-8.
\63\
Jesa63/1Jesa Wer ist der, der von Edom kommt, von Bozra in grellroten Kleidern, er, der prächtig [ist] in seinem Gewand, der stolz einherzieht in der Fülle seiner Kraft? - Ich bin}s, der in
Gerechtigkeit redet, der mächtig ist zu retten. - Jesa63/2Jesa Warum ist Rot an deinem Gewand und sind deine Kleider wie die eines Keltertreters? - Jesa63/3Jesa Ich habe die Kelter allein
getreten, und von den Völkern war kein Mensch bei mir. Ich zertrat sie in meinem Zorn und zerstampfte sie in meiner Erregung. Und ihr Saft spritzte auf meine Kleider, und ich besudelte mein
ganzes Gewand. Jesa63/4Jesa Denn der Tag der Rache war in meinem Herzen, und das Jahr meiner Vergeltung war gekommen. Jesa63/5Jesa Und ich blickte umher, aber da war keiner, der half. Und ich
wunderte mich, aber da war keiner, der [mich] unterstützte. Da hat mein Arm mir geholfen, und mein Grimm, der hat mich unterstützt. Jesa63/6Jesa Und ich trat die Völker nieder in meinem Zorn und
machte sie trunken in meiner Erregung, und ich ließ ihren Saft zur Erde rinnen.
Gottes Wohltaten in der Vergangenheit - Bitte um Erbarmen für die Gegenwart.
Jesa63/7Jesa Ich will die Gnadenerweise des HERRN bekennen, die Ruhmestaten des HERRN, nach allem, was der HERR uns erwiesen hat, und die große Güte gegen das Haus Israel, die er ihnen erwiesen
hat nach seinen Erbarmungen und nach der Fülle seiner Gnadenerweise. Jesa63/8Jesa Er sprach: Fürwahr, mein Volk sind sie, Söhne, die nicht trügerisch handeln werden. Und er wurde ihnen zum Retter
Jesa63/9Jesa in all ihrer Not. Nicht Bote noch Engel - er selbst hat sie gerettet. In seiner Liebe und in seinem Erbarmen hat er sie erlöst. Und er hob sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit.
Jesa63/10Jesa Sie aber, sie sind widerspenstig gewesen und haben seinen heiligen Geist betrübt. Da wandelte er sich ihnen zum Feind: Er selbst kämpfte gegen sie.
Jesa63/11Jesa Da dachte man [wieder] an die Tage der Vorzeit, an Mose [und] sein Volk: `Wo ist der, der den Hirten seiner Herde aus dem Meer heraufführte? Wo ist der, der seinen heiligen Geist in
ihre Mitte gab, Jesa63/12Jesa der seinen herrlichen Arm zur Rechten des Mose einherziehen ließ, der das Wasser vor ihnen spaltete, um sich einen ewigen Namen zu machen, Jesa63/13Jesa der sie
durch die Tiefen ziehen ließ [so sicher] wie Pferde in der Steppe, die nicht stürzen? Jesa63/14Jesa Wie das Vieh, das in das Tal hinabzieht, brachte der Geist des HERRN sie zur Ruhe. So hast du
dein Volk geleitet, um dir einen herrlichen Namen zu machen.
Jesa63/15Jesa Blicke vom Himmel herab und sieh von der Wohnstätte deiner Heiligkeit und deiner Majestät! Wo sind dein Eifer und deine Machttaten? Die Regung deines Innern und deine Erbarmungen
halten sich zurück mir gegenüber. Jesa63/16Jesa Denn du bist unser Vater. Denn Abraham weiß nichts von uns, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater, unser Erlöser von alters her,
[das ist] dein Name. Jesa63/17Jesa Warum, HERR, läßt du uns von deinen Wegen abirren, verhärtest unser Herz, dass wir dich nicht fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, [um] der Stämme
deines Erbteils [willen]! Jesa63/18Jesa Für eine kleine Zeit haben sie dein heiliges Volk vertrieben, unsere Gegner haben dein Heiligtum zertreten. Jesa63/19Jesa Wir sind [wie solche] geworden,
über die du von alters her nicht geherrscht hast, über denen dein Name nicht ausgerufen ist.
Ach, dass du die Himmel zerrissest, herabstiegest, [so dass] vor deinem Angesicht die Berge erbeben.
\64\
Jesa64/1Jesa - wie Feuer Reisig entzündet, [wie] Feuer Wasser zum Wallen bringt -, um deinen Namen kundzutun deinen Gegnern, [so dass] vor deinem Angesicht die Nationen erzittern, Jesa64/2Jesa
wenn du furchtgebietende Taten vollbringst, die wir nicht erwarteten Jesa64/3Jesa und die man von alters her nicht vernahm! Kein Ohr hörte, kein Auge sah [je] einen Gott außer dir, der an dem
handelt, der auf ihn harrt. Jesa64/4Jesa [Ach,] dass du einen anträfest, der freudig Gerechtigkeit übt, solche, die auf deinen Wegen an dich denken! Siehe, du, du zürntest, weil wir von jeher
gegen dich gesündigt und [mit dir] gebrochen haben. Jesa64/5Jesa Wir alle sind wie ein Unreiner geworden und all unsere Gerechtigkeiten wie ein beflecktes Kleid. Wir alle [sind verwelkt] wie das
Laub welkt, und unsere Sünden trugen uns davon wie der Wind. Jesa64/6Jesa Und da war niemand, der deinen Namen anrief, der sich aufraffte, an dir festzuhalten. Denn du hast dein Angesicht vor uns
verborgen und uns preisgegeben wegen unserer Sünden. - Jesa64/7Jesa Aber nun, HERR, du bist unser Vater. Wir sind der Ton, und du bist unser Bildner, und wir alle sind das Werk deiner Hände.
Jesa64/8Jesa HERR, zürne nicht allzusehr, und nicht ewig erinnere dich an die Sünde! Siehe, schau doch her, dein Volk sind wir alle! Jesa64/9Jesa Deine heiligen Städte sind eine Wüste geworden,
Zion ist eine Wüste geworden, Jerusalem eine öde. Jesa64/10Jesa Unser heiliges und herrliches Haus, worin unsere Väter dich lobten, ist ein Raub des Feuers, und alle unsere Kostbarkeiten sind zu
Trümmern geworden. Jesa64/11Jesa Willst du, HERR, bei [all]dem an dich halten? Willst du schweigen und uns ganz und gar demütigen?
Gottes Urteil über Abtrünnige und Getreue - Neuer Himmel und neue Erde.
\65\
Jesa65/1Jesa Ich war zu erfragen für die, die nicht [nach mir] fragten; ich war zu finden für die, die mich nicht suchten. Ich sprach: Hier bin ich, hier bin ich! zu einer Nation, die meinen
Namen nicht anrief. Jesa65/2Jesa Ich habe den ganzen Tag meine Hände ausgebreitet zu einem widerspenstigen Volk, [zu solchen], die auf dem Weg, der nicht gut ist, ihren eigenen Gedanken
nachlaufen. Jesa65/3Jesa Die Leute, die mich beständig ins Angesicht reizen, in den Gärten opfern und auf Ziegelsteinen Rauchopfer darbringen, Jesa65/4Jesa die in den Gräbern sitzen und in
verborgenen Orten übernachten, die Schweinefleisch essen und Greuelbrühe in ihren Gefäßen haben, Jesa65/5Jesa die da sagen: Bleib für dich und komm mir nicht nahe, denn ich bin heilig für dich! -
diese sind Rauch in meiner Nase, Feuer, das den ganzen Tag brennt. Jesa65/6Jesa Siehe, aufgeschrieben ist es vor mir. Ich werde nicht schweigen, es sei denn, ich habe vergolten. In ihren Schoß
vergelte ich Jesa65/7Jesa ihre Sünden und die Sünden ihrer Väter miteinander, spricht der HERR, [denen], die auf den Bergen Rauchopfer dargebracht und mich auf den Hügeln verhöhnt haben. Ich
werde [ihnen] den Lohn für ihr früheres Tun in ihren Schoß zumessen.
Jesa65/8Jesa So spricht der HERR: Wie sich Saft in der Traube findet, und man sagt: Vernichte sie nicht, denn ein Segen ist in ihr! - so will ich tun um meiner Knechte willen, dass ich nicht das
Ganze vernichte. Jesa65/9Jesa Ich werde aus Jakob Nachkommenschaft hervorgehen lassen und aus Juda einen Besitzer meiner Berge. Und meine Auserwählten sollen es besitzen, und meine Knechte sollen
dort wohnen. Jesa65/10Jesa Und Scharon wird zum Weideplatz der Schafe und das Tal Achor zum Lagerplatz der Rinder werden für mein Volk, das mich gesucht hat. Jesa65/11Jesa Ihr aber, die ihr den
HERRN verlaßt, die ihr meinen heiligen Berg vergeßt, die ihr dem Gad einen Tisch zurichtet und der Meni den Mischkrug füllt: Jesa65/12Jesa Ich habe euch für das Schwert bestimmt, und ihr alle
werdet zur Abschlachtung in die Knie brechen, weil ich gerufen habe, ihr aber nicht geantwortet habt, [weil] ich geredet habe, ihr aber nicht gehört, sondern getan habt, was böse ist in meinen
Augen, und das erwählt habt, woran ich kein Gefallen habe.
Jesa65/13Jesa Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, meine Knechte werden essen, ihr aber werdet hungern. Siehe, meine Knechte werden trinken, ihr aber werdet dürsten. Siehe, meine Knechte
werden sich freuen, ihr aber werdet beschämt sein. Jesa65/14Jesa Siehe, meine Knechte werden jubeln von Herzenslust, ihr aber werdet schreien vor Herzeleid und heulen vor Verzweiflung.
Jesa65/15Jesa Und ihr werdet euren Namen meinen Auserwählten zum Fluchwort hinterlassen: `Der Herr, HERR, wird dich töten. Meine Knechte aber wird man mit einem andern Namen nennen. Jesa65/16Jesa
Daher, wer sich im Land segnet, wird sich bei dem Gott der Treue segnen, und wer im Land schwört, wird bei dem Gott der Treue schwören. Denn die früheren Nöte werden vergessen und vor meinen
Augen verborgen sein.
Jesa65/17Jesa Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen. Jesa65/18Jesa Vielmehr freut
euch und frohlockt allezeit über das, was ich schaffe! Denn siehe, ich schaffe Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Freude. Jesa65/19Jesa Und ich werde über Jerusalem frohlocken und über
mein Volk mich freuen. Und die Stimme des Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird darin nicht mehr gehört werden. Jesa65/20Jesa Und es wird dort keinen Säugling mehr geben [,der nur wenige]
Tage [alt wird, und dann zu früh stirbt] und keinen Greis, der seine Tage nicht erfüllte. Denn der Jüngste wird im Alter von hundert Jahren sterben, und wer das Alter von hundert Jahren nicht
erreicht, wird als verflucht gelten. Jesa65/21Jesa Sie werden Häuser bauen und bewohnen, und Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen. Jesa65/22Jesa Sie werden nicht bauen und ein anderer
bewohnt, sie werden nicht pflanzen, und ein anderer ißt. Denn wie die Lebenszeit des Baumes wird die Lebenszeit meines Volkes sein, und meine Auserwählten werden das Werk ihrer Hände genießen.
Jesa65/23Jesa Nicht vergeblich werden sie sich mühen, und nicht zum jähen Tod werden sie zeugen. Denn sie sind die Nachkommen der Gesegneten des HERRN, und ihre Sprößlinge werden bei ihnen sein.
Jesa65/24Jesa Und es wird geschehen: ehe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören. Jesa65/25Jesa Wolf und Lamm werden zusammen weiden; und der Löwe wird Stroh
fressen wie das Rind; und die Schlange: Staub wird ihre Nahrung sein. Man wird nichts Böses und nichts Schlechtes tun auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der HERR.
Ablehnung von heuchlerischem Gottesdienst - Zukünftige Heilsvollendung für Jerusalem.
\66\
Jesa66/1Jesa So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Wo wäre denn das Haus, das ihr mir bauen könntet, und wo denn der Ort meines Ruhesitzes?
Jesa66/2Jesa Hat doch meine Hand dies alles gemacht, und alles dies ist geworden, spricht der HERR. Aber auf den will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der
da zittert vor meinem Wort. Jesa66/3Jesa Wer ein Rind schlachtet, ist [wie] einer, der einen Menschen erschlägt; wer ein Schaf opfert, ist [wie] einer, der einem Hund das Genick bricht; wer
Speisopfer opfert: es ist Schweineblut; wer Weihrauch als Gedächtnisopfer darbringt, ist [wie] einer, der Unheil segnet. Wie diese ihre eigenen Wege gewählt haben und ihre Seele an ihren
Scheusalen Gefallen hat, Jesa66/4Jesa so werde [auch] ich Mißhandlung für sie wählen und über sie bringen, wovor ihnen graut, weil ich gerufen habe und niemand geantwortet hat, [weil] ich geredet
und sie nicht gehört haben, sondern getan haben, was böse ist in meinen Augen, und das gewählt haben, woran ich kein Gefallen habe.
Jesa66/5Jesa Hört das Wort des HERRN, die ihr zittert vor seinem Wort! Es sagen eure Brüder, die euch hassen, die euch verstoßen um meines Namens willen: Der HERR erweise sich herrlich, dass wir
auf eure Freude sehen können! Aber sie werden zuschanden werden. Jesa66/6Jesa Schall eines Getöses von der Stadt her! Schall aus dem Tempel! Schall vom HERRN, der Vergeltung übt an seinen
Feinden!
Jesa66/7Jesa Ehe sie Wehen hatte, hat sie geboren; ehe Geburtsschmerzen sie ankamen, wurde sie von einem Knaben entbunden. Jesa66/8Jesa Wer hat so etwas [je] gehört, wer hat dergleichen je
gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren? Denn Zion bekam Wehen und gebar auch [schon] seine Söhne. Jesa66/9Jesa Sollte ich zum
Durchbruch bringen und [dann] nicht gebären lassen? spricht der HERR. Oder sollte ich gebären lassen und [dabei den Schoß] verschließen? spricht dein Gott.
Jesa66/10Jesa Freut euch mit Jerusalem und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Frohlockt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt! Jesa66/11Jesa Damit ihr saugt und euch
sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, damit ihr schlürft und euch labt an der Fülle ihrer Herrlichkeit. Jesa66/12Jesa Denn so spricht der HERR: Siehe, ich wende ihr Frieden zu wie einen Strom
und die Herrlichkeit der Nationen wie einen überflutenden Bach. Und ihr werdet saugen. Auf den Armen werdet ihr getragen und auf den Knien geliebkost werden. Jesa66/13Jesa Wie einen, den seine
Mutter tröstet, so will ich euch trösten. An Jerusalem sollt ihr getröstet werden. Jesa66/14Jesa Ihr werdet es sehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Gebeine werden sprossen wie das
junge Gras. Und die Hand des HERRN wird sich an seinen Knechten zeigen, aber seine Feinde wird er bedrohen .
Drohendes Gericht über die Treulosen - Zukünftige Heimkehr der Zerstreuten.
Jesa66/15Jesa Denn siehe, der HERR kommt im Feuer, und wie der Sturmwind sind seine Wagen, um seinen Zorn auszulassen in Glut und sein Drohen in Feuerflammen. Jesa66/16Jesa Denn mit Feuer hält
der HERR Gericht, mit seinem Schwert [vollzieht er es] an allem Fleisch, und die Erschlagenen des HERRN werden zahlreich sein. Jesa66/17Jesa Die sich weihen und die sich reinigen für die Gärten,
dem einen nach, der in der Mitte ist, die Schweinefleisch und Abscheuliches und Springmäuse essen: allesamt werden sie ein Ende nehmen, spricht der HERR.
Jesa66/18Jesa Ich aber, ich kenne ihre Taten und ihre Gedanken, und ich bin gekommen, alle Nationen und Sprachen zu versammeln. Und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen. Jesa66/19Jesa
Ich richte unter ihnen ein Zeichen auf und sende Entkommene von ihnen zu den Nationen, nach Tarsis, Put und Lud, [zu denen], die den Bogen spannen, nach Tubal und Jawan, zu den fernen Inseln, die
die Kunde von mir nicht gehört und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben. Und sie verkünden meine Herrlichkeit unter den Nationen. Jesa66/20Jesa Und sie bringen alle eure Brüder aus allen
Nationen als Opfergabe für den HERRN, auf Pferden, auf [offenen] Wagen und [in] überdachten Wagen, auf Maultieren und auf Dromedaren zu meinem heiligen Berg, nach Jerusalem, spricht der HERR,
ebenso wie die Söhne Israel das Speisopfer in einem reinen Gefäß zum Haus des HERRN bringen. Jesa66/21Jesa Und auch von ihnen nehme ich [mir einige] zu Priestern und zu Leviten, spricht der
HERR.
Jesa66/22Jesa Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht der HERR, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen. Jesa66/23Jesa Und es wird geschehen:
Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR. Jesa66/24Jesa Und sie werden hinausgehen und sich die Leichen der Menschen ansehen,
die mit mir gebrochen haben. Denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.
1.24 Jeremia.
Berufung des Jeremia zum Propheten.
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Jere1/1Jere Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, von den Priestern in Anatot im Land Benjamin, Jere1/2Jere zu dem das Wort des HERRN geschah in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von
Juda, im dreizehnten Jahr seiner Regierung. Jere1/3Jere Und es geschah auch in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes
Josias, des Königs von Juda, bis zur Wegführung Jerusalems im fünften Monat.
Jere1/4Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Jere1/5Jere Ehe ich dich im Mutterschoß bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterleib hervorkamst, habe ich dich geheiligt:
zum Propheten für die Nationen habe ich dich eingesetzt. Jere1/6Jere Aber ich sprach: Ach, Herr, HERR! Siehe, ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin [zu] jung. Jere1/7Jere Da sprach der HERR
zu mir: Sage nicht: Ich bin [zu] jung. Denn zu allen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebiete, sollst du reden. Jere1/8Jere Fürchte dich nicht vor ihnen! Denn ich
bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der HERR. Jere1/9Jere Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an, und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen
Mund. Jere1/10Jere Siehe, ich bestelle dich an diesem Tag über die Nationen und über die Königreiche, um auszureißen und niederzureißen, zugrunde zu richten und abzubrechen, um zu bauen und zu
pflanzen.
Jere1/11Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Was siehst du, Jeremia? Und ich sagte: Ich sehe einen Mandelzweig. Jere1/12Jere Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich
werde über meinem Wort wachen, es auszuführen.
Jere1/13Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir zum zweiten Mal: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe einen siedenden Topf, dessen Oberfläche von Norden her [geneigt] ist. Jere1/14Jere Da
sprach der HERR zu mir: Von Norden her wird das Unglück losbrechen über alle Bewohner des Landes. Jere1/15Jere Denn siehe, ich rufe allen Stammesgruppen in den Königreichen des Nordens zu,
spricht der HERR, dass sie kommen, und jeder wird seinen Thron am Eingang der Tore Jerusalems aufstellen und gegen all seine Mauern ringsum und gegen alle Städte Judas. Jere1/16Jere Und ich werde
meine Urteile über sie sprechen wegen all ihrer Bosheit, dass sie mich verlassen und anderen Göttern Rauchopfer dargebracht und sich vor den Werken ihrer Hände niedergeworfen haben. Jere1/17Jere
Du aber gürte deine Hüften, mach dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebieten werde! Erschrick nicht vor ihnen, damit ich dich nicht vor ihnen in Schrecken setze! Jere1/18Jere Und ich,
siehe, ich mache dich heute zu einer befestigten Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, sowohl [gegen] die Könige von Juda als auch seine Obersten,
seine Priester und das Volk des Landes. Jere1/19Jere Und sie werden gegen dich kämpfen, dich aber nicht überwältigen, denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu erretten.
Israels Undankbarkeit und Untreue gegen Gott.
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Jere2/1Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Jere2/2Jere Geh und rufe in die Ohren Jerusalems: So spricht der HERR: Ich erinnere mich - dir [zugute] - an die Treue deiner Jugendzeit, an die
Liebe deiner Brautzeit, wie du hinter mir hergingst in der Wüste, im unbesäten Land. Jere2/3Jere Israel war heilig dem HERRN, der Erstling seiner Ernte. Alle, die [davon] essen wollten, machten
sich schuldig: Unglück kam über sie, spricht der HERR.
Jere2/4Jere Hört das Wort des HERRN, Haus Jakob und alle Sippen des Hauses Israel! Jere2/5Jere So spricht der HERR: Was haben eure Väter Unrechtes an mir gefunden, dass sie sich von mir entfernt
haben und dem Nichts nachgelaufen und [selber] zu Nichts geworden sind? Jere2/6Jere Und sie sagten nicht: Wo ist der HERR, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, der uns leitete in der
Wüste, im Land der Steppe und des Abgrundes, im Land der Dürre und des Dunkels, im Land, durch das niemand zieht und wo kein Mensch wohnt? Jere2/7Jere Und ich brachte euch in ein Gartenland,
seine Frucht und sein Bestes zu essen. Und ihr kamt hin und habt mein Land unrein gemacht, und mein Erbteil habt ihr zum Greuel gemacht. Jere2/8Jere Die Priester sagten nicht: Wo ist der HERR?
Und die das Gesetz handhabten, kannten mich nicht, und die Hirten haben mit mir gebrochen. Die Propheten weissagten im [Namen des] Baal und sind denen nachgelaufen, die nichts nützen.
Jere2/9Jere Darum muß ich weiter mit euch rechten, spricht der HERR. Auch mit euren Kindeskindern muß ich rechten. Jere2/10Jere Fahrt doch hinüber zu den Inseln der Kittäer und seht, sendet nach
Kedar und gebt gut acht und seht, ob so etwas [dort je] geschehen ist! Jere2/11Jere Hat irgendeine Nation die Götter vertauscht? - Und [jene] sind nicht einmal Götter! Aber mein Volk hat seine
Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nichts nützt. Jere2/12Jere Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, erstarrt völlig [vor Schreck]! spricht der HERR. Jere2/13Jere Denn zweifach
Böses hat mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser nicht halten.
Jere2/14Jere Ist Israel ein Sklave, oder ist er [gar] ein Sklavensohn? Warum ist er zur Beute geworden? Jere2/15Jere Junglöwen haben über ihm gebrüllt, ließen ihre Stimme hören. Sie haben sein
Land zur Wüste gemacht. Seine Städte sind verbrannt und ohne Bewohner. Jere2/16Jere Auch die Söhne von Nof und Tachpanhes weiden dir den Scheitel ab. Jere2/17Jere Hast du dir das nicht [selbst]
zugefügt, indem du den HERRN, deinen Gott, verlassen hast, als er dich auf dem Weg [durch die Wüste] führte? Jere2/18Jere Und nun, was hast du mit dem Weg nach Ägypten zu schaffen, um die Wasser
des Sichor zu trinken? Und was hast du mit dem Weg nach Assur zu schaffen, um die Wasser des Stroms zu trinken? Jere2/19Jere Deine [eigene] Bosheit züchtigt dich, und deine Treulosigkeiten
strafen dich. Erkenne doch und sieh, dass es schlimm und bitter ist, wenn du den HERRN, deinen Gott, verläßt und wenn bei dir keine Furcht vor mir ist! spricht der HERR, der HERR der
Heerscharen.
Jere2/20Jere Denn von jeher hast du dein Joch zerbrochen, deine Stricke zerrissen und hast gesagt: Ich will nicht dienen! Denn auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baum hast du dich
hingelegt als Hure. Jere2/21Jere Ich hatte dich gepflanzt als Edelrebe, lauter echtes Gewächs. Aber wie hast du dich mir verwandelt in entartete [Reben] eines fremdartigen Weinstocks!
Jere2/22Jere Auch wenn du dich mit Natron wüschest und viel Laugensalz nähmst: schmutzig bleibt deine Schuld vor mir, spricht der Herr, HERR.
Jere2/23Jere Wie kannst du sagen: Ich habe mich nicht unrein gemacht, ich bin den Baalim nicht nachgelaufen? Sieh [doch] deinen Weg im Tal, erkenne, was du getan hast, du flinke Kamelstute, die
sinnlos hin und her läuft! Jere2/24Jere Eine Wildeselin, die Wüste gewohnt, - in ihrer Gier schnappt sie nach Luft; ihre Brunst, wer kann sie hemmen? Alle, die sie suchen, brauchen sich nicht
müde zu laufen: in ihrer Brunstzeit werden sie sie finden. Jere2/25Jere Bewahre deinen Fuß vor dem Barfußgehen und deine Kehle vor dem Durst! Aber du sprichst: `Es ist umsonst, nein! Denn ich
liebe die Fremden, und ihnen laufe ich nach. Jere2/26Jere Wie ein Dieb beschämt [dasteht], wenn er ertappt wird, so muß sich das Haus Israel schämen, sie, ihre Könige, ihre Obersten und ihre
Priester und ihre Propheten, Jere2/27Jere die zum Holz sagen: Du bist mein Vater! - und zum Stein: Du hast mich geboren! Denn sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Gesicht. Aber zur
Zeit ihres Unglücks sagen sie: Steh auf und rette uns! Jere2/28Jere Wo sind nun deine Götter, die du dir gemacht hast? Sie sollen aufstehen, wenn sie dich retten können zur Zeit deines Unglücks!
Denn so zahlreich wie deine Städte sind deine Götter geworden, Juda.
Jere2/29Jere Warum rechtet ihr mit mir? Ihr habt alle mit mir gebrochen, spricht der HERR. Jere2/30Jere Vergeblich habe ich eure Söhne geschlagen, sie haben keine Züchtigung angenommen. Euer
Schwert hat eure Propheten gefressen wie ein reißender Löwe. Jere2/31Jere O Generation, die ihr seid, seht das Wort des HERRN! Bin ich [denn] für Israel eine Wüste gewesen oder ein Land tiefer
Finsternis? Warum spricht mein Volk: Wir laufen umher, wir kommen nicht mehr zu dir? Jere2/32Jere Vergißt etwa eine Jungfrau ihren Schmuck, eine Braut ihren Gürtel? Aber mein Volk hat mich
vergessen seit unzähligen Tagen. Jere2/33Jere Wie gut kannst du deinen Weg einrichten, um Liebe zu suchen! Darum hast du deine Wege auch an Übeltaten gewöhnt. Jere2/34Jere Ja, an den Säumen
[deiner Kleider] findet sich das Blut unschuldiger Armer. Nicht beim Einbruch hast du sie ertappt. Wegen all jener Dinge [wirst du zur Rechenschaft gezogen]. Jere2/35Jere Doch du sagst: Ich bin
unschuldig, ja, sein Zorn hat sich von mir abgewandt. Siehe, ich werde mit dir vor Gericht treten, weil du sagst: Ich habe nicht gesündigt. Jere2/36Jere Was läufst du so sehr, um deinen Weg zu
ändern? Auch an Ägypten wirst du zuschanden, wie du an Assur zuschanden geworden bist; Jere2/37Jere auch von diesem [Land Ägypten] wirst du weggehen mit deinen Händen auf deinem Haupt. Denn der
HERR hat die verworfen, auf die [du] dein Vertrauen [setzt], und du wirst mit ihnen keinen Erfolg haben.
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Jere3/1Jere Er spricht: Wenn ein Mann seine Frau entläßt und sie von ihm weggeht und [die Frau] eines anderen Mannes wird, darf sie wieder zu ihm zurückkehren? Würde dieses Land nicht ganz und
gar entweiht werden? Du aber hast mit vielen Liebhabern gehurt, und du solltest zu mir zurückkehren? spricht der HERR. Jere3/2Jere Hebe deine Augen auf zu den kahlen Höhen und sieh! Wo bist du
nicht geschändet worden? An den Wegen saßest du für sie wie ein Araber in der Wüste. Und du hast das Land entweiht durch deine Hurerei und durch deine Bosheit. Jere3/3Jere Darum wurden die
Regengüsse zurückgehalten, und es gab keinen Spätregen. Aber du hattest die Stirn eines Hurenweibes, hast dich geweigert, dich zu schämen. Jere3/4Jere Nicht wahr, von jetzt an rufst du mir zu:
Mein Vater, der Freund meiner Jugend bist du! Jere3/5Jere Wird er für ewig grollen, wird er für immer [Zorn] bewahren? Siehe, [so] hast du geredet und Böses getan und hast dich
durchgesetzt.
Gottes Anklage gegen Israel und Juda - Ruf zur Buße - Verheißung der Gnade.
Jere3/6Jere Und der HERR sprach zu mir in den Tagen des Königs Josia: Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige, getan hat? Sie ging auf jeden hohen Berg und unter jeden grünen Baum und hurte
dort. Jere3/7Jere Und ich sprach: Nachdem sie das alles getan hat, wird sie zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück. Und ihre treulose Schwester Juda sah es. Jere3/8Jere Und sie sah
[auch], dass ich Israel, die Abtrünnige, eben deshalb, weil sie die Ehe gebrochen, entließ und ihr den Scheidebrief gab. Doch ihre Schwester Juda, die Treulose, fürchtete sich nicht, sondern ging
hin und trieb selbst auch Hurerei. Jere3/9Jere Und es geschah, durch die Leichtfertigkeit ihrer Hurerei, entweihte sie das Land; denn sie trieb Ehebruch mit Stein und mit Holz. Jere3/10Jere Und
selbst bei alldem ist ihre Schwester Juda, die Treulose, nicht mit ihrem ganzen Herzen zu mir zurückgekehrt, sondern nur zum Schein, spricht der HERR.
Jere3/11Jere Und der HERR sprach zu mir: Israel, die Abtrünnige, hat sich gerechter erwiesen als Juda, die Treulose. Jere3/12Jere Geh und rufe diese Worte aus nach Norden hin und sprich: Kehre
zurück, Israel, du Abtrünnige, spricht der HERR! Ich will nicht finster auf euch blicken. Denn ich bin gütig, spricht der HERR, ich werde nicht für ewig grollen. Jere3/13Jere Nur erkenne deine
Schuld, dass du mit dem HERRN, deinem Gott, gebrochen hast und unter jeden grünen Baum zu den fremden [Göttern] hin und her gelaufen bist. Aber auf meine Stimme habt ihr nicht gehört, spricht der
HERR. Jere3/14Jere Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder! spricht der HERR. Denn ich bin euer Herr. Und ich werde euch nehmen, einen aus einer Stadt und zwei aus einem Geschlecht, und euch nach Zion
bringen. Jere3/15Jere Und ich werde euch Hirten geben nach meinem Herzen, und sie werden euch weiden mit Erkenntnis und Verstand. Jere3/16Jere Und es wird geschehen, wenn ihr euch im Land
vermehrt und fruchtbar seid in jenen Tagen, spricht der HERR, wird man nicht mehr sagen: `Die Bundeslade des HERRN; und sie wird keinem mehr in den Sinn kommen, und man wird nicht mehr an sie
denken noch sie suchen, und sie wird nicht wiederhergestellt werden. Jere3/17Jere In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron des HERRN nennen, und alle Nationen werden sich zu ihr versammeln
wegen des Namens des HERRN in Jerusalem. Und sie werden nicht mehr der Verstocktheit ihres bösen Herzens folgen. Jere3/18Jere In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Haus Israel
[zusammen]gehen, und sie werden miteinander aus dem Land des Nordens in das Land kommen, das ich euren Vätern zum Erbteil gegeben habe.
Jere3/19Jere Und ich hatte [doch] gedacht: Wie will ich dich unter die Söhne aufnehmen und dir ein köstliches Land geben, ein Erbteil, das die herrlichste Zierde der Nationen ist! Und ich meinte,
ihr würdet mir zurufen: `Mein Vater! und würdet euch nicht [mehr] von mir abwenden. Jere3/20Jere Fürwahr, wie eine Frau ihren Gefährten treulos verläßt, so habt ihr treulos an mir gehandelt, Haus
Israel, spricht der HERR.
Jere3/21Jere Eine Stimme hört man auf den kahlen Höhen, ein Weinen, ein Flehen der Söhne Israel, weil sie ihren Weg verkehrt [und] den HERRN, ihren Gott, vergessen haben. - Jere3/22Jere Kehrt um,
ihr abtrünnigen Kinder! Ich will eure Treulosigkeiten heilen. - Hier sind wir, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott. Jere3/23Jere Fürwahr, trügerisch [klingt] von den Hügeln das
Getöse der Berge; fürwahr, [nur] im HERRN, unserm Gott, ist das Heil Israels! Jere3/24Jere Denn die Schande hat den Erwerb unserer Väter gefressen von unserer Jugend an, ihre Schafe und ihre
Rinder, ihre Söhne und ihre Töchter. Jere3/25Jere In unserer Schande müssen wir daliegen, und unsere Schmach bedeckt uns! Denn wir haben gegen den HERRN, unsern Gott, gesündigt, wir und unsere
Väter, von unserer Jugend an bis auf diesen Tag, und wir haben nicht auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, gehört.
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Jere4/1JereWenn du umkehrst, Israel, spricht der HERR, zu mir umkehrst und wenn du deine Scheusale von meinem Angesicht entfernst, dann brauchst du nicht mehr umherzuschweifen! Jere4/2Jere Und
wenn du schwörst: So wahr der HERR lebt! - in Wahrheit, in Recht und in Gerechtigkeit, dann werden die Nationen sich in ihm segnen und sich in ihm rühmen. Jere4/3Jere Denn so spricht der HERR zu
den Männern von Juda und zu Jerusalem: Pflügt euch Neuland und sät nicht unter die Dornen! Jere4/4Jere Beschneidet euch für den HERRN und entfernt die Vorhäute eurer Herzen, ihr Männer von Juda
und ihr Bewohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer und unauslöschlich brennt wegen der Bosheit eurer Taten!
Gerichtsankündigung: Der furchtbare Feind aus dem Norden.
Jere4/5Jere Verkündigt es in Juda und laßt es in Jerusalem hören und sagt: Stoßt ins Horn auf dem Land! Ruft aus voller Kehle und sagt: Versammelt euch und laßt uns in die befestigten Städte
ziehen! Jere4/6Jere Richtet ein Feldzeichen auf nach Zion hin! Flieht, bleibt nicht stehen! Denn ich bringe Unglück von Norden her und einen großen Zusammenbruch. Jere4/7Jere Ein Löwe steigt
herauf aus seinem Dickicht, und ein Zerstörer der Nationen bricht auf. Er zieht von seinem Ort aus, um dein Land zur Wüste zu machen, deine Städte verfallen, sind ohne Bewohner. Jere4/8Jere Darum
gürtet euch Sacktuch um, klagt und jammert! Denn die Glut des Zornes des HERRN hat sich nicht von uns abgewandt. Jere4/9Jere Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR, da wird das Herz
des Königs und das Herz der Obersten vergehen. Und die Priester werden sich entsetzen und die Propheten erstarrt sein.
Jere4/10Jere Da sprach ich: Ach, Herr, HERR! Fürwahr, bitter getäuscht hast du dieses Volk und Jerusalem, als du sprachst: Ihr werdet Frieden haben! - und [nun] dringt [uns] das Schwert bis an
die Seele.
Jere4/11Jere In jener Zeit wird diesem Volk und Jerusalem gesagt werden: Ein heißer Wind von den kahlen Höhen in der Wüste kommt [gerade]wegs zur Tochter meines Volkes nicht zum Worfeln und nicht
zum Läutern, [sondern] Jere4/12Jere ein Wind, stärker als dieser, wird [von] mir kommen. Nun will auch ich Gerichtsurteile über sie sprechen. Jere4/13Jere Siehe, wie Wolken zieht er herauf, und
wie der Sturmwind sind seine Wagen, schneller als Adler seine Pferde. Wehe uns! Denn wir sind überwältigt. Jere4/14Jere Wasche dein Herz rein von Bosheit, Jerusalem, damit du gerettet wirst! Wie
lange sollen deine heillosen Pläne in deinem Innern schlummern? Jere4/15Jere Denn eine Stimme berichtet von Dan her und verkündet Unheil vom Gebirge Ephraim aus. Jere4/16Jere Ruft es den Nationen
ins Gedächtnis, siehe, verkündet es Jerusalem: Belagerer kommen aus einem fernen Land und lassen ihre Stimme erschallen gegen die Städte Judas! Jere4/17Jere Wie Wächter auf dem Feld sind sie
ringsumher gegen Jerusalem s. Denn gegen mich ist es widerspenstig gewesen, spricht der HERR. Jere4/18Jere Dein Weg und deine Taten haben dir das gebracht; das ist deine Bosheit, dass es bitter
ist und bis an dein Herz dringt.
Jere4/19Jere Meine Eingeweide, meine Eingeweide! Ich muß mich winden. Die Wände meines Herzens! Es tobt in mir mein Herz. Ich kann nicht schweigen. Denn du, meine Seele, hörst den Schall des
Horns, Kriegsgeschrei: Jere4/20Jere Zusammenbruch über Zusammenbruch wird ausgerufen. Denn das ganze Land ist überwältigt. Plötzlich sind meine Zelte überwältigt, meine Zeltdecken in einem
Augenblick. Jere4/21Jere Wie lange muß ich das Feldzeichen sehen, den Schall des Horns hören? - Jere4/22Jere Denn mein Volk ist närrisch, mich kennen sie nicht. Törichte Kinder sind sie und
unverständig. Weise sind sie, Böses zu tun; aber Gutes zu tun, verstehen sie nicht. - Jere4/23Jere Ich schaue die Erde, und siehe, sie ist wüst und leer, - und zum Himmel, und sein Licht ist
nicht da. Jere4/24Jere Ich schaue die Berge, und siehe, sie beben; und alle Hügel schwanken. Jere4/25Jere Ich schaue, und siehe, kein Mensch ist da; und alle Vögel des Himmels sind entflohen.
Jere4/26Jere Ich schaue, und siehe, das Fruchtland ist eine Wüste; und alle seine Städte sind niedergerissen vor dem HERRN, vor der Glut seines Zornes.
Jere4/27Jere Denn so spricht der HERR: Öde soll das ganze Land werden; doch will ich nicht ein Ende [mit ihm] machen. Jere4/28Jere Darum wird die Erde trauern, und der Himmel oben schwarz werden.
Denn ich habe es geredet, ich habe beschlossen, und ich werde es nicht bereuen und nicht davon ablassen. Jere4/29Jere Vor dem Geschrei der Reiter und Bogenschützen flieht jede Stadt: sie gehen
ins Dickicht und ersteigen die Felsen. Jede Stadt ist verlassen, und kein Mensch wohnt [mehr] darin. Jere4/30Jere Und du, Überwältigte, was wirst du tun? Wenn du dich auch in Karmesin kleidest,
wenn du mit goldenem Schmuck dich schmückst, wenn du deine Augen mit Schminke vergrößerst: vergeblich machst du dich schön. Die Liebhaber verschmähen dich, sie trachten dir nach dem Leben.
Jere4/31Jere Denn eine Stimme wie die von einer Kreißenden höre ich, das Klagegeschrei wie von einer Erstgebärenden, die Stimme der Tochter Zion. Sie seufzt, sie breitet ihre Hände aus: Wehe mir!
Denn meine Seele erliegt den Mördern.
Ursache der Strafe über Juda und Jerusalem.
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Jere5/1Jere Durchstreift die Gassen Jerusalems, seht doch und erkundet und sucht auf ihren Plätzen, ob ihr jemanden findet, ob einer da ist, der Recht übt, der Treue sucht: so will ich ihr
vergeben! Jere5/2Jere Und wenn sie sagen: So wahr der HERR lebt! - so schwören sie darum doch falsch. - Jere5/3Jere HERR, sind deine Augen nicht auf die Treue gerichtet? Du hast sie geschlagen,
aber es hat sie nicht geschmerzt. Du hast sie aufgerieben, [aber] sie haben sich geweigert, Zucht anzunehmen. Sie haben ihr Gesicht härter gemacht als Fels, sie haben sich geweigert umzukehren.
Jere5/4Jere Ich aber, ich sagte: Nur die Geringen sind so; diese handeln töricht, weil sie den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes, nicht kennen. Jere5/5Jere Ich will doch zu den Großen gehen
und mit ihnen reden; denn sie kennen den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes. Doch sie haben alle zusammen das Joch zerbrochen, die Stricke zerrissen. Jere5/6Jere Darum schlägt sie ein Löwe aus
dem Wald, ein Wolf der Steppen überwältigt sie, ein Leopard lauert an ihren Städten: jeder, der aus ihnen hinausgeht, wird zerrissen. Denn ihre Vergehen sind viele, zahlreich ihre
Treulosigkeiten. - Jere5/7Jere Weshalb sollte ich dir vergeben? Deine Söhne haben mich verlassen und schwören bei Nichtgöttern. Obwohl ich sie schwören ließ, haben sie Ehebruch getrieben und
laufen scharenweise ins Hurenhaus. Jere5/8Jere Feiste, geile Pferde sind sie; sie wiehern, jeder nach der Frau seines Nächsten. Jere5/9Jere Sollte ich dies nicht heimsuchen? spricht der HERR.
Oder sollte sich meine Seele an einer Nation wie dieser nicht rächen?
Jere5/10Jere Ersteigt seine Mauern und zerstört [sie]! Doch richtet [sie] nicht völlig zugrunde! Reißt seine Ranken weg, denn dem HERRN gehören sie nicht! Jere5/11Jere Denn das Haus Israel und
das Haus Juda haben sehr treulos an mir gehandelt, spricht der HERR. Jere5/12Jere Sie haben den HERRN verleugnet und gesagt: Er ist nicht da. Kein Unglück wird über uns kommen, Schwert und Hunger
werden wir nicht sehen. Jere5/13Jere Und die Propheten werden zu Wind werden, und das Wort [des HERRN] ist nicht in ihnen; - aber so wird es ihnen selbst ergehen.
Jere5/14Jere Darum, so spricht der HERR, der Gott der Heerscharen: Weil ihr dieses Wort redet, siehe, so will ich meine Worte in deinem Mund zu Feuer machen und dieses Volk zu Holz, und es soll
sie verzehren. Jere5/15Jere Siehe, ich bringe über euch eine Nation aus der Ferne, Haus Israel, spricht der HERR. Es ist eine unverwüstliche Nation. Es ist eine Nation von alters her, eine
Nation, deren Sprache du nicht kennst und deren Rede du nicht verstehst. Jere5/16Jere Ihr Köcher ist wie ein offenes Grab. Sie sind alle Helden. Jere5/17Jere Und sie wird deine Ernte verzehren
und dein Brot, sie werden deine Söhne und deine Töchter verzehren. Sie wird verzehren deine Schafe und deine Rinder, verzehren deinen Weinstock und deinen Feigenbaum. Deine befestigten Städte,
auf die du dich verläßt, wird sie mit dem Schwert zerstören. Jere5/18Jere Aber auch in jenen Tagen, spricht der HERR, werde ich nicht ein Ende mit euch machen. - Jere5/19Jere Und es soll
geschehen, wenn ihr sagt: Weshalb hat der HERR, unser Gott, uns dies alles getan? - dann sage zu ihnen: Genauso wie ihr mich verlassen und in eurem Land fremden Göttern gedient habt, so sollt ihr
Fremden dienen in einem Land, das euch nicht gehört.
Jere5/20Jere Verkündet das im Haus Jakob und laßt es hören in Juda: Jere5/21Jere Hört doch dieses, törichtes Volk ohne Verstand, die Augen haben und nicht sehen, die Ohren haben und nicht hören!
Jere5/22Jere Solltet ihr nicht mich fürchten, spricht der HERR, und vor mir nicht zittern, der ich dem Meer den Sand als Grenze gesetzt habe, eine ewige Schranke, die es nicht überschreiten wird?
Branden auch [seine Wogen], sie vermögen doch nichts, und ob die Wellen brausen, sie überschreiten sie nicht. Jere5/23Jere Aber dieses Volk hat ein störrisches und widerspenstiges Herz; sie sind
abgewichen und weggegangen. Jere5/24Jere Und sie haben nicht in ihrem Herzen gesagt: Laßt uns doch den HERRN, unseren Gott, fürchten, der Regen gibt, sowohl Frühregen als auch Spätregen, zu
seiner Zeit; der die bestimmten Wochen der Ernte für uns einhält! Jere5/25Jere Eure Missetaten haben diese [Gaben] abgewendet, und eure Sünden haben das Gute von euch ferngehalten. Jere5/26Jere
Denn in meinem Volk finden sich Gottlose. Man lauert, wie Vogelsteller sich ducken; sie stellen Fallen, fangen Menschen. Jere5/27Jere Wie ein Käfig voll Vögel so sind ihre Häuser voll Betrug;
darum sind sie groß und reich geworden. Jere5/28Jere Sie sind fett, sie sind glatt; ja, sie überschreiten das Maß der Bosheit. Das Recht führen sie nicht aus, das Recht der Waise, dass sie es zum
Erfolg führten; und den Rechtsanspruch der Armen setzen sie nicht durch. Jere5/29Jere Sollte ich sie dafür nicht zur Rechenschaft ziehen? spricht der HERR. Oder sollte meine Seele sich nicht an
einer Nation wie dieser rächen? - Jere5/30Jere Entsetzliches und Abscheuliches ist im Land geschehen: Jere5/31Jere die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen auf eigene Faust, und
mein Volk liebt es so. Was werdet ihr aber am Ende von [all] dem tun?
Nochmalige Ankündigung des Gerichts wegen der Sünden Judas.
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Jere6/1Jere Flieht, ihr Söhne Benjamin, aus Jerusalem hinaus, in Tekoa stoßt ins Horn und richtet ein Signal auf über Bet-Kerem! Denn Unheil erhebt sich drohend von Norden: ein großer
Zusammenbruch. Jere6/2Jere Die Schöne und die Verzärtelte vernichte ich - die Tochter Zion. Jere6/3Jere Über sie kommen Hirten mit ihren Herden. Sie schlagen rings um sie her Zelte auf, weiden
[sie] ab, jeder seinen Bereich. Jere6/4Jere `Heiligt einen Krieg gegen sie! Macht euch auf und laßt uns [noch] am Mittag hinaufziehen! - `Wehe uns! Denn der Tag hat sich geneigt, schon strecken
sich die Abendschatten. Jere6/5Jere `Macht euch auf und laßt uns in der Nacht hinaufziehen und ihre Paläste zerstören! Jere6/6Jere Denn so hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Fällt Bäume und
schüttet einen Wall gegen Jerusalem auf! Sie ist die Stadt, die heimgesucht werden soll; sie ist voll Unterdrückung in ihrem Innern. Jere6/7Jere Wie ein Brunnen sein Wasser quellen läßt, so läßt
sie ihre Bosheit quellen. [Von] Gewalttat und Zerstörung hört man in ihr, [ihre] Krankheit und [ihre] Wunden sind beständig vor meinem Angesicht. Jere6/8Jere Laß dich zurechtweisen, Jerusalem,
damit meine Seele sich nicht von dir losreißt, damit ich dich nicht zur Öde mache, zu einem unbewohnten Land!
Jere6/9Jere So spricht der HERR der Heerscharen: Wie am Weinstock wird man gründliche Nachlese halten am Überrest Israels. Lege noch einmal deine Hand an wie der Winzer an die Ranken!
Jere6/10Jere `Zu wem soll ich noch reden und wen warnen, dass sie hören? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten, und sie können nicht achtgeben. Siehe, das Wort des HERRN ist ihnen zum Hohn geworden,
sie haben kein Gefallen daran. Jere6/11Jere Und ich bin voll von der Zornglut des HERRN, habe mich [vergeblich] abgemüht, ihn zurückzuhalten. Gieße sie aus über die Kinder auf der Gasse und
zugleich über den Kreis der jungen Männer! Denn Mann und Frau werden getroffen, der Alte wie der Hochbetagte.
V. 12-15: Kap. 8,10-12.
Jere6/12Jere Und ihre Häuser werden anderen übereignet, Felder und Frauen ebenfalls. Denn ich strecke meine Hand gegen die Bewohner des Landes aus, spricht der HERR. Jere6/13Jere Denn von ihrem
Kleinsten bis zu ihrem Größten machen sie alle unrechten Gewinn. Und vom Propheten bis zum Priester üben alle Falschheit, Jere6/14Jere und sie heilen den Bruch der Tochter meines Volkes
oberflächlich und sagen: Friede, Friede! - und da ist doch kein Friede. Jere6/15Jere Sie werden zuschanden, weil sie Greuel verübt haben. Doch sie schämen sich keineswegs, ja, Scham kennen sie
nicht. Darum werden sie fallen, wenn alles fällt. Zur Zeit, da ich sie heimsuche, werden sie stürzen, spricht der HERR.
Jere6/16Jere So spricht der HERR: Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Aber sie
sagen: Wir wollen ihn nicht gehen. Jere6/17Jere Und ich habe Wächter über euch bestellt, [die rufen]: Achtet auf den Schall des Horns! Aber sie sagen: Wir wollen nicht [darauf] achten.
Jere6/18Jere Darum hört, ihr Nationen, und erkenne, du Gemeinde, was mit ihnen [geschieht]! Jere6/19Jere Höre es, Erde! Siehe, ich bringe Unheil über dieses Volk, die Frucht ihrer Gedanken. Denn
auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und mein Gesetz - sie haben es verworfen. Jere6/20Jere Wozu soll mir denn Weihrauch aus Saba kommen und das gute Würzrohr aus fernem Land? Eure
Brandopfer sind mir nicht wohlgefällig, und eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm. Jere6/21Jere Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich lege diesem Volk Anstöße [in den Weg], dass sie darüber
stürzen, Väter und Söhne miteinander; der Nachbar und sein Nächster kommen um.
Jere6/22Jere So spricht der HERR: Siehe, ein Volk kommt aus dem Land des Nordens, eine große Nation macht sich auf vom äußersten Ende der Erde. Jere6/23Jere Bogen und Krummschwert führen sie, sie
sind grausam und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, und auf Pferden reiten sie. Sie sind gerüstet gegen dich, Tochter Zion, wie ein Mann zum Krieg. - Jere6/24Jere Wir haben die Kunde
von ihm vernommen: unsere Hände sind schlaff geworden. Angst hat uns ergriffen, Wehen wie bei einer Gebärenden. - Jere6/25Jere Zieh nicht hinaus aufs Feld und geh nicht auf dem Weg! Denn der
Feind hat ein Schwert - Schrecken ringsum! Jere6/26Jere Tochter meines Volkes, gürte dir Sacktuch um und wälze dich in Asche, trauere wie um den einzigen [Sohn]! Stimme bittere Klage an! Denn
plötzlich wird der Verwüster über uns kommen.
Jere6/27Jere Ich habe dich zum Prüfer in meinem Volk eingesetzt, als eine Festung, damit du ihren Weg erkennst und prüfst. Jere6/28Jere Sie alle sind die Widerspenstigsten der Widerspenstigen.
Sie gehen als Verleumder umher, sie sind Bronze und Eisen. Alle sind sie Verderber. Jere6/29Jere Versengt vom Feuer ist der Blasebalg, das Blei ist [zu Ende]. Vergebens hat man geschmolzen und
geschmolzen: die Bösen sind nicht ausgeschieden worden. Jere6/30Jere Verworfenes Silber nennt man sie; denn der HERR hat sie verworfen.
Kein Aufhalten des Gerichts durch nur äußerlichen Gottesdienst - Gericht über Götzendienst.
Kap. 7,1-34: Kap. 25,1-11.
\7\
Jere7/1Jere Das Wort, das vom HERRN zu Jeremia geschah:
Jere7/2Jere Stell dich in das Tor des Hauses des HERRN, rufe dort dieses Wort aus und sprich: Hört das Wort des HERRN, ganz Juda, die ihr durch diese Tore kommt, um den HERRN anzubeten!
Jere7/3Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Macht gut eure Wege und eure Taten, dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen! Jere7/4Jere Und verlaßt euch nicht auf
Lügenworte, wenn sie sagen: Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies! Jere7/5Jere Denn [nur] wenn ihr eure Wege und eure Taten wirklich gut macht, wenn ihr
wirklich Recht übt untereinander, Jere7/6Jere den Fremden, die Waise und die Witwe nicht unterdrückt, kein unschuldiges Blut an diesem Ort vergießt und nicht anderen Göttern nachlauft zu eurem
Unheil, Jere7/7Jere dann will ich euch an diesem Ort, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe, wohnen lassen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Jere7/8Jere Siehe, ihr verlaßt euch auf Lügenworte, die nichts nützen. Jere7/9Jere Wie? Stehlen, morden und Ehebruch treiben, falsch schwören, dem Baal Rauchopfer darbringen und anderen Göttern
nachlaufen, die ihr nicht kennt! Jere7/10Jere Und dann kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, und sagt: Wir sind errettet, - um all diese
Greuel [weiter] zu verüben! Jere7/11Jere Ist denn dieses Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, eine Räuberhöhle geworden in euren Augen? Doch ich, siehe, ich habe [das alles] gesehen, spricht
der HERR. Jere7/12Jere Denn geht doch hin zu meinem [Anbetungs]ort, der in Silo war, wo ich früher meinen Namen wohnen ließ, und seht, was ich mit ihm getan habe wegen der Bosheit meines Volkes
Israel! Jere7/13Jere Und nun, weil ihr all diese Taten getan habt, spricht der HERR, und ich zu euch geredet habe, früh mich aufmachend und redend, ihr aber nicht gehört habt, und ich euch
gerufen, ihr aber nicht geantwortet habt: Jere7/14Jere so werde ich mit diesem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, worauf ihr euch verlaßt, und mit dem Ort, den ich euch und euren Vätern
gegeben, ebenso verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin. Jere7/15Jere Und ich werde euch von meinem Angesicht verwerfen, so wie ich alle eure Brüder, alle Nachkommen Ephraims verworfen
habe.
Jere7/16Jere Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie und dringe nicht in mich! Denn ich werde nicht auf dich hören. Jere7/17Jere Siehst du nicht, was sie
in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem tun? Jere7/18Jere Die Kinder lesen Holz auf, und die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten den Teig, um für die Königin des
Himmels Kuchen zu machen. Und anderen Göttern spendet man Trankopfer, um mich zu kränken. Jere7/19Jere Kränken sie [denn] mich, spricht der HERR, nicht [vielmehr] sich selbst zu ihrer eigenen
Schande? Jere7/20Jere Darum, so spricht der Herr HERR: Siehe, mein Zorn und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das Vieh und über die Bäume des Feldes und
über die Frucht des Landes; und er wird brennen und nicht erlöschen. Jere7/21Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Fügt [nur weiter] eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern
und eßt [Opfer]fleisch! Jere7/22Jere Denn ich habe nicht mit euren Vätern [darüber] geredet und ihnen nichts geboten über das Brandopfer und das Schlachtopfer an dem Tag, da ich sie aus dem Land
Ägypten herausführte; Jere7/23Jere sondern dieses Wort habe ich ihnen geboten: Hört auf meine Stimme, dann werde ich euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein! Und geht auf dem ganzen Weg,
den ich euch gebiete, damit es euch wohlgeht! Jere7/24Jere Aber sie haben nicht gehört und ihr Ohr nicht geneigt, sondern sind nach den Ratschlägen [und] in der Verstocktheit ihres bösen Herzens
gegangen; und sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Gesicht. Jere7/25Jere Von dem Tag an, da eure Väter aus dem Land Ägypten auszogen, bis auf diesen Tag habe ich alle meine Knechte,
die Propheten, zu euch gesandt, täglich früh mich aufmachend und sendend. Jere7/26Jere Aber sie haben nicht auf mich gehört und ihr Ohr nicht geneigt. Und sie haben ihren Nacken verhärtet, haben
es schlimmer gemacht als ihre Väter. Jere7/27Jere Und wenn du all diese Worte zu ihnen redest, so werden sie [doch] nicht auf dich hören. Und rufst du ihnen zu, so werden sie dir nicht antworten.
Jere7/28Jere So sprich denn zu ihnen: Dies ist das Volk, das nicht auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, hört und keine Zucht annimmt! Die Treue ist verlorengegangen und aus ihrem Mund
getilgt.
Jere7/29Jere Schere dein langes Haar und wirf es weg und erhebe Totenklage auf den kahlen Höhen! Denn der HERR hat die Generation, der er zürnt, verworfen und verstoßen. Jere7/30Jere Denn die
Söhne Juda haben getan, was in meinen Augen böse ist, spricht der HERR. Sie haben ihre Scheusale in das Haus gestellt, über dem mein Name ausgerufen ist, um es unrein zu machen. Jere7/31Jere Und
sie haben die Höhen des Tofet gebaut, das im Tal Ben-Hinnom ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, was ich nicht geboten habe und mir nie in den Sinn gekommen ist.
Jere7/32Jere Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen Tofet noch Tal Ben-Hinnom, sondern Tal des Schlachtens. Und man muß im Tofet begraben, weil kein Platz [mehr
da] ist. Jere7/33Jere Und die Leichen dieses Volkes werden den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß werden, und niemand wird sie wegscheuchen. Jere7/34Jere Und ich werde in den
Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude aufhören lassen, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut; denn das Land soll zu
Trümmerstätten werden.
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Jere8/1Jere In jener Zeit, spricht der HERR, wird man die Gebeine der Könige von Juda und die Gebeine seiner Obersten und die Gebeine der Priester und die Gebeine der Propheten und die Gebeine
der Bewohner von Jerusalem aus ihren Gräbern herausholen. Jere8/2Jere Und man wird sie ausbreiten vor der Sonne und vor dem Mond und vor dem ganzen Heer des Himmels, die sie geliebt und denen sie
gedient haben und denen sie nachgelaufen sind, die sie gesucht und vor denen sie sich niedergeworfen haben. Sie werden nicht [wieder] eingesammelt noch begraben werden, zu Dünger auf der Fläche
des Erdbodens sollen sie werden. Jere8/3Jere Und der Tod wird dem Leben vorgezogen von dem ganzen Rest, der von diesem bösen Geschlecht übrigbleibt an allen Orten, wohin ich die Übriggebliebenen
verstoße, spricht der HERR der Heerscharen.
Mangelnde Einsicht über Treulosigkeit - Schrecken des nahenden Gerichts.
Jere8/4Jere Und sage zu ihnen: So spricht der HERR: Fällt man denn und steht nicht [gleich] wieder auf? Oder wendet man sich ab und kehrt nicht [gern] wieder zurück? Jere8/5Jere Warum kehrt sich
dieses Volk Jerusalems ab in immerwährender Abkehr? Sie halten fest am Trug, sie weigern sich umzukehren. Jere8/6Jere Ich habe achtgegeben und gehört: sie reden, was nicht recht ist. Da ist
keiner, der seine Bosheit bereut und sagt: Was habe ich getan! Alle wenden sie sich [weiter ab] in ihrem Lauf wie ein in den Kampf stürmendes Pferd. Jere8/7Jere Selbst der Storch am Himmel kennt
seine bestimmten Zeiten, und Turteltaube, Schwalbe und Drossel halten die Zeit ihres Kommens ein; aber mein Volk kennt das Recht des HERRN nicht. Jere8/8Jere Wie könnt ihr sagen: Wir sind weise,
und das Gesetz des HERRN ist bei uns? In der Tat! Siehe, zur Lüge hat es der Lügengriffel der Schriftgelehrten gemacht. Jere8/9Jere Die Weisen werden beschämt, sie sind schreckerfüllt und werden
gefangen. Siehe, das Wort des HERRN haben sie verworfen. Und was für eine Weisheit haben sie [nun]? -
V. 10-12: Kap. 6,12-15.
Jere8/10Jere Darum werde ich ihre Frauen anderen geben, ihre Felder anderen Besitzern. Denn vom Kleinsten bis zum Größten machen sie alle unrechten Gewinn, vom Propheten bis zum Priester üben sie
alle Falschheit. Jere8/11Jere Und den Bruch der Tochter meines Volkes heilen sie oberflächlich, indem sie sagen: Friede, Friede! - und da ist doch kein Friede. Jere8/12Jere Sie werden zuschanden,
weil sie Greuel verübt haben. Doch sie schämen sich keineswegs, ja, Scham kennen sie nicht. Darum werden sie fallen, wenn alles fällt. Zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen, spricht der
HERR. Jere8/13Jere Wegnehmen, wegraffen werde ich sie, spricht der HERR. Keine Trauben sind am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum, und das Blatt ist verwelkt: so will ich ihnen [Menschen]
bestellen, die sie verheeren werden.
Jere8/14Jere Wozu bleiben wir sitzen? Sammelt euch, und laßt uns in die befestigten Städte ziehen und dort umkommen! Denn der HERR, unser Gott, läßt uns umkommen und hat uns mit giftigem Wasser
getränkt, weil wir gegen den HERRN gesündigt haben. Jere8/15Jere Man hofft auf Frieden, und da ist nichts Gutes, auf eine Zeit der Heilung, und siehe da: Schrecken. - Jere8/16Jere Von Dan her
hört man das Schnauben seiner Pferde; vom lauten Wiehern seiner starken [Pferde] erzittert das ganze Land. Und sie kommen und fressen das Land, die Städte und ihre Bewohner. Jere8/17Jere Denn
siehe, ich sende unter euch Schlangen, Vipern, gegen die es keine Beschwörung gibt; und sie werden euch beißen, spricht der HERR.
Jeremias verzweiflungsvolle Klage über sein Volk - Gottes Trauer um sein Volk und erneute Gerichtsankündigung
Jere8/18Jere Unheilbar steigt Kummer in mir auf! Mein Herz ist krank in mir. Jere8/19Jere Da, horch! Geschrei der Tochter meines Volkes [kommt] aus einem fernen Land: `Ist der HERR nicht in Zion,
oder ist sein König nicht darin? - Warum haben sie mich gereizt durch ihre geschnitzten Bilder, durch Nichtigkeiten [aus] der Fremde? - Jere8/20Jere `Vorüber ist die Ernte, die Obstlese ist zu
Ende, und wir sind nicht gerettet!
Jere8/21Jere Über dem Zusammenbruch der Tochter meines Volkes bin ich zerbrochen; ich trauere, Entsetzen hat mich ergriffen. Jere8/22Jere Ist [denn] kein Balsam in Gilead oder kein Arzt dort? Ja,
warum ist die Genesung der Tochter meines Volkes ausgeblieben? Jere8/23Jere O dass mein Haupt Wasser wäre und mein Auge eine Tränenquelle, dann wollte ich Tag und Nacht die Erschlagenen der
Tochter meines Volkes beweinen!
\9\
Jere9/1Jere O dass ich Unterkunft für Durchreisende in der Wüste hätte, dann würde ich mein Volk verlassen und von ihnen fortgehen! Denn sie sind alle Ehebrecher, eine Bande von Treulosen.
Jere9/2Jere Sie spannen ihre Zunge als ihren Bogen, [im] Lügen und nicht in der Wahrheit sind sie stark im Land. Denn sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit, mich aber erkennen sie nicht,
spricht der HERR. Jere9/3Jere Hütet euch, ein jeder vor seinem Freund, und setzt auf keinen Bruder Vertrauen! Denn jeder Bruder treibt Hinterlist, und jeder Freund geht als Verleumder umher.
Jere9/4Jere Und sie betrügen einer den andern, Wahrheit reden sie nicht. Sie lehren ihre Zunge, Lügen zu reden, sie mühen sich ab, böse zu handeln. Jere9/5Jere Deine Wohnung ist mitten im Betrug.
Vor [lauter] Betrug weigern sie sich, mich zu erkennen, spricht der HERR. Jere9/6Jere Darum, so spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich will sie schmelzen und läutern; denn wie sollte ich
[sonst] verfahren mit der Tochter meines Volkes? Jere9/7Jere Ihre Zunge ist ein mörderischer Pfeil, man redet Betrug. Mit seinem Mund redet man Frieden zu seinem Nächsten, in seinem Innern aber
legt man ihm einen Hinterhalt. Jere9/8Jere Sollte ich so etwas nicht an ihnen heimsuchen? - spricht der HERR. Oder sollte sich meine Seele an einer Nation wie dieser nicht rächen?
Jere9/9Jere Über die Berge will ich ein Weinen und eine Totenklage erheben und über die Weideplätze der Steppe ein Klagelied. Denn sie sind verbrannt, so dass niemand [mehr] hindurchzieht und man
den Lärm der Herde nicht [mehr] hört. Sowohl die Vögel des Himmels als auch das Vieh sind geflohen, weggezogen. Jere9/10Jere Und ich werde Jerusalem zu Steinhaufen machen, zur Wohnung der
Schakale und werde die Städte von Juda zur Öde machen - ohne Bewohner.
V. 11-15: Kap. 16,10-13; 5Mo 29,23-27.
Jere9/11Jere Wer ist der weise Mann, dass er dies versteht? Und zu wem hat der Mund des HERRN geredet, dass er es mitteilt, warum das Land zugrunde geht [und] verbrannt wird wie die Wüste, so
dass niemand hindurchzieht? Jere9/12Jere Und der HERR sprach: Weil sie mein Gesetz verlassen haben, das ich ihnen vorgelegt habe, und auf meine Stimme nicht gehört und nicht darin gelebt haben,
Jere9/13Jere sondern der Verstocktheit ihres Herzens und den Baalim nachgelaufen sind, was ihre Väter sie gelehrt haben, Jere9/14Jere darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels:
Siehe, ich will sie, dieses Volk, mit Wermut speisen und sie mit giftigem Wasser tränken Jere9/15Jere und sie unter die Völker zerstreuen, die sie nicht gekannt haben, weder sie noch ihre Väter.
Und ich will das Schwert hinter ihnen her senden, bis ich sie vernichtet habe.
Jere9/16Jere So spricht der HERR der Heerscharen: Gebt acht und ruft Klageweiber, dass sie kommen, und schickt zu den weisen Frauen, dass sie kommen Jere9/17Jere und schnell eine Wehklage über
uns erheben, damit unsere Augen von Tränen fließen und unsere Wimpern von Wasser strömen! Jere9/18Jere Denn laute Wehklage wird aus Zion gehört: `Wie sind wir verwüstet! Wir sind völlig
zuschanden geworden. Wir haben das Land verlassen müssen, denn sie haben unsere Wohnungen zerstört. Jere9/19Jere Denn hört, ihr Frauen, das Wort des HERRN, und euer Ohr nehme das Wort seines
Mundes auf. Und lehrt eure Töchter die Totenklage, und eine [lehre] die andere den Klagegesang: Jere9/20Jere `Ja, der Tod ist durch unsere Fenster gestiegen, er ist in unsere Paläste gekommen, um
das Kind auszurotten von der Straße, die jungen Männer von den Plätzen! Jere9/21Jere Rede: So spricht der HERR: Ja, die Leichen der Menschen werden fallen wie Dünger auf die Fläche des Feldes und
wie eine Garbe hinter dem Schnitter, doch niemand sammelt.
Jere9/22Jere So spricht der HERR: Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; Jere9/23Jere sondern wer
sich rühmt, rühme sich dessen: Einsicht zu haben und mich zu erkennen, dass ich der HERR bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit übt auf der Erde; denn daran habe ich Gefallen, spricht der HERR.
Jere9/24Jere Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich alle an der Vorhaut Beschnittenen heimsuchen: Jere9/25Jere Ägypten und Juda und Edom und die Söhne Ammon und Moab und alle mit
geschorenen [Haar]rändern, die in der Wüste wohnen. Denn alle Nationen sind unbeschnitten, und das ganze Haus Israel hat ein unbeschnittenes Herz.
Die toten Götzen und der lebendige Gott.
V. 1-11: Jes 40,18-26; 44,6-21.
\10\
Jere10/1Jere Hört das Wort, das der HERR zu euch redet, Haus Israel! Jere10/2Jere So spricht der HERR: Gewöhnt euch nicht an den Weg der Nationen und erschreckt nicht vor den Zeichen des Himmels,
[auch] wenn die Nationen vor ihnen erschrecken! Jere10/3Jere Denn die Ordnungen der Völker - ein Götze ist es, [der sie gab]. Ja, [ihre Götzen] sind Holz, das einer aus dem Wald geschlagen hat,
ein Werk von Künstlerhänden, mit dem Schnitzmesser [hergestellt]. Jere10/4Jere Man schmückt es mit Silber und mit Gold. Mit Nägeln und mit Hämmern befestigen sie es, dass es nicht wackelt.
Jere10/5Jere Sie sind wie eine Vogelscheuche [im] Gurkenfeld und reden nicht; sie müssen getragen werden, denn sie gehen nicht. Fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn sie tun nichts Böses, und Gutes
tun können sie auch nicht. Jere10/6Jere Keiner ist dir gleich, HERR. Du bist groß, und groß ist dein Name durch [deine] Macht. Jere10/7Jere Wer sollte dich nicht fürchten, König der Nationen?
Denn [das] gebührt dir! Denn unter allen Weisen der Nationen und in all ihren Königreichen ist niemand dir gleich.
Jere10/8Jere Sie sind allesamt dumm und töricht; die Unterweisung der Nichtigkeiten - Holz ist sie. Jere10/9Jere Dünngeschlagenes Silber wird aus Tarsis gebracht und Gold aus Ufas, ein Werk des
Kunsthandwerkers und der Hände des Goldschmieds. Violetter und roter Purpur ist ihr Gewand, sie alle sind [nur] ein Werk von Kunstfertigen. Jere10/10Jere Aber der HERR ist in Wahrheit Gott. Er
ist der lebendige Gott und ein ewiger König. Vor seinem Grimm erbebt die Erde, und seinen Zorn können die Nationen nicht ertragen.
Jere10/11Jere So sollt ihr zu ihnen sagen: Die Götter, die den Himmel und die Erde nicht gemacht haben, die werden von der Erde und unter diesem Himmel verschwinden.
V. 12-16: Kap. 51,15-19.
Jere10/12Jere Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, der den Erdkreis gegründet durch seine Weisheit und die Himmel ausgespannt durch seine Einsicht, Jere10/13Jere auf dessen
Befehl sich die Menge der Wasser am Himmel ergießt, der Wolken aufsteigen läßt vom Ende der Erde, Blitze macht für den Regen und den Wind aus seinen Kammern herausläßt. Jere10/14Jere Dumm steht
da jeder Mensch, ohne Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied wegen des Götterbildes. Denn Lüge sind seine gegossenen Bilder, Leben haben sie nicht, Jere10/15Jere Nichtigkeit sind sie, ein Werk
zum Gespött. Zur Zeit ihrer Heimsuchung sind sie verloren. Jere10/16Jere Jakobs Anteil aber ist nicht wie diese. Denn er, [der HERR], ist es, der das All gebildet hat, und Israel ist der Stamm
seines Erbteils, HERR der Heerscharen ist sein Name.
Erste Ankündigung der Verbannung des Volkes - Jeremias Ergebung in Gottes Willen und Bitte um Bestrafung der Feinde Israels.
Jere10/17Jere Raffe dein Gepäck von der Erde zusammen, die du in der Belagerung sitzt! Jere10/18Jere Denn so spricht der HERR: Siehe, ich werde diesmal die Bewohner des Landes wegschleudern und
sie bedrängen, damit sie sie finden. - Jere10/19Jere Wehe mir wegen meines Zusammenbruchs! Unheilbar ist meine Wunde. Doch ich sage: Ja, das ist meine Krankheit, und ich will sie tragen.
Jere10/20Jere Mein Zelt ist verwüstet, und alle meine Stricke sind zerrissen. Meine Kinder sind von mir weggezogen und sind nicht mehr [da]. Da ist niemand, der noch mein Zelt ausspannt und meine
Zeltdecken befestigt. Jere10/21Jere Denn die Hirten sind dumm geworden und haben den HERRN nicht gesucht. Darum haben sie nicht verständig gehandelt, und ihre ganze Herde hat sich zerstreut. -
Jere10/22Jere Horch! eine Nachricht: Siehe, sie kommt, und ein großes Getöse vom Land des Nordens, um die Städte Judas zur Öde zu machen, zur Wohnung der Schakale.
Jere10/23Jere Ich habe erkannt, HERR, dass der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht und dass es keinem, der geht, [gegeben ist,] seinen Schritt zu lenken. Jere10/24Jere Züchtige mich,
HERR, doch mit rechtem Maß, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht aufreibst! Jere10/25Jere Gieße deinen Grimm über die Nationen aus, die dich nicht kennen, und über die Geschlechter, die
deinen Namen nicht anrufen! Denn sie haben Jakob gefressen, ja, sie haben ihn gefressen und ihn vernichtet und seinen Weideplatz öde gemacht.
Bundesbruch des Volkes und Gottes Gericht.
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Jere11/1Jere Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah:
Jere11/2Jere Hört auf die Worte dieses Bundes und redet zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem! Jere11/3Jere Und sage zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels:
Verflucht ist der Mann, der nicht auf die Worte dieses Bundes hört, Jere11/4Jere den ich euren Vätern geboten habe an dem Tag, da ich sie herausführte aus dem Land Ägypten, aus dem eisernen
Schmelzofen, indem ich sprach: Hört auf meine Stimme und handelt danach, nach allem, was ich euch gebiete, dann werdet ihr mein Volk, und ich werde euer Gott sein, Jere11/5Jere damit ich den
Schwur aufrechthalte, den ich euren Vätern geschworen habe: ihnen ein Land zu geben, das von Milch und Honig überfließt, wie es an diesem Tag ist! Ich antwortete und sprach: Amen, HERR!
Jere11/6Jere Und der HERR sprach zu mir: Rufe alle diese Worte aus in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem und sprich: Hört die Worte dieses Bundes und handelt danach! Jere11/7Jere
Denn ich habe euren Vätern eindringlich bezeugt [schon] an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten heraufführte, bis zu diesem Tag, früh mich aufmachend und bezeugend, indem ich sprach: Hört
auf meine Stimme! Jere11/8Jere Aber sie haben nicht gehört und ihr Ohr nicht geneigt, sondern sie lebten alle in der Verstocktheit ihres bösen Herzens. Und ich brachte über sie alle Worte dieses
Bundes, den ich zu befolgen gebot und den sie nicht befolgt haben.
Jere11/9Jere Und der HERR sprach zu mir: Es hat sich eine Verschwörung gefunden unter den Männern von Juda und unter den Bewohnern von Jerusalem. Jere11/10Jere Sie sind zurückgekehrt zu den
Sünden der Väter vor ihnen, die sich [auch schon] geweigert hatten, auf meine Worte zu hören. So sind [auch] sie anderen Göttern nachgelaufen, um ihnen zu dienen. Das Haus Israel und das Haus
Juda haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe. Jere11/11Jere Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich bringe Unheil über sie, dem sie nicht entgehen können, und sie
werden zu mir um Hilfe schreien, aber ich werde nicht auf sie hören. Jere11/12Jere Und die Städte von Juda und die Bewohner von Jerusalem werden hingehen und zu den Göttern um Hilfe schreien,
denen sie Rauchopfer dargebracht haben; aber die werden sie nicht retten zur Zeit ihres Unglücks. Jere11/13Jere Denn so zahlreich wie deine Städte sind deine Götter geworden, Juda. Und nach der
Zahl der Straßen von Jerusalem habt ihr der Schande Altäre gesetzt, Altäre, um dem Baal Rauchopfer darzubringen. - Jere11/14Jere Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch
Gebet für sie! Denn ich werde nicht hören zu der Zeit, da sie wegen ihres Unglücks zu mir rufen werden.
Jere11/15Jere Was hat mein Geliebter in meinem Haus zu schaffen, da sie [doch] alle [nur] Ränke schmieden? Wird heiliges [Opfer]fleisch deine Bosheit von dir wegnehmen? Dann kannst du frohlocken.
Jere11/16Jere Einen grünen Ölbaum mit schön gewachsener Frucht hatte der HERR dich genannt. Ein großes Geprassel: Feuer hat er an ihn gelegt, und seine Äste brechen ab. Jere11/17Jere Und der HERR
der Heerscharen, der dich gepflanzt, hat Unheil über dich beschlossen wegen der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses Juda, die sie verübt haben, um mich zu reizen, indem sie dem Baal
Rauchopfer darbrachten.
Anschlag gegen Jeremia - Seine Frage nach Gottes Handeln und Antwort Gottes.
Jere11/18Jere Der HERR hat es mich erkennen lassen, da erkannte ich es. Damals zeigtest du mir ihre Taten. Jere11/19Jere Und ich war wie ein zutrauliches Lamm, das zum Schlachten geführt wird.
Ich hatte nicht erkannt, dass sie Anschläge gegen mich planten: Laßt uns den Baum mit seiner Frucht verderben und ihn aus dem Land der Lebendigen ausrotten, dass man sich nicht mehr an seinen
Namen erinnert! Jere11/20Jere Aber du, HERR der Heerscharen, der du gerecht richtest, Nieren und Herz prüfst, laß mich deine Rache an ihnen sehen! Denn dir habe ich meine Rechtssache
anvertraut.
Jere11/21Jere Darum, so spricht der HERR über die Männer von Anatot, die nach deinem Leben trachten und sagen: Du sollst nicht weissagen im Namen des HERRN, sonst wirst du durch unsere Hände
sterben! - Jere11/22Jere darum, so spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich suche sie heim. Die jungen Männer werden durchs Schwert sterben, ihre Söhne und ihre Töchter werden vor Hunger
sterben, Jere11/23Jere und kein Überrest wird [von] ihnen bleiben; denn ich bringe Unglück über die Männer von Anatot im Jahr ihrer Heimsuchung.
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Jere12/1Jere Du bleibst im Recht, HERR, wenn ich mit dir einen Rechtsstreit führe. Dennoch möchte ich Rechtssachen mit dir bereden: Warum ist der Weg der Gottlosen erfolgreich, [warum] haben Ruhe
alle, die Treulosigkeit üben? Jere12/2Jere Du hast sie gepflanzt, sie haben auch Wurzel geschlagen; sie wachsen, tragen auch Frucht. Nahe bist du in ihrem Mund, doch fern von ihren Nieren.
Jere12/3Jere Du aber, HERR, du kennst mich, du siehst mich und prüfst mein Herz, [wie es] zu dir [steht]. Reiße sie fort wie Schafe zur Schlachtung und weihe sie für den Tag des Abschlachtens!
Jere12/4Jere Wie lange soll das Land vertrocknen und das Kraut des ganzen Feldes welken? Wegen der Bosheit seiner Bewohner sind Vieh und Vögel zugrunde gegangen; denn sie sagen: Er wird unser
Ende nicht sehen. - Jere12/5Jere Wenn du mit Fußgängern läufst und sie dich [schon] ermüden, wie willst du [dann] mit Pferden um die Wette laufen? Und wenn du dich [nur] im Land des Friedens
sicher fühlst, wie willst du es [dann] machen in der Pracht des Jordan? Jere12/6Jere Denn auch deine Brüder und das Haus deines Vaters, auch sie sind treulos gegen dich, auch sie rufen dir nach
aus voller Kehle. Glaube ihnen nicht, wenn sie freundlich mit dir reden!
Klage Gottes über sein Gericht - Ankündigung des Heils für Israel und die Völker.
Jere12/7Jere Ich habe mein Haus verlassen, mein Erbteil verstoßen, ich habe den Liebling meiner Seele in die Hand seiner Feinde gegeben. Jere12/8Jere Mein Erbteil ist mir geworden wie ein Löwe im
Wald. Es hat seine Stimme gegen mich erhoben, darum hasse ich es. Jere12/9Jere Ist mir mein Erbteil [etwa] ein bunter Raubvogel, so dass [andere] Raubvögel ringsum über ihn [herfallen]? Auf!
Versammelt alle Tiere des Feldes, bringt sie zum Fressen herbei! Jere12/10Jere Viele Hirten haben meinen Weinberg verdorben, meinen Acker zertreten; sie haben meinen kostbaren Acker zur wüsten
Einöde gemacht. Jere12/11Jere Man hat es zur Einöde gemacht: verödet trauert es vor mir. Das ganze Land ist verödet, weil niemand es zu Herzen nahm. Jere12/12Jere Über alle kahlen Höhen in der
Steppe sind Verwüster gekommen. Denn ein Schwert des HERRN frißt von einem Ende des Landes bis zum anderen Ende des Landes: Kein Friede allem Fleisch! Jere12/13Jere Sie haben Weizen gesät und
Dornen geerntet; sie haben sich abgemüht, nichts ausgerichtet. So werdet zuschanden an euren Erträgen vor der Glut des Zornes des HERRN!
Jere12/14Jere So spricht der HERR: Über alle meine bösen Nachbarn, die das Erbteil antasten, das ich mein Volk Israel habe erben lassen: Siehe, ich werde sie aus ihrem Land herausreißen, und das
Haus Juda werde ich aus ihrer Mitte ausreißen. Jere12/15Jere Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, werde ich mich wieder über sie erbarmen und sie zurückbringen, einen jeden
in sein Erbteil und einen jeden in sein Land. Jere12/16Jere Und es soll geschehen, wenn sie die Wege meines Volkes wirklich lernen, so dass sie bei meinem Namen schwören: `So wahr der HERR lebt!
- wie sie mein Volk gelehrt haben, beim Baal zu schwören, so sollen sie mitten in meinem Volk aufgebaut werden. Jere12/17Jere Wenn sie aber nicht hören, dann werde ich eine solche Nation
endgültig ausreißen und verloren geben, spricht der HERR.
Gerichtsdrohung in Sinnbildern und Warnreden.
\13\
Jere13/1Jere So hat der HERR zu mir gesprochen: Geh und kaufe dir einen leinenen Hüftschurz und lege ihn um deine Hüften! Aber ins Wasser sollst du ihn nicht bringen. Jere13/2Jere Und ich kaufte
den Hüftschurz nach dem Wort des HERRN und legte ihn um meine Hüften. Jere13/3Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir zum zweiten Mal: Jere13/4Jere Nimm den Hüftschurz, den du gekauft hast,
der um deine Hüften ist, und mach dich auf, geh an den Euphrat und verbirg ihn dort in einer Felsspalte! Jere13/5Jere Da ging ich hin und verbarg ihn am Euphrat, wie der HERR mir geboten hatte.
Jere13/6Jere Und es geschah am Ende von vielen Tagen, da sprach der HERR zu mir: Mach dich auf, geh an den Euphrat und hole von dort den Hüftschurz, den dort zu verbergen ich dir geboten habe!
Jere13/7Jere Da ging ich an den Euphrat und grub und nahm den Hüftschurz von der Stelle, wo ich ihn verborgen hatte; und siehe, der Hüftschurz war verdorben, taugte zu gar nichts mehr. -
Jere13/8Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Jere13/9Jere So spricht der HERR: So werde ich den Hochmut Judas und den großen Hochmut Jerusalems verderben. Jere13/10Jere Dieses böse Volk,
das sich weigert, meine Worte zu hören, das da lebt in der Verstocktheit seines Herzens und anderen Göttern nachläuft, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen: es soll werden wie
dieser Hüftschurz, der zu gar nichts taugt. Jere13/11Jere Denn ebenso wie der Hüftschurz sich an die Hüften eines Mannes anschließt, so hatte ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda an
mich angeschlossen, spricht der HERR, damit sie mir zum Volk und zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck seien; aber sie haben nicht gehört.
Jere13/12Jere Und [nun] sage dieses Wort zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Jeder Krug wird mit Wein gefüllt. Und wenn sie zu dir sagen: Wissen wir nicht sehr wohl, dass jeder Krug
mit Wein gefüllt wird? - Jere13/13Jere dann sage ihnen: So spricht der HERR: Siehe, ich werde alle Bewohner dieses Landes und die Könige, die auf dem Thron Davids sitzen, und die Priester und die
Propheten und alle Bewohner von Jerusalem mit Trunkenheit erfüllen. Jere13/14Jere Und ich werde sie zerschmettern, einen am anderen, die Väter zusammen mit den Kindern, spricht der HERR. Ich
werde kein Mitleid haben noch [sie] schonen, noch mich erbarmen, dass ich sie nicht verderbe.
Jere13/15Jere Hört und nehmt zu Ohren, überhebt euch nicht! Denn der HERR hat geredet. Jere13/16Jere Gebt dem HERRN, eurem Gott, Ehre, bevor er es finster macht und bevor eure Füße sich an Bergen
der Dämmerung stoßen und ihr auf Licht wartet und er es in Finsternis verwandelt und zur Dunkelheit macht. Jere13/17Jere Wenn ihr aber nicht hört, wird meine Seele im Verborgenen weinen wegen
[eures] Hochmuts. Und bitter weinen wird mein Auge und von Tränen fließen, weil die Herde des HERRN gefangen weggeführt wird.
Jere13/18Jere Sprich zum König und zur Herrin: Setzt euch tief herunter! Denn von euren Häuptern ist herabgesunken die Krone eurer Herrlichkeit. Jere13/19Jere Die Städte des Südens sind
verschlossen, und niemand öffnet. Ganz Juda wird weggeführt, vollständig weggeführt. Jere13/20Jere Erhebt eure Augen und seht, wie [die Feinde] von Norden kommen! Wo ist die Herde, die dir
gegeben war, deine herrlichen Schafe? Jere13/21Jere Was wirst du sagen, wenn er [deine] Liebhaber - du hast sie ja selbst an dich gewöhnt - als Oberhaupt über dich setzen wird? Werden dich nicht
Wehen ergreifen wie eine Frau, die gebiert? Jere13/22Jere Und wenn du in deinem Herzen sagst: Warum ist mir dies zugestoßen? - wegen der Größe deiner Schuld sind deine Säume aufgedeckt und deine
Fersen mißhandelt worden. Jere13/23Jere Kann ein Schwarzer seine Haut ändern, ein Leopard seine Flecken? [Dann] könntet auch ihr Gutes tun, die ihr an Bösestun gewöhnt seid. Jere13/24Jere So
werde ich sie zerstreuen wie Strohstoppeln, die vor dem Wind der Wüste dahinfahren. Jere13/25Jere Das ist dein Los, dein von mir zugemessenes Teil, spricht der HERR, weil du mich vergessen und
auf Lüge vertraut hast. Jere13/26Jere Und so werde auch ich deine Säume hochheben über dein Gesicht, dass deine Schande gesehen wird. Jere13/27Jere Dein Ehebrechen und dein Wiehern, die Schandtat
deiner Hurerei auf den Hügeln [und] im Feld: deine Greuel habe ich gesehen. Wehe dir, Jerusalem! Du wirst nicht rein werden, - wie lange wird es noch dauern?
Mehrmalige Abweisung der Fürbitte des Propheten.
\14\
Jere14/1Jere Was als Wort des HERRN zu Jeremia geschah aus Anlaß der Dürre:
Jere14/2Jere Juda trauert, und seine Tore welken dahin, sie liegen in Trauer am Boden, und Jerusalems Klagegeschrei steigt empor. Jere14/3Jere Seine Mächtigen schicken ihre Untergebenen nach
Wasser. Sie kommen zu den Zisternen [und] finden kein Wasser, sie kommen mit leeren Händen zurück mit ihren Gefäßen; sie sind enttäuscht und beschämt und verhüllen ihr Haupt. Jere14/4Jere Wegen
des Erdbodens, der zerbrochen ist, weil kein Regen im Land ist, sind die Bauern beschämt [und] verhüllen ihr Haupt. Jere14/5Jere Ja, auch die Hirschkuh auf dem Feld gebiert und läßt ihr [Kalb im
Stich]; denn kein Gras ist da. Jere14/6Jere Und die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen, schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, denn kein Kraut ist da.
Jere14/7Jere Wenn unsere Sünden gegen uns aussagen, HERR, so handle um deines Namens willen [gnädig an uns]! Denn zahlreich sind unsere Treulosigkeiten; gegen dich haben wir gesündigt.
Jere14/8Jere Du Hoffnung Israels, sein Retter in der Zeit der Bedrängnis, warum willst du wie ein Fremdling im Land sein und wie ein Wanderer, der [nur] zum Übernachten eingekehrt ist?
Jere14/9Jere Warum willst du wie ein erschrockener Mann sein, wie ein Held, der nicht zu retten vermag? Du bist doch in unserer Mitte, HERR, und über uns ist dein Name ausgerufen. Verlaß uns
nicht!
Jere14/10Jere So spricht der HERR zu diesem Volk: Umherzuschweifen, so liebten sie es, sie hielten ihre Füße nicht zurück. Und der HERR hat kein Gefallen an ihnen: nun wird er an ihre Missetaten
denken und ihre Sünden heimsuchen. - Jere14/11Jere Und der HERR sprach zu mir: Bitte nicht für dieses Volk zum Guten! Jere14/12Jere Wenn sie fasten, werde ich nicht auf ihr Flehen hören. Und wenn
sie Brandopfer und Speisopfer opfern, werde ich kein Gefallen an ihnen haben; sondern ich werde sie durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest vernichten. Jere14/13Jere Und ich
sprach: Ach, Herr, HERR! Siehe, die Propheten sagen zu ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen, und Hunger wird euch nicht treffen, sondern ich werde euch einen beständigen Frieden geben an diesem
Ort. Jere14/14Jere Und der HERR sprach zu mir: Die Propheten weissagen Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt und sie nicht beauftragt - auch nicht zu ihnen geredet. Sie weissagen euch
Lügengesicht, Wahrsagerei, Nichtiges und den Trug ihres Herzens. Jere14/15Jere Darum, so spricht der HERR: Über die Propheten, die in meinem Namen weissagen - und ich habe sie doch nicht gesandt
-, die sagen: `Weder Schwert noch Hunger wird es in diesem Land geben, diese Propheten sollen durch das Schwert und durch den Hunger umkommen. Jere14/16Jere Und das Volk, dem sie weissagen, soll,
von Hunger und Schwert hingeworfen, auf den Straßen von Jerusalem daliegen, und niemand wird sie begraben, sie, ihre Frauen, ihre Söhne und ihre Töchter. Und ich werde ihre Bosheit über sie
ausschütten. Jere14/17Jere Und du sollst dieses Wort zu ihnen sagen: Nacht und Tag fließen meine Augen von Tränen und kommen nicht zur Ruhe. Denn die Jungfrau, die Tochter meines Volkes, liegt
mit schwerer Verletzung, mit einer sehr schmerzenden Wunde zerbrochen [da]. Jere14/18Jere Wenn ich aufs Feld hinausgehe, siehe da: vom Schwert Durchbohrte! Und wenn ich in die Stadt komme, siehe
da: Hungerkrankheiten! Ja, sowohl Propheten als auch Priester ziehen im Land umher und wissen keinen Rat.
Jere14/19Jere Hast du Juda ganz und gar verworfen? Oder verabscheut deine Seele Zion? Warum hast du uns geschlagen, so dass keine Heilung für uns da ist? Man hofft auf Frieden, und da ist nichts
Gutes, und auf die Zeit der Heilung, und siehe da: Schrecken. Jere14/20Jere HERR, wir kennen unsere Gottlosigkeiten, die Schuld unserer Väter; denn wir haben gegen dich gesündigt. Jere14/21Jere
Um deines Namens willen verschmähe uns nicht! Entehre nicht den Thron deiner Herrlichkeit! Denk [an uns], mache deinen Bund mit uns nicht ungültig! Jere14/22Jere Gibt es unter den Nichtigkeiten
der Nationen Regenspender, oder kann der Himmel [von selbst] Regengüsse geben? Bist du es nicht, HERR, unser Gott? Wir hoffen auf dich; denn du, du hast dies alles gemacht.
\15\
Jere15/1Jere Und der HERR sprach zu mir: Selbst wenn Mose und Samuel vor mir ständen, würde [sich] meine Seele nicht zu diesem Volk [wenden]. Treibe sie von meinem Angesicht weg, dass sie
fortgehen. Jere15/2Jere Und es soll geschehen, wenn sie zu dir sagen: Wohin sollen wir gehen? - dann sage zu ihnen: So spricht der HERR: Wer zum Tod [bestimmt ist, gehe] zum Tod; und wer zum
Schwert, zum Schwert; und wer zum Hunger, zum Hunger; und wer zur Gefangenschaft, zur Gefangenschaft. Jere15/3Jere Denn ich bestelle über sie vier Arten [von Verderben], spricht der HERR: das
Schwert zum Umbringen und die Hunde zum Herumzerren und die Vögel des Himmels und die Tiere der Erde zum Fressen und zum Vertilgen. Jere15/4Jere Und ich will sie zum Entsetzen machen für alle
Königreiche der Erde um Manasses willen, des Sohnes Hiskias, des Königs von Juda, wegen [all] dessen, was er in Jerusalem getan hat. - Jere15/5Jere Denn wer wird mit dir Mitleid haben, Jerusalem,
und wer dir Beileid bekunden, und wer wird [bei dir] einkehren, um nach deinem Wohlergehen zu fragen? Jere15/6Jere Du hast mich verworfen, spricht der HERR, du hast mir den Rücken zugekehrt. So
werde ich meine Hand gegen dich ausstrecken und dich zugrunde richten. Ich bin es müde, Mitleid zu haben. Jere15/7Jere Und ich werde sie mit der Worfschaufel zu den Toren des Landes
hinausworfeln. Ich werde mein Volk kinderlos machen, es verloren geben. Sie sind von ihren Wegen nicht umgekehrt. Jere15/8Jere Ihre Witwen werden mir zahlreicher sein als der Sand der Meere. Ich
bringe ihnen über die Mutter am [hellen] Mittag einen Verwüster, lasse plötzlich Aufregung und Entsetzen auf sie fallen. Jere15/9Jere Sie welkt dahin, die [einst] sieben [Söhne] gebar; sie haucht
ihre Seele aus. Ihre Sonne ist untergegangen, als es noch Tag war; sie ist zuschanden und [in ihrer Hoffnung] getäuscht worden. Den Überrest von ihnen werde ich dem Schwert ausliefern vor ihren
Feinden, spricht der HERR.
Jeremias Hadern mit Gott über seine Aufgabe - Zurechtweisung durch Gott.
Jere15/10Jere Wehe mir, meine Mutter, dass du mich geboren hast, einen Mann des Streites und einen Mann des Zankes für das ganze Land! Ich habe weder verliehen, noch hat man mir geliehen;
[dennoch] fluchen mir alle. - Jere15/11Jere Der HERR spricht: Wenn ich dich nicht zum Guten stärken, wenn ich nicht machen werde, dass dich der Feind zur Zeit des Unglücks und zur Zeit der
Bedrängnis anfleht! Jere15/12Jere Kann man Eisen zerbrechen - Eisen aus dem Norden - und Bronze zerbrechen? Jere15/13Jere Dein Vermögen und deine Schätze will ich zur Plünderung dahingeben ohne
Kaufpreis, und zwar wegen all deiner Sünden, und [zwar] in deinem ganzen Gebiet. Jere15/14Jere Und ich werde deine Feinde in ein Land bringen lassen, das du nicht kennst. Denn ein Feuer ist
entbrannt in meinem Zorn, über euch wird es brennen.
Jere15/15Jere HERR, du weißt es ja. Denk an mich und nimm dich meiner an und räche mich an meinen Verfolgern! Raffe mich nicht weg nach deiner Langmut! Erkenne, dass ich um deinetwillen Schmach
trage! Jere15/16Jere Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist über mir ausgerufen, HERR, Gott
der Heerscharen. Jere15/17Jere Nie saß ich im Kreis der Scherzenden und war fröhlich. Wegen deiner Hand saß ich allein, weil du mich mit [deinem] Grimm erfüllt hast. Jere15/18Jere Warum ist mein
Schmerz dauernd [da] und meine Wunde unheilbar? Sie will nicht heilen. Ja, du bist für mich wie ein trügerischer Bach, wie Wasser, die nicht zuverlässig sind. - Jere15/19Jere Darum, so spricht
der HERR: Wenn du umkehrst, will ich dich umkehren lassen, dass du vor mir stehst. Und wenn du Edles vorbringst und nicht Gemeines absonderst, sollst du wie mein Mund sein. Sie sollen zu dir
umkehren, du aber sollst nicht zu ihnen umkehren. Jere15/20Jere Und ich werde dich für dieses Volk zu einer festen, ehernen Mauer machen, und sie werden gegen dich kämpfen, aber dich nicht
überwältigen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten und dich zu befreien, spricht der HERR. Jere15/21Jere Und ich werde dich aus der Hand der Bösen befreien und dich aus der Faust der
Gewalttätigen erlösen.
Jeremias Ehelosigkeit als Hinweis auf die angekündigte Gefangenschaft des Volkes.
\16\
Jere16/1Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Jere16/2Jere Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter haben an diesem Ort. Jere16/3Jere Denn so spricht der HERR über die
Söhne und über die Töchter, die an diesem Ort geboren werden, und über ihre Mütter, die sie gebären, und über ihre Väter, die sie zeugen in diesem Land: Jere16/4Jere sie sollen an tödlichen
Krankheiten sterben, sie sollen nicht beklagt noch begraben werden, zu Dünger auf der Fläche des Erdbodens sollen sie werden. Und durch Schwert und durch Hunger sollen sie umkommen, und ihre
Leichen sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß dienen. Jere16/5Jere Denn so spricht der HERR: Geh nicht in ein Haus der Klage, geh nicht hin, um zu klagen, und bekunde
ihnen kein Beileid! Denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, spricht der HERR, die Gnade und das Erbarmen. Jere16/6Jere Große und Kleine werden in diesem Land sterben, ohne
begraben zu werden. Und man wird nicht um sie trauern und sich ihretwegen nicht ritzen und sich ihretwegen nicht kahl scheren. Jere16/7Jere Und man wird ihnen nicht [Brot] brechen bei der Trauer,
um jemanden wegen eines Toten zu trösten, noch wird man sie den Becher des Trostes trinken lassen wegen jemandes Vater und wegen jemandes Mutter. Jere16/8Jere Auch in ein Haus, [in dem] ein
Gastmahl [stattfindet], sollst du nicht gehen, um bei ihnen zu sitzen, zu essen und zu trinken. Jere16/9Jere Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich werde an diesem
Ort vor euren Augen und in euren Tagen aufhören lassen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut.
V. 10-13: Kap. 9,11-15.
Jere16/10Jere Und es soll geschehen, wenn du diesem Volk all diese Worte verkündigst, und sie zu dir sagen: Warum hat der HERR all dieses große Unheil über uns ausgesprochen? Was ist unsere
Schuld und was unsere Sünde, die wir gegen den HERRN, unseren Gott, begangen haben? - Jere16/11Jere dann sollst du zu ihnen sagen: Weil eure Väter mich verlassen haben, spricht der HERR, und
anderen Göttern nachgelaufen sind und ihnen gedient und sich vor ihnen niedergeworfen, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht beachtet haben, Jere16/12Jere und ihr es [noch] schlimmer
getrieben habt als eure Väter, - und siehe, ihr folgt ein jeder der Verstocktheit seines bösen Herzens, ohne auf mich zu hören -: Jere16/13Jere so werde ich euch aus diesem Land wegschleudern in
ein Land, das ihr nicht kennt, weder ihr noch eure Väter. Dort werdet ihr anderen Göttern dienen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gnade schenke.
Jere16/14Jere Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! - Jere16/15Jere
sondern: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt hat und aus all den Ländern, wohin er sie vertrieben hatte! Und ich werde sie in ihr Land
zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe.
Jere16/16Jere Siehe, ich will zu vielen Fischern senden, spricht der HERR, die sollen sie fischen. Und danach will ich zu vielen Jägern senden, die sollen sie jagen von jedem Berg und von jedem
Hügel und aus den Felsenklüften. Jere16/17Jere Denn meine Augen sind auf alle ihre Wege [gerichtet]. Sie sind vor mir nicht verborgen, und ihre Schuld ist nicht verhüllt vor meinen Augen.
Jere16/18Jere Doch zuerst will ich ihre Schuld und ihre Sünde zweifach vergelten, weil sie mein Land mit dem Aas ihrer abscheulichen [Opfertiere] entweiht und mein Erbteil mit ihren Greueln
erfüllt haben. Jere16/19Jere HERR, meine Stärke und mein Schutz und meine Zuflucht am Tag der Bedrängnis! Zu dir werden Nationen kommen von den Enden der Erde und sagen: Nur Lüge haben unsere
Väter geerbt, Nichtigkeiten; und unter ihnen ist keiner, der etwas nützt. Jere16/20Jere Kann [denn] ein Mensch sich Götter machen? Das sind doch keine Götter! Jere16/21Jere Darum siehe, ich werde
sie zur Erkenntnis bringen. Diesmal werde ich sie meine Hand und meine Macht erkennen lassen; und sie werden erkennen, dass mein Name HERR ist.
Bestrafung Judas wegen Götzendienst, wegen Vertrauen auf Menschen und wegen Betrug.
\17\
Jere17/1Jere Die Sünde Judas ist geschrieben mit eisernem Griffel, mit diamantener Spitze; sie ist eingegraben in die Tafel ihres Herzens und an die Hörner eurer Altäre. Jere17/2Jere Wie an ihre
Kinder so denken sie an ihre Altäre und ihre Ascherim bei den grünen Bäumen, auf den hohen Hügeln, Jere17/3Jere [auf den] Bergen im Gefilde. Dein Vermögen, alle deine Schätze werde ich zur
Plünderung preisgeben, [auch] deine Höhen, um der Sünde willen, [die] in deinem ganzen Gebiet [begangen wurde]. Jere17/4Jere Und du wirst, und zwar durch dich selbst, dein Erbteil loslassen
müssen, das ich dir gegeben habe, und ich werde dich zum Sklaven deiner Feinde machen in einem Land, das du nicht kennst. Denn ihr habt ein Feuer angezündet in meinem Zorn, es wird ewig
brennen.
Jere17/5Jere So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom HERRN weicht! Jere17/6Jere Er wird sein wie ein kahler
[Strauch] in der Steppe und nicht sehen, dass Gutes kommt. Und an dürren Stätten in der Wüste wird er wohnen, in einem salzigen Land, [wo sonst] niemand wohnt. Jere17/7Jere Gesegnet ist der Mann,
der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist! Jere17/8Jere Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet,
wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen.
Jere17/9Jere Trügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus? Jere17/10Jere Ich, der HERR, [bin es], der das Herz erforscht und die Nieren prüft, und
zwar um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Taten. - Jere17/11Jere [Wie] ein Rebhuhn, das brütet, ohne gelegt zu haben, [so] ist, wer Reichtum erwirbt, aber nicht mit
Recht: in der Mitte seiner Tage muß er ihn lassen, und an seinem Ende wird er ein Tor sein.
Jere17/12Jere Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn, Stätte unseres Heiligtums! Jere17/13Jere Hoffnung Israels, HERR! Alle, die dich verlassen, werden zuschanden werden. - Und die von mir
abweichen, werden in die Erde geschrieben werden; denn sie haben den HERRN, die Quelle lebendigen Wassers, verlassen.
Jere17/14Jere Heile mich, HERR, so werde ich geheilt! Rette mich, so werde ich gerettet! Denn du bist mein Ruhm. Jere17/15Jere Siehe, sie sagen zu mir: Wo ist das Wort des HERRN? Es soll doch
kommen! Jere17/16Jere Ich aber habe mich dem Hirtendienst nicht entzogen und habe den unheilvollen Tag nicht herbeigewünscht; du kennst es ja. Was aus meinen Lippen hervorging, war vor deinem
Angesicht. Jere17/17Jere Werde mir nicht zum Schrecken! Du bist [doch] meine Zuflucht am Tag des Unglücks! Jere17/18Jere Laß meine Verfolger zuschanden werden, aber mich laß nicht zuschanden
werden! Laß sie schreckerfüllt sein, aber mich laß nicht schreckerfüllt sein! Bringe über sie den Tag des Unglücks, und mit doppelter Zerschmetterung zerschmettere sie!
Verheißung im Blick auf Sabbatheiligung.
Jere17/19Jere So spricht der HERR zu mir: Geh und stell dich in das Tor der Söhne des Volkes, durch das die Könige von Juda einziehen und durch das sie ausziehen, und in alle Tore Jerusalems
Jere17/20Jere und sage zu ihnen: Hört das Wort des HERRN, ihr Könige von Juda und ganz Juda und alle Bewohner von Jerusalem, die ihr durch diese Tore einzieht! Jere17/21Jere So spricht der HERR:
Hütet euch bei eurem Leben, dass ihr am Tag des Sabbats keine Last tragt und durch die Tore Jerusalems hereinbringt! Jere17/22Jere Und ihr sollt am Tag des Sabbats keine Last aus euren Häusern
herausbringen und sollt keinerlei Arbeit tun! Sondern heiligt den Tag des Sabbats, wie ich euren Vätern geboten habe! Jere17/23Jere Aber sie haben nicht gehört und ihr Ohr nicht geneigt,
[sondern] sie haben ihren Nacken verhärtet, um nicht zu hören und keine Zucht anzunehmen. Jere17/24Jere Und es wird geschehen, wenn ihr wirklich auf mich hört, spricht der HERR, so dass ihr am
Tag des Sabbats keine Last durch die Tore dieser Stadt hereinbringt und ihr den Tag des Sabbats heiligt, indem ihr keinerlei Arbeit an ihm tut, Jere17/25Jere dann werden durch die Tore dieser
Stadt Könige und Oberste einziehen, die auf dem Thron Davids sitzen, mit Wagen und Pferden fahren, sie und ihre Obersten, die Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem; und diese Stadt wird
ewig bewohnt werden. Jere17/26Jere Dann werden [Leute] kommen aus den Städten Judas und aus der Umgebung von Jerusalem, aus dem Land Benjamin, aus der Niederung, vom Gebirge und aus dem Süden,
die Brandopfer, Schlachtopfer, Speisopfer und Weihrauch bringen und die Lob[opfer] bringen in das Haus des HERRN. Jere17/27Jere Wenn ihr aber nicht auf mich hört, den Tag des Sabbats heilig zu
halten und keine Last zu tragen und nicht durch die Tore Jerusalems einzugehen am Tag des Sabbats, dann werde ich Feuer in seinen Toren anzünden, und es wird die Paläste Jerusalems verzehren und
nicht verlöschen.
Töpferarbeit als Sinnbild für Gottes Handeln.
\18\
Jere18/1Jere Das Wort, das durch den HERRN zu Jeremia geschah:
Jere18/2Jere Mache dich auf und geh in das Haus des Töpfers hinab, und dort werde ich dich mein Wort hören lassen! Jere18/3Jere Und ich ging in das Haus des Töpfers hinab, und siehe, er war
[gerade] mit einer Arbeit auf der Scheibe beschäftigt. Jere18/4Jere Und das Gefäß, das er aus dem Ton machte, mißriet in der Hand des Töpfers. Und er machte wieder ein anderes Gefäß daraus, wie
es in den Augen des Töpfers recht war zu tun. Jere18/5Jere Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Jere18/6Jere Kann ich mit euch nicht ebenso verfahren wie dieser Töpfer, Haus Israel? spricht der
HERR. Siehe, wie der Ton in der Hand des Töpfers so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel. Jere18/7Jere Einmal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es ausreißen, niederbrechen und
zugrunde richten [zu wollen]. Jere18/8Jere Kehrt aber jenes Volk, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit um, lasse ich mich des Unheils gereuen, das ich ihm zu tun gedachte. Jere18/9Jere
Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es bauen und pflanzen zu wollen. Jere18/10Jere Tut es aber, was in meinen Augen böse ist, indem es auf meine Stimme nicht hört,
so lasse ich mich des Guten gereuen, das ich ihm zu erweisen zugesagt habe.
Jere18/11Jere Und nun rede zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem und sage: So spricht der HERR: Siehe, ich bereite ein Unglück gegen euch vor und plane einen Anschlag gegen
euch! Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg, und bessert eure Wege und eure Taten! Jere18/12Jere Aber sie sagen: Es ist umsonst. Wir wollen vielmehr unseren Gedanken nachgehen, und jeder
[kann nach] der Verstocktheit seines bösen Herzens handeln. Jere18/13Jere Darum, so spricht der HERR: Fragt doch unter den Nationen! Wer hat je so etwas gehört? Ganz Abscheuliches hat die
Jungfrau Israel getan. Jere18/14Jere Schwindet wohl der Schnee des Libanon vom Fels des Feldes? Oder versiegen weither kommende, kalte, rieselnde Wasser? Jere18/15Jere Aber mein Volk hat mich
vergessen. Den nichtigen Götzen bringen sie Rauchopfer dar; und die haben sie auf ihren Wegen hinstürzen lassen, [auf] den Pfaden der Vorzeit, dass sie Steige gehen, einen Weg, der nicht gebahnt
ist, Jere18/16Jere damit sie ihr Land zum Entsetzen machen, zu ewigem Gezisch: jeder, der daran vorüberzieht, wird sich entsetzen und den Kopf schütteln. Jere18/17Jere Wie der Ostwind werde ich
sie vor dem Feind zerstreuen. Den Rücken und nicht das Gesicht werde ich sie sehen lassen an dem Tag ihres Verderbens.
Anschläge gegen Jeremia - Sein Rachegebet.
Jere18/18Jere Da sagten sie: Auf, laßt uns Anschläge gegen Jeremia planen! Denn nicht geht dem Priester das Gesetz verloren noch der Rat dem Weisen, noch das Wort dem Propheten. Auf, wir wollen
ihn mit der Zunge schlagen und nicht achten auf all seine Worte! - Jere18/19Jere Achte du, HERR, auf mich und höre die Stimme meiner Gegner! Jere18/20Jere Soll Böses für Gutes vergolten werden?
Denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Denke daran, dass ich vor dir gestanden habe, um Gutes über sie zu reden, um deinen Zorn von ihnen abzuwenden. Jere18/21Jere Darum gib ihre Kinder
dem Hunger [preis] und überliefere sie der Gewalt des Schwertes, damit ihre Frauen kinderlos und Witwen werden und ihre Männer vom Tod umgebracht, ihre jungen Männer vom Schwert erschlagen werden
im Krieg! Jere18/22Jere Geschrei soll man hören aus ihren Häusern, wenn du plötzlich Streifscharen über sie bringst. Denn sie haben eine Grube gegraben, um mich zu fangen, und meinen Füßen haben
sie heimlich Fallen gestellt. Jere18/23Jere Doch du, HERR, du kennst alle ihre Mordanschläge gegen mich. Vergib nicht ihre Schuld und lösche ihre Sünde vor deinem Angesicht nicht aus, sondern
niedergestürzt sollen sie vor dir liegen! Zur Zeit deines Zornes tu es ihnen an!
Das Zerbrechen eines Kruges als Sinnbild des kommenden Gerichts.
Hes 5,1-17.
\19\
Jere19/1Jere So spricht der HERR: Geh und kauf einen vom Töpfer [gemachten] Krug und nimm mit dir [einige] von den Ältesten des Volkes und von den Ältesten der Priester! Jere19/2Jere Und geh
hinaus in das Tal Ben-Hinnom, das vor dem Eingang des Scherbentores [liegt], und rufe dort die Worte aus, die ich zu dir reden werde, Jere19/3Jere und sage: Hört das Wort des HERRN, ihr Könige
von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem! So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich bringe Unheil über diesen Ort, dass jedem, der es hört, die Ohren gellen werden.
Jere19/4Jere Darum, weil sie mich verlassen und [mir] diesen Ort entfremdet und an ihm andern Göttern Rauchopfer dargebracht haben, [Göttern], die sie nicht kennen, weder sie noch ihre Väter,
noch die Könige von Juda, und [weil] sie diesen Ort mit dem Blut Unschuldiger angefüllt haben Jere19/5Jere und die Höhen des Baal gebaut, um ihre Kinder als Brandopfer für den Baal im Feuer zu
verbrennen, was ich nicht befohlen noch geredet habe und [was] mir nicht in den Sinn gekommen ist: Jere19/6Jere darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da dieser Ort nicht mehr Tofet noch Tal
Ben-Hinnom genannt werden wird, sondern Tal des Schlachtens. Jere19/7Jere Da werde ich den Plan von Juda und Jerusalem vereiteln an diesem Ort und werde sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren
Feinden und durch die Hand derer, die ihnen nach ihrem Leben trachten. Und ich werde ihre Leichen den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß geben. Jere19/8Jere Und ich werde diese
Stadt zum Entsetzen und zum Gezisch machen: jeder, der an ihr vorübergeht, wird sich entsetzen und zischen über all ihre Plagen. Jere19/9Jere Und ich werde sie das Fleisch ihrer Söhne und das
Fleisch ihrer Töchter essen lassen, und sie sollen einer das Fleisch des anderen essen während der Belagerung und der Bedrängnis, mit der ihre Feinde und die nach ihrem Leben trachten sie
bedrängen werden.
Jere19/10Jere Und du sollst den Krug vor den Augen der Männer zerbrechen, die mit dir gegangen sind, Jere19/11Jere und zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ebenso werde ich dieses
Volk und diese Stadt zerbrechen, wie man ein Gefäß des Töpfers zerbricht, das nicht wiederhergestellt werden kann. Und man wird im Tofet begraben, weil kein Platz zum Begraben [mehr da ist].
Jere19/12Jere Ebenso werde ich mit diesem Ort verfahren, spricht der HERR, und seinen Bewohnern, um diese Stadt dem Tofet gleich zu machen. Jere19/13Jere Und die Häuser von Jerusalem und die
Häuser der Könige von Juda sollen unrein werden wie der Ort Tofet: all die Häuser, auf deren Dächern sie dem ganzen Heer des Himmels Rauchopfer dargebracht und andern Göttern Trankopfer gespendet
haben.
Jeremias Gerichtsankündigung und seine Mißhandlung - Die inneren Kämpfe des Propheten.
Jere19/14Jere Und Jeremia kam vom Tofet, wohin ihn der HERR gesandt hatte zu weissagen, und er trat in den Vorhof des Hauses des HERRN und sprach zum ganzen Volk: Jere19/15Jere So spricht der
HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich will über diese Stadt und über alle ihre Städte all das Unheil bringen, das ich über sie geredet habe. Denn sie haben ihren Nacken verhärtet, um
meine Worte nicht zu hören.
\20\
Jere20/1Jere Und als der Priester Paschhur, der Sohn des Immer - er war Oberaufseher im Haus des HERRN -, Jeremia diese Worte weissagen hörte, Jere20/2Jere da schlug Paschhur den Propheten
Jeremia und legte ihn in den Block im oberen Tor Benjamin, das am Haus des HERRN ist. Jere20/3Jere Und es geschah am folgenden Tag, als Paschhur Jeremia aus dem Block herausholen ließ, sagte
Jeremia zu ihm: Nicht Paschhur nennt der HERR deinen Namen, sondern Magor-Missabib. Jere20/4Jere Denn so spricht der HERR: Siehe, ich mache dich zum Schrecken für dich selbst und [für] all deine
Freunde. Sie sollen durch das Schwert ihrer Feinde fallen, und deine Augen werden es sehen. Und ich werde ganz Juda in die Hand des Königs von Babel geben, damit er sie nach Babel gefangen
wegführt und sie mit dem Schwert erschlägt. Jere20/5Jere Und ich werde den ganzen Reichtum dieser Stadt dahingeben und all ihren Erwerb und alle ihre Kostbarkeiten. Und alle Schätze der Könige
von Juda werde ich in die Hand ihrer Feinde geben. Und sie werden sie plündern und wegnehmen und nach Babel bringen. Jere20/6Jere Und du, Paschhur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in
die Gefangenschaft gehen. Und du wirst nach Babel kommen und dort sterben und dort begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du falsch geweissagt hast. -
Jere20/7Jere HERR, du hast mich betört, und ich habe mich betören lassen. Du hast mich ergriffen und überwältigt. Ich bin zum Gelächter geworden den ganzen Tag, jeder spottet über mich.
Jere20/8Jere Denn sooft ich rede, muß ich schreien, `Gewalttat und `Zerstörung rufen; denn das Wort des HERRN ist mir zur Verhöhnung und zur Verspottung geworden den ganzen Tag. Jere20/9Jere Und
sage ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen reden, so ist es in meinem Herzen wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen. Und ich habe mich
[vergeblich] abgemüht, es [weiter] auszuhalten, ich kann nicht [mehr]! Jere20/10Jere Denn ich habe das Gerede von vielen gehört: Schrecken ringsum! Zeigt [ihn] an! Wir wollen ihn anzeigen! Alle
meine Freunde lauern auf meinen Fall: Vielleicht läßt er sich verleiten, so dass wir ihn überwältigen und unsere Rache an ihm nehmen können. Jere20/11Jere Aber der HERR ist mit mir wie ein
gewaltiger Held, darum werden meine Verfolger hinstürzen und [mich] nicht überwältigen. Sie werden völlig zuschanden werden, weil sie nicht verständig gehandelt haben: eine ewige Schande, die
nicht vergessen wird. Jere20/12Jere Und du, HERR der Heerscharen, der du den Gerechten prüfst, Nieren und Herz siehst, laß mich deine Rache an ihnen sehen! Denn dir habe ich meine Rechtssache
anvertraut. Jere20/13Jere Singt dem HERRN, lobt den HERRN! Denn er hat die Seele des Armen errettet aus der Hand der Übeltäter.
Jere20/14Jere Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde; der Tag, an dem meine Mutter mich gebar, sei nicht gesegnet! Jere20/15Jere Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe
Botschaft brachte und sagte: `Ein Sohn ist dir geboren, [und] der ihn [damit] hoch erfreute! Jere20/16Jere Dieser Mann werde den Städten gleich, die der HERR umgekehrt hat, ohne es zu bereuen!
Und er höre Geschrei am Morgen und Kriegsgeschrei zur Mittagszeit Jere20/17Jere weil er mich im Mutterleib nicht [schon] getötet hat, so dass meine Mutter mir zu meinem Grab geworden und ihr Leib
ewig schwanger geblieben wäre! Jere20/18Jere Wozu nur bin ich aus dem Mutterleib hervorgekommen? Um Mühsal und Kummer zu sehen? Und dass meine Tage in Schande vergehen? -
Ankündigung der Eroberung Jerusalems an den König Zedekia.
\21\
Jere21/1Jere Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah, als der König Zedekia Paschhur, den Sohn des Malkija, und den Priester Zefanja, den Sohn des Maaseja, zu ihm sandte und [ihm] sagen
ließ: Jere21/2Jere Befrage doch den HERRN für uns, denn Nebukadnezar, der König von Babel, führt Krieg gegen uns! Vielleicht wird der HERR [so] an uns handeln wie [bei] all seinen [früheren]
Wundern, so dass er von uns abzieht.
Jere21/3Jere Da sprach Jeremia zu ihnen: So sollt ihr zu Zedekia sagen: Jere21/4Jere So spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die Kriegswaffen umwenden, die in eurer Hand sind, mit
denen ihr außerhalb der Mauer gegen den König von Babel und gegen die Chaldäer kämpft, die euch belagern, und will sie ins Innere dieser Stadt hereinziehen. Jere21/5Jere Und ich selbst werde
gegen euch kämpfen mit ausgestreckter Hand und mit starkem Arm und mit Zorn und mit Grimm und mit großer Wut. Jere21/6Jere Und ich werde die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Menschen als
Vieh. An einer großen Pest sollen sie sterben. Jere21/7Jere Und danach, spricht der HERR, werde ich Zedekia, den König von Juda, und seine Hofbeamten und das Volk, und zwar die, die in dieser
Stadt von der Pest, vom Schwert und vom Hunger übriggeblieben sind, in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, geben und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die nach ihrem Leben
trachten. Und er wird sie schlagen mit der Schärfe des Schwertes, er wird sie nicht verschonen noch Mitleid haben, noch sich erbarmen.
Jere21/8Jere Und zu diesem Volk sollst du sagen: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens vor und den Weg des Todes. Jere21/9Jere Wer in dieser Stadt bleibt, wird sterben
durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest. Wer aber hinausgeht und zu den Chaldäern, die euch belagern, überläuft, wird leben und seine Seele als Beute haben. Jere21/10Jere Denn
ich habe mein Angesicht gegen diese Stadt gerichtet zum Bösen und nicht zum Guten, spricht der HERR. Sie wird in die Hand des Königs von Babel gegeben werden, und er wird sie mit Feuer
verbrennen. Gerichtsankündigung gegen die letzten Könige von Juda wegen ihrer ungerechten Regierung
Jere21/11Jere Und zum Haus des Königs von Juda [sollst du sagen]: Hört das Wort des HERRN! Jere21/12Jere Haus David, so spricht der HERR: Haltet jeden Morgen Gericht und befreit den Beraubten aus
der Hand des Bedrückers, damit mein Grimm nicht ausbricht wie ein Feuer und unauslöschlich brennt wegen der Bosheit eurer Taten!
Jere21/13Jere Siehe, ich will an dich, die du über dem Tal thronst, über dem Felsen der Ebene, spricht der HERR, - die ihr sagt: Wer wird gegen uns hinabziehen, und wer wird in unsere Wohnungen
kommen? Jere21/14Jere Und ich will euch heimsuchen nach der Frucht eurer Taten, spricht der HERR. Und ich will in ihrem Wald ein Feuer anzünden, dass es alles um sie herum frißt.
\22\
Jere22/1Jere So sprach der HERR: Geh hinab in das Haus des Königs von Juda und rede dort dieses Wort Jere22/2Jere und sage: Höre das Wort des HERRN, König von Juda, der du auf dem Thron Davids
sitzt, du und deine Knechte und dein Volk, die ihr durch diese Tore einzieht! Jere22/3Jere So spricht der HERR: Übt Recht und Gerechtigkeit und befreit den Beraubten aus der Hand des
Unterdrückers! Und den Fremden, die Waise und die Witwe unterdrückt [und] vergewaltigt nicht und vergießt nicht unschuldiges Blut an diesem Ort! Jere22/4Jere Denn wenn ihr dieses Wort wirklich
tut, werden durch die Tore dieses Hauses Könige einziehen, die auf dem Thron Davids sitzen, die mit Wagen und Pferden fahren, er und seine Knechte und sein Volk. Jere22/5Jere Wenn ihr aber nicht
auf diese Worte hört, soll dieses Haus - ich habe es bei mir geschworen, spricht der HERR - zur Trümmerstätte werden. Jere22/6Jere Denn so spricht der HERR über das Haus des Königs von Juda:
[Wie] Gilead warst du mir, [wie der] Gipfel des Libanon. Wenn ich dich nicht zur Wüste mache, zu unbewohnten Städten! Jere22/7Jere Und ich werde Verderber gegen dich heiligen, jeden mit seinen
Waffen, und sie werden deine auserlesenen Zedern umhauen und ins Feuer werfen. Jere22/8Jere Und viele Nationen werden an dieser Stadt vorüberziehen, und sie werden zueinander sagen: Warum hat der
HERR das an dieser großen Stadt getan? Jere22/9Jere Und man wird sagen: Weil sie den Bund des HERRN, ihres Gottes, verlassen und sich vor anderen Göttern niedergeworfen und ihnen gedient
haben.
Jere22/10Jere Weint nicht um einen Toten und klagt nicht um ihn! Weint vielmehr um den, der fortgeht, denn er wird nicht mehr zurückkehren und das Land seiner Geburt [nicht mehr] sehen.
Jere22/11Jere Denn so spricht der HERR über Schallum, den Sohn des Josia, den König von Juda, der anstelle seines Vaters Josia König wurde [und] der von diesem Ort weggegangen ist: Er wird nicht
mehr hierher zurückkehren. Jere22/12Jere Sondern an dem Ort, wohin sie ihn gefangen weggeführt haben, dort wird er sterben, und dieses Land wird er nicht mehr sehen.
Jere22/13Jere Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine Obergemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und ihm seinen Lohn nicht gibt, Jere22/14Jere der
sagt: `Ich will mir ein geräumiges Haus bauen und luftige Obergemächer, und er bricht sich Fenster aus und täfelt [es] mit Zedernholz, und er streicht [es] mit roter Farbe an. Jere22/15Jere Bist
du [dadurch] König, dass du in Zedernholz[bauten] wetteiferst? Hat dein Vater nicht [auch] gegessen und getrunken und [trotzdem] Recht und Gerechtigkeit geübt? Ging es ihm damals nicht gut?
Jere22/16Jere Er hat dem Elenden und dem Armen zum Recht verholfen. Darum [ging es ihm] gut. Heißt das nicht mich erkennen? spricht der HERR. Jere22/17Jere Doch deine Augen und dein Herz sind auf
nichts [gerichtet] als auf deinen [ungerechten] Gewinn und auf das Blut des Unschuldigen, es zu vergießen, und auf Unterdrückung und Erpressung, sie zu verüben. Jere22/18Jere Darum, so spricht
der HERR über Jojakim, den Sohn des Josia, den König von Juda: Man wird nicht um ihn klagen: `Wehe, mein Bruder! und: `Wehe, Schwester! Man wird nicht um ihn klagen: `Wehe, Herr! und: `Wehe,
seine Majestät! Jere22/19Jere Ein Eselsbegräbnis wird er erhalten: man wird ihn fortschleifen und wegwerfen, weit weg vom Tore Jerusalems.
Jere22/20Jere Steige auf den Libanon und schreie und erhebe deine Stimme auf dem [Gebirge] Basan und schreie vom Abarim her! Denn zerschmettert sind all deine Liebhaber. Jere22/21Jere Ich redete
zu dir [in den Tagen] deines Wohlergehens. Du [aber] sagtest: Ich will nicht hören. Das war dein Weg von deiner Jugend an, dass du auf meine Stimme nicht hörtest. Jere22/22Jere All deine Hirten
wird der Wind weiden, und deine Liebhaber werden in die Gefangenschaft gehen. Ja, dann wirst du beschämt und zuschanden werden wegen all deiner Bosheit. Jere22/23Jere Die du auf dem Libanon
wohnst und auf den Zedern nistest, wie erbarmungswürdig wirst du sein, wenn Geburtsschmerzen über dich kommen, Wehen wie bei der Gebärenden!
2Kö 24,8-17; 2Chr 36,9.10.
Jere22/24Jere So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn auch Konja, der Sohn Jojakims, der König von Juda, ein Siegelring an meiner rechten Hand wäre, würde ich dich doch von dort wegreißen.
Jere22/25Jere Und ich werde dich in die Hand derer geben, die nach deinem Leben trachten, und in die Hand derer, vor denen du dich fürchtest, und in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel,
und in die Hand der Chaldäer. Jere22/26Jere Und ich werde dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land schleudern, wo ihr nicht geboren seid. Dort werdet ihr sterben.
Jere22/27Jere In das Land aber, in das zurückzukehren sie Verlangen tragen, dorthin werden sie nicht zurückkehren.
Jere22/28Jere Ist denn dieser Mann Konja ein verachtetes Gefäß zum Zertrümmern oder ein Gerät, an dem niemand Gefallen hat? Warum wurden sie weggeschleudert, er und seine Nachkommen, und in ein
Land geworfen, das sie nicht kannten? - Jere22/29Jere O Land, Land, Land, höre das Wort des HERRN! Jere22/30Jere So spricht der HERR: Schreibt diesen Mann auf als kinderlos, als einen Mann, dem
nichts gelingt in seinen Tagen! Denn von seinen Nachkommen wird es nicht einem gelingen, auf dem Thron Davids zu sitzen und weiterhin über Juda zu herrschen.
Weheruf über die falschen Hirten - Verheißung eines gerechten Königs.
V. 1.2: Hes 34,1-10; Sach 11,15-17.
\23\
Jere23/1Jere Wehe den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen! spricht der HERR. Jere23/2Jere Darum, so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Hirten, die mein
Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie vertrieben und habt nicht nach ihnen gesehen. Siehe, ich werde die Bosheit eurer Taten an euch heimsuchen, spricht der HERR.
V. 3.4: Hes 34,11-19.
Jere23/3Jere Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe sammeln aus all den Ländern, wohin ich sie vertrieben habe. Und ich werde sie auf ihre Weideplätze zurückbringen. Da werden sie
fruchtbar sein und sich mehren. Jere23/4Jere Und ich werde Hirten über sie erwecken, die werden sie weiden. Und sie sollen sich nicht mehr fürchten und nicht erschrecken noch vermißt werden,
spricht der HERR.
Jere23/5Jere Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Sproß erwecken. Der wird als König regieren und verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit im Land
üben. Jere23/6Jere In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: Der HERR, unsere Gerechtigkeit.
Jere23/7Jere Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! - Jere23/8Jere sondern:
So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und sie gebracht hat aus dem Land des Nordens und aus all den Ländern, wohin ich sie vertrieben hatte! Und sie sollen in
ihrem Land wohnen.
Aussprüche über die falschen Propheten.
V. 9-32: Hes 13,3-16.
Jere23/9Jere Über die Propheten: Gebrochen ist mein Herz in meinem Innern, es zittern alle meine Gebeine. Ich bin wie ein Betrunkener und wie ein Mann, den der Wein überwältigt hat, vor dem HERRN
und wegen seiner heiligen Worte. Jere23/10Jere Denn das Land ist voll von Ehebrechern - denn wegen des Fluches vertrocknet das Land, verdorren die Weideplätze der Steppe -, und ihr Lauf ist
Bosheit, und ihre Stärke ist Unrecht. Jere23/11Jere Ja, selbst Propheten und Priester sind ruchlos. Sogar in meinem Haus habe ich ihre Bosheit gefunden, spricht der HERR. Jere23/12Jere Darum wird
ihnen ihr Weg sein wie schlüpfrige [Stellen, ein Weg,] auf dem sie in der Dunkelheit gestoßen werden und fallen; denn ich bringe Unheil über sie, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der
HERR.
Jere23/13Jere Auch bei den Propheten Samarias habe ich Anstößiges gesehen: sie traten im [Namen des] Baal als Propheten auf und führten mein Volk Israel irre. Jere23/14Jere Aber bei den Propheten
Jerusalems habe ich Schauderhaftes gesehen: Ehebrechen und in der Lüge leben! Und sie stärken [dabei noch] die Hände der Übeltäter, damit sie nicht umkehren, jeder von seiner Bosheit. Sie alle
sind für mich wie Sodom und seine Bewohner wie Gomorra. Jere23/15Jere Darum, so spricht der HERR der Heerscharen über die Propheten: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und sie mit giftigem
Wasser tränken; denn von den Propheten Jerusalems ist Ruchlosigkeit ausgegangen über das ganze Land.
Jere23/16Jere So spricht der HERR der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie täuschen euch, das Gesicht ihres Herzens reden sie, nichts [aber] aus dem Mund
des HERRN. Jere23/17Jere Sie sagen stets zu denen, die mich verworfen haben: `Der HERR hat geredet: Ihr werdet Frieden haben, und zu jedem, der in der Verstocktheit seines Herzens lebt, sagen
sie: `Kein Unglück wird über euch kommen. Jere23/18Jere Denn wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat auf sein Wort gelauscht und gehört?
Jere23/19Jere Siehe, ein Sturmwind des HERRN, [sein] Grimm, ist hervorgebrochen, ein wirbelnder Sturmwind. Auf den Kopf der Gottlosen wirbelt er herab. Jere23/20Jere Nicht wendet sich der Zorn
des HERRN, bis er getan und bis er ausgeführt hat die Pläne seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr das voll verstehen.
Jere23/21Jere Ich habe die Propheten nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen. Ich habe nicht zu ihnen geredet, und doch haben sie geweissagt. Jere23/22Jere Hätten sie aber in meinem Rat
gestanden, dann würden sie mein Volk meine Worte hören lassen und es abbringen von seinem bösen Weg und von der Bosheit seiner Taten.
Jere23/23Jere Bin ich [nur] ein Gott aus der Nähe, spricht der HERR, und nicht [auch] ein Gott aus der Ferne? Jere23/24Jere Oder kann sich jemand in Schlupfwinkeln verbergen, und ich, ich sähe
ihn nicht? spricht der HERR. Bin ich es nicht, der den Himmel und die Erde erfüllt? spricht der HERR. Jere23/25Jere Ich habe gehört, was die Propheten sagen, die in meinem Namen Lüge weissagen
und sprechen: Mir träumte, mir träumte! Jere23/26Jere Wie lange [noch]? Haben die Propheten [etwa] im Sinn - sie, die Lüge weissagen und Propheten des Truges ihres Herzens sind -, Jere23/27Jere
beabsichtigen sie [etwa], meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen durch ihre Träume, die sie einer dem anderen erzählen, so wie ihre Väter meinen Namen über dem Baal vergaßen?
Jere23/28Jere Der Prophet, der einen Traum hat, erzähle den Traum! Wer aber mein Wort hat, rede mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Korn gemeinsam? spricht der HERR. Jere23/29Jere
Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? Jere23/30Jere Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die einer vom
anderen meine Worte stehlen. Jere23/31Jere Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihre [eigene] Zunge nehmen und sprechen: Ausspruch [des HERRN]. Jere23/32Jere Siehe, ich will an
die, die Lügenträume weissagen, spricht der HERR, und die sie erzählen und mein Volk irreführen mit ihren Lügen und mit ihrer Flunkerei! Ich aber, ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts
befohlen. Sie nützen diesem Volk gar nichts, spricht der HERR.
Hes 12,21-25.
Jere23/33Jere Und wenn dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester dich fragt: Was ist die Last des HERRN? - dann sage zu ihnen: Ihr seid die Last! Aber ich werde euch abwerfen, spricht der
HERR. Jere23/34Jere Und der Prophet und der Priester und das Volk, die sagen: `Last des HERRN, einen solchen Mann und sein Haus werde ich heimsuchen. Jere23/35Jere So sollt ihr sagen, jeder zu
seinem Nächsten und jeder zu seinem Bruder: Was hat der HERR geantwortet? oder: Was hat der HERR geredet? Jere23/36Jere Aber das Wort `Last des HERRN sollt ihr nicht mehr erwähnen, denn die Last
wird für jeden sein [eigenes] Wort sein. Denn ihr verdreht die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unseres Gottes. Jere23/37Jere So sollst du zum Propheten sagen: Was hat der
HERR dir geantwortet? oder: Was hat der HERR geredet? Jere23/38Jere Wenn ihr aber sagt: `Last des HERRN, - darum, so spricht der HERR: Weil ihr dieses Wort sagt: `Last des HERRN, obwohl ich euch
habe ausrichten lassen: Ihr sollt nicht sagen: `Last des HERRN, - Jere23/39Jere darum, siehe, ich werde euch ganz vergessen und euch und die Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von
meinem Angesicht verwerfen. Jere23/40Jere Und ich werde ewige Schmach auf euch legen und ewige Schande, die nicht vergessen wird.
Das Gesicht von den beiden Feigenkörben und seine Bedeutung.
\24\
Jere24/1Jere Der HERR ließ mich sehen - und siehe, zwei Körbe Feigen waren vor dem Tempel des HERRN aufgestellt -, nachdem Nebukadnezar, der König von Babel, Jechonja, den Sohn Jojakims, den
König von Juda, und die Obersten von Juda und die Schmiede und die Schlosser aus Jerusalem gefangen weggeführt und sie nach Babel gebracht hatte. Jere24/2Jere Der eine Korb [enthielt] sehr gute
Feigen wie die Frühfeigen und der andere Korb sehr schlechte Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht [mehr] gegessen werden konnten. Jere24/3Jere Und der HERR sprach zu mir: Was siehst du, Jeremia?
Ich sagte: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut und die schlechten sehr schlecht, so dass sie vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden können.
Jere24/4Jere Da geschah das Wort des HERRN zu mir: Jere24/5Jere So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie diese guten Feigen, so sehe ich die Weggeführten von Juda zum Guten an, die ich von
diesem Ort in das Land der Chaldäer weggeschickt habe. Jere24/6Jere Ich richte mein Auge auf sie zum Guten und bringe sie in dieses Land zurück. Ich baue sie auf und breche nicht ab, pflanze sie
ein und reiße nicht aus. Jere24/7Jere Und ich gebe ihnen ein Herz, mich zu erkennen, dass ich der HERR bin. Und sie werden mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein; denn sie werden mit ihrem
ganzen Herzen zu mir umkehren. - Jere24/8Jere Aber wie die schlechten Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden können, - ja, so spricht der HERR - so mache ich Zedekia, den König von
Juda, und seine Obersten und den Überrest von Jerusalem, die, die in diesem Land übriggeblieben sind, sowie die, die sich im Land Ägypten niedergelassen haben. Jere24/9Jere Und ich mache sie zum
Entsetzen, zum Unglück für alle Königreiche der Erde, zur Schmach und zum Sprichwort, zur Spottrede und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie vertreibe. Jere24/10Jere Und ich sende das Schwert,
den Hunger und die Pest unter sie, bis sie ausgerottet sind aus dem Land, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe.
Gerichtsdrohung an Juda, an Babel und andere Völker.
V. 1-11: Kap. 7,1-34.
\25\
Jere25/1Jere Das Wort, das zu Jeremia geschah über das ganze Volk Juda im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, das ist das erste Jahr Nebukadnezars, des Königs von
Babel, Jere25/2Jere das der Prophet Jeremia zum ganzen Volk Juda und zu allen Bewohnern von Jerusalem redete:
Jere25/3Jere Vom dreizehnten Jahr Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, bis auf diesen Tag, jetzt schon 23 Jahre, ist das Wort des HERRN zu mir geschehen. Und ich habe zu euch geredet,
früh mich aufmachend und redend, aber ihr habt nicht gehört. Jere25/4Jere Und der HERR hat all seine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, früh sich aufmachend und sendend. Aber ihr habt nicht
gehört und habt eure Ohren nicht geneigt, um zu hören, Jere25/5Jere wenn er sprach: Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg und von der Bosheit eurer Taten, dann sollt ihr in dem Land, das der
HERR euch und euren Vätern gegeben hat, wohnen von Ewigkeit zu Ewigkeit! Jere25/6Jere Und lauft nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzuwerfen! Und reizt mich
nicht durch das Tun eurer Hände, dass ich euch nicht Böses antue! Jere25/7Jere Aber ihr habt nicht auf mich gehört, spricht der HERR, um mich durch das Tun eurer Hände zu reizen, euch zum Unheil.
Jere25/8Jere Darum, so spricht der HERR der Heerscharen: Weil ihr auf meine Worte nicht gehört habt, Jere25/9Jere siehe, so sende ich hin und hole alle Geschlechter des Nordens, spricht der HERR,
und zu meinem Knecht Nebukadnezar, dem König von Babel, und lasse sie über dieses Land kommen und über seine Bewohner und über all diese Nationen ringsum. Und ich vollstrecke an ihnen den Bann
und mache sie zum Entsetzen, zum Gezisch und zu ewigen Trümmerstätten. Jere25/10Jere Und ich lasse unter ihnen verlorengehen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des
Bräutigams und die Stimme der Braut, das Geräusch der Mühlen und das Licht der Lampe. Jere25/11Jere Und dieses ganze Land wird zur Trümmerstätte, zur Wüste werden; und diese Nationen werden dem
König von Babel dienen siebzig Jahre lang.
Jere25/12Jere Und es wird geschehen, wenn siebzig Jahre voll sind, suche ich am König von Babel und an diesem Volk ihre Schuld heim, spricht der HERR, und am Land der Chaldäer; und ich mache es
zu ewigen Einöden. Jere25/13Jere Und ich lasse über dieses Land alle meine Worte kommen, die ich über es geredet habe: alles, was in diesem Buch geschrieben steht, was Jeremia über alle Nationen
geweissagt hat. Jere25/14Jere Denn viele Nationen und große Könige werden auch sie dienstbar machen. So vergelte ich ihnen nach ihrem Tun und nach dem Werk ihrer Hände.
Jere25/15Jere Ja, so hat der HERR, der Gott Israels, zu mir gesprochen: Nimm diesen Becher Zornwein aus meiner Hand und gib ihn all den Nationen zu trinken, zu denen ich dich sende, Jere25/16Jere
damit sie trinken und taumeln und sich wie toll aufführen wegen des Schwertes, das ich unter sie sende! - Jere25/17Jere Da nahm ich den Becher aus der Hand des HERRN und ließ all die Nationen
trinken, zu denen der HERR mich gesandt hatte: Jere25/18Jere Jerusalem und die Städte von Juda und ihre Könige, ihre Obersten, um sie zur Trümmerstätte, zum Entsetzen, zum Gezisch und zum Fluch
zu machen, wie es am heutigen Tag ist, - Jere25/19Jere den Pharao, den König von Ägypten, und seine Knechte, seine Obersten und sein ganzes Volk Jere25/20Jere und das ganze [Völker]gemisch und
alle Könige des Landes Uz und alle Könige des Landes der Philister, Aschkelon, Gaza und Ekron sowie den Überrest von Aschdod - Jere25/21Jere Edom, Moab und die Söhne Ammon Jere25/22Jere und alle
Könige von Tyrus und alle Könige von Sidon und die Könige der Wüste, die jenseits des Meeres [liegt] Jere25/23Jere Dedan und Tema und Bus und alle mit geschorenen [Haar]rändern, - Jere25/24Jere
und alle Könige von Arabien und alle Könige des [Völker]gemischs, die in der Wüste wohnen, Jere25/25Jere und alle Könige von Simri, alle Könige von Elam und alle Könige von Medien Jere25/26Jere
und alle Könige des Nordens, die nahen und die fernen, einen nach dem andern und alle Königreiche der Erde, die auf der Fläche des Erdbodens sind. - Und der König von Scheschach soll nach ihnen
trinken. Jere25/27Jere Und sage zu ihnen: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Trinkt, werdet berauscht und speit, fallt hin und steht nicht wieder auf, wegen des Schwertes, das
ich unter euch sende! Jere25/28Jere Und es soll geschehen, wenn sie sich weigern, den Becher aus deiner Hand zu nehmen, um zu trinken, dann sollst du zu ihnen sagen: So spricht der HERR der
Heerscharen: Ihr müßt trinken. Jere25/29Jere Denn siehe, bei der Stadt, über der mein Name ausgerufen ist, beginne ich Unheil zu wirken, und ihr, solltet ihr etwa ungestraft bleiben? Ihr werdet
nicht ungestraft bleiben; denn ein Schwert rufe ich [herbei] über alle Bewohner der Erde, spricht der HERR der Heerscharen.
Jere25/30Jere Und du, weissage ihnen alle diese Worte und sprich zu ihnen: Der HERR brüllt aus der Höhe und erhebt seine Stimme aus seiner heiligen Wohnung. Laut brüllt er über seine Weide; ein
Jauchzen wie die Kelterer stimmt er an gegen alle Bewohner der Erde. Jere25/31Jere Ein Getöse dringt bis ans Ende der Erde, denn einen Rechtsstreit hat der HERR mit den Nationen, er hält Gericht
mit allem Fleisch; die Gottlosen gibt er dem Schwert preis, spricht der HERR.
Jere25/32Jere So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, Unheil geht aus von Nation zu Nation, und ein gewaltiger Sturm macht sich auf vom äußersten Ende der Erde. Jere25/33Jere Und die
Erschlagenen des HERRN werden an jenem Tag daliegen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Sie werden nicht beklagt, und [ihre Leichen] werden weder eingesammelt noch begraben; zu
Dünger auf der Fläche des Erdbodens sollen sie werden. - Jere25/34Jere Heult, ihr Hirten, und schreit um Hilfe! Und wälzt euch [in der Asche], ihr Mächtigen der Herde! Denn eure Tage sind
erfüllt, [euch] zu schlachten - und [die Tage] eurer Zerstreuung -, und ihr sollt hinfallen wie ein kostbares Gefäß. Jere25/35Jere Und verloren ist [all] die Zuflucht für die Hirten und [jedes]
Entrinnen für die Mächtigen der Herde. Jere25/36Jere Horch! Geschrei der Hirten und Heulen der Mächtigen der Herde! Denn der HERR verwüstet ihre Weide, Jere25/37Jere und die Weideplätze des
Friedens sind zerstört vor der Glut des Zorns des HERRN. Jere25/38Jere Er hat wie ein Junglöwe sein Dickicht verlassen. Denn ihr Land ist zur Wüste geworden vor dem gewalttätigen Schwert und vor
der Glut seines Zornes. Jeremias Gerichtsandrohung, seine Verhaftung und Freisprechung - Hinrichtung des Propheten Uria
\26\
Jere26/1Jere Im Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah von dem HERRN dieses Wort:
Jere26/2Jere So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof des Hauses des HERRN und zu allen Städten Judas, die kommen, um im Haus des HERRN anzubeten, rede all die Worte, die ich dir geboten habe, zu
ihnen zu reden; laß kein Wort weg! Jere26/3Jere Vielleicht werden sie hören und jeder von seinem bösen Weg umkehren: dann werde ich mich des Unheils gereuen lassen, das ich ihnen zu tun gedenke
wegen der Bosheit ihrer Taten. Jere26/4Jere Und sage zu ihnen: So spricht der HERR: Wenn ihr nicht auf mich hört, dass ihr in meinem Gesetz lebt, das ich euch vorgelegt habe, Jere26/5Jere [und]
dass ihr auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, hört, die ich zu euch sende, früh mich aufmachend und sendend, (aber ihr habt nicht gehört:) Jere26/6Jere dann will ich [mit] diesem Haus wie
[mit] Silo verfahren, und diese Stadt will ich zum Fluch machen für alle Nationen der Erde.
Jere26/7Jere Und die Priester und die Propheten und das ganze Volk hörten Jeremia diese Worte im Haus des HERRN reden. Jere26/8Jere Und es geschah, als Jeremia alles zu Ende geredet, was der HERR
geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, da ergriffen ihn die Priester und die Propheten und das ganze Volk und sagten: Du musst sterben! Jere26/9Jere Warum hast du im Namen des HERRN geweissagt:
Dieses Haus wird wie Silo werden, und diese Stadt wird in Trümmern liegen, ohne Bewohner? Und das ganze Volk versammelte sich gegen Jeremia im Haus des HERRN. Jere26/10Jere Und als die Obersten
von Juda diese Worte hörten, gingen sie aus dem Haus des Königs hinauf zum Haus des HERRN und setzten sich in den Eingang des neuen Tores [im Haus] des HERRN. Jere26/11Jere Da sagten die Priester
und die Propheten zu den Obersten und zum ganzen Volk: Dieser Mann [verdient] das Todesurteil, denn er hat gegen diese Stadt geweissagt, wie ihr mit euren [eigenen] Ohren gehört habt.
Jere26/12Jere Jeremia aber sagte zu den Obersten und zum ganzen Volk: Der HERR hat mich gesandt, gegen dieses Haus und gegen diese Stadt all die Worte zu weissagen, die ihr gehört habt.
Jere26/13Jere Und nun bessert eure Wege und Taten und hört auf die Stimme des HERRN, eures Gottes: dann wird der HERR sich des Unheils gereuen lassen, das er über euch geredet hat! Jere26/14Jere
Ich aber, siehe, ich bin in eurer Hand. Tut [mit] mir, wie es gut und recht ist in euren Augen. Jere26/15Jere Doch sollt ihr eindeutig wissen, dass ihr, wenn ihr mich tötet, unschuldiges Blut auf
euch bringt und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner. Denn in Wahrheit, der HERR hat mich zu euch gesandt, all diese Worte vor euren Ohren zu reden.
Jere26/16Jere Da sagten die Obersten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: Dieser Mann hat das Todesurteil nicht [verdient]; denn er hat im Namen des HERRN, unseres Gottes, zu
uns geredet. Jere26/17Jere Und es erhoben sich Männer von den Ältesten des Landes, und sie sagten zu der ganzen Versammlung des Volkes: Jere26/18Jere Micha, der Moreschtiter, hat in den Tagen
Hiskias, des Königs von Juda, geweissagt und zum ganzen Volk Juda gesprochen: So spricht der HERR der Heerscharen: `Zion wird zum Acker gepflügt, und Jerusalem wird zu Trümmerhaufen und der Berg
des Hauses zu Waldeshöhen. Jere26/19Jere Haben ihn etwa Hiskia, der König von Juda, und ganz Juda getötet? Hat er nicht den HERRN gefürchtet und den HERRN angefleht, so dass der HERR sich des
Unheils gereuen ließ, das er über sie geredet hatte? Und wir wollen ein so großes Unrecht gegen unser Leben tun?
Jere26/20Jere [Damals] gab es noch einen Mann, der im Namen des HERRN weissagte, Uria, der Sohn des Schemaja, aus Kirjat-Jearim; und er weissagte gegen diese Stadt und gegen dieses Land, ganz wie
[es] die Worte Jeremias [taten]. Jere26/21Jere Als aber der König Jojakim und all seine Heerführer und alle Obersten seine Worte hörten, suchte der König ihn zu töten. Und als Uria es hörte,
fürchtete er sich und floh, und er kam nach Ägypten. Jere26/22Jere Da sandte der König Jojakim Männer nach Ägypten, Elnatan, den Sohn des Achbor, und [einige] Männer mit ihm nach Ägypten.
Jere26/23Jere Und sie holten Uria aus Ägypten und führten ihn zum König Jojakim. Und er erschlug ihn mit dem Schwert und warf seine Leiche auf die Gräber der Kinder des Volkes. Jere26/24Jere Doch
die Hand Ahikams, des Sohnes des Schafan, war mit Jeremia, so dass man ihn nicht in die Hand des Volkes gab, ihn zu töten.
Das Joch auf Jeremia als Sinnbild für die Beugung der Völker unter die Herrschaft Nebukadnezars.
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Jere27/1Jere Im Anfang der Regierung Zedekias, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah vom HERRN dieses Wort zu Jeremia: - Jere27/2Jere So sprach der HERR zu mir:
Mach dir Stricke und Jochstangen und lege sie auf deinen Hals Jere27/3Jere und sende sie an den König von Edom, an den König von Moab, an den König der Söhne Ammon, an den König von Tyrus und an
den König von Sidon durch die Boten, die zu Zedekia, dem König von Juda, nach Jerusalem gekommen sind! Jere27/4Jere Und befiehl ihnen, zu ihren Herren zu sagen: So spricht der HERR der
Heerscharen, der Gott Israels: So sollt ihr euren Herren sagen: Jere27/5Jere Ich habe die Erde gemacht, die Menschen und das Vieh, die auf der Fläche der Erde sind, durch meine große Kraft und
durch meinen ausgestreckten Arm; und ich gebe sie, wem ich will! Jere27/6Jere Und nun, ich habe all diese Länder in die Hand meines Knechtes Nebukadnezar, des Königs von Babel, gegeben. Und auch
die Tiere des Feldes habe ich ihm gegeben, dass sie ihm dienen. Jere27/7Jere Und alle Nationen werden ihm dienen und seinem Sohn und seinem Enkel, bis die Zeit auch seines Landes gekommen ist und
viele Völker und große Könige ihn dienstbar machen. Jere27/8Jere Und es wird geschehen, die Nation und das Königreich, die ihm, Nebukadnezar, dem König von Babel, nicht dienen und ihren Hals
nicht unter das Joch des Königs von Babel geben wollen, diese Nation, spricht der HERR, werde ich heimsuchen mit dem Schwert und mit dem Hunger und mit der Pest, bis ich sie ganz in seine Hand
[gegeben] habe. Jere27/9Jere Ihr aber, hört nicht auf eure Propheten, auf eure Wahrsager, auf eure Träume, auf eure Zauberer und auf eure Beschwörer, die zu euch sagen: Ihr werdet dem König von
Babel nicht dienen! Jere27/10Jere Denn sie weissagen euch Lüge, um euch aus eurem Land wegzubringen, dass ich euch vertreibe und ihr umkommt. Jere27/11Jere Die Nation aber, die ihren Hals in das
Joch des Königs von Babel steckt und ihm dient, die werde ich in ihrem Land lassen, spricht der HERR; und sie wird es bebauen und darin wohnen.
Jere27/12Jere Und zu Zedekia, dem König von Juda, redete ich nach all diesen Worten: Steckt eure Hälse in das Joch des Königs von Babel und dient ihm und seinem Volk, dann werdet ihr am Leben
bleiben! Jere27/13Jere Warum wollt ihr, du und dein Volk, durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben, wie der HERR über die Nation geredet hat, die dem König von Babel nicht
dient? Jere27/14Jere Und hört nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sagen: Ihr werdet dem König von Babel nicht dienen! Denn sie weissagen euch Lüge. Jere27/15Jere Denn ich habe sie
nicht gesandt, spricht der HERR, sondern sie weissagen in meinem Namen Lüge, damit ich euch vertreibe und ihr umkommt, ihr und die Propheten, die euch weissagen.
Jere27/16Jere Und zu den Priestern und zu diesem ganzen Volk redete ich: So spricht der HERR: Hört nicht auf die Worte eurer Propheten, die euch weissagen: Siehe, die Geräte des Hauses des HERRN
werden nun bald aus Babel zurückgebracht werden! Denn sie weissagen euch Lüge. Jere27/17Jere Hört nicht auf sie! Dient dem König von Babel, dann werdet ihr am Leben bleiben! Warum sollte diese
Stadt zur Trümmerstätte werden? Jere27/18Jere Wenn sie aber Propheten sind und wenn das Wort des HERRN bei ihnen ist, dann sollen sie doch bei dem HERRN der Heerscharen Fürbitte tun, damit die
Geräte, die im Haus des HERRN und im Haus des Königs von Juda und in Jerusalem übriggeblieben sind, nicht nach Babel kommen. Jere27/19Jere Denn so spricht der HERR der Heerscharen über die
Säulen, über das [kupferne] Meer und über die Gestelle und über den Rest der Geräte, die in dieser Stadt übriggeblieben sind, Jere27/20Jere die Nebukadnezar, der König von Babel, nicht
weggenommen hat, als er Jechonja, den Sohn des Jojakim, den König von Juda, samt allen Edlen von Juda und Jerusalem von Jerusalem nach Babel gefangen wegführte, - Jere27/21Jere denn so spricht
der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, über die Geräte, die im Haus des HERRN und im Haus des Königs von Juda und in Jerusalem übriggeblieben sind: Jere27/22Jere Sie sollen nach Babel
gebracht werden und sollen dort bleiben bis zu dem Tag, da ich nach ihnen sehe, spricht der HERR, und ich sie heraufhole und sie an diesen Ort zurückbringe.
Jeremias Auseinandersetzung mit dem falschen Propheten Hananja.
\28\
Jere28/1Jere Und es geschah in demselben Jahr, im Anfang der Regierung Zedekias, des Königs von Juda, im vierten Jahr, im fünften Monat, da sagte zu mir der Prophet Hananja, der Sohn des Asur,
der von Gibeon war, im Haus des HERRN vor den Augen der Priester und des ganzen Volkes: Jere28/2Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ich zerbreche das Joch des Königs von
Babel. Jere28/3Jere Nach zwei Jahren bringe ich alle Geräte des Hauses des HERRN an diesen Ort zurück, die Nebukadnezar, der König von Babel, von diesem Ort weggenommen und nach Babel gebracht
hat. Jere28/4Jere Und Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, und alle Weggeführten von Juda, die nach Babel gekommen sind, bringe ich an diesen Ort zurück, spricht der HERR; denn ich
zerbreche das Joch des Königs von Babel.
Jere28/5Jere Da sagte der Prophet Jeremia zum Propheten Hananja vor den Augen der Priester und vor den Augen des ganzen Volkes, das im Haus des HERRN stand, Jere28/6Jere der Prophet Jeremia
sagte: Amen, so tue der HERR! Der HERR bestätige deine Worte, die du geweissagt hast, dass er die Geräte des Hauses des HERRN und alle Weggeführten von Babel an diesen Ort zurückbringen wird!
Jere28/7Jere Nur höre doch dieses Wort, das ich vor deinen Ohren und vor den Ohren des ganzen Volkes rede: Jere28/8Jere Die Propheten, die von alters her vor
mir und vor dir gewesen sind, die haben auch über viele Länder und über große Königreiche geweissagt von Krieg, von Unheil und von Pest! Jere28/9Jere Der Prophet, der von Frieden weissagt,
wird dadurch, dass das Wort des Propheten eintrifft, als der Prophet erkannt, den der HERR in Wahrheit gesandt hat. Jere28/10Jere Da nahm der Prophet Hananja das Joch vom Hals des Propheten
Jeremia und zerbrach es. Jere28/11Jere Dann sagte Hananja vor den Augen des ganzen Volkes: So spricht der HERR: Ebenso werde ich nach zwei Jahren das Joch Nebukadnezars, des Königs von Babel,
zerbrechen vom Hals aller Nationen. Der Prophet Jeremia aber ging seines Weges.
Jere28/12Jere Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch vom Hals des Propheten Jeremia zerbrochen hatte: Jere28/13Jere Geh und sage zu Hananja: So spricht
der HERR: Ein hölzernes Joch hast du zerbrochen, aber an seiner Stelle hast du ein eisernes Joch gemacht! Jere28/14Jere Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ein eisernes
Joch habe ich auf den Hals all dieser Nationen gelegt, damit sie Nebukadnezar, dem König von Babel, dienen, und sie werden ihm dienen; und auch die Tiere des Feldes habe ich ihm
gegeben.
Jere28/15Jere Und der Prophet Jeremia sagte zum Propheten Hananja: Höre doch, Hananja! Der HERR hat dich nicht gesandt, sondern du hast dieses Volk auf eine Lüge vertrauen lassen. Jere28/16Jere
Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich werfe dich vom Erdboden weg. Dieses Jahr wirst du sterben; denn du hast Ungehorsam gegen den HERRN gepredigt. Jere28/17Jere Und der Prophet Hananja starb in
demselben Jahr, im siebten Monat.
Jeremias Brief an die Weggeführten in Babel: Verheißung und Gericht für das Volk.
\29\
Jere29/1Jere Und dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem an den Rest der Ältesten der Weggeführten und an die Priester und an die Propheten und an das ganze Volk
sandte, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel gefangen weggeführt hatte Jere29/2Jere - nachdem der König Jechonja und die Herrin und die Hofbeamten, die Obersten von Juda und Jerusalem und
die Schmiede und Schlosser Jerusalem verlassen hatten -, Jere29/3Jere durch Elasa, den Sohn des Schafan, und Gemarja, den Sohn des Hilkija, die Zedekia, der König von Juda, nach Babel zu
Nebukadnezar, dem König von Babel, sandte: Jere29/4Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel gefangen weggeführt habe:
Jere29/5Jere Baut Häuser und wohnt [darin]! Pflanzt Gärten und eßt ihre Früchte! Jere29/6Jere Nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter! Und nehmt Frauen für eure Söhne, und eure Töchter gebt
Männern, damit sie Söhne und Töchter gebären, damit ihr euch dort vermehrt und nicht vermindert! Jere29/7Jere Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet
für sie zum HERRN! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben. Jere29/8Jere Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Laßt euch von euren Propheten, die in eurer Mitte sind,
und von euren Wahrsagern nicht täuschen! Und hört nicht auf eure Träume, die ihr euch träumen laßt! Jere29/9Jere Denn Lüge weissagen sie euch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht
der HERR. Jere29/10Jere Denn so spricht der HERR: Erst wenn siebzig Jahre für Babel voll sind, werde ich mich euer annehmen und mein gutes Wort, euch an diesen Ort zurückzubringen, an euch
erfüllen. Jere29/11Jere Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.
Jere29/12Jere Ruft ihr mich an, geht ihr hin und betet zu mir, dann werde ich auf euch hören. Jere29/13Jere Und sucht ihr mich, so werdet ihr [mich] finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen
nach mir, Jere29/14Jere so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch
vertrieben habe, spricht der HERR. Und ich werde euch an den Ort zurückbringen, von dem ich euch gefangen weggeführt habe.
Jere29/15Jere Wenn ihr sagt: `Der HERR hat uns in Babel Propheten erweckt, Jere29/16Jere ja, so spricht der HERR über den König, der auf dem Thron Davids sitzt, und über das ganze Volk, das in
dieser Stadt wohnt, eure Brüder, die nicht mit euch in die Gefangenschaft weggezogen sind, - Jere29/17Jere so spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich sende unter sie das Schwert, den Hunger
und die Pest und mache sie wie die abscheulichen Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden können. Jere29/18Jere Und ich jage ihnen nach mit dem Schwert, mit dem Hunger und mit der
Pest. Und ich mache sie zum Entsetzen für alle Königreiche der Erde, zum Fluch und zum Entsetzen und zum Gezisch und zur Schmach unter allen Nationen, wohin ich sie vertrieben habe: Jere29/19Jere
weil sie auf meine Worte nicht gehört haben, spricht der HERR, womit ich meine Knechte, die Propheten, zu ihnen sandte, früh mich aufmachend und sendend. Aber ihr habt nicht gehört, spricht der
HERR.
Jere29/20Jere Ihr nun, hört das Wort des HERRN, all ihr Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel weggeschickt habe! Jere29/21Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, über
Ahab, den Sohn des Kolaja, und über Zedekia, den Sohn des Maaseja, die euch Lügen weissagen in meinem Namen: Siehe, ich gebe sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, damit er sie vor
euren Augen erschlägt. Jere29/22Jere Und von ihnen wird ein Fluch genommen bei allen Weggeführten Judas, die in Babel sind, dass man sagt: Der HERR mache dich wie Zedekia und wie Ahab, die der
König von Babel im Feuer geröstet hat! Jere29/23Jere Denn sie haben eine Torheit in Israel begangen und Ehebruch getrieben mit den Frauen ihrer Nächsten und in meinem Namen Lügenworte geredet,
was ich ihnen nicht geboten hatte; und ich, ich weiß es und bin Zeuge, spricht der HERR. - Jere29/24Jere Und zu Schemaja, dem Nehelamiter, sollst du sagen: Jere29/25Jere So spricht der HERR der
Heerscharen, der Gott Israels: Weil du in deinem Namen einen Brief gesandt hast an das ganze Volk, das in Jerusalem ist, und an den Priester Zefanja, den Sohn des Maaseja, und an all die Priester
und gesagt: Jere29/26Jere `Der HERR hat dich anstelle des Priesters Jojada zum Priester bestellt, damit Aufseher [für das] Haus des HERRN [da] sind für jeden Rasenden und den, der als Prophet
auftritt, damit du ihn in den Block und in das Halseisen legst. Jere29/27Jere Und nun, warum bist du nicht gegen Jeremia aus Anatot eingeschritten, der bei euch als Prophet auftritt?
Jere29/28Jere Denn er hat doch zu uns nach Babel gesandt und gesagt: Es wird lange dauern; baut Häuser und wohnt [darin] und pflanzt Gärten und eßt ihre Früchte! - Jere29/29Jere Der Priester
Zefanja aber hatte diesen Brief vor den Ohren des Propheten Jeremia gelesen. - Jere29/30Jere Da geschah das Wort des HERRN zu Jeremia: Jere29/31Jere Sende hin zu allen Weggeführten und sage: So
spricht der HERR zu Schemaja, dem Nehelamiter: Weil Schemaja euch geweissagt, ich ihn aber nicht gesandt habe und er euch auf Lügen hat vertrauen lassen, Jere29/32Jere darum, so spricht der HERR:
Siehe, ich will Schemaja, den Nehelamiter, und seine Nachkommen heimsuchen: er soll keinen [Nachkommen] haben, der inmitten dieses Volkes wohnt, und er soll das Gute nicht sehen, das ich meinem
Volk tun werde, spricht der HERR; denn er hat Ungehorsam gegen den HERRN gepredigt. Ankündigung von Gerichtsnot und Erlösung für Israel und Juda
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Jere30/1Jere Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah:
Jere30/2Jere So spricht der HERR, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch! Jere30/3Jere Denn siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wende ich das
Geschick meines Volkes Israel und Juda, spricht der HERR. Und ich bringe sie in das Land zurück, das ich ihren Vätern gegeben habe, damit sie es in Besitz nehmen.
Jere30/4Jere Und das sind die Worte, die der HERR über Israel und über Juda geredet hat. Jere30/5Jere Denn so spricht der HERR: Eine Stimme des Schreckens haben wir gehört. [Da ist] Furcht und
kein Friede. Jere30/6Jere Fragt doch nach und seht, ob ein Mann gebären kann! Warum sehe ich die Hände eines jeden Mannes auf seinen Lenden, einer Gebärenden gleich, und alle Gesichter in Blässe
verwandelt? Jere30/7Jere Wehe! Denn groß ist jener Tag, keiner ist wie er, und es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden. Jere30/8Jere Denn an jenem Tag wird
es geschehen, spricht der HERR der Heerscharen, da zerbreche ich sein Joch von deinem Hals und zerreiße ich deine Stricke, und Fremde sollen ihn nicht mehr dienstbar machen; Jere30/9Jere sondern
sie werden dem HERRN, ihrem Gott, dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecke.
V. 10.11: Kap. 46,27.28
Jere30/10Jere Und du, fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR, und erschrick nicht, Israel! Denn siehe, ich will dich retten aus der Ferne und deine Nachkommen aus dem Land ihrer
Gefangenschaft. Und Jakob wird zurückkehren und Ruhe haben, er wird sicher sein, und niemand wird ihn aufschrecken. Jere30/11Jere Denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu retten. Denn
ich werde ein Ende machen mit allen Nationen, unter die ich dich zerstreut habe. Nur mit dir werde ich kein Ende machen, sondern dich mit rechtem Maß züchtigen und dich keineswegs ungestraft
lassen.
Jere30/12Jere Denn so spricht der HERR: Unheilbar ist dein Bruch, bösartig ist deine Wunde! Jere30/13Jere Niemand führt deine Rechtssache, für das Geschwür [gibt es keine] Heilung, keine heilende
Haut für dich! Jere30/14Jere All deine Liebhaber haben dich vergessen, sie fragen nicht nach dir. Denn ich habe dich verwundet wie man einen Feind verwundet. Deine Züchtigung war grausam um der
Größe deiner Schuld willen, weil deine Sünden zahlreich sind. Jere30/15Jere Was schreist du um Hilfe über deinen Bruch, dass dein Schmerz unheilbar ist? Um der Größe deiner Schuld willen, weil
deine Sünden zahlreich sind, habe ich dir das angetan. Jere30/16Jere Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und alle deine Bedränger sollen insgesamt in die Gefangenschaft gehen.
Und deine Plünderer sollen der Plünderung anheimfallen, und alle, die dich beraubt haben, werde ich dem Raub preisgeben. Jere30/17Jere Denn ich will dir Genesung bringen und dich von deinen
Wunden heilen, spricht der HERR, weil man dich eine Verstoßene nennt: `Das ist Zion, nach dem niemand fragt!
Jere30/18Jere So spricht der HERR: Siehe, ich will das Geschick der Zelte Jakobs wenden, und über seine Wohnungen will ich mich erbarmen. Und die Stadt wird auf ihrem Hügel [wieder] erbaut, und
der Palast wird an seinem rechten Platz stehen; Jere30/19Jere und Lobgesang und die Stimme der Spielenden soll [wieder] von ihnen ausgehen. Und ich will sie vermehren, und sie werden sich nicht
vermindern. Und ich will sie herrlich machen, und sie werden nicht gering [geachtet] werden. Jere30/20Jere Und seine Söhne werden sein wie früher, und seine Gemeinde wird vor mir feststehen; alle
seine Unterdrücker aber werde ich heimsuchen. Jere30/21Jere Und sein Mächtiger wird [wieder] aus ihm [selbst] sein und sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Und ich will ihm Zutritt
gewähren, und er wird mir nahen. Denn wer ist es, der sein Herz verpfändet, um zu mir zu nahen? spricht der HERR. Jere30/22Jere Und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein.
Jere30/23Jere Siehe, ein Sturmwind des HERRN, [sein] Grimm ist hervorgebrochen, ein wirbelnder Sturmwind; auf den Kopf der Gottlosen wirbelt er herab. Jere30/24Jere Nicht wendet sich die Glut des
Zornes des HERRN, bis er getan und bis er ausgeführt hat die Pläne seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr das verstehen.
Zukünftiges Heil für Israel und Juda
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Jere31/1Jere In jener Zeit, spricht der HERR, werde ich der Gott aller Sippen Israels sein, und sie werden mein Volk sein.
Jere31/2Jere So spricht der HERR: Das Volk derer, die dem Schwert entronnen sind, hat Gnade gefunden in der Wüste, als Israel wanderte, um zu seiner Ruhe zu kommen. Jere31/3Jere Der HERR ist ihm
von ferne erschienen: `Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir [meine] Güte bewahrt. Jere31/4Jere Ich will dich wieder bauen, und du wirst gebaut sein, Jungfrau Israel! Du
wirst dich wieder mit deinen Tamburinen schmücken und ausziehen im Reigen der Tanzenden. Jere31/5Jere Du wirst wieder Weinberge pflanzen auf den Bergen Samarias; die Pflanzer werden pflanzen und
genießen. Jere31/6Jere Denn es wird einen Tag geben, [an dem] die Wächter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Macht euch auf und laßt uns nach Zion hinaufziehen zum HERRN, unserm Gott!
Jere31/7Jere Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzt über das Haupt der Nationen! Verkündet, lobsingt und sprecht: Gerettet hat der HERR sein Volk, den Überrest
Israels! Jere31/8Jere Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende, sie alle
zusammen; als eine große [Volks]versammlung kehren sie hierher zurück. Jere31/9Jere Mit Weinen kommen sie, und unter Flehen führe ich sie. Ich bringe sie zu Wasserbächen auf einem ebenen Weg, auf
dem sie nicht stürzen. Denn ich bin Israel [wieder] zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener.
Jere31/10Jere Hört das Wort des HERRN, ihr Nationen, und meldet es auf den fernen Inseln und sagt: Der Israel zerstreut hat, wird es [wieder] sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde!
Jere31/11Jere Denn der HERR hat Jakob losgekauft und hat ihn erlöst aus der Hand dessen, der stärker war als er. Jere31/12Jere Und sie werden kommen und jubeln auf der Höhe Zions und
herbeiströmen zu [all] dem Guten des HERRN: zum Korn, zum Most, zum Öl und zu den jungen Schafen und Rindern. Und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten, und sie werden nicht mehr länger
verschmachten. Jere31/13Jere Dann wird die Jungfrau sich erfreuen am Reigen, junge Männer und Greise miteinander. Und ich will ihre Trauer in Freude verwandeln und will sie trösten und erfreuen
in ihrem Kummer. Jere31/14Jere Und ich will die Seele der Priester mit Fett laben, und mein Volk wird sich an [all] meinem Guten sättigen, spricht der HERR.
Jere31/15Jere So spricht der HERR: Horch! In Rama hört man Totenklage, bitteres Weinen. Rahel beweint ihre Kinder. Sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, weil sie nicht mehr [da]
sind. Jere31/16Jere So spricht der HERR: Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen! Denn es gibt Lohn für deine Mühe, spricht der HERR: Sie werden aus dem Land des Feindes
zurückkehren; Jere31/17Jere und Hoffnung ist da für deine Zukunft, spricht der HERR, und deine Kinder werden in ihr Gebiet zurückkehren.
Jere31/18Jere Deutlich habe ich Ephraim wehklagen hören: Du hast mich gezüchtigt, und ich wurde gezüchtigt wie ein nicht [ans Joch] gewöhntes Kalb. Laß mich umkehren, dass ich umkehre, denn du,
HERR, bist mein Gott. Jere31/19Jere Denn nach meiner Umkehr empfinde ich Reue, und nachdem ich zur Erkenntnis gelangt bin, schlage ich mir auf die Lenden. Ich schäme mich und bin auch zuschanden
geworden, denn ich trage die Schmach meiner Jugend. - Jere31/20Jere Ist mir Ephraim ein teurer Sohn oder ein Kind, an dem ich Freude habe? Denn sooft ich auch gegen ihn geredet habe, muß ich
[doch] immer wieder an ihn denken. Darum ist mein Innerstes um ihn erregt. Ich muß mich über ihn erbarmen, spricht der HERR.
Jere31/21Jere Richte dir Wegweiser auf, setze dir Wegzeichen, richte dein Herz auf die Straße, auf den Weg, den du gegangen bist! Kehre um, Jungfrau Israel, kehre um in diese deine Städte!
Jere31/22Jere Wie lange willst du dich hin und her wenden, du abtrünnige Tochter? Denn der HERR hat ein Neues geschaffen auf der Erde: Die Frau wird den Mann umgeben!
Jere31/23Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Dieses Wort wird man wieder sprechen im Land Juda und in seinen Städten, wenn ich ihr Geschick wende: Der HERR segne dich, du
Weide der Gerechtigkeit, du heiliger Berg! Jere31/24Jere Und Juda und alle seine Städte werden miteinander darin wohnen, Bauern und die, die mit der Herde umherziehen. Jere31/25Jere Denn ich habe
die erschöpfte Seele reichlich getränkt und jede schmachtende Seele gefüllt.
Jere31/26Jere Darum [heißt es]: `Ich wachte auf und sah [umher] - mein Schlaf war mir köstlich gewesen.
Jere31/27Jere Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da säe ich das Haus Israel und das Haus Juda: Samen von Menschen und Samen von Vieh. Jere31/28Jere Und es wird geschehen, wie ich über sie
gewacht habe, um auszureißen, abzubrechen, niederzureißen, zugrunde zu richten und zu vernichten, ebenso werde ich über sie wachen, um zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR. Jere31/29Jere In
jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: Die Väter haben unreife Trauben gegessen, und die Zähne der Söhne sind stumpf geworden; Jere31/30Jere sondern jeder wird wegen seiner Schuld sterben: Jeder
Mensch, der unreife Trauben ißt, dessen Zähne sollen stumpf werden.
Verheißung des Neuen Bundes
V. 31-34: Hebr 8,8-12; 10,16-18
Jere31/31Jere Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: Jere31/32Jere nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern
geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, - diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war, spricht der HERR.
Jere31/33Jere Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz
schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Jere31/34Jere Dann wird nicht mehr einer seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt den HERRN! Denn
sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht der HERR. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken.
Jere31/35Jere So spricht der HERR, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen,
HERR der Heerscharen ist sein Name: Jere31/36Jere Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, spricht der HERR, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein
vor meinem Angesicht alle Tage. Jere31/37Jere So spricht der HERR: Wenn die Himmel oben gemessen und die Grundfesten der Erde unten erforscht werden können, dann will ich auch die ganze
Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der HERR.
Jere31/38Jere Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da diese Stadt für den HERRN [wieder] gebaut werden wird, vom Turm Hananel [bis zum] Ecktor. Jere31/39Jere Und die Meßschnur wird weiter
fortlaufen geradeaus über den Hügel Gareb und sich nach Goa wenden. Jere31/40Jere Und das ganze Tal der Leichen und der Fettasche und alle Terrassen[gärten] bis zum Bach Kidron, bis zur Ecke des
Roßtors nach Osten zu, wird für den HERRN heilig sein. [Die Stadt] soll nicht mehr niedergerissen noch zerstört werden in Ewigkeit.
Jeremias Kauf eines Feldes als Sinnbild für Gottes Heilshandeln
V. 1-5: Kap. 34,1-6
\32\
Jere32/1Jere Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah im zehnten Jahr Zedekias, des Königs von Juda; dieses Jahr war das achtzehnte Jahr Nebukadnezars. Jere32/2Jere Das Heer des Königs von
Babel belagerte damals Jerusalem. Der Prophet Jeremia aber wurde im Wachhof gefangengehalten, der im Haus des Königs von Juda ist. Jere32/3Jere Denn Zedekia, der König von Juda, hielt ihn
gefangen und hatte gesagt: `Warum weissagst du: So spricht der HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hand des Königs von Babel, dass er sie einnimmt. Jere32/4Jere Und Zedekia, der König von
Juda, wird der Hand der Chaldäer nicht entrinnen, sondern ganz bestimmt in die Hand des Königs von Babel gegeben werden. Und sein Mund wird mit dessen Mund reden, und seine Augen werden dessen
Augen sehen. Jere32/5Jere Und er wird Zedekia nach Babel führen, und dort wird er sein, bis ich mich seiner annehme, spricht der HERR. Wenn ihr mit den Chaldäern kämpft, werdet ihr keinen Erfolg
haben.
Jere32/6Jere Und Jeremia sprach: Das Wort des HERRN geschah zu mir: Jere32/7Jere Siehe, Hanamel, der Sohn des Schallum, deines Onkels, wird zu dir kommen und sagen: Kauf dir meinen Acker, der in
Anatot [liegt]! Denn du hast das Lösungsrecht, um [ihn] zu kaufen. Jere32/8Jere Und Hanamel, der Sohn meines Onkels, kam zu mir nach dem Wort des HERRN, in den Wachhof und sagte zu mir: Kauf doch
meinen Acker, der in Anatot im Land Benjamin [liegt]! Denn du hast das Erbrecht, und du hast das Lösungsrecht. Kauf ihn dir! Da erkannte ich, dass es das Wort des HERRN war. Jere32/9Jere Und ich
kaufte von Hanamel, dem Sohn meines Onkels, den Acker, der in Anatot [liegt], und wog ihm das Geld dar: siebzehn Schekel Silber. Jere32/10Jere Und ich schrieb einen Kaufbrief und versiegelte ihn
und nahm Zeugen, und ich wog das Geld auf der Waage dar. Jere32/11Jere Dann nahm ich den Kaufbrief, den versiegelten: die Festsetzung und die Bestimmungen und auch den offenen. Jere32/12Jere Und
ich gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, vor den Augen meines Vetters Hanamel und vor den Augen der Zeugen, die den Kaufbrief unterschrieben hatten, vor den Augen
aller Judäer, die im Wachhof saßen. Jere32/13Jere Und ich befahl Baruch vor ihren Augen: Jere32/14Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, diesen Kaufbrief,
sowohl den versiegelten als auch diesen offenen Brief, und lege sie in ein Tongefäß, damit sie viele Tage erhalten bleiben! Jere32/15Jere Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott
Israels: Es werden wieder Häuser, Felder und Weinberge in diesem Land gekauft werden.
Jere32/16Jere Und nachdem ich Baruch, dem Sohn des Nerija, den Kaufbrief gegeben hatte, betete ich zum HERRN: Jere32/17Jere Ach, Herr, HERR! Siehe, du hast die Himmel und die Erde gemacht durch
deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm: kein Ding ist dir unmöglich; Jere32/18Jere der du Gnade übst an Tausenden und die Schuld der Väter vergiltst in den Schoß ihrer Kinder nach
ihnen; du großer, mächtiger Gott, dessen Name HERR der Heerscharen ist, Jere32/19Jere groß an Rat und mächtig an Tat; du, dessen Augen über alle Wege der Menschenkinder offen sind, um jedem nach
seinen Wegen und nach der Frucht seiner Taten zu geben; Jere32/20Jere der du Zeichen und Wunder getan hast im Land Ägypten bis auf diesen Tag, sowohl an Israel als auch an [anderen] Menschen, und
dir einen Namen gemacht hast, wie es an diesem Tag ist. Jere32/21Jere Und du hast dein Volk Israel aus dem Land Ägypten herausgeführt mit Zeichen und mit Wundern und mit starker Hand und mit
ausgestrecktem Arm und mit großem Schrecken Jere32/22Jere und hast ihnen dieses Land gegeben, das du ihren Vätern zugeschworen hattest, ihnen zu geben, ein Land, das von Milch und Honig
überfließt. Jere32/23Jere Und sie sind hineingekommen und haben es in Besitz genommen. Aber sie hörten nicht auf deine Stimme, und in deinem Gesetz lebten sie nicht: sie haben nichts getan von
allem, was du ihnen zu tun geboten hattest. Da hast du ihnen all dieses Unheil widerfahren lassen. Jere32/24Jere Siehe, die Wälle reichen [schon bis an] die Stadt, sie einzunehmen. Und durch das
Schwert, durch den Hunger, durch die Pest ist die Stadt in die Hand der Chaldäer gegeben, die gegen sie kämpfen. Und was du geredet hast, ist geschehen; und siehe, du siehst es. Jere32/25Jere Und
da sagst du zu mir, Herr, HERR: Kauf dir den Acker für Geld und nimm Zeugen, wo doch die Stadt in die Hand der Chaldäer gegeben ist!
Jere32/26Jere Da geschah das Wort des HERRN zu Jeremia: Jere32/27Jere Siehe, ich bin der HERR, der Gott alles Fleisches! Sollte mir irgendein Ding unmöglich sein? Jere32/28Jere Darum, so spricht
der HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hand der Chaldäer und in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, dass er sie einnimmt. Jere32/29Jere Und die Chaldäer, die gegen diese Stadt
kämpfen, werden hineinkommen und diese Stadt in Brand stecken und sie niederbrennen samt den Häusern, auf deren Dächern sie dem Baal Rauchopfer dargebracht und andern Göttern Trankopfer gespendet
haben, um mich zu reizen. Jere32/30Jere Denn die Söhne Israel und die Söhne Juda taten von ihrer Jugend an nur, was in meinen Augen böse ist. Denn die Söhne Israel haben mich durch das Werk ihrer
Hände [immer] nur gereizt, spricht der HERR. Jere32/31Jere Denn [Anlaß] zu meinem Zorn und zu meinem Grimm ist mir diese Stadt gewesen von dem Tag an, als man sie gebaut hat, bis auf diesen Tag,
so dass ich sie von meinem Angesicht entfernen muß Jere32/32Jere wegen all der Bosheit der Söhne Israel und der Söhne Juda, die sie verübt haben, um mich zu reizen, sie, ihre Könige, ihre
Obersten, ihre Priester und ihre Propheten und die Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem. Jere32/33Jere Und sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Gesicht. Und [obwohl] ich sie
lehrte, früh mich aufmachend und lehrend, so hörten sie doch nicht und nahmen keine Zucht an. Jere32/34Jere Und in das Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, haben sie ihre Scheusale gesetzt,
um es unrein zu machen. Jere32/35Jere Und sie haben die Höhen des Baal gebaut, die im Tal Ben-Hinnom [stehen], um ihre Söhne und ihre Töchter für den Moloch durch [das Feuer] gehen zu lassen -
was ich nicht geboten habe und mir nicht in den Sinn gekommen ist, dass sie solche Greuel verüben sollten -, um so Juda zur Sünde zu verleiten. Jere32/36Jere Nun aber - darum spricht der HERR,
der Gott Israels, jetzt so über diese Stadt, von der ihr sagt: Sie ist in die Hand des Königs von Babel gegeben durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest: Jere32/37Jere Siehe, ich
werde sie aus all den Ländern sammeln, wohin ich sie vertrieben habe in meinem Zorn und in meinem Grimm und in großer Entrüstung. Und ich werde sie an diesen Ort zurückbringen und sie in
Sicherheit wohnen lassen. Jere32/38Jere Und sie werden mein Volk und ich werde ihr Gott sein. Jere32/39Jere Und ich werde ihnen einerlei Sinn und einerlei Wandel geben, damit sie mich alle Tage
fürchten, ihnen und ihren Kindern nach ihnen zum Guten. Jere32/40Jere Und ich werde einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich mich nicht von ihnen abwende, ihnen Gutes zu tun. Und ich werde
meine Furcht in ihr Herz legen, damit sie nicht von mir abweichen. Jere32/41Jere Und ich werde meine Freude an ihnen haben, ihnen Gutes zu tun, und ich werde sie in diesem Land pflanzen in Treue,
mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele. Jere32/42Jere Denn so spricht der HERR: Ebenso wie ich über dieses Volk all dies große Unheil gebracht habe, so will ich über sie [auch] all
das Gute bringen, das ich über sie rede. Jere32/43Jere Und es sollen Felder gekauft werden in diesem Land, von dem ihr sagt: Es ist Ödland, ohne Menschen und ohne Vieh; es ist in die Hand der
Chaldäer gegeben. Jere32/44Jere Man wird Felder für Geld kaufen und Kaufbriefe schreiben, sie versiegeln und Zeugen [hinzu]nehmen im Land Benjamin, in der Umgebung von Jerusalem und in den
Städten Judas, sowohl in den Städten des Gebirges als auch in den Städten der Niederung und in den Städten des Südens. Denn ich werde ihr Geschick wenden, spricht der HERR.
Verheißung der Wiederherstellung Israels und eines ewigen Bundes mit dem Haus Juda und dem Haus Levi
\33\
Jere33/1Jere Und das Wort des HERRN geschah zum zweiten Mal zu Jeremia, als er noch im Wachhof eingeschlossen war:
Jere33/2Jere So spricht der HERR, der es tut, der HERR, der es bildet, um es festzusetzen, HERR ist sein Name: Jere33/3Jere Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und
Unfaßbares mitteilen, das du nicht kennst. Jere33/4Jere Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Häuser dieser Stadt und über die Häuser der Könige von Juda, die abgebrochen werden,
[um im Kampf] gegen die Belagerungswälle und zur Abwehr [Verwendung zu finden]. Jere33/5Jere Man kommt nur [zusammen], um gegen die Chaldäer zu kämpfen und die Häuser mit den Leichen der Menschen
zu füllen, die ich in meinem Zorn und in meinem Grimm geschlagen und um all deren Bosheit willen ich mein Angesicht vor dieser Stadt verborgen habe: Jere33/6Jere Siehe, ich will ihr Genesung und
Heilung bringen und sie heilen, und ich will ihnen eine Fülle von Frieden und Treue offenbaren. Jere33/7Jere Und ich werde das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und werde sie bauen
wie im Anfang. Jere33/8Jere Und ich werde sie reinigen von all ihrer Schuld, mit der sie gegen mich gesündigt haben. Und ich werde alle ihre Verschuldungen vergeben, mit denen sie gegen mich
gesündigt und durch die sie mit mir gebrochen haben. Jere33/9Jere Und es soll mir zum Freudennamen sein, zum Ruhm und zum Schmuck bei allen Nationen der Erde, die all das Gute hören, das ich
ihnen tue. Und sie werden zittern und beben über all das Gute und über all den Frieden, den ich ihm angedeihen lasse.
Jere33/10Jere So spricht der HERR: An diesem Ort, von dem ihr sagt: Er ist verwüstet, ohne Menschen und ohne Vieh! - in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems, die öde sind, ohne
Menschen und ohne Bewohner und ohne Vieh, [dort] wird wieder gehört werden Jere33/11Jere die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, die
Stimme derer, die sagen: Preist den HERRN der Heerscharen, denn gütig ist der HERR, ewig [währt] seine Gnade! - [die Stimme] derer, die Lob in das Haus des HERRN bringen. Denn ich werde das
Geschick des Landes wenden wie im Anfang, spricht der HERR.
Jere33/12Jere So spricht der HERR der Heerscharen: An diesem Ort, der verwüstet ist, ohne Menschen und ohne Vieh, und in allen seinen Städten wird wieder eine Weide für die Hirten sein, die
[ihre] Herde lagern lassen. Jere33/13Jere In den Städten des Gebirges, in den Städten der Niederung und in den Städten des Südens und im Land Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem und in den
Städten Judas werden wieder die Herden unter den Händen des Hirten, der [sie] zählt, vorüberziehen, spricht der HERR!
Jere33/14Jere Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da erfülle ich das gute Wort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda geredet habe. Jere33/15Jere In diesen Tagen und zu dieser
Zeit werde ich dem David einen Sproß der Gerechtigkeit hervorsprossen lassen, der wird Recht und Gerechtigkeit üben im Land. Jere33/16Jere In jenen Tagen wird Juda gerettet, und Jerusalem wird in
Sicherheit wohnen. Und das wird [sein Name] sein, mit dem man es benennt: Der HERR, unsere Gerechtigkeit. Jere33/17Jere Denn so spricht der HERR: Nie soll es dem David an einem Mann fehlen, der
auf dem Thron des Hauses Israel sitzt. Jere33/18Jere Und den Priestern, den Leviten, soll es nie an einem Mann vor mir fehlen, der Brandopfer opfert und Speisopfer in Rauch aufgehen läßt und
Schlachtopfer zurichtet, alle Tage.
Jere33/19Jere Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia: Jere33/20Jere So spricht der HERR: Wenn ihr [jemals] meinen Bund mit dem Tag und meinen Bund mit der Nacht brechen könnt, so dass Tag und
Nacht nicht mehr zu ihrer Zeit sind, Jere33/21Jere dann kann auch mein Bund mit meinem Knecht David gebrochen werden, dass er keinen Sohn hat, der auf seinem Thron König ist, und auch [mein Bund]
mit den Leviten, den Priestern, meinen Dienern. Jere33/22Jere Wie das Heer des Himmels nicht gezählt und der Sand des Meeres nicht gemessen werden kann, ebenso werde ich die Nachkommen meines
Knechtes David und die Leviten zahlreich machen, die mir dienen.
Jere33/23Jere Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia: Jere33/24Jere Hast du nicht gesehen, was dieses Volk redet, indem es sagt: Die beiden Geschlechter, die der HERR erwählt hatte, die hat er
verworfen! - und [wie] sie mein Volk schmähen, dass es vor ihnen keine Nation mehr sei? Jere33/25Jere So spricht der HERR: Wenn mein Bund mit dem Tag und der Nacht nicht [mehr besteht, wenn] ich
die Ordnungen des Himmels und der Erde nicht festgesetzt habe, Jere33/26Jere dann werde ich auch die Nachkommen Jakobs und meines Knechtes David verwerfen, dass ich nicht mehr von seinen
Nachkommen Herrscher nehme über die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich werde ihr Geschick wenden und mich über sie erbarmen.
Ankündigung des Schicksals des Königs Zedekia
Kap. 32,1-5
\34\
Jere34/1Jere Das Wort, das durch den HERRN zu Jeremia geschah, als Nebukadnezar, der König von Babel, und sein ganzes Heer und alle Königreiche der Erde, [die unter] der Herrschaft seiner Hand
[waren], und alle Völker gegen Jerusalem und gegen alle seine Städte kämpften:
Jere34/2Jere So spricht der HERR, der Gott Israels: Geh hin und sprich zu Zedekia, dem König von Juda, und sage ihm: So spricht der HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hand des Königs von
Babel, dass er sie mit Feuer verbrennt! Jere34/3Jere Und du, du wirst seiner Hand nicht entrinnen, sondern ganz bestimmt ergriffen und in seine Hand gegeben werden. Deine Augen werden die Augen
des Königs von Babel sehen, und sein Mund wird mit deinem Mund reden, und du wirst nach Babel kommen. Jere34/4Jere Doch höre das Wort des HERRN, Zedekia, König von Juda! So spricht der HERR über
dich: Du wirst nicht durch das Schwert sterben! Jere34/5Jere In Frieden wirst du sterben, und wie deinen Vätern, den früheren Königen, die vor dir gewesen sind, Totenfeuer [angezündet wurden], so
wird man auch dir ein Totenfeuer anzünden, und man wird über dich klagen: `Ach, Herr! Denn ich habe das Wort geredet, spricht der HERR.
Jere34/6Jere Der Prophet Jeremia aber redete zu Zedekia, dem König von Juda, alle diese Worte in Jerusalem, Jere34/7Jere während das Heer des Königs von Babel gegen Jerusalem und gegen alle
übriggebliebenen Städte Judas kämpfte, gegen Lachisch und gegen Aseka; denn diese waren als befestigte Städte unter den Städten Judas übriggeblieben.
Treubruch an freigelassenen Sklaven in Jerusalem und Gerichtsankündigung
Jere34/8Jere Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah, nachdem der König Zedekia einen Bund mit dem ganzen Volk, das in Jerusalem [lebte], geschlossen hatte, ihnen eine Freilassung
auszurufen, Jere34/9Jere dass jeder seinen Sklaven und ein jeder seine Sklavin, [und zwar] Hebräer und Hebräerin, als Freie entlassen sollte, so dass niemand [mehr] seinen judäischen
Volksgenossen jemals als Sklaven hielt. Jere34/10Jere Und es hörten alle Obersten und das ganze Volk, das den Bund eingegangen war, dass jeder seinen Sklaven und jeder seine Sklavin als Freie
entlassen sollte, ohne sie länger als Sklaven zu halten. Sie gehorchten und entließen [sie]. Jere34/11Jere Aber sie wandten sich um und holten die Sklaven und Sklavinnen zurück, die sie als Freie
entlassen hatten, und unterjochten sie [wieder] zu Sklaven und Sklavinnen. Jere34/12Jere Da geschah das Wort des HERRN von dem HERRN zu Jeremia: Jere34/13Jere So spricht der HERR, der Gott
Israels: Ich habe einen Bund mit euren Vätern geschlossen an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausführte, und habe gesprochen: Jere34/14Jere Am Ende von sieben
Jahren sollt ihr, jeder seinen hebräischen Bruder entlassen, der sich dir verkauft hat; er soll sechs Jahre dein Sklave sein, dann sollst du ihn als Freien von dir entlassen. Aber eure Väter
hörten nicht auf mich und neigten ihr Ohr nicht [zu mir]. Jere34/15Jere Da seid ihr heute umgekehrt und habt getan, was in meinen Augen recht ist, dass jeder für seinen Nächsten Freilassung
ausrief, und habt einen Bund vor mir geschlossen in dem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist. Jere34/16Jere [Dann] aber habt ihr euch [wieder] umgewandt und meinen Namen entweiht und habt
jeder seinen Sklaven und jeder seine Sklavin zurückgeholt, die ihr auf ihren Wunsch als Freie entlassen hattet. Und ihr habt sie [wieder] unterjocht, dass sie Sklaven und Sklavinnen für euch sein
sollen. Jere34/17Jere Darum, so spricht der HERR: Ihr habt nicht auf mich gehört, eine Freilassung auszurufen, jeder für seinen Bruder und für seinen Nächsten. Siehe, so rufe ich für euch eine
Freilassung aus, spricht der HERR, für das Schwert, für die Pest und für den Hunger und mache euch zum Entsetzen für alle Königreiche der Erde. Jere34/18Jere Und ich will die Männer, die meinen
Bund übertreten haben, die die Worte des Bundes nicht gehalten, den sie vor mir geschlossen haben, wie das Kalb machen, das sie entzweigeschnitten und zwischen dessen Stücken sie hindurchgegangen
sind: Jere34/19Jere die Obersten von Juda und die Obersten von Jerusalem, die Hofbeamten und die Priester und das ganze Volk des Landes, die zwischen den Stücken des Kalbes hindurchgegangen sind,
Jere34/20Jere die will ich in die Hand ihrer Feinde geben und in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten. Und ihre Leichen sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß
dienen. Jere34/21Jere Zedekia aber, den König von Juda, und seine Obersten werde ich in die Hand ihrer Feinde geben und in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten, und in die Hand des
Heeres des Königs von Babel, das von euch abgezogen ist. Jere34/22Jere Siehe, ich gebe Befehl, spricht der HERR, und bringe sie zu dieser Stadt zurück, damit sie gegen sie kämpfen und sie
einnehmen und mit Feuer verbrennen. Und ich werde die Städte Judas zur Öde machen, ohne einen Bewohner.
Die Treue der Rechabiter im Gegensatz zur Untreue Judas
\35\
Jere35/1Jere Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda: Jere35/2Jere Geh zum Haus der Rechabiter und rede mit ihnen und bring
sie in das Haus des HERRN in eine der Zellen und gib ihnen Wein zu trinken! Jere35/3Jere Da nahm ich Jaasanja, den Sohn Jirmejas, des Sohnes Habazzinjas, und seine Brüder und alle seine Söhne und
das ganze Haus der Rechabiter Jere35/4Jere und brachte sie in das Haus des HERRN, in die Zelle der Söhne Hanans, des Sohnes Jigdaljas, des Mannes Gottes, neben der Zelle der Obersten, die
oberhalb der Zelle Maasejas war, des Sohnes Schallums, des Hüters der Schwelle. Jere35/5Jere Und ich setzte den Söhnen des Hauses der Rechabiter Krüge, mit Wein gefüllt, und Becher vor und sagte
zu ihnen: Trinkt Wein! Jere35/6Jere Sie aber sagten: Wir trinken keinen Wein. Denn Jonadab, der Sohn Rechabs, unser Vater, hat uns befohlen und gesagt: Ihr sollt keinen Wein trinken, weder ihr
noch eure Söhne, für ewig. Jere35/7Jere Ihr sollt kein Haus bauen und keinen Samen säen und keinen Weinberg pflanzen noch sie besitzen. Sondern in Zelten sollt ihr wohnen alle eure Tage, damit
ihr viele Tage lebt auf dem Erdboden, wo ihr euch als Fremde aufhaltet. Jere35/8Jere Und wir haben der Stimme Jonadabs, des Sohnes Rechabs, unseres Vaters, gehorcht, nach allem, was er uns
befohlen hat: keinen Wein zu trinken alle unsere Tage, weder wir noch unsere Frauen, noch unsere Söhne, noch unsere Töchter, Jere35/9Jere und keine Häuser als Wohnung für uns zu bauen. Und wir
besitzen weder Weinberg noch Feld, noch Samen. Jere35/10Jere So haben wir in Zelten gewohnt und haben gehorcht und getan nach allem, was unser Vater Jonadab uns befohlen hat. Jere35/11Jere Und es
geschah, als Nebukadnezar, der König von Babel, gegen dieses Land heraufzog, sagten wir: Kommt und laßt uns nach Jerusalem ziehen vor dem Heer der Chaldäer und vor dem Heer der Aramäer! So wohnen
wir nun in Jerusalem.
Jere35/12Jere Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia: Jere35/13Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Geh und sprich zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von
Jerusalem: Wollt ihr keine Zucht annehmen, um auf meine Worte zu hören? spricht der HERR. Jere35/14Jere Die Worte Jonadabs, des Sohnes Rechabs, die er seinen Kindern befohlen hat, keinen Wein zu
trinken, sind gehalten worden, und bis auf diesen Tag trinken sie keinen [Wein]; denn sie haben dem Gebot ihres Vaters gehorcht. Und ich habe zu euch geredet, früh mich aufmachend und redend;
aber ihr habt nicht auf mich gehört. Jere35/15Jere Und ich habe alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, früh mich aufmachend und sendend, und gesprochen: Kehrt doch um, jeder von
seinem bösen Weg und bessert eure Taten und lauft nicht andern Göttern nach, ihnen zu dienen, dann sollt ihr in dem Land wohnen, das ich euch und euren Vätern gegeben habe! Aber ihr habt euer Ohr
nicht geneigt und nicht auf mich gehört. Jere35/16Jere Ja, die Kinder Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben das Gebot ihres Vaters gehalten, das er ihnen geboten hat; aber dieses Volk hat nicht auf
mich gehört. Jere35/17Jere Darum, so spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich bringe über Juda und über alle Bewohner von Jerusalem all das Unheil, das ich über
sie geredet habe, weil ich zu ihnen geredet, sie aber nicht gehört, und ich ihnen zugerufen, sie aber nicht geantwortet haben.
Jere35/18Jere Aber zum Haus der Rechabiter sagte Jeremia: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Weil ihr dem Gebot eures Vaters Jonadab gehorcht und alle seine Gebote bewahrt und
getan habt nach allem, was er euch befohlen hat, Jere19Jere darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Es soll Jonadab, dem Sohn des Rechab, nicht an einem Mann fehlen, der vor
mir steht, alle Tage. Niederschrift der Reden Jeremias, deren Verlesung, Verbrennung und erneute Niederschrift
\36\
Jere36/1Jere Und es geschah im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, da geschah dieses Wort von dem HERRN zu Jeremia: Jere36/2Jere Nimm dir eine Schriftrolle und schreib
darauf all die Worte, die ich zu dir geredet habe über Israel und über Juda und über alle Nationen, von dem Tag an, da ich zu dir geredet habe, von den Tagen Josias an bis auf diesen Tag!
Jere36/3Jere Vielleicht wird das Haus Juda auf all das Unheil hören, das ich ihnen zu tun gedenke, dass sie umkehren, jeder von seinem bösen Weg, und ich ihre Schuld und ihre Sünde vergebe. -
Jere36/4Jere Da rief Jeremia Baruch herbei, den Sohn des Nerija. Und Baruch schrieb aus dem Mund Jeremias all die Worte des HERRN, die er zu ihm geredet hatte, auf eine Schriftrolle. Jere36/5Jere
Und Jeremia befahl dem Baruch: Ich bin verhindert, ich kann nicht in das Haus des HERRN gehen. Jere36/6Jere So geh du hin und lies am Tag des Fastens aus der Rolle vor, was du aus meinem Mund
geschrieben hast, die Worte des HERRN, vor den Ohren des Volkes im Haus des HERRN am Tag des Fastens. Auch sollst du sie vor den Ohren aller Judäer lesen, die aus ihren Städten kommen.
Jere36/7Jere Vielleicht fällt ihr Flehen vor dem HERRN nieder, und sie kehren um, jeder von seinem bösen Weg; denn groß ist der Zorn und der Grimm, den der HERR diesem Volk angesagt hat.
Jere36/8Jere Und Baruch, der Sohn des Nerija, tat nach allem, was der Prophet Jeremia ihm befohlen hatte, indem er aus dem Buch die Worte des HERRN im Haus des HERRN vorlas.
Jere36/9Jere Und es geschah im fünften Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, im neunten Monat, da rief man zu einem Fasten vor dem HERRN das ganze Volk in Jerusalem auf und das
ganze Volk, das aus den Städten Judas nach Jerusalem kam. Jere36/10Jere Da las Baruch aus dem Buch die Worte Jeremias vor im Haus des HERRN, in der Zelle Gemarjas, des Sohnes Schafans, des
Schreibers, im oberen Vorhof, im Eingang des neuen Tores am Haus des HERRN vor den Ohren des ganzen Volkes. Jere36/11Jere Und Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Schafans, hörte alle Worte des
HERRN aus dem Buch, Jere36/12Jere und er ging zum Haus des Königs hinab in die Zelle des Schreibers. Und siehe, dort saßen alle Obersten: Elischama, der Schreiber, und Delaja, der Sohn Schemajas,
und Elnatan, der Sohn Achbors, und Gemarja, der Sohn Schafans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, und alle [anderen] Obersten. Jere36/13Jere Und Michaja berichtete ihnen all die Worte, die er gehört
hatte, als Baruch vor den Ohren des Volkes aus dem Buch vorlas. Jere36/14Jere Da sandten alle Obersten Jehudi, den Sohn Netanjas, des Sohnes Schelemjas, des Sohnes Kuschis, zu Baruch und ließen
[ihm] sagen: Die Rolle, aus der du vor den Ohren des Volkes vorgelesen hast, nimm sie in deine Hand und komm! Da nahm Baruch, der Sohn Nerijas, die Rolle in seine Hand und kam zu ihnen.
Jere36/15Jere Und sie sagten zu ihm: Setz dich doch und lies sie vor unseren Ohren vor! Da las Baruch vor ihren Ohren vor. Jere36/16Jere Und es geschah, als sie all die Worte gehört hatten, sahen
sie einander erschrocken an und sagten zu Baruch: Wir müssen dem König all diese Worte berichten. Jere36/17Jere Und sie fragten Baruch: Teile uns doch mit, wie du all diese Worte aus seinem Mund
aufgeschrieben hast! Jere36/18Jere Da sprach Baruch zu ihnen: Aus seinem Mund sagte er mir all diese Worte vor, und ich schrieb sie mit Tinte in das Buch. Jere36/19Jere Und die Obersten sagten zu
Baruch: Geh, verbirg dich, du und Jeremia, dass niemand erkennt, wo ihr seid!
Jere36/20Jere Und sie gingen zum König in den Hof. Die Rolle aber hatten sie in der Zelle des Schreibers Elischama niedergelegt. Und sie berichteten all die Worte vor den Ohren des Königs.
Jere36/21Jere Da sandte der König den Jehudi, die Rolle zu holen. Und er holte sie aus der Zelle des Schreibers Elischama. Und Jehudi las sie vor den Ohren des Königs und vor den Ohren aller
Obersten, die um den König standen. Jere36/22Jere Der König aber saß im Winterhaus - [es war] im neunten Monat -, und das Feuer im Kohlenbecken war vor ihm angezündet. Jere36/23Jere Und es
geschah, sooft Jehudi drei oder vier Spalten vorgelesen hatte, zerschnitt sie der König mit dem Schreibermesser und warf sie in das Feuer, das auf dem Kohlenbecken war, bis die ganze Rolle im
Feuer auf dem Kohlenbecken vernichtet war. Jere36/24Jere Aber der König und alle seine Knechte, die all diese Worte hörten, erschraken nicht und zerrissen ihre Kleider nicht. Jere36/25Jere Und
obwohl Elnatan, Delaja und Gemarja in den König drangen, dass er die Rolle nicht verbrennen solle, hörte er nicht auf sie. Jere36/26Jere Und der König befahl Jerachmeel, dem Königssohn, und
Seraja, dem Sohn des Asriel, und Schelemja, dem Sohn des Abdeel, den Schreiber Baruch und den Propheten Jeremia festzunehmen. Aber der HERR hatte sie verborgen.
Jere36/27Jere Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia, nachdem der König die Rolle und die Worte, die Baruch aus dem Mund Jeremias aufgeschrieben, verbrannt hatte: Jere36/28Jere Nimm dir noch
einmal eine Rolle, eine andere, und schreibe darauf all die vorigen Worte, die auf der vorigen Rolle waren, die Jojakim, der König von Juda, verbrannt hat. Jere36/29Jere Und über Jojakim, den
König von Juda, sollst du sagen: So spricht der HERR: Du hast diese Rolle verbrannt und gesagt: Warum hast du darauf geschrieben: Der König von Babel wird ganz bestimmt kommen und dieses Land
zerstören und aus ihm Menschen und Vieh verschwinden lassen? Jere36/30Jere Darum, so spricht der HERR über Jojakim, den König von Juda: Er wird niemanden [als Nachkommen] haben, der auf dem Thron
Davids sitzt. Und seine Leiche wird hingeworfen bleiben der Hitze bei Tag und der Kälte bei Nacht. Jere36/31Jere Und ich will an ihm und an seinen Nachkommen und an seinen Knechten ihre Schuld
heimsuchen und will über sie und über die Bewohner von Jerusalem und über die Männer von Juda all das Unglück bringen, das ich über sie geredet habe; aber sie haben nicht gehört. - Jere36/32Jere
Da nahm Jeremia eine andere Rolle und gab sie dem Schreiber Baruch, dem Sohn des Nerija. Und er schrieb darauf aus dem Mund Jeremias alle Worte des Buches, das Jojakim, der König von Juda, im
Feuer verbrannt hatte. Und es wurden noch viele Worte wie diese hinzugefügt.
Erneute Ankündigung der Zerstörung Jerusalems - Jeremias Verhaftung und heimliche Befragung durch den König Zedekia
\37\
Jere37/1Jere Und Zedekia, der Sohn des Josia, den Nebukadnezar, der König von Babel, zum König gemacht hatte im Land Juda, regierte als König anstelle von Konja, dem Sohn des Jojakim.
Jere37/2Jere Und weder er noch seine Knechte, noch das Volk des Landes hörten auf die Worte des HERRN, die er durch den Propheten Jeremia geredet hatte. Jere37/3Jere Und der König Zedekia sandte
Juchal, den Sohn Schelemjas, und Zefanja, den Sohn Maasejas, den Priester, zum Propheten Jeremia und ließ [ihm] sagen: Bete doch für uns zum HERRN, unserm Gott! Jere37/4Jere Und Jeremia ging ein
und aus mitten unter dem Volk, und man hatte ihn noch nicht ins Gefängnis gesetzt. Jere37/5Jere [Inzwischen] war das Heer des Pharao aus Ägypten ausgezogen. Und die Chaldäer, die Jerusalem
belagerten, hatten die Nachricht von ihnen gehört und waren von Jerusalem abgezogen.
Jere37/6Jere Und das Wort des HERRN geschah zu dem Propheten Jeremia: Jere37/7Jere So spricht der HERR, der Gott Israels: So sollt ihr dem König von Juda sagen, der euch zu mir gesandt hat, um
mich zu befragen: Siehe, das Heer des Pharao, das euch zur Hilfe ausgezogen ist, wird in sein Land nach Ägypten zurückkehren. Jere37/8Jere Und die Chaldäer werden wiederkommen und gegen diese
Stadt kämpfen, und sie werden sie einnehmen und mit Feuer verbrennen. Jere37/9Jere So spricht der HERR: Täuscht euch nicht selbst und sagt nicht: Die Chaldäer werden endgültig von uns wegziehen!
Denn sie werden nicht wegziehen. Jere37/10Jere Denn wenn ihr auch das ganze Heer der Chaldäer schlagen würdet, die gegen euch kämpfen, und es blieben unter ihnen [nur] einige durchbohrte Männer
übrig, so würden diese, jeder in seinem Zelt, aufstehen und diese Stadt mit Feuer verbrennen.
Jere37/11Jere Und es geschah, als das Heer der Chaldäer von Jerusalem vor dem Heer des Pharao abgezogen war, Jere37/12Jere da ging Jeremia aus Jerusalem hinaus, um in das Land Benjamin zu gehen,
um dort im Kreis der Familie an einer Erbteilung teilzunehmen. Jere37/13Jere Und als er im Tor Benjamin war, wo ein Wachhabender [stand] mit Namen Jirija, der Sohn Schelemjas, des Sohnes
Hananjas, ergriff dieser den Propheten Jeremia und sagte: Du willst zu den Chaldäern überlaufen. Jere37/14Jere Da sagte Jeremia: Lüge! Ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen. Aber er hörte
nicht auf ihn, und Jirija nahm Jeremia fest und brachte ihn zu den Obersten. Jere37/15Jere Und die Obersten gerieten in Zorn über Jeremia und schlugen ihn, und sie warfen ihn ins Gefängnis im
Haus des Schreibers Jonatan; denn das hatten sie zum Gefängnis gemacht. Jere37/16Jere So kam Jeremia in das Haus der Zisterne, und zwar in die Gewölbe. Dort saß Jeremia viele Tage.
Jere37/17Jere Dann sandte der König Zedekia hin und ließ ihn holen. Und der König fragte ihn in seinem Haus heimlich: Ist ein Wort vom HERRN da? Und Jeremia sagte: Es ist eins da, nämlich: Du
wirst in die Hand des Königs von Babel gegeben werden. Jere37/18Jere Und Jeremia sagte zum König Zedekia: Was habe ich an dir oder an deinen Knechten oder an diesem Volk gesündigt, dass ihr mich
ins Gefängnis gesetzt habt? Jere37/19Jere Wo sind denn eure Propheten, die euch geweissagt haben: Der König von Babel wird nicht über euch noch über dieses Land kommen? Jere37/20Jere Und nun höre
doch, mein Herr und König: Laß doch mein Flehen vor dich kommen und bringe mich nicht in das Haus des Schreibers Jonatan zurück, damit ich dort nicht sterbe! Jere37/21Jere Da gab der König
Zedekia Befehl, und man verlegte Jeremia in den Wachhof. Und man gab ihm täglich ein Rundbrot aus der Bäckerstraße, bis alles Brot in der Stadt aufgezehrt war. So blieb Jeremia im
Wachhof.
Anschlag auf Jeremia und seine Rettung
\38\
Jere38/1Jere Und Schefatja, der Sohn des Mattan, und Gedalja, der Sohn des Paschhur, und Juchal, der Sohn des Schelemja, und Paschhur, der Sohn des Malkija, hörten die Worte, die Jeremia zum
ganzen Volk redete, indem er sagte: Jere38/2Jere So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibt, wird sterben durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest. Wer aber zu den Chaldäern
hinausgeht, wird leben, und sein Leben wird er zur Beute haben, so dass er lebt. Jere38/3Jere So spricht der HERR: Diese Stadt wird ganz gewiß in die Hand des Heeres des Königs von Babel gegeben
werden, und er wird sie einnehmen. Jere38/4Jere Und die Obersten sagten zum König: Dieser Mann muß getötet werden, da er ja die Hände der Kriegsleute nur schlaff macht, die in dieser Stadt
übriggeblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes, indem er nach all diesen Worten zu ihnen redet. Denn dieser Mann sucht nicht den Frieden, sondern das Unheil dieses Volkes. Jere38/5Jere Da
sagte der König Zedekia: Siehe, er ist in eurer Hand, denn der König kann nichts gegen euch [tun]. Jere38/6Jere Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des Königssohnes Malkija, die
im Wachhof war, und sie ließen Jeremia mit Stricken hinab. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern [nur] Schlamm, und Jeremia sank in den Schlamm ein.
Jere38/7Jere Und Ebed-Melech, der Kuschit, ein Hofbeamter, der im Haus des Königs war, hörte, dass sie Jeremia in die Zisterne gebracht hatten. Der König aber saß im Tor Benjamin. Jere38/8Jere Da
ging Ebed-Melech aus dem Haus des Königs hinaus und redete zum König: Jere38/9Jere Mein Herr und König, diese Männer haben übel gehandelt in allem, was sie dem Propheten Jeremia angetan, den sie
in die Zisterne geworfen haben. Er muß ja da, wo er ist, vor Hunger sterben, denn es ist kein Brot mehr in der Stadt. Jere38/10Jere Und der König befahl Ebed-Melech, dem Kuschiten: Nimm von hier
dreißig Männer mit dir und hole den Propheten Jeremia aus der Zisterne herauf, bevor er stirbt! Jere38/11Jere Da nahm Ebed-Melech die Männer mit sich und ging in das Haus des Königs, unter die
Vorratskammer, und er nahm von dort zerrissene Lappen und abgetragene Lumpen, und er ließ sie an Stricken zu Jeremia in die Zisterne hinab. Jere38/12Jere Und der Kuschit Ebed-Melech sagte zu
Jeremia: Lege doch diese zerrissenen Lappen und abgetragenen Lumpen unter die Achseln deiner Arme, unter die Stricke. Und Jeremia machte [es] so. Jere38/13Jere So zogen sie Jeremia an den
Stricken hoch und holten ihn aus der Zisterne herauf. Jeremia aber blieb im Wachhof.
Erneute heimliche Befragung Jeremias durch den König Zedekia
Jere38/14Jere Und der König Zedekia sandte hin und ließ den Propheten Jeremia zu sich holen in den dritten Eingang, der im Haus des HERRN war. Und der König sagte zu Jeremia: Ich will dich nach
einem Wort fragen. Verschweige mir nichts! Jere38/15Jere Und Jeremia sagte zu Zedekia: Wenn ich es dir mitteile, wirst du mich [dann] nicht mit Sicherheit töten? Wenn ich dir aber einen Rat
erteile, wirst du [doch] nicht auf mich hören. Jere38/16Jere Da schwor der König Zedekia dem Jeremia heimlich: So wahr der HERR lebt, der uns dieses Leben gegeben hat, wenn ich dich töte oder
wenn ich dich in die Hand dieser Männer gebe, die nach deinem Leben trachten! Jere38/17Jere Und Jeremia sagte zu Zedekia: So spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn du
zu den Obersten des Königs von Babel hinausgehst, wird deine Seele am Leben bleiben, und diese Stadt wird nicht mit Feuer verbrannt werden; und du wirst am Leben bleiben, du und dein Haus.
Jere38/18Jere Wenn du aber nicht zu den Obersten des Königs von Babel hinausgehst, dann wird diese Stadt in die Hand der Chaldäer gegeben werden, und sie werden sie mit Feuer verbrennen; und du,
du wirst nicht aus ihrer Hand entkommen. Jere38/19Jere Und der König Zedekia sagte zu Jeremia: Ich fürchte mich vor den Judäern, die zu den Chaldäern übergelaufen sind, dass man mich in ihre Hand
ausliefert und sie ihren Mutwillen an mir auslassen. Jere38/20Jere Da sagte Jeremia: Man wird dich nicht ausliefern. Höre doch auf die Stimme des HERRN nach dem, was ich zu dir rede, dann wird es
dir wohlgehen, und deine Seele wird leben! Jere38/21Jere Wenn du dich aber weigerst hinauszugehen, so ist dies das Wort, das der HERR mich hat sehen lassen: Jere38/22Jere Siehe, alle Frauen, die
im Haus des Königs von Juda übriggeblieben sind, werden hinausgeführt werden zu den Obersten des Königs von Babel. Und sie werden sagen: `In den Sumpf sanken deine Füße, verführt und überwältigt
haben dich die Männer deines Vertrauens. Weg sind sie!. Jere38/23Jere Und alle deine Frauen und deine Söhne wird man zu den Chaldäern hinausführen. Und du, du wirst nicht aus ihrer Hand
entkommen, sondern wirst von der Hand des Königs von Babel ergriffen, und du wirst diese Stadt mit Feuer verbrennen. Jere38/24Jere Und Zedekia sagte zu Jeremia: Niemand darf von diesen Worten
erfahren, damit du nicht stirbst! Jere38/25Jere Und wenn die Obersten hören, dass ich mit dir geredet habe und sie zu dir kommen und zu dir sagen: Berichte uns doch, was du zum König geredet
hast, verschweige es uns nicht, damit wir dich nicht töten! Was hat der König zu dir geredet? Jere38/26Jere - dann sollst du ihnen sagen: Ich habe mein Flehen vor dem König niedergelegt, dass er
mich nicht in das Haus Jonatans zurückbringt, dass ich dort sterben muß. - Jere38/27Jere Und alle Obersten kamen zu Jeremia und fragten ihn. Und er berichtete ihnen nach all jenen Worten, die der
König geboten hatte. Und sie wandten sich schweigend von ihm ab, denn die Sache war nicht weiter bekannt geworden. Jere38/28Jere Und Jeremia blieb im Wachhof bis zu dem Tag, an dem Jerusalem
eingenommen wurde.
Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar - Zweite Wegführung von Judäern nach Babel
Kap. 52,1-27; 2Kö 25,1-12; 2Chr 36,17-20
\39\
Jere39/1Jere Und es geschah, als Jerusalem eingenommen wurde - im neunten Jahr Zedekias, des Königs von Juda, im zehnten Monat, war Nebukadnezar, der König von Babel, und sein ganzes Heer gegen
Jerusalem gekommen, und sie belagerten es; Jere39/2Jere im elften Jahr Zedekias, im vierten Monat, am Neunten des Monats, wurde eine Bresche in die Stadt[mauer] gebrochen -, Jere39/3Jere da zogen
alle Obersten des Königs von Babel ein und ließen sich im Mitteltor nieder: Nergal-Sarezer, Samgar-Nebu-Sar-Sechim, der Rab-Saris - Nergal-Sarezer [aber] war Rab-Mag und alle übrigen Obersten des
Königs von Babel. Jere39/4Jere Und es geschah, als Zedekia, der König von Juda, und alle Kriegsleute sie sahen, flohen sie und zogen nachts aus der Stadt hinaus auf dem Weg zum Königsgarten,
durch das Tor zwischen den beiden Mauern. Und er zog hinaus auf dem Weg zur Ebene. Jere39/5Jere Aber das Heer der Chaldäer jagte ihnen nach, und sie erreichten Zedekia in den Ebenen von Jericho.
Und sie nahmen ihn gefangen und führten ihn hinauf zu Nebukadnezar, dem König von Babel, nach Ribla im Land Hamat; und er sprach das Urteil über ihn. Jere39/6Jere Und der König von Babel
schlachtete die Söhne Zedekias in Ribla vor dessen Augen, und der König von Babel schlachtete alle Edlen von Juda. Jere39/7Jere Und er blendete die Augen Zedekias, und er band ihn mit ehernen
Fesseln, um ihn nach Babel zu bringen. Jere39/8Jere Und die Chaldäer verbrannten das Haus des Königs und die Häuser des Volkes mit Feuer und rissen die Mauern von Jerusalem nieder. Jere39/9Jere
Und den Rest des Volkes, die in der Stadt Übriggebliebenen, und die Überläufer, die zu ihm übergelaufen waren, und den Rest des Volkes, die Übriggebliebenen, führte Nebusaradan, der Oberste der
Leibwache, nach Babel gefangen fort. Jere39/10Jere Aber von dem Volk, den Geringen, die nichts hatten, ließ Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, [einen Rest] im Land Juda zurück. Und er gab
ihnen Weinberge und Äcker an jenem Tag.
Rettung Jeremias und Ebed-Melechs - Jeremia beim Statthalter Gedalja
Kap. 40,1-6
Jere39/11Jere Und über Jeremia gab Nebukadnezar, der König von Babel, durch Nebusaradan, den Obersten der Leibwache, den Befehl: Jere39/12Jere Nimm ihn und richte deine Augen auf ihn und tu ihm
ja nichts Böses an, sondern wie er zu dir reden wird, so tu mit ihm! Jere39/13Jere Da sandten Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und Nebuschasban, der Rab-Saris und Nergal-Sarezer, der
Rab-Mag, und alle Großen des Königs von Babel, Jere39/14Jere sie sandten hin und ließen Jeremia aus dem Wachhof holen. Und sie übergaben ihn Gedalja, dem Sohn des Ahikam, des Sohnes Schafans,
dass er ihn ins Haus hinausführe. Und so wohnte er mitten unter dem Volk. Jere39/15Jere Und das Wort des HERRN war zu Jeremia geschehen, als er im Wachhof eingeschlossen war: Jere39/16Jere Geh
und sage zu Ebed-Melech, dem Kuschiten: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich bringe meine Worte über diese Stadt [zur Erfüllung], [ihr] zum Bösen und nicht zum Guten,
und sie werden an jenem Tag vor dir geschehen! Jere39/17Jere Aber ich werde dich an jenem Tag erretten, spricht der HERR, und du wirst nicht in die Hand der Männer gegeben, vor denen du dich
fürchtest. Jere39/18Jere Denn ich werde dich gewiß entkommen lassen, und du wirst nicht durch das Schwert fallen. Und du sollst dein Leben als Beute haben, weil du auf mich vertraut hast, spricht
der HERR.
Kap. 39,11-14
\40\
Jere40/1Jere Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah, nachdem Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, ihn von Rama entlassen hatte, als er ihn holen ließ; - er war nämlich mit Ketten
gebunden mitten unter allen Weggeführten von Jerusalem und Juda, die gefangen nach Babel weggeführt werden sollten. Jere40/2Jere Und der Oberste der Leibwache ließ Jeremia holen und sagte zu ihm:
Der HERR, dein Gott, hat dieses Unheil über diesen Ort angesagt. Jere40/3Jere Und der HERR hat es so kommen lassen und hat getan, wie er geredet hatte. Denn ihr habt gegen den HERRN gesündigt und
auf seine Stimme nicht gehört, darum ist das mit euch geschehen. Jere40/4Jere Und nun siehe, ich löse dich heute von den Ketten, die an deinen Händen sind. Wenn es gut ist in deinen Augen, mit
mir nach Babel zu kommen, so komm, und ich werde mein Auge auf dich richten. Wenn es aber übel ist in deinen Augen, mit mir nach Babel zu kommen, so laß es. Siehe, das ganze Land ist vor dir. Du
kannst gehen, wohin du willst. - Jere40/5Jere Und da er sich noch nicht [dahin oder dorthin] wenden wollte [, sagte er]: So kehre zurück zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, den der
König von Babel über die Städte Judas [als Statthalter] eingesetzt hat, und wohne bei ihm mitten unter dem Volk! Oder wohin irgend es recht ist in deinen Augen zu gehen, [dahin] gehe! Und der
Oberste der Leibwache gab ihm Wegzehrung und ein Geschenk und entließ ihn. Jere40/6Jere Und Jeremia kam zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, nach Mizpa. Und er wohnte bei ihm mitten unter dem Volk, das
im Land übriggeblieben war.
Gedaljas Statthalterschaft und seine Ermordung durch Ismael
V. 7-9: 2Kö 25,22-24
Jere40/7Jere Und als alle Heerobersten, die [sich noch] im offenen Land [befanden], sie und ihre Männer, hörten, dass der König von Babel Gedalja, den Sohn Ahikams, [zum Statthalter] über das
Land eingesetzt und dass er ihm Männer, Frauen und Kinder und [Leute] von den Geringen des Landes anvertraut hatte, von denen, die nicht gefangen nach Babel weggeführt worden waren, Jere40/8Jere
da kamen sie zu Gedalja nach Mizpa: nämlich Ismael, der Sohn des Netanja, und Johanan und Jonatan, die Söhne des Kareach, und Seraja, der Sohn des Tanhumet, und die Söhne Efais, des Netofatiters,
und Jesanja, der Sohn des Maachatiters, sie und ihre Männer. Jere40/9Jere Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, schwor ihnen und ihren Männern: Fürchtet euch nicht, den Chaldäern zu
dienen! Bleibt im Land und dient dem König von Babel, dann wird es euch gutgehen! Jere40/10Jere Und ich, siehe, ich bleibe in Mizpa, um vor den Chaldäern zu stehen, die zu uns kommen werden. Ihr
aber sammelt Wein, Sommerobst und Öl ein und tut sie in eure Gefäße! Und wohnt in euren Städten, die ihr in Besitz genommen habt! Jere40/11Jere Und auch alle Judäer, die in Moab und unter den
Söhnen Ammon und in Edom und die in allen diesen Ländern waren, hörten, dass der König von Babel einen Überrest in Juda gelassen und dass er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, [zum
Statthalter] über sie eingesetzt hatte. Jere40/12Jere Da kehrten alle Judäer aus all den Orten zurück, wohin sie vertrieben worden waren, und sie kamen ins Land Juda zu Gedalja nach Mizpa. Und
sie sammelten sehr viel Wein und Sommerobst ein.
Jere40/13Jere Und Johanan, der Sohn des Kareach, und alle Heerobersten, die [sich noch] im offenen Land [aufgehalten hatten], kamen zu Gedalja nach Mizpa, Jere40/14Jere und sie sagten zu ihm:
Weißt du auch, dass Baalis, der König der Söhne Ammon, Ismael, den Sohn des Netanja, ausgesandt hat, um dich zu ermorden? Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, glaubte ihnen nicht. Jere40/15Jere Und
Johanan, der Sohn des Kareach, sagte heimlich zu Gedalja in Mizpa: Laß mich doch hingehen und Ismael, den Sohn des Netanja, erschlagen, und niemand wird es erfahren! Warum soll er dich ermorden,
dass alle Judäer, die sich bei dir versammelt haben, zerstreut werden und der Überrest von Juda verlorengeht? Jere40/16Jere Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sagte zu Johanan, dem Sohn des Kareach:
Tu diese Sache nicht, denn du redest eine Lüge über Ismael!
\41\
Jere41/1Jere Und es geschah im siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, [einer] von den königlichen Nachkommen, und die Großen des Königs und zehn Männer mit ihm zu
Gedalja, dem Sohn Ahikams, nach Mizpa. Und sie aßen dort zusammen in Mizpa. Jere41/2Jere Und Ismael, der Sohn Netanjas, stand auf und die zehn Männer, die mit ihm waren, und sie erschlugen
Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, mit dem Schwert. So tötete er den, den der König von Babel [als Statthalter] über das Land eingesetzt hatte. Jere41/3Jere Und Ismael erschlug alle
Judäer, die mit ihm bei Gedalja in Mizpa waren, und auch die Chaldäer, die Kriegsleute, die sich dort befanden.
Weitere Morde und Gefangennahme von Judäern durch Ismael - Befreiung durch Johanan
Jere41/4Jere Und es geschah am zweiten Tag, nachdem er Gedalja getötet hatte, als [noch] niemand davon wußte, Jere41/5Jere da kamen Leute von Sichem, von Silo und von Samaria, achtzig Mann, die
den Bart abgeschoren und die Kleider zerrissen und sich [die Haut] geritzt hatten, mit Speisopfern und Weihrauch in ihrer Hand, um es zum Haus des HERRN zu bringen. Jere41/6Jere Und Ismael, der
Sohn des Netanja, zog von Mizpa aus ihnen entgegen, ging und weinte immerzu. Und es geschah, als er sie traf, sagte er zu ihnen: Kommt zu Gedalja, dem Sohn Ahikams! Jere41/7Jere Und es geschah,
als sie in die Stadt hineingekommen waren, da schlachtete sie Ismael, der Sohn des Netanja, [und warf sie] in die Zisterne, er und die Männer, die mit ihm waren. Jere41/8Jere Es befanden sich
aber unter ihnen zehn Männer, die zu Ismael sagten: Töte uns nicht! Denn wir haben verborgene Vorräte im Feld: Weizen, Gerste, Öl und Honig. Da ließ er ab und tötete sie nicht inmitten ihrer
Brüder. Jere41/9Jere Und die Zisterne, in die Ismael alle Leichen der Männer, die er erschlagen hatte, warf, war eine große Zisterne, diejenige, die der König Asa wegen Baschas, des Königs von
Israel, gemacht hatte. Diese füllte Ismael, der Sohn des Netanja, mit den Erschlagenen. Jere41/10Jere Dann führte Ismael den ganzen Überrest des Volkes, der in Mizpa war, gefangen weg: die
Königstöchter und das ganze Volk, das in Mizpa übriggeblieben war und das Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, Gedalja, dem Sohn des Ahikam, anvertraut hatte. Und Ismael, der Sohn des Netanja,
führte sie gefangen weg und zog hin, um zu den Söhnen Ammon hinüberzugehen.
Jere41/11Jere Und als Johanan, der Sohn des Kareach, und alle Heerobersten, die mit ihm waren, all das Böse hörten, das Ismael, der Sohn des Netanja, verübt hatte, Jere41/12Jere nahmen sie alle
[ihre] Männer und zogen hin, um gegen Ismael, den Sohn Netanjas, zu kämpfen. Und sie fanden ihn an dem großen Wasser, das bei Gibeon ist. Jere41/13Jere Und es geschah, als das ganze Volk, das bei
Ismael war, Johanan, den Sohn des Kareach, sah und alle Heerobersten, die mit ihm waren, da freuten sie sich. Jere41/14Jere Und das ganze Volk, das Ismael von Mizpa gefangen weggeführt hatte,
wandte sich und machte kehrt und ging zu Johanan, dem Sohn des Kareach, über. Jere41/15Jere Ismael aber, der Sohn Netanjas, entkam vor Johanan mit acht Männern und ging zu den Söhnen Ammon.
Jere41/16Jere Da nahmen Johanan, der Sohn des Kareach, und alle Heerobersten, die mit ihm waren, den ganzen Überrest des Volkes, den er von Ismael, dem Sohn Netanjas, von Mizpa zurückgebracht
hatte - nachdem dieser den Gedalja, den Sohn des Ahikam, erschlagen hatte -, die Männer, die Kriegsleute, die Frauen und die Kinder und die Hofbeamten, die er von Gibeon zurückgebracht hatte;
Jere41/17Jere und sie zogen hin und machten Halt in der Herberge des Kimham, die bei Bethlehem ist, um fortzuziehen, damit sie nach Ägypten kämen, Jere41/18Jere aus Furcht vor den Chaldäern. Denn
sie fürchteten sich vor ihnen, weil Ismael, der Sohn Netanjas, Gedalja, den Sohn des Ahikam, erschlagen hatte, den der König von Babel [zum Statthalter] über das Land eingesetzt
hatte.
Erfolglose Warnung der Judäer durch Jeremia vor dem Zug nach Ägypten - Zug des Überrestes aus Juda unter Johanan mit Jeremia nach Ägypten
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Jere42/1Jere Da traten heran alle Heerobersten und Johanan, der Sohn des Kareach, und Jesanja, der Sohn des Hoschaja, und das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum Größten, Jere42/2Jere und sagten
zum Propheten Jeremia: Laß doch unser Flehen vor dich kommen und bete für uns zum HERRN, deinem Gott, für diesen ganzen Rest - denn [nur] wenige sind wir, die von vielen übriggeblieben sind, wie
deine Augen sehen -, Jere42/3Jere dass der HERR, dein Gott, uns den Weg mitteilt, auf dem wir gehen, und die Sache, die wir tun sollen! Jere42/4Jere Und der Prophet Jeremia sagte zu ihnen: Ich
habe es gehört. Siehe, ich will zum HERRN, eurem Gott, beten nach euren Worten. Und es soll geschehen, jedes Wort, das der HERR euch antwortet, werde ich euch mitteilen; ich werde euch kein Wort
vorenthalten. Jere42/5Jere Und sie sagten zu Jeremia: Der HERR sei ein wahrhaftiger und zuverlässiger Zeuge gegen uns, wenn wir nicht nach jedem Wort, mit dem der HERR, dein Gott, dich zu uns
senden wird, so handeln werden. Jere42/6Jere Es sei Gutes oder Böses, wir wollen hören auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, damit es uns gutgeht, wenn wir auf die
Stimme des HERRN, unseres Gottes, hören.
Jere42/7Jere Und es geschah am Ende von zehn Tagen, da geschah das Wort des HERRN zu Jeremia. Jere42/8Jere Und er berief Johanan, den Sohn des Kareach, und alle Heerobersten, die mit ihm waren,
und das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum Größten, Jere42/9Jere und sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, um euer Flehen vor ihn kommen zu lassen:
Jere42/10Jere Wenn ihr in diesem Land wohnen bleibt, dann werde ich euch aufbauen und nicht abbrechen und euch pflanzen und nicht ausreißen. Denn das Unglück reut mich, das ich euch angetan habe.
Jere42/11Jere Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr euch [jetzt] fürchtet! Fürchtet euch nicht vor ihm! spricht der HERR. Denn ich bin mit euch, um euch aus seiner Hand zu
retten und zu befreien. Jere42/12Jere Und ich werde euch Erbarmen geben, dass er sich über euch erbarmt und euch in euer Land zurückkehren läßt. Jere42/13Jere Wenn ihr aber sagt: `Wir wollen
nicht in diesem Land bleiben, und, ohne auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, zu hören, Jere42/14Jere sagt: Nein, sondern wir wollen ins Land Ägypten ziehen, wo wir keinen Krieg sehen und den
Schall des [Signal]horns nicht hören und nicht nach Brot hungern werden, und dort wollen wir wohnen! - Jere42/15Jere nun denn, darum hört das Wort des HERRN, ihr Überrest von Juda! So spricht der
HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn ihr euer Gesicht wirklich dahin richtet, nach Ägypten zu ziehen, und hinzieht, um euch dort als Fremde aufzuhalten, Jere42/16Jere dann wird es
geschehen, dass das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, euch dort, im Land Ägypten, erreichen wird. Und der Hunger, vor dem euch bange ist, wird dort, in Ägypten, hinter euch her sein; und ihr
werdet dort sterben. Jere42/17Jere Und es wird geschehen, alle Männer, die ihr Gesicht dahin gerichtet haben, nach Ägypten zu ziehen, um sich dort als Fremde aufzuhalten, werden sterben durch das
Schwert, durch den Hunger und durch die Pest. Und sie werden keinen Entronnenen und Entkommenen haben vor dem Unheil, das ich über sie bringen werde. Jere42/18Jere Denn so spricht der HERR der
Heerscharen, der Gott Israels: Ebenso wie sich mein Zorn und mein Grimm über die Bewohner von Jerusalem ergossen haben, so wird sich mein Grimm über euch ergießen, wenn ihr nach Ägypten zieht.
Und ihr werdet zum Fluch, zum Entsetzen, zur Verwünschung und zur Schmach werden und werdet diesen Ort nicht wiedersehen.
Jere42/19Jere Der HERR hat zu euch geredet, ihr Überrest von Juda: Zieht nicht nach Ägypten! Ihr sollt genau wissen, dass ich euch heute gewarnt habe. Jere42/20Jere Denn ihr habt um [den Preis]
eures Lebens geirrt. Denn ihr selbst habt mich zum HERRN, eurem Gott, gesandt und gesagt: Bete für uns zum HERRN, unserm Gott! Und nach allem, was der HERR, unser Gott, sagen wird, so teile uns
mit, und wir werden es tun! Jere42/21Jere Ich habe es euch heute mitgeteilt, ihr aber habt nicht auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, gehört und auf alles, womit er mich zu euch gesandt hat.
Jere42/22Jere Und nun sollt ihr genau wissen, dass ihr sterben werdet durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest an dem Ort, wohin ihr zu ziehen wünscht, um euch dort als Fremde
aufzuhalten.
\43\
Jere43/1Jere Und es geschah, als Jeremia zum ganzen Volk alle Worte des HERRN, ihres Gottes, zu Ende geredet hatte, mit denen ihn der HERR, ihr Gott, zu ihnen gesandt hatte, alle jene Worte,
Jere43/2Jere da sagte Asarja, der Sohn des Hoschaja, und Johanan, der Sohn des Kareach, und alle frechen Männer, - sie sagten zu Jeremia: Du redest Lüge! Der HERR, unser Gott, hat dich nicht
gesandt und gesagt: Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen, um euch dort als Fremde aufzuhalten! - Jere43/3Jere sondern Baruch, der Sohn des Nerija, hetzt dich gegen uns auf, um uns in die Hand der
Chaldäer zu geben, damit sie uns töten oder uns nach Babel gefangen wegführen.
Jere43/4Jere Und so hörten Johanan, der Sohn des Kareach, und alle Heerobersten und das ganze Volk nicht auf den Befehl des HERRN, im Land Juda zu bleiben. Jere43/5Jere Und Johanan, der Sohn des
Kareach, und alle Heerobersten nahmen den ganzen Überrest von Juda, die aus allen Nationen, in die sie vertrieben worden, zurückgekehrt waren, um sich im Land Juda aufzuhalten: Jere43/6Jere die
Männer, die Frauen, die Kinder und die Königstöchter und alle Seelen, die Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, bei Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, zurückgelassen hatte, und
auch den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn des Nerija. Jere43/7Jere Und sie zogen nach Ägypten, denn sie hörten nicht auf die Stimme des HERRN. Und sie kamen nach Tachpanhes. Ankündigung der
Herrschaft Babels über Ägypten durch Jeremia - Seine Drohreden gegen den Götzendienst der Judäer in Ägypten V. 8-13: Hes 29-32
Jere43/8Jere Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia in Tachpanhes: Jere43/9Jere Nimm große Steine in deine Hand und vergrabe sie in der Sandbettung in der Ziegelterrasse, die am Eingang des
Hauses des Pharao in Tachpanhes ist, vor den Augen der judäischen Männer! Jere43/10Jere Und sage zu ihnen: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich sende hin und hole
meinen Knecht Nebukadnezar, den König von Babel, und setze seinen Thron auf diese Steine, die ich vergraben habe. Und er wird seinen Prachtteppich über ihnen ausbreiten. Jere43/11Jere Und er wird
kommen und das Land Ägypten schlagen: wer zum Tod [bestimmt ist, verfällt] dem Tod; und wer zur Gefangenschaft, der Gefangenschaft; und wer zum Schwert, dem Schwert. Jere43/12Jere Und ich werde
ein Feuer anzünden in den Häusern der Götter Ägyptens, und er wird sie verbrennen und wird sie wegführen. Und er wird das Land Ägypten um sich wickeln, wie der Hirt sein Oberkleid um sich
wickelt. Dann wird er unbehelligt von dort wegziehen. Jere43/13Jere Und er wird die Säulen von Bet-Schemesch im Land Ägypten zerschlagen und die Häuser der Götter Ägyptens mit Feuer
verbrennen.
\44\
Jere44/1Jere Das Wort, das zu Jeremia geschah an alle Judäer, die im Land Ägypten wohnten, die in Migdol und in Tachpanhes und in Nof und im Land Patros wohnten: Jere44/2Jere So spricht der HERR
der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr habt all das Unheil gesehen, das ich über Jerusalem und über alle Städte Judas gebracht habe - und siehe, sie sind am heutigen Tag eine Trümmerstätte, und
niemand wohnt darin, Jere44/3Jere um ihrer Bosheit willen, die sie verübt haben, um mich zu reizen, indem sie hingingen, Rauchopfer darzubringen und anderen Göttern zu dienen, die sie nicht
kannten, weder sie noch ihr, noch eure Väter. Jere44/4Jere Und ich habe alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, früh mich aufmachend und sendend, indem ich sprach: Tut doch nicht
diesen Greuel, den ich hasse! Jere44/5Jere Aber sie haben nicht gehört und ihr Ohr nicht geneigt, dass sie von ihrer Bosheit umgekehrt wären und anderen Göttern keine Rauchopfer mehr darbrächten.
Jere44/6Jere Da ergoß sich mein Grimm und mein Zorn, und er brannte in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem. Und sie sind zur Trümmerstätte, zur Öde geworden, wie es an diesem Tag
ist. Jere44/7Jere Und nun, so spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: Warum richtet ihr ein so großes Unheil gegen eure Seelen an, um euch Mann und Frau, Kind und Säugling
aus Juda auszurotten, so dass ihr euch keinen Überrest übriglaßt, Jere44/8Jere dadurch, dass ihr mich mit den Werken eurer Hände reizt, dadurch, dass ihr anderen Göttern Rauchopfer darbringt im
Land Ägypten, wohin ihr gekommen seid, um euch dort als Fremde aufzuhalten, so dass ihr euch ausrottet und zum Fluch und zur Schmach werdet unter allen Nationen der Erde? Jere44/9Jere Habt ihr
die bösen Taten eurer Väter vergessen und die bösen Taten der Könige von Juda und die bösen Taten ihrer Frauen und eure [eigenen] bösen Taten und die bösen Taten eurer Frauen, die sie im Land
Juda und auf den Straßen von Jerusalem getan haben? Jere44/10Jere Bis auf diesen Tag haben sie sich nicht gedemütigt, und sie haben sich nicht gefürchtet und haben nicht in meinem Gesetz gelebt
und in meinen Ordnungen, die ich euch und euren Vätern vorgelegt habe. - Jere44/11Jere Darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich will mein Angesicht gegen euch
richten zum Unheil und zur Ausrottung von ganz Juda. Jere44/12Jere Und ich werde den Überrest von Juda wegraffen, [alle,] die ihre Gesichter darauf gerichtet haben, in das Land Ägypten zu ziehen,
um sich dort als Fremde aufzuhalten. Und sie sollen alle aufgerieben werden, im Land Ägypten sollen sie fallen. Durch das Schwert, durch den Hunger sollen sie aufgerieben werden, vom Kleinsten
bis zum Größten; durch das Schwert und durch den Hunger sollen sie sterben. Und sie sollen zum Fluch, zum Entsetzen und zur Verwünschung und zur Schmach werden. Jere44/13Jere Und ich will die im
Land Ägypten Wohnenden heimsuchen, wie ich Jerusalem heimgesucht habe durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest. Jere44/14Jere Und der Überrest von Juda, diejenigen, die in das Land
Ägypten gekommen sind, um sich dort als Fremde aufzuhalten, wird keinen Entkommenen und Entronnenen haben, um in das Land Juda zurückzukehren, wohin sie sich sehnen zurückzukehren, um dort zu
wohnen; denn sie werden nicht zurückkehren, außer [einigen] Entkommenen.
Jere44/15Jere Und alle Männer, die wußten, dass ihre Frauen anderen Göttern Rauchopfer darbrachten, und alle Frauen, die in großer Menge dastanden, und das ganze Volk, das im Land Ägypten, in
Patros, wohnte, antworteten dem Jeremia: Jere44/16Jere Was das Wort betrifft, das du im Namen des HERRN zu uns geredet hast, so werden wir nicht auf dich hören, Jere44/17Jere sondern wir wollen
bestimmt all das tun, was aus unserem [eigenen] Mund hervorgegangen ist, der Königin des Himmels Rauchopfer darbringen und ihr Trankopfer spenden, so wie wir [es] getan haben, wir und unsere
Väter, unsere Könige und unsere Obersten, in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem. Da hatten wir Brot in Fülle, und es ging uns gut, und wir sahen kein Unglück. Jere44/18Jere Aber
seitdem wir aufgehört haben, der Königin des Himmels Rauchopfer darzubringen und ihr Trankopfer zu spenden, haben wir an allem Mangel gehabt und sind durch das Schwert und durch den Hunger
aufgerieben worden. Jere44/19Jere Und wenn wir der Königin des Himmels Rauchopfer darbrachten und ihr Trankopfer spendeten, haben wir ihr da etwa ohne unsere Männer Kuchen bereitet, um sie [so]
nachzubilden, und ihr Trankopfer gespendet?
Jere44/20Jere Und Jeremia sagte zum ganzen Volk, zu den Männern, zu den Frauen und zum ganzen Volk, das ihm Antwort gegeben hatte: Jere44/21Jere Das Rauchopfer, das ihr in den Städten Judas und
auf den Straßen von Jerusalem dargebracht habt, ihr und eure Väter, eure Könige und eure Obersten und das Volk des Landes, - hat der HERR nicht daran gedacht, und hat er es nicht gemerkt?
Jere44/22Jere Und der HERR konnte es nicht mehr ertragen wegen der Bosheit eurer Taten, wegen der Greuel, die ihr verübt habt. Darum ist euer Land zur Trümmerstätte, zum Entsetzen und zum Fluch
geworden, ohne Bewohner, wie es an diesem Tag ist. Jere44/23Jere Weil ihr Rauchopfer dargebracht und gegen den HERRN gesündigt und auf die Stimme des HERRN nicht gehört und seinem Gesetz und in
seinen Ordnungen und seinen Zeugnissen nicht gelebt habt, darum ist euch dieses Unheil widerfahren, wie es an diesem Tag ist. - Jere44/24Jere Und Jeremia sagte zum ganzen Volk und zu allen
Frauen: Hört das Wort des HERRN, alle Judäer, die ihr im Land Ägypten seid! Jere44/25Jere So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr und eure Frauen, ihr habt es mit eurem Mund
geredet und es mit euren Händen ausgeführt und gesagt: Wir wollen unsere Gelübde bestimmt erfüllen, die wir gelobt haben: der Königin des Himmels Rauchopfer darzubringen und ihr Trankopfer zu
spenden. So haltet nun eure Gelübde und erfüllt nur eure Gelübde! Jere44/26Jere Darum hört das Wort des HERRN, alle Judäer, die ihr im Land Ägypten wohnt! Siehe, ich habe bei meinem großen Namen
geschworen, spricht der HERR: Wenn im ganzen Land Ägypten jemals wieder mein Name im Mund irgendeines Mannes von Juda genannt wird, dass er [etwa] sagt: `So wahr der Herr, HERR, lebt!
Jere44/27Jere Siehe, ich wache über sie zum Bösen und nicht zum Guten. Und alle Männer von Juda, die im Land Ägypten sind, sollen durch das Schwert und durch den Hunger aufgerieben werden, bis
sie vernichtet sind. Jere44/28Jere Doch dem Schwert Entkommene werden aus dem Land Ägypten in das Land Juda zurückkehren, ein geringes Häuflein. Und der ganze Überrest von Juda, die, die ins Land
Ägypten gekommen sind, um sich dort als Fremde aufzuhalten, werden erkennen, welches Wort sich bestätigen wird, meines oder ihres. Jere44/29Jere Und dies sei euch das Zeichen, spricht der HERR,
dass ich euch an diesem Ort heimsuchen werde, damit ihr erkennt, dass meine Worte über euch sich ganz gewiß bestätigen werden zum Unheil, - Jere44/30Jere so spricht der HERR: Siehe, ich gebe den
Pharao Hofra, den König von Ägypten, in die Hand seiner Feinde und in die Hand derer, die nach seinem Leben trachten, ebenso wie ich Zedekia, den König von Juda, in die Hand seines Feindes
Nebukadnezar gegeben habe, des Königs von Babel, der nach seinem Leben trachtete.
Jeremias Mahnung und Verheißung an Baruch.
\45\
Jere45/1Jere Das Wort, das der Prophet Jeremia zu Baruch, dem Sohn des Nerija, redete, als er diese Worte aus dem Mund Jeremias in ein Buch schrieb, im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias,
des Königs von Juda, als er sagte: Jere45/2Jere So spricht der HERR, der Gott Israels, über dich, Baruch: Jere45/3Jere Du hast gesagt: Wehe mir! Denn der HERR hat Kummer zu meinem Schmerz
hinzugefügt. Ich bin müde von meinem Seufzen, und Ruhe finde ich nicht. Jere45/4Jere So sollst du zu ihm sagen: So spricht der HERR: Siehe, was ich gebaut habe, breche ich ab; und was ich
gepflanzt habe, reiße ich aus, und zwar das ganze Land. Jere45/5Jere Und du, du trachtest nach großen Dingen für dich? Trachte nicht danach! Denn siehe, ich bringe Unheil über alles Fleisch,
spricht der HERR, aber dir gebe ich dein Leben zur Beute an allen Orten, wohin du ziehen wirst.
Ausspruch über Ägypten: Eroberung durch Nebukadnezar - Trostwort für Israel.
\46\
Jere46/1Jere Was als Wort des HERRN zu dem Propheten Jeremia geschah gegen die Nationen:
V. 2-26: Jes 19; 20; Hes 29-32.
Jere46/2Jere Über Ägypten:
Gegen die Heeresmacht des Pharao Necho, des Königs von Ägypten, die zu Karkemisch war, am Strom Euphrat, die Nebukadnezar, der König von Babel, schlug im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias,
des Königs von Juda:
Jere46/3Jere Rüstet Kleinschild und Langschild und rückt heran zum Kampf! Jere46/4Jere Spannt die Pferde an und besteigt die Reitpferde! Und stellt euch auf mit Helmen, schärft die Lanzen, zieht
die Panzer an! Jere46/5Jere Warum sehe ich sie bestürzt zurückweichen? Und ihre Helden sind zerschlagen, und sie ergreifen die Flucht und sehen sich nicht um - Schrecken ringsum! spricht der
HERR. Jere46/6Jere Der Schnelle soll nicht entfliehen und der Held nicht entkommen; nach Norden zu, am Ufer des Stromes Euphrat, sind sie gestürzt und gefallen.
Jere46/7Jere Wer ist es, der heraufsteigt wie der Nil, wie Ströme wogen seine Wasser? Jere46/8Jere Ägypten steigt herauf wie der Nil, und wie Ströme wogen seine Wasser, und es spricht: Ich will
hinaufsteigen, will die Erde bedecken, die Städte zugrunde richten und ihre Bewohner. Jere46/9Jere Steigt hinauf, ihr Pferde, fahrt wie toll, ihr Wagen! Und ausziehen sollen die Helden, Kusch und
Put, die den Schild fassen, und die Luditer, die den Bogen fassen [und] spannen! Jere46/10Jere Aber dieser Tag gehört dem Herrn, dem HERRN der Heerscharen, ein Tag der Rache, sich zu rächen an
seinen Gegnern. Fressen wird das Schwert und sich sättigen und sich satt trinken an ihrem Blut. Denn der Herr, der HERR der Heerscharen, hat ein Schlachtopfer im Land des Nordens, am Strom
Euphrat [bereitet]. Jere46/11Jere Geh hinauf nach Gilead und hole Balsam, du Jungfrau, Tochter Ägyptens! Vergeblich häufst du die Heilmittel auf; es ist keine heilende Haut für dich da.
Jere46/12Jere Die Nationen haben deine Schande gehört, und die Erde ist voll von deinem Klagegeschrei. Denn ein Held ist über den andern gestürzt, sie sind beide miteinander gefallen.
Jere46/13Jere Das Wort, das der HERR zum Propheten Jeremia redete über die Ankunft Nebukadnezars, des Königs von Babel, um das Land Ägypten zu schlagen: Jere46/14Jere Verkündigt es in Ägypten und
laßt es hören in Migdol und laßt es hören in Nof und in Tachpanhes! Sagt: Stell dich auf und rüste dich! Denn das Schwert frißt alles rings um dich her. Jere46/15Jere Warum sind deine Starken
niedergeworfen? Keiner hielt stand, denn der HERR hat sie niedergestoßen. Jere46/16Jere Er hat viele stürzen lassen. Ja, einer fiel über den andern, und sie sagten: Auf, und laßt uns zurückkehren
zu unserm Volk und zu unserm Geburtsland vor dem gewalttätigen Schwert! Jere46/17Jere Man rief dort: Der Pharao, der König von Ägypten, ist ein `Getöse, das den rechten Zeitpunkt hat vorübergehen
lassen! Jere46/18Jere So wahr ich lebe, spricht der König, HERR der Heerscharen ist sein Name: Wie der Tabor unter den Bergen und wie der Karmel am Meer wird er kommen! Jere46/19Jere Mach dir das
Gepäck zur Wegführung [zurecht], du Bewohnerin, Tochter Ägyptens! Denn Nof wird zur Wüste werden und verbrannt, ohne Bewohner.
Jere46/20Jere Eine sehr schöne junge Kuh ist Ägypten. Eine Bremse kommt von Norden geflogen, sie kommt. Jere46/21Jere Auch seine Söldner in seiner Mitte sind wie gemästete Kälber. Ja, auch sie
wandten sich um und sind allesamt geflohen, haben nicht standgehalten. Denn der Tag ihres Unglücks ist über sie gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung. Jere46/22Jere Sein Geräusch ist wie das
Geräusch der Schlange, die davoneilt. Denn sie ziehen mit Heeresmacht einher und kommen über Ägypten mit Beilen, wie Holzhauer. Jere46/23Jere Sie haben seinen Wald umgehauen, spricht der HERR, -
ja, unerforschlich ist es. Denn sie sind mehr als die Heuschrecken, und ohne Zahl sind sie. Jere46/24Jere Die Tochter Ägyptens ist zuschanden geworden, sie ist in die Hand des Volkes aus dem
Norden gegeben. Jere46/25Jere Es spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich suche heim den Amon von No, den Pharao und Ägypten, seine Götter und seine Könige, ja, den Pharao
und die auf ihn vertrauen. Jere46/26Jere Und ich gebe sie in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten, und zwar in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, und in die Hand seiner
Knechte. Später aber soll es [wieder] bewohnt werden wie in den Tagen der Vorzeit, spricht der HERR.
Kap. 30,10.11; Hes 16,53.
Jere46/27Jere Du aber, fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und sei nicht niedergeschlagen, Israel! Denn siehe, ich will dich retten aus der Ferne und deine Nachkommen aus dem Land ihrer
Gefangenschaft. Und Jakob wird zurückkehren und ruhig und sicher sein, und niemand wird ihn aufschrecken. Jere46/28Jere Du, mein Knecht Jakob, fürchte dich nicht! spricht der HERR. Denn ich bin
mit dir. Denn allen Nationen, zu denen ich dich vertrieben habe, werde ich ein Ende machen, aber dir werde ich nicht ein Ende machen, sondern dich mit Maßen züchtigen und dich keineswegs
ungestraft lassen. Ausspruch über die Philister: Eroberung ihrer Städte
Hes 25,15-17; Am 1,6-8; Zeph 2,4-7.
\47\
Jere47/1Jere Was als Wort des HERRN zu dem Propheten Jeremia geschah über die Philister, ehe der Pharao Gaza schlug:
Jere47/2Jere So spricht der HERR: Siehe, Wasser steigen herauf von Norden her und werden zu einem überschwemmenden Wildbach. Und sie überschwemmen das Land und seine Fülle, die Städte und ihre
Bewohner. Und es schreien die Menschen um Hilfe, und alle Bewohner des Landes heulen Jere47/3Jere vor dem lauten Stampfen der Hufe seiner starken [Pferde], vor dem Getöse seiner Wagen, dem
Rasseln seiner Räder - Väter sehen sich nicht um nach den Söhnen, weil ihre Hände schlaff geworden sind -, Jere47/4Jere wegen des Tages, der kommt, um alle Philister zu vernichten und auch den
letzten Helfer für Tyrus und Sidon auszurotten. Denn der HERR vernichtet die Philister, den Überrest, [der von] der Insel Kaftor [gekommen ist]. Jere47/5Jere Kahlheit ist über Gaza gekommen,
ausgetilgt ist Aschkelon. Du Überrest der Enakiter, wie lange willst du dich ritzen? - Jere47/6Jere Wehe! Schwert des HERRN, wie lange [noch] willst du nicht Ruhe geben? Fahre zurück in deine
Scheide, halte dich ruhig und bleibe still! Jere47/7Jere Wie sollte es ruhig bleiben, da doch der HERR ihm geboten hat? Gegen Aschkelon und gegen die Küste des Meeres, dorthin hat er es
bestellt.
Ausspruch über Moab: Verwüstung als Strafe für Götzendienst, für Hochmut und Spott über Israel.
4Mo 24,17; Jes 15; 16; Hes 25,8-11; Am 2,1-3; Zeph 2,8-11.
\48\
Über Moab:
So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Wehe über Nebo! Denn es ist verwüstet. Zuschanden geworden, eingenommen ist Kirjatajim; zuschanden geworden ist die Felsenburg und
schreckerfüllt. Jere48/2Jere Moabs Ruhm ist dahin. In Heschbon hat man Böses gegen es geplant: `Kommt und laßt es uns ausrotten, dass es keine Nation mehr ist! Auch du, Madmen, wirst vernichtet
werden; das Schwert läuft hinter dir her. Jere48/3Jere Horch! Ein Geschrei aus Horonajim: Verwüstung und großer Zusammenbruch! Jere48/4Jere Moab ist zerbrochen, seine Geringen haben ein lautes
Geschrei erhoben. Jere48/5Jere Denn die Anhöhe von Luhit steigt man mit Weinen [hinauf], mit Weinen; ja, am Abhang von Horonajim hat man Angstgeschrei über den Zusammenbruch gehört. Jere48/6Jere
Flieht, rettet euer Leben und werdet wie ein Wacholderstrauch in der Wüste! Jere48/7Jere Denn weil du auf deine Werke und auf deine Schätze vertrautest, sollst auch du eingenommen werden. Und
Kemosch wird in die Gefangenschaft ziehen, seine Priester zusammen mit seinen Obersten. Jere48/8Jere Und der Verwüster wird über jede Stadt kommen, und keine Stadt wird entrinnen. Und das Tal
wird zugrunde gehen und die [Hoch]ebene vernichtet werden, wie der HERR gesprochen hat. Jere48/9Jere Gebt Moab Flügel, denn eilend wird es fliehen. Und seine Städte werden zur Wüste werden, so
dass niemand darin wohnt. Jere48/10Jere Verflucht sei, wer das Werk des HERRN lässig treibt, und verflucht, wer sein Schwert vom Blut zurückhält!
Jere48/11Jere Sorglos war Moab von seiner Jugend an, und still lag es auf seinen [Wein]hefen und wurde nie umgegossen von Faß zu Faß, und in die Gefangenschaft ist es nie gezogen. Daher ist sein
Geschmack ihm geblieben, und sein Geruch hat sich nicht verändert. Jere48/12Jere Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da ich ihm Küfer senden werde, die es umfüllen und seine Fässer
ausleeren und seine Krüge zerschmettern werden. Jere48/13Jere Und Moab wird zuschanden werden an Kemosch, wie das Haus Israel zuschanden geworden ist an Bethel, seiner Zuversicht. Jere48/14Jere
Wie sagt ihr: Wir sind Helden und tapfere Männer für den Kampf? Jere48/15Jere Moab ist verwüstet, und seine Städte hat man erstiegen, und die Auslese seiner jungen Männer ist zur Schlachtung
hinabgestiegen, spricht der König; HERR der Heerscharen ist sein Name.
Jere48/16Jere Moabs Verderben steht nahe bevor und sein Unheil eilt schnell [herbei]. Jere48/17Jere Bekundet ihm euer Beileid, ihr, seine Nachbarn alle, und alle, die ihr seinen Namen kennt!
Sagt: Wie ist zerbrochen das Zepter der Macht, der Stab der Majestät! Jere48/18Jere Steige herab von der Herrlichkeit und wohne in der Dürre, du Bewohnerin, Tochter Dibons! Denn Moabs Verwüster
ist gegen dich heraufgezogen, hat deine Festungen zerstört. Jere48/19Jere Stelle dich auf die Straße und halte Ausschau, Bewohnerin von Aroer! Frage den Flüchtling und die Entkommenen! Sprich:
Was ist geschehen?
Jere48/20Jere Moab ist zuschanden geworden, ja, es ist schreckerfüllt. Heult und schreit um Hilfe, verkündet am Arnon, dass Moab verwüstet ist! Jere48/21Jere Und das Gericht ist gekommen über das
Land der [Hoch]ebene, über Holon und über Jahaz und über Mefaat Jere48/22Jere und über Dibon und über Nebo und über Bet-Diblatajim Jere48/23Jere und über Kirjatajim und über Bet-Gamul und über
Bet-Meon Jere48/24Jere und über Kerijot und über Bozra und über alle Städte des Landes Moab, die fernen und die nahen. Jere48/25Jere Das Horn Moabs ist abgehauen, und sein Arm ist zerschmettert,
spricht der HERR.
Jere48/26Jere Macht es betrunken - denn gegen den HERRN hat es großgetan -, damit Moab hineinschlägt in sein Erbrochenes und auch selbst zum Gelächter wird! Jere48/27Jere Oder war dir Israel
nicht zum Gelächter? Ist es etwa unter Dieben ertappt worden, dass du, sooft du von ihm sprichst, den Kopf schüttelst? Jere48/28Jere Verlaßt die Städte und wohnt in den Felsen, ihr Bewohner von
Moab und seid wie die Taube, die an den Rändern des Abgrundes nistet! Jere48/29Jere Vernommen haben wir den Hochmut Moabs, des sehr hochmütigen, seinen Stolz und seinen Hochmut und seine Hoffart
und das Großtun seines Herzens. Jere48/30Jere Ich kenne wohl seine Überheblichkeit, spricht der HERR, und sein unaufrichtiges Geschwätz; unaufrichtig haben sie gehandelt. Jere48/31Jere Darum
jammere ich über Moab, und wegen ganz Moab schreie ich um Hilfe; über die Leute von Kir-Heres seufzt man. Jere48/32Jere Mehr als [über] Jaser weine ich über dich, du Weinstock von Sibma. Deine
Ranken gingen über das Meer, sie reichten bis zum Meer von Jaser. Über dein Sommerobst und deinen Ernteertrag ist der Verwüster hergefallen, Jere48/33Jere und verschwunden sind Freude und Jubel
aus dem Fruchtgarten und aus dem Land Moab. Und den Wein aus den Kelterkufen habe ich verschwinden lassen: man tritt nicht mehr [die Kelter] unter Jubelruf; der laute Ruf ist kein Jubelruf .
Jere48/34Jere Vom Geschrei Heschbons an bis Elale, bis Jahza haben sie ihre Stimme erhoben, von Zoar bis Horonajim, bis Eglat-Schelischija; denn auch die Wasser von Nimrim sollen zu Wüsten
werden. Jere48/35Jere Und ich beseitige von Moab, spricht der HERR, den, der auf eine Höhe steigt und seinen Göttern Rauchopfer darbringt. Jere48/36Jere Deshalb klagt wie Flöten[klage] mein Herz
um Moab und klagt wie Flöten[klage] mein Herz um die Leute von Kir-Heres. Deshalb sind die Ersparnisse, die es gemacht hat, [auch] verloren. Jere48/37Jere Ja, jedes Haupt ist kahl und jeder Bart
abgeschoren. Auf allen Händen sind Ritzwunden, und Sacktuch ist an den Hüften. Jere48/38Jere Auf allen Dächern Moabs und auf seinen Plätzen ist lauter Klage. Denn ich habe Moab zerbrochen wie ein
Gefäß, an dem man kein Gefallen hat, spricht der HERR. Jere48/39Jere Wie ist es schreckerfüllt! Heult! Wie hat Moab den Rücken gewendet, ist zuschanden geworden! Und allen seinen Nachbarn wird
Moab zum Gelächter und zum Schrecken sein. Jere48/40Jere Denn so spricht der HERR: Siehe, wie der Adler fliegt er daher und breitet seine Flügel aus über Moab. Jere48/41Jere Kerijot ist
eingenommen, und die Festungen sind erobert. Und das Herz der Helden Moabs wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in Kindesnöten. Jere48/42Jere Und Moab wird ausgetilgt werden, dass es
kein Volk mehr ist, weil es großgetan hat gegen den HERRN. Jere48/43Jere Grauen und Grube und Garn über dich, du Bewohner von Moab! spricht der HERR. Jere48/44Jere Wer vor dem Grauen flieht, wird
in die Grube fallen, und wer aus der Grube heraufsteigt, wird im Garn gefangen. Denn ich bringe über sie, über Moab, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR.
Jere48/45Jere Im Schatten Heschbons bleiben Flüchtlinge erschöpft stehen. Denn ein Feuer ist ausgegangen von Heschbon und eine Flamme mitten aus Sihon und hat die Schläfe Moabs verzehrt und den
Scheitel der Söhne des Lärms. Jere48/46Jere Wehe dir, Moab! Verloren ist das Volk des Kemosch! Denn deine Söhne sind in die Gefangenschaft weggeführt und deine Töchter in die Verbannung. -
Jere48/47Jere Aber ich werde die Gefangenschaft Moabs wenden am Ende der Tage, spricht der HERR.
Bis hierher [geht] das Gerichts[wort] über Moab.
Ausspruch über die Söhne Ammon: Strafe wegen Feindschaft gegen Israel.
Hes 21,33-37; 25,1-7; Am 1,13-15; Zeph 2,8-11.
\49\
Jere49/1Jere Über die Söhne Ammon:
So spricht der HERR: Hat denn Israel keine Söhne, oder hat es keinen Erben? Warum hat ihr König Gad in Besitz genommen, und [warum] wohnt sein Volk in dessen Städten? Jere49/2Jere Darum siehe,
Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich gegen das Rabba der Söhne Ammon Kriegsgeschrei erschallen lassen. Und es soll zum Schutthaufen werden, und seine Tochterstädte sollen mit Feuer
verbrannt werden. Und Israel wird seine Erben beerben, spricht der HERR. Jere49/3Jere Heule, Heschbon, denn Ai ist verwüstet! Schreit, ihr Töchter von Rabba, gürtet euch Sacktuch um! Klagt und
lauft hin und her innerhalb der Viehhürden! Denn ihr König wird in die Gefangenschaft gehen, seine Priester und Obersten miteinander. Jere49/4Jere Was rühmst du dich der Täler, [und dass] dein
Tal überfließt, du abtrünnige Tochter, die auf ihre Schätze vertraut: `Wer sollte an mich herankommen? Jere49/5Jere Siehe, ich lasse Schrecken über dich kommen von all deinen Nachbarn, spricht
der Herr, der HERR der Heerscharen: Und ihr sollt vertrieben werden, jeder für sich, und niemand wird die Flüchtigen sammeln. - Jere49/6Jere Aber nachher werde ich das Geschick der Söhne Ammon
wenden, spricht der HERR.
Ausspruch über Edom: Strafe wegen Vermessenheit.
(Jes 21,11.12); Jes 34,5-17; Kla 4,21.22; Hes 25,12-14; 35; Am 1,11.12; Ob.
Jere49/7Jere Über Edom:
So spricht der HERR der Heerscharen: Ist keine Weisheit mehr in Teman? Ist den Verständigen der Rat verlorengegangen, ist ihre Weisheit verdorben? Jere49/8Jere Flieht, wendet euch [zur Flucht],
verkriecht euch tief, Bewohner von Dedan! Denn Esaus Verderben habe ich über ihn gebracht, die Zeit, da ich ihn heimsuche. Jere49/9Jere Wenn Winzer über dich kommen, werden sie keine Nachlese
übriglassen, - wenn Diebe in der Nacht, so vernichten sie [euch, bis] sie genug haben. Jere49/10Jere Denn ich, ich habe Esau entblößt, ich habe seine Verstecke aufgedeckt. Und will er sich
verbergen, kann er es nicht. Vernichtet ist seine Nachkommenschaft und seine Brüder und seine Nachbarn, sie sind nicht mehr. Jere49/11Jere Verlaß deine Waisen, ich [nur] werde sie am Leben
erhalten, - und deine Witwen sollen auf mich vertrauen! Jere49/12Jere Denn so spricht der HERR: Siehe, die nicht verurteilt waren, den Becher zu trinken, die müssen ihn trinken. Und du solltest
der sein, der ungestraft bleibt? Du wirst nicht ungestraft bleiben, sondern du sollst ihn ganz trinken. Jere49/13Jere Denn ich habe bei mir geschworen, spricht der HERR, dass Bozra zum Entsetzen,
zur Schmach, zur Verwüstung und zum Fluch werden soll, und alle seine Städte zu ewigen Trümmerstätten.
Jere49/14Jere Eine Kunde habe ich vom HERRN vernommen, und ein Bote ist unter die Nationen gesandt: Sammelt euch und kommt gegen es und macht euch auf zum Krieg! Jere49/15Jere Denn siehe, ich
habe dich klein gemacht unter den Nationen, verachtet unter den Menschen. Jere49/16Jere Deine Furchtbarkeit, der Übermut deines Herzens haben dich getäuscht, [dich,] der in den Schlupfwinkeln der
Felsen wohnt, den Gipfel des Hügels besetzt hält. Wenn du dein Nest hoch baust wie der Adler, ich werde dich von dort hinabstürzen, spricht der HERR. Jere49/17Jere Und Edom soll zum Entsetzen
werden. Jeder, der an ihm vorüberzieht, wird sich entsetzen und zischen über all seine Wunden. Jere49/18Jere Wie [nach] der Umkehrung von Sodom und Gomorra und ihrer Nachbarstädte, spricht der
HERR, wird niemand dort wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten.
V. 19-21: Kap. 50,44-46.
Jere49/19Jere Siehe, wie ein Löwe steigt er von der Pracht des Jordan herauf zum Weideplatz [am] immerfließenden [Bach]. Ja, ich werde es plötzlich daraus vertreiben und den, der auserkoren ist,
über es bestellen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich vorladen? Und wer ist der Hirte, der vor mir bestehen könnte? Jere49/20Jere Darum hört den Ratschluß des HERRN, den er über Edom
beschlossen hat, und seine Gedanken, die er über die Bewohner von Teman denkt: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, [auch] die Geringen der Herde; wahrlich, ihr Weideplatz wird sich über sie
entsetzen! Jere49/21Jere Von dem Getöse ihres Falles erbebt die Erde; Geschrei - [noch] am Schilfmeer wird sein Schall vernommen. Jere49/22Jere Siehe, wie der Adler zieht er herauf und fliegt und
breitet seine Flügel aus über Bozra. Und das Herz der Helden Edoms wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in Kindesnöten.
Ausspruch über Damaskus: Angst, Tod und Feuersbrunst.
Jes 17,1-11; Am 1,3-5.
Jere49/23Jere Über Damaskus:
Zuschanden geworden sind Hamat und Arpad; denn sie haben eine böse Nachricht vernommen. Sie verzagen. Am Meer ist Besorgnis, man kann sich nicht beruhigen. Jere49/24Jere Damaskus ist schlaff
geworden. Es hat sich umgewandt, um zu fliehen, und Schrecken hat es ergriffen. Angst und Wehen haben es erfaßt wie eine Gebärende. Jere49/25Jere Wie ist sie verlassen, die Stadt des Ruhms, die
Stadt meiner Freude! Jere49/26Jere Darum werden an jenem Tag ihre jungen Männer auf ihren Plätzen fallen und alle Kriegsmänner umkommen, spricht der HERR der Heerscharen. Jere49/27Jere Und ich
werde ein Feuer anzünden in den Mauern von Damaskus, und es wird die Paläste Ben-Hadads verzehren.
Ausspruch über Kedar und Hazor: Verwüstung durch Nebukadnezar.
Jes 21,13-17.
Jere49/28Jere Über Kedar und über die Königreiche Hazors, die Nebukadnezar, der König von Babel, schlug:
So spricht der HERR: Macht euch auf, zieht hinauf gegen Kedar und überwältigt die Söhne des Ostens! Jere49/29Jere Ihre Zelte und ihre Schafe werden sie wegnehmen, ihre Zeltdecken und all ihre
Geräte und ihre Kamele holen sie sich. Und sie werden über sie ausrufen: Schrecken ringsum! Jere49/30Jere Flieht, flüchtet schnell, verkriecht euch tief, Bewohner von Hazor! spricht der HERR.
Denn Nebukadnezar, der König von Babel, hat einen Beschluß gegen euch gefaßt und einen Anschlag gegen euch geplant. Jere49/31Jere Macht euch auf, zieht hinauf gegen eine sorglose Nation, die in
Sicherheit wohnt! spricht der HERR. Sie hat weder Tore noch Riegel, sie wohnen für sich. Jere49/32Jere Und ihre Kamele sollen zum Raub und die Menge ihrer Herden zur Beute werden. Und ich werde
sie, die mit geschorenen [Haar]rändern, in alle Winde hin zerstreuen und werde ihnen von allen Seiten her Verderben bringen, spricht der HERR. Jere49/33Jere Und Hazor wird zur Wohnung der
Schakale werden, zur Öde für ewig. Niemand wird sich dort niederlassen, und kein Menschenkind wird sich darin aufhalten.
Ausspruch über Elam: Zerstreuung in alle Länder.
Hes 32,24.25.
Jere49/34Jere Das Wort des HERRN, das zu Jeremia, dem Propheten, geschah über Elam im Anfang der Regierung Zedekias, des Königs von Juda:
Jere49/35Jere So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich zerbreche den Bogen Elams, seine wesentliche Stärke. Jere49/36Jere Und ich werde die vier Winde von den vier Enden des Himmels her
über Elam bringen und es in alle diese Winde zerstreuen. Und es soll keine Nation geben, wohin nicht Vertriebene Elams kommen werden. Jere49/37Jere Und ich werde Elam verzagt machen vor seinen
Feinden und vor denen, die nach seinem Leben trachten, und werde Unheil über sie bringen, die Glut meines Zorns, spricht der HERR. Und ich werde das Schwert hinter ihnen her schicken, bis ich sie
vernichtet habe. Jere49/38Jere Und ich werde meinen Thron in Elam aufstellen und werde König und Oberste daraus verlorengeben, spricht der HERR. - Jere39Jere Aber es wird geschehen am Ende der
Tage, da werde ich das Geschick Elams wenden, spricht der HERR.
Ausspruch über Babel: Sein Sturz und dessen Folgen für Israel und Juda.
Kap. 51: Jes 13; 14; 21,1-10; 47,1-15.
\50\
Jere50/1Jere Das Wort, das der HERR über Babel, über das Land der Chaldäer, durch den Propheten Jeremia geredet hat:
Jere50/2Jere Verkündigt es unter den Nationen und laßt es hören und richtet ein Feldzeichen auf! Laßt es hören, verschweigt es nicht! Sagt: Babel ist eingenommen, Bel zuschanden geworden,
Merodach schreckerfüllt! Ihre Götzenbilder sind zuschanden geworden, ihre Götzen sind schreckerfüllt! Jere50/3Jere Denn gegen es ist eine Nation heraufgezogen von Norden her: die wird sein Land
zur Wüste machen, dass kein Bewohner mehr darin sein wird. Sowohl Menschen als Vieh sind entflohen, weggezogen.
Jere50/4Jere In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR, werden die Söhne Israel kommen, sie und die Söhne Juda zusammen. Immerfort weinend werden sie gehen und den HERRN, ihren Gott,
suchen. Jere50/5Jere Sie werden nach Zion fragen, [auf den] Weg dahin ist ihr Gesicht [gerichtet]: Kommt und schließt euch an den HERRN an in einem ewigen Bund, der nicht vergessen
wird!
Jere50/6Jere Mein Volk war eine verlorengehende Schafherde: ihre Hirten leiteten sie irre auf verführerische Berge. Sie gingen von Berg zu Hügel, vergaßen ihre Lagerstätte. Jere50/7Jere Alle, die
sie fanden, fraßen sie. Und ihre Gegner sagten: Wir werden nicht schuldig! - deshalb, weil sie gegen den HERRN gesündigt haben, die Weide der Gerechtigkeit, und [gegen] den HERRN, die Hoffnung
ihrer Väter.
Jere50/8Jere Flieht aus Babel hinaus und zieht aus dem Land der Chaldäer und seid wie die Leitböcke vor den Schafen her! Jere50/9Jere Denn siehe, ich erwecke und führe herauf gegen Babel eine
Versammlung großer Nationen aus dem Land des Nordens, und sie werden sich gegen es aufstellen: von dort aus wird es eingenommen werden. Ihre Pfeile sind wie die eines geschickten Helden, keiner
kehrt mit leeren Händen zurück. Jere50/10Jere Und Chaldäa wird zum Raub werden. Alle, die es berauben, sollen satt werden, spricht der HERR. Jere50/11Jere Ja, freut euch [nur], ja, frohlockt
[nur, ihr] Plünderer meines Erbteils, ja, hüpft [nur] wie eine dreschende junge Kuh und wiehert wie starke [Pferde]! Jere50/12Jere Sehr beschämt ist eure Mutter, in ihrer Hoffnung getäuscht, eure
Gebärerin. Siehe, es ist die letzte der Nationen, eine Wüste, eine Dürre und eine Steppe. Jere50/13Jere Vor dem Grimm des HERRN wird es nicht mehr bewohnt werden, sondern ganz und gar verödet
bleiben. Jeder, der an Babel vorüberzieht, wird sich entsetzen und zischen über all seine Plagen.
Jere50/14Jere Stellt euch ringsum auf gegen Babel, alle, die ihr den Bogen spannt! Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn gegen den HERRN hat es gesündigt. Jere50/15Jere Erhebt das
Kriegsgeschrei gegen es ringsum! Es hat sich ergeben. Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern. Denn es ist die Rache des HERRN. Rächt euch an ihm! So wie es getan hat, tut
ihm! Jere50/16Jere Rottet aus Babel den Sämann aus und den, der die Sichel führt zur Erntezeit! Vor dem gewalttätigen Schwert werden sie sich jeder zu seinem Volk wenden und jeder in sein Land
fliehen.
Jere50/17Jere Israel ist ein versprengtes Schaf, das Löwen verscheucht haben. Zuerst hat der König von Assur es gefressen, und nun zuletzt hat Nebukadnezar, der König von Babel, ihm die Knochen
abgenagt. Jere50/18Jere Darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich suche heim den König von Babel und sein Land, ebenso wie ich den König von Assur heimgesucht habe.
Jere50/19Jere Und ich will Israel zu seinem Weideplatz zurückbringen, dass es [auf dem] Karmel und [in] Basan weidet und seine Seele sich sättigt auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead.
Jere50/20Jere In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR, wird Israels Schuld gesucht werden, und sie wird nicht da sein, - und die Sünden Judas, und sie werden nicht gefunden werden;
denn ich will denen vergeben, die ich übriglasse.
Jere50/21Jere Gegen das Land Meratajim, gegen es ziehe hinauf und gegen die Bewohner von Pekod! Mache [sie] nieder und vollstrecke den Bann hinter ihnen her, spricht der HERR, und tu nach allem,
was ich dir geboten habe! Jere50/22Jere Kriegslärm im Land und großer Zusammenbruch! Jere50/23Jere Wie ist zerhauen und zertrümmert der Hammer der ganzen Erde! Wie ist Babel zum Entsetzen
geworden unter den Nationen! Jere50/24Jere Ich habe dir eine Falle gestellt, und du bist auch gefangen worden, Babel, ohne dass du es erkannt hast. Du bist gefunden und auch gefaßt, weil du Krieg
mit dem HERRN angefangen hast. Jere50/25Jere Der HERR hat seine Rüstkammer aufgetan und die Waffen seines Grimms hervorgeholt; denn Arbeit gibt es für den Herrn, den HERRN der Heerscharen, im
Land der Chaldäer. Jere50/26Jere Kommt über es vom [äußersten] Ende, öffnet seine Scheunen, schüttet es auf wie Garbenhaufen und vollstreckt den Bann an ihm! Nicht bleibe ihm ein Überrest!
Jere50/27Jere Stecht alle seine Stiere nieder, zur Schlachtung sollen sie hinsinken! Wehe über sie! Denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung. Jere50/28Jere Horch! Flüchtlinge und
Entkommene aus dem Land Babel, um in Zion zu verkünden die Rache des HERRN, unseres Gottes, die Rache seines Tempels!
Jere50/29Jere Ruft Schützen herbei gegen Babel, alle, die den Bogen spannen! Belagert es ringsum, niemand darf entkommen! Vergeltet ihm nach seinem Tun, tut ihm nach allem, was es getan hat! Denn
es hat vermessen gehandelt gegen den HERRN, gegen den Heiligen Israels. Jere50/30Jere Darum sollen seine jungen Männer auf seinen Plätzen fallen und alle seine Kriegsmänner umkommen an jenem Tag,
spricht der HERR. Jere50/31Jere Siehe, ich will an dich, du Stolze, spricht der Herr, HERR der Heerscharen. Denn gekommen ist dein Tag, die Zeit, da ich dich heimsuche. Jere50/32Jere Dann wird
die Stolze stürzen und fallen, und niemand wird sie aufrichten. Und ich werde ein Feuer anzünden in ihren Städten, dass es ihre ganze Umgebung frißt.
Jere50/33Jere So spricht der HERR der Heerscharen: Die Söhne Israel und die Söhne Juda sind alle zusammen Unterdrückte. Und alle, die sie gefangen weggeführt, haben sie festgehalten, haben sich
geweigert, sie loszulassen. Jere50/34Jere Ihr Erlöser ist stark, HERR der Heerscharen ist sein Name. Er wird ihre Rechtssache bestimmt führen, um dem Land Ruhe zu verschaffen, aber den Bewohnern
von Babel Unruhe. Jere50/35Jere Das Schwert über die Chaldäer, spricht der HERR, und über die Bewohner von Babel und über seine Obersten und über seine Weisen! Jere50/36Jere Das Schwert über die
Toren, dass sie zu Orakelpriestern werden! Das Schwert über seine Helden, dass sie schreckerfüllt sind! Jere50/37Jere Das Schwert über seine Pferde und über seine Wagen und über das ganze
Mischvolk, das in seiner Mitte ist, dass sie zu Weibern werden! Das Schwert über seine Schätze, dass sie geplündert werden! Jere50/38Jere Dürre über seine Gewässer, dass sie austrocknen! Denn es
ist ein Land der geschnitzten Bilder, und durch ihre Schreckbilder werden sie toll. Jere50/39Jere Darum werden Wüstentiere mit wilden Hunden darin wohnen, und Strauße werden darin wohnen. Und es
soll in Ewigkeit nicht mehr bewohnt werden und keine Wohnstätte sein von Generation zu Generation. Jere50/40Jere Wie [nach] der Umkehrung Sodoms und Gomorras und ihrer Nachbarstädte durch Gott,
spricht der HERR, wird niemand dort wohnen, und kein Menschenkind wird sich darin aufhalten.
Jere50/41Jere Siehe, ein Volk kommt von Norden her, und eine große Nation und viele Könige machen sich auf vom äußersten Ende der Erde. Jere50/42Jere Bogen und Krummschwert führen sie, sie sind
grausam und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, und auf Pferden reiten sie: gerüstet gegen dich, Tochter Babel, wie ein Mann zum Krieg. Jere50/43Jere Der König von Babel hat die
Nachricht von ihnen vernommen, und seine Hände sind schlaff geworden. Angst hat ihn ergriffen, Wehen wie bei der Gebärenden. Jere50/44Jere Siehe, wie ein Löwe steigt er von der Pracht des Jordan
herauf zum Weideplatz [am] immerfließenden [Bach]. Ja, ich werde sie plötzlich daraus vertreiben und den, der auserkoren ist, über es bestellen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich
vorladen? Und wer ist der Hirte, der vor mir bestehen könnte? Jere50/45Jere Darum hört den Ratschluß des HERRN, den er über Babel beschlossen hat, und seine Gedanken, die er über das Land der
Chaldäer denkt: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, [auch] die Geringen der Herde! Wahrlich, der Weideplatz wird sich über sie entsetzen! Jere50/46Jere Von dem Ruf: Babel ist erobert! erzittert
die Erde. Ein Geschrei wird unter den Nationen vernommen. Ausspruch über Babel: Seine Macht und sein Sturz, seine Schuld und Strafe.
V. 1-58: Kap. 50; Jes 13; 14; 21,1-10; 47,1-15.
\51\
Jere51/1Jere So spricht der HERR: Siehe, ich erwecke gegen Babel und gegen die, die im Herzen meiner Widersacher wohnen, einen Geist des Verderbens. Jere51/2Jere Und ich sende nach Babel Fremde,
die es worfeln und sein Land ausleeren werden. Denn sie werden ringsumher gegen es vorgehen am Tag des Unheils. Jere51/3Jere Der Schütze spanne seinen Bogen gegen den, der da spannt, und gegen
den, der sich in seinem Panzer erhebt! Und habt kein Mitleid mit seinen jungen Männern, vollstreckt den Bann an seinem ganzen Heer! Jere51/4Jere Und Erschlagene sollen fallen im Land der Chaldäer
und Durchbohrte auf seinen Straßen.
Jere51/5Jere Denn nicht verwitwet ist Israel noch Juda von seinem Gott, von dem HERRN der Heerscharen; denn deren Land ist voll Schuld wegen des Heiligen Israels. Jere51/6Jere Flieht aus Babel
hinaus und rettet euch, jeder [rette] sein Leben, dass ihr in seiner Schuld nicht umkommt! Denn es ist die Zeit der Rache des HERRN: was es getan hat, vergilt er ihm. Jere51/7Jere Babel war ein
goldener Becher in der Hand des HERRN, der die ganze Erde berauschte. Von seinem Wein haben die Nationen getrunken, darum sind die Nationen wie toll geworden. Jere51/8Jere Plötzlich ist Babel
gefallen und zertrümmert. Jammert über es! Holt Balsam für seinen Schmerz! Vielleicht wird es geheilt werden! Jere51/9Jere `Wir haben Babel heilen wollen, aber es war nicht zu heilen. Verlaßt es
und laßt uns jeder in sein Land ziehen! Denn sein Gericht reicht bis an den Himmel und erhebt sich bis zu den Wolken. Jere51/10Jere Der HERR hat unsere Gerechtigkeiten ans Licht gebracht. Kommt
und laßt uns in Zion die Tat des HERRN, unseres Gottes, erzählen!
Jere51/11Jere Schärft die Pfeile, faßt den Schild! Der HERR hat den Geist der Könige von Medien erweckt. Denn gegen Babel ist sein Plan [gerichtet], es zu zerstören; denn es ist die Rache des
HERRN, die Rache für seinen Tempel. Jere51/12Jere Richtet das Feldzeichen gegen die Mauern von Babel auf, verschärft die Bewachung, stellt Wächter auf, bereitet die Hinterhalte! Denn wie der HERR
es sich vorgenommen, so führt er aus, was er über die Bewohner von Babel geredet hat. Jere51/13Jere Die du an vielen Wassern wohnst, reich an Schätzen, dein Ende ist gekommen, das Maß deines
ungerechten Gewinns. Jere51/14Jere Der HERR der Heerscharen hat bei sich selbst geschworen: Wenn ich dich auch mit Menschen angefüllt habe wie mit Heuschrecken, so wird man doch Triumphgeschrei
über dich anstimmen.
V. 15-19: Kap. 10,12-16.
Jere51/15Jere Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, der den Erdkreis gegründet durch seine Weisheit und die Himmel ausgespannt durch seine Einsicht, Jere51/16Jere auf dessen
Befehl sich die Menge der Wasser am Himmel ergießt, der Wolken aufsteigen läßt vom Ende der Erde, Blitze macht für den Regen und den Wind aus seinen Kammern herausläßt! Jere51/17Jere Dumm steht
da jeder Mensch, ohne Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied wegen des Götterbildes. Denn Lüge sind seine gegossenen Bilder, Leben haben sie nicht. Jere51/18Jere Ein Nichts sind sie, ein Werk zum
Gespött: zur Zeit ihrer Heimsuchung sind sie verloren. Jere51/19Jere Jakobs Anteil ist nicht wie diese. Denn er [,der HERR,] ist es, der das All gebildet hat und den Stamm seines Erbteils. Jahwe
der Heerscharen ist sein Name.
Jere51/20Jere Du bist mir ein Hammer, eine Kriegswaffe, und mit dir zerhämmere ich Nationen, und mit dir zerstöre ich Königreiche, Jere51/21Jere und mit dir zerhämmere ich Roß und Reiter, und mit
dir zerhämmere ich den Wagen und seinen Lenker, Jere51/22Jere und mit dir zerhämmere ich Mann und Frau, und mit dir zerhämmere ich Greis und Knaben, und mit dir zerhämmere ich Jüngling und die
Jungfrau, Jere51/23Jere und mit dir zerhämmere ich den Hirten und seine Herde, und mit dir zerhämmere ich den Bauern und sein Gespann, und mit dir zerhämmere ich Statthalter und Befehlshaber.
Jere51/24Jere Und ich will Babel und allen Bewohnern Chaldäas all ihr Böses, das sie an Zion verübt haben, vor euren Augen vergelten, spricht der HERR. Jere51/25Jere Siehe, ich will an dich,
spricht der HERR, du Berg des Verderbens, der die ganze Erde verdirbt. Und ich will meine Hand gegen dich ausstrecken und dich von den Felsen hinabwälzen und dich zu einem verbrannten Berg
machen, Jere51/26Jere so dass man von dir weder Eckstein noch Grundstein nehmen kann. Denn eine ewige Trümmerstätte sollst du sein, spricht der HERR.
Jere51/27Jere Richtet das Feldzeichen im Land auf, stoßt ins Horn unter den Nationen! Heiligt Nationen gegen es [zum Krieg], ruft gegen es die Königreiche Ararat, Minni und Aschkenas herbei!
Bestellt Kriegsoberste gegen es, laßt Pferde heraufziehen wie furchtbare Heuschrecken! Jere51/28Jere Heiligt Nationen gegen es [zum Krieg], die Könige von Medien, dessen Statthalter und alle
seine Befehlshaber und das ganze Land ihrer Herrschaft! Jere51/29Jere Da erbebt und erzittert die Erde. Denn die Pläne des HERRN erfüllen sich gegen Babel, um das Land Babel zu einer Wüste zu
machen, ohne Bewohner. Jere51/30Jere Babels Helden haben aufgehört zu kämpfen, sie sitzen in den Bergfestungen. Versiegt ist ihre Kraft, sie sind zu Weibern geworden. Man hat ihre Wohnungen
angezündet, ihre Riegel sind zerbrochen. Jere51/31Jere Ein Läufer läuft dem anderen entgegen und der Bote dem Boten, um dem König von Babel die Botschaft zu bringen, dass seine Stadt von allen
Seiten her eingenommen ist. Jere51/32Jere Und die Übergänge sind besetzt, und die Festungen hat man mit Feuer ausgebrannt, und die Kriegsleute sind vor Schrecken erstarrt. - Jere51/33Jere Denn so
spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Die Tochter Babel ist wie eine Tenne zur Zeit, da man sie stampft. Noch kurze Zeit, dann kommt die Zeit der Ernte für sie.
Jere51/34Jere Nebukadnezar, der König von Babel, hat mich gefressen, hat mich vernichtet, hat mich weggestellt als leeres Gefäß. Er verschlang mich wie ein Ungeheuer, füllte seinen Bauch mit
meinen Leckerbissen, stieß mich fort. Jere51/35Jere Die an mir [begangene] Gewalttat und meine Zerfleischung komme über Babel - soll die Bewohnerin von Zion sagen - und mein Blut über die
Bewohner von Chaldäa, soll Jerusalem sagen. Jere51/36Jere Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich will deinen Rechtsstreit führen und deine Rache vollziehen, und ich werde sein Meer austrocknen
und seine Quelle versiegen lassen. Jere51/37Jere Und Babel soll zum Steinhaufen, zur Wohnung der Schakale, zum Entsetzen und zum Gezisch werden, ohne Bewohner.
Jere51/38Jere Sie brüllen alle zusammen wie Junglöwen, knurren wie die Jungen der Löwinnen. Jere51/39Jere Wenn sie erhitzt sind, richte ich ihnen ein Trinkgelage an und mache sie betrunken, so
dass sie frohlocken und entschlafen zu ewigem Schlaf und nicht mehr erwachen, spricht der HERR. Jere51/40Jere Wie Lämmer führe ich sie zur Schlachtung hinab, wie Widder zusammen mit den Böcken. -
Jere51/41Jere Wie ist Scheschach eingenommen und der Ruhm der ganzen Erde erobert! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden unter den Nationen! Jere51/42Jere Das Meer ist heraufgestiegen über Babel;
mit dem Brausen seiner Wellen ist es bedeckt. Jere51/43Jere Seine Städte sind zur Wüste geworden, ein dürres Land und eine Steppe, ein Land, worin niemand wohnt und durch das kein Menschenkind
zieht. Jere51/44Jere Und ich werde den Bel zu Babel heimsuchen und aus seinem Maul herausnehmen, was er verschlungen hat; und Nationen sollen nicht mehr zu ihm strömen. Auch die Mauer von Babel
ist gefallen.
Jere51/45Jere Zieht aus ihm hinaus, mein Volk, und rettet euch, jeder sein Leben, vor der Zornesglut des HERRN! Jere51/46Jere Und dass euer Herz nicht zaghaft werde und ihr euch nicht fürchtet
vor der Nachricht, die im Land vernommen wird! Denn in dem einen Jahr kommt diese Nachricht und in dem Jahr danach jene Nachricht. Und Gewalttat ist im Land, Herrscher [folgt] auf
Herrscher.
Jere51/47Jere Darum siehe, Tage kommen, da werde ich die Götterbilder Babels heimsuchen. Sein ganzes Land wird zuschanden werden, und alle seine Erschlagenen werden in seiner Mitte fallen.
Jere51/48Jere Und Himmel und Erde, und alles, was in ihnen ist, werden jubeln über Babel. Denn von Norden her kommen ihm die Verwüster, spricht der HERR. Jere51/49Jere Wie Babel darauf ausging,
dass Erschlagene Israels fielen, so werden wegen Babel Erschlagene [auf] der ganzen Erde fallen. - Jere51/50Jere Ihr, [die] dem Schwert Entkommenen, geht, bleibt nicht stehen! Denkt an den HERRN
aus der Ferne, und Jerusalem komme euch in den Sinn! - Jere51/51Jere Wir sind beschämt, denn wir haben Verhöhnung gehört; Schmach hat unser Gesicht bedeckt. Denn Fremde sind über die Heiligtümer
des Hauses des Herrn gekommen. - Jere51/52Jere Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da ich seine Götzenbilder heimsuchen werde. Und tödlich Verwundete werden stöhnen in seinem ganzen Land.
Jere51/53Jere Wenn auch Babel bis zum Himmel hinaufstiege und seine starke Höhe unersteigbar machte, so würden ihm von mir her [doch] Verwüster kommen, spricht der HERR.
Jere51/54Jere Horch! Ein Geschrei aus Babel und großer Zusammenbruch vom Land der Chaldäer her! Jere51/55Jere Denn der HERR verwüstet Babel und läßt aus ihm den lauten Schall verlorengehen. Und
es brausen seine Wogen wie gewaltige Wasser, es ertönt der Schall ihres Tosens. Jere51/56Jere Denn über es, über Babel, kommt ein Verwüster. Und seine Helden werden gefangen, ihre Bogen sind
zerbrochen. Denn ein Gott der Vergeltung ist der HERR, er wird bestimmt vergelten. Jere51/57Jere Und ich mache seine Obersten betrunken und seine Weisen, seine Statthalter und seine Befehlshaber
und seine Helden, dass sie entschlafen zu ewigem Schlaf und nicht mehr erwachen, spricht der König, HERR der Heerscharen ist sein Name. Jere51/58Jere So spricht der HERR der Heerscharen: Die
Mauern des großen Babel sollen vollständig geschleift und seine hohen Tore mit Feuer verbrannt werden. - Und so mühen sich Völker für nichts und Völkerschaften fürs Feuer, und sie
ermüden.
Anweisung Jeremias, die Fluchschrift über Babel nach Verlesung im Euphrat zu versenken.
Jere51/59Jere Das Wort, das der Prophet Jeremia Seraja, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, befahl, als der mit Zedekia, dem König von Juda, im vierten Jahr seiner Regierung nach Babel zog;
Seraja war Reisemarschall. Jere51/60Jere Und Jeremia schrieb in ein [einziges] Buch all das Unheil, das über Babel kommen sollte, alle diese Worte, die gegen Babel geschrieben sind. Jere51/61Jere
Und Jeremia sagte zu Seraja: Wenn du nach Babel kommst, so sieh zu und lies all diese Worte Jere51/62 und sprich: HERR, du selbst hast gegen diesen Ort geredet, dass du ihn ausrotten wirst, so
dass kein Bewohner mehr darin sein soll, weder Mensch noch Vieh, sondern dass er zu einer ewigen Trümmerstätte werden soll. Jere51/63Jere Und es soll geschehen, wenn du dieses Buch zu Ende
gelesen hast, so binde einen Stein daran und wirf es mitten in den Euphrat Jere51/64Jere und sage: So wird Babel versinken und nicht wieder hochkommen wegen des Unheils, das ich über es bringe;
und sie werden ermüden.
Bis hierher [gehen] die Worte Jeremias.
Belagerung Jerusalems Flucht und Gefangennahme des Königs Zedekia.
V. 127: Kap. 39,110; V. 130: 2Kö 24,1820; 25,121; 2Chr 36,1121.
\52\
Jere52/1Jere Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hamutal, die Tochter Jirmejas aus Libna. Jere52/2Jere
Und er tat, was böses war in den Augen des HERRN, nach allem, was Jojakim getan hatte. Jere52/3Jere Denn wegen des Zornes des HERRN kam es in Jerusalem und Juda dahin, dass er sie von seinem
Angesicht verwarf. Und Zedekia empörte sich gegen den König von Babel.
Jere52/4Jere Und es geschah im neunten Jahr seiner Regierung, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats, da kamen Nebukadnezar, der König von Babel, er und sein ganzes Heer, gegen Jerusalem und
belagerte es; und sie bauten Belagerungstürme gegen es ringsumher. Jere52/5Jere So kam die Stadt in Belagerung bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia. Jere52/6Jere Im vierten Monat am Neunten des
Monats, als der Hunger in der Stadt überhand genommen hatte und kein Brot [mehr] da war für das Volk des Landes, Jere52/7Jere da wurde die Stadt[mauer] aufgebrochen. Und alle Kriegsleute flohen
und zogen Nachts aus der Stadt hinaus auf dem Weg durch das Tor, das zwischen den beiden Mauern beim Garten des Königs war die Chaldäer aber waren rings um die Stadt her , und sie zogen den Weg
zur Steppe. Jere52/8Jere Aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach, und sie holten Zedekia ein in den Steppen von Jericho; und sein ganzes Heer zerstreute sich von ihm weg. Jere52/9Jere Und
sie ergriffen den König und führten ihn hinauf zum König von Babel, nach Ribla im Land Hamat, und der sprach das Urteil über ihn. Jere52/10Jere Und der König von Babel schlachtete die Söhne
Zedekias vor dessen Augen, und er schlachtete auch alle Obersten von Juda in Ribla. Jere52/11Jere Und er blendete die Augen Zedekias und band ihn mit ehernen Fesseln. Und der König von Babel
brachte ihn nach Babel und setzte ihn in Gewahrsam bis zum Tag seines Todes.
Zerstörung Jerusalems und des Tempels Wegführung nach Babel.
Jere52/12Jere Und im fünften Monat, am Zehnten des Monats das war das neunzehnte Jahr des Königs Nebukadnezar, des Königs von Babel kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der vor dem
König von Babel stand, nach Jerusalem. Jere52/13Jere Und er verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs; und alle Häuser von Jerusalem und jedes große Haus verbrannte er mit Feuer.
Jere52/14Jere Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache war, riß alle Mauern von Jerusalem ringsum nieder. Jere52/15Jere Und von den Geringen des Volkes und den Rest des
Volkes, die in der Stadt Übriggebliebenen, und die Überläufer, die zum König von Babel übergelaufen waren, und den Rest der Handwerker führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, gefangen
fort. Jere52/16Jere Aber von den Geringen des Landes ließ Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, [einige] zurück als Weingärtner und als Ackerleute.
Jere52/17Jere Und die bronzenen Säulen, die am Haus des HERRN waren, und die Gestelle und das bronzene Meer, die im Haus des HERRN waren, zerschlugen die Chaldäer und nahmen alle Bronze davon mit
nach Babel. Jere52/18Jere Und sie nahmen die Töpfe mit und die Schaufeln und die Messer und die Sprengschalen und die Schalen und alle bronzenen Geräte, mit denen man den Dienst verrichtete.
Jere52/19Jere Auch die Becken, die Feuerbecken und die Sprengschalen, die Töpfe, die Leuchter, die Schalen und die Opferschalen, [von dem], was aus reinem Gold und was aus reinem Silber war, nahm
der Oberste der Leibwache mit. Jere52/20Jere [Ferner] die beiden Säulen, das eine Meer und die zwölf bronzenen Rinder darunter [und] die Gestelle, die der König Salomo für das Haus des HERRN
gemacht hatte. Die Bronze all dieser Geräte war nicht zu wiegen. Jere52/21Jere Und die Säulen: achtzehn Ellen war die Höhe der einen Säule, und eine Schnur von zwölf Ellen umfaßte sie; und ihre
Dicke war vier Finger, sie war hohl. Jere52/22Jere Und ein Kapitell aus Bronze war darauf, und die Höhe des einen Kapitells [betrug] fünf Ellen. Und Flechtwerk und Granatäpfel waren an dem
Kapitell ringsum, alles aus Bronze. Und genauso war es an der anderen Säule, und Granatäpfel [waren daran]. Jere52/23Jere Es waren 96 Granatäpfel außen angebracht; zusammen waren hundert
Granatäpfel am Flechtwerk ringsum.
Jere52/24Jere Und der Oberste der Leibwache nahm den Oberpriester Seraja und Zefanja, den zweiten Priester, und die drei Hüter der Schwelle. Jere52/25Jere Und aus der Stadt nahm er einen
Hofbeamten, der über die Kriegsleute eingesetzt war, und sieben Männer von denen, die ständig um den König waren, die sich in der Stadt fanden, und den Schreiber des Heerobersten, der das Volk
des Landes zum Heeresdienst aushob, und sechzig Mann vom Volk des Landes, die sich in der Stadt fanden. Jere52/26Jere Und Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nahm sie und brachte sie zum
König von Babel nach Ribla. Jere52/27Jere Und der König von Babel schlug sie und tötete sie in Ribla im Land Hamat. - So wurde Juda aus seinem Land gefangen weggeführt.
Jere52/28Jere Das ist das Volk, das Nebukadnezar gefangen weggeführt hat: Im 7. Jahr 3 023 Judäer, Jere52/29Jere im 18. Jahr Nebukadnezars 832 Seelen aus Jerusalem, Jere52/30Jere im 23. Jahr
Nebukadnezars führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, von den Judäern 745 Seelen gefangen fort, alle Seelen zusammen waren 4600.
Begnadigung des Königs Jojachin.
2Kö 25,2730.
Jere52/31Jere Und es geschah im 37. Jahr der Wegführung Jojachins, des Königs von Juda, im 12. Monat, am 25. des Monats, da erhob Evil-Merodach, der König von Babel, im [ersten] Jahr seiner
Königsherrschaft das Haupt Jojachins, des Königs von Juda, und führte ihn aus dem Gefängnis. Jere52/32Jere Und er redete gütig mit ihm und setzte seinen Thron über den Thron der Könige, die bei
ihm in Babel waren. Jere52/33Jere Und Jojachin durfte seine Gefängniskleidung ablegen. Und er aß beständig vor ihm, alle Tage seines Lebens. Jere52/34Jere Und sein Unterhalt, ein beständiger
Unterhalt, wurde ihm vom König von Babel gegeben, soviel er täglich nötig hatte, bis zum Tag seines Todes, alle Tage seines Lebens.
1.25 Klagelieder (Jeremias).
Jerusalems Klage über sein Elend, Bekenntnis der Schuld und Bitte um Hilfe und Vergeltung an den Feinden.
\1\
Klag1/1Klag Wehe, wie sitzt so einsam da die [einst] volkreiche Stadt! Sie ist einer Witwe gleich geworden, die Große unter den Nationen! Die Fürstin über die Provinzen ist zur Zwangsarbeit
erniedrigt!
Klag1/2Klag Sie weint und weint des Nachts, und ihre Tränen [laufen] über ihre Wangen. Sie hat keinen Tröster unter allen, die sie liebten; alle ihre Freunde haben treulos an ihr gehandelt, sind
ihr zu Feinden geworden.
Klag1/3$ Gefangen ist Juda weggezogen aus Elend und aus schwerem Sklavendienst. Es wohnt unter den Nationen, findet keinen Rastplatz. Alle seine Verfolger haben es erreicht - mitten in der
Bedrängnis.
$1/4Klag Die Wege nach Zion trauern, weil niemand zum Fest kommt. All ihre Tore sind menschenleer, ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sind betrübt, und ihr selbst ist bitter weh.
Klag1/5Klag Ihre Gegner sind obenauf, ihre Feinde haben Ruhe. Denn der HERR hat sie betrübt wegen der Menge ihrer Verbrechen. Ihre Kinder sind vor dem Gegner her in Gefangenschaft
gezogen.
Klag1/6Klag So zog aus der Tochter Zion all ihre Pracht aus. Ihre Obersten sind wie Hirsche geworden, die keine Weide finden, und kraftlos zogen sie dahin vor dem Verfolger.
Klag1/7Klag Jerusalem denkt in den Tagen ihres Elends und ihrer Heimatlosigkeit an all ihre Kostbarkeiten, die es [bei ihr] gab seit den Tagen der Vorzeit, [jetzt,] da ihr Volk durch die Hand des
Gegners gefallen ist und sie keinen Helfer hat. Die Gegner sehen ihr zu, lachen darüber, dass es mit ihr aus ist.
Klag1/8Klag Schwer gesündigt hat Jerusalem. Darum ist sie zum Gespött geworden; alle ihre Verehrer verachten sie, weil sie ihre Blöße gesehen haben. Sie selbst aber seufzt und wendet sich
ab.
Klag1/9Klag Ihre Unreinheit [klebt] an ihrem Saum; ihr Ende hat sie nicht bedacht. So ist sie entsetzlich heruntergekommen, ohne dass einer sie tröstet. Sieh an, HERR, mein Elend, denn der Feind
tut sich groß!
Klag1/10Klag Seine Hand hat der Gegner ausgestreckt nach all ihren Kostbarkeiten. Ja, sie musste mitansehen, wie Nationen in ihr Heiligtum kamen, denen du geboten hattest, sie sollten dir nicht
in die Versammlung kommen!
Klag1/11Klag All ihr Volk seufzt auf der Suche nach Brot; sie geben ihre Kostbarkeiten für Nahrung hin, um sich am Leben zu halten. Siehe, HERR, und schau, wie verachtet ich bin!
Klag1/12Klag Ist es [noch] nicht zu euch [gedrungen], alle, die ihr des Weges zieht? Schaut und seht, ob es einen Schmerz gibt wie meinen Schmerz, der mir angetan worden ist, mit dem [mich] der
HERR betrübt hat am Tag seiner Zornglut!
Klag1/13Klag Aus der Höhe sandte er Feuer in meine Gebeine und zertrat sie. Er spannte ein Netz für meine Füße, zwang mich zur Umkehr. Er machte mich einsam und allezeit krank.
Klag1/14Klag Schwer ist das Joch meiner Verbrechen, durch seine Hand zusammengeflochten. Sie kamen auf meinen Hals; [das] brach mir die Kraft. Der Herr lieferte mich solchen in die Hände, denen
ich nicht standhalten kann.
Klag1/15Klag Alle meine Starken verwarf der Herr in meiner Mitte; er rief gegen mich ein Treffen aus, um meine jungen Männer zu zerschmettern; der Herr hat der Jungfrau, der Tochter Juda, die
Kelter getreten.
Klag1/16Klag Darüber muß ich weinen, mein Auge, mein Auge zerfließt von Wasser. Denn ein Tröster, der meine Seele erquicken könnte, ist fern von mir. Meine Söhne sind vereinsamt, denn der Feind
hat die Oberhand.
Klag1/17Klag Zion breitet ihre Hände aus, [doch] da ist niemand, der sie tröstet. Der HERR entbot gegen Jakob seine Nachbarn als seine Feinde. Jerusalem wurde unter ihnen zum Abscheu.
Klag1/18Klag Gerecht ist er, der HERR, denn gegen seinen Befehl bin ich widerspenstig gewesen. Hört doch, alle ihr Völker, und seht meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und meine jungen Männer sind
in die Gefangenschaft gezogen.
Klag1/19Klag Ich rief nach denen, die mich geliebt hatten, sie aber betrogen mich. Meine Priester und meine Ältesten kamen in der Stadt um, als sie für sich Nahrung suchten, um sich am Leben zu
halten.
Klag1/20Klag Sieh, HERR, wie mir angst ist! Mein Inneres glüht, mein Herz dreht sich mir im Leibe um, weil ich so sehr widerspenstig gewesen bin. Draußen hat mich das Schwert der Kinder beraubt
[und] drinnen der Tod.
Klag1/21Klag Man hört, wie ich seufze, [doch] habe ich keinen Tröster. Alle meine Feinde haben mein Unglück gehört, haben sich gefreut, dass du es getan hast. Führst du den Tag herbei, den du
verkündigt hast, dann ergeht es ihnen wie mir.
Klag1/22Klag All ihre Bosheit komme vor dich! Handle an ihnen, wie du an mir gehandelt hast wegen all meiner Verbrechen! Denn zahlreich sind meine Seufzer, und mein Herz ist krank.
Unheil im Land und in Jerusalem durch Gottes Zorn gemäß seiner Warnung - Zions Schreien nach Gottes Erbarmen.
\2\
Klag2/1Klag Wehe, wie umwölkt in seinem Zorn der Herr die Tochter Zion! Er hat die Herrlichkeit Israels vom Himmel zur Erde geworfen und am Tag seines Zorns nicht gedacht an den Schemel seiner
Füße.
Klag2/2Klag Vernichtet hat der Herr - ohne Mitleid - alle Weideplätze Jakobs; er hat in seinem Grimm niedergerissen die befestigten Städte der Tochter Juda; zu Boden gestürzt, entweiht hat er das
Königreich und seine Obersten.
Klag2/3Klag In Zornesglut hat er abgehauen jedes Horn Israels; er hat seine Rechte zurückgezogen angesichts des Feindes und hat Jakob in Brand gesteckt wie ein flammendes Feuer, das ringsum
frißt.
Klag2/4Klag Seinen Bogen hat er gespannt wie ein Feind, seine rechte Hand erhoben wie ein Gegner und hat alles den Augen Liebliche umgebracht. In das Zelt der Tochter Zion hat er seinen Grimm
ausgegossen wie Feuer.
Klag2/5Klag Der Herr ist wie ein Feind geworden. Er hat Israel vernichtet, vernichtet alle ihre Paläste, seine befestigten Städte zerstört. So hat er in der Tochter Juda Weh und Wehgeschrei
gehäuft.
Klag2/6Klag Und er hat seine Hütte abgebrochen wie die eines Gartens, hat zerstört [den Ort für] seine Festversammlung. Der HERR hat in Zion Festversammlung und Sabbat in Vergessenheit geraten
lassen und im Toben seines Zorns König und Priester verworfen.
Klag2/7Klag Verstoßen hat der Herr seinen Altar, entweiht sein Heiligtum; er hat die Mauern ihrer Paläste der Hand des Feindes preisgegeben; Lärm erhob sich im Haus des HERRN wie an einem
Festtag.
Klag2/8Klag Der HERR hatte es sich vorgenommen, die Mauer der Tochter Zion zu zerstören; er spannte die Meßschnur, wandte seine Hand vom Vernichten nicht ab und versetzte Bollwerk und Mauer in
Trauer; zusammen schwanden sie dahin.
Klag2/9Klag Eingesunken in die Erde sind ihre Tore, zerstört und zerschlagen hat er ihre Riegel. Ihr König und ihre Obersten sind unter den Nationen, es gibt kein Gesetz mehr. Auch ihre Propheten
erhalten kein Gesicht von dem HERRN.
Klag2/10Klag Schweigend sitzen auf der Erde die Ältesten der Tochter Zion; sie haben Staub auf ihr Haupt geworfen, Sacktuch sich umgegürtet; die Jungfrauen Jerusalems senken ihr Haupt zur
Erde.
Klag2/11Klag In Tränen vergehen meine Augen, mein Inneres glüht, meine Leber hat sich zur Erde ergossen wegen des Zusammenbruchs der Tochter meines Volkes, weil Kind und Säugling auf den Plätzen
der Stadt verschmachten.
Klag2/12Klag Zu ihren Müttern sagen sie: `Wo ist Brot und Wein?, während sie wie tödlich Verwundete verschmachten auf den Plätzen der Stadt, während ihre Seele sich ergießt in den Schoß ihrer
Mütter.
Klag2/13Klag Womit soll ich dir aufhelfen, womit dich vergleichen, Tochter Jerusalem? Was soll ich dir gleichstellen, damit ich dich tröste, du Jungfrau, Tochter Zion? Denn so groß wie das Meer
ist dein Zusammenbruch. Wer kann dich heilen?
Klag2/14Klag Deine Propheten schauten dir Trug und Tünche; und sie deckten deine Schuld nicht auf, dein Geschick zu wenden, sondern sie schauten dir Aussprüche zu Lüge und Verführung.
Klag2/15Klag Alle, die des Weges ziehen, klatschen über dich in die Hände, sie zischen und schütteln ihren Kopf über die Tochter Jerusalem: Ist das die Stadt, von der man sagte: Der Schönheit
Vollendung, Wonne der ganzen Erde?
Klag2/16Klag Alle deine Feinde reißen ihren Mund über dich auf, sie zischen und knirschen mit den Zähnen. Sie sagen: Wir haben vernichtet! Ja, dies ist der Tag, den wir erhofft haben! Wir haben
[es] erreicht, wir haben [es] gesehen!
Klag2/17Klag Getan hat der HERR, was er sich vorgenommen hatte, er hat sein Wort zur Vollendung gebracht, das er von den Tagen der Vorzeit her entboten hatte. Er hat ohne Mitleid niedergerissen
und hat den Feind über dich fröhlich sein lassen, er hat das Horn deiner Gegner erhöht.
Klag2/18Klag Schrei laut um Hilfe zum Herrn, stöhne, du Tochter Zion! Laß wie einen Bach die Tränen rinnen Tag und Nacht! Gönne dir keine Ruhe! Dein Augapfel stehe nicht still!
Klag2/19Klag Auf, wimmere bei Nacht, bei Beginn der Nachtwachen, schütte wie Wasser dein Herz aus vor dem Angesicht des Herrn! Erhebe deine Hände zu ihm um der Seele deiner Kinder willen, die vor
Hunger verschmachten an allen Straßenecken!
Klag2/20Klag Sieh, HERR, und schaue, an wem du so gehandelt hast! Dürfen Frauen ihre Leibesfrucht essen, die liebevoll gepflegten Kinder? Dürfen im Heiligtum des Herrn Priester und Prophet
erschlagen werden?
Klag2/21Klag Am Boden auf den Straßen liegen Kind und Greis; meine Jungfrauen und meine jungen Männer sind durchs Schwert gefallen. Erschlagen hast du am Tag deines Zornes, abgeschlachtet ohne
Mitleid.
Klag2/22Klag Meine Schrecknisse hast du von allen Seiten herbeigerufen wie zu einem Festtag, und am Tag des Zornes des HERRN gab es keinen Entkommenen und Entronnenen: Die ich liebevoll gepflegt
und großgezogen habe, mein Feind hat sie vertilgt.
Klage des Propheten über sein und des Volkes Elend - Anerkenntnis der Treue Gottes - Aufruf zum Sündenbekenntnis - Bitte um Rettung und Vergeltung an den Feinden
\3\
Klag3/1Klag Ich bin der Mann, der Elend sah durch die Rute seines Grimmes. Klag3/2Klag Mich trieb er weg und ließ mich gehen in Finsternis und ohne Licht. Klag3/3Klag Nur gegen mich wendet er
immer wieder seine Hand, jeden Tag.
Klag3/4Klag Verfallen ließ er mein Fleisch und meine Haut, zerbrach meine Knochen, Klag3/5Klag umbaute und umgab mich mit Gift und Mühsal. Klag3/6Klag Er ließ mich wohnen in Finsternissen, wie
die Toten der Urzeit.
Klag3/7Klag Er ummauerte mich, dass ich nicht herauskann; er legte mich in schwere, bronzene Ketten. Klag3/8Klag Auch wenn ich schrie und um Hilfe rief, verschloß er [sein Ohr vor] meinem Gebet.
Klag3/9Klag Er vermauerte meine Wege mit Quadersteinen, kehrte meine Pfade um.
Klag3/10Klag Ein lauernder Bär war er mir, ein Löwe im Versteck. Klag3/11Klag Er ließ mich vom Weg abirren, zerfleischte mich und machte mich menschenleer. Klag3/12Klag Er spannte seinen Bogen
und stellte mich hin als Ziel für den Pfeil.
Klag3/13Klag Er ließ in meine Nieren dringen die Söhne seines Köchers. Klag3/14Klag Ich wurde meinem ganzen Volk zum Gelächter, ihr Spottlied [bin ich] jeden Tag. Klag3/15Klag Er sättigte mich
mit bitteren Kräutern und tränkte mich mit Wermut.
Klag3/16Klag Und er ließ auf Kies meine Zähne beißen, er trat mich nieder in den Staub. Klag3/17Klag Du verstießest meine Seele aus dem Frieden, ich habe vergessen, was Glück ist. Klag3/18Klag
Und ich sagte: Verloren ist mein Glanz und meine Hoffnung auf den HERRN.
Klag3/19Klag An mein Elend und meine Heimatlosigkeit zu denken, [bedeutet] Wermut und Gift! Klag3/20Klag [Und doch] denkt und denkt meine Seele daran und ist niedergedrückt in mir. Klag3/21Klag
[Doch] dies will ich mir in den Sinn zurückrufen, darauf will ich hoffen:
Klag3/22Klag Ja, die Gnadenerweise des HERRN sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, Klag3/23Klag es ist jeden Morgen neu. Groß ist deine Treue. Klag3/24Klag Mein Anteil ist der
HERR, sagt meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen.
Klag3/25Klag Gut ist der HERR zu denen, die auf ihn harren, zu der Seele, die nach ihm fragt. Klag3/26Klag Es ist gut, dass man schweigend hofft auf die Rettung des HERRN. Klag3/27Klag Gut ist es
für den Mann, wenn er das Joch in seiner Jugend trägt.
Klag3/28Klag Er sitze einsam und schweige, wenn er es ihm auferlegt. Klag3/29Klag Er lege seinen Mund in den Staub, vielleicht gibt es Hoffnung. Klag3/30Klag Er biete dem, der ihn schlägt, die
Wange, sättige sich an Schmach.
Klag3/31Klag Denn nicht für ewig verstößt der Herr, Klag3/32Klag sondern wenn er betrübt hat, erbarmt er sich nach der Fülle seiner Gnadenerweise. Klag3/33Klag Denn nicht von Herzen demütigt und
betrübt er die Menschenkinder.
Klag3/34Klag Dass man alle Gefangenen des Landes unter seinen Füßen zertritt, Klag3/35Klag dass man das Recht eines Mannes beugt vor dem Angesicht des Höchsten, Klag3/36Klag dass man einen
Menschen irreführt in seinem Rechtsstreit - sollte der Herr es nicht sehen?
Klag3/37Klag Wer ist es, der da sprach, und es geschah, - [und] der Herr hat es nicht geboten? Klag3/38Klag Kommt nicht aus dem Mund des Höchsten das Böse und das Gute hervor? Klag3/39Klag Was
beklagt sich der Mensch, der [noch] am Leben ist, [was beklagt sich] der Mann über seine Sündenstrafe?
Klag3/40Klag Prüfen wollen wir unsere Wege und erforschen und umkehren zu dem HERRN! Klag3/41Klag Laßt uns unser Herz samt den Händen erheben zu Gott im Himmel! Klag3/42Klag Wir, wir haben die
Treue gebrochen und sind widerspenstig gewesen; du [aber], du hast nicht vergeben.
Klag3/43Klag Du hast dich in Zorn gehüllt und hast uns verfolgt; du hast uns umgebracht ohne Mitleid. Klag3/44Klag Du hast dich in eine Wolke gehüllt, so dass kein Gebet hindurchdrang.
Klag3/45Klag Du hast uns zum Kehricht und zum Ekel gemacht mitten unter den Völkern.
Klag3/46Klag Alle unsere Feinde reißen ihren Mund über uns auf. Klag3/47Klag Grauen und Grube sind uns zuteil geworden, Untergang und Zusammenbruch. Klag3/48Klag Wasserbäche läßt mein Auge
fließen wegen des Zusammenbruchs der Tochter meines Volkes.
Klag3/49Klag Mein Auge ergießt sich und kommt nicht zur Ruhe, [tränt] unaufhörlich, Klag3/50Klag bis der HERR vom Himmel herunterschaut und hinsieht. Klag3/51Klag Mein Auge schmerzt mich wegen
all der Töchter meiner Stadt.
Klag3/52Klag Wie einen Vogel jagten und jagten mich [jene], die grundlos meine Feinde sind. Klag3/53Klag Sie stürzten mein Leben in die Grube und warfen Steine auf mich. Klag3/54Klag Wasser
strömten über mein Haupt. Ich sagte [mir]: Ich bin [vom Leben] abgeschnitten!
Klag3/55Klag Da rief ich deinen Namen an, o HERR, aus der Grube tief unten. Klag3/56Klag Du hast meine Stimme gehört. Verbirg dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, meinem Schreien! Klag3/57Klag Du
nahtest an dem Tag, als ich dich anrief; du sprachst: Fürchte dich nicht!
Klag3/58Klag Du hast, Herr, meinen Rechtsstreit geführt, hast mein Leben erlöst. Klag3/59Klag Du, HERR, hast meine Entrechtung gesehen. Verhilf mir zu meinem Recht! Klag3/60Klag Du hast gesehen
all ihre Rachgier, alle ihre Pläne gegen mich.
Klag3/61Klag Gehört hast du ihr Schmähen, o HERR, alle ihre Pläne gegen mich, Klag3/62Klag das Gerede derer, die gegen mich aufgetreten sind, und ihren Spott über mich den ganzen Tag.
Klag3/63Klag Ihr Sitzen und ihr Aufstehen schau dir an! Ich bin ihr Spottlied.
Klag3/64Klag Übe an ihnen Vergeltung, HERR, nach dem Werk ihrer Hände! Klag3/65Klag Gib ihnen Verblendung des Herzens! Dein Fluch komme über sie! Klag3/66Klag Jage ihnen nach im Zorn und rotte
sie aus unter dem Himmel des HERRN!
Das furchtbare Geschick Jerusalems durch Schuld der Propheten und Priester - Wunsch auf Vergeltung an Edom.
\4\
Klag4/1Klag Wehe, wie dunkel ist das Gold geworden, [wie] entstellt das feine Gold! Wie liegen hingeschüttet die Steine des Heiligtums an allen Straßenecken!
Klag4/2Klag Die Söhne Zions, die kostbaren, [einst] aufgewogen mit gediegenem Gold, wehe, wie sind sie irdenen Krügen gleichgeachtet, dem Werk von Töpferhänden!
Klag4/3Klag Selbst Schakale reichen die Brust, säugen ihre Jungen. [Doch] die Tochter meines Volkes ist grausam geworden wie die Strauße in der Wüste.
Klag4/4Klag Die Zunge des Säuglings klebte an seinem Gaumen vor Durst; die Kinder verlangten Brot, niemand brach es ihnen.
Klag4/5Klag Die [sonst] Leckerbissen aßen, verschmachteten auf den Straßen; die auf Karmesin getragen wurden, mussten auf Misthaufen liegen.
Klag4/6Klag Und die Schuld der Tochter meines Volkes war größer als die Sünde Sodoms, das plötzlich zerstört wurde, ohne dass Hände sich rührten.
Klag4/7Klag Ihre Fürsten waren reiner als Schnee, weißer als Milch; rosiger war ihr Leib als Korallen, [wie] Saphir war ihre Gestalt.
Klag4/8Klag Dunkler als Ruß ist [jetzt] ihr Aussehen, man erkennt sie nicht auf den Straßen; runzlig ist ihre Haut auf ihren Knochen, sie ist dürr geworden wie Holz.
Klag4/9Klag Die vom Schwert Getöteten hatten es besser als die vom Hunger Getöteten, [denn] die verendeten [langsam], getroffen vom Mangel an Feldfrucht.
Klag4/10Klag Die Hände weichherziger Frauen haben ihre Kinder gekocht; sie dienten ihnen als Speise beim Zusammenbruch der Tochter meines Volkes.
Klag4/11Klag Der HERR hat seinem Grimm Genüge getan, hat seine Zornglut ausgegossen; und er hat in Zion ein Feuer angezündet, das [sogar] seine Grundmauern gefressen hat.
Klag4/12Klag Die Könige der Erde hätten es nicht geglaubt, noch alle Bewohner des Erdkreises, dass Gegner und Feind in die Tore Jerusalems eindringen würden.
Klag4/13Klag Wegen der Verfehlungen ihrer Propheten, [wegen] der Sünden ihrer Priester, die in ihrer Mitte das Blut der Gerechten vergossen haben,
Klag4/14Klag wankten sie [wie] Blinde auf den Straßen, besudelt mit Blut, so dass man ihre Kleider nicht anrühren durfte.
Klag4/15Klag `Weicht! Unrein! rief man ihnen zu. `Weicht, weicht! Nicht anrühren! Ja, sie mussten in die Ferne und heimatlos umherschweifen. Man sagte unter den Nationen: Sie dürfen [bei uns]
nicht länger bleiben!
Klag4/16Klag Das Angesicht des HERRN hat sie zerstreut, er schaut sie nicht mehr an. Auf die Priester hat man keine Rücksicht genommen, Greisen ist man nicht gnädig gewesen!
Klag4/17Klag Noch vergehen unsere Augen [auf der Suche] nach Hilfe für uns - umsonst. Auf unserer Warte warteten wir auf eine Nation, die [doch] nicht retten kann.
Klag4/18Klag Man belauerte unsere Schritte, so dass wir auf unseren Plätzen nicht gehen konnten. Unser Ende nahte, erfüllt waren unsere Tage; ja, unser Ende kam.
Klag4/19Klag Unsere Verfolger waren schneller als die Adler am Himmel. Auf den Bergen hetzten sie uns, in der Wüste lauerten sie uns auf.
Klag4/20Klag Unser Lebensodem, der Gesalbte des HERRN, wurde in ihren Gruben gefangen, [er,] von dem wir sagten: In seinem Schatten werden wir leben unter den Nationen.
Klag4/21Klag Sei fröhlich und freue dich, Tochter Edom, die du wohnst im Land Uz! Auch an dich wird der Becher kommen; du wirst betrunken sein und dich entblößen.
Klag4/22Klag Zu Ende ist deine Schuld, Tochter Zion! Nie mehr führt er dich gefangen fort. Er sucht deine Schuld heim, Tochter Edom, deckt deine Sünden auf.
Klage über die Schreckensherrschaft der Feinde und Bitte um Gnade.
\5\
Klag5/1Klag Gedenke, HERR, [all] dessen, was uns geschehen ist! Schau her und sieh unsere Schmach!
Klag5/2Klag Unser Erbteil ist Fremden zugefallen, unsere Häuser Ausländern.
Klag5/3Klag Waisen sind wir geworden, ohne Vater; unsere Mütter sind Witwen gleich.
Klag5/4KlagUnser Wasser trinken wir für Geld, unser Holz bekommen wir [nur] gegen Bezahlung.
Klag5/5Klag Unsere Verfolger sitzen uns im Nacken; wir werden müde, [aber] man läßt uns keine Ruhe.
Klag5/6Klag Ägypten gaben wir die Hand [und] Assur, um genug Brot zu essen zu haben.
Klag5/7KlagUnsere Väter haben gesündigt, sie sind nicht mehr. Wir aber tragen ihre Schuld.
Klag5/8Klag Sklaven herrschen über uns; da ist niemand, der [uns] aus ihrer Hand herausreißt.
Klag5/9Klag Unter Lebensgefahr holen wir unser Brot, [bedroht] vom Schwert der Wüste.
Klag5/10Klag Unsere Haut ist geschrumpft wie von einem Ofen wegen der Qualen des Hungers.
Klag5/11Klag Frauen haben sie in Zion vergewaltigt, Jungfrauen in den Städten Judas.
Klag5/12Klag Oberste wurden von ihrer Hand aufgehängt, die Ältesten entehrt.
Klag5/13Klag Junge Männer müssen die Handmühle tragen, und Knaben stürzen unter der Holzlast zu Boden.
Klag5/14Klag Die Ältesten bleiben vom Tor fern, die jungen Männer von ihrem Saitenspiel.
Klag5/15Klag Die Freude unseres Herzens hat aufgehört, in Trauer ist unser Reigen verwandelt.
Klag5/16Klag Gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Wehe uns, dass wir gesündigt haben!
Klag5/17Klag Deswegen ist unser Herz krank geworden; wegen dieser [Dinge] sind unsere Augen verdunkelt,
Klag5/18Klag wegen des Berges Zion, der verödet ist; Füchse streifen auf ihm umher.
Klag5/19Klag Du [aber], HERR, bleibst in Ewigkeit, dein Thron von Generation zu Generation.
Klag5/20Klag Warum willst du uns für immer vergessen, uns verlassen lebenslang?
Klag5/21Klag Bring uns zurück, HERR, zu dir, dass wir umkehren! Erneuere unsere Tage [,dass sie werden] wie früher!
Klag5/22Klag Oder solltest du uns endgültig verworfen haben, allzu zornig sein über uns?
1.26 Hesekiel (Ezechiel).
Vision Hesekiels: Die Herrlichkeit des HERRN.
Kap. 10.
\1\
Hes1/1 Und es geschah im dreißigsten Jahr, im vierten [Monat], am Fünften des Monats; als ich mitten unter den Weggeführten am Fluss Kebar war, da öffneten sich die Himmel, und ich sah Gesichte
Gottes. Hes1/2Hes Am Fünften des Monats - das ist das fünfte Jahr [nach] der Wegführung des Königs Jojahin - Hes1/3Hes geschah das Wort des HERRN ausdrücklich zu Hesekiel, dem Sohn des Busi, dem
Priester, im Land der Chaldäer am Fluss Kebar; dort kam die Hand des HERRN über ihn.
Hes1/4Hes Und ich sah: Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer, das hin- und herzuckte, und Glanz war rings um sie her. Und aus seiner Mitte, aus der Mitte des
Feuers, [strahlte es] wie der Anblick von glänzendem Metall. Hes1/5Hes Und aus seiner Mitte hervor [erschien] die Gestalt von vier lebenden Wesen; und dies war ihr Aussehen: die Gestalt eines
Menschen hatten sie. Hes1/6Hes Und vier Gesichter hatte jedes, und vier Flügel hatte jedes von ihnen. Hes1/7Hes Und ihre Beine waren gerade Beine und ihre Fußsohlen wie die Fußsohle eines Kalbes;
und sie funkelten wie der Anblick von blanker Bronze. Hes1/8Hes Und Menschenhände waren unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; und die vier hatten ihre Gesichter und ihre Flügel. Hes1/9Hes
Ihre Flügel berührten sich, einer mit dem anderen; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen: sie gingen, ein jedes gerade vor sich hin. Hes1/10Hes Und [das war] die Gestalt ihrer Gesichter: Das
Gesicht eines Menschen und das Gesicht eines Löwen hatten die vier rechts, und das Gesicht eines Stieres hatten die vier links, und das Gesicht eines Adlers hatten die vier. Hes1/11Hes Und ihre
Flügel waren [nach] oben ausgespannt; jedes hatte zwei, die sich einer [mit dem anderen] berührten, und zwei, die ihre Leiber bedeckten. Hes1/12Hes Und sie gingen ein jeder gerade vor sich hin;
wohin der Geist gehen wollte, dahin gingen sie; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Hes1/13Hes Und mitten zwischen den lebenden Wesen war ein Schein wie von brennenden Feuerkohlen; wie
ein Schein von Fackeln war das, was zwischen den lebenden Wesen hin und herfuhr; und das Feuer hatte einen Glanz, und aus dem Feuer fuhren Blitze hervor. Hes1/14Hes Und die lebenden Wesen liefen
hin und her, so dass es aussah wie Blitze.
Hes1/15Hes Und als ich die lebenden Wesen sah, siehe, da war ein Rad auf der Erde neben den lebenden Wesen, bei ihren vier Vorderseiten. Hes1/16Hes Das Aussehen der Räder und ihre Verarbeitung
war wie der Anblick von Türkis, und die vier hatten ein und dieselbe Gestalt; und ihr Aussehen und ihre Verarbeitung war, wie wenn ein Rad mitten im [anderen] Rad wäre. Hes1/17Hes Wenn sie
gingen, dann gingen sie nach ihren vier Seiten hin; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Hes1/18Hes Und ihre Felgen, sie waren hoch, und als ich sie anblickte, [sah ich,] dass ihre Felgen
voller Augen waren rings herum bei den vieren. Hes1/19Hes Und wenn die lebenden Wesen gingen, gingen [auch] die Räder neben ihnen her; und wenn die lebenden Wesen sich von der Erde erhoben,
erhoben sich [auch] die Räder. Hes1/20Hes Wohin der Geist gehen wollte, gingen sie, dahin, wohin der Geist gehen [wollte]. Und die Räder erhoben sich gleichzeitig mit ihnen, denn der Geist des
lebenden Wesens war in den Rädern. Hes1/21Hes Wenn [jene] gingen, gingen [auch diese], und wenn [jene] stehen blieben, dann blieben [auch diese] stehen; und wenn sich [jene] von der Erde erhoben,
[dann] erhoben sich die Räder gleichzeitig mit ihnen. Denn der Geist des lebenden Wesens war in den Rädern. Hes1/22Hes Und über den Häuptern des lebenden Wesens war etwas wie ein festes Gewölbe,
wie der Anblick eines furchteinflößenden Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern. Hes1/23Hes Und unter dem festen Gewölbe waren ihre Flügel gerade [ausgebreitet], einer gegen den
anderen; und jedes hatte zwei [Flügel], die ihnen ihre Leiber bedeckten. Hes1/24Hes Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer Wasser, wie die Stimme des
Allmächtigen, das Rauschen einer Volksmenge, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken. Hes1/25Hes Und es kam eine Stimme von [dem Raum] oberhalb
des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken.
Hes1/26Hes Und oberhalb des festen Gewölbes, das über ihren Häuptern war, [befand sich] - wie das Aussehen eines Saphirsteines - etwas wie ein Thron und auf dem, was wie ein Thron [aussah], oben
auf ihm eine Gestalt, dem Aussehen eines Menschen gleich. Hes1/27Hes Und ich sah: Wie der Anblick von glänzendem Metall, wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat, [war es] von dem
Aussehen seiner Hüften an aufwärts; und von dem Aussehen seiner Hüften an abwärts sah ich [etwas] wie das Aussehen von Feuer; und ein Glanz war rings um ihn. Hes1/28Hes Wie das Aussehen des
Bogens, der am Regentag in der Wolke ist, so war das Aussehen des Glanzes ringsum. Das war das Aussehen des Abbildes der Herrlichkeit des HERRN. - Und als ich es sah, fiel ich auf mein Gesicht
nieder; und ich hörte die Stimme eines Redenden.
Hesekiels Berufung zum Propheten für Israel mit von Gott empfangenem Wort.
\2\
Hes2/1Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, stelle dich auf deine Füße, und ich will mit dir reden! Hes2/2Hes Und als er zu mir redete, kam der Geist in mich und stellte mich auf meine Füße;
und ich hörte den, der zu mir redete. Hes2/3Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den empörerischen Söhnen Israel, [zu Nationen], die sich gegen mich empört haben; sie und
ihre Väter haben mit mir gebrochen bis auf diesen heutigen Tag. Hes2/4Hes [Zu] den Söhnen mit frechem Gesicht und hartem Herzen, zu ihnen sende ich dich; und du sollst zu ihnen sagen: `So spricht
der Herr, HERR! Hes2/5Hes Und sie, mögen sie hören oder es lassen - denn sie sind ein widerspenstiges Haus -, sie sollen doch erkennen, dass ein Prophet in ihrer Mitte gewesen ist. Hes2/6Hes Und
du, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen, und fürchte dich nicht vor ihren Worten, wenn [auch] Dornen dich umgeben und du auf Skorpionen sitzt. Vor ihren Worten fürchte dich nicht, und
erschrick nicht vor ihrem Angesicht! Denn ein widerspenstiges Haus sind sie. Hes2/7Hes Und du sollst meine Worte zu ihnen reden, mögen sie hören oder es lassen! Denn widerspenstig sind
sie.
Hes2/8Hes Und du, Menschensohn, höre, was ich zu dir rede! Sei nicht widerspenstig wie das widerspenstige Haus: Öffne deinen Mund und iß, was ich dir gebe! - Hes2/9Hes Und ich sah: und siehe,
eine Hand war zu mir hin ausgestreckt; und siehe, in ihr [befand sich] eine Buchrolle. Hes2/10Hes Und er breitete sie vor mir aus, und sie war auf der Vorder- und auf der Rückseite beschrieben;
und es waren darauf geschrieben Klagen und Seufzen und Wehgeschrei.
\3\
Hes3/1Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, was du findest, iss! Iss diese Rolle, und geh hin, rede zum Haus Israel! Hes3/2Hes Und ich öffnete meinen Mund, und er gab mir diese Rolle zu essen.
Hes3/3Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, deinem Bauch gib zu essen, und deinen Leib fülle mit dieser Rolle, die ich dir gebe! Und ich aß sie, und sie war in meinem Munde süß wie Honig.
Hesekiels Ausrüstung für seine Aufgabe - Entrückung an seinen Dienstort und Einsetzung zum Wächter
Hes3/4Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, auf, geh hin zum Haus Israel und rede mit meinen Worten zu ihnen! Hes3/5Hes Denn nicht zu einem Volk mit dunkler Sprache und schwieriger Rede bist du
gesandt, [sondern] zum Haus Israel. Hes3/6Hes Nicht zu vielen Völkern mit dunkler Sprache und schwieriger Rede, deren Worte du nicht verstehst. Würde ich dich zu diesen senden, sie würden auf
dich hören. Hes3/7Hes Aber das Haus Israel wird nicht auf dich hören wollen, denn sie wollen nicht auf mich hören. Denn das ganze Haus Israel hat eine harte Stirn und ein verstocktes Herz.
Hes3/8Hes Siehe, ich habe dein Angesicht hart gemacht genau wie ihr Angesicht und deine Stirn hart genau wie ihre Stirn; Hes3/9Hes wie einen Diamanten, härter als einen Kieselstein, habe ich
deine Stirn gemacht. Fürchte sie nicht und erschrick nicht vor ihrem Angesicht! Denn ein widerspenstiges Haus sind sie. - Hes3/10Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, alle meine Worte, die ich
zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre [sie] mit deinen Ohren! Hes3/11Hes Und [mache dich] auf, geh hin zu den Weggeführten, zu den Söhnen deines Volkes, rede zu ihnen und sage zu
ihnen: `So spricht der Herr, HERR! Sie mögen hören oder es lassen.
Hes3/12Hes Und der Geist hob mich empor; und ich hörte hinter mir den Schall eines starken Getöses, als sich die Herrlichkeit des HERRN von ihrer Stätte erhob, Hes3/13Hes und das Rauschen der
Flügel der lebenden Wesen, die einer den anderen berührten, und das Sausen der Räder, die [sich] gleichzeitig mit ihnen [bewegten], und den Schall eines starken Getöses. Hes3/14Hes Und der Geist
hob mich empor und nahm mich hinweg; und ich fuhr dahin, erbittert in der Erregung meines Geistes; und die Hand des HERRN war hart auf mir. Hes3/15Hes Und ich kam nach Tel-Abib zu den
Weggeführten, die am Fluß Kebar wohnten; und ich blieb [bei denen], die dort wohnten; und ich saß dort sieben Tage betäubt in ihrer Mitte.
V. 16-21: Kap. 33,1-20.
Hes3/16Hes Und es geschah am Ende von sieben Tagen, da geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes3/17Hes Menschensohn, ich habe dich für das Haus Israel zum Wächter gegeben. Und hörst du ein Wort
aus meinem Mund, so sollst du sie von mir verwarnen! Hes3/18Hes Wenn ich zu dem Gottlosen spreche: `Du musst sterben! und du hast ihn nicht gewarnt und hast nicht geredet, um den Gottlosen vor
seinem gottlosen Weg zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, dann wird er, der Gottlose, um seiner Schuld willen sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. Hes3/19Hes Du aber,
wenn du den Gottlosen gewarnt hast und er ist von seiner Gottlosigkeit und von seinem gottlosen Weg nicht umgekehrt, dann wird er um seiner Schuld willen sterben, du aber hast deine Seele
errettet. Hes3/20Hes Und wenn ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und Unrecht tut und ich einen Anstoß vor ihn lege, dann wird er sterben. Wenn du ihn nicht gewarnt hast, wird er um
seiner Sünde willen sterben, und an seine gerechten Taten, die er getan hat, wird man nicht [mehr] denken; aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. Hes3/21Hes Du aber, wenn du ihn, den
Gerechten gewarnt hast, damit der Gerechte nicht sündige, und er hat nicht gesündigt, so wird er leben, weil er sich hat warnen lassen; du aber, du hast deine Seele errettet.
Vision Hesekiels: Die Herrlichkeit des HERRN - Vom HERRN auferlegte Beschränkung.
Hes3/22Hes Und die Hand des HERRN kam dort über mich, und er sprach zu mir: Mache dich auf, geh hinaus in das Tal. Und dort will ich mit dir reden! Hes3/23Hes Da machte ich mich auf und ging
hinaus in das Tal, und siehe, dort stand die Herrlichkeit des HERRN wie die Herrlichkeit, die ich am Fluß Kebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Gesicht. Hes3/24Hes Da kam der Geist in
mich hinein und stellte mich auf meine Füße. Und er redete mit mir und sprach zu mir: Geh, schließ dich in deinem Haus ein! Hes3/25Hes Und du, Menschensohn, siehe, man wird dir Stricke anlegen
und dich damit binden, dass du nicht in ihre Mitte hinausgehen kannst. Hes3/26Hes Und ich werde deine Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, damit du verstummst und für sie nicht mehr jemand bist,
der zurechtweist; denn ein widerspenstiges Haus sind sie. Hes3/27Hes Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich deinen Mund öffnen, und du sollst zu ihnen sagen: `So spricht der Herr, HERR! Wer
hören will, der höre, und wer es läßt, der lasse es! Denn ein widerspenstiges Haus sind sie.
Von Gott befohlene Verhaltensweise Hesekiels als Zeichen für die Belagerung und Schuld Jerusalems.
\4\
Hes4/1Hes Und du, Menschensohn, nimm dir einen Ziegelstein, und lege ihn vor dich hin, und zeichne darauf eine Stadt, [nämlich] Jerusalem! Hes4/2Hes Und verhänge eine Belagerung gegen sie, und
baue Belagerungstürme gegen sie, und schütte gegen sie einen Belagerungswall auf, und stelle Heerlager gegen sie, und errichte Sturmböcke gegen sie ringsherum! Hes4/3Hes Und du, nimm dir eine
eiserne Pfanne, und stelle sie als eine eiserne Wand zwischen dich und die Stadt! Und richte dein Gesicht gegen sie, dass sie in Belagerung sei und du sie belagerst! Das ist ein Wahrzeichen für
das Haus Israel.
Hes4/4Hes Und du, lege dich auf deine linke Seite, und lege die Schuld des Hauses Israel auf dich: nach der Anzahl der Tage, die du auf ihr liegst, [so lange] sollst du ihre Schuld tragen!
Hes4/5Hes Und ich habe dir die Jahre ihrer Schuld zu einer Anzahl von Tagen gemacht: 390 Tage. [So lange] sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen. Hes4/6Hes Und hast du diese [Zeit]
vollendet, so lege dich zum zweiten Mal hin, [nun] auf deine rechte Seite, und trage die Schuld des Hauses Juda! Vierzig Tage lang, je einen Tag für ein Jahr, habe ich [sie] dir auferlegt. -
Hes4/7Hes Und gegen die Belagerung Jerusalems richte dein Gesicht und deinen entblößten Arm, und du sollst gegen es weissagen! Hes4/8Hes Und siehe, ich lege dir Stricke an, dass du dich nicht von
einer Seite auf die andere umdrehen kannst, bis du die Tage deiner Belagerung vollendet hast.
Hes4/9Hes Und du, nimm dir Weizen und Gerste und Bohnen und Linsen und Hirse und Korn, und tu sie in ein [einziges] Gefäß! Und mache dir Brot daraus nach der Zahl der Tage, die du auf deiner
Seite liegst: 390 Tage sollst du davon essen! Hes4/10Hes Und deine Nahrung, die du essen wirst, soll nach [genau abgemessenem] Gewicht sein: zwanzig Schekel für den Tag; von Zeit zu Zeit sollst
du davon essen! Hes4/11Hes Und Wasser sollst du nach [genau festgesetztem] Maß trinken: ein sechstel Hin; von Zeit zu Zeit sollst du trinken! Hes4/12Hes Und wie Gerstenbrotfladen sollst du sie
essen, und du sollst sie in Mistfladen aus Menschenkot vor ihren Augen backen! Hes4/13Hes Und der HERR sprach: So werden die Söhne Israel ihr Brot unrein essen unter den Nationen, wohin ich sie
vertreiben werde. Hes4/14Hes Da sprach ich: Ach, Herr, HERR! Siehe, meine Seele ist nie unrein gemacht worden, und weder Aas noch Zerrissenes habe ich gegessen von meiner Jugend an bis jetzt, und
nichts Unreines ist in meinen Mund gekommen. Hes4/15Hes Und er sprach zu mir: Siehe, ich habe dir Rindermist statt Menschenkot gestattet; und darauf magst du dein Brot bereiten. Hes4/16Hes Und er
sprach zu mir: Menschensohn, siehe, ich zerbreche den Stab des Brotes in Jerusalem - und sie werden Brot essen nach [genau abgemessenem] Gewicht und in Angst und Wasser trinken nach [genau
abgemessenem] Maß und in Entsetzen -, Hes4/17Hes damit sie an Brot und Wasser Mangel haben und miteinander verschmachten und in ihrer Schuld dahinschwinden.
V. 1-17: Jer 19,1-13.
\5\
Hes5/1Hes Und du, Menschensohn, nimm dir ein scharfes Schwert: als Schermesser sollst du es dir nehmen und damit über deinen Kopf und über deinen Bart fahren; und nimmt dir Waagschalen und teile
die Haare! Hes5/2Hes Ein Drittel sollst du mitten in der Stadt mit Feuer verbrennen, wenn die Tage der Belagerung erfüllt sind; und ein Drittel sollst du nehmen [und es] rings um sie her mit dem
Schwert schlagen; und ein Drittel sollst du in den Wind streuen! Denn ich werde das Schwert ziehen hinter ihnen her. Hes5/3Hes Und du sollst davon etwas nehmen, wenig an Zahl, und in deine
[Mantel]zipfel binden. Hes5/4Hes Und von diesen sollst du noch einmal nehmen und sie mitten ins Feuer werfen und sie mit Feuer verbrennen! Davon wird ein Feuer ausgehen gegen das ganze Haus
Israel.
Deutung und Begründung der Gerichtszeichen.
Hes5/5Hes So spricht der Herr, HERR: Das ist Jerusalem! Mitten unter die Nationen habe ich es gesetzt, und Länder rings um es her. Hes5/6Hes Und es war widerspenstig gegen meine
Rechtsbestimmungen, gottloser als die Nationen, und gegen meine Ordnungen, mehr als die Länder, die rings um es her sind. Denn meine Rechtsbestimmungen haben sie verworfen, und in meinen
Ordnungen haben sie nicht gelebt. Hes5/7Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr getobt habt mehr als die Nationen, die rings um euch her sind, in meinen Ordnungen nicht gelebt und meine
Rechtsbestimmungen nicht gehalten habt, ja, [selbst] nach den Rechtsbestimmungen der Nationen, die rings um euch her sind, nicht gehandelt habt, Hes5/8Hes darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe
[jetzt] will auch ich gegen dich sein, und will Strafgerichte in deiner Mitte üben vor den Augen der Nationen. Hes5/9Hes Und ich will an dir tun, was ich [noch] nie getan habe und desgleichen ich
nicht wieder tun werde, um all deiner Greuel willen. Hes5/10Hes Darum werden Väter [ihre] Söhne essen in deiner Mitte, und Söhne werden ihre Väter essen. Und ich will Strafgerichte an dir üben
und will deinen ganzen Überrest in alle Winde zerstreuen. Hes5/11Hes Darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR: Fürwahr, weil du mein Heiligtum unrein gemacht hast mit all deinen Scheusalen
und mit all deinen Greueln, so will auch ich [dich] scheren und [deinetwegen] nicht betrübt sein, und auch ich will kein Mitleid haben. Hes5/12Hes Ein Drittel von dir soll an der Pest sterben und
in deiner Mitte durch Hunger umkommen; und ein Drittel soll durchs Schwert fallen rings um dich her; und ein Drittel werde ich in alle Winde zerstreuen, und ich werde das Schwert ziehen hinter
ihnen her. Hes5/13Hes Und mein Zorn soll sich erfüllen, und meinen Grimm werde ich an ihnen stillen und Rache nehmen. Und sie werden erkennen, dass ich, der HERR, in meinem Eifer geredet habe,
wenn ich meinen Grimm an ihnen erfülle. Hes5/14Hes Und ich werde dich zur Trümmerstätte machen und zum Hohn unter den Nationen, die rings um dich her sind, vor den Augen eines jeden, der
vorübergeht. Hes5/15Hes Und du wirst [zum] Hohn und [zur] Spottrede sein, [zur] Warnung und [zum] Grausen für die Nationen, die rings um dich her sind, wenn ich Strafgerichte an dir übe im Zorn
und im Grimm und mit grimmigen Züchtigungen - ich, der HERR, habe geredet -, Hes5/16Hes wenn ich die bösen Pfeile des Hungers gegen sie sende, die zur Vernichtung sind, die ich sende, um euch zu
vernichten, und [wenn] ich den Hunger über euch häufe und euch den Stab des Brotes zerbreche Hes5/17Hes und [wenn] ich Hunger über euch sende und böse Tiere, dass sie dich kinderlos machen, und
[wenn] Pest und Blut durch dich hindurchziehen und ich das Schwert über dich bringe. Ich, der HERR, habe geredet.
Gerichtsandrohung wegen Götzendienstes und heidnischer Greuel - Verschonung eines Überrestes.
\6\
Hes6/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes6/2Hes Menschensohn, richte dein Gesicht gegen die Berge Israels, und weissage gegen sie Hes6/3Hes und sprich: Berge Israels, hört das Wort
des Herrn, HERRN! So spricht der Herr, HERR, zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Bachrinnen und zu den Tälern: Siehe, ich, ich bringe das Schwert über euch und werde eure Höhen zugrunde
richten. Hes6/4Hes Und eure Altäre sollen verwüstet und eure Räucheraltäre zerbrochen werden. Und ich werde eure Erschlagenen hinfallen lassen vor euren Götzen; Hes6/5Hes und die Leichen der
Söhne Israel werde ich vor ihre Götzen hinlegen und eure Gebeine rings um eure Altäre streuen. Hes6/6Hes An allen euren Wohnsitzen sollen die Städte in Trümmern und die Höhen verwüstet daliegen,
damit eure Altäre in Trümmern und wüst daliegen und eure Götzen zerbrochen seien und verschwinden und eure Räucheraltäre umgehauen und eure Machwerke ausgelöscht seien. Hes6/7Hes Und Erschlagene
sollen in eurer Mitte hinfallen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin.
Hes6/8Hes Doch will ich einen Rest lassen: Wenn ihr solche habt, die dem Schwert entkommen sind unter den Nationen, wenn ihr in die Länder zerstreut sein werdet, Hes6/9Hes dann werden eure
Entkommenen unter den Nationen, wohin sie gefangen weggeführt wurden, sich an mich erinnern, der ich ihr hurerisches Herz zerbrochen habe, das von mir abgewichen ist, und ihre Augen, die ihren
Götzen nachhurten. Und sie werden über sich selbst Ekel empfinden wegen der bösen Taten, die sie begangen haben nach allen ihren Greueln. Hes6/10Hes Und sie werden erkennen, dass ich, der HERR,
nicht umsonst geredet habe, ihnen dieses Unheil anzutun!
Hes6/11Hes So spricht der Herr, HERR: Schlage in deine Hand, und stampfe mit deinem Fuß auf und sprich: Wehe über alle bösen Greuel des Hauses Israel! Denn durch das Schwert, durch den Hunger und
durch die Pest müssen sie fallen. Hes6/12Hes Wer fern ist, wird an der Pest sterben, und wer nahe ist, wird durch das Schwert fallen, und wer übriggeblieben und bewahrt worden ist, wird vor
Hunger sterben. Und ich vollende meinen Grimm an ihnen. Hes6/13Hes Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn sich ihre Erschlagenen mitten unter ihren Götzen befinden, rings um ihre
Altäre her, auf jedem hohen Hügel, auf allen Berggipfeln und unter jedem grünen Baum und unter jeder dichtbelaubten Terebinthe, an dem Ort, wo sie allen ihren Götzen wohlgefälligen Geruch
dargebracht haben, Hes6/14Hes und wenn ich meine Hand gegen sie ausstrecke und das Land zum Entsetzen und Grausen mache in all ihren Wohnsitzen von der Wüste [Juda] an bis nach Ribla. Und sie
werden erkennen, dass ich der HERR bin.
Ankündigung des endgültigen Gerichts mit seinen Schrecken.
\7\
Hes7/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes7/2Hes Und du, Menschensohn, [sage]: So spricht der Herr, HERR, zum Land Israel: Ein Ende kommt, [es kommt] das Ende über die vier Ecken des
Landes. Hes7/3Hes Jetzt [kommt] das Ende über dich, und ich lasse meinen Zorn gegen dich los und richte dich nach deinen Wegen; und alle deine Greuel bringe ich über dich. Hes7/4Hes Ich werde
deinetwegen nicht betrübt sein und werde kein Mitleid haben; sondern deine Wege will ich über dich bringen, und deine Greuel sollen sich in deiner Mitte auswirken. Und ihr werdet erkennen, dass
ich der HERR bin.
Hes7/5Hes So spricht der Herr, HERR: Unheil über Unheil, siehe, es kommt! Hes7/6Hes Ein Ende kommt; es kommt das Ende, es erwacht gegen dich; siehe, es kommt! Hes7/7Hes Es kommt die Wende über
dich, Bewohner des Landes. Es kommt die Zeit, nahe ist der Tag: Bestürzung und nicht Jauchzen auf den Bergen! Hes7/8Hes Jetzt werde ich bald meinen Grimm über dich ausgießen und vollende meinen
Zorn an dir und richte dich nach deinen Wegen; und alle deine Greuel bringe ich über dich. Hes7/9Hes Und ich werde [deinetwegen] nicht betrübt sein und werde kein Mitleid haben. Nach deinen Wegen
werde ich es über dich bringen, und deine Greuel sollen sich in deiner Mitte auswirken. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, einer bin, der schlägt.
Hes7/10Hes Siehe, der Tag! Siehe, er kommt! Die Wende kommt hervor. Es blüht die Rute, es sproßt der Übermut; Hes7/11Hes die Gewalttat erhebt sich zur Rute der Gottlosigkeit. Nichts von ihnen
[wird bleiben], nichts von ihrem Prunk und nichts von ihrem Lärmen und nichts Herrliches an ihnen. Hes7/12Hes Die Zeit kommt, der Tag trifft ein. Der Käufer freue sich nicht, und der Verkäufer
sei nicht traurig! Denn Zornglut [kommt] über seinen ganzen Prunk. Hes7/13Hes Denn der Verkäufer wird nicht zum Verkaufen zurückkehren, auch wenn es noch am Leben ist; denn die Zornglut gegen all
ihren Prunk wird sich nicht wenden. Und wegen seiner Schuld wird niemand sein Leben festhalten können . Hes7/14Hes Man stößt ins Horn und macht alles bereit, aber niemand zieht in den Kampf; denn
meine Zornglut [kommt] über seinen ganzen Prunk. Hes7/15Hes Das Schwert ist draußen und die Pest und der Hunger drinnen. Wer auf dem Feld ist, wird durchs Schwert sterben; und wer in der Stadt
ist, den werden Hunger und Pest fressen. Hes7/16Hes Und wenn Entkommene von ihnen entkommen, dann werden sie auf den Bergen sein wie Tauben der Täler; sie alle stöhnen, jeder wegen seiner Schuld.
Hes7/17Hes Alle Hände werden erschlaffen, und alle Knie werden von Wasser triefen. Hes7/18Hes Und sie werden sich Sacktuch umgürten, und Schauder wird sie bedecken; auf allen Gesichtern wird
Beschämung sein und auf all ihren Häuptern Kahlheit. Hes7/19Hes Ihr Silber werden sie auf die Gassen werfen, und ihr Gold wird als Unflat gelten; ihr Silber und ihr Gold wird sie nicht erretten
können am Tag des Grimms des HERRN. Ihre Gier werden sie [damit] nicht sättigen und ihren Bauch [davon] nicht füllen. Denn es ist ein Anstoß zu ihrer Schuld geworden. Hes7/20Hes Und die Zierde
seines Schmuckes, zum Hochmut hat man sie gebraucht, und ihre Greuelbilder, ihre Scheusale, haben sie daraus verfertigt; darum habe ich es ihnen zum Unflat gemacht. Hes7/21Hes Und ich gebe es in
die Hand der Fremden zur Plünderung hin und den Gottlosen der Erde zur Beute, dass sie es entweihen. Hes7/22Hes Und ich werde mein Angesicht von ihnen abwenden, dass sie mein Kleinod entweihen;
und Räuber werden in es eindringen und es entweihen.
Hes7/23Hes Verfertige die Kette! Denn das Land ist voller Blutschuld und die Stadt voller Gewalttat. Hes7/24Hes Und ich lasse die schlimmsten der Nationen kommen, dass sie ihre Häuser in Besitz
nehmen. Und ich mache dem Hochmut ihrer Stärke ein Ende, dass ihre Heiligtümer entweiht werden. Hes7/25Hes Schrecken kommt; und sie suchen Frieden, doch da ist keiner. Hes7/26Hes Unheil über
Unheil kommt, und Nachricht über Nachricht trifft ein. Und man sucht vom Propheten Gesichte; aber Weisung geht dem Priester verloren und Rat den Ältesten. Hes7/27Hes Der König wird trauern, und
der Fürst wird sich in Entsetzen kleiden, und die Hände des Volkes des Landes werden zittern. Nach ihren Wegen will ich mit ihnen handeln, und mit ihren [eigenen] Rechtsbestimmungen will ich sie
richten, und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.
Vision Hesekiels: Versetzung nach Jerusalem - Greuel des Götzendienstes im Tempel und im Land.
\8\
Hes8/1Hes Und es geschah im sechsten Jahr, im sechsten [Monat], am Fünften des Monats: Ich saß in meinem Haus, und die Ältesten von Juda saßen vor mir, und dort fiel die Hand des Herrn, HERRN,
auf mich. Hes8/2Hes Und ich sah: und siehe, eine Gestalt mit dem Aussehen eines Mannes: von seinen Hüften an abwärts Feuer; und von seinen Hüften an aufwärts wie das Aussehen eines Glanzes, wie
der Anblick von glänzendem Metall. Hes8/3Hes Und er streckte etwas wie eine Hand aus und nahm mich beim Haarschopf meines Kopfes. Und der Geist hob mich zwischen Erde und Himmel empor und brachte
mich in Gesichten Gottes nach Jerusalem, an den Eingang des Tores des inneren [Vorhofs], das nach Norden weist, wo der Standort des Götzenbildes der Eifersucht war, das zur Eifersucht reizt.
Hes8/4Hes Und siehe, dort war die Herrlichkeit des Gottes Israels, wie die Erscheinung, die ich im Tal gesehen hatte. Hes8/5Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, erhebe doch deine Augen nach
Norden! Da erhob ich meine Augen nach Norden, und siehe, nördlich vom Tor war ein Altar, das Götzenbild der Eifersucht selbst [stand] am Eingang. Hes8/6Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn,
siehst du, was sie tun? Große Greuel sind es, die das Haus Israel hier verübt, damit ich mich von meinem Heiligtum entferne. Aber du sollst noch größere Greuel sehen.
Hes8/7Hes Und er brachte mich an den Eingang des Vorhofs; und ich sah: und siehe, ein Loch war in der Wand. Hes8/8Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, durchbrich doch die Wand! Da durchbrach
ich die Wand; und siehe, da war eine Tür. Hes8/9Hes Und er sprach zu mir: Geh hinein und sieh die schlimmen Greuel, die sie hier verüben! Hes8/10Hes Und ich ging hinein und sah, und siehe, da
waren allerlei Abbilder von Kriechtieren und Vieh: Abscheuliches und allerlei Götzen des Hauses Israel ringsherum auf der Wand als Ritzzeichnung [zu sehen]. Hes8/11Hes Und siebzig Männer von den
Ältesten des Hauses Israel standen davor, und Jaasanja, der Sohn Schafans, stand mitten unter ihnen; und jeder hatte sein Räucherfaß in seiner Hand; und der Duft einer Weihrauchwolke stieg empor.
Hes8/12Hes Und er sprach zu mir: Hast du gesehen, Menschensohn, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, jeder in seinen Bilderkammern? Denn sie sagen: `Der HERR sieht uns nicht, der
HERR hat das Land verlassen. Hes8/13Hes Und er sprach zu mir: Du sollst noch größere Greuel sehen, die sie verüben. - Hes8/14Hes Und er brachte mich an den Eingang des Tores am Haus des HERRN,
das nach Norden [weist]; und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammus beweinten. Hes8/15Hes Und er sprach zu mir: Hast du gesehen, Menschensohn? Du sollst noch mehr, [noch] größere Greuel sehen
als diese. - Hes8/16Hes Und er brachte mich in den inneren Vorhof des Hauses des HERRN; und siehe, am Eingang des Tempels des HERRN, zwischen der Vorhalle und dem Altar, [standen] etwa 25 Männer,
ihre Rücken gegen den Tempel des HERRN und ihre Gesichter nach Osten [gerichtet]; und sie warfen sich nach Osten hin anbetend vor der Sonne nieder. Hes8/17Hes Und er sprach zu mir: Hast du
gesehen, Menschensohn? Ist es dem Haus Juda zu wenig, die Greuel zu verüben, die sie hier verüben - denn sie haben das Land mit Gewalttat erfüllt -, dass sie mich immer wieder reizen? Denn siehe,
sie halten die Ranke an meine Nase. Hes8/18Hes So will auch ich handeln im Grimm, ich werde [ihretwegen] nicht betrübt sein und werde kein Mitleid haben. Und rufen sie auch vor meinen Ohren mit
lauter Stimme, so werde ich sie doch nicht erhören.
Schonung der Frommen und Tötung der Gottlosen in Jerusalem - Hesekiels vergebliche Fürbitte.
\9\
Hes9/1Hes Und er rief vor meinen Ohren mit lauter Stimme und sprach: Nahegekommen sind die Heimsuchungen der Stadt. Jeder habe sein Werkzeug der Zerstörung in seiner Hand! Hes9/2Hes Und siehe,
sechs Männer kamen aus der Richtung vom oberen Tor, das nach Norden gewandt ist, jeder mit seinem Werkzeug zum Zerschlagen in seiner Hand; und ein Mann war in ihrer Mitte, mit Leinen bekleidet,
mit dem Schreibzeug eines Schreibers an seiner Hüfte; und sie kamen und stellten sich neben den bronzenen Altar.
Hes9/3Hes Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, über dem sie war, zu der Schwelle des Hauses hin. Und er rief dem mit Leinen bekleideten Mann zu, der das Schreibzeug
eines Schreibers an seiner Hüfte hatte, Hes9/4Hes und der HERR sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und zeichne ein Kennzeichen an die Stirnen der Männer, die
seufzen und stöhnen über all die Greuel, die in ihrer Mitte geschehen! Hes9/5Hes Und zu jenen sprach er vor meinen Ohren: Geht hinter ihm her durch die Stadt, und schlagt zu; ihr sollt
[ihretwegen] nicht betrübt sein und sollt kein Mitleid haben! Hes9/6Hes Greise, junge Männer und Jungfrauen, Kinder und Frauen erschlagt [bis] zur [vollständigen] Vernichtung, aber niemandem, an
dem das Kennzeichen ist, dürft ihr euch nähern! Bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen! Da fingen sie bei den Männern an, [nämlich bei] den Ältesten, die vor dem Haus waren. Hes9/7Hes Und er
sprach zu ihnen: Macht das Haus unrein und füllt die Vorhöfe mit Erschlagenen; geht hinaus! Und sie gingen hinaus und erschlugen in der Stadt. Hes9/8Hes Und es geschah, als sie erschlugen und ich
[allein] übrigblieb, da fiel ich nieder auf mein Gesicht und schrie und sagte: Ach, Herr, HERR! Willst du den ganzen Überrest Israels vernichten, indem du deinen Grimm über Jerusalem ausgießt?
Hes9/9Hes Da sprach er zu mir: Die Schuld des Hauses Israel und Juda ist über die Maßen groß, und das Land ist mit Gewalttat erfüllt, und die Stadt ist voller Beugung [des Rechts]. Denn sie
sagen: Der HERR hat das Land verlassen, und der HERR sieht [uns] nicht. Hes9/10Hes So auch ich - ich werde nicht betrübt sein und werde kein Mitleid haben; ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf.
Hes9/11Hes Und siehe, der mit Leinen bekleidete Mann, der das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, brachte Antwort und sprach: Ich habe getan, wie du mir befohlen hast.
Vision Hesekiels: Befehl zum Verbrennen Jerusalems - Nochmalige Beschreibung der Herrlichkeit des HERRN, die den Tempel verläßt.
Kap. 1,1-28.
\10\
Hes10/1Hes Und ich sah: Und siehe, auf dem festen Gewölbe, das über dem Haupt der Cherubim war, [befand sich] einem Saphirstein gleich etwas, das aussah wie ein Thron, der über ihnen sichtbar
wurde. Hes10/2Hes Und er sprach zu dem mit Leinen bekleideten Mann, und er sagte: Geh hinein zu [der Stelle] zwischen dem Räderwerk, zu [der Stelle] unterhalb des Cherubs, und fülle deine Hände
mit Feuerkohlen von [der Stelle] zwischen den Cherubim, und streue sie über die Stadt hin! Da ging er vor meinen Augen hinein. Hes10/3Hes Die Cherubim aber standen zur rechten Seite des Hauses,
als der Mann hineinging; und die Wolke erfüllte den inneren Vorhof. Hes10/4Hes Da erhob sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Cherub weg auf die Schwelle des Hauses; und das Haus wurde von der
Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanz der Herrlichkeit des HERRN. Hes10/5Hes Und das Rauschen der Flügel der Cherubim wurde bis zum äußeren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes, des
Allmächtigen, wenn er redet. Hes10/6Hes Und es geschah, als er dem mit Leinen bekleideten Mann befahl: Nimm Feuer von [der Stelle] zwischen dem Räderwerk, von [der Stelle] zwischen den Cherubim
weg!, da ging er hinein und trat neben das Rad. Hes10/7Hes Und der Cherub streckte seine Hand aus zwischen den Cherubim hervor nach dem Feuer, das zwischen den Cherubim war, und hob es auf und
gab es in die Hände dessen, der mit Leinen bekleidet war; der nahm es und ging hinaus. Hes10/8Hes Und es erschien an den Cherubim unter ihren Flügeln etwas wie eine Menschenhand. Hes10/9Hes Und
ich sah: Und siehe, vier Räder waren neben den Cherubim, je ein Rad neben je einem Cherub. Und das Aussehen der Räder war wie der Anblick eines Türkis-Steines; Hes10/10Hes und ihr Aussehen: Die
vier hatten ein und dieselbe Gestalt, wie wenn ein Rad mitten im [anderen] Rad wäre. Hes10/11Hes Wenn sie gingen, [dann] gingen sie nach ihren vier Seiten hin: sie wandten sich nicht um, wenn sie
gingen; denn an den Ort, wohin das Vorderste sich wandte, folgten sie ihm; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Hes10/12Hes Und ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre
Flügel und die Räder waren voller Augen ringsum bei [allen] vieren, [nämlich] ihren Rädern. Hes10/13Hes Die Räder, sie wurden vor meinen Ohren `Galgal genannt. Hes10/14Hes Vier Gesichter hatte
jedes. Das Gesicht des ersten war das Gesicht eines Cherubs, und das Gesicht des zweiten war das Gesicht eines Menschen und des dritten das Gesicht eines Löwen und des vierten das Gesicht eines
Adlers. Hes10/15Hes Und die Cherubim hoben sich empor. Das war das lebende Wesen, das ich am Fluß Kebar gesehen hatte. Hes10/16Hes Und wenn die Cherubim gingen, [dann] gingen die Räder neben
ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flügel erhoben, um sich von der Erde emporzuheben, so wandten sich auch sie, die Räder, nicht von ihrer Seite. Hes10/17Hes Wenn sie stehen blieben, blieben
[auch] die Räder stehen; und wenn sie sich emporhoben, hoben sich die Räder mit ihnen empor. Denn der Geist des lebenden Wesens war in ihnen.
Hes10/18Hes Und die Herrlichkeit des HERRN verließ die Schwelle des Hauses und stellte sich über die Cherubim. Hes10/19Hes Und die Cherubim erhoben ihre Flügel und hoben sich vor meinen Augen von
der Erde empor, als sie hinauszogen; und die Räder [erhoben sich] gleichzeitig mit ihnen. Und sie stellte sich an den Eingang des östlichen Tores des Hauses des HERRN, und die Herrlichkeit des
Gottes Israel war oben über ihnen. Hes10/20Hes Das war das lebende Wesen, das ich unter dem Gott Israels am Fluß Kebar gesehen hatte; und ich erkannte, dass es Cherubim waren. Hes10/21Hes Jeder
hatte vier Gesichter, und jeder hatte vier Flügel, und etwas wie Menschenhände war unter ihren Flügeln. Hes10/22Hes Und die Gestalt ihrer Gesichter war die jener Gesichter, die ich am Fluß Kebar
gesehen hatte, ihr Aussehen und sie selbst. Sie gingen ein jeder gerade vor sich hin.
Vision Hesekiels: Gericht über die Fürsten Judas - Heimkehr und Erneuerung des Volkes.
\11\
Hes11/1Hes Und der Geist hob mich empor und brachte mich zum östlichen Tor des Hauses des HERRN, das nach Osten weist. Und siehe, am Eingang des Tores waren 25 Männer; und ich sah in ihrer Mitte
Jaasanja, den Sohn Asurs, und Pelatja, den Sohn Benajas, die Obersten des Volkes. Hes11/2Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, das sind die Männer, die Unheil ersinnen und bösen Rat erteilen in
dieser Stadt, Hes11/3Hes die sagen: `Es ist nicht an der Zeit, Häuser zu bauen; sie ist der Topf, und wir sind das Fleisch. Hes11/4Hes Darum weissage über sie! Weissage, Menschensohn! -
Hes11/5Hes Und der Geist des HERRN fiel auf mich und sprach zu mir: Sage: So spricht der HERR: So redet ihr, Haus Israel; und was in eurem Geist aufsteigt, ich kenne es. Hes11/6Hes Ihr habt eure
Erschlagenen zahlreich gemacht in dieser Stadt und ihre Straßen mit Erschlagenen gefüllt. Hes11/7Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Eure Erschlagenen, die ihr in ihrer Mitte hingestreckt habt,
die sind das Fleisch, und sie ist der Topf; euch aber werde ich aus ihrer Mitte hinausführen. Hes11/8Hes Ihr fürchtet das Schwert! So werde ich das Schwert über euch bringen, spricht der Herr,
HERR. Hes11/9Hes Und ich führe euch aus ihrer Mitte hinaus und gebe euch in die Hand von Fremden und übe Strafgerichte an euch. Hes11/10Hes Durch das Schwert sollt ihr fallen; an der Grenze
Israels werde ich euch richten. Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. Hes11/11Hes Sie wird euch nicht zum Topf werden, so dass ihr in ihrer Mitte zum Fleisch würdet; [sondern] an der
Grenze Israels werde ich euch richten. Hes11/12Hes Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, ich, in dessen Ordnungen ihr nicht gelebt und dessen Rechtsbestimmungen ihr nicht befolgt habt;
sondern ihr habt nach den Rechtsbestimmungen der Nationen gehandelt, die rings um euch her sind. - Hes11/13Hes Und es geschah, als ich weissagte, da starb Pelatja, der Sohn Benajas. Und ich fiel
nieder auf mein Gesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach, Herr, HERR, willst du mit dem Überrest Israels ein Ende machen?
Hes11/14Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes11/15Hes Menschensohn, deine Brüder, deine Brüder, die Männer deiner Verwandtschaft, [sind es] und das ganze Haus Israel insgesamt, zu
denen die Bewohner von Jerusalem sagen: Sie sind fern von dem HERRN; uns ist dieses Land zum Besitz gegeben! Hes11/16Hes Darum sage: So spricht der Herr, HERR: Ja, ich habe sie fern unter den
Nationen sein lassen, ja, ich habe sie in die Länder zerstreut und bin ihnen [nur] wenig zum Heiligtum geworden in den Ländern, wohin sie gekommen sind. Hes11/17Hes Darum sage: So spricht der
Herr, HERR: Ich werde euch aus den Völkern sammeln und euch aus den Ländern zusammenbringen, in die ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben. Hes11/18Hes Und sie werden
dorthin kommen und alle seine Scheusale und alle seine Greuel daraus entfernen. Hes11/19Hes Und ich werde ihnen ein Herz geben und werde einen neuen Geist in ihr Inneres geben, und ich werde das
steinerne Herz aus ihrem Fleisch entfernen und ihnen ein fleischernes Herz geben, Hes11/20Hes damit sie in meinen Ordnungen leben und meine Rechtsbestimmungen bewahren und sie befolgen. Und sie
werden mir zum Volk, und ich werde ihnen zum Gott sein. Hes11/21Hes Jene aber - ihr Herz folgt ihren Scheusalen und ihren Greueln nach -, ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf, spricht der Herr,
HERR.
Hes11/22Hes Und die Cherubim erhoben ihre Flügel, und die Räder [bewegten sich] gleichzeitig mit ihnen; und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen. Hes11/23Hes Und die
Herrlichkeit des HERRN stieg auf, mitten aus der Stadt hinweg, und stellte sich auf den Berg, der im Osten der Stadt ist. Hes11/24Hes Und der Geist hob mich empor und brachte mich im Gesicht
durch den Geist Gottes zu den Weggeführten nach Chaldäa; und das Gesicht, das ich gesehen hatte, hob sich von mir weg. Hes11/25Hes Und ich redete zu den Weggeführten alle Worte des HERRN, die er
mich hatte sehen lassen.
Ankündigung der Wegführung - Sinnbildliche Handlungen Hesekiels als Symbol für Gefangenschaft und Belagerungsnot.
\12\
Hes12/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes12/2Hes Menschensohn, du wohnst mitten in dem widerspenstigen Haus, [bei solchen], die Augen haben zu sehen und [doch] nicht sehen, die
Ohren haben zu hören und [doch] nicht hören; denn ein widerspenstiges Haus sind sie. Hes12/3Hes Und du, Menschensohn, mach dir Gepäck zur Verbannung [zurecht] und zieh bei Tage vor ihren Augen in
die Verbannung aus! Und du sollst vor ihren Augen von deinem Ort zu einem anderen Ort in die Verbannung ausziehen! Vielleicht sehen sie es; denn ein widerspenstiges Haus sind sie. Hes12/4Hes Und
trage dein Gepäck wie Gepäck zur Verbannung bei Tage vor ihren Augen hinaus! Und du, ziehe am Abend vor ihren Augen aus, wie man auszieht, um in die Verbannung zu gehen! Hes12/5Hes Vor ihren
Augen durchbrich dir die Mauer, und trage [dein Gepäck] dadurch hinaus! Hes12/6Hes Vor ihren Augen nimm es auf die Schulter, in Finsternis trage es hinaus! Du sollst dein Gesicht verhüllen, damit
du das Land nicht siehst! Denn zu einem Wahrzeichen habe ich dich für das Haus Israel gemacht. - Hes12/7Hes Da tat ich so, wie mir befohlen war. Mein Gepäck trug ich wie Gepäck zur Verbannung bei
Tage hinaus, und am Abend durchbrach ich mir die Mauer mit der Hand. In Finsternis trug ich es hinaus, ich nahm es vor ihren Augen auf die Schulter. - Hes12/8Hes Und das Wort des HERRN geschah zu
mir am Morgen: Hes12/9Hes Menschensohn, hat nicht das Haus Israel, das widerspenstige Haus, zu dir gesagt: Was tust du? Hes12/10Hes Sprich zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Den Fürsten in
Jerusalem [betrifft] dieser Ausspruch und das ganze Haus Israel, in dessen Mitte sie sind. Hes12/11Hes Sprich: Ich bin ein Wahrzeichen für euch. Wie ich getan habe, so soll ihnen getan werden: in
die Verbannung, in die Gefangenschaft werden sie gehen. Hes12/12Hes Und der Fürst, der in ihrer Mitte ist, wird [sein Gepäck] in der Finsternis auf die Schulter nehmen und ausziehen. Sie werden
die Mauer durchbrechen, um es durch sie hinauszutragen. Er wird sein Gesicht verhüllen, weil er selbst mit [seinen] Augen das Land nicht sehen will. Hes12/13Hes Und ich spanne mein Fangnetz über
ihn aus, und in meinem Jagdnetz wird er gefangen; und ich bringe ihn nach Babel, ins Land der Chaldäer, aber sehen wird er es nicht; und er wird dort sterben. Hes12/14Hes Und alle die um ihn her
sind, seine Helfer und alle seine Scharen, will ich in alle Winde zerstreuen; und hinter ihnen her werde ich das Schwert ziehen. Hes12/15Hes Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn
ich sie unter die Nationen versprenge und sie in die Länder zerstreue. Hes12/16Hes Und ich werde von ihnen einige Leute übriglassen vom Schwert, vom Hunger und von der Pest, damit sie alle ihre
Greuel erzählen unter den Nationen, zu denen sie kommen. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.
Hes12/17Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes12/18Hes Menschensohn, dein Brot sollst du mit Beben essen, und dein Wasser mit Zittern und in Angst trinken! Hes12/19Hes Und du sollst
zum Volk des Landes sagen: So spricht der Herr, HERR, von den Bewohnern Jerusalems im Land Israel: Ihr Brot werden sie in Angst essen und ihr Wasser mit Entsetzen trinken, weil ihr Land öde
daliegt, ohne seine Fülle, wegen der Gewalttat all derer, die in ihm wohnen. Hes12/20Hes Und die bewohnten Städte werden in Trümmern liegen und das Land wird eine Einöde werden. Dann werdet ihr
erkennen, dass ich der HERR bin.
Drohworte an die Verächter von Weissagungen.
V. 21-25: Jer 23,33-40.
Hes12/21Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes12/22Hes Menschensohn, was ist das für ein Sprichwort, das ihr im Land Israel habt, indem ihr sagt: `Die Tage ziehen sich in die Länge,
und jedes Gesicht geht verloren? Hes12/23Hes Darum sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Ich will diesem Sprichwort ein Ende machen, und man soll es nicht mehr als Sprichwort gebrauchen in
Israel. Sondern rede zu ihnen: Nahe herbeigekommen sind die Tage und das Wort eines jeden Gesichts. Hes12/24Hes Denn es wird nicht länger irgendein nichtiges Gesicht oder irgendeine
schmeichlerische Wahrsagung geben inmitten des Hauses Israel. Hes12/25Hes Denn ich, der HERR, ich rede; das Wort, das ich rede, wird auch geschehen, es wird sich nicht länger hinziehen. Denn in
euren Tagen, widerspenstiges Haus, rede ich ein Wort und tue es auch, spricht der Herr, HERR.
Hes12/26Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes12/27Hes Menschensohn, siehe, das Haus Israel sagt: Das Gesicht, das der schaut, [geht] auf viel [spätere] Tage [hinaus]; und auf ferne
Zeiten hin weissagt er. Hes12/28Hes Darum sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Es wird sich nicht länger irgendeines meiner Worte hinziehen; das Wort, das ich rede, wird auch geschehen,
spricht der Herr, HERR.
Strafreden gegen falsche Propheten und Prophetinnen.
\13\
Hes13/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes13/2Hes Menschensohn, weissage über die Propheten Israels, die da weissagen, und sage zu denen, [die] aus ihrem [eigenen] Herzen
[weissagen]: Hört das Wort des HERRN!
V. 3-16: Jer 23,9-32.
Hes13/3Hes So spricht der Herr, HERR: Wehe den törichten Propheten, die ihrem [eigenen] Geist nachgehen und dem, was sie nicht gesehen haben! Hes13/4Hes Wie Füchse in den Trümmerstätten sind
deine Propheten geworden, Israel. Hes13/5Hes In die Risse seid ihr nicht getreten, und die Mauer habt ihr nicht vermauert um das Haus Israel her, um standzuhalten im Kampf am Tag des HERRN.
Hes13/6Hes Sie schauen Nichtiges und Lügenwahrsagung, die da sagen: `Ausspruch des HERRN, obwohl der HERR sie nicht gesandt hat; und [dabei] erwarten sie, dass er [ihr] Wort eintreffen läßt.
Hes13/7Hes Habt ihr [da] nicht ein nichtiges Gesicht geschaut, und habt ihr nicht Lügenwahrsagung gesprochen, als ihr sagtet: `Ausspruch des HERRN, wo ich doch nicht geredet habe? Hes13/8Hes
Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr Nichtiges redet und Lüge schaut, darum, siehe, will ich an euch, ist der Ausspruch des Herrn, HERRN. Hes13/9Hes Und ich werde meine Hand gegen die
Propheten ausstrecken, die Nichtiges schauen und Lüge wahrsagen. Im Kreis meines Volkes sollen sie nicht sein, und im Verzeichnis des Hauses Israel werden sie nicht aufgeschrieben sein, und in
das Land Israel werden sie nicht kommen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, HERR, bin.
Hes13/10Hes Deshalb, ja deshalb, weil sie mein Volk irreführen und sagen: Friede! obwohl kein Friede da ist - und baut es eine Wand, siehe, sie bestreichen sie mit Tünche -, Hes13/11Hes sage zu
den Tünchestreichern: Sie soll fallen! Es kommt ein überschwemmender Regen. Und ihr Hagelsteine, ihr werdet fallen, und ein Sturmwind wird [sie] spalten; Hes13/12Hes und siehe, die Mauer fällt.
Wird man euch nicht sagen: Wo ist das Getünchte, das ihr getüncht habt? - Hes13/13Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: So lasse ich einen Sturmwind losbrechen in meinem Grimm, und ein
überschwemmender Regen wird durch meinen Zorn kommen und Hagelsteine durch [meinen] Grimm zur Vernichtung. Hes13/14Hes Und ich breche die Mauer ab, die ihr mit Tünche bestrichen habt, und lasse
sie zu Boden stürzen, dass ihr Grund bloßgelegt wird; und sie soll fallen, und ihr werdet in ihrer Mitte umkommen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. Hes13/15Hes Und so werde ich
meinen Grimm vollenden an der Mauer und an denen, die sie mit Tünche bestreichen. Und ich werde zu euch sagen: Die Mauer gibt es nicht [mehr], und die, die sie tünchten, gibt es nicht [mehr],
Hes13/16Hes die Propheten Israels, die über Jerusalem weissagen und für es Gesichte des Friedens schauen, obwohl kein Friede da ist, spricht der Herr, HERR.
Hes13/17Hes Und du, Menschensohn, richte dein Gesicht gegen die Töchter deines Volkes, die aus ihrem [eigenen] Herzen weissagen. Und weissage gegen sie Hes13/18Hes und sage: So spricht der Herr,
HERR: Wehe denen, die Binden zusammennähen für alle Handgelenke und Kopfhüllen machen für Köpfe jedes Wuchses, um Seelen zu fangen! Seelen wollt ihr fangen bei meinem Volk und [andere] Seelen für
euch [selbst] am Leben erhalten? Hes13/19Hes Und ihr entweiht mich bei meinem Volk für [einige] Hände voll Gerste und für [einige] Bissen Brot, indem ihr Seelen tötet, die nicht sterben sollten,
und Seelen am Leben erhaltet, die nicht leben sollten; indem ihr mein Volk anlügt, das auf Lügen hört! - Hes13/20Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an eure Binden, in denen ihr
die Seelen wie Vögel fangt, und will sie von euren Armen wegreißen. Und ich lasse die Seelen los, die ihr fangt, die Seelen, dass sie wegfliegen. Hes13/21Hes Und ich reiße eure Kopfhüllen weg und
rette mein Volk aus eurer Hand, damit sie in eurer Hand nicht mehr zur Jagdbeute werden. Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. Hes13/22Hes Weil ihr das Herz des Gerechten [mit] Lüge
verzagt macht, obwohl ich ihm doch keinen Schmerz zugefügt habe, und weil ihr die Hände des Gottlosen stärkt, damit er nicht von seinem bösen Weg umkehrt, sich am Leben zu erhalten, Hes13/23Hes
darum sollt ihr nicht [mehr] Nichtiges schauen und nicht länger Wahrsagerei treiben. Und ich werde mein Volk aus eurer Hand erretten, und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin.
Keine Antwort Gottes auf Fragen der Götzendiener.
\14\
Hes14/1Hes Und es kamen Männer von den Ältesten Israels zu mir, und sie setzten sich vor mir nieder. Hes14/2Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes14/3Hes Menschensohn, diese Männer
haben ihre Götzen in ihrem Herzen aufkommen lassen und den Anstoß zu ihrer Schuld vor ihr Gesicht gestellt. Sollte ich mich da etwa von ihnen befragen lassen? Hes14/4Hes Darum rede mit ihnen und
sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Jedermann vom Haus Israel, der seine Götzen in seinem Herzen aufkommen läßt und den Anstoß zu seiner Schuld vor seinem Gesicht aufrichtet und [dann] zum
Propheten kommt - ich, der HERR, ich selbst, lasse mich für ihn zu einer Antwort bewegen, gemäß der Menge seiner Götzen, Hes14/5Hes damit ich das Haus Israel an seinem Herzen fasse, weil sie sich
allesamt um ihrer Götzen willen von mir abgewandt haben. - Hes14/6Hes Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Kehrt um, und wendet euch ab von euren Götzen, und von allen euren
Greueln wendet euer Gesicht ab! Hes14/7Hes Denn jedermann vom Haus Israel und von den Fremden, die sich in Israel aufhalten, der sich von mir trennt und seine Götzen in seinem Herzen aufkommen
läßt und den Anstoß zu seiner Schuld vor seinem Gesicht aufrichtet und [dann] zum Propheten kommt, um mich für sich zu befragen - ich, der HERR, ich selbst, lasse mich für ihn zu einer Antwort
bewegen. Hes14/8Hes Und ich richte mein Angesicht gegen einen solchen Mann und mache ihn zu einem Denkzeichen und zu Sprichwörtern und rotte ihn aus der Mitte meines Volkes aus. Und ihr werdet
erkennen, dass ich der HERR bin. - Hes14/9Hes Wenn aber der Prophet sich verleiten läßt und ein Wort redet, dann verleite ich, der HERR, diesen Propheten; und ich werde meine Hand gegen ihn
ausstrecken und ihn aus der Mitte meines Volkes Israel austilgen. Hes14/10Hes So sollen sie [beide] ihre Schuld tragen; wie die Schuld des Fragenden, so wird die Schuld des Propheten sein,
Hes14/11Hes damit das Haus Israel nicht mehr von mir abirre und sie sich nicht mehr mit all ihren Vergehen unrein machen. Und sie werden mir zum Volk, und ich selbst werde ihnen zum Gott sein,
spricht der Herr, HERR.
Begründung für die Schonung eines Teiles des gottlosen Volkes.
Hes14/12Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes14/13Hes Menschensohn, wenn ein Land gegen mich sündigt, indem es Untreue begeht, und ich meine Hand gegen es ausstrecke und ihm den Stab
des Brotes zerbreche und Hunger hinein sende und aus ihm Menschen und Vieh ausrotte - Hes14/14Hes und diese drei Männer wären in seiner Mitte: Noah, Daniel und Hiob -, es würde um ihrer
Gerechtigkeit willen [nur] ihre eigene Seele gerettet werden, spricht der Herr, HERR. Hes14/15Hes Oder [wenn] ich böse Tiere das Land durchstreifen lasse, so dass sie es entvölkern und es eine
Öde wird, weil wegen der Tiere niemand hindurchzieht - Hes14/16Hes [wären] diese drei Männer in seiner Mitte, so wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, sie würden weder Söhne noch Töchter retten;
sie allein würden gerettet, das Land aber würde eine Öde werden. Hes14/17Hes Oder [wenn] ich das Schwert über jenes Land kommen lasse und spreche: Schwert, fahre durch das Land! und aus ihm
Menschen und Vieh ausrotte - Hes14/18Hes und diese drei Männer wären in seiner Mitte -, so wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, sie würden weder Söhne noch Töchter retten; sondern sie allein
würden gerettet werden. Hes14/19Hes Oder [wenn] ich die Pest in jenes Land sende und meinen Grimm in Blut über es ausgieße, um Menschen und Vieh darin auszurotten - Hes14/20Hes und Noah, Daniel
und Hiob wären in seiner Mitte -, so wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, sie würden weder Sohn noch Tochter retten; sie würden um ihrer Gerechtigkeit willen [nur] ihre [eigene] Seele
retten.
Hes14/21Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Ja, wenn ich nun meine vier bösen Gerichte, Schwert und Hunger und böse Tiere und die Pest, gegen Jerusalem entsende, um aus ihm Menschen und Vieh
auszurotten! Hes14/22Hes Doch siehe, Entkommene werden darin übrigbleiben, die herausgeführt werden, Söhne und Töchter. Siehe, sie werden zu euch hinausziehen, und ihr werdet ihren Weg und ihre
Taten sehen; und ihr werdet euch trösten über das Unheil, das ich über Jerusalem habe kommen lassen, alles was ich über es habe kommen lassen. Hes14/23Hes Und sie werden euch trösten, wenn ihr
ihren Weg und ihre Taten seht, und ihr werdet erkennen, dass ich nicht ohne Ursache all das getan habe, was ich an ihm getan, spricht der Herr, HERR.
Gleichnis: Jerusalem, das unnütze Holz der Weinrebe.
Kap. 21,1-5.
\15\
Hes15/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes15/2Hes Menschensohn, was hat [denn] das Holz des Weinstocks allem [anderen] Holz voraus, die Ranke, die unter den Bäumen des Waldes ist?
Hes15/3Hes Wird von ihm Holz genommen, um es zu einer Arbeit zu verwenden? Oder nimmt man von ihm einen Pflock, um irgendein Gerät daran aufzuhängen? Hes15/4Hes Siehe, dem Feuer ist es zum Fraß
gegeben. Seine beiden Enden hat das Feuer gefressen, und seine Mitte ist versengt. Wird es [noch] zu einer Arbeit tauglich sein? Hes15/5Hes Siehe, [selbst] wenn es unversehrt ist, wird es zu
keiner Arbeit verwendet. Wieviel weniger, wenn das Feuer es gefressen hat und es versengt ist, kann es noch zu einer Arbeit verwendet werden! - Hes15/6Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Wie
das Holz des Weinstocks unter den Bäumen des Waldes, das ich dem Feuer zum Fraß gebe, so gebe ich die Bewohner von Jerusalem dahin. Hes15/7Hes Und ich richte mein Angesicht gegen sie: Aus dem
Feuer sind sie herausgekommen, doch Feuer wird sie fressen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mein Angesicht gegen sie richte. Hes15/8Hes Und ich werde das Land zur Einöde
machen, weil sie Untreue begangen haben, spricht der Herr, HERR.
Gleichnis: Jerusalem, die trotz aller Liebesbeweise untreu gewordene Ehefrau.
V. 1-63: Kap. 23.
\16\
Hes16/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes16/2Hes Menschensohn, laß [die Stadt] Jerusalem ihre Greuel erkennen, Hes16/3Hes und sage: So spricht der Herr, HERR, zu Jerusalem: Deine
Herkunft und deine Abstammung sind aus dem Land der Kanaaniter; dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hetiterin. Hes16/4Hes Und [was] deine Geburt [betrifft]: an dem Tag, als du
geboren wurdest, wurde deine Nabelschnur nicht abgeschnitten, und du wurdest nicht mit Wasser abgewaschen zur Reinigung und nicht mit Salz abgerieben und nicht in Windeln gewickelt. Hes16/5Hes
Niemand blickte mitleidig auf dich, um dir eines dieser Dinge aus Mitleid mit dir zu tun, sondern du wurdest auf die Fläche des Feldes geworfen, aus Abscheu vor deinem Leben, an dem Tag, als du
geboren wurdest. - Hes16/6Hes Da ging ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln; und zu dir in deinem Blut sprach ich: Bleibe leben! Ja, zu dir in deinem Blut sprach ich: Bleibe
leben, Hes16/7Hes und wachse wie das Gewächs des Feldes! Und du wuchsest heran und wurdest groß, und du gelangtest zu höchster Anmut; die Brüste rundeten sich, und dein Haar wuchs reichlich; aber
du warst nackt und bloß. Hes16/8Hes Und ich ging [wieder] an dir vorüber und sah dich, und siehe, deine Zeit war da, die Zeit der Liebe; und ich breitete meinen Zipfel über dich aus und bedeckte
deine Blöße. Und ich schwor dir und trat in einen Bund mit dir, spricht der Herr, HERR, und du wurdest mein. Hes16/9Hes Und ich wusch dich mit Wasser und spülte dein Blut von dir ab und salbte
dich mit Öl. Hes16/10Hes Und ich bekleidete dich mit Buntwirkerei und beschuhte dich mit Delphinhäuten, ich umwand dich mit Byssus und bedeckte dich mit Seide. Hes16/11Hes Und ich schmückte dich
mit Schmuck: ich legte Spangen um deine Handgelenke und eine Kette um deinen Hals, Hes16/12Hes und ich legte einen Reif an deine Nase und Ringe an deine Ohren und [setzte] eine prachtvolle Krone
auf deinen Kopf. Hes16/13Hes So legtest du goldenen und silbernen Schmuck an, und deine Kleidung [bestand aus] Byssus, Seide und Buntwirkerei. Du aßest Weizengrieß und Honig und Öl. Und du warst
sehr, sehr schön und warst des Königtums würdig. Hes16/14Hes Und dein Ruf ging aus unter die Nationen wegen deiner Schönheit; denn sie war vollkommen durch meinen Glanz, den ich auf dich gelegt
hatte, spricht der Herr, HERR.
Hes16/15Hes Aber du vertrautest auf deine Schönheit, und du hurtest auf deinen Ruf hin und gossest deine Hurereien aus über jeden, der vorbeikam: Ihm wurde sie [zuteil]. Hes16/16Hes Und du nahmst
von deinen Kleidern und machtest dir bunte Höhen, und du hurtest auf ihnen, [Dinge, die] nie vorgekommen sind und was nie [wieder] geschehen wird. Hes16/17Hes Und du nahmst deine prächtigen
Geschmeide von meinem Gold und von meinem Silber, das ich dir gegeben hatte, und machtest dir Abbilder von Männern und hurtest mit ihnen. Hes16/18Hes Und du nahmst deine buntgewirkten Kleider und
bedecktest sie [damit]; und mein Öl und mein Räucherwerk setztest du ihnen vor; Hes16/19Hes und mein Brot, das ich dir gegeben habe - mit Weizengrieß und Öl und Honig habe ich dich gespeist -,
das setztest du ihnen vor zum wohlgefälligen Geruch; ja, so war es, spricht der Herr, HERR. - Hes16/20Hes Und du nahmst deine Söhne und deine Töchter, die du mir geboren, und opfertest sie ihnen
zum Fraß. War es zu wenig mit deiner Hurerei, Hes16/21Hes dass du meine Söhne schlachtetest und sie hingabst, indem du sie für sie durch [das Feuer] gehen ließest? Hes16/22Hes Und bei allen
deinen Greueln und deinen Hurereien dachtest du nicht an die Tage deiner Jugend, als du nackt und bloß warst, zappelnd in deinem Blut lagst. -
Hes16/23Hes Und es geschah, nach all deiner Bosheit - wehe, wehe dir! spricht der Herr, HERR - Hes16/24Hes bautest du dir einen Hurenaltar und machtest dir [dein] Hochlager auf jedem freien
Platz; Hes16/25Hes an jeder Straßenecke bautest du dein Hochlager. Und du machtest deine Schönheit zu einem Greuel und spreiztest deine Beine für jeden, der vorbeikam, und machtest deine Hurerei
groß. Hes16/26Hes Du hurtest mit den Söhnen Ägyptens, deinen Nachbarn, mit dem großen Fleisch; und du machtest deine Hurerei groß, um mich zu reizen. Hes16/27Hes Und siehe, ich streckte meine
Hand gegen dich aus und kürzte deinen Anteil [,der dir bestimmt war]. Und ich gab dich der Gier derer hin, die dich hassen, der Töchter der Philister, die sich vor deinem unzüchtigen Weg schämen.
Hes16/28Hes Und du hurtest mit den Söhnen Assurs, weil du [noch] nicht satt warst; und du hurtest mit ihnen und wurdest auch nicht satt. Hes16/29Hes Und du vermehrtest deine Hurerei zum
Händlerland Chaldäa hin; aber selbst davon wurdest du nicht satt. Hes16/30Hes Wie fieberheiß ist dein Herz, spricht der Herr, HERR, wenn du dies alles tust - das Tun eines selbstherrlichen
Hurenweibes -, Hes16/31Hes wenn du deinen Hurenaltar an jeder Straßenecke baust und dein Hochlager auf jedem freien Platz machst! Dabei warst du nicht [einmal] wie eine [gewöhnliche] Hure, [denn]
du verschmähtest [sogar] den Lohn. Hes16/32Hes Die ehebrecherische Frau nimmt statt ihres Mannes fremde [Männer]! Hes16/33Hes Allen Huren gibt man Geschenke; du aber gabst deine Liebesgeschenke
all deinen Liebhabern, und du beschenktest sie, damit sie von ringsumher zu dir kämen wegen deiner Hurereien. Hes16/34Hes So geschah bei dir das Gegenteil von [dem, was sonst üblich ist unter]
den Frauen, dass du [nämlich] Hurerei triebst, während man dir nicht nachhurte, dass du Lohn gabst, während dir kein Lohn gegeben wurde. So wurdest du das Gegenteil.
Hes16/35Hes Darum, Hure, höre das Wort des HERRN! Hes16/36Hes So spricht der Herr, HERR: Weil du deine Scham entblößt und deine Blöße aufgedeckt hast bei deinen Hurereien mit deinen Liebhabern
und mit all deinen greulichen Götzen und wegen des Blutes deiner Söhne, die du ihnen hingegeben hast: Hes16/37Hes darum, siehe, werde ich alle deine Liebhaber sammeln, denen du gefielst, und
alle, die du geliebt, mit allen, die du gehaßt hast. Ich sammle sie von allen Seiten gegen dich und decke deine Blöße vor ihnen auf, so dass sie deine ganze Blöße sehen. Hes16/38Hes Und ich
richte dich nach den Rechtsbestimmungen für Ehebrecherinnen und Blutvergießerinnen und bringe [meinen] Zorn und Eifer über dich. Hes16/39Hes Und ich gebe dich in ihre Hand, und sie werden deinen
Hurenaltar zerstören und deine Höhen niederreißen und dir deine Kleider ausziehen und deine prächtigen Geschmeide nehmen und dich nackt und bloß liegen lassen. Hes16/40Hes Und sie werden eine
Versammlung gegen dich heraufkommen lassen und dich steinigen und werden dich mit ihren Schwertern niedermetzeln. Hes16/41Hes Und sie werden deine Häuser mit Feuer verbrennen und Strafgerichte an
dir üben vor den Augen vieler Frauen. Und so werde ich dich aufhören lassen, Hure zu sein, und [auch] Lohn wirst du nicht mehr geben. Hes16/42Hes Und ich werde meinen Zorn an dir stillen, und
mein Eifer wird sich von dir abwenden; und ich werde ruhig sein und nicht mehr zürnen. - Hes16/43Hes Weil du nicht an die Tage deiner Jugend gedacht hast und mich durch das alles erregt hast,
siehe, so habe auch ich deinen Weg auf deinen Kopf gebracht, spricht der Herr, HERR. Hast du diese Schandtat nicht zu all deinen [anderen] Greueln hinzu begangen?
Hes16/44Hes Siehe, jeder, der einen Spottvers über dich macht, wird diesen Spottvers sagen: Wie die Mutter, so ihre Tochter! Hes16/45Hes Eine [echte] Tochter deiner Mutter bist du, die ihren Mann
und ihre Söhne verabscheut hat; und eine [echte] Schwester deiner Schwestern bist du, die ihre Männer und ihre Kinder verabscheut haben. Eure Mutter war eine Hetiterin und euer Vater ein
Amoriter. Hes16/46Hes Und deine größere Schwester ist Samaria, sie und ihre Töchter, die zu deiner Linken wohnt; und deine Schwester, die kleiner ist als du [und] die zu deiner Rechten wohnt, ist
Sodom und ihre Töchter. Hes16/47Hes Aber du bist nicht [nur] auf ihren Wegen gegangen und hast [nicht nur] nach ihren Greueln getan, [sondern] es fehlte nur wenig, und du hättest verdorbener als
sie gehandelt auf all deinen Wegen. Hes16/48Hes So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, wenn deine Schwester Sodom, sie und ihre Töchter, [jemals] getan haben, wie du getan hast, du und deine
Töchter! Hes16/49Hes Siehe, das war die Schuld deiner Schwester Sodom: Hoffart, Fülle von Brot und sorglose Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern, aber die Hand des Elenden und des Armen stärkte sie
nicht; Hes16/50Hes und sie wurden hochmütig und verübten Greuel vor meinem Angesicht. Und ich tat sie hinweg, sobald ich es sah. Hes16/51Hes Und Samaria hat nicht halb so viel Sünden begangen wie
du; und du hast deine Greuel zahlreicher werden lassen als sie und hast deine Schwestern als gerecht erscheinen lassen durch all deine Greuel, die du verübt hast. Hes16/52Hes So trage auch du
deine Schmach, die du für deine Schwestern eingetreten bist durch deine Sünden, die du greulicher begangen hast als sie! [So] sind sie gerechter als du. Und so schäme auch du dich, und trage
deine Schmach, weil du deine Schwestern als gerecht hast erscheinen lassen!
Verheißung der Wiederannahme Jerusalems.
Hes16/53Hes Und ich wende ihr Geschick, das Geschick Sodoms und ihrer Töchter und das Geschick Samarias und ihrer Töchter, und ich wende dein Geschick in ihrer Mitte: Hes16/54Hes damit du deine
Schmach trägst und dich all dessen schämst, was du getan hast, wodurch du sie tröstest. Hes16/55Hes Und deine Schwestern, Sodom und ihre Töchter, werden in ihren früheren Zustand zurückkehren,
und Samaria und ihre Töchter werden in ihren früheren Zustand zurückkehren, und auch du und deine Töchter, ihr werdet in euren früheren Zustand zurückkehren. Hes16/56Hes Hat nicht deine Schwester
Sodom zu einer [abschreckenden] Kunde in deinem Mund gedient am Tag deines Hochmutes, Hes16/57Hes bevor deine [eigene] Bosheit aufgedeckt wurde, so wie jetzt das Höhnen der Töchter Edoms - und
all derer, die rings um sie her [wohnen], der Töchter der Philister, die dich verachteten - von allen Seiten [über dich ertönt]? Hes16/58Hes Deine Schandtat und deine Greuel, die musst du [jetzt]
tragen, spricht der HERR. Hes16/59Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Ja, ich will dir tun, wie du getan, die du den Eid verachtet, indem du den Bund gebrochen hast. Hes16/60Hes Ich aber, ich
will an meinen Bund denken, [den ich] mit dir in den Tagen deiner Jugend [geschlossen habe], und will dir einen ewigen Bund aufrichten. Hes16/61Hes Und du wirst an deine Wege denken und dich
schämen, wenn du deine Schwestern [zu dir] nimmst, die größer sind als du, samt denen, die kleiner sind als du, und ich sie dir zu Töchtern gebe, aber nicht wegen deines Bundes[verhaltens].
Hes16/62Hes Und ich selbst werde meinen Bund mit dir aufrichten, und du wirst erkennen, dass ich der HERR bin: Hes16/63Hes damit du daran denkst und dich schämst und den Mund nicht mehr öffnest
wegen deiner Schmach, wenn ich dir alles vergebe, was du getan hast, spricht der Herr, HERR.
Gleichnis von Adler und Zeder: Treubruch des Königs von Juda gegen den König von Babel.
\17\
Hes17/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes17/2Hes Menschensohn, gib ein Rätsel auf und rede ein Gleichnis zum Haus Israel, Hes17/3Hes und sprich: So spricht der Herr, HERR: Der
große Adler mit großen Flügeln, langen Schwingen, vollem Gefieder, der bunte [Federn] hatte, kam zum Libanon und nahm den Wipfel der Zeder. Hes17/4Hes Den obersten ihrer Triebe brach er ab und
brachte ihn ins Land der Händler, in die Stadt der Kaufleute setzte er ihn. Hes17/5Hes Und er nahm von dem Samen des Landes und setzte ihn in ein Saatfeld, als Weide an reichlich [strömendes]
Wasser, als Ufergewächs setzte er ihn, Hes17/6Hes damit er wachse und zu einem wuchernden Weinstock werde von niedrigem Wuchs, damit seine Ranken sich zu ihm hin wendeten und seine Wurzeln unter
ihm wären. Und er wurde zu einem Weinstock und bildete Triebe und streckte [seine] Äste aus. - Hes17/7Hes Und da war ein Adler, ein anderer, großer, mit großen Flügeln und viel Gefieder. Und
siehe, dieser Weinstock drehte seine Wurzeln zu ihm hin und streckte seine Ranken nach ihm aus, damit er ihn tränke, weg von dem Beet, in das er gepflanzt war. Hes17/8Hes In ein gutes Feld, an
reichlich [strömende] Wasser war er gepflanzt, um Zweige zu treiben und Frucht zu tragen, um zu einem herrlichen Weinstock zu werden. Hes17/9Hes Sage: So spricht der Herr, HERR: Wird er gedeihen?
Wird man nicht seine Wurzeln ausreißen und seine Frucht abschneiden, so dass alle frischen [Blätter] seines Sprosses verdorren? [Ja], er wird [ganz] verdorren! [Es wird] nicht [nötig sein,] mit
starkem Arm und zahlreichem Volk ihn aus seinen Wurzeln loszureißen. Hes17/10Hes Und siehe, ist er [auch] gepflanzt, wird er gedeihen? Wird er nicht, sobald der Ostwind ihn berührt, ganz
verdorren? Auf dem Beet, auf dem er sproßte, wird er verdorren.
Hes17/11Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes17/12Hes Sprich doch zu dem widerspenstigen Haus: Erkennt ihr nicht, was das ist? Sage: Siehe, der König von Babel ist nach Jerusalem
gekommen und hat seinen König und seine Obersten weggenommen und hat sie zu sich nach Babel weggeführt. Hes17/13Hes Und er nahm [einen] von den königlichen Nachkommen und schloß mit ihm einen
Bund und ließ ihn einen Eid eingehen. Die Mächtigen des Landes aber nahm er [gefangen], Hes17/14Hes damit das Königtum niedrig bleibe [und] damit es sich nicht erhebe [und] damit es seinen Bund
halte, dass es bestehen bleibe. Hes17/15Hes Aber er empörte sich gegen ihn, indem er seine Boten nach Ägypten sandte, damit es ihm Pferde und viel [Kriegs-]Volk gebe. Wird es Gedeihen haben? Wird
er, der das getan hat, entkommen? Da er den Bund gebrochen hat, sollte er entkommen? Hes17/16Hes So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, wenn er an dem Ort des Königs, der ihn zum König gemacht
hat, dessen Eid er verachtet und dessen Bund er gebrochen hat, [wenn er] bei ihm in Babel nicht sterben wird! Hes17/17Hes Und der Pharao wird ihm nicht mit einem großen Heer und mit einer
zahlreichen Schar im Krieg beistehen, wenn man einen Belagerungswall aufschüttet und Belagerungstürme baut, um viele Seelen auszurotten. Hes17/18Hes Hat er doch den Eid verachtet und den Bund
gebrochen! Siehe, er hatte ja seine Hand darauf gegeben und tat [dennoch] all dieses. Er wird nicht entkommen. Hes17/19Hes Darum spricht der Herr, HERR: So wahr ich lebe, wenn ich meinen Eid, den
er verachtet, und meinen Bund, den er gebrochen hat, ihm nicht auf seinen Kopf bringe! Hes17/20Hes Und ich spanne mein Fangnetz über ihn aus, und in meinem Jagdnetz wird er gefangen; und ich
bringe ihn nach Babel, und dort gehe ich mit ihm ins Gericht wegen seiner Untreue, die er gegen mich begangen hat, Hes17/21Hes [mit ihm] und mit all seinen ausgewählten Truppen. Unter all seinen
Scharen werden sie durchs Schwert fallen, und die Übriggebliebenen werden in alle Winde zerstreut. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, geredet habe.
Zukünftige Wiederherstellung des Königtums Davids.
Hes17/22Hes So spricht der Herr, HERR: Und ich selbst werde von dem Wipfel der hohen Zeder [einen Trieb] nehmen und [ihn] einsetzen; von dem obersten ihrer Triebe werde ich einen zarten abbrechen
und werde ihn selber einpflanzen auf einem hohen und aufragenden Berg. Hes17/23Hes Auf den hohen Berg Israels werde ich ihn pflanzen; und er wird Zweige treiben und Frucht tragen und zu einer
herrlichen Zeder werden. Und unter ihr werden alle Vögel wohnen, alles, was Flügel hat; im Schatten ihrer Zweige werden sie wohnen. Hes17/24Hes Und alle Bäume des Feldes werden erkennen, dass
ich, der HERR, den hohen Baum erniedrige, den niedrigen Baum erhöhe, dass ich den grünen Baum vertrocknen lasse und den dürren Baum zum Blühen bringe. Ich, der HERR, habe geredet und werde es
tun.
Gottes Vergeltung und persönliche Verantwortung - Möglichkeit der Umkehr.
\18\
Hes18/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes18/2Hes Was habt ihr, dass ihr dieses Sprichwort im Land Israel gebraucht und sprecht: Die Väter essen unreife Trauben, und die Zähne der
Söhne werden stumpf? Hes18/3Hes So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, wenn ihr diesen Spruch in Israel noch gebraucht! Hes18/4Hes Siehe, alle Seelen gehören mir; wie die Seele des Vaters, so
auch die Seele des Sohnes. Sie gehören mir. Die Seele, die sündigt, sie [allein] soll sterben.
Hes18/5Hes Und wenn jemand gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit übt, Hes18/6Hes auf den Bergen nicht ißt und seine Augen nicht erhebt zu den Götzen des Hauses Israel und die Frau seines
Nächsten nicht unrein macht und einer Frau [zur Zeit ihrer] Unreinheit nicht naht Hes18/7Hes und niemanden unterdrückt, das Pfand des Schuldners zurückgibt, keinen Raub begeht, sein Brot dem
Hungernden gibt und den Nackten mit Kleidung bedeckt, Hes18/8Hes auf Zins nicht gibt und Aufschlag nicht nimmt, seine Hand vom Unrecht zurückhält, rechtes Gericht übt zwischen Mann und Mann,
Hes18/9Hes in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen hält, um [sie] getreu zu befolgen: gerecht ist er. Leben soll er, spricht der Herr, HERR. - Hes18/10Hes Zeugt er aber einen
gewalttätigen Sohn, der Blut vergießt und eines von diesen [Dingen] tut - Hes18/11Hes er selbst aber hat alles das nicht getan -, wenn [der] sogar auf den Bergen ißt und die Frau seines Nächsten
unrein macht, Hes18/12Hes den Elenden und den Armen unterdrückt, Raub an sich reißt, das Pfand nicht zurückgibt und seine Augen zu den Götzen erhebt, Greuel verübt, Hes18/13Hes auf Zins gibt und
Aufschlag nimmt: sollte er leben? Er soll nicht leben! All diese Greuel hat er verübt: er muß getötet werden, sein Blut wird auf ihm sein. Hes18/14Hes Und siehe, der zeugt einen Sohn, und dieser
sieht alle Sünden seines Vaters, die der tut; er sieht [sie] und tut nicht desgleichen: Hes18/15Hes Er ißt nicht auf den Bergen und erhebt seine Augen nicht zu den Götzen des Hauses Israel, er
macht nicht die Frau seines Nächsten unrein, Hes18/16Hes und er unterdrückt niemanden, pfändet kein Pfand und begeht keinen Raub, er gibt dem Hungernden sein Brot und bedeckt den Nackten mit
Kleidung, Hes18/17Hes er hält seine Hand vom Unrecht zurück, nimmt weder Zins noch Aufschlag, er befolgt meine Rechtsbestimmungen, lebt in meinen Ordnungen: der wird nicht wegen der Schuld seines
Vaters sterben. Leben soll er! Hes18/18Hes Sein Vater, weil er Erpressung verübt, am Bruder Raub begangen und das, was nicht gut war, inmitten seines Volkes getan hat: siehe, er [allein] soll um
seiner Schuld willen sterben.
V. 19-32: Kap. 33,7-20.
Hes18/19Hes Ihr aber sagt: `Warum trägt der Sohn nicht an der Schuld des Vaters [mit]? Dabei hat der Sohn [doch] Recht und Gerechtigkeit geübt, hat alle meine Ordnungen bewahrt und sie getan:
Leben soll er! Hes18/20Hes Die Seele, die sündigt, sie soll sterben. Ein Sohn soll nicht an der Schuld des Vaters [mit-]tragen, und ein Vater soll nicht an der Schuld des Sohnes [mit-]tragen. Die
Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein, und die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm sein.
Hes18/21Hes Wenn aber der Gottlose umkehrt von all seinen Sünden, die er getan hat, und alle meine Ordnungen bewahrt und Recht und Gerechtigkeit übt: leben soll er [und] nicht sterben.
Hes18/22Hes All seine Vergehen, die er begangen hat, sollen ihm nicht angerechnet werden; um seiner Gerechtigkeit willen, die er geübt hat, soll er leben. Hes18/23Hes Sollte ich wirklich Gefallen
haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht [vielmehr] daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt? Hes18/24Hes Wenn aber ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und
Unrecht tut nach all den Greueln, die der Gottlose verübt hat - tut er es, sollte er leben? -: An all seine gerechten Taten, die er getan hat, soll nicht gedacht werden. Wegen seiner Untreue, die
er begangen, und wegen seiner Sünde, die er getan hat, ihretwegen soll er sterben.
Hes18/25Hes Aber ihr sagt: `Der Weg des Herrn ist nicht recht. Hört doch, Haus Israel: Ist mein Weg nicht recht? Sind nicht [vielmehr] eure Wege nicht recht? Hes18/26Hes Wenn ein Gerechter von
seiner Gerechtigkeit umkehrt und Unrecht tut und um dieser [Sünden] willen stirbt, so stirbt er wegen seines Unrechts, das er getan hat. Hes18/27Hes Wenn aber ein Gottloser von seiner
Gottlosigkeit, die er begangen hat, umkehrt und Recht und Gerechtigkeit übt: er wird seine Seele am Leben erhalten. Hes18/28Hes Sieht er es ein und kehrt er um von all seinen Vergehen, die er
begangen hat: leben soll er [und] nicht sterben. - Hes18/29Hes Aber das Haus Israel sagt: `Der Weg des Herrn ist nicht recht. Sind meine Wege nicht recht, Haus Israel? Sind nicht [vielmehr] eure
Wege nicht recht? Hes18/30Hes Darum werde ich euch richten, Haus Israel, jeden nach seinen Wegen, spricht der Herr, HERR. Kehrt um und wendet euch ab von allen euren Vergehen, dass es euch nicht
ein Anstoß zur Schuld wird! Hes18/31Hes Werft von euch alle eure Vergehen, mit denen ihr euch vergangen habt, und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Ja, wozu wollt ihr sterben,
Haus Israel? Hes18/32Hes Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muß, spricht der Herr, HERR. So kehrt um, damit ihr lebt!
Klagelied über das Königshaus von Juda.
\19\
Hes19/1Hes Und du, erhebe ein Klagelied über die Fürsten Israels, Hes19/2Hes und sage: Was war [doch] deine Mutter für eine Löwin unter Löwen! Sie lagerte unter Junglöwen, zog ihre Jungen groß.
Hes19/3Hes Und sie zog eins von ihren Jungen auf, es wurde ein Junglöwe; und er lernte Raub rauben, er fraß Menschen. Hes19/4Hes Da bot man Nationen gegen ihn auf, in ihrer Grube wurde er
gefangen; und sie brachten ihn mit Haken in das Land Ägypten. Hes19/5Hes Und als sie sah, dass ihre Hoffnung dahin, verloren war, da nahm sie ein anderes von ihren Jungen und machte es zu einem
Junglöwen. Hes19/6Hes Und es lebte unter Löwen, wurde ein Junglöwe; und er lernte Raub rauben, er fraß Menschen. Hes19/7Hes Und er zerbrach ihre Paläste, ihre Städte legte er in Trümmer; und das
Land und seine Fülle entsetzte sich vor der Stimme seines Gebrülls. Hes19/8Hes Da setzte man gegen ihn die Nationen ringsum aus den Provinzen ein; und sie spannten ihr Fangnetz über ihn aus, in
ihrer Grube wurde er gefangen. Hes19/9Hes Und sie setzten ihn mit Haken in den Käfig und brachten ihn zum König von Babel, [und] er brachte ihn in Gewahrsam, damit seine Stimme nicht mehr gehört
würde auf den Bergen Israels.
Hes19/10Hes Deine Mutter ist einem Weinstock gleichgeworden, an Wassern gepflanzt; er wurde fruchtbar und voller Ranken vom vielen Wasser. Hes19/11Hes Und er bekam starke Zweige, [geeignet] für
Herrscher-Zepter, und sein Wuchs erhob sich empor zwischen das dichte Laub [der Bäume]; und er wurde sichtbar durch seine Höhe, durch die Menge seiner Ranken. Hes19/12Hes Aber er wurde
ausgerissen im Zorn, zu Boden geworfen, und der Ostwind ließ seine Frucht verdorren; sie wurden abgerissen und vertrockneten; sein starker Zweig - Feuer verzehrte ihn. Hes19/13Hes Und nun ist er
in die Wüste gepflanzt, in ein dürres und durstiges Land. Hes19/14Hes Und ein Feuer ging vom Gezweig seiner Triebe aus [und] hat seine Frucht verzehrt; und kein starker Zweig war [mehr] an ihm,
kein Zepter zum Herrschen.
Ein Klagelied ist es, und zum Klagelied wurde es.
Israels Sünden - Gottes Gerichts- und Heilshandeln.
\20\
Hes20/1Hes Und es geschah im siebten Jahr, im fünften [Monat], am Zehnten des Monats, da kamen Männer von den Ältesten Israels, um den HERRN zu befragen; und sie setzten sich vor mir nieder.
Hes20/2Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes20/3Hes Menschensohn, rede zu den Ältesten Israels, und sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Um mich zu befragen, seid ihr gekommen?
So wahr ich lebe, wenn ich mich von euch befragen lasse! spricht der Herr, HERR. Hes20/4Hes Willst du sie [nicht vielmehr] richten? Willst du richten, Menschensohn? Die Greuel ihrer Väter laß sie
erkennen, Hes20/5Hes und sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: An dem Tag, als ich Israel erwählte, da erhob ich meine Hand der Nachkommenschaft des Hauses Jakob [zum Schwur] und gab mich
ihnen im Land Ägypten kund und erhob meine Hand ihnen [zum Schwur] und sprach: Ich bin der HERR, euer Gott! Hes20/6Hes An jenem Tag erhob ich für sie meine Hand [zum Schwur], dass ich sie aus dem
Land Ägypten herausführen würde in ein Land, das ich für sie ausgekundschaftet hatte, das von Milch und Honig überfließt; die Zierde ist es unter allen Ländern. Hes20/7Hes Und ich sprach zu
ihnen: Werft die Scheusale weg, an denen eure Augen hängen, und macht euch nicht mit den Götzen Ägyptens unrein! Ich bin der HERR, euer Gott.
Hes20/8Hes Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht auf mich hören; keiner warf die Scheusale weg, an denen seine Augen hingen, und die Götzen Ägyptens verließen sie nicht. Da
gedachte ich, meinen Grimm über sie auszugießen, meinen Zorn an ihnen zu vollenden mitten im Land Ägypten. Hes20/9Hes Aber ich handelte [gnädig] um meines Namens willen, damit er nicht entweiht
würde vor den Augen der Nationen, in deren Mitte sie waren und vor deren Augen ich mich ihnen kundgegeben hatte, [indem ich schwor], sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Hes20/10Hes Und ich
führte sie aus dem Land Ägypten und brachte sie in die Wüste. Hes20/11Hes Und ich gab ihnen meine Ordnungen, und meine Rechtsbestimmungen ließ ich sie wissen, durch die der Mensch, wenn er sie
tut, lebt. Hes20/12Hes Und auch meine Sabbate gab ich ihnen, dass sie zum [Bundes-] Zeichen seien zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der sie heiligt. -
Hes20/13Hes Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen mich in der Wüste; sie lebten nicht in meinen Ordnungen und verwarfen meine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch, wenn er sie tut,
lebt; und meine Sabbate entweihten sie sehr. Da gedachte ich, meinen Grimm in der Wüste über sie auszugießen, um sie zu vernichten. Hes20/14Hes Aber ich handelte [gnädig] um meines Namens willen,
damit er nicht entweiht würde vor den Augen der Nationen, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte. Hes20/15Hes Doch auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wüste [zum Schwur], dass ich sie
nicht in das Land bringen würde, das ich [ihnen] gegeben hatte, das von Milch und Honig überfließt - die Zierde ist es unter allen Ländern -, Hes20/16Hes weil sie meine Rechtsbestimmungen
verwarfen und in meinen Ordnungen nicht lebten und meine Sabbate entweihten; denn ihr Herz lief ihren Götzen nach. Hes20/17Hes Aber ich war ihretwegen betrübt, so dass ich sie nicht vernichtete,
und ich machte mit ihnen kein Ende in der Wüste.
Hes20/18Hes Und ich sprach zu ihren Söhnen in der Wüste: Lebt nicht in den Ordnungen eurer Väter, und ihre Rechtsbestimmungen bewahrt nicht, und mit ihren Götzen macht euch nicht unrein!
Hes20/19Hes Ich bin der HERR, euer Gott: Lebt in meinen Ordnungen, und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie! Hes20/20Hes Und heiligt meine Sabbate, damit sie zum [Bundes-]Zeichen seien
zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der HERR, euer Gott bin. - Hes20/21Hes Aber [auch] die Söhne waren widerspenstig gegen mich; in meinen Ordnungen lebten sie nicht, und meine
Rechtsbestimmungen bewahrten sie nicht, sie zu tun, durch die [doch] der Mensch, wenn er sie tut, lebt. Und meine Sabbate entweihten sie. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszugießen,
meinen Zorn an ihnen zu vollenden in der Wüste. Hes20/22Hes Aber ich wandte meine Hand zurück und handelte [gnädig] um meines Namens willen, damit er nicht entweiht würde vor den Augen der
Nationen, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte. Hes20/23Hes [Doch] auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wüste [zum Schwur], dass ich sie unter die Nationen versprengen und sie in die
Länder zerstreuen würde, Hes20/24Hes weil sie meine Rechtsbestimmungen nicht taten und meine Ordnungen verwarfen und meine Sabbate entweihten und ihre Augen hinter den Götzen ihrer Väter her
waren. Hes20/25Hes Und auch ich gab ihnen Ordnungen, die nicht gut waren, und Rechtsbestimmungen, durch die sie nicht leben konnten. Hes20/26Hes Und ich machte sie durch ihre Gaben unrein, indem
sie alle Erstgeburt des Mutterleibes durch [das Feuer] gehen ließen: damit ich ihnen Entsetzen einflößte, damit sie erkannten, dass ich der HERR bin.
Hes20/27Hes Darum, Menschensohn, rede zum Haus Israel und sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: [Auch] noch dadurch haben eure Väter mich gelästert, dass sie Untreue gegen mich begingen:
Hes20/28Hes Als ich sie in das Land gebracht, das ihnen zu geben ich meine Hand [zum Schwur] erhoben hatte, ersahen sie [sich] jeden hohen Hügel und jeden dichtbelaubten Baum und opferten dort
ihre Schlachtopfer und gaben dort ihre widerwärtigen Opfergaben und brachten dort ihren wohlgefälligen Geruch dar und spendeten ihre Trankopfer. Hes20/29Hes Und ich sprach zu ihnen: Was ist das
für eine Höhe, wohin ihr geht? So wurde ihr Name Bama genannt, bis auf diesen Tag.
Hes20/30Hes Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Wollt ihr euch auf die Weise eurer Väter unrein machen und ihren Scheusalen nachhuren? Hes20/31Hes Ja, indem ihr eure Gaben
darbringt und eure Söhne durchs Feuer gehen laßt, macht ihr euch unrein bis heute an all euren Götzen! Da sollte ich mich von euch befragen lassen, Haus Israel? So wahr ich lebe, spricht der
Herr, HERR, wenn ich mich von euch befragen lasse! Hes20/32Hes Und was in eurem Geist aufgestiegen ist, soll niemals geschehen, dass ihr [nämlich] sagt: Wir wollen sein wie die Nationen und wie
die Geschlechter der Länder, um im Dienst von Holz und Stein zu stehen. Hes20/33Hes So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR, wenn ich nicht mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit
ausgegossenem Grimm als König über euch herrschen werde! Hes20/24Hes Und ich werde euch aus den Völkern herausführen und euch aus den Ländern, in die ihr zerstreut worden seid, mit starker Hand
und mit ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm sammeln. Hes20/35Hes Und ich werde euch in die Wüste der Völker bringen und dort mit euch ins Gericht gehen von Angesicht zu Angesicht;
Hes20/36Hes wie ich mit euren Vätern ins Gericht gegangen bin in der Wüste des Landes Ägypten, ebenso werde ich mit euch ins Gericht gehen, spricht der Herr, HERR. Hes20/37Hes Und ich werde euch
unter dem [Hirten]stab hindurchziehen lassen und euch abgezählt hineinbringen. Hes20/38Hes Und ich werde von euch ausscheiden, die sich empörten und mit mir brachen; ich werde sie aus dem Land
ihrer Fremdlingschaft herausführen, aber in das Land Israel sollen sie nicht kommen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin.
Hes20/39Hes Ihr aber, Haus Israel, so spricht der Herr, HERR: Geht [doch] hin, dient ein jeder seinen Götzen! Aber nachher - solltet ihr wirklich nicht auf mich hören? - dann werdet ihr meinen
heiligen Namen nicht mehr entweihen mit euren Gaben und mit euren Götzen. Hes20/40Hes Denn auf meinem heiligen Berg, auf dem hohen Berg Israels, spricht der Herr, HERR, dort wird mir das ganze
Haus Israel insgesamt dienen im Land. Dort werde ich sie wohlgefällig annehmen, und dort werde ich eure Hebopfer einfordern und die Erstlinge eurer Geschenke, all eure heiligen Gaben. Hes20/41Hes
Beim wohlgefälligen Geruch [eurer Opfer] werde ich euch wohlgefällig annehmen, wenn ich euch aus den Völkern herausführe und euch aus den Ländern sammle, in die ihr zerstreut worden seid, und ich
mich an euch als heilig erweise vor den Augen der Nationen. Hes20/42Hes Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich euch in das Land Israel bringe, in das Land, [über] das ich meine
Hand [zum Schwur] erhoben habe, es euren Vätern zu geben. Hes20/43Hes Und ihr werdet dort an eure Wege und all eure Taten denken, mit denen ihr euch unrein gemacht habt; und ihr werdet an euch
selbst Ekel empfinden wegen all eurer bösen Taten, die ihr begangen habt. Hes20/44Hes Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mit euch handle um meines Namens willen [und] nicht
nach euren bösen Wegen und nach euren verderbenbringenden Taten, Haus Israel, spricht der Herr, HERR.
Gottes Gerichtswort über Jerusalem und Ammon.
V. 1-5: Kap. 15.
\21\
Hes21/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes21/2Hes Menschensohn, richte dein Gesicht nach Süden, und rede zum Mittag hin und weissage gegen den Wald des Gefildes im Südland!
Hes21/3Hes Und sage zum Wald des Südlandes: Höre das Wort des HERRN! So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will in dir ein Feuer anzünden; das wird jeden grünen Baum und jeden dürren Baum in dir
verzehren. Die lodernde Flamme wird nicht verlöschen, und vom Süden bis zum Norden werden alle Gesichter durch sie versengt. Hes21/4Hes Und alles Fleisch soll sehen, dass ich, der HERR, es
angezündet habe. Es wird nicht erlöschen. Hes21/5Hes Und ich sprach: Ach, Herr, HERR! Sie sagen von mir: Redet er nicht in Gleichnissen?
Hes21/6Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Hes21/7Hes Menschensohn, richte dein Gesicht nach Jerusalem, und rede gegen die Heiligtümer und weissage gegen das Land Israel! Hes21/8Hes Und
sprich zu dem Land Israel: So spricht der HERR: Siehe, ich will an dich und werde mein Schwert aus seiner Scheide ziehen; und ich werde aus dir den Gerechten und den Ungerechten ausrotten!
Hes21/9Hes Weil ich aus dir den Gerechten und den Ungerechten ausrotten will, darum soll mein Schwert aus seiner Scheide fahren gegen alles Fleisch vom Süden bis zum Norden. Hes21/10Hes Und alles
Fleisch wird erkennen, dass ich, der HERR, mein Schwert aus seiner Scheide gezogen habe; es soll nicht wieder [dahin] zurückkehren. Hes21/11Hes Und du, Menschensohn, stöhne! Mit brechenden Hüften
und mit bitterem [Schmerz] sollst du vor ihren Augen stöhnen! Hes21/12Hes Und es soll geschehen, wenn sie zu dir sagen: `Weswegen stöhnst du?, dann sollst du sagen: `Wegen der kommenden
Nachricht. Und jedes Herz wird zerschmelzen, und alle Hände werden erschlaffen, und jeder Geist wird verzagen, und alle Knie werden von Wasser triefen. Siehe, es kommt und geschieht, spricht der
Herr, HERR.
Hes21/13Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes21/14Hes Menschensohn, weissage! Und du sollst sagen: So spricht der Herr: Sage: Ein Schwert, ein Schwert, geschärft und auch geschliffen!
Hes21/15Hes Damit es ein Schlachten anrichtet, ist es geschärft; damit es blitzt, ist es geschliffen. - Oder sollen wir uns freuen [und sagen]: Das Zepter meines Sohnes verwirft alles Holz? -
Hes21/16Hes Und man hat es zum Schleifen gegeben, um es mit der Faust zu packen. Geschärft ist es, das Schwert, es ist geschliffen, damit man es in die Hand eines Mörders gebe. Hes21/17Hes
Schreie um Hilfe und heule, Menschensohn! Denn es richtet sich gegen mein Volk, es [richtet sich] gegen alle Fürsten Israels: Sie sind dem Schwert verfallen samt meinem Volk. Darum schlag dir auf
die Hüften! Hes21/18Hes Denn die Probe ist gemacht. Und warum sollte es, wenn du sogar das Zepter verwirfst, nicht geschehen? spricht der Herr, HERR. - Hes21/19Hes Und du, Menschensohn, weissage
und schlag die Hände zusammen! Da verdoppelt sich das Schwert, [ja] verdreifacht sich, ein Schwert der Erschlagenen ist es, ein gewaltiges Schwert der Erschlagenen, das tief in sie eindringt.
Hes21/20Hes Damit das Herz verzage und viele zum Stürzen gebracht werden, bringe ich an all ihre Tore das Schlachten des Schwertes! Wehe! Zum Blitzen ist es gemacht, zum Schlachten geschärft.
Hes21/21Hes Erweise deine Schärfe, [und] wende dich nach rechts, wende dich nach links, wohin deine Schneide [gerade] gerichtet ist! Hes21/22Hes Und auch ich will meine Hände zusammenschlagen und
meinen Grimm stillen. Ich, der HERR, habe geredet.
Hes21/23Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes21/24Hes Und du, Menschensohn, mache dir zwei Wege, auf denen das Schwert des Königs von Babel kommt! Von einem Land sollen sie beide
ausgehen. Und setze einen Wegweiser, an den Anfang des Weges zur Stadt setze [ihn]! Hes21/25Hes Du sollst einen Weg machen, damit das Schwert komme nach Rabba der Söhne Ammon und nach Juda, das
[nur noch] in Jerusalem befestigt ist. Hes21/26Hes Denn der König von Babel bleibt am Kreuzweg stehen, am Anfang der beiden Wege, um das Losorakel zu befragen; er schüttelt die Pfeile, befragt
die Teraphim, beschaut die Leber. Hes21/27Hes In seiner Rechten ist das Losorakel `Jerusalem, dass er Sturmböcke aufstelle, den Mund öffne mit Geschrei, die Stimme erhebe mit Kriegsgeschrei,
Sturmböcke gegen die Tore aufstelle, Belagerungswälle aufschütte und Belagerungstürme baue. - Hes21/28Hes In ihren Augen aber ist es ihnen wie ein falsches Orakel - sie haben ja die heiligsten
Eide -; er aber bringt [ihre] Schuld in Erinnerung, damit sie gefaßt werden.
Hes21/29Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr eure Schuld in Erinnerung bringt, indem eure Verbrechen offenbar werden, so dass eure Sünden in allen euren Taten gesehen werden, weil ihr
angezeigt worden seid, werdet ihr mit [harter] Hand gefaßt werden. Hes21/30Hes Und du, erschlagener Gottloser, Fürst Israels, dessen Tag gekommen ist zur Zeit der endgültigen Strafe! Hes21/31Hes
So spricht der Herr, HERR: Weg mit dem Kopfbund, und fort mit der Krone! Nichts bleibt, wie es ist. Das Niedrige soll erhöht und das Hohe erniedrigt werden! Hes21/32Hes Zu Trümmern, Trümmern,
Trümmern mache ich es. Auch das bleibt nicht - bis der kommt, dem das Recht gehört; dem gebe ich es.
V. 33-37: Kap. 25,1-7; Jer 49,1-6; Am 1,13-15; Zeph 2,8-11.
Hes21/33Hes Und du, Menschensohn, weissage und sprich: So spricht der Herr, HERR, über die Söhne Ammon und über ihr Höhnen. Und sprich: Schwert, Schwert, zum Schlachten gezückt, zum Fressen
geschliffen, damit es als Blitz dreinfahre, Hes21/34Hes um dich, während man dir Nichtiges schaut, während man dir Lüge wahrsagt, an die Hälse der [tödlich] verwundeten Gottlosen zu legen, deren
Tag gekommen ist zur Zeit der endgültigen Strafe! Hes21/35Hes Stecke es wieder in seine Scheide! An dem Ort, wo du geschaffen bist, in dem Land deiner Herkunft, werde ich dich richten.
Hes21/36Hes Und ich werde meinen Zorn über dich ausgießen, das Feuer meines Grimms gegen dich anfachen; und ich werde dich in die Hand roher Männer geben, die Verderben schmieden. Hes21/37Hes Du
wirst dem Feuer zum Fraß [gegeben] werden, dein Blut wird mitten im Land sein; an dich wird nicht mehr gedacht werden. Denn ich, der HERR, habe geredet.
Schuld und Bestrafung von Jerusalem und Juda.
\22\
Hes22/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes22/2Hes Und du, Menschensohn, willst du richten, willst du richten die Stadt der Blutschuld? So laß sie alle ihre Greuel erkennen,
Hes22/3Hes und sage: So spricht der Herr, HERR: [Du] Stadt, die in ihrer Mitte Blut vergießt, damit ihre [Gerichts]zeit komme, und die sich Götzen macht, so dass sie sich unrein mache! Hes22/4Hes
Durch dein Blut, das du vergossen hast, bist du schuldig geworden; und durch deine Götzen, die du gemacht, hast du dich unrein gemacht; und du hast deine [Gerichts]tage herbeigeführt und bist zu
deinen Jahren gekommen. Darum habe ich dich zum Hohn für die Nationen gemacht und zum Gespött für alle Länder. Hes22/5Hes Die [dir] nahe und die von dir entfernt [wohnen], verspotten dich, deren
Ruf befleckt, deren Bestürzung gewaltig ist. - Hes22/6Hes Siehe, die Fürsten Israels waren in dir - jeder [pochte] auf seine Macht -, um Blut zu vergießen. Hes22/7Hes Vater und Mutter verachtet
man in dir, dem Fremden tut man Gewalt an in deiner Mitte, Waise und Witwe unterdrückt man in dir. Hes22/8Hes Meine heiligen Dinge verachtest du, und meine Sabbate entweihst du. Hes22/9Hes
Verleumder sind in dir, um Blut zu vergießen. Und auf den Bergen ißt man in dir, Schandtaten verübt man in deiner Mitte. Hes22/10Hes Die Blöße des Vaters deckt man auf in dir, die in ihrer
Absonderung Unreine schwächt man in dir. Hes22/11Hes Der eine verübt Greuel mit der Frau seines Nächsten, der andere macht seine Schwiegertochter durch Schandtat unrein, und ein anderer schwächt
in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters.
Hes22/12Hes Bestechungsgeschenke nimmt man in dir, um Blut zu vergießen; Zins und Aufschlag nimmst du und übervorteilst deinen Nächsten mit Gewalt. Mich aber vergißt du, spricht der Herr,
HERR.
Hes22/13Hes Und siehe, ich schlage in meine Hand wegen deines unrechten Gewinns, den du gemacht hast, und über deine Blutschuld, die in deiner Mitte ist. Hes22/14Hes Wird dein Herz fest bleiben,
oder werden deine Hände stark sein in den Tagen, da ich mit dir handeln werde? Ich, der HERR, habe geredet und werde handeln. Hes22/15Hes Und ich werde dich versprengen unter die Nationen und
dich zerstreuen in die Länder und deine Unreinheit ganz aus dir wegschaffen. Hes22/16Hes Und du wirst durch dich selbst entweiht werden vor den Augen der Nationen; und du wirst erkennen, dass ich
der HERR bin.
Hes22/17Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes22/18Hes Menschensohn, das Haus Israel ist für mich zu Schlacken geworden; sie alle sind Kupfer und Zinn und Eisen und Blei im
Schmelzofen; Silberschlacken sind sie geworden. Hes22/19Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr alle zu Schlacken geworden seid, darum, siehe, werde ich euch in Jerusalem zusammentun.
Hes22/20Hes [Wie] man Silber und Kupfer und Eisen und Blei und Zinn in einen Schmelzofen zusammentut, um Feuer darunter anzublasen, um es zu schmelzen, so werde ich euch in meinem Zorn und in
meinem Grimm zusammentun und euch hineinlegen und schmelzen. Hes22/21Hes Und ich werde euch sammeln und das Feuer meines Grimms gegen euch anblasen, dass ihr darin geschmolzen werdet. Hes22/22Hes
Wie Silber im Ofen geschmolzen wird, so werdet ihr mitten in ihm geschmolzen werden. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, meinen Grimm über euch ausgegossen habe.
Hes22/23Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes22/24Hes Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht benetzt, nicht beregnet ist am Tag des Zorns, Hes22/25Hes dessen Obere
in seiner Mitte sind wie ein brüllender Löwe, der Beute reißt. Seelen fressen sie, Reichtum und Kostbarkeiten nehmen sie, seine Witwen lassen sie zahlreich werden in seiner Mitte. Hes22/26Hes
Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine heiligen Dinge; zwischen heilig und nicht heilig unterscheiden sie nicht, und [den Unterschied] zwischen unrein und rein lassen sie
nicht erkennen; und vor meinen Sabbaten verhüllen sie ihre Augen. So werde ich in ihrer Mitte entweiht. Hes22/27Hes Seine Obersten sind in seiner Mitte wie Wölfe, die Beute reißen, um Blut zu
vergießen, Seelen zugrunde zu richten, damit sie unrechten Gewinn erlangen. Hes22/28Hes Und seine Propheten streichen ihnen Tünche [darüber], indem sie Nichtiges schauen und ihnen Lügen wahrsagen
und sprechen: So spricht der Herr, HERR! Und doch hat der HERR nicht geredet. Hes22/29Hes Das Volk des Landes verübt Erpressung und begeht Raub; und den Elenden und Armen unterdrücken sie, und am
Fremden handeln sie gegen [jedes] Recht. Hes22/30Hes Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit ich es nicht verheeren
müßte; aber ich fand keinen. Hes22/31Hes So gieße ich meinen Zorn über sie aus, im Feuer meines Grimms vernichte ich sie, ihren Weg bringe ich auf ihren Kopf, spricht der Herr, HERR.
Die beiden unzüchtigen Schwestern Ohola und Oholiba.
Kap. 16.
\23\
Hes23/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes23/2Hes Menschensohn, [da gab es] zwei Frauen, Töchter einer Mutter waren sie. Hes23/3Hes Die hurten in Ägypten, [bereits] in ihrer Jugend
hurten sie; dort wurden ihre Brüste gedrückt, und dort betastete man ihren jungfräulichen Busen. Hes23/4Hes Die ältere hieß Ohola und ihre Schwester Oholiba. Und sie wurden mein und gebaren Söhne
und Töchter. Und [was] ihre Namen [betrifft]: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.
Hes23/5Hes Und Ohola hurte von mir weg. Und sie hatte Verlangen nach ihren Liebhabern, den kampftüchtigen Assyrern, Hes23/6Hes gekleidet in violetten Purpur, den Statthaltern und Befehlshabern,
anmutige junge Männer waren sie alle, Reiter, auf Pferden reitend. Hes23/7Hes Und sie richtete ihre Hurereien auf sie. Die Auslese der Söhne Assur waren sie alle; und mit allen, nach denen sie
Verlangen hatte, [und] mit all deren Götzen machte sie sich unrein. Hes23/8Hes Auch ihre von Ägypten her [gewohnten] Hurereien ließ sie nicht; denn [schon] in ihrer Jugend hatten sie bei ihr
gelegen und hatten ihren jungfräulichen Busen betastet und ihre Hurerei über sie ausgegossen. Hes23/9Hes Darum habe ich sie in die Hand ihrer Liebhaber gegeben, in die Hand der Söhne Assur, nach
denen sie Verlangen hatte. Hes23/10Hes Die haben ihre Blöße aufgedeckt, ihre Söhne und ihre Töchter weggenommen, und sie selbst haben sie mit dem Schwert erschlagen, so dass sie zum Gerede bei
den Frauen wurde, und haben Strafgerichte an ihr geübt.
Hes23/11Hes Und ihre Schwester Oholiba sah es, und sie trieb es mit ihrem Verlangen verderblicher als sie und mit ihren Hurereien [schlimmer] als ihre Schwester mit [ihren] Hurereien. Hes23/12Hes
Sie bekam Verlangen nach den Söhnen Assur, Statthaltern und Befehlshabern, Kämpfern, prächtig gekleidet, Reitern, auf Pferden reitend; anmutige junge Männer waren sie alle. Hes23/13Hes Und ich
sah, dass sie sich unrein gemacht hatte: Dieselbe Art hatten sie beide. Hes23/14Hes Aber sie trieb ihre Hurereien [noch] weiter: Denn sie sah Männer in Zeichnung an der Wand, Bilder von
Chaldäern, mit roter Farbe eingezeichnet, Hes23/15Hes gegürtet mit einem Gurt an ihren Hüften, herabhängenden Turbanen auf ihren Köpfen, sie alle vom Aussehen hervorragender Kämpfer, ein Abbild
der Söhne Babels, deren Geburtsland Chaldäa ist. Hes23/16Hes Und als ihre Augen sie sahen, bekam sie Verlangen nach ihnen, und sie sandte Boten zu ihnen nach Chaldäa. Hes23/17Hes Da kamen die
Söhne Babels zu ihr zum Liebeslager und machten sie durch ihre Hurerei unrein. Doch als sie sich an ihnen unrein gemacht hatte, wandte sich ihre Seele jäh von ihnen ab. Hes23/18Hes Und als sie
[so] ihre Hurereien aufgedeckt hatte und ihre Blöße aufgedeckt hatte, da wandte sich meine Seele jäh von ihr ab, ebenso wie meine Seele sich von ihrer Schwester jäh abgewandt hatte. Hes23/19Hes
Sie aber vermehrte [noch] ihre Hurereien, indem sie an die Tage ihrer Jugend dachte, als sie im Land Ägypten gehurt hatte. Hes23/20Hes Und sie bekam Verlangen nach ihren Liebhabern, deren Fleisch
wie das Fleisch der Esel und deren Erguß wie der Erguß der Pferde ist. Hes23/21Hes Und du sehntest dich nach der Schandtat deiner Jugend, als man in Ägypten deinen Busen betastete um deiner
jugendlichen Brüste willen. - Hes23/22Hes Darum, Oholiba, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich erwecke gegen dich deine Liebhaber, von denen deine Seele sich jäh abgewandt hat, und lasse sie von
allen Seiten über dich kommen: Hes23/23Hes die Söhne Babels und alle Chaldäer, Pekod und Schoa und Koa, alle Söhne Assur mit ihnen, anmutige junge Männer, Statthalter und Befehlshaber sind sie
alle, hervorragende Kämpfer und Räte, sie alle auf Pferden reitend. Hes23/24Hes Die kommen über dich von Norden, [mit] Wagen und Rädern und Scharen von Völkern; Langschild und Kleinschild und
Helm richten sie ringsum gegen dich. Und ich übergebe ihnen das Gericht, und sie werden dich nach ihren Rechtssätzen richten. Hes23/25Hes Und ich bringe meinen Eifer über dich, und sie werden im
Grimm mit dir verfahren: deine Nase und deine Ohren werden sie abschneiden, und was nach dir [übrigbleibt], wird durch das Schwert fallen; deine Söhne und deine Töchter werden sie wegnehmen, und
was nach dir [übrigbleibt], wird durch das Feuer verzehrt werden. Hes23/26Hes Und sie werden dir deine Kleider ausziehen und deine prächtigen Geschmeide nehmen. Hes23/27Hes Und ich will ein Ende
machen deiner Schandtat von dir und deiner Hurerei vom Land Ägypten her, so dass du deine Augen nicht mehr zu ihnen erheben und nicht mehr denken wirst an Ägypten.
Hes23/28Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich gebe dich in die Hand derer, die du haßt, in die Hand derer, von denen deine Seele sich jäh abgewandt hat. Hes23/29Hes Und sie werden voller
Haß mit dir verfahren und all dein Erworbenes wegnehmen und dich nackt und bloß zurücklassen. Da sollen deine hurerische Blöße und deine Schandtat und deine Hurereien aufgedeckt werden.
Hes23/30Hes Das wird dir geschehen, weil du den Nationen nachgehurt, weil du dich mit ihren Götzen unrein gemacht hast. Hes23/31Hes Auf dem Weg deiner Schwester bist du gegangen, so gebe ich
ihren Becher in deine Hand. Hes23/32Hes So spricht der Herr, HERR: Du wirst den Becher deiner Schwester trinken, den tiefen und weiten - zum Gelächter und zum Spott wird sie -, der so viel faßt.
Hes23/33Hes Von Trunkenheit und Kummer wirst du voll werden; ein Becher des Entsetzens und der Verödung ist der Becher deiner Schwester Samaria. Hes23/34Hes Und du wirst ihn trinken und
ausschlürfen und wirst seine Scherben benagen und deine Brüste zerreißen; denn ich habe geredet, spricht der Herr, HERR. - Hes23/35Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil du mich vergessen und
mich hinter deinen Rücken geworfen hast, so trage du auch deine Schandtat und deine Hurereien!
Hes23/36Hes Und der HERR sprach zu mir: Menschensohn, willst du die Ohola und die Oholiba richten? Dann halte ihnen ihre Greuel vor! Hes23/37Hes Denn sie haben Ehebruch getrieben, und Blut ist an
ihren Händen, und mit ihren Götzen haben sie Ehebruch getrieben; und sogar ihre Kinder, die sie mir geboren hatten, haben sie ihnen zum Fraß durch [das Feuer] gehen lassen. Hes23/38Hes Und dies
haben sie mir noch [dazu] angetan: Sie haben am selben Tag mein Heiligtum unrein gemacht und meine Sabbate entweiht. Hes23/39Hes Denn wenn sie ihre Söhne für ihre Götzen schlachteten, dann kamen
sie am selben Tag in mein Heiligtum, es zu entweihen; und siehe, so haben sie es mitten in meinem Haus getrieben. Hes23/40Hes Ja, sie haben sogar [Boten] zu Männern gesandt, die von fernher
kommen sollten - zu denen ein Bote gesandt worden war; und siehe, sie kamen! -, für die du dich gebadet, deine Augen geschminkt und [dir] Schmuck angelegt hast Hes23/41Hes und dich auf ein
prunkvolles Polster gesetzt hast, vor dem ein Tisch bereitet war; und darauf hast du mein Räucherwerk und mein Öl gestellt. Hes23/42Hes Und mit lärmender Stimme sang man den Männern zu wegen der
Menge der Menschen, die aus der Wüste gekommen waren; und sie legten Armringe an ihre Hände und [setzten] prachtvolle Kronen auf ihre Köpfe.
Hes23/43Hes Da sprach ich: [Noch immer] Ehebruch für die Verbrauchte? Jetzt treibt man ihre Hurereien, und sie [freut sich darüber]. Hes23/44Hes Und man ging zu ihr ein, wie man zu einer Hure
eingeht; so gingen sie ein zu Ohola und zu Oholiba, den unzüchtigen Frauen. Hes23/45Hes Aber gerechte Männer, die werden sie richten nach dem Recht für Ehebrecherinnen und nach dem Recht für
solche, die Blut vergießen; denn sie sind Ehebrecherinnen, und Blut ist an ihren Händen. - Hes23/46Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Man führe eine Versammlung gegen sie herauf, und gebe sie
der Mißhandlung und der Plünderung preis! Hes23/47Hes Und die Versammlung soll sie steinigen und sie mit ihren Schwertern zerhauen; ihre Söhne und ihre Töchter soll man erschlagen und ihre Häuser
mit Feuer vernichten! Hes23/48Hes Und so werde ich die Schandtat aus dem Land wegschaffen, damit alle Frauen sich warnen lassen und nicht nach eurer Schandtat handeln. Hes23/49Hes Und sie werden
eure Schandtat auf euch bringen, und die Sünden [,die ihr mit] euren Götzen [begangen habt,] werdet ihr tragen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, HERR, bin.
Der Kochtopf als Bild für die Zerstörung Jerusalems - Keine Klage Hesekiels über den Tod seiner Frau als Zeichenhandlung für das unbeklagte Jerusalem.
\24\
Hes24/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir im neunten Jahr, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats: Hes24/2Hes Menschensohn, schreibe dir den Namen des Tages auf, ebendieses Tages! An
ebendiesem Tag wirft sich der König von Babel [mit seinem Heer] auf Jerusalem.
Hes24/3Hes Und rede ein Gleichnis zu dem widerspenstigen Haus, und sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Setze den Topf auf, setze [ihn] auf, und gieße auch Wasser hinein! Hes24/4Hes Lege
seine [Fleisch]stücke zusammen hinein, lauter gute Stücke, Lende und Schulter; auserlesene Knochen fülle ein! Hes24/5Hes Nimm auserlesene Schafe, und schichte auch ringsherum die Holzstücke
darunter; laß seine [Fleisch]stücke sieden; auch seine Knochen sollen darin kochen! - Hes24/6Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Wehe, Stadt der Blutschuld! Topf, an dem sein Rost ist und
dessen Rost nicht von ihm abgeht! Stück für Stück leere ihn aus, ohne dass darüber das Los gefallen ist. Hes24/7Hes Denn ihr Blut ist in ihrer Mitte: sie hat es auf den kahlen Felsen getan, sie
hat es nicht auf die Erde gegossen, dass man es mit Staub bedecken könnte. Hes24/8Hes Um Zorn heraufzuführen, um Rache zu üben, habe ich ihr Blut auf den kahlen Felsen getan, damit es nicht
bedeckt wird. - Hes24/9Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Wehe, Stadt der Blutschuld! Auch ich werde den Holzstoß groß machen. Hes24/10Hes Häufe das Holz, zünde das Feuer an, koche das Fleisch
gar, und schütte die Brühe weg, und die Knochen sollen angebrannt werden! Hes24/11Hes Und stelle ihn leer auf seine Kohlen, damit seine Bronze heiß wird und glüht und seine Unreinheit in ihm
schmilzt, sein Rost abgeht! Hes24/12Hes Vergebliche Mühe! Sein vieler Rost geht nicht von ihm ab. Ins Feuer mit seinem Rost! - Hes24/13Hes Wegen deiner schändlichen Unreinheit, weil ich dich
reinigte, du aber nicht rein wurdest, so wirst du [nun] von deiner Unreinheit nicht mehr rein werden, bis ich meinen Grimm an dir gestillt habe. Hes24/14Hes Ich, der HERR, habe geredet. Es kommt,
und ich tue es; ich lasse nicht nach; ich bin [deinetwegen] nicht betrübt und lasse es mich nicht gereuen. Nach deinen Wegen und nach deinen Taten richte ich dich, spricht der Herr,
HERR.
Hes24/15Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes24/16Hes Menschensohn, siehe, ich nehme die in deinen Augen Begehrenswerte von dir weg durch plötzlichen Tod. Du aber sollst nicht klagen
und nicht weinen, und keine Träne soll dir kommen. Hes24/17Hes Stöhne bewegungslos, Totenklage stell nicht an; binde dir deinen Kopfbund um, und zieh deine Schuhe an deine Füße! Deinen Bart
sollst du nicht verhüllen und Brot der Trauer nicht essen!
Hes24/18Hes Und ich redete zum Volk am Morgen, und am Abend starb meine Frau. Und ich tat am Morgen, wie mir befohlen war. Hes24/19Hes Da sprach das Volk zu mir: Willst du uns nicht mitteilen,
was uns das bedeuten soll, dass du [so] handelst? Hes24/20Hes Da sagte ich zu ihnen: Das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes24/21Hes Sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich
entweihe mein Heiligtum, den Stolz eurer Macht, das in euren Augen Begehrenswerte und das Verlangen eurer Seele. Und eure Söhne und eure Töchter, die ihr zurückgelassen habt, werden durchs
Schwert fallen. Hes24/22Hes Dann werdet ihr tun, wie ich getan habe: den Bart werdet ihr nicht verhüllen und Brot der Trauer nicht essen, Hes24/23Hes und eure Kopfbunde werden auf euren Köpfen
[bleiben] und eure Schuhe an euren Füßen. Ihr werdet nicht klagen und nicht weinen, sondern werdet dahinschwinden in euren Sünden und seufzen einer zum andern hin. Hes24/24Hes So wird Hesekiel
für euch zum Wahrzeichen werden; nach allem, was er getan hat, werdet ihr tun. Wenn es kommt, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr, HERR, bin.
Hes24/25Hes Und du, Menschensohn, siehe, an dem Tag, da ich ihre Zuflucht wegnehme von ihnen, die Freude ihrer Pracht, das in ihren Augen Begehrenswerte und die Sehnsucht ihrer Seelen, ihre Söhne
und ihre Töchter; Hes24/26Hes an jenem Tag wird ein Entkommener zu dir kommen, um es deine Ohren vernehmen zu lassen. Hes24/27Hes An jenem Tag wird dein Mund geöffnet werden vor dem Entkommenen,
und du wirst reden und nicht mehr stumm sein. So sollst du ihnen zu einem Wahrzeichen werden; und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.
Drohreden gegen Ammon, Moab, Edom und die Philister.
V. 1-7: Kap. 21,33-37; Jer 49,1-6; Am 1,13-15; Zeph 2,8-11.
\25\
Hes25/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes25/2Hes Menschensohn, richte dein Gesicht gegen die Söhne Ammon, und weissage über sie Hes25/3Hes und sage zu den Söhnen Ammon: Hört das
Wort des Herrn, HERRN! So spricht der Herr, HERR: Da du `Haha! sagst über mein Heiligtum, weil es entweiht ist, und über das Land Israel, weil es verwüstet ist, und über das Haus Juda, weil sie
in die Gefangenschaft gegangen sind: Hes25/4Hes darum, siehe, werde ich dich den Söhnen des Ostens zum Besitz geben, und sie werden ihre Zeltlager in dir aufschlagen und ihre Wohnungen in dir
errichten; sie werden deine Früchte essen, und sie werden deine Milch trinken. Hes25/5Hes Und ich werde Rabba zum Weideplatz der Kamele machen und die Söhne Ammon zur Lagerstätte der Schafe. Und
ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. - Hes25/6Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Weil du in die Hände geklatscht und mit dem Fuß gestampft hast und dich von Herzen mit all deiner
Verachtung über das Land Israel gefreut hast: Hes25/7Hes siehe, darum strecke ich meine Hand gegen dich aus und gebe dich den Nationen zur Beute, und ich rotte dich aus den Völkern aus und tilge
dich aus den Ländern aus. Ich werde dich vernichten, und du wirst erkennen, dass ich der HERR bin.
V. 8-11: Jes 15; 16; Jer 48; Am 2,1-3; Zeph 2,8-11.
Hes25/8Hes So spricht der Herr, HERR: Weil Moab und Seir sagen: `Siehe, das Haus Juda ist wie alle Nationen: Hes25/9Hes darum, siehe, werde ich die Berghänge Moabs entblößen von den Städten, von
seinen Städten ohne Ausnahme, der Zierde des Landes, Bet-Jeschimot, Baal-Meon und bis nach Kirjatajim hin, Hes25/10Hes und ich gebe es den Söhnen des Ostens zum Besitz zu den Söhnen Ammon hinzu,
damit an die Söhne Ammon nicht mehr gedacht wird unter den Nationen. Hes25/11Hes So werde ich an Moab Strafgerichte üben; und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.
V. 12-14: Kap. 35; (Jes 21,11.12); Jes 34,5-17; Jer 49,7-22; Am 1,11.12; Ob.
Hes25/12Hes So spricht der Herr, HERR: Weil Edom mit Rachsucht gegen das Haus Juda gehandelt und sie sich sehr schuldig gemacht haben, als sie sich an ihnen rächten: Hes25/13Hes darum, so spricht
der Herr, HERR, werde ich meine Hand gegen Edom ausstrecken und Menschen und Vieh aus ihm ausrotten; und ich werde es von Teman an zur Trümmerstätte machen, und bis nach Dedan hin werden sie
durchs Schwert fallen. Hes25/14Hes Und ich werde meine Rache an Edom in die Hand meines Volkes Israel legen, und sie werden an Edom handeln nach meinem Zorn und nach meinem Grimm. Und sie werden
meine Rache erkennen, spricht der Herr, HERR.
V. 15-17: Jes 14,28-32; Jer 47; Am 1,6-8; Zeph 2,4-7; Sach 9,5-7.
Hes25/15Hes So spricht der Herr, HERR: Weil die Philister mit Rachsucht gehandelt und sich rachsüchtig gerächt haben mit Verachtung aus [vollem] Herzen zur Zerstörung in ewiger Feindschaft:
Hes25/16Hes darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich strecke meine Hand gegen die Philister aus und rotte die Kreter aus und tilge den Überrest an der Küste des Meeres aus. Hes25/17Hes Und
ich werde mit grimmigen Züchtigungen große Rache an ihnen üben. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Rache über sie bringe.
Drohrede gegen Tyrus.
Kap. 27; 28,1-19; Jes 23; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.
\26\
Hes26/1Hes Und es geschah im elften Jahr, am Ersten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes26/2Hes Menschensohn, weil Tyrus über Jerusalem sagt: `Haha! Zerbrochen ist das Tor der
Völker; es fällt mir zu; ich werde erfüllt, sie ist verwüstet!: Hes26/3Hes darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an dich, Tyrus! Und ich werde viele Nationen gegen dich heraufführen,
wie das Meer seine Wellen heraufführt. Hes26/4Hes Und sie werden die Mauern von Tyrus zerstören und seine Türme abbrechen; und ich werde seine Erde von ihm wegfegen und es zum kahlen Felsen
machen. Hes26/5Hes Ein Trockenplatz für Netze soll es werden mitten im Meer, denn ich habe geredet, spricht der Herr, HERR, und es wird den Nationen zur Beute werden. Hes26/6Hes Und seine
Töchter, die auf dem Feld sind, sollen mit dem Schwert erschlagen werden. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.
Hes26/7Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lasse Nebukadnezar, den König von Babel, den König der Könige, von Norden her über Tyrus kommen, mit Pferden und Wagen und Reitern und einem
Aufgebot und mit viel Volk. Hes26/8Hes Deine Töchter wird er auf dem Feld mit dem Schwert erschlagen. Und er wird Belagerungstürme gegen dich aufstellen und einen Belagerungswall gegen dich
aufschütten und Langschilde gegen dich aufrichten Hes26/9Hes und den Stoß seines Mauerbrechers gegen deine Mauern richten und deine Türme mit seinen Brecheisen niederreißen. Hes26/10Hes Von der
Menge seiner Pferde wird dich ihr Staub bedecken; vor dem Lärm der Reiter und Räder und Wagen werden deine Mauern erbeben, wenn er in deine Tore einzieht, wie man in eine Stadt voller Breschen
einzieht. Hes26/11Hes Mit den Hufen seiner Pferde wird er alle deine Straßen zerstampfen; dein Volk wird er mit dem Schwert erschlagen, und die Gedenksteine deiner Macht werden zu Boden sinken.
Hes26/12Hes Und sie werden dein Vermögen rauben und deinen Handelsgewinn plündern und deine Mauern abbrechen und deine prächtigen Häuser niederreißen; und deine Steine und dein Holz und deinen
Schutt werden sie mitten ins Wasser schütten. Hes26/13Hes Und ich werde das Getön deiner Lieder zum Schweigen bringen, und der Klang deiner Zithern wird nicht mehr gehört werden. Hes26/14Hes Und
ich werde dich zum kahlen Felsen machen; ein Trockenplatz für Netze sollst du werden, du wirst nicht wieder aufgebaut werden. Denn ich, der HERR, habe geredet, spricht der Herr, HERR.
Hes26/15Hes So spricht der Herr, HERR, zu Tyrus: Werden nicht vom Gedröhn deines Sturzes, wenn der Durchbohrte stöhnt, wenn in deiner Mitte gemordet wird, die Inseln erbeben? Hes26/16Hes Und alle
Fürsten des Meeres werden von ihren Thronen herabsteigen und ihre Mäntel ablegen und ihre buntgewirkten Kleider ausziehen. In Schrecken werden sie sich kleiden, werden auf der Erde sitzen, immer
wieder erzittern und sich über dich entsetzen. Hes26/17Hes Und sie werden ein Klagelied über dich erheben und zu dir sagen: Wie bist du verloren gegangen, vom Meer verschwunden, du berühmte
Stadt, die mächtig auf dem Meer war, sie und ihre Bewohner, die allen, die dort wohnten, ihren Schrecken einflößte. Hes26/18Hes Nun erzittern die Inseln am Tag deines Sturzes; und entsetzt sind
die Inseln im Meer wegen deines Endes.
Hes26/19Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Wenn ich dich zu einer verwüsteten Stadt mache, den Städten gleich, die nicht [mehr] bewohnt werden; wenn ich die Flut über dich heraufsteigen lasse
und dich die gewaltigen Wasser bedecken, Hes26/20Hes dann lasse ich dich hinabfahren mit denen, die in die Grube hinabfahren zum Volk der Urzeit, und lasse dich in den Tiefen [unter] der Erde
wohnen, in den Trümmerstätten von der Vorzeit her, mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind, damit du nicht [mehr] bewohnt wirst und erstehst im Land der Lebenden. Hes26/21Hes [Tödlichen]
Schrecknissen gebe ich dich preis; und du wirst nicht mehr sein, und du wirst gesucht, aber nicht wiedergefunden werden für ewig, spricht der Herr, HERR.
Klagelied über den Untergang der Stadt Tyrus.
Kap. 26; 28,1-19; Jes 23; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.
\27\
Hes27/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes27/2Hes Und du, Menschensohn, erhebe ein Klagelied über Tyrus, Hes27/3Hes und sage zu Tyrus, das an den Zugängen zum Meer wohnt und Handel
treibt mit den Völkern nach vielen Inseln hin: So spricht der Herr, HERR: Tyrus, du sagst: Ich bin von vollkommener Schönheit! Hes27/4Hes Dein Gebiet ist im Herzen der Meere; deine Bauleute haben
deine Schönheit vollkommen gemacht. Hes27/5Hes Aus Wacholder vom Senir bauten sie dir [auf beiden Seiten] alle Planken; sie nahmen Zedern vom Libanon, um auf dir einen Mast zu machen; Hes27/6Hes
aus Eichen von Baschan machten sie deine Ruder; dein Deck machten sie aus Elfenbein, [eingefaßt] in Zypressen von den Inseln der Kittäer. Hes27/7Hes Byssus in Buntwirkerei aus Ägypten war dein
Segel, um dir als Flagge zu dienen; violetter und roter Purpur von den Inseln Elischas war dein Kajütendach. Hes27/8Hes Die Bewohner von Sidon und Arwad waren deine Ruderer; deine Weisen, Tyrus,
waren in dir, sie waren deine Matrosen; Hes27/9Hes die Ältesten von Gebal und seine Weisen waren in dir als Ausbesserer deiner Lecks.
Alle Schiffe des Meeres und ihre Seeleute waren in dir, um deine Tauschwaren einzutauschen. Hes27/10Hes [Söldner aus] Paras und Lud und Put waren in deinem Heer als deine Kriegsleute; Schild und
Helm hängten sie in dir auf, die verliehen dir Glanz. Hes27/11Hes Die Söhne Arwads waren mit deinem Heer auf deinen Mauern ringsum, und die Gammaditer waren auf deinen Türmen; ihre Schilde
hängten sie ringsum an deinen Mauern auf. Die machten deine Schönheit vollkommen. Hes27/12Hes Tarsis war dein Aufkäufer wegen der Fülle an allem Besitz; für Silber, Eisen, Zinn und Blei gaben sie
deine Waren. Hes27/13Hes Jawan, Tubal und Meschech waren Händler für dich; [für] Menschenseelen und bronzene Geräte gaben sie deine Tauschware. Hes27/14Hes Aus dem Haus Togarma: [Für]
[Zug]pferde, Reitpferde und Maulesel gaben sie deine Waren. Hes27/15Hes Die Söhne Dedans waren deine Händler. Viele Inseln waren Aufkäufer in deinem Dienst: Elefantenzähne und Ebenholz
erstatteten sie dir als Abgabe. Hes27/16Hes Edom war Aufkäufer für dich wegen der Fülle deiner Erzeugnisse; für Rubin, roten Purpur und Buntwirkerei und Byssus und Korallen und Edelsteine gaben
sie deine Waren. Hes27/17Hes Juda und das Land Israel, sie waren deine Händler; für Weizen [aus] Minnit und Feigen und Honig und Öl und Balsam gaben sie deine Tauschware. Hes27/18Hes Damaskus war
dein Aufkäufer wegen der Fülle deiner Erzeugnisse, wegen der Fülle an allem Besitz, gegen Wein von Helbon und Wolle von Zachar. Hes27/19Hes Und Wein gaben sie für deine Ware; bearbeitetes Eisen,
Zimtblüten und Würzrohr waren da für deine Tauschware. Hes27/20Hes Dedan war deine Händlerin mit Satteldecken zum Reiten. Hes27/21Hes Arabien und alle Fürsten von Kedar, sie waren Aufkäufer in
deinem Dienst; für Lämmer und Widder und Böcke, für sie waren sie deine Aufkäufer. Hes27/22Hes Die Kaufleute von Saba und Ragma waren deine Händler; für das Beste von allem Balsam und für
allerlei Edelsteine und Gold gaben sie deine Waren. Hes27/23Hes Haran und Kanne und Eden, die Händler von Saba, [dazu] Assur [und] ganz Medien waren deine Händlerschaft. Hes27/24Hes Sie waren
deine Händler für Prachtgewänder, für Mäntel aus violettem Purpur und Buntwirkerei und für Teppiche aus zweifarbigem Gewebe, für gewundene und feste Seile auf deinem Markt. Hes27/25Hes Die
Schiffe von Tarsis waren deine Karawanen [für] deine Tauschware. Und du wurdest [mit Reichtum] angefüllt und sehr herrlich im Herzen der Meere.
V. 26-36: vgl. Offb 18,9-19.
Hes27/26Hes Deine Ruderer führten dich über gewaltige Wasser; der Ostwind [aber] zerbrach dich im Herzen der Meere. Hes27/27Hes Dein Besitz und deine Waren, deine Tauschwaren, deine Seeleute und
deine Matrosen, die Ausbesserer deiner Lecks und die, die deine Tauschwaren eintauschten, und alle deine Kriegsleute, die in dir sind, und dein ganzes Aufgebot, das in deiner Mitte ist, werden
ins Herz der Meere fallen am Tag deines Sturzes. Hes27/28Hes Von dem lauten Geschrei deiner Matrosen werden die Weidegebiete erbeben. Hes27/29Hes Und alle, die das Ruder führen, die Seeleute,
alle Matrosen des Meeres, werden von ihren Schiffen herabsteigen, werden an Land bleiben Hes27/30Hes und werden ihre Stimme über dich hören lassen und bitter schreien; und sie werden Staub auf
ihre Köpfe werfen, sich in der Asche wälzen. Hes27/31Hes Und sie werden sich deinetwegen eine Glatze scheren und sich Sacktuch umgürten und werden deinetwegen weinen in Bitterkeit der Seele mit
bitterer Totenklage. Hes27/32Hes Und sie werden ein Klagelied über dich erheben in ihrem Jammern und werden über dich klagen: Wer ist wie Tyrus, wie die Vernichtete mitten im Meer! Hes27/33Hes
Als deine Waren von den Meeren herkamen, sättigtest du viele Völker; mit der Menge deiner Besitztümer und deiner Tauschwaren hast du die Könige der Erde reich gemacht. Hes27/34Hes Jetzt bist du
zerbrochen, von den Meeren [verschwunden] in den Tiefen des Wassers, und deine Tauschwaren und dein ganzes Aufgebot in deiner Mitte ist gesunken. Hes27/35Hes Alle Bewohner der Inseln entsetzen
sich über dich, und ihren Königen stehen die Haare zu Berge, ihre Gesichter sind verstört. Hes27/36Hes Die Aufkäufer unter den Völkern pfeifen über dich. Zum Schrecken bist du geworden und bist
dahin auf ewig.
Drohrede und Klagelied über den Fürsten von Tyrus.
V. 1-19: Kap. 26; 27; Jes 23; Am 1,9.10; Sach 9,2-4.
\28\
Hes28/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes28/2Hes Menschensohn, sage zum Fürsten von Tyrus: So spricht der Herr, HERR: Weil dein Herz hoch hinaus will und du sagst: `Gott bin ich,
den Wohnsitz der Götter bewohne ich im Herzen der Meere! - während du [doch nur] ein Mensch bist und nicht Gott; du aber erhebst dein Herz, als wäre es Gottes Herz - Hes28/3Hes siehe, du bist
weiser als Daniel, nichts Verborgenes ist dunkel für dich; Hes28/4Hes durch deine Weisheit und durch deinen Verstand hast du dir Reichtum erworben und hast Gold und Silber in deine Schatzkammern
geschafft; Hes28/5Hes durch die Größe deiner Weisheit hast du mit deinem Handel deinen Reichtum vermehrt, dein Herz wollte wegen deines Reichtums hoch hinaus -: Hes28/6Hes darum, so spricht der
Herr, HERR: Weil du dein Herz erhebst, als wäre es Gottes Herz, Hes28/7Hes darum, siehe, ich bringe Fremde über dich, die gewalttätigsten Nationen, die werden ihre Schwerter ziehen gegen die
Schönheit deiner Weisheit und werden deinen Glanz entweihen. Hes28/8Hes In die Grube werden sie dich hinabfahren lassen, und du wirst den Tod eines Erschlagenen sterben im Herzen der Meere.
Hes28/9Hes Wirst du dann angesichts deiner Mörder auch noch sagen: `Gott bin ich!, während du [doch nur] ein Mensch bist und nicht Gott, in der Hand derer, die dich durchbohren? Hes28/10Hes Den
Tod von Unbeschnittenen wirst du sterben durch die Hand der Fremden; denn ich habe geredet, spricht der Herr, HERR.
Hes28/11Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes28/12Hes Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den König von Tyrus und sage ihm: So spricht der Herr, HERR: Du warst das vollendete
Siegel, voller Weisheit und vollkommen an Schönheit, Hes28/13Hes du warst in Eden, dem Garten Gottes; aus Edelsteinen jeder [Art] war deine Decke: Karneol, Topas und Jaspis, Türkis, Onyx und
Jade, Saphir, Rubin und Smaragd; und Arbeit in Gold waren deine Ohrringe und deine Perlen an dir; am Tag, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet. Hes28/14Hes Du warst ein mit
ausgebreiteten [Flügeln] schirmender Cherub, und ich hatte dich [dazu] gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berg, mitten unter feurigen Steinen gingst du einher. Hes28/15Hes Vollkommen warst du
in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht an dir fand. Hes28/16Hes Durch die Menge deines Handels fülltest du dein Inneres mit Gewalttat und sündigtest. Und ich
verstieß dich vom Berg Gottes und trieb dich ins Verderben, du schirmender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine. Hes28/17Hes Dein Herz wollte hoch hinaus wegen deiner Schönheit, du hast
deine Weisheit zunichte gemacht um deines Glanzes willen. Ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen. Hes28/18Hes Durch die Menge deiner
Sünden, in der Unredlichkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht. Darum habe ich aus deiner Mitte ein Feuer ausgehen lassen, das hat dich verzehrt, und ich habe dich zu Asche auf
der Erde gemacht vor den Augen aller, die dich sehen. Hes28/19Hes Alle, die dich kennen unter den Völkern, entsetzen sich über dich; ein Schrecken bist du geworden und bist dahin auf
ewig!
Drohrede gegen Sidon - Die zukünftige Heilszeit für Israel.
Hes28/20Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes28/21Hes Menschensohn, richte dein Gesicht gegen Sidon und weissage über es, Hes28/22Hes und sage: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich
will an dich, Sidon, und will mich in deiner Mitte verherrlichen; und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich Strafgerichte an ihm übe und mich an ihm als heilig erweise. Hes28/23Hes
Und ich werde die Pest hineinsenden und Blut auf seine Straßen; und Erschlagene werden in seiner Mitte fallen durch das Schwert, [das] von allen Seiten über es [kommt]. Und sie werden erkennen,
dass ich der HERR bin. - Hes28/24Hes Und für das Haus Israel soll es nicht mehr einen stechenden Dorn und einen schmerzenden Stachel geben von allen [Nachbarn] um sie her, die sie verachten. Und
sie werden erkennen, dass ich der Herr, HERR, bin.
Hes28/25Hes So spricht der Herr, HERR: Wenn ich das Haus Israel aus den Völkern sammle, unter die sie zerstreut worden sind, und ich mich an ihnen vor den Augen der Nationen als heilig erweise,
dann werden sie in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe. Hes28/26Hes Und sie werden in Sicherheit darin wohnen und Häuser bauen und Weinberge pflanzen; und sie werden in
Sicherheit wohnen, wenn ich Strafgerichte geübt habe an allen, die sie verachteten aus ihrer Umgebung. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, ihr Gott.
Drohrede gegen Ägypten und Ankündigung späterer Wiederherstellung - Ägypten als ausgleichenden Lohn für Nebukadnezars mühevolle Belagerung von Tyrus.
Kap. 30; 31; 32; Jes 19; 20; Jer 43,8-13; 46,1-26.
\29\
Hes29/1Hes Im zehnten Jahr, im zehnten [Monat], am Zwölften des Monats, geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes29/2Hes Menschensohn, richte dein Gesicht gegen den Pharao, den König von Ägypten,
und weissage über ihn und über ganz Ägypten. Hes29/3Hes Rede und sage: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an dich, Pharao, König von Ägypten, du großes Seeungeheuer, das inmitten seiner
Ströme liegt, das da sagt: `Mein Strom gehört mir, und ich selbst habe ihn mir gemacht. Hes29/4Hes Ich lege Haken in deine Kinnbacken und lasse die Fische deiner Ströme an deinen Schuppen haften
und ziehe dich aus deinen Strömen herauf mit allen Fischen deiner Ströme, die an deinen Schuppen haften. Hes29/5Hes Und ich werfe dich in die Wüste, dich und alle Fische deiner Ströme; auf die
Fläche des Feldes wirst du fallen. Du wirst nicht aufgelesen und nicht eingesammelt: den Tieren der Erde und den Vögeln des Himmels gebe ich dich zum Fraß, Hes29/6Hes und alle Bewohner von
Ägypten werden erkennen, dass ich der HERR bin. Weil du dem Haus Israel eine Stütze aus Schilfrohr gewesen bist - Hes29/7Hes wenn sie dich mit der Hand faßten, knicktest du ein und rissest ihnen
die ganze Schulter auf; und wenn sie sich auf dich lehnten, zerbrachst du und ließest ihnen allen die Hüften wanken -: Hes29/8Hes darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich bringe das Schwert
über dich und rotte aus dir Menschen und Vieh aus; Hes29/9Hes und das Land Ägypten wird zur Einöde und Trümmerstätte werden. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin. Weil du sagst: `Der
Strom gehört mir, und ich selbst habe ihn gemacht: Hes29/10Hes darum, siehe, will ich an dich und an deine Ströme; und ich mache das Land Ägypten zu Trümmerstätten der Verwüstung, [zur] Einöde,
von Migdol [bis nach] Syene, bis an die Grenze von Kusch. Hes29/11Hes Der Fuß eines Menschen wird es nicht durchwandern, und der Fuß eines Tieres wird es nicht durchwandern, und es wird vierzig
Jahre [lang] nicht bewohnt sein. Hes29/12Hes Und ich mache das Land Ägypten zu einer Einöde mitten unter verödeten Ländern, und seine Städte werden mitten unter zertrümmerten Städten eine Einöde
sein, vierzig Jahre [lang]; und ich werde die Ägypter unter die Nationen versprengen und sie in die Länder zerstreuen. - Hes29/13Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Am Ende von vierzig Jahren
werde ich die Ägypter aus den Völkern sammeln, wohin sie versprengt wurden; Hes29/14Hes und ich werde das Geschick Ägyptens wenden und sie in das Land Patros, in das Land ihrer Herkunft,
zurückbringen, und dort werden sie ein niedriges Königreich sein. Hes29/15Hes Und es wird niedriger sein als die [anderen] Königreiche und sich nicht mehr über die Nationen erheben; und ich will
sie vermindern, so dass sie nicht mehr über die Nationen herrschen. Hes29/16Hes Und sie sollen für das Haus Israel nicht mehr zum [Anlaß für falsches] Vertrauen werden, das Schuld in Erinnerung
bringt, wenn die Israeliten sich zu ihnen hinwenden. Und sie werden erkennen, dass ich der Herr, HERR, bin.
Hes29/17Hes Und es geschah im 27. Jahr, im ersten [Monat], am Ersten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes29/18Hes Menschensohn, Nebukadnezar, der König von Babel, hat sein
Heer eine schwere Arbeit tun lassen gegen Tyrus. Jeder Kopf ist kahl geworden, und jede Schulter ist blank gescheuert; aber Lohn ist ihm und seinem Heer von Tyrus nicht zuteil geworden für die
Arbeit, die er gegen es geleistet hat. Hes29/19Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich gebe Nebukadnezar, dem König von Babel, das Land Ägypten; und er wird seinen Prunk wegtragen und
seinen Raub rauben und seine Beute erbeuten; das wird der Lohn für sein Heer sein. Hes29/20Hes Als seinen Lohn, für den er gearbeitet hat, habe ich ihm das Land Ägypten gegeben, weil sie für mich
gearbeitet haben, spricht der Herr, HERR. - Hes29/21Hes An jenem Tag werde ich dem Haus Israel ein Horn hervorsprossen lassen, und dir gebe ich Freimut zum Reden in ihrer Mitte; und sie werden
erkennen, dass ich der HERR bin.
Weitere Aussprüche zum bevorstehenden Gericht über Ägypten.
Kap. 29; 31; 32; Jes 19; 20; Jer 43,8-13; 46,1-26.
\30\
Hes30/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes30/2Hes Menschensohn, weissage und sage: So spricht der Herr, HERR: Heult! Wehe, der Tag! Hes30/3Hes Denn nahe ist der Tag; ja, nahe ist
der Tag des HERRN, ein Tag des Gewölks: [Gerichts]zeit der Nationen wird er sein. Hes30/4Hes Und das Schwert kommt gegen Ägypten; und Zittern herrscht in Kusch, wenn der Erschlagene in Ägypten
fällt und man seinen Prunk wegnimmt und [wenn] seine Grundfesten niedergerissen werden. Hes30/5Hes Kusch und Put und Lud und das ganze [Völker]gemisch und Kub und die Söhne des Bundeslandes
werden mit ihnen durchs Schwert fallen. Hes30/6Hes So spricht der HERR: Da werden [alle], die Ägypten stützen, fallen, und herabstürzen wird der Stolz seiner Macht; von Migdol bis nach Syene
werden sie darin durchs Schwert fallen, spricht der Herr, HERR. Hes30/7Hes Und sie werden zur Wüste mitten unter verwüsteten Ländern, und seine Städte werden mitten unter verödeten Städten sein.
Hes30/8Hes Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich Feuer an Ägypten lege und alle seine Helfer zerschmettert werden. Hes30/9Hes An jenem Tag werden Boten in Schiffen ausfahren
von mir, um das sichere Kusch aufzuschrecken; und Zittern wird unter ihnen herrschen am Tag Ägyptens. Denn siehe, es kommt!
Hes30/10Hes So spricht der Herr, HERR: Ja, ich werde den Prunk Ägyptens wegschaffen durch die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel. Hes30/11Hes Er und sein Volk mit ihm, die gewalttätigsten
Nationen, werden herangeführt werden, um das Land zu verheeren; und sie werden ihre Schwerter gegen Ägypten ziehen und das Land mit Erschlagenen füllen. Hes30/12Hes Und ich werde die Ströme zum
trockenen Land machen und das Land in die Hand böser [Menschen] verkaufen und das Land und seine Fülle durch die Hand Fremder verwüsten. Ich, der HERR, habe geredet.
Hes30/13Hes So spricht der Herr, HERR: Ja, ich werde die Götzen zugrunderichten und die Götzen aus Nof wegschaffen, und der Fürst aus dem Land Ägypten wird [bald] nicht mehr sein; und ich werde
Furcht in das Land Ägypten bringen. Hes30/14Hes Und ich werde Patros verwüsten, Feuer an Zoan legen und Strafgerichte üben an No. Hes30/15Hes Und ich werde meinen Grimm ausgießen über Sin, das
Bollwerk Ägyptens; und den Prunk von No werde ich ausrotten. Hes30/16Hes Und ich werde Feuer an Ägypten legen; Sin wird sich in Krämpfen winden, und No wird aufgebrochen werden, und Nof - Gegner
bei Tage! Hes30/17Hes Die jungen Männer von On und Pi-Beseth werden durchs Schwert fallen, und sie selbst werden in die Kriegsgefangenschaft gehen. Hes30/18Hes Und zu Tachpanhes wird der Tag sich
verfinstern, wenn ich dort die Jochstäbe Ägyptens zerbreche und der Stolz seiner Macht darin ein Ende nimmt. Gewölk wird es bedecken, und seine Tochterstädte werden in die Kriegsgefangenschaft
gehen. Hes30/19Hes So werde ich Strafgerichte an Ägypten üben; und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.
Hes30/20Hes Und es geschah im elften Jahr, im ersten [Monat], am Siebten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes30/21Hes Menschensohn, den Arm des Pharao, des Königs von Ägypten,
habe ich zerbrochen; und siehe, er ist nicht verbunden worden, [ihm] Heilung zu verschaffen, indem man einen Verband angelegt hätte, ihn zu verbinden, um ihn zu stärken, damit er das Schwert
fassen kann. - Hes30/22Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an den Pharao, den König von Ägypten, und zerbreche seine Arme, den starken und den zerbrochenen, und lasse das
Schwert seiner Hand entfallen. Hes30/23Hes Und ich versprenge die Ägypter unter die Nationen und zerstreue sie in die Länder. Hes30/24Hes Und ich stärke die Arme des Königs von Babel und gebe
mein Schwert in seine Hand; die Arme des Pharao aber zerbreche ich, dass er wie ein [vom Schwert] Durchbohrter vor ihm ächzen wird. Hes30/25Hes Und ich stärke die Arme des Königs von Babel, aber
die Arme des Pharao werden sinken. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mein Schwert in die Hand des Königs von Babel gebe und er es gegen das Land Ägypten ausstreckt.
Hes30/26Hes Und ich werde die Ägypter unter die Nationen versprengen und sie in die Länder zerstreuen; und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.
Größe und Sturz des Pharao.
Kap. 29; 30; 32; Jes 19; 20; Jer 43,8-13; 46,1-26.
\31\
Hes31/1Hes Und es geschah im elften Jahr, im dritten [Monat], am Ersten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes31/2Hes Menschensohn, sage zum Pharao, dem König von Ägypten, und
zu seinem Prunk: Wem gleichst du in deiner Größe? Hes31/3Hes Siehe, eine Zypresse, eine Zeder auf dem Libanon, mit schönen Zweigen - ein schattenspendender Wald - und von hohem Wuchs; und
zwischen den Wolken war ihr Wipfel. Hes31/4Hes Die Wasser zogen sie groß, die Flut ließ sie hochaufwachsen. Ihre Ströme hatte sie ausgehen lassen rings um ihre Pflanzung, und sie hatte ihre
Kanäle ausgesandt zu allen Bäumen des Feldes. Hes31/5Hes Darum war ihr Wuchs höher als alle Bäume des Feldes; und ihre Zweige wurden zahlreich und ihre Äste lang von den vielen Wassern, als sie
[ihre Zweige] ausbreitete. Hes31/6Hes In ihren Zweigen nisteten alle Vögel des Himmels, und unter ihren Ästen warfen alle Tiere des Feldes [ihre Jungen]; und in ihrem Schatten wohnten all die
vielen Nationen. Hes31/7Hes Und sie war schön in ihrer Größe und in der Länge ihrer Zweige; denn ihre Wurzel war an vielen Wassern. Hes31/8Hes Die Zedern kamen ihr nicht gleich im Garten Gottes,
die [Zweige der] Wacholder waren nicht zu vergleichen mit ihren Zweigen, und die [Äste der] Platanen waren nicht wie ihre Äste; kein Baum im Garten Gottes glich ihr in ihrer Schönheit. Hes31/9Hes
Ich hatte sie schön gemacht in der Menge ihrer Zweige; und alle Bäume Edens, die im Garten Gottes waren, beneideten sie.
Hes31/10Hes Darum, so hat der Herr, HERR gesprochen: Weil sie hoch geworden ist an Wuchs und sie ihren Wipfel bis zwischen die Wolken streckte und ihr Herz sich wegen ihrer Höhe erhob,
Hes31/11Hes so werde ich sie in die Hand des Mächtigen der Nationen geben. Nach ihrer Gottlosigkeit soll er mit ihr handeln; ich habe sie verstoßen. Hes31/12Hes Und Fremde, die gewalttätigsten
Nationen, hieben sie um und warfen sie hin; auf die Berge und in alle Täler fielen ihre Zweige, und ihre Äste wurden zerbrochen in allen Bachrinnen des Landes. Und alle Völker der Erde zogen aus
ihrem Schatten weg und ließen sie liegen; Hes31/13Hes auf ihrem gefällten Stamm ließen sich alle Vögel des Himmels nieder, und auf ihren Ästen waren alle Tiere des Feldes, Hes31/14Hes damit keine
Bäume am Wasser sich [mehr] erheben mit ihrem Wuchs und ihren Wipfel bis zwischen die Wolken strecken und keine wassertrinkenden [Bäume] sich auf sich selbst stellen in ihrer Höhe. Denn sie alle
sind dem Tod preisgegeben, hin zum Land der Tiefe, mitten unter den Menschenkindern, zu denen, die in die Grube hinabgefahren sind.
Hes31/15Hes So spricht der Herr, HERR: Am Tag, als sie in den Scheol hinabfuhr, habe ich um ihretwillen die Tiefe in Trauer versetzt, ich habe [sie] verhüllt und ihre Ströme zurückgehalten; die
großen Wasser wurden gehemmt, und den Libanon hüllte ich in Trauer um ihretwillen, alle Bäume des Feldes wurden um ihretwillen ohnmächtig. Hes31/16Hes Vom Getöse ihres Falls ließ ich die Nationen
erbeben, als ich sie in den Scheol hinabfahren ließ mit denen, die in die Grube hinabfahren. Und alle Bäume Edens, das Auserlesene und Beste des Libanon, alle Wassertrinkenden, trösteten sich im
Land der Tiefe. Hes31/17Hes Auch sie fuhren mit ihr in den Scheol hinab zu den vom Schwert Erschlagenen, und es kamen um, die in ihrem Schatten wohnten, mitten unter den Nationen.
Hes31/18Hes Wem gleichst du so an Herrlichkeit und an Größe unter den Bäumen Edens? So wirst du mit den Bäumen Edens hinabgestürzt werden ins Land der Tiefe. Mitten unter den Unbeschnittenen
wirst du liegen, bei den vom Schwert Erschlagenen. Das ist der Pharao und sein ganzer Prunk, spricht der Herr, HERR.
Klagelied über den Pharao - Pharao im Scheol.
Kap. 29; 30; 31; Jes 19; 20; Jer 43,8-13; 46,1-26.
\32\
Hes32/1Hes Und es geschah im zwölften Jahr, im zwölften Monat, am Ersten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes32/2Hes Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den Pharao, den
König von Ägypten, und sage zu ihm: Einem Junglöwen unter den Nationen bist du gleich geworden; und doch warst du wie ein Seeungeheuer in den Meeren und sprudeltest mit deinen Nüstern und
trübtest die Wasser mit deinen Füßen und wühltest ihre Ströme auf. Hes32/3Hes So spricht der Herr, HERR: Daher werde ich mein Fangnetz über dich ausspannen durch eine Schar vieler Völker, und man
wird dich in meinem Garn heraufziehen. Hes32/4Hes Und ich werfe dich auf das Land, schleudere dich auf das freie Feld; und ich mache, dass sich alle Vögel des Himmels auf dir niederlassen und
sich die Tiere der ganzen Erde von dir sättigen. Hes32/5Hes Und ich lege dein Fleisch auf die Berge und fülle die Täler mit deinem Aas. Hes32/6Hes Und ich tränke das Land mit deinem Ausfluß von
deinem Blut auf den Bergen, und die Bachrinnen werden mit dir angefüllt sein. Hes32/7Hes Und ich werde, wenn ich dich auslösche, den Himmel bedecken und seine Sterne verdunkeln; ich werde die
Sonne mit Gewölk bedecken, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen lassen. Hes32/8Hes Alle leuchtenden Lichter am Himmel werde ich deinetwegen verdunkeln, und ich werde Finsternis über dein
Land bringen, spricht der Herr, HERR.
Hes32/9Hes Und ich werde das Herz vieler Völker beunruhigen, wenn ich deinen Zusammenbruch über die Nationen kommen lasse, in Länder, die du nicht gekannt hast. Hes32/10Hes Und ich werde vielen
Völkern deinetwegen Entsetzen einflößen, und ihren Königen werden deinetwegen die Haare zu Berge stehen, wenn ich mein Schwert vor ihnen schwinge; und sie werden immer wieder erzittern, jeder um
sein Leben, am Tag deines Falls. - Hes32/11Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Das Schwert des Königs von Babel wird über dich kommen. Hes32/12Hes Durch die Schwerter von Helden werde ich deine
Menge fällen: die Gewalttätigsten der Nationen sind sie alle; und sie werden den Hochmut Ägyptens zerstören, und sein ganzer Prunk wird ausgetilgt. Hes32/13Hes Und ich werde all sein Vieh an den
vielen Wassern zugrunde richten, so dass der Fuß des Menschen sie nicht mehr trübt, noch die Klauen des Viehs sie trüben. Hes32/14Hes Dann werde ich ihre Wasser klären und ihre Flüsse wie Öl
fließen lassen, spricht der Herr, HERR. - Hes32/15Hes Wenn ich das Land Ägypten zu einer Einöde mache und wenn das Land ohne seine Fülle verwüstet daliegt, wenn ich alle, die darin wohnen,
schlage, dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin. Hes32/16Hes Das ist ein Klagelied, und man soll es als Klagelied singen, die Töchter der Nationen sollen es als Klagelied singen; sie
sollen es als Klagelied singen über Ägypten und über seinen ganzen Prunk, spricht der Herr, HERR.
Hes32/17Hes Und es geschah im zwölften Jahr, am Fünfzehnten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so: Hes32/18Hes Menschensohn, wehklage über den Prunk Ägyptens, und stürze ihn hinab,
Ägypten und die Töchter mächtiger Nationen, in das Land der Tiefen, zu denen, die in die Grube hinabgefahren sind! Hes32/19Hes Wen übertriffst du [jetzt noch] an Anmut? Fahr hinab, und lege dich
zu den Unbeschnittenen! Hes32/20Hes Mitten unter den vom Schwert Erschlagenen sollen sie fallen! Das Schwert ist [ihnen] bestimmt. Schleppt mit Ägypten auch seinen ganzen Prunk herbei!
Hes32/21Hes Es reden mit ihm die gewaltigen Helden mitten aus dem Scheol, mit [ihm und] seinen Helfern. Sie sind hinabgefahren, sie liegen da, die Unbeschnittenen, die vom Schwert
Erschlagenen.
Hes32/22Hes Dort ist Assur und sein ganzes Aufgebot rings um sein Grab her: sie alle, Erschlagene, durchs Schwert Gefallene, Hes32/23Hes [Assur], dem seine Gräber in der tiefsten Grube gegeben
worden sind, und sein Aufgebot ist rings um sein Grab her [begraben]. Sie alle sind Erschlagene, durchs Schwert Gefallene, die [einst] Schrecken verbreiteten im Land der Lebenden.
Hes32/24Hes Dort ist Elam und sein ganzer Prunk rings um sein Grab her, sie alle, Erschlagene, durchs Schwert Gefallene, die als Unbeschnittene ins Land der Tiefen hinabgefahren sind, die [einst]
ihren Schrecken verbreitet hatten im Land der Lebenden; und sie tragen ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind. Hes32/25Hes Mitten unter Erschlagenen hat man ihm ein Lager
gegeben mit seinem ganzen Prunk rings um sein Grab her. Sie alle sind Unbeschnittene, vom Schwert Erschlagene, weil [einst] ihr Schrecken verbreitet war im Land der Lebenden; und sie tragen [nun]
ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind. Mitten unter Erschlagene ist er gelegt.
Hes32/26Hes Dort ist Meschech-Tubal und sein ganzer Prunk; rings um sein Grab her, sie alle, Unbeschnittene, sie sind vom Schwert erschlagen, weil sie ihren Schrecken verbreitet hatten im Land
der Lebenden. Hes32/27Hes Und sie liegen nicht bei den Helden, die in der Vorzeit gefallen sind, die in den Scheol hinabfuhren mit ihren Kriegswaffen und die ihre Schwerter unter ihre Häupter
legten und deren Schilde auf ihren Gebeinen liegen; denn der Schrecken vor den Helden [hatte einst] im Land der Lebenden [geherrscht]. - Hes32/28Hes Auch du [,Ägypten,] wirst mitten unter
Unbeschnittenen zerschmettert werden und bei den vom Schwert Erschlagenen liegen.
Hes32/29Hes Dort ist Edom, seine Könige und all seine Fürsten, die in ihrer Heldenkraft zu den vom Schwert Erschlagenen gelegt wurden; sie liegen bei den Unbeschnittenen und bei denen, die in die
Grube hinabgefahren sind.
Hes32/30Hes Dort sind die Fürsten des Nordens insgesamt und alle Sidonier, die zu den Erschlagenen hinabgefahren sind [und] trotz ihres Schreckens [,den sie einflößten,] in ihrer Heldenkraft
zuschanden geworden sind; und sie liegen als Unbeschnittene bei den vom Schwert Erschlagenen und tragen ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind.
Hes32/31Hes Sie [alle] wird der Pharao sehen und sich über seinen ganzen Prunk trösten. Vom Schwert Erschlagene sind der Pharao und sein ganzes Heer, spricht der Herr, HERR. Hes32/32Hes Denn ich
habe Schrecken vor ihm verbreitet im Land der Lebenden; und so wird er sich mitten unter Unbeschnittene legen mit den vom Schwert Erschlagenen, der Pharao und sein ganzer Prunk, spricht der Herr,
HERR.
Hesekiels Dienst als Wächter.
V. 1-20: Kap. 3,16-21.
\33\
Hes33/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes33/2Hes Menschensohn, rede zu den Söhnen deines Volkes, und sage zu ihnen: Wenn ich das Schwert über ein Land bringe, und das Volk des
Landes nimmt einen Mann aus seiner Gesamtheit und setzt ihn sich als Wächter ein, Hes33/3Hes und er sieht das Schwert über das Land kommen und stößt ins Horn und warnt das Volk, Hes33/4Hes wenn
[dann] einer den Schall des Horns hört, sich aber nicht warnen läßt, und das Schwert kommt und rafft ihn weg: so wird sein Blut auf seinem Kopf bleiben. Hes33/5Hes Er hat den Schall des Horns
gehört, hat sich aber nicht warnen lassen; sein Blut wird auf ihm bleiben. Doch hat er sich warnen lassen, so hat er seine Seele gerettet. Hes33/6Hes Wenn aber der Wächter das Schwert kommen
sieht, und er stößt nicht ins Horn, und das Volk wird nicht gewarnt, und das Schwert kommt und rafft von ihnen eine Seele weg: so wird dieser um seiner Schuld willen weggerafft; aber sein Blut
werde ich von der Hand des Wächters fordern.
V. 7-20: Kap. 18,19-32.
Hes33/7Hes Dich nun, Menschensohn, habe ich als Wächter für das Haus Israel eingesetzt. Du sollst das Wort aus meinem Mund hören und sie vor mir warnen. Hes33/8Hes Wenn ich zu dem Gottlosen sage:
`Du Gottloser, du musst sterben!, du aber redest nicht, um den Gottlosen vor seinem Weg zu warnen, so wird er, der Gottlose, um seiner Schuld willen sterben; aber sein Blut werde ich von deiner
Hand fordern. Hes33/9Hes Wenn du jedoch den Gottlosen vor seinem Weg warnst, damit er von ihm umkehrt, er aber von seinem Weg nicht umkehrt, so wird er um seiner Schuld willen sterben; du aber
hast deine Seele gerettet.
Hes33/10Hes Und du, Menschensohn, sage zum Haus Israel: So sprecht ihr und sagt: Unsere Vergehen und unsere Sünden sind auf uns, und in ihnen schwinden wir dahin. Wie könnten wir leben?
Hes33/11Hes Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR: Wenn ich Gefallen habe am Tod des Gottlosen! Wenn nicht vielmehr daran, dass der Gottlose von seinem Weg umkehrt und lebt!
Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen! Ja, warum wollt ihr sterben, Haus Israel? Hes33/12Hes Und du, Menschensohn, sage zu den Söhnen deines Volkes: Die Gerechtigkeit des Gerechten wird ihn
nicht retten am Tag seines Vergehens; und die Gottlosigkeit des Gottlosen - er wird durch sie nicht stürzen an dem Tag, da er von seiner Gottlosigkeit umkehrt. Und [die Gerechtigkeit des]
Gerechten - er wird durch sie nicht leben können an dem Tag, da er sündigt. Hes33/13Hes Wenn ich dem Gerechten sage: `Leben soll er!, und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Unrecht,
so wird all seiner gerechten Taten nicht gedacht werden, sondern um seines Unrechts willen, das er getan hat, deswegen wird er sterben. Hes33/14Hes Wenn ich aber zum Gottlosen sage: Sterben musst
du! und er kehrt von seiner Sünde um und übt Recht und Gerechtigkeit, Hes33/15Hes [so dass] der Gottlose das Pfand zurückgibt, Geraubtes erstattet, in den Ordnungen, [die] zum Leben [führen],
lebt, ohne Unrecht zu tun, so soll er am Leben bleiben, er soll nicht sterben. Hes33/16Hes All seiner Sünden, die er begangen hat, soll ihm nicht gedacht werden; Recht und Gerechtigkeit hat er
geübt: er soll am Leben bleiben.
Hes33/17Hes Und die Söhne deines Volkes sagen: Der Weg des Herrn ist nicht recht, wo doch ihr eigener Weg nicht recht ist. Hes33/18Hes Wenn der Gerechte von seiner Gerechtigkeit umkehrt und
Unrecht tut, so wird er deswegen sterben. Hes33/19Hes Und wenn der Gottlose von seiner Gottlosigkeit umkehrt und Recht und Gerechtigkeit übt, so wird er um ihretwillen leben. Hes33/20Hes Ihr aber
sagt: Der Weg des HERRN ist nicht recht. Ich werde euch richten, jeden nach seinen Wegen, Haus Israel.
Nachricht vom Fall Jerusalems.
Hes33/21Hes Und es geschah im zwölften Jahr unserer Wegführung, im zehnten [Monat], am Fünften des Monats, da kam ein Entkommener aus Jerusalem zu mir und sagte: Die Stadt ist geschlagen!
Hes33/22Hes Und die Hand des HERRN war am Abend über mich gekommen vor der Ankunft des Entkommenen, und er hatte meinen Mund geöffnet auf [den Augenblick] hin, als jener am Morgen zu mir
hereinkam. So wurde mein Mund [wieder] geöffnet, und ich war nicht mehr stumm.
Gerichtsrede: Nur Hören und kein Tun.
Hes33/23Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes33/24Hes Menschensohn, die Bewohner jener Trümmerstätten im Land Israel sagen: Abraham war ein einzelner, und er nahm das Land in Besitz;
wir aber sind viele, uns ist das Land [erst recht] zum Besitz gegeben! Hes33/25Hes Darum sage zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Ihr eßt [euer Opferfleisch] mit dem Blut und erhebt eure Augen
zu euren Götzen und vergießt Blut! Da solltet ihr das Land besitzen? Hes33/26Hes Ihr verlaßt euch auf euer Schwert, verübt Greuel und macht ein jeder die Frau seines Nächsten unrein! Da solltet
ihr das Land besitzen? Hes33/27Hes So sollst du zu ihnen sagen: So spricht der Herr, HERR: So wahr ich lebe, wenn nicht [alle], die in den Trümmerstätten [leben], durchs Schwert fallen, und [wenn
ich nicht jeden], der auf dem freien Feld ist, den wilden Tieren hingebe, dass sie ihn fressen; und [wenn nicht] die, die in den Festungen und in den Höhlen sind, an der Pest sterben! Hes33/28Hes
Und ich mache das Land zur Öde und zum Grausen, und der Stolz seiner Macht wird ein Ende haben; und die Berge Israels werden wüst daliegen, so dass niemand darüber hinwandert. Hes33/29Hes Und sie
werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich das Land zur Öde und zum Grausen mache wegen all ihrer Greuel, die sie verübt haben.
Hes33/30Hes Und du, Menschensohn, die Söhne deines Volkes reden über dich an den Wänden und in den Türen der Häuser; und einer redet mit dem anderen, jeder mit seinem Bruder, und sagt: Kommt doch
und hört, was das für ein Wort ist, das vom HERRN ausgeht. Hes33/31Hes Und sie kommen zu dir, wie [eben] Volk zusammenkommt, und sitzen vor dir als mein Volk und hören deine Worte, aber sie tun
sie nicht, denn Liebesverlangen ist in ihrem Mund; [danach] handeln sie, ihr Herz läuft ihrem unrechten Gewinn nach. Hes33/32Hes Und siehe, du bist ihnen wie [einer, der] ein Liebeslied [singt],
der eine schöne Stimme hat und gut zu spielen versteht; und sie hören deine Worte, doch sie tun sie nicht. Hes33/33Hes Wenn es aber kommt - siehe, es kommt! -, so werden sie erkennen, dass ein
Prophet in ihrer Mitte war.
Gerichtsrede gegen die treulosen Hirten Israels - Verheißungen Gottes als des Hirten seiner Herde, des Volkes Israel.
V. 1-10: Jer 23,1.2; Sach 11,15-17.
\34\
Hes34/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes34/2Hes Menschensohn, weissage über die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen, den Hirten: So spricht der Herr, HERR: Wehe den
Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? Hes34/3Hes Die Milch genießt ihr, und mit der Wolle kleidet ihr euch, das fette Vieh schlachtet ihr - die Herde
weidet ihr nicht. Hes34/4Hes Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt und das Kranke nicht geheilt und das Gebrochene nicht verbunden und das Versprengte nicht zurückgebracht und das Verlorene nicht
gesucht, sondern mit Härte habt ihr über sie geherrscht und mit Gewalt. Hes34/5Hes Und sie zerstreuten sich, weil sie ohne Hirten waren, und wurden allen Tieren des Feldes zum Fraß. So
zerstreuten sich Hes34/6Hes [und] irrten umher meine Schafe. Auf allen Bergen und auf jedem hohen Hügel und über das ganze Land hin sind meine Schafe zerstreut worden, und da ist niemand, der
[nach ihnen] fragt, und niemand, der [sie] sucht. - Hes34/7Hes Darum, ihr Hirten, hört das Wort des HERRN! Hes34/8Hes So wahr ich lebe, spricht der Herr, HERR: Fürwahr, weil meine Schafe zum Raub
und meine Schafe allen Tieren des Feldes zum Fraß geworden sind, weil kein Hirte da war und meine Hirten nicht nach meinen Schafen fragten und die Hirten sich selbst weideten, nicht aber meine
Schafe weideten, Hes34/9Hes darum, ihr Hirten, hört das Wort des HERRN! Hes34/10Hes So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an die Hirten, und ich werde meine Schafe von ihrer Hand fordern und
will ihnen ein Ende machen, dass sie nicht [länger meine] Schafe weiden. Und die Hirten sollen nicht mehr sich selbst weiden; und ich werde meine Schafe aus ihrem Rachen retten, dass sie ihnen
nicht mehr zum Fraß seien.
V. 11-19: Jer 23,3.4.
Hes34/11Hes Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich bin es, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Hes34/12Hes Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag, da er
unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels.
Hes34/13Hes Und ich werde sie herausführen aus den Völkern und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land kommen lassen; und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, an den Bachrinnen
und an allen Wohnplätzen des Landes. Hes34/14Hes Auf guter Weide werde ich sie weiden, und auf den hohen Bergen Israels wird ihr Weideplatz sein; dort, auf den Bergen Israels werden sie auf gutem
Weideplatz lagern und fette Weide beweiden. Hes34/15Hes Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich selbst will sie lagern, spricht der Herr, HERR. Hes34/16Hes Das Verlorene will ich suchen und
das Versprengte zurückbringen, und das Gebrochene will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich austilgen; mit [meinem] Recht werde ich sie
weiden.
Hes34/17Hes Und ihr, meine Herde, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken. Hes34/18Hes Ist es euch zu wenig: die gute Weide weidet
ihr ab, und den Rest eurer Weide zerstampft ihr mit euren Füßen, das klare Wasser trinkt ihr, und das restliche trübt ihr mit euren Füßen? Hes34/19Hes Und meine Schafe sollen abweiden, was eure
Füße zerstampft haben, und trinken, was eure Füße getrübt haben? Hes34/20Hes Darum, so spricht der Herr, HERR, zu ihnen: Siehe, ich bin es, und ich werde richten zwischen fettem Schaf und magerem
Schaf. Hes34/21Hes Weil ihr all die Schwachen mit Seite und Schulter verdrängt und mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie nach draußen zerstreut habt, Hes34/22Hes so will ich meine Schafe retten,
damit sie nicht mehr zum Raub werden; und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.
Hes34/32Hes Und ich werde einen Hirten über sie einsetzen, der wird sie weiden: meinen Knecht David, der wird sie weiden, und der wird ihr Hirte sein. Hes34/24Hes Und ich, der HERR, werde ihnen
Gott sein, und mein Knecht David wird Fürst in ihrer Mitte sein. Ich, der HERR, habe geredet. Hes34/25Hes Und ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen schließen und werde die bösen Tiere aus
dem Land austilgen; und in der Wüste werden sie sicher wohnen und in den Wäldern schlafen [können]. Hes34/26Hes Und ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen; und ich werde
den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regengüsse des Segens werden es sein. Hes34/27Hes Und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben, und das Land wird seinen Ertrag geben; und sie werden in
ihrem Land sicher sein. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich die Stangen ihres Joches zerbreche und sie aus der Hand derer errette, die sie knechteten. Hes34/28Hes Und sie
werden den Nationen nicht mehr zum Raub werden, und die wilden Tiere der Erde werden sie nicht mehr fressen; sondern sie werden in Sicherheit wohnen, und niemand wird sie aufschrecken.
Hes34/29Hes Und ich werde ihnen eine Pflanzung zum Ruhm erstehen lassen, und sie werden nicht mehr durch Hunger im Land weggerafft werden und die Schmähung der Nationen nicht mehr ertragen
[müssen]. Hes34/30Hes Und sie werden erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott, mit ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht der Herr, HERR. Hes34/31Hes Und ihr, meine Herde,
ihr Menschen seid die Herde meiner Weide; ich [aber] bin euer Gott, spricht der Herr, HERR.
Drohrede gegen Edom.
Kap. 25,12-14; (Jes 21,11.12); Jes 34,5-17; Jer 49,7-22; Am 1,11.12; Ob.
\35\
Hes35/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes35/2Hes Menschensohn, richte dein Gesicht gegen das Gebirge Seir, und weissage über es Hes35/3Hes und sage zu ihm: So spricht der Herr,
HERR: Siehe, ich will an dich, Gebirge Seir; und ich strecke meine Hand gegen dich aus und mache dich zum Entsetzen und Grausen; Hes35/4Hes deine Städte mache ich zur Trümmerstätte, und du selbst
wirst Ödland sein. Und du wirst erkennen, dass ich der HERR bin.
Hes35/5Hes Weil du eine beständige Feindschaft hegtest und die Söhne Israel der Gewalt des Schwertes preisgabst zur Zeit ihres Unglücks, zur Zeit der endgültigen Strafe, Hes35/6Hes darum, so wahr
ich lebe, spricht der Herr, HERR, ja, ich mache dich zu Blut, und Blut wird dich verfolgen; weil du Blut nicht gehaßt hast, soll Blut dich verfolgen. Hes35/7Hes Und ich mache das Gebirge Seir zum
Entsetzen und Grausen und rotte den, der hinzieht und zurückkehrt aus ihm, aus. Hes35/8Hes Und seine Berge fülle ich mit seinen Erschlagenen an. Auf deinen Hügeln und in deinen Tälern und in
allen deinen Bachrinnen sollen vom Schwert Erschlagene fallen. Hes35/9Hes Zu ewigen Einöden mache ich dich, und deine Städte sollen nicht mehr bewohnt werden. Und ihr werdet erkennen, dass ich
der HERR bin.
Hes35/10Hes Weil du sagst: Die beiden Nationen und die beiden Länder gehören mir, und ich nehme sie in Besitz, wo doch der HERR dort war: Hes35/11Hes darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr,
HERR, werde ich [an dir] handeln nach deinem Zorn und nach deiner Eifersucht, mit denen du aus Haß gegen sie gehandelt hast; und ich werde mich ihnen zu erkennen geben, wenn ich dich gerichtet
habe. Hes35/12Hes Und du wirst erkennen, dass ich, der HERR, alle deine Lästerungen gehört habe, die du gegen die Berge Israels ausgesprochen hast, indem du sagtest: Sie liegen verwüstet da, uns
sind sie zum Fraß gegeben. Hes35/13Hes Und ihr habt mit eurem Mund gegen mich großgetan und eure Worte gegen mich frech gemacht; ich habe es gehört. Hes35/14Hes So spricht der Herr, HERR: Wie du
dich gefreut hast, [dass] das ganze Land eine Einöde war, [so] will ich dir tun. Hes35/15Hes Wie du deine Freude hattest an dem Erbteil des Hauses Israel, weil es verwüstet war, ebenso werde ich
dir tun: eine Einöde sollst du werden, Gebirge Seir und ganz Edom insgesamt! Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin. Verheißung der Wiederherstellung Israels - Anerkennung der Größe
Gottes durch die Völker
\36\
Hes36/1Hes Und du, Menschensohn, weissage über die Berge Israels und sprich: Berge Israels, hört das Wort des HERRN! Hes36/2Hes So spricht der Herr, HERR: Weil der Feind über euch sagt: `Haha!
und: `Die ewigen Höhen, sie sind uns zum Besitz geworden!: Hes36/3Hes darum weissage und sprich: So spricht der Herr, HERR: Deshalb, ja, deshalb, weil man euch verwüstet und euch nachstellt von
allen Seiten her, so dass ihr dem Rest der Nationen zum Besitz geworden und ins Gerede der Zunge und ins Geschwätz der Leute gekommen seid, Hes36/4Hes darum, ihr Berge Israels, hört das Wort des
Herrn, HERRN! So spricht der Herr, HERR, zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Bachrinnen und zu den Tälern, zu den wüst daliegenden Trümmerstätten und zu den verlassenen Städten, die für den
Rest der Nationen ringsum zur Plünderung und zum Spott geworden sind; Hes36/5Hes darum, so spricht der Herr, HERR: Wahrlich, im Feuer meines Eifers habe ich gegen den Rest der Nationen geredet
und gegen Edom insgesamt, die sich mein Land zum Besitz gemacht haben mit der ganzen [Schaden-]freude des Herzens, mit Verachtung der Seele, um sein Weideland zur Plünderung [zu haben]!
Hes36/6Hes Darum weissage über das Land Israel, und sage zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Bachrinnen und zu den Tälern: So spricht der Herr, HERR: Siehe, in meinem Eifer und in meinem
Grimm habe ich geredet, weil ihr die Schmach der Nationen getragen habt. Hes36/7Hes Darum, so spricht der Herr, HERR: Ich, ich habe meine Hand [zum Schwur] erhoben: Wenn die Nationen, die rings
um euch her sind, ihre Schmach nicht selbst tragen! Hes36/8Hes Ihr aber, Berge Israels, ihr werdet für mein Volk Israel eure Zweige treiben und eure Frucht tragen, denn sie sind nahe daran zu
kommen. Hes36/9Hes Denn siehe, ich werde zu euch [kommen,] und ich will mich zu euch wenden, und ihr werdet bebaut und besät werden. Hes36/10Hes Und ich werde die Menschen auf euch vermehren, das
ganze Haus Israel insgesamt; und die Städte werden [wieder] bewohnt sein und die Trümmerstätten aufgebaut werden. Hes36/11Hes Und ich werde Menschen und Vieh auf euch vermehren, und sie werden
sich vermehren und fruchtbar sein; und ich werde euch bewohnt sein lassen wie in euren früheren Zeiten und werde euch Gutes tun mehr als in euren Anfängen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der
HERR bin. Hes36/12Hes Und ich werde Menschen, mein Volk Israel, auf euch gehen lassen, und sie werden dich in Besitz nehmen, und du wirst ihnen zum Erbe sein; und du wirst sie nicht mehr länger
kinderlos machen. - Hes36/13Hes So spricht der Herr, HERR: Weil sie zu euch sagen: Eine Menschenfresserin bist du und hast deine Nation kinderlos gemacht, Hes36/14Hes darum wirst du nicht mehr
Menschen fressen und wirst deine Nation nicht mehr kinderlos machen, spricht der Herr, HERR. Hes36/15Hes Und ich will dich nicht mehr die Schmähung der Nationen hören lassen, und das Höhnen der
Völker sollst du nicht mehr ertragen [müssen]; und du sollst deine Nation nicht mehr kinderlos machen, spricht der Herr, HERR.
Hes36/16Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes36/17Hes Menschensohn, als das Haus Israel [noch] in seinem Land wohnte, da machten sie es unrein durch ihren Weg und durch ihre Taten,
wie die Unreinheit der Monatsregel war ihr Weg vor mir. Hes36/18Hes Da goß ich meinen Grimm über sie aus wegen des Blutes, das sie im Lande vergossen, und weil sie es mit ihren Götzen unrein
gemacht hatten. Hes36/19Hes Und ich versprengte sie unter die Nationen, und sie wurden in die Länder zerstreut; nach ihrem Weg und nach ihren Taten richtete ich sie. Hes36/20Hes So kamen sie zu
den Nationen, [aber] wohin sie [auch] kamen, da entweihten sie meinen heiligen Namen, indem man von ihnen sagte: `Das Volk des HERRN sind diese, und aus seinem Land haben sie hinausziehen
[müssen]. Hes36/21Hes Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel unter den Nationen entweiht hatte, wohin sie [auch] kamen.
Hes36/22Hes Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Nicht um euretwillen handle ich, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den
Nationen, zu denen ihr gekommen seid. Hes36/23Hes Und ich werde meinen großen, unter den Nationen entweihten Namen heiligen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt. Und die Nationen werden
erkennen, dass ich der HERR bin, spricht der Herr, HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch als heilig erweise. Hes36/24Hes Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern
sammeln und euch in euer Land bringen. Hes36/25Hes Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde ich euch
reinigen. Hes36/26Hes Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes
Herz geben. Hes36/27Hes Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut. Hes36/28Hes Und ihr
werdet in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr werdet mir zum Volk, und ich, ich, werde euch zum Gott sein. Hes36/29Hes Und ich werde euch befreien von all euren
Unreinheiten. Und ich werde das Getreide herbeirufen und es vermehren und keine Hungersnot [mehr] auf euch bringen; Hes36/30Hes und ich werde die Frucht des Baumes und den Ertrag des Feldes
vermehren, damit ihr nicht mehr das Höhnen [wegen] einer Hungersnot hinnehmen [müßt] unter den Nationen. Hes36/31Hes Und ihr werdet an eure bösen Wege denken und an eure Taten, die nicht gut
waren, und werdet an euch selbst Ekel empfinden wegen eurer Sünden und wegen eurer Greuel. Hes36/32Hes Nicht um euretwillen tue ich es, spricht der Herr, HERR, das sollt ihr wissen. Schämt euch
und werdet beschämt vor euren Wegen, Haus Israel!
Hes36/33Hes So spricht der Herr, HERR: An dem Tag, da ich euch von all euren Sünden reinige, da werde ich die Städte bewohnt sein lassen, und die Trümmerstätten sollen aufgebaut werden.
Hes36/34Hes Und das verwüstete Land soll bebaut werden, statt dass es als Einöde daliegt vor den Augen jedes Vorüberziehenden. Hes36/35Hes Und man wird sagen: Dieses Land da, das verwüstete, ist
wie der Garten Eden geworden, und die verödeten und verwüsteten und niedergerissenen Städte sind befestigt und bewohnt. Hes36/36Hes Und die Nationen, die rings um euch her übrigbleiben, werden
erkennen, dass ich, der HERR, das Niedergerissene aufbaue, das Verwüstete bepflanze. Ich, der HERR, habe geredet, ich werde es auch tun.
Hes36/37Hes So spricht der Herr, HERR: Auch noch darin werde ich mich vom Haus Israel bitten lassen, es für sie zu tun: Ich werde sie zahlreich werden lassen an Menschen wie eine Herde.
Hes36/38Hes Wie Opferschafe, wie die Schafe von Jerusalem zu seinen Festzeiten, so werden die verödeten Städte voller Menschenherden sein. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR
bin.
Die Vision von den Totengebeinen.
\37\
Hes37/1Hes (vollertotengebeine) Die Hand des HERRN kam über mich, und er führte mich im Geist des HERRN hinaus und ließ mich nieder mitten im Tal; und dieses war voller Totengebeine. Hes37/2Hes
Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber; und siehe, es waren sehr viele auf der Fläche des Tales, und siehe, sie waren sehr vertrocknet. Hes37/3Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn,
werden diese Gebeine [wieder] lebendig? Und ich sagte: Herr, HERR, du weißt es. Hes37/4Hes Da sprach er zu mir: Weissage über diese Gebeine und sage zu ihnen: Ihr vertrockneten Gebeine, hört das
Wort des HERRN! Hes37/5Hes So spricht der Herr, HERR, zu diesen Gebeinen: Siehe, ich bringe Odem in euch, dass ihr [wieder] lebendig werdet. Hes37/6Hes Und ich lege Sehnen an euch und lasse
Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut, und ich gebe Odem in euch, dass ihr [wieder] lebendig werdet. Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin.
Hes37/7Hes Und ich weissagte, wie mir befohlen war. Da entstand ein Geräusch, als ich weissagte, und siehe, ein Getöse: und die Gebeine rückten zusammen, Gebein an Gebein. Hes37/8Hes Und ich sah,
und siehe, [es entstanden] Sehnen an ihnen, und Fleisch wuchs, und Haut zog sich über sie oben darüber; aber es war [noch] kein Odem in ihnen. Hes37/9Hes Und er sprach zu mir: Weissage dem Odem,
weissage, Menschensohn, und sprich zu dem Odem: So spricht der Herr, HERR: Komm von den vier Winden her, du Odem, und hauche diese Erschlagenen an, dass sie [wieder] lebendig werden! Hes37/10Hes
Da weissagte ich, wie er mir befohlen hatte; und der Odem kam in sie, und sie wurden [wieder] lebendig und standen auf ihren Füßen, ein sehr, sehr großes Heer.
Hes37/11Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine, sie sind das ganze Haus Israel. Siehe, sie sagen: Unsere Gebeine sind vertrocknet, und unsere Hoffnung ist verloren; es ist aus mit
uns. Hes37/12Hes Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich öffne eure Gräber und lasse euch aus euren Gräbern heraufkommen als mein Volk und bringe euch ins Land
Israel. Hes37/13Hes Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch aus euren Gräbern heraufkommen lasse als mein Volk. Hes37/14Hes Und ich gebe meinen Geist
in euch, dass ihr lebt, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, geredet und es getan habe, spricht der HERR.
Die Zukunft des geeinten Reiches unter einem Herrscher.
Hes37/15Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes37/16Hes Und du, Menschensohn, nimm dir ein [Stück] Holz und schreibe darauf: `Für Juda und für die Söhne Israel, seine Gefährten. Und
nimm [noch] ein anderes [Stück] Holz und schreibe darauf: `Für Joseph, das Holz Ephraims und des ganzen Hauses Israel, seiner Gefährten! Hes37/17Hes Und füge sie dir zusammen, eins zum andern, zu
einem Holz, so dass sie eins werden in deiner Hand! Hes37/18Hes Und wenn die Söhne deines Volkes zu dir sagen: `Willst du uns nicht mitteilen, was dir dies bedeutet?, Hes37/19Hes so rede zu
ihnen: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich nehme das Holz Josephs, das in der Hand Ephraims ist, und die Stämme Israels, seine Gefährten; und ich lege auf es das Holz Judas und mache sie zu
einem Holz, so dass sie eins werden in meiner Hand. Hes37/20Hes Und die Hölzer, auf die du geschrieben hast, sollen in deiner Hand sein vor ihren Augen. Hes37/21Hes Und rede zu ihnen: So spricht
der Herr, HERR: Siehe, ich nehme die Söhne Israel aus den Nationen heraus, wohin sie gezogen sind, und ich sammle sie von allen Seiten und bringe sie in ihr Land. Hes37/22Hes Und ich mache sie zu
einer Nation im Land, auf den Bergen Israels, und ein einziger König wird für sie alle zum König sein; und sie sollen nicht mehr zu zwei Nationen werden und sollen sich künftig nicht mehr in zwei
Königreiche teilen. Hes37/23Hes Und sie werden sich nicht mehr unrein machen mit ihren Götzen und mit ihren Scheusalen und mit all ihren Vergehen. Und ich werde sie retten aus all ihren
Treulosigkeiten, mit denen sie gesündigt haben, und werde sie reinigen; und sie werden mir zum Volk und ich werde ihnen zum Gott sein. Hes37/24Hes Und mein Knecht David wird König über sie sein,
und sie werden alle einen Hirten haben; und sie werden in meinen Rechtsbestimmungen leben und meine Ordnungen bewahren und sie tun. Hes37/25Hes Und sie werden in dem Land wohnen, das ich meinem
Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben; und sie werden darin wohnen, sie und ihre Kinder und ihre Kindeskinder, bis in Ewigkeit; und mein Knecht David wird ihr Fürst sein für
ewig. Hes37/26Hes Und ich schließe mit ihnen einen Bund des Friedens, ein ewiger Bund wird es mit ihnen sein; den gebe ich ihnen und lasse sie zahlreich werden und setze mein Heiligtum in ihre
Mitte für ewig. Hes37/27Hes Und meine Wohnung wird über ihnen sein; und ich werde ihnen zum Gott und sie werden mir zum Volk sein. Hes37/28Hes Und die Nationen werden erkennen, dass ich der HERR
bin, der Israel heiligt, wenn mein Heiligtum für ewig in ihrer Mitte ist.
Drohrede gegen Gog aus Magog und das furchtbare Gericht über ihn.
Kap. 39,1-24.
\38\
Hes38/1Hes Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Hes38/2Hes Menschensohn, richte dein Gesicht gegen Gog [zum] Land Magog, [gegen] den Fürsten von Rosch, Meschech und Tubal, und weissage über
ihn Hes38/3Hes und sprich: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, Fürst von Rosch, Meschech und Tubal. Hes38/4Hes Und ich lenke dich herum und lege Haken in deine Kinnbacken;
und ich führe dich heraus und dein ganzes Heer, Pferde und Reiter, sie alle prächtig gekleidet, ein großes Aufgebot mit Langschild und Kleinschild, schwertführend sie alle: Hes38/5Hes [Söldner
aus] Paras, Kusch und Put mit ihnen, sie alle [mit] Langschild und Helm, Hes38/6Hes Gomer und alle seine Scharen, das Haus Togarma im äußersten Norden und alle seine Scharen, viele Völker mit
dir. Hes38/7Hes Rüste dich, und rüste dir [alles] zu, du und dein ganzes Aufgebot, das zu dir hin aufgeboten ist, und steh mir zur Verfügung! Hes38/8Hes Nach vielen Tagen sollst du aufgeboten
werden; am Ende der Jahre sollst du in ein Land kommen, das vom Schwert wiederhergestellt, das aus vielen Völkern gesammelt ist, auf die Berge Israels, die für lange Zeit zur Trümmerstätte
geworden waren; das ist aus den Völkern herausgeführt worden, und sie wohnen in Sicherheit allesamt. Hes38/9Hes Und du wirst hinaufziehen, wie ein Sturm herankommen, wirst sein wie eine Wolke,
das Land zu bedecken, du und alle deine Scharen und viele Völker mit dir.
Hes38/10Hes So spricht der Herr, HERR: Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden Dinge in deinem Herzen aufsteigen, und du wirst einen bösen Plan schmieden Hes38/11Hes und sagen: Ich will
hinaufziehen gegen ein offenes Land, will über die kommen, die sich ruhig verhalten, in Sicherheit wohnen - sie alle wohnen [ja] ohne Mauern, auch Riegel und Tore haben sie nicht -, Hes38/12Hes
um Raub zu rauben und Beute zu erbeuten, um deine Hand zu kehren gegen die [wieder] bewohnten Trümmerstätten und gegen ein Volk, das aus den Nationen gesammelt ist, das Viehbesitz und [andere]
Habe erworben hat, [Leute,] die den Mittelpunkt der Erde bewohnen. Hes38/13Hes Saba und Dedan und die Aufkäufer von Tarsis und all seine Händler werden zu dir sagen: Kommst du, um Raub zu rauben?
Hast du dein [Kriegs-]Aufgebot aufgeboten, um Beute zu erbeuten, um Silber und Gold davonzutragen, um Vieh und [andere] Habe wegzunehmen, um einen großen Raub zu rauben?
Hes38/14Hes Darum weissage, Menschensohn, und sage zu Gog: So spricht der Herr, HERR: Wirst du dich an jenem Tag, wenn mein Volk Israel in Sicherheit wohnt, nicht aufmachen Hes38/15Hes und von
deinem Ort kommen, vom äußersten Norden her, du und viele Völker mit dir - die alle auf Pferden reiten, ein großes Aufgebot und ein zahlreiches Heer -, Hes38/16Hes und wirst gegen mein Volk
Israel heraufziehen wie eine Wolke, um das Land zu bedecken? Am Ende der Tage wird es geschehen, dass ich dich über mein Land kommen lasse, damit die Nationen mich erkennen, wenn ich mich an dir,
Gog, vor ihren Augen als heilig erweise.
Hes38/17Hes So spricht der Herr, HERR: Bist du [nicht] der, von dem ich in vergangenen Tagen geredet habe durch meine Knechte, die Propheten Israels, die in jenen Tagen jahre[lang] weissagten,
dass ich dich über sie kommen lassen würde?
Hes38/18Hes Und an jenem Tag wird es geschehen, an dem Tag, wenn Gog in das Land Israel kommt, spricht der Herr, HERR, da wird mein Grimm in meiner Nase aufsteigen. Hes38/19Hes Und in meinem
Eifer, im Feuer meiner Zornglut habe ich geredet: Wenn an jenem Tag nicht ein großes Beben im Land Israel sein wird! Hes38/20Hes Und vor mir werden beben die Fische des Meeres und die Vögel des
Himmels und die Tiere des Feldes und alle Kriechtiere, die auf dem Erdboden kriechen, und alle Menschen, die auf der Fläche des Erdbodens sind; und die Berge werden niedergerissen werden, und die
Felsstufen werden einstürzen, und jede Mauer wird zu Boden fallen. Hes38/21Hes Und ich rufe auf meinem ganzen Gebirge das Schwert über ihn herbei, spricht der Herr, HERR; da wird das Schwert des
einen gegen den anderen [gerichtet] sein. Hes38/22Hes Und ich werde ins Gericht mit ihm gehen durch Pest und durch Blut. Und einen überschwemmenden Regen und Hagelsteine, Feuer und Schwefel lasse
ich auf ihn regnen und auf seine Scharen und auf die vielen Völker, die mit ihm sind. Hes38/23Hes Und ich werde mich groß und heilig erweisen und werde mich kundtun vor den Augen vieler Nationen.
Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.
Nochmalige Ankündigung des Gerichts über Gog und der Vernichtung seiner Heeresmacht.
Kap. 38.
\39\
Hes39/1Hes Und du, Menschensohn, weissage über Gog und sprich: So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, Fürst von Rosch, Meschech und Tubal. Hes39/2Hes Und ich werde dich
herumlenken und dich gängeln und dich heraufziehen lassen vom äußersten Norden her und dich auf die Berge Israels bringen. Hes39/3Hes Und ich werde dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen
und deine Pfeile aus deiner rechten Hand fallen lassen. Hes39/4Hes Auf den Bergen Israels wirst du fallen, du und alle deine Scharen und die Völker, die mit dir sind; den Raubvögeln aller Art und
den Tieren des Feldes habe ich dich zum Fraß gegeben; Hes39/5Hes auf dem freien Feld sollst du fallen. Denn ich habe [es] geredet, spricht der Herr, HERR. Hes39/6Hes Und ich sende Feuer gegen
Magog und gegen die, die auf den Inseln sicher wohnen. Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin. Hes39/7Hes Und ich werde meinen heiligen Namen kundtun mitten in meinem Volk Israel und
werde meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen lassen. Und die Nationen werden erkennen, dass ich der HERR bin, der heilig ist in Israel. Hes39/8Hes Siehe, es kommt und wird geschehen, spricht
der Herr, HERR. Das ist der Tag, von dem ich geredet habe.
Hes39/9Hes Und die Bewohner der Städte Israels werden hinausgehen und werden Feuer machen und heizen mit Waffen, und zwar [mit] Kleinschilden und Langschilden, mit Bogen und Pfeilen, mit
Handkeulen und Lanzen; und sie werden damit sieben Jahre lang Feuer machen. Hes39/10Hes Und sie werden kein Holz vom Feld sammeln noch aus den Wäldern schlagen, sondern werden mit den Waffen
Feuer machen. Und sie werden ihre Räuber berauben und ihre Plünderer plündern, spricht der Herr, HERR. Hes39/11Hes Und an jenem Tag wird es geschehen, da werde ich dem Gog einen Ort geben, wo in
Israel ein Grab [für ihn] ist: das Tal Abarim, östlich vom Meer; und es wird den Durchreisenden [den Weg] versperren. Und dort werden sie Gog und seinen ganzen Prunk begraben, und sie werden es
nennen: `Tal Hamon Gog. Hes39/12Hes Und das Haus Israel wird sie begraben, um das Land zu reinigen, sieben Monate lang; Hes39/13Hes und das ganze Volk des Landes wird [sie] begraben, und es wird
ihnen zum Ruhm sein am Tag, da ich mich verherrliche, spricht der Herr, HERR. Hes39/14Hes Und sie werden Männer mit einem beständigen Auftrag aussondern, die im Land umherziehen [und] mit den
Durchreisenden die auf der Fläche des Landes Übriggebliebenen begraben, um es zu reinigen. Am Ende der sieben Monate sollen sie es durchsuchen. Hes39/15Hes Ziehen nun die Umherziehenden im Land
umher und es sieht jemand Menschengebein, dann soll er ein Mal daneben errichten, bis die Totengräber es im `Tal Hamon Gog begraben haben. Hes39/16Hes Und auch der Name einer Stadt [lautet]
Hamona. So werden sie das Land reinigen.
Hes39/17Hes Und du, Menschensohn, so spricht der Herr, HERR: Sage zu den Vögeln aller Art und zu allen Tieren des Feldes: Versammelt euch und kommt, sammelt euch von allen Seiten her zu meinem
Schlachtopfer, das ich für euch schlachte, einem großen Schlachtopfer auf den Bergen Israels, und freßt Fleisch und trinkt Blut! Hes39/18Hes Fleisch von Helden sollt ihr fressen, und Blut von
Fürsten der Erde sollt ihr trinken: Widder, Lämmer und Böcke, Jungstiere, Mastvieh aus Basan sind sie alle. Hes39/19Hes Und Fett sollt ihr fressen bis zur Sättigung und Blut trinken bis zur
Trunkenheit von meinem Schlachtopfer, das ich für euch geschlachtet habe. Hes39/20Hes Und ihr sollt euch an meinem Tisch sättigen mit Pferden und Reittieren, mit Helden und allerlei Kriegsleuten,
spricht der Herr, HERR.
Anerkennung Gottes durch die Völker - Verheißung der Rückkehr Israels in sein Land.
Hes39/21Hes Und ich werde meine Herrlichkeit unter den Nationen erweisen; und alle Nationen werden mein Gericht sehen, das ich gehalten habe, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe.
Hes39/22Hes Und das Haus Israel wird erkennen, dass ich der HERR, ihr Gott bin, von jenem Tag an und in alle Zukunft. Hes39/23Hes Und die Nationen werden erkennen, dass das Haus Israel um seiner
Schuld willen gefangen weggezogen ist, weil sie treulos an mir handelten und ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und sie in die Hand ihrer Bedränger gegeben habe, so dass sie allesamt durchs
Schwert gefallen sind. Hes39/24Hes Nach ihrer Unreinheit und nach ihren Verbrechen habe ich mit ihnen gehandelt und habe mein Angesicht vor ihnen verborgen. - Hes39/25Hes Darum, so spricht der
Herr, HERR: Jetzt wende ich das Geschick Jakobs und erbarme mich über das ganze Haus Israel und eifere für meinen heiligen Namen. Hes39/26Hes Und sie werden ihre Schmach tragen und all ihre
Untreue, mit der sie treulos an mir gehandelt haben, wenn sie in ihrem Land sicher wohnen und niemand [sie] aufschreckt, Hes39/27Hes wenn ich sie aus den Völkern zurückgebracht und sie aus den
Ländern ihrer Feinde gesammelt habe und mich so an ihnen als heilig erweise vor den Augen der vielen Nationen. Hes39/28Hes Und sie werden erkennen, dass ich der HERR, ihr Gott bin, da ich sie
[zwar gefangen] zu den Nationen weggeführt habe, sie aber [wieder] in ihr Land sammle und keinen mehr von ihnen dort zurücklasse. Hes39/29Hes Und ich werde mein Angesicht nicht mehr vor ihnen
verbergen, wenn ich meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen habe, spricht der Herr, HERR.
Vision vom zukünftigen Tempel: Vorhöfe, Tore, Hallen.
\40\
Hes40/1Hes Im 25. Jahr unserer Wegführung, im Anfang des Jahres, am Zehnten des Monats, im 14. Jahr, nachdem die Stadt geschlagen war, an ebendiesem Tag kam die Hand des HERRN über mich, und er
brachte mich dorthin; Hes40/2Hes in Gesichten Gottes brachte er mich in das Land Israel, und er ließ mich nieder auf einen sehr hohen Berg; und auf ihm, im Süden, war [etwas] wie der Bau einer
Stadt. Hes40/3Hes Und er brachte mich dorthin; und siehe, da war ein Mann, dessen Aussehen wie das Aussehen von Bronze war; und in seiner Hand war eine leinene Schnur und eine Meßrute; und er
stand im Tor. Hes40/4Hes Und der Mann redete zu mir: Menschensohn, sieh mit deinen Augen, und höre mit deinen Ohren, und richte dein Herz auf alles, was ich dir zeigen werde! Denn damit ich es
dir zeige, bist du hierher gebracht worden. Berichte dem Haus Israel alles, was du siehst!
Hes40/5Hes Und siehe, eine Mauer [umgab] von außen den Tempel[bezirk] ringsherum; und in der Hand des Mannes war eine Meßrute von sechs Ellen, [die Elle] als eine [gewöhnliche] Elle und eine
Handbreite [gerechnet]. Und er maß die Breite des Baues: eine Rute, und die Höhe: eine Rute.
Hes40/6Hes Und er ging in das Tor hinein, dessen Vorderseite in östliche Richtung [weist], und stieg dessen Stufen hinauf. Und er maß die Schwelle des Tores: eine Rute tief, und zwar die erste
Schwelle: eine Rute tief; Hes40/7Hes und das Dienstzimmer: eine Rute lang und eine Rute tief; und den Raum zwischen den Dienstzimmern: fünf Ellen; und die Schwelle des Tores zur Vorhalle des
Tores auf der Innenseite: eine Rute. Hes40/8Hes Und er maß die Vorhalle des Tores auf der Innenseite: eine Rute; Hes40/9Hes und er maß die Vorhalle des Tores: acht Ellen; und ihre Pfeiler: zwei
Ellen [dick]. Und die Vorhalle des Tores lag auf der Innenseite. Hes40/10Hes Und die Dienstzimmer des Osttores: drei auf dieser und drei auf jener Seite; ein Maß hatten alle drei und ein Maß die
Pfeiler auf dieser und auf jener Seite. Hes40/11Hes Und er maß die lichte Weite der Toröffnung: zehn Ellen; [und] die [volle] Breite des Tores: dreizehn Ellen. Hes40/12Hes Und eine Abgrenzung
[befand sich] vor den Dienstzimmern, von einer Elle [auf dieser Seite]; und eine Elle war die Abgrenzung auf jener Seite. Und jedes Dienstzimmer [maß] sechs Ellen auf dieser und sechs Ellen auf
jener Seite. Hes40/13Hes Und er maß das Tor vom Dach[-Ansatz] eines Dienstzimmers bis zum Dach[-Ansatz] des anderen: 25 Ellen Breite, [wobei der eine] Eingang gegenüber dem [anderen] Eingang lag.
Hes40/14Hes Und er maß die Vorhalle: zwanzig Ellen. Die Vorhalle stieß ringsherum an das Tor des Vorhofs. Hes40/15Hes Und von der Vorderseite des Eingangstores bis zur Vorderseite der Vorhalle
des Tores innen [waren es] fünfzig Ellen. Hes40/16Hes Und gerahmte Fenster waren an den Dienstzimmern, und [zwar] an ihren Pfeilern, inwendig im Tor[haus], ringsherum, und ebenso waren an seiner
Vorhalle inwendig Fenster ringsherum; und an den Pfeilern waren Palmen.
Hes40/17Hes Und er brachte mich in den äußeren Vorhof hinein. Und siehe, da waren Zellen und ein Steinpflaster ringsum für den Vorhof angelegt; dreißig Zellen waren auf dem Steinpflaster.
Hes40/18Hes Und das Steinpflaster [schloß sich] seitlich an die Tore [an], entsprechend der Tiefe der Tore. [Das ist] das untere Steinpflaster. Hes40/19Hes Und er maß den Abstand von der
Vorderseite des unteren Tores [bis an die] Vorderseite des inneren Tores, das nach außen [wies]: hundert Ellen. [So war es] an der Ostseite;
und [nun] zur Nordseite: Hes40/20Hes Und siehe, da war im äußeren Vorhof ein Tor, dessen Vorderseite in nördliche Richtung [wies]. Er maß seine Länge und seine Breite. Hes40/21Hes Und seine
Dienstzimmer - drei auf dieser und drei auf jener Seite - und seine Pfeiler und seine Vorhalle entsprachen dem Maß des ersten Tores: Fünfzig Ellen seine Länge und 25 Ellen die Breite. Hes40/22Hes
Und seine Fenster und seine Vorhalle und seine Palmen waren nach dem Maß des Tores, dessen Vorderseite in östliche Richtung [wies]; und auf sieben Stufen stieg man zu ihm hinauf, und seine
Vorhalle [lag] nach innen zu. Hes40/23Hes Und ein Tor zum inneren Vorhof war dem Tor gegenüber im Norden wie im Osten; und er maß von Tor zu Tor hundert Ellen.
Hes40/24Hes Dann führte er mich in südliche Richtung. Und siehe, da war ein Tor in südlicher Richtung; und er maß seine Pfeiler und seine Vorhalle - [sie waren] wie die vorigen Maße. Hes40/25Hes
Und Fenster hatte das Tor und seine Vorhalle ringsherum wie die vorigen Fenster. Die Länge [betrug] fünfzig Ellen und die Breite 25 Ellen. Hes40/26Hes Und sieben Stufen [bildeten] seinen Aufgang,
und seine Vorhalle [lag] nach innen zu; und es hatte Palmen an seinen Pfeilern, eine auf dieser und eine auf jener Seite. Hes40/27Hes Und ein Tor hatte der innere Vorhof in südlicher Richtung;
und er maß vom [äußeren] Tor zum [inneren] Tor in der Südrichtung: hundert Ellen.
Hes40/28Hes Und er brachte mich durch das Südtor in den inneren Vorhof. Und er maß das Südtor - wie die vorigen Maße [waren seine Maße] - Hes40/29Hes und seine Dienstzimmer und seine Pfeiler und
seine Vorhalle: [sie waren] wie die vorigen Maße. Und Fenster hatte das Tor und seine Vorhalle ringsherum. Die Länge [betrug] fünfzig Ellen und die Breite 25 Ellen. Hes40/30Hes Und Vorhallen
waren ringsherum, die Länge 25 Ellen und die Breite fünf Ellen. Hes40/31Hes Und seine Vorhalle [lag] zum äußeren Vorhof hin; und Palmen waren an seinen Pfeilern; und acht Stufen [bildeten] seinen
Aufgang. - Hes40/32Hes Und er brachte mich in den inneren Vorhof auf die Ostseite. Und er maß das Tor - wie die vorigen Maße [waren seine Maße] - Hes40/33Hes und seine Dienstzimmer und seine
Pfeiler und seine Vorhalle: [sie waren] wie die vorigen Maße. Und Fenster hatte das Tor und seine Vorhalle ringsherum. Die Länge [betrug] fünfzig Ellen und die Breite 25 Ellen. Hes40/34Hes Und
seine Vorhalle [lag] zum äußeren Vorhof hin; und Palmen waren an seinen Pfeilern auf dieser und auf jener Seite; und acht Stufen [bildeten] seinen Aufgang. - Hes40/35Hes Und er brachte mich zum
Nordtor. Und er maß - wie die vorigen Maße [waren ihre Maße] - Hes40/36Hes seine Dienstzimmer, seine Pfeiler und seine Vorhalle. Und Fenster hatte es ringsherum. Die Länge [betrug] fünfzig Ellen
und die Breite 25 Ellen. Hes40/37Hes Und seine Vorhalle [lag] zum äußeren Vorhof hin; und Palmen waren an seinen Pfeilern auf dieser und auf jener Seite; und acht Stufen [bildeten] seinen
Aufgang.
Hes40/38Hes Und da war eine Zelle, und ihre Türöffnung [führte] in die Vorhalle des Tores; dort spülte man das Brandopfer ab. Hes40/39Hes Und in der Vorhalle des Tores waren zwei Tische auf
dieser und zwei Tische auf jener Seite, um auf ihnen das Brandopfer und das Sündopfer und das Schuldopfer zu schlachten. Hes40/40Hes Und an der Seitenwand, außerhalb der Vorhalle, am Eingang des
Nordtores, [standen] zwei Tische; und an der anderen Seitenwand der Vorhalle des Tores [standen ebenfalls] zwei Tische, Hes40/41Hes vier Tische auf dieser und vier Tische auf jener Seite an der
Seitenwand des Tores: acht Tische, auf denen man schlachtet. Hes40/42Hes Und die vier Tische für das Brandopfer [bestanden] aus Quadersteinen, anderthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit und
eine Elle hoch; auf sie legte man die Geräte, mit denen man das Brandopfer und das Schlachtopfer schlachtete. Hes40/43Hes Und [ihre] Gabelhaken, eine Handbreit lang, waren im [Tor]haus ringsherum
befestigt; und auf die Tische [kam] das Opferfleisch.
Hes40/44Hes Und außen am inneren Tor [befanden sich] zwei Zellen im inneren Vorhof: eine an der Seitenwand des Nordtores, dessen Vorderseite in südlicher Richtung [liegt, und] eine an der
Seitenwand des Südtores, [dessen] Vorderseite in nördlicher Richtung [liegt]. Hes40/45Hes Und er redete zu mir: Diese Zelle, deren Vorderseite in südlicher Richtung [liegt], ist für die Priester,
die den Dienst am Tempelhaus versehen. Hes40/46Hes Und die Zelle, deren Vorderseite in nördlicher Richtung [liegt], ist für die Priester, die den Dienst am Altar versehen. Das sind die Söhne
Zadoks, diejenigen von den Söhnen Levis, die dem HERRN nahen, um ihm zu dienen.
Hes40/47Hes Und er maß den Vorhof: ein Viereck von hundert Ellen Länge und hundert Ellen Breite. Und der Altar [stand] vor dem Tempelhaus.
Hes40/48Hes Und er brachte mich in die Vorhalle des Tempelhauses hinein. Und er maß den Pfeiler der Vorhalle: fünf Ellen auf dieser und fünf Ellen auf jener Seite; und die Breite des Toreingangs:
vierzehn Ellen; und die Seitenwände des Tores [maßen] drei Ellen auf dieser und drei Ellen auf jener Seite. Hes40/49Hes Die Breite der Vorhalle [betrug] zwanzig Ellen und die Tiefe zwölf Ellen,
und auf zehn Stufen stieg man zu ihr hinauf. Und Säulen waren an den Pfeilern, eine auf dieser und eine auf jener Seite. Vision vom zukünftigen Tempel: Besonders die inneren Räume.
1Kö 6,1-20; Sach 6,12.13.
\41\
Hes41/1Hes Und er brachte mich in den Tempelraum hinein. Und er maß die Pfeiler: sechs Ellen Tiefe auf dieser und sechs Ellen Tiefe auf jener Seite, die Tiefe der Pfeiler. Hes41/2Hes Und die
Breite des Eingangs [betrug] zehn Ellen, und die Seitenwände des Eingangs [maßen] fünf Ellen auf dieser und fünf Ellen auf jener Seite. Und er maß seine Tiefe: vierzig Ellen; und die Breite:
zwanzig Ellen. Hes41/3Hes Und er ging nach innen hinein. Und er maß den Pfeiler des Eingangs: zwei Ellen; und den Eingang: sechs Ellen; und die Seitenwände des Eingangs: sieben Ellen. Hes41/4Hes
Und er maß seine Tiefe: zwanzig Ellen; und die Breite: zwanzig Ellen gegen den Tempelraum hin; und er sprach zu mir: Das ist das Allerheiligste.
Hes41/5Hes Und er maß die Wand des Tempelhauses: sechs Ellen; und die Breite des Anbaues: vier Ellen, rings um das Tempelhaus herum. Hes41/6Hes Und die Seitenkammern, Seitenkammer über
Seitenkammer, dreimal, [insgesamt] dreißig; und Absätze [befanden sich] an der Wand des Tempelhauses für die [Deckenbalken der] Seitenkammern ringsherum, um als Auflager zu dienen; doch waren
keine Auflager in der Wand des Tempelhauses [selber]. Hes41/7Hes Und [es gab] eine Erweiterung durch den Umgang [,der] an den Seitenkammern nach oben hinauf[führte]; denn das Tempelhaus war nach
oben umbaut, [ganz] bis nach oben hinauf, rings um das Tempelhaus herum, wodurch das Tempelhaus bis nach oben hin eine Verbreiterung hatte. So stieg man vom untersten [Stockwerk] zum obersten
hinauf über das mittlere. Hes41/8Hes Und ich sah am Haus ein Hochpflaster ringsherum, die Unterbauten der Seitenkammern, eine volle Rute von sechs Ellen [in] Terrassenhöhe. Hes41/9Hes Die Stärke
der Außenwand des Anbaues [betrug] fünf Ellen; und der Raum, der freigelassen war zwischen den Seitenkammern des Hauses Hes41/10Hes und den Zellen, war zwanzig Ellen breit rings um das
Tempelhaus, ringsherum. Hes41/11Hes Und die Eingänge des Anbaues [gingen] auf den freigelassenen Raum, ein Eingang in nördliche Richtung und ein Eingang in südliche Richtung. Und die Breite der
Mauer des freigelassenen Raumes [betrug] fünf Ellen ringsherum.
Hes41/12Hes Und das Bauwerk, das an der Vorderseite des abgesonderten Platzes auf der nach Westen gerichteten Seite [liegt], war siebzig Ellen tief und die Mauer des Bauwerks fünf Ellen breit
ringsherum, und seine Länge [betrug] neunzig Ellen. Hes41/13Hes Und er maß das Tempelhaus: hundert Ellen lang; und den abgesonderten Platz und das Bauwerk und seine Mauern: hundert Ellen lang;
Hes41/14Hes auch die Breite der Vorderseite des Tempelhauses und des abgesonderten Platzes nach Osten: hundert Ellen. Hes41/15Hes Und er maß die Breite des Bauwerks an der Vorderseite des
abgesonderten Platzes, das [sich bis] auf seine Rückseite [erstreckte]; und seine Galerien auf dieser und auf jener Seite: hundert Ellen.
Und der innere Tempelraum und seine äußere Vorhalle Hes41/16Hes waren getäfelt. Und die gerahmten Fenster und die Galerien ringsum hatten in ihren drei [Teilen], der Schwelle gegenüber, eine
Holzverkleidung ringsherum, und zwar vom Boden bis an die Fenster - die Fenster aber waren verdeckbar - Hes41/17Hes [und] bis über den Eingang. Und im inneren Tempelhaus und draußen und an der
ganzen Wand ringsherum, der inneren und äußeren, waren abgemessene Felder, Hes41/18Hes und [in ihnen waren] Cherubim und Palmen gestaltet, und zwar eine Palme zwischen Cherub und Cherub. Und der
Cherub hatte zwei Gesichter: Hes41/19Hes Das Gesicht eines Menschen [war] zur Palme auf der einen Seite [gewandt] und das Gesicht eines Löwen zur Palme auf der anderen Seite. [Diese]
Ausgestaltung [befand sich] im ganzen Tempelhaus ringsherum. Hes41/20Hes Vom Boden bis hinauf über den Eingang waren die Cherubim und die Palmen angebracht, und zwar an der Wand des Tempelraums.
Hes41/21Hes [In der Wand im] Tempelraum waren vierfach gestaffelte Türrahmen. An der Vorderseite des Heiligtums aber war etwas zu sehen, das aussah wie Hes41/22Hes ein Altar aus Holz, drei Ellen
hoch und seine Länge [betrug] zwei Ellen und seine Breite zwei Ellen; und er hatte seine Ecken; und sein Fußgestell und seine Wände waren aus Holz. Und er redete zu mir: Das ist der Tisch, der
vor dem HERRN [steht]. Hes41/23Hes Und der Tempelraum hatte zwei Türen, und das Heiligtum hatte Hes41/24Hes zwei Türen. Die Türen hatten zwei [bis an die Wand] drehbare Türflügel, zwei hatte die
eine Tür, und zwei Türflügel hatte die andere. Hes41/25Hes Und an ihnen, an den Flügeltüren des Tempelraums, waren Cherubim und Palmen gestaltet, wie sie an den Wänden gestaltet waren. Und ein
hölzernes Dachgesims war an der Vorderseite der Vorhalle draußen. Hes41/26Hes Und gerahmte Fenster und Palmen waren auf dieser und auf jener Seite, an den Seitenwänden der Vorhalle und an den
Seitenkammern des Tempelhauses und den Dachgesimsen.
Vision vom zukünftigen Tempel: Nebengebäude - Vermessung des heiligen Bezirks.
\42\
Hes42/1Hes Und er führte mich hinaus in den äußeren Vorhof, den Weg in nördlicher Richtung. Und er brachte mich zu dem Zellenbau, der quer zu dem abgesonderten Platz und quer zu dem Bauwerk im
Norden [liegt]. Hes42/2Hes Die Länge [betrug] hundert Ellen auf der Nordseite und die Breite fünfzig Ellen. Hes42/3Hes Quer zu den zwanzig [Ellen] des inneren Vorhofs und quer zu dem
Steinpflaster des äußeren Vorhofs war Galerie vor Galerie im dritten [Stockwerk]. Hes42/4Hes Und vor den Zellen war ein Gang von zehn Ellen Breite, zum inneren [Vorhof] hin ein Weg von hundert
Ellen. Und ihre Eingänge waren nach Norden [gerichtet]. Hes42/5Hes Und die oberen Zellen waren, weil die Galerien ihnen [Raum] wegnahmen, schmaler als die unteren und die mittleren des Bauwerks.
Hes42/6Hes Denn sie waren dreistöckig, hatten aber keine Säulen wie die Säulen der Vorhöfe. So war [das Bauwerk] vom Boden her terrassenartig zurückgesetzt, von den unteren und den mittleren
[Zellen]. Hes42/7Hes Und eine Mauer war da, die draußen parallel zu den Zellen [verlief], in Richtung zum äußeren Vorhof hin, an der Vorderseite der Zellen; ihre Länge [betrug] fünfzig Ellen.
Hes42/8Hes Denn die Länge der Zellen, die zum äußeren Vorhof [gehörten, betrug] fünfzig Ellen; jene aber [lagen] ihnen gegenüber. Im ganzen waren es hundert Ellen. Hes42/9Hes Und [für] die Türen
dieser Zellen [gab es] einen Zugang von Osten her, wenn man vom äußeren Vorhof her zu ihnen hineinging, am Anfang. Hes42/10Hes In südlicher Richtung der Mauer des Vorhofs, vor dem abgesonderten
Platz und vor dem Bauwerk waren Zellen Hes42/11Hes und ein Weg vor ihnen; wie die Gestalt der Zellen, die in nördlicher Richtung [lagen, war ihre Gestalt], ihrer Länge und ihrer Breite
entsprechend, allen ihren Ausgängen und ihren Einrichtungen entsprechend und entsprechend ihren Eingängen. Hes42/12Hes Und zu den Eingängen der Zellen, die in südlicher Richtung [lagen, führte]
ein Eingang am Anfang des Weges, [nämlich] des Weges, [der an] der Schutzmauer entlang [lief], nach Osten hin [offen], wenn man hineinkam.
Hes42/13Hes Und er sprach zu mir: Die Zellen im Norden [und] die Zellen im Süden, die entlang dem abgesonderten Platz [liegen], das sind die heiligen Zellen, wo die Priester, die dem HERRN nahen,
die hochheiligen Gaben essen sollen. Dort sollen sie die hochheiligen Gaben niederlegen, sowohl das Speisopfer als auch das Sündopfer und das Schuldopfer; denn der Ort ist heilig. Hes42/14Hes
Wenn sie, die Priester, hineingegangen sind, dann sollen sie aus dem Heiligtum nicht [unmittelbar] in den äußeren Vorhof hinausgehen, sondern sollen dort ihre Kleider niederlegen, in denen sie
den Dienst verrichten; denn sie sind heilig; sie sollen [erst] andere Kleider anziehen und sich [dann] dem [Ort] nahen, der dem Volk [zugänglich] ist.
Hes42/15Hes Und als er die Messung des inneren Tempelhauses vollendet hatte, führte er mich hinaus in Richtung auf das Tor, dessen Vorderseite in östliche Richtung [wies]; und er maß ihn
ringsherum. Hes42/16Hes Er maß die Ostseite mit der Meßrute, fünfhundert Ruten, mit der Meßrute [gemessen]. Und er wandte sich Hes42/17Hes [und] maß die Nordseite, fünfhundert Ruten, mit der
Meßrute [gemessen]. Und er wandte sich; Hes42/18Hes die Südseite maß er, fünfhundert Ruten mit der Meßrute. Hes42/19Hes Er wandte sich zur Westseite [und] maß fünfhundert Ruten mit der Meßrute.
Hes42/20Hes Er maß ihn nach den vier Seiten. Er hatte eine Mauer ringsherum - die Länge [betrug] fünfhundert und die Breite fünfhundert -, um zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen zu
scheiden.
Vision vom zukünftigen Tempel: Einzug der Herrlichkeit des HERRN - Einweihung des Brandopferaltars.
\43\
Hes43/1Hes Und er führte mich zum Tor, dem Tor, das in östliche Richtung weist. Hes43/2Hes Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam von Osten her; und ihr Rauschen war wie das Rauschen
großer Wasser, und die Erde leuchtete von seiner Herrlichkeit. Hes43/3Hes Und die Erscheinung, die ich sah, war wie die Erscheinung, die ich gesehen hatte, als er kam, um die Stadt zu vernichten;
und [es waren] Erscheinungen wie die Erscheinung, die ich am Fluß Kebar gesehen hatte. Und ich fiel nieder auf mein Gesicht. Hes43/4Hes Und die Herrlichkeit des HERRN ging in das Haus hinein [auf
dem] Weg [vom] Tor, dessen Vorderseite in östliche Richtung [weist]. Hes43/5Hes Und der Geist hob mich empor und brachte mich in den inneren Vorhof; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte
das Haus.
Hes43/6Hes Und ich hörte einen, der aus dem Haus zu mir redete - der Mann aber stand neben mir -, Hes43/7Hes und er sprach zu mir: Menschensohn, [sieh] die Stätte meines Thrones und die Stätte
meiner Fußsohlen, wo ich mitten unter den Söhnen Israel wohnen werde für ewig. Und das Haus Israel wird meinen heiligen Namen nicht mehr unrein machen - weder sie noch ihre Könige - durch ihre
Hurerei und durch die Leichen ihrer Könige, wenn sie sterben, Hes43/8Hes indem sie ihre Schwelle an meine Schwelle und ihre Türpfosten neben meine Türpfosten setzten, dass [nur] die Wand zwischen
mir und ihnen war, und so meinen heiligen Namen unrein machten durch ihre Greuel, die sie verübten, so dass ich sie in meinem Zorn vernichtet habe. Hes43/9Hes Jetzt [aber] werden sie ihre Hurerei
und die Leichen ihrer Könige von mir fernhalten, und ich werde in ihrer Mitte wohnen für ewig.
Hes43/10Hes Du, Menschensohn, berichte dem Haus Israel [über] das Tempelhaus, damit sie sich ihrer Sünden schämen, und das Modell messen! Hes43/11Hes Und wenn sie sich wegen all dessen schämen,
was sie getan haben, dann laß sie die Zeichnung des Hauses wissen und seine Einrichtung und seine Ausgänge und seine Eingänge und alle Zeichnungen davon und all seine Ordnungen und alle Weisungen
dafür und schreibe sie vor ihren Augen auf, damit sie alle Weisungen dafür und all seine Ordnungen bewahren und sie tun!
Hes43/12Hes Das ist die Weisung für das Tempelhaus: Auf der Kuppe des Berges soll sein ganzes Gebiet ringsherum hochheilig sein; siehe, das ist die Weisung für das Tempelhaus.
Hes43/13Hes Und das sind die Maße des Altars nach Ellen, die Elle zu einer Elle und einer Handbreite: die ihn [umgebende] Ausbuchtung: eine Elle [tief] und eine Elle breit; und ihre Begrenzung an
ihrem Rand ringsum: eine Spanne. Und das ist der Sockel des Altars: Hes43/14Hes von der Ausbuchtung am Boden bis zur unteren Einfassung: zwei Ellen und eine Elle Breite; und von der kleineren
Einfassung bis zur größeren Einfassung: vier Ellen und eine Elle Breite. Hes43/15Hes Und der Opferherd: vier Ellen [Höhe]; und vom Opferherd [ragen] die vier Hörner aufwärts. Hes43/16Hes Und der
Opferherd: zwölf [Ellen] Länge auf zwölf [Ellen] Breite, quadratisch zu seinen vier Seiten hin. Hes43/17Hes Und die [größere] Einfassung: vierzehn [Ellen] Länge auf vierzehn [Ellen] Breite, zu
ihren vier Seiten hin; und die Abgrenzung rings um sie her: eine halbe Elle; und ihre Ausbuchtung eine Elle ringsum. Und seine Stufen wiesen nach Osten.
Hes43/18Hes Und er sprach zu mir: Menschensohn, so spricht der Herr, HERR: Das sind die Ordnungen für den Altar an dem Tag, da er gemacht wird, um Brandopfer darauf zu opfern und Blut darauf zu
sprengen. Hes43/19Hes Da sollst du den Priestern, den Leviten, die von der Nachkommenschaft Zadoks sind, die mir nahen, spricht der Herr, HERR, um mir zu dienen, einen Jungstier von den Rindern
zum Sündopfer geben. Hes43/20Hes Und du sollst von seinem Blut nehmen und es an seine vier Hörner tun und an die vier Ecken der Einfassung und an die Abgrenzung ringsum; und so sollst du ihn
entsündigen und Sühnung für ihn erwirken. Hes43/21Hes Und du sollst den Jungstier des Sündopfers nehmen, und man soll ihn am Musterungsplatz des Tempelhauses, außerhalb des Heiligtums,
verbrennen. Hes43/22Hes Und am zweiten Tag sollst du einen Ziegenbock ohne Fehler zum Sündopfer darbringen; und man soll den Altar entsündigen, ebenso wie man ihn mit dem Jungstier entsündigt
hat. Hes43/23Hes Wenn du das Entsündigen vollendet hast, sollst du einen Jungstier ohne Fehler von den Rindern und einen Widder ohne Fehler von den Schafen darbringen: Hes43/24Hes du sollst sie
vor dem HERRN darbringen, und die Priester sollen Salz auf sie streuen und sie dem HERRN als Brandopfer opfern. Hes43/25Hes Sieben Tage lang sollst du täglich einen Ziegenbock als Sündopfer
zubereiten; und einen Jungstier von den Rindern und einen Widder von den Schafen, [Tiere] ohne Fehler, soll man zubereiten. Hes43/26Hes Sieben Tage lang soll man für den Altar Sühnung erwirken
und ihn reinigen und ihn einweihen. Hes43/27Hes So soll man die Tage vollenden. Und es soll am achten Tag und fernerhin geschehen, dass die Priester eure Brandopfer und eure Heilsopfer auf dem
Altar zubereiten. Und ich werde euch wohlgefällig annehmen, spricht der Herr, HERR.
Vision vom zukünftigen Tempel: Diener des Heiligtums.
\44\
Hes44/1Hes Und er führte mich zurück auf dem Weg zum äußeren Tor des Heiligtums, das nach Osten weist. Das aber war verschlossen. Hes44/2Hes Und der HERR sprach zu mir: Dieses Tor soll
verschlossen sein; es soll nicht geöffnet werden, und niemand soll durch es hineingehen! Denn der HERR, der Gott Israels, ist durch es hineingegangen, so soll es verschlossen sein. Hes44/3Hes Was
den Fürsten betrifft, er, der Fürst, soll darin sitzen, um Speise zu essen vor dem HERRN; auf dem Weg der Vorhalle des Tores soll er hineingehen, und auf demselben Weg soll er
hinausgehen.
Hes44/4Hes Und er brachte mich auf dem Weg zum Nordtor an die Vorderseite des Tempelhauses; und ich sah: und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN; und ich fiel auf mein
Gesicht nieder. Hes44/5Hes Und der HERR sprach zu mir: Menschensohn, richte dein Herz darauf, und sieh mit deinen Augen, und höre mit deinen Ohren alles, was ich mit dir rede in bezug auf alle
Ordnungen des Hauses des HERRN und in bezug auf alle Weisungen dafür; und richte dein Herz auf den Zutritt zum Tempelhaus [und] auf alle Ausgänge des Heiligtums ! Hes44/6Hes Und sage zu den
Widerspenstigen, zum Haus Israel: So spricht der Herr, HERR: Laß es genug sein mit all euren Greueln, Haus Israel, Hes44/7Hes dass ihr Söhne der Fremde, unbeschnitten am Herzen und unbeschnitten
am Fleisch, habt hineinkommen lassen, in meinem Heiligtum zu sein, um es, mein Haus, zu entweihen, wenn ihr meine Speise, Fett und Blut, darbrachtet. So habt ihr meinen Bund gebrochen um aller
eurer Greuel willen. Hes44/8Hes Und ihr habt den Dienst an meinen heiligen Dingen nicht versehen, sondern habt sie zu solchen gemacht, die für euch meinen Dienst in meinem Heiligtum
versehen.
Hes44/9Hes [Darum], so spricht der Herr, HERR: Kein Sohn der Fremde, unbeschnitten am Herzen und unbeschnitten am Fleisch, soll in mein Heiligtum hineinkommen, [keiner] von allen Söhnen der
Fremde, die mitten unter den Söhnen Israel [leben]; Hes44/10Hes sondern die Leviten, die sich von mir entfernt haben, als Israel in die Irre ging, als sie von mir abirrten, ihren Götzen nach, sie
sollen ihre Schuld tragen. Hes44/11Hes Sie sollen in meinem Heiligtum den Dienst verrichten als Wachen an den Toren des Hauses und den Dienst am Tempelhaus verrichten; sie sollen das Brandopfer
und das Schlachtopfer für das Volk schlachten, und sie sollen vor ihnen stehen, um ihnen zu dienen. Hes44/12Hes Weil sie ihnen vor ihren Götzen gedient haben und dem Haus Israel ein Anstoß zur
Schuld geworden sind, darum habe ich meine Hand [zum Schwur] gegen sie erhoben, spricht der Herr, HERR, dass sie ihre Schuld tragen sollen. Hes44/13Hes Sie sollen mir nicht [mehr] nahen, um mir
den Priesterdienst auszuüben und um allen meinen heiligen Dingen, den hochheiligen, zu nahen; sondern sie sollen ihre Schmach und ihre Greuel tragen, die sie verübt haben. Hes44/14Hes Und ich
mache sie zu solchen, die den Dienst am Tempelhaus versehen, für alle Arbeiten in ihm und für alles, was darin getan werden muß.
Hes44/15Hes Aber die Priester, die Leviten, die Söhne Zadoks, die den Dienst an meinem Heiligtum versehen haben, als die Söhne Israel von mir abirrten, sie sollen mir nahen, um mir zu dienen, und
sollen vor mir stehen, um mir das Fett und das Blut darzubringen, spricht der Herr, HERR! Hes44/16Hes Sie sollen in mein Heiligtum hineinkommen, und sie sollen meinem Tisch nahen, um mir zu
dienen, und sollen den Dienst für mich verrichten.
Hes44/17Hes Und es soll geschehen, wenn sie durch die Tore des inneren Vorhofs hineingehen, sollen sie leinene Kleider anziehen; aber Wolle soll nicht auf sie kommen, wenn sie in den Toren des
inneren Vorhofs und drinnen dienen. Hes44/18Hes Leinene Kopfbunde sollen auf ihrem Kopf sein und leinene Beinkleider an ihren Hüften; sie sollen sich nicht mit schweißfördernder Kleidung gürten.
Hes44/19Hes Und wenn sie in den äußeren Vorhof hinausgehen, in den äußeren Vorhof zum Volk, sollen sie ihre Kleider, in denen sie Dienst getan haben, ausziehen und in die heiligen Zellen legen
und sollen andere Kleider anziehen, damit sie das Volk nicht mit ihren Kleidern heilig machen.
Hes44/20Hes Und sie sollen weder ihr Haupt [kahl]scheren noch das Haar frei wachsen lassen; sie sollen ihr Haupthaar [kurz] schneiden. Hes44/21Hes Und kein Priester soll Wein trinken, wenn sie in
den inneren Vorhof hineingehen. Hes44/22Hes Und eine Witwe und eine Verstoßene sollen sie sich nicht zu Frauen nehmen, sondern Jungfrauen von den Nachkommen des Hauses Israel. Und die Witwe, die
eine Priesterwitwe ist, dürfen sie nehmen. Hes44/23Hes Und sie sollen mein Volk unterweisen, zwischen heilig und nicht heilig [zu unterscheiden] und sollen sie [den Unterschied] zwischen unrein
und rein erkennen lassen. Hes44/24Hes Und über einen Rechtsstreit sollen sie Gericht halten, nach meinen Rechtsbestimmungen sollen sie richten; und sie sollen meine Gesetze und meine Ordnungen
bei all meinen Festzeiten beachten und meine Sabbate heilig halten. Hes44/25Hes Und zu einem toten Menschen sollen sie nicht hineingehen, sich unrein zu machen; nur beim Vater und der Mutter und
beim Sohn und der Tochter, beim Bruder und bei der Schwester, die keinem Mann gehört hat, dürfen sie sich verunreinigen. Hes44/26Hes Und nach seiner Reinigung soll man ihm sieben Tage zuzählen;
Hes44/27Hes und an dem Tag, da er ins Heiligtum, in den inneren Vorhof, hineingeht, um im Heiligtum den Dienst zu verrichten, soll er sein Sündopfer darbringen, spricht der Herr, HERR. -
Hes44/28Hes Und darin soll ihr Erbteil bestehen: Ich bin ihr Erbteil; und ihr sollt ihnen keinen Grundbesitz in Israel geben: ich bin ihr Grundbesitz. Hes44/29Hes Das Speisopfer und das Sündopfer
und das Schuldopfer, das sollen sie essen; und alles Gebannte in Israel soll ihnen gehören. Hes44/30Hes Und das Beste aller Erstlinge von allem und alle Hebopfer von allem aus all euren Hebopfern
sollen den Priestern gehören. Und das Beste eures Schrotmehls sollt ihr dem Priester geben, damit Segen auf deinem Haus ruht. Hes44/31Hes Keinerlei Aas noch Zerrissenes von Vögeln oder vom Vieh
sollen die Priester essen.
Vision vom zukünftigen Tempel: Aufteilung des Landes um den Tempelbezirk - Pflichten und Opfer der Fürsten - Festtage.
V. 1-8: Kap. 48,8-22.
\45\
Hes45/1Hes Und wenn ihr das Land als Erbteil verlost, sollt ihr für den HERRN eine Weihegabe aussondern, als heiliges [Stück] vom Land, in der Länge 25 000 [Ellen] lang und in einer Breite von 20
007 [Ellen]. Die soll heilig sein in ihrem ganzen Gebiet ringsum. Hes45/2Hes Davon sollen zum Heiligtum gehören ein Viereck von fünfhundert auf fünfhundert [Ellen] ringsum, und fünfzig Ellen
Weideland hat es ringsum. Hes45/3Hes Und von diesem abgemessenen Stück sollst du eine Länge von 25 000 [Ellen] abmessen und eine Breite von 10 000 [Ellen]; da soll das Heiligtum, das
Allerheiligste, sein. Hes45/4Hes Der heilige [Teil] vom Land ist es; den Priestern, die am Heiligtum Dienst tun, soll es gehören, die nahen, um dem HERRN zu dienen. Und es soll ihnen als Platz
für Häuser und als Weideland für das Vieh dienen. Hes45/5Hes Und [ein Stück von] 25 000 [Ellen] Länge und 10 000 [Ellen] Breite soll den Leviten, die am Tempelhaus Dienst tun, gehören, ihnen zum
Besitz [für] Städte zum Wohnen. Hes45/6Hes Und als Besitz der Stadt sollt ihr [ein Stück von] 5 000 [Ellen] Breite und 25 000 [Ellen] Länge geben, entlang der heiligen Weihgabe. Dem ganzen Haus
Israel soll es gehören. Hes45/7Hes Und dem Fürsten [sollt ihr Land geben] auf dieser und auf jener Seite der heiligen Weihgabe und des Grundbesitzes der Stadt, längs der heiligen Weihgabe und
längs des Grundbesitzes der Stadt, an der Westseite westwärts und an der Ostseite ostwärts und in der Länge entsprechend eines der [Stammes-]Anteile von der Westgrenze bis zur Ostgrenze
Hes45/8Hes als Land[besitz]. Es soll ihm als Grundbesitz in Israel gehören; und meine Fürsten sollen mein Volk nicht mehr unterdrücken, sondern das Land dem Haus Israel nach seinen Stämmen
überlassen.
Hes45/9Hes So spricht der Herr, HERR: Laßt es euch genug sein, ihr Fürsten Israels! Gewalttat und Mißhandlung beseitigt, und übt Recht und Gerechtigkeit! Hört auf, mein Volk aus seinem
Grundbesitz zu vertreiben! spricht der Herr, HERR.
Hes45/10Hes Gerechte Waage und gerechtes Efa und gerechtes Bat sollt ihr haben. Hes45/11Hes Das Efa und das Bat sollen gleiches Maß haben, so dass das Bat den zehnten Teil des Homer enthält und
das Efa den zehnten [Teil] des Homer; nach dem Homer soll seine Maßbestimmung geschehen. Hes45/12Hes Und der Schekel soll zwanzig Gera [betragen]; zwanzig Schekel, 25 Schekel und fünfzehn Schekel
soll bei euch die Mine [betragen].
Hes45/13Hes Das ist das Hebopfer, das ihr abheben sollt: ein sechstel Efa vom Homer Weizen und ein sechstel Efa vom Homer Gerste Hes45/14Hes und die Gebühr an Öl: - das Bat ist das Öl[maß] - ein
zehntel Bat vom Kor; zehn Bat sind ein Homer, denn zehn Bat sind [auch] ein Kor; Hes45/15Hes und ein Schaf von der Herde, von zweihundert, von den Geschlechtern Israels zum Speisopfer und zum
Brandopfer und zu den Heilsopfern, um ihnen Sühnung zu erwirken, spricht der Herr, HERR. Hes45/16Hes Das ganze Volk des Landes soll [verpflichtet] sein zu diesem Hebopfer an den Fürsten in
Israel. Hes45/17Hes Dem Fürsten aber obliegen die Brandopfer und das Speisopfer und das Trankopfer an den Festen und an den Neumonden und an den Sabbaten, zu allen Festzeiten des Hauses Israel.
Er soll das Sündopfer und das Speisopfer und das Brandopfer und die Heilsopfer zubereiten, um dem Haus Israel Sühnung zu erwirken.
Hes45/18Hes So spricht der Herr, HERR: Im ersten [Monat], am Ersten des Monats, sollst du einen fehlerlosen Jungstier von den Rindern nehmen und das Heiligtum entsündigen. Hes45/19Hes Und der
Priester soll [etwas] von dem Blut des Sündopfers nehmen und es an die Türpfosten des Hauses tun und an die vier Ecken der Einfassung des Altars und an die Pfosten der Tore des inneren Vorhofs.
Hes45/20Hes Und ebenso sollst du tun am Siebten des Monats wegen des Mannes, der [aus Versehen] sündigt, und wegen des Einfältigen. Und so sollt ihr dem Haus Sühnung erwirken.
Hes45/21Hes Im ersten [Monat], am vierzehnten Tag des Monats, sollt ihr das Passah halten, als Fest [sollt ihr es feiern]; sieben Tage soll man ungesäuerte Brote essen. Hes45/22Hes Und der Fürst
soll an diesem Tag für sich und für das ganze Volk des Landes einen Sündopferstier darbringen. Hes45/23Hes Und die sieben Tage des Festes [hindurch] soll er dem HERRN ein Brandopfer darbringen:
sieben Jungstiere und sieben Widder, ohne Fehler, täglich, die sieben Tage lang und als Sündopfer täglich einen Ziegenbock. Hes45/24Hes Und als Speisopfer soll er ein Efa für den Jungstier und
ein Efa für den Widder darbringen; und ein Hin Öl für das Efa. Hes45/25Hes Im siebten [Monat], am fünfzehnten Tag des Monats, am Fest, soll er die sieben Tage lang ebenso [Opfer] darbringen, so
das Sündopfer wie das Brandopfer und so das Speisopfer wie das Öl.
Vision vom zukünftigen Tempel: Vorschriften für Festtage, für Fürst und Volk und für die Opferküchen.
\46\
Hes46/1Hes So spricht der Herr, HERR: Das Tor des inneren Vorhofs, das nach Osten weist, soll die sechs Werktage [hindurch] geschlossen sein; aber am Sabbattag soll es geöffnet werden, und am Tag
des Neumondes soll es geöffnet werden. Hes46/2Hes Und der Fürst soll durch die Vorhalle des Tores von außen her hineingehen und an den Pfosten des Tores stehen bleiben; und die Priester sollen
sein Brandopfer und seine Heilsopfer darbringen, und er soll auf der Schwelle des Tores anbeten und hinausgehen; das Tor soll aber bis zum Abend nicht geschlossen werden. Hes46/3Hes Und das Volk
des Landes soll vor dem HERRN anbeten am Eingang dieses Tores, an den Sabbaten und an den Neumonden. - Hes46/4Hes Und das Brandopfer, das der Fürst dem HERRN darbringt, soll am Sabbattag sechs
fehlerlose Lämmer und einen fehlerlosen Widder [betragen]. Hes46/5Hes Und das Speisopfer: ein Efa für den Widder; für die Lämmer aber [beträgt] das Speisopfer eine Gabe seiner Hand; und Öl: ein
Hin für das Efa. Hes46/6Hes Und am Tag des Neumondes [soll das Brandopfer] einen fehlerlosen jungen Stier von den Rindern [betragen] und sechs Lämmer und einen Widder; ohne Fehler sollen sie
sein. Hes46/7Hes Und ein Efa für den Jungstier und ein Efa für den Widder soll er als Speisopfer opfern; und für die Lämmer: soviel seine Hand aufbringen kann; und Öl: ein Hin für das
Efa.
Hes46/8Hes Und wenn der Fürst hineingeht, soll er durch die Vorhalle des Tores hineingehen; und auf demselben Weg soll er hinausgehen. Hes46/9Hes Und wenn das Volk des Landes an den Festtagen vor
den HERRN kommt: wer durch das Nordtor hineingeht, um anzubeten, soll durch das Südtor hinausgehen; und wer durch das Südtor hineingeht, soll durch das Nordtor hinausgehen; er soll nicht durch
das Tor zurückkehren, durch das er hineingegangen ist, sondern geradeaus soll er hinausgehen. Hes46/10Hes Und der Fürst soll mitten unter ihnen hineingehen, wenn sie hineingehen; und wenn sie
hinausgehen, soll [auch] er hinausgehen. - Hes46/11Hes Und an den Festen und zu den Festzeiten soll das Speisopfer ein Efa für den Jungstier betragen und ein Efa für den Widder; und für die
Lämmer: eine Gabe seiner Hand; und Öl: ein Hin für das Efa. Hes46/12Hes Und wenn der Fürst eine freiwillige Gabe darbringen will, ein Brandopfer oder ein Heilsopfer, als freiwillige Gabe für den
HERRN, dann soll man ihm das Tor öffnen, das nach Osten weist, und er soll sein Brandopfer und seine Heilsopfer darbringen, ebenso wie er [es] am Sabbattag darbringt. Dann soll er hinausgehen,
und man soll das Tor schließen, nachdem er hinausgegangen ist. - Hes46/13Hes Und du sollst täglich ein einjähriges fehlerloses Lamm dem HERRN als Brandopfer zubereiten, Morgen für Morgen sollst
du es zubereiten. Hes46/14Hes Und ein Speisopfer sollst du dazu zubereiten, Morgen für Morgen: ein sechstel Efa und Öl, ein drittel Hin, um den Weizengrieß zu befeuchten, ein Speisopfer für den
HERRN - ewige Ordnungen [,die] beständig [gelten sollen]. Hes46/15Hes Und man soll das Lamm und das Speisopfer und das Öl, Morgen für Morgen, als ein regelmäßiges Brandopfer
darbringen.
Hes46/16Hes So spricht der Herr, HERR: Wenn der Fürst einem seiner Söhne ein Geschenk aus seinem Erbbesitz gibt, so gehört es seinen Söhnen, es ist ihr Grundeigentum als Erbbesitz. Hes46/17Hes
Wenn er aber einem seiner Knechte ein Geschenk von seinem Erbbesitz gibt, dann soll es dem bis zum Jahr der Freilassung gehören, soll dann aber wieder an den Fürsten kommen. Nur seinen Söhnen,
ihnen soll es als sein Erbbesitz [für immer] gehören. Hes46/18Hes Und der Fürst soll nichts von dem Erbbesitz des Volkes nehmen, so dass er sie gewaltsam aus ihrem Grundbesitz verdrängt; von
seinem [eigenen] Grundbesitz soll er an seine Söhne vererben, damit sich mein Volk nicht zerstreut, jeder aus seinem Grundbesitz.
Hes46/19Hes Und er brachte mich durch den Eingang, der an der Seite des Tores war, zu den heiligen Priesterzellen, die nach Norden gerichtet sind, und siehe, dort war ein Ort am äußersten Ende
nach Westen zu. Hes46/20Hes Und er sprach zu mir: Das ist der Ort, wo die Priester das Schuldopfer und das Sündopfer kochen, wo sie das Speisopfer backen sollen, damit man es nicht in den äußeren
Vorhof hinaustragen muß [und dabei] das Volk heilig macht.
Hes46/21Hes Und er führte mich in den äußeren Vorhof hinaus und ließ mich an den vier Ecken des Vorhofs vorübergehen; und siehe, in jeder Ecke des Vorhofs war je ein Hof. Hes46/22Hes In den vier
Ecken des Vorhofs waren kleine Höfe, vierzig [Ellen] lang und dreißig breit. Ein [und dasselbe] Maß hatten alle vier. Hes46/23Hes Und in ihnen war eine Steinlage ringsherum bei allen vieren; und
Kochstellen waren unten an den Steinlagen angebracht ringsum. Hes24Hes Und er sprach zu mir: Dies sind die Küchen, wo die, die den Dienst am Haus versehen, das Schlachtopfer des Volkes kochen
sollen.
Vision vom zukünftigen Tempel: Das Wasser aus dem Tempel.
\47\
Hes47/1Hes Und er führte mich zurück zum Eingang des Hauses; und siehe, Wasser floß unter der Schwelle des Hauses hervor nach Osten, denn die Vorderseite des Hauses war nach Osten [gerichtet];
und das Wasser floß unten herab an der rechten Seite des Hauses, südlich vom Altar. Hes47/2Hes Und er führte mich hinaus durch das Nordtor und ließ mich den Weg außen herumgehen zum äußeren Tor,
auf dem Weg, der sich nach Osten wendet; und siehe, Wasser rieselte auf der rechten Seite hervor. Hes47/3Hes Und als der Mann gegen Osten hinausging, die Meßschnur in seiner Hand, da maß er
tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: Wasser bis an die Knöchel. Hes47/4Hes Und er maß tausend [Ellen] und ließ mich durch das Wasser gehen: Wasser bis an die Knie. Und er maß
tausend [Ellen] und ließ mich hindurchgehen: Wasser bis an die Hüften. Hes47/5Hes Und er maß tausend [Ellen]: ein Fluß, den ich nicht durchschreiten konnte, denn die Wasser waren tief, Wasser zum
Schwimmen, ein Fluß, der nicht [mehr] durchschritten werden kann. Hes47/6Hes Und er sprach zu mir: Hast du gesehen, Menschensohn? Und er führte mich wieder zurück am Ufer des Flusses [entlang].
Hes47/7Hes Als ich zurückkehrte, siehe, [da standen] am Ufer des Flusses sehr viele Bäume auf dieser und auf jener Seite. Hes47/8Hes Und er sprach zu mir: Dieses Wasser fließt hinaus in den
östlichen Bezirk und fließt in die Ebene hinab und gelangt ins Meer, in das salzige Wasser, und das Wasser wird gesund werden. Hes47/9Hes Und es wird geschehen, jedes Lebewesen, das da wimmelt -
überall wohin der Fluß kommt -, wird leben. Und es wird sehr viele Fische geben. Wenn dieses Wasser dorthin kommt, dann wird das Salzwasser gesund werden, und alles wird leben, wohin der Fluß
kommt. Hes47/10Hes Und es wird geschehen, dass Fischer an ihm stehen werden: von En-Gedi bis En-Eglajim werden Trockenplätze für Netze sein. Fische von jeder Art werden in ihm sein, sehr
zahlreich, wie die Fische des großen Meeres. Hes47/11Hes Seine Sümpfe und seine Lachen [aber] werden nicht gesund werden. Zur Salzgewinnung sind sie bestimmt. Hes47/12Hes An dem Fluß aber, an
seinem Ufer, werden auf dieser und auf jener Seite allerlei Bäume wachsen, von denen man ißt, deren Blätter nicht welken und deren Früchte nicht ausgehen werden. Monat für Monat werden sie
frische Früchte tragen, denn sein Wasser fließt aus dem Heiligtum hervor; und ihre Früchte werden als Speise dienen und ihre Blätter als Heilmittel.
Die Grenzen des Landes.
vgl. 4Mo 34,1-12
Hes47/13Hes So spricht der Herr, HERR: Das ist die Grenze, innerhalb derer ihr euch das Land als Erbe zuweisen sollt nach den zwölf Stämmen Israels: für Joseph [zwei] Anteile. Hes47/14Hes Und ihr
sollt es zum Erbe erhalten, der eine wie der andere, da ich meine Hand [im Schwur] erhoben habe, es euren Vätern zu geben. Dieses Land soll euch als Erbteil zufallen.
Hes47/15Hes Und das ist die Grenze des Landes: Auf der Nordseite, vom großen Meer an, in der Richtung auf Hetlon, bis man nach Hamat kommt, nach Zedad hin, Hes47/16Hes Berota, Sibrajim, das
zwischen dem Gebiet von Damaskus und dem Gebiet von Hamat liegt, [und] Hazar-Enan, das an der Grenze von Hauran liegt. Hes47/17Hes Und die Grenze verläuft vom Meer [bis nach] Hazar-Enan. [Dabei
liegt] die Grenze von Damaskus - und zwar, was den Norden betrifft - nördlich und ebenso das Gebiet von Hamat. Das ist die Nordseite. - Hes47/18Hes Und die Ostseite: [Von Hazar-Enan, das]
zwischen Hauran und Damaskus [liegt,] bildet zwischen Gilead und dem Land Israel der Jordan die Grenze bis zum östlichen Meer hin bis Tamar. Das ist die Ostseite. - Hes47/19Hes Und die
Mittagseite südwärts: von Tamar bis zum Haderwasser von Kadesch [und] nach dem Bach [Ägyptens] hin bis an das große Meer. Das ist die Südseite gegen Mittag. - Hes47/20Hes Und die Westseite: das
große Meer bildet die Grenze bis gegenüber [der Stelle], wo man nach Hamat kommt. Das ist die Westseite.
Die Aufteilung des Landes.
Hes47/21Hes Und dieses Land sollt ihr unter euch verteilen nach den Stämmen Israels. Hes47/22Hes Und es soll geschehen: Ihr sollt es als Erbteil verlosen unter euch und den Fremden, die sich in
eurer Mitte aufhalten, die in eurer Mitte Söhne gezeugt haben. Und sie sollen euch gelten wie Einheimische unter den Söhnen Israel. Mit euch sollen sie [es] als Erbteil durch das Los erhalten
mitten unter den Stämmen Israels. Hes47/23Hes Und es soll geschehen, in dem Stamm, bei dem der Fremde sich aufhält, dort sollt ihr ihm sein Erbteil geben, spricht der Herr, HERR.
\48\
Hes48/1Hes Und das sind die Namen der Stämme: Im äußersten Norden, seitlich vom Weg nach Hetlon, nach Hamat [und] nach Hazar-Enan - das Gebiet von Damaskus [bleibt dabei] nordwärts, seitlich von
Hamat -, von der Ostseite nach Westen: [für] Dan ein [Anteil]. Hes48/2Hes Und neben dem Gebiet von Dan, von der Ostseite bis zur Westseite: Asser ein [Anteil]. Hes48/3Hes Und neben dem Gebiet von
Asser, von der Ostseite bis zur Westseite: Naftali ein [Anteil]. Hes48/4Hes Und neben dem Gebiet von Naftali, von der Ostseite bis zur Westseite: Manasse ein [Anteil]. Hes48/5Hes Und neben dem
Gebiet von Manasse, von der Ostseite bis zur Westseite: Ephraim ein [Anteil]. Hes48/6Hes Und neben dem Gebiet von Ephraim, von der Ostseite bis zur Westseite: Ruben ein [Anteil]. Hes48/7Hes Und
neben dem Gebiet von Ruben, von der Ostseite bis zur Westseite: Juda ein [Anteil].
V. 8-22: Kap. 45,1-8.
Hes48/8Hes Und neben dem Gebiet von Juda, von der Ostseite bis zur Westseite, soll die Weihegabe liegen, die ihr aussondern sollt: 25 000 [Ellen] die Breite und die Länge wie eines der
[Stammes-]Anteile von der Ostseite bis zur Westseite; und das Heiligtum soll in seiner Mitte sein. Hes48/9Hes Die Weihegabe, die ihr für den HERRN aussondern sollt, soll 25 000 [Ellen] in der
Länge und 20 004 [Ellen] in der Breite [betragen]. Hes48/10Hes Und diesen [Personen] soll die heilige Weihegabe gehören: den Priestern. Nach Norden zu 25 000 [Ellen lang] und nach Westen 10 000
[Ellen] breit und nach Osten 10 000 [Ellen] breit und nach Süden 25 000 [Ellen] lang; und das Heiligtum des HERRN soll in seiner Mitte sein. Hes48/11Hes Den geweihten Priestern [soll es gehören],
den Söhnen Zadoks, die meinen Dienst versehen haben, die, als die Söhne Israel abirrten, nicht abgeirrt sind wie die Leviten abgeirrt sind. Hes48/12Hes Und sie sollen eine Sonderweihgabe von der
Weihgabe des Landes erhalten, ein Hochheiliges neben dem Gebiet der Leviten.
Hes48/13Hes Und die Leviten [sollen] entsprechend dem Gebiet der Priester [ein Gebiet haben von] 25 000 [Ellen] Länge und 10 000 [Ellen] Breite. Jede Langseite soll [also] 25 000 [Ellen betragen]
und die Breite 10 000 [Ellen]. Hes48/14 1Hes Und man soll nichts davon verkaufen noch vertauschen; und das Beste des Landes soll man nicht [an andere] übergehen lassen, denn es ist dem HERRN
heilig.
Hes48/15Hes Und die 5 000 [Ellen], die in der Breite übrig bleiben, längs der 25 000 [Ellen], das soll nicht heilig sein, [sondern] der Stadt als Wohngebiet und Weideland [dienen]. Und die Stadt
soll mitten darin liegen. Hes48/16Hes Und das sollen ihre Maße sein: die Nordseite 4 500 [Ellen] und die Südseite 4 500 [Ellen] und die Ostseite 4 500 [Ellen] und die Westseite 4 500 [Ellen].
Hes48/17Hes Und die Stadt soll [dies] als Weideland haben: nach Norden 250 [Ellen] und nach Süden 250 [Ellen] und nach Osten 250 [Ellen] und nach Westen 250 [Ellen]. Hes48/18Hes Und was übrig
bleibt, [beträgt] in der Länge, parallel zur Weihegabe, 10 000 [Ellen] nach Osten und 10 000 [Ellen] nach Westen, [es läuft parallel zur heiligen Weihegabe]. Sein Ertrag soll denen, die [in] der
Stadt arbeiten, als Nahrung dienen. Hes48/19Hes Und die [in] der Stadt arbeiten, sollen es bearbeiten aus allen Stämmen Israels.
Hes48/20Hes Die ganze Weihegabe soll [eine Fläche von] 25 000 auf 25 000 [Ellen haben]. Als Viereck sollt ihr die heilige Weihegabe aussondern zusammen mit dem Grundbesitz der Stadt. Hes48/21Hes
Und was übrig bleibt, soll dem Fürsten [gehören: Das Gebiet] auf dieser und auf jener Seite der heiligen Weihegabe und des Grundbesitzes der Stadt, längs der 25 000 [Ellen] bis zur Ostgrenze und
nach Westen längs der 25 000 [Ellen] zur Westgrenze hin, [soll] entsprechend den [Stammes-]Anteilen dem Fürsten [gehören]. Und die heilige Weihegabe und das Heiligtum des Hauses soll in seiner
Mitte sein. Hes48/22Hes Und von dem Grundbesitz der Leviten und von dem Grundbesitz der Stadt mitten zwischen dem, was dem Fürsten gehört, was zwischen dem Gebiet von Juda und dem Gebiet von
Benjamin [liegt], soll dem Fürsten gehören.
Hes48/23Hes Und der Rest der Stämme: Von der Ostseite bis zur Westseite: Benjamin ein [Anteil]. Hes48/24Hes Und neben dem Gebiet von Benjamin, von der Ostseite bis zur Westseite: Simeon ein
[Anteil]. Hes48/25Hes Und neben dem Gebiet von Simeon, von der Ostseite bis zur Westseite: Issaschar ein [Anteil]. Hes48/26Hes Und neben dem Gebiet von Issaschar, von der Ostseite bis zur
Westseite: Sebulon ein [Anteil]. Hes48/27Hes Und neben dem Gebiet von Sebulon, von der Ostseite bis zur Westseite: Gad ein [Anteil]. Hes48/28Hes Und neben dem Gebiet von Gad, nach der Mittagseite
hin, südwärts, da soll die Grenze von Tamar sein [bis zum] Wasser von Meribat Kadesch, zum Bach [Ägyptens] hin, bis an das große Meer. Hes48/29Hes Das ist das Land, das ihr den Stämmen Israels
als Erbteil verlosen sollt; und das sind ihre Anteile, spricht der Herr, HERR.
Die Stadt, ihre Tore und ihr Name.
V. 31-34; 1Mo 35,23-26.
Hes48/30Hes Und das sind die Ausgänge der Stadt: Von der Nordseite aus [,die] 4 500 [Ellen] mißt - Hes48/31Hes die Tore der Stadt aber [heißen] nach den Namen der Stämme Israels -, drei Tore nach
Norden zu:
Das Tor Ruben eins, das Tor Juda eins, das Tor Levi eins. Hes48/32Hes Und nach der Ostseite hin 4 500 [Ellen] und drei Tore: Das Tor Joseph eins, das Tor Benjamin eins, das Tor Dan eins.
Hes48/33Hes Und an der Südseite 4 500 [Ellen] Maß und drei Tore: Das Tor Simeon eins, das Tor Issaschar eins, das Tor Sebulon eins. Hes48/34Hes An der Westseite 4 500 [Ellen] drei Tore: Das Tor
Gad eins, das Tor Asser eins, das Tor Naftali eins. Hes48/35Hes Ringsherum 18 000 [Ellen]. Und der Name der Stadt [heißt] von nun an: Hier ist der HERR.
1.27 Daniel.
Daniel und seine Freunde am Königshof in Babel.
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Daniel1/1Daniel Im dritten Jahr der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. Daniel1/2Daniel Und der Herr gab Jojakim, den
König von Juda, in seine Hand und einen Teil der Geräte des Hauses Gottes. Und er brachte sie ins Land Schinar, in das Haus seines Gottes: die Geräte brachte er in das Schatzhaus seines
Gottes.
Daniel1/3Daniel Und der König befahl dem Aschpenas, dem Obersten seiner Hofbeamten, er solle [einige] von den Söhnen Israel bringen, und [zwar] vom königlichen Geschlecht und von den Vornehmen:
Daniel1/4Daniel junge Männer, an denen keinerlei Makel sei, von schönem Aussehen und verständig in aller Weisheit, gebildet und von guter Auffassungsgabe, und die [somit] fähig seien, im Palast
des Königs zu dienen; und man solle sie Schrift und Sprache der Chaldäer lehren. Daniel1/5Daniel Und der König bestimmte ihre tägliche Versorgung von der Tafelkost des Königs und von dem Wein,
den er trank, und dass man sie drei Jahre lang erziehen solle; und nach deren Ablauf sollten sie in den Dienst des Königs treten.
Daniel1/6Daniel Und unter ihnen waren von den Söhnen Juda: Daniel, Hananja, Mischael und Asarja. Daniel1/7Daniel Und der Oberste der Hofbeamten gab ihnen [andere] Namen; er nannte Daniel
Beltschazar, Hananja Schadrach, Mischael Meschach und Asarja Abed-Nego.
Daniel1/8Daniel Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der Tafelkost des Königs und mit dem Wein, den er trank, unrein zu machen; und er erbat sich vom Obersten der
Hofbeamten, dass er sich nicht unrein machen müsse. Daniel1/9Daniel Und Gott gab Daniel Gnade und Erbarmen vor dem Obersten der Hofbeamten. Daniel1/10Daniel Und der Oberste der Hofbeamten sagte
zu Daniel: Ich fürchte meinen Herrn, den König, der eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum sollte er sehen, dass eure Gesichter schlechter aussehen als die der jungen Männer eures
Alters, so dass ihr meinen Kopf beim König verwirktet? Daniel1/11Daniel Da sagte Daniel zu dem Aufseher, den der Oberste der Hofbeamten über Daniel, Hananja, Mischael und Asarja bestellt hatte:
Daniel1/12Daniel Versuche es doch zehn Tage [lang] mit deinen Knechten, dass man uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken gebe! Daniel1/13Daniel Und dann möge unser Aussehen und das Aussehen der
jungen Männer, die die Tafelkost des Königs essen, von dir geprüft werden! Dann verfahre mit deinen Knechten je nachdem, was du sehen wirst! Daniel1/14Daniel Und er hörte auf sie in dieser Sache
und versuchte es zehn Tage mit ihnen. Daniel1/15Daniel Und am Ende der zehn Tage zeigte sich ihr Aussehen schöner und wohlgenährter als das aller jungen Männer, die die Tafelkost des Königs aßen.
Daniel1/16Daniel Da nahm der Aufseher ihre Tafelkost und den Wein, den sie trinken sollten, weg und gab ihnen Gemüse.
Daniel1/17Daniel Und diesen vier jungen Männern, ihnen gab Gott Kenntnis und Verständnis in jeder Schrift und Weisheit; und Daniel verstand sich auf Gesichte und Träume jeder Art.
Daniel1/18Daniel Und am Ende der Tage, nach denen der König sie [zu sich] zu bringen befohlen hatte, brachte der Oberste der Hofbeamten sie vor Nebukadnezar. Daniel1/19Daniel Und der König redete
mit ihnen; und unter ihnen allen wurde niemand gefunden [,der] wie Daniel, Hananja, Mischael und Asarja [gewesen wäre]. Und sie dienten dem König. Daniel1/20Daniel Und in jeder Angelegenheit, die
der König von ihnen erfragte und die ein verständiges Urteil erforderte, fand er sie allen Wahrsagepriestern und Beschwörern, die in seinem ganzen Königreich waren, zehnfach überlegen. -
Daniel1/21Daniel Und Daniel blieb bis zum ersten Jahr des Königs Kyrus.
Nebukadnezars Traum von dem großen Standbild
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Daniel2/1Daniel Und im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, so dass sein Geist beunruhigt wurde und sein Schlaf für ihn dahin war. Daniel2/2Daniel Und der König
befahl, dass man die Wahrsagepriester, die Beschwörer, die Zauberer und die Sterndeuter rufen sollte, dem König seine Träume mitzuteilen. Da kamen sie und traten vor den König. Daniel2/3Daniel
Und der König sprach zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist ist beunruhigt, den Traum zu verstehen. Daniel2/4Daniel Da sagten die Sterndeuter zum König auf aramäisch: O König, lebe
ewig! Sage deinen Knechten den Traum! Dann wollen wir die Deutung kundtun. Daniel2/5Daniel Der König antwortete und sprach zu den Sterndeutern: Die Sache ist von mir fest beschlossen: Wenn ihr
mir den Traum und seine Deutung nicht mitteilt, [dann] werdet ihr in Stücke gehauen, und eure Häuser werden zu einem Misthaufen gemacht. Daniel2/6Daniel Wenn ihr aber den Traum und seine Deutung
kundtut, werdet ihr Geschenke, Gaben und große Ehre von mir empfangen. Darum tut mir den Traum und seine Deutung kund! Daniel2/7Daniel Sie antworteten zum zweiten Mal und sagten: Der König sage
seinen Knechten den Traum! Dann tun wir die Deutung kund. Daniel2/8Daniel Der König antwortete und sprach: Ich weiß zuverlässig, dass ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr seht, dass die Sache von
mir fest beschlossen ist: Daniel2/9Daniel Wenn ihr mir den Traum nicht mitteilt, bleibt es bei eurer Verurteilung. Denn ihr habt euch verabredet, Lug und Trug vor mir zu reden, bis die Zeit sich
ändert. Darum sagt mir den Traum! Und ich werde wissen, dass ihr mir seine Deutung kundtun könnt. Daniel2/10Daniel Die Sterndeuter antworteten vor dem König und sagten: Es gibt keinen Menschen
auf der [ganzen] Erde, der die Sache des Königs kundtun könnte, weil kein großer und mächtiger König jemals eine Sache wie diese von irgendeinem Wahrsagepriester oder Beschwörer oder Sterndeuter
verlangt hat. Daniel2/11Daniel Denn die Sache, die der König verlangt, ist [zu] schwer; und es gibt keinen anderen, der sie vor dem König kundtun könnte, als nur die Götter, deren Wohnung [aber]
nicht bei den Sterblichen ist.
Daniel2/12Daniel Darüber wurde der König zornig und ergrimmte sehr, und er befahl, alle Weisen von Babel umzubringen. Daniel2/13Daniel Und es erging der Befehl: `Die Weisen sollen getötet werden!
Und man suchte [auch] Daniel und seine Gefährten, um [sie] zu töten. Daniel2/14Daniel Da machte Daniel dem Arjoch, dem obersten Leibwächter des Königs, der ausgezogen war, um die Weisen von Babel
zu töten, einen klugen und verständigen Einwand, Daniel2/15Daniel indem er dem Arjoch, dem Bevollmächtigten des Königs, antwortete und sagte: Warum der strenge Befehl vom König? Da teilte Arjoch
dem Daniel die Sache mit. Daniel2/16Daniel Und Daniel ging hinein und erbat sich vom König, dass er ihm eine Frist gewähre, dem König die Deutung kundzutun. Daniel2/17Daniel Darauf ging Daniel in
sein Haus; und er teilte seinen Gefährten Hananja, Mischael und Asarja die Sache mit, Daniel2/18Daniel damit sie den Gott des Himmels um Erbarmen bitten sollten wegen dieses Geheimnisses, damit
Daniel und seine Gefährten nicht mit den übrigen Weisen von Babel umkämen. Daniel2/19Daniel Darauf wurde dem Daniel in einem Nachtgesicht das Geheimnis geoffenbart. Da pries Daniel den Gott des
Himmels. Daniel2/20Daniel Daniel fing an und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn Weisheit und Macht, sie sind sein. Daniel2/21Daniel Er ändert Zeiten und Fristen,
er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen Weisheit und Erkenntnis den Einsichtigen; Daniel2/22Daniel er offenbart das Tiefe und das Verborgene; er weiß, was in der Finsternis
ist, und bei ihm wohnt das Licht. Daniel2/23Daniel Dich, Gott meiner Väter, lobe und preise ich, dass du mir Weisheit und Kraft gegeben und mich jetzt hast wissen lassen, was wir von dir erbeten
haben; denn du hast uns die Sache des Königs wissen lassen.
Daniel2/24Daniel Deshalb ging Daniel zu Arjoch hinein, den der König eingesetzt hatte, die Weisen von Babel umzubringen. Er ging hin und sprach zu ihm so: Was die Weisen von Babel betrifft,
bringe [sie] nicht um! Führe mich [aber] vor den König, damit ich dem König die Deutung kundtue! Daniel2/25Daniel Da führte Arjoch den Daniel schnell vor den König und sprach zu ihm so: Ich habe
einen Mann unter den Weggeführten von Juda gefunden, der dem König die Deutung mitteilen will. Daniel2/26Daniel Der König fing an und sprach zu Daniel, dessen Name Beltschazar war: Bist du
imstande, mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung mitzuteilen? Daniel2/27Daniel Daniel antwortete vor dem König und sprach: Das Geheimnis, das der König verlangt, können Weise,
Beschwörer, Wahrsagepriester und Zeichendeuter dem König nicht kundtun. Daniel2/28Daniel Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart; und er läßt den König Nebukadnezar wissen,
was am Ende der Tage geschehen wird. Dein Traum und die Gesichte deines Hauptes auf deinem Lager waren diese: Daniel2/29Daniel Dir, o König, stiegen auf deinem Lager Gedanken auf, was nach diesem
geschehen werde. Und der die Geheimnisse offenbart, [er] hat dich wissen lassen, was geschehen wird. Daniel2/30Daniel Mir aber ist nicht durch Weisheit, die in mir mehr als in allen Lebenden
wäre, dieses Geheimnis geoffenbart worden, sondern deshalb, damit man den König die Deutung wissen lasse und du die Gedanken deines Herzens erfährst.
V. 31-36: V. 37-45.
Daniel2/31Daniel Du, o König, schautest: Und siehe, ein großes Bild! Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein Aussehen war furchtbar. Daniel2/32Daniel
Dieses Bild, sein Haupt war aus feinem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Bronze, Daniel2/33Daniel seine Schenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen
und teils aus Ton. Daniel2/34Daniel Du schautest, bis ein Stein losbrach, [und zwar] nicht durch Hände, und das Bild an seinen Füßen aus Eisen und Ton traf und sie zermalmte. Daniel2/35Daniel Da
wurden zugleich das Eisen, der Ton, die Bronze, das Silber und das Gold zermalmt, und sie wurden wie Spreu aus den Sommertennen; und der Wind führte sie fort, und es war keinerlei Spur mehr von
ihnen zu finden. Und der Stein, der das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.
V. 37-45: V. 31-36.
Daniel2/36Daniel Das ist der Traum. Und seine Deutung wollen wir vor dem König ansagen: Daniel2/37Daniel Du, o König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels die Königsherrschaft, die Macht
und die Stärke und die Ehre gegeben hat Daniel2/38Daniel - und überall, wo Menschenkinder, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, hat er [sie] in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher
über sie alle gesetzt -, du bist das Haupt aus Gold. Daniel2/39Daniel Und nach dir wird ein anderes Königreich erstehen, geringer als du, und ein anderes, drittes Königreich, aus Bronze, das über
die ganze Erde herrschen wird. Daniel2/40Daniel Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen, deshalb weil das Eisen alles zermalmt und zerschmettert; wie das Eisen, das [alles]
zertrümmert, wird es all jene zermalmen und zertrümmern. Daniel2/41Daniel Und dass du die Füße und die Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen gesehen hast: [das] wird ein geteiltes
Königreich sein; aber von der Festigkeit des Eisens wird [etwas] in ihm sein, weil du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast. Daniel2/42Daniel Und die Zehen der Füße, teils aus Eisen
und teils aus Ton: zum Teil wird das Königreich stark sein, und zum Teil wird es zerbrechlich sein. Daniel2/43Daniel Dass du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast: sie werden sich
durch Heiraten untereinander vermischen, aber sie werden nicht aneinander haften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen läßt. Daniel2/44Daniel Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des
Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört werden wird. Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten,
selbst aber wird es ewig bestehen: Daniel2/45Daniel wie du gesehen hast, dass von dem Berg ein Stein losbrach, [und zwar] nicht durch Hände, und das Eisen, die Bronze, den Ton, das Silber und das
Gold zermalmte. Ein großer Gott läßt den König wissen, was nach diesem geschehen wird; und der Traum ist zuverlässig und seine Deutung zutreffend.
Daniel2/46Daniel Da fiel der König Nebukadnezar auf sein Angesicht und warf sich vor Daniel nieder. Und er befahl, ihm Opfer und Räucherwerk darzubringen. Daniel2/47Daniel Der König antwortete
Daniel und sprach: In Wahrheit, euer Gott, er ist Gott der Götter und Herr der Könige und offenbart Geheimnisse, da du dieses Geheimnis offenbaren konntest. Daniel2/48Daniel Daraufhin machte der
König den Daniel groß und gab ihm viele große Geschenke, und er setzte ihn als Herrscher über die ganze Provinz Babel ein und zum Obervorsteher über alle Weisen von Babel. Daniel2/49Daniel Und
Daniel erbat vom König, dass er Schadrach, Meschach und Abed-Nego über die Verwaltung der Provinz Babel einsetze. Aber Daniel blieb am Hof des Königs.
Die drei Männer im Feuerofen.
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Daniel3/1Daniel Der König Nebukadnezar machte ein Bild aus Gold: seine Höhe [betrug] sechzig Ellen, seine Breite sechs Ellen. Er stellte es auf in der Ebene Dura, in der Provinz Babel.
Daniel3/2Daniel Und der König Nebukadnezar sandte [Boten] aus, um die Satrapen, die Statthalter und die Verwalter, die Berater, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber und alle
Oberbeamten der Provinzen zu versammeln, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Daniel3/3Daniel Daraufhin versammelten sich die Satrapen, die
Statthalter und die Verwalter, die Berater, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber und alle Oberbeamten der Provinzen zur Einweihung des Bildes, das der König Nebukadnezar
aufgestellt hatte; und sie standen vor dem Bild, das Nebukadnezar aufgestellt hatte. Daniel3/4Daniel Und der Herold rief laut: Euch wird befohlen, ihr Völker, Nationen und Sprachen:
Daniel3/5Daniel Sobald ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Harfe, der Laute, des Dudelsacks und alle Arten von Musik hört, sollt ihr niederfallen und euch vor dem goldenen
Bild niederwerfen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat. Daniel3/6Daniel Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll sofort in den brennenden Feuerofen geworfen werden. Daniel3/7Daniel
Deshalb, sobald alle Völker den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Harfe, der Laute und alle Arten von Musik hörten, fielen alle Völker, Nationen und Sprachen nieder, indem sie sich
vor dem goldenen Bild niederwarfen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
Daniel3/8Daniel Deshalb traten zur selben Zeit [einige] Männer heran, nämlich Sterndeuter, die die Juden verklagten. Daniel3/9Daniel Sie fingen an und sagten zum König Nebukadnezar: O König, lebe
ewig! Daniel3/10Daniel Du, o König, hast den Befehl gegeben, dass jedermann, der den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Harfe, der Laute und des Dudelsacks und alle Arten von Musik
hört, niederfallen und das goldene Bild anbeten soll; Daniel3/11Daniel und wer nicht niederfällt und anbetet, der sollte in den brennenden Feuerofen geworfen werden. Daniel3/12Daniel Nun sind
jüdische Männer hier, die du zur Verwaltung der Provinz Babel eingesetzt hast: Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, o König, schenken dir keine Beachtung; deinen Göttern dienen sie
nicht, und vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, werfen sie sich nicht nieder. Daniel3/13Daniel Da befahl Nebukadnezar voller Zorn und Wut, Schadrach, Meschach und Abed-Nego
herzubringen. Da wurden diese Männer vor den König gebracht. Daniel3/14Daniel Nebukadnezar fing an und sagte zu ihnen: Ist es Absicht, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, dass ihr meinen Göttern
nicht dient und euch vor dem goldenen Bild, das ich aufgestellt habe, nicht niederwerft? Daniel3/15Daniel Nun, wenn ihr bereit seid, zur Zeit, da ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der
Zither, der Harfe, der Laute und des Dudelsacks und alle Arten von Musik hören werdet, hinzufallen und euch vor dem Bild niederzuwerfen, das ich gemacht habe [,so ist es gut]. Wenn ihr euch aber
nicht niederwerft, dann werdet ihr sofort in den brennenden Feuerofen geworfen. Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte? Daniel3/16Daniel Schadrach, Meschach und Abed-Nego
antworteten und sagten zum König: Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir ein Wort darauf zu erwidern. Daniel3/17Daniel Ob unser Gott, dem wir dienen, uns erretten kann - sowohl aus dem
brennenden Feuerofen als auch aus deiner Hand, o König, wird er [uns] erretten - Daniel3/18Daniel oder ob nicht: es sei dir [jedenfalls] kund, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und
uns vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden.
Daniel3/19Daniel Da wurde Nebukadnezar voller Wut, und der Ausdruck seines Gesichts änderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er begann und befahl, den Ofen siebenmal mehr zu
heizen, als es ausreichend war. Daniel3/20Daniel Dann befahl er Männern, den stärksten Männern in seinem Heer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden, um sie in den brennenden Feuerofen zu
werfen. Daniel3/21Daniel Daraufhin wurden diese Männer in ihren Mänteln, Röcken und Mützen und ihren [sonstigen] Kleidern gebunden und in den brennenden Feuerofen geworfen. Daniel3/22Daniel
Darum, weil das Wort des Königs [so] streng und der Ofen außergewöhnlich geheizt war, tötete die Flamme des Feuers jene Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten.
Daniel3/23Daniel Und diese drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen gebunden in den brennenden Feuerofen.
Daniel3/24Daniel Da erschrak der König Nebukadnezar und erhob sich schnell. Er begann und sagte zu seinen Staatsräten: Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer geworfen? Sie antworteten und
sagten zum König: Gewiß, o König! Daniel3/25Daniel Er antwortete und sprach: Siehe, ich sehe vier Männer frei umhergehen mitten im Feuer, und keine Verletzung ist an ihnen; und das Aussehen des
vierten gleicht dem eines Göttersohnes. Daniel3/26Daniel Da trat Nebukadnezar an die Öffnung des brennenden Feuerofens, begann und sagte: Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte des
höchsten Gottes, geht heraus und kommt her! Da gingen Schadrach, Meschach und Abed-Nego aus dem Feuer heraus. Daniel3/27Daniel Und es versammelten sich die Satrapen, die Statthalter, die
Verwalter und die Staatsräte des Königs; sie betrachteten diese Männer, über deren Leib das Feuer keine Macht gehabt hatte: das Haar ihres Hauptes war nicht versengt, und ihre Mäntel waren nicht
verändert, nicht einmal Brandgeruch war an sie gekommen. Daniel3/28Daniel Nebukadnezar begann und sagte: Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und
seine Knechte errettet hat, die sich auf ihn verließen und das Wort des Königs übertraten und ihren Leib dahingaben, damit sie keinem Gott dienen oder ihn anbeten müßten als nur ihren Gott!
Daniel3/29Daniel So ergeht nun von mir der Befehl, der jedes Volk, jede Nation und Sprache [betrifft]: Wer über den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos etwas Verächtliches sagt, soll in
Stücke gehauen werden, und sein Haus soll zu einem Misthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen anderen Gott, der so erretten kann. Daniel3/30Daniel Sodann beförderte der König Schadrach,
Meschach und Abed-Nego in der Provinz Babel.
Nebukadnezars Übertretung und Erniedrigung.
Daniel3/31Daniel Der König Nebukadnezar an alle Völker, Nationen und Sprachen, die auf der ganzen Erde wohnen: Euer Friede werde groß! Daniel3/32Daniel Es schien mir gut, die Zeichen und Wunder
kundzutun, die der höchste Gott an mir getan hat. Daniel3/33Daniel Wie groß sind seine Zeichen und wie mächtig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft [währt] von
Geschlecht zu Geschlecht! -
\4\
Daniel4/1Daniel Ich, Nebukadnezar, war sorglos in meinem Haus und glücklich in meinem Palast. Daniel4/2Daniel Ich sah einen Traum, und er erschreckte mich; und Traumgestalten auf meinem Lager und
Gesichte, die ich gesehen hatte, ängstigten mich. Daniel4/3Daniel So erging von mir der Befehl, alle Weisen von Babel vor mich zu führen, damit sie mir die Deutung des Traums mitteilten.
Daniel4/4Daniel Daraufhin kamen die Wahrsagepriester, die Beschwörer, die Sterndeuter und die Zeichendeuter herbei; und ich trug ihnen den Traum vor, aber sie teilten mir seine Deutung nicht mit.
Daniel4/5Daniel Und zuletzt trat Daniel vor mich, dessen Name Beltschazar ist, nach dem Namen meines Gottes, und in dem der Geist der heiligen Götter ist. Und ich trug ihm den Traum vor:
Daniel4/6Daniel Beltschazar, du Oberster der Wahrsagepriester, weil ich weiß, dass der Geist der heiligen Götter in dir ist und dass dir kein Geheimnis zu schwer ist, so sage mir die Gesichte
meines Traumes, den ich gesehen habe, und seine Deutung!
Daniel4/7Daniel Was nun die Gesichte, die ich auf meinem Lager hatte, betrifft, so schaute ich: Und siehe, ein Baum [stand] in der Mitte der Erde, und seine Höhe war gewaltig. Daniel4/8Daniel Der
Baum wurde groß und stark, und seine Höhe reichte bis an den Himmel, und er wurde gesehen bis ans Ende der ganzen Erde. Daniel4/9Daniel Sein Laub war schön und seine Frucht zahlreich, und es war
Nahrung an ihm für alle. Die Tiere des Feldes fanden Schatten unter ihm, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen, und alles Fleisch nährte sich von ihm. Daniel4/10Daniel Ich schaute
in den Gesichten, die ich auf meinem Lager hatte, und siehe, ein Wächter und Heiliger stieg vom Himmel herab. Daniel4/11Daniel Er rief laut, und so sprach er: Haut den Baum um und schlagt seine
Äste ab! Streift sein Laub ab und streut seine Frucht umher! Fliehen sollen die Tiere unter ihm weg und die Vögel aus seinen Ästen! Daniel4/12Daniel Doch seinen Wurzelstock laßt in der Erde, und
zwar in einer Fessel aus Eisen und Bronze im Grün des Feldes! Vom Tau des Himmels mag er benetzt werden, und mit den Tieren soll er teilhaben am Gras der Erde! Daniel4/13Daniel Sein menschliches
Herz soll verwandelt und das Herz eines Tieres ihm gegeben werden! Und sieben Jahre sollen über ihm vergehen! Daniel4/14Daniel Durch den Beschluß der Wächter ist diese Botschaft [zustande
gekommen], und ein Spruch der Heiligen ist diese Sache, damit die Lebenden erkennen, dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem er will, und den Niedrigsten
der Menschen darüber einsetzt. Daniel4/15Daniel Diesen Traum habe ich, der König Nebukadnezar, gesehen. Und du, Beltschazar, sage seine Deutung, da alle Weisen meines Königreichs mir die Deutung
nicht mitteilen können! Du aber kannst es, weil der Geist der heiligen Götter in dir ist.
Daniel4/16Daniel Da war Daniel, dessen Name Beltschazar ist, eine Zeitlang [vor Entsetzen wie] betäubt, und seine Gedanken erschreckten ihn. Der König fing an und sagte: Beltschazar, der Traum
und seine Deutung mögen dich nicht erschrecken! Beltschazar antwortete und sprach: Mein Herr, der Traum gelte deinen Hassern und seine Deutung deinen Feinden! Daniel4/17Daniel Der Baum, den du
gesehen hast, der groß und stark war, und dessen Höhe an den Himmel reichte und der über die ganze Erde hin zu sehen war Daniel4/18Daniel und dessen Laub schön und dessen Frucht zahlreich und an
dem Nahrung für alle war, unter dem die Tiere des Feldes wohnten und in dessen Ästen die Vögel des Himmels sich aufhielten: Daniel4/19Daniel das bist du, o König, der du groß und stark geworden
bist; und deine Größe nahm zu und reichte bis an den Himmel und deine Herrschaft bis ans Ende der Erde. Daniel4/20Daniel Und dass der König einen Wächter und Heiligen vom Himmel herabsteigen sah,
der sprach: `Haut den Baum um und zerstört ihn! Doch seinen Wurzelstock laßt in der Erde, und zwar in einer Fessel aus Eisen und Bronze im Grün des Feldes! Und vom Tau des Himmels mag er benetzt
werden, und bei den Tieren des Feldes soll er sein Teil haben, bis sieben Jahre über ihn hingegangen sind! - Daniel4/21Daniel dies ist die Deutung, o König, und dies der Beschluß des Höchsten,
der über meinen Herrn, den König, kommen wird: Daniel4/22Daniel Man wird dich von den Menschen ausstoßen, und bei den Tieren des Feldes wird deine Wohnung sein. Man wird dir Gras zu essen geben
wie den Rindern, und vom Tau des Himmels läßt man dich benetzen. Und es werden sieben Jahre über dir vergehen, bis du erkennst, dass der Höchste über das Königtum der Menschen herrscht und es
verleiht, wem er will. Daniel4/23Daniel Und dass man gesagt hat, man solle den Wurzelstock des Baumes übriglassen: dein Königtum soll dir [erhalten] bleiben, sobald du erkennst, dass die Himmel
herrschen. Daniel4/24Daniel Darum, o König, laß dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Vergehen durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein
Wohlergehen von Dauer sein soll!
Daniel4/25Daniel All das kam über den König Nebukadnezar. Daniel4/26Daniel Nach Ablauf von zwölf Monaten [nämlich], als er auf dem königlichen Palast in Babel auf und ab ging, Daniel4/27Daniel
begann der König und sagte: Ist das nicht das große Babel, das ich durch die Stärke meiner Macht und zur Ehre meiner Herrlichkeit zum königlichen Wohnsitz erbaut habe? Daniel4/28Daniel Noch war
das Wort im Mund des Königs, da kam eine Stimme aus dem Himmel: Dir, König Nebukadnezar, wird gesagt: Das Königtum ist von dir gewichen! Daniel4/29Daniel Und man wird dich von den Menschen
ausstoßen, und bei den Tieren des Feldes wird deine Wohnung sein; man wird dir Gras zu essen geben wie den Rindern. Und es werden sieben Jahre über dir vergehen, bis du erkennst, dass der Höchste
Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem er will. Daniel4/30Daniel Zu derselben Stunde wurde das Wort an Nebukadnezar erfüllt: Er wurde von den Menschen ausgestoßen und aß
Gras wie die Rinder, und sein Leib wurde benetzt vom Tau des Himmels, bis sein Haar wie Adlerfedern wuchs und seine Nägel wie Vogelkrallen.
Daniel4/31Daniel Und am Ende der Tage erhob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Und ich pries den Höchsten, und ich rühmte und verherrlichte den
ewig Lebenden, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Geschlecht zu Geschlecht [währt]. Daniel4/32Daniel Und alle Bewohner der Erde sind wie nichts gerechnet, und nach
seinem Willen verfährt er mit dem Heer des Himmels und den Bewohnern der Erde. Und da ist niemand, der seiner Hand wehren und zu ihm sagen könnte: Was tust du? Daniel4/33Daniel Zu derselben Zeit
kehrte mein Verstand zu mir zurück, und zur Ehre meines Königtums kehrten meine Herrlichkeit und mein Glanz zu mir zurück. Und meine Staatsräte und meine Gewaltigen suchten mich auf, und ich
wurde wieder in mein Königtum eingesetzt, und außergewöhnliche Größe wurde mir hinzugefügt. Daniel4/34Daniel Nun rühme ich, Nebukadnezar, und erhebe und verherrliche den König des Himmels, dessen
Werke allesamt Wahrheit und dessen Wege Recht sind und der die erniedrigen kann, die in Stolz einhergehen.
Belsazars Gastmahl - die geheimnisvolle Schrift.
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Daniel5/1Daniel Der König Belsazar machte seinen tausend Gewaltigen ein großes Mahl, und vor den Tausend trank er Wein. Daniel5/2Daniel Belsazar befahl unter dem Einfluß des Weins, die goldenen
und die silbernen Gefäße herbeizubringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit der König und seine Gewaltigen, seine Frauen und seine Nebenfrauen
daraus tränken. Daniel5/3Daniel Da brachte man die goldenen Gefäße, die man aus dem Tempel des Hauses Gottes in Jerusalem weggenommen hatte; und der König und seine Gewaltigen, seine Frauen und
seine Nebenfrauen tranken daraus. Daniel5/4Daniel Sie tranken Wein und rühmten die Götter aus Gold und Silber, aus Bronze, Eisen, Holz und Stein.
Daniel5/5Daniel In demselben Augenblick kamen Finger einer Menschenhand hervor und schrieben dem Leuchter gegenüber auf den Kalk der Wand des königlichen Palastes; und der König sah die Hand, die
schrieb. Daniel5/6Daniel Da veränderte sich die Gesichtsfarbe des Königs, und seine Gedanken erschreckten ihn, und seine Hüftgelenke erschlafften, und seine Knie schlugen aneinander.
Daniel5/7Daniel Der König rief laut, man solle die Beschwörer, die Sterndeuter und die Zeichendeuter hereinbringen. Und der König fing an und sagte zu den Weisen von Babel: Jeder, der diese
Schrift lesen und mir ihre Deutung kundtun wird, der darf sich mit Purpur bekleiden, [dazu] mit einer goldenen Kette um seinen Hals, und er soll als Dritter im Königreich herrschen.
Daniel5/8Daniel Da kamen alle Weisen des Königs herbei; aber sie konnten weder die Schrift lesen noch dem König ihre Deutung mitteilen. Daniel5/9Daniel Da geriet der König Belsazar in großen
Schrecken, und seine Gesichtsfarbe an ihm veränderte sich; und seine Gewaltigen wurden bestürzt. Daniel5/10Daniel Auf die Worte des Königs und seiner Gewaltigen hin trat die Königin in das Haus
des Trinkgelages. Die Königin begann und sagte: O König, lebe ewig! Laß deine Gedanken dich nicht schrecken, und deine Gesichtsfarbe verändere sich nicht! Daniel5/11Daniel Es gibt einen Mann in
deinem Königreich, in dem der Geist der heiligen Götter ist; und in den Tagen deines Vaters wurden Erleuchtung, Einsicht und Weisheit gleich der Weisheit der Götter bei ihm gefunden. Und der
König Nebukadnezar, dein Vater, hat ihn zum Obersten der Wahrsagepriester, der Beschwörer, Sterndeuter und Zeichendeuter eingesetzt; dein Vater, o König! Daniel5/12Daniel [Und zwar] deshalb, weil
ein außergewöhnlicher Geist und Erkenntnis und Einsicht, Träume zu deuten, Rätsel zu erklären und Knoten zu lösen, bei ihm gefunden wurde, bei Daniel, dem der König den Namen Beltschazar gegeben
hat. [Deshalb] laß jetzt Daniel rufen! Und er wird die Deutung kundtun.
Daniel5/13Daniel Daraufhin wurde Daniel vor den König geführt. Der König fing an und sagte zu Daniel: Bist du Daniel, einer der Weggeführten aus Juda, die der König, mein Vater, aus Juda
hergebracht hat? Daniel5/14Daniel Ich habe von dir gehört, dass der Geist der Götter in dir ist und dass Erleuchtung und Einsicht und außergewöhnliche Weisheit bei dir zu finden sind.
Daniel5/15Daniel Und nun sind die Weisen, die Beschwörer, vor mich geführt worden, damit sie diese Schrift lesen und mir ihre Deutung mitteilen sollten; aber sie können die Deutung der Sache
nicht kundtun. Daniel5/16Daniel Ich habe aber von dir gehört, dass du Deutungen geben und Knoten lösen kannst. Nun, wenn du die Schrift lesen und mir ihre Deutung mitteilen kannst, darfst du dich
mit Purpur bekleiden, [dazu] mit einer goldenen Kette um deinen Hals, und du sollst als Dritter im Königreich herrschen.
Daniel5/17Daniel Da antwortete Daniel und sprach vor dem König: Deine Gaben mögen dir bleiben, und deine Geschenke gib einem anderen! Jedoch werde ich die Schrift dem König lesen und ihm die
Deutung mitteilen. Daniel5/18Daniel Du, o König! Der höchste Gott hatte deinem Vater Nebukadnezar das Königtum und die Größe und die Majestät und die Herrlichkeit verliehen. Daniel5/19Daniel Und
wegen der Größe, die er ihm verliehen hatte, zitterten und fürchteten sich vor ihm alle Völker, Nationen und Sprachen. Er tötete, wen er wollte, er ließ leben, wen er wollte, er erhob, wen er
wollte, und er erniedrigte, wen er wollte. Daniel5/20Daniel Als aber sein Herz sich erhob und sein Geist sich bis zur Vermessenheit verstockte, wurde er vom Thron seines Königtums gestürzt, und
man nahm ihm seine Majestät. Daniel5/21Daniel Und er wurde von den Menschenkindern ausgestoßen, und sein Herz wurde dem der Tiere gleich, und seine Wohnung war bei den Wildeseln. Man gab ihm Gras
zu essen wie den Rindern, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt - bis er erkannte, dass der höchste Gott Macht hat über das Königtum der Menschen und dass er darüber einsetzt, wen er
will. Daniel5/22Daniel Und du, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles gewußt hast. Daniel5/23Daniel Und du hast dich über den Herrn des Himmels erhoben; und man
hat die Gefäße seines Hauses vor dich gebracht, und du und deine Gewaltigen, deine Frauen und deine Nebenfrauen, ihr habt Wein daraus getrunken. Und du hast die Götter aus Silber und Gold, aus
Bronze, Eisen, Holz und Stein gerühmt, die nicht sehen und nicht hören und nicht verstehen. Aber den Gott, in dessen Hand dein Odem ist und bei dem alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt.
Daniel5/24Daniel Da wurde von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben. Daniel5/25Daniel Und dies ist die Schrift, die geschrieben wurde:
Mene, mene, tekel upharsin. Daniel5/26Daniel Dies ist die Deutung des Wortes: Mene - Gott hat dein Königtum gezählt und macht ihm ein Ende. Daniel5/27Daniel Tekel - du bist auf der Waage gewogen
und zu leicht befunden worden. Daniel5/28Daniel Peres - dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben. Daniel5/29Daniel Daraufhin gab Belsazar Befehl, und man bekleidete Daniel
mit Purpur, [dazu] mit einer goldenen Kette um seinen Hals; und man rief über ihn aus, dass er der Drittmächtigste im Königreich sei. - Daniel5/30Daniel In derselben Nacht wurde Belsazar, der
chaldäische König, getötet.
Daniels Errettung aus der Löwengrube.
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Daniel6/1Daniel Und Darius, der Meder, übernahm die Königsherrschaft, als er 62 Jahre alt war. Daniel6/2Daniel Es gefiel Darius, über das Königreich 120 Satrapen einzusetzen, die im ganzen
Königreich sein sollten, Daniel6/3Daniel und über sie drei Minister [zu setzen], von denen einer Daniel war, denen jene Satrapen Rechenschaft geben sollten, damit der König keinen Schaden
erlitte. Daniel6/4Daniel Da übertraf dieser Daniel die Minister und die Satrapen, weil ein außergewöhnlicher Geist in ihm war. Und der König beabsichtigte, ihn über das ganze Königreich
einzusetzen.
Daniel6/5Daniel Da suchten die Minister und die Satrapen, einen Anklagegrund gegen Daniel in Bezug auf seine Amtsgeschäfte zu finden. Aber sie konnten keinerlei Anklagegrund und nichts Schlechtes
finden, weil er treu war und keinerlei Nachlässigkeit oder Schlechtes bei ihm zu finden waren. Daniel6/6Daniel Da sagten diese Männer: Wir werden bei diesem Daniel keinen Anklagegrund finden, es
sei denn, dass wir im Gesetz seines Gottes etwas gegen ihn finden. Daniel6/7Daniel Daraufhin stürzten diese Minister und Satrapen zum König und sprachen zu ihm so: König Darius, lebe ewig!
Daniel6/8Daniel Alle Minister des Königreichs, die Statthalter und Satrapen, die Staatsräte und Verwalter haben sich beraten, dass der König eine Verordnung erlassen und ein Verbot bestätigen
solle, dass jeder, der innerhalb von dreißig Tagen an irgendeinen Gott oder Menschen eine Bitte richtet außer an dich, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll. Daniel6/9Daniel Nun, o
König, erlaß das Verbot und laß ein Schriftstück ausfertigen, das nicht geändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unaufhebbar ist! Daniel6/10Daniel Daraufhin ließ der König
Darius das Schriftstück und das Verbot ausfertigen.
Daniel6/11Daniel Und als Daniel erfuhr, dass das Schriftstück ausgefertigt war, ging er in sein Haus. Er hatte aber in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hin; und dreimal am Tag
kniete er auf seine Knie nieder, betete und pries vor seinem Gott, wie er [es auch] vorher getan hatte.
Daniel6/12Daniel Da stürzten jene Männer herbei und fanden Daniel betend und flehend vor seinem Gott. Daniel6/13Daniel Darauf näherten sie sich dem König und sprachen vor [ihm] bezüglich des
königlichen Verbotes: Hast du nicht ein Verbot ausfertigen lassen, dass jedermann, der innerhalb von dreißig Tagen von irgendeinem Gott oder Menschen etwas erbittet außer von dir, o König, in die
Löwengrube geworfen werden sollte? Der König antwortete und sprach: Das Wort ist unumstößlich nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unaufhebbar ist. Daniel6/14Daniel Darauf antworteten sie
und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Weggeführten aus Juda, schenkt weder dir, o König, noch dem Verbot, das du hast ausfertigen lassen, Beachtung; sondern er betet dreimal am Tag.
Daniel6/15Daniel Da mißfiel es dem König, als er die Sache hörte, sehr, und er sann darauf, Daniel zu retten; und bis zum Untergang der Sonne bemühte er sich, ihn zu befreien. Daniel6/16Daniel Da
stürzten diese Männer zum König und sagten zum König: Wisse, o König, dass die Meder und Perser ein Gesetz haben, wonach kein Verbot und keine Verordnung, die der König erlassen hat, abgeändert
werden darf! Daniel6/17Daniel Dann befahl der König, und man brachte Daniel [herbei] und warf ihn in die Löwengrube. Der König begann und sagte zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst,
er möge dich retten! Daniel6/18Daniel Und ein Stein wurde gebracht und auf die Öffnung der Grube gelegt; und der König versiegelte ihn mit seinem Siegelring und mit den Siegelringen seiner
Gewaltigen, damit die Sache mit Daniel nicht verändert würde.
Daniel6/19Daniel Darauf ging der König in seinen Palast, und er übernachtete fastend und ließ keine Speise zu sich hereinbringen; und sein Schlaf floh von ihm. Daniel6/20Daniel Dann stand der
König bei der Morgenröte, sobald es hell wurde, auf und ging schnell zur Löwengrube. Daniel6/21Daniel Und als er sich der Grube näherte, rief er mit trauriger Stimme nach Daniel. Der König begann
und sagte zu Daniel: Daniel, Knecht des lebendigen Gottes, hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen erretten können? Daniel6/22Daniel Da redete Daniel mit dem König: O
König, lebe ewig! Daniel6/23Daniel Mein Gott hat seinen Engel gesandt, und er hat den Rachen der Löwen verschlossen, so dass sie mich nicht verletzt haben, weil vor ihm Unschuld an mir gefunden
wurde. Und auch vor dir, o König, habe ich kein Verbrechen begangen. Daniel6/24Daniel Da freute sich der König sehr, und er befahl, Daniel aus der Grube herauszuholen. Und Daniel wurde aus der
Grube herausgeholt; und keine Verletzung wurde an ihm gefunden, weil er auf seinen Gott vertraut hatte. Daniel6/25Daniel Und der König befahl, und man brachte jene Männer, die Daniel verklagt
hatten, und man warf sie in die Löwengrube, sie, ihre Kinder und ihre Frauen. Und ehe sie noch am Boden der Grube angekommen waren, fielen die Löwen über sie her, und sie zermalmten alle ihre
Knochen.
Daniel6/26Daniel Dann schrieb der König Darius an alle Völker, Nationen und Sprachen, die auf der ganzen Erde wohnten: Euer Friede sei groß! Daniel6/27Daniel Von mir ergeht der Befehl, dass man
in der ganzen Herrschaft meines Königreichs vor dem Gott Daniels zittere und sich fürchte! Denn er ist der lebendige Gott und bleibt in Ewigkeit; und sein Königreich wird nicht zerstört werden,
und seine Herrschaft [währt] bis ans Ende. Daniel6/28Daniel [Er,] der rettet und befreit und Zeichen und Wunder im Himmel und auf der Erde tut, er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen
errettet.
Daniel6/29Daniel Und dieser Daniel stand in großem Ansehen unter der Regierung des Darius und unter der Regierung des Kyrus, des Persers.
Daniels Gesicht von den vier Tieren und dem Menschensohn.
V. 1-14: V. 15-28.
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Daniel7/1Daniel Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, sah Daniel einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Dann schrieb er den Traum auf, die Summe der Ereignisse
berichtete er.
Daniel7/2Daniel Daniel fing an und sprach: Ich schaute in meinem Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde des Himmels wühlten das große Meer auf. Daniel7/3Daniel Und vier große Tiere
stiegen aus dem Meer herauf, jedes verschieden vom anderen. Daniel7/4Daniel Das erste war wie ein Löwe und hatte Adlerflügel; ich sah [hin], bis seine Flügel ausgerissen wurden und es von der
Erde aufgehoben und wie ein Mensch auf seine Füße gestellt und ihm das Herz eines Menschen gegeben wurde. Daniel7/5Daniel Und siehe, ein anderes, ein zweites Tier, war einem Bären gleich. Und es
war auf der einen Seite aufgerichtet und hatte in seinem Maul drei Rippen zwischen seinen Zähnen. Und man sprach zu ihm so: Steh auf, friß viel Fleisch! Daniel7/6Daniel Nach diesem schaute ich,
und siehe, ein anderes, wie ein Leopard: das hatte vier Vogelflügel auf seinem Rücken. Und das Tier hatte vier Köpfe, und Herrschaft wurde ihm gegeben. Daniel7/7Daniel Nach diesem schaute ich in
Gesichten der Nacht: und siehe, ein viertes Tier, furchtbar und schreckenerregend und außergewöhnlich stark, und es hatte große eiserne Zähne; es fraß und zermalmte, und den Rest zertrat es mit
seinen Füßen. Und es war verschieden von allen Tieren, die vor ihm waren, und es hatte zehn Hörner. Daniel7/8Daniel Während ich auf die Hörner achtete, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn
zwischen ihnen empor, und drei von den ersten Hörnern wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, an diesem Horn waren Augen wie Menschenaugen und ein Mund, der große Worte redete. Daniel7/9Daniel Ich
schaute, bis Throne aufgestellt wurden und einer, der alt war an Tagen, sich setzte. Sein Gewand war weiß wie Schnee und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron Feuerflammen, dessen
Räder ein loderndes Feuer. Daniel7/10Daniel Ein Feuerstrom floß und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm, und zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich,
und Bücher wurden geöffnet. Daniel7/11Daniel Dann schaute ich wegen der Stimme der großen Worte, die das Horn redete: ich schaute, bis das Tier getötet und sein Leib zerstört und dem Brand des
Feuers übergeben wurde. Daniel7/12Daniel Und den übrigen Tieren wurde ihre Herrschaft weggenommen, und Lebensdauer wurde ihnen gegeben bis auf Zeit und Stunde.
Daniel7/13Daniel Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn.
Daniel7/14Daniel Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und
sein Königtum [so], dass es nicht zerstört wird.
V. 15-28: V. 1-14.
Daniel7/15Daniel Mir, Daniel, wurde mein Geist tief in meinem Innern bekümmert, und die Gesichte meines Hauptes erschreckten mich. Daniel7/16Daniel Ich näherte mich einem von denen, die
dastanden, und bat ihn um genaue Auskunft über dies alles. Und er sprach zu mir und ließ mich die Deutung der Sachen wissen: Daniel7/17Daniel Diese großen Tiere - es sind vier - [bedeuten]: vier
Könige werden sich von der Erde her erheben. Daniel7/18Daniel Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich empfangen, und sie werden das Reich besitzen bis in Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeit
der Ewigkeiten. Daniel7/19Daniel Daraufhin wollte ich Genaueres wissen über das vierte Tier, das von allen anderen verschieden war, außergewöhnlich schreckenerregend, dessen Zähne aus Eisen und
dessen Klauen aus Bronze waren, das fraß, zermalmte und den Rest mit seinen Füßen zertrat, Daniel7/20Daniel und über die zehn Hörner auf seinem Kopf und über das andere [Horn], das emporstieg und
vor dem drei [andere Hörner] ausfielen. Und das Horn hatte Augen und einen Mund, der große Worte redete, und sein Aussehen war größer als das seiner Gefährten. Daniel7/21Daniel Ich sah, wie
dieses Horn gegen die Heiligen Krieg führte und sie besiegte, Daniel7/22Daniel bis der, der alt an Tagen war, kam und das Gericht den Heiligen des Höchsten gegeben wurde und die Zeit anbrach,
dass die Heiligen das Königreich in Besitz nahmen. - Daniel7/23Daniel Er sprach so: Das vierte Tier [bedeutet]: ein viertes Königreich wird auf Erden sein, das von allen [anderen] Königreichen
verschieden sein wird. Es wird die ganze Erde auffressen und sie zertreten und sie zermalmen. Daniel7/24Daniel Und die zehn Hörner [bedeuten]: aus diesem Königreich werden sich zehn Könige
erheben. Und ein anderer wird sich nach ihnen erheben, und dieser wird verschieden sein von den vorigen, und er wird drei Könige erniedrigen. Daniel7/25Daniel Und er wird Worte reden gegen den
Höchsten und wird die Heiligen des Höchsten aufreiben; und er wird danach trachten, Festzeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden in seine Hand gegeben werden für eine Zeit und [zwei] Zeiten
und eine halbe Zeit. Daniel7/26Daniel Aber das Gericht wird sich setzen; und man wird seine Herrschaft wegnehmen, um sie zu vernichten und zu zerstören bis zum Ende. Daniel7/27Daniel Und das
Reich und die Herrschaft und die Größe der Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm
dienen und gehorchen. - Daniel7/28Daniel Hier endet der Bericht. Mich, Daniel, ängstigten meine Gedanken sehr, und meine Gesichtsfarbe veränderte sich an mir. Und ich bewahrte die Sache in meinem
Herzen. Daniels Gesicht vom Widder und Ziegenbock
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Daniel8/1Daniel Im dritten Jahr der Regierung des Königs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht nach dem, das mir im Anfang erschienen war. Daniel8/2Daniel Und ich sah im Gesicht: Und es
geschah, während ich sah, da war ich in der Burg Susa, die in der Provinz Elam ist; und ich sah im Gesicht, dass ich am Fluß Ulai war. Daniel8/3Daniel Und ich erhob meine Augen und sah: Und
siehe, ein Widder stand vor dem Fluß, der hatte zwei Hörner; und die zwei Hörner waren hoch, und das eine war höher als das zweite, und das höhere stieg zuletzt auf. Daniel8/4Daniel Ich sah den
Widder nach Westen und nach Norden und nach Süden stoßen, und kein Tier hielt ihm stand, und niemand rettete aus seiner Hand; und er handelte nach seinem Belieben und wurde groß. Daniel8/5Daniel
Und während ich achtgab, siehe, da kam ein Ziegenbock von Westen her über die ganze Erde, und er berührte die Erde nicht; und der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.
Daniel8/6Daniel Und er kam zu dem Widder mit den zwei Hörnern, den ich vor dem Fluß hatte stehen sehen; und im Zorn seiner Kraft rannte er auf ihn zu. Daniel8/7Daniel Und ich sah ihn neben dem
Widder eintreffen, und er ergrimmte gegen ihn, und er stieß den Widder und zerbrach seine beiden Hörner; und in dem Widder war keine Kraft, vor ihm zu bestehen. Und er warf ihn zu Boden und
zertrat ihn, und niemand rettete den Widder aus seiner Hand.
Daniel8/8Daniel Und der Ziegenbock wurde überaus groß. Und als er stark geworden war, zerbrach das große Horn, und vier ansehnliche [Hörner] wuchsen an seiner Stelle nach den vier Winden des
Himmels hin. Daniel8/9Daniel Und aus dem einen von ihnen kam ein einzelnes Horn hervor, [zunächst] klein, aber es wurde übermäßig groß gegen Süden und gegen Osten und gegen die Zierde.
Daniel8/10Daniel Und es wuchs bis an das Heer des Himmels, und es warf [einige] von dem Heer und von den Sternen zur Erde herab und zertrat sie. Daniel8/11Daniel Selbst bis an den Obersten des
Heeres wuchs er [empor]. Und er nahm ihm das regelmäßige [Opfer] weg, und die Stätte seines Heiligtums wurde gestürzt. Daniel8/12Daniel Und ein [Opfer]dienst wurde verbrecherisch gegen das
regelmäßige [Opfer] eingerichtet. Und das Horn warf die Wahrheit zu Boden, und hatte Erfolg. Daniel8/13Daniel Und ich hörte einen Heiligen reden. Und es sprach ein Heiliger zu jemandem - dem
Redenden [nämlich] -: Bis wann [gilt] das Gesicht von dem regelmäßigen [Opfer] und von dem entsetzlichen Verbrechen, dass sowohl das Heiligtum als auch der [Opfer]dienst zur Zertretung
preisgegeben sind? Daniel8/14Daniel Und er sagte zu mir: Bis zu 2 300 Abenden und Morgen; dann wird das Heiligtum [wieder] gerechtfertigt.
Daniel8/15Daniel Und es geschah, als ich, Daniel, das Gesicht gesehen hatte, da suchte ich Verständnis [darüber]. Und siehe, da stand vor mir [einer, sein Aussehen war] wie das Aussehen eines
Mannes. Daniel8/16Daniel Und ich hörte eine Menschenstimme zwischen [den Ufern des] Ulai, die rief und sprach: Gabriel, laß diesen das Gesehene verstehen! Daniel8/17Daniel Und er trat an den Ort,
wo ich stand; und als er herantrat, erschrak ich und fiel nieder auf mein Angesicht. Er aber sprach zu mir: Merke auf, Menschensohn! Denn das Gesicht [gilt] für die Zeit des Endes.
Daniel8/18Daniel Und als er mit mir redete, sank ich betäubt zur Erde auf mein Angesicht. Er aber rührte mich an und stellte mich auf meinen [vorigen] Platz. Daniel8/19Daniel Und er sagte: Siehe,
ich will dich erkennen lassen, was am Ende der Verfluchung geschehen wird; denn es [gilt] für die [festgesetzte] Zeit des Endes. Daniel8/20Daniel Der Widder mit den zwei Hörnern, den du gesehen
hast, [das] sind die Könige von Medien und Persien. Daniel8/21Daniel Und der zottige Ziegenbock ist der König von Griechenland. Und das große Horn, das zwischen seinen Augen war, das ist der
erste König. Daniel8/22Daniel Und dass es zerbrach und dass vier [andere] an seiner Stelle auftraten, [bedeutet]: vier Königreiche werden aus der Nation aufstehen, aber nicht mit seiner Macht.
Daniel8/23Daniel Und am Ende ihrer Königsherrschaft, wenn die Abgefallenen das Maß vollgemacht haben, wird ein König aufstehen, mit hartem Gesicht und erfahren in Ränken. Daniel8/24Daniel Und
seine Macht wird stark sein, jedoch nicht durch seine eigene Macht; und er wird entsetzliches Verderben anrichten und wird erfolgreich sein und handeln. Und er wird die Starken und das Volk der
Heiligen vernichten. Daniel8/25Daniel Und wegen seines Verstandes wird er erfolgreich sein, [mit] Betrug in seiner Hand. Und er wird in seinem Herzen großtun, und unversehens wird er viele
vernichten. Und gegen den Fürsten der Fürsten wird er sich auflehnen, aber ohne eine [Menschen]hand wird er zerbrochen werden. Daniel8/26Daniel Und die Erscheinung von den Abenden und von den
Morgen: was gesagt wurde, ist Wahrheit. Du aber, halte das Gesicht geheim, denn es sind noch viele Tage bis dahin.
Daniel8/27Daniel Und ich, Daniel, war erschöpft und [einige] Tage krank. Dann stand ich auf und verrichtete die Geschäfte des Königs. Und ich war entsetzt über das Gesehene, und keiner war da,
der es verstand.
Daniels Bußgebet und das Geheimnis der siebzig Jahrwochen.
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Daniel9/1Daniel Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes des Ahasveros, vom Geschlecht der Meder, der über das Reich der Chaldäer König geworden war, Daniel9/2Daniel im ersten Jahr seiner
Königsherrschaft achtete ich, Daniel, in den Bücherrollen auf die Zahl der Jahre, über die das Wort des HERRN zum Propheten KlJermia geschehen war, dass [nämlich] siebzig Jahre über den Trümmern
Jerusalems dahingehen sollten. Daniel9/3Daniel Und ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, hin, um [ihn] mit Gebet und Flehen zu suchen, in Fasten und Sack und Asche. Daniel9/4Daniel Und
ich betete zum HERRN, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtbarer Gott, der Bund und Güte denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten! Daniel9/5Daniel
Wir haben gesündigt und haben uns vergangen und haben gottlos gehandelt, und wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und von deinen Rechtsbestimmungen abgewichen. Daniel9/6Daniel Und
wir haben nicht auf deine Knechte, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Obersten und unseren Vätern und zum ganzen Volk des Landes geredet haben. Daniel9/7Daniel
Bei dir, o Herr, ist die Gerechtigkeit, bei uns aber ist die Beschämung des Angesichts, wie es an diesem Tag ist: bei den Männern von Juda und den Bewohnern von Jerusalem und dem ganzen Israel,
den Nahen und den Fernen, in allen Ländern, wohin du sie vertrieben hast wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich begangen haben. Daniel9/8Daniel HERR! Bei uns ist die Beschämung des Angesichts,
bei unseren Königen, unseren Obersten und unseren Vätern, weil wir gegen dich gesündigt haben. Daniel9/9Daniel Bei dem Herrn, unserem Gott, ist das Erbarmen und die Vergebung. Denn wir haben uns
gegen ihn aufgelehnt, Daniel9/10Daniel und wir haben nicht auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, gehört, [der uns gebot,] in seinen Gesetzen zu leben, die er uns durch seine Knechte, die
Propheten, vorgelegt hat. Daniel9/11Daniel Und ganz Israel hat dein Gesetz übertreten und ist abgewichen, so dass sie deiner Stimme nicht gehorcht haben. Und so hat sich der Fluch und der Schwur
über uns ergossen, der im Gesetz des Mose, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen ihn gesündigt haben. Daniel9/12Daniel Und er hat seine Worte erfüllt, die er geredet hat über uns
und über unsere Richter, die uns richteten, [nämlich] ein großes Unglück über uns zu bringen, so dass unter dem ganzen Himmel nichts [derartiges] geschehen ist wie das, was an Jerusalem geschehen
ist. Daniel9/13Daniel Wie es im Gesetz des Mose geschrieben steht, so ist all dies Unglück über uns gekommen. Und wir haben das Angesicht des HERRN, unseres Gottes, nicht besänftigt, indem wir
von unserer Schuld umgekehrt wären und achtgehabt hätten auf deine Wahrheit. Daniel9/14Daniel Und so war der HERR auf das Unglück bedacht und ließ es über uns kommen. Denn der HERR, unser Gott,
ist gerecht in allen seinen Taten, die er tut. Aber wir haben nicht auf seine Stimme gehört. Daniel9/15Daniel Und nun, Herr, unser Gott, der du dein Volk aus dem Land Ägypten mit starker Hand
herausgeführt und dir einen Namen gemacht hast, wie es an diesem Tag ist! Wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt. Daniel9/16Daniel Herr, nach all [den Taten] deiner Gerechtigkeit mögen
doch dein Zorn und deine Erregung sich wenden von deiner Stadt Jerusalem, dem Berg deines Heiligtums! Denn wegen unserer Sünden und wegen der Vergehen unserer Väter sind Jerusalem und dein Volk
zum Hohn geworden für alle rings um uns her. Daniel9/17Daniel Und nun, unser Gott, höre auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen! Und laß dein Angesicht leuchten über dein verwüstetes
Heiligtum um des Herrn willen! Daniel9/18Daniel Neige, mein Gott, dein Ohr und höre! Tu deine Augen auf und sieh unsere Verwüstungen und die Stadt, über der dein Name genannt ist! Denn nicht
aufgrund unserer Gerechtigkeiten legen wir unser Flehen vor dich hin, sondern aufgrund deiner vielen Erbarmungen. Daniel9/19Daniel Herr, höre! Herr, vergib! Herr, merke auf und handle! Zögere
nicht, um deiner selbst willen, mein Gott! Denn dein Name ist über deiner Stadt und deinem Volk genannt worden.
Daniel9/20Daniel Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte und mein Flehen für den heiligen Berg meines Gottes vor den HERRN, meinen Gott,
hinlegte - Daniel9/21Daniel und während ich noch redete im Gebet, da, zur Zeit des Abendopfers, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich am Anfang im Gesicht gesehen hatte, als ich ganz ermattet
war. Daniel9/22Daniel Und er wußte Bescheid, redete mit mir und sagte: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren. Daniel9/23Daniel Am Anfang deines Flehens ist ein Wort
ergangen, und ich bin gekommen, um [es dir] mitzuteilen. Denn du bist ein Vielgeliebter. So achte nun auf das Wort und verstehe die Erscheinung: Daniel9/24Daniel Siebzig Wochen sind über dein
Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um das Verbrechen zum Abschluß zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen und die Schuld zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen und
Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben. Daniel9/25Daniel So sollst du denn erkennen und verstehen: Von dem [Zeitpunkt an, als das] Wort erging, Jerusalem
wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten, sind es sieben Wochen. Und 62 Wochen [lang] werden Platz und Stadtgraben wiederhergestellt und gebaut sein, und zwar in der
Bedrängnis der Zeiten. Daniel9/26Daniel Und nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und wird keine [Hilfe] finden. Und das Volk eines kommenden Fürsten wird die Stadt und das
Heiligtum zerstören, und sein Ende ist in einer Überflutung; und bis zum Ende ist Krieg, fest beschlossene Verwüstungen. Daniel9/27Daniel Und stark machen wird er einen Bund für die Vielen, eine
Woche lang; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Und auf dem Flügel von Greueln [kommt] ein Verwüster, bis festbeschlossene Vernichtung über den
Verwüster ausgegossen wird.
Daniels Zubereitung für weitere Weissagungen.
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Daniel10/1Daniel Im dritten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien, wurde dem Daniel, der Beltschazar genannt wurde, ein Wort geoffenbart. Und das Wort ist Wahrheit und [betrifft] eine große
Mühsal. Und er verstand das Wort, und Verständnis wurde ihm in dem Gesicht [zuteil]. - Daniel10/2Daniel In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei volle Wochen. Daniel10/3Daniel Köstliche Speise
aß ich nicht, und weder Fleisch noch Wein kamen in meinen Mund; und ich salbte mich nicht, bis drei volle Wochen um waren.
Daniel10/4Daniel Und am 24. Tag des ersten Monats, da war ich am Ufer des großen Stromes, das ist der Hiddekel. Daniel10/5Daniel Und ich erhob meine Augen und sah: und siehe, da war ein Mann, in
Leinen gekleidet, und seine Hüften waren umgürtet mit Gold von Ufas. Daniel10/6Daniel Und sein Leib war wie ein Türkis und sein Gesicht wie das Aussehen eines Blitzes. Und seine Augen waren wie
Feuerfackeln und seine Arme und seine Füße wie der Anblick von glatter Bronze. Und der Klang seiner Worte war wie der Klang einer [Volks]menge. Daniel10/7Daniel Aber nur ich, Daniel, allein sah
die Erscheinung. Die Männer, die bei mir waren, sahen die Erscheinung nicht; doch fiel eine große Angst auf sie, und sie flohen und versteckten sich. Daniel10/8Daniel Und ich blieb allein übrig
und sah diese große Erscheinung. Und es blieb keine Kraft in mir, und meine Gesichtsfarbe veränderte sich an mir bis zur Entstellung, und ich behielt keine Kraft. Daniel10/9Daniel Und ich hörte
den Klang seiner Worte. Und als ich den Klang seiner Worte hörte, lag ich betäubt auf meinem Gesicht, mit meinem Gesicht zur Erde. Daniel10/10Daniel Und siehe, eine Hand rührte mich an und
rüttelte mich auf, [so dass ich wieder] auf meine Knie und Handflächen [kam]. Daniel10/11Daniel Und er sprach zu mir: Daniel, du vielgeliebter Mann! Achte auf die Worte, die ich zu dir rede, und
steh an deinem Platz! Denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und als er dieses Wort mit mir redete, stand ich zitternd auf. Daniel10/12Daniel Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn
vom ersten Tag an, als du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden. Und um deiner Worte willen bin ich
gekommen. Daniel10/13Daniel Aber der Fürst des Königreichs Persien stand mir 21 Tage entgegen. Und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen, und ich wurde dort entbehrlich
bei den Königen von Persien. Daniel10/14Daniel Und ich bin gekommen, um dich verstehen zu lassen, was deinem Volk am Ende der Tage widerfahren wird; denn noch [gilt] das Gesicht für [ferne] Tage.
Daniel10/15Daniel Und als er in dieser Weise mit mir redete, richtete ich mein Gesicht zur Erde und verstummte. Daniel10/16Daniel Und siehe, einer, den Menschenkindern gleich, berührte meine
Lippen. Und ich öffnete meinen Mund und redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein Herr, bei der Erscheinung überfielen mich meine Wehen, und ich habe keine Kraft behalten.
Daniel10/17Daniel Und wie kann der Knecht dieses meines Herrn mit diesem meinem Herrn reden? Und ich - von nun an bleibt keine Kraft mehr in mir, und kein Odem ist in mir übrig. Daniel10/18Daniel
Da rührte er, [der] im Aussehen wie ein Mensch [war], mich wieder an und stärkte mich. Daniel10/19Daniel Und er sprach: Fürchte dich nicht, du vielgeliebter Mann! Friede sei mit dir! Sei stark,
ja, sei stark! Und als er mit mir redete, wurde ich stark und sagte: Mein Herr möge reden! Denn du hast mich gestärkt.
Daniel10/20Daniel Da sprach er: Hast du erkannt, warum ich zu dir gekommen bin? Nun aber kehre ich zurück, um gegen den Fürsten von Persien zu kämpfen. Und wenn ich mit ihm fertig geworden bin,
siehe, dann wird der Fürst von Griechenland kommen - Daniel10/21Daniel doch will ich dir mitteilen, was im Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist -, und es gibt keinen einzigen, der mir gegen jene
mutig beisteht als nur Michael, euer Fürst.
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Daniel11/1Daniel Und ich - im ersten Jahr des Meders Darius war es meine Aufgabe, ihm Helfer und Schutz zu sein.
Weissagungen über Persien, Griechenland, die Könige des Südens und Nordens. Israels Bedrängnisse und Errettung in der Endzeit
Daniel11/2Daniel Und nun will ich dir die Wahrheit mitteilen: Siehe, noch drei Könige werden in Persien aufstehen, und der vierte wird größeren Reichtum erlangen als alle. Und wenn er durch
seinen Reichtum mächtig geworden ist, wird er alles gegen das Königreich Griechenland aufbieten.
Daniel11/3Daniel Und ein tapferer König wird aufstehen, und er wird mit großer Macht herrschen und nach seinem Belieben handeln. Daniel11/4Daniel Aber sobald er aufgetreten ist, wird sein
Königreich zertrümmert und nach den vier Winden des Himmels hin zerteilt werden. Doch nicht für seine Nachkommen [wird es sein] und nicht der Macht entsprechend, mit der er geherrscht hat; denn
sein Königreich wird zerstört und anderen zuteil werden, unter Ausschluß von jenen.
Daniel11/5Daniel Und der König des Südens wird mächtig werden, aber [auch einer] von seinen Obersten, und der wird mächtig sein über ihn hinaus und wird herrschen, seine Herrschaft wird eine
große Herrschaft sein. Daniel11/6Daniel Und nach Jahren werden sie sich verbünden; und die Tochter des Königs des Südens wird zum König des Nordens kommen, um ein Abkommen zu treffen. Aber sie
wird die Kraft des Armes nicht behalten, und auch er und sein Arm werden nicht bestehen. Und sie wird dahingegeben werden, sie und die sie kommen ließen, und der, der sie gezeugt, und der, der
sie [zur Frau] genommen hat in [jenen] Zeiten.
Daniel11/7Daniel Und aus dem Sproß ihrer Wurzeln steht einer an seiner Stelle auf. Der wird gegen die Heeresmacht kommen und wird in die Festungen des Königs des Nordens eindringen und mit ihnen
[nach Belieben] verfahren und wird sich als mächtig erweisen. Daniel11/8Daniel Auch wird er ihre Götter samt ihren gegossenen Bildern und ihren kostbaren Geräten, Silber und Gold, nach Ägypten
entführen. Und er wird [einige] Jahre ablassen vom König des Nordens. Daniel11/9Daniel Und der wird in das Reich des Königs des Südens kommen, aber [wieder] in sein Land zurückkehren.
Daniel11/10Daniel Aber seine Söhne werden sich [zum Krieg] rüsten und eine Menge großer Heere zusammenbringen; und sie wird kommen, kommen und überschwemmen und überfluten und wird [dann]
umkehren. Und sie werden sich [wieder] rüsten [zum Vormarsch] bis zu seiner Festung. Daniel11/11Daniel Und der König des Südens wird zornig werden und wird ausziehen und gegen ihn, den König des
Nordens, kämpfen. Und er wird eine große Menge [Truppen] aufstellen, aber die Menge wird in seine Hand gegeben werden. Daniel11/12Daniel Und wenn die Menge weggenommen wird, wird sein Herz sich
erheben; und er wird Zehntausende niederwerfen, aber nicht mächtig bleiben. Daniel11/13Daniel Und der König des Nordens wird wiederkommen und eine Menge [Truppen] aufstellen, größer als die
frühere; und nach Ablauf der Zeiten, nach Jahren, wird er mit einem großen Heer und mit großer Ausrüstung kommen. Daniel11/14Daniel Und in jenen Zeiten werden viele gegen den König des Südens
aufstehen; und Gewalttätige deines Volkes werden sich erheben, um das Gesicht zu erfüllen, und sie werden zu Fall kommen. Daniel11/15Daniel Und der König des Nordens wird kommen und einen Wall
aufschütten und eine befestigte Stadt einnehmen. Und die Streitkräfte des Südens werden nicht standhalten, selbst sein auserlesenes Volk nicht. Sie werden keine Kraft haben standzuhalten.
Daniel11/16Daniel Und der, der gegen ihn gekommen ist, wird nach seinem Belieben handeln, und niemand kann vor ihm bestehen. Und im Land der Zierde wird er [mit seinem Heer] stehen, und
Vernichtung wird in seiner Hand sein. Daniel11/17Daniel Und er wird sein Angesicht darauf richten, in den Besitz seines ganzen Reiches zu kommen, und wird mit ihm ein Abkommen treffen, und eine
Tochter von [seinen] Frauen wird er ihm geben, um es zu verderben. Aber das wird keinen Bestand haben, und es wird ihm nicht gelingen. Daniel11/18Daniel Und er wird sein Angesicht zu den Inseln
wenden und viele einnehmen. Aber ein Feldherr wird seinem Schmähen ein Ende machen; mit einem Fluch wird er ihm sein Schmähen zurückzahlen. Daniel11/19Daniel Und er wird sein Angesicht den
Festungen seines Landes zuwenden und wird stürzen und fallen und nicht [mehr] zu finden sein.
Daniel11/20Daniel Und es wird an seiner Stelle jemand aufstehen, der einen Eintreiber [von Abgaben] durch die Herrlichkeit des Königreichs ziehen läßt; aber in wenigen Tagen wird er zerschmettert
werden, und zwar weder durch Zorn noch durch Krieg.
Daniel11/21Daniel Und an seiner Stelle wird ein Verachteter aufstehen, auf den man nicht die Würde des Königtums legen wird; und er wird unversehens kommen und sich durch Heucheleien des
Königtums bemächtigen. Daniel11/22Daniel Und die heranflutenden Streitkräfte werden vor ihm weggeschwemmt und zertrümmert werden, ja sogar ein Fürst des Bundes. Daniel11/23Daniel Denn nachdem er
sich mit ihm verbündet hat, wird er betrügerisch handeln und wird hinaufziehen und mit wenig Volk Macht gewinnen. Daniel11/24Daniel Unversehens wird er in die fetten Gegenden einer Provinz
eindringen und tun, was weder seine Väter noch die Väter seiner Väter getan haben: Raub und Plündergut und Besitz wird er ihnen austeilen, und gegen Festungen plant er seine Anschläge, doch [nur]
eine Zeitlang.
Daniel11/25Daniel Und mit einem großen Heer wird er seine Kraft und seinen Mut gegen den König des Südens aufbieten. Und [auch] der König des Südens wird sich mit einem großen und überaus starken
Heer zum Krieg rüsten. Aber er wird nicht standhalten, denn man wird Anschläge gegen ihn planen. Daniel11/26Daniel Und die, die seine Tafelkost essen, werden ihn zerbrechen; und sein Heer flutet
[auseinander], und viele werden erschlagen fallen. Daniel11/27Daniel Und die beiden Könige: ihre Herzen [werden] auf Bosheit [bedacht sein], und an einem Tisch werden sie Lügen reden. Aber es
wird nicht gelingen, denn das Ende [verzögert sich] noch bis zur bestimmten Zeit. Daniel11/28Daniel Und er wird mit großem Reichtum in sein Land zurückkehren, und sein Herz wird gegen den
heiligen Bund [gerichtet] sein; und er wird [entsprechend] handeln und in sein Land zurückkehren.
Daniel11/29Daniel Zur bestimmten Zeit wird er wieder nach Süden ziehen, aber es wird beim zweiten Mal nicht [so] sein wie beim ersten Mal. Daniel11/30Daniel Denn Schiffe aus Kittim werden gegen
ihn kommen. Und er wird verzagen und umkehren; aber er wird den heiligen Bund verfluchen und [entsprechend] handeln: er wird umkehren und sein Augenmerk auf die richten, die den heiligen Bund
verlassen. Daniel11/31Daniel Und Streitkräfte von ihm werden dastehen; und sie werden das Heiligtum, die Bergfeste entweihen und werden das regelmäßige [Opfer] abschaffen und den verwüstenden
Greuel aufstellen. Daniel11/32Daniel Und diejenigen, die sich am Bund schuldig machen, wird er durch glatte Worte zum Abfall verleiten. Aber das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark
erweisen und entsprechend handeln. Daniel11/33Daniel Und die Verständigen des Volkes werden die Vielen unterweisen; aber sie werden stürzen durch Schwert und Flamme, durch Gefangenschaft und
Beraubung - eine Zeitlang. Daniel11/34Daniel Und während sie stürzen, wird ihnen mit einer kleinen Hilfe geholfen werden. Doch viele werden sich ihnen heuchlerisch anschließen. Daniel11/35Daniel
Und von den Verständigen werden [einige] stürzen, damit unter ihnen geläutert und geprüft und gereinigt werde bis zur Zeit des Endes. Denn [es verzögert sich] noch bis zur bestimmten
Zeit.
Daniel11/36Daniel Und der König wird nach seinem Belieben handeln, und er wird sich erheben und sich groß machen gegen jeden Gott, und gegen den Gott der Götter wird er unerhörte Reden führen.
Und er wird Erfolg haben, bis die Verfluchung vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen. Daniel11/37Daniel Und [selbst] auf den Gott seiner Väter wird er nicht achten, und weder auf
den Schatz der Frauen noch auf irgendeinen Gott wird er achten; sondern er wird sich über alles erheben. Daniel11/38Daniel Und statt dessen wird er den Gott der Festungen ehren. Und den Gott, den
seine Väter nicht gekannt haben, wird er mit Gold und mit Silber und mit Edelsteinen und mit Kostbarkeiten ehren. Daniel11/39Daniel Und er wird gegen die starken Festungen vorgehen mit einem
fremden Gott. Wer [ihn] anerkennt, dem wird er viel Ehre erweisen. Und er wird solchen Leuten Herrschaft verleihen über die vielen und [ihnen] das Land zum Lohn austeilen.
Daniel11/40Daniel Und zur Zeit des Endes wird der König des Südens mit ihm zusammenstoßen, und der König des Nordens wird gegen ihn anstürmen mit Wagen und mit Reitern und mit vielen Schiffen.
Und er wird in die Länder eindringen und wird [sie] überschwemmen und überfluten. Daniel11/41Daniel Und er wird in das Land der Zierde eindringen, wobei vieles stürzen wird. Diese aber werden
seiner Hand entrinnen: Edom und Moab und die Besten der Söhne Ammon. Daniel11/42Daniel Und er wird seine Hand an die Länder legen, und für das Land Ägypten wird es kein Entrinnen geben.
Daniel11/43Daniel Und er wird die Schätze an Gold und Silber und alle Kostbarkeiten Ägyptens in seine Gewalt bringen, und Libyer und Kuschiter werden in seinem Gefolge sein. Daniel11/44Daniel
Aber Gerüchte von Osten und von Norden her werden ihn erschrecken; und er wird mit großem Zorn ausziehen, um viele zu vernichten und [an ihnen] den Bann zu vollstrecken. Daniel11/45Daniel Und er
wird seine Königszelte aufschlagen zwischen dem Meer und dem Berg der heiligen Zierde. Dann wird er an sein Ende kommen, und niemand wird ihm helfen.
\12\
Daniel12/1Daniel Und in jener Zeit wird Michael auftreten, der große Fürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Und es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie sie [noch] nie gewesen ist,
seitdem [irgend]eine Nation entstand bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk errettet werden, jeder, den man im Buch aufgeschrieben findet. Daniel12/2Daniel Und viele von denen, die
im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen: die einen zu ewigem Leben und die anderen zur Schande, zu ewigem Abscheu. Daniel12/3Daniel Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der
Himmelsfeste; und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit gewiesen haben, [leuchten] wie die Sterne immer und ewig.
Weissagung über die Dauer der endzeitlichen Drangsal.
Daniel12/4Daniel Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden [suchend] umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren.
Daniel12/5Daniel Und ich, Daniel, sah: Und siehe, zwei andere standen da, einer hier am Ufer des Stromes und einer dort am Ufer des Stromes. Daniel12/6Daniel Und einer sagte zu dem in Leinen
gekleideten Mann, der oben über dem Wasser des Stromes war: Wann ist das Ende dieser außergewöhnlichen Ereignisse? Daniel12/7Daniel Und ich hörte den in Leinen gekleideten Mann, der oben über dem
Wasser des Stromes war, und er erhob seine Rechte und seine Linke zum Himmel und schwor bei dem, der ewig lebt: Zeit, Zeiten und eine halbe [Zeit]! Und wenn die Zerschlagung der Kraft des
heiligen Volkes abgeschlossen sein wird, wird alles dies vollendet werden. Daniel12/8Daniel Und ich hörte es, aber ich verstand es nicht; und ich sagte: Mein Herr, was wird der Ausgang davon
sein? Daniel12/9Daniel Und er sagte: Geh hin, Daniel! Denn die Worte sollen geheimgehalten und versiegelt sein bis zur Zeit des Endes. Daniel12/10Daniel Viele werden geprüft und gereinigt und
geläutert werden. Aber die Gottlosen werden [weiter] gottlos handeln. Und die Gottlosen werden es alle nicht verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen. Daniel12/11Daniel Und von der
Zeit an, in der das regelmäßige [Opfer] abgeschafft wird, um den verwüstenden Greuel einzusetzen, sind es 1 290 Tage. Daniel12/12Daniel Glücklich, wer ausharrt und 1 335 Tage erreicht!
Daniel12/13Daniel Du aber geh hin auf das Ende zu! Und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage.
1.28 Hosea.
Ehe und Kinder Hoseas als Sinnbild für die Untreue Israels - Endzeitliche Gnade.
\1\
Hos1/1Hos Das Wort des HERRN, das zu Hosea, dem Sohn des Beeri, geschah in den Tagen des Usija, Jotam, Ahas, Hiskia, der Könige von Juda, und in den Tagen des Jerobeam, des Sohnes des Joasch, des
Königs von Israel.
Hos1/2Hos Als der HERR anfing, mit Hosea zu reden, da sprach der HERR zu Hosea: Geh, nimm dir eine hurerische Frau und [zeuge] hurerische Kinder! Denn das Land treibt ständig Hurerei, vom HERRN
hinweg.
Hos1/3Hos Da ging er und nahm Gomer, die Tochter Diblajims; und sie wurde schwanger und gebar ihm einen Sohn. Hos1/4Hos Und der HERR sprach zu ihm: Gib ihm den Namen Jesreel! Denn [nur] ein
Weilchen noch, dann suche ich die Blutschuld von Jesreel am Haus Jehu heim und mache dem Königtum des Hauses Israel ein Ende. Hos1/5Hos Und es wird geschehen an jenem Tag, da zerbreche ich den
Bogen Israels in der Ebene Jesreel. - Hos1/6Hos Und sie wurde wieder schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Gib ihr den Namen Lo-Ruhama! Denn ich erbarme mich künftig über das
Haus Israel nicht mehr, sondern nehme ihnen [mein Erbarmen] völlig weg. Hos1/7Hos Aber über das Haus Juda erbarme ich mich und rette sie durch den HERRN, ihren Gott. Doch ich rette sie nicht
durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg, durch Pferde und durch Reiter. - Hos1/8Hos Und als sie Lo-Ruhama entwöhnt hatte, wurde sie [wieder] schwanger und gebar einen Sohn. Hos1/9Hos Und er
sprach: Gib ihm den Namen Lo-Ammi! Denn ihr seid nicht mein Volk, und ich, ich will nicht euer [Gott] sein.
\2\
Hos2/1Hos Doch die Zahl der Söhne Israel wird wie Sand am Meer werden, den man nicht messen und nicht zählen kann. Und es wird geschehen, an der Stelle, an der zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid
nicht mein Volk!, wird zu ihnen gesagt werden: Söhne des lebendigen Gottes. Hos2/2Hos Und die Söhne Juda und die Söhne Israel werden sich miteinander versammeln und sich ein [gemeinsames]
Oberhaupt geben und aus dem Land heraufziehen; denn groß ist der Tag von Jesreel. Hos2/3Hos Sagt zu euren Brüdern: Mein Volk! - und zu euren Schwestern: Erbarmen!
Untreue der Mutter, ihre Bestrafung und Rückkehr.
Hos2/4Hos Rechtet mit eurer Mutter, rechtet! - denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann - damit sie ihre Hurerei von ihrem Gesicht entfernt und ihren Ehebruch zwischen ihren
Brüsten, Hos2/5Hos damit ich sie nicht nackt ausziehe und sie hinstelle wie an dem Tag ihrer Geburt und ich sie einer Wüste gleichmache und sie wie dürres Land werden lasse und sie vor Durst
sterben lasse.
Hos2/6Hos Auch über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen, weil sie hurerische Kinder sind. Hos2/7Hos Denn ihre Mutter hat gehurt; die mit ihnen schwanger ging, hat Schande getrieben. Denn
sie sagte: Ich will meinen Liebhabern nachlaufen, die [mir] mein Brot und mein Wasser geben, meine Wolle und meinen Flachs, mein Öl und mein Getränk.
Hos2/8Hos Darum: Siehe, ich will ihren Weg mit Dornen verzäunen, und ich will ihr eine Mauer errichten, dass sie ihre Pfade nicht finden kann. Hos2/9Hos Dann wird sie ihren Liebhabern nachjagen
und sie nicht erreichen, und sie wird sie suchen und nicht finden. Dann wird sie sagen: Ich will mich aufmachen und zu meinem ersten Mann zurückkehren, denn damals ging es mir besser als jetzt.
Hos2/10Hos Aber sie erkannte nicht, dass ich es war, der ihr das Korn und den Most und das Öl gab, und dass ich ihr das Silber vermehrte und das Gold, - sie [aber] haben es für den Baal
verwendet. Hos2/11Hos Darum nehme ich mein Korn zurück zu seiner Zeit und meinen Most zu seiner Frist und entreiße [ihr] meine Wolle und meinen Flachs, die ihre Blöße bedecken sollten. Hos2/12Hos
Dann decke ich ihre Scham auf vor den Augen ihrer Liebhaber, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Hos2/13Hos Und ich mache ein Ende mit all ihrer Freude, ihren Festen, ihren Neumonden und
ihren Sabbaten und allen ihren Festzeiten. Hos2/14Hos Und ich veröde ihren Weinstock und ihren Feigenbaum, von denen sie sagte: Die sind mein Liebeslohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben.
Und ich mache sie zum Gestrüpp, dass die Tiere des Feldes sie abfressen. - Hos2/15Hos Und ich suche an ihnen heim die [Fest]tage der Baalim, an denen sie ihnen Rauchopfer darbrachte und sich mit
ihrem Ring und ihrem Halsgeschmeide schmückte und ihren Liebhabern nachlief; mich aber hat sie vergessen, spricht der HERR.
Hos2/16Hos Darum: Siehe, ich werde sie locken und sie in die Wüste führen und ihr zu Herzen reden. Hos2/17Hos Dann gebe ich ihr von dort aus ihre Weinberge und das Tal Achor als Tor der Hoffnung.
Und dort wird sie willig sein wie in den Tagen ihrer Jugend und wie an dem Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog.
Hos2/18Hos Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR, da rufst du: Mein Mann! Und du rufst mich nicht mehr: Mein Baal! Hos2/19Hos Und ich entferne die Namen der Baalim aus ihrem Mund,
und sie werden nicht mehr mit ihrem Namen erwähnt. Hos2/20Hos Und ich schließe für sie an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des Feldes und mit den Vögeln des Himmels und mit den kriechenden
Tieren des Erdbodens. Und Bogen und Schwert und Krieg zerbreche ich [und entferne sie] aus dem Land. Und ich lasse sie in Sicherheit wohnen.
Hos2/21Hos Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, Hos2/22Hos ja in Treue will ich dich mir
verloben; und du wirst den HERRN erkennen.
Hos2/23Hos Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich erhören, spricht der HERR. Ich erhöre den Himmel, und der erhört die Erde; Hos2/24Hos und die Erde erhört das Korn und den Most und das
Öl, und diese erhören Jesreel. Hos2/25Hos Und ich will sie mir säen im Land und will mich über die Lo-Ruhama erbarmen. Und ich will zu Lo-Ammi sagen: Du bist mein Volk! Und er wird sagen: Mein
Gott!
Erzwungene Treue der Frau Hoseas als Sinnbild für die Wiedergewinnung Israels für Gott.
\3\
Hos1Hos Und der HERR sprach zu mir: Geh noch einmal, liebe eine Frau, die sich von einem anderen lieben läßt und Ehebruch treibt, wie der HERR die Söhne Israel liebt, die sich aber anderen
Göttern zuwenden und Traubenkuchen lieben. Hos2Hos Da kaufte ich sie mir für fünfzehn Silber[schekel] und einen Homer Gerste und einen Letech Gerste. Hos3Hos Und ich sagte zu ihr: Viele Tage
sollst du [bei] mir bleiben, du sollst nicht huren und keinem Mann gehören; und auch ich [verhalte mich] dir gegenüber [so]. Hos4Hos Denn die Söhne Israel bleiben viele Tage ohne König und ohne
Oberste, ohne Schlachtopfer und ohne Gedenkstein und ohne Ephod und Teraphim. Hos5Hos Danach werden die Söhne Israel umkehren und den HERRN, ihren Gott, aufsuchen und David, ihren König. Und sie
werden sich bebend zum HERRN wenden und zu seiner Güte am Ende der Tage.
Strafrede gegen Israel und seine Priester wegen ihres Götzendienstes - Warnung an Juda.
\4\
Hos4/1Hos Hört das Wort des HERRN, ihr Söhne Israel! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes; denn keine Treue und keine Gnade und keine Erkenntnis Gottes ist im Land.
Hos4/2Hos Verfluchen und Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen haben sich ausgebreitet, und Bluttat reiht sich an Bluttat. Hos4/3Hos Darum vertrocknet das Land und welkt jeder, der darin wohnt,
samt den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels; selbst die Fische des Meeres werden dahingerafft.
Hos4/4Hos Jedoch niemand soll rechten oder jemanden zurechtweisen! Sondern mit dir führe ich den Rechtsstreit, Priester, Hos4/5Hos so dass du stürzst am [hellen] Tag. Ja, auch der Prophet stürzt
mit dir bei Nacht. Und ich lasse deine Mutter umkommen.
Hos4/6Hos Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, dass du mir nicht mehr als Priester dienst. Du hast das Gesetz deines Gottes
vergessen, so vergesse auch ich deine Kinder.
Hos4/7Hos Je mehr sie wurden, desto mehr sündigten sie gegen mich. Ihre Ehre vertausche ich gegen Schande. Hos4/8Hos Die Sünde meines Volkes essen sie, und nach ihrer Schuld verlangen sie.
Hos4/9Hos Und wie dem Volk, so wird es dem Priester ergehen. Und ich suche seine Wege an ihm heim, und seine Taten vergelte ich ihm. Hos4/10Hos Sie essen, aber werden nicht satt werden. Sie
treiben Hurerei, doch sie werden sich nicht ausbreiten. Denn sie haben es aufgegeben, auf den HERRN zu achten. Hos4/11Hos Hurerei, Wein und Most nehmen den Verstand weg. Hos4/12Hos Mein Volk
befragt sein Holz, und sein Stab gibt ihm Auskunft. Denn der Geist der Hurerei hat [es] irregeführt, und sie huren von ihrem Gott weg.
Hos4/13Hos Auf den Gipfeln der Berge opfern sie, und auf den Hügeln bringen sie Rauchopfer dar, unter Eiche und Storaxbaum und Terebinthe, weil ihr Schatten gut ist. Darum huren eure Töchter, und
eure Schwiegertöchter treiben Ehebruch. Hos4/14Hos Nicht an euren Töchtern suche ich es heim, dass sie huren, und [nicht] an euren Schwiegertöchtern, dass sie Ehebruch treiben. Denn sie selbst
gehen mit den Huren beiseite, und abseits mit den Tempeldirnen opfern sie. So kommt das Volk, das keine Einsicht hat, zu Fall.
Hos4/15Hos Wenn du hurst, Israel, soll Juda nicht schuldig werden. Kommt nicht nach Gilgal und zieht nicht hinauf nach Bet-Awen! Und schwöre nicht: So wahr der HERR lebt!
Hos4/16Hos Ja, Israel ist widerspenstig geworden wie eine widerspenstige Kuh. Wird da der HERR sie weiden wie ein Lamm auf weitem Raum? Hos4/17Hos Verbündet mit Götzenbildern ist Ephraim. Laß es
gewähren! Hos4/18Hos Ist ihr Zechen vorbei, huren, ja huren sie. Sie lieben und lieben; die Gegengabe dafür ist Schande. Hos4/19Hos Ein Wind wickelt sie ein in seine Flügel, und sie werden
zuschanden mit ihren Altären.
Drohrede gegen Israel und Juda.
\5\
Hos5/1Hos Hört dies, ihr Priester, und merkt auf, Haus Israel! Und ihr, Haus des Königs, nehmt es zu Ohren! Denn euch gilt das Urteil. Ja, ihr seid eine Falle für Mizpa und ein ausgespanntes
Fangnetz auf dem Tabor; Hos5/2Hos und die Abtrünnigen haben die Unzucht weit getrieben. Ich aber bin eine Züchtigung für sie alle. Hos5/3Hos Ich selbst habe Ephraim erkannt, und Israel ist nicht
vor mir verborgen. Denn nun hast du Hurerei getrieben, Ephraim; Israel hat sich unrein gemacht. Hos5/4Hos Ihre Taten gestatten ihnen nicht, zu ihrem Gott umzukehren. Denn der Geist der Hurerei
ist in ihrem Innern, und den HERRN erkennen sie nicht. Hos5/5Hos Der Hochmut Israels zeugt ihm ins Angesicht, und Israel und Ephraim werden stürzen über ihre Schuld; auch Juda stürzt mit ihnen.
Hos5/6Hos Mit ihren Schafen und mit ihren Rindern werden sie hingehen, um den HERRN zu suchen, und werden ihn nicht finden: er hat sich ihnen entzogen. Hos5/7Hos Sie haben treulos gegen den HERRN
gehandelt, denn sie haben fremde Kinder gezeugt. Nun wird sie ein Neumond verzehren mit ihren Grundstücken.
Zwiegespräch Gottes mit seinem Volk: Bruderkrieg als Gerichtsandrohung, flüchtige Umkehr des Volkes, Gottes Klage.
Hos5/8Hos Stoßt ins Horn zu Gibea, in die Trompete zu Rama! Erhebt Kriegsgeschrei in Bet-Awen: [Der Feind ist] hinter dir her, Benjamin! Hos5/9Hos Ephraim wird zur Wüste werden am Tag der
Züchtigung. Über die Stämme Israels habe ich Zuverlässiges verkündet.
Hos5/10Hos Die Obersten von Juda sind geworden wie [solche], die die Grenze verrücken. Über sie schütte ich meinen Grimm aus wie Wasser. Hos5/11Hos Unterdrückt ist Ephraim, zerbrochen das Recht;
denn eilfertig lief es den nichtigen [Götzen] nach. Hos5/12Hos Und ich bin wie Eiter für Ephraim und wie Fäulnis für das Haus Juda.
Hos5/13Hos Ephraim sah seine Krankheit und Juda sein Geschwür. Da ging Ephraim nach Assur und sandte hin zum König Jareb. Der aber kann euch nicht gesundmachen und wird [euch] von eurem Geschwür
nicht heilen. Hos5/14Hos Denn ich bin wie ein Löwe für Ephraim und wie ein Junglöwe für das Haus Juda. Ich, ich zerreiße und gehe davon; ich trage weg, und niemand errettet. Hos5/15Hos Ich gehe,
kehre zurück an meinen Ort, bis sie ihre Schuld büßen und mein Angesicht suchen. In ihrer Not werden sie mich suchen.
\6\
Hos6/1Hos `Kommt und laßt uns zum HERRN umkehren! Denn er hat zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat geschlagen, er wird uns auch verbinden. Hos6/2Hos Er wird uns nach zwei Tagen neu beleben,
am dritten Tag uns aufrichten, dass wir vor seinem Angesicht leben. Hos6/3Hos So laßt uns [ihn] erkennen, [ja,] laßt uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN! Sicher wie die Morgenröte ist sein
Hervortreten. Er kommt wie der Regen [zu] uns, wie der Spätregen, der die Erde benetzt.
Hos6/4Hos Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda, da eure Güte wie die Morgenwolke ist und wie der Tau, der früh verschwindet? Hos6/5Hos Darum habe ich durch die Propheten
dreingeschlagen, habe sie erschlagen durch die Worte meines Mundes; und mein Recht geht hervor wie das Licht. Hos6/6Hos Denn an Güte habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern, und an der
Erkenntnis Gottes mehr als an Brandopfern.
Bundesbruch und Verwilderung in Israel - von Gott aufgedeckt.
Hos6/7Hos Sie aber haben den Bund übertreten wie [die Bewohner von] Adam, haben dort treulos gegen mich gehandelt. Hos6/8Hos Gilead ist eine Stadt von Übeltätern, voll Blutspuren. Hos6/9Hos Und
wie Räuber [im Hinterhalt] warten, so die Rotte der Priester. Sie morden auf dem Weg nach Sichem, ja, sie verüben Schandtat. Hos6/10Hos Im Haus Israel habe ich Abscheuliches gesehen: Da ist
Ephraims Hurerei, [da] hat Israel sich unrein gemacht. Hos6/11Hos Auch dir, Juda, ist eine Ernte bestimmt! Wenn ich das Geschick meines Volkes wende,
\7\
Hos7/1Hos wenn ich Israel heile, werden die Schuld Ephraims und die Bosheiten Samarias aufgedeckt. Denn sie üben Betrug, der Dieb dringt ein, die Räuberbande plündert draußen. Hos7/2Hos Aber sie
bedenken nicht in ihrem Herzen, dass ich mich an all ihre Bosheit erinnere. Nun haben ihre Taten sie umringt, sie sind vor meinem Angesicht.
Hos7/3Hos Mit ihrer Bosheit erfreuen sie den König und mit ihren Lügen die Obersten. Hos7/4Hos Sie alle sind Ehebrecher wie ein brennender Ofen ohne Bäcker. Der hört auf zu schüren vom Kneten des
Teiges an bis zu seiner Säuerung. Hos7/5Hos Am Tag unsres Königs machen sie die Obersten krank von der Glut des Weines. Seine Gewalt reißt die Schwätzer davon. Hos7/6Hos Denn sie nähern sich mit
Hinterlist, [während] ihr Herz wie ein Ofen ist: ihr Zorn schläft die ganze Nacht, am Morgen brennt er wie ein flammendes Feuer. Hos7/7Hos Sie alle glühen wie ein Ofen, sie verzehren ihre
Richter. Alle ihre Könige fallen, keiner von ihnen ruft mich an.
Hos7/8Hos Ephraim vermischt sich mit den Völkern. Ephraim ist ein Brotfladen geworden, der nicht gewendet ist. Hos7/9Hos Fremde verzehren seine Kraft, und er erkennt es nicht. Auch graues Haar
hat sich bei ihm eingeschlichen, und er erkennt es nicht. Hos7/10Hos So zeugt der Hochmut Israels ihm [selbst] ins Gesicht. Und sie kehren nicht um zum HERRN, ihrem Gott, und bei alledem suchen
sie ihn nicht. Hos7/11Hos Und Ephraim ist wie eine Taube geworden, die sich betören läßt, ohne Verstand. Ägypten rufen sie an, nach Assur laufen sie. Hos7/12Hos Sowie sie hinlaufen, spanne ich
mein Fangnetz über sie aus; wie Vögel des Himmels hole ich sie herunter. Ich züchtige sie, wie es ihrer Gemeinde verkündigt worden ist.
Hos7/13Hos Wehe ihnen! Denn sie sind vor mir geflohen. Verwüstung über sie! Denn sie haben mit mir gebrochen. Und ich, ich wollte sie wohl loskaufen, sie aber reden Lügen über mich. Hos7/14Hos
Und sie schreien in ihrem Herzen nicht zu mir um Hilfe, sondern heulen auf ihren Lagern, ritzen sich wegen Korn und Most [und] wenden sich gegen mich. Hos7/15Hos Und ich, ich wies [sie] zurecht,
ich stärkte ihre Arme, doch sie ersinnen Böses gegen mich. Hos7/16Hos Sie wenden sich um, [doch] nicht zu mir. Sie sind wie ein schlaffer Bogen geworden. Ihre Obersten werden durchs Schwert
fallen wegen der Verwünschung ihrer Zunge: das wird ihre Verspottung sein im Land Ägypten.
Gottes Antwort auf die Vergehen Israels.
\8\
Hos8/1Hos An deinen Mund das Horn! Wie ein Adler [kommt es] über das Haus des HERRN, weil sie meinen Bund übertreten und mit meinem Gesetz gebrochen haben. Hos8/2Hos Sie schreien zu mir um Hilfe:
Mein Gott, wir kennen dich, [wir,] Israel! Hos8/3Hos [Doch] Israel hat das Gute verworfen: der Feind jage ihm nach!
Hos8/4Hos Sie selbst haben Könige gemacht, doch [es ging] nicht von mir aus. Sie haben Oberste eingesetzt, und ich wußte es nicht. Ihr Silber und ihr Gold verwendeten sie für ihre Götzenbilder,
damit es vernichtet wird. Hos8/5Hos Er hat dein Kalb verworfen, Samaria. Mein Zorn ist gegen sie entbrannt. Wie lange sind sie zur Reinheit unfähig? Hos8/6Hos Denn [es ist] von Israel - das hat
ein Handwerker gemacht, kein Gott ist das. Vielmehr wird das Kalb Samarias zu Stücken werden. Hos8/7Hos Ja, Wind säen sie, und Sturm ernten sie. Ein Halm, der nicht sproßt, bringt kein Mehl.
Selbst wenn er [etwas] brächte, würden Fremde es verschlingen.
Hos8/8Hos Verschlungen ist Israel. Jetzt sind sie unter den Nationen wie ein Gefäß geworden, an dem man kein Gefallen hat. Hos8/9Hos Denn sie, sie sind nach Assur hinaufgezogen. Ein Wildesel
bleibt für sich allein, Ephraim [aber] spendet Liebesgeschenke. Hos8/10Hos Auch wenn sie unter den Nationen [Liebesgeschenke] annehmen, will ich sie jetzt sammeln, dass sie sich bald winden wegen
der Last des Königs der Fürsten.
Hos8/11Hos Ja, Ephraim hat die Altäre vermehrt, zum Sündigen dienen sie ihm, Altäre zum Sündigen. Hos8/12Hos Schriebe ich ihm zehntausendfach meine Gesetze auf, wie Fremdes würden sie geachtet.
Hos8/13Hos Als Schlachtopfer meiner Opfergaben opfern sie Fleisch und essen es. Der HERR hat kein Gefallen daran. Jetzt denkt er an ihre Schuld und sucht ihre Sünden heim. Nach Ägypten werden sie
zurückkehren. Hos8/14Hos Israel hat den vergessen, der es machte, und hat Paläste gebaut; und Juda hat die befestigten Städte vermehrt. Aber ich werfe Feuer in seine Städte, das verzehrt seine
Paläste.
Das Ende des unbeschwerten Lebens für Israel.
\9\
Hos9/1Hos Freue dich nicht, Israel, bis zum Jubel wie die Völker! Denn du hurst weg von deinem Gott, du liebst Dirnenlohn auf allen Korntennen. Hos9/3Hos Tenne und Kelterkufe werden sie nicht
ernähren, und der Most wird sie im Stich lassen. Hos9/3Hos Sie werden nicht im Land des HERRN bleiben, Ephraim wird nach Ägypten zurückkehren, in Assur werden sie Unreines essen. Hos9/4Hos Sie
werden dem HERRN keinen Wein spenden und ihm ihre Schlachtopfer nicht darbringen. Wie Trauerbrot wird es für sie sein: Alle, die davon essen, werden sich unrein machen. Denn für ihre Kehle wird
ihr Brot sein, in das Haus des HERRN wird es nicht kommen. Hos9/5Hos Was werdet ihr tun am Tag der Festversammlung und am Tag des Festes des HERRN? Hos9/6Hos Denn siehe, nachdem sie wegen der
Verwüstung weggezogen sind, wird Ägypten sie sammeln, Memphis wird sie begraben. Kostbar ist ihr Silber - Nesseln werden sie beerben, Dornen werden in ihren Zelten sein.
Hos9/7Hos Gekommen sind die Tage der Heimsuchung, gekommen die Tage der Vergeltung; Israel wird es erkennen. `Ein Narr ist der Prophet, verrückt der Mann des Geistes. Wegen der Größe deiner
Schuld ist auch die Anfeindung groß. Hos9/8Hos Der Wächter Ephraims, [nämlich] der Prophet, ist neben meinem Gott. Die Falle eines Vogelstellers ist auf all seinen Wegen, Anfeindung ist im Haus
seines Gottes. Hos9/9Hos Sie haben zutiefst verdorben gehandelt wie in den Tagen von Gibea. Er wird an ihre Schuld denken, er wird ihre Sünden heimsuchen.
Sünde von Anfang an - am Ende: verdorrte Kraft.
Hos9/10Hos Wie Trauben in der Wüste fand ich Israel, wie eine Frühfrucht am Feigenbaum, als seinen ersten Trieb, sah ich eure Väter. Sie aber gingen nach Baal-Peor und weihten sich der Schande
und sie wurden Scheusale wie ihr Liebhaber. Hos9/11Hos Ephraim ist den Vögeln gleich, seine Herrlichkeit verfliegt. Kein Gebären, keine Schwangerschaft, keine Empfängnis. Hos9/12Hos Selbst wenn
sie ihre Söhne großziehen sollten, mache ich sie doch kinderlos, [so dass] kein Mensch [mehr bleibt]. Ja, wehe auch ihnen [selbst], wenn ich von ihnen weiche! Hos9/13Hos Ephraim, das ich [mir]
zur jungen Palme ausersehen hatte, auf einer Weide gepflanzt, Ephraim muß seine Söhne zum Mörder hinausziehen lassen. Hos9/14Hos Gib ihnen, HERR! Was wirst du geben? Gib ihnen einen unfruchtbaren
Mutterleib und vertrocknete Brüste!
Hos9/15Hos Ihre ganze Bosheit wurde in Gilgal [offenkundig], ja, dort habe ich sie gehaßt. Wegen der Bosheit ihrer Taten vertreibe ich sie aus meinem Haus. Ich werde sie nicht mehr lieben; all
ihre Obersten sind Widerspenstige. Hos9/16Hos Geschlagen ist Ephraim, verdorrt ihre Wurzel, Frucht bringen sie nicht mehr. Selbst wenn sie gebären, werde ich die Lieblinge ihres Leibes töten.
Hos9/17Hos Mein Gott verwirft sie, weil sie nicht auf ihn hören; und sie sollen Flüchtlinge sein unter den Nationen.
Gerichtsankündigung über Israel wegen seines Götzendienstes.
\10\
Hos10/1Hos Israel war ein üppiger Weinstock, der genügend Frucht hatte. Je zahlreicher seine Frucht wurde, desto zahlreicher machte er die Altäre. Je schöner sein Land wurde, desto schöner
machten sie die Gedenksteine. Hos10/2Hos Geteilt ist ihr Herz, jetzt werden sie büßen: er zerbricht ihre Altäre, verwüstet ihre Gedenksteine.
Hos10/3Hos Ja, jetzt werden sie sagen: Wir haben keinen König. Denn wir haben den HERRN nicht gefürchtet, und der König, was soll er für uns tun? Hos10/4Hos Sie haben [viele] Worte geredet,
Meineide geschworen, Bündnisse geschlossen: So sproßt der Rechtsspruch wie Giftkraut in den Furchen des Feldes.
Hos10/5Hos Die Bewohner von Samaria bangen um das Kalb von Bet-Awen; ja, sein Volk wird [noch] trauern darüber. Seine Götzenpriester heulen um es wegen seiner Herrlichkeit, denn sie wird gefangen
von ihm wegziehen. Hos10/6Hos Auch das wird nach Assur gebracht als Tribut für den König Jareb. Beschämung wird Ephraim ergreifen, und Israel wird sich schämen wegen seines Ratschlags. Hos10/7Hos
Vernichtet ist Samaria; sein König treibt wie ein abgeknickter Zweig auf der Wasserfläche. Hos10/8Hos Ausgerottet werden die Höhen von Awen, Israels Sünde; Dornen und Disteln werden auf ihren
Altären wachsen. Und sie werden zu den Bergen sagen: Bedeckt uns! - und zu den Hügeln: Fallt auf uns!
Hos10/9Hos Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. Dort sind sie stehengeblieben. Wird sie nicht in Gibea der Kampf gegen die Kinder der Widerspenstigkeit erreichen? Hos10/10Hos Nach
meinem Wunsch werde ich sie auch züchtigen, und Völker werden gegen sie versammelt werden, wenn man sie für ihre zweifache Schuld bindet. Hos10/11Hos Und Ephraim war [doch] eine eingewöhnte junge
Kuh, die gern drosch. Und ich, als ich an ihrem schönen Nacken vorbeikam, wollte ich Ephraim einspannen. Juda sollte pflügen, Jakob für sich eggen: Hos10/12Hos `Säet euch nach Gerechtigkeit!
Erntet gemäß der Gnade! Brecht euch einen Neubruch! Es ist Zeit, den HERRN zu suchen, damit er kommt und euch Gerechtigkeit regnen läßt. Hos10/13Hos Ihr habt Ungerechtigkeit gepflügt, Unrecht
geerntet, die Frucht der Lüge gegessen. Weil du auf deinen Weg vertraut hast, auf die Menge deiner Helden, Hos10/14Hos so wird sich Kriegslärm erheben gegen deine Stämme, und alle deine Festungen
werden verwüstet, wie Schalman Bet-Arbeel verwüstete am Tag der Schlacht, da die Mutter samt den Kindern zerschmettert wurde. Hos10/15Hos So hat man euch getan, Bethel, wegen eurer Bosheit. Mit
dem Morgenrot wird Israels König völlig vernichtet sein.
Die Liebe Gottes zu seinem Volk trotz dessen Untreue.
\11\
Hos11/1Hos Als Israel jung war, gewann ich es lieb, und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Hos11/2Hos Sooft ich sie rief, gingen sie von meinem Angesicht weg. Den Baalim opferten sie, und
den Gottesbildern brachten sie Rauchopfer dar. Hos11/3Hos Und ich, ich lehrte Ephraim laufen - ich nahm sie [immer wieder] auf meine Arme -, aber sie erkannten nicht, dass ich sie heilte.
Hos11/4Hos Mit menschlichen Tauen zog ich sie, mit Seilen der Liebe, und ich war ihnen wie solche, die das Joch auf ihren Kinnbacken anheben, und sanft zu ihm gab ich [ihm] zu essen. Hos11/5Hos
Es wird nicht ins Land Ägypten zurückkehren. Aber Assur, der wird sein König sein, denn sie weigern sich umzukehren. Hos11/6Hos Und das Schwert wird kreisen in seinen Städten und seinen
Schwätzern ein Ende machen, und [es] wird fressen wegen ihrer Ratschläge. Hos11/7Hos Aber mein Volk bleibt verstrickt in die Abkehr von mir. Und ruft man es nach oben, bringt man es [doch]
insgesamt nicht dazu, sich zu erheben.
Hos11/8Hos Wie sollte ich dich preisgeben, Ephraim, [wie] sollte ich dich ausliefern, Israel? Wie könnte ich dich preisgeben wie Adma, dich Zebojim gleichmachen? Mein Herz kehrt sich in mir um,
ganz und gar erregt ist all mein Mitleid. Hos11/9Hos Nicht ausführen will ich die Glut meines Zornes, will nicht noch einmal Ephraim vernichten. Denn Gott bin ich und nicht ein Mensch, in deiner
Mitte der Heilige: ich will nicht in Zornglut kommen. - Hos11/10Hos Hinter dem HERRN werden sie herziehen: wie ein Löwe wird er brüllen, ja, er wird brüllen, und zitternd werden die Söhne
herbeikommen vom Meer. Hos11/11Hos Sie werden zitternd herbeikommen aus Ägypten wie ein Vogel und wie eine Taube aus dem Land Assur. Und ich werde sie in ihren Häusern wohnen lassen, spricht der
HERR.
\12\
Hos12/1Hos Trotz Israels Untreue - Gott bleibt der Herr seines Volkes
Mit Lüge hat Ephraim mich umringt, mit Betrug das Haus Israel. Und Juda ist immer noch schwankend gegenüber Gott und gegenüber dem Heiligen, der treu ist. Hos12/2Hos Ephraim weidet Wind und jagt
dem Ostwind nach den ganzen Tag, es mehrt Lüge und Gewalttat. Einen Bund schließen sie mit Assur, und Öl wird nach Ägypten gebracht. Hos12/3Hos Auch mit Juda führt der HERR einen Rechtsstreit.
Und er wird Jakob heimsuchen nach seinen Wegen, nach seinen Taten ihm vergelten. Hos12/4Hos Im Mutterleib hinterging er seinen Bruder, und in seiner Manneskraft kämpfte er mit Gott: Hos12/5Hos Er
kämpfte mit dem Engel und war überlegen! Er weinte und flehte ihn um Gnade an. In Bethel fand er ihn, und dort redete er mit ihm. Hos12/6Hos Und der HERR, der Gott der Heerscharen - Jahwe ist
sein Name - [sprach]: Hos12/7Hos Ja, du darfst mit Hilfe deines Gottes zurückkehren! [Nur] bewahre Treue und Recht und hoffe beständig auf deinen Gott!
Hos12/8Hos Ein Händler [ist Israel], in seiner Hand ist eine Waage des Betrugs, er liebt es zu übervorteilen. Hos12/9Hos Und Ephraim sagt: Ich bin doch reich geworden, habe mir ein Vermögen
erworben. In all meinem Erwerb wird man mir keine Schuld nachweisen, die Sünde wäre. Hos12/10Hos Ich aber bin der HERR, dein Gott, vom Land Ägypten her. Ich lasse dich wieder in Zelten wohnen wie
in den Tagen des Festes. Hos12/11Hos Und [immer wieder] habe ich zu den Propheten geredet, ja, ich ließ Gesichte zahlreich sein, und durch die Propheten gebe ich Gleichnisse. Hos12/12Hos Wenn
Gilead [schon] Unheil war, wahrhaftig, dann sind sie Nichtiges geworden. Sie opferten Stiere in Gilgal; so sollen auch ihre Altäre wie Steinhaufen sein an den Furchen des Feldes. Hos12/13Hos Und
Jakob floh in das Gebiet von Aram, und Israel diente um eine Frau und hütete [Schafe] um eine Frau. Hos12/14Hos Aber durch einen Propheten führte der HERR Israel aus Ägypten herauf, und durch
einen Propheten wurde es gehütet. Hos12/15Hos Ephraim hat bittere Kränkung verübt, und sein Herr wird seine Blutschuld auf ihm lassen und seine Schmähung ihm vergelten.
Gericht Gottes über Israel wegen seiner Untreue.
\13\
Hos13/1Hos Wenn Ephraim redete, war Schrecken; es erhob [sich] in Israel. Aber es wurde schuldig durch Baal und starb. Hos13/2Hos Und nun fahren sie fort zu sündigen und machen sich ein
gegossenes Bild, aus ihrem Silber Götzenbilder, entsprechend ihrer Kunstfertigkeit, Arbeit von Handwerkern ist alles. Von denen sagt man: Die, die Menschen opfern, küssen Kälber! Hos13/3Hos Darum
werden sie sein wie die Morgenwolke und wie Tau, der früh verschwindet, wie Spreu, die von der Tenne weht, und wie Rauch aus der Luke. Hos13/4Hos Ich aber bin der HERR, dein Gott, vom Land
Ägypten her: Einen Gott außer mir kennst du nicht, und es gibt keinen [andern] Retter als mich. Hos13/5Hos Ich habe dich ja gekannt in der Wüste, im Land der Gluten. Hos13/6Hos Ihrem Weideplatz
entsprechend wurden sie auch satt. Sie wurden satt, und ihr Herz überhob sich; darum vergaßen sie mich. Hos13/7Hos So wurde ich für sie wie ein Löwe, wie ein Leopard laure ich am Weg. Hos13/8Hos
Ich falle sie an wie eine Bärin, die der Jungen beraubt ist, und zerreiße den Verschluß ihres Herzens. Ich fresse sie dort wie eine Löwin. Die Tiere des Feldes zerfleischen sie.
Hos13/9Hos Es hat dich zugrunde gerichtet, Israel, dass du gegen mich, gegen deinen Helfer, bist. Hos13/10Hos Wo ist nun dein König, dass er dich rette in all deinen Städten, und [wo] deine
Richter, von denen du sagtest: Gib mir einen König und Obersten? Hos13/11Hos Ich gab dir einen König in meinem Zorn und nahm ihn weg in meinem Grimm.
Hos13/12Hos Die Schuld Ephraims ist zusammengebunden, aufbewahrt seine Sünde. Hos13/13Hos Kommen die Geburtswehen für ihn, ist er ein unverständiger Sohn. Denn wenn es Zeit ist, tritt er nicht
ein in den Muttermund.
Hos13/14Hos Aus der Gewalt des Scheol werde ich sie befreien, vom Tod sie erlösen! Wo sind, o Tod, deine Dornen? Wo ist, o Scheol, dein Stachel? Mitleid ist vor meinen Augen verborgen.
Hos13/15Hos Denn er trennt zwischen Brüdern.
[Wie] ein Ostwind wird [der Feind] kommen, ein Wind des HERRN, der aus der Wüste steigt. Dann trocknet sein Brunnen aus und vertrocknet, seine Quelle versiegt. Er plündert den Schatz, alles
kostbare Gerät.
\14\
Hos14/1Hos Samaria wird büßen, denn es ist widerspenstig gewesen gegen seinen Gott. Sie werden durchs Schwert fallen, ihre Kinder werden zerschmettert und ihre Schwangeren
aufgeschlitzt.
Mahnung zur Umkehr - Verheißung des zukünftigen Heils.
Hos14/2Hos Kehr um, Israel, bis zum HERRN, deinem Gott! Denn du bist gestürzt durch deine Schuld. Hos14/3Hos Nehmt Worte mit euch und kehrt zum HERRN um! Sagt zu ihm: Vergib alle Schuld und nimm
an, was gut ist! Wir wollen die Frucht unserer Lippen [als Opfer] darbringen. Hos14/4Hos Assur soll uns nicht retten, auf Pferden wollen wir nicht reiten und zum Machwerk unserer Hände nicht mehr
sagen: Unser Gott! Denn bei dir findet die Waise Erbarmen.
Hos14/5Hos Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, will sie aus freiem Antrieb lieben. Denn mein Zorn hat sich von ihm abgewandt. Hos14/6Hos Ich werde für Israel sein wie der Tau. Blühen soll es wie
die Lilie, und seine Wurzeln schlagen wie der Libanon. Hos14/7Hos Seine Triebe sollen sich ausbreiten, und seine Pracht soll sein wie der Ölbaum und sein Geruch wie der des Libanon. Hos14/8Hos Es
kehren zurück, die in seinem Schatten wohnen, sie werden wieder Getreide anbauen und blühen wie ein Weinstock, dessen Ruf wie der Wein vom Libanon ist. Hos14/9Hos Ephraim [wird sagen]: Was soll
ich noch mit den Götzen? - Ich, ich habe ihn erhört und auf ihn geblickt. - Ich bin wie ein grüner Wacholder, [nur] an mir wird Frucht für dich gefunden.
Hos14/10Hos Wer ist weise, dass er dies versteht? Wer ist verständig, dass er es erkennt? Denn die Wege des HERRN sind gerade. Die Gerechten werden darauf gehen, die Abtrünnigen aber werden
darauf stürzen.
1.29 Joel.
Aufforderung zur Klage über verschiedene Plagen - Aufruf zur Buße.
\1\
Joel1/1Joel Das Wort des HERRN, das zu Joel, dem Sohn des Petuel, geschah.
Joel1/2Joel Hört dies, ihr Ältesten, und nehmt es zu Ohren, alle Bewohner des Landes! Ist solches in euren Tagen geschehen oder in den Tagen eurer Väter? Joel1/3Joel Erzählt euren Kindern davon
und eure Kinder ihren Kindern und ihre Kinder der folgenden Generation: Joel1/4Joel Was der Nager übriggelassen hatte, fraß die Heuschrecke; und was die Heuschrecke übriggelassen, fraß der
Abfresser; und was der Abfresser übriggelassen, fraß der Vertilger.
Joel1/5Joel Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint! Heult, ihr Weinsäufer alle, über den Most, denn er ist weggerissen von eurem Mund! Joel1/6Joel Denn eine Nation ist über mein Land
heraufgezogen, mächtig und ohne Zahl; ihre Zähne sind Löwenzähne, und sie hat das Gebiß einer Löwin. Joel1/7Joel Sie hat meinen Weinstock zu einer Wüste gemacht und meinen Feigenbaum zerknickt;
sie hat ihn völlig abgeschält und hingeworfen, seine Ranken sind weiß geworden.
Joel1/8Joel Klage wie eine Jungfrau, die mit Sacktuch umgürtet ist wegen des Mannes ihrer Jugend! Joel1/9Joel Speisopfer und Trankopfer sind weggenommen vom Haus des HERRN; es trauern die
Priester, die Diener des HERRN. Joel1/10Joel Verwüstet ist das Feld, verdorrt der Erdboden; denn verwüstet ist das Korn, vertrocknet der Most, dahingewelkt das Öl. Joel1/11Joel Steht beschämt,
ihr Bauern, heult, ihr Winzer, über den Weizen und über die Gerste! Denn die Ernte des Feldes ist zugrunde gegangen; Joel1/12Joel der Weinstock ist vertrocknet und der Feigenbaum verwelkt.
Granatbaum, auch Dattelpalme und Apfelbaum, alle Bäume des Feldes sind vertrocknet. Ja, vertrocknet ist die Freude, [fern] von den Menschenkindern. ~ Joel1/13Joel Umgürtet euch und klagt, ihr
Priester! Heult, ihr Diener des Altars! Kommt, übernachtet in Sacktuch, ihr Diener meines Gottes! Denn Speisopfer und Trankopfer sind dem Haus eures Gottes entzogen. Joel1/14Joel Heiligt ein
Fasten, ruft einen Feiertag aus! Versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes, zum Haus des HERRN, eures Gottes, und schreit zum HERRN um Hilfe!
Joel1/15Joel Wehe über den Tag! Denn nahe ist der Tag des HERRN, und er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. Joel1/16Joel Ist nicht die Speise vor unseren Augen weggenommen, Freude und
Jubel aus dem Haus unseres Gottes? Joel1/17Joel Verdorrt sind die Samenkörner unter ihren Schollen. Verödet sind die Vorratshäuser, zerfallen die Scheunen, denn das Korn ist vertrocknet.
Joel1/18Joel Wie stöhnt das Vieh! Die Rinderherden sind bestürzt, weil sie keine Weide haben; auch die Schafherden büßen. Joel1/19Joel Zu dir, HERR, rufe ich; denn ein Feuer hat die Weideplätze
der Steppe verzehrt und eine Flamme alle Bäume des Feldes versengt. Joel1/20Joel Auch die Tiere des Feldes schreien lechzend zu dir; denn vertrocknet sind die Wasserbäche, und ein Feuer hat die
Weideplätze der Steppe verzehrt.
Die Heuschreckenplage als Sinnbild für den Tag des HERRN.
\2\
Joel2/1Joel Blast das Horn auf Zion und erhebt das Kriegsgeschrei auf meinem heiligen Berg! Beben sollen alle Bewohner des Landes! Denn es kommt der Tag des HERRN, ja er ist nahe: Joel2/2Joel ein
Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und des Wetterdunkels. Wie Morgengrauen ist es ausgebreitet über die Berge, ein großes und mächtiges Volk, wie es von Ewigkeit her nie
gewesen ist und nach ihm nie mehr sein wird bis in die Jahre der Generationen und Generationen. Joel2/3Joel Vor ihm her verzehrt das Feuer, und nach ihm lodert die Flamme; vor ihm ist das Land
wie der Garten Eden und nach ihm eine öde Wüste. Auch gibt es vor ihm kein Entrinnen. Joel2/4Joel Sein Aussehen ist wie das Aussehen von Pferden; und wie Reitpferde, so rennen sie. Joel2/5Joel
Wie das Rasseln von Kriegswagen [klingt es,] hüpfen sie über die Gipfel der Berge; wie das Prasseln der Feuerflamme, die Stoppeln verzehrt; [sie sind] wie ein mächtiges Volk, zum Kampf gerüstet.
Joel2/6Joel Vor ihm zittern die Völker, alle Gesichter erglühen. Joel2/7Joel Wie Helden rennen sie, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer; und sie ziehen, jeder auf seinem Weg, und ihre Pfade
verlassen sie nicht; Joel2/8Joel und keiner drängt den anderen, sie ziehen, jeder auf seiner Bahn; und sie stürzen zwischen den Waffen hindurch, [ihr Zug] bricht nicht ab. Joel2/9Joel Sie
überfallen die Stadt, rennen auf die Mauer, steigen in die Häuser; durch die Fenster dringen sie ein wie der Dieb. Joel2/10Joel Vor ihnen erbebt die Erde, erzittert der Himmel; Sonne und Mond
verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. Joel2/11Joel Und der HERR läßt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr groß, denn der Vollstrecker
seines Wortes ist mächtig. Denn groß ist der Tag des HERRN und sehr furchtbar. Und wer kann ihn ertragen?
Aufruf zur Buße und Gottes Gnadenerweis.
Joel2/12Joel Doch auch jetzt, spricht der HERR, kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen! Joel2/13Joel Und zerreißt euer Herz und nicht eure Kleider
und kehrt um zum HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Gnade, und läßt sich das Unheil gereuen. Joel2/14Joel Wer weiß, [vielleicht] wird er umkehren
und es sich gereuen lassen und Segen hinter sich zurücklassen: Speisopfer und Trankopfer für den HERRN, euren Gott! Joel2/15Joel Blast das Horn auf Zion, heiligt ein Fasten, ruft einen Feiertag
aus! Joel2/16Joel Versammelt das Volk, heiligt eine Versammlung, bringt die Ältesten zusammen, versammelt die Kinder und die Säuglinge an den Brüsten! Der Bräutigam trete aus seiner Kammer und
die Braut aus ihrem Brautgemach! Joel2/17Joel Die Priester, die Diener des HERRN, sollen weinen zwischen Vorhalle und Altar und sagen: HERR, blicke mitleidig auf dein Volk und gib nicht dein
Erbteil der Verhöhnung preis, so dass die Nationen über sie spotten! Wozu soll man unter den Völkern sagen: Wo ist ihr Gott?
Joel2/18Joel Und der HERR eiferte für sein Land, und er hatte Mitleid mit seinem Volk. Joel2/19Joel Und der HERR antwortete und sprach zu seinem Volk: Siehe, ich sende euch das Korn und den Most
und das Öl, dass ihr davon satt werdet; und ich werde euch nicht mehr zu [einem Gegenstand der] Verhöhnung machen unter den Nationen. Joel2/20Joel Und ich werde `den von Norden' von euch
entfernen und ihn in ein dürres und ödes Land vertreiben, seine Vorhut in das vordere Meer und seine Nachhut in das hintere Meer. Und sein Gestank wird aufsteigen, und aufsteigen wird sein
Verwesungsgeruch, denn großgetan hat er. Joel2/21Joel Fürchte dich nicht, du Erdboden! Juble und freue dich! Denn der HERR hat Großes getan.
Joel2/22Joel Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes! Denn es grünen die Weideplätze der Steppe. Denn der Baum trägt seine Frucht, der Feigenbaum und der Weinstock geben ihren Ertrag.
Joel2/23Joel Und ihr, Söhne Zions, jubelt und freut euch im HERRN, eurem Gott! Denn er gibt euch den Frühregen nach [dem Maß] der Gerechtigkeit, und er läßt euch Regen herabkommen: Frühregen und
Spätregen wie früher. Joel2/24Joel Und die Tennen werden voll Getreide sein und die Kelterkufen überfließen von Most und Öl. Joel2/25Joel Und ich werde euch die Jahre erstatten, die die
Heuschrecke, der Abfresser und der Vertilger und der Nager gefressen haben, mein großes Heer, das ich gegen euch gesandt habe. Joel2/26Joel Und ihr werdet genug essen und satt werden und werdet
den Namen des HERRN, eures Gottes, loben, der Wunderbares an euch getan hat. Und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden Joel2/27Joel Und ihr werdet erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und
dass ich, der HERR, euer Gott bin und keiner sonst. Und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden.
Ausgießung des Geistes und Vorzeichen des Gerichts.
Apg 2,17-21.
\3\
Joel3/1Joel Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen
Männer werden Gesichte sehen. Joel3/2Joel Und selbst über die Knechte und über die Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen. Joel3/3Joel Und ich werde Wunderzeichen geben am Himmel
und auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen. Joel3/4Joel Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. Joel3/5Joel
Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR gesprochen hat, und unter den
Übriggebliebenen, die der HERR berufen wird.
Gericht über die Nationen und Wiederherstellung Israels am Tag des HERRN.
\4\
Joel4/1Joel Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde, Joel4/2Joel dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat
hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt Joel4/3Joel
und über mein Volk das Los geworfen; und einen Jungen gaben sie für eine Hure und ein Mädchen verkauften sie für Wein und tranken.
Joel4/4Joel Und was wollt ihr mir denn, Tyrus und Sidon und alle Bezirke Philistäas? Wollt ihr mir eine Tat vergelten, oder wollt ihr mir etwas antun? Schnell, eilig werde ich euer Tun auf euren
Kopf zurückbringen, Joel4/5Joel weil ihr mein Silber und mein Gold weggenommen und meine besten Kleinode in eure Tempel gebracht habt, Joel4/6Joel und die Söhne Juda und die Söhne Jerusalems habt
ihr den Söhnen der Griechen verkauft, um sie weit von ihrem Gebiet zu entfernen. Joel4/7Joel Siehe, ich will sie erwecken von dem Ort, wohin ihr sie verkauft habt, und will euer Tun auf euren
Kopf zurückbringen. Joel4/8Joel Und ich werde eure Söhne und eure Töchter in die Hand der Söhne Juda verkaufen; und die werden sie an die Sabäer verkaufen, an eine ferne Nation. Denn der HERR hat
geredet.
Joel4/9Joel Ruft dies unter den Nationen aus, heiligt einen Krieg, erweckt die Helden! Herankommen und heraufziehen sollen alle Kriegsleute! Joel4/10Joel Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern
und eure Winzermesser zu Lanzen! Der Schwache sage: Ich bin ein Held! Joel4/11Joel Eilt und kommt her, all ihr Nationen ringsumher, und versammelt euch! Dahin, HERR, sende deine Helden hinab!
Joel4/12Joel Die Nationen sollen sich aufmachen und hinaufziehen ins Tal Joschafat! Denn dort werde ich sitzen, um alle Nationen ringsumher zu richten. Joel4/13Joel Legt die Sichel an! Denn die
Ernte ist reif. Kommt, stampft! Denn die Kelter ist voll, die Kelterkufen fließen über. Denn groß ist ihre Bosheit. Joel4/14Joel Scharen [über] Scharen im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der
Tag des HERRN im Tal der Entscheidung. Joel4/15Joel Die Sonne und der Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. Joel4/16Joel Und der HERR brüllt aus Zion und läßt aus Jerusalem
seine Stimme erschallen, und Himmel und Erde erbeben. Und der HERR ist eine Zuflucht für sein Volk und eine Feste für die Söhne Israel. Joel4/17Joel Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR,
euer Gott bin, der auf Zion wohnt, meinem heiligen Berg. Und Jerusalem wird heilig sein, und Fremde werden es nicht mehr durchziehen.
Joel4/18Joel Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Berge triefen von Most und die Hügel überfließen von Milch, und alle Bäche Judas werden strömen [,voll] von Wasser. Und eine Quelle
wird aus dem Haus des HERRN hervorbrechen und das Tal Schittim bewässern. Joel4/19Joel Ägypten wird zur Öde und Edom zu einer öden Wüste werden wegen der Gewalttat an den Söhnen Juda, weil sie in
ihrem Land unschuldiges Blut vergossen haben. Joel4/20Joel Aber Juda soll ewig bewohnt werden und Jerusalem von Generation zu Generation. Joel4/21Joel Und ich werde ihr Blut ungestraft lassen,
das ich [bisher] nicht ungestraft ließ. Und der HERR wohnt in Zion.
1.30 Amos.
Drohung gegen Nachbarvölker Israels.
\1\
Amos1/1Amos Worte des Amos - der unter den Schafzüchtern von Tekoa war -, die er über Israel geschaut hat in den Tagen des Usija, des Königs von Juda, und in den Tagen Jerobeams, des Sohnes des
Joas, des Königs von Israel, zwei Jahre vor dem Erdbeben.
Amos1/2Amos Und er sprach: Der HERR wird vom Zion her brüllen und aus Jerusalem seine Stimme erschallen lassen: Da vertrocknen die Weideplätze der Hirten, und der Gipfel des Karmel
verdorrt.
V. 3-5: Jes 17,1-11; Jer 49,23-27.
Amos1/3Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Damaskus und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil sie Gilead mit eisernen Dreschschlitten gedroschen haben. Amos1/4Amos
So sende ich Feuer in das Haus Hasaels, dass es die Paläste Ben-Hadads frißt. Amos1/5Amos Ich zerbreche den Riegel von Damaskus und rotte den Herrscher aus Bikat-Awen aus und den, der das Zepter
hält, aus Bet-Eden: Und das Volk von Aram wird nach Kir gefangen wegziehen, spricht der HERR.
V. 6-8: Jer 47; Hes 25,15-17; Zeph 2,4-7; Sach 9,5-7.
Amos1/6Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Gaza und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil sie ganze Ortschaften gefangen weggeführt haben, um sie an Edom
auszuliefern. Amos1/7Amos So sende ich Feuer gegen die Mauer von Gaza, dass es seine Paläste frißt. Amos1/8Amos Ich rotte den Herrscher aus Aschdod aus und den, der das Zepter hält, aus
Aschkelon. Ich wende meine Hand gegen Ekron, und der Überrest der Philister geht zugrunde, spricht der Herr, HERR.
V. 9.10: Jes 23; Hes 26; 27; 28,1-19; Sach 9,2-4.
Amos1/9Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Tyrus und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil sie ganze Ortschaften an Edom ausgeliefert und an den Bruderbund nicht
gedacht haben. Amos1/10Amos So sende ich Feuer gegen die Mauer von Tyrus, dass es seine Paläste frißt.
V. 11.12: (Jes 21,11.12); Jes 34,5-17; Jer 49,7-22; Hes 25,12-14; 35; Ob.
Amos1/11Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Edom und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil es seinem Bruder mit dem Schwert nachjagt und sein Erbarmen erstickt hat
und weil sein Zorn beständig zerfleischt und sein Grimm dauernd wacht. Amos1/12Amos So sende ich Feuer gegen Teman, dass es die Paläste von Bozra frißt.
V. 13-15: Jer 49,1-6; Hes 21,33-37; 25,1-7; Zeph 2,8-11.
Amos1/13Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen der Söhne Ammon und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil sie die Schwangeren von Gilead aufgeschlitzt haben, um ihr Gebiet
zu erweitern. Amos1/14Amos So zünde ich Feuer an in der Mauer von Rabba, dass es seine Paläste frißt unter [Kriegs]geschrei am Tag der Schlacht, unter Sturm am Tag des Unwetters. Amos1/15Amos Da
geht ihr König in die Gefangenschaft, er und seine Obersten zusammen mit ihm, spricht der HERR.
V. 1-3: Jes 15; 16; Jer 48; Hes 25,8-11; Zeph 2,8-11.
\2\
Amos2/1Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Moab und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil es die Gebeine des Königs von Edom zu Kalk verbrannt hat. Amos2/2Amos So
sende ich Feuer nach Moab, dass es die Paläste von Kerijot frißt. Und Moab stirbt im Kampflärm, unter [Kriegs]geschrei, beim Schall des Horns. Amos2/3Amos Und ich rotte den Richter aus seiner
Mitte aus, und alle seine Obersten bringe ich mit ihm um, spricht der HERR.
Drohung gegen Juda und Israel.
Amos2/4Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Juda und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil sie das Gesetz des HERRN verworfen und seine Ordnungen nicht gehalten
haben, und ihre Lügen[götter] sie verführten, denen ihre Väter nachgelaufen sind. Amos2/5Amos So sende ich Feuer gegen Juda, dass es die Paläste Jerusalems frißt.
Amos2/6Amos So spricht der HERR: Wegen drei Verbrechen von Israel und wegen vier werde ich es nicht rückgängig machen, weil sie den Gerechten für Geld und den Armen für ein Paar Schuhe verkaufen.
Amos2/7Amos Sie treten nach dem Kopf der Geringen [wie] auf den Staub der Erde, und den [Rechts]weg der Elenden beugen sie. Und ein Mann und sein Vater gehen zu [demselben] Mädchen, um meinen
heiligen Namen zu entweihen. Amos2/8Amos Und auf gepfändeten Kleidern strecken sie sich aus neben jedem Altar, und Wein von Strafgeldern trinken sie im Haus ihres Gottes. Amos2/9Amos Und ich, ich
hatte doch den Amoriter vor ihnen vernichtet, dessen Höhe wie die Höhe der Zedern war und der stark war wie die Eichen, und ich hatte seine Frucht droben vertilgt und seine Wurzeln drunten.
Amos2/10Amos Und ich, ich hatte euch doch aus dem Land Ägypten heraufgeführt und euch vierzig Jahre in der Wüste geleitet, das Land des Amoriters in Besitz zu nehmen. Amos2/11Amos Und ich habe
von euren Söhnen [einige] als Propheten auftreten lassen und [einige] von euren jungen Männern als Nasiräer. Ja, war es nicht so, ihr Söhne Israel? spricht der HERR. Amos2/12Amos Aber ihr habt
den Nasiräern Wein zu trinken gegeben und den Propheten befohlen: Ihr sollt nicht weissagen!
Amos2/13Amos Siehe, ich mache es unter euch schwankend, wie der Wagen schwankt, der voll Garben ist. Amos2/14Amos Da geht dem Schnellen die Zuflucht verloren, den Starken festigt nicht seine
Kraft, und der Held rettet sein Leben nicht. Amos2/15Amos Der den Bogen führt, hält nicht stand, der Schnellfüßige rettet [sich] nicht, und der auf dem Pferd reitet, rettet sein Leben nicht.
Amos2/16Amos Und der Beherzteste unter den Helden flieht nackt an jenem Tag, spricht der HERR.
Die Botschaft des Propheten als Botschaft Gottes.
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Amos3/1Amos Hört dieses Wort, das der HERR über euch redet, ihr Söhne Israel, über das ganze Geschlecht, das ich aus dem Land Ägypten heraufgeführt habe! Amos3/2Amos Nur euch habe ich von allen
Geschlechtern der Erde erkannt; darum werde ich an euch alle eure Sünden heimsuchen. Amos3/3Amos Gehen etwa zwei miteinander, außer wenn sie zusammengekommen sind? Amos3/4Amos Brüllt der Löwe im
Wald, wenn er keine Beute hat? Läßt der Junglöwe seine Stimme aus seinem Versteck erschallen, außer wenn er [etwas] gefangen hat? Amos3/5Amos Fällt ein Vogel in das Klappnetz am Boden, ohne dass
ihm ein Stellholz [gestellt] ist? Schnellt das Klappnetz von der Erde empor, wenn es gar nichts gefangen hat? Amos3/6Amos Wird etwa in der Stadt das Horn geblasen, und das Volk erschrickt nicht?
Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, und der HERR hat es nicht bewirkt? Amos3/7Amos Denn der Herr, HERR, tut nichts, es sei denn, dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten,
enthüllt hat. - Amos3/8Amos Der Löwe hat gebrüllt, wer fürchtet sich [da] nicht? Der Herr, HERR, hat geredet, wer weissagt [da] nicht?
Ankündigung der Zerstörung Samarias.
Amos3/9Amos Laßt es hören über den Palästen in Aschdod und über den Palästen im Land Ägypten und sagt: Versammelt euch auf den Bergen von Samaria und seht die große Verwirrung in seiner Mitte und
die Unterdrückungen in seinem Innern! Amos3/10Amos Sie verstehen nicht, das Rechte zu tun, spricht der HERR, sie, die Gewalttat und Verwüstung in ihren Palästen aufhäufen. Amos3/11Amos Darum,
spricht der Herr, HERR: Ein Bedränger wird das Land umzingeln! Er stürzt deine Macht von dir herab, und deine Paläste werden geplündert.
Amos3/12Amos So spricht der HERR: Ebenso wie der Hirte aus dem Rachen des Löwen zwei Unterschenkel oder einen Ohrzipfel rettet, so werden die Söhne Israel gerettet werden, die in Samaria in der
Ecke des Lagers sitzen und auf dem Damast des Ruhebettes.
Amos3/13Amos Hört und bezeugt es gegen das Haus Jakob! spricht der Herr, HERR, der Gott der Heerscharen: Amos3/14Amos An dem Tag, da ich die Verbrechen Israels an ihm heimsuche, werde ich auch
die Altäre von Bethel heimsuchen: Da werden die Hörner des Altars abgehauen und fallen zu Boden. Amos3/15Amos Und ich zertrümmere das Winterhaus samt dem Sommerhaus! Auch die Elfenbeinhäuser
gehen zugrunde, die vielen Häuser verschwinden, spricht der HERR.
Strafrede gegen die üppigen Frauen und den entarteten Gottesdienst - Ankündigung des Gerichts nach vergeblichen Warnungen.
\4\
Amos4/1Amos Hört dies Wort, ihr Kühe Basans auf dem Berg Samarias, die die Geringen unterdrücken, die Armen schinden, [und] zu ihren Herren sagen: Bring her, dass wir trinken! Amos4/2Amos
Geschworen hat der Herr, HERR, bei seiner Heiligkeit: Ja, siehe, Tage kommen über euch, da schleppt man euch an Haken weg und euren Rest an Fischerangeln. Amos4/3Amos Dann zieht ihr durch die
Mauerrisse hinaus, eine jede vor sich hin, und ihr werdet hin zum [Berg] Hermon geworfen, spricht der HERR.
Amos4/4Amos Geht nach Bethel und übt Verbrechen, nach Gilgal [und] vermehrt das Verbrechen! Bringt am Morgen eure Schlachtopfer, am dritten Tag eure Zehnten! Amos4/5Amos Und laßt vom Gesäuerten
ein Dankopfer als Rauch aufsteigen und ruft freiwillige Gaben aus, laßt es hören! Denn so liebt ihr es, ihr Söhne Israel, spricht der Herr, HERR.
Amos4/6Amos Und so habe auch ich euch blanke Zähne gegeben in all euren Städten und Mangel an Brot in all euren Orten. Und doch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der HERR. Amos4/7Amos Und
auch ich habe euch den Regen vorenthalten, als noch drei Monate bis zur Ernte waren. Und ich habe auf die eine Stadt regnen lassen, und auf die andere Stadt ließ ich nicht regnen, das eine Feld
wurde beregnet, und das Feld, auf das es nicht regnete, verdorrte. Amos4/8Amos Und zwei, drei Städte wankten zu einer Stadt hin, um Wasser zu trinken, und wurden nicht satt. Und doch seid ihr
nicht zu mir umgekehrt, spricht der HERR. Amos4/9Amos Ich habe euch mit Getreidebrand und mit Vergilben geschlagen. Ich habe eure Gärten und eure Weinberge vertrocknen lassen, und eure Feigen-
und eure Olivenbäume fraß die Heuschrecke. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der HERR. Amos4/10Amos Ich schickte unter euch die Pest in der Art Ägyptens. Ich habe eure jungen
Männer mit dem Schwert erschlagen, [zusammen] mit euren gefangenen Pferden, und ich ließ den Gestank eurer Heerlager aufsteigen, und zwar in eure Nase. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt,
spricht der HERR. Amos4/11Amos Ich habe eine Umkehrung unter euch angerichtet wie die Umkehrung Gottes von Sodom und Gomorra. Und ihr wart wie ein Holzscheit, das aus dem Brand gerettet ist. Und
doch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der HERR. - Amos4/12Amos Darum werde ich dir so tun, Israel. Weil ich dir dies tun will, mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel! -
Amos4/13Amos Ja, siehe, der die Berge bildet und den Wind erschafft und dem Menschen mitteilt, was sein Sinnen ist, der die Morgenröte [und] die Finsternis macht und einherschreitet auf den Höhen
der Erde: Jahwe, Gott der Heerscharen, ist sein Name.
Klage gegen Israel - Gottes Bußruf unter Hinweis auf den Tag des HERRN.
\5\
Amos5/1Amos Hört dieses Wort, das ich über euch als Totenklage anhebe, Haus Israel! Amos5/2Amos Gefallen ist die Jungfrau Israel, sie steht nicht wieder auf. Hingeworfen liegt sie da auf eigenem
Boden, niemand richtet sie auf. Amos5/3Amos Denn so spricht der Herr, HERR: Die Stadt, die mit tausend auszieht, wird hundert übrigbehalten, und die mit hundert auszieht, wird zehn übrigbehalten
für das Haus Israel.
Amos5/4Amos Denn so spricht der HERR zum Haus Israel: Sucht mich und lebt! Amos5/5Amos Und sucht nicht Bethel [auf] und geht nicht nach Gilgal und geht nicht hinüber nach Beerscheba! Denn Gilgal
wird ganz bestimmt gefangen wegziehen, und Bethel wird zum Unheil werden. Amos5/6Amos Sucht den HERRN und lebt, damit er nicht [für] das Haus Joseph wie Feuer wirkt, das [um sich] frißt, und für
Bethel niemand da ist, der löscht.
Amos5/7Amos [Weh denen,] die Recht in Wermut verwandeln und Gerechtigkeit zu Boden werfen! - Amos5/8Amos Der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat, in Morgen[licht] die Finsternis
verwandelt und den Tag zur Nacht verfinstert, der die Wasser des Meeres ruft und sie ausgießt über die Fläche der Erde: Jahwe ist sein Name! - Amos5/9Amos der Verwüstung über den Starken
aufblitzen läßt; und Verwüstung kommt über die befestigte Stadt. - Amos5/10Amos Sie hassen den, der im Tor Recht spricht, und den, der unsträflich redet, verabscheuen sie. Amos5/11Amos Darum:
Weil ihr vom Geringen Pachtzinsen erhebt und Getreideabgaben von ihm nehmt, habt ihr Häuser aus Quadern gebaut, doch werdet ihr nicht darin wohnen. Schöne Weinberge habt ihr gepflanzt, doch
werdet ihr deren Wein nicht trinken.
Amos5/12Amos Ja, ich kenne eure vielen Verbrechen und eure zahlreichen Sünden. - Sie bedrängen den Gerechten, nehmen Bestechungsgeld und drängen im Tor den Armen zur Seite. Amos5/13Amos Darum
schweigt der Einsichtige in dieser Zeit, denn eine böse Zeit ist es.
Amos5/14Amos Sucht das Gute und nicht das Böse, damit ihr lebt! Und der HERR, der Gott der Heerscharen, wird so mit euch sein, wie ihr sagt. Amos5/15Amos Haßt das Böse und liebt das Gute und
richtet das Recht auf im Tor! Vielleicht wird der HERR, der Gott der Heerscharen, dem Überrest Josephs gnädig sein.
Amos5/16Amos Darum, so spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Herr: Auf allen Plätzen Wehklage! Und auf allen Gassen sagt man: Wehe, wehe! Und die Bauern rufen zum Trauern und Wehklagen
nach den des Klageliedes Kundigen. Amos5/17Amos Und in allen Weinbergen Wehklage! Denn ich werde durch deine Mitte ziehen, spricht der HERR.
Amos5/18Amos Wehe denen, die den Tag des HERRN herbeiwünschen! Wozu soll euch denn der Tag des HERRN sein? Er wird Finsternis sein und nicht Licht: Amos5/19Amos Wie wenn jemand vor dem Löwen
flieht, und es begegnet ihm der Bär, aber er kommt [noch] nach Hause und stützt seine Hand an die Mauer, da beißt ihn die Schlange. Amos5/20Amos Wird so nicht der Tag des HERRN Finsternis sein
und nicht Licht? Ja, Dunkelheit und nicht Glanz ist ihm [eigen].
Amos5/21Amos Ich hasse, ich verwerfe eure Feste, und eure Festversammlungen kann ich nicht [mehr] riechen: Amos5/22Amos Denn wenn ihr mir Brandopfer opfert, [mißfallen sie mir], und an euren
Speisopfern habe ich kein Gefallen, und das Heilsopfer von eurem Mastvieh will ich nicht ansehen. Amos5/23Amos Halte den Lärm deiner Lieder von mir fern! Und das Spiel deiner Harfen will ich
nicht hören. Amos5/24Amos Aber Recht ergieße sich wie Wasser und Gerechtigkeit wie ein immerfließender Bach! Amos5/25Amos Habt ihr mir vierzig Jahre in der Wüste Schlachtopfer und Speisopfer
dargebracht, Haus Israel? Amos5/26Amos Ja, ihr habt den Sikkut, euren König, und Kiun getragen, eure Götzenbilder, den Stern eurer Götter, die ihr euch gemacht hattet. Amos5/27Amos So werde ich
euch [bis] über Damaskus hinaus gefangen wegführen, spricht der HERR; Gott der Heerscharen ist sein Name.
Ankündigung des Strafgerichts wegen Genußsucht, Hochmut und Sittenlosigkeit.
\6\
Amos6/1Amos Wehe den Sorglosen in Zion und den Sicheren auf dem Berg von Samaria, den Vornehmen des Erstlings der Nationen, zu denen das Haus Israel kommt! Amos6/2Amos Geht hinüber nach Kalne und
seht! Und geht von dort nach Hamat, der großen [Stadt], und steigt hinab nach Gat der Philister! Sind sie besser als diese Königreiche, oder ist ihr Gebiet größer als euer Gebiet? Amos6/3Amos
Ihr, die ihr den Tag des Unglücks hinausschiebt und die Herrschaft der Gewalt herbeiführt. Amos6/4Amos Sie liegen auf Elfenbeinlagern und räkeln sich auf ihren Ruhebetten. Sie essen Fettschafe
von der Herde und Kälber aus dem Maststall. Amos6/5Amos Sie faseln zum Klang der Harfe, denken sich wie David Musikinstrumente aus. Amos6/6Amos Sie trinken Wein aus Schalen und salben sich mit
den besten Ölen, aber über den Zusammenbruch Josephs sind sie nicht bekümmert. Amos6/7Amos Darum ziehen sie jetzt gefangen an der Spitze der Weggeführten fort, und vorbei ist es mit dem Gejohle
der sich Räkelnden.
Amos6/8Amos Der Herr, HERR, hat bei sich selbst geschworen, spricht der HERR, der Gott der Heerscharen: Ich verabscheue den Stolz Jakobs, und seine Paläste hasse ich. Und ich liefere die Stadt
aus und alles, was sie erfüllt. Amos6/9Amos Und es wird geschehen, wenn zehn Männer in einem einzigen Haus übrigbleiben, sie müssen doch sterben. Amos6/10Amos Und hebt einen [dann] sein
Verwandter und sein Bestatter auf, um die Leiche aus dem Haus hinauszuschaffen, und sagt zu dem, der im Innern des Hauses ist: Ist noch jemand bei dir? und dieser sagt: Niemand! - dann wird er
sagen: Still! Denn man darf den HERRN nicht beim Namen nennen. Amos6/11Amos Denn siehe, der HERR befiehlt, und man schlägt das große Haus in Trümmer und das kleine Haus in Splitter.
Amos6/12Amos Rennen Pferde denn auf Felsen, oder pflügt man [darauf] mit Rindern? Ihr aber verwandelt das Recht in Gift und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut.
Amos6/13Amos [Wehe denen,] die sich über Lo-Dabar freuen, die sagen: Haben wir uns nicht mit unserer Kraft Karnajim genommen? Amos6/14Amos Ja siehe, ich lasse gegen euch, Haus Israel, eine Nation
aufstehen, spricht der HERR, der Gott der Heerscharen; die werden euch bedrängen vom Zugang nach Hamat an bis zum Bach der Ebene.
Drei Gesichte vom kommenden Gericht - Ausweisung des Amos aus Bethel.
\7\
Amos7/1Amos So ließ der Herr, HERR, mich sehen: Siehe, einer, der Heuschrecken bildete, als das Spätgras zu wachsen anfing, - und siehe, das Spätgras [kommt] nach dem Königsmähen. Amos7/2Amos Und
es geschah, als sie das Kraut der Erde ganz abgefressen hatten, da sagte ich: Herr, HERR, vergib doch! Wie sollte Jakob bestehen? Es ist ja so klein. Amos7/3Amos Der HERR ließ es sich gereuen. Es
soll nicht geschehen! sprach der HERR.
Amos7/4Amos So ließ der Herr, HERR mich sehen: Siehe, der Herr, HERR, rief einen Feuerregen; der fraß die große Flut und wollte das Ackerland fressen. Amos7/5Amos Da sprach ich: Herr, HERR, laß
doch ab! Wie sollte Jakob bestehen? Es ist ja so klein. Amos7/6Amos Der HERR ließ es sich gereuen. Auch das soll nicht geschehen! sprach der Herr, HERR.
Amos7/7Amos So ließ er mich sehen: Siehe, der Herr stand auf einer Mauer, [die mit einem] Senkblei [gerichtet war], und in seiner Hand war ein Senkblei. Amos7/8Amos Und der HERR sprach zu mir:
Was siehst du, Amos? Und ich sagte: Ein Senkblei. Und der Herr sprach: Siehe, ich lege ein Senkblei an mitten in meinem Volk Israel. Ich gehe künftig nicht mehr [schonend] an ihm vorüber.
Amos7/9Amos Dann veröden die Höhen Isaaks, und die Heiligtümer Israels liegen in Trümmern, und gegen das Haus Jerobeams erhebe ich mich mit dem Schwert.
Amos7/10Amos Da sandte Amazja, der Priester von Bethel, zu Jerobeam, dem König von Israel, und ließ sagen: Amos betreibt eine Verschwörung gegen dich mitten im Haus Israel. Das Land kann all
seine Worte nicht ertragen. Amos7/11Amos Denn so spricht Amos: Durchs Schwert wird Jerobeam sterben, und Israel wird ganz bestimmt aus seinem Land gefangen wegziehen. Amos7/12Amos Und Amazja
sagte zu Amos: Seher, geh, flieh schnell in das Land Juda! Iß dort dein Brot, und dort magst du weissagen! Amos7/13Amos Aber in Bethel sollst du künftig nicht mehr weissagen; denn das Heiligtum
des Königs ist hier und hier ist der Tempel des Königreiches. Amos7/14Amos Da antwortete Amos und sagte zu Amazja: Ich bin kein Prophet und bin kein Prophetensohn, sondern ein Viehhirte bin ich
und ein Maulbeerfeigenzüchter. Amos7/15Amos Aber der HERR holte mich hinter dem Kleinvieh weg, und der HERR sprach zu mir: Geh hin, weissage meinem Volk Israel! - Amos7/16Amos Und nun höre das
Wort des HERRN: Du sagst, du sollst nicht weissagen über Israel und sollst nicht reden über das Haus Isaak. Amos7/17Amos Darum, so spricht der HERR: Deine Frau wird zur Hure werden in der Stadt,
und deine Söhne und deine Töchter werden durchs Schwert fallen, dein Land wird mit der Meßschnur verteilt werden, und du selbst wirst in einem unreinen Land sterben; und Israel wird gewiß aus
seinem Land gefangen wegziehen.
Das vierte Gesicht: Das baldige Gericht über Samaria.
\8\
Amos8/1Amos So ließ der Herr, HERR, mich sehen: Siehe, ein Korb mit Sommerobst. Amos8/2Amos Und er sprach: Was siehst du, Amos? Und ich sagte: Einen Korb mit Sommerobst. Da sprach der HERR zu
mir: Das Ende für mein Volk Israel ist gekommen, ich werde nicht mehr länger [schonend] an ihm vorübergehen. Amos8/3Amos Und zu Geheul werden die Gesänge des Palastes an jenem Tag, spricht der
Herr, HERR. Leichen in Menge. Überall wirft man [sie] hin. - Still!
Amos8/4Amos Hört dies, die ihr den Armen tretet und [darauf aus seid], die Elenden im Land zu vernichten, Amos8/5Amos und sagt: Wann ist der Neumond vorüber, dass wir Getreide verkaufen, und der
Sabbat, dass wir Korn anbieten; um das Efa zu verkleinern und den Schekel zu vergrößern und die Waage [zum] Betrug zu fälschen, Amos8/6Amos um die Geringen für Geld und den Armen für ein Paar
Schuhe zu kaufen, und damit wir den Abfall des Korns verkaufen?
Amos8/7Amos Geschworen hat der HERR beim Stolz Jakobs: Wenn ich alle ihre Taten jemals vergessen werde! Amos8/8Amos Sollte darüber nicht die Erde erbeben und jeder trauern, der auf ihr wohnt? -
dass sie sich insgesamt erhebt wie der Strom und aufwogt und zurücksinkt wie der Strom Ägyptens?
Amos8/9Amos An jenem Tag wird es geschehen, spricht der Herr, HERR, da lasse ich die Sonne am Mittag untergehen und bringe Finsternis über die Erde am lichten Tag. Amos8/10Amos Und ich verwandle
eure Feste in Trauer und alle eure Gesänge in Totenklage und bringe auf alle Hüften Sacktuch und auf jeden Kopf eine Glatze. Und ich mache es wie bei der Trauer um den einzigen [Sohn] und das
Ende davon wie einen bittern Tag.
Amos8/11Amos Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, HERR, da sende ich Hunger ins Land, nicht einen Hunger nach Brot und nicht einen Durst nach Wasser, sondern [danach], die Worte des HERRN zu
hören. Amos8/12Amos Und sie werden wanken von Meer zu Meer und vom Norden bis zum Osten. Sie werden umherschweifen, um das Wort des HERRN zu suchen, und werden es nicht finden.
Amos8/13Amos An jenem Tag sinken die schönen Jungfrauen und die jungen Männer vor Durst ohnmächtig hin, Amos8/14Amos die da bei der Schuld Samarias schwören und sagen: So wahr dein Gott lebt,
Dan! und: So wahr der Weg nach Beerscheba lebt! Sie werden fallen und nicht mehr aufstehen.
Das fünfte Gesicht: Das sichere Eintreffen des Gerichts - Zerstreuung Israels.
\9\
Amos9/1Amos Und ich sah den Herrn am Altar stehen, und er sprach: Schlage auf das Kapitell, dass die Schwellen beben, und zerschmettere sie auf ihrer aller Kopf! Und ihren Rest werde ich mit dem
Schwert umbringen. Kein Flüchtling von ihnen wird entfliehen, und kein Entkommener von ihnen wird sich in Sicherheit bringen. Amos9/2Amos Wenn sie in den Scheol einbrechen, wird meine Hand sie
von dort holen. Und wenn sie in den Himmel hinaufsteigen, werde ich sie von dort herunterbringen. Amos9/3Amos Und wenn sie sich auf dem Gipfel des Karmel verbergen, werde ich sie von dort
hervorsuchen und holen. Und wenn sie sich auf dem Grund des Meeres vor meinen Augen verstecken, werde ich von dort der Schlange befehlen, sie zu beißen. Amos9/4Amos Und wenn sie vor ihren Feinden
her in Gefangenschaft ziehen, werde ich von dort dem Schwert befehlen, sie umzubringen. Und ich werde mein Auge auf sie richten zum Bösen und nicht zum Guten.
Amos9/5Amos Und der Herr, der HERR der Heerscharen, der die Erde anrührt, dass sie wankt, dass alle, die auf ihr wohnen, trauern, dass sie sich überall erhebt wie der Strom und zurücksinkt wie
der Strom Ägyptens; Amos9/6Amos der seine Stufe im Himmel baut und die Grundmauern seiner Gewölbe auf der Erde legt, der die Wasser des Meeres ruft und sie ausgießt über die Fläche der Erde:
Jahwe ist sein Name.
Amos9/7Amos Seid ihr mir nicht wie die Söhne der Kuschiten, [ihr] Söhne Israel? spricht der HERR. Habe ich nicht Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt und die Philister aus Kaftor und Aram
aus Kir? Amos9/8Amos Siehe, die Augen des Herrn, HERRN, [sehen] auf das sündige Königreich, und ich will es von der Fläche des Erdbodens ausrotten, - nur dass ich das Haus Jakob nicht völlig
ausrotten will, spricht der HERR. Amos9/9Amos Denn siehe, ich will befehlen und will das Haus Israel unter allen Nationen schütteln, wie man mit einem Sieb schüttelt, und nicht ein Steinchen
fällt zur Erde. Amos9/10Amos Alle Sünder meines Volkes werden durchs Schwert sterben, die da sagen: Du wirst das Unglück nicht herbeiführen, und bis zu uns wirst du [es] nicht herankommen
lassen.
Das kommende Königreich und die Wiederherstellung Israels.
Amos9/11Amos An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf, ihre Risse vermauere ich, und ihre Trümmer richte ich auf, und ich baue sie wie in den Tagen der Vorzeit, Amos9/12Amos damit
sie den Überrest Edoms und all die Nationen in Besitz nehmen, über denen mein Name ausgerufen war, spricht der HERR, der dies tut.
Amos9/13Amos Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da rückt der Pflüger nahe an den Schnitter heran und der Traubentreter an den Sämann, und die Berge triefen von Most, und alle Hügel zerfließen.
Amos9/14Amos Da wende ich das Geschick meines Volkes Israel. Sie werden die verödeten Städte aufbauen und bewohnen und Weinberge pflanzen und deren Wein trinken und Gärten anlegen und deren
Frucht essen. Amos9/15Amos Ich pflanze sie in ihr Land ein. Und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein
Gott.
1.31 Obadja
Drohendes Gericht über Edom, dessen Ursache und Vollzug am Tag des HERRN
Jes 21,11.12; 34,5-17; Jer 49,7-22; Hes 25,12-14; 35; Am 1,11.12
\1\
1/1Obad Gesicht Obadjas:
So spricht der Herr, HERR, über Edom: - Eine Kunde haben wir vom HERRN gehört, und ein Bote ist unter die Nationen gesandt worden: `Macht euch auf, lasst uns gegen Edom aufstehen zum Krieg! -
Obad1/2Obad Siehe, ich habe dich klein gemacht unter den Nationen, sehr verachtet bist du. Obad1/3Obad Der Übermut deines Herzens hat dich betrogen, [dich,] der in den Schlupfwinkeln der Felsen
wohnt, in der Höhe seinen Sitz hat und in seinem Herzen spricht: Wer wird mich zur Erde hinabstürzen? Obad1/4Obad Wenn du dein Nest auch hoch bautest wie der Adler und wenn es zwischen die Sterne
gesetzt wäre: ich werde dich von dort hinabstürzen, spricht der HERR. Obad1/5Obad Wenn Diebe über dich kämen, wenn bei Nacht Räuber [kämen], - wie bist du vernichtet! - würden sie nicht [bloß]
ihren Bedarf stehlen? Wenn Weinleser über dich kämen, würden sie nicht eine Nachlese übriglassen? Obad1/6Obad Wie sind die [von] Esau durchsucht, [wie] durchstöbert sind ihre
Verstecke!
Obad1/7Obad Bis an die Grenze haben dich getrieben alle deine Bundesgenossen; betrogen, überwältigt haben dich deine Freunde; [die] dein Brot [aßen], sie legten eine Fußangel unter dir aus: `Es
ist keine Einsicht in ihm. Obad1/8Obad Werde ich nicht an jenem Tag, spricht der HERR, die Weisen aus Edom vertilgen und die Einsicht vom Gebirge Esaus? Obad1/9Obad Und deine Helden, Teman,
werden verzagen, damit jedermann vom Gebirge Esaus ausgerottet werde durch Mord. Obad1/10Obad Wegen der Gewalttat an deinem Bruder Jakob bedeckt dich Schande, und du wirst ausgerottet werden für
ewig. Obad1/11Obad An dem Tag, als du abseits standest, an dem Tag, als Fremde sein Heer gefangen wegführten und Ausländer in seine Tore kamen und über Jerusalem das Los warfen, da warst auch du
wie einer von ihnen. Obad1/12Obad Und [nun] sieh nicht [schadenfroh] auf den Tag deines Bruders, auf den Tag seines Missgeschicks! Und freue dich nicht über die Söhne Juda am Tag ihrer
Vernichtung und reiß nicht dein Maul auf am Tag der Not! Obad1/13Obad Und komm nicht in das Tor meines Volkes am Tag ihres Verderbens, und gerade du sieh nicht [schadenfroh] auf sein Unheil am
Tag seines Verderbens und strecke [deine Hand] nicht nach seiner Habe aus am Tag seines Verderbens! Obad1/14Obad Und steh nicht am Engpass, um seine Flüchtlinge auszurotten, und liefere seine
Entronnenen nicht aus am Tag der Not! - Obad1/15Obad Denn nahe ist der Tag des HERRN über alle Nationen. Wie du getan hast, wird dir getan werden. Dein Tun wird auf deinen Kopf
zurückkehren.
Obad1/16Obad Denn wie ihr getrunken habt auf meinem heiligen Berg, so werden alle Nationen immerfort trinken; ja, sie werden trinken und schlürfen. Und sie werden sein, als wären sie nie
gewesen.
Obad1/17Obad Aber auf dem Berg Zion wird Rettung sein, und er wird heilig sein. Und die vom Haus Jakob werden ihre Besitztümer [wieder] in Besitz nehmen. Obad1/18Obad Und das Haus Jakob wird ein
Feuer sein und das Haus Joseph eine Flamme. Das Haus Esau aber wird zu Stroh. Und sie werden sie in Brand setzen und sie verzehren. Und das Haus Esau wird keinen Entronnenen haben. Denn der HERR
hat geredet. Obad1/19Obad Und sie werden den Süden, das Gebirge Esaus, in Besitz nehmen und die Niederung, [das Gebiet der] Philister; und sie werden das Gebiet Ephraims und das Gebiet Samarias
in Besitz nehmen, und Benjamin [wird] Gilead [in Besitz nehmen]. Obad1/20Obad Und die Weggeführten dieses Heeres der Söhne Israel werden in Besitz nehmen, was den Kanaanitern gehört, bis Zarpat,
und die Weggeführten von Jerusalem, die in Sefarad sind, die Städte des Südens. Obad1/21Obad Und es werden Retter hinaufziehen auf den Berg Zion, um das Gebirge Esaus zu richten. Und die
Königsherrschaft wird dem HERRN gehören.
1.32 Jona.
Jonas Ungehorsam und Bestrafung.
\1\
1/1Jona Und das Wort des HERRN geschah zu Jona, dem Sohn des Amittai: Jona1/2Jona Mache dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und verkündige gegen sie! Denn ihre Bosheit ist vor mich
aufgestiegen.
Jona1/3Jona Aber Jona machte sich auf, um nach Tarsis zu fliehen, weg vom Angesicht des HERRN. Und er ging nach Jafo hinab, fand ein Schiff, das nach Tarsis fuhr, gab den Fahrpreis dafür und
stieg hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weg vom Angesicht des HERRN.
Jona1/4Jona Da warf der HERR einen gewaltigen Wind auf das Meer, und es entstand ein großer Sturm auf dem Meer, so dass das Schiff zu zerbrechen drohte. Jona1/5Jona Da fürchteten sich die
Seeleute und schrieen um Hilfe, jeder zu seinem Gott. Und sie warfen die Geräte, die im Schiff waren, ins Meer, um ihre schwierige Lage zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum
hinabgestiegen, hatte sich hingelegt und schlief fest. Jona1/6Jona Da trat der Kapitän an ihn heran und sagte zu ihm: Was ist mit dir, du Schläfer? Steh auf, ruf deinen Gott an! Vielleicht wird
der Gott sich auf uns besinnen, so dass wir nicht umkommen. Jona1/7Jona Und sie sagten einer zum anderen: Kommt und laßt uns Lose werfen, damit wir erkennen, um wessentwillen dieses Unglück uns
[trifft]! Und sie warfen Lose, und das Los fiel auf Jona.
Jona1/8Jona Da sagten sie zu ihm: Teile uns doch mit, durch wessen [Schuld] dieses Unglück uns [trifft]! Was ist dein Beruf, und woher kommst du? Was ist dein Land, und von welchem Volk bist du?
Jona1/9Jona Und er sagte zu ihnen: Ich bin ein Hebräer, und ich fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das trockene [Land] gemacht hat. Jona1/10Jona Da fürchteten sich die
Männer mit großer Furcht und sagten zu ihm: Was hast du da getan! Die Männer hatten nämlich erfahren, dass er vor dem Angesicht des HERRN auf der Flucht war, denn er hatte es ihnen mitgeteilt.
Jona1/11Jona Und sie sagten zu ihm: Was sollen wir [mit] dir tun, damit das Meer uns in Ruhe läßt? ~ Denn das Meer wurde immer stürmischer. Jona1/12Jona Da sagte er zu ihnen: Nehmt mich und werft
mich ins Meer! Dann wird das Meer euch in Ruhe lassen; denn ich habe erkannt, dass dieser große Sturm um meinetwillen über euch [gekommen ist]. Jona1/13Jona Und die Männer ruderten mit aller
Kraft, um [das Schiff] ans trockene [Land] zurückzubringen. Aber sie konnten es nicht, weil das Meer immer stürmischer gegen sie anging. Jona1/14Jona Da riefen sie zum HERRN und sagten: Ach,
HERR, laß uns doch nicht umkommen um der Seele dieses Mannes willen und bringe nicht unschuldiges Blut über uns! Denn du, HERR, hast getan, wie es dir gefallen hat. Jona1/15Jona Und sie nahmen
Jona und warfen ihn ins Meer. Da ließ das Meer ab von seinem Wüten. Jona1/16Jona Und die Männer fürchteten den HERRN mit großer Furcht, und sie brachten dem HERRN Schlachtopfer dar und gelobten
[ihm] Gelübde.
Jonas Gebet und Errettung.
\2\
Jona2/1Jona Und der HERR bestellte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen; und Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches. Jona2/2Jona Und Jona betete zum HERRN, seinem Gott, aus
dem Bauch des Fisches Jona2/3Jona und sprach:
Ich rief aus meiner Bedrängnis zum HERRN, und er antwortete mir. Aus dem Schoß des Scheol schrie ich um Hilfe ~ du hörtest meine Stimme.
Jona2/4Jona Und du hattest mich [in] die Tiefe geworfen, in das Herz der Meere, und Strömung umgab mich. Alle deine Wogen und deine Wellen gingen über mich dahin.
Jona2/5Jona Da sprach ich: Verstoßen bin ich von deinen Augen hinweg, dennoch werde ich wieder hinblicken zu deinem heiligen Tempel.
Jona2/6Jona Wasser umfingen mich bis an die Seele, die Tiefe umschloß mich, Seetang schlang sich um mein Haupt.
Jona2/7Jona Zu den Gründen der Berge sank ich hinab. Der Erde Riegel waren hinter mir auf ewig [geschlossen]. Da führtest du mein Leben aus der Grube herauf, HERR, mein Gott.
Jona2/8Jona Als meine Seele in mir verschmachtete, dachte ich an den HERRN. Und mein Gebet kam zu dir, in deinen heiligen Tempel.
Jona2/9Jona Die, die nichtige Götzen verehren, verlassen ihre Gnade.
Jona2/10Jona Ich aber will dir Opfer bringen mit der Stimme des Lobes; was ich gelobt habe, werde ich erfüllen. Bei dem HERRN ist Rettung.
Jona2/11Jona Und der HERR befahl dem Fisch, und er spie Jona auf das trockene [Land] aus.
Jonas Bußpredigt in Ninive.
\3\
Jona3/1Jona Da geschah das Wort des HERRN zum zweiten Mal zu Jona: Jona3/2Jona Mache dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und ruf ihr die Botschaft zu, die ich dir sagen
werde.
Jona3/3Jona Da machte Jona sich auf und ging nach Ninive, gemäß dem Wort des HERRN. Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tage zu durchwandern. Jona3/4Jona Und Jona begann, in die Stadt
hineinzugehen, eine Tagereise [weit]. Und er rief und sprach: Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört! Jona3/5Jona Da glaubten die Leute von Ninive an Gott; und sie riefen ein Fasten aus und
kleideten sich in Sacktuch von ihrem Größten bis zu ihrem Kleinsten. Jona3/6Jona Und das Wort erreichte den König von Ninive; und er stand von seinem Thron auf, legte seinen Mantel ab, hüllte
sich in Sacktuch und setzte sich in den Staub. Jona3/7Jona Und er ließ in Ninive auf Befehl des Königs und seiner Großen ausrufen und sagen: Menschen und Vieh, Rinder und Schafe sollen gar nichts
zu sich nehmen, sie sollen nicht weiden und kein Wasser trinken! Jona3/8Jona Und Menschen und Vieh sollen mit Sacktuch bedeckt sein und sollen mit [aller] Kraft zu Gott rufen; und sie sollen
umkehren, jeder von seinem bösen Weg und von der Gewalttat, die an seinen Händen ist. Jona3/9Jona Wer weiß, [vielleicht] wendet sich Gott und läßt es sich gereuen und kehrt um von der Glut seines
Zornes, so dass wir nicht umkommen.
Jona3/10Jona Und Gott sah ihre Taten, dass sie von ihrem bösen Weg umkehrten. Und Gott ließ sich das Unheil gereuen, das er ihnen zu tun angesagt hatte, und er tat es nicht.
Jonas Verdruß und Zurechtweisung.
\4\
Jona4/1Jona Und es mißfiel Jona sehr, und er wurde zornig. Jona4/2Jona Und er betete zum HERRN und sagte: Ach, HERR! War das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Land war? Deshalb floh ich
schnell nach Tarsis! Denn ich wußte, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und groß an Güte, und einer, der sich das Unheil gereuen läßt. Jona4/3Jona Und nun, HERR,
nimm doch meine Seele von mir! Denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe! Jona4/4Jona Und der HERR sprach: Ist es recht, dass du zornig bist?
Jona4/5Jona Und Jona ging aus der Stadt hinaus und ließ sich östlich von der Stadt nieder. Und er machte sich dort eine Hütte; und er saß darunter im Schatten, bis er sähe, was mit der Stadt
geschehen würde. Jona4/6Jona Da bestellte Gott, der HERR, einen Rizinus und ließ ihn über Jona emporwachsen, damit Schatten über seinem Kopf sei, ihn von seinem Mißmut zu befreien. Und Jona
freute sich über den Rizinus mit großer Freude. ~ Jona4/7Jona Aber Gott bestellte am folgenden Tag einen Wurm, beim Aufgang der Morgenröte; der stach den Rizinus, so dass er verdorrte.
Jona4/8Jona Und es geschah, als die Sonne aufging, da bestellte Gott einen sengenden Ostwind, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, so dass er ermattet niedersank. Und er wünschte, dass seine
Seele stürbe, und sagte: Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe!
Jona4/9Jona Und Gott sprach zu Jona: Ist es recht, dass du wegen des Rizinus zornig bist? Und er sagte: Mit Recht bin ich zornig bis zum Tod! Jona4/10Jona Und der HERR sprach: Du bist betrübt
wegen des Rizinus, um den du dich nicht gemüht und den du nicht großgezogen hast, der als Sohn einer Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zugrunde ging. Jona4/11Jona Und ich, ich sollte nicht
betrübt sein wegen der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120 000 Menschen sind, die nicht unterscheiden können zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh?
1.33 Micha
Gerichtsdrohung gegen Israel und Juda - Klage des Propheten
\1\
1/1Micha Das Wort des HERRN, das zu Micha aus Moreschet geschah in den Tagen des Jotam, Ahas und Hiskia, der Könige von Juda, das er über Samaria und Jerusalem schaute.
Micha1/2Micha Hört, all ihr Völker, merke auf, Erde, und [alles,] was sie füllt! Und der Herr, HERR, sei zum Zeugen gegen euch, der Herr aus seinem heiligen Palast! Micha1/3Micha Denn siehe, der
HERR geht aus von seiner Stätte, er steigt herab und schreitet auf den Höhen der Erde. Micha1/4Micha Und die Berge zerschmelzen unter ihm, und die Täler spalten sich, wie das Wachs vor dem Feuer,
wie Wasser, ausgegossen am Abhang. Micha1/5Micha Wegen des Verbrechens Jakobs [geschieht] das alles und wegen der Sünden des Hauses Israel. Von wem geht das Verbrechen Jakobs aus? Ist es nicht
Samaria? Und von wem die Höhen Judas? Ist es nicht Jerusalem? Micha1/6Micha So werde ich Samaria zu einem Trümmerhaufen [im] Feld machen, zu Weinbergpflanzungen, und ich werde seine Steine ins
Tal hinabstürzen und seine Grundfesten bloßlegen. Micha1/7Micha Und all seine geschnitzten Bilder werden zerschlagen und all seine [Huren]löhne mit Feuer verbrannt werden, und ich werde all seine
Götzenbilder zur Öde machen; denn es hat sie durch Hurenlohn gesammelt, zum Hurenlohn sollen sie wieder werden.
Micha1/8Micha Darum will ich klagen und heulen, will barfuß und nackt gehen. Ich will Wehklage halten wie die Schakale und Trauer wie die Strauße. Micha1/9Micha Denn unheilbar sind ihre Schläge;
ja, es kommt bis Juda, es reicht bis an das Tor meines Volkes, bis nach Jerusalem. Micha1/10Micha Berichtet es nicht in Gat, weint doch nicht! In Bet-Leafra wälze ich mich im Staub.
Micha1/11Micha Zieh vorüber, Bewohnerin von Schafir, in schändlicher Entblößung! Nicht ist ausgezogen die Bewohnerin von Zaanan; die Wehklage Bet-Ezels nimmt seinen Standort von euch weg.
Micha1/12Micha Ja, um ihren Besitz zittert die Bewohnerin von Marot, denn vom HERRN ist Unglück zum Tor Jerusalems herabgekommen. Micha1/13Micha Spanne die Wagenpferde an den Wagen, Bewohnerin
von Lachisch! Der Anfang der Sünde war es für die Tochter Zion; denn in dir sind die Verbrechen Israels gefunden worden. Micha1/14Micha Darum wirst du Moreschet-Gat ein Entlassungsgeschenk geben.
Die Häuser von Achsib werden zu einem trügerischen Bach für die Könige von Israel. Micha1/15Micha Noch werde ich den zu dir kommen lassen, der in Besitz nimmt, Bewohnerin von Marescha. Bis
Adullam wird die Herrlichkeit Israels kommen. Micha1/16Micha Mache dir eine Glatze und schere dich um der Kinder deiner Wonne willen, mache deine Glatze breit wie die des Geiers! Denn gefangen
sind sie von dir weggezogen.
Drohrede gegen die gewalttätigen Machthaber des Volkes
\2\
Micha2/1Micha Wehe denen, die Unheil ersinnen und böse Taten auf ihren Lagern! Beim Morgenlicht führen sie es aus, weil es in der Macht ihrer Hand steht. Micha2/2Micha Begehren sie Felder, sie
rauben [sie], und Häuser, sie nehmen [sie] weg; und sie üben Gewalt am Mann und seinem Haus, am Menschen und seinem Erbteil. Micha2/3Micha Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich ersinne gegen
diese Sippe Böses, aus dem ihr eure Hälse nicht ziehen und [unter dem] ihr nicht aufrecht gehen werdet; denn es ist eine böse Zeit. Micha2/4Micha An jenem Tag wird man einen Spruch über euch
anstimmen und ein klägliches Klagelied klagen. Man wird sagen: Wir sind völlig verwüstet. Den Besitzanteil meines Volkes vertauscht man. Wie entzieht man mir [das Land]! Zur Vergeltung verteilt
man unsere Felder. Micha2/5Micha Darum wirst du niemanden haben, der je die Meßschnur an einen Losanteil anlegt in der Versammlung des HERRN. Micha2/6Micha `Weissagt nicht! weissagen sie. In der
Art weissagt man nicht! Die Schmach wird [uns] nicht erreichen. Micha2/7Micha Darf man so etwas im Haus Jakob sagen? Ist der HERR etwa ungeduldig? Oder sind dies seine Taten? Sind seine Worte
nicht gütig gegen [ein Volk], das rechtschaffen lebt? Micha2/8Micha Aber längst [schon] lehnt sich mein Volk als Feind auf: vom Oberkleid zieht ihr den Mantel denen aus, die sorglos vorübergehen,
die vom Krieg zurückgekehrt sind; Micha2/9Micha die Frauen meines Volkes vertreibt ihr aus ihrem behaglichen Haus, von ihren Kindern nehmt ihr meine Zier für ewig. Micha2/10Micha Macht euch auf
und geht! Denn dies ist der Ruheort nicht um der Verunreinigung willen, die Verderben bringt, und zwar schlimmes Verderben. Micha2/11Micha Wenn da ein Mann wäre, der dem Wind [nach]läuft und
betrügerisch lügt: `Ich will dir weissagen von Wein und von Rauschtrank, der wäre ein Prophet dieses Volkes.
Zukünftige Sammlung des Überrestes Israels
Micha2/12Micha Sammeln, [ja,] sammeln will ich dich, ganz Jakob; versammeln, [ja,] versammeln werde ich den Überrest Israels. Ich werde ihn zusammenbringen wie Schafe im Pferch, wie eine Herde
mitten auf der Trift, so dass es von Menschen tosen wird. Micha2/13Micha Herauf zieht der Durchbrecher vor ihnen her; sie brechen durch und durchschreiten das Tor und gehen durch es hinaus; und
ihr König schreitet vor ihnen her, und der HERR an ihrer Spitze.
Drohrede gegen ungerechte Fürsten und falsche Propheten - Ankündigung der Zerstörung Jerusalems
\3\
Micha3/1Micha Und ich sprach: Hört doch, ihr Häupter Jakobs und ihr Anführer des Hauses Israel! Ist es nicht an euch, das Recht zu kennen, Micha3/2Micha die ihr das Gute haßt und das Böse liebt,
die ihr ihnen die Haut abzieht und das Fleisch von ihren Gebeinen? Micha3/3Micha Und [diejenigen], die das Fleisch meines Volkes fressen und ihre Haut von ihnen abstreifen und ihre Gebeine
zerbrechen und zerstückeln wie in einem Topf und wie Fleisch mitten im Kessel, Micha3/4Micha die werden dann zum HERRN um Hilfe schreien, aber er wird ihnen nicht antworten; und er wird in jener
Zeit sein Angesicht vor ihnen verbergen, ebenso wie sie ihre Taten böse gemacht haben.
Micha3/5Micha So spricht der HERR über die Propheten, die mein Volk irreführen: Wenn sie etwas zu beißen haben, rufen sie: Frieden! Wer ihnen aber nichts ins Maul gibt, gegen den heiligen sie
einen Krieg. Micha3/6Micha Darum soll es Nacht werden für euch, ohne Gesicht, und Finsternis soll es für euch werden, ohne Wahrsagung. Die Sonne wird über den Propheten untergehen und der Tag
über ihnen schwarz werden. Micha3/7Micha Und die Seher werden beschämt und die Wahrsager zuschanden werden. Sie alle werden den Bart verhüllen, weil keine Antwort Gottes da ist. Micha3/8Micha Ich
hingegen, ich bin mit Kraft erfüllt durch den Geist des HERRN, und mit Recht und Stärke, um Jakob zu verkünden sein Verbrechen und Israel seine Sünde.
Micha3/9Micha Hört doch dies, ihr Häupter des Hauses Jakob und ihr Anführer des Hauses Israel, die das Recht verabscheuen und alles Gerade krümmen, Micha3/10Micha die Zion mit Blut bauen und
Jerusalem mit Unrecht! Micha3/11Micha Seine Häupter richten für Bestechung, seine Priester lehren für Lohn, und seine Propheten wahrsagen für Geld. Und [dann] stützen sie sich auf den HERRN und
sagen: Ist der HERR [etwa] nicht in unserer Mitte? Kein Unglück wird über uns kommen! Micha3/12Micha Darum wird euretwegen Zion als Acker gepflügt werden, und Jerusalem wird zu Trümmerhaufen und
der Berg des Hauses zu Waldeshöhen werden.
Das zukünftige Friedensreich - Jerusalem nach dem Sieg über seine Feinde
V. 1-5: Jes 2,2-5
\4\
Micha4/1Micha Und am Ende der Tage wird es geschehen, da wird der Berg des Hauses des HERRN feststehen als Haupt der Berge, und erhaben wird er sein über die Hügel. Und Völker werden zu ihm
strömen, Micha4/2Micha und viele Nationen werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN und zum Haus des Gottes Jakobs, dass er uns aufgrund seiner Wege belehre! Und
wir wollen auf seinen Pfaden gehen. Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. Micha4/3Micha Und er wird richten zwischen vielen Völkern und Recht sprechen für
mächtige Nationen bis in die Ferne. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nie [mehr] wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie
werden das Kriegführen nicht mehr lernen. Micha4/4Micha Und sie werden sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und niemand wird sie aufschrecken. Denn der Mund des HERRN
der Heerscharen hat geredet. - Micha4/5Micha Ja, alle Völker leben, ein jedes im Namen seines Gottes. Wir aber leben im Namen des HERRN, unseres Gottes, für immer und ewig.
Micha4/6Micha An jenem Tag, spricht der HERR, sammle ich das Hinkende, und das Vertriebene bringe ich zusammen und [das,] dem ich Übles getan habe. Micha4/7Micha Und ich mache das Hinkende zu
einem Überrest und das Ermattete zu einer mächtigen Nation. Da wird der HERR König über sie sein auf dem Berg Zion, von da an bis in Ewigkeit. - Micha4/8Micha Und du, Herdenturm, du Hügel der
Tochter Zion, zu dir wird gelangen und zu dir wird kommen die frühere Herrschaft, das Königtum der Tochter Jerusalem.
Das Gericht und seine Wende - Der Herrscher der Endzeit aus Bethlehem
Micha4/9Micha Jetzt! Warum erhebst du ein Geschrei? Ist kein König in dir? Oder ist dein Ratgeber umgekommen, dass dich Wehen ergriffen haben wie eine Gebärende? Micha4/10Micha Kreiße und brülle,
Tochter Zion, wie eine Gebärende! Denn jetzt musst du aus der Stadt hinausziehen und auf [freiem] Feld wohnen und bis nach Babel kommen. Dort wirst du gerettet werden, dort wird der HERR dich aus
der Hand deiner Feinde erlösen.
Micha4/11Micha Aber jetzt! Da haben sich viele Nationen gegen dich versammelt, die sagen: Sie werde entweiht! und: Unsere Augen sollen an Zion [ihre Lust] sehen! Micha4/12Micha Aber sie kennen
nicht die Gedanken des HERRN und verstehen seinen Ratschluß nicht, dass er sie gesammelt hat wie Garben auf der Tenne. Micha4/13Micha Mache dich auf und drisch, Tochter Zion! Denn dein Horn mache
ich zu Eisen, und deine Hufe mache ich zu Bronze, damit du viele Völker zermalmst. Und ich werde ihren Raub dem HERRN weihen und ihr Vermögen dem Herrn der ganzen Erde.
Micha4/14Micha Jetzt! Ritze dich, Tochter der Kriegsschar! Man hat eine Belagerung gegen uns gerichtet; mit dem Stab schlagen sie den Richter Israels auf die Backe.
\5\
Micha5/1Micha Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir [der] hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von
der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Micha5/2Micha Darum wird er sie dahingeben bis zur Zeit, da eine Gebärende geboren hat und der Rest seiner Brüder zu den Söhnen Israel zurückkehrt.
Micha5/3Micha Und er wird auftreten und [seine Herde] weiden in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden [in Sicherheit] wohnen. Ja, jetzt wird er
groß sein bis an die Enden der Erde. Micha5/4Micha Dieser wird der [Herr] des Friedens sein - wenn Assur in unser Land kommt und wenn es in unsere Paläste tritt, dann werden wir sieben Hirten
dagegen aufstellen und acht Menschenfürsten; Micha5/5Micha und sie werden das Land Assur mit dem Schwert weiden und das Land Nimrods in seinen Toren - und er wird [uns] von Assur erretten, wenn
es in unser Land kommt und wenn es in unser Gebiet tritt.
Micha5/6Micha Und der Überrest Jakobs wird inmitten vieler Völker sein wie ein Tau vom HERRN, wie Regenschauer auf das Kraut, der nicht auf Menschen wartet und nicht auf Menschenkinder harrt.
Micha5/7Micha Und der Überrest Jakobs wird unter den Nationen, inmitten vieler Völker, sein wie ein Löwe unter den Tieren des Waldes, wie ein Junglöwe unter den Schafherden, der, wenn er
hindurchgeht, zertritt und zerreißt, und niemand errettet. Micha5/8Micha `Deine Hand sei erhoben über deine Gegner, und alle deine Feinde sollen ausgerottet werden!
Micha5/9Micha Und an jenem Tag wird es geschehen, spricht der HERR, da rotte ich deine Pferde aus deiner Mitte aus und lasse deine Kriegswagen verlorengehen; Micha5/10Micha da rotte ich die
Städte deines Landes aus und reiße alle deine Festungen nieder; Micha5/11Micha da rotte ich die Zaubereien aus deiner Hand aus, und du wirst keine Wahrsager mehr haben; Micha5/12Micha da rotte
ich deine Götzenbilder aus und deine Gedenksteine aus deiner Mitte, und du wirst dich nicht mehr niederwerfen vor dem Werk deiner Hände; Micha5/13Micha da reiße ich deine Ascherim aus deiner
Mitte und zerstöre deine Städte. Micha5/14Micha Und ich übe in Zorn und in Erregung Rache an den Nationen, die nicht gehört haben.
Anklage und Forderungen Gottes - Drohung gegen Jerusalem
\6\
Micha6/1Micha Hört doch, was der HERR sagt: `Mache dich auf, führe einen Rechtsstreit vor den Bergen und laß die Hügel deine Stimme hören! Micha6/2Micha Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des
HERRN, und ihr Uralten, ihr Grundfesten der Erde! Denn der HERR tritt in einen Rechtsstreit mit seinem Volk, und mit Israel wird er sich auseinandersetzen!
Micha6/3Micha `Mein Volk, was habe ich dir angetan, und womit habe ich dich ermüdet? Sage aus gegen mich! Micha6/4Micha Ja, ich habe dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt und aus dem Haus der
Sklaverei erlöst; und ich habe Mose, Aaron und Mirjam vor dir hergesandt. Micha6/5Micha Mein Volk, denk doch daran, was Balak, der König von Moab, beratschlagt, und was Bileam, der Sohn des Beor,
ihm antwortete, [denk an den Übergang] von Schittim bis Gilgal, damit du die gerechten Taten des HERRN erkennst!
Micha6/6Micha `Womit soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll ich vor ihn treten mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern? Micha6/7Micha Wird der HERR Gefallen haben
an Tausenden von Widdern, an Zehntausenden von Bächen Öls? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für mein Vergehen, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele?
Micha6/8Micha `Man hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was fordert der HERR von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Gott?
Micha6/9Micha Horch! Der HERR ruft der Stadt zu - Rettung ist es, deinen Namen zu fürchten -: Hört, was die [Zucht]rute ist und wer es [so] bestimmt hat! Micha6/10Micha Könnte ich je vergessen
den Schatz der Gottlosigkeit im Haus des Gottlosen und das schwindsüchtige, verwünschte Efa? Micha6/11Micha Sollte ich [sie] rein sprechen bei der Waage der Gottlosigkeit und bei einem Beutel mit
betrügerischen Gewichtsteinen? Micha6/12Micha Wo ihre Reichen voll Gewalttat sind und ihre Bewohner Lügen reden und ihre Zunge in ihrem Mund [nichts als] Betrug ist! Micha6/13Micha So will auch
ich dich unheilbar schlagen, dich öde machen um deiner Sünden willen. Micha6/14Micha Du wirst essen, aber nicht satt werden, und Hungergefühl wird in deinem Inneren [bleiben]. Und du wirst
fortschaffen und nicht retten; und was du rettest, werde ich dem Schwert hingeben. Micha6/15Micha Du wirst säen, aber nicht ernten; du wirst Oliven keltern, aber dich nicht mit Öl salben, und
Most [keltern], aber keinen Wein trinken.
Micha6/16Micha Und ihr haltet die Ordnungen Omris und alles Tun des Hauses Ahab, und ihr geht in ihren Ratschlägen, damit ich dich dem Entsetzen preisgebe und ihre Bewohner dem Gezisch; und ihr
werdet die Schmach meines Volkes tragen.
Klage Israels über seine Sünden und sein Vertrauen auf Gott
\7\ z Micha7/1Micha Wehe mir! Denn mir ist es ergangen wie beim Einsammeln des Obstes, wie bei der Nachlese der Weinernte: keine Traube zu essen, [keine] Frühfeige, die meine Seele begehrt!
Micha7/2Micha Verlorengegangen ist der Fromme aus dem Land, und da ist kein Rechtschaffener unter den Menschen: Sie alle lauern auf Bluttaten, sie jagen jeder seinen Bruder mit dem Netz.
Micha7/3Micha Auf das Böse sind beide Hände [aus], um es gut auszuführen. Der Oberste fordert, und der Richter [richtet] gegen Entgelt, und der Große entscheidet nach der Gier seiner eigenen
Seele, und sie flechten es ineinander. Micha7/4Micha Der Beste unter ihnen ist wie ein Dornstrauch, der Rechtschaffenste unter ihnen wie eine Dornhecke. [Aber] der Tag deiner Wächter kommt, deine
Heimsuchung. Dann wird ihre Verwirrung da sein.
Micha7/5Micha Glaubt nicht dem Gefährten, verlaßt euch nicht auf den Vertrauten! Vor der, die an deinem Busen liegt, hüte die Pforten deines Mundes! Micha7/6Micha Denn der Sohn behandelt den
Vater verächtlich, die Tochter erhebt sich gegen ihre Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter; die Feinde eines Mannes sind seine [eigenen] Hausgenossen.
Micha7/8Micha Ich aber, ich will nach dem HERRN ausschauen, will warten auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.
Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Denn bin ich gefallen, stehe ich wieder auf; wenn ich [auch] in Finsternis sitze, ist der HERR [doch] mein Licht. Micha7/9Micha Das Zürnen des HERRN
will ich tragen - denn ich habe gegen ihn gesündigt -, bis er meinen Rechtsstreit führt und mir Recht verschafft. Er wird mich herausführen an das Licht, ich werde seine Gerechtigkeit anschauen.
Micha7/10Micha Und meine Feindin soll es sehen, und Beschämung soll sie bedecken, die zu mir sprach: Wo ist der HERR, dein Gott? Meine Augen werden ihre Lust an ihr sehen; jetzt wird sie
zertreten wie Straßenkot.
Micha7/11Micha Ein Tag [kommt], deine Mauern aufzubauen. An jenem Tag wird die Schranke fern sein; Micha7/12Micha an jenem Tag, da wird man zu dir kommen von Assur und den Städten Mazors und von
Mazor bis zum Strom und von Meer zu Meer und von Gebirge zu Gebirge. Micha7/13Micha Und das Land wird zur Öde werden um seiner Bewohner willen, wegen der Frucht ihrer Taten.
Micha7/14Micha Weide dein Volk mit deinem Stab, die Herde deines Erbteils, die einsam im Wald wohnt, mitten im Fruchtland, dass sie weiden in Basan und Gilead wie in den Tagen der Vorzeit!
Micha7/15Micha Wie in den Tagen, als du aus dem Land Ägypten zogst, werde ich es Wunder sehen lassen. Micha7/16Micha Die Nationen sollen es sehen und beschämt werden trotz all ihrer Macht. Sie
werden die Hand auf den Mund legen, ihre Ohren werden taub sein; Micha7/17Micha sie werden Staub lecken wie die Schlange, wie die kriechenden [Tiere] der Erde; zitternd werden sie hervorkommen
aus ihren Burgen; zum HERRN, unserem Gott, werden sie sich bebend wenden und vor dir sich fürchten.
Micha7/18Micha Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem Überrest seines Erbteils! Nicht für immer behält er seinen Zorn, denn er hat Gefallen an Gnade. Micha7/19Micha
Er wird sich wieder über uns erbarmen, wird unsere Schuld niedertreten. Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. Micha7/20Micha Du wirst an Jakob Treue erweisen, an Abraham
Gnade, die du unseren Vätern geschworen hast von den Tagen der Vorzeit her.
1.34 Nahum.
Kap. 1-3: Jes 10,5-34; Zeph 2,13-15.
Vom Wesen Gottes - Strafe über seine Feinde.
\1\
Nahum1/1Nahum Ausspruch über Ninive. Das Buch der Schauung des Nahum aus Elkosch.
Nahum1/2Nahum Ein eifersüchtiger und rächender Gott ist der HERR, ein Rächer ist der HERR und voller Grimm. Rache übt der HERR an seinen Gegnern, und er grollt seinen Feinden. Nahum1/3Nahum Der
HERR ist langsam zum Zorn und groß an Kraft. Doch keinesfalls läßt der HERR ungestraft. - Im Sturmwind und im Unwetter ist sein Weg, und Gewölk ist der Staub seiner Füße. Nahum1/4Nahum Er bedroht
das Meer und legt es trocken. Alle Flüsse läßt er versiegen. Es welken Basan und Karmel, die Blüte des Libanon welkt. Nahum1/5Nahum Die Berge erbeben vor ihm, und die Hügel zerfließen. Vor seinem
Angesicht hebt sich die Erde, das Festland und alle, die darauf wohnen. Nahum1/6Nahum Wer kann vor seinem Groll bestehen, wer standhalten bei der Glut seines Zorns? Sein Grimm ergießt sich wie
Feuer, die Felsen bersten durch ihn.
Nahum1/7Nahum Gut ist der HERR. Er ist ein Zufluchtsort am Tag der Bedrängnis; und er kennt die, die sich bei ihm bergen. Nahum1/8Nahum Doch mit einer überschwemmenden Flut wird er ihrem Ort ein
Ende machen, und Finsternis wird seine Feinde verfolgen. Nahum1/9Nahum Was plant ihr gegen den HERRN? Ein Ende macht er. Nicht zweimal wird sich die Not erheben. Nahum1/10Nahum Denn wenn sie auch
wie Dornen verflochten sind und sich mit Ranken umwinden, sie sollen völlig verzehrt werden wie dürres Stroh. Nahum1/11Nahum Aus dir kam der hervor, der Böses plante gegen den HERRN, der
Heilloses riet. Nahum1/12Nahum So spricht der HERR: Wenn sie auch [noch so] unversehrt und noch so zahlreich sind, so sollen sie [doch] geschoren werden, und es ist vorüber! Habe ich dich auch
gedemütigt, ich werde dich nicht mehr demütigen. Nahum1/13Nahum Und nun, seine Jochstange auf dir zerbreche ich, und deine Fesseln zerreiße ich.
Nahum1/14Nahum Über dich aber hat der HERR geboten: Von deinem Namen soll kein Nachkomme mehr erstehen! Aus dem Haus deines Gottes werde ich das Götterbild und das gegossene Bild ausrotten. Ich
bereite dir das Grab, denn du bist nichts wert.
Die Zerstörung Ninives.
\2\
Nahum2/1Nahum Siehe, auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Heil verkündigt! Feiere deine Feste, Juda, erfülle deine Gelübde! Denn von nun an wird der Heillose nicht mehr durch dich
hindurchziehen; er ist vollständig ausgerottet.
Nahum2/2Nahum Der Zerstreuer zieht gegen dich herauf. Bewache die Festung, spähe aus auf den Weg, stärke deine Lenden, nimm all deine Kraft zusammen! - Nahum2/3Nahum Denn der HERR stellt die
Hoheit Jakobs ebenso wie die Hoheit Israels wieder her; denn Plünderer haben sie geplündert und haben ihre Weinranken zerstört. - Nahum2/4Nahum Die Schilde seiner Helden sind rot gefärbt, die
tapferen Männer sind in Karmesin gekleidet, die Wagen glänzen von Stahl am Tag seines Rüstens, und die Lanzen werden geschwungen. Nahum2/5Nahum Auf den Straßen rasen die Wagen, sie überrennen
sich auf den Plätzen. Ihr Aussehen ist wie Fackeln, wie Blitze fahren sie daher. - Nahum2/6Nahum Er bietet seine Mächtigen auf. Sie straucheln auf ihren Wegen, sie eilen zu ihrer Mauer. Schon ist
das Schutzdach aufgerichtet! Nahum2/7Nahum Die Flußtore sind geöffnet, und der Palast ist verzagt. Nahum2/8Nahum Es steht fest: Sie wird entblößt, sie wird weggeführt! Und ihre Mägde stöhnen wie
die Stimme der Tauben, wobei sie an ihre Brust schlagen. Nahum2/9Nahum Ninive war ja von jeher wie ein Wasserteich, und doch fliehen sie! - Bleibt stehen, bleibt stehen! Aber keiner sieht sich
um. Nahum2/10Nahum Plündert Silber, plündert Gold! Denn unendlich ist der Vorrat, der Reichtum an allen [möglichen] kostbaren Geräten. Nahum2/11Nahum Leere, Entleerung, Verheerung! Das Herz
zerfließt, und die Knie wanken! Beben in allen Hüften, und alle ihre Gesichter glühen. - Nahum2/12Nahum Wo ist [nun] die Lagerstätte der Löwen und die Futterstelle der Junglöwen, wo der Löwe
lebte, die Löwin [und] das Löwenjunge, und niemand sie aufschreckte? Nahum2/13Nahum Der Löwe raubte nach Bedarf für seine Jungen und erwürgte für seine Löwinnen. Und er füllte seine Höhlen mit
Raub und seine Verstecke mit Geraubtem.
Nahum2/14Nahum Siehe, ich [will] an dich! spricht der HERR der Heerscharen. Ich werde ihre Wagen in Rauch aufgehen lassen, und deine Junglöwen wird das Schwert verzehren. Und ich werde deinen
Raub von der Erde verschwinden lassen, und die Stimme deiner Boten wird nicht mehr gehört werden.
Schuld und Strafe Ninives.
\3\
Nahum3/1Nahum Wehe der Blutstadt! Ganz erfüllt mit Lüge [und] Gewalttat! Das Rauben hört nicht auf. - Nahum3/2Nahum Peitschenknall und lautes Rädergerassel! Jagende Pferde und springende Wagen,
Nahum3/3Nahum wilde Reiter, flammendes Schwert und blitzender Speer! Eine Menge von Erschlagenen, Haufen von Toten und Leichen ohne Ende! Man stolpert über ihre Leichen. Nahum3/4Nahum [All das]
wegen der vielen Hurereien der anmutigen Hure, der Zauberkünstlerin, die Völker verkaufte mit ihren Hurereien, und Sippen mit ihren Zauberkünsten.
Nahum3/5Nahum Siehe, ich [will] an dich! spricht der HERR der Heerscharen. Ich werde deine Säume aufdecken [bis] über dein Gesicht und werde die Nationen deine Blöße sehen lassen und die
Königreiche deine Schande. Nahum3/6Nahum Ich werde Abscheuliches auf dich werfen, dich verächtlich behandeln und dich zur Schau stellen. Nahum3/7Nahum Und es wird geschehen, jeder, der dich
sieht, wird von dir wegfliehen und wird sagen: Ninive ist verwüstet! Wer wird ihr Teilnahme bekunden? Woher soll ich dir Tröster suchen?
Nahum3/8Nahum Bist du besser als No-Amon, das an den Strömen lag, von Wasser umgeben? Das Meer war sein Bollwerk, aus Meer bestand seine Mauer. Nahum3/9Nahum Kusch war seine Stärke und Ägypter in
zahlloser Menge, Put und die Libyer waren seine Hilfe. Nahum3/10Nahum Auch diese [Stadt] ist in die Verbannung, in die Gefangenschaft gezogen. Auch seine Kinder wurden an allen Straßenecken
zerschmettert. Und über ihre Vornehmen warf man das Los, und all seine Großen wurden mit Ketten gefesselt. Nahum3/11Nahum Auch du wirst trunken werden, wirst umnachtet sein; auch du wirst
Zuflucht suchen vor dem Feind.
Nahum3/12Nahum Alle deine Festungen sind Feigenbäume mit Frühfeigen: Wenn sie geschüttelt werden, fallen sie dem Esser in den Mund. Nahum3/13Nahum Siehe, dein [Kriegs]volk - Weiber [sind sie] in
deiner Mitte! Für deine Feinde sind die Tore deines Landes weit geöffnet, Feuer verzehrt deine Riegel. Nahum3/14Nahum Schöpfe dir Wasser für die Belagerung, verstärke deine Festungswerke, tritt
den Ton und stampfe den Lehm, greif zur Ziegelform! Nahum3/15Nahum Dabei wird das Feuer dich verzehren, das Schwert dich ausrotten, dich verzehren wie der Abfresser. Vermehre dich [ruhig] wie der
Abfresser, vermehre dich wie die Heuschrecke! Nahum3/16Nahum Du hast deine Kaufleute zahlreicher werden lassen als die Sterne des Himmels: der Abfresser schlüpft aus und fliegt davon.
Nahum3/17Nahum Deine Höflinge sind wie die Heuschrecken und deine Beamten wie Heuschreckenschwärme, die sich an den Mauern niederlassen am Tag des Frostes. Geht die Sonne auf, so entfliehen sie,
und man kennt ihren Ort nicht. Wo sind sie? Nahum3/18Nahum Deine Hirten schlummern, König von Assur. Deine Mächtigen liegen da. Dein Volk ist auf den Bergen zerstreut, und niemand sammelt es.
Nahum3/19Nahum Keine Heilung für deinen Bruch! Dein Schlag ist tödlich! Alle, die die Nachricht von dir hören, klatschen über dich in die Hände. Denn über wen ist deine Bosheit nicht ständig
ergangen?
1.35 Habakuk.
Klage des Propheten über Unrecht und Gewalt und Gottes Antwort.
\1\
Habak1/1Habak Der Ausspruch, den der Prophet Habakuk geschaut hat.
Habak1/2Habak Wie lange, HERR, rufe ich schon um Hilfe, und du hörst nicht! [Wie lange] schreie ich zu dir: Gewalttat! - doch du rettest nicht? Habak1/3Habak Warum läßt du mich Unrecht sehen und
schaust dem Verderben zu, so dass Verwüstung und Gewalttat vor mir sind, Streit entsteht und Zank sich erhebt? Habak1/41Habak Darum erstirbt die Weisung, und [der gerechte] Rechtsspruch kommt nie
mehr heraus. Denn der Gottlose kreist den Gerechten ein; darum kommt ein verdrehter Rechtsspruch heraus.
Habak1/5Habak Seht [euch um] unter den Nationen und schaut zu und stutzt, [ja,] staunt! Denn ich wirke ein Werk in euren Tagen - ihr glaubtet es nicht, wenn es erzählt würde. Habak1/6Habak Denn
siehe, ich lasse die Chaldäer erstehen, die grimmige und ungestüme Nation, die die Weiten der Erde durchzieht, um Wohnplätze in Besitz zu nehmen, die ihr nicht gehören. Habak1/7Habak Schrecklich
und furchtbar ist sie. Von ihr selbst gehen ihr Recht und ihre Hoheit aus. Habak1/8Habak Und schneller als Leoparden sind ihre Pferde und angriffslustiger als Wölfe am Abend. Es stampfen ihre
Pferde, ihre Pferde kommen von fern her, fliegen herbei wie ein Adler, der sich auf den Fraß stürzt. Habak1/9Habak Jeder kommt zur Gewalttat. Ihre Front strebt [unaufhaltsam] vorwärts, und
Gefangene rafft sie zusammen wie Sand. Habak1/10Habak Mit den Königen treibt sie ihren Spott, und Fürsten sind ihr ein Gelächter. Über jede Festung lacht sie, schüttet einen Erdwall auf und nimmt
sie ein. Habak1/11Habak Dann fährt sie daher wie der Wind und zieht weiter und verheert: so ist der, dem die eigene Kraft sein Gott ist!
Erneute Klage des Propheten und erneute Antwort Gottes.
Habak1/12Habak Bist du nicht von alters her, o HERR, mein Gott, mein Heiliger? Wir werden nicht sterben? HERR, du hast sie zum Gericht eingesetzt und, o Fels, zur Züchtigung sie bestimmt.
Habak1/13Habak Du hast zu reine Augen, um Böses mitansehen zu können, und Verderben vermagst du nicht anzuschauen. Warum schaust du [dann] den Räubern zu, schweigst, wenn der Gottlose den
verschlingt, der gerechter ist als er? Habak1/14Habak Machst du doch die Menschen wie die Fische des Meeres, wie die Kriechtiere, die keinen Herrscher haben. Habak1/15Habak Sie alle holt er mit
der Angel herauf, er schleppt sie mit seinem Fangnetz fort und sammelt sie ein in seinem Garn; darüber freut er sich und jubelt. Habak1/16Habak Darum schlachtet er für sein Netz [Schlachtopfer]
und läßt für sein Garn Rauchopfer aufsteigen, denn durch sie ist sein Anteil fett und feist seine Speise. Habak1/17Habak Soll er darum sein Netz ausleeren, und zwar ständig, um Nationen ohne
Mitleid hinzumorden?
\2\
Habak2/1Habak Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage erhalte. -
Habak2/2Habak Und der HERR erwiderte mir und sprach: Schreib das Gesicht auf, und zwar deutlich auf die Tafeln, damit man es geläufig lesen kann. Habak2/3Habak Denn das Gesicht gilt erst für die
festgesetzte Zeit, und es strebt auf das Ende hin und lügt nicht. Wenn es sich verzögert, warte darauf; denn kommen wird es, es wird nicht ausbleiben. Habak2/4Habak Siehe, die [verdiente] Strafe
für den, der nicht aufrichtig ist! Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. Habak2/5Habak Wieviel weniger wird der Gewalttätige, der Treulose, der anmaßende Mann zum Ziel kommen, er,
der seinen Schlund weit aufsperrt wie der Scheol und der wie der Tod ist und nie sich satt frißt! Und er rafft an sich alle Nationen und sammelt zu sich alle Völker. Weherufe gegen die Sünden der
Menschen
Habak2/6Habak Werden nicht diese alle über ihn ein Spottlied anheben, wobei sie mit Rätselfragen auf ihn anspielen? Und man wird sagen:
Weh dem, der aufhäuft, was nicht sein ist, - wie lange noch? - und der Pfandschuld auf sich lädt! Habak2/7Habak Werden nicht plötzlich [solche] aufstehen, die dir Zins auferlegen, und [solche]
aufwachen, die dich zittern lassen? Da wirst du ihnen zur Beute werden. Habak2/8Habak Weil du selbst viele Nationen ausgeraubt hast, werden alle übrigen Völker dich ausrauben wegen der Blutschuld
an den Menschen und wegen der Vergewaltigung des Landes, der Stadt und all ihrer Bewohner.
Habak2/9Habak Weh dem, der unrechten Gewinn macht, - [zum] Unheil für sein Haus! - um sein Nest in der Höhe anzulegen, um sich [damit] vor der Hand des Unheils zu retten! Habak2/10Habak Zur
Schande für dein Haus hast du die Ausrottung vieler Völker beschlossen und so gegen dich selbst gesündigt. Habak2/11Habak Ja, der Stein schreit um Hilfe aus der Mauer, und der Sparren gibt ihm
Antwort aus dem Holzwerk.
Habak2/12Habak Weh dem, der eine Stadt mit Blut baut, und eine Ortschaft auf Unrecht gründet! Habak2/13Habak Siehe, [kommt das] nicht von dem HERRN der Heerscharen, dass [dann] Völker fürs Feuer
sich abmühen und Völkerschaften für nichts sich plagen? - Habak2/14Habak Denn die Erde wird davon erfüllt sein, die Herrlichkeit des HERRN zu erkennen, wie die Wasser den Meeresgrund
bedecken.
Habak2/15Habak Weh dem, der anderen zu trinken gibt, indem er berauschendes Gift beimischt und sie auch trunken macht, um sich ihre Blöße anzuschauen! Habak2/16Habak Du hast an Schande dich
gesättigt statt an Ehre. So trinke denn auch du und zeige deine Vorhaut! Der Becher der Rechten des HERRN kommt [nun] zu dir, und schimpfliche Schande [kommt] über deine Herrlichkeit.
Habak2/17Habak Denn die Gewalttat am Libanon wird dich bedecken und die Vernichtung der Tiere wird dich zerschmettern wegen der Blutschuld an den Menschen und wegen der Vergewaltigung des Landes,
der Stadt und all ihrer Bewohner.
Habak2/18Habak Was nützt ein Götterbild [und] dass sein Bildner es geschnitzt hat? [Was nützt] ein gegossenes Bild und ein Lügenlehrer [und] dass der Bildner seines Gebildes darauf vertraut,
während er doch stumme Götzen anfertigt? Habak2/19Habak Weh dem, der zum Holz sagt: Wache auf! - zum schweigenden Stein: Erwache! - Der sollte wahrsagen? Gewiß, er ist mit Gold und Silber
überzogen, doch fehlt seinem Inneren jeglicher Odem. Habak2/20Habak Der HERR aber ist in seinem heiligen Palast. Schweige vor ihm, ganze Erde!
Psalmgebet des Propheten.
\3\
Habak3/1Habak Gebet des Propheten Habakuk nach Schigjonot.
Habak3/2Habak HERR, ich habe deine Botschaft vernommen. Ich habe, HERR, dein Werk gesehen. Inmitten der Jahre verwirkliche es, inmitten der Jahre mache es offenbar! Im Zorn gedenke des Erbarmens!
-
Habak3/3Habak Gott kommt von Teman her und der Heilige vom Gebirge Paran. Sela. Seine Hoheit bedeckt die Himmel, und sein Ruhm erfüllt die Erde.
Habak3/4Habak Da entsteht ein Glanz, dem Licht [der Sonne] gleich, Strahlen ihm zur Seite, und in ihnen verbirgt sich seine Macht.
Habak3/5Habak Vor ihm her geht die Pest, und die Seuche zieht aus in seinem Gefolge.
Habak3/6Habak Er tritt auf und erschüttert die Erde, er schaut hin und läßt Nationen auffahren. Es bersten die ewigen Berge, es senken sich die ewigen Hügel. Das sind von jeher seine Bahnen
Habak3/7Habak [als Strafe] für Unrecht.
Ich sah die Zelte von Kuschan erzittern, die Zeltdecken des Landes Midian.
Habak3/8Habak Entbrannte dein Zorn gegen die Ströme, HERR, gegen die Ströme, oder dein Grimm gegen das Meer, dass du einherfährst mit deinen Pferden, deinen siegreichen Kampfwagen?
Habak3/9Habak Entblößt, entblößt ist dein Bogen, Pfeilflüche sind [dein] Reden! Sela. Zu Strömen spaltest du die Erde.
Habak3/10Habak Bei deinem Anblick erbeben die Berge, Gewitterregen zieht heran, die Tiefe läßt ihre Stimme erschallen. Ihre Hände zu heben, vergißt Habak3/11Habak die Sonne. Der Mond steht still
in seiner Wohnung. Als [strahlendes] Licht gehen deine Pfeile hin und her, als [heller] Schein der Blitz deines Speeres.
Habak3/12Habak Im Grimm durchschreitest du die Erde, im Zorn zerdrischst du Nationen.
Habak3/13Habak Du bist ausgezogen zur Rettung deines Volkes, zur Rettung deines Gesalbten. Du hast den First herabgeschmettert vom Haus des Gottlosen, den Grund bis auf den Felsen bloßgelegt.
Sela.
Habak3/14Habak Du hast ihm mit seinen [eigenen] Pfeilen den Kopf durchbohrt, seine Anführer sind davongerannt. Uns zu zerstreuen, war ihr Übermut gewesen, gleichsam zu verschlingen den Elenden im
Versteck.
Habak3/15Habak Du hast seine Pferde ins Meer getreten, in die Brandung gewaltiger Wasser. -
Habak3/16Habak Ich vernahm es, da erbebte mein Leib, bei dem Schall erzitterten meine Lippen, Fäulnis drang in meine Knochen, und unter mir bebte mein Schritt. [Jetzt] will ich auf den Tag der
Bedrängnis warten, dass er heraufkomme gegen das Volk, das uns angreift.
Habak3/17Habak Denn der Feigenbaum blüht nicht, und an den Reben ist kein Ertrag. Der Ölbaum versagt [seine] Leistung, und die Terrassen[gärten] bringen keine Nahrung hervor. Die Schafe sind aus
der Hürde verschwunden, und kein Rind ist in den Ställen. -
Habak3/18Habak Ich aber, ich will in dem HERRN frohlocken, will jubeln über den Gott meines Heils.
Habak3/19Habak Der HERR, der Herr, ist meine Kraft. Den Hirschen gleich macht er meine Füße, und über Höhen läßt er mich einherschreiten.
Dem Vorsänger, mit meinem Saitenspiel!
1.36 Zephanja.
Ankündigung der Eroberung Judas als Bild des Zorns Gottes am Tag des HERRN.
\1\
Zeph1/1Zeph Das Wort des HERRN, das geschah zu Zephanja, dem Sohn des Kuschi, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskias, in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von
Juda.
Zeph1/2Zeph Wegraffen, ja, wegraffen werde ich alles von der Fläche des Erdbodens, spricht der HERR; Zeph1/3Zeph wegraffen werde ich Menschen und Vieh, wegraffen die Vögel des Himmels und die
Fische des Meeres und die Trümmerhaufen samt den Gottlosen; ausrotten werde ich die Menschen von der Fläche des Erdbodens, spricht der HERR. Zeph1/4Zeph Und ich werde meine Hand ausstrecken gegen
Juda und gegen alle Bewohner von Jerusalem. Aus diesem Ort werde ich den Rest des Baal[kultes], den Namen der Götzenpriester samt den Priestern ausrotten Zeph1/5Zeph und die, die sich auf den
Dächern vor dem Heer des Himmels niederwerfen, und [neben denen,] die sich niederwerfen, [auch] die, die dem HERRN schwören und [zugleich] bei ihrem König schwören, Zeph1/6Zeph und die, die vom
HERRN abtrünnig geworden sind und die den HERRN nicht suchen und nicht nach ihm fragen.
Zeph1/7Zeph [Seid] still vor dem Herrn HERRN! Denn nahe ist der Tag des HERRN, denn der HERR hat ein Schlachtopfer zubereitet, er hat seine Geladenen geheiligt. Zeph1/8Zeph Und es wird geschehen
am Tag des Schlachtopfers des HERRN, da werde ich die Obersten und die Königssöhne und alle, die fremdländische Gewänder anziehen, heimsuchen. Zeph1/9Zeph An jenem Tag werde ich jeden heimsuchen,
der über die Schwelle springt, [alle,] die das Haus ihres Herrn mit Gewalttat und Betrug füllen. Zeph1/10Zeph Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR: Horch! Ein Geschrei vom
Fischtor her und ein Geheul von der Neustadt und lautes Krachen von den Hügeln her! Zeph1/11Zeph Heult, ihr Bewohner des Maktesch! Denn das ganze Händlervolk ist vernichtet; alle, die Silber
abwiegen, sind ausgerottet. Zeph1/12Zeph In jener Zeit wird es geschehen, dass ich Jerusalem mit Leuchten durchsuche und die Männer heimsuche, die auf ihren Hefen festsitzen, die in ihrem Herzen
sagen: Der HERR wirkt nichts Gutes und wirkt nichts Böses. Zeph1/13Zeph Ihr Vermögen wird der Plünderung [verfallen] und ihre Häuser der Verödung. Sie werden Häuser bauen und sie nicht bewohnen,
Weinberge pflanzen und deren Wein nicht trinken.
Zeph1/14Zeph Nahe ist der große Tag des HERRN; er ist nahe und eilt sehr. Horch! Der Tag des HERRN ist bitter. Da schreit [selbst] der Held. Zeph1/15Zeph Ein Tag des Grimms ist dieser Tag, ein
Tag der Not und der Bedrängnis, ein Tag des Verwüstens und der Verwüstung, ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels, Zeph1/16Zeph ein Tag des Horns und
des Kampfgeschreis gegen die befestigten Städte und gegen die hohen Zinnen. Zeph1/17Zeph Und ich werde die Menschen ängstigen, so dass sie einhergehen wie die Blinden, weil sie gegen den HERRN
gesündigt haben. Ihr Blut wird verschüttet werden wie Staub und ihre Eingeweide wie Kot. Zeph1/18Zeph Auch ihr Silber, auch ihr Gold wird sie nicht erretten können am Tag des Grimms des HERRN;
und durch das Feuer seines Eifers wird das ganze Land verzehrt werden. Denn Vernichtung, ja, Entsetzen wird er wirken bei allen Bewohnern des Landes.
Androhung des Gerichts über Juda als Aufruf zur Buße - Gericht über verschiedene Völker.
\2\
Zeph2/1Zeph Rafft euch zusammen, rafft euch auf, du Nation, die nicht [nach Gott] verlangt, Zeph2/2Zeph bevor der Ratschluß sich verwirklicht - wie Spreu geht der Tag vorüber -, bevor die
Zornesglut des HERRN über euch kommt, bevor der Zornestag des HERRN über euch kommt! Zeph2/3Zeph Sucht den HERRN, alle ihr Demütigen des Landes, die ihr sein Recht getan habt, sucht
Gerechtigkeit, sucht Demut! Vielleicht werdet ihr geborgen am Zornestag des HERRN.
V. 4-7: Jer 47; Hes 25,15-17; Am 1,6-8.
Zeph2/4Zeph Denn Gaza wird verlassen und Aschkelon zum Ödland werden. Aschdod wird man am [hellen] Mittag vertreiben, und Ekron wird entwurzelt werden. Zeph2/5Zeph Wehe den Bewohnern des
Landstrichs am Meer, der Nation der Kreter! Das Wort des HERRN über euch [lautet]: Kanaan, Land der Philister, ich werde dich vernichten, [so dass] kein Bewohner mehr [bleibt]. Zeph2/6Zeph Und
der Landstrich am Meer wird zu Weideplätzen, zu Zisternen der Hirten und zu Schafhürden werden, Zeph2/7Zeph und es wird ein Landstrich für den Rest des Hauses Juda sein. Sie werden darauf weiden
[und] sich am Abend niederlegen in den Häusern Aschkelons, denn der HERR, ihr Gott, wird sich ihrer annehmen und ihr Geschick wenden.
V. 8-11: Jes 15; 16; Jer 48; 49,1-6; Hes 21,33-37; 25,1-11; Am 1,13-15; 2,1-3.
Zeph2/8Zeph Ich habe die Schmähung Moabs und die Hohnreden der Söhne Ammon gehört, mit denen sie mein Volk geschmäht und gegen sein Gebiet großgetan haben. Zeph2/9Zeph Darum, so wahr ich lebe,
spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ja, Moab soll wie Sodom werden und die Söhne Ammon wie Gomorra, ein [von] Unkraut [überwucherter] Boden und eine Salzgrube und ein Ödland für
ewig. Der Rest meines Volkes wird sie ausplündern und der Überrest meiner Nation sie als Erbteil besitzen. Zeph2/10Zeph Dies [geschieht] ihnen für ihren Hochmut, weil sie das Volk des HERRN der
Heerscharen geschmäht und gegen es großgetan haben. Zeph2/11Zeph Furchtbar wird der HERR gegen sie sein, denn er wird alle Götter der Erde hinschwinden lassen; und alle Inseln der Nationen werden
sich vor ihm niederwerfen, jeder von seinem Ort aus.
Zeph2/12Zeph Auch ihr, Kuschiter, ihr werdet von meinem Schwert durchbohrt sein.
Jes 10,5-34; Nah 1-3.
Zeph2/13Zeph Und er wird seine Hand gegen Norden ausstrecken und wird Assur vernichten und Ninive zur Öde machen, dürr wie die Steppe. Zeph2/14Zeph Und in seiner Mitte werden sich Herden lagern,
allerlei Tiere; auch Wüstenkauz und Eule werden auf seinen [Säulen]knäufen übernachten. Eine Stimme singt im Fenster, Verwüstung auf der Schwelle, denn er hat das Zederngetäfel bloßgelegt.
Zeph2/15Zeph Das ist die ausgelassene Stadt, die in Sicherheit wohnte, die in ihrem Herzen sagte: `Ich und sonst gar nichts! Wie ist sie zur Wüste geworden, zum Lagerplatz der wilden Tiere!
Jeder, der an ihr vorübergeht, wird zischen, wird [höhnisch] seine Hand schwenken.
Anklage gegen Jerusalem.
\3\
Zeph3/1Zeph Wehe der Widerspenstigen und Befleckten, der gewalttätigen Stadt! Zeph3/2Zeph Sie hat auf keine Stimme gehört, keine Zurechtweisung angenommen; auf den HERRN hat sie nicht vertraut,
ihrem Gott hat sie sich nicht genaht. Zeph3/3Zeph Ihre Obersten in ihrer Mitte sind brüllende Löwen, ihre Richter sind Wölfe am Abend, die nichts für den Morgen übriglassen. Zeph3/4Zeph Ihre
Propheten sind leichtfertig, treulose Männer; ihre Priester entweihen das Heiligtum, tun dem Gesetz Gewalt an. Zeph3/5Zeph Der HERR ist gerecht in ihrer Mitte, er tut kein Unrecht; Morgen für
Morgen stellt er sein Recht ans Licht, es bleibt nicht aus. Aber der Ungerechte kennt keine Scham. Zeph3/6Zeph Ich habe Nationen ausgerottet, ihre Zinnen sind verödet; ich habe ihre Straßen
verwüstet, so dass niemand hindurchzieht; ihre Städte sind verheert, so dass niemand da ist, kein Bewohner mehr. Zeph3/7Zeph Ich sprach: Gewiß wirst du mich fürchten, wirst Zurechtweisung
annehmen! Und ihre Wohnung würde nicht ausgerottet werden - alles, was ich über sie verhängt habe. Jedoch, sie gingen [nur noch] früher daran, verschlimmerten alle ihre Taten.
Läuterung durch Gericht - Wiederherstellung Israels.
Zeph3/8Zeph Darum wartet auf mich, spricht der HERR, auf den Tag, an dem ich mich aufmache zur Beute! Denn mein Rechtsspruch ist es, die Nationen zu versammeln, die Königreiche zusammenzubringen,
um mein Strafgericht über sie auszugießen, die ganze Glut meines Zorns, denn durch das Feuer meines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden.
Zeph3/9Zeph Dann aber werde ich den Völkern andere, reine Lippen geben, damit sie alle den Namen des HERRN anrufen und ihm einmütig dienen. Zeph3/10Zeph Von jenseits der Ströme Kusch werden sie
mir meine Anbeter, meine zerstreute Schar, als Opfergabe darbringen. Zeph3/11Zeph An jenem Tag brauchst du dich nicht mehr all deiner Taten zu schämen, durch die du den Bruch mit mir vollzogen
hast. Denn dann werde ich deine hochmütigen Prahler aus deiner Mitte wegnehmen, und du wirst künftig nicht mehr überheblich sein auf meinem heiligen Berg. Zeph3/12Zeph Und ich werde in deiner
Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen, und sie werden beim Namen des HERRN Zuflucht suchen. Zeph3/13Zeph Der Rest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden, und in ihrem Mund
wird keine trügerische Zunge gefunden werden, sondern sie werden weiden und lagern, und niemand wird sie aufschrecken. Zeph3/14Zeph Juble, Tochter Zion, jauchze, Israel! Freue dich und frohlocke
von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! Zeph3/15Zeph Der HERR hat deine [Straf]gerichte weggenommen, deinen Feind weggefegt. Der König Israels, der HERR, ist in deiner Mitte, du wirst kein Unglück
mehr sehen. Zeph3/16Zeph An jenem Tag wird in Jerusalem gesagt werden: Fürchte dich nicht, Zion, laß deine Hände nicht erschlaffen! Zeph3/17Zeph Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein
Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel. Zeph3/18Zeph Die fern von der Festversammlung Trauernden sammle ich - sie
sind ja von dir -, um meinetwillen tragen sie Schmach. Zeph3/19Zeph Siehe, zu jener Zeit werde ich an denen handeln, die dich unterdrücken. Ich werde das Hinkende retten und das Vertriebene werde
ich zusammenbringen. Und ich werde sie zum Lobpreis und zum Namen machen in jedem Land ihrer Schande. Zeph3/20Zeph In jener Zeit werde ich euch herbeiholen und zu [jener] Zeit euch sammeln. Denn
ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde, wenn ich euer Geschick vor euren Augen wenden werde, spricht der HERR.
1.37 Haggai.
Tadel Gottes wegen Lässigkeit am Bau des Tempels.
\1\
Hagg1/1Hagg Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tag des Monats, geschah das Wort des HERRN durch den Propheten Haggai zu Serubbabel, dem Sohn des Schealtiel, dem
Statthalter von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn des Jozadak, dem Hohenpriester, folgendermaßen:
Hagg1/2Hagg So spricht der HERR der Heerscharen: Dieses Volk sagt: Die Zeit ist [noch] nicht gekommen, das Haus des HERRN zu bauen. Hagg1/3Hagg Und das Wort des HERRN geschah durch den Propheten
Haggai: Hagg1/4Hagg Ist es für euch selber [an der] Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus verödet daliegt? Hagg1/5Hagg Und nun, so spricht der HERR der Heerscharen:
Richtet euer Herz auf eure Wege! Hagg1/6Hagg Ihr habt viel gesät, aber wenig eingebracht; ihr eßt, aber werdet nicht satt; ihr trinkt, aber seid noch durstig; ihr kleidet euch, aber es wird
keinem warm; und der Lohnarbeiter erwirbt Lohn in einen durchlöcherten Beutel. Hagg1/7Hagg So spricht der HERR der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege! Hagg1/8Hagg Steigt hinauf ins
Gebirge und bringt Holz herbei und baut das Haus! Dann werde ich Gefallen daran haben und mich verherrlichen, spricht der HERR. Hagg1/9Hagg Ihr habt nach vielem ausgeschaut, und siehe, es wurde
wenig. Und brachtet ihr es heim, so blies ich hinein. Weshalb das? spricht der HERR der Heerscharen. Wegen meines Hauses, das verödet daliegt, während ihr lauft, jeder für sein eigenes Haus.
Hagg1/10Hagg Deshalb hat um euretwillen der Himmel den Tau zurückgehalten, und die Erde hat ihren Ertrag zurückgehalten. Hagg1/11Hagg Und ich habe eine Dürre gerufen über das Land und über die
Berge und über das Korn und über den Wein und über das Öl und über das, was der Erdboden hervorbringt, und über die Menschen und über das Vieh und über allen Arbeitsertrag der Hände.
Antwort und Gehorsam des Volkes.
Hagg1/12Hagg Da hörten Serubbabel, der Sohn des Schealtiel, und der Hohepriester Jeschua, der Sohn des Jozadak, und der ganze Überrest des Volkes auf die Stimme des HERRN, ihres Gottes, und auf
die Worte des Propheten Haggai, so wie der HERR, ihr Gott, ihn gesandt hatte, und das Volk fürchtete sich vor dem HERRN. Hagg1/13Hagg Da sprach Haggai, der Bote des HERRN, im Auftrag des HERRN
zum Volk: Ich bin mit euch, spricht der HERR. Hagg1/14Hagg Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiels, des Statthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes
Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen Überrestes des Volkes, so dass sie kamen und sich an die Arbeit am Haus des HERRN der Heerscharen, ihres Gottes, machten, Hagg1/15Hagg am
24. Tag des sechsten Monats im zweiten Jahr des Königs Darius.
Zukünftige Herrlichkeit des Tempels.
\2\
Hagg2/1Hagg Im siebten [Monat], am 21. des Monats, geschah das Wort des HERRN durch den Propheten Haggai folgendermaßen: Hagg2/2Hagg Sage doch zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiels, dem Statthalter
von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu dem Überrest des Volkes und sprich: Hagg2/3Hagg Wer ist unter euch [noch] übriggeblieben, der dieses Haus in seiner früheren
Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr es jetzt? Ist es nicht wie nichts in euren Augen? Hagg2/4Hagg Und nun sei stark, Serubbabel! spricht der HERR. Und sei stark Jeschua, Sohn des Jozadak,
du Hoherpriester, und seid stark, alles Volk des Landes, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der HERR der Heerscharen. Hagg2/5Hagg Das Wort, das ich mit euch vereinbart
habe, als ihr aus Ägypten zogt, und mein Geist bleiben in eurer Mitte bestehen: Fürchtet euch nicht! Hagg2/6Hagg Denn so spricht der HERR der Heerscharen: Noch einmal - wenig [Zeit] ist es [noch]
- und ich werde den Himmel und die Erde und das Meer und das Trockene erschüttern. Hagg2/7Hagg Dann werde ich alle Nationen erschüttern, und die Kostbarkeiten aller Nationen werden kommen, und
ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit füllen, spricht der HERR der Heerscharen. Hagg2/8Hagg Mein ist das Silber und mein das Gold, spricht der HERR der Heerscharen. Hagg2/9Hagg Größer wird die
Herrlichkeit dieses künftigen Hauses sein als die des früheren, spricht der HERR der Heerscharen, und an diesem Ort will ich Frieden geben, spricht der HERR der Heerscharen.
Gottes Segen nach Heiligung und Tempelbau.
Hagg2/10Hagg Am 24. des neunten [Monats], im zweiten Jahr des Darius, geschah das Wort des HERRN zum Propheten Haggai folgendermaßen: Hagg2/11Hagg So spricht der HERR der Heerscharen: Bitte doch
die Priester um Weisung über folgendes: Hagg2/12Hagg Wenn jemand heiliges Fleisch im Zipfel seines Kleides trägt und mit seinem Zipfel Brot oder Gekochtes oder Wein oder Öl oder irgendeine Speise
berührt, wird das [dadurch] heilig? Und die Priester antworteten und sprachen: Nein. Hagg2/13Hagg Darauf sagte Haggai: Wenn jemand, der sich an einer Leiche verunreinigt hat, dies alles berührt,
wird es [dadurch] unrein? Und die Priester antworteten und sprachen: Es wird unrein. Hagg2/14Hagg Da antwortete Haggai und sprach: So ist dieses Volk und so diese Nation vor mir, spricht der
HERR, und so ist alles Tun ihrer Hände. Und wo sie etwas [als Opfer] darbringen, unrein ist es! Hagg2/15Hagg Und nun richtet doch euer Herz [auf die Zeit] von diesem Tag an und darüber hinaus!
Bevor Stein auf Stein gelegt wurde am Tempel des HERRN, Hagg2/16Hagg wie erging es euch da? Kam man zu einem Getreidehaufen von zwanzig [Maß], wurden es zehn; kam man zur Kelterkufe, um fünfzig
Pura zu schöpfen, wurden es zwanzig. Hagg2/17Hagg Ich schlug euch mit Getreidebrand und mit Vergilben und alle Arbeit eurer Hände mit Hagel; und ihr seid nicht zu mir umgekehrt! - spricht der
HERR. Hagg2/18Hagg Richtet doch euer Herz [auf die Zeit] von diesem Tag an und darüber hinaus! Vom 24. Tag des neunten [Monats] an, nämlich von dem Tag an, als die Grundmauern des Tempels des
HERRN gelegt wurden, richtet euer Herz darauf: Hagg2/19Hagg Ist die Saat noch in der Vorratskammer? Und haben der Weinstock und der Feigenbaum und der Granatbaum und der Ölbaum noch nicht
getragen? Von diesem Tag an will ich segnen.
Untergang der Weltreiche und Weissagung an Serubbabel.
Hagg2/20Hagg Und das Wort des HERRN geschah zum zweitenmal zu Haggai, am 24. des Monats folgendermaßen: Hagg2/21Hagg Sage zu Serubbabel, dem Statthalter von Juda: Ich werde den Himmel und die
Erde erschüttern. Hagg2/22Hagg Und ich werde den Thron der Königreiche umstürzen und die Macht der Königreiche der Nationen vernichten; und ich werde die Streitwagen und ihre Fahrer umstürzen,
und die Pferde und ihre Reiter sollen [zu Boden] sinken. Jeder [fällt] durch das Schwert des anderen. Hagg2/23Hagg An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, werde ich dich nehmen,
Serubbabel, Sohn des Schealtiel, mein Knecht, spricht der HERR, und werde dich einem Siegelring gleich machen; denn ich habe dich erwählt, spricht der HERR der Heerscharen.
1.38 Sacharja.
Ruf zur Umkehr.
\1\
1/1Sach Im achten Monat, im zweiten Jahr des Darius, geschah das Wort des HERRN zum Propheten Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos:
Sach1/2Sach Der HERR ist heftig erzürnt gewesen über eure Väter. Sach1/3Sach Und du sollst zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Kehrt um zu mir! spricht der HERR der Heerscharen,
und ich werde mich zu euch umkehren, spricht der HERR der Heerscharen. Sach1/4Sach Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten zuriefen: `So spricht der HERR der Heerscharen: Kehrt
doch um von euren bösen Wegen und von euren bösen Taten! Aber sie hörten nicht und merkten nicht auf mich, spricht der HERR. Sach1/5Sach Eure Väter, wo sind sie? Und die Propheten, leben sie
ewig? Sach1/6Sach Doch meine Worte und meine Vorhaben, die ich meinen Knechten, den Propheten, gebot, haben sie eure Väter nicht erreicht? Und sie kehrten um und sagten: Wie der HERR der
Heerscharen vorhatte, nach unseren Wegen und nach unseren Taten an uns zu handeln, so hat er mit uns gehandelt.
Erstes Nachtgesicht: Reiter auf verschiedenfarbigen Pferden.
Sach1/7Sach Am 24. Tag, im elften Monat, das ist der Monat Schebat, im zweiten Jahr des Darius, geschah das Wort des HERRN zum Propheten Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos:
Sach1/8Sach Ich schaute des Nachts, und siehe, ein Mann, der auf einem roten Pferd ritt! Und er hielt zwischen den Myrten, die im Talgrund waren, und hinter ihm waren rote, hellrote und weiße
Pferde. Sach1/9Sach Und ich sagte: Wer sind diese, mein Herr? Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Ich selbst will dir zeigen, wer diese sind. Sach1/10Sach Und der Mann, der zwischen
den Myrten hielt, antwortete und sprach: Das sind die, welche der HERR ausgesandt hat, auf Erden umherzuziehen. Sach1/11Sach Und sie antworteten dem Engel des HERRN, der zwischen den Myrten
hielt, und sprachen: Wir sind auf Erden umhergezogen, und siehe, die ganze Erde sitzt still und verhält sich ruhig. Sach1/12Sach Aber der Engel des HERRN antwortete und sprach: HERR der
Heerscharen, wie lange willst du dich nicht über Jerusalem und die Städte Judas erbarmen, die du verwünscht hast diese siebzig Jahre? Sach1/13Sach Und der HERR antwortete dem Engel, der mit mir
redete, gütige Worte, tröstliche Worte. Sach1/14Sach Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Rufe aus: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich eifere mit großem Eifer für Jerusalem und
für Zion, Sach1/15Sach und mit großem Zorn zürne ich über die sicheren Nationen. Sie, nämlich als ich [nur] wenig zürnte, [da] haben sie zum Unheil geholfen. Sach1/16Sach Darum, so spricht der
HERR: Ich habe mich Jerusalem in Erbarmen wieder zugewandt. Mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der HERR der Heerscharen, und die Meßschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden.
Sach1/17Sach Rufe weiter aus: So spricht der HERR der Heerscharen: Meine Städte sollen noch überfließen von Gutem; und der HERR wird Zion noch trösten und Jerusalem noch erwählen.
Zweites Nachtgesicht: Hörner und Handwerker.
\2\
Sach2/1Sach Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe, vier Hörner! Sach2/2Sach Und ich sagte zu dem Engel, der mit mir redete: Was sind diese? Und er sprach zu mir: Das sind die Hörner, die
Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben. Sach2/3Sach Und der HERR ließ mich vier Handwerker sehen. Sach2/4Sach Und ich sagte: Was wollen diese tun? Und er sprach: Das sind die Hörner, die Juda
derartig zerstreut haben, dass niemand mehr sein Haupt erhob; und diese sind gekommen, um sie in Schrecken zu setzen [und] um die Hörner der Nationen niederzuwerfen, die ein Horn gegen das Land
Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.
Drittes Nachtgesicht: Der Mann mit der Meßschnur.
Sach2/5Sach Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe, ein Mann, [der hatte] in seiner Hand eine Meßschnur. Sach2/6Sach Und ich sagte: Wohin gehst du? Und er sprach zu mir: Jerusalem zu
messen, um zu sehen, wie groß seine Breite und wie groß seine Länge ist. Sach2/7Sach Und siehe, als der Engel, der mit mir redete, herausging, da ging ein anderer Engel heraus, ihm entgegen.
Sach2/8Sach Und er sprach zu ihm: Lauf, rede zu diesem jungen Mann: Eine offene Stadt wird Jerusalem bleiben wegen der Menge an Menschen und Vieh in seiner Mitte. Sach2/9Sach Und ich selbst werde
ihm ringsherum eine feurige Mauer sein, spricht der HERR, und ich werde zur Herrlichkeit in seiner Mitte sein.
Heilsverheißungen.
Sach2/10Sach Wehe! Wehe! Flieht aus dem Land des Nordens! spricht der HERR. Denn nach den vier Winden des Himmels habe ich euch ausgebreitet, spricht der HERR. Sach2/11Sach Wehe! Zion, rette
dich, die du wohnst bei der Tochter Babels! Sach2/12Sach Denn so spricht der HERR der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, über die Nationen, die euch geplündert haben -
denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an -: Sach2/13Sach Ja siehe, ich werde meine Hand über sie schwingen, und sie sollen ihren Knechten zur Beute werden. Und ihr werdet erkennen, dass
der HERR der Heerscharen mich gesandt hat.
Sach2/14Sach Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der HERR. Sach2/15Sach Und an jenem Tag werden viele Nationen sich dem HERRN
anschließen. So werden sie mein Volk sein. Und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, dass der HERR der Heerscharen mich zu dir gesandt hat. Sach2/16Sach Und der HERR wird Juda
als sein Erbteil besitzen im heiligen Land und wird Jerusalem aufs neue erwählen. Sach2/17Sach Alles Fleisch schweige vor dem HERRN! Denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen
Wohnung.
Viertes Nachtgesicht: Der Hohepriester Joschua.
\3\
Sach3/1Sach Und er ließ mich den Hohenpriester Joschua sehen, der vor dem Engel des HERRN stand; und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. Sach3/2Sach Und der HERR sprach zum
Satan: Der HERR wird dich bedrohen, Satan! Ja, der HERR, der Jerusalem erwählt hat, bedroht dich! Ist dieser nicht ein Holzscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist? Sach3/3Sach Und Joschua
war mit schmutzigen Kleidern bekleidet und stand vor dem Engel. Sach3/4Sach Und der Engel antwortete und sprach zu denen, die vor ihm standen: Nehmt ihm die schmutzigen Kleider ab! Und zu ihm
sprach er: Sieh, ich habe deine Schuld von dir weggenommen und bekleide dich mit Feierkleidern. Sach3/5Sach Und ich sprach: Man setze einen reinen Kopfbund auf sein Haupt! Und sie setzten den
reinen Kopfbund auf sein Haupt und zogen ihm [reine] Kleider an; und der Engel des HERRN stand [dabei]. Sach3/6Sach Und der Engel des HERRN bezeugte dem Joschua: Sach3/7Sach So spricht der HERR
der Heerscharen: Wenn du auf meinen Wegen gehen und wenn du meine Anordnungen befolgen wirst, dann sollst du sowohl mein Haus richten als auch meine Vorhöfe beaufsichtigen; und ich werde dir
Zutritt geben unter diesen, die hier stehen.
Sach3/8Sach Höre doch, Joschua, du, der Hohepriester, du und deine Gefährten, die vor dir sitzen - denn Männer des Wunders sind sie! Ja, siehe, ich will meinen Knecht, Sproß [genannt], kommen
lassen. Sach3/9Sach Denn siehe, der Stein, den ich vor Joschua gelegt habe - auf einem Stein sieben Augen -, siehe, ich will seine Gravur eingravieren, spricht der HERR der Heerscharen, und will
die Schuld dieses Landes entfernen an einem Tag. Sach3/10Sach An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, werdet ihr einer den anderen einladen unter den Weinstock und unter den
Feigenbaum.
Fünftes Nachtgesicht: Der Leuchter von Gold und die Ölbäume.
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Sach4/1Sach Und der Engel, der mit mir redete, kam wieder und weckte mich wie einen Mann, der aus seinem Schlaf geweckt wird. Sach4/2Sach Und er sprach zu mir: Was siehst du? Und ich sagte: Ich
sehe: und siehe, ein Leuchter ganz aus Gold und sein Ölgefäß oben auf ihm und seine sieben Lampen auf ihm, je sieben Gießröhren für die Lampen, die oben auf ihm sind; Sach4/3Sach und zwei Ölbäume
neben ihm, einer zur Rechten des Ölgefäßes und einer auf seiner Linken. Sach4/4Sach Ich antwortete und sagte zu dem Engel, der mit mir redete: Was sind diese, mein Herr? Sach4/5Sach Und der
Engel, der mit mir redete, antwortete und sprach zu mir: Hast du nicht erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr. Sach4/6Sach Da antwortete er und sprach zu mir: Dies ist das Wort
des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen. Sach4/7Sach Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel werde zur
Ebene! Und er wird den Schlußstein herausbringen unter lautem Zuruf: Gnade, Gnade für ihn! Sach4/8Sach Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Sach4/9Sach Die Hände Serubbabels haben die
Grundmauern dieses Hauses gelegt, und seine Hände werden es vollenden. Und du wirst erkennen, dass der HERR der Heerscharen mich zu euch gesandt hat. Sach4/10Sach Denn wer hat den Tag kleiner
[Dinge] verachtet? Und sie werden sich freuen und den Stein des Senkbleis in der Hand Serubbabels sehen.
Diese sieben [sind] die Augen des HERRN, sie schweifen auf der ganzen Erde umher. Sach4/11Sach Und ich antwortete und sagte zu ihm: Was sind diese zwei Ölbäume zur Rechten des Leuchters und zu
seiner Linken? Sach4/12Sach Und ich antwortete zum zweiten Mal und sagte zu ihm: Was sind die beiden Zweigbüschel der Ölbäume, die neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Gold[öl] von sich
ausfließen lassen? Sach4/13Sach Und er sprach zu mir: Hast du nicht erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr. Sach4/14Sach Da sprach er: Dies sind die beiden Gesalbten, die bei dem
Herrn der ganzen Erde stehen.
Sechstes Nachtgesicht: Die fliegende Schriftrolle.
\5\
Sach5/1Sach Und ich hob wieder meine Augen auf und sah: Und siehe, eine fliegende Schriftrolle! Sach5/2Sach Und er sprach zu mir: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe eine fliegende
Schriftrolle, ihre Länge [beträgt] zwanzig Ellen und ihre Breite zehn Ellen. Sach5/3Sach Und er sprach zu mir: Dies ist der Fluch, der ausgeht über die Fläche des ganzen Landes. Denn jeder, der
stiehlt, ist bisher - wie lange [nun schon]! - ungestraft geblieben, und jeder, der [falsch] schwört, ist bisher - wie lange [nun schon]! - ungestraft geblieben. Sach5/4Sach Ich habe ihn ausgehen
lassen, spricht der HERR der Heerscharen, und er wird kommen in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch schwört; und mitten in seinem Haus wird er über Nacht
bleiben und wird es vernichten, sowohl sein Gebälk als auch seine Steine.
Siebtes Nachtgesicht: Die Frau im Efa.
Sach5/5Sach Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach zu mir: Heb doch deine Augen auf und sieh! Was ist dies da, das da hervorkommt? Sach5/6Sach Ich sagte: Was ist es? Und er
sprach: Dies ist das Efa, das hervorkommt. Und er sprach: Das ist ihr Aussehen im ganzen Land. Sach5/7Sach Und siehe, ein runder Bleideckel hob sich; und da war eine Frau, die saß mitten im Efa.
Sach5/8Sach Und er sprach: Dies ist die Gottlosigkeit. Und er warf sie [wieder] mitten in das Efa hinein und warf den Bleideckel auf dessen Öffnung. Sach5/9Sach Und ich hob meine Augen auf und
sah: Und siehe, da kamen zwei Frauen hervor, und Wind war in ihren Flügeln, und sie hatten Flügel wie Flügel des Storches; und sie hoben das Efa empor zwischen die Erde und den Himmel.
Sach5/10Sach Und ich sagte zu dem Engel, der mit mir redete: Wohin bringen diese das Efa? Sach5/11Sach Und er sprach zu mir: Um ihm ein Haus zu bauen im Land Schinar. Und ist [dieses]
aufgestellt, wird das Efa auf seine Stelle hingestellt.
Achtes Nachtgesicht: Die vier Wagen.
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Sach6/1Sach Und ich hob wieder meine Augen auf und sah: Und siehe, vier Wagen, die zwischen den zwei Bergen hervorkamen! Und die Berge waren Berge aus Bronze. Sach6/2Sach Am ersten Wagen waren
rote Pferde und am zweiten Wagen schwarze Pferde Sach6/3Sach und am dritten Wagen weiße Pferde und am vierten Wagen scheckige, starke Pferde. Sach6/4Sach Und ich antwortete und sagte zu dem
Engel, der mit mir redete: Was sind diese, mein Herr? Sach6/5Sach Und der Engel antwortete und sprach zu mir: `Diese sind die vier Winde des Himmels, die herauskommen, nachdem sie vor dem Herrn
der ganzen Erde gestanden haben. Sach6/6Sach Die schwarzen Pferde, die daran sind, ziehen aus ins Land des Nordens; und die weißen ziehen aus hinter ihnen her; und die scheckigen ziehen aus ins
Land des Südens; Sach6/7Sach und die starken ziehen aus. Und sie trachteten danach hinauszugehen, um auf Erden umherzuziehen. Und er sprach: Geht, zieht umher auf Erden! Da zogen sie auf Erden
umher. Sach6/8Sach Und er rief mich an und redete zu mir: Siehe, die, welche ins Land des Nordens ausgezogen sind, lassen meinen Geist Ruhe finden im Land des Nordens.
Symbolische Krönung des Joschua.
Sach6/9Sach Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Sach6/10Sach Nimm [Gaben] von den Weggeführten, von Heldai und von Tobija und von Jedaja! Und geh du an diesem Tag, geh in das Haus Josias, des
Sohnes Zefanjas, wohin sie aus Babel gekommen sind! Sach6/11Sach Und nimm Silber und Gold und mach eine Krone! Und setze sie auf das Haupt des Hohenpriesters Joschua, des Sohnes Jozadaks!
Sach6/12Sach Und sage ihm: So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ein Mann, Sproß ist sein Name! Und es wird unter ihm sprossen, und er wird den Tempel des HERRN bauen. Sach6/13Sach Ja, er
wird den Tempel des HERRN bauen, und er wird Hoheit tragen und wird auf seinem Thron sitzen und herrschen. Auch wird ein Priester auf seinem Thron sein; und der Rat des Friedens wird zwischen
ihnen beiden sein. Sach6/14Sach Und die Krone soll dem Heldai, dem Tobija und Jedaja und der Gnade des Sohnes Zefanjas im Tempel des HERRN zum Gedächtnis sein. Sach6/15Sach Und Ferne werden
kommen und am Tempel des HERRN bauen. Und ihr werdet erkennen, dass der HERR der Heerscharen mich zu euch gesandt hat. Und das wird geschehen, wenn ihr aufmerksam auf die Stimme des HERRN, eures
Gottes, hören werdet.
Die Frage nach dem Fasten und Gottes Antwort.
\7\
Sach7/1Sach Und es geschah im vierten Jahr des Königs Darius: [Da] geschah das Wort des HERRN zu Sacharja am vierten [Tag] des neunten Monats, im [Monat] Kislew, Sach7/2Sach als [nämlich] Bethel
[den] Sarezer und Regem-Melech und seine Männer sandte, um den HERRN anzuflehen Sach7/3Sach und um die Priester, die zum Hause des HERRN der Heerscharen [gehörten], und die Propheten zu fragen:
Soll ich weinen im fünften Monat beim Fasten, wie ich es schon so viele Jahre getan habe?
Sach7/4Sach Und das Wort des HERRN der Heerscharen geschah zu mir: Sach7/5Sach Sprich zum ganzen Volk des Landes und zu den Priestern: Wenn ihr im fünften und im siebten [Monat] beim Wehklagen
gefastet habt, und dies siebzig Jahre, habt ihr etwa mir gefastet? Sach7/6Sach Und wenn ihr eßt und wenn ihr trinkt, seid ihr es nicht, die da essen, [nicht] ihr, die da trinken? Sach7/7Sach Sind
es nicht die Worte, die der HERR durch die früheren Propheten [in den Tagen] ausrief, als Jerusalem bewohnt und ruhig war und seine Städte rings um es her und der Süden und die Niederung bewohnt
waren?
Sach7/8Sach Und das Wort des HERRN geschah zu Sacharja: Sach7/9Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Fällt zuverlässigen Rechtsspruch und erweist Güte und Barmherzigkeit einer dem anderen!
Sach7/10Sach Und bedrückt nicht die Witwe und die Waise, den Fremden und den Elenden! Und ersinnt nicht gegeneinander Unglück in euren Herzen! Sach7/11Sach Aber sie weigerten sich aufzumerken und
zuckten widerspenstig die Schulter und machten ihre Ohren schwerhörig, um nicht zu hören. Sach7/12Sach Und sie machten ihr Herz zu Diamant, um die Weisung nicht zu hören, noch die Worte, die der
HERR der Heerscharen durch seinen Geist sandte durch die früheren Propheten; so kam ein großer Zorn auf beim HERRN der Heerscharen. Sach7/13Sach Und es geschah: Wie er gerufen und sie nicht
gehört hatten, so werden sie rufen, und ich werde nicht hören, spricht der HERR der Heerscharen. Sach7/14Sach Und ich verwehte sie über all die Nationen hin, die sie nicht kannten, und das Land
wurde hinter ihnen verödet, so dass niemand hindurchzieht und zurückkommt. Und sie machten ein kostbares Land zur schaurigen Öde.
Verheißung des Heils für Israel und die Völker.
\8\
Sach8/1Sach Und es geschah das Wort des HERRN der Heerscharen: Sach8/2Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Ich eifere für Zion mit großem Eifer, und mit großem Zorn eifere ich dafür.
Sach8/3Sach So spricht der HERR: Ich kehre nach Zion zurück und wohne mitten in Jerusalem. Und Jerusalem wird `Stadt der Treue genannt werden und der Berg des HERRN der Heerscharen `heiliger
Berg.
Sach8/4Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Noch werden Greise und Greisinnen auf den Plätzen von Jerusalem sitzen, jeder seinen Stab in seiner Hand wegen der Fülle der Tage. Sach8/5Sach Und
die Plätze der Stadt werden voll von Jungen und Mädchen sein, die auf ihren Plätzen spielen.
Sach8/6Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Wenn [das zu] wunderbar ist in den Augen des Überrestes dieses Volkes in jenen Tagen, sollte es auch in meinen Augen [zu] wunderbar sein? spricht
der HERR der Heerscharen.
Sach8/7Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich werde mein Volk retten aus dem Land des Aufgangs und aus dem Land des Untergangs der Sonne; Sach8/8Sach und ich werde sie
[zurück]bringen, und sie werden mitten in Jerusalem wohnen. Und sie werden mein Volk und ich werde ihr Gott sein in Treue und in Gerechtigkeit.
Sach8/9Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Stärkt eure Hände, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Mund der Propheten hört, die zu der Zeit [wirkten], als die Grundmauern des Hauses
des HERRN der Heerscharen gelegt wurden, damit der Tempel erbaut werde! Sach8/10Sach Denn vor diesen Tagen war kein Lohn für den Menschen, und Lohn für das Vieh gab es nicht. Und wer aus- und
einging, hatte keinen Frieden vor dem Bedränger, und ich ließ alle Menschen gegeneinander los. Sach8/11Sach Nun aber will ich für den Überrest dieses Volkes nicht wie in den früheren Tagen sein,
spricht der HERR der Heerscharen, Sach8/12Sach sondern die Saat des Friedens, der Weinstock, wird seine Frucht geben, und die Erde wird ihren Ertrag geben, und der Himmel wird seinen Tau geben;
und den Überrest dieses Volkes werde ich all das erben lassen. Sach8/13Sach Und es wird geschehen: Wie ihr ein Fluch unter den Nationen gewesen seid, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch
retten, und ihr werdet ein Segen sein. Fürchtet euch nicht! Stärkt eure Hände!
Sach8/14Sach Denn so spricht der HERR der Heerscharen: Ebenso wie ich mir vorgenommen hatte, euch Böses zu tun, als eure Väter mich zum Zorn reizten, spricht der HERR der Heerscharen, und ich es
mir nicht leid tun ließ, Sach8/15Sach so habe ich mir wieder vorgenommen, in diesen Tagen Jerusalem und dem Haus Juda Gutes zu tun. Fürchtet euch nicht! Sach8/16Sach Dies sind die Dinge, die ihr
tun sollt: Redet nur die Wahrheit einer mit dem anderen! Fällt zuverlässigen und heilsamen Rechtsspruch in euren Toren! Sach8/17Sach Und sinnt nicht - keiner [von euch] - in euren Herzen auf das
Unglück des anderen und falschen Eid liebt nicht! Denn all dieses ist es, was ich hasse, spricht der HERR.
Sach8/18Sach Und das Wort des HERRN der Heerscharen geschah zu mir: Sach8/19Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Das Fasten des vierten und das Fasten des fünften und das Fasten des siebten
und das Fasten des zehnten [Monats] wird dem Haus Juda zur Wonne und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch die Wahrheit und den Frieden liebt!
Sach8/20Sach So spricht der HERR der Heerscharen: Noch werden Völker und Bewohner vieler Städte kommen; Sach8/21Sach und die Bewohner der einen werden zur anderen gehen und sagen: Laßt uns doch
hingehen, den HERRN [um Gnade] anzuflehen und den HERRN der Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen! Sach8/Sach Und viele Völker und mächtige Nationen werden kommen, um den HERRN der
Heerscharen in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen.
Sach8/23Sach So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen
Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.
Ankündigung des Gerichts über Israels Feinde und des Kommens des Friedenskönigs zum Heil Israels.
\9\
Sach9/1Sach Ausspruch, Wort des HERRN.
Im Land Hadrach und Damaskus ist sein Ruheplatz - denn dem HERRN gehört das Auge von Aram ebenso wie alle Stämme Israels - Sach9/2Sach und auch in Hamat, das daran grenzt, in Tyrus und Sidon -
gewiß, sie sind sehr weise!
V. 3.4: Jes 23,1-14; Hes 26; 27; 28,1-19; Am 1,9.10.
Sach9/3Sach Tyrus hat sich zwar eine Festung gebaut, hat Silber wie Staub aufgehäuft und Gold wie Straßenkot. Sach9/4Sach [Doch] siehe, der Herr wird es erobern und seine Streitmacht auf dem Meer
schlagen, und es selbst wird vom Feuer verzehrt.
V. 5-7: Jes 14,28-32; Jer 47; Hes 25,15-17; Am 1,6-8.
Sach9/5Sach Aschkelon wird es sehen und sich fürchten, auch Gaza, und wird sehr erzittern, und Ekron, weil seine Hoffnung zuschanden ist. Und der König wird aus Gaza verschwinden, und Aschkelon
wird unbewohnt sein. Sach9/6Sach Und Mischvolk wird in Aschdod wohnen. So werde ich den Hochmut der Philister ausrotten. Sach9/7Sach Und ich werde seine blutigen [Fleischbrocken] aus seinem Mund
wegreißen und seine abscheulichen [Stücke] zwischen seinen Zähnen hinweg. So wird auch er [als ein Rest] übrigbleiben für unseren Gott und wird sein wie ein Stammverwandter in Juda und Ekron wie
ein Jebusiter. Sach9/8Sach Ich aber werde mich für mein Haus als Wache lagern [zum Schutz] vor dem, der hindurchzieht und zurückkommt, dass nie mehr ein Gewalthaber bei ihnen hindurchzieht, denn
jetzt achte ich selbst auf sie.
Sach9/9Sach Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir: Gerecht und siegreich ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen,
einem Jungen der Eselin. Sach9/10Sach Und ich rotte die Streitwagen aus Ephraim und die Pferde aus Jerusalem aus, und der Kriegsbogen wird ausgerottet. Und er verkündet Frieden den Nationen. Und
seine Herrschaft [reicht] von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde.
Sach9/11Sach Auch du - um des Blutes deines Bundes willen lasse ich deine Gefangenen aus der Grube frei, in der kein Wasser ist. Sach9/12Sach Kehrt zur Festung zurück, ihr auf Hoffnung
Gefangenen! Auch heute verkündige ich: Doppeltes erstatte ich dir. Sach9/13Sach Ja, ich habe mir Juda als Bogen gespannt, [den Köcher] mit Ephraim gefüllt. Ich wecke deine Söhne, Zion, gegen die
bewährten [Kämpfer] Griechenlands und mache dich wie das Schwert eines Helden. Sach9/14Sach Und der HERR wird über ihnen erscheinen, und sein Pfeil fährt aus wie der Blitz. Und der Herr, HERR
stößt ins Horn und zieht einher in Stürmen des Südens. Sach9/15Sach Der HERR der Heerscharen wird sie beschirmen; und [seine] Schleudersteine werden fressen und zu Boden strecken, sie werden Blut
trinken wie Wein und [davon] voll werden wie die Opferschale, wie die Ecken des Altars. Sach9/16Sach So wird der HERR, ihr Gott, sie an jenem Tag retten als die Herde seines Volkes. Denn Steine
an [seinem] Diadem sind sie, die über seinem Land funkeln. Sach9/17Sach Ja, wie anmutig ist es, wie schön ist es! Das Getreide läßt junge Männer gedeihen und der Most Jungfrauen.
Zukünftige Stärkung und Sammlung Israels durch den HERRN.
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Sach10/1Sach Erbittet euch von dem HERRN Regen zur Zeit des Spätregens! Der HERR ist es, der die Wetterwolken macht, er läßt den Regen regnen, er gibt einem jeden Brot, Kraut auf dem Feld.
Sach10/2Sach Denn die Hausgötzen haben Trügerisches geredet, und die Wahrsager haben Lüge geschaut; und sie erzählen nichtige Träume, trösten mit Dunst. Darum mussten sie fortziehen wie Schafe,
die elend sind, weil kein Hirte da ist.
Sach10/3Sach Gegen die Hirten ist mein Zorn entbrannt, und über die Leitböcke bringe ich Heimsuchung, denn der HERR der Heerscharen nimmt sich seiner Herde, des Hauses Juda, an und macht es
gleichsam zu seinem Prachtroß im Kampf. Sach10/4Sach Aus ihm kommt der Eckstein, aus ihm der Zeltpflock, aus ihm der Kriegsbogen, aus ihm wird zugleich jeglicher Gewalthaber hervorkommen.
Sach10/5Sach Und sie werden wie Helden sein, die im Kampf [den Feind] in den Straßenkot treten; und sie können kämpfen, denn der HERR ist mit ihnen, und die Reiter auf den Pferden werden
zuschanden. Sach10/6Sach Und ich stärke das Haus Juda und rette das Haus Joseph und lasse sie [wieder in ihrem Land] wohnen, denn ich habe Erbarmen mit ihnen, und sie werden sein, als hätte ich
sie nie verstoßen. Denn ich bin der HERR, ihr Gott, ich erhöre sie. Sach10/7Sach Und Ephraim wird sein wie ein Held, und ihr Herz wird sich freuen wie vom Wein. Und ihre Kinder werden es sehen
und sich freuen, ihr Herz wird frohlocken in dem HERRN. Sach10/8Sach Ich will ihnen pfeifen und sie sammeln, denn ich habe sie erlöst; und sie werden so zahlreich sein, wie sie [einst] zahlreich
waren. Sach10/9Sach Säe ich sie aber ein unter die Völker und denken sie [dann] in den fernen [Ländern] an mich, so sollen sie mit ihren Kindern am Leben bleiben und zurückkehren. Sach10/10Sach
Und ich lasse sie zurückkehren aus dem Land Ägypten, und aus Assur sammle ich sie und bringe sie in das Land Gilead und auf den Libanon, und es wird für sie nicht ausreichen. Sach10/11Sach Und
sie werden durch die Meerenge hindurchziehen - er hat im Meer ja die Wellen geschlagen -, und alle Tiefen des Stromes werden versiegen. Und der Hochmut Assurs wird gestürzt, und das Zepter
Ägyptens muß weichen. Sach10/12Sach So werde ich sie stark machen in dem HERRN, und [nur] in seinem Namen werden sie leben, spricht der HERR.
\11\
Sach11/1Sach Tu auf, Libanon, deine Tore, dass Feuer deine Zedern fresse! Sach11/2Sach Heule, Wacholder, weil die Zeder gefallen ist, weil die Herrlichen verwüstet sind! Heult, Eichen Basans,
weil der unzugängliche Wald dahingesunken ist! Sach11/3Sach Horch, das Geheul der Hirten, weil ihre Herrlichkeit verwüstet ist! Horch, das Gebrüll der Junglöwen, denn die Pracht des Jordan ist
verwüstet!
Das Bild vom erfolglosen Hirtendienst.
Sach11/4Sach So sprach der HERR, mein Gott: Weide die Schlachtschafe, Sach11/5Sach deren Käufer sie schlachten, ohne es zu büßen; oder wenn sie sie verkaufen, sagen: Gepriesen sei der HERR, ich
bin nun reich! Und keiner von deren Hirten hat mit ihnen Mitleid. Sach11/6Sach Wahrhaftig, ich werde kein Mitleid haben mit den Bewohnern des Landes, spricht der HERR. Und siehe, ich lasse die
Menschen, einen jeden, in die Hand seines Nächsten und in die Hand seines Königs geraten; die werden das Land in Stücke schlagen, und ich werde [sie] nicht aus ihrer Hand befreien. Sach11/7Sach
Und ich weidete die Schlachtschafe der Schafhändler. Und ich nahm mir zwei Stäbe: den einen nannte ich `Freundlichkeit, und den anderen nannte ich `Verbindung, und ich weidete die Schafe.
Sach11/8Sach Und ich tilgte die drei Hirten in einem Monat aus. Und meine Seele wurde ungeduldig über sie, und auch ihre Seele wurde meiner überdrüssig. Sach11/9Sach Da sagte ich: Ich will euch
nicht mehr weiden. Was stirbt, mag sterben, und was verkommt, mag verkommen; und die übrigbleiben, sollen eines des anderen Fleisch fressen! Sach11/10Sach Und ich nahm meinen Stab `Freundlichkeit
und zerbrach ihn, um meinen Bund ungültig zu machen, den ich mit allen Völkern geschlossen hatte. Sach11/11Sach So wurde er an jenem Tag ungültig gemacht. Und es erkannten die Schafhändler, die
auf mich achteten, dass es des HERRN Wort war. Sach11/12Sach Und ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren Augen, gebt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, laßt es bleiben! Und sie wogen meinen
Lohn ab: dreißig Silber[schekel]. Sach11/13Sach Da sprach der HERR zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Wert, den ich ihnen wert bin! Und ich nahm die dreißig Silber[schekel] und warf
sie in das Haus des HERRN dem Töpfer hin. Sach11/14Sach Dann zerbrach ich meinen zweiten Stab `Verbindung, um die Bruderschaft zwischen Juda und Israel ungültig zu machen.
V. 15-17: Jer 23,1.2; Hes 34,1-10.
Sach11/15Sach Und der HERR sprach zu mir: Nimm dir noch einmal Gerät eines Hirten [und verhalte dich wie ein] törichter [Hirte]. Sach11/16Sach Denn siehe, ich lasse einen Hirten im Land
aufstehen: Um die verkommenden [Tiere] kümmert er sich nicht, das Versprengte sucht er nicht, und das Zerbrochene heilt er nicht, das Gesunde versorgt er nicht, aber das Fleisch des Fetten ißt er
und zerreißt [sogar] ihre Klauen.
Sach11/17Sach Wehe dem nichtigen Hirten, der die Schafe verläßt! Das Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm verdorre, ja, verdorre, und sein rechtes Auge erlösche, ja,
erlösche!
Jerusalems zukünftige Rettung und Wehklage seiner Bewohner über ihre Sünde.
\12\
Sach12/1Sach Ausspruch, Wort des HERRN über Israel.
Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet: Sach12/2Sach Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale
für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. Sach12/3Sach Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für
alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln. Sach12/4Sach An jenem Tag, spricht der HERR, schlage ich alle
Pferde mit Scheuwerden und ihre Reiter mit Wahnsinn. Über das Haus Juda aber halte ich meine Augen offen, während ich alle Pferde der Völker mit Blindheit schlage. Sach12/5Sach Und die Fürsten
von Juda werden in ihrem Herzen sagen: Die Bewohner von Jerusalem [sollen] Stärke [nur] in dem HERRN der Heerscharen, ihrem Gott, haben. Sach12/6Sach An jenem Tag mache ich die Fürsten von Juda
einem Feuerbecken unter Holzstücken und einer Feuerfackel unter Garben gleich; und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren. Und immer noch wird Jerusalem an seiner
Stätte bleiben in Jerusalem. Sach12/7Sach Der HERR aber wird die Zelte Judas zuerst retten, damit der Stolz des Hauses David und der Stolz der Bewohner von Jerusalem gegenüber Juda nicht zu groß
werde. Sach12/8Sach An jenem Tag wird der HERR die Bewohner von Jerusalem beschirmen; und der Stürzende unter ihnen wird an jenem Tag wie David sein und das Haus David wie Gott, wie der Engel des
HERRN vor ihnen her.
Sach12/9Sach Und es wird geschehen an jenem Tag, da trachte ich danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem herankommen. Sach12/10Sach Aber über das Haus David und über die
Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen
Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint. Sach12/11Sach An jenem Tag wird die Wehklage in Jerusalem groß sein wie die Wehklage von
Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo. Sach12/12Sach Und wehklagen wird das Land, Sippe um Sippe für sich, die Sippe des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses
Nathan für sich und ihre Frauen für sich, Sach12/13Sach die Sippe des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe der Schimiter für sich und ihre Frauen für sich, Sach12/14Sach alle
übrigen Sippen, Sippe um Sippe für sich und ihre Frauen für sich.
Zukünftige Entsündigung und Läuterung Israels.
\13\
Sach13/1Sach An jenem Tag wird für das Haus David und die Bewohner von Jerusalem eine Quelle geöffnet sein gegen Sünde und gegen Befleckung.
Sach13/2Sach Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, da rotte ich die Namen der Götzen aus dem Land aus, dass sie nicht mehr erwähnt werden; und auch die Propheten
und den Geist der Unreinheit werde ich aus dem Land wegschaffen.
Sach13/3Sach Und es wird geschehen, wenn ein Mann [doch] noch weissagt, so werden sein Vater und seine Mutter, seine [eigenen] Eltern, zu ihm sagen: Du darfst nicht am Leben bleiben, denn du hast
Lüge geredet im Namen des HERRN! Und sein Vater und seine Mutter, seine [eigenen] Eltern, werden ihn durchbohren, wenn er weissagt.
Sach13/4Sach Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Propheten sich schämen, jeder über sein Gesicht, wenn die Weissagung über sie [kommt]; nie mehr werden sie einen härenen Mantel
anlegen, um zu lügen. Sach13/5Sach So einer wird sagen: Ich bin kein Prophet, ein Mann, der [seinen] Acker bebaut, bin ich, denn der Ackerbau ist mein Erwerb von meiner Jugend an. Sach13/6Sach
Sagt man aber zu ihm: Was sind das für Wunden zwischen deinen Händen, dann wird er sagen: [Sie entstanden,] als ich im Haus meiner Freunde geschlagen wurde.
Sach13/7Sach Wach auf, Schwert, gegen meinen Hirten und gegen den Mann, der mein Gefährte ist! spricht der HERR der Heerscharen. Schlage den Hirten, dass die Schafe sich zerstreuen! Und ich werde
meine Hand den Kleinen zuwenden. Sach13/8Sach Und es wird im ganzen Land geschehen, spricht der HERR, zwei Teile davon werden ausgerottet, verscheiden, und [nur] der dritte Teil davon bleibt
übrig. Sach13/9Sach Und ich bringe den dritten Teil ins Feuer, läutere sie, wie man das Silber läutert, und prüfe sie, wie man das Gold prüft. Der wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm
antworten, ich werde sagen: Er ist mein Volk. Und er wird sagen: Der HERR ist mein Gott.
Der Tag des HERRN - Das sichtbare Kommen des HERRN zur Rettung Jerusalems, zum Gericht der Völker und zur Herrschaft über die Erde.
\14\
Sach14/1Sach Siehe, ein Tag kommt für den HERRN, da verteilt man in deiner Mitte dein Plündergut. Sach14/2Sach Und ich versammle alle Nationen nach Jerusalem zum Krieg; und die Stadt wird
eingenommen und die Häuser werden geplündert. Und die Frauen werden geschändet. Und die Hälfte der Stadt wird in die Gefangenschaft ausziehen, aber der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt
ausgerottet werden. Sach14/3Sach Dann wird der HERR ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie er schon immer gekämpft hat am Tag der Schlacht. Sach14/4Sach Und seine Füße werden an jenem Tag
auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten [liegt]; und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die [eine] Hälfte des
Berges wird nach Norden und seine [andere] Hälfte nach Süden weichen. Sach14/5Sach Und ihr werdet in das Tal meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis Azal reichen. Und ihr werdet
fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben geflohen seid in den Tagen Usijas, des Königs von Juda. Dann wird der HERR, mein Gott, kommen [und] alle Heiligen mit ihm.
Sach14/6Sach Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird kein Licht sein, die prächtigen [Gestirne] ziehen sich zusammen. Sach14/7Sach Dann wird es einen Tag lang - er ist dem HERRN bekannt -
weder Tag noch Nacht werden; und es wird geschehen, zur Zeit des Abends, da wird Licht werden. Sach14/8Sach Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden lebendige Wasser aus Jerusalem fließen,
die [eine] Hälfte zum östlichen Meer und die [andere] Hälfte zum hinteren Meer; im Sommer wie im Winter wird es so geschehen. Sach14/9Sach Und der HERR wird König sein über die ganze Erde; an
jenem Tag wird der HERR einzig sein und sein Name einzig.
Sach14/10Sach Das ganze Land wird sich verwandeln, [so dass es wird] wie die Niederung von Geba bis Rimmon im Süden von Jerusalem. Jerusalem selbst aber wird erhaben sein und an seiner Stätte
bleiben, vom Tor Benjamin bis zur Stelle des ersten Tores, bis zum Ecktor, und vom Turm Hananel bis zu den Kelterkufen des Königs. Sach14/11Sach Und man wird darin wohnen. Und einen Bann wird es
nicht mehr geben, und Jerusalem wird in Sicherheit wohnen.
Sach14/12Sach Und dies wird die Plage sein, mit der der HERR alle Völker plagen wird, die gegen Jerusalem in den Krieg gezogen sind: Er läßt jedem sein Fleisch verwesen, während er [noch] auf
seinen Füßen steht, und seine Augen werden verwesen in ihren Höhlen, und seine Zunge wird in seinem Mund verwesen.
Sach14/13Sach Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird eine große Verwirrung von dem HERRN unter ihnen entstehen, so dass einer des anderen Hand packen und sich seine Hand gegen die Hand
seines Nächsten erheben wird. Sach14/14Sach Und auch Juda wird gegen Jerusalem kämpfen. Da wird dann der Reichtum aller Nationen ringsum eingesammelt werden: Gold und Silber und Kleider in großer
Menge. Sach14/15Sach Und ebenso, gleich dieser Plage, wird [auch] die Plage für die Pferde, die Maultiere, die Kamele und die Esel sein sowie für alle Tiere, die in jenen Heerlagern
sind.
Sach14/16Sach Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den HERRN der Heerscharen,
anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. Sach14/17Sach Und es wird geschehen, wenn eines von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den HERRN der
Heerscharen, anzubeten: über diese wird kein Regen kommen. Sach14/18Sach Und wenn das Geschlecht Ägyptens nicht hinaufzieht und nicht kommt, dann [wird der Regen] auch über dieses nicht [kommen].
Das wird die Plage sein, mit der der HERR die Nationen plagen wird, die nicht hinaufziehen werden, das Laubhüttenfest zu feiern. Sach14/19Sach Das wird die Strafe für Ägypten und die Strafe für
alle Nationen sein, die nicht hinaufziehen, das Laubhüttenfest zu feiern.
Sach14/20Sach An jenem Tag wird auf den Schellen der Pferde stehen: `Heilig dem HERRN. Und die Kochtöpfe im Haus des HERRN werden wie die Opferschalen vor dem Altar sein; Sach14/21Sach und jeder
Kochtopf in Jerusalem und in Juda wird dem HERRN der Heerscharen heilig sein; und alle Opfernden werden kommen und von ihnen nehmen und darin kochen. An jenem Tag wird es keinen [Vieh]händler
mehr geben im Haus des HERRN der Heerscharen.
1.39 Maleachi.
Gottes Liebe zu Israel.
\1\
Male1/1Male Ausspruch, Wort des HERRN, an Israel durch Maleachi.
Male1/2Male Ich habe euch geliebt, spricht der HERR. Aber ihr sagt: Worin hast du uns geliebt? Hatte Jakob nicht einen Bruder Esau? spricht der HERR. Und ich habe Jakob geliebt; Male1/3Male Esau
aber habe ich gehaßt, und ich habe seine Berge zum Ödland gemacht und seinen Erbbesitz den Schakalen der Steppe [überlassen]. Male1/4Male Wenn Edom sagt: Wir sind zerschmettert, werden aber die
Trümmerstätten wieder aufbauen, so spricht der HERR der Heerscharen: Sie werden bauen, ich aber werde niederreißen. Und man wird sie nennen `Gebiet der Gottlosigkeit und `Das Volk, das der HERR
bis in Ewigkeit verwünscht hat. Male1/5Male Und eure Augen werden es sehen, und ihr selbst werdet sagen: Groß erweist sich der HERR über das Gebiet Israels hinaus!
Gottes Anklage gegen die Priester.
Male1/6Male Ein Sohn ehrt den Vater und ein Knecht seinen Herrn. Wenn ich nun Vater bin, wo ist meine Ehre? Und wenn ich Herr bin, wo ist meine Furcht? spricht der HERR der Heerscharen zu euch,
ihr Priester, die ihr meinen Namen verachtet. Doch ihr sagt: `Womit haben wir deinen Namen verachtet? Male1/7Male [Ihr,] die ihr unreine Speise auf meinem Altar darbringt. Doch ihr sagt: `Womit
haben wir dich unrein gemacht? Indem ihr sagt: Der Tisch des HERRN, den kann man verachten. Male1/8Male Auch wenn ihr Blindes darbringt, um es als Opfer zu schlachten, ist es [für euch] nichts
Böses; und wenn ihr Lahmes und Krankes darbringt, ist es [für euch] nichts Böses. Bring es doch deinem Statthalter! Wird er Gefallen an dir haben oder dein Angesicht erheben? spricht der HERR der
Heerscharen. Male1/9Male Und nun, besänftigt doch Gott, dass er uns gnädig sei![Wenn] so etwas von eurer Hand geschieht, wird er [da] euretwegen das Angesicht erheben? spricht der HERR der
Heerscharen. Male1/10Male Wäre doch nur einer unter euch, der die beiden Torflügel zuschlösse, damit ihr nicht umsonst auf meinem Altar Feuer anzündet! Ich habe kein Gefallen an euch, spricht der
HERR der Heerscharen, und an einer Opfergabe aus eurer Hand habe ich kein Wohlgefallen. Male1/11Male Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang ist mein Name groß unter den Nationen. Und
an allerlei Orten läßt man [Opfer]rauch aufsteigen und bringt meinem Namen [Gaben] dar, und zwar reine Opfergaben. Denn mein Name ist groß unter den Nationen, spricht der HERR der Heerscharen.
Male1/12Male Ihr aber seid es, die ihn entweihen, indem ihr sagt: Der Tisch des Herrn, der kann unrein gemacht werden, und die Gabe für ihn, seine Speise, kann verächtlich behandelt werden.
Male1/13Male Und ihr sagt: Siehe, welche Mühsal! Und ihr mißachtet ihn, spricht der HERR der Heerscharen, und bringt Geraubtes herbei und das Lahme und Kranke; so bringt ihr die Opfergabe. Soll
ich Gefallen haben an dem, [was] von eurer Hand [kommt]? spricht der HERR. Male1/14Male Aber verflucht sei, wer betrügt: Da gibt es in seiner Herde ein männliches [Tier], und er gelobt [es],
schlachtet aber [dann] für den Herrn ein verdorbenes! - Denn ein großer König bin ich, spricht der HERR der Heerscharen, und mein Name ist gefürchtet unter den Nationen.
\2\
Male2/1Male Und nun für euch, ihr Priester, dieses Gebot! Male2/2Male Wenn ihr nicht hört und wenn ihr [es euch] nicht zu Herzen nehmt, meinem Namen Ehre zu geben, spricht der HERR der
Heerscharen, dann sende ich den Fluch unter euch und verfluche eure Segensgaben; ja, ich habe sie schon verflucht, weil ihr es nicht zu Herzen nehmt. Male2/3Male Siehe, ich bedrohe euch die Saat
und streue Mist auf euer Gesicht, den Mist eurer Feste; und man wird euch zu ihm hintragen. Male2/4Male So werdet ihr erkennen, dass ich dieses Gebot zu euch gesandt habe, damit mein Bund mit
Levi gültig bleibe, spricht der HERR der Heerscharen. Male2/5Male Mein Bund mit ihm war das Leben und der Friede; und ich gab sie ihm. [Er war] Furcht, und er fürchtete mich, und vor meinem Namen
erschauerte er. Male2/6Male Zuverlässige Weisung war in seinem Mund, und Unrecht fand sich nicht auf seinen Lippen. In Frieden und Geradheit lebte er mit mir, und viele brachte er zur Umkehr von
Schuld. Male2/7Male Denn die Lippen des Priesters sollen Erkenntnis bewahren, und Weisung sucht man aus seinem Mund; denn er ist ein Bote des HERRN der Heerscharen. Male2/8Male Ihr aber, ihr seid
abgewichen vom Weg, ihr habt viele durch [falsche] Weisung zu Fall gebracht, habt den Bund Levis gebrochen, spricht der HERR der Heerscharen. Male2/9Male So habe denn auch ich euch verächtlich
und niedrig gemacht für das ganze Volk, weil ihr meine Wege nicht beachtet und die Person anseht, wenn ihr Weisung gebt.
Gottes Anklage gegen das untreue Volk.
Male2/10Male Haben wir nicht alle einen Vater? Hat nicht ein Gott uns geschaffen? Warum handeln wir treulos aneinander, um den Bund unserer Väter zu entweihen? Male2/11Male Juda hat treulos
gehandelt, und ein Greuel ist in Israel und in Jerusalem verübt worden; denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, das er liebt, und hat die Tochter eines ausländischen Gottes geheiratet.
Male2/12Male Dem Mann, der das tut, wird der HERR [alles] ausrotten, was lebt und antwortet, aus den Zelten Jakobs, [selbst] wenn er dem HERRN der Heerscharen eine Opfergabe darbringt.
Male2/13Male Und zweitens tut ihr dies: Ihr bedeckt mit Tränen den Altar des HERRN, mit Weinen und Stöhnen, weil er sich [eurer] Opfergabe nicht mehr zuwendet und sie [nicht mehr] mit
Wohlgefallen aus eurer Hand annimmt. Male2/14Male Ihr sagt: Weswegen? Deswegen weil der HERR Zeuge gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast, wo sie
[doch] deine Gefährtin ist und die Frau deines Bundes. Male2/15Male Und hat er sie nicht zu Einem gemacht? Zu einem Fleisch, in dem Geist ist. Und was erstrebt das Eine? Nachkommenschaft von
Gott. So hütet euch bei eurem Leben! Und an der Frau deiner Jugend handle nicht treulos! Male2/16Male Denn ich hasse Scheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, ebenso wie wenn man sein Gewand
mit Unrecht bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen. So hütet euch bei eurem Leben und handelt nicht treulos!
Male2/17Male Ihr ermüdet den HERRN mit euren Worten. Doch ihr sagt: Womit ermüden wir ihn? - Damit dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des HERRN, und an solchen hat er
Gefallen; oder: Wo ist der Gott des Gerichts?
Ankündigung des Gerichtstages und Aufruf zur Buße.
\3\
Male3/1Male Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereite. Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht,
siehe, er kommt, spricht der HERR der Heerscharen. Male3/2Male Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer eines
Schmelzers und wie das Laugensalz von Wäschern sein. Male3/3Male Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie
Silber, so dass sie [Männer] werden, die dem HERRN Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen. Male3/4Male Dann wird die Opfergabe Judas und Jerusalems dem HERRN angenehm sein, wie in den Tagen der
Vorzeit und wie in den Jahren der Vergangenheit. Male3/5Male Und ich werde an euch herantreten zum Gericht und werde ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen
die falsch Schwörenden und gegen solche, die den Lohn des Tagelöhners [drücken], die Witwe und die Waise unterdrücken und den Fremden wegdrängen und die mich nicht fürchten, spricht der HERR der
Heerscharen.
Male3/6Male Nein, ich, der HERR, ich habe mich nicht geändert; aber ihr, Söhne Jakob, ihr habt nicht aufgehört. Male3/7Male Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Ordnungen abgewichen und
habt [sie] nicht beachtet. Kehrt um zu mir! Und ich kehre um zu euch, spricht der HERR der Heerscharen. Ihr aber sagt: `Worin sollen wir umkehren? Male3/8Male Darf ein Mensch Gott berauben? Ja,
ihr beraubt mich! - Ihr aber sagt: `Worin haben wir dich beraubt? Im Zehnten und im Hebopfer. Male3/9Male Mit dem Fluch seid ihr verflucht, mich aber beraubt ihr weiterhin, ihr, die ganze Nation!
Male3/10Male Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Haus ist! Und prüft mich doch darin, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels
öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß! Male3/11Male Und ich werde um euretwillen den Fresser bedrohen, damit er euch die Frucht des Erdbodens nicht verdirbt und damit euch der
Weinstock auf dem Feld nicht fruchtleer bleibt, spricht der HERR der Heerscharen. Male3/12Male Und alle Nationen werden euch glücklich preisen, denn ihr, ihr werdet ein Land des Wohlgefallens
sein, spricht der HERR der Heerscharen.
Scheidung der Gerechten von den Ungerechten am kommenden Gerichtstag.
Male3/13Male Eure Worte sind anmaßend gegen mich, spricht der HERR. Ihr aber sagt: Was bereden wir gegen dich? Male3/14Male Ihr sagt: Nichts [bringt es], Gott zu dienen. Und was ist der Gewinn,
dass wir für seinen Dienst sorgen und dass wir in Trauer einhergehen vor dem HERRN der Heerscharen? Male3/15Male Und nun, wir preisen die Frechen glücklich: Sie kamen sogar [noch] voran, als sie
gottlos handelten; ja, sie versuchten Gott und kamen davon.
Male3/16Male Da redeten die miteinander, die den HERRN fürchteten, und der HERR merkte auf und hörte. Und ein Buch der Erinnerung wurde vor ihm geschrieben für die, die den HERRN fürchten und
seinen Namen achten. Male3/17Male Und sie werden mir, spricht der HERR der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tag, den ich machen werde. Und ich werde sie schonen, wie ein Mann seinen Sohn
schont, der ihm dient. Male3/18Male Und ihr werdet wieder [den Unterschied] sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht
dient.
Male3/19Male Denn siehe, der Tag kommt, der wie ein Ofen brennt. Da werden alle Frechen und alle, die gottlos handeln, Strohstoppeln sein. Und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der
HERR der Heerscharen, so dass er ihnen weder Wurzel noch Zweig übrigläßt. Male3/20Male Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter
ihren Flügeln. Und ihr werdet hinausgehen und umherspringen wie Mastkälber. Male3/21Male Und ihr werdet die Gottlosen zertreten. Denn sie werden Staub sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den
ich machen werde, spricht der HERR der Heerscharen.
Das Kommen des Elia vor dem Tag des HERRN.
Male3/22Male Haltet im Gedächtnis das Gesetz meines Knechtes Mose, dem ich am Horeb für ganz Israel Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe. Male3/23Male Siehe, ich sende euch den Propheten
Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. Male3/24Male Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht
komme und das Land mit dem Bann schlage.
(AT und Maleachi hier zu Ende.)
NT
2.1 Das Evangelium nach Matthäus.
(M1, 2 bis 16: Der Stammbaum Jesu.)
1Chr 1,34; 2,1-15; 3,5.10-19; Lk 3,23-38.
\1\
1/1Matth Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.
Matth1/2Matth Abraham zeugte Isaak; Isaak aber zeugte Jakob, Jakob aber zeugte Juda und seine Brüder; Matth1/3Matth Juda aber zeugte Perez und Serah von der Thamar; Perez aber zeugte Hezron,
Hezron aber zeugte Ram, Matth1/4Matth Ram aber zeugte Amminadab, Amminadab aber zeugte Nahesson, Nahesson aber zeugte Salma, Matth1/5Matth Salma aber zeugte Boas von der Rahab; Boas aber zeugte
Obed von der Ruth; Obed aber zeugte Jesse, Matth1/6Matth Jesse aber zeugte David, den König. David aber zeugte Salomo von der [Frau] des Uria; Matth1/7Matth Salomo aber zeugte Rehabeam, Rehabeam
aber zeugte Abia, Abia aber zeugte Asa, Matth1/8Matth Asa aber zeugte Josaphat, Josaphat aber zeugte Joram, Joram aber zeugte Usia, Matth1/9Matth Usia aber zeugte Jotham, Jotham aber zeugte Ahas,
Ahas aber zeugte Hiskia, Matth1/10Matth Hiskia aber zeugte Manasse, Manasse aber zeugte Amon, Amon aber zeugte Josia, Matth1/11Matth Josia aber zeugte Jojachin und seine Brüder um die Zeit der
Wegführung nach Babylon. Matth1/12Matth Nach der Wegführung nach Babylon aber zeugte Jojachin Schealthiel, Schealthiel aber zeugte Serubabbel, Matth1/13Matth Serubbabel aber zeugte Abiud, Abiud
aber zeugte Eljakim, Eljakim aber zeugte Asor, Matth1/14Matth Asor aber zeugte Zadok, Zadok aber zeugte Achim, Achim aber zeugte Eliud, Matth1/15Matth Eliud aber zeugte Eleasar, Eleasar aber
zeugte Matthan, Matthan aber zeugte Jakob, Matth1/16Matth Jakob aber zeugte Joseph, den Mann Marias, von welcher Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird.
Matth1/17Matth So sind nun alle Geschlechter von Abraham bis auf David vierzehn Geschlechter und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Geschlechter und von der Wegführung nach
Babylon bis auf den Christus vierzehn Geschlechter.
Die Geburt Jesu.
Lk 2,1-7.
Matth1/18Matth Mit der Geburt Jesu Christi verhielt es sich aber so: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Joseph verlobt war, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, schwanger erfunden von dem
Heiligen Geist. Matth1/19Matth Joseph aber, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht öffentlich bloßstellen wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen. Matth1/20Matth Während er dies aber bei sich
überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist von dem
Heiligen Geist. Matth1/21Matth Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen; denn er wird sein Volk erretten von seinen Sünden. Matth1/22Matth Dies alles geschah aber,
damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht: Matth1/23Matth `Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen
Emmanuel nennen, was übersetzt ist: Gott mit uns. Matth1/24Matth Joseph aber, vom Schlaf erwacht, tat, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich; Matth1/25Matth und
er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er nannte seinen Namen Jesus.
Die Magier aus dem Osten.
\2\
Matth2/1Matth Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Matth2/2Matth Wo ist der König
der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.
Matth2/3Matth Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt und ganz Jerusalem mit ihm; Matth2/4Matth und er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte
sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Matth2/5Matth Sie aber sagten ihm: Zu Bethlehem in Judäa; denn so steht durch den Propheten geschrieben: Matth2/6Matth ‘Und du, Bethlehem,
Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird ein Führer hervorkommen, der mein Volk Israel hüten wird.‘
Matth2/7Matth Dann berief Herodes die Weisen heimlich und erforschte genau von ihnen die Zeit der Erscheinung des Sternes; Matth2/8Matth und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und
forscht genau nach dem Kindlein; wenn ihr es aber gefunden habt, so berichtet es mir, damit auch ich komme und ihm huldige. Matth2/9Matth Sie aber zogen hin, als sie den König gehört hatten. Und
siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er kam und oben über [dem Ort] stand, wo das Kindlein war. Matth2/10Matth Als sie aber den Stern sahen, freuten sie
sich mit sehr großer Freude. Matth2/11Matth Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm; und sie taten ihre
Schätze auf und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe. Matth2/12Matth Und als sie im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie
auf einem anderen Weg hin in ihr Land.
Flucht nach Ägypten - Kindermord zu Bethlehem.
Matth2/13Matth Als sie aber hingezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägypten,
und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes wird das Kindlein suchen, um es umzubringen. Matth2/14Matth Er aber stand auf, nahm das Kindlein und seine Mutter des Nachts zu sich und zog hin
nach Ägypten. Matth2/15Matth Und er war dort bis zum Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht: `Aus Ägypten habe ich meinen Sohn
gerufen.
Matth2/16Matth Da ergrimmte Herodes sehr, als er sah, dass er von den Weisen hintergangen worden war; und er sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem und in seinem ganzen Gebiet
waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erforscht hatte. Matth2/17Matth Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia geredet ist, der spricht:
Matth2/18Matth `Eine Stimme ist in Rama gehört worden, Weinen und viel Wehklagen: Rahel beweint ihre Kinder, und sie wollte sich nicht trösten lassen, weil sie nicht [mehr] sind.
Rückkehr aus Ägypten.
Matth2/19Matth Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph in Ägypten im Traum Matth2/20Matth und spricht: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu
dir und zieh in das Land Israel; denn sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben trachteten. Matth2/21Matth Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich, und er kam in
das Land Israel. Matth2/22Matth Als er aber hörte, dass Archelaus über Judäa herrsche anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu gehen; und als er im Traum eine göttliche Weisung
empfangen hatte, zog er hin in die Gegenden von Galiläa Matth2/23Matth und kam und wohnte in einer Stadt, genannt Nazareth; damit erfüllt würde, was durch die Propheten geredet ist: `Er wird
Nazoräer genannt werden.
Johannes der Täufer.
Mk 1,1-8; Lk 3,1-18; (Joh 1,19-28).
\3\
Matth3/1Matth In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa Matth3/2Matth und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen. Matth3/3Matth Denn
dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: `Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade! Matth3/4Matth Er aber,
Johannes, hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig.
Matth3/5Matth Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan; Matth3/6Matth und sie wurden von ihm im Jordan getauft, indem sie ihre Sünden
bekannten.
Matth3/7Matth Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Matth3/8Matth
Bringt nun der Buße würdige Frucht; Matth3/9Matth und denkt nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu
erwecken vermag. Matth3/10Matth Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Matth3/11Matth Ich zwar
taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen; Matth3/12Matth
seine Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer
verbrennen.
Die Taufe Jesu.
Mk 1,9-11; Lk 3,21-22; (Joh 1,29-34).
Matth3/13Matth Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Matth3/14Matth Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu
werden. Und du kommst zu mir? Matth3/15Matth Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt [so sein]; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Dann läßt er es ihm zu.
Matth3/16Matth Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden [ihm] aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und auf ihn
kommen. Matth3/17Matth Und siehe, eine Stimme [kommt] aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
Die Versuchung Jesu.
Mk 1,12-13; Lk 4,1-13.
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Matth4/1Matth Dann wurde Jesus von dem Geist in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; Matth4/2Matth und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte
ihn schließlich. Matth4/3Matth Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden. Matth4/4Matth Er aber antwortete und sprach: Es
steht geschrieben: `Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Rhema-Wort (das lebendige, lebenspendende Wort für mich persönlich, daslebenspendendewort; auch Eph. 6, 17), das
durch den Mund Gottes ausgeht.
Matth4/5Matth Darauf nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels Matth4/6Matth und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es
steht geschrieben: `Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt. Matth4/7Matth Jesus sprach zu ihm:
Wiederum steht geschrieben: `Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.
Matth4/8Matth Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit Matth4/9Matth und spricht zu ihm: Dies alles will ich dir geben,
wenn du niederfallen und mich anbeten willst. Matth4/10Matth Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: `Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein
dienen.
Matth4/11Matth Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.
Bußpredigt in Galiläa.
Mk 1,14.15; Lk 4,14.15.
Matth4/12Matth Als er aber gehört hatte, dass Johannes überliefert worden war, entwich er nach Galiläa; Matth4/13Matth und er verließ Nazareth und kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt,
in dem Gebiet von Sebulon und Naftali; Matth4/14Matth damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Matth4/15Matth `Land Sebulon und Land Naftali, gegen den See
hin, jenseits des Jordan, Galiläa der Nationen: Matth4/16Matth Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist Licht
aufgegangen. Matth4/17Matth Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen!
Die ersten Jünger.
Mk 1,16-20; Lk 5,1-11.
Matth4/18Matth Als er aber am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die ein Netz in den See warfen, denn sie waren Fischer.
Matth4/19Matth Und er spricht zu ihnen: Kommt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen. Matth4/20Matth Sie aber verließen sogleich die Netze und folgten ihm nach. Matth4/21Matth
Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder: Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze ausbesserten; und
er rief sie. Matth4/22Matth Sie aber verließen sogleich das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.
Predigt und Heilungen.
Mk 1,32-39; Lk 4,40-44.
Matth4/23Matth Und Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen unter dem Volk. Matth4/24Matth
Und sein Ruf ging aus in das ganze Syrien; und sie brachten zu ihm alle Leidenden, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte; und er
heilte sie. Matth4/25Matth Und es folgten ihm große Volksmengen von Galiläa und dem Zehnstädtegebiet und Jerusalem und Judäa und von jenseits des Jordan.
Seligpreisungen.
Lk 6,20-23. (Bergpredigt: M. 5 bis 7)
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Matth5/1Matth Als er aber die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm. Matth5/2Matth Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
Matth5/3Matth Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Matth5/4Matth Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Matth5/5Matth Glückselig die
Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Matth5/6Matth Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden. Matth5/7Matth Glückselig die
Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren. Matth5/8Matth Glückselig, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. Matth5/9Matth Glückselig die Friedensstifter, denn sie
werden Söhne Gottes heißen. Matth5/10Matth Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Matth5/11Matth Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und
verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Matth5/12Matth Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten
verfolgt, die vor euch waren.
Die Jünger als Salz und Licht.
Matth5/13Matth Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu
werden.
Matth5/14Matth Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Matth5/15Matth Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den
Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind. Matth5/16Matth So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater,
der in den Himmeln ist, verherrlichen.
Gesetz, Propheten und Reich der Himmel.
Matth5/17Matth Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Matth5/18Matth Denn wahrlich, ich sage euch:
Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Matth5/19Matth Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst
und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel. Matth5/20Matth Denn ich sage euch: Wenn nicht
eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.
Erfüllung des Gesetzes: Was ist Töten?
Matth5/21Matth Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein. Matth5/22Matth Ich aber sage euch, dass jeder, der
seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka! dem Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr! der Hölle des Feuers verfallen sein wird.
Matth5/23Matth Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, Matth5/24Matth so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor
hin, versöhne dich mit deinem Bruder; und dann komm und bring deine Gabe dar. Matth5/25Matth Komme deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist; damit nicht etwa der Gegner
dich dem Richter überliefert und der Richter dich dem Diener überliefert und du ins Gefängnis geworfen wirst. Matth5/26Matth Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du
auch den letzten Pfennig bezahlt hast.
Erfüllung des Gesetzes: Was ist Ehebruch?
2.1.1 27 Ihr habt gehört, dass
V. 27: Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Matth5/28Matth Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in
seinem Herzen. Matth5/29Matth Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlaß zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein
ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Matth5/30Matth Und wenn deine rechte Hand dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder
umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. (Theologiedesaugeausreißens: die anerkannten Apostel der Kirchengeschichte haben gelehrt und lehren:
Jesus möchte, dass du dem Heiligen Geist oder der Stimme Jesu gehorchen kannst und sollst. Jesus möchte, dass du Ehrfurcht vor Gott hast. Jesus möchte, dass du wegschaust von der Sünde [Biblisch:
Fliehet die Sünde] Prostituierte solltest du meiden [Spr. 5, 20]. Besonders, wenn du allein bist, sollst du keine anheizende Musik hören und keine Bilder anschauen, die Jesus nicht anschauen
würde. Wenn du ein riesige Plakat oder eine Zeitschrift mit einer halben Nacktheit (halbennacktheit) siehst, ist das noch keine Sünde, aber nochmals Hingucken ist Sünde. Menschen sollst du beim
Evangelisieren anschauen, auch in die Augen, Bilder solltest du aber nicht anschauen: Porn oder ansatzweise Porn meide wie die Pest. Wahr: Jesus fordert hier mit dem Wort Reiß das Auge aus
natürlich nicht, dass du deinen Körper verstümmelst. Gott sagt, dass du ein Tempel des Heiligen Geistes bist, dass dein Körper eine Behausung des Heiligen Geistes ist. Auch deinen Körper sollst
du nicht kaputt machen, nicht verstümmeln. Theologischer Zusatz:
Wörtlich oder bildlich gemeint?
Nicht wörtlich, weil es eine Übertreibng oder Hyperbel ist. Die klassische theologische Auslegung – sowohl in der Alten Kirche als auch in der reformatorischen und
katholischen Tradition – sieht diese Worte nicht als wörtliche Aufforderung zur Selbstverstümmelung. Das wird unter anderem damit begründet, dass der Körper als von Gott geschaffen und daher
nicht mutwillig zu zerstören sei. Jesus nutzt hier die damals im Orient übliche, sehr bildhafte Sprache, um eine geistliche Wahrheit zu verdeutlichen.
Sinn und Absicht der Aussage
Die Theologen betonen, dass Jesus mit dieser drastischen Formulierung die Entschiedenheit fordert, mit der man alles aus seinem Leben entfernen soll, was einen zur
Sünde verführt oder von Gott trennt – selbst wenn es einem sehr nahe steht oder schmerzlich ist. Das „Auge“ oder die „Hand“ stehen symbolisch für alles, was uns zur Sünde verleiten könnte.
Jesus will so die Radikalität der Nachfolge und die Ernsthaftigkeit des Kampfes gegen die Sünde unterstreichen).
Matth5/31Matth Es ist aber weiter gesagt: Wer seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief. Matth5/32Matth Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei,
macht, dass sie Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
Erfüllung des Gesetzes: Was ist falsches Schwören?
Matth5/33Matth Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht falsch schwören, du sollst aber dem Herrn deine Eide erfüllen. Matth5/34Matth Ich aber sage euch: Schwört
überhaupt nicht; weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; Matth5/35Matth noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt;
Matth5/36Matth noch sollst du bei deinem Haupt schwören, denn du kannst nicht ein Haar weiß oder schwarz machen. Matth5/37Matth Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was aber mehr ist als
dieses, ist vom Bösen.
Erfüllung des Gesetzes: Was ist Vergelten?
Lk 6,27-36.
Matth5/38Matth Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Matth5/39Matth Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe
schlagen wird, dem biete auch die andere dar; Matth5/40Matth und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Unterkleid nehmen will, dem laß auch den Mantel. Matth5/41Matth Und wenn jemand dich
zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem geh zwei. Matth5/42Matth Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der von dir borgen will.
Matth5/43Matth Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Matth5/44Matth Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch
verfolgen, Matth5/45Matth damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Matth5/46Matth Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Matth5/47Matth Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun
nicht auch die von den Nationen dasselbe? Matth5/48Matth Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
Erfüllung des Gesetzes: Rechtes Almosengeben.
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Matth6/1Matth Habt acht, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Menschen, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist. Matth6/2Matth
Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Straßen, damit sie von den Menschen geehrt werden. Wahrlich, ich sage
euch, sie haben ihren Lohn dahin. Matth6/3Matth Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut; Matth6/43Matth damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein
Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Erfüllung des Gesetzes: Rechtes Beten.
vgl. Lk 11,1-4.
Matth6/5Matth Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen
werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Matth6/6Matth Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im
Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. Matth6/7Matth Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um
ihres vielen Redens willen erhört werden. Matth6/8Matth Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Matth6/9Matth Betet ihr nun so: Unser Vater, der
[du bist] in den Himmeln, geheiligt werde dein Name (Vatervatervater; Vater, Vater, Vater; ich will Dich anbeten! Heilig Heilig Heilig; Jesus Jesus Jesus; ich will Dich anbeten; will mich vor Dir
beugen.); Matth6/10Matth dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Matth6/11Matth Unser tägliches Brot gib uns heute; Matth6/12Matth und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; Matth6/13Matth und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. - Matth6/14Matth Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen
vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; Matth6/15Matth wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebt, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht
vergeben.
Erfüllung des Gesetzes: Rechtes Fasten.
Matth6/16Matth Wenn ihr aber fastet, so seht nicht düster aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Gesichter, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch, sie
haben ihren Lohn dahin. Matth6/17Matth Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, Matth6/18Matth damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem
Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Warnung vor Habsucht und irdischen Sorgen.
vgl. Lk 12,33.34.
Matth6/19Matth Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen; Matth6/20Matth sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch
Rost zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen; Matth6/21Matth denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
Lk 11,34-36.
Matth6/22Matth Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; Matth6/23Matth wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster
sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!
vgl. Lk 12,22-31.
Matth6/24Matth Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen
und dem Mammon. Matth6/25Matth Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben
mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Matth6/26Matth Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater
ernährt sie [doch]. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie? Matth6/27Matth Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen? Matth6/28Matth Und warum seid ihr um
Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Matth6/29Matth Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner
Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen. Matth6/30Matth Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird er das] nicht vielmehr
euch [tun], ihr Kleingläubigen? Matth6/31Matth So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Matth6/32Matth Denn
nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Matth6/33Matth Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,
und dies alles wird euch hinzugefügt werden. (Trachte zuerst nach Gottes Dingen: Setz die Priorität richtig. Dein Leben sollst du an Jesus hingeben. Der Gerechte wird aus Glauben leben. Zum
Beispiel sollst du im Beruf stehen, oder du sollst Menschen für Ihn gewinnen: Hab dann eine glühende Retterliebe. Alles, auch Kleidung, Essen, Trinken und vielleicht ein Dach werden dir
hinzugefügt werden.) Matth6/34Matth So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.
Warnung vor dem Richten und dem Entweihen des Heiligen.
Lk 6,37.38.41.42.
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Matth7/1Matth Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Matth7/2Matth Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch zugemessen
werden. Matth7/3Matth Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Matth7/4Matth Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen:
Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Matth7/5Matth Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um
den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen.
Matth7/6Matth Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch
zerreißen.
Zuversichtliches Beten.
vgl. Lk 11,5-13.
Matth7/7Matth Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. Matth7/8Matth Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende
findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden. Matth7/9Matth Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bittet, ihm einen Stein geben wird? Matth7/10Matth Und
wenn er um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben? Matth7/11Matth Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den
Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!
Verhalten gegen andere - Die enge Pforte.
Matth7/12Matth Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Matth7/13Matth Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Matth7/14Matth Denn eng ist die Pforte
und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.
Warnung vor falschen Propheten.
Lk 6,43-45.
Matth7/15Matth Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. Matth7/16Matth An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
Liest man etwa von Dornen eine Traube oder von Disteln Feigen? Matth7/17Matth So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Matth7/18Matth Ein guter Baum
kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte. Matth7/19Matth Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Matth7/20Matth Deshalb, an
ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
V. 21-29: Lk 6,46-49.
Matth7/21Matth Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Matth7/22Matth Viele werden an
jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Matth7/23Matth Und
dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!
Gleichnis vom Haus auf Felsen und Sand - Wirkung der Predigt.
Matth7/24Matth Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; Matth7/25Matth und der Platzregen fiel
hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Matth7/26Matth Und jeder, der diese meine Worte hört
und sie nicht tut, der wird einem törichten Mann verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; Matth7/27Matth und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten
und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.
Matth7/28Matth Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte, da erstaunten die Volksmengen sehr über seine Lehre; Matth7/29Matth denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und
nicht wie ihre Schriftgelehrten.
Heilung eines Aussätzigen.
Mk 1,40-45; Lk 5,12-16.
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Matth8/1Matth Als er aber von dem Berg herabgestiegen war, folgten ihm große Volksmengen.Matth8/2Matth Und siehe, ein Aussätziger kam heran und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du
willst, kannst du mich reinigen. Matth8/3Matth Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wurde sein Aussatz gereinigt. Matth8/4Matth Und Jesus
spricht zu ihm: Siehe, sage es niemand; sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und bring die Gabe dar, die Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis.
Heilung des Dieners eines Hauptmanns.
Lk 7,1-10; vgl. Joh 4,43-54.
Matth8/5Matth Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat Matth8/6Matth und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält.
Matth8/7Matth Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Matth8/8Matth Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst;
sondern sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Matth8/9Matth Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! und
er geht; und zu einem anderen: Komm! und er kommt; und zu meinem Knecht: Tue dies! und er tut}s. Matth8/10Matth Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten:
Wahrlich, ich sage euch, selbst in Israel habe ich nicht so großen Glauben gefunden. Matth8/11Matth Ich sage euch aber, dass viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob
zu Tisch liegen werden in dem Reich der Himmel, Matth8/12Matth aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
Matth8/13Matth Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, und dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und der Diener wurde gesund in jener Stunde.
Heilung der Schwiegermutter des Petrus und anderer Kranker.
Mk 1,29-34; Lk 4,38-41.
Matth8/14Matth Und als Jesus in das Haus des Petrus gekommen war, sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen. Matth8/15Matth Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie;
und sie stand auf und diente ihm.
Matth8/16Matth Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit einem Wort, und er heilte alle Leidenden, Matth8/17Matth damit erfüllt würde,
was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: `Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.
Rechte Nachfolge.
Lk 9,57-62.
Matth8/18Matth Als aber Jesus eine große Volksmenge um sich sah, befahl er, an das jenseitige Ufer wegzufahren. Matth8/19Matth Und ein Schriftgelehrter kam heran und sprach zu ihm: Lehrer, ich
will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Matth8/20Matth Und Jesus spricht zu ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt
hinlege. Matth8/21Matth Ein anderer aber von seinen Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Matth8/22Matth Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir
nach, und laß die Toten ihre Toten begraben.
Stillung des Sturmes.
Mk 4,35-41; Lk 8,22-25.
Matth8/23Matth Und als er in das Schiff gestiegen war, folgten ihm seine Jünger. Matth8/24Matth Und siehe, es erhob sich ein heftiger Sturm auf dem See, so dass das Schiff von den Wellen bedeckt
wurde; er aber schlief. Matth8/25Matth Und die Jünger traten hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette [uns], wir kommen um! Matth8/26Matth Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam,
Kleingläubige? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es entstand eine große Stille. Matth8/27Matth Die Menschen aber wunderten sich und sprachen: Was für einer ist dieser,
dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?
Heilung zweier Besessener.
Mk 5,1-20; Lk 8,26-39.
Matth8/28Matth Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das Land der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen. [Sie waren] sehr bösartig, so dass
niemand auf jenem Weg vorbeigehen konnte. Matth8/29Matth Und siehe, sie schrien und sprachen: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quälen?
Matth8/30Matth Es war aber fern von ihnen eine große Herde Schweine, die da weideten. Matth8/31Matth Die Dämonen aber baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so sende uns in die Herde
Schweine. Matth8/32Matth Und er sprach zu ihnen: Geht hin! Sie aber fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, und sie kamen um in
dem Gewässer. Matth8/33Matth Die Hüter aber flohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles und das von den Besessenen. Matth8/34Matth Und siehe, die ganze Stadt ging hinaus, Jesus entgegen,
und als sie ihn sahen, baten sie, dass er aus ihrem Gebiet weggehen möchte.
Heilung eines Gelähmten.
Mk 2,1-12; Lk 5,17-26.
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Matth9/1Matth Und er stieg in das Schiff, setzte über und kam in seine eigene Stadt. Matth9/2Matth Und siehe, sie brachten einen Gelähmten zu ihm, der auf einem Bett lag; und als Jesus ihren
Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei guten Mutes, mein Sohn, deine Sünden sind vergeben. Matth9/3Matth Und siehe, einige von den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert.
Matth9/4Matth Und als Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr Arges in euren Herzen? Matth9/5Matth Denn was ist leichter zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf
und geh umher? Matth9/6Matth Damit ihr aber wißt, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben . . . Dann sagt er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm dein Bett auf, und
geh in dein Haus! Matth9/7Matth Und er stand auf und ging in sein Haus. Matth9/8Matth Als aber die Volksmengen es sahen, fürchteten sie sich und verherrlichten Gott, der solche Vollmacht den
Menschen gegeben hat.
Berufung des Matthäus.
Mk 2,13-17; Lk 5,27-32.
Matth9/9Matth Und als Jesus von dort weiterging, sah er einen Menschen mit Namen Matthäus am Zollhaus sitzen, und er spricht zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.
Matth9/10Matth Und es geschah, als er in dem Haus zu Tisch lag, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und lagen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. Matth9/11Matth Und als die Pharisäer es
sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern? Matth9/12Matth Als aber er es hörte, sprach er: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die
Kranken. Matth9/13Matth Geht aber hin und lernt, was das ist: `Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
Die Frage nach dem Fasten.
Mk 2,18-22; Lk 5,33-39.
Matth9/14Matth Dann kommen die Jünger des Johannes zu ihm und sagen: Warum fasten wir und die Pharisäer oft, deine Jünger aber fasten nicht? Matth9/15Matth Und Jesus sprach zu ihnen: Können etwa
die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann werden sie fasten. Matth9/16Matth Niemand
aber setzt einen Flicken von neuem Tuch auf ein altes Kleid; denn das Eingesetzte reißt von dem Kleid ab, und der Riß wird schlimm¼er. Matth9/17Matth Auch füllt man nicht neuen Wein in alte
Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, und beide bleiben zusammen
erhalten.
Heilung der blutflüssigen Frau - Auferweckung der Tochter des Jairus.
Mk 5,21-43; Lk 8,40-56.
Matth9/18Matth Während er dies zu ihnen redete, siehe, da kam ein Vorsteher herein und warf sich vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist eben jetzt verschieden; aber komm und lege deine Hand
auf sie, so wird sie leben. Matth9/19Matth Und Jesus stand auf und folgte ihm, und seine Jünger. Matth9/20Matth Und siehe, eine Frau, die zwölf Jahre blutflüssig war, trat von hinten heran und
rührte die Quaste seines Kleides an; Matth9/21Matth denn sie sprach bei sich selbst: Wenn ich nur sein Kleid anrühre, so werde ich geheilt werden. Matth9/22Matth Jesus aber wandte sich um, und
als er sie sah, sprach er: Sei guten Mutes, Tochter; dein Glaube hat dich geheilt. Und die Frau war geheilt von jener Stunde an. Matth9/23Matth Und als Jesus in das Haus des Vorstehers kam und
die Pfeifer und die lärmende Volksmenge sah, Matth9/24Matth sprach er: Geht fort, denn das Mädchen ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie lachten ihn aus. Matth9/25Matth Als aber die
Volksmenge hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand; und das Mädchen stand auf. Matth9/26Matth Und das Gerücht hiervon ging aus in jene ganze Gegend.
Heilung zweier Blinder.
vgl. Kap. 20,29-34; Mk 8,22-26; 10,46-52; Lk 18,35-43.
Matth9/27Matth Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien und sprachen: Erbarme dich unser, Sohn Davids! Matth9/28Matth Als er aber in das Haus gekommen war, traten
die Blinden zu ihm; und Jesus spricht zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr. Matth9/29Matth Dann rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem
Glauben! Matth9/30Matth Und ihre Augen wurden aufgetan; und Jesus bedrohte sie und sprach: Seht zu, niemand erfahre es! Matth9/31Matth Sie aber gingen aus und machten ihn bekannt in jener ganzen
Gegend.
Heilung eines stummen Besessenen.
Matth9/32Matth Als sie aber weggingen, siehe, da brachten sie einen stummen Menschen zu ihm, der besessen war. Matth9/33Matth Und als der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die
Volksmengen wunderten sich und sprachen: Niemals wurde so etwas in Israel gesehen. Matth9/34Matth Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch den Obersten der Dämonen.
Aussendung der zwölf Apostel.
Matth9/35Matth Und Jesus zog umher durch alle Städte und Dörfer und lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen.
Matth9/36Matth Als er aber die Volksmenge sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Matth9/37Matth Dann spricht er
zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Matth9/38Matth Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine
Ernte!
Mk 3,13-19; Lk 6,12-16; (Apg 1,13).
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Matth10/1Matth Und als er seine zwölf Jünger herangerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. Matth10/2Matth Die
Namen der zwölf Apostel aber sind diese: Der erste Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; Matth10/3Matth Philippus
und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der [Sohn] des Alphäus, und Thaddäus; Matth10/4Matth Simon, der Kananäer, und Judas, der Iskariot, der ihn auch
überlieferte.
Mk 6,7-13; Lk 9,1-6; vgl. Lk 10,1-12.
Matth10/5Matth Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Geht nicht auf einen Weg der Nationen, und geht nicht in eine Stadt der Samariter; Matth10/6Matth geht aber vielmehr zu
den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Matth10/7Matth Wenn ihr aber hingeht, predigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Matth10/8Matth Heilt
Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt. Matth10/9Matth Verschafft euch nicht Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel,
Matth10/10Matth keine Tasche auf den Weg, noch zwei Unterkleider, noch Sandalen, noch einen Stab; denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert. Matth10/11Matth Wenn ihr aber in eine Stadt oder in
ein Dorf einkehrt, so forscht, wer darin würdig ist; und dort bleibt, bis ihr weggeht.Matth10/12Matth Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so grüßt es. Matth10/13Matth Und wenn nun das Haus
würdig ist, so komme euer Friede darauf; wenn es aber nicht würdig ist, so wende sich euer Friede zu euch zurück. Matth10/14Matth Und wenn jemand euch nicht
aufnehmen noch eure Worte hören wird - geht hinaus aus jenem Haus oder jener Stadt, und schüttelt den Staub von euren Füßen. Matth10/15Matth Wahrlich, ich sage euch, es wird dem Land von Sodom
und Gomorra erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als jener Stadt.
Ermutigung zum Bekenntnis in Verfolgungen.
V. 16-22: vgl. Kap. 24,9-13; Mk 13,9-13;.
Lk 12,11-12; 21,12-17; V. 26-33: vgl. Lk 12,2-9.
Matth10/16Matth Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. Matth10/17Matth Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie
werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln; Matth10/18Matth und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum
Zeugnis. Matth10/19Matth Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
Matth10/20Matth Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet. Matth10/21Matth Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern, und der Vater das
Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen. Matth10/22Matth Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der
wird errettet werden.Matth10/23Matth Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere; denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein,
bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird. Matth10/24Matth Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer, und ein Sklave nicht über seinem Herrn. Matth10/25Matth Es ist dem Jünger genug, dass er sei
wie sein Lehrer und der Sklave wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebul genannt haben, wieviel mehr seine Hausgenossen!
Matth10/26Matth Fürchtet euch nun nicht vor ihnen. Denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und nichts verborgen, was nicht erkannt werden wird. Matth10/27Matth Was ich euch sage in der
Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr [geflüstert] hört, ruft aus auf den Dächern. Matth10/28Matth Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten
vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle. Matth10/29Matth Werden nicht zwei Sperlinge für ein paar Pfennige verkauft? Und nicht einer von
ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater. Matth10/30Matth Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. Matth10/31Matth Fürchtet euch nun nicht; ihr seid vorzüglicher als
viele Sperlinge. Matth10/32Matth Jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Matth10/33Matth Wer aber mich vor den
Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Matth10/34Matth Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin
nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Matth10/35Matth Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die
Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; Matth10/36Matth und des Menschen Feinde [werden] seine eigenen Hausgenossen [sein]. Matth10/37Matth Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist
meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; Matth10/38Matth und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
Matth10/39Matth Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.
Belohnung für jeden Dienst um Jesu willen.
vgl. Kap. 25,34-40.
Matth10/40Matth Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Matth10/41Matth Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, wird eines
Propheten Lohn empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, wird eines Gerechten Lohn empfangen. Matth10/42Matth Und wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher
kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn nicht verlieren.
\11\
Matth11/1Matth Und es geschah, als Jesus seine Befehle an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von dort weg, um in ihren Städten zu lehren und zu predigen.
Die Frage des Täufers - Jesu Antwort und Zeugnis über ihn.
Lk 7,18-35.
Matth11/2Matth Als aber Johannes im Gefängnis die Werke des Christus hörte, sandte er durch seine Jünger Matth11/3Matth und ließ ihm sagen: Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen
warten? Matth11/4Matth Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und verkündet Johannes, was ihr hört und seht: Matth11/5Matth Blinde werden sehend, und Lahme gehen, Aussätzige werden
gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird gute Botschaft verkündigt. Matth11/6Matth Und glückselig ist, wer sich nicht an mir ärgern wird!
Matth11/7Matth Als die aber hingingen, fing Jesus an, zu den Volksmengen zu reden über Johannes: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, vom Wind hin und her bewegt?
Matth11/8Matth Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen [Kleidern] bekleidet? Siehe, die weiche [Kleider] tragen, sind in den Häusern der Könige. Matth11/9Matth Oder
was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, sage ich euch, und mehr als einen Propheten. Matth11/10Matth Denn dieser ist es, von dem geschrieben steht: `Siehe, ich sende meinen
Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird. Matth11/11Matth
Wahrlich, ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer aufgestanden als Johannes der Täufer; der Kleinste aber im Reich der Himmel ist größer als er. Matth11/12Matth Aber von
den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt wird dem Reich der Himmel Gewalt angetan, und Gewalttuende reißen es an sich (Aktivismus ist nicht gut; Die Not ist überall, aber das soll uns nicht
treiben, sondern die Liebe Christi dränget uns. Positive „Gewalt“: Was ist damit gemeint? Nicht durch Heere, sondern durch Meinen Geist. Es ist gut, diszipliniert zu sein. Es ist gut, beharrlich
zu sein. Es ist gut, ohne Angst auf Menschen zuzugehen und Jesus zu bezeugen [Das gute Ergebnis und was sich bei dir zum Guten geändert hat, weiterzusagen, nach dem Hinwenden zu Jesus]. Es ist
gut, geduldig zu sein, öfters. Es ist gut, dranzubleiben am Ziel. Es ist gut, radikal, stark und entschlossen zu sein. Sprich deine Gebete nicht: Herr, eigentlich wünsche ich mir, sondern, Vater,
ich bitte Dich, im Namen Jesu! Vater, tu ein tief-heilendes Werk in mir, im Namen Jesu! Vater, ich danke Dir, dass Du mich erhört hast!). Matth11/13Matth Denn alle Propheten und das Gesetz haben
geweissagt bis auf Johannes. Matth11/14Matth Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist Elia, der kommen soll. Matth11/15Matth Wer Ohren hat, der höre! Matth11/16Matth Wem aber soll ich dieses
Geschlecht vergleichen? Es ist Kindern gleich, die auf den Märkten sitzen und ihren Gespielen zurufen Matth11/17Matth und sagen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht getanzt; wir haben
Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht gewehklagt. Matth11/18Matth Denn Johannes ist gekommen, der weder aß noch trank, und sie sagen: Er hat einen Dämon. Matth11/19Matth Der Sohn des Menschen
ist gekommen, der da ißt und trinkt, und sie sagen: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder; - und die Weisheit ist gerechtfertigt worden aus ihren
Werken.
Weheruf über unbußfertige Städte - Jesus als Heiland der Unmündigen und Bedrückten.
Lk 10,13-16.
Matth11/20Matth Dann fing er an, die Städte zu schelten, in denen seine meisten Wunderwerke geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten: Matth11/21Matth Wehe dir, Chorazin! Wehe dir,
Bethsaida! Denn wenn zu Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst hätten sie in Sack und Asche Buße getan.Matth11/22Matth Doch ich sage euch: Tyrus
und Sidon wird es erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als euch. Matth11/23Matth Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden; denn
wenn in Sodom die Wunderwerke geschehen wären, die in dir geschehen sind, es wäre geblieben bis auf den heutigen Tag. Matth11/24Matth Doch ich sage euch: Dem Sodomer Land wird es erträglicher
ergehen am Tag des Gerichts als dir.
Lk 10,21.22.
Matth11/25Matth Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast, und hast es Unmündigen
geoffenbart (Herr, benutze die psychisch und anders Kranken! Such: psychischkranken). Matth11/26Matth Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir. Matth11/27Matth Alles ist mir übergeben von
meinem Vater; und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn, und wem der Sohn ihn offenbaren will. Matth11/28Matth Kommt her zu mir, alle ihr
Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Matth11/29Matth Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und `ihr werdet Ruhe finden
für eure Seelen; Matth11/30Matth denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Die Sabbatfrage.
Mk 2,23-3,6; Lk 6,1-11.
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Matth12/1Matth Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Saaten; es hungerte aber seine Jünger, und sie fingen an, Ähren abzupflücken und zu essen. Matth12/2Matth Als aber die Pharisäer es
sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist. Matth12/3Matth Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die bei ihm
waren hungerte? Matth12/4Matth Wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß, die er nicht essen durfte, noch die bei ihm waren, sondern allein die Priester? Matth12/5Matth Oder habt ihr
nicht in dem Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester in dem Tempel den Sabbat entheiligen und [doch] schuldlos sind? Matth12/6Matth Ich sage euch aber: Größeres als der Tempel ist hier.
Matth12/7Matth Wenn ihr aber erkannt hättet, was das heißt: `Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. Matth12/8Matth Denn der Sohn
des Menschen ist Herr des Sabbats.
Matth12/9Matth Und als er von dort weiterging, kam er in ihre Synagoge. Matth12/10Matth Und siehe, da war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es
erlaubt, am Sabbat zu heilen? damit sie ihn anklagen könnten. Matth12/11Matth Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch ist wohl unter euch, der ein Schaf hat und, wenn dieses am Sabbat in eine
Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht? Matth12/12Matth Wieviel vorzüglicher ist nun ein Mensch als ein Schaf! Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun. Matth12/13Matth Dann spricht er
zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
Matth12/14Matth Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbrächten.
Heilungen und die Erfüllung des Prophetenwortes.
Mk 3,7-12; Lk 6,17-19.
Matth12/15Matth Als aber Jesus es erkannte, entwich er von dort; und es folgte ihm eine große Volksmenge, und er heilte sie alle. Matth12/16Matth Und er bedrohte sie, dass sie ihn nicht offenbar
machten, Matth12/17Matthdamit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Matth12/18Matth `Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele
Wohlgefallen gefunden hat; ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen Gericht ankündigen. Matth12/19Matth Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand seine Stimme
auf den Straßen hören; Matth12/20Matth ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Gericht hinausführe zum Sieg; Matth12/21Matth
und auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.
Heilung eines Besessenen - Lästerung des Geistes.
Mk 3,20-30; Lk 11,14-23; 12,10.
Matth12/22Matth Dann wurde ein Besessener zu ihm gebracht, blind und stumm; und er heilte ihn, so dass der Stumme redete und sah. Matth12/23Matth Und es erstaunten die ganzen Volksmengen und
sagten: Dieser ist doch nicht etwa der Sohn Davids? Matth12/24Matth Die Pharisäer aber sagten, als sie es hörten: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch den Beelzebul, den Obersten
der Dämonen. Matth12/25Matth Da er aber ihre Gedanken wußte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst entzweit ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, die mit sich selbst
entzweit sind, werden nicht bestehen. Matth12/26Matth Und wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst entzweit. Wie wird denn sein Reich bestehen? Matth12/27Matth Und wenn ich
durch Beelzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. Matth12/28Matth Wenn ich aber durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, so ist
also das Reich Gottes zu euch gekommen. Matth12/29Matth Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken bindet? Und dann wird er
sein Haus berauben. Matth12/30Matth Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut. Matth12/31Matth Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den
Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Matth12/32Matth Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird
vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen. Matth12/33Matth Entweder macht den Baum
gut, dann ist seine Frucht gut, oder macht den Baum faul, dann ist seine Frucht faul; denn an der Frucht wird der Baum erkannt. Matth12/34Matth Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse
seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. Matth12/35Matth Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor.
Matth12/36Matth Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts; Matth12/37Matth denn aus deinen Worten wirst du
gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
Das Zeichen Michas.
Lk 11,29-32.
Matth12/38Matth Dann antworteten ihm einige der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen: Lehrer, wir möchten ein Zeichen von dir sehen. Matth12/39Matth Er aber antwortete und sprach zu ihnen:
Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Michas, des Propheten.Matth12/40Matth Denn gleichwie Micha drei Tage
und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein. Matth12/41Matth Männer von Ninive werden aufstehen im Gericht
mit diesem Geschlecht und werden es verdammen, denn sie taten Buße auf die Predigt Jonas; und siehe, mehr als Jona ist hier. Matth12/42Matth Eine Königin des Südens wird auftreten im Gericht mit
diesem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, mehr als Salomo ist hier.
Von der Rückkehr unreiner Geister.
Lk 11,24-26.
Matth12/43Matth Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte, sucht Ruhe und findet sie nicht. Matth12/44Matth Dann spricht er: Ich will in mein
Haus zurückkehren, von dem ich ausgegangen bin; und wenn er kommt, findet er es leer, gekehrt und geschmückt. Matth12/45Matth Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, schlimmer
als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird schlimmer als der Anfang. So wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen.
Die wahren Verwandten Jesu.
Mk 3,31-35; Lk 8,19-21.
Matth12/46Matth Als er aber noch zu den Volksmengen redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und suchten ihn zu sprechen. Matth12/47Matth Und es sprach einer zu ihm: Siehe,
deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen. Matth12/48Matth Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
Matth12/49Matth Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, meine Mutter und meine Brüder! Matth12/50Matth Denn wer den Willen meines Vaters tun wird, der in den
Himmeln ist, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Gleichnis vom Sämann.
Mk 4,1-20; Lk 8,4-15.
\13\
Matth13/1Matth An jenem Tag aber ging Jesus aus dem Haus hinaus und setzte sich an den See. Matth13/2Matth Und es versammelten sich große Volksmengen um ihn, so dass er in ein Schiff stieg und
sich setzte; und die ganze Volksmenge stand am Ufer. Matth13/3Matth Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus zu säen; Matth13/4Matth und indem er säte,
fiel einiges an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. Matth13/5Matth Anderes aber fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und sogleich ging es auf, weil es nicht tiefe Erde
hatte. Matth13/6Matth Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Matth13/7Matth Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen schossen auf
und erstickten es. Matth13/8Matth Anderes aber fiel auf die gute Erde und gab Frucht: das eine hundert-, das andere sechzig-, das andere dreißig[fach]. Matth13/9Matth Wer Ohren hat, der
höre!
Matth13/10Matth Und die Jünger traten hinzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? Matth13/11Matth Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die
Geheimnisse des Reiches der Himmel zu wissen, jenen aber ist es nicht gegeben; Matth13/12Matth denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, von dem
wird selbst, was er hat, genommen werden. Matth13/13Matth Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören, noch verstehen; Matth13/14Matth und es wird
an ihnen die Weissagung Jesajas erfüllt, die lautet: `Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen; Matth13/15Matth denn das Herz
dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem
Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile. Matth13/16Matth Glückselig aber eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören; Matth13/17Matth denn wahrlich, ich sage euch:
Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschaut, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
Matth13/18Matth Hört ihr nun das Gleichnis vom Sämann: Matth13/19Matth So oft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und reißt weg, was in sein Herz gesät war; dieser
ist es, bei dem an den Weg gesät ist. Matth13/20Matth Wo aber auf das Steinige gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und es sogleich mit Freuden aufnimmt; Matth13/21Matth er hat aber keine
Wurzel in sich, sondern ist nur [ein Mensch] des Augenblicks; und wenn Drangsal entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen, nimmt er sogleich Anstoß. Matth13/22Matth Wo aber unter die Dornen
gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört, und die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht. Matth13/23Matth Wo aber auf die gute Erde gesät
ist, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, der wirklich Frucht bringt; und der eine trägt hundert-, der andere sechzig-, der andere dreißig[fach].
Gleichnis vom Unkraut des Ackers.
vgl. V. 36-43.
Matth13/24Matth Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Matth13/25Matth Während aber
die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging weg. Matth13/26Matth Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.
Matth13/27Matth Es kamen aber die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn Unkraut? Matth13/28Matth Er aber
sprach zu ihnen: Ein feindseliger Mensch hat dies getan. Die Knechte aber sprachen zu ihm: Willst du denn, dass wir hingehen und es zusammenlesen? Matth13/29Matth Er aber sprach: Nein, damit ihr
nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausrauft. Matth13/30Matth Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen:
Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!
Gleichnis vom Senfkorn und Sauerteig.
Mk 4,30-34; Lk 13,18-21.
Matth13/31Matth Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; Matth13/32Matth es ist zwar
kleiner als alle [Arten von] Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Matth13/33Matth Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.
Matth13/34Matth Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, Matth13/35Matth damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist,
der spricht: `Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen; ich werde aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war.
Deutung des Gleichnisses vom Unkraut des Ackers.
vgl. V. 24-30.
Matth13/36Matth Dann entließ er die Volksmengen und kam in das Haus; und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des Ackers. Matth13/37Matth Er aber
antwortete und sprach: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen, Matth13/38Matth der Acker aber ist die Welt; der gute Same aber sind die Söhne des Reiches, das Unkraut aber sind die
Söhne des Bösen; Matth13/39Matth der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel. Matth13/40Matth Wie nun das
Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des Zeitalters sein. Matth13/41Matth Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem
Reich alle Ärgernisse zusammenlesen und die, die Gesetzloses tun; Matth13/42Matth und sie werfen sie in den Feuerofen werden: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Matth13/43Matth Dann
werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre!
Gleichnisse vom Schatz im Acker, von der kostbaren Perle und vom Fischnetz.
Matth13/44Matth Das Reich der Himmel gleicht einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen
Acker.
Matth13/45Matth Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen sucht; Matth13/46Matth als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte
alles, was er hatte, und kaufte sie.
Matth13/47Matth Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und von jeder Gattung zusammenbrachte, Matth13/48Matth das sie dann, als es voll war, ans Ufer
heraufgezogen hatten; und sie setzten sich nieder und lasen die Guten in Gefäße zusammen, aber die Faulen warfen sie aus. Matth13/49Matth So wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: die
Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern Matth13/50Matth und sie in den Feuerofen werfen: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
Matth13/51Matth Habt ihr dies alles verstanden? Sie sagen zu ihm: Ja. Matth13/52Matth Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der vom Reich der Himmel unterrichtet ist, gleich
einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.
Unglauben in Nazareth.
Mk 6,1-6; vgl. Lk 4,16-30
Matth13/53Matth Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dort weg. Matth13/54Matth Und er kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge, so dass sie
sehr erstaunten und sprachen: Woher hat er diese Weisheit und die Wunderwerke? Matth13/55Matth Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und seine Brüder Jakobus und
Joseph und Simon und Judas? Matth13/56Matth Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat er nun dies alles? Matth13/57Matth Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu
ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und in seinem Haus. Matth13/58Matth Und er tat dort nicht viele Wunderwerke wegen ihres Unglaubens.
Der Tod des Täufers.
Mk 6,14-29; Lk 3,19.20; 9,7-9.
\14\
Matth14/1Matth Zu jener Zeit hörte Herodes, der Vierfürst, das Gerücht von Jesus Matth14/2Matth und sprach zu seinen Dienern: Dieser ist Johannes der Täufer; er ist von den Toten auferstanden,
und darum wirken solche [Wunder-]Kräfte in ihm. Matth14/3Matth Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, ihn gebunden und ins Gefängnis gesetzt um der Herodias willen, der Frau seines Bruders
Philippus. Matth14/4Matth Denn Johannes hatte ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben. Matth14/5Matth Und als er ihn töten wollte, fürchtete er die Volksmenge, weil sie ihn für einen
Propheten hielten. Matth14/6Matth Als aber der Geburtstag des Herodes begangen wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen, und sie gefiel dem Herodes. Matth14/7Matth Deshalb sagte er mit
einem Eide zu, ihr zu geben, um was sie auch bitten würde. Matth14/8Matth Sie aber, von ihrer Mutter angewiesen, sagt: Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes' des Täufers.
Matth14/9Matth Und der König wurde traurig; aber um der Eide und um derer willen, die mit zu Tisch lagen, befahl er, es zu geben. Matth14/10Matth Und er sandte hin und ließ den Johannes im
Gefängnis enthaupten. Matth14/11Matth Und sein Haupt wurde auf einer Schüssel gebracht und dem Mädchen gegeben, und sie brachte es ihrer Mutter. Matth14/12Matth Und seine Jünger kamen herbei,
hoben den Leib auf und begruben ihn. Und sie kamen und verkündeten es Jesus. Matth14/13Matth Und als Jesus es hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen öden Ort
zurück.
Speisung der Fünftausend.
Mk 6,30-44; Lk 9,10-17; Joh 6,1-14; vgl. Kap. 15,32-39; Mk 8,1-9.
Und als die Volksmengen es hörten, folgten sie ihm zu Fuß aus den Städten. Matth14/14Matth Und als er ausstieg, sah er eine große Volksmenge, und er wurde innerlich bewegt über sie und heilte
ihre Kranken. Matth14/15Matth Als es aber Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde, und die Zeit ist schon vergangen; entlaß die Volksmengen, dass sie hingehen
in die Dörfer und sich Speise kaufen. Matth14/16Matth Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig wegzugehen; gebt ihr ihnen zu essen. Matth14/17Matth Sie aber sagen zu ihm: Wir haben
nichts hier als nur fünf Brote und zwei Fische. Matth14/18Matth Er aber sprach: Bringt sie mir her! Matth14/19Matth Und er befahl den Volksmengen, sich auf das Gras zu lagern, nahm die fünf Brote
und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel und dankte; und er brach die Brote und gab sie den Jüngern, die Jünger aber [gaben sie] den Volksmengen. Matth14/20Matth Und sie aßen alle und wurden
gesättigt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb: zwölf Handkörbe voll. Matth14/21Matth Die aber aßen, waren ungefähr fünftausend Männer, ohne Frauen und Kinder.
Jesus geht auf dem See - Hilfe für den sinkenden Petrus.
Mk 6,45-52; Joh 6,15-21.
Matth14/22Matth Und sogleich nötigte er die Jünger, in das Schiff zu steigen und ihm an das jenseitige Ufer vorauszufahren, bis er die Volksmengen entlassen habe. Matth14/23Matth Und als er die
Volksmengen entlassen hatte, stieg er für sich allein auf den Berg, um zu beten. Als es aber Abend geworden, war er dort allein. Matth14/24Matth Das Schiff aber war schon mitten auf dem See und
litt Not von den Wellen, denn der Wind war [ihnen] entgegen. Matth14/25Matth Aber in der vierten Nachtwache kam er zu ihnen, indem er auf dem See einherging. Matth14/26Matth Und als die Jünger
ihn auf dem See einhergehen sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist ein Gespenst! Und sie schrien vor Furcht. Matth14/27Matth Sogleich aber redete Jesus zu ihnen und sprach: Seid guten
Mutes! Ich bin's. Fürchtet euch nicht! Matth14/28Matth Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen. Matth14/29Matth Er aber
sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, um zu Jesus zu kommen. Matth14/30Matth Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken,
schrie er und sprach: Herr, rette mich! Matth14/31Matth Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du? Matth14/32Matth Und als
sie in das Schiff gestiegen waren, legte sich der Wind. Matth14/33Matth Die aber in dem Schiff waren, kamen und warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes
Sohn!
Heilung vieler Kranker.
Mk 6,53-56.
Matth14/34Matth Und als sie hinübergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth. Matth14/35Matth Und als die Männer jenes Ortes ihn erkannten, schickten sie in jene ganze Umgegend und
brachten alle Leidenden zu ihm; Matth14/36Matth und sie baten ihn, dass sie nur die Quaste seines Kleides anrühren dürften, und alle, die ihn anrührten, wurden völlig geheilt.
Gottes Gebot steht höher als menschliche Überlieferung - Verunreinigung des Menschen.
Mk 7,1-23.
\15\
Matth15/1Matth Dann kommen die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem zu Jesus und sagen: Matth15/2Matth Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? Denn sie waschen ihre
Hände nicht, wenn sie Brot essen. Matth15/3Matth Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? Matth15/4Matth Denn Gott hat
geboten und gesagt: `Ehre den Vater und die Mutter! und: `Wer Vater und Mutter flucht, soll des Todes sterben. Matth15/5Matth Ihr aber sagt: Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine
Opfergabe [sei das], was dir von mir zunutze kommen könnte, der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht zu ehren; Matth15/6Matth und ihr habt [so] das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer
Überlieferung willen. Matth15/7Matth Heuchler! Trefflich hat Jesaja über euch geweissagt, indem er spricht: Matth15/8Matth `Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt
von mir. Matth15/9Matth Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.
Matth15/10Matth Und er rief die Volksmenge herbei und sprach zu ihnen: Hört und versteht! Matth15/11Matth Nicht was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern wasaus dem Mund
ausgeht, das verunreinigt den Menschen. Matth15/12Matth Dann traten seine Jünger hinzu und sprachen zu ihm: Weißt du, dass die Pharisäer sich ärgerten, als sie das Wort hörten? Matth15/13Matth Er
aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerottet werden. Matth15/14Matth Laßt sie! Sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein
Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen. Matth15/15Matth Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis. Matth15/16Matth Er aber sprach: Seid auch
ihr noch unverständig? Matth15/17Matth Begreift ihr noch nicht, dass alles, was in den Mund eingeht, in den Bauch geht und in den Abort ausgeworfen wird? Matth15/18Matth Was aber aus dem Mund
ausgeht, kommt aus dem Herzen hervor, und das verunreinigt den Menschen. (Mat. 15, 17 und 18; Enthaltenvonspeisen) Matth15/19Matth Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch,
Unzucht, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lästerungen; Matth15/20Matth diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen, aber mit ungewaschenen Händen zu essen, verunreinigt den Menschen
nicht.
Heilung der Tochter der kanaanäischen Frau.
Mk 7,24-30.
Matth15/21Matth Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegenden von Tyrus und Sidon zurück; Matth15/22Matth und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und
sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. Matth15/23Matth Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und
sprachen: Entlaß sie, denn sie schreit hinter uns her. Matth15/24Matth Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Matth15/25Matth Sie aber kam
und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Matth15/26Matth Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. Matth15/27Matth
Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. Matth15/28Matth Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist
groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.
Krankenheilungen - Speisung der Viertausend.
Mk 8,1-9; vgl. Kap. 14,13-21; Mk 6,30-44; Lk 9,10-17; Joh 6,1-14.
Matth15/29Matth Und Jesus ging von dort weg und kam an den See von Galiläa; und als er auf den Berg gestiegen war, setzte er sich dort. Matth15/30Matth Und große Volksmengen kamen zu ihm, die
Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich hatten, und sie warfen sie ihm zu Füßen; und er heilte sie, Matth15/31Matth so dass die Volksmenge sich wunderte, als sie sahen, dass
Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sahen; und sie verherrlichten den Gott Israels. Matth15/32Matth Als Jesus aber seine Jünger herangerufen hatte, sprach er: Ich bin
innerlich bewegt über die Volksmenge, denn schon drei Tage harren sie bei mir aus und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht hungrig entlassen, damit sie nicht etwa auf dem Weg
verschmachten. Matth15/33Matth Und seine Jünger sagen zu ihm: Woher nehmen wir in der Einöde so viele Brote, um eine so große Volksmenge zu sättigen? Matth15/34Matth Und Jesus spricht zu ihnen:
Wie viele Brote habt ihr? Sie aber sagen: Sieben, und wenige kleine Fische. Matth15/35Matth Und er gebot den Volksmengen, sich auf die Erde zu lagern. Matth15/36Matth Und er nahm die sieben Brote
und die Fische, dankte und brach und gab sie seinen Jüngern, die Jünger aber [gaben sie] den Volksmengen. Matth15/37Matth Und sie aßen alle und wurden gesättigt; und sie hoben auf, was an Brocken
übrigblieb, sieben Körbe voll. Matth15/38Matth Die aber aßen, waren viertausend Männer, ohne Frauen und Kinder. Matth15/39Matth Und als er die Volksmengen entlassen hatte, stieg er in das Schiff
und kam in das Gebiet von Magadan.
Zeichenforderung der Pharisäer und Sadduzäer - Warnung vor ihnen.
Mk 8,11-21.
\16\
Matth16/1Matth Und die Pharisäer und Sadduzäer kamen herbei, und um ihn zu versuchen, baten sie ihn, er möge ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen. Matth16/2Matth Er aber antwortete und sprach
zu ihnen: Wenn es Abend geworden ist, so sagt ihr: Heiteres Wetter, denn der Himmel ist feuerrot; Matth16/3Matth und frühmorgens: Heute stürmisches Wetter, denn der Himmel ist feuerrot [und]
trübe; das Aussehen des Himmels wißt ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht [beurteilen]. Matth16/4Matth Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht verlangt nach einem
Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas. Und er verließ sie und ging weg.
Matth16/5Matth Und als seine Jünger an das jenseitige Ufer gekommen waren, hatten sie vergessen, Brote mitzunehmen. Matth16/6Matth Jesus aber sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor dem
Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer. Matth16/7Matth Sie aber überlegten bei sich selbst und sagten: Weil wir keine Brote mitgenommen haben. Matth16/8Matth Als aber Jesus es erkannte, sprach er:
Was überlegt ihr bei euch selbst, Kleingläubige, weil ihr keine Brote mitgenommen habt? Matth16/9Matth Versteht ihr noch nicht, erinnert ihr euch auch nicht an die fünf Brote der Fünftausend, und
wie viele Handkörbe ihr aufhobt? Matth16/10Matth Noch an die sieben Brote der Viertausend, und wie viele Körbe ihr aufhobt? Matth16/11Matth Wie, versteht ihr nicht, dass ich nicht von Broten zu
euch sprach? Hütet euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer! Matth16/12Matth Da verstanden sie, dass er nicht gesagt hatte, sich zu hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor
der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.
Das Bekenntnis des Petrus.
Mk 8,27-30; Lk 9,18-21.
Matth16/13Matth Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist? Matth16/14Matth Sie
aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: KlJermia oder einer der Propheten. Matth16/15Matth Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
Matth16/16Matth Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Matth16/17Matth Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon,
Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. Matth16/18Matth Aber auch ich sage dir, dass du bist Petrus, und auf diesem Felsen
(petra, Fels in Israel) werde Ich Meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen (Und auf diesen Apostel- und Propheten-Petra will Ich, Jesus, Meine Gemeinde, Meine
Ortsgemeinde, Meine Ekklesia, bauen; Gemeindebauen; und der teufel wird die Gemeinde nicht überwältigen. Auch Eph. 2, 20 und Apg. 2, 42). Matth16/19Matth Und ich werde dir die Schlüssel des
Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.
Matth16/20Matth Dann gab er seinen Jüngern strenge Weisung, dass sie niemand sagten, dass er der Christus sei.
Erste Leidensankündigung - Bedingungen der Nachfolge.
Mk 8,31-9,1; Lk 9,22-27.
Matth16/21Matth Von der Zeit an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet
und am dritten Tag auferweckt werden müsse. Matth16/22Matth Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln, indem er sagte: [Gott] behüte dich, Herr! Dies wird dir nicht widerfahren.
Matth16/23Matth Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen
ist.
Matth16/24Matth Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach. Matth16/25Matth Denn wenn jemand sein
Leben erretten will, wird er es verlieren; wenn aber jemand sein Leben verliert um meinetwillen, wird er es finden. Matth16/26Matth Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt
gewönne, aber sein Leben einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für sein Leben? Matth16/27Matth Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen
Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. Matth16/28Matth Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den
Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich.
Die Verklärung Jesu.
Mk 9,2-13; Lk 9,28-36; 2Petr 1,16-18.
\17\
Matth17/1Matth Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit und führt sie abseits auf einen hohen Berg. Matth17/2Matth Und er wurde vor ihnen
umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht; Matth17/3Matth und siehe, Mose und Elia erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm.
Matth17/4Matth Petrus aber begann und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine.
Matth17/5Matth Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme [kam] aus der Wolke, welche sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich
Wohlgefallen gefunden habe. Ihn hört! Matth17/6Matth Und als die Jünger es hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Matth17/7Matth Und Jesus trat herbei, rührte sie an und
sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Matth17/8Matth Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Matth17/9Matth Und als sie von dem Berg herabstiegen, gebot ihnen
Jesus und sprach: Sagt niemandem die Erscheinung [weiter], bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden ist.
Matth17/10Matth Und die Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen müsse? Matth17/11Matth Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt
zwar und wird alle Dinge wiederherstellen. Matth17/12Matth Ich sage euch aber, dass Elia schon gekommen ist, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern an ihm getan, was sie wollten. Ebenso wird
auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden. Matth17/13Matth Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach.
Heilung eines Fallsüchtigen.
Mk 9,14-29; Lk 9,37-43.
Matth17/14Matth Und als sie zu der Volksmenge kamen, trat ein Mensch zu ihm und fiel vor ihm auf die Knie Matth17/15Matth und sprach: Herr, erbarme dich meines Sohnes, denn er ist mondsüchtig und
leidet arg; denn oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser. Matth17/16Matth Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern, doch sie konnten ihn nicht heilen. Matth17/17Matth Jesus aber antwortete und
sprach: O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir her!
Matth17/18Matth Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr von ihm aus; und von jener Stunde an war der Knabe geheilt. Matth17/19Matth Da traten die Jünger für sich allein zu Jesus und sprachen:
Warum haben wir ihn nicht austreiben können? Matth17/20Matth Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet
ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein. Matth17/21Matth Diese Art aber fährt nicht aus außer durch Gebet und
Fasten.
Zweite Leidensankündigung.
Mk 9,30-32; Lk 9,43-45.
Matth17/22Matth Als sie sich aber in Galiläa aufhielten, sprach Jesus zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird überliefert werden in der Menschen Hände, Matth17/23Matth und sie werden ihn töten, und
am dritten Tag wird er auferweckt werden. Und sie wurden sehr betrübt.
Die Tempelsteuer.
Matth17/24Matth Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der Doppeldrachmen zu Petrus und sprachen: Zahlt euer Lehrer nicht die Doppeldrachmen? Matth17/25Matth Er sagt: Doch. Und
als er in das Haus eintrat, kam Jesus ihm zuvor und sprach: Was meinst du, Simon? Von wem erheben die Könige der Erde Zoll oder Steuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden? Matth17/26Matth Da
er aber sagte: Von den Fremden, sprach Jesus zu ihm: Demnach sind die Söhne frei. Matth17/27Matth Damit wir ihnen aber kein Ärgernis geben, geh an den See, wirf eine Angel aus und nimm den ersten
Fisch, der heraufkommt, öffne sein Maul, und du wirst einen Stater finden; den nimm und gib ihnen für mich und dich.
Wahre Größe im Reich der Himmel - Warnung vor Verführung zur Sünde - Gleichnis vom verlorenen Schaf.
V. 1-9; Mk 9,33-37.42-48; Lk 9,46-48.
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Matth18/1Matth In jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist denn der Größte im Reich der Himmel? Matth18/2Matth Und als Jesus ein Kind herbeigerufen hatte, stellte er es in
ihre Mitte Matth18/3Matth und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen. Matth18/4Matth Darum, wenn
jemand sich selbst erniedrigen wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Reich der Himmel; Matth18/5Matth und wenn jemand ein solches Kind aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt er mich
auf.
Matth18/6Matth Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlaß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres
versenkt würde. Matth18/7Matth Wehe der Welt der Verführungen wegen! Denn es ist notwendig, dass Verführungen kommen. Doch wehe dem Menschen, durch den die Verführung kommt! Matth18/8Matth Wenn
aber deine Hand oder dein Fuß dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau ihn ab und wirf ihn von dir! Es ist besser für dich, lahm oder als Krüppel in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen oder mit
zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden. Matth18/9Matth Und wenn dein Auge dir Anlaß zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben
einzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden. Matth18/10Matth Seht zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn ich sage euch, dass ihre Engel in den
Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der in den Himmeln ist. Matth18/11Matth Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu retten.
V. 12.13: Vgl. Lk 15,4-7.
Matth18/12Matth Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins von ihnen sich verirrte, läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen und geht hin und sucht das irrende?
Matth18/13Matth Und wenn es geschieht, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich mehr über dieses als über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind. Matth18/14Matth So ist es
nicht der Wille eures Vaters, der in den Himmeln ist, dass eines dieser Kleinen verloren gehe.
Verhalten gegen sündigende Brüder - Gemeinschaft in Jesu Namen.
Matth18/15Matth Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Matth18/16Matth Wenn er aber nicht
hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde. Matth18/17Matth Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde;
wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner. Matth18/18Matth Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde binden werdet, wird es im
Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde lösen werdet, wird es im Himmel gelöst sein (Erweckungsverse: Das Falsche wie z. B. die Angst binde, den Geist des sound mind löse!
2.Tim.1,7).
Matth18/19Matth Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.
Matth18/20Matth Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht.
Matth18/21Matth Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal? Matth18/22Matth Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir:
Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben. Matth18/23Matth Deswegen ist es mit dem Reich der Himmel wie mit einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Matth18/24Matth Als er
aber anfing, abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete. Matth18/25Matth Da er aber nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und die Kinder und
alles, was er hatte, zu verkaufen und [damit] zu bezahlen. Matth18/26Matth Der Knecht nun fiel nieder, bat ihn kniefällig und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen.
Matth18/27Matth Der Herr jenes Knechtes aber wurde innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehen. Matth18/28Matth Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der
ihm hundert Denare schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist! Matth18/29Matth Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld
mit mir, und ich will dir bezahlen. Matth18/30Matth Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe. Matth18/31Matth Als aber seine Mitknechte
sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Matth18/32Matth Da rief ihn sein Herr herbei und spricht zu ihm: Böser Knecht!
Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest. Matth18/33Matth Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Matth18/34Matth
Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. Matth18/35Matth So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr
nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt.
Ehescheidung und Eheverzicht.
Mk 10,1-12.
\19\
Matth19/1Matth Und es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, begab er sich von Galiläa hinweg und kam in das Gebiet von Judäa, jenseits des Jordan. Matth19/2Matth Und es folgten ihm große
Volksmengen, und er heilte sie dort.
Matth19/3Matth Und die Pharisäer kamen zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder [beliebigen] Ursache seine Frau zu entlassen? Matth19/4Matth Er aber antwortete
und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an [als] Mann und Weib schuf Matth19/5Matth und sprach: `Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und
seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein, - Matth19/6Matth so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht
scheiden. Matth19/7Matth Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Mose geboten, einen Scheidebrief zu geben und zu entlassen? Matth19/8Matth Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit
euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. Matth19/9Matth Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlassen wird, außer wegen Hurerei, und eine
andere heiraten wird, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
Matth19/10Matth Seine Jünger sagen zu ihm: Wenn die Sache des Mannes mit der Frau so steht, so ist es nicht ratsam zu heiraten. Matth19/11Matth Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses
Wort, sondern denen es gegeben ist; Matth19/12Matth denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und
es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es.
Jesus und die Kinder.
Mk 10,13-16; Lk 18,15-17.
Matth19/13Matth Dann wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er ihnen die Hände auflege und bete; die Jünger aber fuhren sie an. Matth19/14Matth Jesus aber sprach: Laßt die Kinder, und wehrt ihnen
nicht, zu mir zu kommen, denn solcher ist das Reich der Himmel. Matth19/15Matth Und er legte ihnen die Hände auf und ging von dort weg.
Frage eines Reichen nach dem ewigen Leben - Lohn der Nachfolge.
Mk 10,17-31; Lk 18,18-30.
Matth19/16Matth Und siehe, einer trat herbei und sprach zu ihm: Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe? Matth19/17Matth Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das
Gute? Einer ist der Gute. Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote. Matth19/18Matth Er spricht zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht
ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; Matth19/19Matth ehre den Vater und die Mutter; und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Matth19/20Matth
Der Jüngling spricht zu ihm: Alles dies habe ich befolgt. Was fehlt mir noch? Matth19/21Matth Jesus sprach zu ihm: Wenn du vollkommen sein willst, so geh hin, verkaufe deine Habe und gib den
Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm, folge mir nach! Matth19/22Matth Als aber der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Güter. Matth19/23Matth
Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Schwerlich wird ein Reicher in das Reich der Himmel eingehen. Matth19/24Matth Wiederum aber sage ich euch: Es ist leichter, dass ein
Kamel durch ein Nadelöhr eingehe als ein Reicher in das Reich Gottes. Matth19/25Matth Als aber die Jünger es hörten, gerieten sie ganz außer sich und sagten: Wer kann dann errettet werden?
Matth19/26Matth Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich. Matth19/27Matth Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe,
wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns nun werden? Matth19/28Matth Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr
werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Matth19/29Matth Und ein jeder,
der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird hundertfach empfangen und ewiges Leben erben.
Matth19/30Matth Aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein.
Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg.
\20\
Matth20/1Matth Denn mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem Hausherrn, der frühmorgens ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen. Matth20/2Matth Nachdem er aber mit den Arbeitern
um einen Denar den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg. Matth20/3Matth Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt müßig stehen; Matth20/4Matth und
zu diesen sprach er: Geht auch ihr hin in den Weinberg, und was recht ist, werde ich euch geben. Matth20/5Matth Sie aber gingen hin. Wiederum aber ging er aus um die sechste und neunte Stunde und
tat ebenso. Matth20/6Matth Als er aber um die elfte [Stunde] ausging, fand er andere stehen und spricht zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig? Matth20/7Matth Sie sagen zu ihm: Weil
niemand uns eingestellt hat. Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr hin in den Weinberg. Matth20/8Matth Als es aber Abend geworden war, spricht der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die
Arbeiter und zahle den Lohn, angefangen von den letzten bis zu den ersten. Matth20/9Matth Und als die um die elfte Stunde [Eingestellten] kamen, empfingen sie je einen Denar. Matth20/10Matth Als
aber die ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr empfangen würden; und auch sie empfingen je einen Denar. Matth20/11Matth Als sie den aber empfingen, murrten sie gegen den Hausherrn
Matth20/12Matth und sprachen: Diese letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze getragen haben. Matth20/13Matth Er aber
antwortete und sprach zu einem von ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? Matth20/14Matth Nimm das Deine und geh hin! Ich will aber diesem
letzten geben wie auch dir. Matth20/15Matth Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Blickt dein Auge neidisch, weil ich gütig bin? Matth20/16Matth So werden die Letzten
Erste und die Ersten Letzte sein (vieleletztewerdenerstesein: „Herr, pass auf mich auf, dass mich kein Stolz hindere, Dir zu dienen!“ – „Glücklich der Mann, den Gott bei der Arbeit findet, wenn
die Entrückung ist. Aber nicht unter dem Stecken des Treibers, der Stecken des treibers ist zerbrochen. Nicht im Leisungsdruck, nicht im Leistungsdenken, nicht performance-oriented.“) -; denn
viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.
Dritte Leidensankündigung.
Mk 10,32-34; Lk 18,31-34.
Matth20/17Matth Und als Jesus nach Jerusalem hinaufging, nahm er die zwölf Jünger auf dem Weg allein zu sich und sprach zu ihnen: Matth20/18Matth Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der
Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen; Matth20/19Matth und sie werden ihn den Nationen überliefern, um ihn zu
verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen; und am dritten Tag wird er auferstehen.
Wahre Größe im Reich Gottes.
Mk 10,35-45.
Matth20/20Matth Dann trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich nieder und wollte etwas von ihm erbitten. Matth20/21Matth Er aber sprach zu ihr: Was willst du?
Sie sagt zu ihm: Bestimme, dass diese meine zwei Söhne einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen in deinem Reich. Matth20/22Matth Jesus aber antwortete und sprach: Ihr wißt
nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagen zu ihm: Wir können es. Matth20/23Matth Er spricht zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das
Sitzen zu meiner Rechten und zu [meiner] Linken zu vergeben, steht nicht bei mir, sondern [ist für die], denen es von meinem Vater bereitet ist. Matth20/24Matth Und als die Zehn es hörten, wurden
sie unwillig über die zwei Brüder. Matth20/25Matth Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wißt, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben.
Matth20/26Matth Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein, Matth20/27Matth und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird
er euer Sklave sein; Matth20/28Matth gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Heilung zweier Blinder.
Mk 10,46-52; Lk 18,35-43; vgl. Kap. 9,27-31; Mk 8,22-26.
Matth20/29Matth Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge. Matth20/30Matth Und siehe, zwei Blinde, die am Weg saßen und hörten, dass Jesus vorübergehe, schrien und
sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids! Matth20/31Matth Die Volksmenge aber bedrohte sie, dass sie schweigen sollten. Sie aber schrien noch mehr und sprachen: Erbarme dich unser, Herr,
Sohn Davids! Matth20/32Matth Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll? Matth20/33Matth Sie sagen zu ihm: Herr, dass unsere Augen aufgetan werden.
Matth20/34Matth Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und sogleich wurden sie sehend, und sie folgten ihm nach.
Einzug in Jerusalem.
Mk 11,1-11; Lk 19,28-40; Joh 12,12-19.
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Matth21/1Matth Und als sie Jerusalem nahten und nach Bethphage kamen, an den Ölberg, da sandte Jesus zwei Jünger Matth21/2Matth und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt;
und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und führt sie zu mir! Matth21/3Matth Und wenn jemand etwas zu euch sagt, so sollt ihr sprechen: Der
Herr braucht sie, und sogleich wird er sie senden. Matth21/4Matth Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, der spricht: Matth21/5Matth `Sagt der
Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und auf einer Eselin reitend, und [zwar] auf einem Fohlen, des Lasttiers Jungen. Matth21/6Matth Als aber die Jünger hingegangen waren und
getan hatten, wie Jesus ihnen aufgetragen, Matth21/7Matth brachten sie die Eselin und das Fohlen und legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Matth21/8Matth Und eine sehr große
Volksmenge breitete ihre Kleider aus auf den Weg; andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Matth21/9Matth Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und
nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! Matth21/10Matth Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt
in Bewegung und sprach: Wer ist dieser? Matth21/11Matth Die Volksmengen aber sagten: Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galiläa.
Tempelreinigung.
Mk 11,15-19; Lk 19,45-48; vgl. Joh 2,13-17.
Matth21/12Matth Und Jesus trat in den Tempel Gottes ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.
Matth21/13Matth Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: `Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden; ihr aber habt es zu einer `Räuberhöhle gemacht. Matth21/14Matth Und es traten Blinde und
Lahme in dem Tempel zu ihm, und er heilte sie. Matth21/15Matth Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten:
Hosanna dem Sohn Davids! wurden sie unwillig Matth21/16Matth und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber sprach zu ihnen: Ja, habt ihr nie gelesen: `Aus dem Mund der Unmündigen und
Säuglinge hast du dir Lob bereitet? Matth21/17Matth Und er verließ sie und ging zur Stadt hinaus nach Bethanien und übernachtete dort.
Der verdorrende Feigenbaum und das Glaubensgebet.
Mk 11,12-14.20-24.
Matth21/18Matth Des Morgens früh aber, als er in die Stadt zurückkehrte, hungerte ihn. Matth21/19Matth Und als er einen Feigenbaum an dem Weg sah, ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als
nur Blätter. Und er spricht zu ihm: Nimmermehr komme Frucht von dir in Ewigkeit! Und sogleich verdorrte der Feigenbaum. Matth21/20Matth Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und
sprachen: Wie ist der Feigenbaum sogleich verdorrt? Matth21/21Matth Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr
nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berg sagen werdet: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! so wird es geschehen. Matth21/22Matth Und alles, was
immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen.
Die Frage nach der Vollmacht Jesu.
Mk 11,27-33; Lk 20,1-8.
Matth21/23Matth Und als er in den Tempel kam, traten, als er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und sprachen: In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Und wer hat dir
diese Vollmacht gegeben? Matth21/24Matth Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen, und wenn ihr es mir sagt, so werde auch ich euch sagen, in welcher
Vollmacht ich diese Dinge tue. Matth21/25Matth Woher war die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen? Sie aber überlegten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: vom Himmel, so
wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt? Matth21/26Matth Wenn wir aber sagen: von Menschen, so haben wir die Volksmenge zu fürchten, denn alle halten Johannes für einen
Propheten. Matth21/27Matth Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht. Da sagte auch er zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich diese Dinge
tue.
Gleichnis von den ungleichen Söhnen.
Matth21/28Matth Was meint ihr aber [hierzu]? Ein Mensch hatte zwei Söhne, und er trat hin zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh heute hin, arbeite im Weinberg! Matth21/29Matth Der aber
antwortete und sprach: Ich will nicht. Danach aber gereute es ihn, und er ging hin. Matth21/30Matth Und er trat hin zu dem zweiten und sprach ebenso. Der aber antwortete und sprach: Ich [gehe],
Herr; und er ging nicht. Matth21/31Matth Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagen: Der erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, dass die Zöllner und die Huren
euch vorangehen in das Reich Gottes. Matth21/32Matth Denn Johannes kam zu euch im Weg der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht; die Zöllner aber und die Huren glaubten ihm; euch aber, als
ihr es saht, gereute es auch danach nicht, um ihm zu glauben.
Gleichnis von den Weingärtnern.
Mk 12,1-12; Lk 20,9-19.
Matth21/33Matth Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte und eine Kelter darin grub und einen Turm baute; und er verpachtete ihn an
Weingärtner und reiste außer Landes. Matth21/34Matth Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen. Matth21/35Matth Und die
Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie. Matth21/36Matth Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie
taten ihnen ebenso. Matth21/37Matth Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen! Matth21/38Matth Als aber die Weingärtner den Sohn sahen,
sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe. Kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen! Matth21/39Matth Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.
Matth21/40Matth Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun? Matth21/41Matth Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen, und den Weinberg wird er an
andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit. Matth21/42Matth Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: `Der Stein, den die Bauleute
verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen? Matth21/43Matth Deswegen sage ich euch: Das Reich Gottes wird von
euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, die seine Früchte bringen wird. Matth21/44Matth Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; aber auf wen er fallen wird, den wird
er zermalmen. Matth21/45Matth Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, dass er von ihnen redete. Matth21/46Matth Und als sie ihn zu greifen
suchten, fürchteten sie die Volksmengen, denn sie hielten ihn für einen Propheten.
Gleichnis vom Hochzeitsmahl.
vgl. Lk 14,16-24.
\22\
Matth22/1Matth Und Jesus begann und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Matth22/2Matth Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem König, der seinem Sohn Hochzeit machte.
Matth22/3Matth Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; und sie wollten nicht kommen. Matth22/4Matth Wiederum sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den
Geladenen: Siehe, mein Mahl habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Matth22/5Matth Sie aber achteten es nicht und gingen
hin, der eine auf seinen Acker, der andere an seinen Handel. Matth22/6Matth Die übrigen aber ergriffen seine Knechte, mißhandelten und töteten sie. Matth22/7Matth Der König aber wurde zornig und
sandte seine Truppen aus, brachte jene Mörder um und steckte ihre Stadt in Brand. Matth22/8Matth Dann sagt er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht
würdig; Matth22/9Matth so geht nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen, und so viele immer ihr finden werdet, ladet zur Hochzeit. Matth22/10Matth Und jene Knechte gingen aus auf die Landstraßen
und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse wie Gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. Matth22/11Matth Als aber der König hereinkam, die Gäste zu besehen, sah er dort einen
Menschen, der nicht mit einem Hochzeitskleid bekleidet war. Matth22/12Matth Und er spricht zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen, da du kein Hochzeitskleid hast? Er aber verstummte.
Matth22/13Matth Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände, und werft ihn hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Matth22/14Matth Denn
viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.
Die Frage nach der Steuer.
Mk 12,13-17; Lk 20,20-26.
Matth22/15Matth Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten. Matth22/16Matth Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen:
Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen. Matth22/17Matth Sage uns nun, was
denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht? Matth22/18Matth Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler? Matth22/19Matth Zeigt mir die
Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar. Matth22/20Matth Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Matth22/21Matth Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu
ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Matth22/22Matth Und als sie [das] hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg.
Die Frage nach der Auferstehung.
Mk 12,18-27; Lk 20,27-40.
Matth22/23Matth An jenem Tag kamen Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung; und sie fragten ihn Matth22/24Matth und sprachen: Lehrer, Mose hat gesagt: Wenn jemand stirbt und
keine Kinder hat, so soll sein Bruder seine Frau heiraten und soll seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken. Matth22/25Matth Es waren aber bei uns sieben Brüder. Und der erste verheiratete sich
und starb; und weil er keinen Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. Matth22/26Matth Ebenso auch der zweite und der dritte, bis auf den siebten. Matth22/27Matth Zuletzt aber
von allen starb auch die Frau. Matth22/28Matth Wessen Frau von den sieben wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle hatten sie. Matth22/29Matth Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen:
Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt, noch die Kraft Gottes; Matth22/30Matth denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel Gottes im
Himmel. Matth22/31Matth Was aber die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: Matth22/32Matth `Ich bin der Gott Abrahams und der
Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Matth22/33Matth Und als die Volksmengen es hörten, erstaunten sie über seine Lehre.
Die Frage nach dem größten Gebot.
Mk 12,28-34; vgl. Lk 10,25-28.
Matth22/34Matth Als aber die Pharisäer hörten, dass er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander. Matth22/35Matth Und es fragte einer von ihnen, ein
Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach: Matth22/36Matth Lehrer, welches ist das größte Gebot in dem Gesetz? Matth22/37Matth Er aber sprach zu ihm: `Du sollst den Herrn, deinen Gott,
lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Matth22/38Matth Dies ist das größte und erste Gebot. Matth22/39Matth Das zweite aber ist ihm gleich:
`Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Matth22/40Matth An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Die Frage nach dem Christus.
Mk 12,35-37; Lk 20,41-44.
Matth22/41Matth Als aber die Pharisäer versammelt waren, fragte Jesus sie Matth22/42Matth und sagte: Was haltet ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Davids. Matth22/43Matth
Er spricht zu ihnen: Wie nennt David ihn denn im Geist Herr, indem er sagt: Matth22/44Matth `Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege unter deine
Füße? Matth22/45Matth Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er sein Sohn? Matth22/46Matth Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, noch wagte jemand von dem Tag an, ihn weiter zu
befragen.
Warnung vor den Schriftgelehrten und Pharisäern.
Mk 12,38-40; Lk 20,45-47.
\23\
Matth23/1Matth Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern Matth23/2Matth und sprach: Auf Moses Lehrstuhl haben sich die Schriftgelehrten und die Pharisäer gesetzt. Matth23/3Matth
Alles nun, was sie euch sagen, tut und haltet; aber handelt nicht nach ihren Werken, denn sie sagen es und tun es nicht. Matth23/4Matth Sie binden aber schwere Lasten und legen sie auf die
Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. Matth23/5Matth Alle ihre Werke aber tun sie, um sich vor den Menschen sehen zu lassen; denn sie machen ihre
Gebetsriemen breit und die Quasten groß. Matth23/6Matth Sie lieben aber den ersten Platz bei den Gastmählern und die ersten Sitze in den Synagogen Matth23/7Matth und die Begrüßungen auf den
Märkten und von den Menschen Rabbi genannt zu werden. Matth23/8Matth Ihr aber, laßt ihr euch nicht Rabbi nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder. Matth23/9Matth Ihr sollt
auch nicht [jemanden] auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, [nämlich] der im Himmel. Matth23/10Matth Laßt euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der
Christus. Matth23/11Matth Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. Matth23/12Matth Wer sich aber selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigen wird, wird
erhöht werden.
Weherufe gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer.
vgl. Lk 11,38-52.
Matth23/13Matth Wehe aber euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verschließt das Reich der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, noch laßt ihr die, welche
hineingehen wollen, hineingehen.(Matth23/14Matth)
Matth23/15Matth Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr durchzieht das Meer und das trockene [Land], um einen Proselyten zu machen; und wenn er es geworden ist, so macht ihr
ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.
Matth23/16Matth Wehe euch, ihr blinden Führer! Die ihr sagt: Wenn jemand bei dem Tempel schwören wird, das ist nichts; wenn aber jemand bei dem Gold des Tempels schwören wird, ist er gebunden.
Matth23/17Matth Narren und Blinde! Was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? Matth23/18Matth Und: Wenn jemand bei dem Altar schwören wird, das ist nichts; wenn aber
jemand bei der Gabe schwören wird, die auf ihm ist, so ist er gebunden. Matth23/19Matth Blinde! Was ist denn größer, die Gabe oder der Altar, der die Gabe heiligt? Matth23/20Matth Wer nun bei dem
Altar schwört, schwört bei ihm und bei allem, was auf ihm ist. Matth23/21Matth Und wer bei dem Tempel schwört, schwört bei ihm und bei dem, der ihn bewohnt. Matth23/22Matth Und wer bei dem Himmel
schwört, schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.
Matth23/23Matth Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verzehntet die Minze und den Anis und den Kümmel und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen: das
Gericht und die Barmherzigkeit und den Glauben; diese hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen. Matth23/24Matth Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke seiht, das Kamel aber verschluckt!
Matth23/25Matth Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, inwendig aber sind sie voller Raub und Unenthaltsamkeit.
Matth23/26Matth Blinder Pharisäer! Reinige zuerst das Inwendige des Bechers, damit auch sein Auswendiges rein werde.
Matth23/27Matth Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr gleicht übertünchten Gräbern, die von außen zwar schön scheinen, inwendig aber voll von Totengebeinen und aller
Unreinigkeit sind. Matth23/28Matth So scheint auch ihr von außen zwar gerecht vor den Menschen, von innen aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.
Matth23/29Matth Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr baut die Gräber der Propheten und schmückt die Grabmäler der Gerechten Matth23/30Matth und sagt: Wären wir in den
Tagen unserer Väter gewesen, so würden wir uns nicht an dem Blut der Propheten schuldig gemacht haben. Matth23/31Matth So gebt ihr euch selbst Zeugnis, dass ihr Söhne derer seid, welche die
Propheten ermordet haben. Matth23/32Matth Und ihr, macht [nur] das Maß eurer Väter voll! Matth23/33Matth Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? Matth23/34Matth
Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und
werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt; Matth23/35Matth damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut
Zacharias', des Sohnes Barachjas, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt. Matth23/36Matth Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen.
Klage über Jerusalem.
vgl. Lk 14,34.35.
Matth23/37Matth Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter
ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Matth23/38Matth Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; Matth23/39Matth denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht:
`Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Endzeitrede: Tempelzerstörung und Drangsale der Endzeit.
Mk 13,1-23; V. 1-19: Lk 21,5-12.16-23.
\24\
Matth24/1Matth Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempel weg; und seine Jünger traten zu [ihm], um ihn auf die Gebäude des Tempels aufmerksam zu machen. Matth24/2Matth Er aber antwortete und
sprach zu ihnen: Seht ihr dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. Matth24/3Matth Als er aber auf dem
Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? Matth24/4Matth Und
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch niemand verführe! Matth24/5Matth Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele
verführen. Matth24/6Matth Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht; denn [dies] alles muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Matth24/7Matth Denn
es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben da und dort. Matth24/8Matth Alles dies aber ist der Anfang der
Wehen. Matth24/9Matth Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen. Matth24/10Matth Und dann werden viele
verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen; Matth24/11Matth und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; Matth24/12Matth und weil die
Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; Matth24/13Matth wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. Matth24/14Matth Und dieses Evangelium des Reiches
wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
Matth24/15Matth Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, dem Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht - wer es liest, der merke auf! -, Matth24/16Matth dann
sollen die in Judäa auf die Berge fliehen; Matth24/17Matth wer auf dem Dach ist, soll nicht hinabsteigen, um etwas aus seinem Haus zu holen; Matth24/18Matth und wer auf dem Feld ist, soll nicht
zurückkehren, um seinen Mantel zu holen. Matth24/19Matth Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Matth24/20Matth Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am
Sabbat; Matth24/21Matth denn dann wird große Drangsal sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist noch je sein wird. Matth24/22Matth Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so
würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. Matth24/23Matth Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so
glaubt es nicht. Matth24/24Matth Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Matth24/25Matth Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Matth24/26Matth Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er
ist in der Wüste! so geht nicht hinaus. Siehe, in den Gemächern! so glaubt es nicht. Matth24/27Matth Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft
des Sohnes des Menschen sein. Matth24/28Matth Wo das Aas ist, da werden sich die Adler versammeln.
Endzeitrede: Ankunft des Menschensohnes.
Mk 13,24-27; Lk 21,25-27.
Matth24/29Matth Aber gleich nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der
Himmel werden erschüttert werden. Matth24/30Matth Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes, und sie werden den Sohn
des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. Matth24/31Matth Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine
Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende.
Endzeitrede: Ermahnung zur Wachsamkeit.
Mk 13,28-37; V. 32-35: Lk 21,29-33; V. 37-41: Lk 17,26-35; V. 42-44: Lk 12,39.40.
Matth24/32Matth Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. Matth24/33Matth So
sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist. Matth24/34Matth Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.
Matth24/35Matth Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen. Matth24/36Matth Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den
Himmeln, sondern mein Vater allein. Matth24/37Matth Aber wie die Tage Noahs [waren], so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Matth24/38Matth Denn wie sie in den Tagen vor der Flut
waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging, Matth24/39Matth und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte, so wird
auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Matth24/40Matth Dann werden zwei auf dem Feld sein, einer wird genommen und einer gelassen; Matth24/41Matth zwei [Frauen] werden an dem Mühlstein
mahlen, eine wird genommen und eine gelassen. Matth24/42Matth Wacht also, denn ihr wißt nicht, zu welcher Stunde euer Herr kommt. Matth24/43Matth Das aber erkennt: Wenn der Hausherr gewußt hätte,
in welcher Wache der Dieb komme, so hätte er wohl gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen würde. Matth24/44Matth Deshalb seid auch ihr bereit; denn in der Stunde, in der ihr
es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.
Endzeitrede: Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht.
Lk 12,41-46.
Matth24/45Matth Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit? Matth24/46Matth Glückselig jener Knecht, den
sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! Matth24/47Matth Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über seine ganze Habe setzen. Matth24/48Matth Wenn aber jener als böser Knecht in
seinem Herzen sagt: Mein Herr läßt auf sich warten, Matth24/49Matth und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, und ißt und trinkt mit den Betrunkenen, Matth24/50Matth so wird der Herr jenes
Knechtes kommen an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht weiß, Matth24/51Matth und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Heuchlern: da
wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Endzeitrede: Gleichnis von den zehn Jungfrauen.
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Matth25/1Matth Dann wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen. Matth25/2Matth Fünf aber von ihnen waren klug und
fünf töricht. Matth25/3Matth Die, welche töricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich; Matth25/4Matth die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Matth25/5Matth
Als aber der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Matth25/6Matth Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht aus, ihm entgegen!
Matth25/7Matth Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen. Matth25/8Matth Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen.
Matth25/9Matth Die Klugen aber antworteten und sagten: Nein, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; geht lieber hin zu den Verkäufern und kauft für euch selbst. Matth25/10Matth Als
sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen. Matth25/11Matth Später aber kommen auch die übrigen
Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Matth25/12Matth Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. Matth25/13Matth So wacht nun, denn ihr wißt weder den
Tag noch die Stunde.
Endzeitrede: Gleichnis von den anvertrauten Talenten.
vgl. Lk 19,11-27.
Matth25/14Matth Denn [es ist] wie [bei] einem Menschen, der außer Landes reiste, seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe übergab: Matth25/15Matth und einem gab er fünf Talente, einem
anderen zwei, einem anderen eins, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit, und reiste außer Landes. Matth25/16Matth Sogleich aber ging der, welcher die fünf Talente empfangen hatte, hin und
handelte mit ihnen und gewann andere fünf Talente. Matth25/17Matth So auch, der die zwei [empfangen hatte], auch er gewann andere zwei. Matth25/18Matth Der aber das eine empfangen hatte, ging
hin, grub [ein Loch] in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn. Matth25/19Matth Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und rechnet mit ihnen ab. Matth25/20Matth Und es trat
herbei, der die fünf Talente empfangen hatte, und brachte andere fünf Talente und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir übergeben, siehe, andere fünf Talente habe ich dazugewonnen.
Matth25/21Matth Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn. Matth25/22Matth
Es trat aber auch herbei, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, zwei Talente hast du mir übergeben; siehe, andere zwei Talente habe ich dazugewonnen. Matth25/23Matth Sein Herr
sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn. Matth25/24Matth Es trat aber auch herbei,
der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist: du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; Matth25/25Matth
und ich fürchtete mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde; siehe, da hast du das Deine. Matth25/26Matth Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Böser und fauler Knecht! Du
wußtest, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Matth25/27Matth So solltest du nun mein Geld den Wechslern gegeben haben, und wenn ich kam, hätte ich das
Meine mit Zinsen erhalten. Matth25/28Matth Nehmt ihm nun das Talent weg, und gebt es dem, der die zehn Talente hat; Matth25/29Matth denn jedem, der da hat, wird gegeben werden, und er wird
Überfluß haben; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden. Matth25/30Matth Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen
und das Zähneknirschen sein.
Endzeitrede: Das Endgericht.
Matth25/31Matth Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen; Matth25/32Matth und vor ihm
werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Matth25/33Matth Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen,
die Böcke aber zur Linken. Matth25/34Matth Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt
an; Matth25/35Matth denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf; Matth25/36Matth nackt, und ihr
bekleidetet mich; ich war krank, und ihr besuchtet mich; ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir. Matth25/37Matth Dann werden die Gerechten ihm antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich
hungrig und speisten dich? Oder durstig und gaben dir zu trinken? Matth25/38Matth Wann aber sahen wir dich als Fremdling und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich? Matth25/39Matth Wann
aber sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir? Matth25/40Matth Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr es einem der geringsten dieser
meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.
Matth25/41Matth Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Matth25/42Matth Denn mich hungerte, und
ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken; Matth25/43Matth ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im
Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. Matth25/44Matth Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im
Gefängnis und haben dir nicht gedient? Matth25/45Matth Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es auch mir
nicht getan. Matth25/46Matth Und diese werden hingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben. Anschlag der Hohenpriester und Verrat des Judas - Salbung Jesu in
Bethanien
Mk 14,1.2; Lk 22,1.2.
\26\
Matth26/1Matth Und es geschah, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: Matth26/2Matth Ihr wißt, dass nach zwei Tagen das Passah ist, und der Sohn des Menschen wird
überliefert, um gekreuzigt zu werden.
Matth26/3Matth Dann versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes in den Hof des Hohenpriesters, der Kaiphas hieß, Matth26/4Matth und ratschlagten miteinander, um Jesus mit List
zu greifen und zu töten. Matth26/5Matth Sie sagten aber: Nicht an dem Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entstehe.
Mk 14,3-9; Joh 12,1-8.
Matth26/6Matth Als aber Jesus in Bethanien war, im Hause Simons, des Aussätzigen, Matth26/7Matth kam eine Frau zu ihm, die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarem Salböl hatte, und goß es aus
auf sein Haupt, als er zu Tisch lag. Matth26/8Matth Als aber die Jünger es sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Verschwendung? Matth26/9Matth Denn dies hätte teuer verkauft und
[der Erlös] den Armen gegeben werden können. Matth26/10Matth Als aber Jesus es erkannte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr der Frau Mühe? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan; Matth26/11Matth
denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. Matth26/12Matth Denn als sie dieses Salböl über meinen Leib goß, tat sie es zu meinem Begräbnis. Matth26/13Matth
Wahrlich, ich sage euch: Wo dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem geredet werden, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis.
Mk 14,10.11; Lk 22,3-6.
Matth26/14Matth Dann ging einer von den Zwölfen, Judas Iskariot mit Namen, zu den Hohenpriestern Matth26/15Matth und sprach: Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch überliefern? Sie aber
setzten ihm dreißig Silberlinge fest. Matth26/16Matth Und von da an suchte er Gelegenheit, ihn zu überliefern.
Vorbereitung des Passahmahles.
Mk 14,12-16; Lk 22,7-13.
Matth26/17Matth Am ersten [Tag] der ungesäuerten Brote aber traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passah zu essen bereiten? Matth26/18Matth Er aber sprach: Geht
in die Stadt zu dem und dem und sprecht zu ihm: Der Lehrer sagt: Meine Zeit ist nahe; bei dir halte ich das Passah mit meinen Jüngern. Matth26/19Matth Und die Jünger taten, wie Jesus ihnen
befohlen hatte, und bereiteten das Passah.
Bezeichnung des Verräters.
Mk 14,17-21; Lk 22,14.21-23; Joh 13,18-30.
Matth26/20Matth Als es aber Abend geworden war, legte er sich mit den Zwölfen zu Tisch. Matth26/21Matth Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich
überliefern. Matth26/22Matth Und sie wurden sehr betrübt, und jeder von ihnen fing an, zu ihm zu sagen: Ich bin es doch nicht, Herr? Matth26/23Matth Er aber antwortete und sprach: Der mit mir die
Hand in die Schüssel eintaucht, der wird mich überliefern. Matth26/24Matth Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht. Wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn des
Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut, wenn er nicht geboren wäre. Matth26/25Matth Judas aber, der ihn überlieferte, antwortete und sprach: Ich bin es doch nicht, Rabbi? Er
spricht zu ihm: Du hast es gesagt.
Einsetzung des Herrenmahles.
Mk 14,22-26; Lk 22,15-20; 1Kor 11,23-25.
Matth26/26Matth Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot, segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, eßt, dies ist mein Leib! Matth26/27Matth Und er nahm einen Kelch und dankte und
gab ihnen [den] und sprach: Trinkt alle daraus! Matth26/28Matth Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Matth26/29Matth Ich sage euch aber, dass
ich von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde in dem Reich meines Vaters. Matth26/30Matth Und als sie ein
Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg.
Ankündigung der Verleugnung durch Petrus.
Mk 14,27-31; Lk 22,31-34; Joh 13,36-38.
Matth26/31Matth Darauf spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch alle in dieser Nacht an mir ärgern; denn es steht geschrieben: `Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden
zerstreut werden. Matth26/32Matth Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich vor euch hingehen nach Galiläa. Matth26/33Matth Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich alle an dir
ärgern werden, ich werde mich niemals ärgern. Matth26/34Matth Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, mich dreimal verleugnen wirst.
Matth26/35Matth Petrus spricht zu ihm: Selbst wenn ich mit dir sterben müßte, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso sprachen auch alle Jünger.
Gethsemane.
Mk 14,32-42; Lk 22,39-46.
Matth26/36Matth Dann kommt Jesus mit ihnen an ein Gut, genannt Gethsemane, und er spricht zu den Jüngern: Setzt euch hier, bis ich hingegangen bin und dort gebetet habe. Matth26/37Matth Und er
nahm den Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit und fing an, betrübt und geängstigt zu werden. Matth26/38Matth Dann spricht er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier
und wacht mit mir! Matth26/39Matth Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht
wie ich will, sondern wie du willst. Matth26/40Matth Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend; und er spricht zu Petrus: Also nicht eine Stunde konntet ihr mit mir wachen?
Matth26/41Matth Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. Matth26/42Matth Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und
sprach: Mein Vater, wenn dieser [Kelch] nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille. Matth26/43Matth Und als er kam, fand er sie wieder schlafend, denn ihre Augen
waren beschwert. Matth26/44Matth Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum dritten Mal und sprach dasselbe Wort. Matth26/45Matth Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen: So schlaft
denn fort und ruht aus. Siehe, die Stunde ist nahe gekommen, und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert. Matth26/46Matth Steht auf, laßt uns gehen! Siehe, nahe ist gekommen, der
mich überliefert.
Gefangennahme.
Mk 14,43-50; Lk 22,47-53; Joh 18,2-12.
Matth26/47Matth Und während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, und mit ihm eine große Menge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes.
Matth26/48Matth Der ihn aber überlieferte, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Wen ich küssen werde, der ist es, den ergreift. Matth26/49Matth Und sogleich trat er zu Jesus und sprach:
Sei gegrüßt, Rabbi! und küßte ihn. Matth26/50Matth Jesus aber sprach zu ihm: Freund, wozu bist du gekommen! Dann traten sie heran und legten die Hände an Jesus und ergriffen ihn. Matth26/51Matth
Und siehe, einer von denen, die mit Jesus waren streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. Matth26/52Matth Da spricht Jesus zu ihm:
Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. Matth26/53Matth Oder meinst du, dass ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne und er
mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde? Matth26/54Matth Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, dass es so geschehen muß?
Matth26/55Matth In jener Stunde sprach Jesus zu den Volksmengen: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und Stöcken, mich zu fangen? Täglich saß ich bei euch im Tempel und
lehrte, und ihr habt mich nicht gegriffen. Matth26/56Matth Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden. Da verließen ihn die Jünger alle und
flohen.
Vor dem Hohen Rat.
Mk 14,53-65; Lk 22,54.55.63-71; Joh 18,13.14.19-24.
Matth26/57Matth Die aber Jesus gegriffen hatten, führten ihn weg zu Kaiphas, dem Hohenpriester, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren. Matth26/58Matth Petrus aber folgte ihm
von fern bis zu dem Hof des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um den Ausgang zu sehen.
Matth26/59Matth Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; Matth26/60Matth und sie fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen
herzutraten. Zuletzt aber traten zwei falsche Zeugen herbei Matth26/61Matth und sprachen: Dieser sagte: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn wieder aufbauen. Matth26/62Matth
Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was zeugen diese gegen dich? Matth26/63Matth Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester sagte zu ihm: Ich beschwöre dich bei
dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes! Matth26/64Matth Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des
Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. Matth26/65Matth Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch
Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. Matth26/66Matth Was meint ihr? Sie aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Matth26/67Matth Dann spien sie ihm ins Angesicht
und schlugen ihn mit Fäusten; einige aber schlugen [ihn ins Gesicht] Matth26/68Matth und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug?
Verleugnung durch Petrus.
Mk 14,66-72; Lk 22,56-62; Joh 18,15-18.25-27.
Matth26/69Matth Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. Matth26/70Matth Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß
nicht, was du sagst. Matth26/71Matth Als er aber in das Torgebäude hinausgegangen war, sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer.
Matth26/72Matth Und wieder leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht! Matth26/73Matth Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du
bist [einer] von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich. Matth26/74Matth Da fing er an, sich zu verwünschen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und gleich darauf krähte der Hahn.
Matth26/75Matth Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.
Überlieferung an Pilatus.
Mk 15,1; Lk 22,66; 23,1; Joh 18,28.
\27\
Matth27/1Matth Als es aber Morgen geworden war, hielten alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes Rat gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen. Matth27/2Matth Und nachdem sie ihn gebunden hatten,
führten sie ihn weg und überlieferten ihn dem Statthalter Pontius Pilatus.
Ende des Judas.
Apg 1,16-19.
Matth27/3Matth Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, dass er verurteilt wurde, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück
Matth27/4Matth und sagte: Ich habe gesündigt, denn ich habe schuldloses Blut überliefert. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu! Matth27/5Matth Und er warf die Silberlinge in den
Tempel und machte sich davon und ging hin und erhängte sich. Matth27/6Matth Die Hohenpriester aber nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht erlaubt, sie in den Tempelschatz zu werfen,
weil es Blutgeld ist. Matth27/7Matth Sie hielten aber Rat und kauften dafür den Acker des Töpfers zum Begräbnis für die Fremden. Matth27/8Matth Deswegen ist jener Acker Blutacker genannt worden
bis auf den heutigen Tag. Matth27/9Matth Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia geredet ist, der spricht: `Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis des Geschätzten, den man
geschätzt hatte seitens der Söhne Israels, Matth27/10Matth und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie mir der Herr befohlen hat.
Anklage vor Pilatus.
Mk 15,2-5; Lk 23,2-5; Joh 18,29-38.
Matth27/11Matth Jesus aber wurde dem Statthalter vorgeführt. Und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. Matth27/12Matth Und als
er von den Hohenpriestern und den Ältesten angeklagt wurde, antwortete er nichts. Matth27/13Matth Da spricht Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie vieles sie gegen dich vorbringen? Matth27/14Matth
Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, so dass der Statthalter sich sehr wunderte.
Freilassung für Barabbas - Todesurteil für Jesus.
Mk 15,6-15; Lk 23,13-25; Joh 18,39.40; 19,1.16.
Matth27/15Matth Zum Fest aber war der Statthalter gewohnt, der Volksmenge einen Gefangenen loszugeben, den sie verlangten. Matth27/16Matth Sie hatten aber damals einen berüchtigten Gefangenen,
mit Namen Barabbas. Matth27/17Matth Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Wen wollt ihr, dass ich euch losgeben soll, Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird?
Matth27/18Matth Denn er wußte, dass sie ihn aus Neid überliefert hatten. Matth27/19Matth Während er aber auf dem Richterstuhl saß, sandte seine Frau zu ihm und ließ [ihm] sagen: Habe du nichts zu
schaffen mit jenem Gerechten! Denn im Traum habe ich heute um seinetwillen viel gelitten. Matth27/20Matth Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten die Volksmengen, dass sie den
Barabbas forderten, Jesus aber umbrächten. Matth27/21Matth Der Statthalter aber antwortete und sprach zu ihnen: Welchen von den beiden wollt ihr, dass ich euch losgebe? Sie aber sprachen:
Barabbas. Matth27/22Matth Pilatus spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, der Christus genannt wird? Sie sagen alle: Er werde gekreuzigt! Matth27/23Matth Der Statthalter aber sagte:
Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien übermäßig und sagten: Er werde gekreuzigt! Matth27/24Matth Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern vielmehr ein Tumult entstand,
nahm er Wasser, wusch seine Hände vor der Volksmenge und sprach: Ich bin schuldlos an dem Blut dieses Gerechten. Seht ihr zu! Matth27/25Matth Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut
[komme] über uns und über unsere Kinder! Matth27/26Matth Dann gab er ihnen den Barabbas los; Jesus aber ließ er geißeln und überlieferte ihn, damit er gekreuzigt werde.
Verspottung durch die Soldaten.
Mk 15,16-20; Joh 19,2-5.
Matth27/27Matth Dann nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Schar; Matth27/28Matth und sie zogen ihn aus und legten ihm einen
scharlachroten Mantel um. Matth27/29Matth Und sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt und [gaben ihm] ein Rohr in seine Rechte; und sie fielen vor ihm auf die Knie und
verspotteten ihn und sagten: Sei gegrüßt, König der Juden! Matth27/30Matth Und sie spien ihn an, nahmen das Rohr und schlugen ihn auf das Haupt. Matth27/31Matth Und als sie ihn verspottet hatten,
zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an; und sie führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
Golgatha: Kreuzigung.
Mk 15,21-32; Lk 23,26-43; Joh 19,16-27.
Matth27/32Matth Als sie aber hinauszogen, trafen sie einen Mann von Kyrene, mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er sein Kreuz trage. Matth27/33Matth Und als sie an einen Ort gekommen waren,
genannt Golgatha, das heißt Schädelstätte, Matth27/34Matth gaben sie ihm mit Galle vermischten Wein zu trinken; und als er davon gekostet hatte, wollte er nicht trinken. Matth27/35Matth Als sie
ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider, indem sie das Los warfen. Matth27/36Matth Und sie saßen und bewachten ihn dort. Matth27/37Matth Und sie befestigten oben über seinem
Haupt seine Beschuldigungsschrift: Dies ist Jesus, der König der Juden. Matth27/38Matth Dann werden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.
Matth27/39Matth Die Vorübergehenden aber lästerten ihn, schüttelten ihre Köpfe Matth27/40Matth und sagten: Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst. Wenn du
Gottes Sohn bist, so steige herab vom Kreuz. Matth27/41Matth Ebenso aber spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: Matth27/42Matth Andere hat er
gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Er ist Israels König, so steige er jetzt vom Kreuz herab, und wir wollen an ihn glauben. Matth27/43Matth Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt,
wenn er ihn liebt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn. Matth27/44Matth Auf dieselbe Weise schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
Golgatha: Tod.
Mk 15,33-41; Lk 23,44-49; Joh 19,28-30.
Matth27/45Matth Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; Matth27/46Matth um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und
sagte: Eli, Eli, lema sabachthani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Matth27/47Matth Als aber einige von den Umstehenden es hörten, sagten sie: Der ruft den Elia.
Matth27/48Matth Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. Matth27/49Matth Die übrigen aber sagten: Halt,
laßt uns sehen, ob Elia kommt, ihn zu retten! Matth27/50Matth Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Matth27/51Matth Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriß in zwei
[Stücke],von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, Matth27/52Matth und die Grüfte taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt;
Matth27/53Matth und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
Matth27/54Matth Als aber der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes
Sohn!
Matth27/55Matth Es sahen aber dort viele Frauen von fern zu, die Jesus von Galiläa nachgefolgt waren und ihm gedient hatten; Matth27/56Matth unter ihnen waren Maria Magdalena und Maria, des
Jakobus und Joses Mutter, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.
Grablegung.
Mk 15,42-47; Lk 23,50-56; Joh 19,38-42.
Matth27/57Matth Als es aber Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathäa, mit Namen Joseph, der auch selbst ein Jünger Jesu war. Matth27/58Matth Dieser ging hin zu Pilatus und bat um
den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, [den Leib] zu übergeben. Matth27/59Matth Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch Matth27/60Matth und legte ihn in seine neue Gruft,
die er in den Felsen ausgehauen hatte; und er wälzte einen großen Stein an die Tür der Gruft und ging weg. Matth27/61Matth Es waren aber dort Maria Magdalena und die andere Maria, die dem Grab
gegenüber saßen.
Bewachung des Grabes.
Matth27/62Matth Am nächsten Tag aber, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus Matth27/63Matth und sprachen: Herr, wir haben uns erinnert, dass
jener Verführer sagte, als er noch lebte: Nach drei Tagen stehe ich wieder auf. Matth27/64Matth So befiehl nun, dass das Grab gesichert werde bis zum dritten Tag, damit nicht etwa seine Jünger
kommen, ihn stehlen und dem Volk sagen: Er ist von den Toten auferstanden. Und die letzte Verführung wird schlimmer sein als die erste. Matth27/65Matth Pilatus sprach zu ihnen: Ihr sollt eine
Wache haben. Geht hin, sichert es, so gut ihr könnt! Matth27/66Matth Sie aber gingen hin und sicherten, nachdem sie den Stein versiegelt hatten, das Grab mit der Wache.
Die Frauen am leeren Grab - Erscheinung des Auferstandenen.
Mk 16,1-11; Lk 24,1-12; Joh 20,1-18.
\28\
Matth28/1Matth Aber spät am Sabbat, in der Dämmerung des ersten Wochentages, kam Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.
Matth28/2Matth Und siehe, da geschah ein großes Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam aus dem Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Matth28/3Matth Sein Ansehen
aber war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee. Matth28/4Matth Aber aus Furcht vor ihm bebten die Wächter und wurden wie Tote. Matth28/5Matth Der Engel aber begann und sprach zu den
Frauen: Fürchtet euch nicht, denn ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Matth28/6Matth Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht die Stätte, wo
der Herr gelegen hat, Matth28/7Matth und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er von den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen.
Siehe, ich habe es euch gesagt. Matth28/8Matth Und sie gingen schnell von der Gruft weg mit Furcht und großer Freude und liefen, es seinen Jüngern zu verkünden. Matth28/9Matth Als sie aber
hingingen, es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da kam Jesus ihnen entgegen und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten zu [ihm], umfaßten seine Füße und warfen sich vor ihm nieder.
Matth28/10Matth Da spricht Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie hingehen nach Galiläa, und dort werden sie mich sehen.
Bestechung der Grabwächter.
Mat28/11Matth Während sie aber hingingen, siehe, da kamen einige von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Matth28/12Matth Und sie versammelten sich
mit den Ältesten und hielten Rat; und sie gaben den Soldaten reichlich Geld Matth28/13Matth und sagten: Sprecht: Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn, während wir schliefen.
Matth28/14Matth Und wenn dies dem Statthalter zu Ohren kommen sollte, so werden wir ihn beschwichtigen und machen, dass ihr ohne Sorge seid. Matth28/15Matth Sie aber nahmen das Geld und taten,
wie sie unterrichtet worden waren. Und diese Rede verbreitete sich bei den Juden bis auf den heutigen Tag.
Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern - Missionsbefehl.
Matth28/16Matth Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Matth28/17Matth Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder; einige aber
zweifelten. Matth28/18Matth Und Jesus trat zu [ihnen] und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Matth28/19Matth Geht nun hin und macht alle Nationen zu
Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Matth28/20Matth und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei
euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
2.2 Das Evangelium nach Markus.
Johannes der Täufer.
Mt 3,1-12; Lk 3,1-18; (Joh 1,19-28).
\1\
Markus 1/1Mark Anfang des Evangeliums Jesu Christi; Mark1/2Mark wie in dem Propheten Jesaja geschrieben steht: `Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg bereiten
wird. Mark1/3Mark `Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade! Mark1/4Mark So trat Johannes auf und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der
Buße zur Vergebung der Sünden. Mark1/5Mark Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Einwohner Jerusalems, und sie wurden im Jordanfluß von ihm getauft, indem sie ihre Sünden
bekannten. Mark1/6Mark Und Johannes war mit Kamelhaaren und einem ledernen Gürtel um seine Lenden bekleidet; und er aß Heuschrecken und wilden Honig. Mark1/7Mark Und er predigte und sagte: Nach
mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht würdig, [ihm] gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen. Mark1/8Mark Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit Heiligem Geist
taufen.
Die Taufe und Versuchung Jesu.
Mt 3,13-17; Lk 3,21.22; (Joh 1,29-34).
Mark1/9Mark Und es geschah in jenen Tagen: Jesus kam von Nazareth in Galiläa und wurde von Johannes im Jordan getauft. Mark1/10Mark Und sobald er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel
sich teilen und den Geist wie eine Taube auf ihn herabfahren. Mark1/11Mark Und eine Stimme kam aus den Himmeln: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
Mt 4,1-11; Lk 4,1-13.
Mark1/12Mark Und sogleich treibt ihn der Geist in die Wüste hinaus. Mark1/13Mark Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde von dem Satan versucht; und er war unter den wilden Tieren, und die
Engel dienten ihm.
Bußpredigt in Galiläa - die ersten Jünger.
Mt 4,12-22; Lk 4,14.15; 5,1-11.
Mark1/14Mark Und nachdem Johannes überliefert war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes Mark1/15Mark und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen.
Tut Buße und glaubt an das Evangelium.
Mark1/16Mark Und als er am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, im See die Netze auswerfen, denn sie waren Fischer. Mark1/17Mark Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt
mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen; Mark1/18Mark und sogleich verließen sie die Netze und folgten ihm nach. Mark1/19Mark Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den
[Sohn] des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes, auch sie im Schiff, wie sie die Netze ausbesserten; Mark1/20Mark und sogleich rief er sie. Und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit den Tagelöhnern
im Schiff und gingen weg, ihm nach.
Heilung eines Besessenen.
Lk 4,31-37.
Mark1/21Mark Und sie gehen nach Kapernaum hinein. Und sogleich ging er am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Mark1/22Mark Und sie erstaunten sehr über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer,
der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. Mark1/23Mark Und sogleich war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geist; und er schrie auf Mark1/24Mark und sagte: Was haben wir
mit dir zu schaffen, Jesus, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: der Heilige Gottes. Mark1/25Mark Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus
von ihm! Mark1/26Mark Und der unreine Geist zerrte ihn und rief mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus. Mark1/27Mark Und sie entsetzten sich alle, so dass sie sich untereinander befragten und
sagten: Was ist dies? Eine neue Lehre mit Vollmacht? Und den unreinen Geistern gebietet er, und sie gehorchen ihm. Mark1/28Mark Und die Kunde von ihm ging sogleich aus überall in der ganzen
Umgebung Galiläas.
Heilung der Schwiegermutter des Petrus.
Mt 8,14.15; Lk 4,38.39.
Mark1/29Mark Und sobald sie aus der Synagoge hinausgingen, kamen sie mit Jakobus und Johannes in das Haus Simons und Andreas'. Mark1/30Mark Die Schwiegermutter Simons aber lag fieberkrank
danieder; und sofort sagen sie ihm von ihr. Mark1/31Mark Und er trat hinzu, ergriff ihre Hand und richtete sie auf; und das Fieber verließ sie, und sie diente ihnen.
Heilungen und Predigt.
Mt 4,23-25; 8,16.17; Lk 4,40-44.
Mark1/32Mark Als es aber Abend geworden war und die Sonne unterging, brachten sie alle Leidenden und Besessenen zu ihm; Mark1/33Mark und die ganze Stadt war an der Tür versammelt. Mark1/34Mark
Und er heilte viele an mancherlei Krankheiten Leidende, und er trieb viele Dämonen aus und ließ die Dämonen nicht reden, weil sie ihn kannten.
Mark1/35Mark Und frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus und ging fort an einen einsamen Ort und betete dort. Mark1/36Mark Und Simon und die mit ihm waren eilten
ihm nach; Mark1/37Mark und sie fanden ihn und sagen zu ihm: Alle suchen dich. Mark1/38Mark Und er spricht zu ihnen: Laßt uns anderswohin in die benachbarten Marktflecken gehen, damit ich auch
dort predige; denn dazu bin ich ausgegangen. Mark1/39Mark Und er ging und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.
Heilung eines Aussätzigen.
Mt 8,1-4; Lk 5,12-16.
Mark1/40Mark Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen. Mark1/41Mark Und er war innerlich bewegt und streckte
seine Hand aus, rührte [ihn] an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt! Mark1/42Mark Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt. Mark1/43Mark Und er bedrohte ihn und
schickte ihn sogleich fort Mark1/44Mark und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu
einem Zeugnis! Mark1/45Mark Der aber ging weg und fing an, die Sache eifrig zu verkünden und auszubreiten, so dass er nicht mehr öffentlich in die Stadt gehen konnte; sondern er war draußen an
einsamen Orten, und sie kamen von allen Seiten zu ihm.
Heilung eines Gelähmten.
Mt 9,1-8; Lk 5,17-26.
\2\
Mark2/1Mark Und nach einigen Tagen ging er wieder nach Kapernaum hinein, und es wurde bekannt, dass er im Hause sei. Mark2/2Mark Und es versammelten sich viele, so dass sie keinen Platz mehr
hatten, nicht einmal vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. Mark2/3Mark Und sie kommen zu ihm und bringen einen Gelähmten, von vieren getragen. Mark2/4Mark Und da sie wegen der Volksmenge
nicht zu ihm hinkommen konnten, deckten sie das Dach ab, wo er war; und als sie es aufgebrochen hatten, lassen sie das Bett hinab, auf dem der Gelähmte lag. Mark2/5Mark Und als Jesus ihren
Glauben sah, spricht er zu dem Gelähmten: Kind, deine Sünden sind vergeben. Mark2/6Mark Es saßen dort aber einige von den Schriftgelehrten und überlegten in ihren Herzen: Mark2/7Mark Was redet
dieser so? Er lästert. Wer kann Sünden vergeben außer einem, Gott? Mark2/8Mark Und sogleich erkannte Jesus in seinem Geist, dass sie so bei sich überlegten, und sprach zu ihnen: Was überlegt ihr
dies in euren Herzen? Mark2/9Mark Was ist leichter? Zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett auf und geh umher? Mark2/10Mark Damit ihr aber
wißt, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben - spricht er zu dem Gelähmten: Mark2/11Mark Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett auf und geh in dein Haus!
Mark2/12Mark Und er stand auf, nahm sogleich das Bett auf und ging vor allen hinaus, so dass alle außer sich gerieten und Gott verherrlichten und sagten: Niemals haben wir so etwas
gesehen!
Berufung des Levi.
Mt 9,9-13; Lk 5,27-32.
Mark2/13Mark Und er ging wieder hinaus an den See, und die ganze Volksmenge kam zu ihm, und er lehrte sie. Mark2/14Mark Und als er vorüberging, sah er Levi, den [Sohn] des Alphäus, am Zollhaus
sitzen. Und er spricht zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach. Mark2/15Mark Und es geschieht, dass er in seinem Hause zu Tisch lag, und viele Zöllner und Sünder lagen mit
Jesus und seinen Jüngern zu Tisch, denn es waren viele, und sie folgten ihm nach. Mark2/16Mark Und als die Schriftgelehrten der Pharisäer ihn mit den Sündern und Zöllnern essen sahen, sagten sie
zu seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern ißt er? Mark2/17Mark Und Jesus hörte es und spricht zu ihnen: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen,
Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
Die Frage nach dem Fasten.
Mt 9,14-17; Lk 5,33-39.
Mark2/18Mark Und die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten; und sie kommen und sagen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, deine Jünger aber fasten
nicht? Mark2/19Mark Und Jesus sprach zu ihnen: Können etwa die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten.
Mark2/20Mark Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann, an jenem Tag, werden sie fasten. Mark2/21Mark Niemand näht einen Flicken von neuem Tuch auf
ein altes Kleid; sonst reißt das Eingesetzte von ihm ab, das neue vom alten, und der Riß wird schlimmer. Mark2/22Mark Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die
Schläuche, und der Wein und die Schläuche verderben; sondern neuen Wein [füllt man] in neue Schläuche.
Die Sabbatfrage.
Mt 12,1-14; Lk 6,1-11.
Mark2/23Mark Und es geschah, dass er am Sabbat durch die Saaten ging; und seine Jünger fingen an, im Gehen die Ähren abzupflücken. Mark2/24Mark Und die Pharisäer sagten zu ihm: Sieh, was tun sie
am Sabbat, das nicht erlaubt ist? Mark2/25Mark Und er spricht zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel hatte, und als ihn und die bei ihm waren, hungerte? Mark2/26Mark Wie er
in das Haus Gottes ging zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und die Schaubrote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch denen gab, die bei ihm waren? Mark2/27Mark Und er
sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen; Mark2/28Mark somit ist der Sohn des Menschen Herr auch des
Sabbats.
\3\
Mark3/1Mark Und er ging wieder in die Synagoge; und es war dort ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Mark3/2Mark Und sie lauerten auf ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn
anklagen könnten. Mark3/3Mark Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf [und tritt] in die Mitte! Mark3/4Mark Und er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes
zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen. Mark3/5Mark Und er blickte auf sie umher mit Zorn, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und spricht zu dem
Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt. Mark3/6Mark Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten mit den Herodianern sofort Rat gegen
ihn, wie sie ihn umbrächten.
Krankenheilungen am See Genezareth.
Mt 12,15-21; Lk 6,17-19.
Mark3/7Mark Und Jesus entwich mit seinen Jüngern an den See; und es folgte eine große Menge von Galiläa und von Judäa Mark3/8Mark und von Jerusalem und von Idumäa und von jenseits des Jordan und
[von der Gegend] rings um Tyrus und Sidon, eine große Menge; da sie hörten, wieviel er tat, kamen sie zu ihm. Mark3/9Mark Und er sagte seinen Jüngern, dass ihm wegen der Volksmenge ein Boot
bereitgehalten werden sollte, damit sie ihn nicht drängten. Mark3/10Mark Denn er heilte viele, so dass alle, die Leiden hatten, sich auf ihn stürzten, um ihn anzurühren. Mark3/11Mark Und wenn die
unreinen Geister ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes. Mark3/12Mark Und er bedrohte sie sehr, dass sie ihn nicht offenbar machten.
Berufung der zwölf Apostel.
Mt 10,1-4; Lk 6,12-16; (Apg 1,13).
Mark3/13Mark Und er steigt auf den Berg und ruft zu sich, die er wollte. Und sie kamen zu ihm; Mark3/14Mark und er bestellte zwölf, damit sie bei ihm seien und damit er sie aussende, zu predigen
Mark3/15Mark und Vollmacht zu haben, die Dämonen auszutreiben. Mark3/16Mark Und er bestellte die Zwölf, und er gab dem Simon den Beinamen Petrus; Mark3/17Mark und Jakobus, den [Sohn] des
Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und er gab ihnen den Beinamen Boanerges, das ist Söhne des Donners; Mark3/18Mark und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas
und Jakobus, den [Sohn] des Alphäus, und Thaddäus und Simon, den Kananäer, Mark3/19Mark und Judas Iskariot, der ihn auch überlieferte.
Lästerung des Geistes - Die wahren Verwandten Jesu.
Mt 12,22-37; Lk 11,14-23.
Mark3/20Mark Und er kommt in ein Haus. Und wieder kommt eine Volksmenge zusammen, so dass sie nicht einmal Brot essen konnten. Mark3/21Mark Und als seine Angehörigen es hörten, gingen sie aus, um
ihn zu greifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
Mark3/22Mark Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Mark3/23Mark Und er rief
sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann Satan den Satan austreiben? Mark3/24Mark Und wenn ein Reich mit sich selbst entzweit ist, kann dieses Reich nicht bestehen. Mark3/25Mark
Und wenn ein Haus mit sich selbst entzweit ist, kann dieses Haus nicht bestehen. Mark3/26Mark Und wenn der Satan gegen sich selbst aufgestanden und [mit sich] entzweit ist, kann er nicht
bestehen, sondern er hat ein Ende. Mark3/27Mark Niemand aber kann in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken gebunden hat, und dann wird er sein
Haus berauben. Mark3/28Mark Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden, und die Lästerungen, mit denen sie auch lästern mögen; Mark3/29Mark wer aber gegen
den Heiligen Geist lästern wird, hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig; - Mark3/30Mark weil sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.
Mt 12,46-50; Lk 8,19-21.
Mark3/31Mark Und es kommen seine Mutter und seine Brüder; und sie standen draußen, sandten zu ihm und riefen ihn. Mark3/32Mark Und eine Volksmenge saß um ihn her; sie sagten aber zu ihm: Siehe,
deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen suchen dich. Mark3/33Mark Und er antwortete ihnen und spricht: Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Mark3/34Mark Und er blickte umher
auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Mark3/35Mark Wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
Gleichnis vom Sämann.
Mt 13,1-23; Lk 8,4-15.
\4\
Mark4/1Mark Und wiederum fing er an, am See zu lehren. Und es versammelte sich eine sehr große Volksmenge zu ihm, so dass er in ein Schiff stieg und auf dem See saß; und die ganze Volksmenge war
am See auf dem Land. Mark4/2Mark Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen; und er sprach zu ihnen in seiner Lehre: Mark4/3Mark Hört! Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen. Mark4/4Mark Und es
geschah, indem er säte, fiel das eine an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. Mark4/5Mark Und anderes fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil
es nicht tiefe Erde hatte. Mark4/6Mark Und als die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Mark4/7Mark Und anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen
schossen auf und erstickten es, und es gab keine Frucht. Mark4/8Mark Und anderes fiel in die gute Erde und gab Frucht, indem es aufging und wuchs; und es trug bis zu dreißig- und sechzig- und
hundert[fach]. Mark4/9Mark Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Mark4/10Mark Und als er allein war, fragten ihn, die um ihn waren, samt den Zwölfen nach den Gleichnissen. Mark4/11Mark Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben,
jenen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil, Mark4/12Mark `damit sie sehend sehen und nicht wahrnehmen und hörend hören und nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren
und ihnen vergeben werde. Mark4/13Mark Und er spricht zu ihnen: Begreift ihr dieses Gleichnis nicht? Und wie wollt ihr all die Gleichnisse verstehen? Mark4/14Mark Der Sämann sät das Wort.
Mark4/15Mark Die an dem Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird und, wenn sie es hören, sogleich der Satan kommt und das Wort wegnimmt, das in sie hineingesät worden ist. Mark4/16Mark
Und ebenso sind die, die auf das Steinige gesät worden sind, die, wenn sie das Wort hören, es sogleich mit Freuden aufnehmen, Mark4/17Mark und sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind
[Menschen] des Augenblicks; wenn nachher Drangsal oder Verfolgung um des Wortes willen entsteht, ärgern sie sich sogleich. Mark4/18Mark Und andere sind die unter die Dornen Gesäten, es sind die,
die das Wort gehört haben, Mark4/19Mark und die Sorgen der Zeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine
Frucht. Mark4/20Mark Und die auf die gute Erde Gesäten sind jene, die das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen: dreißig- und sechzig- und hundert[fach].
Gleichnis von der Lampe.
Lk 8,16-18.
Mark4/21Mark Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa die Lampe, damit sie unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird? Nicht damit sie auf das Lampengestell gestellt wird? Mark4/22Mark Denn
es ist nichts verborgen, das nicht offenbar gemacht wird, auch ist nichts geheim geworden, das nicht ans Licht kommen wird. Mark4/23Mark Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre! Mark4/24Mark Und
er sprach zu ihnen: Seht zu, was ihr hört; mit welchem Maß ihr meßt, wird euch gemessen werden, und es wird euch hinzugefügt werden. Mark4/25Mark Denn wer hat, dem wird gegeben werden; und wer
nicht hat, von dem wird auch, was er hat, genommen werden.
Gleichnis vom Aufwachsen der Saat.
Mark4/26Mark Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf das Land wirft Mark4/27Mark und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same sprießt hervor und
wächst, er weiß selbst nicht, wie. Mark4/28Mark Die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst Gras, dann eine Ähre, dann vollen Weizen in der Ähre. Mark4/29Mark Wenn aber die Frucht es zuläßt,
so schickt er sogleich die Sichel, denn die Ernte ist da.
Gleichnis vom Senfkorn.
Mt 13,31-35; Lk 13,18-21.
Mark4/30Mark Und er sprach: Wie sollen wir das Reich Gottes vergleichen? Oder in welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? Mark4/31Mark Wie ein Senfkorn, das, wenn es auf die Erde gesät wird,
kleiner ist als alle [Arten von] Samen, die auf der Erde sind; Mark4/32Mark und wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Kräuter, und es treibt große Zweige, so dass unter seinem
Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Mark4/33Mark Und in vielen solchen Gleichnissen redete er zu ihnen das Wort, wie sie es zu hören vermochten. Mark4/34Mark Ohne Gleichnis aber redete
er nicht zu ihnen; aber seinen Jüngern erklärte er alles besonders.
Stillung des Sturms.
Mt 8,23-27; Lk 8,22-25.
Mark4/35Mark Und an jenem Tag sagt er zu ihnen, als es Abend geworden war: Laßt uns zum jenseitigen Ufer übersetzen! Mark4/36Mark Und sie entließen die Volksmenge und nehmen ihn im Schiff mit,
wie er war. Und andere Schiffe waren bei ihm. Mark4/37Mark Und es erhebt sich ein heftiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Schiff, so dass das Schiff sich schon füllte. Mark4/38Mark Und
er war hinten im Schiff und schlief auf dem Kopfkissen; und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen? Mark4/39Mark Und er wachte auf, bedrohte den
Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille. Mark4/40Mark Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr keinen
Glauben? Mark4/41Mark Und sie fürchteten sich mit großer Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorchen?
Heilung eines besessenen Geraseners.
Mt 8,28-34; Lk 8,26-39.
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Mark5/1Mark Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gerasener. Mark5/2Mark Und als er aus dem Schiff gestiegen war, begegnete ihm sogleich von den Grüften her ein Mensch mit
einem unreinen Geist, Mark5/3Mark der seine Wohnung in den Grabstätten hatte; und selbst mit Ketten konnte ihn keiner binden, Mark5/4Mark da er oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden worden
war und die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren; und niemand konnte ihn bändigen. Mark5/5Mark Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und
auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen. Mark5/6Mark Und als er Jesus von fern sah, lief er und warf sich vor ihm nieder; Mark5/7Mark und er schrie mit lauter Stimme und sagte:
Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht! Mark5/8Mark Denn er sagte zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem
Menschen! Mark5/9Mark Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er spricht zu ihm: Legion ist mein Name, denn wir sind viele. Mark5/10Mark Und er bat ihn sehr, dass er sie nicht aus der Gegend
fortschicke. Mark5/11Mark Es war aber dort an dem Berg eine große Herde Schweine, die weidete. Mark5/12Mark Und sie baten ihn und sagten: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie
hineinfahren. Mark5/13Mark Und er erlaubte es ihnen. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, etwa zweitausend, und
sie ertranken in dem See. Mark5/14Mark Und ihre Hüter flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land; und sie kamen, um zu sehen, was geschehen war. Mark5/15Mark Und sie kommen zu Jesus
und sehen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, bekleidet und vernünftig sitzen, und sie fürchteten sich. Mark5/16Mark Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dem Besessenen
geschehen war, und das von den Schweinen. Mark5/17Mark Und sie fingen an, ihn zu bitten, dass er aus ihrem Gebiet weggehe. Mark5/18Mark Und als er in das Schiff stieg, bat ihn der, der besessen
gewesen war, dass er bei ihm sein dürfe. Mark5/19Mark Und er gestattete es ihm nicht, sondern spricht zu ihm: Geh in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, wieviel der Herr an dir getan und
[wie er] sich deiner erbarmt hat. Mark5/20Mark Und er ging hin und fing an, im Zehnstädtegebiet auszurufen, wieviel Jesus an ihm getan hatte; und alle wunderten sich.
Heilung der blutflüssigen Frau - Auferweckung der Tochter des Jairus.
Mt 9,18-26; Lk 8,40-56.
Mark5/21Mark Und als Jesus in dem Schiff wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war, versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm; und er war am See. Mark5/22Mark Und es kommt einer der
Synagogenvorsteher, mit Namen Jairus, und als er ihn sieht, fällt er ihm zu Füßen Mark5/23Mark und bat ihn sehr und sprach: Mein Töchterchen liegt in den letzten Zügen; komm, und lege ihr die
Hände auf, damit sie gerettet wird und lebt. Mark5/24Mark Und er ging mit ihm, und eine große Volksmenge folgte ihm, und sie drängten ihn.
Mark5/25Mark Und [es war] eine Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluß behaftet war Mark5/26Mark und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und alle ihre Habe aufgewendet und keinen Nutzen
davon gehabt hatte; es war vielmehr schlimmer mit ihr geworden. Mark5/27Mark Als sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Volksmenge von hinten und rührte sein Kleid an; Mark5/28Mark denn sie
sagte: Wenn ich nur seine Kleider anrühre, werde ich geheilt werden. Mark5/29Mark Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie merkte am Leib, dass sie von der Plage geheilt war.
Mark5/30Mark Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Volksmenge und sprach: Wer hat meine Kleider angerührt? Mark5/31Mark Und
seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst, dass die Volksmenge dich drängt, und du sprichst: Wer hat mich angerührt? Mark5/32Mark Und er blickte umher, um die zu sehen, die dies getan hatte.
Mark5/33Mark Die Frau aber, voll Furcht und Zittern, da sie wußte, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Mark5/34Mark Er aber sprach zu ihr:
Tochter, dein Glaube hat dich geheilt; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage.
Mark5/35Mark Während er noch redete, kommen sie von [dem Haus] des Synagogenvorstehers und sagen: Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du den Lehrer noch? Mark5/36Mark Jesus aber überhörte
das Wort, das geredet wurde, und spricht zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht; glaube nur! Mark5/37Mark Und er erlaubte niemand, ihn zu begleiten, außer Petrus und Jakobus und Johannes,
dem Bruder des Jakobus. Mark5/38Mark Und sie kommen in das Haus des Synagogenvorstehers, und er sieht ein Getümmel und Weinende und laut Heulende. Mark5/39Mark Und er geht hinein und sagt zu
ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. Mark5/40Mark Und sie lachten ihn aus. Als er aber alle hinausgetrieben hatte, nimmt er den Vater des Kindes und
die Mutter und die, die bei ihm waren, mit und geht hinein, wo das Kind war. Mark5/41Mark Und er ergriff des Kindes Hand und spricht zu ihm: Talitha kum! Das ist übersetzt: Mädchen, ich sage dir,
steh auf! Mark5/42Mark Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war nämlich zwölf Jahre alt. Und sie erstaunten sogleich mit großem Erstaunen. Mark5/43Mark Und er gebot ihnen
dringend, dass niemand dies erfahren solle, und er sagte, man solle ihr zu essen geben.
Unglaube in Nazareth.
Mt 13,53-58; vgl. Lk 4,16-30.
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Mark6/1Mark Und er ging von dort weg und kam in seine Vaterstadt, und seine Jünger folgten ihm nach. Mark6/2Mark Und als es Sabbat geworden war, fing er an, in der Synagoge zu lehren; und viele,
die zuhörten, erstaunten und sagten: Woher [hat] der das? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, und solche Wunderwerke geschehen durch seine Hände? Mark6/3Mark Ist dieser nicht
der Zimmermann, der Sohn der Maria und ein Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich über ihn. Mark6/4Mark Und Jesus
sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Haus. Mark6/5Mark Und er konnte dort kein Wunderwerk tun, außer dass er
wenigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte. Mark6/6Mark Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er zog durch die Dörfer ringsum und lehrte.
Aussendung der zwölf Apostel.
Mt 10,5-15; Lk 9,1-6; vgl. Lk 10,1-12.
Mark6/7Mark Und er ruft die Zwölf herbei; und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister. Mark6/8Mark Und er gebot ihnen, dass sie nichts mit
auf den Weg nehmen sollten als nur einen Stab; kein Brot, keine Tasche, keine Münze im Gürtel, Mark6/9Mark sondern Sandalen untergebunden. Und zieht nicht zwei Unterkleider an! Mark6/10Mark Und
er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr von dort weggeht. Mark6/11Mark Und welcher Ort euch nicht aufnehmen und wo man euch nicht anhören wird, von dort geht hinaus
und schüttelt den Staub ab, der unter euren Füßen ist, ihnen zum Zeugnis. Mark6/12Mark Und sie zogen aus und predigten, dass sie Buße tun sollten; Mark6/13Mark und sie trieben viele Dämonen aus
und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie.
Der Tod des Täufers.
Mt 14,1-12; Lk 3,19.20; 9,7-9.
Mark6/14Mark Und der König Herodes hörte [von ihm] - denn sein Name war bekannt geworden - und sagte: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferstanden, und deswegen wirken die Wunderkräfte in
ihm. Mark6/15Mark Andere aber sagten: Es ist Elia; andere aber sagten: [Es ist] ein Prophet wie einer der Propheten. Mark6/16Mark Als aber Herodes es hörte, sagte er: Johannes, den ich enthauptet
habe, der ist auferweckt worden. Mark6/17Mark Denn er, Herodes, hatte hingesandt und den Johannes greifen und ihn im Gefängnis binden lassen, um der Herodias willen, der Frau seines Bruders
Philippus, weil er sie geheiratet hatte. Mark6/18Mark Denn Johannes hatte dem Herodes gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben. Mark6/19Mark Die Herodias aber trug [es]
ihm nach und wollte ihn töten, und sie konnte nicht; Mark6/20Mark denn Herodes fürchtete den Johannes, da er wußte, dass er ein gerechter und heiliger Mann war, und er beschützte ihn; und wenn er
ihn gehört hatte, war er in großer Verlegenheit, und er hörte ihn gern. Mark6/21Mark Und als ein geeigneter Tag kam, als Herodes an seinem Geburtstag seinen Großen und den Obersten und den
Vornehmsten von Galiläa ein Gastmahl gab, Mark6/22Mark kam ihre, der Herodias, Tochter herein und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und denen, die mit zu Tisch lagen. Und der König sprach zu dem
Mädchen: Bitte mich, um was du willst, und ich werde es dir geben. Mark6/23Mark Und er schwor ihr: Um was du mich auch bitten wirst, ich werde es dir geben bis zur Hälfte meines Reiches.
Mark6/24Mark Und sie ging hinaus und sagte zu ihrer Mutter: Um was soll ich bitten? Die aber sprach: Um das Haupt Johannes' des Täufers. Mark6/25Mark Und sie ging sogleich mit Eile zu dem König
hinein und bat und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schüssel das Haupt Johannes' des Täufers gibst. Mark6/26Mark Und der König wurde sehr betrübt; doch um der Eide und um derer
willen, die mit zu Tisch lagen, wollte er sie nicht zurückweisen. Mark6/27Mark Und sogleich schickte der König einen Henker und befahl, sein Haupt zu bringen. Und der ging hin und enthauptete ihn
im Gefängnis. Mark6/28Mark Und er brachte sein Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es ihrer Mutter. Mark6/29Mark Und als seine Jünger es hörten, kamen sie und
nahmen seinen Leichnam und legten ihn in eine Gruft.
Speisung der Fünftausend.
Mt 14,13-21; Lk 9,10-17; Joh 6,1-15; vgl. Kap. 8,1-9; Mt 15,32-39.
Mark6/30Mark Und die Apostel versammeln sich zu Jesus; und sie berichteten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. Mark6/31Mark Und er sprach zu ihnen: Kommt, ihr selbst allein, an
einen öden Ort und ruht ein wenig aus! Denn derer, die kamen und gingen, waren viele, und sie fanden nicht einmal Zeit, um zu essen. Mark6/32Mark Und sie fuhren in einem Schiff allein an einen
öden Ort; Mark6/33Mark und viele sahen sie wegfahren und erkannten sie und liefen zu Fuß von allen Städten dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor. Mark6/34Mark Und als Jesus aus [dem Schiff]
trat, sah er eine große Volksmenge und wurde innerlich bewegt über sie; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren. Mark6/35Mark Und als es schon
spät am Tag war, traten seine Jünger zu ihm und sagen: Der Ort ist öde, und es ist schon spät am Tag; Mark6/36Mark entlaß sie, damit sie auf die umliegenden Höfe und in die Dörfer gehen und sich
etwas zu essen kaufen! Mark6/37Mark Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sagen zu ihm: Sollen wir hingehen und für zweihundert Denare Brot kaufen und ihnen zu
essen geben? Mark6/38Mark Er aber spricht zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Geht hin, seht nach! Und als sie es festgestellt hatten, sagen sie: Fünf, und zwei Fische.
Mark6/39Mark Und er befahl ihnen, dass sie sich alle nach Tischgemeinschaften auf dem grünen Grase lagerten. Mark6/40Mark Und sie lagerten sich in Gruppen zu je hundert und je fünfzig.
Mark6/41Mark Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische teilte er
unter alle. Mark6/42Mark Und sie aßen alle und wurden gesättigt. Mark6/43Mark Und sie hoben auf an Brocken zwölf Handkörbe voll und von den Fischen. Mark6/44Mark Und es waren derer, die die Brote
gegessen hatten, fünftausend Männer.
Jesus geht auf dem See.
Mt 14,22-33; Joh 6,16-21.
Mark6/45Mark Und sogleich nötigte er seine Jünger, in das Schiff zu steigen und an das jenseitige Ufer nach Bethsaida vorauszufahren, während er selbst die Volksmenge entläßt. Mark6/46Mark Und
nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf den Berg, um zu beten. Mark6/47Mark Und als es Abend geworden, war das Schiff mitten auf dem See und er allein auf dem Land. Mark6/48Mark Und als
er sie beim Rudern Not leiden sah, denn der Wind war ihnen entgegen, kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen, indem er auf dem See einherging; und er wollte an ihnen vorübergehen. Mark6/49Mark
Sie aber sahen ihn auf dem See einhergehen und meinten, es sei ein Gespenst und schrien auf; Mark6/50Mark denn alle sahen ihn und wurden bestürzt. Er aber redet sogleich mit ihnen und spricht zu
ihnen: Seid guten Mutes! Ich bin's. Fürchtet euch nicht! Mark6/51Mark Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich sehr über die Maßen; Mark6/52Mark denn
sie waren durch die Brote nicht verständig geworden, sondern ihr Herz war verhärtet.
Heilung vieler Kranker.
Mt 14,34-36.
Mark6/53Mark Und als sie hinübergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und legten an. Mark6/54Mark Und als sie aus dem Schiff stiegen, erkannten sie ihn sogleich Mark6/55Mark und liefen
in jener ganzen Gegend umher und fingen an, die Kranken auf den Betten hierhin und dorthin zu tragen, [von] wo sie hörten, dass er sei. Mark6/56Mark Und wo auch immer er in Dörfer oder Städte
oder in Gehöfte hineinging, legten sie die Kranken auf den Marktplätzen hin und baten ihn, dass sie nur die Quaste seines Kleides anrühren dürften; und alle, die ihn anrührten, wurden
geheilt.
Gottes Gebot steht höher als menschliche Überlieferung.
Mt 15,1-20.
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Mark7/1Mark Und es versammeln sich zu ihm die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; Mark7/2Mark und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist
ungewaschenen Händen Brot essen sahen - Mark7/3Mark denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der
Ältesten festhalten; Mark7/4Mark und vom Markt [kommend], essen sie nicht, wenn sie sich nicht gereinigt haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der
Becher und Krüge und Kupfergefäße -, Mark7/5Mark fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit
unreinen Händen? Mark7/6Mark Er aber sprach zu ihnen: Trefflich hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: `Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit
entfernt von mir. Mark7/7Mark Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren. Mark7/8Mark Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen
fest: Waschungen der Krüge und Becher, und vieles andere dergleichen Ähnliches tut ihr. Mark7/9Mark Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung
haltet. Mark7/10Mark Denn Mose hat gesagt: `Ehre deinen Vater und deine Mutter! und: `Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben. Mark7/11Mark Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater
oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - [sei das], was dir von mir zugute gekommen wäre, Mark7/12Mark laßt ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, Mark7/13Mark indem ihr
das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und Ähnliches dergleichen tut ihr viel.
Mark7/14Mark Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! Mark7/15Mark Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn eingeht, das
ihn verunreinigen kann, sondern was von dem Menschen ausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt.(Mark7/16Mark)
Mark7/17Mark Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. Mark7/18Mark Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift
ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen eingeht, ihn nicht verunreinigen kann? Mark7/19Mark Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den
Abort. [Damit] erklärte er alle Speisen für rein. Mark7/20Mark Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Mark7/21Mark Denn von innen aus dem Herzen der
Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Mark7/22Mark Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Torheit; Mark7/23Mark alle diese
bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.
Heilung der Tochter der Syro-Phönizierin.
Mt 15,21-28.
Mark7/24Mark Von dort aber brach er auf und ging weg in das Gebiet von Tyrus; und er trat in ein Haus und wollte, dass niemand es erfahre; und er konnte nicht verborgen sein. Mark7/25Mark Aber
sogleich hörte eine Frau von ihm, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte, kam und fiel nieder zu seinen Füßen; Mark7/26Mark die Frau aber war eine Griechin, eine Syro-Phönizierin von
Geburt; und sie bat ihn, dass er den Dämon von ihrer Tochter austreibe. Mark7/27Mark Und er sprach zu ihr: Laß zuerst die Kinder satt werden, denn es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu
nehmen und den Hunden hinzuwerfen. Mark7/28Mark Sie aber antwortete und spricht zu ihm: Ja, Herr; auch die Hunde essen unter dem Tisch von den Krumen der Kinder. Mark7/29Mark Und er sprach zu
ihr: Um dieses Wortes willen geh hin! Der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren. Mark7/30Mark Und sie ging weg in ihr Haus und fand das Kind auf dem Bett liegen und den Dämon ausgefahren.
Heilung eines Taubstummen
Mark7/31Mark Und er verließ das Gebiet von Tyrus und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Zehnstädtegebiet. Mark7/32Mark Und sie bringen einen Tauben zu ihm, der mit Mühe redete,
und bitten ihn, dass er ihm die Hand auflege. Mark7/33Mark Und er nahm ihn von der Volksmenge beiseite, legte seine Finger in seine Ohren und berührte mit Speichel seine Zunge; Mark7/34Mark und
er blickte zum Himmel, seufzte und spricht zu ihm: Ephata! Das ist: Werde aufgetan! Mark7/35Mark Und sogleich wurden seine Ohren aufgetan, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete
richtig. Mark7/36Mark Und er gebot ihnen, dass sie es niemand sagen sollten. Je mehr er es ihnen aber gebot, desto mehr machten sie es übermäßig kund; Mark7/37Mark und sie gerieten in höchstem
Maß außer sich und sprachen: Er hat alles wohlgemacht; er macht sowohl die Tauben hören als auch die Stummen reden.
Speisung der Viertausend.
Mt 15,32-39; vgl. Kap. 6,30-44; Mt 14,13-21; Lk 9,10-17; Joh 6,1-14.
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Mark8/1Mark Als in jenen Tagen wieder eine große Volksmenge da war und nichts zu essen hatte, rief er seine Jünger zu sich und spricht zu ihnen: Mark8/2Mark Ich bin innerlich bewegt über die
Volksmenge, denn schon drei Tage harren sie bei mir aus und haben nichts zu essen; Mark8/3Mark und wenn ich sie hungrig nach Hause entlasse, so werden sie auf dem Weg verschmachten; und einige
von ihnen sind von weither. Mark8/4Mark Und seine Jünger antworteten ihm: Woher wird jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen können? Mark8/5Mark Und er fragte sie: Wie viele Brote habt
ihr? Sie aber sagten: Sieben. Mark8/6Mark Und er gebietet der Volksmenge, sich auf der Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie den Jüngern, damit sie
vorlegten; und sie legten der Volksmenge vor. Mark8/7Mark Und sie hatten einige kleine Fische; und er segnete sie und ließ auch sie vorlegen. Mark8/8Mark Und sie aßen und wurden gesättigt; und
sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, sieben Körbe. Mark8/9Mark Es waren aber etwa viertausend; und er entließ sie.
Zeichenforderung - Warnung vor dem Sauerteig der Pharisäer und des Herodes.
Mt 16,1-12.
Mark8/10Mark Und er stieg sogleich mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von Dalmanutha. Mark8/11Mark Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, indem sie
von ihm ein Zeichen vom Himmel begehrten, um ihn zu versuchen. Mark8/12Mark Und er seufzte auf in seinem Geist und spricht: Was begehrt dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch:
Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden! Mark8/13Mark Und er ließ sie [stehen], stieg wieder in das Schiff und fuhr an das jenseitige Ufer.
Mark8/14Mark Und sie vergaßen, Brote mitzunehmen, und außer einem Brot hatten sie nichts bei sich auf dem Schiff. Mark8/15Mark Und er gebot ihnen und sprach: Sehet zu, hütet euch vor dem
Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes. Mark8/16Mark Und sie überlegten miteinander: Weil wir keine Brote haben. Mark8/17Mark Und er erkannte es und spricht zu ihnen: Was überlegt
ihr, weil ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht und versteht ihr nicht? Habt ihr euer Herz verhärtet? Mark8/18Mark Augen habt ihr und seht nicht? Und Ohren habt ihr und hört nicht? Und
erinnert ihr euch nicht, Mark8/19Mark als ich die fünf Brote unter die Fünftausend brach, wie viele Handkörbe voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sagen zu ihm: Zwölf. Mark8/20Mark Als [ich] die
sieben unter die Viertausend [brach], wieviele Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? Und sie sagen: Sieben. Mark8/21Mark Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr noch nicht?
Heilung eines Blinden.
vgl. Kap. 10,46-52; Mt 9,27-31; 20,29-34; Lk 18,35-43.
Mark8/22Mark Und sie kommen nach Bethsaida; und sie bringen ihm einen Blinden und bitten ihn, dass er ihn anrühre. Mark8/23Mark Und er faßte den Blinden bei der Hand und führte ihn aus dem Dorf
hinaus; und als er in seine Augen gespien [und] ihm die Hände aufgelegt hatte, fragte er ihn, ob er etwas sehe. Mark8/24Mark Und er blickte auf und sagte: Ich sehe die Menschen, denn ich sehe sie
wie Bäume umhergehen. Mark8/25Mark Dann legte er wieder die Hände auf seine Augen, und er sah deutlich, und er war wiederhergestellt und sah alles klar. Mark8/26Mark Und er schickte ihn nach
seinem Haus und sprach: Auch nicht ins Dorf sollst du gehen!
Das Bekenntnis des Petrus.
Mt 16,13-20; Lk 9,18-21.
Mark8/27Mark Und Jesus und seine Jünger gingen hinaus in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Was sagen die Menschen, wer ich bin?
Mark8/28Mark Sie aber antworteten ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elia; andere aber: einer der Propheten. Mark8/29Mark Und er fragte sie: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
Petrus aber antwortet und spricht zu ihm: Du bist der Christus. Mark8/30Mark Und er redete ihnen ernstlich zu, dass sie mit niemandem über ihn reden sollten.
Erste Leidensankündigung - Bedingungen der Nachfolge.
Mt 16,21-28; Lk 9,22-27.
Mark8/31Mark Und er fing an, sie zu lehren, dass der Sohn des Menschen vieles leiden und verworfen werden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und dass er getötet werden
und nach drei Tagen auferstehen müsse. Mark8/32Mark Und er redete das Wort mit Offenheit. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln. Mark8/33Mark Er aber wandte sich um und sah
seine Jünger und tadelte Petrus und sagte: Geh weg hinter mich, Satan! Denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist. Mark8/34Mark Und als er die Volksmenge samt
seinen Jüngern herzugerufen hatte, sprach er zu ihnen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach. Mark8/35Mark Denn wer sein Leben
erretten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es erretten. Mark8/36Mark Denn was nützt es einem Menschen, die ganze
Welt zu gewinnen und sein Leben einzubüßen? Mark8/37Mark Denn was könnte ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Mark8/38Mark Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem
ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.
\9\
Mark9/1Mark Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen
sehen.
Die Verklärung Jesu.
Mt 17,1-13; Lk 9,28-36; 2Petr 1,16-18.
Mark9/2Mark Und nach sechs Tagen nimmt Jesus Petrus und Jakobus und Johannes mit und führt sie für sich allein auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen umgestaltet; Mark9/3Mark und seine
Kleider wurden glänzend, sehr weiß, so wie kein Walker auf der Erde weiß machen kann. Mark9/4Mark Und es erschien ihnen Elia mit Mose, und sie unterredeten sich mit Jesus. Mark9/5Mark Und Petrus
begann und sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind; und wir wollen drei Hütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine. Mark9/6Mark Er wußte nämlich nicht, was er sagen sollte,
denn sie waren voll Furcht. Mark9/7Mark Und es kam eine Wolke, die sie überschattete; und eine Stimme kam aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört! Mark9/8Mark Und plötzlich, als
sie sich umblickten, sahen sie niemand mehr bei sich außer Jesus allein.
Mark9/9Mark Und als sie von dem Berg herabstiegen, gebot er ihnen, dass sie niemand erzählen sollten, was sie gesehen hatten, ehe nicht der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden sei.
Mark9/10Mark Und sie hielten das Wort fest und besprachen sich untereinander: Was ist das: aus den Toten auferstehen? Mark9/11Mark Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die
Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen müsse? Mark9/12Mark Er aber sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuerst und stellt alle Dinge wieder her. Und wie steht über den Sohn des Menschen
geschrieben? Dass er vieles leiden und für nichts geachtet werden soll. Mark9/13Mark Aber ich sage euch: Auch Elia ist gekommen, und sie haben ihm getan, was sie wollten, so wie über ihn
geschrieben steht.
Heilung eines Fallsüchtigen.
Mt 17,14-21; Lk 9,37-43.
Mark9/14Mark Und als er zu den Jüngern kam, sah er eine große Volksmenge um sie her und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. Mark9/15Mark Und sobald die ganze Volksmenge ihn sah, erstaunte
sie sehr; und sie liefen herbei und begrüßten ihn. Mark9/16Mark Und er fragte sie: Worüber streitet ihr mit ihnen? Mark9/17Mark Und einer aus der Volksmenge antwortete ihm: Lehrer, ich habe
meinen Sohn zu dir gebracht, der einen stummen Geist hat; Mark9/18Mark und wo er ihn auch ergreift, zerrt er ihn zu Boden, und er schäumt und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich sagte
deinen Jüngern, dass sie ihn austreiben möchten, und sie konnten es nicht. Mark9/19Mark Er aber antwortete ihnen und spricht: O ungläubiges Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann
soll ich euch ertragen? Bringt ihn zu mir! Mark9/20Mark Und sie brachten ihn zu ihm. Und als der Geist ihn sah, zerrte er ihn sogleich; und er fiel zur Erde, wälzte sich und schäumte.
Mark9/21Mark Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist es her, dass ihm dies geschehen ist? Er aber sagte: Von Kindheit an; Mark9/22Mark und oft hat er ihn bald ins Feuer, bald ins Wasser
geworfen, um ihn umzubringen, aber wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns! Mark9/23Mark Jesus aber sprach zu ihm: `Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich.
Mark9/24Mark Sogleich schrie der Vater des Kindes und sagte: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben! Mark9/25Mark Als aber Jesus sah, dass eine Volksmenge zusammenläuft, bedrohte er den unreinen Geist
und sprach zu ihm: Du stummer und tauber Geist, ich gebiete dir: fahre von ihm aus, und fahre nicht mehr in ihn hinein! Mark9/26Mark Und er schrie und zerrte [ihn] heftig und fuhr aus; und er
wurde wie tot, so dass die meisten sagten: Er ist gestorben. Mark9/27Mark Jesus aber nahm ihn bei der Hand, richtete ihn auf, und er stand auf.
Mark9/28Mark Und als er in ein Haus gegangen war, fragten ihn seine Jünger allein: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? Mark9/29Mark Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts
ausfahren als nur durch Gebet.
Zweite Leidensankündigung.
Mt 17,22.23; Lk 9,43-45.
Mark9/30Mark Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa; und er wollte nicht, dass es jemand erfuhr. Mark9/31Mark Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen
wird überliefert in der Menschen Hände, und sie werden ihn töten; und nachdem er getötet worden ist, wird er nach drei Tagen auferstehen. Mark9/32Mark Sie aber verstanden die Rede nicht und
fürchteten sich, ihn zu fragen.
Maßstäbe für wahre Größe und den Dienst im Reich Gottes.
Mt 18,1-5; Lk 9,46-48.
Mark9/33Mark Und sie kamen nach Kapernaum, und als er im Hause war, fragte er sie: Was habt ihr unterwegs besprochen? Mark9/34Mark Sie aber schwiegen; denn sie hatten sich auf dem Weg
untereinander besprochen, wer der Größte sei. Mark9/35Mark Und er setzte sich, rief die Zwölf, und er spricht zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, soll er der Letzte von allen und aller
Diener sein. Mark9/36Mark Und er nahm ein Kind und stellte es in ihre Mitte; und er nahm es in seine Arme und sprach zu ihnen: Mark9/37Mark Wer eins von solchen Kindern aufnehmen wird in meinem
Namen, nimmt mich auf; und wer mich aufnehmen wird, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
Lk 9,49.50.
Mark9/38Mark Johannes sagte zu ihm: Lehrer, wir sahen jemand, der uns nicht nachfolgt, Dämonen austreiben in deinem Namen; und wir wehrten ihm, weil er uns nicht nachfolgt. Mark9/39Mark Jesus
aber sprach: Wehrt ihm nicht, denn es ist niemand, der ein Wunder in meinem Namen tun und bald darauf schlecht von mir reden kann. Mark9/40Mark Denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns.
Mark9/41Mark Denn wer euch einen Becher Wasser zu trinken geben wird in [meinem] Namen, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: er wird seinen Lohn nicht verlieren.
Warnung vor Verführung zur Sünde.
Mt 18,6-10.
Mark9/42Mark Und wer einem der Kleinen, die glauben, Anlaß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde. Mark9/43Mark Und wenn
deine Hand dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche
Feuer.(Mark9/44Mark) Mark9/45Mark Und wenn dein Fuß dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau ihn ab (Bitte nicht deinen Fuß abhauen!). Es ist besser für dich, lahm in das Leben einzugehen, als mit zwei
Füßen in die Hölle geworfen zu werden.(Mark9/46Mark) Mark9/47Mark Und wenn dein Auge dir Anlaß zur Sünde gibt, so wirf es weg. Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes einzugehen, als
mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden, Mark9/48Mark `wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. Mark9/49Mark Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.
Mark9/50Mark Das Salz ist gut; wenn aber das Salz salzlos geworden ist, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch selbst, und haltet Frieden untereinander!
Ehe und Ehescheidung.
Mt 19,1-12.
\10\
Mark10/1Mark Und er brach von dort auf und kommt in das Gebiet von Judäa und jenseits des Jordan. Und wieder kommen Volksmengen bei ihm zusammen, und wie er gewohnt war, lehrte er sie wieder.
Mark10/2Mark Und es traten Pharisäer zu [ihm] und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, [seine] Frau zu entlassen? Mark10/3Mark Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was
hat euch Mose geboten? Mark10/4Mark Sie aber sagten: Mose hat gestattet, einen Scheidebrief zu schreiben und zu entlassen. Mark10/5Mark Jesus aber sprach zu ihnen: Wegen eurer Herzenshärtigkeit
hat er euch dieses Gebot geschrieben; Mark10/6Mark von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie als Mann und Weib geschaffen. Mark10/7Mark `Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter
verlassen, Mark10/8Mark und die zwei werden ein Fleisch sein; daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Mark10/9Mark Was nun Gott zusammengefügt hat, soll ein Mensch nicht scheiden.
Mark10/10Mark Und im Hause befragten ihn die Jünger deswegen noch einmal; Mark10/11Mark und er spricht zu ihnen: Wer seine Frau entläßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegen sie.
Mark10/12Mark Und wenn sie ihren Mann entläßt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch.
Jesus und die Kinder.
Mt 19,13-15; Lk 18,15-17.
Mark10/13Mark Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren sie an. Mark10/14Mark Als aber Jesus es sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kinder zu
mir kommen! Wehrt ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. Mark10/15Mark Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht aufnimmt wie ein Kind, wird dort nicht hineinkommen.
Mark10/16Mark Und er nahm sie auf seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.
Frage eines Reichen nach dem ewigen Leben.
Mt 19,16-30; Lk 18,18-30.
Mark10/17Mark Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herbei, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe? Mark10/18Mark Jesus aber
sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. Mark10/19Mark Die Gebote weißt du: `Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du
sollst nicht falsches Zeugnis reden; du sollst nichts vorenthalten; ehre deinen Vater und deine Mutter! Mark10/20Mark Er aber sagte zu ihm: Lehrer, dies alles habe ich befolgt von meiner Jugend
an. Mark10/21Mark Jesus aber blickte ihn an, gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eins fehlt dir; geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel
haben, und komm, folge mir nach! Mark10/22Mark Er aber ging, entsetzt über das Wort, traurig weg, denn er hatte viele Güter. Mark10/23Mark Und Jesus blickte umher und spricht zu seinen Jüngern:
Wie schwer werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes hineinkommen! Mark10/24Mark Die Jünger aber erschraken über seine Worte. Jesus aber antwortete wieder und spricht zu ihnen: Kinder,
wie schwer ist es, in das Reich Gottes hineinzukommen! Mark10/25Mark Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Öhr der Nadel geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.
Mark10/26Mark Sie aber gerieten ganz außer sich und sprachen zueinander: Und wer kann [dann] errettet werden? Mark10/27Mark Jesus aber sah sie an und spricht: Bei Menschen ist es unmöglich, aber
nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich. Mark10/28Mark Petrus begann und sagte zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Mark10/29Mark Jesus sprach:
Wahrlich, ich sage euch: Da ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen,
Mark10/30Mark der nicht hundertfach empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.
Mark10/31Mark Aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein.
Dritte Leidensankündigung.
Mt 20,17-19; Lk 18,31-34.
Mark10/32Mark Sie waren aber auf dem Weg und gingen hinauf nach Jerusalem, und Jesus ging vor ihnen her; und sie erschraken. Die ihm aber nachfolgten, fürchteten sich. Und er nahm wieder die
Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm widerfahren sollte: Mark10/33Mark Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und den
Schriftgelehrten überliefert werden; und sie werden ihn zum Tod verurteilen und werden ihn den Nationen überliefern; Mark10/34Mark und sie werden ihn verspotten und ihn anspeien und ihn geißeln
und töten; und nach drei Tagen wird er auferstehen.
Wahre Größe im Reich Gottes.
Mt 20,20-28.
Mark10/35Mark Und es treten zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sagen zu ihm: Lehrer, wir wollen, dass du uns tust, um was wir dich bitten werden. Mark10/36Mark Er aber
sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll? Mark10/37Mark Sie aber sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen in deiner Herrlichkeit.
Mark10/38Mark Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wißt nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?
Mark10/39Mark Sie aber sprachen zu ihm: Wir können es. Jesus aber sprach zu ihnen: Den Kelch, den ich trinke, werdet ihr trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft
werden; Mark10/40Mark aber das Sitzen zu meiner Rechten oder Linken zu vergeben, steht nicht bei mir, sondern [ist für die], denen es bereitet ist. Mark10/41Mark Und als die Zehn es hörten,
fingen sie an, unwillig zu werden über Jakobus und Johannes. Mark10/42Mark Und Jesus rief sie zu sich und spricht zu ihnen: Ihr wißt, dass die, welche als Regenten der Nationen gelten, sie
beherrschen und ihre Großen Gewalt gegen sie üben. Mark10/43Mark So aber ist es nicht unter euch; sondern wer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein; Mark10/44Mark und wer von euch
der Erste sein will, soll aller Sklave sein. Mark10/45Mark Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für
viele.
Heilung des blinden Bartimäus.
Mt 20,29-34; Lk 18,35-43; vgl. Kap. 8,22-26; Mt 9,27-31.
Mark10/46Mark Und sie kommen nach Jericho. Und als er und seine Jünger und eine große Volksmenge aus Jericho hinausgingen, saß der Sohn des Timäus, Bartimäus, ein blinder Bettler, am Weg.
Mark10/47Mark Und als er hörte, dass es Jesus, der Nazarener, sei, fing er an zu schreien und zu sagen: Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meiner! Mark10/48Mark Und viele bedrohten ihn, dass er
schweigen sollte; er aber schrie um so mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner! Mark10/49Mark Und Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn! Und sie rufen den Blinden und sagen zu ihm: Sei guten
Mutes! Steh auf, er ruft dich! Mark10/50Mark Er aber warf sein Gewand ab, sprang auf und kam zu Jesus. Mark10/51Mark Und Jesus begann und spricht zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der
Blinde aber sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde. Mark10/52Mark Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dich geheilt! Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm auf dem Weg
nach.
Einzug in Jerusalem.
Mt 21,1-11; Lk 19,28-44; Joh 12,12-19.
\11\
Mark11/1Mark Und als sie sich Jerusalem, Bethphage und Bethanien gegen den Ölberg hin nähern, sendet er zwei seiner Jünger Mark11/2Mark und spricht zu ihnen: Geht in das Dorf, das euch
gegenüberliegt; und sogleich, wenn ihr dort hineinkommt, werdet ihr ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es her! Mark11/3Mark Und wenn
jemand zu euch sagt: Warum tut ihr dies? so sagt: Der Herr braucht es und sendet es gleich wieder hierher. Mark11/4Mark Und sie gingen hin und fanden ein Fohlen angebunden an der Tür draußen auf
dem Weg, und sie binden es los. Mark11/5Mark Und einige von denen, die dort standen, sagten zu ihnen: Was tut ihr, dass ihr das Fohlen losbindet? Mark11/6Mark Sie aber sprachen zu ihnen, wie
Jesus gesagt hatte. Und sie ließen sie [gewähren]. Mark11/7Mark Und sie führten das Fohlen zu Jesus und legten ihm ihre Kleider auf, und er setzte sich darauf. Mark11/8Mark Und viele breiteten
ihre Kleider auf dem Weg aus, andere aber Zweige, die sie auf den Feldern abschnitten; Mark11/9Mark und die Vorangehenden und die Nachfolgenden riefen: Hosanna! Gepriesen [sei], der da kommt im
Namen des Herrn! Mark11/10Mark Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David! Hosanna in der Höhe! Mark11/11Mark Und er zog in Jerusalem ein, in den Tempel. Und als er über alles
umhergeblickt hatte, ging er, da es schon spät an der Zeit war, mit den Zwölfen nach Bethanien hinaus.
Verfluchung des Feigenbaumes.
Mt 21,18.19.
Mark11/12Mark Und als sie am folgenden Tag von Bethanien weggegangen waren, hungerte ihn. Mark11/13Mark Und er sah von weitem einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und er ging hin, ob er wohl
etwas an ihm fände, und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen. Mark11/14Mark Und er begann und sprach zu ihm: Nimmermehr in Ewigkeit soll jemand
Frucht von dir essen! Und seine Jünger hörten es.
Tempelreinigung.
Mt 21,12-17; Lk 19,45-48; vgl. Joh 2,13-17.
Mark11/15Mark Und sie kommen nach Jerusalem. Und er trat in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Sitze der
Taubenverkäufer stieß er um. Mark11/16Mark Und er erlaubte nicht, dass jemand ein Gerät durch den Tempel trug. Mark11/17Mark Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: `Mein Haus
wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen? Ihr aber habt es zu einer `Räuberhöhle gemacht. Mark11/18Mark Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten es und suchten, wie sie ihn
umbringen könnten; sie fürchteten ihn nämlich, denn die ganze Volksmenge geriet außer sich über seine Lehre. Mark11/19Mark Und wenn es Abend wurde, gingen sie zur Stadt hinaus.
Das Gebet im Glauben und in Vergebungsbereitschaft.
Mt 21,20-22.
Mark11/20Mark Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. Mark11/21Mark Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum,
den du verflucht hast, ist verdorrt. Mark11/22Mark Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Mark11/23Mark Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich
empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Mark11/24Mark Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch
betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Mark11/25Mark Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der
in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe. (Mark11/26Mark)
Die Frage nach der Vollmacht Jesu.
Mt 21,23-27; Lk 20,1-8.
Mark11/27Mark Und sie kommen wieder nach Jerusalem. Und als er in dem Tempel umherging, kommen die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm Mark11/28Mark und sagen zu ihm:
In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Oder wer hat dir diese Vollmacht gegeben, dass du diese Dinge tust? Mark11/29Mark Jesus aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein Wort fragen. Antwortet
mir! Und ich werde euch sagen, in welcher Vollmacht ich diese Dinge tue: Mark11/30Mark War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir! Mark11/31Mark Und sie überlegten
miteinander und sprachen: Wenn wir sagen: vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt? Mark11/32Mark Sollen wir aber sagen: von Menschen? Sie fürchteten das Volk. Denn
alle meinten, dass Johannes wirklich ein Prophet sei. Mark11/33Mark Und sie antworten und sagen zu Jesus: Wir wissen es nicht. Und Jesus spricht zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher
Vollmacht ich diese Dinge tue.
Gleichnis von den Weingärtnern.
Mt 21,33-46; Lk 20,9-19.
\12\
Mark12/1Mark Und er fing an, in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und setzte einen Zaun darum und grub einen Keltertrog und baute einen Turm; und er verpachtete
ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. Mark12/2Mark Und er sandte zur bestimmten Zeit zu den Weingärtnern einen Knecht, um von den Weingärtnern von der Frucht des Weinbergs zu empfangen.
Mark12/3Mark Sie aber nahmen ihn, schlugen ihn und sandten ihn leer fort. Mark12/4Mark Und wieder sandte er einen anderen Knecht zu ihnen; und den verwundeten sie am Kopf und beschimpften ihn.
Mark12/5Mark Und er sandte einen anderen, und den töteten sie; und viele andere; die einen schlugen sie, die anderen töteten sie. Mark12/6Mark Noch einen hatte er, einen geliebten Sohn, den
sandte er als letzten zu ihnen, indem er sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Mark12/7Mark Jene Weingärtner aber sprachen zueinander: Dies ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn töten, und
das Erbe wird unser sein. Mark12/8Mark Und sie nahmen und töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus. Mark12/9Mark Was wird der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner
umbringen und den Weinberg anderen geben. Mark12/10Mark Habt ihr nicht auch diese Schrift gelesen: `Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden; Mark12/11Mark vom
Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen? Mark12/12Mark Und sie suchten ihn zu greifen und fürchteten die Volksmenge; denn sie erkannten, dass er das Gleichnis auf
sie hin gesprochen hatte. Und sie ließen ihn und gingen davon.
Die Frage nach der Steuer.
Mt 22,15-22; Lk 20,20-26.
Mark12/13Mark Und sie senden einige der Pharisäer und der Herodianer zu ihm, um ihn in der Rede zu fangen. Mark12/14Mark Und sie kommen und sagen zu ihm: Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig
bist und dich um niemand kümmerst; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen, sondern lehrst den Weg Gottes in Wahrheit. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht? Sollen wir
sie geben oder nicht geben? Mark12/15Mark Da er aber ihre Heuchelei kannte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich? Bringt mir einen Denar, damit ich ihn sehe. Mark12/16Mark Sie aber brachten
ihn. Und er spricht zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift? Sie aber sagten zu ihm: Des Kaisers. Mark12/17Mark Jesus aber sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und
Gott, was Gottes ist. Und sie verwunderten sich über ihn.
Die Frage nach der Auferstehung.
Mt 22,23-33; Lk 20,27-40.
Mark12/18Mark Und es kommen Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung; und sie fragten ihn und sprachen: Mark12/19Mark Lehrer, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder stirbt
und läßt eine Frau zurück und hinterläßt keine Kinder, dass sein Bruder seine Frau nehme und seinem Bruder Nachkommenschaft erwecke. Mark12/20Mark Es waren sieben Brüder. Und der erste nahm eine
Frau; und als er starb, hinterließ er keine Nachkommenschaft; Mark12/21Mark und der zweite nahm sie und starb und ließ keine Nachkommenschaft zurück; und der dritte ebenso. Mark12/22Mark Und die
sieben hinterließen keine Nachkommenschaft. Am letzten von allen starb auch die Frau. Mark12/23Mark Wessen Frau von allen wird sie in der Auferstehung sein, wenn sie auferstehen werden? Denn die
sieben haben sie zur Frau gehabt. Mark12/24Mark Jesus sprach zu ihnen: Irrt ihr nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt und nicht die Kraft Gottes? Mark12/25Mark Denn wenn sie aus den
Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln. Mark12/26Mark Was aber die Toten betrifft, dass sie auferweckt werden: Habt ihr
nicht im Buch Moses gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm redete und sprach: `Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Mark12/27Mark Er ist nicht der Gott von Toten,
sondern von Lebenden. Ihr irrt sehr.
Die Frage nach dem ersten Gebot.
Mt 22,34-40; vgl. Lk 10,25-28.
Mark12/28Mark Und einer der Schriftgelehrten, der gehört hatte, wie sie miteinander stritten, trat hinzu, und da er wußte, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches Gebot ist
das erste von allen? Mark12/29Mark Jesus antwortete ihm: Das erste ist: `Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist allein Herr; Mark12/30Mark und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem
ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft. Mark12/31Mark Das zweite ist dies: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Größer
als diese ist kein anderes Gebot. Mark12/32Mark Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn er ist einer, und es ist kein anderer außer ihm;
Mark12/33Mark und ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist viel mehr als alle
Brandopfer und Schlachtopfer. Mark12/34Mark Und als Jesus sah, dass er verständig geantwortet hatte, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und es wagte niemand mehr, ihn zu
befragen.
Die Frage nach dem Christus.
Mt 22,41-46; Lk 20,41-44.
Mark12/35Mark Und Jesus begann und sprach, als er im Tempel lehrte: Wie sagen die Schriftgelehrten, dass der Christus Davids Sohn sei? Mark12/36Mark David selbst hat im Heiligen Geist gesagt:
`Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege. Mark12/37Mark David selbst nennt ihn Herr. Und woher ist er sein Sohn? Und die große
Volksmenge hörte ihn gern.
Warnung vor den Schriftgelehrten.
Mt 23,5-7; Lk 20,45-47.
Mark12/38Mark Und er sprach in seiner Lehre: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in langen Gewändern einhergehen wollen und die Begrüßungen auf den Märkten Mark12/39Mark und die ersten Sitze
in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Gastmählern [lieben]; Mark12/40Mark die die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete halten. Sie werden ein schwereres Gericht
empfangen.
Die Gabe der armen Witwe.
Lk 21,1-4.
Mark12/41Mark Und er setzte sich dem Schatzkasten gegenüber und sah, wie die Volksmenge Geld in den Schatzkasten einlegte; und viele Reiche legten viel ein. Mark12/42Mark Und eine arme Witwe kam
und legte zwei Scherflein ein, das ist ein Pfennig. Mark12/43Mark Und er rief seine Jünger herbei und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle, die
in den Schatzkasten eingelegt haben. Mark12/44Mark Denn alle haben von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat aus ihrem Mangel alles, was sie hatte, eingelegt, ihren ganzen
Lebensunterhalt.
Endzeitrede: Tempelzerstörung und Drangsale der Endzeit.
Mt 24,1-14; Lk 21,5-19.
\13\
Mark13/1Mark Und als er aus dem Tempel heraustrat, sagt einer seiner Jünger zu ihm: Lehrer, sieh, was für Steine und was für Gebäude! Mark13/2Mark Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen
Gebäude? Es wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. Mark13/3Mark Und als er auf dem Ölberg dem Tempel gegenübersaß, fragten ihn Petrus und Jakobus
und Johannes und Andreas für sich allein: Mark13/4Mark Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen, wann dies alles vollendet werden soll? Mark13/5Mark Jesus aber begann zu ihnen zu
sprechen: Seht zu, dass euch niemand verführe! Mark13/6Mark Viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's! Und sie werden viele verführen. Mark13/7Mark Wenn ihr aber von Kriegen und
Kriegsgerüchten hören werdet, so erschreckt nicht! Es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Mark13/8Mark Denn es wird sich Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erheben;
und es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten, und es werden Hungersnöte sein. Dies ist der Anfang der Wehen.
Mt 10,17-22.
Mark13/9Mark Ihr aber, seht auf euch selbst, euch werden sie an Gerichte überliefern, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden, und ihr werdet vor Statthalter und Könige gestellt werden
um meinetwillen, ihnen zu einem Zeugnis; Mark13/10Mark und allen Nationen muß zuvor das Evangelium gepredigt werden. Mark13/11Mark Und wenn sie euch hinführen, um euch zu überliefern, so sorgt
euch vorher nicht, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet! Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Heilige Geist. Mark13/12Mark Und es wird der Bruder
den Bruder zum Tod überliefern, und der Vater das Kind; und Kinder werden sich gegen Eltern erheben und sie zu Tode bringen. Mark13/13Mark Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens
willen; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden.
Mt 24,15-25; Lk 21,20-23.
Mark13/14Mark Wenn ihr aber den Greuel der Verwüstung stehen seht, wo er nicht sollte - wer es liest, merke auf! -, dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen, Mark13/15Mark wer auf dem Dach
ist, soll nicht hinabsteigen und nicht hineingehen, um etwas aus seinem Haus zu holen; Mark13/16Mark und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen. Mark13/17Mark
Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Mark13/18Mark Betet aber, dass es nicht im Winter geschehe! Mark13/19Mark Denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie sie von Anfang
der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, bis jetzt nicht gewesen ist und nicht sein wird. Mark13/20Mark Und wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte, würde kein Fleisch gerettet werden; aber um
der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt. Mark13/21Mark Und wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus! Siehe dort! so glaubt nicht! Mark13/22Mark
Es werden aber falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen. Mark13/23Mark Ihr aber, seht zu! Siehe, ich habe
euch alles vorhergesagt.
Endzeitrede: Ankunft des Menschensohnes.
Mt 24,29-31; Lk 21,25-28.
Mark13/24Mark Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben; Mark13/25Mark und die Sterne werden vom Himmel herabfallen, und
die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden. Mark13/26Mark Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit. Mark13/27Mark Und dann wird
er die Engel aussenden und seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Endzeitrede: Ermahnung zur Wachsamkeit.
Mt 24,32-44; Lk 21,29-36.
Mark13/28Mark Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. Mark13/29Mark So sollt
auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, erkennen, dass es nahe vor der Tür ist. Mark13/30Mark (Ab 12. 11. 2024) Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles dies
geschehen ist. Mark13/31Mark Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen. Mark13/32Mark Von jenem Tag aber oder der Stunde weiß niemand, weder die Engel im
Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater. Mark13/33Mark Seht zu, wacht! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit ist. Mark13/34Mark Wie ein Mensch, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und
seinen Knechten die Vollmacht gab, einem jeden sein Werk, und dem Türhüter einschärfte, dass er wache, Mark13/35Mark so wacht nun! Denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob des
Abends oder um Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder frühmorgens, Mark13/36Mark damit er nicht, wenn er plötzlich (und unvermutet) kommt, euch schlafend finde. Mark13/37Mark Was ich aber euch
sage, sage ich allen: Wacht!
Anschlag der Hohenpriester.
Mt 26,1-5; Lk 22,1.2.
\14\
Mark14/1Mark Es war aber nach zwei Tagen das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List greifen und töten könnten;
Mark14/2Mark denn sie sagten: Nicht an dem Fest, damit nicht etwa ein Aufruhr des Volkes entsteht.
Salbung Jesu in Bethanien.
Mt 26,6-13; Joh 12,1-8.
Mark14/3Mark Und als er in Bethanien war, in dem Hause Simons des Aussätzigen, kam, während er zu Tisch lag, eine Frau, die ein Alabasterfläschchen mit Salböl von echter, kostbarer Narde hatte;
sie zerbrach das Fläschchen und goß es aus auf sein Haupt. Mark14/4Mark Es waren aber einige bei sich selbst unwillig: Wozu ist diese Verschwendung des Salböls geschehen? Mark14/5Mark Denn dieses
Salböl hätte für mehr als dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben werden können. Und sie fuhren sie an. Mark14/6Mark Jesus aber sprach: Laßt sie! Was macht ihr ihr Mühe? Sie hat ein
gutes Werk an mir getan; Mark14/7Mark denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen wohltun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Mark14/8Mark Sie hat getan, was
sie konnte; sie hat im voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt. Mark14/9Mark Aber wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem, was sie
getan hat, geredet werden zu ihrem Gedächtnis.
Verrat des Judas.
Mt 26,14-16; Lk 22,3-6.
Mark14/10Mark Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging zu den Hohenpriestern hin, um ihn an sie zu überliefern. Mark14/11Mark Sie aber freuten sich, als sie es hörten, und versprachen, ihm
Geld zu geben; und er suchte, wie er ihn zu gelegener Zeit überliefern könnte.
Vorbereitung des Passahmahles.
Mt 26,17-19; Lk 22,7-13.
Mark14/12Mark Und am ersten Tag der ungesäuerten Brote, als man das Passah schlachtete, sagen seine Jünger zu ihm: Wohin willst du, dass wir gehen und bereiten, damit du das Passah essen kannst?
Mark14/13Mark Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm! Mark14/14Mark Und wo er
hineingeht, sprecht zu dem Hausherrn: Der Lehrer sagt: Wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann? Mark14/15Mark Und er wird euch einen großen Obersaal zeigen, mit
Polstern belegt und fertig; und dort bereitet es für uns. Mark14/16Mark Und die Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das
Passah.
Bezeichnung des Verräters.
Mt 26,20-25; Lk 22,14.21-23; Joh 13,18-30.
Mark14/17Mark Und als es Abend geworden war, kommt er mit den Zwölfen. Mark14/18Mark Und während sie zu Tisch lagen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich
überliefern, der, welcher mit mir ißt. Mark14/19Mark Sie fingen an, betrübt zu werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen: Doch nicht ich? Mark14/20Mark Er aber sprach zu ihnen: Einer von
den Zwölfen, der mit mir [das Brot] in die Schüssel eintaucht. Mark14/21Mark Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht. Wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn
des Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut, wenn er nicht geboren wäre.
Einsetzung des Herrenmahles.
Mt 26,26-30; Lk 22,15-20; 1Kor 11,23-25.
Mark14/22Mark Und während sie aßen, nahm er Brot, segnete, brach und gab es ihnen und sprach: Nehmt, dies ist mein Leib! Mark14/23Mark Und er nahm einen Kelch, dankte und gab ihnen [den]; und sie
tranken alle daraus. Mark14/24Mark Und er sprach zu ihnen: Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Mark14/25Mark Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr von dem Gewächs
des Weinstocks trinken werde bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im Reich Gottes. Mark14/26Mark Und als sie ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg.
Ankündigung der Verleugnung durch Petrus.
Mt 26,31-35; Lk 22,31-34; Joh 13,36-38.
Mark14/27Mark Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: `Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden. Mark14/28Mark Nachdem ich
aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. Mark14/29Mark Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. Mark14/30Mark Und Jesus spricht zu
ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. Mark14/31Mark Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müßte,
werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.
Gethsemane.
Mt 26,36-46; Lk 22,39-46.
Mark14/32Mark Und sie kommen an ein Gut mit Namen Gethsemane, und er spricht zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, bis ich gebetet habe! Mark14/33Mark Und er nimmt den Petrus und Jakobus und
Johannes mit sich und fing an, sehr bestürzt und geängstigt zu werden. Mark14/34Mark Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht! Mark14/35Mark Und
er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde; und er betete, dass, wenn es möglich sei, die Stunde an ihm vorübergehe. Mark14/36Mark Und er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm
diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst! Mark14/37Mark Und er kommt und findet sie schlafend, und er spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Konntest du nicht
eine Stunde wachen? Mark14/38Mark Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. Mark14/39Mark Und er ging wieder weg, betete und
sprach dasselbe Wort. Mark14/40Mark Und als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn ihre Augen waren beschwert; und sie wußten nicht, was sie ihm antworten sollten. Mark14/41Mark Und er
kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen: So schlaft denn fort und ruht aus! Es ist genug; die Stunde ist gekommen, siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert.
Mark14/42Mark Steht auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich überliefert, ist nahe.
Gefangennahme.
Mt 26,47-56; Lk 22,47-53; Joh 18,2-12.
Mark14/43Mark Und sogleich, während er noch redet, kommt Judas, einer der Zwölf, heran und mit ihm eine große Menge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und
den Ältesten. Mark14/44Mark Der ihn überlieferte, hatte ihnen aber ein Zeichen gegeben und gesagt: Wen ich küssen werde, der ist es. Den greift, und führt ihn sicher fort! Mark14/45Mark Und als
er kam, trat er sogleich zu ihm und spricht: Rabbi! und küßte ihn. Mark14/46Mark Sie aber legten ihre Hände an ihn und ergriffen ihn. Mark14/47Mark Einer der Dabeistehenden aber zog das Schwert,
schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. Mark14/48Mark Und Jesus begann und sprach zu ihnen: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber, mit Schwertern und Stöcken, mich zu
fangen? Mark14/49Mark Täglich war ich bei euch, lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen; - aber damit die Schriften erfüllt werden! Mark14/50Mark Und es verließen ihn alle und flohen.
Mark14/51Mark Und ein junger Mann, der ein Leinen[hemd] um den bloßen [Leib] geworfen hatte, folgte ihm, und sie ergriffen ihn. Mark14/52Mark Er aber ließ das Leinen[hemd] fahren und floh
nackt.
Vor dem Hohen Rat.
Mt 26,57-68; Lk 22,54.55.63-71; Joh 18,13.14.19-24.
Mark14/53Mark Und sie führten Jesus weg zum Hohenpriester; und alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten versammeln sich. Mark14/54Mark Und Petrus folgte ihm von fern bis hinein in den
Hof des Hohenpriesters; und er saß mit bei den Dienern und wärmte sich am Feuer.
Mark14/55Mark Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; und sie fanden keins. Mark14/56Mark Denn viele legten falsches Zeugnis gegen
ihn ab, und die Zeugnisse waren nicht übereinstimmend. Mark14/58Mark Und einige standen auf, legten gegen ihn falsches Zeugnis ab und sprachen: Mark14/58Mark Wir hörten ihn sagen: Ich werde
diesen Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in drei Tagen werde ich einen anderen aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Mark14/59Mark Und auch so war ihr Zeugnis nicht
übereinstimmend. Mark14/60Mark Und der Hohepriester stand auf, [trat] in die Mitte und fragte Jesus und sprach: Antwortest du nichts? Was zeugen diese gegen dich? Mark14/61Mark Er aber schwieg
und antwortete nichts. Wieder fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten? Mark14/62Mark Jesus aber sprach: Ich bin es! Und ihr werdet den Sohn
des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels. Mark14/63Mark Der Hohepriester aber zerriß seine Kleider und spricht: Was brauchen wir noch Zeugen?
Mark14/64Mark Ihr habt die Lästerung gehört. Was meint ihr? Sie verurteilten ihn aber alle, dass er des Todes schuldig sei. Mark14/65Mark Und einige fingen an, ihn anzuspeien und sein Angesicht
zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! Und die Diener schlugen ihn ins Gesicht.
Verleugnung durch Petrus.
Mt 26,69-75; Lk 22,56-62; Joh 18,15-18.25-27.
Mark14/66Mark Und als Petrus unten im Hof war, kommt eine von den Mägden des Hohenpriesters, Mark14/67Mark und als sie den Petrus sich wärmen sah, blickte sie ihn an und spricht: Auch du warst
mit dem Nazarener Jesus. Mark14/68Mark Er aber leugnete und sprach: Ich weiß nicht, verstehe auch nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof. Mark14/69Mark Und als die Magd ihn sah,
fing sie wieder an, zu den Dabeistehenden zu sagen: Dieser ist einer von ihnen. Mark14/70Mark Er aber leugnete wieder. Und kurz nachher sagten wieder die Dabeistehenden zu Petrus: Wahrhaftig, du
bist einer von ihnen, denn du bist auch ein Galiläer. Mark14/71Mark Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet. Mark14/72Mark Und
sogleich krähte zum zweiten Mal der Hahn. Und Petrus gedachte des Wortes, wie Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu
weinen.
Anklage vor Pilatus.
Mt 27,1.2.11-14; Lk 22,66-71; 23,1-5; Joh 18,28-38.
\15\
Mark15/1Mark Und am frühen Morgen faßten die Hohenpriester mit den Ältesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Hohen Rat sogleich einen Beschluß, und sie banden Jesus und führten ihn weg und
überlieferten ihn dem Pilatus. Mark15/2Mark Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete und spricht zu ihm: Du sagst es. Mark15/3Mark Und die Hohenpriester klagten ihn
vieler Dinge an. Mark15/4Mark Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie vieles sie gegen dich vorbringen! Mark15/5Mark Jesus aber antwortete gar nichts mehr, so
dass Pilatus sich wunderte.
Freilassung für Barabbas - Todesurteil für Jesus.
Mt 27,15-26; Lk 23,13-25; Joh 18,39.40; 19,1.16.
Mark15/6Mark Zum Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen loszugeben, wen sie sich erbaten. Mark15/7Mark Es war aber einer, genannt Barabbas, mit den Aufrührern gefangen, die in dem Aufstand
einen Mord begangen hatten. Mark15/8Mark Und die Volksmenge ging hinauf und fing an zu bitten, [dass er tue], wie er ihnen bisher getan habe. Mark15/9Mark Pilatus aber antwortete ihnen und
sprach: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden losgebe? Mark15/10Mark Denn er wußte, dass die Hohenpriester ihn aus Neid überliefert hatten. Mark15/11Mark Die Hohenpriester aber wiegelten
die Volksmenge auf, dass er ihnen lieber den Barabbas losgebe. Mark15/12Mark Pilatus aber antwortete wieder und sprach zu ihnen: Was soll ich denn mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt?
Mark15/13Mark Sie aber schrien wieder: Kreuzige ihn! Mark15/14Mark Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien übermäßig: Kreuzige ihn! Mark15/15Mark Da aber
Pilatus der Volksmenge einen Gefallen tun wollte, gab er ihnen den Barabbas los und überlieferte Jesus, nachdem er ihn hatte geißeln lassen, damit er gekreuzigt werde.
Verspottung durch die Soldaten.
Mt 27,27-31; Joh 19,2-5.
Mark15/16Mark Die Soldaten aber führten ihn in den Hof hinein, das ist das Prätorium; und sie rufen die ganze Schar zusammen. Mark15/17Mark Und sie legen ihm ein Purpurgewand an und flechten eine
Dornenkrone und setzen sie ihm auf; Mark15/18Mark und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden! Mark15/19Mark Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spien ihn an,
und sie beugten die Knie und huldigten ihm. Mark15/20Mark Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm das Purpurgewand aus und zogen ihm seine Kleider an.
Golgatha.
Mt 27,32-56; Lk 23,26-49; Joh 19,16-30.
Und sie führten ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen. Mark15/21Mark Und sie zwingen einen Vorübergehenden, einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater Alexanders und Rufus', dass er
sein Kreuz trage.
Mark15/22Mark Und sie bringen ihn nach der Stätte Golgatha, was übersetzt ist Schädelstätte. Mark15/23Mark Und sie gaben ihm mit Myrrhe vermischten Wein; er aber nahm ihn nicht. Mark15/24Mark Und
als sie ihn gekreuzigt hatten, verteilen sie seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, was jeder bekommen sollte. Mark15/25Mark Es war aber die dritte Stunde, und sie kreuzigten ihn.
Mark15/26Mark Und die Aufschrift seiner Beschuldigung war [oben] angeschrieben: Der König der Juden. Mark15/27Mark Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu
seiner Linken. (Mark15/28Mark)
Mark15/29Mark Und die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten ihre Köpfe und sagten: Ha! Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, Mark15/30Mark rette dich selbst, und steige
herab vom Kreuz! Mark15/31Mark Ebenso spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten untereinander und sprachen: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Mark15/32Mark
Der Christus, der König Israels, steige jetzt herab vom Kreuz, damit wir sehen und glauben! Auch die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn.
Mark15/33Mark Und in der sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; Mark15/34Mark und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloi, Eloi, lema
sabachthani? was verdolmetscht ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Mark15/35Mark Und als einige der Dabeistehenden es hörten, sagten sie: Siehe, er ruft Elia. Mark15/36Mark
Einer aber lief, füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, tränkte ihn und sprach: Halt, laßt uns sehen, ob Elia kommt, ihn herabzunehmen! Mark15/37Mark Jesus aber stieß einen
lauten Schrei aus und verschied. Mark15/38Mark Und der Vorhang des Tempels zerriß in zwei [Stücke], von oben bis unten.
Mark15/39Mark Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüber dabeistand, sah, dass er so verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!
Mark15/40Mark Es sahen aber auch Frauen von fern zu, unter ihnen auch Maria Magdalena und Maria, Jakobus des Kleinen und Joses Mutter, und Salome, Mark15/41Mark die, als er in Galiläa war, ihm
nachfolgten und ihm dienten, und viele andere, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgekommen waren.
Grablegung.
Mt 27,57-61; Lk 23,50-56; Joh 19,38-42.
Mark15/42Mark Und als es schon Abend geworden war - es war nämlich Rüsttag, das ist der Vorsabbat -, Mark15/43Mark kam Joseph von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der selbst auch das Reich
Gottes erwartete, und er wagte es und ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu. Mark15/44Mark Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte; und er rief den Hauptmann
herbei und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Mark15/45Mark Und als er es von dem Hauptmann erfuhr, schenkte er Joseph den Leib. Mark15/46Mark Und der kaufte feines Leinentuch, nahm ihn
herab, wickelte ihn in das Leinentuch und legte ihn in eine Gruft, die in einen Felsen gehauen war, und er wälzte einen Stein an die Tür der Gruft. Mark15/47Mark Aber Maria Magdalena und Maria,
die [Mutter] des Joses, sahen zu, wohin er gelegt wurde.
Die Frauen am leeren Grab.
Mt 28,1-8; Lk 24,1-12; Joh 20,1-13.
\16\
Mark16/1Mark Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die [Mutter] des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.
Mark16/2Mark Und sie kommen sehr früh am ersten Wochentag zu der Gruft, als die Sonne aufgegangen war. Mark16/3Mark Und sie sprachen zueinander: Wer wird uns den Stein von der Tür der Gruft
wegwälzen? Mark16/4Mark Und als sie aufblickten, sehen sie, dass der Stein zurückgewälzt ist; er war nämlich sehr groß. Mark16/5Mark Und als sie in die Gruft eintraten, sahen sie einen Jüngling
zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem weißen Gewand, und sie entsetzten sich. Mark16/6Mark Er aber spricht zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er
ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hingelegt hatten. Mark16/7Mark Aber geht hin, sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er euch nach Galiläa vorausgeht! Dort
werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Mark16/8Mark Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft. Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen, und sie sagten niemand etwas, denn sie
fürchteten sich.
Erscheinungen des Auferstandenen.
Mt 28,9.10.16.17; Lk 24,13-43; Joh 20,13-29; 21,1-23.
Mark16/9Mark Als er aber früh am ersten Wochentag auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Mark16/10Mark Die ging hin und verkündete
es denen, die mit ihm gewesen waren und trauerten und weinten. Mark16/11Mark Und als jene hörten, dass er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie nicht.
Mark16/12Mark Danach aber offenbarte er sich zweien von ihnen in anderer Gestalt unterwegs, als sie aufs Land gingen. Mark16/13Mark Und jene gingen hin und verkündeten es den übrigen; auch jenen
glaubten sie nicht. Mark16/14Mark Nachher offenbarte er sich den Elfen selbst, als sie zu Tisch lagen, und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit, dass sie denen, die ihn auferweckt
gesehen, nicht geglaubt hatten.
Aussendung der Jünger - Himmelfahrt Jesu.
Mt 28,18-20; Lk 24,44-53.
Mark16/15Mark Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Mark16/16Mark Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden;
wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden. Mark16/17Mark Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen
Sprachen reden, Mark16/18Mark werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl
befinden.
Mark16/19Mark Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Mark16/20Mark Jene aber gingen aus und predigten überall,
während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauffolgenden Zeichen bestätigte.
2.3 Das Evangelium nach Lukas Fehler in Luk. 3, 22.
Vorwort.
\1\
Luk1/1Luk Da es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht von den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben, Luk1/2Luk wie sie uns die überliefert haben, die von Anfang
an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, Luk1/3Luk hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilus, der Reihe nach zu
schreiben, Luk1/4Luk damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.
Ankündigung der Geburt des Johannes.
Luk1/5Luk Es war in den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, ein Priester mit Namen Zacharias, aus der Abteilung des Abia; und seine Frau war aus den Töchtern Aarons und ihr Name Elisabeth.
Luk1/6Luk Beide aber waren gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn. Luk1/7Luk Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren
in ihren Tagen weit vorgerückt.
Luk1/8Luk Es geschah aber, als er in der Ordnung seiner Abteilung den priesterlichen Dienst vor Gott verrichtete, Luk1/9Luk traf ihn, nach der Gewohnheit des Priestertums, das Los, in den Tempel
des Herrn zu gehen, um zu räuchern. Luk1/10Luk Und die ganze Menge des Volkes stand betend draußen zur Stunde des Räucherns. Luk1/11Luk Ihm erschien aber ein Engel des Herrn und stand zur Rechten
des Räucheraltars. Luk1/12Luk Und als Zacharias [ihn] sah, wurde er bestürzt, und Furcht kam über ihn. Luk1/13Luk Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist
erhört: Elisabeth, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen. Luk1/14Luk Und er wird dir zur Freude und Wonne sein, und viele werden sich über seine
Geburt freuen. Luk1/15Luk Denn er wird groß sein vor dem Herrn; weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geist erfüllt werden. Luk1/16Luk Und
viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Luk1/17Luk Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elia, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und
Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten. Luk1/18Luk Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich dies erkennen? Denn ich bin ein alter Mann,
und meine Frau ist weit vorgerückt in ihren Tagen. Luk1/19Luk Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir
diese gute Botschaft zu verkündigen. Luk1/20Luk Und siehe, du wirst stumm sein und nicht sprechen können bis zu dem Tag, da dies geschehen wird, dafür dass du meinen Worten nicht geglaubt hast,
die sich zu ihrer Zeit erfüllen werden. Luk1/21Luk Und das Volk wartete auf Zacharias, und sie wunderten sich, dass er so lange im Tempel verweilte. Luk1/22Luk Als er aber herauskam, konnte er
nicht zu ihnen reden, und sie erkannten, dass er im Tempel ein Gesicht gesehen hatte. Und er winkte ihnen zu und blieb stumm. Luk1/23Luk Und es geschah, als die Tage seines Dienstes zu Ende
waren, ging er weg nach seinem Haus.
Luk1/24Luk Nach diesen Tagen aber wurde Elisabeth, seine Frau, schwanger und zog sich fünf Monate zurück und sagte: Luk1/25Luk So hat mir der Herr getan in den Tagen, in denen er [mich] angesehen
hat, um meine Schmach vor den Menschen wegzunehmen.
Ankündigung der Geburt Jesu.
Luk1/26Luk Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt von Galiläa, mit Namen Nazareth, gesandt, Luk1/27Luk zu einer Jungfrau, die einem Mann namens Joseph, aus dem Haus
Davids, verlobt war, und der Name der Jungfrau war Maria. Luk1/28Luk Und er kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, Begnadigte! Der Herr [ist] mit dir. Luk1/29Luk Sie aber wurde bestürzt über
das Wort und überlegte, was für ein Gruß dies sei. Luk1/30Luk Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Luk1/31Luk Und siehe, du wirst
schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm seinen Namen Jesus nennen. Luk1/32Luk Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron
seines Vaters David geben; Luk1/33Luk und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein. Luk1/34Luk Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies
zugehen, da ich von keinem Mann weiß? Luk1/35Luk Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird
auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden. Luk1/36Luk Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie erwartet einen Sohn in ihrem Alter, und dies ist der sechste
Monat bei ihr, die unfruchtbar genannt war. Luk1/37Luk Denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein. Luk1/38Luk Maria aber sprach: Siehe, [ich bin] die Magd des Herrn; es geschehe mir
nach deinem Wort. Und der Engel schied von ihr.
Maria bei Elisabeth - Lobpreis der Maria.
Luk1/39Luk Maria aber machte sich in diesen Tagen auf und ging mit Eile in das Gebirge, in eine Stadt Judas; Luk1/40Luk und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte die Elisabeth.
Luk1/41Luk Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt Luk1/42Luk und rief mit lauter Stimme und sprach:
Gesegnet [bist] du unter den Frauen, und gesegnet [ist] die Frucht deines Leibes! Luk1/43Luk Und woher [geschieht] mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Luk1/44Luk Denn siehe, wie
die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Luk1/45Luk Und glückselig, die geglaubt hat, denn es wird zur Erfüllung kommen, was von dem Herrn zu ihr
geredet ist!
V. 46-55: vgl. 1Sam 2,1-10.
Luk1/46Luk Und Maria sprach:
Meine Seele erhebt den Herrn, Luk1/47Luk und mein Geist hat frohlockt in Gott, meinem Heiland.
Luk1/48Luk Denn er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter.
Luk1/49Luk Denn Großes hat der Mächtige an mir getan, und heilig ist sein Name.
Luk1/50Luk Und seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten.
Luk1/51Luk Er hat Macht geübt mit seinem Arm; er hat zerstreut, die in der Gesinnung ihres Herzens hochmütig sind.
Luk1/52Luk Er hat Mächtige von Thronen hinabgestoßen und Niedrige erhöht.
Luk1/53Luk Hungrige hat er mit Gütern erfüllt und Reiche leer fortgeschickt.
Luk1/54Luk Er hat sich Israels, seines Knechtes, angenommen, dass er gedenke der Barmherzigkeit Luk1/55Luk - wie er zu unseren Vätern geredet hat - gegenüber Abraham und seinen Nachkommen in
Ewigkeit. -
Luk1/56Luk Und Maria blieb ungefähr drei Monate bei ihr; und sie kehrte zu ihrem Haus zurück. Geburt des Johannes - Lobpreis des Zacharias
Luk1/57Luk Für Elisabeth aber erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie gebar einen Sohn. Luk1/58Luk Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr seine Barmherzigkeit an
ihr groß gemacht habe, und sie freuten sich mit ihr. Luk1/59Luk Und es geschah am achten Tag, da kamen sie, das Kindlein zu beschneiden; und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters Zacharias.
Luk1/60Luk Und seine Mutter antwortete und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen. Luk1/61Luk Und sie sprachen zu ihr: Niemand ist in deiner Verwandtschaft, der diesen Namen trägt.
Luk1/62Luk Sie winkten aber seinem Vater zu, wie er etwa wolle, dass er heißen sollte. Luk1/63Luk Und er forderte ein Täfelchen und schrieb darauf: Johannes ist sein Name. Und sie wunderten sich
alle. Luk1/64Luk Sogleich aber wurde sein Mund aufgetan und seine Zunge [gelöst], und er redete und lobte Gott. Luk1/65Luk Und Furcht kam über alle, die um sie her wohnten; und auf dem ganzen
Gebirge von Judäa wurden alle diese Dinge besprochen. Luk1/66Luk Und alle, die es hörten, nahmen es zu Herzen und sprachen: Was wird wohl aus diesem Kindlein werden? Denn auch des Herrn Hand war
mit ihm.
Luk1/67Luk Und Zacharias, sein Vater, wurde mit Heiligem Geist erfüllt und weissagte und sprach:
Luk1/68Luk Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, dass er sein Volk angesehen und [ihm] Erlösung geschafft hat.
Luk1/69Luk Er hat uns ein Horn des Heils aufgerichtet im Hause Davids, seines Knechtes,
Luk1/70Luk wie er geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit her:
Luk1/71Luk Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen;
Luk1/72Luk um Barmherzigkeit zu üben an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken, Luk1/73Luk des Eides, den er Abraham, unserem Vater, geschworen hat, uns zu geben,
Luk1/74Luk dass wir, gerettet aus der Hand unserer Feinde, ohne Furcht ihm dienen sollen Luk1/75Luk in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage.
Luk1/76Luk Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden;
denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten,
Luk1/77Luk um seinem Volk Erkenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden,
Luk1/78Luk durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, mit der uns der Aufgang aus der Höhe besucht hat,
Luk1/79Luk um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, und unsere Füße zu richten auf den Weg des Friedens. -
Luk1/80Luk Das Kindlein aber wuchs und erstarkte im Geist und war in der Einöde bis zum Tag seines Auftretens vor Israel.
Die Geburt Jesu.
Mt 1,18-25.
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Luk2/1Luk Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Luk2/2Luk Diese Einschreibung geschah als erste, als Cyrenius
Statthalter von Syrien war. Luk2/3Luk Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine [Vater-] Stadt. Luk2/4Luk Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt
Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, Luk2/5Luk um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die
schwanger war. Luk2/6Luk Und es geschah, als sie dort waren, wurden ihre Tage erfüllt, dass sie gebären sollte; Luk2/7Luk und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und
legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.
Besuch der Hirten.
Luk2/8Luk Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. Luk2/9Luk Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit
des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Luk2/10Luk Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das
ganze Volk sein wird. Luk2/11Luk Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, Herr, in Davids Stadt. Luk2/12Luk Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln
gewickelt und in einer Krippe liegend. Luk2/13Luk Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: Luk2/14Luk Herrlichkeit Gott in der Höhe,
und Friede auf Erden in den Menschen [seines] Wohlgefallens!
Luk2/15Luk Und es geschah, als die Engel von ihnen hinweg in den Himmel auffuhren, dass die Hirten zueinander sagten: Laßt uns doch hingehen nach Bethlehem und diese Sache sehen, die geschehen
ist und die der Herr uns kundgetan hat. Luk2/16Luk Und sie kamen eilends und fanden Maria und Joseph und das Kind in der Krippe liegend.
Luk2/17Luk Als sie es aber gesehen hatten, machten sie das Wort bekannt, das über dieses Kindlein zu ihnen geredet worden war. Luk2/18Luk Und alle, die es hörten, wunderten sich über das, was
ihnen von den Hirten gesagt wurde. Luk2/19Luk Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Luk2/20Luk Und die Hirten kehrten zurück, priesen und lobten Gott über alles, was
sie gehört und gesehen hatten, wie es ihnen gesagt worden war.
Darstellung im Tempel - Lobpreis Simeons - Die Prophetin Hanna.
Luk2/21Luk Und als acht Tage vollendet waren, dass man ihn beschneiden sollte, da wurde sein Name Jesus genannt, der von dem Engel genannt worden war, ehe er im Mutterleib empfangen
wurde.
Luk2/22Luk Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn darzustellen Luk2/23Luk - wie im Gesetz des Herrn
geschrieben steht: `Alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig heißen - Luk2/24Luk und ein Schlachtopfer zu geben nach dem, was im Gesetz des Herrn gesagt ist: ein Paar Turteltauben oder
zwei junge Tauben.
Luk2/25Luk Und siehe, es war in Jerusalem ein Mensch, mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm.
Luk2/26Luk Und ihm war von dem Heiligen Geist eine göttliche Zusage zuteil geworden, dass er den Tod nicht sehen solle, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. Luk2/27Luk Und er kam durch den
Geist in den Tempel. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun, Luk2/28Luk da nahm auch er es auf seine Arme und lobte Gott und
sprach: Luk2/29Luk Nun, Herr, entläßt du deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden; Luk2/30Luk denn meine Augen haben dein Heil gesehen, Luk2/31Luk das du bereitet hast im Angesicht aller
Nationen: Luk2/32Luk ein Licht zur Erleuchtung der Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel. Luk2/33Luk Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was über ihn geredet
wurde. Luk2/34Luk Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
Luk2/35Luk - aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen -, damit die Überlegungen aus vielen Herzen offenbar werden. Luk2/36Luk Und es war eine Prophetin Hanna, eine Tochter
Phanuels, aus dem Stamm Asser. Diese war in ihren Tagen weit vorgerückt; sie hatte sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt von ihrer Jungfrauschaft an; Luk2/37Luk und sie war eine Witwe von
vierundachtzig Jahren, die wich nicht vom Tempel und diente Nacht und Tag mit Fasten und Flehen. Luk2/38Luk Und sie trat zur selben Stunde herbei, lobte Gott und redete von ihm zu allen, die auf
die Erlösung Jerusalems warteten.
Rückkehr nach Nazareth - Als Zwölfjähriger im Tempel.
Luk2/39Luk Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth. Luk2/40Luk Das Kindlein aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit
Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.
Luk2/41Luk Und seine Eltern gingen alljährlich am Passahfest nach Jerusalem. Luk2/42Luk Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes; Luk2/43Luk und als sie
die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und seine Eltern wußten es nicht. Luk2/44Luk Da sie aber meinten, er sei unter der Reisegesellschaft,
kamen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten; Luk2/45Luk und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Luk2/46Luk Und es
geschah, dass sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte. Luk2/47Luk Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein
Verständnis und seine Antworten. Luk2/48Luk Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit
Schmerzen gesucht. Luk2/49Luk Und er sprach zu ihnen: Was ist es, dass ihr mich gesucht habt? Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muß, was meines Vaters ist? Luk2/50Luk Und sie verstanden das
Wort nicht, das er zu ihnen redete. Luk2/51Luk Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er war ihnen untertan. Und seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen. Luk2/52Luk
Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.
Johannes der Täufer.
Mt 3,1-12; Mk 1,1-8; (Joh 1,19-28).
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Luk3/1Luk Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa und sein Bruder Philippus Vierfürst von
Ituräa und der Landschaft Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene, Luk3/2Luk unter dem Hohenpriestertum von Hannas und Kaiphas, geschah das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohn des
Zacharias, in der Wüste. Luk3/3Luk Und er kam in die ganze Landschaft am Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden; Luk3/4Luk wie geschrieben steht im Buch der Worte
Jesajas, des Propheten: `Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade! Luk3/5Luk Jedes Tal wird ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden,
und das Krumme wird zum geraden [Weg] und die holprigen zu ebenen Wegen werden; Luk3/6Luk und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.
Luk3/7Luk Er sprach nun zu den Volksmengen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Luk3/8Luk Bringt nun der Buße
würdige Früchte; und beginnt nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Luk3/9Luk Schon
ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt, jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Luk3/10Luk Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was
sollen wir denn tun? Luk3/11Luk Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Unterkleider hat, teile dem mit, der keines hat; und wer Speise hat, tue ebenso. Luk3/12Luk Es kamen aber auch
Zöllner, um getauft zu werden; und sie sprachen zu ihm: Lehrer, was sollen wir tun? Luk3/13Luk Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch bestimmt ist. Luk3/14Luk Es fragten ihn aber
auch Kriegsleute und sprachen: Und wir, was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt, und erpreßt niemanden, und begnügt euch mit eurem Sold.
Luk3/15Luk Als aber das Volk in Erwartung war und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten, ob er nicht etwa der Christus sei, Luk3/16Luk antwortete Johannes allen und sprach: Ich zwar
taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Stärkerer als ich, und ich bin nicht würdig, [ihm] den Riemen seiner Sandalen zu lösen; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. Luk3/17Luk Seine
Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. Luk3/18Luk
Indem er nun auch mit vielem anderen ermahnte, verkündigte er dem Volk gute Botschaft.
Mt 14,3-5; Mk 6,17-20.
Luk3/19Luk Herodes aber, der Vierfürst, der von ihm zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen alles Bösen, das Herodes getan hatte, Luk3/20Luk fügte allem auch
dies hinzu, dass er Johannes ins Gefängnis einschloß.
Die Taufe Jesu.
Mt 3,13-17; Mk 1,9-11; Joh 1,29-34.
Luk3/21Luk Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, dass der Himmel aufgetan wurde Luk3/22Luk und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt, wie eine
Taube, auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
(Lukas 3, Verse 23 bis Ende: Der Stammbaum Jesu.)
1Mo 5; 11,10-26; 1Chr 1,1-4.24-28.34; 2,1-15; Mt 1,1-16.
Luk3/23Luk Und er selbst, Jesus, war ungefähr dreißig Jahre alt, als er auftrat, und war, wie man meinte, ein Sohn des Joseph, des Eli, Luk3/24Luk des Matthat, des Levi, des Melchi, des Jannai,
des Joseph, Luk3/25Luk des Mattathias, des Amos, des ???, des Hesli, des Naggai, Luk3/26 des Maath, des Mattathias, des Schimi, des Josech, des Joda, Luk3/27Luk des Johanan, des Resa, des
Serubbabel, des Schealtiel, des Neri, Luk3/28Luk des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmadam, des Er, Luk3/29Luk des Jesus, des Elieser, des Jorim, des Matthat, des Levi, Luk3/30Luk des Simeon,
des Juda, des Joseph, des Jonam, des Eljakim, Luk3/31Luk des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan, des David, Luk3/32Luk des Jesse, des Obed, des Boas, des Salma, des Nahesson, Luk3/33Luk
des Amminadab, des Admin, des Arni, des Hezron, des Perez, des Juda, Luk3/34Luk des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Tharah, des Nahor, Luk3/35Luk des Sarug, des Ragu, des Phalek, des Eber, des
Salah, Luk3/36Luk des Kainam, des Arphachsad, des Sem, des Noah, des Lamech, Luk3/37Luk des Methusala, des Henoch, des Jaret, des Malaleel, des Kainam, Luk3/38Luk des Enos, des Seth, des Adam,
des Gottes.
Die Versuchung Jesu.
Mt 4,1-11; Mk 1,12.13.
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Luk4/1Luk Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt Luk4/2Luk und von dem Teufel versucht. Und er aß in jenen
Tagen nichts; und als sie zu Ende waren, hungerte ihn. Luk4/3Luk Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde. Luk4/4Luk Und Jesus
antwortete ihm: Es steht geschrieben: `Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes.
Luk4/5Luk Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Luk4/6Luk Und der Teufel sprach zu ihm: Ich will dir alle diese Macht und ihre
Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie. Luk4/7Luk Wenn du nun vor mir anbeten willst, soll das alles dein sein. Luk4/8Luk Und Jesus antwortete ihm
und sprach: Es steht geschrieben: `Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.
Luk4/9Luk Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich von hier hinab; Luk4/10Luk denn es steht
geschrieben: `Er wird seinen Engeln über dir befehlen, dass sie dich bewahren; Luk4/11Luk und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt.
Luk4/12Luk Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: `Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen. Luk4/13Luk Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für
eine Zeit von ihm.
Unglaube in Nazareth.
V. 14.15: Mt 4,12-17; Mk 1,14.15; V. 16-30: vgl. Mt 13,54-58; Mk 6,1-6.
Luk4/14Luk Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und die Kunde von ihm ging aus durch die ganze Umgegend. Luk4/15Luk Und er lehrte in ihren Synagogen, geehrt von allen.
Luk4/16Luk Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war; und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Luk4/17Luk Und es wurde ihm das Buch
des Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben war: Luk4/18Luk `Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute
Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, Luk4/19Luk auszurufen ein angenehmes Jahr
des Herrn. Luk4/20Luk Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Luk4/21Luk Er fing aber an, zu
ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt. Luk4/22Luk Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen; und sie
sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs? Luk4/23Luk Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet jedenfalls dieses Sprichwort zu mir sagen: Arzt, heile dich selbst! Alles, was wir gehört haben, [dass
es] in Kapernaum geschehen [sei], tu auch hier in deiner Vaterstadt! Luk4/24Luk Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch, dass kein Prophet in seiner Vaterstadt angenehm ist. Luk4/25Luk In
Wahrheit aber sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war, so dass eine große Hungersnot über das ganze Land kam;
Luk4/26Luk und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt als nur nach Sarepta in Sidonia zu einer Frau, einer Witwe. Luk4/27Luk Und viele Aussätzige waren zur Zeit des Propheten Elisa in Israel, und
keiner von ihnen wurde gereinigt als nur Naaman, der Syrer. Luk4/28Luk Und alle in der Synagoge wurden von Wut erfüllt, als sie dies hörten. Luk4/29Luk Und sie standen auf und stießen ihn zur
Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um ihn so hinabzustürzen. Luk4/30Luk Er aber schritt durch ihre Mitte hindurch und ging weg.
Heilung eines Besessenen.
Mk 1,21-28.
Luk4/31Luk Und er kam nach Kapernaum hinab, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie an den Sabbaten. Luk4/32Luk Und sie erstaunten sehr über seine Lehre, denn sein Wort war mit Vollmacht.
Luk4/33Luk Und es war in der Synagoge ein Mensch, der einen Geist eines unreinen Dämons hatte, und er schrie auf mit lauter Stimme Luk4/34Luk und sprach: Ach, was haben wir mit dir zu schaffen,
Jesus, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: der Heilige Gottes. Luk4/35Luk Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und als der
Dämon ihn mitten unter sie geworfen hatte, fuhr er von ihm aus, ohne ihm Schaden zu tun. Luk4/36Luk Und Entsetzen kam über alle, und sie redeten untereinander und sprachen: Was ist dies für ein
Wort? Denn mit Vollmacht und Kraft gebietet er den unreinen Geistern, und sie fahren aus. Luk4/37Luk Und die Kunde von ihm ging aus in jeden Ort der Umgegend.
Heilung der Schwiegermutter des Petrus.
Mt 8,14.15; Mk 1,29-31.
Luk4/38Luk Er machte sich aber auf von der Synagoge und kam in das Haus Simons. Die Schwiegermutter des Simon aber war von einem starken Fieber befallen, und sie baten ihn für sie. Luk4/39Luk Und
er beugte sich über sie, bedrohte das Fieber, und es verließ sie; sie aber stand sogleich auf und diente ihnen.
Heilungen und Predigt.
Mt 4,23-25; 8,16.17; Mk 1,32-39.
Luk4/40Luk Als aber die Sonne unterging, brachten alle, die an mancherlei Krankheiten Leidende hatten, sie zu ihm; er aber legte jedem von ihnen die Hände auf und heilte sie. Luk4/41Luk Und auch
Dämonen fuhren von vielen aus, indem sie schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes. Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden, weil sie wußten, dass er der Christus war.
Luk4/42Luk Als es aber Tag geworden war, ging er aus und begab sich an einen einsamen Ort; und die Volksmengen suchten ihn auf und kamen bis zu ihm, und sie hielten ihn auf, dass er nicht von
ihnen ginge. Luk4/43Luk Er aber sprach zu ihnen: Ich muß auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den Synagogen
von Galiläa.
Fischzug des Petrus - Die ersten Jünger.
Mt 4,18-22; Mk 1,16-20.
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Luk5/1Luk Es geschah aber, als die Volksmenge auf ihn andrängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er an dem See Genezareth stand. Luk5/2Luk Und er sah zwei Schiffe am See liegen; die Fischer
aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Luk5/3Luk Er aber stieg in eins der Schiffe, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land hinauszufahren; und er setzte sich und
lehrte die Volksmengen vom Schiff aus. Luk5/4Luk Als er aber aufhörte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe, und laßt eure Netze zu einem Fang hinab! Luk5/5Luk Und Simon
antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz hinablassen. Luk5/6Luk Und als sie dies getan
hatten, umschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz riß. Luk5/7Luk Und sie winkten ihren Gefährten in dem anderen Schiff, dass sie kämen und ihnen hülfen; und sie kamen, und sie füllten
beide Schiffe, so dass sie zu sinken drohten. Luk5/8Luk Als aber Simon Petrus es sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Geh von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.
Luk5/9Luk Denn Entsetzen hatte ihn erfaßt und alle, die bei ihm waren, über den Fischfang, den sie getan hatten; Luk5/10Luk ebenso aber auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die
Gefährten von Simon waren. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Luk5/11Luk Und als sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und
folgten ihm nach.
Heilung eines Aussätzigen.
Mt 8,1-4; Mk 1,40-45.
Luk5/12Luk Und es geschah, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz; und als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst,
kannst du mich reinigen. Luk5/13Luk Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wich der Aussatz von ihm. Luk5/14Luk Und er gebot ihm, es niemand
zu sagen: Sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis. Luk5/15Luk Aber die Rede über ihn verbreitete sich um so mehr; und
große Volksmengen versammelten sich, [ihn] zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Luk5/16Luk Er aber zog sich zurück und war in einsamen Gegenden und betete.
Heilung eines Gelähmten.
Mt 9,1-8; Mk 2,1-12.
Luk5/17Luk Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte, und es saßen da Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren; und des Herrn
Kraft war da, um zu heilen. Luk5/18Luk Und siehe, Männer bringen auf einem Bett einen Menschen, der gelähmt war; und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen. Luk5/19Luk Und da sie
nicht fanden, auf welchem Weg sie ihn hineinbringen sollten wegen der Volksmenge, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinab mit dem Bett in die Mitte vor Jesus. Luk5/20Luk
Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben. Luk5/21Luk Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und sagten: Wer ist dieser, der
[solche] Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein? Luk5/22Luk Als aber Jesus ihre Überlegungen erkannte, antwortete und sprach er zu ihnen: Was überlegt ihr in euren Herzen?
Luk5/23Luk Was ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Luk5/24Luk Damit ihr aber wißt, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde
Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf und nimm dein Bett auf und geh nach Hause! Luk5/25Luk Und sogleich stand er vor ihnen auf, nahm auf, worauf er gelegen
hatte, und ging hin in sein Haus und verherrlichte Gott. Luk5/26Luk Und Staunen ergriff alle, und sie verherrlichten Gott und wurden mit Furcht erfüllt und sprachen: Wir haben heute
außerordentliche Dinge gesehen.
Berufung des Levi.
Mt 9,9-13; Mk 2,13-17.
Luk5/27Luk Und danach ging er hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Luk5/28Luk Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.
Luk5/29Luk Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und dort war eine große Menge Zöllner und anderer, die mit ihnen zu Tisch lagen. Luk5/30Luk Und die Pharisäer und ihre
Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum eßt und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? Luk5/31Luk Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen
einen Arzt, sondern die Kranken; Luk5/32Luk ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
Die Frage nach dem Fasten.
Mt 9,14-17; Mk 2,18-22.
Luk5/33Luk Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes oft und verrichten Gebete, ebenso auch die der Pharisäer; die deinen aber essen und trinken? Luk5/34Luk Jesus aber sprach
zu ihnen: Ihr könnt doch nicht die Hochzeitsgäste fasten lassen, während der Bräutigam bei ihnen ist? Luk5/35Luk Es werden aber Tage kommen, und dann, wenn der Bräutigam von ihnen weggenommen
sein wird, in jenen Tagen werden sie fasten. Luk5/36Luk Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand schneidet einen Flicken von einem neuen Kleid und setzt ihn auf ein altes Kleid; sonst
wird er sowohl das neue zerschneiden, wie auch der Flicken von dem neuen zum alten nicht passen wird. Luk5/37Luk Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst wird der neue Wein die
Schläuche zerreißen, und er selbst wird verschüttet werden, und die Schläuche werden verderben; Luk5/38Luk sondern neuen Wein füllt man in neue Schläuche. Luk5/39Luk Und niemand will, wenn er
alten getrunken hat, neuen, denn er spricht: Der alte ist milde.
Die Sabbatfrage.
Mt 12,1-14; Mk 2,23-3,6.
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Luk6/1Luk Und es geschah am Sabbat, dass er durch die Saaten ging und seine Jünger die Ähren abpflückten und aßen, indem sie sie mit den Händen zerrieben. Luk6/2Luk Einige der Pharisäer aber
sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist? Luk6/3Luk Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr auch dieses nicht gelesen, was David tat, als ihn und die
bei ihm waren hungerte? Luk6/4Luk Wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote nahm und aß und auch denen gab, die bei ihm waren - die doch außer den Priestern allein niemand essen darf?
Luk6/5Luk Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch des Sabbats.
Luk6/6Luk Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, dass er in die Synagoge ging und lehrte; und es war dort ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war. Luk6/7Luk Die Schriftgelehrten und
die Pharisäer aber lauerten darauf, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie eine Beschuldigung gegen ihn fänden. Luk6/8Luk Er aber wußte ihre Überlegungen und sprach zu dem Menschen, der die
verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte! Er aber stand auf und stellte sich hin. Luk6/9Luk Jesus sprach nun zu ihnen: Ich will euch fragen, ob es erlaubt ist, am Sabbat Gutes
zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu verderben. Luk6/10Luk Und nachdem er sie alle ringsum angeblickt hatte, sprach er zu ihm: Strecke deine Hand aus! Und er tat es; und seine Hand
wurde wiederhergestellt. Luk6/11Luk Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich untereinander, was sie Jesus tun sollten.
Berufung der zwölf Apostel.
Mt 10,1-4; Mk 3,13-19; (Apg 1,13).
Luk6/12Luk Und es geschah in diesen Tagen, dass er auf den Berg hinausging, um zu beten; und er verbrachte die Nacht im Gebet zu Gott. Luk6/13Luk Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger herbei
und erwählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte: Luk6/14Luk Simon, den er auch Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, und Jakobus und Johannes und Philippus und Bartholomäus
Luk6/15Luk und Matthäus und Thomas und Jakobus, des Alphäus [Sohn], und Simon, genannt Eiferer, Luk6/16Luk und Judas, des Jakobus [Bruder], und Judas Iskariot, der auch [sein] Verräter
wurde.
Krankenheilungen.
Mt 12,15-21; Mk 3,7-12.
Luk6/17Luk Und als er mit ihnen herabgestiegen war, trat er auf einen ebenen Platz, und eine Menge seiner Jünger und eine große Menge des Volkes von ganz Judäa und Jerusalem und von der Seeküste
von Tyrus und Sidon, die kamen, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden; Luk6/18 und die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Luk6/19Luk Und die ganze Volksmenge
suchte ihn anzurühren, denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle.
Seligpreisungen - Weherufe.
Mt 5,1-12.
Luk6/20Luk Und er erhob seine Augen zu seinen Jüngern und sprach: Glückselig ihr Armen, denn euer ist das Reich Gottes. Luk6/21Luk Glückselig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt
werden. Glückselig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Luk6/22Luk Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen werden und wenn sie euch absondern und schmähen und euren Namen als
böse verwerfen werden um des Sohnes des Menschen willen; Luk6/23Luk freut euch an jenem Tag und hüpft, denn siehe, euer Lohn ist groß in dem Himmel; denn ebenso taten ihre Väter den
Propheten.
Luk6/24Luk Aber wehe euch Reichen, denn ihr habt euren Trost dahin. Luk6/25Luk Wehe euch, die ihr voll seid, denn ihr werdet hungern. Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und
weinen. Luk6/26Luk Wehe, wenn alle Menschen wohl von euch reden, denn ebenso taten ihre Väter den falschen Propheten.
Rechtes Vergelten: Feindesliebe.
Mt 5,38-48.
Luk6/27Luk Aber euch, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; Luk6/28Luk segnet, die euch fluchen; betet für die, welche euch beleidigen. Luk6/29Luk Dem, der
dich auf die Backe schlägt, biete auch die andere dar; und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch das Unterkleid nicht. Luk6/30Luk Gib jedem, der dich bittet; und von dem, der dir das
Deine nimmt, fordere es nicht zurück. Luk6/31Luk Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, so tut auch ihr ihnen. Luk6/32Luk Und wenn ihr liebt, die euch lieben, was für einen Dank
habt ihr? Denn auch die Sünder lieben, die sie lieben. Luk6/33Luk Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für einen Dank habt ihr? Denn auch die Sünder tun dasselbe. Luk6/34Luk Und
wenn ihr denen leiht, von denen ihr [wieder] zu empfangen hofft, was für einen Dank habt ihr? Auch die Sünder leihen Sündern, damit sie das gleiche wieder empfangen. Luk6/35Luk Doch liebt eure
Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen, und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und
Bösen.
Warnung vor dem Richten.
Mt 7,1-5.15-20.
Luk6/36Luk Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Luk6/37Luk Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden.
Laßt los, und ihr werdet losgelassen werden. Luk6/38Luk Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit
demselben Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.
Luk6/39Luk Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Kann etwa ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Luk6/40Luk Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder
aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer. Luk6/41Luk Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber, der in deinem eigenen Auge ist, nimmst du nicht
wahr? Luk6/42Luk Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, erlaube, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst?
Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der in deines Bruders Auge ist. Luk6/43Luk Denn es gibt keinen guten Baum, der
faule Frucht bringt, noch einen faulen Baum, der gute Frucht bringt; Luk6/44Luk denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man nicht Feigen, noch liest man von
einem Dornbusch Trauben. Luk6/45Luk Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens
redet sein Mund.
Gleichnis vom Haus auf dem Felsen.
Mt 7,21-27.
Luk6/46Luk Was nennt ihr mich aber: Herr, Herr! und tut nicht, was ich sage? Luk6/47Luk Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut - ich will euch zeigen, wem er gleich ist.
Luk6/48Luk Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, grub und vertiefte und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, stieß der Strom an jenes Haus und konnte es nicht
erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet. Luk6/49Luk Der aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf die Erde baute ohne Grundmauer; der Strom stieß
daran, und sogleich fiel es, und der Sturz jenes Hauses war groß.
Heilung des Dieners eines Hauptmanns.
Mt 8,5-13; vgl. Joh 4,43-54.
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Luk7/1Luk Nachdem er aber alle seine Worte vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum. Luk7/2Luk Eines Hauptmanns Knecht aber, der ihm wert war, war krank und lag im
Sterben. Luk7/3Luk Als er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm und bat ihn, dass er komme und seinen Knecht gesund mache. Luk7/4Luk Als diese aber zu Jesus hinkamen, baten sie
ihn inständig und sprachen: Er ist würdig, dass du ihm dies gewährst; Luk7/5Luk denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat uns die Synagoge erbaut. Luk7/6Luk Jesus aber ging mit ihnen. Als er
aber schon nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst.
Luk7/7Luk Darum habe ich mich selbst auch nicht würdig geachtet, zu dir zu kommen; sondern sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Luk7/8Luk Denn auch ich bin ein Mensch, der unter
Befehlsgewalt steht, und ich habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! und er geht; und zu einem anderen: Komm! und er kommt; und zu meinem Sklaven: Tu dies! und er tut es.
Luk7/9Luk Als aber Jesus dies hörte, wunderte er sich über ihn; und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: Ich sage euch, selbst nicht in Israel habe ich so großen Glauben
gefunden. Luk7/10Luk Und als die Abgesandten in das Haus zurückkehrten, fanden sie den kranken Knecht gesund.
Auferweckung des Jünglings von Nain.
Luk7/11Luk Und es geschah bald darauf, dass er in eine Stadt ging, genannt Nain, und viele seiner Jünger und eine große Volksmenge gingen mit ihm. Luk7/12Luk Als er sich aber dem Tor der Stadt
näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und eine zahlreiche Volksmenge aus der Stadt war mit ihr. Luk7/13Luk Und als der Herr
sie sah, wurde er innerlich bewegt über sie und sprach zu ihr: Weine nicht! Luk7/14Luk Und er trat hinzu und rührte die Bahre an, die Träger aber standen still; und er sprach: Jüngling, ich sage
dir, steh auf! Luk7/15Luk Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter. Luk7/16Luk Alle aber ergriff Furcht; und sie verherrlichten Gott und sprachen: Ein
großer Prophet ist unter uns erweckt worden, und Gott hat sein Volk besucht. Luk7/17Luk Und diese Rede über ihn ging aus in ganz Judäa und in der ganzen Umgegend.
Die Frage des Täufers - Jesu Antwort und Zeugnis über ihn.
Mt 11,2-19.
Luk7/18Luk Und dem Johannes berichteten seine Jünger über dies alles. Luk7/19Luk Und Johannes rief zwei seiner Jünger herbei und sandte sie zu Jesus und ließ [ihm] sagen: Bist du der Kommende,
oder sollen wir auf einen anderen warten? Luk7/20Luk Als aber die Männer zu ihm gekommen waren, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und läßt [dir] sagen: Bist du der
Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten? Luk7/21Luk In jener Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht.
Luk7/22Luk Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: dass Blinde sehend werden, Lahme gehen, Aussätzige gereinigt werden, Taube
hören, Tote auferweckt werden, Armen gute Botschaft verkündigt wird; Luk7/23Luk und glückselig ist, wer sich nicht an mir ärgern wird.
Luk7/24Luk Als aber die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an, zu den Volksmengen über Johannes zu reden: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, vom Wind hin und
her bewegt? Luk7/25Luk Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern angetan? Siehe, die in herrlicher Kleidung und in Üppigkeit leben, sind an den königlichen
Höfen. Luk7/26Luk Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, sage ich euch, und mehr als einen Propheten. Luk7/27Luk Dieser ist es, von dem geschrieben steht: `Siehe, ich
sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird. Luk7/28Luk Denn ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein größerer Prophet als Johannes der Täufer;
aber der Kleinste in dem Reich Gottes ist größer als er. Luk7/29Luk Und das ganze Volk, das zuhörte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie sich mit der Taufe des Johannes taufen ließen;
Luk7/30Luk die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten machten den Ratschluß Gottes für sich selbst wirkungslos, indem sie sich nicht von ihm taufen ließen. Luk7/31Luk Wem soll ich nun die
Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und wem sind sie gleich? Luk7/32Luk Sie sind Kindern gleich, die auf dem Markt sitzen und einander zurufen und sagen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr
habt nicht getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. Luk7/33Luk Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der weder Brot aß noch Wein trank, und ihr sagt: Er hat
einen Dämon. Luk7/34Luk Der Sohn des Menschen ist gekommen, der da ißt und trinkt, und ihr sagt: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund von Zöllnern und Sündern; Luk7/35Luk - und die
Weisheit ist gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.
Jesu Salbung durch eine Sünderin.
Luk7/36Luk Es bat ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm essen möchte; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tisch. Luk7/37Luk Und siehe, [da war] eine Frau in der
Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Tisch liege, brachte sie eine Alabasterflasche mit Salböl, Luk7/38Luk trat von hinten an seine Füße
heran, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes. [Dann] küßte sie seine Füße und salbte sie mit dem Salböl. Luk7/39Luk Als aber der
Pharisäer, der ihn geladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für eine Frau [das ist], die ihn anrührt; denn sie
ist eine Sünderin. Luk7/40Luk Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sagt: Lehrer, sprich! - Luk7/41Luk Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine
schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; Luk7/42Luk da sie aber nicht zahlen konnten, schenkte er es beiden. Wer nun von ihnen wird ihn am meisten lieben? Luk7/43Luk Simon aber
antwortete und sprach: Ich denke, dem er das meiste geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. Luk7/44Luk Und sich zu der Frau wendend, sprach er zu Simon: Siehst du diese
Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet. Luk7/45Luk Du hast mir keinen Kuß
gegeben; sie aber hat, seitdem ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. Luk7/46Luk Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat mit Salböl meine Füße gesalbt.
Luk7/47Luk Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Luk7/48Luk Er aber sprach zu ihr: Deine Sünden sind
vergeben. Luk7/49Luk Und die mit zu Tisch lagen, fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt? Luk7/50Luk Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich
gerettet. Geh hin in Frieden!
Die Jüngerinnen Jesu.
\8\
Luk8/1Luk Und es geschah danach, dass er nacheinander Städte und Dörfer durchzog, indem er predigte und das Evangelium vom Reich Gottes verkündigte; und die Zwölf mit ihm, Luk8/2Luk und einige
Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, von der sieben Dämonen ausgefahren waren, Luk8/3Luk und Johanna, die Frau des Chuza, des Verwalters
Herodes}, und Susanna und viele andere, die ihnen mit ihrer Habe dienten.
Gleichnis vom Sämann.
Mt 13,1-23; Mk 4,1-20.
Luk8/4Luk Als sich aber eine große Volksmenge versammelte und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen, sprach er in einem Gleichnis: Luk8/5Luk Der Sämann ging aus, seinen Samen zu säen; und indem er
säte, fiel einiges an den Weg, und es wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. Luk8/6Luk Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine
Feuchtigkeit hatte. Luk8/7Luk Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und indem die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es. Luk8/8Luk Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und
brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Luk8/9Luk Seine Jünger aber fragten ihn, was dieses Gleichnis bedeute. Luk8/10Luk Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen, den übrigen aber in
Gleichnissen, damit sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen. Luk8/11Luk Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes. Luk8/12Luk Die aber an dem Weg sind
die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, dass sie nicht glauben und errettet werden. Luk8/13Luk Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören,
das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab. Luk8/14Luk Das aber unter die Dornen fiel, sind die, welche
gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen. Luk8/15Luk Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem
redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.
Gleichnis von der Lampe.
Mk 4,21-25.
Luk8/16Luk Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf ein Lampengestell, damit die Hereinkommenden das
Licht sehen. Luk8/17Luk Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, noch geheim, was nicht kundwerden und ans Licht kommen soll. Luk8/18Luk Seht nun zu, wie ihr hört; denn wer
hat, dem wird gegeben werden, und wer nicht hat, von dem wird selbst, was er zu haben meint, genommen werden.
Die wahren Verwandten Jesu.
Mt 12,46-50; Mk 3,31-35.
Luk8/19Luk Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm; und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen. Luk8/20Luk Und es wurde ihm berichtet: Deine Mutter und deine Brüder
stehen draußen und wollen dich sehen. Luk8/21Luk Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und tun.
Stillung des Sturms.
Mt 8,23-27; Mk 4,35-41.
Luk8/22Luk Und es geschah an einem der Tage, dass er in ein Schiff stieg, er und seine Jünger; und er sprach zu ihnen: Laßt uns übersetzen an das jenseitige Ufer des Sees. Und sie fuhren ab.
Luk8/23Luk Während sie aber fuhren, schlief er ein. Und es fiel ein Sturmwind auf den See, und das Schiff füllte sich [mit Wasser], und sie waren in Gefahr. Luk8/24Luk Sie traten aber hinzu und
weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Er aber stand auf, bedrohte den Wind und das Gewoge des Wassers; und sie legten sich, und es trat Stille ein. Luk8/25Luk Er aber
sprach zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Erschrocken aber erstaunten sie und sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser gebietet und sie ihm gehorchen?
Heilung eines besessenen Geraseners.
Mt 8,28-34; Mk 5,1-20.
Luk8/26Luk Und sie fuhren nach der Landschaft der Gerasener, die Galiläa gegenüber liegt. Luk8/27Luk Als er aber an das Land gestiegen war, kam ihm ein Mann aus der Stadt entgegen, der seit
langer Zeit Dämonen hatte und keine Kleider anzog und nicht im Haus blieb, sondern in den Grabstätten. Luk8/28Luk Als er aber Jesus sah, schrie er auf und fiel vor ihm nieder und sprach mit
lauter Stimme: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht. Luk8/29Luk Denn er hatte dem unreinen Geist geboten, von dem Menschen
auszufahren. Denn öfters hatte er ihn gepackt; und er war gebunden worden, verwahrt mit Ketten und Fußfesseln, und er zerbrach die Fesseln und wurde von dem Dämon in die Wüsteneien getrieben.
Luk8/30Luk Jesus fragte ihn aber und sprach: Was ist dein Name? Er aber sprach: Legion. Denn viele Dämonen waren in ihn gefahren. Luk8/31Luk Und sie baten ihn, dass er ihnen nicht gebieten
möchte, in den Abgrund zu fahren. Luk8/32Luk Es war aber dort eine Herde von vielen Schweinen, die an dem Berg weideten. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlauben möchte, in jene zu fahren. Und
er erlaubte es ihnen. Luk8/33Luk Die Dämonen aber fuhren von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und ertrank. Luk8/34Luk Als aber
die Hüter sahen, was geschehen war, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land. Luk8/35Luk Die Leute aber gingen hinaus, um zu sehen, was geschehen war. Und sie kamen zu Jesus
und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu sitzen; und sie fürchteten sich. Luk8/36Luk Die es aber gesehen hatten, verkündeten
ihnen, wie der Besessene geheilt worden war. Luk8/37Luk Und die ganze Menge aus der Umgegend der Gerasener bat ihn, von ihnen wegzugehen, denn sie waren von großer Furcht ergriffen. Er aber stieg
in das Schiff und kehrte wieder zurück. Luk8/38Luk Der Mann aber, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Er aber entließ ihn und sprach: Luk8/39Luk Kehre
in dein Haus zurück und erzähle, wieviel Gott an dir getan hat. Und er ging hin und rief aus durch die ganze Stadt, wieviel Jesus an ihm getan hatte.
Heilung der blutflüssigen Frau - Auferweckung der Tochter des Jairus.
Mt 9,18-26; Mk 5,21-43.
Luk8/40Luk Es geschah aber, als Jesus zurückkehrte, nahm ihn das Volk auf, denn alle erwarteten ihn. Luk8/41Luk Und siehe, es kam ein Mann mit Namen Jairus - und er war Vorsteher der Synagoge -
und fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen; Luk8/42Luk denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und diese lag im Sterben. Während er aber hinging, drängte ihn
die Volksmenge.
Luk8/43Luk Und eine Frau, die seit zwölf Jahren mit einem Blutfluß behaftet war und, obgleich sie ihren ganzen Lebensunterhalt an [die] Ärzte verwandt hatte, von niemand geheilt werden konnte,
Luk8/44Luk kam von hinten heran und rührte die Quaste seines Kleides an; und sogleich hörte ihr Blutfluß auf. Luk8/45Luk Und Jesus sprach: Wer ist es, der mich angerührt hat? Als aber alle es
abstritten, sprach Petrus: Meister, die Volksmengen drängen und drücken dich, und du sagst: Wer ist es, der mich angerührt hat? Luk8/46Luk Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerührt; denn
ich habe gespürt, dass Kraft von mir ausgegangen ist. Luk8/47Luk Als die Frau aber sah, dass sie nicht verborgen blieb, kam sie zitternd und fiel vor ihm nieder und berichtete vor dem ganzen
Volk, um welcher Ursache willen sie ihn angerührt habe und wie sie sogleich geheilt worden sei. Luk8/48Luk Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in
Frieden!
Luk8/49Luk Während er noch redete, kommt einer von dem [Haus des] Synagogenvorstehers und sagt zu ihm: Deine Tochter ist gestorben, bemühe den Lehrer nicht. Luk8/50Luk Als aber Jesus es hörte,
antwortete er ihm: Fürchte dich nicht, glaube nur! Und sie wird gerettet werden. Luk8/51Luk Als er aber in das Haus kam, erlaubte er niemand hineinzugehen, außer Petrus und Johannes und Jakobus
und dem Vater des Kindes und der Mutter. Luk8/52Luk Alle aber weinten und beklagten sie. Er aber sprach: Weint nicht, denn sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft. Luk8/53Luk Und sie lachten
ihn aus, da sie wußten, dass sie gestorben war. Luk8/54Luk Als er aber alle hinausgetrieben hatte, ergriff er sie bei der Hand und rief und sprach: Kind, steh auf! Luk8/55Luk Und ihr Geist kehrte
zurück, und sogleich stand sie auf; und er befahl, ihr zu essen zu geben. Luk8/56Luk Und ihre Eltern gerieten außer sich; er aber gebot ihnen, niemand zu sagen, was geschehen war.
Aussendung der zwölf Apostel.
Mt 10,1.5-15; Mk 6,7-13; vgl. Kap. 10,1-12.
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Luk9/1Luk Als er aber die Zwölf zusammengerufen hatte, gab er ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten. Luk9/2Luk Und er sandte sie, das Reich Gottes zu
predigen und die Kranken gesund zu machen. Luk9/3Luk Und er sprach zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg: weder Stab, noch Tasche, noch Brot, noch Geld, noch soll jemand zwei Unterkleider haben.
Luk9/4Luk Und in welches Haus ihr eintretet, dort bleibt, und von da geht weiter. Luk9/5Luk Und wo immer sie euch nicht aufnehmen werden - geht fort aus jener Stadt und schüttelt auch den Staub
von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Luk9/6Luk Sie gingen aber aus und durchzogen die Dörfer nacheinander, indem sie das Evangelium verkündigten und überall heilten.
Jesus und Herodes.
Mt 14,1.2; Mk 6,14-16.
Luk9/7Luk Es hörte aber Herodes, der Vierfürst, alles, was geschehen war, und er war in Verlegenheit, weil von einigen gesagt wurde, dass Johannes aus den Toten auferweckt worden sei; Luk9/8Luk
von einigen aber, dass Elia erschienen, von anderen aber, dass einer der alten Propheten auferstanden sei. Luk9/9Luk Und Herodes sprach: Johannes habe ich enthauptet. Wer aber ist dieser, von dem
ich solches höre? Und er suchte ihn zu sehen.
Speisung der Fünftausend.
Mt 14,13-21; Mk 6,30-44; Joh 6,1-14; vgl. Mt 15,32-39; Mk 8,1-9.
Luk9/10Luk Und als die Apostel zurückkehrten, erzählten sie ihm alles, was sie getan hatten; und er nahm sie mit und zog sich abseits zurück nach einer Stadt mit Namen Bethsaida. Luk9/11Luk Als
aber die Volksmengen es erfuhren, folgten sie ihm; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die Heilung brauchten, machte er gesund. Luk9/12Luk Der Tag aber begann sich zu
neigen, und die Zwölf traten herbei und sprachen zu ihm: Entlaß die Volksmenge, dass sie in die Dörfer ringsum und auf die Höfe gehen und Herberge und Speise finden; denn hier sind wir an einem
öden Ort. Luk9/13Luk Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie aber sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingingen und für dieses ganze
Volk Speise kauften. Luk9/14Luk Denn es waren etwa fünftausend Mann. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Laßt sie sich reihenweise zu je fünfzig lagern. Luk9/15Luk Und sie taten so und ließen alle
sich lagern. Luk9/16Luk Er nahm aber die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel und segnete sie; und er brach sie und gab sie den Jüngern, damit sie der Volksmenge vorlegten.
Luk9/17Luk Und sie aßen und wurden alle gesättigt; und es wurde aufgehoben, was ihnen an Brocken übriggeblieben war, zwölf Handkörbe [voll].
Das Bekenntnis des Petrus - Erste Leidensankündigung - Bedingungen der Nachfolge.
Mt 16,13-21; Mk 8,27-31.
Luk9/18Luk Und es geschah, als er für sich allein betete, waren die Jünger bei ihm; und er fragte sie und sprach: Was sagen die Volksmengen, wer ich bin? Luk9/19Luk Sie aber antworteten und
sprachen: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; andere aber, dass einer der alten Propheten auferstanden sei. Luk9/20Luk Er sprach aber zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus
aber antwortete und sprach: Der Christus Gottes. Luk9/21Luk Er aber redete ihnen ernstlich zu und gebot ihnen, dies niemand zu sagen, Luk9/22Luk und sprach: Der Sohn des Menschen muß vieles
leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet und am dritten Tag auferweckt werden.
Mt 16,24-28; Mk 8,34-9,1.
Luk9/23Luk Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach. Luk9/24Luk Denn wer sein Leben retten will, wird
es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. Luk9/25Luk Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder
einbüßte? Luk9/26Luk Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird der Sohn des Menschen sich schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen
Engel. Luk9/27Luk Ich sage euch aber in Wahrheit: Es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes gesehen haben.
Die Verklärung Jesu.
Mt 17,1-9; Mk 9,2-10; 2Petr 1,16-18.
Luk9/28Luk Es geschah aber etwa acht Tage nach diesen Worten, dass er Petrus und Johannes und Jakobus mitnahm und auf den Berg stieg, um zu beten. Luk9/29Luk Und als er betete, veränderte sich
das Aussehen seines Angesichts, und sein Gewand wurde weiß, strahlend. Luk9/30Luk Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm, es waren Mose und Elia. Luk9/31Luk Diese erschienen in Herrlichkeit und
besprachen seinen Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte. Luk9/32Luk Petrus aber und die mit ihm waren, waren beschwert vom Schlaf; als sie aber völlig aufgewacht waren, sahen sie seine
Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen. Luk9/33Luk Und es geschah, als sie von ihm schieden, sprach Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind; und laß uns drei
Hütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine. Und er wußte nicht, was er sagte. Luk9/34Luk Als er aber dies sagte, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als sie
in die Wolke hineinkamen; Luk9/35Luk und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sagte: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört! Luk9/36Luk Und während die Stimme geschah, war Jesus wieder
allein. Und sie schwiegen und verkündeten in jenen Tagen niemand etwas von dem, was sie gesehen hatten.
Heilung eines Fallsüchtigen.
Mt 17,14-21; Mk 9,14-29.
Luk9/37Luk Es geschah aber am folgenden Tag, als sie von dem Berg herabgestiegen waren, da kam ihm eine große Volksmenge entgegen. Luk9/38Luk Und siehe, ein Mann aus der Volksmenge rief laut und
sprach: Lehrer, ich bitte dich, blicke hin auf meinen Sohn, denn er ist mein einziger; Luk9/39Luk und siehe, ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er zerrt ihn unter Schäumen, und
kaum einmal läßt er von ihm ab, er reibt ihn auf. Luk9/40Luk Und ich bat deine Jünger, dass sie ihn austreiben möchten, und sie konnten es nicht. Luk9/41Luk Jesus aber antwortete und sprach: O
ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch sein und euch ertragen? Bring deinen Sohn her! Luk9/42Luk Aber noch während er herbeikam, warf ihn der Dämon nieder und zerrte
ihn zusammen. Jesus aber bedrohte den unreinen Geist und heilte den Knaben und gab ihn seinem Vater zurück. Luk9/43Luk Sie erstaunten aber alle sehr über die herrliche Größe Gottes.
Zweite Leidensankündigung.
Mt 17,22.23; Mk 9,30-32.
Als sich aber alle verwunderten über alles, was er tat, sprach er zu seinen Jüngern: Luk9/44Luk Nehmt ihr diese Worte in eure Ohren, nämlich dass der Sohn des Menschen überliefert werden wird in
die Hände der Menschen. Luk9/45Luk Sie aber verstanden dieses Wort nicht, und es war vor ihnen verborgen, dass sie es nicht begriffen; und sie fürchteten sich, ihn über dieses Wort zu
fragen.
Maßstäbe für wahre Größe und den Dienst im Reich Gottes.
Mt 18,1-5; Mk 9,33-37.38-41.
Luk9/46Luk Es stieg aber unter ihnen eine Überlegung auf, wer wohl der Größte unter ihnen sei. Luk9/47Luk Als Jesus aber die Überlegung ihres Herzens erkannte, nahm er ein Kind und stellte es
neben sich Luk9/48Luk und sprach zu ihnen: Wer dieses Kind aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt mich auf, und wer mich aufnehmen wird, nimmt den auf, der mich gesandt hat; denn wer der Kleinste
ist unter euch allen, der ist groß.
Luk9/49Luk Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen und wir wehrten ihm, weil er [dir] nicht mit uns nachfolgt. Luk9/50Luk Und Jesus
sprach zu ihm: Wehrt nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch. Aufbruch nach Jerusalem - Ablehnung bei Samaritern.
Luk9/51Luk Es geschah aber, als sich die Tage seiner Aufnahme erfüllten, da richtete er sein Angesicht fest darauf, nach Jerusalem zu gehen. Luk9/52Luk Und er sandte Boten vor seinem Angesicht
her; und sie gingen hin und kamen in ein Dorf der Samariter, um für ihn [Unterkunft] zu bereiten. Luk9/53Luk Und sie nahmen ihn nicht auf, weil sein Angesicht nach Jerusalem hin gerichtet war.
Luk9/54Luk Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sprachen sie: Herr, willst du, dass wir sagen, dass Feuer vom Himmel herabfallen und sie verzehren soll, wie auch Elia tat?
Luk9/55Luk Er wandte sich aber um und schalt sie. Luk9/56Luk Und sie gingen nach einem anderen Dorf.
Rechte Nachfolge.
Mt 8,18-22.
Luk9/57Luk Es geschah aber, als sie auf dem Weg dahinzogen, sprach einer zu ihm: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst, Herr. Luk9/58Luk Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Höhlen
und die Vögel des Himmels Nester; aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt hinlege. Luk9/59Luk Er sprach aber zu einem anderen: Folge mir nach! Der aber sprach: Herr, erlaube mir,
zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Luk9/60Luk Jesus aber sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben, du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes. Luk9/61Luk Es sprach aber
auch ein anderer: Ich will dir nachfolgen, Herr; zuvor aber erlaube mir, Abschied zu nehmen von denen, die in meinem Hause sind. Luk9/62Luk Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an
den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes.
Aussendung der siebzig Jünger.
vgl. Kap. 9,1-6; Mt 10,5-15; Mk 6,7-13.
\10\
Luk10/1Luk Nach diesem aber bestellte der Herr auch siebzig andere und sandte sie zu je zwei vor seinem Angesicht her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst kommen wollte. Luk10/2Luk Er
sprach aber zu ihnen: Die Ernte zwar ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte. Luk10/3Luk Geht hin! Siehe, ich sende euch
wie Lämmer mitten unter Wölfe. Luk10/4Luk Tragt weder Börse noch Tasche noch Sandalen, und grüßt niemand auf dem Weg. Luk10/5Luk In welches Haus ihr aber eintretet, sprecht zuerst: Friede diesem
Haus! Luk10/6Luk Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren. Luk10/7Luk In diesem Haus aber bleibt, und eßt und
trinkt, was sie haben; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht aus einem Haus in ein anderes. Luk10/8Luk Und in welche Stadt ihr kommt, und sie nehmen euch auf, [da] eßt, was euch
vorgesetzt wird, Luk10/9Luk und heilt die Kranken darin und sprecht zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen. Luk10/10Luk In welche Stadt ihr aber gekommen seid, und sie nehmen euch
nicht auf, [da] geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht: Luk10/11Luk Auch den Staub, der uns aus eurer Stadt an den Füßen hängt, schütteln wir gegen euch ab; doch dies wißt, dass das Reich
Gottes nahe gekommen ist. Luk10/12Luk Ich sage euch, dass es Sodom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt.
Weherufe über unbußfertige Städte.
Mt 11,20-24.
Luk10/13Luk Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst hätten sie, in Sack und Asche sitzend,
Buße getan. Luk10/14Luk Doch Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen im Gericht als euch. Luk10/15Luk Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, bis zum Hades wirst du
hinabgestoßen werden. Luk10/16Luk Wer euch hört, hört mich; und wer euch verwirft, verwirft mich; wer aber mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat.
Rückkehr der Siebzig - Lobpreis des Vaters.
Mt 11,25-27.
Luk10/17Luk Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen. Luk10/18Luk Er sprach aber zu ihnen: Ich schaute den Satan wie
einen Blitz vom Himmel fallen. Luk10/19Luk Siehe, ich gebe euch die Macht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch irgendwie schaden.
Luk10/20Luk Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind; freut euch aber, dass eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind. Luk10/21Luk In dieser Stunde frohlockte Jesus
im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es
wohlgefällig vor dir. Luk10/22Luk Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater; und wer der Vater ist, als nur der Sohn, und wem der Sohn
[ihn] offenbaren will. Luk10/23Luk Und er wandte sich zu den Jüngern allein und sprach: Glückselig die Augen, die sehen, was ihr seht! Luk10/24Luk Denn ich sage euch, dass viele Propheten und
Könige begehrt haben, zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
Der barmherzige Samariter.
vgl. Mt 22,34-40; Mk 12,28-34.
Luk10/25Luk Und siehe, ein Gesetzesgelehrter stand auf und versuchte ihn und sprach: Lehrer, was muß ich getan haben, um ewiges Leben zu erben? Luk10/26Luk Er aber sprach zu ihm: Was steht in dem
Gesetz geschrieben? Wie liest du? Luk10/27Luk Er aber antwortete und sprach: `Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen
Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst. Luk10/28Luk Er sprach aber zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu dies, und du wirst leben. Luk10/29Luk Indem er aber sich
selbst rechtfertigen wollte, sprach er zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Luk10/30Luk Jesus aber erwiderte und sprach: Ein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber,
die ihn auch auszogen und ihm Schläge versetzten und weggingen und ihn halbtot liegen ließen. Luk10/31Luk Von ungefähr aber ging ein Priester jenen Weg hinab; und als er ihn sah, ging er an der
entgegengesetzten Seite vorüber. Luk10/32Luk Ebenso aber kam auch ein Levit, der an den Ort gelangte und sah [ihn] und ging an der entgegengesetzten Seite vorüber. Luk10/33Luk Aber ein Samariter,
der auf der Reise war, kam zu ihm hin; und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt; Luk10/34Luk und er trat hinzu und verband seine Wunden und goß Öl und Wein darauf; und er setzte ihn auf sein
eigenes Tier und führte ihn in eine Herberge und trug Sorge für ihn. Luk10/35Luk Und am folgenden Morgen zog er zwei Denare heraus und gab sie dem Wirt und sprach: Trage Sorge für ihn; und was du
noch dazu verwenden wirst, werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme. Luk10/36Luk Was meinst du, wer von diesen dreien der Nächste dessen gewesen ist, der unter die Räuber gefallen war?
Luk10/37Luk Er aber sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm übte. Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin und handle ebenso!
Martha und Maria.
Luk10/38Luk Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er in ein Dorf kam; und eine Frau mit Namen Martha nahm ihn in ihr Haus auf. Luk10/39Luk Und diese hatte eine Schwester, genannt
Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte. Luk10/40Luk Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich
nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe! Luk10/41Luk Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha! Du bist besorgt und
beunruhigt um viele Dinge; Luk10/42Luk eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.
Vom Gebet.
V. 1-4: vgl. Mt 6,9-13; V. 5-13: vgl. Mt 7,7-11.
\11\
Luk11/1Luk Und es geschah, als er an einem Ort war und betete, da sprach, als er aufhörte, einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte! Luk11/2Luk Er
sprach aber zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; Luk11/3Luk unser nötiges Brot gib uns täglich; Luk11/4Luk und vergib uns unsere Sünden, denn
auch wir selbst vergeben jedem, der uns schuldig ist; und führe uns nicht in Versuchung. Luk11/5Luk Und er sprach zu ihnen: Wer von euch wird einen Freund haben und wird um Mitternacht zu ihm
gehen und zu ihm sagen: Freund, leihe mir drei Brote, Luk11/6Luk da mein Freund von der Reise bei mir angekommen ist und ich nichts habe, was ich ihm vorsetzen soll; Luk11/7Luk und jener würde
von innen antworten und sagen: Mach mir keine Mühe, die Tür ist schon geschlossen, und meine Kinder sind bei mir im Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben? Luk11/8Luk Ich sage euch, wenn er
auch nicht aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er wenigstens um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er braucht. Luk11/9Luk Und ich sage euch:
Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. Luk11/10Luk Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem
Anklopfenden wird aufgetan werden. Luk11/11Luk Wo ist unter euch ein Vater, den der Sohn um einen Fisch bitten wird - er wird ihm statt des Fisches doch nicht eine Schlange geben? Luk11/12Luk
Oder auch, wenn er um ein Ei bäte - er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben? Luk11/13Luk Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater,
der vom Himmel [gibt], den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!
Dämonenaustreibung.
Mt 12,22-37; Mk 3,22-30.
Luk11/14Luk Und er trieb einen Dämon aus, der stumm war. Es geschah aber, als der Dämon ausgefahren war, redete der Stumme; und die Volksmengen wunderten sich. Luk11/15Luk Einige aber von ihnen
sagten: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Luk11/16Luk Andere aber versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen aus dem Himmel. Luk11/17Luk Da er aber ihre
Gedanken wußte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst entzweit ist, wird verwüstet, und Haus gegen Haus [entzweit], stürzt ein. Luk11/18Luk Wenn aber auch der Satan mit sich selbst
entzweit ist, wie wird sein Reich bestehen? Denn ihr sagt, dass ich durch Beelzebul die Dämonen austreibe. Luk11/19Luk Wenn aber ich durch Beelzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure
Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. Luk11/20Luk Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen. Luk11/21Luk Wenn der
Starke bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist seine Habe in Frieden; Luk11/22Luk wenn aber ein Stärkerer als er über ihn kommt und ihn besiegt, so nimmt er seine ganze Waffenrüstung weg, auf die er
vertraute, und seine Beute verteilt er. Luk11/23Luk Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
Von der Rückkehr unreiner Geister.
Mt 12,43-45.
Luk11/24Luk Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte und sucht Ruhe; und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von
wo ich ausgegangen bin. Luk11/25Luk Und wenn er kommt, findet er es gekehrt und geschmückt. Luk11/26Luk Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, schlimmer als er selbst, und sie
gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird ärger als der Anfang.
Wahre Glückseligkeit.
Luk11/27Luk Es geschah aber, als er dies sagte, da erhob eine Frau aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm: Glückselig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die du gesogen hast!
Luk11/28Luk Er aber sprach: Gewiß, doch glückselig, die das Wort Gottes hören und befolgen!
Das Zeichen Jonas.
Mt 12,38-42.
Luk11/29Luk Als aber die Volksmengen sich herzudrängten, fing er an, zu sagen: Dieses Geschlecht ist ein böses Geschlecht; es fordert ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur
das Zeichen Jonas. Luk11/30Luk Denn wie Jona den Niniviten ein Zeichen war, so wird es auch der Sohn des Menschen diesem Geschlecht sein. Luk11/31Luk Eine Königin des Südens wird auftreten im
Gericht mit den Männern dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier ist mehr als Salomo. Luk11/32Luk Männer
von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße auf die Predigt Jonas hin; und siehe, hier ist mehr als Jona.
Gleichnis vom Auge.
vgl. Mt 5,15; 6,22.23.
Luk11/33Luk Niemand aber, der eine Leuchte angezündet hat, stellt sie ins Versteck, noch unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, damit die Hereinkommenden den Schein sehen. Luk11/34Luk
Die Leuchte des Leibes ist dein Auge; wenn dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster. Luk11/35Luk Sieh nun zu, dass das Licht,
welches in dir ist, nicht Finsternis ist. Luk11/36Luk Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und keinen finsteren Teil hat, so wird er ganz licht sein, wie wenn die Leuchte mit ihrem Strahl dich
beleuchtete.
Weherufe gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten.
vgl. Mt 23,4-7.23-36.
Luk11/37Luk Als er aber redete, bat ihn ein Pharisäer, dass er bei ihm zu Mittag essen möchte; er ging aber hinein und legte sich zu Tisch. Luk11/38Luk Als aber der Pharisäer es sah, wunderte er
sich, dass er sich nicht erst vor dem Essen gewaschen hatte. Luk11/39Luk Der Herr aber sprach zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, euer Inneres aber
ist voller Raub und Bosheit. Luk11/40Luk Toren! Hat nicht der, welcher das Äußere gemacht hat, auch das Innere gemacht? Luk11/41Luk Gebt jedoch als Almosen, was darin ist, und siehe, alles ist
euch rein. Luk11/42Luk Aber wehe euch Pharisäern! Denn ihr verzehntet die Minze und die Raute und alles Kraut und übergeht das Gericht und die Liebe Gottes; diese Dinge hättet ihr tun und jene
nicht lassen sollen. Luk11/43Luk Wehe euch Pharisäern! Denn ihr liebt den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten. Luk11/44Luk Wehe euch! Denn ihr seid wie die Grüfte,
die verborgen sind, und die Menschen, die darüber hingehen, wissen es nicht. Luk11/45Luk Aber einer der Gesetzesgelehrten antwortete und spricht zu ihm: Lehrer, indem du dies sagst, schmähst du
auch uns. Luk11/46Luk Er aber sprach: Auch euch Gesetzesgelehrten wehe! Denn ihr belastet die Menschen mit schwer zu tragenden Lasten, und selbst rührt ihr die Last nicht mit einem eurer Finger
an. Luk11/47Luk Wehe euch! Denn ihr baut die Grabmäler der Propheten, eure Väter aber haben sie getötet. Luk11/48Luk So gebt ihr Zeugnis und stimmt den Werken eurer Väter bei; denn sie haben sie
getötet, ihr aber baut ihre Grabmäler. Luk11/49Luk Darum hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und einige von ihnen werden sie töten und
vertreiben, Luk11/50Luk damit das Blut aller Propheten, das von Grundlegung der Welt an vergossen worden ist, von diesem Geschlecht gefordert werde: Luk11/51Luk von dem Blut Abels an bis zu dem
Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar und dem Haus umkam; ja, sage ich euch, es wird von diesem Geschlecht gefordert werden. Luk11/52Luk Wehe euch Gesetzesgelehrten! Denn ihr habt den
Schlüssel der Erkenntnis weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die hineingehen wollten, habt ihr gehindert. Luk11/53Luk Als er aber dies zu ihnen sagte, fingen die
Schriftgelehrten und die Pharisäer an, hart auf ihn einzudringen und ihn über vieles auszufragen; Luk11/54Luk und sie lauerten auf ihn, etwas aus seinem Mund zu erjagen.
Warnung vor Heuchelei - Ermutigung zu furchtlosem Bekenntnis - Warnung vor Lästerung des Geistes.
vgl. Mt 10,26-33.
\12\
Luk12/1Luk Als sich unterdessen viele Tausende der Volksmenge versammelt hatten, so dass sie einander traten, fing er an, zuerst zu seinen Jüngern zu sagen: Hütet euch vor dem Sauerteig der
Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Luk12/2Luk Es ist aber nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und verborgen, was nicht erkannt werden wird; Luk12/3Luk deswegen wird alles, was ihr in der
Finsternis gesprochen haben werdet, im Licht gehört werden, und was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern, wird auf den Dächern ausgerufen werden.
Luk12/4Luk Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nach diesem nichts weiter zu tun vermögen. Luk12/5Luk Ich will euch aber zeigen, wen ihr
fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Macht hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet. Luk12/6Luk Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Pfennig verkauft? Und nicht
einer von ihnen ist vor Gott vergessen. Luk12/7Luk Aber selbst die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. So fürchtet euch nun nicht; ihr seid mehr als viele Sperlinge. Luk12/8Luk Ich sage euch
aber: Jeder, der mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen; Luk12/9Luk wer mich aber vor den Menschen verleugnet haben wird, der wird
vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Luk12/10Luk Und jeder, der ein Wort sagen wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; dem aber, der gegen den Heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden. Luk12/11Luk Wenn
sie euch aber vor die Synagogen und die Obrigkeiten und die Machthaber führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt; Luk12/12Luk denn der Heilige Geist
wird euch in jener Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
Gleichnis vom reichen Toren.
Luk12/13Luk Einer aus der Volksmenge aber sprach zu ihm: Lehrer, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teile. Luk12/14Luk Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zu einem Richter oder
[Erb]teiler über euch gesetzt? Luk12/15Luk Er sprach aber zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habsucht, denn auch wenn jemand Überfluß hat, besteht sein Leben nicht durch seine Habe.
Luk12/16Luk Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen und sprach: Das Land eines reichen Menschen trug viel ein. Luk12/17Luk Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Denn ich
habe nicht, wohin ich meine Früchte einsammeln soll. Luk12/18Luk Und er sprach: Dies will ich tun: ich will meine Scheunen niederreißen und größere bauen und will dahin all mein Korn und meine
Güter einsammeln; Luk12/19Luk und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter daliegen auf viele Jahre. Ruhe aus, iß, trink, sei fröhlich! Luk12/20Luk Gott aber sprach zu ihm: Du
Tor! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Was du aber bereitet hast, für wen wird es sein? Luk12/21Luk So ist, der für sich Schätze sammelt und nicht reich ist im Blick auf
Gott.
Warnung vor Sorgen.
vgl. Mt 6,19-21.25-34.
Luk12/22Luk Er sprach aber zu seinen Jüngern: Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für das Leben, was ihr essen, noch für den Leib, was ihr anziehen sollt. Luk12/23Luk Das Leben ist mehr als
die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung. Luk12/24Luk Betrachtet die Raben, die nicht säen noch ernten, die weder Vorratskammer noch Scheune haben, und Gott ernährt sie. Wieviel seid ihr
mehr als die Vögel! Luk12/25Luk Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen? Luk12/26Luk Wenn ihr nun auch das geringste nicht könnt, warum seid ihr um das übrige
besorgt? Luk12/27Luk Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht und spinnen auch nicht. Ich sage euch aber, selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit war nicht bekleidet wie eine
von ihnen. Luk12/28Luk Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch, Kleingläubige! Luk12/29Luk Und ihr, trachtet
nicht [danach], was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und seid nicht in Unruhe; Luk12/30Luk denn nach diesem allen trachten die Nationen der Welt; euer Vater aber weiß, dass ihr dies
benötigt. Luk12/31Luk Trachtet jedoch nach seinem Reich, und dies wird euch hinzugefügt werden. Luk12/32Luk Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das
Reich zu geben. Luk12/33Luk Verkauft eure Habe und gebt Almosen; macht euch Beutel, die nicht veralten, einen unvergänglichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb sich naht und keine Motte
zerstört. Luk12/34Luk Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
Ermahnung zur Wachsamkeit und Treue - Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht.
vgl. Mt 24,42-51.
Luk12/35Luk Es seien eure Lenden umgürtet und die Lampen brennend; Luk12/36Luk und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen mag von der Hochzeit, damit, wenn er
kommt und anklopft, sie ihm sogleich aufmachen. Luk12/37Luk Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich
zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen. Luk12/38Luk Und wenn er in der zweiten Wache kommt und in der dritten Wache kommt und findet sie so - glückselig sind jene!
Luk12/39Luk Dies aber erkennt: Wenn der Hausherr gewußt hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, so hätte er gewacht und nicht erlaubt, dass sein Haus durchgraben würde. Luk12/40Luk Auch
ihr, seid bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt in der Stunde, da ihr es nicht meint.
Luk12/41Luk Petrus aber sprach zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen? Luk12/42Luk Der Herr aber sprach: Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, den der Herr über
sein Gesinde setzen wird, um [ihm] die zugemessene Speise zu geben zur rechten Zeit? Luk12/43Luk Glückselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! Luk12/44Luk In
Wahrheit sage ich euch, dass er ihn über seine ganze Habe setzen wird. Luk12/45Luk Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr läßt sich Zeit mit dem Kommen, und anfängt, die Knechte
und Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, Luk12/46Luk so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er
nicht weiß, und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Ungläubigen. Luk12/47Luk Jener Knecht aber, der den Willen seines Herrn wußte und sich nicht bereitet, noch nach seinem
Willen getan hat, wird mit vielen [Schlägen] geschlagen werden; Luk12/48Luk wer ihn aber nicht wußte, aber getan hat, was der Schläge wert ist, wird mit wenigen geschlagen werden. Jedem aber, dem
viel gegeben ist - viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.
Entzweiung um Jesu willen.
vgl. Mt 10,34-36.
Luk12/49Luk Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen, und wie wünschte ich, es wäre schon angezündet! Luk12/50Luk Ich habe aber eine Taufe, womit ich getauft werden muß, und wie bin ich
bedrängt, bis sie vollbracht ist! Luk12/51Luk Denkt ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung. Luk12/52Luk Denn es werden von nun
an fünf in einem Haus entzweit sein; drei werden mit zweien und zwei mit dreien entzweit sein: Luk12/53Luk Vater mit Sohn und Sohn mit Vater, Mutter mit Tochter und Tochter mit der Mutter,
Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und Schwiegertochter mit der Schwiegermutter.
Zeichen der Zeit - Ermahnung zur Versöhnung und Buße - Gleichnis vom Feigenbaum.
Mt 16,1-3.
Luk12/54Luk Er sprach aber auch zu den Volksmengen: Wenn ihr eine Wolke von Westen aufsteigen seht, so sagt ihr sogleich: Ein Regenguß kommt. Und es geschieht so. Luk12/55Luk Und wenn [ihr] den
Südwind wehen [seht], so sagt ihr: Es wird Hitze geben. Und es geschieht. Luk12/56Luk Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels wißt ihr zu beurteilen. Wie aber kommt es, dass ihr diese
Zeit nicht beurteilt?
V. 57-59: Mt 5,25.26.
Luk12/57Luk Warum richtet ihr aber auch von euch selbst aus nicht, was recht ist? Luk12/58Luk Denn wenn du mit deinem Gegner vor die Obrigkeit gehst, so gib dir auf dem Weg Mühe, von ihm
loszukommen, damit er dich nicht etwa zu dem Richter hinschleppe; und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener überliefern und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis werfen. Luk12/59Luk Ich sage
dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.
\13\
Luk13/1Luk Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Luk13/2Luk Und er antwortete und sprach zu
ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Luk13/3Luk Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso
umkommen. Luk13/4Luk Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie tötete: meint ihr, dass sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? Luk13/5Luk Nein, sage
ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
Luk13/6Luk Er sagte aber dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, der in seinem Weinberg gepflanzt war; und er kam und suchte Frucht an ihm und fand keine. Luk13/7Luk Er sprach aber zu
dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn ab! Wozu macht er auch das Land unbrauchbar? Luk13/8Luk Er aber antwortet und sagt zu
ihm: Herr, laß ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn graben und Dünger legen werde; Luk13/9Luk und wenn er etwa Frucht bringen wird, [gut], wenn aber nicht, so magst du ihn künftig
abhauen.
Heilung einer Frau am Sabbat.
Luk13/10Luk Er lehrte aber am Sabbat in einer der Synagogen. Luk13/11Luk Und siehe, da war eine Frau, die achtzehn Jahre einen Geist der Schwäche hatte; und sie war zusammengekrümmt und gänzlich
unfähig, sich aufzurichten. Luk13/12Luk Als aber Jesus sie sah, rief er ihr zu und sprach zu ihr: Frau, du bist gelöst von deiner Schwäche! Luk13/13Luk Und er legte ihr die Hände auf, und sofort
wurde sie gerade und verherrlichte Gott. Luk13/14Luk Der Synagogenvorsteher aber, unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte, begann und sprach zu der Volksmenge: Sechs Tage sind es, an denen man
arbeiten soll; an diesen nun kommt und laßt euch heilen und nicht am Tag des Sabbats. Luk13/15Luk Der Herr nun antwortete ihm und sprach: Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen
Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn hin und tränkt ihn? Luk13/16Luk Diese aber, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre lang, sollte sie
nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tag des Sabbats? Luk13/17Luk Und als er dies sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt; und die ganze Volksmenge freute sich über all die herrlichen
Dinge, die durch ihn geschahen.
Gleichnisse vom Senfkorn und Sauerteig.
Mt 13,31-33; Mk 4,30-34.
Luk13/18Luk Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich es vergleichen? Luk13/19Luk Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf; und es wuchs
und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.
Luk13/20Luk Und wieder sprach er: Wem soll ich das Reich Gottes vergleichen? Luk13/21Luk Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert
war.
Die enge Pforte - Erste und Letzte.
Luk13/22Luk Und lehrend durchzog er nacheinander Städte und Dörfer und reiste nach Jerusalem. Luk13/23Luk Es sprach aber jemand zu ihm: Herr, sind es wenige, die errettet werden? Er aber sprach
zu ihnen: Luk13/24Luk Ringt danach, durch die enge Pforte einzugehen; denn viele, sage ich euch, werden einzugehen suchen und werden es nicht vermögen. Luk13/25Luk Sobald der Hausherr
aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangen werdet, draußen zu stehen und an der Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf! wird er antworten und zu euch sagen: Ich kenne
euch nicht [und weiß nicht], woher ihr seid. Luk13/26Luk Dann werdet ihr anfangen, zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unseren Straßen hast du gelehrt. Luk13/27Luk Und er
wird sagen: Ich sage euch, ich kenne euch nicht [und weiß nicht], woher ihr seid. Weicht von mir, alle ihr Übeltäter! Luk13/28Luk Da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham
und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sehen werdet, euch aber draußen hinausgeworfen. Luk13/29Luk Und sie werden kommen von Osten und Westen und von Norden und Süden und zu Tisch
liegen im Reich Gottes. Luk13/30Luk Und siehe, es sind Letzte, die Erste sein werden, und es sind Erste, die Letzte sein werden.
Klage über Jerusalem.
vgl. Mt 23,37-39.
Luk13/31Luk In derselben Stunde kamen einige Pharisäer herbei und sagten zu ihm: Geh hinaus und zieh fort, denn Herodes will dich töten. Luk13/32Luk Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt
diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten [Tag] werde ich vollendet. Luk13/33Luk Doch ich muß heute und morgen und am folgenden [Tag]
wandern; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkomme. Luk13/34Luk Jerusalem, Jerusalem, das da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihm gesandt sind! Wie oft habe ich
deine Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Brut unter die Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Luk13/35Luk Siehe, euer Haus wird euch überlassen. Ich sage euch aber: Ihr werdet mich nicht
sehen, bis es geschieht, dass ihr sprecht: `Gepriesen [sei], der da kommt im Namen des Herrn!
Heilung eines Wassersüchtigen am Sabbat.
\14\
Luk14/1Luk Und es geschah, als er am Sabbat in das Haus eines der Obersten der Pharisäer kam, um zu essen, dass sie auf ihn lauerten. Luk14/2Luk Und siehe, ein wassersüchtiger Mensch war vor ihm.
Luk14/3Luk Und Jesus begann und sprach zu den Gesetzesgelehrten und Pharisäern und sagte: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen? Luk14/4Luk Sie aber schwiegen. Und er faßte ihn an und heilte ihn
und entließ ihn. Luk14/5Luk Und er sprach zu ihnen: Wer unter euch, dessen Sohn oder Ochse in einen Brunnen fällt, zieht ihn nicht sogleich heraus am Tag des Sabbats? Luk14/6Luk Und sie konnten
ihm darauf nicht antworten.
Warnung vor Ehrsucht.
Luk14/7Luk Er sprach aber zu den Eingeladenen ein Gleichnis, als er bemerkte, wie sie die ersten Plätze wählten, und sagte zu ihnen: Luk14/8Luk Wenn du von jemandem zur Hochzeit geladen wirst, so
lege dich nicht auf den ersten Platz, damit nicht etwa ein Geehrterer als du von ihm geladen sei Luk14/9Luk und der, welcher dich und ihn geladen hat, komme und zu dir spreche: Mach diesem Platz!
Und dann wirst du anfangen, mit Schande den letzten Platz einzunehmen. Luk14/10Luk Sondern wenn du geladen bist, so geh hin und lege dich auf den letzten Platz, damit, wenn der, welcher dich
geladen hat, kommt, er zu dir spreche: Freund, rücke höher hinauf. Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch liegen; Luk14/11Luk Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt
werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Luk14/12Luk Er sprach aber auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder ein Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche
Nachbarn, damit nicht etwa auch sie dich wiederladen und dir Vergeltung zuteil werde. Luk14/13Luk Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde, Luk14/14Luk und glückselig
wirst du sein, weil sie nichts haben, um dir zu vergelten; denn es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.
Gleichnis vom großen Abendmahl.
vgl. Mt 22,2-10.
Luk14/15Luk Als aber einer von denen, die mit zu Tisch lagen, dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig, wer essen wird im Reich Gottes! Luk14/16Luk Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein
großes Abendmahl und lud viele. Luk14/17Luk Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Abendmahls, um den Geladenen zu sagen: Kommt, denn schon ist alles bereit. Luk14/18Luk Und sie fingen alle
ohne Ausnahme an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß notwendig ausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Luk14/19Luk
Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe hin, sie zu erproben; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Luk14/20Luk Und ein anderer sprach: Ich habe eine Frau
geheiratet, und darum kann ich nicht kommen. Luk14/21Luk Und der Knecht kam herbei und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh eilends hinaus
auf die Straßen und Gassen der Stadt und bringe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden hier herein. Luk14/22Luk Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es
ist noch Raum. Luk14/23Luk Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und Zäune und nötige [sie] hereinzukommen, dass mein Haus voll werde; Luk14/24Luk denn ich sage euch, dass
nicht einer jener Männer, die geladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.
Bedingungen der Nachfolge.
Luk14/25Luk Es ging aber eine große Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Luk14/26Luk Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau
und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein; Luk14/27Luk und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht
mein Jünger sein. Luk14/28Luk Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er [das Nötige] zur Ausführung habe? Luk14/29Luk Damit nicht
etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten, Luk14/30Luk und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und konnte nicht
vollenden. Luk14/31Luk Oder welcher König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht zuvor hin und ratschlagt, ob er imstande sei, dem mit zehntausend
entgegenzutreten, der gegen ihn mit zwanzigtausend anrückt? Luk14/32Luk Wenn aber nicht, so sendet er, während er noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen.
Luk14/33Luk So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein. Luk14/34Luk Das Salz ist gut; wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt
werden? Luk14/35Luk Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Gleichnisse vom verlorenen Schaf und von der verlorenen Drachme.
V. 1-7: vgl. Mt 18,11-13.
\15\
Luk15/1Luk Es nahten aber zu ihm alle Zöllner und Sünder, ihn zu hören; Luk15/2Luk und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder auf und ißt mit ihnen.
Luk15/3Luk Er sprach aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte: Luk15/4Luk Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, läßt nicht die neunundneunzig in der
Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Luk15/5Luk Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; Luk15/6Luk und wenn er nach Hause kommt, ruft er die
Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Luk15/7Luk Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen
Sünder, der Buße tut, [mehr] als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.
Luk15/8Luk Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, eine Lampe an und kehrt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet? Luk15/9Luk Und wenn
sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht: Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte. Luk15/10Luk So, sage ich
euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Gleichnis vom verlorenen Sohn.
Luk15/11Luk Er sprach aber: Ein Mensch hatte zwei Söhne; Luk15/12Luk und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt. Und er teilte ihnen die
Habe. Luk15/13Luk Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte.
Luk15/14Luk Als er aber alles verzehrt hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und er selbst fing an, Mangel zu leiden. Luk15/15Luk Und er ging hin und hängte sich an einen der
Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seine Äcker, Schweine zu hüten. Luk15/16Luk Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Schweine fraßen; und niemand gab ihm.
Luk15/17Luk Als er aber in sich ging, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluß an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. Luk15/18Luk Ich will mich aufmachen und zu meinem
Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, Luk15/19Luk ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen, mach mich wie einen deiner Tagelöhner.
Luk15/20Luk Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn
zärtlich. Luk15/21Luk Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen. Luk15/22Luk Der Vater aber sprach zu
seinen Sklaven: Bringt das beste Kleid her und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße; Luk15/23Luk und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und
laßt uns essen und fröhlich sein! Luk15/24Luk Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu
sein.
Luk15/25Luk Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Reigen. Luk15/26Luk Und er rief einen der Sklaven herbei und erkundigte sich, was
das wäre. Luk15/27Luk Der aber sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat. Luk15/28Luk Er aber wurde zornig
und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu. Luk15/29Luk Er aber antwortete und sprach zu dem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich ein
Gebot von dir übertreten; und mir hast du niemals ein Böckchen gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre; Luk15/30Luk da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der deine Habe mit Huren
durchgebracht hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. Luk15/31Luk Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. Luk15/32Luk Es geziemte sich
aber, fröhlich zu sein und sich zu freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden. (Verlorener Sohn war das.) Gleichnis vom
ungerechten Verwalter.
\16\
Luk16/1LukEr sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der einen Verwalter hatte; und dieser wurde bei ihm angeklagt, als verschwende er seine Habe. Luk16/2Luk Und er rief ihn und
sprach zu ihm: Was ist es, das ich von dir höre? Lege die Rechnung von deiner Verwaltung ab, denn du wirst nicht mehr Verwalter sein können. Luk16/3Luk Der Verwalter aber sprach bei sich selbst:
Was soll ich tun? Denn mein Herr nimmt mir die Verwaltung ab. Graben kann ich nicht, zu betteln schäme ich mich. Luk16/4Luk Ich weiß, was ich tun werde, damit sie mich, wenn ich der Verwaltung
enthoben bin, in ihre Häuser aufnehmen. Luk16/5Luk Und er rief jeden einzelnen der Schuldner seines Herrn herbei und sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Luk16/6Luk Der
aber sprach: Hundert Bat Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldbrief und setze dich schnell hin und schreibe fünfzig. Luk16/7Luk Danach sprach er zu einem anderen: Du aber, wieviel bist du
schuldig? Der aber sprach: Hundert Kor Weizen. Und er spricht zu ihm: Nimm deinen Schuldbrief und schreibe achtzig. Luk16/8Luk Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt
hatte; denn die Söhne dieser Welt sind klüger als die Söhne des Lichts gegen ihr eigenes Geschlecht. Luk16/9Luk Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu
Ende geht, man euch aufnehme in die ewigen Zelte. Luk16/10Luk Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht. Luk16/11Luk
Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu gewesen seid, wer wird euch das Wahrhaftige anvertrauen? Luk16/12Luk Und wenn ihr mit dem Fremden nicht treu gewesen seid, wer wird euch das
Eure geben? Luk16/13Luk Kein Haussklave kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr
könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Gesetz und Evangelium.
Luk16/14Luk Dies alles hörten aber auch die Pharisäer, die geldliebend waren, und sie verhöhnten ihn. Luk16/15Luk Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den
Menschen, Gott aber kennt eure Herzen; denn was unter den Menschen hoch ist, ist ein Greuel vor Gott. Luk16/16Luk Das Gesetz und die Propheten [gehen] bis auf Johannes; von da an wird das
Evangelium des Reiches Gottes verkündigt, und jeder dringt mit Gewalt hinein. Luk16/17Luk Es ist aber leichter, dass der Himmel und die Erde vergehen, als dass ein Strichlein des Gesetzes
wegfalle. Luk16/18Luk Jeder, der seine Frau entläßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
Der reiche Mann und der arme Lazarus.
Luk16/19Luk Es war aber ein reicher Mann, und er kleidete sich in Purpur und feine Leinwand und lebte alle Tage fröhlich und in Prunk. Luk16/20Luk Ein Armer aber, mit Namen Lazarus, lag an dessen
Tor, voller Geschwüre, Luk16/21Luk und er begehrte, sich mit den Abfällen vom Tisch des Reichen zu sättigen; aber auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre. Luk16/22Luk Es geschah aber,
dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Luk16/23Luk Und als er im Hades seine Augen aufschlug und in Qualen war,
sieht er Abraham von fern und Lazarus in seinem Schoß. Luk16/24Luk Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser
tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Luk16/25Luk Abraham aber sprach: Kind, gedenke, dass du dein Gutes völlig empfangen hast in deinem Leben und Lazarus ebenso das
Böse; jetzt aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Luk16/26Luk Und zu diesem allen ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, damit die, welche von hier zu euch
hinübergehen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen. Luk16/27Luk Er sprach aber: Ich bitte dich nun, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest,
Luk16/28Luk denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen ernstlich Zeugnis gebe, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen. Luk16/29Luk Abraham aber spricht zu ihm: Sie haben Mose und die
Propheten; mögen sie die hören. Luk16/30Luk Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, so werden sie Buße tun. Luk16/31Luk Er sprach aber zu ihm: Wenn
sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht.
Warnung vor Verführung zur Sünde - Ermahnungen vom Vergeben, Glauben und Dienen.
\17\
Luk17/1Luk Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, dass nicht Verführungen kommen. Wehe aber dem, durch den sie kommen! Luk17/2Luk Es wäre ihm nützlicher, wenn ein Mühlstein um seinen
Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen Anlaß zur Sünde gäbe!
Luk17/3Luk Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm. Luk17/4Luk Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu
dir umkehrt und spricht: Ich bereue es, so sollst du ihm vergeben.
Luk17/5Luk Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre uns den Glauben! Luk17/6Luk Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen:
Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.
Luk17/7Luk Wer aber von euch, der einen Sklaven hat, der pflügt oder hütet, wird zu ihm, wenn er vom Feld hereinkommt, sagen: Komm und leg dich sogleich zu Tisch? Luk17/8Luk Wird er nicht
vielmehr zu ihm sagen: Richte zu, was ich zu Abend essen soll, und gürte dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken? Luk17/9Luk Dankt er etwa
dem Sklaven, dass er das Befohlene getan hat? Ich meine nicht. Luk17/10Luk So sprecht auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben getan, was
wir zu tun schuldig waren.
Heilung von zehn Aussätzigen.
Luk17/11Luk Und es geschah, als er nach Jerusalem reiste, dass er mitten durch Samaria und Galiläa ging. Luk17/12Luk Und als er in ein Dorf einzog, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von
fern standen. Luk17/13Luk Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich unser! Luk17/14Luk Und als er [sie] sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den
Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt. Luk17/15Luk Einer aber von ihnen kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme;
Luk17/16Luk und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter. Luk17/17Luk Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die Zehn gereinigt worden? Wo sind die
Neun? Luk17/18Luk Haben sich sonst keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott Ehre zu geben, außer diesem Fremdling? Luk17/19Luk Und er sprach zu ihm: Steh auf und geh hin! Dein Glaube hat dich
gerettet.
Das Reich Gottes und der Tag des Menschensohnes.
V. 22-36: vgl. Mt 24,17.18.23-28.37-41.
Luk17/20Luk Und als er von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte; Luk17/21Luk
noch wird man sagen: Siehe hier! Oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Luk17/22Luk Er sprach aber zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet,
einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen, und ihr werdet [ihn] nicht sehen. Luk17/23Luk Und man wird zu euch sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Geht nicht hin, folgt auch nicht.
Luk17/24Luk Denn wie der Blitz blitzend leuchtet von einem [Ende] unter dem Himmel bis zum anderen [Ende] unter dem Himmel, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag. Luk17/25Luk Vorher
aber muß er vieles leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. Luk17/26Luk Und wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen: Luk17/27Luk sie
aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und die Flut kam und alle umbrachte. Luk17/28Luk Ebenso auch, wie es geschah in den Tagen Lots:
sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; Luk17/29Luk an dem Tag aber, da Lot von Sodom ausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.
Luk17/30Luk Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird. Luk17/31Luk An jenem Tag - wer auf dem Dach sein wird und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um
es zu holen; und wer auf dem Feld ist, wende sich ebenso wenig zurück. Luk17/32Luk Gedenkt an Lots Frau! Luk17/33Luk Wer sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren; und wer es verliert, wird
es erhalten. Luk17/34Luk Ich sage euch: In jener Nacht werden zwei auf einem Bett sein; einer wird genommen und der andere gelassen werden. Luk17/35Luk Zwei werden zusammen mahlen, die eine wird
genommen, die andere gelassen werden. Luk17/36Luk Und sie antworten und sagen zu ihm: Wo, Herr? Er aber sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich auch die Adler.
Gleichnis vom ungerechten Richter.
\18\
Luk18/1Luk Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht ermatten sollten, Luk18/2Luk und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und
vor keinem Menschen sich scheute. Luk18/3Luk Es war aber eine Witwe in jener Stadt; und sie kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher. Luk18/4Luk Und eine Zeitlang
wollte er nicht; danach aber sprach er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und vor keinem Menschen mich scheue, Luk18/5Luk so will ich doch, weil diese Witwe mir Mühe macht, ihr
Recht verschaffen, dass sie nicht am Ende komme und mir ins Gesicht fahre. Luk18/6Luk Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt. Luk18/7Luk Gott aber, sollte er das Recht seiner
Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen? (Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm
schreien, nicht ausführen? Also sind die Auserwähltn, die Tag du Nacht zu Gott schreien, auch für Gerechtigkeit, Furcht des Herrn und Befreiungheilung, gemeint. Sollte Er es bei ihnen lange
hinziehen?) Luk18/8Luk Ich sage euch, dass er ihr Recht ohne Verzug ausführen wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?
Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner.
Luk18/9Luk Er sprach aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die übrigen für nichts achteten, dieses Gleichnis: Luk18/10Luk Zwei Menschen gingen hinauf
in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Zöllner. Luk18/11Luk Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die
übrigen der Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Luk18/12Luk Ich faste zweimal in der Woche, ich verzehnte alles, was ich erwerbe. Luk18/13Luk Und der Zöllner
stand von fern und wollte sogar die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig! Luk18/14Luk Ich sage euch: Dieser ging
gerechtfertigt hinab in sein Haus im Gegensatz zu jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Jesus und die Kinder.
Mt 19,13-15; Mk 10,13-16.
Luk18/15Luk Sie brachten aber auch die [kleinen] Kinder zu ihm, dass er sie anrühre. Als aber die Jünger es sahen, fuhren sie sie an. Luk18/16Luk Jesus aber rief sie herbei und sprach: Laßt die
Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. Luk18/17Luk Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kind, wird nicht
hineinkommen.
Frage eines Reichen nach dem ewigen Leben.
Mt 19,16-30; Mk 10,17-31.
Luk18/18Luk Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Lehrer, was muß ich getan haben, um ewiges Leben zu erben? Luk18/19Luk Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist
gut, als nur einer, Gott. Luk18/20Luk Die Gebote weißt du: `Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre deinen Vater
und deine Mutter. Luk18/21Luk Er aber sprach: Dies alles habe ich befolgt von meiner Jugend an. Luk18/22Luk Als aber Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch: verkaufe alles, was
du hast, und verteile es an die Armen, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben, und komm, folge mir nach! Luk18/23Luk Als er aber dies hörte, wurde er sehr betrübt, denn er war sehr reich.
Luk18/24Luk Als aber Jesus sah, dass er sehr betrübt wurde, sprach er: Wie schwer werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes kommen! Luk18/25Luk Denn es ist leichter, dass ein Kamel
durch ein Nadelöhr eingeht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt. Luk18/26Luk Es sprachen aber, die es hörten: Und wer kann [dann] errettet werden? Luk18/27Luk Er aber sprach: Was bei
Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott. Luk18/28Luk Petrus aber sprach: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Luk18/29Luk Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage
euch: Es ist niemand, der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen, Luk18/30Luk der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in
dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.
Dritte Leidensankündigung.
Mt 20,17-19; Mk 10,32-34.
Luk18/31Luk Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was durch die Propheten auf den Sohn des Menschen hin
geschrieben ist; Luk18/32Luk denn er wird den Nationen überliefert werden und wird verspottet und geschmäht und angespien werden; Luk18/33Luk und wenn sie ihn gegeißelt haben, werden sie ihn
töten, und am dritten Tag wird er auferstehen. Luk18/34Luk Und sie verstanden nichts von diesen Dingen, und dieses Wort war vor ihnen verborgen, und sie begriffen das Gesagte nicht.
Heilung eines Blinden.
Mt 20,29-34; Mk 10,46-52; vgl. Mt 9,27-31; Mk 8,22-26.
Luk18/35Luk Es geschah aber, als er Jericho nahte, saß ein Blinder bettelnd am Weg. Luk18/36Luk Und als er eine Volksmenge vorbeiziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei. Luk18/37Luk Sie
verkündeten ihm aber, dass Jesus, der Nazoräer, vorübergehe. Luk18/38Luk Und er rief und sprach: Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner! Luk18/39Luk Und die Vorangehenden bedrohten ihn, dass er
schweigen sollte; er aber schrie um so mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner! Luk18/40Luk Jesus aber blieb stehen und befahl, dass man ihn zu ihm führe. Als er sich aber näherte, fragte er ihn:
Luk18/41Luk Was willst du, dass ich dir tun soll? Er aber sprach: Herr, dass ich sehend werde! Luk18/42Luk Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dich geheilt. Luk18/43Luk Und
sofort wurde er sehend, folgte ihm nach und verherrlichte Gott. Und das ganze Volk, das es sah, gab Gott Lob.
Zachäus, der Oberzöllner.
\19\
Luk19/1Luk Und er ging hinein und zog durch Jericho. Luk19/2Luk Und siehe, [da war] ein Mann mit Namen Zachäus, und der war ein Oberzöllner und war reich. Luk19/3Luk Und er suchte Jesus zu sehen,
wer er sei; und er konnte es nicht vor der Volksmenge, denn er war klein von Gestalt. Luk19/4Luk Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, damit er ihn sehe; denn er sollte dort
durchkommen. Luk19/5Luk Und als er an den Ort kam, sah Jesus auf und erblickte ihn und sprach zu ihm: Zachäus, steige eilends herab, denn heute muß ich in deinem Haus bleiben. Luk19/6Luk Und er
stieg eilends herab und nahm ihn auf mit Freuden. Luk19/7Luk Und als sie es sahen, murrten alle und sagten: Er ist eingekehrt, um bei einem sündigen Mann zu herbergen. Luk19/8Luk Zachäus aber
stand und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand etwas durch falsche Anklage genommen habe, so erstatte ich es vierfach. Luk19/9Luk
Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist; Luk19/10Luk denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren
ist.
Gleichnis von den anvertrauten Pfunden.
vgl. Mt 25,14-30.
Luk19/11Luk Während sie aber dies hörten, fügte er noch ein Gleichnis hinzu, weil er nahe bei Jerusalem war, und sie meinten, dass das Reich Gottes sogleich erscheinen sollte. Luk19/12Luk Er
sprach nun: Ein hochgeborener Mann zog in ein fernes Land, um ein Reich für sich zu empfangen und wiederzukommen. Luk19/13Luk Er berief aber zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfunde und
sprach zu ihnen: Handelt [damit], bis ich [wieder-]komme. Luk19/14Luk Seine Bürger aber haßten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser
über uns König sei. Luk19/15Luk Und es geschah, als er zurückkam, nachdem er das Reich empfangen hatte, da sagte er, man solle diese Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, zu ihm rufen, damit
er erführe, was ein jeder erhandelt habe. Luk19/16Luk Der erste aber kam herbei und sagte: Herr, dein Pfund hat zehn Pfunde hinzugewonnen. Luk19/17Luk Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter
Knecht! Weil du im Geringsten treu warst, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben. Luk19/18Luk Und der zweite kam und sagte: Herr, dein Pfund hat fünf Pfunde eingetragen. Luk19/19Luk Er sprach
aber auch zu diesem: Und du, sei über fünf Städte. Luk19/20Luk Und ein anderer kam und sagte: Herr, siehe, [hier ist] dein Pfund, das ich in einem Schweißtuch verwahrt hielt; Luk19/21Luk denn ich
fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist: du nimmst, was du nicht hingelegt, und du erntest, was du nicht gesät hast. Luk19/22Luk Er spricht zu ihm: Aus deinem Mund werde ich dich richten,
du böser Knecht! Du wußtest, dass ich ein strenger Mann bin, der ich nehme, was ich nicht hingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe? Luk19/23Luk Und warum hast du mein Geld nicht in eine
Bank gegeben, und wenn ich kam, hätte ich es mit Zinsen eingefordert? Luk19/24Luk Und er sprach zu den Dabeistehenden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der die zehn Pfunde hat.
Luk19/25Luk Und sie sprachen zu ihm: Herr, er hat [ja schon] zehn Pfunde! Luk19/26Luk Ich sage euch: Jedem, der da hat, wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was
er hat, weggenommen werden. Luk19/27Luk Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie König würde, bringt her und erschlagt sie vor mir.
Einzug in Jerusalem - Ankündigung der Zerstörung Jerusalems.
V. 28-40: Mt 21,1-11; Mk 11,1-10; Joh 12,12-19.
Luk19/28Luk Und als er dies gesagt hatte, zog er voran und ging hinauf nach Jerusalem. Luk19/29Luk Und es geschah, als er Bethphage und Bethanien nahte, gegen den Berg hin, der Ölberg genannt
wird, sandte er zwei seiner Jünger Luk19/30Luk und sprach: Geht hin in das Dorf gegenüber, und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Fohlen darin angebunden finden, auf dem kein Mensch je gesessen
hat; bindet es los und führt es [her]. Luk19/31Luk Und wenn jemand euch fragt: Warum bindet ihr es los? sprecht so zu ihm: Der Herr braucht es. Luk19/32Luk Und die Abgesandten gingen hin und
fanden es, wie er ihnen gesagt hatte. Luk19/33Luk Als sie aber das Fohlen losbanden, sprachen dessen Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Fohlen los? Luk19/34Luk Sie aber sprachen: Der Herr
braucht es. Luk19/35Luk Und sie führten es zu Jesus; und sie warfen ihre Kleider auf das Fohlen und setzten Jesus darauf. Luk19/36Luk Während er aber hinzog, breiteten sie ihre Kleider aus auf
den Weg. Luk19/37Luk Und als er sich schon dem Abhang des Ölbergs nahte, fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben über alle die Wunderwerke, die sie gesehen
hatten, Luk19/38Luk und sie sagten: `Gepriesen [sei] der König, der da kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe! Luk19/39Luk Und einige der Pharisäer aus der
Volksmenge sprachen zu ihm: Lehrer, weise deine Jünger zurecht. Luk19/40Luk Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.
Luk19/41Luk Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er über sie, Luk19/42Luk und sprach: Wenn auch du an diesem Tag erkannt hättest, was zu deinem Frieden dient! Jetzt aber ist es vor
deinen Augen verborgen. Luk19/43Luk Denn Tage werden über dich kommen, da werden deine Feinde einen Wall um dich aufschütten und dich umzingeln und dich von allen Seiten einengen; Luk19/44Luk und
sie werden dich und deine Kinder in dir zu Boden werfen und werden in dir nicht einen Stein auf dem anderen lassen, dafür dass du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.
Tempelreinigung - Die Frage nach der Vollmacht Jesu.
Mt 21,12-16; Mk 11,15-18; vgl. Joh 2,13-17.
Luk19/45Luk Und als er in den Tempel eingetreten war, fing er an, die Verkäufer auszutreiben, Luk19/46Luk und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: `Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt es
zu einer `Räuberhöhle gemacht.
Luk19/47Luk Und er lehrte täglich im Tempel; die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten und die Ersten des Volkes suchten ihn umzubringen. Luk19/48Luk Und sie fanden nicht, was sie tun
sollten, denn das ganze Volk hing ihm an und hörte auf ihn.
Mt 21,23-27; Mk 11,27-33.
\20\
Luk20/1Luk Und es geschah an einem der Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten mit den Ältesten herbei
Luk20/2Luk und sprachen zu ihm und sagten: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Oder wer ist es, der dir diese Vollmacht gegeben hat? Luk20/3Luk Er aber antwortete und sprach zu
ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen; und sagt mir: Luk20/4Luk War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? Luk20/5Luk Sie aber überlegten miteinander und sprachen: Wenn wir
sagen: vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm nicht geglaubt? Luk20/6Luk Wenn wir aber sagen: von Menschen, so wird das ganze Volk uns steinigen, denn es ist überzeugt, dass Johannes
ein Prophet ist. Luk20/7Luk Und sie antworteten, sie wüßten nicht, woher. Luk20/8Luk Und Jesus sprach zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.
Gleichnis von den Weingärtnern.
Mt 21,33-46; Mk 12,1-12.
Luk20/9Luk Er fing aber an, zu dem Volk dieses Gleichnis zu sagen: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und reiste für lange Zeit außer Landes. Luk20/10Luk Und
zur bestimmten Zeit sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm von der Frucht des Weinbergs gäben; die Weingärtner aber schlugen ihn und schickten ihn leer fort. Luk20/11Luk Und er
fuhr fort und sandte einen anderen Knecht; sie aber schlugen auch den und behandelten ihn verächtlich und schickten ihn leer fort. Luk20/12Luk Und er fuhr fort und sandte einen dritten; sie aber
verwundeten auch diesen und warfen ihn hinaus. Luk20/13Luk Der Herr des Weinbergs aber sprach: Was soll ich tun? Ich will meinen geliebten Sohn senden; vielleicht, wenn sie diesen sehen, werden
sie sich scheuen. Luk20/14Luk Als aber die Weingärtner ihn sahen, überlegten sie miteinander und sagten: Dieser ist der Erbe; laßt uns ihn töten, dass das Erbe unser werde. Luk20/15Luk Und als
sie ihn aus dem Weinberg hinausgeworfen hatten, töteten sie ihn. Was wird nun der Herr des Weinbergs ihnen tun? Luk20/16Luk Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen
geben. Als sie aber [das] hörten, sprachen sie: Das sei fern! Luk20/17Luk Er aber sah sie an und sprach: Was ist denn das, was geschrieben steht: `Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der
ist zum Eckstein geworden? Luk20/18Luk Jeder, der auf jenen Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf wen er aber fallen wird, den wird er zermalmen. Luk20/19Luk Und die Hohenpriester und die
Schriftgelehrten suchten zu dieser Stunde die Hände an ihn zu legen - und sie fürchteten das Volk -; denn sie erkannten, dass er dieses Gleichnis auf sie hin gesagt hatte.
Die Frage nach der Steuer.
Mt 22,15-22; Mk 12,13-17.
Luk20/20Luk Und sie beobachteten [ihn] und sandten Auflauerer aus, die sich stellten, als ob sie fromm wären, um ihn in der Rede zu fangen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Macht des
Statthalters überliefern könnten. Luk20/21Luk Und sie fragten ihn und sagten: Lehrer, wir wissen, dass du recht redest und lehrst und die Person nicht ansiehst, sondern den Weg Gottes in Wahrheit
lehrst. Luk20/22Luk Ist es uns erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht? Luk20/23Luk Aber er nahm ihre Arglist wahr und sprach zu ihnen: Was versucht ihr mich? Luk20/24Luk Zeigt mir einen
Denar! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie aber antworteten und sprachen: Des Kaisers. Luk20/25Luk Er aber sprach zu ihnen: Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes
ist. Luk20/26Luk Und sie konnten ihn in [seinem] Wort vor dem Volk nicht fangen; und sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen.
Die Frage nach der Auferstehung.
Mt 22,23-33; Mk 12,18-27.
Luk20/27Luk Es kamen aber einige der Sadduzäer herbei, die einwenden, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn Luk20/28Luk und sagten: Lehrer, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder
stirbt, der eine Frau hat und ist kinderlos, dass sein Bruder die Frau nehme und seinem Bruder Nachkommenschaft erwecke. Luk20/29Luk Es waren nun sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau und
starb kinderlos; Luk20/30Luk und der zweite Luk20/31Luk und der dritte nahm sie; ebenso aber auch die sieben, sie hinterließen keine Kinder und starben. Luk20/32Luk Zuletzt aber starb auch die
Frau. Luk20/33Luk In der Auferstehung nun, wessen Frau von ihnen wird sie sein? Denn die sieben hatten sie zur Frau. Luk20/34Luk Und Jesus sprach zu ihnen: Die Söhne dieser Welt heiraten und
werden verheiratet; Luk20/35Luk die aber würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet; Luk20/36Luk denn
sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. Luk20/37Luk Dass aber die Toten auferstehen, hat auch Mose beim
Dornbusch angedeutet, wenn er den Herrn `den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Luk20/38Luk Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn für ihn leben
alle. Luk20/39Luk Einige der Schriftgelehrten aber antworteten und sprachen: Lehrer, du hast gut gesprochen. Luk20/40Luk Denn sie wagten nicht mehr, ihn über irgend etwas zu befragen.
Die Frage nach dem Christus.
Mt 22,41-46; Mk 12,35-37.
Luk20/41Luk Er aber sprach zu ihnen: Wie sagen sie, dass der Christus Davids Sohn sei, Luk20/42Luk und David selbst sagt im Buch der Psalmen: `Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu
meiner Rechten, Luk20/43Luk bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege? Luk20/44Luk David also nennt ihn Herr. Und wie ist er sein Sohn?
Warnung vor den Schriftgelehrten.
Mt 23,1-7; Mk 12,38-40.
Luk20/45Luk Während aber das ganze Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern: Luk20/46Luk Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in langen Gewändern einhergehen wollen und die Begrüßungen auf
den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Gastmählern; Luk20/47Luk die die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete halten. Diese
werden ein schwereres Gericht empfangen.
Die Gabe der armen Witwe.
Mk 12,41-44.
\21\
Luk21/1Luk Er blickte aber auf und sah die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten legen. Luk21/2Luk Er sah aber auch eine arme Witwe zwei Scherflein dort einlegen. Luk21/3Luk Und er sprach: In
Wahrheit sage ich euch, dass diese arme Witwe mehr eingelegt hat als alle. Luk21/4Luk Denn alle diese haben von ihrem Überfluß eingelegt zu den Gaben; diese aber hat aus ihrem Mangel heraus den
ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, eingelegt.
Endzeitrede: Tempelzerstörung und Drangsale der Endzeit - Ankunft des Menschensohnes
Mt 24,1-30; Mk 13,1-26.
Luk21/5Luk Und als einige von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihgeschenken geschmückt sei, sprach er: Luk21/6Luk Diese Dinge, die ihr seht: Tage werden kommen, in denen nicht
ein Stein auf dem anderen gelassen wird, der nicht abgebrochen werden wird. Luk21/7Luk Sie fragten ihn aber und sagten: Lehrer, wann wird denn dies sein, und was ist das Zeichen, wann dies
geschehen soll? Luk21/8Luk Er aber sprach: Seht zu, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin}s, und die Zeit ist nahe gekommen! Geht ihnen
nicht nach! Luk21/9Luk Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen hören werdet, so erschreckt nicht; denn dies muß zuvor geschehen, aber das Ende ist nicht sogleich da. Luk21/10Luk Dann sprach er
zu ihnen: Es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich; Luk21/11Luk und es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten und Hungersnöte und Seuchen; auch
Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel wird es geben. Luk21/12Luk Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse
überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Luk21/13Luk Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen. Luk21/14Luk Setzt es nun fest in euren Herzen, nicht
vorher darauf zu sinnen, wie ihr euch verantworten sollt, Luk21/15Luk denn ich werde euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht werden widersprechen oder widerstehen können.
Luk21/16Luk Ihr werdet aber sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden, und sie werden einige von euch töten; Luk21/17Luk und ihr werdet von allen gehaßt werden
um meines Namens willen. Luk21/18Luk Und nicht ein Haar von eurem Haupt wird verloren gehen. Luk21/19Luk Gewinnt eure Seelen durch euer Ausharren. Luk21/20Luk Wenn ihr aber Jerusalem von
Heerscharen umzingelt seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe gekommen ist. Luk21/21Luk Dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen und die in seiner Mitte sind, daraus entweichen, und
die auf dem Land sind, nicht dort hineingehen. Luk21/22Luk Denn dies sind Tage der Rache, dass alles erfüllt werde, was geschrieben steht. Luk21/23Luk Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden
in jenen Tagen! Denn große Not wird über dem Land sein und Zorn über diesem Volk. Luk21/24Luk Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle
Nationen; und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden. Luk21/25Luk Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der
Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Wasserwogen, Luk21/26Luk während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen,
denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Luk21/27Luk Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Luk21/28Luk Wenn aber
diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor (Die Freude am Herrn ist meine Power), weil eure Erlösung naht.
Endzeitrede: Ermahnung zur Wachsamkeit.
V. 29-33: Mt 24,32-35; Mk 13,28-31.
Luk21/29Luk Und er sprach ein Gleichnis zu ihnen: Seht den Feigenbaum und alle Bäume; Luk21/30Luk wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, dass der Sommer schon nahe
ist (Es erscheint der Nationalismus Israels oder der Zionismus: Am 14. Mai 1948 war die Staatsgründung Israels). Luk21/31Luk So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich
Gottes nahe ist. Luk21/32Luk Wahrlich, ich sage euch, dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist. Luk21/33Luk Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber
werden nicht vergehen. Luk21/34Luk Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Völlerei und Trunkenheit und Lebenssorgen und jener Tag plötzlich über euch hereinbricht;
Luk21/35Luk denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf dem ganzen Erdboden ansässig sind. Luk21/36Luk Wacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr würdig geachtet werdet, diesem
allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.
Anschlag der Hohenpriester und Verrat des Judas.
Luk21/37Luk Er lehrte aber des Tages in dem Tempel, und des Nachts ging er hinaus und übernachtete auf dem Berg, der Ölberg genannt wird. Luk21/38Luk Und das ganze Volk kam frühmorgens im Tempel
zu ihm, ihn zu hören.
Mt 26,1-5.14-16; Mk 14,1.2.10.11.
\22\
Luk22/1Luk Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, das Passah genannt wird. Luk22/2Luk Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbringen könnten, denn sie
fürchteten das Volk. Luk22/3Luk Aber Satan fuhr in Judas mit Beinamen Iskariot, der aus der Zahl der Zwölf war. Luk22/4Luk Und er ging hin und besprach sich mit den Hohenpriestern und
Hauptleuten, wie er ihn an sie überliefere. Luk22/5Luk Und sie waren erfreut und kamen überein, ihm Geld zu geben. Luk22/6Luk Und er versprach es und suchte eine Gelegenheit, um ihn ohne
Volksauflauf an sie zu überliefern.
Passahmahl.
Mt 26,17-20.29; Mk 14,12-17.25.
Luk22/7Luk Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, an dem das Passah geschlachtet werden musste. Luk22/8Luk Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passah,
dass wir es essen. Luk22/9Luk Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir es bereiten? Luk22/10Luk Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt kommt, wird euch ein Mensch begegnen,
der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm in das Haus, wo er hineingeht! Luk22/11Luk Und ihr sollt zu dem Herrn des Hauses sagen: Der Lehrer sagt dir: Wo ist das Gastzimmer, wo ich mit meinen
Jüngern das Passah essen kann? Luk22/12Luk Und jener wird euch einen großen, mit Polstern belegten Obersaal zeigen, dort bereitet. Luk22/13Luk Als sie aber hingingen, fanden sie es, wie er ihnen
gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.
Luk22/14Luk Und als die Stunde gekommen war, legte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm. Luk22/15Luk Und er sprach zu ihnen: Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu
essen, ehe ich leide. Luk22/16Luk Denn ich sage euch, dass ich es gewiß nicht [mehr] essen werde, bis es erfüllt sein wird im Reich Gottes. Luk22/17Luk Und er nahm einen Kelch, dankte und sprach:
Nehmt diesen und teilt ihn unter euch! Luk22/18Luk Denn ich sage euch, dass ich nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis das Reich Gottes kommt.
Einsetzung des Herrenmahls.
Mt 26,26-28; Mk 14,22-24; 1Kor 11,23-25.
Luk22/19Luk Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! Luk22/29Luk Ebenso auch den Kelch nach dem
Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. Ankündigung des Verrats - Wahre Größe im Reich Gottes -
Ankündigung der Verleugnung durch Petrus und der Vollendung Jesu.
V. 21-23: Mt 26,21-25; Mk 14,18-21; Joh 13,18-30.
Luk22/21Luk Doch siehe, die Hand dessen, der mich überliefert, ist mit mir auf dem Tisch. Luk22/22Luk Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es beschlossen ist. Wehe aber jenem Menschen,
durch den er überliefert wird! Luk22/23Luk Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, wer es wohl von ihnen sein möchte, der dies tun werde.
Luk22/24Luk Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen für den Größten zu halten sei. Luk22/25Luk Er aber sprach zu ihnen: Die Könige der Nationen herrschen über sie, und die
Gewalt über sie üben, lassen sich Wohltäter nennen. Luk22/26Luk Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch sei wie der Jüngste und der Leiter wie der Dienende. Luk22/27Luk Denn wer ist
größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende. Luk22/28Luk Ihr aber seid es, die mit mir ausgeharrt haben in meinen
Versuchungen; Luk22/29Luk und ich verordne euch, wie mein Vater mir verordnet hat, ein Reich, Luk22/30Luk dass ihr eßt und trinkt an meinem Tisch in meinem Reich und auf Thronen sitzt, die zwölf
Stämme Israels zu richten.
V. 31-34: Mt 26,31-35; Mk 14,27-31; Joh 13,36-38.
Luk22/31Luk Der Herr aber sprach: Simon, Simon! Siehe, der Satan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den Weizen. Luk22/32Luk Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und
wenn du einst zurückgekehrt bist, so stärke deine Brüder. Luk22/33Luk Er aber sprach zu ihm: Herr, mit dir bin ich bereit, auch ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Luk22/34Luk Er aber sprach:
Ich sage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst. Luk22/35Luk Und er sprach zu ihnen: Als ich euch ohne Börse und Tasche und Sandalen
sandte, mangelte euch wohl etwas? Sie aber sagten: Nichts. Luk22/36Luk Er sprach nun zu ihnen: Aber jetzt, wer eine Börse hat, der nehme sie und ebenso eine Tasche, und wer nicht hat, verkaufe
sein Kleid und kaufe ein Schwert; Luk22/37Luk denn ich sage euch, dass noch dieses, was geschrieben steht, an mir erfüllt werden muß: `Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden; denn auch
das, was mich betrifft, hat eine Vollendung. Luk22/38Luk Sie aber sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
Gethsemane.
Mt 26,30.36-46; Mk 14,26.32-42.
Luk22/39Luk Und er ging hinaus und begab sich der Gewohnheit nach zum Ölberg; es folgten ihm aber auch die Jünger. Luk22/40Luk Als er aber an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, dass
ihr nicht in Versuchung kommt! Luk22/41Luk Und er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von ihnen zurück und kniete nieder, betete Luk22/42Luk und sprach: Vater, wenn du diesen Kelch von mir
wegnehmen willst - doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe! Luk22/43Luk Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte. Luk22/44Luk Und als er in ringendem Kampf war, betete
er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen. Luk22/45Luk Und er stand auf vom Gebet, kam zu den Jüngern und fand sie eingeschlafen vor
Traurigkeit. Luk22/46Luk Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt!
Gefangennahme.
Mt 26,47-56; Mk 14,43-50; Joh 18,2-12.
Luk22/47Luk Während er noch redete, siehe, [da kam] eine Volksmenge, und der, welcher Judas hieß, einer von den Zwölfen, ging vor ihnen her und nahte Jesus, um ihn zu küssen. Luk22/48Luk Jesus
aber sprach zu ihm: Judas, überlieferst du den Sohn des Menschen mit einem Kuß? Luk22/49Luk Als aber die, welche um ihn waren, sahen, was es werden würde, sprachen sie: Herr, sollen wir mit dem
Schwert dreinschlagen? Luk22/50Luk Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Luk22/51Luk Jesus aber antwortete und sprach: Laßt es so weit! Und er
rührte sein Ohr an und heilte ihn. Luk22/52Luk Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und Ältesten, die gegen ihn gekommen waren: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen
Räuber, mit Schwertern und Stöcken? Luk22/53Luk Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der
Finsternis.
Verleugnung durch Petrus.
Mt 26,57.58.69-75; Mk 14,53.54.66-72; Joh 18,13-18.25-27.
Luk22/54Luk Sie ergriffen ihn aber und führten ihn hin und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von fern. Luk22/55Luk Als sie aber mitten im Hof ein Feuer angezündet
und sich zusammengesetzt hatten, setzte sich Petrus in ihre Mitte. Luk22/56Luk Es sah ihn aber eine Magd bei dem Feuer sitzen und blickte ihn scharf an und sprach: Auch dieser war mit ihm.
Luk22/57Luk Er aber leugnete und sagte: Frau, ich kenne ihn nicht. Luk22/58Luk Und kurz danach sah ihn ein anderer und sprach: Auch du bist [einer] von ihnen. Petrus aber sprach: Mensch, ich bins
nicht. Luk22/59Luk Und nach Verlauf von etwa einer Stunde behauptete ein anderer und sagte: In Wahrheit, auch dieser war mit ihm, denn er ist auch ein Galiläer. Luk22/60Luk Petrus aber sprach:
Mensch, ich weiß nicht, was du sagst. Und sogleich, während er noch redete, krähte der Hahn. Luk22/61Luk Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus gedachte an das Wort des
Herrn, wie er zu ihm sagte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Luk22/62Luk Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.
Vor dem Hohen Rat.
Mt 26,59-68; 27,1; Mk 14,55-65; 15,1; Joh 18,19-24.
Luk22/63Luk Und die Männer, die ihn festhielten, verspotteten und schlugen ihn. Luk22/64Luk Und als sie ihn verhüllt hatten, fragten sie ihn und sprachen: Weissage, wer ist es, der dich schlug?
Luk22/65Luk Und vieles andere sagten sie lästernd gegen ihn.
Luk22/66Luk Und als es Tag wurde, versammelte sich die Ältestenschaft des Volkes, Hohepriester wie Schriftgelehrte, und führten ihn hin in ihren Hohen Rat Luk22/67Luk und sagten: Wenn du der
Christus bist, so sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sage, so würdet ihr nicht glauben; Luk22/68Luk wenn ich aber fragen würde, so würdet ihr mir nicht antworten. Luk22/69Luk
Von nun an aber wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes. Luk22/70Luk Sie sprachen aber alle: Du bist also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt, dass ich es
bin. Luk22/71Luk Sie aber sprachen: Was brauchen wir noch Zeugnis? Denn wir selbst haben es aus seinem Mund gehört.
Anklage vor Pilatus und Herodes.
V. 1-5: Mt 27,2.11-14; Mk 15,1-5; Joh 18,28-38.
\23\
Luk23/1Luk Und die ganze Menge derselben stand auf, und sie führten ihn zu Pilatus. Luk23/2Luk Sie fingen aber an, ihn zu verklagen, und sagten: Diesen haben wir befunden als einen, der unsere
Nation verführt und wehrt, dem Kaiser Steuer zu geben, indem er sagt, dass er selbst Christus, ein König, sei. Luk23/3Luk Pilatus aber fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Er aber
antwortete ihm und sprach: Du sagst es. Luk23/4Luk Pilatus aber sprach zu den Hohenpriestern und den Volksmengen: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen. Luk23/5Luk Sie aber bestanden darauf
und sagten: Er wiegelt das Volk auf und lehrt durch ganz Judäa hin, angefangen von Galiläa bis hierher.
Luk23/6Luk Als aber Pilatus von Galiläa hörte, fragte er, ob der Mensch ein Galiläer sei. Luk23/7Luk Und als er erfahren hatte, dass er aus dem Machtbereich des Herodes sei, sandte er ihn zu
Herodes, der auch selbst in jenen Tagen in Jerusalem war. Luk23/8Luk Als aber Herodes Jesus sah, freute er sich sehr; denn er wünschte schon seit langer Zeit, ihn zu sehen, weil er vieles über
ihn gehört hatte, und er hoffte, irgendein Zeichen durch ihn geschehen zu sehen. Luk23/9Luk Er befragte ihn aber mit vielen Worten; er jedoch antwortete ihm nichts. Luk23/10Luk Die Hohenpriester
und die Schriftgelehrten standen nun auf und verklagten ihn heftig. Luk23/11Luk Als aber Herodes mit seinen Kriegsleuten ihn geringschätzend behandelt und verspottet hatte, warf er ihm ein
glänzendes Gewand um und sandte ihn zu Pilatus zurück. Luk23/12Luk Pilatus und Herodes aber wurden an diesem Tag Freunde miteinander; denn vorher waren sie gegeneinander in
Feindschaft.
Freilassung für Barabbas - Todesurteil für Jesus.
Mt 27,15-26; Mk 15,6-15; Joh 18,39.40; 19,1.16.
Luk23/13Luk Als aber Pilatus die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammengerufen hatte, Luk23/14Luk sprach er zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache er das Volk
abwendig; und siehe, ich habe ihn vor euch verhört und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, worin ihr ihn anklagt; Luk23/15Luk aber auch Herodes nicht, denn ich habe euch zu ihm
gesandt, und siehe, nichts Todeswürdiges ist von ihm getan. Luk23/16Luk Ich will ihn nun züchtigen und losgeben. (Luk23/17Luk***) Luk23/18Luk Die ganze Menge schrie aber zugleich und sagte: Weg
mit diesem, gib uns aber den Barabbas los! Luk23/19Luk Der war wegen eines Aufruhrs, der in der Stadt geschehen war, und wegen eines Mordes ins Gefängnis geworfen. Luk23/20Luk Pilatus rief ihnen
nun wieder zu, weil er Jesus losgeben wollte. Luk23/21Luk Sie aber schrien dagegen und sagten: Kreuzige, kreuzige ihn! Luk23/22Luk Er aber sprach zum dritten Mal zu ihnen: Was hat dieser denn
Böses getan? Ich habe keine Ursache des Todes an ihm gefunden; ich will ihn nun züchtigen und losgeben. Luk23/23Luk Sie aber setzten ihm zu mit lautem Geschrei und forderten, dass er gekreuzigt
werde. Und ihr Geschrei nahm überhand. Luk23/24Luk Pilatus aber entschied, dass ihre Forderung erfüllt werde. Luk23/25Luk Er gab aber den los, der eines Aufruhrs und Mordes wegen ins Gefängnis
geworfen war, den sie forderten; Jesus aber übergab er ihrem Willen.
Der Weg zum Kreuz.
Mt 27,31.32; Mk 15,20-22; Joh 19,16.17.
Luk23/26Luk Und als sie ihn wegführten, ergriffen sie einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, damit er es Jesus nachtrug. Luk23/27Luk Es folgte ihm aber
eine große Menge Volks und Frauen, die wehklagten und ihn bejammerten. Luk23/28Luk Jesus wandte sich aber zu ihnen und sprach: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich, sondern weint über euch
selbst und über eure Kinder! Luk23/29Luk Denn siehe, Tage kommen, an denen man sagen wird: Glückselig die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht gestillt
haben! Luk23/30Luk Dann werden sie anfangen, zu den Bergen zu sagen: Fallt auf uns! und zu den Hügeln: Bedeckt uns! Luk23/31Luk Denn wenn man dies tut an dem grünen Holz, was wird an dem dürren
geschehen? Luk23/32Luk Es wurden aber auch zwei andere hingeführt, Übeltäter, um mit ihm hingerichtet zu werden.
Golgatha: Kreuzigung.
V. 33-36: Mt 27,33-44; Mk 15,23-32; Joh 19,18-24.
Luk23/33Luk Und als sie an den Ort kamen, der Schädel[stätte] genannt wird, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. ߨßLuk23/34Luk Jesus aber
sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Sie aber verteilten seine Kleider und warfen das Los [darüber]. Luk23/35Luk Und das Volk stand und sah zu; es höhnten aber auch
die Obersten und sagten: Andere hat er gerettet. Er rette sich selbst, wenn dieser der Christus ist, der Auserwählte Gottes! Luk23/36Luk Aber auch die Soldaten verspotteten ihn, indem sie
hinzutraten, ihm Essig brachten Luk23/37Luk und sagten: Wenn du der König der Juden bist, so rette dich selbst! Luk23/38Luk Es war aber auch eine Aufschrift über ihm in griechischen und
lateinischen und hebräischen Buchstaben: Dieser ist der König der Juden.
Luk23/39Luk Einer der gehenkten Übeltäter aber lästerte ihn: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns! Luk23/40Luk Der andere aber antwortete und strafte ihn und sprach: Auch du
fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Luk23/41Luk Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan. Luk23/42Luk
Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst! Luk23/43Luk Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Golgatha: Tod.
Mt 27,45-56; Mk 15,33-41; Joh 19,28-30.
Luk23/44Luk Es war aber um die sechste Stunde; und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, Luk23/45Luk wobei die Sonne sich verfinsterte; der Vorhang des Tempels aber
riß mitten entzwei. Luk23/46Luk Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Und als er dies gesagt hatte, verschied er.
Luk23/47Luk Als aber der Hauptmann sah, was geschah, verherrlichte er Gott und sagte: Wirklich, dieser Mensch war gerecht. Luk23/48Luk Und die ganzen Volksmengen, die zu diesem Schauspiel
zusammengekommen waren, schlugen sich, als sie sahen, was geschehen war, an die Brust und kehrten zurück. Luk23/49Luk Aber alle seine Bekannten standen von fern, auch die Frauen, die ihm von
Galiläa nachgefolgt waren, und sahen dies.
Grablegung.
Mt 27,57-61; Mk 15,42-47; Joh 19,38-42.
Luk23/50Luk Und siehe, ein Mann mit Namen Joseph, der ein Ratsherr war, ein guter und gerechter Mann Luk23/51Luk - dieser hatte nicht eingewilligt in ihren Rat und in ihre Tat - von Arimathia,
einer Stadt der Juden, der das Reich Gottes erwartete; Luk23/52Luk dieser ging hin zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Luk23/53Luk Und als er ihn abgenommen hatte, wickelte er ihn in feines
Leinentuch und legte ihn in eine in Felsen gehauene Gruft, worin noch nie jemand gelegen hatte. Luk23/54Luk Und es war Rüsttag, und der Sabbat brach an. Luk23/55Luk Es folgten aber die Frauen
nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, und besahen die Gruft, und wie sein Leib hineingelegt wurde. Luk23/56Luk Als sie aber zurückgekehrt waren, bereiteten sie wohlriechende Öle und
Salben; und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gebot.
Die Frauen am leeren Grab - Verkündigung der Auferstehung.
Mt 28,1-10; Mk 16,1-11; Joh 20,1-18.
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Luk24/1Luk An dem ersten Wochentag aber, ganz in der Frühe, kamen sie zu der Gruft und brachten die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. Luk24/2Luk Sie fanden aber den Stein von der Gruft
weggewälzt; Luk24/3Luk und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Luk24/4Luk Und es geschah, als sie darüber in Verlegenheit waren, siehe, da standen zwei Männer in
strahlenden Kleidern bei ihnen. Luk24/5Luk Als sie aber von Furcht erfüllt wurden und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebendigen unter den Toten?
Luk24/6Luk Er ist nicht hier, sondern ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war, Luk24/7Luk indem er sagte: Der Sohn des Menschen muß in die Hände
sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Luk24/8Luk Und sie gedachten an seine Worte; Luk24/9Luk und sie kehrten von der Gruft zurück und verkündeten
dies alles den Elfen und den übrigen allen. Luk24/10Luk Es waren aber die Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus [Mutter], und die übrigen mit ihnen, die dies zu den Aposteln sagten.
Luk24/11Luk Und ihre Reden schienen ihnen wie leeres Gerede, und sie glaubten ihnen nicht. Luk24/12Luk Petrus aber stand auf und lief zur Gruft; und als er sich hineinbeugt, sieht er nur die
leinenen Tücher liegen. Und er ging nach Hause und wunderte sich über das, was geschehen war.
Erscheinung des Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus.
Mk 16,12.13.
Luk24/13Luk Und siehe, zwei von ihnen gingen an diesem Tag nach einem Dorf mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. Luk24/14Luk Und sie unterhielten sich miteinander über dies
alles, was sich zugetragen hatte. Luk24/15Luk Und es geschah, während sie sich unterhielten und miteinander überlegten, dass Jesus selbst nahte und mit ihnen ging; Luk24/16Luk aber ihre Augen
wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten. Luk24/17Luk Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr im Gehen miteinander wechselt? Und sie blieben niedergeschlagen stehen.
Luk24/18Luk Einer aber, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige, der in Jerusalem weilt und nicht weiß, was dort geschehen ist in diesen Tagen? Luk24/19Luk Und er
sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig im Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; Luk24/20Luk und wie ihn die
Hohenpriester und unsere Obersten überlieferten, dass er zum Tod verurteilt würde, und ihn kreuzigten. Luk24/21Luk Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle. Doch auch bei
alledem ist es heute der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist. Luk24/22Luk Aber auch einige Frauen von uns haben uns aus der Fassung gebracht, die am frühen Morgen bei der Gruft gewesen sind
Luk24/23Luk und, als sie seinen Leib nicht fanden, kamen und sagten, dass sie auch eine Erscheinung von Engeln gesehen hätten, die sagen, dass er lebe. Luk24/24Luk Und einige von denen, die mit
uns sind, gingen zu der Gruft und fanden es so, wie auch die Frauen gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht. Luk24/25Luk Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und trägen Herzens, zu
glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Luk24/26Luk Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Luk24/27Luk Und von Mose und von allen Propheten
anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf. Luk24/28Luk Und sie nahten dem Dorf, wohin sie gingen; und er stellte sich, als wolle er weitergehen. Luk24/29Luk Und sie
nötigten ihn und sagten: Bleibe bei uns, denn es ist gegen Abend, und der Tag hat sich schon geneigt. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben. Luk24/30Luk Und es geschah, als er mit ihnen zu
Tisch lag, nahm er das Brot und segnete es; und als er es gebrochen hatte, reichte er es ihnen. Luk24/31Luk Ihre Augen aber wurden aufgetan, und sie erkannten ihn; und er wurde vor ihnen
unsichtbar. Luk24/32Luk Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, wie er auf dem Weg zu uns redete und wie er uns die Schriften öffnete? Luk24/33Luk Und sie standen zur
gleichen Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elf, und die mit ihnen waren, versammelt, Luk24/34Luk die sagten: Der Herr ist wirklich auferweckt worden und dem Simon
erschienen. Luk24/35Luk Und sie erzählten, was auf dem Weg [geschehen war] und wie er von ihnen erkannt worden war am Brechen des Brotes.
Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern.
Mk 16,14.15; Joh 20,19-23.
Luk24/36Luk Während sie aber dies redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und sprach zu ihnen: Friede euch! Luk24/37Luk Sie aber erschraken und wurden von Furcht erfüllt und meinten, sie sähen
einen Geist. Luk24/38Luk Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr bestürzt, und warum steigen Gedanken auf in euren Herzen? Luk24/39Luk Seht meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin;
betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, dass ich habe. Luk24/40Luk Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Luk24/41Luk Als
sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich wunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Luk24/42Luk Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; Luk24/43Luk und er nahm
und aß vor ihnen. Luk24/44Luk Er sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muß, was über mich geschrieben steht in
dem Gesetz Moses und den Propheten und Psalmen. Luk24/45Luk Dann öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verständen, Luk24/46Luk und sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und
so musste der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten Luk24/47Luk und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem.
Luk24/48Luk Ihr aber seid Zeugen hiervon; Luk24/49Luk und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der
Höhe.
Himmelfahrt.
Mk 16,19; Apg 1,9-12.
Luk24/50Luk Er führte sie aber hinaus bis nach Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. Luk24/51Luk Und es geschah, während er sie segnete, schied er von ihnen und wurde hinaufgetragen
in den Himmel. Luk24/52Luk Und sie warfen sich vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude; Luk24/53Luk und sie waren allezeit im Tempel und priesen Gott.
2.4 Das Evangelium nach Johannes.
Das ewige Wort.
\1\
JohannEvangelium1/1JohannEvangelium Im Anfang war das Logos-Wort (Jesus), und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. JohannEvangelium1/2JohannEvangelium Dieses war im Anfang bei Gott.
JohannEvangelium1/3JohannEvangelium Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.
JohannEvangelium1/4JohannEvangelium In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. JohannEvangelium1/5JohannEvangelium Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat
es nicht erfaßt.
Die Fleischwerdung des Wortes.
JohannEvangelium1/6JohannEvangelium Da war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name Johannes. JohannEvangelium1/7JohannEvangelium Dieser kam zum Zeugnis, dass er zeugte von dem Licht, damit alle
durch ihn glaubten. JohannEvangelium1/8JohannEvangelium Er war nicht das Licht, sondern [er kam,] dass er zeugte von dem Licht. JohannEvangelium1/9JohannEvangelium Das war das wahrhaftige Licht,
das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. JohannEvangelium1/10JohannEvangelium Er war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht.
JohannEvangelium1/11JohannEvangelium Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; JohannEvangelium1/12JohannEvangelium so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder
Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; JohannEvangelium1/13JohannEvangelium die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus
Gott geboren sind.
JohannEvangelium1/14JohannEvangelium Und das Wort (= Jesus; der Logos oder das Wort Gottes ist eine Person, nämlich Jesus.) wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit
angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. - JohannEvangelium1/15JohannEvangelium Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von
dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir, denn er war eher als ich. - JohannEvangelium1/16JohannEvangelium Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und [zwar] Gnade um Gnade.
JohannEvangelium1/17JohannEvangelium Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. JohannEvangelium1/18 Niemand hat Gott jemals gesehen;
der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat [ihn] kundgemacht.
Des Täufers Zeugnis über sich.
vgl. Mt 3,1-12; Mk 1,1-8; Lk 3,1-18.
JohannEvangelium1/19JohannEvangelium Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten sandten, damit sie ihn fragen sollten: Wer bist du?
JohannEvangelium1/20JohannEvangelium Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus. JohannEvangelium1/21JohannEvangelium Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du
Elia? Und er sagt: Ich bins nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein. JohannEvangelium1/22JohannEvangelium Sie sprachen nun zu ihm: Wer bist du? Damit wir Antwort geben denen, die uns
gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? JohannEvangelium1/23JohannEvangelium Er sprach: Ich bin die `Stimme eines Rufenden in der Wüste: Macht gerade den Weg des Herrn, wie Jesaja, der
Prophet, gesagt hat. JohannEvangelium1/24JohannEvangelium Und sie waren abgesandt von den Pharisäern. JohannEvangelium1/25JohannEvangelium Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Was taufst du
denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet? JohannEvangelium1/26JohannEvangelium Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; mitten unter euch steht, den
ihr nicht kennt, JohannEvangelium1/27JohannEvangelium der nach mir kommt, und ich bin nicht würdig, ihm den Riemen seiner Sandale zu lösen. JohannEvangelium1/28JohannEvangelium Dies geschah zu
Bethanien, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.
Des Täufers Zeugnis über Jesus.
vgl. Mt 3,13-17; Mk 1,9-11; Lk 3,21.22.
JohannEvangelium1/29JohannEvangelium Am folgenden Tag sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. JohannEvangelium1/30JohannEvangelium
Dieser ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir ist, denn er war eher als ich. JohannEvangelium1/31JohannEvangelium Und ich kannte ihn nicht; aber damit er Israel offenbar
werde, deswegen bin ich gekommen, mit Wasser zu taufen. JohannEvangelium1/32JohannEvangelium Und Johannes bezeugte und sprach: Ich schaute den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabfahren, und
er blieb auf ihm. JohannEvangelium1/33JohannEvangelium Und ich kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist
herabfahren und auf ihm bleiben, dieser ist es, der mit Heiligem Geist tauft. JohannEvangelium1/34JohannEvangelium Und ich habe gesehen und habe bezeugt, dass dieser der Sohn Gottes
ist.
Die ersten Jünger.
JohannEvangelium1/35JohannEvangelium Am folgenden Tag stand Johannes wieder da und zwei von seinen Jüngern; JohannEvangelium1/36JohannEvangelium und hinblickend auf Jesus, der umherging, spricht
er: Siehe, das Lamm Gottes! JohannEvangelium1/37JohannEvangelium Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesus nach. JohannEvangelium1/38JohannEvangelium Jesus aber wandte sich um und
sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi - was übersetzt heißt: Lehrer -, wo hältst du dich auf? JohannEvangelium1/39JohannEvangelium Er spricht zu
ihnen: Kommt, und ihr werdet sehen! Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde. JohannEvangelium1/40JohannEvangelium Andreas, der
Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. JohannEvangelium1/41JohannEvangelium Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder
Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden - was übersetzt ist: Christus. JohannEvangelium1/42JohannEvangelium Und er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sprach: Du bist
Simon, der Sohn des Johannes; du wirst Kephas heißen - was übersetzt wird: Stein.
JohannEvangelium1/43JohannEvangelium Am folgenden Tag wollte er nach Galiläa aufbrechen, und er findet Philippus; und Jesus spricht zu ihm: Folge mir nach! JohannEvangelium1/44JohannEvangelium
Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. JohannEvangelium1/45JohannEvangelium Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem
Mose in dem Gesetz geschrieben und die Propheten, Jesus, den Sohn des Joseph, von Nazareth. JohannEvangelium1/46JohannEvangelium Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?
Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! JohannEvangelium1/47JohannEvangelium Jesus sah den Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist.
JohannEvangelium1/48JohannEvangelium Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.
JohannEvangelium1/49JohannEvangelium Nathanael antwortete und sprach: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels. JohannEvangelium1/50JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach
zu ihm: Weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum, glaubst du? Du wirst Größeres als dies sehen. JohannEvangelium1/51JohannEvangelium Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich
sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen.
Hochzeit zu Kana.
\2\
JohannEvangelium2/1JohannEvangelium Und am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und die Mutter Jesu war dort. JohannEvangelium2/2JohannEvangelium Es war aber auch Jesus mit seinen
Jüngern zu der Hochzeit geladen. JohannEvangelium2/3JohannEvangelium Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. JohannEvangelium2/4JohannEvangelium Jesus
spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. (Jesus und Söhne Gottes haben Zeit, bis der Chef spricht. Auch Joh. 11, 6)
JohannEvangelium2/5JohannEvangelium Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagen mag, tut. JohannEvangelium2/6JohannEvangelium Es waren aber sechs steinerne Wasserkrüge dort
aufgestellt, nach der Reinigungssitte der Juden, wovon jeder zwei oder drei Maß faßte. JohannEvangelium2/7JohannEvangelium Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie
füllten sie bis oben an. JohannEvangelium2/8JohannEvangelium Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es. JohannEvangelium2/9JohannEvangelium Als
aber der Speisemeister das Wasser gekostet hatte, das Wein geworden war - und er wußte nicht, woher er war, die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es -, ruft der Speisemeister
den Bräutigam JohannEvangelium2/10JohannEvangelium und spricht zu ihm: Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie betrunken geworden sind, dann den geringeren; du hast den guten
Wein bis jetzt aufbewahrt. JohannEvangelium2/11JohannEvangelium Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit; und seine Jünger glaubten an
ihn.
JohannEvangelium2/12JohannEvangelium Danach ging er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger; und dort blieben sie nicht viele Tage.
Tempelreinigung.
vgl. Mt 21,12-17; Mk 11,15-19; Lk 19,45-48.
JohannEvangelium2/13JohannEvangelium Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. JohannEvangelium2/14JohannEvangelium Und er fand im Tempel die Ochsen- und Schaf- und
Taubenverkäufer und die Wechsler sitzen. JohannEvangelium2/15JohannEvangelium Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, auch die Schafe und die Ochsen; und die
Münzen der Wechsler schüttete er aus, und die Tische warf er um; JohannEvangelium2/16JohannEvangelium und zu den Taubenverkäufern sprach er: Nehmt dies weg von hier, macht nicht das Haus meines
Vaters zu einem Kaufhaus! JohannEvangelium2/17JohannEvangelium Seine Jünger gedachten daran, dass geschrieben steht: `Der Eifer um dein Haus verzehrt mich. JohannEvangelium2/18JohannEvangelium
Die Juden nun antworteten und sprachen zu ihm: Was für ein Zeichen [der Vollmacht] zeigst du uns, dass du dies tust? JohannEvangelium2/19JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten. JohannEvangelium2/20JohannEvangelium Da sprachen die Juden: Sechsundvierzig Jahre ist an diesem Tempel gebaut worden, und du
willst ihn in drei Tagen aufrichten? JohannEvangelium2/21JohannEvangelium Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. JohannEvangelium2/22JohannEvangelium Als er nun aus den Toten auferweckt
war, gedachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.
JohannEvangelium2/23JohannEvangelium Als er aber zu Jerusalem war, am Passah, auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, als sie seine Zeichen sahen, die er tat.
JohannEvangelium2/24JohannEvangelium Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte JohannEvangelium2/25JohannEvangelium und nicht nötig hatte, dass jemand Zeugnis gebe von
dem Menschen; denn er selbst wußte, was in dem Menschen war.
Gespräch mit Nikodemus.
\3\
JohannEvangelium3/1JohannEvangelium Es war aber ein Mensch aus den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. JohannEvangelium3/2JohannEvangelium Dieser kam zu ihm bei Nacht und
sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. JohannEvangelium3/3JohannEvangelium Jesus
antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. JohannEvangelium3/4JohannEvangelium Nikodemus
spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden? JohannEvangelium3/5JohannEvangelium Jesus
antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. JohannEvangelium3/6JohannEvangelium Was aus dem
Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. JohannEvangelium3/7JohannEvangelium Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müßt von neuem geboren werden.
JohannEvangelium3/8JohannEvangelium Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.
JohannEvangelium3/9JohannEvangelium Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? JohannEvangelium3/10JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer
Israels und weißt das nicht? JohannEvangelium3/11JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr
nicht an. JohannEvangelium3/12JohannEvangelium Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?
JohannEvangelium3/13JohannEvangelium Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen. JohannEvangelium3/14JohannEvangelium Und
wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, JohannEvangelium3/15JohannEvangelium damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.
JohannEvangelium3/16JohannEvangelium Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
JohannEvangelium3/17JohannEvangelium Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn errettet werde.
JohannEvangelium3/18JohannEvangelium Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
JohannEvangelium3/19JohannEvangelium Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren
böse. JohannEvangelium3/20JohannEvangelium Denn jeder, der Arges tut, haßt das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden;
JohannEvangelium3/21JohannEvangelium wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind.
Weiteres Zeugnis des Täufers über Jesus.
JohannEvangelium3/22JohannEvangelium Danach kamen Jesus und seine Jünger in das Land Judäa, und dort verweilte er mit ihnen und taufte. JohannEvangelium3/23JohannEvangelium Aber auch Johannes
taufte zu Änon, nahe bei Salim, weil dort viel Wasser war; und sie kamen hin und wurden getauft. JohannEvangelium3/24JohannEvangelium Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis geworfen.
JohannEvangelium3/25JohannEvangelium Es entstand nun eine Streitfrage von seiten der Jünger des Johannes mit einem Juden über die Reinigung. JohannEvangelium3/26JohannEvangelium Und sie kamen zu
Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der jenseits des Jordan bei dir war, dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und alle kommen zu ihm. JohannEvangelium3/27JohannEvangelium Johannes
antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts empfangen, es sei ihm denn aus dem Himmel gegeben. JohannEvangelium3/28JohannEvangelium Ihr selbst gebt mir Zeugnis, dass ich sagte: Ich bin nicht
der Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt. JohannEvangelium3/29JohannEvangelium Der die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hoch
erfreut über die Stimme des Bräutigams; diese meine Freude nun ist erfüllt. JohannEvangelium3/30JohannEvangelium Er muß wachsen, ich aber abnehmen. JohannEvangelium3/31JohannEvangelium Der von
oben kommt, ist über allen; der von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde her. Der vom Himmel kommt, ist über allen; JohannEvangelium3/32JohannEvangelium was er gesehen und gehört
hat, das bezeugt er; und sein Zeugnis nimmt niemand an. JohannEvangelium3/33JohannEvangelium Wer sein Zeugnis angenommen hat, der hat besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist.
JohannEvangelium3/34JohannEvangelium Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß. JohannEvangelium3/35JohannEvangelium Der Vater liebt den Sohn
und hat alles in seine Hand gegeben. JohannEvangelium3/36JohannEvangelium Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn
Gottes bleibt auf ihm.
Gespräch mit der Samariterin.
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JohannEvangelium4/1JohannEvangelium Als nun der Herr erkannte, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes JohannEvangelium4/2JohannEvangelium - obgleich
Jesus selbst nicht taufte, sondern seine Jünger -, JohannEvangelium4/3JohannEvangelium verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa. JohannEvangelium4/4JohannEvangelium Er musste aber durch
Samaria ziehen. JohannEvangelium4/5JohannEvangelium Er kommt nun in eine Stadt Samarias, genannt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. JohannEvangelium4/6JohannEvangelium
Es war aber dort eine Quelle Jakobs. Jesus nun, ermüdet von der Reise, setzte sich ohne weiteres an die Quelle nieder. Es war um die sechste Stunde. JohannEvangelium4/7JohannEvangelium Da kommt
eine Frau aus Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! JohannEvangelium4/8JohannEvangelium - Denn seine Jünger waren weggegangen in die Stadt, um Speise zu kaufen. -
JohannEvangelium4/9JohannEvangelium Die samaritische Frau spricht nun zu ihm: Wie bittest du, der du ein Jude bist, von mir zu trinken, die ich eine samaritische Frau bin? - Denn die Juden
verkehren nicht mit den Samaritern. - JohannEvangelium4/10JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes kennen würdest und wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir
zu trinken, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. JohannEvangelium4/11JohannEvangelium Sie spricht zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist
tief. Woher hast du denn das lebendige Wasser? JohannEvangelium4/12JohannEvangelium Du bist doch nicht größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank daraus und seine
Söhne und sein Vieh? JohannEvangelium4/13JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; JohannEvangelium4/14JohannEvangelium wer
aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige
Leben quillt. JohannEvangelium4/15JohannEvangelium Die Frau spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierher komme, um zu schöpfen.
JohannEvangelium4/16JohannEvangelium Jesus spricht zu ihr: Geh hin, rufe deinen Mann und komm hierher! JohannEvangelium4/17JohannEvangelium Die Frau antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann.
Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann; JohannEvangelium4/18JohannEvangelium denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; hierin
hast du wahr geredet. JohannEvangelium4/19JohannEvangelium Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. JohannEvangelium4/20JohannEvangelium Unsere Väter haben auf diesem
Berg angebetet, und ihr sagt, dass in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse. JohannEvangelium4/21JohannEvangelium Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder
auf diesem Berg, noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. JohannEvangelium4/22JohannEvangelium Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus den Juden.
JohannEvangelium4/23JohannEvangelium Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine
Anbeter. JohannEvangelium4/24JohannEvangelium Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. JohannEvangelium4/25JohannEvangelium Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß,
dass der Messias kommt, der Christus genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verkündigen. JohannEvangelium4/26JohannEvangelium Jesus spricht zu ihr: Ich bin}s, der mit dir
redet.
Folgen des Gesprächs mit der Samariterin.
JohannEvangelium4/27JohannEvangelium Glaube der Samariter - Vom Erntefeld Gottes
Und darüber kamen seine Jünger und wunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Dennoch sagte niemand: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr? JohannEvangelium4/28JohannEvangelium Die Frau
nun ließ ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Leuten: JohannEvangelium4/29JohannEvangelium Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe;
dieser ist doch nicht etwa der Christus? JohannEvangelium4/30JohannEvangelium Sie gingen zu der Stadt hinaus und kamen zu ihm.
JohannEvangelium4/31JohannEvangelium In der Zwischenzeit baten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi, iß! JohannEvangelium4/32JohannEvangelium Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen,
die ihr nicht kennt. JohannEvangelium4/33JohannEvangelium Da sprachen die Jünger zueinander: Hat ihm wohl jemand zu essen gebracht? JohannEvangelium4/34JohannEvangelium Jesus spricht zu ihnen:
Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. JohannEvangelium4/35JohannEvangelium Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte
kommt? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an, denn sie sind schon weiß zur Ernte. JohannEvangelium4/36JohannEvangelium Der da erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht
zum ewigen Leben, damit beide, der da sät und der da erntet, sich zugleich freuen. JohannEvangelium4/37JohannEvangelium Denn hierin ist der Spruch wahr: Ein anderer ist es, der da sät, und ein
anderer, der da erntet. JohannEvangelium4/38JohannEvangelium Ich habe euch gesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit
eingetreten.
JohannEvangelium4/39JohannEvangelium Aus jener Stadt aber glaubten viele von den Samaritern an ihn um des Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.
JohannEvangelium4/40JohannEvangelium Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. JohannEvangelium4/41JohannEvangelium Und noch viel mehr
[Leute] glaubten um seines Wortes willen; JohannEvangelium4/42JohannEvangelium und sie sagten zu der Frau: Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben gehört und wissen,
dass dieser wahrhaftig der Heiland der Welt ist.
Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten.
vgl. Mt 8,5-13; Lk 7,1-10.
JohannEvangelium4/43JohannEvangelium Nach den zwei Tagen aber zog er von dort weg nach Galiläa; JohannEvangelium4/44JohannEvangelium denn Jesus selbst bezeugte, dass ein Prophet im eigenen
Vaterland kein Ansehen hat. JohannEvangelium4/45JohannEvangelium Als er nun nach Galiläa kam, nahmen die Galiläer ihn auf, da sie alles gesehen, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn
auch sie kamen zu dem Fest.
JohannEvangelium4/46JohannEvangelium Er kam nun wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war in Kapernaum ein königlicher [Beamter], dessen Sohn krank war.
JohannEvangelium4/47JohannEvangelium Als dieser gehört hatte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm hin und bat, dass er herabkomme und seinen Sohn heile; denn er lag im
Sterben. JohannEvangelium4/48JohannEvangelium Jesus sprach nun zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so werdet ihr nicht glauben. JohannEvangelium4/49JohannEvangelium Der königliche
Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! JohannEvangelium4/50JohannEvangelium Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt. Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm
sagte, und ging hin. JohannEvangelium4/51JohannEvangelium Aber schon während er hinabging, kamen ihm seine Knechte entgegen und berichteten, dass sein Knabe lebe.
JohannEvangelium4/52JohannEvangelium Er erforschte nun von ihnen die Stunde, in der es besser mit ihm geworden sei; und sie sagten zu ihm: Gestern zur siebten Stunde verließ ihn das Fieber.
JohannEvangelium4/53JohannEvangelium Da erkannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
JohannEvangelium4/54JohannEvangelium Dies tat Jesus wieder als zweites Zeichen, als er aus Judäa nach Galiläa gekommen war.
Heilung eines Kranken am Teich Bethesda.
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JohannEvangelium5/1JohannEvangelium Danach war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. JohannEvangelium5/2JohannEvangelium Es ist aber in Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich,
der auf hebräisch Bethesda genannt wird, der fünf Säulenhallen hat. JohannEvangelium5/3JohannEvangelium In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer, die auf die Bewegung des Wassers
warteten. JohannEvangelium5/4JohannEvangelium Denn zu gewissen Zeiten stieg ein Engel in den Teich herab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, wurde
gesund, mit welcher Krankheit er auch behaftet war. JohannEvangelium5/5JohannEvangelium Es war aber ein Mensch dort, der achtunddreißig Jahre mit seiner Krankheit behaftet war.
JohannEvangelium5/6JohannEvangelium Als Jesus diesen daliegen sah und wußte, dass es schon lange Zeit so mit ihm war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
JohannEvangelium5/7JohannEvangelium Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, dass er mich, wenn das Wasser bewegt worden ist, in den Teich werfe; während ich aber komme, steigt
ein anderer vor mir hinab. JohannEvangelium5/8JohannEvangelium Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett auf und geh umher! JohannEvangelium5/9JohannEvangelium Und sofort wurde der Mensch
gesund und nahm sein Bett auf und ging umher. Es war aber an jenem Tag Sabbat. JohannEvangelium5/10JohannEvangelium Es sagten nun die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, es ist dir nicht
erlaubt, das Bett zu tragen. JohannEvangelium5/11JohannEvangelium Er antwortete ihnen: Der mich gesundmachte, der sagte zu mir: Nimm dein Bett auf und geh umher.
JohannEvangelium5/12JohannEvangelium Sie fragten ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir sagte: Nimm [dein Bett] auf und geh umher? JohannEvangelium5/13JohannEvangelium Der Geheilte aber wußte nicht,
wer es war; denn Jesus hatte sich entfernt, weil eine Volksmenge an dem Ort war. JohannEvangelium5/14JohannEvangelium Danach findet Jesus ihn im Tempel, und er sprach zu ihm: Siehe, du bist
gesund geworden; sündige nicht mehr, damit dir nichts Ärgeres widerfahre. JohannEvangelium5/15JohannEvangelium Der Mensch ging hin und verkündete den Juden, dass es Jesus war, der ihn
gesundgemacht habe. JohannEvangelium5/16JohannEvangelium Und darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.
Jesus verteidigt sein Tun, indem er seine Gottessohnschaft bezeugt.
JohannEvangelium5/17JohannEvangelium Er aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. JohannEvangelium5/18JohannEvangelium Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten,
weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich so selbst Gott gleichmachte. JohannEvangelium5/19JohannEvangelium Da antwortete Jesus und sprach zu
ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.
JohannEvangelium5/20JohannEvangelium Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch wundert.
JohannEvangelium5/21JohannEvangelium Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. JohannEvangelium5/22JohannEvangelium Denn der
Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, JohannEvangelium5/23JohannEvangelium damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt,
ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. JohannEvangelium5/24JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, [der] hat ewiges Leben
und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. JohannEvangelium5/25JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass die Stunde kommt und jetzt da ist,
wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben. JohannEvangelium5/26JohannEvangelium Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch
dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst; JohannEvangelium5/27JohannEvangelium und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist.
JohannEvangelium5/28JohannEvangelium Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören JohannEvangelium5/29JohannEvangelium und
hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts.
Jesus nennt die Zeugen seiner Gottessohnschaft.
JohannEvangelium5/30JohannEvangelium Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen,
der mich gesandt hat. JohannEvangelium5/31JohannEvangelium Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. JohannEvangelium5/32JohannEvangelium Ein anderer ist es, der von mir
zeugt, und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ist, das er von mir zeugt. JohannEvangelium5/33JohannEvangelium Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben.
JohannEvangelium5/34JohannEvangelium Ich aber nehme nicht Zeugnis von einem Menschen an, sondern dies sage ich, damit ihr errettet werdet. JohannEvangelium5/35JohannEvangelium Jener war die
brennende und scheinende Lampe; ihr aber wolltet für eine Zeit in seinem Licht fröhlich sein. JohannEvangelium5/36JohannEvangelium Ich aber habe das Zeugnis, das größer ist als das des Johannes;
denn die Werke, die der Vater mir gegeben hat, dass ich sie vollbringe, die Werke selbst, die ich tue, zeugen von mir, dass der Vater mich gesandt hat. JohannEvangelium5/37JohannEvangelium Und
der Vater, der mich gesandt hat, er selbst hat Zeugnis von mir gegeben. Ihr habt weder jemals seine Stimme gehört, noch seine Gestalt gesehen, JohannEvangelium5/38JohannEvangelium und sein Wort
habt ihr nicht bleibend in euch; denn dem, den er gesandt hat, dem glaubt ihr nicht. JohannEvangelium5/39JohannEvangelium Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu
haben, und sie sind es, die von mir zeugen; JohannEvangelium5/40JohannEvangelium und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. JohannEvangelium5/41JohannEvangelium Ich nehme nicht Ehre
von Menschen; JohannEvangelium5/42JohannEvangelium sondern ich kenne euch, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. JohannEvangelium5/43JohannEvangelium Ich bin in dem Namen meines Vaters
gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. JohannEvangelium5/44JohannEvangelium Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre
voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht? JohannEvangelium5/45JohannEvangelium Meint nicht, dass ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist [einer], der
euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. JohannEvangelium5/46JohannEvangelium Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben.
JohannEvangelium5/47JohannEvangelium Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
Speisung der Fünftausend.
Mt 14,13-21; Mk 6,30-44; Lk 9,10-17; vgl. Mt 15,32-39; Mk 8,1-9.
\6\
JohannEvangelium6/1JohannEvangelium Danach ging Jesus weg auf die andere Seite des Sees von Galiläa [oder] von Tiberias; JohannEvangelium6/2JohannEvangelium und es folgte ihm eine große
Volksmenge, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. JohannEvangelium6/3JohannEvangelium Jesus aber ging hinauf auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern.
JohannEvangelium6/4JohannEvangelium Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden. JohannEvangelium6/5JohannEvangelium Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm
kommt, spricht er zu Philippus: Woher sollen wir Brote kaufen, dass diese essen? JohannEvangelium6/6JohannEvangelium Dies sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er selbst wußte, was er tun wollte.
JohannEvangelium6/7JohannEvangelium Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Denare Brote reichen nicht für sie hin, dass jeder [auch nur] ein wenig bekomme. JohannEvangelium6/8JohannEvangelium
Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, spricht zu ihm: JohannEvangelium6/9JohannEvangelium Es ist ein kleiner Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat. Aber
was ist dies unter so viele? JohannEvangelium6/10JohannEvangelium Jesus sprach: Macht, dass die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Es lagerten sich nun die Männer, an Zahl etwa
fünftausend. JohannEvangelium6/11JohannEvangelium Jesus aber nahm die Brote, und als er gedankt hatte, teilte er sie denen aus, die da lagerten; ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten.
JohannEvangelium6/12JohannEvangelium Als sie aber gesättigt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme. JohannEvangelium6/13JohannEvangelium
Sie sammelten nun und füllten zwölf Handkörbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, welche denen, die gegessen hatten, übrigblieben. JohannEvangelium6/14JohannEvangelium Als nun die Leute das
Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll. JohannEvangelium6/15JohannEvangelium Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen und ihn
ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.
Jesus geht auf dem See.
Mt 14,22-33; Mk 6,45-52.
JohannEvangelium6/16JohannEvangelium Als es aber Abend geworden war, gingen seine Jünger hinab an den See; JohannEvangelium6/17JohannEvangelium und sie stiegen in das Schiff und fuhren über den
See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen; JohannEvangelium6/18JohannEvangelium und der See wurde durch einen starken Wind aufgewühlt.
JohannEvangelium6/19JohannEvangelium Als sie nun etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gerudert waren, sehen sie Jesus auf dem See dahergehen und nahe an das Schiff herankommen, und sie
fürchteten sich. JohannEvangelium6/20JohannEvangelium Er aber spricht zu ihnen: Ich bin}s, fürchtet euch nicht! JohannEvangelium6/21JohannEvangelium Sie wollten ihn nun in das Schiff nehmen, und
sogleich war das Schiff am Land, wohin sie fuhren.
Vom Brot des Lebens.
JohannEvangelium6/22JohannEvangelium Am folgenden Tag sah die Volksmenge, die jenseits des Sees stand, dass dort kein anderes Boot war, als nur jenes, in das seine Jünger gestiegen waren, und
dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen, sondern seine Jünger allein weggefahren waren. JohannEvangelium6/23JohannEvangelium Es kamen aber andere Boote aus Tiberias nahe an
den Ort, wo sie das Brot gegessen, nachdem der Herr gedankt hatte. JohannEvangelium6/24JohannEvangelium Da nun die Volksmenge sah, dass Jesus nicht dort war, noch seine Jünger, stiegen sie in die
Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. JohannEvangelium6/25JohannEvangelium Und als sie ihn jenseits des Sees gefunden hatten, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du
hierhergekommen? JohannEvangelium6/26JohannEvangelium Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich, nicht weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von
den Broten gegessen habt und gesättigt worden seid. JohannEvangelium6/27JohannEvangelium Wirket nicht [für] die Speise, die vergeht, sondern [für] die Speise, die da bleibt ins ewige Leben, die
der Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat der Vater, Gott, beglaubigt. JohannEvangelium6/28JohannEvangelium Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes
wirken? JohannEvangelium6/29JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Dies ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
JohannEvangelium6/30JohannEvangelium Da sprachen sie zu ihm: Was tust du nun für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? JohannEvangelium6/31JohannEvangelium Unsere Väter
aßen das Manna in der Wüste, wie geschrieben steht: `Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen. JohannEvangelium6/32JohannEvangelium Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel. JohannEvangelium6/33JohannEvangelium Denn das Brot Gottes ist der, welcher
aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt. JohannEvangelium6/34JohannEvangelium Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot! JohannEvangelium6/35JohannEvangelium Jesus
sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nimmermehr dürsten. JohannEvangelium6/36JohannEvangelium Aber ich habe euch
gesagt, dass ihr mich auch gesehen habt und nicht glaubt. JohannEvangelium6/37JohannEvangelium Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht
hinausstoßen; JohannEvangelium6/38JohannEvangelium denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
JohannEvangelium6/39JohannEvangelium Dies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tag.
JohannEvangelium6/40JohannEvangelium Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten
Tag.
JohannEvangelium6/41JohannEvangelium Da murrten die Juden über ihn, weil er sagte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; JohannEvangelium6/42JohannEvangelium und sie sprachen:
Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie sagt denn dieser: Ich bin aus dem Himmel herabgekommen? JohannEvangelium6/43JohannEvangelium Da antwortete Jesus
und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander! JohannEvangelium6/44JohannEvangelium Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn
auferwecken am letzten Tag. JohannEvangelium6/45JohannEvangelium Es steht in den Propheten geschrieben: `Und sie werden alle von Gott gelehrt sein. Jeder, der von dem Vater gehört und gelernt
hat, kommt zu mir. JohannEvangelium6/46JohannEvangelium Nicht dass jemand den Vater gesehen hat, außer dem, der von Gott ist, dieser hat den Vater gesehen. JohannEvangelium6/47JohannEvangelium
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben. JohannEvangelium6/48JohannEvangelium Ich bin das Brot des Lebens. JohannEvangelium6/49JohannEvangelium Eure Väter haben das Manna
in der Wüste gegessen und sind gestorben. JohannEvangelium6/50JohannEvangelium Dies [aber] ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe.
JohannEvangelium6/51JohannEvangelium Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben
werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.
JohannEvangelium6/52JohannEvangelium Die Juden stritten nun untereinander und sagten: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? JohannEvangelium6/53JohannEvangelium Da sprach Jesus zu
ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. JohannEvangelium6/54JohannEvangelium
Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag; JohannEvangelium6/55JohannEvangelium denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut
ist wahrer Trank. JohannEvangelium6/56JohannEvangelium Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. JohannEvangelium6/57JohannEvangelium Wie der lebendige Vater mich
gesandt hat, und ich lebe um des Vaters willen, so auch, wer mich ißt, der wird auch leben um meinetwillen. JohannEvangelium6/58JohannEvangelium Dies ist das Brot, das aus dem Himmel
herabgekommen ist. Nicht wie die Väter aßen und starben; wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit. JohannEvangelium6/59JohannEvangelium Dies sprach er, als er in der Synagoge zu Kapernaum
lehrte.
Ablehnung der Rede Jesu - Bekenntnis des Petrus - Hinweis auf den Verräter.
JohannEvangelium6/60JohannEvangelium Viele nun von seinen Jüngern, die es gehört hatten, sprachen: Diese Rede ist hart. Wer kann sie hören? JohannEvangelium6/61JohannEvangelium Da aber Jesus bei
sich selbst wußte, dass seine Jünger hierüber murrten, sprach er zu ihnen: Ärgert euch dies? JohannEvangelium6/62JohannEvangelium Wenn ihr nun den Sohn des Menschen [dahin] auffahren seht, wo er
zuvor war? JohannEvangelium6/63JohannEvangelium Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;
JohannEvangelium6/64JohannEvangelium aber es sind einige unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wußte von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer es war, der ihn überliefern
würde. JohannEvangelium6/65JohannEvangelium Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem Vater gegeben. JohannEvangelium6/66JohannEvangelium
Von da an gingen viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. JohannEvangelium6/67JohannEvangelium Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr etwa auch weggehen?
JohannEvangelium6/68JohannEvangelium Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; JohannEvangelium6/69JohannEvangelium und wir haben geglaubt und
erkannt, dass du der Heilige Gottes bist. JohannEvangelium6/70JohannEvangelium Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch, die Zwölf, erwählt? Und von euch ist einer ein Teufel.
JohannEvangelium6/71JohannEvangelium Er sprach aber von Judas, dem [Sohn] des Simon Ischarioth; denn dieser sollte ihn überliefern, einer von den Zwölfen.
Reise nach Jerusalem zum Laubhüttenfest.
\7\
JohannEvangelium7/1JohannEvangelium Und danach zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil die Juden ihn zu töten suchten. JohannEvangelium7/2JohannEvangelium Es
war aber nahe das Fest der Juden, die Laubhütten. JohannEvangelium7/3JohannEvangelium Es sprachen nun seine Brüder zu ihm: Zieh von hier fort und geh nach Judäa, dass auch deine Jünger deine
Werke sehen, die du tust; JohannEvangelium7/4JohannEvangelium denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht [dabei] selbst öffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so zeige dich
der Welt! JohannEvangelium7/5JohannEvangelium Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. JohannEvangelium7/6JohannEvangelium Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit
aber ist stets bereit. JohannEvangelium7/7JohannEvangelium Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber haßt sie, weil ich von ihr zeuge, dass ihre Werke böse sind.
JohannEvangelium7/8JohannEvangelium Geht ihr hinauf zu diesem Fest; ich gehe nicht hinauf zu diesem Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. JohannEvangelium7/9JohannEvangelium Nachdem er
dies zu ihnen gesagt hatte, blieb er in Galiläa. JohannEvangelium7/10JohannEvangelium Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren, da ging auch er hinauf zum Fest, nicht öffentlich, sondern wie im
Verborgenen. JohannEvangelium7/11JohannEvangelium Die Juden nun suchten ihn auf dem Fest und sprachen: Wo ist jener? JohannEvangelium7/12JohannEvangelium Und viel Gemurmel war über ihn unter den
Volksmengen; die einen sagten: Er ist gut; andere sagten: Nein, sondern er verführt die Volksmenge. JohannEvangelium7/13JohannEvangelium Niemand jedoch sprach öffentlich von ihm aus Furcht vor
den Juden.
Reden und Auseinandersetzung mit den Juden auf dem Laubhüttenfest.
JohannEvangelium7/14JohannEvangelium Als es aber schon um die Mitte des Festes war, ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte. JohannEvangelium7/15JohannEvangelium Da wunderten sich die Juden
und sagten: Wie besitzt dieser Gelehrsamkeit, da er doch nicht gelernt hat? JohannEvangelium7/16JohannEvangelium Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen,
der mich gesandt hat. JohannEvangelium7/17JohannEvangelium Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede.
JohannEvangelium7/18JohannEvangelium Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und Ungerechtigkeit ist nicht in
ihm. JohannEvangelium7/19JohannEvangelium Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten? JohannEvangelium7/20JohannEvangelium Die
Volksmenge antwortete: Du hast einen Dämon. Wer sucht dich zu töten? JohannEvangelium7/21JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert
euch deswegen. JohannEvangelium7/22JohannEvangelium Mose gab euch die Beschneidung - nicht dass sie von Mose sei, sondern von den Vätern -, und am Sabbat beschneidet ihr einen Menschen.
JohannEvangelium7/23JohannEvangelium Wenn ein Mensch die Beschneidung am Sabbat empfängt, damit das Gesetz Moses nicht gebrochen werde, zürnt ihr mir, dass ich den ganzen Menschen gesund gemacht
habe am Sabbat? JohannEvangelium7/24JohannEvangelium Richtet nicht nach dem Schein, sondern richtet ein gerechtes Gericht.
JohannEvangelium7/25JohannEvangelium Es sagten nun einige von den Bewohnern Jerusalems: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? JohannEvangelium7/26JohannEvangelium Und siehe, er redet
öffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben etwa die Obersten wahrhaftig erkannt, dass dieser der Christus ist? JohannEvangelium7/27JohannEvangelium Diesen aber kennen wir, woher er ist; wenn
aber der Christus kommt, so weiß niemand, woher er ist. JohannEvangelium7/28JohannEvangelium Jesus nun rief im Tempel, lehrte und sprach: Ihr kennt mich und wißt auch, woher ich bin; und ich bin
nicht von mir selbst gekommen, sondern der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, den ihr nicht kennt. JohannEvangelium7/29JohannEvangelium Ich kenne ihn, weil ich von ihm bin und er mich gesandt hat.
JohannEvangelium7/30JohannEvangelium Da suchten sie ihn zu greifen; und niemand legte die Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war. JohannEvangelium7/31JohannEvangelium Viele aber
von der Volksmenge glaubten an ihn und sprachen: Wenn der Christus kommt, wird er wohl mehr Zeichen tun als die, welche dieser getan hat? JohannEvangelium7/32JohannEvangelium Die Pharisäer hörten
die Volksmenge dies über ihn murmeln; und die Pharisäer und die Hohenpriester sandten Diener, dass sie ihn greifen möchten. JohannEvangelium7/33JohannEvangelium Da sprach Jesus: Noch eine kleine
Zeit bin ich bei euch, und ich gehe hin zu dem, der mich gesandt hat. JohannEvangelium7/34JohannEvangelium Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen.
JohannEvangelium7/35JohannEvangelium Es sprachen nun die Juden zueinander: Wohin will dieser gehen, dass wir ihn nicht finden sollen? Will er etwa in die Zerstreuung der Griechen gehen und die
Griechen lehren? JohannEvangelium7/36JohannEvangelium Was ist das für ein Wort, das er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen?
JohannEvangelium7/37JohannEvangelium An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke.
JohannEvangelium7/38JohannEvangelium Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. JohannEvangelium7/39JohannEvangelium Dies aber
sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Meinungen des Volkes und des Hohen Rates über Jesus.
JohannEvangelium7/40JohannEvangelium Einige nun aus der Volksmenge sagten, als sie diese Worte hörten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. JohannEvangelium7/41JohannEvangelium Andere sagten:
Dieser ist der Christus. Andere sagten: Der Christus kommt doch nicht aus Galiläa? JohannEvangelium7/42JohannEvangelium Hat nicht die Schrift gesagt: Aus der Nachkommenschaft Davids und aus
Bethlehem, dem Dorf, wo David war, kommt der Christus? JohannEvangelium7/43JohannEvangelium Es entstand nun seinetwegen eine Spaltung in der Volksmenge. JohannEvangelium7/44JohannEvangelium
Einige aber von ihnen wollten ihn greifen, aber keiner legte die Hände an ihn. JohannEvangelium7/45JohannEvangelium Es kamen nun die Diener zu den Hohenpriestern und Pharisäern, und diese
sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? JohannEvangelium7/46JohannEvangelium Die Diener antworteten: Niemals hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch.
JohannEvangelium7/47JohannEvangelium Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid ihr denn auch verführt? JohannEvangelium7/48JohannEvangelium Hat wohl jemand von den Obersten an ihn geglaubt, oder
von den Pharisäern? JohannEvangelium7/49JohannEvangelium Diese Volksmenge aber, die das Gesetz nicht kennt, sie ist verflucht! JohannEvangelium7/50JohannEvangelium [Da] spricht Nikodemus zu
ihnen, der einer von ihnen war: JohannEvangelium7/51JohannEvangelium Richtet denn unser Gesetz den Menschen ehe es zuvor von ihm selbst gehört und erkannt hat, was er tut?
JohannEvangelium7/52JohannEvangelium Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du etwa auch aus Galiläa? Forsche und siehe, dass aus Galiläa kein Prophet aufsteht.
JohannEvangelium7/53JohannEvangelium Und jeder ging nach seinem Haus.
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JohannEvangelium8/1JohannEvangelium Jesus aber ging nach dem Ölberg.
Jesus und die Ehebrecherin.
JohannEvangelium8/2JohannEvangelium Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. JohannEvangelium8/3JohannEvangelium Die
Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte JohannEvangelium8/4JohannEvangelium und sagen zu ihm: Lehrer, diese
Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. JohannEvangelium8/5JohannEvangelium In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du?
JohannEvangelium8/6JohannEvangelium Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
JohannEvangelium8/7JohannEvangelium Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe zuerst den Stein auf sie.
JohannEvangelium8/8JohannEvangelium Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. JohannEvangelium8/9JohannEvangelium Als sie aber [dies] hörten, gingen sie einer nach dem anderen
hinaus, angefangen von den Ältesten; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand. JohannEvangelium8/10JohannEvangelium Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau,
wo sind jene? Hat niemand dich verurteilt? JohannEvangelium8/11JohannEvangelium Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: So verurteile auch ich dich nicht. Geh hin und sündige
nicht mehr!
Das Licht der Welt.
JohannEvangelium8/12JohannEvangelium Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des
Lebens haben. JohannEvangelium8/13JohannEvangelium Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du zeugst von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr. JohannEvangelium8/14JohannEvangelium Jesus antwortete
und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr, weil ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wißt nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.
JohannEvangelium8/15JohannEvangelium Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand. JohannEvangelium8/16JohannEvangelium Wenn ich aber auch richte, so ist mein Gericht wahr, weil ich nicht
allein bin, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat. JohannEvangelium8/17JohannEvangelium Aber auch in eurem Gesetz steht geschrieben, dass das Zeugnis zweier Menschen wahr ist.
JohannEvangelium8/18JohannEvangelium Ich bin es, der von mir selbst zeugt, und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt von mir. JohannEvangelium8/19JohannEvangelium Da sprachen sie zu ihm: Wo ist
dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich gekannt hättet, so würdet ihr auch meinen Vater gekannt haben. JohannEvangelium8/20JohannEvangelium Diese Worte
redete er in der Schatzkammer, als er im Tempel lehrte; und niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
Der Gesandte des Vaters.
JohannEvangelium8/21JohannEvangelium Er sprach nun wieder zu ihnen: Ich gehe hin, und ihr werdet mich suchen und werdet in eurer Sünde sterben; wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen.
JohannEvangelium8/22JohannEvangelium Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst töten, dass er spricht: Wo ich hingehe, könnt ihr nicht hinkommen? JohannEvangelium8/23JohannEvangelium
Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. JohannEvangelium8/24JohannEvangelium Daher sagte
ich euch, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. JohannEvangelium8/25JohannEvangelium Da sprachen sie
zu ihm: Wer bist du? Jesus sprach zu ihnen: Durchaus das, was ich auch zu euch rede. JohannEvangelium8/26JohannEvangelium Vieles habe ich über euch zu reden und zu richten, aber der mich gesandt
hat, ist wahrhaftig; und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt. JohannEvangelium8/27JohannEvangelium Sie erkannten nicht, dass er von dem Vater zu ihnen sprach.
JohannEvangelium8/28JohannEvangelium Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und dass ich nichts von mir selbst
tue, sondern wie der Vater mich gelehrt hat, das rede ich. JohannEvangelium8/29JohannEvangelium Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das ihm
Wohlgefällige tue. JohannEvangelium8/30JohannEvangelium Als er dies redete, glaubten viele an ihn.
Wahre Freiheit.
JohannEvangelium8/31JohannEvangelium Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger;
JohannEvangelium8/32JohannEvangelium und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. JohannEvangelium8/33JohannEvangelium Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams
Nachkommenschaft und sind nie jemandes Sklaven gewesen. Wie sagst du: Ihr sollt frei werden? JohannEvangelium8/34JohannEvangelium Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder,
der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave. JohannEvangelium8/35JohannEvangelium Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; der Sohn bleibt für immer. JohannEvangelium8/36JohannEvangelium Wenn
nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.
Wahre Nachkommen Abrahams.
JohannEvangelium8/37JohannEvangelium Ich weiß, dass ihr Abrahams Nachkommen seid; aber ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort nicht Raum in euch findet. JohannEvangelium8/38JohannEvangelium Ich
rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe; auch ihr nun mögt tun, was ihr von eurem Vater gehört habt. JohannEvangelium8/39JohannEvangelium Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist
unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wäret, so würdet ihr die Werke Abrahams tun; JohannEvangelium8/40JohannEvangelium jetzt aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen,
der die Wahrheit zu euch geredet hat, die ich von Gott gehört habe; das hat Abraham nicht getan. JohannEvangelium8/41JohannEvangelium Ihr tut die Werke eures Vaters. Sie sprachen zu ihm: Wir sind
nicht durch Hurerei geboren; wir haben einen Vater, Gott. JohannEvangelium8/42JohannEvangelium Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott
ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. JohannEvangelium8/43JohannEvangelium Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein
Wort nicht hören könnt. JohannEvangelium8/44JohannEvangelium Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand
nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. JohannEvangelium8/45JohannEvangelium
Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. JohannEvangelium8/46JohannEvangelium Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?
JohannEvangelium8/47JohannEvangelium Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. JohannEvangelium8/48JohannEvangelium Die Juden antworteten und
sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast? JohannEvangelium8/49JohannEvangelium Jesus antwortete: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen
Vater, und ihr verunehrt mich. JohannEvangelium8/50JohannEvangelium Ich aber suche nicht meine Ehre: Es ist einer, der [sie] sucht und der richtet. JohannEvangelium8/51JohannEvangelium Wahrlich,
wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht sehen ewiglich. JohannEvangelium8/52JohannEvangelium Die Juden sprachen zu ihm: Jetzt erkennen wir, dass du
einen Dämon hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. JohannEvangelium8/53JohannEvangelium
Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? JohannEvangelium8/54JohannEvangelium Jesus antwortete: Wenn ich
mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts; mein Vater ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. JohannEvangelium8/55JohannEvangelium Und ihr habt ihn nicht erkannt, ich aber
kenne ihn; und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich euch gleich sein: ein Lügner. Aber ich kenne ihn, und ich bewahre sein Wort. JohannEvangelium8/56JohannEvangelium Abraham, euer
Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah [ihn] und freute sich. JohannEvangelium8/57JohannEvangelium Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und
hast Abraham gesehen? JohannEvangelium8/58JohannEvangelium Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich. JohannEvangelium8/59JohannEvangelium Da hoben sie
Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.
Heilung eines Blindgeborenen.
\9\
JohannEvangelium9/1JohannEvangelium Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. JohannEvangelium9/2JohannEvangelium Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat
gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde? JohannEvangelium9/3JohannEvangelium Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern damit die Werke
Gottes an ihm offenbart würden. JohannEvangelium9/4JohannEvangelium Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
JohannEvangelium9/5JohannEvangelium Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. JohannEvangelium9/6JohannEvangelium Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und bereitete einen
Teig aus dem Speichel und strich den Teig auf seine Augen; JohannEvangelium9/7JohannEvangelium und er sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich in dem Teich Siloah - was übersetzt wird: Gesandter. Da
ging er hin und wusch sich und kam sehend.
Der Geheilte und die Juden.
JohannEvangelium9/8JohannEvangelium Die Nachbarn nun, und die ihn früher gesehen hatten, dass er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht der, der da saß und bettelte?
JohannEvangelium9/9JohannEvangelium Einige sagten: Er ist es; andere sagten: Nein, sondern er ist ihm ähnlich; er sagte: Ich bin}s. JohannEvangelium9/10JohannEvangelium Sie sprachen nun zu ihm:
Wie sind deine Augen aufgetan worden? JohannEvangelium9/11JohannEvangelium Er antwortete: Der Mensch, der Jesus heißt, bereitete einen Teig und salbte meine Augen [damit] und sprach zu mir: Geh
hin nach Siloah und wasche dich. Als ich aber hinging und mich wusch, wurde ich sehend. JohannEvangelium9/12JohannEvangelium Da sprachen sie zu ihm: Wo ist jener? Er sagt: Ich weiß es
nicht.
JohannEvangelium9/13JohannEvangelium Sie führen ihn, den einst Blinden, zu den Pharisäern. JohannEvangelium9/14JohannEvangelium Es war aber Sabbat, als Jesus den Teig bereitete und seine Augen
auftat. JohannEvangelium9/15JohannEvangelium Nun fragten ihn wieder auch die Pharisäer, wie er sehend geworden sei. Er aber sprach zu ihnen: Er legte Teig auf meine Augen, und ich wusch mich, und
ich sehe. JohannEvangelium9/16JohannEvangelium Da sprachen einige von den Pharisäern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn er hält den Sabbat nicht. Andere sagten: Wie kann ein sündiger Mensch
solche Zeichen tun? Und es war Zwiespalt unter ihnen. JohannEvangelium9/17JohannEvangelium Sie sagen nun wieder zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, weil er deine Augen aufgetan hat? Er aber
sprach: Er ist ein Prophet. JohannEvangelium9/18JohannEvangelium Es glaubten nun die Juden nicht von ihm, dass er blind war und sehend geworden, bis sie die Eltern dessen riefen, der sehend
geworden war. JohannEvangelium9/19JohannEvangelium Und sie fragten sie und sprachen: Ist dieser euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie sieht er denn jetzt?
JohannEvangelium9/20JohannEvangelium Seine Eltern antworteten und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde; JohannEvangelium9/21JohannEvangelium wie er
aber jetzt sieht, wissen wir nicht, oder wer seine Augen aufgetan hat, wissen wir nicht. Er ist mündig. Fragt ihn, er wird selbst über sich reden. JohannEvangelium9/22JohannEvangelium Dies sagten
seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, dass, wenn jemand ihn als Christus bekennen würde, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte.
JohannEvangelium9/23JohannEvangelium Deswegen sagten seine Eltern: Er ist mündig, fragt ihn. JohannEvangelium9/24JohannEvangelium Sie riefen nun zum zweiten Mal den Menschen, der blind war, und
sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. JohannEvangelium9/25JohannEvangelium Da antwortete er: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht; eins weiß ich, dass
ich blind war und jetzt sehe. JohannEvangelium9/26JohannEvangelium Und sie sprachen wieder zu ihm: Was hat er dir getan? Wie tat er deine Augen auf? JohannEvangelium9/27JohannEvangelium Er
antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht gehört. Warum wollt ihr es nochmals hören? Wollt ihr etwa auch seine Jünger werden? JohannEvangelium9/28JohannEvangelium Sie
schmähten ihn und sprachen: Du bist sein Jünger; wir aber sind Moses Jünger. JohannEvangelium9/29JohannEvangelium Wir wissen, dass Gott zu Mose geredet hat; von diesem aber wissen wir nicht,
woher er ist. JohannEvangelium9/30JohannEvangelium Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Hierbei ist es doch erstaunlich, dass ihr nicht wißt, woher er ist, und er hat [doch] meine Augen
aufgetan. JohannEvangelium9/31JohannEvangelium Wir wissen, dass Gott Sünder nicht hört, sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er.
JohannEvangelium9/32JohannEvangelium Von Anbeginn hat man nicht gehört, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen aufgetan habe. JohannEvangelium9/33JohannEvangelium Wenn dieser nicht von Gott
wäre, so könnte er nichts tun. JohannEvangelium9/34JohannEvangelium Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren, und du lehrst uns? Und sie warfen ihn hinaus.
Der Geheilte und der Sohn Gottes.
JohannEvangelium9/35JohannEvangelium Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten; und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn des Menschen?
JohannEvangelium9/36JohannEvangelium Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, dass ich an ihn glaube? JohannEvangelium9/37JohannEvangelium Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der
mit dir redet, der ist es. JohannEvangelium9/38JohannEvangelium Er aber sprach: Ich glaube, Herr. Und er warf sich vor ihm nieder.
JohannEvangelium9/39JohannEvangelium Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden.
JohannEvangelium9/40JohannEvangelium Einige von den Pharisäern, die bei ihm waren, hörten dies und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind? JohannEvangelium9/41JohannEvangelium Jesus sprach zu
ihnen: Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde. Nun aber sagt ihr: Wir sehen. [Daher] bleibt eure Sünde.
Der gute Hirte.
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JohannEvangelium10/1JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
JohannEvangelium10/2JohannEvangelium Wer aber durch die Tür eingeht, ist Hirte der Schafe. JohannEvangelium10/3JohannEvangelium Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme, und
er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und führt sie heraus. JohannEvangelium10/4JohannEvangelium Wenn er seine eigenen [Schafe] alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe
folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. JohannEvangelium10/5JohannEvangelium Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht
kennen. JohannEvangelium10/6JohannEvangelium In dieser Bildrede sprach Jesus zu ihnen; sie aber verstanden nicht, was es war, das er zu ihnen redete.
JohannEvangelium10/7JohannEvangelium Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. JohannEvangelium10/8JohannEvangelium Alle, die vor mir
gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. JohannEvangelium10/9JohannEvangelium Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet werden und
wird ein- und ausgehen und Weide finden. JohannEvangelium10/10JohannEvangelium Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und
[es in] Überfluß haben. JohannEvangelium10/11JohannEvangelium Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. JohannEvangelium10/12JohannEvangelium Wer Mietling und nicht
Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht - und der Wolf raubt und zerstreut sie -, JohannEvangelium10/13JohannEvangelium weil er ein
Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert. JohannEvangelium10/14JohannEvangelium Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen,
JohannEvangelium10/15JohannEvangelium wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. JohannEvangelium10/16JohannEvangelium Und ich habe andere Schafe,
die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein. JohannEvangelium10/17JohannEvangelium Darum liebt mich der
Vater, weil ich mein Leben lasse, um es wiederzunehmen. JohannEvangelium10/18JohannEvangelium Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und
habe Vollmacht, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen. JohannEvangelium10/19JohannEvangelium Es entstand wieder ein Zwiespalt unter den Juden dieser Worte wegen.
JohannEvangelium10/20JohannEvangelium Viele aber von ihnen sagten: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen. Was hört ihr ihn? JohannEvangelium10/21JohannEvangelium Andere sagten: Diese Reden sind
nicht die eines Besessenen. Kann etwa ein Dämon der Blinden Augen auftun?
JohannEvangelium10/22JohannEvangelium Es war aber das Fest der Tempelweihe in Jerusalem; es war Winter. JohannEvangelium10/23JohannEvangelium Und Jesus ging in dem Tempel umher, in der
Säulenhalle Salomos. JohannEvangelium10/24JohannEvangelium Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei
heraus. JohannEvangelium10/25JohannEvangelium Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir;
JohannEvangelium10/26JohannEvangelium aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. JohannEvangelium10/27JohannEvangelium Meine Schafe hören meine
Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; JohannEvangelium10/28JohannEvangelium und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner
Hand rauben. JohannEvangelium10/29JohannEvangelium Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.
JohannEvangelium10/30JohannEvangelium Ich und der Vater sind eins.
Anschläge gegen Jesus.
JohannEvangelium10/31JohannEvangelium Da hoben die Juden wieder Steine auf, dass sie ihn steinigten. JohannEvangelium10/32JohannEvangelium Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch
von meinem Vater gezeigt. Für welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich? JohannEvangelium10/33JohannEvangelium Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht,
sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. JohannEvangelium10/34JohannEvangelium Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben:
`Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? JohannEvangelium10/35JohannEvangelium Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging - und die Schrift kann nicht aufgelöst werden -,
JohannEvangelium10/36JohannEvangelium sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?
JohannEvangelium10/37JohannEvangelium Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht; JohannEvangelium10/38JohannEvangelium wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, wenn ihr
auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm.
JohannEvangelium10/39JohannEvangelium Da suchten sie wieder ihn zu greifen, und er entging ihrer Hand. JohannEvangelium10/40JohannEvangelium Und er ging wieder weg jenseits des Jordan an den Ort,
wo Johannes zuerst taufte, und er blieb dort. JohannEvangelium10/41JohannEvangelium Und viele kamen zu ihm und sagten: Johannes tat zwar kein Zeichen; alles aber, was Johannes von diesem gesagt
hat, war wahr. JohannEvangelium10/42JohannEvangelium Und viele glaubten dort an ihn.
Krankheit und Tod des Lazarus.
(Ich habe mich durch Johannes 11 ungefähr im Okt. 1972 in Hannover zu Jesus gewandt.)
\11\
JohannEvangelium11/1JohannEvangelium Es war aber einer krank, Lazarus, von Bethanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. JohannEvangelium11/2JohannEvangelium Maria aber war es,
die den Herrn mit Salböl salbte und seine Füße mit ihren Haaren abtrocknete; deren Bruder Lazarus war krank. JohannEvangelium11/3JohannEvangelium Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm
sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank. JohannEvangelium11/4JohannEvangelium Als aber Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern um der Herrlichkeit
Gottes willen, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde. JohannEvangelium11/5JohannEvangelium Jesus aber liebte die Martha und ihre Schwester und den Lazarus.
JohannEvangelium11/6JohannEvangelium Als er nun hörte, dass er krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war. (Jesus ist immer berufen anstatt getrieben.)
JohannEvangelium11/7JohannEvangelium Danach spricht er zu den Jüngern: Laßt uns wieder nach Judäa gehen. JohannEvangelium11/8JohannEvangelium Die Jünger sagen zu ihm: Rabbi, eben suchten die
Juden dich zu steinigen, und wieder gehst du dahin? JohannEvangelium11/9JohannEvangelium Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil
er das Licht dieser Welt sieht; JohannEvangelium11/10JohannEvangelium wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. JohannEvangelium11/11JohannEvangelium
Dies sprach er, und danach sagt er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, ist eingeschlafen; aber ich gehe hin, damit ich ihn aufwecke. JohannEvangelium11/12JohannEvangelium Da sprachen die Jünger zu
ihm: Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er geheilt werden. JohannEvangelium11/13JohannEvangelium Jesus aber hatte von seinem Tod gesprochen: sie aber meinten, er rede von der Ruhe des
Schlafes. JohannEvangelium11/14JohannEvangelium Dann nun sagte ihnen Jesus gerade heraus: Lazarus ist gestorben; JohannEvangelium11/15JohannEvangelium und ich bin froh um euretwillen, dass ich
nicht dort war, damit ihr glaubt; aber laßt uns zu ihm gehen. JohannEvangelium11/16JohannEvangelium Da sprach Thomas, der [auch] Zwilling genannt ist, zu den Mitjüngern: Laßt auch uns gehen, dass
wir mit ihm sterben.
Auferweckung des Lazarus.
JohannEvangelium11/17JohannEvangelium Als nun Jesus kam, fand er ihn schon vier Tage in der Gruft liegen. JohannEvangelium11/18JohannEvangelium Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, etwa
fünfzehn Stadien weit; JohannEvangelium11/19JohannEvangelium und viele von den Juden waren zu Martha und Maria gekommen, um sie über ihren Bruder zu trösten. JohannEvangelium11/20JohannEvangelium
Martha nun, als sie hörte, dass Jesus komme, ging ihm entgegen. Maria aber saß im Haus. JohannEvangelium11/21JohannEvangelium Da sprach Martha zu Jesus: Herr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre
mein Bruder nicht gestorben; JohannEvangelium11/22JohannEvangelium und jetzt weiß ich, dass, was du von Gott bitten magst, Gott dir geben wird. JohannEvangelium11/23JohannEvangelium Jesus spricht
zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. JohannEvangelium11/24JohannEvangelium Martha spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.
JohannEvangelium11/25JohannEvangelium Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;
JohannEvangelium11/26JohannEvangelium und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? JohannEvangelium11/27JohannEvangelium Sie spricht zu ihm: Ja,
Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. JohannEvangelium11/28JohannEvangelium Und als sie dies gesagt hatte, ging sie hin und rief heimlich ihre
Schwester Maria und sagte: Der Lehrer ist da und ruft dich. JohannEvangelium11/29JohannEvangelium Als jene es hörte, steht sie schnell auf und geht zu ihm. JohannEvangelium11/30JohannEvangelium
Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern war an dem Ort, wo Martha ihm begegnet war. JohannEvangelium11/31JohannEvangelium Als nun die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie
trösteten, sahen, dass Maria schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr, da sie meinten, sie gehe zur Gruft, um dort zu weinen. JohannEvangelium11/32JohannEvangelium Als nun Maria dahin
kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein Bruder nicht gestorben. JohannEvangelium11/33JohannEvangelium Als nun
Jesus sie weinen sah und die Juden weinen, die mit ihr gekommen waren, wurde er im Geist erzürnt und wurde erschüttert JohannEvangelium11/34JohannEvangelium und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt?
Sie sagen zu ihm: Herr, komm und sieh! JohannEvangelium11/35JohannEvangelium Jesus weinte. JohannEvangelium11/36JohannEvangelium Da sprachen die Juden: Siehe, wie lieb hat er ihn gehabt!
JohannEvangelium11/37JohannEvangelium Einige aber von ihnen sagten: Konnte dieser, der die Augen des Blinden auftat, nicht machen, dass auch dieser nicht gestorben wäre?
JohannEvangelium11/38JohannEvangelium Jesus nun, wieder in seinem Innern erzürnt, kommt zur Gruft. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag davor. JohannEvangelium11/39JohannEvangelium Jesus
spricht: Nehmt den Stein weg! Die Schwester des Verstorbenen, Martha, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist vier Tage hier. JohannEvangelium11/40JohannEvangelium Jesus spricht zu
ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubtest, so würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen? JohannEvangelium11/41JohannEvangelium Sie nahmen nun den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor
und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. JohannEvangelium11/42JohannEvangelium Ich aber wußte, dass du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht,
habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. JohannEvangelium11/43JohannEvangelium Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
JohannEvangelium11/44JohannEvangelium Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen:
Macht ihn frei und laßt ihn gehen.
JohannEvangelium11/45JohannEvangelium Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn. JohannEvangelium11/46JohannEvangelium Einige aber von
ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte.
Ratssitzung über Jesus: Beschluß, ihn zu töten.
JohannEvangelium11/47JohannEvangelium Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer [den] Hohen Rat und sprachen: Was tun wir? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen.
JohannEvangelium11/48JohannEvangelium Wenn wir ihn so lassen, werden alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und unsere Stadt wie auch unsere Nation wegnehmen.
JohannEvangelium11/49JohannEvangelium Einer aber von ihnen, Kaiphas, der jenes Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wißt nichts JohannEvangelium11/50JohannEvangelium und überlegt auch
nicht, dass es euch nützlich ist, dass ein Mensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation umkomme. JohannEvangelium11/51JohannEvangelium Dies aber sagte er nicht aus sich selbst, sondern
da er jenes Jahr Hoherpriester war, weissagte er, dass Jesus für die Nation sterben sollte; JohannEvangelium11/52JohannEvangelium und nicht für die Nation allein, sondern dass er auch die
zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelte. JohannEvangelium11/53JohannEvangelium Von jenem Tag an ratschlagten sie nun, um ihn zu töten. JohannEvangelium11/54JohannEvangelium Jesus ging nun
nicht mehr öffentlich unter den Juden umher, sondern ging von dort weg in die Gegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt mit Namen Ephraim; und dort verweilte er mit den Jüngern.
JohannEvangelium11/55JohannEvangelium Es war aber nahe das Passah der Juden, und viele gingen aus dem Land hinauf nach Jerusalem vor dem Passah, um sich zu reinigen.
JohannEvangelium11/56JohannEvangelium Sie suchten nun Jesus und sprachen, als sie im Tempel standen, untereinander: Was meint ihr? Wird er nicht zu dem Fest kommen?
JohannEvangelium11/57JohannEvangelium Es hatten aber die Hohenpriester und die Pharisäer Befehl gegeben, wenn jemand wisse, wo er sei, dass er es anzeigen solle, damit sie ihn
griffen.
Salbung Jesu durch Maria in Bethanien.
Mt 26,6-13; Mk 14,3-9
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JohannEvangelium12/1JohannEvangelium Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, wo Lazarus war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte. JohannEvangelium12/2JohannEvangelium Sie
machten ihm nun dort ein Abendessen, und Martha diente; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch lagen. JohannEvangelium12/3JohannEvangelium Da nahm Maria ein Pfund Salböl von
echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt. JohannEvangelium12/4JohannEvangelium Es
sagt aber Judas, der Iskariot, einer von seinen Jüngern, der ihn überliefern sollte: JohannEvangelium12/5JohannEvangelium Warum ist dieses Salböl nicht für dreihundert Denare verkauft und den
Armen gegeben worden? JohannEvangelium12/6JohannEvangelium Er sagte dies aber nicht, weil er für die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und beiseiteschaffte, was
eingelegt wurde. JohannEvangelium12/7JohannEvangelium Da sprach Jesus: Laß sie! Möge sie es aufbewahrt haben für den Tag meines Begräbnisses! JohannEvangelium12/8 Denn die Armen habt ihr allezeit
bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.
Anschläge der Hohenpriester gegen Lazarus.
JohannEvangelium12/9JohannEvangelium Eine große Volksmenge aus den Juden erfuhr nun, dass er dort sei; und sie kamen nicht um Jesu willen allein, sondern damit sie auch den Lazarus sähen, den er
aus den Toten auferweckt hatte. JohannEvangelium12/10JohannEvangelium Die Hohenpriester aber ratschlagten, auch den Lazarus zu töten, JohannEvangelium12/11JohannEvangelium weil viele von den
Juden um seinetwillen hingingen und an Jesus glaubten.
Einzug in Jerusalem.
Mt 21,1-11; Mk 11,1-10; Lk 19,28-40
JohannEvangelium12/12JohannEvangelium Am folgenden Tag, als eine große Volksmenge, die zu dem Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem komme, JohannEvangelium12/13JohannEvangelium
nahmen sie die Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und schrien: Hosanna! Gepriesen [sei], der da kommt im Namen des Herrn, und der König Israels! JohannEvangelium12/14JohannEvangelium
Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: JohannEvangelium12/15JohannEvangelium `Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf
einem Eselsfüllen. JohannEvangelium12/16JohannEvangelium Dies verstanden seine Jünger zuerst nicht; jedoch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben war
und sie ihm dies getan hatten. JohannEvangelium12/17JohannEvangelium Es bezeugte nun die Volksmenge, die bei ihm war, dass er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt habe.
JohannEvangelium12/18JohannEvangelium Darum ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie hörten, dass er dieses Zeichen getan hatte. JohannEvangelium12/19JohannEvangelium Da sprachen die
Pharisäer zueinander: Ihr seht, dass ihr gar nichts ausrichtet; siehe, die Welt ist ihm nachgegangen.
Über das Sterben des Menschensohnes.
JohannEvangelium12/20JohannEvangelium Es waren aber einige Griechen unter denen, die hinzukamen, um auf dem Fest anzubeten. JohannEvangelium12/21JohannEvangelium Diese nun kamen zu Philippus von
Bethsaida in Galiläa und baten ihn und sagten: Herr, wir möchten Jesus sehen. JohannEvangelium12/22JohannEvangelium Philippus kommt und sagt es Andreas, es kommt Andreas und Philippus, und sie
sagen es Jesus. JohannEvangelium12/23JohannEvangelium Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde.
JohannEvangelium12/24JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.
JohannEvangelium12/25JohannEvangelium Wer sein Leben liebt, wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser Welt haßt, wird es zum ewigen Leben bewahren. JohannEvangelium12/26JohannEvangelium
Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach; und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, so wird der Vater ihn ehren. JohannEvangelium12/27JohannEvangelium Jetzt ist
meine Seele bestürzt. Und was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. JohannEvangelium12/28JohannEvangelium Vater, verherrliche deinen
Namen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe [ihn] verherrlicht und werde [ihn] auch wieder verherrlichen. JohannEvangelium12/29JohannEvangelium Die Volksmenge nun, die dastand und zuhörte,
sagte, es habe gedonnert; andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. JohannEvangelium12/30JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen,
sondern um euretwillen. JohannEvangelium12/31JohannEvangelium Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. JohannEvangelium12/32JohannEvangelium Und
ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. JohannEvangelium12/33JohannEvangelium Dies aber sagte er, um anzudeuten, welches Todes er sterben sollte.
JohannEvangelium12/34JohannEvangelium Die Volksmenge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus bleibe in Ewigkeit, und wie sagst du, dass der Sohn des Menschen erhöht
werden müsse? Wer ist dieser, der Sohn des Menschen? JohannEvangelium12/35JohannEvangelium Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch; wandelt, während ihr das Licht
habt, damit nicht Finsternis euch ergreife. Und wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. JohannEvangelium12/36JohannEvangelium Während ihr das Licht habt, glaubt an das Licht,
damit ihr Söhne des Lichtes werdet. Dies redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen.
Unglaube und Glaube bei den Juden.
JohannEvangelium12/37JohannEvangelium Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn, JohannEvangelium12/38JohannEvangelium damit das Wort des Propheten Jesaja
erfüllt würde, das er sprach: `Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn offenbart worden? JohannEvangelium12/39JohannEvangelium Darum konnten sie nicht glauben,
weil Jesaja wieder gesagt hat: JohannEvangelium12/40JohannEvangelium `Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, dass sie nicht mit den Augen sehen und mit dem Herzen verstehen und sich
bekehren und ich sie heile. JohannEvangelium12/41JohannEvangelium Dies sprach Jesaja, weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. JohannEvangelium12/42JohannEvangelium Dennoch aber
glaubten auch von den Obersten viele an ihn; doch wegen der Pharisäer bekannten sie [ihn] nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden; JohannEvangelium12/43JohannEvangelium denn
sie liebten die Ehre bei den Menschen mehr als die Ehre bei Gott.
Abschluß der öffentlichen Wirksamkeit Jesu: Folgen des Glaubens und des Unglaubens.
JohannEvangelium12/44JohannEvangelium Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; JohannEvangelium12/45JohannEvangelium und wer
mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. JohannEvangelium12/46JohannEvangelium Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe;
JohannEvangelium12/47JohannEvangelium und wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt
errette. JohannEvangelium12/48JohannEvangelium Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.
JohannEvangelium12/49JohannEvangelium Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll;
JohannEvangelium12/50JohannEvangelium und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Was ich nun rede, rede ich so, wie mir der Vater gesagt hat.
Die Fußwaschung.
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JohannEvangelium13/1JohannEvangelium Vor dem Passahfest aber, als Jesus wußte, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zu dem Vater hinzugehen - da er die Seinen, die in der Welt waren,
geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende. JohannEvangelium13/2JohannEvangelium Und während des Abendessens, als der Teufel schon dem Judas, Simons [Sohn], dem Iskariot, es ins Herz gegeben
hatte, dass er ihn überliefere, JohannEvangelium13/3JohannEvangelium steht [Jesus] - im Bewußtsein, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott
hingehe - JohannEvangelium13/4JohannEvangelium von dem Abendessen auf und legt die Oberkleider ab; und er nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich. JohannEvangelium13/5JohannEvangelium Dann
gießt er Wasser in das Waschbecken und fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. JohannEvangelium13/6JohannEvangelium Er kommt nun
zu Simon Petrus, und der spricht zu ihm: Herr, du wäschst meine Füße? JohannEvangelium13/7JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber
nachher verstehen. JohannEvangelium13/8JohannEvangelium Petrus spricht zu ihm: Du sollst nimmermehr meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit
mir. JohannEvangelium13/90JohannEvangelium Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. JohannEvangelium13/10JohannEvangelium Jesus spricht zu
ihm: Wer gebadet ist, hat nicht nötig, sich zu waschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht alle. JohannEvangelium13/11JohannEvangelium Denn er kannte den,
der ihn überlieferte; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
JohannEvangelium13/12JohannEvangelium Als er nun ihre Füße gewaschen und seine Oberkleider genommen hatte, legte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Wißt ihr, was ich euch getan habe?
JohannEvangelium13/13JohannEvangelium Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und ihr sagt recht, denn ich bin es. JohannEvangelium13/14JohannEvangelium Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße
gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. JohannEvangelium13/15JohannEvangelium Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, dass auch ihr tut, wie ich euch getan habe.
JohannEvangelium13/16JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr, noch ein Gesandter größer, als der ihn gesandt hat.
JohannEvangelium13/17JohannEvangelium Wenn ihr dies wißt, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut.
Bezeichnung des Verräters.
Mt 26,20-25; Mk 14,17-21; Lk 22,14.21-23
JohannEvangelium13/18JohannEvangelium Ich rede nicht von euch allen, ich weiß, welche ich erwählt habe; aber damit die Schrift erfüllt würde: `Der mit mir das Brot ißt, hat seine Ferse gegen mich
aufgehoben. JohannEvangelium13/19JohannEvangelium Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, dass ich es bin. JohannEvangelium13/20JohannEvangelium
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, wen ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
JohannEvangelium13/21JohannEvangelium Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern.
JohannEvangelium13/22JohannEvangelium Da blickten die Jünger einander an, in Verlegenheit darüber, von wem er rede. JohannEvangelium13/23JohannEvangelium Einer von seinen Jüngern, den Jesus
liebte, lag zu Tisch an der Brust Jesu. JohannEvangelium13/24JohannEvangelium Diesem nun winkt Simon Petrus und spricht zu ihm: Sage, wer es ist, von dem er spricht.
JohannEvangelium13/25JohannEvangelium Jener lehnt sich an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist es? JohannEvangelium13/26JohannEvangelium Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den
Bissen, wenn ich ihn eingetaucht habe, geben werde. Und als er den Bissen eingetaucht hatte, nimmt er ihn und gibt ihn dem Judas, Simons [Sohn], dem Ischarioth.
JohannEvangelium13/27JohannEvangelium Und nach dem Bissen fuhr dann der Satan in ihn. Jesus spricht nun zu ihm: Was du tust, tu schnell! JohannEvangelium13/28JohannEvangelium Keiner aber von den
zu Tisch Liegenden verstand, wozu er ihm dies sagte: JohannEvangelium13/29JohannEvangelium Denn einige meinten, weil Judas die Kasse hatte, dass Jesus zu ihm sage: Kaufe, was wir für das Fest
benötigen, oder dass er den Armen etwas geben solle. JohannEvangelium13/30JohannEvangelium Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber Nacht.
Das neue Gebot: Liebe.
JohannEvangelium13/31JohannEvangelium Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm.
JohannEvangelium13/32JohannEvangelium Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, so wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und er wird ihn sogleich verherrlichen.
JohannEvangelium13/33JohannEvangelium Kinder, noch eine kleine Weile bin ich bei euch; ihr werdet mich suchen, und wie ich den Juden sagte: Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen, so sage ich
jetzt auch euch. JohannEvangelium13/34JohannEvangelium Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.
JohannEvangelium13/35JohannEvangelium Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Ankündigung der Verleugnung durch Petrus.
Mt 26,31-35; Mk 14,27-31; Lk 22,31-34
JohannEvangelium13/36JohannEvangelium Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, [dorthin] kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später
folgen. JohannEvangelium13/37JohannEvangelium Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen. JohannEvangelium13/38JohannEvangelium Jesus
antwortet: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.
Hingang zum Vater und Wiederkunft - Offenbarung des Vaters.
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JohannEvangelium14/1JohannEvangelium Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich. JohannEvangelium14/2JohannEvangelium Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen.
Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten? JohannEvangelium14/3JohannEvangelium Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme
ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. JohannEvangelium14/4JohannEvangelium Und wohin ich gehe, dahin wißt ihr den Weg. JohannEvangelium14/5JohannEvangelium
Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Und wie können wir den Weg wissen? JohannEvangelium14/6JohannEvangelium Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und
das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. JohannEvangelium14/7JohannEvangelium Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und
habt ihn gesehen. JohannEvangelium14/8JohannEvangelium Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. JohannEvangelium14/9JohannEvangelium Jesus spricht zu ihm: So lange
Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? JohannEvangelium14/10JohannEvangelium Glaubst
du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.
JohannEvangelium14/11JohannEvangelium Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt mir um der Werke selbst willen.
JohannEvangelium14/12JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
JohannEvangelium14/13JohannEvangelium Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. JohannEvangelium14/14JohannEvangelium Wenn ihr
etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.
Sendung des Sachwalters.
JohannEvangelium14/15JohannEvangelium Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; JohannEvangelium14/16JohannEvangelium und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen
Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, JohannEvangelium14/17JohannEvangelium den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr
kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. JohannEvangelium14/18JohannEvangelium Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.
JohannEvangelium14/19JohannEvangelium Noch ein Kleines, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich: weil ich lebe, werdet auch ihr leben. JohannEvangelium14/20JohannEvangelium An
jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. JohannEvangelium14/21JohannEvangelium Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt;
wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. JohannEvangelium14/22JohannEvangelium Judas, nicht der Ischarioth, spricht zu
ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? JohannEvangelium14/23JohannEvangelium Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein
Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. JohannEvangelium14/24JohannEvangelium Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das
Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. JohannEvangelium14/25JohannEvangelium Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch weile.
JohannEvangelium14/26JohannEvangelium Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt
habe. JohannEvangelium14/27JohannEvangelium Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam.
JohannEvangelium14/28JohannEvangelium Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe,
denn der Vater ist größer als ich. JohannEvangelium14/29JohannEvangelium Und jetzt habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht.
JohannEvangelium14/30JohannEvangelium Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt und hat nichts in mir (Der Fürst der Welt kommt und hat keinen Teil oder Anteil an
mir; hat keine Gewalt über mich: Das nehme ich heute auch für mich in Anspruch, dass der teufel keine Gewalt mehr über mich hat; ich muss nicht mehr gekränkt sein, nicht eifersüchtig, nicht
leistungsorientiert, nicht helfersyndromig! S. derteufelhatkeinegewaltübermich); JohannEvangelium14/31JohannEvangelium aber damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und so tue, wie
mir der Vater geboten hat. - Steht auf, laßt uns von hier fortgehen!
Der wahre Weinstock.
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JohannEvangelium15/1JohannEvangelium Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. JohannEvangelium15/2JohannEvangelium Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er
weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. JohannEvangelium15/3JohannEvangelium Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.
JohannEvangelium15/4JohannEvangelium Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in
mir. JohannEvangelium15/5JohannEvangelium Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
JohannEvangelium15/6JohannEvangelium Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.
JohannEvangelium15/7JohannEvangelium Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. JohannEvangelium15/8JohannEvangelium
Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.
Das Gebot der Liebe.
JohannEvangelium15/9JohannEvangelium Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt; bleibt in meiner Liebe. JohannEvangelium15/10JohannEvangelium Wenn ihr meine Gebote haltet, so
werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. JohannEvangelium15/11JohannEvangelium Dies habe ich zu euch geredet, damit meine
Freude in euch sei und eure Freude völlig werde. JohannEvangelium15/12JohannEvangelium Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.
JohannEvangelium15/13JohannEvangelium Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde. JohannEvangelium15/14JohannEvangelium Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut,
was ich euch gebiete. JohannEvangelium15/15JohannEvangelium Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles,
was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe. JohannEvangelium15/16JohannEvangelium Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch gesetzt, dass ihr hingeht und
Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe. JohannEvangelium15/17JohannEvangelium Dies gebiete ich euch, dass ihr einander
liebt!
Ankündigung von Verfolgungen.
JohannEvangelium15/18JohannEvangelium Wenn die Welt euch haßt, so wißt, dass sie mich vor euch gehaßt hat. JohannEvangelium15/19JohannEvangelium Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das
Ihre lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. JohannEvangelium15/20JohannEvangelium Gedenkt des Wortes, das ich euch
gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten.
JohannEvangelium15/21JohannEvangelium Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. JohannEvangelium15/22JohannEvangelium Wenn ich
nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. JohannEvangelium15/23JohannEvangelium Wer mich haßt, haßt auch
meinen Vater. JohannEvangelium15/24JohannEvangelium Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie [sie] gesehen und
[doch] sowohl mich als auch meinen Vater gehaßt. JohannEvangelium15/25JohannEvangelium Aber [dies geschieht], damit das Wort erfüllt würde, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: `Sie haben mich
ohne Ursache gehaßt. JohannEvangelium15/26JohannEvangelium Wenn der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird der
von mir zeugen. JohannEvangelium15/27JohannEvangelium Aber auch ihr zeugt, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
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JohannEvangelium16/1JohannEvangelium Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr euch nicht ärgert. JohannEvangelium16/2JohannEvangelium Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar
die Stunde, dass jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Opferdienst darzubringen. JohannEvangelium16/3JohannEvangelium Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt
haben. JohannEvangelium16/4JohannEvangelium Dies aber habe ich zu euch geredet, damit ihr, wenn die Stunde gekommen ist, daran gedenkt, dass ich es euch gesagt habe. Dies aber habe ich euch von
Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.
Die Wirksamkeit des Heiligen Geistes.
JohannEvangelium16/5JohannEvangelium Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand von euch fragt mich: Wohin gehst du? JohannEvangelium16/6JohannEvangelium sondern weil ich
dies zu euch geredet habe, hat Traurigkeit euer Herz erfüllt. JohannEvangelium16/7JohannEvangelium Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht
weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden. JohannEvangelium16/8JohannEvangelium Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen
von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. JohannEvangelium16/9JohannEvangelium Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; JohannEvangelium16/10JohannEvangelium von Gerechtigkeit aber, weil
ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; JohannEvangelium16/11JohannEvangelium von Gericht aber, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.
JohannEvangelium16/12JohannEvangelium Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. JohannEvangelium16/13JohannEvangelium Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit,
gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.
JohannEvangelium16/14JohannEvangelium Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. JohannEvangelium16/15JohannEvangelium Alles, was der Vater hat, ist
mein; darum sagte ich, dass er von dem Meinen nimmt und euch verkündigen wird.
Trost und Freude im Blick auf Jesu Abscheiden und Wiederkehr.
JohannEvangelium16/16JohannEvangelium Eine kleine [Weile], und ihr seht mich nicht, und wieder eine kleine [Weile], und ihr werdet mich sehen. JohannEvangelium16/17JohannEvangelium Es sprachen
nun einige von seinen Jüngern zueinander: Was ist das, was er zu uns sagt: Eine kleine [Weile], und ihr seht mich nicht, und wieder eine kleine [Weile], und ihr werdet mich sehen, und: Ich gehe
hin zum Vater? JohannEvangelium16/18JohannEvangelium Sie sprachen nun: Was ist das für eine `kleine [Weile], wovon er redet? Wir wissen nicht, was er sagt. JohannEvangelium16/19JohannEvangelium
Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Forscht ihr darüber miteinander, dass ich sagte: Eine kleine [Weile], und ihr seht mich nicht, und wieder eine kleine [Weile],
und ihr werdet mich sehen? JohannEvangelium16/20JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass ihr weinen und wehklagen werdet, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein,
aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden. JohannEvangelium16/21JohannEvangelium Die Frau hat Traurigkeit, wenn sie gebiert, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat,
gedenkt sie nicht mehr der Bedrängnis, um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt geboren ist. JohannEvangelium16/22JohannEvangelium Auch ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit; aber ich werde
euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch. JohannEvangelium16/23JohannEvangelium Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich,
ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. JohannEvangelium16/24JohannEvangelium Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet
empfangen, damit eure Freude völlig sei. JohannEvangelium16/25JohannEvangelium Dies habe ich in Bildreden zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch sprechen,
sondern euch offen von dem Vater verkündigen werde. JohannEvangelium16/26JohannEvangelium An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch
bitten werde; JohannEvangelium16/27JohannEvangelium denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin.
JohannEvangelium16/28JohannEvangelium Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
JohannEvangelium16/29JohannEvangelium Seine Jünger sprechen zu ihm: Siehe, jetzt redest du offen und gebrauchst keine Bildrede; JohannEvangelium16/30JohannEvangelium jetzt wissen wir, dass du
alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand frage; hierdurch glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. JohannEvangelium16/31JohannEvangelium Jesus antwortete ihnen: Glaubt ihr jetzt?
JohannEvangelium16/32JohannEvangelium Siehe, es kommt die Stunde und ist gekommen, dass ihr euch zerstreuen werdet, ein jeder in seine Heimat und mich allein lassen werdet; doch ich bin nicht
allein, denn der Vater ist bei mir. JohannEvangelium16/33JohannEvangelium Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal; aber seid guten Mutes, ich
habe die Welt überwunden.
Das hohepriesterliche Gebet.
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JohannEvangelium17/1JohannEvangelium Dies redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche,
JohannEvangelium17/2JohannEvangelium wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, dass er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe. JohannEvangelium17/3JohannEvangelium Dies
aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. JohannEvangelium17/4JohannEvangelium Ich habe dich verherrlicht auf der Erde;
das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte. JohannEvangelium17/5JohannEvangelium Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die
ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
JohannEvangelium17/6JohannEvangelium Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort
bewahrt. JohannEvangelium17/7JohannEvangelium Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist; JohannEvangelium17/8JohannEvangelium denn die Worte, die du mir gegeben
hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast.
JohannEvangelium17/9JohannEvangelium Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, denn sie sind dein JohannEvangelium17/10JohannEvangelium - und
alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein -, und ich bin in ihnen verherrlicht. JohannEvangelium17/11JohannEvangelium Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt,
und ich komme zu dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir. JohannEvangelium17/12JohannEvangelium Als ich bei ihnen war, bewahrte ich
sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe [sie] behütet, und keiner von ihnen ist verloren als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde.
JohannEvangelium17/13JohannEvangelium Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. JohannEvangelium17/14JohannEvangelium Ich habe
ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, wie ich nicht von der Welt bin. JohannEvangelium17/15JohannEvangelium Ich bitte nicht, dass du sie aus der
Welt wegnimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. JohannEvangelium17/16JohannEvangelium Sie sind nicht von der Welt, wie ich nicht von der Welt bin.
JohannEvangelium17/17JohannEvangelium Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit. JohannEvangelium17/18JohannEvangelium Wie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die
Welt gesandt; JohannEvangelium17/19JohannEvangelium und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit. JohannEvangelium17/20JohannEvangelium Aber nicht für diese
allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, JohannEvangelium17/21JohannEvangelium damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie
in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. JohannEvangelium17/22JohannEvangelium Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins
seien, wie wir eins sind JohannEvangelium17/23JohannEvangelium - ich in ihnen und du in mir -, dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast,
wie du mich geliebt hast. JohannEvangelium17/24JohannEvangelium Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du
mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. JohannEvangelium17/25JohannEvangelium Gerechter Vater! - Und die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt, und
diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. JohannEvangelium17/26JohannEvangelium Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit du mich geliebt hast,
in ihnen sei und ich in ihnen.
Gefangennahme.
Mt 26,47-56; Mk 14,43-50; Lk 22,47-53
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JohannEvangelium18/1JohannEvangelium Als Jesus dies gesagt hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Bach Kidron, wo ein Garten war, in den er hineinging, er und seine Jünger.
JohannEvangelium18/2JohannEvangelium Aber auch Judas, der ihn überlieferte, wußte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammen war. JohannEvangelium18/3JohannEvangelium Als nun Judas
die Schar und von den Hohenpriestern und Pharisäern Diener genommen hatte, kommt er dahin mit Leuchten und Fackeln und Waffen. JohannEvangelium18/4JohannEvangelium Jesus nun, der alles wußte, was
über ihn kommen würde, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? JohannEvangelium18/5JohannEvangelium Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazoräer. Er spricht zu ihnen: Ich bin}s. Aber auch
Judas, der ihn überlieferte, stand bei ihnen. JohannEvangelium18/6JohannEvangelium Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin}s, wichen sie zurück und fielen zu Boden.
JohannEvangelium18/7JohannEvangelium Da fragte er sie wieder: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazoräer. JohannEvangelium18/8JohannEvangelium Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt,
dass ich es bin; wenn ihr nun mich sucht, so laßt diese gehen; JohannEvangelium18/9JohannEvangelium damit das Wort erfüllt würde, das er sprach: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich
keinen verloren. JohannEvangelium18/10JohannEvangelium Simon Petrus nun, der ein Schwert hatte, zog es und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des
Knechtes aber war Malchus. JohannEvangelium18/11JohannEvangelium Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, soll ich den nicht
trinken?
Verhör durch Hannas - Verleugnung durch Petrus.
Mt 26,57-75; Mk 14,53-72; Lk 22,54-71
JohannEvangelium18/12JohannEvangelium Die Schar nun und der Oberst und die Diener der Juden nahmen Jesus und banden ihn; JohannEvangelium18/13JohannEvangelium und sie führten ihn zuerst hin zu
Hannas, denn er war Schwiegervater des Kaiphas, der jenes Jahr Hoherpriester war. JohannEvangelium18/14JohannEvangelium Kaiphas aber war es, der den Juden geraten hatte, es sei nützlich, dass ein
Mensch für das Volk sterbe. JohannEvangelium18/15JohannEvangelium Simon Petrus aber folgte Jesus und ein anderer Jünger. Dieser Jünger aber war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus hinein
in den Hof des Hohenpriesters. JohannEvangelium18/16JohannEvangelium Petrus aber stand an der Tür draußen. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und sprach mit der
Türhüterin und führte Petrus hinein. JohannEvangelium18/17JohannEvangelium Da spricht die Magd, die Türhüterin, zu Petrus: Bist nicht auch du [einer] von den Jüngern dieses Menschen? Er sagt: Ich
bin}s nicht. JohannEvangelium18/18JohannEvangelium Es standen aber die Knechte und die Diener da, die ein Kohlenfeuer gemacht hatten, weil es kalt war, und wärmten sich; Petrus aber stand auch
bei ihnen und wärmte sich. JohannEvangelium18/19JohannEvangelium Der Hohepriester nun fragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre. JohannEvangelium18/20JohannEvangelium Jesus antwortete
ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe allezeit in der Synagoge und in dem Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet.
JohannEvangelium18/21JohannEvangelium Was fragst du mich? Frage die, welche gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, diese wissen, was ich gesagt habe.
JohannEvangelium18/22JohannEvangelium Als er aber dies sagte, gab einer der Diener, der dabeistand, Jesus einen Schlag [ins Gesicht] und sagte: Antwortest du so dem Hohenpriester?
JohannEvangelium18/23JohannEvangelium Jesus antwortete ihm: Wenn ich schlecht geredet habe, so gib Zeugnis von dem Schlechten; wenn aber recht, was schlägst du mich?
JohannEvangelium18/24JohannEvangelium Hannas nun sandte ihn gebunden zu Kaiphas, dem Hohenpriester.
JohannEvangelium18/25JohannEvangelium Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist nicht auch du [einer] von seinen Jüngern? Er leugnete und sprach: Ich bin}s nicht.
JohannEvangelium18/26JohannEvangelium Es spricht einer von den Knechten des Hohenpriesters, der ein Verwandter dessen war, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht in dem Garten bei
ihm? JohannEvangelium18/27JohannEvangelium Da leugnete Petrus wieder; und gleich darauf krähte der Hahn.
Verhör durch Pilatus.
Mt 27,2.11-26; Mk 15,1-15; Lk 23,1-5.13-25
JohannEvangelium18/28JohannEvangelium Sie führen nun Jesus von Kaiphas in das Prätorium; es war aber frühmorgens. Und sie gingen nicht hinein in das Prätorium, damit sie sich nicht
verunreinigten, sondern das Passah essen könnten. JohannEvangelium18/29JohannEvangelium Pilatus ging nun zu ihnen hinaus und sprach: Welche Anklage bringt ihr gegen diesen Menschen vor?
JohannEvangelium18/30JohannEvangelium Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wenn dieser nicht ein Übeltäter wäre, würden wir ihn dir nicht überliefert haben. JohannEvangelium18/31JohannEvangelium
Da sprach Pilatus zu ihnen: Nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Es ist uns nicht erlaubt, jemanden zu töten; JohannEvangelium18/32JohannEvangelium damit
das Wort Jesu erfüllt würde, das er sprach, um anzudeuten, welches Todes er sterben sollte.
JohannEvangelium18/33JohannEvangelium Pilatus ging nun wieder hinein in das Prätorium und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der König der Juden? JohannEvangelium18/34JohannEvangelium Jesus
antwortete: Sagst du dies von dir selbst, oder haben dir andere von mir gesagt? JohannEvangelium18/35JohannEvangelium Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Deine Nation und die Hohenpriester
haben dich mir überliefert. Was hast du getan? JohannEvangelium18/36JohannEvangelium Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine
Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde, jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. JohannEvangelium18/37JohannEvangelium Da sprach Pilatus zu ihm: Also, du bist ein König?
Jesus antwortete: Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine
Stimme. JohannEvangelium18/38JohannEvangelium Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und spricht zu ihnen: Ich finde keinerlei
Schuld an ihm; JohannEvangelium18/39JohannEvangelium es ist aber ein Brauch bei euch, dass ich euch an dem Passah einen losgebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden losgebe?
JohannEvangelium18/40JohannEvangelium Da schrien wieder alle und sagten: Nicht diesen, sondern den Barabbas! Barabbas aber war ein Räuber.
Geißelung und Verurteilung.
V. 1-5: Mt 27,26-31; Mk 15,15-20
\19\
JohannEvangelium19/1JohannEvangelium Dann nahm nun Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. JohannEvangelium19/2JohannEvangelium Und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf
sein Haupt und warfen ihm ein Purpurkleid um; JohannEvangelium19/3JohannEvangelium und sie kamen zu ihm und sagten: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie gaben ihm Schläge [ins Gesicht].
JohannEvangelium19/4JohannEvangelium Und Pilatus ging wieder hinaus und spricht zu ihnen: Siehe, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr wißt, dass ich keinerlei Schuld an ihm finde.
JohannEvangelium19/5JohannEvangelium Jesus nun ging hinaus und trug die Dornenkrone und das Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Siehe, der Mensch! JohannEvangelium19/6JohannEvangelium Als ihn
nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie und sagten: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm.
JohannEvangelium19/7JohannEvangelium Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.
JohannEvangelium19/8JohannEvangelium Als nun Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr; JohannEvangelium19/9JohannEvangelium und er ging wieder hinein in das Prätorium und spricht zu
Jesus: Woher bist du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. JohannEvangelium19/10JohannEvangelium Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich
loszugeben, und Gewalt habe, dich zu kreuzigen? JohannEvangelium19/11JohannEvangelium Jesus antwortete: Du hättest keinerlei Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat
der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde. JohannEvangelium19/12JohannEvangelium Daraufhin suchte Pilatus ihn loszugeben. Die Juden aber schrien und sagten: Wenn du diesen losgibst,
bist du des Kaisers Freund nicht; jeder, der sich selbst zum König macht, widersetzt sich dem Kaiser. JohannEvangelium19/13JohannEvangelium Als nun Pilatus diese Worte hörte, führte er Jesus
hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an einen Ort, genannt Steinpflaster, auf hebräisch aber Gabbatha. JohannEvangelium19/14JohannEvangelium Es war aber Rüsttag des Passah; es war um die
sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer König! JohannEvangelium19/15JohannEvangelium Sie aber schrien: Weg, weg! kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich
kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser. JohannEvangelium19/16JohannEvangelium Dann nun lieferte er ihn an sie aus, dass er gekreuzigt würde. Sie aber
nahmen Jesus hin und führten ihn fort.
Golgatha: Kreuzigung.
Mt 27,32-44; Mk 15,21-32; Lk 23,26-43
JohannEvangelium19/17JohannEvangelium Und er selbst trug sein Kreuz und ging hinaus nach der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt, JohannEvangelium19/18JohannEvangelium
wo sie ihn kreuzigten, und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesus aber in der Mitte. JohannEvangelium19/19JohannEvangelium Pilatus schrieb aber auch eine Aufschrift und setzte
sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazoräer, der König der Juden. JohannEvangelium19/20JohannEvangelium Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, denn die Stätte, wo
Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; und es war geschrieben auf hebräisch, griechisch [und] lateinisch. JohannEvangelium19/21JohannEvangelium Die Hohenpriester der Juden sagten nun zu
Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern dass jener gesagt hat: Ich bin König der Juden. JohannEvangelium19/22JohannEvangelium Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich
geschrieben.
JohannEvangelium19/23JohannEvangelium Die Soldaten nun nahmen, als sie Jesus gekreuzigt hatten, seine Kleider - und machten vier Teile, einem jeden Soldaten einen Teil - und das Unterkleid. Das
Unterkleid aber war ohne Naht, von oben an durchgewebt. JohannEvangelium19/24JohannEvangelium Da sprachen sie zueinander: Laßt es uns nicht zerreißen, sondern darum losen, wessen es sein soll;
damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: `Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und über mein Gewand haben sie das Los geworfen. Die Soldaten nun haben dies getan.
JohannEvangelium19/25JohannEvangelium Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, des Kleopas [Frau] und Maria Magdalena.
JohannEvangelium19/26JohannEvangelium Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger, den er liebte, dabeistehen, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!
JohannEvangelium19/27JohannEvangelium Dann spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich.
Golgatha: Tod.
V. 28-30: Mt 27,45-50; Mk 15,33-37; Lk 23,44-46
JohannEvangelium19/28JohannEvangelium Danach, da Jesus wußte, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! JohannEvangelium19/29JohannEvangelium Es
stand nun dort ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und brachten ihn an seinen Mund. JohannEvangelium19/30JohannEvangelium Als nun Jesus den
Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.
JohannEvangelium19/31JohannEvangelium Die Juden nun baten den Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbat am Kreuz blieben, weil es Rüsttag war - denn der Tag jenes Sabbats war groß -, dass ihre
Beine gebrochen und sie abgenommen werden möchten. JohannEvangelium19/32JohannEvangelium Da kamen die Soldaten und brachen die Beine des ersten und des anderen, der mit ihm gekreuzigt war.
JohannEvangelium19/33JohannEvangelium Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, JohannEvangelium19/34JohannEvangelium sondern einer der
Soldaten durchbohrte mit einem Speer seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. JohannEvangelium19/35JohannEvangelium Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr;
und er weiß, dass er sagt, [was] wahr [ist], damit auch ihr glaubt. JohannEvangelium19/36JohannEvangelium Denn dies geschah, damit die Schrift erfüllt würde: `Kein Bein von ihm wird zerbrochen
werden. JohannEvangelium19/37JohannEvangelium Und wieder sagt eine andere Schrift: `Sie werden den anschauen, den sie durchstochen haben.
Grablegung.
Mt 27,57-61; Mk 15,42-47; Lk 23,50-56
JohannEvangelium19/38JohannEvangelium Danach aber bat Joseph von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, aber ein geheimer, aus Furcht vor den Juden, den Pilatus, dass er den Leib Jesu abnehmen
dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Er kam nun und nahm den Leib Jesu ab. JohannEvangelium19/39JohannEvangelium Es kam aber auch Nikodemus, der zuerst bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte
eine Mischung von Myrrhe und Aloe, ungefähr hundert Pfund. JohannEvangelium19/40JohannEvangelium Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in Leinentücher mit den wohlriechenden Ölen, wie es
bei den Juden zu bestatten Sitte ist. JohannEvangelium19/41JohannEvangelium Es war aber an dem Ort, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten und in dem Garten eine neue Gruft, in die noch nie jemand
gelegt worden war. JohannEvangelium19/42JohannEvangelium Dorthin nun legten sie Jesus, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war. Das leere Grab des Auferstandenen Mt 28,1-10; Mk
16,1-11; Lk 24,1-12
\20\
JohannEvangelium20/1JohannEvangelium An dem ersten Wochentag aber kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zur Gruft und sieht den Stein von der Gruft weggenommen.
JohannEvangelium20/2JohannEvangelium Sie läuft nun und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus der Gruft weggenommen,
und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. JohannEvangelium20/3JohannEvangelium Da ging Petrus hinaus und der andere Jünger, und sie gingen zu der Gruft.
JohannEvangelium20/4JohannEvangelium Die beiden aber liefen zusammen, und der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zu der Gruft; JohannEvangelium20/5JohannEvangelium
und als er sich vornüberbückt, sieht er die Leinentücher daliegen; doch ging er nicht hinein. JohannEvangelium20/6JohannEvangelium Da kommt Simon Petrus, der ihm folgte, und ging hinein in die
Gruft und sieht die Leinentücher daliegen JohannEvangelium20/7JohannEvangelium und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht zwischen den Leinentüchern liegen, sondern für sich
zusammengewickelt an einem [besonderen] Ort. JohannEvangelium20/8JohannEvangelium Da ging nun auch der andere Jünger hinein, der zuerst zu der Gruft kam, und er sah und glaubte.
JohannEvangelium20/9JohannEvangelium Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er aus den Toten auferstehen musste. JohannEvangelium20/10JohannEvangelium Da gingen nun die Jünger wieder
heim.
Erscheinung des Auferstandenen vor Maria Magdalena.
JohannEvangelium20/11JohannEvangelium Maria aber stand draußen bei der Gruft und weinte. Als sie nun weinte, bückte sie sich vornüber in die Gruft JohannEvangelium20/12JohannEvangelium und sieht
zwei Engel in weißen [Kleidern] dasitzen, einen bei dem Haupt und einen bei den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. JohannEvangelium20/13JohannEvangelium Und jene sagen zu ihr: Frau, was
weinst du? Sie spricht zu ihnen: Weil sie meinen Herrn weggenommen und ich nicht weiß, wo sie ihn hingelegt haben. JohannEvangelium20/14JohannEvangelium Als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich
zurück und sieht Jesus dastehen; und sie wußte nicht, dass es Jesus war. JohannEvangelium20/15JohannEvangelium Jesus spricht zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie, in der Meinung, es
sei der Gärtner, spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn wegholen. JohannEvangelium20/16JohannEvangelium Jesus spricht zu ihr:
Maria! Sie wendet sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni! das heißt Lehrer. JohannEvangelium20/17JohannEvangelium Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht
aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott. JohannEvangelium20/18JohannEvangelium
Maria Magdalena kommt und verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen und er dies zu ihr gesagt habe.
Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern.
JohannEvangelium20/19JohannEvangelium Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen, wo die Jünger waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und trat
in die Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! JohannEvangelium20/20JohannEvangelium Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie
den Herrn sahen. JohannEvangelium20/21JohannEvangelium Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch. JohannEvangelium20/22JohannEvangelium
Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist! JohannEvangelium20/23JohannEvangelium Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben,
wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie [ihm] behalten.
JohannEvangelium20/24JohannEvangelium Thomas aber, einer von den Zwölfen, genannt Zwilling, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. JohannEvangelium20/25JohannEvangelium Da sagten die anderen Jünger
zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege und lege meine Hand in seine Seite,
so werde ich nicht glauben. JohannEvangelium20/26JohannEvangelium Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. [Da] kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren,
und trat in die Mitte und sprach: Friede euch! JohannEvangelium20/27JohannEvangelium Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege
sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. JohannEvangelium20/28JohannEvangelium Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
JohannEvangelium20/29JohannEvangelium Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig [sind], die nicht gesehen und [doch] geglaubt haben!
Zweck dieses Buches.
JohannEvangelium20/30JohannEvangelium Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor den Jüngern getan, die nicht in diesem Buch geschrieben sind. JohannEvangelium20/31JohannEvangelium Diese
aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.
Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern am See Tiberias.
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JohannEvangelium21/1JohannEvangelium Nach diesem offenbarte Jesus sich wieder den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: JohannEvangelium21/2JohannEvangelium Simon Petrus und
Thomas, genannt Zwilling, und Nathanael, der von Kana in Galiläa war, und die [Söhne] des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus spricht zu ihnen:
JohannEvangelium21/3JohannEvangelium Ich gehe hin fischen. Sie sprechen zu ihm: Auch wir gehen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts.
JohannEvangelium21/4JohannEvangelium Als aber schon der frühe Morgen anbrach, stand Jesus am Ufer; doch wußten die Jünger nicht, dass es Jesus war. JohannEvangelium21/5JohannEvangelium Jesus
spricht nun zu ihnen: Kinder, habt ihr wohl etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. JohannEvangelium21/6JohannEvangelium Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des
Schiffes aus, und ihr werdet finden. Da warfen sie es aus und konnten es vor der Menge der Fische nicht mehr ziehen. JohannEvangelium21/7JohannEvangelium Da sagt jener Jünger, den Jesus liebte,
zu Petrus: Es ist der Herr. Simon Petrus nun, als er hörte, dass es der Herr sei, gürtete das Oberkleid um - denn er war nackt - und warf sich in den See. JohannEvangelium21/8JohannEvangelium Die
anderen Jünger aber kamen in dem Boot - denn sie waren nicht weit vom Land, sondern etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen nach. JohannEvangelium21/9JohannEvangelium Als sie
nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und Fisch daraufliegen und Brot. JohannEvangelium21/10JohannEvangelium Jesus spricht zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt
gefangen habt. JohannEvangelium21/11JohannEvangelium Da ging Simon Petrus hinauf und zog das Netz voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig, auf das Land; und obwohl es so viele waren, zerriß das
Netz nicht. JohannEvangelium21/12JohannEvangelium Jesus spricht zu ihnen: Kommt her, frühstückt! Keiner aber von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, dass es der Herr
war. JohannEvangelium21/13JohannEvangelium Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch. JohannEvangelium21/14JohannEvangelium Dies ist schon das dritte Mal, dass Jesus
sich den Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war.
Gespräch mit Petrus.
JohannEvangelium21/15JohannEvangelium Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, [Sohn] des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du
weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! JohannEvangelium21/16JohannEvangelium Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, [Sohn] des Johannes, liebst du
mich? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Hüte meine Schafe! JohannEvangelium21/17JohannEvangelium Er spricht zum dritten Mal zu ihm: Simon, [Sohn]
des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, dass er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alles; du erkennst, dass ich dich lieb habe.
Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe! JohannEvangelium21/18JohannEvangelium Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn
du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst. JohannEvangelium21/19JohannEvangelium Dies aber sagte er, um
anzudeuten, mit welchem Tod er Gott verherrlichen sollte. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach! JohannEvangelium21/20JohannEvangelium Petrus wandte sich um und sieht
den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch bei dem Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: Herr, wer ist es, der dich überliefert? JohannEvangelium21/21JohannEvangelium
Als nun Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was [soll] aber dieser? JohannEvangelium21/22JohannEvangelium Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es
dich an? Folge du mir nach! JohannEvangelium21/23JohannEvangelium Es ging nun dieses Wort unter die Brüder aus: Jener Jünger stirbt nicht. Aber Jesus sprach nicht zu ihm, dass er nicht sterbe,
sondern: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?
Schlußwort.
JohannEvangelium21/24JohannEvangelium Das ist der Jünger, der von diesen Dingen zeugt und der dies geschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
JohannEvangelium21/25JohannEvangelium Es gibt aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat, und wenn diese alle einzeln niedergeschrieben würden, so würde, scheint mir, selbst die Welt die
geschriebenen Bücher nicht fassen.
2.5 Die Apostelgeschichte.
Vorwort.
\1\
Apg1/1Apg Den ersten Bericht habe ich verfaßt, Theophilus, von allem, was Jesus angefangen hat, zu tun und auch zu lehren, Apg1/2Apg bis zu dem Tag, an dem er [in den Himmel] aufgenommen wurde,
nachdem er den Aposteln, die er sich auserwählt, durch den Heiligen Geist Befehl gegeben hatte. Apg1/3Apg Diesen hat er sich auch nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebendig
dargestellt, indem er sich vierzig Tage hindurch von ihnen sehen ließ und über die Dinge redete, die das Reich Gottes betreffen.
Jesu Himmelfahrt.
Apg1/4Apg Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten - die ihr, [sagte er], von mir gehört habt;
Apg1/5Apg denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach nicht mehr vielen Tagen.
Apg1/6Apg Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her? Apg1/7Apg Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache,
Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. Apg1/8Apg Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr
werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Apg1/9Apg Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben, und
eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
Apg1/10Apg Und als sie gespannt zum Himmel schauten, wie er auffuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen, Apg1/11Apg die auch sprachen: Männer von Galiläa, was steht ihr
und seht hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel. Apg1/12Apg Da kehrten sie nach
Jerusalem zurück von dem Berg, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem ist, einen Sabbatweg entfernt. Apg1/13Apg Und als sie hineingekommen waren, stiegen sie hinauf in den Obersaal, wo sie
sich aufzuhalten pflegten: sowohl Petrus als Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, [der Sohn] des Alphäus, und Simon, der Eiferer, und Judas,
[der Sohn] des Jakobus. Apg1/14Apg Diese alle verharrten einmütig im Gebet mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.
Wahl des Matthias zum Apostel.
Apg1/15Apg Und in diesen Tagen stand Petrus in der Mitte der Brüder auf und sprach - es war aber eine Menge von etwa hundertzwanzig Personen beisammen -: Apg1/16Apg Ihr Brüder, es musste die
Schrift erfüllt werden, die der Heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat über Judas, der denen, die Jesus festnahmen, Wegweiser geworden ist. Apg1/17Apg Denn er war uns zugezählt und
hatte das Los dieses Dienstes empfangen. Apg1/18Apg Dieser nun hat zwar von dem Lohn der Ungerechtigkeit einen Acker erworben, ist aber kopfüber gestürzt, mitten entzwei geborsten, und alle seine
Eingeweide sind ausgeschüttet worden. Apg1/19Apg Und es ist allen Bewohnern von Jerusalem bekanntgeworden, so dass jener Acker in ihrer eigenen Mundart Hakeldamach, das ist Blutacker, genannt
worden ist. Apg1/20Apg Denn es steht im Buch der Psalmen geschrieben: `Seine Wohnung werde öde, und es sei niemand, der darin wohne, und: `Sein Aufseheramt empfange ein anderer. Apg1/21Apg Es muß
nun von den Männern, die mit uns gegangen sind in all der Zeit, in welcher der Herr Jesus bei uns ein- und ausging, Apg1/22Apg angefangen von der Taufe des Johannes bis zu dem Tag, an dem er von
uns hinweg aufgenommen wurde - von diesen [muß] einer Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden. Apg1/23Apg Und sie stellten zwei auf: Joseph, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und
Matthias. Apg1/24Apg Und sie beteten und sprachen: Du, Herr, Herzenskenner aller, zeige von diesen beiden den einen an, den du auserwählt hast, Apg1/25Apg damit er das Los dieses Dienstes und
Apostelamtes empfängt, von dem Judas abgewichen ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen. Apg1/26Apg Und sie gaben ihnen Lose; und das Los fiel auf Matthias, und er wurde den elf Aposteln
zugezählt.
Das Kommen des Heiligen Geistes.
\2\
Apg2/1Apg Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Apg2/2Apg Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher,
und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Apg2/3Apg Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Apg2/4Apg Und sie wurden alle mit
Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Apg2/5Apg Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation unter dem Himmel. Apg2/6Apg Als aber dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil
jeder einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte. Apg2/7Apg Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? Apg2/8Apg
Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind: Apg2/9Apg Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadozien,
Pontus und Asien Apg2/10Apg und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin und die [hier] weilenden Römer, sowohl Juden als Proselyten, Apg2/11Apg Kreter und
Araber - [wie] hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden? Apg2/12Apg Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies
wohl sein? Apg2/13Apg Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.
Pfingstpredigt des Petrus.
Apg2/14Apg Petrus aber stand auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnt, dies sei euch kund, und hört auf meine Worte!
Apg2/15Apg Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, denn es ist die dritte Stunde des Tages; Apg2/16Apg sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: Apg2/17Apg `Und es
wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden
Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Traumgesichte haben; Apg2/18Apg und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden
weissagen. Apg2/19Apg Und ich werde Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchdampf; Apg2/20Apg die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond
in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. Apg2/21Apg Und es wird geschehen: jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden. Apg2/22Apg Männer von Israel, hört
diese Worte: Jesus, den Nazoräer, einen Mann, der von Gott euch gegenüber erwiesen worden ist durch Machttaten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte tat - wie ihr selbst wißt
- Apg2/23Apg diesen [Mann], der nach dem bestimmten Ratschluß und nach Vorkenntnis Gottes hingegeben worden ist, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen an [das Kreuz] geschlagen und umgebracht.
Apg2/24Apg Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm behalten würde. Apg2/25Apg Denn David sagt über ihn: `Ich sah
den Herrn allezeit vor mir; denn er ist zu meiner Rechten, damit ich nicht wanke. Apg2/26Apg Darum freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; ja, auch mein Fleisch wird in Hoffnung ruhen;
Apg2/27Apg denn du wirst meine Seele nicht im Hades zurücklassen, noch zugeben, dass dein Frommer Verwesung sehe. Apg2/28Apg Du hast mir kundgetan Wege des Lebens; du wirst mich mit Freude
erfüllen vor deinem Angesicht. Apg2/29Apg Ihr Brüder, es sei erlaubt, mit Freimütigkeit zu euch zu reden über den Patriarchen David, dass er gestorben und begraben und sein Grab bis auf diesen
Tag unter uns ist. Apg2/30Apg Da er nun ein Prophet war und wußte, dass Gott ihm mit einem Eid geschworen hatte, einen seiner Nachkommen auf seinen Thron zu setzen, Apg2/31Apg hat er voraussehend
von der Auferstehung des Christus geredet, dass er weder im Hades zurückgelassen worden ist, noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat. Apg2/32Apg Diesen Jesus hat Gott auferweckt, wovon wir
alle Zeugen sind. Apg2/33Apg Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr seht und
hört. Apg2/34Apg Denn nicht David ist in die Himmel aufgefahren; er sagt aber selbst: `Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, Apg2/35Apg bis ich deine Feinde lege zum
Schemel deiner Füße. Apg2/36Apg Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.
Entstehung der Gemeinde.
Apg2/37Apg Als sie aber [das] hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder? Apg2/38Apg Petrus aber sprach zu ihnen: Tut
Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Apg2/39Apg Denn euch gilt die Verheißung
und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird. Apg2/40Apg Und mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie und sagte: Laßt euch
retten aus diesem verkehrten Geschlecht! Apg2/41Apg Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.
Apg2/42Apg Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Apg2/43Apg Es kam aber über jede Seele Furcht, und es geschahen viele
Wunder und Zeichen durch die Apostel. Apg2/44Apg Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; Apg2/45Apg und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an
alle, je nachdem einer bedürftig war. Apg2/46Apg Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Frohlocken und Schlichtheit des Herzens, Apg2/47Apg
lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.
Heilung eines Lahmgeborenen.
\3\
Apg3/1Apg Petrus aber und Johannes gingen um die Stunde des Gebets, die neunte, zusammen hinauf in den Tempel. Apg3/2Apg Und ein Mann, der von seiner Mutter Leibe an lahm war, wurde
[herbei]getragen; man setzte ihn täglich an die Pforte des Tempels, die man die schöne nennt, damit er Almosen erbat von denen, die in den Tempel gingen. Apg3/3Apg Als dieser Petrus und Johannes
sah, wie sie in den Tempel eintreten wollten, bat er, dass er ein Almosen empfinge. Apg3/4Apg Petrus aber mit Johannes blickte fest auf ihn hin und sprach: Sieh uns an! Apg3/5Apg Er aber gab acht
auf sie, in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen. Apg3/6Apg Petrus aber sprach: Silber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des
Nazoräers: Geh umher! Apg3/7Apg Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sofort aber wurden seine Füße und seine Knöchel stark, Apg3/8Apg er sprang auf, konnte stehen und
ging umher. Und er trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott. Apg3/9Apg Und das ganze Volk sah ihn umhergehen und Gott loben; Apg3/10Apg und sie erkannten ihn, dass er
der war, der um das Almosen an der schönen Pforte des Tempels gesessen; und sie wurden mit Verwunderung und Erstaunen erfüllt über das, was sich mit ihm ereignet hatte. Apg3/11Apg Während er aber
den Petrus und Johannes festhielt, lief das ganze Volk voll Erstaunen zu ihnen zusammen in der Säulenhalle, die Salomons[halle] genannt wird.
Zweite Predigt des Petrus.
Apg3/12Apg Als aber Petrus es sah, sprach er zum Volk: Männer von Israel, was verwundert ihr euch hierüber, oder was seht ihr [so] gespannt auf uns, als hätten wir aus eigener Kraft oder
Frömmigkeit bewirkt, dass er gehen kann? Apg3/13Apg Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr überliefert und vor Pilatus
verleugnet habt, als dieser geurteilt hatte, ihn loszugeben. Apg3/14Apg Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und gebeten, dass euch ein Mörder geschenkt würde; Apg3/15Apg den
Fürsten des Lebens aber habt ihr getötet, den Gott aus den Toten auferweckt hat, wovon wir Zeugen sind. Apg3/16Apg Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und
kennt, stark gemacht; und der durch ihn [bewirkte] Glaube hat ihm diese vollkommene Gesundheit gegeben vor euch allen.
Apg3/17Apg Und jetzt, Brüder, ich weiß, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten. Apg3/1871Apg Gott aber hat so erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten vorher
verkündigt hat, dass sein Christus leiden sollte. Apg3/19Apg So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn,
Apg3/20Apg und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende. Apg3/21Apg Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den
Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. Apg3/22Apg Mose hat schon gesagt: `Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken, gleich mir; auf ihn sollt ihr
hören in allem, was er zu euch reden wird. Apg3/23Apg Es wird aber geschehen: jede Seele, die auf jenen Propheten nicht hören wird, soll aus dem Volk ausgerottet werden. Apg3/24Apg Aber auch alle
Propheten, von Samuel an und der Reihe nach, so viele geredet haben, haben auch diese Tage verkündigt. Apg3/25Apg Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott euren Vätern verordnet
hat, als er zu Abraham sprach: `Und in deinem Samen werden gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. Apg3/26Apg Euch zuerst hat Gott seinen Knecht erweckt und ihn gesandt, euch zu segnen, indem
er einen jeden von [euch von] euren Bosheiten abwendet.
Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat.
\4\
Apg4/1Apg Während sie aber zu dem Volk redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu, Apg4/2Apg die es verdroß, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die
Auferstehung aus den Toten verkündigten. Apg4/3Apg Und sie legten Hand an sie und setzten sie in Gewahrsam bis an den Morgen, denn es war schon Abend.
Apg4/4Apg Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer kam auf etwa fünftausend.
Apg4/5Apg Es geschah aber am folgenden Tag, dass ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten sich in Jerusalem versammelten, Apg4/6Apg und Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes
und Alexander, und soviele vom hohenpriesterlichen Geschlecht waren. Apg4/7Apg Und nachdem sie sie in die Mitte gestellt hatten, fragten sie: In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies
getan? Apg4/8Apg Da sprach Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste! Apg4/9Apg Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden,
wodurch dieser geheilt worden ist, Apg4/10Apg so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den
Toten - in diesem [Namen] steht dieser gesund vor euch. Apg4/11Apg Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, für nichts geachtet, der zum Eckstein geworden ist. Apg4/12Apg Und es ist in
keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir errettet werden müssen.
Apg4/13Apg Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte und ungebildete Leute seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten sie, dass sie mit
Jesus gewesen waren. Apg4/14Apg Und da sie den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, konnten sie nichts dagegen sagen. Apg4/15Apg Nachdem sie ihnen aber befohlen hatten, aus
dem Hohen Rat zu gehen, überlegten sie miteinander und sagten: Apg4/16Apg Was sollen wir diesen Menschen tun? Denn dass wirklich ein deutliches Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen
offenbar, die zu Jerusalem wohnen, und wir können es nicht leugnen. Apg4/17Apg Aber damit es nicht weiter unter dem Volk ausgebreitet werde, laßt uns sie ernstlich bedrohen, dass sie nicht mehr
in diesem Namen zu irgendeinem Menschen reden. Apg4/18Apg Und als sie sie gerufen hatten, geboten sie ihnen, sich überhaupt nicht in dem Namen Jesu zu äußern noch zu lehren. Apg4/19Apg Petrus
aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Ob es vor Gott recht ist, auf euch mehr zu hören als auf Gott, urteilt selbst! Apg4/20Apg Denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen
und gehört haben, nicht zu reden. Apg4/21Apg Sie aber bedrohten sie noch mehr und entließen sie, da sie nicht fanden, auf welche Weise sie sie strafen sollten, um des Volkes willen; denn alle
verherrlichten Gott um dessentwillen, was geschehen war. Apg4/22Apg Denn der Mensch war mehr als vierzig Jahre alt, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
Gebet der Gemeinde.
Apg4/23Apg Als sie aber entlassen waren, kamen sie zu den Ihren und verkündeten alles, was die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten. Apg4/243Apg Sie aber, als sie es hörten,
erhoben einmütig [ihre] Stimme zu Gott und sprachen: Herrscher, du bist es, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was in ihnen ist; Apg4/25Apg der du durch den Heiligen
Geist [und] den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David, gesagt hast: `Warum tobten die Nationen und sannen Eitles die Völker? Apg4/26Apg Die Könige der Erde standen auf und die Fürsten
versammelten sich gegen den Herrn und seinen Gesalbten. Apg4/27Apg Denn in dieser Stadt versammelten sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, sowohl Herodes als
Pontius Pilatus mit den Nationen und den Völkern Israels, Apg4/28Apg alles zu tun, was deine Hand und dein Ratschluß vorherbestimmt hat, dass es geschehen sollte. Apg4/29Apg Und nun, Herr, sieh
an ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden; Apg4/30Apg und strecke deine Hand aus zur Heilung, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen
deines heiligen Knechtes Jesus. Apg4/31Apg Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren: und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort
Gottes mit Freimütigkeit.
Gemeindeleben.
Apg4/32Apg Die Menge derer aber, die gläubig geworden, war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seiner Habe sein eigen sei, sondern es war ihnen alles gemeinsam.
Apg4/33Apg Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus ab; und große Gnade war auf ihnen allen. Apg4/34Apg Denn es war auch keiner bedürftig unter
ihnen, denn so viele Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Preis des Verkauften Apg4/35Apg und legten ihn nieder zu den Füßen der Apostel; es wurde aber jedem
zugeteilt, so wie einer Bedürfnis hatte.
Apg4/36Apg Joseph aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde - was übersetzt heißt: Sohn des Trostes -, ein Levit, ein Zyprer von Geburt, Apg4/37Apg der einen Acker besaß, verkaufte ihn,
brachte das Geld und legte es zu den Füßen der Apostel nieder.
Hananias und Saphira.
\5\
Apg5/1Apg Ein Mann aber mit Namen Hananias, mit Saphira, seiner Frau, verkaufte ein Gut Apg5/2Apg und schaffte von dem Kaufpreis beiseite, wovon auch die Frau wußte; und er brachte einen Teil und
legte ihn nieder zu den Füßen der Apostel. Apg5/3Apg Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und von dem Kaufpreis des Feldes
beiseite geschafft hast? Apg5/4Apg Blieb es nicht dein, wenn es [unverkauft] blieb, und war es nicht, nachdem es verkauft war, in deiner Verfügung? Warum hast du dir diese Tat in deinem Herzen
vorgenommen? Nicht Menschen hast du belogen, sondern Gott. Apg5/5Apg Als aber Hananias diese Worte hörte, fiel er hin und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die es hörten. Apg5/6Apg
Die jungen Männer aber standen auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn. Apg5/7Apg Es geschah aber nach Verlauf von etwa drei Stunden, dass seine Frau hereinkam, ohne zu wissen,
was geschehen war. Apg5/8Apg Petrus aber antwortete ihr: Sag mir, ob ihr für so viel das Feld verkauft habt? Sie aber sprach: Ja, für so viel. Apg5/9Apg Petrus aber [sprach] zu ihr: Warum seid
ihr übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen. Apg5/10Apg Sie fiel aber sofort zu
seinen Füßen nieder und verschied. Und als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot; und sie trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann. Apg5/11Apg Und es kam große Furcht über
die ganze Gemeinde und über alle, welche dies hörten.
Krankenheilungen durch die Apostel.
Apg5/12Apg Aber durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig in der Säulenhalle Salomos. Apg5/13Apg Von den übrigen aber wagte
keiner, sich ihnen anzuschließen, doch das Volk rühmte sie. Apg5/14Apg Aber um so mehr wurden [solche], die an den Herrn glaubten, hinzugetan, Scharen von Männern und auch Frauen, Apg5/15Apg so
dass sie die Kranken auf die Straßen hinaustrugen und auf Betten und Lager legten, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen überschatten möchte. Apg5/16Apg Es kam aber auch
die Menge aus den Städten um Jerusalem zusammen, und sie brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, die alle geheilt wurden.
Gefangennahme und Befreiung der Apostel.
Apg5/17Apg Der Hohepriester aber trat auf und alle, die mit ihm waren, nämlich die Sekte der Sadduzäer, und wurden von Eifersucht erfüllt; Apg5/18Apg und sie legten Hand an die Apostel und
setzten sie in öffentlichen Gewahrsam. Apg5/19Apg Ein Engel des Herrn aber öffnete während der Nacht die Türen des Gefängnisses und führte sie hinaus und sprach: Apg5/20Apg Geht und stellt euch
hin und redet im Tempel zu dem Volk alle Worte dieses Lebens! Apg5/21Apg Als sie es aber gehört hatten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten. Der Hohepriester aber kam, und die mit
ihm waren, und sie beriefen den Hohen Rat und die ganze Ältestenschaft der Söhne Israels zusammen und sandten ins Gefängnis, dass sie vorgeführt würden. Apg5/22Apg Als aber die Diener hinkamen,
fanden sie sie nicht im Gefängnis; und sie kehrten zurück, berichteten Apg5/23Apg und sagten: „Wir fanden das Gefängnis mit aller Sorgfalt verschlossen und die Wachen an den Türen stehen; als wir
aber aufgemacht hatten, fanden wir niemand darin.“ Apg5/24Apg Als aber der Hauptmann des Tempels wie auch die Hohenpriester diese Worte hörten, waren sie ihretwegen in Verlegenheit, was dies doch
werden möchte. Apg5/25Apg Es kam aber einer und berichtete ihnen: „Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.“ Apg5/26Apg Da ging der Hauptmann
mit den Dienern hin und führte sie herbei, nicht mit Gewalt, denn sie fürchteten das Volk, sie könnten gesteinigt werden.
Zeugnis der Apostel vor dem Hohen Rat.
Apg5/27Apg Sie führten sie aber herbei und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohepriester befragte sie Apg5/28Apg und sprach: „Wir haben euch streng geboten, in diesem Namen (im Namen
Jesus) nicht zu lehren, und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen.“ Apg5/29Apg Petrus und die Apostel aber antworteten und sprachen:
„Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen. Apg5/30Apg Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ermordet habt, indem ihr ihn ans Holz hängtet. Apg5/31Apg Diesen hat Gott durch seine
Rechte zum Führer und Heiland erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. Apg5/32Apg Und wir sind Zeugen von diesen Dingen, und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die
ihm gehorchen.“ Apg5/33Apg Sie aber ergrimmten, als sie es hörten, und ratschlagten, sie umzubringen.
Rat des Gamaliel.
Apg5/34Apg Es stand aber im Hohen Rat ein Pharisäer mit Namen Gamaliel auf, ein Gesetzesgelehrter, angesehen bei dem ganzen Volk, und befahl, die Leute für kurze Zeit hinauszutun. Apg5/35Apg Und
er sprach zu ihnen: „Männer von Israel, seht euch bei diesen Menschen vor, was ihr tun wollt. Apg5/36Apg Denn vor diesen Tagen stand Theudas auf und sagte, dass er selbst etwas sei, dem eine
Anzahl von etwa vierhundert Männern anhing; der ist getötet worden und alle, die ihm Gehör gaben, sind zerstreut und zunichte geworden. Apg5/37Apg Nach diesem stand Judas der Galiläer auf, in den
Tagen der Einschreibung, und machte [eine Menge] Volk abtrünnig [und brachte sie] hinter sich; auch der kam um, und alle, die ihm Gehör gaben, wurden zerstreut. Apg5/38Apg Und jetzt sage ich
euch: Steht ab von diesen Menschen und lasst sie! Denn wenn dieser Rat oder dieses Werk aus Menschen ist, so wird es zugrunde gehen; Apg5/39Apg wenn es aber aus Gott ist, so werdet ihr sie nicht
zugrunde richten können; damit ihr nicht gar als solche erfunden werdet, die gegen Gott streiten.“ Und sie gaben ihm Gehör.
Freilassung der Apostel.
Apg5/40Apg Und als sie die Apostel herbeigerufen hatten, schlugen sie sie und geboten ihnen, nicht im Namen Jesu zu reden, und entließen sie. Apg5/41Apg Sie nun gingen aus dem Hohen Rat fort,
voll Freude, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Schmach zu leiden; Apg5/42Apg und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und Jesus als den Christus zu
verkündigen.
Diakonenwahl.
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Apg6/1Apg In diesen Tagen aber, als die Jünger sich mehrten, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Bedienung übersehen wurden. Apg6/2Apg Die
Zwölf aber beriefen die Menge der Jünger und sprachen: Es ist nicht gut, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und die Tische bedienen. Apg6/3Apg So seht euch nun um, Brüder, nach sieben
Männern unter euch, von [gutem] Zeugnis, voll Geist und Weisheit, die wir über dieses Geschäft bestellen wollen; Apg6/4Apg wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren. Apg6/5Apg
Und die Rede gefiel der ganzen Menge; und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus,
einen Proselyten aus Antiochien. Apg6/6Apg Diese stellten sie vor die Apostel; und als sie gebetet hatten, legten sie ihnen die Hände auf.
Apg6/7Apg Und das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger in Jerusalem mehrte sich sehr; und eine große Menge der Priester wurde dem Glauben gehorsam.
Anklage gegen Stephanus.
Apg6/8Apg Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Apg6/9Apg Es standen aber einige aus der sogenannten Synagoge der Libertiner und der Kyrenäer und der
Alexandriner auf und derer von Zilizien und Asien und stritten mit Stephanus. Apg6/10Apg Und sie konnten der Weisheit und dem Geist nicht widerstehen, womit er redete. Apg6/11Apg Da schoben sie
heimlich Männer vor, die sagten: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und Gott. Apg6/12Apg Und sie erregten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten; und sie fielen über ihn
her und rissen ihn mit sich fort und führten ihn vor den Hohen Rat. Apg6/13Apg Und sie stellten falsche Zeugen auf, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Worte zu reden gegen die heilige
Stätte und das Gesetz; Apg6/14Apg denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche verändern, die uns Mose überliefert hat. Apg6/15Apg Und
alle, die im Hohen Rat saßen, schauten gespannt auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.
Verteidigungsrede des Stephanus vor dem Hohen Rat.
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Apg7/1Apg Der Hohepriester aber sprach: Ist das so? Apg7/2Apg Er aber sprach: Ihr Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, ehe
er in Haran wohnte, Apg7/3Apg und sprach zu ihm: `Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft, und komm in das Land, das ich dir zeigen werde. Apg7/4Apg Da ging er aus dem Land der Chaldäer
und wohnte in Haran; und von da siedelte er ihn, nachdem sein Vater gestorben war, in dieses Land um, in dem ihr jetzt wohnt. Apg7/5Apg Und er gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen
Fußbreit, und er verhieß, es ihm zum Besitztum zu geben und seinen Nachkommen nach ihm, obwohl er kein Kind hatte. Apg7/6Apg Gott aber sprach so: `Seine Nachkommen werden Fremdlinge sein in
fremdem Land, und man wird sie knechten und mißhandeln vierhundert Jahre. Apg7/7Apg Und die Nation, der sie dienen werden, werde ich richten, sprach Gott, `und danach werden sie ausziehen und mir
an diesem Ort dienen. Apg7/8Apg Und er gab ihm den Bund der Beschneidung; und so zeugte er den Isaak und beschnitt ihn am achten Tag, und Isaak den Jakob und Jakob die zwölf
Patriarchen.
Apg7/9Apg Und die Patriarchen, neidisch auf Joseph, verkauften ihn nach Ägypten. Gott aber war mit ihm Apg7/10Apg und rettete ihn aus allen seinen Drangsalen und gab ihm Gunst und Weisheit vor
Pharao, dem König von Ägypten; und er setzte ihn zum Verwalter über Ägypten und sein ganzes Haus. Apg7/11Apg Es kam nun eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kanaan und eine große Drangsal, und
unsere Väter fanden keine Speise. Apg7/12Apg Als aber Jakob hörte, dass in Ägypten Getreide sei, sandte er unsere Väter zum ersten Mal aus. Apg7/13Apg Beim zweiten Mal wurde Joseph von seinen
Brüdern wiedererkannt, und dem Pharao wurde die Herkunft Josephs bekannt. Apg7/14Apg Joseph aber sandte hin und ließ seinen Vater Jakob holen und die ganze Verwandtschaft, an fünfundsiebzig
Seelen. Apg7/15Apg Jakob zog nun nach Ägypten hinab und starb, er und unsere Väter; Apg7/161Apg und sie wurden nach Sichem hinübergebracht und in die Grabstätte gelegt, die Abraham für eine Summe
Geld von den Söhnen Hamors in Sichem gekauft hatte.
Apg7/17Apg Als aber die Zeit der Verheißung nahte, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und vermehrte sich in Ägypten, Apg7/18Apg bis ein anderer König über Ägypten aufstand, der
Joseph nicht kannte. Apg7/19Apg Dieser handelte mit List gegen unser Geschlecht und mißhandelte die Väter, so dass sie ihre Säuglinge aussetzen mussten, damit sie nicht am Leben blieben.
Apg7/20Apg In dieser Zeit wurde Mose geboren, und er war `schön für Gott; und er wurde drei Monate aufgezogen im Haus des Vaters. Apg7/21Apg Als er aber ausgesetzt worden war, nahm ihn die
Tochter Pharaos zu sich und zog ihn auf, sich zum Sohn. Apg7/22Apg Und Mose wurde unterwiesen in aller Weisheit der Ägypter; er war aber mächtig in seinen Worten und Werken. Apg7/23Apg Als er
aber ein Alter von vierzig Jahren erreicht hatte, kam es in seinem Herzen auf, nach seinen Brüdern, den Söhnen Israels, zu sehen. Apg7/24Apg Und als er einen Unrecht leiden sah, verteidigte er
ihn und rächte den Unterdrückten, indem er den Ägypter erschlug. Apg7/25Apg Er meinte aber, seine Brüder würden verstehen, dass Gott ihnen durch seine Hand Rettung gebe; sie aber verstanden es
nicht. Apg7/26Apg Am folgenden Tag erschien er bei ihnen, als sie sich stritten, und trieb sie zum Frieden, indem er sagte: Ihr Männer, ihr seid Brüder, warum tut ihr einander unrecht? Apg7/27Apg
Der aber dem Nächsten unrecht tat, stieß ihn weg und sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns gesetzt? Apg7/28Apg Willst du mich etwa umbringen, wie du gestern den Ägypter
umgebracht hast? Apg7/29Apg Mose aber entfloh bei diesem Wort und wurde ein Fremdling im Land Midian, wo er zwei Söhne zeugte.
Apg7/30Apg Als vierzig Jahre verflossen waren, erschien ihm in der Wüste des Berges Sinai ein Engel in der Feuerflamme eines Dornbusches. Apg7/31Apg Als aber Mose es sah, wunderte er sich über
die Erscheinung; während er aber hinzutrat, sie zu betrachten, erging die Stimme des Herrn: Apg7/32Apg `Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs. Mose aber
erzitterte und wagte nicht, es zu betrachten. Apg7/33Apg Der Herr aber sprach zu ihm: `Löse die Sandale von deinen Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land. Apg7/34Apg Gesehen
habe ich die Mißhandlung meines Volkes, das in Ägypten ist, und ihr Seufzen habe ich gehört, und ich bin herabgekommen, sie herauszureißen. Und nun komm, ich will dich nach Ägypten senden.
Apg7/35Apg Diesen Mose, den sie verleugneten, indem sie sagten: `Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt? den hat Gott zum Obersten und Retter gesandt durch die Hand des Engels, der ihm in
dem Dornbusch erschien. Apg7/3Apg Dieser führte sie heraus, indem er Wunder und Zeichen tat im Land Ägypten und im Roten Meer und in der Wüste, vierzig Jahre. Apg7/37Apg Das ist der Mose, der zu
den Söhnen Israels sprach: `Einen Propheten wie mich wird euch Gott aus euren Brüdern erwecken. Apg7/38Apg Dieser ist es, der in der Gemeinde in der Wüste gewesen ist mit dem Engel, der auf dem
Berg Sinai zu ihm redete und mit unseren Vätern. Er empfing lebendige Aussprüche, um sie uns zu geben.
Apg7/39Apg Unsere Väter aber wollten nicht gehorsam sein, sondern stießen ihn von sich, wandten sich in ihren Herzen nach Ägypten zurück Apg7/40Apg und sagten zu Aaron: `Mach uns Götter, die vor
uns herziehen sollen; denn dieser Mose, der uns aus dem Land Ägypten geführt hat - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist. Apg7/41Apg Sie machten in jenen Tagen ein Kalb und brachten dem
Götzenbild ein Schlachtopfer und ergötzten sich an den Werken ihrer Hände. Apg7/42Apg Gott aber wandte sich ab und gab sie dahin, dem Heer des Himmels zu dienen, wie geschrieben steht im Buch der
Propheten: `Habt ihr mir etwa vierzig Jahre in der Wüste Opfertiere und Schlachtopfer dargebracht, Haus Israel? Apg7/43Apg Ihr nahmt das Zelt des Moloch mit und das Sternbild des Gottes Räfan,
die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten; und ich werde euch verpflanzen über Babylon hinaus. Apg7/44Apg Unsere Väter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wüste, wie der, welcher zu
Mose redete, befohlen hatte, es nach dem Muster zu machen, das er gesehen hatte. Apg7/45Apg Und unsere Väter übernahmen es und führten es mit Josua ein bei der Besitzergreifung [des Landes] der
Nationen, die Gott austrieb von dem Angesicht unserer Väter hinweg, bis zu den Tagen Davids, Apg7/46Apg der Gnade fand vor Gott und eine Wohnstätte zu finden begehrte für den Gott Jakobs.
Apg7/47Apg Salomo aber baute ihm ein Haus. Apg7/48Apg Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: Apg7/49Apg `Der Himmel ist mein Thron und
die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist der Ort meiner Ruhe? Apg7/50Apg Hat nicht meine Hand dies alles gemacht?
Apg7/51Apg Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist; wie eure Väter, so auch ihr. Apg7/52Apg Welchen der Propheten haben eure Väter
nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, welche die Ankunft des Gerechten zuvor verkündigten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, Apg7/53Apg die ihr das Gesetz durch Anordnung
von Engeln empfangen und nicht befolgt habt.
Steinigung des Stephanus - Verfolgung der Gemeinde.
Apg7/54Apg Als sie aber dies hörten, wurden ihre Herzen durchbohrt, und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn. Apg7/55Apg Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah
er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen; Apg7/56Apg und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen! Apg7/57Apg Sie
schrien aber mit lauter Stimme, hielten ihre Ohren zu und stürzten einmütig auf ihn los. Apg7/58Apg Und als sie ihn aus der Stadt hinausgestoßen hatten, steinigten sie ihn. Und die Zeugen legten
ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes mit Namen Saulus. Apg7/59Apg Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Apg7/60Apg Und
niederkniend rief er mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief er.
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Apg8/1Apg Saulus aber willigte in seine Tötung mit ein.
An jenem Tag entstand aber eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem; und alle wurden in die Landschaften von Judäa und Samaria zerstreut, ausgenommen die Apostel. Apg8/2Apg
Gottesfürchtige Männer aber bestatteten den Stephanus und stellten eine große Klage über ihn an. Apg8/3Apg Saulus aber verwüstete die Gemeinde, indem er der Reihe nach in die Häuser ging; und er
schleppte sowohl Männer als Frauen fort und überlieferte sie ins Gefängnis.
Philippus in Samaria - Simon der Zauberer.
Apg8/4Apg Die Zerstreuten nun gingen umher und verkündigten das Wort. Apg8/5Apg Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus. Apg8/6Apg Die Volksmengen
achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Apg8/7Apg Denn von vielen, die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, mit lauter
Stimme schreiend; und viele Gelähmte und Lahme wurden geheilt. Apg8/8Apg Und es war große Freude in jener Stadt.
Apg8/9Apg Ein Mann aber, mit Namen Simon, befand sich vorher in der Stadt, der trieb Zauberei und brachte das Volk von Samaria außer sich, indem er von sich selbst sagte, dass er etwas Großes
sei; Apg8/10Apg dem hingen alle, vom Kleinen bis zum Großen, an und sagten: Dieser ist die Kraft Gottes, die man die große nennt. Apg8/11Apg Sie hingen ihm an, weil er sie lange Zeit mit den
Zaubereien außer sich gebracht hatte. Apg8/12Apg Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, wurden sie getauft, sowohl Männer
als Frauen. Apg8/13Apg Auch Simon selbst glaubte, und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus; und als er die Zeichen und großen Wunder sah, die geschahen, geriet er außer
sich.
Petrus und Johannes in Samaria - Abweisung Simons des Zauberers.
Apg8/14Apg Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Apg8/15Apg Als diese hinabgekommen waren, beteten
sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten; Apg8/16Apg denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Apg8/17Apg
Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. Apg8/18Apg Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen
Geld Apg8/19Apg und sagte: Gebt auch mir diese Macht, dass der, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfange. Apg8/20Apg Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins
Verderben, weil du gemeint hast, dass die Gabe Gottes durch Geld zu erlangen sei! Apg8/21Apg Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.
Apg8/22Apg Tu nun Buße über diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob dir etwa der Anschlag deines Herzens vergeben werde; Apg8/23Apg denn ich sehe, dass du voll bitterer Galle und in Banden
der Ungerechtigkeit bist. Apg8/24Apg Simon aber antwortete und sprach: Bittet ihr für mich den Herrn, damit nichts über mich komme von dem, was ihr gesagt habt.
Apg8/25Apg Nachdem sie nun das Wort des Herrn bezeugt und geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück und verkündigten das Evangelium vielen Dörfern der Samariter.
Der Kämmerer aus Äthiopien.
Apg8/26Apg Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh gegen Süden auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt; der ist öde. Apg8/27Apg Und er stand auf und
ging hin. Und siehe, ein Äthiopier, ein Kämmerer, ein Gewaltiger der Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihren ganzen Schatz [gesetzt] war, war gekommen, um zu Jerusalem anzubeten;
Apg8/28Apg und er war auf der Rückkehr und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Apg8/29Apg Der Geist aber sprach zu Philippus: Tritt hinzu und schließe dich diesem Wagen an!
Apg8/30Apg Philippus aber lief hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen und sprach: Verstehst du auch, was du liest? Apg8/31Apg Er aber sprach: Wie könnte ich denn, wenn nicht jemand mich
anleitet? Und er bat den Philippus, dass er aufsteige und sich zu ihm setze. Apg8/32Apg Die Stelle der Schrift aber, die er las, war diese: `Er wurde wie ein Schaf zur Schlachtung geführt, und
wie ein Lamm stumm ist vor seinem Scherer, so tut er seinen Mund nicht auf. Apg8/33Apg In seiner Erniedrigung wurde sein Gericht weggenommen. Wer aber wird sein Geschlecht beschreiben? Denn sein
Leben wird von der Erde weggenommen. Apg8/34Apg Der Kämmerer aber antwortete dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet dies? Von sich selbst oder von einem anderen?
Apg8/35Apg Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit dieser Schrift an und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. Apg8/36Apg Als sie aber auf dem Weg fortzogen, kamen sie an ein Wasser.
Und der Kämmerer spricht: Siehe, [da ist] Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? (37) Apg8/38Apg Und er befahl, den Wagen anzuhalten. Und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl
Philippus als der Kämmerer; und er taufte ihn. Apg8/39Apg Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus; und der Kämmerer sah ihn nicht mehr, denn er zog
seinen Weg mit Freuden. Apg8/40Apg Philippus aber fand man zu Aschdod; und er zog hindurch und verkündigte das Evangelium allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.
Bekehrung des Saulus.
Kap. 22,3-16; 26,9-20.
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Apg9/1Apg Saulus aber schnaubte immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn, ging zu dem Hohenpriester Apg9/2Apg und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit,
wenn er einige, die des Weges wären, fände, Männer wie auch Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führe. Apg9/3Apg Als er aber hinzog, geschah es, dass er Damaskus nahte. Und plötzlich
umstrahlte ihn ein Licht aus dem Himmel; Apg9/4Apg und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Apg9/5Apg Er aber sprach: Wer bist du,
Herr? Er aber [sagte]: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Apg9/6Apg Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst! Apg9/7Apg Die Männer aber, die mit ihm des
Weges zogen, standen sprachlos, da sie wohl die Stimme hörten, aber niemand sahen. Apg9/8Apg Saulus aber richtete sich von der Erde auf. Als sich aber seine Augen öffneten, sah er nichts. Und sie
leiteten ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus. Apg9/9Apg Und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht.
Apg9/10Apg Es war aber ein Jünger in Damaskus, mit Namen Hananias; und der Herr sprach zu ihm in einer Erscheinung: Hananias! Er aber sprach: Siehe, [hier bin] ich, Herr! Apg9/11Apg Der Herr aber
[sprach] zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, welche die `gerade genannt wird, und frage im Haus des Judas nach einem mit Namen Saulus von Tarsus! Denn siehe, er betet; Apg9/12Apg und er hat
im Gesicht einen Mann mit Namen Hananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehend werde. Apg9/13Apg Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen über diesen
Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat. Apg9/14Apg Und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu binden, die deinen Namen anrufen. Apg9/15Apg Der Herr
aber sprach zu ihm: Geh hin! Denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen sowohl vor Nationen als Könige und Söhne Israels. Apg9/16Apg Denn ich werde ihm zeigen, wie
vieles er für meinen Namen leiden muß. Apg9/17Apg Ananias aber ging hin und kam in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus - der dir
erschienen ist auf dem Weg, den du kamst -, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt werdest. Apg9/18Apg Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er wurde sehend und
stand auf und ließ sich taufen.
Zeugnis des Saulus in Damaskus.
Apg9/19Apg Und nachdem er Speise genommen hatte, kam er zu Kräften. Er war aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. Apg9/20Apg Und sogleich predigte er in den Synagogen Jesus, dass dieser
der Sohn Gottes ist. Apg9/21Apg Alle aber, die es hörten, gerieten außer sich und sagten: Ist dieser nicht der, welcher in Jerusalem die zugrunde richtete, die diesen Namen anrufen, und dazu
hierhier gekommen war, dass er sie gebunden zu den Hohenpriestern führe?
Apg9/22Apg Saulus aber erstarkte noch mehr [im Wort] und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, indem er bewies, dass dieser der Christus ist. Apg9/23Apg Als aber viele Tage
verflossen waren, ratschlagten die Juden miteinander, ihn umzubringen. Apg9/24Apg Es wurde aber dem Saulus ihr Anschlag bekannt. Und sie bewachten auch die Tore sowohl bei Tag als bei Nacht,
damit sie ihn umbrächten. Apg9/25Apg Die Jünger aber nahmen ihn bei Nacht und ließen ihn durch die Mauer hinab, indem sie ihn in einem Korb hinunterließen.
Zeugnis des Saulus in Jerusalem.
Apg9/26Apg Als er aber nach Jerusalem gekommen war, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen; und alle fürchteten sich vor ihm, da sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei. Apg9/27Apg
Barnabas aber nahm ihn und brachte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen habe und dass der zu ihm geredet und wie er in Damaskus freimütig im Namen Jesu
gesprochen habe. Apg9/28Apg Und er ging mit ihnen aus und ein in Jerusalem und sprach freimütig im Namen des Herrn. Apg9/29Apg Und er redete und stritt mit den Hellenisten; sie aber trachteten,
ihn umzubringen. Apg9/301Apg Als die Brüder es aber erfuhren, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und sandten ihn weg nach Tarsus.
Apg9/31Apg So hatte denn die Gemeinde durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin Frieden und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch den Trost des Heiligen
Geistes.
Heilung des Äneas.
Apg9/32Apg Es geschah aber, dass Petrus, indem er überall hindurchzog, auch zu den Heiligen hinabkam, die zu Lydda wohnten. Apg9/33Apg Er fand aber dort einen Menschen mit Namen Äneas, der seit
acht Jahren zu Bett lag; er war gelähmt. Apg9/34Apg Und Petrus sprach zu ihm: Äneas! Jesus Christus heilt dich. Steh auf und mach dir selbst dein Bett! Und sogleich stand er auf. Apg9/35Apg Und
es sahen ihn alle, die zu Lydda und Scharon wohnten; die bekehrten sich zum Herrn.
Auferweckung der Tabita.
Apg9/36Apg In Joppe aber war eine Jüngerin mit Namen Tabita, die übersetzt heißt: Dorkas. Diese war reich an guten Werken und Almosen, die sie übte. Apg9/37Apg Es geschah aber in jenen Tagen,
dass sie krank wurde und starb. Und als man sie gewaschen hatte, legte man sie in ein Obergemach. Apg9/38Apg Da aber Lydda nahe bei Joppe war, sandten die Jünger, als sie gehört hatten, dass
Petrus dort sei, zwei Männer zu ihm und baten: Zögere nicht, zu uns zu kommen! Apg9/39Apg Petrus aber stand auf und ging mit ihnen; und als er angekommen war, führten sie ihn in das Obergemach.
Und alle Witwen traten weinend zu ihm und zeigten ihm die Unter- und Oberkleider, die Dorkas gemacht hatte, während sie bei ihnen war. Apg9/40Apg Petrus aber trieb alle hinaus, kniete nieder und
betete. Und er wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabita, steh auf! Sie aber schlug ihre Augen auf, und als sie den Petrus sah, setzte sie sich auf. Apg9/41Apg Er aber gab ihr die Hand und
richtete sie auf; er rief aber die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebend vor. Apg9/42Apg Es wurde aber durch ganz Joppe hin bekannt, und viele glaubten an den Herrn. Apg9/43Apg Es
geschah aber, dass er viele Tage in Joppe bei einem Gerber Simon blieb.
Der Hauptmann Kornelius in Cäsarea.
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Apg10/1Apg Ein Mann aber in Cäsarea mit Namen Kornelius - ein Hauptmann von der sogenannten Italischen Schar, Apg10/2Apg fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus, der dem Volk viele
Almosen gab und allezeit zu Gott betete - Apg10/3Apg sah in einer Erscheinung ungefähr um die neunte Stunde des Tages deutlich, wie ein Engel Gottes zu ihm hereinkam und zu ihm sagte: Kornelius!
Apg10/4Apg Er aber sah ihn gespannt an und wurde von Furcht erfüllt und sagte: Was ist, Herr? Er sprach aber zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgestiegen zum Gedächtnis vor Gott.
Apg10/5Apg Und jetzt sende Männer nach Joppe und laß Simon holen, der den Beinamen Petrus hat; Apg10/6Apg dieser herbergt bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer ist. Apg10/7Apg Als aber der
Engel, der mit ihm redete, weggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen frommen Soldaten von denen, die beständig bei ihm waren; Apg10/8Apg und als er ihnen alles erzählt hatte,
sandte er sie nach Joppe.
Des Petrus Sendung zu den Heiden nach Cäsarea.
Kap. 11,5-12.
Apg10/9Apg Am folgenden Tag aber, während jene reisten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach, um zu beten. Apg10/10Apg Er wurde aber hungrig und verlangte
zu essen. Während sie ihm aber zubereiteten, kam eine Verzückung über ihn. Apg10/11Apg Und er sieht den Himmel geöffnet und ein Gefäß, gleich einem großen, leinenen Tuch, herabkommen, an vier
Zipfeln auf die Erde herabgelassen; Apg10/12Apg darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels. Apg10/13Apg Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus,
schlachte und iß! Apg10/14Apg Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgend etwas Gemeines oder Unreines gegessen. Apg10/15Apg Und wieder erging eine Stimme zum zweiten Mal
an ihn: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein! Apg10/16Apg Dies aber geschah dreimal; und das Gefäß wurde sogleich hinaufgenommen in den Himmel. Apg10/17Apg Als aber Petrus bei sich selbst
in Verlegenheit war, was wohl diese Erscheinung bedeuten möchte, die er gesehen hatte, siehe, da standen die Männer, die von Kornelius gesandt waren und Simons Haus erfragt hatten, vor dem Tor;
Apg10/18Apg und als sie gerufen hatten, fragten sie, ob Simon mit dem Beinamen Petrus dort herberge. Apg10/19Apg Während aber Petrus über die Erscheinung nachsann, sprach der Geist zu ihm: Siehe,
drei Männer suchen dich. Apg10/20Apg Steh aber auf, geh hinab und zieh mit ihnen, ohne irgend zu zweifeln, weil ich sie gesandt habe.
Apg10/21Apg Petrus aber ging zu den Männern hinab und sprach: Siehe, ich bin}s, den ihr sucht. Was ist die Ursache, weshalb ihr kommt? Apg10/22Apg Sie aber sprachen: Kornelius, ein Hauptmann, ein
gerechter und gottesfürchtiger Mann, und der ein [gutes] Zeugnis hat von der ganzen Nation der Juden, ist von einem heiligen Engel göttlich gewiesen worden, dich in sein Haus holen zu lassen und
Worte von dir zu hören. Apg10/23Apg Als er sie nun hereingerufen hatte, beherbergte er sie. Am folgenden Tag aber machte er sich auf und zog mit ihnen fort, und einige der Brüder von Joppe gingen
mit ihm; Apg10/24Apg und am folgenden Tag kamen sie nach Cäsarea. Kornelius aber, der seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen hatte, erwartete sie.
Petrus in Cäsarea - Bekehrung des Kornelius.
Kap. 11,13-17.
Apg10/25Apg Als es aber geschah, dass Petrus hereinkam, ging Kornelius ihm entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. Apg10/26Apg Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf! Auch ich
bin ein Mensch. Apg10/27Apg Und während er sich mit ihm unterhielt, ging er hinein und findet viele versammelt. Apg10/28Apg Und er sprach zu ihnen: Ihr wißt, wie unerlaubt es für einen jüdischen
Mann ist, sich einem Fremdling anzuschließen oder zu ihm zu kommen; und mir hat Gott gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu nennen. Apg10/29Apg Darum kam ich auch ohne Widerrede, als ich
geholt wurde. Ich frage nun: Aus welchem Grund habt ihr mich holen lassen? Apg10/30Apg Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen betete ich in meinem Haus bis zu dieser, der neunten Stunde; und siehe,
ein Mann stand vor mir in glänzendem Kleid Apg10/31Apg und spricht: Kornelius! Dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. Apg10/32Apg Sende nun nach Joppe und laß
Simon holen mit dem Beinamen Petrus; dieser herbergt im Hause Simons, eines Gerbers, am Meer. Apg10/33Apg Sofort nun sandte ich zu dir, und du hast wohlgetan, dass du gekommen bist. Jetzt sind
wir nun alle vor Gott zugegen, um alles zu hören, was dir vom Herrn aufgetragen ist.
Apg10/34Apg Petrus aber tat den Mund auf und sprach: In Wahrheit begreife ich, dass Gott die Person nicht ansieht, Apg10/35Apg sondern in jeder Nation ist, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit
wirkt, ihm angenehm. Apg10/36Apg Das Wort, das er den Söhnen Israels gesandt hat, indem er Frieden verkündigte durch Jesus Christus - dieser ist aller Herr -, Apg10/37Apg kennt ihr: die Sache,
die, angefangen von Galiläa, durch ganz Judäa hin geschehen ist, nach der Taufe, die Johannes predigte: Apg10/38Apg Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat,
der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. Apg10/39Apg Und wir sind Zeugen alles dessen, was er sowohl im Lande der Juden als auch in
Jerusalem getan hat; den haben sie auch umgebracht, indem sie ihn an ein Holz hängten. Apg10/40Apg Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn sichtbar werden lassen, Apg10/41Apg nicht dem
ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor erwählten Zeugen, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er aus den Toten auferstanden war. Apg10/42Apg Und er hat uns befohlen, dem
Volk zu predigen und ernstlich zu bezeugen, dass er der von Gott verordnete Richter der Lebenden und der Toten ist. Apg10/43Apg Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt,
Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen.
Apg10/44Apg Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Apg10/45Apg Und die Gläubigen aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen
waren, gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war; Apg10/46Apg denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben. Apg10/47Apg Dann
antwortete Petrus: Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir? Apg10/48Apg Und er befahl, dass sie getauft
würden im Namen Jesu Christi. Dann baten sie ihn, einige Tage zu bleiben.
Petrus verteidigt in Jerusalem seine Sendung zu den Heiden.
Kap. 10,9-48.
\11\
Apg11/1Apg Die Apostel aber und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Nationen das Wort Gottes angenommen hatten; Apg11/2Apg und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, stritten die
aus der Beschneidung mit ihm Apg11/3Apg und sagten: Du bist bei unbeschnittenen Männern eingekehrt und hast mit ihnen gegessen. Apg11/4Apg Petrus aber fing an und setzte es ihnen der Reihe nach
auseinander und sprach: Apg11/5Apg Ich war in der Stadt Joppe im Gebet, und ich sah in einer Verzückung eine Erscheinung, wie ein Gefäß herabkam, gleich einem großen leinenen Tuch, an vier
Zipfeln herabgelassen aus dem Himmel; und es kam bis zu mir. Apg11/6Apg Und als ich gespannt hineinschaute, bemerkte und sah ich die vierfüßigen Tiere der Erde und die wilden Tiere und die
kriechenden und die Vögel des Himmels. Apg11/7Apg Ich hörte aber auch eine Stimme, die zu mir sagte: Steh auf, Petrus, schlachte und iß! Apg11/8Apg Ich sprach aber: Keineswegs, Herr! Denn niemals
ist Gemeines oder Unreines in meinen Mund gekommen. Apg11/9Apg Eine Stimme aber antwortete zum zweiten Mal aus dem Himmel: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein! Apg11/10Apg Dies aber
geschah dreimal; und alles wurde wieder hinaufgezogen in den Himmel. Apg11/11Apg Und siehe, sogleich standen vor dem Haus, in dem ich war, drei Männer, die von Cäsarea zu mir gesandt waren.
Apg11/12Apg Der Geist aber sagte mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen gehen. Es kamen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir kehrten in das Haus des Mannes ein. Apg11/13Apg Und er
erzählte uns, wie er den Engel in seinem Haus habe stehen sehen und sagen: Sende nach Joppe und laß Simon mit dem Beinamen Petrus holen; Apg11/14Apg der wird Worte zu dir reden, durch die du
errettet werden wirst, du und dein ganzes Haus. Apg11/15Apg Während ich aber zu reden begann, fiel der Heilige Geist auf sie, so wie auch auf uns im Anfang. Apg11/16Apg Ich gedachte aber an das
Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden. Apg11/17Apg Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, die
wir an den Herrn Jesus Christus geglaubt haben, wer war ich, dass ich hätte Gott wehren können? Apg11/18Apg Als sie aber dies gehört hatten, beruhigten sie sich und verherrlichten Gott und
sagten: Dann hat Gott also auch den Nationen die Buße gegeben zum Leben.
Barnabas und Saulus bei Juden- und Heidenchristen in Antiochia.
Apg11/19Apg Die nun zerstreut waren durch die Drangsal, die wegen Stephanus entstanden war, zogen hindurch bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten zu niemand das Wort als allein
zu Juden. Apg11/20Apg Es waren aber unter ihnen einige Männer von Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, auch zu den Griechen redeten, indem sie das Evangelium von dem Herrn Jesus
verkündigten. Apg11/21Apg Und des Herrn Hand war mit ihnen, und eine große Zahl glaubte und bekehrte sich zum Herrn. Apg11/22Apg Es kam aber die Rede von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in
Jerusalem, und sie sandten Barnabas aus, dass er hindurchzöge bis nach Antiochia; Apg11/23Apg der freute sich, als er hingekommen war und die Gnade Gottes sah, und ermahnte alle, mit
Herzensentschluß bei dem Herrn zu verharren. Apg11/24Apg Denn er war ein guter Mann und voll Heiligen Geistes und Glaubens; und eine zahlreiche Menge wurde dem Herrn hinzugetan. Apg11/25Apg Er
zog aber aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen; und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Apg11/26Apg Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde
zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.
Prophezeiung des Agabus.
Apg11/27Apg In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab. Apg11/28Apg Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot
an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; sie trat auch unter Klaudius ein. Apg11/29Apg Sie beschlossen aber, dass, [je nach dem] wie einer der Jünger begütert war, jeder von ihnen zur
Hilfeleistung den Brüdern, die in Judäa wohnten, [etwas] senden sollte; Apg11/30Apg das taten sie auch, indem sie es durch die Hand des Barnabas und Saulus an die Ältesten sandten.
Hinrichtung des Jakobus - Gefangenschaft und Befreiung des Petrus.
\12\
Apg12/1Apg Um jene Zeit aber legte Herodes, der König, Hand an einige von der Gemeinde, sie zu mißhandeln; Apg12/2Apg er tötete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Apg12/3Apg
Und als er sah, dass es den Juden gefiel, ließ er weiterhin auch Petrus festnehmen - es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote -. Apg12/4Apg Den setzte er auch, nachdem er ihn ergriffen
hatte, ins Gefängnis und übergab ihn an vier Abteilungen von je vier Soldaten zur Bewachung, wobei er beabsichtigte, ihn nach dem Passah dem Volk vorzuführen. Apg12/5Apg Petrus nun wurde im
Gefängnis verwahrt; aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott. Apg12/6Apg Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Soldaten,
gebunden mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür verwahrten das Gefängnis. Apg12/7Apg Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete im Kerker; und er schlug Petrus an die
Seite, weckte ihn und sagte: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen. Apg12/8Apg Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und binde deine Sandalen unter. Er aber tat es. Und er
spricht zu ihm: Wirf dein Oberkleid um und folge mir. Apg12/9Apg Und er ging hinaus und folgte und wußte nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; er meinte aber, eine
Erscheinung zu sehen. Apg12/10Apg Als sie aber durch die erste und die zweite Wache gegangen waren, kamen sie an das eiserne Tor, das in die Stadt führte, das sich ihnen von selbst auftat; und
sie traten hinaus und gingen eine Straße entlang, und sogleich schied der Engel von ihm. Apg12/11Apg Und als Petrus zu sich selbst kam, sprach er: Nun weiß ich in Wahrheit, dass der Herr seinen
Engel gesandt und mich gerettet hat aus der Hand des Herodes und aller Erwartung des Volkes der Juden. Apg12/12Apg Und als er das erkannte, kam er an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes
mit dem Beinamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten. Apg12/13Apg Als er aber an die Tür des Tores klopfte, kam eine Magd mit Namen Rhode herbei, um zu horchen. Apg12/14Apg Und als sie
die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Tor nicht; sie lief aber hinein und verkündete, Petrus stehe vor dem Tor. Apg12/15Apg Sie aber sprachen zu ihr: Du bist von Sinnen. Sie
aber beteuerte, dass es so sei. Sie aber sprachen: Es ist sein Engel. Apg12/16Apg Petrus aber fuhr fort zu klopfen. Als sie aber aufgetan hatten, sahen sie ihn und waren außer sich. Apg12/17Apg
Er aber winkte ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzählte ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis herausgeführt habe; und er sprach: Berichtet dies Jakobus und den Brüdern! Und er ging
hinaus und zog an einen anderen Ort.
Ende des Königs Herodes (Agrippa I.).
Apg12/18Apg Als es aber Tag geworden war, gab es eine nicht geringe Bestürzung unter den Soldaten, was wohl aus Petrus geworden sei. Apg12/19Apg Als aber Herodes nach ihm verlangte und ihn nicht
fand, zog er die Wächter zur Untersuchung und befahl, sie abzuführen; und er ging von Judäa nach Cäsarea hinab und verweilte dort. Apg12/20Apg Er war aber sehr erbittert gegen die Tyrer und
Sidonier. Sie kamen aber einmütig zu ihm, und nachdem sie Blastus, den Kämmerer des Königs, überredet hatten, baten sie um Frieden, weil ihr Land von dem königlichen [Land] ernährt wurde.
Apg12/21Apg An einem festgesetzten Tag aber hielt Herodes, nachdem er königliche Kleider angelegt und sich auf den Thron gesetzt hatte, eine öffentliche Rede an sie. Apg12/22Apg Das Volk aber
rief [ihm] zu: Eines Gottes Stimme und nicht eines Menschen! Apg12/23Apg Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, dafür, dass er nicht Gott die Ehre gab; und von Würmern zerfressen,
verschied er.
Apg12/24Apg Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich.
Aussendung des Barnabas und Paulus zur ersten Missionsreise.
Apg12/25Apg Barnabas aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten, von Jerusalem zurück und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit. \13\
Apg13/1Apg Es waren aber in Antiochia, in der dortigen Gemeinde, Propheten und Lehrer: Barnabas und Simon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manaen, der mit Herodes, dem Vierfürsten,
auferzogen worden war, und Saulus. Apg13/2Apg Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie
berufen habe! Apg13/3Apg Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie.
Barnabas und Paulus auf Zypern.
Apg13/4Apg Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleucia, und von dort segelten sie nach Zypern. Apg13/5Apg Und als sie in Salamis waren, verkündigten sie das Wort Gottes
in den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes zum Diener. Apg13/6Apg Als sie aber die ganze Insel bis Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen Mann, einen Magier, einen falschen
Propheten, einen Juden, mit Namen Bar-Jesus, Apg13/7Apg der bei dem Prokonsul Sergius Paulus war, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus herbei und begehrte das Wort Gottes zu
hören. Apg13/8Apg Elymas aber, der Zauberer - denn so wird sein Name übersetzt -, widerstand ihnen und suchte den Prokonsul vom Glauben abwendig zu machen. Apg13/9Apg Saulus aber, der auch Paulus
[heißt], blickte, mit Heiligem Geist erfüllt, fest auf ihn hin Apg13/10Apg und sprach: O du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit! Willst du nicht
aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren? Apg13/11Apg Und jetzt siehe, die Hand des Herrn ist auf dir! Und du wirst blind sein und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen. Und sogleich fiel
Dunkel und Finsternis auf ihn; und er tappte umher und suchte solche, die ihn an der Hand leiteten. Apg13/12Apg Dann, als der Prokonsul sah, was geschehen war, glaubte er, erstaunt über die Lehre
des Herrn.
Tätigkeit in Antiochia in Pisidien.
Apg13/13Apg Als aber Paulus und seine Begleiter von Paphos abgefahren waren, kamen sie nach Perge in Pamphylien. Johannes aber sonderte sich von ihnen ab und kehrte nach Jerusalem
zurück.
Apg13/14Apg Sie aber zogen von Perge aus hindurch und kamen nach Antiochia in Pisidien; und sie gingen am Tag des Sabbats in die Synagoge und setzten sich. Apg13/15Apg Aber nach dem Vorlesen des
Gesetzes und der Propheten sandten die Vorsteher der Synagoge zu ihnen und sagten: Ihr Brüder , wenn ihr ein Wort der Ermahnung an das Volk habt, so redet! Apg13/16Apg Paulus aber stand auf,
winkte mit der Hand und sprach: Männer von Israel, und die ihr Gott fürchtet, hört: Apg13/17Apg Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk in der Fremdlingschaft im
Land Ägypten, und mit erhobenem Arm führte er sie von dort heraus; Apg13/18Apg und eine Zeit von etwa vierzig Jahren ertrug er sie in der Wüste. Apg13/19Apg Und nachdem er sieben Nationen im Land
Kanaan vertilgt hatte, ließ er sie deren Land erben Apg13/20Apg [für] etwa vierhundertfünfzig Jahre. Und danach gab er ihnen Richter bis zu Samuel, dem Propheten. Apg13/21Apg Und von da an
begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kisch, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, vierzig Jahre lang. Apg13/22Apg Und nachdem er ihn verworfen hatte, erweckte er ihnen
David zum König, welchem er auch Zeugnis gab und sprach: `Ich habe David gefunden, den Sohn Jsais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird. Apg13/23Apg Aus dessen
Nachkommenschaft hat Gott nach Verheißung dem Israel als Erretter Jesus gebracht, Apg13/24Apg nachdem Johannes vor dessen Auftreten die Taufe der Buße dem ganzen Volk Israel verkündigt hatte.
Apg13/25Apg Als aber Johannes seinen Lauf erfüllte, sprach er: Was ihr meint, dass ich sei, bin ich nicht, sondern siehe, es kommt einer nach mir, dem ich nicht würdig bin, die Sandale an den
Füßen zu lösen. Apg13/26Apg Ihr Brüder, Söhne des Geschlechts Abrahams, und die unter euch Gott fürchten, uns ist das Wort dieses Heils gesandt. Apg13/27Apg Denn die zu Jerusalem wohnen und ihre
Obersten haben, da sie diesen nicht erkannten, auch die Stimmen der Propheten erfüllt, die jeden Sabbat gelesen werden, indem sie [über ihn] Gericht hielten. Apg13/28Apg Und obschon sie keine
todeswürdige Schuld fanden, baten sie den Pilatus, dass er umgebracht werde. Apg13/29Apg Und nachdem sie alles vollendet hatten, was über ihn geschrieben ist, nahmen sie ihn vom Holz herab und
legten ihn in eine Gruft. Apg13/30Apg Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt, Apg13/31Apg und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm hinaufgezogen waren von Galiläa nach
Jerusalem, die jetzt seine Zeugen an das Volk sind. Apg13/32Apg Und wir verkündigen euch die gute Botschaft von der zu den Vätern geschehenen Verheißung, Apg13/33Apg dass Gott sie uns, ihren
Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte; wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: `Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Apg13/34Apg Dass er ihn aber aus den Toten auferweckt
hat, so dass er nicht mehr zur Verwesung zurückkehrte, hat er so ausgesprochen: `Ich werde euch die zuverlässigen heiligen Güter Davids geben. Apg13/35Apg Deshalb sagt er auch an einer anderen
[Stelle]: `Du wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Verwesung sehe.. Apg13/36Apg Denn David freilich entschlief, nachdem er seinem Geschlecht nach dem Willen Gottes gedient hatte, und wurde
zu seinen Vätern versammelt und sah die Verwesung. Apg13/37Apg Der aber, den Gott auferweckt hat, sah die Verwesung nicht. Apg13/38Apg So sei es euch nun kund, ihr Brüder, dass durch diesen euch
Vergebung der Sünden verkündigt wird; Apg13/39Apg und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder Glaubende gerechtfertigt.
Apg13/40Apg Seht nun zu, dass nicht eintreffe, was in den Propheten gesagt ist: Apg13/41Apg `Seht, ihr Verächter, und wundert euch und verschwindet! Denn ich wirke ein Werk in euren Tagen, ein
Werk, das ihr nicht glauben werdet, wenn es euch jemand erzählt.
Apg13/42Apg Als sie aber hinausgingen, baten sie, dass am folgenden Sabbat diese Worte [noch einmal] zu ihnen geredet werden möchten. Apg13/43Apg Als aber die Synagogenversammlung sich aufgelöst
hatte, folgten viele der Juden und der anbetenden Proselyten dem Paulus und Barnabas, die zu ihnen sprachen und ihnen zuredeten, beharrlich bei der Gnade Gottes zu bleiben. Apg13/44Apg Am
nächsten Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören. Apg13/45Apg Als aber die Juden die Volksmengen sahen, wurden sie von Eifersucht erfüllt und widersprachen
dem, was von Paulus geredet wurde, und lästerten. Apg13/46Apg Paulus aber und Barnabas sprachen freimütig: Zu euch musste notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden; weil ihr es aber von
euch stoßt und euch selbst nicht würdig achtet des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Nationen. Apg13/47Apg Denn so hat uns der Herr geboten: `Ich habe dich zum Licht der Nationen
gesetzt, dass du zum Heil seiest bis an das Ende der Erde. Apg13/48Apg Als aber die [aus den] Nationen es hörten, freuten sie sich und verherrlichten das Wort des Herrn; und es glaubten, so viele
zum ewigen Leben verordnet waren. Apg13/49Apg Das Wort des Herrn aber wurde ausgebreitet durch die ganze Gegend. Apg13/50Apg Die Juden aber erregten die anbetenden vornehmen Frauen und die Ersten
der Stadt und erweckten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihren Grenzen. Apg13/51Apg Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füßen gegen sie ab und kamen nach
Ikonium. Apg13/52Apg Die Jünger aber wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt.
Aufenthalt in Ikonion.
\14\
Apg14/1Apg Es geschah aber zu Ikonion, dass sie zusammen in die Synagoge der Juden gingen und so redeten, dass eine große Menge, sowohl von Juden als auch von Griechen, glaubte. Apg14/2Apg Die
ungläubigen Juden aber reizten und erbitterten die Seelen derer [aus den] Nationen gegen die Brüder. Apg14/3Apg Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort
seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände. Apg14/4Apg Die Menge der Stadt aber war entzweit, und die einen waren mit den Juden, die anderen mit den
Aposteln. Apg14/5Apg Als aber ein heftiges Bestreben entstand, sowohl von denen [aus den] Nationen als auch von den Juden samt ihren Obersten, sie zu mißhandeln und zu steinigen, Apg14/6Apg
entflohen sie, als sie es bemerkten, in die Städte von Lykaonien, Lystra und Derbe, und die Umgegend; Apg14/7Apg und dort verkündigten sie das Evangelium.
Heilung eines Lahmen in Lystra - Steinigung des Paulus.
Apg14/8Apg Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, lahm von seiner Mutter Leib an, der niemals umhergegangen war. Apg14/9Apg Dieser hörte Paulus reden; als der ihn fest anblickte
und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, Apg14/10Apg sprach er mit lauter Stimme: Stelle dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher. Apg14/11Apg Als die
Volksmengen aber sahen, was Paulus tat, erhoben sie ihre Stimme und sagten auf lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und sind zu uns herabgekommen. Apg14/12Apg Und sie nannten
den Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil er das Wort führte. Apg14/13Apg Der Priester des Zeus[tempels] aber, der vor der Stadt war, brachte Stiere und Kränze an die Tore und wollte mit
den Volksmengen opfern. Apg14/14Apg Als aber die Apostel Barnabas und Paulus es hörten, zerrissen sie ihre Kleider, sprangen hinaus unter die Volksmenge und riefen Apg14/15Apg und sprachen:
Männer, warum tut ihr dies? Auch wir sind Menschen von gleichen Empfindungen wie ihr und verkündigen euch, dass ihr euch von diesen nichtigen [Götzen] bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der
den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was in ihnen ist. Apg14/16Apg Er ließ in den vergangenen Geschlechtern alle Nationen in ihren eigenen Wegen gehen, Apg14/17Apg obwohl
er sich doch nicht unbezeugt gelassen hat, indem er Gutes tat und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gab und eure Herzen mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte. Apg14/18Apg Und als sie
dies sagten, beruhigten sie mit Mühe die Volksmengen, dass sie ihnen nicht opferten.
Apg14/19Apg Es kamen aber aus Antiochia und Ikonion Juden an, und nachdem sie die Volksmengen überredet und Paulus gesteinigt hatten, schleiften sie ihn zur Stadt hinaus, da sie meinten, er sei
gestorben. Apg14/20Apg Als aber die Jünger ihn umringten, stand er auf und ging in die Stadt hinein; und am folgenden Tag zog er mit Barnabas aus nach Derbe.
Evangeliumsverkündigung in Derbe und Rückkehr nach Antiochia.
Apg14/21Apg Und als sie jener Stadt das Evangelium verkündigt und viele zu Jüngern gemacht hatten, kehrten sie nach Lystra und Ikonion und Antiochia zurück. Apg14/22Apg Sie befestigten die Seelen
der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und [sagten], dass wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen. Apg14/23Apg Als sie ihnen aber in jeder Gemeinde Älteste
gewählt hatten, beteten sie mit Fasten und befahlen sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren. Apg14/24Apg Und nachdem sie Pisidien durchzogen hatten, kamen sie nach Pamphylien;
Apg14/25Apg und als sie in Perge das Wort geredet hatten, gingen sie hinab nach Attalia; Apg14/26Apg und von da segelten sie ab nach Antiochia, von wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren
zu dem Werk, das sie erfüllt hatten. Apg14/27Apg Als sie aber angekommen waren und die Gemeinde zusammengebracht hatten, erzählten sie alles, was Gott mit ihnen getan und dass er den Nationen
eine Tür des Glaubens aufgetan habe. Apg14/28Apg Sie verweilten aber eine nicht geringe Zeit bei den Jüngern.
Apostelkonzil zu Jerusalem.
\15\
Apg15/1Apg Und einige kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht errettet werden. Apg15/2Apg Als nun ein
Zwiespalt entstand und ein nicht geringer Wortwechsel zwischen ihnen und Paulus und Barnabas, ordneten sie an, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten
nach Jerusalem hinaufgehen sollten wegen dieser Streitfrage. Apg15/3Apg Sie nun erhielten von der Gemeinde das Geleit, durchzogen Phönizien und Samarien und erzählten die Bekehrung derer [aus
den] Nationen; und sie machten allen Brüdern große Freude. Apg15/4Apg Als sie aber nach Jerusalem gekommen waren, wurden sie von der Gemeinde und den Aposteln und Ältesten aufgenommen, und sie
verkündeten alles, was Gott mit ihnen getan hatte. Apg15/51Apg Einige aber von denen aus der Sekte der Pharisäer, die gläubig waren, traten auf und sagten: Man muß sie beschneiden und ihnen
gebieten, das Gesetz Moses zu halten.
Apg15/6Apg Die Apostel aber und die Ältesten versammelten sich, um diese Angelegenheit zu besehen. Apg15/7Apg Als aber viel Wortwechsel entstanden war, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr
Brüder, ihr wißt, dass Gott [mich] vor langer Zeit unter euch auserwählt hat, dass die Nationen durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und glauben sollten. Apg15/8Apg Und Gott, der
Herzenskenner, gab ihnen Zeugnis, indem er ihnen den Heiligen Geist gab wie auch uns; Apg15/9Apg und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, da er durch den Glauben ihre Herzen
reinigte. Apg15/10Apg Nun denn, was versucht ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten? Apg15/11Apg Vielmehr glauben wir, durch die
Gnade des Herrn Jesus in derselben Weise errettet zu werden wie auch jene. Apg15/12Apg Die ganze Menge aber schwieg und hörte Barnabas und Paulus zu, die erzählten, wie viele Zeichen und Wunder
Gott unter den Nationen durch sie getan habe.
Apg15/13Apg Als sie aber schwiegen, antwortete Jakobus und sprach: Ihr Brüder, hört mich! Apg15/14Apg Simon hat erzählt, wie Gott zuerst darauf gesehen hat, aus den Nationen ein Volk zu nehmen
für seinen Namen. Apg15/15Apg Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: Apg15/16Apg `Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die
verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten; Apg15/17Apg damit die übrigen der Menschen den Herrn suchen und alle Nationen, über die mein Name angerufen ist,
spricht der Herr, der dieses tut, Apg15/18Apg was von jeher bekannt ist. Apg15/19Apg Deshalb urteile ich, man solle die, welche sich von den Nationen zu Gott bekehren, nicht beunruhigen,
Apg15/20Apg sondern ihnen schreiben, dass sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut. Apg15/21Apg Denn Mose hat von alten Zeiten
her in jeder Stadt [solche], die ihn predigen, da er an jedem Sabbat in den Synagogen gelesen wird.
Brief an die Gemeinde in Antiochia.
Apg15/22Apg Dann schien es den Aposteln und den Ältesten samt der ganzen Gemeinde gut, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden: Judas mit dem
Beinamen Barsabas und Silas, Männer, die Führer unter den Brüdern waren. Apg15/23Apg Und sie schrieben [und sandten] durch ihre Hand: `Die Apostel und die Ältesten [als] Brüder an die Brüder aus
den Nationen zu Antiochia und in Syrien und Zilizien [ihren] Gruß.
2.5.1 Verstörung der Endzeit
Apg15/24Apg Weil wir gehört haben, dass einige aus unserer Mitte euch mit Worten beunruhigt und eure Seelen verstört haben - denen wir keine Befehle gegeben haben -, Apg15/25Apg schien es
uns, nachdem wir einstimmig geworden, gut, Männer auszuwählen und sie zu euch zu senden mit unseren geliebten [Brüdern] Barnabas und Paulus, Apg15/26Apg Leuten, die ihr Leben hingegeben haben für
den Namen unseres Herrn Jesus Christus. Apg15/27Apg Wir haben nun Judas und Silas gesandt, die auch selbst mündlich dasselbe verkünden werden. Apg15/28Apg Denn es hat dem Heiligen Geist und uns
gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: Apg15/29Apg euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch
davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun. Lebt wohl! (Such: Enthaltenvonspeisen; der Apostel Lehre: Man kann mit diesen Bibelstellen hier beweisen, dass man kein Blut essen sollte. Ich bin da nicht
zu gesetzlich, esse aber selbst keine Blutwurst. Die Passage: Apg. 15, 24 bis 29, oder bis 33. Besser: die Stelle 2. Thess. 4, 1 bis 4: Da lehre ich, dass es ein Zeichen der Endzeit ist, dass
viele sonst gute Christen verschiedenste Verbote von Speisen zu haben beginnen und so vielleicht auch „verbieten zu heiraten, und gebieten, sich von (bestimmten, nach Vorschriften, die so streng
nicht gelten) Speisen zu enthalten (Speisenzuenthalten).“ Jesus sagt: Was aus dem Mund herausgeht, also was du sprichst, macht den Menschen unrein Mat. 15, 17 und 18)
Apg15/30Apg Nachdem sie nun entlassen waren, kamen sie nach Antiochia hinab; und sie versammelten die Menge und übergaben den Brief. Apg15/31Apg Als sie ihn aber gelesen hatten, freuten sie sich
über den Trost. Apg15/32Apg Und Judas und Silas, die auch selbst Propheten waren, ermunterten die Brüder mit vielen Worten und stärkten sie. Apg15/33Apg Nachdem sie sich aber eine Zeitlang
aufgehalten hatten, wurden sie mit Frieden von den Brüdern entlassen zu denen, die sie gesandt hatten. (Apg15/34Apg)
Paulus und Barnabas trennen sich - Paulus bricht mit Silas zur zweiten Missionsreise auf.
Apg15/35Apg Paulus aber und Barnabas verweilten in Antiochia und lehrten und verkündigten mit noch vielen anderen das Wort des Herrn. Apg15/36Apg Nach einigen Tagen aber sprach Paulus zu
Barnabas: Laß uns nun zurückkehren und die Brüder besuchen in jeder Stadt, in der wir das Wort des Herrn verkündigt haben, [und sehen] wie es ihnen geht. Apg15/37Apg Barnabas aber wollte auch
Johannes mit dem Beinamen Markus mitnehmen. Apg15/38Apg Paulus aber hielt es für richtig, den nicht mitzunehmen, der aus Pamphylien von ihnen gewichen und nicht mit ihnen gegangen war zu dem
Werk. Apg15/39Apg Es entstand nun eine Erbitterung, so dass sie sich voneinander trennten und Barnabas den Markus mitnahm und nach Zypern segelte. Apg15/40Apg Paulus aber wählte sich Silas und
zog aus, von den Brüdern der Gnade Gottes befohlen. Apg15/41Apg Er durchzog aber Syrien und Zilizien und befestigte die Gemeinden.
Timotheus wird Begleiter des Paulus.
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Apg16/1Apg Er gelangte aber nach Derbe und Lystra. Und siehe, dort war ein Jünger mit Namen Timotheus, der Sohn einer jüdischen gläubigen Frau, aber eines griechischen Vaters; Apg16/2Apg er hatte
ein [gutes] Zeugnis von den Brüdern in Lystra und Ikonion. Apg16/3Apg Paulus wollte, dass dieser mit ihm ausziehe, und er nahm und beschnitt ihn um der Juden willen, die in jenen Orten waren;
denn sie kannten alle seinen Vater, dass er ein Grieche war. Apg16/4Apg Als sie aber die Städte durchzogen, teilten sie ihnen zur Befolgung die Beschlüsse mit, die von den Aposteln und Ältesten
in Jerusalem festgesetzt waren. Apg16/5Apg Die Gemeinden nun wurden im Glauben befestigt und nahmen täglich an Zahl zu.
Ruf nach Mazedonien.
Apg16/6Apg Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geist verhindert worden waren, das Wort in Asien zu reden; Apg16/7Apg als sie aber gegen Mysien
hin kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht. Apg16/8Apg Als sie aber an Mysien vorübergezogen waren, gingen sie nach Troas hinab.
Apg16/9Apg Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Apg16/10Apg Als er aber das
Gesicht gesehen hatte, suchten wir sogleich nach Mazedonien abzureisen, da wir schlossen, dass Gott uns gerufen habe, ihnen das Evangelium zu verkündigen.
Reise nach Philippi - Bekehrung der Lydia.
Apg16/11Apg Wir fuhren nun von Troas ab und kamen geraden Laufs nach Samothrake und des folgenden Tages nach Neapolis Apg16/12Apg und von da nach Philippi, das die erste Stadt jenes Teiles von
Mazedonien ist, eine Kolonie.
In dieser Stadt aber verweilten wir einige Tage. Apg16/13Apg Und am Tag des Sabbats gingen wir hinaus vor das Tor an einen Fluß, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten; und wir setzten uns nieder
und redeten zu den Frauen, die zusammengekommen waren. Apg16/14Apg Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurkrämerin aus der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu, deren Herz tat der Herr
auf, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde. Apg16/15Apg Als sie aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilt, dass ich an den Herrn gläubig sei, so
kehrt in mein Haus ein und bleibt. Und sie nötigte uns.
Die Magd mit dem Wahrsagergeist - Paulus und Silas in Gefangenschaft.
Apg16/16Apg Es geschah aber, als wir zur Gebetsstätte gingen, dass uns eine Magd begegnete, die einen Wahrsagergeist hatte; sie brachte ihren Herren großen Gewinn durch Wahrsagen. Apg16/17Apg
Diese folgte dem Paulus und uns nach und schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Höchsten, die euch den Weg des Heils verkündigen. Apg16/18Apg Dies aber tat sie viele Tage.
Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zu derselben Stunde. Apg16/19Apg Als aber ihre
Herren sahen, dass die Hoffnung auf ihren Gewinn dahin war, griffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt zu den Vorstehern. Apg16/20Apg Und sie führten sie zu den Hauptleuten und
sprachen: Diese Menschen, die Juden sind, verwirren ganz und gar unsere Stadt Apg16/21Apg und verkündigen Gebräuche, die anzunehmen oder auszuüben uns nicht erlaubt ist, da wir Römer sind.
Apg16/22Apg Und die Volksmenge erhob sich zugleich gegen sie, und die Hauptleute rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen. Apg16/23Apg Und als sie ihnen viele Schläge
gegeben hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren. Apg16/24Apg Dieser warf sie, als er solchen Befehl empfangen hatte, in das innere Gefängnis
und befestigte ihre Füße im Block.
Bekehrung des Kerkermeisters.
Apg16/25Apg Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott; und die Gefangenen hörten ihnen zu. Apg16/26Apg Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so dass die Grundfesten
des Gefängnisses erschüttert wurden; und sofort öffneten sich alle Türen, und aller Fesseln lösten sich. Apg16/27Apg Als aber der Kerkermeister aus dem Schlaf aufwachte und die Türen des
Gefängnisses geöffnet sah, zog er das Schwert und wollte sich umbringen, da er meinte, die Gefangenen seien entflohen. Apg16/28Apg Paulus aber rief mit lauter Stimme und sprach: Tu dir kein Leid
an, denn wir sind alle hier. Apg16/29Apg Er aber forderte Licht und sprang hinein; und zitternd fiel er vor Paulus und Silas nieder. Apg16/30Apg Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren,
was muß ich tun, dass ich errettet werde? Apg16/31Apg Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus. Apg16/32Apg Und sie redeten das Wort des Herrn
zu ihm samt allen, die in seinem Haus waren. Apg16/33Apg Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab; und er ließ sich taufen und alle die Seinen sogleich.
Apg16/34Apg Und er führte sie hinauf in sein Haus, ließ ihnen den Tisch decken und frohlockte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus.
Befreiung des Paulus und Silas.
Apg16/35Apg Als es aber Tag geworden war, sandten die Hauptleute die Rutenträger und sagten: Laß jene Menschen los! Apg16/36Apg Der Kerkermeister aber berichtete dem Paulus diese Worte: Die
Hauptleute haben hergesandt, damit ihr losgelassen werdet; so geht denn jetzt hinaus und zieht hin in Frieden. Apg16/37Apg Paulus aber sprach zu ihnen: Nachdem sie uns, die wir Römer sind,
öffentlich unverurteilt geschlagen, haben sie uns ins Gefängnis geworfen, und jetzt stoßen sie uns heimlich aus? Nicht doch; sondern laß sie selbst kommen und uns hinausführen. Apg16/38Apg Die
Rutenträger aber meldeten diese Worte den Hauptleuten; und sie fürchteten sich, als sie hörten, dass sie Römer seien. Apg16/39Apg Und sie kamen und redeten ihnen zu; und sie führten sie hinaus
und baten sie, dass sie aus der Stadt gehen möchten. Apg16/40Apg Als sie aber aus dem Gefängnis herausgegangen waren, gingen sie zu Lydia; und als sie die Brüder gesehen hatten, ermahnten sie sie
und zogen weg.
Verkündigung und Verfolgung in Thessalonich.
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Apg17/1Apg Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. Apg17/2Apg Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen
hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen aus den Schriften, Apg17/3Apg indem er eröffnete und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste und dass dieser
der Christus ist: der Jesus, den ich euch verkündige. Apg17/4Apg Und einige von ihnen ließen sich überzeugen und gesellten sich zu Paulus und Silas, und eine große Menge von den anbetenden
Griechen und nicht wenige der vornehmsten Frauen.
Apg17/5Apg Die Juden aber wurden eifersüchtig und nahmen einige böse Männer vom Gassenpöbel zu sich, machten einen Volksauflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; und sie traten vor das Haus
Jasons und suchten sie unter das Volk zu führen. Apg17/6Apg Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und einige Brüder vor die Obersten der Stadt und riefen: Diese, die den Erdkreis
aufgewiegelt haben, sind auch hierher gekommen, Apg17/7Apg die hat Jason beherbergt; und diese alle handeln gegen die Verordnungen des Kaisers, da sie sagen, dass ein anderer König sei: Jesus.
Apg17/8Apg Sie beunruhigten aber die Volksmenge und die Obersten der Stadt, die dies hörten. Apg17/9Apg Und nachdem sie von Jason und den übrigen Bürgschaft genommen hatten, ließen sie sie
frei.
Verkündigung und Verfolgung in Beröa.
Apg17/10Apg Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als Silas nach Beröa; die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden. Apg17/11Apg Diese aber waren edler
als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte. Apg17/12Apg Viele nun von ihnen glaubten, und von
den griechischen vornehmen Frauen und Männern nicht wenige. Apg17/13Apg Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie
auch dorthin und erregten die Volksmengen. Apg17/14Apg Da sandten aber die Brüder sogleich den Paulus fort, dass er nach dem Meer hin gehe. Aber sowohl Silas als Timotheus blieben dort.
Apg17/15Apg Die aber den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und als sie für Silas und Timotheus Befehl empfangen hatten, dass sie sobald wie möglich zu ihm kommen sollten, reisten
sie ab.
Paulus in Athen.
Apg17/16Apg Während aber Paulus sie in Athen erwartete, wurde sein Geist in ihm erregt, da er die Stadt voll von Götzenbildern sah. Apg17/17Apg Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den
Juden und mit den Anbetern und auf dem Markt an jedem Tag mit denen, die gerade herbeikamen. Apg17/18Apg Aber auch einige der epikuräischen und stoischen Philosophen griffen ihn an; und einige
sagten: Was will wohl dieser Schwätzer sagen? andere aber: Er scheint ein Verkündiger fremder Götter zu sein, weil er das Evangelium von Jesus und der Auferstehung verkündigte. Apg17/19Apg Und
sie ergriffen ihn, führten ihn zum Areopag und sagten: Können wir erfahren, was diese neue Lehre ist, von der du redest? Apg17/20Apg Denn du bringst etwas Fremdes vor unsere Ohren. Wir möchten
nun wissen, was das sein mag. Apg17/21Apg Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören.
Apg17/22Apg Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Männer von Athen, ich sehe, dass ihr in jeder Beziehung den Göttern sehr ergeben seid. Apg17/23Apg Denn als ich umherging und eure
Heiligtümer betrachtete, fand ich auch einen Altar, an dem die Aufschrift war: Einem unbekannten Gott. Was ihr nun, ohne es zu kennen, verehrt, das verkündige ich euch. Apg17/24Apg Der Gott, der
die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, Apg17/25Apg noch wird er von Menschenhänden bedient, als
wenn er noch etwas nötig hätte, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Apg17/26Apg Und er hat aus Einem jede Nation der Menschen gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, indem
er festgesetzte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, Apg17/27Apg dass sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obgleich er nicht fern ist von jedem von
uns. Apg17/28Apg Denn in ihm leben und weben und sind wir, wie auch einige eurer Dichter gesagt haben: `Denn wir sind auch sein Geschlecht. Apg17/29Apg Da wir nun Gottes Geschlecht sind, sollen
wir nicht meinen, dass das Göttliche dem Gold und Silber oder Stein, einem Gebilde der Kunst und der Erfindung des Menschen, gleich sei. Apg17/30Apg Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit
übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen, Apg17/31Apg weil er einen Tag gesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen
Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen dadurch den Beweis gegeben, dass er ihn auferweckt hat aus den Toten.
Apg17/32Apg Als sie aber von Toten-Auferstehung hörten, spotteten die einen, die anderen aber sprachen: Wir wollen dich darüber auch nochmals hören. Apg17/33Apg So ging Paulus aus ihrer Mitte
fort. Apg17/34Apg Einige Männer aber schlossen sich ihm an und glaubten, unter denen auch Dionysius war, der Areopagit, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.
Tätigkeit des Paulus in Korinth.
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Apg18/1Apg Danach schied er von Athen und kam nach Korinth. Apg18/2Apg Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priscilla, seine Frau
- weil Klaudius befohlen hatte, dass alle Juden sich aus Rom entfernen sollten -. Er ging zu ihnen, Apg18/3Apg und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren
Zeltmacher ihres Handwerks. Apg18/4Apg Er unterredete sich aber in der Synagoge an jedem Sabbat und überzeugte Juden und Griechen. Apg18/5Apg Als aber sowohl Silas als Timotheus aus Mazedonien
herabkamen, wurde Paulus durch das Wort gedrängt und bezeugte den Juden, dass Jesus der Christus sei. Apg18/6Apg Als sie aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach
zu ihnen: Euer Blut [komme] auf euren Kopf! Ich bin rein; von jetzt an werde ich zu den Nationen gehen. Apg18/7Apg Und er ging von dort fort und kam in das Haus eines Gottesfürchtigen namens
Titius Justus, dessen Haus an die Synagoge stieß. Apg18/8Apg Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Haus; und viele Korinther, die hörten, wurden gläubig
und ließen sich taufen. Apg18/9Apg Der Herr aber sprach durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht! Apg18/10Apg Denn ich bin mit dir, und
niemand soll dich angreifen, dir Böses zu tun; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt. Apg18/11Apg Und er hielt sich ein Jahr und sechs Monate auf und lehrte unter ihnen das Wort
Gottes.
Vergebliche Anklage vor dem Prokonsul Gallio in Korinth.
Apg18/12Apg Als aber Gallio Prokonsul von Achaja war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl Apg18/13Apg und sagten: Dieser überredet die Menschen,
entgegen dem Gesetz Gott anzubeten. Apg18/14Apg Als aber Paulus den Mund öffnen wollte, sagte Gallio zu den Juden: Wenn es ein Unrecht oder eine böse Handlung wäre, o Juden, so hätte ich euch
vernünftigerweise ertragen; Apg18/15Apg wenn es aber Streitfragen sind über Worte und Namen und das Gesetz, das ihr habt, so seht ihr selbst zu, über diese Dinge will ich nicht Richter sein.
Apg18/16Apg Und er trieb sie von dem Richterstuhl weg. Apg18/17Apg Alle aber ergriffen Sosthenes, den Vorsteher der Synagoge, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und Gallio bekümmerte sich
nicht um dies alles.
Rückreise über Ephesus nach Antiochia.
Apg18/18Apg Nachdem aber Paulus noch viele Tage dageblieben war, nahm er Abschied von den Brüdern und segelte nach Syrien ab und mit ihm Priscilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchreä das
Haupt hatte scheren lasen, denn er hatte ein Gelübde. Apg18/19Apg Sie kamen aber nach Ephesus, und er ließ jene dort zurück; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den
Juden. Apg18/20Apg Als sie ihn aber baten, dass er längere Zeit bleiben möchte, willigte er nicht ein, Apg18/21Apg sondern nahm Abschied von ihnen und sagte: Ich werde, wenn Gott will, wieder zu
euch zurückkehren. Und er fuhr von Ephesus ab. Apg18/22Apg Und als er zu Cäsarea gelandet war, ging er hinauf und begrüßte die Gemeinde und zog hinab nach Antiochia.
Beginn der dritten Missionsreise des Paulus - Apollos in Ephesus.
Apg18/23Apg Und als er einige Zeit dort zugebracht hatte, reiste er ab und durchzog der Reihe nach die galatische Landschaft und Phrygien und befestigte alle Jünger.
Apg18/24Apg Ein Jude aber mit Namen Apollos, aus Alexandria gebürtig, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, kam nach Ephesus. Apg18/25Apg Dieser war im Weg des Herrn unterwiesen,
und, brennend im Geist, redete und lehrte er sorgfältig die Dinge von Jesus, obwohl er nur die Taufe des Johannes kannte. Apg18/26Apg Und dieser fing an, freimütig in der Synagoge zu reden. Als
aber Priscilla und Aquila ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus. Apg18/27Apg Als er aber nach Achaja reisen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und
ermahnten sie, ihn aufzunehmen. Dieser war, als er hinkam, den Glaubenden durch die Gnade sehr behilflich; Apg18/28Apg denn kräftig widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die
Schriften bewies, dass Jesus der Christus sei.
Paulus und die Johannesjünger in Ephesus.
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Apg19/1Apg Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gegenden durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und er fand einige Jünger Apg19/2Apg und
sprach zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid? Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben nicht einmal gehört, ob der Heilige Geist [überhaupt da] ist.
Apg19/3Apg Und er sprach: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sagten: Auf die Taufe des Johannes. Apg19/4Apg Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er
dem Volk sagte, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das ist an Jesus. Apg19/5Apg Als sie es aber gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen; Apg19/6Apg
und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten. Apg19/7Apg Es waren aber insgesamt etwa zwölf Männer.
Tätigkeit des Paulus in Ephesus.
Apg19/8Apg Er ging aber in die Synagoge und sprach freimütig drei Monate lang, indem er sich unterredete und sie von den Dingen des Reiches Gottes überzeugte. Apg19/9Apg Als aber einige sich
verhärteten und nicht glaubten und vor der Menge schlecht redeten von dem Weg, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und unterredete sich täglich in der Schule des Tyrannus.
Apg19/10Apg Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als Griechen, das Wort des Herrn hörten.
Apg19/11Apg Und ungewöhnliche Wunderwerke tat Gott durch die Hände des Paulus, Apg19/12Apg so dass man sogar Schweißtücher oder Schurze von seinem Leib weg auf die Kranken legte und die
Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren. Apg19/13Apg Aber auch einige von den umherziehenden jüdischen Beschwörern unternahmen es, über die, welche böse Geister hatten, den
Namen des Herrn Jesus anzurufen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt! Apg19/14Apg Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die dies
taten. Apg19/15Apg Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber ihr, wer seid ihr? Apg19/16Apg Und der Mensch, in dem der böse Geist war,
sprang auf sie los und bezwang sie miteinander und überwältigte sie, so dass sie nackt und verwundet aus jenem Haus entflohen. Apg19/17Apg Dies aber wurde allen bekannt, sowohl Juden als
Griechen, die zu Ephesus wohnten; und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde erhoben. Apg19/18Apg Viele aber von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und
gestanden ihre Taten. Apg19/19Apg Viele aber von denen, die vorwitzige Künste getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten ihren Wert und kamen
auf fünfzigtausend Silberdrachmen. Apg19/20Apg So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig.
Apg19/21Apg Als dies aber beendet war, nahm sich Paulus im Geist vor, nachdem er Mazedonien und Achaja durchzogen habe, nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Nachdem ich dort gewesen bin, muß ich
auch Rom sehen. Apg19/22Apg Er sandte aber zwei von denen, die ihm halfen, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien, und er selbst verweilte eine Zeitlang in Asien.
Der Aufstand des Demetrius.
Apg19/23Apg Es entstand aber um jene Zeit ein nicht geringer Aufruhr betreffs des Weges. Apg19/24Apg Denn einer mit Namen Demetrius, ein Silberschmied, der silberne Tempel der Artemis machte,
verschaffte den Kunsthandwerkern nicht geringen Erwerb; Apg19/25Apg und nachdem er diese samt den damit beschäftigten Arbeitern versammelt hatte, sprach er: Männer, ihr wißt, dass aus diesem
Erwerb unser Wohlstand kommt; Apg19/26Apg und ihr seht und hört, dass dieser Paulus nicht allein von Ephesus, sondern beinahe von ganz Asien eine große Volksmenge überredet und abgewandt hat, da
er sagt, dass das keine Götter seien, die mit Händen gemacht werden. Apg19/27Apg Nicht allein aber ist für uns Gefahr, dass dieses Geschäft in Verruf kommt, sondern auch, dass der Tempel der
großen Göttin Artemis für nichts geachtet und auch ihre herrliche Größe, die ganz Asien und der Erdkreis verehrt, vernichtet wird. Apg19/28Apg Als sie aber [das] hörten, wurden sie voll Wut,
schrien und sagten: Groß ist die Artemis der Epheser! Apg19/29Apg Und die Stadt geriet in Verwirrung; und sie stürmten einmütig nach dem Theater und rissen die Mazedonier Gajus und Aristarchus,
die Reisegefährten des Paulus, mit fort.
Apg19/30Apg Als aber Paulus unter das Volk gehen wollte, ließen die Jünger es nicht zu. Apg19/31Apg Und auch einige von den Asiarchen, die seine Freunde waren, sandten zu ihm und baten ihn, sich
nicht nach dem Theater zu begeben.
Apg19/32Apg Die einen nun schrien dies, die anderen jenes; denn die Versammlung war in Verwirrung, und die meisten wußten nicht, weshalb sie zusammengekommen waren. Apg19/33Apg Aus der Volksmenge
heraus verständigte man den Alexander, den die Juden vorschoben. Alexander aber winkte mit der Hand und wollte sich vor dem Volk verantworten. Apg19/34Apg Als sie aber erkannten, dass er ein Jude
war, erhob sich eine Stimme aus aller Mund, und sie schrien etwa zwei Stunden lang: Groß ist die Artemis der Epheser! Apg19/35Apg Als aber der Stadtschreiber die Volksmenge beruhigt hatte,
spricht er: Männer von Ephesus, welcher Mensch ist denn, der nicht wüßte, dass die Stadt der Epheser eine Tempelpflegerin der großen Artemis und des vom Himmel gefallenen [Bildes] ist?
Apg19/36Apg Da nun dies unbestreitbar ist, so geziemt es euch, ruhig zu sein und nichts Übereiltes zu tun. Apg19/37Apg Denn ihr habt diese Männer hergeführt, die weder Tempelräuber sind noch
unsere Göttin lästern. Apg19/38Apg Wenn nun Demetrius und die Kunsthandwerker mit ihm gegen jemand eine Sache haben, so werden Gerichtstage gehalten, und es sind Statthalter da. Mögen sie
einander verklagen! Apg19/39Apg Wenn ihr aber wegen anderer Dinge ein Gesuch habt, so wird es in der gesetzlichen Versammlung erledigt werden. Apg19/40Apg Denn wir sind auch in Gefahr, wegen des
heutigen Aufruhrs angeklagt zu werden, da es keine Ursache gibt, weswegen wir uns über diesen Auflauf werden verantworten können. Und als er dies gesagt hatte, entließ er die
Versammlung.
Reise durch Mazedonien und Griechenland und zurück bis Troas.
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Apg20/1Apg Nachdem aber der Tumult aufgehört hatte, rief Paulus die Jünger zu sich und ermahnte sie; und als er Abschied genommen hatte, ging er fort, um nach Mazedonien zu reisen. Apg20/2Apg Als
er aber jene Gegenden durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnt hatte, kam er nach Griechenland. Apg20/3Apg Und als er sich drei Monate aufgehalten hatte, wurde, als er nach Syrien abfahren
wollte, von den Juden ein Anschlag gegen ihn unternommen. Da entschloß er sich, durch Mazedonien zurückzukehren. Apg20/4Apg Es begleitete ihn aber bis nach Asien Sopater, des Pyrrhus [Sohn], ein
Beröer; von den Thessalonichern aber Aristarchus und Sekundus und Gajus von Derbe und Timotheus und Tychikus und Trophimus aus Asien. Apg20/5Apg Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas;
Apg20/6Apg wir aber segelten nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir sieben Tage verweilten.
Auferweckung des Eutychus.
Apg20/7Apg Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, um Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte; und er zog das Wort hinaus bis
Mitternacht. Apg20/8Apg Es waren aber viele Lampen in dem Obersaal, wo wir versammelt waren. Apg20/9Apg Ein junger Mann aber mit Namen Eutychus saß im Fenster und wurde von tiefem Schlaf
überwältigt, während Paulus noch weiterredete; und vom Schlaf überwältigt, fiel er vom dritten Stock hinunter und wurde tot aufgehoben. Apg20/10Apg Paulus aber ging hinab und warf sich über ihn,
und ihn umfassend sagte er: Macht keinen Lärm, denn seine Seele ist in ihm. Apg20/11Apg Und als er hinaufgestiegen war und das Brot gebrochen und gegessen und lange bis zum Anbruch des Tages
geredet hatte, reiste er so ab. Apg20/12Apg Sie brachten aber den Knaben lebend und wurden nicht wenig getröstet.
Reise nach Milet.
Apg20/13Apg Wir aber gingen voraus auf das Schiff und fuhren ab nach Assos und wollten dort den Paulus aufnehmen; denn so hatte er es angeordnet, da er selbst zu Fuß gehen wollte. Apg20/14Apg Als
er aber in Assos mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn auf und kamen nach Mitylene. Apg20/15Apg Und als wir von da abgesegelt waren, kamen wir am folgenden Tag Chios gegenüber an; am anderen Tag
aber legten wir in Samos an und kamen am folgenden nach Milet; Apg20/16Apg denn Paulus hatte sich entschlossen, an Ephesus vorbeizufahren, damit er nicht veranlaßt würde, in Asien Zeit zu
versäumen; denn er eilte, um, wenn es ihm möglich wäre, am Pfingsttag in Jerusalem zu sein.
Abschiedsworte des Paulus an die Ältesten von Ephesus.
Apg20/17Apg Von Milet aber sandte er nach Ephesus und rief die Ältesten der Gemeinde herüber. Apg20/18Apg Als sie aber zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wißt, wie ich vom ersten Tag
an, da ich nach Asien kam, die ganze Zeit bei euch gewesen bin Apg20/19Apg und dem Herrn diente mit aller Demut und unter Tränen und Versuchungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden
widerfuhren; Apg20/20Apg wie ich nichts zurückgehalten habe von dem, was nützlich ist, dass ich es euch nicht verkündigt und euch gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern, Apg20/21Apg da ich
sowohl Juden als Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugte. Apg20/22Apg Und nun siehe, gebunden im Geist, gehe ich nach Jerusalem und weiß nicht, was mir
dort begegnen wird, Apg20/23Apg außer dass der Heilige Geist mir von Stadt zu Stadt bezeugt und sagt, dass Fesseln und Drangsale auf mich warten. Apg20/24Apg Aber ich achte mein Leben nicht der
Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. Apg20/25Apg Und nun siehe, ich weiß, dass ihr
alle, unter denen ich umhergegangen bin und das Reich gepredigt habe, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. Apg20/26Apg Deshalb bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin vom Blut
aller; Apg20/27Apg denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Ratschluß Gottes zu verkündigen. Apg20/28Apg Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist
euch als Aufseher gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, die er sich erworben hat durch das Blut seines eigenen [Sohnes]. Apg20/29Apg Ich weiß, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu
euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen. Apg20/30Apg Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.
Apg20/31Apg Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Nacht und Tag nicht aufgehört habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen. Apg20/32Apg Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort
seiner Gnade, das die Kraft hat, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben. Apg20/33Apg Ich habe von niemandem Silber oder Gold oder Kleidung begehrt. Apg20/34Apg Ihr selbst
wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die bei mir waren, diese Hände gedient haben. Apg20/35Apg Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeitend sich der Schwachen annehmen und an die
Worte des Herrn Jesus denken müsse, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als Nehmen (Auf dem Geben liegt mehr Segen als auf dem Nehmen; unbekanntes Zitat).
Apg20/36Apg Und als er dies gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen. Apg20/37Apg Es entstand aber lautes Weinen bei allen; und sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn
zärtlich, Apg20/38Apg am meisten betrübt über das Wort, das er gesagt hatte, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen. Sie geleiteten ihn aber zu dem Schiff.
Rückkehr von der dritten Missionsreise - Weissagungen über Paulus.
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Apg21/1Apg Als wir aber abfuhren, nachdem wir uns von ihnen losgerissen hatten, kamen wir geraden Laufs nach Kos, am folgenden Tag aber nach Rhodos und von da nach Patara. Apg21/2Apg Und wir
fanden ein Schiff, das nach Phönizien übersetzte, stiegen ein und fuhren ab. Apg21/3Apg Als wir aber Zypern gesichtet und es links hatten liegen lassen, segelten wir nach Syrien und legten zu
Tyrus an, denn dort hatte das Schiff die Ladung abzuliefern. Apg21/4Apg Nachdem wir die Jünger gefunden hatten, blieben wir sieben Tage dort; diese sagten dem Paulus durch den Geist, er möge
nicht nach Jerusalem hinaufgehen. Apg21/5Apg Als wir aber die Tage vollendet hatten, zogen wir fort und reisten weiter; und sie alle geleiteten uns mit Frauen und Kindern bis außerhalb der Stadt;
und wir knieten am Ufer nieder und beteten. Apg21/6Apg Und nachdem wir voneinander Abschied genommen hatten, stiegen wir in das Schiff, jene aber kehrten heim. Apg21/7Apg Als wir nun die Fahrt
beendet hatten, gelangten wir von Tyrus nach Ptolemais; und wir begrüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen. Apg21/8Apg Am folgenden Tag aber zogen wir aus und kamen nach Cäsarea; und
wir gingen in das Haus des Philippus, des Evangelisten, der [einer] von den Sieben war, und blieben bei ihm. Apg21/9Apg Dieser aber hatte vier Töchter, Jungfrauen, die weissagten. Apg21/10Apg Als
wir nun mehrere Tage blieben, kam ein Prophet mit Namen Agabus von Judäa herab. Apg21/11Apg Und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Füße und die Hände und sprach: Dies
sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Nationen überliefern. Apg21/12Apg Als wir aber dies hörten, baten sowohl
wir als auch die Einheimischen, dass er nicht nach Jerusalem hinaufgehen möchte. Apg21/13Apg Paulus aber antwortete: Was macht ihr, dass ihr weint und mir das Herz brecht? Denn ich bin bereit,
nicht allein gebunden zu werden, sondern auch in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus zu sterben. Apg21/14Apg Als er sich aber nicht überreden ließ, schwiegen wir und sprachen: Der Wille des
Herrn geschehe!
Apg21/15Apg Nach diesen Tagen aber machten wir uns bereit und gingen hinauf nach Jerusalem. Apg21/16Apg Es gingen auch [einige] der Jünger aus Cäsarea mit uns und brachten uns zu einem gewissen
Mnason, einem Zyprer, einem alten Jünger, bei dem wir herbergen sollten. Apg21/17Apg Als wir aber in Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder freudig auf.
Paulus in Jerusalem.
Apg21/18Apg Am folgenden Tag aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten kamen dahin. Apg21/19Apg Und als er sie begrüßt hatte, erzählte er eines nach dem anderen, was Gott unter den
Nationen durch seinen Dienst getan hatte. Apg21/20Apg Sie aber, als sie es gehört hatten, verherrlichten Gott und sprachen zu ihm: Du siehst, Bruder, wie viele Tausende der Juden es gibt, die
gläubig geworden sind, und alle sind Eiferer für das Gesetz. Apg21/21Apg Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, dass du alle Juden, die unter den Nationen sind, Abfall von Mose lehrest und
sagest, sie sollen weder die Kinder beschneiden noch nach den Gebräuchen wandeln. Apg21/22Apg Was nun? Jedenfalls werden sie hören, dass du gekommen bist. Apg21/23Apg Tu nun dies, was wir dir
sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich [genommen] haben. Apg21/24Apg Diese nimm zu dir und reinige dich mit ihnen und trage die Kosten für sie, damit sie das Haupt scheren lassen;
und alle werden erkennen, dass nichts an dem ist, was ihnen über dich berichtet worden ist, sondern dass du selbst auch zum Gesetz stehst und es befolgst. Apg21/25Apg Was aber die Gläubigen [aus
den] Nationen betrifft, so haben wir geschrieben und verfügt, dass sie sich sowohl vor dem Götzenopfer als auch vor Blut und Ersticktem und Unzucht hüten sollen. Apg21/26Apg Dann nahm Paulus die
Männer zu sich, und nachdem er sich am folgenden Tag gereinigt hatte, ging er mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für einen jeden von ihnen das Opfer
dargebracht war.
Tumult der Juden und Gefangennahme des Paulus.
Apg21/27Apg Als aber die sieben Tage beinahe vollendet waren, sahen ihn die Juden aus Asien im Tempel und brachten die ganze Volksmenge in Aufregung und legten die Hände an ihn Apg21/28Apg und
schrien: Männer von Israel, helft! Dies ist der Mensch, der alle überall lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese Stätte; und dazu hat er auch Griechen in den Tempel geführt und diese
heilige Stätte verunreinigt. Apg21/29Apg Denn sie hatten vorher den Trophimus, den Epheser, mit ihm in der Stadt gesehen, von dem sie meinten, dass Paulus ihn in den Tempel geführt habe.
Apg21/30Apg Und die ganze Stadt kam in Bewegung, und es entstand ein Zusammenlauf des Volkes; und sie ergriffen Paulus und schleppten ihn aus dem Tempel, und sogleich wurden die Türen
geschlossen. Apg21/31Apg Während sie ihn aber zu töten suchten, kam an den Obersten der Schar die Anzeige, dass ganz Jerusalem in Aufregung sei; Apg21/32Apg der nahm sofort Soldaten und
Hauptleute mit und lief zu ihnen hinab. Als sie aber den Obersten und die Kriegsknechte sahen, hörten sie auf, den Paulus zu schlagen. Apg21/33Apg Dann näherte sich der Oberste, ergriff ihn und
befahl, ihn mit zwei Ketten zu fesseln, und erkundigte sich, wer er denn sei und was er getan habe. Apg21/343Apg Die einen aber riefen dies, die anderen jenes in der Volksmenge; da er aber wegen
des Tumultes nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er, ihn in das Lager zu führen. Apg21/35Apg Als er aber an die Stufen kam, geschah es, dass er wegen der Gewalt des Volkes von den Soldaten
getragen wurde; Apg21/36Apg denn die Menge des Volkes folgte und schrie: Weg mit ihm! Apg21/37Apg Und als Paulus eben in das Lager hineingebracht werden sollte, spricht er zu dem Obersten: Ist es
mir erlaubt, dir etwas zu sagen? Er aber sprach: Verstehst du Griechisch? Apg21/38Apg Du bist also nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen eine Empörung gemacht und die viertausend Mann Sikarier
in die Wüste hinausgeführt hat? Apg21/39Apg Paulus aber sprach: Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht unberühmten Stadt in Zilizien; ich bitte dich aber, erlaube mir, zu dem
Volk zu reden. Apg21/40Apg Als er es aber erlaubt hatte, winkte Paulus, auf den Stufen stehend, dem Volk mit der Hand; nachdem aber eine große Stille eingetreten war, redete er sie in hebräischer
Mundart an und sprach:
Rede des Paulus an das Volk.
V. 1-21: Kap. 9,1-30; 26,9-21
\22\
Apg22/1Apg Ihr Brüder und Väter, hört jetzt meine Verantwortung vor euch! Apg22/2Apg Als sie aber hörten, dass er sie in hebräischer Mundart anredete, hielten sie noch mehr Ruhe. Und er spricht:
Apg22/3Apg Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien; aber auferzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels unterwiesen nach der Strenge des väterlichen Gesetzes, war ich, wie
ihr alle heute seid, ein Eiferer für Gott. Apg22/4Apg Ich habe diesen Weg verfolgt bis auf den Tod, indem ich sowohl Männer als Frauen band und in die Gefängnisse überlieferte, Apg22/5Apg wie
auch der Hohepriester und die ganze Ältestenschaft mir Zeugnis gibt. Von ihnen empfing ich auch Briefe an die Brüder und reiste nach Damaskus, um auch diejenigen, die dort waren, gebunden nach
Jerusalem zu führen, dass sie gestraft würden. Apg22/6Apg Es geschah mir aber, als ich reiste und Damaskus nahte, dass um Mittag plötzlich aus dem Himmel ein helles Licht mich umstrahlte.
Apg22/7Apg Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Apg22/8Apg Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr? Und er sprach zu mir: Ich bin
Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst. Apg22/9Apg Die aber bei mir waren, sahen zwar das Licht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht. Apg22/10Apg Ich sagte aber: Was soll
ich tun, Herr? Der Herr aber sprach zu mir: Steh auf und geh nach Damaskus, und dort wird dir von allem gesagt werden, was dir zu tun verordnet ist. Apg22/11Apg Da ich aber vor der Herrlichkeit
jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von denen, die bei mir waren, an der Hand geleitet und kam nach Damaskus. Apg22/12Apg Ein gewisser Hananias aber, ein frommer Mann nach dem Gesetz, der
ein [gutes] Zeugnis hatte von allen dort wohnenden Juden, Apg22/13Apg kam zu mir, trat heran und sprach zu mir: Bruder Saul, sei wieder sehend! Und zu derselben Stunde schaute ich zu ihm auf.
Apg22/14Apg Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich dazu bestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und eine Stimme aus seinem Mund zu hören. Apg22/15Apg Denn du wirst
ihm an alle Menschen ein Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast. Apg22/16Apg Und nun, was zögerst du? Steh auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen
anrufst. Apg22/17Apg Es geschah mir aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, dass ich in Verzückung geriet Apg22/18Apg und ihn sah, der zu mir sprach: Eile und geh
schnell aus Jerusalem hinaus, denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen. Apg22/19Apg Und ich sprach: Herr, sie selbst wissen, dass ich die an dich Glaubenden ins Gefängnis werfen und
hin und her in den Synagogen schlagen ließ; Apg22/20Apg und als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, stand auch ich dabei und willigte mit ein und verwahrte die Kleider derer, die
ihn umbrachten. Apg22/21Apg Und er sprach zu mir: Geh hin, denn ich werde dich weit weg zu den Nationen senden.
Apg22/22Apg Sie hörten ihm aber zu bis zu diesem Wort und erhoben ihre Stimme und sagten: Weg von der Erde mit einem solchen, denn es darf nicht sein, dass er lebt!
Paulus beruft sich auf sein römisches Bürgerrecht.
Apg22/23Apg Als sie aber schrien und die Kleider abwarfen und Staub in die Luft schleuderten, Apg22/24Apg befahl der Oberste, ihn ins Lager zu bringen, und sagte, man solle ihn mit Geißelhieben
ausforschen, damit er erfahre, um welcher Ursache willen sie so gegen ihn schrien. Apg22/25Apg Als sie ihn aber für die Riemen ausgestreckt hatten, sprach Paulus zu dem Hauptmann, der dastand:
Ist es euch erlaubt, einen Menschen, [der] Römer [ist], zu geißeln, und zwar unverurteilt? Apg22/26Apg Als es aber der Hauptmann hörte, ging er hin und meldete dem Obersten und sprach: Was hast
du vor zu tun? Denn dieser Mensch ist ein Römer. Apg22/27Apg Der Oberste aber kam herbei und sprach zu ihm: Sage mir, bist du ein Römer? Er aber sprach: Ja. Apg22/28Apg Und der Oberste
antwortete: Ich habe für eine große Summe dieses Bürgerrecht erworben. Paulus sprach: Ich aber bin sogar [darin] geboren. Apg22/29Apg Sogleich nun standen die, welche ihn ausforschen sollten, von
ihm ab; aber auch der Oberste fürchtete sich, als er erfuhr, dass er ein Römer sei und weil er ihn gebunden hatte.
Paulus vor dem Hohen Rat.
Apg22/30Apg Am folgenden Tag aber, da er mit Gewißheit erfahren wollte, weshalb er von den Juden angeklagt sei, machte er ihn los und befahl, dass die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat
zusammenkommen sollten; und er führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie.
\23\
Apg23/1Apg Paulus aber blickte den Hohen Rat fest an und sprach: Ihr Brüder! Ich bin mit allem guten Gewissen vor Gott gewandelt bis auf diesen Tag. Apg23/2Apg Der Hohepriester Hananias aber
befahl denen, die bei ihm standen, ihn auf den Mund zu schlagen. Apg23/3Apg Da sprach Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Und du, sitzt du da, mich nach dem Gesetz zu
richten, und, gegen das Gesetz handelnd, befiehlst du, mich zu schlagen? Apg23/4Apg Die Dabeistehenden aber sprachen: Schmähst du den Hohenpriester Gottes? Apg23/5Apg Und Paulus sprach: Ich wußte
nicht, Brüder, dass es der Hohepriester ist; denn es steht geschrieben: `Von dem Obersten deines Volkes sollst du nicht schlecht reden. Apg23/6Apg Da aber Paulus wußte, dass der eine Teil von den
Sadduzäern, der andere aber von den Pharisäern war, rief er in dem Hohen Rat: Ihr Brüder, ich bin ein Pharisäer, ein Sohn von Pharisäern; wegen der Hoffnung und Auferstehung der Toten werde ich
gerichtet. Apg23/7Apg Als er aber dies gesagt hatte, entstand ein Zwiespalt unter den Pharisäern und den Sadduzäern, und die Menge teilte sich. Apg23/8Apg Denn die Sadduzäer sagen, es gebe keine
Auferstehung, noch Engel, noch Geist; die Pharisäer aber bekennen beides. Apg23/9Apg Es entstand aber ein großes Geschrei, und die Schriftgelehrten von der Partei der Pharisäer standen auf und
stritten und sagten: Wir finden an diesem Menschen nichts Böses; wenn aber ein Geist oder ein Engel zu ihm geredet hat . . . Apg23/10Apg Als aber ein großer Zwiespalt entstand, fürchtete der
Oberste, Paulus möchte von ihnen zerrissen werden, und befahl, dass die Truppen hinabgingen und ihn aus ihrer Mitte wegrissen und in das Lager führten.
Apg23/11Apg In der folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach: Sei guten Mutes! Denn wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, so musst du auch in Rom zeugen.
Mordanschlag gegen Paulus
Apg23/12Apg Als es aber Tag geworden war, rotteten sich die Juden zusammen, verschworen sich mit einem Fluch und sagten, dass sie weder essen noch trinken würden, bis sie Paulus getötet hätten.
Apg23/13Apg Es waren aber mehr als vierzig, die diese Verschwörung gemacht hatten. Apg23/14Apg Sie kamen zu den Hohenpriestern und den Ältesten und sprachen: Wir haben uns mit einem Fluch
verschworen, nichts zu genießen, bis wir den Paulus getötet haben. Apg23/15Apg Macht ihr nun jetzt mit dem Hohen Rat dem Obersten Anzeige, damit er ihn zu euch herabführe, als wolltet ihr seine
Sache genauer entscheiden; wir aber sind bereit, ehe er nahe kommt, ihn umzubringen.
Apg23/16Apg Als aber der Neffe des Paulus von der Nachstellung gehört hatte, kam er hin und ging in das Lager und meldete es dem Paulus. Apg23/17Apg Paulus aber rief einen von den Hauptleuten zu
sich und sagte: Führe diesen jungen Mann zu dem Obersten, denn er hat ihm etwas zu melden. Apg23/18Apg Der nun nahm ihn zu sich und führte ihn zu dem Obersten und sagt: Der Gefangene Paulus rief
mich herbei und bat mich, diesen jungen Mann zu dir zu führen, der dir etwas zu sagen habe. Apg23/19Apg Der Oberste aber nahm ihn bei der Hand und zog sich mit ihm abseits zurück und fragte: Was
ist es, das du mir zu melden hast? Apg23/20Apg Er aber sprach: Die Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, dass du morgen den Paulus in den Hohen Rat hinabbringst, als wolle er etwas
Genaueres über ihn erkunden. Apg23/21Apg Du nun, laß dich nicht von ihnen überreden, denn mehr als vierzig Männer von ihnen stellen ihm nach, die sich mit einem Fluch verschworen haben, weder zu
essen noch zu trinken, bis sie ihn umgebracht haben; und jetzt sind sie bereit und erwarten die Zusage von dir. Apg23/22Apg Der Oberste nun entließ den jungen Mann und befahl [ihm]: Sage
niemandem, dass du mir dies mitgeteilt hast.
Paulus wird nach Cäsarea gebracht
Apg23/23Apg Und als er zwei von den Hauptleuten herbeigerufen hatte, sprach er: Macht zweihundert Soldaten bereit, damit sie bis Cäsarea ziehen, und siebzig Reiter und zweihundert Lanzenträger
von der dritten Stunde der Nacht an. Apg23/24Apg Und sie sollten Tiere bereit halten, dass sie den Paulus darauf setzten und sicher zu Felix, dem Statthalter, hinbrächten. Apg23/25Apg Und er
schrieb einen Brief folgenden Inhalts: Apg23/26Apg Klaudius Lysias, dem hochedlen Statthalter Felix [seinen] Gruß! Apg23/27Apg Diesen Mann, der von den Juden ergriffen wurde und nahe daran war,
von ihnen umgebracht zu werden, habe ich [ihnen], indem ich mit dem Kriegsvolk einschritt, entrissen, da ich erfuhr, dass er ein Römer sei. Apg23/28Apg Da ich aber die Ursache wissen wollte,
weswegen sie ihn anklagten, führte ich ihn in ihren Hohen Rat hinab. Apg23/29Apg Da fand ich, dass er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt war, dass aber keine Anklage gegen ihn vorlag,
die des Todes oder der Fesseln wert wäre. Apg23/30Apg Da mir aber ein Anschlag hinterbracht wurde, der gegen den Mann im Werk sei, habe ich ihn sofort zu dir gesandt und auch den Klägern
befohlen, vor dir zu sagen, was gegen ihn vorliegt.
Apg23/31Apg Die Soldaten nun nahmen, wie ihnen befohlen war, den Paulus und führten ihn bei Nacht nach Antipatris. Apg23/32Apg Am folgenden Tag aber ließen sie die Reiter mit ihm fortziehen und
kehrten nach dem Lager zurück. Apg23/33Apg Und als diese nach Cäsarea gekommen waren, übergaben sie dem Statthalter den Brief und führten ihm auch den Paulus vor. Apg23/34Apg Als er es aber
gelesen und gefragt hatte, aus welcher Provinz er sei, und erfahren, dass [er] aus Zilizien [sei], Apg23/35Apg sprach er: Ich werde dich verhören, wenn auch deine Ankläger angekommen sind. Und er
befahl, dass er in dem Prätorium des Herodes bewacht werde.
Paulus wird beim Statthalter Felix verklagt
\24\
Apg24/1Apg Nach fünf Tagen aber kam der Hohepriester Hananias mit einigen Ältesten und Tertullus, einem Anwalt, herab, und sie machten bei dem Statthalter Anzeige gegen Paulus. Apg24/2Apg Als er
gerufen worden war, begann Tertullus die Anklage und sprach: Apg24/3Apg Da wir großen Frieden durch dich genießen und da durch deine Fürsorge für diese Nation Verbesserungen getroffen worden
sind, so erkennen wir es allseits und überall, hochedler Felix, mit aller Dankbarkeit an. Apg24/4Apg Damit ich dich aber nicht länger aufhalte, bitte ich dich, uns in Kürze nach deiner
Geneigtheit anzuhören. Apg24/5Apg Denn wir haben diesen Mann als eine Pest befunden und als einen, der unter allen Juden, die auf dem Erdkreis sind, Aufruhr erregt, und als einen Anführer der
Sekte der Nazoräer; Apg24/6Apg der auch versucht hat, den Tempel zu entheiligen, den wir auch ergriffen haben; (Apg24/7Apg) Apg8Apg24/ von ihm kannst du selbst, wenn du ihn verhört hast, über
alles dies Gewißheit erhalten, dessen wir ihn anklagen. - Apg24/9Apg Aber auch die Juden griffen [Paulus] mit an und sagten, dass dies sich so verhalte.
Verteidigungsrede des Paulus vor Felix
Apg24/10Apg Paulus aber antwortete, nachdem ihm der Statthalter zu reden gewinkt hatte: Da ich weiß, dass du seit vielen Jahren Richter über diese Nation bist, so verteidige ich meine Sache
getrost. Apg24/11Apg Du kannst ja erfahren, dass es nicht mehr als zwölf Tage sind, seit ich hinaufging, um in Jerusalem anzubeten. Apg24/12Apg Und sie haben mich weder im Tempel angetroffen,
noch dass ich mit jemand in Unterredung war oder einen Auflauf der Volksmenge machte, weder in den Synagogen noch in der Stadt; Apg24/13Apg auch können sie dir das nicht beweisen, weswegen sie
mich jetzt anklagen. Apg24/14Apg Aber dies bekenne ich dir, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, so dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den
Propheten geschrieben steht, Apg24/15Apg und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird. Apg24/16Apg Darum übe ich
mich auch, allezeit ein Gewissen ohne Anstoß zu haben vor Gott und den Menschen. Apg24/17Apg Nach mehreren Jahren aber kam ich her, um Almosen für meine Nation und Opfer darzubringen. Apg24/18Apg
Bei diesen fanden sie mich, gereinigt im Tempel, weder mit Auflauf noch mit Tumult; Apg24/19Apg [es waren] aber einige Juden aus Asien, die hier vor dir sein und Klage führen sollten, wenn sie
etwas gegen mich hätten. Apg24/20Apg Oder laß diese selbst sagen, welches Unrecht sie gefunden haben, als ich vor dem Hohen Rat stand, Apg24/21Apg es sei denn wegen dieses einen Ausrufs, den ich
tat, als ich unter ihnen stand: Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute von euch gerichtet.
Apg24/22Apg Felix aber, der von dem Weg genauere Kenntnis hatte, vertagte ihre Sache und sagte: Wenn Lysias, der Oberste, herabkommt, so will ich eure Sache entscheiden. Apg24/23Apg Und er befahl
dem Hauptmann, ihn in Gewahrsam zu halten und ihm Erleichterung zu geben und niemandem von den Seinen zu wehren, ihm zu dienen.
Paulus und Felix
Apg24/24Apg Nach einigen Tagen aber kam Felix herbei mit Drusilla, seiner Frau, die eine Jüdin war, und ließ den Paulus holen und hörte ihn über den Glauben an Christus. Apg24/25Apg Als er aber
über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und das kommende Gericht redete, wurde Felix mit Furcht erfüllt und antwortete: Für jetzt geh hin; wenn ich aber gelegene Zeit habe, werde ich dich rufen
lassen. Apg24/26Apg Zugleich hoffte er, dass ihm von Paulus Geld gegeben werde; deshalb ließ er ihn auch öfter holen und unterhielt sich mit ihm. Apg24/27Apg Als aber zwei Jahre verflossen waren,
bekam Felix den Porcius Festus zum Nachfolger; und da Felix sich bei den Juden in Gunst setzen wollte, hinterließ er den Paulus gefangen.
Paulus wird beim Statthalter Festus verklagt - Berufung auf den Kaiser
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Apg25/1Apg Als nun Festus in die Provinz gekommen war, ging er nach drei Tagen von Cäsarea hinauf nach Jerusalem. Apg25/2Apg Und die Hohenpriester und die Vornehmsten der Juden machten Anzeige
bei ihm gegen Paulus und baten ihn, Apg25/3Apg indem sie es als eine Gunst für sich gegen ihn erbaten, dass er ihn nach Jerusalem kommen ließe; sie machten einen Anschlag, ihn unterwegs
umzubringen. Apg25/4Apg Festus nun antwortete, Paulus werde in Cäsarea behalten, er selbst aber wolle in Kürze abreisen. Apg25/5Apg Die Angesehenen unter euch nun, sprach er, mögen mit
hinabreisen und, wenn etwas Unrechtes an diesem Mann ist, ihn anklagen. Apg25/6Apg Nachdem er aber nicht mehr als acht oder zehn Tage unter ihnen verweilt hatte, ging er nach Cäsarea hinab; und
am folgenden Tag setzte er sich auf den Richterstuhl und befahl, Paulus vorzuführen. Apg25/7Apg Als er aber angekommen war, stellten sich die von Jerusalem herabgekommenen Juden um ihn her und
brachten viele und schwere Beschuldigungen vor, die sie nicht beweisen konnten, Apg25/8Apg da Paulus sich verteidigte: Weder gegen das Gesetz der Juden, noch gegen den Tempel, noch gegen den
Kaiser habe ich etwas gesündigt. Apg25/9Apg Festus aber, der den Juden eine Gunst erweisen wollte, antwortete dem Paulus und sagte: Willst du nach Jerusalem hinaufgehen und dort dieser Dinge
wegen vor mir gerichtet werden? Apg25/10Apg Paulus aber sprach: Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers, wo ich gerichtet werden muß; den Juden habe ich kein Unrecht getan, wie auch du sehr
wohl weißt. Apg25/11Apg Wenn ich nun unrecht getan und etwas Todeswürdiges begangen habe, so weigere ich mich nicht zu sterben; wenn aber nichts an dem ist, wessen diese mich anklagen, so kann
mich niemand ihnen preisgeben. Ich berufe mich auf den Kaiser. Apg25/12Apg Dann besprach sich Festus mit dem Rat und antwortete: Auf den Kaiser hast du dich berufen, zum Kaiser sollst du
gehen.
Paulus vor Festus und Herodes Agrippa II.
Apg25/13Apg Als aber einige Tage vergangen waren, kamen der König Agrippa und Bernice nach Cäsarea, den Festus zu begrüßen. Apg25/14Apg Als sie aber mehrere Tage dort verweilt hatten, legte
Festus dem König die Sache des Paulus vor und sprach: Ein Mann ist von Felix gefangen zurückgelassen worden, Apg25/15Apg dessentwegen, als ich zu Jerusalem war, die Hohenpriester und die Ältesten
der Juden Anzeige machten, indem sie ein Urteil gegen ihn verlangten. Apg25/16Apg Diesen antwortete ich: Es ist bei den Römern nicht Sitte, irgendeinen Menschen preiszugeben, ehe der Angeklagte
seine Ankläger persönlich vor sich habe und Gelegenheit bekommt, sich wegen der Anklage zu verteidigen. Apg25/17Apg Als sie nun hierher zusammengekommen waren, setzte ich mich, ohne irgendeinen
Aufschub, tags darauf auf den Richterstuhl und befahl, den Mann vorzuführen. Apg25/18Apg Als die Ankläger auftraten, brachten sie gegen ihn keine Beschuldigung wegen Übeltaten vor, die ich
vermutete. Apg25/19Apg Sie hatten aber einige Streitfragen gegen ihn wegen ihres eigenen Gottesdienstes und wegen eines gewissen Jesus, der gestorben ist, von dem Paulus sagte, er lebe.
Apg25/20Apg Da ich aber hinsichtlich der Untersuchung wegen dieser Dinge in Verlegenheit war, sagte ich, ob er nach Jerusalem gehen und dort wegen dieser Dinge gerichtet werden wolle. Apg25/21Apg
Als aber Paulus Berufung einlegte und forderte, dass er für die Entscheidung des Augustus behalten werde, befahl ich, ihn zu bewahren, bis ich ihn zum Kaiser senden werde. Apg25/22Apg Agrippa
aber [sprach] zu Festus: Ich möchte wohl auch selbst den Menschen hören. - Morgen, sagte er, sollst du ihn hören.
Apg25/23Apg Als nun am folgenden Tag Agrippa und Bernice mit großem Gepränge gekommen und mit den Obersten und den vornehmsten Männern der Stadt in den Verhörsaal eingetreten waren und Festus
Befehl gegeben hatte, wurde Paulus vorgeführt. Apg25/24Apg Und Festus spricht: König Agrippa und ihr Männer alle, die ihr mit uns zugegen seid, ihr seht diesen, um den mich die ganze Menge der
Juden angegangen hat, in Jerusalem wie auch hier, indem sie gegen ihn schrien, er dürfe nicht mehr leben. Apg25/25Apg Ich aber, da ich fand, dass er nichts Todeswürdiges begangen, dieser selbst
aber sich auch auf den Augustus berufen hat, habe beschlossen, ihn zu senden. Apg25/26Apg Über ihn habe ich dem Herrn nichts Gewisses zu schreiben. Deshalb habe ich ihn vor euch geführt und
besonders vor dich, König Agrippa, damit ich, wenn die Untersuchung geschehen ist, etwas zu schreiben habe. Apg25/27Apg Denn es scheint mir ungereimt, einen Gefangenen zu senden und nicht auch
die gegen ihn vorliegenden Beschuldigungen mitzuteilen.
Rede des Paulus vor Festus und Agrippa
V. 9-18: Kap. 9,1-30; 22,1-21
\26\
Apg26/1Apg Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, für dich selbst zu reden. Da streckte Paulus die Hand aus und verteidigte sich: Apg26/2Apg Ich schätze mich glücklich, König Agrippa,
dass ich mich über alles, dessen ich von den Juden angeklagt werde, heute vor dir verteidigen soll; Apg26/3Apg besonders weil du ein hervorragender Kenner bist von allen Gebräuchen und
Streitfragen, die unter den Juden sind. Darum bitte ich dich, mich langmütig anzuhören. Apg26/4Apg Meinen Lebenswandel nun von Jugend auf, der von Anfang an unter meiner Nation in Jerusalem
gewesen ist, wissen alle Juden. Apg26/5Apg Sie kennen mich von der ersten Zeit her - wenn sie es bezeugen wollen -, dass ich nach der strengsten Sekte unserer Religion, als Pharisäer, lebte.
Apg26/6Apg Und nun stehe ich vor Gericht wegen der Hoffnung auf die von Gott an unsere Väter geschehene Verheißung, Apg26/7Apg zu der unser zwölfstämmiges [Volk], unablässig Nacht und Tag [Gott]
dienend, hinzugelangen hofft. Wegen dieser Hoffnung, o König, werde ich von den Juden angeklagt. Apg26/8Apg Warum wird es bei euch für etwas Unglaubliches gehalten, wenn Gott Tote auferweckt?
Apg26/9Apg Ich meinte freilich bei mir selbst, gegen den Namen Jesu, des Nazoräers, viel Feindseliges tun zu müssen, Apg26/10Apg was ich auch in Jerusalem getan habe; und viele der Heiligen habe
ich in Gefängnisse eingeschlossen, nachdem ich von den Hohenpriestern die Vollmacht empfangen hatte; und wenn sie umgebracht wurden, so gab ich meine Stimme dazu. Apg26/11Apg Und in allen
Synagogen zwang ich sie oftmals durch Strafen, zu lästern; und indem ich über die Maßen gegen sie raste, verfolgte ich sie sogar bis in die ausländischen Städte. Apg26/12Apg Und als ich dabei mit
Vollmacht und Erlaubnis von den Hohenpriestern nach Damaskus reiste, Apg26/13Apg sah ich mitten am Tag auf dem Weg, o König, vom Himmel her ein Licht, das den Glanz der Sonne übertraf, welches
mich und die mit mir reisten umstrahlte. Apg26/14Apg Als wir aber alle zur Erde niedergefallen waren, hörte ich eine Stimme in hebräischer Mundart zu mir sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
Es ist hart für dich, gegen den Stachel auszuschlagen. Apg26/15Apg Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Apg26/16Apg Aber richte dich auf und
stelle dich auf deine Füße; denn hierzu bin ich dir erschienen, dich zu einem Diener und Zeugen dessen zu verordnen, was du gesehen hast, wie auch dessen, worin ich dir erscheinen werde.
Apg26/17Apg Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende, Apg26/18Apg ihre Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der
Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind. Apg26/19Apg Daher, König Agrippa, war ich nicht
ungehorsam der himmlischen Erscheinung, Apg26/20Apg sondern verkündigte denen in Damaskus zuerst und in Jerusalem und in der ganzen Landschaft von Judäa und den Nationen, Buße zu tun und sich zu
Gott zu bekehren, indem sie der Buße würdige Werke vollbrächten. Apg26/21Apg Deshalb haben mich die Juden im Tempel ergriffen und versucht, mich zu ermorden. Apg26/22Apg Da mir nun der Beistand
von Gott zuteil wurde, stehe ich bis zu diesem Tag und bezeuge sowohl Kleinen als Großen - indem ich nichts sage außer dem, was auch die Propheten und Mose geredet haben, dass es geschehen werde
-, Apg26/23Apg dass der Christus leiden sollte, dass er als Erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte, sowohl dem Volk als auch den Nationen.
Apg26/24Apg Während er aber dies zur Verteidigung sagte, spricht Festus mit lauter Stimme: Du bist von Sinnen, Paulus! Die große Gelehrsamkeit bringt dich zum Wahnsinn. Apg26/25Apg Paulus aber
spricht: Ich bin nicht von Sinnen, hochedler Festus, sondern ich rede Worte der Wahrheit und der Besonnenheit. Apg26/26Apg Denn der König weiß um diese Dinge, zu dem ich auch mit Freimütigkeit
rede; denn ich bin überzeugt, dass ihm nichts hiervon verborgen ist, denn nicht in einem Winkel ist dies geschehen. Apg26/27Apg Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, dass du
glaubst. Apg26/28Apg Agrippa aber sprach zu Paulus: In kurzem überredest du mich, ein Christ zu werden. Apg26/29Apg Paulus aber sprach: Ich möchte zu Gott beten, dass über kurz oder lang nicht
allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche würden, wie auch ich bin, ausgenommen diese Fesseln.
Apg26/30Apg Und der König stand auf und der Statthalter und Bernice und die mit ihnen da saßen. Apg26/31Apg Und als sie sich zurückgezogen hatten, redeten sie miteinander und sagten: Dieser
Mensch tut nichts, was des Todes oder der Fesseln wert wäre. Apg26/32Apg Agrippa aber sprach zu Festus: Dieser Mensch hätte losgelassen werden können, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen
hätte.
Beginn der Romreise
\27\
Apg27/1Apg Als es aber beschlossen war, dass wir nach Italien absegeln sollten, überlieferten sie Paulus und einige andere Gefangene einem Hauptmann mit Namen Julius von der Schar des Augustus.
Apg27/2Apg Nachdem wir aber in ein adramyttisches Schiff gestiegen waren, das im Begriff stand, die Orte längs [der Küste] Asiens zu befahren, fuhren wir ab; und es war bei uns Aristarchus, ein
Mazedonier aus Thessalonich. Apg27/3Apg Und am anderen Tag legten wir in Sidon an. Und Julius behandelte den Paulus sehr wohlwollend und erlaubte ihm, zu den Freunden zu gehen, damit er ihrer
Fürsorge teilhaftig wurde. Apg27/4Apg Und von da fuhren wir ab und segelten unter Zypern hin, weil die Winde widrig waren. Apg27/5Apg Und als wir das Meer von Zilizien und Pamphylien durchsegelt
hatten, kamen wir nach Myra in Lyzien; Apg27/6Apg und als der Hauptmann dort ein alexandrinisches Schiff fand, das nach Italien segelte, brachte er uns auf dasselbe. Apg27/7Apg Als wir aber viele
Tage langsam segelten und mit Mühe in die Nähe von Knidus gekommen waren, segelten wir, da uns der Wind nicht heranließ, unter Kreta hin, gegen Salmone; Apg27/8Apg und als wir mit Mühe daran
entlangfuhren, kamen wir an einen Ort, Schönhafen genannt, in dessen Nähe die Stadt Lasäa war.
Sturm und Schiffbruch auf der Romreise
Apg27/9Apg Da aber viel Zeit verflossen und die Fahrt schon unsicher war, weil auch das Fasten schon vorüber war, mahnte Paulus Apg27/10Apg und sprach zu ihnen: Männer, ich sehe, dass die Fahrt
mit Unheil und großem Schaden, nicht nur der Ladung und des Schiffes, sondern auch unseres Lebens, vor sich gehen wird. Apg27/11Apg Der Hauptmann aber glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn
mehr als dem, was Paulus sagte. Apg27/12Apg Da aber der Hafen zum Überwintern ungeeignet war, rieten die meisten dazu, von dort abzufahren, ob sie etwa nach Phönix gelangen [und dort] überwintern
könnten, einem Hafen von Kreta, der gegen Südwesten und gegen Nordwesten sieht. Apg27/13Apg Als aber ein Südwind sanft wehte, meinten sie, ihre Absicht erreicht zu haben, lichteten die Anker und
fuhren näher an Kreta hin.
Apg27/14Apg Aber nicht lange danach erhob sich von da her ein Sturmwind, Eurakylon genannt. Apg27/15Apg Als aber das Schiff mit fortgerissen wurde und dem Wind nicht widerstehen konnte, gaben wir
es preis und ließen uns treiben. Apg27/16Apg Als wir aber unter einer kleinen Insel, Kauda genannt, hinliefen, konnten wir kaum des Rettungsbootes mächtig werden. Apg27/17Apg Dieses zogen sie
herauf und wandten Hilfsmittel an, indem sie das Schiff umgürteten; und da sie fürchteten, in die Syrte verschlagen zu werden, ließen sie das Takelwerk nieder und trieben so dahin. Apg27/18Apg Da
wir aber sehr unter dem Sturm litten, warfen sie am folgenden Tag [Ladung] über Bord; Apg27/19Apg und am dritten Tag warfen sie mit eigenen Händen das Schiffsgerät fort. Apg27/20Apg Da aber viele
Tage lang weder Sonne noch Sterne schienen und ein nicht geringes Unwetter [uns] bedrängte, schwand zuletzt alle Hoffnung auf unsere Rettung.
Apg27/21Apg Und als man lange Zeit ohne Speise geblieben war, da stand Paulus in ihrer Mitte auf und sprach: O Männer! Man hätte mir freilich gehorchen und nicht von Kreta abfahren und dieses
Unglück und den Schaden vermeiden sollen. Apg27/22Apg Und jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn keiner von euch wird verloren gehen, nur das Schiff. Apg27/23Apg Denn ein Engel des
Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, stand in dieser Nacht bei mir Apg27/24Apg und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir alle
geschenkt, die mit dir fahren. Apg27/25Apg Deshalb seid guten Mutes, ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, dass es so sein wird, wie zu mir geredet worden ist. Apg27/26Apg Wir müssen aber auf
irgendeine Insel verschlagen werden.
Apg27/27Apg Als aber die vierzehnte Nacht gekommen war und wir im Adriatischen Meer umhertrieben, meinten gegen Mitternacht die Matrosen, dass sich ihnen Land nahe. Apg27/28Apg Und als sie das
Senkblei ausgeworfen hatten, fanden sie zwanzig Faden; nachdem sie aber ein wenig weiter gefahren waren und das Senkblei wieder ausgeworfen hatten, fanden sie fünfzehn Faden. Apg27/29Apg Und da
sie fürchteten, wir möchten etwa auf felsige Stellen verschlagen werden, warfen sie vom Hinterschiff vier Anker aus und wünschten, dass es Tag würde. Apg27/30Apg Als aber die Matrosen aus dem
Schiff zu fliehen suchten und das Boot unter dem Vorwand, als wollten sie vom Vorderschiff Anker auswerfen, in das Meer hinabließen, Apg27/31Apg sprach Paulus zu dem Hauptmann und den Soldaten:
Wenn diese nicht im Schiff bleiben, könnt ihr nicht gerettet werden. Apg27/32Apg Dann hieben die Soldaten die Taue des Bootes ab und ließen es hinabfallen. Apg27/33Apg Als es aber Tag werden
wollte, ermahnte Paulus alle, Speise zu nehmen, und sprach: Heute schon den vierzehnten Tag wartend, seid ihr ohne Essen geblieben, weil ihr nichts zu euch genommen habt. Apg27/34Apg Deshalb
ermahne ich euch, Speise zu nehmen, denn dies gehört zu eurer Rettung; denn keinem von euch wird ein Haar des Hauptes verloren gehen. Apg27/35Apg Und als er dies gesagt und Brot genommen hatte,
dankte er Gott vor allen, und als er es gebrochen hatte, begann er zu essen. Apg27/36Apg Alle aber wurden guten Mutes und nahmen auch selbst Speise zu sich. Apg27/37Apg Wir waren aber in dem
Schiff, alle Seelen, zweihundertsechsundsiebzig. Apg27/38Apg Als sie sich aber mit Speise gesättigt hatten, erleichterten sie das Schiff, indem sie den Weizen in das Meer warfen. Apg27/39Apg Als
es aber Tag wurde, erkannten sie das Land nicht; sie bemerkten aber eine Bucht, die einen Strand hatte, auf den sie, wenn möglich, das Schiff zu treiben gedachten. Apg27/40Apg Und als sie die
Anker gekappt hatten, ließen sie sie im Meer und machten zugleich die Haltetaue der Steuerruder los und hißten das Vordersegel vor den Wind und hielten auf den Strand zu. Apg27/41Apg Da sie aber
auf eine Landzunge gerieten, ließen sie das Schiff stranden; und das Vorderschiff saß fest und blieb unbeweglich, das Hinterschiff aber wurde von der Gewalt der Wellen zerschellt. Apg27/42Apg Der
Soldaten Plan aber war, die Gefangenen zu töten, damit nicht jemand fortschwimmen und entfliehen möchte. Apg27/43Apg Der Hauptmann aber, der Paulus retten wollte, hinderte sie an ihrem Vorhaben
und befahl, dass die, welche schwimmen könnten, sich zuerst hinabwerfen und an Land gehen sollten Apg27/44Apg und die übrigen teils auf Brettern, teils auf Stücken vom Schiff. Und so geschah es,
dass alle an das Land gerettet wurden.
Aufenthalt auf Malta
\28\
Apg28/1Apg Und als wir gerettet waren, da erfuhren wir, dass die Insel Melite heiße. Apg28/2Apg Die Eingeborenen aber erzeigten uns eine nicht gewöhnliche Freundlichkeit, denn sie zündeten ein
Feuer an und nahmen uns alle zu sich wegen des eingetretenen Regens und wegen der Kälte. Apg28/3Apg Als aber Paulus eine Menge Reiser zusammenraffte und auf das Feuer legte, kam infolge der Hitze
eine Giftschlange heraus und hängte sich an seine Hand. Apg28/4Apg Als aber die Eingeborenen das Tier an seiner Hand hängen sahen, sagten sie zueinander: Jedenfalls ist dieser Mensch ein Mörder,
den Dike, obschon er aus dem Meer gerettet ist, nicht leben läßt. Apg28/5Apg Er nun schüttelte das Tier in das Feuer ab und erlitt nichts Schlimmes. Apg28/6Apg Sie aber erwarteten, dass er
aufschwellen oder plötzlich tot hinfallen werde. Als sie aber lange warteten und sahen, dass ihm nichts Ungewöhnliches geschah, änderten sie ihre Meinung und sagten, er sei ein Gott.
Apg28/7Apg In der Umgebung jenes Ortes aber besaß der Erste der Insel, mit Namen Publius, Ländereien; der nahm uns auf und beherbergte uns drei Tage freundlich. Apg28/8Apg Es geschah aber, dass
der Vater des Publius, von Fieber und Ruhr befallen, daniederlag. Zu dem ging Paulus hinein, und als er gebetet hatte, legte er ihm die Hände auf und heilte ihn. Apg28/9Apg Als dies aber
geschehen war, kamen auch die übrigen auf der Insel, die Krankheiten hatten, herbei und wurden geheilt; Apg28/10Apg diese erwiesen uns auch viele Ehren, und als wir abfuhren, luden sie uns auf,
was uns nötig war.
Weiterreise nach Rom
Apg28/11Apg Nach drei Monaten aber fuhren wir ab in einem alexandrinischen Schiff mit dem Zeichen der Dioskuren, das auf der Insel überwintert hatte. Apg28/12Apg Und als wir in Syrakus gelandet
waren, blieben wir drei Tage. Apg28/13Apg Von dort fuhren wir in einem Bogen und kamen nach Regium; und da nach einem Tag sich Südwind erhob, kamen wir den zweiten Tag nach Puteoli, Apg28/14Apg
wo wir Brüder fanden und gebeten wurden, sieben Tage bei ihnen zu bleiben; und so kamen wir nach Rom. Apg28/15Apg Und von dort kamen die Brüder, als sie von uns gehört hatten, uns bis Appii-Forum
und Tres-Tabernae entgegen; und als Paulus sie sah, dankte er Gott und faßte Mut.
Apg28/16Apg Als wir aber nach Rom kamen, wurde dem Paulus erlaubt, mit dem Soldaten, der ihn bewachte, für sich zu bleiben.
Gefangenschaft und Wirken des Paulus in Rom
Apg28/17Apg Es geschah aber nach drei Tagen, dass er die, welche die Ersten der Juden waren, zusammenrief. Als sie aber zusammengekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr Brüder! Ich, der ich nichts
gegen das Volk oder die väterlichen Gebräuche getan habe, bin gefangen aus Jerusalem in die Hände der Römer überliefert worden. Apg28/18Apg Die wollten mich, nachdem sie mich verhört hatten,
loslassen, weil keine todeswürdige Schuld an mir war. Apg28/19Apg Als aber die Juden widersprachen, war ich gezwungen, mich auf den Kaiser zu berufen, nicht als hätte ich gegen meine Nation etwas
zu klagen. Apg28/20Apg Um dieser Ursache willen nun habe ich euch herbeigerufen, euch zu sehen und zu euch zu reden; denn wegen der Hoffnung Israels trage ich diese Kette. Apg28/21Apg Sie aber
sprachen zu ihm: Wir haben über dich weder Briefe von Judäa empfangen, noch ist jemand von den Brüdern hergekommen und hat uns über dich etwas Böses berichtet oder gesagt. Apg28/22Apg Aber wir
begehren von dir zu hören, welche Gesinnung du hast; denn von dieser Sekte ist uns bekannt, dass ihr überall widersprochen wird.
Apg28/23Apg Als sie ihm aber einen Tag bestimmt hatten, kamen mehrere zu ihm in die Herberge, denen er das Reich Gottes auslegte und bezeugte. Und er suchte sie zu überzeugen von Jesus, sowohl
aus dem Gesetz Moses als auch den Propheten, von frühmorgens bis zum Abend. Apg28/24Apg Und einige wurden überzeugt von dem, was gesagt wurde, andere aber glaubten nicht. Apg28/25Apg Als sie aber
unter sich uneins waren, gingen sie weg, als Paulus ein Wort sprach: Trefflich hat der Heilige Geist durch Jesaja, den Propheten, zu euren Vätern geredet Apg28/26Apg und gesagt: `Geh hin zu
diesem Volk und sprich: Hörend werdet ihr hören und nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und nicht wahrnehmen. Apg28/27Apg Denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren
haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.
Apg28/28Apg So sei euch nun kund, dass dieses Heil Gottes den Nationen gesandt ist; sie werden auch hören. (Apg28/29Apg)
Apg28/30Apg Er aber blieb zwei ganze Jahre in seiner eigenen Mietwohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen; Apg28/31Apg er predigte das Reich Gottes und lehrte die Dinge, die den Herrn Jesus
Christus betreffen, mit aller Freimütigkeit ungehindert. (Acts 29 and 30)
2.6 Der Brief an die Römer.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
1/1RömerPaulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, Römer1/2Römer das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheißen hat Römer1/3Römer
über seinen Sohn, der aus der Nachkommenschaft Davids gekommen ist dem Fleische nach Römer1/4Römer [und] als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt dem Geiste der Heiligkeit nach auf Grund der
Toten-Auferstehung: Jesus Christus, unseren Herrn. Römer1/5Römer Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen für seinen Namen zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen, Römer1/6Römer unter
denen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi. Römer1/7Römer Allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen in Rom: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus
Christus!
Des Apostels Sehnsucht nach der Gemeinde in Rom.
Römer1/8Römer Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesus Christus euer aller wegen, dass euer Glaube verkündet wird in der ganzen Welt. Römer1/9Römer Denn Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem
Geist an dem Evangelium seines Sohnes diene, wie unablässig ich euch erwähne Römer1/10Römer allezeit in meinen Gebeten, indem ich flehe, ob ich nun endlich einmal durch den Willen Gottes so
glücklich sein möchte, zu euch zu kommen. Römer1/11Römer Denn mich verlangt sehr, euch zu sehen, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu befestigen, Römer1/12Römer das
heißt aber, um bei euch mitgetröstet zu werden, ein jeder durch den Glauben, der in dem anderen ist, sowohl euren als meinen. Römer1/13Römer Ich will aber nicht, dass euch unbekannt sei, Brüder,
dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen - und bis jetzt verhindert worden bin -, damit ich auch unter euch einige Frucht haben möchte, wie auch unter den übrigen Nationen.
Römer1/14Römer Sowohl Griechen als Nichtgriechen, sowohl Weisen als Unverständigen bin ich ein Schuldner. Römer1/15Römer Dementsprechend bin ich, soviel an mir ist, willig, auch euch, die ihr in
Rom seid, das Evangelium zu verkündigen.
Kraft und Wesen des Evangeliums.
Römer1/16Römer Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Römer1/17Römer Denn Gottes
Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: `Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.
Die Gottlosigkeit der Nationen.
Römer1/18Römer Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten, Römer1/19Römer
weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen geoffenbart. Römer1/20Römer Denn sein unsichtbares [Wesen], sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit,
wird von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien; Römer1/21Römer weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch
ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Römer1/22Römer Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren
geworden Römer1/23Römer und haben die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom verweslichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden
Tieren. Römer1/24Römer Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, Römer1/25Römer sie, welche die Wahrheit Gottes in die
Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. Römer1/26Römer Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche
Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt, Römer1/27Römer und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen,
sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst. Römer1/28Römer Und wie sie es nicht
für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht geziemt: Römer1/29Römer erfüllt mit aller Ungerechtigkeit,
Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; Römer1/30Römer Ohrenbläser, Verleumder, Gottverhaßte, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den
Eltern Ungehorsame, Römer1/31Römer Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige. Römer1/32Römer Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, dass, die solches tun, des Todes
würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun. Gottes Gerechtigkeit ist unparteiisch
\2\
Römer2/1Römer Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.
Römer2/2Römer Wir wissen aber, dass das Gericht Gottes der Wahrheit entsprechend über die ergeht, die solches tun. Römer2/3Römer Denkst du aber dies, o Mensch, der du die richtest, die solches
tun, und dasselbe verübst, dass du dem Gericht Gottes entfliehen wirst? Römer2/4Römer Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes
dich zur Buße leitet? Römer2/5Römer Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes
Gottes, Römer2/6Römer der einem jeden vergelten wird nach seinen Werken: Römer2/7Römer denen, die mit Ausdauer in gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen, ewiges Leben;
Römer2/8Römer denen jedoch, die von Selbstsucht [bestimmt] und der Wahrheit ungehorsam sind, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm. Römer2/9Römer Drangsal und Angst über die Seele
jedes Menschen, der das Böse vollbringt, sowohl des Juden zuerst als auch des Griechen; Römer2/10Römer Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, sowohl dem Juden zuerst
als auch dem Griechen. Römer2/11Römer Denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott. Römer2/12Römer Denn soviele ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verlorengehen; und soviele
unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden Römer2/13Römer - es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden
gerechtfertigt werden. Römer2/14Römer Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur dem Gesetz entsprechend handeln, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz.
Römer2/15Römer Sie beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen
- Römer2/16Römer an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen richtet nach meinem Evangelium durch Jesus Christus.
Auch die Juden sind Sünder.
Römer2/17Römer Wenn du dich aber einen Juden nennst und dich auf das Gesetz stützt und dich Gottes rühmst Römer2/18Römer und den Willen kennst und prüfst, worauf es ankommt, weil du aus dem
Gesetz unterrichtet bist, Römer2/19Römer und getraust dich, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer[, die] in Finsternis [sind], Römer2/20Römer ein Erzieher der Törichten, ein Lehrer der
Unmündigen, der die Verkörperung der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat: - Römer2/21Römer der du nun einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht? Der du predigst, man solle nicht
stehlen, du stiehlst? Römer2/22Römer Der du sagst, man solle nicht ehebrechen, du begehst Ehebruch? Der du die Götzenbilder für Greuel hältst, du begehst Tempelraub? Römer2/23Römer Der du dich
des Gesetzes rühmst, du verunehrst Gott durch die Übertretung des Gesetzes? Römer2/24Römer Denn `der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert, wie geschrieben steht.
Römer2/25Römer Denn Beschneidung ist wohl nütze, wenn du das Gesetz befolgst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, so ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. Römer2/26Römer Wenn
nun der Unbeschnittene die Rechte des Gesetzes befolgt, wird nicht sein Unbeschnittensein für Beschneidung gerechnet werden Römer2/27Römer und das Unbeschnittensein von Natur, das das Gesetz
erfüllt, dich richten, der du mit Buchstaben und Beschneidung ein Gesetzesübertreter bist? Römer2/28Römer Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch ist die äußerliche [Beschneidung]
im Fleisch Beschneidung; Römer2/29Römer sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und Beschneidung [ist die] des Herzens, im Geist, nicht im Buchstaben. Sein Lob kommt nicht von Menschen,
sondern von Gott.
Gottes Urteil über alle Menschen.
\3\
Römer3/1Römer Was ist nun der Vorzug des Juden oder was der Nutzen der Beschneidung? Römer3/2Römer Viel in jeder Hinsicht. Denn zuerst sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden.
Römer3/3Römer Was denn? Wenn einige untreu waren, wird etwa ihre Untreue die Treue Gottes aufheben? Römer3/4Römer Das sei ferne! Vielmehr sei es so: Gott [ist] wahrhaftig, jeder Mensch aber
Lügner, wie geschrieben steht: `Damit du gerechtfertigt werdest in deinen Worten und den Sieg davonträgst, wenn man mit dir rechtet. Römer3/5Römer Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes
Gerechtigkeit erweist, was wollen wir sagen? Ist Gott etwa ungerecht, wenn er Zorn auferlegt? - Ich rede nach Menschenweise. - Römer3/6Römer Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten?
Römer3/7Römer Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge überströmender geworden ist zu seiner Herrlichkeit, warum werde ich auch noch als Sünder gerichtet? Römer3/8Römer Und [sollen wir es]
etwa [so machen], wie wir verlästert werden und wie einige sagen, dass wir sprechen: Laßt uns das Böse tun, damit das Gute komme? Deren Gericht ist gerecht.
Römer3/9Römer Was nun? Haben wir einen Vorzug? Durchaus nicht! Denn wir haben sowohl Juden als Griechen zuvor beschuldigt, dass sie alle unter der Sünde seien, Römer3/10Römer wie geschrieben
steht: `Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; Römer3/11Römer da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Römer3/12Römer Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich
geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer. Römer3/13Römer `Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handelten sie trügerisch. `Otterngift ist unter ihren Lippen.
Römer3/14Römer `Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. Römer3/15Römer `Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; Römer3/16Römer Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, Römer3/17Römer und
den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt. Römer3/18Römer `Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. Römer3/19Römer Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter
dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei. Römer3/20Römer Darum: aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden;
denn durch Gesetz [kommt] Erkenntnis der Sünde.
Gerechtigkeit aus Glauben.
Römer3/21Römer Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: Römer3/22Römer Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus
Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, Römer3/23Römer denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes Römer3/24Römer und werden umsonst gerechtfertigt
durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. Römer3/25Römer Ihn hat Gott dargestellt zu einem Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen
des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; Römer3/26Römer zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der
des Glaubens an Jesus ist.
Römer3/27Römer Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. Römer3/28Römer Denn wir urteilen, dass ein Mensch
durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke. Römer3/29Römer Oder ist [Gott] der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen. Römer3/30Römer Denn Gott ist
einer. Er wird die Beschneidung aus Glauben und das Unbeschnittensein durch den Glauben rechtfertigen. Römer3/31Römer Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir
bestätigen das Gesetz.
Abrahams Glaubensgerechtigkeit.
\4\
Römer4/1Römer Was wollen wir denn sagen, dass Abraham, unser Vater nach dem Fleisch, gefunden habe? Römer4/2Römer Denn wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, so hat er etwas zum
Rühmen, aber nicht vor Gott. Römer4/3Römer Denn was sagt die Schrift? `Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Römer4/4Römer Dem aber, der Werke tut, wird der
Lohn nicht angerechnet nach Gnade, sondern nach Schuldigkeit. Römer4/5Römer Dem dagegen, der nicht Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur
Gerechtigkeit gerechnet, Römer4/6Römer wie auch David die Seligpreisung des Menschen ausspricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet: Römer4/7Römer `Glückselig die, deren
Gesetzlosigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt sind! Römer4/8Römer Glückselig der Mann, dem der Herr Sünde nicht zurechnet!
Römer4/9Römer [Bezieht sich] diese Seligpreisung nun auf die Beschneidung oder auch auf das Unbeschnittensein? Denn wir sagen, dass der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet worden ist.
Römer4/10Römer Wie wurde er ihm denn zugerechnet? Als er beschnitten oder unbeschnitten war? Nicht in der Beschneidung, sondern in dem Unbeschnittensein. Römer4/11Römer Und er empfing das Zeichen
der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er unbeschnitten war, damit er Vater aller sei, die im Unbeschnittensein glauben, damit ihnen die Gerechtigkeit
zugerechnet werde; Römer4/12Römer und Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die aus der Beschneidung sind, sondern auch derer, die in den Fußspuren des Glaubens wandeln, den unser Vater
Abraham hatte, als er unbeschnitten war.
Römer4/13Römer Denn nicht durch Gesetz wurde Abraham oder seiner Nachkommenschaft die Verheißung zuteil, dass er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit. Römer4/14Römer
Wenn nämlich die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube zunichte gemacht und die Verheißung aufgehoben. Römer4/15Römer Denn das Gesetz bewirkt Zorn; aber wo kein Gesetz ist, da ist auch keine
Übertretung. Römer4/16Römer Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade [gehe], damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom
Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist, Römer4/17Römer - wie geschrieben steht: `Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt - vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht
und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre; Römer4/18Römer der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: `So soll deine
Nachkommenschaft sein. Römer4/19Römer Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara
Römer4/20Römer und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab. Römer4/21Römer Und er war der vollen Gewißheit, dass er,
was er verheißen habe, auch zu tun vermöge. Römer4/22Römer Darum ist es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet worden. Römer4/23Römer Es ist aber nicht allein seinetwegen geschrieben, dass es ihm
zugerechnet worden ist, Römer4/24Römer sondern auch unsertwegen, denen es zugerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat, Römer4/25Römer
der unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist.
Friede mit Gott durch den Glauben an Jesus Christus.
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Römer5/1Römer Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, Römer5/2Römer durch den wir mittels des Glaubens auch Zugang
erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.
Römer5/3Römer Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, da wir wissen, dass die Trübsal Ausharren bewirkt, Römer5/4Römer das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung
aber Hoffnung; Römer5/5Römer die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.
Römer5/6Römer Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Römer5/7Römer Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; denn für den Gütigen
möchte vielleicht jemand auch zu sterben wagen. Römer5/8Römer Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Römer5/9Römer
Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn gerettet werden. Römer5/10Römer Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch
den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.
Römer5/11Römer Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
Durch Adam den Tod, durch Christus das Leben.
Römer5/12Römer Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben
Römer5/13Römer - denn bis zum Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist. Römer5/14Römer Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose selbst über die,
welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Bild des Zukünftigen ist. Römer5/15Römer Mit der Übertretung ist es aber nicht so wie mit der Gnadengabe. Denn wenn
durch des einen Übertretung die vielen gestorben sind, so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus gegen die vielen überströmend geworden.
Römer5/16Römer Und mit der Gabe ist es nicht so, wie [es] durch den einen [kam], der sündigte. Denn das Urteil [führte] von einem zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen Übertretungen zur
Gerechtigkeit. Römer5/17Römer Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche die Überschwenglichkeit der Gnade und der Gabe der
Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. Römer5/18Römer Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis [kam], so auch durch eine
Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. Römer5/19Römer Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden
auch durch den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden. Römer5/20Römer Das Gesetz aber kam daneben hinzu, damit die Übertretung überströmend werde. Wo aber die
Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwenglicher geworden, Römer5/21Römer damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrscht durch Gerechtigkeit zu ewigem
Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Der Gläubige und die Sünde.
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Römer6/1Römer Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme? Römer6/2Römer Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in
ihr leben? Römer6/3Römer Oder wißt ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Römer6/4Römer So sind wir nun mit ihm begraben worden durch
die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. Römer6/5Römer Denn wenn wir verwachsen
sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der [seiner] Auferstehung sein, Römer6/6Römer da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der
Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen. Römer6/7Römer Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde. Römer6/8Römer Wenn wir aber mit Christus gestorben sind,
so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, Römer6/9Römer da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Römer6/10Römer
Denn was er gestorben ist, ist er ein für allemal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott. Römer6/11Römer So auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus
Jesus.
Römer6/12Römer So herrsche nun nicht die Sünde in eurem sterblichen Leib, dass er seinen Lüsten gehorche; Römer6/13Römer stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge der
Ungerechtigkeit, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Lebende aus den Toten und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit. Römer6/14Römer Denn die Sünde wird nicht über euch
herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.
Römer6/15Römer Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne! Römer6/16Römer Wißt ihr nicht, dass, wem ihr euch zur Verfügung stellt als
Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder [Sklaven] der Sünde zum Tod oder [Sklaven] des Gehorsams zur Gerechtigkeit? Römer6/17Römer Gott aber sei Dank, dass ihr
Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid! Römer6/18Römer Frei gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der
Gerechtigkeit geworden. Römer6/19Römer Ich rede menschlich, wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn wie ihr eure Glieder als Sklaven der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit
zur Verfügung gestellt habt, so stellt jetzt eure Glieder zur Verfügung als Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit. Römer6/20Römer Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr Freie
gegenüber der Gerechtigkeit. Römer6/21Römer Welche Frucht hattet ihr denn damals? Dinge, deren ihr euch jetzt schämt, denn das Ende davon ist der Tod. Römer6/22Römer Jetzt aber, von der Sünde
frei gemacht und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben. Römer6/23Römer Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber
ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.
Der Mensch und das Gesetz.
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Römer7/1Römer Oder wißt ihr nicht, Brüder - denn ich rede zu denen, die Gesetz kennen -, dass das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt? Römer7/2Römer Denn die verheiratete Frau ist
durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. Römer7/3Römer So wird sie nun, während der Mann lebt, eine
Ehebrecherin genannt, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so dass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird.
Römer7/4Römer So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht brächten.
Römer7/5Römer Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz [erregt wurden], in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen. Römer7/6Römer Jetzt
aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so dass wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens.
Römer7/7Römer Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt als nur durch Gesetz. Denn auch von der Begierde hätte ich nichts gewußt, wenn
nicht das Gesetz gesagt hätte: `Laß dich nicht gelüsten! Römer7/8Römer Die Sünde aber ergriff durch das Gebot die Gelegenheit und bewirkte jede Lust in mir; denn ohne Gesetz ist die Sünde tot.
Römer7/9Römer Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf; Römer7/10Römer ich aber starb. Und das Gebot, das zum Leben [gegeben], gerade das erwies sich mir zum
Tod. Römer7/11Römer Denn die Sünde ergriff durch das Gebot die Gelegenheit, täuschte mich und tötete mich durch dasselbe. Römer7/12Römer So ist also das Gesetz heilig und das Gebot heilig und
gerecht und gut.
Römer7/13Römer Ist nun das Gute mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde erschiene, indem sie durch das Gute mir den Tod bewirkte, damit die Sünde überaus
sündig würde durch das Gebot. Römer7/14Römer Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft; Römer7/15Römer denn was ich vollbringe, erkenne
ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Römer7/16Römer Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut
ist. Römer7/17Römer Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Römer7/18Römer Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnte; denn das
Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht. Römer7/19Römer Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
Römer7/20Römer Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. Römer7/21Römer Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich
das Gute tun will, [nur] das Böse vorhanden ist. Römer7/22Römer Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Römer7/23Römer Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen
Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Römer7/24Römer Ich elender Mensch! Wer wird mich
retten von diesem Leibe des Todes? - Römer7/25Römer Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit dem Sinn Gottes Gesetz, mit dem Fleisch aber der Sünde
Gesetz.
Wandel im Geist und Gotteskindschaft der Gläubigen.
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Römer8/1Römer Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind. Römer8/2Römer Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht von dem
Gesetz der Sünde und des Todes. Römer8/3Römer Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, [tat] Gott, indem er seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der
Sünde und für die Sünde sandte und die Sünde im Fleisch verurteilte, Römer8/4Römer damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt wird in uns, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem
Geist wandeln. Römer8/5Römer Denn die, welche nach dem Fleisch sind, sinnen auf das, was des Fleisches ist; die aber, die nach dem Geist sind, auf das, was des Geistes ist. Römer8/6Römer Denn die
Gesinnung des Fleisches ist Tod, die Gesinnung des Geistes aber Leben und Frieden; Römer8/7Römer weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht
untertan, sie kann das auch nicht. Römer8/8Römer Die aber, die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. Römer8/9Römer Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes
Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Römer8/10Römer Ist aber Christus in euch, so ist der Leib zwar tot der Sünde wegen, der Geist aber Leben der
Gerechtigkeit wegen. Römer8/11Römer Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure
sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes.
Römer8/12Römer So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, um nach dem Fleisch zu leben; Römer8/13Römer denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch
den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Römer8/14Römer Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Römer8/15Römer Denn ihr habt nicht
einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Römer8/16Römer Der Geist selbst bezeugt [zusammen]
mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Römer8/17Römer Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht
werden.
Hoffnung und Zuversicht der Gläubigen.
Römer8/18Römer Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. Römer8/19Römer Denn das
sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Römer8/20Römer Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden - nicht freiwillig, sondern durch den, der
sie unterworfen hat -, auf Hoffnung hin, Römer8/21Römer dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit frei gemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder
Gottes. Römer8/22Römer Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt. Römer8/23Römer Nicht allein aber [sie], sondern auch wir selbst, die
wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes. Römer8/24Römer Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet
worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn wer hofft, was er sieht? Römer8/25Römer Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren.
Römer8/26Römer Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich [für uns] in
unaussprechlichen Seufzern. Römer8/27Römer Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß. Römer8/28Römer Wir wissen aber, dass
denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach [seinem] Vorsatz berufen sind. Römer8/29Römer Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde
seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Römer8/30Römer Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat
er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.
Römer8/31Römer Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns? Römer8/32Römer Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie
wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Römer8/33Römer Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt. Römer8/34Römer Wer ist, der verdamme? Christus
Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet. Römer8/35Römer Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal
oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Römer8/36Römer Wie geschrieben steht: `Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind
wir gerechnet worden. Römer8/37Römer Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Römer8/38Römer Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder
Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, Römer8/39Römer weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in
Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Israel und Gottes Verheißungen.
\9\
Römer9/1Römer Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wobei mein Gewissen mit mir Zeugnis gibt im Heiligen Geist, Römer9/2Römer dass ich große Traurigkeit habe und unaufhörlichen
Schmerz in meinem Herzen; Römer9/3Römer denn ich selbst, ich habe gewünscht, verflucht zu sein von Christus weg für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch; Römer9/4Römer die Israeliten
sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Dienst und die Verheißungen; Römer9/5Römer deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach
der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen.
Römer9/6Römer Nicht aber als ob das Wort Gottes hinfällig geworden wäre; denn nicht alle, die aus Israel sind, die sind Israel, Römer9/7Römer auch nicht, weil sie Abrahams Nachkommen sind, sind
alle Kinder, sondern `in Isaak wird dir eine Nachkommenschaft genannt werden. Römer9/8Römer Das heißt: Nicht die Kinder des Fleisches, die sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung
werden als Nachkommenschaft gerechnet. Römer9/9Römer Denn dieses Wort ist [ein Wort] der Verheißung: `Um diese Zeit will ich kommen, und Sara wird einen Sohn haben. Römer9/10Römer Nicht allein
aber bei ihr war es so, sondern auch bei Rebekka, als sie von einem, von unserem Vater Isaak, schwanger war. Römer9/11Römer Denn als [die Kinder] noch nicht geboren waren und weder Gutes noch
Böses getan hatten - damit der nach [freier] Auswahl gefaßte Vorsatz Gottes [bestehen] bliebe, nicht aufgrund von Werken, sondern aufgrund des Berufenden -, Römer9/12Römer wurde zu ihr gesagt:
`Der Ältere wird dem Jüngeren dienen; Römer9/13Römer wie geschrieben steht: `Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehaßt.
Römer9/14Römer Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne! Römer9/15Römer Denn er sagt zu Mose: `Ich werde begnadigen, wen ich begnadige, und werde mich erbarmen,
wessen ich mich erbarme. Römer9/16Römer So [liegt es] nun nicht an dem Wollenden, noch an dem Laufenden, sondern an dem begnadigenden Gott. Römer9/17Römer Denn die Schrift sagt zum Pharao: `Eben
hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erzeige und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde. Römer9/18Römer So denn: wen er will, begnadigt er, und wen er will,
verhärtet er.
Die Glaubensgerechtigkeit für Juden und Nationen.
Römer9/19Römer Du wirst nun zu mir sagen: Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden? Römer9/20Römer Ja freilich, o Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst gegen Gott? Wird
etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich so gemacht? Römer9/21Römer Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre
zu machen? Römer9/22Römer Wenn aber Gott, obwohl er seinen Zorn erweisen und seine Macht kundtun wollte, mit vieler Langmut die Gefäße des Zorns ertragen hat, die zum Verderben zubereitet sind -
Römer9/23Römer und damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Begnadigung kundtue, die er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat . . . Römer9/24Römer - uns, die er auch berufen
hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen. - Römer9/25Römer Wie er auch in Hosea sagt: `Ich werde Nicht-mein-Volk mein Volk nennen und die Nicht-Geliebte Geliebte.
Römer9/26Römer `Und es wird geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, dort werden sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden. Römer9/27Römer Jesaja aber ruft
über Israel: `Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, [nur] der Überrest wird errettet werden. Römer9/28Römer Denn indem er das Wort vollendet und abkürzt, wird der Herr es auf
der Erde ausführen. Römer9/29Römer Und wie Jesaja vorher gesagt hat: `Wenn nicht der Herr Zebaoth uns Nachkommenschaft übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich
geworden.
Römer9/30Römer Was wollen wir nun sagen? Dass die Nationen, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, eine Gerechtigkeit aber, die aus Glauben ist; Römer9/31Römer Israel
aber, das einem Gesetz der Gerechtigkeit nachstrebte, ist nicht zum Gesetz gelangt. Römer9/32Römer Warum? Weil es nicht aus Glauben, sondern als aus Werken [geschah]. Sie haben sich gestoßen an
dem Stein des Anstoßes, Römer9/33Römer wie geschrieben steht: `Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses, und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden
werden.
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Römer10/1Römer Brüder! Das Wohlgefallen meines Herzens und mein Flehen für sie zu Gott ist, dass sie errettet werden. Römer10/2Römer Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben,
aber nicht mit [rechter] Erkenntnis. Römer10/3Römer Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht
unterworfen.
Glaubensgerechtigkeit nur durch Jesus Christus.
Römer10/4Römer Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. Römer10/5Römer Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: `Der Mensch, der diese Dinge
getan hat, wird durch sie leben. Römer10/6Römer Die Gerechtigkeit aus Glauben aber sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: `Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? das ist: Christus herabführen;
Römer10/7Römer oder: `Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? das ist: Christus aus den Toten heraufführen; Römer10/8Römer sondern was sagt sie? `Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem
Herzen. Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, Römer10/9Römer dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten
auferweckt hat, du errettet werden wirst. Römer10/10Römer Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. Römer10/11Römer Denn die Schrift sagt:
`Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden. Römer10/12Römer Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn
anrufen; Römer10/13Römer `denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.
Das Heil ist auch für Israel, aber ein Teil Israels ist verstockt.
Römer10/14Römer Wie werden sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören ohne einen Prediger?
Römer10/15Römer Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie geschrieben steht: `Wie lieblich sind die Füße derer, die das Evangelium des Friedens verkündigen, die das
Evangelium des Guten verkündigen! Römer10/16Römer Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaja sagt: `Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt? Römer10/17Römer Also ist der
Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi. Römer10/18Römer Aber ich sage: Haben sie etwa nicht gehört? Ja, freilich. `Ihr Schall ist ausgegangen zu der ganzen Erde
und ihre Reden zu den Grenzen des Erdkreises. Römer10/19Römer Aber ich sage: Hat Israel es etwa nicht erkannt? Zuerst spricht Mose: `Ich will euch zur Eifersucht reizen über ein Nicht-Volk, über
eine unverständige Nation will ich euch erbittern. Römer10/20Römer Jesaja aber erkühnt sich und spricht: `Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten, ich bin offenbar geworden
denen, die nicht nach mir fragten. Römer10/21Römer Von Israel aber sagt er: `Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu einem ungehorsamen und widersprechenden Volk.
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Römer11/1Römer Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit aus der Nachkommenschaft Abrahams, vom Stamm Benjamin. Römer11/2Römer Gott hat sein
Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat. Oder wißt ihr nicht, was die Schrift bei Elia sagt? Wie er vor Gott auftritt gegen Israel: Römer11/3Römer `Herr, sie haben deine Propheten
getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten nach meinem Leben. Römer11/4Römer Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? `Ich habe mir siebentausend
Mann übrigbleiben lassen, die vor Baal das Knie nicht gebeugt haben. Römer11/5Römer So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Auswahl der Gnade entstanden. Römer11/6Römer Wenn aber
durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade. Römer11/7Römer Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auswahl hat es erlangt, die übrigen
jedoch sind verstockt worden, Römer11/8Römer wie geschrieben steht: `Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den
heutigen Tag. Römer11/9Römer Und David sagt: `Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung! Römer11/10Römer Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu
sehen, und ihren Rücken beuge allezeit! Das Heil im Blick auf Israel und die Nationen
Römer11/11Römer Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.
Römer11/12Römer Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt ist und ihr Verlust der Reichtum der Nationen, wieviel mehr ihre Vollzahl! Römer11/13Römer Denn ich sage euch, den Nationen: Insofern ich
nun der Nationen Apostel bin, bringe ich meinen Dienst zu Ehren, Römer11/14Römer ob ich auf irgendeine Weise sie, die mein Fleisch sind, zur Eifersucht reizen und einige aus ihnen erretten möge.
Römer11/15Römer Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein als Leben aus den Toten?
Römer11/16Römer Wenn aber das Erstlingsbrot heilig ist, so auch der Teig; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige. Römer11/17Römer Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen worden sind
und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist, Römer11/18Römer so rühme dich nicht gegen die Zweige.
Wenn du dich aber gegen sie rühmst - du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich. Römer11/19Römer Du wirst nun sagen: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde.
Römer11/20Römer Richtig; sie sind ausgebrochen worden durch den Unglauben; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich! Römer11/21Römer Denn wenn Gott die
natürlichen Zweige nicht geschont hat, wird er auch dich nicht schonen.
Die Hoffnung des Heils für das ganze Israel - Lobpreis Gottes dafür.
Römer11/22Römer Sieh nun die Güte und die Strenge Gottes: gegen die, welche gefallen sind, Strenge; gegen dich aber Güte Gottes, wenn du an der Güte bleibst; sonst wirst auch du ausgeschnitten
werden. Römer11/23Römer Aber auch jene, wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen. Römer11/24Römer Denn wenn du aus dem von Natur
wilden Ölbaum ausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel mehr werden diese, die natürlichen [Zweige], in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden!
Römer11/25Römer Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl
der Nationen eingegangen sein wird; Römer11/26Römer und so wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: `Es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob
abwenden; Römer11/27Römer und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde. Römer11/28Römer Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen,
hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte um der Väter willen. Römer11/29Römer Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar. Römer11/30Römer Denn wie ihr einst Gott nicht gehorcht
habt, jetzt aber unter die Begnadigung gekommen seid durch ihren Ungehorsam, Römer11/31Römer so sind jetzt auch sie eurer Begnadigung [gegenüber] ungehorsam gewesen, damit auch sie nun unter die
Begnadigung kommen. Römer11/32Römer Denn Gott hat alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er alle begnadige. Römer11/33Römer O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der
Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege! Römer11/34Römer Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Römer11/35Römer
Oder wer hat ihm vorher gegeben, und es wird ihm vergolten werden? Römer11/36Römer Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge! Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. Den
verschiedenen Gnadengaben entsprechender Gottesdienst
\12\
Römer12/1Römer Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst
ist. Römer12/2Römer Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige
und Vollkommene. Römer12/3Römer Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher [von sich] zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf
bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Römer12/4Römer Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe
Tätigkeit haben, Römer12/5Römer so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander. Römer12/6Römer Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns verliehenen
Gnade, [so laßt sie uns gebrauchen]: es sei Weissagung, nach dem Maß des Glaubens; Römer12/7Römer es sei Dienst, im Dienen; es sei, der lehrt, in der Lehre: Römer12/8Römer es sei, der ermahnt, in
der Ermahnung; der mitteilt, in Einfalt; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.
Wandel nach dem Grundsatz der Liebe.
Römer12/9Römer Die Liebe sei ungeheuchelt. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten. Römer12/10Römer In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend;
Römer12/11Römer im Fleiß nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend. Römer12/12Römer In Hoffnung freut euch; in Trübsal harrt aus; im Gebet haltet an; Römer12/13Römer an den Bedürfnissen
der Heiligen nehmt teil; nach Gastfreundschaft trachtet. Römer12/14Römer Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. Römer12/15Römer Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den
Weinenden. Römer12/16Römer Seid gleichgesinnt gegeneinander; sinnt nicht auf hohe Dinge, sondern haltet euch zu den Niedrigen; seid nicht klug bei euch selbst. Römer12/17Römer Vergeltet niemand
Böses mit Bösem; seid bedacht auf das, was ehrbar ist vor allen Menschen. Römer12/18Römer Wenn möglich, so viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden. Römer12/19Römer Rächt euch nicht
selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn; denn es steht geschrieben: `Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr. Römer12/20Römer `Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn;
wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Römer12/21Römer Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit
dem Guten.
Verhalten gegenüber der Obrigkeit.
\13\
Römer13/1Römer Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten [staatlichen] Mächten; denn es ist keine [staatliche] Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet.
Römer13/2Römer Wer sich daher der [staatlichen] Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil empfangen. Römer13/3Römer Denn die Regenten sind nicht
ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der [staatlichen] Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben; Römer13/4Römer denn sie ist
Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses
tut. Römer13/5Römer Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen. Römer13/6Römer Denn deshalb entrichtet ihr auch Steuern; denn es
sind Gottes Diener, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind. Römer13/7Römer Gebt allen, was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die
Ehre, dem die Ehre [gebührt].
Die Liebe als Erfüllung des Gesetzes.
Römer13/8Römer Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Römer13/9Römer Denn das: `Du sollst nicht ehebrechen, du sollst
nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren, und wenn es ein anderes Gebot [gibt], ist es in diesem Wort zusammengefaßt: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Römer13/10Römer Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.
Wandel in der Erwartung des Heils.
Römer13/11Römer Und dies [tut] als solche, die die Zeit erkennen, dass die Stunde schon da ist, dass ihr aus dem Schlaf aufwacht; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir zum Glauben
kamen: Römer13/12Römer Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen. Römer13/13Römer Laßt uns anständig
wandeln wie am Tag; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; Römer13/14Römer sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt
nicht Vorsorge für das Fleisch, dass Begierden wach werden.
\14\
Römer14/1Römer Gegenseitige Verantwortung der im Glauben Starken und Schwachen
Den Schwachen im Glauben aber nehmt auf, [doch] nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen. Römer14/2Römer Einer glaubt, er dürfe alles essen; der Schwache aber ißt Gemüse. Römer14/3Römer Wer
ißt, verachte den nicht, der nicht ißt; und wer nicht ißt, richte den nicht, der ißt; denn Gott hat ihn aufgenommen. (Enthaltenvonspeisen; Feinesgewissen: Der Schwache im Glauben ist nicht. Der
Schwache sündigt lieber prophylaktisch nicht. Oder er sündigt und kommt unter Verdammnis. Den Schwachen, der nicht isst, den verachte nicht! Der Starke isst und hat eher ein etwas groberes
Gewissen. Den Starken richte nicht!) Römer14/4Römer Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn
der Herr kann ihn aufrecht halten. Römer14/5Römer Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag [gleich]. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt.
Römer14/6Römer Wer den Tag achtet, achtet ihn dem Herrn. Und wer ißt, ißt dem Herrn, denn er sagt Gott Dank; und wer nicht ißt, ißt dem Herrn nicht und danksagt Gott. Römer14/7Römer Denn keiner
von uns lebt sich selbst, und keiner stirbt sich selbst. Römer14/7Römer Denn sei es, dass wir leben, wir leben dem Herrn; sei es, dass wir sterben, wir sterben dem Herrn. Sei es nun, dass wir
leben, sei es, dass wir sterben, wir sind des Herrn. Römer14/9Römer Denn hierzu ist Christus gestorben und [wieder] lebendig geworden, dass er herrsche sowohl über Tote als über Lebende.
Römer14/10Römer Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. Römer14/11Römer Denn es
steht geschrieben: `[So wahr] ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen. Römer14/12Römer Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott
Rechenschaft geben. Römer14/13Römer Laßt uns nun nicht mehr einander richten, sondern richtet vielmehr darüber, dass dem Bruder kein Anstoß oder Ärgernis gegeben wird. Römer14/14Römer Ich weiß
und bin überzeugt in dem Herrn Jesus, dass nichts an sich selbst gemein ist; nur dem, der etwas für gemein achtet, dem ist es gemein. Römer14/15Römer Denn wenn dein Bruder wegen einer Speise
betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe. Verdirb nicht mit deiner Speise den, für den Christus gestorben ist. Römer14/16Römer Laßt nun euer Gut nicht verlästert werden.
Römer14/17Römer Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Römer14/181Römer Denn wer in diesem dem Christus dient, ist Gott
wohlgefällig und den Menschen bewährt.
Römer14/19Römer So laßt uns nun dem nachstreben, was des Friedens ist, und dem, was zur gegenseitigen Erbauung dient. Römer14/20Römer Zerstöre nicht einer Speise wegen das Werk Gottes. Alles zwar
ist rein, aber es ist böse für den Menschen, der mit Anstoß ißt. Römer14/21Römer Es ist gut, kein Fleisch zu essen, noch Wein zu trinken, noch etwas [zu tun], woran dein Bruder sich stößt.
Römer14/22Römer Hast du Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott! Glückselig, wer sich selbst nicht richtet in dem, was er gutheißt! Römer14/23Römer Wer aber zweifelt, wenn er ißt, der ist
verurteilt, weil [er es] nicht aus Glauben [tut]. Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.
\15\
Römer15/1Römer Wir aber, die Starken, sind verpflichtet, die Schwachheiten der Kraftlosen zu tragen und nicht uns selbst zu gefallen. Römer15/2Römer Jeder von uns gefalle dem Nächsten zum Guten,
zur Erbauung. Römer15/3Römer Denn auch der Christus hat nicht sich selbst gefallen, sondern wie geschrieben steht: `Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
Römer15/4Römer Denn alles, was zuvor geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben.
Römer15/5Römer Der Gott des Ausharrens und der Ermunterung aber gebe euch, gleichgesinnt zu sein untereinander, Christus Jesus gemäß, Römer15/6Römer damit ihr einmütig mit einem Munde den Gott
und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht. Römer15/7Römer Deshalb nehmt einander auf, wie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit.
Römer15/8Römer Denn ich sage, dass Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrheit Gottes willen, um die Verheißungen der Väter zu bestätigen, Römer15/9Römer damit die Nationen
aber Gott verherrlichen möchten um der Begnadigung willen, wie geschrieben steht: `Darum werde ich dich bekennen unter den Nationen und deinem Namen lobsingen. Römer15/10Römer Und wieder sagt er:
`Seid fröhlich, ihr Nationen, mit seinem Volk! Römer15/11Römer Und wieder: `Lobt den Herrn, alle Nationen, und alle Völker sollen ihn preisen! Römer15/12Römer Und wieder sagt Jesaja: `Es wird
sein die Wurzel Jesses, und der da aufsteht, über die Nationen zu herrschen - auf den werden die Nationen hoffen. Römer15/131Römer Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und
allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seiet in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!
Rechtfertigung des Briefes.
Römer15/14Römer Ich bin aber, meine Brüder, auch selbst im Blick auf euch überzeugt, dass auch ihr selbst voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, fähig, auch einander zu ermahnen.
Römer15/15Römer Ich habe aber zum Teil euch etwas kühn geschrieben, um euch zu erinnern wegen der mir von Gott verliehenen Gnade, Römer15/16Römer ein Diener Christi Jesu zu sein für die Nationen,
der priesterlich am Evangelium Gottes dient, damit das Opfer der Nationen angenehm werde, geheiligt durch den Heiligen Geist. Römer15/17Römer Ich habe also in Christus Jesus etwas zum Rühmen in
den Dingen vor Gott. Römer15/18Römer Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk, Römer15/19Römer
in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe. Römer15/20Römer So
aber setze ich meine Ehre darein, das Evangelium zu predigen, nicht da, wo Christus genannt worden ist, damit ich nicht auf eines anderen Grund baue; Römer15/21Römer sondern wie geschrieben
steht: `Denen nicht von ihm verkündigt wurde, die sollen sehen, und die nicht gehört haben, sollen verstehen.
Reisepläne des Apostels - Ankündigung seines Besuches in Rom.
Römer15/22Römer Deshalb bin ich auch oftmals verhindert worden, zu euch zu kommen. Römer15/23Römer Nun aber, da ich in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe und seit vielen Jahren ein großes
Verlangen, zu euch zu kommen, Römer15/24Römer falls ich nach Spanien reise - denn ich hoffe, auf der Durchreise euch zu sehen und von euch dorthin geleitet zu werden, wenn ich euch vorher etwas
genossen habe -, Römer15/25Römer nun aber reise ich nach Jerusalem im Dienst für die Heiligen. Römer15/26Römer Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, eine Beisteuer zu leisten für die
Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Römer15/27Römer Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen [Güter] teilhaftig
geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen. Römer15/28Römer Wenn ich dies nun vollbracht und diese Frucht ihnen versiegelt habe, so will ich über euch nach
Spanien reisen. Römer15/29Römer Ich weiß aber, dass, wenn ich zu euch komme, ich in der Fülle des Segens Christi kommen werde. Römer15/30Römer Ich ermahne euch aber, Brüder, durch unseren Herrn
Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, mit mir zu kämpfen in den Gebeten für mich zu Gott, Römer15/31Römer damit ich von den Ungehorsamen in Judäa errettet werde und mein Dienst für
Jerusalem den Heiligen angenehm sei; Römer15/32Römer damit ich durch den Willen Gottes mit Freuden zu euch komme und mich mit euch erquicke. Römer15/33Römer Der Gott des Friedens aber sei mit
euch allen! Amen.
Empfehlungen, Grüße und Warnungen.
\16\
Römer16/1Römer Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä ist, Römer16/2Römer damit ihr sie im Herrn aufnehmt, der Heiligen würdig, und ihr
beisteht, worin immer sie euch braucht; denn auch sie ist vielen ein Beistand gewesen, auch mir selbst. Römer16/3Römer Grüßt Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, Römer16/4Römer
- die für mein Leben ihren eigenen Hals preisgegeben haben, denen nicht allein ich danke, sondern auch alle Gemeinden der Nationen -, Römer16/5Römer und die Gemeinde in ihrem Haus. Grüßt
Epänetus, meinen Geliebten, welcher der Erstling Asiens ist für Christus. Römer16/6Römer Grüßt Maria, die viel für euch gearbeitet hat. Römer16/7Römer Grüßt Andronikus und Junias, meine
Verwandten und meine Mitgefangenen, die unter den Aposteln ausgezeichnet sind, die schon vor mir in Christus waren. Römer16/8Römer Grüßt Ampliatus,
meinen Geliebten im Herrn. Römer16/9Römer Grüßt Urbanus, unseren Mitarbeiter in Christus, und Stachys, meinen Geliebten. Römer16/10Römer Grüßt Apelles, den Bewährten in Christus. Grüßt die
vom [Haus des] Aristobul. Römer16/11Römer Grüßt Herodion, meinen Verwandten. Grüßt die vom [Haus des] Narzissus, die im Herrn sind. Römer16/12Römer Grüßt Tryphäna und Tryphosa, die im Herrn
arbeiten. Grüßt Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im Herrn. Römer16/13Römer Grüßt Rufus, den Auserwählten im Herrn, und seine und meine Mutter. Römer16/14Römer Grüßt Asynkritus,
Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die Brüder bei ihnen. Römer16/15Römer Grüßt Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester und Olympas und alle Heiligen bei ihnen. Römer16/161Römer Grüßt
einander mit heiligem Kuß. Es grüßen euch alle Gemeinden des Christus.
Römer16/17Römer Ich ermahne euch aber, Brüder, dass ihr achthabt auf die, welche entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, Parteiungen und Ärgernisse anrichten, und wendet euch von ihnen ab.
Römer16/18Römer Denn solche dienen nicht unserem Herrn Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. Römer16/19Römer Denn
[die Kunde von] eurem Gehorsam ist zu allen gekommen. Daher freue ich mich euretwegen; ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, doch einfältig zum Bösen. Römer16/20Römer Der Gott des
Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zertreten. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
Römer16/21Römer Es grüßen euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Lucius und Jason und Sosipater, meine Verwandten.
Römer16/22Römer Ich, Tertius, der ich den Brief geschrieben habe, grüße euch im Herrn. Römer16/23Römer Es grüßt euch Gajus, mein und der ganzen Gemeinde Wirt. Es grüßen euch Erastus, der
Schatzmeister, und der Bruder Quartus.(Römer16/24Römer)
Lobpreis Gottes.
Römer16/25Römer Dem aber, der euch zu befestigen vermag nach meinem Evangelium und der Predigt von Jesus Christus, der nach der Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch
verschwiegen war, Römer16/26Römer jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften nach Befehl des ewigen Gottes zum Glaubensgehorsam an alle Nationen bekanntgemacht worden ist,
Römer16/27Römer dem allein weisen Gott durch Jesus Christus, ihm sei die Herrlichkeit in alle Ewigkeit! Amen.
2.7 Der erste Brief an die Korinther.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
1Kori1/11Kori Paulus, berufener Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder, 1Kori1/21Kori an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus,
den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres [Herrn]. 1Kori1/31Kori Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und
dem Herrn Jesus Christus!
Dank für die den Korinthern zuteil gewordene Gnade.
1Kori1/41Kori Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus: 1Kori1/51Kori In ihm seid ihr in allem reich gemacht worden, in allem Wort
und aller Erkenntnis, 1Kori1/61Kori wie denn das Zeugnis des Christus unter euch befestigt worden ist. 1Kori1/71Kori Daher habt ihr an keiner Gnadengabe Mangel, während ihr das Offenbarwerden
unseres Herrn Jesus Christus erwartet, 1Kori1/81Kori der euch auch befestigen wird bis ans Ende, dass ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus. 1Kori1/91Kori Gott ist treu,
durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.
Warnung vor Parteisucht und falsch verstandener Weisheit.
1Kori1/101Kori Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einerlei Rede führt und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr in demselben
Sinn und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seiet. 1Kori1/111Kori Denn es ist mir durch die [Hausgenossen] der Chloe über euch bekannt geworden, meine Brüder, dass Streitigkeiten unter
euch sind. 1Kori1/121Kori Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi. 1Kori1/131Kori Ist der Christus zerteilt?
Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt, oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft worden? 1Kori1/141Kori Ich danke Gott, dass ich niemand von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus,
1Kori1/151Kori damit nicht jemand sage, ihr seiet auf meinen Namen getauft worden. 1Kori1/161Kori Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand
getauft habe. 1Kori1/171Kori Denn Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen: nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht werde.
1Kori1/181Kori Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. 1Kori1/191Kori Denn es steht geschrieben: `Ich will die
Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen. 1Kori1/201Kori Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht
Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 1Kori1/211Kori Denn weil ja in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der
Predigt die Glaubenden zu erretten. 1Kori1/221Kori Denn während Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 1Kori1/231Kori predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und
den Nationen eine Torheit; 1Kori1/241Kori den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 1Kori1/251Kori Denn das Törichte Gottes ist weiser als die
Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen. 1Kori1/261Kori Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle
sind; 1Kori1/271Kori sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden mache.
1Kori1/281Kori Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichte mache, 1Kori1/291Kori dass sich vor Gott kein Fleisch rühme.
1Kori1/301Kori Aus ihm aber [kommt es, dass] ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; 1Kori1/311Kori damit, wie
geschrieben steht: `Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!
Der Apostel predigt die Weisheit Gottes.
\2\
1Kori2/11Kori Und ich, als ich zu euch kam, Brüder, kam nicht, um euch mit Vortrefflichkeit der Rede oder Weisheit das Geheimnis Gottes zu verkündigen. 1Kori2/21Kori Denn ich nahm mir vor, nichts
anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt. 1Kori2/31Kori Und ich war bei euch in Schwachheit und mit Furcht und in vielem Zittern; 1Kori2/41Kori und meine Rede
und meine Predigt [bestand] nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 1Kori2/51Kori damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf
Gottes Kraft beruhe.
1Kori2/61Kori Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, noch der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden, 1Kori2/71Kori sondern wir reden
Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit. 1Kori2/81Kori Keiner von den Fürsten dieser Welt hat sie erkannt -
denn wenn sie [sie] erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben -, 1Kori2/91Kori sondern wie geschrieben steht: `Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört
hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. 1Kori2/101Kori Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch
die Tiefen Gottes. 1Kori2/111Kori Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der
Geist Gottes. 1Kori2/121Kori Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind. 1Kori2/131Kori
Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in [Worten], gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten. 1Kori2/141Kori Ein
natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird. 1Kori2/151Kori Der geistliche
dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt. 1Kori2/161Kori Denn `wer hat den Sinn des Herrn erkannt, dass er ihn unterweisen könnte? Wir aber haben Christi
Sinn.
Erneute Warnung vor Parteisucht - Dienende Stellung der Lehrer in der Gemeinde als Mitarbeiter Gottes.
\3\
1Kori3/11Kori Und ich, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen, als zu Unmündigen in Christus. 1Kori3/21Kori Ich habe euch Milch zu trinken gegeben,
nicht feste Speise; denn ihr vermochtet es noch nicht. Ihr vermögt es aber auch jetzt noch nicht, 1Kori3/31Kori denn ihr seid noch fleischlich. Denn da Eifersucht und Streit unter euch ist: Seid
ihr nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? 1Kori3/41Kori Denn wenn einer sagt: Ich bin des Paulus, der andere aber: Ich des Apollos - seid ihr nicht menschlich? 1Kori3/51Kori Was ist
denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar wie der Herr einem jeden gegeben hat.
1Kori3/61Kori Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben. 1Kori3/71Kori So ist weder der da pflanzt, etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum
gibt. 1Kori3/81Kori Der aber pflanzt und der begießt, sind eins; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner eigenen Arbeit. 1Kori3/91Kori Denn Gottes Mitarbeiter sind wir; Gottes
Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr. 1Kori3/101Kori Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu,
wie er darauf baut. 1Kori3/111Kori Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 1Kori3/121Kori Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber,
kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, 1Kori3/131Kori so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer geoffenbart wird. Und wie das Werk eines
jeden beschaffen ist, wird das Feuer erweisen. 1Kori3/141Kori Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; 1Kori3/151Kori wenn jemandes Werk verbrennen
wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer. 1Kori3/161Kori Wißt ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
1Kori3/171Kori Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.
1Kori3/181Kori Niemand betrüge sich selbst! Wenn jemand unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, so werde er töricht, damit er weise werde. 1Kori3/191Kori Denn die Weisheit dieser Welt ist
Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: `Der die Weisen fängt in ihrer List. 1Kori3/201Kori Und wieder: `Der Herr kennt die Überlegungen der Weisen, dass sie nichtig sind. 1Kori3/211Kori So
rühme sich denn niemand [im Blick auf] Menschen, denn alles ist euer. 1Kori3/221Kori Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder
Zukünftiges: alles ist euer, 1Kori3/231Kori ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.
Die Apostel sind Vorbilder im Dienst und Leiden für Christus.
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1Kori4/11Kori Dafür halte man uns: für Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes. 1Kori4/21Kori Übrigens sucht man hier an den Verwaltern, dass einer treu erfunden werde. 1Kori4/31Kori
Mir aber ist es das Geringste, dass ich von euch oder von einem menschlichen [Gerichts-]Tag beurteilt werde; ich beurteile mich aber auch selbst nicht. 1Kori4/41Kori Denn ich bin mir selbst
nichts bewußt, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt. Der mich aber beurteilt, ist der Herr. 1Kori4/51Kori So verurteilt nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das Verborgene der
Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbaren wird; und dann wird jedem sein Lob werden von Gott.
1Kori4/61Kori Dies aber, Brüder, habe ich auf mich und Apollos bezogen um euretwillen, damit ihr an uns lernt, nicht über das hinaus [zu denken], was geschrieben ist, damit ihr euch nicht
aufbläht für den einen gegen den anderen. 1Kori4/71Kori Denn wer gibt dir einen Vorrang? Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich,
als hättest du es nicht empfangen? 1Kori4/81Kori Schon seid ihr satt, schon seid ihr reich geworden; ihr seid ohne uns zur Herrschaft gekommen. Oh, dass ihr doch [wirklich] zur Herrschaft
gekommen wäret, damit auch wir mit euch herrschen könnten! 1Kori4/91Kori Denn mir scheint, dass Gott uns, die Apostel, als die Letzten hingestellt hat, wie zum Tod bestimmt; denn wir sind der
Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als Menschen. 1Kori4/101Kori Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber
verachtet. 1Kori4/111Kori Bis zur jetzigen Stunde leiden wir sowohl Hunger als Durst und sind nackt und werden mit Fäusten geschlagen und haben keine bestimmte Wohnung 1Kori4/121Kori und mühen
uns ab und arbeiten mit unseren eigenen Händen. Geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir; 1Kori4/131Kori gelästert, reden wir gut zu; wie Auskehricht der Welt sind wir geworden, ein Abschaum
aller bis jetzt. 1Kori4/141Kori Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder. 1Kori4/151Kori Denn wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in
Christus hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christus Jesus habe ich euch gezeugt durch das Evangelium. 1Kori4/161Kori Ich bitte euch nun, seid meine Nachahmer!
1Kori4/171Kori Deshalb habe ich euch Timotheus gesandt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; der wird euch erinnern an meine Wege in Christus, wie ich überall in jeder Gemeinde lehre.
1Kori4/181Kori Einige aber sind aufgeblasen, als ob ich nicht zu euch kommen würde. 1Kori4/191Kori Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und werde nicht das Wort, sondern die
Kraft der Aufgeblasenen kennenlernen. 1Kori4/201Kori Denn das Reich Gottes [besteht] nicht im Wort, sondern in Kraft. 1Kori4/211Kori Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder in
Liebe und im Geist der Sanftmut?
Gemeindezucht gegen Sünde in der Gemeinde.
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1Kori5/11Kori Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch sei, und [zwar] eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht [stattfindet]: dass einer seines Vaters Frau habe. 1Kori5/21Kori
Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan würde! 1Kori5/31Kori Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend,
aber im Geiste anwesend, habe schon als anwesend das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat, 1Kori5/41Kori - wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid -
1Kori5/51Kori einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist errettet werde am Tage des Herrn. 1Kori5/61Kori Euer Rühmen ist
nicht gut. Wißt ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? 1Kori5/71Kori Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid.
Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet. 1Kori5/81Kori Darum laßt uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit
Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.
1Kori5/91Kori Ich habe euch in dem Brief geschrieben, nicht mit Unzüchtigen Umgang zu haben; 1Kori5/101Kori nicht durchaus mit den Unzüchtigen dieser Welt oder den Habsüchtigen und Räubern oder
Götzendienern, sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. 1Kori5/111Kori Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist
oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen nicht einmal zu essen. 1Kori5/121Kori Denn was habe ich zu richten, die
draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? 1Kori5/131Kori Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!
Rechtsstreit unter Gemeindegliedern gehört nicht vor Gericht.
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1Kori6/11Kori Bringt es jemand von euch, der einen Rechtsstreit mit dem anderen hat, über sich, vor den Ungerechten zu streiten, und nicht vor den Heiligen? 1Kori6/21Kori Oder wißt ihr nicht,
dass die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet wird, seid ihr dann nicht würdig, über die geringsten Dinge zu richten? 1Kori6/31Kori Wißt ihr nicht, dass wir
Engel richten werden, wievielmehr [über] Alltägliches? 1Kori6/41Kori Wenn ihr nun über alltägliche Dinge Rechtshändel habt, so setzt ihr die [zu Richtern] ein, die in der Gemeinde nichts
gelten?
1Kori6/51Kori Zur Beschämung sage ich es euch. Also nicht ein Weiser ist unter euch, auch nicht einer, der zwischen Bruder und Bruder entscheiden kann? 1Kori6/61Kori sondern es streitet Bruder
mit Bruder, und das vor Ungläubigen! 1Kori6/71Kori Es ist nun schon überhaupt ein Fehler an euch, dass ihr Rechtshändel miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber unrecht tun? Warum laßt
ihr euch nicht lieber übervorteilen? 1Kori6/81Kori Sondern ihr selbst tut unrecht und übervorteilt, und das Brüdern gegenüber! 1Kori6/91Kori Oder wißt ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes
nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Wollüstlinge, noch Knabenschänder, 1Kori6/101Kori noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde,
noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. 1Kori6/111Kori Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt
worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.
Warnung vor Unzucht.
1Kori6/121Kori Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen. 1Kori6/131Kori Die Speisen [sind] für den Bauch und
der Bauch für die Speisen; Gott aber wird sowohl diesen als jene zunichte machen. Der Leib aber [ist] nicht für die Hurerei, sondern für den Herrn und der Herr für den Leib. 1Kori6/141Kori Gott
aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Macht. 1Kori6/151Kori Wißt ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und
zu Gliedern einer Hure machen? Das sei ferne! 1Kori6/161Kori Oder wißt ihr nicht, dass, wer der Hure anhängt, ein Leib [mit ihr] ist? `Denn es werden, heißt es, `die zwei ein Fleisch sein.
1Kori6/171Kori Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist [mit ihm]. 1Kori6/181Kori Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt,
sündigt gegen den eigenen Leib. 1Kori6/191Kori Oder wißt ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
1Kori6/201Kori Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott mit eurem Leib.
Verhalten in der Ehe.
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1Kori7/11Kori Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es gut für einen Menschen, keine Frau zu berühren. 1Kori7/21Kori Aber um der Unzucht willen habe jeder seine eigene
Frau, und jede habe ihren eigenen Mann. 1Kori7/31Kori Der Mann leiste der Frau die [eheliche] Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann. 1Kori7/41Kori Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen
Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau. 1Kori7/51Kori Entzieht euch einander nicht, es sei denn nach Übereinkunft eine
Zeitlang, damit ihr euch dem Gebet widmet und dann wieder zusammen seid, damit der Satan euch nicht versuche, weil ihr euch nicht enthalten könnt. 1Kori7/61Kori Dies aber sage ich als
Zugeständnis, nicht als Befehl. 1Kori7/71Kori Ich wünsche aber, alle Menschen wären wie ich; doch jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.
1Kori7/81Kori Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. 1Kori7/91Kori Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so sollen sie heiraten, denn
es ist besser, zu heiraten, als [vor Verlangen] zu brennen.
Über Ehescheidung.
1Kori7/101Kori Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll 1Kori7/111Kori - wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe
sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann - und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse.
1Kori7/121Kori Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie willigt ein, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht. 1Kori7/131Kori Und eine Frau,
die einen ungläubigen Mann hat, und er willigt ein, bei ihr zu wohnen, entlasse den Mann nicht. 1Kori7/141Kori Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt und die ungläubige Frau ist
durch den Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. 1Kori7/151Kori Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester
ist in solchen [Fällen] nicht geknechtet; zum Frieden hat uns Gott doch berufen. 1Kori7/161Kori Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann erretten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau
erretten wirst?
Bedeutungslosigkeit des Standes für die Berufung durch Gott.
1Kori7/171Kori Doch wie der Herr einem jeden zugeteilt hat, wie Gott einen jeden berufen hat, so wandle er; und so verordne ich es in allen Gemeinden. 1Kori7/181Kori Ist jemand beschnitten
berufen worden, so bleibe er bei der Beschneidung; ist jemand unbeschnitten berufen worden, so lasse er sich nicht beschneiden. 1Kori7/191Kori Die Beschneidung ist nichts, und das
Unbeschnittensein ist nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes. 1Kori7/201Kori Jeder bleibe in dem Stand, in dem er berufen worden ist. 1Kori7/211Kori Bist du als Sklave berufen worden, so
laß es dich nicht kümmern; wenn du aber auch frei werden kannst, mach um so lieber Gebrauch davon. 1Kori7/221Kori Denn der als Sklave im Herrn Berufene ist ein Freigelassener des Herrn; ebenso
ist der als Freier Berufene ein Sklave Christi. 1Kori7/231Kori Ihr seid um einen Preis erkauft; werdet nicht Sklaven von Menschen. 1Kori7/241Kori Worin jeder berufen worden ist, Brüder, darin
soll er vor Gott bleiben.
Über die Unverheirateten.
1Kori7/251Kori Über die Jungfrauen aber habe ich kein Gebot des Herrn; ich gebe aber eine Meinung als einer, der vom Herrn die Barmherzigkeit empfangen hat, vertrauenswürdig zu sein.
1Kori7/261Kori Ich meine nun, dass dies um der gegenwärtigen Not willen gut ist, dass es für einen Menschen gut ist, so zu sein. 1Kori7/271Kori Bist du an eine Frau gebunden, so suche nicht los
zu werden; bist du frei von einer Frau, so suche keine Frau. 1Kori7/281Kori Wenn du aber doch heiratest, so sündigst du nicht; und wenn die Jungfrau heiratet, so sündigt sie nicht; aber solche
werden Trübsal für das Fleisch haben; ich aber schone euch. 1Kori7/291Kori Dies aber sage ich, Brüder: Die Zeit ist begrenzt: dass künftig die, die Frauen haben, seien, als hätten sie keine,
1Kori7/301Kori und die Weinenden, als weinten sie nicht, und die sich Freuenden, als freuten sie sich nicht, und die Kaufenden, als behielten sie es nicht, 1Kori7/311Kori und die die Welt
Nutzenden, als benutzten sie sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht. 1Kori7/321Kori Ich will aber, dass ihr ohne Sorge seid. Der Unverheiratete ist für die [Sache] des Herrn besorgt, wie
er dem Herrn gefallen möge; 1Kori7/331Kori der Verheiratete aber ist um die [Dinge] der Welt besorgt, wie er der Frau gefallen möge, 1Kori7/341Kori und [so] ist er geteilt. Die unverheiratete
Frau und die Jungfrau ist für die [Sache] des Herrn besorgt, damit sie heilig sei an Leib und Geist; die Verheiratete aber ist für die [Sache] der Welt besorgt, wie sie dem Mann gefallen möge.
1Kori7/351Kori Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht, um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern damit ihr ehrbar und beständig ohne Ablenkung beim Herrn bleibt. 1Kori7/361Kori Wenn
aber jemand denkt, er handle ungeziemend mit seiner Jungfrau, wenn er in der Vollkraft steht, und es muß so geschehen, so tue er, was er will; er sündigt nicht; sie sollen heiraten.
1Kori7/371Kori Wer aber im Herzen feststeht und keine Not, sondern Macht hat über seinen eigenen Willen und dies in seinem Herzen beschlossen hat, seine Jungfrau zu bewahren, der handelt gut.
1Kori7/381Kori Also, wer seine Jungfrau heiratet, handelt gut, und wer [sie] nicht heiratet, wird besserhandeln. 1Kori7/391Kori Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber der Mann
entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, an wen sie will, nur im Herrn [muß es geschehen]. 1Kori7/401Kori Glückseliger ist sie aber, wenn sie so bleibt, nach meiner Meinung; ich
denke aber, dass auch ich Gottes Geist habe.
Rücksicht auf die Schwachen beim Essen von Götzenopferfleisch.
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1Kori8/11Kori Was aber das Götzenopferfleisch betrifft, so wissen wir, dass wir alle Erkenntnis haben. Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut. 1Kori8/21Kori Wenn jemand meint, er habe
etwas erkannt, so hat er noch nicht erkannt, wie man erkennen soll; 1Kori8/31Kori wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. 1Kori8/41Kori Was nun das Essen von Götzenopferfleisch
betrifft, so wissen wir, dass es keinen Götzen in der Welt gibt und dass kein Gott ist als nur einer . 1Kori8/51Kori Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt im Himmel oder auf Erden - wie es ja
viele Götter und viele Herren gibt -, 1Kori8/61Kori so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind
und wir durch ihn. 1Kori8/71Kori Die Erkenntnis aber ist nicht in allen, sondern manche essen es, da sie bis jetzt an den Götzen gewöhnt waren, als Götzenopferfleisch, und ihr Gewissen, da es
schwach ist, wird befleckt. 1Kori8/81Kori Speise aber macht uns nicht angenehm vor Gott; weder sind wir, wenn wir nicht essen, geringer, noch sind wir, wenn wir essen, besser. 1Kori8/91Kori Seht
aber zu, dass nicht etwa diese eure Freiheit den Schwachen zum Anstoß werde. 1Kori8/101Kori Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch liegen sieht, wird nicht sein
Gewissen, da er schwach ist, bestärkt werden, die Götzenopfer zu essen? 1Kori8/111Kori Und durch deine Erkenntnis kommt der Schwache um, der Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist.
1Kori8/121Kori Wenn ihr aber so gegen die Brüder sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, so sündigt ihr gegen Christus. 1Kori8/131Kori Darum, wenn eine Speise meinem Bruder Ärgernis gibt, so
will ich in Ewigkeit überhaupt kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder kein Ärgernis gebe.
Anspruch der Diener Gottes auf Unterhalt - Des Apostels Verzicht darauf.
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1Kori9/11Kori Bin ich nicht frei? Bin ich nicht Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn? 1Kori9/21Kori Wenn ich für andere kein Apostel bin, so
bin ich es doch für euch; denn das Siegel meines Apostelamtes seid ihr im Herrn. 1Kori9/31Kori Meine Verteidigung vor denen, die mich zur Untersuchung ziehen, ist diese: 1Kori9/41Kori Haben wir
etwa kein Recht, zu essen und zu trinken? 1Kori9/51Kori Haben wir etwa kein Recht, eine Schwester als Frau mitzunehmen wie die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? 1Kori9/61Kori
Oder haben allein ich und Barnabas kein Recht, nicht zu arbeiten? 1Kori9/71Kori Wer tut jemals Kriegsdienste auf eigenen Sold? Wer pflanzt einen Weinberg und ißt dessen Frucht nicht? Oder wer
hütet eine Herde und ißt nicht von der Milch der Herde? 1Kori9/81Kori Rede ich dies etwa nach Menschen[weise], oder sagt das nicht auch das Gesetz? 1Kori9/91Kori Denn in dem Gesetz Moses steht
geschrieben: `Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. Ist Gott etwa um die Ochsen besorgt? 1Kori9/101Kori Oder spricht er [nicht] durchaus um unsertwillen? Denn es ist um
unsertwillen geschrieben, dass der Pflüger auf Hoffnung pflügen und der Dreschende [dreschen] soll auf Hoffnung, [am Ertrag] teilzuhaben. 1Kori9/111Kori Wenn wir euch das Geistliche gesät haben,
was ist es da Großes, wenn wir von euch das Irdische ernten? 1Kori9/121Kori Wenn andere an dem Verfügungsrecht über euch Anteil haben, nicht erst recht wir? Wir haben aber von diesem Recht keinen
Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium Christi kein Hindernis bereiten. 1Kori9/131Kori Wißt ihr nicht, dass die, welche die heiligen Dienste tun, aus dem Tempel
essen, dass die, welche am Altar tätig sind, Anteil am Altar haben? 1Kori9/141Kori So hat auch der Herr denen, die das Evangelium verkündigen, verordnet, vom Evangelium zu leben. 1Kori9/151Kori
Ich aber habe von keinem dieser Dinge Gebrauch gemacht. Ich habe dies jedoch nicht geschrieben, damit es so mit mir geschehe; denn es wäre mir besser, zu sterben als - meinen Ruhm soll mir
niemand zunichte machen. 1Kori9/161Kori Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so habe ich keinen Ruhm, denn ein Zwang liegt auf mir; denn wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigte!
1Kori9/171Kori Wenn ich dies nämlich freiwillig tue, so habe ich Lohn [zu erwarten], wenn aber unfreiwillig, so bin ich [nur] mit einer Verwaltung betraut. 1Kori9/181Kori Was ist nun mein Lohn?
Dass ich bei meiner Verkündigung das Evangelium kostenfrei mache, so dass ich von meinem Recht am Evangelium keinen Gebrauch mache.
Der Apostel als aller Menschen Sklave und als Wettkämpfer.
1Kori9/191Kori Denn obwohl ich allen gegenüber frei bin, habe ich mich allen zum Sklaven gemacht, damit ich immer mehr gewinne. 1Kori9/201Kori Und ich bin den Juden wie ein Jude geworden, damit
ich die Juden gewinne; denen, die unter Gesetz sind, wie einer unter Gesetz - obwohl ich selbst nicht unter Gesetz bin -, damit ich die, welche unter Gesetz sind, gewinne; 1Kori9/211Kori denen,
die ohne Gesetz sind, wie einer ohne Gesetz - obwohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern unter dem Gesetz Christi -, damit ich die, welche ohne Gesetz sind, gewinne. 1Kori9/221Kori Den
Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige errette. 1Kori9/231Kori Ich tue aber alles um des
Evangeliums willen, um an ihm Anteil zu bekommen.
1Kori9/241Kori Wißt ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. 1Kori9/251Kori Jeder aber, der kämpft, ist
enthaltsam in allem; jene freilich, damit sie einen vergänglichen Siegeskranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 1Kori9/261Kori Ich laufe nun so, nicht wie ins Ungewisse; ich kämpfe so,
nicht wie einer, der in die Luft schlägt; 1Kori9/271Kori sondern ich zerschlage meinen Leib und knechte ihn, damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt, selbst verwerflich werde.
Warnung vor sündiger Lust.
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1Kori10/11Kori Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind 1Kori10/21Kori und alle
in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden 1Kori10/31Kori und alle dieselbe geistliche Speise aßen 1Kori10/41Kori und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem
geistlichen Felsen, der [sie] begleitete. Der Fels aber war der Christus. 1Kori10/51Kori An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt
worden. 1Kori10/61Kori Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit uns nicht nach bösen Dingen gelüstet, wie es jene gelüstete. 1Kori10/71Kori Werdet auch nicht Götzendiener wie
einige von ihnen, wie geschrieben steht: `Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen. 1Kori10/81Kori Auch laßt uns nicht Unzucht treiben, wie einige von
ihnen Unzucht trieben und es fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend. 1Kori10/91Kori Laßt uns auch den Christus nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen
umgebracht wurden. 1Kori10/101Kori Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden. 1Kori10/111Kori Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist
geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist. 1Kori10/121Kori Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle. 1Kori10/131Kori Keine Versuchung
hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird,
so dass ihr sie ertragen könnt.
Warnung vor Götzendienst im Blick auf den Tisch des Herrn.
1Kori10/141Kori Darum, meine Geliebten, flieht den Götzendienst. 1Kori10/151Kori Ich rede als zu Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage. 1Kori10/161Kori Der Kelch der Segnung, den wir segnen,
ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? 1Kori10/171Kori Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die
vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot. 1Kori10/181Kori Seht auf das Israel nach dem Fleisch. Sind nicht die, welche die Schlachtopfer essen, in Gemeinschaft mit dem Altar?
1Kori10/191Kori Was sage ich nun? Dass das einem Götzen Geopferte etwas sei? Oder dass ein Götzenbild etwas sei? 1Kori10/201Kori [Nein], sondern dass das, was sie opfern, sie den Dämonen opfern
und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen. 1Kori10/211Kori Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn
teilnehmen und am Tisch der Dämonen. 1Kori10/221Kori Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er?
Mahnung zum rechten Gebrauch der Freiheit beim Essen des Götzenopferfleisches.
1Kori10/231Kori Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut. 1Kori10/241Kori Niemand suche das Seine, sondern das des anderen. 1Kori10/251Kori
Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen. 1Kori10/261Kori Denn `die Erde ist des Herrn und ihre Fülle. 1Kori10/271Kori Wenn jemand von
den Ungläubigen euch einladet, und ihr wollt hingehen, so eßt alles, was euch vorgesetzt wird, ohne es um des Gewissens willen zu untersuchen. 1Kori10/281Kori Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies
ist Opferfleisch, so eßt nicht, um jenes willen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen; 1Kori10/291Kori ich meine aber nicht das eigene Gewissen, sondern das des anderen. Denn warum wird
meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt? 1Kori10/301Kori Wenn ich mit Danksagung teilnehme, warum werde ich geschmäht für das, wofür ich danksage? 1Kori10/311Kori Ob ihr nun eßt oder
trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. 1Kori10/321Kori Seid unanstößig, sowohl für Juden als auch für Griechen als auch für die Gemeinde Gottes; 1Kori10/331Kori wie auch ich in
allen Dingen allen zu gefallen strebe, dadurch dass ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der vielen, dass sie errettet werden.
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1Kori11/11Kori Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi [Nachahmer bin]!
Mahnung zum rechten Verhalten beim Gebet.
1Kori11/21Kori Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner gedenkt und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet. 1Kori11/31Kori Ich will aber, dass ihr wißt, dass der
Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. 1Kori11/41Kori Jeder Mann, der betet oder weissagt und [dabei etwas] auf dem Haupt hat,
entehrt sein Haupt. 1Kori11/51Kori Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene. 1Kori11/61Kori Denn wenn
eine Frau sich nicht verhüllt, so werde [ihr] auch [das Haar] abgeschnitten; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass [ihr das Haar] abgeschnitten oder geschoren wird, so soll sie sich
verhüllen. 1Kori11/71Kori Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhüllen, da er Gottes Bild und Abglanz ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. 1Kori11/81Kori Denn der Mann ist
nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; 1Kori11/91Kori denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. 1Kori11/101Kori Darum soll die
Frau eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen. 1Kori11/111Kori Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau. 1Kori11/121Kori Denn wie die Frau vom
Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott. 1Kori11/131Kori Urteilt bei euch selbst: Ist es anständig, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet? 1Kori11/141Kori Oder lehrt
euch nicht selbst die Natur, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist, 1Kori11/151Kori wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr
anstatt eines Schleiers gegeben. 1Kori11/1611Kori Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, [so soll er wissen:] wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden
Gottes.
Mahnung zum rechten Verhalten beim Herrenmahl.
1Kori11/171Kori Wenn ich aber folgendes vorschreibe, so lobe ich nicht, dass ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt. 1Kori11/181Kori Denn erstens höre ich, dass, wenn ihr
in der Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch sind, und zum Teil glaube ich es. 1Kori11/191Kori Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar
werden.
1Kori11/201Kori Wenn ihr nun zusammenkommt, so ist es nicht [möglich], das Herrenmahl zu essen. 1Kori11/211Kori Denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der
andere ist betrunken. 1Kori11/221Kori Habt ihr denn nicht Häuser, um zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, welche nichts haben? Was soll ich euch
sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich nicht. 1Kori11/231Kori Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er
überliefert wurde, Brot nahm, 1Kori11/241Kori und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis. 1Kori11/251Kori Ebenso auch den
Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis. 1Kori11/261Kori Denn sooft ihr dieses Brot eßt und den Kelch
trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 1Kori11/271Kori Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein.
1Kori11/281Kori Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch. 1Kori11/291Kori Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst Gericht, wenn er den
Leib [des Herrn] nicht [richtig] beurteilt. 1Kori11/301Kori Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen. 1Kori11/311Kori Wenn wir uns aber selbst
beurteilten, so würden wir nicht gerichtet. 1Kori11/321Kori Wenn wir aber vom Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden. 1Kori11/331Kori
Daher, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander. 1Kori11/341Kori Wenn jemand hungert, der esse daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das übrige aber
will ich anordnen, sobald ich komme.
Die verschiedenen Geistesgaben und die Einheit des Leibes und seiner Glieder.
\12\
1Kori12/11Kori Was aber die geistlichen [Gaben] betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr ohne Kenntnis seid. 1Kori12/21Kori Ihr wißt, dass ihr, als ihr zu den Heiden gehörtet, zu den stummen
Götzenbildern hingezogen, ja, fortgerissen wurdet. 1Kori12/31Kori Deshalb tue ich euch kund, dass niemand, der im Geist Gottes redet, sagt: Fluch über Jesus! und niemand sagen kann: Herr Jesus!
außer im Heiligen Geist.
1Kori12/41Kori Es gibt aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber [es ist] derselbe Geist; 1Kori12/51Kori und es gibt Verschiedenheiten von Diensten, und [es ist] derselbe Herr; 1Kori12/61Kori
und es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, aber [es ist] derselbe Gott, der alles in allen wirkt. 1Kori12/71Kori Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. 1Kori12/81Kori
Dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; 1Kori12/91Kori einem anderen aber Glauben in demselben Geist, einem
anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist, 1Kori12/101Kori einem anderen aber [Wunder-]Kräfte, einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister;
einem anderen aber [verschiedene] Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen. 1Kori12/111Kori Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er
will. 1Kori12/121Kori Denn wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: so auch der Christus. 1Kori12/131Kori Denn in einem Geist
sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden. 1Kori12/141Kori Denn auch der Leib ist nicht
ein Glied, sondern viele. 1Kori12/151Kori Wenn der Fuß spräche: Weil ich nicht Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib: gehört er deswegen nicht zum Leib? 1Kori12/161Kori Und wenn das Ohr spräche:
Weil ich nicht Auge bin, gehöre ich nicht zum Leib: gehört es deswegen nicht zum Leib? 1Kori12/171Kori Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo wäre das Gehör? Wenn ganz Gehör, wo der Geruch?
1Kori12/181Kori Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte. 1Kori12/191Kori Wenn aber alles ein Glied wäre, wo wäre der Leib? 1Kori12/201Kori Nun aber
sind zwar viele Glieder, aber ein Leib. 1Kori12/211Kori Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht; oder wieder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht; 1Kori12/221Kori
sondern gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig; 1Kori12/231Kori und die uns die weniger ehrbaren am Leib zu sein scheinen, die umgeben wir mit reichlicherer
Ehre; und unsere nichtanständigen haben größere Wohlanständigkeit; 1Kori12/241Kori unsere wohlanständigen aber brauchen es nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dabei dem
Mangelhafteren größere Ehre gegeben, 1Kori12/251Kori damit keine Spaltung im Leib sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander hätten. 1Kori12/261Kori Und wenn ein Glied leidet, so leiden
alle Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit. 1Kori12/271Kori Ihr aber seid Christi Leib, und einzeln genommen, Glieder. 1Kori12/281Kori Und die einen
hat Gott in der Gemeinde gesetzt erstens zu Aposteln, zweitens [andere] zu Propheten, drittens zu Lehrern, sodann [Wunder-]Kräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen,
Arten von Sprachen. 1Kori12/291Kori Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle [Wunder-]Kräfte? 1Kori12/301Kori Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen?
Legen alle aus? 1Kori12/311Kori Eifert aber um die größeren Gnadengaben.
Und einen Weg noch weit darüber hinaus zeige ich euch:
Das Jesaied der Liebe.
\13\
1Kori13/11Kori Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. 1Kori13/21Kori Und wenn ich
Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 1Kori13/31Kori Und wenn ich
alle meine Habe zur Speisung [der Armen] austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich verbrannt werde, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. 1Kori13/41Kori Die Liebe ist
langmütig, die Liebe ist gütig; sie neidet nicht; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 1Kori13/51Kori sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich
nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, 1Kori13/61Kori sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 1Kori13/71Kori sie erträgt alles, sie glaubt
alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 1Kori13/81Kori Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören (Die
Gnadengaben haben noch nicht aufgehört; das ist eine falsche Prophetie, passend zu dem falschen Geist der Berliner Erklärung. Kinder verstehen gut: Sprich in deiner von Gott geschenkten
Geheimsprache!); sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 1Kori13/91Kori Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise; 1Kori13/101Kori wenn aber das Vollkommene kommt, wird das,
was stückweise ist, weggetan werden. 1Kori13/111Kori Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich
war. 1Kori13/121Kori Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleich wie auch ich
erkannt worden bin. 1Kori13/131Kori Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.
Über das Reden und Beten in Sprachen.
\14\
1Kori14/11Kori Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen [Gaben], besonders aber, dass ihr weissagt. 1Kori14/21Kori Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern
zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse. 1Kori14/31Kori Wer aber weissagt, redet zu den Menschen [zur] Erbauung und Ermahnung und Tröstung. 1Kori14/41Kori Wer in
einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde. 1Kori14/51Kori Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber [noch], dass ihr weissagt. Wer aber
weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange. 1Kori14/61Kori Jetzt aber, Brüder, wenn ich zu euch komme und in Sprachen
rede, was werde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch rede in Offenbarung oder in Erkenntnis oder in Weissagung oder in Lehre? 1Kori14/71Kori Doch auch die tönenden leblosen Dinge, Flöte oder
Harfe, wenn sie den Tönen keinen Unterschied geben, wie wird man erkennen, was geflötet oder geharft wird? 1Kori14/81Kori Denn auch wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum
Kampf rüsten? 1Kori14/91Kori So auch ihr, wenn ihr durch die Sprache nicht eine verständliche Rede gebt, wie soll man erkennen, was geredet wird? Denn ihr werdet in den Wind reden.
1Kori14/101Kori Es gibt zum Beispiel so viele Arten von Sprachen in der Welt, und nichts ist ohne Sprache. 1Kori14/111Kori Wenn ich nun die Bedeutung der Sprache nicht kenne, so werde ich dem
Redenden ein Barbar sein und der Redende für mich ein Barbar. 1Kori14/121Kori So auch ihr, da ihr nach geistlichen Gaben eifert, so strebt danach, dass ihr überströmend seid zur Erbauung der
Gemeinde. 1Kori14/131Kori Darum, wer in einer Sprache redet, bete, dass er [es auch] auslege. 1Kori14/141Kori Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist
fruchtleer. 1Kori14/151Kori Was ist nun? Ich will beten mit dem Geist, aber ich will auch beten mit dem Verstand; ich will lobsingen mit dem Geist, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstand.
1Kori14/161Kori Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?
1Kori14/171Kori Denn du sagst wohl gut Dank, aber der andere wird nicht erbaut. 1Kori14/181Kori Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle. 1Kori14/191Kori Aber in der Gemeinde will
ich [lieber] fünf Worte mit meinem Verstand reden, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache. 1Kori14/201Kori Brüder, seid nicht Kinder am Verstand, sondern an der
Bosheit seid Unmündige, am Verstand aber seid Erwachsene. 1Kori14/211Kori Es steht im Gesetz geschrieben: `Ich will durch Leute mit fremder Sprache und durch Lippen Fremder zu diesem Volk reden,
und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr. 1Kori14/221Kori Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht für die Glaubenden, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber
nicht für die Ungläubigen, sondern für die Glaubenden. 1Kori14/231Kori Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkommt und alle in Sprachen reden, und es kommen Unkundige oder Ungläubige herein, werden
sie nicht sagen, dass ihr von Sinnen seid? 1Kori14/241Kori Wenn aber alle weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt;
1Kori14/251Kori das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist.
Ordnung bei den Gemeindezusammenkünften.
1Kori14/261Kori Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache[nrede], hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung; alles geschehe zur
Erbauung. 1Kori14/271Kori Wenn nun jemand in einer Sprache redet, [so sei es] zu zweien oder höchstens zu dritt und nacheinander, und einer lege aus. 1Kori14/281Kori Wenn aber kein Ausleger da
ist, so schweige er in der Gemeinde, rede aber für sich und für Gott. 1Kori14/291Kori Propheten aber laßt zwei oder drei reden, und die anderen laßt urteilen. 1Kori14/301Kori Wenn aber einem
anderen, der dasitzt, eine Offenbarung [zuteil] wird, so schweige der erste. 1Kori14/311Kori Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weissagen, damit alle lernen und alle getröstet werden.
1Kori14/321Kori Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. 1Kori14/331Kori Denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens.
Wie [es] in allen Gemeinden der Heiligen [ist], 1Kori14/341Kori sollen eure Frauen in den Gemeinden schweigen, denn es wird ihnen nicht erlaubt, zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie
auch das Gesetz sagt. 1Kori14/351Kori Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für eine Frau, in der Gemeinde zu reden.
1Kori14/361Kori Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt? 1Kori14/371Kori Wenn jemand meint, ein Prophet oder [sonst] ein Geistbegabter zu sein, so
erkenne er, dass das, was ich euch schreibe, ein Gebot des Herrn ist. 1Kori14/381Kori Wenn aber jemand das nicht erkennt, so wird er auch [von Gott] nicht erkannt. 1Kori14/391Kori Daher, Brüder,
eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht. 1Kori14/401Kori Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.
Die Auferstehungshoffnung und die Zeugen der Auferstehung Christi.
\15\
1Kori15/11Kori Ich tue euch aber, Brüder, das Evangelium kund, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch steht, 1Kori15/21Kori durch das ihr auch errettet
werdet, wenn ihr festhaltet, mit welcher Rede ich es euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich zum Glauben gekommen seid. 1Kori15/31Kori Denn ich habe euch vor allem überliefert, was
ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; 1Kori15/41Kori und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den
Schriften; 1Kori15/51Kori und dass er Kephas erschienen ist, dann den Zwölfen. 1Kori15/61Kori Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt
übriggeblieben, einige aber auch entschlafen sind. 1Kori15/71Kori Danach erschien er Jakobus, dann den Aposteln allen; 1Kori15/81Kori zuletzt aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt,
erschien er auch mir. 1Kori15/91Kori Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht würdig bin, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. 1Kori15/101Kori
Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade
Gottes, [die] mit mir [war]. 1Kori15/111Kori Ob nun ich oder jene: so [jedenfalls] predigen wir, und so seid ihr zum Glauben gekommen.
Die Auferstehungshoffnung gegen die Leugnung der Auferstehung.
1Kori15/121Kori Wenn aber gepredigt wird, dass Christus aus den Toten auferweckt sei, wie sagen einige unter euch, dass es keine Auferstehung der Toten gebe? 1Kori15/131Kori Wenn es aber keine
Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; 1Kori15/141Kori wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer
Glaube. 1Kori15/151Kori Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich
Tote nicht auferweckt werden. 1Kori15/161Kori Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. 1Kori15/171Kori Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer
Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. 1Kori15/181Kori Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verlorengegangen. 1Kori15/191Kori Wenn wir allein in diesem Leben auf
Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen.
1Kori15/201Kori Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; 1Kori15/211Kori denn da ja durch einen Menschen der Tod [kam], so auch durch einen Menschen die
Auferstehung der Toten. 1Kori15/221Kori Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. 1Kori15/231Kori Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling,
Christus; sodann die, welche Christus gehören bei seiner Ankunft; 1Kori15/241Kori dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt; wenn er alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht
weggetan hat. 1Kori15/251Kori Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 1Kori15/261Kori Als letzter Feind wird der Tod weggetan. 1Kori15/271Kori `Denn alles hat er
seinen Füßen unterworfen. Wenn es aber heißt, dass alles unterworfen sei, so ist klar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 1Kori15/281Kori Wenn ihm aber alles unterworfen
ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei. 1Kori15/291Kori Was werden sonst die tun, die sich für die Toten taufen
lassen? Wenn überhaupt Tote nicht auferweckt werden, warum lassen sie sich denn für sie taufen? 1Kori15/301Kori Warum sind auch wir jede Stunde in Gefahr? 1Kori15/311Kori Täglich sterbe ich, so
wahr ihr mein Ruhm seid, Brüder, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe. 1Kori15/321Kori Wenn ich [nur] nach Menschen[weise] mit wilden Tieren gekämpft habe zu Ephesus, was nützt es mir?
Wenn Tote nicht auferweckt werden, so `laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir! 1Kori15/331Kori Irrt euch nicht: Böser Verkehr verdirbt gute Sitten. 1Kori15/341Kori Werdet
rechtschaffen nüchtern und sündigt nicht, denn manche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich es euch.
Die Auferstehungshoffnung und die Eigenart der Auferstehung.
1Kori15/351Kori Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib kommen sie? 1Kori15/361Kori Tor! Was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn.
1Kori15/371Kori Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen [Samenkörner]. 1Kori15/381Kori Gott aber gibt ihm
einen Leib, wie er gewollt hat, und jedem der Samen seinen eigenen Leib. 1Kori15/391Kori Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; sondern ein anderes [ist das] der Menschen und ein anderes das
Fleisch des Viehes und ein anderes das der Vögel und ein anderes das der Fische. 1Kori15/401Kori Und es gibt himmlische Leiber und irdische Leiber. Aber anders ist der Glanz der himmlischen,
anders der der irdischen; 1Kori15/411Kori ein anderer der Glanz der Sonne und ein anderer der Glanz des Mondes und ein anderer der Glanz der Sterne; denn es unterscheidet sich Stern von Stern an
Glanz. 1Kori15/421Kori So ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit, es wird auferweckt in Unverweslichkeit. 1Kori15/431Kori Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt
in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; 1Kori15/441Kori es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Wenn es einen natürlichen
Leib gibt, so gibt es auch einen geistlichen. 1Kori15/451Kori So steht auch geschrieben: `Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte Adam zu einem lebendig machenden
Geist. 1Kori15/461Kori Aber das Geistliche ist nicht zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistliche. 1Kori15/471Kori Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch vom
Himmel. 1Kori15/481Kori Wie der Irdische, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen. 1Kori15/491Kori Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so
werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. 1Kori15/501Kori Dies aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch die Verweslichkeit nicht die
Unverweslichkeit erbt.
1Kori15/511Kori Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 1Kori15/521Kori in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten
Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 1Kori15/531Kori Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen und
dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.
Lobpreis Gottes im Blick auf die Auferstehungshoffnung.
1Kori15/541Kori Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: `Verschlungen
ist der Tod in Sieg. 1Kori15/551Kori `Wo ist, o Tod, dein Sieg? Wo ist, o Tod, dein Stachel? 1Kori15/561Kori Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz.
1Kori15/571Kori Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! 1Kori15/581Kori Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, allezeit überströmend in
dem Werk des Herrn, da ihr wißt, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist.
Anweisung über Sammlungen für die Gemeinde in Jerusalem.
\16\
1Kori16/11Kori Was aber die Sammlung für die Heiligen betrifft, so macht es auch so, wie ich es für die Gemeinden von Galatien angeordnet habe. 1Kori16/21Kori An jedem ersten Wochentag lege ein
jeder von euch bei sich zurück und sammle an, je nachdem er Gedeihen hat, damit nicht [erst] dann, wenn ich komme, Sammlungen geschehen. 1Kori16/31Kori Wenn ich aber angekommen bin, so will ich
solche, die ihr für bewährt haltet, mit Briefen senden, dass sie eure Gabe nach Jerusalem hinbringen. 1Kori16/41Kori Wenn es aber der Mühe wert ist, dass auch ich hinreise, so sollen sie mit mir
reisen.
Reisepläne des Apostels.
1Kori16/51Kori Ich werde aber zu euch kommen, wenn ich Mazedonien durchzogen habe. Denn Mazedonien durchziehe ich [nur]; 1Kori16/61Kori bei euch aber werde ich vielleicht bleiben oder auch
überwintern, damit ihr mich geleitet, wohin ich auch reise; 1Kori16/71Kori denn ich will euch jetzt nicht im Vorbeigehen sehen, denn ich hoffe, einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn der Herr es
erlaubt. 1Kori16/81Kori Ich werde aber bis Pfingsten in Ephesus bleiben, 1Kori16/91Kori denn eine große und wirksame Tür ist mir aufgetan, und der Widersacher sind viele.
Mitteilungen über Mitarbeiter.
1Kori16/101Kori Wenn aber Timotheus kommt, so seht zu, dass er ohne Furcht bei euch sei: denn er arbeitet am Werk des Herrn wie auch ich. 1Kori16/111Kori Es verachte ihn nun niemand. Geleitet ihn
aber in Frieden, dass er zu mir komme; denn ich erwarte ihn mit den Brüdern. 1Kori16/121Kori Was aber den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihm vielfach zugeredet, dass er mit den Brüdern zu
euch komme; und es war durchaus nicht [sein] Wille, jetzt zu kommen, doch wird er kommen, sobald er Gelegenheit findet.
1Kori16/131Kori Wachet, steht fest im Glauben; seid mannhaft, seid stark! 1Kori16/141Kori Alles bei euch geschehe in Liebe!
1Kori16/151Kori Ich ermahne euch aber, Brüder: Ihr kennt das Haus des Stephanas, dass es der Erstling von Achaja ist und dass sie sich in
den Dienst für die Heiligen gestellt haben; 1Kori16/161Kori dass auch ihr euch solchen unterordnet und jedem, der mitwirkt und sich abmüht. 1Kori16/171Kori Ich freue mich aber über die
Ankunft des Stephanas und Fortunatus und Achaikus, denn diese haben eure Abwesenheit ersetzt. 1Kori16/181Kori Denn sie haben meinen und euren Geist erquickt. Erkennt nun solche an!
Grüße und Segenswunsch.
1Kori16/191Kori Es grüßen euch die Gemeinden Asiens. Es grüßen euch vielmals im Herrn Aquila und Priska samt der Gemeinde in ihrem Hause. 1Kori16/201Kori Es grüßen euch die Brüder alle. Grüßt
einander mit heiligem Kuß.
1Kori16/211Kori Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. 1Kori16/221Kori Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht! Maranatha! 1Kori16/231Kori Die Gnade des Herrn Jesus [sei] mit
euch! 1Kori16/241Kori Meine Liebe [sei] mit euch allen in Christus Jesus
2.8 Der zweite Brief an die Korinther.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
2kori1/12kori Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, der Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, die in ganz Achaja sind: 2kori1/22kori
Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Dank für Gottes Rettung aus Todesgefahr.
2kori1/32kori Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott alles Trostes, 2kori1/42kori der uns tröstet in all unserer Drangsal, damit wir die
trösten können, die in allerlei Drangsal sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. 2kori1/52kori Denn wie die Leiden des Christus überreich auf uns kommen, so ist auch
durch den Christus unser Trost überreich. 2kori1/62kori Sei es aber, dass wir bedrängt werden, so ist es zu eurem Trost und Heil; sei es, dass wir getröstet werden, so ist es zu eurem Trost, der
wirksam wird im geduldigen Ertragen derselben Leiden, die auch wir leiden. 2kori1/72kori Und unsere Hoffnung für euch steht fest, da wir wissen, dass, wie ihr der Leiden teilhaftig seid, so auch
des Trostes.
2kori1/82kori Denn wir wollen euch nicht in Unkenntnis lassen, Brüder, über unsere Drangsal, die uns in Asien widerfahren ist, dass wir übermäßig beschwert wurden, über Vermögen, so dass wir
sogar am Leben verzweifelten. 2kori1/92kori Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten
auferweckt. 2kori1/102kori Und der hat uns aus so großer Todesgefahr errettet und wird uns erretten; auf ihn hoffen wir, dass er uns auch ferner erretten werde; 2kori1/112kori wobei auch ihr
durch das Gebet für uns mitwirkt, damit von vielen Personen für das uns [verliehene] Gnadengeschenk gedankt werde, durch viele für uns.
Verteidigung gegen unberechtigte Vorwürfe.
2kori1/122kori Denn unser Rühmen ist dies: das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Einfalt und Lauterkeit Gottes, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes gewandelt sind in
der Welt, besonders aber bei euch. 2kori1/132kori Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest oder auch erkennt; ich hoffe aber, dass ihr bis ans Ende erkennen werdet, 2kori1/142kori
wie ihr auch uns zum Teil erkannt habt, dass wir euer Ruhm sind, so wie auch ihr der unsrige seid am Tag unseres Herrn Jesus. 2kori1/152kori Und in diesem Vertrauen wollte ich vorher zu euch
kommen, damit ihr eine zweite Gnade hättet, 2kori1/162kori und über euch nach Mazedonien reisen und wieder von Mazedonien zu euch kommen und von euch nach Judäa geleitet werden. 2kori1/172kori
Habe ich nun, indem ich mir dieses vornahm, etwa leichtfertig gehandelt? Oder was ich mir vornehme, nehme ich mir das nach dem Fleisch vor, damit bei mir das Ja-ja und das Nein-nein
[gleichzeitig] wären? 2kori1/182kori Gott aber ist treu [und bürgt dafür], dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein [zugleich] ist. 2kori1/192kori Denn der Sohn Gottes, Christus Jesus, der unter
euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist ein Ja geschehen. 2kori1/202kori Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt,
in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns. 2kori1/212kori Der uns aber mit euch befestigt in Christus und uns gesalbt hat, ist Gott, 2kori1/222kori der uns auch
versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben hat.
2kori1/232kori Ich aber rufe Gott zum Zeugen an gegen meine Seele, dass ich, um euch zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen bin. 2kori1/242kori Nicht dass wir über euren Glauben herrschen,
sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude; denn ihr steht durch den Glauben.
\2\
2kori2/12kori Ich habe aber dies für mich beschlossen, nicht wieder in Traurigkeit zu euch zu kommen. 2kori2/22kori Denn wenn ich euch traurig mache, wer ist [dann noch] da, der mich fröhlich
mache außer dem, der durch mich traurig gemacht wird? 2kori2/32kori Und eben dieses habe ich euch geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen Traurigkeit habe, von denen ich Freude
haben sollte, weil ich euch allen vertraue, dass meine Freude euer aller [Freude] ist. 2kori2/42kori Denn aus viel Drangsal und Herzensangst schrieb ich euch mit vielen Tränen, nicht damit ihr
traurig gemacht würdet, sondern damit ihr die Liebe erkennen möchtet, die ich besonders zu euch habe.
Das bußfertige Gemeindeglied soll wieder aufgenommen werden.
2kori2/52kori Wenn aber jemand traurig gemacht hat, so hat er nicht mich traurig gemacht, sondern zum Teil - damit ich nicht zuviel sage - euch alle. 2kori2/62kori Dem Betreffenden genügt diese
Strafe von den meisten [der Gemeinde], 2kori2/72kori so dass ihr im Gegenteil vielmehr vergeben und ermuntern solltet, damit der Betreffende nicht etwa durch übermäßige Traurigkeit verschlungen
werde. 2kori2/82kori Darum ermahne ich euch, zu beschließen, ihm gegenüber Liebe [zu üben]. 2kori2/92kori Denn dazu habe ich auch geschrieben, dass ich eure Bewährung kennen lernte, ob ihr in
allem gehorsam seid. 2kori2/102kori Wem ihr aber etwas vergebt, [dem vergebe] auch ich; denn auch ich habe, was ich vergeben habe - wenn ich etwas zu vergeben hatte - um euretwillen [vergeben]
vor dem Angesicht Christi, 2kori2/112kori damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt.
Verkündigung des Evangeliums in Mazedonien.
2kori2/122kori Als ich aber zur Verkündigung des Evangeliums Christi nach Troas kam und mir eine Tür aufgetan wurde im Herrn, 2kori2/132kori hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, weil ich Titus,
meinen Bruder, nicht fand, sondern ich nahm Abschied von ihnen und zog fort nach Mazedonien. 2kori2/142kori Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus und den
Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart! 2kori2/152kori Denn wir sind ein Wohlgeruch Christi für Gott unter denen, die errettet werden, und unter denen, die verlorengehen;
2kori2/162kori den einen ein Geruch vom Tod zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig? 2kori2/172kori Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes
wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit, sondern wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus.
Die Korinther als Empfehlungsbriefe des Apostels.
\3\
2kori3/12kori Fangen wir wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir etwa wie gewisse Leute Empfehlungsbriefe an euch oder [Empfehlungsbriefe] von euch? 2kori3/22kori Unser Brief seid
ihr, eingeschrieben in unsere Herzen, erkannt und gelesen von allen Menschen; 2kori3/32kori von euch ist offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, ausgefertigt von uns im Dienst,
geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf Tafeln, die fleischerne Herzen sind.
Vorzug des neuen Bundes vor dem alten.
2kori3/42kori Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott: 2kori3/52kori nicht dass wir von uns aus tüchtig wären, etwas zu erdenken als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist
von Gott, 2kori3/62kori der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
2kori3/72kori Wenn aber [schon] der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit geschah, so dass die Söhne Israels nicht fest in das Angesicht Moses schauen konnten
wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die [doch] verging, 2kori3/82kori wie wird nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit bestehen? 2kori3/92kori Denn wenn der Dienst der
Verdammnis Herrlichkeit ist, so ist der Dienst der Gerechtigkeit noch viel reicher an Herrlichkeit. 2kori3/102kori Denn in dieser Hinsicht ist sogar das Verherrlichte nicht verherrlicht wegen der
überragenden Herrlichkeit. 2kori3/112kori Denn wenn das Vergehende in Herrlichkeit war, wieviel mehr [besteht] das Bleibende in Herrlichkeit!
2kori3/122kori Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so gehen wir mit großer Freimütigkeit vor 2kori3/132kori und [tun] nicht wie Mose, der eine Decke über sein Angesicht legte, damit die Söhne
Israels nicht auf das Ende des Vergehenden blicken sollten. 2kori3/142kori Aber ihr Sinn ist verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt dieselbe Decke auf der Verlesung des Alten
Testaments und wird nicht aufgedeckt, weil sie [nur] in Christus beseitigt wird. 2kori3/152kori Aber bis heute, sooft Mose gelesen wird, liegt eine Decke auf ihrem Herzen. 2kori3/162kori `Dann
aber, wenn es `sich zum Herrn wendet, wird die Decke weggenommen. 2kori3/172kori Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. 2kori3/182kori Wir alle aber schauen
mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden [so] verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie [es] vom Herrn, dem Geist, [geschieht].
Die Lauterkeit des Apostels bei der Verkündigung des Evangeliums.
\4\
2kori4/12kori Darum, da wir diesen Dienst haben, weil wir ja begnadigt worden sind, ermatten wir nicht; 2kori4/22kori sondern wir haben den geheimen Dingen, deren man sich schämen muß, entsagt
und wandeln nicht in Arglist, noch verfälschen wir das Wort Gottes, sondern durch die Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem Gewissen der Menschen vor Gott. 2kori4/32kori Wenn aber
unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es [nur] bei denen verdeckt, die verlorengehen, 2kori4/42kori den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den
Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen. 2kori4/52kori Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als Herrn, uns aber als
eure Sklaven um Jesu willen. 2kori4/62kori Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis soll Licht leuchten! er [ist es], der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der
Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
Gottes Kraft hält Paulus in seinen Leiden aufrecht.
2kori4/72kori Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Größe der Kraft von Gott sei und nicht aus uns. 2kori4/82kori In allem sind wir bedrängt, aber nicht erdrückt;
keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg; 2kori4/92kori verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht vernichtet; 2kori4/102kori allezeit das Sterben Jesu am Leib umhertragend,
damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde. 2kori4/112kori Denn ständig werden wir, die Lebenden, dem Tod überliefert um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu an unserem
sterblichen Fleisch offenbar werde. 2kori4/122kori Folglich wirkt der Tod in uns, das Leben aber in euch. 2kori4/132kori Da wir aber denselben Geist des Glaubens haben - nach dem, was geschrieben
steht: `Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet -, so glauben auch wir, darum reden wir auch; 2kori4/142kori denn wir wissen, dass der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns mit
Jesus auferwecken und mit euch vor sich stellen wird; 2kori4/152kori denn alles [geschieht] um euretwillen, damit die Gnade zunehme und durch eine immer größere Zahl die Danksagung zur Ehre
Gottes überströmen lasse.
2kori4/162kori Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. 2kori4/172kori Denn das schnell vorübergehende
Leichte der Drangsal bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, 2kori4/182kori da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare
ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.
Sehnsucht des Apostels nach der himmlischen Behausung.
\5\
2kori5/12kori Denn wir wissen, dass, wenn unser irdisches Zelthaus zerstört wird, wir einen Bau von Gott haben, ein nicht mit Händen gemachtes, ewiges Haus in den Himmeln. 2kori5/22kori Denn in
diesem freilich seufzen wir und sehnen uns danach, mit unserer Behausung aus dem Himmel überkleidet zu werden, 2kori5/32kori insofern wir ja bekleidet, nicht nackt erfunden werden. 2kori5/42kori
Denn wir freilich, die in dem Zelt sind, seufzen beschwert, weil wir nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche verschlungen werde vom Leben. 2kori5/52kori Der uns
aber eben hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns das Unterpfand des Geistes gegeben hat. 2kori5/62kori So [sind wir] nun allezeit guten Mutes und wissen, dass wir, während einheimisch im Leib,
wir vom Herrn ausheimisch sind 2kori5/72kori - denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen -; 2kori5/82kori wir sind aber guten Mutes und möchten lieber ausheimisch vom Leib und
einheimisch beim Herrn sein. 2kori5/92kori Deshalb setzen wir auch unsere Ehre darein, ob einheimisch oder ausheimisch, ihm wohlgefällig zu sein. 2kori5/102kori Denn wir müssen alle vor dem
Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib [vollbracht], dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses.
Eifer des Apostels in der Verkündigung des Evangeliums.
2kori5/112kori Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir Menschen, Gott aber sind wir offenbar geworden; ich hoffe aber, auch in euren Gewissen offenbar zu sein. 2kori5/122kori
Wir empfehlen uns nicht wieder selbst bei euch, sondern geben euch Anlaß zum Ruhm unsertwegen, damit ihr ihn habt bei denen, die sich nach dem Ansehen rühmen und nicht nach dem Herzen.
2kori5/132kori Denn sei es, dass wir außer uns waren, [so waren wir es] für Gott; sei es, dass wir vernünftig sind, so [sind wir es] für euch. 2kori5/142kori Denn die Liebe Christi drängt uns, da
wir zu diesem Urteil gekommen sind, dass einer für alle gestorben ist [und] somit alle gestorben sind. 2kori5/152kori Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich
selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist. 2kori5/162kori Daher kennen wir von nun an niemand nach dem Fleisch; wenn wir Christus auch nach dem Fleisch gekannt
haben, so kennen wir [ihn] doch jetzt nicht mehr [so]. 2kori5/172kori Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist
geworden.
Der Dienst der Versöhnung.
2kori5/182kori Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, 2kori5/192kori [nämlich] dass Gott in Christus war und die
Welt mit sich selbst versöhnt hat, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. 2kori5/202kori So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem
Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott! 2kori5/212kori Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes
Gerechtigkeit würden in ihm.
Bewährung des Apostels im Dienst.
\6\
2kori6/12kori Als Mitarbeiter aber ermahnen wir auch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. 2kori6/22kori Denn er spricht: `Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört, und am Tage
des Heils habe ich dir geholfen. Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils. 2kori6/32kori Und wir geben in keiner Sache irgendeinen Anstoß, damit der Dienst
nicht verlästert werde, 2kori6/42kori sondern in allem empfehlen wir uns als Gottes Diener, in vielem Ausharren, in Drangsalen, in Nöten, in Ängsten, 2kori6/52kori in Schlägen, in Gefängnissen,
in Tumulten, in Mühen, in Wachen, in Fasten; 2kori6/62kori in Reinheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Güte, im Heiligen Geist, in ungeheuchelter Liebe; 2kori6/72kori im Reden der Wahrheit, in der
Kraft Gottes; mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken; 2kori6/82kori mit Ehre und Unehre, mit böser und guter Nachrede, als Verführer und Wahrhaftige; 2kori6/92kori als
Unbekannte und Wohlbekannte; als Sterbende, und siehe, wir leben; als Gezüchtigte und [doch] nicht getötet; 2kori6/102kori als Traurige, aber allezeit uns freuend; als Arme, aber viele reich
machend; als nichts habend und [doch] alles besitzend.
Warnung vor Gemeinschaft mit Ungläubigen - Werben um die Liebe der Korinther.
2kori6/112kori Unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, ihr Korinther; unser Herz ist weit geworden. 2kori6/122kori Ihr seid nicht beengt in uns, sondern ihr seid beengt in euren [eigenen]
Herzen. 2kori6/132kori Gleicherweise zur Belohnung aber - ich rede wie zu Kindern - werdet auch ihr weit! 2kori6/142kori Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung
haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? 2kori6/152kori Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem
Ungläubigen? 2kori6/162kori Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: `Ich will unter ihnen wohnen und
wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 2kori6/172kori Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt Unreines nicht an, und ich
werde euch annehmen 2kori6/182kori und werde euch ein Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.
\7\
2kori7/12kori Da wir nun diese Verheißung haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht
Gottes.
2kori7/22kori Gebt uns Raum [in euren Herzen]; wir haben niemand unrecht getan, wir haben niemand zugrunde gerichtet, wir haben niemand übervorteilt. 2kori7/32kori Nicht um zu verurteilen, rede
ich; denn ich habe vorhin gesagt, dass ihr in unseren Herzen seid, um mit zu sterben und mit zu leben. 2kori7/42kori Groß ist meine Freimütigkeit euch gegenüber, groß mein Rühmen über euch; ich
bin mit Trost erfüllt, ich bin überreich an Freude bei all unserer Drangsal.
Paulus ist durch den Bericht des Titus über die Korinther getröstet.
2kori7/52kori Denn auch als wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern in allem waren wir bedrängt; von außen Kämpfe, von innen Ängste. 2kori7/62kori Aber der die
Niedrigen tröstet, Gott, tröstete uns durch die Ankunft des Titus; 2kori7/72kori doch nicht nur durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, womit er euretwegen getröstet worden ist, denn
er berichtete uns eure Sehnsucht, euer Wehklagen, euren Eifer für mich, so dass ich mich noch mehr freute. 2kori7/82kori Denn wenn ich euch auch durch den Brief betrübt habe, so reut es mich
nicht. Wenn es mich auch gereut hat, so sehe ich, dass jener Brief, wenn er euch auch kurze Zeit betrübt hat, [doch Segen gewirkt hat; und] 2kori7/92kori jetzt freue ich mich, nicht dass ihr
betrübt worden, sondern dass ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid nach Gottes [Sinn] betrübt worden, damit ihr in keiner Weise von uns Schaden erlittet. 2kori7/102kori Denn die
Betrübnis nach Gottes [Sinn] bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod. 2kori7/112kori Denn siehe, eben dies, dass ihr nach Gottes [Sinn] betrübt
worden seid, wieviel Bemühen hat es bei euch bewirkt! Sogar Verteidigung, sogar Unwillen, sogar Furcht, sogar Sehnsucht, sogar Eifer, sogar Bestrafung! In allem habt ihr erwiesen, dass ihr in der
Sache rein seid. 2kori7/122kori Wenn ich euch also auch geschrieben habe, [so geschah es] nicht wegen des Beleidigers, noch wegen des Beleidigten, sondern damit euer Bemühen um uns bei euch
offenbar werde vor Gott. 2kori7/132kori Deswegen sind wir getröstet worden. Außer unserem Trost aber freuten wir uns noch viel mehr über die Freude des Titus, denn sein Geist ist durch euch alle
erquickt worden. 2kori7/142kori Denn wenn ich ihm etwas Rühmendes über euch gesagt habe, so bin ich nicht zuschanden geworden; sondern wie wir alles in Wahrheit zu euch geredet haben, so ist auch
unser Rühmen vor Titus Wahrheit geworden; 2kori7/152kori und sein Herz ist euch besonders zugetan, wenn er an euer aller Gehorsam denkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern empfangen habt.
2kori7/162kori Ich freue mich, dass ich in allem Zutrauen zu euch haben kann.
Aufforderung zur Sammlung für die Gemeinde in Jerusalem.
\8\
2kori8/12kori Wir teilen euch aber mit, Brüder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist, 2kori8/22kori dass bei großer Bewährung in Drangsal der Überschwang ihrer
Freude und ihre tiefe Armut übergeströmt ist in den Reichtum ihrer Freigebigkeit. 2kori8/32kori Denn nach Vermögen, ich bezeuge es, und über Vermögen waren sie aus eigenem Antrieb willig
2kori8/42kori und baten uns mit vielem Zureden um die Gnade und die Beteiligung am Dienst für die Heiligen. 2kori8/52kori Und nicht [nur so], wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst zuerst
dem Herrn und [dann] uns durch Gottes Willen, 2kori8/62kori so dass wir Titus zugeredet haben, er möge bei euch ebenfalls diese[s] Gnaden[werk] auch so vollenden, wie er es früher angefangen
hatte.
2kori8/72kori Aber so wie ihr in allem überströmend seid: in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Eifer und der Liebe, die von uns in euch [geweckt] ist, so möget ihr auch in diesem
Gnadenwerk überströmend sein. 2kori8/82kori Nicht befehlsweise spreche ich, sondern um durch den Eifer anderer auch die Echtheit eurer Liebe zu prüfen. 2kori8/92kori Denn ihr kennt die Gnade
unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich werdet. 2kori8/102kori Und ich gebe hierin eine Meinung ab; denn das ist euch
nützlich, die ihr nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen vorher angefangen habt - seit vorigem Jahr. 2kori8/112kori Nun aber vollendet auch das Tun, damit, wie die Bereitwilligkeit des
Wollens, so auch das Vollbringen da ist, nach dem, was ihr habt. 2kori8/122kori Denn wenn die Bereitwilligkeit da ist, so ist sie willkommen nach dem, was sie hat, und nicht nach dem, was sie
nicht hat. 2kori8/132kori Denn [das sage ich] nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, sondern nach Maßgabe der Gleichheit: 2kori8/142kori in der jetzigen Zeit [diene] euer
Überfluß dem Mangel jener, damit auch der Überfluß jener für euren Mangel diene, damit Gleichheit entstehe; 2kori8/152kori wie geschrieben steht: `Wer viel [sammelte], hatte keinen Überfluß, und
wer wenig [sammelte], hatte keinen Mangel.
Empfehlung des Titus und anderer Brüder als Überbringer der Liebesgaben.
2kori8/162kori Gott aber sei Dank, der denselben Eifer für euch in das Herz des Titus gegeben hat; 2kori8/172kori denn er nahm zwar das Zureden an, doch weil er noch eifriger war, ist er aus
eigenem Antrieb zu euch gegangen. 2kori8/182kori Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen [der Verkündigung] des Evangeliums durch alle Gemeinden [verbreitet ist].
2kori8/192kori Aber nicht allein das, sondern er ist auch von den Gemeinden zu unserem Reisegefährten in diesem Gnadenwerk gewählt worden, das von uns besorgt wird zur Herrlichkeit des Herrn
selbst und als Beweis unserer Bereitwilligkeit; 2kori8/202kori denn wir suchen das zu verhüten, dass uns jemand übel nachredet dieser reichen Gabe wegen, die von uns besorgt wird; 2kori8/212kori
denn wir sind auf das Rechte bedacht, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen. 2kori8/222kori Wir haben aber unseren Bruder mit ihnen gesandt, den wir oft in vielem als eifrig
erprobt haben, der nun aber noch viel eifriger ist durch das große Vertrauen, das er zu euch hat. 2kori8/232kori Sei es, was Titus betrifft, [er ist] mein Gefährte und in bezug auf euch [mein]
Mitarbeiter; seien es unsere Brüder, [sie sind] Gesandte der Gemeinden, Christi Herrlichkeit. 2kori8/242kori So erbringt nun ihnen gegenüber angesichts der Gemeinden den Beweis eurer Liebe und
[der Berechtigung] unseres Rühmens über euch.
\9\
2kori9/12kori Denn was den Dienst für die Heiligen betrifft, so ist es überflüssig für mich, euch zu schreiben. 2kori9/22kori Denn ich kenne eure Bereitwilligkeit, die ich zu euren Gunsten den
Mazedoniern gegenüber rühme, dass Achaja seit vorigem Jahr bereit ist; und euer Eifer hat die Mehrzahl angereizt. 2kori9/32kori Ich habe aber die Brüder gesandt, damit unser Rühmen über euch in
dieser Beziehung nicht zunichte würde, damit ihr, wie ich gesagt habe, bereit seid [und] 2kori9/42kori damit nicht etwa, wenn die Mazedonier mit mir kommen und euch unvorbereitet finden, wir - um
nicht zu sagen: ihr - in dieser Zuversicht zuschanden würden. 2kori9/52kori Ich hielt es daher für nötig, die Brüder zu bitten, dass sie zu euch vorauszögen und diese eure zuvor angekündigte
Segensgabe vorher zubereiteten, damit diese so bereit sei wie eine Gabe des Segens und nicht des Geizes.
Vom Segen freudigen Gebens.
2kori9/62kori Dies aber [sage ich]: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten. 2kori9/72kori Jeder [gebe], wie er sich in seinem Herzen
vorgenommen hat: nicht mit Verdruß oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott. 2kori9/82kori Gott aber vermag auf euch überströmen zu lassen jede Gnade, damit ihr in allem allezeit
alles Genüge habt und überströmt zu jedem guten Werk; 2kori9/92kori wie geschrieben steht: `Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit. 2kori9/102kori
Der aber Samen darreicht dem Sämann und Brot zur Speise, wird eure Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, 2kori9/112kori [und ihr werdet] in allem reich
gemacht zu aller Freigebigkeit, die durch uns Danksagung Gott gegenüber bewirkt. 2kori9/122kori Denn die Besorgung dieses Dienstes füllt nicht nur den Mangel der Heiligen aus, sondern ist auch
überströmend durch viele Danksagungen zu Gott; 2kori9/132kori denn infolge der Bewährung dieses Dienstes verherrlichen sie Gott wegen des Gehorsams eures Bekenntnisses zum Evangelium Christi und
wegen der Lauterkeit der Teilnahme gegen sie und gegen alle; 2kori9/142kori und im Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwenglichen Gnade Gottes an euch. 2kori9/152kori Gott
sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! Paulus verteidigt sich gegen persönliche Angriffe
\10\
2kori10/12kori Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmut und Milde Christi, der ich `ins Gesicht zwar demütig unter euch, abwesend aber mutig gegen euch bin. 2kori10/22kori Ich
bitte aber darum, dass ich anwesend nicht mutig sein muß, mit der Zuversicht, mit der ich gedenke, gewissen Leuten gegenüber kühn aufzutreten, die von uns denken, wir wandelten nach dem Fleisch.
2kori10/32kori Denn obwohl wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleisch; 2kori10/42kori denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur
Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien 2kori10/52kori und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi
2kori10/62kori und sind bereit, allen Ungehorsam zu strafen, wenn euer Gehorsam erfüllt sein wird. 2kori10/72kori Seht [doch] auf das, was vor Augen ist! Wenn jemand sich zutraut, dass er
Christus angehört, so denke er andererseits dies bei sich selbst, dass, wie er Christus angehört, so auch wir. 2kori10/82kori Denn wenn ich mich auch etwas mehr über unsere Vollmacht rühme, die
uns der Herr zu eurer Erbauung und nicht zu eurer Zerstörung gegeben hat, so werde ich nicht zuschanden werden, 2kori10/92kori damit ich nicht den Anschein erwecke, als wolle ich euch durch die
Briefe schrecken. 2kori10/102kori Denn die Briefe, sagt man, sind gewichtig und stark, aber die leibliche Gegenwart ist schwach und die Rede zu verachten. 2kori10/112kori Derjenige bedenke dies,
dass, wie wir abwesend im Wort durch Briefe sind, so auch anwesend mit der Tat [sein werden]. 2kori10/122kori Denn wir wagen nicht, uns gewissen Leuten von denen, die sich selbst empfehlen,
beizuzählen oder gleichzustellen; aber da sie sich an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen, sind sie unverständig. 2kori10/132kori Wir aber wollen uns nicht ins Maßlose rühmen,
sondern nach dem Maße des Wirkungskreises, den uns Gott als Maß zugeteilt hat, [nämlich] auch bis zu euch zu gelangen. 2kori10/142kori Denn [es ist] nicht [so], als ob wir nicht zu euch gekommen
wären und uns [nun] zu weit ausstreckten; denn wir sind mit dem Evangelium Christi auch bis zu euch gekommen; 2kori10/152kori dabei rühmen wir uns nicht ins Maßlose mit fremden Arbeitsleistungen,
haben vielmehr die Hoffnung, wenn euer Glaube wächst, unter euch noch ungleich größer zu werden entsprechend unserem Wirkungskreis 2kori10/162kori [und dann] das Evangelium weiter über euch
hinaus zu verkündigen, nicht in fremdem Wirkungskreis uns dessen zu rühmen, was [schon] fertig ist. 2kori10/172kori `Wer sich aber rühmt, rühme sich des Herrn. 2kori10/182kori Denn nicht, wer
sich selbst empfiehlt, der ist bewährt, sondern der, den der Herr empfiehlt.
Lauterkeit des Apostels, Unlauterkeit der falschen Apostel.
\11\
2kori11/12kori Möget ihr doch ein wenig Torheit von mir ertragen! Doch ihr ertragt mich [ja] auch. 2kori11/22kori Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt,
um [euch als] eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen. 2kori11/32kori Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, [so] vielleicht euer Sinn von der Einfalt
Christus gegenüber ab[gewandt und] verdorben wird. 2kori11/42kori Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt,
den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das [recht] gut. 2kori11/52kori Denn ich meine, dass ich den `übergroßen Aposteln in
nichts nachgestanden habe. 2kori11/62kori Wenn ich aber auch ein Unkundiger in der Rede bin, so doch nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise und vor allen haben wir [es] euch gegenüber
offenbar gemacht. 2kori11/72kori Oder habe ich eine Sünde begangen, als ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, indem ich euch das Evangelium Gottes umsonst verkündigt habe?
2kori11/82kori Andere Gemeinden habe ich beraubt, indem ich Lohn nahm zum Dienst an euch. 2kori11/92kori Und als ich bei euch war und Mangel litt, fiel ich niemand zur Last - denn meinem Mangel
halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien kamen -, und ich hielt mich in allem [so, dass ich] euch nicht zur Last [fiel], und werde mich [so] halten. 2kori11/102kori [So gewiß] die Wahrheit
Christi in mir ist, wird dieses Rühmen für mich in den Gegenden von Achaja nicht verstummen! 2kori11/112kori Warum? Weil ich euch nicht liebe? Gott weiß es. 2kori11/122kori Was ich aber tue,
werde ich auch tun, damit ich denen die Gelegenheit abschneide, die eine Gelegenheit dazu suchen, dass sie in dem, worin sie sich rühmen, [als solche] wie wir erfunden werden. 2kori11/132kori
Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 2kori11/142kori Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des
Lichts an; 2kori11/152kori es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen.
Bewährung des Apostels in Leiden und Schwachheiten.
2kori11/162kori Wiederum sage ich: Niemand halte mich für töricht; wenn aber doch, so nehmt mich doch an als einen Törichten, damit auch ich mich ein wenig rühmen kann. 2kori11/172kori Was ich
[jetzt] rede, rede ich nicht nach dem Herrn, sondern wie in Torheit, in dieser Zuversicht des Rühmens. 2kori11/182kori Weil viele sich nach dem Fleisch rühmen, so will auch ich mich rühmen.
2kori11/192kori Ihr als Kluge ertragt die Toren ja gern. 2kori11/202kori Denn ihr ertragt es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand [euch] aufzehrt, wenn jemand [euch] einfängt, wenn jemand sich
überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt. 2kori11/212kori Zur Schande sage ich, dass wir [damit verglichen] schwach gewesen sind. Was aber jemand wagt - ich rede in Torheit -, das wage auch
ich. 2kori11/222kori Sie sind Hebräer? Ich auch. Sie sind Israeliten? Ich auch. Sie sind Abrahams Nachkommen? Ich auch. 2kori11/232kori Sie sind Diener Christi? - Ich rede unsinnig - ich über die
Maßen. In Mühen um so mehr, in Gefängnissen um so mehr, in Schlägen übermäßig, in Todesgefahren oft. 2kori11/242kori Von den Juden habe ich fünfmal vierzig [Streiche] weniger einen bekommen.
2kori11/252kori Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in Seenot zugebracht; 2kori11/262kori oft
auf Reisen, in Gefahren von Flüssen, in Gefahren von Räubern, in Gefahren von [meinem] Volk, in Gefahren von den Nationen, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem
Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; 2kori11/272kori in Mühe und Beschwerde, in Wachen oft, in Hunger und Durst, in Fasten oft, in Kälte und Blöße; 2kori11/282kori außer dem übrigen [noch]
das, was täglich auf mich eindringt: die Sorge um alle Gemeinden. 2kori11/292kori Wer ist schwach, und ich bin nicht schwach? Wer leidet Ärgernis, und ich brenne nicht? 2kori11/302kori Wenn
gerühmt werden muß, so will ich mich der [Zeichen] meiner Schwachheit rühmen. 2kori11/312kori Der Gott und Vater des Herrn Jesus, der gepriesen ist in Ewigkeit, weiß, dass ich nicht lüge.
2kori11/322kori In Damaskus bewachte der Statthalter des Königs Aretas die Stadt der Damaszener, um mich gefangen zu nehmen, 2kori11/332kori und durch ein Fenster wurde ich in einem Korb durch
die Mauer hinabgelassen und entrann seinen Händen.
Ruhm der Offenbarungen und der eigenen Schwachheit.
\12\
2kori12/12kori Gerühmt muß werden; zwar nützt es nichts, aber ich will auf Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn kommen. 2kori12/22kori Ich weiß von einem Menschen in Christus, dass er vor
vierzehn Jahren - ob im Leib, weiß ich nicht, oder außer dem Leib, weiß ich nicht; Gott weiß es -, dass dieser bis in den dritten Himmel entrückt wurde. 2kori12/32kori Und ich weiß von dem
betreffenden Menschen - ob im Leib oder außer dem Leib, weiß ich nicht; Gott weiß es -, 2kori12/42kori dass er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die auszusprechen
einem Menschen nicht zusteht. 2kori12/52kori Über diesen will ich mich rühmen; über mich selbst aber will ich mich nicht rühmen, nur der Schwachheiten. 2kori12/62kori Denn wenn ich mich rühmen
will, werde ich [doch] nicht töricht sein, denn ich werde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand höher von mir denke, als was er an mir sieht oder was er von mir
hört, 2kori12/72kori auch wegen der Überschwenglichkeit der Offenbarungen. Darum, damit ich mich nicht überhebe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit
Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. 2kori12/82kori Um dessentwillen habe ich dreimal den Herrn angerufen, dass er von mir ablassen möge. 2kori12/92kori Und er hat zu mir gesagt: Meine
Gnade genügt dir, denn [meine] Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 2kori12/102kori
Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Mißhandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
Des Apostels Werben um die Liebe der Korinther.
2kori12/112kori Ich bin ein Tor geworden; ihr habt mich dazu gezwungen. Denn ich hätte von euch empfohlen werden sollen, denn ich habe in nichts den `übergroßen Aposteln nachgestanden, wenn ich
auch nichts bin. 2kori12/122kori Die Zeichen des Apostels sind ja unter euch vollbracht worden in allem Ausharren, in Zeichen und Wundern und Machttaten. 2kori12/132kori Was ist es denn, worin
ihr gegenüber den übrigen Gemeinden zu kurz gekommen seid, außer dass ich selbst euch nicht zur Last gefallen bin? Verzeiht mir dieses Unrecht. 2kori12/142kori Siehe, dieses dritte Mal stehe ich
bereit, zu euch zu kommen, und werde [euch] nicht zur Last fallen, denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn die Kinder sollen nicht für die Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern für
die Kinder. 2kori12/152kori Ich will aber sehr gern [alles] aufwenden und mich aufopfern für eure Seelen. Wenn ich euch [also] überschwenglicher liebe, werde ich [dann] weniger
wiedergeliebt?
2kori12/162kori Doch es sei: ich habe euch nicht belastet; weil ich aber schlau bin, habe ich euch mit List gefangen. 2kori12/172kori Habe ich euch etwa durch einen von denen übervorteilt, die
ich zu euch gesandt habe? 2kori12/182kori Ich habe Titus gebeten und den Bruder mit ihm gesandt. Hat etwa Titus euch übervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geist gewandelt? Nicht in denselben
Fußspuren?
Mahnung zur Buße - Hoffnung auf Zurechtbringung der Korinther.
2kori12/192kori Seit langem seid ihr der Meinung, dass wir uns vor euch verteidigen. Wir reden vor Gott in Christus, alles aber, Geliebte, zu eurer Erbauung. 2kori12/202kori Denn ich fürchte,
dass ich euch bei meinem Kommen vielleicht nicht als solche finde, wie ich will, und dass ich von euch als solcher erfunden werde, wie ihr nicht wollt: dass vielleicht Streit, Eifersucht, Zorn,
Selbstsüchteleien, Verleumdungen, Ohrenbläsereien, Aufgeblasenheit, Unordnungen [da sind]; 2kori12/212kori dass, wenn ich wiederkomme, mein Gott mich vor euch demütigt und ich über viele trauern
muß, die vorher gesündigt und nicht Buße getan haben über die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben.
\13\
2kori13/12kori Zum dritten Mal komme ich jetzt zu euch: durch zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache festgestellt werden. 2kori13/22kori Ich habe es im voraus gesagt und sage es im
voraus, wie das zweite Mal anwesend, so auch jetzt abwesend, denen, die zuvor gesündigt haben, und allen übrigen, dass, wenn ich wiederkomme, ich nicht schonen werde. 2kori13/32kori Denn ihr
fordert ja einen Beweis dafür, dass Christus in mir redet, der gegen euch nicht schwach ist, sondern mächtig unter euch; 2kori13/42kori denn er wurde zwar aus Schwachheit gekreuzigt, aber er lebt
aus Gottes Kraft; denn auch wir sind schwach in ihm, aber wir werden mit ihm leben aus Gottes Kraft euch gegenüber. 2kori13/52kori Prüft euch, ob ihr im Glauben seid, untersucht euch! Oder
erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr etwa unbewährt seid. 2kori13/62kori Ich hoffe jedoch, dass ihr erkennen werdet, dass wir nicht unbewährt
sind. 2kori13/72kori Wir beten aber zu Gott, dass ihr nichts Böses tun möget; nicht damit wir bewährt erscheinen, sondern damit ihr das Gute sucht, wir aber wie Unbewährte sind. 2kori13/82kori
Denn wir vermögen nichts gegen die Wahrheit, sondern [nur] für die Wahrheit. 2kori13/92kori Denn wir freuen uns, wenn wir schwach sind, ihr aber mächtig seid; um dieses beten wir auch, um eure
Vervollkommnung. 2kori13/102kori Deswegen schreibe ich dieses abwesend, damit ich anwesend nicht Strenge anwenden muß nach der Vollmacht, die der Herr mir gegeben hat zur Erbauung und nicht zur
Zerstörung.
Schlußermahnungen, Grüße, Segenswunsch.
2kori13/112kori Im übrigen, Brüder, freut euch, laßt euch zurechtbringen, laßt euch ermuntern, seid eines Sinnes, haltet Frieden, und der Gott der Liebe und des Friedens wird mit euch sein.
2kori13/122kori Grüßt einander mit heiligem Kuß. Es grüßen euch alle Heiligen. 2kori13/132kori Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen!
2.9 Der Brief an die Galater.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
Gala1/1 Paulus, Apostel, nicht von Menschen [her], auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn aus den Toten auferweckt hat, 1/2 und alle Brüder,
die bei mir sind, den Gemeinden von Galatien: 1/3 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus, 1/4Gala der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, damit er
uns herausreiße aus der gegenwärtigen bösen Welt nach dem Willen unseres Gottes und Vaters, Gala1/5Gala dem die Herrlichkeit [sei] in alle Ewigkeit! Amen.
Abkehr der Galater vom reinen Evangelium.
Gala1/6Gala Ich wunderte mich, dass ihr euch so schnell von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, abwendet zu einem anderen Evangelium, Gala1/7Gala [wo] es [doch] kein anderes gibt;
einige verwirren euch nur und wollen das Evangelium des Christus umkehren. Gala1/8Gala Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was
wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! Gala1/9Gala Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem,
was ihr empfangen habt: er sei verflucht! Gala1/10Gala Denn rede ich jetzt Menschen zuliebe oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi
Knecht nicht.
Unabhängigkeit des Paulus von den anderen Aposteln.
Gala1/11Gala Ich teile euch aber mit, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. Gala1/12Gala Ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch
erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. Gala1/13Gala Denn ihr habt von meinem früheren Verhalten im Judentum gehört, dass ich die Gemeinde Gottes über die Maßen verfolgte und sie zu
vernichten suchte Gala1/14Gala und im Judentum mehr Fortschritte machte als viele Altersgenossen in meinem Volk; ich war ja für meine [überkommenen] väterlichen Überlieferungen in viel höherem
Maße ein Eiferer. Gala1/15Gala Als es aber dem, der mich von meiner Mutter Leibe an ausgewählt und durch seine Gnade berufen hat, gefiel, Gala1/16Gala seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich
ihn unter den Nationen verkündigte, zog ich nicht Fleisch und Blut zu Rate. Gala1/17Gala Ich ging auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich ging sogleich
fort nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück. Gala1/18Gala Darauf, nach drei Jahren, ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas kennenzulernen und blieb fünfzehn Tage bei ihm.
Gala1/19Gala Keinen anderen der Apostel aber sah ich außer Jakobus, den Bruder des Herrn. Gala1/20Gala Was ich euch aber schreibe - siehe, vor Gott! -, ich lüge nicht. Gala1/21Gala Darauf kam ich
in die Gegenden von Syrien und Cilicien. Gala1/22Gala Ich war aber den Gemeinden in Judäa, die in Christus sind, von Angesicht unbekannt. Gala1/23Gala Sie hatten aber nur gehört: Der, der uns
einst verfolgte, verkündigt jetzt den Glauben, den er einst zu vernichten suchte; Gala1/24Gala und sie verherrlichten Gott um meinetwillen.
Anerkennung des Paulus durch die Apostel.
\2\
Gala2/1Gala Darauf, nach vierzehn Jahren, zog ich wieder nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. Gala2/2Gala Ich zog aber einer Offenbarung zufolge hinauf und legte ihnen das
Evangelium vor, das ich unter den Nationen predige, den Angesehenen aber besonders, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre. Gala2/3Gala Aber nicht einmal Titus, der bei mir war,
wurde, obwohl er ein Grieche ist, gezwungen, sich beschneiden zu lassen; Gala2/4Gala und zwar wegen der heimlich eingedrungenen falschen Brüder, die sich eingeschlichen hatten, um unsere
Freiheit, die wir in Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns in Knechtschaft brächten. Gala2/5Gala Denen haben wir auch nicht eine Stunde durch Unterwürfigkeit nachgegeben, damit die
Wahrheit des Evangeliums bei euch verbliebe. Gala2/6Gala Von denen aber, die in Ansehen standen - was immer sie auch waren, das macht keinen Unterschied für mich, Gott sieht keines Menschen
Person an -, die Angesehenen haben mir nämlich nichts zusätzlich auferlegt, Gala2/7Gala sondern im Gegenteil, als sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut war ebenso
wie Petrus das für die Beschnittenen Gala2/8Gala - denn der, der in Petrus zum Apostelamt für die Beschnittenen wirksam war, war auch in mir für die Nationen wirksam -, Gala2/9Gala und als sie
die Gnade erkannten, die mir gegeben worden ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas den Handschlag der Gemeinschaft, damit wir unter die
Nationen [gingen], sie aber unter die Beschnittenen. Gala2/10Gala Nur sollten wir der Armen gedenken, was zu tun ich mich auch befleißigt habe.
Paulus und Petrus in Antiochien: Glaube und Gesetz.
Gala2/11Gala Als aber Kephas nach Antiochien kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er [durch sein Verhalten] verurteilt war. Gala2/12Gala Denn bevor einige von Jakobus kamen, hatte er mit
[denen aus] den Nationen gegessen; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, da er sich vor denen aus der Beschneidung fürchtete. Gala2/13Gala Und mit ihm heuchelten auch die
übrigen Juden, so dass selbst Barnabas durch ihre Heuchelei mit fortgerissen wurde. Gala2/14Gala Als ich aber sah, dass sie nicht den geraden Weg nach der Wahrheit des Evangeliums wandelten,
sprach ich zu Kephas vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, wie die Nationen lebst und nicht wie die Juden, wie zwingst du denn die Nationen, jüdisch zu leben? Gala2/15Gala Wir [sind] von
Natur Juden und nicht Sünder aus [den] Nationen, Gala2/16Gala aber [da] wir wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus,
haben wir auch an Christus Jesus geglaubt, damit wir aus Glauben an Christus gerechtfertigt werden und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt
wird.
Gala2/17Gala Wenn aber auch wir selbst, die wir in Christus gerechtfertigt zu werden suchen, als Sünder erfunden wurden - ist dann also Christus ein Diener der Sünde? Das ist ausgeschlossen.
Gala2/18Gala Denn wenn ich das, was ich abgebrochen habe, wieder aufbaue, so stelle ich mich selbst als Übertreter hin. Gala2/19Gala Denn ich bin durchs Gesetz [dem] Gesetz gestorben, damit ich
Gott lebe; ich bin mit Christus gekreuzigt, Gala2/20Gala und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben, [und zwar im Glauben] an
den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. Gala2/21Gala Ich mache die Gnade Gottes nicht ungültig; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz [kommt], dann ist Christus
umsonst gestorben.
Die Gerechtigkeit kommt aus dem Glauben, nicht aus dem Gesetz.
\3\
Gala3/1Gala O unverständige Galater! Wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde? Gala3/2Gala Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus
Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens? Gala3/3Gala Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden? Gala3/4Gala So Großes
habt ihr vergeblich erfahren? Wenn es wirklich vergeblich [ist]!
Gala3/5Gala Der euch nun den Geist darreicht und Wunderwerke unter euch wirkt, [tut er es] aus Gesetzeswerken oder aus der Kunde des Glaubens? Gala3/6Gala Ebenso wie Abraham Gott glaubte und es
ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde. Gala3/7Gala Erkennet daraus: die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne. Gala3/8Gala Die Schrift aber, voraussehend, dass Gott die Nationen aus Glauben
rechtfertigen werde, verkündigte dem Abraham die gute Botschaft voraus: `In dir werden gesegnet werden alle Nationen. Gala3/9Gala Folglich werden die, die aus Glauben sind, mit dem gläubigen
Abraham gesegnet. Gala3/10Gala Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: `Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des
Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun! Gala3/11Gala Dass aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn `der Gerechte wird aus Glauben leben. Gala3/12Gala Das Gesetz
aber ist nicht aus Glauben, sondern: `Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben. Gala3/13Gala Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist
- denn es steht geschrieben: `Verflucht ist jeder, der am Holz hängt! -, Gala3/141Gala damit der Segen Abrahams in Christus Jesus zu den Nationen komme, damit wir die Verheißung des Geistes durch
den Glauben empfingen.
Das Gesetz hebt die Glaubensverheißungen nicht auf.
Gala3/15Gala Brüder, ich rede nach Menschenweise: selbst bei eines Menschen rechtskräftig bestätigtem Testament hebt niemand es auf oder fügt etwas hinzu. Gala3/16Gala Dem Abraham aber wurden die
Verheißungen zugesagt und seiner Nachkommenschaft. Er spricht nicht: `und seinen Nachkommen von vielen, sondern von einem: `und deinem Nachkommen, [und] der ist Christus. Gala3/17Gala Dies aber
sage ich: Einen vorher von Gott bestätigten Bund macht das vierhundertdreißig Jahre später entstandene Gesetz nicht ungültig, so dass die Verheißung unwirksam geworden wäre. Gala3/18Gala Denn
wenn das Erbe aus [dem] Gesetz [kommt], so [kommt es] nicht mehr aus [der] Verheißung; dem Abraham aber hat Gott [es] durch Verheißung geschenkt. Gala3/19Gala Was [soll] nun das Gesetz? Es wurde
der Übertretungen wegen hinzugefügt - bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung galt -, angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. Gala3/20Gala Ein Mittler aber ist nicht [Mittler] von
einem; Gott aber ist [nur] einer.
Gala3/21Gala Ist denn das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes? Das ist ausgeschlossen. Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, [dann] wäre wirklich die
Gerechtigkeit aus Gesetz. Gala3/22Gala Aber die Schrift hat alles unter [die] Sünde eingeschlossen, damit die Verheißung aus Glauben an Jesus Christus den Glaubenden gegeben werde. Gala3/23Gala
Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. Gala3/24Gala Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus
hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Gala3/25Gala Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister; Gala3/26Gala denn ihr alle seid Söhne
Gottes durch den Glauben an Christus Jesus. Gala3/27Gala Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, ihr habt Christus angezogen. Gala3/28Gala Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist
nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. Gala3/29Gala Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abrahams Nachkommenschaft [und]
nach Verheißung Erben.
Befreiung aus der Knechtschaft des Gesetzes zur Sohnschaft durch Jesus Christus.
\4\
Gala4/1Gala Ich sage aber: solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Sklaven, obwohl er Herr über alles ist; Gala4/2Gala sondern er ist unter Vormündern und
Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Frist. Gala4/3Gala So waren auch wir, als wir Unmündige waren, unter die Elemente der Welt versklavt; Gala4/4Gala als aber die Fülle der Zeit kam,
sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz, Gala4/5Gala damit er die loskaufte, [die] unter Gesetz [waren], damit wir die Sohnschaft empfingen. Gala4/6Gala Weil ihr
aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der da ruft: Abba, Vater! Gala4/7Gala Also bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott.
Gala4/8Gala Damals jedoch, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind; Gala4/9Gala jetzt aber habt ihr Gott erkannt - vielmehr ihr seid von Gott erkannt
worden. Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück, denen ihr wieder von neuem dienen wollt? Gala4/10Gala Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte Zeiten und
Jahre. Gala4/11Gala Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe.
Gala4/12Gala Seid wie ich, denn auch ich bin wie ihr, Brüder, ich bitte euch; ihr habt mir nichts zuleide getan. Gala4/13Gala Ihr wißt aber, dass ich euch einst in Schwachheit des Fleisches das
Evangelium verkündigt habe, Gala4/14Gala und meine Versuchung an meinem Körper habt ihr nicht verachtet noch verabscheut, sondern wie einen Engel Gottes nahmt ihr mich auf, wie Christus Jesus.
Gala4/15Gala Wo [ist] nun eure Glückseligkeit? Denn ich bezeuge euch, dass ihr, wenn möglich, eure Augen ausgerissen und mir gegeben hättet. Gala4/16Gala Bin ich also euer Feind geworden, weil
ich euch die Wahrheit sage? Gala4/17Gala Sie eifern um euch nicht gut, sondern sie wollen euch ausschließen, damit ihr um sie eifert. Gala4/18Gala Gut ist aber, allezeit im Guten zu eifern, und
nicht nur, wenn ich bei euch anwesend bin. Gala4/19Gala Meine Kinder, um die ich abermals Geburtswehen erleide, bis Christus in euch Gestalt gewonnen hat - Gala4/20Gala ich wünschte aber, jetzt
bei euch anwesend zu sein und meine Stimme zu wandeln, denn ich bin wegen euch im Zweifel.
Gala4/21Gala Sagt mir, die ihr unter Gesetz sein wollt, hört ihr das Gesetz nicht? Gala4/22Gala Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der
Freien; Gala4/23Gala aber der von der Magd war nach dem Fleisch geboren, der von der Freien jedoch durch die Verheißung. Gala4/24Gala Dies hat einen bildlichen Sinn; denn diese [Frauen] bedeuten
zwei Bündnisse: eines vom Berg Sinai, das in die Sklaverei hinein gebiert, das ist Hagar. Gala4/25Gala Denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, entspricht aber dem jetzigen Jerusalem, denn es
ist mit seinen Kindern in Sklaverei. Gala4/26Gala Das Jerusalem droben aber ist frei, [und] das ist unsere Mutter. Gala4/27Gala Denn es steht geschrieben: `Freue dich, du Unfruchtbare, die du
nicht gebierst! Brich [in Jubel] aus und rufe laut, die du keine Geburtswehen erleidest! Denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als derjenigen, die den Mann hat. Gala4/28Gala Ihr aber,
Brüder, seid wie Isaak Kinder der Verheißung. Gala4/29Gala Aber so wie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist [Geborenen] verfolgte, so [ist es] auch jetzt. Gala4/30Gala Aber was
sagt die Schrift? `Stoße die Magd und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn der Magd soll nicht mit dem Sohn der Freien erben. Gala4/31Gala Daher, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Magd, sondern der
Freien.
Ermahnung zum Leben in der Freiheit des Evangeliums .
\5\
Gala5/1Gala Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und laßt euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten! Gala5/2Gala Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass
Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden laßt. Gala5/3Gala Ich bezeuge aber noch einmal jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.
Gala5/4Gala Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen. Gala5/5Gala Wir nämlich erwarten durch [den] Geist aus Glauben die
Hoffnung der Gerechtigkeit. Gala5/6Gala Denn in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern [der] durch Liebe wirksame Glaube. Gala5/7Gala Ihr lieft
gut. Wer hat euch gehindert, der Wahrheit zu gehorchen? Gala5/8Gala Die Überredung ist nicht von dem, der euch beruft. Gala5/9Gala Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Gala5/10Gala
Ich habe Vertrauen zu euch im Herrn, dass ihr nicht anders gesinnt sein werdet. Wer euch aber verwirrt, wird das Urteil tragen, wer er auch sei.
Gala5/11Gala Ich aber, Brüder, wenn ich noch Beschneidung predige, warum werde ich noch verfolgt? Dann ist ja das Ärgernis des Kreuzes beseitigt. Gala5/12Gala Meinetwegen können sie, die euch
beunruhigen, sich auch verschneiden lassen.
Warnung vor fleischlichem Mißbrauch der Freiheit - Ermahnung zum Leben durch den Geist.
Gala5/13Gala Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder, nur [gebraucht] nicht die Freiheit als Anlass für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe! Gala5/14Gala Denn das ganze
Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Gala5/15Gala Wenn ihr aber einander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht voneinander verzehrt
werdet!
Gala5/16Gala Ich sage aber: Wandelt im Geist (in der Salbung; Parallelstelle.: 1. Joh. 2, 20), und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht erfüllen. Gala5/17Gala Denn das Fleisch begehrt gegen
den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt. Gala5/18Gala Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid
ihr nicht unter Gesetz. Gala5/19Gala Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Gala5/20Gala Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Hader,
Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Gala5/21Gala Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich
vorhersagte, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Gala5/22Gala Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut,
Enthaltsamkeit. Gala5/23Gala Gegen diese ist das Gesetz nicht [gerichtet]. Gala5/24Gala Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
Gala5/25Gala Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns durch den Geist wandeln. Gala5/26Gala Laßt uns nicht nach eitler Ehre trachten, indem wir einander herausfordern, einander
beneiden.
Ermahnung zur Bruderschaft im Geist.
\6\
Gala6/1Gala Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht,
dass nicht auch du versucht wirst! Gala6/2Gala Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen. Gala6/3Gala Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, während er
doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. Gala6/4Gala Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er nur im Blick auf sich selbst Ruhm haben und nicht im Blick auf den anderen;
Gala6/5Gala denn jeder wird seine eigene Bürde tragen. Gala6/6Gala Wer im Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil.
Gala6/7Gala Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Gala6/8Gala Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer
aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. Gala6/9Gala Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden, denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.
Gala6/10Gala Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens.
Eigenhändiger Briefschluß: Ruhm des Kreuzes Christi.
Gala6/11Gala Seht, mit was für großen Buchstaben ich euch mit eigener Hand geschrieben habe. Gala6/12Gala So viele im Fleisch gut angesehen sein wollen, die nötigen euch, beschnitten zu werden,
nur damit sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden. Gala6/13Gala Denn auch sie, die beschnitten sind, befolgen selbst das Gesetz nicht, sondern sie wollen, dass ihr beschnitten
werdet, damit sie sich eures Fleisches rühmen können. Gala6/14Gala Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und
ich der Welt. Gala6/15Gala Denn weder Beschneidung noch Unbeschnittensein gilt etwas, sondern eine neue Schöpfung. Gala6/16Gala Und so viele dieser Richtschnur folgen werden, Friede und
Barmherzigkeit über sie und über das Israel Gottes!
Gala6/17Gala In Zukunft mache mir keiner Mühe, denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leib. Gala6/18Gala Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, Brüder!
Amen.
2.10 Der Brief an die Epheser.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
Ephe1/1Ephe Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, den Heiligen und an Christus Jesus Gläubigen, die in Ephesus sind: Ephe1/2Ephe Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem
Herrn Jesus Christus!
Lobpreis Gottes.
Ephe1/3Ephe Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus, Ephe1/4Ephe wie er uns in ihm
auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe Ephe1/5Ephe und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem
Wohlgefallen seines Willens, Ephe1/6Ephe zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. Ephe1/7Ephe In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die
Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade, Ephe1/8Ephe die er auf uns hat überströmen lassen in aller Weisheit und Einsicht. Ephe1/9Ephe Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens
kundgetan nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst Ephe1/10Ephe für die Verwaltung [bei] der Erfüllung der Zeiten: alles zusammenzufassen in dem Christus, das, was in
den Himmeln, und das, was auf der Erde ist - in ihm. Ephe1/11Ephe Und in ihm haben wir auch ein Erbteil erlangt, die wir vorherbestimmt waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Rat
seines Willens wirkt, Ephe1/12Ephe damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir zuvor auf den Christus gehofft haben. Ephe1/13Ephe In ihm [seid] auch ihr, nachdem ihr das Wort der
Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. Ephe1/14Ephe Der ist das Unterpfand unseres Erbes, auf die
Erlösung [seines] Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.
Dank und Fürbitte des Apostels.
Ephe1/15Ephe Deshalb höre auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf, Ephe1/16Ephe für euch zu danken, und ich gedenke
eurer in meinen Gebeten, Ephe1/17Ephe dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.
Ephe1/18Ephe Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wissßt, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen Ephe1/19Ephe und was die
überschwängliche Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Ephe1/20Ephe Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den
Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, Ephe1/21Ephe [hoch] über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter,
sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird. Ephe1/22Ephe Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, Ephe1/23Ephe die sein Leib ist, die
Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.
Vom Tod zum Leben.
\2\
Ephe2/1Ephe Auch euch [hat er auferweckt], die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, Ephe2/2Ephe in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht
der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Ephe2/3Ephe Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen
des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen. Ephe2/4Ephe Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er
uns geliebt hat, Ephe2/5Ephe auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht - durch Gnade seid ihr errettet! Ephe2/6Ephe Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen
lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus, Ephe2/7Ephe damit er in den kommenden Zeitaltern den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in Christus Jesus. Ephe2/8Ephe
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; Ephe2/9Ephe nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Ephe2/10Ephe Denn wir sind sein Gebilde, in
Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.
Juden und Heiden eins in Christus.
Ephe2/11Ephe Deshalb denkt daran, dass ihr, einst [aus den] Nationen dem Fleisch nach - `Unbeschnittene genannt von der sogenannten `Beschneidung, die im Fleisch mit Händen geschieht -,
Ephe2/12Ephe zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge hinsichtlich der Bündnisse der Verheißung; und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in
der Welt. Ephe2/13Ephe Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Ephe2/14Ephe Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins
gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung abgebrochen. Ephe2/15Ephe In seinem Fleisch hat er die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, beseitigt, um die zwei - Frieden stiftend - in
sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen Ephe2/16Ephe und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat. Ephe2/17Ephe Und er kam
und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. Ephe2/18Ephe Denn durch ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater. Ephe2/19Ephe So seid ihr nun nicht mehr
Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Ephe2/20Ephe Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten (petra; Mat. 16, 18), wobei
Christus Jesus selbst Eckstein ist. Ephe2/21Ephe In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn, Ephe2/22Ephe und in ihm werdet auch ihr mitaufgebaut zu einer
Behausung Gottes im Geist.
Des Apostels Dienst für die heidnischen Nationen.
\3\
Ephe3/1Ephe Deswegen [bin] ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch, die Nationen . . . Ephe3/2Ephe ihr habt doch wohl von der Verwaltung der Gnade Gottes gehört, die mir im Hinblick auf
euch gegeben ist. Ephe3/3Ephe Mir ist durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden Ephe3/4Ephe - wie ich es oben kurz geschrieben habe; beim Lesen könnt ihr meine Einsicht in das Geheimnis
des Christus merken -, Ephe3/5Ephe das in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist geoffenbart worden
ist. Ephe3/6Ephe Die Nationen sollen nämlich Miterben und Miteinverleibte sein und Mitteilhaber der Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium, Ephe3/7Ephe dessen Diener ich geworden bin
nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir nach der Wirksamkeit seiner Kraft gegeben ist. Ephe3/8Ephe Mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, den Nationen den
unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen Ephe3/9Ephe und ans Licht zu bringen, was die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von den Zeitaltern her in Gott, der alle Dinge geschaffen
hat, verborgen war; Ephe3/10Ephe damit jetzt den Gewalten und Mächten in der Himmelswelt durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes kundgetan werde, Ephe3/11Ephe nach dem ewigen
Vorsatz, den er verwirklicht hat in Christus Jesus, unserem Herrn. Ephe3/12Ephe In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn. Ephe3/13Ephe Deshalb bitte ich,
nicht mutlos zu werden durch meine Drangsale für euch, die eure Ehre sind.
Fürbitte und Lobpreis.
Ephe3/14Ephe Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, Ephe3/15Ephe von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird: Ephe3/16Ephe er gebe euch nach dem Reichtum seiner
Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; Ephe3/17Ephe dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in Liebe gewurzelt und
gegründet seid, Ephe3/18Ephe damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen völlig zu erfassen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, Ephe3/19Ephe und zu erkennen die die Erkenntnis
übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes. Ephe3/20Ephe Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder
erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, Ephe3/21Ephe ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin in alle Ewigkeit! Amen.
Mahnung zur Einheit.
\4\
Ephe4/1Ephe Ich ermahne euch nun, ich der Gefangene im Herrn: Wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, Ephe4/2Ephe mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander in
Liebe ertragend. Ephe4/3Ephe Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ephe4/4Ephe Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer
Hoffnung eurer Berufung. Ephe4/5Ephe Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, Ephe4/6Ephe ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist. Ephe4/7Ephe Jedem einzelnen von uns
aber ist die Gnade nach dem Maß der Gabe Christi gegeben worden. Ephe4/8Ephe Darum heißt es: `Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er Gefangene gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben.
Ephe4/9Ephe Das `Hinaufgestiegen aber, was besagt es anderes, als dass er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde? Ephe4/10Ephe Der hinabgestiegen, ist derselbe, der auch
hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfüllte. Ephe4/11Ephe Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und
Lehrer, Ephe4/12Ephe zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, Ephe4/13Ephe bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis
des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi. Ephe4/14Ephe [Denn] wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem
Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch [ihre] Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum. Ephe4/15Ephe Laßt uns aber die Wahrheit bekennen in Liebe und in allem hinwachsen zu
ihm, der das Haupt ist, Christus. Ephe4/16Ephe Aus ihm wird der ganze Leib gut zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk des Dienstes, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes
einzelnen Teils; und [so] wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.
Mahnung zu Gott gefälligem Leben.
Ephe4/17Ephe Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, dass ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln, in Nichtigkeit ihres Sinnes; Ephe4/18Ephe sie sind verfinstert am Verstand,
fremd dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung ihres Herzens; Ephe4/19Ephe und da sie abgestumpft sind, haben sie sich selbst der Ausschweifung hingegeben,
im Ausüben jeder Unreinheit mit Gier.
Ephe4/20Ephe Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt, Ephe4/21Ephe wenn ihr ihn wirklich gehört und durch ihn gelehrt worden seid, wie die Wahrheit in Jesus ist: Ephe4/22Ephe dass ihr,
was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet, Ephe4/23Ephe dagegen erneuert werdet in dem Geist eurer
Gesinnung Ephe4/24Ephe und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Ephe4/25Ephe Deshalb legt die Lüge ab und `redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind untereinander Glieder. Ephe4/26Ephe `Zürnet, und sündigt [dabei] nicht! Die Sonne gehe
nicht unter über eurem Zorn, Ephe4/27Ephe und gebt dem Teufel keinen Raum. Ephe4/28Ephe Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern mühe sich vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute,
damit er dem Bedürftigen [etwas] mitzugeben habe. Ephe4/29Ephe Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade gebe.
Ephe4/30Ephe Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin. Ephe4/31Ephe Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung
sei von euch weggetan, samt aller Bosheit. Ephe4/32Ephe Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie Gott in Christus euch vergeben hat.
\5\
Ephe5/1Ephe Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder! Ephe5/2Ephe Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Gabe und Schlachtopfer,
Gott zu einem duftenden Wohlgeruch.
Ephe5/3Ephe Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen geziemt; Ephe5/4Ephe auch Unanständigkeit und albernes Geschwätz und
Witzelei, die sich nicht geziemen, statt dessen aber Danksagung. Ephe5/5Ephe Denn dies sollt ihr wissen und erkennen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger - er ist ein
Götzendiener - ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Ephe5/6Ephe Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.
Ephe5/7Ephe Seid also nicht ihre Mitgenossen! Ephe5/8Ephe Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber [seid ihr] Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts Ephe5/9Ephe - denn die Frucht des
Lichts [besteht] in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit -, Ephe5/10Ephe indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist. Ephe5/11Ephe Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken
der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß; Ephe5/12Ephe denn was heimlich von ihnen geschieht, ist selbst zu sagen schändlich. Ephe5/13Ephe Alles aber, was bloßgestellt wird, das wird
durchs Licht offenbar; Ephe5/14Ephe denn alles, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb heißt es: `Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir
leuchten!
Ephe5/15Ephe Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise. Ephe5/16Ephe Kauft die gelegene Zeit aus, denn die Tage sind böse. Ephe5/17Ephe Darum seid nicht töricht,
sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. Ephe5/18Ephe Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geist, Ephe5/19Ephe indem ihr zueinander in Psalmen und
Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt. Ephe5/20Ephe Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus
Christus!
Ehe und Familie im Herrn.
Ephe5/21Ephe Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, Ephe5/22Ephe die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn! Ephe5/23Ephe Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus
das Haupt der Gemeinde ist, er als des Leibes Heiland. Ephe5/24Ephe Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem.
Ephe5/25Ephe Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, Ephe5/26Ephe um sie zu heiligen, [sie] reinigend durch das Wasserbad
im Wort, Ephe5/27Ephe damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Ephe5/28Ephe
So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Ephe5/29Ephe Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern
er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde. Ephe5/30Ephe Denn wir sind Glieder seines Leibes. Ephe5/31Ephe `Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau
anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Ephe5/32Ephe Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde. Ephe5/33Ephe Jedenfalls auch ihr - jeder von euch liebe
seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber, dass sie Ehrfurcht vor dem Mann habe.
\6\
Ephe6/1Ephe Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn, denn das ist recht. Ephe6/2Ephe `Ehre deinen Vater und deine Mutter - das ist das erste Gebot mit Verheißung - Ephe6/3Ephe `auf dass es dir
wohlgehe und du lange lebst auf der Erde. Ephe6/4Ephe Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.
Verhältnis von Sklaven und Herren.
Ephe6/5Ephe Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus; Ephe6/6Ephe nicht mit Augendienerei, als Menschengefällige, sondern
als Sklaven Christi, indem ihr den Willen Gottes von Herzen tut. Ephe6/7Ephe Dient mit Gutwilligkeit als dem Herrn und nicht den Menschen! Ephe6/8Ephe Ihr wißt doch, dass jeder, der Gutes tut,
dies vom Herrn empfangen wird, er sei Sklave oder Freier. Ephe6/9Ephe Und ihr Herren, tut dasselbe gegen sie, und laßt das Drohen, da ihr wißt, dass sowohl ihr als auch euer Herr in den Himmeln
ist und dass es bei ihm kein Ansehen der Person gibt.
Die Waffenrüstung Gottes.
Ephe6/10Ephe Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke! Ephe6/11Ephe Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt.
Ephe6/12Ephe Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister der Bosheit in der
Himmelswelt. Ephe6/13Ephe Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen könnt.
Ephe6/14Ephe
So steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit Ephe6/15Ephe und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft [zur Verkündigung] des Evangeliums des
Friedens. (Meine Auslegung: beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft des Evangeliums des Friedens, und dein Licht leuchten zu lassen: Dass ich Licht bin in dieser Welt, das klappt nur
vollkommen gut, wenn ich keine Sünde gemacht habe: Mit der richtigen Haltung vor Gott habe ich von Hans 1991 in DU die Zusage des Sieges in Jesus bekommen, wenn ich die Wahrheit und die
Gerechtigkeit usw. anziehe. Das ist nicht ohne Ehrfurcht vor Gott zu haben. Aber es ist schon ein Zugeständnis von Gott, nehme ich an: Es ist total „crazy“, und ich bin Jesus sehr dankbar: Am
großen Fest im Tandem zum Beispiel waren kurz ehemalige Mitarbeiter da und wollten nur die saubere, angenehme Moral vom Hl. Geist erhaschen [Gutemoralerhaschen], die wie so oft aus meinen Augen
kommt. Gnade Gottes ist das. Fürchte dich nicht! Was können Menschen dir tun?!.) Ephe6/16Ephe Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen
auslöschen könnt. Ephe6/17Ephe Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Rhema-Wort (das Wort für mich persönlich).
Ephe6/18Ephe Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen Ephe6/19Ephe [und] auch für mich, damit mir Rede verliehen
werde, wenn ich den Mund auftue, mit Freimütigkeit das Geheimnis des Evangeliums bekanntzumachen Ephe6/20Ephe - für das ich ein Gesandter in Ketten bin -, damit ich in ihm freimütig rede, wie ich
reden soll.
Sendung des Tychikus - Segenswunsch.
Ephe6/21Ephe Damit aber auch ihr meine Umstände wißt, wie es mir geht, wird Tychikus, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn, euch alles berichten. Ephe6/22Ephe Ebendeshalb habe ich ihn zu
euch gesandt, dass ihr unsere Umstände erfahrt und er eure Herzen tröste.
Ephe6/23Ephe Friede den Brüdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Ephe6/24Ephe Die Gnade sei mit all denen, die unseren Herrn Jesus Christus lieben in
Unvergänglichkeit!
2.11 Der Brief an die Philipper.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
1/1Phil Paulus und Timotheus, Knechte Christi Jesu, allen Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Dienern: Ephe1/2Ephe Gnade euch und Friede von Gott, unserem
Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Dank und Fürbitte für die Gemeinde.
1/3 Ich danke meinem Gott bei jeder Erinnerung an euch Ephe1/4Ephe allezeit in jedem meiner Gebete und bete für euch alle mit Freuden Phil1/5Phil wegen eurer Teilnahme am Evangelium vom ersten
Tag an bis jetzt. Phil1/6Phil Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu. Phil1/7Phil So ist es
für mich recht, dass ich dies im Blick auf euch alle denke, weil ihr mich im Herzen habt und sowohl in meinen Fesseln als auch in der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums ihr alle meine
Mitteilhaber der Gnade seid. Phil1/8Phil Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne mit der herzlichen Liebe Christi Jesu.
Phil1/9PhilUnd um dieses bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und aller Einsicht, Phil1/10Phil damit ihr prüft, worauf es ankommt, damit ihr lauter und unanstößig
seid auf den Tag Christi, Phil1/11Phil erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [gewirkt wird], zur Herrlichkeit und zum Lobpreis Gottes.
Förderung des Evangeliums durch die Leiden des Apostels.
Phil1/12PhilIch will aber, dass ihr wißt, Brüder, dass meine Umstände mehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen sind, Phil1/13Phil so dass meine Fesseln in Christus im ganzen Prätorium und
bei allen anderen offenbar geworden sind Phil1/14Phil und dass die meisten der Brüder im Herrn Vertrauen gewonnen haben durch meine Fesseln und viel mehr wagen, das Wort Gottes ohne Furcht zu
reden. Phil1/15Phil Einige zwar predigen Christus auch aus Neid und Streit, einige aber auch aus gutem Willen. Phil1/16Phil Diese aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des
Evangeliums eingesetzt bin; Phil1/17Phil jene aus Eigennutz verkündigen Christus nicht lauter, weil sie [mir in] meinen Fesseln Trübsal zu erwecken gedenken. Phil1/18Phil Was [macht es] denn?
Wird doch auf jede Weise, sei es aus Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich. Ja, ich werde mich auch freuen, Phil1/19Phil denn ich weiß, dass dies mir zum Heil
ausschlagen wird durch euer Gebet und durch den Beistand des Geistes Jesu Christi, Phil1/20Phil nach meiner sehnlichen Erwartung und Hoffnung, dass ich in nichts werde zuschanden werden, sondern
mit aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt Christus an meinem Leib groß gemacht werden wird, sei es durch Leben oder durch Tod. Phil1/21Phil Denn das Leben ist für mich Christus und das
Sterben Gewinn. Phil1/22Phil Wenn aber das Leben im Fleisch [mein Los ist, dann bedeutet] das für mich Frucht der Arbeit, und [dann] weiß ich nicht, was ich erwählen soll. Phil1/23Phil Ich werde
aber von beidem bedrängt: Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser; Phil1/24Phil das Bleiben im Fleisch aber ist nötiger um euretwillen. Phil1/25Phil Und im
Vertrauen hierauf weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen bleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben, Phil1/26Phil damit euer Rühmen überströme in Christus Jesus durch mich bei
meiner Rückkehr zu euch.
Aufforderung zum Glaubenskampf.
Phil1/27PhilWandelt nur würdig des Evangeliums des Christus, damit ich, sei es, dass ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, dass ihr fest steht in einem Geist und mit einer
Seele zusammen für den Glauben des Evangeliums kämpft Phil1/28Phil und euch in nichts von den Widersachern erschrecken laßt, was für sie ein Beweis des Verderbens ist, aber eures Heils, und das
von Gott her. Phil1/29Phil Denn euch ist es im Blick auf Christus geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, Phil1/30Phil da ihr denselben Kampf habt, wie
ihr ihn an mir gesehen habt und jetzt von mir hört.
Aufforderung zum Glaubensleben nach dem Vorbild Christi.
\2\
Phil2/1PhilWenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus [gibt], wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen,
Phil2/2Phil so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, Phil2/3Phil nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht [tut], sondern dass
in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; Phil2/4Phil ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen. Phil2/5Phil Diese Gesinnung sei in euch,
die auch in Christus Jesus [war], Phil2/6Phil der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein. Phil2/7Phil Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm
Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch erfunden, Phil2/8Phil erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am
Kreuz. Phil2/9Phil Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, Phil2/10Phil damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und
Irdischen und Unterirdischen, Phil2/11Phil und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Aufforderung, Vorbild in der Welt zu sein.
Phil2/12PhilDaher, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern jetzt [noch] viel mehr in meiner Abwesenheit, bewirkt euer Heil mit Furcht und
Zittern! Phil2/13Phil Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu [seinem] Wohlgefallen. Phil2/14Phil Tut alles ohne Murren und Zweifel, Phil2/15Phil damit ihr
tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt, Phil2/16Phil indem ihr das Wort
des Lebens festhaltet, mir als Grund zum Rühmen auf den Tag Christi, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch auch vergeblich gearbeitet habe. Phil2/17Phil Wenn ich aber auch als Trankopfer
über das Opfer und den Dienst eures Glaubens gesprengt werde, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. Phil2/18Phil Ebenso aber freut auch ihr euch, und freut euch mit mir.
Empfehlung des Timotheus und des Epaphroditus.
Phil2/19PhilIch hoffe aber im Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu senden, damit auch ich guten Mutes sei, wenn ich um euer Ergehen weiß. Phil2/20Phil Denn ich habe keinen [ihm]
Gleichgesinnten, der aufrichtig für das Eure besorgt sein wird; Phil2/21Phil denn alle suchen das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist. Phil2/22Phil Ihr kennt aber seine Bewährung, dass er, wie
ein Kind dem Vater, mit mir am Evangelium gedient hat. Phil2/23Phil Diesen nun hoffe ich sofort zu senden, wenn ich meine Lage übersehe. Phil2/24Phil Ich vertraue aber im Herrn [darauf], dass
auch ich selbst bald kommen werde. Phil2/25Phil Ich habe es aber für nötig gehalten, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, euren Abgesandten und Diener meines Bedarfs, zu
euch zu senden; Phil2/26Phil da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war. Phil2/27Phil Denn er war auch krank, dem Tod nahe;
aber Gott hat sich seiner erbarmt, nicht aber nur seiner, sondern auch meiner, damit ich nicht Traurigkeit auf Traurigkeit hätte. Phil2/28Phil Ich habe ihn nun desto eilender gesandt, damit ihr,
wenn ihr ihn seht, wieder froh werdet und ich weniger betrübt sei. Phil2/29Phil Nehmt ihn nun auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche [Brüder] in Ehren; Phil2/30Phil denn um des Werkes
Christi willen ist er dem Tod nahe gekommen und hat sein Leben gewagt, um den Mangel in eurem Dienst für mich auszugleichen.
Nicht das Gesetz, sondern Christus ist unsere Gerechtigkeit.
\3\
Phil3/1PhilÜbrigens, meine Brüder, freut euch im Herrn! Euch [öfter] dasselbe zu schreiben, ist mir nicht verdrießlich, für euch aber [bedeutet es, dass ihr] fest [werdet]. Phil3/2Phil Seht auf
die Hunde, seht auf die bösen Arbeiter, seht auf die Zerschneidung. Phil3/3Phil Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf
Fleisch vertrauen; Phil3/4Phil obwohl auch ich Vertrauen auf Fleisch haben [könnte]. Wenn irgendein anderer meint, auf Fleisch vertrauen [zu können] - ich noch mehr: Phil3/5Phil Beschnitten am
achten Tag, vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, Hebräer von Hebräern; dem Gesetz nach ein Pharisäer; Phil3/6Phil dem Eifer nach ein Verfolger der Gemeinde; der Gerechtigkeit nach, die im
Gesetz ist, untadelig geworden. Phil3/7Phil Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet; Phil3/8Phil ja wirklich, ich achte auch alles für Verlust um
der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte, damit ich Christus gewinne Phil3/9Phil und in ihm
erfunden werde - indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens -, Phil3/10Phil um
ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleichgestaltet werde, Phil3/11Phil ob ich irgendwie hingelangen möge zur Auferstehung
aus den Toten. Phil3/12Phil Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage [ihm] aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen
bin. Phil3/13Phil Brüder, ich denke von mir selbst nicht, [es] ergriffen zu haben; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, Phil3/14Phil und
jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus. Phil3/15Phil Soviele nun vollkommen sind, laßt uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgend etwas
anders denkt, so wird euch Gott auch dies offenbaren. Phil3/16Phil Doch wozu wir gelangt sind, zu dem [laßt uns auch] halten!
Nicht Irdischem, sondern Christus gilt unsere Erwartung.
Phil3/17PhilSeid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. Phil3/18Phil Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun
aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes Christi sind: Phil3/19Phil deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen.
Phil3/20Phil Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten, Phil3/21Phil der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur
Gleichgestalt mit seinem Leib der Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.
Mahnung zu geistlichen Tugenden.
\4\
Phil4/1PhilDaher, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und mein Siegeskranz, steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte! Phil4/2Phil Die Euodia ermahne ich, und die Syntyche
ermahne ich, dieselbe Gesinnung zu haben im Herrn. Phil4/3Phil Ja, ich bitte auch dich, mein rechter Gefährte, stehe ihnen bei, die in dem Evangelium zusammen mit mir gekämpft haben, auch mit
Klemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens sind.
Phil4/4Phil Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! Phil4/5Phil Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden; der Herr ist nahe. Phil4/6Phil Seid um nichts besorgt,
sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; Phil4/7Phil und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken
bewahren in Christus Jesus. Phil4/8Phil Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert (lieblichliebevoll: besser liebevoll, mit
Nächstenliebe, mit Agapeliebe, Gib mir Liebe ins Herz für die Menschen) alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob [gibt], das erwägt! Phil4/9Phil Was ihr
auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.
Freude des Apostels über die Gabe der Philipper.
Phil4/10PhilIch habe mich aber im Herrn sehr gefreut, dass ihr endlich einmal wieder aufgelebt seid, meiner zu gedenken, worauf ihr [eigentlich] auch bedacht wart, aber ihr hattet keine
Gelegenheit. Phil4/11Phil Nicht, dass ich es des Mangels wegen sage, denn ich habe gelernt, mich [darin] zu begnügen, worin ich bin. Phil4/12Phil Sowohl erniedrigt zu sein, weiß ich, als Überfluß
zu haben, weiß ich; in jedes und in alles bin ich eingeweiht, sowohl satt zu sein als zu hungern, sowohl Überfluß zu haben als Mangel zu leiden. Phil4/13Phil Alles vermag ich in dem, der mich
kräftigt. Phil4/14Phil Doch habt ihr wohl daran getan, dass ihr an meiner Bedrängnis teilgenommen habt. Phil4/15Phil Ihr wißt aber auch, ihr Philipper, dass im Anfang des Evangeliums, als ich aus
Mazedonien wegging, keine Gemeinde mich am gegenseitigen Geben und Empfangen beteiligt hat als nur ihr allein. Phil4/16Phil Denn sogar [schon, als ich] in Thessalonich [war], habt ihr mir nicht
nur einmal, sondern zweimal für meinen Bedarf gesandt. Phil4/17Phil Nicht, dass ich die Gabe suche, sondern ich suche die Frucht, die sich zugunsten eurer Rechnung mehrt. Phil4/18Phil Ich habe
aber alles erhalten und habe Überfluß, ich habe die Fülle, da ich von Epaphroditus das auch euch [Gesandte] empfangen habe, einen duftenden Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, Gott wohlgefällig.
Phil4/19Phil Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. Phil4/20Phil Unserem Gott und Vater aber sei die Herrlichkeit in alle
Ewigkeit! Amen.
Grüße und Segenswunsch.
Phil4/21PhilGrüßt jeden Heiligen in Christus Jesus! Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind. Phil4/22Phil Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus des Kaisers Haus. Phil4/23Phil
Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist!
2.12 Der Brief an die Kolosser.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
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Kolo1/1KoloPaulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, Kolo1/2Kolo den heiligen und gläubigen Brüdern in Christus zu Kolossä: Gnade euch und Friede von Gott,
unserem Vater!
Dank und Fürbitte im Blick auf die Gemeinde.
Kolo1/3KoloWir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten, Kolo1/4Kolo da wir von eurem Glauben an Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die
ihr zu allen Heiligen habt, Kolo1/5Kolo wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbewahrt ist. Von ihr habt ihr zuvor gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums, Kolo1/6Kolo das zu euch
gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und wächst, wie auch unter euch von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt. Kolo1/7Kolo So
habt ihr es gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist Kolo1/8Kolo und uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat.
Kolo1/9KoloDeshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit
und geistlichem Verständnis, Kolo1/10Kolo um des Herrn würdig zu wandeln zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, Kolo1/11Kolo
gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und aller Langmut, mit Freuden Kolo1/12Kolo dem Vater danksagend. Er hat euch fähig gemacht zum Anteil am Erbe
der Heiligen im Licht Kolo1/13Kolo und uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. Kolo1/14Kolo In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der
Sünden.
Jesu Größe und Werk.
Kolo1/15Kolo Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Kolo1/16Kolo Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das
Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; Kolo1/17Kolo und er vor allem, und alles besteht durch ihn. Kolo1/18Kolo Und
er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe; Kolo1/19Kolo denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen
Kolo1/20Kolo und durch ihn alles mit sich zu versöhnen - indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes -, durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist.
Kolo1/21Kolo Und euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart nach der Gesinnung in den bösen Werken, hat er aber nun versöhnt Kolo1/22Kolo in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch
heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen, Kolo1/23Kolo sofern ihr im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr
gehört habt, das in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt worden ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.
Des Apostels Leiden und Dienst.
Kolo1/24Kolo Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde. Kolo1/25Kolo Ihr
Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden: Kolo1/26Kolo Es ist das Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den
Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist. Kolo1/27Kolo Ihnen wollte Gott kundtun, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den
Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Kolo1/28Kolo Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um
jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen; Kolo1/29Kolo wozu ich mich auch bemühe und kämpfend ringe gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.
Ermahnung zur Festigkeit im Glauben.
\2\
Kolo2/1Kolo Denn ich will, dass ihr wißt, welch großen Kampf ich habe um euch und die in Laodicea und alle, die mein leibliches Angesicht nicht gesehen haben, Kolo2/2Kolo damit ihre Herzen
getröstet werden, vereinigt in Liebe und zu allem Reichtum an Gewißheit des Verständnisses zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, [das ist] Christus, Kolo2/3Kolo in dem alle Schätze der Weisheit
und Erkenntnis verborgen sind. Kolo2/4Kolo Dies sage ich aber, damit niemand euch verführe durch überredende Worte. Kolo2/5Kolo Denn wenn ich auch dem Leib nach abwesend bin, so bin ich doch im
Geist bei euch, freue mich und sehe eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christus.
Kolo2/6KoloWie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, Kolo2/7Kolo gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, darin
überströmend mit Danksagung.
Warnung vor Irrlehren.
Kolo2/8Kolo Seht zu, dass niemand euch einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß. Kolo2/9Kolo Denn
in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; Kolo2/10Kolo und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. Kolo2/11Kolo In ihm seid ihr auch
beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, [sondern] im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus, Kolo2/12Kolo mit ihm begraben in
der Taufe, in ihm auch mitauferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Kolo2/13Kolo Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in der
Unbeschnittenheit eures Fleisches, hat er mitlebendiggemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat; Kolo2/14Kolo er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, [den] in Satzungen
[bestehenden], der gegen uns war, und ihn auch aus [unserer] Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte; Kolo2/15Kolo er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie
öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.
Kolo2/16Kolo So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, Kolo2/17Kolo die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper [selbst]
aber ist des Christus. Kolo2/18Kolo Laßt euch um den Kampfpreis von niemandem bringen, der seinen eigenen Willen tut in Demut und Anbetung der Engel, der auf Dinge eingeht, die er [in Visionen]
gesehen hat, ohne Ursache aufgeblasen von dem Sinn seines Fleisches, Kolo2/19Kolo und nicht festhält das Haupt, von dem aus der ganze Leib, durch die Gelenke und Bänder unterstützt und
zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst.
Kolo2/20Kolo Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? Kolo2/21Kolo Berühre nicht, koste nicht, betaste
nicht! Kolo2/22Kolo Dinge, die alle zur Zerstörung durch den Gebrauch bestimmt sind nach den Geboten und Lehren der Menschen, Kolo2/23Kolo die zwar einen Schein von Weisheit haben in
eigenwilligem Gottesdienst und in Demut und im Nichtverschonen des Leibes, [also] nicht in einer gewissen Wertschätzung, [sondern] zur Befriedigung des Fleisches.
Himmlischer Sinn - Der alte und der neue Mensch.
\3\
Kolo3/1KoloWenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Kolo3/2Kolo Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf
das, was auf der Erde ist; Kolo3/3Kolo denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Kolo3/4Kolo Wenn der Christus, unser Leben, geoffenbart werden wird, dann
werdet auch ihr mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit.
Kolo3/5Kolo Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und Habsucht, die Götzendienst ist. Kolo3/6Kolo Um dieser Dinge willen kommt der Zorn
Gottes. Kolo3/7Kolo Darin seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Kolo3/8Kolo Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus
eurem Mund. Kolo3/9Kolo Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen Kolo3/10Kolo und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild
dessen, der ihn erschaffen hat. Kolo3/11Kolo Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.
Kolo3/12Kolo Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut. Kolo3/13Kolo Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn
einer Klage gegen den aderen hat; wie auch der Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Kolo3/14Kolo Zu diesem allen aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist. Kolo3/15Kolo
Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib; und seid dankbar. Kolo3/16Kolo Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller
Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig, mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade. Kolo3/17Kolo Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles
tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn.
Gegenseitige Pflichten der Hausgenossen.
Kolo3/18Kolo Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt. Kolo3/19Kolo Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie. Kolo3/20Kolo Ihr Kinder,
gehorcht euren Eltern in allem, denn dies ist wohlgefällig im Herrn. Kolo3/21Kolo Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos werden. Kolo3/22Kolo Ihr Sklaven, gehorcht in allem
euren Herren nach dem Fleisch, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend. Kolo3/23Kolo Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn
und nicht den Menschen, Kolo3/24Kolo da ihr wißt, dass ihr vom Herrn als Vergeltung das Erbe empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus. Kolo3/25Kolo Denn wer unrecht tut, wird das Unrecht
empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person.
\4\
Kolo3/1Kolo Ihr Herren, gewährt euren Sklaven, was recht und billig ist, da ihr wißt, dass auch ihr einen Herrn in den Himmeln habt.
Ermahnung zum Gebet und zu weisem Verhalten.
Kolo3/2Kolo Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung; Kolo3/3Kolo und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes auftue, das Geheimnis des Christus zu reden,
dessentwegen ich auch gebunden bin, Kolo3/4Kolo damit ich es kundmache, wie ich reden soll.
Kolo3/5Kolo Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die gelegene Zeit aus. Kolo3/6Kolo Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt; ihr sollt wissen, wie ihr jedem
einzelnen antworten sollt.
Sendung des Tychikus und Onesimus - Grüße.
Kolo3/7Kolo Alles, was mich angeht, wird euch Tychikus mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitknecht im Herrn. Kolo3/8Kolo Ihn habe ich eben deshalb zu euch gesandt, dass ihr
unsere Umstände erfahrt und er eure Herzen tröste, Kolo3/9Kolo mit Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der von euch ist; sie werden euch alles mitteilen, was hier [vorgeht]. Kolo3/10Kolo
Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Vetter des Barnabas, dessentwegen ihr Befehle erhalten habt - wenn er zu euch kommt, so nehmt ihn auf -, Kolo3/11Kolo und Jesus,
genannt Justus. Aus der Beschneidung sind diese allein Mitarbeiter am Reich Gottes; sie sind mir ein Trost gewesen. Kolo3/12Kolo Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht Christi Jesu,
der allezeit für euch ringt in den Gebeten, dass ihr vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes dasteht. Kolo3/13Kolo Denn ich gebe ihm Zeugnis, dass er viel Mühe hat um euch und die
in Laodizea und die in Hierapolis. Kolo3/14Kolo Es grüßt euch Lukas, der geliebte Arzt, und Demas. Kolo3/15Kolo Grüßt die Brüder in Laodizea und Nympha und die Gemeinde in seinem Haus.
Kolo3/16Kolo Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so veranlaßt, dass er auch in der Gemeinde der Laodizeer gelesen werde und dass auch ihr den aus Laodizea lest; Kolo3/17Kolo und sagt
Archippus: Sieh auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, dass du ihn erfüllst. Kolo3/18Kolo Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. Gedenkt meiner Fesseln! Die Gnade sei mit
euch!
2.13 Der erste Brief an die Thessalonicher.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
1/1 Paulus und Silvanus und Timotheus der Gemeinde der Thessalonicher in Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus: Gnade euch und Friede!
Der vorbildliche Glaube der Thessalonicher.
1/21Thess Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir euch erwähnen in unseren Gebeten und unablässig 1Thess1/31Thess vor unserem Gott und Vater an euer Werk des Glaubens gedenken und die
Bemühung der Liebe und das Ausharren [in] der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus; 1Thess1/41Thess und wir kennen, von Gott geliebte Brüder, eure Auserwählung; 1Thess1/51Thess denn unser
Evangelium erging an euch nicht im Wort allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewißheit; ihr wißt ja, als was für Leute wir um euretwillen unter euch auftraten.
1Thess1/61Thess Und ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem ihr das Wort in viel Drangsal mit Freude des Heiligen Geistes aufgenommen habt, 1Thess1/71Thess so dass ihr allen
Gläubigen in Mazedonien und in Achaja zu Vorbildern geworden seid. 1Thess1/81Thess Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen, nicht allein in Mazedonien und in Achaja, sondern an jeden
Ort ist euer Glaube an Gott hinausgedrungen, so dass wir nicht nötig haben, etwas zu sagen. 1Thess1/91Thess Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten und wie ihr euch
von den Götzen zu Gott bekehrt habt, dem lebendigen und wahren Gott zu dienen 1Thess1/101Thess und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat - Jesus, der uns
errettet von dem kommenden Zorn.
Das frühere Wirken des Paulus in Thessalonich.
\2\
1Thess2/11Thess Denn ihr selbst wißt, dass unser Eingang bei euch nicht vergeblich war; 1Thess2/21Thess sondern nachdem wir vorher gelitten hatten und mißhandelt worden waren, wie ihr wißt, in
Philippi, wurden wir freimütig in unserem Gott, das Evangelium Gottes zu euch zu reden unter viel Kampf. 1Thess2/31Thess Denn unsere Ermahnung [geschah] nicht aus Irrtum, noch aus Unlauterkeit,
noch mit List; 1Thess2/41Thess sondern wie wir von Gott tauglich befunden worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere
Herzen prüft. 1Thess2/51Thess Denn weder sind wir jemals mit schmeichelnder Rede aufgetreten, wie ihr wißt, noch mit einem Vorwand für Habsucht - Gott ist Zeuge -, 1Thess2/61Thess noch suchten
wir Ehre von Menschen, weder von euch noch von anderen, 1Thess2/71Thess obwohl wir als Christi Apostel gewichtig hätten auftreten können; sondern wir sind in eurer Mitte zart gewesen, wie eine
stillende Mutter ihre Kinder pflegt. 1Thess2/81Thess So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil
ihr uns lieb geworden wart. 1Thess2/91Thess Denn ihr erinnert euch, Brüder, an unsere Mühe und Beschwerde: Nacht und Tag arbeitend, um niemand von euch beschwerlich zu fallen, haben wir euch das
Evangelium Gottes gepredigt. 1Thess2/101Thess Ihr seid Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und untadelig wir gegen euch, die Glaubenden, waren; 1Thess2/111Thess wie ihr ja wißt, dass wir euch
[und zwar] jeden einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder 1Thess2/121Thess ermahnt und getröstet und beschworen haben, des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner
Herrlichkeit beruft.
Die gute Aufnahme des Evangeliums in Thessalonich.
1Thess2/131Thess Und darum danken auch wir Gott unablässig, dass, als ihr von uns das Wort der Kunde von Gott empfinget, ihr es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist,
als Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt. 1Thess2/141Thess Denn, Brüder, ihr seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa sind in Christus Jesus, weil auch ihr
dasselbe von den eigenen Landsleuten erlitten habt, wie auch sie von den Juden, 1Thess2/151Thess die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben und Gott nicht
gefallen und allen Menschen feindlich sind, 1Thess2/161Thess indem sie - um ihr Sünden[maß] stets voll zu machen - uns wehren, zu den Nationen zu reden, damit die errettet werden; aber der Zorn
ist endgültig über sie gekommen.
Sehnsucht des Paulus nach den Thessalonichern.
1Thess2/171Thess Wir aber, Brüder, da wir für kurze Zeit von euch verwaist waren, dem Angesicht, nicht dem Herzen nach, haben uns um so mehr mit großem Verlangen bemüht, euer Angesicht zu sehen.
1Thess2/181Thess Deshalb wollten wir zu euch kommen - ich, Paulus -, nicht nur einmal, sondern zweimal, und der Satan hat uns gehindert. 1Thess2/191Thess Denn wer ist unsere Hoffnung oder Freude
oder Ruhmeskranz - nicht auch ihr? - vor unserem Herrn Jesus bei seiner Ankunft? 1Thess2/201Thess Denn ihr seid unsere Herrlichkeit und Freude.
Erfreulicher Bericht des Timotheus aus Thessalonich.
\3\
1Thess3/11Thess Deshalb, da wir es nicht länger aushalten konnten, beschlossen wir, allein in Athen zurückzubleiben, 1Thess3/21Thess und wir sandten Timotheus, unseren Bruder und Mitarbeiter
Gottes in dem Evangelium des Christus, um euch zu befestigen und zu trösten eures Glaubens wegen, 1Thess3/31Thess dass niemand wankend werde in diesen Drangsalen. - Denn ihr selbst wißt, dass wir
dazu bestimmt sind; 1Thess3/41Thess denn auch als wir bei euch waren, sagten wir euch vorher, dass wir Drangsale haben würden, wie es auch geschehen ist und ihr wißt. - 1Thess3/51Thess Darum, da
auch ich es nicht länger aushalten konnte, sandte ich [ihn], um euren Glauben zu erfahren, ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und unsere Arbeit vergeblich gewesen sei. 1Thess3/61Thess
Da jetzt aber Timotheus von euch zu uns gekommen ist und uns die gute Botschaft brachte von eurem Glauben und eurer Liebe, und dass ihr uns allezeit in gutem Andenken habt und sehr verlangt, uns
zu sehen, wie auch wir euch: 1Thess3/71Thess deswegen, Brüder, sind wir über euch bei all unserer Not und Drangsal getröstet worden durch euren Glauben; 1Thess3/81Thess denn jetzt leben wir, wenn
ihr feststeht im Herrn.
Gebet für die Thessalonicher.
1Thess3/91Thess Denn was für Dank können wir Gott eurethalben abstatten für all die Freude, womit wir uns euretwegen freuen vor unserem Gott, 1Thess3/101Thess wobei wir Nacht und Tag aufs
inständigste bitten, euer Angesicht zu sehen und das zu vollenden, was an eurem Glauben mangelt? 1Thess3/111Thess Unser Gott und Vater selbst aber und unser Herr Jesus richte unseren Weg zu euch.
1Thess3/121Thess Euch aber mache der Herr reicher und überströmend in der Liebe gegeneinander und gegen alle - wie auch wir gegen euch sind -, 1Thess3/131Thess um eure Herzen zu festigen,
untadelig in Heiligkeit [zu sein] vor unserem Gott und Vater bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen.
Ermahnung zur Heiligung und Bruderliebe.
\4\
1Thess4/11Thess Übrigens nun, Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, da ihr ja von uns [Weisung] empfangen habt, wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt - wie ihr auch wandelt
-, dass ihr [darin noch] reichlicher zunehmt. 1Thess4/21Thess Denn ihr wißt, welche Weisungen wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. 1Thess4/31Thess Denn dies ist Gottes Wille: eure
Heiligung, dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet, 1Thess4/41Thess dass jeder von euch sich sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse, 1Thess4/51Thess nicht in
Leidenschaft der Lust wie die Nationen, die Gott nicht kennen; 1Thess4/61Thess dass er sich keine Übergriffe erlaube noch seinen Bruder in der Sache übervorteile, weil der Herr Rächer ist über
dies alles, wie wir euch auch zuvor gesagt und ernstlich bezeugt haben. 1Thess4/71Thess Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern in Heiligung. 1Thess4/81Thess Deshalb nun, wer
[dies] verwirft, verwirft nicht einen Menschen, sondern Gott, der auch seinen Heiligen Geist in euch gibt.
1Thess4/91Thess Was aber die Bruderliebe betrifft, so habt ihr nicht nötig, dass man euch schreibt, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben; 1Thess4/101Thess das tut ihr ja auch
gegen alle Brüder in ganz Mazedonien. Wir ermahnen euch aber, Brüder, reichlicher zuzunehmen 1Thess4/111Thess und eure Ehre darein zu setzen, still zu sein und eure eigenen Geschäfte zu tun und
mit euren Händen zu arbeiten, so wie wir euch geboten haben, 1Thess4/121Thess damit ihr anständig wandelt gegen die draußen und niemanden nötig habt.
Auferstehung und Entrückung.
1Thess4/131Thess Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben. 1Thess4/141Thess Denn
wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wird auch Gott ebenso die Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. 1Thess4/151Thess Denn dies sagen wir euch in einem Wort des
Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. 1Thess4/161Thess Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der
Stimme eines Erzengels und bei [dem Schall] der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; 1Thess4/171Thess danach werden wir, die Lebenden, die
übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 1Thess4/181Thess So ermuntert nun einander mit diesen
Worten.
Wachsamkeit im Blick auf die Wiederkunft Christi.
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1Thess5/11Thess Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. 1Thess5/21Thess Denn ihr selbst wißt genau, dass der Tag des Herrn so
kommt wie ein Dieb in der Nacht. 1Thess5/31Thess Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden
nicht entfliehen.
1Thess5/41Thess Ihr aber, Brüder, seid nicht in Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife; 1Thess5/51Thess denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir gehören nicht
der Nacht noch der Finsternis. 1Thess5/61Thess Also laßt uns nun nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein. 1Thess5/71Thess Denn die da schlafen, schlafen bei Nacht, und
die da betrunken sind, sind bei Nacht betrunken. 1Thess5/81Thess Wir aber, die dem Tag gehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der
Hoffnung des Heils. 1Thess5/91Thess Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erlangen des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus, 1Thess5/101Thess der für uns gestorben ist, damit
wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. 1Thess5/111Thess Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut.
Verschiedene Ermahnungen.
1Thess5/121Thess Wir bitten euch aber, Brüder, dass ihr die anerkennt, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch zurechtweisen, 1Thess5/131Thess und dass ihr sie ganz besonders
in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander! 1Thess5/141Thess Wir ermahnen euch aber, Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der
Schwachen an, seid langmütig gegen alle! 1Thess5/151Thess Seht zu, dass niemand einem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach gegeneinander und gegen alle!
1Thess5/161Thess Freut euch allezeit! 1Thess5/171Thess Betet unablässig (ceasing ist suchbar. Betet ohne Unterlass! Das kann man nur mit dem Beten in Zungen, auch Beten in Sprachen genannt.
Wenn du in der Sprache , der „Geheimsprache“ beten kannst, dann kannst du auch ohne Unterlass beten. Und das passt trotzdem zu dem oben Genannten. Denn du musst ja für deinen Sohn nur unter der
Leitung des Heiligen Geistes Fürbitte tun, und nicht endlos immer wieder das Gleiche. Es gilt auch, ohne einen Widerspruch in der Bibel zu sehen. Es heißt in der Bergpredigt: Ihr sollt
nicht plappern wie die Heiden, wenn ihr betet. Was heißt das? Es bedeutet, dass man den Rosenkranz nicht viele Stunden beten soll. Dass man nicht immer wieder dasselbe beten soll, wenn man für
jemanden oder etwas betet. 1Thess5/181Thess Sagt in allem Dank, denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. 1Thess5/191Thess Den Geist löscht nicht aus! 1Thess5/201Thess
Weissagungen verachtet nicht, 1Thess5/211Thess prüft aber alles, das Gute haltet fest! 1Thess5/221Thess Von aller Art des Bösen haltet euch fern!
Segenswunsch und Grüße.
1Thess5/231Thess Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus
Christus. 1Thess5/241Thess Treu ist, der euch beruft; er wird es auch tun.
1Thess5/251Thess Brüder, betet für uns! 1Thess5/261Thess Grüßt alle Brüder mit heiligem Kuß. 1Thess5/271Thess Ich beschwöre euch bei dem Herrn, dass der Brief allen Brüdern vorgelesen werde.
1Thess5/281Thess Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
2.14 Der zweite Brief an die Thessalonicher.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
2Thess1/12Thess Paulus und Silvanus und Timotheus der Gemeinde der Thessalonicher in Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus: 2Thess1/22Thess Gnade euch und Friede von Gott, dem Vater,
und dem Herrn Jesus Christus!
Dank und Fürbitte für die Gemeinde.
2Thess1/32Thess Wir müssen Gott allezeit für euch danken, Brüder, wie es angemessen ist, weil euer Glaube reichlich wächst und die Liebe jedes einzelnen von euch allen gegeneinander zunimmt,
2Thess1/42Thess so dass wir selbst uns euer rühmen in den Gemeinden Gottes wegen eures Ausharrens und Glaubens in allen euren Verfolgungen und Drangsalen, die ihr erduldet; 2Thess1/52Thess [sie
sind] ein Anzeichen des gerechten Gerichts Gottes, dass ihr würdig geachtet werdet des Reiches Gottes, um dessentwillen ihr auch leidet, 2Thess1/62Thess so gewiß es bei Gott gerecht ist, denen zu
vergelten, die euch durch Drangsal bedrängen, 2Thess1/72Thess und euch, den Bedrängten, durch Ruhe, zusammen mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner
Macht, 2Thess1/82Thess in flammendem Feuer. Dabei übt er Vergeltung an denen, die Gott nicht kennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus nicht gehorchen; 2Thess1/92Thess sie
werden Strafe leiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke, 2Thess1/102Thess wenn er kommt, um an jenem Tag in seinen Heiligen verherrlicht und in allen
denen bewundert zu werden, die geglaubt haben; denn unser Zeugnis an euch ist geglaubt worden. 2Thess1/112Thess Deshalb beten wir auch allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig erachte der
Berufung und [dass er] alles Wohlgefallen an der Güte und das Werk des Glaubens in Kraft vollende, 2Thess1/122Thess damit der Name unseres Herrn Jesus in euch verherrlicht werde und ihr in ihm
nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.
Die Ankunft Christi und der ihr vorausgehende große Verführer.
\2\
2Thess2/12Thess Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, 2Thess2/22Thess dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern
laßt noch erschreckt werdet, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief, als [seien sie] von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. 2Thess2/32Thess Lasst euch von niemand auf irgendeine
Weise verführen, denn [dieser Tag kommt nicht], es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2Thess2/42Thess
der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei.
2Thess2/52Thess Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? 2Thess2/62Thess Und jetzt wißt ihr, was zurückhält, damit er zu seiner Zeit geoffenbart wird.
2Thess2/72Thess Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur [offenbart es sich nicht], bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist; 2Thess2/82Thess und dann wird der
Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; (Auslegung des Stücks 2, 6 - 8: Und jetzt wißt
ihr, dass der Heilige Geist den Antichristen jetzt während der Erweckung noch zurückhält, damit der Antichrist zu seiner Zeit geoffenbart wird. 2Thess2/72Thess Denn schon ist das Geheimnis der
Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis der Heilige Geist, welcher die Offenbarung jetzt zurückhält, aus dem Weg ist, nämlich mit der Entrückung; 2Thess2/82Thess und dann wird
der gesetzlose Antichrist geoffenbart werden, den der Herr Jesus später beseitigen wird durch den Hauch Seines Mundes, nämlich wenn Er als König kommt) 2Thess2/92Thess [ihn], dessen Ankunft gemäß
der Wirksamkeit des Satans erfolgt, mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge 2Thess2/102Thess und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass
sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Errettung nicht angenommen haben. 2Thess2/112Thess Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, 2Thess2/122Thess
damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit.
Ermahnung zum Festhalten an der Wahrheit.
2Thess2/132Thess Wir aber sind schuldig, Gott allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, dass Gott euch von Anfang an erwählt hat zur Errettung in Heiligung des Geistes und im
Glauben an die Wahrheit, 2Thess2/142Thess wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus. 2Thess2/152Thess Also nun, Brüder,
steht fest und haltet die Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief. 2Thess2/162Thess Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser
Vater, der uns geliebt und [uns] in [seiner] Gnade ewigen Trost und gute Hoffnung gegeben hat, 2Thess2/172Thess tröste eure Herzen und befestige [sie] in jedem guten Werk und Wort.
Gegenseitige Fürbitte.
\3\
2Thess3/12Thess Übrigens, Brüder, betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde wie auch bei euch 2Thess3/22Thess und dass wir errettet werden von den schlechten und bösen
Menschen! Denn die Treue ist nicht aller [Teil]. 2Thess3/32Thess Treu ist aber der Herr, der euch befestigen und vor dem Bösen bewahren wird. 2Thess3/42Thess Wir haben aber im Herrn das Vertrauen
zu euch, dass ihr, was wir gebieten, sowohl tut als auch tun werdet. 2Thess3/52Thess Der Herr aber richte eure Herzen auf die Liebe Gottes und auf das Ausharren des Christus!
Verhalten gegenüber unordentlichen Gliedern der Gemeinde.
2Thess3/62Thess Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch zurückzieht von jedem Bruder, der unordentlich und nicht nach der Überlieferung wandelt, die
er von uns empfangen hat. 2Thess3/72Thess Denn ihr selbst wißt, wie man uns nachahmen soll; denn wir haben unter euch nicht unordentlich gelebt, 2Thess3/82Thess noch haben wir von jemand Brot
umsonst gegessen, sondern wir haben mit Mühe und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um keinem von euch beschwerlich zu fallen. 2Thess3/92Thess Nicht, dass wir nicht das Recht [dazu] haben,
sondern damit wir uns euch zum Vorbild gäben, damit ihr uns nachahmt. 2Thess3/102Thess Denn auch als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht
essen. 2Thess3/112Thess Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich wandeln, indem sie nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. 2Thess3/122Thess Solchen aber gebieten wir und
ermahnen sie im Herrn Jesus Christus, dass sie in Stille arbeiten und ihr eigenes Brot essen. 2Thess3/132Thess Ihr aber, Brüder, ermattet nicht, Gutes zu tun! 2Thess3/142Thess Wenn aber jemand
unserem Wort durch den Brief nicht gehorcht, den bezeichnet, habt keinen Umgang mit ihm, damit er beschämt werde; 2Thess3/152Thess und seht ihn nicht als einen Feind an, sondern weist ihn zurecht
als einen Bruder.
Gruß und Segenswunsch.
2Thess3/162Thess Er selbst aber, der Herr des Friedens, gebe euch den Frieden allezeit auf alle Weise! Der Herr [sei] mit euch allen!
2Thess3/172Thess Der Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. Das ist ein Zeichen in jedem Brief; so schreibe ich. 2Thess3/182Thess Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus [sei] mit euch
allen!
Der erste Brief an Timotheus
Verfasser, Empfänger und Gruß
\1\
1Timo1/11Timo Paulus, Apostel Christi Jesu nach Befehl Gottes, unseres Heilandes, und Christi Jesu, unserer Hoffnung, 1Timo1/21Timo Timotheus, [meinem] echten Kind im Glauben: Gnade,
Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Herrn!
Ermahnung, gesetzliche Lehren fernzuhalten
1Timo1/31Timo So wie ich dich bat, als ich nach Mazedonien abreiste, in Ephesus zu bleiben, damit du einigen Weisung erteilen solltest, nichts anderes zu lehren 1Timo1/41Timo noch mit Fabeln und
endlosen Geschlechtsregistern sich abzugeben, die mehr Streitfragen hervorbringen, als sie die Verwaltung Gottes [fördern], die im Glauben ist . . . 1Timo1/51Timo Das Endziel der Weisung aber ist
Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 1Timo1/61Timo Davon sind einige abgeirrt und haben sich leerem Geschwätz zugewandt. 1Timo1/71Timo Sie wollen Gesetzeslehrer
sein und verstehen nichts, weder was sie sagen noch was sie fest behaupten. 1Timo1/81Timo Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht, 1Timo1/91Timo indem er
dies weiß, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Unheilige, Vatermörder und Muttermörder,
Mörder, 1Timo1/101Timo Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenräuber, Lügner, Meineidige, und wenn etwas anderes der gesunden Lehre entgegensteht, 1Timo1/111Timo nach dem Evangelium der Herrlichkeit
des seligen Gottes, das mir anvertraut worden ist.
Lobpreis Gottes für die an Paulus erwiesene Gnade
1Timo1/121Timo Ich danke Christus Jesus, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen, dass er mich treu erachtet und in den Dienst gestellt hat, 1Timo1/131Timo der ich zuvor ein Lästerer und Verfolger
und Gewalttäter war; aber mir ist Barmherzigkeit zuteil geworden, weil ich es unwissend im Unglauben getan hatte; 1Timo1/141Timo überströmend aber war die Gnade unseres Herrn mit Glauben und
Liebe, die in Christus Jesus [sind]. 1Timo1/151Timo Das Wort ist gewiß und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin.
1Timo1/161Timo Aber darum ist mir Barmherzigkeit zuteil geworden, damit Jesus Christus an mir als dem ersten die ganze Langmut beweise, zum Vorbild für die, welche an ihn glauben werden zum
ewigen Leben. 1Timo1/171Timo Dem König der Zeitalter aber, dem unverweslichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit! Amen.
Aufforderung zur Bewahrung des Glaubens
1Timo1/181Timo Dieses Gebot vertraue ich dir an, [mein] Kind Timotheus, nach den vorangegangenen Weissagungen über dich, damit du durch sie den guten Kampf kämpfst, 1Timo1/191Timo indem du den
Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und [so] im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben; 1Timo1/201Timo unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die
ich dem Satan übergeben habe, damit sie zurechtgewiesen werden, nicht zu lästern.
Grundsätzliche Ermahnung zur Fürbitte
\2\
1Timo2/11Timo Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, 1Timo2/21Timo für Könige und alle, die in Hoheit sind (Jetzt am 1. 12.
2024 sagt Mike Chance, dass wir beten sollten für die lebendigen Christen und die Politiker, die jetzt am Hebel sitzen), damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller
Gottseligkeit und Ehrbarkeit. 1Timo2/31Timo Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, 1Timo2/41Timo welcher will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit
kommen. 1Timo2/51Timo Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, 1Timo2/61Timo der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis
zur rechten Zeit. 1Timo2/71Timo Dazu bin ich bestellt worden als Herold und Apostel - ich sage die Wahrheit, ich lüge nicht -, als Lehrer der Nationen in Glauben und Wahrheit.
Verhalten von Männern und Frauen in den Gemeinden
1Timo2/81Timo Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung, 1Timo2/91Timo ebenso, dass [die] Frauen sich in würdiger
Haltung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung, 1Timo2/101Timo sondern [mit dem], was Frauen geziemt, die sich zur
Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke. 1Timo2/111Timo Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterordnung. 1Timo2/121Timo Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren, noch über den Mann zu
herrschen, sondern [ich will], dass sie sich in der Stille halte, 1Timo2/131Timo denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; 1Timo2/141Timo und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde
betrogen und fiel in Übertretung. 1Timo2/151Timo Sie wird aber durch das Kindergebären gerettet werden, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit.
Voraussetzung für den Aufseher- und den Diakonendienst
\3\
1Timo3/11Timo Das Wort ist gewiß: Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein schönes Werk. 1Timo3/21Timo Der Aufseher nun muß untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern,
besonnen, sittsam, gastfrei, lehrfähig, 1Timo3/31Timo kein Trinker, kein Schläger, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, 1Timo3/41Timo der dem eigenen Haus gut vorsteht und die
Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unterordnung hält 1Timo3/51Timo - wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? -, 1Timo3/61Timo nicht ein
Neubekehrter, damit er nicht, aufgebläht, dem Gericht des Teufels verfalle. 1Timo3/71Timo Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in übles Gerede und
in den Fallstrick des Teufels gerät.
1Timo3/81Timo Ebenso die Diener: ehrbar, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht schändlichem Gewinn nachgehend, 1Timo3/91Timo die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen
bewahren. 1Timo3/101Timo Laß sie aber auch zuerst erprobt werden, dann laß sie dienen, wenn sie untadelig sind. 1Timo3/111Timo [Ihre] Frauen [sollen] ebenso ehrbar sein, nicht verleumderisch,
nüchtern, treu in allem. 1Timo3/121Timo Die Diener seien [jeweils] Mann einer Frau und sollen den Kindern und den eigenen Häusern gut vorstehen; 1Timo3/131Timo denn die, welche gut gedient haben,
erwerben sich eine schöne Stufe und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christus Jesus ist.
Verhalten in der Gemeinde Gottes - Das Geheimnis der Gottseligkeit
1Timo3/141Timo Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, bald zu dir zu kommen; 1Timo3/151Timo wenn ich aber zögere, damit du weißt, wie man sich verhalten muß im Hause Gottes, das die Gemeinde des
lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit. 1Timo3/161Timo Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit:
Der geoffenbart worden ist im Fleisch,
gerechtfertigt im Geist,
gesehen von den Engeln,
gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit. Ermahnung, gesetzliche Lehren abzuweisen
\4\
1Timo4/11Timo Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten, 1Timo4/21Timo durch
die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind, 1Timo4/31Timo (Enthaltenvonspeisen) die verbieten, zu heiraten, und [gebieten], sich von Speisen zu enthalten
(Speisenzuenthalten), die Gott geschaffen hat zur Annahme mit Danksagung für die, welche glauben und die Wahrheit erkennen. 1Timo4/41Timo Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts
verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird (Egal, was du isst, es ist alles gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung gegessen oder getrunken wird.); 1Timo4/51Timo denn es wird
geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet. 1Timo4/61Timo Wenn du dies den Brüdern vorstellst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, der sich nährt durch die Worte des Glaubens und der
guten Lehre, der du gefolgt bist. 1Timo4/71Timo Die unheiligen und altweiberhaften Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit; 1Timo4/81Timo denn die leibliche Übung ist zu wenigem
nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen. 1Timo4/91Timo Das Wort ist gewiß und aller Annahme wert;
1Timo4/101Timo denn dafür arbeiten wir und werden geschmäht, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen. 1Timo4/111Timo Dies gebiete und
lehre!
Anweisungen für den Dienst des Timotheus
1Timo4/121Timo Niemand verachte deine Jugend, sondern sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit. 1Timo4/131Timo Bis ich komme, halte an mit dem
Vorlesen, mit dem Ermahnen, mit dem Lehren. 1Timo4/141Timo Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir gegeben worden ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft.
1Timo4/151Timo Bedenke dies sorgfältig; lebe darin, damit deine Fortschritte allen offenbar seien. 1Timo4/161Timo Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen; denn wenn
du dies tust, so wirst du sowohl dich selbst erretten als auch die, die dich hören.
\5\
1Timo5/11Timo Einen älteren [Mann] fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn als einen Vater, jüngere als Brüder; 1Timo5/21Timo ältere Frauen als Mütter, jüngere als Schwestern in aller
Keuschheit.
Anweisungen im Hinblick auf die Witwen
1Timo5/31Timo Ehre die Witwen, die wirklich Witwen sind. 1Timo5/41Timo Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so mögen sie zuerst lernen, dem eigenen Haus gegenüber gottesfürchtig zu sein
und Empfangenes den Eltern zu vergelten; denn dies ist angenehm vor Gott. 1Timo5/51Timo Die aber wirklich Witwe und vereinsamt ist, hofft auf Gott und verharrt in Flehen und Gebeten Nacht und
Tag. 1Timo5/61Timo Die aber in Üppigkeit lebt, ist lebendig tot. 1Timo5/71Timo Und dies gebiete, damit sie untadelig seien. 1Timo5/81Timo Wenn aber jemand für die Seinen und besonders für die
Hausgenossen nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlechter als ein Ungläubiger. 1Timo5/91Timo Eine Witwe soll ins Verzeichnis eingetragen werden, wenn sie wenigstens sechzig
Jahre alt ist, eines Mannes Frau [war], 1Timo5/101Timo ein Zeugnis in guten Werken hat, wenn sie Kinder auferzogen, wenn sie Fremde beherbergt, wenn sie der Heiligen Füße gewaschen, wenn sie
Bedrängten Hilfe geleistet hat, wenn sie jedem guten Werk nachgegangen ist. 1Timo5/111Timo Jüngere Witwen aber weise ab; denn wenn sie Christus zuwider üppig geworden sind, wollen sie heiraten
1Timo5/121Timo und fallen unter das Urteil, dass sie das erste Gelöbnis verworfen haben. 1Timo5/131Timo Zugleich aber lernen sie auch, müßig in den Häusern umherzulaufen, nicht allein aber müßig,
sondern auch geschwätzig und vorwitzig, indem sie reden, was sich nicht geziemt. 1Timo5/141Timo Ich will nun, dass jüngere [Witwen] heiraten, Kinder gebären, den Haushalt führen, dem Widersacher
keinen Anlaß zur Schmähung geben; 1Timo5/151Timo denn schon haben sich einige abgewandt, dem Satan nach. 1Timo5/161Timo Wenn eine Gläubige Witwen hat, leiste sie ihnen Hilfe, und die Gemeinde
werde nicht belastet, damit sie denen Hilfe leiste, die wirklich Witwen sind.
Anweisungen im Hinblick auf die Ältesten
1Timo5/171Timo Die Ältesten, die gut vorstehen, laß doppelter Ehre würdig geachtet werden, besonders die in Wort und Lehre arbeiten. 1Timo5/181Timo Denn die Schrift sagt: `Du sollst dem Ochsen,
der da drischt, nicht das Maul verbinden, und: `Der Arbeiter ist seines Lohnes wert. 1Timo5/191Timo Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer bei zwei oder drei Zeugen. 1Timo5/201Timo Die
da sündigen, weise vor allen zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben. 1Timo5/211Timo Ich bezeuge ernstlich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, dass du diese Dinge ohne
Vorurteil befolgen und nichts nach Gunst tun sollst.
Persönliche Ratschläge für Timotheus
1Timo5/221Timo Die Hände lege niemand schnell auf, und habe nicht teil an fremden Sünden. Bewahre dich selbst rein. 1Timo5/231Timo Trinke nicht länger [nur] Wasser, sondern gebrauche ein wenig
Wein um deines Magens und deines häufigen Unwohlseins willen. 1Timo5/241Timo Von manchen Menschen sind die Sünden vorher offenbar und gehen voraus zum Gericht, manchen aber folgen sie auch nach.
1Timo5/251Timo Ebenso sind auch die guten Werke vorher offenbar, und auch die, bei denen es anders ist, können nicht verborgen bleiben.
Anweisungen für die Sklaven
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1Timo6/11Timo Alle, die Sklaven unter dem Joch sind, sollen ihre eigenen Herren aller Ehre würdig achten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde. 1Timo6/21Timo Die aber, die
gläubige Herren haben, sollen sie nicht geringachten, weil sie Brüder sind, sondern [ihnen noch] besser dienen, weil sie Gläubige und Geliebte sind, die sich des Wohltuns befleißigen. Dies lehre
und ermahne!
Nicht Streitsucht oder Geldliebe, sondern Glaubenskampf!
1Timo6/31Timo Wenn jemand anders lehrt und sich nicht zuwendet den gesunden Worten unseres Herrn Jesus Christus und der Lehre, die gemäß der Gottseligkeit ist, 1Timo6/41Timo so ist er aufgeblasen
und weiß nichts, sondern ist krank an Streitfragen und Wortgezänken. Aus ihnen entstehen: Neid, Hader, Lästerungen, böse Verdächtigungen, 1Timo6/51Timo beständige Zänkereien von Menschen, die in
der Gesinnung verdorben und der Wahrheit beraubt sind und meinen, die Gottseligkeit sei [ein Mittel] zum Gewinn. 1Timo6/61Timo Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn;
1Timo6/71Timo denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht, so dass wir auch nichts hinausbringen können. 1Timo6/81Timo Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran
genügen lassen. 1Timo6/91Timo Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Verderben und Untergang
versenken. 1Timo6/101Timo Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben.
1Timo6/111Timo Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge; strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Ausharren, Sanftmut. 1Timo6/121Timo Kämpfe den guten Kampf des
Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. 1Timo6/131Timo Ich gebiete dir vor Gott, der allem Leben gibt, und vor
Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat, 1Timo6/141Timo dass du das Gebot unbefleckt, untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus.
1Timo6/151Timo Die wird zu seiner Zeit der selige und alleinige Machthaber zeigen, der König der Könige und Herr der Herren, 1Timo6/161Timo der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches
Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.
Anweisungen im Hinblick auf die Reichen
1Timo6/171Timo Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein, noch auf die Ungewißheit des Reichtums Hoffnung zu setzen - sondern auf Gott, der uns alles reichlich
darreicht zum Genuß -, 1Timo6/181Timo Gutes zu tun, reich zu sein in guten Werken, freigebig zu sein, mitteilsam, 1Timo6/191Timo indem sie sich selbst eine gute Grundlage auf die Zukunft sammeln,
um das wirkliche Leben zu ergreifen.
Persönliche Warnung vor Irrlehren - Gruß
1Timo6/201Timo O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, indem du die unheiligen leeren Reden und Einwände der fälschlich sogenannten `Erkenntnis meidest, 1Timo6/211Timo zu der sich einige
bekennen und von dem Glauben abgeirrt sind. Die Gnade sei mit euch!
Der zweite Brief an Timotheus.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
2Timo1/12Timo Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen nach Verheißung des Lebens, das in Christus Jesus ist, 2Timo1/22Timo Timotheus, [meinem] geliebten Kind: Gnade, Barmherzigkeit,
Friede von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Herrn!
Ermahnung zum furchtlosen Bekenntnis und zur Bewahrung des Glaubens.
2Timo1/32Timo Ich danke Gott, dem ich von [meinen] Voreltern her mit reinem Gewissen diene, wie ich unablässig deiner gedenke in meinen Gebeten Nacht und Tag, 2Timo1/42Timo voll Verlangen, dich
zu sehen - eingedenk deiner Tränen -, um mit Freude erfüllt zu werden. 2Timo1/52Timo Denn ich erinnere mich des ungeheuchelten Glaubens in dir, der zuerst in deiner Großmutter Lois und deiner
Mutter Eunike wohnte, ich bin aber überzeugt, auch in dir. 2Timo1/62Timo Um dieser Ursache willen erinnere ich dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir durch das Auflegen meiner Hände
ist. 2Timo1/72Timo Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 2Timo1/82Timo So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres
Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide mit für das Evangelium nach der Kraft Gottes; 2Timo1/92Timo der hat uns errettet und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken,
sondern nach [seinem] eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben, 2Timo1/102Timo jetzt aber geoffenbart worden ist durch die Erscheinung unseres Heilandes
Jesus Christus, der den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 2Timo1/112Timo für das ich bestellt worden bin als Herold und Apostel
und Lehrer. 2Timo1/122Timo Um dieser Ursache willen leide ich dies auch; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, mein
anvertrautes Gut bis auf jenen Tag zu bewahren. 2Timo1/132Timo Halte fest das Vorbild der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus [sind].
2Timo1/142Timo Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.
Mitteilungen über Gläubige aus Asien.
2Timo1/152Timo Du weißt dies, dass alle, die in Asien sind, sich von mir abgewandt haben; unter ihnen sind Phygelus und Hermogenes. 2Timo1/162Timo Der Herr gebe dem Hause des Onesiphorus
Barmherzigkeit, denn er hat mich oft erquickt und sich meiner Ketten nicht geschämt; 2Timo1/172Timo sondern als er in Rom war, suchte er mich eifrig und fand mich. 2Timo1/182Timo Der Herr gebe
ihm, dass er von seiten des Herrn Barmherzigkeit finde an jenem Tag! Und wieviel er in Ephesus diente, weißt du [noch] besser.
Ermunterung zur Treue in Kampf und Leiden.
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2Timo2/12Timo Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist; 2Timo2/22Timo und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die
tüchtig sein werden, auch andere zu lehren. 2Timo2/32Timo Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu. 2Timo2/42Timo Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die
Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 2Timo2/52Timo Wenn aber auch jemand am Wettkampf teilnimmt, so erhält er nicht den Siegeskranz, er habe denn gesetzmäßig
gekämpft. 2Timo2/62Timo Der Ackerbauer, der sich müht, muß als erster an den Früchten Anteil haben.
2Timo2/72Timo Bedenke, was ich sage; denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen. 2Timo2/82Timo Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten, aus dem Samen Davids,
nach meinem Evangelium, 2Timo2/92Timo in dem ich Leid ertrage bis zu Fesseln wie ein Übeltäter; aber das Wort Gottes ist nicht gebunden. 2Timo2/102Timo Deswegen erdulde ich alles um der
Auserwählten willen, damit auch sie die Errettung, die in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit erlangen. 2Timo2/112Timo Das Wort ist gewiß. Denn wenn wir mitgestorben sind, werden wir auch
mitleben; 2Timo2/122Timo wenn wir ausharren, werden wir auch mitherrschen; wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen; 2Timo2/132Timo wenn wir untreu sind - er bleibt treu, denn er kann
sich selbst nicht verleugnen.
Warnung vor Wortstreit und Irrlehren.
2Timo2/142Timo Dies bringe in Erinnerung, indem du ernstlich vor Gott bezeugst, man solle nicht Wortstreit führen, was zu nichts nütze, [sondern] zum Verderben der Zuhörer ist. 2Timo2/152Timo
Strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit in gerader Richtung schneidet. 2Timo2/162Timo Die
unheiligen, leeren Geschwätze aber vermeide; denn sie werden zu weiterer Gottlosigkeit fortschreiten, 2Timo2/172Timo und ihr Wort wird um sich fressen wie Krebs. Dazu gehören Hymenäus und
Philetus, 2Timo2/182Timo die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie sagen, dass die Auferstehung schon geschehen sei, und den Glauben mancher zerstören. 2Timo2/192Timo Doch der feste Grund
Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt, die sein sind; und: Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit! 2Timo2/202Timo In einem großen Haus aber sind nicht
allein goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. 2Timo2/212Timo Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, wird er ein
Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werk bereitet. 2Timo2/222Timo Die jugendlichen Lüste aber fliehe, strebe aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden
mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen. 2Timo2/232Timo Aber die törichten und ungereimten Streitfragen weise ab, da du weißt, dass sie Streitigkeiten erzeugen. 2Timo2/242Timo Ein
Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, 2Timo2/252Timo und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht etwa Buße gebe zur
Erkenntnis der Wahrheit 2Timo2/262Timo und sie wieder aus dem Fallstrick des Teufels heraus nüchtern werden, da sie von ihm für seinen Willen gefangen worden sind.
Die Verderbnis der Endzeit.
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2Timo3/12Timo Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; 2Timo3/22Timo denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer,
den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 2Timo3/32Timo lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, 2Timo3/42Timo Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr
das Vergnügen liebend als Gott, 2Timo3/52Timo die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen; und von diesen wende dich weg. 2Timo3/62Timo Denn aus diesen sind, die sich in
die Häuser schleichen und lose Frauen verführen - die mit Sünden beladen sind, von mancherlei Begierden getrieben werden, 2Timo3/72Timo immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen
können -. 2Timo3/82Timo Auf die Weise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, so widerstehen auch sie der Wahrheit, Menschen, verdorben in der Gesinnung, im Blick auf den Glauben
unbewährt. 2Timo3/92Timo Sie werden aber nicht weiter vorwärtskommen, denn ihr Unverstand wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war.
Ermunterung zum Festhalten am Wort Gottes und zur Verkündigung trotz Verfolgung .
2Timo3/102Timo Du aber bist genau meiner Lehre gefolgt, meinem Lebenswandel, meinem Vorsatz, meinem Glauben, meiner Langmut, meiner Liebe, meinem Ausharren, 2Timo3/112Timo meinen Verfolgungen,
meinen Leiden, die mir in Antiochia, in Ikonion, in Lystra widerfahren sind. Diese Verfolgungen ertrug ich, und aus allen hat der Herr mich gerettet. 2Timo3/122Timo Alle aber auch, die
gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden. 2Timo3/132Timo Böse Menschen und Betrüger aber werden zu Schlimmerem fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden.
2Timo3/142Timo Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, 2Timo3/152Timo und weil du von Kind auf die heiligen Schriften
kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. 2Timo3/162Timo Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur
Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, 2Timo3/172Timo damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig zugerüstet.
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2Timo4/12Timo Ich bezeuge ernstlich vor Gott und Christus Jesus, der Lebende und Tote richten wird, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: 2Timo4/22Timo Predige das Wort, stehe bereit zu
gelegener und ungelegener Zeit; überführe, strafe, ermahne mit aller Langmut und Lehre. (Am 26. 8. 2025 springt mich das rote Wort hier an.) 2Timo4/32Timo Denn es wird eine Zeit sein, da
sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; 2Timo4/42Timo und sie werden die Ohren von der
Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden. 2Timo4/52Timo Du aber sei nüchtern in allem, ertrage Leid, tu das Werk eines Evangelisten, vollbringe deinen Dienst! 2Timo4/62Timo Denn ich
werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Abscheidens steht bevor. 2Timo4/72Timo Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt;
2Timo4/82Timo fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird an jenem Tag: nicht allein aber mir, sondern auch allen,
die seine Erscheinung lieben.
Persönliche Mitteilungen und Grüße.
2Timo4/92Timo Beeile dich, bald zu mir zu kommen! 2Timo4/102Timo Denn Demas hat mich verlassen, da er den jetzigen Zeitlauf liebgewonnen hat, und ist nach Thessalonich gegangen, Kreszenz nach
Galatien, Titus nach Dalmatien. 2Timo4/112Timo Lukas ist allein bei mir. Nimm Markus und bringe ihn mit dir, denn er ist mir nützlich zum Dienst. 2Timo4/122Timo Tychikus aber habe ich nach
Ephesus gesandt. 2Timo4/132Timo Den Mantel, den ich in Troas bei Karpus zurückließ, und die Bücher, besonders die Pergamente, bringe mit, wenn du kommst. 2Timo4/142Timo Alexander, der Schmied,
hat mir viel Böses erwiesen; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken. 2Timo4/152Timo Vor ihm hüte auch du dich, denn er hat unseren Worten sehr widerstanden. 2Timo4/162Timo Bei meiner
ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich; es werde ihnen nicht zugerechnet. 2Timo4/172Timo Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Predigt
vollbracht werde und alle die [aus den] Nationen hören möchten; und ich bin gerettet worden aus dem Rachen des Löwen. 2Timo4/182Timo Der Herr wird mich retten von jedem bösen Werk und mich in
sein himmlisches Reich hineinretten. Ihm sei die Herrlichkeit in alle Ewigkeit! Amen.
2Timo4/192Timo Grüße Priska und Aquila und das Haus des Onesiphorus! 2Timo4/202Timo Erastus blieb in Korinth; Trophimus aber habe ich in Milet krank zurückgelassen. 2Timo4/212Timo Beeile dich,
vor dem Winter zu kommen! Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle. 2Timo4/222Timo Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit
euch!
2.17 Der Brief an Titus.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
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Titus1/1Titus Paulus, Knecht Gottes, aber Apostel Jesu Christi nach dem Glauben der Auserwählten Gottes und nach der Erkenntnis der Wahrheit, die der Gottseligkeit gemäß ist, Titus1/2Titus in der
Hoffnung des ewigen Lebens - das Gott, der nicht lügen kann, vor ewigen Zeiten verheißen hat; Titus1/3Titus zu seiner Zeit aber hat er sein Wort geoffenbart durch die Predigt, die mir nach Befehl
unseres Heiland-Gottes anvertraut worden ist -, Titus1/4Titus Titus, [meinem] echten Kind nach dem gemeinsamen Glauben: Gnade und Friede von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem
Heiland!
Voraussetzungen des Aufseherdienstes.
Titus1/5Titus Deswegen ließ ich dich in Kreta zurück, damit du, was noch mangelte, in Ordnung bringen und in jeder Stadt Älteste anstellen solltest, wie ich dir geboten hatte, Titus1/6Titus wenn
jemand untadelig ist, Mann einer Frau, gläubige Kinder hat, die nicht eines ausschweifenden Lebens beschuldigt oder aufsässig sind. Titus1/7Titus Denn der Aufseher muß untadelig sein als Gottes
Verwalter, nicht eigenmächtig, nicht jähzornig, nicht dem Wein ergeben, nicht ein Schläger, nicht schändlichem Gewinn nachgehend, Titus1/8Titus sondern gastfrei, das Gute liebend, besonnen,
gerecht, heilig, enthaltsam, Titus1/9Titus der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu
überführen.
Ermahnung, gesetzliche Irrlehrer zurechtzuweisen.
Titus1/10Titus Denn es gibt viele Aufsässige, hohle Schwätzer und Betrüger, besonders die aus der Beschneidung, Titus1/11Titus denen man den Mund stopfen muß, die ganze Häuser umkehren, indem sie
um schändlichen Gewinnes willen lehren, was sich nicht geziemt. Titus1/12Titus Es hat einer von ihnen, ihr eigener Prophet, gesagt: `Kreter sind immer Lügner, böse, wilde Tiere, faule Bäuche.
Titus1/13Titus Dieses Zeugnis ist wahr; aus diesem Grund weise sie streng zurecht, damit sie im Glauben gesund seien Titus1/14Titus und nicht auf jüdische Fabeln und Gebote von Menschen achten,
die sich von der Wahrheit abwenden. Titus1/15Titus Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist sowohl ihre Gesinnung als auch ihr
Gewissen. Titus1/16Titus Sie geben vor, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie ihn und sind abscheulich und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt.
Anweisungen für alt, jung und Sklaven - Die heilbringende Gnade Gottes für alle.
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Titus2/1Titus Du aber rede, was der gesunden Lehre geziemt: Titus2/2Titus dass die alten Männer nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren; Titus2/3Titus
ebenso die alten Frauen in der Haltung, wie es der Heiligkeit geziemt, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten; Titus2/4Titus damit sie die jungen Frauen
unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, Titus2/5Titus besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig [zu sein], den eigenen Männern sich unterzuordnen, damit das
Wort Gottes nicht verlästert werde. Titus2/6Titus Ebenso ermahne die jungen Männer, besonnen zu sein, Titus2/7Titus indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst. In der
Lehre [beweise] Unverdorbenheit, würdigen Ernst, Titus2/8Titus gesunde, unanfechtbare Rede, damit der von der Gegenpartei beschämt wird, weil er nichts Schlechtes über uns zu sagen hat.
Titus2/9Titus Die Sklaven [ermahne], ihren eigenen Herren sich in allem unterzuordnen, sich wohlgefällig zu machen, nicht zu widersprechen, Titus2/10Titus nichts zu unterschlagen, sondern alle
gute Treue zu erweisen, damit sie die Lehre, die unseres Heiland-Gottes ist, in allem zieren. Titus2/11Titus Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, Titus2/12Titus und
unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Lüste verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf, Titus2/13Titus indem wir die
glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten. Titus2/14Titus Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von
aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, [das] eifrig [sei] in guten Werken. Titus2/15Titus Dies rede und ermahne und überführe mit allem Nachdruck! Niemand soll dich
verachten!
Verhalten des Christen in der Welt.
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Titus3/1Titus Erinnere sie, [staatlichen] Gewalten [und] Mächten untertan zu sein, Gehorsam zu leisten, zu jedem guten Werk bereit zu sein, Titus3/2Titus niemand zu lästern, nicht streitsüchtig
zu sein, milde, gegen alle Menschen alle Sanftmut zu erweisen. Titus3/3Titus Denn einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mancherlei Begierden und Lüsten,
führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhaßt, einander hassend. Titus3/4Titus Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien, Titus3/5Titus errettete er uns, nicht
aus Werken, die, in Gerechtigkeit [vollbracht], wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes. Titus3/6Titus Den hat
er durch Jesus Christus, unseren Heiland, reichlich über uns ausgegossen, Titus3/7Titus damit wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, Erben nach der Hoffnung des ewigen Lebens wurden.
Titus3/8Titus Das Wort ist gewiß; und ich will, dass du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, welche Gott geglaubt haben, Sorge tragen, gute Werke zu betreiben. Dies ist gut und nützlich
für die Menschen.
Warnung vor Streitfragen.
Titus3/9Titus Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche Streitigkeiten vermeide, denn sie sind unnütz und wertlos. Titus3/10Titus Einen sektiererischen
Menschen weise nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung ab, Titus3/11Titus da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und durch sich selbst verurteilt ist.
Persönliche Mitteilungen und Grüße.
Titus3/12Titus Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir senden werde, so beeile dich, zu mir nach Nikopolis zu kommen, denn ich habe beschlossen, dort zu überwintern. Titus3/13Titus Zenas, dem
Gesetzgelehrten, und Apollos gib mit Sorgfalt das Geleit, damit ihnen nichts mangelt. Titus3/14Titus Laß aber auch die Unseren lernen, für die notwendigen Bedürfnisse sich guter Werke zu
befleißigen, damit sie nicht unfruchtbar seien.
Titus3/15Titus Es grüßen dich alle, die bei mir sind. Grüße, die uns lieben im Glauben! Die Gnade sei mit euch allen!
2.18 Der Brief an Philemon.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
Philem1/1Philem Paulus, ein Gefangener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, Philemon, dem Geliebten und unserem Mitarbeiter, Philem1/2Philem und Aphia, der Schwester, und Archippus, unserem
Mitkämpfer, und der Gemeinde, die in deinem Haus ist: Philem1/3Philem Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Dank für den Glauben Philemons.
Philem1/4Philem Ich danke meinem Gott, indem ich allezeit deiner in meinen Gebeten gedenke, Philem1/5Philem da ich von deiner Liebe und von dem Glauben höre, den du an den Herrn Jesus und allen
Heiligen gegenüber hast, Philem1/6Philem dass die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde in der Erkenntnis alles Guten, das in uns im Hinblick auf Christus ist. Philem1/7Philem Denn ich hatte
große Freude und großen Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen durch dich, Bruder, erquickt worden sind.
Fürsprache für Onesimus.
Philem1/8Philem Deshalb, obgleich ich große Freimütigkeit in Christus habe, dir zu gebieten, was sich geziemt, Philem1/9Philem bitte ich [doch] vielmehr um der Liebe willen als ein solcher, wie
ich bin, Paulus, der Alte, jetzt aber auch ein Gefangener Jesu Christi. Philem1/10Philem Ich bitte dich für mein Kind, das ich gezeugt habe in den Fesseln, Onesimus, Philem1/11Philem der dir
einst unnütz war, jetzt aber dir und mir nützlich ist. Philem1/12Philem Den habe ich zu dir zurückgesandt - ihn, das ist mein Herz. Philem1/13Philem Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er
statt deiner mir diene in den Fesseln des Evangeliums. Philem1/14Philem Aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, damit deine Wohltat nicht wie gezwungen, sondern freiwillig sei.
Philem1/15Philem Denn vielleicht ist er deswegen für eine Zeit [von dir] getrennt gewesen, damit du ihn für immer besitzen sollst, Philem1/16Philem nicht länger als einen Sklaven, sondern mehr
als einen Sklaven, als einen geliebten Bruder, besonders für mich, wieviel mehr aber für dich, sowohl im Fleisch als im Herrn. Philem1/17Philem Wenn du mich nun für [deinen] Gefährten hältst, so
nimm ihn auf wie mich. Philem1/18Philem Wenn er dir aber irgend ein Unrecht getan hat oder dir etwas schuldig ist, so rechne dies mir an. Philem1/19Philem Ich, Paulus, habe es mit meiner Hand
geschrieben, ich will bezahlen; ich [brauche] dir nicht zu sagen, dass du auch dich selbst mir schuldig bist. Philem1/20Philem Ja, Bruder, ich möchte deiner froh werden im Herrn; erquicke mein
Herz in Christus. Philem1/21Philem Da ich deinem Gehorsam vertraue, habe ich dir geschrieben, und ich weiß, dass du auch mehr tun wirst, als ich sage.
Persönliche Mitteilungen und Grüße.
Philem1/22Philem Zugleich aber bereite mir auch eine Herberge, denn ich hoffe, dass ich durch eure Gebete euch werde geschenkt werden.
Philem1/23Philem Es grüßt dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus, Philem1/24Philem Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter. Philem1/25Philem Die Gnade unseres Herrn
Jesus Christus sei mit eurem Geist!
2.19 Der Brief an die Hebräer.
Gottes Offenbarung im Sohn - Jesu Erhabenheit über die Engel.
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Hebräer1/1Hebräer Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, Hebräer1/2Hebräer hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er
zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; Hebräer1/3Hebräer er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das
Wort seiner Macht trägt, hat sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat; Hebräer1/4Hebräer und er ist um so viel erhabener geworden als
die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat. Hebräer1/5Hebräer Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: `Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt? und wiederum:
`Ich will ihm Vater und er soll mir Sohn sein? Hebräer1/6Hebräer Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: `Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!
Hebräer1/7Hebräer Und von den Engeln zwar spricht er: `Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme, Hebräer1/8Hebräer von dem Sohn aber: `Dein Thron, o Gott, ist in alle
Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches; Hebräer1/9Hebräer du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit
Freudenöl vor deinen Gefährten. Hebräer1/10Hebräer Und: `Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände; Hebräer1/11Hebräer sie werden untergehen, du aber
bleibst; und sie alle werden veralten wie ein Kleid, Hebräer1/12Hebräer und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie werden wie ein Kleid gewechselt werden. Du aber bist derselbe,
und deine Jahre werden nicht aufhören. Hebräer1/13Hebräer Zu welchem der Engel aber hat er jemals gesagt: `Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße?
Hebräer1/14Hebräer Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?
Warnung vor Mißachtung des Heils - Jesu Erniedrigung und sein Hohepriestertum.
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Hebräer2/1Hebräer Deswegen müssen wir um so mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa [am Ziel] vorbeigleiten. Hebräer2/2Hebräer Denn wenn das durch Engel verkündete Wort
fest war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam gerechte Vergeltung empfing, Hebräer2/3Hebräer wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung mißachten? Sie hat [ja] den Anfang
ihrer Verkündigung durch den Herrn empfangen und ist uns von denen bestätigt worden, die es gehört haben, Hebräer2/4Hebräer wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei
Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.
Hebräer2/5Hebräer Denn nicht Engeln hat er unterworfen den zukünftigen Erdkreis, von dem wir reden; Hebräer2/6Hebräer es hat aber irgendwo jemand bezeugt und gesagt: `Was ist der Mensch, dass du
seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, dass du auf ihn achtest? Hebräer2/7Hebräer Du hast ihn kurze Zeit unter die Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt;
Hebräer2/8Hebräer du hast alles unter seine Füße gelegt. Denn indem er ihm alles unterwarf, ließ er nichts übrig, das ihm nicht unterworfen wäre; jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alles
unterworfen. Hebräer2/9Hebräer Wir sehen aber Jesus, der kurze Zeit unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jeden
den Tod schmeckte. Hebräer2/10Hebräer Denn es geziemte ihm, um dessentwillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihrer Errettung
durch Leiden vollkommen zu machen. Hebräer2/11Hebräer Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem; aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie
Brüder zu nennen, Hebräer2/12Hebräer indem er spricht: `Kundtun will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen. Hebräer2/13Hebräer Und wiederum: `Ich will mein
Vertrauen auf ihn setzen. Und wiederum: `Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat. Hebräer2/14Hebräer Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher
Weise daran Anteil gehabt, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, Hebräer2/15Hebräer und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das
ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren. Hebräer2/16Hebräer Denn er nimmt sich doch wohl nicht der Engel an, sondern der Nachkommenschaft Abrahams nimmt er sich an.
Hebräer2/17Hebräer Daher musste er in allem den Brüdern gleich werden, damit er barmherzig und ein treuer Hoherpriester vor Gott werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen; Hebräer2/18Hebräer denn
worin er selbst gelitten hat, als er versucht worden ist, kann er denen helfen, die versucht werden.
Jesu Erhabenheit über Mose - Warnung vor Unglauben und Abfall.
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Hebräer3/1Hebräer Daher, heilige Brüder, Teilhaber der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesus, Hebräer3/2Hebräer der treu ist dem, der ihn
bestellt hat, wie auch Mose in seinem ganzen Hause. Hebräer3/3Hebräer Denn er ist größerer Herrlichkeit gewürdigt worden als Mose, insofern größere Ehre als das Haus der hat, der es erbaut hat.
Hebräer3/4Hebräer Denn jedes Haus wird von jemand erbaut; der aber alles erbaut hat, ist Gott. Hebräer3/5Hebräer Und Mose war zwar in seinem ganzen Hause als Diener treu - zum Zeugnis von dem,
was verkündigt werden sollte -, Hebräer3/6Hebräer Christus aber als Sohn über sein Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft
festhalten.
Hebräer3/7Hebräer Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: `Heute, wenn ihr seine Stimme hört, Hebräer3/8Hebräer verhärtet eure Herzen nicht, wie in der Erbitterung an dem Tage der Versuchung in
der Wüste, Hebräer3/9Hebräer wo eure Väter [mich] versuchten, indem sie [mich] auf die Probe stellten, und sie sahen meine Werke vierzig Jahre. Hebräer3/10Hebräer Deshalb zürnte ich diesem
Geschlecht und sprach: Allezeit gehen sie irre mit dem Herzen. Sie aber haben meine Wege nicht erkannt. Hebräer3/11Hebräer So schwur ich in meinem Zorn: Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe
eingehen! Hebräer3/12Hebräer Sehet zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei im Abfall vom lebendigen Gott, Hebräer3/13Hebräer sondern ermuntert einander
jeden Tag, solange es `heute heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde. Hebräer3/14Hebräer Denn wir sind Genossen des Christus geworden, wenn wir die anfängliche
Zuversicht bis zum Ende standhaft festhalten. Hebräer3/15Hebräer Wenn gesagt wird: `Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht wie in der Erbitterung, Hebräer3/16Hebräer
welche haben denn gehört und sich aufgelehnt? [Waren es] denn nicht alle, die durch Mose von Ägypten ausgezogen waren? Hebräer3/17Hebräer Welchen aber zürnte er vierzig Jahre? Nicht denen, welche
gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste fielen? Hebräer3/18Hebräer Welchen aber schwur er, dass sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, wenn nicht denen, die ungehorsam gewesen waren?
Hebräer3/19Hebräer Und wir sehen, dass sie wegen des Unglaubens nicht hineingehen konnten.
Die Sabbatruhe des Gottesvolkes - Vom Wesen und Wirken des Wortes Gottes.
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Hebräer4/1Hebräer Fürchten wir uns nun, dass nicht etwa, während die Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, noch aussteht, jemand von euch als zurückgeblieben erscheint. Hebräer4/2Hebräer Denn
auch uns ist eine gute Botschaft verkündigt worden, wie auch jenen; aber das gehörte Wort nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, sich nicht mit dem Glauben verband.
Hebräer4/3Hebräer Wir gehen nämlich in die Ruhe ein als die, die geglaubt haben, wie er gesagt hat: `So schwur ich in meinem Zorn: Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen! obwohl die Werke
von Grundlegung der Welt an fertig waren. Hebräer4/4Hebräer Denn er hat irgendwo von dem siebten [Tag] so gesprochen: `Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken. Hebräer4/5Hebräer Und
an dieser [Stelle] wiederum: `Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen! Hebräer4/6Hebräer Weil es nun dabei bleibt, dass einige in sie eingehen und die, denen zuerst die gute Botschaft
verkündigt worden ist, des Ungehorsams wegen nicht hineingegangen sind, Hebräer4/7Hebräer bestimmt er wieder einen Tag: ein `Heute, und sagt durch David nach so langer Zeit, wie vorhin gesagt
worden ist: `Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht. Hebräer4/8Hebräer Denn wenn Josua sie in die Ruhe gebracht hätte, würde er danach nicht von einem anderen Tag geredet
haben. Hebräer4/9Hebräer Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig. Hebräer4/10Hebräer Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken, wie
Gott von seinen eigenen. Hebräer4/11Hebräer Laßt uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle. Hebräer4/12Hebräer Denn das Wort
Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der
Gedanken und Gesinnungen des Herzens; Hebräer4/13Hebräer und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.
Jesu Erhabenheit über die Hohenpriester des Alten Testaments - Sein Priestertum nach der Ordnung Melchisedeks.
Hebräer4/14Hebräer Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten! Hebräer4/15Hebräer Denn wir haben
nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise [wie wir] versucht worden ist, [doch] ohne Sünde. Hebräer4/16Hebräer
Laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.
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Hebräer5/1Hebräer Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird für Menschen bestellt für das Verhältnis zu Gott, damit er sowohl Gaben als auch Schlachtopfer für Sünden darbringe,
Hebräer5/2Hebräer wobei er Nachsicht zu haben vermag mit den Unwissenden und Irrenden, da auch er selbst mit Schwachheit behaftet ist; Hebräer5/3Hebräer und um ihretwillen muß er, wie für das
Volk so auch für sich selbst, der Sünden wegen opfern. Hebräer5/4Hebräer Und niemand nimmt sich die Ehre selbst, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. Hebräer5/5Hebräer So hat auch der
Christus sich nicht selbst verherrlicht, um Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm gesagt hat: `Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Hebräer5/6Hebräer Wie er auch an
einer anderen [Stelle] sagt: `Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Hebräer5/7Hebräer Der hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als Flehen mit starkem Geschrei und
Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten kann, und ist um seiner Gottesfurcht willen erhört worden Hebräer5/8Hebräer und lernte, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam;
Hebräer5/9Hebräer und vollendet, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, Hebräer5/10Hebräer von Gott begrüßt als Hoherpriester nach der Ordnung
Melchisedeks.
Geistliche Unreife der Leser - Mahnung zum Ausharren - Trost im Blick auf das Ziel.
Hebräer5/11Hebräer Darüber haben wir viel zu sagen, und es läßt sich schwer darlegen, weil ihr im Hören träge geworden seid. Hebräer5/12Hebräer Denn während ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet,
habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise. Hebräer5/13Hebräer Denn
jeder, der noch Milch genießt, ist richtiger Rede unkundig, denn er ist ein Unmündiger; Hebräer5/14Hebräer die feste Speise aber ist für Erwachsene, die infolge der Gewöhnung geübte Sinne haben
zur Unterscheidung des Guten wie auch des Bösen.
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Hebräer6/1Hebräer Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen und uns der vollen Reife zuwenden und nicht wieder einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an
Gott, Hebräer6/2Hebräer der Lehre von Waschungen und der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht. Hebräer6/3Hebräer Und dies wollen wir tun, wenn Gott es erlaubt.
Hebräer6/4Hebräer Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind Hebräer6/5Hebräer
und das gute Wort Gottes und die Kräfte des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben Hebräer6/6Hebräer und [doch] abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich den Sohn Gottes
wieder kreuzigen und dem Spott aussetzen. Hebräer6/7Hebräer Denn ein Land, das den häufig darauf kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, um derentwillen es auch
bebaut wird, empfängt Segen von Gott; Hebräer6/8Hebräer wenn es aber Dornen und Disteln hervorbringt, so ist es unbrauchbar und dem Fluch nahe, der am Ende zur Verbrennung führt.
Hebräer6/9Hebräer Wir aber sind, wenn wir auch so reden, im Hinblick auf euch, Geliebte, vom Besseren und zum Heil Dienlichen überzeugt. Hebräer6/10Hebräer Denn Gott ist nicht ungerecht, eures
Werkes zu vergessen und der Liebe, die ihr gegen seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und dient. Hebräer6/11Hebräer Wir wünschen aber sehr, dass jeder von euch
denselben Eifer um die volle Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende beweise, Hebräer6/12Hebräer damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die
Verheißungen erben. Hebräer6/13Hebräer Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst - weil er bei keinem Größeren schwören konnte - Hebräer6/14Hebräer und sprach:
`Wahrlich, reichlich werde ich dich segnen, und sehr werde ich dich mehren. Hebräer6/15Hebräer Und so erlangte er, indem er ausharrte, die Verheißung. Hebräer6/16Hebräer Denn Menschen schwören
bei einem Größeren, und der Eid ist ihnen zur Bestätigung ein Ende alles Widerspruchs. Hebräer6/17Hebräer Deshalb hat sich Gott, da er den Erben der Verheißung die Unwandelbarkeit seines
Ratschlusses noch viel deutlicher beweisen wollte, mit einem Eid verbürgt, Hebräer6/18Hebräer damit wir durch zwei unveränderliche Dinge, bei denen Gott [doch] unmöglich lügen kann, einen starken
Trost hätten, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die vorhandene Hoffnung zu ergreifen. Hebräer6/19Hebräer Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele, der in das
Innere des Vorhangs hineinreicht, Hebräer6/20Hebräer wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist.
Das Hohepriestertum Jesu ist erhaben über das levitische.
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Hebräer7/1Hebräer Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, - der Abraham entgegenging und ihn segnete, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte,
Hebräer7/2Hebräer dem auch Abraham den Zehnten von allem zuteilte - [heißt] übersetzt zunächst König der Gerechtigkeit, dann aber auch König von Salem, das ist König des Friedens.
Hebräer7/3Hebräer Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, hat er weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens, er gleicht dem Sohn Gottes und bleibt Priester auf immerdar.
Hebräer7/4Hebräer Schaut aber, wie groß dieser ist, dem Abraham, der Patriarch, den Zehnten von der Beute gab. Hebräer7/5Hebräer Und zwar haben die von den Söhnen Levi, die das Priestertum
empfangen, ein Gebot, den Zehnten von dem Volk nach dem Gesetz zu nehmen, das ist von ihren Brüdern, obwohl [auch] die aus den Lenden Abrahams hervorgegangen sind. Hebräer7/6Hebräer Er aber, der
sein Geschlecht nicht von ihnen ableitete, hat den Zehnten von Abraham genommen und den gesegnet, der die Verheißungen hatte. Hebräer7/7Hebräer Ohne jeden Widerspruch aber wird das Geringere von
dem Besseren gesegnet. Hebräer7/8Hebräer Und hier zwar empfangen sterbliche Menschen die Zehnten, dort aber einer, von dem bezeugt wird, dass er lebt; Hebräer7/9Hebräer und sozusagen ist durch
Abraham auch von Levi, der die Zehnten empfängt, der Zehnte erhoben worden, Hebräer7/10Hebräer denn er war noch in der Lende des Vaters, als Melchisedek ihm entgegenging.
Hebräer7/11Hebräer Wenn nun die Vollendung durch das levitische Priestertum wäre - denn in Verbindung mit ihm hat das Volk das Gesetz empfangen -, welche Notwendigkeit bestand [dann] noch, einen
anderen Priester nach der Ordnung Melchisedeks aufzustellen und nicht nach der Ordnung Aarons zu nennen? Hebräer7/12Hebräer Denn wenn das Priestertum geändert wird, so findet notwendig auch eine
Änderung des Gesetzes statt. Hebräer7/13Hebräer Denn der, von dem dies gesagt wird, gehört zu einem anderen Stamm, aus dem niemand die Wartung des Altars hatte. Hebräer7/14Hebräer Denn es ist
offenbar, dass unser Herr aus Juda entsprossen ist, von welchem Stamm Mose nichts in bezug auf Priester geredet hat. Hebräer7/15Hebräer Und es ist noch weit augenscheinlicher, wenn gleich dem
Melchisedek ein anderer Priester aufsteht, Hebräer7/16Hebräer der es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebots geworden ist, sondern nach der Kraft eines unauflöslichen Lebens.
Hebräer7/17Hebräer Denn ihm wird bezeugt: `Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Hebräer7/18Hebräer Denn aufgehoben wird zwar das vorhergehende Gebot seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen Hebräer7/19Hebräer - denn das Gesetz hat nichts zur Vollendung gebracht -,
eingeführt aber eine bessere Hoffnung, durch die wir Gott nahen. Hebräer7/20Hebräer Und wie [dies] nicht ohne Eidschwur [geschah] Hebräer7/21Hebräer - denn jene sind ohne Eidschwur Priester
geworden, dieser aber mit Eidschwur durch den, der zu ihm sprach: `Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit! -, Hebräer7/22Hebräer so ist Jesus auch
eines besseren Bundes Bürge geworden. Hebräer7/23Hebräer Und jene sind in größerer Anzahl Priester geworden, weil sie durch den Tod verhindert waren, zu bleiben; Hebräer7/24Hebräer dieser aber,
weil er in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderliches Priestertum. Hebräer7/25Hebräer Daher kann er auch völlig erretten, die durch ihn Gott nahen, weil er immer lebt, um sich für sie zu
verwenden. Hebräer7/26Hebräer Denn ein solcher Hoherpriester geziemte sich auch für uns: heilig, sündlos, unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden,
Hebräer7/27Hebräer der nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester, zuerst für die eigenen Sünden Schlachtopfer darzubringen, dann für die des Volkes; denn dies hat er ein für allemal
getan, als er sich selbst dargebracht hat. Hebräer7/28Hebräer Denn das Gesetz bestellt Menschen zu Hohenpriestern, die mit Schwachheit behaftet sind, das Wort des Eidschwurs aber, das später als
das Gesetz [gegeben wurde], einen Sohn, der in Ewigkeit vollendet ist.
Jesus der Mittler eines neuen und besseren Bundes.
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Hebräer8/1Hebräer Die Hauptsache dessen aber, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät, Hebräer8/2Hebräer als Diener
des Heiligtums und des wahrhaftigen Zeltes, das der Herr errichtet hat, nicht ein Mensch.
Hebräer8/3Hebräer Denn jeder Hohepriester wird bestellt, um sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen; daher ist es notwendig, dass auch dieser etwas hat, das er darbringt.
Hebräer8/4Hebräer Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht einmal Priester, weil die da sind, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen Hebräer8/5Hebräer - die dem Abbild und Schatten der
himmlischen Dinge dienen, wie Mose eine göttliche Weisung empfing, als er im Begriff war, das Zelt aufzurichten; denn `siehe, spricht er, `dass du alles nach dem Muster machst, das dir auf dem
Berge gezeigt worden ist! -. Hebräer8/6Hebräer Jetzt aber hat er einen vortrefflicheren Dienst erlangt, wie er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gestiftet
worden ist. Hebräer8/7Hebräer Denn wenn jener erste [Bund] tadellos wäre, so wäre kein Raum für einen zweiten gesucht worden. Hebräer8/8Hebräer Denn tadelnd spricht er zu ihnen: `Siehe, es kommen
Tage, spricht der Herr, da werde ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, Hebräer8/9Hebräer nicht nach der Art des Bundes, den ich mit ihren Vätern machte an dem
Tag, da ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie blieben nicht in meinem Bund, und ich kümmerte mich nicht um sie, spricht der Herr. Hebräer8/10Hebräer Denn
dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Meine Gesetze gebe ich in ihren Sinn und werde sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde
ihnen Gott und sie werden mir Volk sein. Hebräer8/11Hebräer Und nicht werden sie ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn alle werden mich
kennen, vom Kleinen bis zum Großen unter ihnen. Hebräer8/12Hebräer Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden werde ich nie mehr gedenken. Hebräer8/13Hebräer Indem er
von einem `neuen [Bund] spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber alt ist und sich überlebt hat, ist dem Verschwinden nahe.
Der alttestamentliche ist nur Abbild des vollkommenen Gottesdienstes.
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Hebräer9/1Hebräer Es hatte nun zwar auch der erste [Bund] Satzungen des Dienstes und das irdische Heiligtum. Hebräer9/2Hebräer Denn es wurde ein vorderes Zelt aufgerichtet - in dem sowohl der
Leuchter als auch der Tisch und die Schaubrote waren -, das das Heilige genannt wird, Hebräer9/3Hebräer hinter dem zweiten Vorhang aber ein Zelt, das das Allerheiligste genannt wird,
Hebräer9/4Hebräer das einen goldenen Räucheraltar und die überall mit Gold überdeckte Lade des Bundes hatte, in welcher der goldene Krug, der das Manna enthielt, und der Stab Aarons, der gesproßt
hatte, und die Tafeln des Bundes waren; Hebräer9/5Hebräer oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Versöhnungsdeckel überschatteten, von welchen Dingen jetzt nicht im einzelnen
zu reden ist.
Hebräer9/6Hebräer Da aber dies so eingerichtet ist, gehen zwar in das vordere Zelt die Priester allezeit hinein und verrichten den Dienst, Hebräer9/7Hebräer in das zweite aber einmal im Jahr
allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er darbringt für sich selbst und für die Verirrungen des Volkes. Hebräer9/8Hebräer Damit zeigt der Heilige Geist an, dass der Weg zum Heiligtum noch
nicht geoffenbart ist, solange das vordere Zelt noch Bestand hat. Hebräer9/9Hebräer Dieses ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit, nach dem sowohl Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht
werden, die im Gewissen den nicht vollkommen machen können, der Gottesdienst übt. Hebräer9/10Hebräer Es sind nur Speisen und Getränke und verschiedene Waschungen, Satzungen des Fleisches, die bis
auf die Zeit einer rechten Ordnung auferlegt sind.
Das einmalige und vollkommene Opfer Jesu.
Hebräer9/11Hebräer Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt - das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser
Schöpfung ist - Hebräer9/12Hebräer und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.
Hebräer9/13Hebräer Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt, Hebräer9/14Hebräer wieviel mehr wird
das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist [als Opfer] ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient!
Hebräer9/15Hebräer Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen
Erbes empfangen. Hebräer9/16Hebräer - Denn wo ein Testament ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. Hebräer9/17Hebräer Denn ein Testament ist gültig, wenn
der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat. - Hebräer9/18Hebräer Daher ist auch der erste [Bund] nicht ohne Blut eingeweiht worden.
Hebräer9/19Hebräer Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk mitgeteilt war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl
das Buch selbst als auch das ganze Volk Hebräer9/20Hebräer und sprach: `Dies ist das Blut des Bundes, den Gott für euch geboten hat. Hebräer9/21Hebräer Aber auch das Zelt und alle Gefäße des
Dienstes besprengte er ebenso mit dem Blut; Hebräer9/22Hebräer und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung. Hebräer9/23Hebräer
[Es ist] nun nötig, dass die Abbilder der himmlischen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese. Hebräer9/24Hebräer Denn der
Christus ist nicht hineingegangen in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, ein Gegenbild des wahren [Heiligtums], sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu
erscheinen, Hebräer9/25Hebräer auch nicht, um sich selbst oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alljährlich mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht Hebräer9/26Hebräer - sonst hätte er
oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an -; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter offenbar geworden, um durch sein Opfer die Sünde aufzuheben. Hebräer9/27Hebräer Und
wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, Hebräer9/28Hebräer so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum
zweiten Male ohne [Beziehung zur] Sünde denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten.
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Hebräer10/1Hebräer Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat, so kann es niemals mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich darbringen,
die Hinzunahenden für immer vollkommen machen. Hebräer10/2Hebräer Denn würde sonst nicht ihre Darbringung aufgehört haben, weil die den Gottesdienst Übenden einmal gereinigt, kein
Sündenbewusstsein mehr gehabt hätten? Hebräer10/3Hebräer Doch in jenen [Opfern] ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden; Hebräer10/4Hebräer denn unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken
Sünden hinwegnehmen. Hebräer10/5Hebräer Darum spricht er, als er in die Welt kommt: `Schlachtopfer und Gaben hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet; Hebräer10/6Hebräer an
Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen gefunden. Hebräer10/7Hebräer Da sprach ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, um deinen Willen, o Gott, zu tun.
Hebräer10/8Hebräer Vorher sagt er: `Schlachtopfer und Gaben und Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, noch Wohlgefallen daran gefunden - die doch nach dem Gesetz dargebracht werden -,
Hebräer10/9Hebräer dann sprach er: `Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun - er nimmt das Erste weg, um das Zweite aufzurichten -. Hebräer10/10Hebräer In diesem Willen sind wir geheiligt durch
das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. Hebräer10/11Hebräer Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst und bringt oft dieselben Schlachtopfer dar, die
niemals Sünden hinwegnehmen können. Hebräer10/12Hebräer Dieser aber hat ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich für immer gesetzt zur Rechten Gottes. Hebräer10/13Hebräer Fortan wartet
er, bis seine Feinde hingelegt sind als Schemel seiner Füße. Hebräer10/14Hebräer Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. Hebräer10/15Hebräer [Das]
bezeugt uns aber auch der Heilige Geist; denn nachdem er gesagt hat: Hebräer10/16Hebräer `Dies ist der Bund, den ich ihnen nach jenen Tagen errichten werde, spricht der Herr, ich werde meine
Gesetze in ihre Herzen geben und sie auch in ihre Sinne schreiben; Hebräer10/17Hebräer und: `Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken. Hebräer10/18Hebräer Wo aber
dafür eine Vergebung ist, gibt es kein Opfer für die Sünde mehr.
Mahnung zu Glaubenszuversicht und Treue - Warnung vor Rückfall.
Hebräer10/19Hebräer Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, Hebräer10/20Hebräer den er uns bereitet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch
den Vorhang - das ist durch sein Fleisch -, Hebräer10/21Hebräer und einen großen Priester über das Haus Gottes, Hebräer10/22Hebräer so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller
Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt [und damit gereinigt] vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser. Hebräer10/23Hebräer Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung
unwandelbar festhalten - denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat -; Hebräer10/24Hebräer und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen,
Hebräer10/25Hebräer ((indem wir die Versammlung nicht verlassen: Positiv ausgedrückt: Geh regelmäßig in die gute, charismatische oder an Jesus gläubige Ortsgemeinde, wie meinetwegen in die
Josua-Kirche in A., in die River in W., in die move in Au., in die Pier29 in Emden, in die in Leer, in die Ortsgemeinde, die gut ist und wo es liebevoll zugeht, wo es charismatisch und
vollmächtig zugeht.
Werde frei von Angst.
Nimm einfach 2Tim. 1, 7 und Röm. 14, 17 zusammen, dann bist du Gott wohlgefällig und den Menschen bewährt.
Regelmäßig in die Ortsgemeinde gehen, damit du nicht wie ein „okkultes“ Versteckspiel bist.
Irgendeinen Dienst tun.
Treu sein.
Das vertraue treuen Menschen an.))
indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern [einander] ermuntern, und [das] umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht. Hebräer10/26Hebräer Denn wenn
wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, Hebräer10/27Hebräer sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts
und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird. Hebräer10/28Hebräer Hat jemand das Gesetz Moses verworfen, stirbt er ohne Barmherzigkeit auf zwei oder drei Zeugen hin.
Hebräer10/29Hebräer Wieviel schlimmere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und
den Geist der Gnade geschmäht hat? Hebräer10/30Hebräer Denn wir kennen den, der gesagt hat: `Mein ist die Rache, ich will vergelten; und wiederum: `Der Herr wird sein Volk richten.
Hebräer10/31Hebräer Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!
Hebräer10/32Hebräer Gedenkt aber der früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart, viel Leidenskampf erduldet habt, Hebräer10/33Hebräer als ihr teils durch Schmähungen und
Drangsale zur Schau gestellt und teils Gefährten derer wurdet, denen es so erging. Hebräer10/34Hebräer Denn ihr habt sowohl mit den Gefangenen gelitten als auch den Raub eurer Güter mit Freuden
aufgenommen, da ihr wisst, dass ihr für euch selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt. Hebräer10/35Hebräer Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat.
Hebräer10/36Hebräer Denn Ausharren habt ihr nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt. Hebräer10/37Hebräer Denn noch eine ganz kleine Weile, [und] der
Kommende wird kommen und nicht säumen. Hebräer10/38Hebräer `Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben; und: `Wenn er sich zurückzieht, wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben.
Hebräer10/39Hebräer Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen zum Verderben, sondern von denen, die da glauben zur Errettung der Seele.
Glaube: sein Wesen und seine Wirkungen - Glaubenszeugen des Alten Bundes.
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Hebräer11/1Hebräer Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Hebräer11/2Hebräer Denn durch ihn haben die Alten Zeugnis
erlangt.
Hebräer11/3Hebräer Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden ist.
Hebräer11/4Hebräer Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain, durch welchen [Glauben] er das Zeugnis erhielt, dass er gerecht war, indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben;
und durch diesen [Glauben] redet er noch, obgleich er gestorben ist.
Hebräer11/5Hebräer Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so dass er den Tod nicht sah, und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt,
dass er Gott wohlgefallen habe. Hebräer11/6Hebräer Ohne Glauben aber ist es unmöglich, [ihm] wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner
sein wird.
Hebräer11/7Hebräer Durch Glauben bereitete Noah, als er eine göttliche Weisung über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses.
Durch ihn verurteilte er die Welt und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die nach dem Glauben ist.
Hebräer11/8Hebräer Durch Glauben war Abraham, als er gerufen wurde, gehorsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme.
Hebräer11/9Hebräer Durch Glauben siedelte er sich im Land der Verheißung an wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; Hebräer11/10Hebräer
denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Hebräer11/11Hebräer Durch Glauben empfing er auch mit Sara Kraft, Nachkommenschaft zu zeugen, und zwar
über die geeignete Zeit des Alters hinaus, weil er den für treu achtete, der die Verheißung gegeben hatte. Hebräer11/12Hebräer Deshalb sind auch von einem, und zwar Gestorbenen, [so viele]
geboren worden wie die Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählbar ist.
Hebräer11/13Hebräer Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht erlangt, sondern sahen sie von fern und begrüßten sie und bekannten, dass sie Fremde und ohne Bürgerrecht
auf der Erde seien. Hebräer11/14Hebräer Denn die solches sagen, zeigen deutlich, dass sie ein Vaterland suchen. Hebräer11/15Hebräer Und wenn sie an jenes gedacht hätten, von welchem sie
ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt, zurückzukehren. Hebräer11/16Hebräer Jetzt aber trachten sie nach einem besseren, das ist nach einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht,
ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
Hebräer11/17Hebräer Durch Glauben hat Abraham, als er versucht wurde, den Isaak dargebracht, und er, der die Verheißungen empfangen hatte, brachte den einzigen [Sohn] dar, Hebräer11/18Hebräer
über den gesagt worden war: `In Isaak soll deine Nachkommenschaft genannt werden, Hebräer11/19Hebräer indem er urteilte, dass Gott auch aus den Toten erwecken könne, von woher er ihn auch im
Gleichnis empfing. Hebräer11/20Hebräer Durch Glauben segnete Isaak auch im Hinblick auf zukünftige Dinge den Jakob und den Esau. Hebräer11/21Hebräer Durch Glauben segnete Jakob sterbend einen
jeden der Söhne Josephs und betete an über der Spitze seines Stabes. Hebräer11/22Hebräer Durch Glauben gedachte Joseph sterbend des Auszugs der Söhne Israels und traf Anordnung wegen seiner
Gebeine.
Hebräer11/23Hebräer Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt drei Monate von seinen Eltern verborgen, weil sie sahen, dass das Kind schön war; und sie fürchteten das Gebot des Königs nicht.
Hebräer11/24Hebräer Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter Pharaos zu heißen, Hebräer11/25Hebräer und zog es vor, [lieber] mit dem Volk Gottes Ungemach
zu leiden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben, Hebräer11/26Hebräer indem er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er schaute auf die
Belohnung. Hebräer11/27Hebräer Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht; denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren. Hebräer11/28Hebräer Durch
Glauben hat er das Passah gefeiert und die Blutbestreichung ausgeführt, damit der Verderber der Erstgeburt sie nicht antastete.
Hebräer11/29Hebräer Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie über trockenes Land, während die Ägypter, als sie es versuchten, verschlungen wurden.
Hebräer11/30Hebräer Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos, nachdem sie sieben Tage umzogen waren.
Hebräer11/31Hebräer Durch Glauben kam Rahab, die Hure, nicht mit den Ungehorsamen um, da sie die Kundschafter in Frieden aufgenommen hatte.
Hebräer11/32Hebräer Und was soll ich noch sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jefthah, David und Samuel und den Propheten,
Hebräer11/33Hebräer die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften, Hebräer11/34Hebräer des Feuers Kraft auslöschten, des
Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf stark wurden, der Fremden Heere zurücktrieben. Hebräer11/35Hebräer Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder;
andere aber wurden gefoltert, da sie die Befreiung nicht annahmen, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. Hebräer11/36Hebräer Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht, dazu
durch Fesseln und Gefängnis. Hebräer11/37Hebräer Sie wurden gesteinigt, verbrannt, zersägt, starben den Tod durch das Schwert, gingen umher in Schafpelzen, in Ziegenfellen, hatten Mangel,
Drangsal, Ungemach. Hebräer11/38Hebräer Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen und Höhlen und den Klüften der Erde.
Hebräer11/39Hebräer Und diese alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erhielten, haben die Verheißung nicht erlangt, Hebräer11/40Hebräer da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie
nicht ohne uns vollendet werden sollten.
Ausharren in Prüfungen nach dem Vorbild Jesu.
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Hebräer12/1Hebräer Deshalb lässt nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die [uns so] leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausharren laufen den vor
uns liegenden Wettlauf, Hebräer12/2Hebräer indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das
Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Hebräer12/3Hebräer Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht
ermüdet und in euren Seelen ermattet.
Hebräer12/4Hebräer Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden Hebräer12/5Hebräer und habt die Ermahnung vergessen, die zu euch als zu Söhnen spricht: `Mein Sohn,
achte nicht gering des Herrn Züchtigung, und ermatte nicht, wenn du von ihm gestraft wirst! Hebräer12/6Hebräer Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt aber jeden Sohn, den er
aufnimmt. Hebräer12/7Hebräer [Was] ihr erduldet, [ist] zur Züchtigung: Gott behandelt euch als Söhne. Denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Hebräer12/8Hebräer Wenn ihr aber ohne
Züchtigung seid, deren alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr Bastarde und nicht Söhne. Hebräer12/9Hebräer Zudem hatten wir auch unsere Väter nach dem Fleisch als Züchtiger und scheuten sie.
Sollen wir nicht vielmehr dem Vater der Geister unterwürfig sein und leben? Hebräer12/10Hebräer Denn sie züchtigten [uns] freilich für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, er aber zum Nutzen, damit
wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. Hebräer12/11Hebräer Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch
sie geübt sind, die friedsame Frucht der Gerechtigkeit.
Heiligung im Blick auf das Ziel.
Hebräer12/12Hebräer Darum `richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie, Hebräer12/13Hebräer und `macht gerade Bahn für eure Füße! damit das Lahme nicht abirre, sondern vielmehr
geheilt werde. Hebräer12/14Hebräer Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird; Hebräer12/15Hebräer und achtet darauf, dass nicht jemand an der
Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und [euch] beunruhige und die vielen durch diese verunreinigt werden, Hebräer12/16Hebräer dass nicht jemand ein
Hurer oder ein Gottloser sei wie Esau, der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte, Hebräer12/17Hebräer denn ihr wisst, dass er auch nachher, als er den Segen erben wollte, verworfen
wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obgleich er sie mit Tränen eifrig suchte.
Hebräer12/18Hebräer Denn ihr seid nicht gekommen zu dem Berg, der betastet werden konnte, und zu dem entzündeten Feuer und dem Dunkel und der Finsternis und dem Sturm Hebräer12/19Hebräer und zu
dem Schall der Posaune und der Stimme der Worte, deren Hörer baten, dass das Wort nicht mehr an sie gerichtet werde Hebräer12/20Hebräer - denn sie konnten nicht ertragen, was geboten wurde: `Und
wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden; Hebräer12/21Hebräer und so furchtbar war die Erscheinung, dass Mose sagte: `Ich bin voll Furcht und Zittern -, Hebräer12/22Hebräer
sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Engeln, einer Festversammlung; Hebräer12/23Hebräer und zu der Gemeinde
der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten; Hebräer12/24Hebräer und zu Jesus, dem Mittler eines neuen
Bundes; und zum Blut der Besprengung, das besser redet als [das Blut] Abels. Hebräer12/25Hebräer Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der da redet! Denn wenn jene nicht entkamen, die den
abwiesen, der auf Erden die göttlichen Weisungen gab: wieviel mehr wir nicht, wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln her [redet]! Hebräer12/26Hebräer Dessen Stimme erschütterte damals
die Erde; jetzt aber hat er verheißen und gesagt: `Noch einmal werde ich nicht nur die Erde bewegen, sondern auch den Himmel. Hebräer12/27Hebräer Aber das `noch einmal deutet die Verwandlung der
Dinge an, die als geschaffene erschüttert werden, damit die unerschütterlichen bleiben. Hebräer12/28Hebräer Deshalb lasst uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch
wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht. Hebräer12/29Hebräer Denn auch unser Gott `ist ein verzehrendes Feuer.
Mahnung zur Bruderliebe - Warnung vor Unzucht und Geldliebe.
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Hebräer13/1Hebräer Die Bruderliebe bleibe. Hebräer13/2Hebräer Die Gastfreundschaft vergesst nicht, denn dadurch haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. Hebräer13/3Hebräer Gedenkt der
Gefangenen als Mitgefangene; derer, die Ungemach leiden, als [solche], die auch selbst im Leib sind. Hebräer13/4Hebräer Die Ehe sei ehrbar in allem, und das Ehebett unbefleckt; denn Unzüchtige
und Ehebrecher wird Gott richten. Hebräer13/5Hebräer Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist, denn er hat gesagt: `Ich will dich nicht versäumen noch verlassen,
Hebräer13/6Hebräer so dass wir zuversichtlich sagen können: `Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?
Mahnung zur Treue in der Nachfolge Jesu.
Hebräer13/7Hebräer Gedenkt eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an, und ahmt ihren Glauben nach!
Hebräer13/8Hebräer Jesus Christus [ist] derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. Hebräer13/9Hebräer Lasst euch nicht fortreißen durch verschiedenartige und fremde Lehren; denn es ist gut, dass
das Herz durch Gnade befestigt werde, nicht durch Speisen, von denen die keinen Nutzen hatten, die danach wandelten. Hebräer13/10Hebräer Wir haben einen Altar, von dem zu essen die kein Recht
haben, die dem Zelt dienen. Hebräer13/11Hebräer Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohenpriester für die Sünde in das Heiligtum hineingetragen wird, werden außerhalb des Lagers
verbrannt. Hebräer13/12Hebräer Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. Hebräer13/13Hebräer Deshalb lasst uns zu ihm hinausgehen,
außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen. Hebräer13/14Hebräer Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Hebräer13/15Hebräer Durch ihn nun lasst uns Gott
stets ein Opfer des Lobes darbringen, das ist: Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Hebräer13/16Hebräer Das Wohltun und Mitteilen aber vergesst nicht, denn an solchen Opfern hat Gott
Wohlgefallen.
Hebräer13/17Hebräer Gehorcht und fügt euch euren Führern, denn sie wachen über eure Seelen, als solche, die Rechenschaft geben werden, damit sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn
dies wäre euch nicht nützlich.
Schluss Ermahnungen - Segenswünsche - Grüße.
Hebräer13/18Hebräer Betet für uns! Denn wir sind überzeugt, dass wir ein gutes Gewissen haben, da wir in allem einen guten Wandel zu führen begehren. Hebräer13/19Hebräer Ich bitte [euch] aber
umso mehr, dies zu tun, damit ich euch desto schneller wiedergegeben werde.
Hebräer13/20Hebräer Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe aus den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, Hebräer13/21Hebräer
vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei in alle Ewigkeit!
Amen.
Hebräer13/22Hebräer Ich bitte euch aber, Brüder, ertragt das Wort der Ermahnung! Denn ich habe euch ja kurz geschrieben. Hebräer13/23Hebräer Wisst, dass unser Bruder Timotheus freigelassen ist,
mit dem ich euch sehen werde, wenn er bald kommt. Hebräer13/24Hebräer Grüßt alle eure Führer und alle Heiligen! Es grüßen euch die von Italien. Hebräer13/25Hebräer Die Gnade sei mit euch
allen!
2.20 Der Brief des Jakobus.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
Jako1/1 Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, den zwölf Stämmen, die in der Zerstreuung sind, [seinen] Gruß!
Standhaftigkeit in der Anfechtung.
1/2 Achtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, 1/3 indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. 1/4 Das Ausharren aber soll
ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt. Jako1/5Jako Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und
nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden. Jako1/6Jako Er bitte aber im Glauben, ohne zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben
wird. Jako1/7Jako Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde, Jako1/8Jako [ist er doch] ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen.
Jako1/9Jako Der niedrige Bruder aber rühme sich seiner Hoheit, Jako1/10Jako der reiche aber seiner Niedrigkeit; denn wie des Grases Blume wird er vergehen. Jako1/11Jako Denn die Sonne ist
aufgegangen mit ihrer Glut und hat das Gras verdorren lassen, und seine Blume ist abgefallen, und die Zierde seines Ansehens ist verdorben; so wird auch der Reiche in seinen Wegen dahinschwinden.
Jako1/12Jako Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den er denen verheißen hat, die ihn lieben.
Jako1/13Jako Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand. Jako1/14Jako Ein jeder aber wird
versucht, wenn er von seiner eigenen Lust fortgezogen und gelockt wird. Jako1/15Jako Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den
Tod.
Jako1/16Jako Irret euch nicht, meine geliebten Brüder! Jako1/17Jako Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist
noch eines Wechsels Schatten. Jako1/18Jako Nach seinem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gewissermaßen eine Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien.
Nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes.
Jako1/19Jako Ihr wisst [doch], meine geliebten Brüder: Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Jako1/20Jako Denn eines Mannes Zorn wirkt nicht Gottes
Gerechtigkeit. Jako1/21Jako Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und all die viele Schlechtigkeit, und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu erretten vermag. Jako1/22Jako
Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen. Jako1/23Jako Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein
natürliches Angesicht in einem Spiegel betrachtet. Jako1/24Jako Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. Jako1/25Jako Wer aber
in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein.
Jako1/26Jako Wenn jemand meint, er diene Gott, und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen Gottesdienst ist vergeblich. Jako1/27Jako Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst
vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten.
Warnung vor Ansehen der Person.
\2\
Jako2/1Jako Meine Brüder, habt den Glauben Jesu Christi, unseres Herrn der Herrlichkeit, ohne Ansehen der Person! Jako2/2Jako Denn wenn in eure Synagoge ein Mann kommt mit goldenem Ring, in
prächtigem Kleid, es kommt aber auch ein Armer in unsauberem Kleid herein, Jako2/3Jako ihr seht aber auf den, der das prächtige Kleid trägt, und sprecht: Setze du dich bequem hierher! und sprecht
zu dem Armen: Stehe du dort, oder setze dich unten an meinen Fußschemel! - Jako2/4Jako habt ihr nicht unter euch selbst einen Unterschied gemacht und seid Richter mit bösen Gedanken geworden?
Jako2/5Jako Hört, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die vor der Welt Armen auserwählt, reich im Glauben und Erben des Reiches [zu sein], das er denen verheißen hat, die ihn lieben?
Jako2/6Jako Ihr aber habt den Armen verachtet. Unterdrücken euch nicht die Reichen, und ziehen nicht sie euch vor die Gerichte? Jako2/7Jako Lästern nicht sie den guten Namen, der über euch
angerufen worden ist? Jako2/8Jako Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst nach der Schrift erfüllt, so tut ihr recht. Jako2/9Jako Wenn ihr aber
die Person anseht, so begeht ihr Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter überführt. Jako2/10Jako Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller [Gebote] schuldig geworden.
Jako2/11Jako Denn der da sprach: `Du sollst nicht ehebrechen, sprach auch: `Du sollst nicht töten. Wenn du nun nicht ehebrichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzes-Übertreter geworden.
Jako2/12Jako Redet so und handelt so wie [solche], die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. Jako2/13Jako Denn das Gericht [wird] ohne Barmherzigkeit [sein] gegen den, der nicht
Barmherzigkeit geübt hat. Die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht.
Warnung vor Glauben ohne Werke.
Jako2/14Jako Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn erretten? Jako2/15Jako Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester dürftig
gekleidet ist und der täglichen Nahrung entbehrt, Jako2/16Jako aber jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch! ihr gebt ihnen aber nicht das für den
Leib Notwendige, was nützt es? Jako2/17Jako So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot. Jako2/18Jako Es wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke; zeige
mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen. Jako2/19Jako Du glaubst, dass [nur] einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern.
Jako2/20Jako Willst du aber erkennen, o eitler Mensch, dass der Glaube ohne die Werke nutzlos ist? Jako2/21Jako Ist nicht Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtfertigt worden, da er Isaak,
seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? Jako2/22Jako Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammen wirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. Jako2/23Jako Und die Schrift wurde
erfüllt, welche sagt: `Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und er wurde `Freund Gottes genannt. Jako2/24Jako Ihr seht [also], dass ein Mensch aus Werken
gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein. Jako2/25Jako Ist aber nicht ebenso auch Rahab, die Hure, aus Werken gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg
hinausließ? Jako2/26Jako Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
Warnung vor Missbrauch der Zunge.
\3\
Jako3/1Jako Werdet nicht viele Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein schwereres Urteil empfangen werden; Jako3/2Jako denn wir alle straucheln oft. Wenn jemand nicht im Wort strauchelt,
der ist ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib zu zügeln. Jako3/3Jako Wenn wir aber den Pferden die Zäume in die Mäuler legen, damit sie uns gehorchen, lenken wir auch ihren ganzen
Leib. Jako3/4Jako Siehe, auch die Schiffe, die so groß und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will.
Jako3/5Jako So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen großen Wald zündet es an! Jako3/6Jako Und die Zunge ist ein Feuer, die
Welt der Ungerechtigkeit. Die Zunge zeigt sich unter unseren Gliedern [als diejenige], die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird.
Jako3/7Jako Denn jede Art, sowohl der wilden Tiere als der Vögel, sowohl der kriechenden als der Seetiere, wird gebändigt und ist gebändigt worden durch die menschliche Art; Jako3/8Jako die Zunge
aber kann keiner der Menschen bändigen: [sie ist] ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes. Jako3/9Jako Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem
Bild Gottes geschaffen worden sind. Jako3/10Jako Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein. Jako3/11Jako Die Quelle sprudelt doch nicht aus
derselben Öffnung das Süße und das Bittere hervor? Jako3/12Jako Kann etwa, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven hervorbringen, oder ein Weinstock Feigen? Auch [kann] Salziges nicht süßes Wasser
hervorbringen.
Warnung vor Streitsucht.
Jako3/13Jako Wer ist weise und verständig unter euch? Er zeige aus dem guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit. Jako3/14Jako Wenn ihr aber bitteren Neid und Eigennutz in euren Herzen
habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. Jako3/15Jako Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, teuflische. Jako3/16Jako Denn wo
Neid und Eigennutz ist, da ist Zerrüttung und jede schlechte Tat. Jako3/17Jako Die Weisheit von oben aber ist aufs erste rein, sodann friedsam, gütig, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter
Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt. Jako3/18Jako Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.
\4\
Jako4/1Jako Woher [kommen] Kriege und woher Streitigkeiten unter euch? Nicht daher: Aus euren Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Jako4/2Jako Ihr begehrt und habt nichts; ihr tötet und neidet
und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; Jako4/3Jako ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu
vergeuden. Jako4/4Jako Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.
Jako4/5Jako Oder meint ihr, dass die Schrift vergeblich rede: `Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ? Jako4/6Jako Er gibt aber größere Gnade. Deshalb spricht er:
`Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade. Jako4/7Jako Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen. Jako4/8Jako Naht euch Gott, und
er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen! Jako4/9Jako Fühlt euer Elend und trauert und weint; euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit
und eure Freude in Niedergeschlagenheit. Jako4/10Jako Demütigt euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.
Jako4/11Jako Redet nicht Übles gegeneinander, Brüder. Wer gegen einen Bruder Übles redet oder seinen Bruder richtet, redet Übles gegen das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz
richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter. Jako4/12Jako Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den
Nächsten richtest?
Warnung vor Vertrauen auf irdische Güter.
Jako4/13Jako Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt gehen und dort ein Jahr zubringen und Handel treiben und Gewinn machen Jako4/14Jako - die ihr nicht wisst,
wie es morgen um euer Leben stehen wird; denn ihr seid ein Dampf, der eine kleine Zeit sichtbar ist und dann verschwindet -; Jako4/15Jako statt dass ihr sagt: Wenn der Herr will und wir leben,
werden wir auch dieses oder jenes tun. Jako4/16Jako Nun aber rühmt ihr euch in euren Großtuereien. Alles solches Rühmen ist böse. Jako4/17Jako Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem
ist es Sünde.
\5\
Jako5/1Jako Wohlan nun, ihr Reichen, weint und heult über eure Drangsale, die über euch kommen! Jako5/2Jako Euer Reichtum ist verfault, und eure Kleider sind von Motten zerfressen worden.
Jako5/3Jako Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird zum Zeugnis sein gegen euch und euer Fleisch fressen wie Feuer; ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen. Jako5/4Jako
Siehe, der von euch vorenthaltene Lohn der Arbeiter, die eure Felder geschnitten haben, schreit, und das Geschrei der Schnitter ist vor die Ohren des Herrn Zebaoth gekommen. Jako5/5Jako Ihr habt
auf der Erde in Üppigkeit gelebt und geschwelgt; ihr habt eure Herzen gemästet an einem Schlachttag. Jako5/6Jako Ihr habt verurteilt, ihr habt getötet den Gerechten; er widersteht euch
nicht.
Ermahnung zum Ausharren.
Jako5/7Jako Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn! Siehe, der Bauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfange.
Jako5/8Jako Habt auch ihr Geduld, befestigt eure Herzen, denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen. Jako5/9Jako Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der
Richter steht vor der Tür. Jako5/10Jako Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben. Jako5/11Jako Siehe, wir preisen die glückselig,
die ausgeharrt haben. Vom Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende [des] Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist.
Ermahnung zur Wahrhaftigkeit.
Jako5/12Jako Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen Eid; es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr
nicht unter ein Gericht fallt.
Krankheit, Sünde und die Macht des Gebetes.
Jako5/13Jako Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. Jako5/14Jako Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über
ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Jako5/15Jako Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm
vergeben werden. Jako5/16Jako Bekennt nun einander die Vergehungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet; viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung. Jako5/17Jako Elia war ein
Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete ernstlich, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. Jako5/18Jako Und wieder betete er,
und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor. Verhalten gegenüber irrenden Brüdern
Jako5/19Jako Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zurückführt, Jako5/20Jako so wisst, dass der, welcher einen Sünder von der Verirrung seines Weges
zurückführt, dessen Seele vom Tode erretten und eine Menge von Sünden bedecken wird.
2.21 Der erste Brief des Petrus.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
1/11Petr Petrus, Apostel Jesu Christi, den Fremdlingen von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, die auserwählt sind 1Petr1/21Petr nach Vorkenntnis Gottes, des
Vaters, in der Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Blutbesprengung Jesu Christi: Gnade und Friede werde euch [immer] reichlicher zuteil!
Heil und Hoffnung des Evangeliums.
1Petr1/31Petr Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu
Christi aus den Toten 1Petr1/41Petr zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, 1Petr1/51Petr die ihr in der Kraft Gottes
durch Glauben bewahrt werdet zur Errettung, [die] bereit [ist], in der letzten Zeit geoffenbart zu werden. 1Petr1/61Petr Darin frohlockt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in
mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, 1Petr1/71Petr damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer erfunden wird als die des vergänglichen Goldes, das aber durch Feuer erprobt wird, zu
Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; 1Petr1/81Petr den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, [über den]
ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude frohlockt; 1Petr1/91Petr und [so] erlangt ihr das Ziel des Glaubens: die Errettung der Seelen. 1Petr1/101Petr Im Hinblick auf diese Errettung
suchten und forschten Propheten, die über die an euch [erwiesene] Gnade weissagten. 1Petr1/111Petr Sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi, der in ihnen war,
hindeutete, als er die Leiden, die auf Christus [kommen sollten], und die Herrlichkeiten danach vorher bezeugte. 1Petr1/121Petr Ihnen wurde es geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern
euch dienten in dem, was euch jetzt verkündigt worden ist durch die, welche euch das Evangelium gepredigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, in welche Dinge Engel
hineinzuschauen begehren.
Heiliger Wandel der durch das Blut Christi Erlösten.
1Petr1/131Petr Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird bei der Offenbarung Jesu Christi; 1Petr1/141Petr als Kinder des
Gehorsams paßt euch nicht den Begierden an, die in eurer früheren Unwissenheit [vorhanden waren], 1Petr1/151Petr sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen
Wandel heilig; 1Petr1/161Petr denn es steht geschrieben: `Seid heilig, denn ich bin heilig. 1Petr1/171Petr Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk
richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht, 1Petr1/181Petr denn ihr wißt, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von
den Vätern überlieferten Wandel, 1Petr1/191Petr sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken. 1Petr1/201Petr Er ist zwar im voraus vor Grundlegung der Welt
erkannt, aber am Ende der Zeiten geoffenbart worden um euretwillen, 1Petr1/211Petr die ihr durch ihn an Gott glaubt, der ihn aus den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben hat, damit euer
Glaube und eure Hoffnung auf Gott [gerichtet] sei. 1Petr1/221Petr Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander
anhaltend, von Herzen, 1Petr1/231Petr denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem durch das lebendige und bleibende Wort Gottes. 1Petr1/241Petr Denn
`alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt, und die Blume ist abgefallen; 1Petr1/251Petr aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit. Dies
aber ist das Wort, das euch als Evangelium verkündigt worden ist.
Hohe Berufung der Erlösten.
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1Petr2/11Petr Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden, 1Petr2/21Petr und seid wie neugeborene Kinder begierig nach der vernünftigen, unverfälschten
Milch - damit ihr durch sie wachset zur Errettung -, 1Petr2/31Petr wenn ihr [wirklich] geschmeckt habt, dass der Herr gütig ist. 1Petr2/41Petr Zu ihm kommend als zu einem lebendigen Stein, von
Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, 1Petr2/51Petr laßt euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche
Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlannehmbar durch Jesus Christus. 1Petr2/61Petr Denn es ist in der Schrift enthalten: `Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer
an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden. 1Petr2/71Petr Euch nun, die ihr glaubt, [bedeutet er] die Kostbarkeit; für die Ungläubigen aber [gilt]: `Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
dieser ist zum Eckstein geworden, 1Petr2/81Petr und: `ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses. Da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Wort, wozu sie auch gesetzt worden
sind. 1Petr2/91Petr Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der
Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat; 1Petr2/101Petr die ihr einst `nicht ein Volk wart, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr `nicht Barmherzigkeit empfangen hattet, jetzt aber
Barmherzigkeit empfangen habt.
Verhalten in der Welt.
1Petr2/111Petr Geliebte, ich ermahne [euch] als Beisassen und Fremdlinge, dass ihr euch der fleischlichen Lüste, die gegen die Seele streiten, enthaltet, 1Petr2/121Petr und führt euren Wandel
unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung.
1Petr2/131Petr Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen: sei es dem König als Oberherrn 1Petr2/141Petr oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur
Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun. 1Petr2/151Petr Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen
bringt: 1Petr2/161Petr als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Sklaven Gottes. 1Petr2/171Petr Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft;
fürchtet Gott; ehrt den König.
Christus als Vorbild der Sklaven.
1Petr2/181Petr Ihr Haussklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den guten und milden, sondern auch den verkehrten. 1Petr2/191Petr Denn das ist Gnade, wenn jemand um des
Gewissens vor Gott willen Leiden erträgt, indem er Unrecht leidet. 1Petr2/201Petr Denn was für ein Ruhm ist es, wenn ihr ausharrt, indem ihr sündigt und geschlagen werdet? Wenn ihr aber ausharrt,
indem ihr Gutes tut und leidet, das ist Gnade bei Gott. 1Petr2/211Petr Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr
seinen Fußspuren nachfolgt; 1Petr2/221Petr der keine Sünde getan hat, noch ist Trug in seinem Mund gefunden worden, 1Petr2/231Petr der, geschmäht, nicht wieder schmähte, leidend, nicht drohte,
sondern sich dem übergab, der gerecht richtet; 1Petr2/241Petr der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben;
durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid. 1Petr2/251Petr Denn ihr gingt in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.
Verhalten in der Ehe.
\3\
1Petr3/11Petr Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden, 1Petr3/21Petr
indem sie euren in Furcht reinen Wandel angeschaut haben. 1Petr3/31Petr Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern,
1Petr3/41Petr sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen [Schmuck] des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr köstlich ist. 1Petr3/51Petr Denn so schmückten sich auch
einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten: 1Petr3/61Petr wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden
seid, indem ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet.
1Petr3/71Petr Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, als dem weiblichen, und gebt [ihnen] Ehre als [solchen], die auch Miterben der Gnade des Lebens
sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden.
Ermahnung zum heiligen Wandel in Verfolgungen.
1Petr3/81Petr Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, [voll] brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig, 1Petr3/91Petr und vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort,
sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt. 1Petr3/101Petr `Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der halte Zunge und Lippen vom Bösen
zurück, dass sie nicht Trug reden; 1Petr3/111Petr er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach! 1Petr3/121Petr Denn die Augen des Herrn [sind gerichtet] auf die
Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die, welche Böses tun. 1Petr3/131Petr Und wer wird euch Böses tun, wenn ihr Eiferer des Guten geworden seid?
1Petr3/141Petr Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Fürchtet aber nicht ihren Schrecken, noch seid bestürzt, 1Petr3/151Petr sondern haltet den
Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig. Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, 1Petr3/161Petr aber mit
Sanftmut und Ehrerbietung; und habt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zuschanden werden, [worin] euch Übles nachgeredet wird. 1Petr3/171Petr
Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden als für Bösestun. 1Petr3/181Petr Denn es ist auch Christus einmal für Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten,
damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. 1Petr3/191Petr In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt,
1Petr3/201Petr die einst ungehorsam waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete, während die Arche gebaut wurde, in die wenige, das sind acht Seelen, durchs Wasser hindurch
gerettet wurden. 1Petr3/211Petr Das Gegenbild [dazu] errettet jetzt auch euch, [das ist] die Taufe - nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes
Gewissen -, durch die Auferstehung Jesu Christi. 1Petr3/221Petr Der ist zur Rechten Gottes, nachdem er in den Himmel gegangen ist, und Engel und Mächte und Kräfte sind ihm
unterworfen.
\4\
1Petr4/11Petr Da nun Christus im Fleisch gelitten hat, so waffnet auch ihr euch mit demselben Sinn - denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen -, 1Petr4/21Petr um die im
Fleisch [noch] übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben. 1Petr4/31Petr Denn die vergangene Zeit ist genug, den Willen der Nationenvollbracht zu haben,
als ihr wandeltet in Ausschweifungen, Begierden, Trunkenheit, Festgelagen, Trinkgelagen und frevelhaften Götzendiensten. 1Petr4/41Petr Hierbei befremdet es sie, dass ihr nicht [mehr] mitlauft in
demselben Strom der Heillosigkeit, und sie lästern, 1Petr4/51Petr die dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebendige und Tote zu richten. 1Petr4/61Petr Denn dazu ist auch den Toten gute
Botschaft verkündigt worden, damit sie zwar den Menschen gemäß nach dem Fleisch gerichtet werden, aber Gott gemäß nach dem Geist leben möchten.
1Petr4/71Petr Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet! 1Petr4/81Petr Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe, denn die
Liebe bedeckt eine Menge von Sünden. 1Petr4/91Petr Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren. 1Petr4/101Petr Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der
verschiedenartigen Gnade Gottes. 1Petr4/111Petr Wenn jemand redet, [so rede er es] als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, [so sei es] als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott
verherrlicht werde durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.
1Petr4/121Petr Geliebte, laßt euch durch das Feuer [der Verfolgung] unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; 1Petr4/131Petr sondern freut euch,
insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit mit Frohlocken freut. 1Petr4/141Petr Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werdet,
glückselig seid ihr! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch. 1Petr4/151Petr Denn niemand von euch leide als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der sich in fremde
Sachen mischt; 1Petr4/161Petr wenn er aber als Christ [leidet], schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen. 1Petr4/171Petr Denn die Zeit [ist gekommen], dass das Gericht
anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was [wird] das Ende derer [sein], die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? 1Petr4/181Petr Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo
wird der Gottlose und Sünder erscheinen? 1Petr4/191Petr Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, einem treuen Schöpfer ihre Seelen anbefehlen im Gutestun.
Verhalten der Generationen zueinander.
\5\
1Petr5/11Petr Die Ältesten unter euch nun ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden des Christus [und] auch Teilhaber der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll: 1Petr5/21Petr Hütet die
Herde Gottes, die bei euch ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, Gott gemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig, 1Petr5/31Petr nicht als die da herrschen über die
[ihnen anvertrauten] Anteile [der Herde], sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet. 1Petr5/41Petr Und wenn der Oberhirte offenbar geworden ist, so werdet ihr den unverwelklichen Siegeskranz
der Herrlichkeit empfangen. 1Petr5/51Petr Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter. Alle aber umkleidet euch mit Demut [im Umgang] miteinander; denn `Gott widersteht den Hochmütigen,
den Demütigen aber gibt er Gnade.
Demut vor Gott und Standhaftigkeit gegenüber dem Teufel.
1Petr5/61Petr Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, 1Petr5/71Petr indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft; denn er ist besorgt für
euch.
1Petr5/81Petr Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne. 1Petr5/91Petr Dem widersteht standhaft durch den
Glauben, da ihr wißt, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen.
Segenswunsch und Grüße.
1Petr5/101Petr Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird [euch], die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen,
befestigen, kräftigen, gründen. 1Petr5/111Petr Ihm sei die Macht in alle Ewigkeit! Amen.
1Petr5/121Petr Durch Silvanus, den treuen Bruder, wie ich denke, habe ich euch mit wenigen [Zeilen] geschrieben und euch ermahnt und bezeugt, dass dies die wahre Gnade Gottes ist, in der ihr
steht. 1Petr5/131Petr Es grüßt euch die Miterwählte in Babylon und Markus, mein Sohn. 1Petr5/141Petr Grüßt einander mit dem Kuß der Liebe. Friede euch allen, die in Christus
sind!
2.22 Der zweite Brief des Petrus.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
\1\
2Petr1/12Petr Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, denen, die einen gleich kostbaren Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesus Christus:
2Petr1/22Petr Gnade und Friede werde euch [immer] reichlicher zuteil in der Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn!
Vollkommenheit des göttlichen Heils - Ermahnung zu dementsprechendem Wandel.
2Petr1/32Petr Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch [seine] eigene Herrlichkeit und Tugend,
2Petr1/42Petr durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben, das durch die Begierde in
der Welt ist, entflohen seid: 2Petr1/52Petr eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht in eurem Glauben die Tugend (Tugend ist guter Charakter, Charakterfestigkeit.) dar, in der
Tugend aber die Erkenntnis, 2Petr1/62Petr in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit aber das Ausharren, in dem Ausharren aber die Gottseligkeit, 2Petr1/72Petr in der
Gottseligkeit aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe. 2Petr1/82Petr Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und wachsen, lassen sie [euch] im Hinblick auf die Erkenntnis
unseres Herrn Jesus Christus nicht träge noch fruchtleer sein. 2Petr1/92Petr Denn bei wem diese Dinge nicht vorhanden sind, der ist blind, kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren
Sünden vergessen. 2Petr1/102Petr Darum, Brüder, befleißigt euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals straucheln.
2Petr1/112Petr Denn so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.
Bekräftigung der Ermahnung durch Hinweis auf Apostel- und Prophetenzeugnis.
2Petr1/122Petr Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie wisst und in der [bei euch] vorhandenen Wahrheit befestigt seid. 2Petr1/132Petr Ich halte es
aber für recht, so lange ich in diesem Zelt bin, euch durch Erinnerung aufzuwecken, 2Petr1/142Petr da ich weiß, dass das Ablegen meines Zeltes bald geschieht, wie auch unser Herr Jesus Christus
mir kundgetan hat. 2Petr1/152Petr Ich werde aber darauf bedacht sein, dass ihr auch nach meinem Abschied jederzeit imstande seid, euch diese Dinge ins Gedächtnis zu rufen. 2Petr1/162Petr Denn wir
haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus kundgetan, nicht indem wir ausgeklügelten Fabeln folgten, sondern weil wir Augenzeugen seiner herrlichen Größe gewesen sind.
2Petr1/172Petr Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als von der erhabenen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn erging: `Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich
Wohlgefallen gefunden habe. 2Petr1/182Petr Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her ergehen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. 2Petr1/192Petr Und so besitzen wir das prophetische
Wort [um so] fester, und ihr tut gut, darauf zu achten als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht, 2Petr1/202Petr
indem ihr dies zuerst wißt, dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht. 2Petr1/212Petr Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht,
sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist.
Gottes Gericht über die Irrlehrer - ihre verderbliche Gesinnung.
\2\
2Petr2/12Petr Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die verderbenbringende Parteiungen heimlich einführen werden, indem sie den
Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen und sich selbst schnelles Verderben zuziehen. 2Petr2/22Petr Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, um derentwillen der Weg der Wahrheit
verlästert werden wird. 2Petr2/32Petr Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten kaufen; denen das Gericht seit langem schon nicht zögert, und ihr Verderben schlummert nicht.
2Petr2/42Petr Denn wenn Gott Engel, die gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern sie in finstere Höhlen des Abgrundes hinabgestürzt und zur Aufbewahrung für das Gericht überliefert hat;
2Petr2/52Petr und [wenn] er die alte Welt nicht verschonte, sondern [nur] Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, als achten [neben sieben anderen] bewahrte, als er die Flut über die Welt der
Gottlosen brachte; 2Petr2/62Petr und [wenn] er die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und zur Zerstörung verurteilte und denen ein Beispiel setzte, die künftig gottlos sein würden;
2Petr2/72Petr und [wenn] er den gerechten Lot rettete, der von dem ausschweifenden Wandel der Ruchlosen gequält wurde 2Petr2/82Petr - denn der unter ihnen wohnende Gerechte quälte durch das, was
er sah und hörte, Tag für Tag [seine] gerechte Seele mit [ihren] gesetzlosen Werken -, [so wird deutlich]: 2Petr2/92Petr der Herr weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu retten, die
Ungerechten aber aufzubewahren auf den Tag des Gerichts, wenn sie bestraft werden; 2Petr2/102Petr besonders aber die, welche in der Lust der Befleckung dem Fleisch nachwandeln und die Herrschaft
verachten, Verwegene, Eigenmächtige; sie erzittern nicht, Herrlichkeiten zu lästern, 2Petr2/112Petr wo Engel, die an Stärke und Macht größer sind, nicht ein lästerndes Urteil gegen sie beim Herrn
vorbringen. 2Petr2/122Petr Diese aber, wie unvernünftige Tiere, von Natur aus zum Eingefangenwerden und Verderben geschaffen, lästern das, was sie nicht kennen, und werden auch in ihrem Verderben
umkommen, 2Petr2/132Petr wobei sie um den Lohn der Ungerechtigkeit gebracht werden. Sie achten [sogar] die Schwelgerei bei Tage als ein Vergnügen, Schmutz- und Schandflecke, die in ihren
Betrügereien schwelgen und zusammen mit euch Festessen halten; 2Petr2/142Petr sie haben Augen voll [Begier nach] einer Ehebrecherin und lassen von der Sünde nicht ab, indem sie unbefestigte
Seelen anlocken; sie haben ein in der Habsucht geübtes Herz, Kinder des Fluches; 2Petr2/152Petr sie sind abgeirrt, da sie den geraden Weg verlassen haben, und sind nachgefolgt dem Weg Bileams,
des [Sohnes] Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte, 2Petr2/162Petr aber eine Zurechtweisung der eigenen Gesetzlosigkeit empfing: ein stummes Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte
der Torheit des Propheten. 2Petr2/172Petr Diese sind Brunnen ohne Wasser und Nebel, vom Sturmwind getrieben; und ihnen ist das Dunkel der Finsternis aufbewahrt. 2Petr2/182Petr Denn sie führen
stolze, nichtige Reden und locken mit fleischlichen Begierden durch Ausschweifungen diejenigen an, die kaum denen entflohen sind, die im Irrtum wandeln; 2Petr2/192Petr sie versprechen ihnen
Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind; denn von wem jemand überwältigt ist, dem ist er auch als Sklave unterworfen. 2Petr2/202Petr Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch
die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesus Christus entflohen sind, aber wieder in diese verwickelt und überwältigt werden, so ist für sie das letzte schlimmer geworden als das erste.
2Petr2/212Petr Denn es wäre ihnen besser, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben, als sich, nachdem sie [ihn] erkannt haben, wieder abzuwenden von dem ihnen überlieferten heiligen
Gebot. 2Petr2/222Petr Es ist ihnen aber nach dem wahren Sprichwort ergangen: Der Hund kehrt wieder um zu seinem eigenen Gespei und die gewaschene Sau zum Wälzen im Kot.
Gewißheit und Erwartung der Wiederkunft Christi.
\3\
2Petr3/12Petr Diesen zweiten Brief, Geliebte, schreibe ich euch bereits, in welchen [beiden] ich durch Erinnerung eure lautere Gesinnung aufwecke, 2Petr3/22Petr damit ihr gedenkt der von den
heiligen Propheten zuvor gesprochenen Worte und des durch eure Apostel [übermittelten] Gebotes des Herrn und Heilandes 2Petr3/32Petr und zuerst dies wißt, dass in den letzten Tagen Spötter mit
Spötterei kommen werden, die nach ihren eigenen Begierden wandeln 2Petr3/42Petr und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Ankunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so von
Anfang der Schöpfung an. 2Petr3/52Petr Denn denen, die dies behaupten, ist verborgen, dass von alters her Himmel waren und eine Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte, [und zwar]
durch das Wort Gottes, 2Petr3/62Petr durch welche die damalige Welt, vom Wasser überschwemmt, unterging. 2Petr3/72Petr Die jetzigen Himmel und die [jetzige] Erde aber sind durch dasselbe Wort
aufbewahrt und für das Feuer aufgehoben zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. 2Petr3/82Petr Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag
ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. 2Petr3/92Petr Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da
er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen. 2Petr3/102Petr Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem
Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr [im Gericht] erfunden werden.
2Petr3/112Petr Da dies alles so aufgelöst wird, was für Leute müßt ihr [dann] sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit, 2Petr3/122Petr indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und
beschleunigt, um dessentwillen die Himmel in Feuer geraten und aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden. 2Petr3/132Petr Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und
eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. 2Petr3/142Petr Deshalb, Geliebte, da ihr dies erwartet, befleißigt euch, unbefleckt und tadellos von ihm im Frieden erfunden zu werden.
2Petr3/152Petr Und achtet die Langmut unseres Herrn für Errettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, 2Petr3/162Petr wie auch in allen
Briefen, wenn er in ihnen von diesen Dingen redet. In diesen [Briefen] ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen wie auch die übrigen Schriften zu ihrem
eigenen Verderben.
2Petr3/172Petr Da ihr, Geliebte, es nun vorher wißt, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrwahn der Ruchlosen mitfortgerissen werdet und aus eurer eigenen Festigkeit fallt. 2Petr3/182Petr
Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.
2.23 Der erste Brief des Johannes.
Das apostolische Zeugnis der Verkündigung.
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1JohBr1/11JohBr Was von Anfang an war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens 1JohBr1/21JohBr - und das Leben
ist geoffenbart worden, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns geoffenbart worden ist -; 1JohBr1/31JohBr was wir gesehen und gehört
haben, verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 1JohBr1/41JohBr Und dies schreiben
wir, damit unsere Freude vollkommen sei.
Wandel im Licht und Vergebung der Sünden.
1JohBr1/51JohBr Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: dass Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist.
1JohBr1/61JohBr Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 1JohBr1/71JohBr Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im
Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.
1JohBr1/81JohBr Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
1JohBr1/91JohBr Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
1JohBr1/101JohBr Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
\2\
1JohBr2/11JohBr Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 1JohBr2/21JohBr Und
er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.
Notwendige Einheit von Bekennen und Handeln.
1JohBr2/31JohBr Und hieran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten. 1JohBr2/41JohBr Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und
in dem ist nicht die Wahrheit. 1JohBr2/51JohBr Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran erkennen wir, dass wir in ihm sind. 1JohBr2/61JohBr Wer sagt, dass
er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.
1JohBr2/71JohBr Geliebte, nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. 1JohBr2/81JohBr
Wiederum schreibe ich euch ein neues Gebot, das, was wahr ist in ihm und in euch, weil die Finsternis vergeht und das wahrhaftige Licht schon leuchtet. 1JohBr2/91JohBr Wer sagt, dass er im Licht
sei, und haßt seinen Bruder, ist in der Finsternis bis jetzt. 1JohBr2/101JohBr Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm. 1JohBr2/111JohBr Wer aber seinen Bruder
haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat.
Ermahnung zur Erkenntnis Gottes, zur Absage an die Welt und zum Glauben an Jesus Christus als den Sohn Gottes.
1JohBr2/121JohBr Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.
1JohBr2/131JohBr Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den erkannt habt, [der] von Anfang an [ist].
Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt.
1JohBr2/141JohBr Ich habe euch geschrieben, Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt.
Ich habe euch, Väter, geschrieben, weil ihr den erkannt habt, [der] von Anfang an [ist].
Ich habe euch, ihr jungen Männer, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.
1JohBr2/151JohBr Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 1JohBr2/161JohBr denn alles, was in der Welt ist, die Lust des
Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. 1JohBr2/171JohBr Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut,
bleibt in Ewigkeit.
1JohBr2/181JohBr Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, dass es die letzte
Stunde ist. 1JohBr2/191JohBr Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber [sie blieben nicht],
damit sie offenbar würden, dass sie alle nicht von uns sind. 1JohBr2/201JohBr Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wißt alles. 1JohBr2/211JohBr Ich habe euch nicht geschrieben, weil ihr
die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und [wißt], dass keine Lüge aus der Wahrheit ist. 1JohBr2/221JohBr Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus
ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 1JohBr2/231JohBr Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 1JohBr2/241JohBr
Ihr! Was ihr von Anfang an gehört habt, bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben. 1JohBr2/251JohBr Und dies ist
die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben. 1JohBr2/261JohBr Dies habe ich euch im Blick auf die geschrieben, die euch verführen. 1JohBr2/271JohBr Und ihr! Die Salbung, die ihr von
ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt, so ist es auch wahr und keine Lüge; und wie sie euch
belehrt hat, so bleibt in ihm.
1JohBr2/281JohBr Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er geoffenbart werden wird, Freimütigkeit haben und nicht vor ihm beschämt werden bei seiner Ankunft.
Das Tun der Gerechtigkeit als Kennzeichen der Gotteskindschaft.
1JohBr2/291JohBr Wenn ihr wißt, dass er gerecht ist, so erkennt, dass auch jeder, der die Gerechtigkeit tut, aus ihm geboren ist.
\3\
1JohBr3/11JohBr Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
1JohBr3/21JohBr Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden,
denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1JohBr3/31JohBr Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist.
1JohBr3/41JohBr Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. 1JohBr3/51JohBr Und ihr wißt, dass er geoffenbart worden ist, damit er die Sünden
wegnehme; und Sünde ist nicht in ihm. 1JohBr3/61JohBr Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht; jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen noch ihn erkannt.
1JohBr3/71JohBr7 Kinder, niemand verführe euch! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie er gerecht ist. 1JohBr3/81JohBr Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von
Anfang an. Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte. 1JohBr3/91JohBr Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm;
und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. 1JohBr3/101JohBr Hieran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels: Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut, ist nicht aus
Gott, und wer nicht seinen Bruder liebt.
Bruderliebe als Kennzeichen des ewigen Lebens.
1JohBr3/111JohBr Denn dies ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, dass wir einander lieben sollen. 1JohBr3/121JohBr Nicht wie Kain [sollen wir sein, der] aus dem Bösen war und
seinen Bruder ermordete. Und weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.
1JohBr3/131JohBr Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch haßt. 1JohBr3/141JohBr Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer nicht
liebt, bleibt im Tod. 1JohBr3/151JohBr Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Menschenmörder, und ihr wißt, dass kein Menschenmörder ewiges Leben bleibend in sich hat.
1JohBr3/161JohBr Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. 1JohBr3/171JohBr Wer aber der Welt
Güter hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?
1JohBr3/181JohBr Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit. 1JohBr3/191JohBr Hieran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und wir
werden vor ihm unser Herz zur Ruhe bringen, - 1JohBr3/201JohBr dass, wenn das Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles kennt. 1JohBr3/211JohBr Geliebte, wenn das Herz [uns]
nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott, 1JohBr3/221JohBr und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun.
1JohBr3/231JohBr Und dies ist sein Gebot, dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie er es uns als Gebot gegeben hat. 1JohBr3/241JohBr Und wer seine
Gebote hält, bleibt in ihm, und er in ihm; und hieran erkennen wir, dass er in uns bleibt: durch den Geist, den er uns gegeben hat.
Das Kennzeichen des Geistes der Wahrheit.
\4\
1JohBr4/11JohBr Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen. 1JohBr4/21JohBr Hieran erkennt ihr
den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott; 1JohBr4/31JohBr und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der
[Geist] des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er komme, und jetzt ist er schon in der Welt.
1JohBr4/41JohBr Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. 1JohBr4/51JohBr Sie sind aus der Welt, deswegen
reden sie aus [dem Geist] der Welt, und die Welt hört sie. 1JohBr4/61JohBr Wir sind aus Gott; wer Gott erkennt, hört uns; wer nicht aus Gott ist, hört uns nicht. Hieraus erkennen wir den Geist
der Wahrheit und den Geist des Irrtums.
Gottes Liebe verpflichtet zur Bruderliebe.
1JohBr4/71JohBr Geliebte, laßt uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. 1JohBr4/81JohBr Wer nicht liebt, hat Gott nicht
erkannt, denn Gott ist Liebe. 1JohBr4/91JohBr Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten.
1JohBr4/101JohBr Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.
1JohBr4/111JohBr Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. 1JohBr4/121JohBr Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in
uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. 1JohBr4/131JohBr Hieran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 1JohBr4/141JohBr Und wir haben
gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.
1JohBr4/151JohBr Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. 1JohBr4/161JohBr Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist
Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1JohBr4/171JohBr Hierin ist die Liebe bei uns vollendet worden, dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn wie er ist, sind auch wir in dieser Welt. 1JohBr4/181JohBr Furcht ist nicht
in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe. 1JohBr4/191JohBr Wir lieben, weil er uns
zuerst geliebt hat.
1JohBr4/201JohBr Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und haßt seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen
hat. 1JohBr4/211JohBr Und dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.
\5\
1JohBr5/11JohBr Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren; und jeder, der den liebt, der geboren hat, liebt den, der aus ihm geboren ist. 1JohBr5/21JohBr Hieran
erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote befolgen. 1JohBr5/31JohBr Denn dies ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote
sind nicht schwer.
Der weltüberwindende Glaube an das Zeugnis Gottes über seinen Sohn.
1JohBr5/41JohBr Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. 1JohBr5/51JohBr Wer ist es, der die Welt überwindet,
wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
1JohBr5/61JohBr Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der [dies] bezeugt, denn der
Geist ist die Wahrheit. 1JohBr5/71JohBr Denn es sind drei, die [es] bezeugen: 1JohBr5/81JohBr der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind einstimmig. 1JohBr5/91JohBr Wenn wir [schon]
das Zeugnis der Menschen annehmen, das Zeugnis Gottes ist größer; denn dies ist das Zeugnis Gottes, dass er über seinen Sohn Zeugnis abgelegt hat. 1JohBr5/101JohBr Wer an den Sohn Gottes glaubt,
hat das Zeugnis in sich; wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott über seinen Sohn bezeugt hat. 1JohBr5/111JohBr Und dies ist das
Zeugnis: dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 1JohBr5/121JohBr Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben
nicht.
1JohBr5/131JohBr Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wißt, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.
Zuversicht im Gebet und in der Bewahrung vor der Sünde.
1JohBr5/141JohBr Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. 1JohBr5/151JohBr Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir
auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.
1JohBr5/161JohBr Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tod, soll er bitten, und er wird ihm das Leben geben, denen, die nicht zum Tod sündigen. Es gibt Sünde zum Tod;
nicht im Hinblick auf sie sage ich, dass er bitten solle. 1JohBr5/171JohBr Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; und es gibt Sünde, [die] nicht zum Tod [ist]. 1JohBr5/181JohBr Wir wissen, dass jeder,
der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott Geborene bewahrt ihn, und der Böse tastet ihn nicht an. 1JohBr5/191JohBr Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt
in dem Bösen. 1JohBr5/201JohBr Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem
Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
1JohBr5/211JohBr Kinder, hütet euch vor den Götzen!
2.24 Der zweite Brief des Johannes.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
1JohBr1/11JohBr Der Älteste der auserwählten Herrin und ihren Kindern, die ich liebe in [der] Wahrheit; und nicht ich allein, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben, 1JohBr1/21JohBr um
der Wahrheit willen, die in uns bleibt und mit uns sein wird in Ewigkeit. 1JohBr1/31JohBr Mit uns wird sein Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des
Vaters, in Wahrheit und Liebe.
Ermahnung zum Wandel in Liebe und zur Ablehnung der Irrlehrer.
1JohBr1/41JohBr Ich habe mich sehr gefreut, dass ich von deinen Kindern [einige] gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln, wie wir von dem Vater ein Gebot empfangen haben. 1JohBr1/51JohBr Und
nun bitte ich dich, Herrin, - nicht als schriebe ich dir ein neues Gebot, sondern das, welches wir von Anfang an gehabt haben - dass wir einander lieben. 1JohBr1/61JohBr Und dies ist die Liebe,
dass wir nach seinen Geboten wandeln. Dies ist das Gebot, wie ihr es von Anfang an gehört habt, dass ihr darin wandeln sollt. 2JohBr1/72JohBr Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen,
die nicht Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist. 2JohBr1/82JohBr Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben,
sondern vollen Lohn empfangt. 2JohBr1/92JohBr Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den
Sohn. 2JohBr1/102JohBr Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! 2JohBr1/112JohBr Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen
Werken.
Schlußbemerkung und Grüße.
2JohBr1/122JohBr Obwohl ich euch vieles zu schreiben habe, wollte ich es nicht mit Papier und Tinte [tun], sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mündlich [mit euch] zu reden, damit unsere
Freude vollkommen sei. 2JohBr1/132JohBr Es grüßen dich die Kinder deiner auserwählten Schwester. Der dritte Brief des Johannes.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
2JohBr1/12JohBrDer Älteste dem geliebten Gajus, den ich liebe in [der] Wahrheit.
2JohBr1/22JohBr Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohlgeht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlgeht.
Rechtes und falsches Verhalten gegenüber fremden Brüdern.
2JohBr1/32JohBr Denn ich habe mich sehr gefreut, als Brüder kamen und für deine Wahrheit Zeugnis gaben, wie du in [der] Wahrheit wandelst. 2JohBr1/42JohBr Eine größere Freude habe ich nicht als
dies, dass ich höre, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln. 2JohBr1/52JohBr Geliebter, treu tust du, was du an den Brüdern, und zwar an Fremden, getan hast 2JohBr1/62JohBr - sie haben vor der
Gemeinde von deiner Liebe Zeugnis gegeben -, und du wirst wohltun, wenn du sie zur Reise ausstattest, wie es Gottes würdig ist. 2JohBr1/72JohBr Denn für den Namen sind sie hinausgegangen, und sie
nehmen nichts von den Heiden. 2JohBr1/82JohBr Wir nun sind schuldig, solche aufzunehmen, damit wir Mitarbeiter der Wahrheit werden. 2JohBr1/92JohBr Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben, aber
Diotrephes, der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an. 2JohBr1/102JohBr Deshalb, wenn ich komme, will ich seine Werke in Erinnerung bringen, die er tut, indem er mit bösen
Worten gegen uns schwatzt; und sich hiermit nicht begnügend, nimmt er selbst die Brüder nicht an und wehrt auch denen, die es wollen, und stößt sie aus der Gemeinde.
2JohBr1/112JohBr Geliebter, ahme nicht das Böse nach, sondern das Gute. Wer Gutes tut, ist aus Gott; wer Böses tut, hat Gott nicht gesehen. 2JohBr1/122JohBr Dem Demetrius ist Zeugnis gegeben
worden von allen und von der Wahrheit selbst; aber auch wir geben Zeugnis, und du weißt, dass unser Zeugnis wahr ist.
Schlußbemerkung und Grüße.
2JohBr1/132JohBr Ich hätte dir vieles zu schreiben, aber ich will dir nicht mit Tinte und Feder schreiben, 2JohBr1/142JohBr sondern ich hoffe, dich bald zu sehen, und wir wollen mündlich
[miteinander] reden. 2JohBr1/152JohBr Friede dir! Es grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde mit Namen!
2.25 Der dritte Brief des Johannes.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
2JohBr1/12JohBrDer Älteste dem geliebten Gajus, den ich liebe in [der] Wahrheit.2JohBr1/23JohBr Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht und du gesund bist, wie es deiner Seele
wohlgeht.
Rechtes und falsches Verhalten gegenüber fremden Brüdern.
3JohBr1/33JohBr Denn ich habe mich sehr gefreut, als Brüder kamen und für deine Wahrheit Zeugnis gaben, wie du in [der] Wahrheit wandelst.3JohBr1/43JohBr Eine größere Freude habe ich nicht als
dies, dass ich höre, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln. 3JohBr1/53JohBr Geliebter, treu tust du, was du an den Brüdern, und zwar an Fremden, getan hast3JohBr1/63JohBr - sie haben vor der
Gemeinde von deiner Liebe Zeugnisgegeben -, und du wirst wohltun, wenn du sie zur Reiseausstattest, wie es Gottes würdig ist. 3JohBr1/73JohBr Denn für den Namensind sie hinausgegangen, und sie
nehmen nichts von den Heiden. 3JohBr1/83JohBr Wir nun sind schuldig, solche aufzunehmen, damit wir Mitarbeiter der Wahrheit werden. 3JohBr1/93JohBr Ich habe der Gemeindeetwas geschrieben, aber
Diotrephes, der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an. 3JohBr1/103JohBr Deshalb, wenn ich komme, will ich seine Werke in Erinnerung bringen, die er tut, indem er mit bösen
Worten gegen uns schwatzt; und sich hiermit nicht begnügend, nimmt er selbst die Brüder nicht an und wehrt auch denen, die es wollen, und stößt sie aus der Gemeinde.
3JohBr1/113JohBr Geliebter, ahme nicht das Böse nach, sondern das Gute. Wer Gutes tut, ist aus Gott; wer Böses tut, hat Gott nichtgesehen. 3JohBr1/123JohBr Dem Demetrius ist Zeugnis gegeben
worden von allen und von der Wahrheit selbst; aber auch wir geben Zeugnis, und du weißt, dass unser Zeugnis wahr ist.
Schlußbemerkung und Grüße.
3JohBr1/133JohBr Ich hätte dir vieles zu schreiben, aber ich will dir nicht mit Tinte und Feder schreiben, 3JohBr1/143JohBr sondern ich hoffe, dich bald zu sehen, und wir wollen mündlich
[miteinander] reden.3JohBr1/153JohBr Friede dir! Es grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde mit Namen!
2.26 Der Brief des Judas.
Verfasser, Empfänger und Gruß.
1/1 Judas, Knecht Jesu Christi, aber Bruder des Jakobus, den Berufenen, die in Gott, dem Vater, geliebt und in Jesus Christus bewahrt sind: 1/2 Barmherzigkeit und Friede und Liebe werde euch
[immer] reichlicher zuteil!
Warnung vor gottlosen Irrlehrern.
Judas1/3Judas Geliebte, da ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den ein für allemal den Heiligen
überlieferten Glauben zu kämpfen. Judas1/4Judas Denn gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen, die längst zu diesem Gericht vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, welche die Gnade
unseres Gottes in Ausschweifung verkehren und den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.
Judas1/5Judas Ich will euch aber, obwohl ihr alles wißt, erinnern, dass der Herr, nachdem er das Volk einmal aus dem Land Ägypten gerettet hatte, zum zweitenmal die vertilgte, die nicht geglaubt
haben; Judas1/6Judas und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln in Finsternis
verwahrt, Judas1/7Judas wie [auch] Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen,
indem sie des ewigen Feuers Strafe leiden. Judas1/8Judas Ebenso aber beflecken auch diese als Träumende das Fleisch, die Herrschaft aber verachten sie, Herrlichkeiten aber lästern sie.
Judas1/9Judas Michael aber, der Erzengel, wagte nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte
dich! Judas1/10Judas Diese aber lästern alles, was sie nicht kennen; alles, was sie aber von Natur aus wie die unvernünftigen Tiere verstehen, darin verderben sie sich. Judas1/11Judas Wehe ihnen!
Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben, und in dem Widerspruch Korahs sind sie umgekommen. Judas1/12Judas Diese sind Flecken bei euren
Liebesmahlen, indem sie ohne Furcht Festessen mit [euch] halten und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden fortgetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben,
entwurzelt; Judas1/13Judas wilde Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen; Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist. Judas1/14Judas Es hat aber auch
Henoch, der siebente von Adam an, von ihnen geweissagt und gesagt: `Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Tausenden, Judas1/15Judas Gericht auszuüben gegen alle und alle Gottlosen zu
überführen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten [Worten], die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben. Judas1/16Judas Diese sind
Murrende, die mit dem Schicksal hadern und nach ihren Begierden wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, und sie bewundern Personen um des Vorteils willen.
Judas1/17Judas Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus vorausgesagten Worte! Judas1/18Judas Denn sie sagten euch, dass am Ende der Zeit Spötter sein werden,
die nach ihren Begierden der Gottlosigkeit wandeln. Judas1/19Judas Diese sind es, die Trennungen verursachen, irdisch gesinnte [Menschen], die den Geist nicht haben. Judas1/20Judas Ihr aber,
Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist, Judas1/21Judas erhaltet euch in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet
zum ewigen Leben. Judas1/22Judas Und erbarmt euch der einen, die zweifeln, Judas1/23Judas rettet sie, indem ihr sie aus dem Feuer reißt, der anderen aber erbarmt euch mit Furcht, indem ihr sogar
das vom Fleisch befleckte Kleid haßt.
Lobpreis Gottes.
Judas1/24Judas Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeit tadellos mit Frohlocken hinzustellen vermag, Judas1/25Judas dem alleinigen Gott, unserem Heiland durch
Jesus Christus, unseren Herrn, sei Herrlichkeit, Majestät, Gewalt und Macht vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.
2.27 Die Offenbarung.
Thema des Buches.
\1\
Offb1/1Offb Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muß; und indem er [sie] durch seinen Engel sandte, hat er [sie] seinem Knecht Johannes
kundgetan, Offb1/2Offb der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat, alles, was er sah.
Offb1/3Offb Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist! Denn die Zeit ist nahe.
Verfasser, Widmung und Gruß.
Offb1/4Offb Johannes den sieben Gemeinden, die in Asien sind: Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, Offb1/5Offb
und von Jesus Christus, [der] der treue Zeuge [ist], der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blut
Offb1/6Offb und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit! Amen.
Offb1/7Offb Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen.
Offb1/8Offb Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
Auftrag an Johannes, die Offenbarung zu schreiben.
Offb1/9Offb Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse in der Drangsal und dem Königtum und dem Ausharren in Jesus, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und des
Zeugnisses Jesu willen. Offb1/10Offb Ich war an des Herrn Tag im Geist, und ich hörte hinter mir eine laute Stimme wie von einer Posaune, Offb1/11Offb die sprach: Was du siehst, schreibe in ein
Buch und sende es den sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea. Offb1/12Offb Und ich wandte mich
um, die Stimme zu sehen, die mit mir redete, und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter, Offb1/13Offb und inmitten der Leuchter [einen] gleich einem Menschensohn, bekleidet mit
einem bis zu den Füßen reichenden Gewand und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel; Offb1/14Offb sein Haupt aber und die Haare [waren] weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen
wie eine Feuerflamme Offb1/15Offb und seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser; Offb1/16Offb und er hatte in seiner rechten Hand
sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor, und sein Angesicht [war], wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft. Offb1/17Offb Und als ich ihn sah, fiel ich
zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte Offb1/18Offb und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin
lebendig in alle Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades. Offb1/19Offb Schreibe nun, was du gesehen hast und was ist und was nach diesem geschehen wird! Offb1/20Offb [Was] das
Geheimnis der sieben Sterne, die du auf meiner Rechten gesehen hast, und die sieben goldenen Leuchter [betrifft]: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind
sieben Gemeinden.
Sendschreiben an Ephesus.
\2\
Offb2/1Offb Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Dies sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Offb2/2Offb Ich kenne deine
Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und dass du Böse nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner erkannt; Offb2/3Offb
und du hast Ausharren und hast [vieles] getragen um meines Namens willen und bist nicht müde geworden. Offb2/4Offb Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Offb2/5Offb
Denke nun daran, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, so komme ich dir und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken, wenn du nicht Buße tust.
Offb2/6Offb Aber dies hast du, dass du die Werke der Nikolaiten haßt, die auch ich hasse.
Offb2/7Offb Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, welcher in dem Paradies Gottes ist.
Sendschreiben an Smyrna.
Offb2/8Offb Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde:
Offb2/9Offb Ich kenne deine Drangsal und deine Armut - du bist aber reich - und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans.
Offb2/10Offb Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird [einige] von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage. Sei
treu bis zum Tod, und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben.
Offb2/11Offb Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod.
Sendschreiben an Pergamon.
Offb2/12Offb Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Dies sagt der, der das zweischneidige, scharfe Schwert hat:
Offb2/13Offb Ich weiß, wo du wohnst: wo der Thron des Satans ist; und du hältst meinen Namen fest und hast meinen Glauben nicht verleugnet, auch in den Tagen des Antipas, meines treuen Zeugen,
der bei euch, wo der Satan wohnt, ermordet worden ist. Offb2/14Offb Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine
Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben. Offb2/15Offb So hast auch du solche, die in gleicher Weise die Lehre der Nikolaiten festhalten.
Offb2/16Offb Tu nun Buße! Wenn aber nicht, so komme ich dir bald und werde Krieg mit ihnen führen mit dem Schwert meines Mundes.
Offb2/17Offb Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und, auf den Stein
geschrieben, einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn empfängt.
Sendschreiben an Thyatira.
Offb2/18Offb Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Dies sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und Füße gleich glänzendem Erz:
Offb2/19Offb Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und dein Ausharren und [weiß, dass] deine letzten Werke mehr sind als die ersten. Offb2/20Offb Aber ich
habe gegen dich, dass du das Weib Isebel gewähren läßt, die sich eine Prophetin nennt und meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen. Offb2/21Offb Und ich gab
ihr Zeit, damit sie Buße tue, und sie will nicht Buße tun von ihrer Unzucht. Offb2/22Offb Siehe, ich werfe sie aufs Bett und die, welche Ehebruch mit ihr treiben, in große Drangsal, wenn sie
nicht Buße tun von ihren Werken. Offb2/23Offb Und ihre Kinder werde ich mit dem [Pest-]Tod töten, und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht; und ich
werde euch einem jeden nach euren Werken geben. Offb2/24Offb Euch aber sage ich, den übrigen in Thyatira, allen, die diese Lehre nicht haben, welche die Tiefen des Satans, wie sie es nennen,
nicht erkannt haben: Ich werfe keine andere Last auf euch; Offb2/25Offb doch was ihr habt, haltet fest, bis ich komme. Offb2/26Offb Und wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem
werde ich Macht über die Nationen geben; Offb2/27Offb und er wird sie hüten mit eisernem Stab, wie Töpfergefäße zerschmettert werden, Offb2/28Offb wie auch ich von meinem Vater empfangen habe;
und ich werde ihm den Morgenstern geben.
Offb2/29Offb Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Sendschreiben an Sardes.
\3\
Offb3/1Offb Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Dies sagt der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat:
Ich kenne deine Werke, dass du den Namen hast, du lebest, und bist tot. Offb3/2Offb Wach auf und stärke das übrige, das im Begriff stand zu sterben! Denn ich habe vor meinem Gott deine Werke
nicht als völlig erfunden. Offb3/3Offb Denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße! Wenn du nun nicht wachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht
wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde. Offb3/4Offb Aber du hast einige wenige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; und sie werden mit mir einhergehen in weißen
[Kleidern], denn sie sind es wert. Offb3/5Offb Wer überwindet, der wird so mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen und seinen
Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.
Offb3/6Offb Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Sendschreiben an Philadelphia.
Offb3/7Offb Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Dies sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, und niemand wird schließen, und schließt, und
niemand wird öffnen:
Offb3/8Offb Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe eine geöffnete Tür vor dir gegeben, die niemand schließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen
nicht verleugnet. Offb3/9Offb Siehe, ich übergebe [dir] aus der Synagoge des Satans von denen, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen; siehe, ich werde sie dahin bringen, dass sie
kommen und sich niederwerfen vor deinen Füßen und erkennen, dass ich dich geliebt habe. Offb3/10Offb Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde
der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen. Offb3/11Offb Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz
nehme! Offb3/12Offb Wer überwindet, den werde ich im Tempel meines Gottes zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den
Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.
Offb3/13Offb Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Sendschreiben an Laodizea.
Offb3/14Offb Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies sagt der `Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
Offb3/15Offb Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Offb3/161Offb Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien
aus meinem Munde. Offb3/17Offb Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist,
Offb3/18Offb rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und
Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst. Offb3/19Offb Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße! Offb3/20Offb Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe
an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir. Offb3/21Offb Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu
sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
Offb3/22Offb Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Der Thron Gottes.
\4\
Offb4/1Offb Nach diesem sah ich: Und siehe, eine Tür, geöffnet im Himmel, und die erste Stimme, die ich gehört hatte wie die einer Posaune, die mit mir redete, sprach: Komm hier herauf, und ich
werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muß.
Offb4/2Offb Sogleich war ich im Geist: und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. Offb4/3Offb Und der da saß, [war] von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sardion,
und ein Regenbogen [war] rings um den Thron, von Ansehen gleich einem Smaragd. Offb4/4Offb Und rings um den Thron [sah ich] vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig
Älteste, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Siegeskränze. Offb4/5Offb Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor
dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Offb4/6Offb Und vor dem Thron [war es] wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall; und inmitten des Thrones und rings um den Thron vier lebendige
Wesen, voller Augen vorn und hinten. Offb4/7Offb Und das erste lebendige Wesen [war] gleich einem Löwen und das zweite lebendige Wesen gleich einem jungen Stier, und das dritte lebendige Wesen
hatte das Angesicht wie das eines Menschen, und das vierte lebendige Wesen [war] gleich einem fliegenden Adler. Offb4/8Offb Und die vier lebendigen Wesen hatten, eines wie das andere, je sechs
Flügel und [sind] ringsum und inwendig voller Augen, und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und der ist und der kommt!
Offb4/9Offb Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt in alle Ewigkeit, Offb4/10Offb so werden die vierundzwanzig
Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der in alle Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskränze niederwerfen vor dem Thron und sagen: Offb4/11Offb Du bist würdig,
unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.
Das Buch mit den sieben Siegeln.
\5\
Offb5/1Offb Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und auf der Rückseite beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt. Offb5/2Offb Und ich sah einen starken
Engel, der mit lauter Stimme ausrief: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? Offb5/3Offb Und niemand in dem Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde konnte das Buch
öffnen noch es anblicken. Offb5/4Offb Und ich weinte sehr, weil niemand würdig erfunden wurde, das Buch zu öffnen noch es anzublicken. Offb5/5Offb Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine
nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, um das Buch und seine sieben Siegel zu öffnen.
Das Lamm ist würdig, die Siegel zu öffnen.
Offb5/6Offb Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner und sieben Augen hatte; die sind die
sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde. Offb5/7Offb Und es kam und nahm [das Buch] aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß. Offb5/8Offb Und als es das Buch nahm, fielen die
vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und sie hatten ein jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. Offb5/9Offb
Und sie singen ein neues Lied und sagen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast durch dein Blut für Gott erkauft aus jedem Stamm
und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation Offb5/10Offb und hast sie unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden über die Erde herrschen!
Offb5/11Offb Und ich sah: und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron her und um die lebendigen Wesen und um die Ältesten; und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und
Tausende mal Tausende, Offb5/12Offb die mit lauter Stimme sprachen: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und
Herrlichkeit und Lobpreis. Offb5/13Offb Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem
Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit! Offb5/14Offb Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder
und beteten an.
Die Öffnung der ersten sechs Siegel.
\6\
Offb6/1Offb Und ich sah, als das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete, und hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit einer Donnerstimme sagen: Komm! Offb6/2Offb Und ich sah: und
siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen.
Offb6/3Offb Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm! Offb6/4Offb Und es zog aus ein anderes, ein feuerrotes Pferd; und dem, der darauf saß, ihm
wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen und [die Menschen dahin zu bringen], dass sie einander schlachteten; und ihm wurde ein großes Schwert gegeben.
Offb6/5Offb Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm! Und ich sah: und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner
Hand. Offb6/6Offb Und ich hörte [etwas] wie eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sagte: Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar! Und dem Öl und dem Wein
füge keinen Schaden zu!
Offb6/7Offb Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sagen: Komm! Offb6/8Offb Und ich sah: und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, dessen
Name [ist] `Tod; und der Hades folgte ihm. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit [Pest-]Tod und durch die wilden Tiere der
Erde.
Offb6/9Offb Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
Offb6/10Offb Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Bis wann, heiliger und wahrhaftiger Herrscher, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? Offb6/11Offb
Und es wurde ihnen einem jeden ein weißes Gewand gegeben; und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kurze Zeit abwarten sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet seien, die
ebenso wie sie getötet werden sollten.
Offb6/12Offb Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete: und es geschah ein großes Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut, Offb6/13Offb
und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum, geschüttelt von einem starken Wind, seine Feigen abwirft. Offb6/14Offb Und der Himmel schwand dahin wie ein Buch, das
zusammengerollt wird, und jeder Berg und jede Insel wurden von ihren Stellen gerückt. Offb6/15Offb Und die Könige der Erde und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Mächtigen und
jeder Sklave und Freie verbargen sich in die Höhlen und in die Felsen der Berge; Offb6/16Offb und sie sagen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht
dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Offb6/17Offb Denn gekommen ist der große Tag ihres Zorns. Und wer vermag zu bestehen?
Die Erlösten aus Israel und allen Nationen.
\7\
Offb7/1Offb Nach diesem sah ich vier Engel auf den vier Ecken der Erde stehen; die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe auf der Erde, noch auf dem Meer, noch über
irgendeinen Baum. Offb7/2Offb Und ich sah einen anderen Engel von Sonnenaufgang heraufsteigen, der das Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen
gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, Offb7/3Offb und sagte: Schadet nicht der Erde, noch dem Meer, noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen
versiegelt haben. Offb7/4Offb Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: Hundertvierundvierzigtausend Versiegelte, aus jedem Stamm der Söhne Israels. Offb7/5Offb Aus dem Stamm Juda zwölftausend
Versiegelte, aus dem Stamm Ruben zwölftausend, aus dem Stamm Gad zwölftausend, Offb7/6Offb aus dem Stamm Asser zwölftausend, aus dem Stamm Naftali zwölftausend, aus dem Stamm Manasse
zwölftausend, Offb7/7Offb aus dem Stamm Simeon zwölftausend, aus dem Stamm Levi zwölftausend, aus dem Stamm Issaschar zwölftausend, Offb7/8Offb aus dem Stamm Sebulon zwölftausend, aus dem Stamm
Joseph zwölftausend, aus dem Stamm Benjamin zwölftausend Versiegelte.
Offb7/9Offb Nach diesem sah ich: und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm,
bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Offb7/10Offb Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm! Offb7/11Offb Und
alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebendigen Wesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an Offb7/12Offb und sagten: Amen! Den
Lobpreis und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit! Amen.
Offb7/13Offb Und einer von den Ältesten begann und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind, wer sind sie, und woher sind sie gekommen? Offb7/14Offb Und ich sprach zu ihm:
Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes. Offb7/15Offb Darum
sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. Offb7/16Offb Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht
mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut; Offb7/17Offb denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und
Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.
Das siebente Siegel und die sieben Posaunen.
\8\
Offb8/1Offb Und als es das siebente Siegel öffnete, entstand ein Schweigen im Himmel, etwa eine halbe Stunde. Offb8/2Offb Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen; und es wurden ihnen
sieben Posaunen gegeben. Offb8/3Offb Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, und er hatte ein goldenes Räucherfaß; und es wurde ihm viel Räucherwerk gegeben, damit er es für die
Gebete aller Heiligen auf den goldenen Altar gebe, der vor dem Thron ist. Offb8/4Offb Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen auf aus der Hand des Engels vor Gott.
Offb8/5Offb Und der Engel nahm das Räucherfaß und füllte es von dem Feuer des Altars und warf es auf die Erde; und es geschahen Donner und Stimmen und Blitze und ein Erdbeben.
Offb8/6Offb Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen hatten, machten sich bereit, um zu posaunen.
Die ersten vier Posaunen.
Offb8/7Offb Und der erste posaunte: und es kam Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen. Und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der Bäume
verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte.
Offb8/8Offb Und der zweite Engel posaunte: und [etwas] wie ein großer feuerflammender Berg wurde ins Meer geworfen; und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut. Offb8/9Offb Und es starb der
dritte Teil der Geschöpfe im Meer, die Leben hatten, und der dritte Teil der Schiffe wurde zerstört.
Offb8/10Offb Und der dritte Engel posaunte: und es fiel vom Himmel ein großer Stern, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Ströme und auf die Wasserquellen. Offb8/11Offb
Und der Name des Sternes heißt `Wermut; und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele der Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter gemacht waren.
Offb8/12Offb Und der vierte Engel posaunte: und es wurde geschlagen der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne, so dass der dritte Teil von ihnen
verfinstert wurde und der Tag seinen dritten Teil nicht schien und die Nacht gleicherweise.
Offb8/13Offb Und ich sah: und ich hörte einen Adler hoch oben am Himmel fliegen und mit lauter Stimme sagen: Wehe, wehe, wehe denen, die auf der Erde wohnen, wegen der übrigen Stimmen der Posaune
der drei Engel, die posaunen werden!
Die fünfte Posaune.
\9\
Offb9/1Offb Und der fünfte Engel posaunte: und ich sah einen Stern, [der] vom Himmel auf die Erde gefallen [war]; und es wurde ihm der Schlüssel zum Schlund des Abgrundes gegeben. Offb9/2Offb Und
er öffnete den Schlund des Abgrundes; und ein Rauch stieg auf aus dem Schlund wie der Rauch eines großen Ofens, und die Sonne und die Luft wurden von dem Rauch des Schlundes verfinstert.
Offb9/3Offb Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und es wurde ihnen Macht gegeben, wie die Skorpione der Erde Macht haben. Offb9/4Offb Und es wurde ihnen gesagt, dass sie
nicht dem Gras der Erde noch irgendetwas Grünem, noch irgendeinem Baum Schaden zufügen sollten, sondern den Menschen, die nicht das Siegel Gottes an den Stirnen haben. Offb9/5Offb Und es wurde
ihnen [der Befehl] gegeben, dass sie sie nicht töteten, sondern dass sie fünf Monate gequält würden; und ihre Qual war die Qual eines Skorpions, wenn er einen Menschen sticht. Offb9/6Offb Und in
jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und werden ihn nicht finden und werden zu sterben begehren, und der Tod flieht vor ihnen. Offb9/7Offb Und die Gestalten der Heuschrecken waren
gleich zum Kampf gerüsteten Pferden, und auf ihren Köpfen [war es] wie Siegeskränze gleich Gold, und ihre Angesichter [waren] wie Menschenangesichter; Offb9/8Offb und sie hatten Haare wie
Frauenhaare, und ihre Zähne waren wie die von Löwen. Offb9/9Offb Und sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Geräusch ihrer Flügel war wie das Geräusch von Wagen mit vielen Pferden, die in
den Kampf laufen; Offb9/10Offb und sie haben Schwänze gleich Skorpionen und Stacheln, und ihre Macht ist in ihren Schwänzen, den Menschen fünf Monate zu schaden. Offb9/11Offb Sie haben über sich
einen König, den Engel des Abgrundes; sein Name ist auf hebräisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen Apollyon.
Offb9/12Offb Das eine Wehe ist vorüber; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach diesen Dingen.
Die sechste Posaune.
Offb9/13Offb Und der sechste Engel posaunte: und ich hörte eine Stimme aus den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott ist, Offb9/14Offb zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte,
sagen: Löse die vier Engel, die an dem großen Strom Euphrat gebunden sind. Offb9/15Offb Und die vier Engel wurden losgebunden, die auf Stunde und Tag und Monat und Jahr gerüstet waren, den
dritten Teil der Menschen zu töten. Offb9/16Offb Und die Zahl der Kriegsheere zu Roß [war] zweimal zehntausend mal zehntausend; ich hörte ihre Zahl. Offb9/17Offb Und so sah ich im Gesicht die
Rosse und die, welche auf ihnen saßen: sie hatten feurige und hyazinthfarbene und schwefelgelbe Panzer; und die Köpfe der Rosse waren wie Löwenköpfe, und aus ihren Mäulern geht Feuer und Rauch
und Schwefel hervor. Offb9/18Offb Von diesen drei Plagen wurde der dritte Teil der Menschen getötet, von dem Feuer und dem Rauch und dem Schwefel, die aus ihren Mäulern hervorkamen. Offb9/19Offb
Denn die Macht der Rosse ist in ihrem Maul und in ihren Schwänzen; denn ihre Schwänze sind gleich Schlangen und haben Köpfe, und mit ihnen fügen sie Schaden zu. Offb9/20Offb Und die übrigen der
Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße von den Werken ihrer Hände, nicht [mehr] anzubeten die Dämonen und die goldenen und die silbernen und die bronzenen und die
steinernen und die hölzernen Götzenbilder, die weder sehen noch hören noch wandeln können. Offb9/21Offb Und sie taten nicht Buße von ihren Mordtaten, noch von ihren Zaubereien, noch von ihrer
Unzucht, noch von ihren Diebstählen.
Johannes empfängt ein Buch.
\10\
Offb10/1Offb Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabkommen, bekleidet mit einer Wolke, und der Regenbogen [war] auf seinem Haupt, und sein Angesicht [war] wie die Sonne, und
seine Füße [waren] wie Feuersäulen; Offb10/2Offb und er hatte in seiner Hand ein geöffnetes Büchlein. Und er stellte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde; Offb10/3Offb
und er rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und als er rief, ließen die sieben Donner ihre Stimmen vernehmen. Offb10/4Offb Und als die sieben Donner redeten, wollte ich schreiben; und ich
hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreibe dies nicht!
Offb10/5Offb Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel Offb10/6Offb und schwor bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel erschuf
und was in ihm ist, und die Erde und was auf ihr ist, und das Meer und was in ihm ist: Es wird keine Frist mehr sein, Offb10/7Offb sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er
posaunen wird, wird auch das Geheimnis Gottes vollendet sein, wie er es seinen eigenen Knechten, den Propheten, als frohe Botschaft verkündigt hat.
Offb10/8Offb Und die Stimme, die ich aus dem Himmel hörte, redete wieder mit mir und sprach: Gehe hin, nimm das geöffnete Buch in der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!
Offb10/9Offb Und ich ging zu dem Engel und sagte ihm, er möge mir das Büchlein geben. Und er spricht zu mir: Nimm es und iß es auf! Und es wird deinen Bauch bitter machen, aber in deinem Mund
wird es süß sein wie Honig. Offb10/10Offb Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es auf; und es war in meinem Mund süß wie Honig, und als ich es gegessen hatte, wurde mein Bauch
bitter gemacht. Offb10/11Offb Und sie sagen mir: Du musst wieder weissagen über Völker und Nationen und Sprachen und viele Könige.
Tod und Auferstehung der zwei Zeugen.
\11\
Offb11/1Offb Und es wurde mir ein Rohr, gleich einem Stab, gegeben und gesagt: Steh auf und miß den Tempel Gottes und den Altar und die, welche darin anbeten! Offb11/2Offb Und den Hof, der
außerhalb des Tempels ist, laß aus und miß ihn nicht! Denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten zweiundvierzig Monate. Offb11/3Offb Und ich werde meinen
zwei Zeugen [Vollmacht] geben, und sie werden tausendzweihundertsechzig Tage weissagen, mit Sacktuch bekleidet. Offb11/4Offb Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn
der Erde stehen. Offb11/5Offb Und wenn jemand ihnen schaden will, so geht Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand ihnen schaden will, muß er ebenso getötet werden.
Offb11/6Offb Diese haben die Macht, den Himmel zu verschließen, damit während der Tage ihrer Weissagung kein Regen falle; und sie haben Gewalt über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln und die
Erde zu schlagen mit jeder Plage, sooft sie nur wollen. Offb11/7Offb Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben werden, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen und
wird sie überwinden und sie töten. Offb11/8Offb Und ihr Leichnam [wird] auf der Straße der großen Stadt [liegen], die, geistlich gesprochen, Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt
wurde. Offb11/9Offb Und [viele] aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen sehen ihren Leichnam drei Tage und einen halben und erlauben nicht, ihre Leichname ins Grab zu legen.
Offb11/10Offb Und die auf der Erde wohnen, freuen sich über sie und frohlocken und werden einander Geschenke senden, denn diese zwei Propheten quälten die auf der Erde Wohnenden. Offb11/11Offb
Und nach den drei Tagen und einem halben kam der Geist des Lebens aus Gott in sie, und sie standen auf ihren Füßen; und große Furcht befiel die, welche sie schauten. Offb11/12Offb Und sie hörten
eine laute Stimme aus dem Himmel zu ihnen sagen: Steigt hier herauf! Und sie stiegen in den Himmel hinauf in der Wolke, und es schauten sie ihre Feinde. Offb11/13Offb Und in jener Stunde geschah
ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel, und siebentausend Menschennamen wurden in dem Erdbeben getötet; und die übrigen gerieten in Furcht und gaben dem Gott des Himmels
Ehre.
Offb11/14Offb Das zweite Wehe ist vorüber: siehe, das dritte Wehe kommt bald.
Der Beginn der Ereignisse der siebenten Posaune.
Offb11/15Offb Und der siebente Engel posaunte: und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt unseres Herrn und seines Christus ist gekommen, und er wird herrschen in
alle Ewigkeit. Offb11/16Offb Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, fielen auf ihre Angesichter und beteten Gott an Offb11/17Offb und sprachen: Wir danken dir,
Herr, Gott, Allmächtiger, der ist und der war, dass du deine große Macht ergriffen und deine Herrschaft angetreten hast. Offb11/18Offb Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist
gekommen und die Zeit der Toten, dass sie gerichtet werden und dass [du] den Lohn gibst deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den
Großen, und die verdirbst, welche die Erde verderben.
Offb11/19Offb Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel gesehen; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein
großer Hagel.
Die Frau, ihr Kind und der Drache.
\12\
Offb12/1Offb Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: Eine Frau, bekleidet mit der Sonne, und der Mond [war] unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen. Offb12/2Offb Und
sie ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen [und soll] gebären.
Offb12/3Offb Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: und siehe, ein großer, feuerroter Drache, der sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Diademe hatte; Offb12/4Offb und
sein Schwanz zieht den dritten Teil der Sterne des Himmels fort; und er warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die im Begriff war, zu gebären, um, wenn sie geboren hätte, ihr
Kind zu verschlingen. Offb12/5Offb Und sie gebar einen Sohn, ein männliches [Kind], der alle Nationen hüten soll mit eisernem Stab; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron.
Offb12/6Offb Und die Frau floh in die Wüste, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat, damit man sie dort ernähre tausendzweihundertsechzig Tage.
Offb12/7Offb Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel; Offb12/8Offb und sie bekamen nicht die Übermacht, und
ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Offb12/9Offb Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt,
geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen. Offb12/10Offb Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes
und die Macht seines Christus gekommen; denn [hinab]geworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte. Offb12/11Offb Und sie haben ihn überwunden um des
Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod! (Sie haben den teufel überwunden durch das Blut Jesu und durch das Wort ihres
Jesus-Zeugnisses.) Offb12/12Offb Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr in ihnen wohnt! Wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß,
dass er [nur] eine kurze Zeit hat.
Offb12/13Offb Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die das männliche [Kind] geboren hatte. Offb12/14Offb Und es wurden der Frau die zwei Flügel des
großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste fliege, an ihre Stätte, wo sie ernährt wird eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit, fern vom Angesicht der Schlange. Offb12/15Offb Und die Schlange
warf aus ihrem Mund Wasser, wie einen Strom, hinter der Frau her, um sie mit dem Strom fortzureißen. Offb12/16Offb Und die Erde half der Frau, und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang den
Strom, den der Drache aus seinem Mund warf. Offb12/17Offb Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihrer Nachkommenschaft, welche die Gebote Gottes
halten und das Zeugnis Jesu haben.
Das Tier aus dem Meer und das Tier aus der Erde.
\13\
Offb13/18Offb Und er stand auf dem Sand des Meeres. Offb13/1Offb Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe und auf
seinen Köpfen Namen der Lästerung. Offb13/2Offb Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther, und seine Füße wie die eines Bären und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm
seine Kraft und seinen Thron und große Macht. Offb13/3Offb Und [ich sah] einen seiner Köpfe wie zum Tod geschlachtet. Und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde staunte hinter dem
Tier her. Offb13/4Offb Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich? Und wer kann mit ihm kämpfen? Offb13/5Offb
Und es wurde ihm ein Mund gegeben, der große Dinge und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, zweiundvierzig Monate zu wirken. Offb13/6Offb Und es öffnete seinen Mund zu Lästerungen
gegen Gott, um seinen Namen und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen, zu lästern. Offb13/7Offb Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden; und es wurde
ihm Macht gegeben über jeden Stamm und jedes Volk und jede Sprache und jede Nation. Offb13/8Offb Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, [jeder,] dessen Name nicht geschrieben ist
im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an. Offb13/9Offb Wenn jemand ein Ohr hat, so höre er! Offb13/10Offb Wenn jemand in Gefangenschaft [geht], so geht er in
Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwert getötet wird, so muß er mit dem Schwert getötet werden. Hier ist das Ausharren und der Glaube der Heiligen.
Offb13/11Offb Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, und es redete wie ein Drache. Offb13/12Offb Und die ganze Macht des ersten Tieres
übt es vor ihm aus, und es veranlaßt die Erde und die auf ihr wohnen, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. Offb13/13Offb Und es tut große Zeichen, dass es selbst
Feuer vom Himmel vor den Menschen auf die Erde herabkommen läßt; Offb13/14Offb und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, wegen der Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben wurde, und
es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dem Tier, das die Wunde des Schwertes hat und [wieder] lebendig geworden ist, ein Bild zu machen. Offb13/15Offb Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des
Tieres Odem zu geben, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. Offb13/16Offb Und es bringt alle dahin, die Kleinen
und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, dass man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt; Offb13/17Offb und dass niemand kaufen
oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Offb18Offb Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des
Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.
Das Lamm und die Seinen.
\14\
Offb14/1Offb Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.
Offb14/2Offb Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfensängern, die auf
ihren Harfen spielen. Offb14/3Offb Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen als nur die
Hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft waren. Offb14/4Offb Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; diese sind es, die dem Lamm folgen,
wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden. Offb14/5Offb Und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind
untadelig.
Ankündigung des Gerichts.
Offb14/6Offb Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem
Stamm und jeder Sprache und jedem Volk, Offb14/7Offb und er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen; und betet den an, der den
Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat!
Offb14/8Offb Und ein anderer, zweiter Engel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist das große Babylon, das mit dem Wein seiner leidenschaftlichen Unzucht alle Nationen getränkt hat.
Offb14/9Offb Und ein anderer, dritter Engel folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen annimmt an seine Stirn oder an seine Hand,
Offb14/10Offb so wird auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der unvermischt im Kelch seines Zornes bereitet ist; und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln
und vor dem Lamm. Offb14/11Offb Und der Rauch ihrer Qual steigt auf in alle Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Malzeichen
seines Namens annimmt. Offb14/12Offb Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu bewahren.
Offb14/13Offb Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Schreibe: Glückselig die Toten, die von jetzt an im Herrn sterben! Ja, spricht der Geist, damit sie ruhen von ihren Mühen, denn ihre
Werke folgen ihnen nach.
Ernte und Weinlese.
Offb14/14Offb Und ich sah: und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe
Sichel hatte. Offb14/15Offb Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel hervor und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte! Denn die Stunde des Erntens
ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden. Offb14/16Offb Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.
Offb14/17Offb Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel. Offb14/18Offb Und ein anderer Engel, der Macht über das Feuer hatte, kam aus dem
Altar hervor, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit lauter Stimme zu und sprach: Schicke deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde, denn seine Beeren sind
reif geworden. Offb14/19Offb Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und las den Weinstock der Erde ab und warf [die Trauben] in die große Kelter des Grimmes Gottes. Offb14/20Offb Und die
Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten, und Blut ging aus der Kelter hervor bis an die Zügel der Pferde, tausendsechshundert Stadien weit.
Die sieben Engel mit den sieben Plagen.
\15\
Offb15/1Offb Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: Sieben Engel, die sieben Plagen hatten, die letzten; denn in ihnen wurde der Grimm Gottes vollendet.
Offb15/2Offb Und ich sah [etwas] wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemischt, und [sah] die Überwinder über das Tier und über sein Bild und über die Zahl seines Namens an dem gläsernen Meer
stehen, und sie hatten Harfen Gottes. Offb15/3Offb Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sagen: Groß und wunderbar [sind] deine Werke, Herr, Gott,
Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig [sind] deine Wege, o König der Nationen! Offb15/4Offb Wer sollte nicht fürchten, Herr, und verherrlichen deinen Namen? Denn du allein [bist] heilig; denn alle
Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Taten offenbar geworden sind.
Offb15/5Offb Und nach diesem sah ich: und der Tempel des Zeltes des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet. Offb15/6Offb Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel
hervor, bekleidet mit reinem, glänzendem Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln. Offb15/7Offb Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll
des Grimmes Gottes, der da lebt in alle Ewigkeit. Offb15/8Offb Und der Tempel wurde mit Rauch gefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Macht; und niemand konnte in den Tempel eintreten,
bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.
Ausgießung der sieben Zornschalen.
\16\
Offb16/1Offb Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Tempel zu den sieben Engeln sagen: Geht hin und gießt die sieben Schalen des Grimmes Gottes aus auf die Erde.
Offb16/2Offb Und der erste ging hin und goß seine Schale aus auf die Erde; und es entstand ein böses und schlimmes Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und sein Bild
anbeteten.
Offb16/3Offb Und der zweite goß seine Schale aus auf das Meer; und es wurde [zu] Blut wie von einem Toten, und jede lebendige Seele, was [auch] im Meer war, starb.
Offb16/4Offb Und der dritte goß seine Schale aus auf die Ströme und die Wasserquellen, und es wurde [zu] Blut. Offb16/5Offb Und ich hörte den Engel der Wasser sagen: Du bist gerecht, der ist und
der war, der Heilige, dass du so gerichtet hast. Offb16/6Offb Denn Blut von Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; sie sind es wert. Offb16/7Offb
Und ich hörte den Altar sagen: Ja, Herr, Gott, Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.
Offb16/8Offb Und der vierte goß seine Schale aus auf die Sonne; und es wurde ihr gegeben, die Menschen mit Feuer zu versengen. Offb16/9Offb Und die Menschen wurden von großer Hitze versengt und
lästerten den Namen Gottes, der über diese Plagen Macht hat, und sie taten nicht Buße, ihm Ehre zu geben.
Offb16/10Offb Und der fünfte goß seine Schale aus auf den Thron des Tieres; und sein Reich wurde verfinstert; und sie zerbissen ihre Zungen vor Qual Offb16/11Offb und lästerten den Gott des
Himmels wegen ihrer Qualen und wegen ihrer Geschwüre, und sie taten nicht Buße von ihren Werken.
Offb16/12Offb Und der sechste goß seine Schale aus auf den großen Strom Euphrat; und sein Wasser vertrocknete, damit der Weg der Könige von Sonnenaufgang her bereitet wurde. Offb16/13Offb Und ich
sah aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten drei unreine Geister [kommen], wie Frösche; Offb16/14Offb denn es sind Geister von Dämonen, die
Zeichen tun, die ausziehen zu den Königen des ganzen Erdkreises, sie zu versammeln zu dem Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen. Offb16/15Offb - Siehe, ich komme wie ein Dieb.
Glückselig, der wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt umhergehe und man nicht seine Schande sehe! - Offb16/16Offb Und er versammelte sie an den Ort, der auf hebräisch Harmagedon
heißt.
Offb16/17Offb Und der siebente goß seine Schale aus in die Luft; und es kam eine laute Stimme aus dem Tempel vom Thron her, die sprach: Es ist geschehen. Offb16/18Offb Und es geschahen Blitze und
Stimmen und Donner; und ein großes Erdbeben geschah, desgleichen nicht geschehen ist, seitdem ein Mensch auf der Erde war, ein so gewaltiges, so großes Erdbeben. Offb16/19Offb Und die große Stadt
wurde in drei Teile [gespalten], und die Städte der Nationen fielen, und der großen [Stadt] Babylon wurde vor Gott gedacht, ihr den Kelch des Weines des Grimmes seines Zornes zu geben.
Offb16/20Offb Und jede Insel verschwand, und Berge wurden nicht gefunden. Offb16/21Offb Und ein großer Hagel, wie zentnerschwer, fällt aus dem Himmel auf die Menschen nieder; und die Menschen
lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage ist sehr groß.
Das große Babylon und das Tier.
\17\
Offb17/1Offb Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an vielen
Wassern sitzt, Offb17/2Offb mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben; und die Bewohner der Erde sind trunken geworden von dem Wein ihrer Unzucht. Offb17/3Offb Und er führte mich im
Geist hinweg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Lästernamen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Offb17/4Offb Und die Frau war bekleidet
mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen, und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll Greuel und Unreinheit ihrer Unzucht; Offb17/5Offb und sie
hatte an ihrer Stirn einen Namen geschrieben, ein Geheimnis: `Babylon, die große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde. Offb17/6Offb Und ich sah die Frau trunken vom Blut der Heiligen und
vom Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung.
Offb17/7Offb Und der Engel sprach zu mir: Warum wundertest du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt und die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat.
Offb17/8Offb Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und geht ins Verderben; und die Bewohner der Erde, deren Namen nicht im Buch des Lebens
geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich wundern, wenn sie das Tier sehen, dass es war und nicht ist und da sein wird. Offb17/9Offb Hier ist der Verstand [nötig], der Weisheit
hat: Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Und es sind sieben Könige: Offb17/10Offb die fünf [ersten] sind gefallen, der eine ist, der andere ist noch nicht gekommen; und
wenn er kommt, muß er eine kurze Zeit bleiben. Offb17/11Offb Und das Tier, das war und nicht ist, es ist selbst sowohl ein achter als auch von den sieben und geht ins Verderben. Offb17/12Offb Und
die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Königreich empfangen haben, aber mit dem Tier kurze Zeit Macht wie Könige empfangen. Offb17/13Offb Diese haben einen Sinn und
geben ihre Kraft und Macht dem Tier. Offb17/14Offb Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie überwinden; denn es ist Herr der Herren und König der Könige, und die mit ihm
[sind, sind] Berufene und Auserwählte und Treue.
Offb17/15Offb Und er spricht zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, sind Völker und Völkerscharen und Nationen und Sprachen; Offb17/16Offb und die zehn Hörner, die du gesehen
hast, und das Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihr Fleisch fressen und sie mit Feuer verbrennen. Offb17/17Offb Denn Gott hat in ihre Herzen
gegeben, seinen Sinn zu tun und in einem Sinn zu handeln und ihr Königreich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes vollendet sein werden. Offb17/18Offb Und die Frau, die du gesehen hast, ist die
große Stadt, welche die Königsherrschaft über die Könige der Erde hat.
Der Untergang Babylons.
\18\
Offb18/14 Nach diesem sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen, der große Macht hatte; und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet. Offb18/2Offb Und er rief mit starker
Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gefängnis jedes unreinen Geistes und ein Gefängnis jedes unreinen und gehaßten
Vogels. Offb18/3Offb Denn von dem Wein der Wut ihrer Unzucht haben alle Nationen getrunken, und die Könige der Erde haben Unzucht mit ihr getrieben, und die Kaufleute der Erde sind durch die
Macht ihrer Üppigkeit reich geworden.
Offb18/4Offb Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt,
Offb18/5Offb denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. Offb18/6Offb Vergeltet ihr, wie auch sie vergolten hat, und verdoppelt [es ihr] doppelt
nach ihren Werken; in dem Kelch, den sie gemischt hat, mischet ihr doppelt. Offb18/7Offb Wieviel sie sich verherrlicht hat und üppig gewesen ist, soviel Qual und Trauer gebt ihr. Denn sie spricht
in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und Traurigkeit werde ich nicht sehen. Offb18/8Offb Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und
mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott, der sie gerichtet hat. Offb18/9Offb Und es werden um sie weinen und wehklagen die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht
getrieben haben und üppig gewesen sind, wenn sie den Rauch ihres Brandes sehen; Offb18/10Offb und sie werden aus Furcht vor ihrer Qual von fern stehen und sagen: Wehe, wehe! Die große Stadt,
Babylon, die starke Stadt! Denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen. Offb18/11Offb Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern um sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft: Offb18/12Offb
Ware von Gold und Silber und Edelgestein und Perlen und feiner Leinwand und Purpur und Seide und Scharlachstoff und alles Thujaholz und jedes Gerät von Elfenbein und jedes Gerät von kostbarstem
Holz und von Erz und Eisen und Marmor Offb18/13Offb und Zimt und Haarbalsam und Räucherwerk und Salböl und Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl und Weizen und Rinder und Schafe und von Pferden
und von Wagen und von Leibeigenen und Menschenseelen. Offb18/14Offb Und die Früchte, woran deine Seele Lust hatte, sind von dir gewichen, und alle Pracht und Glanz sind dir verloren, und man wird
sie nie mehr finden. Offb18/15Offb Die Kaufleute dieser Dinge, die an ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual von fern stehen, weinend und trauernd, Offb18/16Offb und werden
sagen: Wehe, wehe! Die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlachstoff und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen! Offb18/17Offb Denn in einer Stunde ist
der so große Reichtum verwüstet worden. Und jeder Steuermann und jeder Küstenfahrer und Schiffsleute und alle, die auf dem Meere beschäftigt sind, standen von fern Offb18/18Offb und riefen, als
sie den Rauch ihres Brandes sahen, und sprachen: Wer war der großen Stadt gleich? Offb18/19Offb Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und riefen weinend und trauernd und sprachen: Wehe, Wehe! Die
große Stadt, in der alle, die Schiffe auf dem Meere hatten, reich wurden von ihrer Kostbarkeit! Denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden.
Offb18/20Offb Sei fröhlich über sie, du Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat für euch das Urteil an ihr vollzogen.
Offb18/21Offb Und ein anderer Engel hob einen Stein auf wie einen großen Mühlstein und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Gewalt niedergeworfen und nie mehr
gefunden werden. Offb18/22Offb Und die Stimme der Harfensänger und Musiker und Flötenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir gehört und nie mehr ein Künstler irgendeiner Kunst in dir gefunden
und das Geräusch des Mühlsteins nie mehr in dir gehört werden, Offb18/23Offb und das Licht einer Lampe wird nie mehr in dir scheinen und die Stimme von Bräutigam und Braut nie mehr in dir gehört
werden; denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde; denn durch deine Zauberei sind alle Nationen verführt worden. Offb18/24Offb Und in ihr wurde das Blut von Propheten und Heiligen gefunden
und von allen denen, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.
Jubel im Himmel über den Untergang Babylons.
\19\
Offb19/1Offb Nach diesem hörte ich [etwas] wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht [sind] unseres Gottes!
Offb19/2Offb Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verdarb, und er hat das Blut seiner Knechte an ihr gerächt.
Offb19/3Offb Und zum zweitenmal sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf in alle Ewigkeit. Offb19/4Offb Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und
beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sagten: Amen, Halleluja! Offb19/5Offb Und eine Stimme kam vom Thron her, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte, die ihr ihn fürchtet, die
Kleinen und die Großen!
Das Hochzeitsmahl des Lammes.
Offb19/6Offb Und ich hörte [etwas] wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser
Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. Offb19/7Offb Laßt uns fröhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich
bereitgemacht. Offb19/8Offb Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen. Offb19/9Offb Und er
spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes. Offb19/10Offb Und ich fiel zu seinen Füßen
nieder, ihn anzubeten. Und er spricht zu mir: Siehe zu, [tu es] nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist
der Weissagung. Christus besiegt das Tier und sein Heer
Offb19/11Offb Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt `Treu und `Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Offb19/12Offb Seine
Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst; Offb19/13Offb und er ist bekleidet mit einem
in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Offb19/14Offb Und die Kriegsheere, die im Himmel sind, folgten ihm auf weißen Pferden, bekleidet mit weißer, reiner Leinwand.
Offb19/15Offb Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er mit ihm die Nationen schlage; und er wird sie hüten mit eisernem Stab, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes
des Zornes Gottes, des Allmächtigen. Offb19/16Offb Und er trägt auf seinem Gewand und an seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.
Offb19/17Offb Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die hoch oben am Himmel fliegen: Kommt her, versammelt euch zum großen Mahl
Gottes, Offb19/18Offb damit ihr Fleisch von Königen freßt und Fleisch von Obersten und Fleisch von Mächtigen und Fleisch von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und Fleisch von allen,
sowohl von Freien als Sklaven, sowohl von Kleinen als Großen!
Offb19/19Offb Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer Krieg zu führen. Offb19/20Offb Und es wurde ergriffen
das Tier und der falsche Prophet - der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten -, lebendig wurden die
zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Offb19/21Offb Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß; und alle Vögel
wurden von ihrem Fleisch gesättigt.
Bindung Satans und Tausendjähriges Reich.
\20\
Offb20/1Offb Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand hatte. Offb20/2Offb Und er griff den Drachen, die alte
Schlange, die der Teufel und der Satan ist; und er band ihn tausend Jahre Offb20/3Offb und warf ihn in den Abgrund und schloß zu und versiegelte über ihm, damit er nicht mehr die Nationen
verführe, bis die tausend Jahre vollendet sind. Nach diesem muß er für kurze Zeit losgelassen werden.
Offb20/4Offb Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen
enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und herrschten
mit dem Christus tausend Jahre. Offb20/5Offb Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Offb20/6Offb Glückselig und
heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend
Jahre.
Letzter Aufstand Satans und endgültiges Gericht über ihn.
Offb20/7Offb Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden Offb20/8Offb und wird ausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der
Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand des Meeres. Offb20/9Offb Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager
der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam aus dem Himmel herab und verschlang sie. Offb20/10Offb Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo
sowohl das Tier als auch der falsche Prophet ist; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden in alle Ewigkeit.
Zweite Auferstehung und Weltgericht.
Offb20/11Offb Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Offb20/12Offb Und ich
sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden aufgeschlagen; und ein anderes Buch wurde aufgeschlagen, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden
gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Offb20/13Offb Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen
waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Offb20/14Offb Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Offb20/15Offb Und
wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.
Das neue Jerusalem.
\21\
Offb21/1Offb Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Offb21/2Offb Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Offb21/3Offb Und ich hörte eine laute
Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein. Offb21/4Offb Und er wird
jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Offb21/5Offb Und der, welcher auf
dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Offb21/6Offb Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und
das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Offb21/7Offb Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er
wird mir Sohn sein. Offb21/8Offb Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See,
der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod.
Offb21/9Offb Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir die Braut, das Weib
des Lammes, zeigen. Offb21/10Offb Und er führte mich im Geist hinweg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam,
Offb21/11Offb und sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Lichtglanz war gleich einem sehr kostbaren Edelstein, wie ein kristallheller Jaspisstein; Offb21/12Offb und sie hatte eine große und hohe
Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind: Offb21/13Offb Nach Osten drei Tore und nach Norden drei
Tore und nach Süden drei Tore und nach Westen drei Tore. Offb21/14Offb Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
Offb21/15Offb Und der mit mir redete, hatte ein Maß, ein goldenes Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen. Offb21/16Offb Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre Länge ist
so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf zwölftausend Stadien; ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich. Offb21/17Offb Und er maß ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen,
eines Menschen Maß, das ist eines Engels [Maß]. Offb21/18Offb Und der Bau ihrer Mauer war Jaspis und die Stadt reines Gold, gleich reinem Glas. Offb21/19Offb Die Grundsteine der Mauer der Stadt
waren mit jeder [Art] Edelstein geschmückt: der erste Grundstein ein Jaspis; der zweite ein Saphir; der dritte ein Chalzedon; der vierte ein Smaragd; Offb21/20Offb der fünfte ein Sardonyx; der
sechste ein Sardis; der siebente ein Chrysolith; der achte ein Beryll; der neunte ein Topas; der zehnte ein Chrysopras; der elfte ein Hyazinth; der zwölfte ein Amethyst. Offb21/21Offb Und die
zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges Glas. Offb21/22Offb Und ich sah keinen Tempel in ihr, denn der Herr,
Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm. Offb21/23Offb Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet,
und ihre Lampe ist das Lamm. Offb21/24Offb Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr. Offb21/25Offb Und ihre Tore werden bei Tag
nicht geschlossen werden, denn Nacht wird dort nicht sein. Offb21/26Offb Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr bringen. Offb21/27Offb Und alles Gemeine wird nicht in sie
hineinkommen, noch [derjenige], der Greuel und Lüge tut, sondern nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes.
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Offb22/1Offb Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. Offb22/2Offb In der Mitte ihrer Straße und des
Stromes, diesseits und jenseits, [war der] Baum des Lebens, der zwölf Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes [sind] zur Heilung der Nationen. Offb22/3Offb Und
keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, Offb22/4Offb und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an
ihren Stirnen sein. Offb22/5Offb Und Nacht wird nicht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes einer Lampe und des Lichtes der Sonne, denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie
werden herrschen in alle Ewigkeit.
Schlußermahnungen und Hinweis auf das baldige Kommen Jesu.
Offb22/6Offb Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiß und wahrhaftig, und der Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen
muß. Offb22/7Offb Und siehe, ich komme bald. Glückselig, der die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!
Offb22/8Offb Und ich, Johannes, bin der, welcher diese Dinge hörte und sah; und als ich [sie] hörte und sah, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte.
Offb22/9Offb Und er spricht zu mir: Siehe zu, [tu es] nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!
Offb22/10Offb Und er spricht zu mir: Versiegle nicht die Worte der Weissagung dieses Buches; denn die Zeit ist nahe. Offb22/11Offb Wer unrecht tut, tue noch unrecht, und der Unreine verunreinige
sich noch, und der Gerechte übe noch Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich noch. Offb22/12Offb Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.
Offb22/13Offb Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Offb22/14Offb Glückselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Anrecht am Baum des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt hineingehen! Offb22/15Offb Draußen sind die Hunde und die
Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.
Offb22/16Offb Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern. Offb22/17Offb Und der
Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!
Offb22/18Offb Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben
sind; Offb22/19Offb und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott sein Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem
Buch geschrieben ist.
Offb22/20Offb Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen, komm, Herr Jesus!
Offb22/21Offb Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!
(Bibel-Ende.)
